Ar. 27. RbonnementS'Bedingungtn: Abonnements- Preis pränumerando: Pierteljährb S�v Ml, monatl. t,l0 Ml, wölbentlicb LS Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer S Pfg. Sonntags- nummer mit illustrierter Sonntags- Beilage.Die Neue Wein 10 Pfg. Post- Abonnement: 1,10 Marl pro Monat. Eingetragen in die Post-ZeitungS- Preisliste. Unter Kreuzband für Teutschland und Oesterreich- Ungarn LA) Marl, für das übrige Ausland t Marl pro Monat. PostabonnementS nehmen an: Belgien, Dänemarl, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz. 31. Jahrg. Die Insertion;-Lebilhi' beträgt für die sechsgespaltene Kolonel- geile oder deren Rauni 00 Pfg„ für politische und gewerlschaftliche Vereins- und Bersanimiungs-Anzcigen 30 Pfg. „Kleine Hnzeigen", das fettgedruckte Wort 20 Pfg. lzulässtg 2 fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 10 Pfg. Stellengesuche und Schlafstellenau- zeigen das erste Wort 10 Pfg, jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über IS Buch- 1 laben zählen für zwei Worte. Inserate ür die nächste Nummer müssen bis » Uhr nachmittags in der Erpedition abgegeben worden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet, krlchelM täglich. Verlinev Volksbl�tt. Zclegramm, Adresse! „SwIaliUmolirat Berlin", Zentralorgan der Ibzialdemokrati fehen parte» Deutfchlaiids. Redaktion: SRI. 68, Lindcnstrassc 69. Fernsprecher: Amt Moripplatz, Nr. ISSS. Mittwoch, den 28. Januar 1914. Expedition: SRI. 68» Lindenetrasse 69» Fernsprecher: Amt Moritzplap, Nr. 1984. Ragows Kunsterlaß. Wieder einmal hat unsere preußische Theaterzensur einen ihrer herrlichsten Triumphe gefeiert. Als die Berliner„Freie Volksbühne" ihren Mitgliedern eine ernste dramatische Dichtung vorführen wollte— eine Dichtung, die nicht nur von bürgerlichen Kritikern als echtes Kunstwerk eines wirk» lichen Dichters gepriesen, sondern obendrein in einer Reihe anderer deutscher Städte bereits anstandslos aufgeftihrt worden war— da fuhr in der preußischen Hauptstadt täppisch die Polizeifaust dazwischen und untersagte die Aufführung, weil die Schilderung wirtschaftlicher Ausbeutung und sozialen Elends von der proletarischen Zuhörerschaft als allgemein- gültig angesehen und dadurch in ihr„ingrimmiger Haß gegen bestimmte Stände und Gesellschaftsgruppen hervorgerufen" werden könne. Aus„Gründen der öffentlichen Ordnung" könne daher die Aufführung nicht gestattet werden. Und das Oberverwaltungsgericht hat nunmehr dieses kunstmörderische und unsinnige Verbot bestätigt! Dies kunstmörderische Verbot! Denn kann man die dra- matische Kunst ärger knebeln und unwürdiger bevormunden, als wenn man sie dergestalt der Diktatur der Polizei unter- wirft? Wenn man sie nur dann zur Verlebcndigung auf der Bühne zuläßt, wenn sie weltflüchtig und eunuchenhaft das Leben flieht und nur Stoffe behandelt, die uns Zeitgenossen Hekuba sind? Stöhnte nicht erst in den letzten Tagen einer der geistvollsten bürgerlichen Aesthetiker im roten Tag darüber, daß der Ehrendoktor und Nobelpreisträger, der als Deutschlands stärkster Dramatiker gilt, sich in der blutleeren Shmbolisierung einer antiken Fabelwelt gefalle, statt vollsaftig Probleme zu gestalten, die Denken und Fühlen von uns Heutigen beHerr- schen? Und da nun Emil Rosenow, der dem deutschen Prole- tariat und der deutschen Dichtung viel zu früh entrissen wurde, ein Stück Leben dichterisch gestaltete, das er selbst erlebt, das Nationen im Innersten packt, fahren die Jagowschen Ord- nungshütcr prompt mit ihrem Aufführungsverbot dazwischen. Und kein Appell an das Kunstempfinden der höchsten Instanz hilft: das Oberverwaltungsgericht bestätigt die unsäglich kunst- feindliche Polizeiweisheit des Hr. jur. v. Jagow I Obendrein: das unsinnige Verbot. Denn das ordnungs- feindliche, aufrührerische Drama ist ja längst gedruckt und wiederholt aufgelegt. Der Polizeistreich liefert ihm diverse neue Auflagen.-Zehntausende haben es gelesen. Zehn- tausende werden es nun erst recht lesen. Und nun mit ge- spanntester Aufmerksamkeit, mit geschärften Augen, mit auf- gestacheltem Spürsinn für das sozial Aufreizende, das die be- sorgten Ordnungswächter der Dichtung attestiert haben. Der „ingrimmige Haß" gegen unsere kapitalistische Gesellschaft wird nun erst recht emporzüngeln und mit bedenklichem Knistern um sich fressen. Denn ivenn auch die aus den schwärzesten Jahren preußischer Reaktion in unser zwanzigstes Jahrhundert glorreich hinübergerettete Polizciwillkür sich das Recht der Theaterzensur— sogar der Zensur gegen Vereine wie die Freie Volksbühne— erfolgreich anzumaßen vermochte: die Zensur gegen Druckerzeugnisse ist durch den Artikel 27 der preußischen Verfassung vom 81. Januar 1850 nun einmal beseitigt! Dieser Artikel 27 spricht jedem Preußen das Recht zu, „durch Wort, Schrift und bildliche Darstellung seine Meinung frei zu äußern". Jeder nicht die juristischen Jrrpfade Traugott v. Jagows wandelnde Preuße muß aus diesem Wortlaut auch das Recht herleiten, daß durch Wortlaut und Sinn dieser Verfaffungsbestimmung auch der Theaterzensur jede Rechts- grundlage entzogen sei. Aber unsere Kronjuristen dachten anders und die Theaterzensur führte auch nach dem 81. Januar 1850 ein ungeniertes Dasein. Rechts- und Verfassungs- fragen sind ja stets und überall nur Machtfragen, wie uns erst jetzt wieder die Zaberner Militärdiktatur durch den Säbel des Leutnants v. Forstner so„schlagend" zu Gemüte ge- führt hat. In den fünfziger Jahren lag das Bürgertum— ein Opfer seiner eigenen Feigheit— ohnmächtig am Boden. Aber auch später, als der Liberalismus sich wieder verschnaufen konnte und gar im Dreiklassenparlament die Mehrheit hatte, dachte er gar nicht daran, die Polizeifesseln abzuschütteln, in die eine skrupellose Reaktion das geistige Leben schmachvoll verstrickt hatte. Nicht für Geistesfreiheit stritt unser Liberalismus, sondern unsere Bourgeoisie begnügte sich damit, das Theater als „Gewerbebetrieb" frei zu bekommen, damit diese„moralische Anstalt", von der Schiller, die geistige Wiedergeburt der Nation erträumt hatte, profithungrigen Kapitalisten den Beutel füllen könne, sei es auch um den Preis der Ver- lotterung und Entnervung des Volkes. Und wie jammervoll führte gar dieS Bürgertum in den letzten Jahrzehnten den Kampf gegen die unerträglichen Zensuranmaßungen unserer Polizei. Man erinnere sich nur der tragikomischen Schlachten, die unser Bürgertum um die Freiheit der Schaubühne schlug, als vor etwa 20 Jahren das soziale Ringen der Zeit auch in der Dichtung einer jungen deutschen Poetengeneration ein schüchternes Echo zu finden schien. Als damals Hauptmanns„Weber" im Deutschen Theater aufgeführt werden sollten, legte sich just mit den gleichen ordnungsretterischen Argumenten die Polizei ins Zeug. Die Darstellung der ausgemergelten Webergestalten und ihres Verzweiflungsausbruchs sollte, so hieß es damals in dem polizeipräsidialen Erguß, die sozial- demokratisch verhetzte Arbeiterschaft„in ihrer Neigung zu gewalttätiger Auflehnung gegen die bestehende Ordnung... zu bestärken"... ja zu„öffentlichen Ausbrüchen der Parteileidenschaften fortzureißen" geeignet sein. Wie aber ließ der Dichter sein Werk gegen solch fürchterliche Unterstellungen durch seinen Rechtsbeistand, einen„fortschrittlichen" Politiker, ver- teidigen? Durch die Erklärung, daß der Dichter doch gar nicht auf feiten des Aufruhrs stehe, lasse er doch vielmehr die Ord- nung durch das Eingreifen einer Handvoll Soldaten siegen! Welch heldenhafte Verteidigung der Dichterfreiheit und der Freiheit der„moralischen Anstalt" gegen die polizeilichen Erdrosselungsversuche, gegen die unsägliche Anmaßung, die nationale Schaubühne zu einem kläglichen Werkzeug der politischen Rückwärtserei und der sozialen Knechtung zu, er- niedrigen! Und das in einem Lande, wo hundert Jahre zu- vor die zornsprühenden Anklagen gegen Fürstentyrannei und Volksversklavung, wie Lessings„Emilia Galotti" und Schillers„Kabale und Liebe" unangefochten von der Bühne herab die Bürgermannheit aufpeitschen konnten! Solcher Heldenmut blieb fortab nicht unbelohnt. Für die Berliner Luxusbühne wurden vom Obervcrwaltungsgericht die„Weber" freigegeben, freilich nicht, ohne daß der damalige Polizeiminister v. Köller den Spruch des Oberverwaltungs- gerichts verdammen und die Polizeibehörden zur offenen Auflehnung gegen dies Urteil aufputschen konnte! Und jetzt haben wir, nachdem auch noch die Polizei ihre Zensurgcwalt auf die„Freie Volksbühne" ausgedehnt, das schönste zweierlei Recht. Nicht genug damit, daß die bürger- lichen Bühnen proletarisch- revolutionäre Kunst ächten: auch die proletarischen Organisationen dürfen nicht einmal eine Kunst pflegen, die aus ihrer Weltanschauung, ihrem Gefühle- leben herausgeborcn ist l Rosenows Drama„Die stn Schatten, leben" ist nicht ein- mal eine revolutionäre Dichflhig im Sinne des Klassenkampfes und bei weitem nicht erfüllt von dem heißen Kampfesodem, der aus Schillers Jugenddramcn lodert. Aber das setzt dem Zensursweich nur die Krone auf— denn im Namen der Dichtung und der Freiheit muß die Bühne eines Kulturvolkes auch die vollste Entfaltungsfreiheit fordern für Kunstwerke, die mit heißer Leidenschaft zum Sturm aufrufen wider das, was Polizeigehirne unter„Ordnung" verstehen. Daß die Sozial- demokratie diese Forderung allein erheben muß, daß nicht alles zu ihr steht, was heute als freies Bürgertum und Ver- tretung ernster Kunst gelten will, das beweist nur, wie tief unsere Liberalen und Intellektuellen seit hundert Jahren heruntergekommen sind! Wie öie öerliner Universität Richte ehrt! Die„Vossische Zeitung" weiß zu melden: Gedenkfeier am Grabe Fichtes. Um das Andenken an ihren ersten gewählten Rektor durch eine schlichte Kund- gebung zu ehren, wird die Berliner Universität am Donners- tag um Uhr eine Deputation an das Grabmal Fichtes entsenden, das sich auf dem alten Dorotheenstädtischen Kirchhof, Chausseestr. 126, befindet, und dort durch den Rektor einen Kranz niederlegen lassen. Vorher wird der Professor der Philosophie, Geheimer Regierungsrat Riehl, eine kurze An- spräche halten. Von einem besonderen F e st a k t der Universität ist wegen der zeitlichen Nähe der G e b u r t s- tagsfeier des Kaisers Abstand genommen worden. Die Berliner Universität will also von einer besonderen Ehrung des großen Philosophen und Patrioten Abstand nehmen, weil sie zu sehr durch die Geburtstagsfeier Wilhelms II. in Anspruch genommen ist. Des Kaisers Ge- burtstag muß durch einen besonderen akademischen Festakt begangen werden, obwohl er alle Jahre wiederkehrt; für die Gedächtnisfeier des berühmteste!, Lehrers der Berliner Uni- versität aber hat diese Universität keine Zeit übrig, obwohl der Todestag des unvergeßlichen und unvergleichlichen Mannes sich zum hundertsten Male jährt! Selbst daß Fichte nicht nur ein Gelehrter von Weltruf, sondern auch der erste gewählte Rektor der Berliner Universität war— also die höchste akademische Würde bekleidete, die die erste preußi- sche Hochschule zu vergeben hat— vermag Rektor und >Änat nur eine„schlichte Kundgebung" abzuringen. Uebri- gens würde auch diese beiläufige Ehrung vermutlich unter- blieben sein, wenn nicht ein Fichte-Verehrer noch in Uster Stunde die Entdeckung gemacht hätte, daß Fichtes Todestag nicht, wie bisher allgemein irrtümlich angenommen wurde, auf den 27., sondern auf den 29. Januar fällt! Man hätte sonst im byzantinischen Rausche die ganze Gedenkfeier einfach verschlafen! � Oder sollte das Nichtgedenken Fichtes durch die Berliner Universität weniger ein Symptom des Byzantinisnlus als ehrliche Selbsterkenntnis sein? Denn den Wahrheits- sucher und Charakter Fichte trennte in der Tat eine Welt von denen, die heute an der Stätte lehren, deren Zierde er einst war. Der Sreslauer karöinalsbrief. Der Brief des Fürstbischofs von Breslau an den von der Zentrumsfraktion ausgeschlossenen Grafen V. Oppersdorfs bedeutet für die christlichen Gewerkschaften einen schweren Schlag, und es ist deshalb Wohl begreiflich, daß ein Teil der im Schlepptau der„Köln. Volksztg." segelnden klerikalen Presse schmerzlich aufschreit, während ein anderer Teil ganz verblüfft dasteht und allerlei resignierte Worte stammelt. Vor wenigen Wochen erst haben die christlichen Gewerkschaften in einem mehrtägigen Prozeß gegen die angeklagten sozial- demokratischen Blätter die sogenannte authentische Jnter- pretation der päpstlichen Enzyklika„Singulari quadarn" durch den Bischof Schulte von Paderborn ausgespielt und daraufhin ein ihnen günstiges Urteil erstritten— und nun kommt der höchste Kirchenfürst Deutschlands und erklärt, nicht nur, daß diese Interpretation unrichtig ist, sondern daß sie auch„ a n einer anderen kirchlichen Stelle", das heißt in Rom selbst, nicht gebilligt wird. Das ist bitter für die christlichen Gewerkschaftsführer, die das im Kölner Gewerkschaftsprozeß gefällte Urteil als einen großen Erfolg gefeiert haben. Und zugleich bedeutet der Koppsche Brief eine arge Bloßstellung zweier katho- lischer Kirchengrößen: des Bischofs Schulte und des Prälaten Dr. Kreutzwald in Köln. Denn es ist, wie sich aus dem Briefe des Breslauer Fürstbischofs ergibt, nicht richtig, daß die Schultesche Erläuterung der Enzyklika, die Herr Stegerlvald auf dem Essener Kongreß der christlichen Gewerkschaften verlesen hat» der Gesamtauffassung der deutschen Bischöfe entsprach. Nur Kardinal Kopp hatte diese Schultesche Erläuterung zunächst gutgeheißen, aber bereits zehn Tage später seine Billigung brieflich mit den, Ausdruck des Bedauerns zurück- gezogen. Trotzdem hat der Bischof Schulte, an den doch der Absagebrief des Kardinals Kopp gerichtet ist, diese für die Kölner Gerichtsentscheidung höchst wichtige Tatsache in der mehrstündigen Vernehmung unter seinem Eide verschwiegen und dadurch das Kölner Gericht in der Meinung gelassen, seine(des Herrn Bischofs) Interpretation sei vom gesamten Episkopat gebilligt worden und daher als authentisch zu betrachten. Und nicht minder befremdet das Verhalten des Prälaten Dr. Kreutzwald. Auch er hat in der Vernehmung vor Gericht verschwiegen, daß Kardinal Kopp seine Zustimmung als- bald wieder zurückgezogen hat. Sollte Herr Dr. Kreutzivald, der Kölner Domkapitular und damalige Verweser des Kölner Erzbischofstuhles, tatsächlich nichts von dem Koppschen Brief erfahren haben; oder sollte er