Nr. 13. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Viertels jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg. frei in's Haus. Einzelne Numme: 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit tüluftr. Sonntags- Beilage Neue Selt" 10 Bfg. Poft- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuz band: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Poft- Bettungs- Preisliste für 1894 unter Nr. 6919. Vorwärts 11. Jahrg. Infertfons- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Bfg., für Vereins- und Beriammlungs: Anzeigen 20 Bfg Inferate für die nächste Nummer müßen bis 4 Uhr Nachmittags in Der Grvebition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochen= tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn und Fefttagen bis 9 Uhr Bormittags geöffnet. Sernsprecher: Amt I, 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Mittwoch, den 17. Januar 1894. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Der preußische Landtag und die Reich überantworteten Angelegenheiten, zu deren Erledigung ihre thatkräftige Agitation für das allgemeine, gleiche und Sozialdemokratie. Heute tritt der preußische Landtag zusammen, das Herrenhaus, um das das Volk sich überhaupt kaum noch fümmert, und das Abgeordnetenhaus, das durch das Dreitlassen- Wahlsystem, diesem ureigensten Erzeugniß preußischbureaukratischer Rechenkünftelei, zur Karrikatur einer Boltsvertretung gemacht wurde. Sat: die Zustimmung des Reichstags erforderlich ist, erscheint das, direkte Wahlrecht die Wahlreform in ihren Heimathländern was als Landesangelegenheit der Verfügung von Regierung in Fluß gebracht. Erreichten sie nicht, was sie wollten, auf und Landtag verblieb, in Preußen wie in den übrigen einen Sieb, so wird ihnen der erste Erfolg zu weiteren ver deutschen Ländern. Ueberall bort, wo der Sozialdemokratie helfen. Der rechte Weg ist beschritten, der zum Ziele führt. die Betheiligung an den Landtagswahlen ohne Verleugnung Auch die deutsche Sozialdemokratie hat auf dem letzten ihrer Prinzipien möglich ist, hat sie denn auch dafür gesorgt, Parteikongreß beschlossen, eine gleiche Agitation zu ihre Vertreter in die Landtage der Einzelstaaten hineinzu entfalten. Um für Preußen das mit Erfolg bringen. In den Volksvertretungen Bayerns, Sachsens verheißendem Nachdruck Nachdruck thun zu können, können, müssen und anderer deutschen Staaten sind sozialdemokratische die Genossen im ganzen Lande sich nicht nur über Es hieße Bickelhauben nach Potsdam tragen, wollten Abgeordnete mit Erfolg thätig, im Königreich Sachsen be- das bestehende und das von uns befürwortete Wahlsystem wir nochmals alle die Gründe zusammenhäufen, weshalb sonders seit Jahren schon. völlig klar sein darüber haben schon die bisherigen Er wir Gozialdemokraten es verschmähen, uns an den Wahlen Somit liegt die Schlußfolgerung so nahe, daß sie kaum örterungen in der Presse und Versammlungen hinreichend zu dieser Geldfackvertretung zu betheiligen. Sobald sich ausgesprochen zu werden braucht: Wenn wir auch in Aufschluß ertheilt sie müssen sich auch darüber unterbas Proletariat als organisirte Partei in einen politischen Preußen gegenwärtig genöthigt find abseits zu stehen, so richten, was für Aufgaben denn eigentlich sozialdemokra Intereffengegensatz gegen die sämmtlichen übrigen auf dem find wir doch mit dieser thatsächlichen, durch die Verhält- tischer Abgeordneter in der preußischen Volksvertretung Boden der heutigen Gesellschaftsordnungen stehenden Parteien nisse uns aufgezwungenen Rechtsverfümmerung keineswegs harren. Und so wollen wir uns denn bemühen, in einigen stellte, konnte es nicht mehr darauf rechnen, aus eigener Kraft zufrieden, sondern müssen das unsere thun, um auch auf weiteren Besprechungen neues Kriegsmaterial für diesen irgendwo einen Abgeordneten durchzubringen. Es wäre, um nur dem Gebiete der preußischen Landesgesetzgebung und-Ver- in nicht zu ferner Beit in Angriff zu nehmenden Agitationsein paar sozialdemokratischen Kandidaten zu Sigen im waltung für die Intereffen des Proletariats wirken, seinen feldzug zu beschaffen. preußischen Abgeordnetenhause zu verhelfen, erforderlich, Emanzipationskampf fördern zu können. Dazu müssen wir Kompromisse mit irgend einer andern politischen Partei zunächst die Beseitigung des Dreiklassen- Wahlsystems in einzugehen, da günstigen Falls, selbst dann, wenn das ge- Breußen erstreben. Aus freien Stücken wird weder die fammte Proletariat eines Wahlkreises sich der sozialdemo- Bureaukratie noch die Bourgeoisie, in deren Interesse jene fratischen Partei angeschlossen hätte, nur die Wahlmänner die Landesverwaltung führt, ein solches Zugeständniß der dritten Abtheilung der Sozialdemokratie zufallen würden, machen. Die Bureaukratie hat allerdings einmal geglaubt nicht aber die der beiden anderen. Höchstens ein Drittel zu der Zeit, als das preußische Bürgerthum noch einer der Wahlmänner können also für unsere Partei gewonnen fräftigen oppositionellen Haltung fähig war, gegen diese werden und nur durch irgend ein Kompromiß mit einer Opposition das Proletariat verwenden zu können und hat andern Partei würde sich dieses Drittel bei der Abstimmung deshalb im Jahre 1867 für die Reichstagswahlen das alldaß das mobile Kapital, wie Attien, Pfand= zu der erforderlichen absoluten Mehrheit erweitern lassen. gemeine, gleiche und direkte Wahlrecht zugestanden. Sie briefe 2c. eng mit dem immobilen Kapital( Fabriken, Das wäre aber nicht anders zu erreichen als durch schäd- hat sich aber bald in ihrer Berathung getäuscht gesehen, Grundstücken) verknüpft ist..... liche Zugeständnisse, die uns für künftige politische Kämpfe als sie erkannte, daß in dem jugendstarten Proletariat die Hände binden würden. Ueberdem würden wir durch ihrem patriarchalischen Regiment ein weit gefährlicherer folche Rompromiffe den Standpunkt des Klaffenkampfes, Gegner erwuchs, als die altersschwache Bourgeoisie es je der schroffen Scheidung von den übrigen Parteien, auf war oder werden konnte. Und seitdem hält die Bureau gegeben haben. Und durch alle diese Umstände würde kratie mit verdoppelter Bähigkeit an dem Wahlsystem fest, Sie zukünftige Entwickelung unserer Partei und das ihr oberster Chef einst für elend und widerfinnig erIndem ich Sie bei dem Beginn eines neuen Abschnittes des gesammten politischen Lebens derart gefährdet werden, klärt hat. der parlamentarischen Thätigkeit begrüße, vertraue ich, daß das daß demgegenüber die augenblicklich durch Wahlbetheiligung Von der Bourgeoisie und der ihr angegliederten Junker- Bestreben meiner Regierung, den Bedürfnissen des Landes gerecht zu erringenden Vortheile zu minderwerthig erscheinen. So tlaffe hat das Proletariat aber ebenso wenig eine Unter- au werden, in Ihrer bereitwilligen und einsichtsvollen Mit ist uns denn nichts anderes übrig geblieben, als bei Seite stügung in dem Streben nach Einführung des allgemeinen, wirkung auch ferner eine sichere Stüße finden wird. zu stehen, wenn die Bourgeoisparteien sich untereinander gleichen und direkten Wahlrechts für Preußen zu erwarten, Die Finanzlage des Staates hat sich noch nicht gehoben. um die Mandate raufen, die die Bureaukratie ihnen, nach ba das Dreiklassen Wahlsystem jenem Interessenbunde des zurückbleibens der Ginnahmen der Staatseisenbahnen gegen Die Rechnung des Jahres 1892/93 ergiebt, wesentlich infolge der Rechtsverkümmerung des Proletariats durch die Oftroyi die einzige Möglichkeit gewährt, sein Privilegium der den Anschlag, einen Fehlbetrag von rund 25 Millionen Mark, rung des elendesten und widersinnigsten aller Wahlsysteme Staatsausnüßung noch für eine längere Frist zu behaupten. welcher durch eine Anleihe zu decken sein wird. preisgegeben hat. So bleibt denn das Proletariat auch hier auf seine eigene Die beim Schlusse der letzten Tagung des Landtages aus Kraft angewiesen, und das ist gut. gesprochene Hoffnung, daß der im Voranschlage für das laufende Aber wenn wir abseits stehen müssen bei der Wahl, so verharren wir doch nicht intereffelos den Angelegenheiten gegenüber, die dem preußischen Landtag vorbehalten sind. Durch die Gesetze und Maßregeln, die er beschließen, die Steuern, die er dem Volke auferlegen tann, greift der preußische Landtag beständig in die Entwicklung des Volkes ein und fördert oder hemmt dessen Wohlstand. Kaum minder wichtig für das Volkswohl als die dem Deutschen Feuilleton. Nachbruck verboten.] Helene. ( Alle Rechte vorbehalten[ 18 Roman in zwei Bänden von Minna Kautsky. Es war ein Bild von fesselndem Reiz und sie konnte sich daran nicht satt sehen. Aber plöglich, als gehorche sie einer geheimen Einwirkung, wandte sie den Kopf seiiwärts, ihr Blick traf in den Spiegel und mit einem Ausruf der Ueberraschung fuhr sie empor. Sie hatte darin die Gestalt eines jungen Mannes er blickt, der in der Ecke hinter ihr saß und sie gleichfalls durch den Spiegel betrachtet hatte. Im nächsten Augenblic stand er an ihrer Seite. Er war unter Mittelgröße, schmächtig und zart. Das braune, schlichte Haar lag einfach gescheitelt über der breiten, weißen Stirn, die diesem Kopf, mit den weichen und gewöhnlichen Zügen allein einige Bedeutung verlieh. = Druckfehler- Berichtigung. Im Leitartikel über die ReichsEinkommensteuer findet sich zu Beginn der dritten Spalte folgender Gaz: Aber das mobile Rapital tritt dem immobilen gegenüber gewaltig in den Hintergrund, vor allem wenn man berücksichtigt, daß das immobile Kapital, wie Attien, Pfandbriefe 2c. eng mit dem mobilen Rapitale verknüpft ift,... Es muß aber natürlich heißen: I Die Thronrede, mit der der Landtag heute vom König eröffnet wurde, hat folgenden Wortlaut: Fragen wir nun, wie sich die Einführung eines Wahl- Jahr vorgesehene Fehlbetrag die veranschlagte Höhe nicht ersystems in Preußen erreichen läßt, so würde der deutschen reichen werde, hat sich zwar in betreff der eigenen Einnahmen Bureaukratie das Verhalten der Bruderparteien in zwei und Ausgaben Preußens bestätigt, wird jedoch infolge des RüdNachbarländern die Wege gewiesen haben, wenn sie ganges der Ueberweisungen des Reiches und der bedeutenden nicht längst schon aus eigener Erfahrung die Wirkungskraft Steigerung der Matrikularumlagen nicht in dem erwarteten Maße erfüllt werden. einer Agitation im großen Styl erkannt hätte. Sowohl In dem Staatshaushalts- Etat für 1894-95, dessen Ent die belgischen wie die österreichischen Genossen haben durch wurf Ihnen alsbald vorgelegt werden wird, erweisen plauderten sie heiter und völlig unbefangen miteinander vom Wetter der schönen Aussicht den Blumen. Helenens Blick streifte zufällig die am Tische liegende Zeitung und sie wies lächelnd mit dem Kopfe darauf hin, als wäre ihr damit etwas Bekanntes, das sie lange nicht gefehen, wieder vor Augen gekommen. zu Es ist ein Arbeiterblatt," sagte er nachlässig. " Jch fenne es," bestätigte sie. " Sie, gnädige Frau?" " Ich habe öfter darin gelesen; nicht hier, als ich noch Hause war. Ein Bekannter, Konrad Ebner, hat es immer gebracht." uns Kennen Sie den Arbeiter Konrad Ebner?" fragte Mar noch verwunderter. Sie bejahte lächelnd. Es erschien ihr als der heiterste Zufall, daß sie bei Konrad über einen gewissen Max Gebhart Erkundigungen einziehen sollte, und nun stand dieser selbst vor ihr und befragte sie nach jenem. Das kommt daher, weil meine Eltern in einem Hause mit Ebner wohnen," erklärte sie." Thür an Thür, und ich Mar Gebhart, gnädige Frau," sagte er, sich verbeugend. habe schon gehört, daß Sie ihn kennen und daß Sie mit " Berzeihen Sie, wenn ich zögerte, mich Ihnen vorzustellen, ihm nicht wahr, Sie besuchen Arbeiterversammlungen?" aber Sie schienen mir ruhebedürftig und ich überlegte eben, fragte fie, sich unterbrechend, indem sie ihm voll und ob es nicht das Beste wäre, mich unbemerkt zu entfernen." forschend in die Augen blickte. Eeine Haltung war ehrerbietig und die sanfte Stimme stand völlig im Einklang mit dem offenen guten Ausdruck der blauen Augen. Lene fühlte sich sympathisch berührt, jedes Unbehagen war geschwunden. Gewiß besuche ich sie," versicherte er so lebhaft, als gelte es, ihr eine beruhigende Versicherung zu geben, und ich weiß nun auch, daß ich die Tochter unseres Röder vor mir habe, und ich freue mich aufrichtig darüber." Sie sah ihn mit großen Augen an. -wundere mich-" Sie fragte, ob er sie fenne, was er lächelnd bejahte. " Worüber? Daß ich Ihren Papa kenne? Aber ich Er bat sie Platz zu nehmen und rückte ihr den Stuhl zurecht, wobei er die Zeitung, in der er gelesen hatte, auf bin ja bei der Redaktion dieses Blattes mitbetheiligt und den Tisch legte, dann setzte er sich ihr gegenüber. Bald sehr vertraut mit Partei- Angelegenheiten." " Ich : Aber sie sah ihn nur noch verwunderter an; was hatte ihr Papa mit der Redaktion zu thun, und sie mit ParteiAngelegenheiten? Er schob ihr das Blatt zu: " Bitte, nehmen Sie es mit, Sie finden darin einen guten Artikel über die Wahlen, er ist von Konrad, und sonst noch mancherlei, das Sie intereffiren dürfte." " Dante," sagte sie erfreut, das von Konrad möchte ich schon lesen. Er ist gescheidt, nicht wahr?" " Ein überaus fähiger Kopf." " Und die Hauptsache, er ist brav und ohne Falsch." " Boll Begeisterung, voll Ueberzeugungstreue." " Es ist nur zu bedauern, daß er als Arbeiter wenig Beit hat, sich weiter zu bilden. Es sollte etwas für ihn geschehen und ich denke daran." Lene sah ungemein interessirt aus und lehnte sich mit beiden Armen über den Tisch, um ihm näher zu kommen. Ah, das wäre so hübsch von Ihnen, wenn Sie sich seiner annehmen wollten." Auch er schob den Sessel näher; seine Stimme flang noch leiser und sanfter. Annehmen? Gnädige Frau, gestatten Sie mir, Ihnen zu sagen, daß es sich hier darum handelt, einen voraussichtlich hervorragenden Kämpfer für eine große Sache so auszurüften, daß er in ihrem Dienst all' seine natürlichen Fähigkeiten entwickeln und gebrauchen lernt." "! Und Sie halten Konrad wirklich für einen so hervors ragenden Kämpfer?" fragte sie erstaunt und erfreut. " Er steht schon jetzt in den vorderen Reihen, aber es bedarf eines großen Wissens und wissenschaftlichen Denkens, um die Ereignisse, die sich vor unseren Augen abspielen, richtig erfassen, um sie in ihrer vollen umgestaltenden Bes deutung zu erkennen. Da heißt es also, unseren fähigen. in zu fich die Einnahmen des Staates wiederum als unzureichend die wissenschaftlichen Anstalten, kein Wort über die auch ins Moderne übersetzen könnte mit den Worten„ Des zur Deckung des Ausgabebedarfs, und es muß dazu Verbesserung des Arbeiterschuhes in den Bergwerksbetrieben, Fürsten Wille ist das oberste Gesez", der hätte etwa so der Staatskredit noch in größerem Umfange über Modernisirung der Berginspektion, über Besserstellung sprechen können: Heute paßt es meinen Zwecken, mich von in Anspruch genommen werden, als für das laufende Jahr. der Arbeiter in Staatsbetrieben, über Gestaltung der staat- irgend einer gewählten Körperschaft berathen zu laſſen, Dieses unerwünschte Ergebniß war, obgleich bei Bemessung des Ausgabebedarfs die firengste Sparsamkeit obgewaltet hat und lichen Fabriken und Bergwerke zu Musterbetrieben, Ver- morgen nicht mehr; dann schicke ich besagte Volksvertreter obgleich bei den Staatseisenbahnen für das nächste Jahr größere tröftung der Wünsche der Beamten auf Besserstellung, bis nach Hause. Ich nehme ihnen das Recht mich zu berathen Ueberschüsse in Aussicht genommen werden konnten, nicht zu ver- die Mittel reichlich vorhanden sein werden, was in der und den Wählern das Recht, diese Berather zu wählen. meiden, da die Anforderungn des Reiches an die Einzelstaaten Aera der Heeresvermehrungen nicht zu erwarten ist. Eine Nöthigung irgend welcher Art, auch nicht mal eine andere Leute hineinreden Die Finanzlage Preußens wird grau in grau gemalt, moralische Nöthigung, in erhöhtem Maße gestiegen sind. Die hieraus erwachsenden Schwierigkeiten können nur durch eine durchgreifende Neu- sicherlich viel trauriger als sie thatsächlich ist, doch Herrn lassen meine Erledigung der Staatsgeschäfte, ordnung der finanziellen Verhältnisse des Reiches und eine an- Miquel schien dies wohl erforderlich, um Stimmung für besteht nicht." So konnte Ludwig XIV. ſprechen; gemeffene Bermehrung seiner eigenen Einnahmen gehoben werden. seine dem Reichstage vorliegenden Entwürfe zu machen. so hat fünfundzwanzig Jahre lang Friedrich Wilhelm III. Die Fürsorge der Staatsregierung für die Den Agrariern werden viele schöne Worte gegeben, gesprochen, dieser engherzigste aller preußischen Könige, der äußere Lage der Beamten hat sich unter diesen Umständen im wesentlichen darauf beschränken müssen, das man verspricht ihnen Landwirthschaftskammern, Organi- noch nicht einmal die„ moralische Nöthigung" empfand, sein System des Aufsteigens im Gehalt nach Dienstaltersstufen auf fationen, die man den Arbeitern stets verweigert hat, eine in der Stunde der Noth dem Volke gegebenes Wort auf die höheren Beamten auszudehnen und die Mittel bereitzustellen, Neugestaltung der Rechtsverhältnisse des ländlichen Be- Einführung einer Volksvertretung zu halten; so kann auch um dieses System ür die mittleren und unteren Beamten gleich- fibes, Verbesserung des Kreditwesens u. dgl. heute noch der Zar sprechen oder König Behanzin von mäßiger und durch die Mitberücksichtigung diätarischer Dienstzeit Dahomey; aber nach einem solchen Ausspruch zu handeln, günstiger zu gestalten. hat heute ein preußischer König nicht mehr die Macht und Für die Lehrer und Lehrerinnen an den öffentlichen nicht deshalb auch nicht mehr das Recht. staatlichen mittleren Schulen soll durch eine Vorlage gesorgt werden, welche das Ruhegehalt der Lehrpersonen, sowie das Wittwen- und Waisengeld für ihre Hinterbliebenen zu regeln be= stimmt ist. Auch in diesem Jahre wird Ihnen ein Gesezentwurf wegen Erweiterung des Staatseifenbahnnetzes durch Herstellung neuer Eisenbahnlinien zugehen. Um den Unternehmern von Eisenbahnen und Kleinbahnen den Realkredit, dessen sie bisher entbehrten, zu eröffnen, bedarf es eines Gesetzes, welches die rechtswirksame Verpfändung des Bahneigenthums ermöglicht. Der Entwurf eines solchen wird zu Ihrer Berathung gelangen. Die Kreuz- Zeitung" stellt sich so, als ob sie über die Thronrede recht erfreut wäre. Freilich zufriedengestellt ist ihre Partei nicht, denn wie sollte eine Partei der Nimmer fatten zufriedengestellt werden. Vielleicht würde das mobile