Nr. 16. Grscheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Viertes: jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg. frei in's Haus. Einzeine Nummer Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Defterreich: Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Poit Zeitungs- Preisliste für 1894 unter Nr. 6919. Vorwärts 11. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Bfg., für Vereins- und Beriammlungs Anzeigen 20 Bfg Inferate für die nächite Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in De: Expedition abgegeben werden. Die Grpedition it an Wochen= tagen bis 7 lbr Abends, an Sonnund Feittagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I, 1508. Telegramm- Adresse: ozialdemokrat Berlins skrat Seri Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beutb- Straße 2. Sonnabend, den 20. Januar 1894. Mart, im Durchschnitt also 2309 M.( gegen 2350 M. im Vorjahr). " Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. den nüchternen Zahlen ausgedrückt ist, daß 7,9 Millionen Und noch besser kann man sich die schroffe Ungleichheit 1893/94 auf 30 080 017 Röpfe stellt, beträgt 5 725 338 362 Es kann kein ärgeres Mißverhältniß geben als es in Die Vertheilung des Einkommens Proletarier insgesammt ein Einkommen von 5868 Millionen in Preußen. Nicht berücksichtigt hierbei sind diejenigen Zenfiten, die Mart, dagegen 0,3 Millionen Reiche, der Zahl nach 1/26 von Die vielfagenden Steuerziffern des Herrn Miquel ein Einkommen von weniger als 900 M. aufweisen, da diese der Zahl des Proletariates, beinahe die Hälfte des den liegen nun auch für das Etatsjahr 1893/94 in einer im bekanntlich nicht einkommensteuerpflichtig sind. Die Mit- Proletariern zufließenden Einkommens, nämlich 2756,6 Mill. Auftrage des Finanzministers vom preußischen statistischen theilungen" enthalten auch keinen Hinweis darauf, wie Mark für sich allein verzehren. Bureau bearbeiteten Publikation vor. In anerkennen groß die Zahl der Erwerbsthätigen mit einem Einkommen werther Bescheidenheit nennt sich diese Arbeit: Miton weniger als 900 M. iſt, und wie hoch fich deren der Einkommensvertheilung in folgender Weise veranschautheilungen aus der Verwaltung der direkten Steuern durchschnittliches Einkommen stellt. Gerade diese Daten lichen. Auf die Angehörigen der einzelnen Einkommenstheilungen aus der Verwaltung der direkten Steuern im preußischen Staate", denn die Veröffentlichung ist so haben aber für uns das größte Interesse, denn sie würden stufen: unter 900 m., 900-3000 m., über 3000 m., verim preußischen Staate", denn die Veröffentlichung ist so in erster Linie die krassen Gegensätze in der Einkommens- theilt sich das Gesammteinkommen in drei an Lückenhaft wie nur irgend eine aus dem Lande des grünen vertheilung beleuchten. Nur mit Hilfe angenäherter nähernd gleiche Theile, aber die Angehörigen der drei Tisches, wo man dem Publikum nur das mittheilt, was für die Regierung von Interesse ist; und das sind bei Schäzungen kann man deshalb die Verhältnisse der Klassen machen 70/100 bezw. 26/100 und 100 aller Erwerbsuntersten Bevölkerungsschichten ermitteln. thätigen aus. Mit anderen Worten: das Einkommen in nns natürlich in erster Linie die Steuerbeträge. Die 2 479 778 steuerpflichtigen Personen( mit einem Preußen vertheilt sich so, wie wenn man bei einer VerWas das Publikum aber am meisten interessirt, die wirt Ginkommen über 900 M.) entsprechen einer Bevölkerungs- theilung von 25 M. unter drei Personen liche Bertheilung des Einkommens, bleibt natürlich nach wie topfzahl von 9 009 536, machen also 27,52 pet. von dieser vor hinter einem mysteriösen Schleier und nicht einmal der Ehrgeiz mit den sächsischen Publikationen über die letzteren Zahl aus. Steuerfrei geblieben find 21 070 481 Köpfe; nimmt man nun an, daß dieser Kopfzahl ebenfalls wirkliche Einkommensvertheilung zu foufurriren, bringt das 27,52 pet. Erwerbsthätige entsprechen, so hätten wir preußische statistische Bureau aus seiner bureaukratischen 1893/94 in Preußen 5 798 596 Erwerbsthätige mit einem Reserve. Nach wie vor ist man deshalb in Preußen auf Einkommen von weniger als 900 m. Schäßungen angewiesen, um der Einkommensvertheilung Durch Vergleichungen mit der sächsischen Ein- Was man unter die Harmonie der Interessen" alles auf die Spur zu kommen. in stufen. 900-3000 Bensiten. Einkommen 0/0 0/0 in 1000 m. Durchschnitts Einkommen. 500 " " 2160 461 7.959 057 319 317 2479 778 " 26,1 96,1 3,9 30,0 100 2968 762 34,4 1372 5 868 060 68,0 737 2 756 576 32,0 8641 5 725 838 66,4 2309 " " dem Armen 1 M. dem Wohlhabenden 6,5 dem Reichen... 17,5 zukommen ließe, womit auf das schönste die ausgleichende Harmonie der Interessen" in der fapitalistisch organisirten Gesellschaft illustirt wird. einordnen kann, erfährt man aber dann erst mit voller Deutlichkeit, wenn man die Einkommenstufen über 3000 Mart noch etwas weiter trennt, als es bisher geschehen war. Die Zahl der Zensiten in den Einkommensklassen 3 000-6000 beträgt: 208 480 6 000-14 500 14 500-36 000 80 433 " über 36 000 " " 22 239 8165 Diese Zahlen sind freilich nur mit Vorsicht zu verwerthen, denn bei den Einkommen über 14 500 Mark, die nur oder faft nur aus der höchft qualifizirten Arbeit des tommen- Statistit und unter Heranziehung der bekannten Steuerpflichtig für das Etatsjahr 1893/94 waren Soetbeer'schen Schägungen ist das Durchschnittseinkommen 2 481 837 Benfiteu( gegen 2 487 886 im Jahre 1892/93) Dieser Klasse auf keinesfalls mehr als 500 M. zu ver mit einem Steuereinkommensoll von 123 190 131 M.( gegen 124 842 848 M. Dem Mehr von 43 951 Zenfiten steht aber anschlagen. Unter Benutzung dieser Schäßungen würde sich ein Weniger von 1 652 717 M. Steuern gegenüber. Es das Einkommen der physischen Personen in Preußen 1893/94 wäre jedoch verfehlt, aus der Verminderung des Steuer folgendermaßen gruppiren: betrages auf eine Verminderung des Einkommens zurück- Einkommen Zahl der zuschließen. Die Verminderung ist vielmehr nur eine rein rechunter 900 m. 5798 596 70,0 2 899 298 33,6 nerische. Für 1892/93 find nämlich zum Vergleiche die Steuerveranlagungen erster Instanz, nicht aber die erfolg unter 3000 reichen Reklamationen, welche das Steuerveranlagungsfoll über 5000 um 3 154 087,62 M. ermäßigten, herangezogen. Das ver- über 900 8 278 874 Total anlagte Einkommen der physischen Personen ist also 8 624 636 100 1040 Rouponabschneidens und des Einstreichens von Unternehmerthatsächlich nicht blos voll 5 724 323 764 M. Aus dieser Tabelle ist unmittelbar abzulesen, daß gewinn fließen, ist jede Kontrolle der Selbsteinschätzung so 1892/93 auf 5 725 338 362 M. in 1893/94 gestiegen, 96,1 pct. der Zenfiten ein Einkommen bis zu 3000 m. gut wie ausgeschlossen. Bei den Zensiten dieser Kategorie sondern noch um denjenigen Betrag, um welchen sich in aufweisen, also feinesfalls in der Lage sind, sich und ist der Staat nur noch auf den guten Willen der Selbstfolge begründeter Reklamationen das veranschlagte Einkommen den Ihrigen eine halbwegs behagliche Existenz zu einschätzer angewiesen, sicher eingeschätzt kann nur der werden, für 1892/93 verminderte. Der Differenz Betrag ist leider schaffen, denn ihr Durchschnitts Einkommen be dem jeder Nachbar in den Topf guckt oder der als Beamter nicht angegeben. trägt nur.737 M.; aber an dieses klägliche Ein leicht kontrollirbare Gehälter bezieht. Dazu enthalten die fommen reichen 70 pCt. der Bevölkerung nicht einmal" Mittheilungen" auch nur einen geringen Anhalt dafür, heran, weisen also nicht einmal das v. Rauchhaupt'sche wie groß das wirklich deklarirte Einkommen ist. Aber Existenzminimum auf. Dazu hat sich die Lebenshaltung lehrreich sind diese Zahlen trotz alledem. Auf die Zensiten dieser Masse, die man füglich ganz zum Proletariate von 3000-14 500 Mart entfallen annähernd 1547 Millionen rechnen fann, seit dem vergangenen Jahre erheblich ver- Mark an Einkommen, also auf 288 918 Benfiten unschlechtert, denn 1892/93 betrug das Durchschnitts gefähr ebensoviel, als was die zehnfache Zahl der einkommen der Zensiten mit einem Einkommen bis Erwerbsthätigen der untersten Klasse Klaffe( unter 900 3000 m. noch 755 M., während es im laufenden Jahre Mark) zu verzehren hat; auf die 22 239 Benfiten auf 737 M. zurückgegangen ist.- Dagegen haben nur 3,9 pGt. der Zenfiten ein Einkommen, das zu einer ver nünftigen Lebenshaltung ausreichend ist, bezw. ein luxuriöses Leben gestattet. Das Durchschnittseinfommen dieser 3,9 pCt. mit einem Einkommen über 3000 m. beträgt 8641 M., also beinahe das zwölffache des Einkommens der Proletarier. Von den Steuerpflichtigen des Jahres 1893/94 find 2 479 778 physische und 2059 juristische Personen. Von den veranlagten juristischen Personen hatten ein Einkommen von Mart lou 1434 Aftien und Aktien- KommanditGesellschaften 195 Bergiverks- Gesellschaften 314 eingetragene Genossenschaften 116 Borschußvereine 264 013 543 37 157 989 2 460 872 1 159 288 Zusammen 304 791 692 gegen 332 834447 M. in 1892/93. Das veranlagte Einkommen der 2 479 778 phyfischen Personen, 8,24 pet. der Gesammtbevölkerung, die sich Feuilleton. Nachdruck verboten.] Helene. [ Alle Rechte vorbehalten. 121 Roman in zwei Bänden von Minna Kautsky. Abscheulich!" Der Duft dieses Briefes haftete an ihren Fingern, gleich wie er an den Fingern ihres Mannes hängen geblieben war. " Sie schüttelte sich vor Ekel, indem sie die Hand mit den ausgespreizten Fingern weit von sich streckte. Aber da erinnerte sie die Bewegung selbst an eine gleiche aus gleicher Ursache. -G Und ich hab' ihn so lieb gehabt so lieb gehabt so lieb so lieb-!!" Sie wiederholte es wieder und immer wieder und glaubte zu vergehen in Jammer. XI. Jm Wartesaal I. und II. Klasse des Münchener Bahne hofes, der zu jener Zeit noch nicht die Ausdehnung und die zahlreichen Ancre des heutigen besaß, waren die Gas lichter bereits angezündet, die den großen architektonisch reich ausgestatteten Raum hinlänglich erhellten. Er war von Reisenden und ihren Begleitern gefüllt, die den Wiener Pariser Schnellzug erwarteten. Nach und nach fanden sich auch Diejenigen ein, die den Personenzug Holzkirchen- Schliersee benußen wollfen, der dem Abgang des ersteren unmittelbar folgte. Als sie an einem der großen Spiegel vorbeikam, die architektonisch verwendet, von einem mächtigen Holzrahmen umgeben waren, erschrat sie über ihr verstörtes Gesicht und die rothgeweinten Augen. Es war an ihrem Hochzeitsabend, wo sie den schönen Strauß in die Hand genommen hatte, in dem eine Karte Auf allen Bänken, die längs der Wände, herumliefen geborgen war, mit demselben, ganz demselben Duft, der und dos- à- dos inmitten des Saales aufgestellt waren, häufte ihre Nerven damals wie heut affizirte und sie erinnerte sich das Handgepäck in allen Formen und Größen. sich seines finsteren Blickes, als sie die Karte ihm über- Eben war Helene Hartmann hereingetreten. reichte, und sie glaubte den seltsam gepreßten Ton wieder zu hören, mit dem er den Namen von dieser Karte las: Lermina!" rief sie, und erschrak über ihre eigene Stimme. Sie schleuderte Brief und Bild weit von sich auf die Erde und brach in ein konvulfivisches Weinen aus. Sie wußte Alles, sie errieth Alles. Gelogen, mir gelogen- um zu ihr zu gehen Erich, Erich!" Wie ein Schrei der Verzweiflung drang sein Name von ihren zuckenden Lippen, dann völlig in sich zusammenbrechend, rang fie die Hände in maßlosem Weh. Sie zog den Schleier darüber und setzte sich in die Ecke, dem Fenster zunächst, das nach dem Perron hinaus ging, der von den dunkelroth gesäumten Wolken des scheidenden Tages erhellt war. Die Unruhe und Bewegung um sie herum war in stetem Zunehmen, sie bemerkte es kaum in ihrer schmerzlichen Bersunkenheit. Da wurden die Thüren, die nach dem Perron gingen, der Einkommensklassen von 14 500-36 000 m. entfallen ca. 400 Millionen Mark, jeder Einzelne also besigt eine mehr als 34 fache Konsumtionskraft als der Durchschnittsproletarier der untersten Klasse; und von den 8165 Millio nären( mit einem Einkommen über 36 000 M.), auf die insgesammt etwa 804 Millionen an Einkommen entfallen, aufgerissen und eine Anzahl Personen, dicht aneinander ge drängt, stürmten herein. Der Wiener Schnellzug war angekommen; er hatte fünfundzwanzig Minuten Aufenthalt. Die Mehrzahl der Passagiere begaben sich nach dem Büffet, andere gingen auf und nieder, um die nach langer Fahrt steifen Glieder wieder gelentig zu machen. Man richtete an seinem Gepäck und an sich selbst, trank Bier, plauderte laut miteinander, rief den Bediensteten zu, verlangte dieses und jenes, schimpfte, wenn es nicht sofort zur Stelle war, kaufte, handelte, zahlte oder wünschte fein Geld zu wechseln. Alles mit jener Unbekümmertheit, Selbstfucht und nervösen Haft, die die Reisenden eines Schnellzuges charakterisiren. Einige Zeitungsverkäufer waren zur Stelle und boten mit lauter, gellender Stimme Tages- und Wochenblätter aus. Einer derselben trat zu Helene und sprach sie an. Sie winkte nur abwehrend mit dem Kopfe. Er ließ sich nicht abweisen, und während er scheinbar eine Auslese unter seinen Blättern traf, drückte er ihr einen Bettel in die Hand. " Nehmen Sie," sagte er leise und dringend, Herr Ebner bittet Sie, das zu lesen." Und als sie ihn verständnißlos anstarrte, fügte er ungeduldig hinzu:" Da giebt's tein Besinnen, Madamchen, es Und handelt sich um etwas Wichtiges, lesen Sie nur." in seinen anpreisenden Geschäftston verfallend:„ Es sind die neuesten Fliegenden Sie können mir das Geld dafür geben, wenn ich wieder vorbei tomme- und Ihre Antwort auch," setzte er leise hinzu. " 00 verzehrt jährlich jeder 197 Proletariereinkommen, nein, 1 Die Bewilligungen nach Maßgabe dieses Gesetzes sind Wenn solches ungestraft im Mittelpunkt des Kulturs er verzehrt die Proletarier selbst und deren viergliederige aus dem Reichs- Invalidenfonds zu bestreiten. Die für die und Rechtsstaats Preußen verübt werden darf, dann ist Familie, indem er deren Einkommen für sich verzehrt. Zwei Jahre 1893/94 und 1894/95 erforderlichen Deckungsmittel für Preußen das Wort Kultur und Recht zu einem Hohn Proletarier auf jeden Millionär müssen täglich langsam dürfen aus dessen Kapitalbeständen bis zum Höchstbetrage geworden. verhungern, damit diese 8000 Millionäre in Saus und von je 1 250 000 M. flüssig gemacht werden. In jedem Fall sind die Vorkommnisse des gestrigen Braus leben können! Und der eine Krösus im Re- Der Eintritt der verbindlichen Kraft dieses Gesetzes Tages so kompromittirend für unser Staatswesen, daß die gierungsbezirk Düsseldorf, der ein Jahreseinkommen von wird auf den 1. April 1893 festgesetzt. Regierung es dent öffentlichen Rechtsgefühl nicht blos mehr als 7 Millionen Mark besitzt, verbraucht für seine Der Entwurf einer Abänderung des Berggesetzes sondern auch sich selbst schuldig ist, die Person sogar allein 1400 Proletariereinkommen, 15 Prole- ist dem Herrenhause zugegangen. Die Vorlage bezieht sich it rengste Bestrafung der Schuldigen zu tarierexistenzen täglich! Fürwahr, der Entwickelungsweg auf die Verfügungsrechte der Grundeigenthümer. veranlassen. des Kapitalismus ist mit Leichen besäet. Die internationale Sanitätskonferenz wird am 7. Februar zusammentreten. Politische Leberlicht. Berlin, den 19. Januar. Die sozialdemokratische Fraktion hat am heutigen Tag folgende Interpellation eingebracht, die voraus sichtlich in den nächsten Tagen zur Verhandlung kommen Die Unterzeichneten richten an den Herrn Reichskanzler wird: die Frage: veranstalten? Und hier stehen wir nun vor der Frage: wer sind die Schuldigen? haben die Polizisten, welche gestern unschuldige Bürger mißhandelten, auf eigene Faust Zum preußischen Wahlgesetze. Am Schlusse eines gehandelt, oder auf Befehl? beachtenswerthen Artikels über die Leistungsfähigkeit bei der Wenn letzteres: wer hat den Befehl gegeben? Einkommensteuer schreibt Heinrich Freiherr v. Bedlig in Untergeordnete oder höhere Beamte? Haben den Grenzboten" über das preußische Wahlgesch:" Nicht sich politische Strebungen und Ziele in die viele würden ihm ihre Thräne nacheinen, wenn es den Aktion der Polizei gemischt? als bräche über einer Weiterentwickelung des Grund- Bestand, wie bei den Februar- Krawallen" vor zwei satzes, wonach die Leistungsfähigkeit der Steuerpflichtigen Jahren, in gewissen Kreisen die Absicht im Inter den Maßstab für ihre Herauziehung zur Steuer bilden eise der Reaktion einen Straßenkampf zu foll". Volksvertretung und Volk. Als der Kampf um Die Thatsache, daß in militärischen Kreisen vor der Welche Maßregeln haben die verbündeten Regierungen er die Militärvorlage entbrannt war, riethen wir den Wählern, Versammlung am Friedrichshain die Meinung verbreitet griffen oder gedenken sie zu ergreifen, um dem notorisch vor sie sollten ihre Abgeordneten scharf überwachen und ihnen war, es drohten ernste Ruheſtörungen, läßt auf weites dro schließen. Und unser Verdacht wird ge handenen Noth stande entgegenzuwirken, der infolge an fräftig zu Leibe gehen, um jedem servil opportunistischen reichende Dauernder Arbeitslosigkeit, sowie der allgemein gedrückten Gr- Seitensprung vorzubeugen. Leider waren die Wähler nicht stärkt und bestätigt durch die Telegramme, in denen die werbsverhältnisse, in den weitesten Voltskreisen herrscht. überall so klug, diesen Rath zu beachten. In vielen Wahl- Vorkommnisse von Berlin nach auswärts gemeldet wurden. Berlin, den 19. Jauuar 1893. freisen, namentlich in solchen, wo Antisemiten und National So ward z. B. dem Leipziger Tageblatt" telegraphirt: liberale kandidirten, ließen die Wähler sich durch heuchlerische und doppeldeutige Rebensarten und jesuitische Versprechungen täuschen. Und so kam dann die Militärvorlage zu stande mit Hilfe der zweizüngigen Demagogen, die ihr Mandat nur dadurch erschlichen hatten, daß sie die Wähler in den ( Folgen Namen.) Im Auftrag der Fraktion wird Liebknecht die Interpellation begründen, Bebel und Singer in der Debatte das Wort ergreifen. Bei dieser Gelegenheit wird die Regierung nicht umhin können, die vorgeftrigen Vorgänge aufzuklären. Glauben versezten, sie würden gegen die Vorlage ſtimmien. Berlin, 18. Januar. Eine Arbeitslosen- Versammlung in der Brauerei Friedrichshain, die von etwa 2000 Mann besucht war, wurde um 11 Uhr geschlossen, der Einberufer vorher verhaftet. Die Menge faßte im Friedrichshain und in dessen Umgebung Posto. Ein startes Polizei sie mit fie Der finge, ufgebot zerstreute te mi Gegenwärtig handelt es sich nun darum, die Kosten der Wer dies liest, muß denken, ein Aufstandsver Ans dem Reichstag. Die erdrückende Mehrzahl der Militärvorlage dem arbeitenden Bolte aufzuhalsen und die such sei durch die Energie der Polizei ver Reichsboten zieht es vor, zu Hause bei Muttern zu bleiben armen Reichen fürsorglich aus der Steuer Schußlinie zu hindert worden, Verräth diese Fassung nicht die und sich um die Vorgänge im Reichstag möglichst wenig entfernen. Für den Augenblick erscheint dieses Bestreben Gedanken und Wünsche des Urhebers? Und zu kümmern. Die wenigen Abgeordneten aber, welche zur allerdings hoffnungslos-die überwältigende Mehrheit wer die Urheber dieser Telegramme, und wessen Agenten Stelle find, sei es, daß sie so wie so in Berlin wohnen, sei des Reichstags verhält sich ja entschieden ablehnend. sie sind, das weiß man. es, daß sie für den betreffenden Gegenstand gerade ein be- G3 tönnte den Wählern aber sehr schlecht bekommen, Der Reichs- Anzeiger" von heute Abend hüllt sich in sonderes persönliches Interesse empfinden, die entwickeln wenn sie sich hierauf verlassen, und die Hände nun in den Schweigen. Die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" meint, sprechungen bezüglich der Militärvorlage gebrochen haben, ausbleiben". eine Redelust, welche einer besseren Sache würdig wäre. Eine längst zu den Todten gelegte Steuervorlage noch Schooß legen wollten. Die Abgeordneten, die ihre Verein amtlicher Bericht über die Vorfälle werde wohl nicht M todush tödter zu reden, ist wirklich ein Vergnügen, für das wir sind auch fähig, ihr Wort in der Steuerfrage zu brechen. Ein amtlicher Bericht genügt nicht. kein Berständniß haben. Todt ist aber die Weinsteuervorlage Mancher der Abgeordneten, der in den jüngsten Debatten Die National Zeitung" stellt eine genaue Unterund auch die heute von dem Abg. Gamp und dem Mini- fich gegen die Steuerlaften erklärte, that es nur aussuchung" in Aussicht und sagt: Der Zusammenstoß der sterialdirektor Aschenborn an dem Leichnam vorgenommenen Angst vor seinen Wählern. Sitzen die Wähler Polizei mit den Arbeitslosen soll durch vorGalvanisirungsversuche waren eitle Liebesmühe. Todt ist ihm nicht auf dem Nacken, dann wird diese Angst rasch zeitiges Eingreifen der Beamten pertodt und abgesehen von einer etwas erhöhten Börsensteuer verranchen und eine Majorität sich für die Steuervorlagen anlaßt worden sein." wird Herr Miquel von seinem ganzen Steuerboquett nichts aus der parlamentarischen Schlacht retten. Unter den Gegnern der Vorlage zeichnete sich heute durch Sachkenntniß und Energie besonders die Rede des Elsässers Simonis aus. ebenso gut finden, wie weiland für die Militärvorlage. Nun ist zwar die National Beitung" von einem Man täusche sich nicht. Die große Mehrheit des Reichs Mitglied der Regierung wiederholt zu offiziösen Mittages gehört der befizenden Klasse an und ist den Steuer theilungen benutzt worden, allein einen autoritativen vorlagen, die ja sie nicht drücken, nicht minder sympathisch Charakter trägt diese Mittheilung nicht, und da die offiziellals weiland der Militärvorlage, deren Annahme im po- offiziöse Norddeutsche Allgemeine Zeitung" eine sehr ver Da noch ein gutes Bäckerduhend von Rednern vor: litischen Interesse der besitzenden Klaffe lag. Der Wider schwommene, auch sonst ungenügende Erklärung abgiebt, und gemerkt ist, feiner der Herren auf sein Sprüchlein verstand gegen die Militärvorlage war eitel Heuchelei und das amtliche Drgan schweigt, so müssen wir die Forzichten will, ein Schluß aber unmöglich ist, da jeden Angst vor den Wählern. Am Anfang einer fünfjährigen berung einer vor vor nichts zurückweichenden, Moment die Beschlußfähigkeit angezweifelt werden könnte, Legislaturperiode konnte man es wagen den Wählern ein Niemand fchonenden Untersuchung und uns so wurde die Debatte vertagt und wird also morgen noch Schnippchen zu schlagen; und so fand sich denn die nöthige nachfichtliche Bestrafung der Schuldigen aufs