vielleicht gar nicht empfunden haben, daß er dem Gericht eine schwerlviegende Tatsache vor- enthielt? Das letztere würde von einer Naivität zeugen, die man sonst bei katholischen Prälaten nur ganz selten antreffen dürfte. Alle diese sich auS dem Briefe des Breslauer Fürstbischofs ergebenden Folgerungen sind natürlich den Zentrums- blättern Kölner Richtung höchst unbequem; und so schreibt die Bachemsche„Köln. Volkszeitung" in ersichtlicher peinlicher Verlegenheit: „Allgemein wird daß Erstaunen sein, die Kundgebung de» Kardinals Kopp, nach dem, was vorausgegangen, gerade an der Stelle zu finden. Aber auch inhaltlich ist die Kundgebung geeignet, großes Aussehen zu erregen. Der Brief bestätigt, was weiteren Kreisen schon bekannt war, daß Kardinal Kopp der Erläuterung der Gewcrlschastscnzhklika, welche Bischof Schulte von Paderborn für den Essener Gewerkschaftskongreß gegeben, zugestimmt hat. Neu ist dagegen die Mitteilung, daß Kardinal Kopp diese Zustimmung später(infolge de» Verlaufs des Essener Kongresses) wieder mit den: Ausdruck d e S Bedauerns zurückgenommen habe. Kardinal Kopp stellt ausdrücklich fest, daß die Erläuterung des Bischofs von Paderborn dem Gesaintepiskopat nicht vorgelegen habe. Es ist bekannt, daß in der GewerkschaftSfrag« innerhalb der deutschen Diözesen eine Einheitlichkeit insoweit bis« her nicht bestand, als in den Diözesen Breslau und Trier die so- genannten katholischen Fachabteilungen sich der Förderung der Diözesanobern erfreuten, während in allen anderen Diözesen sowohl Preußens als Süddeutschlands die Diözesanobern den christlichen Gewerkschaften sympathisch gegenüberstanden, hier vielleicht mehr, dort weniger; aber den christlichen GeWerk- schaften sind in den anderen Diözesen Schwierigkeiten nicht in den Weg gelegt worden. Jetzt tritt durch die Darlegung des Kardinals Kopp dieser Dissens, der indem bösen Wort vom„verseuchten Westen' seinen drastischsten Ausdruck fand, ganz augenfällig in die Erscheinung. Das ist eine sehr ernste Tatsache, welche auch für unser gesamtes öffentliches Leben von Bedeutung ist. Bei Besprechung des unerhörten Angriff» gegen den Erz- bischof von Köln in Nr. 2 der„Klarheit und Wahrheit' haben wir bemerkt:„Mit Zeitungsartikeln läßt sich die Sache nicht erledigen.' Das gilt in noch höherem Maße von der Kundgebung des Kardinals Kopp, welche im übrigen für die nächste Zeit den Stoff zu zahllosen Betrachtungen abgeben dürfte, dafür wird die liberale und sozialdemokratische Presse schon überreichlich sorgen. Wer geglaubt hatte, die Gewerkschaftsfrage werde nun endlich zur Ruhe gekoinmen sein, wird gründlich enttäuscht sein. Mehr möchten wir einstweilen zu dem Briefe des Kardinals Kopp an den Grafen Oppersdorff nicht sagen." Eine recht schlaue Taktik, die yftt diesen Zeilen das Kölner Blatt befolgt. ES sucht auch jetzt noch den Schein aufrech 1 zu erhalten, als wären nur Kardinal Kopp und der Bischof von Trier Gegner der christlichen Gewerkschaften. Sollte die „Köln. Volksztg." trotz ihrer Geheimberichte aus Rom wirklich nicht wissen, daß auch der Vatikan über das Verhalten der christlichen Gewerkschaftsführer verstimmt ist, und daß das Vorgehen des Kardinals Kopp gewisser- maßen nur eine Folge dieser V e r st i m m u n g i st? Sollte dem Bachemschen Blatt ferner tatsächlich nicht bekannt sein, daß auch der Erzbischof von Köln es für besser gefunden hat, in der Gewerkschaftsfrage den Spuren Kopps zu folgen? Noch weit ergrimmter als die„Köln. Volksztg." ist aber die Dortmunder„Tremonia" über den Brief des Kardinals Kopp. Sie äußert sich folgendermaßen: „Als wir gestern in der„Kölnischen Zeitung" all diese Dinge lasen, griffen wir uns im ersten Augenblick an den Kopf und fragten uns: Was soll daraus werden? Wir stehen vor Rätseln! Zunächst kann man mit der„Kölnischen Zeitung" den Eindruck haben, daß hier eine Mystifikation vorliegt. Jedoch mutz man mit der Tatsache rechnen, datz der hochwiirdigste Kar- dinal Kopp in„grötzter Verehrung" an den Grafen OpperSdorff obigen Brief bald nach dem Tage geschrieben hat, an welchem „Wahrheit und Klarheit" den hochwürdigsten Erzbischof Hartmann von Köln in schlimmster Weise angriff, so datz der Klerus des Dekanates Elberfeld bereits- öffentlich dagegen Stellung zu nehmen gezwungen war... Denr von? Zentrum abgeschüttelten Grafen Oppersdorfs geht ein solcher Brief des hochwürdigsteu Herrn Kardinals Kopp zu, ein Brief, aus welchem die„Kölnische Zeitung" sofort ihre Angriffe gegen den vielgeliebten Oberhirten unserer Paderborner Diözese, ein in ganz Teutschland gleichi�iätzig verehrtes Mitglied des deutschen Episkopates hergeleitet hat. Das ist schlimmer als der bekanirte Brief über den„verseuchten Westen". Wie das katholische Volk unserer Diözese, das treu zu seinem Bischof steht, wie die katho- lische Geistlichkeit, die ihren Bischof hochverehrt, darüber denkt, das dürfte bald offenkundig werden. Was soll daraus werden? Wohin sollen diese Wege gehen? Es ist versucht, einen neuen, schweren Schlag zu führen gegen die christlichen Gewerkschaften trotz des„Friedens von Metz", trotz der bekannten Erklärungen der deutschen Bischöfe, trotz der neulichen Rede des Kölner Oberhirten. Unbegreiflich I Unver- ständlich! Die christlichen Gewerkschaften dürften jetzt angesichts dieser Sachlage wohl Veranlassung haben, die Konsequenzen zu ziehen und ihr Firmenschild zu ändern. Ihr Weg ist ihnen vor- gezeichnet, ihre Unabhängigkeit ist notwendig für ihre Existenz. Für die Fachabteiler Berliner Richtung aber ist in Deutschland nun mal kein Boden, in ihren Dienst werden sich die katholischen Arbeiter Deutschlands in ihrer überwiegenden Mehr- heit nach Lage der Verhältnisse niemals stellen können. Mit diesen wenigen Andeutungen wollen wir es heute genug sein lassen. Gott schütze das katholischeDeutschland in solchen Prüfungen!" Die„Tremonia" wird ihre Frage:„Wohin sollen diese Wege gehen?" bald genug beantwortet sehen; denn das muß immer wieder betont werden, hinter dem Kardinal Kopp st e h t R o ni. Deshalb ist es auch geradezu kindlich, wenn das Blatt von einer Aenderung des Firmen- schildes spricht. Wen soll solche Aenderung täuschen? Rom oder den deutschen Episkopat? Es gibt für die christlichen Ge- rverkschaften nur die Folgerung:„Auflösung ihrer Organisation oder Beugung unter das römische Joch". politische Uebersicht. Der Wahlkampf im 7. badischen Reichstagswahlkreise. Am Dienstag nächster Woche— 3. Februar— findet die Nachwahl im Kreise Offen burg-Kehl statt, da der Reichstag be- kenntlich das Mandat des nationalliberalen Abg. Kölsch-Karls- ruhe für ungültig erklärt hätte, falls dieser es nicht vorher nieder- legen würde. Kölsch hat das letztere vorgezogen. Es stehen sich diesmal gegenüber: der Professor und Landtagsabg. Dr. Wirth vom Zentrum, vom liberalen Block Kaufmann Kölsch, der wieder kandidiert, nnd von der Sozialdemokratie der Redakteur Geiler von der„Mülhauser Bolkszeitung". Der frühere Inhaber des Mandats, der Landwirt und Präsident des(klerikalen) Badischen Bauernvereins Schüler lehnte aus Gesundheitsrücksichten m letzter Stunde die.Kandidatur ab, was dem Zentrum in diesem fast völlig ländlichen Kneis keineswegs angenehm war, denn es hat im 7. Kreis immer die Parole ausgegehen:„Ein Bauer muß einen Bauer und erst recht den Präsidenten des Baucrnvereins wählen!" Dadurch hat es den Kreis seit 1830 behauptet, und erst in der Stich- wähl siegte vor zwei Jahren Kölsch durch sozialdemokratische Hilfe mit nur 8 Stimmen Mehrheit. Er erhielt 13 712, Schüler 12 704 Stimmen. In der Hauptwahl waren auf Schüler 11 ölö, auf Kölsch 8062 und auf den sozialdemokratischen Kandidaten 3705 Stimmen gefallen. Die Entscheidung steht also am 3. Februar auf des Messers Schneide. Alle drei Parteien arbeiten fieberhaft. Tie Sozialdemo- kratie hat bis jetzt schon 28 Versammlungen abgehalten; aber sie steht nicht mitten im Feuer, weil der Endkampf zwischen den Libe- ralen und dem Zentrum ausgefochten wird. Das Niveau des Kampfes zwischen diesen zwei Parteien ist das denkbar niedrigste. Fragen der Reichspolitir spielen fast gar nicht hinein; nur das Zentrum wirft in einem Wahlflugblatt mit dem seltsamen Titel: „Der Kern der Wahlnutz" die Frage auf: Warum darf ein Hansa- bündler nicht gewählt werden? Die geistigen Unkosten der Wahl- agitation werden vielmehr bestritten von den Problemen der Land- tagspolitik, von der Grotzblockfrage, von der Präsidentenwahl im badischen Landtage usw. An das Zaberuer Thema trauen sich beide nicht heran, da sie wissen, datz sie in der Frage der Abwehr mili tärischer Uebergriffe beide verwundbar sind. Der kommende Statthalter Elsatz-Lothringens'i Die„Deutsche Tageszeitung" lätzt sich aus Elsatz-Lothringen telegraphieren: „Die verbreitete Version, datz der preutzische Laudwirtschafts- minister v. Schorlemer-Lieser demnächst den Grafen Wedel als Statthalter der Reichslande ablösen wird, dürfle in dieser Form nicht zmreffen. Ich glaube, nach meinen In- formationen sagen zu können, datz die Berufung Schorlemers zum Statthalter Elsatz-LotbringenS zwar in bestimmte Aussicht genommen ist, aber die Verwirklichung dieser Tatsache noch einige Zeit beanspruchen dürfte." Abermalige Fristverlängerung der Vermögenserklärung. Der Bundesrat hat, wie die„Kreuz-Zeitung" meldet, in seiner Sitzung vom 24. d. Mts. beschlossen, die Landesfinanzbebörden zu ermächtigen, die Frist für die Abgabe der Vermögenserklärung bis zum 13. Februar zu verlängern. Von dieser Erklärung haben Württemberg und Sachsen-Altenburg Gebrauch gemacht. Von einer Entscheidung der preuhischen Regierung ist noch nichts bekannt. Je nach dem Profitergebnis. Aus Stratzburg wird der Berliner bürgerlichen Presse gemeldet: „In Offizierskreisen hat die Stellungnahme der„Strahburger Post", des einzigen Blattes, das ein Offizier im Elsatz bislang für lesens- wert hielt, sehr verstimmend gewirkt. Diese Verstimmung hat auch ihre Folgen gehabt. Der Verlag der„Köln. Ztg.", Besitzer der „Strahburger Post", plant deshalb eine Veränderung der Schrift- leitung des Blattes. Die„Strahburger Post" wird in Zukunft im streng deutschen Sinne mit mittelparteilicher Tendenz geführt werden. Sie behält ihren elsatz-partikularistüchen Standpunkt nur soweit bei, als er sich mit den Reichsinteressen verträgt. Die„Strahburger Neue Zeitung", das Hauptorgan der Fortschrittler, wechselt ebenfalls die Farbe. Es wird vom 1. April dieses Jahres als libcral-fort- schrittliches Blatt weitergeführt werden. Der bisherige Lokalredakleur der„Strahburger Post", ei» ehemaliger protestantischer Pfarrer aus Weitzenburg i. E., wird die Leitung dieses Blattes übernehmen." Die alte Geschichte: bläst der Wind aus einer anderen Richtung, so ändert auch die bürgerliche Wetterfahne ihre Richtung. Zabern in Strasburg. Unter der Beschuldigung, datz sie gelacht hätten, sind am Sonntagabend in Stratzburg zwei junge Leute vor der Hauptwache auf Befehl des wachhabenden Offiziers festgenommen worden. Die zwei jungen Männer sollen lachend gesagt haben:„Schau mal, wie die da stramm stehen", oder nach einer anderen Aussage:„Warum präsentieren denn die nicht?"— Die Verhafteten wurden einem Schutzmann übergeben, der sie nach der Polizeiwache führte, wo sie nach Feststellung ihrer Personalien wieder entlassen wurden. Die Militärverwaltung gegen Konsumvereine. In einer Bezirksversamchlung sächsischer Militärvereine, die im Spätherbst vorigen Jahres in Poppitz bei Riesa tagte, ist von einigen Militärvereinsvorsitzenden u. a. darüber Klage geführt worden, datz noch viele Arbeiter der in Riesa und Zeithain befindlichen Militärdepots Mitglieder deZ Riesaer Konsumvereins seien, und umn hat daraufhin angeregt, diese Tatsache ein- mal der Depotsverwaltung zu unterbreiten.(!) An» fang Dezember vorigen Jahres ist denn nun auch den Arbeitern des Militärdepots in Zeithain durch einen Leutnant erklärt worden, datz alle diejenigen, die Mitglied des Konsumvereins sind, oder auch diejenigen, deren Frauen die Mitgliedschaft erworben haben, austreten mühten. Acht Tage soll ihnen Zeit gelassen werden, andernfalls sie ihr Arbeitsverhältnis als gelöst zu betrachten hätten. Der Leutnant hat weiter erklärt, d a tz man ganz genau er» fahren könne, wer Mitglied des Konsumvereins sei.(I) Um ihre Arbeit nicht einzubützen, haben nun daraufhin auch eine Anzahl der betreffenden Arbeiter ihre Mitgliedschaft im Konsum- verein aufgekündigt, lieber ein ähnliches Vorgehe» der Depots- Verwaltungen wird auch aus den übrigen Depots des Riesaer Bezirks berichtet. Diese Angelegenheit verdient, einmal an zuständiger Stelle zur Sprache gebracht zu werden. Neue Herrenhausmitglieder. Zu Mitgliedern des Herrenhauses auf Lebenszeit berufen wurden: Der Minister des kgl. Hauses Graf zu Eulenburg, General der Infanterie z. D. v. Ploetz, Wiesbaden, Wirkt. Geheimrat Gesandter v. Dirksen, Kammerhcrr v. Stiegler zu Sobotka, Kammerberr und Rittergutsbesitzer Heinrich v. Heydebrand und der Läse auf Scklotz Siorchnest, Hofbesitzer Dr. Heinrich Engelbrecht zu Obendeich, Oberbürgermeister a. D. Dr. Fr. Adickes, Frankfurt a. M., Staats- minister Theob. v. Möller, Berlin, und Kaufmann Otto Meyer, Königsberg. Gegen öie russischen Gesängnisgreuel. Die entsetzlichen Martern, die die zarischen Schergen an den Besten und Aufopferndsten des russischen Volkes in den Gefängnissen verüben, fordern immer wieder den Protest aller Anständigen heraus. Es ist deshalb freudig zu begrüßen, daß sich auch in Deutschland nunmehr ein Verein gebildet hat, der sich die Aufgabe stellt, dauernd der Lage der russischen Gc- fangenen seine Aufmerksamkeit zuzuwenden und die gesittete Menschheit an ihre Pflicht zur Menschlichkeit zu erinnern. Uns wird darüber mitgeteilt: Im Anschluß an den Aufruf vom 25. November 1913 zugunsten der politischen Gefangenen und Verbannten Rußlands, welcher von etwa 500 Namen von europäischem Klang unterschrieben war, hat sich in Deutschland der„Deutsche Hilfsverein für die politischen Gefangenen und Verbannten Nutz- lands" konstituiert. Den Ehrenvorsitz dieses Vereins, der lediglich humanitäre Zwecke verfolgt und sich von jeglicher Politik fernhält, hat Geheim- rat Professor Wilhelm F ö r st e r übernommen. Der übrige Vor. stand setzt sich zusammen aus: Vorsitzende: Minna Cauer-Berlin, Schriftführer: N. H. Witt- Wannsee, Schriftsteller Eduard Fuchs-Zehlendorf, Schatzmeister: Bankier Hugo Simon-Zehlendorf, Beisitzer: Graf Georg von Arco, Bernhard Kampfmeher, Dr. Alfred Kerr, Käte Kollwitz, Pfarrer Nithack-Stahn, Rittmeister a. D. v. Tepper-Laski. Vereine mit gleichen Zielen bestehen bereits in England, Frankreich, Oesterreich, Holland und den Vereinigten Staaten. In anderen Ländern werden solche vorbereitet, und eine dauernde Zu- sammenarbeit mit allen diesen Vereinen wird beabsichtigt. Der leider zu früh verstorbene Francis de Presscnse sagte in seiner berühmten Rede:„Wir appellieren nicht an dies« oder jene Partei, nicht an diese oder jene Meinung, sondern an alle denkenden Menschen, die den Grundprinzipien des Rechtes noch treu geblieben sind." (Anmeldungen nimmt entgegen N. H. Witt, Zehlendorf, Bis- marckstr. 