und immobile Rapital Ihre Auhänger haben sofort im Herrenhause durch den es gar nicht ungern sehen, wenn irgend ein Fürst Freiherrn von Manteuffel, den Vizepräsidenten dieser nach solchen Grundsäzen zu handeln versuchte, aber selbst altersschwachen parlamentarischen Körperschaft, die nun zum dessen Unterstützung genügt nicht mehr. Die Staatsmacht ist Tummelplatz der Leute vom Bunde der Landwirthe weit über den Kreis der ehemals Privilegirten hinaus einwerden soll, eine Interpellation eingebracht folgenden Wort- gedrungen in das Volt, in unmeßbaren, in unwegbaren lautes: Quanten, aber völlig negiren läßt sich der Antheil des Anknüpfend an die allerhöchste Thronrede, welche die Volkes an der Staatsmacht nicht mehr, und je mehr das schwierige Lage der Landwirthschaft anerkennt, richten wir an Bolt zum Bewußtsein seiner Macht kommt, je mehr sein die königliche Staatsregierung die Frage, ob diefelbe außer Machtantheil wächst und die anderen überflügelt, wird es den angekündigten Maßnahmen noch fernere Schritte zur Be- auch sein Recht auf Bethätigung dieser Macht geltend Infolge ungewöhnlicher Dürre im verflossenen Frühjahr feitigung des stetig wachsenden Nothstandes der Landwirth- machen, wird es sich nicht länger mit dem Schein einer find umfangreiche Landestheile von bedrohlichem Streu- und schaft zu thun gedenkt." Futtermangel betroffen worden. Zur Bekämpfung desselben Die Thronrede entspricht der parlamentarischen Körper- Boltsvertretung abspeisen lassen, sondern eine wirkliche haben im Anschlusse an die Maßnahmen meiner Regierung die Organe der Selbstverwaltung und die landwirthschaftlichen schaft, an die sie gerichtet ist, nicht die Volkswünsche werden Volksvertretung verlangen. Nur grollend und murrend, Vereine, wie ich gern anerkenne, umsichtig und thatkräftig ein- in derselben besprochen, sondern die Wünsche der, bevor- wie aus weiter Ferne läßt sich bisher dieses Verlangen hören, es wird in deutlicherer Sprache reden. gegriffen. Dant diesem Zusammenwirken und der späteren rechteten Klassen. fruchtbaren Witterung ist dem befürchteten Nothstande gesteuert Reine weitausschauenden großen Maßregeln, feine zielhan Landwirthschaftskammern. Die dem preußischen bewußte Politik liest man aus der Thronrede heraus, son- Landtage zu unterbreitende Vorlage, betreffend Bildung von Mit um so schwererer Sorge erfüllt mich die schwierige dern bloße Berücksichtigung einseitiger Klasseninteressen, Landwirthschaftskammern bestimmt nach Zeitungsmeldungen, Lage, in welcher aus anderen Gründen die Landwirth und deshalb wird im Volke der Wunsch, die Grundlagen daß an einen Grundsteuer- Ertrag von 3 M. an das Wahlſchaft zu einem großen Theile sich befindet. Angesichts der des preußischen Parlamentarismus, die Dreiklaffenwahl recht geknüpft wird. Es sollen also auch die Interessen hohen Bedeutung der Landwirthschaft für das Staatswohl erfenne ich es als die Aufgabe meiner Regierung, nicht nur fort- und das Zweihäusersystem bald durch ein vernünftiges der kleinsten Gespanne Berücksichtigung finden. Die gefeht das Gedeihen der Landwirthschaft zu fördern, sondern Wahlsystem, das allgemeine, gleiche, direkte und geheime Wahlen sind indirekt Ein einzelner Großgrundauch eine Gestaltung der Rechtsverhältnisse des Wahlrecht ersetzt zu sehen, aufs kräftigste bestärkt werden. besizer kann ein Drittel aller Wahlmänner seines worden. ländlichen Besiges zu erstreben, die ihn in den Stand fett, auch ungünstige Seiten zu überwinden. Ein so schwieriges Wert ist nicht durchführbar ohne die dauernde Mitarbeit selbständiger, auf öffentlich. rechtlichem Grunberuhender Organe der Berufs: Politische Leberlicht.hschaftskammern einen Ersag für die landwirthschaftBerlin, den 16. Januar. Wahlkreises wählen. Unter die Aufgaben der Landwirthschaftskammern ist die Frage der Umwandlung kündbarer Hypotheken in Amortisationsrenten aufgenommen. Weiter wird daß die Regierung in den Landglen offen, an welchen es bisher der Landwirthschaft fehlt. Die Herstellung einer allgemeinen forporativen Verlichen Zentralvereine schaffen will. Doch sollen die letzteren tretung der Landwirthschaft ist daher der erste nothwendige Eine Uebersicht über die Ergebnisse der preußi- zunächst neben den Landwirthschaftskammern noch fort Schritt zu dem bezeichneten Ziele. Diese Vertretung wird be- schen Landtagswahlen ist dem preußischen Abgeordneten bestehen. Was die Lösung der ländlichen Verschuldungsrufen sein, die Hebung der Landwirthschaft durch gemeinsame hause sofort bei seinem Zusammentritte überreicht worden. frage unter Mithilfe der Landwirthschaftskammern be: Einrichtungen zu betreiben, der Regierung als Beirath zu dienen und bei der Vorbereitung und Durchführung der Maßregeln der Leider ist aus derselben über die Betheiligung der Urwähler, trifft, so nimmt die Regierung an, daß im Durchschnitt Gesetzgebung und Verwaltung mitzuwirken, welche auf die Ber- und über die Stärke der einzelnen Wählerklassen nichts heute der kleine und mittlere Grundbesitz bis zu einem besserung des Kreditwesens und die Beseitigung der zu ersehen. Da die preußische Regierung eine eingehende Drittel, der Großgrundbesitz bereits bis zur Hälfte des Uebelstände gerichtet sind, die auf der übermäßigen Verschuldung Statistik als Nachweisung über die Wahlen von den Wahl- Werthes verschuldet ist. des Grundbesitzes und den ungeeigneten Formen derselben be- kommissionen eingefordert hat, wollen wir zu ihren Gunsten Eine Gefahr für unser Münzwesen. Die Verruhen. vorerst noch annehmen, daß die eigentliche Wahlstatistik noch über die Errichtung von Landwirthschaftskammern urtheilung der letzten Wahlen fast ganz werthlos. Zu diesem Behufe wird Ihnen der Entwurf eines Gefeßes veröffentlicht wird. Die vorliegende Uebersicht ist zur Be- minderung des Silberpreises hat auch für die Länder der Goldwährung den Nachtheil im Gefolge gehabt, daß der Silberwerth unserer silbernen Scheidemünzen, der 5, 2, 1vorgelegt werden. In einer Zeit, in der die Unzufriedenheit viel Wer ist der Staat? In dem Bemühen, das und 1/ 2- Markstücke ganz außer Verhältniß zu ihrem Nennfach geschürt und der Kampf der Meinungen preußische Dreiklassen Wahlsystem als eine vortreffliche, werthe kam und so zur Nachprägung seitens Privater führte. und Interessen mit zunehmender Schärfe gezweckentsprechende Einrichtung hinzustellen, hat die„ Kreuz- Diese Pachprägung ist zwar unter hohe Strafe gestellt, sie führt wird, gilt es, durch die versöhnliche Wirkung gemeinsamer Arbeit den Ausgleich der Gegenfäße zu fördern Beitung" fich eine sonderbare staatsrechtliche Theorie zurecht ist aber doch, wenn auch nicht juristisch, von der Falschund ihn zu finden in dem aufrichtigen Streben nach dem un- gemacht. Das konservative Blatt leugnet, daß sich irgend münzerei zu unterscheiden, da die nachgeahmten Münzen ein Rechtsanspruch der Staatsbürger auf direkte oder in- den vollen Silberwerth der echten haben, somit auch sehr verrückbaren Biele, dem Wohle des Vaterlandes. direkte Theilnahme an der Staatsleitung begründen laffe. schwer als Fälschungen festzustellen sind wodurch die Dazu gebe Gott Segen und Gelingen. Kein Beifallszeichen während der Verlesung der Thron- Das Wahlrecht, meint es ist kein Urrecht, sondern auf Schädigung des Staatsschayes größer und gefährlicher wird; rede und an deren Schlusse. Nüchtern, rein geschäftlich wie ihr die Wähler erst durch den Staat übertragen worden, und so wurde unlängst in Köln eine Falschmünzerwerkstatt entdeckt, Inhalt, war auch die Aufnahme bei den Zuhörern. Be- zwar in der Absicht, durch dasselbe die Zwecke des Staates welche filberne Ein- und Fünfmarkstücke nachahmte, und zwar stimmt auf die Verhandlungen des Reichstages und die zu fördern. Entspricht die unmittelbare und mittelbare genau in dem Silbergehalt der echten Markstücke. Der VorHaltung der Agrarier zu den Steuervorlagen und zum Theilnahme des Volkes an der Gesetzgebung dem Staats- theil der Falschmünzer besteht darin, daß der Silberwerth der deutsch- russischen Handelsvertrag zu wirken, tönte aus fast zweck nicht, so besteht für den Staat auch nicht einmal die Markstücke zur Zeit nur etwa die Hälfte des Nennwerths Der Falschmünzer wurde auf jedem ihrer Säge heraus:" Die Kulturaufgaben moralische Nöthigung, eine solche Theilnahme zuzulassen." Ja, der Markstücke beträgt. leiden." Bedeutungsvoller als der Inhalt der Thron- verehrliche Kreuzspinne, was ist denn das für ein Ding, der frischer That ertappt. Es wurde eine vollständige Prägerede ist das von ihr nicht Berührte. Kein Wort über die Staat, dem Du diesen glänzenden staatsrechtlichen Gedanken Anstalt gefunden, in welcher sich auch eine große zum Schule, tein Wort über die nothwendigen Neu- zu Grunde gelegt haft? Ein Ludwig XIV., der den schönen Prägen benutzte Balancierpresse befand. Die vorgefundenen, bauten und die Vermehrung Don Mitteln für Satz erfand" Der Staat bin ich", was man so ohngefähr ausgezeichnet ausgeführten Matrizen und die Maschinen, Köpfen die umfassenden Studien zu ermöglichen, und sie immer von Ausbeutung und Unterdrückung mitbefreien auf die Zeit vorzubereiten, wo das Proletariat im politischen wird." Kampfe stehen und die Wissenschaft selbst revolutionär geworden sein wird." Sie hatte ihm aufmerksam zugehört, und unverwandt in das Antlig geblickt, in dem eine feine hektische Röthe aufstieg. Jett fragte sie schüchtern:" Sind Sie auch Revolutionär. Er mußte lächeln: Auch ich!" " Aber Sie sind kein Arbeiter?" " Ich bin gar nichts; ich brauche nichts zu sein, ich gehöre der privilegirten Klasse an." Das flang mit einem Male ganz anders, scharf wie Selbstverhöhnung. Aber er bemerkte die Betroffenheit in dem lieblichen Gesichte der jungen Frau und in leiser Berührung legte er, für einen Augenblick nur, seine Hand auf die ihre, die noch immer am Tische ruhte und sagte mit der früheren Sanftheit: " Sie müssen mich als eine Art Ueberläufer betrachten, aber ich habe mich völlig von den Anschauungen meiner Klasse losgesagt und bin Sozialist geworden." Wie sind Sie dazu gekommen?" Er zuckte die Achseln. Mir ist jetzt Vieles flar geworden... mein armer Bater! Finden Sie nicht, daß es traurig ist, wenn ein Mann Er hatte lebhaft, voll tiefer Ueberzeugung gesprochen, verheimlichen muß, was er denkt und fühlt und was ihm aber in dem Maße, als sich seine Stimme erhob, war sie die Seele bewegt?". Gewiß, aber er tann nicht anders, wenn er nicht heiser und klanglos geworden; eine fongeftive Röthe war in seine Wangen gestiegen und seine Hand zitterte, mit der das Zoos Derjenigen mitgefährden will, deren Ernährer er den Halskragen ein wenig herabdrückte, wie um sich Luft er ist." zu machen. " " Das entschuldigt ihn also einigermaßen? o, nicht Auch ihre Wangen hatten sich im Eifer geröthet, mit wahr?" fragte fie dringlich. dem sie jedes Wort von seinen Lippen nahm, bemüht, es Vollkommen." Er nahm ihre Hand und selbst bewegt, dit pa sah er in ihr bewegtes ausdrucksvolles Gesicht: Beruhigen zu erfassen. Sie sich, aber bleiben Sie dabei, daß man seine Ueberzeugungen hoch halten muß." Es war ihr, als wäre fie mit einem Ruck in eine neue Welt versetzt, von der sie bisher nicht einmal eine Ahnung hatte, die von Kampf erfüllt war für eine gerechte Sache. Ihr Herz schlug kräftiger, in jugendlicher, freudiger Antheilnahme. Daß man sie werth erachtete, um mit ihr von so hohen Dingen zu sprechen, erhob sie selbst. Ich danke Ihnen," sagte sie nach einer Pause warm und innig, ich habe über diese Dinge immer nur Worte gehört, ohne daß mir ein Sinn dafür aufgegangen wäre, Konrad hat nie in dieser Weise mit mir gesprochen, ihm bin ich immer nur ein Kind gewesen." und auch Ihr Vater nicht?" " Mein Bater?" W Wie andere auch. Es giebt etwas, das jeden Einzelnen stärker beeinflußt als er glaubt, das ist die Zeit, in der er lebt. Wie in der Zeit der aufstrebenden christ" Sie fagen, Sie haben das Arbeiterblatt gelesen, dann lichen Machtentfallung alle Wege nach Rom führten, führen werden Sie doch seine Artikel nicht überschlagen haben?" Die Artikel meines Vaters?" Sie wechselte die Farbe. heute alle Wege zum Sozialismus und es ist wie ein Fatum, daß selbst die Gegner des Sozialismus, die ihn am" Er ist der wahre Rufer im Streit aber was haben heftigsten bekämpfen, seine Wege ebnen und verbreitern Sie? Fürchten Sie keine Indiskretion von meiner Seite, helfen Wie wir dazu kommen? Die Einen durch die guädige Frau, ich kenne seine Stellung, ich weiß, daß Vorwissenschaftliche Forschung durch den Humanismus ficht nöthig ist, aber seiner Tochter gegenüber glaubte ich durch das Gefühl die Anderen durch ihre Unzufrieden- aufrichtig sein zu dürfen." heit durch die Verbitterung- durch das Elend. Aber Lene senkte die Augen:„ Ich wußte von nichts," sagte die Arbeiter, die von ihren Instinkten geführt werden, sie leise, und auch die Mutter weiß nichts davon." Beide schwiegen einen Augenblick, dann sagte Max nehmen den türzesten Weg. Ihr Klasseninteresse macht sie tühn und aufgeklärt, denn ihre Ziele liegen auf der Seite gedrückt: " Ich vermag Ihnen nicht zu sagen, wie sehr ich meine des Fortschritts. Und so wird diese Klasse selbst zum Vertreter des Fortschritts, und es ist ihre weltgeschichtliche Unvorsichtigkeit bedaure." Mission, daß sie, indem sie sich selbst von Ausbeutung und Sie nickte sanft ihm zu, während sich eine große Unterdrückung befreit, zugleich die ganze Gesellschaft für Traurigkeit über ihre Züge verbreitete. und Sie hatte ihn nicht verstanden. Ihr Umhang war herabgeglitten, sie hüllte sich darein griff nach dem Schirm. Sie wollen fort, gnädige Frau?" " Ich muß, mein Mann" Der erwartet Sie heute nicht," versicherte Gebhart lächelnd. Auch sie lächelte, weil er sie auf einer Lüge ertappte. Es ist wahr, er nicht, aber das Mittagessen." Sie nahmen den Weg durch den Part, rasch gingen fie abwärts. Der Himmel hatte sich aufgehellt und die blasse Sonnenscheibe wurde hinter den ziehenden Nebels schleiern sichtbar, ohne mit ihrem matten Glanze das Auge zu blenden. Sie blidten beide in die Sonne hinein und lachten darüber. Es klang fröhlich hell, wie Kinderlachen. Woher wiffen Sie denn, daß mein Mann heute nicht mit mir speisen wird?" fragte sie ihren Begleiter plötzlich, find Sie ihm begegnet?" Ja, gnädige Frau. " Und haben Sie ihn gesprochen?" # 18 ich " Nein, es war zu spät. Ich stand am Perron und als ihn bemerkte, hatte sich der Zug schon in Bewegung gefeht. " Welcher Bug?" " Elf Uhr fünfunddreißig nach München." ( Fortsetzung folgt.) genommen. Sollten sich derartige Entdeckungen mehren, was zu gewärtigen ist, so wird die Reichsregierung wohl eine Erhöhung des Silberwerthes unserer Scheidemünzen in Erwägung ziehen. fowie ein Gädchen fertiger Falschstücke wurden in Beschlag| angekündigte Wechselbalg fein foll. Der nachstehende nationalliberale Waschzettel berichtet darüber: Berlin, 14. Januar. Der ehemalige Privatdozent Eugen Dühring hatte Mitte der siebziger Jahre, als er den heftigen Konflikt mit Professor A. Wagner hatte, einen nicht unbedeutenden Anhang, der sich zum Theil später verlief, da Dühring aus der Stille feiner Gelehrtenstube Jahre lang nicht mehr nicht mehr heraustrat. heraustrat. Immerhin sollen noch mehrere Hundert Dühringianer, ausgesprochene Sozialisten, vorhanden sein, und diese werden sich in einer am Donnerstag in den Gratweil'schen Bierhallen stattfindenden Versammlung treffen, um die im Stillen bereits vorbereitete Organisation Sozialitairer(!) Bund" weiter auszubauen. Dühring und ift ein heftiger Antisemit und die Mitglieder des Sozialitairen Bundes" denkten wie ihr Meister; denn zu der Versammlung find nur die Wir haben nichtjüdischen Sozialisten geladen. Freifinnige Sozialreform. Herr Dr. Max Hirsch hat gestern im Verein Waldeck einen Vortrag über die freifinnige Volkspartei und die soziale Frage gehalten, in dem er den Wunsch aussprach, daß in das Programm seiner Partei folgende soziale" Forderungen aufgenommen werden: mar " " es also hier mit einer antisemitischen Gruppe unter ben Sozialisten zu thun. In der Versammlung soll über " Dühring's Antisemitismus und Sozialismus" verhandelt werden. Antisemitische Regungen unter den Sozialisten baben sich schon öfters gezeigt( der einstmalige Führer der Gewerkschaftsbewegung Maurer Conrad 2c.), sind aber zur Stärke niemals gelangt. Man kann wohl auch dem Soziali tären Bunde" das Prognostikon stellen, daß er wenig Bugtraft Die freisinnige Volstpartei betrachtet es als eine ihrer wichtigsten Aufgaben, für die Verbefferung der Lage der arbeitenden und wenig bemittelten Volksklassen in Stadt und Land, zum Zweck ihrer vollen Gleichberechtigung und erhöhten Theilnahme an den materiellen und geistigen Kulturerrungenschaften, allerwegen reformatorisch einzutreten. Die Partei stellt dem gemäß auf fozialem Gebiete namentlich folgende Forderungen: 1. Beffere Ausrüstung der Jugend für das heutige wirthschaftliche und soziale Ringen durch wesentliche Sebung der Volts. einheitsschule, fowie obligatorische Fortbildungs- und Fachschulen. 2. Volle Durchführung des Koalitionsrechts auch für die ländlichen Arbeiter und die Dienstboten, gefeßliche An erkennung der freien Berufsvereine für alle Klassen, zugleich als Handwerker- und Arbeitervertretung; Abwehr jeder Be- Der Name Eugen Dühring genügt. Unsere Leser einträchtigung der auf Selbsthilfe beruhenden Genossenschaften. kennen den Mann aus der Engels'schen Schrift. Die 3. Ausbau der Arbeiterschuß- Gesetzgebung und Ausdehnung Nachricht selbst wird uns auch von anderer Seite bestätigt. derfelben auf alle gegen Gehalt oder Lohn beschäftigten Per- Herr Dühring soll übrigens mit dem ganzen Projekte gar fonen; Reform der Gewerbe- Inspektion; Errichtung einer Land- nichts zu schaffen haben. Es soll lediglich von einer kleinen wirthschafts Inspektion; Gestaltung der Reichs und Staatsbetriebe zu sozialen Musteranstalten. 4. Gründ. Anzahl Bewunderer seiner Schriften ausgehen. liche Revision der Arbeiter Versicherungs Gefeße, vor nehmlich in der Richtung größerer Sicherung, stärkerer der Mißstände in den Bodenbefiz- und Wohnungsverhält Mitwirkung und freier Bewegung der Arbeiter. 