Nr. 14. Erscheint täglich außer Montags. Brets pränumerando: Bierteis jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pig. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags: Beilage Neue Belt" 10 Pfg. Poft- Abonnemen:: 8,30 Mt.pro Cuartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Auslands Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Boit Zeitunas Breisliste für 1894 unter Nr. 6919. 041 0 11. Jahrg. Vorwärts Infertions- Gebühr beträgt für di fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Bfg., für Vereins: una Beriammlungs Anzeigen 20 Pis Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Grpedition abgegeben werden. Die Ervedition ist an Wochen= tagen bis 7 Ubr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernspredjer: 3mt I, 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die Bauern und der Handelsvertrag mit Rußland. Donnerstag, den 18. Januar 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Wir behaupten nun: Ebenso wenig wie die Ein die oben angegebene Wirthschaft trägt, oder der durchschnittLandwirthschaft genützt hat, ebenso gleichgiltig ist es für bestellt wurde. Aus dem Gesagten ergiebt sich, daß in den die große Mehrheit der deutschen Landwirthe, ob der Zoll Dstprovinzen ein Bauer, der 16 Hektar Grund besitzt, unter Der Bund der Landwirthe hat mit seiner hanebüchenen auf russisches Getreide von 5 M. auf 3,50 M. oder gar normalen Verhältnissen kein Getreide verkauft, daß ihm die Agitationsweise den deutschen Reichskanzler so erschreckt, auf Null herabgesetzt wird. Wir werden den Beweis hin- Viehzucht das Leben und Wirthschaften ermöglicht, daß er daß er den widerborstigen Herren aus Lithauen und sichtlich der Provinzen Ost- und Westpreußen, Posen und aber, wenn sein Besigthum nur halbwegs belastet ist, zu Masuren, Hinterpommern und der Kassubei, noch bevor es Pommern liefern, einmal, weil in diesen Gegenden die einer Nebenbeschäftigung greifen muß, will er nicht zu im Reichstage zur Schlacht gekommen, durch die Aufhebung Landwirthschaft vorherrscht, und zweitens, weil die Haupt- Grunde gehen. Aus den Berichten der Zentralvereine erdes Identitätsnachweises ein Geschent in Aussicht gestellt, schreier, die jetzt so gut und gern und eifrig mit dem Kalb giebt sich weiter die Thatsache, daß noch bei einer Besizung mit dem sie leicht ihre sämmtlichen Kriegskosten decken des Bruder Bauer pflügen, hier ihre angestammten, an- von 29 Hektar der aus der Viehhaltung gezogene Rohertrag können. Trotzdem haben sie ihren Widerstand gegen den geheiratheten, zugerafften Size haben. Als Beweismaterial sich zu dem vom Ackerbau gewährten verhält wie 8: 5, daß russischen Handelsvertrag in nichts aufgegeben; im Gegen- dienen uns einerseits die im preußischen Ministerium für bei 60 Hektar die Verhältnißzahlen 15:14 lauten und daß theil, je näher der Tag der ersten Lesung rückt, desto ärger Landwirthschaft bearbeiteten Berichte der landwirthschaft erst bei 131 Hektar der Rohertrag des Ackerbaues den aus wird ihr Zetergeschrei. Wenn der Zoll auf russisches Ge- lichen Zentralvereine, anderseits die Angaben der land- der Viehhaltung gezogenen um ein weniges füberschreitet. treide um ungefähr ein Dritttheil herabgesetzt wird, so wirthschaftlichen Betriebsstatistik vom Jahre 1882. Selbst auf der Fideikommisherrschaft Saleske, welche Tommen die großen Güter an die Gant, der Bauer verliert In den Berichten der Zentralvereine finden sich ab und 1700 Morgen Ackerfläche besitzt, deckt der Erlös für die Hut und Kappe, die gesammte deutsche Landwirthschaft geht zu auch Rentabilitäts- Berechnungen über landwirthschaft- nach Berlin verkauften Fettschweine die gesammten Bes zu Grunde, Millionen arbeitsamer Menschen verlieren ihr liche Betriebe verschiedener Größe. Am sorgfältigsten vertriebskosten. Brot, die Revolution bricht aus, und Staat, Gesellschaft, fährt in dieser Beziehung der Berichterstatter aus dem Und nun die Nuzanwendung der bisher angeführten Kultur, alles, alles geht holter- die- polter zum Teufel; so Landrathsamt Insterburg. Er bucht die Einnahmen und Thatsachen auf den russischen Handelsvertrag. In den sagen sie und behaupten sie, so jammern sie und Ausgaben von vier Wirthschaften( von 131 Hektar, 60 Hektar, Provinzen Dst, Westpreußen, Pommern und Posen, aus prophezeien fie. 29 Hektar und 16 Hektar) so genau, daß er nicht einmal welchen die Nothschreie der Bündler am schrillsten klingen, Es ist aber alles nicht wahr. Als Bismarck im Interesse vergißt, den Werth der Kartoffelschalen in Rechnung zu Gegenden, in welchen der Großgrundbesitz und großer feiner Mitjunker die Getreidezölle einführte, da schrieen alle stellen. Von seinen Angaben interessiren uns hier hauptsäch- Bauernbesitz verhältnißmäßig am meisten vertreten ist, bescine Kreaturen, Hampelmänner und Streber- Kameraden: lich diejenigen, welche er über die Wirthschaft von trägt die Zahl der landwirthschaftlichen Betriebe bis Der Hettar macht. Aufgepaßt! Jetzt wird der deutschen Landwirthschaft auf 16 Besitzer, welcher sein zu 20 Hektar 582 367, während es nur 74 998 Betriebe die Beine geholfen werden! Jetzt ist Polen offen! Und Besigthum selbstthätig bewirthschaftet und an Dienstboten giebt, die mehr umfassen als 20 Heftar. Die ersteren jeder Bauer kriegt sein Huhn in den Topf! Und was ge- nur eine Magd hält, erntet von seinem mittleren Boden haben keinen Vortheil davon, ob der Boll hoch oder niedrig jchah? Die wenigen Großgrundbesitzer schluckten den Braten, jährlich an Körnerfrüchten: 70 Scheffel Roggen, 24 Scheffel ist, von den zweiten müssen wir die Betriebe von 20 bis die Millionen Kleinen konnten zusehen und sich den Mund Weizen, 42 Scheffel Gerste, 120 Scheffel Hafer. 50 Hektar, es sind ihrer 51 124, etwas näher betrachten. wischen. Es war auch nicht anders möglich. Nach der Rechnet man die Scheffelzahl mit Beachtung des bestimmten Allerdings, diese Kategorie würde für den Augenblick einen statistischen Aufnahme vom Jahre 1882 gab es in Deutschland Gewichtes jeder Körnerfrucht in Zentner um, so erhält man Ausfall haben; sie könnte denselben aber sofort wettmachen, 5 276 344 landwirthschaftliche Betriebe. Hiervon wurden als Gesammtertrag rund 166 Zentner. Von diesem ganzen wenn sie sich mehr auf die Viehzucht verlegen würde. 4 969 843 Betriebe gezählt, welche bis 20 Hektar umfaßten, Duantum tommt auch nicht ein Pfund zum Verkauf, der Bleiben noch die 23 874 Betriebe übrig, welche mehr als während 306 501 Betriebe über diesen Umfang hinaus gesammte Rohertrag des Ackerlandes das Saatgetreide 50 Hektar messen. Diese Großbauern und Großgrundgingen. In ganz Deutschland gab es nur 24 991 Betriebe, für das nächste Jahr natürlich ausgenommen wird in besitzer sind der eigentliche Kern des Pudels, so da heißt: welche größer waren als 100 Hektar und von über 1000 ber eigenen Wirthschaft verbraucht. Dabei treibt der Bauer Bund der Landwirthe. Ueber die Lage der Großbauern Hektar großen Betrieben zählte man gar nur 515 Stüd. aber feineswegs Viehzucht als Hauptbeschäftigung. Er hält hat sich der Gutsbesitzer Braesicke aus Ostpreußen erst un„ Derselbe( der Es ist kein Zweifel, daß die zwei letzten Kategorien von zwei Pferde, drei Kühe, 4 Stück Jungvieh, einige Schafe, längst folgendermaßen ausgesprochen: den Getreidezöllen einen ungeheuren Vortheil zogen, auch zwei Buchtsäue, 10 Ferkel und eine Mandel Hühner, alles Bauernstand) ist in den letzten 20 Jahren wirthschaftlich so die Landwirthe, deren Wirthschaften mehr als 20 Hektar in allem nicht mehr, als der Betrieb der Wirthschaft er erfreulich fortgeschritten, daß ein Nothstandsgeschrei für ihn umfaßten, standen sich besser als vordem, ja selbst Eigner fordert. Und nun die bezeichnende Thatsache: der Rein- erhoben, wie ein Hohn auf die Wirklichkeit klingt"... Wer bleibt also übrig? Die Großgrundbesitzer und von 16-20 Hektar mochten hier und da noch einen Happen ertrag, den die Wirthschaft abwirft, stammt nur aus der erschnappen, aber dem übergroßen Theil der Landwirth Viehhaltung. Er würde nicht mehr als 108 Mart betragen, was drum und dran hängt. Und von dieser Handvoll schaft, den Millionen von Parzellenbesitzern, Klein- und wenn der Besizer nicht noch 100 Mark durch Holzfahren Leuten sollen sich die Hunderttausend Nicht- Agrarier, die Mittelbauern, brachten die Getreidezölle nicht einen Birn- hinzuverdiente und nicht eine Stube um 45 Mark ver- Millionen Industriearbeiter ihr Brot noch weiter verstiel mehr. Sie bauen im günstigsten Falle, was sie zum miethet hätte. Für den Regierungsbezirk Posen berechnet theuern lassen? Leben brauchen und was ihr Vieh frißt, und ihre Einnahme der Berichterstatter den Jahresertrag einer Besizung von wird nicht um einen Pfennig größer, ob nun der Zentner 17 Hektar an Roggen, Weizen, Gerste und Hafer insgesammt Roggen eine Mark gilt oder zehn. auf 186 Zentner. Das sind 20 Zentner mehr, als führung der Getreidezölle bem übergroßen Theil der deutschen liche Jahresertrag eines Hektars Boden, der mit Roggen 1090 SUTE Feuilleton. Nachdruck verboten.] Helene. [ Alle Rechte vorbehalten [ 19 Roman in zwei Bänden von Minna Kautsky. Sie fragte nicht weiter. Rascher ging fie abwärts, als dränge sie's, fortzukommen. Die Farbe kam und ging von ihren Wangen. An der Parkthür angekommen, reichte sie ihm die Hand zum Abschiede. Darf ich Sie nicht bis zu Ihrer Villa begleiten, gnädige Frau?" " Nein, ich danke," rief sie hastig, verwirrt und reichte ihm nochmals die Hand. Er blieb am Thore stehen und blickte ihr nach. Das heimische Lied fiel ihm ein: Du bist wie eine Blume", ihm war, als ob das Reinste und Schönste, nach dem er sich sein Lebtag gesehnt hatte, von ihm gegangen war für immer. Mir ist, als ob ich die Hände Auf's Haupt Dir legen sollt," erklang es innerlich. Er wendete sich und ging zurück in tiefen Gedanken: Sie hat nichts gewußt-war es denn nöthig, daß dieser Mann an seinem Kinde zum Heuchler wurde?" Helene ließ sich das Mittagessen serviren, aber das Mädchen nahm die Schüsseln unberührt wieder hinaus. " Mir scheint, heute ißt die Guädige einmal nichts," sagte die Köchin zuni Stubenmädchen, weil er nicht da ist. Was das für Farereien bei den Jungverheiratheten find! Nia, es wird noch die Zeit kommen, ich steh' Ihnen gut dafür, wo es ihr um so besser schmeckt, wenn er nicht dabei sein wird. Jetzt läutet fie Jetzt Läutet fie- Herrgott, was ist denn los, so hat sie noch nie geläutet. Gehen Sie doch hinein!" Das Stubenmädchen lief nachzusehen und kam bald mit der überraschenden Meldung zurück:" Sie will nach München fahren." " Was, allein? Aber das hat er ihr ja verboten." " Sie sagt, fie will den gnädigen Herrn dort aufsuchen." Weiß sie denn nicht, daß er auf die Jagd ge gangen ist?" Er ist nicht gegangen. Sie hat erfahren, daß er nach München gefahren ist." Die Köchin stemmte die Arme in die Seite: Jesus, da ist sie ihm schon auf' was tommen. Na, mich wundert's nicht, wie der einen manchmal anschaut-!" Aber das Stubenmädchen wies sie zurecht:„ Was glauben Sie denn, die Gnädige meint, er müsse unter wegs eine Depesche oder sonst eine Nachricht bekommen haben, die ihn gezwungen hat, seinen Plan aufzugeben. Sie fürchtet, es könnte ihren Eltern was zugestoßen sein, sie hat seit Tagen teine Nachricht von ihnen.... Sie weint und ist ganz aufgeregt." Der arme Hascher." Das wäre zum Lachen! Sie läutete stärker ein zweites Mal Da that sich die Thür nebenau zu einer Spalte auf, und das volle Gesicht der Ebner guckte heraus. Sofort ward die Thür aufgerissen und Tante Luise schloß mit einem Jubelruf die junge Frau in die Arme. Lene, wie kommst denn Du daher?" Wo sind die Eltern?" fragte diese ängstlich und erregt, aber sie fühlte sich beruhigt, als sie in das lachende Gesicht der Ebner blickte. Sie sind wohl, es ist ihnen nichts geschehen?" " " J, was denkst Du, sie sind ja zu Dir gefahren." Bu mir?" " Nach St. Agath Ist das ein Pech!... Vor einer Stunde sind sie fort... Die Jungen haben sie hier gelassen, weil sie bei Dir übernachten wollen." Lene athmete auf, all ihre Bangigkeit war gewichen, und sie bedauerte jetzt ihre hastige Abreise. Wenn sie doch gleich wieder hätte umkehren und zurückfahren können, aber der nächste Zug ging erst um sechs Uhr infünfzig. Wie lange war es bis dahin! Das ist sie wirklich, denken Sie, sie hat sich von mir 20 Mart ausgeborgt." " Sehen's, hab' ich's Ihnen nicht g'sagt, daß sie gar nichts hat. Die ist blank ins Haus gekommen; das wird sich noch spießen, Sie werden schon sehen. Unsereiner hat auch nichts, aber das ist ganz was anders. Unsereiner ist doch nicht so hilflos und wenn's heute mit dem Gustel was wird, so hab' ich die Kasse." Sofie, das Stubenmädchen, hatte die 20 Mark ihrem Raften entnommen und überbrachte sie ihrer Gnädigen, um diese in den Stand zu setzen, mit dem nächsten Buge nach München zu fahren. X. Es war früh am Nachmittag, als Frau Helene im elterlichen Hause anlangte und in ungeduldiger Haft die Treppe empor eilte. Sie stand vor der Thür und zog die Glocke, Niemand öffnete. Sie wollte nun doch ihren Mann aufsuchen, um von ihm zu erfahren, was ihn so dringend hierhergerufen. Tante Louise führte sie in die Stube, nahm ihr Hut und Umhang ab und bat sie, nun auch die Handschuhe auszuziehen. " Ei was, laß Du Deinen Mann seine Wege gehen," sagte sie, als Lene ihre Absicht ihr mitgetheilt hatte, warte, bis er Dir's selber sagt, wohin er gegangen ist, das ist das Klügste." Und jetzt laß ich Dich überhaupt nicht fort, Lene, jetzt sollst Du eine Tasse Kaffee mit mir trinken." Bald saßen die Beiden beim Kaffee. Lene war heiter und froh gestimmt, glücklich wie ein Kind, das auf Ferien heimkommt und nun mit besonderem Wohlwollen, ja mit Auszeichnung empfangen wird. Ach, es war so gut mit Tante Luise zu plaudern und alles bei ihr war so traulich und vertraut. Sie trug noch immer gestreifte Schürzen und breite Krausen, und das Haar hinter dem Politische Ueberlicht. Berlin, den 17. Januar. Aus dem Reichstage. Heute war Schwerinstag. Bor den Anträgen aus dem Hause wurde eine große Anzahl von Wahlen für giltig erklärt. Die sonst üblichen fchriftlichen Referate lagen diesmal nicht vor. Anläßlich der Wahl des Abg. Weidenfeld, bei der die Kontrolle über die Geheimhaltung durch Hinausweisung sozialistischer Vertrauensmänner aus dem Wahllokale erschwert war, rügte Rickert, daß dem Reichstage feine bezügliche Resolution vorgelegt wurde. Der Abg. Auer hielt diesen Fall nicht geeignet für eine große Aktion, wenn er es auch an einer energischen Kritik der vielfachen Unregelmäßigkeiten dieser Art bei den lehten Wahlen nicht fehlen ließ, sprach sich aber dahin aus, daß im Juteresse der Beschleunigung des Entscheides über die zweifelhaften Wahlen ein schnelles Arbeiten der Wahlprüfungs- Kommission erforderlich sei, was aber unmöglich ist, wenn jeder dieser leider häufig vorkommenden Fälle zu langen Verhandlungen in der Kommission Veranlassung geben würde. Bei den anderen zweifelhaften Wahlen wird das um so kräftiger nachgeholt werden, was hier scheinbar versäumt ist. Unter den für giltig erklärten Wahlen war auch die des Genossen Legien. Hierauf gelangte zur Berhandlung der Antrag GroeberHize, der den Verkauf von Waaren an Nichtmitglieder seitens der Konsumvereine unter Strafe stellen will. Sämmtliche Kleinbürgerliche Elemente traten für den Antrag ein. Genosse Bod wahrte den Standpunkt der Partei; er zeigte, daß ganz andere Faktoren als die Konsumvereine die Hauptvernichter des Kleinhandels seien. Bebel erklärte in einer persönlichen Bemerkung gegen den Antisemiten Klemm, daß die Sozialdemokratie den Konsumvereinen neutral gegenübersteht. Morgen beginnen wieder die großen Finanzde batten. Die Weinsteuer steht auf der Tagesordnung. Das Herrenhaus hielt heute eine furze Sitzung ab, in der sich der Landwirthschaftsminister v. Heyden bereit erklärte, morgen die Interpellation Manteuffel zu beantworten. Die Sigung wird um 1/22 Uhr beginnen. ber " " Das amtliche Organ der nationalliberalen Partei und das freiwillige dienstbare Organ des internationalen Anarchismus, die Nationalliberale Korrespondenz", verübt folgende Böttcheriade: einrichte. Einstimmig forderte sodann die Kammer die Regierung Zur Mannheimer Arbeitslosenfrage. Bemerkenswerth auf, gegen die Frachtbrief- und Quittungs- und bezeichnend für unsere Zustände ist die Gier, mit welcher steuer im Bundesrath stimmen zu wollen. sich die gutgesinnte" Presse, die freisinnige natürlich voran, auf jedes Vorkommniß stürzt, was zu ungunsten städtischer oder staatDer Kaiser als Kapellmeister. Es wurde offiziös licher Nothstandsaktionen zu sprechen scheint. Wollen da die bestritten, daß der Kaiser sich auch schon als Kapellmeister Mannheimer Arbeitslosen bei den dortigen Nothstandsarbeiten versucht habe, die Offiziösen waren da wieder einmal zu nicht mehr mitthun, weil unter dem jezigen Lohnsystem die übereifrig, wie man aus der folgenden Mittheilung der Faulen und Bummler, die es in jedem Staate giebt, im Afford von den Fleißigen und Arbeitsamen mit durchgeschleppt werden Bossischen Zeitung" ersehen kann: Im Auslagefenster der Simnich'schen Buchhandlung in müssen und dabei auf den Verdienst der letzteren drücken. Ratibor ist neben dem Musikprogramm der Tafelmusik zu Feste Taglohnfäße, bei denen die Nothstandsarbeiter nur haben, will die Stadt Kuchelna, das Se. Maj. der Kaiser dem Kapellmeister des das fümmerlichste Austommen v. Sayler'schen Ulanenregiments Karlipp mit seiner Namen nicht bewilligen und gesonderte Arbeitsgruppen der Fleißigen Unterschrift zustellen ließ, auch der Taftstock ausgestellt, mit und Nachlässigen weigert sie sich vorläufig auch Sie geht offenbar von dem Grundsatz aus, den dem der Kaiser einen Fanfarenmasch dirigirte. Eine darauf zurichten. angebrachte filberne Platte trägt die Inschrift: Mit diesem tüchtigen Arbeitern die Beschäftigung möglichst zu verekeln. Stabe dirigirte Kaiser Wilhelm am 14. November 1893 die Dagegen lehnen sich unsere Genossen aber auf, und die Folge davon ist, daß nur noch Wenige mitthun. Ueber die Richtigkeit Kapelle des Ulanenregiments v. Kahler." des Letzteren kann man verschiedener Meinung sein. Aber wie pharisäerhaft ist nun das Geschrei der bürgerlichen Presse, der Kölnischen Volkszeitung", der„ Freifinnigen Zeitung" und Ünderer darüber, daß mit dem Mannheimer Borgang bewiesen sei, wie wenig sich die Solidarität der Arbeiter in der Praxis bewähre und wie sie nichts als eitel Lüge und Trug sei! Wer Die deutsche Sozialdemokratie hat es nur schlecht ver: hat denn einen Theil der Arbeiter so schwach und elend und standen, sich die Sympathieen der Genossen im Auslande zu feistungsunfähig gemacht, daß sie sogar beim Steineklopfen ihren erhalten. Mit Domela Nieuwenhuis, der noch im Herbst 1890 Kameraden zur Last liegen; wer hat sie in den Müßiggang, in hier mit Jubel aufgenommen wurde, liegt die hiesige Führerschaft die Sphäre des Schnapses und der Verkommenheit gestoßen und in blutiger Febde, und jetzt scheint auch der Tanz mit den Ge bort erhalten? Gerade die bürgerliche Gesellschaft! Und nun er noffen in der Schweiz beginnen zu sollen; denn man fängt hebt sie namenloses Geschret darüber, daß die Arbeiter, die noch dort an, den Geschmack an den Gastrollen zu verlieren, die im stande sind, mit allen Kräften um ihre Gristenzen zu ringen, deutsche Führer dort besonders gern zu geben pflegen. Herr die Schuld der heutigen Wirthschaftsordnung nicht auch noch bei Bebel hat zuerst in Zürich gegen die Unabhängigen gesprochen Mothstandsarbeiten ausbaden wollen und verlangen, daß die und es war dabei zu heftigem Streit gekommen. Jetzt giebt bürgerliche Gesellschaft für ihre elendesten Schlachtopfer extra die in Zürich erscheinende" Arbeiterſtimme" dem gefeierten forgt! Die Heuchler! Es steht ihnen gut an, die Sittenrichter Führer den Rath, derartige Versammlungen in Zukunft zu auch bei dieser Gelegenheit zu spielen. unterlassen, damit der Streit zwischen Fraktionellen und Un abhängigen nicht auch schweizer Bewegung Lehrer- Elend. Sehr splendide Leute sind die Behineingetragen werde. Auf diese verständliche Absage hörden in Bergholz. Der Lehrer dieses Ortes war erkrankt antwortete der Vorwärts" mit einem denunziatorischen und um die Schule nicht ausfallen lassen zu müssen, wurden Hinweis auf die zweideutige" Haltung der Arbeiter Aushilfskräfte aus den umliegenden Ortschaften zum Abstimme", die schon immer die anarchistelnden Unabhängigen" halten der Schule engagirt. Ueber die glänzenden Honorare, unterstützt habe und giebt den schweizer Genossen den Rath, die Redaktion der Arbeiterstimme", die Seidel, ein ehemaliger die diefe Leute für ihre Thätigkeit erhielten, theilt man Reichsdeutscher, führt, zu einer flareren Stellung zu veranlaffen. uns mit: Man sieht, die Zwistigkeiten heben auch hier in vielversprechenDer eine Lehrer hielt über 80 Stunden, hatte 18 Riloder Weise an. meter hin und zurück zu gehen und erhielt für feine 27 Gänge 30 Mark. in die Der zweite ging 43 Mal nach Bergholz, hatte 9 Kilo meter hin und zurück zu gehen und hielt 129 Stunden; er bekam dafür 30 Mart. Der dritte Lehrer hielt 111 Stunden, er war 27 Mal in B. und hatte einen 9 Kilometer langen Weg; er erhielt 25 Mark. Ein vierter Lehrer, der ebenfalls 9 Kilometer Weg hatte, wurde für seine 30 Stunden mit 15 Mart abgefunden. Auf, Ihr deutschen Lehrer nach Bergholz! Neue Gesetzesvorlagen. Dem Bundesrath ist, wie Mit Domela Nieuwenhuis, dessen geringer Anhang sich wir der Post" entnehmen, der Entwurf eines Gesetzes, foeben gespalten hat, sind wir in Fehde";- ein paar betreffend Aenderungen und Ergänzungen des Gerichts- Dutzend nicht schweizerische Radaubrüder skandaliren in Verfassungs- Gesetzes und der Strafprozeß- Ordnung zu einer Versammlung zu Zürich gegen den Vortrag eines gegangen, der in 4 Artikeln eine große Zahl von Ab- deutschen Sozialdemokraten, folglich hat die deutsche änderungen des geltenden Rechts, bezw. Verfahrens in Sozialdemokratie es schlecht verstanden, sich die Sympathien Vorschlag bringt. Der Vorlage ist eine sehr ausführliche, der Genossen im Auslande zu erhalten." Nach dieser Logik 70 Quartjeiten umfassende Begründung beigegeben, in der mußten wir Herrn Böttcher, weil er vermuthlich doch als die hervorragendften und wichtigsten Abänderungs- in irgend einem seiner anarchistisch- polizeilich- nationalaber" einvorschläge bezeichnet werden: 1. Die Einführung der Be- liberalen Waschzettel die Worte wenn" und rufung gegen die Urtheile der Straffammern in erster mal richtig gebraucht hat, für einen großen Stilisten und Instanz; 2. die Entschädigung unschuldig Verurtheilter, charaktervollen Mann erklären. Die Konversion der 4½ prozentigen in eine und in Verbindung damit die Einschränkung des Nationalliberale Correspondenz" befindet sich 32 prozentige Rente wurde von der französischen Die Wiederaufnahme- Verfahrens; die Aufhebung einiger übrigens in guter Gesellschaft- der Pariser Figaro", Rammer gegen eine Stimme angenommen, nachdem die zum Ersatz für die mangelnde Berufung das schmutzigste der französischen Schmutzblätter, schreibt eingeführten sogenannten Garantien des Verfahrens; den" Anarchisten" und" Unabhängigen" ganz die nämlichen Anträge Jaurès auf Verwendung der Ersparnisse zu Steuer4. die Ausdehnung des Kontumazialverfahrens; 5. vers Liebesbriefe. Art läßt nicht von Art- und es ist ganz nachlässen für Landwirthe abgelehnt worden waren. änderte Vorschriften über die Beeidigung der Zeugen; natürlich, daß der Abfall der kapitalistischen Gesellschaft Die Verstaatlichung der Bergwerke steht gegen 6. die Einführung eines abgekürzten, summarischen Verfahrens sich brüderlich in derselben duftenden Gosse zusammen wärtig in den beiden wirthschaftlich entwickelsten Staaten für gewisse, eine schleunige Behandlung erheischende Straf- findet. Europas: in England und Frankreich gleichzeitig thaten( délits flagrants); 7. gewisse Veränderungen in der Das ,, Berliner Tageblatt" brachte gestern einen Leit auf der Tagesordnung. Im englischen Parlament hat fachlichen Zuständigkeit der Gerichte, und 8. die anderweitige artikel, der nichts als Speichelleckereien der russischen höchsten Keir Hardie, der bekannte