36.) Minisierkrisen und Unruhen in Portugal. Lissabon, 27. Januar. Das radikale Ministerium Affonso Costa ist mit beiden Häusern des Parlaments in Konflikt ge- raten und hat bereits am 24. Januar seine Demission gc- geben, gemäß der im Ministerrate angenommenen Resolution, die dem Wunsche des Präsidenten der Republik entspricht, ein Ministerium der Sammlung und Beruhigung zu bilden, das in den Kammern die Bewilligung des Budgets und eine weitgehende politische Amnestie durchzusetzen vermag. Affonso C o st a hat bereits Schritte zur Bildung eines neuen Kabinetts unternommen. Die bis- herigen Minister behalten einstweilen ihre Portefeuilles zur Erledigung der laufenden Geschäfte. Zichte unö öie Akademiker unserer Zeit. Etwas über 100 Jahre sind es her, seit Fichte sich an die ge- bildeten Stände gewandt und sie ermahnt hat, dafür Sorge zu tragen, datz„durch die neue Erziehung das Volk zu einer Gesamt- heil gebildet werde, datz nicht wiederum ein gebildeter Stand sich absondere von einem ungebildeten. Wir werden ersehen, daß diese Stände nicht berechnen können, auf wie lange Zeit es noch in ihrer Gewalt stehen werde, sich an die Spitze dieser An- gelegenheit(der Fortbildung der Nation) zu stellen, indem die- selbe bis zum Vortrage an das Volk schon beinahe vorbereitet und reif sei und an Gliedern aus dem Volk geübt werde und dieses nach kurzer Zeit ohne alle unsere Beihilfe sich selbst iverde helfen können, worauf für uns bloß das erfolgen tverde, daß die jetzigen Gebildeten und ihre Nachkommen zum Volke werden, aus dem bisherigen Volke aber ein anderer höherer gebildeter Stand empor- komme." Etwas über 50 Jahre sind es her, datz Marx und Engels im Kommunistischen Manifest das Wort von dem„Mann mit der Wissenschaft" als dem„bezahlten Lohnarbeiter der Bourgeoisie" prägten. Und heute? Heute sehen wir-nicht einzeln, nein, in Massen Deutschlands Akademiker dem Volke entfremdet, sei es in un- mittelbarem Kampfe gegen die zum Licht emporstrebende Masse des Volkes, sei es— fern allem politischen und sozialen Streben— einzig dem Erwerb und dem Vergnügen nachjagend, und während die organisierte Arbeiterschaft in selbstgeschaffenen Organisationen jeglicher Art die allumfassende künftige Kulturgemeinfchaft des oeutschen Volkes vorbereiten hilft, während wir überall in den Massen Keime der neuen Ordnung sehen, die auf Solidarität und bewußter Unterordnung unter die selbstgewählten Führer gegründet ist, steht Deutschlands Akademikertum in seiner überwiegenden Masse abseits. Es empfindet nichts von dem, was im Volke vorgeht Ueberall im akademischen Leben spüren wir den gleichen Geist der Unfreiheit. Die Freiheit der Wissenschaft, gefesselt durch die Lex Arons, existiert nur noch dem Worte nach; die neuesten Ausländer- bcscbränkwigcn. die letzte Frucht alldeutscher und antisemitischer Einflüsse, tragen dazu bei, den Ruf unseres Vaterlandes in der Fremde zu beeinträchtigen; deutsche Professoren halten die Jnter- essen der schweren Industrie für die der Gesamtheit des Volkes, und erzählen der Oefscntlichkeit Märchen über die„unerwünschten Folgen der Sozialpolitik", die selbst hohe Beamte als tendenziöse Machenschaften abgetan haben. Deutsche Studenten, Enkel und Urenkel der Männer, die einst die nationale Einheit sehnlichst herbei- wünschten, spenden dem Berliner Professor Roethe lauten Beifall, der das einzige Bollwerk von Deutschlands nationaler Einheit, den Reichstag, in einer Weise herabsetzt, wie es kaum die Konser- vativen des preußischen Herrenhauses jüngst gewagt haben. Der gleiche Professor darf, dank einer schwächlichen Regierung, die weib- lichen Studierenden von seinen Kollegs ausschließen— vielleicht sind seine Reden zu derb für weibliche Ohren. Nur kleine und kleinste Gruppen der Studentenschaft sind es, die nach neuen Formen und Inhalten des Gemeinschaftslebens strebend, ehrlich mit den Problemen der Gegenwart ringen. Von einer neuen Bewegung ist nichts zu merken. Alle Ansätze der letzten 10 Jahre sind stecken geblieben. Ein übertriebenes Streben nach Objektivität, nach Neutralität hemmte alle studentischen Re- formpläne nur allzusehr. Die gleichen Männer, die an den patriotischen Gedenktagen des letzten Jahres wohl auch Fichtes Geist heraufbeschworen haben, sehen wir im ständigen Kampf gegen alle die Bestrebungen, die erst das Volk zur Einheit machen und die Zeit heraufführen sollen, die uns Fichte in dem System feiner Nationalerziehung schildert. Ob jene deutschen Akademiker, die heute willenlos den„natio- nalen" Lockungen folgen, ein Opfer verrannter Ideologen und klassenbewußter Grotzkapitalisten und Agrarier, schon einmal wirk- lich Fichtes„Reden an die deutsche Nation" gelesen haben, statt nur darüber in Festreden zu sprechen? Ob nicht manch einer dann irre geworden ist an seiner Stellung in der heutigen Welt? Sind es doch unsere Ideen, sozialistische Ideen, die der gelehrte Prole- tariersohn in diesen Reden ausspricht: wo immer wir sie auf- schlagen, ob bei den Fragen der Erziehung, des Verhältnisses der Geschlechter, der Koedukation, der Religion,' der Wehrhaftigkeit, der staatsbürgerlichen und sozialen Ethik, der Staatsform, unsere For- dcrungcn an Zukunft und Gegenwart finden wir im Keime bei Fichte, wenn auch nicht historisch, so doch— seiner Zeit cnt- sprechend— aus der Idee entwickelt. Wir wollen hier einige Worte Fichtes über die berührten Probleme anführen, um zu zeigen, datz wir, und nicht die Bourgeoisie, Fichtes geistige Erben sind. Im Gegensatz zu den„staatserhaltenden" Elementen sieht Fichte„in der Erhaltung der hergebrachten Verfassung, dcr Gesetze, des bürgerlichen Wohlstandes gar kein rechtes Leben." Nein, er wünscht in Zeiten, in denen„der gleichmäßige Fortgang in Gefahr gerät," an der Spitze des Volkes„nicht den Geist der ruhigen bürgerlichen Liebe der Verfassung und der Gesetze, sondern die ver- zehrende Flamme der höheren Vaterlandsliebe, die die Nation als Hülle des Ewigen umfaßt, für welche der Edle mit Freuden sich opfert." Eine einheitliche Nationalerziehung— eine Einheitsschule sagen wir heute im Gegensatz zur Klassenschule— keine„Erziehung des Volkes im Gegensatz höherer Stände, indem wir Volk in diesem Sinne, niederen und gemeinen Pöbel, gar nicht länger haben wollen," ist Fichtes Ziel, von dem er„eine Umschaffung des Menschengeschlechtes" erwartet. Aber diese Erziehung außerhalb des Hauses soll nach Fichte keine Armcnerzichung sein, sondern sie soll alle, auch die Kinder der Vermögenden treffen, und er begründet diese Befugnis des Staates zu energischen Eingriffen ins Privatrccht mit dem Bei- spiel des Militärdienstes:„Wo gibt es denn dermalen einen cstaat, der da zweifle, ob er wohl auch das Recht habe, seine Untertanen zu Kriegsdiensten zu zwingen nnd den Eltern für diesen Behuf die Kinder wegzunehmen, ob nun eines von beiden oder beide wollen oder nicht wollen?" Spöttisch bemerkt er� einmal von der bisherigen öffentlichen Erziehung des Volkes:„Sie war lediglich Erziehung zur Seligkeit im Himmel; die Hauptsache war ein wenig Christentum und Lesen und, falls es zu erschwingen war. Schreiben, alles um des Christen- tums willen." „... In seinem Gemül lebt die Liebe des Ganzen, dessen Mit- glied er ist, des Staates und des Vaterlandes und vernichtet jede andere selbstische Regung." Auch die Kostenfrage streift Fichte: man habe für die Erziehung nie Geld gehabt, sagt er und fährt fort:„Wurde ja einmal eine Ausnahme von der Regel gemacht, so geschah es zum Vorteil der höheren Lehranstalten, die einen Glanz weit umher verbreiten uiid ihren Beförderern Rubm bereiten, die Bildung derjenigen Klasse aber, die der eigentliche Boden des Menschengeschlechts ist, aus welcher die höhere Bildung sich immerfort ergänzt, und auf welche die letztere fortdauernd zurückwirken mutz, die des Voltes, blieb unbeachtet und befindet sich seit der Reformation bis auf diesen Tag im Znstand des steigenden Verfalls.... Bis jetzt ist der bei weitem größte Teil der Einkünfte des Staates auf die Unter- Haltung der stehenden Heere gewendet worden.... Bisher hat der Staat für Gerichts- und Polizeianitaltcn vieles tun müssen und doch niemals genug für sie tun können; Zucht- und Verbefserungs- Häuser haben ihm Ausgaben gemacht; die Armenanstalten endlich erforderten, je mehr auf sie gewendet wurde, einen um so grötzercn Aufwand und erschienen in der ganzen bisherigen Lage eigentlich als Anstalten, arm zu machen." Schließlich wollen wir noch ein Wort Fichtes über das Ver- hältnis der Geschlechter zu einander anführen, zur Beherzigung für den Germanisten der Berliner Universität und�alle die, welche die«echte Weiblichkeit" durch das gleichberechtigte Streben der Ge- schlechter nach geistiger und sittlicher Vervollkommnung für ge- fährdet halten und die soziale und politische Unterdrückung der Frau verewigen wollen:„Es versteht sich ohne besonderes Be- merken, datz beiden Geschlechtern diese Erziehung auf dieselbe Weise zuteil werden müsse.... ... Beide müssen erst gegenseitig ineinander die gemeinsame Anhänger C o st a s veranstalteten nun gestern abend zu seinen Gunsten eine Demonstration in den Hauptstraßen von Lissabon. Gegner des Ministeriums versperrten ihnen aber den Weg und es kam zu einem förmlichen Handgenienge zwischen beiden Parteien. Es dauerte nicht lange, bis die ersten R e v o l V e r s ch ü s s e krachten und bald deckten eine große Zahl Verwundeter das Schlachtfeld in den engen Straßen der Altstadt. Als der Zug der Demonstranten durch die Carniostraße kam, explodierte eine Bombe. Zehn Menschen wurden ver- wandet, darunter fünf schwer. Die Polizei war machtlos, und erst einer Schwadron berittener Nationalgarde gelang es, die Ordnung einigermaßen wiederherzustellen. Auch im Hafen kam es zu schweren Zusammenstößen zwischen der bewaffneten Macht und ausständischcn Dockarbeitern und Fuhrleuten. Man befürchtet, daß der E i s e n b a h n e r a u s st a n d, der bereits so gut wie beendet war, durckf die Ereignisse des gestrigen Abends neue Kraft gewinnen wird. Bulgarien. Blutige Wahlkämpfc. Aus Sofia wird uns berichtet: In der Hafenstadt Burgas war von der sozialdemokratischen Partei ein großes Meeting ver- anstaltet worden, in dem der sozialdemokratische Abgeordnete Jannloff sprach. Eine Band« der Regierungspartei, darunter viele Polizisten, versuchte die Versammlung zu sprengen, und es kam zu heftigen Zusammen st ätzen, bei denen über 4 0 Personen verwundet wurden, zum Teil schwer. Nur dem Ein- greifen des Referenten war es zu danken, daß es nicht zu einer förmlichen Schlacht gekommen ist, da sich die aufgeregte Volksmenge mit Waffen versehen wollte. Alle Nachrichten über diesen Vorfall wurden unterdrückt. Die Partei sucht durch Bildung einer Arbeiterpolizei auch in der Provinz dem Terror der Regierung zu begegnen. Von der Parteileitung wurde ein Aufruf veröffentlicht, dort, wo die Rc- gierung Gewalt übe, mit Gewalt zu antworten. In W r a tz a wurde durch die 200 Mann starke Arbeiterpolizei eine Störung des Meetings von vornherein verhindert und die Ne- gierungsbande zurückgetrieben. Hier sprachen drei sozialdemo- kratische Abgeordnete der aufgelösten Sobranje. Die Forderung der Republik findet überall begeisterte Zustimmung im Volke. Um das Wahlresultat zu ihren Gunsten zu beeinflussen, wurde von der Regierung auch den durch den Krieg gewonnenen Gebieten das Wahlrecht gegeben. Der Wahltermin. Sofia, 27. Januar. Die Wahlen für die gesetzgeben. den Körperschaften sind auf den 3. März festgesetzt worden. Ms öer Partei. Angefochtene Stadtvcrordnetenmandate. Die Stadtverordneten Wahlen in Mainz am 4. Dezember v. I. endeten bekanntlich mit einem vollen Erfolge der Sozialdemokratie. Die vereinigten ultramontan-freisinnig-national- liberalen Gegner erhoben gegen die Wahl Einwendungen, die am Sonnabend vor dem Kreisausschutz in Mainz zur Verbandlung kamen. Der Kreisausschutz erklärte die auf den gewählten Genossen Haickibiegel entfallenden Stimmen für ungültig und seinen um mehr als 50 Stimmen zurückgebliebenen nationalliberalen Gegner als ge- wählt. Vor 6 Jahren waren gegen einen nationalliberalen Gewählten dieselben Einwendungen erhoben worden; damals aber erklärte der Kreisausschutz die Wahl für gültig. Diesmal war es eben ein Sozial- demokrat. Das Urteil über die angefochtenen 16 Mandate der inneren Stadt wird erst am 81. d. M. verkündet. Ehrung eines toten Sozialdemokraten. In Elbing starb am 9. Japuar der sozialdemokratische Stadtverordnete Trilse, der bekanntlich Gewerkschaslssekrelär für Ost- und Westpreutzen war. In der Stadtverordnetenversammlung am 23. Januar widmete der Vorsteher, Herr Justizrat D i e g n e r. dem Verstorbenen einen warmgehaltenen Nachruf und führte von Trilse aus: „Er hat an unseren Beratungen in den Versammlungen und in den vielfachen Kommissionssitzungen, unterstützt durch einen praktischen Verstand und durch ein vorzügliches Gedächtnis, regen Anteil genommen. Seine Reden, mit nicht gewöhnlicher Beredsam- Menschheit anerkennen und lieben lernen und Freunde haben und Freundinnen, ehe sich ihre Aufmerksamkeit auf den Geschlechts� unterschied richtet und sie Gatten und Gattinnen werden. Auch mutz das Verhältnis der beiden Geschlechter zueinander im ganzen — starkmutiger Schutz von der einen, liebevoller Beistand von der anderen e-eite— in der Erziehungsanstalt dargestellt und in den Zöglingen gebildet werden." Hand in Hand mit der sozialen Umwälzung und Erneuerung geht für Fichte die nationale Wiedergeburt. Ihm wird die Nation nicht allein durch die Einheit nach außen repräsentiert, deren Wiedergewinnung er noch in den Ansängen erleben dürfte, sondern in eben solchem Matze durch die Einheit im Innern, durch einen Zustand, in dem das Volk nicht mehr nach dem berühmten Wort eines englischen Ministers in zwei Nationen zerfällt, sondern auch die soziale, nicht nur rechtlich formale Gleichheit hergestellt ist. „Wir wollen durch die neue Erziehung die Deutschen zu einer Gesamtheit bilden, die in allen ihren einzelnen Gliedern belebt und getrieben sei durch dieselbe Augelegenheit."