5. Bekämpfung nissen, insbesondere durch Förderung des Bodenerwerbs seitens fleinerer Landwirthe und Baugenossenschaften, sowie durch Sanitäts- und Steuerreformen. Herr Dr. Hirsch schmeichelt sich, daß er mit einem folchen Programme einen Siegeszug durch Deutschland machen werde. Herr Hirsch muß sehr alt geworden sein, wenn er fich derartigen findlichen Hoffnungen hingiebt. Das Ver nünftige in diesem Programm wird seit Jahren von der Sozialdemokratie vertreten und der Rest dieses Sammelfuriums von läppischen, kleinlichen und nebensächlichen, den Kern der sozialen Frage nicht berührenden Punkten Die wich wird keinen Hund vom Ofen locken. tigsten der Arbeiterklaffe in Fleisch und Blut übergegangenen Forderungen der Sozialdemokratie enthält der Programmentwurf des großen Max Hirsch nicht. Die Unbestimmtheit und Unklarheit der einzelnen Forderungen wird überdies bei jedem Arbeiter gerechtes Mißtrauen erregen. Die freifinnige Volkspartei würde selbst bei Annahme dieses den Richter und Parisius noch viel zu weit gehenden Programms fein Dutzend Arbeiter ihren Reihen zuführen. ausüben wird. Die Militarifirung des Medizinalwesens, angeregt durch die Notiz in unserer politischen Uebersicht in Nr. 10 dieses Jahres Aus dem Militärstaate", schreibt uns ein Leipziger Korrespondent: fehr bald die multiplisirte Schwierigkeit erkannt, in die sie ben Gerichtshof durch die Buschauerfrage verfeßen tönnen. Sie be stehen auf dem Gesez und fordern ihre drei Vertrauensmänner pro Angeklagten Kopf. Das Gericht wehrt sich dagegen, indem es erklärt, aus Opportunitäts- Rücksichten teinen größeren Saal für die Verhandlung wählen zu können. Anzunehmen ist, daß das Gericht bei seiner Anschauung beharren wird. Das Refultat wird wohl eine Nichtigkeitsbeschwerde der Angeklagten gegen das zu schöpfende Urtheil sein. Daß man dem Prozeß in allen politischen Kreisen Desterreichs und ganz besonders in Prag mit größter Spannung entgegen sieht, braucht kaum gefagt zu werden. Nicht minder begierig ist man auf die Haltung des Straßenpublikums während und nach dem Prozeß Außerdem liegt folgende Depesche vor: Die heutige Verhandlung begann mit neuerlichen Protesten gegen die Einschränkung der Zahl der Vertrauensmänner. Der Präsident erklärte, er werde, soweit es der Raum zulaffe, 50 Vertrauensmännern Zutritt gewähren. Würden die Be schwerden erneuert werden, so würde die Verhandlung immer nur gegen 10 Angeklagte geführt und dadurch möglicherweise auf 2 Jahre ausgedehnt werden. Die Angellagten müßten dann folange in Untersuchungshaft bleiben. Hierauf begann die Verlesung der Anklagefchrift. Ein Fortschritt im dunkelsten Winkel der Schweiz. Aus Freiburg, der Hauptstadt des ultramontansten und am wenigsten demokratischen Kanton der Schweiz, wird der Frankfurter Zeitung" telegraphirt: " Faft einstimmig afzeptirte das Freiburger Volk die revidirte Verfassung, welche u. A. das ungeheuerliche Recht der Regierung streicht, die Gemeinde- Ammänner zu ernennen, ein Recht, welches bis jetzt einzig im Kanton Freiburg bestanden hat. Jezt erft ist es möglich, ein Gesetz zu erlassen, welches den Gemeindebürgern die Wahl ihrer Bürgermeister freigiebt. Die indirekte Absetzung Elifèe Reclus' durch den Senat der Brüsseler Universität hat nicht blos in den belgischen Studentenkreisen, sondern auch im Der hiesige ärztliche Bezirksverein suchte zwei Aerzte zum liberalen Bürgerthum und in dem, nicht an den Kapitalisfreiwilligen Austritt wegen des offenen Bekenntniffes zur mus verschriebenen Theil der Gelehrtenwelt das Sozialdemokratie zu veranlassen, weil sonst die Aerzte, welche angenehmste Aufsehen gemacht. Die Intoleranz der dem Sanitätstorps der Armee angehören, gezwungen Universitätsverwaltung, die es den Studenten verbot, für feien, auszut reten! Natürlich weigerten sich die beiden Ger Elisée Reclus eine Ehren- Rundgebung zu veranstalten, hat nossen, worauf eine Statutenänderung beschlossen wurde, wo" nach bei offenfundiger Bugehörigkeit zur sozialistischen Partei vollends Entrüstung erregt, und die Reforme", das Hauptdie Mitgliedschaft erlischt. Dieser Beschluß ist jetzt dem organ des bürgerlichen Radikalismus in Belgien, fordert Ministerium zur Genehmigung unterbreitet worden, eben in ihrer gestrigen Nummer ein staatliches Einschreiten gegen dahin geht natürlich der Protest der beiden die Universitätsverwaltung, die mit jener Maßregel ihre Aerzte. Die ganze Affäre begann infolge des Vortrages Befugnisse ohne Zweifel überschritten hat. Die Sache wird eines Arztes, wegen beffen er vor ein bren jedenfalls weiter gehen. gericht tam, das ihm wegen zu scharfer Ausdrücke" eine auch die Rüge ertheilte. Den beabsichtigten Ausschluß fonnten die Die lange Session des englischen Parlaments Herren den Statuten gemäß nicht durchsetzen.( Bergl. Vor- die längste seit 250 Jahren ist durch einen Kompromiß wärts" Nr. 301: Ein Leipziger Arzt".) Der andere Arzt, der zwischen Regierung und Opposition gestern endlich zum Assistenzarzt 2. Klaffe ist, hat wegen seiner politischen Ueber- Schluß gelangt. Nicht zum Abschluß; denn die wichtigsten zeugung vom Militärkommando den Befehl erhalten, Uniform nicht weiter zu tragen. Alles weitere, so wurde ihm Fragen find unerledigt. In fünf Wochen wird das Barlament zu einer neuen Session zusammentreten. Gladstone erklärt, folge später. - heitere GeUnsere Genossen werden das ihnen drohende und ge- ist zur Erholung nach Südfrankreich gereift schehene Unglück leicht tragen, auch die zu erwartende un- banken nimmt er nicht mit. Seine Partei ist innerhalb der parteiische Entscheidung des sächsischen Ministeriums werden letzten zwölf Monate schwächer, die Opposition entsprechend fie verschmerzen. Man kann auch leben, ohne Mitglied stärker geworden; und die irischen Homeruler, auf deren eines ärztlichen Bezirksvereins zu sein, und man kann der Festigkeit er seine Hoffnungen gesezt hat, beschäftigen sich tüchtigste Arzt sein, ohne das Recht zu haben, Uniform zu schon mit der Frage, wer sein Nachfolger sein wird. In der Politik giebt es teine Dankbarkeit. tragen. " Herr Hirsch und feine Handvoll Anhänger in der freifinnigen Volkspartei beweisen schon durch die Aufstellung ihres Programmentwurfes, daß sie die deutsche Arbeiter tlasse nicht verstehen. Deutsche Arbeiter, die selbständig denken, schließen sich blos einer Partei an, die den proleBedeutungsvoll und interessant ist die Sache blos zur Crispi verlangt die Diktatur. Sobald die Rammer tarischen Klassenstandpunkt vertritt. Nur die Sozialdemofratie fann die Partei der deutschen Arbeiter sein. Die Charakerifirung unserer politischen Gegner und ihrer Sitten. zusammentritt- noch vor Ablauf des Monats will der Liebesmühe der Sozialreformer aller Art, evangelischer, Die Freiheit der Wissenschaft ist wohl nach Meinung des italienische Regierungspräsident von der Volksvertretung katholischer, konservativer und freisinniger Rouleur, die ärztlichen Bezirksvereins durch sein Vorgehen nicht verlegt, verlangen, daß die Session auf 6 Monate unterArbeiter in ihr Schlepptau zu nehmen, ist vergeblich. es besteht wohl blos im ungehinderten Saufen, Duelliren brochen und ihm für diese Zeit unbeschränkte Vollmacht ertheilt werde. Ob die Kammer so gutmüthig sein wird? Herr Dr. Max Hirsch wird sich früh genug da von über- und Kollegienschwänzen der Studenten. zeugen.Die fächsische Justiz gegen das Reichsgeseh. In Es muß aber weit gekommen sein, wenn die Regierung fich sieht. Denn bei Licht betrachtet, läuft der Vorschlag Crispi's Das Hineinwachsen in den Sozialismus. Jm unserer legten Freitagsnummer( Nr. 9) erwähnten wir zu so abenteuerlichen, ja verzweifelten Vorschlägen gezwungen Reichsboten" vom heutigen Tage lesen wir folgende unter" Polizeiliches, Gerichtliches 2c." eines Erkenntnisses sieht. Denn bei Licht betrachtet, läuft der Vorschlag Crispi's Notiz: des sächsischen Oberlandesgerichts, für Sachsen der obersten auf einen Staatsstreich hinaus; freilich eine neue Die großen Ronfumvereine breiten sich immer gerichtlichen Instanz, dahin gehend, daß die Vertheilung Spielart Staatsstreich mit parlamentamehr aus. Die Offiziere und die Beamten haben bereits ihre von Wahlflugblättern, wenn durch die Art der Vertheilung rischer Erlaubniß. Inzwischen vollführt Herr Crispi mit möglichster Waarenhäuser, in denen sie alles haben tönnen, was ber der äußere Bestand der Ordnung verletzt" und die Ver- Grazie den schlimmsten aller Tänze, nämlich den„, Tanz auf Mensch bedarf. Jetzt ist nun auch die Gründung eines theilung nicht auf Solche beschränkt werde, die danach einem Vulkan". Wie schon aus den gestern von uns verWaarenhauses für Aerzte bereits soweit gebiehen, daß es, wie Verlangen tragen", als grober Unfug zu bestrafen fei. öffentlichten Telegrammen erhellt, sind auch auf Sizilien bas Berliner Tageblatt" mittheilt, nächstens eröffnet werden Es liegt auf der Hand, daß, wenn die Flugblätter nur wieder verschiedene Zusammenstöße zwischen Volk und tann. Das B. T." berichtet darüber folgendes: Der zur Begründung eines solchen eingesetzte Aus- an Solche vertheilt werden, die" Berlangen nach ihnen Militär erfolgt mit Berlust von Menschenleben auf schuß, bestehend aus den Herren Doktoren Becher, Bart tragen", von einer Bertheilung zu Wahlzwecken überhaupt beiden Seiten, und im festländischen Italien ist an vermann und Rüfter, setzte sich nunmehr mit dem hiesigen nicht die Rede sein kann. Und was die Verlegung des äußeren beiden Seiten. Und im festländischen Italien ist an verBankhause Anhalt u. Wagner Nachf. behuss Finanzirung Bestandes der Ordnung" angeht, so kann, wie jedes Kind Schiedenen Punkten der Aufstand noch Meister, und die auszubreiten. des Unternehmens in Verbindung. Hunderttausend Mark einsieht, alles Mögliche und Unmögliche, was die Ge. Bewegung scheint auch nach den neuesten Depeschen fich Unter den eingezogenen Reservisten find bisher auf privatem Wege von Aerzten gezeichnet, fühle eines Ordnungsbreilers„ verletzt", unter diese Rubrik herrscht große Unzufriedenheit, und überhaupt soll die du bie ihre Mitgliedschaft bereits its erklärt batten. gefaßt werden. Weitere hunderttausend Mark werden den noch nicht bei- Die Entscheidung des obersten sächsischen Gerichtshofes Stimmung der Armee eine der Regierung feineswegs ( getretenen Aerzten von dem genannten Banthause als ist im schärfsten Widerspruch mit§ 42 ber Gewerbe- günstige sein. Die Gefahr einer allgemeinen Erhebung ist also noch keineswegs als beseitigt anzusehen. Weder in Burch Attien, welche auf den Inhaber lauten, zu je 1000 m. Ordnung, welcher die Vertheilung von Wahlflugblättern Apulien( Süditalien) noch in Massa Carrara ist es den gebildet. Der Reingewinn aus dem Unternehmen soll in bedingungslos gestattet. Und sie richtet sich direkt gegen Behörden gelungen, die Rebellion zu unterdrücken, und die elli folgender Weise vertheilt werden: 30 pct. fließen dem die Auffassung des Reichstages, der, ehe jener wichtige Hafenstadt Livorno scheint im Besitz der AufHefervefonds zu; 10 pCt. werden dem Darlehnsfonds Paragraph in die Gewerbe- Ordnung eingefügt wurde, unter ständischen zu sein. Sogar die Vossische Beitung", bas ständischen zu sein. überwiesen, und von den verbleibenden 60 pet. wird den der Herrschaft des Sozialistengesetzes durch wieder Berliner Organ Crispi's, muß" heute Abend gestehen: Aktien eine Dividende bis zu fünf vom Hundert gewährt. holte Beschlüsse diesen Grundsatz festgestellt hatte, Die Lage in Italien wird von Tag zu Tag Borerst werden 25 pet. Der gezeichneten Beträge einge ausdrücklich, um solchen Belästigungen übler." fordert. Das Waarenhaus selbst soll in der nächsten Zeit und Beschränkungen, wie das sächsische Oberlandes Da tönnen unsere Kaufleute nun bald einpacken; denn wenn gericht sie jetzt wieder gut geheißen hat, und wie sie man Beamte, Offiziere und Aerzte vom Publikum der Städte früher namentlich in Sachsen beliebt waren, ein Biel abzieht, was bleibt da noch für die Kaufleute übrig? Das zu sehen. ist eine durch und durch ungesunde soziale Entwickelung, welche Es wird Sache des Reichstages sein, dafür zu direkt der Sozialdemokratie in die Hände arbeitet, Wann sorgen, daß seine Beschlüsse auch in Sachsen Giltigkeit wird man das einsehen und dieser Entwickelung entgegen haben, und auch für die sächsischen Richter Gesetz sind. Im sächsischen Landtag werden, wie wir er Nun, wir können uns über diese großen Konsum fahren, unsere Genossen sich gelegentlich mit diesem Ausvereine" nur freuen; fie find zwar nicht sozialistisch, aber wuchs des Partikularismus beschäftigen. fie zerstören einerseits eine Anzahl von Existenzen, die in der kapitalistischen Gesellschaft überflüssig sind; und Ueber den Omladina Prozeß theilt der Wiener anderntheils vereinfachen sie die gesellschaftliche Maschinerie, Rorrespondent der Frankfurter Beitung" folgende interessante indem der Konsument direkter mit dem Produzenten in Einzelheiten mit: Berkehr tritt, und die Arbeit der Waarenvertheilung rationeller gestaltet wird. Die Zwischenhändler, die durch diese großen Konsumvereine beseitigt oder ausgemerzt werden, gehören nun aber den sogenannten Mittelständen" an; und es tennzeichnet so recht die Unehrlichkeit und Heuchelei der fonservativen Sozialdemagogen, daß gerade sie, die den " dummen Bauern" sich als Erhalter des Mittelstandes" vorstellen und anpreisen, die Hauptförderer dieser Konsumvereine sind gerade wie weiland Schulze Delitzsch, der auch für den„ Mittelstand" schwärmte.Beichnungskapital überlassen. Das Grundkapital wird eröffnet werben." treten? " Der sozialistische Autisemitismus, oder präziser ausgedrückt, der antisemitische Flügel der Sozialdemokratie, spukte bekanntlich vor einiger Zeit in der antisemitischen Breffe. Wir erklärten den Herren, welche die Mähr in die Welt fekten, es sei eitel Flunkerei, ein Sozialist tönne kein Antisemit, ein Antisemit fein Sozialist sein. Jetzt endlich wird uns ein seltsames Naturspiel vorgezeigt, welches der A Ein spanischer Boulanger. General 3orilla, Führer der spanischen Republikaner, als Flüchtling in Frankreich lebend, hat dieser Tage in Form eines Briefes an einen Freund einen Aufruf erlassen, in welchem er bie spanische Regierung mit den heftigsten Vorwürfen überhäuft, weil sie so vernünftig war, das Land nicht in einen aussichtslosen Krieg mit Marokko zu verwickeln. Er appellirt an die niedrigsten Leidenschaften des Chauvinismus, den er gegen die Regierung ausspielt. Revolutionär gegen die Reaktion, konservativ gegen den Anarchismus," fordert er bie Armee und die Geistlichkeit auf, die jetzige Regierung zu stürzen. Man sieht, der spanische Boulanger hat seinem Der öffentlichen Verhandlung des Omladina- Prozesses in franzöfifchen Original sogar die Bauchrutscherei vor den Brag gehen allerhand unerquickliche Diskussionen zwischen den Pfaffen abgelernt, die auch ihn vermuthlich mit Geld unterBertheidigern der Angeklagten und dem Gerichtshof voraus. ftüßen. Der Gerichtshof hat nämlich für die Verhandlung einen kleinen Saal bestimmt, der außer den 77 Angeklagten, ben Richtern, Vertheidigern und Zeugen nur 20 Zuschauer fassen und selbst bei dieser Beschränkung des Zutritts eine höchst ungemüthliche Atmosphäre entwickeln dürfte. Dagegen ließe sich nichts machen, wenn die Verhandlung öffentlich wäre; denn auch bei einer öffent lichen Verhandlung braucht man nicht mehr Zuschauer zuzulaffen, als der Berhandlungsfaal faßt. Nun ist aber die Verhandlung ge heim erklärt, und wie sonderbar!-gerade weil sie geheim ift, müssen mehr Zuschauer dabei Platz finden. Denn das weise Gefetz, dessen Verfasser an einem geheimen Monftreprozeß mit 77 Angeklagten nie gedacht haben mögen, gewährt jedem Angetlagten das Recht, zur geheimen Verhandlung drei Ber trauensmänner als Buschauer beizuziehen. Eine einfache Multiplitation von 3 mit 77 ergiebt, daß alfo gefeßlich 231 Bu schauer zum Omladina Prozeß zuzulassen wären. Die Vertheidiger der Omladiniften und die Omladinisten selbst haben Briefkaffen der Redaktion. O. B. Menne und Andere. Sie haben recht. Aber die Schuld liegt nicht an uns, sondern an den streikenden Arbeitern, die versäumt haben, der Expedition eine Weisung zu geben. Starkenburg. Die Adresse von Fr. Engels ist London, Regentspark Road 122. Herrn Lang, Vorsitzender der im Bierbrauer- Gewerbe beftehenden Arbeiter Ortskrankenkasse, ersuchen wir um eine persön liche Rücksprache Abends nach 7 Uhr. Wallstr. 14. Die Mitglieder des Vereins sind im Rechtswege haftbar zu machen, wenn sie den Vorstand schriftlich zu dergleichen Veranstaltungen ein für allemal bevollmächtigt haben. S. K. 18. Der Wirth muß die Arbeiten bezahlen. Für den Inhalt der Inferate über. nimmt die Redaktion dem Vublikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Mittwoch, den 17. Januar. Opernhaus. Die Meistersinger von Nürnberg. Schauspielhaus. Die Journalisten. Deutsches Theater. Senator. Der Herr Berliner Theater. Aus eignem Recht. Central- Theater. Alte Jakobstraße 80. 3um 25. Male: Berlin 1893. Hiermit die traurige Nachricht, daß der Fraiserkutscher 1263b Sozialdemokratischer Wahlverein Karl Stargard für den 1. Berl. Reichstags- Wahlkreis. am 12. Jan. verstorben ist. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 17. Jan., Nachm. 21/2 Uhr, vom Krankenhause Deffentliche Versammlung Revue in 2 Abth. von 2. Leipziger. am Urban n. b. Neuen Jakobikirchhof am Mittwoch, den 17. Januar, Abends 8½ Uhr, in den Arminhallen, Vorher: Ein toller Einfall. Schwant in 4 Aften von Carl Laufs. Anfang der Vorstellung 71/2, der Revue 914 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Alcazar. Dresdenerstr. 52/53( City- Passage.) Testing- Theater. Madame Sans- Großartiges Gêne. Wallner- Theater. Geschlossen. Friedrich- Wilhelmnädt. Theater. Der Lieutenant zur See. Residenz- Theater. Der Mustergatte. Neues Theater. Jugend. Central- Theater. fall. Berlin 1893. Ein toller EinAdolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Viktoria Theater. Die Rinder des Rapitän Grant. Alexanderplah- Theater. Die Iuftigen Weiber von Berlin. Nachher: Bajazzi. National- Theater. Der Teufel in Berlin. Nachher: Charley's Tante. Theater Unter den Linden. Salon Bigelberger. Hierauf: Brahma. American- Theater. Lumpen- Susanne, oder: Die Obdachlosen von Berlin. = Wintergarten. Spezialitäten Vorftellung. Reichshallen- Theater.SpezialitätenBorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitäten Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 182. Doppelvorstellung zu bedeutend er mäßigten Preisen. Novitäten! Novitäten! Charley's Tante. Große parodistische Poffe mit Gefang und Tanz von Hugo Busse. Regie: Mar Samst. Musik von Adolph Wiebede. Vorher: Der Teufel in Berlin. Große Poffe mit Gesang und Tanz in 3 Aften von Eugen Prudens. Musik von A. Wiedece. Regie: Mar Samft. Raffeneröffnung 62 Uhr. