Ur. 344. Z1d«nnemeiitL-keä!NgUMN: Abonnements- Preis vcänumeraniio: Bisrteliabil. LL0 Mi, monatl. 1,10. Mk, wöchentlich iL Pfg. frei mS HouS. Einzelne Nnnnner 5 Psg. SonntagK- numtnet mit iEuftiieiter Sonntags- Scilage„Die Neue Seit" lll Pfg. Post- Monnement: I.tO Mark pro Monat. Eingetragen in die Pojl.Zeitmiqs- Preielntc. Unter Kreuzband für Deutichland und Oesterreich- Ungarn LÄ) Mark, für daS übrige Anstand 4 Marl pro Monat. Postabonnements uebmcn an: Selgien. Däneniarl, »öolland, Italien. Luxemburg. Portugal, Siumaitien, Schweden und die Schweiz. 30. Jahrg. Sie lnsettions- Sebühf keträgi für die sechsgeipattenc Kolouel- zeile oder deren Raunt W Psg, für politische und gewerlschastlichc AcreinS' und Persntnlluungs-Zlnzcigcn R> Pig. ..Irleinc Anreigcn", das settgeöruckl'c Wort AI Psg. lzulassig stfetigedruckie Wort«), jedes weitere Wort 10 Psg. Etellcnaeiuchc und Echlasstellenan- zeigen das erste Wort l» Plg, jcdeS weitere Wort 3 Pfg. Worte über 13 Buch- staben zählen für zwei Worte. Inserate für die uächste Äummer lnüffen bis 5 Uhr uachniittags in der Expedition llbgegebcn werden. Die Eipcdstion ijt bis 7'.Ihr abends geöffnet, erlchtllil täglich. Vevlinev Volksblnkt. Zcntralorgan der fozi aldcmohrat! fehen Partei Deutfcblands. Tclegraimn- Adresse: ,,Soziai(!«mdhrat Berlin". Redaktion; 601. 68, Lindenstraese 69. Fernsprecher: Amt Moritzplatz, Nr. IS83. Expedition: 6 Ol. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt Moritzplatz, Ztr. 1981. Las Jahr 1915 in Großbritannien. London, 27. Scjcmbcr. Tas Jadr 1013 war für Großbritannien eine Periode onbaltender Prosperität. Die Arbeitslosigkeit war Verhältnis- mäßig gering, die Lohne stiegen und die Kapitalisten machten gewaltige Prosite. So wird versichert, daß die Bergwerke durchschnittlich 20 Proz. Gewinn abgeworfen haben. Pach den Ziffern des Handelsamts haben 1 681 660 Arbeiter eine wöchentliche Lohnerhöhung von 118 316 Pfund Sterling er- halten. Allerdings darf bei der Betrachtung dieser Ziffern nicht vergessen werden, daß die genannte Arbeiberzahl 02ä 655 Bergarbeiter enthält, die den Löwenanteil an der Lohn- eiv".-ng hallen, nämlich 88 883 Pfund. Tie Löhne aller englischen Bergarbeiter steigen nach vertraglich festgelegten Regeln mit den Kohlenpreisen/ so daß die Lohnerhöhung zu gleicher Zeit auch die Verteuerung eines der wichtigsten in- dustriellen Rohstoffe und Volksbedarfsartikel veranschaulicht. Tb die. Löhne mit dem Steigen der Preise im allgemeinen Schritt gehalten haben, ist eine Frage, die selbst konservative Politiker nicht bejaheird zu beantworten wagen. Dies oder das Gegenteil einwandfrei festzustellen, ist natürlich zurzeit noch unmöglich. Aber es sei hier angeführt, daß zu diesen Weihnachten allgemein darüber geklagt worden ist, daß man noch nie zu Weihnachten so höhe Lebensmittelpreise l)at zahlen müssen wie in diesem Jahre. Wie fast alle Prosperitätsperioden hat auch das ver- gangene Jahr viele wirtschaftliche Kämpfe gesehen. Umfangreich waren diese Konflikte jedoch nicht. Im vorher- gehenden Jahre, als der allgemeine Ausstand der Berg- arbeiter stattfand, wurden 737 Kämpfe verzeichnet, an denen 1 108 266 Arbeiter beteiligt waren, die 40 130 100 Arbeitstage Verloren. In den ersten elf Monaten des Jahres 1013 fanden L75 Arbeitsstrcibigkeiten statt, in denett 618 682 Arbeiter verwickelt waren und 10 562 100 Arbeitstage verloren gingen. Der wichtigste dieser Kämpfe war der noch andauernde Kon- flikt in Dublin, dessen unmittelbarer Anlaß die Aus- sperrung der dem Irischen Transportarbeiterverbande an- gehörenden Straßenbahner war. Aus der Perspektive be- trachtet, ist dieses erbitterte Ringen zwischen den Scharf- machern und der Arbeiterschaft der irischen Hauptstadt ein Gegenangriff des koalierten Unternehmertums gegen den Verband der Transportarbeiter, dem es zweifelsohne ge- lungen ist, die elende Lage feiner Mitglieder in kurzer Zeit merklich zu verbessern, der sich aber bei der Verfolgung seiner Ziele des in Irland so beliebten Kampfmittels des Boykotts, des Sympathiestreiks bediente und so das Unternehmertum zum Zusammenschluß trieb. Gewiß läßt sich mit dem Synt- pathiesireik dort, wo die Unternehmer nicht organisiert sind, manches erzielen t aber ebenso gewiß ist es, daß seine An- Wendung das Unternehmertum zusammenschmiedet und zum Gegenangriff reizt. Ties traf nun, wie in so vielen anderen Fällen, auch in Dublill ein. 404 Unternehmer der Stadt schlössen sich unter der Führung des allgewaltigen Herrn Murphy fest zusamnten und verhängten den Boykott über den Verband. Vielleicht wäre der Konflikt bald beendet gewesen, jedenfalls hätte er nicht so viel Aufsehen erregt, wenn nicht die englischen Behörden in brutalster Weise gegen die Arbeiter- kchast vorgegangen wären, krine ungesetzliche Proklamation des Statthalters, die durch Herrn Murphy veranlaßt worden sein soll, verbot den Arbeitern eine Versammlung in der O'Connell Street, die von jeher der Temonstrationsort des Dubliner Volkes gewesen ist. Man benützte die Gelegenheit, um die zuerst betrunken gemachte Polizei aus die unbewaffnete Volksmenge loszulassen. Hunderle wurden in den letzten Tagen des Monats August von den rasenden Ordmmgs- Hütern verletzt, einige Personen wurden getötet. Polizei und Gendarmerie schonten»oeder Alter noch Geschlecht. Be- trunkene Polizisten stürmten in die Häuser der Arbeiter. schlugen alles kurz und klein und mißhandelten Kinder und Frauen im Wochenbett. Tie Freveltaten, die damals von der Polizei verübt wurden, und noch lange nicht alle bekannt. Eine öffentliche Untersuchung soll Licht darüber verbreiten: aber allem Anschein nach ist man bemüht, die Untersuchung so lange wie möglich hinauszuschieben und sie für die Be- Hörden so harmlos wie möglich zu machen.' Ein Sturm der Entrüstung, wie ihn das Jnselreich selten gesehen, erhob sich unter dem Volke im ganzen Lande. Das Bürgertum stand zähneklappernd dabei und der Regierung fuhr der Schreck in die Beine. Ter britische Gewerkschastskongreß, der gerade in Manchester tagte, schickte eine Deputation nach der irischen Hauptstadt, um den Arbeitern mit der ganzen Autorität des britischen Proletariats zu helfen, die Versammlungs- und Redefreiheit aufrechtzuerhalten. Denn auch die Redefreiheit, diese- von dem englischen Volke am eifersüchtigsten bewachte Reckch war� abgeschafft worden:„man hätte mich eingesperrt, wenn ich öffentlich das Vaterunser gebetet hätte", erklärte uns der Vorsitzende der Tubliner Mewllarbesterorganijation. In freigebigster Weise kamen die britischen Proletarier ihren tnsckmt Klasiengenossen zu Hilfe. Durch Vermittelung der genossenschaftlichen Großeinkaufsgesellschast schickte man ein mit Nahrungsmitteln beladenes Schiff nach dem anderen nach Dublin. Pis heute haben die Arbeiter Großbritanniens 77 400 Pfund Sterling(1 548 000 M.) für die Dubliner auf- gebracht: daneben sind aber auch noch beträchtliche Summen � direkt nach Dublin geschickt worden. Doch man half den "irischen Arbeitern. nicht allein, ihre bürgerliche« Freiheiten zu wahren, sondern stand ihnen auch bei, den Angriff des Unternehmertums ans das Kgalitionsrecht abzuschlagen. Wenn heute die Tubliner Scharfmacher bereit sind, den über den Transportarbeiterverband verhängten Boykott zurückzuziehen, so ist dies in erster Linie'dem energischen Eingreifen des eng- lischen Proletariats zu danken, dessen Vertreter den Dublinern seit Anfang des Kampfes beständig mit Rat und Tat zur Seite gestanden sind. Allerdings hat auch der Irische Trans- portarbeitcrverband auf die Anwendung des Syntpathie- streiks verzichten müssen: es ist ihm dafür die Bildung eines Einigungsamtes zugesichert worden, von dem der Herr Murphy vor dem Konflikt nichts wissen wollte. Ties sind tvenigstens die Hauptergebnisse der langwierigen VerHand- lungen, die in den letzten Wochen zwischen den Vertretern der Tubliner Arbeiter und der Zentralkörperschaften der britischen Arbeiterbewegung einerseits und den Vertretern der Dubliner Unternehmer andererseits gepflogen wurden. Sie scheiterten vorläufig nur an der Schwierigkeit, alle nnsgesperrten und streikenden Arbeiter wieder einzustellen. Nicht ohne Grund befürchten die Dubliner, daß sich hinter der Angabe der Unternehmer, die Wiedereinstellung aller Arbeiter sei infolge der herrschenden Verwirrung und der inzwischen vorgenommenen technischen Veränderungen(man hat zum Beispiel während des Konflikts die von Pferden gezogenen Lastwagen vielfach durch Kraftwagen ersetzt) unmöglich, die Absicht ver- steckt, die tätigsten Gewerkschafter zu maßregeltt. Die Bedeutung dieses Kampfes im einzelnen zu würdi- gen, entzieht sich des Nahmens dieser Rundschau. Doch einige Momente müssen erwähnt werden. Im Anschluß an den Tubliner Konflikt wurde zum ersten Male in der Geschichte der modernen Arbeiterbewegung Großbritanniens ein allge- meiner Arbeitcrkongreß einberufen, der am 9. Dezember in London zusammentrat und sich mit der Frage befaßte, wie man den Dublinern noch wirksamer beistehen könnte. Es war dies nicht ein außerordentlicher Gewerkschaftskongreß, obwohl er von dem Parlamentarischen Komitee des Gewerkschaftskongresses einberufen worden war. Es nahmen an ihm teil nicht nur die Vertreter der..Gewerkschaften, sondern auch die der Arbeiterpartei, unter ihnen /Vertreter rein politischer Tr- ganisationen, wie der I. L. P. und der Fabischen Gesellschaft. Wie alles int Leben der Engländer, bildet dieses Vorgehen einen Präzedenzfall, der bei ähnlichen Gelegettheiteit in der Zukunft zweifelsohne befolgt.werden wird. Ter Kongreß entschied sich mit überwältigender Mehrheit gegen den Sym- pathiesireik zugunsten der Dubliner: die erfahrensten Ar- beiterführer waren überzeugt, daß der Sympathiestreik in England zum Kampf ans der ganzen Linie führen müsse. Kurzum, der Sympathiestreik wurde als schlechte Strategie verworfen. Auch das persönliche Moment spielt in dieser irischen Angelegenheit eine nicht unwichtige Rolle. Viel mag zu dem meteorischen Aufstieg des Arbeiterführers L a r k i n das Sensationsbedürfnis der bürgerlichen Presse beigetragen haben, die den gedankenlosen, politisch indifferenten Lesern, die nur diese. Presse kaufen, alle Ereignisse mit einer pikanten Sauce auftischen muß. Heute, da sein Stern immer mehr verblaßr, kann man seine Persönlichkeit vielleicht besser wür- digen. Teiß sein persönlicher Einfluß gewaltig war und noch beute in Dublin groß ist, kann nicht bezweifelt werden. Die Kundgebungen der englischen Arbeiter zwangen die Regie- rung, ihn aus freien Fuß zu setzen, als er wegen einer Lappalie verurteilt und ins Gefängnis geworfen worden war. Die Menschen werden wohl stets bereit sein, dem Kühnsten und Unerschrockensten unter ihnen zu folgen. Und gerade diese Eigenschaften wird niemand dem Führer der Dubliner Transportarbeiter absprechen können. Die Arbeiter der irischen Hauptstadt fanden in ihren Reihen einen Mann, der sich unter die kapitalistischen Löwen der Stadt wagte und den vornehmen und gefürchteten Herren jämmerlich das Fell ver- bläute und gegenüber den englischen Gewalthabern einen Ton anschlug, wie sie ihn seit der Zeit Michael Davitts nie gehört hatten. Larkin appellierte somit nicht nur an ihren Klasseninstinkt, sondern auch an ihr nationales Bewußtsein. Und dait« ist nicht zu vergessen, daß James Larkin stets der erste war, der mit der Flinte in der Hand vorsprang. Diese Charaktereigenschosten erklären zur Genüge die leidenschaft- liche Hingabe des irischen Proletariats an ihren Führer, der auch den englischen Arbeitern eine Zeitlang mächtig im- panierte. Leider sind seine schwächen nickt weniger scharf ausgeprägt als seine Stärte. Es fehlt ihm das Wissen mancher seiner Kollegen und vor allen Dingen das Takt- gesnhl. Dieser Mangel an Takt hat ihn denn auch in Groß- britannien unmöglich gemacht. Mit seiner Kampagne in England und Schottland, wo er die Massen gegen die Führer auszuspitzeln gedachte, um einen Sympathiestreik zustande zu � bringen, hat er die meisten� denkenden Arbeiter Grotz- � britanniens vor den Kops gestoßen. In der allgemeinen Ar- beiterbewegung des Jnselreichs wird er künftig wohl kaum noch eine große Rolle spielen. Sein Wirkungsfeld ist Irland. Tort hat er da? Tischtuch zwischen den Arbeitern und dem bürgerlichen Nationalismus zerschnitten. Wie immer sich dort die Verhältnisse gestalten mögen.sein Name wird an Zugkraft wenig einbüßen. Denn er ist der Mann, den der „Sassenach" hat freisetzen müssen. Auch in anderer Hinsicht hat Irland im vergangenen Jahre die Oeffentlichkeit viel beschäftigt. Die Ulster- l e n t e rüsten, um sich gegen die Selbstverivaltung vom katholischen Dublin ans zu ivehren, und die Regierung läßt sie gewähren. Erst vor kurzem hat sich die Regierung dazu entschlossen, die Waffeneinfuhr nach Irland zu verbieten. Sie hütet sich jedoch, sonst etwas gegen die Rebellen zu unter- nehmen. Es ist nicht schwer, zu begreifen, weshalb die Re- gierung diese Haltung einnimmt. An der Spitze der Ulster- leute stehen geriebene Juristen, die wohl' wissen, wie weit sie nngestrast gehen dürfen. Vor Gericht gezogen, würden sie wahrscheinlich sagen: Wir sammeln ein Heer, um die Einheit des Reiches zu verteidigen, und das verbietet uns bis jetzt noch kein Gesetz. Im Gegenteil, Nur tun nur das, was unsere Vorfahren oft getan haben, als sie Regimenter ans eigene Kosten aushoben, um das Reich zu verteidigen.— Man braucht nicht Jurist zu sein, um zu erkennen, welch treffliche Propaganda sich mit diesen Argumenten führen ließe. Neben dem.Heere der Ulsterlente ist jetzt auch ein Heer der"Nationalisten im Entstehen begriffen. Auch ans die Arbeiterschaft hat das Beispiel der nordirischen Rebellen ansteckend gewirkt. In nrehr als einer Stadt bestehen heute Organisationen zur Abwehr gegen die U e b e r g r i ff e der Polizei.. Diese Tatjache allein ist für die in Großbritannien herrschende Stimmung bezeichnend. Seit langer Zeit hat die Arbeiterschaft nicht so sehr unter den Gewalttätigkeiten der behördlichen Organe z« leiden gehabt wie gerade heute. Daß solche Zustände in einer liberalen Aera herrschen, ist sehr natürlich. Sind die Ktonservativen am Ruder, so erweckt jeder polizeiliche Gewaltakt sogleich den lauten Protest der um die Stimmen der Arbeiter buhlenden Liberalen, und moderne konservative Regierungen sind daher bei der An- Wendung von Gewaltniitteln meist vorsichtig. Sind aber die Liberalen im Sattel, so können sie den Konservativen nie forsch genug bei der Niederknüppelung des Volkes vorgehen: man schimpft die Minister Weichlinge und sucht ihnen den nicht unbeträchtlichen Teil des gesinnungslosen Bürgertums abspenstig zu machen, der einmal konservativ und ein ander- mal liberal stimmt. Auf dem Gebiete der äußeren PoltAik Eng- l a n d s ist das verflossene Jahr bezeichnend wegen der Ä n- näberung zu Deutschland, die sich im Verlaus der Balkankriege vollzog. Hoffentlich wird diese friedlichere Stimmung, die sich schon deutlich meldenden Wirren und Intrigen über die Austeilung der wuc''stichigcn Türkei überdauern. Wer von dieser Wandlung»-•« Erleichterung der imperialistischen Lasten erhofft hat, wr M gründlich enttäuscht werden. Ter neuen Tatsache gc rgestellt, haben die Flottenschwärmer in England cinsa ändert. Jeder neue Staat, der die im,, nachmacht, bringt damit Wasser auf die M Imperialisten. Früher rüstete man gegen � Nordsee, dann spielte man die Karte der t. Mittelländischen Meeres gegen Italien und>, und im Aermel stecken hat man noch einen di. die sogenannte Wcltverteidigung, womit man Flottenwahnsinn verteidigen kann. Mit Argnme.sten ist den Dreadnonghtsfanatikern überhaupt nicht beizukommen. Man beachte nur, wie die englischen Jingoes systematisch bei ihren Berechnungen der Flottenstärke die französische Flotte igno- rieren, auf deren Hilfe sie doch bei einem größeren europäischen Kriege rechnen. Man spricht heute davon, baß der nächste Flottenetat gegen 50 Millionen Pfund Sterling betragen wird. Es ivird sich darum handeln, die drei großen Schlacht- schiffe, die man als Geschenk von Kanada erwartete, die aber im liberalen Senat Kanadas abgclehni worden sind, selbst zu bauen. Herr Churchill erklärte am 31. März im Unter- hause:(Diese drei Schisse)„sind für die Weltverteidigung des britischen Reiches vom Jahre 1016 an absolut notwendig..., und fallen sie aus, so wird eine Lücke entstehen, zu deren Ausfüllung ohne Verzug von anderen weitere Opfer gebracht werden müssen." Weitere Opfer werdeil dem britischen Volke, auferlegt werden, und das zu einer Zeit, wo sich die ersten Zeichen des wirtschaftlichen Niederganges schon deutlich erkennen lassen. Tie einzige verläßliche Wehr gegen diesen neuen Raubzug des Imperialismus ist die noch schwache Kraft der politisch organisierten Arbeiter des Landes. Gewiß fehlt es im Bürgertum nicht an Leuten, die laut über die in Aussicht gestellte Schröpfung murren. Aber wird sich der Protest zu Taten verdichten? Man hat in der letzten Zeit viel von dem Vorschlag gehört, alle künftigen Militär-»nd Flottenlasten den Einkommensteuer zahlenden oberen Klassen aufzubürden. .Es besteht jedoch wenig Aussicht, diesen Plan zu verwirk- licheii. Im Gegenteil. Herr Asquith spricht von einer Hin- unterevidierung der Einkommensteuer in dem Sinne, daß Personen, die ein Einkommen von von weniger als 160 Pfund (3200 M.) im Jahre haben und die bisher von der direkten Steuer befreit waren, zur Entrichtung von Einkommensteuer herangezogen werden sollen. Dem alten Whig und den meisten seiner Gesinnungsgenossen ist die Sozialpolitik�schon viel zu weit gegangen und sie möchten sich wohl in der Schicht des Kleinbürgertums einen Wall gegen die„Begehrlichkeit" der Arbeiter schaffen. Die Leute in der Volksvertretung, die einen empfindlichen Druck auf die Regierung ausüben könnten, sind die Radikalen in der liberalen Partei. Im Ausland ist man geneigt, die englischen Linkslibcralen nach ihren Worten einzuschätzen: iin Inland lernt ntan sie nach ihrer Abhängigkeit von der Gnade der liberalen Parteiver- Position ver- tische Politik iller anderen bland in der digung des erreich ans, - 1 Trumpf; äußersten Wallung oinschalzcn. Tie klientenlosen Juristen,' die „dmtlesüs barristevs", die die liberale Partei in jene Wahl- kreise schickt, wo die Arbclitcr anfangen, ungeduldig zu werden, können schön reden und wunderbare Versprechungen inachen. Aber wenn sie anfangen, selbst daran',u glauben, so zieht man ihnen den Stuhl weg, auf dein sie sitze«. DaS, Knollen des Einpeitschers bringt sie bald in den richtigen„lobbz" und im schlimmsten Falle bringt sie die Aussicht auf den Posten eines Unterstagtssekrctärs zur Vernunft. Ter Einpeitscher hat stets eine Reihe Gründe auf Lager, die beweisen, daß der Bestand der Regierung nur dies eine Mal im Interesse der liberalen Politik nicht gefährdet werden darf. Sie treiben die sogenannte weitsichtige Politik, wie das Bauernmädchen, das nach einer Nadel im Scheucnentör eilte und über des Vaters großen Schien stolperte, der im Wege lag. Zum Schluß sei noch als eines der wichtigsten Ereignisse des vergangenen Jahres der E i n i g u n g s v e r s u ch der e il g l i s ch c n Sozialisten erwählst. Durch- die Ver- mittelung des Internationalen Bureaus ist das Werk der Einigung der drei in Betracht kommenden Organisationen(der Independcnt stabour Party, der British Socialist Party und der Fabiichen Gesellschaft) so weit gediehen, daß die beste Aus- sicht auf einen Zusanrnrenschluß der sozialdemokratischen Kräfte Englands bestellt. Zu keiner Zeit wurde der Bruder- zwist schmerzlicher empfunden als in den letzten zwei oder drei Jahren. Ueberall im Lande fing die Arbeiterschaft an. sich zu regen: die Geister wurden empfänglich für neue Ideen: es bedurfte einer einheitlichen, geordneten propagandistischen und organisatorischen Arbeit, um die„Arbeiterunruhe" in zielbewußte Bahnen zu lenken, lind infolge ihrer Zersplitte- rung waren unsere engliscklen Genossen nicht imstande, die so notwendige Arbeit zil leisten. Tie Stelle der sozialistischen Agitation usurpierte eine verschwoimnene airarchistelnde yndikolistisch-frauenrechtlerisch.klerikale Gefühlsduselei, die in dein„Taily Herald" ihren klassischen Ausdruck fand, eineiil Blatte, das sich jetzt nach einer odyssccischen Laufbahn in den Händen pon Klerikalen befinden soll. Der schmerz über die verpaßte Gelegenheit hat die leitenden Personen in den drei Sektionen des englischen Sozialismus zur Einsicht gebracht, daß es so nicht weiter geben kann. Im anbrechenden Jahre wird die Entscheidung fallen, und weim der gute Wille, der letzt allgemein zum Vorschein konunt, weiter fortbesteht, kann die sozialistische Einigung in England nicht fern sein. Zu- nächst würde sich die Einigung in der Schaffung eines geinein- schaftlichen Rats offenbareil. dem wohl bald auch gcmcinschaft- lich Organisationen folgen würden. Ohne volitifche Orga, nisationen lassen sich auch in England keine politischen Kämpfe führen: dos haben die Wahlen bewiesen, an denen Kandidaten der Arbeiterpartei teilnahmen, die durchweg dort schlecht abschnitten, wo keine oder nur schwache sozialistische Organisatioiieil bestanden. Der geeinigte Sozialismus wird nicht nur geistig, sondern auch organisatorisch das Rückgrat einer mächtigen politischen Arbeiterbewegung Englands bilden. Tie setzige Arbeiterpartei— das darf nicht vergessen werden— ist nur eine Organisation von Organisationen. deren Hauptaufgaben auf wirtschaftlichem Boden liegen und dm weilig befähigt sistd, die nötige praktische politische Auf- klärungs- und Organisationsarbeit zu leisten. Diese mmm- gänguck» nötige Arbeit fiel bis jetzt den ihr angeschlossenen sozialistischen Organisationen, namentlich der I. L. P. zu und wird stets den sozialistischen Organisationen zufallen. Durch den Zniaiilmenschluß her drei Sektionen wird das Ergebnis dieser Arbeit nicht verdreifacht, sondern verzehnfacht werden. Man kanil mit Vertrauen daraus rechnen, daß das kommende Jahr für den Sozialismus in England ein Jahr des Auf- stiegs sein wird._ Der wahre lagcw. Man hat sich'•« Zeit vielfach über Herrn v. Jagotv, den Polizeigewalliger Berlin, wegen seines RecktSgutacklens in Sacken Forltner geniackt; man bat aber dainit dem Verfasser schreiendes Nnr»an und die Absicht seines Vorgehens völlig verkannt. Herr v,? � mag ein mangelhafter Jurist, er mag ein nicht sehr geschickte alizeipräsident fein, aber an der hervorragenden Befähigung d ä Herrn für das Studium und die Anwendung der Psychologie' Jan seiner autzcrordentlich scharfen und kritischen Selbsterlemst.» ist nicht zu zweifeln. Herr v. Jagow ist sich offen- bar bewußt, daß er für. den Posten, den er bekleidet, gor keine Be- sähigung besitzt. Er kann ihn also nickt, wie das sonst hie und da Beamte tun mögen, durch hervorragende Leistungen zu behaupten versuchen er muß daher ans andere Mistel zu diesem Zwecke be- dacht sein. Die Aufgabe war nicht leicht� aber Herr v. Jagow hat sie gelöst, und zwar gestützt auf tiefe psychologische Beobachtungen. Auch andere hatten schon vor Herrn v. Jagow wahrgenommen, daß in Preußen ein höherer Beamter nie entlassen wird, nachdem er sich bloßgestellt hat. Das wäre eine schwächliche Nücksichtnahme auf die unmaßgebliche Meinung der niederen Masse, und solche Schivach- müligkeit darf sich doch eine königlich preußische Negierung nicht vorwerfen lassen. Diese Beobachtung war, wie gesagt, nicht neu, «rbenio wie die Wahrnehmung, daß der metallene Deckel des Teekessels durch den Wasserdampf gehoben wird und darni wieder zurückfällt, längst bekannt war, che der geniale Erfinder durch diese Erscheinung zur Konstruktion der ersten Danlpf- Maschine angeregt wurde. Geradeso war es Herr» v. JagowS Genius vorbehalten, die allgemein bekannte, oben erwähnte Talsache zur Grundlage eines Systems zu machen: er beschloß, sich in gewissen Zeitabsländen so oft, so gründlich und mit zweifelhaftem Ruhm zu bedecken, daß cr überhaupt nicht ciltlasscn werden ko nu tc. Nur von diesem großen Gesichtspunkte aus werden seine be- rühmte Warnung an die Neiigierigen und alle jene obrigkeitlichen Maßnahmen und Verfügungen verständlich, die Herrn v. Jagow einen dauernden Platz in der Geschichte des sogenaiimcn unfreiwilligen Humors verschafft haben. Doch