(Vergl. Lassalles Brief:„Fichtes politisches Vermächtnis".) Auch hierin weicht er von den Zielen des Sozialismus nicht ab; wir verstehen, den leidenschaftlichen Ausdruck überströmender Vaterlandsliebe historisch wohl zu würdigen; wir verkennen nicht, daß die soziale Befreiung die nationale Einheit voraussetzt; unser Ziel ist ja nicht, wie unsere Gegner uns so oft nachsagen, eine Bcrmengung der Nationen, sondern ihre gegenseitige Anerkennung auf der" Grundlage kul- tureller Solidarität und friedlichen Wettbewerbs. So zeigt die kurze Betrachtung Fichtescher Gedanken, daß der Sozialismus mit Recht den Philosophen zu seinen Lehrern rechnet, daß die Führer des Proletariats Vorkämpfer seiner Ideen sind, und zugleich stellen wir die Tatsache fest, daß nur ein geringer Bruch- teil aller derer, die über Fichte reden, seine Ideen für mehr als klotze Phantasie zu nehmen und zu verwirtlichen gewillt sind. Ueverall schlingen sich die Fäden von Fichte, von seiner Nationalerziehung, vom modernen Sozialismus zu den akade- mischen Berufen. Auf Schritt und Tritt fühlt der Leser, der Arzt, der Jurist die sozialen schranken seiner Tätigkeit, die ihn hindern, dix aus seiner Berufstätigkeit sich ergebenden sozialen Ideale zu verwirklichen. Von denen, die solche Ideale überhaupt noch be- sitzen— ein großer Teil„regt und bewegt sich", um mit Fickte zu sprechen, nur„um seiner Erhaltung und seines Wohlseins willen,"— verschließen sich die meiste» den elementarsten sozialen Tatsachen; sie sehen den Klassenkampf nicht oder sie halten ihn für ein Produkt gewandter Agitawren, sie stoßen sich an den rauhen Formen, hinter denen sich der politische und soziale Kampf ver- birgt, und sie fallen ahnungslos in die Hände des Kapitalismus, der sie mit Schlagworten fängt, die vergangenen vorkapitalistischen Zeiten entnommen sind; sie glauben noch an den Mann, der seines keit vorgetragen, durchdrungen von tiefem Ernst und beseelt von wahrer Begeisterung, sind stets mit Interesse von der Versammlung gehört worden. Hat auch die Mehrheit der Versammlung seinen Ausführungen häufig sich nicht anschließen können, so sind wir doch überzeugt, daß er von seinem Standpunkt aus dasBeste f ü r daSGemeinivohl gewollt hat und von der Wahrheit dessen, was er verfocht, innerlich über- zeugt gewesen ist. Meine Herren, mannhaftes Eintreten für innere llcberzeugung adelt einen jeden, wer es auch sei. Wir werden sein Andenken in Ehren halten." Die konservative„Elbinger Zeitung" schrieb von Trilse, es sei ihr bekannt, daß selbst seine politischen Widersacher ihm d a S Zeugnis eines lauteren Charakters, der in seiner Weise an dem Wohl der Menschheit mitzuarbeiten sich berufen fühlte, ausstellten...._ Flucht aus der P. P. S. Die„Essener Arbeiterzeitung" veröffentlicht folgende Er- k l ä ru n g: Seit vielen Jahren bin ich in der Druckerei der P. P. S. in Kattowitz als Faktor tätig und gehörte auch in letzter Zeit dem Vor- stand der P. P. S. an. Ich habe geglaubt, daß durch die P. P. S. das polnisch sprechende Proletariat schneller für den Sozialismus ge- Wonnen werden könnte. Doch dieser Glaube war irrig. Zwar habe ich auf dem Parteitage der P. P. S. in Oswiecim, unter dem Druck der Verhältnisse, für den politischen und gewerk- schaftlichen Separatismus gestimmt. Von Tag zu Tag aber ist mir immer klarer geworden, daß das die unglücklichste Handlung meines Lebens war. Ich habe mich überzeugt, daß diese Gründung nur den Ehrgeiz einzelner Personen befriedigen und die gewerkschaftliche wie politische Arbeiterbewegung schädigen soll! Ich sehe mich deshalb gezwungen, mein Vorstandsmandat (Kassierer) niederzulegen, aus der P. P. S. auszutreten und alle Ar- beiter vor dem politischen und gewerkschaftlichen Separatismus zu warnen. Ich fordere alle Arbeiter auf, welche noch in der P. P. S. ihr Heil erblicken, meinem Beispiel zu folgen. Kattowitz, 22. Januar 1914. Emanuel Huttny. polizeiliches, Gerichtliches usw. Preßprozeß. Vom Düsseldorfer Schöffengericht wurde der Verantwort- liche der„Düsseldorfer V o l k s z eck t u n g" Genosse G e r l a ch zu 30 M. Geldstrafe verurteilt, weil er die bureaukralischen Ge- pflogenheiten eines Neutzer Rechtsanwalts in humoristischer Form kritisiert hatte. Unter der Anklage der Nötigung und deS Hausfriedensbruchs standen am Sonnabend vier organisierte Arbeiter vor dem Neutzer Schöffengericht. Die vier Angeklagten verkehrten ständig bei dem Wirt Servaes in Neutz, den sie dabei wiederholt um Auslegung der „Volkszeilung" ersuchten. Der Wirt verhielt sich stets ablehnend, und als die Arbeiter einmal wiederkamen, weigerte er sich, ihnen Getränke zu verabfolgen. ES kam zu einer Auseinandersetzung, deren Folge war, daß der Win Anzeige gegen die Arbeiter wegen Hausfriedensbruchs erstattete. Der Amtsanwalt dehnte die Anklage auch auf Nötigung aus. Doch selbst das Schöffengericht dieser schwarzen Gegend kam zu einer Freisprechung. Ms Industrie und tzanöel. „Wir machen Sie kaput!" Dem neugegründeten«Rheinisch-Westfälischen Zementverband" find die Portlandzement- und Kalkwerke„Deutschland" nicht bei- getreten. Die„Deutschland" ist in der Lage, dem Verband Wider- stand leisten zu können. Mit welchen Mitteln aber bei den Unter- nehmern der Organisationszwang ausgeübt wird, beweist eine Zu- schrisr des Herrn Adam Klein, Vorsitzenden des Äufsichtsrates der „Deutschland" an die„Kölnische Zeitung"(Nr. 97): Man steckte sich hinter Banken und Lieferanten, um Forde- rungen aufzukaufen und uns alle möglichen und un- möglichen Schwierigkeiten zu machen. Ich war zu einer Einigung bereit, und man hätte es stir 70 000 M,(sage und schreibe siebzigtausend Mark), die mir als einmalige Entschädigung für meinen 10jährigen Alleinverkaufsvertrag der Gesamtproduktion der Fabrik Deutschland zukommen sollten, machen können. Aber auch dieses billige Angebot fand keine Annahme. Man bezeichnete die Forderung als zu hoch, ES ist mir in den Vcrhandlungstagen mehr als einmal von Mitgliedern der genannten Werbekommission geradeaus gesagt worden:„Wix machen Sie kaput" oder, wie ein Mitglied(Schärf- Lengerich) mich„begrüßte":„Ich wünschte. Sie wären kurz und klein!" Da louchs bei � mir der Mut und die Energie zum Widerstand, und es ist mir auch glücklicherweise gelungen, den ungleichen Kamps erfolgreich zu be- stehen. Wir bezahlen den letzten Stein und die letzte Maschine, und so kann man uns nichts anhaben. Jemand wollte bei der Sache mehrere hunderttauiend Mark' zu Unrecht verdienen. Glückes Schmied ist, an den goldenen Boden des Handwerks, an die einzig und allein durch Faulheit entstandene Arbeitslosigkeit. Sie lassen sich täuschen durch die großen Zahlen der Sozialversicherung — deren Wert wir damit nicht herabsetzen wollen—, durch schiefe Darstellungen sozialistischer Ziele, sie, die im gesellschaftlichen und geistigen Leben den ivissenschaftlichen Sozialismus boykottieren und aussperren, zetern über den angeblichen Terror der anderen. Ob viele von denen, die heute der Fahne der offiziellen Jugend- pflege folgen, auch nur einmal über die Ursachen nachgedacht haben, die eine antzerhäusliche Jugendpflege zur Notwendigkeit machen? Ob die, welche sich über das Frauenstimmrecht lustig machen, auch einmal Berichte von Aerzten und Gewerbeinspektoren über die Wirkung der Jndustriearbeit auf Km Frauen körper gelesen und über die Ursachen der Frauenarbeit nachgedacht haben? Ob die, welche über die Zuchtlosigkeit der Jugend" sich ereifern, bisweilen Wohnungscnqueten durchblättern und überlegen, wer wohl jede einschneidende Wohnungsreform und Milderung des Wohnunys clcnds und damit der Unsittlichkeit und der Kriminalität hindert? „Es ist eine abgeschmackte Verleumdung der menschlichen Natur, daß der Mensch als Sünder geboren werde," sagt der glühende Optimist Fichte,„ er lebt sich zum Münder." Ob die Bekämpfer des„allzuraschen Tempos der Sozialpolitik", die Tcrrorisinus- schreier aus akademischen Kreisen sich wohl einmal in die Lage dessen versetzt haben, der eine Familie von mehreren Köpfen er- nähren soll, der täglich sich in Lebensgefahr begibt, der täglich vor der Entlassung steht und dessen höchstes Ideal die Solidarität sein muß, Wir können es nicht glauben, daß Akademiker, die noch einen Funken idealen Strebens haben, und nicht ausschließlich für den Erwerb arbeiten, angesichts der beredten Sprache unseres modernen sozialen Lebens dem Kapitalismus mit allen seinen Nebener- scheinungen Folge zu leisten vermögen, daß sie nicht vielmehr be- strebt sein müßten, Fichtesche, d, h. heute sozialistische Ideen zu verwirklichen und an der Seite des kämpfenden Proletariats mit- zuarbeiten an der Schaffung einer nationalen und internationalen Kulturgemeinschaft, eines Zustandes„der Freiheit, begründet auf Gleichheit alles dessen, was Menschenantlitz trägt." Wir möchten am Gedenktag Fichtes die Hoffnung aussprechen, daß auch die deutsche Partei sich eifriger als in der letzten Zeit ihrer Ehrenpflicht gegenüber dem Geist des wissenschaftlichen Sozialismus erinnert und auch einmal wieder in akadeinischen Kreisen eine dem Akademiker entsprechende Aufklärung über die Ziele des Sozialismus verbreite, nicht durch einen Appell an das Klassen- oder wirtschaftliche Juteresse, das hier nicht in Frage steht, sondern durch einen Hinweis auf die kulturelle Stellung des Akademikers im Volk._ E i n Akademiker. Hätte man„Deutschland" so behandelt wie viele andere Fabriken. so wären wir längst einig. Es sind Millionen sozusagen weg- geworfen worden, aber anderen lleinenLeuten wollte man nichts gönnen, sondern den HalS umdrehen. Einigen, die das größte Wort führten, bewilligte man dagegen jede Beteiligungsziffer. Einzelnen Firmen wurden sogar alte Fabriken, die außer Betrieb sind, voll eingeschätzt. Die Regierung und die Scharfmacher mögen dies sehr beweis« kräftige Terrorismusmaterial ihren Mappen einverleiben. Zum Schiffahrtsstrcit. Die Auflösung der nordallantischen Schiffahrtskonvention, die auf die Differenzen zwischen der Hamburg-Amerika-Linie und dem Lloyd zurückzuführen sind, haben bereits zur Ermäßigung der Fahrpreise für die Zwischendeckspassagiere geführt. Der Norddeutsche Lloyd nieldet, daß er mit Rücksicht aus die Ratenherabsetzung der Hapag ebenfalls seine Preise ermäßigt habe. Die Meldung lautet: „Nach den letzten New 7) orker Meldungen sind die Raten von New Dort um durchschnittlich vier Dollar ermäßigt worden. Die Raten des Norddeutschen Lloyd betragen demnach zurzeit für Schnell- dampfer 27, für Postdampser von New Jork 25 Dollar, von anderen Häsen 23 Dollar. Auch die Prepaidraten sind auf 27 Dollar er- mäßigt. Wie wir hören, wird die Hamburg-Amerika-Linie vom 1. Februar ab die Raten nach New Jork auf 100 Mark, diejenigen nach anderen nordamerikanischen Häsen auf 90 Mark festsetzen. Der Norddeutsche Lloyd wird ihr auch hierin f o l g e n. Im übrigeir wird der Norddeutsche Lloyd gemäß den in Paris mit den übrigen Konferenzlinien getroffenen Vereinbarungen vorläufig nichts unter- nehmen, um den Kampf unnötigerweise zu verschärfen, da es sich angesichts seiner Position für ihn nicht darum handeln kann, durch ein Werfen der Raten sich neue Gebiete zu erschließen, sondern lediglich darum, seinen Besitzstand im überseeischen Verkehr zu wahren." Die Hapag bestreitet allerdings in einer Gegenerklärung, daß sie ihre Preise ermäßigt habe. Nach einem Londoner Telegramm haben auch mehrere britische Schiffahrtsgesellschaften Herabsetzungen der Raten für Zwischendeck und dritte Klasse vorgenommen. Soziales. Lohnprcllcreicn. Das Elend des ZwischenmeistershstemS in der Bluse nfabrikation erfuhr gestern wieder einmal eine grelle Beleuchtung durch eine Reihe von Verhandlungen vor dem Gewerbe- gericht. Der Zwischenmeister Gröschke, Neukölln, W e i s e st r. 10, hatte von der Firma Wachsmanu u. Salin ger mehrere größere Posten Blusen in Auftrag bekommen und an Heimarbeilerinnen weitergegeben. Ilm diese Blusennäherinnrn zu Weihnachten entlohnen zu können, forderte Gröschke von der Firma eine a-lonto-Zahlung. Diese erhielt er nicht, weil seine Lieferunge» erheblich unter dem Betrage geblieben waren. Stun zahlte er auch den Arbeiterinnen nicht, die, wie eine tränenden Auges vor Gericht aussagte, Tag und Nacht gearbeitet hatten um ein paar Mark Lohn zu erhalten. Seelenvergnügt fährt er auf acht Tage nach seiner Heimat. Die Firma läßt in Besorgnis um ihre Stoffe inzwischen durch Kriminal- beamte ihr Material aus Grvschkes Wohnung holen. Die bei den Heim» arbeitern befindlichen Stoffe usw. werden natürlich nicht vorgefunden. Die Arbeiterinnen verweigern deren Herausgabe, um sich für ihre Lohn- anspriiche gegen Gröschke zu sichern. Die weitere Folge sind Klagen der Firma Wachsmann u. Salinger gegen die betreffende� Näherinnen auf Herausgabe der Sachen. Diese Prozesse werden leider von der Firma gewonnen, weil nach Ansicht des Gerichts den« Arbeiterinnen ein Zurückbehaltungsrecht an den Sachen, die dem Gröschke nicht einmal gehören, nicht zustehe. Wenn die in Frage kommenden Näherinnen nicht vorziehen, sich mit der Firma zu ver- ständigen, und falls das Gericht nicht endlich den verständigen Standpunkt vertritt, daß die Firma für die ihr durch die Arbeit gewordene Bereicherung zu haften hat, würden die Klägerinnen auch noch die Kosten des Verfahrens zu tragen haben. Ob sie ihren sauer verdienten Lohn von Gröschke erhalten werden, erscheint zweifelhaft. Wie aus den Umständen leicht zu schließen ist, verfügt er über keine Mittel, sonst hätte er ja den Lohn gezahlt, den er später einschließlich seines Anteils von der Firma erhalten hätte. So wird es in den meisten Fällen sein. Den Unternehmergewinn steckr der Zwischcnmeister ein und das Risiko tragen die bodauerns- werten Heimarbeiter. Einige Aenderung läßt sich herbeiführen, wenn das Gericht endlich die Haftung auch der Firma ausspricht, die doch den Vorteil von der Arbeit hat. Voi« Acrztekampf in Braunschweig. Wie die„Braunschweigiscke Landeszeitung" meldet, ist es fetzt zwischen der Ortskrankenkasse Braunschweig und den Braunschweiger Aerzten nach einer neuerlichen Konferenz unter dem Vorsitz des Ministers Boden zu einem Friedensschluß gekommen. Die bisherigen Kranken- kaffenärzte nehmen ihre Tätigkeit wieder auf. Der Friedensschluß ist zunächst auf 2 Jahre abgeschlossen; das Pauschale für einen Kranlen soll 6 M. betragen. Die von der Ortskrankenkasse zugc- zogenen fremden Aerzte sollen Braunschweig am 1. Februar wieder verlassen. Letzte Nachrichten. Eine Infamie. Kapstadt, 27. Januar.