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. American- Theater. neues Riesen- Programm. Mr. Goswin, Mile. Bonné, Troupe Hassoni, Die Wunderhunde etc. Entree 15 Pf. R. Winkler. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Schwant in 3 Att. v. Brandon Thomas. Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang in 1 Aft von Ed. Jacobson u. Benno Jacobson. Musik von Franz Roth. In Szene gesezt von Adolph Ernst. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Passagestatt. Die Kollegen. Todes- Anzeige. Allen Freunden und Bekannten die traurige Mittheilung, daß mein lieber Mann unser guter Vater, der Schriftseher 12626 Kommandantenstr. 20. Zages Drdnung: 1. Die Nothstandsaktion. Referent Genoffe Timm. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Gäste, beiderlei Geschlechts, haben Zutritt. 370/17 Der Vorstand. Achtung, V. Wahlkreis! Hermann Gärtner Große öffentl. Volksversammlung nach langem schwerem Leiden am 14. Januar gestorben ist. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 18. Januar, Nachm. 5 Uhr, von der Leichenhalle der St. Georgengem. z. Weißensee aus statt. Die tiefbetrübte Wittwe nebst Kindern. Todes- Anzeige. Am Sonntag, den 14. Jan., starb nach langem, schwerem Leiden unser lieber Kollege, der Schriftsetzer Hermann Gärtner aus Freistadt i. Schl. im Alter von 46 Jahren. Sein braver biederer Charakter sichert ihm ein dauerndes Andenken. Die Be erdigung findet am Donnerstag, den 18. Jan., Nachm. 5 Uhr, in Weißensee( St.Georgenkirchh.) statt. Berlin, 16. Januar 1894. Das Personal der H. S. Herrmann'schen Buchdruckerei. am Mittwoch, den 17. Januar 1894, Abends 8 Uhr, im Saale des Schühenhauses, Linienstr. 5. Zagesordnung: 1. Politische und gewerkschaftliche Organisation. Referent: Reichstags- Abgeordneter Molkenbuhr. 2. Disfuffion. 3. VerTchiedenes. Es ist Pflicht der Parteigenossen, in dieser Versammlung zu Die Vertrauenspersonen. 379/2 erscheinen. Achtung! Maurer. Große öffentliche Versammlung der Maurer und Putzer Berlins am Donnerstag, den 18. d. M., Abends 7/2 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Zages Drdnung: 1. Die Einigung der Berliner Maurer. 2. Distuffton, Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. 445/7 S. Schigolski, Schwedterstr. 27. F. Gräschke, Staligerstr. 54. Große öffentliche Versammlung fämmtl. Droschkenkutscher Berlins u. Umg. am Mittwoch, den 17. d. M., Vormittags 10 Uhr, Panopticum. Für die vielen Beweise von Liebe in den Germania- Sälen, Chauffeestraße 103. Der Deutsche Mann mit dem Steinkopf. Ohne Extra- Entree. Entree 50 Pf. Kinder 25 Pf. ,, Sanssouci", Kottbuserstr. 4a. Donnerstag, den 18. Januar rr.: Stettiner Sänger Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. und Theilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes Karl Stegemann, Raffirer der Rothenburger Sterbekaffe, age allen Verwandten, Freundeu und Bekannten, sowie den Herren Sanges brüdern, auch dem Herrn Prediger Naut S Zages Ordnung: 1. Der thatsächliche Zweck des Ausstandes der Zarameter- Droschken futscher und der Erfolg der Ausdehnung deffelben auf die übrigen Kollegen. 2. Berichterstattung über den augenblicklichen Stand des Streiks. 3. Diskussion. 143/7 Rollegen, für jeden, dem es darum zu thun, daß dieser Streit für uns fiegreich beendet wird, ist es Ehrenpflicht, in dieser Versammlung zu erscheinen. für die troftreichen Worte am Sarge Das Agitationskomitée der Droschkenkutscher Berlins u. Umg. des so früh Dahingeschiedenen meinen herzlichften Dant. Die trauernde Wittwe Anna Stegemann. 12696 J. A.: A. Stiller. Freie Vereinigung der Kaufleute. Verband aller in der Metall- Donnerstag, 18. Januar, Abends 8/2 Uhr, im Rosenthaler Klubhaus, Industrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgeg. Todes- Anzeige. Rosenthalerstr. 11-12: Große Mitglieder- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Bortrag des Genossen Köster: Aftronomie und Chriftenthum. Am Sonntag, den 14. Januar, ver. 2. Diskussion. 3. Wahl eines ersten und eines zweiten Vorsitzenden. 4. BerIm Borverkauf starb unser langjähriges Mitglied, der schiedenes. 189/16 40 Pf. ( fiehe Plakate). Großes Gürtler Hugo Panzer an der Proletarierkrankheit. Die Beerdigung findet am Mittwoch, ult den 17. Januar, Nachmittags 2 Uhr Programm vom Trauerhause, Forsterstr. 4 aus Zum Schluß neu: nach dem Emmaus- Kirchhof in Brizz ftatt. Um zahlreiche Betheiligung Der Vorstand. Dresdener- Straße 55. Gine Soiree bei Lehmann's. ersucht Lumpensusanne ober: Die Obdachlosen von Berlin. Gr. parodistisches Ensemble von Mensel. Freitag: Viktoria- Brauerei. Morit Etablissement Parodistisch- realistisches Traumbild aus Play. Buggenhagen. dem Müllwinkel( frei nach dem Berbrecher- Album) bearb. v. Oskar Wagner. Lumpensusanne, gen. Die Gräfin", ein schon geprüftes Mädchen " Franziska Häser. Die Bombe, Aftervermietherin im Müllwinkel des Sonnenaufgangs" Josephine Delclisseur. Brunwald mit bewegter Vergangenheit. Martin Bendix. . Täglich: Auftreten des besten Bauchredners d. Jetzeit H. Blank. Ferner u. a.: ,, Direktor Hippe" Don Martin Bendix. Auftr. sämmtl. Spezialitäten. Anfang Wochentags 1/2 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Morik Play. Täglich: Gr. Instrumental- Konzert. Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Pahenhofer Lagerbier, hell und dunkel. An den Wochentagen findet das Konzert in den unteren Restaurationsräumen, Entree 10 Pf., Sonntag in bem oberen Saal, Entree 25 Pf., statt. Süle für Versammlungen, Kommerse, Festlichkeiten 2c. Circus G. Schumann, Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstrasse. Mittwoch, den 17. Januar rr., Abends 7/2 Uhr: Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Täglich Spezialitäten- Vorstellung Nen! und Konzert. Nen! Nen! Ein Stiergefecht in Cadix. Große Ausstattungs- Parodie. Pantomime mit Ballet, ausgef. von Gäste haben Zutritt. Zu dieser wichtigen Versammlung ladet die Kollegen dringend ein Der Vorstand. Adler. Kohnte. Schmiede. Achtung! Achtung! 2 grosse öffentliche Versammlungen für Männer und Frauen. Die Erste: Mittwoch, den 17. Januar, Abends 8 Uhr, im ,, Weddingpart", Müllerstr. 178. Tagesordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Tegien( Hamburg). 2. Die Nothwendigkeit unserer Organisation behufs Gründung einer Filiale im Norden. 3. Verschiedenes. Die Zweite: Montag, den 22. Januar, Abends 8 Uhr, in Moabit, Stromstr. 28 bei Lange. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Mattutat. 2. Diskussion. Der Einberufer. ( 280/7) 3. Verschiedenes. Verein der Lithographen, Steindrucker und Den spanischen Glowns Hermandos Berufsgenossen Deutschlands Beiso und sämmtlichem TheaterPersonal. Sonntags 6 Uhr. Wochentags 8 Uhr. Entree Wochentags 50 Pf. Anfang:{ ( Filiale Berlin). Mitglieder- Versammlung am Donnerstag, 18. Januar, Ab. 8% Uhr, bei Philipp, Rosenthalerstr. 38. Zages Ordnung: 210/17 1. Vortrag des Genoffen Th. Glocke über: Die Ursachen der ArbeitsPräuscher's Museum. Ligeit und ihre Wirkung. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 4. Die Stellung Gr. Brillant- Vorstellung aufende von anatomischen Präparaten. der Verwaltung event. Neuwahl derselben. Besonders hervorzuheben: Potpourri Schuhkanal durch fünf Körper. Besuch 4 In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung bittet um echt zahlreichen Die Verwaltung. mit 6 Pierden und die Sonnen- Gladiatoren- Kampf. Wunder d. Ceroplastik u. Mechanik. Achtung! strahlen, nach der bekannten Ta- ra- ta- boom- de- ay. Beides Original- Dressuren des Herrn Max Schumann. ratweil'sche Doppel- Bolero, Bierhallen G Kommandantenstr.77-79. Melt. u. größt. Etabliffem. Berl. Neues Programm. Täglich von 6 Uhr ab freiem Entree. Doppel- Bolero, spanischer NationalTanz, geritten von Fräulein Adele Schumann. Footitt der Herren Adolf Schumann u. Ackermann. WallkürenQuadrille, geritten von 16 Damen. Täglich von 9 früh bis 10 Abends für erwachsene Herren. Dienstag und Freitag: Damentag. Circus Renz, ( Karlstraße.) Mr. Eugen Lecusson, Saltomortal- Mittwoch, den 17. Januar cr.: Reiter. Original Klown William 01Abends 74 Uhr: schansky mit seinen breffirten Ratten Ein Künstlerfest. und Katzen. Brillant, mecklenburgische Race, in allen Gangarten der hohen Vollständig neue und glänzende Ausbei Schule geritten von Herrn Max Schu- stattung und Einlagen. Ueberraschende mann. Musikalisches Entree d. Klowns National- Konzert Paul und William. Auftreten des beD. Obenlandler in National- Tracht und Auftreten von E Künstlern. Spezialitäten 1. Rangas. liebten Klowns Little Fred etc. Zum Schluß der Vorstellung: Cancan vor Gericht. Ballet Burleske in 2 Tableaug. 1. Tabl.: Ein Maskenball im Bal mabile. Serpentintanz von 4 Damen. 2. Zabl.: Vor Gericht. Morgen: Große Vorstellung mit neuem Programm. Hochachtungsvoll und ergebenst G. Schumann, Direktor. Getreideträger. Achtung! Große öffentliche Versammlung aller im Getreidetransport besch. Personen am Donnerstag, den 18. Januar, Abends 71/2 Uhr, in Nagel's Salon, Schwedterstr. 23. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Blaurock über: Lohn- und Atford- Arbeit. 2. Distuffion. 3. Berichterstattung der Delegirten der Gewerkschaftskommission. 3. Wahl eines Delegirten der Gewerkschaftskommission. Es ist Pflicht eines jeden Kollegen zu erscheinen. Stuckateure Berlins und Umgegend. 197/20 Licht- und Waffereffekte. Außerdem: Der ostpreußische Hengst Blondel und Monstre- Tableau von 60 Pferden, vorgeführt vom Direktor Fr. Renz. Das Schulpferd Colmar und der Steiger Alep, ger. von Frl. Oceana Renz. Kandelaber, geritten von Herrn Ernst Renz. Die großen Nach der Demastirung: Große Feßpolonaise. Während der Kaffeepause: Gr. Wiener Maskenball Tremplinsprünge über zehn Pferde. Die Akrobaten auf dem Telephondraht Zalva, Espana und Alvar. Mr. Lavater Lee 2c. Preise wie gewöhnlich. Donnerstag: Ein Künstlerfest. am 20. Januar, im Friedrichstädtischen Kasino, Friedrichstraße 236. Humoristische Vorträge. Billets à 50 Pf. sind zu haben im Arbeitsnachweisbureau, Weinmeisterstr. 19; Erle, Potsdamerstr. 71; Gottschling, Dorfstr. 42, sowie bei den Mitgliedern. Der Circus ist gut geheizt. Boltz' Festsäle, S. Normals G. Feuerstein Alte Jakobstrasse 1265b 75, Mr. Kauning, Concertmaler. Derselbe wird innerhalb 15 Minuten ein Delgemälde malen, welches nach Echluß der Borstellung verlooft wird. Frische Schweine- Liesen à Pfd. 50 Pf. Säle zu Festlichkeiten und Versammlungen. Amt I, 1082 C. Hientzsch, Schüßenftr. 61. Sonntags Anf. 5 Uhr. Entree 30 Pf. Hierzu eine Beilage Verantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Fr. Renz, Direktor. Beilage zum„Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 13. Mittwoch, de» 17. Immar 1894. 11. Ülchrg. Z>srl«menksbevtchre. Abgeordnetenhaus. 1. Sitzung vom 16. Januar. 1 Uhr. Am Ministertische: Dr. M i q u e l. Alterspräsident Abg. Dieben eröffnet die Sitzung. Angemeldet sind bis jetzt 378 Mitglieder. Wir könnten also sofort mit der Verloosung in die Abtheilungen beginnen. Aber es ist bisher üblich gewesen, daß das Bureau diese Verloosung vornimmt. Wenn niemand widerspricht, wird danach verfahren und das Resultat Ihnen gedruckt überreicht werden. Wenn die Wahlen von mehr als der Hälfte der Mitglieder geprüft sein werden, können wir eine Plenarsitzung abhalten. Ich glaube. daß unser Burcaudirektor dies bereits gethan hat, demnach schlage ich vor, die Plenarsitzung abzuhalten Donnerstag, den 13., Morgens 10 Uhr. Tagesordnung: 1. Wahl der Präsidenten und der Schriftführer. 2. Entgegennahme von Borlagen der Regiel rung. Ich schließe die Sitzung. Schluß 1 Uhr 20 Minuten. Herrenhaus. I.Sitzung vom 16. Januar. LUhr. Am Ministertische: Dr. v. Schelling. Ter Präsident der vorigen Session Fürst zu Stolbera eröffnet die Sitzung mit folgenden Worten: Auf grund unserer Geschäftsordnung übernehme ich als Präsident der vorher- gehenden Session den Vorsitz und erkläre die Sitzung für er- öffnet. Der hierauf vorgenommene Namensaufruf ergiebt die An Wesenheit von 116 Mitgliedern. Das Haus ist also beschluß- fähig. Auf Antrag des Grafen v. Schlieben erfolgt die Wahl des Präsidiums durch Zuruf und zwar wird auf Antrag des Grafen Schlieben das frühere Präsidium wiedergewählt, so daß also Fürst zu Stolberg zum Präsidenten, Frhr. v. Manteuffel zum ersten und Ober-Bürgermeister Bötticher zum zweiten Vize- Präsidenten gewählt sind. Die Gewählten nehmen die Wahl mit Dank an. Darauf werden die früheren Schriftführer ebenfalls durch Zuruf wiedergewählt, also die Herren Graf Garnier, Hammer, v. Klitzing, v. Neumann, v. d. Osten, v. Neinersdorff, v. Rohr und v. Wiedebach. Präsident Fürst Stolberg: Damit ist das Haus konstituirt. Es sind mehrere Vorlagen eingegangen, über deren geschäftliche Behandlung in einer morgen anzuberaumenden Sitzung ver- handelt werden wird. Dann ist eine Interpellation des Frei- Herrn von Manteuffel eingegangen. In der morgigen Sitzung werde ich an die Regierung die Frage richten, ob und wann sie die Interpellation zu beantworten gedenkt. Ich beraume zu dem Zweck auf morgen Nachmittag 2 Uhr eine Sitzung an. Schluß 2S/4 Uhr. VsvketttflSzriiZjke»� Augsburg. Am Sonntag, den 14. d. M. wurde ein sozial- demokratischer Agitationsverein für Schwaben und Neuburg ge- gründet, nachdem sich laut Versammlungsbeschluß die bisher bestandene Agitationskommission aufgelöst hat. Als Vor- sitzender wurde Genosse Franz Ehrler gewählt. Sendungen sind zu richten an den Schriftführer Genossen Carl Weiß- Haupt. Mittlerer Graben II 403(Expedition der„Volks- Zeitung"). Der JahreS- Kongreß* des südlichen Distriktes der schwedischen sozialdemokratischen Partei tagte am 6. und 7. Januar; betheiligt waren 20 Delegirte, welche über 3000 Parteigenossen vertraten. Der Hauptpunkt der Ver- Handlungen war, Mittel und Wege zu finden, das Partei-Organ „Arbetet" finanziell sicher zu stellen und womöglich die Druckerei in die Hände der Partei zu bringen. Zu diesem Zwecke sollen Extrabeiträge von den Mitgliedern erhoben werden. Im übrigen wurde konstatirt, daß die Partei in stetem Wachsen begriffen ist. Auch wir dürfen uns dieser Thatsache freuen, die uns beweist, daß der Sozialismus in seinem Siegeslauf nicht mehr auf- gehalten werden kann. Polizeiliches, Gerichtliches:c. — Genosse Ströbel, früherer verantwortlicher Red ak- teur der„Schleswig-Holsteiner Volks- Zeitung" wurde von der Strafkammer zu Kiel zu 14 Tagen Gefängniß verurtheilt, weil er einen Polizeisergeanten durch die Presse beleidigt haben sollte. Oolurles. Zur Eingemeindung der Vororte. Einer Abordnung von Vertretern einiger Berliner Vororte hat der Oberpräsident v. Achenbach u. A. folgendes gesagt: Die ganze Angelegenheit könne endgiltig nur durch den Landtag erledigt werden. Dies sei zwar im Werke, jedoch werde in der nächsten Session dem Landtage noch keine Vorlage zugehen, da vorher noch weitere Verhandlungen mit der Stadt Berlin und den betreffenden Vororten geführt werden müßten. Die Staatsregierung gehe von dem Gesichtspunkte aus, daß die Interessen der Stadt Berlin und der Vororte gleichwerthig behandelt werden müßten. Die Grenzen, welche in der Presse neuerdings angegeben worden seien, ent- sprächen annähernd den zuletzt gemachten Vorschlägen, die aber noch weiteren Erwägungen unterlägen. Hierbei habe sich eine Meinungsverschiedenheit über den Umfang der Einverleibung zwischen den Staatsbehörden und der Stadt Berlin ergeben. Beispielsweise wolle er erwähnen, daß die Stadt Berlin eine Begründung der Eingemeindung von Charlottenburg gewünscht habe, obwohl seiner Zeit von Berlin selbst dafür ganz Charlottenburg in Vorschlag gebracht worden sei. Im Westen solle im wesentlichen die Ringbahn die Grenze bilden. Im Norden sei man über die Grenze noch nicht einig und werde dieselbe noch als offene Frage behandelt, während im Osten Friedrichsberg-Lichtenberg, Stralau-Rummelsburg und Treptow mit einbezogen werden würden. Es würde aber unbedingt jeder ein- zelnen Gemeinde, ebenso wie der Stadt Berlin, Gelegenheit ge- geben werden, sich zu der Angelegenheit zu äußern, und es werde dann ihre Sache sein, ihre Interessen mit Energie wahrzunehmen. Unrichtig würde es aber sein, wenn die einzelnen Gemeinden diejenigen Wohlsahrtseinrichtungen, welche unbedingt nothwendig seien, mit Rücksicht auf die schwebende Einverleibungsfrage hintansetzten. Nur auf solche Dinge solle man sich nicht einlassen, deren Verwirklichung erst in Jahrzehnten zu erreichen sein würde. Im Uebrigen wiederhole er ausdrücklich, daß die Staatsbehörden, wie auch er persönlich mit vollem Gerechtigkeitssinn die beider- seitigen Interessen nach Pflicht und Gewissm abwägen würden." Zur Frage eines städtischen Arbeitsnachweises in Berlin. Im„Vorwärts" vom 5., 7. und 9. Januar haben wir das Referat des Dr. Freund eingehend dargelegt und besprochen. An die Verwirklichung seines Vorschlags, der nicht Fleisch noch Fisch, ist wohl nicht zu denken. Ans der anderen Seite läßt sich nicht verkennen, daß ein im Sinne der Bestrebungen der Arbeiter eingerichteter Arbeitsnachweis zwar unbedingt sich von Stadt wegen einrichten ließe und auch eine außerordentlich günstige Thätigkeit entfalten würde, aber möglicher Weise, selbst wenn der städtische Frosch- und Ententeich ihm zustimmmen sollten, durch den Widerstand einiger ebenso einflußreicher wie bornirter Unternehmer gelähmt werden könnte. Denn die Gewcrbe-Ordnung hat die Einrichtung eines obligatorischen städtischen Arbeitsnachweises, der die Entnahme der Waare Arbeitskraft aus anderen Nachweisen als den durch Gemeinde- statut festgesetzten verbietet, noch nicht getroffen. Völlig anders liegt die Frage, ob nicht die Stadt verpflichtet ist, ein Arbeits- nachweisbureau für diejenigen Arbeiter zu errichten, die bei städtischen Unternehmungen, Bauten, Erdarbeiten Beschäf- tigung finde». Selbstredend wäre vorzuschreiben, daß eine acht- ständige Arbeitszeit eingeführt und ein mit den verschiedenen Gewerkschaften zu vereinbarender Lohn für die im städtischen Interesse beschäftigten Arbeiter gezahlt werden. Oder wünscht Herr Hobrecht, der keinen Nothstand sieht, daß die Stadt noch weiterhin die für Berlin beschämende Thatsache registriren muß, daß aus den sauer