schon damals konnte man die Feinheit seiner Taktik be- wundern. Gewiß, diese Reihe voil Blamagen sicherte ihrem Helden die Heiterkeit aller politisch irgendwie. Interessierten und brachte alle sreiheitlich Gesinnten gegen ihren Urheber ans: aber eS gibt ja noch immer Leute, die sich um Politik den blauen Teufel kümmern und die Maßnahmen eines kgl. Polizeipräsidenten auf' jeden Fall weise finden, schon deshalb, weil sie sie nicht kennen. Hier also drohte eine Gefahr, hier war eine Lücke im System. Herr v. Jagow wußte auch dieser Schwierigkeit zu begegnen. Sein kleines Abenteuer mit Frau Tilla Durieux verbreitete seinen Ruhm auch bis in jene Kreise, für die Politik Hekuba ist, und die die Rein- heit des Familienlebens umso höher zu schätzen wissen, je weniger sie sie. aus eigener Eriahrung kennen. Nun lachte ganz Berlin, uud Herr v. Jagow konnte mitlachen, denn jetzt war er geborgen. Ihn nach all dem alö Polizeipräsidenten von Berlin zu belassen, das mußte jeder Regierung als Beweis von Kraft und Unverzagthcit angerechnet werden, und welche preußische Regierung würde auf diesen Ruhm nicht Anspruch erheben wollen? Herr v. Jagow komtte sich also ruhig in seinem Präsidentenstuhl zurück- lehnen und sich und der Mitwelt eine Zeitlang Ruhe gönnen. Aber eS hat seine Gefahren, auf Lorbeer» zu ruhen, selbst wenn sie noch so wohl verdient sind, und so mußte der Polizeipräsident von Berlin mit Bekümmernis und Besorgnis sehen, daß die Er- innerung an seine Heldentaten zwar noch nicht erloschen, aber doch eiwaS abgeblaßt war, insbesonderS aber, daß in letzter Zeit seine so scharssinnig auSgedochte Methode von stümperhaften Schülern nachgeahmt wurde, die sich io Ungeschick! blamierten, daß sie trotzdem ab- gesägt wurdest. Mußten nicht die Spuren des Herrn v. Heeringen schrecken? Nun galt eS. wieder die alte Meisterschaft zu zeigen. Ein gewöhn- licher„Fall", wie etwa ein kurioies Nenammlungsverbot genügte nicht, es mußte schon etwas Besonderes sein, was wieder die ge- samte öffeniliche Meinung in Atem erhielt, und zugleich etwa?, über dessen Blamabilität sozusagen kein Zweifel möglich war. Herr v. Jagow durflS von seiner einstigen Höhe nicht herabsteigen. Denn in gefährdeten Situationen führt jeder Niedergang nur zu bald zum Sturz. Herr v. Jagow mochte wohl schon seit einiger Zeit nach einer Gelegenheit für neue Taten ausgeblickt haben. Die Zaberner Affäre bot endlich diese Gelegenheit, und mit wahrem Feldherrn- blick hat er sie erkannt und benutzt. Heute lacht ganz Deutschland, soweit eS nicht blöd ist, und Herr v. Jagow kann wieder mitlachen: denn nun kann ihm wieder nichts geschehen. Wer aber den wahren Jagow erkannt hat, der wird nicht in dieses oberflächliche Gelächter einstimmen, er wird sich in Ehrfurcht beugen vor dem Genie, das das innerste Wesen des preußischen Beamtentums erkannt und aus der Ausnutzung dieser Erkenntnis ein System gemacht hat._ pol'tircbe GebcrHcbn Neujahrsfrosch oder Kinderpistole. Mit wilder Berserkerwut haben die durch die Befehle aus dem konservativen Hauptariartier aufgepeitschten Schmoks großer und kleiner konservativer Blätter sich auf die Meldung gestürzt, daß im Hofe der Zaberner Schloß- kasernc Schüsse gefallen seien und aus diesem sogenannten „feindlichen Ueberfall" nicht nur die Berechtigung des Vorgehens icr Reuter und Forstner, sondern auch die Notwendigkeit sofortiger Stellung der ganzen Rcichslande unter die Säbeldiktatur gefolgert— und nun entpuppte sich das große Attentat mit dem„deutlich wahrnahm- baren Aufschlagen des Geschosses" uird dem „f i ch t b ar e n F e u e r s che i n" als ein Phantasiegebilde! Tie genauere amtliche Untersuchung dieses großen Ueber- falls hat nämlich ergeben, daß die am Freitagabend in der Dunkelheit gefallenen Schüsse nicht von diesseits des Kanals vor der Schloßkaserne kamen, sondern zweifellos auf der anderen Seite des Bassins gefallen sind, wie zuverlässig feststeht, von einem dort befindlichen Holzlager aus, welches etwa 123 Meter entfernt ist. Vier Leute haben ausgesagt, daß sie gegen L'/Jlhr abends von diesem Holz- lager her zwei Schüsse gehört und auch den Feuerschein wohl gesehen, haben. In Anbetracht der Entfernung und der Herr- schenden Dunkelheit war es also gar nicht möglich, den jenseits des Kanals an der Schloßmauer patrouillierenden Posten zu sehen, und es ist ganz a u s g e s ch l o s ie u, daß der Posten unter solchen Uinständen von dem Holzlager aus hätte getötet werden können. Von einem Attentat auf den Posten kann somit keine Rede sein. Das„Berliner Tageblatt" erfährt noch, daß die an- geblich scharfen Schüsse aus einer— Äinderpistole stammen, mit der ein achtjähriger Junge gespielt hat. Die„Areuzzeitung" ist über die amtlichen Feststellungen ganz außer Fassung geraten. Sie schreibt in einem Anfall des Irrsinns: „Vermutlich ist nun mit diesem glänzenden Ergebnisse die amtliche Zaberner Untersuchung abgeschlossen. Die Soldaten, die das Aufschlagen des Geschosses gehört und den Feuerschein des Schusses in ganz anderer als der amtlich„ermittelten" Richtung gesehen haben, müßten also wegen böswilliger Beleidigung harmloser Zaberner bor ein Kriegsgericht gestellt werden." Man kann den Schmerz der„Äreuzzeitung" und ihrer Hintermänner verstehen. Was hätte sich aus den beiden Schüssen nicht alles machen lassen, und nun kommt eine ..bureaukratische Zrvilstelle" und stellt— ohne aus die Wünsche der„Kreuzzeitimg" Rücksicht zu nehmen— fest, daß scharfe Schüsse überhaupt nicht abgegeben lo o r d e n sind, und daß ein Attentat aus den Wachtposten als ausgeschlossen a n z u sehe n i st, Wenn diese Untersuchung einer der konservativen „Himmeldonnerwetter-Landräte" geführt hätte, wäre das Er- gebnis vielleicht doch mehr nach dem Herzen der„Kreuz- zeitung" ausgefallen: aber diese elsässtschen Zivilbehörden scheinen eben nun einmal von der merkwürdigen Auffassung beseelt zu sein, daß Recht unter allen Umständen Recht bleiben muß. Fast noch verrückter als die..Kreuzzeitung" gebärdet sich die„Post". Sie hält trotz aller amtlichen Untersuchungs- ergebnisse die Fiktion aufrecht, daß ein Attentatsversuch vor- liegt und erklärt: „Die nationale Presse hat ein besseres Ohr für solche Nebengeräusche im Volk. Sie sieht in ihnen, durch mancherlei Erfahrung gewitzigt, Entladungen der„kochenden Volksseele". Es sind Blasen, die an die Oberfläche kommen. Und wenn auch durchaus nicht behauptet werden soll, daß der „W a ck e s", der aus d e nt Dunkeln schoß, die elsässische Bevölkerung repräsentiert, so verdient darum ein solcher durch die allgemeine Stimmung herbeigeführte, wenn nicht gar her- vorgerufene Sonderfall die ernsteste Beachtung." Vielleicht würde dem Verfasser dieier Sätze zur Ernüchte- rung dienen, wenn er auf einige Wochen in den Zaberner Pandurenkeller gesperrt würde. Zur Strafe für„armcefeindliche" Blätter. Daß bei der Erörterung der Zaberner Vorfälle und ihrer Behandlung im Reichstage auch einige liberale Blätter sich ziemlich scharf gegen die militärischen Uebergriffe und An- maßungen gewandt haben, hat in gewissen konservativen mili- taristischen Kreisen arg verschnupft: hat doch das„Zivilisten- pack" die patriotische Pflicht, Ausschreitungen der Soldateska als Ausfluß des hehren Geistes unserer glorreichen Armee ohne Murren, hinzunehmen. An» liebsten hätte man die Redakteure der sogenannten„armeefeindlichen" Blätter ebenfalls im Zaberner Pandurenkeller eingesperrt: aber zum Eingreifen des Staatsanwalts boten die Aeußerungen der betreffenden Blätter leider keinen ge- nügenden Grund. So verfielen denn, wie eine hiesige halb- offiziöse Korrespondenz verrät, jene militaristischen Kreise daraus, an das Eisenbahnministeriuin das Ansinnen zu stellen. den Verkauf der„armeefemdlichen" Blätter auf den Bahnhöfen zu verbieten. Unzweifelhaft ein sehr schöner, vaterländischer Wunsch, der das Rechtsgefühl unserer Herren Militaristen trefflich illustriert: aber leider geht das Verbieten nicht so: w weiteres, denn das Eisenbahnministeriuin muß doch?■- seine Verbote irgend welche halbwegS plausiblen Rech..- gründe haben. Die einfache Behauptung, daß einige geistig defekte Gamaschenknöpfe und konservative Rennstall. bentzer an den Artikeln Anstoß genommen hätten, genügt selbst im Kulturstaat Preußen nicht zur Begründung. So hat man denn ini Eisenbahnministeriuin beschlossen, abzuwarten, ob sich nicht diensteifrige Staatsanwälte zu Anklagen gegen gewisse Unksliberale Blätter bereitfinden lassen, und erst dann, wenn Verurteilungen erfolgt sind, über diese verurteilten Blätter das Verkaufsverbot zu verhängen. Wörtlich heißt es nämlich in der genannten Korrespondenz(Korrespondenz Woth): „Im BohnbofSbuckhandel dürfen zurzeit olle sozialdemo- kratischen Zeitungen und Zeiischriflen und der„EimplicisfimuS" nickt verkaust werden, während der Verkauf aller anderen Literatur zugelassen ist. Im Eiienbahnmnnsterium sind in letzter Zeit wiederholt Anregungen eingegangen, den Kreis der verbotene:! Literatur für den Bahnhossbuckhandel zu erweitern und alle demokratischen und militärfeindlickeü Zei- tun gen und Zeitschriften auszuschließen. Tie maßgebende Instanz hat sich zu einer solchen Maßregel bisher nickt entschließen können, weil der Begriff„staat?» feindlich" auf diese Literatur nicht anwendbar ist und eine liberale Tendenz zu einem Verbot nickt auSreickt. Anläßli; der Vorfälle in Zaber n haben sich allerdings hei gewissen Zeitungen und Zeitschriften Erschei- nungen bemerkbar gemacht, die als'unerfreulich bezeicknet werden müssen. Namemlick haben einige Witzblätter die Schranken der berechtigten Skritik überschritten. Eick Verbot dieser Literatur im Bahnhossbuckhandel würde an derTendcnz'dieierBlätter gar nicktS ändern, ein solches Verbot müßte juristisch aber begründet sein. Die sozialistische Literatur ist staatsfeindlich, der „EimplicisfimuS" verboten wegen andauernder Beleidigung der preußischen Eisenbahnberwaltung, die in den Bahnhöfen tzauSrecht ausübt. Wollte man linksliberale Blätter verbieten, so müßte der Beweis geliefert werden, daß sie staatsfeindlich sind und Einrichtungen dos Staates systematisch pekänipfer. In den letzten Wochen sind die Wogen der'Erregung auch in staatSerhaltenden Zeitungen sehr hoch gegangen, und cS ist manches bittere Wort gefallen. AuS dieser Tatsacke, auS vor- übergebenden Erscheinungen kann noch nicht die Notwendigkeit eines VerkaufSverboteS begründet werden. Allerdings mnsi gesagt werden, daß einzelne Organe in Berlin und in der Provinz, letzthin auch in den Reichslanden eine Spruche geführt haben, die an die sozialdemokratischer Organe anklingt, und eine Kritik an Staatseinrichtungen sich erlaubt haben, die im StaalSirrteresse zu beklagen ist. Es wird in Zukunfl aber Sache der StaalSanwaltschafien sein, unberechtigte und be- leidigende Kritiken und Aeußerungen zu sühnen und eventuell ge- wisse Zeitschriften in solchen Fällen zu beschlagnahmen. Wieder- holen sich solche Beanstandungen, so wird auch die StaatSbahnverwaltung der Frage näher treten, ob ein Berkauksverbot für diese Zei« tungen auf Bahnhöfen angezeigt i st." Nachv dem Reichskanzler: Die im Dienst der mititaristisch-simdalcn llieaktion stehende Press« tritt immer rücksichtsloser als Göunerin und Beschützerin „ihres" Jagow auf. Tie dem wohlbekannten Büxenstein-Konzern angehörende, von Herrn Stephan Neumaun(dem früheren Vize- Chefredakteur der„Täglichen Rundschau" und späteren leitenden Redakteur der„Nationallib. Korrespondenz") redigierte Berliner Neue st en Nachrichten" leisten sich sogar das Vergnügen, dem Reichskanzler mit der Rache des gesamten reaktionären Gesindels zu drohen, falls cr dem Berliner Polizeipräsidenten ein Haar krüinmen läßt. Das Blatt schreibt in dem ihm cigenen„vaterländi- schcn" Stil: „Die reichlich dunkel gehaltene, in jedem Falle überflüssige Auslassung der„Nordd. Atlg. Ztg." zu den Absichten der Regie- rung hinsichtliÄ des„Falles Jagow" findet»tun ihre Aufklärung: Auf Aufforderung des Ministers des Innern hat Po- lizeipräffdent von Jagow dem S t aa t S m i n i st cr i u m eine eingehende schriftliche Darlegung über seine Zuschrift wegen der Verurteilung des Leutnants von Forstner zugehen lassen, vs o hat die Königlich Preußische Staat sregierung denn i. n der Tat vor der tobenden Demokratie glatt die Segelgcstrichen, wie wir das bereits voraussagten. Leider wird nichl angegeven. unter welcher Motivierung man von dem Dr. sur. von Jagow diesen Bericht ein- forderte. Vielleicht unter gar keiner, zumal ja kein Zweifel od- walten kann, daß es der Regierung lediglich darauf ankommt, die sehr ungnädig gewordene„Linksmehrheit" durch ein Vorgehen gegen Herrn von Jagow sanfter zu stimmen. Jedenfalls wird man den Fortgang der Sache recht auftnerksam zu verfolgen haben. Gelingt es dem Freisinn, den Polizeipräsidenten zu Fall zu bringen, so mag die Regierung von dieser»seite Ruhe baden. Schwerlich aber von der anderen(nicht bloß kon- servativen) Seite, welche zu dieser demokra- tischen Nebenregierung ein deutliches Wärt« lein zu sagen Anlaß nehmen dürfte." Sozialdemokratische Intcrpellattoneu im rcichsländischea Landtage. Die sozialdemokratische Fraktion des elsaß-Iothringiscken Landtages wird bei der Eröffnung am 6. Januar folgende Interpellationen einbringen: 1. Was hat der Herr Statthalter getan, um die OisizierS- auSschreilungen in Zabern zu verhindern und welche Garantien sind gegeben, daß sich solche Ausschreitungen nicht wiederholen? Als Redner zu dieser Interpellation wurden die Genossen Jmbs, Emme! und P e i r o t e S bestimmt. 2. Was gedenkt der Herr Statthalter zu tun, um Vorkommnisse, wie sie auS Anlaß des Bauarbeiterstreils am Nordbabnhof in Mül- Hausen stattfanden, wo am 7. Juli 1913 zwei Arbeiter von Gen- darme» erickoflen wurden, für die Zukunft zu verhindern? Diese Interpellation werden die Genosse» Martin und Emmel begründen und besprechen. Als Etatsredner wurden die Genossen Böhl«, PeiroteS und Meyer bestimmt._ Des Zentrums Silvesterwuusch. Ter Zentrumsbipkomat Dr. Julius Bachem veröffentlicht in der„Kölnischen Volkszeiiung"(Nr. 1126) eine„Betrachtung zur JahrcSwend e". Er ist mit seinen Wünschen«ur das kommende Jähr recht bescheiden. Er wünscht lediglich, daß Beth- mann Hollweg dem Zentrum erhalten blerven möge, da er dieser edlen Partei nie etwas zu Leide getan habe. AIS Gegenleistung für dieses Wohlwollen erwariet Herr Bachem von seinem Theobald rtnr: die Beseitigung des I e su i t c n ge se tz e s. Toch will das Zentrum dem Kanzler das Leben auch im neuen Jahre nicht allzu schwer mqchen und ist deshalb mit einer vorläufigen Abschlags- zahlung zufrieden: „ös sollten sich Männer finden, welche die Regierung und die Parteien vor einen Antrag stellen, welcher verlangt, daß wenigstens ohne Verzug die rein seelsorgerischc Tätigkeit der Jesuiten völlig freigegeben werde. Tas wäre ein wahrhaft dringlicher Antrag angesichts der wachsenden Schwierig- ketten, welche die sselsorgliche Versorgung namentlich der großen Städte angesichts des Arfturms des religiösen Rihi- l i s m u s und kirchen feindlichen Radikalismus be- reitet. Ich kann mir nicht denken, daß diejenigen Parteien, ohne deren Zustimmung die Vertündetcn Regierungen in der Jesuiten- frage schwerlich etwas tun»erden, also die Konservativen und die ?ialionalliberalen, hier sich ablehnend verhalten würden. Eine ausgesprochen christliche Parsti wie die Konservatwen kann gegen- über einem solchen Notantrag gar nicht versagen, und die Na- tionalliberalen dürsten es sich doch auch dreimal überlegen, ob sie der Anbahnung eines besser« Verhältnisses zwischen Zentrum und Nationalliberalen, wie es durch die des Reichstages harren- den großen Aufgaben geboten äst, neue Schwierigkeiten bereiten sollen. Dann siele im Falle der Nichtzustimmung aus den Bundesrat eine Verantwortung welche er kaum zu tragen der- möchte Bielleicht sagt man. es schicke sich nicht, daß das Zentrum selbst einen solchen Antrag einbringe; sein Antrag könne nur lauten: Aushebung des I«f u i te n g es ehe«. Gewiß ist das der einsachste und korrekteste Antrag. Aber es ist nicht abzu- sehen, warum das Zentrum Bedenken rragen sollte, einen Even- tualantrag zu stellen, wonach der Bundesrat aufgefordert würde. einer neuen Verordnung etwa dm Saß zugrunde zu legen: Als verbotene Orden stätigkeit gilt nicht die im Rahmen der reaelmähigen Pfarrseei- sorge sich haltende priesicrlichc Tättgteit." Es ist bezeichnend für den Wöhren Eharatrcr der schwarzen „BolkZpcrtci", daß sie am Ende d'eset ereignisreichen Jahres, das mit einem Riesenversassungsfkandal schießt, dem deutschen Volke kein anderes Ziel zu zeigen hat als dt Zulassung einiger hundert Jesuiten zur ungehinderten Ssclsorge. Bcthmann.Hollweg it der Klemme. Der dem Abgeordneten Basserwann nahestehende„Mann- hcimcr Generalanzeiger" erklärt zu den fNeldungen über eine Kanzlerkrise: .Kundige Beurteiler der Mensch« und Dinge nehmen an. daß eine schwere politische Krise heraufzieht. Die konservalibe Partei ist in Ausruhr gegen die Rtgierung. weil diese es zu- gelassen, daß Leutnant v. Forstner dir gesetzliche Strafe erhalten hat. Polizeipräsident v. Jagow. der übrigens bei Hos« beliebt ist— ein sehr wichtiges Moment— hat mit seinem Briese an die „Kreuz-Zeitung" die Führung des AtsturmeS der Konservativen gegen den Reichskanzler übernommen. Dieser befinde sich in über- aus peinlicher Situation. Die Art der jüngsten Betrachtung der „Nordd. Allg. Zeitung", mit der vicllächt Eindruck bei den Kon- servativen gemacht werden sollte, werte vom gesamten Libera- lismus abgelehnt. Der Reichskanzler fthe in offener Feindselig. keit mit den Konservativen, ohne einen lsersuch zu machen, pw hex. lorenen Sympathien des liberalen Bürgeiums wiederzugewinnen. Es sei besonders ein Verhängnis für Hell» v. Bethmann. der ziem- lich isoliert dastehe, daß der gegen ihn uiternommenc Ansturm der konservativen Reaktionäre, der eigentliches liberale, Bürgertum.mi seiner Seite sehen müßte, ihm doch in dstsem Lager kein« Bundes- � genossen zu werben vermag. Sollte dx RetchSlanzler in dem publizistischen Duell mit Herrn v. Jogcw erliegen, so würde sein Fall vom liberalen Bürgertum recht kühl, aufgenommen werden, so schmerzlich auch ein neuer Triumph M altpreußischsn Konservatismus berühren müßte." Die lonservatwe Presse hat zwar in den letzten Tagen bestritten, daß die Junker auf den Sturz des Reichskanzlers hinarbeiten, aber ihre heftigen Angriffe gegen die„nach- giebige" RögientNg, können sich nur gege» den Reichskanzler richten. Zum Fall Kästle. Der Augustinusverein für die katholische Presse Deutschlands lLandesqruppe Elsaß Lothringen) bat gestern te einer außerordent- lichcn Tngung in der Angelegenheit des MilgUetes Redaheur Kästle vom..Elsässer" gegen die in der Presse von einzelnen Organisationen in, Reiche erhobenen bekannten Vorwürfe einstimmig folgenden Beschluß gefaßt: „Die gegen den Redakteur Kästle(vom„Eliässer") erhobenen Vorwürfe sind in keiner Weise berechtigt. Weder wuidc die Slandesehre verletzt, nock wurde das Ebren>vort gebrochen oder das Redaklionsgkhetmnis preisgegeben; auch wurden die Namen der Unterzeichner des SchrisistückeS nicht mitgeteilt." Ter Ueberfall auf!)icu-Melklenb«rg. Nach einem Telegramm des Gouverneurs von Dentsch-Neuguinea hat aus Reu-Mecklenburg ein Ueberfall der Eingeborenen aus die forstwirlschaitliche Expedition Deininger-Kempf statigeiunden, wobei fünf eingeborene Soldaten und vierTräger gefallen sind. Entgegen den bisherigen Privatnachiichten sind Oberförster Tcininqer und Forstasscssor Keinpf»nvcrletzt geblicicn. Di« Alarmnachricht von der Ermordung der beiden deutschen Forstbcamten gibt der.Kolonialen Korrespondenz" Anlaß,„ach einem verstärkten militärischen Schutz für das Gouver- nement Reu-Guinea zu rufen. Sie beklagt, daß die Regierung die vom. Gouvernement angeforderte zweite Kompagnie der Erpeditions- truppe im Kolonialela: nicht angesetzt habe. Kommen Regierung und Reichstag dieiem Wunsche nach, so kann man damit rechnen, daß i'.rNemGuinea die Straferpeditionen nicht abreißen und daß die auf pnmiliver Kulturstufe stehenden Eingeborenen in wenigen Jahren ausgerottet werden.___ Kadavergehorsam. Durch vorschriftswidrige Behandlung zur Jnsubordi- nation g.ererzt und trotzdem hart bestraf: wurde vom Dresdener Kriegsgericht der Musiker und Hilfshoboist Ball in, der ak? Gefreiter bis zum vergangenen Herbst dem In- ivureric-Regiment Nr. 182 angehörte. Auf einem Marsche in der .> it zum 13. September erhielt Balltn von einem Sergeanten den „Befehl", für ihn die Tuba(ein 28 Pfund schweres Instrument) zu nagen. Er war in letzter Zeil auffallend oft mit Instrumenten beladen worden und er empfand es als Schikane, daß er auch auf diesem langen Marsche das schwere Instrument tragen sollte. Dazu kam. daß er schon beladen war und unter Reißen zu leiden hatte. Ballin machte den Vorgesetzten darauf aufmerksam, trug aber auf ausdrücklichen Befehl des Musik- mcisters dann doch das Instrument. Roch eigenarliger lag der .zweite Vorfall. Als in der Zchcht zum 2». September das Zeltlager abgebrochen worden war und Ballin leine Zellbahn an sich ge- nommen batte. erhielt er vom Unteroffizier"den durch nichts gerechtfertigten Befehl, ihm die Zeltbahn zu geben. Ballin fühlte sich dazu nach Loge der Sache nicht verpflichtet, behielt die Zeltbahn und gab sie auch nicht her,.als sie der Unteroffizier gewaltsam an sich reißen wollte. Diese Vorgänge brachten ihm eine Anklage wegen Beharrens im Ungehorsam und ausdrücklicher Gehorsamsverweigerung ein. Er wendete ein. daß eS ihm völlig ferngelegen habe, sich gegen die Disziplin auf- zulehnen, wenn es so gekommen ist, so seien die Vorgesetzten daran schuld. Das Gericht konnte sich auch den Einwendungen nicht ver- scdließen und mußte dem Angeklagten in beiden Fällen den K 96 deS M.-Sl.-G.-B. zubilligen. Dieser M i l d e r u n g S p a ra g r a p h bestimmt, daß die Mindeststrafe bis auf, die Hälfte zu ermäßigen ist, wenn die Tat im Anschluß an eine vorschriftswidrige Behandlung durch Anreiz begangen wird. Aber Strafe mußte trotzdem sein. Mit Rücksicht auf die ganzen Umstände wurde in beiden Fälle» auf die gesetzliche Mindeststraft erkannt und insgesamt fünf Wochen mittlerer Arrest ausgeworfen! Der Anklagevertreter wollte Ballin sogar wegen Widersetzung mit 6—7 Monaten Gefängnis bestraft wissen I Verurteilter Soldateupeinrger. Das Kriegsgericht in Potsdam verhandelte am Dienstag gegen den Unteroffizier Beck vom 1. Garderegimeitt. Der 22 Jahre alte „Stellvertreter Gottes" hatte die Gewohnheit, wenn er nachts be- itunken aus der Kantine kam, die Rekruten zu wecken und ihnen Freiübungen zu befehlen, die sie im Hemd ausführen mußten. Am lö. November trieb er feine Untergebenen nachts um 1 Uhr aus den Betten und als die von ihm gestellten Kragen nicht nach Wunsch be- antwortet wurden, teilte er Ohrfeigen aus. Das Gericht verurteilte dieses Muster eines Erziehers zu sechs Wvchen Mittelarrest. Chef der Kompagnie, rn der sich diese Dinge abspielten, ist der Prinz Oskar.'