(W. T. B.) Die Regierung hat bcsck)lossen, zehn der hervorragendsten Führer und Beamten der Arbeiterschaft zu deportieren. Tie Arbeiterführer, über welche die Deportation ver- hängt worden ist, wurden heute unter starker Beivachung von Transvaal nach Natal übergeführt. Dort werden sie heute Abend auf einen Dampfer gebracht, der vor Tagesanbruch nach England abgeht und unterlvegs keinen Hafen an- laufen wird. Die Teportationsverfügung erfolgte unter dem Kriegsrecht. Es werden auch Maßregeln getroffen werden, um die Rückkehr der Deportierten nach Süd» a f r i ka zu verhindern. Ter Aufstand auf Haiti. New Jork, 27. Januar.(W. T. 83.) Nach einem Telegramm aus Cap Haitien dehnt sich die Revolution über den ganzen Norden Haitis aus. In Port de Paix und Gonaives hat sich oie g e s a m t e Bevölkerung erhoben, Cap Haitien befindet sich in den Händen der Aufftändischen. Tropenkoller. Mogador, 27. Januar.(28. T. B.) In der Nacht zum 23. d. M. hat ein Unteroffizier von den Tirailleurs durch Gewehr- schüssc vier Personen getötet, eine fünfte verletzt und dann sich selbst getötet. ils» iinni Nemaltungsstelle KeM N 54, Finienstr. 83—85. Telephon: Amt Norden 185, INS, 1387, 9714. Donnerstag» de« SS. Januar 1S14, abends S Uhr: vemnei-stax. den 29. Januar, abends 81/, Uhr, im Gewerkschaftshanse(grosser Saal): � xyuiluui' JLüFM.'Xf ttvrnvv V«itfi; ♦ MM M-w-mr M Branchen-Versammlung f G6D6Fäl-V6FS8lllDl!UD9 der in den Bau- und Geldschrank- Betrieben beschäftigten Kollegen in de» Annlker-Festslllen, Kaiser-Wilhelmstrabe 81(großer Saal). Tagesordnung: 1. Bericht der Branchenkommiiiton. 2. Diskussion. 3. Neuwahl der Branchenkommisston. S. Verschiedenes. Donnerstag, den SS. Januar 1914:, abends SVs Uhr: Sranchen-Versantmlung der Drahtarbeiter im Lokal von Brinkmann, Andreasstraße 2ß. Tagesordnung: vraucheuaugelegenheiteu und Verschiedenes. Pünktliches und zahlreiches Erscheinen wird erwartet. »M- Die Nollegen von P. Heinze» Lern und Gebr. Ludewig Und hiermit besonder» eingeladen. Donnerstag, de« SS. Januar 1S14, abends 8>/z Uhr: iw Versammlung:"* aller in Jnnungsbetrieben beschäftigten Schmiede sm Lokal von Baker, Weberstraße 17. Tagesordnung: 1. Stellungnahme zur Tarifküudiguug. 2. Beschlußfassung. Zahlreichen Besuch obiger Versammlungen erwartet 111/11 Die Orts Verwaltung. und Tagesordnung: Kassenbericht des Vorstandes und der 1) Geschäfts- Revisoren. 2) Antrag der Vereinsleitung und der Funktionäre zwecks Abändervmg des Kartellvertrages der beiden Freien Volksbühnen. Referent: Eeichstagsabgeoidneter Robert Schmidt. 3) Antrag der Vereinsleitung, Vorstand, Ausschuss und Ordner, auf Abänderung des Vereinsstatuts. Diskussion, Abstimmung über den der Generalversamm-| hing vorliegenden Entwurf eines abgeänderten Statuts. 244/3 Nur Mitglieder haben Zutritt gegen Vorzeigung der I Mitgliedskarte. Um zahlreiches Erscheinen der Mitglieder, Der Toratand. In Vertr.: Der Geschäftsführer G. Winkler. Allgemeine Orts- Krankenkasse Einladung zur außerordentlichtu Sitzung drs Ausschusses am Donnerstag, den 5. Februar 1914 abends 7'/z Uhr, im Rentanrant„Pr&laten", Berlin-Weißensee, Lehderstraße 122. Tagesordnung: Beschlußfassung über die Dienst- ordnung. 267/20 Zum Eintritt sind nur die mit schriftlicher Einladung versehenen Ausfchußvertreter berechtigt. Berlin-Weißensee, den 27. Januar 1914. D«r Torwtand. J. A.: K. Fuhrmann, Vorsitzender. Konsum-Genossenschaft Berlin und Umgegend E.G.m.b.H. Zentrale; Lichtenberg, Rittergutstr. 16/26. tomerstag SOOfiSCllG Schellflsch per Pfd.... 28 Pf. Kabliau Ohne Kopf, per Pfd. 22„ Seelachs»».„ 20„ 102/9 See-Äal.. per Pfd. 30 Pf. Rotzungen 30. Schollen„„ 28 ,. Oer Torstand. rci Einladung zur General-Versammlung Sonntag, den 15. Februar 1914, nachmittags S'/s Uhr, im Bolkshaus, Chaüottcnburg, Rosinenstr. 3. Tagesordnung: 1..Geschäftsbericht und Gcnchmi« gung der Bilanz. 2. Bericht von der gerichtlichen Revision sowie des Auf« fichtsrates und der Revisoren. 3. An- träge. 4. Neuwahl des Vorstandes und Aussichtsrates. 5. Verschiedenes. Karl Schiemann. Hermann Liebig. Ronsum-Genossenschaft G. m. 6. H., Köuigsviußerha«se«,A?W Auf Grund des Gläubigerausschuß« Beschlusses vom 16. d. ivitS. fordere ich die Mitglieder hiermit aus, die Haftsumme von 39 M. und den restierenden Geschäfts- anteil unter Einreichung der noch aus« stehenden Mitgliedsbücher, zur Ber- meidung besonderer Kosten bis zum Vi. Februar 1911 an mich abzuführen. Schenkendors, 20. Januar 1914. bei Königswusterhausen. ITr. W. Schroeder, 102/8* Konlursoerwalter. Spezialarzt Dr. med. IVockenfuß, Friedrichstr. 128(Oranienb. Tor) für Syphilis, Harn- u. 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Mts.; Premiere. -Pi Die wilden Feuerfresser in ihren fanatischen Martern. Cols Experimente: Aus dem Jenseits SM" Lebend!-tzH Obne Extra-Enlree. jtzur aen Junait»er I» rrxre ■vernimmt»ie Redaktion dem Publikum«egenuber keinerlei Peeantworrnnq ARtefe Wielep», Neukölln. Jnjerapeutetl verantw.: Th. Glockr, Berlin. Druck u. Verlag: vorwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Kaul Singer& Co., Berlin S W. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltung« hl. Dr. 27 31. löhrpng. 1. SeilM bts.FWirls" Kttlim Wsdlatt. Mittwoch,?8. Januar 19!�. Gewerkschaftliches. Eine Unterftützungsaktion für üie arbeitslosen Holzarbeiter. Der gewaltige Umfang, den die Arbeitslosigkeit in der Holzindustrie angenommen hat, hat den Vorstand des Deutschen Holzarbeiterverbandes veranlaßt, eine außerordentliche Hilfs- aktion zu veranstalten. Die neueste Nummer der„Holzarbeiter- Zeitung" bringt an ihrer Spitze einen Aufruf an die Mitglieder des Verbandes, in welchem an deren Soli- daritätsgefühl appelliert und an sie die Aufforderung gerichtet wird, freiwillige Beiträge zu leisten, um die Mittel aufzubringen, die ausgesteuerten Arbeitslosen noch einige Wochen über Wasser zu halten. Vorstand und Ausschuß des Verbandes haben beschlossen, für diesen Zweck eine namhafte Summe aus der Ver- bandskasse beizusteuern. Auf die in der Holzindustrie herrschende Arbeitslosigkeit ist schon des öfteren hingewiesen worden. Tatsächlich liegt das Holzgewerbe in einem Maße danieder, wie es früher nie be- obachtet wurde. Mehr als M i t g l i e d e r des Deutschen Holzarbeiterverbandes sind gegen- wärtig arbeitslos. Die letzte Arbeitslosenzählung am 31. Dezember ergab, daß 11,01 Proz. der Verbandsmitglieder im ganzen Reiche an diesem Tage wegen Mangel an Be- schäftigung feiern mußten. Die Reisenden und die sehr be- trächtliche Zahl der Kranken sind hierbei noch gar nicht mit- gerechnet. Die Arbeitslosigkeit ist natürlich in den großen Städten am stärksten. Neben Berlin stellen auch Hamburg, Leipzig, München/ Breslau, Hannover usw. ein beträchtliches Kontingnent zu dem Heer der Arbeitslosen. Es wäre aber ein Irrtum, annehmen zu wollen, daß die Arbeitslosigkeit allein auf die Großstädte beschränkt wäre; auch in den kleineren Orten ist die Zahl derArbeitslosen ungeheuer groß. Was die Wirkung der Arbeitslosigkeit so außerordentlich schwer macht, ist deren lange Dauer. Die Zahl der Holz- arbeiter, die schon monatelang ohne Beschäftigung und ohne Verdienst sind, ist ungeheuer groß. Diesen Unglücklichen gegen- über, die mit Weib und Kindern frieren und darben, die dem größten Elend preisgegeben sind, versagt die reguläre Unter- stützung durch die Organisation. Der Deutsche Holzarbeiter- verband gewährt seinen Mitgliedern, die mindestens ein Jahr lang dem Verband angehören, von der zweiten Woche der Arbeitslosigkeit ab eine Unterstützung auf die Dauer von sechs Wochen. Die Höhe der Unterstützung richtet sich nach der Dauer der Mitgliedschaft und schwankt zwischen 6 M. wöchentlich nach einjähriger und 10 M. bei mindestens fünfjähriger Mitgliedschaftsdauer. In den meisten Orten werden zu diesen Unterstützungssätzen, die aus der Hauptkasse des Verbandes gezahlt werden, noch Zuschläge aus der Lokalkasse gewährt. Im ganzen handelt es sich bei der Arbeitslosenunterstützung notgedrungen um einen bescheidenen Betrag, der eben aus- reicht, das nackte Leben zu teften. In manchen Orten wird den Mitgliedern, die den Höchstbetrag der Arbeitslosen- Unterstützung aus der Hauptkasse bezogen haben, von dieser also ausgesteuert sind, noch für einige Wochen eine Unter- stützung aus der Lokalkasse gewährt. In Berlin wird an solche ausgesteuerte Mitglieder noch fünf Wochen lang Lokal- Unterstützung gezahlt. Erst nach einer Arbeitslosigkeit von 12 Wochen, von denen 11 Wochen unterstützt wurden, erlischt der Anspruch an die Kassen des Verbandes. Die SJahl derer, die, nachdem sie völlig ausgesteuert sind, noch beschäftigungslos bleiben, ist aber sehr beträchtlich. Liegen auch genaue Daten über die Zahl der völlig Ausgesteuerten nicht vor, so gestattet der Umstand, daß im Laufe des Monats Dezember 28 876 Mitglieder arbeitslos gemeldet waren, von denen aber nur 10 803 mit insgesamt 230 315 M. unter- stützt wurden, einen Rückschluß. Selbst wenn man berück- sichtigt, daß unter den arbeitslos Gemeldeten sich eine größere Zahl solcher befindet, welche die einjährige bezw. einwöchige Karenzzeit noch nicht absolviert haben, bleiben doch noch sehr viele, die völlig ausgesteuert sind. Hier nun will der Holzarbeiterverband eingreifen. Der Verbandsvorstand weist in seinem Aufruf darauf hin, daß der Verband im letzten Jahre weit über zwei Millionen Mark an Arbeitslosenunterstützung gezahlt hat und daß in jeder Woche 60000 Mark für diesen Zweck aufgewendet werden. Dann fährt er fort: »Die grotze Zahl der AusgesteueUcn wartet noch immer auf Arbeit und Verdienst. Die Besserung der Konjunktur ist bisher noch ausgeblieben und ist auch sür die nächsten Wochen leider noch nicht zu erhoffen. Der kalte Winter dagegen vermehrt das Elend und den Jammer in den hungernden Familien. Niemals war daher der Anlaß größer, an das Soli- daritätsgefühl der organisierten Kollegen- schast zu appellieren, als jetzt angesichts diesei: traurigen Lage unserer ausgesteuerten Ver- bandskollegen." Der Verbandsvorstand schreibt keinen Extrabeitrag aus, er überläßt es jedem einzelnen, sich nach seiner Leistungs- fähigkeit selbst zu besteuern. Der Appell an die Opferwillig- keit der Holzarbeiter ist noch nie vergeblich gewesen; sie haben, wenn es galt, außerordentliche Mittel zu Kampfes- zwecken aufzubringen, stets Hervorragendes geleistet. Es darf deshalb erwartet werden, daß diejenigen, die gegenwärtig in Arbeit stehen, ihr Möglichstes zur Unterstützung der arbeits- losen und ausgesteuerten Kollegen tun. Die durch diese Sammlung eingehenden Beträge werden n:it der aus der Verbandskasse zur Verfügung gestellten Summe voraussichtlich ausreichen, die Ausgesteuerten noch einige Wochen hindurch zu unterstützen und so wenigstens während der harten Winter- monate die äußerste Not von den Familien dieser Aermsten fernzuhalten. öerlin und Umgegend. Streik bei der 55irma Beermann. Infolge von ganz ungeheuerlichen Arbeiis- bezw. ZahlungS- Methoden ist es bei der seil 184S bestehenden Firma Becrmann in Treptow, die landwirtschaftliche Maschinen und anderes herstellt, zu icharien Differenzen gekommen. In einer Betriebsversammlung, die am Dienstagnachmittag stattfand, gab Behrendt vom Deutschen Metallarbeiter-Verband eine eingehende Darstellung des Sachvcrballs. In der Scblosserei,' wo das Kolonncnsystem herrscht, find die Schulden(Vorschüsse), die von einer Kolonne gemacht werden, einfach der nachfolgenden angeschrieben worden! Kam ein neuer Arbeiter, so trat er also mit der Arbeit auch gleich eine Schulden- last an. Hiergegen empörten sich endlich die betreffenden Arbeiter. Die Firma erklärte, daß die Schulden ausgerechnet werden müßten; sie wolle aber entgegenkommen und die Hälfte der Schulden über- nehmen. Die andere Hälfte dagegen(über 1000 M. I) sollten die derzeitigen Arbeiter durch Ueberstunden erledigen. Die Arbeiter wehrten sich natürlich gegen eine derartige Zumutung. Die Fräser und Dreher legten darum nach längeren Verhandlungen die Arbeil nieder. Der Direktor hielt hieraus ielbst eine Versammlung ab(im Malerschuppen), wo er allein redete und aufzählte, was die firma getan haben wollte für ihr Personal, nur auf die ernfrage ging er nicht ein. Jeder Arbeiter, der noch im Betriebe war. sollte sodann bis Montag schriftlich erklären, ob er zu den Streitenden oder zu der Firma hallen wolle. Wer das letztere nicht tat, wurde am Montag entlassen: es waren dies über 100 Mann. Man kann die Empörung der Arbeiter über ein solches Systiun verstehen, umsomehr, als niemals eine glatte und regelrechte Ab- rechnung erfolgte. Auf die Ungesetzlichkeit eines solchen Verfahrens aufmerksam gemacht, erklärte die Firma, hier gehe es nicht um das Recht, sondern um daS Prinzip! Auch der Vorscblag, das Gewerbegericht in dieser Frage enl- scheiden zu lassen, fand bei der Firma keine Gegenliebe. Aus der Mitte der Versammlung wurde der Vorschlag gemacht, daß die noch im Betriebe Tätigen, die durch die Ueberrumpelnng der Direktion ihre Unterschrift voreilig gegeben hatten, diese zurückziehen sollten. Des weiteren soll die Direktion durch die noch im Betriebe Beschäftigten ersucht werden, sich mit den Streikenden zu verständigen. Von dem Resultat dieser Verhandlung sollen die weiteren Maß- nahmen abhängig gemacht iverden. In der stark besuchten Ver- sammlung wurde dies mit allen gegen vier Stimmen zum Beschluß erhoben. An dem Streik sind folgende Verbände beteiligt: Deutscher Mctallarbeiterverband, Deutscher Holzarbeiterverband, Verband der Maler, Hirsch-Dunckerscher Gewerkverein und Christlicher Metall- arbeiterverband. Zum Streik der Berliner Etuisarbeiter. Die„Arbeitgeber-Zeitung" beschäftigt sich in der ihr eigenen Art mit dem Streik der Etuisarbeiter. Nach einer Reihe unwahrer Behauptungen über die Höhe der Löhne der Etuistischlcr versucht sie dann, den Arbeitern die Schuld an diesem Kampfe in die Schuhe zu schieben, die es hier zu einer Machtsrage hätten kommen lassen. Natürlich verschweigt sie, daß die Unternehmer es waren, die vor Ausbruch des Streiks jedwede Verhandlung vor dem Gewcrbegerichl ablehnten. Wie sagte doch der Herr Generalsekretär der Unternehmer an, 26. September:„Meine Herren, wir lehnen jede Verhandlung ab. Auch einen Schiedsspruch des Einigungsamtes werden w i r von vornherein ablehnen. Wir bestehen auf d.en von uns ge- machten Vorschlägen." Also hier war es— wahrscheinlich der Schreiber des Artikels selber, der die Machlfrage aufrollte. Die Arbeiter sollten sich dem Machispruch des Herrn Generalsekretärs fügen und die von ihm gnädig zugestandenen Lohn- und Arbeitsbedingungen annehmen. Dies lehnten die Berliner Etuisarbeiter einstimmig ab und die Arbeit wurde ebenso einmütig niedergelegt. Mit seltener Eni- schlossenheit führen sie diesen Kampf, um sich ihr Mitbestimmungsrecht bei der Festsetzung der Lohn- und Arbeitsbedingungen, das sie seil länger als zehn Jahren besitzen, nicht entreißen zu lassen. Die Arbeiter waren jederzeit bereit, durch Verhandlungen den Konflik: zu vermeiden bezw. beizulegen, aber die Unternehmer bezw. ihr Vorsitzender wo lltcn diktieren, ohne auf die berechtigten Forderungen der Arbeiter Rücksicht zu nehmen. Jetzt, wo den Herren klar ge- worden ist, was sie angerichtet haben, und nachdem sie nicht mehr aus noch ein wissen, schreien sie nach Polizei und Staats- anwalt. Die vermaledeiten Hetzer(gemeint sind damit die An- gestellten der Organisation) wünschen sie ins Zuchthaus. Dann erst würde sich wohl der Arbeiter von den"Wcharfmachern das Fell über die Ohren ziehen lasse». Also baben die 10 M.