erworbenen Steuergroschen Tausende und Abertausende an Zwischenunternehmer verschleudert werden, die aus Posen, Schlesien, Ungarn u. f. w. her die„billigsten" Arbeitskräfte anwerben? Tie sämmtliche» Chormitglieder des Theaters Unter den Linden sind am 14. d. M. plötzlich unter Einbehaltung der fälligen Halbmonatsgage entlassen worden. Um einen Grund für diese drakonische Maßregel, die eine ganze Reihe Familien väter betraf, war die nach mehr als einer Seite hin berühmte Direktion des Theaters nicht verlegen. Die Choristen sollten in der stattgefundenen Sonntag-Nachmittag-Borstellung nicht so gut gesungen haben, wie es der Herr Direktor Arendt verlangte. Außerdem hatten sie, wozu sie kontraktlich durchaus auch nicht verpflichtet waren, an zwei Bällen, die im Linden-Theater in der vorigen Woche abgehalten wurden, nicht mitgewirkt. Auch die Gage für diese beiden verlorenen Abende, die nach dem Kontrakt den Choristen ausgezahlt werden mußte, erklärte der Herr Direktor für nicht fällig. Der Schluß der Stand- und Verlegenheits predigt, die der Herr Direktor in Gegenwart der Feuerwehr und der Scheuerfrauen den Choristen hielt, lautete kurz und bündig: Gehen Sie! Sofort! Ich brauche Sie Alle nicht! Auch keinen Einzigen von Ihnen! Und die Choristen gingen. Inwieweit das Urtheil des Direktors über die künstlerischen Leistungen der Ent- laffenen zutrifft, ist ja an dieser Stelle nicht unsere Sache zu beurtheilen. Möglich ist es ja schon, daß die Stimmen nicht so frisch geklungen haben, wie zu verlangen wäre. Diese Minderleistung findet aber ihre Erklärung, wenn man bedenkt, daß der Chorist an einem solchen Tage von 10 Uhr an am Platze sein muß. Bor 10 bis 11 Uhr dauert die Chorprobe, von 11 bis 12'/s Uhr die Ensemble- probe; dann kommt die Nachmittag-Vorstellung, welche von 2>/s bis S>/s Uhr währt, und schließlich die von 7 bis 11 Uhr dauernde Abend- Vorstellung. Daß dem Choristen seitens der Direktion diese lange Thätigkeit so besonders angenehm gemacht würde, läßt sich eben nicht behaupten, denn Ausdrücke, wie Ochse, hallen Sie das Maul, ich schmeiße Sie hinaus, und andere sind bei dem artistischen Leiter, Herrn Ed. Binder, an der Tagesordnung. Auch entschüdigtt die Gage nicht für die dargebotenen Qualen und Erniedrigungen, denn niemand wird behaupten wollen, daß die Summe von 60 bis 90 M., von der bei dem kleinsten Versehen noch hohe Strafgelder abgingen, für den Monat einen Familienvater zu besonderem Uebermuth verleiten könnte. Desgleichen ist es allgemeine Ansicht der Choristen, daß die ungeheizten Garderoben und die stete Zuglust in den Theaterräumen auch nicht besonders zur Konservirung der Stimmmittel beigetragen hat. Kurzum, die Choristen haben alle Ursache, ihren Kollegen, die sich nach einem vortheilhaften Engagement sehnen, das Linden- Theater ganz besonders zu empfehlen. Im übrigen sei mitgetheilt, daß die Entlassenen ihre Rechte gegenüber der Direktion im Klagewege geltend machen wollen. Mit der Vertretung ihrer Angelegenheit haben sie den Rechtsanwalt Herrn Harry Priester Hierselbst beauftragt. Konfiszirt wurde die Beilage der am Sonnabend erschienenen Nummer des„Sozialist" wegen eines Aufrufs an die Arbeits losen, der diese zu einer Versammlung auf den 18. Januar eiw ladet.§ Das Glatteis, das sich durch den Witterungsumschlag vorgestern Abend gegen 9 Uhr auf den Straßen Berlins einstellte, hat auch Unglücksfälle im Gefolge gehabt. In einigen Straßen hielt das Glatteis bis gegen Morgen an. Gestern früh stürzte ein unbekannter Herr vor dem Hause Neue Friedrichstr. 1 zu Boden und verletzte sich anscheinend innerlich derart, daß er in bewußt- losem Zustande in das benachbarte Restaurant von Ziechmann getragen werden mußte, hier verstarb der Verunglückte, ehe noch ärztliche Hilfe herbeigeholt werden konnte. Irgend welche Per- sonalpapierc wurden bei dem Tobten nicht gesunden. Das Glatteis hat ferner am Dienstag Morgen einen schweren Unfall herbeigeführt. Um 6 Uhr, also zu einer Zeit, wo die Vürgersteige nach der polizeilichen Vorschrift noch nicht mit ab stumpfendem Material bestreut zu werden brauchen, ging der 52 Jahre alte Arbeiter Rudolf Bengclsdors aus der Invalidem straße 108 auf dem Wege nach seiner Arbeitsstelle am Alexander User entlang, kam infolge der Glätte zu Fall und trug einen Bruch des rechten Oberschenkels davon. Er mußte nach der Charitee gebracht werden. Wie das Einjährig- Freiwillige- Examen zu stände kommt. In diesen Tagen erhielten, wie der„Voss. Ztg." ge- schrieben wird, sechs Untersekundaner einer hiesigen höheren Lehr- anstalt durch die Packetpost folgendes Schreiben:„Berlin, den 12. 1. 1894, C. 22. Spandauer Brücke 10. Ew. Wohlgeboren ersuche ich, da es noch sehr zweifelhaft ist, ob Sie im März ver- setzt werden und somit die Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Dienste erlangen, mich behufs wichtiger Mittheilungen am beste» in der Zeit am Sonntag von 11—3 und am Montag von 2— S Uhr freundlichst besuchen zu wollen. Hochachtungsvoll Dr. Beulke". Infolge dieses Brieses sind drei Schüler der betr. Lehranstalt hingegangen und haben erfahren, daß Herr Dr. B. ihnen die Erlangung des Zeugnisses in sichere Aussicht stellt, wenn sie bei ihm für 20 M. monatlich einen Unterrichtskursus durchmachen. Er hat ihnen vorgeschlagen, sich bei der Prüfungskommission für Einjahrig-Freiwillige zu melden(was am 1. Februar geschehen muß), ruhig aus der Schule zu bleiben und, falls sie dort das ~ mgniß nicht bekommen(d. h. im März), ihr Glück einige ..ochen später bei der Kommission zu versuchen. Er kenne die sämmtlichen Examinatoren u. s. w. Zum Schluß versichert der Einsender, ein Oberlehrer der betreffenden Anstalt, daß er für die Richtigkeit obiger Thatsachen einstehe, auch bereit fei, einen der Briefe im Original einzureichen. Die Eulenburgerei macht Schule. Der Herr Amts- Vorsteher zu Reinickendorf hat dem Vorsitzenden des dortigen Arbeiter-Bildungsvereins am Sonntag eröffnet, daß er das ge- plante Stiftungsfest wohl genehmigen würde, aber— ohne Damen. Der Herr Amtsvorsteher war so liebenswürdig, gleich den Grund seiner Weigerung anzugeben, der nach seiner Meinuna darin besteht, daß er sich selber strafbar mache, wenn er zu Festlichkeiten politischer Vereine Frauen zulasse. Ein phantastevolles Schwindelmanöver hat ein bejahrter Arbeiter in Spandau ausgeführt. Der Mann suchte eines Tages einen früheren Kollegen auf, der jetzt ein Geschäft hat, und ver- traute ihm unter dem Siegel der Verschwiegenheit an, daß er dem- nächst in Berlin 3 Millionen Mark erheben werde. Er habe bei Erd- arbeiten einen großen Diamant gefunden, der durch Vermittelung des früheren Kommandanten von Spandau, General a. D. v. Streit, dem Kaiser angeboten worden sei. Dieser habe sich bereit erklärt, den Edelstein für die genannte Summe zu kaufen. Die Zahlungsanweisung liege noch, weil Formalitäten zu erledigen s eien, bei der Polizei in Spandau. Sobald er das Geld erhalte. würde er seinem Freunde so viel abgeben, daß derselbe einen sorgenfreien Lebensabend haben sollte. Das glaubte der biedere Spandauer, und da der zukünftige Millionär für den Augen- blick in Verlegenheit war, so verstand es sich von selbst, oaß er von seinem Freunde nach Kräften unterstützt wurde. Das ging eine Zeit lang so fort, bis der Geschäftsmann ungeduldig wurde. Er drängte aus Erhebung des Geldes, und der Arbeiter sagte nun, sie wollten an einem bestimmten Tage die Anweisung von der Polizei abholen und nach Berlin fahren. Der Geschäfts- mann fand sich auch pünktlich im Rathhause ein, nicht aber der Arbeiter. Jetzt erkannte jener, daß er beschwindelt worden war. Um nicht zu dem Schaden auch noch(den Spott zu haben, will er keine Strafanzeige erstatten. Als ein Todschlag stellt sich nach vollzogener Obduktion der Leiche die Blutthat heraus, welche an dem Drehorgelspieler Karmann aus Verlin kürzlich begangen worden ist. Wie durch die Gendarmerie ermittelt worden, ist K., der zuletzt in Rudow sich aufgehalten und dortselbst in mehreren Lokalen gezecht hat, mit unbekannten Personen in Streit gerathen und scheint dabei die gefährliche Hiebwunde erhalten zu haben. Halb betäubt ist K. aus dem Dorfe gewankt, infolge des starken Blutverlustes bald ohnmächtig zusammengesunken und in der eisig kalten Winter- nacht erfroren. Einige Glückliche. Ein wohl beispielloses Glück hat letzter Tage der in der Taubenstraße bedienstete Hotel- Hausdiener Weigelt gehabt. Erstens verlor derselbe am Sonnabend, Nachts gegen 12 Uhr, an der Ecke der Tauben- und Charlottenstraße einen Hundertmarkschein und fand ihn gegen S Uhr Morgens an derselben Stelle wieder. Dann ließ er sich Sonntag Nachts mit einer— Dame ein, die ihm 30 M. in Gold aus der Ueber» ziehertasche entwendete. Vorgestern Nachmittag nun erhielt der Mann einen Brief der„Dame", in welchem sie ihn— Ge- wiffensbisse halber— unter genauer Angabe.ihrer Adresse ersucht, sich das Geld wieder bei ihr abzuholen.— Viel Glück hat auch Frau G. gehabt. die nach neulicher Mittheilung für 2000 M. Werthpapiere nach Abtrennung der fälligen Koupons in einer Sophaecke versteckt und nicht wieder- gefunden hatte. Da das Sopha von dem Mädchen ausgeklopft war, war der Verdacht entstanden, daß dieses die Papiere an sich genommen hätte. Das Mädchen, das krank in der Charitee liegt, ist nun vernommen und hat ausgesagt, die Papiere ge- funden und als werthlos in den Ofen gesteckt zu haben. Frau G. hat noch einmal gründlich im und hinter dem Ofen nachge- sehen und ihre Werthpapiere unversehrt und vollzählig vorge- funden. Aufsehen erregt in kaufmännischen Kreisen der Selbstmord des Schellingstr. ö wohnenden Fabrikanten Louis Frank. Mit- inhaber der Trikotstoff- Großhandlung von Gustav Jakoby in der Adlerstr. ö. F. hat sich heute früh im Geschäftslokal er« hängt. AuS einem in der Fahrt befindlichen Stadtbahnzuge gestürzt ist vorgestern Nachmittag der auf dem Gesundbrunnen wohnende Metalldreher Weichert. Derselbe hatte sich aus dem Fenster der unverschlossenen Wagenthür hinausgelehnt. Zwischen Stadtbahnhos Börse und Friedrichstraße ging die Thür plötzlich auf und W. stürzte aus dem Waggon. Zum Glück fuhr der Train nur langsam und so kam W. mit einer Verstauchung beider Beine und schweren Hautabschürfungen davon. Der Fall dient jedoch zur Warnung, sich nicht unvorsichtig zum Fenster hinauszulegen, sondern sich stets zu vergewissern, ob auch die Waggonthür geschlossen sei. Höheres Rowdythum. Ueber einen Pistolen-Zweikampf, der an, Montag Morgen stattgefunden, wrrd berichtet: Die beiden Gegner waren der Dr. msä. C. Römer aus der Branden- burgstr. 47 und der Inhaber der Militär-Ausrüstungsfabrik von G. Scholz Nachfolger, Herr de la Croix, Kolonnenstr. V6 in Schöneberg. Dr. Römer, der 3S Jahre alt und unverheirathet war, wohnte mit einem Studiensteund bei einer Frau Kirchbach. Am Sonntag Abend bat er seine Wirthin, ein zweites Bett in seinem Zimmer aufzustellen, da er für die Nacht emen Herrn zu beherbergen beabsichtige. Als dieser ausblieb, veranlaßte Römer den Nachtwächter, ihn um 5 Uhr am Montag früh zu wecken. Dann hat er sich bis spät in die Nacht hinein mit dem Schreiben von Briefen beschäftigt. Nachdem er um d Uhr früh den Kaffee genommen hatte, verließ er ohne ein sichtbares Zeichen von Aufregung die Wohnung. Gegen acht Uhr trafen sich beide Gegner in Begleitung ihrer Sekun- danten in Privat- Equipagen im Tegeler Forst unweit deZ Spandauer Weges. Als Arzt war der Chirurg Dr. R. aus dem Norden der Stadt zugegen. Kurz nach 8 Uhr fand der Kugel- Wechsel statt, nachdem der letzte Versöhnungsversuch gescheuert war. Gleich die erste Kugel des Fabrikanten traf Dr. Römer in die rechte Seite der Brust. Nachdem Dr. R. einen Verband angelegt, begab man sich auf die Fahrt nach dem nächsten Krankenhause; der Schwerverletzte starb aber bereits unterwegs. Wer der Forderer, wer der Geforderte ist, und aus welcher Ver- anlassung der Zweikampf stattfand, ist bisher noch ein Geheimniß. Herr de la Croix, der bis zum Mittag in seine Wohnung nicht zurückgekehrt war, hat sofort auf dem Kampfplatze die Absicht geäußert, sich sofort der Polizei zu stellen und dies auch am Nachmittage gethan. SchöppenstädtischeS. Die Gemeinde- Vertretung von Friedenau hat in ihrer letzten Sitzung beschlossen, daß 22 be- seitigte Vorgärten wieder hergestellt werden sollen. IZur Be- gründung dieses Beschlusses wurde betont, daß dadurch dem Vor- ort der Villencharakter erhalten werden solle. Der Veschluß wird von den Haus- und Grundbesitzern in Friedenau für durch- aus unhaltbar erklärt, weil nach dem klaren Wortlaut der Vau- Erlaubnißscheine jeder Hausbesitzer das Recht habe, seinen Vor- garten zu beseitigen unter der Bedingung, daß das gewonnene Straßenland kostenlos der Gemeinde zufalle. Am meisten aber spricht gegen den Beschluß der Umstand, daß einige der zunächst betheiligten Hausbesitzer die Bau-Erlaubniß überhaupt nur mit der Einschränkung erhalten haben, daß sie keinen Vorgarten errichten und das Straßcnland der Gemeinde überweisen. Wege« Unterschlagung von vierzigtausend Mark ver- haftet ist der Agent für Kunstbutter Raschle, Neue Königstr. 33 wohnhast, welcher die Vertretung der Margarinebutter-Fabrik von Müller in Hamburg für den hiesigen Platz besaß. Auch ein -«her« Vertreter der Hgmbuxger Firm» hat sich hier gleiche Bergehen zu Schulden tommen lassen und ist dafür zu einer größeren Gefängnißstrafe verurtheilt worden. B hatte. 60 M. auf einen ruhig dastehenden Arbeiter, packte ihn an der Brust des betreffenden Poftamts zur Bertheilung und zwar bergestalt, und schlug auf ihn ein. Der Geschlagene brach ohnmächtig zu- daß der Vorsteher des Amtes, Poftdirektor That, mit dem bedacht wird, die große Masse Stadtverordneten Streit! Der Magistrat der Stadt sammen, fiel mit dem Kopfe geaen einen Wagen und verlegte höchsten Betrage Havelberg a. H. hatte infolge der vorjährigen Cholera Epidemie Partei- Organ, die„ Boltaſtimme", hatte den Fall zur Sprache und Post- Hilfs boten, diejenigen, die mit den einen sich dermaßen, daß er vier Wochen Frank lag. Unser Frankfurter der dort beschäftigten Stadtpostboten, adefträger bei der Stadtverordneten- Bersammlung die Verlegung der Schöpfstelle des Wasserwerkes und dazu Geldmittel in der Höhe von gebracht und war von Voigt wegen Beleidigung verklagt. Von Löhnen abgespeist werden, leer ausgehen und keinen 5000 M. gefordert. Damit waren aber die Väter der Stadt dem Schöffengericht zu Jbst ein wurde der verantwortliche Pfennig erhalten. Inwieweit dies mit der von dem Redakteur der„ Voltsstimme", Genosse Hoch, freigesprochen, da Berliner Ober- Postdirektor Griesbach erlassenen Verfügung, beHavelberg nicht einverstanden und lehnten unter der Motivirung, mehrere Zeugen befundeten, daß sich der Vorfall in der treffend die„ pflichtvergessenen Beamten", übereinstimmt, soll bei daß das Havelwasser zur Zeit sich wieder in gutem, gesundem von Zustande befände, die übereilte Verlegung der Schöpfstelle ab. der Volksstimme" wiedergegebenen Weise abgespielt dieser Gelegenheit ununtersucht bleiben. Hier kommt es nur darauf an, darzuthun, zu welchen Gegen dieses Botum erhob der Magistrat und die Polizei- und tam Hiergegen legte der Staatsanwalt Berufung ein verwaltung Widerspruch bei der königlichen Regierung, und die und so tam bie Sache vor der Straffammer zu 28 iesbaden Zweden der Minister der öffentlichen Arbeiten, Herr Thielen, Folge davon war, daß die Stadtverordneten Versammlung Havel nochmals zur Verhandlung. Auch hier fagten fieben Beugen Gelder flüssig hält, und zwar Gelder, die aus öffentlichen, von bergs gelegentlich ihrer legten Sizung am vorigen Sonnabend unter Eid aus, daß der Gendarm Voigt mit dem Degen ge- der Gesammtheit aufgebrachten Mitteln herrühren. Es ist Protest gegen die betreffende Verfügung des Herrn Regierungs- schlagen habe. Die von letzterem geladenen Entlastungszeugen denn doch die Frage, ob die preußische Eisenbahn- Verwaltung präsidenten erhob und beschloß, daß sämmtliche Mitglieder des fonnten nichts angeben, sie waren zu weit entfernt gewesen, um berechtigt ist, einer Reichsbehörde Gratifitationen zu überweisen, Städtischen Kollegii ihr Amt niederlegen, falls was sicher ges etwas sehen zu können. Voigt, der ebenfalls bereidigt es ist weiter die Frage, welche Leistungen den 500 M. denn Schieht die Polizeiverwaltung Havelbergs im Wege des wurde, bestritt die Aussagen der Zeugen auf das Entschiedenste eigentlich gegenüberstehen, ob diese Leistungen nicht etwa schon Zwangsverfahrens mit der Ausführung der Arbeiten beziehungs- und behauptete, den Degen gar nicht in der Hand gehabt zu aus Reichsmitteln in Gestalt des Gehaltes honorirt werden, und weise Berlegung der Schöpfstelle beginnen sollte. baben. Auch als ihn der Vorsitzende auf feinen geleisteten Gid auf weiter, ob es einer Staatsbehörde nicht würdiger wäre, die vormerffam machen, blieb er bei seinen Aussagen. Der Angeklagte handenen Mittel zuerst auf die Hebung der Nothlage Den Erstickungstod gestorben ist in der Nacht zum och verwies darauf, daß durchaus keine Ursache vorhanden sei, die ihres eigenen und zwar des untersten Personals Sonntag der 24 Jahre alte Schloffer Paul Michaelis, der in Glaubwürdigkeit der sieben Zeugen anzuzweifeln; alle feien& verwenden. dem Hause Paulstr. 