sozialistische GewerkschaftsRegelung der Geschäftsvertheilung und Geschäftsbehandlung Beamten und Wiilitärs enthält. Ein von der russischen führer, in der französischen Kammer Goblet, der soziabei den Kollegialgerichten. Dem Bundesrath ist ferner Regierung bezahltes und unter der russischen Zensur stehen- listisch angehauchte Führer der äußersten Linken den dahin der Entwurf einer Gemeinde- Ordnung für Elsaß- Lothringen des Blatt würde sich seines Leserpublikums wegen schämen, zielenden Antrag gestellt. Diese Parallel( neben einander zugegangen. Beide Vorlagen stehen bereits für morgen zu viel Lob russischen Beamten zu widmen. Wir heben nur herlaufende) Aktion ist beiläufig ein ebenso angenfälliger auf der Tagesordnung der Plenarsizung des Bundesraths, eine für das freisinnige" Blatt charakteristische Stelle wie glänzender Beweis für die Internationalität der wirthaußerdem Anträge und Berichte der Ausschüsse über ihnen aus diesem Leidartikel hervor: schaftlichen und politischen Bewegung, die allen Kulturzugewiesene Vorlagen, eine Mittheilung, betreffend die Kündigung des zwischen Deutschland und Italien einerseits der Justizminister Manassein hat, wie ich dies schon vor ländern gemeinsam und in allen organisch ein 3 ist. Monaten melden fonnte, den längst erbetenen Abschied endlich Diese Thatsache tritt noch schärfer hervor, wenn wir be und der Schweiz andererseits zur Ausführung des deutscherhalten und an dem als Juristen wie als Menschen gleich denken, daß in beiden Ländern auch Anlaß und Grund italienischen Auslieferungsvertrages getroffenen Abkommens ausgezeichneten bisherigen Reichs Sekretär( Ober- Reichsanwalt) dieselben sind. In England wie in Frankreich sind durch vom 25. Juli 1875, und eine Reihe von Eingaben. Murawiew einen energischen, hochbegabten die fortdauernden Konflikte zwischen Unternehmern und ArNachfolger gefunden, von welchem man ein schneidiges, persön beitern- Konflikte, die im Laufe des letzten Jahres einen liches Eingreifen in die Justizpflege und wie( wiederum die Sicherheit des Staates und das wirthschaftliche Leben gerüchtweise) verlautet, auch eine Reform des Gerichtswesens nach der Richtung der Geschworenengerichte hin er der Gesellschaft bedrohenden Umfang und Charakter an wartet. Seine ersten Lorbeern hat Murawie w nahmen, die Nachtheile und Ungerechtigkeiten des Privat als Nihilistentödter gesammelt. Darin ähnelt eigenthums an den Bergwerken so greif- und fühlbar dar er in etwas unserem Ober Reichsanwalt gelegt worden, daß der Gedanke, diesem unhaltbar und gemeinDr. Tessendorff." schädlich gewordenen Zustand ein Ende zu machen, sich mit unEin Kommentar erscheint hier vollkommen überflüssig. widerstehlicher Gewalt aufdrängte. Der Antrag Goblet's, Gegen die Steuervorlagen. Der„ Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" wird aus Karlsruhe telegraphirt: Die zweite Kammer forderte mit allen gegen zwei nationalliberale und zwei konservative Stimmen die Regierung auf, im Bundesrath gegen die Tabak Fabritat steuer zu stimmen. Die national= liberale Fraktion erklärte in einer besonderen Resolution, daß die Abstimmung sich nur gegen den vorliegenden Gesezentwurf Ohr in feste Zipfel geflochten. Es war ganz unmodern, jetzt wußte fie's erst, und stand ihr doch sehr gut. Und ihre Art war noch immer humorvoll, bis au's Drollige streifend, und dann wieder resolut und entschieden. Und sie sprach so lieb mit ihrer alten Lene, die eine junge Frau geworden war, und gab ihr Rathschläge und verwies ihr dieses und jenes. Als Lene Zeit gefunden hatte, sich in der Stube umzusehen, fand fie mancherlei darin verändert. An einer Wand hingen Pfeifen und ein Lederbeutel mit Tabak gefüllt. Seit wann war Konrad Raucher geworden? Die gehören dem Lazar, hieß es. Und am Fenster standen neue, herrliche Blumen die hatte Lazar gespendet. Und der Vogel war weg, war er gestorben?- Lazar hatte dem Gefangenen die Freiheit gegeben. Lene lachte. " = nicht wie, übrigens, ich will Dir's nur sagen, ich stehe jetzt ganz auf ihrer Seite, so was steckt an." Das ist ein Leben, Lene! Und dazu hat sich der Un glückliche noch eine Frau genommen. Eine Frau?" rief Helene, die jedes Wort mit dem lebhaftesten Interesse verfolgt hatte, und sie hat dieses kampferfüllte Leben mit ihm getheilt?" " Ja, das weiß ich nicht, Lene, wie die miteinander gelebt haben, so eine Ehe können wir uns überhaupt nicht vorstellen, ich weiß nur, daß sie ein Jahr hinourch ohne ihn in Moskau war, und Medizin studirt hat." " So." Und jetzt kommt sie hierher." " Nach München?" Um nach Paris zu gehen. Es ist der Erlaß ge= kommen, daß verheirathete Frauen, nicht mehr öffentlich - das ist wieder so eine neue Sekkatur, da studiren dürfen will sie nun auf die Pariser Universität gehen. Ich bin neugierig, ob ich sie sehen werde- hoffentlich nimmt sie die Sachen alle gleich mit." Was sind das für Sachen?" Das find halt so Sachen, Lene 01 wichtige und geGie that einen tüchtigen Schluck aus ihrer Tasse. Helene nickte mit einem tiefen Seufzer. O ja, Tante Luise, das glaube ich Dir." " Und dann hat man doch selbst auch Gefühl, so zu sagen, für Recht und Unrecht," fuhr die Ebner fort, ihren Kaffee schlürfend, und wenn eine Regierung tyrannisch vor geht, das bringt uns auf und man stellt sich auf die Seite des Schwächeren. Ich wenigstens, ich thu's. Warum ist denn dieser Bar so bockbeinig und giebt ihnen nicht die Konstitution, die sie haben wollen und immer dringender verlangen? Warum verweigert er seinen Bölkern Freiheiten, die andere längst schon haben? Aber nein, er will nicht, just nicht, und nnn sagen die anderen, nun justament muß er's thun da hast Du den Kampf und mit den schlimmsten Mitteln. Hast Du schon was von Sibiren geWer ist denn dieser Lazar, der sich das alles erlauben hört? Dorthin schicken sie die Revolutinäre, soviel sie ihrer Das Schlimmste darf?" sie drohte der Alten mit dem Finger, mir scheint, friegen können und da geht's zu. Tante Luise, Du hast Tir einen Geliebten angeschafft." was man für die Höll' erfunden hat, ist reiner Die Ebner lachte laut. Laß nur, wär' ich jung, der Spaß dagegen Da solltest Du den Lazar einmal fährliche mögen's schon sein. Sie sind für einen gewissen könnte mir schon gefallen. Ich hab' mich nicht wenig vor erzählen: hören die Haare stehen einem zu Berge, Lawrow bestimmt wenn sie nur nicht vorher jemand dem Russen gefürchtet und vor seiner Rohheit und seinem und man wundert sich nur, daß das Menschen von ganz Anderem in die Hände fallen." Die Polizei, meinst Du?" sagte Lene ängstlich. Schmuß, und nun ist das so ein feiner, zartbesaiteter Mensch Fleisch und Blut so lange ertragen, daß sie nicht alle und geradezu eflich vor Sauberkeit. Und wie sanft und zusammenstehen und sagen: zum Teufel hinein, jetzt Luise zuckte die Achseln. sohnlich er ist, weißt, so einer, der gehetzt und verfolgt haben wir's einmal satt, jetzt muß es anders werden. ,, Vor einer Haussuchung sind wir keinen Augenblick wird, wie ein wildes Thier, dem sie in der Fremde noch Aber nein, sie thun's nicht. Der Lazar sagt: Rußland sicher, und wie wir da beim Kaffeetisch sitzen, tann's uns auflanern, um ihn zu fassen, weißt, ein solcher ist dankbar schläft. Noch ein Täßchen, Lene? Doch, doch, mein passiren, daß plöglich ein Paar hereinstürzen und schreien: für jede Fürsorge und für jedes Bischen aufrichtige Liebe." Kind, es ist genug Sahne da nimm auch ein Kipfel, Im Namen des Gesetzes", oder so was, und dann tönnen Dieser Russe ist also-?" sie sind gut, unsere Kipfel. Ich sag' Dir, Lene, ich habe sie hier machen was sie wollen." über den Lazar und sein Schicksal geweint, und ich bin nicht gerade so thränenreich. Monate hindurch hat er die Polizei auf den Fersen gehabt, keinen Augenblick vor Entdeckung sicher. Niemals hat er gewußt, wo er am Abend " I was glaubst Du denn, Herzchen, Dein Vater ist sein müdes Haupt zur Ruhe legen soll. Er ist bald bei bem einen, bald bei dem anderen Freunde untergekrochen, doch ein Beamter, bei dem haben sie nichts zu suchen, aber nnd hat sich nie getraut, zwei Nächte hintereinander in meinen Konrad haben sie am Zuge." ( Fortsegung folgt.) demselben Hause zu schlafen. " Er ist ein Nihilist," flüsterte Luise, wir stehen auch unter polizeilicher Aufsicht." " Ihr!?" Ja, wir gehören zu den Verdächtigen." " Du auch, Tante Luise?" Helene konnte nicht um hin, zu lächeln, als sie ihr in das gutmüthige runde Gesicht sah. " Dazu kann man kommen, mein Herzchen, man weiß -Lene rückte ihr noch näher, in fast athemlosen Interesse. Glaubst Du, daß sie dann auch die Wohnung meines Vaters durchsuchen würden?" Die Ebner sah sie starr an. der die französische Kammer schon in nächster Zeit be- Natürlich führen die Gegner das Gespenst des Anarchismus| artige unfaubere Manöver gemacht, dann hätte die Ungiltigkeits schäftigen wird, lautet: ins Feld; Vaillant- Marchal habe nur die Bombe oder den erklärung einen Sinn. Im ersteren Falle, nämlich wenn durch Art. 1. In den von den Art. 49 und 50 des Bergbaugesetzes Kochtopf geworfen, den Elysee Reclus gefüllt; er habe nur die Wahlbeeinflussungen der Gegner die Sozialdemokraten als vorausgesetzten Fällen, sowie im Falle eines Streits, wenn der dessen Worte in die That umgesetzt. Das verfängt aber Befiegte aus der Wahl hervorgegangen wären, würde wohl kaum Arbeitsausstand länger als zwei Monate gedauert hat, ohne daß nicht. Der Anarchismus des Herrn Elysee Reclus ist sehr die Aufhebung der Wahl erfolgt sein. D * eine schiedsrichterliche Beilegung vorgeschlagen wurde oder Gr: platonischer Natur, gerade so harmlos und platonisch wie Gemaßregelt wurde der Genosse Emil Riemann in greifen. Art. 2. Das Erlöschen der Konzession wird durch der der französischen Figaro Leute und der deutschen Chemnitz, ber 13 Jahre lang in derselben Fabrit thätig war. greifen. Art. 2. Das Erlöschen der Konzession wird durch Detret des Ministerrathes verfügt. Die Konzessionäre können Nitzscheaner, die doch, wie männiglich bekannt, nichts weniger Riemann war Obmann des Arbeiterausschusses in der bedurch eine von der Verwaltungsbehörde zu bestimmende als umstürzlerisch sind, zum mindesten nicht im revolutio- treffenden Fabrik und sonst als thätiges Mitglied unserer Partei in Chemniz bekannt. Schadenersatz Summe entschädigt werden, falls sie nicht nären Sinn. an der Arbeitseinstellung schuld tragen. Gelbe wird Die Nachrichten aus Italien Iauten mit jedem Tag Durch allerhand kleinliche Quengeleien so schreibt nach Abzug der zur Befriedigung des Eigenthümers der Oberfläche und der Gläubiger nöthigen Summen aus dem durch ernster. Herr Crispi hatte unverschämt gelogen, als er in uns ein Genosse aus Sachsen sucht man hier unser Vorschnittlichen Reinertrage der letzten fünf Betriebsjahre berechnet die Welt hinaus telegraphirte, die Ruhe sei überall her dringen zu verhindern. Ob denn die Behörden nicht endlich einund soll die Hälfte dieses Ertrages nicht überschreiten; die gestellt und alle Maßregeln zur Unterdrückung weiterer Auf- mal einsehen lernen, daß unsere Geduld größer und der Athem Summe wird in Staatsrenten geleistet. Betriebsmaterial und standsversuche wirksam getroffen. An Dußenden von Punkten länger ist? Jede Behörde sucht etwas anderes herauszuflügeln; Vorräthe werden nach einer Expertise, gemäß bestehenden Ver- protestirt das Volk mit den Waffen in der Hand gegen die eine einheitliche Ausführung der Gesetze kennt man nicht. Eine besonders findige Behörde ist die Amtshauptmannschaft Borna. ordnungen, übernommen. Art. 3. Jm Besitze des Berg- Regierung, die sich bis jetzt unfähig gezeigt hat, ihre Blut- Um eine Parteiversammlung des 14. sächsischen Wahlkreises zu werks fann der Staat die Ausbeutung desselben in eigener und Eisenpolitik zur Geltung zu bringen. Nicht einmal verhindern, wurde folgender nicht mehr neuer Kniff angewandt: Regie betreiben oder den Betrieb neuerdings Gesellschaften der Erhebung in Massa Carrara und in der Gegend von Der Vertrauensmann Schuhmann in Frohburg meldete oder Arbeiter- Assoziationen unter den nöthigen Garantien, gemäß bestehenden Gesetzen, nach Genehmigung der Statuten Livorno ist sie Herr geworden, obgleich die Aufständischen am Donnerstag, den 11. Januar, die betreffende Bersammlung an und Anhörung des Ministerrathes tonzeffioniren.- Artifel 4. hier unzweifelhaft nur über geringe Streitkräfte ver- und man bedeutete ihm, daß er die Bescheinigung zugestellt erDie Konzession fann sich längstens auf die Dauer von fügen. In Sizilien wüthet der In Sizilien wüthet der Belagerungszustand balten würde. Er vertraut der Behörde was man hier zu Lande leider nicht darf und erhält am Sonnabend Nachmittag fünfundzwanzig Jahren erftreden und ist in den oben- Kriegsgerichte, Haussuchungen, Massenverhaftungen, 4 Uhr den Bescheid, den Nachweis seiner„ Dispositionsfähigkeit erwähnten Fällen stets zurückziehbar. Art. 5. Im übrigen Gewaltthätigkeiten aller Art, da wo Truppen in genügender erft beizubringen":" Die für Sonntag angemeldete Versammlung lann die Konzession nur unter folgenden Bedingungen ertheilt Bahl sind, und da wo nicht: Bürgerkrieg. Die von Crispi aber tonne nicht stattfinden. Unser Vertrauensmann meldet werden: a. Die effektive Arbeitszeit wird auf 8 Stunden täg- angeordnete Entwaffnung der gesammten Einwohnerschaft sofort eine andere Versammlung an; diese Anmeldung hatte lich festgesetzt. b. Nach Abrechnung der Indemnität für die ist bis jetzt ohne Erfolg geblieben. Nur 2000 Gewehre trot Expreßbriefes die Behörde selbstverständlich nicht rechtfrüheren Konzessionäre( oder der jährlichen Rate), der Steuern, der firirten Löhne und von 5 pбt. Kapitalzinsen soll der Erfind eingeliefert worden, was bei einer Bevölkerung von zeitig erhalten. Die Versammlung fand also nicht statt und die trag dergestalt vertheilt werden, daß i pet. der Hilfskasse, über drei Millionen, wo jeder Erwachsene ein Gewehr hat," Vendee" des Herrn Frege war nochmals glücklich vor den Rothen gerettet. 15 pCt. der Altersversorgungs- Kasse, 20 pCt. den Angestellten gar nichts bedeuten will. und Arbeitern im Verhältniß zu ihrem Lohn und der Rest dem Wie das enden wird? Niemand kann es berechnen. Kapitale zufällt. Die alte Wirthschaft aber mit ihrer Fortwurstelei und ihrer Der Antrag Keir Hardie's, den das englische Parlament Großmachtssimpelei ist todt und kann nicht wieder lebendig den dog fofort nach seinem Wiederzusammentritt in Angriff zu gemacht werden. nehmen hat, lautet in seinen wesentlichen Punkten wie folgt: 1. Am 1. Januar 1895 follen alle englischen Bergwerke ins Eigenthum des Staates übergehen. 2. Die Besitzer derselben haben am 1. Mai 1894 ihr Eigenthumsrecht und bis zu welchem Betrage sie dabei betheiligt sind, dem Minister des Innern nachzuweisen.betheiligt 3. a) Der Minister des Innern soll geeignete Persönlichkeiten bestellen, um gedachte Bergwerke genau zu schäzen, ohne Rücksicht auf daß in denselben angelegte Rapital oder den muthmaßlichen Gewinn; b) die Zagatoren haben nach eingehender Prüfung des Werthes der Bergwerke dem Minister des Innern den wahren Werth derfelben anzugeben, worauf durch denselben das Schazamt entsprechend zu verständigen wäre; danach sollen seitens des Schazamtes dem betreffenden Bergwerksbesitzer Echatscheine ( Bons) in der Höhe des ihm gebührenden Betrages eingehändigt werden, welche die gangbaren Zinsen tragen und außerdem zu 3 pet. zur Amortifirung des Kapitals berechtigen; d) diese Zinsen und die 3 pet. auf die Einnahmen der Bergwerke hätten die Priorität zu erhalten. 4. a) Vor dem 1. Januar. soll die Regierung ein Bergwerts- Difasterium errichten, dessen Präsident Mitglied des Unterhauses sein und das Recht haben soll, das ganze Bergwesen Englands selbständig zu leiten; b) dieses Titasterium hätte den Arbeitern in den Bergwerken den biefen und ihren Angesolche Löhne zu bezahlen, hörigen ermöglichen, in sanitärer und anderer Rücksicht an ständig zu leben; c) weder weibliche Personen noch Jungen unter 15 Jahren und ebenso wenig folche, die nicht bereits drei Lehrjahre durchgemacht haben, sollen in den Gruben beschäftigt werden dürfen; d) fein Arbeiter soll in den Gruben länger als acht Stunden während 24 Stunden in Anspruch genommen werden können; e) bei Unfällen tödtlichen Ausganges oder anderen, die einem Arbeiter in oder außer der Grube während feiner Thätigkeit zustoßen, oder wenn ein solcher wegen Altersschwäche, Strankheiten oder aus anderen unverschuldeten Ursachen erwerbsunfähig wird, soll er eine Entschädigung oder Versorgung im Sinne des Punktes 1 des Anhanges dieser Bill erhalten; f) die zu diesem Zwecke erforderlichen Fonds wären den Einnahmen aus den Bergwerken zu entnehmen. 5. Bei der Errichtung von Lokalparlamenten in irgend einem Theile des vereinigten Königreichs wären die dem zitirten Difafterium eingeräumten Rechte dem Lokalparlament beziehungsweise der Lokalregierung zu übertragen. Der Anhang lautet: 1. Der Arbeiter wird bei einem Unfalle während seiner Beschäftigung oder einer Krankheit den vollen Lohn und freie ärztliche und andere Hilfe genießen. -2. Wenn ein Unfall einen tödtlichen Ausgang nimmt, wird den Augehörigen des betreffenden Arbeiters der zu jener Zeit gangbare durchschnittliche Lohn für eine solche Periode auss bezahlt, wie muthmaßlich angenommen werden könnte, daß der Berunglückte gelebt hätte. 3. Arbeiter, die ihre Thätigkeit in den Bergwerfen aufgeben, erhalten für jedes zurückgelegte Dienstjahr eine Penfion, gleich einem sechsten Theile des durch schnittlichen jährlichen Lohnes, den sie während der letzten fünf Jahre verdient haben. 4. Beim Ableben eines solchen Arbeiters befommt die Wittwe oder andere Angehörige 75 pet. der entfallenden Pension. 5. Arbeiter verwirken das Recht zu einer solchen Pension weder durch Entlassung, noch aus anderen Gründen." Die eingelaufenen Telegramme lauten: Rom, 16. Januar. Heute sand bei Torano, das einen Rilometer von Carrara entfernt liegt, ein Zusammentreffen zwischen Aufständischen und Militär statt, wobei acht Leute aus dem Bolke getödtet und mehrere verwundet wurden; das Militär hatte keinen Verlust zu erleiden. In der Stadt Carrara, von wo man den Kampf beobachten konnte, entstand eine Panik; die Truppen hielten die Straßen besetzt. " * Das Urtheil des fächsischen Oberlandesgerichts, nach welchem, wie wir gestern bereits im politischen Theil darlegten, jedes Vertheilen von Flugblättern als grober Unfug angesehen werden kann, bat anscheinend bereits seine Folgen getragen. In Chemnitz sind, wie der Beobachter" mittheilt, vor einigen Tagen etwa 30 Parteigenoffen vor den Staatsanwalt gefordert und dort vernommen worden wegen der Verbreitung von Flugblättern zur Landtagswahl. Sie sollen dadurch groben Unfug verübt haben. Davon, daß auch Vertheiler von gegnerischen Flugblättern vernommen worden wären, obwohl auch diese dabei gerade so verfahren sind wie unsere Genossen, hat man nichts gehört. Man ersieht daraus, daß nicht blos wir und mit uns die gesammte Rom, 16. Januar. Wie die" Agenzia Stefanie" aus Parteipreffe der Meinung ist, daß mit Hilfe dieses Urtheils jede Palermo meldet, verhaftete in der vergangenen Nacht der Verbreitung unserer Flugblätter strafbar gemacht werden kann, Polizeidirektor an Bord des nach Turin gehenden Dampfers sondern daß auch Staatsanwälte derselben Meinung sind, und Bagnara" den Chef des Palermitanischen Arbeiterbundes, die Erfahrung dürfte es lehren, daß die Gerichte nicht anders Garibaldi Bosco, sowie zwei andere einflußreiche Führer denken. Um so nothwendiger aber ist es, daß die Parlamente, des Arbeiterbundes, Bernardino Verro und Doktor Barbato, namentlich der deutsche Reichstag, sich mit der Angelegenheit begegen welche Verhaftsbefehle vorlagen. Rom, 16. Januar. Heute früh läutete in Zorano ein bewaffneter Haufe Sturm, drang in die Häuser ein und forderte von den Bewohnern Waffen und Munition. Die Ausständigen fahren fort, die Arbeiter zu bedrohen, welche in die Marmorbrüche zur Wiederaufnahme der schäftigen. Den Genossen in Sachsen würde, wenn das Urtheil bestehen bliebe, nichts anderes übrig bleiben, als sich nach und nach wieder auf den Stil des Sozialistengesetzes einzurichten. Und daß die wohllöblichen Behörden auch damit nichts erreichen, wissen sie ja aus Erfahrung. Arbeit zurückkehren wollen. Auch die Arbeiter der unterhalb Carrara's liegenden Marmorbrüche von Piastone wurden von Piastone wurden Todtenliste der Partei. In Döbeln( Sachsen) ist durch die Ausständigen von Carrara zur Einstellung der Ar- am 12. d. Mts. der Genoffe Hafenberg an der Schwindsucht gestorben. In Hafenberg verlieren die dortigen Genossen beit gezwungen. Heute Nachmittag 2 Uhr griff das Militär bei Santa einen treuen Mittämpfer, der stets auf dem Blage war, wenn Lucia, das einen Kilometer von Massa entfernt liegt, eine bees galt, für die Interessen der Partei und der Gewerkschaft einzutreten. Der Arbeiter- Gefangverein hatte sich vom Pastor die waffnete Bande von 200 Aufständischen an, welche sich jedoch Grlaubniß erwirkt, am Grabe das Lied: Stumm schläft der zurückzog. Die Geschäfte in Massa sind geschlossen, aber die Sänger" singen zu dürfen; der Diakonus hingegen verbot es, Einwohnerschaft ist durch die Anwesenheit der Truppen beweil es fein christliches Lied" sei. Beschwerde hiergegen ist ein ruhigt. gelegt. Neapel, 16. Januar. Heute Abend werben 20 Offi ziere und 2500 Mann auf drei Dampfern nach Palermo eingeschifft. Rom, 17. Januar. Durch eine fönigliche Verordnung vom gestrigen Tage, welche von sämmtlichen Ministern gegens gezeichnet ist, wird über die Provinz Masia Car. rara der Belagerungszustand verhängt. General Hensch ist zum außerordentlichen Kommissar mit unbe grenzten Vollmachten ernannt worden. Nach Meldungen aus Massa vom heutigen Tage ist General Hensch heute früh dort eingetroffen und hat alsbald seine Funktionen als Kommissar übernommen. SOTIB Der Correspondent für Deutschlands Buchdrucker" sendet einem Artikel des Genossen v. Elm folgende Bemerkung voraus: gur Gewerkschaftsdebatte. index Sprecisaal. Die Redaktion stellt die Benugung des Sprechsaats, soweit der Raum dafür abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Interesses zur Verfügung; fle wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt desselben identifizirt zu werden. Die sozialdemokratische Presse und das Inseratenwesen. Von der Agitationskommission der Schneider und Schneide rinnen Berlins geht uns über die Frage des Inferatenwesens in der sozialdemokratischen Presse folgende Buschrift zu: Mehrere Genossen bringen in Nr. 10 des Vorwärts" einen Artikel, das Inseratenwesen betreffend, in dem die Verfasser u. a. auch die Stellung unserer Kollegen zu den Konfettions geschäften im Inseratentheil des Vorwärts" kritisiren. " Die Gewertschaftsdebatte auf dem Kölner Parteitage hatte eine Auseinandersetzung zwischen den Herren v. Elm und Bebek im Berliner Vorwärts im Gefolge, die damit ein unnatürliches Ende fand, daß der Vorwärts Bebel das Schlußwort verstattete und einen darauf eingesandten Er- Es wird unter anderem behauptet, daß vor allem die widerungsartikel v. Elm's ablehnte mit dem Rathe, denselben Schneider verlangten, der Vorwärts" solle Inserate von Ron der Gewerkschaftspresse zuzuweisen. v. Elm sendet nun den fektionsgeschäften nicht aufnehmen, weil diese Hungerlöhne beGewerkschaftsblättern das Manuskript zu und gern bringen zahlen. Selbst zugegeben, daß es vielen unserer Kollegen aufwir den fachlichen Aufsatz mit unwesentlichen Kürzungen zur fällig erscheint, wenn in Arbeiterblättern politischen und geKenntniß unserer Leser." werkschaftlichen die unter dem Schwitzsystem gefertigte, Die falschen Argumente dieser Genossen, welche wohl bei ihnen auf die Unkenntniß der in unserem Gewerbe bestehenden Verhältnisse zurückzuführen sein werden, veranlaßt uns zu einer turzen Richtigstellung. Der Schreiber vorstehender Zeilen weiß wohl nicht, niedrigste Konfektion in marktschreierischen Annoncen prangt, so ist daß die Genossen Bebel und Auer die Angegriffenen waren doch keine ernste Forderung soweit gegangen, die direkte BeDie Panzerkoloffe unserer modernen Marine er- und daß wir deshalb in der Diskussion den beiden feitigung