nachdrücklichste weiter geredet werden. Majorität. Mit den Steuervorlagen wird es wiederholen. Bundesrath. In der am 17. d. Mis. unter dem ähnlich ergehen, wenn die Wähler nicht auf Wir theilen nun einige Preßstimmen mit. Die er Vorsitz des Bizepräsidenten des Staatsministeriums, Staats- der Hut sind. Sie dürfen sich nicht mit elastischen wähnte Notiz der„ Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" sekretär des Innern Dr. v. Bötticher abgehaltenen Plenars doppeldeutigen Rebensarten abspeisen lassen. Günstig den lautet vollständig: fizung des Bundesraths wurden der Entwurf einer Wählern ist die Möglichkeit, wenn auch nicht Wahrschein Gemeindeordnung für Elsaß- Lothringen, der Entwurf eines lichkeit einer Reichstags Auflösung. Erfolgt sie, so haben Gesetzes über Menderungen und Ergänzungen des Gerichts- die Wähler dafür zu sorgen, daß alle, die in der Militärverfassungs Gesetzes und der Straf- Prozeßordnung, sowie vorlage ihr Wort gebrochen, zunächst das ganze Antis der Beschluß des Reichstages wegen Revision betreffend die semiten volt, beseitigt, und nur für solche Männer geInvaliditäts- und Altersversicherung den zuständigen Aus- stimmt wird, die ehrlich Farbe bekennen und deren Wort schüssen überwiesen. Dem Entwurf eines Gesetzes wegen etwas werth ist. M Ueber die Vorgänge nach der gestrigen Versammlung der Arbeitslosen berichten das Kleine Journal" und der Vorwärts", daß es in den Straßen um den Friedrichshain und in der Neuen Königstraße zu hartem Zusammentreffen zwischen der Polizei und den Arbeitslosen gekommen sei". Ein amtlicher Bericht über diese Vorfälle wird wohl nicht ausbleiben. Die in Aussicht genommene Agitation für das Feststellung des Landes- Haushaltsetats von Elsaß- Lothringen In jedem Fall, ob Auflösung oder nicht, hängt das allgemeine Wahlrecht zum preußischen für 1894/95 wurde die Zustimmung ertheilt. Die Berechnung Schicksal der Steuervorlagen von den Wählern ab, die Landtage soll nach der Kölnischen Volks- Zeitung" der der nach dem Entwurf des Reichs- Haushaltsetats für sich ihrer Abgeordneten versichern müssen, wenn sie nicht sozialdemokratischen Parteileitung auch schon deshalb nicht 1894/95 zur Deckung der Gesammtausgabe aufzubringenden verrathen sein wollen. unwillkommen sein, als durch dieselbe zugleich die AufmerkMatrikularbeiträge wurde genehmigt. Endlich wurde wegen Ueber die gestrigen Polizei Tumulte herrscht in famkeit von gewissen Strömungen in der Partei, es sei nur Befehung einer Mitgliedsstelle bei einer Disziplinarkammer allen Volksschichten eine wachsende Erregung. Jeder fühlt an die Gewerkschaftsfrage erinnert, abgelenkt wird. Was Beschluß gefaßt. Es ist ähnlich wie nach der 2üd die neunmal Gefcheidten am Rheine alles wissen. BielDas Gesetz betreffend die Gewährung Schießerei- Niemand fühlt sich mehr auf der Straße leicht erinnern sie sich noch daran, daß die Frage der Landvon Unterstützungen an Invalide aus sicher. Was am 18. Jannar 1894 zweitausend Arbeitslosen tagswahl- Agitation vorher angeregt war, bevor die„ Gewerkden Kriegen von 1870 und an deren Hintergeschah schaftsfrage", die übrigens niemals in der Form, wie das Männern, die durch ihr Unglück doppelte bliebene wied heute vom Reichs Anzeiger" ver- Rücksichtnahme und doppelten Respekt einflößen mußten, Blatt annimmt, existirte, ins Rollen gekommen war. öffentlicht. das fann jedem Bürger geschehen. Und er ging weiter, feine Fliegenden" ausrufend. Helene hielt diese zugleich mit dem Zettel vor ihre Augen. Es war Konrads Schrift, er hatte in Eile einige Beilen mit Bleistift darauf gefrigelt. Sie schlug den Schleier zurück und versuchte zu lesen. Sie vermochte es nicht; die Buchstaben tanzten vor ihren Augen und sie fühlte sich unfähig, sie aufzufassen nnd zu verstehen. Mit hilflosen, thränenden Augen blickte sie um sich. Sie suchte Konrad und fand ihn nicht. Da bemerkte fie Lazar einige Schritte von ihr, dem Spiegel zunächst, und nun reihte sich in ihrem zermarterten Kopfe bligartig Gedanke an Gedanke: Der Russe erwartete seine Frau zu Konrad gefagt. heute" hatte er War er mun hergekommen, um sie zu empfangen? Aber wenn sie mit dem Wiener Zuge gekommen war, mußte sie hier sein und doch stand er allein, die Arme verschränkt, schier theilnahmlos- und wo war Ebner was verlangte er von ihr? fich bedroht. Lückflüstern Sie ihr den Namen„ Sonja" zu. Eine willige Hand wird sich Ihnen entgegen strecken, um die Tasche in Empfang zu nehmen. Geben Sie sie ihr, damit ist Ihre Mission zu Ende. Es rechnen auf Ihre Güte und Ihren Muth Ihre Freunde." Lene hob den Kopf. Der Nebel war von ihren Augen gewichen, die Lähmung von ihren Muskeln. Sie athmete tiefer und freier. Ein neuer Impuls war ihrem Wollen gegeben und ihr junges Herz schlug höher bei dem Gedanken, daß es in ihrer Macht lag, anderen Hilfe zu bringen, im Augenblick einer Gefahr. Die Reichskommission für Arbeiterstatistik. Das Sie hatte eine kleine Wendung, von Lazar hinweg vollzogen und vor dem Spiegel Halt gemacht. S Jetzt erst konnte Helene, die dem Spiegel gegenüber saß, sie durch denselben genauer betrachten. Sie hatte ein hübsches und kluges Gesicht mit lichtem Teint und lichtem Haar, ein mattes Blon, und auch die Augen waren licht, groß und ruhig. Der dunkle Bogen, der sie überspannte und die schwarzen Wimpern verliehen diesem hellen Gesichte einen schärferen Zug, zu dem der fein geschwungene Mund vortrefflich paßte. Dieser Mund schien zu lächeln.. Niemand konnte das nervöse Bittern in den tiefgezogenen Winkeln bemerken, Der Zeitungsverkäufer, der ein erprobter Genosse war, auch Lazar nicht, obgleich er dicht hinter ihr stand und fam wieder an ihr vorüber und sie tauschte mit ihm einen unverwandt, mit bewundernden Augen das Spiegelbild beFlaren Blick des Einverständnisses. ws.hisriding a trachtete. Und nun vollzog sich alles in der angegebenen Weise. Es war anziehend genug, um dies begreiflich finden Als sie ihre Hand auf die Tasche legte, glitt ein Lächeln der zu lassen. Freude und des Triumphes über das junge, verweinte Gesicht. Biele der im Saale Befindlichen hatten dem schönen Sie ließ sich neben derselben auf die freistehende Bank Weibe nachgesehen und mehr als Einer beobachtete, gleich nieder und blickte aufmerksam um sich, um diejenige zu suchen, der sie sie übergeben sollte. Der Saal war in diesem Augenblicke vollgepfropft, das Zeichen zur Abfahrt mußte schon in den nächsten Minuten erfolgen. Ein Funken von Willenskraft war ihr erstanden. Cie brachte den Zettel vor ihre Augen und las: Helfen Sie uns! Wir sind beobachtet, jede unserer Bewegungen steht unter Kontrolle. Und doch ist es für uns von Wichtigkeit, einer Dame, die mit dem Schnellzug Helene spähte nach der weißen Müze umher und hatte gefomnien ist und sofort weiter reist, eine Handtasche zu fie bald gefunden. übergeben. Ihre Trägerin kam eben herangeschritten. Wollten Sie das übernehmen? das übernehmen? Ich flehe Sie Es war eine große schlanke Gestalt von freier und ebler darum au. Haltung. 1150 Sie werden die Dame leicht herausfinden. Gie trägt Sie trug einen seidenen, lichtgrauen Paletot und eine ein weißes Mühchen, und an der Brust ihres lichtgrauen weiße Rose am Busen. Kleides eine weiße Rose. Die fragliche Tasche wird Ihnen Es fonnte nicht leicht ein Jrrthum sein. Sie erschrat, durch den Ueberbringer dieses genau bezeichnet werden, als sie sie jetzt direkt auf Lazar zukommen fah. indem er ein Zeitungsblatt darauf legen wird. Ist das Das fonnte Alles verrathen und Alles in Frage stellen. geschehen, bemächtigen Sie sich derselben, als wäre sie Ihr Da tauchte Konrad auf, den sie bisher nicht bemerkt Eigenthum. Sobald das Zeichen zur Abfahrt gegeben ist, hatte und vertrat der Dame den Weg. Hatte er ihr ein suchen Sie im Gedränge sich der Dame zu nähern und Zeichen gegeben? ihm, jede ihrer Bewegungen. Sie hatte das weiße kleidsame München vom Kopfe genommen und als sie es auf die Konfole vor dem Spiegel legte, klopfte sie mit dem Knöchel zwei Mal rasch auf die Holzplatte. Lazar erkannte das Meldezeichen und lauschte mit geschärften Sinnen auf eine weitere Kundgebung. Ruhig und mit der unbefangenften Miene von der Welt begann sie jetzt vor dem Spiegel ihr Haar zu ordnen. Sie zog die großen Schildpattnadeln heraus und legte eine nach der anderen auf die Konsole, und jedes Mal berührte ihr Knöchel in rythmischer Folge in bald fürzer, bald länger auseinander gehaltenen Schlägen das Holz. Lazar geübtes Ohr zählte und buchstabirte ein Wort heraus: Beobachtet?" Ein kaum merkbares Nicken seines Kopfes gab dem Spiegelbilde die Antwort. ( Fortsegung folgt.) Einen Fortschritt bedeutet diese Renderung nicht, da nun statt eines Konservativen zwei Konservative in die Kommission gewählt werden dürften, wodurch die Aufgaben dieser Körperschaft sicherlich keine Förderung erfahren 19tiedrellateM werden. = M " Regulatio für die Errichtung einer Kommission für Arbeiter- werden, im Reiten ausbilden müßten, es würde, wenn das| thäter nicht ausfindig machen können. Man ist allgemein der tatistit vom 1. April 1892 hat eine Abänderung dahin er- Institut eingehe, eine Schädigung der Landwirthe und der Ueberzeugung, daß hier Racheakte" der Arbeiter vorliegen. fahren, daß 1. im§ 2 die Zahl der Mitglieder der Kom- Veterinär Mediziner playgreifen, auch würde weiter durch die Besser würde man sich ausdrücken, wenn man von Thaten der mission von 12 auf 14 erhöht worden ist, von denen 6 vom 3ahl der Pferdekundigen eine Hebung der Pferdezucht herbei Verzweiflung spräche. Die Geschichte der Arbeiterbewegung Bundesrath und 7 vom Reichstag zu erwählen sind, und geführt. in diesem Landstrich erklärt alles; wir wollen sie daher daß 2. dementsprechend im§ 8 die Beschlußfähigkeit der einen Theil ihres Kneipgeldes zur Unterstützung des Reitinftituts fie lebrreich ist, höchst lehrreich in mehr als einer Hinsicht. Sie Wenn die Herren Studenten ihre Saufgelage einstellen und ein bischen näher in Augenschein nehmen; auch deswegen, weil Kommission statt von der Anwesendestens verwenden wollten, brauchten sie sich nicht auf den Bettel im lehrt uns erstens die wahren Terroristen kennen und zweitens von 7 Mitgliedern von der Anwesenheit von mindestens 8 Mit- Großen zu verlegen, und gerade fie fosten doch dem hessischen beweist sie tlipp und klar, daß wir mit der gewerkschaftlichen gliedern abhängig gemacht worden ist. Eme Abschrift des Volke Geld genug, denn der Staat fordert für die Universität Aftion allein nie und nimmer unser Ziel erreichen. Regulativs in der abgeänderten Fassung ist dem Reichstag Gießen, damit die Söhne der Reichen studiren können, einen Im Jahre 1889 war die Lage der Bildt'schen Landarbeiter zugegangen, der nunmehr die Wahl der 7 Mitglieder vor- Buschuß für die nächste Finanzperiode von jährlich 554 580 m., die denkbar schlechteste. Frauen- und Kinderarbeit, ein Schwitzsunehmen hat. das ist gegen die letzten drei Jahre ein Mehr von 73 816 M. fyftem mit gezwungener( verpflichteter) Ladenkundschaft, hatte jährlich. die Noth und Unterdrückung auf die Spize getrieben. Von den Die neue Gemeinde Ordnung für Elsaß Loth- leben. Die Arbeiter, die sich ihrer traurigen Lage völlig bewußt 2000 Familien mußten beinahe 1400 von 300 Gulden im Jahre ringen theilt, wie offiziös verlautet, das Land in Stadt- waren, suchten nun ihr Heil in der Vereinigung. Es entstand und Landgemeinden. In den ersteren, den Städten, ist der eine träftige Bewegung, die beffere Löhne, Abschaffung des Gemeinderath fortan berechtigt, für den Bürgermeisterposten Schwigsystems, der Frauen und Kinderarbeit und anderer MißEntmündigungsverfahren. Die Fälle Morris de drei Personen vorzuschlagen. Wenn keine dieser drei als bräuche bezweckte. Auch die Frauen betheiligten sich eifrigst an Jonge, Paasch, Sternberg 2c. haben die Aufmerksamkeit der geeignet befunden wird, so erfolgt die Ernennung ohne dieser Bewegung. 1890 schloß sich der Arbeiterverein der sozialöffentlichen Meinung auf das Entmündigungsverfahren ge- darf anstatt eines Bürgermeisters einen besoldeten Berwalter zur Erreichung ihrer durchaus nicht übertriebenen Forderungen weiteren Vorschlag durch die Regierung. Die Regierung demokratischen Partei an. aiz > lenkt. Stabsarztes a. D. Dr. med. Sternberg und dessen Ehefrau erweitert. Dem preußischen Herrenhauſe ging seitens des bestellen. Dagegen sind die Befugnisse des Gemeinderaths versuchten die Arbeiter, mit den Bauern zu unterhandeln; allein, an deren Egoismus scheiterte der erste Versuch, so daß die Areine Beschwerde über Einleitung des Entmündigungsverbeiter jetzt ganz auf ihre eigene Kraft angewiesen waren und befahrens unter mehrfachen Rechtsverlegungen" zu. Auch diese neue Maßregel wird das Band zwischen schlossen, auf eigene Faust zu handeln. Die erste That war, daß Der Beschluß des Herrenhauses ging dahin, die Petition der Elsaß- Lothringen und dem Reiche nicht fefter knüpfen.die meisten verheiratheten Frauen beschlossen, nicht mehr auf dem töniglichen Staatsregierung als Material für eine im Sinne Lande zu arbeiten, und daß man auch die Kinder unter Verbotene Zeitungen in Elsaß Lothringen. Die 12 Jahren vom Felde zurückhielt. Eine Lohnerhöhung für die eines wirksameren Schutzes, als das freie Ermessen des amtliche Lothring. Zeitung" enthält ein Verzeichniß sämmt Männer ward dadurch unbedingt nothwendig, und die organiRichters und die Gutachten der von ihm oder von der licher in Elsaß- Lothringen auf grund des Diktatur- Para- firten Arbeiter forderten jetzt eine Lohnerhöhung von 9 auch Polizeibehörde beauftragten Sachverständigen, dadurch, daß graphen verbotenen Zeitungen. Es sind im ganzen 84 und 12 Cents die Stunde( 10 Cents= 17 Pfennige). Fürwahr, ein hierbei nicht juristische und medizinische, sondern lediglich darunter nur eine einzige in deutscher Sprache erscheinende, Hungerlohn, wenn man bedenkt, daß es durchaus nicht das die praktischen Gesichtspunkte der erwiesenen Hilflosigkeit ein schweizer Organ unserer Partei. Alle anderen erscheinen ganze Jahr hindurch Arbeit giebt. Nach einer furzen Arbeitsoder Gefährlichkeit ausschlaggebend sein dürfen, zu veran- in Frankreich. Unter diesen haben 11 sozialistische oder einstellung, die einen friedlichen Verlauf nahm, blieben die Arlaffende Reform des Frrenwesens zu überweisen." anarchistische Tendenz. Der Diktaturparagraph in Elsaß- beiter Sieger. Die Antwort der Regierung lautet: Es find Lothringen ersetzt vollkommen das selige Sozialistengeset. daß der Zeitpunkt gut gewählt war und die Bauern durchaus Sie verdankten diesen Erfolg hauptsächlich dem Umstande, statistische Erhebungen über die ErgebDie Wirkungen sind die gleichen, wie die Ergebnisse der nicht auf einen solchen Angriff von gut organisirten Arbeitern nisse des Entmündigungsverfahrens an letzten Wahlen zum Reichstage flar bewiesen haben. Damit vorbereitet waren. Von nun an aber waren die letzteren darauf geordnet und gutachtliche Aeußerungen über die Um- ist aber noch nicht gesagt, daß die Regierung dieselben bedacht, den Arbeitern ein folgendes Mal auch organisirt entgestaltung des Verfahrens erfordert. Die Reform des Konsequenzen zieht und das elsaß- lothringische Ausnahme- gegenzutreten, und dies gelang ihnen nur zu gut. rrenrechts bildet den Gegenstand besonderer gesetz abschafft. Uns kann auch dies recht sein. Als im August 1890 wieder eine Arbeitseinstellung ausbrach, Erwägung. Die schon vor Fassung des nebenstehenden Die Parteifonstellation in Ungarn war bisher werden sollten, fanden die Arbeiter Bächter und Landbefizer treu wobei die Hauptforderung war, daß alle Arbeiter beschäftigt des Beschlusses eingeleiteten Verhandlungen zur Abänderung lediglich durch die staatsrechtliche Auffassung des Verhält vereint auf den Kampfplatz. der bestehenden Vorschriften über die Aufnahme von Geistes- nisses zu Desterreich bedingt. Die Nothwendigkeit der Ein- Die Arbeiter waren erst naiv genug, zu glauben, daß die franken in Brivat Jrrenanstalten und die Beaufsichtigung führung der Zivilehe und anderer firchenpolitischer Re- Großgrundbefizer vermittelnd eintreten würden; die Enttäuschung der letzteren sind noch nicht zum Abschlusse gelangt." formen scheint einen Umschwung in der Stellung der sollte bitter sein. Das erste, was die Großgrundbefizer verAus der bayerischen Kammer der Abgeordneten. Parteien herbeizuführen. Die äußerste Linke, die an den anlaßten, war, daß das Land mit Militär und GenAns München wird telegraphirt: nationalen und staatsrechtlichen Forderungen Kossuth's vom wirft ein grelles Schlaglicht auf die Nebelstände der kapitalistischen darmerie überschwemmt wurde. Das zweite, was sie leisteten, Der Zentrumsantrag gegen die Herabsehung der Jahre 1848/49 festhält, nähert sich der sogenannten liberalen Gesellschaft. Sie beschlossen, lieber die Frucht auf dem Felde Getreide Schußzolle bei dem eventuellen Abſchluſse Regierungspartei, während aus dieser immer mehr Mit- verfaulen zu lassen, als zu dulden, das die Forderungen der des russischen Handelsvertrages sowie gegen die Auf- glieder, so der ehemalige liberale Ministerpräsident Szapary Arbeiter bewilligt würden; und sie legten ein Kapital zusammen, hebung des Identitätsnachweises wurde angenommen. Der und ein Neffe des Grafen Julius Andrassy ausgetreten das den Bauern den eventuellen Nachtheil ersehen würde. Es Minister des Innern, Freiherr von Feiligsch, erklärte, die bayerische Regierung werde einen eventuellen Antrag im find. Trotzdem dürften die Forderungen der Regierung, ist selbstverständlich, daß die Arbeiter diesem Bündniß nicht gewachsen bayerische Regierung werde einen eventuellen Antrag im die unzweifelhaft einen Fortschritt bedeuten, auf Annahme waren. Trotz allen Heldenmuthes wurde die Schlacht verloren. Bundesrathe hinsichtlich des Identitätsnachweiſes forgfältigt im Barlamente rechnen. Das alte Parteigefüge geht wie Jetzt blieb den Bauern noch übrig, den Arbeitervein völlig zu bie maveifelhaft einen Forts prüfen mit bezug auf die Interessen Bayerns. Die alten Parteien im bayerischen Landtag wollen in England, Deutschland, Desterreich und Belgien auch in sprengen. Und auch dieses gelang, trotzdem die Verfassung das gegen die unbequemen Sozialdemokraten, denen sie nicht Ungarn seinem Ende entgegen. Es wird ganz zusammen- der Bauern. Diejenigen, die sich nicht vom Verein lossagten, Vereinsrecht gewährt. Die Arbeiter wohnten in den Wohnungen mit Gründen beikommen können, die Redegouillotine in An- brechen, wenn dem Parlamente die Beschäftigung mit den wurden im Monat Februar bei der größten Kälte mit Frau und wendung bringen, um sie mundtodt zu machen. Dem Ver- sozialen Forderungen der Arbeiterklasse durch die Ent- Kind an die Luft gefeßt.. nehmen nach ist eine Art Verabredung zwischen den beiden wicklung des Kapitalismus aufgezwungen werden wird. Die armen gehegten Proletarier hatten keine Vertretung im großen Parteien des Landtages getroffen worden, die Die internationale Polizei. Als nach dem Pariser auf die Verfassung. In diesem rein gewerkschaftlichen Kampfe .2013 1nad Parlament, die Protest erhob gegen diesen Angriff der Besitzer Debatten fortan durch Schlußanträge abzukürzen. Das Ab Kammertopf- Wurf das Reptilgeschrei nach internationalen haben sich die Arbeiter den Kopf eingerannt an der harten schreiben der Generalbebatte über die Versicherungsgefeße Abmmunople ugen den Anarchismus anhub, erklärten wir Dauer der tapitaliſtiſchen Bwingburg. am Dienstag war bereits ein erster Versuch, dieses famose das für eine elende Komödie, und bemerkten, daß die sozialistische Arbeiterschaft bestehen könnte, findet man jetzt eine Abmachungen Swingburg, Tindet man febt eine zielbewußte Abkommen in die Praxis zu übersetzen. Unsere Genossen Polizei schon jetzt, so weit es sich um Verbrechen und Ver- verzweifelte Masse. in der bayerischen Kammer werden den Herren ihre lungen- brecher handele, auf das Vollkommenste international et es um Wenn aber in der Nacht der Schreckensruf:" Feuer!" fich schonende Absicht schon zu versjalzen wissen. organisirt sei, und daß sie eine mehr als genügende inter- durch das Dorf perbreitet, und der Himmel sich roth färbt von Im Lande des Papageno- Landtags ist die Ver- nationale Organisation gegenüber dem fogen. anarchistischen die Bauern, anstatt den Thätern zu fluchen, die Augen niederden Flammen, die vom brennenden Hofe aufsteigen, so mögen kommenheit der kapitalistischen Ordnungsgesellschaft zu bestätigt. Spanische Anarchisten wurden in Frankreich ver- Schuld. Treiben besitze. Das hat sich seitdem im vollsten Maße schlagen und seufzen: mea culpa, es ist meine eigene Klassischstem und krassestem Ausdruck gelangt. Das ge müthliche" Sachsen mit seinem gutherzigen, gefälligen," ge- haftet und auf grund der bestehenden Gesetze bildeten Bolk ist, gerade durch den Gegensah, auch die Spanien ausgeliefert. Und Aehnliches geschah in Nächsten Montag Vormittag finden in Berlin Heimath anderen Staaten. Wie international die politische Seina behesten, beschränktesten und hafenherzigsten Polizei" aller Länder organisirt ist, davon wissen die fünf Arbeitslosen- Versammlungen statt, in denen die Reaktionstreibens geworden. Daß die Vertreter herrschenden Klasse sich zu schwach erklären, einem Sozial- deutschen Sozialdemokraten manch Lieblein zu singen. fünf Berliner Reichstags. Abgeordneten referiren demokrat Rede zu stehen und sich freiwillig ein Schloß vor Heute erfahren wir ein neues Beispiel. Bei der lezten den Mund legen, das ist noch niemals dagewesen. Und Anarchistenjagd" in Frankreich noch niemals ist es dagewesen, daß die Ordnungssäulen Anarchisten", sondern den Briefkaffen der Redaktion. von 42 Gemeinden in der Nähe der Landeshauptstadt, also 3ösischen und anderer Regierungen galt, Sprechstunde der Redaktion. des Zivilisations Mittelpunkts, jammernd und heulmeierud wurde Zivilisations- Mittelpunkts, Alle unsere Leser, die uns in der Sprechstunde zu Rathe 18 in der an den Landtag gehen und ihn um Schutz gegen die immer die mit zügellofer werdende Sozialdemokratie anwinseln. Dabei haben, allerhand für verschiedene auswärtige Regierungen, siehen wollen, werden im eigenen Interesse und im Interesse haben die tapferen Männer nicht einmal die Kourage, zu namentlich die russische, interessantes unserer spärlich zugemessenen Zeit dringend gebeten, alle Schrifthaben die tapferen Männer nicht einmal die Kourage, 3 Material vorgefunden. Dieses Material ist den stücke auf ihre Angelegenheit gleich beim ersten Besuch mitsagen, es feien die Sozialdemokraten, vor denen fie so höllische Angst haben. Sie plärren: betreffenden Regierungen von der franzubringen. - an die aber nicht den der den Feinden, fran: russischen und sonstigen Flüchtlingen, Anarchisten" nie etwas zu thun gehabt fverden. 