28 eine auf dem Hofe im Kellergeschoß be unbescholtene Leute( vier Arbeiter, ein Fabrikant und ein Lehrer) Der deutsche Holzarbeiterverband hat, wie aus der Tegene Schlafstelle inne hatte. Er war am Sonnabend Abend und hätten an sich gewiß gar kein Intereffe, den Angeklagten soeben veröffentlichten Abrechnung hervorgeht, pro 2. Quartal spät heimgekehrt und muß wohl etwas angetrunken gewesen sein. reinzuwaschen. Der Staatsanwalt beantragt, den Genoffen Hoch 1893 mit einem Minus von 1380,49. abgeschlossen, troydent Er hatte feine Kleidungsstücke beim Schlafengehen vor das Bett zu 300 Mark Geldstrafe und die Kosten zu verurtheilen. Das die Mitgliederzahl gestiegen ist. Für Reiseunterstügung sind niedergelegt und wahrscheinlich nicht bemerkt, daß der brennende Gericht schloß sich jedoch den Ausführungen des Angeklagten an verausgabt 7974,85 M., für Gemaßregelte 102,50 M., für RechtsBeſt einer than beten barang und sprach the Reft einer Bigarre oder ein Streichholz darauf niedergefallen und sprach ihn frei. Die Kosten wurden der Staatsschutz 691,12 M., für Agitation nur 307,07 M., während die war. Die Kleider entzündeten sich und das langsam schwelende kaffe auferlegt. In der Begründung betonte das Gericht„ Holzarbeiter- Zeitung" 8531,55 M. erforderte. Feuer theilte sich auch dem Stuhle mit, auf dem die Kleider ausdrücklich, es sei zu der Ueberzeugung gelangt, daß den fieben lagen. Dadurch entwickelte sich ein starker Qualm, der den un- 3eugen Glauben zu schenken sei. Damit ist also ausgesprochen, gewöhnlich feftschlafenden Michaelis erstickte. Als seine Wirths baß der Gendarm einen Meineid geleistet hat, was für Tente um 3/2 Uhr dem durchdringenden Brandgeruch nach diesen Wächter der Ordnung wohl noch böse Folgen haben gingen, fanden sie ihn bereits leblos auf. Die Bemühungen wird. eines sogleich herbeigerufenen Arztes, den Verunglückten in das Bewußtsein zurückzurufen, blieben erfolglos. Die österreichische Gewerkschafts- Kommiffion theilt aus Wien mit, daß in der österreichisch- amerikanischen Gummiwaarenfabrit( Attiengesellschaft) ein Streit ausgebrochen ist, weil die Direktion die von den Arbeitern gestellten Forderungen auf Verbesserung der Arbeitsverhältnisse abgelehnt hat. Der Direktor erklärte, er würde sich Arbeiter aus Deutschland tommen lassen, falls die Arbeiter der Fabrik die Arbeit einstellen wollten. Es befinden sich 250 männliche und 150 weibliche Arbeiter im AusEin unfittliches Attentat auf einen weiblichen Passagier eines zwischen Fürstenwalde und Berlin verkehrenden VorortAuf dem Eife der Oberspree brach am Dienstag Nachzuges führte heute den Bürstenmacher Hugo Moll aus Berlin mittag nach 2 Uhr der in Schönweide ansässige Hausbefizer vor die 2. Straffammer am Landgericht II. Der Angeklagte stieg stand. Schmidt ein. Die Hilferufe des Verunglückten wurden in der auf dem gegenüber liegenden Ufer befindlichen Gastwirthschaft des Herrn Hahne non einem jungen Gärtner gehört und ohne Zögern eilte der Muthige aufs Eis, um den Ertrintenden zu retten. Leider mußte er diefe muthige That mit dem Tode büßen, denn während es den nachher herbeigeeiten übrigen Gästen gelang, den Hausbestßer ans Ufer zu ziehen, war eine Rettung des Gärtners, der ebenfalls einbrach, nicht möglich. Polizeibericht. Am 15. de. Mts. Nachmittags wurde vor dein Hause Chauffeeftr. 2 ein Arbeitsbursche durch einen Geschäftswagen fiberfahren und am Oberschenkel verlegt. Vor dem Krankenhause Moabit, in der Perlebergerstraße, fiel ein Arbeiter infolge der Glätte zur Erde und erlitt eine erhebliche Werlegung des Unterschenkels.-Im Laufe des Tages fanden fünf Brände statt. Theater. 01 in Begleitung eines Freundes an einem der letzten November- Die deutschen Arbeiter werden von dieser Mittheilung Notiz tage in Friedrichshagen in den Bug. Bis Stralau- Rummelsburg nehmen und fich nicht als Streifbrecher gegenüber ihren öfterhatte sich der Zug soweit geleert, daß sich außer dem Angeklagten reichischen Genoffen brauchen lassen. Die Arbeitsverhältnisse find und seinem Freunde( der sich schlafend stellte), nur noch eine in Desterreich so ungünstige, daß die Arbeiter Deutschlands alle einzelne junge Dame im Wagen faß. Diese belästigte Moll mit arsache haben, bei der Annahme von Arbeit in Desterreich unfittlichen Anträgen und ging schließlich so weit, daß die Dame recht vorsichtig zu sein. Besonders aber gilt dies in diesem den Schaffner zu Hilfe rufen mußte. Dieser ließ es an einer Falle, um den österreichischen Genossen den Kampf nicht zu erVerwarnung genügen, da ihm aber Moll darauf ein unfläthiges schweren. Eine vernünftige Berfügung hat vor kurzem die Direktion Schimpfwort aurief, so wurde er auf dem Schlesischen Bahnhof angehalten und festgestellt. Obwohl zwei Beleidigungen vorlagen der Merrabahn an das ihr unterstellte Beamtenpersonal erlassen. auch das Attentat auf die junge Dame war als Beleidigung fam der Angeklagte wegen seiner bisherigen thänigkeits- und übertriebenen Höflichkeits- Bezeichnungen, wie aufgefaßt worden- kam der Angeklagte wegen seiner bisherigen In derselben wurde anempfohlen, daß in Zukunft die UnterUnbescholtenheit mit 50 M. Geldstrafe davon. ehrfurchtsvoll"," ganz ergebenst" u. f. w., in den Eingaben an die Direktion zu unterlassen sind. Ein neues Würfelspiel wird in den ländlichen Ortschaften um Berlin herum häufig gespielt, ohne daß die Gastwirthe und die spielenden Gäfte eine Ahnung davon haben, daß es sich um ein regelrechtes Hazardspiel handelt. Einfach das Neue Spiel" genannt, wird dasselbe in der Weise gehandhabt, daß auf den Tisch die Zahlen von 1-6 geschrieben werden. Auf diese Bahlen Herr Dstar Wagner, der Hausdichter des American- Theaters fegen die Spieler Geldbeträge nach Belieben und der Bankhat schon manchen glücklichen Griff in der Parodie unferer halter zieht ein oder zahlt aus, je nachdem die Würfel fallen. modernen Realiften gethan, aber alles bisher Dagewesene dürfte Auch bei dem Gastwirth Haack in Mariendorf war dieses Spiel wohl übertroffen werden durch sein neuestes Wert: Die Lumpen oft gespielt worden, die Dorfbewohner lieben es aber in der fufanne oder die Obdachlosen von Berlin". In diesem paro- Regel bei Einsätzen von 5-10 Pfennig genügen. Als aber eines distisch- realistischen Traumstück geht es so heiß her, daß Abends der Geschäftsreifende Dommain aus Berlin im anes dem Zuschauer schwer fällt, zu unterscheiden, wo getrunkenen Zustande den Betrag von 80 M. im neuen Spiel" die Parodie anfängt und die Realistik aufhört. Bietet doch der verlor, fam die Sache zur Anzeige und schließlich zur strafrechttapesirte Müllwinfel, in dem Mutter Bombe ihr Reich auf lichen Erörterung vor der zweiten Straffammer am Landgeschlagen, an fich schon soviel des Grauenhaften, daß man gericht II. Der Gerichtshof kam zu der Ueberzeugung, daß das meinen sollte, feine beängstigende Wirkung würde durch die Neue Spiel" ein reines Sazardspiel sei und verurtheilte den anMenschen, die in ihm sich über ihr unmenschliches Dageklagten Gastwirth wegen Duldens von Glücksspielen zu 50 m. fein mit gutem Humor hinwegsehen sollen, eher beein- Geldstrafe. trächtigt, als verstärkt werden. Aber die Lumpenfusanne, die Wagner fich in gelungener Parodie an das Hannele anlehnen läßt, fördert so viel des fabelhaftesten Glends aus ihrem spiritusdurchtränkten Körper heraus, daß das Grauen nicht weicht und durch eine mit Konsequenz bis zum Pallisaden- Karl alias Maurer Mattern fortgeführte Handlung zur schlotternden Furcht ausartet. In der Parodie hat der Dichter in der That der Porzellandreher und Maler in Annaburg mit einer unübertrumpfbaren Forsche soviel des absolut Gräß wird uns von dort mitgetheilt: Wie den Lefern des Vorwärts" lichen hineingemengt, daß man, was ja nicht jedermanns Sache durch Nr. 6 und 9 bekannt, liegen obengenannte Arbeiter feit im American- Theater ist, schon mit der kouranten Realistik der dem 2. d. M. im Streit. Wie dies bei derartigen Fällen üblich, Bühne vertraut sein muß, um frohen Sinnes zu bleiben. Wir findet das Unternehmerthum in den Zivil- und Militärbehörden grollen dem Dichter deshalb nicht, denn die Wesen, die aus dem die nöthige Unterstützung, deshalb wurde auch unser Ort, nach tiefften Schlamm der menschlichen Gesellschaft aufgefischt werden, dem sich der Herr Landrath von Torgau von der Humanität find auch in einer Parodie nicht anders zu behandeln, als Ostar Sedmann's" genügend überzeugt, um zwei Gendarmen verstärkt. Wagner dies mit Meisterschaft gethan. Wir gratuliren ihm von -Nothwendigkeit zu dieser Maßregel lag nicht vor. Herzen zu seinem neuesten Meisterwerk und wünschen ihm, was ohnedies wohl nicht ausbleiben wird, ein Bierteljahr lang einen ausverkauften Müllwinkel! Gerichts- Beitung. Soziale Lebersicht. Bur Lage des Streifs " Nach Lage der Sache hängt die fiegreiche Durchführung dieses Abwehrstreiks zu gunsten der Arbeiter von der oft erprobten Solidarität und Opferfreudigkeit der Genoffen ab. 3uzug ist strengstens fernzuhalten und in allen Arbeiter blättern darauf hinzuweisen. erkennen! Streits ab. Das Oberbergamt Dortmund beabsichtigt den Erlaß einer Polizeiverordnung, durch welche Personen unter 16 Jahren und solchen, die bis zu ihrem 60. Lebensjahre in der Grube noch nicht beschäftigt waren, untersagt wird, unter der Erde zu ar beiten. Bu selbständigen Hauerarbeiten sollen nur solche Perfonen zugelassen werden, welche das 21. Lebensjahr erreicht, wenigstens drei Jahre in der Grube gearbeitet haben und während dieser Zeit wenigstens ein Jahr unter der Leitung eines selbständigen Hauers beschäftigt gewesen sind. Es folgen dann noch einige weniger wichtige Bestimmungen über ArbeitsDie Verordnung soll den Zweck bücher, Beugnisse u. f. w. haben, Unfälle in den Gruben zu verhüten und wäre schon aus diesem Grunde an sich nichts dagegen einzuwenden. Aber man muß sich verwundert fragen, warum man nicht auf eine strengere Handhabung des Berggefeßes gegenüber den Unternehmern hinarbeitet. Der Arbeiter, dessen Leben jeben Augenblick in Gefahr steht, wird naturgemäß alles zu vermeiden suchen, was eine Ratastrophe herbeiführen könnte. Bei unzähligen Unglücksfällen in den Bergwerfen ist es aber bereits nachgewiesen worden, daß es einzig und allein die Profitwuth der Unternehmer war, die es nicht zuließ, daß alle Vorsichtsmaßregeln angewendet wurden, über die die moderne Technik heute verfügt. Ich kann mir wohl denken, daß eine alte Frau' die zum dritten Male für ihre Biege Gras entwendet, vom moralischen Standpunkte aus ein Jahr Zuchthaus verbient habe." Das sind die Worte eines fächsischen Junkers, die nicht etwa privatim, sondern in voller Deffentlichkeit in einer Sigung der ersten Rammer des sächsischen Landtags ausgesprochen wurden. Die sächsische Regierung will nämlich geringfügige Felddiebstähle der Kompetenz des Reichs Strafrechts entziehen und sie durch Charakterisirung derselben als Uebertretungen eines Feldpolizeigesetzes der Landesgesetzgebung unterstellen. Dadurch würde es erreicht, daß eine Bestrafung derselben in feinem Falle eine Haftstrafe von 6 Wochen oder Geldstrafe von 150 M. übersteigen fann, während dieselben jetzt unter Umständen mit ZuchtDen Streifenden gelang es bis dato den Buzug bis auf haus, mindestens aber( im wiederholten Rückfalle) mit 3 Monaten einige„ Grazien", welche wegen Unehrlichkeit von der Organisa- Gefängniß bestraft werden müssen. Für die diefem milderen Gesetze Ein Nachspiel zur Neichstags- Stichwahl bildete eine tion verstoßen, anderentheils aber fo unmoralisch sind, die zu unterstellenden Felddiebstähle sind 9 m. als oberste Werthgrenze des gestohlenen Objekts angenommen. Diese Abmilderung der Dieser Tage stattgehabte Verhandlung vor der Strafkammer in Streifenden auszuplündern, um sich dann auf Umwegen Landsberg a. d. 2. gegen eine Anzahl Einwohner von Spechts natürlich mit Hilfe der Polizei per Wagen eskortiren zu laffen für geringe Felddiebstähle außerordentlich hohen Strafen, wie Landsberg a. d. W. gegen eine Anzahl Einwohner von Spechts dorf wegen der seiner Zeit berichteten Mißhandlung des Arbeiters in die Fabrit einzuschmuggeln. An ihren Früchten sollt ihr sie sie das Reichs- Strafrecht vorsieht, erscheint den prozigen Junkern schon zu radikal. Sie, die nicht aus Noth, sondern um ihrer Walch aus Charlottenburg, der für den freisinnigen Kandidaten Das Bemerkenswerthefte bei dem Streit ist nur die Feigheit Verschwendungssucht zu genügen, oft genug zu Betrügern und Drave gegen den Ahlwardt agitirt hatte. Der Administrator der Gastwirthe in bezug auf die Lokalfrage, Niemand will seinen Falschspielern werden, möchten in ihrem frechen Uebermuth am Szagun ward der Aufreizung zu Mißhandlungen, fünf andere Szagun ward der Aufreizung zu Mißhandlungen, fünf andere Angeklagte der Mißhandlung selbst beschuldigt. Das Urtheil des Angellagte der Mißhandlung selbst beschuldigt. Das Urtheil des Saal bergeben, alle leiften dem Unternehmerthum Borschub, und liebsten die Peitsche auf dem Rücken eines jeden armen Teufels Gerichtshofes lautete gegen vier Angeklagte auf Geldstrafen von dabei hängen gerade die Wirthe von den Ausständigen ab. Diese tanzen laffen, den die bitterfte Noth dazu trico, ein Geringes 20 bis 100 m., während Szagun wegen nicht genügender Klar. Sache muß geändert werden und hängt von dem Ausgang dieses dort zu entwenden, wo Ueberfluß vorhanden. Möge die ärmere Landbevölkerung diese Worte sich einprägen, sie wird aus denlegung freigesprochen wurde, Darum Genoffen allerwärts helft durch Eure Unterstüßung selben auch entnehmen können, wo ihre Freunde nicht sind. In einer sozialdemokratischen Versammlung, die zur der gerechten Sache zum Siege, auf daß wir in Annaburg Ge Zeit der vorjährigen Wahlbewegung abgehalten wurde, traten tegenheit finden zu beweisen, daß es nur der geschlossenen Macht der Arbeiter Wilh. Koch und der Werkführer Richard der Arbeiterschaft bedarf, um die Macht des Kapitals zu brechen. Augustin als Redner auf. Beide sollen in ihren Aus- Ein einziges Versammlungslokal und wir haben gewonnenes führungen Bemerkungen haben unterfließen lassen, in denen die Spiel. Mit sozialdemokratischem Gruß Anklagebehörde eine Aufreizung verschiedener Bevölkerungsklassen Der Vorstand gegeneinander erblickte. Die Genannten standen gestern dieserhalb des Arbeiter Bildungsvereins für Annaburg. vor der vierten Straffammer des Landgericht I. Roch soll ge= J. A.: Hermann Herrnsdorf. fagt haben, das Ziel der Arbeiter ist die Revolution" Nochmals„ die„ Musteranstalten" als Gabenspender". und Augustin:„ Das Bolt tommt mir Der achtstündige Arbeitstag ist in der größten WaffenDor wie ein In Nr. 9 vom 12. d. M. theilten wir mit, daß dem Be Dchse, ber Don einem Menschen zur Schlachtbank Das Thier kennt seine Kraft nicht, sonst amten personal der Stadt- und Ringbahn furz fabrit in Suhl eingeführt worden, um, wie es hieß, dem eigenen Wunsche der Arbeiter" nachzukommen. Der ohnehin würde es seinen Führer vom Erdboden wegfegen." Beide An- vor Jahresschluß eine deprimirende Festüberraschung zu Theil fchon farge Lohn wurde in entsprechender Weise getürzt. Mertgeflagte bestritten, daß sie eine aufreizende Wirkung beabsichtigt geworden sei. Durch eine geheime Verfügung seien die Stations: würdig ist, daß die Fabrikanten erst jetzt, nachdem alle Lager mit hätten, die beanstandeten Sätze mürden auch einen ganz anderen vorstände angewiesen, Unterstügungsgesuche fernerhin Waaren vollgestopft sind, auf den Achtstundentag gekommen sind, Einn erhalten, wenn fie in Verbindung mit den Vor- und Nach nicht mehr anzunehmen und einzureichen, weil der Unterſtügung vor zwei Jahren wurde in derselben Fabrik Tag und Nacht fäßen wiedergegeben wüben. Der Gerichtshof konnte auf grund fonds erschöpft sei. Nur in den allerdringendsten Fällen sei der Beweisaufnahme auch nicht zu der Ueberzeugung von der es zulässig, folche Gesuche dem Betriebsamte vorzulegen. Seitdem ohne Unterbrechung gearbeitet. Daß dies die Folgen der plander Beweisaufnahme auch nicht zu der Ueberzeugung von der sollen selbst Nothstände, welche durch Krankheiten oder Todes- lofen Produktionsweise sind, werden die Fabrikanten schwerlich Schuld der Angeklagten gelangen, sondern sprach beide frei. fälle in den Familien von Beamten, auch gering besoldeter, ein- eingestehen wollen. Was der Militarismus verschlingt, selbst in Friedensgeführt wird. " : Ein düsteres Gegenwartsbild. In Sachsen wurden im Jahre 1892 nicht weniger als 18 297( 1891: 10 075, 1890: 8815, 1889: 8566) Bagabunden" wegen Bettel" bestraft. Welche Summe von Elend, von Hunger, von moralischer Erniedrigung und Verzweiflung liegt in allen diesen Zahlen von Arbeitslosigkeit und Bestrafungen. Man sollte glauben, den Trägern der heutigen Gesellschaft würde sehr bange um die Zufunft bei Betrachtung solcher Gegenwartsbilder, Und nochmals ein falsch schwörender Beamter. Bor getreten sind, von den Stationsvorständen für die Annahme der Strafkammer zu Wiesbaden fand am 11. Januar eine von Unterstützungsgesuchen nicht als stichhaltig anerkannt zeiten, dürfte Manchem unbekannt sein. Die Mil. Pol. Korr." giebt uns hierüber einigen Aufschluß: Nach einer genauen Verhandlung statt, welche für den Vertreter der bewaffneten worden sein. Macht" jedenfalls noch ein unangenehmes Nachspiel haben wird. Wo die der preußischen Eisenbahnverwaltung aur Ber- ftatistischen Berechnung zufolge, hat die Anzahl der Truppen, die Am 27. April vor. Is. brach auf dem Hofe Henrietten- fügung stehenden Mittel bleiben, mag folgende Mittheilung be- bei den diesjährigen Herbstmanövern auf dem europäischen Kontinent betheiligt waren, nicht weniger als 1 200 000 mann thal im Taunus Feuer aus. Die Einwohner zweier in der leuchten. Nähe liegenden Ortschaft thaten ihr Möglichftes, dem zerstörenden Aljährlich zur Weihnachtszeit überweist der Minister betragen. Bei diesen Manövern wurden 60 000 000 Patronen. Element Einhalt zu thun und es gelang ihren Bemühungen auch, der öffentlichen Arbeiten, das ist Herr verschossen, und die Kosten des nachgeahmten Krieges belaufen die anstoßenden Gebäude zu retten. Nachdem die schwerste Arbeit Thielen, dem Poftamte 41 in Berlin( Mauerstraße) fich auf 400 000 000. Eine enorme Summe, die da unnüßerStatt Verweise verpulvert" wird, währenddem überall Noth und Glend gethan, erschien der Genbarm Boigt II aus Jostein und als Bergütung" 500( Fünfhundert) Mark. herrscht. forderte die Umstehenden in barscher Weise auf, den Hof zu gütung fagen wir lieber Gratifitation. Diese 500 M. geA13 verlaffen. Die Menge diefer Aufforderung nicht langen mit Bewilligung des Direktors der 8. Abtheilung im Der Bankrott der freiwilligen Arbeitslosen fofort nachtam, zog Boigt den Degen und stürzte sich Reichspoftamte, Fischer, unter den Beamten und Unterbeamten Versicherung" zu Bern, den wir schon, als wir s. 3. " A über die Gründung jener famosen Raffe berichteten, voraussagten, J Ursachen der sich hieraus ergebenden Mißstände werden nicht die Gefährlichkeit des Kohlenoryd Gases, welches sich aus ben ist nun bereits eingetreten. Aus Bern wird uns darüber ge- aufgehoben, wenn die leidenden Proletarier, ähnlich wie englische auf Bauten verwendeten offenen Koatstörben entwickelt und ſchrieben: Bon ben 400 Mitgliedern, welche der Kaffe angehören, Arbeiter der vierziger Jahre, die Maschinen zerstören wollten; legtere zu einer Qual für faſt Goblenou vergifteten Arals 165 arbeitslos, zu denen noch ca. 300 nur durch eine vernunftgemäße Produktion kann der schreiende läßt. seien die an Kohlenoryd nichtversicherte Arbeitslose tommen. Die Arbeitslosenkaffe appellirt Widerspruch zwischen Produktion und Konsumtion gelöst werden. beiter noch obendrein geneigt, die Ursache ihrer Krankheit aus nun an die bekannte Wohlthätigkeit" der Tit. Arbeitgeber und Durch die Ausbeutung der Gefängnißarbeit, die Benutzung der anderen Gründen herzuleiten, eben weil ihnen ihr Unverstand der Tit. Bevölkerung, um helfen zu können. In diesem, für die Frauen- und Kinderarbeit wird die Arbeitslosigkeit mehr und die sehr nahe liegende Erklärung nicht begreifen läßt, andererarmen Arbeitslosen recht beklagenswerthen Ende der Versiche mehr gefördert, ohne daß durch Verkürzung der Arbeitszeit die feits ist es vielfach Gleichgiltigkeit oder Angesichts der Arbeitsrungs- Kaffe bekundet sich wieder einmal das Schicksal, welches Wirkungen dieser Maßregeln paralyfirt werden. losigkeit die Furcht, ihre Arbeit und ihr Brot zu verlieren, die immer die Halbheit erfährt. Will man etwas Ganzes zur Die Regierung erhöht durch die Unterstützung einer volts- sie abhält, vom Unternehmer die Beseitigung dieses Uebels zu materiellen Unterstützung der Arbeitslosen, so müssen die Arbeiter feindlichen Politik die schlimmen Wirkungen, welche durch die fordern. Dem fleinen Häuslein der organisirten Baualler Berufe und zwar gefeßlich dagegen versichert fein. Arbeitslosigkeit in allen Branchen hervorgerufen werden. Möge arbeiter ist es gelungen, für Berlin und Charlottenburg den In Zürich haben sich bei der Arbeitslosen- Rommiffion 400 Jeder dahin wirken, daß die Erfenntniß über den Widersiun der Erlaß einer Polizeiverordnung zu erwirken, welche das AufArbeitslose gemeldet, für die feine Arbeit beschafft werden konnte. heutigen Ordnung die weitesten Kreise durchdringt.