-Prämien, die die Unternehmer für jeden Arbeitswilligen ausgesetzt haben, auch nicht den gewünschten Erfolg gebracht, obwohl alle Winkel und Ecken nach Rausreißern durchsucht werden und trotzdem jeder einstmals Verfemte freudig aufgenommen wird. Aber ganz überflüssig ist es, daß sich der Herr Generaldirektor uni die Not der Familien der Streikenden den Kopf zerbricht. Bisher ist für genügende Unterstützung der Streikenden gesorgt und auch für die Zukunft wird kein Mangel eintreten. Auch sind die Ausständigen nicht„streikmüdig", wie der Herr vorgibt zu wissen, so lange es gilt, das Machtwort des Generalsekretärs zurückzuiveisen. Kurzum, aus jeder Zeile dieses Geschreibsels spricht nicbl bloß der Scharf- machcr in höchster Vollendung, sondern auch die Wut, daß es anders gekommen ist. als man sich gedacht hatte. Die Streikenden werden sich nicht irre machen lassen und über Anfang und Ende des Streiks selbst bestimmen. Der letzte verzweifelte Versuch, durch Scharf- machen gegen die Führer die Situation zu retten, ist zwecklos, Herr Generalsekretär I Deutsches Netch. Ein Landgericht über die getvcrbsmästigen Streikbrecher. Kann ein gewerbsmäßiger Streikbrecher den Schutz deS § 153 der Gewerbeordnung beanspruchen? Auf diese wichtige Frage hat die erste Strafkammer des Landgerichts in Kassel eine sehr inter- effante Antwort gegeben, zu der das Gericht auf Grund folgender Be- gebenheit kam. Im April v. Js. streikten die Metallarbeiter einer Fabrik in Kaffel-Niederzwehren. Hintze-Gardistcn, unter Leitung des wegen schlimmster Delikte mit Gefängnis schwer vorbestraften„Monteurs" Paul K e i l i n g- Berlin, erschienen als Arbeitswillige auf dem Plan. Der Schlosser B., der eines Tages mit dem ehrenwerten Keiling und einigen seiner Leute auf der Straße zusammentraf, machte seinem Jngrimme über den Verrat an den Interessen der Arbeiter in schärfster Weise Luft. Er soll gerufen haben:„Ihr Streik- brecher, Ihr Lumpen, Euch müßte man die Gurgel herausreißen". Keiling, wie seine lange Votstrafenliste ausweist, ein Ehrenmann, Kleines Feuilleton. Wilhelminische Kunst. Aus Wilhelmshaven wird unS geschrieben: Recht eigenartig sind in den letzten Tagen die hiesigen Kunstenthusiasten gestrast worden. Auf Wunsch Wilhelms IL sind nämlich in der hiesigen Kaiser-Friedrich-Kunsthalle ein Dutzend Bilder ohne künstlerischen Wert ausgestellt worden. Die Sache kam so: Die Malerin Grete Waldau halte vor einiger Zeit bei dem Vor- stand des Kunstvcreins um die Erlaubnis nachgesucht, ihre Arbeiten in der Halle ausstellen zu dürfen. Der Vorstand lehnte das Gesuch mit der Molivierung ab, daß ihre Bilder nicht genügend künstlerischen Wert besäßen, um eine Ausstellung zu rechtfertigen. Darauf schenkte die Dame ihre Bilder— es sind ausgerechnet zwölf ichlecht- gepinselte Hohenzollernschlüsser!— Wilhelm IL zu seinem 25 jäh- rigcn Regieruugsjubiläum mit der Bitte, diese der Wilhelmshavener Kunsthalle zu überweisen. Auf diesem Umwege erhielt also der Kunstverein jetzt die Bilder von Wilhelm II. geschenkt, und wohl oder übel mußte er jetzt die kitschigen Oelbilder in eine Ecke des AuSstcllungSsaales der Halle hängen. Da aber der Verein eS sich zur Aufgabe gemacht hat, nur künstlerisch wertvolle Werke öffentlich auszustellen, hat sich bereits eine heftige Opposition erhoben, die eine Entfernung der kaiserlichen Gnadenbilder aus den geheUigten und nur durch sie entweihten Räumen fordert. Die Bilder dürften demnächst in einer Stallecke aus Nimmerwiedersehen verschwinden. Die Schule des Karikaturisten. Der bitterböse französi'che Sa- tiriker F o r a i n erhielt den ersten Anstoß zu seiner Kunstentwickelung durch die berühmten Radierungen Goyds in der Pariser National- bibliothek, in denen dieser sich als unerbittlicher Satiriker der poli- tischen, kirchlichen vnd gesellschaftlichen Zustände seiner Zeit erweist. Forain war stets so in den Anblick der Radierungen vertieft, daß ihn die Aufseher fast mit Gewalt nach Schluß der Besuchszeit aus dem Saale entfernen mußte». Inzwischen hatte ihm ein Freund auch den unentgeltlichen Besuch eines Theaters erwirkt, und Forain verbrachte dorr jetzt schon seine Abende. Die Bühne dieses Theaters beherrschte damals eine ebenso schöne wie vielgefeierte Schauspielerin. Während sie ihre Triumphe feierte, saß ihr Mann in einem benach- harten Cafsbause nnd spielte Karlen. Eines Abends nach der Vor- stelluug war auch Forain in- diese« Cafehau» eingetreten und hatte an einem Tische neben dem des gemütlichen Gatten Platz genommen. Bald darauf erschien die kleine Schauspielerin und zeigte lachenden Mundes ihrem Gallen ein kostbares Armband mit den Worten:„Da sieh' her, was ich heut abend wieder bekomnfen habe." Der Mann nahm das Armband, ohne die Frau auch nur eines Blickes zu würdigen, wog eS prüfend in der Hand, steckte es in die Tasche und wandte sich dann ruhig mit den Worten:„Sie geben" an seinen Mitspieler. Das war die erste Lektion des Alltagslebens, die Forain erhielt. Nicht lange darauf veröffentlichte er seine erste Karikatur und gründete da» illustrierte Journal »8* Ftfre", daS an der Spitze da» Programm enthielt:.Da» All- tagSleben, wie es ist, zu schildern, die lächerliche Seile manchen Leids, die Traurigkeit vieler Freuden, die Brutalität, die durch die Heuchelei hervorlugt, und das in uns verborgene Laster zu ent- hüllen, das sind die Aufgaben, in deren„Dienst ich meinen Stift stellen will." Der albanische Wirrwarr. Kein Mensch kennt sich aus— das etwa ist der Grundzug der Eindrücke, die der gegenwärtig in Skutari weilende Korrespondent de»„Journal Andre Tudesg" auf seinen albanischen Fahnen empfangen hat. Auf dem Wege von Medua nach Skutari wurde er Zeuge einer kleinen Episode, die die verworrenen Verhältnisse im Lande kennzeickinet und zeigt, wie die Bevölkerung, wie die Albaneien selbst nicht mehr recht ein und aus wissen.„Wir sahen zwei Älbanesensckiaren, von denen eine jede an die 600 Gewehre zählte, in Kampfstellung einander gegenübertrcten. Die eine Truppe, von Dod Zohu geführt, setzt sich aus Mohammedanern zusammen; die zweite aus katholischen Albaneien vom Stamme der Scbkrelli. Die beiden stritten sich um die Zollkasse, auf die jede Partei allein das Recht zu haben glaubte. Die Gewehre waren schon zum Schusse erhoben, als in aller Hast zwei Europäer herbeistürmten, ein englischer Offizier aus Skutari und der österreichische Konsularagent.„Hallo I" riefen die beiden,„Euer Sireil ist unbegründet. N.eder die Waffen und geht nach Hause! Die Zölle gehören uns...." Und sie versiegelten kurz entschlossen die strittige Kasse mir dem österreichischen Doppcl- adler und nahmen sie mit. Die beiden feindlichen Parteien aber waren damit zufrieden, daß keine von ihnen etwas erhielt: und ver» gnügr und friedlich zogen sie ab in die Berge. So viele Regierunge» und Behörden teilen sich heute in Albanien, daß die Albanesen über- Haupt nicht mehr Bescheid wissen. In Skutari die internationale Trnppenkommission, in Vallona Ismail Kemal Bei mit der provi- sorischen Regierung, in Durazzo Essad Pascha, in San Giovanni di Medua ein österreichischer Kommissar, in Aleisio kommandiert ein Engländer, in El-Baff'am und in Tirana zwei Essad Pascha be- freundete Beis, Und überall heimliche Rivalität. „Aber die Zänkereien der Beis, der Paschas und der Städte", fährt Tudesg fort,„sind nur ein Kinderspiel gegen die Eifersüchte- leien der Mächte. Welche Quelle der Erheiterung bietet dem un- beteiligten Beobachter nicht allein die stille hartnäckige Eisersucht zwischen Italien und Oesterreich.. Nur einige Tatsachen: Am Weihnachtsmorgen ladet man 3000 Albanesenkinder inS österreichische Konsulat: jedes Kind bekommt einen Anzug geschenkt. Was tut der italienische Konsul? Er bestellt schleunigst zum Neujahrstag dieselben 3000 Kinder zu sich, aber mit den Eltern. Im Namen der Königin Elena erhält jedes Kind einen funkelnagelneuen Anzug: und im Namen König Viktor Emanuels jedes Elternpaar zehn Lire. In Durazzo erbauten die Oestcrreicher im vergangenen Jahre eine Schule, in der die Kinder nicht nur Unterricht, Bücher und Hefte gratis erhalten, sondern zugleich das Mittagessen. Aber Rom er- klärt sich nicht für geichlagen. Schleunigst erbaut man eine italie- nische Schule. Und eine Bekanntmachung kündigt alsbald an, daß die Kinder nicht nur den Unterricht, die Bücher, die Hefte und das Mittagessen umsonst erhalten, sondern zugleich für jeden Tag der Anwesenheit eine bare Vergütung in der Höhe von rund zehn Centimes." � Glückliches Albanien! Steht ein BcsuvauSbruch bevor? Der Weg, den Pro- fessor Malladra auf schwierigen Pfaden in das Innere deS BesuvkraterS gefunden hat, ist. tvie zu erwarten war, nicht lange un- benutzt geblieben, und zwar hätte man gleichfalls fast darauf wetten können, daß ein Amerikaner der erste sein würde, der sich diesen Nachlveis zunutze machte. Daß er sich außerdem mit einem Kinemaiographen bewaffnen würde, konnte nebenher als selbstverständlich angenommen iverden. Wenigstens konnte dieser Mann namens Burglingham eine gute Vorbildung nachweisen, indem er zuvor bereits eine Besteigung des Matterhorns kincmatographisch aufgenommen hatte. Bei seinem Unternehmen aus dem Vejuv war er von zwei berufsmäßigen „Kristalljägern" begleitet, die im Krater nach schönen Kristallen zu suchen pflegen. Der Plan gelang vollkommen und Mr. Burlingham hat nun seine Lichtbilder bereits in London vorgeführt. In dem begleitenden Bortrag berichtet er nun, daß er weder von Stein- lawinen noch von gistigen Gasen gefährdet wurde. Dennoch hat er den Eindruck gewonnen, daß ein neuer Ausbruch des Vesuvs, an den die Gelehrten des auf den Gehängen des Vulkans befindlichen Obser- vatoriuins vorläufig nicht glauben wollen, ziemlich nahe bevorsteht. Aller« Vings gibt er zu. daß sich die Lava vielleicht einen Weg durch eine seitliche Oeffnung bahnen könnte, wodurch gewaltsame Vorgänge vermieden werden würden. Der eigentliche Wert jener Unternehinung scheint weniger in dieser Prophezeiung zu liegen als in dem Nachweis, daß es möglich ist, auch mit ziemlich schweren Lasten den Boden des Vesuvkraters zu erreichen. Dadurch würde der Kinematograph in einer mehr wissenschaftlichen Weise als das erstemal zum Studium der vulkanischen Erscheinungen verwertet iverden können. Ob nicht doch erhebliche Gefabren mit jedem solchen Versuch verbunden sein dürsten, bleibt eine offene Frage. Notizen. — Theaterchronik. DaS Märchenspiel„PeterchenS M o n d f a h r t" wird jeden Mittwoch- und Sonnabendnachmittag im Deutschen Künstler-Theater wiederHoll. — Das Ende der Morganschen Herrlichkeit. Die Kimstschätze. die der berühmte amerikanische„Mäcen" für schwere Millionen zusamniengeplündert hatte, will sein Sohn— verkaufen. So sehen also die modernen Mäcene aus. Der alkd Morgan war ein ganz gewöhnlicher Raffer, der keinerlei Fühlung mit der Kunst hatte: er kaufte nur, was einen Namen hatte und teuer war. Aus purer Protzsucht. Nachdem er sich lange genug als ÜNäcen nnd öffentlicher Wohltäter hatte feiern lassen, vermachte er schließlich seine Sammlung nicht dem New Uorker Metropolitan-Museum, wie er immer verkützdet hatte, sondern seinem Sohne. Der wird vielleicht jetzt noch ein gutes Geschäft damit machen. lief zum Staatsanwalt und 33. erhielt vom Schöffengericht zu Bassel„wegen öffentlicher Beleidigung(§ 185 des Strafgesetzbuchs) in einheitlichem Zusammentreffen init dem Vergehen gegen§ 153 der Gewerbeordnung" eine Gefängnisstrafe von 13 Tagen. Entgegen den Behauptungen des Angeklagten B. war das Schöffengericht bei Heranziehung des§ 153 der Gewerbe- ordnung von der Voraussetzung ausgegangen: „Die beleidigenden tzleufferungen waren von der Absicht ge- tragen, die Angesprochenett zum Anschlich an den Streik zu be- wegen." Der Angeklagte habe„den Monteur Keiling durch Ehr- Verletzung zu bestimmen versucht, an Verabredungen und Ver- einigungen von Fabrikarbeitern zum Behuf der Erlangung günstiger Lohn- und Arbeitsbedingungen mittels Einstellung der Arbeit teil- zunehmen".» Der verurteilte Metallarbeiter B. legte gegen dieses Urteil Be- rufung ein und erzielte, daff Jüe Kasseler Stra'kammer ihn nur wegen Vergehens gegen K 185 Slr.-G-B. verurteilte. So erhielt er ilatr der 13 Tage Gefängnis nur 75 M. Geldstrafe. Gegen die Heranziehung des§ 153 G.-O. im erstinstanzlichen Urteil machte B. 