_ Rußtand an der Jahreswende. Tie Mißstimmung, die aus Anlaß der neuesten Phase der Orientpolitik zwischen der deutschen und russischen Diplomatie herrscht, bringt es mit sich, baß die konservative Presse bei ihren Betrachtungen über die innere Lage Rußlands ein größeres Maß von Einsicht an den Tag legt, als das sonst bei ihr gegenüber dem„traditionellen" Freunde des preu- ßischen Junkertums der Fall zu sein Pflegt. Mag auch diese Einsicht durch vorübergehende Verärgerungen und diplonm- tische Reibereien hervorgerufen worden sein, wertvoll bleibt auf jeden Fall, wie das durch Feindseligkeit geschärfte Auge der konservativen Presse die ganze Hohlheit des russische» Re- gierungssyskems. die Zuspitzung der inneren Gegensätze im Zarenreiche würdigt. Bezeichnend ist hier in erster Linie die Schilderung dieser Zustände durch den Heredot der konserva- tiven Geschichtsschreibung, Prof. Th. Schi en: an n. In seiner letzten Wochenübersicht in der„K r e u z- Z e i t u n g" gibt er die Zuschrift eines„aus bester Quelle" orientierten Gewährsmaimes über die umere Lage in Rußland, wieder, deren.Schlußsätze folgendermaßen lauten: ..Währcich nun Rechte und Nationalisten um die Macht strei- tcn und sich auch tatsächlich in dem Einfluß auf die allermaß- gebendsig Stelle mit abwechselndem Erfolge teilen, das divide et irnpera(tqilo und herrsche) wird dort bewußt geübt, breitet sich im Lande die Opposition immer mehr aus— äußerlich unterdrückt durch die Haustncchtsmcthode des Ministers des Innern Maklakow, eines klugen brutalen Parvenüs, der schon versuchte, „ernannte Scmstwos(Landschaftsverwaltungcn)" und Präventiv- zcnsur aller Zeitungen einzuführen und am liebsten morgen die Leibeigenschaft proklamieren würde, wenn er es kömüc. TaS kann natürlich nicht hindern, daß Sozialdemokratie und Rihilis- unis(Tj stärker organisiert sind als je.... Zugleich gehen die gebildeten Klassen: Semstwolcuch. Industrielle und akademische Intelligenz'immer energischer im kadettischen Fährwässer wer- ter.... Handel und Industrie, wiederum wollen es auf die Dauer nicht vertragen, daß man sich in einem fingierten siS- kalrschen Wohlbefinden sonnt(desizitlosoS Budget von SH Milliarden Rubel, von denen im Jahre 1914 ei nerunde Milliarde auf Branntweineinnahmen kommen wird) und dabei kein Geld für die notwendigsten Eisenbahnen und andere wirk- schaftliche Unternehmungen bat und auch nicht geliehen bekommt. Infolge des Geld- und Kreditmangels bleiben Kohlen-, Eisen- und andere Bergwerke uncxploitiert, Wälder versumpfen, Ackerflächen gehen an extensiver Wirtschaft zugrunde und der aktiven Handelsbilanz, auf der doch auch die ganze Goldwährung beruht, droht Gefahr." Diese Kennzeichnung der inneren Zustände Rußlands trifft im großen und ganzen zu. Es tritt immer deutlicher zutage, daß der fiskalische Optimismus, in dem sich die russische Regierung gesonnt hat, vor der eisernen Logik der historischen Entwickelung in die Brüche gegangen ist. Der wirtschaftliche Aufschwung der letzten Jahre, der nicht infolge, sondern trotz der konterrevolutionären Politik der Regierung eingetreten ist, war nur eine vorübergehende Erscheinung. Deutliche Anzeichen einer schweren wirtschaftlichen Krise ziehen wieder herauf, und in dein Maße, wie die Wirtschaft- liche EntWickelung durch den Zarismus gehemmt und die produktiven Kräfte durch eine wahnsinnige Wirtschaftspolitik zerstört werden, werden auch breite Kreise des Bürgertums, die bisher aus Furcht vor der Revolution in das Lager der Reaktion übergegangen waren, von heftiger Unzufriedenheit ergriffen. Der äußere Ausdruck dieser parteipolitischen Wandlung ist neben einer Anzahl öffentlicher Kundgebungen verschiedener Korporationen und Kongresse, die sich durchweg in schroffem oppositionellem Fahrwasser bewegen, der rapide Zersetzungsprozeß der vierten Duma. Wie ihre Vorgängerin, die dritte Duma, vom Staatsstreich geboren, hat diese Duma ausgebört, das Bollwerk der aggressiven Reaktion zu sein und stellt mit ihrer Untätigkeit, ihrer schwäche, dem völligen Zer- lall ihrer führenden Partei das Bild einer parlamentarischen Körperschaft dar, in der zwar der Wille zum Bösen noch stark, aber die Kraft, es zu schaffen, unendlich schwächer geworden ist. Hinter diesem ein verächtliches Schattendasein führendes Parlament aber treten immer deutlicher die gewaltigen inneren Gegensätze und Probleme hervor, deren Lösung mit jedem Tage dringender wird: die nationale Frage, die Ar- beiterfrage, die Agrarfrage, die allgemeine politische Frage. Welche ungeheure Schärfe die nationale Frage erreicht hat, zeigte noch vor kurzem der K i e w e r Ritual- m o r d v r o z e ß, der als Krönung der echtrussischen Politik gegen die„Fremdstämmigen" betrachtet werden kann und die abgrundtiefe Verworfenheit des mittelalterlichen Regicrungs- systems in Rußland vor aller Welt enthüllt hat. Ebenso be- zeichnend ist das neue Stadium, in welches die russische Arbeiters rage gerückt � ist. Das mächtige Anschwellen der Arbeiterbewegung geht zwar schon auf das Jahr 1912 zurück, wo die lange zurückgehaltene Empörung der Arbeiter- niasien aus Anlaß der Lenamebelei alle Dämme des Polizei- staates überflutete und eine neue Aera der russischen Arbeiter- beweaung einleitete. Aber erst rn diesem Jahre' hat diese Bewegung eine Stärke und Tiefe erreicht, die die Arbeiter- klasse wieder zu einem mächtigen Faktor der russischen Politik gemacht haben. Indem die Arbeiterschaft, geführt von der Sozialdemokratie, alle Widersprüche des herrschenden Regimes, alle Möglichkeiten der Organisation und Agitation ausnutzt und den Boden ihres offenen.Kampfes durch die Erweiterung' und Vertiefung ihrer„Teilforderungen" aus- dehnt, fördert sie nicht nur ihren inneren Zusammenschluß, sondern tritt auch als vorwärtstreibendc Kraft, als wichtig- ster Faktor des politischen Wandlungsprozesses tu' Rußland in die Erscheinung. Beschränkt sich dieser Kampf zu einem wesentlichen Teile zunächst auf„Arbeitersragen"(Koalitionsrecht, Preßfreiheit, Arbeiterversicherung usw.), so ist es doch klar, daß die Konsequenzen dieses Kampfes eng verknüpft sind mit der allgemein politischen Frage, inu dem Umsturz der bestehenden politischen Ordnung, ohne die eine machtvolle Entwickelung der proletarischen Bewegung in Rußland undenkbar ist. In dieser Beziehung hat das Jahr 1913 gewaltige Fortschritte gezeigt. Das Prolctarwt Rüg- lands hat uichl nur die Waffe des spontanen Protestes, den politischen Demonstrationsstrcik tu wuchtiger Weise gchaud: habt, es sich auch in den Positionen des„legalen" Kampfes (Presse. Gewerkschaftsbewegung usw.) befeftrgt und damit neue Waffen geschmiedet für die Vertiefung und Ausbreitung seines politischen und wirtschaftlichen Kampfes. Aus den Zentren der Arbeiterbewegung breitet sich denn auch der rc- volutionäre Aufklärungsprozeß über das ganze Reich aus" er ergreift nicht nur das unter schwererem Druck stellende Pro- letariat in der Provinz, er dringt auch in die Bauernschaft ein, weckt die kleinbürgerliche Demokratie und bereitet so dett Boden für einen neuen Aufschwung der revolutionären Be- wegtrug in Stadt und Land. Vergebens versuchte die Regierung, von den feudal: bureaukratischen Schichten unterstützt, die allgemeine Miß- stimmung und die revolutionäre Unzufriedenheit der Massen durch die Eutfachuug einer chauvinistischen Agitation und durch eine fieberhafte Tätigkeit auf dem Gebiete der aus- wältigen Politik zu beschwiäsiigen. Gerade hier aber hat der Zarismus— abgesehen von der ostasiatischen Politik, die durch besondere Umstände gefördert wurde— im letzten Jahre die empfindlichsten N:ederlac,en zu verzeichnen. Der im Früh- jähr inszenierte panslawistische Rummel hat sich gegen seinen eigenen Schöpser gekehrt, und die eklatante Niederlage, die die russische Diplomatie in ihrer antitürkischen Politik davongetragen hat. ist nur geeignet, die Unzufriedenheit der im- perialistischen Kreise des russischen Bürgertums, die sich vor den Wagen des Zarismus gespannt haben, noch mehr zu ver- tiefen und die inneren Gegensätze zu verstärken. Diese Tat-, fache schließt natürlich eine noch größere Aktivität der russischen auswärtigen Politik nicht aus. Gerade in Aiübe- tracht der Zuspitzung der inneren Lage wird der Zarismus auch in Zukunft eine Quelle steter Beunruhigung und diplv- maiischer Intrigen sein. Der auf einem Pulverfasse sitzende Zarismus kann nichts anderes als eine internationale Gefahr, als ein Quell steter diplomatischer Intrigen sein. Serbien. Das Miilisterium Paschitsch tritt doch zurück. Belgrad, 29. Dezember. Nach Mitteilung aus unterrichteten Kreisen hat das Kabinett in einem gestern abgehaltenen Minister- rat den Beschluß des endgültigen Rücktritts gefaßt, worauf Minister- Präsident Paschitsch noch im Verlaufe des Abends dem König das schriftliche Rücktrittsgesuch überreichte. Ter König nahm die De. Mission zur Kenntnis und berief das Präsidium der Skupschtina zur Beratung ins Palais, lieber die Motive der Demission der, Regierung{sich verschiedene Lesarten verbreitet. Wgemein nimmt! man an. daß die Regierung.'angesichts, der Haltung der Oppo. sition und der ernsten politischen Lage die Aufnahme des par-, lamentarischen Kampfes im gegenwärtigen Zeitpunkt als dem Bor: teil des Landes nicht förderlich erachtete. Das Blatt„Balkan" meint, die wahren Beweggründe der Demission des Kabinetts Paschitsch seien in auswärtigen Schwierigkeiten, insbesondere bei der Lösung der orientalischen Eisenhahnsrage zu suchen. Die Bil- dung des Kabinetts dürfte von der Krone zunächst dem gegen- wärtigen Präsidenten der Skupschtina Andra Nikolitsch angeboten werden. Letzte Nachrfchten. Landtagswahle» in Gera. Gera(Reuß), 30. Dezember.(P r i v a t tele g ram m d ei „V o r w ä r t s".) Bei den heutigen Stichwahlen in den drei städti- schen Wahlkreisen wurden Genosse Vetter lein und zwei Ratio- nallibcralc gewählt. TaS Unwetter in den Ostseegebieteu. Kiel, 39. Dezember.(W. T. B.) Infolge des vt.it unverminderter Stärke andauernden Nordoftsturmcs hat das Hochwasser im Hafen in den späten Abendstunden eine bedrohliche Höhe erreicht. Die Fluten sind, nachdem sie die Hafensttahen überschwemmt hatten, bis in die Altstadt vorgedrungen. Teilweise steht das Wasser in den Straßen fußhoch. Das Hauptpostgebäudc ist an der Hafenseite zurzeit vollständig vom Waffer umgeben. Aus der Föhrde hat die Sturmflut an Brücken und Schutzmatcrial beträchtlichen Schaden angerichtet. Stettin, 39. Dezember.(W. T. B.) DaS tagsüber in Pommern herrschende Schneegestöber wurde abends zum Schneesturm, der sehr bald Verkehrsstörungen Hervorries. Die Stettiner Straßenbahn mußte den Dienst in den Außenbezirken einstellen. Tie Züge der Staatsbahn erlitten bis zu 29 Mjnuten Verspätung, die aus Mecklenburg kommenden eineinhalb Stunden. Ter Telephouverkehr nach Vorpommern, namentlich nach Greisswatd, Stralsund und Swinemünde, ist wegen der Sturmflut fast gänzlich eingestellt. Stralsund» 29. Dezember.(Amtliche Meldung.) Heute nach». mittag mußte der Eisenbahnbetrieb zwischen den Bahnhöfen Zingst und Prcroiv eingestellt wenden, weil der Pahukörper durch Sturm- fli't überschwemmt und zum Teil fortgerisse» wurde. Die Dauer der Betriebsunterbrechung ist noch unbestimmt. Kopenhagen, 39. Dezember.(W. T. B.) Auf der Insel Born- Holm hat heute ein orkanartiger Sturm gewütet. Das infolgcdejsen eingetretene Hochwasser hat an vielen Orten Ucberschwcmmungcn verursacht. Auch auf Falster hat der Sturm Hochwasser verursacht. In Naksko ist die Hafenstraßc überschwemmt, der Berkehr wird durch Boote bewerkstelligt. In Nhtjöbing ist das Wasser in die in der Nähe de» Hafens gelegenen Häuser eingedrungen«. Sturmwettcr in Frankreich. Paris, 39. Dezember.(P.-C.) Das furchtbare Schneetreiben und die strenge Kälte der letzten Tage dauert fort. Besonders ungünsttgi! Nachrichten treffen aus Südfrankreich ein. wo die Tele- araphcn- und Telephonteitungcn teils zerstört sind. Verschiedentlich ist auch der Zugverkehr, besonders nach Paris unterbrochen. Tic Züge kommen teilweise mit großen Verspätungen an. Ebenso weroen aus den Hafenorten Frankreichs Nachrichten von zahlreichen Schiffsunsölle» gemeldet.__ Schwerer Unfall auf einem spanischen Kriegsschisf. Paris, 39.. Dezember.(P. C.) Ein schwerer Unfall hat sich an Boro eines spanischen Kriegsschiffes zugetragen. Durch eine KeffelcLplosiou wurden 15 Mann der Besatzung eines Torpedobootrö verletzt, fsinf davon so schwer, daß Gefahr für ihr Leben besteht.' SIm S. Jauuar 1914 bleiben sowohl mtsete Zeutrale für das Kassen- und RelhnnngSVksell, Röpeuicker Straße 89/8'?, Wie unsere Zentrale für das Melde- und MerMungSWesen, Klostcrstraße 71/78, geschloffen. Die iolgenden Zahl- uud Meldestellen: I. Klosterstraße 71/72 parterre, � 7. Iiigaer Etroße 27. L. Moabit XumiHrajjo l'J, 8. Große Frailljnrter Straße 137, Gerichtfiraße 12/13, g. Enzeluser S, -. Usedomstraße 7, 10. Neukölln, Berliner Str. S1/ö2, ». Lottumstraße 0, 11. Blücherstratze 62/63, 6. Huselandstraße 43, 12. Potsdanrcr Straße 75o, sind vom lt. Januar 1914 ab wie unsere Zentralen ununterbrucheii von morgens 8 Uhr bis nachmittags 1 Uhr geöffnet� an Sonn- und Feiertagen bleiben dieselben geschlossen. 261/11' Allgemeine Ortskrankentaffe der Stadt Berlin. IkMung 50 � Herren- Ulster, Anzüge, Damen- Ulster. Kostüme, Röcte, Blusen, Pelzstolas. Betten, Wäsche. Porzellan, Gardinen. Teppiche, Steppdeoten. Tischdecken. Möbel. Polsterwaren, bunte Küchen, Spiegel, Bilder. Uhren, Puppenwagen.Zithern, MandoTinen, Grammophone. F.& H. Schmidt, Inserat iiiitbringen! Wert 3 M. ist der schönste Ausflugsort? � Immer noch V»chelstverder� beim Alten Freund. an der neue» Heerstraße Udeater. Mittwoch, 31. Dezember 1313. Anfang?>/, Ubr. Deutsches Tchanspielh. Pcterchcns Mondsahrt. Ansang i Ubr. Theater des Westens. Das tapfere Schneiderlein. Anfang 6 Ubr. CineS Palast am Zoo. Variete- Lichtspiele. Aniang C'/., Ubr. CineKNollendorf-Dheater.Variete- Lichtspiele. Ansang 7 Ubr. Qvernbaus. Der Wildschütz. «gl. Schauspielhaus. Der Schlag- bäum. Deutsches. Biel Lärm um Slichts. Köuiggräßer Straße. Die füuf granifürter. Deutsches Schauspielhaus. Wer zuletzt lacht. Lustipielbaus. Die spanische Fliege. MoutiS Operetten. Die verbotene Stadt. Deutsches Opernhaus. Die lustigen Weiber von Windsor. Theater am Rvllendorfplaß. Freddh und Teddn. Theater des Westens. Polenblid. 'Berliner. Wie einst im Mai. ktomödieilhaiiS. Hinter Mauern. Aniang 7>/. Ubr. «ammcrspiele. Tie Pariseriit, Letüng. Phgmalion. »teines. Lettchen Gebert. Trianon. AnatoleS Hochzeit. Thalia. Die Tangoprinzelstn. Residenz. Hoheit— der Franz. Metropol.'Die Reise um die Well in 10 Tagen. Friedrich> WilhelmstädtischeS. Die Äinolonigin. Neichshalleu. Stetiiner Sänger. f irkus Busch. Galavorstellung. irkus Schumann. Galavorstellung. Antang 8 Ubr. Urania. Mit dem Imperator nach New Hort. Deutsches Künstler- Theater. ischirin und Gertraude. Roie. Schürzenjäger. Kasino. Ferdinand der Tugend- haste. Schiller O. Die Großstadllust. Schiller Eharlottcnburg. 2Bct}6i£e Herrnseld. Was sagen Sie zu Leibusch? Apollo. Spezialitäten. Wintergarten. Spezialitäten. golies Cavrice. Der Kuckuck. Manöverfchwindel. Die Samuels. Aniang S1!, Ubr. Luisen. DaS Milchmädchen von Schöneberg. Walhalla. Wolkcnbummler. Rdmtrolöpalast. Die lustige Puppe. Aniang Sll, Ubr. Neues Bolkstheater. Der Kaiser- jäger. Aniang 3 Ubr. Bcrliuer Eispalast. Eissport. CincsRollendorf-Theatcr.Bariete- Lichtspiele. Sterntvartr. Jnvalidenstr. 87—62 ZebillLf-Itieslek' Mittwoch(Silvester), abends 8 Uhr: IMe Großstadtluft. Tonnerstag. nachmittags 3 Uhr: Geschätt Ist Geschäft. w Tonnerstag, abends 8 Uhr: Rosenmontag:. Freitag, abends 8 Uhr: IHc Großstadtluft. MülerTheaier Mittwoch(Silvester), abends 8 Uhr: Zum ersten Male: Ziemers. Tonnerstag, nachmittags 3 Uhr: Andreas liofcr. Tonncrolag, abends 8 Uhr: Was Ihr wollt. Freitag, abends 8 Uhr: Meyer«. Abends 7 Ubr: Die fünf FrankMtr. Komödienhaus. Abends 7 Uhr: Hinter Mauern. BeFliner Thealer. Abends 7 Uhr: Wie einst Im Mal�_ UeatsehcsScbauspielhaa» Slachnr. 3 Uhr: Peterehens Mondfahr». 7 Uhr: g. I. male: Wer zuletrt lacht. Theater des Westens. Heute 7 Uhr: Polenblut. Heute und Sonnabend, nachm. 4 Uhr: Das taplere Schneiderlein. Sonntag 3'/. Uhr: Gräfin Fifi. Lessing-Theater. 7-/-uhr: Pygmalion. Lustspiel von Bcrnard Shaw. Theater am tloliemlßrlplatz ä. 7 Uhr: Freddy und Teddy. Seutsehes Künstlevtheatsr Sozietät. Nürnberger StraBe 70/71, am Zoo. Kasse: Nollendorf 1383. Mittwoch 8 Ubu: Schi riii und Gertraude. Donnerstag 311.: Oer Biberpelz 8 Uhr: Schirin u. Gertraude. Freitag 8 Uhr: Der Biberpelz. krick.-WeirnM. Mater. Zum 26ö. Male: Die Kmo-Königin. Operette in 3 Alten Kafseneröffn. 7 Uhr. Ans. 8 Uhr. 1. Januar(Neujahr), nachm. 3 Uhr: Bie keuscbe Susanne. Sonnabend, 3 Jan.. nachm. 3Uhr: Minna von Barnbeim. 8 Uhr Residenz-Theaterii. Hoheit— der Fron;! Musikalische KroteSle in 3 Akten von Artnr Landsberger und Willi Woljs. Riusik von Robert Wmtcrberg. Allabendl. 8 Uhr: Hoheit— der Franz! OSE=THEATE| (Rrohe Sranffimer Str. 132. Der Schürzenjäger. Nach d. Borslellung s.Theater- bcsucher Silvesterfeier. ounerstag. nachmittags 3 Uhr: vorf und Stadt. Donnerstag, abends 8 Uhr: Her Schürzenjäger. Metropol-Theater. Abends präzise 7 Uhr 55; Die Reise um die Erde in 40 Tagen. nachm�Uhr:'ö NuSleH. Caslnos Theater Lothringer Itraie 37. Täglich 8 Uhr. Das glänzende Dezeniber-Festprogr. Gasllp. d. Amerikanischen Sensation „Im Bulldogg Ttngrl- Tangel". razu seil Ollober total ausverkaujt Ferdinand der Tvgtudhaste. Neujahr: Gehelmnisse ven New York. Letzte Woche! Bistetag,denüaDuariuk!. Letzte Jeäer Erwachsene hat Ein Kind frei! Jedes Kind erhält ein itSpSCH! 50 wilde Weiber Männer und Kinder. Der iincrsättUchc Froschschlucker. 20 Säle mit plastischen Kunstwerken in Lebensgrdfie. Alles ohtie Extra- Entree Pintrift'ür die gesamten Räume Lllllllii(jgj Panoptikums inkl. aller Nebenräume und rn.. Sehenswürdigkeiten Ww p'- Soldatoua.K Inder 5ä5 Pf. Trianon-Theater. Heute Silvester, Absang 7'/- Uhr: Jgnatoles Hochzeit. Donnerstag 3 Uhr: Tie Liebe wacht. V- Tlieater " Badstraße 58. Mittwoch, den 31. Dezember: sAbonnements-Borftelluug) Ii» Vertretung. Soldatenschwank in 3 Akten von H. Gordon. Kaiseneröffn. 7 Uhr. Ansang S'/4 Uhr Polles Caprice. Wir empfehlen jedem Zeiiung-leser zur Anschaffung: Lieblüiechtz YMMMMteMh VreiDeknte TJuNacji:. Neu bearbellet, berichtigt und vermehst unter Berücksichtigung der Rechtschreibung nach dem vereinbasteu amtlichen Regelbuch. Preis in Uxinwand gebunden Mark 3,20. Zw beziehen durch die Buchhandlung Vorwärts, Berlin 81V 68, Lindenslroste 89 lLaden). 218/t3» Vereinigte Rerliner Volksbähuen. Anfang präzise 8 Uhr Der Kuckuck, Manöverschwindel. Die Samuels. [inlsen-Tbeatcr. S1/, Uhr: Das Milchmädchen von Schüneberg:. Bolksst. i. 6 Bildern v. W. Mannstädt. Walhalla-Theater. 8'!, Uhr: Gr. Silvefter-Fcstvorstellung Wolkcnbummler. Pbsse in 3 Akten von Herrn. Stein. gm URANIA TaubenstraSe 48/49. 8 Uhr(Letzte Woche): Mit dem„Imperator" nach New York. Mittwoch, den 31. Dezember, in Obiglos Festsälen(früher Keller) Koppenstr. 29; Großer Silvester-Ball. Eeplata>- BiurisUe Mge* TooMa Anfang 9 Uhr. Eintritt 30 Pf.(keine Kachzahhmg). Neue Weit. Arnold Scholz. Masenheidc 108/11. Mittwoch, den 31. Dezember 1913, In sämtlichen Fcsteälcn: Gr o Her Silvester-Ball verbunden, mit Gratis-Punsch- u. Pfannkuclien-Polonäse. Anfang 8 Uhr.• Anfang 8 Uhr. Heute Mittwoch, den 31. Der.: abends 71/, Uhr (Silvesterahoud): Gr. Abschieds-Yorstellung d. phänom. Dezember-Programms Abends 0'lt Ubr: Die neue große Ausstattung in 7 Bildern: „Tipp44 der Derby-Favorit 1914. Morgen Donnerstag, 1. Jauuar (Neujahr): 2 5r. Hovifiten-forstelluDp nachm. 3'/, u. abends T'/jUhr. In beiden VorsteUungen ausnahmsweise: Die neue gr. Ausstattung in 7 Bildern.,TJpp''. „CM" :: Berliner:: Konzerthaus MauerstraBe 82.— ZimmerstraBe 90.91. Nachmittags geschlossen! Große Silvester-feier Anfang 8 Uhr. Anfang 8 Uhr. Morgen: Oroßcs Triple-Koiizert! Anfang 4 Uhr. Germania- Pracht- Säle Chansseestraße 110. Karl Richter. Heute Mittwoch(Silvester): Große humorisiisclie Soiree ievPanlManfheys Instigcu Sänger. Ansang 8 Uhr. Äassencrösinnng 7 Uhr. Im weipcn Saale«S», I? ___ von 7 Uhr ab: S»«K4K. Äon II Uhr an in sämtlichen Sälen: Gr. Silvester-Ball verbunden mit Gratis-Punsch uud Pfannkuchen-Polonäse. Morgen. Neujahr 4914: Große Extra-Soiree der Paul Mantheys lustigen Sänger und Groller Xenjahrs-Ball. gggggggggggggggggggggZZZZZZZXXXZMXZXSS I Brauerei Friedrictisiiain am Königstor. It•• Öchönäte und größte Festdekoration.' VU MM- Auf der Alm. MMb Im tannenduftenden Schliersee. 4 bayerische Kapellen unter persSal. Deik. d. rühml. bekannten Festwirts mit s. 100 Oberbayem in Original- . tracht.— Münchner' Hetz.— Silvester- Überraschungen.— Humorist. Schneetreiben.— Schlager auf Schlager. Silvesterball. Lfegriche.rr r Entree auf allen Plätzen 60 Pfg. Morgen Keujabx Wiederholung des Obigen. EutreeoOPfg. Keine erhöhten Preise! iotaiigBülir. Ernte gegeo 11 Ulir. Hauchen gestattet! — Tel. LUtzow! Costaniino Bernardi nnd das»roeno VarietO- Programm! Rancben Oberall Bestattet! J Besinn: 8 Ohr. Volkstbeater NeuRolIo. Hermauuftraße 20. Donnerstag, den I. Januar: Polnische Wirtschaft. Bandeville.Posic m. Ges. in 3 Akten. Sonntag, 1. Januar: Krone und Fessel. Scnsatioiisfomödie in 6 Bildern. Anfang 8 Uhr.__ Reiehshailen-Thealer Stetiiner Sänger Beute: Große Siliester 01k- Soiree m. darannolgend. Tanzkränzchen. Pallinusik: Das ges. 36 Mann Rcichshallen- Dheale'.- Orcheft. uut. Leitung von lludi Sohracker. Preise Her Plätze wie gewöhnlich, ftzur Ball ist nichts»achzuzableii ürllus kused. Heute Mittwoch, benZI. Dezember, j abends 71/j Ubr: Letztes Auftreten d. großen Dezember-Attraktionen, j Kapt. Hnllngmit seinen unvergleichlichen Scelömen. Mad. 8maragda mit ihren! brelfierten Katzen und Tauben. Qu Dorando. Joriglicr-A.lt.| Zum Schluß:„Pompeji". Lrig. AuSitattungs-Pantomüue des Zirkus Busch in ö glänz. Alten. I Boranzeige! Donnerstag, den! 1. Januar(Neujahr): 2 gr Gala- 1 Vorstellungen. Nachm. 31/, Uhr u,[ abends 7V- Uhr. Nachm. 1 Kind jrci.> In beiden Borstellungen: Tie I neuen Attraktionen. Nachm.: Die pantom. Burlesken: I ,Schne!der f ips' u. ,D. Dorfbarbier' I Abends 71/. Ubr:„Pompeji." ■JBIIIB|g)IIHIM(WWWIttJiaj Admiralspalast. Els-Arenn. Heute: Silvester- Ball auf Parkett."90 Eutree M. 5.75. II. Rang- Balkon(nur kür- Zuschauer) M. 3. CSBendlx 68. Orauienstraßc BW Heute:__ Gr. Silvester- Trubel unter Leitung von Faul und Martin Bendix- sshartottenburger Fess-Sält Charlottenbnrg. Kaiser-Friedrich-Straße 21: Heute Großer Silvester- Ball in beiden Sälen. 2 Kapellen. Neujahr: Großer Ball.(285/18 Vergnügmigs- Palast! »BT der lOOOO'WS Potsdamer Str. 72 SSwwstri Berlins ]!Sr größte � Silvesterfeier mit TaSIZ Arena. Kehraus 1013 3 Kapellen. Jubelnder Empfang dos Xenen Jahres. Kabarett Eintritt frei. Attraktionen. Schneegestöber. Im Gemütlichen; Die Hölle. Die ganze Nacht geöffnet. Vorzügl. Küche. Wein u. Bier. Eintritt; 1,10 M. 1. Reihe 2.80 M. inkl. Programm und Steuer.— Tiscbbostellnngen vou 13 Ubr mittags an, an doc Kasse des Odoon. Amt Kollendorf 121Ö. Ab 8 Uhr morgens: Frühkonzert. Eintr. 49 Pf. inkl. Programm. Elysium i.undsberger Allee 46. Mittwoch. 31. Dezember: Silvester- Ball. Um 12 Uhr: Punsch- u. Pfann- kuchenpolonäic gratis. Aniang 8 Ubr. Entree frei. Morgen: Xeujahrsball. [Concordia- Pestsäle 64 Andrcasstraßc 64. Mittwoch, den 31. Dezember: Große Silvester-Feier Ulk-Solree der beliebten Hoffmanns Sänger O und Großer Ball. Ans. der Vorst. 7 Uhr Um 12 Uhr Begrüßung des neuen Jahres. Pur.scli-Polonäso ♦ Präsent-Verteilung. Am 1. Januar 1914(Xcujahr): miUtärkonzert�Koffmanns Sänger und Großer Ball._ "Heräntw. Redakt. I Alfred Wiclcpp, AeiMn, Lnseratentet! derantw� Th. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Borwärto Bnchdr. u. Verlagsanstalt � Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 3 Beilagen u.«ntrrhaltunitSbl. 344. 3».?