( Beifall). ftellen von offenen Roatstörben in allen Räumen, wo Menschen Darunter find 164 Verheirathete. Sie werden nun täglich zwei- den Generalftreit als Allheilmittel in's Treffen zu führen. Der lange in ihr nicht auch eine Strafanbrohung aufgenommen wird, Die Diskussion gab den Rednern der Anarchisten Gelegenheit, beschäftigt sind, verbietet. Allerdings sei dieselbe werthlos, so mal durch warmes Essen, daß in der Kaserne, wo die Küche ist, Referent weist auf den Miserfolg der Chartisten hin, die durch da fich die Unternehmer sonst den Teufel um Bolizei- Berordnungen eingenommen oder nach Hause geholt werden kann, unterstützt. mangelnde Organisation zu grunde gegangen und deshalb ein oder Arbeiter- Schußgesetze fümmern. Nur einzelne gewissenhafte Arbeitslosen in Amsterdam. Das Arbeitslosen- Komitee warnendes Beispiel für derartige Experimente sind, wie sie ver- Baumeister richten sich schlimmsten Falls nach derartigen Bezu Amsterdam hat, anläßlich der am zweiten Weihnachtstage schiedene Leute empfehlen. Eine Resolution, welche die Abhilfe ftimmungen. Pflicht der Behörden wäre es, allgemeine generelle von der Polizei verübten Mezelei, eine Zuschrift an den Ge- nur im Anschluß an die sozialistische Bewegung erblickt und mit Verfügungen unter Strafandrohung zu erlassen. Er rieth zum meinderath gerichtet, worin es den Rath auffordert, eine gründ- allen zu Gebote stehenden Mitteln für Erkämpfung einer besseren Schluß, zwecks Erlangung eines Berbots der Koatstörbe auch liche Untersuchung nach den wahren Schuldigen vorzunehmen, Ordnung die Anwesenden verpflichtet, wird einstimmig ange- für die weitere Umgegend von Berlin sich mit einem Gesuch an damit diese bestraft werden und Wiederholungen in der Zukunft nommen. den Oberpräsidenten der Provinz Brandenburg zu richten. vorgebeugt werden. Der Bürgermeister, der das Auftreten der Polizei vertheidigte, brachte den Antrag ein, die Sache nicht Bolksversammlung ftatt. In Friedrichshagen fand am 13. Januar eine öffentliche( Beifall.) In der Diskussion sprachen Kleinert, Schulz und Fr. Grünberg. weiter zu besprechen, weil eine gerichtliche Untersuchung bereits Boltsversammlung statt. Reichstags- Abgeordneter J. Auer Reßler gab im Schlußwort bekannt, daß in nächster Zeit eingeleitet worden sei. Dieser Antrag wurde einstimmig an sprach über das Thema: Der Klassenstaat und die Sozial in Berlin eine Versammlung des Bauhandwerker- Kartells stattgenommen. Die ordnungstreuen Philantropen unterſtüken bemokratie." Eingangs feines Vortrages verwies Redner auf 2345 Familien, deren Ernährer arbeitslos und zugleich hübsch das Schauspiel, das die parlamentarische Vertretung des findet, welche sich gleichfalls mit dieser Frage beschäftigen wird. Das Bureau der Bersammlung wurde hierauf beauftragt, dem ruhig sind( das heißt, fie dürfen keine Sozialdemokraten sein), deutschen Volkes in den letzten Tagen bei ihren Verhandlungen Oberpräsidenten nachstehende Resolution zu übermitteln: mit der folossalen Summe von 7 Ets.( 11-12 Pf.) pro Tag anlassung zu dieser Vorlage ist bekanntlich die im vorigen Arbeiten bei offenem Koaksfeuer durch Einathmen des aute über die neue Hundert Millionen- Steuer- Vorlage" gegeben. Ver- Die 2c. Versammlung erkennt in dem Umstand, daß ein und pro Person. Sommer erfolgte Annahme der Militär- Vorlage. Die neuen Berichtigung. In der Schuhwaarenfabrik von Fürsten Steuervorlagen bezweckten eine Vermehrung der Reichseinnahmen dauernd schädigt und frühzeitigem Siechthum entgegenführt, ein ftrömenden Kohlenoxydgases die Arbeiter an der Gesundheit heim sind nicht, wie es irrthümlich im Vorwärts" berichtet ist, um 100 Millionen; das wären aber 40 Millionen mehr, als dringendes Bedürfniß, diese Uebelstände zu beseitigen. Der Herr fämmtliche Forderungen bewilligt, sondern nur der größte Theil eigentlich für Militärzwecke nothwendig seien. Die Lösung des Oberpräsident wird ersucht, das Aufstellen von Koatstörben in derfelben. Die übrigen Differenzen wurden durch gegenseitigen Räthsels, weshalb das geschehe, sei sehr leicht. Die Budgets Räumen, wo Arbeiter beschäftigt sind, im allgemeinen Intereffe Ausgleich erledigt. der Einzelstaaten könnten nicht mehr existiren, wenn nicht das der Bauarbeiter baldigst unter Strafandrohung zu verbieten und Der Arbeiter Ausschuß. Reich bedeutende Summen in Form von Ueberweisungen aus das Verbot bei Ertheilung der Bauerlaubniß- Scheine in diesem den indirekten Steuern gewährt. Durch die neuen SteuerVersammlungen. zu vorlagen foll hierfür eine feste Norm geschaffen werden.- Der 3 vermerken." " " Die Versammlung nabm gegen die Stimmen der paar Un abhängigen, unter welchen sich aber fein Schuhmacher befanis, eine Resolution an, die die Stellungnahme des Kollegen Brid voll und ganz billigt. Landemannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Mittwoch, den 17. Januar, Arends 8% uhr, Versammlung im Kommandanten- Gerten, Kommandantenstraße 10-11. Ausgabe der Billets zum Wiener Mast enball der Annoonce in der Freitags- Nummer. am Sonnabend, den 20. Januar, bet Boly, Alte Jalobstraße 75. Näheres, in Barbiere und Friseure. Deffentliche Versammlung am Mittwoch, den 17. Januar, Brunnenstr. 34. Was nüzt die Berufsorganisation? Swedt des Verbandes. Referent: Genosse Llere. Klaffenstaat vermag, ohne dem äußeren und inneren Feind gegen- In Magdeburg fand am 15. d. M. eine öffentliche Schuhüber bis an die Zähne bewaffnet dazustehen, nicht mehr fertig zu macher- Versammlung statt, zu welcher die Unabhängigen ihr werden. Die schlotternde Angst treibt zu immer größeren ganzes Aufgebot und die Berliner Zwicker Herrn Menzel entDie Bauauschläger hatten am 14. Januar eine öffentliche Rüstungen. Daneben besteht nun auch noch ein äußerer Feind. fandt hatten. Kollege Bock referirte eingangs über die gewerkVersammlung, in der Genoffe Jahn über Zweck und Ziel der Alle die Staaten, die sich zur christlichen Lehre der Bruderliebe schaftliche Bewegung und kam dann auf den Berliner Streit zu Gewerkschafts- Organisation referirte. Der einmüthige Beifall der bekennen, sind von diesen Grundsägen so wenig überzeugt, daß fie sprechen, seine Stellungnahme diesem gegenüber unter ZuVersammlung am Schlusse des Vortrages zeigte das lebhafte alle ihre Erträgnisse benützen, nur um sich vor ihren christlichen stimmung der Versammlung rechtfertigend. Nach ihm ergriff Einverständniß mit den Ausführungen des Vortragenden. In Brüdern im Nachbarlande zu schützen.( Heiterkeit und Bravo!) Menzel das Wort, welcher versuchte, die Haltung des der Diskussion, die sich daran schloß, bedauerten die Redner zu So sind auch bei uns neue Ausgaben für diesen lieblichen" Fachblattes und des Kollegen Bock als das non plus meist, daß am Orte brei Organisationen der Bauanschläger neben 3wed nothwendig geworden. Mit der Bewilligung der vielen ultra aller Niederträchtigkeit darzustellen. Er wärmte einander bestehen, und wünschten einen Zusammenschluß der Tausenden von Soldaten waren unfere Bourgeois und Patrioten die ganze Litanei Don Bock's Fabrikantenfreundschaft, felben. Die Versammlung stimmte schließlich einer Reſolution schnell fertig. Das Schlagwort: die Steuern sollten von Bourgeoisthum, Arbeiterfeind 2c. 2c. wiederum auf. Jn Glaz zu, in der die unorganisirten Kollegen aufgefordert wurden, sich leistungsfähigen, starken Schultern getragen werden. trug wefent fei er infolge der Artikel von einem Kollegen sogar mit dem der für ihre Branche bestehenden Organisation anzuschließen. lich dazu herbei. Wie berechtigt das Mißtrauen der sozialdemo- Meffer angegriffen worden.(?) Menzel verleugnete zunächst Man erörterte dann noch die Frage, auf welche Weise am besten tratifchen Fraktion und breiter Volksschichten gegen dieses feinen„ Genoffen" König, derselbe sei nicht ihr Genosse. Bon das Zusammenfchmelzen der drei Vereine zu bewirken sei. Ein Schlagwort war, bewiesen die jetzigen Steuervorlagen. Leute, Karl Fleischer in Berlin, den Bevollmächtigten der Berliner definitiver Beschluß wurde nicht gefaßt, dagegen erhielt der die über das Wesen des Klassenstaates sich flar sind, wußten, daß Filiale erzählte Redner, daß dieser hinter dem Rücken der Kollege Lubsch den Auftrag, sich mit geeigneten Personen aus des Reichskanzlers Reden nur Einschläferungsmittel, gewisser- Streifenden mit den Fabrikanten Simonsohn und Stern paktirt den drei Vereinen in Verbindung zu sehen, um weitere Schritte maßen nur Honigseim um den Mund derer die nicht alle habe. Höchst sonderbar berührte es, daß der Wortführer der in dieser Angelegenheit vorzubereiten. werden" waren. Von jeher haben die herrschenden Klassen es ver- Streifenden Menzel erklärte, es sei ganz gleich, ob man Geld In einer öffentlichen Versammlung der Kiftenmacher standen, die Laſten auf die Schultern der arbeitenden Bevölkerung habe bei einem Streit oder nicht, nicht auf das Geld, sondern Ob man bei die am 14. d. M. tagte, gab der Vertrauensmann Schernich die abzuwälzen und es wird auch so bleiben, so lange noch eine auf den Geist komme es bei einem Streit an. Abrechnung, die folgendes ergab: Einnahme 50,95 M., Ausgabe Bweitheilung in Herrschende und Beherrschte giebt. Interessant einem Streit fiege oder nicht, darauf komme es nicht an, 4,64 M., mithin Ueberschuß 46,31 M. Jm Verein mit dem sei es, zu beobachten, mit welchen Mitteln die herrschende Klasse sondern, daß der revolutionäre Geist in die Massen getragen alten Bestand ergiebt dies ein Vermögen von 128,57 M. Den bemüht ist, die Steuern auf die Schultern der Besitzlosen abzu- werde. ftreifenden Zwickern wurden hierauf 20 M. bewilligt und dem wälzen, und zwar bedient fie fich dazu des Systems der indirekten Als Kollege Bock dieses Gebahren kritisirte und erklärte, daß Vertrauensmann die Vollmacht ertheilt, in Zukunft Sammel- Steuern auf" Lurusartikel der großen Masse" als Raffee, Bucker, es ihm nicht gleich sei, ob ein Streit gewonnen oder verloren listen zirkuliren zu lassen für die im Streit befindliche Ge- Salz 2c., wie sich Bismarck geschmackvoll auszudrücken be- werde, denn verlorene Streits hätten regelmäßig viel Elend im wertschaft; sowie um schleunig zu helfen, mit Hinzuziehung der liebte. Die indiretten Steuern wirken jedoch als Kopfsteuer, zu- Gefolge, rief ein Unabhängiger" eine Bemerkung dazwischen, Revisoren auch eine fofortige Unterfügung zu gewähren, mal fie die arme Bevölkerung ungleich härter treffen als die be- die ja an der nöthigen Forsche nichts zu wünschen übrig die dann die nächste Versammlung santtioniren soll. Sodann figende. Von eben demselben inneren Feind, vor dem sich schützen ließ. Redner bemerkt demgegenüber, also hatte ich Recht, unterbreitete Schernich der Versammlung den Entwurf des zu müssen der moderne Klassenstaat vorgiebt, nimmt er auch die als ich den Streit als einen frivolen bezeichnete. Die Herren Dr. Freund betreffend die Errichtung eines Arbeitsnachweises, Mittel zu diesem Schuße, denn alle diese großen Steuererträgnisse wollen vielleicht gar nicht fiegen, um besser für die Ander nach einer furzen Debatte von der Versammlung für unan- finden Verwendung für Militärzwecke. Alle Kulturaufgaben archie Propaganda zu machen. Die Schuhmacher Deutschlands nehmbar betrachtet wurde. Kollege age wies zum Schluß werden vernachlässigt. Eigenthümlich berührt es auch, daß in machen da natürlich nicht mit. Hierauf erfolgten von einem auf die Zentralisation der Krankenkaffen hin, und plädirte für demselben Maße, wie die Entwickelung der Verkehrswege wächst, Herrn Kaifer lebhafte Zwischenrufe, die die infamsten Insulten Anschluß an den Berliner Sanitätsverein.liz fich für die arbeitende Bevölkerung die Schwierigkeit erhöht, Brot gegen Bock enthielten. au beschaffen In demselben Verhältniß, wie die Produktion sich Die Militär- und Lieferungsschneider waren zum steigert, wächst auch das Elend der Arbeiter. Vervollkommnung 15. Januar abermals von der Agitationstommission zu einer der Maschinentechnik, Heranziehung der Naturkräfte zc. gereicht öffentlichen Versammlung zusammenberufen worden, um darüber in der heutigen Eigenthumsordnung der großen Menge zum zu verhandeln, wie die augenblicklich günstigen Verhältnisse in Schaden. Gute Ernten sind für unsere Agrarier etwas schreckder Militär- und Lieferungsbranche zur Erringung befferer Lohn- liches. Die heutigen Machthaber haben kein Verständniß für den bedingungen für die darin beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen immensen Kulturfortschritt der Menschheit und sind rathlos. Seit benügt werden können. Der Kollege Bilz Pantow legte in Jahren erschöpfen sich die europäischen Staaten in ihren Rüstungen, feinem beifällig aufgenommenen Referat tlar, wie die Arbeits- um den Frieden zu sichern, der doch eigentlich, da je de Regieverhältnisse in dieser Branche fich, was Behandlung wie Berung ihre Friedensliebe betheuert, gar nicht gefährdet ist. Grate zahlung anbetrifft, immer ungünstiger gestaltet haben, daß es dadurch schürt man die Kriegsgefahr immer mehr. Man schafft jekt an der Zeit fei, fich zusammenzuraffen, um mit vereinten Verkehrseinrichtungen, um ihnen gleich darauf durch ZollSträften endlich eirmal bagegen vorzugehen. Kollege Täterom schranken wieder hindernisse in den Weg zu legen. Dem gegen fügte ergänzend hinzu, indem er die Sonderstellung, welche die über ist die Sozialdemokratie die einzige Partei, die ein flares Militär- und Lieferungsschneider ob ihres unter ihnen herrschen- Programm entwickelt. Die vollständige Beseitigung der jezigen den Kastenstolzes immer noch einnehmen, geißelte, über die Zustände ist das Ziel der Sozialdemokratie. Die Verhältnisse Form der Organisation sollte man jetzt nicht streiten, Hauptsache brängen mit Naturnothwendigkeit zu einer Aenderung. Und im sei hier, daß die Kollegen dem immer mehr übermüthig werdenden Bewußtsein, daß diese Ideen zum Siege gelangen werden, liegt Unternehmerthum eine dieselbe imponirende organisirte Masse gegen- unsere unbestegbare Kraft!( Brausender Beifall.) Nach einer und Umgegend. überstellen, nur so ließe sich bei der gegenwärtig durchaus günstigen furzen Diskussion gelangte eine im Sinne des Referats gehaltene Donnerstag, den 18. Januar, abends 9 Uhr, erste ordentliche General- BerKonjunktur für die in dieser Branche beschäftigten Arbeiter und Resolution einstimmig zur Annahme. Namens der in der Volks- fammlung im Louisenstädtischen Konzerthaus, Alte Jakobftraße 37. TagesArbeiterinnen etwas Ersprießliches schaffen; unbedingte Pflicht versammlung vom 4. November 1893 gewählten Fünfer- ordnung: Jahresbericht und Borstandswahl. Quittungsbuch legitimirt. Nur der Kollegen sei es, diese Gelegenheit nicht unbenutzt vorüber- Kommission, der die Berathung zur Errichtung eines Auge großjährige Mitglieder haben Zutritt. Charlottenburg! Frauen und Mädchen- Bildungsverein des geben zu lassen, gern sei ihnen Beistand in diesem Kampfe von meinen Gewerkschaftsvereins" übertragen was berichtete Genoffe arbeitenden Boltes für Berlin und umgegend, Filtale allen Kollegen und Kolleginnen zugesichert, denn man fönne wohl Ba 3. Die Kommission ersuchte um Ablehnung des Antrages Moabit. Wander- Bersammlung am Mittwoch, den 17. Januar cr., Abends getrennt marfchiren, doch müsse man unter allen Umständen ver- und schlug folgende Refolutionen vor: a) In Erwägung, daß 8 Uhr, im Lotal„ Bisma dhöhe", Bismarckstr. 