'eltend, er habe den Keiling nicht zum Anschluß an den Streik be- •timmen, sondern lediglich sein Mißfallen über das Verhalten des keiling aueorücken wollen, ver von Bertin zugereist sei, »m sich als Streikbrecher beschäftigen zu lassen und die Bestrebungen der einheimischen Arbeiter zu hindern, w i e keiling dies überhaupt gewerbsmäßig tue. Die kasseler Strafkammer als Berufungsinstanz nahm diesen Tatbestand als vorhanden an und kanr infolgedessen zu der beachtenswerten Entscheidung: „Es steht fest, daß Keiling gerade aus Anlaß des Streiks eigens als Arbeitswilliger aus Berlin gekommen ist, und es n'. u ß t e ein Versuch, ihn zum Anschluß an die Streikenden zubestimmen,von vornherein als aussichtslos erscheinen. Bei dieser Sachlage hält das Gericht nicht für erwiesen, daß der Angeklagte durch die von ihm begangenen Ehrverletzungen den Monteur Keiling zu bestimmen versucht hat, den Verabredungen der Fabrikarbeiter zum Behufe der Erlangung günstiger Lohn- und Arbeitsbedingungen mittels Einstellung der Arbeit teilzu- nehmen.* Der Angeklagte kann somit wegen Vergehens gegen Z 153 der Gewerbeordnung nicht bestraft werde n." Das Kasseler Gericht hatte die Keiling und Genossen zutreffend ingeschätzt. Es war in der Tat völlig aussichtslos, Leute dieses .schlageZ zum Anschluß an einen Streik bestimmen zu wollen. Des- alb hatten organisierte Arbeiter einen solchen Versuch am untaug- chen Objekte auch niemals geniacht. Hintzegardisten straft man mit -ummer Verachtung. Wer �jjer zu dieser viel Selbstüberwindung rsordernden Anschauung sia, noch nicht durchringen konnte, sondern ibermannt vom Zorn diese ehrenwerten Zeitgenossen beschimpft, der .mn wohl gemäß§ 185 des Strafgesetzbuchs wegen einlacher Be- eidigung bestraft werden, nicht aber mit Gefängnis wegen Vergehens gegen 153 der Gewerbeordnung. Differenzen in der Schuhfabrik von B. Roos in Speyer Durch eilte schriftliche Eingabe an die genannte Firma halten die Arbeiter und Arbeiterinnen um die Einführung der 54stündigen wöchentlichen Arbeitszeit ersucht. Ohne eine Verständigung mit dem Personal zu suchen und ohne überhaupt zu verhandeln, hat die Firma am Sonnabend fast sämtlichen Arbeitern und Arbeilerinnen zekündigt t sie verlangte einfaw die Zurückziehung der Forderung urch die Arbeiter.— Die Arbeiter sind entschlossen, den 5iampf, der hnen aufgezwungen wird, zu führen. Die Firma wird sofort ver- Alchen, Arbeitswillige anzuwerben. Zuzug ist strengstens fern- guhalten._. französischer Parteitag. Zlmiens, 25. Januar.(Eig. Ber.) • Iii Der lt. Parteitag der. geeinigten sozialistischen Partei ist heute zusammengetreten. Er tagt in dem geräumigen, für die Gelegen- .�eit rot drapierten ErholungSsaal einer Gemeindeschule. Der Tradition entsprechend ist er init einer Volksversammlung am Vorabend eingeleitet worden. Es sprachen außer Vaillant, ■er den Vorsitz führte, auch Jaurss und die zum Kongreß ent- andten Delegierten der Bruderparteien: Müller vom deutschen 3arteivorstand, der unter stürmische� Zustimmung die vollkommene Harmonie hervorhob, die zwischen dem deutschen und dem französischen Proletariat in bezug auf den Kampf gegen Imperialismus und Militarismus herrscht und die durch den gleichzeitig und spontan mfgetauchten Vorschlag des gemeinsamen Manifestes merkwürdig estätigt ivird. Weiler sprachen die Delegierten W auters(Belgien) uid Dr. Schmeral(tschechischer Separatist). Die heutige Vormillagssitzung des Kongresses wurde durch die von einem Orchester vorgetragene„Internationale" und durch Kinder- döre eingeleitet. Der Deputierte von Amiens Genosse L e c o m t e ließ den Kongreß willkommen. Genosse Müller überbrachte den Delegierten die Grüße der deutschen Partei. Das letzte Jahr habe 'er Internationale August Bebel entrissen, der das stärkste lebendige Jand zwischen dem Proletariat beider Länder gewesen sei. Um so mehr müsse sich das jüngere Geschlecht der Aufgabe bewußt bleiben, siefe- Einigkeit aufrecht zu erhalten und zum Zweck gemeinsamer Aktion zu befestigen.— Weiter wurden Begrüßungsdepeschen aus- lündischer Parteien und französischer Organisationen verlesen. Nachmittagssitzuug. Es wird der Parteibericht diskutiert. Die Föderation Mar- tinigue existiert nicht mehr. Der Föderation Korsika und den anderen, deren Leistungen unter dem statutarisch festgesetzten Mini- inum bleiben, wird aufgetragen, ihren Pflichten nachzukommen, widrigenfalls sie gestrichen werden.— Weiter wird über die not- vendige Verbesserung � der AgitanonSmethoden debattiert, über ven Anteil'■»des zentralen Apparats an der Propaganda und ber die Information der Propagandisten über die wirtschaftlichen md sozialen Zustände der von ihnen zu bearbeitenden Gegenden. " a u r s s tritt den pessimistischen Auffassungen über die erzielten ■tesultate entgegen. Er hat die feste Ueberzeugung, daß die Pro- oaganda in der nächsten Zeit große Fortschrille machen wird. Einer- '■its nähert sich die Periode der Mißverständnisse zwischen politischer Partei und den Gewerkschaften ihreni Ende. Andererseits wird auch vie sogen, intellektuelle, benkende und arbeitende Jugend, die durch. unvorsichtige Formeln und durch Modeströmungen eine Zeit von uns mtfernt worden war. bald wieder zu uns stoßen.(Beifall.) In der Diskussion werden von Compsre-Morel die unerfreulichen Verhältnisse der Jugendbewegung gestreift, die eine Reform der Propaganda notwendig machen. Die Frage wird der Kommission überwiesen und soll in einer Nationalratssitzung dieses Jahres be- sonders behandelt werden.— Die in bezug nuf die Umwandlung des„Soeialiste"(der jetzt als monatliches Bulletin erscheint) in» ein nur nach_ Bedarf herauszugebendes Mitteilungsblatt oder in eine wissenschaftliche Revue gemachten Vorschläge werden der Verwaltungs- kommission zugewiesen. V a i l l a n t berichtet über die letzte Sitzung des Internationalen Bureaus: die Einigungsbestrebungen in England und Rußland und die Organisation des internationalen Kongresses in Wien, Dubreuilh begrüßt die als Delegieite der griechischen Genossen soeben ein- getroffene Frau Scatches und gedenkt der Toten der Partei. Bracke berichtet über dsi Entwickelung der„Humanitv" seit ihrer genau hör einem Jahre vorgenommenen Erweiterung auf >echs Seiten. Sie hat die Hoffnungen der Genossen erfüllt, sowohl auf die qualitative Ausgestaltung wie auf den Absatz, der sofort in die Höhe schnellte und bei unvermeidlichem Zurückweichen in den Sommermonaten eine ansteigende Linie einhält. Bracke belegt das mit den auch in der„Humanits" veröffentlichten Detailziffern. Der straßenverkauf in Paris z. B. ist von 15 333 im Januar 1913 auf 28 500 hinaufgegangen, der gesamte tägliche Absatz auflS? 333. was ?u»n Gewinn von 32 000 darstellt. Desgleichen ist der Ertrag auS Inseraten gestiegen. Im ganzen ist das monatliche Defizit, beträcht- lich heruntergegangen, auf etwa 5333 Fr. Wir haben zwei Jahre des Kampfes vorausgesehen, wir haben aber das Ziel in einem schon fast erreicht, dank der Opferwilligkeit der Mitarbeiter, dem Eifer und der Harmonie aller Genossen, und dürfen mit Vertrauen in die Zukunft blicken.(Lebhafter Beifall.) Die„Humanits" kann und soll aber, wenn die Genossen ihre Pflicht weiter erfüllen, das größte sozialistische Blatt der Welt werden. � Nach einer mit stürmischem Beifall aufgenommenen Ansprache Jaurös wird der Bericht der„Humanitö" einssimmig an- genommen._ Der Kampf um öie Sonntagsruhe in öer Dinnensthiffahrt. Am Montag und Dienstag dieser Woche tagte in Berlin im Gewerkschaftshause die Generalversammlung der dem Deutschen Transportarbeiterverband angehörenden Mitglied- schaft der Binnenschiffer der Elbe, Oder und der märkischen Wasserstraßen. Wie der Vorsitzende Schöning in seinem Geschäftsbericht her- vorhob, ist das Jahr 1913 für die Binnenschiffahrt ein Sturm- jähr gewesen lieber den viermonatigen Kampf um die Nacht- ruhe, den die Binnenschiffer in diesem Jahre geführt haben, gab Schllning am zweiten Verhandlungstage einen ausführlichen Bericht. Er stellte zunächst gegenüber den Behauptungen in der bürgerlichen Presse fest, daß es sich bei diesem Kampfe keineswegs um eine Kraftprobe des Deutschen Transportarbeiterverbandes gehandelt habe, sondern um eine sehr bittere Notwendigkeit. 23 Jahre haben die Binnenschiffer geduldig auf die Regelung dieser für sie so außerordentlich bedeutungsvollen Frage der Einführung einer festen Nachtruhe gewartet. Schon im Jahre 1887 hatte die Regierung zum ersten Male Erhebungen über die Sonntagsruhe der Binnenschiffer begonnen und seitdem haben immer erneut Er- Hebungen stattgefunden, um die Arbeitszeit der Binnenschiffer fest- zustellen. Sowohl das Kaiserliche Gesundheitsamt wie der Beirat für?lrbeiterstatistik haben sich angc- sichts der großen II n fa l l z i f f e r in der Binnenschiffahrt mit der Materie beschäftigt. Das Kaiserliche Gesundheitsamt hat fest- gestellt,„daß die im Binnenschlffahrtsgewerbe ermittelte tägliche Arbeitszeit infolge ihrer Dauer vielfach geeignet ist, die Ge- sunoheit der Arbeitnehmer zu gefährden" und auf Grund seiner Ermittelungen hat der Beirat für Arbeiterstatistit schon im Jahre 1913 dem Reichskanzler Vorschläge zur Regelung dor Arbeitszeit der Binnenschiffer unterbreitet. Aber die Regierung tat nichts, und die Unternehmer haben auf dem Ersten Deutschen Binnenschiffertag im Jahre 1939 eine Reso- l u t i o ii angenommen, worin der Bundesrat und Reichstag er- sucht wurde,„im Interesse der Beruhigung der ohnedies schwer um ihre Existenz ringenden Binnenschiffahrt von weiteren Erhebungen über die Arbeitsverhältnisse sowie von einer gesetzlichen Regelung der Arbeits- und Ruhezeiten im Binnenschiffahrts- gewerbe endgültig abzusehe n". Nach all diesen Er- fahrungen blieb den Binnenschiffern nichts übrig als enolich den gewerkschaftlichen Kampf für ihre Kultlirforderung aufzunehmen. Die Unternehmer schienen zunächst zn einer tariflichen Regelung der Arbeitszeit bereit, lehnten aber im letzten Augenblick ab, so daß der Kampf unvermeidlich wurde. Für k�n Terra rismus» mit dem die Unternehmer in diesem Kampfe vorgingen, ist charakteristisch, daß die maßgebenden Schiffabrtsgesellschaften auf der Elbe und Oder den Dampferbesitzern, die den Forderungen des Transportarbeiterverbandes entgegenkommen würden, drohten, ihre Dampfer auch nach beendetem Streik für die Tauer der Schiffahrtssaison nicht beschäftigen zu wollen. Wenn auch der Streik, der dem Transportarbeiterverband über eine Million Mark gekostet hat, nicht zum Abschluß eines Tarif- Vertrages und. zur Anerkennung der von. den Binnenschiffern geforderten fünfstündigen Nachtruhe geführt hat, so ist doch, wie Schümng feststellte, der bisherige Widerstand der Unternehmer gegen eine gesetzliche Regelung der Arbeitszeit in cher Binnen- schiffahrt durch den viermonatigen Kampf besiegt worden. Der Arbeitgeberverband hat zum erstenmal offiziell in einem Schreiben an den Transportarbciterverband erklärt:„Wir sind bereit, zu einer baldigen Regelung oieser Frage durch die Regierung unter Berücksichtigung der Verhältnisse auf den emzclnen Stromgebieten beizutragen." Der Referent ging dann ans die'Lehren ein, die sich für die Organisation der Binnenschiffer aus dem Kampfe ergeben, betonte, daß die führenden Körperschaften des Verbandes zu der Ueberzeugung gekommen sind, daß eine einheitliche Or° ganisation des Deck- und des Maschinenpersonals erstrebt werden müsse, legte in großen Zügen den Plan zu einer Reorganisation des Verbandes oar, die es ermöglichen soll, die Lohn- und Arbeitsverhältnisse beirieb swcise zu regeln, und empfahl, die von den Unternehmern als Voraussetzung zum Ab- schlug eines Tarifvertrages gestellte Forderung einer Kaution von 53 333 M. seitens des Verbandes abzulehnen. Eine im Sinne des Referats gehaltene Resolution, die die Haltung der Or- ganisationsleitung wähMnd»des Kampfes billigt und erneute Maß- nahmen zur Durchführung der Nachtruhe fordert, wurde von der Generalversammlung e i n st i m m i g angenommen. In den Verhandlungen über den Geschäftsbericht am ersten Verhandlungstage nahm einen breiten Raum die Frage der Bildungsarbeit innerhalb der Binnensiffer ein. Der Vorschlag Schünings, auf diesem Gebiete in der Zukunft plan- mäßig vorzugehen uno keine Opfer zu scheuen, fand das leb- hafteste Echo unter den Delegierten. Besondere Beachtung fand auch sein Appell an die Delegierten, die älteren Schiffsleute dar- auf hinzuweisen, daß sie die jungen Leute, die geraoe in der Binnenschiffahrt häufig unter der furchtbarsten Ausbeutung zu leiden haben, nicht, wie es noch vorkommt, verhöhnen und schlagen, sondern als spätere Kampfesbrüder achten und so für die Ideen der modernen Arbeiterbewegung gewinnen sollen. lieber die„V o l k s f ü r s o r g e", deren Propaganda der Ver- band gewissermaßen in eigene Regie nehmen will, unterrichtete die Delegierten ein ausführliches Referat des Genossen L e s ch e aus Hamburg. Ter Referent konnte dabei die Mitteilung machen, daß es der„Volksfürsorge" erst in jüngster' Zeit gelungen ist, einem vielfach aus Kreisen der Arbeiterschaft geäußerten Wunsch zu ent- sprechen und die Genehmigung des Aufsichtsamtes für einen Tarif -durchzusetzen, der die Auszahlung der sogenannten Konfirmation»- oder Schulentlassungsversicherung für Kinder, die im ersten Lebens- jähre versichert sind, schon im 14. Lebensjahre ermöglicht. In der Schlußübersicht über die Arbeiten des Verbandstages richtete S ch ü n i n g die Mahnung an die durch ihren Beruf an eine gewisse Isolierung gewöhnten Binnenschiffer, die sich auch, wenn sie an Land kommen, noch in besonderen Schisserkneipcn zu isolieren pflegen, sich mehr um die große moderne Ar- bciterbewegung und insbesondere um ihren Kampf für die Erhaltung und den Ausbau des Koalitionsrechts zu kümmern. Wie notwendig das sei, bewiesen die wiederholten Ver- suche der Arbeitgeber der Binnenschiffer, von der Regierung ein gesetzliches Verbot des Streiks in der Binnenschiffahrt zu verlangen.