°w°, i. Keüslge des.Amillts" Kerlilltt Nölksblllt!. M«ch.Z'-.Wbet.9.3. GcwerkfcbaftUcbca. GewcrhrcbaftUchc Hrbcitslofenzählungen. Der Bauarbeiterverbai'.d und der Bäckerverband nehmen Arbcitslosenzählnugen vor. Im Bäckerverband mar dafür ein bestimmter Tag. Sonntag, der �8. Dezember, angesetzt, mährend im Bauarbeiterverband die Zählung fortlaufend gc- schieht. Im Oktober dieses Jahres wurden von den Arbeits- -nachweisen der Bäcker- und Konditorinnungen l 1 �484 Arbeitslose gezählt. Arbeit vermittelt konnte aber nur 7124 Arbeit- suchenden werden: auf je 10) offene Stellen kamen 149 Arbeitslose. Die Zählungen der Organisation werden wahr- schcinlich ein noch größeres Elend der Arbeitslosigkeit zeigen. Ter Bauarbeiterverband, der bekanntlich erst vor knrzcr Zcit die Einführung der Arbeitslosenunterstützung aus einem außerordentlichen Berbandstage beschlossen hat, beginnt mit der Zählung vom Januar ab. Der Verbandsvorstand inacht bekannt, daß zur Durchführung einer möglichst gc- uauen Zählung der arbeitslosen Mitglieder mit Beginn des Jahres 1914 in allen Zweigvereinen die Kontroll- Meldung der Arbeitslosen eingeführt wird. Die Meldung beginnt am 2. Januar. Die arbeitslosen Mitglieder haben sofort persönlich dem Zweigvereinsvorstand oder dessen Beauftragten Mitteilung zu machen und eine Kontrollkarte in Empfang zu nehmen. Die weitere Kontrollmcldung hat wöchentlich drei- mal in den dch'ür bestimmten Lokalen zu geschehen. Wer sich nicht meldet, wird als in Arbeit stehend geführt und hat demgemäß laufend seinen Vcrbandsbcitrag zu zahlen. Das gilt auch für lUejenigen Mitglieder, die vorübergehend in anderen Berufen arbeiten, soweit nicht nur Gelegenheitsarbeit, die zwischen die einzelnen Kontrolltage fällt, ausgeführt worden ist. Kranke Mitglieder, die noch nicht unterstützungsberechtigt sind, haben dem Zweigsvereinsvorstand schriftlich oder durch ihre Angehörigen von der Verhinderung an der Kontroll- Meldung Mitteilung zu machen. Alle speziellen Anordnungen der Zlveygvereinsvorstände über die Durchführung der Kontrolle sind durchaus zu befolgen. Berlin und Umgegend. Eine RcichSkonfercnz der Hartgummidrcchslcr. Am 28. und 29. Dezember tagte in Berlin eine vom Vor- stand des Deutschen Holzarbeiterverbandcs einberufene Konferenz der in diesem Verbände organisierten Hartgummidrcchslcr. Diese Branche umfaßt nur eine verhältnismäßig kleine Zahl von Arbeitern, die sich aber, je nach den Produkten, die sie erzeugen, wiederum in drei Gruppen teilen: in die chirurgische, die i e ch n i s ch e und die F ü l l f c d c r h a I t e r- B r a n ch c. Die chirurgische Branche ist die älteste, sie entstand Anfang der 70er Jahre, als man dazu überging, gewisse chirurgische Instrumente, wie spritzen, Zerstäuber, .Muitcrrohrgarniliircn usw., zu deren Herstellung früher andere l«tosse verwendet wurden, aus Hartgummi zu produzieren. Die Drechsler, denen cö damals gelang, in dieser Branche Unterschlupf zu finden, wurden von ihren Kollegen viel beneidet, waren doch die ttohn- und Arbeitsbedingungen wesentlich günstiger, als in den mehsteir anderen Zweigen der Drechslerei. «eithcr haben sich die Dinge erheblich geändert. Das Material ist sehr verschlechtert worden. Das geringere Material macht nicht nur die Produkte»tinderwerlig, sondern erschwert auch die Be- arbeitung. Die Löhne der Hartgummidrechsler wurden auch un- günstig beeinflußt durch technische Fortschritte. Im Laufe der Zeit wurden eine Menge arbeitsparender Maschinen eingeführt. Viele Artikel, die früher vollständig gedreht wurden, werden jetzt gepreßt. Jüngeren Datums ist die technische Branche, die hauptsächlich Kleines Feuilleton. Titelsucht und Buchrcklamc. Die Gewässer des deutscheu Buch- Verlags haben von jeher eine recht gemischte Bewohnerschaft. ge- babt. Neben den klassischen Karpfen, denen schon das Moos auf dem Kopf wächst, neben den fachwissenschastlichen Gründlingen und den dicken Welsen, neben etlichen bibliophilen Prachlbarbeu und dem Heer der gcivöhnlicheu„belletristischen" Weißfische, die nur im seichtesten, sonnigsten Wasser schwimmeil, gab'S von jeher eine An- zahl ü b c l st e r Hechte. DaS waren(und find) vor allem einige..Selbsikosicuvcrleger", die immer noch ihren Fraß finden, ob- wohl sie vor nicht langer Zeit bös— und vor aller Welt— an der Angel der ösientlichen Meinung zappelten. Nun fangen aber immer öfter auch andere an, die nicht notorische Raubfische sind, sich übel auszuführen. Vor ein paar Tagen haben wir über einen Fall berichtet, wo ein � solchermaßen„rühriger" Verleger einer Neuausgabe von E. T. A. HoffmannS Werken einen so bombastischen Schwulst von Reklame mitgab, daß jeder Unliterarische ans das Streisbandiamtam hercinfallen und den guten, alten Hoffmaim für ein soeben cnidccklcs „größtes Genie des Jahrhunderts" halten mußte. Hier einen ähnlichen Fall. Du gehst in eine Buchhandlung und siehst da ein Buch liegen, auf dem dick der Titel prangt:„Wer ist der Vater?" Du blickst nach dem Verfasser:„Heinrich von Kleist".— Nanu? Ein Kleistwcrk, daß du noch gar nicht gelaunt hast?— Ach nein. Un- scheinbar unter dem schreieiideu Fragezcicheutitel steht: Die Marquise von O.— Wie Kleist sein Werk einst selber getauft hat. ES ist ja ivahr: der smarte Verleger wird sich in diesem Falle damit herausreden tönnen: er habe Kleist auf diese Art„unter'S Volk briiigcnZwollcn. Aber es dreht sich auch nicht so sehr um den Fall, als um daS Systeni. Dieses System, das mau am besten als Anreißer- oder Kiiitoppsysteni bezeichne!. Denn der Kintopp mit seinen Schauer- Plakaten, seinen sensationsichwangeren Filnititelu ist das Vorbild. Die Verleger sind nur seine Nacheiferer.(Aber seine sehr gc- lehrigeu.) Danach muß man neugierig sein, wer— Film oder Buch— uns zuerst lSJoelheS„Faust" in der einzig werivolleu„modernen Aufmachung" bringen wird. Wir schlagen dafür den Titel vor: „Tie verführte Unschuld oder der Tod im Kerker". Von Goethe. Kirchciiiibcrftuß und Obdachlosciniot. Tie Gotteshäuser sieben leer und aus den Amlsgerichlen haben sie mit der Erledigung der KirchcnauStritlserklärinigei! die vollen Hände zu tun. Hunderte von Personen stauen sich stundenlang in den Wartehallen und Korridoren der Amtsgerichte, die Fluch: aus der Landeskirche ist zu einem Strom angeschwollen, der sich nicht mehr überbrücken läßt. So sollte man denken. Aber die Kirche legt die Hände nicht in den Schoß. dem die Massen entwacbsen. 35 neue Gollcshäuscr sind m Berlin teils im Bau, teils geplant. Taufende reißen sich von der Kirche los, sie aber knüpft frische Hoffnungen an die Errichtung ncner Gotteshäuser. Eine unüberseh- bare Menge Wender sich von ihr ab, sie aber baut blindlings darauslos. Sie bat die Macht über die Massen verloren, aber sie verspricht sich frischen Gewinn von der Errichtung neuer GoUeS- Häuser. 35 neue Kirchen für Berlin! Wer kann das fasten, da doch die vorhandenen leer stehen? Für wen werden sie gebaut? Der liebe Boll wird sie nicht beziehen. Sein Geist wird sich nicht, zwischen diesen Mauern offenbaren. Artikel herstellt, welche in der Elektrizitätsiiidustric Verwendung finden. Die weite Verbreitung, welche der Füllsederhalter in den letzten Jahren gefunden hat, brachte einer Anzahl Drechslern Beschäftigung in diesen: Artikel. Die Hartgummidrcchslcr gehören nicht gerade zu den am schlech- testen entlohnte:: Holzarbeitern. Nach einer im Jahre 19l2 aus- genommenen Statistik schwankt die durchschnittliche wöchentliche Ar- beitszcit zwischen 5l.5 Stiinden in Stuttgart und 57 Stunden in Roth und Wcißensels. In manchen Betrieben besteht eine noch kürzere Arbeitszeit, insbesondere in der Füllfederhalterbranchc. Hier beträgt der Wochenverdienst in: Gcsamtdnrchschnitt 33,45 M., während in den anderen Branchen im Durchschnitt 30,83 M. erzielt wird. Am niedrigsten steht der Lohn in Roth mit durchschnittlich 49.50 M., während die Berliner Hartgummidrechsler im Durchschnitt 37,03 M. verdienen. Die Organisations Zugehörigkeit der Hartgummi- drechsler ivird von verschiedenen Seiten umstritten. Die Mehrzahl der orgaiiisicrten BerufSangehörigen gehört dem Deutschen Holz- arbciterverbande an. Ein Teil ist im Metallarbciterverbande und eine geringere Zahl im Fabrikarbeitcrverbande organisiert. Ursprüng- lich gehörten die Gummidrechsler zum Drcchslerverbande. Durch den Anschluß der Drechsler an den Holzarbeiterverband ist auch die Organisationszugehörigkeit der Gummidrechsler bestimmt. Das wird jetzt auch vom Fabrikarbeitervcrbande anerkannt. Weniger klar ist da? Verhältnis zum Metallarbeitervsrbaude, welchem der größte Teil der Hartgummidrechsler in Berlin angehört. Die ursprünglich zum Drechslerverbaud gehörigen Hartgummidrechsler habe» sich hier seinerzeit von diesem abgesplittert und gemeinsam mit den übrigen, an der Herstellung chirurgiscber Instrumente be- teiligten Arbeitern einen lokalen Fachvcrein gebildet, der sich im Jahre 1897 dem Metallarbeitervcrband anschloß. Auf diese Weise kamen die Berliner Hartgummidrechsler der chirurgischen Branche zum M e t a l l a r b c i: e r v e r b a:: d, der in der Folge auch an anderen Orten diese Arbeiter, als zur chirurgischen Branche gehörig, für sich rellamiertc. Es wurde beschlossen, den Verbandsvorstand zu beauftragen, ähnlich wie mit dem Fabrikarbeiterverband, auch mit dem Metall- arbeitcrvcrband einen Karlellvertrag abzuschließen. Außerdem wurde nachstehende Resolution angenommen: „Die Konferenz erklärt, daß die in der chirurgischen Branche beschäftigten Drechsler die engsten Beziehungen mit den übrigen Harlgunimidrechslcn: haben und im eigenen Interesse verpflichtet sind, die Verbindung mit den Drechslern aller Branchen in einer gemeinsamen Organisation aufreckt zu erhalten. Da die Organisation der Drechsler anerkanntermaßen der Deutsche Holzarbeiterverband ist, so ergibt sich aus porsteheiidcr Erwägung, daß auch für die Drechsler der chirurgischen, der tech- iiisckei: lind der Füllfederhalter-Brauche allein der Holzarbeiter- verband die zuständige Organisation ist." Hierbei wurde zum Ausdruck gebracht, daß gleichviel, welches Ergebnis die einzuleitenden Verhandlungen für Berlin zeitigen, das im allgemeinen gute Verhältnis zwischen den im Holzarbeiterverband und im Merallarbeiterverband organisierten Harlgummidreckslern erhalten bleiben muß. Die Angehörigen beider Verbände sollen nickt kleinliche Organisationsstreitigkeiten vtlegen, sondern sich zur gemeinsamen Wahrung der gemeinsamen Interessen zusammenfinden. Zu der Frage:„Welche Mittel sind anzuwenden, um die all- gemeine Lage der Hartgummidrechsler zu verbessern?" wurde nach einem Referat von G l e i t s m a in:- Leipzig und eingehender Aus- spräche folgende Resolution angenommen: „Die Konferenz erklärt, daß die allgemeine Lage der Hart- gummidrcchsler am sichersten gebessert werden kann durch ein gc- regeltcs VcrtragsverhältniS, in welchen: der Lohn, die Arbeitszeit und die sonstigen Arbeitsbedingungen festgelegt sind und nach Möglichkeit auch die A r b e i t s v e r m i t t c l u n g ge- regelt wird. Ilm eine durchgreifende Verbesserung zu erreichen, erachtet die Konferenz es für erforderlich, daß die Organisation in allen Orten und Betrieben derart gekräfiigt wird, daß die in einem Ort er- 35 neue Häuser werden ihm in einer Stadt gebaut, in der Hunderle seiner Kinder ohne Obdach sind. Der Kirchengott ist obdachlos in den Herzen geworden. Darum bauen ihm seine Getreuen um so mehr Häuser. Aber Gott ist ein Geist, lehrt die Kirche, und wenn er nicht mehr in den Geisten: thront, so wird ihm auch alle äußere Herrlichkeit nicht mehr nutzen. Oder meinen die Frommen, er habe Freude an leeren Häusern, die viel besser menschlichen Zwecken dienen könnten? Tic technische Ausnutzung von Flut und Ebbe. Schon lange tragen sich die Techniker mit dem Gedanken, die gewaltigen Kräfte. die in der MeereSebbe und Flut enthalien sind, nutzbringend zu verwerten. Diese Pläne haben zun: ersten Male praktische Gestalt angeiiommeii in den: Elektroslulwerk, das von dem Ingenieur Plein in der Nähe von Husum errichtet worden ist. Die Anlage, zu der das nötige Gebiet von der preußischen Regierung zur Vcr- füguiig gestellt wurde, umfaßt eine MecreSfläche von 8390 Quadrat- ineter, die von Deiche:: umgebeu ist. ES handelt sich zunächst nur um ein Probewerk; die Anlagen sind daher verhältnismäßig klein; zur Kraftleistung werden nur normale Maschinen verwandt. Einer Schilderung des Werkes in der„Umschau" entnehmen wir folgende Einzelheiten: Das Meerwasser strömt zunächst bei Flut durch eine Turbineulammer und leistet hier durch Antrieb der Turbinen Arbeit. Von da aus fließt es in eine Vorkammer und durch dieie in das Hochbecken. Sobald der Meeresspiegel auf drei Meter gestiegen ist. wird die Vorkammer durch Schleusen gegen das Hochbecken abgeschlossei: und das Wasser strömt nunmehr durch die Vorkammer in das Niederbecken, während das Hochbecken gegen da» Meer geöffnet wird, so daß sein Spiegel sich mit dem des Meeres ausgleicht. Zur Zeit der' höchsten Flut wird das Hochbecken wiederum gegen das Meer geschlossen und seine Wasser ströinen nun in um- gekehrter Richtung durch die Vorkammer in die Turbineiitammer, dort wiederum Arbeil leistend. Da die Kohlcnvorräte der Erde— wem: auch erst in weiter Ferne— einmal erschöpft werden, gewinnt die Erschließung dieser neuen Kraftquelle ein besonderes Interesse. Theater. K a m m e r s p i e l e: Die Pariserin, Lustspiel von Henri B e c q u e. Der Name Becque ist mit der Zeit, in der Zola seine machtvolle:: naturalistisch-sozialen Romane schuf und in kampffrohen Kritiken und EsiaiS gegen die naturentfremdcte Konvention in der Malerei, der Literatur und dem Theater Sturm lief, eng verknüpft. Wie dieser Große hat er das effektvoll aufgeputzte, das gekünstelte Intrigenspiel, die fade Eleganz und Rethorit, mit der das Gesell- schafiSslück der Dumas und Sardou arbeitete und die jetzt noch im französischen Drama dominier:, gebaßt und befehdet. Sein biirger- liches Schauspiel„Die Raben", das Anfang der achtziger Jabrc auf einer Pariser Bühne erschien, wurde als erstes dra- niatischcS Proiiunciamento der ncueu Richtung leidenschaftlich begrüßt und umstritten. ES hat in Franlrcich eine literar- historische Berühmtheit, wie etwa bei uns die„Familie Selicke" von Holz und Schlaf gewonnen. Ein Progranimstück. das im Gegensatz zu jeder Tradition die Wiedergabe eines Wirklich- keitSausschiiitts erstrebt, aber eigentlich auch nur unter diesem Gesichts- punlle, interessiert. Der Kühnheit der Absicht entsprach nicht die Krast der Phantasie, die im naluralislischei: Kunstwerk, so wenig wie ein Kunstwerk idealisiercudeu Stil» fehlen darf. Das Schicksal der nach dem Tode des FamilienhaupteS von allerhand Gesindel aus- geplünderten Bürgerfamilie ließ, bei dem Mangel sicherer Charakte- ristik weiterer Perspektiven, kalt. Von jenem RbihmuS seelischer Notwendigkeiten, jener iiincrlichcn Fülle, die durch die Meisterwerke rungenen Vorteile auch in allen übrigen Oxteu durchgeführt werden können." Weitere Beschlüsse der Konferenz beziehen sich hauptsächlich auf die Bekämpfung der L e h r l i>: g s z ü ch t e r e i und auf die Herbei- führung hygienisch einwandfreier Zustände in den Betrieben. Der sitz der Z e n t r a l i o m m i s s i o n, welche hauptsächlich die Agitation unter den Branchenangchörigen zu betreiben Hai, bleibt wie bisher i« Kassel. Deutkcbcs Reich. Der Ausstand in der Schuhfabrik von Paul L a i:: g a in Strausberg bei Berlin dauert unverändert fort. Mit seliener Hartnäckigkeit iveicht der Unternehmer jeder Verhandlung aus. Auch die Vermittelung de» Bürgermeister» lehnte er ab, sicher nur des- halb, weil er sich schämen müßte, wenn die horrende Lohnreduktion bei diesen Perhandlungen zur Sprache käme. Dafür sucht er in allen Gegenden Deutschlands Arbeitskräfte, ohne bisher großen Er- folg aufweisen zu können. Im Interesse der Ausständigen ist es daher notwendig, daß da» Verhalten des UnlernehmerS die weiteste Bekaiiiitmachuiig erfährt und der Zuzug ferngehalten wird. Ein Verbandstag der Kunftgcwerbezcichner tagte au: 27. uift> 28. Dezember in Chemnitz. Der Per- dandstag war von 23 Dclcgicrlcn besucht und hatte die Ausgabe, das Beitragswefen, das Untcrstützungs-, RcchnungS- und Vcr- fassungswescn neu zu regeln und zu verbessern. Es wurden Staffelbeiträge beschlossen, die Stellenloscnuntcrstützung siastcl- weise geregelt und die Verfassung demokratischer gestaltet. Der Verbandstag beschloß einen monatlichen Beitrag, dessen Höhe nach dein Einkommen bemessen wird. Vier Klassen sind geschaffen worden. Ter Verbandstag ist der Meinung, daß der gegenwärtige Zeit- Punkt für den Anschluß an eine größere Organisation noch nicht gegeben iii. Einstimmig wurde eine Resolution angenommen, die leb ha st protestiert gegen die Bestrebungen der Arbeiter- und Angestellten» feinde, das Vcreinigungsrccht zu vernichten. Ter Verbandstag beschloß ein Regulativ für Arbeitseinstcllun» gen und Sperren. Danach entscheidet der Vcrbandsvorstand da- ruber, ob eine gemeinsame Arbeitsniederlegung stattfinden darf oder ob die Bewegung auszuheben oder auf einen für sie günstigere:: Termin zu verlegen ist. Ebenso dürfen Sperren für Geschäfts- betriebe nur mit Zustimmung des Verbandsvorstandes verhängt werden.— Der Antrag aus Genehmigung von Arucitseinsiellungcii mutz vom Vcrbandsvorstand abgelehnt werden, wenn nicht min- bestens drei Viertel aller bciciligtcn organisierteii Kollegen dafür gestimmt haben. Ter Vorsitzende Weiß referiert? Über die Acndcrung deS sozialpolitischen Programms des V.D.K. Einstimmig wurde nach- stehendes sozialpolitisches Programm angenommen: „Der Verband der Kunstgcwerbezeichner bezweckt die allgc- meine Hebung der sozialen Lage und die Förderung der kunst» lerischen Interessen aller Kunstgewerbczcichner durch ihre Zu- sammcnsassung in einer starken, zentralen Organisation ans gc- wcrkschaftlicher Grundlage. Der Verband vertritt den Stand- Punkt der politischen Neutralität gegenüber allen politischen Par- tcicn in den: Sinne, daß er sich grundsätzlich weder für noch gegen eine politische Partei erklärt, wobei er sich jedoch das Recht der Kritik an ihren Handlungen, soweit sie die Interessen der Privat- angestellten berühren, vorbehält. Die parteipolitische Betätigung der Mitglieder autzerhalb des Verbandes iit zur Unterstützung seiner Bestrebungen erwünscht.— Zur Durchführung seiner Auf- gaben ist ein durch keine gesetzlichen Hindernisse eingeengtes Koalitionsrecht erforderlich. Die Behandlung der BcrvfSorgani- sation als politischer Verein ist durch unzweideutige Gesetzes- bestimmungen als unzulässig zu erk�ircn." Der Verband der Kunstgewerbezcichner erhebt u. a. folgende Forderungen: Schaffung eines sozial-fortschrittlichcn, einheitlichen, Auge- stclltcnrcchtcs.— Verbot der Konkurrenzklauscl und der söge- ! naturalistischer Bühiieiidichtuug, Ibsens und Hauptmanns beste Dramen uns erregen, spürte man nicht einen Hauch. Viel frischer wirkt auch heute noch Beeques„Pariserin", in der er ohne besonderen literarischen Ehrgeiz psychologisch fein und witzig satirisch da» alte Komödicthema de» dreieckigen Verhältnisses variier':. Die hübsche Klotilde, ebenso geftihl- und gedankenlos wie schlau berechnend, fest überzeugt, daß sich mit einem glatter- läk.rvchcii bei Männern— den Männern ihrer Welr— alles erreichen läßt, bugsiert das Schifflein ihres dummen Gemahls in den Hasen eines gut be» zahlten StaatSamtS. Der Liebhaber, der— unbequemer als der vertrauensvolle Ehemann— Witterung hat, daß sich da im geheimen etwas abspielt und Klotilde mit weinerlicher Eifersucht ucrfolgt, wird abgeschafft: dann aber, nachdem die würdige Dame durch einen neuen Flirt die Beförderung de» Gatten durchgesetzt, in Gnaden wieder aufgenomnieir Seine Wiederkehr ist eine Art Familienfest. ,Jn srech-fri'voler Sclbstvcrspottung hält sie den beiden eine Ansprache: einzig durch Vertrauen könnten Fraueiiherzen gewonnen und geHallen werden! In selbstzufriedenem Stolze stimmt der ahnungslose Herr und Gebieter ihr zu:„Das ist auch immer mein Prinzip gewesen, liebes Kind". Die Längen wurden durch eine flotte und niiaiiecureiche Dar- stellung fast zur Unmerklichkcit verkürzt. Gertrud E y s o l d l hat in den Jahren, seit sie die Wcdekindsche„Lulu" spielte, von ihrem wunderbaren Charakterisierungsvermögen solcher Weiblichkeiten noch kein Aton: verloren. Sie war in jedem Zuge verblüffend lebensechi, eine tückisch-charmante Kanaille. Die intime Komik des hohlen Strebergatten und des kindisch waschlappigen Galans brachten die Herren BienSfeldt und Dumicke sehr glücklich heran». dr. Notizen. — Musüchronik. Die erste P a r s i f a I- Aussiihluug des kgl. Opernhauses ist sinfolge einer höfischen Privatangelegenhei» vom 4. auf den 5. Januar verschoben worden. — Shackletons Pläne. Shackleton hat Näheres über seine geplante aiitarklischc Expedition mitgeteilt, Ec will sie mit zwei Schiffen ausführen. Das erste soll im August von England nach Neuseeland abgehen, das zweite größere schiff zwei Monate später von Südamerika. Beide Fahrzeuge werden Oelfeuerung haben: ihre Bemannung soll die Zahl 30 nicht übersteigen. Der Plan Shackletons ist, den Südpolarkontment von der Weddcll-Sce nach der Roß-See, daS ist eine Entfernung von 1500 geographischen Meilen, zu durchqueren. Die Expedition wird volle Ausrüstung für zwei Jähre mitführen und zwei Schlitten bei sich haben, die durch Aeroplanpropcller mit Aeroplaumotorei: getrieben werde». Ferner wird die Expedition einen Acroplan mit sich fuhren. — Ein neuer M e d i u m s ch iv i u d e l. Der Müucheiicr Neivenarz: Schreiick-Notzing bat ein dicke» Buch über ei» von ihm entdecktes französisches Medium geschrieben, das die Fähigkeit haben sollte, Materialisationen vorzunehmen, d. h. aus der Luft oder ihrem Körper rätselhafte Gebilde hervorzuzaubern. Selbstverständlich war das ein Humbug. Es ist jetzt gelungen nachzuweisen, daß die Materialisationen auf Taschenspielerkünsten beruhten. — Der kleinste Mann der Welt ist in Southend sEiig- land) gestorben. Er hieß I. William White und er hat ein Alter von 53 Jahren erreicht. Lange Jahre hindurch betrieb der nur 53 Zentimeter große Mann ein Geschäft in Southend. Er war tat- sächlich wohl der kleinste Zwerg der Welt: der„General Tom Thumb" maß immerhin 78 Zentimeter und nur der amerikanische Zwerg „General Mite" hatte annähernd dieselbe Größe wie er. naimtcn licinllichcn Konkurrenzklauseln.— Einbeziehung aller Zeichner in das Verfichcrungsgesetz für Angestellte.— Einnc- ziebung aller Privatangestcllten bis zu cincni Einkanlinen von äMV M. in die obligatorische Kranken- und Unfallversicherung.— Schaffung einer Aeichs-Ttellcnlosenvcrsichcrung.— Errichtung öffentlicher, paritätischer Arbeitsnachweise für Privatangestellte.— Sicherung des Urheberrechts der künstlerischen Angestellten.. Siche- rung des vollen Erfinderrechts der Angestellten und Gewährleistung eines angemessenen Anteils an dein Nullen und der praktischen Verwertung der Erfindungen. Ausdehnung der Zuständigkeit der Gewerbeaufsicht auf die Arbeitsverhältnisse aller Privatange- stellten.