der Annoncen von Konfektionsgeschäften zu verlangen. Es ist Von unseren Organen ist nicht mehr verlangt worden, als was weisen sich überall als unbrauchbar. Dieselben Erfahrungen, Genossen das letzte Wort lassen mußten. die in Deutschland und England gemacht worden sind, hat daher unpassend zu sagen, daß das Ende der Debatte ein zur Bekämpfung der Auswüchse nöthig ist, nämlich, daß Annoncen, die offen den Schwindel zur Schau tragen und in marktschreierischer man auch in Frankreich gemacht. Wie Clemenceau in einer unnatürliches war, es war im Gegentheile das einzig Weise den Forderungen der organisirten Arbeiterschaft ins Reihe von Artikeln der„ Justice" an der Hand unwider mögliche. Zahlreichen Genossen dauerte die Diskussion über Gesicht schlagen, in entsprechenden Grenzen gehalten werden. sprechlichen amtlichen Materials zeigt, ist keins der großen diese Frage schon zu lange, vor allem deshalb, weil jeder Diese Beweggründe sind durchaus nicht fleinbürgerlich, im Panzerschiffe Frankreichs im Stande, beim heitersten Wetter fich sagen mußte, daß von den an der Debatte Theilnehmen Gegentheil; die Forderung unserer Gewertschaft geht dahin, das eine rasche Wendung zu machen, geschweige denn im Sturm; den nicht viel neues vorgebracht werden konnte. Die Ver- sich unter den Ramischhändlern versteckende Großunternehmerthum sie würden in jeder Seeschlacht mit Mann und Maus unter treter der Gewerkschaften hatten alle. Ursache anzuerkennen, zu veranlassen, in Betriebsräumen, bei geregelter Arbeitszeit gehen, selbst ohne von einem feindlichen Geschoß berührt daß der Vorwärts" in liberalster Weise seine Spalten für. f. w. produziren zu laffen. Mit einem Worte: der Kampf worden zu sein. Auch sonst deckt Clemenceau eine Reihe diese Diskussion eröffnet hatte. Wenn die Redaktionen der soll gegen das überwuchernde Schwißsystem geführt werden. Daher unsere Stellung zu dem Schwindel- Annoncenwesen der Konvon Mißständen auf, die der deutschen und englischen Gewertschaftsorgane die Frage weiter behandeln wollen, ist fektionsgeschäfte. Marine längst und wiederholt von Sachverständigen nach dies ihr gutes Recht, der Vorwärts" als politisches Organ gesagt und nachgewiesen worden sind. Sie verkünden den darf aber einer Frage zu Liebe, sei sie auch noch so Bankrott des Molochs zur See. Der Bankrott zu Land wichtig, andere nicht in den Hintergrund treten lassen. wird sicher nicht ausbleiben. H u. Anfechtbar ist auch der folgende Gat:„ Das werden sie( die organisirten Schneider) aber nicht erreichen, daß die Berliner Arbeiter ihre Kleider bei Maaßschneidern um 70 bis 100 M. bestellen das können die Arbeiter beite nicht". Gewiß 02 ist es richtig, daß die erbärmliche Lage den Arbeiter awingt, für verhältnißmäßig hohe Preise sich die Schundfeßen der Ramschatifu händler zu kaufen. Will man aber diesen Grundsay als allgemein gelten lassen, so muß jeder niedrigen Besoldung das Parteinachrichten. Ein neues Parteiorgan geht uns aus Toulouse ( Südfrankreich) zu, das den Namen trägt:„ Le socialiste du midi"( Der Sozialist des Südens), Organ der kollektivistischen Sozialisten von Toulouse und der Umgebung. Die Arbeitgeberwahlen für das Münchner Geort gerebet werden. Bu welchen Konsequenzen dieses führt, Das Blatt wird mit einem Artikel von Jules Guesbe erwerbegericht sind vom Minifterium des Innern für un brauchen wir wohl nicht erst auszuführen! öffnet. Wir wünschen dem neuen Mittämpfer bestes Ge- giltig erklärt, weil die antisozialistischen Wahlzettel äußerlich kenntlich waren. Die Wahlen waren bekanntlich zu deihen. gunsten der Sozialdemokratie ausgefallen. Wir müssen gestehen, Eingelaufene Druckschriften. Ganz wie bei uns. Die französische Republik daß uns diese Maßnahme der bayerischen Regierung ins höchste macht Fortschritte auf dem Weg zum Empire( Raiserreich). Erstaunen versetzt; fände der Grundsatz bei allen unseren Wahlen Sozialpolitisches Zentralblatt, herausgegeben von Dr. Heinrich Braun( Karl Heymann's Verlag in Berlin, vierteljährlich in Deutschland Anwendung, würde jede Wahl kassirt, bei Ein Professor der Philosophie, der in einer sozialistischen ber die Wahlzettel der herrschenden Parteien, äußerlich kenntlich" sind, Aus der soeben erschienenen Nr. 16 heben wir Folgendes hervor: 2,50 M.). Versammlung den Vorsiz führte, ist vom Unterrichtsminister denn man verstand es, im Reich der Gottesfurcht und frommen Sitte Was lehrt uns der Bericht der Börsen- Enquete- Kommission? abgesetzt worden. Wann wird man die republikanische noch immer ausgezeichnet, das geheime Wahlrecht" in geeigneter Von Prof. Dr. Walther Log. Das Zurückbehaltungsrecht des Wann wird man d publikaniſche Bude zuschließen? Weise zu forrigiren. Die Parteigenoffen in München können Vermiethers. Von Rechtsanwalt Dr. Ludwig Fuld.- Zur GrDie Angelegenheit Elysee Reclus wirbelt in der Neuwahl ruhig entgegen ſehen, denn fie fiegten richtung eines städtischen Arbeitsnachweises in Berlin. Von Dr. bereits tro der äußerlichen Renntlichteit Belgien immer mehr Staub auf. Janson, der Führer der gegnerischen Wahlzettel, sie werden nur noch mehr Stimmen May Quard. Zur preußischen Einkommensteuer- Statiſtit. Gefeßentwurf gegen Güterschlächteret. Innere Kolonisation der äußersten Linken in der belgischen Kammer, hat die auf sich vereinigen, wenn diese Wahlbeeinflussung in Wegfall Gefeßentwurf gegen Güterschlächterei. in Italien. Eache in die Hand genommen und es wird eine rege tommt. Wären die Sozialdemokraten durch jene Machinationen in Stalien. Agitation in der Presse und im Publikum betrieben. unterlegen, oder hätten sie, die als Sieger hervorgegangen, der Er 00 Für den Inhalt der Inserate überAdolph Ernst- Theater. nimmt die Redaktion dem Publikum Charley's Tante. Unserem Freund Ludwig Eichen 12746 zum Wiegenfeste ein drei Mal donnerndes Hoch. Ludwig, gehst Du heute gegenüber keinerlei Verantwortung Schwank in 3 Att. v. Brandon Thomas. nach Moabit? Theater. Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang in 1 Aft von Ed. Jacobson u. Benno Jacobson. Musik von Franz Roth. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 1/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Donnerstag, den 18. Januar. Opernhaus. Cavalleria rusticana ( Bauern- Ehre). Die Tochter des Regiments. Schauspielhaus. Schiller 3yklus. Morih Wallensteins Lager. Deutsches Theater. Der Talisman. Berliner Theater. Aus der komischen Oper. Lesting- Theater. Madame SansGêne. Moriz Play. Etablissement Blas. Buggenhagen. Täglich): Gr. Instrumental- Konzert, Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Pahenhofer Lagerbier, hell und dunkel. Wallner- Theater. Geschlossen. An den Wochentagen findet das Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Konzert in den unteren RestaurationsDer Lieutenant zur See. Residenz- Theater. Der Mustergatte. dem oberen Saal, Entree 25 Pf., statt. räumen, Entree 10 Pf., Sonntag in Neues Theater. Sappho. Central- Theater. Ein toller Ginäle für Versammlungen, Kommerse, fall. Berlin 1893. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Viktoria Theater. Die Kinder des Kapitän Grant. Aleranderplak Theater. Die Iuftigen Weiber von Berlin. Nach her: Bajazzi. National- Theater. Der Teufel in Berlin. Nachher: Charley's Zante. Theater Unter den Linden. Salon Pigelberger. Hierauf: Brahma. American Theater. Lumpen Su sanne, oder: Die Obdachlosen von Berlin. Wintergarten. Spezialitäten Vorstellung. Reichshallen- Theater.SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. Festlichkeiten 2c. Concordia- Festsale C. Saeger, 64. Andreasstraße 64. Heute, Donnerstag, 18. Januar: Grosse Soirée der Norddeutsch. Sänger. Auserwähltes Prograinm. Nachdem: Familien- Kränzchen. Familien- Billets und Passepartouts behalten Giltigkeit. Anfang 8 Uhr. 65/10 C. Saeger. Spesialitate ratweil'sche Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 182. Doppelvorstellung zu bedeutend erNovitäten! mäßigten Breifen. Novitäten! G Bierhallen Kommandantenr.77-79. Melt. u. größt. Etablissem. Berl. Neues Programm. Täglich von 6 Uhr ab bei freiem Entree. Charley's Tante. National- Konzert Große parodistische Boffe mit Gefang und Tanz von Hugo Busse. Regie: Mar Samst. Mufit von Adolph Wiedede. Borher: D. Obenlandler in National- Tracht und Auftreten von Berliner Gewerkschafts- Kommission. Deffentliche Versammlung der Delegirten am Freitag, den 19. Januar, Abends 8 Uhr, bei Ehrenberg, Annenstr. 16. Tages Ordnung: 1. Stellungnahme der Berliner Gewerkschaften zur Feier des ai. 2. Besprechung über die Aufbringung der Mittel für das Gewerkschafts- Bureau. 3. Schuhmacher- und Droschkentutscher- Streif. 4. Abrechnung. 274/19 Um recht pünktliches Erscheinen ersucht geschäftsführende Ausschuss der Berliner Gewerkschaftskommission. J. A.: Balduin Franke, Gr. Frankfurterstr. 73, H. I. P. H. 3. B. N. B. S. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber 12726 1. Mann, der Tischler Wilhelm Dietrich, nach langem schwerem Zeiden am 15. Jan. gestorben ist. Die Beerdigung findet am 19. Jan., Nachm. 3 Uhr, vom Krankenhause am Urban nach dem EmmausKirchhof in Brig statt. Die tiefbetrübte Wittwe nebst Kind. Todes- Nachricht. Heute um 114 Uhr starb plötzlich unsere liebe Tochter Martha im 9. Lebensjahre. Dies zeigen tiefbetrübt Der Freie Vereinigung der Kaufleute. Donnerstag, 18. Januar, Abends 81/2 Uhr, im Rosenthaler Klubhaus, Rosenthalerstr. 11-12: Große Mitglieder- Versammlung. Tages: Drdnung: 1. Bortrag des Genossen Köster: Astronomie und Christenthum. Freunden, Kollegen und Bekannten an 2. Diskussion. 3. Wahl eines ersten und eines zweiten Vorsitzenden. 4. VerEd. Freyer u. Frau, schiedenes. Münchebergerstraße Nr. 3. 12736 Danksagung. Für die liebevolle Theilnahme bei der Beerdigung unseres Onfels, des Schneidermeisters Emil Kamenz, sagen wir allen Freunden u. Bekannten, insbesondere der Liedertafel d. Tischlervereins, der Notenmappe und dem Musikverein Vorwärts unseren innigsten Dank.[ 1271b] Die Hinterbliebenen. PassagePanopticum. Der Deutsche Mann mit dem Steinkopf. Ohne Extra- Entree. Entree 50 Pf. Kinder 25 Pf. Alcazar. Dresdenerstr. 52/53( City- Passage.) Großartiges Riesen- Programm. Hassoni, Die Wunderhunde etc. Mr. Goswin, Mlle. Donné, Troupe Entree 15 Pf. B R. Winkler. Sanssouci", Kottbuserstr. 4a. Gäste haben Zutritt. 189/16 Zu dieser wichtigen Versammlung ladet die Kollegen dringend ein Der Vorstand. Adler. Rohnte. Achtung! Maurer. Große öffentliche Versammlung der Maurer und Putzer Berlins am Donnerstag, den 18. d. M., Abends 7 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Tages Ordnung: 1. Die Einigung der Berliner Maurer. 2. Diskussion. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. 445/7 H. Schigolski, Schwedterstr. 27. F. Gräschke, Stalizerfir. 54. Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. sente, Donnerstag, 18. Jan., Ab. präz. 8 Uhr, im Reſtaurant Ehrenberg, Annenitraße 16: Branchen- Versammlung der Mechaniker und Berufsgenossen. Tages Ordnung: = 281/15 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Verein zur Wahrung der Jutereffen der Gast- u. Schankwirthe Berlins und Umgegend. General- Versammlung am Freitag, 19. b. M., Nachm. 4/2 Uhr, bei Koll. Ehrenberg, Annenstr. 16. Tages Drdnung: 1. Vortrag des Kollegen Zubeil über die Gewerbesteuer- Veranlagung und Diskussion. 2. Vierteljahresbericht des Kassirers und der RechtsschutzRommission. 8. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Beschlußfassung über die heiten und Verschiedenes. Der Teufel in Berlin. Künstlern. Spezialitäten Donnerñas, den 18. Januar cr.: obligatorische Beibehaltung des„ Gafwirthsgehilfen. 65. Vereinsangelegen Große Posse mit Gesang und Tanz in 3 Atten von Eugen Prudens. Musit von A. Wiedecke. Regie: Mar Samst. Rasseneröffnung 62 Uhr. Anfang 712 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonntag Nachmittags 3 Uhr BoltsVorstellung. Central- Theater. Alte Jalobstraße 30. Ein toller Einfall. Schwank in 4 Aften von Carl Laufs. Hierauf zum Berlint 1893. 26. Male: Revue in 2 Abth. son L. Leipziger. Anfang der Vorstellung 7/2, der Revue 94 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. American- Theater. Dresdener- Straße 55. Lumpensusanne oder: Die Obdachlosen von Berlin. Parodistisch- realistisches Traumbild aus dem Müllwinkel( frei nach dem Ver1. Ranges. Mr. Kauning, Concertmaler. Derfelbe wird innerhalb 15 Minuten ein Delgemälde malen, welches nach Schluß der Borstellung verlooft wird. Sonntags Anf. 5 Uhr. Entree 30 Pf. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Täglich: Spezialitäten Borstellung Nen! und Konzert. Neu! Nen! Ein Stiergefecht in Cadix. Große Ausstattungs- Parodie. Pantomime mit Ballet, ausgef. von den spanischen Clowns Hermandos Beiso und fämmtlichem Theater Personal. Anfang:{ Sonntags 6 Uhr. Wochentags 8 Uhr. Entree Wochentags 50 Pf. Circus G. Schumann, Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstrasse. Donnerstag, den 18. Januar cr., Abends 7/2 Uhr: Stettiner Sänger Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pi Im Vorverkauf 40 Pf. ( siehe Plakate). Großes UlfProgramm Zum Schluß neu: Gine Soiree bei Lehmann's. Gr. parodistisches Ensemble von Mensel. Freitag: Viktoria- Brauerei. Circus Renz, ( Karlstraße.) Donnerstag, den 18. Januar cr.: Abends 71/4 Uhr: Zum 25, Male in dieser Saison. Ein Künstlerfest. 169/7 Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung wird die Versammlung früher wie sonst und pünktlich eröffnet und ist es Pflicht eines jeden Kollegen rechtzeitig zu erscheinen. Billets zu dem am 25. d. M. stattfindenden Herrenabend werden in der Versammlung aufgegeben. Der Vorstand. J. A.: W. Lorenz. Verein der Brauerei- und BierverlagsHilfsarbeiter Berlins und Umgegend. Donnerstag, den 18. Jannar: General- Versammlung in Joël's Festsälen, Andreasstr. 21. Tagesordnung: 1. Jahresbericht des Vorstandes und Rassenbericht des Rendanten. 2. Neuwahl des Gesammt- Vorstandes. 3. Wie stellen wir uns zu den Wünschen der Agitations- Kommission? 4. Verschiedenes. Das Erscheinen aller Mitglieder ist in Anbetracht der wichtigen TagesDer Vorstand. ordnung unbedingt erforderlich. Mitgliedsbuch legitimirt. Die Zahlstellen des Vereins befinden sich: Hauptzablstelle bei Olböter, Brunnenstr 57; W. Schöne, Heinersdorferstr. 5; G. Dummert, Wilhelmshafenerftraße 13; G. Huff, Röpniderstr. 31; W. Grube, Solms und Mariendorferftraßen- Ede; Wieske, Landsberger Allee 148: A. Faller, Ballasstr. 16; Hilpert, Hermannstr. 25; C. Haase, Charlottenburg, Spandauerstr. 19. Schöneberg. 88/12 Große öffentliche Volks- Versammlung brecher- Album) bearb. v. Oskar Wagner. Gr. Sports-Vorstellung. Cromwell, geritten von Fr. Oceana am Sonnabend, den 20. Januar, Abends 8 Uhr, in der Schloßbrauerei, Lumpensusanne, gen.„ Die Gräfin", Vollständig neue und glänzende Ausstattung und Einlagen. Ueberraschende Licht- und Wassereffekte. hengste, als Fahnenpferde vorgef. v. Außerdem: 4 arabische SchimmelDirettor Fr. Renz. Prinz, geritten von Herrn R. Renz. Das Schulpferd Renz. Die Trapeztünstlerinnen Geschw. Aus dem reichhaltigen Programm Hoffmann. Der urkomische ImitatorFranziska Häser. ist besonders becvorzuheben: 13 Rapp- Slown Mr. Ybbs. Die weltberühmten Die Bombe, Aftervermietherin im Müll- hengste, zusammen in Freiheit drefjirt Afrobaten Gebr. Frediani. Mr. Lavater winkel des Sonnenaufgangs" und vorgeführt von Herrn Max Schn- Lee als August 2c. Josephine Delclisseur. mann. Promenade des fleurs, ger. v. mit bewegter Vergangen- den Fris. Mathilde und Jeanette LeMartin Bendix. cusson. Musikalisches Entree der rühmlichst bekannten Klowns Paul und Täglich: Auftreten des William. Das Schulpferd ,, Albion", ein schon geprüftes Mädchen Brunwald heit n besten Bauchredners d. Jehtzeit geritten von Herrn Adolf Schumann. Entree comique der renommirtesten H. Blank. Klowns der Ferner u. a.: ,, Direktor Hippe" von Martin Bendix. Little Hauptstr. 112-114. Tages Drdnung: 1. Die bevorstehenden Gewerbegerichts- Wahlen. Referent Genosse Faber. 2. Diskussion. 3. Berichterstattung der Beisiger über ihre bisherige Thätigkeit. 4. Aufstellung der Kandidaten und Verschiedenes. Das Erscheinen aller Arbeiter und Arbeiterinnen zu dieser Versammlung ist nothwendig. 8ur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Das Komitee. J. A.: Freidant. Preise wie gewöhnlich. Freitag: Ein Künstlerfest. Sonntag: 2. Vorstellungen, 4 Uhr 479/2 Nachm. und Abends 72 Uhr. Der Circus ist gut geheizt. Fr. Renz, Direktor. Spandau. Sonnabend, den 20. Januar, Abends 8 Uhr, im Lokal des Herrn Bork, Staatenerstr. 14: counsky and Latio Fred. Doppelte Allg. Stranken- und Sterbefaße Grosse öffentl. Volks- Versammlung hohe Schule, ohne Bügel und Baum geritten von Frl. Eugenie Lecusson. Luft- Potpourri der Geschw. Lecusson Auftr. jämmtl. Spezialitäten. etc. etc. Anjang Wochentags/ hr, Sonntags 6 Uhr. Präuscher's Museum. Zum 1. Male: Die Fuchsjagd bei Bolton Zaufende von anatomischen Präparaten. in 2 Abtheilungen mit großer Ballet Schußkanal durch fünf Körper. Einlage. Arrangirt vom Direktor G. der Metallarbeiter. ( E. H. 29 zu Hamburg.) Filiale Berlin 8. Mitglieder- Versammlung am Sonnabend, den 20. Jan., Abends 3. 8 Uhr, im Lokal des Herrn Wilke, 224/6 Hochstr. 32a. Tagesordnung: 1. Rassenbericht. 2. Wahl eines stellvertretenden Bevollmächtigten. 8. Aufftellung eines Kandidaten zur GeneralGladiatoren- Kampf. Schumann. In Szene gesezt vom versammlung. 4. Berſchiedenes. Wunderd. Ceroplastik u.Medjanik. Täglich von 9 früh bis 10 Abends für erwachsene Herren. Dienstag und Freitag: Damentag. Balletmeister Herrn R. Riegel. Morgen: Große Vorstellung mit neuem Programm. Die Ortsverwaltung. Arzt Dr. Hösch, für Frauen. Tagesordnung: 1. Vortrag der Frau Ihrer aus Velten. 2. Diskussion. Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch bittet 462/20 Der Einberufer. In der Buchdruckerei des Vorwärts" wird die Stelle des ersten Stereotypeurs zum 27. d. M. vakant. Homöopath. 149, 10, 5 bis und Mitglieder ihrer Fachorganisation find, wollen sich persönlich oder schrift. Bewerber, die ihre Qualifikation für diesen Posten nachweisen tönnen 3 Sonntage 8-10 Uhr. lich an die Geschäftsleitung: Beuthstr. 2, Hof. 8 Tr., wenden. Hierzu zwei Beilagen Verantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hochachtungsvoll und ergebenst G. Schumann, Direktor. 7, 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 14. Darlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 28. Sigung vom 17. Januar 1894, 1 Uhr. Am Bundesrathstische: v. Bötticher. Auf der Tagesordnung steht zunächst eine Reihe von münd lichen Berichten der Wahlprüfungsfommission. Die Wahl des Abgeordneten Ander wird, nachdem der Referent auf das Wort verzichtet hat, für giltig erklärt; ebenso die Wahlen der Abgg. Brockmann und Graf v. d. Decken. Abg. v. Buchka, Referent für die Wahl des Abg. Haus, verzichtet ebenfalls auf das Wort. = Donnerstag, den 18. Januar 1894. 11. Jahrg. Verkaufens an Nichtmitglieder unter Strafe stellen, was 1889 nicht. Nicht nur Kinder werden hingefchickt, auch gefällige abgelehnt worden ist. Das Verbot ist ergangen, die Ueber- Frauen und Männer, welche Nichtmitgliedern Waaren einkaufen. tretung dieses Verbotes aber bleibt straflos. Das ist ein un- Bum überwiegenden Theil gehören Arbeiter den Konsumvereinen erträglicher Zustand. Der Standpunkt, daß es genüge, durch an, und den kleinen Vortheil, welchen sich dieselben verschaffen das Berbot einen moralischen Druck auf die Verkäufer auszuüben, durch Besorgung von besseren und billigeren Nahrungsmitteln, habe keine Geltung erlangen können. zu gunsten besser fituirter Klassen aufzuheben, ist vollständig un Abg. Clemm( natl.) erklärt sich wie schon im vorigen Jahre berechtigt, namentlich wo durch die Besteuerung in den kleineren gegen den Antrag. Werde er Gesez, dann sei es mit den Konsum- Staaten der hier beklagte Mangel, daß die Konsumvereine vereinen, welche in offenen Läden verkaufen, vorbei. Die Laden günstiger konkurriren können, beseitigt wird. Die Konsumvereine halter fönnten unmöglich jeden einzelnen Käufer fennen und arbeiten durchaus nicht unter solchen Vorrechten, wie hier von wissen, ob er berechtigt sei, Waaren bei den Vereinen zu ent- den verschiedensten Seiten angegeben wird. Auch die Ausnehmen. Jedes Vereinsmitglied müsse doch die Möglichkeit breitung derselben ist in den letzten Jahren nicht so großartig Die Abgg. Gröber und Rickert beschweren sich darüber, haben, seine Kinder, seine Dienstboten in die Verkaufsstellen zu gewesen. Wir stellen zu dieser Frage gar keine Anträge, erklären daß die Referenten sich ihrer Aufgabe, mündliche Berichte zu schicken; eine Kontrolle, wie sie die Annahme des Antrages selbst- uns gegen den Antrag des Zentrums, und wünschen, daß es bei erstatten, einfach durch einen Verzicht auf das Wort entziehen. verständlich mache, sei unmöglich durchzuführen. Auch die den bisherigen Verhältnissen bleibt, weil etwas besseres durch diese Abg. Rickert regt hierbei von Neuem die Frage an, ob nicht Megger und Bäcker verkauften vielfach gegen Konsumvereins- Anträge nicht geschaffen wird. Am allerwenigsten werden sie das in jedem Falle, wo ein Protest gegen eine Wahl vorliegt, ein marken; dieser Verkauf würde nach Annahme des Antrages schaffen können, was Sie schaffen wollen, nämlich dem kleinen schriftlicher Bericht zu erstatten sei. ebenfalls unmöglich werden. Die Konsumvereine führen gute Handwerker- und Mittelstand eine bessere Existenz zu schaffen. Abg. Hammacher bittet den Präsidenten, es nicht mehr zu und billige Waaren; sie kaufen auch nicht blos direkt vom Pro-( Beifall bei den Sozialdemokraten.) zulassen, daß die Referenten auf das Wort verzichten. duzenten, sondern auch vom Zwischenhändler ein, der ihnen seine Abg. Klemm( Dresden): Die antisemitische Reformpartei Präsident v. Levehow: Ich bin nach der Geschäftsordnung Waaren anbietet, wie den anderen Kaufleuten. Daß also auch steht voll und ganz auf dem Boden des Antrags. Die Konsum= nicht in der Lage, die Herren dazu zu zwingen.