13 Bei Beginn der Dunkelheit durchzögen junge Burschen, oft zösischen Regierung mitgetheilt worden. Desgleichen bitten wir die Leser, welche brieflich eine im in größeren Trupps, die Orte, suchten anständige Leute, ver- Das der russischen Regierung zugestellte Material soll den Briefkasten zu beantwortende Frage einreichen, stets eine Chiffre muthliche Gegner des Umfturzes, anzurempeln" und erwiderten Bar so erschreckt haben, daß er sofort alle großen Festlich anzugeben, unter der sie ihre Frage beantwortet zu wissen Worte abwehrender Kritik mit Schimpf- und Drohreden, auch feiten, die am russischen Neujahrstag( 13. Januar) abgewünschen. wohl mit thatlichen Beleidigungan. Für Frauen, welche auch halten zu werden pflegen, abkommandirte, was bekanntlich nur auf furze Strecken Ortstheile allein paffirten, erwüchse die zu den abenteuerlichsten Gerüchten Anlaß gab. Man spricht Gefahr der schwersten Ehrverlegungen. Trupps, oft zu vielen " Zum Schluß machen wir darauf aufmerksam, daß sich in Hunterten von Personen, zögen an Sonn- und Fefitagen, nach Hunterten von Personen, zögen an Sonn- und Festtagen, nach sogar von einem Attentat. Auch deutsche Arbeiter, vielen Fällen die brieflich gestellten Fragen nicht von einem Tag vorheriger Aufforderung durch die Preffe, von Ort zu Drt, die dem Anarchismus" stets ferne geblieben sind, befinden zum andern beantworten lassen. Unsere Leser werden daher in revolutionäre Lieder fingend, sperrten die Straßen und sich unter den Opfern jenes abscheulichen Polizeiraubzugs. solchen Fällen um Geduld gebeten. an ängen Entgegenkommende zum Ausweichen auf die Material- Ob die Liebesdienste der französischen Polizei fich auch auf R. N., Berlin. Sie wundern sich, daß wir eine Antwort haufen oder in die Steitengräben. In den sogenannten die deutsche Regierung ausgedehnt haben, wissen wir nicht. auf die Gegenkritik des Genossen Knorr, die in der Parteipresse Ich Arbeitervereinen verhöhne man die Polizei- Organe und die Das russisch französische Bündniß hat jedenfalls veröffentlicht wurde, nicht gebracht haben. Eine solche Entgegnung Staatsbehörden... Soldaten in Uniform sängen und tanzten die polizeiliche Weihe empfangen. war geschrieben, fals der Knorr'sche Katechismus tonfiszirt war, nach revolutionären Melodien Verzweifeln möchten mit wir glaubten deshalb auf den Abdruck der Entgegnung verzichten den Exekutivbeamten die Polizeibehörden und Gemeinde- Die Schutzöllner haben in der französischen Kammer zu sollen. vorstände fiber die bestehenden Mißstände und über die noch die Oberhand, wie die letzten Wahlen zur Zoll- Hartmann. Ihr Eingesandt eignet sich weit besser für die net fich geringen Handhaben zu deren Unterdrückung. kommission bewiesen. Von 33 Mitgliedern derselben sind" Magdeburger Volksstimme". blos fünf Freihändler, alle anderen find Schutzöllner und Präsidenten des Landgerichts I hier, Jüdenstr. 59. Die Anklage K. F. 20. 1. Beschweren Sie sich schriftlich beim Herrn Anhänger der gegenwärtig giltigen Zölle. Mehrere Mit- oder die Privatklage sind innerhalb drei Monaten einzureichen. glieder verlangen sogar eine Erhöhung der Getreidezölle. Wenn Sie fürchten, daß die Frist vor Erledigung des Schiedsmannverfahrens abläuft, so stellen Sie einstweilen Strafantrag beim Staatsanwalt des Landgerichts I. begreiflichen Gründen nicht aufnehmen. Elze. Wir können derartige Bekanntmachungen aus leicht Und so fort. Und das Gewinsel in einem Lande, wo sogar das Tragen einer rothen Nelle als Unfug" bestraft werden kann, und wo die Polizei mit mehr Eifer und Raffinement als in irgend einem anderen Lande Deutschlands und der Welt Jagd macht auf die böse Sozialdemokratie.lu Und der Zweck des Gewinsels? Inuit Mehr Landgendarmen, d. h. mehr Polizei. Ter Papageno- Landtag wird den 42 zitternden und wackelnden Ordnungsfäulen die Bitte gewiß nicht ab schlagen.notatist Bertuschungssystem Crispi's nicht mehr aufrecht zu er Aus Italien ist heute nur zu berichten, daß das halten ist. Sanitätszüge müssen nach Sizilien gesandt werden, mit der Gesellschaft vom rothen Kreuz wird unterH. P., Prinzenstr. Sie haben recht, es handelt sich um handelt. Die Ruhe ist demnach in Sizilien nicht hergestellt, das Koftgeld für die bei Bürgern einquartirten Soldaten. Daß es giebt sicherlich Tausende Verwundete und viele Todte. die Kasernenkost diesen hohen Werth nicht erreicht, einen Ste Die Wahrheit wird an den Tag kommen. Goddam, rief ein englischer General, der in Indien einen großen Sieg" erfochten hatte, ingrimmig aus: Man schreibt uns: wenn das Gefindel mir nicht so feig wäre, bann hätte man ommen. ja selbst empfunden zu haben. Wie die herrschende Klaffe Terroristen macht. nicht ein Ausdruck der Mißachtung gegen den Kaiser, sondern Schönhauser Allee. N. D. 100. Da die Aeußerung der Mißbilligung über die Provokation des betreffenden Patrioten Allerorts ziehen Dynamitattentate die Aufmerksamkeit auf ist, vermögen wir eine Majestätsbeleidigung nicht darin zu er doch wenigstens etwas Spaß von der Sache! unmittelbar schuldige ist, doch jedesmal die mittelbar schuldige Gefängnißßtrafe von mindestens 2 Monaten erkannt. Staatsgelder für Augusausgaben der Reichen. Aus ist. Ein treffender Beleg für diese Wahrheit bietet eine Episode Darmstadt wird uns geschrieben: Zu der Petition einer Anzahl aus der holländischen Arbeiterbewegung.. Gießener Bürger um staatliche Unterstützung des UniversitätReitinstuts, welche in das Budget für die nächsten drei Jahre nicht eingestellt ist, gesellte sich noch eine Eingabe von 285 Stu denten an den Großherzog, und wird darin geltend gemacht, daß sich die Studirenben, um Reserve Offiziere zu sich. Es ist sicher, daß die regierende Klasse, wenn sie nicht die blicken. Wenn aber doch Berurtheilung eintritt, fo wird eine Im Bildt, einem sehr fruchtbaren Landstrich der nieder ländischen Provinz Friesland, sind vor kurzem innerhalb einer Woche drei Brände von großen Bauernanwesen vorgekommen. Aus sicheren Anzeichen ergiebt sich, daß die Höfe vou böswilliger Hand angezündet worden sind. Bis jetzt hat man jedoch bie Wilhelm Schulz, Winterfeldstr. Möglicher Weise sind die Zeugengebühren von beiden Terminen Ihnen auferlegt. Dann erheben Sie Beschwerde an das Amtsgericht, vielleicht erreichen Sie, daß die Gebühren für den ersten durch Schuld des Schöffen vereitelten Termin abgesetzt werden. Die Gerichtskosten und Schreibgebühren sind richtig. H. R. 40. Er ist nicht verpflichtet, Sie anzunehmen. 00 Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonnabend, den 20. Januar. Opernhaus. Théâtre paré, Der Freischütz. Schauspielhaus. Maria Stuart. Leffing- Theater. Madame SansGêne. Deutsches Theater. Faust. Berliner Theater. I Aus eigenem Recht. Wallner- Theater. Geschlossen. Friedrich- Wilhelmkäht. Theater. Der Lieutenant zur See. Rendenz- Theater. Der Mustergatte. Heues Theater. Gläubiger. Flatter fucht. Ceutral- Theater. Ein toller EinEin toller Ein fall. Berlin 1898. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Viktoria- Theater. Die Kinder des Kapitän Grant. Alexanderplat- Theater. Allen Freunden und Kollegen die Allg. Kranken- u. Sterbekasse Achtung! Stereotypeure. traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, der Bildhauer Rud. Klausnitz Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Schwank in 3 Att. v. Brandon Thomas. am 18. Januar nach schweren Leiden Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang in 1 Aft von Ed. Jacobson u. Benno Jacobson. Musik von Franz Roth. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anjang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. American- Theater. Dresdener- Straße 55. Lumpensusanne oder: Die Obdachlosen von Berlin. Parodistisch- realistisches Traumbild aus bem Müllwinkel( frei nach dem Verbrecher- Album) bearb. v. Oskar Wagner. Lumpensusanne, gen.„ Die Gräfin", ein schon geprüftes Mädchen Franziska Häser. Die Bombe, Aftervermietherin im Müllwinkel des Sonnenaufgangs" Josephine Delclisseur. mit bewegter VergangenMartin Bendix. Täglich: Auftreten des Die Brunwald heit Iuftigen Weiber von Berlin. Nachher: Bajazzi. National- Theater. Der Teufel in Berlin. Nachher: Charley's besten Bauhredners d. Jeztzeit Tante. American Theater. Lumpen- Susanne, oder: Die Obdachlosen von Berlin. Wintergarten. Spezialitäten- Vorstellung. H. Blank. Ferner u. a.: ,, Direktor Hippe" von Martin Bendix. der Metallarbeiter ( Filiale Berlin 7.) grosse Alle Mitglieder der Freien Vereinigung der Stereotypeure und Galvanoplastiker" werden hierdurch gewarnt, nicht eher Stellung im Vorwärts" anzunehmen, bis die Angelegenheit durch " findet am Sonntag, d. 21. d. M., Nachm. Mitgliederversammlungen Verein geregelt ist. Alles Nähere 1/2 Uhr, auf dem neuen Johannis Sonntag, den 21. Jaunar cr., am Sonntag, 7 Uhr, in der Versamm lung, Markgrafenftr. 87. 1313b 1310b firchhof Plößensee statt. Die trauernde Wittwe nebst Kindern. Gauverein Berlin. Bildhauer. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß am 18. d. M. unser langjähriges, treues Mitglied, d. Steinbildhauer [ 116 Rudolf Klausnitz, nach 9wöchentlichem Krantenlager verstorben ist. Die Beerdigung findet Sonntag, Nachm. 31/2 Uhr, von der Leichenhalle des Neuen St. Johannis- Kirchhofes( Plößenfee) aus, statt, und bittet um zahlreiche Betheiligung der Mitglieder bei derselben Der Vorstand. Allen Freunden und Bekannten die traurige Mittheilung, daß mein lieber Mann, unser guter Vater, Großvater und Onkel, Friedrich Bender, am 18. d. Mts. sanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet am Sonntag Nachmittag 3 Uhr vom Trauerhause, ManVormittags 91/2 Uhr, Cöslinerstr. 17 bei Wendt. Tagesordnung: 1. Kaffenbericht. 2. Geschäftsbericht. 3. Aufstellung der Kandidaten zur Generalversammlung 4. Verschiedenes. 224/8 Die Ortsverwaltung. All. Kranken- u. Sterbekasse der Metallarbeiter Versammlung Sonntag, den 21. Jaunar cr., J. A. Der Vorstand. Auf vorstehende Bekanntgabe des Herrn Schimansky als Vorhenden der Freien Vereinigung Der Stereotypeure etc. erkläre ich, daß Herr Schimansky am Freitag, den 12. d. Mts., feine Stellung gekündigt hat. Wenn Herr Schimansky jeht ( E. H. 29. Filiale Berlin 1.) nach Entlassung seines Kollegen seine Kündigung ableugnet und fich als ein Opfer hinstellen will, so mag er damit vielleicht einige mit den Vorkommnissen der lekten Beit nicht Vertraute einfangen, bei der Vertretung des Gesammtpersonals und der Geschäftsleitung der Druckerei des Vorwärts" hat er sich jedes Anrechts auf Glaubwürdigkeit entäußert. Vormittags 10/2 Uhr, bei Poppe, Lindenstr. 106. Tagesordnung: 1. Raffenbericht. 2. Jahresbericht. 3. Aufstellung der Kandidaten zur Generalversammlung. 224/7] Die Ortsverwaltung. Charlottenburger Zentral- Kranken- u. Sterbekasse der Zimmerer ( Eingeschriebene Hilfstasse Nr. 2) Dertliche Verwaltung Charlottenburg. Sonntag, den 21. d. Mts., Vorm. 10 Uhr: euffelstr. 11, aus, nach dem Emmausfirchhof, statt. Um ſtilles Beileid bittet General- Versammlung. die trauernde Wittwe 1309b Luise Beucker nebst Kindern. 1305b im Lokale des Herrn Krause, Bismarckstr. 74. 19 Danksagung. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom Für die liebevolle Theilnahme bei 4. Quartal 1893. 2. Vorstandswahl. Beerdigung meines lieben Mannes, 3. Verschiedenes. Um rege Theil Der Vorstand. Reichshallen Theater. Spezialitäten Auftr. sämmtl. Spezialitäten. unseres guten Waters, des Arbeitersnahme ersucht Vorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitäten Banfmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Joppelvorstellung zu bedeutend er mäßigten Preisen. Novitäten! Novitäten! Charley's Tante. Große parodistische Posse mit Gesang und Tanz von Hugo Busse. Regie: Mar Samst. Mufit von Adolph Wiebede. Vorber: Der Teufel in Berlin. Große Posse mit Gefang und Tanz in 3 Aften von Eugen Prudens. Musit von A. Wiedecke. Regie: May Samst. Raffeneröffnung 62 Uhr. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Diefelbe Vorstellung. Sonntag Nachmittags 3 Uhr BoltsBorstellung: Kabale und Liebe. Central- Theater. Alte Jakobstraße 30. Ein toller Einfall. Schwant in 4 Akten von Carl Laufs. Sierauf zum Berlin 1893. 28. Male: Revue in 2 Abth. von L. Leipziger. Anfang der Vorstellung 7/2, der Revue 914 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. " Sanssouci", Kottbuserstr. 4a. Sonntag, den 21. Januar 1894: Stettiner Sänger Anfang 7 Uhr. Anfang Wochentags 12 Uhr, Sonntags 61/2 Uhr. Etablissement Buggenhagen. MorigPlaz. Moris Play. Täglich): Gr. Instrumental- Konzert. Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Patenhofer Lagerbier, hell und dunkel. An den Wochentagen findet das Konzert in den unteren Restaurations räumen, Entree 10 Pf., Sonntag in Auguft Schulze fagen wir allen 371/2 Freunden und Bekannten unseren innigsten Dank. Wittwe Schulze nebst Kindern. Alcazar. Dresdenerstr. 52/53( City- Passage.) Großartiges nenes dem oberen Saal, Entree 25 Pf., statt. Riesen- Programm. Säle für Versammlungen, Rommerse, Festlichkeiten 2c. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Täglich: Spezialitäten- Vorstellung Men! und Konzert. Nen! Neu! Ein Stiergefecht in Cadix. Große Ausstattungs- Parodie. Pantomime mit Ballet, ausgef. von den spanischen Clowns Hermandos Beiso und sämmtlichem TheaterPersonal. & Sonntags 6 Uhr. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Entree Wochentags 50 Pf. PassageMr. Goswin, Mlle. Bonné, Troupe Hassoni, Die Wunderhunde etc. Entree 15 Pf. R. Winkler. Circus G. Schumann, Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstrasse. Sonnabend, den 20. Januar cr. Abends 7/2 Uhr: Große Brillant- Vorstellung. Carl Rosen, Faktor. Sonntag, Bormittags 1014 Uhr Freireligiöse Gemeinde. Rosenthalerstraße 38: Vortrag von Hrn. Waldeck- Manasse: Der Muth nachzudenken. Gäste sind sehr willkommen.[ 441/5 Die Beleidigungen über Frl. Clara Weber nehme hiermit als unwahr zurück. Mag Kemniz, Kaufmann. Große öffentliche Versammlung sämmtl. Droschkenkutscher und Arbeiter Berlins und Umgeg. in den am Sonntag, den 21. d. M., Vorm, 10 Uhr, Germania- Sälen", Chausseestrasse Nr. 103. Tagesordnung: 1. Welche Erfolge haben wir bisher durch den Streit zu verzeichnen, und was ist nach Beendigung desselben zu thun? Referent Genosse Rohrlack. 2. Diskussion. Werthe Genoffen und Kollegen! Erscheint alle, Mann für Manu, um uns im Kampfe gegen den Kapitalismus zum Siege zu verhelfen. Ihr Alle wißt, wie schwer er auf uns laftet: nur durch Guer Aller Erscheinen ist es möglich, den Sieg, der nicht mehr fern, zu erringen. Mit solidarischem Gruß und Handschlag 148/8 Die Agitations- Kommiffion Sämmtlicher Droschkenkutscher Berlins und Umgegend. Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Montag, den 22. Januar, Abends 72 Uhr: Besonders hervorzuheben: 12 Rapphengste in 3 Abtheilungen, die vier Sonnenstrahlen nach der bekannten Mufit. Ta- ra- ta- boom- de- ay, OriginalDressur des Herrn Max Schumann. Promenade des fleurs, ger. von Frls. Jeanette und Mathilde Lecusson. Mr. Aguimoff als Jongleur zu Pferde. Die Riesenköpfe, höchst. tom. Entree, Zu dieser Versammlung laden wir die Kollegen der Firmen: Reiche, Paul u. William. Mr. Eugen Lecusson, Brigerstr. 7; Schal u. Kilt, Dresdenerstr. 38; Nevir u. Weise, Schinkestr. 8/9; Jockey. Jushof, arabisch. Fuchshengst, Reichelt, Schmidstr. 7a; Roll, Louisen- Ufer 8, und Lüben u. Buhse, Röpnickervorgeführt von Herrn Max Schumann. ftraße 153, ganz besonders ein. Branchen- Versammlung der Schrauben- und Façondreher bei Doberstein, Mariannenstr. 31-32. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Hafenbads: Der christlich- soziale Staat der Jesuiten in Paraguay. 2. Diskussion. 3. Aufnahme 4. Wahl eines Beisizers zum Vorstande. 5. Verbandsneuer Mitglieder. angelegenheiten und Verschiedenes. Original Klown William Olschansky mit seinen dressirten Ratten und Katzen. Dienstag, den 23. Januar, Abends 82 Uhr: Panopticum. Entrée- comique, des beliebten Klowns Bezirksversammlung für den Norden und Moabit Der Little Fred. Zum Schluß der Vorstellung: Dentide Mann Die Fuchsjagd mit dem Steinkopf. Ohne Extra- Entree. Entree 50 Pf. Kinder 25 Pf. bei Bolton Genre- Bild in 2 Abtheilungen. Jagdtheilnehmer 24 Damen und Herren mit englischen Halb- und Vollblutpferden. Ballet- Ginlage: La Postillone- Mazurka, Entree 50 Präuscher's Museum. arrangirt vom Balletmeiſter R. Riegel. 3. Schluß neu: Gine Soiree bei Lehmann's. Montag: Viktoria- Brauerei. Dienstag: Böhmisches Brauhaus. G ratweil'sche Bierhallen Taufende von anatomischen Präparaten. Schußkanal durch fünf Körper. Gladiatoren- Kampf. Wunderd. Ceroplastik u.Mechanik. Täglich von 9 früh bis 10 Abends für erwachsene Herren. Dienstag und Freitag: Damentag. getanzt vom Corps de ballet. Kind frei): Rübezahl. Sonntag 2 Vorstellungen: Nachm. 4 und Abends 72 Uhr.( Nachmittags Abends: Fuchsjagd bei Bolton. Hochachtungsvoll und ergebenst G. Schumann, Direktor. Circus Renz, Noack's fetsäle, ( Karlstraße.) Sonnabend, den 20. Januar cr., Abends 7 Uhr: Ein Künstlerfest. Brunnenste. 16. Heute, Sonnabend: Grosser Wiener Maskenball, arrangirt im kl. Saale der Kronenbrauerei, Alt- Moabit 47-49. Tages- Ordnung: 1. Bortrag des Kollegen Naether. 2. Disfussion. 3. Die Mißhandlung eines Arbeiters bei der Firma Siemens u. Halske. 4. Aufnahme neuer Mitglieder. 5. Verbandsangelegenheiten u. Verschiedenes. Die Kollegen der Firma Siemens u. Halste werden hierdurch ganz besonders eingeladen. Montag, den 29. Januar, Abends 81/2 Uhr: Ordentliche General- Versammlung im Louisenstädtischen Konzerthaus, Alte Jakobstr. 37. Tages- Ordnung: 1. Kassenbericht und Bericht der Revisoren. 2. Bericht der Kommissionen. 3. Wahl eines Kassirers für den Süden. 4. Bestätigung der vorgeschlagenen Beisiger. 5. Ersatzwahlen zur Bibliothektommilfion. 6. Antrag des Vorstandes auf Abänderung des§ 5 u. 7 des Statuts. 7. An den Vorstand gelangte Anträge. Die Mitgliedskarte legitimirt. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen zu allen Versammlungen ersucht 281/6 Der Vornand. Große öffentliche Versammlung von Herrn Linke und Weinert.[ 12986 aller in der Kürschnerbranche und verw. 55112 Bollständig neue und glänzende AusKommandantenftr.77-79. Warnung. Aelt. u. größt. Etablissem. Berl. Stattung und Einlagen. Neberraschende Licht- und Waffereffekte. Ich Endesunterzeichneter warne hierNeues Programm. Außerdem: Der ostpreußische Hengst mit Jedermann, meinem Sohne Her= Blondel. Tableau vou 60 Pferden, mann Sindeld eh zu borgen, inTäglich von 6 Uhr ab abri dreſſ. und vorgef. vom Dir. Fr. Renz. dem ich nicht mehr dafür aufkomme. Das Schulpferd Kandelaber, ger. von Friedrichsberg, den 17. Januar 1894. National- Konzert Seven Ernst Renz. Johann Finckeldeh. D. Obenlandler freiem Entree. Fin National- Tracht und Auftreten von Maestoso und Der Steiger Alep, geritten von Frl. Oceana Renz. Die Afrobaten auf dem Telephondraht Zalva, Espana und Alvar. Der musikalische Stlown Hermann mit seinem Sohn, dem kleinsten Klown, der Welt. Der Handequilibrist Künstlern. Spezialitäten Mr. Nelson 2c. 1. Ranges. Preise wie gewöhnlich. Sonntag: 2 Vorstellungen, Nachm. Mr. Kauning, Concertmaler. 4 Uhr( 1 Rind frei): Gr. KomikerDerselbe wird innerhalb 15 Minuten Vorstellung; Abends 72 Uhr: Ein ein Delgemälde malen, welches nach Künstlerfest. Schluß der Borstellung verlooft wird. Der Circus ist gut geheizt. Sonntags Auf. 5 Uhr. Entree 30 ẞf. Fr. Renz, Direktor. Alg. Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter. Filiale Berlin III. Mitgliederversammlung Sonnabend, den 20. 5. M., Abends 81/2 Uhr, Manteuffelstr. 46. Tagesordnung: Betrieben beschäft. Arbeiter u. Arbeiterinnen am Sonntag, den 21. Januar 1894, bei Boltz, Alte Jakobstr. 75, Abends 5 hr. Tages Ordnung: H 1. Bericht des Delegirten der Gewerkschafts- Kommission und Neuwahl 2. Bericht des Beisitzers zum Gewerbegericht. 3. Abrechnung der Vertrauensleute vom Jahre 1893 und Neuwahl. Nach der Versammlung findet gemüthliches Beisammensein mit Tang statt. saste wiltommen." Um recht zahlreiches und pünktliches Erſcheinen ersuchen 190/12 Die Vertrauensleute. Allgemeiner Verein der Töpfer und Berufsgenossen Deutschlands.( Mitgliedschaft Berlin). Mitglieder- Versammlung Rosenthalerstr. 38. 1. Raffenbericht. 2. Vortrag des am Sonntag, 21. Januar, Vorm. 10 Uhr, in Bühler's Saal( fr. Philipp), Herrn Dr. Heymann. 3. Aufstellung der Kandidaten z. Generalversammlung. 12616 Die Ortsverwaltung. heiten. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 4. Quartal. 2. Vereinsangelegen ( 386/8) Der Vorstand. Hierzu zwei Beilageu Verantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 16. Parlamentsberichte. heit in Deutscher Reichstag. 5 Sonnabend, den 20. Jannar 1894. Die einen haben. eine 11. Jahrg. entschieden. Der Weintrinker sucht sich im Allgemeinen nicht Voruntersuchung für Straftammersachen findet nicht nach dem Preise, sondern nach der Qualität zu richten; mehr auf Antrag des Angeschuldigten, sondern nur des Staatsgeht eine bestimmte Qualität höher, höher, so legt der anwalts statt. Ebensowenig erhält der Angeschuldigte vor der Er Trinker eben mehr Geld an. 30. Sigung vom 19. Januar 1894. 1 Uhr. ( Lachen links.) Der öffnung des Hauptverfahrens die Mittheilung der Anklageschrift Am Tische des Bundesraths: Graf Posadowsky, Dr. sachen, einmal den günstigen Herbst, die starke Produktion, und gegen ungünstige Berlauf der letzten Wein Auktion hat zwei Ur- mit der Aufforderung sich zu erklären, ob er Einwendungen Miquel, v. Riedel, v. Mittnacht, Aschenborn. die Eröffnung des des Hauptverfahrens vorbringen daneben Ihre Agitation.