— Gesetzliche Einführung eines Höchstarbcitstages von acht Stunden, eines Erholungsurlaubes von 14 Tagen jährlich und Perbot der Sonn- und Feicrtagsarbeit. Nach einem Vortrag von Feder wurde einstimmig beschlossen, Branchcnsektior'.en zu schaffen, um wirkungsvoller agitieren zu können und alles zu tun, um die Mitglieder gewerkschaftlich zu schulen, slu Vorsitzenden wurden Weist und Feder gewählt. Auö Gesundheitsrücksichten mutzte Stcinert-Bcrlin auf eine Wiederwahl verzichten._ Hu stand. Ter Buchdruckerstreik in Oesterreich. Tie Hoffnung, dast man durch arbeitswillige Redakteure und Druckcreileitcr die Blätter, wenn auch nur in beschränktem Ilmfange, fertigstellen könnte, hat sich als so töricht erwiesen, wie sie ist. Ab- gesehen von den bürgerlichen Blättern, deren Herausgeber die Korde- rungen der Gehilfen bewilligte», erscheinen fast überall nur unsere Parteiorgane. Die sozialdemokratische Presse erweist sich so nicht nur direkt als ein guteS Kampfmittel für die Arbeiterschaft, sondern lvirkt auch in diesem Falle allein schon durch ihre Existenz als ge- fürchtete Konkurrenz auf dem Zeitungömarkt günstig für die kämpfenden Buchdrucker. Tie Zeituugsvcrleger sehen es natürlich genau so wie die Behörden nur mit Unruhe, dast Leser und Jnter- essenten jetzt den Arbeikerblättcrn notgedrungen zuströmen. In Deutschland mit seiner weil verbreiteten sozialistischen Presse würde das im Falle eines Kampfes in noch viel höherem Matze eintreten. Wie uns auS Innsbruck geschrieben wird, sind von den 17 durch den Arbeitswilligenagenten Koch nach dort versandten Arbeits- willigen 12.nach erfolgter Aufklärung" wieder abgereist. Eine solche Aufklärung wäre eigentlich nicht notwendig gewesen, den» die Leute mutzten Bescheid, haben sie doch daS folgende b u ch st a b e n- getreue Schriftstück unterzeichnet: Vereinigung Deutscher Nichlverbändler. Bcrlin-Niederschönhausen, Kaiser Wilhelmstratze öL. Vereinbarung. Ich trete heute bei der Bnwdruckerei-Vereinigung in Tirol und Umgegend als........ in Arbeit, und zwar zu einem Wochen- lohn von Dreizig Mark. Ich erhalte freie Bürgerlich Kost, freies Logie im Betrieb und Freie Reise 3. Klasse. Ich bin Unterrichtet worden, dast zur Zeit Streik, r e s p: Aussperrung i st. Die Arbeitszeit beträgt v Stunden pro Tag. Die Löhnung findet bei Wochenschlutz statt, und bleiben die ersten 3 Tage bis zur Beendigung der Aussperrung stehen. Die Kündigung ist beider'ieits eine Acht Tägig'c. Ferner versichere ich durch Unterschrist, dast ich keinen Sozialen Verband noch Vereinigung angehöre. Gelesen und anerkannt. Berlin, den............. Unterschrist: Wer dicS Schriftstück mit seinem originellen Stil und seiner noch originelleren Orrhographie zu unterschreiben vermochte, hat zwar seiner Befähigung als Buchdrucker ein mehr als jämmerliches Zeugnis ausgestellt, sich aber als Streikbrecher bekannt, der keiner Aufklärung bedarf. Die österreichischen Buchdrucker iverden gut tun, diese Leute ihren Prinzipalen zu überlassen und ihnen um Himmelswillen nicht etwa Reisegeld ans der Streikkasse zu geben. Der Trick dieser Menschen besteht ja darin, sich abwechselnd auf Kosten der Unter- nehmer und der Arbeiter hin- und herschicken zil lassen, ohne je zu arbeiten. Und der Vermittler steckt jedesmal erneut die Pro- Vision ei». UebrigenS haben sich denn auch nicht weniger als drei der Angeworbenen schon als Nicht- Buchdrucker entpuppt. Bei wie vielen anderen das noch der Fall sein mag, wissen schlietzlich nur diese. Mit solchen Ki ästen werden die österreichischen Unternehmer die Schlacht kauni gewinnen. Em Induftnc und f>andcL Russische Handelspolitik gegen Teutschland. Die Erschwerung der Ausfuhr von russischem Getreide und Vieh durch die deutschen Zölle und Grenzschikanen und insbesondere die Schädigung der russischen Landwirtschaft durch das deutsche Einfiihrschcinspstcnl, veranlassen die russische Regierung mit Rück- ficht ans die kommende Erneuerung der Handelsverträge Gegen- matznahmen anzukündigen. So soll die Absicht besteben, die Einwanderung russischce Wanderarbeiter nach Deutschland zu er- schweren, um Deutschland durch Entziehung der Arbeitskräfte zu schädigen. Weiter hat das russische Ministerium einen Gcsctzent- wurf aus Einführung von Gctreidczöllen ausgearbeitet, der sich gegen den deutschen Getreidcimport nach Rutzland richtet. Jetzt soll die russische Regierung mit der Absicht umgehen, die russische Holzausfuhr nach Deutschland durch Erhöhung der Bahntarife zu erschweren. Deutschlands Holzindustrie ist zum grotzcn Teil auf Nutzland angewiesen; es bezog von dorther im Jahre 1g12 an Eichcnbolz mehr als eine Million Doppelzentner, an weichem Laub- holz l-'l Millionen Doppelzentner. Eine auch nur teilweise Sperre dieser Einfuhr würde Teutschland erheblich schädigen. Die russische Regierung hätte dagegen von der Tariferhöhung für Holz auf ihren Bahnen noch einen finanziellen Gewinn. Ans der albanischen„Volks"wictschaft. Albanien ist nach langen Streitigkeiten selbständiges Land geworden, der Fürst Wied wird demnächst feine Regierung antreten, und nun wird Albanien aller Wahrscheinlichkeit nach mehr als bisher in die international« Wirtschast hineingezogen werde». Unter diesen Umständen dürfte ei» in den„Nachrichten für Handel, Industrie und Landwirtschast" enthaltender Bericht über die HandelSverhältnisse in Siidalbanicn von Interesse sein. Es heiht dort:„Der Hauptcin- und Haupt- ausfuhrplatz und einstweilen überhaupt der wesentlichste Platz, der für Geschäfte mit Südalbanien in i;ragc kommt, ist V a l o n a. Direkte Geschäfte mit den im Innern liegenden Orten kommen vorläufig kaum in Betracht. Die Ein- uicd Ausfuhr erfolgt im wesentlichsten auf österreichischen und italienischen Schiffen. Eine reaclmätzige deutsche Schiffsverbindung mit den albanischen Häfen besteht bisher nicht. Lediglich die Erzeugnisse der Bitumcnwcrkc in Sclenitza bei Valoua werden in gewissen Zwischenräumen von Dampfern der deutschen Lcvautelinie zur Ausfuhr gebracht. AIS Einfuhrartikel kommen alle Gegenstände des täglichen Bedarfs in Frage, da eine Industrie im Lande nicht besteht. Da neuerdings Weiteuropäer in grötzcrcr Anzahl im Lande Aufenthalt nehmen, dürften auch einfache Möbel,.vionserve», vor allem Obst- und Gc- niüsetonserven, Mineralwasser, Kleider und Wäschcartikcl einen Absatz versprechen. Ferner wird wohl allmählich mit der fraglos bevorstehenden Entwickclung des Landes ein gewisser Bedarf an Maschinen, vor allein an landwirtschaftlichen Maschinen und Gc- räten, eintreten. Di« politischen Verhältnisse haben bereits jetzt einige Airsätze zu einer wirtschaftlichen Entwickelung gezeitigt. Die Einfuhr'hat bereits in den letzten Monaten wesentlich zugenommen. Tie besten Reiscvcrbindungcn nach Valona wie überhaupt nach Albanien bestehen über Trieft und Brindisi. Tic Ausfuhr von Valona erstreckt sich, abgesehen von den bereits erwähnten Er- Zeugnissen der Bitnmenwerke in Selenitza, hauptsächlich auf Oliven und ihre Erzeugnisse. Felle und Wolle.«ic richtet sich bisher hauptsächlich nach Oesterreich und Italien. Tie diesjährige Oliven- ernte wird als gut bezeichnet. Sowohl die Verwertung der Oliven als auch die Ausfuhr und ebenso der Erport der anderen Produkte werden bisher in ivcnig organisiertcrundraiioiicllcrWeiscvetricben, so datz in dieser Beziehung eine wesentlich bessere Ausnutzung der albanischen Produktion möglich wäre. Bosscrc Aussichten für den Baumarkt. In ihrem Jahres- bcricht schreibt die Berliner Handelskammer:„Die Erleichterung des Geldmarktes berechtigt zu der Hoffnung, datz in absehbarer Zeit dem Hypotheken- und Baumarkt wieder reichlichere Mittel zur Verfügung stehen werden, so datz wenigstens eines der Hin- der nisse, die seiner Wiederbelebung bisher im Wege standen, daniit beseitigt sein wird. Für den biesigcn Platz wird die Hoffnung auf eine Besserung auch durch den Umstand unterstützt, datz in- folge der langen Einschränkung des Baugeschäsles kleinere Wohnungen anfangen knapp zu werden und durch die, we»u auch immer noch geringe Zunahme der Bevölkerung eine Steigerung der Nachfrage zu erwarten ist." Einschränkung �ii» Eisenerzbergbau. In der gestrigen Haupt- Versammlung des Sicgerländer Eisenstcinvercins wurde mitgeteilt, datz die Förderung im Oktober 238 844 Tonnen und der Versand 239 442 Tonnen betragen babc. Im November betrug die Jör- dcrung 137 232 und der Versand 13ä 312 Toiiucn. Es wurde weiter bckanntgcgebeu, datz der Elsenmarkt eine weitere Vcrschlech- t c r u n g erfahren habe, so datz mit einer geringeren Produktion der Siegcrländcr Eisenhütten zu rechiic» sei. Es wurde deshalb beschlossen, die Förderung nach Maßgabe der einlaufenden Bc- stcllungcn c i n z u s ch r ä n k c n. Soziales. Aus der„Fürsorge" entflohen. Daß die heutige Art Fürsorgeerziehung auf falscher Grundlage eingerichtet wurde und in vielen Fällen mehr ver- dirbt, als sie gilt macht, ist von uns schon oft dargelegt worden. Zu der charakterverdcrbenden Muckerei, die in vielen Fürsorgeanstaltcn herrscht, gesellt sich oft eine vollständig zweck- los harte Behandlnng. Das hat zur Folge, daß viele Zog- linge heintlich aus den Anstalten entfliehen. Ein solcher aus der Fürsorge entflohener Zögling richtete kürzlich von seinem jetzigen Wohnorte in Amerika an den Magistrat zu Erfurt folgenden Brief: Geehrte Herren! Sie werden staunen, datz Sie einen Brief aus Amerika er- halten. Ich bin gebore» am 3. Januar 1893 in Erfurt. Ich wurde von meinem siebenten Jahre ab in der Fürsorge erzogen und lernte zwei Jahre Moler. Durch die sckilechte Behandlung war ich gezwungen, vor zwei Jahre» und acht Monalen mein geliebtes Vaterland zu verlassen. ohne meinen lieben Vater und meine �Geschwister noch eimnal zu sehen, denen ich am 1. Oltober 1933 entrissen ivurde. Ich wollte Ruhe und Friede» vor der Fürsorge finden. Ich habe einen guten Platz gefunden. Aber es schmerzt und tränkt mich sehr, datz ich den Aufenthalt meiner Geschwister und meines Vaters nicht kenne. Lebt mein lieber alter Vater noch oder ist er tot? Wollen Sie so freundlich sein und mir eine Bitle erfüllen und mir soforl mitteilen, wo er ist, was er tut, und seine sowie meiner Geschwister Adresse senden? Was eS kostet, sende ich Ihnen. Bitte, erfüllen Sie meinen einzigen Wunsch recht schnell, denn man weiß nicht, was sich er- eignen kann. Bitte, schreiben Sie mir Antwort, wenn Sie wissen, wo mein Vater ist oder auch, wenn Sie ihn nicht fiiiden können. Bitte, senden Sie mir die Adresien von meinen lieben cschwestern. Ich möchte so gern mal zurückkehren zur Heimat und all meine Lieben sehen und am Grabe meiner geliebten Mutter eine selige Stunde verbringen, aber die Fürsorge schreckt mich zurück. Ich arbeite hier als Maler und verdiene 28 Dollar die Woche. Bitte, sehr geehrte Herren! Schreiben Sie mir bald, denn ich habe Angst unr meinen lieben Vater. (Folgt Unterschrist und Adresse.) Der Inhalt des Briefes bezeugt, daß der Briefschreiber ein moralisch hochstehender Mensch ist, der niit einer geradezu rührenden Liebe an seinem Vater und seinen Geschwistern hängt. Welche Qualen mag er wohl in der Fürsorge ausgestanden haben, da er jetzt nur noch mit Schrecken an sie zurück- denkt. Das unserer Fürsorge zugrunde liegende Shstem ist weit davoil entfernt, körperliche, nioralische oder geistige Mängel in der Erziehung zu heben. Es ist viel mehr geeignet, den letzten Rest von Menschlichkeit und Selbstachtung auS den Zöglingen zu treiben und diese zu Schädlingen gegen sich und die Gesellschaft, zu Verbrechern zu erziehen. Geradezu verwunderlich, daß nicht noch mehr Kinder durch das Fürsorge- systein vollends zugrunde gehen als es heute geschieht. Ein human denkender Pastor, Pastor Erüscmann, der über ein Jahrzehnt lang der Kinder iin Obdach und in einer Er- ziehungsanstalt sich liebevoll angenommen hatte, faßte in einem Gespräch seine Ansicht über die Folgen des heutigen FürsorgcsystcniS mal dahin zusamnien: Träfe inich das Un- glück, daß ein Kind von mir der Fürsorge anheim fallen sollte, so schaffte ich es nach Amerika oder, tvenn mir das nicht ge- länge, erschösse ich mein eigen Kind mit dem Revolver. Gewiß gibt cS eine Reihe herzenswarmer Leute, die auch heute liebevoll sich der Zöglinge annehmen— aber was kann ein System Gutes zeitigen, das von PharisäisnmS überfließt und die Mängel der Erziehung an denen straft, die durch Schuld der Gesellschaft zu dem geworden sind, ivaS sie sind? Soeben ist der zweite Band des Prachtwerkes„Deutsche Fürsorge-Erziehungsanstalten in Wort und Bild", heraus- gegeben von Direktor P. Sciffcrt-Strausberg,(Halle a. S., Karl Machold. Verlagsbuchhandlung, 1914) erschienen. DaS Buch fließt, wie der erste, von nnS besprochene Band, über von selbstgefälligen Beschreibungen, ohne irgendivie der Wahrheit nahezukommen. Als typischen Fall führen wir das .Kapitel an„Die Entstehung, Entwickelung und der heutige Stand der brandenburgischen Fürsorgc-ErzichungLanstalts- Kolonie Siedersdorf(Kreis Ruppin)". Auf S. 230 bis 23ö behandelt der„noch auS der Feder des Heimgegangenen Vor- kämpsers für die„Erziehungskolonie" stammende Aufsatz" die Fürsorgccinrichtungcn der Kolonie Sicvcrödorf. Die Schilderung strömt über von Lob über das, waS in Sicvcrsdorf Vortreffliches geleistet sei. Die„sittlich-religiöse Erziehung" der Zöglinge sei nur oft durch den„unheilvollen Einfluß der freien Knechte und Mägde" gestört. Und ivic sah's in Wahrheit auf der Kolonie Sieversdorf aus'i Die Ausbeutung und Mißhandlung der Zöglinge war oft so cnt- setzlich, daß die Zöglinge flohen. Leider wurden sie meist zurückgebracht. Und wie geschah dieser Rücktransport? Im Jahre 1007 schilderten wir, wie der Pastor Rohr sich nicht entblödete, selbst 17 jährige Mädchen ans Pferd gebunden rück- transportieren zu lassen und sie jämmerlich zu mißhandeln. Uns wurde eine.Klage vom Pastor Rohr in Aussicht gestellt. Wir veröffentlichten noch einige besonders typische brutale Fälle. Die Staatsanwaltschaft untersuchte die Fälle. Und das Ende vom Liede? Pastor Rohr zog schleunigst den Strafantrag zurück. Dadurch waren wir be- hindert, in öffentlicher Gerichtssitzung zu zeigen, wie S iir. Wahrheit in Sieversdorf aussieht. Von alledem teilt das„Prachtmerl" kein Sterbenswörtlein mit. Es bringt aber eine Photographie des am 22. November 1911 verstorbenen Pfarrers. Ei! ei! Was soll die Photographie? Wir»vollen dem, wie es scheint, recht fach- unkundigen Herausgeber verraten, daß sie einein sehr ver- späteten Steckbrief recht ähnlich sieht» Oder ist dem Heraus- geber unbekannt, daß der Pastor Rohr nach Veruntreuung von Geldern, die Waisen und Fürsorgekindern zustanden, sich daS Leben genommen hat?_ Und den Menschen ein Wohlgefallen. Während sich die christliche Welt zu ihrem schönsten Feste, zum „Fest der Liebe" rüstete, hat in Ostpreußen ein Förster einen Knaben, der sick aus dem Walde ein Weihnackitsbäumchcn holen wollte, niedergeschossen. Im Kreise Ncidcnburg gingen Ivenigc Tage vor Weihnachten zwei Knaben, der fünfzehn Jahre alte Willamowski und der vierzehn Jahre alte Arzcius, beide aus dem Dorfe llsdau, nach dem Mcischlitzer Wald, um sich einige Tannen- bäuinchen zu holen. Sie ivolltcn wahrscheinlich am Heiligabend auch ihren Weihnachtsbaum haben; möglich ist es aber auch, datz sie sich durch den Verkauf der Bäuinchen etwas verdiene» wollten. Doch der Hüter des Waldes war an diesen Tagen besonders auß dem Posten. Gerade als die Knaben dabei waren, sich einige. Bäuinchen anzueignen, überraschte sie der Privatförster des Waldes. Tic Knaben versuchten zu cntfliehcn. Doch dem Förftcr gelang es, den Arzcius festzunehmen, der Willamowski entfloh jedoch und diesem sandte der Förster eine Schrotladung nach, die den Knaben in den Rücken traf, und ihn so schwer verwundete, datz er auf der: Stelle zu Boden stürzte. Nunmehr stellte der Förster die'.»kamen der beiden Knaben fest und entferntr sich, ohne filli um den Ber letzten»u kümmern. Er glaubte, dadurch, datz er ihn wie ein Slück zur Strecke gebracht und seinen Namen crinittelt I)attc, seine Pflicht getan zn haben. Der Schioerverwundete wurde von seinem Äa- meradeii mit großer Muhe nach dem Torfe z» seinen bestürzten Eltern geschafft, die sofort de» Arzt kommen Iictzc», der ihnen die wenig tröstliche Auskunft gab, datz kaum Hoffnung vorhanden fei, den Knaben am Leben zu erhalten. Und das ist geschehen in einem christlichen Staate, kurze Zeit vor dem Wcihiiachtsfest, an dem von allen Kanzeln„den Renschen ein Wohlgefallen" verkündet wird. Wegen einiger Taiineiiväumchcn schießt der Förster auf ciiicu junge» Mensche». Junker knallen ja oft Menschen nieder, und da glaubt ein Förster das gleiche tun zu können. Hier lag nicht- der geringste Anlaß zum Schictzcn vor. Ein„Angriff" auf den Förster wurde nicht unternommen, und den Namen des Fliehenden hätte der Förster sehr leicht durch den Kaben feststellen köenen, den er festgenommen hatte. Die Schießerei )nutz als eine ganz unverantwortliche bezeichnet werden und gegen den allzu eifrigen Hüter des dreimal heiligen Privateigentums mutz eingeschritten werden. Denn ein Recht, aus fliehende Kinder zu schießen, haben die Förster nicht, und von„Notwehr" wird man in diesem Falle selbst in Ostpreußen nicht sprechen können. Ganz unerhört ist auch das Verhalten des Försters nach dem Nieder- schießen des Knaben. Er sah, was er angerichtet hatte, leistete aber dem unglücklichen Knaben keinen Beistand, sondern ließ ihn hilflos liegen, nachdem er seinen Namen festgestellt hatte. Aber in den nächsten Tagen, da wird auch er und sein Herr, der Besitzer des Waldes, gesungen haben:„Friede auf Erden und den Renschen ein Wohlgefallen." Gencbts-Zcitung. Nächtlicher Polizcibesuch in der Laubenkolonie. In einer Treptower Laubenkolonie wurde von Polizei» beamten Treptows in der Nacht zum 8. Dezember 1912 eine der dort nicht seltenen Razzien ausgeführt. Dabei kam es auf der Laubenparzellc eines Ehepaares Feuerhcrdt zu erregten Auftritten. Polizeiwachtmeister Dicke, begleitet von ziuei Polizeihunden und von den beide» Polizeiscrgeanten Bchrcnd und Zicbell, drang zur Nachtzeit in die Laube ein, um fest- zustellen, ob Feuerherdt und seine Aygehörigen gegen das Verbot darin nächtigten. Tic Schuld an den stürmischen Szenen, die sich dann in und vor der Laube ereigneten, wurde von den Polizeibeamten den Eheleuten Feuerhcrdt zugeivicsen. Beide erhielten hinterher eine Anklage, und das Schöffengericht Neukölln verurteilte den Ehemann tvegen Widerstands gegen Beamte und tätlichen Angriffs zu einem Monat Gefängnis, wegen Bcamteubeleidignng zu Lv Mark Geldstrafe, die Ehefrau gleichfalls ivegen Bcamtcnbcleidigung zu 20 Mark Geldstrafe. Ter Ehemann legte Berufung ein. Aber das Landgericht Berlin Ii bestätigte das Schöffen- gerichtsurteil. Die Revision beim Kammergcricht luar von Erfolg bezüglich dcS Widerstands und Angriffs, so daß gestern daS Landgericht Berlin II durch Strafkanmicr 1 erneut das Schöffengerichtsurteil in diesem Punkt zu prüfen hatte. Die Vorgänge bei jenem nächtlichen Polizeibesuch dürsten aus unseren ausführlichen Berichten über die früheren Gerichts- Verhandlungen noch in Erinnerung fein. � Ter Augeklagte Fcncrhcrdt und feine als Zeugin zugelassene Gattin ver- sicherten, daß Wachtmeister Ticke, der in Zivilkleidung die Laube betreten habe, der Angreifer getvescn sei. Er habe F.. alS dieser eine Legitimation forderte, an der Brust gepackt, aus der Lande gestoßen und mit der Hondcpeitsche über den Kopf geschlagen. Schließlich habe er F., obivohl diesem der eine Fuß nur erst mit dein Strumpf bekleidet war. nach dem Treptower Polizeiburean führen lassen. Nach Dickes und seiner Beamten Darstellung soll F. dem D. sofort einen Fansthicb gegen den Kopf gegeben haben, so daß T. sich mit der Hundepeitsche gewehrt habe. �... Ter Bcrteidigcr, Rechtsanwalt Max-Schneider, gelangte nach sehr eingehenden juristischen Darlegungen zu dem Schluß. daß gemäß den Bestimmungen des preußischen Gesetzes vom 1'2. Februar 1850 die Beamten in dein vorliegenden Falle überhaupt nicht berechtigt gewesen seien, zur Nachtzeit in die alS umfriedetes Grundstück anzusehende Laube einzudringen. Weder habe eine Verfolgung auf frischer Tat ausgeführt, noch ein Entflohener wieder ergriffen iverden sollen, auch sei nicht Gefahr im Verzuge gewesen. Es fehle hiernach me Rechtmäßigkeit der Amtsausübung. mithin fei F. berechtigt gewesen. sich zu wehren, und eS müsse statt Widerstand Notwehr angenommen werden. Der Angeklagte sei freizusprechen, anderenfalls solle das Gericht»och den Treptower Aintsvorsleher laden und darüber»cr- nehmen, daß er seine Beamten hinreichend instruiert hat über den Begriff der Haussuchung in umfriedeten Grundstücken. Auch darüber werde der Amtsvorstehcr sich äußern können, ob eine für die Beamten gegebene allgemeine Instruktion es rechtfertigte, F. von seiner Laubenparzellc zum Amtsbureau zu schleppen. Der Staatsanwalt hielt die AmtLauSübung für rechtmäßig. F. sei zu verurteilen, doch könne Geldstrafe genügen. Taö Gericht entschied, bezüglich des Widerstands und tat- lichen Angriffs sei das Schäffcngerichtsurteil aufzuheben und F. freizusprechen. Acnes Gesetz von 1850 verbiete der Polizei, zur Nachtzeit in Wohnungen einzudiingen, und hier habe keiner der im Gesetz benannten Ausnahmefälle vorgelegen. Bei dem Vorgehen gegen F. sei die Rechtmäßigkeit der Amts- (lusübnng zu»cmiucii, mithin habe F. lediglich in Notwehr gehandelt. Wird nun gegen die Polizeibeamten vorgegangen werden? Oder haben sie das„Staatshoheitsrecht", die Gesetze nicht zu kennen und sich stets in Putativnotwehr(vermeintlicher NoO wehr) gegen etwa mögliche Rechtswidrigkeiten zu befinden? Vor dem Gesetz ist jeder gleich. Die berüchtigte Auslegung des Grprcssungsparagraphen hat schon häufig dazu dienen müssen, eine Verurteilung vonehrlichen Ar- bcitervcrtretern herbeizuführen, welche die Interessen ihrer Auf- traggebcr den Unternehmern gegenüber völlig � gesetzmäßig wahrgenommen haben. Daß gegen Unternehmer auf Grund des Para- graphen eine Verurteilung erfolgt, ist abgesehen von der Vcr- urteilung des Innungsobcrmeistcrs wohl noch nicht vorgekommen. Vielmehr ist in solchen Fällen ein Einschreiten seitens der Staats- anwaltschaft abgelehnt. Auch heute können wir über solchen sehr typischen Fall berichten. Gegen den Inhaber eines„Hackepeter", Rudloff, in Hannover, war Anzeige wegen versuchter Erpressung erstattet. R. hatte mit drei seiner Kellner eine Gewcrbcgcrichtsklage verloren. Von einem andren bei ihm beschäftigten Kellner verlangte er 100 M. zu diesem verlorenen Prozeß. Wolle er diese 100 M. nicht zahlen, so würde er entlassen. Durch dies Verlangen war also der Tat- bestand der versuchten Erpressung gegeben. Durch Androhung eines Uebcls wollte sich R. einen rechtswidrigen Bcrmögensvorteil verschaffen. Ter erste Staatsanwalt in Hannover lehnte die Erhebung einer Anklage ab. In der ablehnenden Begründung heißt es: „Der Beschuldigte stellt nicht in Abrede, sich dem Sinne nach in der angegebenen Weise geäußert zu haben. Ob schon in diesen Worten die Androhung eines Uebcls im Sinne des§ 253 des Strafgesetzbuchs liegt, ist zweifelhaft, kann aber auch dahingestellt bleiben. Denn der Beschuldigte erklärt, er habe geglaubt mit Recht P.(Name des Kellners) für einen Teil der ihm durch das Urteil des Gewerbegcrichts entstandenen Kosten haftbar machen zu dürfen, da P. zu seinen Ungunsten bei seiner Zeugenvernehmung in dem fraglichen Prozesse mit der Wahrheit zurückgehalten habe; mit anderen Worten bestreitet der Beschuldigte, mit seiner Acußcrung die Erlangung eines rechtswidrigen Permögensvorteils im Auge gehabt zu haben. Dieser Einwand des Beschuldigten ist nicht zu widerlegen, erscheint vielmehr nach den Ermittelungen glaubhaft." Weil also der Kellner P. als Zeuge wahrheitsgetreu ausge- sagt hat, also nicht günstig für Rudloff, sollte er 100 M. blechen. Liegt darin nicht das Verlangen eines rechtswidrigen Vermögens- Vorteils? Wird so ein kompletter Erpressungsversuch mit besonders terroristischem Einschlag nicht verfolgt, so darf man billig fragen, ob denn das Strafgesetzbuch nicht mehr gegen Arbeitgeber in Gel- tung ist? Wird die Oberstaatsanwaltschaft oder das Justiz- Ministerium der Sache nähertreten? Tic List der betrogenen Ehefrau. Um ihren Mann als Ehebrecher zu entlarven, hat die Frau Anna Krause ein an sich ganz geschicktes Mittel angewandt, welches jedoch für sie etwas unangenehme Folgen haben sollte. Unter der Anklage der einfachen Urlundenfälschung hatte sie sich gestern vor der 4. Strafkammer des Landgerichls I zu verantworten.— Die Angeklagt« war mit dem Ingenieur Philipp K. verheiratet gewesen. Die Ehe war von Anfang an nicht recht glücklich, da Frau K. Per- dacht hatte, daß es ihr Mann mit der ehelichen Treue nicht sehr genau nehme und, wie sie annahm, von seiner eigenen Mutter darin begünstigl wurde. Sie stellte fest, daß ihr Mann verschiedene zart- duftende Briefe empfing, und zwar benutzte er dabei die Wohnung seiner einige Häuser in derselben Straße entfernt wohnenden Mutter als Deckadresse. Da sie richtig vermutete, daß sie durch diese Briefe in den Besitz handgreiflicher Beweise für die Untreue ihres Ehemannes kommen würde, führte sie folgenden Plan aus. Sie beschaffte sich von der Post ein sogenanntes Nachsendungs- sormular, stellte darin den Antrag, die bei der Mutler ihres Mannes eingehenden Postsachen nach ihvcr Wohnung nachsenden zu lassen und unterschrieb das Formular mit dem Namen„Philipp Krause". Auf diese Weise erreichte die Angeklagte auch, daß sie einen Brief erhielt, aus dem sich klar ergab, daß ihr Mann Ehebruch trieb. Sie niachte jedoch hiervon vorläufig noch keinen Gc- brauch. Erst als ihr Mann gegen sie die Ehescheidungsklage an- strengte, trat sie mit dem Brief l>ervor. Die Folge tvar, daß der Mann mit seiner Klage abgewiesen und als allein schuldiger Teil angesehen wurde. Ter hinkende Bote kam jedoch noch in Gestalt eines Strafverfahrens wegen Urkundenfälschung. Staalsanwaft«- Assessor Schumann beantragt« ein« Gefängnisstrafe von 1 Woche während Rechtsanwalt Sprinz um Zucrkennung der gesetzlichen Mindeststrafe bat, wenn sich das Gericht nicht auf den Standvnnkt stellen sollte, daß sich die Angeklagte gar nicht der RechtSwidrigleit ihrer Handlungsweise bewußt geivesen sei. Das Gericht nahm an. daß die Angeklagt« sehr ivahl gewußt habe, daß sie etwaS Unrechtes tue, erkannte aber auf die niedrigste gesetzliche Strafe von 1 Tage Gefängnis._____ Hus aller dielt Sturmflut an der Ortfeekürte. Die ganze deutsche Ostsecküste ist von einem schivcren Unwetter Heiingesucht worden. Ein starker N o r d st n r m hat das Wasser der Ostsee gestaut und in die Hafen- städtc hineingetrieben, so daß an vielen Orten D a m m b r ü ch e und Ueberschwcmmungen zu vcr- zeichnen sind. Ucbcr das Umvcttcr liegen folgende Mel- düngen vor: Königsberg i. Pr., 80. Dezember. Aus der Provinz Ost- Preußen eingetroffene Bericht- lassen erkennen. daß der Orkan überall in Stadt und Land mit großer Heftigkeit gewütet hat. Die >!