( Heiterkeit.) der Zwischenhandel ieiden sollte, ist nicht anzuerkennen. Die vereine bliden namentlich in den großen Städten, wo sie Ich kann sie nur fragen, ob sie das Wort nehmen wollen. Einrichtung der Konsumvereine wirkt vielmehr vortheilhaft, meistens in den Händen der Sozialdemokraten sind, bereits eine Abg. v. Buchka: Die bisher zur Debatte gestellten Wahlen die selbständigen Kaufleute gewöhnen sich an Baarzahlung nicht zu unterschätzende Gefahr für unsere Staatskörper und der haben nur in genz unwesentlichen Punkten durch die Proteste und liefern dem Publikum bessere und preiswerthere Waaren Abg. Bebel, früher ein Gegner der Konsumvereine, tritt jezt für Anfechtungen erfahren, welche die Wahlprüfungs- Kommission In den Konsumvereinen sind alle Parteien, alle Konfessionen, Gründung solcher Vereine ein, weil er darin ein Mittel ſieht, einstimmig als unerheblich bezeichnet hat. Ich werde aber, wenn Arbeitgeber und Arbeitnehmer vertreten; diese Vereine sind ein den Mittelstand zu ruiniren. Aber auch unter kaiserlicher Flagge das Haus darauf besteht, eine kurze Notiz von dem Inhalt des Feld, wo alle Gegenfäße sich vereinigen und Gutes wirken segeln solche verderblichen Vereine, wie beispielsweise eine VerProtestes geben. fönnen. Es haben sich 1283 Konsumvereine mit über 1 Million taufsstelle auf der kaiserlichen Werft zu Kiel, welche allein an Nachdem dies geschehen, wird die Wahl des Abg. Ha u 3 Mitgliedern gegen den Antrag gewendet, darunter befinden Bierverkauf in einem Jahre 30 000 m. erzielt hat. Der Offizier giltig erklärt. Ohne Debatte werden in derselben Weise sich auch 8000 felbständige Kaufleute, desgleichen viele Tausende verein und das Waarenhaus für deutsche Beamte sind als Verdie Wahlen der Abgg. Hilpert, Jebsen, Legien, von Handwerkern. Man kann also nicht sagen, daß das Hand eine ohne jede Berechtigung; Offiziere und Beamte sind ihrem v. Leipziger, Graf v. Mirbach, Timmermann, werk den Bestrebungen der Konsumvereine feindlich gegenüber- Stande und ihrer Aufgabe nach nicht dazu da, sich mit dem Weiß, Wellstein, Wenders, v. Arnswaldt. Böhme, steht. Die frühere Steuerfreiheit der Konsumvereine ist überdies Ankauf und Verkauf von Stiefeln, Kleidern und NahrungsBuddeberg, v. Dziembow3ti- Pomian, Graf Kanit fast überall in Wegfall gekommen; um so einschneidender würde mitteln zu befassen. Wenn sie auch nicht als Genossenschaften Podangen Loße und Weidenfeld nach dem Kommissions- eine solche Vorschrift sein, wie sie hier den Konsumvereinen ge- figuriren, ihre Wirksamkeit ist den steuerzahlenden Kaufleuten antrage für giltig erklärt. Bezüglich der Wahlen der Abgg. Hosang, v. Winterwesen überhaupt die Art legen. Redner beantragt, den Gesetz- Antrag sei in der vorgelegten Form nicht annehmbar, aber er sei geben werden soll. Man würde damit an das Genossenschafts- und Gewerbtreibenden gerade so verderblich wie diese. Abg. Ofann( natl.) plädirt für Kommissionsberathung. Der feldt, v. Wolszlegier Hilgenburg, v. Colmar, Mer entwurf einer Kommission von 21 Mitgliedern zu überweisen. bach, Stephann- Torgau, die ebenfalls für giltig erklärt Abg. Kropatscheck( dt.): Die Konsumvereine hatten und verbesserungsfähig. Man dürfe nur die vorsätzlichen und wissent werden, nimmt das Haus auf Antrag der Kommission gleich haben noch heute ihre Berechtigung, und daran wird auch die lichen Uebertretungen bestrafen. zeitig Resolutionen an, worin der Reichskanzler ersucht wird, zu neuere Agitation gegen sie nichts ändern; nur dürfen sie Abg. v. Podbielski( dk.) antwortet als Mitbegründer des veranlassen, daß verschiedene Protestbehauptungen untersucht und kein Vorrecht gegenüber den sonstigen Handelstreibenden genießen. deutschen Offiziervereins auf die Angriffe, welche gegen diesen eventuell die betheiligten Wahlvorsteher, Beamten u. f. w. refti- Im Begriffe der Genossenschaft liegt es, daß sie nur an ihre und den Beamtenverein gerichtet worden sind. Beide Vereine fizirt werden. Mitglieder verkauft, und eine einfache logische Fortbildung dieses seien keine Konsumvereine, sie seien vielmehr davon unendlich Bei der Wahl des Abg. Weidenfeld find in mehreren Fällen Grundfoßes ist das Verlangen, die Uebertretung des Verbotes weit entfernt; es seien Aftiengesellschaften. Das Geld zur GrünWahlberechtigte widergefeßlich aus den Wahllokalen hinaus- unter Strafe zu stellen. Ein Verbot ohne Strafandrohung für dung des Beamtenvereins sei von einigen Herren aus Wohlgewiesen worden und haben in einem Falle sogar bei ihrer ge- die Uebertretung ist ein hölzernes Schwert. Die Konsumvereine wollen für die Beamten zusammengebracht worden. Der Offizier waltsamen Entfernung Verlegungen erlitten. Die Wahlprüfungs- werden dabei ganz gut weiter bestehen können; auch die Kon- verein habe ca. 50 000 attive und inattive Offiziere, er mache kommission ist der Meinung gewesen, daß der Vorfall auf die trolle ist sehr gut durchführbar. Manches in der Gestaltung der im Ganzen einen Umsatz von 5 Millionen, pro Kopf also nur Freiheit, Geheimheit und Giltigkeit der Wahl keinen Ein- Konsumvereine hat allerdings Formen angenommen, die mir 100 M. Beide Vereine wollen nur den Offizieren und Befluß gehabt habe und beantragt, die Giltigkeit der Wahl zu be- nicht mehr gefallen. Wenn sie über die Kreise ihrer Mitglieder amten wirthschaftlich nügen und das Borgen beseitigen, hinaus verkaufen, so erleichtern sie nicht mehr ihren Mitgliedern weiter nichts. Besondere Lieferungen für die Marine Abg. Rickert hält für geboten, jede Gesetzwidrigkeit, welche die Beschaffung der Gebrauchsgegenstände, sondern gehen darauf seien dem Offizierverein nicht übertragen worden. Vortheil zur Kenntniß des Reichstages tommt, auch zu ahnden, indem aus, große Geschäfte zu machen. Die Klagen der Kaufleute über habe von diesen Lieferungen nur die schlesische Leinen Hausder Reichskanzler aufgefordert wird, Remedur zu veranlassen. Die Konkurrenz der Konsumvereine sind aber auch nur bedingt industrie gehabt. Nur so könnte das Recht des Reichstags gewahrt werden. berechtigt; jedenfalls ist der Schaden, den die Kaufleute sich durch Abg. Hammacher( natl.): Der Vorredner geht mit seiner Wenn man in anderen Fällen Resolutionen vorschlage, müsse die Konkurrenz unter einander zufügen, viel größer. Anderseits Beweisführung zu weit. Niemand bestreitet, daß die Offizierman es in diesem Falle auch thun. liegt es mit der Besteuerung der Konsumvereine nicht ganz so, und Beamtenvereine ihren Mitgliedern nüßen, aber dasselbe Abg. Spahn vertritt als Vorsitzender der Kommission deren wie Herr Klemm darstellt; in Preußen wenigstens hört mit wird von den Konsumvereinen mit Recht behauptet. Ich stehe Vorschlag, welchen auch Abg. Auer( Soz.) beipflichtet, der trot 1895 die staatliche Gewerbesteuer und auch die Besteuerung auf dem Boden des Antrages, bin aber auch für Kommissionsder vorliegenden Gesetzesverlegung doch im Interesse schleunigerer der Konsumvereine auf. Wir werden für den Antrag des berathung. Es handelt sich darum, Abhilfe für weithin emErledigung der Prüfung der stärker angefochtenen Wahlen über Bentrums stimmen, ohne ihn erst einer Kommission zu über- pfundene schwere Mängel des Gesetzes zu schaffen. diese auf das Resultat ohne Einfluß bleibenden Beanstandungen weisen. hinwegzugehen empfiehlt. Abg. Schneider- Nordhausen( Frs. Vp.) verweist darauf, daß Abg. Nickert ist über diese Stellungnahme gerade des Ab- das Gefeß von 1889 ausdrücklich für Erwerbs- und Wirth geordneten Auer sehr verwundert; er beantragt, diese Wahl- schafts- Genossenschaften erlassen ist, daß seine besonderen Bestim prüfung an die Wahlprüfungs- Kommission behufs weiterer Unter- mungen auch für Vereine gelten, die die Förderung des Erwerbes suchung des betreffenden Protestpunktes zurückzuverweisen, eventuell ihrer Mitglieder bezwecken. Nur für gewisse Geschäfte find in den Protestpunkt dem Reichskanzler zur Prüfung und weiteren den Gesetzen Beschränkungen festgesetzt, welche den Betrieb dieser Veranlassung zu überweisen. schließen. erklärt. Unter Ablehnung beider Anträge wird die Wahl für giltig Zur ersten Berathung gelangt darauf der Antrag der Zentrums- Abgeordneten Gröber, Hiye, Schädler, Letocha, Marbe, Megner, Spahn auf Annahme folgenden Gefeßentwurfs: Hinter§ 145 des Genossenschaftsgesetzes von 1889 wird folgender§ 145a eingeschaltet: Personen, welche in Konsumvereinen mit dem Verkauf der Waaren beauftragt sind, werden, wenn sie der Vorschrift des Gesetzes zuwider Waaren an Nichtmitglieder verkaufen, mit Geldstrafe bis zu 150 M. bestraft. Parlamentarisches. Ein Schlußantrag wird angennmmen. Abg. Bebel( persönlich): Der Abg. Klemm Dresden bes hauptet, ich sei früher Gegner der Konsumvereine gewesen, jetzt aber Freund derfelben, weil ich dieselbe für ein Mittel halte, den leinen Gewerbestand zu ruiniren. Wenn Herr Klemm solche Behauptungen aufstellt, soll er mindestens Beweise dafür beibringen. Was er sagt ist total falsch. Ich stehe seit JahrGeschäfte über den Kreis der Genossenschaftsmitglieder hinaus zehnten auf demselben Standpunkt gegenüber den Konsumvereinen. untersagen. Eine solche Verbotsvorschrift hat 1889 der Abg. Wir sind weder Freunde noch Gegner der Konsumvereine. Kulemann auch bezüglich der Konsumvereine durchgesetzt. Die Will man sie gründen, so gründe man fie, aber nicht mit der Strafbestimmung für die Uebertretung aber ist um so über Anschauung, die soziale Lage der Mitglieder dadurch verbessern flüssiger, als die allgemeine Uebertretung nur behauptet, aber zu können. nicht erwiesen ist und als vor allem die Konsumvereine mit Abg. Fuchs( 3.) erhält als Mitantragsteller das Schlußoffenem Geschäft längst zur Gewerbesteuer herangezogen sind. wort. Außerdem sind sie in Preußen, wenn sie einen offenen Laden und Der Antrag der Nationalliberalen auf Kommissionsberathung die Rechte einer juristischen Person haben, einkommensteuerpflichtig wird abgelehnt; die zweite Berathung wird im Plenum stattund müssen je nach der Größe ihres Geschäftsumfanges sehr hohe finden. Steuersummen, bis zu 27 000 m. jährlich entrichten. Wird die Um 1/26 Uhr vertagt sich das Haus. Nächste Sigung Uebertretung des Verbotes unter Strafe gestellt, so muß bei den Donnerstag 1 Uhr.( Weinsteuer.) Abg. Wattendorff( 3.) begründet als Mitantragsteller den Genossenschaften die Auffassung, daß hier nicht mit gleichem Antrog. Er weist auf die allgemeinen Klagen bin, welche von Maße gemessen, sondern daß ihnen eine Benachtheiligung zuden selbständigen Geschäftsleuten und ihren Vereinigungen er gefügt werden soll. Für Genossenschaften, die durch behördlichen hoben würden über die Verminderung ihres Geschäftsumfaßes Einfluß groß gezogen werden, haben wir feine Sympathie, aber durch die Konkurrenz der Koniumvereine, die dem Genossen- sowohl der Difizier- Konsumverein als das Waarenhaus für deutsche schaftsgesetz zuwider auch an Nichtmitglieder straflos verkaufen Beamte sind nicht eingetragene Genossenschaften, sondern Aktiendürien. Ganz außerordentlichen Abbruch thäten auch die großen gesellschaften. In dieser Beziehung ist die Verallgemeinerung, wie sie Waarenhäuser für Offiziere und Beamte dem schiver um der Antragsteller eintreten ließ, nicht zulässig. Eine der erfreufeine Existenz ringenden selbständigen Kaufmann und Hand- lichsten Wirkungen der Genossenschaften besteht darin, daß sie dem werker. Dabei seien die Konsumvereine mehrfach den ungefunden Borgsystem mit aller Energie zu Leibe gehen, indem letzteren gegenüber im Vortheil; sie seien gewissen ein sie die Baarzahlung zur Pflicht machen. Biel richtiger wäre es schränkenden Bestimmungen nicht unterworfen und es werde also, den§ 8 des Gesezes jetzt einfach zu streichen, weil er nach dadurch ihre Konkurrenz für die fleinen Geschäftsleute noch ver- Erlaß der neuen Steuergeseße eine schwere Ungleichheit für die derblicher. Was soll aus diesen Leuten werden, wenn sie erst Konsumvereine herbeiführt, als ihn als lex imperfecta( der Erdurch die Konkurrenz bedrückt ihre bisherige Erwerbsthätigkeit gänzung bedürfendes Gesetz) zu behandeln. Ini Geseze sind eine aufgeben müssen Sie vermehrten nur das Proletariat und der ganze Reihe anderer Verbote enthalten, welche viel weiter greifen; Proit rier, der es auf diesem Wege geworden sei, gehöre zu den aber eine Strafbestimmung für diese Verbote ist gleichfalls 1889 salimmsten und gefährlichsten Elementen. Wie ein leistungs- nicht für nöthig gehalten worden. fähiger Bauernstand, sei auch ein leistungsfähiger Mittelstand eine sozialpolitische Nothwendigkeit; der Kaufmann aber bilde den eigentlichen Brennpunkt dieses Mittelstandes, müsse also geschützt werden, er dürfe nicht zu Grunde gehen, denn er sei als Bindeglied zwischen den verschiedenen Ständen nothwendig. Was von dem Kaufmann gelte, gelte aber in demselben Maße vom Handwerker. Wenn erst allgenrein fabrifmäßig her gestellte Schuhe und Kleider in Konsumvereinen gekauft werden, dann werde es mit der Existenz des Handwerker- Abg. Colbus( Elsässer) und Abg. v. Czarlinski( Pole) standes überhaupt vorbei sein; wolle man dem Handwerker die sprechen sich furz für den Antrag der Zentrumspartei aus. Möglichkeit der Existenz erhalten, so müsse man dem Ueber- Abg. Bock( Soz.): Wie der Zentrumsantrag dem Mittel- Eine längere Debatte, die schließlich abgebrochen und auf wuchern der Konsumvereine vorbeugen. Schon seit Jahrzehnten stand helfen soll, ist mir unerfindlich. Daß die Konsumvereine die nächste Sigung vertagt werden mußte, rief die Ordnung der werde in dieser Nichtung durch Petitionen auf den Reichstag zu einem kleinen Theil des Handelsstandes schaden, ist richtig; aber Dienstalterszulagen für die mittleren und unteren Postbeamten wirken gesucht, aber bisher sei ein Erfolg nicht zu erringen ge- was will das befagen gegenüber der ungeheuren Konkurrenz der hervor. Die Postverwaltung hat bisher fich geweigert, das gleiche wesen. Ter Grundgedanke sämmtlicher Petitionen sei der, daß Weltgeschäfte Rudolf Herzog und Mey u. Edlich u. s. w. Diese Dienstalterszulagen System wie es in Preußen herrscht und im alle Konsumvereine, alle Offiziervereine und Waarenhäuser ab haben Tausende von kleinen Handwerkern zu Grunde gerichtet, Reich durchgeführt werden soll, wonach alle drei Jahre eine solut verboten werden müssen. Das Bestehen der Konsumvereine aber dagegen fagen Sie niemals etwas. Gegen die Folgen der Dienstalterszulage eintritt, anzunehmen, weil angeblich ihre fei heute feine Nothwendigkeit mehr; weder als Preisregulatoren, modernen Produktionsweise, wobei die Konsumvereine nur eine Beamten bei dem bisherigen System sich besser stünden. noch als Verkehrsvermittler hätten sie noch eine Berechtigung. untergeordnete Rolle spielen, werden Sie das Handwerk niemals Auch habe man noch keine Wege gefunden, wie man ohne Tie Ronkurrenz regulirt die Preise. Wenn man den Konsum schüßen können. An dem Rückgang des Schuhmachergenverbes zu schaden das Gehaltssystem der unteren Postbeamten, vereinen nachrühme, sie hätten die Baarzahlung gefördert, so haben die Konsumvereine auch nicht den geringsten Antheil. Sie die jetzt in kürzeren Zwischenräumen kleine Gehaltszulagen er sei das richtig; aber wenn dieselben Leute, die in Konsumvereinen verweisen auf die Petitionen der Kaufleute; die alte Politik, daß hielten, ändern könne. Nendere man nach der Schablone, so baar bezahlen, einmal auf Borg etwas entnehmen müssen, so Sie den Großen beistehen auf Kosten der Kleinen, dem Mittel- verlieren diese eine Jahreseinnahme von 1228 000 M. Die gehen sie zu den Kaufleuten und zwingen diese dadurch mittelbar, stand auf Kosten des Arbeiterstandes. Noch vor einem Jahre Abgg. Möller, Dr. Hammacher, Enneccerus, Lingens wollten zudas von ihnen selbst bekämpfte Borgsystem noch weiter aus erklärte Herr v. Stumm sich gegen die Konsumvereine, weil sie nächst wenigstens die Regelung der Alterszulagen für die mittzudehnen. Von diesem absoluten Verbote der Konsumvereine soll sozialistischer Natur seien. Der Antrag ist undurchführbar, weil leren Beamtenklaffen durchgesezt wissen und die bis jetzt noch übrigens nicht die Rede sein. Wir wollen nur das Verbot des sich nicht feststellen läßt, wer Mitglied ist und wer nicht lösbar scheinende Frage für die unteren Beamtenklassen Abg. von Stumm hält zwar die Beseitigung der erhobenen Beschwerden schon für erreichbar, wenn das bestehende Gesetz ftritte durchgeführt wird; da aber die Klagen sich immer stärker vernehmen lassen, das deutsche Handwerk und der deutsche Kaufmannsstand in viel größerem Umfang, als aus den Petitionen hervorgehe, Gegner der Konsumvereine sei, so wolle man entsprechend dem Antrage des Zentrums die bisher fehlende Strafbestimmung in das Gesetz hineinschreiben. Budgetkommission des Reichstages. Die Kommission erledigte den Rest vom Etat des Reichsamts des Innern und ging dann zur Berathung des Postetats über. Die Berathung der Einnahmen wurde einstweilen bei Seite gestellt und begann man mit den Ausgaben. Die Schaffung einer Unter- Staatssekretärstelle, die an Stelle einer der früheren 3 Direktorstellen mit einer Gehaltszulage von 5000.( 20 000 statt 15 000 m.) treten sollte, rief eine lebhafte Debatte hervor, in der sich die Abgg. Möller, Lingens, Gröber, Bebel, Eneccerus, Graf LimburgStirum, von Staudy und von Kardorff betheiligten. Mit Ausnahme des Abgeordneten Enneccerus erklärten sich sämmtliche Redner gegen die Bewilligung, die schließlich einftimmig abgelehnt wurde, obgleich sich der Staatssekretär Dr. v. Stephan die größte Mühe gab, den Posten zu retten. Charakteristisch für die Verhandlungen ist, daß namentlich die fonservativen Redner mit Eifer der Stelle widersprachen. Herr v. Kardorff ließ sich sogar dazu hinreißen, von dem allge= meinen wirthschaftlichen Glend zu sprechen, das draußen herrsche und Mehrausgaben unthunlich erscheinen lasse, und Herr v. Staudy beschwerte sich lebhaft, daß die gleich hohen Staatsstellen im Reich besser bezahlt würden als in Preußen und man daran denken müsse, im Reiche Abschreibungen zu machen. Das kann noch zu recht netten Verhandlungen führen, wenn diese Stimmung der Herren andauert. 00 genommen. Der Antrag Fritzen Nr. 3ab wird mit Stimmengleichheit ( 18:18) abgelehnt. Der Antrag Träger, der Nr. 3 hinzufügen will: ferner die auf den Inhaber lautenden Renten- und Schuldverschreibungen der Grund- und Hypothekenbanken, wird gleichfalls abgelehnt. Die Säge der Regierungsvorlage werden darauf anNächste Sigung Donnerstag, den 18. d. M., 10/2 Uhr. genommen. zu werden. Tokales. der Dieser Wärmevertagen. Abg. Bebel erklärt sich gegen letzteres; feines Er- des Magistrats für sich gewinnen werden, läßt sich trotz der 1 kommissionen Zweifel über die Richtigkeit der Angabe des Ges achtens sei die Lösung möglich und einfach. Er schlage Klarheit der Sachlage und der Nothwendigkeit einer Beseitigung burtstages eines Kindes entstehen; in allen anderen Fällen soll folgenden Weg vor: man berechne, was jett ein der zum mindesten höchst unnüßen Polizeikontrolle nicht voraus von der Beibringung einer Geburtsurkunde Abstand ge Unterbeamter in den verschiedenen Gehaltsstufen im Laufe sagen; stagnirt doch in den Frosch- und Ententeichen der Stadt nommen werden, da sich diese Forderung in der Mehrzahl der von drei Jahren erhalten habe, dividire diese Summe mit drei so ziemlich Alles, was im Interesse der Kultur und Humanität Anmeldungsfälle als entbehrlich erwiesen hat. und die herauskommende Summe sei das jährliche Durchschnitts- vorgenommen werden müßte. Ueber eine neue Art der Milchversendung mittels der gehalt für die Dauer von drei Jahren, in das der Beamte vom ersten Tage der Anstellung eintrete, worauf er in die in Geht der ohne Einhaltung der Kündigungsfrist ent- Eisenbahn haben in letzter Zeit, wie in einer hiesigen landwirthähnlicher Weise zu berechnende höhere Gehaltsstufe für ebenfalls laffene Arbeiter seines Schadensersazanspruch 3 schaftlichen Vereinigung mitgetheilt wurde, mit Erlaubniß des drei Jahre eintritt. Nach seinem Vorschlag sei es möglich, daß verlustig, wenn er bei der Entlassung nicht er Herrn Eisenbahn- Ministers Versuche auf der Strecke Berlininnerhalb eines Zeitraums von drei Jahren das neue System lärt, er verzichte auf sein Recht nicht? Diese Hamburg stattgefunden. Es handelte sich darum, den Vorschlag die gesammten Beamten der Postverwaltung umfaßt, ohne daß vom Gewerbegericht in jüngster Zeit wiederholt bejahte Frage eines Phyfiologen, welcher zur Erhaltung der guten Beschaffeneiner einen Pfennig Echaben dabei habe. Der Redner legte dies ist entschieden zu verneinen. Von juristischer Seite wird heit der Milch deren beständige hochgradige Erwärmung empfohlen nur hatte, praktisch auf seine Durchführbarkeit zu erproben. Es soll an einem Beispiel dar für die Kategorie der Briefträger und uns hierüber geschrieben: Bloßes Stillschweigen kann Postschaffner, die mit einem Anfangsgehalt von 900 M. pro Jahr dann als Einwilligung erachtet werden, wenn der Schweigende danach die frische, in großen Sammelbassins zusammengebrachte beginnen, und nach verschiedenen Zwischenstufen im 30. Monat sich nicht nur erklären konnte, sondern auch vermöge der Milch so start erwärmt werden, daß alle in derselben etwa vorGeseze dazu verbunden war." Das ist ausdrücklich im handenen Lebewesen vernichtet werden. Man nimmt an, ihrer Dienstzeit in ein Gehalt von 1050 Mart eintreten. Erhielten diefelben vom Beginn der Dienstzeit statt 900 m. 975 61, 1, 4 A. L.-R. vorgeschrieben. Nirgend aber legen eine daß ein solcher Zustand der Milch durch eine Erhizung und diese während drei Jahre, so würden sie in drei Jahren in solche Erklärung dem Arbeiter die Geseze auf. Ueberdies be- derfelben auf 70 Grad zu erreichen ist. Sumina 2925 M. Gehalt erhalten, wohingegen sie nach den stimmt§ 60, 1, 4 A. 2.- R.:„ Wo die Geseze eine ausdrück- grad muß, wenigstens annähernd, auch während des Transjezigen Gehaltsfäßen( in vier Stufen) 2905 M. erhielten. Direktoriche Erklärung zu der rechtsgiltigen Form des Geschäfts ports der Milch eingehalten werden und hierauf bezogen sich die Aschenborn aus dem Reichs- Schabamt bekämpfte den Vorschlag, Ein Verzicht auf ein Recht kann aber lediglich durch eine ausverwaltung zur Verfügung gestellten Eisenbahnwagen geeignete erfordern, ist eine stillschweigende Willenserklärung unfräftig." vorerwähnten Versuche. Es wurden in einzelnen von der Bahnweil er eine Mehrausgabe bedeute und geeignet sei, die schlechter brückliche( d. b. durch Worte ausgedrückte) Erklärung erfolgen, Seizvorrichtungen angebracht und unter deren Thätigkeit der gestellten Reichs- Eisenbahnbeamten unzufrieden zu machen. Die denn§ 381, I, 16 A. 2.-R. bestimmt:„ Erlaß und Verzichtleistungen Milchtransport bewirkt. Da mit der hohen Temperatur auch Debatte wurde wegen Beginns der Plenarsizung abgebrochen erfordern alle Mal eine ausdrückliche Willenserklärung." die gutartigen Lebewesen zu Grunde gehen, die in der Milch entund für die nächste Sitzung Donnerstag, Vormittags 10 Uhr, Ein einfacher Verzicht auf ein Recht muß also ausdrücklich aushalten sind, und deren Vorhandensein nöthig ist für verschiedene Dertagt. gesprochen sein, um Giltigkeit zu haben. Nach den angeführten Zwecke der Milchverwendung, so müssen an der Ankunftstelle der Stempelftener Kommission. Sigung vom 17. Jan. 1894. gesetzlichen Bestimmungen tann also ein Arbeiter seines Wilch mit dieser wieder verschiedene Manipulationen vorEchadensersatzanspruches nicht verlustig gehen, wenn er nicht genommen werden. Bei der Behandlung großer Milchmengen Der Antrag Richter, die Kommunalpapiere unter die vom Stempel ausdrücklich erklärt, er verzichte auf sein Recht. Wie sollen sich die Kosten der Erwärmung des Transports und der befreiten Effekten aufzunehmen, wird mit dem Antrag Frigen kommt das Gewerbegericht zu dem dem Gesetz und den einfachsten gesammten sonstigen Behandlung auf 1 Pfg. pro Liter stellen. Gefeß ( Nr. 8) debattirt, der die Kommunalpapiere mit 1 vom Tausend Rechtsbegriffen geradezu ins Gesicht schlagenden Grundsay, der besteuern will. Abg. Richter hat einen Unterantrag gestellt, der Arbeiter gehe feines Rechts verlustig, wenn er unterläßt, sich beutungswüthigen Kleinkrämer bitteren Merger, mancher geriebene Die Sonntagsruhe schafft manchem habgierigen und ausauch die Schuldverschreibungen der Transportgesellschaften, der ausdrücklich sein Recht vorzubehalten? Wie kann man Hypotheken- und Bodenkreditbanken diesem Tarif unterstellen will. Dazu kommt ein Zusakantrag Träger. An der Debatte dem ökonomisch abhängigen und rechtsunkundigen Arbeiter des Junge weiß aber auch das bischen sogenannter Sozialreform betheiligen sich außer Miquel, v. Pojadowsky und anderen Re- niemand fundig sein- das Aussprechen eines solchen Wer händler in der Friedrichstraße in seinem Schaufenster ein Plakat vom Gewerbegericht aufgestellten unrichtigen Grundsatzes kann ja portrefflich zur Reklame auszubeuten. So hat ein KonfitürenVerhändler gierungsvertretern Richter, Träger, Gamp, Gescher, Fritzen. zichtes zumuthen? Das ist sehr zutreffend in Nr. 11 Ihrer mit der Inschrift aufgehängt:„ Die infolge der Sonntagsruhe v. Bennigsen, Schoenlant. Der ursprüngliche Antrag Richter( Stempelfreiheit der Beitung ausgeführt. Welche Infiltrationsmaschinen, Haarspalt: übriggebliebenen feinen Konfekten verkaufe ich zu 1 Mt. 25 Pf. maschinen 2c. in Anwendung gelangt sind, um den völlig halt- das halbe Kilo." Wenn dies Manöver bei den der SonntagsKommunen) wird gegen 8 Stimmen abgelehnt. Der Eventual Antrag Schoenfant, unter Besteuerungen: losen Grundsatz des Gewerbegerichts in Berlin zu ermöglichen, rube nicht bedürftigen Damen der Ganz- und Halbwelt nicht Der Eventual Antrag Schoenfant, unter Besteuerungen: bin ich begierig kennen zu lernen und darf wohl um möglichst zieht, dann zieht eben garnichts mehr! , und den Bundesstaaten" zu streichen, wird sodann gleichEin Eisenbahn- Unfall, der leicht ein noch größeres Unheil falls gegen 8 Stimmen( wie beim Antrag Richter stimmten baldige Veröffentlichung der Entscheidungsgründe bitten". hätte anrichten können, hat sich am Mittwoch Morgen furz vor dafür Freisinnige Volkspartei, Sozialdemokraten und Antisemiten) Die schlechten Zeiten und die Kirche. In dem vom sechs Uhr unweit des Schlesischen Bahnhofes zugetragen. Die abgelehnt. Gemeinde Kirchenrath