( Widerspruch links.) Elsaß- Lothringen wolle. Dagegen ist die Beeidigung der Zeugen Die erste Lesung der Weinsteuer- Vorlage wird fort- baut im großen Ganzen einen Wein, der gar nicht unter das im Vorverfahren nicht mehr wie bisher die Ausnahme, gefeßt. Abg. Zorn von Bulach( Sospitant der Deutschkonservativen): Werthgrenze auf 70 M. hinaufgesetzt wird. Wegen der Kontroll- antragt, überhaupt nicht unterbleiben. Die UntersuchungsGesetz fällt, ganz sicher nicht darunter fallen wird, wenn die sondern die Regel, und kann, wenn sie der Staatsanwalt beDer Schatjekretär führte gestern aus, daß der Wein zur Zeit maßregeln das Gesetz verwerfen, dazu hätten die süddeutschen haft ist außer in den bisher bestimmten Fällen auch dann zu blos 57 Pfennig pro Kopf der Bevölkerung für die Reichstasse Staaten, die eine Weinsteuer und solche Kontrollmaßregeln schon lässig, wenn Thatsachen vorliegen, aus denen zu schließen ist, erbringt. Wir in Elsaß- Lothringen halten diese Summe gerade haben, nur dann ein Recht, wenn sie ihre Kontrollmaßregeln daß der Angeschuldigte seine Freiheit zur Be für hoch genug. Keine Vorlage hat in den Reichslanden eine so aufzuheben im Begriff wären. bochgradige Aufregung hervorgerufen als diese, und das mit der Kunstweinfabrikation in der Vorlage wird weniger brauchen werde. Die erhebliche Besteuerung gebung neuer strafbarer Handlungen mißRecht. Es ist nicht blos die Höhe der Steuer, welche mit 15 pt. Die Untersuchungshaft ist erst aufzudes Werthes auf jeden Wein, dessen Preis 50 M. pro Unterdrückung großen finanziellen Gewinn bringen, als die heben, wenn die Staatsanwaltschaft es beantragt oder wenn des Kunstweins befördern, und Heftoliter und darüber ist, aufgelegt werden soll, sondern haben Damit nicht binnen sechs Wochen nach Beginn derselben, die Weinproduzenten mehr noch die Kontrolle, welche die höchste Unzufrieden gegen unreelle Konkurrenz erhalten. einen erheblichen Schutz bei Uebertretungen binnen zwei zwei Wochen, die Klage Ungeheuere Massen erhoben wird. Bisher war hierfür 1 Woche Frist gegeben. ganz Elsaß Lothringen hervorgerufen hat. Kunstweine werden produzirt und konsumirt. Für den SchaumNichts hat fo dazu beigetragen, das Brennereigesetz in gang wein fann man vollends den Begriff des Volksgetränts nicht(§ 140 Strafprozeßordnung) wird der Vertheidiger dem AnIn den Fällen der nothwendigen Vertheidigung Süddeutschland so außerordentlich unpopulär zu machen, als das mobil machen; er ist ein Luxusartikel und würde mit Recht der geklagten nicht mehr wie bisher nach der Erhebung der öffentSystem von Kontrollmaßregeln, welches die kleinen Brenner fort Steuer unterliegen. Für Luxussteuern haben wir uns doch alle lichen Klage, also auch während der Voruntersuchung, sondern während verfolgt und sie ruiniren muß. Dasselbe wird beim vor unseren Wählern engagirt. Nun wird uns eine solche vor erst nach Eröffnung des Hauptverfahrens bestellt. Wein der Fall sein, wenn diese Weinsteuer Gesetz wird. Die gelegt und die Mehrheit weist sie zurück! Was wollen Sie denn Steuer wird lediglich und ganz allein der Produzent tragen. sonst als Lurusartikel besteuern?( 3wischenruf: Inferatensteuer!) Vorsitzende den Geschworenen mündlich eine Uebersicht Im schwurgerichtlichen Verfahren giebt der Die Jdee einer einseitigen Schaumweinsteuer scheint mir noch für eine Inseratensteuer bin ich auch, ich halte sie für über die unglücklicher, wenn nicht gleichzeitig der Zollschutz für die zweckmäßig; aber damit ist die Sache nicht gemacht. Belehrung Ergebnisse der Verhandlung. Die einheimische, in ohne namentlich für die der Lothringische Schaum Wollen Würdigung Beweise Sie eine Dienersteuer einführen, eine weinproduktion ganz erheblich erhöht wird; durch erhöht wird; durch eine pagensteuer? Beide würden Equi- einzugehen, fällt also fort. Das Urtheil des Vorsitzenden soll unrichtige Besteuerung nur wieder dazu führen, vielmehr den Geschworenen vorgetragen werden. Für alle diese würde dieser Zweig unferer zahlreiche Kräfte brotlos zu machen. nationalen Produktion zu Grunde gerichtet werden. ( Widerspruch links.) die persönliche Freiheit bedrohenden und die Vertheidigung beBesteuerung des Kunstweins ist eine sehr schwierige Sache. Bum Schluß möchte ich entgegen dem Beschluß des sogenannten schränkenden reaktionären Bestimmungen bietet der Entwurf die Senioren- Konvents anheimgeben, für das Gesez eine besondere Berufung gegen die Urtheile der Was ist Kunstwein und wo wird er gemacht? Bunächst müßte Kommission einzusetzen.( Lebhafte Rufe: Nein!) Straf= der Rosinenhandel unter Kontrolle gestellt werden, die Rosinen tammern in erster Instanz. Die Berufung geht müßten von dem Moment ihrer Einführung bis zur Verwendung Hause an; niemals ist in dieser Zeit ein Gesez eingebracht Besetzung von fünf Mitgliedern entscheiden. Abg. Simonis( E.): Seit 20 Jahren gehöre ich diesem an die OberLandesgerichte, deren Senate in der zur Kunstwein- Fabrikation immerfort verfolgt werden( Heiterkeit), worden, das so den allgemeinen Widerwillen auf sich gezogen rufung wird jedoch als unzulässig verworfen, wenn diefelben Die Be nur dann würde es gelingen, den Kunstwein ein bischen zu hat, wie dieses. Dieser Widerwille tritt auch lebhaft in den binnen 1 Woche nicht nur eingelegt, sondern auch gerecht= treffen. Unbegreiflich bleibt es, daß man um eines geringen Reden sämmtlicher Redner im Reichstage hervor. Erst heute fertigt ist. Die in der ersten Instanz vernommenen Zeugen Gewinnes willen, wie die 15 Millionen sind, die man aus dieser hat sich fein weißer Rabe gefunden, welcher sich für die brauchen nicht nochmals vernommen werden, wenn das Gericht Vorlage ziehen will, ein solches System von unerträglichen Vorlage ausgesprochen hat( Große Heiterfeit lints), aber die mündliche Bernehmung zur Aufklärung der Sache nicht für Kontrollen einem ganzen Stande zumuthen will. Le jeu ne man darf nicht vergessen, vaut pas l'enjeu; führen Sie die Kellerratten nicht wieder in Regierung angehört, daß Herr Gamp derselben erforderlich erachtet." angehört, aus welcher Deutschland ein!( Beifall.) diese Vorlage an Es folgen sodann die folgenden Bestimmungen über die Abg. Köpp( Fr. Bg.) weist auf den großen Rückgang hin, Reine Stellerratten! Die foziale Tragweite dieser Vorlage ist fast uns ergangen ist. Wir können nur den Ruf immer ausstoßen: Entschädigung unschuldig Verurtheilter. der in der Anbaufläche und den Erträgen des Wein bauenden von allen Rednern ganz bei Seite gelassen. Der Staatssekretär erkannte Strafe ganz oder theilweise vollstreckt worden ist, Personen, gegen welche eine im Strafverfahren rechtskräftig Rheingaues seit 25 Jahren eingetreten ist und fordert die verspricht von einer Luxussteuer und schilt auf die weichherzigen fönnen, wenn sie im Wiederaufnahme- Verfahren freigesprochen bündeten Regierungen auf, eingehende Untersuchungen über die Seelen, welche dem Wein anders als dem Bier und Brannt- oder in Anwendung eines milderen Strafgesetzes mit einer Ursachen dieses Rückgangs und über die Mittel zu seiner Ab wein gegenüberstehen; er schilt auf die Agitation des Groß- geringeren Strafe belegt werden, Ersatz des Vermögensschadens hilfe zu veranstalten. Die Vorlage sei ungefähr das Gegentheil tapitals, alles das waren feine Gründe, um das Gesetz bei uns beanspruchen, den sie durch die erfolgte Strafvollstreckung erlitten von dem, was man in dieser Beziehung zu erwarten habe. Die zu empfehlen; ebenso wenig ist dies dem Herrn Aschenborn gelungen, Winzer verlangen feine Liebesgaben, sie wollen aber auch ihre der blos von denjenigen sprach, die nicht unter das Gefeß fallen werden. schwierige Lage und ihre traurigen Verhältnisse durch Regierungs- Der Wunsch des Herrn Gamp nach schneller Entscheidung wird Vorschrift des bürgerlichen Rechts zur Gewährung von Unterhalt Außer dem Verurtheilten können Dritte, denen derselbe nach maßnahmen wie die vorliegende nicht verschlechtert sehen. am besten dadurch erfüllt, daß man dieses unglückliche Gesetz verpflichtet war, insoweit Ersatz fordern, als ihnen durch die Der Winzer würde allein die Steuer tragen müssen. Die gar nicht erst an eine Kommission verweist. Wie fann es dem Strafvollstreckung der Unterhalt entzogen worden ist." Schädigung des Winzers wäre eine eminente. Redner spricht Elsasser wohlig sein im Deutschen Reiche, wenn jedes Zusammenfich dann ausführlich gegen eine Besteuerung des Schaumweines treten des Reichstags gleichbedeutend sein muß mit neuen staates, bei dessen Gericht das Strafverfahren in erster Instanz " Die Entschädigung wird aus der Kasse desjenigen Bundesaus. Die Freifinnige Vereinigung werde die vorgeschlagene Steuern? Dieser Gesichtspunkt muß hier auch einmal scharf anhängig war, oder wenn das Reichsgericht in erster Instanz Vorlage ablehnen. Direktor im Reichsschahamt Aschenborn: Man hat gegen die einzelnen Bestimmungen der Vorlage. Durch die Bollherabhervorgehoben werden. Redner bespricht darauf sehr ausführlich erkannt hat, aus der Reichstasse geleistet. die Vorlage eingewendet, die Steuer würde auf die Winzer ab- segung auf Weine, durch die Handelsverträge sei der italienische Kasse in die Rechte ein, welche den Entschädigten gegen Dritte Bis zum Betrage der geleisteten Entschädigung tritt die gewälzt werden und eine Reihe von Existenzen brotlos machen. und französische Wein ins Land gedrungen und habe dem um deswillen zustehen, weil durch deren rechtswidrige Handlungen Wären die Vorwürfe berechtigt, so würde der Vorlage der elfässischen Produkt eine schwere Konkurrenz bereitet. Boden entzogen sein.( Hört! hört! links.) Der ersteren Vorlage würde als Gesetz dem elsässischen Weinbau vollends Die feine Verurtheilung herbeigeführt war." Befürchtung haben auch die Winzer in zahlreichen das Grab graben. Der Reichskanzler habe einmal gefagt, man ereigne, ist die Möglichkeit der Wiederaufnahme des Verfahrens, Damit jedoch der Fall der Entschädigung sich nicht zu oft Petitionen anden Reichskanzler Ausdruck gegeben. folle fich die Verbündeten warm halten. Das Wort passe auch die jetzt schon eine ganz entfernte ist, noch erschwert.(§ 410, Von den 343 000 Weinbauern scheiden zunächst diejenigen aus, auf die Elfaß- Lothringer, sie wünschten auch als Verbündete an- Abs. 1, 3iff. 3.) G3 ist ersichtlich, daß die Regierung die Be welche ihr Produkt nicht weiter verkaufen, und dann diejenige gesehen und nicht schlechter behandelt zu werden als die Herren rufung nicht leichten Kaufs gewähren will. Wir behalten uns Kategorie, welche Weine produzirt, die den Hektoliterpreis von Staliener. Der Weinbau müsse im Elsaß zurückgehen, wenn diese die Würdigung der Einzelheiten vor. 50 Mart nicht erreichen. Beide Kategorien haben also an dem Steuer der Produktion auferlegt werde. Entsprechend aber werde Gesetz tein Interesse; die letztere Kategorie zählt aber nicht der Schnapsgenuß in Elsaß- Lothringen zunehmen, das werde der weniger als 167 500 von den Trauben- Weinbauern. Im Ganzen Gewinn aus dieser Gesetzgebung sein. haben nur 45 pCt. der Winzer ein direktes Interesse an dem Gesetz. Bei der Aufstellung des Entwurfs ist durchweg darauf Bedacht genommen worden, die Steuer so viel wie möglich vom Winzer weg zu legen; nur der Winzer, der zugleich Weinhändler Die Budget- Kommission führte heute die Berathungen ist und zwar Kleinhändler, wird direkt zur Erlegung der Steuer über die Einführung der Dienstalterszulagen in der Postverwalherangezogen. Ein Preisdruck des Weines tönnte für den Winzer tung zu Ende. Der Vorschlag, den der Abg. Bebel in voriger nur durch einen Konsumrückgang bewirkt werden; nach den bisSigung gemacht hatte, wurde vom Regierungstisch und herigen Erfahrungen aber fann ein solcher Rückgang als wahrvon nationalliberaler Seite aus finanziellen Rücksichten bes scheinlich nicht angesehen werden; wenigstens ist nach 1879, wo Der vom Reichs- Anzeiger" veröffentlichte Entwurf eines fämpft. Der Referent, Abg. Möller, beantragte eine Resolution, ebenfalls eine Erhöhung des Weinzolles eintrat, ein Rückgang nicht Gesetzes, betreffend Aenderungen und Ergänzungen des Gerichts- wonach die Einführung des Systems für die mittleren Postbeobachtet worden, wenn man die Voreinfuhr mit in Betracht zieht. verfassungs- Gesetzes und der Straf- Prozeßordnung besteht aus beamten für das nächste Etatsjahr, für die unteren Beamten das Viel beachtenswerther ist der Einwand gegen die Besteuerung etwa 100 Paragraphen. Die hauptsächlichsten Bestimmungen gegen baldmöglichst erfolgen foll. Der Abg. Singer vertrat nach dem Werthe; aber den unbedingten Vorzug hat die sind die folgenden: Die Zuständigkeit der Schwur energisch die Ansicht, daß auch die Unterteamten frei gemacht prozentuale Werthsteuer, daß sie sich weitaus am besten den gerichte wird beschräntt. Eine Reihe von Verbrechen, werden müßten von der Laune und Willtür der Vorgesetzten, Leistungsfähigkeiten des Konsumenten anpaßt. Die Kontroll bie in den§§ 158, 154, 155, 176, 268, Nr. 2, 272, 273, 849, welche jetzt die Aufrückung in eine höhere Gehaltsstufe ver maßregeln find wegen ihrer angeblichen Härte hier scharf an- 351 des Etrafgesetzbuches aufgeführt sind, darunter Meineid, so- hindern tönnen. Der Redner schlug vor, die bezüglichen drei gegriffen worden; es wird unsere Aufgabe sein, in der Kommission wie betrügerischen Bankrott betrügerischen Bankrott und Beihilfe zu demselben Etatstitel zusammenzulegen und dadurch zugleich die lächerlich nachzuweisen, daß sie erheblich milder und einfacher find als die(§§ 209 und 212 der Konkursordnung), für welche jetzt das geringen Anfangsgehälter der Post- Unterbeamten zu beseitigen. in Baden bereits bestehenden. Die Behauptung, daß die Er- Echwurgericht zuständig ist, sollen vor der Strastammer ab- Der Staatssekretär Dr. v. Stephan protestirte lebhaft dagegen, bebungsfosten ganz erheblich höher sein würden als die geurtheilt werden. Die Straflammer soll nicht wie bisher aus fünf daß in seinem Ressort Laune oder Willkür der Vorgesetzten Vorlage annimmt, daß sie bis zu Zweidritteln des Er- sondern aus drei Nichtern bestehen und das bisherige Ver- herrsche, es würde einzig nach dem Prinzip der Gerechtigkeit ge trages steigen würden, sind unbewiesen und unbegründet. bot(§ 23 Abs. 3 St.-Pr.O.), daß nicht mehr als zwei von den handelt. Auch gegen die Meinung, daß die UnterEs darf ferner nicht übersehen werden, daß die Wein- jenigen Richtern, welche bei der Entscheidung über die Eröffnung beamten lächerlich lächerlich geringe Anfangsgehälter bezögen, ersteuer in Elsaß- Lothringen, Baden, Württemberg fchon des Hauptverfahrens mitgewirkt haben als Richter bei dem hob der Staatssekretär Widerspruch, indem er meinte, vorhanden ist, daß die Beamten schon da sind. Die Landes- Hauptverfahren theilnehmen können, soll aufgehoben werden. daß eine Vereinbarung der Regierung mit dem Reichsfteuern werden sich mit der Reichsweinsteuer kompensiren und Bezüglich des Verfahrens vor der Straffammer, so erfolgt tage einer solchen Bezeichnung nicht ausgefeht sein dürfe. Die den Wein bauenden Staaten gerade Erleichterungen dadurch die Beeidigung der Zeugen nicht mehr vor Abgg. Singer und Bebel stellten den Antrag, daß die ver schaffen, daß ein Theil der Ausgaben, der Erhebungskosten, auf der Vernehmung, sondern nur noch nach Abschluß der- bündeten Regierungen ersucht werden sollten, zu veranlassen, die Reichstasse übernominen wird. felben und darf überhaupt unterbleiben, wenn die daß im Etat 1895/96 das System der Dienstalterszulagen für Abg. Gamp( Rp.): Wir treten ein für die Erhaltung des Aussage sich nach richterlicher Ueberzeugung als die unteren und mittleren Beamten der Reichspost und Bauernstandes sowohl im Osten wie im Westen. Auch nach den offenbar unglaubwürdig darstellt. Telegraphenverwaltung zur Durchführung gebracht wird. Ausführungen des Bundesrathsmitgliedes, wonach die Zahl der Die Beweisaufnahme ist nicht wie bisher auf die sämmtDiefe Resolution wird von seiten des Zentrums und der direkt durch das Gesetz getroffenen Weinbauern sich sehr reduzirt, lichen vorgeladenen Zeugen und Sachverständigen sowie auf die konservativen und nationalliberalen Partei als zu weitgehend würden wir der Vorlage nicht zustimmen, wenn sie diese veranderen herbeigeschafften Beweismittel zu erstrecken, sondern das bezeichnet, dagegen auch von den Rednern dieser Parteien der minderte Zahl wirklich belastete. Aber wir bestreiten, daß Gericht bestimmt den Umfang der Beweis auf Wunsch ausgesprochen, die Dienstalterszulagen für die mittleren dieser Nachweis erbracht ist, wir behaupten vielmehr, nahm e. Eine Aussehung der Hauptverhandlung findet auf Postbeamten durch den nächstjährigen Etat einzuführen. Als daß die Gegner in ihrer Argumentation die Mittel Antrag des Angeklagten nicht mehr statt, wenn während der selbstverständlich wurde von allen Rednern betont, daß durch die Bekämpfung ihrer Stellungnahme geliefert haben. Verhandlung auf grund der Beweisaufnahme eine Veränderung Einführung der Alterszulagen teine Schädigung der Beamten Das Bestreben, direkt vom Produzenten zu kaufen, wird durch der Anklage, die den Angeklagten mit einer härteren Strafe be- eintreten solle. Bei der Abstimmung wurde die Resolution die Weinsteuer ganz erheblich gefördert werden, und wenn die droht, erfolgt. Singer Bebel gegen 5 Stimmen abgelehnt, die Resolution des Zahl der Käufer derart wächst, muß die Konkurrenz nothwendig Bleibt der Angeklagte aus, so kann das Gericht Referenten einstimmig angenommen. die Preise steigern. Die Erfahrungen der preußischen Domänen- dennoch zur Hauptverhandlung schreiten, sofern es die Anhörung Bei der ersten Position der Betriebsverwaltung nahm verwaltung, die jetzt auch direkt an Konsumenten verkauft und des Angeklagten zur Aufklärung der Sache nicht für erforderlich der Korreferent Abg. Singer Veranlassung, an die Regierung dabei eine wesentliche Steigerung ihrer Einnahmen erzielt hat, erachtet. eine Anzahl Fragen über die den Beamten gewährte Sonntagsbeweisen dies flar. Nicht richtig ist, daß der Kleinhändler nur Eine ganz neue Form des Verfahrens soll gegen ruhe zu richten. Ueber die eingehende Beantwortung, welche in einen Kredit von 3 Tagen, der Großhändler aber einen solchen Personen geschaffen werden, welche auf frischer That be detaillirter Weise Auskunft gab über das Maß der im Postvon 6 Monaten haben soll. Die Position des Kleinhändlers troffen oder verfolgt oder vorläufig festgenommen werden. Dieselben betrieb stattfindenden Sonntagsruhe, entspann sich eine Diskussion muß gestärkt werden. Auch die hohen Strafbestimmungen tönnen, wenn sie auch wegen des schwersten Verbrechens fest- darüber, ob nicht namentlich die Packetbestellung am Sonntag für Uebertretungen von Verwaltungsverfügungen oder Ver- genommen sind, so lange dasselbe nicht zur Zuständigkeit des Reichs- fortfallen, und die Briefbestellung erheblich eingeschränkt werden waltungsanordnungen tönnen wir nicht ganz billigen. gerichts oder des Schwurgerichts gehört, unmittelbar dem zuständigen tann. Einige meiner Freunde aus dem Westen sind auch der Meinung, Gericht mit dem Antrag auf sofortige Aburtheilung Abg. Bebel vertrat diesen Standpunkt, dem die Redner der daß die Grenze bis auf 70 Mark erhöht werden müßte. Gleich vorgeführt worden. Das Gericht hat ohne schriftlich er Konservativen und des Zentrums, sowie der Referent Abg. Möller viel ob 50 oter 70 Mart, der Wein als Volksgetränk bleibt ho bene Antlage und ohne eine Entscheidung zustimmten. Gegen letzteren machte Abg. Singer geltend, daß Steuerfrei. Arbeiter und Handwerker leiden also unter der an über die Gröffnung des Hauptverfahrens sofort die Nationalliberalen die Sonntagsruhe im Postbetrieb gefördert geblichen Belastung gar nicht. Daß die Qualitäts- Weinerzeugung zur Hauptverhandlung zu schreiten. Die Zeugen werden von haben würden, wenn Sie nicht geholfen hätten, die Sonntags durch dieses Gesez irtendwie berührt würde, bestreite ich ganz der Polizei mündlich geladen und mitgebracht. ruhe im Handel und der Industrie durch Ausnahmebestimmungen zur Nach 54 Uhr wird die Fortsetzung der Berathung auf Sonnabend 1 Uhr vertagt. Vorher Wahl von sieben Mitgliedern zur Reichskommission für Arbeiterstatistik. Reaktionärer Fischfang. Parlamentarisches. M so zu durchlöchern, daß kaum noch von Sonntagsruhe die Rede, herauskommen werde, als daß einige„ bordelsüchtige" Delegaten fein taun. Die Voraussetzung für Abschaffung des Postbetriebes am Sonntag fei eine streng durchgeführte Sonntagsruhe im Handel und Industrie. Mitglieder verschiedener Parteien werden sich für die Plenarberathung zu einer Resolution vereinigen, in welcher der Reichstag seine Ansichten zum Ausdruck bringen, und damit der Postverwaltung Kenntniß von den Wünschen, die er in bezug auf die Sonntagsruhe der Postbeamten hat, geben soll. • : Er fann, o Volt, wie einen Hund Dich, wenn er will, aufspießen, Kann Dich zusammenreiten und Kann Dich zusammenschießen. Nach der gestrigen Leistung bleibt für den Unparteiischen wirklich nichts anderes mehr übrig, als der Herzenswunsch, daß recht bald ein fühlbarer Denkzettel" in Gestalt von einem Dußend Gummischläuchen auch auf seinen servilen Rücken herabhageln möge. " " ihre Eigenschaft als Vertrauensleute der organisirten Arbeiter Newyorts dazu benutzen würden, sich den Politikern als einflußreiche Persönlichkeiten zu rekommandiren und dadurch Anwart schaft auf fette Pöstchen an der Staatstrippe zu erhalten. Das ist nämlich bekanntlich das reguläre Resultat bei solchen Lobby" Komitees gewesen, welche von den organisirten Arbeitern den Herren Gesetzgebern auf den Hals geschickt wurden, um sie zu bestimmen, für die Arbeiter günstige Gesetze zu erlassen. Die In der weiteren Berathung wurden die Forderungen der Befürworter obigen Schrittes führten dagegen an, jene Stellung Uebrigens find wir ungerecht. Leute, und vor allem Regierung bis zum Titel 22 bewilligt. Bei diesem Titel er- nahme hieße das Kind mit dem Bade ausschütten, da es sich in Arbeiter, die sich, ohne zu erröthen, einen Bericht wie den flärte der Vertreter der Postverwaltung auf eine Anfrage diesem Falle um eine außerordentliche Angelegenheit und auch gestern vom Lotal- Anzeiger" gebrachten, vorsehen lassen Singer's, daß die diätarisch beschäftigten Assistenten durch um keine Pressions Politik" im gewöhnlichen Sinne handle, und dafür noch allmonatlich eine Mart zahlen, verdienen eine die Vermehrung der etatsmäßigen Stellen Aussicht haben, sondern darum, den Arbeitermassen zu zeigen, daß ihre organi Behandlung, wie sie der unterthänige Respekt vor dem Gumminach etwa fünfjähriger Beschäftigung fest angestellt zu werden. firten Klaffengenossen in dieser schweren Zeit ernstlich gewillt schlauch naturgemäß zur Folge hat. Eine eingehende