- t u r m f l u t bat die Not namentlich in der schon seit geraunwr Zeit unter Hochwasser leidenden Haffniederung bedeutend erhöht und g« io a l t i g e n Schade» an Gebäuden. Wintersaat, Kar- toffeln und sonstigen Vorräte» angerichtet. Stellenweise ist der Haffdeich gebrochen. Einzelne Ortschaften und Gehöfte wurden durch Üebcrsluliing fast völlig von de in Verkehr abgeschnitten. Die Postzustellung erfolgt durch Kähne. Auch in den Forsten richtete der Orkan große Verheerungen an. Viele Fischer am Haff haben ihre Kähne verloren. Verluste an Menschenleben sind nach den bisherigen Nachrichici, nicht zu be- Ilagen. jedoch ist mehrfach Vieh verloren gegangen. Grcifswald, 50, Dezember. Seit gestern abend wütet an der ganzen Küste ein heftiger N o r d st u r m mit Schneegestöber. Die Höhe per Sturmflut erreichte bereit« die Höhe derjenigen der Neujahrsnacht von 1004 zu 1005. Die elektrische Beleuchtung hat hie' bereits ausgesetzt, und die Bewohner sind aufgefordert worden, Notbeleuchtung einzurichten und sich mit Trinkwasser z« versehen. In Swinemünde steht da» Wasser in den Straßen einen halbeil Meter hoch. Der Verkehr wird durch Boote auf- recht erhalten. In Binz ist die Pnnz-Heiiirich-Seebrücke unterspült und man befürchtet, daß der Brückenkopf weggespült werden wird. In Saßnitz ist die Kurpromenade unterspült. Aus dem D a r ß ist das Wasser bis an die Häuser vorgedrungen. In Stralsund ertönten andauernd Hlipensignale, um die Be- wohner vor der Gefahr zu wainen. In W y k bei Greifswald ist jeder Verkehr unterbunden, und die Flut hat die Höhe von einem halben Meter erreicht. Die Kleinbahn Greifs- lo a I d— Wolgast hat den Verkehr eingestellt. Das Schlachthaus in Wolgast sieht unter Wasser. Das Dorf P e e n e ist besonders stark mitgenommen und das Wasser ist bereits in die Häuser eingedrungen. Der Telephon- und Tclegraphenverkehr ist unterbrochen. Warnemünde, 30. Dezember. Durch hohen Seegang wurde hier die Strandpromenade, der sogeilaunte Dünenkamp, über die Hälfte durchbrochen. Man versiicht, den Schaden durch Sandsäcke auszubessern, und hat zur Hilfeleistung Militär von Rostock rcquierierl. Infolge hoher See konnte die fahrplanmäßige Fähre, die mittags nach Dänemark abgeht, nicht in See gehen.— Das Lolsensturmboot versuchte vergeblich, einen Lotsen 'an Bord des auf See befindlichen und nach Rostock gehenden Dampfers„Kommerzienrat Bockel" zu bringen. DaS Boot mußte unvernchteier Sache wieder in den Hafen einlaufen. Wismar, 30. Dezember. Hier wütete vergangene Nacht und heule ein großer Schneesturm, der bedeuiendeS Hochwasser zur Folge halte. Das Hochwasser überschwemmte den gesamten Hafen bis zur Zentralhalle. Ferner ist die H a f e n st r a ß e, die Raben wiese und zum Teil die L ü b s ch e C h a u s s e e über- s ch w c in m t. Die Verbindung von der Zenlralhalle nach der Wilhelmstraße wird durch Fischerboote bermiltelt. Die Brücke in der Nähe von Lübich ist beschädigt worden, so daß Wasser von einem Meter Höhe nach der Kuhiveide einströmt. Verschiedene Holzlagerplätze sind zum Teil vom Wasser überflutet. Kiel, 30. Dezember. Infolge des anhattendeli böigen Nord- o st w i n d e s ist auch im westlichen Teil der Ostsee Hochwasser cingelrelen. In Kiel überflutet das Wasser bereits die Kai- inauer und setzt die Hafen st raßen nnterWasser. Der Dampferverkehr zwischen den Föhrdeorten ist zum Teil eingestellt worden. Auch aus S o n d e rb u r g und anderen Orten der Ost- küste Schleswig-HolsteinS kommen Meldungen von H o ch w a s s e'r und dadurch verursachten Schäden. Ribnitz, 30. Dezember. Nachdem heute morgen der Wind nach Nordosten inngeschlagen ist, steigt das Wasser rapide, eS steht zu be fürchten, daß die Düne in Wustrow durchbrochen wird, zwischen Zingst und Prerow bei der Station Hcllerbeck ist der Eisenbahndamm durchbrochen, hier in Atibiütz ist auch der Bodden bedeutend gestiegen, die umliegenden Ländcreien sind vollständig überschwemmt. Das MaschinenhauS steht unter Wasser, die Hölzer treiben aus dem Platz umher, auch die D a m p s e r b r ü ck e am Hafen ist überschwemmt, oberhalb der Dampferbrücke am Hafen steht das Wasser einen halben Meter hoch. Rostock, 30. Dezember. Der Schneesturm, der schon seit den frühen Morgenstunden über das Land und durch die Straßen der Stadt fegt, d a u e r t i m m e r n o ch an, die W a r n o w hat eine Wasserhöhe von 1,43 über Normalnull erreicht, die Wellen haben den ganzen Westhafeil überschwemmt, von dem im Bau befindlichen neuen Fischerhafen i st nichts mehr zu sehen. Die Anlegebrücke der zwischen hier und Gehlsdorf verkehrenden Dampfer ist nberschwemint, die Schiffe im Hafen liegen beinahe in g l e i ch e r H ö h e mit d e in U f e r, der Strand von der Gruben- straße bis in die Nähe des Petritores ist vollständig überflutei, die Holzlager stehen unter Wasser, auch die Bauten im neuen Osthafen sind überschwemmt. In verschiedenen Häusern am Strande ist das Wasser in die Keller eingedrungen und wird von der Feuerwehr mit Hilfe der Dampfspritze ausgepumpt. Der Fischer- und Gerberbruch soivie der Gerbergang stehen v o l st ä n d i g unter Wasser. Einige-Wohnungen mutzten während der Nacht geräumt werden._ Schweres BootSungluck auf der Ostsee. Das zurzeit auf der Ostsee herrschende Unwetter hat am Montagabend vier Menschenleben gefordert. In der Nähe des FamilicnbadeS in Ahlbeck kenterte ein mit vier Fischern besetztes Boot. Die Insassen, die Fischer Wilhelm Weber, Hülms Wolfs, Karl G a m r o t und Otto D c d c n t h a I. sämtlich verheiratet und mit einer Ausnahme Väter von mehreren Kindern, sind c r t r u n k e n. Die Leiche GamrotS. der eine Frau und 13 Kinder hinterläßt, wurde abends angetrieben.__ Opfer des Wintersports. Im oberen EnnStal(Steiermark) vergnügten sich zahlreiche Personen auf der EnnS mit Schlittschuhlaufen. Infolge der übergroßen Belastung brach die Eisdecke und 15 Personen stürzten ins Wasser, von denen sich nur 0 retten konnten. Die ilbrigen ertranken. Von den Geretteten starb eine Frau kurz daraus an Herzschlag als sie sah, wie ihr Mann in den Wellen der Enns verschwand. Auf der T s ch u g g e n a l p im Dicmtigtal im Berner Oberland gerieten vier Skifahrer in eine Lawine. Während zwei heil davonkamen, wurden der Seknndarlehrer Stuckt und der Architekt Glur, beide ans Bern, von der Lawine be- graben und getötet. Wie aus Zell am See gemeldet wird, wurde der Ein- jährig-Freiwillige A l f r e d K l o g e r bei einer Touristcnpartie von einer L a Iv i n e erfaßt und stürzte aus einer Höhe von vier- hundert Metern ab. Bisher ist keine Spur des Berun« glückten gesunden. Vom v-Zug»bcrrannt. Ein schweres Verkehrsunglück ivird auL S ch n e i d e m ü h l gemeldet. In der Nähe der Eisenbahnstation Schön lankc überfuhr der Berliner V-Zug das Fuhrwerk des Be- sitzers Bernhard Ouast aus Behlc. Vier Personen ivurdcn getötet, und zwar O u a st selbst, der Besitzer I o h a n n N o w a ck i, der Arbeiter Wladislauö Willegalla und der Arbeiter Bernhard Rieb- s ch l a e g e r, sämtlich aus Behle. Das Fuhrwerk wurde zer- trümmert; das Pferd blieb unverletzt. Tie Schuld wird dem Bahnwärter zugeschoben, weil er bei dem herrschenden Schnee- gestöber den Zug zu spät bemerkt und die Schranke nicht ge- schlössen hat._ Ein Scheintoter. In einem Vorort der Stadl Z a r y z i n wurde, wie aus Moskau gemetdel ivird, auf dem Friedhof ein vor zwei Tagen plötzlich ver- storbener Kosak beerdigt. Als man den Sarg ins Grab hinab- gelassen hatte, ertöme plötzlich ein verzweifeltes Pochen von innen gegen den Sargdeckel und ein schreckliches Stöhnen. Ein Teil der versammelten Leidtragenden ergriff vor Schrecken die Flucht, einige Mutige stiegen aber ins-Grab hinab und nahmen den Sargdeckel ab. Der Tote erhob sich aus dem Sarge und kletterte wie ein Rasender au» dem Grabeheraus. Er erzählte, er habe sich in einem entsetzlichen Zustande befunden; er habe sich nicht bewegen können, aber mit Entsetzen alles gehört und b e g r i f f en, was mit ihm geschah. Im Grabe habe er endlich die Bewegungsfreiheit wieder- erlangt. Kleine Notizen. Bergmaimslos. Auf der M a t h i l d e n g r u b e bei Lipiue (Oberschlesien) stürzten große Kohlemnassen ab und begruben eine Anzahl Bergarbeiter. Ein Bergmann konnte nur a l s L e i ch e gc- borgen iverden, während die übrigen lebend zu Tage gefördert werden konnten.— Im Gerhardflöz der K ö n i g s g r u b e bei K ö n i g S h ü t t e wurden zwei Häuer verschüttet. Einer von ihnen wurde schwerverletzt geborgen, der andere befindet sich noch in den S ch u t t m a s s e n. Folgenschwere Gasexplosion. Im Stahlzeug- Bauwerk der Kruppschen Fabrik in Essen erfolgte eine schwere Gas- explosion. Vier Arbeiter wurden schwer, einer leicht verletzt.___ M arktpretie vo» Berit» am LK.Tczember lvIJ, nach Ermittelungen des tgl. Polizeivräsidiums. Mais irmxed), gute Sorte 16,60—16,90, mittel 00,00—00,00, geringe 00,00—00,00. Mais(runder), gute Sorte 14,80—15,10, Richlilroh 0,00- 0,00. Heu 0,00—0,00. M a r l l d a l t e n v r e i i e. 100 Kilogr. Erbsen, gelbe, zum Kochen 34,00— 50,00. Sveiiebokmen. weiße 35,00—60,00. Linien 36,00— 80,00. Kartofieln(Klcinbdl./ 4,00—7,00. 1 Kilogramm.Rindfleisch, von der Keule 1.60—2,40. Rindfleisch. Bauchjleilch 1,80—1,80. Schweinefleisch 1,40—2,00. KalbNeiich 1.40—2.40. Hammelfleisch 1,50— 2,40. Buller 2,40—3,00. 60 Stück Eier 4,60— 7,20. 1 Kilogramm Karvten 1,40—2,50. Aale 1.60—3,20. Zander 1,40-3,20. Hechte 1,40—2,60. Barsche 1,00—2,20. Schleie 1,60—3,20, Bleie 0,80—1,60. 60 Stück Krebse 3,00—30,00. WitterungSübernckit vom 30. Dezember 1013. Elaftonra i 31» I�I ? e z s« IC �~ r?"Kl 5 1»«S-sn Ef£: 3 -»« Iii GtaNoneo ! E| -- E == ef Iii* e 55 c i:— 1 fBcttex -—• Havaranda 766!N Petersburg 762 O Scilly Aberdecn Paris 764 NNO 767 N» 757.RW jl Ii £& J Ewinemde. 747 NNO 1 7 bedeckt 1 Hamburg 755 N 3 bedeckt—2 Berlin I748>N! 3 bedeckt 0 Frantf. a.M 1 753 Still sedeckt—1 München 175151 YSchuee—3 Wien 1 717 WNW, 3 halb bd.—1 Wetterprognose für Mittwoch, den 31. Dezember 1913. Etwas kälter, zellweisc nebelig sonst ziemlich heiter, bei frischen nord» östlichen Winden; leine erheblichen Niederschläge. Beritner Wetterburcau. 2 bedeckt—23 2 Schnee—11 5 wolkig I 4 3 wollenl'— 2 2 bedeckt'—2 Allgemeine Ortskrankeukasse der Stadt Berlin-Schöneberg. Am 1. Januar 1914 treten die aus(Srund der Bestimmungen der RcichS- versichcrungsvrdntmg erlassenen Kasscnsatzungcn in Knast. Die Sabungcn sind im Kassenlokal zu baden. Dicsclbcn w rdcn nebst dem neuen Merzte« veizeichnis, welches aus der Borseite den Milgliedsauswcis trägt und ferner die Angabe der Mtgliedswse cnlhält. außerdem jedem Kassenmitglied durch Bci-miltelisNg der Herren Arbeitgeber zugestellt. Die Herren Arbeitgeber- Haben sür die Zwecke der Ncueinschätzung aller Mitglieder sowie der Neumeldung derjenigen Perionen, welche bisher infolge ihrer Zu» geHörigkeit zu einer sreicn Hiliskasse vcriicherungSsrei waren, daS crsorder. lichc Lislcnmaterial zur Aussüllung mit cinem�bcsondcrcn Anschreiben zu- gestellt cr-balten. Aus de» Inhalt dieses Schreibens wird besonder« Bezug genonime». Für die Bemessung der baren Leistungen und der Bei» träge gilt solgcudc Einteilung: «tufe A: Lehrlinge ohne Entgelt— Grundlohn 0,70 M. fingiert, Wochen» Stuse I: „ II: .. III: „ IV: . V: „ VI: VII; bcitrag 0,24 M. TagcSarbeitSverdienst 1,15 M. und weniger 1,16„ bis einschl. 1,80 M. 1,81„ ,, 2,65„ 2,66„„„ 3,49„ 3,50„„. 4,49„ 4,50„„„ 5,49„ ... 5,50„ und mehr DaS bare Krankengeld beträgt 50 v. Hundert erhöhten Beiträge werden vom 1. Januar 1914 Grundlohn 1,00 M. 1,50„ 2,00.. 3,00. 4,00„ 5,00. 6,00„ des nb *v Wochcubcitrag 0,33 M. 0,48„ 0,63„ 0,96„ 1,26„ 1,59„ 1,89.. Grundlohne«. berechnet. Für Die die» Dahl- 1911 über« Januar 1911 ab jenigen Mitglieder, welche aus dem Jahre 1913 in das nominell werden, lveiden die erhöhte» Beiträge vom I berechnet. Die neue Stusenetuleilung ersolgt kassenseitlg. Für die Vcrstchcning der Dienstboten, der in der Land- und Forstwirt- schast Beschäitiglen, der im Wandcrgelverbe beschäfliguui Personen soivie dcrsenigcn. welche einer Ecsaptassc angehören, nunmehr aber cbensall» an- meidcpslichiig sind, ivird auf die besonderen Bestimmumgen der Satzung »erwitieii. Die unständig Beschästigtcn, d. h. diejenigen, welche eine Tätigkeit ver- richten, ohne zu einem Arbeitgeber in ein feste« NrbcilsvcrhästniS getreten zu sei», welches auf weniger aiS eine Woche entweder nach der Natur der Sache oder im voraus durch den'Arbeitsvertrag beschränkt ist, werden auf- gejordcrt, sich zwecks Ausnahme in das Mitgiiederverzeichnis persönlich aus der Kasse zu melden. Diese Personen sind verpstichtet. ihren BettragSanteil ('Ii des Gesamtbeilrage«) jeidit cinztizahlen. Das Berhülliiis der unständig Beschüstigien zur Kasse regeln die§§ 03 bi« 72 der Satzung.., Für die Durchsührung der hausgcwerblichen Kraiikeuver-stchcrung gelten nach der Beianntmachung deS Herrn Reichskanzlers vom 5. Dezember 1913 soigendc Bestimmungen: Die Hansgewerbtreibenden sollen sich und ihre versichernngSpfiichstgcii hausgewerblich Bcschäjligten zur Eintragung in daS Mitgiiederoerzeichni» der Kaste anmelden, in deren Bezirk sie ihre eigene Betriebsstätte haben. (S 466. z 468 Abs. 1,§ 444 der ReichSoerstchernngsordimitg.) Beschäftigen sie. abgesehen von den zur Familie gcbörigen Hau«- genossen, regelmäßig wenigstens zwei hauSgemerbliche Bersicherungs- pflichiige, Io haben sie sich nnd alle Beschästiglen zur Eintragung in da« Verzeichnis nach den für Arbeitgeber geUendiii allgemeinen Vorschrliteii (Ktz 317 bis 319 der ReichsversicheruiigSordmmg) an- und abzumelden. (§ 468 Abs. 2 der ReichSverstchcrungSoronung.) Die Mitglicdschast der Hansgewerbtreibenden und ihrer hauSgewerb- lich Beschästiglen beginnt mit der Eintragung in daS Verzeichnis.(§ 103 Alst. 1,§ 442 Abs. 3 der RcichSversicherungSordnung.) ' Der HauSgewcrbtreibende hat für seine eigene Person die Beiträge allein zu Iragcn. Für seine hausgewerblich Bclchäsligten hat er ein Dristcl, die Beschästigten selbst haben zwei Drittel der Beiträge zu leisten. Der HauSgewerbtrelbende hat die Beiträge sür sich und seine hauS- gewerblich«eschSfligten nach den allgemeine» Vorschriilen über die Bei- träge aus elgeuc Kosten einzuzahlen. Er darf seinen Beschästigten bei dcr Lohnzablung ihre BcstragSteilc vom Barlohn abziehen.(K 431 Ms. 3 der ReichSversichcrungsordnung.)_. Sind Hanögewerbtreibcnde dauernd nur sür denselben Austraggeber befchästigt. so kann er, wenn sie zustimmen, auch ihre Beiträge einzahlen. Er kann dann die Beiträge voni HauSgewerbtrelbende» in der gleichen Weise einziehen wie ein Arbeilgeber den BeitragSteil vom Versicherten. Die Zahlung de« Entgelts steht dabei der Lohnzahlung gleich.(§ 486 der ReichSvcrsicherungsordnuiig.) Der Austraggcber hat in der ersten Woche jede« Mona!« der Land- krankcnkasse oder, wenn eine solche sür den BeiriebSsitz des Austraggedcr« nicht besteht, der allgemeinen Oriskrankenkasse ieincs BetricbSiitzes aus seine Kosten eine Liste aller von ihm Im abgelaufenen Monat beschäftigten HauSgewerbtrcibendcn cuizureicheu.(K 473 der RctchSverjichmingS» ort»»mg.) Die Formulare zur Liste, welche die Austraggedcr zu führen haben, werden im Kasiciilokal vorrätig gehalten und dort vom 20, Januar 1914 ab am Schallcr 2 ausgegeben. Die ärztliche Versorgung aller Mitglieder geschiebt durch die bei der Kasse angestellten Aerzlc. Im Erkratikuugssalle»rüsten sich die Kassen« Mitglieder einen Ar-ziicischein ausstellen lassen, welcher al« Nachweis der Mitglicdschast gilt. Die BeliandUing von Zahn-, Mund» und Kieser-krankheilen wird in dem von der Kasse eingertchteleu und unterhaltinen zahnärzllichen Institut auS- geführt. Berlin-Schöneberg, den 23. Dezember 1313. Grunewaldstr..30. . Der Tornttind. 262/4 F. Krukow, Vorsitzender. K. Thicltcke, Schristsllhr-er, T Usit meinen werten Gästen, Freun- den und bekannten wünsche ein frnljlidjfs Nenes Jahr! Minna Nagel Reinickendorf West (fiehbornftr. 43. 4146* W •i» G '«r«ta»d. Fr. Schweitzer, K. Reibe, Vors.-Stellvertreter. Schristsührer. slenlBnwslk Prlllwü] Beriin M.WZl.Thurmstraße St. Erstklassige Briketts:: 1000 Stuck M. 8-| Halbsteine M. 0.80. Gaskoks I M 1.75. Steinkohlen M. 1 75, \-—_ Brennholz.---- I Michel-Brikett-Vertrieb | XeukUlln,Telcpboiil61o| Kncsebeckstr. 148. Gmtins. Ortskraukkukasse f. Wariendorf u. Umgegend. Die ausgeschriebene stelle ist be- seht. Allen Bewerbern besten Dank. 262/2 IZvi- Vorstaud. nolirem� stolonnvoer». ünfl-alikfl/l-rel'dtklN� Trauer- Magazin Kleioer; Hüte etc. 3»- AußerjtePreije-«t „ Tarbige Konfektion m gröiiiem Maßifabe Zu billigsten -Preisen— Westmann Bureauräume, bisher als Kaffenlokal venvendet, sind billig anderweitig zu vermieten. Zu ersrageu im Bureau der vrt«- kcaukcukas�c in Berlin- Obernchöneweidc. Siemens straste IS. I. oder bei dem Vorsitzen- den der Kasse, Herrn hicbncidcc. Nathenauftr.-!1. 262/ l hUdein Sie St oft � � Ich fertige davon Anzug od. Paletot J nach Mass, schick, dauerh. Zataten I von 25 Mark an. Moritz Laband9 j Neue Promenade S. il.(Siadtb. Bors.) J Möbel- Ausstellung Ausstellung von neuzeitlichen Ein- und Zwoizimmer-Einrich- tungen i. sohliohter gediegener Ges oh mucks ri cht un g unter Bo- rücksichtigung der Bestrebungen der Kommission für Vorbild]. Arbeitemohnungen in Höffner's Möbel-Engroshaus Berlin N. 201. Veteranenstr. 11, 12, 13. ■ Besichtigung frei. Abgabe der kompl. Einrichtungen sowie einzelner Stücke zu ganz mäßigen Preisen. Verein der in Schriitgießereien beschäit. Arbeiter u. Arbeiterinnen Am 27. Dezember verstarb unser Mitglied Frau Posa Nispsl infolge Schiaganjalls. 429b Ghrc ihrem Andenken! Die Beerdigung sindet heute Mittivoch. nachmiltogS 2'/� Uhr, aus dem St.-Michael- Äirchhos, Mariendorser Weg, statt. Oer Vorstand. Dankwastung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und.Kranzsvendeii bei der Beerdigung unseres lieben Sohnes und Bruders sagen mir unseren ließen Gästen herzbchen Dank. 41(b Familie Paul Kracmer. �uxen auf! | Beim Einkauf Ihrer Horrengarderobc elegante Winter- Ulstcr, Paletots, Anzüge aus guten StoSen, selbst angefertigt, für jede Figur passend, auf Lager. — Unsere Preise sind unerreicht billig.——_ | Winter-lllüter.... 31. 14.—, 18.—, Ä4.— ustv. Herrcn-Palctot«. |.lackett-Anattge 4>ctarock-AnzUec. |.liinglings.- Aiiz.iigt- Herren-Hosen.. Gummi-Mäntel von M. 10.— an io.—, 15.—, ao.— . V4.~, 1«.-, 82.-„ **5.-, 3«.-,»«.-„ , O. ♦ 1Ä., 1»>. B , 8.. 3.— bisS.— Wetter-Pelerinen von M. 6.— an. Winter-Joppen von M. 5— an. Qarderobenhaus Hauptgeschäft; lZfCDö Esgnksmtös Sifaßö 116 AndteasstraBe{ 2. Geschäft; Schönhauser Allee 101. SINGER Familien- Nähmaschinen sind die vollkommensten! Neue Spezial-Apparate für den Hausgebrauch. SINGER CO. Nähmaschinen Act. Ges. Berlin, Leipziger Str. 92. Läden in den verschiedenen Stadtteilen. Ivitungs-AnsgaliesteUe» und Inseraten-Atmaljme. Zentrum: Albert H a b n i i ch. Adccflr. 174, am Koppenplatz. Geöfinet von 19—1 und von 4'/,— 7 Uhr. 2. Wahlkreis: W.: Wuit. Schmidt. Kirchbachstr. 14, Hochparterre. Geöffnet von 19-1 und von 49,-7 Uhr. 2. Wahlkreis: S. und S\V.: Gustav Schmidt, Gnciscnauftr. 72. Geöffnet von 9—�2 und von 4'/,— 7 Uhr. 3. W nblkreis:«t. Fritz. Prinzenstr. 31, Hos recht-Z part. Geöffnet von 19—1 und von 4—7 Uhr. 4. W ahlkreis: Osten; Robert Wenzels. Gr. Franksiuteritr. 129. Geöffnet von 9—2 und von 4—7 Uhr.— Richard H a ck e l b u I d), Vetersburgerviatz 4(Laden). Geöffnet von 9—2 und von 4—7 Uhr. 4. Wahlkreis. Südosten: Paul Böhm, Lausttzerplatz 14/l5. Geöffnet von 9- 2 und von 4— 7 Uhr. 5. Wahlkreis: Leo Zucht, Jmmanuelfirchstr. 12(Hos). Geöffnet von 19—1 und von 4t/s— 7 Uhr. G. Wahlkreis unon'bit): Solomon Joseph, Wilhelinshavener Sil atze 4s. Geöffnet von 0— 2 und von 4—7 Uhr. W edding: I. H ö n i t ch, Müllerstr. 34a Ecke Utrechter Str., Laden Geöffnet von 9—2 und von 4—7 Uhr. Itosenthalcr und Opanienburcer Vorstadt: A. Wolgast, Wattstrafie 9. Geöffnet von 9—2 und von 4— 7 Ubr. Cicsniidbraniicn: Fischer, Bostianstr. 6, Laden. Geöffnet von 9—2 und von 4—7 Uhr. Sehönhanser Vorstadt: Karl MarS, Greisenhagener sstr. 22. Geöffnet von 9—2 und von 4— 7 Uhr. �dlershor: Karl Schwarz lose, Bismarckstr. 28. Geöffnet von 7 Uhr morgens bis 8 Uhr abends. 4it»t»nenieke: Wilhelm Dürre, Köpenicker Str.�lZ. Nannisehnlenn ex: H. Hornig, Marientbaler Str. 13, 1. Bernau, Röntgental. Zepernick, Schönow. Schön« brück und Bneh: Heinrich B r o i e, Mühleiiitr. h. Laden. Bohnsdorf, Falkcnbcrg und Falkenhorst; Paul G e n s ch, Boblisdors, Genossenlchastshaus.Paradies".� � Fhnrlottenhni'x: Gustav Stbaruberg, SeseuHeimer Sir. 1. Gc< öffnet von 9—2 uitd von 4—7 Uhr. Fichwaidc, Schmöckwitz: L S f a r M a b�I c, Stubufraudlstr. 99. Krkncr, Ken-ZIttaa: Emil A Wang. Scharntvcderstr. 10. Frcdersdort-Petershagen, Eggersdorf: S. Höjelbarth, PclcrShngcn. Friedenau. Steglitz, Südende, Groß- I-Ichtepreldc, Lankwitz: H. B e r n s e e, Alsenstr. 5 in Sieglitz. Geöffnet von 19— 1 und von ä'/j— 7 Uhr. Frlcdriclishagren. Fichtenau, Rahnsdorf, Schöneiche, Kl.-Schönebeck: Ernst W e r k m a u«, ZricdrichShagcn, Röpe» nickcr Ä trage 18. Grünau: Franz Klein, Friedrichstr. 19. .Johannisthal, Radow: Max Gonschur, Parfslr. 9. Karishorst: Richard K ü t c r. Rödeistr. 9. ll. Kö»ixs-W asterhansen. W'ildaa, �siederichnie: Fuedrich B u u m n Ii». BaHnHojstr. 8. Köpenick: Emst W i ff l e r. flietzerstr. 6, Laden. Geöffnet von morgens 7 Uhr bis abends 8 Uhr. Lichtcnherx, Fricdrichsfcldc. Hohcnschönhansen: Olio seile!. Aartenbergstrage 1(Laden). Geöffnet von 8'/,— 2 und von 4'/,—7 Uhr. Rahlsdorf, Kaulsdorf, Hiesdopl: P. Ketzberg, Kanls« dorj, Ferdinandstratze 17. .71 ariendorf: August Leip. Ehausseestr. 296� Hos. Raricnfcldc: Emil Scincrt, Berliner 3tv. 114 II. Aencnhiigcn. Hoppegarten: Gustav Leu, Wollerstrage. XcnköIIn: M. H e> u r i ck. Neckarslr. 2. im Laden. Geöffnet van 9-1 »nd von 4— 7 Uhr; Neukölln. Britz: Rohr, Siegsriedstraffe 28/29. Geöffnet von 7—1 und von 4—7 Uhr. Xicdcr-Schöncweidc: Wilhelm Unruh, Brückenstr. 19, II. V o wawes: Wilbeln: L a p p e, Lutherirr. 2.. Ghcr-Schönc weide: Alsrcd B a d c r, WilbclmincnHosstr. 17, Laden. Geöffnet von 7 Uhr morgens bis 8 Uhr abends. Pankow, Vioderschönhmiscii, Xordcnd, Frz.-Bnch- holz, Blankenburg: R i ff m a n n, Mühlcnjlr. 39. Geöffnet von 19— 1 und von i'L— 7 Uhr Ucliiiekendort- Ost, Wilhelmsruh und Schönholz: P. G u r ich, Provinzstr. 56, Laden. Geöffnet von 19— 1 u. 4 /,' Uhr. Unninielsbnrg. Boxhagcn. Stralau: A. R o I�c�u kränz. Alt« Dorsstr. 19 Boxdagen 56. Geöffnet von 19— 1 und von 4 7 Uhr. ipf b. Aönigs-Wustcrhauscn: Ehr. H a n t s ch f e, : Wilhelm B ä u m l- r, Marlin Lutherstr. 99, un Laden. Sohenkendort l Schöncborg: Wilhelm Geöffnet von 9—2 und von 4— 7 Uhv..,,. Spandau, Xonnendamm, Staaken, Seegefeld urib Falkcnhagen: K ö b p e n, Brcitcstr. 04. Gcognet von 8 Uhr morgens bis 8 Uhr abends.. Tegel, Borsigwalde, W ittenau. W aidniannslust, Hermsdorf Hohen- Xcaendorf. Birkenwerdcr, Freie Scholle u. Reinickendorf West: Vau! Ktenast. Borsigwalde, lliäuichstraffe 19. Geöffnet von 19— 1 und von 4'/, 7 Uhr. Teltow: Wilhelm B o n o w. Teltow, Berliner Sir. 10. Tempelhof: Joh. K r o h n. Boruistaslc. 02. Treptow: Rob. Gram-nz. Krcsholzstraxe 412, Laden. Geöffnet von 7 Uhr morgens bis 8 Ubr abends. Welvensee, Reinersdorf: LkFuhrmau». Sedaustr. 195, Part. Geöffnet von 19—1 und von 41/-— 7 Uhr. Wilmersdorf, Ralensee, Schmargendorf: Paul Schubert, oLilhelmöauc 27. Zeuthen, Jlicrsdorf: Ernst H üttt g. Zeuthen, Miersdorfer Str. 14 Sämtliche Parteiliteratur sowie alle wlss-nichastlicheu Werte werden gcliejcrt. Sonntags sind die Ausgabestellen geschloffen. Kdnigstadt 4314] Koppenstr. 29[vormals Keller Hochelegante FeftsSle für alle Veranstal- tiiugen, 191—2599 Personen fassend, noch einige Tage frei. Drei erstllassigc Verbandskcgelbahnen. Um geneigten Zuspruch bittet Panl Ohlglo. 'verantwortlicher Redakteur: Alfred Wielrpp, Neukölln, Für den Lnscratenteil vcrantw.: Th. Glocke, Berlin. Druck u.Berlag:Vorwärt»Buchdruckerei u. BerlagSanKalt Paul Singer& Co., Söcrlm'SW. Ar. 344. 30 Ichrgaug. ZKeilM des Jotmiirls" Kerlim WlksM Pittiüöjff, 31. Nt�tiAlier 1913. Vertrderwai)len zur OrtskranlienMc für den Kreis üiederbarnim. 