herausgegebenen Jahresbericht Unfallstelle liegt zwischen dem Schlesischen und dem Bahnhof Darauf wird die Fassung der Regierungsvorlage an- Jerusalemskirchen- Gemeinde über das Jahr 1893 wird bei Be- Jannowißbrüde, und zwar dicht hinter der Ueberführung der sprechung der im verflossenen Jahre an fromme Armie gegebenen Koppenstraße bei dem Signalthurm Wtm. Der aus Bosen einDer Antrag Richter zum Antrag Frizen( 1 000 für Trans- Unterfügungen geflagt, daß die Erträge besonders aus den treffende Schnellzug fuhr in einen aus einer Maschine und vier portanstalten) wird gegen 7 Stimmen abgelehnt. Kirchenkollekten trotz des nicht verminderten Kirchenbesuches Vorortswagen bestehenden Rangirzug hinein, der als Versinken, die Ausgaben in Baar und an Lebensmitteln dagegen stärkung des um 6 Uhr 32 Minuten vom Schlesischen steigen". Vielleicht hat man darin wiederum eines der vielen Bahnhof nach Straußberg abzulassenden Vorortszuges dienen Anzeichen dafür zu erblicken, daß die Zeiten immer schlechter follte. Die vier Wagen waren durch eine Maschine aus werden. Um den Folgen dieser fortgesetzten Verschlechterung der Salle A gezogen, um bei der bezeichneten Weiche auf ein der wirthschaftlichen Lage zu begegnen oder sie wenigstens anderes Geleise übergeführt zu werden. Als dieser kleine Bug einigermaßen zu mildern, thun jedoch die Kirchengemeinden herz- auf der Weiche war, brauste um 5 Uhr 54 Minuten der Schnelllich wenig, so sehr sie auch gelegentlich mit ihrer Fürsorge für zug von der letzten Haltestelle Frankfurt a./D. in die Halle B. die Armen prahlen. Es tommt ihnen auch wirklich gar nicht ein. Der Maschinenführer bemerkte dabei zu seinem Schrecken, darauf an, der leiblichen Noth zu steuern. Der Kirchenrath daß die Carpenterbremsen an den Wagen versagten und nur die der Jerusalems- Gemeinde giebt in seinem Jahresbericht mit un- Räder der Lokomotive anjaßten. Dadurch konnte der Zug nicht gewohnter, aber anerkennenswerther Offenheit zu, daß die von zum Stehen gebracht werden und bewegte sich mit einer der Gemeinde gewährten Unterstützungen, mit denen im ganzen noch großen Geschwindigkeit weiter, die Maschine vor Was hat die Polizei im Asyl für Obdachlose zu suchen? nur 68 Personen bedacht wurden, sich in recht bescheidenen sich herschiebend. Der Maschinenführer gab sofort GegenDie höchste Frequenzziffer in dem st a dtischen Asyl für Obdach: Grenzen hielten. Aber er fügt die durch den Druck hervor- dampf, auch dies nühte nichts mehr: ein furchtbarer lose pflegt in den Stächten vom Sonnabend zum Sonntag erreicht gehobenen Worte hinzu:„ Wir weisen angesichts der Krach erfolgte, und eine haushohe Feuersäule stieg empor, die Es strömen Sonnabends Abend durchschnittlich Geringfügigkeit der erwähnten Gaben wieder durch die Explosion der unter den Vorortswagen angebrachten Gas4-600 Obdachlose mehr wie an andern Tagen dem Asyl zu. holt darauf hin, daß der Schwerpunkt unserer behälter entstanden war. Zwei der angefahrenen Wagen wurden Worauf beruht das? Der Magistrat hat bislang noch nicht hätigkeit nicht in den Geldgaben liegt." Der umgeworfen und vollständig zertrümmert, die beiden anderen Energie genug befeffen, der heiligen Hermandad den Eintritt in Schwerpunkt liegt augenscheinlich darin, daß die Armen, welche blieben im Geleise und wurden weniger start beschädigt. Die das Asyl zu wehren. Jeden Morgen mit Ausnahme sich an die Gemeinde wenden, zu recht fleißigem Kirchenbesuch Maschine des Nangirzuges ist nicht betroffen worden, dagegen des Sonntags- werden daher die unglücklichen Obdach angehalten werden. Wie gesagt, es kommt der Geistlichkeit nicht sind bei der des Schnellzuges außer anderen Beschädigungen die lofen der peinlichsten Inquisition nach Namen, Herkunft, Stand, darauf an, die leibliche Noth zu bekämpfen. Der Seelen- Bylinder völlig blosgelegt. Der Zusammenstoß erfolgte mit einer etwaiger Bestrafung und einer Anzahl persönlicher Berhältnisse noth" wollen sie steuern, und die paar Bettelpfennige, die sie berartigen Wucht, daß sich von dem Wagen 1987 des Rangir je weniger Polizeibeamte und andere Kategorien von Menschen unter die Armen vertheilen, sind höchstens Mittel zu diesem zuges sofort zwei Achsen loslösten und mit den Rädern fortunterworfen. Zweck. Bete und arbeite!" rufen fie dem entgegen, geschleudert wurden. Trümmer bedeckten die Unfallstelle auf eine wiffen, desto mehr pflegen sie zu fragen Ein derartiges Verhör ist auf's äußerste verlegend selbst wenn welcher hungert, und wenn er keine Arbeit findet, nun, so weitere Entfernung. Der Schnellzug, der durch den Auprall es in der zarten, rücksichtsvollen Weise vorgenommen wird, die mag er beten und hungern. zum Stehen gekommen war, wurde nach der Halle zurückgebracht Polizeibeamte im allgemeinen und manchen Berliner PolizeiDie Leistungen der Straßeubau Inspektionen in der und sofort von den Reisenden verlassen, die topflos hin und beamten insbesondere auszeichnet und den Verhörten nach seiner Entlassung hier und da veranlassen soll, sich von einem Arzt Brunnenbaukunst sind nicht gerade hervorragend zu nennen. berliefen, dann aber theils in Droschfen, theils in Stadtbahnbescheinigen zu lassen, daß das Verhör eine sichtbare Wirkung Man fängt jetzt an, die alten Bretterhäuser zu beseitigen und zügen den Schlesischen Bahnhof verließen. Wenn auch erklärt architektonisch geschmackvollen gußeifernen wurde, daß Personen nicht verlegt worden sind, so dürfte doch zurückgelaffen habe. Das Kuratorium des Asyls ist der Polizei die Brunnen mit gegenüber machtlo, da der Magistrat dem wohl von allen mit Hüllen zu umgeben, aber vergebens bemühen sich die Droschken- ein endgiltiges Urtheil noch nicht vorliegen. Die Veranlassung zu gliedern des Kuratoriums gehegten Wunsch, die polizeilichen futscher, diesen neuen Brunnen etwas Wasser zu entlocken. dem Unfall wird folgendermaßen dargestellt: Der Posener SchnellVerhöre zu beseitigen, nicht nachlommt. Und welches Recht Namentlich die neuesten Schwengelbrunnen versagen und erst zug hatte in Frankfurt a. D. die Maschine gewechselt. Als sich glaubt die Polizeibehörde zu ihrem Vorgehen, das ohne jeden nach 20 bis 30 fachen Hebungen und Senkungen entschließt sich die neue vor den Zug legte, muß der Schlauch der GarpenterNußen ist, zu haben? Sicherheitspolizeiliche" Aufgaben liegen der Sauger solches Brunnens Wasser zu fassen und spärlich bremse, der Maschine und Wagen miteinander verbindet, verhier nach ihrer Ansicht bei diesem Inquiriren ob. Diese einige Tropfen zum Besten zu geben. Ein solcher Brunnen ist schloffen geblieben sein, so daß die Wirkung des Dampfes Polizeiansicht ist total verfehlt und sie berechtigt nach dem flaren 8. B. Nr. 40 zur VI. Bau- Inspektion gehörig. Wir erlauben uns auf die Wagenräder nicht ausgedehnt werden tonnte. Die VerWortlaut des Gesetzes nicht zum Eindringen in das städtische ganz bescheiden darauf aufmeitjam zu machen, daß bis jetzt nur fehrsstörungen sind bedeutender Natur. Der Breslauer Personenden Obdachlosen. Die Weißlackirten streiten, die Schwarzlackirten fahren noch und zug, der um 7 Uhr 7 Minuten den Schlesischen Bahnhof vom Eigenthum zivecks Unterhaltung mit Nirgends giebt selbst ein preußisches oder deutsches Gesetz der die brauchen Wasser, möchten es aber nicht suchen im Schweiße Bahnhof Friedrichstraße her durchfahren sollte, konnte erit um 10 Uhr Einfahrt finden. Der Kölner Schnellzug, der um 7 Uhr Polizeibehörde das Recht, dem verschuldet oder unverschuldet ihres Angesichts! 31 Minuten vom Schlesischen Bahnhofe abgehen sollte, konnte erst Freisinnige Orthodoxie. Just in demselben Augenblick, nach 9 Uhr auslaufen. Die ganzen Strecken waren bis gegen obdachlos Gewordenen gewissermaßen einen besonderen moralischen Makel durch ihr Dazwischentreten aufzudrücken. So ist bereits wo die Freisinnigen des städtischen Froschteiches genau wie 11 Uhr mit Fern und Vorortszügen besetzt, deren Weiterfahrt entschieden. Die Berliner Polizei hat dem von Privaten ge- wir vor den Stadtverordneten- Wahlen es nach der ersten Ab- gehemmt wurde, da nur ein Geleise zur Bewältigung dieses Vergründeten Berliner Asylverein für Obdachlose" gegenüber seiner lehnung der Schloßplagvorlage voraussagten- umfielen und ihre fehrs frei war. Die Stadtbahnzüge waren derart von Reisenden Beit( 1869)" eine Besichtigung der Gäste des Asyls beansprucht. grundsätzliche Zustimmung zu der patriotischen" Ententeichgrüße zwecks Erreichung anderer Bahnhöfe besetzt, daß der Andrang Der Verein bestritt diesen Anspruch. Die Angelegenheit wurde gaben, die der Oberbürgermeister in Wadenstrümpfen wiederholt nicht zu bewältigen war. Dem damaligen Minister des Innern und der Justiz zur Begut: ihnen präsentirte, jammert Eugen Richter( Nr. 9 der Freis. Wenig bekannt dürfte wohl die, die Arbeiterfreundlichkeit der achtung unterbreitet und schließlich( nach warmer Befürwortung Beitung") darüber, daß die Einrichtung von Wärmehallen den Eisenbahnverwaltung trefflich beleuchtende Thatsache sein, daß die durch die damalige preußische Königin) dahin entschieden, daß der großen Uebelstand gezeitigt habe, daß auch einige Leute von Kosten für den sachlichen Schaden, der aus Eisenbahnunfällen Polizei ein Eintritt in die Räume des Vereins nicht zustehe. Die außerhalb sich in denselben wärmen und daß einige Unter- entsteht, den schuldig befundenen Beamten zur Last fallen. So Sicherheit" Berlins hat dadurch keineswegs gelitten. Mit Stolz nehmer nicht alle Jufassen des Obdachs bereits gefunden tomisch es auch flingen mag, so wird doch der herausgerechnete und Recht hebt die Jubiläumsschrift des erwähnten Vereins hätten, eine anstrengende, wenig lohnende und nur auf Verlust den Sündenböcken von ihrem Diensteinkommen einfach hervor:„ Ein unverbrüchlich festgehaltener Grundsaß des Vereins sehr furze Zeit andauernde Beschäftigung zu übernehmen! Wir nach und nach abgezogen. Daß der Eisenbahnfiskus dabei wohl dies als Illustration zu dem ist es, daß die Anonymität der Besucher vollkommen hängen " Bürgerfinn" in seltenen Fällen seine Rechnung findet, dürfte auf der Hand gewahrt wird. Ter schöne Grundsatz der Alten, daß tiefer, der nach Versicherung des freisinnigen Bezirksvereins liegen. Ein heute noch hier in Berlin bediensteter EisenbahnNiemand, der als Gast in ein Haus eintrat, um feinen Namen redners, Wahldurchfallmachers, Stadtverordneten und Rechts- beamter zahlt an einer solchen Schuld schon 14 Jahre lang und gefragt wurde, und doch in ganz gleicher Weise volle Gast anwalts Sachs II ihn zum Umfall in der Schloßplayfrage be braucht zu der gänzlichen Deckung nach noch weitere 16 Jahre. freundschaft genoß, gilt auch für unsern Verein, und auch der wogen hat. Die Froschteichherren haben wohl gewußt, weshalb Wer die Kosten für den gestern auf dem Schlesischen Bahnhof andere Grundsaß, daß, so lange jemand im Bereich des gafl- sie den Obersten ihres Lotteriepatriotismus, den Lotteriekollekteur entstandenen etwas theuren Unfall tragen sollte, würde wohl freundlichen Hauses sich befand, er unbedingten Schutzes sich zu Namslau sofort zum Stadtrath wählten, nachdem die Bürger seinen Nachkommen einen beträchtlichen Reft zurücklassen erfreuen hatte, ist von dem Berliner Verein für Obdachlose durch seine Nichtwiederwahl zum Stadtverordneten ihm ihren müssen. zu allen Zeiten aufrecht erhalten worden: der Polizei Mangel an Vertrauen deutlich gezeigt hatten. Auf eine Million find die Räume des Asyls unzugänglich und mehr oder weniger" natürlich aus dem Bürgersteuersädel mer sich ihm anvertraut, ist für die Nacht, die kann es bei der Schloßplatz- Frage nicht ankommen", sagt Herr Kummer haben am Dienstag Abend einen begabten Künstler in er dort zubringt, geborgen." Der Umstand, daß der Spinola, denken die freisinnigen Jasager des rothen Hauses den Tod getrieben. Gegen 9 Uhr Abends hat sich der etwa Berliner Asylverein 25 Jahre hindurch unbehelligt von der und tasten im Stillen danach, ob ihre Waden hoffähig. Diese 35 Jahre alte Genremaler und Zeichner Lorenz, Bülowstr. 101, Polizei und geblieben daß dennoch des Freisinnigen erinnern fo recht an den Vers aus Lord Byron's in seiner Wohnung mittels eines Revolverschusses in die Schläfe entleibt. Echon seit längerer Zeit hatte die Familie mit balb? teinerlei„ Gefährdung der Sicherheit" eins Vision" zwar sind sie liberal, doch stets erdem angstbüchsigsten Philister bötig, den Rock zu wechseln und die Haut, einzigen Kinde nach Rheinsberg zu ihren Eltern ging. Bon die Haut, Nahrungssorgen zu kämpfen, weshalb die Frau mit dem getreten ist, dürfte auch flarlegen, daß feinerlei sicherheitspolizeilichen Aufgaben wenn nöthig. das von uns geschilderte Verhör nothwendig machen. Aber mie steht es denn, wenn man annimmt, die Unterbringung nächtlich Obdachloser sei eine ficherheitspolizeiliche Aufgabe", mit den Kosten? Die Kosten für das Asyl u. f. w. hätte dann das Bolizeipräsidium seit dem 1. April 1893( feit dem Inkraft treten des neuen Polizeifoften- Gesetzes) zu tragen. Es hat aber, wiewohl es mehr als 31/2 Millionen auf grund eines Gesetzes Die städtische Schuldeputation fordert die Eltern und jährlich von der Stadt einzieht, zu den Kosten des Asyls noch Durch den Fahrstuhl find am Dienstag zwei Arbeiter ge= nicht einen Pfennig beigetragen. An diesem Punkt dürften unsere Pflegebefohlenen der zu Ostern schulpflichtig werdenden Kinder Bertreter im rothen Hause gelegentlich der Berathung des Etats zur Anmeldung der Einschulung derselben auf. G3 ist hierbei tödtet worden. Am Dienstag Nachmittag waren auf dem an ansehen. Entweder die Polizei verläßt die ohnehin engen Räume der Impfschein des anzumeldenden Kindes vorzulegen. Die bis- der Oberspree hinter dem Treptower Ranal belegenen Terrain des städtischen Obdache oder sie zahlt sämmtliche Roften, her allgemein geforderte gleichzeitige Beibringung einer Geburts- der Berliner Chamottefabrik turz nach Beendigung der Mittagsdie durch Bau und Erhaltung des Asyls erwachsen sind. urkunde des einzuschulenden Kindes foll diesmal nur ausnahms pause mehrere Arbeiter damit beschäftigt, auf dem großen DampfOb sie die Mehrheit der Stadtverordneten Versammlung und weise verlangt werden, nämlich dann, wenn bei den Schul- fahrstuhl im Hauptfabrikgebäude eine Quantität Hohlsteine oder " . Künstlers Apotheose im Gegenwartsstaat. Hunger und dort sollte sie heute zurückkehren. Da 2. auch jetzt noch von Die Parteigenoffen in Friedrichsberg werden darauf allen Mitteln entblößt war und nicht aus noch ein wußte, griff aufmerksam gemacht, daß die Wählerlisten zu den Gemeinderathser zum Revolver. Die herbeigerufene Polizei fand in seiner wahlen während der Geschäftsstunden von 9 bis 1 Uhr Vor- Wohnung auf dem Tische zwei Briefe mit den Aufschriften: mittags und 3 bis 6 Uhr Nachmittags im Gemeindebureau zur„ An meine Frau“ und„ An mein Ring. Einsicht ausliegen. Es sei darauf hingewiesen, daß im Ver- So endet Künstlers Erdenwallen im Staate des Börsianerhinderungsfall der Parteigenoffe A. Kopp, Friedrich Karlstr. 4, Mäcenatenthums. Und da erfrechen sich noch die ordnungsbereit ist, die Liften einzusehen. Die Vertrauensperson. parteilichen Preßkosacken, der Sozialdemokratie und ihrem Bukunftsstaat Banaufenthum vorzuwerfen. A nach dem im dritten Stock desselben befindlichen Lager- es enthält irgend ein glücklich erobertes Stück eines Wild- Redakteur der genannten Zeitung stand dieserhalb vor einiger raum zu schaffen. A13 nun der Stuhl die zweite eingeweides, das ihn als vollberechtigten Hofjagd Theilnehmer Beit vor der Strafkammer in Saarbrücken, wurde aber frei Etage paffirt hatte, löste sich plötzlich die Sicherheits- legitimirt. gesprochen. Das Reichsgericht hob das Urtheil auf und wies verkuppelung der Plattform, wodurch diese ins Rutschen Zu welchen Verzweiflungsleistungen das eingetriebene Wild die Sache zu abermaliger Verhandlung an die Straffammer in gerieth und infolge deffen der Fahrstuhl, noch ehe rechtzeitig ge- in seiner Todesangst angespornt wird, davon gab auch bei der Saarbrücken zurück. In der Sigung vom 10. d. M. beantragte schützt werden konnte, mit rapider Schnelligkeit in den ca. 20 Fuß letzten Hojjagd ein Vorkommniß Zeugniß: der Staatsanwalt eine Geldstrafe von 300 M. bezw. 30 Tagen tiefen Schacht hinunterfuhr. Die auf dem Stuhl befindlichen Ein schwarzer Schaufler trieb sich seit langer Zeit im Haft. Der Gerichtshof erkannte jedoch wiederum auf FreiArbeiter, Hermann Gußtow, Ewald und Priebe aus Kyrit, die Grunewald umber, war auch bereits zu öfteren Malen ein- sprechung. In der Urtheilsbegründung wurde betont, daß fich nicht in Sicherheit bringen konnten, stürzten in den Schacht gefangen und in einer Kammer untergebracht gewesen. Dieser jeder, welcher ein öffentliches Amt bekleide, hinab und geriethen unter die Plattform. Trotzdem sofort Hirsch ist aber bisher jedesmal wieder ausgebrochen und hatte eine Rritit, wie der fragliche Artikel sie ents Mannschaften der freiwilligen Feuerwehr herbeieilten, konnte auch bei der letzten Hoijagd wiederum das Glück, sich zu retten, halte, sich gefallen lassen müsse. nur der Arbeiter Ewald gerettet werden, derselbe hatte jedoch so indem er über die 2 Meter hohe Leinewand glatt hinwegsette. schwere Verlegungen erlitten, daß er schleunigst nach dem Dieses und ähnliche Vorkommnisse reizen zu Betrachtungen Krantenhause geschafft werden mußte. Bei den mitverunglückten über waidmännisches Vergnügen und Barmherzigkeit gegen Thiere Arbeitern Guzkow und Priebe tam die Hilfe leider zu spät, auch bei der Hofjagd. denn beide waren bereits todt, sie waren von dem Fahrstuhl zermalmt worden. nur 6 Soziale Uebersicht. Freiherr v. Thüngen, der wegen Caprivibeleidigung auf wurde, soll nach einer ihm amtlich gewordenen Mittheilung dem Requisition von Berlin vom Amtsgericht Brückenau vernommen zuständigen Schwurgerichte in Würzburg entzogen und vor das v. Thüngen wird der Die urtheilslosen Köpfe" des Herrn Assessors Leo, deren Landgericht Berlin gestellt werden. wir in der Nr. 11 des Vorwärts" Erwähnung thaten, sollten Bayerischen Landeszeitung" zufolge gegen eine solche Maßregel Die Charitee war am Mittwoch Morgen 6 Uhr die Stätte unseres Erachtens eine Anspielung lediglich auf die im„ Vorwärts" Protest erheben und verlangen, daß er seinem zuständigen eines zum Glück nur unbedeutenden Brandes. Im sogenannten wiederholt mit Recht und, nach der gereizten Sprechweise des bayerischen Richter nicht entzogen werde. Der Freiherr thut Sommerlazareth hatte sich die Balkenlage neben einem Dampf- Herrn Assessors Leo zu schließen, mit Erfolg ausgesprochene wohl daran, mit seinem Breßprozeß im schwurgerichtlichen Bayerheizungsrohr entzündet. Die Gefahr wurde bald beseitigt. Warnung an die Arbeiter enthalten, flare Rechte land zu bleiben. Ein fahnenflüchtiger Soldat ist am Dienstag Abend in durch einen gerichtlichen Vergleichsapparat Der reichste Baner im Odenwald", der Landwirth und Moabit festgenommen worden. Es ist der Grenadier Matthies beschneiden zu lassen. Wie wir bereits mitgetheilt haben, vom schlesischen Grenadier- Regiment Nr. 10, der im März v.. hat das Gewerbegericht in jüngster Zeit wiederholt die völlig Gemeinderath Johann Urban Eierneisel von Landa, wurde am genug von der Ferienkolonie bekam und entfloh. Matthies abmegige Entscheidung getroffen, daß ein Arbeiter, um 15. Januar, wie die Frantf. 3tg." berichtet, vom Schwurgericht hatte sich während seines Inkognitos nun verschiedener Namen feinen Schadensersatz geltend зи machen, bei seiner wegen Anstiftung zum Meineid( er hatte eines seiner Dienstbedient und auch die bezüglichen Ausweispapiere bei sich. Er hat Entlassung ausdrücklich erklärt haben müsse, er behalte sich sein mädchen veranlaßt, in einem wegen Vergehens gegen die bald als Maurer, bald als Dachdecker gearbeitet. Nach und nach Klagerecht vor. Diese in höchstem Grade auffallende, mit dem Seuchenordnung gegen ihn eingeleiteten Verfahren einen Falschheruntergekommen, wurde der Unglückliche in völlig zerlumptem Gesetz und dem praktischen Leben in schreiendstem Widerspruch eid zu schwören) zu einer Buchthausstrafe von 1 Jahr und Buitande aufgegriffen und im Militärarrest- Gebäude abgeliefert. ſtehenden Entscheidungen sollen darauf zurückzuführen sein, daß 6 Monaten verurtheilt. Obwohl er 50 000 m. Raution auf Am Mittwoch wird er seinem Truppentheile wieder zugeführt, eine Plenarberathung nicht aller Gerichtsmitglieder, sondern der Stelle hinterlegen wollte, wurde Fortdauer der Haft be= wo die weitere Untersuchung statthaben wird. der juristischen über Vorsitzenden den oben schloffen. mitgetheilten Grundsaß einig geworden sei. Bewahrheitet sich Die Uuverdaulichkeit der Gefängnißkost. Uns wird ge- diese Mittheilung, so werden die Gewerbegerichts- Beisitzer nicht schrieben: In der Nummer vom vergangenen Sonnabend ist an verfehlen, aufs Entschiedenste Protest dagegen einzulegen, daß der Hand amtlicher statistischer Mittheilungen nachgewiesen über zweifelhaft gewordenen Fragen eine Konferenz nur eines worden, daß die Gefängnißkost unzureichend ist. Es muß noch Theils, und zwar das vornehmlich zur Leitung der Verhand An alle Barbiere, Friseure und Perrückenmacher eins ganz besonders hervorgehoben werden, nämlich ihre Unver- lungen bestimmten juristischen, der Gewerberichter statt Berlins! Kollegen! Seit längerer Zeit besteht auch hier am daulichkeit. Vor allem macht sich dieser Mangel bei Unter- findet. Werden Konferenzen zur Herbeiführung einer einheitlichen Ort eine Filiale des Verbandes der deutschen Barbiere, Friseure suchungsgefangenen fühlbar. Jeder Wechsel der Lebensweise und Praxis für nöthig erachtet, so sind zu diesen alle und Berrückenmacher." Leider gehören von unseren zahlreichen besonders der Kost, übt einen großen Einfluß auf Körper und Kategorien, aus denen die Gewerbegerichte zusammengesett Berufsgenossen nur wenige dieser Vereinigung an. Wir erblicken Geist aus, das weiß jedermann. Je plößlicher nun dieser Wechsel sind, heranzuziehen. Die Nichtberücksichtigung gerade der die Ursache dieser Erscheinung in den äußerst miserablen Vers eintritt und je krasser er ist, um so mehr haben auch die davon Laien bei so wichtigen Berathungen sieht einer Ueber- hältnissen, unter denen die Kollegen zu leiden haben, und daraus Betroffenen barruter zu leiden. Der unmittelbare Uebergang hebung des juristischen Theils der Mitglieder ähnlich und refultirt auch die Unwissenheit, die in unferen von verdaulichen Speisen zu solchen, die bleifchwer im Magen legt die Gefahr nahe, die Thätigkeit der Kreiſen noch über die eigene Lage der Gehilfen liegen, führt, in Verbindung mit anderen Uebeln des Gefängnißlebens,& aienrichter zu lähmen. Beschlüsse, die zu Entschei- herrscht. Kollegen! Dem muß abgeholfen werden; wir müssen zunächst zu heftigen Verdauungsbeschwerden, die schnell einen Einfluß dungen wie die wiederholt von uns erwähnten führen, zeigen mit der Vergangenheit brechen. Auch die Barbiergehilfen können, auf den Geist ausüben. Heitige Schmerzen, Befangenheit und übrigens klar, daß die Mehrheit der jetzigen Vorsitzenden der wenn sie sich die nöthige Ausdauer und Beharrlichkeit in der Berworrenheit im Kopse, sowie eine daraus entspringende Un- Gewerbegerichte von Anschauungen ausgehen, die dazu führen Agitation aneignen, zeigen, daß sie in der Arbeiterbewegung die fähigkeit, seine Gedanken zu sammeln und klar zum Ausdruck zu müssen, die Interessen der Arbeitgeber noch stärker wahrzunehmen, ihnen gebührende Stellung einnehmen. Deshalb Kollegen schließt bringen, sind die unmittelbare Folge. Gerade aber ein Unter als sie von diesen selbst wahrgenommen werden. Wenn einige Guch einer Organisation an, die für die Besserung der überaus fuchungsgefangener, besonders wenn ihm kein Anwalt zur Seite Vorsitzende eine erfreuliche Ausnahme hiervon zu machen bestrebt traurigen Verhältnisse in unserem Berufe strebt. Kollegen! steht, muß bei den oft recht hastig vorgenommenen Verhören sind, so fann naturgemäß die Ueberstimmung eines solchen in Wir ersuchen Euch, unsere Versammlung, die am 17. Januar im seine Gedanken in jeder Beziehung zusammen haben. Dazu sogenannten Plenarsizungen lediglich dem Nachtheil des Arbeiters Lotale des Herrn Cothmann, Brunnenstr. 