Diskussion, bei welcher es zu lebhaften Aus- seien, alle Mittel anzuwenden, um die Noth der Arbeitslosen Steine, die er nur ungenügend verdeckt in den einandersehungen zwischen den Leitern der Postverwaltung und au mildern. Dem Antrag auf Zahlung eines entsprechenden Händen trug, und wahrscheinlich zum Werfen benutzen wollte, den sozialdemokratischen Kommissionsmitgliedern fam, entspann Beitrags zu den Delegationskosten wurde schließlich zugestimmt. Händen trug, und wahrscheinlich zum Werfen benutzen wollte, fich aus nlaß einer Interpellation des Abg. Singer. Letzterer Der Umstand, daß bei den letzten Wahlen im Staate New- mußten nach dem„ Kl. Journal" vorgestern einem Mann abgenommen werden, als er den Versammlungssaal der Brauerei brachte die aus„ dienstlichen Gründen" erfolgte Versehung des york die Republikaner wieder obenauf gekommen find, hat zur Friedrichshain betreten wollte. Ei der Tausend! War der Kerl Postassistenten Dietrich aus Schiltigheim zur Sprache und theilte Folge gehabt, daß hier und in Brooklyn Untersuchungen wegen tölpelhaft! Wie viel wirkungsvoller wäre es doch im mit, daß die Versetzung erfolgt sei, weil Dietrich eine Verfamm- Wahlichwindeleien eingeleitet wurden; hier in Newyork wurden Interesse der sogenannten Ordnung gewesen, wenn der Bursche unter Anklage ge Lung von Postassistenten zum Zweck der Gründung eines Ver- 64 Wahlinspektoren 2c. verhaftet und unter Antlage ge bandes einberufen habe. 1430 stellt. An dem bekannten Bergnügungsplate Coney Island die Steine, die er statt des Gummischlauch bei sich hatte der dort unumschränkt herrschende Polizeipascha trug, erst nach der Versammlung hätte bei sich finden lassen. eine mit richterlichem Befehl ausgerüstete Kommiffion zur Revi Sie hat einen Vertheidiger gefunden nämlich die dirung der Wahllisten verknüppeln und verhaften lassen. In Polizei. Es giebt wirklich ein Blatt in Berlin, daß den traurigen dem zu jenem Bezirk gehörenden Orte Gravesend, welcher Muth hat, Dinge gutzuheißen, die selbst die Norddeutsche All3800 Einwohner zählt, wurden später über 5000 Stimmen ab- gemeine" mit dem Schleier schweigender Liebe verschämt zudecken gegeben, worunter nur einige Hundert republikanische. Für zu müssen glaubt. Verwundert werden unsere Leser allerdings unsere Partei werden im Ganzen 3-5000 Stimmen gerechnet, nicht sein, wenn sie erfahren, welches Blatt es ist, das sich zu Die Abgg. Singer und Bebel wiesen nach, daß diese Auf- um welche dieselbe durch die in vielen Fällen geradezu unver einer Verrichtung hergiebt, von der selbst ein auserlesenes Reptil faffung die Thätigkeit des Verbandes vollkommen illusorisch schämten Wahlbetrügereien zu kurz gekommen ist. Auch bei der sich mit zugehaltener Nase abwendet. Es ist das Organ für Berliner mache und daß ein Verbot der Thätigkeit in dem Ver- letzten( Mayors-) Wahl in Chicago scheint man wieder in der Rennsport, Gigerlthum und höhere Kuppelei, das bande dem Verbot des Beitritts gleichkomme. Die Beselben Weise gewirthschaftet zu haben, wie vor bald anderthalb Fremdenblatt. strebungen der Postassistenten, sich bessere Lebensbedingungen Jahrzehnten, wodurch dort dem Anarchismus der Boden bereitet zu verschaffen, seien durchaus berechtigt, und die Postverwaltung wurde. Es ist indessen nicht zu befürchten, daß jene praktiken hatte weder Anlaß noch Recht, diese Bestrebungen und die im der herrschenden Parteien( die Politiker republikanischer und auch Dienste derselben geübte Thätigkeit der Post- Assistenten zu populistischer Kouleur machen es, wo sie das Heft in der Hand hindern. haben, ebenso wie die demokratische Partei) in größerem Umfange Jm weiteren Verlauf der Diskussion, die sich zu einer um die Wahlenthaltung der fortschrittlichen Arbeiter zur Folge haben faffenden Grörterung der staatsbürgerlichen Rechte der Beamten werden; im allgemeinen herrscht die Ansicht, daß, sobald eine auswuchs, meinte der Staatssekretär für die Postverwaltung, die vom anglo- amerikanischen Arbeiterthum getragene politische BeBeamten hätten zwar das Recht unzufrieden zu sein, aber sie wegung in der Arena erscheint, dem politischen Gaunerthum dürften keine Unzufriedenheit erregen. A13 eine Erregung zur bald das Handwerk gelegt wird. Unzufriedenheit aber kennzeichne sich die Thätigkeit und namentlich die agitatorische Wirksamkeit des Assistenten- Verbandes in Der Redner verlangte Auskunft über den vorgetragenen Fall und wünschte zugleich Mittheilung über die Stellung der Postverwaltung zu dem Assistentenverband. Die Vertreter der Postverwaltung erklärten, daß die Vermaltung keinem Assistenten verbiete, dem Verbande als Mitglied beizutreten, dagegen bulde die Verwaltung nicht, daß in dem Verbande agitirt werde. Ueber den von " * Ueber die Auftritte am Donnerstag Morgen schreibt eine hiesige Lokalforrespondenz: eine hiesige Lokalforrespondenz: Das Verhalten der Polizei den Arbeitslosen gegenüber ist noch einer näheren Besprechung werth. Die Polizei ist da zum Schutz von Personen und Eigenthum; fie soll die öffentliche Sicherheit, Ordnung und Ruhe aufrecht halten. Hat sie das gestern gethan? Leider nein! Nach den uns vorliegenden übereinstimmenden Beurtheilungen ruhiger, leidenschaftsloser Beobachter hat die Schuhmannschaft ohne zwingenden Anlaß zur Waffe gegriffen und ohne Wahl dreingehauen. Man sollte meinen, daß das Vereins- und Versammlungsrecht auch In Brünn wird sich demnächst ein Meineidsprozeß ab- freien Abzug aus dem Lokal gewähre. Kaum aber ergoß sich der vielen Fällen und deshalb müsse die Verwaltung dabei beharren, spielen, in welchem aber nicht spielen, in welchem aber nicht um stürzler", sondern Strom der Arbeitslosen, die, getreu der an sie ergangenen Mahe im gegebenen Falle disziplinarisch einzuschreiten. Hüter der Ordnung" auf der Anklagebank fizen nung, die Ruhe aufrechthielten, über die Straße, als mit Stöcken, Einige Mitglieder des Zentrums traten für die staats- Güter der Ordnung bürgerlichen Rechte der Pofibeamten ein, obgleich sie den Singer- werden. Infolge der blutigen Zusammenstöße, welche am Gummienden und Säbeln wuchtige Siebe auf sie herniederfausten. bürgerlichen Rechte der Postbeamten ein, obgleich sie den Singer: 8. Juni v. J. anläßlich des Verbots der Versammlungen, die zu Verwundert blickte man nach der Veranlassung umber: nirgends 8. Bebel'schen Ausführungen gegenüber erhebliche Einschränkungen machten, namentlich itets gunsten des allgemeinen Wahlrechts anberaumit waren, zwischen eine Zusammenrottung, nirgends Ausschreitungen; ruhig ergoffen betonten, daß die Beamten darauf zu halten hätten, daß sie die Disziplin nicht ver- Polizei und Volt stattgefunden, war den„ Exzedenten" der Prozeß sich die Massen über die Straße! Die einzelnen Bilder er letten. Bon konservativer Seite wurde der Auffassung der gemacht worden, wobei mehrere städtische Wachmänner als Kron- fcheinen faum glaublich. Ein Mann war den Schlägen eines zeugen gedient hatten. Diese stehen nun im Verdacht, Meineide Kriminalbeamten enteilt und kam in der Neuen Königstraße Postverwaltung rückhaltlos zugestimmt. Singer mitgetheilten Fall Dietrich wurden von verschiedenen abgelegt zu haben zu ungunsten der damals Angeklagten. Dieser unter die Uniformirten, von denen sich sofort einer auf ihn Seiten die Versehungsgründe zu hören gewünscht, ein Verlangen Prozeß macht dem liberalen Brünner Stadtrath große Kopf fürzte und ihn mit Schlägen und Tritten bearbeitete. Gine Seiten die Versehungsgründe zu hören gewünscht, ein Verlangen schmerzen und wie die Brünner„ Rovnost" meldet, ist er ängst Frau, die wahrscheinlich durch Zufall die wenig ruhmvolle dem der Herr Staatssekretär dadurch nachkam, daß er aus dem dem der Herr Staatssekretär dadurch nachkam, daß er aus dem lich bemüht, für den Polizisten Fiegert und Konsorten einen Stätte betreten hatte, tam in große Gefahr, überrannt und über Gedächtnisse mittheilte, daß seiner Erinnerung nach die Verfeßung wirklich aus" dienstlichen Gründen" erfolgt ist und daß antiliberalen( 1) Vertheidiger in Brünn ausfindig zu machen ritten zu werden. Drei Zeitungsmänner gingen ruhig neben= die Versetzung, wenn er sich nicht täusche, damit motivirt worden Den Wachmännern, die für Aufrechterhaltung der Ordnung" in einander ihres Weges, mehrere Schritte vor ihnen zwei Arbeiter sei, daß der betr. Beamte infolge seiner Thätigkeit für den Ver- Brünn so ausgezeichnete" Tienste gethan haben, wird bei dem und in kurzer Entfernung hinter ihnen wiederum zwei, als ein Schußmann mit furchtbarer Miene auf sie einstürmte und sie band zur Unzufriedenheit mit seinen dienstlichen Leistungen Ver- Prozeß sicher nicht zu wehe geschehen. betrübenden Auseinandergehen" aufforderte. Solche anlassung gegeben habe. Vorfälle gab es eine ganze Reihe. Geschah das zum Schutz von Personen oder für die öffentliche Sicher Ein Tusch, ausgebracht gelegentlich eines Hochheit? War das eine Obrigkeit, die die das Schwert nicht auf die Sozialdemokratie, ist ein Vergehen gegen umsonst trägt?! Wir sind nun weit entfernt, die 360 Abf. 11 des Reiche Strafgesetzbuchs. Diese pyramidale ausführenden Organe für das begangene Unrecht verantwortlich Weisheit förderte der Gemeindevorstand von Pohli, eines zu machen; wir wissen sehr wohl, wenn wir auch ein Zeichen Dertchens im Fürstenthum Reuß zu Tage. Vier Musiker, die zum Losschlagen nicht wahrgenommen haben, daß das Verhalten den Tusch geblasen, wurden mit Strafmandaten von je 10 Mart der unteren Beamten nur auf höhere Weisung so ausarten beglückt. fonnte. Daher können wir der Oberleitung den Vorwurf nicht ersparen, daß sie die Sachlage nicht zu übersehen im ftande war Wie es heißt, sind die Drahtnachrichten nach auswärts, die die Vorgänge schilderten, amtlich zurückgehalten Die Besprechung wurde mit dem Vorbehalt, dieselbe im Plenum weiter zu führen, abgebrochen und der Postetat bis zum Titel 61 erledigt. Nächste Sizung Montag Vormittag 10 Uhr. Die Wahlprüfungs- Kommiffiou beanstandete in ihrer heutigen Sitzung die Wahl des Abgeordneten Wamhoff ( 4. Hannover) und beschloß, Erhebungen besonders darüber ein zufordern, ob auf der Georg- Marienhütte bei Osnabrück die Arbeiter in bezug auf die Wahlfreiheit und das Wahlgeheimniß nicht in unzulässiger Weise, von Wertmeistern, Inspektoren 2c. terrorifirt wurden. Der Wahlprotest zählt Vorgänge auf, wie fie sonst nur in Dortmund und Bochum landesüblich und Ge brauch find. 502 Polizeiliches, Gerichtliches sc. Das Mannheimer Schwurgericht verurtheilte den Genoffen Keßler, Redakteur des Volksstimme", wegen Be leidigung des Großherzogs von Baden zu vier Monaten Gefängniß. Arbeitsplan des Reichstages. Es besteht die Absicht, nach Beendigung der Weinstener- Debatte, welche wohl erst Sonnd abend stattfinden dürfte, zunächst einige noch rückständige erste Lesungen von Gefeßentwürfen vorzunehmen und dann die Finanzreform- Vorlage zur Berathung zu stellen, dann soll der Etat vor genommen werden. Dem Abgeordnetenhause ist der Rechenschaftsbericht über bie weitere Ausführung des Gesetzes vom 19. Dezember 1869, betreffend die Konsolidation preußischer Staatsanleihen, zu gegangen. Dem Abgeordnetenhause ist der Entwurf eines Gesetzes betreffend das Ruhegehalt der Lehrer und Lehrerinnen an den öffentlichen, nicht staatlichen, mittleren Schulen und die Fürsorge für ihre Hinterbliebenen, zugegangen. Parteinachrichten. Parteitag für Bremen und benachbarte Wahlkreise. Der ursprünglich auf den 4. Februar festgesetzte Parteitag ist eingetretener Hindernisse halber auf einige Wochen vertagt. Der Tag der Abhaltung des Parteitages wird später bekannt begeben.d " Lokales. " " zum worden." s . Ein anderer Berichterstatter führt die ganze Affäre auf ein Mißverständniß" zurück. Ein„ Mißverständniß" hat bekanntlich nachy reaktionärer Legende auch den 18. März 1848 zu Grundé gelegen.d 59391891 936 Zur vorgeftrigen Polizei- Attacke. Der Feuereifer der Geradezu hundsgemein ist das Verhalten eines Theils Schuhmannschaft bei der Affäre wird durch folgende Mittheilung, der liberalen und der sogenannten unparteiischen Bresse anläß die uns aus unserm Leserkreis wird, drastisch beleuchtet: lich der vorgestrigen Polizeiaffäre zu nennen. Während selbst In das Haus Friedenstr. 5 hatten fich mehrere der Verfonservative Blätter das Ding beim rechten Namen nannten und sammlungebesucher vor der drauflosschlagenden Polizeigewalt Einige Schuhleute verfolgten die Wehrlofen in ihren Berichten offenfundig die absolute Schuldlosigkeit der geflüchtet. e3 gelang den Wütherichen auch, auf dem Arbeitslosen an dem Angriff hervorhoben, ledt diese Sorte und die mit Beitungen auch anläßlich des vorgestrigen empörenden Attes der Hofe einiger Flüchtlinge habhaft zu werden, Polizei den Staub von den Stiefeln. Die Voss. 3tg." höhnt blanker Waffe und mit geballten Fäusten entseßlich ver mit der nüchternsten Miene von der Welt, daß die Arbeitslosen hauen wurden. Weitere Schuhleute stürmten die Treppen hin von der Polizei nach dem Landsberger Thor und nach der auf und schrieen in die Wohnungen hinein, man folle die Men Königstraße geleitet wurden( geleitet ist unbezahlbar!); bei fchen, die sich versteckt hielten, ausliefern. Die meisten Eindiesem Akt der Kourteoisie habe die liebenswürdige Polizei sich wohner besaßen Pflichtgefühl genug, um den schnaubenden dann veranlaßt gesehen, recht träftig einzuschreiten und Beamten die sich verborgen haltenden Flüchtlinge zu verheimlichen. von der blanken Waffe Gebrauch zu machen. Nur der Portier des Hauses, Listat mit Namen, Das Berliner Tageblatt" rebet von einigen ließ sich herbei, den Beamten die devote Mittheilung zu machen, Mißgriffen" der Polizei; die Folgen solcher Mißgriffe", daß sich doch Leute im Hause versteckt hielten. Die Schuyleute meint das Moffe'sche Organ, haben die Betroffenen sich freilich stürmten wieder die Treppen des Hauses hinauf; dank der in der Regel selbst zuzuschreiben; sie wären davon verpflichtgemäßen Haltung der Hausfrauen gelang es ihnen aber schont geblieben, wenn sie man rathe- wenn sie ihre Neu- auch bei der zweiten Attacke nicht, der Opfer, nach denen sie gier hätten bezähmen können. Die Dummköpfe wären also von lechzten, habhaft zu werden. Die tapfere, pflich bewußte Haltung Prügeln verschont geblieben, wenn sie den Belagerungszustand der braven Frauen dieses Hauses verdient die ehrendste Anerauch in Friedenszeiten für permanent erflärt und von dem tennung. Recht, auf offener Straße zu gehen geschweige denn vom Bersammlungsrecht- feinen Gebrauch gemacht hätten. Das ist inbezug auf seine Stellung zu der Bewegung gegen die Konfum Zur Frage der Konsumvereine. Dem Vorwärts" wird Die originelle Art, die Sozialdemokratie todtzukriegen, wirklich echt freifinnig! welche, wie wir fürzlich meldeten, der Verwaltungsbeamte von Das größte leistet sich aber der unparteiische, 2o tal- vereine von einigen eigenthümlicherweise anonym zeichnenden Derlinghausen( Lippe- Schaumburg) angewandt hatte, in- Anzeiger". Dies in Arbeitertreisen zahlreich ver- Genoffen" der Vorwurf gemacht, daß eine solche Haltung nicht dem er nämlich den Einberufer einer Bersammlung aufforderte, breitete Blatt ist das einzige, daß den traurigen Muth vereinbar sei mit der Thatsache, daß die Ueberschüsse der Teller jammlungen in diesen Versammlungen der Partei zugewiesen von der Abwehr eines Widerstandes zu 3 Mark für die leberwachung der Versammlung zu hat, entrichten, ist für die Zukunft leider nicht mehr zu gebrauchen. fabeln, den die Versammelten der Aufforderung der würden. Es ist Sache der Versammlungen über die Verwendung Der betreffende Genoffe hatte gegen die liebenswürdige Bu- Beamten, weiter zu gehen, entgegengeseht haben sollen! Es war der freiwilligen Eintrittsgelder zu bestimmen, dem Vorwärts" 3 war muthung Beschwerde eingelegt und erhielt nun folgendes Antwort ein unerfreuliches Bild, so wimmert der Unparteiische", das aber, der die Aufgabe hat, die Prinzipien der Sozialdemokratie schreiben: sich dem Beobachter darbot, dieser Kampf des Mob mit der gegen jedermann, auch gegen Arbeiterversammlungen, zu vertreten, erwächst hieraus doch nicht etwa eine Verpflichtung, eine fleinFürstlich Lippe'sches Berwaltungsamt Polizei." Mit schamloser Suffisance heißt es weiter: Schötmar. Mancher Neugierige hat auf dieser bürgerliche Agitation zu fördern. Würde er sich durch solche Auf die Eingabe vom 17. Dezember v. J., Zahlung Weise wohl heute morgen einen fühlbaren Rüdsichten beeinflussen lassen, läge Grund zu einer Beschwerde vor, dann hätte man das Recht uns der Korruption zu zeihen. von 3 Mark Aussichtsgebühren betreffend, wird Ihnen er- Dentzettel erhalten. widert, daß von der Zahlung derselben Abstand ge Man merte- zur Schande der Berliner Bevölkerung muß Wir haben aber nichts anderes gethan, als unsere Pflicht erfüllt. es ist ein in Arbeiter- und Kleinbürgeres gesagt werden Bu einer frisch- fromm- fröhlichen Holzerei fam es vor. nommen wird. freifen in über hunderttausend Exemplaren verbreitetes Blatt, gestern in einem Wiener Café in der Friedrichstraße, nahe der das es fertig bringt, gleichzeitig den Arbeitslosen, die das Blatt Weidendammer Brücke zwischen dem Zahnarzt Dr. L. und einem unverschämter Weise, Mob" zu nennen wagt, einen Fußtritt zu Agitator der antisemitischen Partei, Kaufmann Mit dieser geistigen Waffe" zur Bekämpfung der Sozial- versetzen und vor der Polizeit hat feine unterthänige R. aus Charlottenburg. Dr. 2., welcher zwar jüdisch aussieht, demokraten wäre es also wieder nichts. Schade! Reverenzzumachen! In den Augen der Breßlakaien unparteiischer jedoch kein Jude ist, faß gegen 5 Uhr früh mit einem Bekannten Observanz nimmt die Polizei nach diesem etwa die Rolle der in dem bezeichneten Lofal, in welchem sich auch Herr K. befand. Man schreibt uns aus New- York unterm 9. Januar: Der fürstlichen Bestien ein, die im Zeitalter des Absolutismus auf Der letztgenannte erging sich in ausfälligen Redensarten gegen die Beschluß der neuorganisirten New- Yorker, Nothstands- Konferens", ihrem Thrönlein nach Gutdünken über Leben und Sterben ihrer Juden, wurde schließlich persönlich gegen den, Zahnarzt, der, als K. ein Komitee nach Albany zu senden, um auf die Legislatur Unterthanen verfügten, und denen es, wenn ihre Laune danach unter dem Ruf" Juden raus" auf ihn deutete, seinerseits aufsprang zwecks Anweisung von Mitteln zur Vornahme öffentlicher Ar- stand, nicht darauf ankam, irgend einen ihrer Unterthanen" und dem Beleidiger eine Ohrfeige verfegte. Später tam es beiten einzuwirken, hat in der letzten Sigung der„ Central Labor gleich den Spatzen, die man vom Dach herunter schießt, zu zwischen den Beiden nochmals zu einer Schlägerei, die sich, als Federation" zu heftigen Debatten geführt, als dort der Antrag trattiren. Von der modernen Staatsbürgerpflicht, sich in Ver- Dr. L. fortging, auf der Straße wiederholte. Gin hinzukommen zur Aufbringung der nöthigen Mittel zur Vorlage gelangte. fammlungen und Vereinen zu berathen, scheint eine derartige der Schuhmann fiftirte schließlich die beiden Kämpfenden für Berschiedene zur Federation gehörende Organisationen hatten unparteiische Zeitung nichts zu wissen; fie maßt sine ira Anti- und Philosemitismus nach der Revierwache in der Elfaffer schon vorher über diese Angelegenheit verhandelt und dagegen et studio dem Inhaber der Gewalt das Recht" zu, das der straße, wo sich der Kaufmann als Reichstags- Abgeordneter bezeichnet haben soll.( Soweit wir wissen, fandidirte Herr R. bei den letzten Stellung genommen, weil bei der Geschichte nichts anderes Dichter in die Worte zusammenfaßt: Schötmar, den 8. Januar 1894. Fürstliches Verwaltungsamt gez. Biderit. * * geworfen worden. kämpfenden end slate wi Versammlungen: dieses Namens nicht wohnt, so hat die Persönlichkeit des Vermonate, gegen Werner 1 Jahr 2 Monate Gefäng: Being reise angenommen sei, noch stundenlang bis zum Reichstagswahlen für die antisemitische Partei und ist in seinem| Redakteur des„ Sozialist", Klempner Arthur Ellendt und den folgreichen Lohnkampf für die Sache des Privatleben der Herausgeber eines christlichen Geschäfts- Adreß- Verleger der Zeitung, Buchdrucker Wilhelm Werner ver- Proletariats E3 ergeht also namentlich buches. Die Red.). handelt. Die Verhandlung, welche Landgerichts- Direktor Rieck an die Eisen- und Metallarbeiter der Ruf, die Fach19532 700 Mark mehr als im vorigen Jahr sind im leitete, begann gleich etwas ungewöhnlich: Der Angeklagte genossen unterstüßen und ihnen zu menschlichen Existenzbedins in ihrem schweren Kampfe gegen nächstjährigen Etat für die Berliner Polizeiverwaltung aus- bant betrat und wurde deshalb durch Gerichtsbeschluß in eine gungen zu verhelfen. Hilfe ist aber unverzüglich nothwendig! sofort zu vollstreckende Ordnungsstrafe von einem Tage Unterstützungen sind zu senden an: Christine Beran, Mauth Die stark in der Auflösung begriffene Leiche einer etwa Saft verurtheilt. Für die Verhandlung selbst wurde die Nr. 130, bei 3birow in Böhmen. dreißig Jahre alten Dame ist am Salzufer gelandet worden. Deffentlichkeit ausgeschlossen. Es handelte sich um einen Das Kopfhaar war völlig abgetrennt, die Gesichtszüge waren tleinen Artikel, in welchem der deutsche Kaiser ver nicht mehr kenntlich. Die Wäsche der Todten, die mit einem höhnt sein soll, ferner um Artikel unter der Ueberblauen Rock und einem grünen Mieder bekleidet war und schon schrift Morgen oder übermorgen"," Gewaltphrase" 2c. Nach monatelang im Wasser gelegen haben muß, ist 2. G. 3 gezeichnet. Ansicht des Staatsanwalts Dr. Benedix reizen diese Artikel Dr. reizen bele abben Werthsachen, Geld oder Ausweispapiere sind bei der Leiche nicht das Proletariat systematisch gegen die Besitzenden auf, gefährden Die Getreideträger und Speicherei- Arbeiter waren vorgefunden worden. Angehörige fönnen sich im Zimmer 4 des den öffentlichen Frieden, indem sie den Lesern das fonit ihnen zahlreich am 18. Januar in Nagel's Salon, Schwedterstraße 23, Charlottenburger Rathhauses melden. ab hnsiero innewohnende Bewußtsein der Rechtssicherheit zu rauben trachten, versammelt. Genosse Blauroc hielt einen mit Beifall aufIn großen Schrecken versetzt wurde am Mittwoch die famem birt en Gewaltthätigkeiten auf und predigen Ungehor: genommenen Bortrag über Zeit und Affordlohn. Durch eine Frau Auguste Streit, als sie beim Betreten des Hausflurs, Garten- fam gegen die Geseze, indem sie den Besiglosen den Dieb- lebhafte Debatte bekundeten die Versammelten das rege Interesse Straße 46, eine Leiche vor sich liegen sah. Bei dem Todten stahl anempfehlen. Der Staatsanwalt machte nicht nur den für diese Frage. Unter anderem führten die Kollegen Otto wurde später ein auf den Namen des Schuhmachers Edmund Drucker des Blattes für diese Artikel verantwortlich, da letterer gerade in diesem Gewerbe die Beseitigung der Akkordarbeit sei. verantwortlichen Redakteur, sondern auch Wilh. Werner als Gaver und Münch übereinstimmend aus, wie nothwendig lautender Steuerzettel vorgefunden, auf dem die Woh- der eigentliche spiritus rector sei und wahrscheinlich die Artikel Wie oft komme es vor, daß man, nachdem die Arbeit zu einem nung, Brunnenstr. 