2s5ie wer bereits früher mitgeteilt, finden die Vertreter- Wahlen zur neu errichteten Ortskrankenkasse für den Kreis Niedcrbarnim am kommcnocn Sonntag, den 4. Januar 1914, statt, Gewählt wird in der Zeit von vormittags 10 Uhu bis nachmittags 0 Uhr in vierzehn Wahlbezirken. Jeder Wahlbezirk hat wiederum noch mehrere Abstimmungsbezirke. Tie Einteilung der Wahl- und Abstimmungsbezirke, sowie die Wahllokale sind in einem an die Arbeiterschaft des Kreises Niedcrbarnim herausgegebenen Flugblatt besonders bezeichnet. Tie von den Gewerkschaften bezw. Unterkommission und der Parteileitung Niederbarnim eingereichten Vorschlagslisten haben nach der amtlichen Bekänntmachnng des Versiche»'ungs- amtes Niedcrbarnim vom 28. Dezember 1013 folgende Ordnungsnummern erhalten: Wahlbezirk I Liebenwalde und Umgegend, Liste Nr. 11 1l Wandlitz hu» 11 h IV Bernau„„„ H h IL-uegel„ ,, ,.„ , VII Rosenthal„ v y„ III , IX Alt-Landsbcrg„„„„ I . X Buchholz„„»„ HI „ XI MahlSdorf„„„„ III „ XII Stralau u. Lber-Schöneweidc,„„ II „ XIII Erkner und Umgegend ,.„ II „ XTV Äalkbcrge und Umgegend.„„HI In den Wahlbezirken III(Oranienburg und Umgegend), V(B c r l i n- W i t t e n a u, W a i d m a uns- lust und Umgegend) und VIII(Bezirk Berlin- Reinickendorf» findet keine Wahl statt, da von den Arbeit- nehmern nur eine Liste eingereicht ist und diese Liste gemäß § 10 der Wahlordnung als gewählt gilt. Wahlberechtigt ist am kommenden Sonntag jeder, der bisher einer Kranken- kasse(mit Ausnahme der iÄitgliedcr freier Hilfs- oder Ersatz- kassen) des Kreises Niederbarnim angehört oder vom I.Januar 1914 der neuen Allgemeinen O r t s kr a n k e n kasse N i e d e r b a r n i m angehören wird. Daher sind auch wahlberechtigt Landarbeiter und- a r b e i t e ri nn e n, Portiers und Portie rsfra wen, R c i n m a ch e- und Aufwartefrauen, diese jedoch nur, lvenn sie nicht in einem vorübergehenden, sondern in einem dauernden Beschäftigungsverhältnis stehen. Loraussetzung zur Wahl- bcrechtigung ist die Vollendung des 21. Lebensjahres und der Besitz der bürgerlichen Ehrenrechte. Gewählt wird nach einer schon im Monat September 1913 aufgestellten Wählerliste. Diese Wählerliste ist indes nicht allein maßgebend, da sie diejenigen Wähler nicht enthält, die erst ab 1. Januar 1914 versicherungspflichtig sind und da- mit wahlberechtigt werden!... Als Legifimanon zur Abgabe des Stimmzettels genügt daher neben dem bisherige» Mitgliedsbuch, einer Kasse oder einem Mcldeausweis auch eine v rechtig!, ihnen als Zuhörer bctjhwohneu. Spiel imcl Sport. Radfahrer. Arbeiter- Radfahrerbund„Solidarität«. Ortsgruppe Berlin: Mittwoch, den 3t. Dezember: Silvesierjeicr bei Obiglo, Koppenstr 29, früher Keller. Touren zum t. und 4. Januar 1914. 2. Abt.; Am 1. Januar, ß Iii e. Mariendors i'Schweizerhaus). Am 4.. t2>,', Uhr: Fußtour über die Wüggel- berge. Trefspunlt Schlei. Bahnhos, Südseite.— 3. Abt.: Am 1. Januar. 2 llbr: Näheres wird am Start bekannt gegeben. Abends bei Strack. Lausitzer Platz 12. Am 4., 12'/, Uhr:!r»ßtour nach dem Grunewald tAltcr Freund). Mittwoch, den 7. Januar: Wichtige Llbteilungssitzung. Erscheinen ist Pflicht.— 4 Abt: Am 4, 2 Uhr: Wilbclmsberg(Weber). Am 4.. l'/.j Uhr; Tour wird am Startdekaiintgegeben.(Küstriner Platz.)— S.Abt.: Am 4, t Uhr: Pichclswcrdcr(Freund). Am.4.. 1 Uhr: Gr. Lickterfclde(Wahrer- dorf). Statt: Elyiimn.— t>. Abt.: Amt., 2 Uhr: Plötzensee(Deulichcr Kaiser). Am 4., 12 Uhr: Steglitz(Birtenwäldchen), Besichtigung des Botanischen Gartens. Start: Oderbergcr Str. 28.— 7. Abt.: Am 4, 2'/, Uhr: Waibmannslust. Am 4., t>/. Uhr: 3köntgental(Marz). Statt: Schnlstr. 29.— 8. Abt.: 4.. 2 Ubr: Pichclewerd.cr(Alter Freund).— 9. Abb: Am 4, 3 Uhr: Versammlung bei Teyfara, Mclchiorjtr. 13. Nachdem: Gc- mütliches Beisammensein. Ortsgruppe Schönebcrg. Am 4. Januar: Generalversammlung bei Obst, Martw-Lulher-Str. 69. Nachnültags 4 Ubr. Ortsgruppe Ob- r-S ch ö n e w e i de. Am 34 Dezember, abend» 9 Uhr, nach Alt-Glicnickc(Rodeubusch). S:art: Restaurant Schüsslcr, «icmenSslr. 28. Turner. 11. Männer-Abtcilung des Turnvereins„Fichte«. Am 1. Ja- nuar I9l4: Familienpartic nach Pichelswerder. Treff 1 Uhr mittags, Po:s- damer Ringbahnhof. 14. Mäuucr- Abteilung. Partie zum Besuch deS Arbeiter-Sport» kartells Grüuau-Bohnsdorf. Treff 1 Uhr. Bahnhof Warschauer Brücke. Schönebcrg. Reujehrswauderung sämtlicher Abteilungen des Arbeiter. Turnvereins. Treffpunkt 1 Uhr. Bahnhof EberSitraße. Nachzügler: 4 Uhr, im Waldlatcr in Schmargendorf. Abends bei Ebrecht. Wanderer. Arbeiter- Waudervcrei» Berlin. Donnerstag, den 1. Januar: Wanderfahrt um den Müggelsee. Trefipuntt bis 19 Ubr, im Restaurant GefellsebastShauS. 2 Minuten vom Bahnhof in Friedrichs- bogen. Abmarsch 19 Uhr, nach Rahnsdorser Mühle— RahnSdo s— Strand- schloß am Müggelsee. Treffpunkt sür Nachzügler: FriedrlchShagcn. Weg- länge zirka 13 Kilometer. Gäste willkommen.—'Sonntag, den 4. Januar: Besuch der prähistorischen Abteilung des Märkischen Museums. Sammelpunkt'/Z9 Uhr, vor dem Museum. Führung und Erklärung der ausgestellten Gegenständ- der Abteilung durch Gcnoffen Krause. Gäste willkommen. Arbeiter-Douri'tcnvcrein„Tie Naturfreunde«. OrtsgrupveBerlin. Mittwoch, den Lt. Dezember: Siweste-.seier im intemationalen Sporthans am Gorinsee. Abfahrt nach Buch. Stetliner Bahnhof, abends 8.39; im An» schluß daran Wanderung(am 4 Januar) nach dem Licbenwalder Forst.— Sonnlag, den 4 Januar 1914: Wanderungen. 1. Stolpe— Summt— Gorinsee. Abfahrt nach Stolpe, Stetliner Bahnhof 7.03. II. Zepernick— Gorinsee. Abfahrt nach Zepernick. Sicttiner Bahnhof vorm. 143e>. III. Rüdnitz— Hellsce— Gorinsee. Absahtt nach Rüdnitz, Strltiner Fcrnbahnhof 3.39. Treffpunkt nachmittag im intcrnationalen SporthauS ani Gorinsee und gemeinsame Weihuachtsjeicr. Gäste stets willlommen. Fuhball. Zu den Mütelluilge» mn Montag erhallen wir über die Sonntags. spiele folgende Ergänzungen: Leipzig kombiniert gegen WumerSdor) 4: 0 für Leipzig-— Leivzig gegen Bemalen 3:1 sür Leipzig.— R.B.?. gegen Stralauer(nicht Reinickcndorser Ballspielllub�Z: 2 sür R. B. C. Die Freie Sporwercinigung spielte am Sonntag gegen sichte U, erste Mmmichast, und gewann mit 1:2. 31. S. E.„Sperber 1912" t Turnverein..Eichenkranz" I. Slamen bei Spremberg 4:0.— 34 S. E.„Sperber 1912" I. Freie Turnerschast „Kottbus" I. Vom„Sperber" wegen Schiedsrichter abgebrochen.— N. 3. C.„Sperber 1012" II. Freie Turnerschast„Kottbus" II. 6:2. Freireligiöse Gemeinde. Am t. Januar, vormittags II Uhr Kleine Franksurter Straße 6: Vortrag von Herrir Dr. H.Haffe:„Der Tag des Planens."— Damen und Herren als Gäste willkommen. Jugcndveranftaltuttgea. Gruppen Osten uud Nordosten. Der große Schneefall veranlaßt uns. sür untere Kollegen und Kolleginnen an, 4 Januar eine Partie nach den Müggelbergen zu veranstalten. T'. effpuntt 12 Uhr: Echlesiicher Bahn- hos(Madaistraße)., Zahlreiches Erscheinen erwarten Die Gruppenlelter. Suigegaflgetie Drudtfehriften. Aus dem Tagebuch eines Tauenffiengirls. Von Emma Nuß 89 S. P,"Baumamt, Charlottenburg. Bnefkaften der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet heute Mittwoch, den 3 t. Dezember» nur von 4— Va** Uhr nachmittags statt. M. M. 131. Ihre Angaben reichen nicht aus. konimen S>e in die Sprechstunde.- H. T.«8. l. und 2. Rein.— G. F. Ja. aber nicht in Gegenwart anderer Personen.— Buckow»»> 4 unv 2. Nein.— ssf. K. 100. vlur dann, wenn dadurch ein.�unstel Ihres Jabte:. arbeiisverdienites verlustig gegangen ist.— 24 M des GehaltsanteilS, der 1399 M. jährlich übersteige fit ZNlaM.— H B 17. Oeffeut liche Bibliothek und Lesehalle Berlin, Adalbertstr. 41 Wi— 10 Uhr). Erscheint 2 mal wöchentlich. j B©2ygsqyeBi©w¥es*geSchnss« I Untenstehende Geschäfte empfehlen sich h.Einkäuf. Grunow's Kaffcc-Vcrsd. Diesdntrsl.TO C Llndenstr. 105 . IlwuZl Speck- imdSchinkeMaUwi. Fran z Abralaam Eaisb. Messma-u.Kömertrank-EelL C.25 Lsytelstr. 8t, Fcmap. Kgst.lS7ff tfDSltEi'' Keiner. Otto, GerichlstrdBe 86. Partie\iareng.,Tci,'ehBi<'><'*»tt3 F. Zillat, Waldomovsti1. 6ta. Alfred Mefei" Mühlst-' t�en.r. TecliKikem.Vord �.a-AUee<2 iSC-iafftursthnli .«?s? und Abend-Kursus ,);dfr;til. Prospctla gratis. taj itül säe-cnltaitof! Arkana-Bad, Anklamer-Str. 84. flc'l fiit'ffloäliit 104 Krank.�Kass. Landsbcrgcrstr. 107 Gollnov/s(r. 41. I2!!tl:2!-S3ii AnzÄSSr. 25. f�Ead Frankfnrt, Gr.Frkft.Str. 136. «Lieferant sämtl. Krankenkassen 3Bac2 F riedr ichsh ain, Itaaii3b.AUeel 6 Z �2u3 Hu?eland, Hufelandslr. 45. Kaisv�Ftiedrlciig-Bad,Cl»rl.a.EL L Mlinnksii l«d>ös»»lk. 109 Süvloae'.Iv t!.!ttvLdlla4l li!e(!7ic!:z!8. Utl ü.Kms. Naticnal-Bad, Brunnensti'. 9. Bad Ostend Criflual Lohtannlr.-Bad Wallstr. 70.71 früh. Münsol Smtl. Bgdor. auch, f. Kraakeuk- Passaije-Bad Ä1'" Äe?onu-Bad, Wiener Str. 65. Rfcfjrni-Bad Weißensee, LchdersUOl ISfiiisi!Er-EBa.iiM.i53a. � a B � � 8 SeMesis eüo Str. 8!. BSEELSSS S. Hauke, Stralauer Str. 66. Bcikholz, Köpemckcrstr. 70. A. E. Lange, Braunenstr. 166 Liepe, Schöneberg, Gruesaldslr.SO. Mevci'J?.,SllliL,Borlinerstr.49— 50 H. Neusch, Breitest. 24, Spandau. A. Ob. Poümaun, l.o'.briiigerstT. 60. IM. Spranger, ReiTiirkend. Str. 11. �ocHer- u. Konditoi'eip.n C, Aüameck, Nkiln., Jonaestr. 23 A.AIbat.jlarktst.lO 13,Btimckcui;»rt A brecht, E., Fruchtstr. 29. Landbrotbäckor. Herrn. Alhredit IP. Andersdi, Zioncbirchstr. 17. fU Anderson, Tbürinserstr. 33 Asnniu, Wllb., Irclerattulersir. II. K. Auat, Drontb'-iraer Str. 40, Wilh. Bagge, Wiclefstr. 65,'0. Willy B&r, Stroms tr. 48. FeuI Berger, Mirbachatr. 29 Josef Brefka, Kirohbofstr. 46/47 E. Beyer, Thovncrstr. 6. fl.BitklQlliÄÜfi 33. Otto Biücpp» K8ätaDi«-AlIea21 u 69 Reiuh. Blenkle, Wiesenstr. 19 a. IR. Block, Soratierstr. 18L Alw. Brämer, Romintencrfitr. 40 Brotfabrik liefnersdorfer Mühle F, Bodienk amp, Campha usenst.6 PaulBochnig.�ik'jw.Görschstr.U Rudolf BrccbIiil,Ockerst. 3 Nklbi. F. Breitkopt1, Exorzierstr. 19 a. Rermann Ba3, Grünauerstr. 12. Ewald Buchler, Weaerstr. 47. Emst Buller, BrusRelerstr. 43. Gust. Böhm, Gubcnerstr. 26 G. Büchner, KoraiiausciiGi*atr.39 Alb. Dadiwift, K.imerunerstr. 16. ¥5 ävl üa Laii dB fo t. ftuü e r t. ü o riu r i5 i r 21) Pal iasdenstr. 4 4. Waßmann-. E. EJ is abc ihst. Voui Delly, Markusstraßo 15. Albert Deokew!�, Jtblonskistr. 14 Doliwa, Ferdinand Torellstr. 4 Otto Donath, Stolpischcatr. 22. H. Donner, Schönflleßerstr. 2 Hud.Dnncker, Pankow, Mühlenat.?! Fritz Eichler, Bastianstr. 18. W. Emst, Pücklerstr. 42. Franz Faulwettcr,'Janleuffelstr.ß?. Carl Feist, Friedenstr. 101. Frledr.Flemminfif.Boxliajencrftr.fT. Paul Freitag, btuttgarterstr. 13. E. Frey©r,blBmen9tr. 72. E. Markos«tr. ILFrledrichyMarienburs-ergtr. 28. HeinrldiFrister.Pankow, Florast. 50 F. Oeorqfe, Wllhelaisb ivenentr. 21. B. Gierszewskt, Waiden serstr. 9. Fritz Glauner, Chausseostr. 80. Guinnlcr- R. Posenerstr, 16. Wilh. Goüt. Kmdenerstr. 59. B. Qonsior, Treptow, Grätzstr. 65. O.G5rb,Wieieiiftr.3],br.u.grüne Rlm. Großc-RhodeReiniclrendorferst.Oö Groß-Backcrei„Berollna" i.West. PaolGrisard, Pankow, FIora8tr.lO. Paul Gärtner, Treskowstr. 44 i..Gfiniber,.Gr. Frankfurtcrst- 75 Kllaiike,Vcrlr.W.Nch!io3lirLM;bar9«rst.7 KarlHeidenreich�öncbonerst�l Karl Hemiig, Sieüimetzstr. 74 Gast. Hr mtücheljlhvelLurgerulr. 26. O.Henning, Schmidtstr. 8a. Job. HüdchranUt, Rykcstr. 32 Paul Hoppe, Hcrmsdorferstr. 8 Hoppe's>achf.Enmarck7Adalbertot.6ß P,Hufgea,llerfurÜi-,E.LichieDraderst L. Ihle, Gerichtsstr. 53. Max Jacob, PfKigerstr. 70-1. Bernh.w'ahu, Rusideazst. 75, T.583 Reipid eudorf, Hnnser.�tr. 3. l�aoI Jairasch, äpr e npo'str. 33 Jeildrey ko, Imma nuelkirchstr. 10 Fr. Jeudreyko, Ohmatr. 9. Max J-'sse, Bandelstr. 27. O. Jeske, Libauerstr. 1 B. Kaathak, Lichtonbergcr8tr.21 Geore Kappe, WlibÄmahaveaerslr.S. A. Kelb, Hostockerstr. 31. F. Riesewetter, Sclilyelleiner«tr. 16. Fricdr. KU n der, Mirbachatr. 37 R Rllnke.Weißsni.y Lehderst.120. J.klixck. liesidcnnfeÄö, Reialckcai �Uleir. er. Schulstr. 102 .�NWNZM. Max' käiticrt, Landsb. jVÜoo 29. Friedrici) Rnop» BodesLr. 31 PanlK0beriiid£,WiIh.Stölz"str.85 A.Kosmelil,Nkllu�Bonaustr.52-53 A. Kosubeck, Sparrstr. 4 Josef Krell, Weserstr. 179 Alb. Kratky, Cadiner&tr. 18. & Eimsej Xicbigstr«!• BSLJiSSS I i(arl'iteSli5SL.' Max Kühl, Triftstv. 9 Felix Kyuast, Dincnstr. S.| Bäckerei Künselier Kastanien-Allee 57_. P. La mla, ljuroannclirtrehstr. 20 Ew. Liesegang, Daitziffersir. 49 Adolf Linde, Liciilabi�.'iVSüif boiir.; j Carl Liadeaberg,'dycIieBfntr, 4. 1 H. Lübs, 8eifilciceM.4bdl Ksniekfstr.lt Flift Lungwitj, Hohenlohestr. 3. W.Luretnanii,0.,GäbnclMax4t.2 W. Megow, Lichtenbg,, Gärtntrsl 5 H.Markgtaf,Cbarl..«oetbe3tr 49 R. Markworth, Pnftgajsta 11 K.MaKrtiler. Licfctrolprj 0', AutonfTetynar.L.��prgerst.l? Fulde.tr. 55,'6 ■ W, Spandau, Bbniticlslr. 5. w',rfOtler, weiEenburgerstr. 42 ,£. Muhls, Mantcuffelstr. 87 ! Max Muth, Falkensteinstr. 37 : Carl Neuendorff, Sickingorstr. 76 WUbelm Nlklau, Maiplaquetst. 6. I Cnstav Nlelson, Lindowerstr. 9 P. Mlscbke, Cadinorstr. 4. Frltj Otto, Warschauerstr. 60. Paul Otto, Danrigerstr. 31 RobertPötschke,Sprcneolstr.45. J.lU'opr, Aiceaileslr.104, Beiiieke«d.-0>t Herrn. Prager,Gr.Fratikfurtorst.2 Richard Ranscb, Weicheelstr. 64 FriSRiitter jr.,Liebenwalderst.l3 |"'' RekordbrotbBdtcrei Schulzendorlerst.as. O.RIro'c,B«i!Eiclil!iw.,Bnin!cliü!ist.87 C.Rcisch, Bäcker., Urnnsanslr.ie.Skölia. F. Radioff, Nklia., AUerstr. 37, Osw. Kauiiut, Gürtelstr. 27 Oust. Rautenberg, Metzers tr. 11 I Kurt Reinecke, Franzstr. 13 PEeiaholz,TreptowKiefhoIrst.l7 RicsardiHeger,frif(«.55,oparT»l.29 OttoReetwßch, SimonDacbstr.l. F. Risieben, Samaritersir. lt. Penl Riebenstaal, 1 ciienkofcrstr. 38 R. Riemer, Pannierstr. 4. Willy Rodde, Zellestr. 11 Hubert Rösner, Triftstr. 4 AlfredRost, Reichenbergerst.135 F.Sandmana, Trepto»,Grätzatr.25. Wilhelm Sanier, Oadeoarderajr. 38. W.Sd.aaf, Eeuuctnd.-Oit.PrsTiiiiit.S! R. Schade, P alisa-St.9 FiLOu.NO Emil Sdialler, ScbreDeratr. 52. P. Sdiinauer, Anklamerstr. 15- P.Schlnner,i',cinick«nt-0.,FroTiiz<1.5S Carl Schleid], O., WflbliscUst. 3 Wilh Sdimldt,Lieben*al4erst.lO Paul Schmoll, Amsterdamerstr.O. WUiy Schneider. Mrlaoebkuitr. 13 Gustav Schötisch, Oolzigerstr. 31 Paul Sdbcn, Kopeiihagenerstr. 74, EbcrhardScfaönwlese,Läd«riti8tr.6 Paul Schröder, Ueimcndstltriir. 27 E. Sdiön, Kniproderstr. 8 W Schönwiese, Romin teuerst. 64 Carl Schulz, Neukölln, IIsestr.26 Paul Schulz, Hufelandstr. 2 Paul Schunert, Stolpischestr. 35, Adolf Schulz, Florastr. 78 Pauk. Paul Schüret, Tilsiterstr. 12. Reinli.Sdmrwaiiz,)iii£taiiiasseeitS3s Paul Zastrow, Stromstr. 33. M.Zeese, Immanuelldrchstr. 29 J.Zindler, Dacbwg., Beliriirgstr.g. Züblke. Glatzerstr.7. OflrtelBt.aga Qrotcrjan Halthitf, T-ris-m-Mb» 79 SC. Ib. 6768 H.empel, E„ Müllerstr. I38d. Luiscnbrauerei WeiBecsee. Schulz� Herrn., Schönleinetr. 23 »fierdiggsanOargmagz. £c:I.H.-Sar9rabr..>Xe!iiasgn,Gsricktut.35 J. LiszczinskI, Geriebtstr. SO. laxFadBÄ�ineeno F. Hertjog, Kottbusorstr. 7. Oliailiriit BorI.Christmonst.14 . LIBUtiOil! Pankow, Berlin. St. 13 RiUe.kciaickeadorf- W.Aug.. V'lkt.-ill.85 W. Fade, Reinickendorferstr. US H. Petermeier, Strelitzerstr. 8. T h eod. Poe8Chke,E.liauptkt.,6rJ.-Allee A.Spr!nkm3nn,0wetcnew.R]lliuiuil.47 H.Holl), Bi-annsbergerstr.lBeinigg. W. Liebreich, Jablonskistr. 1. lumea«nö"�nza G. Damerics, Maxstr. 13c. Drescher]p., Landabergerstr. 116 Blumen-Fischer-Zöllner Seest«0 Jul. Großer, Pankow, Florastr. 94 Menzel, N suköiin.Eercstr.l 10/1 11 A.Mielitz,8charawebcnt.3,Keinicken(LW A.Sdineider,Bfcbw5-,Baa»wh.81.W. lomaszewski, Weißeiis..lichteBbgsl.l2. R.Wagner, Pankow, WoUank9tr.ll4 W. KUfilke Friedenstr. 93 l Akt.-BrauerJ>ot8dam.Elp.Nleder!. Berlin SW, Tempelhofcr Ufer. 15 Bruiideatiing8.H.,lVilbelDiderteiaU10 Spez. Potsd- Stanginhier BerHnep Bterbrauerai- : Gesellschaft m. b. H. i Axecbk. BrementrS. kaitenieutllee 13. reatsm: Iii ifeins SKsaeare Earel Kösitft feinsta ßualitätsbiere, £nder¥ßrauerei b/ S;! MalzbieTjCbaissfiMMO/il� C. Habels Brauerei hell— Habelbräu— dunkel. Unser Qoädbiei* ist nicht nur ein Erfrischnngsgetriak, sondern auch ein Gesundheitsbier ersten Hanges. Beriincfflnioos-Bracera BerfipS. Eisbü� [araineüiieF Brauerei E. WUlnet Pankow. Löwen-Branerei vorzügliche FaE- und Fteacben-Blere. Berlin und Brauhaus Oranienburg WMl-kiMM die Quültat ist tiervorragend I» Unphri Bitlerstr.83,Tel.J[«rltipl.3S73 HdlsiUä�Cigorrenhändl�mg� Cigarren- Adler, Insterburgerst.l Fanny Baumert, Lindowcrst. 23 Blankenburg,BclnickeQdt)TfeTBtr.n8 E. Dorsch, Pankow, Breitestr. 40. H. Franz, Seestr. 43. E. Gapa, Nkllb-Wildenbruchst. 7 E. Giese, Müllerstr. 12c.. L.Hartnug.Pankow, Brehmes tr. 62 O. Klose, Eeiuiokeudorferstr. 36. F. äd, iifllliiersir.12. O. Kunze, Reinickendorfer St. 14 Carl Lange, Lindenstr. 2. F.Laiifniann,Reinickendorferst92 O.Quies, Holl. 117, Reinickend.-O. WillyRosenow.Camphausonst.i. K. Schotte, Pankow, Florastr. 94 Bi.Torge,Schoneberg.KoloDacnit.66 CK.Vo?'. o r au, P � i i k. B o r 1 amGn-tüiieHtion Dt M. Brößli ng, WciJeEsee, Langhmst.l 40 Otto GQlle, Prenzlauer Allee 27 Manaj ah n.bparmMFotgoame! pigclMjjgjwapen X. Lange, Keiaictdf.,Scbanvsbentl.l 13 O. Lange, Lübeck erstr. SO. Rol). Lindner, Nf�Sr. s. August Lincke, Alte J acobatr. 26. Lochmann, Malplaquetstr. 32. lOEi6jeli.ÄÄb4?: C.LÖ(ke,WeiEens.,Laagbui8tT.143. A.Maar, Beioickeiid.Scbsrawcberst.lSO illärli.Flel9Chkon9.,M;ila.,WirtbesL71 Paul Mafschke, Thaerstr. 17 Greifenhagener- StraSe 39 M.MBuersberger,!nLlla.,K9iiiieritT.16 Martin Moslg, Schlesische Str. 36 oriI.l)E£iicbeHtiicb-ii.War>t-ä(nlr»ie Seestr. 113. ÄBklamemt. 11 Moers, Otto* A. Nöbes Ndif. Fleischwaren u. Wurstfabrik Berlin N 24 Oranienburgeret, 4 NUMWUMM/, Weissbier, 0. Breiilianpt, Falisadanstr.S?. Tel-A. VIT, 2634. rotiaopiK" s »""Är Zu fordern in allen Geschäften püriüR u. ssilsrwaFsn i H.Wanb«ager,Teg.,Bahnhofst.l5 H. Bolahnn& Co.y Wiclefstr. 42 H-P-BiedermannÄ""« Danne, Karl Chorinersttr. 36. Eier Storch, engros-en det.AdttiralstS Bruno freche gesÄ 40 Filialen in Berlin und Vororten August Holtz 15 Detail- Geschäfte. f. ÜAQEN FSl en 22 J V"",. VL.. ! 22 yes.RaufgsteHen__ r nuficrtüsTEütorh�igTStraussberg. Herrn. Kunert, Culmstr. 29 A.Llepold.Antonstr.l.Milchhdlg. Reinickendorf Ii aup'.slr. 75-27.__ fy-ogan üldlarlen O. B&rkow, Weidenweg 72. Beussel-Drogerie Scocz, BeiwselitSb E. Beckmann, Woldenbergstr. 10 Drogerie Lippehnerstr.33 Drogerie Sudrow, Ehertystr. 28. Alt-Glienicke, H.Kloska,Köpeii.Slr.46. M.Görich, Drog.,Schöhfließerst.ll O. Jürgens, Winsstr. 32. F. Kullmann, Prinzen-Allee 87. OltoKretzsch marRosenthalerst.6-7 Krebl's Drogerie, Fennstr. 51. LankwltzRieckmann,K-Wilhelmst.25. H.Mage,Imm«n3elkirchit.29,B.WiB8st. Alfr. Marsch. Culmstr. 37. Rathaus-Drogerie.Kklht.ßoiiaflstr. 24. Rathaus-Drogerie, Ptnicw, Breiten. W. Kauhut, Gerichtsstr. 54. Schivelbeiner-DrogeriCjScliivelb.SLSO Franz Ridk, Schliemannstr. 18. iiiiiilfrf�ei. Fr. Scblussnus», LiebauerBtrT22. Hugo Schultz, Müllerstr. 166 a.. Hyg.Gurnmiw.' Photogr.-Artikel. >�7"Sd:ürmann, V/i«:herlstr. 10 Oberschöawcide" WilFelminenhoisfr. 46 Erich PreuB...... Dragea, hyg. Gtimtni�ar., Seifen Diilitiat Werder-Drogerie, BrUxHiitlowergt. 5a �uniujat en, Wallen. Wm werüzenge K.Baumann.Reinickendorfcrst.US Beutel, C.,uoxh.,NeueBahnh.St.2ß Herrn. Braun, Landsbg. Allee 149. Grüner Weg 49 Wrangolstr. 59. Emil Braun, Andrews! 75 Ecke Bresl- G. Brucklacher, SS, Fluek,E.,8paadaa,ScbiDav4ldtntr.34. Carl Jung, Stromstr 31. A.Ibold,Tempolh., Berllnerst.119 W.Kuoth,Wic!etst.,E-,''ldenbgst. OttoLehmann,Nouk.,Friedebt.9. Carl Page), Winsjlr. 63 H.Palme, Fraukf. Chaussee 61c-fl Rühlraonn.P.,Mül!or£t.40b,E.SeOBt, F.Sdiubelt,V9igtit.lO,I.Sc!ireüientr. BUlBmiftO vorm* Blanke, . Mllltxü Reinickend. Str. 122. Otto Müller, Zorndorferstr. 68. Joe, Otte.O., Schaniweborstr.6/7. Th.PrsnzIow.Naunynstr. 6 Curt Passow, 8tda>z«adorl«rttr. 3 9. GustavPf ennlg, Golzkowskyst. 12 Jos. Rachfahl, Adalberts tr. 89. Herrn. Randiheid, Zlethnnstr. X31 HermannRaiihnt,EU6abeth8tr.34 Fritz Reidhclt, Emdenorstr. 45 G. Hob! off, Naunynstr. 8 W.Roloff,fr.A.hafter,Kas(«!L-JLll«e63 E. Rummelandt, Thaerstr.»0. Alfr. Richter, Stralauerstr. 1« Jos. Ritzke, S tralauer Allee 31a H. Schmidt, Fricdelstr. 51 Leberecfat Schröder, Waldst. 48. Seyfart, Gr.-Lichterf Chaasseesl. 84. Hermann Schmidt, Thaerstr. 48. K. Scheffler, Cbodowickistr. 23 PaulseißeUüiöriiiaaüIleeSO J. Suchorsky, O., Libauerstr. 12 Gebr. Schulz, Lithauerstr. 7. Willi Schwarz, Königsbergerst. 25 Helnr. Schilz, Danzigerstr. 37 E. Scherzberg, Keiaickaadf., Haas sei. 9.. Otto Schneider, Hostockerstr. 30 Otto Schreiher PaulSounabend, Crossenerstr.SS Slargard.Fleiäeli-Z»Btral4.Star9ard«r9t.Cj Gustav Stolz, Huasitenatr. 44. P. Tauche, Wrangelstr. 129. IC onzerihaus, mimchatt. Restaurant und Cafö l„Aliep ICuhstall" 1 Invaliden-, Ecke Cliausseestr. Taglldi Kunstle--Konzefte Q.Behrens, SchönebergAkiti«nslr.5 F. Belle.Scböneberg, T.mptlhafsrn. 10 C.Böse,Provinzst.l(l9,BeInlck«ad.-05t W.Bornefeld.Liebonwalderstr.tl A.B«chliolz,fi.Frkfrlstl»,5!ilcl.Bp.ct1r. A. Crcne, Liobenwalderstr. 50. Gg. Feist, Niel., Weserstr. 4. Fr. Flsehler, Heidenfeldtstr, 6. —' Stolpische- Ö r Straße 34. TT Gigiiier-Honi !L�riuug?�»??uent??4�sin?____ MaxHcedcr, Neukölln, Panniorst�9 E.Holine. Residenzst.BQp Reinickd.i MSOitüIIlpSliMIiDTT Koperitlknsstr. 19. Nicderbtrnimslr. 10.' t'ritz Höbner, SchliemarmBtr. il. Fritz Klocke, Stephanstr. 59. ithigersteÄÄ. A. Lange, Weißens., Berl.Allee256. P. Lange, Waldemarstr. 40 B. Ludwig, Setiniw.-St, 65, Rckd.- W. Fr.Pawlltzkl. Provinzst. 108, Rckd. O. Pötzsih, Schwedenstr. 18, A. Ramhold, Prinzen-Allee 18. Alfred Richter, Stromstr. 24. FranzRi(hter,Malplaquetstx.26/26 Runge. Otto, ivkllB,Heraannst 55. A. Sägebarth, Fsirbeilioer Slr.24. Fritz Scheel, Schwedterstr.-47. Schienther, Emll, Huttonstr. 7. EmllSchulze.Residenzst.öO.Keiiiekd. A.Silkinat.Milchhdiij.UeiDicliaJ.SMOS Wilh. Thomas, Eslalekeud.'Str. 54. Erich Thiel.Weißs., Laagliansslr. 139. H. Vogel, Inli.E.Srbrciber,Wilkelmsli 11 Aug. lAlürke, Müllerstr 165. o. zr~~' M P.Bock. Klosters tr. 8,11, Spspdatl. Daehne, F., Ri., Neue Jonass;r;36. Geppert, Päul, ZossSnerstr. 32. EAiiails'ü'l»'.Tflllisle' Iczagsqa. in acoca n. gebr. Mäbeli, Bellen Gardinen und Portieren- we&so.jeseiBg'y 'Feil lOQctiim MM Gneiseneu Str. 13.. 33 Jahre bestehend Audi Zablnngserielcbternng. iSgl-KamerfDii llicrra. Kogel Neukölln, Hcrmannstv.t2. chwedter � c. M Lange, Wax�.d. Kast/Aiiee. fE.LinHngel.MrtT. 41 I t lioiiE, Wilh.SlrohsthlerÄ� Zionskircbstr. S8/30. Teilzahlung gestattet. Heinrich Stumpe, Buckowerstr. s R. Thcuers Elsaßerttr. 78. M dbeiSransporl F. Bartels, r.erichlialr.SCBcsl.I.jn? C.Bcmer.GäbeaKt. 2» Tel- Lah»w 9603 O Fahreukrug.NcaktilnW alterstr. 3 1 Paul Srhiir.ri.iB.b.ll..Dirb«eaitr.B3.82. H..lehn, W6rtlierstr.39. HÜSH W>ImmerUh«üWeind� l|Äwro| Ed. Hruda, Frister& RoBmoau Nähmaschinen, Rosohthalerslr. 19 Littancr Nähmasch., Spandau 5 Jahre JJarantio,.Teilzahlung Nähin.-Spz.-6escli.,Pi)lsi!amer5lr.lii. LlttanorFechner, Weilleas., Herl. A11.251 Alb. Ruhnkc, Berlinerst. 112, Pank. W.Bussian, Tmmanuelkifchst, 11 Otto Müller, O., Romintencrst. 32 Frans Reichert, Maxstr. 18/19. C.Richter, lab. W.RicblerBaaptsl.DTSlßS 'Pliärlng. Fleisch-». Warst-Fsbr 1 F. Sommermen», BoilsgeaerslAS Tscherbner, Straßmannstr. 8. MaxTttmmel,Christbnrger8tr.24. H. Thomas, Köpenickerstr. 64 a Iltzlg, Paul, Kopponstr 88. G.Vettin W.W lese, UeMeBberg, Krftnent.Su* Paul Zwarg, Landsberg. Allee 136. P.Zininier, Flftjseh-.Wurslw.Waldstr.U L. Zimmermann, KottbvDamm94 Fi ulirgM iSdlStr-tsT. �ias, �WBMBa Porzellan G. Kräder, Weißen InirgerBtr. 79. �reni/noshon., Spresfim p 48 ti�tne Detail-eschäfle Wim. m, WWMüi.! Berlin C. 54, Roßontba'orst. 40 j(IUckc8tberflof)ierQip�� Kosmaila. E., dag.." pü ieinüv ,?£ Berlin 3.59. T.AmtMoritjrpl.2löU OlrcktcrlmporL Lieferant viel. B Konsum-Vereine. Yferl.SieiQffertfl.g Schröter, R.| 43 ncrhaafseicllni 4 ■Scaviizes W Ch.Sternsihein, W ra ngelst.64a.88 Eier- u. ButtergroBliaadhing. Iialirraäer. Hähmalcriinen Otto Heioze, Bratetf.fi. PMs n. CgiiT�i Hoffmanne Cottb.StlT�Morltz�llogg Daienepeiefl OroB-Damnfw äscherei E „Sni-eanlao" Berlin SO., Försterstr. 5-8 I Tsdollcs« Wsscbo! Billlgsls ftslstll Färberei u. ehem. Wäscherei f. Herron- u. Domengarder.| Läden In allen Stadtteilen[ Berlin, Rixdorf; Schöneberg( BlndokatsPIatten-Centr.PIslt.r.SSFfj an, Kcinlckead.-Slr.U glag.RsTeneat. 34 W.Becker, CUbg.,Bl!m8rriorlemjrZ yjaapartiHel R.Lanb,SealiöllB.Bcriii.Sl. 1 05 kKerai.