34, stattfindet, recht tommt noch, daß er häufig diese Verhöre in solchen Räumen zu dienen. Die Gewerbegerichts- Beisitzer, die von den Arbeit- zahlreich zu besuchen. bestehen hat, in denen außer ihm noch ein anderer Angeschuldigter nehmern gewählt sind, werden ihr und das ihnen anvertraute in lauter Weise vernommen wird, was doch entschieden störend Recht der Berliner Arbeiterschaft energisch zu wahren wissen. wirkt. Daß durch solche Zustände die Bertheidigung eines Unterfuchungsgefangenen beschränkt wird, liegt auf der Hand. Freilich Polizeibericht. Am 16. d. M. wurden drei Personen er fann man sich im Untersuchungsgefängniß für 60 m. monatlich hängt vorgefunden, und zwar ein Arbeiter auf dem Hofe eines selbst beköstigen oder sich Zusatz- Nahrungsmittel faufen, doch Grundstücks in der Adalbertstraße, ein Kaufmann in seinem Gekönnen von dieser Vergünstigung natürlich nur vermögende Leute schäft in der Adlerstraße und eine Frau in ihrer Wohnung in Gebrauch machen. Wenn man bedenkt, daß auch sehr anständige der Schützenstraße. An der Ecke der Blücher- und BergmannMenschen heutzutage in die Lage kommen können, in Unter- Straße fiel ein Herr beim Abspringen von einem in der Fahrt fuchungshaft genommen zu werden und sich mit der schwer ver befindlichen Pferdebahnwagen infolge der Glätte zur Erde und daulichen Kost begnügen zu müssen, so wäre es wohl an der erlitt einen Bruch des Oberschenkels. In der Kammmacherei Zeit, daß in diesen Zuständen bald eine Aenderung einträte. von Blühdorn, Krautstr. 4/5, fiel Nachmittags ein Petroleumfocher von einer Werkbank und setzte Abfälle von Celluloid in Brand. Zwei Arbeiter erlitten dabei Brandwunden im Gesicht und an den Armen. Außerdem fanden im Laufe des Tages sechs fleine Brände statt. Im Grunewald war neulich wieder Hofjagd! Die bürgerlichen, gutgesinnten Blätter enthalten große Berichte über diese Jagd, in denen die Zahl der erlegten Wildstücke genau verzeichnet wird und sonstige Dinge erzählt werden. Leider bleiben eine Menge von Einzelheiten unerwähnt, die durchaus richt fo uninteressant sind und die uns in folgendem nachträglich mitgetheilt werden: " Gerichts- Beitung. " J. A.: Th. Harz, Forsterstr. 16, „ Die Sozialdemokratie muß so schnell als möglich durch das Militär mit Pulver und Blei aus der Welt geschafft werden." Das ist nicht etwa der Ausfpruch eines schneidigen Generals, nicht der eines preußischen Landraths, sondern es war der katholische Kreisvikar von Bunzlau, der, wie„ Der Proletarier", dem wir auch die Verantwortung für diese fast unglaubliche Notiz überlassen müssen, mittheilt, in einer katholischen Volksversammlung in Haynau Das, was von ( Schlesien) diesen christlichen Rath ertheilte. anderer Seite als geeignete Maßregel gegen den inneren Feind" nur andeutungsweise ausgesprochen worden, ist hier offen und ehrlich als das einzige Mittel gegen die immer weiter vordringende Sozialdemokratie der herrschenden Klasse angerathen. Wir quittiren der christlichen Kirche über das Zugeständniß ihrer Ohnmacht. Die Ausnahmebestimmungen über die Sonntags= ruhe für die Betriebe der Metallverarbeitung, über Wer um die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr durch Gegen das den Schriftsteller Maximilian Harden Arbeitgebern und Arbeitnehmern diefes Berufszweiges im Reichswelche bekanntlich am 24. Januar in einer Konferenz mit den eden westlichen Theil des Grunewaldes ging, der war nicht selten verurtheilende Erkenntniß der I. Straffammer hat Rechtsanwalt amt des Innern verhandelt werden soll, gehen nach offiziösen erstaunt, plöglich an einem Gestellwege die eingelappten Jagen Dr. Friedmann namens des Angeklagten die Revision an- Mittheilungen dahin, daß unter bestimmten Bedingungen auf zu bemerken. Diese Lappen sind bunte Fahnen, verziert mit gemeldet. Diese soll im Wesentlichen die Ansicht des Gerichts- grund des§ 105d der Gewerbe- Ordnung zugelassen werden dem heraldischen Adler, welche in furzen Zwischenräumen an hofes als irrthümlich bekämpfen, daß die Bezeichnung des Reichs: follen: für Gifengießereien die Wartung der Temper und langen Leinen befestigt sind, mit denen weite Bezirke der fanzlers als eines Erekutivbeamten", sowie der Ausdruck Inoxydationsöfen, für Emaillirwerke der Betrieb der Schmelz= Forst umspannt werden. Die flatternden Lappen treiben Schreiber der Urias- Briefe" auf eine beleidigende Absicht öfen für Emaillirmasse an drei nicht aufeinander folgenden das scheue Wild nach der Richtung hin, wo man es schließen lasse. zu haben wünscht und im Laufe weniger Tage hat man den für Sonntagen im Jahre, jedoch mit Ausschluß des Weiheine Hofiagd nöthigen Wildbestand in die sogenannten„ RamDie Verhandlung einer Beleidigungsklage gegen den nachts, Neujahrs, Oster- und Pfingstfestes, für Anlagen mern" eingetrieben. Es sind dies kleine Räume im Walde, die mit früheren verantwortlichen Redakteur des Berliner Tageblattes" zur Metallgewinnung aus Abgangsprodukten( Krätschmelzereien) einem etwa 2 Meter hohen Netz oder einer dichten Leinwand Harich, die gestern vor der ersten Strajkammer des Land- der Betrieb der Schmelzöfen mit mehr als sechstägiger Brenneingefriedigt find. Diesmal befanden sich die Kammern unweit gerichts I anstand, wurde durch einen Perhorreszenzantrag des dauer, für Anlagen zur Gewinnung von Kalium, Natrium, hinter dem Schwarzwildgatter und zahlreiche Spaziergänger be- Angeklagten vereitelt. Es handelte sich um eine Beleidigung Magnesium und Aluminium auf elektrischem Wege, der Betrieb suchten wenige Tage vor der Jagd diese Kammern, um das ein- des Pfarrers Horn zu Opfershausen. Herr Harich war 1. 3. von der Dynamo- und elektrischen Maschinen, sowie der zugehörigen der ersten Straffammer zu 100 M. Geldbuße verurtheilt Ofen- und Kesselanlagen und der Betrieb der Kalciniröfen von gefangene Wild, das dort gefüttert werden muß, zu bemitleiden. M, worden, das Reichsgericht hatte aber Man könnte hier das Wild leicht mit den Händen greifen: das Urtheil 6 Uhr Abends bis 6 Uhr Morgens und für Fabriken mit elektriaufgehoben und Doch schändlich wär's, es todt zu schlagen, in die Sache die Borinstanz zuschen Maschinen und Apparaten die Prüfung von Dynamorückgewiesen. Vor Eintritt in die Es muß des Schusses Wunde tragen! Verhandlung über maschinen und Apparaten, jedoch mit Ausschluß des Weihnachts, Und zu diesem Zwecke findet die Hoffagd statt. In der reichte Rechtsanwalt Mosse ein vom Angeklagten ver- Neujahrs-, Oster-, Himmelfahrts- und Pfingstfestes. Nähe der Wildkammern sind die Kanzeln" für die Schützen rath Diet, den Landgerichtsrath me I ung und den Land- oft wenigstens das Gute, daß sie der herrschenden Klasse eine faßtes Ablehnungsgesuch gegen den Vorsitzenden Landgerichts- Aus der besten der Welten. Gerichtsverhandlungen haben errichtet und zwar in langer Linie eine neben der andern. Unter Hornsignalen wird eine Wildkammer geöffnet und das Wild stürzt richter I admann, die der Angeklagte für befangen hält. Summe von Elend und einen Schmuh enthüllen, von dem sie heraus vor die Kanzeln entlang, wo die Schützen jedes Stück, Diese drei Richter haben f. 3. in einer Straffache gegen den fich sonst nicht überzeugen lassen will, den sie beharrlich abdas bei ihnen vorüber kommt, aufs Korn nehmen. Die Unfalls Angeklagten wegen Beleidigung des Landraths v. Goldfuß leugnen zu fönnen glaubt. Eine Arbeiterin in Bremen gefahr für das arme Wild scheint dabei weniger groß zu sein, Gefängniß verurtheilt worden. mitgewirkt. Der Angeklagte war damals zu 6 Wochen sollte ihren Logisleuten Wäschestücke gestohlen haben; wurde als man glauben sollte. Von 500 eingetriebenen Stücken Wild In dem Erkenntniß war aber freigesprochen. Die Beweisaufnahme ergab, daß die An auch als wurden nur 227 abgeschossen. Dabei waren aus der Jagdgesellerschwerend hervorgehoben worden, daß getlagte, ein 18jähriges Mädchen, und ihre Logisgeber, ein Leserkreis des Berliner Tageblattes" ein schaft noch 62 Treiber, 38 Gardeschützen und 200 Mann Infenfations: junges Ehepaar, in einem Bett zusammen schliefen. Oh dieses lüfternes fanterie von den Elisabethern in Aktion. sei. Umstand, daß irgend Nachdem man schlechten Eigenschaften nicht betheiligter Personen ihm zum liche Moralheld beim Lesen dieser Notiz jammern. Daß beide welche Arbeitervolt, diese Unsittlichkeit! so wird der bürgereine volle Stunde lang ununterbrochen von den Kanzeln" Nachtheile zugerechnet werden, hat dem Angeklagten die Besorgniß Theile fich diesen vom sittlichen und fanitären Standpunkt aus aus auf das vorübergescheuchte Wild gefeuert hatte, fuhr der Befangenheit der betreffenden Richter nahe gelegt, namentlich, verwerflichen Zustand nur gefügt haben, weil ihre Erwerbsdie Jagdgesellschaft zum Frühstück; ihren Equipagen folgte eine Anzahl kleiner Bauernwagen, die, mit dem erlegten da, wie er behauptet, die Feststellung der Sensationslüfternheit verhältnisse so miserable, werden die Ordnungssäulen natürlich des Lesertreises getroffen sei, ohne daß sie Gegenstand der münderhältnisse Wild beladen, vom Blute trieften. Während im Jagdschloffe nicht zugeben wollen. das Frühstück eingenommen wurde, wurden im Schloßhofe die lichen Verhandlung gewesen wäre. Der Angeklagte begründet Wildleichen in Reih und Glied auf den Boden gelegt. Nicht sein Ablehnungsgesuch weiter wie folgt: In der jetzt zur noch- In Paris beging vor einigen Tagen eine aus drei Pers felten soll Streit darüber entstehen, wer ein bestimmtes Stück maligen Berhandlung stehenden Horn'schen Sache habe der fonen bestehende Familie Selbstmordversuch durch Kohlengas. Wild erlegt hat. Kaum ist die Jagdgesellschaft nach Hause ge- Tendenz des" Berliner Tageblatts" geht aber am allerwenigsten Gerichtshof unter anderem gesagt:" Die ganze gerichtskundige Motiv- Nahrungssorgen. fahren, so beginnt das Schlacht und Verkaufsgeschäft an Ort dahin, die Rechte der christlichen Kirche oder der christlichen Ge- allein; die gewöhnlichen Unterstützungen reichen längst nicht 200 000 Arbeitslose zählt der Radikale" in Paris und Stelle. Das Wild wird ausgeweidet, eine Waage zur Stelle Das reichs geschafft und alsbald beginnt der Verkauf des Wildes und meinde zu vertheidigen und wahrzunehmen." feiner Eingeweide, soweit diese genießbar sind, wobei es unter gerichtliche Urtheil habe aber schon hervorgehoben, daß, mehr aus, und der Munizipalrath ergreift außerordentliche manchen Leuten vorkommt, daß fie für ein Stück entgegen dem§ 260 St.-P.-D. unzulässiger Weise weder über diese von der Straftammer festgestellte Thatsache, noch über Jagdgesellschaft erlegt ist, 5 Pf. für das Pfund mehr be- deren Gerichtskundigkeit verhandelt worden sei. Der Angeklagte zahlen, um die Haut des durch seinen Tod berühmt gewordenen behauptet auch, daß die Thatsache selbst unrichtig sei. Aus Thieres zu erhalten und diese sich zur Erinnerung gerben au richtigen Thatsachen, die nicht Gegenstand der mündlichen Vertriebe der Tarameter- Droschkenführer wurde in der am diefer wiederholten Verwerthung von nach seiner Ansicht unUeber den Erfolg der Sperre über die ganzen Bes lassen. Die Forstkasse macht dabei natürlich ein gutes Geschäft. Früher war es üblich, die Eingeweide des Wildes den bei der handlung gewesen, zu ſeinen Ungunfien, glaubt der Angeklagte 17. b. M. Vormittags stattgehabten sehr start besuchten öffentJago beschäftigt gewefenen Treibern unentgeltlich zu überlassen. Da der Beschluß über den Ablehnungsantrag nur von einem einem einleitenden Vortrage legte Kollege Schütte in Kürze Den Grund zur Ablehnung der drei Richter herleiten zu dürfen. lichen Versammlung der Droschkentutscher Bericht erstattet. In Diese gute, alte, aber nicht einträgliche und deshalb wenig zeit vollzähligen Gerichtshof gefaßt werden tann, andere Richter aber die Forderungen der Kutscher flar. Die Prinzipalforderung der gemäße Eitte hat man abgeschafft, seit man weiß, daß Wildleber vollzähligen Gerichtshof gefaßt werden tann, andere Richter aber einem einleitenden Vortrage legte Kollege Schütte in Kürze zu den Delikatessen gehört und von den Restaurateuren, bei nicht gleich zur Stelle waren, so blieb nichts übrig, als die Sache selben bestehe darin, daß die Polizeiverordnung vom 10. NoDenen Leute speisen, die es sich etwas toften laffen, gern mit zu vertagen. 19vember 1898 aufgehoben werde. Da dieser Forderung seitens Wild das von einem bestimmten Theilnehmer der Der der Maßregeln. Verlammlungen. 1 Mart pro Stück und darüber bezahlt werden. Heute steht Ganz erfreulich vernünftige Ansichten hat dieser Tage des Polizeipräsidiums nicht stattgegeben wurde, so stellten die nach beendeter Hofjagd ein Forstbeamter an einer großen die Strafkammer Saarbrücken in einer Antlage wegen Stephans Kutscher die Eventual Forderung Eventual Forderung, daß die TaxameterTonne und wühlt mit aufgefrempten Aermeln in den frischen Beleidigung befundet. Herr von Stephan hatte sich durch einen Fuhrherren den Apparat von ihren Droschten entfernen, dampfenden Lebern, Lungen und Herzen herum, diefelben je nach Artikel der„ Neunkirchener Boltszeitung", worin das bekannte da damit die gedachte Polizei- Berordnung von selbst ihrem Werthe ausbietend. Nach einigen Stunden sieht man die sozialpolitische Wirken der Reichs Postverwaltung während der hinfällig wurde. Etwa zehn Tarameter Fuhrherren braven Berliner in langen Bügen den nächsten Bahnhöfen zupilgern, Cholera Epidemie in Hamburg fritifirt wurde, beleidigt gefühlt. haben sich zu dieser Maßnahme bereit erklärt, da dieselben ihrer jeter trägt ein blutiges Bündel in der Hand, das er sorglich Ferner sollte in der Kritik eine Beleidigung der Beamten der Ober- Versicherung nach keinerlei Interesse an der Polizeiverordnung weit vom Leibe abhält, um sich die Garderobe nicht zu besudeln; Postdirektion in Hamburg enthalten sein. Der verantwortliche und deren Durchführung hätten. Die etwa 30 Fuhrherren, die # ein weitgehendes Interesse an der Durchführung der Polizei-[ von seiten der Polizei zu protestiren und deren Abstellung zu| Firma keine Arbeitsgesuche aufzunehmen. Einer derartigen Aufverordnung haben, müssen nun durch die Kraft der Kutscher veranlassen. Beschlossen wurde, den Streit unentwegt aufrecht forderung wäre selbstredend sofort nachgekommen worden. J. P. 17. 1. und 2. Ja vermittelst Strafantrag. und ihrer Verbündeten, der Arbeiterschaft, gezwungen werden, zu erhalten. Noch in dieser Woche findet eine weitere VersammK. S. 15. 1. Arbeiter unterliegen der Versicherung nach Den Forderungen der Kutscher gerecht zu werden. Die Aus- lung statt. dehnung des Ausstandes auf den ganzen Betrieb der Tarameter= Friedrichsfelde. Am Sonntag, den 14. Januar, sprach dem Invaliditäts- und Altersversicherungs- Gesetz immer, ohne Droschtenfuhrherren stelle den Erfolg des Streifes außer allem Genofje u. Biz im hiesigen Arbeiter- Bildungsverein über das Rücksicht darauf, ob der Arbeitgeber sie innerhalb oder außerhalb A. Zweifel, sofern die Streifenden fest zusammenhalten und auch Thema:„ Die Pariser Kommune". Der Referent entledigte sich einer Betriebsstätte beschäftigt. 2. Nein. opferbereit genug sein, einige Entbehrungen auf sich zu nehmen. seiner Aufgabe zur allgemeinen Zufriedenheit der Versammlung. den Schuldner, seine Familie und sein Gesinde unentbehrlich F. Sille. 1. Nein. 2. Die Kleidungsstüde, so weit sie für Troß der emjigen Thätigkeit der Kutscherfabrik würden die Kutscher Ferner macht der Vorsigende Pretti bekannt, daß am Sonntag, sind, sind der Pfändung nicht unterworfen. 3. Nein. 4. Undurch Einigkeit und Opferfreudigkeit doch zum Ziele gelangen. Den 21. Januar, in Friedrichsfelde eine Frauen- Versammlung des bekannt. Der Streit dauere nun 17 Tage, die Zahl der Ausständigen habe 100. Die Lohnabzüge für die Weihnachtstage und den sich verdoppelt, der Streit tonzentrire sich jetzt ausschließlich auf Arbeiterinnen- Vereins für Friedrichsberg stattfindet. die Großkapitalisten, gegen 20 tleinere Unternehmer hätten bereits Der Unterstützungsverein der Kupferschmiede beschäf- Neujahrstag sind, wenn Sie mit Wochenlohn angestellt sind, undem Drucke der Kutscher nachgeben müssen. Jetzt gelte es, auch tigte sich in seiner Sigung am 17. d. M. mit der Darlegung gerechtfertigt. Die Forderung wegen dieser Abzüge verjährt in die großen Fuhrherrn, zum Nachgeben zu veranlaffen und follte eines ausführlichen Kassenberichtes. Demselben ist zu entnehmen, zwei Jahren. W. H. 99. Der Verein bedarf keiner Konzession. Ebensoder Ausstand noch weitere 17 Tage dauern.( Lebhafter Beifall.) daß die Einnahmen der Vereinskasse 1017,25 M. betragen, denen Namens der Organisationskommission erstattete Kollege H. Schulz eine Ausgabe von 900,13 M. gegenübersteht, mithin ein Ueberschuß wenig bedürfen Musik- oder Theater Aufführungen, oder Tanzden Situationsbericht. Wenn auch noch nicht alle Meldungen voll von 117,12 M. erzielt ist. In der Filialtasse steht einer Einnahme vergnügungen des Vereins der polizeilichen Anzeige oder Ge zählig eingelaufen feien, so stehe doch annähernd fest, daß in von 319,24 M. eine Ausgabe von 182,47 M. gegenüber, bleibt nehmigung, solange sie nicht öffentlich sind, d. h. nur Vereins runder Summe die Zahl der Ausständigen 530 beträgt mit etwa mithin ein Bestand von 136,77 M. Die Mitgliederzahl beziffert mitglieder und in beschränkter Zahl deren Gäste Zutritt haben. 1260 Kindern. In Betracht kominen gegen 34 Droschkenfuhr- fich gegenwärtig auf 247. Hierauf beschließt die Versammlung, Der Erhebung einer besonderen Gebühr für diese Festlichkeiten höfe. Etwa 30 Streitbrecher seien durch die Machinationen der den streifenden Schuhmachern 30 M. zu überweisen. Ein An- von den Mitgliedern und deren Gäste( Verkauf von Tanzbändern) Fuhrherrn zu verzeichnen. An Unterstüßungen wurden in der trag, beim Zentralvorstand den Ausschluß des Kollegen Hafe- und der Annoncirung der Festlichkeiten steht nichts im Wege. W. Sch. 1. Ja. 2. Erkundigen Sie sich beim Magistrat ersten Woche 1500 M., in der zweiten Woche 3900 M., im mann zu beantragen, wird angenommen. Zum Schluß wird ganzen 5400 M. gezahlt. Auch Schulz richtete eindringliche Er- bekannt gegeben, daß der Maskenball am 20. d. Mts. ftatt- oder bei der Post. mahnungen an die Kollegenschaft, standhaft auszuharren und vor findet. allem Ausschreitungen zu vermeiden. Er ersuchte ferner, dem die Un Vereinsbureau zuverlässiges Material über fähigkeit der neuen" Kutscher zu übermitteln. Es besteht Briefkaffen der Redaktion. die Absicht, dem Polizeipräsidium mit solchem Material aufzuwarten, um demselben zu beweisen, daß das fahrende Publi- Gemüthliche Pfeifenraucher. Schon gestern haben wir fum durch die Einstellung der von ihm sanktionirten Rutscher erklärt, daß die von der Firma Qu. und E. eingesandte Annonce nicht genügend geschüßt sei.( Bravo.) Im Laufe der aus- versehentlich und ohne Borwissen der Redaktion aufgenommen gedehnten Diskussion lief ein Antrag ein, bis zum Sonnabend worden ist. Es ist den Redakteuren nicht möglich, auf den Inspätestens den Generalstreit eintreten zu lassen. Aus taktischen halt jedes eingehenden Inserats zu achten, ebenso wenig, wie die Gründen gelangte dieser Antrag nicht zur Abstimmung. Dagegen Expedition im voraus von dem redaktionellen Inhalt des Blattes wurde ein Antrag angenommen, durch welchen die fozialdemo- Kenntniß haben kann. Indirekt liegt die Schuld der Aufnahme Tratische Fraktion der Stadtverordneten- Versammlung ersucht der betr. Annonce an den ausständigen Arbeitern, die sich die werden soll, gegen die Einstellung unzuverlässiger Droschkentutscher Mühe hätten machen sollen, die Expedition zu ersuchen, von der Verband sämmtlicher in Solzbearbeitungs- Fabriken und auf Holzplätzen beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands Filiale Rixdorf). Heirathskandidat. Zuständig ist der Standesbeamte, in deffen Bezirk Sie oder Ihre Braut wohnen. Zur Anordnung des Aufgebots haben Sie den Standesbeamten Ihre und Ihrer Braut Geburtsurkunde, und falls Ihre Braut das 24. Jahr nicht vollendet hat, die Einwilligungserklärung von deren Vater, falls der Vater verstorben, die der Mutter, und wenn die Braut minderjährig auch des Vormunds, dessen Genehmigung wiederum der Genehmigung des Vormundschaftsgerichts bedarf, in be glaubigter Form vorzulegen. 100 M. Der Hauswirth, wenn der Miethsvertrag dem Miether die Reparaturpflicht nicht auferlegt. H. B. Zur Niederlassung und Erwerb des Bürgerrechts in den Vereinigten Staaten ist kein Paß erforderlich, noch auch die Entlassung aus der preußischen Staatsangehörigkeit. Ethische Gesellschaft. Schmerzloses Bahnziehen mit GlefSonntag, 21. Januar, Nachmittags pünktlich 4 Uhr, in Seilgehilfe, Greifswalderstraße 10. Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstr. 79: Gr. Wiener Maskenball Sort, der Generalversammlung vom Mittwoch, 10. Zamuar. am Sonnabend, den 20. Januar 1894, in der Unions- Brauerei, Hasenhaide No. 22-31. 12 Uhr Demastirung. 1 Uhr Kasseepause mit Ueberraschungen. Aufang 8 Uhr. Um zahlreichen Zuspruch bittet Billets à 50 f. Das Komitee. 482/1 Tagesordnung: Anträge Nur Mitglieder haben Zutritt. 149/20 Nachdem: Gemüthliches Beisammensein und Tanz. Die Mitglieder werden gebeten recht pünktlich und zahlreich zu erscheinen. Der Vorstand. J. A.: W. Möschte. Zentral- Kranken- und Begräbnißkasse der Zentral- Krankenkasse d. Maurer, Buchbinder 1. verw. Geschäftszweige. ( Verwaltungsstelle Berlin). Versammlung I am Sonntag, den 21. Januar, Borm. 10 Uhr, in Cohn's Festsälen, Beuthstr. 21-22. Tagesordnung: 1. Kaffen und Kontrollbericht. 2. Neuwahl des gefammten Borstandes. 3. Verschiedenes. 458/6 Die Ausgabe der neu ausgestellten Bücher für Mitglieder, welche 1884 eingetreten find, erfolgt ebendaselbst. Die Ortsverwaltung. Gipser( Weissbinder) und Stuckateure Deutschlands ,, Grundstein zur Einigkeit' ( Oertliche Verwaltungsstelle Berlin). Ord. Mitglieder- Versammlung am Sonntag, den 21. Januar 1894, Vormittags 10 Uhr, Den Mitgliedern der Krankenfaffen mit freier Arztwahl zur nicht, wie in den Aerzteverzeichnissen trizität, Nervtööten, Plombiren je 1 M., b. Vorzeigung dieser Annonce halbe Preise. Boltz, gepr. Auch f. Krankenkassen geg. Krankensch. Restaurant Eberswalderstr. 5. Donnerstag, den 18. Jan. 1894, gr. Pferde- Ausspielen. 1. Hauptgewinn: 1 Doppel- Ponny. 2. 1 geschlachtetes Schwein. 3. 1 geschlachteter Hammel. Herren über 20 Jahre und Familien, bestehenden Theater- Verein beizutreten, bitte Adresse unter C. 100 Poftamt 42 niederzulegen. Stachricht, daß meine Wohnung sich welche geneigt sind, einem ſeit 17 Jahren ſteht, Oranienſtraße 51, ſondern Oranienstrasse 55 am Moritzplatz befindet. 54912* Zahnarzt Semmel. Spr. 8-6. Sonntags 9-1. im Lokale des Herrn Brochnow, Erbsen, Bohnen, Linsen, 1264b Apfelsinenverkäufer finden größte Auswahl bester Frucht, ausgezählt und fistenweise billigst im Keller Friedrichsfelderstr. 15.[ 12206 Jede Uhr zu repariren unter Garantte toftet bei mir 1,50 Mk. Tagesordnung: 1. Abrechnung des vorzüglich im Kochen, Kassirers vom 4. Quartal 1893. 2. Be Tafel- Reis, hochfein, à Pfd. 20 Pf. richt der Revisoren. 3. Innere Kaffen- Backobit, türkisches Pflaumen- Mus, Den Mitgliedern obiger Kasse zur Mittheilung, daß von mehreren angelegenheiten. 4. Etwaige Beschwerdeutsch. Ringäpfel, gesiebtes Bogel den gegen die örtliche Verwaltung. futter, Ameisen Gier, beste deutsche Kleine Reparaturen entsprechend billiger. Vorstandsmitgliedern am Sonnabend, 10. Februar 1894, in den Fesisälen des Industriegebäudes, Beuthsir. 20, ein Großer Wiener Maskenball veranstaltet wird, dessen Ueberschuß zum Besten tranfer, ausgesteuerter Mitglieder bestimmt ist. Billets à 30 Pf. inkl. Tanz sind in den Zahlstellen der Kasse, des Verbandes, im Arbeitsnachweis, Annenstr. 16, sowie bei sämmtlichen Vorstands- und Komiteemitgliedern zu haben. Das Komitee. J. A.: W. Hinz, Dresdenerfir. 48. Verein zur Wahrung der Interessen der Berl. Knopfarbeiter. Sonnabend, den 20. Januar 1894 zur Feier des 6. Stiftungsfestes: NB. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Mitgliedsbuch legitimirt. Waare, empfiehlt ( außer Bruch) 54929 Uhren, Gold- u. Silberwaaren 88, Das Kaffenlokal ist an diesem Sonn die Mehl- Handlung C. Wunsch, b. Danielas tage gefchloffen. 