80, verzeichnet stand. Da aber dort ein Mann selbst geschrieben habe. Er beantragte gegen Gllendt neun geschrieben habe. Er beantragte gegen Ellendt neun derselben warten müsse; dafür wird der Arbeiter aber niß, während Rechtsanwalt Biber die Freisprechung des niemals entschädigt. Es wurde hierauf folgende Resolution Eine weibliche Bestie ist die Kaufmannsfrau L. am Kott zweiten Angeklagten verlangte._ Der Gerichtshof sprach einstimmig beschlossen: Die Versammlung erklärt sich mit dem bufer Damm, die feit langer Zeit auf beständigem Kriegsfuße Werner frei, da er einen Beweis für dessen Thäterschaft nicht Referenten einverstanden und verspricht mit aller Energie für mit ihren Dienstmädchen lebt und daher fast allwöchentlich für erbracht hielt. Ellenbt wurde zu 6 Monaten Ge- die Einführung des Stundenlohnes thätig zu sein. Kollege wechselt. Hausbewohner werden oft schon vor Tagesgrauen fängniß verurtheilt. Außerdem wurde gegen Ellendt auf Krell gab sodann den Bericht der Gewerkschafts- Kommission; durch Schmerzensschreie der mißhandelten Mädchen aus ihrer Verlust der bekleideten öffentlichen emter, als sein Stellvertreter wurde der Kollege Graupner gewählt. Ruhe aufgeschreckt. Endlich scheint nun der Tyrannin eine sowie der aus öffentlichen Wahlen hervor. In bezug auf die petuniäre Beihilfe wird beschlossen, die GewerkStrafe zu drohen; denn dieser Tage ist das 21 Jahre alte Dienst- gegangenen Rechte erkannt. schaftskommission nach Kräften zu unterstützen. mädchen Auguste E. angeblich von ihrer Herrin von einer Leiter heruntergerissen worden, sodaß sie mit Verletzungen in das Krankenhaus am Urban gebracht werden mußte. storbenen noch nicht festgestellt werden können. ned ane rechter Hand stehen prengt, wodurch dem Kuraben zwei Finger Vortrag begonnen hatte. In " Um die Entscheidung der Frage, ob eine Versammlung Charlottenburg. Der Verein zur Regelung der „ aufgelöst" oder nur vertagt" worden sei, handelte es sich in einer gewerblichen Verhältnisse der Töpfer hielt am Verhandlung, welche heute vor der zweiten Straftammer am 16. Januar eine Versammlung ab. Nach einem Vortrage des Das unvorsichtige Hantiren mit Schuftwaffen hat Landgericht II stattfand. Zwei Unabhängige", der Restaurateur Genossen Hoffmann über das Thema: Das moderne Raubwieder einmal einen bedauerlichen Unglücksfall herbeigeführt. Gustav Kleist und der Metallschleifer Karl Hübner waren ritterthum"," beschäftigte man sich mit den GewerbegerichtsDer in der Chauffeestraße wohnende Böttcher Hermes befaß eine wegen Vergehens gegen§ 15 des Vereinsgefeßes und wegen Auf- wahlen und wurde zum Beisiger Rud. Jäde vorgeschlagen. alte Reiterpistole, die feit langen Jahren geladen war. So oft forderung einer Menschenmenge zum Ungehorsam gegenüber den Bezüglich der Koakskorbfrage wird von dem Kollegen Hagen er aber auch versuchte, die Waffe zu entladen, war doch der Anordnungen der Obrigkeit angeklagt. Objektiv wurde folgen bekannt gegeben, daß sich die Arbeiter- Sanitätskommission bereit Schuß nie losgegangen, so daß die Pistole an der Wand hängen der Thatbestand durch die Beweisaufnahme ermittelt: Am erklärt hat, weitgehende Untersuchungen in jedem Fall, besonders blieb. In dieser Woche nun kam der Sohn des Böttchers mit 4. Juni vorigen Jahres fand in einem Lokale in Rixdorf bei Erkrankungen, eintreten zu lassen, um der Behörde zu bemehreren Schulfameraden auf den Gedanken, mit dem Pistol zu eine öffentliche Versammlung der" Unabhängigen" statt, die auch weisen, daß auch die neuere Einrichtung der Koatstörbe gefundSpielen. Blöglich gab es einen lauten Knall und als die Knaben von Parteigenoffen zahlreich besucht war. Arbeiter Wasenta heitsschädlich ist. Die Kollegen müssen deshalb alle derartige hinzueilten, fanden sie den 12jährigen H. mit zerschmetterter führte als Einberufer den Vorsitz, trat denselben aber später an Fälle im Arbeitsnachweis mittheilen. Außerdem werden die rechter Hand stehen. Der Schuß hatte sich plötzlich gelöst, hatte ben Angeklagten Hübner ab, als der Referent Wiesenthal seinen Kollegen ersucht, wenn von den Aerzten, die auf den Bauten Der hatte den Lauf der Pistole Der Referent rempelte verschiedene Luftmessungen vornehmen, Anfragen an sie ergehen, dem Arzt der rechten Hand weggerissen wurden. Ein schnell herbeigerufener unserer Parteigenossen in der bei den„ Unabhängigen" üblichen bereitwilligit Auskunft zu ertheilen. Von den Charlotten Arzt legte einen Nothverband an, worauf der Verlegte in ein Manier an und als er die Angegriffenen Hallunken nannte, er- burger Kollegen war eine Arbeitslosen Versammlung in VorRrantenhaus transportirt wurde. scholl ein vielstimmiges Pfui! und die Unruhe wuchs dergestallt, schlag gebracht, diese soll demnächst in Berlin abgehalten ldp Arbeiters Ende. Das Genick gebrochen hat sich gestern daß eine weitere Verhandlung momentan unmöglich geworden werden. Erinnert wurde noch daran, daß zu den alle Vormittag ein auf einem Neubau im Westen beschäftigter Hand- fein soll. Da stand der überwachende Gendarm Kamens auf und Dienstage nach dem 15. Bismarcehöhe stattfindenden Versammlanger Wöhlert, Demminerstraße wohnhaft. W. hatte auf dem erklärte im Namen des Gesetzes die Versammlung für aufgelöst, lungen der Besuch etwas reger sein könnte. Bau erst einen Tag zuvor Arbeit gefunden. Beim Beſteigen einer follen sich darauf nicht nur nicht entfernt, sondern vielmehr die demokratischen Arbeiterverein tagte am 16. d. M. Die Versammgleichzeitig zum Verlassen des Saales auffordernd. Die Angeklagten Köpenick. Eine öffentliche Versammlung vom hiesigen sozialLeiter rutschte er, da die Sprossen durch den Regen schlüpfrig Anwesenden aufgefordert haben, anwesend zu bleiben, desgleichen geworden waren, aus und fiel aus dem dritten Stock so unglück- sollen sie bereits weggegangene, wieder zurückgeholt haben, weil lung beschäftigte sich zunächst mit einer Reihe geschäftlicher Anlich herab, daß er mit gebrochenem Genick liegen blieb. dobie Gendarmen zum Verlassen des Lokals aufzufordern nicht be- gelegenheiten. Der vom Kassirer verlesene Vierteljahresbericht beg haben, vom Polizeibericht. Am 18. d. M. Nachmittags fiel auf dem rechtigt feien, da die Versammlung vertagt worden sei. Bei weist einen Kassenbestand von 178,85 M. auf. Hierauf erledigt Eise des Spandauer Schifffahrtskanals, bei der Fennbrücke, ein dieser Behauptung verblieben die Angeklagten auch in der Haupt- die Versammlung einige Wahlen. Zu Revisoren werden ernannt Knabe in eine offene Stelle, wurde jedoch von dem Sergeanten verhandlung, während die Gendarmen behaupteten, die Vertagung Schmidt, Beige und Rißmann und zum Bibliothekar Waldner. Paasch gerettet. Im Laufe des Tages fanden vier Brände statt. sei erst nach der Auflösung erfolgt. Daß die Auflösung und In einer Resolution spricht sich sodann die Bersammlung gegen 50 Bertagung ziemlich a tempo erfolgt ſein muß, ſtanb feft, welcher Arbeiter in der Fabrik von Quantmeier und Gite eine Annonce das Verhalten des Vorwärts" aus, der bei dem Streik der Theil dem anderen dabei zuvorgekommen ist, das konnte trotz der stundenlangen Kreuz- und Querfragen seitens des Vor- im Arbeitsmarkt aufgenommen hatte.*) Nach Erledigung dieser sitzenden nicht genügend festgestellt werden, weshalb die Frei- Vortrag über das Thema:„ Die Lügen unserer Zeit." Zum Angelegenheit hielt Genosse Pinn einen beifällig aufgenommenen fprechung der Angeklagten erfolgen mußte. Schluß macht der Vorsitzende die Anwesenden noch auf die LeseAbende aufmerksam und regt zur fleißigen Benutzung der Bibliothek an. PROTEA já .8.xlassdo arbamyl Gerichts- Beitung. Histol 49TR Gewerbe Gericht.niga Kammer I. Vorsitzender: Assessor 2öwe. Sigung vom 17. Januar. Sozialdemokratische gese- und Diskutirklubs. Mar Rayfer, teden Sonntag Vormittags 10% Uhr im Restaur. Schömann, Heimstr. 16. eimer, jeden Montag, Abends 9 Uhr, bei Rudolph Bahr, Gerichtsstr. 19. Arbeiter- Sängerbund Berline und Umgegend. Sonntag. Alle Renderungen im Vereinstalender find zu richten an Fr. Kortum, Manteuffelfraße 49, vorn II. Abends 9 Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitalieber. ,, Dirigenten chor", Stadtbahnstation zur Börse, Restaurant Nachm. 1-3 Uhr.- Montag. Norddeutsche Schleife, Melchiorftr. 15 Herkules. Frohsinni, Rummelsburg, Berlinerstr. 82 bei Friefecte, bei Stehmann. Liebertafel der Maler u. verw. Berufsgenoffen, Annenftr. 16 bei Ehrenberg.- Tonblüthe, Görligerftr. 58 bei Toltsdorf. Weinfir. 23 bei Küchenmeibes fretbett II, Straußberg, im Sängerhatn, ReichenBlüthe Die lärmende Szene, die sich in einer Januar- Nacht des vorigen Jahres im ehemaligen Café Ronacher Unter den Linden Der Schneider John beansprucht vom Schneidermeister abgespielt und den Schriftsteller Wald und den Kaufmann Weinstock 42 M. als Lohnentschädigung wegen unrechtmäßiger Schulze als Mittelpunkt batte, beschäftigte gestern zum vierten Entlassung. Durch die Verhandlung wird erwiesen, daß der Be- Male den Strafrichter. Die Lärmszene war daraus entstanden, flagte dem Kläger erst 21 M. Wochenlohn gab, dieser dann aber daß die beiden Leute dem Feierabend- Gebote des Oberkellners durch gegenseitiges Uebereinkommen auf 15 M. herabgesetzt wurde. nicht folgten; Wald hatte dabei noch mit einem Stockdegen und Gegen die Klage felbst wendet Beklagter ein, der Kläger sei gekündigt einem ungeladenen Revolver gedroht. Das Schöffengericht hatte beide worden; allerdings habe er demselben auf sein Bitten, ihn doch zu be- Angeklagte des gemeinschaftlichen Hausfriedensbruches, Wald außer halten, gefagt, er werde es noch mal mit ihm versuchen". Beklagter dem auch noch der Bedrohung und des verbotenen Waffentragens ist der Meinung, daß dies die Kündigung nicht aufhov. Der Gerichts- fchuldig befunden und Wald zu 2 Wochen, Schulz zu einer Woche Gehof theifte diefelbe nicht, sondern verurtheilte ihn zur Zahlung fängniß verurtheilt. Die hiergegen eingelegte Berufung war erbergerstraße 16 bet Päphold. von 30 M. Begründet wurde das Urtheil damit, daß Beklagter folglos und wurde von der siebenten Straffammer verworfen. Restaurant Strüger.- Myrthenblätter, Belforterstr. 15, bet Schneider. nach der Ueberzeugung des Gerichts wohl dem Kläger die Beim Kammergericht waren die Angeklagten glücklicher. Auf die Gefangverein iederzweig, Sermsdorf, Waidmannsluft bet Fenner„ Zur Arbeit gekündigt, die Kündigung aber wieder zurückgenommen eingelegte Revision hob das Kammergericht das Urtheil der Straf- Fichte". Gefangverein Berliner Bildhauer, Ornament, Wrangelftr. 141 bet Schmidt. Frisch auf in Schönwalde i. b. Mart bei Schulz. Frisch habe. fammer auf und wies die Sache zur anderweiten Verhandlung zur Freiheit, Simeonftr. 23 bet Flid. Metallarbetter Often" Der Zuschneider Albrecht flagt wider Herrn Alexander, an die VII. Straikammer zurück. Das Ergebniß war nunmehr, koppenſtr. 29 bei Keller. Bieber'scher Männerchor, Elisabeth= Juhaber eines Konfektionsgeschäftes. Er verlangt( ift ohne daß Wald wegen Bedrohung, Hausfriedensbruchs und verbotenen straße 14 bei St. Hirthe. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend Kündigung entlassen 80 Mart Waffentragens zu einer Woche Gefängniß und 15 M.( Alle Buschriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend, find zu Freundschaftlicher Bartverein b. Hrn. Kyschty, Dostiaftr. 12, Borm. 8-10 Uhr er fich vor. Er hatte nämlich vierwöchentliche buße verurtheilt wurde. Seerose bei Müller, Landsberger Play 5, Nachmittags 4 Uhr. Theater. Kündigung und 40 M. Wochenlohn bei Alexander. Der Beklagte bei Schröder, in Stralau, Nachmittags 3-4 Uhr läßt burch seinen Vertreter geltend machen, der Kläger habe Ghre" zu retten, führte am Freitag den KammergerichtsDie standesgemäße Manier, mit dem Sackpuffer die verein Thalia Bergnügungsflub Ostenb, Krautftr. 6 bet Rudolf von 5-6 Uhr Gefelliger Verein der Feilenhauer, Gartenstr. 16: bet Meißner. unter Benugung feines, des Beklagten, Materials für sich ein Referendar Martin Jakobi unter der Anklage des Zweikampfes jeben Sonntag v. b. 1. b. Vergnügungsverein Selgo= Montag: Jaquett in der ihm unterstellten Arbeitsstube fertigen lassen. mit tödtlichen Waffen vor die 2. Straffammer am Landgericht II. sir. 16, bet galte, alle 18 age thing. Sumo: Der Kläger giebt die Thatsache zu, behauptet aber, er hätte das Der Angeklagte hat sich mit dem Sekondelieutenant Suttendorf Pfeifentlub Felfenfest bet Schubordt, Königsbergerstr. 24. Theaterverein Jaquett der besten Arbeiterin nur deshalb gegeben, weil nichts auf Pistolen gefordert. Der Zweikampf fand am 26. September Vergnügungszu thun war und er dem Geschäft eine tüchtige Arbeitskraft vorigen Jahres in der Nähe von Westend im Grunewald statt. erhalten wollte. Die Buthaten, das verbrauchte Material des Beklagten," bätten nur einen Werth von höchstens 60 Bf. gehabt. Der Bei 15 Schritt Barriere und aufgefeßtem Visir verlief der verDet abredete dreimalige Kugelwechsel resultatlos. Ueber die BerKläger wurde a bgewiesen. Durch seine eigene Angaben sei festgestellt, führte der Vorsigeude aus, daß er ohne Wissen und anlassung des Zweikampfes bat der Angeklagte, Schweigen beobachten zu dürfen. Das Urtheil lautete auf die niedrigste Willen des Beklagten Eigenthum desselben die Buthatenzu eigenen Nugen verwendet hat. Nach§ 123 G.-O. sei das Strafe von drei Monaten Festungshaft. aber ein Grund zur sofortigen Entlassung. Jeder weitere Anspruch aus dem Kündigungsverhältniß wurde dem Kläger aberfannt, sein Vorbehalt bezüglich der Ginklagung der zweiten SO M. also illusorisch gemacht. Lohnentschädigung. Weitere 08031 Mart einzuflagen, order wegen Bonntag: bält Aufsehen erregt das nunmehr gefällte Urtheil im Prozeß gegen bem Kläger . ristischer Berein Bipifax bet Kröfche, Fichteſtraße 29. ora, Märkischer of Admiralftr. 18c, arben, br. eren elfenfeuermannstraße 167 battle, abends& uprBrüder", 48 bei Uhr. Depeschen: ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Dreieinhalb Jahr unschuldig im Zuchthause. Großes Leicester, 19. Januar. Die Konferenz des Bergarbeiterden Juwelier Menzler, welcher bereits vor einiger Zeit die öffent- Verbandes nahm nach lebhafter Debatte einen Antrag zu gunsten liche Meinung lebhaft beschäftigte. Derselbe wurde vom Neiffer der Verstaatlichung der Bergwerke an, beschloß einen Vertreter sid Rammer III. Borsigender: Assessor Fürst. Sigung Schwurgericht im Wiederaufnahme- Verfahren, nachdem er von zu dem diesjährigen internationalen Kongreß zu senden und vom 16. Januar. der zuerkannten Zuchthausstrafe bereits 33/4 Jahre verbüßt hatte, designirte das Parlamentsmitglied Pickard zum Sekretär des Als ein sonderbarer Heiliger erwies e3 sich der Maurermeister freigesprochen. Der Vertheidiger, Reichstags Abgeordneter Kongresses. Heinrich. In einer Klagesache des Steinträgers Knuth gegen Munckel, hatte das Prozeßmaterial schon bei der Berathung ihn hatten bereits drei Termine stattgefunden, und gerade wollte des Antrags auf Entschädigung unschuldig Verurtheilter benutzt. fich der Gerichtshof zurückziehen, um das letzte Mal zu beraten A und das Urtheil zu fällen, als der Beklagte plöglich einwandte, er fei Junungsmeister und das Gericht sei nicht zuständig. Der Vorsitzende frug den guten Mann, weshalb er nicht 18 sole Iteverlicht. ſchon früher den Einwand erhoben habe. Er hätte blos mal Soziale Leberlicht. Für die österreichischen Feilenarbeiter: Das Erefutiv Komitee. Briefkaffen der Redaktion. Postabonnement P. 1. Wenn er den Verkäufer zum Vertauf angestiftet hat, ja. 2. In 3 Monaten§ 67 Strafgesetzbuchs. 3. Es tann ein mit schriftlicher Vollmacht versehener Bertheidiger auftreten. Wer nicht Rechtsanwalt ist, muß seine Zulaffung als Vertheidiger für die fragliche Sache besonders nachsuchen. Im allgemeinen werden nur Rechtsanwälte zugelassen. Breslau. Leonhard. Berlin, Hamburg( zweitgrößte) Leipzig, München, G. 40. Die Klage lohnt zwar kaum die Versäumniß, die Sie daran baben werden, führt aber vielleicht zum Biele. R. Reimann, Köpenickerstraße. Sie müssen Widerspruch erheben. Gadegast. 1. Der Schuhmacher darf beide Paar retiniren Urtheil. 2. Nicht zu beantworten, so lange Sie nicht angeben, bis sie bezahlt sind, darf aber nichts verkaufen ohne gerichtliches welcher Art die gegen Sie erhobene Klage war, ob beim Straf gericht oder Zivilgericht. 3. Klagen Sie beim Amtsgericht auf Herausgabe. sehen wollen, wie das Gewerbegericht aussehe, war die Antwort. Der Kläger wurde an das Innungs Schiedsgericht gewieſen. Achtung, Feilenarbeiter aller Länder! Nur mit knapper Noth entging der Innungsbruder Heinrich Infolge entstandener Differenzen zwischen Arbeitnehmern einer netten Ordnungsstrafe, die wohl angebracht gewesen wäre. und Arbeitgebern in Budapest und Steyr ist die Sperre ver Der Maler Kofler flagt gegen den Malermeister Winkler hängt. Besonders ist die Werkstätte des Sonnleitner in Steyr auf Bahlung eines Schadenersatzes, weil ihm durch die zu meiden. Gleichzeitig soll erwähnt werden, daß dort einige Borenthaltung und Invalidenkarte die indifferente Burschen sich befinden, welche nächstens veröffentlicht von Kassenbuch Möglichkeit, Arbeit zu bekommen, auf einige Zeit genommen werden. worden sei, Das Gericht erklärte sich für unzuständig und ver wieß den Kläger mit seiner Rlage an das Amtsgericht. Da in ähnlichen und gleichen Fällen wie im vorliegenden die Kläger neuerdings stets abgewiesen und das ordentliche Gericht für zu- Lohubewegung in Desterreich. Der Streit der Schuhständig erachtet wurde, scheint unter den Vorsitzenden in ihrer macher bei Löwenstein in Wien ist beendet. Gesammtheit die Anschauung Platz gegriffen zu haben, Schadenerfaßforderungen wegen Einbehaltens der Karte und des KrantenPilsen. Der Streit der Nagelschmiede in Mauth dauert faffenbuches gehörten nicht zu den Ansprüchen aus dem Arbeits- fort. Er erstreckt sich jetzt über sämmtliche Fabriken, die sich am verhältnißnit 10.111 bortigen Plage mit der Zwecknagel Fabritation befassen. Es W. W. Läßt sich nicht so allgemein beantworten. Es streiten die Nagelschmiede der Firmen Hermann Polat, Anton richtet sich nach den besonderen Umständen bei den einzelnen ErEine Auflage wegen Majestätsbeleidigung, Chochola, Emil Pick und Anton Belohlavet. Soll der Lohn werbung. Aufreizung und Aufforderung zur Betampf erfolgreich enden, ist eine Hilfe seitens der organisirten gehung des Diebstahls wurde am Freitag vor der ersten Arbeiterschaft unbedingt nothwendig. Es handelt sich darum, Wir haben bereits wiederholt im Briefkasten den Jrrthum *) Straftammer des Landgerichts I gegen den verantwortlichen einen ganzen Zweig der Metallindustrie durch einen er- laufgeklärt. How wi Die Redaktion. Achtung! Töpfer! Achtung! Roh- Tabak Derlammlung sämmtlicher Delegirten der Orts- Krankenkasse des TöpferGewerbes zu Berlin am Montag, den 22. Januar 1894, Abends 5 Uhr, im Lokale des Herrn Pyrtek, Gipsstraße 3( im Garten- Saal). Tages- Ordnung: Besprechung von Kassenangelegenheiten. Der Einberufer: Eduard David, Ackerstr. 136. 470/7 Verband der in Buchbindereien, der Papier- und Ledergalanteriewaaren- Industrie beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen, Mitgliedschaft Berlin. Am Montag, den 22. Januar 1894, Abends 8% Uhr, Alte Jakobstraße Nr. 75: Ordentliche General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Geschäfts- und Kajsenbericht pro 4. Quartal 1893. 2. Abrechnung vom Sylvester- Bergnügen. 3. Neuwahlen. 4. Mitgliedschaftsangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimirt. 458/8 Der Vorstand. Verband deutscher Gold- und Silberarbeiter u. verw. Berufsg. ( Zahlstelle Berlin). Am Montag, den 22. Januar, Abends 8 Uhr, im ,, Dresdener Garten", Dresdenerstr. 45: Große Versammlung mit Frauen. Tages- Ordn ng: 1. Vortrag des Augenarztes Herrn Dr. Wurm über:„ Die Erhaltung der Sehkraft mit Demonstrationen am fünstlichen Auge". 2. Diskussion. 3. Rassenbericht. 4. Verschiedenes. Gäfte haben Butritt. Zu dieser wichtigen Versammlung ladet die Kollegen dringend ein 185/5 Zu dem am Sonntag, den 21. d. M., Mittags 1 Uhr, stattfindenden Besuch der Urania sind fämmtl. Billets vergriffen. Nächster Besuch Ende Februar. Der Vorstand. Riffenmacher! Montag, den 22. Januar cr., Abends& Uhr, bei Gründer, Köpenickerstr. 100: General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Abrechnung von Stiftungsfeft. 2. Abrechnung vom vierten Quartal. 3. Bericht des Vorstandes. 437/9 A. Goldschmidt, 4435L am hiesigen Plaze wie bekannt grösste Auswahl! 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Verein der Maschinisten u. Heizer Berlins. Große Auswahl in Winter- Artikeln zu 5465L* den billigsten Preisen. GIVEREIN L. Zaake, Küstriner- Platz Nr. 8. 25 PE Sonntag, den 21. Januar, Nachm. 5 Uhr, in den ,, Armin- Hallen", Kommandantenstraße Nr. 20: General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bericht über die Thätigkeit des Vereins im verflossenen Jahre. Marken z. quittiren von 2. Raffenbericht. 3. Wahl des Gesammt- Borstandes. 4. Anträge. 298/6 ParteiBeiträgen empfiehlt allen Genossen die Quittungsmarken und Kautschuk- Stempelfabrik von Conrad Müller, Schkendik- Leipzig. Preisliste gratis und franko. !! Roh- Tabak!! Sämmtl. in- u. ausländischen Sorten, gute Qualität, tadelloser Brand, billigster Preislage, empfiehlt Heinr. Franck, tabakin vorräthig. Handlung, Brunnenstr. 185. Formen( Bockfoorn) wieder Alle Uhren 5462L* werden sauber und sorgfältig reparirt unter Garantie des Gutgehens für 1,50 Mark( außer Bruch) bei Verein zur Regelung der gewerbl. Verhältnisse der Töpfer W. Winkler, und Berufsgenossen Berlins und Umgegend. Am Mittwoch, den 24. Januar, Abends 5½ Uhr, im Lokal des Herrn Philipp, Rosenthalerstraße 38: Berlin N., Reinickendorferstr. 