- fl.Ml.lneh.Eellc-Alliiaccil.Oitoa/.Rat.V ans- u. KücnsngeFBte Drt wloks, Seif. B.BürBtw.,Rcinlckd.SLt 05 G.Geiger, Schleiferei, Müllerst. 7 Fn.K2ffl8FflWSlURoiniokcud'st-G' A. VoB, Böttcher, Bill. Bezugsqu. Gerichtsst. 52. nss sn u. imafieura v.Raffeld*Co.tGit9Chinorstr.9t, Uoritipi. 6849. Für allo Ktaakcnk., Augs. bariiie�ka�esant�Laasb�iaricasssa�r. Uhly& Wolfram Vereinigte Pommersclic Meiereien 48 ierkauls- slelleo. c. F. uiiensifüSK on-gros Butter en-detail l.-W., Leipzigerstr. 82. �acaSTsIiilal., Coniitür! Adler's Konditorei, ffraagclatr. 87- Fordern Sie Cr W esen t»erö lärtEnJoETnörzistr. 5-6. Pank. u. i'iupltwarsn St.Anst, Alaunäriiei-.F.W'assertorstr. A. Bentele, Thaerstr. 21. P. Bertram, Frankfurter Allee 70. Rieh, neust, Kastanien-AUee 103, X. Blskupskl, Pflugstr. 17 Fr.Brauer, Neukölln, Wolterstr.Sä Darge, O., Finowstr. ä. Willy Dorfmann, Wienersfr. 62. Thilo Dorgerlob, Lithauerstr. 36 W. Dörr. Sohivclbemorstr. 27. Gust. Ebrenberg.Brudsabugsti.tl Anglist F enger, Grünauerstr. 8 � 1 ehe c h- bän'k n i' t sTTFclle" R. Winter, Cotheniusetr. 12 TT Friedrich, Melchiorstr. ÜT Paul Friedriche, Stephanttr. 41 Frltschi.:i:iJil>�.Aileel338.D.KnincBst.l Cyliax,G., Sciff'Tt. E., und1� Filialen!, all Stadtteilen- ■EerT Vororten 5TOlLW£Ra\ Gold Silber 1 Kupfer Schokolade• Kakao In drei Preislagen. Die verschiedenen Sorten sind untereinander gleichwertig und unterscheiden sich, wie die deutscheu Edel weine, nur durch ihr Aroma._ Oskar 6abler Fle' schwuren tu Wurstfabrik Berlin N„ Oranienburgeretr. 6. I&Ti Ö etSaTTpi'r e ikowstr 1"48 i RudoU GaIie,ranKox, Florastr. 43. Wllh.üelsler,lVtkifi3Mee,LeMcrstr.4. ' B, Görlitz, Chodowieckifitr. 41 ! O. Göring, Greif swalderstr..163 , Will y ü ericke,reter8burgerstr.31 i Albert Golz, Frankf, Allee 121. ! Fr. Oerlach, Tauroggcneratr. la. 1 K. Gonnaan, Schroinerstr. 22 Gusinde.Ricb.�Aßow. OeßdiiBiiiin'iÄMÄ F. Gulschniiedt, Kolouiestr. 32, E. HarzUecher ÄT Rudolf Hamann, Ackerstr. 63 O.Hen-mann, Licbtnbg.,OderBt.4 P. Htcdemitb, Cadlnerstr. 14 A Hönisch, Kniprodestr. 18 R. Hof tmanB,Petersburgerstr. 74 V. Hubalovsky, Zellerstr. 10 Janik, C. Fr.Jaa|scb,EaUbs.I)aair6E,Flelseb, Wirst. H. Junge, Pasteu.-st 13 Robert Kauer, Weinbergsweg 6 Emil Krüger, SkaUtzerstr. 2t. Ernst Kolbe, 0.112. Weichseis tr.15 H. Köpke, Ranmerstr. 80. Krnmm,ReIah„GnUnbageDerSlc 16 U. Ennert, Schönebg. Gotbenst.U eps-en-ßriiHei G. Cohnbeira, Hcfnickend. Str. 8. ArLöck. Markst.2, Reinickeudorf. tagels!r.4S W.Sendler G�VoItsrz�KIost�rLt�3� HäSäJiJSlfiS J.IJaerÄen26�6 AJanncmnnn, Tegel, Berl.St.88. A-Hannemann, fogei, B<5Pi.St«öö. Lcskc A Slupeckl, Mhaah.-iUae 70~c S. Rosenberg, Eeinickend.St.118. Jnilns Salomon, Brunnensir. 86. sizscHülKPatiiineniaiirih A. Dierke� FranKiiirlftr(.banssce 145, rurz-, ttieie-, ujciiiuaren t � Tnkotüneii AlbfbtokTpa�owrFle�'str. 41 Herm.Engel, Tegel. Sehliepersi.25 Mfinrriolc Beussclslrsße 78 .uarueitz Isnroxgenersr. 10 Hoppe, E., Scharnrceberstr. 52, CarlKleüiiHöehstcstr.lS, NO. 18 KaufhausHenkelWiantJI.lO'ioHab Hermann Heyer.SgbiTtlbeiUi'Sc 31. H.PBch,0.112,Scharnweberst.r.49. Bas, atbiLBcini eknlWSekaniweb-Sa 122 Albert Vogt �"5 LSSS H. Schwarz, Peterabnr�-erstr. 59. Masdiinisten-u.Heizerausbildg. i.elktr.Licbt-,KraftaiiI.,Fahr9tubI- fübrer, Zentralheiz., Urbanstr.64. Bücherrev. öon s t Reinickend.-St. 110 letiilianiiiuneen Bethkc, Georg, Kfatötla, Elbcslr.33, Kaiscr-Frisdr.- St(, 64.AVcserstr. 18», Fricdelstr. 33. T'rqileic, Gmz-gtrsie«4.'' Frese, Ernst 5 �scsho'te Gaege,Otto mfiraBeÄ�.£ck0 Korn, Jlu�o E.fanouschek.NköllrijHar�orfltr.OO [Mail,"ailfiai».14.1 Kätaascbiften Läden In allen Stadtteilen. QjjsUjfing C. Batt» NW.,/ruvmstr. 64. Ernst GQthling, Schweden st r.. t. Kleine MaikitialleÄCf� Fritz WolffrNaugurdcrstr. Opiiner. inesiianifcer Dane, Paul. N. Müllor�tr. 174. Ki Groß, O., Prankfurt.'Allc� 16 Groß, Paul,- Warschaußrstr. 66. Leop. Patocha, HranücnbiirgBlr. 45. Schubert; Ciarl, Nklln. Bergatr.liÄ W. Zapletal, Frankfurter Aller 108. partiemapan v. RelieiapEP OjCUafljWeillenSj�B ■atsnianuiiidal . Berl. A)l6e55 A. Kuhnf »MalFiT *• BSS58Si]Si5«öE53 Sdimldf, Fonnstr. 3 pnetogpaaHilciieflteljsrs Ado» Kubc, Badstr- 32 K. Maerz, Badstrassc 65. Rud.Obigt.N.ReiuIckendorf�r�t.f Cig;Wilke, Badstr. 35, TcL.Blosbß 1349 PSiLSSf iifiwHEEh�w: BojflSdlBltlÄÄÄ Photo-Jansen, Hauptstr. 23 länss ii. Haute, C-, Mün tstr. 12 Nd. 8249 R. Mal, Kaiser Friedrichstr. 233. C. Neugebaücr Ober-Sohönewaide F. Pflugtuacher, Colonnenstr.iS. -—■-■;.iik»rl.,PeslsIoziist.97'| Cesere /Donadonl A Pohl Berlin NO., Landsberger Alice 1 8. Nene Pianos von 350 Mark an. --~i»ir �gsPilröT F.W. liier ÄÄ M. Wnllcr, Wrangelstr. 8,., C. Brann, Niederbamimstr. IQ. H Brückner, FriedeiissC.2,Adiersb. Carl Braune, Steiumetzstr. 42 Iflützen, Peizwap. Beiße, Rud-, Ghausscestr, 66. B. R. Hesse, Tcgei, Sohlieperst.!? ÜHaylibeiinKuiniacheriS b Gebr. Belsse® I Müllerstraße 155.« Hutbeus Consnm,Kssisn.-AIIee3 Hntiiausiiiopol, lU.lii6. A.Lenjallre,Wil»isdrf.,Bertli«nt.I53. Rieck,Em.Ä66V. A.Ring, Jnh. B.RingBsscaibalenU 9 Schoerr, Herrn., Wilmarsd.-St. 48. VesterjE.S� Zum Hutwinkel S. Kohls, Chansseestr. 85. aliserdsierei Niedrl.d. Gotzen-Kaffeero8t.,L»imt5 CUausseest. 51* bill.Einkaufsqu. A. Elimer, Tegel, Bruuowstr. 8. Paul Taikeimcin . Kocbstättcr 8tr. 1 - Rabattmark eu- gfanior-u. tiZ-ikj�inpittiig. H, Edloii,ImmaQuelkiichjtr.<1 X< oiiSi. mm. snaniiau Achcnfrachstv. 10,-Telephon Gia-. inisressenlsiBiiisGllarr marmschBf iniici>Br(»fl«t«irtOT O. 27, Sehiiliugstr. 12 Vollmilch, 3 0/0 Fettgehalt, zum billigsten Tagespreis. ZwelggesdBäfto; Berlin-O., Marsiliusstr. 17. Berlin-NW., Luiaenstr. 25, Fernsprecher: Amt" Norden 1790. Neukölln, Beriinerstr. IST». Schöneberg, Barbarossastr. 36a» Grunewaldatr. 71, Habsburger- str. S, Fornspr.: ABl LiiUo» 2544. WUmersdort, Meierottostr.l(am' Fasanenolatz), Fafnspr.: Amt Uhland N r.301,6; üü)andtte.79a. Zehlendurf, Wannaoobahn. Pols- daaitrs!.40,l'cnizpr.:AntBeilMdf.T361 Grilnhelde bl Erkner, BababcKlr.Si. Arth. Kambach äciiwedenst.lla. Rnd. Kiesel, Mirbachstr.'S. G. Mist icke, T".gel, Brunovatr. 15 „Schweizerhof", Meierei und Milchkuranstalt. Emdener Str. 46. Tel. II 2555. «71?? Gustav Frank, Ackerstr. 135. ; NüiiPOan Brnnncnstr. 155 liClOOCl NordjogQ.�ljcrbJho�t. ' festeanis Hadrepfiter.FraukfurterAUBclGi jmf HJK ahlbrock. Danzigcistr. 49. R [abibrock, Danzige.'�tr.-t: Seüäpsn, k'iNs' Rossien- lüöhel Kastanien-Allee 57 Gustav ßichtep Köpenick, Grünauerstr. 9 MMUUM 2 Schwedenstr. 3 17 j Gewlssenh. Ausbld. CpliRln Frankfurter- Allee 73b IbtlMla FrankL-Chansaee 115. g�{|Ksn]üJngM A. Ax, H-Wsigf 1, Sjciü.. Adilberlsir. 91 G|.UtbscM>iikii ,lduna ZU Malle a.S«| Forkert-Haekepet«r,PaBzisr8J.«.Best,KB. Berlin, Charlottonetr. 82! L.Goetje, Soli ulstr.» Ecke Maxatr. Volks- und Lobensvereicherung. f A. Groll, Honningsdorferstr. 10. Großdest. z. Sonne» StrftaÄbertfojrstr.Si Jagznbick'R�t Müllerstraße c und Restaurant Ecke Seestr. 9tloHßOSlStzcnhofcr-Aus- O.Assu:ann,Tfnipe!liof,Befliiicrst.l3t A. Bartsch, Voll!«»-., Oust.-Ailolf»,'.157. H Jhnnj im, A.,Sp«l.isu,Xclitinis-.Sl.l uii MnxEias!,raanii,Cl»rl..\'ehringslr. 1 6. Max Busse Br?7�s;r- Emst Gräber, Brunuenatr. 78. EilrimKnP Goldschmiederacioter, . uUliPur Penustr. la a. Weddingplat� G. Kerger, O.. Orünbergeratr. 15 KniebusjchtW.. Frft. Chaussee Oß H. Kübn,.X.-ScliöuiMs.. K.-WiPj.-S!.85. Lehmarn, Aiih.» Frankf AUeo40 EmilQuaden�tÄ Scbrammek, G.Frkftsf.7 n. N.Jacobst. 19 W. Sehrneder, Innnanaelkirclißtr.:!5 bj6vl!!irj!j.iDießdn.-St,80Z.Weeker.Zeitr. F. Seier Mi ISoÄ«« Max Storch, Elbingerstr. 100. C.Wagncr, Reinickendorf. Str. 84 Georg Weigel, Wrangelstr. 47. achank. Brunnenst.T? Kino, Reichenbergerütr. 150. ..........., Ww. E. Koloskl, Stendalerst. 11. G.LebRiann Lindentheater, Lindonstr. 110. ZT�r-ZV HoIäLsi.e CO Filialen in allen Stadteilen. Die mle seliisispiel. Doppelgeige Patzenhofer £. Klein. Ro�cnthaler�tr. 54 Ciroßdestillation. Ritterstr. 05., 5o nräd.'�"r o J5dc s ti J1 at. 0 ran ien s t. ü 0' Far2enhoier-�u»sc�.,kolkdri�r5i.' RieüscH-Blep-flussctianH i Brunnenstr. 76» Ecke Lortzingstr. Hern Meyer& Co., M-Sesl GroBd.�ZrrSonnc'» P. Freudeitberg. Brunnenstr. und Filialeuc EinxalTefk.r.EBgr.-Prci WNWüW. EsMUil 1 ahnsteiier 3Iax Alm, Franscckistr. 15 P. Barein, Steinmetzstr. 30. XV Best, Skaiihflrsir.ßt E.Wrangelatr. ALDresler, Grätzstr.70I, Treptow. Düby, H�NcaköllB, Bargst. 48X.K. 1 1 79 Alb. Endter, Alvenslebenst. 21 Goetze, Kais.-rriedr.-St 138II,N.-K511i. E. Jonk, Blumenstr. 88Kgst. 13846 H. Lindeke, Warßchauerstr. y. R.Mende, Sohulstr.117, EckeMaistr. Ernst Müller, luvalideustr. 160. Zahn.Atel.Vo]kswoh1,Mäl]erst.l2t>a;b M. R asenke, Birkeiistr. 22. Rebnmann. EesidewstllS, Reiaickead. E. Sager,N.-Kdlln,ßergst.6S,Te!.9504. Hermann Schu!tze,Beusselstr.t5 Fmil Cann Große Frankfurterst. 4 Uli II ddUU Ecke Frucbtstraßc. Karl Sommer, Frankfurter Allee 104. siraüciimann�r'foÄ5� W.Thiedt, Remickendorfcretr. 7. Woioo Mo-p Reitifksn'Irfrjt.Ilo " OlOO, lud AT.ililg.jMt.B.rw;,, WicdstrockNchf. P. ScbultreFeiuisl.l Wifto Unv Huskauerstr. 16 nlllC, iUdA Eek« Xs!it«»(fel.tr. Zaliiilir»iii.'i.Soriiea'.Xtttiir»tl3,T»ilrtlg. 3!E Ein!lGold,Bäck6r«i.GerinaB!a-?rdQi9n.8 E.Paaewald.Heiscliarei.Eudo'jrerstSö E.Schröder,Fack.Cha38seesi.i0lau..v6» Sf.Soröwka�äikerei.Rudowerst.Sla Fr.Tzsdiontke,Bäclr..rh8ngseesir.75. H. Götz, Drogen und Farben, CarlSdiießer,Brot-u. Feinbäcker. Gust. Schönfeld, Scfaubw. u. Rep. Carl TetzoljBrol- n. Feinbäckerei l�önigyglgph* Buneptiondiüno monopoi G.Höb8cher,Ukren,Goläw.fBaliilifst20 xaülüays Eni Seppann Otto Kruscbc, Fris., KoUbasär Str. 34 Mnyl.ifl Pelz waren, IIüte.Mät/en RillA IclU Herronartik. Gegr. 1867 Frau« Pflsdiner.Hia»- n.Kceaeiinair |�|8rMrl l DnAnunn�r1"«"' H.üBUalflllilFil.Nkllii,IlM««BSt.ll8 Ferdinand Titel, haDicrunersir. 57. Konfitören-Weber.' haussceat,4.") HESS Rud.BrunoWwtÄr"�! Lalinliardi. Back.-ComlUorci RxhnlJofstT. 2 WeUig.BUeaw�WertzeugejBabahofsUl OttoSdiampe,El5cnhaiidlg., Bauartikel, Haus- u. Küchengeräto. Konzert-Caf£ IVord- Palast Eranncnstr.lS.E.VetcraucnBtr. aiershöi Rieheck- Ausidiank, er. Frkfst 31. .Auerhof Alte Jacobstr. 133.! O. Rohloff, Uferstr. 1, Ecke. ßaljj ffleiroDol Iää 1 Patzeniioler«WIM Robert „Tügl.gr. Klnatler-Konzcrt Balzer Gr.Fnnlifiirt.rstr.lOl AmStMnIbsi.Flati J.Belowsky, FI«iich-Worttw.,BisB.St.ä Ph(it.-llrI.R.KIielinann,Biimrctst.lia P. Riedel, Ztbn-Atelipr, Bismarctst.S. Kaufhaus Julius Well Nadifl. ofinsDori R. Schatte. beblärb�riiuIr.Fslzüairerit SjjJofijwie�Ä Rldi. S dh olz, Backe rci u. Kon ditor. W. WerteniianDÄis E.Stark, Bäckerei, Berlinerbtr.2ß. Schuhwaren u. ■ V9 1Ha%Cr Reparaturen. ! Königsberger ftCo.Lankwitzerstr.l G.SchülerRrnd-u.Scbweinemetrg, Herrenartikel und Konfektion. g�euHöHn Barlstli.FestiälBÄSpVÄS E. Groß,Smttg. Str. 44Bäck.,Kondit. lIolaba�HKcker-n. Konditorei, Xieinetzstr.3 B. Jaenidien. Bäckerei, Hermaiuist r.! 5. K.Karpmann,P»p.JScbrb\v.,Eifl3er3U03 C.Kampfer, Berg8t.lo7,Uhr..G!dw. Kaufhaus Felix Levy Nchfl. Hermannst.52,Eck.HerrfurthStr. EJCegel,Sai8 Fricdr.Str.SO Bäckerei R.Refstian�ef��LS Krause,K»is.Friedr.St79.Scliwcine3clil MatzekTrcptowerst.ldSchwcinehchl Fr.Pannedc, Borgst. 135, Ledeiw. E. SdiüIer,Oertzbergpl. l'osamcntierv. SSSS J« Bode« Pichelsdorf erst 86. W.Lutter, Fahrr-, PicfaelBäorftri�.f!• Aug. Pietzka, Klosterst. 32. O.Rauer,Pjclielsdrrrst.ll7.M9bcIgesek- O. Wenzel, Picbel.-dorfer S'.tr. G.EesseljUhrenu.CoIdr.�ptisckeW« C. Klöpfer, Möbelhandlung. Roltkovsky, Fleiiirh-.Wür3tv.,Gr.8t.!8 w etienü Beerdiguagi-Iast.Stsweno*,Spui(.B«r|.l O.Kanimcr,SfaiiJ.Berg21,Obit16ein!isi. K.Zarthe, H»f»ekntl Ic.flbil«. Ctaii«. WSüE Wilh. Koch, Sthlätliier, Isbdenlr.« Mehlhdlg. Pastorino, Giist,.Ad.-Str.l 7, ilßing's öfoserieD MMm. F.GIeislngFI.c.WBr>tT.litghans?'.r.l4f Kaiser&Roxlau,MagachB..0ü3t.Ad.St.t7 riiDsinisruii Carl Gabi, ä�Iaehterci.EdehreUilr.Sß. M.Kenipe,S?ir?Bjtfscli.,Hauptstr.28 J.La8chlnski,Bäck...Edelweiß6t.lJ. W. Hübner, Bölowstr. 61 Möbel. O. Kurzweg, Scfauhm. Fenrigstr. 37. TSiS F.SdieUer,Jrt..,Berfill,B«rliinrst.S4 P. Mecow, Äiicbgsch. EindenalleelS W. Silladi, Särguiagar., HaupMtr. Ä4 A.Trenaer.Chrpno.GoldT.jnuptslr.l'j R. Wolsdorf, Kolonialw.,H»aptitr.B. üssen mjiigr?i§iiflmng inionoiicl Warenhaus S. Cohen. In Sachen Emst Machnow; Berlin • Weinmeisterstrasse 14 verireten in I. Instanz öurch Rechtsanwalt Ernst Karfunkel, in II. Instanz durch Juslizrat Dr. Richard Alexander- Katzj ßerufungsklägers, gegen d-e Deutsche Grammophon-Aktienges., vertreten in I. Instanz durch Rechtsanwalt W. Meinharöt I, in II. Instanz durch Rechtsanwälte Dr. Hermann Isay und Dr. Rudolf Isay, ßerufungsbeklagte, hat das Königliche Kammergericht, Berlin, auf die mündliche Verhandlung vom 20. Dezember 1913 folgendes Urteil erlassen: unter Authebung des Urteils des Königlichen Landgerichts I, Berlin, vom 23. Oktober 1913, wirb der Antrag der Beruiungsbehlagten auf Erlass einer einstweiligen Verfügung zurückgewiesen. Die Kosten des Verfahrens fallen den Berufungsbeklagten zur Last. Ich verkaufe also wieder: die Oritlnnl-Sronunoplton-PIiitte». 1,95 die Otitlnol-Zonoplion-PlQtte 1,2s die neueste Zonopiion-Plntte<>«......... 0,95 Emst IMnoo, CDelnmelM. 14 Filialen: Kottbuser Damm 18-19— Grosse Frankfurter Strasse 119 Zur grosieu 7abrik Stefan Esdars (vormals Heinrich Weltmann) flaiser-Wilhelm-Str. 55 Berlin C. 8cke Spandauer Strape .Ueiu Inventur»Verkauf beginnt am 2. Januar. Auß or orden tüch hervorragende Gelegenheitskäufe in Herren- und fiamen-Konlcktion, sowie sämtlichen Sekleidungs- Artikeln, Schuhen, Wen. Wäsche usw. jee poe MK. 12t 52 MK.. MK. 16 L2 $ alamander$cttu.h.des. m. b. H. E> er Ii rx 2Cer\tra.le W 8; Frieclric'h.StraLLbe 182 Gdfbdi Qucl.ll.fdf [ Beachten Sie bitte mein morgiges Inserat. • t?-. �Z�Ü���kt��MdMel!p?U?!ö��?��nseratentcilvermUw.: SSTsciltn. Druck u.B«l-L:VorwürtSBuchdruSerci v. öerwgSanMt Paul Singer& Co.. Berlin SW. it. 344 30. Iiktgni. 3.§n\� des„Amillts" Serlilttt WlliSblM. MM». 3.. ztimto.9.3. Stadtverordneten-Versammlung. 3 8.(a u g c r d r b c n 1 1 i d) c) Sitzung v o m Dienstag, den Z. eppichhaus. Dresdeuerstraße 3(Kolt- busertor). Abonnenten Weihnachts- Rabatt! 1836K Monntsanzüge, Winterpaletots, Winterulster solvie Verleihe. Klein- mann, Rosenthalerstraße 59, kein Laden._ 286/2 Hilter, Kostüme. Plüschmäntcl, Slstrachanpaletot, schwarze Frauen- mäntel, Kindervaletot, Kindertleider, Gesellschajtstleider, Ballkleider, Blusen, Röcke, direlt aus'Arbeitssluben, spott- billig. Meyer, Blücherftr. 13 1. Etage. .Vorwärts'lcier 5 Proz. Ermäßigung. Sonntag« geöffnet.__ 19055t* Guterhalten 1 Lustgewehr, billig, 2 Eutawah, Jackellanzüge verkaust Schnitze, granzstraßc 4. 225/3 (Nödel. Tischleruteifter gibt Möbel aus Teilzahlung bei beliebiger ilnzablung zun, Kassenpreis. Stets Gelegenheits. käuje in gebrauchten und zurück- gesetzte» Möbeln, auch aus TeU- zahimig. Nachweis von Kunden wird gut bonoriert. Offerten Postamt 90.Lagerkarte 44'. Kücheu Ausitellung! Nur mo- derne, erstklassige Fabrilalc zu envrm billigen Preisen. Küche.Rekord" achtteilig, Büfett dreitürig,'Anrichte mit Getviirzlpind komplett in jeder ge- wünschten Farbe nur 85 Mark! „Möbelhaus" M. Hirschowitz, Ska< litzerstraße 25. 1859K Geldheirat nicht mebr nötig. Ich liefere zu Kassenpreisen bei geringster 'Anzablung und ileinsten Raten nach Borschlag der Käufer komplette Wohnungseinrichtungen sowie Einzelmöbel unter langjähriger Garantie. Stube und Küche 180,— on, zwei Stuben und Küche 230,— an. Gebrauchte und zurückgesetzte Möbel, fast neu, besonders billig. Bei Krankheit. Arbeitslosigkeit, Aussperrung, Streik selbstverständliche Rücksicht. Lieferung und'Ausstellung frei Wohnung. Nicht- gesallendes Umtausch gestattet. JuliuS Gabbert. Tiichlermeistet, Acker- straße 54. Kein Warenkreditgeschäst.' Diavet oone Geld! Bei lleiner Anzabwng geben Wirtichaiten und ein, eine Stücke aui jtredit umer äußerster Preisnotierung, auch Waren aller Art. Ter ganze Osten tauii bei uns. Kretichmann u. Co.. Kovvcn- ftraße 4.(Schieincher BabnbotJ' Moderne Zlrbeitermöbel in zeit- gemäßer Ausführung, in Eiche(alle Farben» und Nußbaum, unerreichte 'Auswahl, zu den allerbilligsten Preisen, in solider Arbeit, direkt vom Tischlermeister Julius Apelt, Adaiberislraße 6. am Kottbuserlor. 163lK' Nusibaumwirtschaft. noch neu, billig. Rosenthalerstraße 57. vom III rechts.(Gewerblich). Händler ver- beten. 285/20* Möbel! Speisezimmer, Herren- zimmer, Schlafzimmer, Wohnzimmer, farbige Küchen sowie einzelne Möbel- slücke gegen bar und bequeme Teil- zahlung. Sehr preiswerte, reich- haltige Auswahl. D. Lechner, Bruunenslraße 7, II. Geschäft Müller- straße 174. 1904K' Sparen Sie bei den schlechten Zeiten. Sie erhalten von mir gegen ganz lleine An- und Abzahlung nach Ihrem Wunsche ganze Wohnungseinrichtungen und einzelne Möbelstücke. Ein- und Zweizimmer- einrichlnngen von 200 Mark bis 1000 Mark. Spezialität: Voibildliche Musterwohnungen für Handiverker, Arbeiter und Beamte. Auch gebrauchte, guterhaltene Möbel sehr billig. Ga- rantie! Umtausch oder Geld zurück, wenn nicht gesällt. Bei pünktlicher Zahlung Hohe Prämien in bar, also große Vorteile für den reellen Käufer. Gewerlschastsinitgliedern 5 Prozent Rabatt. Bekannte Rücksicht bei Krank- heil, Arbeitslosigkeit, Streik usw. A. Schatz»er,., seit 1866 Brunnenstraße 160. Eingang Slnklamer Straße. — Kein AbzahlungSgeschäst. 1726(1* Kredtthaus �Frankfurter Dar». Große Franlsiirterittaße 1, liefert bei denkbar kleinsten Au- und Abzahlungen ganze WohnungS- Einrichiungeit, Stühe und Küche schon bei Mark 15.— Anzahlung an, einzelne Möbelstücke schon bei Mark 5,— Anzahlung an. Riesen- große SluSwahl in bunten Küchen und aller'Arten Möbel. Zlbzahlung ganz nach Wunsch de» Käusers. Bekannte Kulanz und Rücksicht. Sonn- tag 12—2 geöffnet. Vorzelger dieses erhält beim Kauf 5 Mk. gutgeschrieben, Bitte genau aus Hausnummer Nr. 1 zu achten. 120IK* Musikinstrumente. Pianino- kreuzlaitig, 125,—, ein Bechsteinpianina billigst(eventuell Teilzahlung), Turmstraße 9, Piano- hau«. 286/1* tzmishmeitellen für„Kleine Anzeigen ilerlin C.?l. Haliiliich, Ackerstr. 174. M W. o. wo. Bf. KW. SW. s. so. G. Schmidt, Kirchbachstr. 14. R. Hackelbusch, Petersburger Platz 4. Gustap Bogel- Koppen» straße 82. 3t. Wcngel«, Gr. Frankfurter Str. 120. L. Zucht, Jmmanuelkirchstr. 12. I. 3ie»l. Barnimstr. 42. A. Wolgast, Wattstraße 0. H. Fischer. Bastianstraße 6. Karl Mars. Greisenhagener Str. 22. I. Hönisch. Müllerstr. 34a. H. Vogel, Lortzingstr. 37. ZI. Tie«. Jnvalidenftr. 124 Saiomou Joseph, Ailhclinshaveiier Str. 48. H. Werner, Gneiienaujtr 72. Tach». Hagcibcrgcr Str. 27. St. Fri«. Prinzenstr. LI. H. Lehmann. Kottbuier Danun«. Paul Bölttn. Laufftzer Platz 14115. P. Horich- Engclujer 15. Karl Schwarzlose. Bismmckstr. 50. OzeuiioeliUiIellHS'exr. H. Hornig. Marienthalerstr. 13, I. Panl Kicuast, Räuschstr. 10. Otiui-i»tt«?iidiirjx. Gustav Scharnberg. Seienbeimer Str. 1. Ernst Werkmann, Köpenicker Str. 13. (ärUnau. Franz Klein, Friedrichstr. 10. Max Goiischur, Parkstr. 6. KarlKhorst. giichard Kiitcr, Aödelstr. 9, II. Köpenick. Emil Wihler, Kietzerilr. 6, Laden. Oieittenöerzr. Otto Sctkel, Wartenbergstr. 1. Biletier-Seköneneitie. Wilh. tlnruh, Brückenftr. 10. Xcvnne». Wilhelm Joppe, Lutherftr. 2. Obcr-Schöncwelti«. Alfred Bader, WUHelminenhosstr. 17, Laden. fnnknrv. Otto Ristinann. Müblenstr. 30. IteiniekenUni-t. P. Gurich, Pravinzitr. 56, Laden. Xenköiln.'M. Heinrich. Äedarstt. 2. Gourad, Hermannstr. 50. E. Ziahr, Siegsricdsir. 28/29. Ktnniiueis.knrj;. A. St osen kränz, All-Baxhagen 56. Setlöneöerx. Wilhelm Bäumter. Marlm-Lulher-str. 69 im Laden. Spanckuu. Soppen, Brciteslr. 64. Steglitz. H. Bcrnsee, Alsenstr. 5. XempeJhof. Joh. Krahn, Borussiastr. 62. Tfepto«-. Stöbert Gramenz, Kiesbolzstr. 412. Laden. Weuiensee. Fuhrmann. Sedanstr.105. Schillert. Berliner Allee 253. tzVlIniei-»»!«»-!. Paul Schubert. Witb-lmsaue 27. keste. Frankels Reftcrhandlung, Koll- buserstaaße 2, siaunenSwcrt billig: Herren-, Damenstoffe, Plüsche, Seide, Besatzartitel, Pelzwarcn. l508K* Ksuissesucke. Zahngebifie, Goldsachen. Silber- lachen. Plalinabsälle, sämtliche Metalle böchstzablend. Schm elzerei Christionat, Kövenickerilraße 20&(gegenüber Manieunelstraße). 111/1* Patrntaiiwali Müller. Guilyiuer strape 16 Patentanwalt Leisel. Gitichiner« stratze 94». Gotdschmclze lauil böchstzablend Zahngebisse, alle Metalle. Witwe Meper. nur kövenickerstraße 157. Zadngebisse, Zabu bis 1.30(Ab- holung). Piatinabsälle 5,70. Gold- lachen. Silbersachen. Kebrgold. Gold- »oallen. Quecksilber, Stanniolvavier, Zinn 3,10, Kuvier bis 1,20, Messing, Blei, böchstzahlend. Edelmetall- EintauiSdureau Weberstraße 31. Telephon. 176151' Piatinabsälle, Gramm 5.60. All- gold, Silber, Zahnqebisse. Stanniol, Quecksilber laus! böchstzablend Blümel, Schmelzerei. Auguslitraße 19 III. Sarginagazin. Bureau sür Feuer« bestallung.'August Krüger, Tischler- meister, Glogauerstr. 22. 369b* Stähmaschinenreparatureu fach'. gemäß, schnell, billigst, in eigener Werkstatt, auch außer dem Hause. » Bellmaun. Gollnowslraße 26, nahe dir Landsbergerstraße. 292K* 'Am Heiligabend wurde eine 14« larätige goldene Herrenuhr»Nr. 12598) i im Werte von 500 Mark gestohlen. : Borderlapsel gezeichnet O. U. Für : Wiedererlangung ist entsprechende Be- lobnung zugesichert. Meldung Polizei- reviev________ Welcher Stellmacher oder Bäul tischler beteiligt sich an reellem Unter- neumeit mit zirla 2000 Mark.'Austräge vorhanden. Offerten Postamt 65. „2001".-(83 Plannabtälle. alte Gold lachen, Bruchgold, Silber, Gebisse, alte Ubren, Kebrgold. Goldwalteu, Quecksilber, Stanniol sowie sämtliche Gold-, Silber-, platinbaltigen Rückstände lauitBroh, Edelmelallimmeize, Berlin, Köveiintersiraße 29. Telephon Moritz- Platz 3476. b80K* Fahrradankauf> Weberstraße 42. Briesmarken. Müiuen Großmann, Spandauerbrücke Ib. höchstzablend, ___ 285/15' kaust Kupfer, Messing. Zinn, Zink, Blei, Stanniolpapier, Flaschenkapseln, Goldsachen, Silbersachcn, Platin, Zabngebiff«,„Metallschmelze' Eohn, Brunnenstraße 25. 406b* llutemckt Auto- Fahrtchiilen. Achlungl uiicntgcltliche Auskunft wird erteilt im Gewerkschaitshausc, Engeluser 15 II. Zimmer 43/44._ 68/ 14' Unterricht in der englischen Sprache. Für Auiänger und Fori- geschrittene, einzeln oder im Zirkel, wird engiiicher Unterricht erleilt. Auch werden Ueberietzungen an- geierligk. G. Swienlv- Liebknecht Cbarlotienburg,«tullgarterviatz 9 Gartenbaus III. 44K' Proletarier, lernt die Mutter- spräche ßcacufchen! MuslergüliigeS Deutsch sprechen und schreiben lehrt billig(auch abendS) erfahrener Prioailehrer. Ansragen unler „Poillagerkarte 658", Briesposiam! Berlin. ß38» Klavierkursn». Erwcichseuen Schnellmelhode. Monatspreis 3,00. Alaoierübeu frei. 20 Klaviere. Musilakademie Lranienstraße 63. Moritzplatz. 286/ t Tanzschule Franz Siegerl, Ge- werlschasishaus, Eugeluser 15. Unterricht Mittwoch 9—11, Sonntag 3—7. Rund-.GesellschastStänze, Tango. zlimmer. Möblierte« Zimmer für 1 Herrn, oder Schiafflelle für 2 Herreu zu vermieteit. Heyne, LandSberger- strahe 36.__ 398b' Kleines, gut möbliertes Zimmer, anständigen Herrn, sofort. Listchle. Sebastianslraße 1. 285/17 Lietilskstelleu. Freundliche Schiafflelle bei Schuffi. Slralauervlatz 17.______ t73 Möblierte Schlaistelle�©itioc Steint ann, Reichenbergerftraße 182, vorn III,_____________ tö Möblierte freundliche Schlasstclle, Herrn. Dresdenerstraße 107/8, vorn Ii linls.____________ 285/19 Schlafstelle, Herrn, 12.00, separat' Blumenilraße 76, vorn III recht«. Schlafstelle, zwei Herren, Schlaf- stelle allem. Woä>e 3,00. Dragoner- straße 18, Hoffmann.______ j4186 ""Junger Mann kann einivohnen. Bicrente, Tresdenerstraßc 130. Hof parterre. 285/16 �rbeZtsmarkt. Stellenanxedote. Fakinristinnen mit schöner Hand- schrist, die jiott rechnen können, nicht niiier 18 Jahren, sofort gesucht. Meldungen i— 2 mittag» oder 7—8 Uhr abends. A. Jandorf u. Co, Belle-Zllliancestraße 1—2. 19065t Berkäuferiunen, tüchtiges j3r Galanterie- und Schuhwaren sofort gesucht Meldungen 1—2 mittag» oder 7—8 Uhr abendS. A.�Jandors u. Ca., Belle-Allianrestraße 1—2. ClJtllC yuuii».__-w._____----------'•______ V—-----------.j-,----------_______: Beränjwörtiicher" Redakteur: Alfred Wielepp, Neukölln. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerci u. Verlagsanjtalt Paul Singer& Co., Berlin SW.