255/17 Die örtliche Verwaltung. Roh- Tabak Don H. Matthées vorm. A. Hensel, Nr. 70, Grüner Weg Nr. 70, nahe der Koppenstraße. A. Goldschmidt, 4485L 37 am hiesigen Plage wie bekannt Garantie für sicheren Brand. Streng reelle Bedienung, billigste Breije! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabate sind am Lager. grösste Auswahl! Gr. Wiener Maskenball Oranienburgerstr. 2. in Nieft's Festfäle, Weberstr. 17. unter gütiger Mitwirkung des Gefangv. Sängerkreis- Weissensee( M. d. A.-S.-B.) Um 12 Uhr Kaffeepause, verbunden mit humoristischen Vorträgen. Um 2 Uhr Bonbonregen und große Verloosung für Damen, wozu jede Dame beim Eintritt ein Loos gratis erhält. Billets Herren 50 Pf., Damen 30 Pf. find in allen mit Plakaten belegten Handlungen, und bei den Fabrikkassirern zu haben. Anfang 8 Uhr. Freunde und Gendssen ladet ein Achtung! Holzarbeiter. Ende?? Der Vorstand. Achtung! Tischler, Drechsler, Bürstenmacher 2c. Eine Gastwirthschaft, verbunden mit Herberge, einzigstes Parteilokal in Parchim. 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Drud und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2, 2. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. r. 14. Die Beutralisation Donnerstag, den 18. Januar 1894. 910 der Berliner Orts- Krankenkaffen noch die Beschränkung des Arzneibezugs aus den Apotheken auf mit 11 gegen 8 timmen abgelehnt. und die Apothekenfrage. 11. Jahrg. aid and Soziale Lebersicht: Bezugsbedingungen, vor allem einen Rezepturrabatt von min- zu nehmen und soweit irgend möglich im Winter fortzuführen, destens 25 pet. zu erwirken. Sollte dies aus irgend welchen wurde mit 11 gegen 3 Stimmen angenommen. Gründen nicht angängig sein, so bliebe als ein zweites Mittel Punkt 3. Mehreinstellung von Straßenreinigungs- Arbeitern 3 Punkt 4. Erhöhung der Almosen und Pflegegelder mit 12 das Allernothwendigste, selbst unter Preisgabe des Anspruchs auf jeglichen Rabatt, und daneben der Bezug und Vertrieb sämmt gegen 2 Stimmen abgelehnt, dagegen mit allen gegen 1 Stimme Bon fachmännischer Seite erhalten wir folgende Buschrift: licher dem freien Verkehr überlassenen Arzneimittel und Kranken- eine Resolution angenommen, wonach der Magiftrat ermächtigt In einem Rückblick über die Ereignisse des vergangenen bedarfsartikel in eigener Regie. Von dem Gesammtaufwand wird, im Falle des Bedürfnisses über die üblichen Säße und den Jahres auf dem Gebiete des Apothekenwesens schrieb kürzlich würden alsdann entfallen auf freigegebene Arzneimittel zirka Etat hinaus Unterstützung eintreten zu lassen. m. Die Pharmazeutische Zeitung":" Es läßt sich faum verkennen, 150 000 m., auf Verbandsstoffe zirka 50 000 M. und auf Punkt 5. Wärmehallen bereits früher einstimmig an daß die staatlich organisirten Krankenkassen mehr und mehr eine fonftigen Krankenbedarf( Brillen, Bruchbänder, chirurgische genommen. Macht werden, mit der der Apothekerstand start zu rechnen hat." Artifel, Weine, Mineralwässer, diätetische Nahrungs- Außerdem wird der Magistrat ersucht, der Stadtverordneten Daß den Herren diese Erkenntniß erst jest, nach zehnjährigem mittel 2c.) ca. 25 000 m., insgesammt also ca. 175 000. Versammlung über die zur Ausführung obiger Beschlüsse geBestand der Krankenversicherung, aufdämmert, dazu haben die Beim Engrosbezug würde sich dieser Betrag auf ca. 75 000. troffenen Maßnahmen Mittheilung zu machen. von ihrer Seite mit den Berliner Kassen gemachten Erfahrungen vermindern, und bei Selbstherstellung alles dessen, was mit jedenfalls nur zum geringen Theil beigetragen. Es ist in der geringen Betriebsmitteln fabrizirt werden kann, auf ca. 50 000 m. That kein sonderlich günstiges Zeichen für die sonst so intelligente Besondere Unkosten dürften dabei nicht entstehen; denn für die Arbeiterschaft der Hauptstadt, daß sie bis jetzt so wenig Aufbewahrung resp. die Fabrikation würde eine mit der Hauptgethan hat, um die Riesenlasten, welche den Krankenkassen tasse verbundene Bentralstelle genügen, von welcher aus bie durch die Arzneiversorgung ihrer Mitglieder aufgebürdet Medikamente 2c. nach Bedarf an die Kassenfilialen vertheilt werden, etwas zu vermindern. Dies ist umsomehr zu bedauern, werden könnten. Bei den letzteren würde ein einfacher Schrank Die Kommission, die zur Untersuchung der gegen den Vere als die Krankenkassen der Provinz von Anfang an erwartet genügen, um die Meditamente, welche entweder in Original- trauensmann Rubber erhobenen Anschnldigungen beauftragt war, haben, der Anstoß zu Reformen auf diesem Gebiete werde von packung, oder in den gangbarsten Quantitäten zur Verabreichung fühlt sich verpflichtet, folgendes zu erklären: Durch Hinzuziehung Berlin ausgehen, und, da diese Anregung ausblieb, ebenfalls fertig bereitzuhalten wären, sowie den sonstigen Krankenbedarf der feiner Zeit mit Rubber zusammenwirkenden Genossen ist be unthätig geblieben sind. Nichtsdestoweniger haben aber dennoch aufzunehmen. Damit wäre eventuell schon eine Ersparniß von ftätigt, daß Rubber keine Veruntreuungen an Parteigeldern beSollte die Beschuldigung auf's Neue aufrecht ers einzelne fortgeschrittene Kassen der Provinz resp. der Bundes ca. 125 000 m. gleich ca. 20 pet. der Gesammtausgaben erzielt, gangen hat. ftaaten fich auf eigene Faust daran gemacht, ihre Bezugs- die sich leicht verdoppeln ließe, wenn die Kassenärzte dafür inter- halten werden, so verpflichtet die Kommission den Genossen bedingungen für Medikamente zu verbessern. Dank der dabei effirt werden könnten, die dem Monopol der Apotheken vor- Rubber die Sache gerichtlich zu verfolgen. entwickelten Umjicht und Energie haben denn auch schon eine behaltenen Medikamente nur in unumgänglich nothwendigen onderst bind ganze Reihe dieser Kassen die Berliner weit überflügelt. Es sei Fällen zu verordnen. hier nur an die außerordentlich rührigen sächsischen Orts- KrankenBei einem derartigen Vorgehen eröffnete sich den Rassen ein faffen erinnert, von denen 19 auf die Rezeptur einen Rabatt von Weg, sich von der heute üblichen Art des Arzneibezugs nach Mög 20 pCt., 3 einen solchen von 25 pCt. und eine von 30 pet. lichkeit zu emanzipiren und allmälig dazu überzugehen, das, was beziehen, ferner an die Orts Krankenkassen von Köln und sie tonsumiren, auf die billigste Art zu beschaffen, ja sogar selbst Trier, welche 20 Prozent, von Aachen, Bonn und zu produziren. Die letztere Thätigkeit brauchte sich aber nicht Halle a. S., welche 25 Prozent vergütet bekommen. auf Arzneien 2c. zu beschränken. Ein Verband wie der in Rede Daneben werden einzelnen dieser Kassen noch besondere Hand- stehende würde z. B. jährlich für cc. 30 000 M. Druckfachen geverkaufs- Ermäßigungen zugestanden. Wie stehen demgegenüber brauchen; was tönnte ihn hindern, diese selbst herzustellen? Ja die Berliner Kassen da? Am deutlichsten tritt wohl der Unter- noch mehr; nicht allein für den eigenen Verbrauch, sondern auch schied bei einem Vergleich mit der neuerdings oft genannten für andere Kassen, die aus irgend einem Grunde auf die WohlOrts Krankenkasse in Leipzig hervor, welche wohl als die best- thaten der Zentralisation verzichten müssen, fönnte der Bedarf Der Jahresbericht des Halle'schen Gewerbeorganisirte von ganz Deutschland bezeichnet werden darf. Die- an den verschiedensten Artikeln( Verbandsstoffe, Kranken- Gebrauchs- gerichts enthält unter anderem folgende Details: Bon 549 felbe erhält auf die Rezeptur 25 pet. Rabatt, außerdem Hand- gegenstände, Drucksachen, Bureaubedarf) auf diese Weise am vor- Gewerbestreitfachen wurden 540 von Arbeitern gegen ihre Arbeitverkaufspreise auf eine große Anzahl von stark gebrauchten Medi- theilhaftesten gedeckt werden. Ueberhaupt, wenn die Kranken- geber anhängig gemacht und nur in 5 Fällen traten Arbeitgeber famenten. Dagegen genießen die Berliner Kassen auf die Re- fassen und insbesondere ihre größeren Verbände erst anfangen, als Kläger auf; in 4 Fällen flagten die Arbeiter ein und zeptur, das eigentliche Rückgrat des gesammten Arzneiverkehrs, fich ihrer Macht bewußt zu werden und sich auf eigene Füße zu desselben Arbeitgebers gegen einander. Einschließlich der aus dem welches den größten Verdienst abwirft, überhaupt keinen Rabatt; stellen, werden sie noch ganz andere und nicht weniger dankbare Vorjahre als unerledigt übernommenen 13 Streitfachen sind im und zwar: durch Vergleich 183 gleich mehr auf die Bewilligung von Handverkaufspreisen auf eine Reihe lösen finden. Dann dürfte auch bald der Zeitpunkt kommen, wo 38,34 pCt., durch Klagezurücknahme 79 14,39 pt., durch 5,82 pt., durch Anerkenntnißurtheil von Arzneimitteln und Kranken- Bedarfsartikeln, sowie auf Em- der prophetische Ausspruch eines schweizer Apothekers, das Versäumnißurtheil 32 ballagen, und zwar gilt die Preisermäßigung für Medikamente moderne Apothekenwesen werde an den Krankenkassen zu Grunde 53= 9,66 pCt., durch kontradiktorisches Urtheil 182= 33,15 pt., nur unter der Bedingung, daß diefelben nicht mit anderen ge- gehen, in Erfüllung geht. Einstweilen also bleibt es die wichtigste auf andere Weise 20 gleich 3,64 pet. mischt verordnet werden dürfen. Die nebenbei noch eingeführten Aufgabe für die Mitglieder der Krankenkassen, die Vertretung Magistralformeln bedeuten keine Vergünstigung, da dieselben ihrer Interessen in die geeigneten Hände zu legen und die zer nur eine vereinfachte Art des Verordnens von zusammengesetzten streuten Sträfte zu vereintem Thun zu sammeln.do Arzneien darstellen, die, wenn sie auch an sich billig sind, doch dannoquito wie jedes andere Rezept nach der Arzneitage berechnet werden. க Somit besteht also fast die einzige Garantie des Rabatts in der J. A.: Ernst 2 ü c. beiterfamilie nur froh sein muß, wenn es ihr gelingt, sich fümDurch lange Arbeitslosigkeit, während welcher die Armerlich durchzuschlagen, geschieht es nur zu häufig, daß der Arbeiter neben vielen anderen Schulden auch mit den Beiträgen an die Krankenkassen im Rückstande bleibt. Die Handelskammer in Krefeld hat, um zu verhüten, daß arbeitslose Arbeiter ihrer Anrechte an die Krankentasse verlustig gehen, beschlossen, der städtischen sozialen Kommission 1000 m. zur Verfügung zu stellen, damit diese für Arbeitslose die Krankenkassen- Beiträge während der Mittellosigkeit derselben weiter zahle. das ganze Entgegenkommen der Apotheker beschränkt sich viel Aufgaben, die hier nicht einmal angedeutet werden sollen, zu Jahre 1893 54 Klagezurücknahme 79= Bei einer Gruppirung nach den verschiedenen Berufsarten entfallen von den anhängig gemachten Klagen: auf das Bauhandwerk 114, auf die übrigen Handwerksbetriebe 206, auf das Gastwirths- und Schankgewerbe 57, auf die Fabriken 31, auf Arbeitsverhältnisse sogen. ungelernter Arbeiter( Handarbeiter) 141. Die unverhältnißmäßig große Anzahl von Klagen, die im eigent lichen Handwerksbetrieb vortamen, beweisen am besten, welche hältniß im Kleinbetriebe hat. Der Kleinmeister muß eben, um feiner Gefellen noch intensiver betreiben, als der Großindustrielle. noch einige Zeit dem Untergange zu entgehen, die Ausbeutung Im ganzen haben die Gewerbestreitigkeiten seit dem Bestehen des Gewerbegerichts abgenommen. fleißigen Benuhung der Handverkaufsliste durch die Aerzte, four Nothstands- Aktion in Berlin. Bewandtniß es mit dem vielgerühmten patriarchalischen Berdaß in den Fällen, wo unter den letzteren dieser und jener zu bequem ist, sich die darin aufgeführten Mittel zu merken, oder " V. Neunstundentag. In sämmtlichen Buchdruckereien der Stadt Arbeitszeit eingeführt. diefelben gemischt verordnet, der Rabatt auf ein Minimum re- Der Nothstandsausschuß der Stadtverordneten- Versammlung duzirt wird. Demgegenüber buzirt wird. Demgegenüber nimmt es sich recht sonderbar aus, hat die Berathung des ihm überwiesenen Antrages der sozial wenn bei der oben erwähnten Gelegenheit die Pharmazeutische demokratischen Stadtverordneten in seiner gestrigen Sitzung zu Zeitung" fich über die den Berliner Kassen gewährten Ver- Ende geführt. günstigungen folgendermaßen ausläßt: Der Berliner Gewerks Die Diskussion führte noch zu einer ebenso gründlichen als 659 Petitionen sind beim Reichstage eingelaufen, die sich Krantenverein hat im Jahre 1892 die Summe von ca 492 000 lebhaften Besprechung über die Organisation und Ausübung des gegen die neuen Steuern, gegen die Besteuerung der Mart für Arzneien und Verbandsstoffe ausgegeben, wobei das städtischen Armenwesens. Bei der voraussichtlichen Ueberschreitung Quittungen, Checks und Giro- Anweisungen und der Frachtbriefe Rezept sich durchschnittlich auf 713/5 Pfennig ftellte, während des Armen- Etats wurde von verschiedenen Seiten des Ausschusses wenden. nach dem auf der Generalversammlung des Deutschen Apotheker- verlangt, daß der Magistrat eine Vorlage wegen nachträglicher vereins erstattete Bericht der Kommission zur Vorbereitung Bewilligung der erforderlichen Summe mache, während der einer Reichs- Arzneitage ein Rezept der laufenden Tagesrezeptur Magistratsvertreter die Ansicht aussprach, daß eine Mittheilung Biel( Schweiz) wurde mit dem 1. Januar 1894 die neunstündige in Deutschland durchschnittlich 93 Pig. fostet. Der in Berlin des Magistrats, daß der Etat voraussichtlich überschritten werde, den Kaffen gewährte Nachlaß beträgt somit fast genau 25 pet." genüge, um das Recht der Verwendung von nicht im Etat Daß diese Verbilligung der Rezepte des Gewerks- Krantenvereins bewilligten Mitteln zu begründen. aber zu einem guten Theile daher rührt, daß die Aerzte dieses Dieser Auffassung wurde mehrfach widersprochen und ein Vereins von den Magistralformeln einen ausgedehnten Gebrauch Antrag gestellt, der zwar nicht generell die Erhöhung der Almofen machen und jede Bertheuerung, welche in der Rezeptur durch und Pflegegelder bezweckt, jedoch den Magistrat ermächtigt, Nichtbeachtung der Regeln der rationellen Werschreibungsweise durch die Armenkommissionen im Falle des Bedürfnisses entstehen tönnte, vermeiden, somit also durch Verbilligung ihrer höhere als die üblichen und durch den Etat festgesetzten Unterzusammengesetzten Verordnungen, auf welche ein Rabatt über- ftügungen an die Almosen- und Pflegegeld- Empfänger zahlen zu haupt nicht vergütet wird, den Durchschnittspreis des Rezepts lassen. herunterdrücken, wird dabei wohlweislich verschwiegen. Man Hierzu wurde noch der Vorschlag gemacht, zu diesem Zwecke nehme nur einmal die Apotheker beim Wort, verzichte auf dem Magistrat die Summe von 500 000 m. zur Verfügung zu Magistralformeln und Handverkauf und verlange auf die stellen. Die Redner des Magistrats bekämpften die Anträge als Gesammtformeln 25 pet. Rabatt, dann wird man sehen, wo die überflüssig und schädlich. Herren bleiben. " Was man dem Volk als Nahrungs- und Genuß mittel zu bieten wagt, das lehrt selbst ein flüchtiger Blick in den Jahresbericht des chemischen Untersuchungsamtes der Stadt Breslau. So enthielt 3. B. ein als Korrussonnußmehl" be zeichnetes Produkt neben Roggen- und Weizenkleie 30 pCt. Steinnußabfälle. Einem Kakaopulver, das unter dem verlockenden Titel Voltsnahrungmittel" in den Handel gebracht wurde, hatte man feingemahlene Stakaoschalen zugesetzt und so fand man denn in diesem Voltsnahrungsmittel" 7,07 pet. Holzfaser. Oswald Nier, der sich ja auf den„ Voltsmann" Bismarck beruit, um seine„ Naturweine" an den Mann zu bringen, hat in Breslau ein eigenartiges Bech gehabt. Ein von ihm bezogener Wein hatte einen höchst niedrigen Extraktgehalt, wies ein sehr eigene Was möglich fei, geschähe bereits; die Armenkommissionen artiges Verhältniß zwischen Alkohol und Glyzerin und noch Man wird nicht fehl gehen, wenn man die Er fargen nicht mit Extra- Unterstützungen, wo der zugebilligte Saß mehr derartige schöne Gigenschaften auf. Nach dem Urtheil des mäßigungen, welche die Berliner Kassen von den Apothekern nicht ausreicht, und werden hierin von der Armendirektion nicht untersuchungsamtes ist der Wein des" Ungegypsten" überhaupt genießen, auf ca. 15 pet. veranschlagt. Das ist herz- behindert. Man jolle so meinten die Vertreter des Magistrats fein Naturwein, sondern gallisirt und start gespritet. Daß ein lich wenig, und es wäre wirklich an der Zeit, daß hierin sich hüten, einen Nothstand öffentlich zu proklamiren und durch Fine old Jamaica- Rum fich als Kunsterzeugniß aus Alfohol, Wandel geschaffen würde. Wie aus dem Vorstehenden ersichtlich, Einfezung einer Summe in den Etat den Versuch einer zahlenmäßigen Wasser, Zuckerfouleur und Rumessig herausstellte, men soll das ging bisher die sehr gefchickte Taktik der Apotheker dahin, die Abschätzung der Kosten desselben zu machen. Hierdurch würde die weiter Wunder nehmen? Noch viel ärgeren Verfälschungen be Aufmerksamkeit vom Rezepturrabatt abzulenten und anstatt dessen Begehrlichkeit gereizt, Konfusion in die Armenverwaltung gebracht, gegnet man bei den Gewürzen. So ist Ponientsurrogat einfach eine Handverkaufsliste in den Vordergrund zu schieben, die zwar und die städtische Verwaltung vor eine Aufgabe gestellt, die sie Borfe, die gehörig ausgefocht und zerstoßen ist und der dann durch ihre Länge imponirt, aber in der Praxis doch auf einen nicht zu erfüllen im Stande sei. Es sei unthunlich und auch noch eine kleine Portion Nelfenstengel zugefeßt wurde. Cassca bescheidenen Umfang zusammenschrumpft, da ein großer Theil nicht nöthig, neue Grundsätze für die Armenverwaltung aufzu- lignea- Surrogat find in ähnlicher Weise zubereitete Mahagonider darin enthaltenen Medikamente entweder überhaupt nicht stellen, weil feine berechtigten Klagen- abgesehen von Einzelheiten- spähne. Daß diese Fälschungen sich nicht allein auf Breslau oder nicht für sich allein verordnet zu werden pflegt. Diesen gegen die Thätigkeit der Armenkommissionen zu erheben sei. Ruiff haben die Stassen nicht durchschaut, und so haben sie sich jahrelang mit zweifelhaften Vortheilen, die sich rechnerisch gar nicht ermitteln lassen, zufrieden gegeben. Der Antragsteller wies darauf hin, daß die von ihm bemängelten Erscheinungen in der Armenverwaltung ihre Ursache in der Organisation der Armenkommissionen und in der Neberlaftung der Mitglieder haben. Gewiß hat ja bei dem gleichzeitigen Bestehen von mehr als 60 Orts Krankenkassen die Zersplitterung der Kräfte Der Nothstand werde durch Verleugnen desselben nicht aus nicht zum wenigsten dazu beigetragen, daß dieser Zu der Welt geschafft. beschränken, ist einleuchtend. dan Ans dem Reichs- Versicherungsamt wird berichtet: Der Arbeiter Totemeyer war in einem abgelegenen Etablissement beschäftigt, für die Arbeiter die Speisen herzustellen. Als er eines Morgens im Begriff war, Milch für einige der Arbeiter abzufochen, geriethen seine Kleider in Brand, so daß Totemeyer stand ein Jahrzehnt andauern fonnte; auch waren wohl Wenn die Versammlung sich seit einigen Jahren und wohl erheblich beschädigt wurde. Er beantragte sodann bei der Berufsin Berlin ebenso wie anderwärts die fähigsten Köpfe durch die auch in Zukunft mit dieser Frage beschäftigen müsse was den genoffenschaft eine Unfallrente, die ihm jedoch verweigert wurde, Verwaltung der freien Hilfskaffen in Anspruch genommen. Die Herren vom Magistrat nicht richtig zu sein scheine so liegt ba der Verletzte nicht einer Gefahr des industriellen Betriebes Orts- Krankenkassen haben sich also intelligente Vertreterförper das nicht an den Antragstellern, sondern an den für den Arbeiter zum Opfer gefallen sei. Gegen den ablehnenden Bescheid der erst heranziehen müssen, und nach manchen Anzeichen zu schließen, immer trauriger werdenden wirthschaftlichen Verhältnissen. Den Berufsgenossenschaft legte Totemeyer Berufung beim Schieds. find denn auch mittlerweile in die Vorstände einzelner Kassen die Antragstellern wäre es auch lieber, wenn die arbeitslofen Mit- gericht ein, und beantragte die Verurtheilung der Be richtigen Leute hineingekommen, welche sich in die Geheimnisse bürger Beschäftigung und Verdienst hätten, und nicht gezwungen flagten zur Rentenzahlung; er behauptete, er habe nicht der Geschäftspraxis der Apotheker soweit eingearbeitet haben, wären, vielfach die öffentliche Armenpflege in Anspruch zu nur den Privatintereffen der Der Arbeiter, sondern auch tisdem dem Interesse des gesammten Betriebesgedient. Das um die hier angeregte Frage mit Erfolg in Angriff nehmen zu nehmen. Die üblichen Unterstützungsfäße seien in sehr vielen Fällen Schiedsgericht gelangte zu derselben Auffassung und verurtheilte Dazu dürfte nun die geplante Zentralisation der Berliner so gering, daß es unmöglich sei, den nothdürftigsten Lebensunter- die Beklagte zur Rentenzahlung. Hiergegen ergriff die BerufsOrte- Krankenkassen die erwünschte Gelegenheit bieten. Selbst halt zu bestreiten. Die so oft nothwendig werdenden Extra- genossenschaft Rekurs an das Reichs- Versicherungsamt und machte wenn eine solche Verschmelzung zunächst noch nicht durchzuführen Unterstützungen sind ein Beweis hierfür. Der Ausschuß möge geltend, Kläger fei im Gesindedienst zu Schaden gekommen und wäre und man sich darauf beschränken müßte, die Orts- Kranken- dafür sorgen, daß es an Mitteln zur Bewältigung dieser Noth daher einer betriebsfremben Gefahr zum Opfer gefallen. Das Reichs Versicherungsamt unter dem Vorsiz des Präsidenten faffen zu einem Verbande zusammenzuschweißen, wie er im§ 46 nicht fehle. des Kranken- Versicherungsgefehes vorgesehen ist, so würden auch Nunmehr wurde die Abstimmung über die Singer'schen An- Dr. Böditer erklärte indessen am 2. Januar 1894 den Rekurs schen hierdurch die Bedingungen zu einer erfolgreichen Aktion träge vorgenommen, welche folgendes Resultat ergab: der Berufsgenossenschaft für verfehlt. Der Senat ging von der Punkt 1. Herabjegung der Arbeitszeit in städtischen Be- Anficht aus, daß auch diejenigen Einrichtungen, welche der gegeben sein. Man hätte alsdann bei ca. 300 000 Mitgliedern ein jährliches Arzneitonto von ca. 600 000 M., und daraufhin trieben auf acht Stunden wurde mit 12 gegen 2 Stimmen ab- Arbeitgeber trifft, um die Arbeitsfreudigkeit der Arbeiter zu ers höhen oder deren Kräfte und Zeit für ihre eigentliche Berufs= fönnte man schon den Versuch unternehmen, durch Zulassung gelehnt. Punkt 2. Alle durch die Stadtverordneten Versammlung thätigkeit zusammenzuhalten, mit dem Betriebe eng ver einer beschränkten Zahl von Lieferanten die Koalition der Berliner Apotheker zu sprengen und auf diesem Wege verbesserte bereits genehmigten Tief- und Hochbauten energisch in Angriff wachsen sind. tönnen. 