2 g, gegenüber der Dantes- Kirche. Lager aller Arten Uhren, Uhrketten * Mitgliedsbuch legitimirt. Rixdorf! Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung der Arbeiter- Sanitäts- Kommission am Dienstag, den 23. Januar 1894, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Gröpler( fr. Nisegk), Bergstr. 129. Tages Ordnung: 438/3 1. Boykott der Charitee. Referent Dr. Zadek. 2. Diskussion. 3. Bericht der Sanitätskommission. Hierzu sind sämmtliche Krankenkassen- Borstände eingeladen. Die Herren Aerzte Rixdorfs sind hierzu brieflich eingeladen. Metzner's Korbwaaren- Fabrik, Berlin, Andreasstr. 23, Hof part., vis- à- vis d. Andreasplaz größtes Lager Berlins. Musterbücher gratis. Theilzahlung 9 gestattet. 500 Mark zahle Kinderwagen, ich Jedem, der mir nachweist, daß ich nicht das größte Kinderwagen- Lager Berlins habe. F. 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Ethische Gesellschaft. Sonntag, 21. Januar, Nachmittags pünktlich 4 Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstr. 79: Forts. der Generalversammlung vom Mittwoch, 10. Januar. Tagesordnung: Vortrag über Religion. Anträge und Verschiedenes. Nur Mitglieder haben Zutritt. 149/20 Nachdem: Gemüthliches Beisammensein und Tanz. Die Mitglieder werden gebeten recht pünktlich und zahlreich zu erscheinen. Der Vorstand. J. A.: W. Möschte. Uhrmacher. Möbel, Chausseestr. 78. Spiegel- u. Polsterwaaren- Magazin. Ganze Ausstattungen Küchenmöbel in grosser in Mahagoni und Nussbaum. Auswahl empfiehlt Julius Apelt, Sebastianstr. 20 Jede Uhr Reelle Waare. Prompte Bedienung. repariren u. reinigen foſtet sei mir unter Garantie des utgehens nur 1,50 M., ußer Bruch, kleine Reparaturen billiger. Großes Lager neuer u. gebrauchter Zajujenagren, Regulatoren u. Wecker zc. Alle Arten Ketten, sowie Brillen und Bincenez. 54428* Carl Lux, 34. Chausseestr. 34. Bitte genau auf No. 34 zu achten. Köpenick, Grünftr. 38 I. 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Werner, Herbertstr. 3. Thomas, Bahnstr. 44. Wendt, Helmstr. 11. Dohan, Stubenrauchstr. 12. Hamann, Marienburgerstr. 23. Freunden 5, meinen tägl. von Rind, empfiehlt Sonntag, den empfiehlt sich dem geehrten Publikum Kalb- u. Hammelfleisch zu den billigst. 18. März, ist noch zu vergeben.[ 1286b zur Anfertigung von Briefen, Eingaben, Breisen. Frau J. Schulze, Eisenbahnhalle, Stand 15. Blumenstr. 46 ist ein Vereinszimmer Bahlungsbefehlen, Klagen, Bittgefuchen mit Piano zu vergeben. und zu allen schriftlichen Arbeiten. Gewissenhafter Rath in allen Gachen. 59988 Eiserne Oefen Ofenrohre, Tischlampen, Hänge lampen, Solinger Stahlwaaren, Haus und Küchengeräthe, sowie fämmtliche Eisenwaaren zu billigsten Unsern Brotstempel: G.-B. B. u. U. bitten zu beachten; unsere Preisen. Korbbrote sind mit der vollen Firma versehen. 97/13 Von der letzten Liste bitten, weil unser Brot nicht führend, zu streichen: Henning, Münchebergerstr. 17. R. Dreissig, Weberstr. 25. Brösecke, Landsbergerstr. 88. Wulff, Gubenerstr. 11. Schwalbe, Reinickendorferstr. 60a. Butterladen, Brunnenstr: 116. Schmidt, Buttbuserstr. 41. Fischer, Prinzenallee 37.3 53292* G. M. Hartmann, N., Banfstr. 45. Roht, Ruppinerstr. 11. Klinganf, Oderbergerstr. 42. P. Schröder, Scharnhorststr. 34. M. Wach, Wendenstr. 3. 37 Carl Schmidt, Reichenbergerstr. 159. Jaritz, Forsterstr. 57. Erl, Forsterstr. 11. Bezüglich unserer letzten Annonce ließ uns der Vorstand der ,, Produktiv- Genossenschaft vereinigter Bäckerei- Arbeiter Berlins und Umgegend wissen, daß sie seit längerer Zeit, namentlich aber seit ihrer Umsiedelung nach der Prenzlauer Allee, des Sonntags weder backen noch Brot oder Weisswaare ausfahren und somit ihren Arbeitern auch eine 36stündige Ruhe gewähren. Eine Erwiderung auf die im„ Borwärts"( Nr. 9 vom 12. d. M.) be37 Als anerkannt reelle ind billigste Einkaufs-Quelle des Süd- Ostens für 13076 Strohhutzwirn alle Stärken 1267b und Farben Ein gutgehendes Restaurant ist Umvorräthig. Katsch& Richter, Wallitr. 13 ständehalber zu vert. Heiligegeiftstr. 20. Die gegen den Carl Gräß, OppelnerDie gegen den Carl Gräß, Oppelner- Das älteste Seifengeschäft auf dem straße 35, am 26. v. M. ausgesprochene Gesundbrunnen von J. Findeisen, Beschuldigung nehme ich hiermit zurück. Badftr. 34, führt nur ftreng reelle 1288b Frau Klembt. Waaren. Lager von Bürstenwaaren, Detailverkauf sämmtl. Sorten Roh- Tabak Fußdecken, Scheuertücher, Fensterleder u. f. w. 17126 Kleine Wohnungen. Stube und Küche, Kloset, für 60 bis 70 Thlr. billig zu verm. SwinemünderRud. Völcker& Sohn, traße 123( nabe am Binetaplaz) beim Köpnickerstr. 45.[ 1270b Wirth. Apfelsinenverkäufer finden größte Auswahl bester Frucht, 1226b Grünauerstr. 25 freundl. Wohnungen 1277b preiswerth zu vermiethen. Frol. Schlafstelle( 6 M.) bei W. Keller Friedrichsfelderstr. 15.[ 1220b Schlüter, S. Brizerstr. 43, Gtfl. 1£ r. r. Frdl. Schlafft.( sep. 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Es ist ein Kampf um die Koalitions: freiheit nur bessere Behandlung und anständige Löhne, der uns von den Fabrikanten aufgedrungen wurde, und den wir, wollten wir nicht feige unser Recht aus den Händen geben, trok der schlechten Geschäftskonjunktur aufnehmen mußten. Der Opfermuth der im Streit stehenden Kollegen läßt auf einen für die Streifenden günstigen Ausgang des Kampfes mit Gewißheit schließen, um so mehr, als jetzt für unser Geschäft die Saison beginnt. Am Montag, den 22. Januar, findet Abends 81/2 Uhr bei Eeefeldt, Grenadierstr. 33, eine Versammlung statt, zu der wir um recht zahlreichen Besuch bitten. R. Zemmla. Der Amfterdamer Gemeinderath hat beschlossen, auf die Arbeiter bei öffentlichen Bauten, bei Anwendung der MaximumArbeitszeit von 11 Stunden, den Minimum- Lohntarif anzuwenden. Wird über die Maximums- Arbeitszeit gearbeitet, dann hat ein Arbeiter für 1 Stunde 10 pCt., 2 Stunden 20 pCt., 3 Stunden 30 pCt. und für weitere Stunden 50 pet. seines Lohnes zu erhalten. Für Sonntagsarbeit ist 1/2 des gewöhnlichen Tagelohnes festgesetzt. 11. Jahrg. Die Freie Vereinigung der Militär Mühenmacher hörte in einer Versammlung am 13. d. M. ein Referat des Kollegen Rogge über die Vortheile und Ziele des Verbandes. Die Diskussion drehte sich ausschließlich darum, ob der Verein zum Verbande übertreten soll. Das Für und Gegen wurde von einer ganzen Anzahl Redner behandelt. Im Schlußworte stellte es der Referent jedem frei, dem Verbande beizutreten. Hierauf gab der Kassirer den Kassenbericht; derselbe weist einen Bestand von 89,55 M. auf. Die Neuwahl des Vorstandes ergiebt folgendes Resultat: 1. Vorsitzender: Fischöder; 2. Vorsigender: Beyse; 1. Schriftführer: Pilasky; 2. Schriftführer: Hofmann; 1. Kassirer: Kramer; 2. Kassirer: Laue; Beisiger: Hinz. Die nächste Versammlung findet am 27. b. M. bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44, statt. recht bescheidene genannt werden muß. Die Rente schwankt bericht weist an Ginnahmen 1424,80 m. auf, denen eine Ausnämlich zwischen 30 und 50 Prozent. Nur in ganz vereinzelten gabe von 1183,03 gegenüber steht. Das Gesammtvermögen des Fällen ist die Rente höher 75 Prozent. Dann ist aber Rück- Vereins beträgt 2223,03. Hierauf folgte die Neuwahl des ficht genommen auf das hohe Alter der Verletzten. Und diese Borstandes und wurden gewählt: Möhring 1. Vors., Frau geringen Renten erscheinen dem„ Genossenschaftsvorstand" zu Stenzte, 2. Borf., Frau Schulz, 1. Kassirerin, Frau Krause, hoch. Die Einäugigen verdienen noch zuviel, die Berufsgenossen- 2. Kassirerin, Frl. Kastner, 1. Schriftführerin und Frl. Wendt, fchaften werden zu sehr belastet. Das Gauze wirft wieder 2. Schriftführerin. Zum Schluß macht der Vorsitzende bekannt, einmal ein recht grelles Licht auf unsere vielgepriesene Sozial- daß der Maskenball der Vereins am 3. Februar bei Lips stattreform. findet. Ferner findet am 22. Januar in demselben Lokale eine Revision der Altersversicherungs- Karten. Der fürzlich öffentliche Versammlung statt, die über die Verhältnisse in der von uns veröffentlichte Erlaß des Justizministeriums, dahin Krankenkasse verhandeln soll. gehend, daß die Staatsanwälte gegen Arbeitgeber, welche ihren Im Holzarbeiter- Verband( Bezirk Südwest) hielt am Pflichten, die ihnen durch das Klebegesetz auferlegt sind, nicht 13. Januar Kollege Sigg einen Vortrag über„ Die Folgen der nachkommen, unaufgefordert vorzugehen haben, scheint einigen Judenemanzipation". Die Ausführungen des Redners, der einen Erfolg zu haben. In Nürnberg fand vom 1. November 1893 längeren historischen Rückblick über die Verfolgungen der Juden bis 8. Januar 1894 eine Revision der Invaliditäts- und Alters im Mittelalter gab, fanden allseitig ein reges Interesse. Bon versicherungs- Karten statt, wobei sich ein Mauto von 10 717 Marfen einer Diskussion wurde Abstand genommen und hierauf zur Er im Werthe von 2454 m. bei 1481 revidirten Karten ergab. ledigung von Vereinsangelegenheiten übergegangen. Zu WerkEine Kommission der Bureauangestellten, welche im In einem einzigen Betriebe fehlten 1095 Marten im Geld- fta ti- Kontrolleuren wählte die Versammlung die Kollegen Boſſe, Auftrage einer Versammlung Berliner Bureauange werthe von 253 M. Im Ganzen wurden jetzt Ruhlmei, Gerit, Knauck, Helmtry und Franz Schmidt. Bon stellten beim Ministerium für Handel und Gewerbe behufs 21 685 Karten einer Revision unterzogen, wobei 68 127 fehlende den Kollegen Schönebergs ist ein Antrag gestellt, daselbst eine Aufnahme einer Statistik über die Lage der Bureauangestellten" Marten mit einem Betrag von 15 436 M. fonstatirt Bahlstelle zu errichten. Der Antrag soll in der nächsten Vervorstellig geworden war, hatte am 9. Januar eine Konferenz mit wurden. Dieses ungünstige Resultat veranlaßte das mittel- sammlung nochmals zur Verhandlung tommen. dem Unterstaatssekretär von Rottenburg. Letterer verwies fränkische Versicherungsamt, den Magistrat anzuweisen, tünftig die Deputirten zunächst auf die Inkompetenz der Reichskommission gegen Säumige mit Strafen vorzugehen, da jedermann sich für Arbeiterstatistik in diefer Angelegenheit, da das seiner Zeit vom während des dreijährigen Bestehens des Gesetzes mit dessen BeReichstanzler in Uebereinstimmung mit dem Bundesrathe erlassene ftimmungen vertraut machen konnte. Diese selben Herren, die Regulativ nur die Aufnahme von Berufsstatistiken von gewerb- olche Mogeleien begehen, würden aber aufs höchste entrüstet lichen Arbeitern zulaffe. Das Regulativ der Reichskommission sein, wollten wir sie Betrüger nennen, und da wir sie nicht biete nicht die Möglichkeit, in seiner jetzigen Form die Wünsche beleidigen wollen, stellen wir ihnen gern das Zeugniß aus, daß der Antragsteller zu erfüllen. Der Kommission wurde vom Herrn sie zu den tüchtigsten, Ordnungsstüßen" gehören. Unterstaatssekretär empfohlen, einen Antrag an die Reichskommission zu stellen, daß dieselbe beim Reichskanzler dahin vorstellig werde, ihre Kompetenz zu erweitern und den§ 1 des Regulative dahin abzuändern, daß unter die Aufnahme von Berufsstatistiken gewerblicher Arbeiter auch die der Bureau Angeflellten falle, er werde den Antrag bei der Reichskommission sowie bei dem Herrn Reichskanzler befürworten, doch sei gegen wärtig die Kommission mit Arbeiten sehr überhäuft.(!) Sodann erfundigte sich Herr v. Rottenburg des Näheren über Lohnund Arbeitsverhältnisse zc., auch hatte er Jntereffe zu erfahren, Wir nähern und dem Achtstundentag in England. was denn aus den Bureauangestellten im Alter würde, da doch Das offizielle Organ der Arbeiterkammer im englischen Handelsmeist nur die jüngeren Arbeitskräfte aufgeführt worden seien? amt, die Labour Gazette" schreibt: Hoffentlich wird Ende des Die Befragten tonnten mit der traurigen Thatsache nicht zurück- laufenden Monats die Durchführung des achtstündigen Arbeitshalten, daß Viele den Beruf wegen der überaus schlechten Löhne tages in den Fabriken und Werkstätten, die unter dem Kriegsverließen, entweder als Hausdiener arbeiteten oder sonst eine ministerium stehen, beendigt sein. Ueber 14 000 Arbeiter werden Beschäftigung suchten. Andere hingegen treibe die Arbeitslosig sofort von der neuen Einrichtung Nutzen haben. Die Arbeit feit auf die Landstraße, 100 fie als Bagabunden oder wird wahrscheinlich um 8 Uhr Morgens beginnen. Sollten die Verbrecher ihr Leben beschließen müßten. Als dem Arbeiter es wünschen, so wird die Mittagspause etwas verlängert Staatssekretär die Lohnverhältnisse, namentlich die der werden. Jedenfalls aber wird der Arbeitstag nicht später als Der Fachverein der Färber und Berufsgenossen Lehrlinge statistisch nachgewiesen wurden, fonnte er nicht um 6 Uhr Übends an den gewöhnlichen Wochentagen und um 1/4 nach tagte am 14. b. Mts. Genosse Glock e schilderte in einem beiumhin, fein Erstaunen darüber auszudrücken und frug 12 Uhr Mittags am Sonnabend schließen.". Was sagen unsere fällig aufgenommenen Referat den Werth der Gewerkschaftseinigemal, ob das, was hier als Wochenlöhne angegeben, Ressortministerien dazu? Diese zeichnen sich aus, die Einen organisation. In der Diskussion nahm der Kollege Braun nicht etwa Tagelöhne seien, so etwas hätte er für Berlin indem sie mehr und mehr Arbeiter entlassen, die Ver- Veranlassung, das einmüthige feste Zusammenhalten der Langennicht für möglich gehalten. Auch die Verhältnisse der bleibenden mit Arbeit überlastend, die Andern, indem bielauer Weber in ihrem Kampfe lobend hervorzuheben. Nachdem Lehrlinge interessirten den Herrn lebhaft, dann frug er: Ob in fie ihre Arbeiten womöglich in Gefängnissen anfertigen lassen, noch die Kollegen Jolte und Arndt gleichfalls sich zustimmend Berlin auch Naturalverpflegung gegeben werde? Die Frage wurde natürlich nur, damit den armen Gefangenen die Zeit nicht zu zum Referat geäußert hatten, ging man zur Erledigung einiger verneint. Betreffs einer Lohnstatistik lasse sich etwas Genaues wohl lang werde. Dem guten Beispiel der englischen Regierung Vereinsangelegenheiten über, und wählte die Versammlung zu nicht fejistellen. Dabei tämen die örtlichen Verhältnisse in Bewerben wohl oder übel die Privatunternehmer folgen müssen. Revisoren die Kollegen Schlösser, Lezien und Scholz. tracht, in Ostpreußen tönne man z. B. mit 10 Pf. soviel wie in Die englischen Arbeiter, allen voran die Bergarbeiter, sind rajtBerlin mit 1 m. ausrichten. Zum Schluß empfahl der Herr los an der Arbeit, den Achtstundentag zu erringen. Die in diesen Die Freie Vereinigung der Zeitungs- Spediteure und Staatssekretär, daß bei einem neuen Antrage der Bureau Un- Tagen in Leicester tagende Konferenz der Bergarbeiter Generalversammlung ab, in der nach Erledigung innerer VereinsVerkäufer hielt am 15. Januar in den Armin- Hallen ihre gestellten demselben die statistischen Zahlen beizufügen feien Delegirten faßte heute eine Resolution, welche besagt, daß, wenn Mit dem nochmaligen Versprechen, den Antrag bei der die Regierung nicht in der nächsten Session die Einführung des angelegenheiten Kassirer Schönstein den Kaffenbericht verlas. Reichskommission zu befürworten, entließ Herr v. Rotten- Achtstundentages in Angriff nähme, bei der Adresdebatte ein Danach betrug die Einnahme 609 M. 4 P., die Ausgabe 318 M. burg die Kommission. kiem diesbezügliches Amendement in der Antwort auf die Thronrede 43 Pf., verbleibt ein Kassenbestand von 209 M. 61 Pf. Bei der Neuwahl des Vorstandes, die sodann erfolgte, wurden die Kollegen beantragt werden sollte. Schäfer zum ersten, Richter zum zweiten Vorsigenden, Thiel zum ersten, Wedeking zum zweiten Schriftführer, Schönstein zum ersten, Schildt zum zweiten Kassirer gewählt. Bu Revisoren wurden die Kollegen Schmidt und Kleinert ernannt. Unter Verschiedenem wurden auf Antrag des Kollegen Ahlerdt den streikenden Droschkenfutschern 20 M. aus der Vereinskasse überwiesen. = " Der Fachverein der Holz- und Bretterträger hielt am 14. Januar eine Mitgliederversammlung ab, in der Stabernack in einem recht anregenden Vortrage über die Gewerkschaftsbewegung" sprach. An der hierauf folgenden Diskussion betheiligten sich die Genossen Schwarze und Kuhn. Hierauf verlas der Kassirer Schönwald den Kassenbericht vom legten Quartal 1893. Darnach betrug die Einnahme mit dem alten Bestand 580,89 M., die Ausgabe 91,45 M.; mithin bleibt am Schlusse des Quartals ein Bestand von 489,44 m. Darauf bewilligte bie Versammlung den streikenden Schuhmachern 20 M. M Ein Kampf gegen Unglückliche wird augenblicklich von seiten der Berufsgenossenschaften zwar vorläufig noch im Ge Ju London haben diese Woche die Berathungen der heimen geführt. Die sozialen Reformen", die in Deutschland Kommission von je 14 der Delegirten der Bergwerksbesitzer geschaffen sind, um der Sozialdemokratie den Boden abzugraben", und Bergleute stattgefunden. Dieser Kommiffion, welche nach erweisen sich im Ganzen als unzureichend, bedeuten aber doch Beendigung des letzten großen Streits gewählt wurde, fällt die einen tleinen Fortschritt gegen früher. Auch in dieser unzuläng- Aufgabe zu, in der Folge alle Lohnfragen und sonstigen lichen Form ist die ganze soziale Gesetzgebung den Unternehmern Streitigkeiten zwischen beiden Parteien zu schlichten. Die Ver ein Dorn im Auge. In Bezug auf das Unfallversicherungsgeseb treter der Arbeiter verlangen vor allem einen Minimal- Lohusay, Der Verein Freie Wolfsbühne" hielt am 16. Januar richtet sich der Haß der Unternehmer besonders gegen die Ent- ber um 30 pet. höher ist, als der im Januar 1888 vereinbarte. seine ordentliche Generalversammlung ab. Nach dem vom ersten scheide des Reiche Versicherungsamts, die vielfach zu ihren Un- Ueber diesen Punkt ist eine Einigung noch nicht erfolgt. Ein Borsitzenden Dr. Mehring gegebenen Verwaltungsbericht wurden gunsten ausfallen. Das Reichs- Versicherungsamt hat das Miß- Anlaß zur Befürchtung, daß in Bälde ein neuer Streit aus im letzten Quartal des vorigen Jahres 15 Vorstellungen gegeben, fallen einiger Berufsgenossenschaften namentlich dadurch erregt, brechen tönne, liegt indeß nicht vor, da die Grubenbefizer und zwar je 5 Mal, Uriel Acosta" von Gußlow, Der daß es die Renten jener Unglücklichen, welche im Dienste des gewillt sind, auch nach dem 1. Februar, bis zu welchem Datum Meineidbauer" von Anzengruber und Die Weber" Kapitals ihr Augenlicht zum Theil verloren, Gresie nur verpflichtet waren, die nach dem Streif vereinbarten von Gerhart Hauptmann Dateie au Um nun den Nachweis zu erbringen, daß die Erwerbsfähigkeit hohen Löhne weiter zu zahlen. Die Bergwerksbefizer von bis jetzt vom Verein aufgeführten die gewaltigste Wirkung auf dieser Personen nicht in so hohem Maße beschränkt ist, als das Northumberland haben beschlossen, die den Arbeitern vor die Vereinsmitglieder ausgeübt, welche aber neben dem künst Reichs- Versicherungsamt vielfach angenommen, ist an die Unter- drei Monaten gewährte 5prozentige Lohnerhöhung um weitere lerischen Werthe desselben auch der vortrefflichen Darstellung zu nehmer der Nordwestlichen Eisen- und Stahl- Berufsgenossen 21/2 pt. zu erhöhen. schaft" ein Schreiben folgenden Inhalts gesandt worden: ( Drt), Hochgeehrter Herr! Unter Bezugnahme auf den von uns fürzlich eingesandten Fragebogen, betreffend die Arbeits- und Verdienstverhältnisse einäugiger Arbeiter, übersenden wir Ihnen in der Anlage die an der Hand des Fragebogens behufs Aufstellung einer Statistit diesfeits ausgefertigten Bählfarten. Die Statistit hat den Zweck, auf grund der thatsächlichen Arbeitsleistungen Einängiger den gifferumäßigen Nachweis zu erbringen, daß die Erwerbsfähigkeit dieser Personen nicht in so hohem Maße beschränkt ist, als das Reichs Versicherungsamt bisher nach den theoretischen Schäzungen der Augenärzte annimmt. Wir bitten Sie daher ergebenst, die in den Zählkarten enthaltenen diesbezüglichen Fragen genau und erschöpfend zu beantworten und uns diefelben alsdann ungeknickt unter Benutzung des beigefügten Kouverts baldmöglichst zurückzugeben. Hochachtungsvoll Der Genossenschafts- Borstand. C. Stockhausen, Borsihender. Der General Sefretär. G. E. Höttnig, Dr. Gewerk " -verdanken war. Der von vielen Mitgliedern geäußerte Wunsch, die Weber" noch einmal zu sehen, veranlaßte zivei Von 336 337 Mitgliedern der schaften, die dem Arbeitsdepartement des englischen Handels- falls bis auf den legten Platz gefüllt war. Extravorstellungen im Januar, bei welchen das Theater ebenDer Verein amts regelmäßig Berichte einsenden, befanden sich Ende besteht gegenwärtig aus fünf Abtheilungen, die insgesammt 6000 Dezember des letztvergangenen Jahres 26 452 oder 7,9 pet. Mitglieder enthalten. Die Bedenken, die früher gegen die Veraußer Arbeit gegen 10,2 pt. am Ende des Dezember 1892. Im größerung des Vereins geltend gemacht wurden, nämlich, daß Schiffsbau haben sich die Verhältnisse im letzten Monat gebeffert, derselbe mit seiner zunehmenden Ausdehnung mehr und mehr dagegen liegt die Stahl- und Eiſenindustrie noch immer darnieder. feinen proletarischen Charakter verlieren dürfte, haben sich als Unter den Maschinenarbeitern am Tyne feiern 23,5 pGt. Auch für hinfällig erwiesen, da auch die Mitglieder der zulegt gegründeten Seeleute gab es in den Haupthäfen wenig Stellen. Von den 32 Abtheilungen fast ausschließlich Arbeiter feien. Der Kassirer Gewerkvereinen bezeichnen 6 die Lage ihres Gewerkes als gut und Türk gab den Kassenbericht vom vierten Quartal vorigen Jahres. 