80. Bortrag des Reichstagseint schlagen. Jerwin( Militär- Schneider) erklärt die vom die vom Genossen Knappe vorgeschlagene Allgemeine Gemert- bgeordneten lees- Magdeburg über: Die Stellung der Frau in der BerReferenten furz gestreifte Angelegenheit bezüglich der Eingabe an fchafts- Organisation" nicht, oder doch nur in geringem Maße Kurhaus Friedenau. Donnerstag, den 18. Januar, Vormittags 10 Uhr, das Ministerium und die darauf erfolgte abschlägige Antwort geeignet ist, Indifferente zu Sozialisten zu machen, empfiehlt die Arbeitslofen Versammlung. Wortrag: 3 die heutige Gesellschaft in der Lage, ber Arbeitslosigkeit Einhalt zu thun? Referent: Reichstags- Abgeordvon dort nicht für spruchreif, indem dem Vorsitzenden die Nach- Kommission der öffentlichen Voltsversammlung: die jetzige neter Frib Bu bett richt zugegangen fei, daß binnen 14 Tagen im Ministerium end- politische Organisation bestehen zu lassen. b) Der Vertrauens gilttg darüber gesprochen werden solle. Ferner bestreitet Redner mann möge versuchen, zuerst eine Verschmelzung der beiden am ganz energisch, daß die gegenwärtige Konjunktur günstig fei, Orten bestehenden Arbeiter- Gefangvereine herbeizuführen. Dieser Besserungen zu erkämpfen, er erblickt die einzige Abhilfe in der eine große Arbeiter- Gesangverein soll dann in corpore dem Iotalen Organisation. Allgemeinen Arbeiter- Bildungsverein für Friedrichshagen und Ein anderer Redner behauptet, daß die Sozialdemokratie die Umgegend" als Mitglied beitreten. Nachdem Genoffe art Arbeiter vernachlässige, genau so wie der Schneider- und Schneider- mann ebenfalls für diese Refolutionen plädirt und Genosse rinnen- Berband feine Mitglieder vernachlässige. In feiner Knapp nochmals seine Pläne erörtert hatte, gelangten die bierauf erfolgten Richtigstellung bestätigt der Borsigende Kollege Resolutionen fast einstimmig zur Annahme. Die gleichfalls in Danzig( Militärschneider), daß die gegenwärtige Konjunktur der letzten Versammlung gewählten Revisoren Wartmann, dennoch eine günstige sei, oder sie würde es nie werden. Kollege Barth und Köhler bestätigten die Richtigkeit der Abrechnung Timm schließt sich in einigen Punkten den Ausführungen der früheren Vertrauensperson. Vom Genossen Sonnenburg Täterow's an und geißelt sodann das Lesen der Schundliteratur wurde auf den am 27. Januar stattfindenden Maskenball hinSilaritas, Hochstraße 32 a, bei und gegnerischer Zeitungen, wie dies von einem Kollegen gewiesen und zum Schluß zum Beitritt in den Bildungsverein" empfohlen war. Die gegenwärtige günstige Konjunktur muß ermahnt. Steinmegen, Flemmingftr. 6 bei Mann. ausgenützt werden, ganz entschieden aber das unsinnige Kritisiren Die nochmaligen Ausführungen sammlung der Stuckateure. Ju Schöneberg tagte am 14. Januar eine öffentliche Vera Martannen- Ufer 2 bei Wills. Hand in Sand 1, ReichenbergerStraß 16 bei Päboldt. Schneeglöd chen 2, Potsdam, Brandenburgerber Organisation aufhören. Regierungsbaumeister Reßler Romi, unitation 16, bei Glafer.- Unverbroffen, Abends 8X Uhr, bei Sachs, Jerwin's, die mehrere unberechtigte Unterstellungen gegen die Bemühungen der Agitationskommission enthielten, gaben ber referirte über die Koakskorb Frage. Redner führte aus, daß sindowverftr. 26.- Rütli, Friedenau im Kurhaus.- Vor wärts 5, Friedrichs diese Frage nicht bereits eine zufriedenstellende Lösung gefunden sudo fi 1. Köpnice fir. 191, Restaurant. No the Nette, Schöneberg, Golzhagen, Rundtheil, b. Berche. 2orbeertranz, Lichtenbergerstr. 21 b. Heise. Kommission Gelegenheit festzustellen, daß die ablehnende Haltung habe, liege zum größten Theil an dem Indifferentismus der Ar- fraße 43, bet Siegeler. Kupferschmiede, Weinstr. 11 bei Feind. der Militärschneider die Bemühungen der Kommission unmöglich beiter selbst. Allerdings müsse in Betracht gezogen werden, daß Concordia, Sitſchinerstr. 55 bei Saaſe. Deutscher Männer gemacht hat. Belforterstr. 15, bei Schneider. die mangelhafte Schulbildung, welche in unseren Voltsschulen Satobftr. 68. Unversagt 1 Manteuffelstraße bei Nowad fang, Freiheitstlänge, Alte LorbeerIn der Versammlung der arbeitslosen Filz- verzapft wird, keineswegs geeignet ist, die Menschen zum Denken frana 2, Drantenstraße 190 bei statsch. Stebestust in Fürstenwalde Sängerchor der Maler, Kaiser schuh Arbeiter, die am 15. Januar, Vormittags, tagte, anzuregen. Der Schüler, der mit 14 Jahren in die Lehre tritt, bei Taschenberg, Junterstraße 5. Freiheits Gruß, Schönhauser Allee 46, hielt der Genoffe Paul Jahn den einleitenden Vortrag über: tönne wohl gewöhnlich die Daten vieler Schlachten und auch Franz Grenadier- Blaz 7.bet Buffe. Hoffnung 3, Brandenburg a. S., Wilhelmsdorfer= „ Die Arbeitslosigkeit und ihre Folgen". Anknüpfend an die Ver- Bibelsprüche hersagen, sei jedoch selten im stande, den Ver- ftraße Reft. Concordia.- anges biüthen, Stralauerplaz 10/11 bei Boppe. Moabit, Waldstr. 52 bei Gohr. Liederlust, köpenickerstr. 100 hältnisse in Frankreich und England, wie sie zu Ende des vorigen brennungsprozeß der Rohle zu erklären. Daher geschehe es, daß bei Gründer( fr. Mundt). Gleichheit, Pappel- Allee 3-4 bei A. MeinJahrhunderts bestanden, legt der Vortragende auf's Eingehendste er später als Arbeiter auch nicht in der Lage ist, die Vorgänge barbt. yra 3, Briz, Werderstraße 15. Freiheitstlänge 2 das eigentliche Wesen der kapitalistischen Produktion blos. Die um sich herum begreifen zu können. Redner verbreitet sich über TEberswalderstraße 5.- Rai ser scher Quar tettverein, Krautstr. 6 bei Rudolf. " Freie Vereinigung der Bureau- Angestellten Berlins utad Umgegend. Vereins- Bersammlung am Mittwoch, den 17. Januar, Abends übt, im Restaurant„ Sur neuen Poft", Beuthstr. 20-21. Bericht der Kommiffion über die Konferenz mit dem Unterstaatssekretär am 7. d. M. 17. Januar, Abends 9 Uhr, Lindenfte. 102, General- Versammlung. Tagesordnung: Kaffenbericht, Vorstandswahlen. Berliner Sozialdemokratischer Vegetarier- Verein. Mittwoch, den nr. 29 Hamburg). Donnerstag, den 18. Januar cr., Abends 8½ Uhr, Neue Allgemeine Branken- und Sterbekasse der Metallarbeiter( E. S. Friedrichstr. 44 bei Röllig Bersammlung der Ortsbeamten der Filialen Berlins Kranken- und Sterbekaffe der Berliner Hausdiener( E. S. Nr. 61). und Gegenwart. Arbeiter- Bildungsschule. Mittwoch, Abends 8%-10% Uhr: Nord= Schule, Müllerstr. 179 a: Unterricht in Geschichte( mittl.). Ost- Schule, Martusstr. 31: Unterricht in 2ogit. Südost Schule, Reichenberger fraße 188: Unterricht in Rechnen und Deutsch( oberes). Wet allen Unterrichtsfächern können Schüler und Schülerinnen auch jest, tm kaufe des Semesters, eintreten. Lese- und Diskutirklubs. Mittwoch. Johann Jacoby, bet Frit stegte, Schwedterftraße 33. Gesundbrunnen, Abends 8% Uhr, bei Saferland, Bellermannſtr. 87. Gleichheit, Abends 8 Uhr bei Stramm, Ritterstraße 123.- Seine, Rirdorf Abends 8% Uhr, Prinz- Sandjeryfir. 60, parterre. Otto Reimer, bei A. Brosch, Wilhelmshavenerstr. 28. Ginigtett, Abends 8% Uhr bei Beige, Triftstraße 1. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umggegend. Alle Aenderungen Arbeiter- Sänger- Bund Berlins und Umgegend. Mittwody. Uebungsim Bereinskalender sind zu richten an Fried. Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. unde Abends 9 Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. Siebesfreiheit 1, Andreasstr. 26, bei Wilte. Freya,( Gemischter Chor), Alte Schönhauser= traße 22-23, Bößow's Braueret. Qilke. Deutsche Eiche, Grüner Weg 29 bei Säger. Echo 1 Pantow, Schulzestr. 27. 13 1 -Arbeitergefangverein von Bris in Briz, Bürgerfir. 4 bei Dorn.- Junge Georginia, Eiche, Reinickendorf, Gesellschaftsstr. 11 bet Hartmann. Manteuffelstraße 45 bei Liewald. Ginig, Straußbergerstr. 3 bei Birt. Vorwärts" 7 Rummelsburg, Göthe- und Kantstraße- Ecke bei Greinert. Seeger'scher Männerchor, Fran tfurterstraße 18 bet Raprolatis. Dämmerlicht, Doppel- Quartett, Landsberger Allee 152 bet Krause. Süd- Ost 2, Falden steinstr. 7 bei Tritt elwig. Felsenburg, Krautstraße 6 bei Rudolph. Gemischter Chor Wedding, Müllerstraße 7 bei Rei chert. " Glühlicht"( gem. Chor), Berlebergerstr. 28, bei Sermer: schmidt. Steinnelte, Neue Hochstr. 49 bei Altmann. -Geselliger Rauchtlub Sumatra Süd- Dft, Sigung alle Mittwoch,| Schuh dem Kleingewerbe und Kleinhandel. Von J. Rosen. Zaubenbörse. Abends 8 Ubr bei Tilgner, Forsterftr. 22. Stattlub Treff, Abends 8% Uhr, bei Otto Babel, Frankfurter Allee 90. Stattlub areau- Aß bei Lange, Friedrichsberg, Wartenbergstraße 67. Arbeiter- Zeichenverein Einigteit Abends 9 Uhr Uebungsstunde bei Schmidt, Wrangelstr. 141. German American Club. 9 o'clock Restaurant Bel- Ladies and Gentleman vedere, An der Jannowitz- Brücke. are invited. English Conversational Club Shakespeare. Meeting with Ladies every Wednesday at 9 o'clock at Neumann's Restaurant, Rosenthalerstr. 36. Guests are welcome. Club Uncle Sam. 9 o'clock Jack's Restaurant, baum, Nürnberg. Verlag der Friedr. Roen'schen Buch handlung. Nr. 54 der ,, Blätter für soziale Praxis"( Berlin, Verlag von Siemenroth und Worms) hat folgenden Inhalt: Die Zwangserziehung in Hessen. Von D.- R.- Rath Dr. Zeller. Der Knaben- Handarbeitsunterricht auf dem Lande. Depeschen: ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Musikverein Berein Rhetorit 15 Hoher Steinweg. English speaking guests are quite Palermo meldet, verhaftete in der vergangenen Nacht der PolizeiBund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend.( Bu schriften find zu richten an B. Sentel, Bergmannstraße 14, of 2 r.) Mittwoch: Pollack- Klub& u ftige Brüder, Manteuffelstr. 46 bei Liewald. Geselliger Verein Fridolin, Brunnenstraße Nr. 35 bei Wolff. Rauchtlub Eiferne Pfeife, Triftstr. 1 bei Hoffmann Sumo ristis cher Rauchflub, Görligerstraße 42 bei Picht. Verein Brüderlichkeit Georgenkirchstraße 65 bei Müller. Bautenschwengel Annenstraße 16 bei Ehrenberg. Naunynftr. 86 bei Bubeil Abends 8% Uhr. Geselliger Verein Hoffnung welcome, Lebuferstraße Nr. 5 bei Nemiz( alle vierzehn Tage). Theaterverein Proletariat, Naunynftr. 83 bei Köhn. Bergnügungsverein Amor II, Prinzen- Allee 10 bei Bergemann. Touristenklub Freiheit und Wohl ergehen, Neuenburgerstr. 37 bei Regenberg. Rauchklub Rothe Stat Fahne, Abends 9 Uhr, Oppelnerstr. 44, Restaurant Taubenbörse. flub Kreuz- Solo Krautstr. 48 bei Rattte. Kegel- Klub Lustige 13", Abends 8 Uhr bet Sauermann, Adalbertstraße 8. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Mittwoch. Gefangverein Knospe, Abends 9 Uhr, im Restaurant Wahlstatt, Belle- Alliancestraße. Musikverein Vorwärts, Abends 8 bis 10% Uhr, Langestraße 108 bei Nebelin. Männer- Gefangverein Walbtapelle 2, Abends 9 Uhr, Mufit- Dilettantenverein Preciosa, Restaurant Rayser, Staligerstr. 22. Abends 8-11 Uhr Uebungsstunde in Geisler's Restaurant, Fenn- und Tegelerstraßen- Ede. Gefangverein Apollo( gem. Chor) Abends 9 Uhr im Restaurant Schulze, Beuthstraße. -OW Turnverein Hoffnung, Abends 9 Uhr, im Restaurant Schröder, Manteuffelstr. 9. Kraftturnverein Jugendkraft, jeden Mittwoch und Sonnabend 9-11 Uhr abends bei Lade, Beughofstr. 8. Turnverein Gesunn: brunnen. Die 2. Männer- Abtheilung turnt heute von 8%-10% Uhr Abends in der Turnhalle, Freienwalderstraße 39.- Kraftturnverein Berolina, Abends 9 Uhr Uebungsstunde bei Faustmann, Reichenbergerstraße 73a. Athletenverein Atlas, Abends 9 Uhr, Uebungsstunde, Brunnenstraße 154, Lokal Konkordia. Theater- und Vergnügungs: Berein Humanitas Abends 9% Uhr bei Reedt, Lothringerstr. 94. Theaterverein Bultania 2", Abends 9% Uhr, bei Schulz, Veteranenstr. 18. Bühnenverband Othello, Abends 9 Uhr, Restaurant Lothringerstraße 101. Theater- und Leseklub Morgenroth, jeden Mittwoch, Abends 9 Uhr, im Restaurant Diete, Lothringerstr. Nr. 67. Theaterverein erres tagt jeden Mittwoch, Abends 9 Uhr, bei Güzlaff, Großgör schenstraße 3. Gäste willkommen. Heimathlu st, Sigung jeden mittwo ch, Abends 9 Uhr, bei H. Lange, Stromstr. 28. ftraße 86. Don Abends Geselliger Bergnügungsverein Regia, Abends 9 Uhr, im Restaurant Sommer, Grünstraße 21. Kreuzfidel, bei Gumlich, Reichenbergerstraße 149.- Fidele Brüder, bei H. Mrose, Lachmannstr. 5.- Touristenverein" Frei Weg", Abend 9 Uhr bet Sieblutad, Manteuffel Arbeiter Bitherklub Freiheitstlänge", Bahnstraße 23, am Bahnhof 8-11 Uhr, bei R. Pommerente, Großgörschenstraße. Bitherklub Alpenglöckchen Edelweiß. Uebungsabend Gipsstr. 11 bei Gollmann.' Damen und Herren als Mitspieler willkommen. Verein Wohlgemuth jeden Mittwoch 9% Uhr Sizung mit Damen bei Weigmann, Andreasstr. 32. Arbeiter- Zitherverein Einig= teit, Abends% 9 Uhr: Uebungsstunde bet Schmidt, Wrangelstr. 141. Rauchflub Roochloch, Abends 9 Uhr, bei Kierstein, Admiralftr. 33. Humoristischer Rauchklub Rothe Melte, bei Steuer, Weinstr. 22. Rauch flub Raucht lub, Abends 9 Uhr, bet A. Niemann, Görligerstr. 42. Sanssouci, Boechstraße 51.- Rauchflub Ohne 8wang, Abends 9 Uhr bei Späth, Weinftr. 28. Rauchklub Grüne Quast e, Abends 9 Uhr, bei Schlüter, Kleine Martusstr. 10. Rauchklub Vultan, Abends 9 Uhr bet Rachfall, Waldemarstr. 18. Vermischtes. Eingelaufene Druckschriften. Rom, 16. Januar. Wie der„ Agenzia Stefani" aus direktor an Bord des nach Turin gehenden Dampfers ,, Bagnara" den Chef des Parlermitanischen Arbeiterbundes, Garibaldi Bosco, sowie zwei andere einflußreiche Führer des Arbeiterbundes, Bernardino Verro und Doktor Barbato, gegen welche Verhaftsbefehle vorlagen. " Brückeneinsturz. Rüstrin, 13. Januar. Gestern Nacht Rom, 16. Januar. Wie die Agenzia Stefani" aus brach die Brücke über die Doffe zusammen, als eben ein Güter- Maffa gemeldet wird, streiken daselbst Tausende von Marmoraug darüber fuhr. Der letzte Wagen stürzte ins Wasser. Die arbeitern. Die Bevölkerung von Carrara wurde in der verStrecke war eine zeitlang gesperrt. Menschen sind nicht vergangenen Nacht durch diesen Streit und durch die Drohungen der wie Ausständigen, die, es hieß, in die Stadt einunglückt. dringen wollten, sehr beunruhigt. Durch die Wachsamfeit der Truppen innerhalb Der Stadt und auf den Landstraßen wurde Rubestörungen vorgebeugt. Die bewaffneten Haufen zogen sich in das Gehölz zurück. In der Stadt Carrara ereignete sich ein Zwischenfall ohne Bedeutung. Eine Gruppe von Ruheftörern lärmte vor der Kaserne und warf mit Steinen nach derselben, zerstreute sich jedoch, nachdem die Truppen Soldaten vermehrmals in die Luft geschossen hatten. folgten die bewaffneten Meuterer, die die Fassolabrüde in die Luft sprengen zu wollen schienen. Die Eisenbahnstrecke wird sorgfältig überwacht. Heute früh trafen Verstärkungen in Massa ein. Die rauhe Fauft, das biedere Herz. Arbeiterlied von C. Otto, Berlin. Verlag von Adolf Kung' Musikverlag, Neue Rönigstr. 19. Partitur mit Stimmen 50 Pf. Von den im Verlage von J. H. W. Diet in Stuttgart erscheinenden beiden naturwissenschaftlichen Werken ist Die Pflanzenwelt" mit dem eben erschienenen Heft 20 fomplett geworden und liegt nun in einem stattlichen Band zum Preise von 5,50 M. vor. Ferner sind erschienen von der Thierwelt" Heft 20 bis 22. In dem letzten Heft befindet fich die farbenprächtige Tafel Papageien und Colibris". Beide reichillustrirten Werke sind Jedem, der sich für die Naturwissenschaften interessirt, auf das Angelegentlichste zu empfehlen. Preis pro Lieferung 20 Pf. " Neapel, 16. Januar. Heute Abend werden 20 Offiziere und 2500 Mann auf 3 Dampfern nach Palermo eingeschifft. Auflösung des hiesigen Arbeiterbundes und beschlagnahmte die Parma, 16. Januar. Die Polizei schritt heute früh zur gesammte Korrespondenz. Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, J. H. W. Die t' ( Deveichen des Bureau Herold.) Verlag) ist soeben das 15. Heft des 12. Jahrgangs erWien, 16. Januar. Die Einführung eines neuen BruderAus dem Inhalt heben wir hervor: Die schienen. Helden des Schillerpreises. Rußlands landwirthschaft- ladenstatuts auf. den Schächten der Nordbahn veranlaßt unter licher Export. Von May Schippel. Der Kapitalismus den Arbeitern in Ostrau eine große Gährung, sodaß man eine fin de siècle. Von Karl Kautsky.- Naturwissenschaftliches allgemeine Arbeitseinstellung befürchtet. aus England und Deutschland. Von Edward Aveling. Die Statistik der Ehescheidungen. Literarische Rundschau. Die Cholera und Notizen: Der Zug nach links. ihre Ursachen.- Feuilleton: Deutsche Geschichte. Von F. Mehring. II. Briefkaffen der Redaktion. Rauchtlub Goldene Quaste, Abends 9 Uhr Die Elektrizität, ihre Erzeugung, praktische Verwendung für den ganzen Winter zugesichert war, hätten Sie die Kündigung und Messung.( Mit 44 Abbildungen.) Von Bernh. Wiesengrund. Frankfurt a. M. Verlag von H. Bechhold. Preis 1 Mark. bet Mluß, Jostystraße 8. Rauchklub Schmotes Werte, Köpenicker straße 121a bei Schöbel. Rauchklub Vorwärts Süd- OstHumoristische Pfeifen brüde Waldemarstraße 74 bei George. Rauchflub Abends 9 Uhr, Klosterstraße 83, beim Genossen W. Salzwedel. Deutsche Eiche, Abends 9 Uhr bei John, Waldemarstr. 52. Rauchklub Lustige Brüder Abends 8% Uhr Pücklerstr. 61 bei Faulhaber. Rauchklub Arcona Abends von 9-11 Uhr bei Bernhard, Stalizerstr. 41. Rauch- Klub Einfach, Abends 9 Uhr, Manteuffelstr Nr. 5 bei Bogt. Altdeutscher Rauch flub bei Gädecke, Münchebergerstr. 5. Rauchflub Rauchklub Granada, Abends 9 Uhr, Forsterstr. 40 bei Tuguntte. Rothe Fahne, Mittwoch Abends 9 Uhr, Oppelnerftr. 44, Restaurant zur Fürst Bismarck und die Hamburger Nachrichten". Tagebuchblätter von einem Eingeweihten. Berlin. Verlag von E. Renzel. Der Naturarzt. Zeitschrift für Gesundheitspflege und arzneilose Heilweise. Eduard D., Delenit. 1. Wenn Ihnen ausdrücklich Arbeit nicht anzunehmen gebraucht. Wenn Sie sie aber angenommen haben, ohne sich Ihre Ansprüche vorzubehalten, werden Sie schwerlich mit Ihrer Entschädigungsforderung durchdringen. 2. Nein. O. 1000. Gie müssen den Eid annehmen, aber für unerheblich erklären, da Ihr Zeuge das Thema schon befundet habe. Blum. In betreff Ihres Eingesandt ersuchen wir um persönliche Rücksprache. Große öffentl. Volks- Versammlung Ms. Kranken- und Steebekaffe Großer Jusverkauf be as salat, Reife am Mittwoch, den 17. Januar, Abends 81/2 Uhr, Allg.| der Metallarbeiter. in Noack's Festsälen, Brunnenstraße 16, Zages Drdnung: = 1. Vortrag über Zweck und Nußen der Konsumvereine. Referentin Frau Alma Palm. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Die Frauen, besonders die Mitglieder von Konsumvereinen werden um zahlreiches Erscheinen gebeten. 1231b R. Gallin, Röslinerstr. 10. Kurhaus Friedenau. Donnerstag, den 18. Jannar, Vormittags 10 Uhr: Arbeitslosen- Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag: Ist die heutige Gesellschaft in der Lage, ber Arbeitslosigkeit Einhalt zu thun? Referent Reichstags- Abgeordneter Frik Jubeil. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 479/1 Alle Arbeitslosen von Friedenau, Steglig und Umgegend werden zu dieser Versammlung eingeladen. Bierzwang findet nicht statt. Der Einberufer. Buchhandlung des„ Vorwärts" 2. Beuth- Straße. Berlin SW. Beuth- Straße 2. Soeben ist erschienen: Zweite vermehrte und verbesserte Auflage Die Prostitution, ihre Ursachen, ihre Folgen und ihre Bekämpfung von 40 Seiten u. Umschlag. Dr. S. Lux. Preis 20 Pfennig. Nach außerhalb gegen Einsendung des Betrages von 25 Pfg. franko. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. Metzner's Korbwaaren- Fabrik, Berlin, Andreasstr. 23, Hof part., vis- à- vis d. Andreasplah Kinderwagen, größtes Lager Berlins. Musterbücher gratis. Theilzahlung gestattet. 500 Mark zahle ich Jedem, der mir nachweist, daß ich nicht das größte Ainderwagen- Lager Berlins habe. F. Metzner. !! Arbeiter!! 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