100 She didim delom biltzo s 03 " | Der Lütticher Arbeits- und Gewerberath hat be- I wünschte er nicht. Eine Beschlußfaffung müsse vielmehr beiden lebhafte Fortschritte zu verzeichnen hat. Am 24. Januar wird in schlossen, für die Waffenschmiede einen Minimallohn ein- Richtungen vorbehalten bleiben. Ron ganzem Herzen wünschte er Spandau eine große öffentliche Sattlerversammlung abgehalten zuführen. ein Zustandekommen einer Vorkonferenz. egeler unterstützte werden, um die Arbeiter der töniglichen Militärwerkstätten ebenvoll und ganz die Ansichten Silberschmidt's. Gröppler falls heranzuziehen. Als Ersakmitglieder der Lohnkommission Das Antwortschreiben, welches das Budapester Apotheker- begrüßte gleichfalls das Bestreben, eine Ginigung herbei- werden die Kerlegen Mattschulat und Fey, als Vertreter gremium auf das Memorandum der Assistenten( über welches wir in Nr. 267 des" Vorwärts" vom 12. November 1893 Mit zuführen, mit Freuden, wie auch die ruhig und durchaus zur Gewerkschaftskommission der Kollege Böttcher gewählt. theilung machten) gegeben hat, betont, wie wir aus der Pharma- Behrend aus, eine Kommission aus beiden Richtungen zu wählen. am 16. Januar, Vormittags, im großen Saale der Schloßfachlich geführte Diskussion. Er sprach sich für den Antrag Eine Arbeitslosen- Versammlung tagte in Schöneberg zeutischen Zeitung" ersehen, die Bereitwilligkeit des Gremiums, Der Vor den in vieler Hinsicht begründeten Bitten der Assistenten, soweit Diesen Antrag befürwortete auch Blanrock in seinem Schluß- brauerei. Die Versammlung war zahlreich besucht. es in deſſen Machtbereich liege, nach Möglichkeit gerecht zu wer- eine Einigung geschaffen werden müsse, was bei gutem Willen Meinung die Anwesenden nicht den zehnten Theil der sämmtworte, von der Ansicht ausgehend, daß in erster Linie in Berlin sitzende bemerkte zu Beginn der Versammlung, daß nach seiner den, weist jedoch darauf hin, daß manche Beschwerden in den leicht sei. Das Beispiel Berlins würde nicht ohne Einwirkung lichen Arbeitslosen Schönebergs ausmachten. Wenn nicht mehr spezifischen pharmazeutischen Verhältnissen ihre Begründung haben, auf das übrige Deutschland sein. Das Resultat der Verhand gekommen feien, so erkläre sich dies aus dem Umschlag die abzuändern nicht in der Macht des Gremiums stehe. Auf lungen war die Wahl der gedachten Kommission, zunächst von der Witterung, die es einem großen Theile der Arbeitslosen zur die einzelnen Punkte des Memorandums übergehend, wird hin- lokaler Seite. Von zentralisirter Seite wird in einer besonderen Pflicht mache, den ganzen Arbeitsmarkt wieder nach Beschäftigung sichtlich der Dienstzeit den Wünschen der Assistenten Rechnung öffentlichen Versammlung eine Kommission gewählt worden. abzusuchen. Das Referat über die Ursachen der Arbeitslosigkeit getragen und beschlossen, die Apotheken des Gremiums um Gewählt wurden 5 Personen, und zwar Wilh. Schulz, 7 Uhr früh zu öffnen und um 9 Uhr Abends zu schließen. Die Behrend, Blaurod, Legeler und Fänsch. Der Er- hielt Gencsse Antric aus Berlin. Derselbe schilderte die Ent nachgefuchte Erhöhung der Gehälter könne das Gremium als Zusammenhang solches nicht beschließen, da die Feststellung des Gehaltes ein trag der Tellersammlung wurde den fireikenden Schuhmachern mit dem steten Wachsen eines Heeres von Arbeitslosen, wie es Privatübereinkommen zwischen Chef und Assistenten bilde. und Assistenten bilde. zuerkannt. bei uns namentlich seit dem großen Aufschwung der Industrie Hinsichtlich der Beköstigungsverhältnisse anerkennt das Gremium die Berechtigung der diesbezüglichen Wünsche und fordert seine Mitglieder auf, nach dieser Richtung hin den Wünschen ihrer Mitarbeiter nach Möglichkeit gerecht zu werden. Betreffs der freien Zeit und des Nachtdienstes steht das Gremium auf dem Standpunkte, daß die Feststellung der ersteren ein Privatübereinkommen sei, der lettere durch einen Gremialbeschluß nicht geändert werden fönne, daß vielmehr das Gremium strenge an der bisher bestehenden Art der Nachtinspektion festhalten müsse. Es sei dies eine Unannehmlichkeit des Berufs, die eben hingenommen werden müsse. Zum Schlusse weist das Gremium darauf hin, daß, wenn auch die Lage der Assistenten keine glänzende" sei, was eben zum größten Theile in den speziellen Verhältnissen" des Berufes liege, es dennoch zur Beruhigung gereiche", daß der gut ausgebildete Pharmazeut jederzeit eine Stellung finden fönne", während bei anderen Berufsarten nach der Erwerbung des Diploms die Existenz überhaupt nicht gesichert sei. Versammlungen. Verband deutscher Barbiere, Friseure und Perrückenmacher, 3weigverein Berlin. Donnerpag, den 18. Januar, Abends 10 Uhr, Stofenthalerstr. 38, General- Versammlung. Die freie Vereinigung der Bauarbeiter hielt am Sonn- in den Gründungsjahren zu bemerken ist. Als er dann die tag, den 15. d. Mts., ihre regelmäßige Mitgliederversammlung Politik der Regierung, die, statt das namenlose Elend dieser ab. Die Versammlung beschäftigte sich zunächst mit der Wahl Wermsten zu lindern, im heißen Afrika Kolonialpolitik treibe, eines zweiten Schriftführers und Zahlstellen- Inhabers für den verkehrt nannte, bat der Gendarm- Wachtmeister um das Wort Bezirk Often und Südosten. Als zweiter Schriftführer wurde und erklärte, nachdem dasselbe verweigert worden war, die Kollege Jllmann gewählt. Zum Zahlstellen- Inhaber für den Osten äußerst ruhige Versammlung auf grund des§ 55 des VereinsEmil Riteber; die Zahlstelle befindet sich bei Busch, Langestr. 12, gesetzes für aufgelöſt. für den Südosten Hermann Kerger. Darauf erfolgte die Abrechnung vom dritten Quartal. Die Einnahme ergab 158,98 M., die Ausgabe 26,56 M., bleibt mithin ein Bestand von 132,42 M. Abrechnung vom vierten Quartal: Einnahme 160,92 M., Ausgabe 18,42 M., bleibt Bestand 142,50 M. Die Abrechnung vom Stiftungsfest 1893 ergab ein Defizit von 32,65 M. Zum Versammlungslokal wurde hierauf das Lokal von Wilke, Andreasftraße 26, gewählt. Unter Vereinsangelegenheiten beantragten die Kollegen Gaßmann und Wernau der Gewerkschaftskommission 20 M. für die im Streit befindlichen Gewerkschaften zu überbruar bei Wilke, Andreasstr. 26, statt. weisen. Die nächste Mitgliederversammlung findet am 11. Februar bei Wilke, Andreasftr. 26, statt. : Versammlung der Delegirten zur Gewerkschafts- Kommission am Freitag, den 19. Januar, abends 8 Uhr, Annenftr. 16. Arbeiter- Bildungsschule. Donnerstag Abends 8%-10% Uhr: NordSchule, Müllerstr. 179a; Unterricht in Deutsch( unt.) Ost- Schule, Martussir. 31: Unterricht in Gesundheitslehre. Südost Schule, Reichenbergerfir. 133: Unterricht in Kaufmännischem Rechnen, Korrespondenz und Gefchichte( alt). Bei allen Unterrichtsfächern tönnen Schüler und Schülerinnen auch jezt im Laufe des Semesters, eintreten. Lese- u. Diskutirklubs. Donnerstag. Dieggen, Abends 8 Uhr, - Neue Beit, Abends sy Uhr, Bonenstr. 40, bet bei Schröder, Wiesenstr. 39. Gieshoit. Süd- Ost, bei Zoltsdorf, Gorauer- und Görligerstraßen Ecke. Klub bet der Freunde Gnadt, Eminemünderstraße 120. Safenclever, Abends 8 Uhr, Restaurant Bischof, Baumschulenweg „ Im Jnteresse des Publikums" soll es geschehen sein, als der ungarische Handelsminister durch Verordnung den Budapester Bäckergesellen das bischen Sonntagsruhe, was sie Eine öffentliche Bildhauer Versammlung tagte am Treptow.- Gosialistischer Lese- und Distutirtlub Abends erlangt hatten, zum Theil wieder entzog. Nach dieser Ver. 16. Januar Genosse Millarg referirte über das Thema: Unter- 8% ühr, Reichenbergerfir. 157, Sigung. Distutirklub3eitgeist" jeden ordnung darf die Arbeit in den Bäckereien an Sonntagen Abends nehmergewinn und Arbeitslohn". Nach einer kurzen Distuffion, Donnerstag nach dem 1. und 15. des Monats bei Tempel, Langeftr. 65, Brüger, Brüderlichkeit Abends 9 Uhr, im Restaurant bereits um 10 Uhr wieder aufgenommen werden. Die beim die sich dem Vortrag anschloß, gab der Kollege Krepane den r Sirtenstr. 10. Diskutirklub Gleichheit"( Weißensee) bet Klebs, Char Minister Beschwerde führenden Bäckergesellen wurden abgewiesen Kassenbericht vom letzten halben Jahre. Danach war ein Belottenburger und Roelfestraßen: Ecke, Abends 8% Uhr. August Geib. mit der Erklärung, es sei dies im Interesse des Publikums ge- stand von 41,69 M. vorhanden, mit dem zusammen die Ein- Abends 9 Uhr im Reſtaurant Zubeil. schehen. Der Minister ermahnte sie ferner, ja nichts zu unternahme 1217,84 M. betragen, der eine Ausgabe von 1168,38 M. Vereinstalender sind zu richten an Friedr. Kortumn, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Alle Aenderungen im nehmen, was den Frieden zwischen Arbeitgeber und Arbeit gegenüberstand; es ist also ein Kaffenbestand von 49,46 M. vor- Donnerstag. Uebungsstunde Abends 9 Uhr. Aufnahme neuer Mitglieder. nehmer stören könnte" Blumenstr. 64, bei den famosen Frieden" sollen die Arhanden. Unter der Einnahme befindet sich auch der Betrag der St. urban, Annenſtr. 3, bei Broß. Rornblume, beiter ja nicht stören; damit der Satte aus seiner Ruhe nicht für die Wiener Bildhauer veranstalteten Sammlung in Höhe Wuttte.- Frühlingsluft, Bülowftr. 59, bei Werner.- Brezelfluß. Annenstr. 16, bei Ehrenberg.-Weiße Rose. Reinickendorf, Seeschlößchen bei aufgescheucht werde, soll der Arbeiter alles ruhig über sich ervon 1052,50 M., wovon nach Wien abgeliefert wurden 1006 M. Böttcher.- Morgenroth 1, Rummelsburg, Berlinerstraße 9, bei Friefecte.gehen lassen. Die Bäckergesellen Budapest 3 werden im Kollege König gab, nachdem der Kassirer Decharge erhalten Dorfglödlein, Wilmersdorf, Berliner- und Augufiftr.- Ecke bei Schulz. Frühjahr jedenfalls in den Streit eintreten. hatte, den Bericht der Bildhauer- Kommission, aus dem hervor- inigteit( Sutmacher), Bappel- Allee 3/4. b. A. Weinhardt.-Harmonie, Tempelhof, Dorffir. 10, bei Gerth.- Ost- und Westpreußischer Männergehoben sei, daß aus Mangel an Mitteln andere Gewerkschaften Gesangverein, Neue Königftr. 73, bet Hahn.-Edelweiß 2, Botsdam Borar, Grünauerstr. 16 nicht unterstützt werden konnten, auch die Listen der streifenden Brandenburger Kommunikation 16 bei Glafer. Freie Sänger, Krautstraße 6, bei Rudolf. Schuhmacher fonnten nicht angenommen werden, weil eben erst bei Trüggemüller. gutunft 3, Welten, bet W. Grunow. Kreuzberger are für die Wiener Bildhauer Listen zirkulirten. Da indeß monie, Saf enhaide 52-53, Kurth's Salon.- Morgengrauen,( Bäder), Steinfeger Sängerchor unter der eigenen zahlreichen Kollegenschaft der Schuhmacher Un-5 Uhr Nachm, Gipsfir 3 bei Pyrtec. ustanten Allee Nr. 28 bei Maiwald. Liedes Echo, Reichenbergereinigkeit herrscht, so hat die Kommission nachträglich einen ge- fraße Nr. 145-146 bet Brandt. Liedertafel Westend, Blumenthalringen Betrag aus ihrer Kasse bewilligt. Bei der Gewerkschaftstraße s bei Behrendt.- Vorwärts 9, Charlottenburg, Bismarc fommission in Hamburg hat die Kommission angeregt, das Korre- ftraße so. Abendroth in Deutsch Wilmersdorf bei Mölter. spondenzblatt" weiteren Kreisen als bisher zugänglich zu machen. Gesangverein der Studateure Berlins und Umgegend, Seydelstr. so bei Vorwärts 2 Echönhauser Allee 28 bei Kuhlmen. Lyra 2, CharEinstweilen scheitert dieser Wunsch aber an dem Geldmangel. Preußer.- Arbeiter- Gesangverein Spandau Cynarstraße Restaurant Kiefers. Nachdem hierauf die bestehende Kommission wieder gewählt lottenburg, Wallfir. 64. Gesangverein der Kürschner, Landsbergerstr. 31 Glodenrein( gemischter Chor) Kastanien- Allee 95/96. worden, berichtete Kollege Winkler, der Delegirte zur Gewerk- bet Seehausen. Sängerrunde, Rottbuserstr. 6 bei Braun.- Frohsinn 2, Friedrichsschaftskommission, kurz über die gegenwärtigen Streits und for berg- Lichtenberg, Frankfurter Chauffee bet Müller. Treu und Fest, derte zur thatkräftigen Unterstützung der Ausstehenden auf. Auf Sebuferstr. 5 bet Nemiz.- Brüderfchaft Stallschreiberstraße 29"" Sum Anregung Winklers, sich zu äußern über die Stellung zum eichenen Stab". Freundestreue( gem. Chor), Sandsbergerstr. 31 bet Seehausen. Eintracht 2, Neu- Glienice, Rudowerstraße bei Hasdorf. Arbeiter- Gefang 1. Mai, schlug Kollege Plage vor, zu diesem Zweck eine beson- waldesgrün( gem. Chor) Böchftr. 8 bet M. Moewes. dere Versammlung einzuberufen. Millarg theilte mit, daß der Ausschuß der Berliner Gewerkschaftskommission sich darin einig sei, allen Gewerkschaften vorzuschlagen, am Vormittag des ersten Mai Versammlungen abzuhalten, dagegen den Nachmittag und den Abend der Partei zu überlassen. Die Versammlung stimmte dem Vorschlage Plage's zu. Der Frauen und Mädchen Bildungsverein des arbeitenden Volkes( Filiale Moabit) veranstaltete am 11. d. M. eine Versammlung, in der Fräulein Wabniß ein beifällig auf genommenes Referat hielt. Unter Verschiedenem schildert Genoffe Degen aus den Ergebnissen der Arbeiter- Sanitätskommission die überaus traurigen Wohnungsverhältnisse in Berlin. Nach dem Schlußwort der Referentin theilte die Bevollmächtigte mit, daß am 17. d. M. in Charlottenburg, und am 11. Februar bei Hermerschmidt eine Versammlung mit nachfolgendem gemüthlichen Beisammensein stattfindet. Im Verein zur Wahrung der Jutereffen der Maurer sprach am 11. d. M. Genosse Sassenbach über Heine's Leben und Wirken. Nach diesem mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrag verlas der Kassirer den Kassenbericht vom 4. Quartal vorigen Jahres, der einen Bestand von 226,95 M. aufweist. Die hierauf erfolgte Erfahwahl des Vorstandes ergab folgendes Resultat: 3weiter Kassirer Vollrodt, Hilfskassirer für den Often: Schach, für den Westen: Lemm, für Moabit: Jsmer, Revisor Die Kellner, Köche und verwandten Beruf 3Dalskie. Als Ausschußmitglieder wurden die Kollegen Schulz, genossen hielten am 16. Januar in der Johannisstraße 20 Mette und Kickbach wieder gewählt. eine öffentliche Versammlung ab. Der Delegirte zur GewerkschaftsDie Maurer hielten am 14. d. M. eine gut besuchte öffent- tommission, Wegner, gab seinen Bericht und bemerkte, daß liche Versammlung ab, um Berathung zu pflegen über Grgreifung das Bureau in der Rosenstraße verhältnißmäßig wenig seitens von Maßregeln behufs Verbesserung der Organisation. Kollege der Kellner benutzt werde. Blauroc gab einleitend einen Rückblick auf die Berliner Die nachfolgenden Redner bemängeln das geringe Interesse, Maurerbewegung und schilderte den trot der früheren Erfolge welches der Delegirte den Sammlungen entgegen gebracht stetigen Rückgang der gewerblichen Verhältnisse, welcher bereits habe. Bei der Neuwahl wird der Kollege Weihnacht zur dahin geführt habe, daß über 50 pet. unter dem heute maß- Gewerkschaftskommission gewählt. Kollege Poetich erstattet furz Bericht über die letzten gebenden Stundenlohn von 55 Pf. und zwar zu 40-522 Pf. pro Stunde arbeiten. Eine Besserung der Baukonjunktur sei Agitationstouren; die Abrechnung soll in der nächsten Vervorerst nicht zu erwarten. Um so bedauerlicher sei es, daß der sammlung erfolgen. Der Kollege Beiste wird zur Unterangesichts dieser Verhältnisse so dringend nothwendige Busammen- ftüßung des Kollegen Poetsch als zweiter Vertrauensmann behalt der Berliner Maurer fo gänzlich geschwunden sei. Er hielt stimmt. Die Wahl der Revisoren hatte das Resultat, daß die es für unbedingt erforderlich, daß Hader und Zwietracht Herren Tiede, Gimperlein, Biegler hierzu bestimmt bei Seite gelassen werden und von beiden Richtungen wurden. Der Punkt Bericht der Agitationskommission wird verwerden, ein tagt. Der letzte Punkt der Tagesordnung betraf die Fragebogen, Anbahnungen getroffen un gemeinsam gefchloffenes Vorgehen gegen den gemeinschaftlichen Feind welche von der Kommission für Arbeiterstatistik durch die Polizei in Umlauf gesetzt werden. Nach kurzer Diskussion wurde die zu ermöglichen. bisher ge Die Berliner Maurer spalten habe, sei der leidige Organisationsstreit und die persön- Agitationskommission beauftragt, in nächster Zeit eine öffentliche liche Bekämpfung Einzelner. Ein dritter schwer ins Gewicht Bersammlung einzuberufen, zu welcher der Genosse Molten fallender Faktor sei der Egoismus der in Berlin arbeitenden, buhr ersucht werden soll, das Referat zu übernehmen über: doch außerhalb wohnenden Kollegen, welche für nichts zu haben Die Erhebungen der Reichsregierung über die Lage der Anfeien, weder für Organisation noch für Gewerkschaftsbewegung, gestellten im Gastwirths gewerbe". Gs wurde lebhaft Klage genoch für materielle Unterstützung derselben. Wenn es auch jedem jührt, daß der Inhaber des Lokals( Müller) troß seiner wiederfreistehen müsse, sich sein Brot zu suchen wo er wolle, so sei es bolten Versprechungen immer noch kein Arbeiterblatt auslegt, aber auch Pflicht eines jeden, mitzuarbeiten an der Verbefferung und die Kellner durch Kommissionäre bezieht. Herr Müller der Verhältnisse. Diese Mißstände müßten beseitigt werden uad gab hierauf die Erklärung ab, daß er den Wünschen, die geTönnten beseitigt werden, wenn die beiden Organisations- äußert waren, nachkommen wolle. richtungen, die sich bisher so hartnäckig bekämpft haben, Was deutschen " 1 Feld= verein Oranienburger Borstadt, Hochstraße 32a bei Wite. Stberté 1, Cuvryftr. 24, blume Lübbenerfir. 30 bei Wilhelm Meyer. 1 Eintracht 3, Eberswalde, Eisenbahnstr. 77 bei Düball. Titania, bet Thielsch. Flöter'scher Gesangverein, Roppenftr. 43 c bei Lorenz. Morgenroth 4 in Köpenick, MüggelheimerCuvryür. 48 bei Zielsch. straße 4 bei Held. Bergmannstr. 14, Hof 2 Tr. Donnerstag: Bergnügungsverein Bruder= Schulz. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerktag. bei Knapp, Kastanien- Allee 95/96. Männer Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Alle Buschriften ben Bund betreffend find zu richten an: Pentel, bund, Andreasfir. s bei Noll. Rauchflub Graue Wolte, Krautstr. 48. Mufitverein Osiris, Adalbert Straße 21. Verein Grüne Ber= iche( vor dem Salle'schen Thor), Solmsstr. 1 bet Raporte. Rauchtlub Frisch auf, Roppenftr. 43 bei Lorenz. Rauchklub Dezimalwaage, gnügungsverein Jugend luft, Obmgaffe 2 bet trebs. rautstraße 36 bei Infinger.- Rauchflub Erholung, Wienerstr. 13 bet Drieschner. Rauchtlub Elvira, Abends 9 Uhr bei Bringborn, Mabatfraße Nr. 12. Sumuristischer Klub Universum, Veteranenstr. 18, bei Gefangverein Alt- Dessau, Abends 9 Uhr, bei Kind, Wrangelstr. 91. Gesangsabtheilung des sozialdemokratischen Arbeitervereins für Weißenfee und Umgegend. Donnerfiags und Sonnabends Abend; bet Müller( Pfeifenmüller), Königs- Chauffee. Männer Gesangverein Tyrolienne, Abends 9 Uhr bei Faustmann, Reichenbergerstr. 73a. Gefangverein Glodenrein, gemischter Chor, Abends von 9 bis 11 Uhr Theaterverein Fideler Geist 2, Abends 9 Uhr, Große Frankfurter Straße 99 bei Martini.- Theater- Verein Bultania 2" 9% Uhr, Borstädtisches Theaterverein Freundestreis 9 Uhr im Restaurant Bräuer, Solmsstr. 47.- Theaterverein Grescendo bei Maißner, Kasino, Ackerstr. 144. Theaterverein Maiglöckchen, Englischer Hof, Neue Gartenfir. 162. Theater- Gesellschaft Harmonte, Donnerstag Abends 9% Uhr, Roßitr. 3. Geselliger Klub Blau Beilchen, Abends 9 Uhr, bei Schörvälder, Chorinerstr. 65. Verein ehem. 22. Gemeindeschüler, punti Drantenstr. 135. Pfropfenverein Wedding, Abends Uhr bei Schröder, Stegligerfir. 18. Vergnügungs- Verein Renata 9 Uhr, Abends im Restaurant Göz, Oranienstr. 153.- Gefangverein Proletariat 8 Uhr, bei Selterhoff, Antonftr. 5. Möwes, Böchstr. 8. ( gem. Chor) Abd. 9 Uhr, Uebungsstunde b. Geselliger Verein univerfum, Sigung mit Damen Abends 9½ Uhr bei Hagemann, Lothringerstraße 81. Vorträge, Fidelitas. Berein universum, Cigung Abends 9% ubt, im Reis urant Neumann, Verein Gemüthliteit und klub ginienftr. 19: Vorträge, Firelitas. umor, Abends 9% Uhr, Lothringerfir. 105: Geselliges Beisammensein mit, Männergefangverein Sangesfreunde, Abends 9-11 Uhr, Pazenhofer Ausschant, Landsbergerstraße Nr. 82. amen, gidelitas und Tanz. Geselliger Verein Hertha", Donnerstag, Sigung bei Roll, Adalbertstr. 21, Abends 9 Uhr. Verein Wanderflub( Norden), Sizung jeden Donnerstag von 9 Uhr Abends im Restaurant C. Baatsch, Hennigsdorferstr. 234.Waldesgrün, Abends 9 Uhr Sigung bei Nebelin, Langestraße 108. 3 1 Geselliger 1 Rauchflub Kollegia, Abends 9 Uhr, bei Hermann Nohr, NaunynStats Für die Arbeiter und Arbeiterinnen in der Wäsche itberttub Gleich beit, 9 Uhr Abends, bei 5. Reimann, Alte Schönsich einander zu nähern versuchten. Karl Behrend und Kravattenbranche fand am 16. Januar eine gut besuchte hauferfir. 42. Geselliger Club der Alten Moabiter: Jeden Donnerstag regte hierzu die Einberufung emes allgemeinen Maurerfongresses, unabhängig von Berlin und Hamburg, an öffentliche Versammlung statt, in der Reichstags- Abgeordneter Abend von 9-10 und jeden Donnerstag nach dem 15. Sigung mit Damen in Schmidt einen mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrag der Emdenerstr. 47 bet Schirmer. und versprach sich vom den auf demfelben stattfindenden Mei- über die sozialpolitische Gesetzgebung hielt. Dem ausführlichen straße 78. Rauchklub Waldesgrün, Abends 8% Uhr, Restaurant nungsaustausch ein gutes Resultat. Auch hielt er es für er- Vortrage folgte eine Diskussion nicht. Frl. Sydow, Delegirte. Gaspar, Reichenbergerſtr. 113a. Rauchflub Ohnesorge, Abends Rauchtlub ernspize, Abends sprießlich, wenn von Berlin und Hamburg eine unabhängige der Gewerkschaftskommission, erstattete hierauf furzen Bericht ur, bet Jakob, Boechstr. 21. 8% Uhr, bei A. Böhl, Rüdersdorferstr. 8.- Rauchtlub Arabi Pafcha, Kommission eingesetzt würde zur Führung der Geschäfte der all über ihre Thätigkeit in derselben und legte zugleich ihr Amt abends 9 Uhr, b. Restaurateur Schröder, Stephanſtr. 45.- Klub Ohne strett Rauchklub gemeinen deutschen Maurerbewegung. Dann müßten auch die nieder. Gewählt wurde Kollege Hergt. Frau Schulz Abends 9 Uhr Springftubbe's Restaurant, Manteuffelstr. 67. Rauchklub Brüder= beiden bestehenden Gewerkschaftsblätter von der Bildfläche ver- schilderte verschiedene Mißstände im Krankenkassenwesen und Süd- West, Abends 9 Uhr, Simeonstr. 28 bei Flick. lich feit, von 9 bis 11 Uhr bei Stabernack, Bücklerstraße 49. Rauch schwinden und somit eine vollständige Organisation der deutschen forderte die Anwesenden auf, für recht zahlreichen Besuch der lub Nordstern, jeden Donnerstag nach dem 15. im Monat bei Maurer eintreten. Wenn nur guter Wille vorhanden ist, würde öffentlichen Krankenkassen- Versammlung, die am 22. d. M. statt. Seinide, Friedrich- Karlstraße 11, Friedrichsberg. Rauchklub Su= Rauch eine Einigung zu erreichen sein.( Bravo.) Scheel war gleich: findet, zu agitiren. Ferner alle Misstände in den Arbeitsräumen matra, abends 8 Uhr, im Reſtaurant Krauſe, Gitſchinerſtr. 93. flub Fidelio, Abends 8% Uhr im Restaurant Heine, Eisenbahnstr. 23. falls der Meinung, daß es so wie bisher nicht weiter gehen bezüglich ungenügender Heizung u. s. w. ungefäumt der Arbeiter Rauchflub Pfeifendedet, Sigung Abends 8 Uhr, bet Jeratsch, Langetönne und sprach sich zustimmend zu den Anregungen Sanitätskommission mitzutheilen, und dahin zu wirken, daß die Straße 24. Vorwärts, Donnerstag bet Salomo, Oppelnerstr. 29. Stattlub Tournee, Abends 8% Uhr, bei Ullrich, Wrangelfir. 84.Meier wünschte zunächst die Nieder- Versammlung für Zentralisation der Krankenkassen am Sonntag, flub Rüd wärts, Abends 8% Uhr bei Arndt Pallisadenſtr. 47. Behrend's aus. - Stat fetzung Einigungs- Kommission, den 21. Januar, ebenfalls gut besucht werde. Zum Schlusse tiub Gordischer Knoten Abends 9 Uhr, bei Schilling. Dingen die Berliner Maurer unter einen Hut zu wurden die Kollegen und Kolleginnen darauf aufmerksam gemacht, Schießtlub Tell, Abends 8 Uhr bei Nagel, Schwebterstr. 23. bringen. Simanowski wünschte feine neue Organisation, den seit dem 1. Januar in Kraft getretenen unentgeltlichen ebungsstunde, nach derselben Sigung. Aufnahme neuer Mitglieder. Tambour Verein Ginigtett bei Haupt, Staligerstr. 102. Um 9 Uhr sondern den Ausbau des Zentralverbandes, welcher heute bereits Arbeitsnachweis, Holzmarktstraße 3 bei Deter, rege zu unter- ebungsstunde, nach derselben Sizung. Aufnahme neuer Witglieder, bie größere Mitgliederzahl aufweise. Von einem Kongresse versprach er sich nicht viel. Derfelbe würde voraussichtlich BeatraDie Cattler hielten am 16. d. M. eine öffentliche Ver lisation beschließen und die alte Zwietracht bliebe bestehen. A. V. 1. Nur wenn die Geschenke für die Gestattung Silberschmidt sprach sich persönlich dahin aus, daß er die sammlung ab, in der Genosse Paul Jahn über: Die fran Einberufung eines Kongresses nicht für den richtigen Weg halte, zösische Arbeiterassoziation und das Recht auf Arbeit" sprach. des Geschlechtsverkehrs gemacht sind, kann das eingewendet wer die allerseits gewünschte Einigung herbeizuführen. Er sprach sich Der Genosse Schuhmacher Solingen gab in der Diskussion den. 2. In Rücksicht auf fein Vermögen monatlich 6-18 m., zunächst für eine Vorkonferenz aus, die zur Klärung der Mei- eine sehr interessante Darlegung des Proudhon'schen Systems. je nach dem Orte. Berlin hat die höchsten Säße. 3. Verjährung nungen bezüglich der Mittel und Wege der Einigung beitragen Hierauf folgt der Bericht der Arbeitsvermittelungs- Kommiffion, tritt ein zwei Jahr nach der Niederkunft. 4. Der Staatsanwalt recht zufriedenstellendes Resultat wird die Klage schwerlich annehmen. Lehnt er sie ab, so muß foll. Einer alleinigen örtlichen( Berliner) Vereinigung legte er der im allgemeinen ein die Privattlage erhoben werden. Dieser muß ein Sühneversuch vorhergehen, wenn beide in einem Orte wohnen. Stock. A. Hoffmann, Pantow, einer um Dor allen stützen. Briefhaffen der Redaktion. wenig Werth bei. Bei der geringsten Gelegenheit würde diefelbe aufweist. Sieben Kollegen wurden in die neue Kommission gewieder zerfallen. Eine Einigung der Maurer Deutschlands sei wählt. Sodann giebt Kollege Sassenbach im Namen der allein maßgebend. Daß die Versammlung Beschlüsse faffe, Lohnkommission bekannt, daß die Agitation in der letzten Zeit Verantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.