26 als schlecht. Im Monat Dezember gab es 24 Streits gegen 34 Danach war am 1. Oktober ein Kassenbestand von im Dezember 1892. Dieſelben find jedoch nicht von Bedeutung, 4369,38 M. vorhanden. Die Einnahme betrug: im Oktober indem die Zahl der Streifer nur 2171 beträgt. Es würde falsch 3036,44 M., im November 4041,10 W., im Dezember 5837,10 M., sein, aus der geringeren Anzahl von Streits den Schluß ziehen zusammen mit dem Kassenbestand also 17 284,02 M.; dagegen zu wollen, daß die Lage der Arbeiter sich verbessert haben müsse; Die bez. Ausgabe in den entsprechenden Monaten 732,20 M., das Gegentheil ist der Fall. Die Zahl der Streiks nimmt zu, 5975,65 M. und 6308,10 M., zufammen also 13 015,95 M. Ami je mehr Aussicht auf Erfolg für die Arbeiter vorhanden ist. Ur- 1. Januar 1894 war demnach ein Kassenbestand von 4268,07 m. fache zur Unzufriedenheit werden auch in diesem Jahre die eng vorhanden. Als Entschädigung für außergewöhnliche Arbeiten bei lischen Arbeiter genügend haben; daß sie als besonnene Strategen der Vorbereitung der der„ Weber" wurde dem Kassirer unterlassen, einen Kampf zu wagen, ist ein Beweis für die vereine Gratifikation von 50. bewilligt. Der Antrag, den Juzweifelte Lage der Industrie; die englischen Arbeiter wissen, daß babern von Zahlstellen für die beim Verkauf der Marken öfters lange Arbeitslosigkeit, daß der Hunger die Massen demoralisirt entstehenden Verluste als Entschädigung 1 p& t. ihrer Einnahme und zu Streifbrechern werden läßt. zu überlassen, wurde mit großer Majorität abgelehnt. Von der Veranstaltung eines für den Winter geplanten Künstlerkonzertes wurde Abstand genommen, da eine den Anforderungen des Vereins entsprechende Musikkapelle nicht zur Verfügung steht. unter Verschiedenem wurde der Antrag angenommen, daß diejenigen Mitglieder, welche nicht pünktlich zu Anfang der Vorstellung zugegen sind, erst nach Beendigung des ersten ftes Ginlaß in das Theater erhalten sollen! Aus dem beigefügten Fragebogen seien nur einzelne Fragen herausgegriffen. Zunächst soll der Arbeitgeber berichten, wieviel Die jüdischen Bäcker in Loudon hielten am Sonnabend der sein Auge eingebüßte Arbeiter vor und nach dem Unglücks. eine Bersammlung ab, welche von dem Internationalen Gewerkfall verdient, ob der erzielte Lohn etwa durch Mitleid oder verein der Bäcker einberufen worden war, um dem Schweiß Wohlwollen zum Theil mit beeinflußt werde. Des weiteren system, unter welchem die jüdischen Bäcker nicht minder als die wird nach dem Verhältniß gefragt zwischen dem Verdienst eines jüdischen Schneider zu leiden haben, zu begegnen. Die Armen völlig Gesunden und eines Ginäugigen. Durch Vorlegung von haben eine Arbeitszeit von 20 Stunden den Tag. Die Back 15 Fragen sucht die Berufsgenossenschaft die Erwerbsverhältnisse stuben spotten allen Gesundheitsvorschriften. Der Gewert der verunglückten Arbeiter auf's Gingehendite zu studiren, um verein beabsichtigt, mittels einer Produktivgenossenschaft Hilfe zu nachzuweisen, daß es ihnen viel zu gut gehe, daß sie eine viel zu bringen. hohe Rente empfangen. Keine Regung des Mitgefühls für die Der Verband sämmtlicher in Holzbearbeitungsjenigen, die bei der Arbeit, durch welche sie( die UnterFabriken und auf Holzplägen beschäftigten Ar= nehmer) sich bereicherten, das Unglück hatten, die beiter und Arbeiterinnen( Filiale Nixdorf) tagte Hälfte ihrer Sehfraft einzubüßen. In schmutzig- geschäftlicher am 16. d. M. Kollege Heizmann gab der Versammlung einen Befliffenheit, mit einer Genauigkeit und Umsicht, die einer ausführlichen Bericht über die Verhandlungen auf der Generalbeffern Sache würdig wäre, wird da in der Menge Fragen Der Verein der Plätterinnen und verwandten Berufs- versammlung, dem sich eine turze Diskussion anschloß. Der vom herauszuflügeln verfucht, ob nicht doch einige Prozente dem Be- genoffen hielt feine Sigung am 9. Januar ab. Bunächst ge- Kassirer verlesene Kaffenbericht gab zu feinen Ausstellungen Vers schädigten von der Nente abzuziehen wären. langt der Kaffenbericht vom legten Quartal zur Verlesung. anlassung. Kollege Heidemann wurde hierauf zum ersten VorTas Attentat auf die Einäugigen erscheint um so unver- Danach betrugen die Einnahmen 642,84 M., die Ausgabe 401,62 fizenden und Heizmann zum Vertrauensmann gewählt. Die schämter, als die denselben zuerkannte Rente in der That eine Mart, bleibt mithin ein Bestand von 241,22 M. Der Jahres nächste Versammlung findet am 20. Februar statt. Versammlungen. Arbeiter zweifelte Redner. Infolgedessen klangen die Schlußworte des Direktors Knoblauch etwas verzagt, trotz der frohen Hoffnungen, die sie zum Ausdruck bringen sollten. der neu ausgestellten Bücher für Mitglieder, welche 1884 eingetreten sind, folgt ebendafelbft. Der Verein der Bureau- Augestellten und ver wandten Berufsgenossen hielt am 16. d. M. seine Mitglieder- Versammlung ab. Genosse Walther stellte den Antrag, Sen streifenden Schuhmachern eine Unterstützung zu bewilligen, Eine große öffentliche Maurer- Versammlung tagle am da der Streit voll und ganz gerechtfertigt und demgemäß auch 18. Januar in den Armin- Hallen. Der Kollege Silbereine Unterstützung am Blaze sei. Der Antrag wurde ange ich midt leitete mit einer furzen Eröffnungsansprache die nommen. Kunkel bespricht hierauf die Bedeutung des gangs seiner Rede warf er einen furzen Rückblick auf die Ent18. März und stellt den Antrag, den Märzgefallenen einen Diskussion über die Einigung der Berliner Maurer ein. Gin- 4 Quartal 93. ( G. S., Siz Gotha), Bezirk 3, Berlin. Sonntag, den 21. Januar, Vorm. 9% Uhr, Kranz zu widmen, dem wurde von der Versammlung zugestehung der Maurer- Organisation in Berlin, deren Grundlage Knoblauch, Kommandantenstraße 15: Bersammlung und Bortrag. Arbeiter- Bildungsschule. Sonnabend, Abends 8-10% Uhr. Oft stimmt. Laufe des Semesters, eintreten. Süd- Ost Schule, Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Vorsitzender Ad. Neumann. Aue Aenderungen im Vereinstalender sind zu richten an Friedrich Aufnahme neuer Mitglieder. Grüne Eiche, Rirdorf, Hermann- u. Knesebeck ortum, Manteuffelſtr. 49, v. 2 Tr. Sonnabend, Abends 9 Uhr: Uebungsſtunde. 31 bet bei Beyerle. 2yrania, Landsbergerstraße ftraßen- Gde Sanges Echo, Naunynstraße 86, bei gubeil. Glüd zu, Musehold. - Lieder Männerchor, Gesundbrunnen, Prinzen Allee 10. Hand in Hand 2, Gesundbrunner Borwärts 7, -Immers Freter MännerFrisch auf 2, Schönwalde in Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter( E. H. 29, Hamburg), Filiale Berlin 6. Sonntag, den 21. Januar cr., Borm. 10% Uhr, bei Keller( Gartenfaal), Bergstr. 68: Mitgliederversammlung. Tagesordnung: Abrechnung. Aufstellung der Kandidaten zur Generalversammlung. Bentral- Kranken- und Sterbekasse der deutschen Wagenbauer in Reichardt's Lotal, Müllerstraße Nr. 7. Tagesordnung: Abrechnung vom Fachverein der Photographen. Jeden Sonnabend im Restaurant gerade heute( 18. Januar) vor 25 Jahren von 16 Kollegen gelegt Schule, Martusstraße 31: Unterricht in Rechnen. In einer öffentlichen Schneider und Schneiderinnen wurde. Trotzdem die wirthschaftlichen Miseren die gewerkschaft- Reichenbergerstr. 133: Unterricht in: Boltsthümliche Medizin. In allen Versammlung in Moabit, die am 16. d. M. tagte, hielt Kol- lichen Organisationen sehr beeinträchtigt haben, ist die Zahl der unterrichtsfächern können noch Schüler und Schülerinnen, auch jetzt im lege Timm ein recht beifällig aufgenommenes Referat, dem der organisirten Maurer von 10 252 im Jahre 1892 auf 11 842, und Bibelspruch: Wie der Löwe sein Wild fresset, so fressen die im Jahre 1893 auf 12 800 gestiegen. Bei dem, fast allen Reichen die Armen", als Thema diente. Unter Berschiedenes" er- Maurern innewohnenden Bestreben, Einigung herbeizuführen, sei ledigte die Versammlung die Neuwahl zur Agitationstommission zu beachten, ob dieses unter den Berliner Maurern allein geund wurde Frau Senger mit diesem Amt betraut. schehen kann, oder ob die Streitfrage vor dem Forum der gesaminten deutschen Maurer zum Austrag zu bringen sei. Freundschaft 2, Friedenstraße Nr. 48 bei Tollkühn. Prinzen- Allee 57.- Esmeralda, Fruchtstr. 70 bei Nitsche. Am 17. d. M. war das Kuratorium der neugegründeten Die Meinung des Redners ging dahin, daß, da die Streit- franz in Brandenburg, mengert's electe Berliner berufsgenossenschaftlichen Unfallstationen zu einer frage tiefer liege, man eine Ginigung vorerst im Prinzip Friedrichsberg, Friedrich starstr. 11 bei eine Frisch auf, Sigung zusammengetreten, zu welcher auch einige Vorstände von festsetzen müsse. Verschiedenerseits wurden die Einigungsversuche Friedrichsberg, Rummelsburgerfiraße bei Deckert. Krankenfaffen, Arbeitervertreter, ferner Reichstagsabgeordneter mit Freuden begrüßt und vom Kollegen Gräschte die Wahl Rummelsburg, Goethe- und Kantfiraßen Sie bereiter Rösicke, der Vorsitzende des Verbandes der freigewählten Rassen- einer fünfgliedrigen Ginigungskommission vorgeschlagen, die mit grün, Tegel, Spandauerstrate on mer ärzte, Sanitätsrath Dr. Marcuse, Dr. Zadek u. a. m. ge- einer gleich starten Kommission der lokalorganisirten Kollegen or often Fruchtstr. to bei demann. der Mart bei Restaurateur Schulz. Lorbeerzweig, Gwinemünderladen waren. Der Vorsitzende des Kuratoriums, Direktor B. Knoblauch begrüßte die Anwesenden, worauf das Mitglied Mittel und Wege zur Einigung berathen sollen. In der sehr rastße 35 bei Queitſch. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend ausgedehnten lebhaften Debatte wurde die Frage aufgeworfen, des Kuratoriums, Direktor Mar Schlesinger ein eingehendes ob eine Einigung zu Gunsten der Lokalorganisation oder der alle Zuſchriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffen Referat erstatte, in welchem er zunächst die Bedeutung und Bentralisation entschieden werden könne. Kollege Buchholz Theaterverein Iphigenia, bei Kramer, Nixdorf, Hermannſtr. Nr. 140. Zwecke der neuen Einrichtung schilderte. Unfallstation Nr. 1 in trat für Zentralisation ein und verwarf entschieden die Idee, für Theaterverein Aurelia, Mendelssohnſtr. 9 bet Wiethe Abends r. der Wilhelmstr. 10 und Unfallstation Nr. 2 in der Prenzlauer Berlin ein Zwitterding zu schaffen. Redner schlug vor, den end- Geselliger Berein Deutsche Eiche, Kohlen- Ufer 2, bet Bech. Allee 36 b sind seit Beginn des Jahres in Thätigkeit, 2 weitere giltigen Entscheid dem am 5. März tagenden Berbandstage zu Gemütlichkeit, Lindenfir. 105, im Bürgergarten. Stationen werden am Schlesischen Bahnhof und in Moabit dem überlassen. Nach dem Schlußwort Silberschmidt's wurde felligkeit, Prenzlauer Allee 26, bei Drühler, alle 14 Tage.- Theaterverein Die Verbandstätten stehen Tag und eine fünfgliedrige Einigungskommission gewählt, bestehend aus effing. Langeftr. 9, bei fetezerosti. Gefang- Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend. Nacht den Arbeitern von zunächst 4 Berufsgenossenschaften und den Kollegen: Dähne, Gräschke, Silberschmidt, Matjewsky und Nickel'scher Musikverein Allegro bei Spindler, Reichenbergerſtraße 118, zwar der Brauerei und Mälzerei- Berufsgenossenschaft, Berufs- Schigolsky. Auf Antrag wurde beschlossen, die Tellersammlung Ede Forsterstraße. genossenschaft der chemischen Industrie, Norddeutsche Holz- den Streifenden Schuhmachern zu überweisen. Berufsgenossenschaft, Speditions, Speicherei und KellereiBerufsgenossenschaft zur Verfügung. an= Der Zutritt Berichtigung. In dem Versammlungsbericht der KistenDerer Berufs Genossenschaften wird demnächst erfolgen; macher in Nr. 13 des Vorwärts" ist ein Antrag nicht präzise eine weitere Vermehrung der Stationen bleibt vor wiedergegeben. Es muß heißen: Tem Vertrauensmann wurde behalten. Auf Requisition haben die Chirurgen der Stationen die Vollmacht ertheilt, bei späteren Unterstützungsgesuchen, mit fich auch zur Hilfeleistung an den Unfallsort zu begeben und Hinzuziehung der Werkstatt- Vertrauensmänner und der Revisoren, dürfen bei Maffenunfällen sich nicht eher entfernen, bis der sofort eine Summe flüssig zu machen. Die Santtionirung dieses letzte Mann geborgen ist. Mit diesen Stationen sind stationäre Beschlusses tann in einer späteren Versammlung erfolgen. Die Kliniken je zu 20-30 Betten verbunden, welche auch den Kranken- Sammellisten sollen nicht zirkuliren, da bei den Kistenmachern faffen zur Verfügung stehen. Die Vertrauensärzte und Vorstände das Bonsystem eingeführt ist. der Krankenkassen haben jederzeit Zutritt zu diesen Anstalten. An den Vortrag des Direktor Schlesinger schloß sich eine lebhafte Debatte. nächst errichtet werden. Verein ehemaliger Schüler der 30. Gemeindeschule. Sonnabend s uhr, Restaurant Richet, Koppenstr. 65: General- Versammlung. Tischler- Verein. Heute Abends 9 Uhr: Versammlung mit Damen. Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Sonnabend, den 20. Januar, Abends 8 Uhr, Gemüthliches Beisanimensein, verbunden mit Mastenabend, in Th. Bolt' Festfälen, Alte Jakobstraße 75. Landsleute, Gäfte willfommen. Verein Berliner Schirmmadjer. Heute Sigung im Lokal Trieschmann, Jüdenstr. 55. Abends 9 Uhr. Nener Berliner Handwerker- Verein. Seute, Sonnabend, den 20. d., Abends 9 Uhr, Vereins Versammlung Rosenthalerstraße 38. Tagesordnung: Vortrag des Herrn Referendar Carl Jacusiel. Thema:" Wie komme ich zu meinem Gelde? Klage und Zwangsvollstreckung". Vergnügungsverein Einigkeit". Nächste Sigung Sonntag Nachm. 5 Uhr, im Engl. Hof", Neue Roßstr. 3. Nachher delitas. Zunächst beklagte Dr. Marcuse die Verbindung der Unfallstationen mit Privatkliniken und protestirte energisch gegen die Aumaßungen einzelner Berufsgenossenschafts- Bertreter. Weiterhin bemängelte er, daß auch in diesen so gerühmten Kliniken Kranke erster und zweiter Klasse vorhanden sein würden. Die Vertreter der Kasse der im Gewerbebetrieb der Kaufleute 2c. be: schäftigten Arbeiter, sowie der Brauerfasse erklärten zunächst, daß sie nicht in der Lage wären, endgiltige Erklärungen zu geben. Beide, Schnur und Adler betonten, daß man die Rassenvorstände vor Errichtung der Stationen hätte befragen müssen. Des weiteren wiesen sie an einer Reihe vorhandener Mißstände nach, mit welchem Recht die Arbeiter den Berufsgenossenschaften und ihren Gaben mißtrauen müßten. Schnur betonte, daß die Kassen nur dann würden zustimmen können, wenn den Arbeitern auch weitgehende Rechte in der Verwaltung sowie bei der Feststellung der Rente zugestanden würden. Adler bezeichnete die Unfallstationen als einen Durchbruch des Prinzips der freien Arztwahl und geißelte die arbeiterfeindlichen Anträge der Berufsgenossenschaften zum Unfallgesetze, um an diesen das berechtigte Mißtrauen der Arbeiter zu begründen. Gommert von der allgemeinen Orts- Krankenkaffe gab in einigen Punkten seine Zustimmung zu dem neuen Plane. Direktor Roesicke, der dem bedrängten Kuratorium durch eine lange Rede zu Hilfe tam, erreichte troß einiger zart angedeuteter gehaltloser Zugeständnisse und einer gedehnten Bertheidigung der Selbstlosigkeit der Berufsgenossenschaften nichts bei den Arbeiter- fraße 75. Raffenbericht vom 4. Quartal 93. vertretern. In seinen sachlichen Ausführungen verkannte Dr. 3 adet nicht die humanen Ideen in dem Plane, aber an ihrer Ausführbarkeit ohne das noch zu gewinnende Wohlwollen der In der Humanistischen Gemeinde, Kommandantenstraße 79, beginnt am nächsten Sonntag, Bormittags 10% Uhr, der Behrer Herr G. Schäfer einen aus 4 Vorträgen bestehenden Byflus über:„ Die Entwicklungsgeschichte der christlichen Kultur". Gäste willfommen. Freireligiöse Gemeinde, Rosenthalerstr. 38. Sonntag, den 21. Januar, Bormittags 10% Uhr, Bortrag des Herrn Waldeck Manasse über:„ Der Muth nachzudenten". Montag, den 22. Januar, Abends 8 Uhr: Beschließende Versammlung( vollberechtigter Mitglieder). Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Sonntag, den 21. Januar, Vorm. punkt 10 Uhr, bet Ehrenberg, Annenstr. 16. Große Versammlung. Vortrag des Genossen Köster. Allgemeine ranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter( E. H. bei Poppe, Lindenstr. 106: Versammlung. r. 29 Hamburg), Filiale Berlin 1. Sonntag, den 21. Januar, Borm. 10% Uhr, Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter( E. S. Nr. 29 Hamburg), Filiale Berlin 9. Mitglieder- Bersammlung am Sonntag, den 21. Januar, Vorm. 10 Uhr, im Lotale des Herrn Bieck, Siemensstr. 17. Bentral- Kranken- und Sterbekasse der deutschen Wagenbauer ( Bezirk 5). Montag, den 22. d. M., Abends 8% Uhr, Mitglieder Bersammlung bet Behrendt, Blumenthalftr. 5. Bentral- Kranken- und Sterbekasse der deutschen Wagenbauer ( Bezirk 4). Sonntag, den 21. Januar, Vorm. 10 Uhr, bei Ulrich, WaldemarBentral- Kranken- und Begräbnißkaffe der Buchbinder( Verwaltungsftelle Berlin). Sonntag, den 21. Januar cr., Vorm. 10 Uhr, in Cohn's Festsälen, Beuthstr. 22: Hauptversammlung. Tagesordnung: Kassen- und Kontrollbericht. Neuwahl des gesammten Vorstandes. Verschiedenes. Die Ausgabe Nr. S der Sammlung Bente admits Heinrich VIII. von England Getrönte Häupter. erscheint: Gekrönte Häupter Nr. 1( Katharina II. von Rußland). Preis: 20 Pi.) Konfiszirt gewes. Nr. 2( August der Starke v. Sachsen). Preis: 20 Bf. Wieder freigegeb. Nr. 3( Papst Alexander VI) 64 Seiten. Preis 20 Pfennig. Nr. 4( Carl Leopold von Mecklenburg) 64 Seiten. Preis 20 Pfg. Nr. 5( Ludwig XIV. von Frankreich) 64 Seiten. Preis 20 Pig. Nr. 6( Philipp II. von Spanien). Preis 20 Pig. Nr. 7( Friedrich Wilhelm II von Preußen). Preis 20 Pfg. F Nr. 1-8 der Sammlung ,, Gekrönte Häupter" sind zu beziehen durch alle Partei- Buchhandlungen, Kolporteure und Zeitungsspediteure, sowie direkt vom Verlage Hans Baake, City- Passage. Möbel- Tischlerei u. Lager Polster- und Dekorations- Werkstatt August Herold, Tischlermeister 8384 Oranienstr. 83/84 Berlin SW., 8384 Oranienstr. 83/84 zwischen Alexandrinen- und Alte Jakobstrasse. Eigene Tischlerei. Eigene Tapezierwerkstätten. 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Bitherflub Nordklub Ge= Paul Turnverein Gesundbrunnen. Die 2. Männerabtheilung turnt heute von 8%-10% Uhr in der Turnhalle, Freienwalderstr. 39. Bühnenverband Normania jeden letzten Sonnabend im Monat bet Beichniß, Königsbergerstr. 24. Privattheatergesellschaft Schneeglödchen, Theaterverein Berliner Abends 9 Uhr bei Schulz, Brunnenstr. 116. Bär jeden Sonnabend nach dem 1. und 15. Abends 9% Uhr, Köpeniderstraße 55a. Theaterverein gessing. Jeden ersten und legten SonnPrivat abend im Monat 9 Uhr Abends Gigung bei Rudolph, Krautstr. 6.Theatergesellschaft en eta, Sigung mit Damen jeden Sonnabend Abend bei Pape, Kolbergerftr. 22. Theatergesellschaft Edelweiß, Uhr Sonnabend 9% Uhr, Sigung mit Damen bei Ravul Adree, Chorinerstr. 63. Geselliger Verein Freundschaft, jeden Sonnabend Abend 9 Uhr im Restaurant Bauß, Blumenstr. 10, Sigung mit Fidelitas. Ver= Bergnügungsverein Azalia 9% Uhr bei D. Heindorf, Barnimſtr. 16. Bergnügungsverein Lustige Jugend Abends 9 Uhr, im Restaurant Lautenbach, Guvryftr. 3. Bergnügungsverein Lustige Becher Abends 9% Uhr Mendelssohnstr. 9. Bergnügungsverein Carmen Sylva Sigung 9 Uhr im Restaurant von D. Wils, Mariannen- Ufer 2.- Geselliger Verein inde jeden Sonnabend 9 Uhr bei Grawe, Brunnenstr. 147. gnügungsverein harmlos, Sigung mit Damen Sonnabend, Abends 9 Uhr, Theaterverein Freundes: Blumenstr. 46 bet Went. Mitglieder pünktlich. treis 9 Uhr, im Restaurant Kazorfe, Golmsstr. 1. Vergnügungsverein Bustig, Sigung Abends 8½ Uhr, bei Falbe, Reichenbergerstr. 149. Rauchtlub Blaue Quaste, Sonnabend 9 Uhr bei Mücke, N., Wöhlertstr. 2. Rauchtlub Dornröschen, GSigung Abends 9 Uhr, bei Krüger, FennRauchflub Weiße Wolte, Bernauerstr. 14, bei Henoch. straße 5. Rauchtlub Giferne Pfeife, Mittwoch und Sonnabend Gigung bei Schieß- Klub Fein- Korn, RöpWeinert, Adolfstr. 20, Abends 9 Uhr. nickerstr. 23a, Restaurant Haun, tagt Sonnabend und Montag. Statklub Gordischer Knoten, jeden Sonnabend 9 Uhr bei Kar Schilling, Püdlerstr. 55. Danst Forening Freia( Dänischer Verein Verein ehemaliger Schüler Freia), Lindenst caße 106 bei Boppe. ber 30. Gemeindeschule, Abends 9 Uhr, Restaurant Freitag, Koppenstraße 65. Geselliger Verein Italia, jeden Sonnabend im Restaurant Boite, Stolbergerstr. 23. Stattlub Kreuzbube bei Steuer, Weinftr. 22.- Stattlub Revolution Kartenflub Nulle tagt Abends Reichenbergerstr. 73, bei Faustmann. jeden Sonnabend und Montag im Restaurant Humboldhein, Hochstr. 32a. Stattlub Blaue Blouse, jeden Sonnabend bei Wuttte, Graudenzer ftraße 2. Stattlub Ginigteit bei Grube, Mariendorferstraße, Ecke Solmsstraße. Touristenverein Wanderlust Abends 9 Uhr im Restaurant Märkischer Rue St. Gof, Admiralfir. 18c. Deutscher sozialdemokratischer geseklub in Paris. Honore$ 14 Cafe du Lion de Belfort. geben Sonnabend öffentliche Ber fammlung; reiche Bibliothet, Zeitungen, französischer Unterricht. London. Der einzige hiesige sozialdemokratische Verein Londons, der alte, von Karl Marr und Friedrich Engels 1840 begründete kommunistische Arbeiter Bildungsverein befindet sich nach wie vor 49 Tottenham Street, Tottenham Court Rd., W. London. Briefkaffen der Redaktion. H. Warm. Beachten Sie die Briefkasten- Notiz in der Donnerstagnummer. Orts- Krankenkaffe der Tischler und Pianoforte- Arbeiter. Die Mitglieder Versammlungen zur Wahl von 197 Vertretern zu den General Versammlungen pro 1894/95 findet in allen 4 Kassirer- Bezirken am Sonntag, den 28. Januar, Vormittags 10 Uhr, statt. 1. Für diejenigen Mitglieder, welche in dem Bezirk des Rassirers Stäp3 arbeiten oder ihre Beiträge an denselben zahlen in Süd- Ost", Waldemarstr. 75. Wahl von 53 Vertretern. " 2. Jm Bezirk des Kassirers A. Schulze in ,, Königsbank", Gr. Frankfurterßtr. 117. Wahl von 54 Vertretern. 3. Jm Bezirk des Kassirers J. Schulz in Habel's Brauerei, Bergmannstr. 5-7. Wahl von 42 Vertretern. 4. Jm Bezirk des Kassirers Kröhn in der Norddeutschen Brauerei, Chaufferite. 58. Wahl von 48 Vertretern. mit, welche Im letzteren Bezirk wählen zugleich diejenigen freiwilligen Mitglieder wählbar find nur die großjährigen Kassenmitglieder. Das Quittungsbuch ist als Legitimation vorzuzeigen. wählbar find re Beiträge direkt im Kassenlokal zahlen. Wahlberechtigt und Die Herren Arbeitgeber, welche Rassenmitglieder beschäftigen, und nach § 31 des Statuts, ein Drittel der Beiträge aus eigenen Mitteln zur Kasse zahlen, wählen 90 Vertreter zur General- Versammlung. Die Wahl findet am Montag, den 29. Jannar, Abends 8 Uhr, in der Oranienstraße Hr. 190 statt. 1311b Der Vorstand. Oranien- Bad, Oranienstr. 44. Dampfkasten- Bad. Einpackung in seidenen Laken. Massage. Mitglie der sämmtlicher Vereine zahlen nur pro Bad mit Packung und Massage 75 Pfennige. A Außerdem Schwefel-, Sool- Sit- und Wannenb äder. 3 Wannenbäder mit Seife und Handtücher 1 Mark. Soeben ist erschienen und durch alle Parteibuchhandlungen und Kol porteure zu beziehen: 53149* Sammlung illustrirter sozialistischer Jugendschriften. Tren bis in den Tod. Bon Theobald Werra. 32 Seiten mit zahlreichen Illustrationen. Preis 10 Pfennige. Wiederverkäufer erhalten hohen Rabatt. Diese zweite packende und ergreifende Erzählung für die reifere Jugend ist nach einem klassischen Vorbilde aus der englischen Literatur bearbeitet, indem der Verfasser es sich zur Aufgabe gestellt hat, dem Proletariat auch solche Schäße zugänglich zu machen, die bisher ausschließliches Monopol Der Bourgeoisie gewesen find. Ernst Wiest, Leipzig, Verlagsbuchhandlung. Verantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2.