— Mit einem Hoch auf den Deutschen Transport- arbeiterverband wurde der Berbandstag geschloffen. Versammlungen. Verband der Brauerei- und Mühlenarbeiter. Die Zahlstelle Berlin hielt am Sonntag ihre Generalversammlung ab. H o d a p p erstattete den Geschäftsbericht vom Jahre 1913, der auch in Bro- schürcnform vorliegt. Im Jahre 1913 fanden 13 Lohnbewegungen der Brauereicrrbeiter statt, welche sich auf 18 Betriebe erstreckten. Es kamen hierbei in Frage 13 Weißbierbrauereien, 2 Malzbier» brauereien, 1 Niederlage und 2 Biergroßhandlungen und Fabriken alkoholfreier Getränke. Bei 9 Bewegungen kam ein Tarifvertrag zustande. Die bedeutendste Lohnbewegung war die mit dem Verein der Wcißbicrbrauereien Berlins und der Umgegend geführte. An dieser Lohnbewegung waren beteiligt: der Verband der Brauerei- und Mühlenarbeiter, der Deutsche Transportarbeiterverband, der Verband der Maschinisten und Heizer und der Verband der Böttcher. Die Zahl der in diesen Betrieben beschäftigten Personen betrug 292. Infolge der nicht besonders günstigen Geschäftslage der Weiß- bierbrauereien gestalteten sich die Verhandlungen sehr schwierig. Mehr als einmal hatte es den Anschein, als ob sich die Verhand- lungen, welche vom Direktor des Schutzverbandes der Brauereien der Norddeutschen Brausteuergemeinschast, Herrn Dr. Wallburg, geleitet wurden, zerschlagen sollien. Am 15. Mai 1913 kam dann der Tarifvertrag zustande. Im Frühjahr 1913 traten die M ü h l e n a r b e i tc r in eine Lohnbewegung ein. Die Lohn- und Arbeitsverhältnisse waren durchaus reformbedürftig. Die Stunden- und Schichtlöhne waren vorherrschend, so daß eine Bezahlung der gesetzlichen, in die Woche fallenden Feiertage nicht erfolgte. Tie Arbeitszeit betrug 13 bis 12 Stunden, außerdem war die Sonntagsarbeit an der Tagesord- nung. Am 20. April 1913 wurde durch die Organisationsleitung ein Tarifvertrag an den Arbeitgeberbund der Mühlenindustrie, Lokalverband Brandenburg, z. H. des Geschäftsführers Herrn Matti in Charlottcnburg, eingereicht. Gleichzeitig wurde der Tarif- verirag an die Arbeitgeber, mit Ausnahme der Salomonmühlc, eingereicht. Dieser Tarifvertrag brachte den Beteiligten eine Reihe Vorteile sowie Anerkennung der Organisation und des Arbeits- Nachweises. Auch bei der durch Brand zerstörten und neuaufgebauten Humboldtmühle in Tegel wurde ein Tarifvertrag eingereicht; zu einem Abschluß kam es jedoch nicht. Tie Kollegen erhielten kleine Lohnzulagen. lieber Verwaltung und Agitation ist zu berichten: Zur Erledigung der gesckiäftlichen Angelegenheiten und zur Agi- tation fanden im Berichtsjahre statt: 15 Versammlungen, darunter 4 General-, 1 Protest- und 1 Zlgitationsversammlung, 32 Sitzungen der Ortsverwaltung, 9 Vertrauensmännerversammlungen, 485 Bc- triebsbersammlungen, 263 Verhandlungen mit den Unternehmern, 77 sonstige Sitzungen(Lohnkommissionen usw.). Bei � der von Partei und Gewerkschaften veranstalteten Weihnachtssammlung erhielten 246 Mitglieder des Verbandes eine Unterstützung von 3 bis 8,53 Mk. Außerdem wurde noch die alljährliche Weihnachts- spende des Verbandes an die arbeitslosen Mitglieder verteilt, im ganzen 3733 Mk. Es waren nachgewiesen in der Zeit vom 1. August 1913, 33 Wochen zurück, 1114 Arbeitslose. Diese Zahl spricht Bände. Und bei einer solchen Arbeitslosigkeit wagen es die Vertreter der Behörden ünd der Regierungen, zu behaupten, eine„außergewöhn» liche Arbeitslosigkeit existiert nicht I" � Nach jahrelangen Bemühungen ist es gelungen, einealte For- derung der Brauereiarbeiter zu verwirklichen, d. i. die Errichtung eines allgemeinen paritätischen Arbeitsnachweises für da» Brau- gewerbe in Berlin und Umgegend. Am 1. Juli I9l3 trat derselbe in Funktion. Das E i n i g u n g s a in t mußte in verschiedenen Fällen von der Organisation. angerufen werden. Rechtsschutz wurde im Berichtsjahre in 44 Fällen gewährt. Die Bibliothek hat im letzten Jahre 1592 Bände ausgeliehen. Einnahme und Ausgabe der Verbandskasse im Jahre 1913 balancieren mit 126 659,73 Mk. An Kranken- und Arbeitslosen- Unterstützung wurden ausgezahlt 1913 im ganzen 63 399,83 Mk. An die Hauptkasse wurden 36 364,66 Mk. gesandt. Der durchschniit- liche Mitgliederbestand im Jahre 1913 betrug 4966, am Ende des Jahre 5341. Die Lokalkaffc hatte eine Einnahme von 32 613,35 Mk. und eine Ausgabe von 26 577,56 Mk., verbleibt ein Bestand von 6332,79 Mk. Die Zahlstelle hat sich, wie H o d a p p erklärte, trotz der ungünstigen Verhältnisse gut gehalten. Die bisherige Ortsverwaltung wurde von der Versammlung einstimmig wiedergewählt. An Stelle Schuld t», der au» der Ortsverwaltung als Angestellter ausscheidet und in die Re- dakfton übertritt, beschloß die Versammlung einstimmig, dem Zentralvorstand das Mitglied Jurrsch zu empfehlen. Es wurde noch folgende Resoluiiou angenommen: „Die zahlreich versammelten Mitglieder des Brauerei, und Mühlenarbeiterverbandes, Zahlstelle Berlin, nehmen mit Ent- rüstung Kenntnis von der Stellungnahme des Vereins der Brauereien Berlins und Umgegend gegenüber der eingereichten Kündigung zwecks Neuregelung der Vereinbarung über§ 616, Die Kündigung ist im September 1913 erfolgt, und Ende De- zember hielt man es endlich für nötig, ablehnend zu am. Worten. Die Versammelten verurteilen auf da» schärfste die Verschleppungspolitik der Brauereien und die Absicht derselben, den Z 616 mit dem Tarif zu verquicken. Sie sind der Meinung, daß dies unter keinen Umständen geschehen darf, und beauftragen die Ortsverwaltung, mit allen zu Gebote stehenden Mitteln zn versuchen, den Verein der Brauereien alsbald zu Verhandlungen zu veranlassen und zu verhindern, daß der Z 616 in den Tarif hineingearbeitet wird. Sollte diesem hiermit ausgesprochenen Wunsch nicht in aller- nächster Zeit entsprochen werden, hat die Ortsverwaltung sofort entsprechende Matznahmen zu ergreifen." Ter Fabriknrbeitcrvcrband hielt am letzten Sonntag seine Generalversammlung ab. Aus dem Bericht des Vorstandes ist zu entnehmen, daß die Zahl der Arbeitslosen im vergangenen Quartal weiter gestiegen ist, so daß dementsprechend hohe Anforderungen an die Kasse gestellt wurden. Zwei Abwehrbewcgungen größeren Stils waren zu führen, wovon die eine resultatlos verlief, die andere noch nicht beendet ist. Auch in der chemischen Industrie versuchen die Gelben Fuß zu fassen, ugd müssen daher die Arbeiter dieser Gruppe mehr noch als bisher auf der Hut sein, damit diese Sumpspslanze nicht erst dazu kommt, in dieser Fabrikation feste Wurzeln zu schlagen. Die Miiglicdcrzahl ist trotz herrschender Krise erfreulicherweise nicht zurückgegangen. Zurückzuführen ist das in eiffter Linie mit auf die Tätigkeit der Besuchskommission (Mahnkommission), die, im Anfang de» letzten Jahres gewählt, in dankenswerter Weise ihre Schrikdigkeit getan hat und damit einem größeren Mitgliederverlust vorbeugte. Der Kassenbericht liegt gedruckt vor und bilanziert in der Hauptkasse mit 44 716,35 Mk. und in der Lokalkasse mit 74 663,75 Mark. An Unterstützungen wurden ausgegeben: für Stnsikcnre 7810,25 Mk., an Arbeitslose 8387,85 Mk., für Kranke 9626,35 Mk., an Durchreisende 231,43 Mk., für Gematzregelte 1428,70 Mk., Ilm- wasgeld 467,53 Mk., Sterbegeld 893 Mk."und für Extraunter- ftutzimgen 1123.23 Mk. Eine gedrängte Uebcrsicht der Bewegungen de» Jahres 1913 gibt folgende» Bild: Gerührt wurden insgesamt 43 Bewegungen, die sich auf nachstehende Gruppen verteilen: Chemische Industrie 2, Gummiindustrie 13, Papierindustrie 1, verschiedene Industrien 5 und Mitbeteiligungen 25. Erreicht wurde durch diese Beivegungen: Arbeitszeitverkürzungen um S'A Stunden pro Woche für den ein- zelnen Beteiligten und eine Lohnaufbesserung von 1,52 Mk. pro Woche und Kopf. Außerdem wurden für 183 Personen Vcrbessc- rungen herausgeholt. Zu besoldeten Hauskassicroen wurden S t r c h l k e und Brandt gewählt. Die Neuwahl der Ortsverwaltung ergab folgendes Resultat: Bevollmächtigter Bruns, Kassierer Rühle, Revisoren L a n g e, W i t t st o ck und M o e l l e r, Beisitzer Poch, Priebe, Käbitz, Scheibe!, Richard Reimann, Schubert, Pohl, S t r e h I k e._ Eingegangene Druckschriften. Goethes Briefwechsel mit Thomas Carlylc. Herausgegeben von (5.<>ccht. 3,50 M.. geb. 150 M. Einhorn-Verlag, Dachau. Der Brannschwcigcr Rademacher Tchimpf von Anno 1790. AIS eine lehrreiche und ergötzliche Begebenheit aus Akten dcS Preuhischen Staatsarchivs an den Tag gebracht von dem Vorstand deS Deutschen Holz- arbeitcr-Berbandes. 30 Pf._ Ter TSrrftstreit 1913. Bericht an die Mitglieder des Deutschen Holzarbeiter-Verbandes. herausgegeben vom Berbandsvorstand. 1 M. PerlagSanstalt des Deutschen Holzarbeiter-Ber- bandcS G. m. d. H. Hrtslöhne. Die Festsetzung der ortsüblichen Tagelöhne gewöhnlicher Tage- arbciter hat nach den Bestimmungen der Reichsversichcrungsordnung in einer etwas anderen Weise zu erfolgen als früher. Den orts- üblichen Entgelt gewöhnlicher Tagearbciter für eine Arbeitsleistung bezeichnet die Reichsversicherungsordnung als OrtSlohn. Dieser Lrtslohn wird jetzt vom Oberversicherungsamt festgesetzt, und zwar nach Anhörung der beteiligten Versicherungsanstalten, der Ge- mcindebehörden, der Vorstände der in Frage kommenden Kranken- kasscn sowie nach Abgabe eines Gutachtens der Vcrsicherungsämter. Der Ortslohn wird gesondert für Männer und Frauen nach ?lltersgrüppen festgesetzt: für Versicherte unter 16 Jahren, für solche von 16 bis 21 Jahren und für die Altersgruppe von über 21 Jahre alten Personen. Danach ist gegen früher eine Gruppe mehr ge- schaffen; bisher mußte für alle Arbeiter vorüber 16 Jahren ein gleich hoher ortsüblicher Tagclohn festgesetzt werden, schlecht kommt bei dieser Neuerung ein großer Teil der unter 21 Jahre alten Arbeiter fort. Von diesen werden oft größere Leistungen verlangt als von den älteren Personen, sie werden aber schlechter bezahlt, obwohl selbst der erhöhte Ortslohn für die höchste Alters- gruppc in manchen Bezirken skandalös niedrig ist. Tie Löhne cnt- sprechen durchaus nicht berechtigten Ansprüchen und klingen wie ein Hohn auf die Weihrauchrcden über Teutschlands großartige wirt- schaftliche EntWickelung, über den„Segen der nationalen Wirt- . schaftspolitii" und musterhafte soziale Arbeiterfürsorge. Die seit dem 1. Januar 1914 in Geltung befindlichen, nach dem neuen Verfahren festgesetzten Ortslühnc sind zusammengestellt nach dem soeben erschienenen Heft 5 des„Zcntralblatts für das Deutsche Reich". Bei der Würdigung der amtlich festgestellten Löhne ist zu berücksichtigen, daß in diese Löhne nicht nur die ge- zahlten Barbeträgc, sondern auch alle anderen Bezüge, besonders auch der ermittelte Wert für Naturalien, für Wohnung usw., ein- gerechnet worden sind, die der Arbeiter als Entgelt an Stelle oder neben dem Barlohn erhält. Ten Wert der Sachbezüge hat das Lsbcrvcrsicherungsamt nach den üblichen Ortspreiscu festgesetzt. Nach der für die Zeit vom 1. Januar 1916 bis 1. Januar 1914 gültigen Festsetzung betrugen die ortsüblichen Tagelöhne für er- wachsen« männliche Arbeiter in vielen Kreisen nur 1,50 M., in manchen sogar noch darunter, fiir erwachsene Arbeiterinnen 1 M. und darunter. Eine Zusammenstellung der Kreise mit solchen Löhnen veröffentlichte der„Vorwärts", sie ist auch enthalten in dem im Jahre 1911 erschienenen„Handbuch für sozialdemokratische Wähler"(S. 429 bis 433). Wie schon angedeutet, i�'t bei der neuen Festsetzung der ortsüblichen Löhne im allgemeinen nur der Ortslohn für die erwachsenen— über 21 Jahre alten Personen— gestiegen. Tie Höhe des festgelegten Ortslohnes ist in sehr vielen Fällen für den Arbeiter von großer Wichtigkeit. Er dient vielfach als Maßstab für die Berechnung des Krankengeldes sowie der Uniallrentc. Der Ortslohn ist in der Praxis auch oft für die Frage maßgebend, ob Invalidität im Sinne der Reichsversicherungsordnung vorliegt. Der Ortslohn dient ferner bei Bemessung der Entschädigung bei Vertragsbruch sZ 124b der Gewerbeordnung) und für die an die Fainilienmitglieder der zu Fricdensübungen Eingezogenen als Maßstab. Zu bemerken ivärc, daß der Ortslohn für alle ungelernten Arbeiter— gewöhnliche" Arbeiter—. also auch für die in der Landwirtschaft beschäf- tigten gilt, daß aber für die land- und fo r stw irt s ch a f t- lich beschäftigten Arbeiter für die Berechnung der Unfall- rente ein amtlich festzusetzender Jahresdurchschnitt besteht(§ 936 der Reichs Versicherungsordnung), der noch weit unter dein kärglichen Tagelohn zurückbleibt. Die Tagelöhne(Ortslöhne) betragen nach den neuesten Ver- öffentlichungen für die erwachsenen über 21 Jahre alten männlichen Arbeiter in vielen Kreisen nur 2 M. und noch weniger, für die über 21 Jahre alten Arbeiterinnen gar nur 1 M. und" noch darunter. Nachstehend geben wir eine Zusammenstellung der Be- zirke, in denen die niedrigsten Löhne festgesetzt worden sind. Die Versicherungsämter und Kreise, in denen der Tagelohn für die über 21 Jahre alten Männer nur 2 M. und weniger beträgt, sind die folgenden.— Wo der Lohn weniger als 2 M. beträgt, ist der herabgesetzte Ortslohn in Klammern beigefügt. Im Bezirk des Oberversicherungsamts Königsberg: die Versicherungsämter Braunsberg, Pr.-Eylau, Fischhausen(aus- genommen die Städte Fischhausen und Pillau sowie die_ Amtsbezirke Cranz, Rauschen, Neukuhren uno Lochstädt), Friedland lausgenommen die Städte Bartenftein, Tomnau. Friedland und Schippenbeil), Gerdauen(ausgenommen Stadt Gerdauen), Hei- ligenbeil(ausgenommen hie Städte Heiligenbeil und Zinken), Keilsberg, Pr.-Holland, Königsberg-Land, Labiau(ausgenommen Stadt Labiau), Memel(ausgenommen die Gemeinden Bommels» bitte, Janischken, Schmelz, Schlvarzort, Süderspitze, Preik, Prelvelk und Nidden), Mohrungen, Rastcnburg(ausgenommen Stadt Rasten- bürg), Wehlau(ausgenommen Stadt Wehlau). Im Bezirk des Oberversicherungsamts Gumbinnen: Kreis Gumbinncn(1,86 M», ausgenommen Stadt Gunibinnen), Kreis Hcydekrug(1,86 M.), Landkreis Jnsterburg(1,86 M.), Kreis Pil- kallcn(1,86 M.), Kreis Ragnit(1,86 M.), KrciS Stallupönen (1,86 M.), Landkreis Tilsit(1.86 M.), Kreis Niederung. Kreis Angerburg(1,76 M., ausgenommen Stadt Angerburg und die Kreise Darkehmen, Goldap und Oletzko). Im Bezirk des Oberversicherungsamts AI lenstein: Land- kreis Allensteia(ausgenommen Stadt Wartenburg), Kreis Johannisburg(1,96 M., ausgenommen die Städte Arys, Vialla und Johannisburg), Kreis Lötze»(1,96 M., ausgenommen die Stadt Lätzen), Kreis Lyk(ausgenommen Stadt Lyk), KrciS Neidenburz (1,06 M., ausgenommen die Städte Neidenburg und Soldau), Kreis Ortelsburg(1,96 M., ausgcnonimeii die Städte Orielsburg. Passen- heim und Willcnburg), Kreis Osterode(ausgenommen Stadt Osterodes, Kreis Rossel(1 ,06 M., ausgenommen die Städte Bischofsvurg, Bischofsheim, Rössel und Sccburg), Kreis Sensburg (1,96 M., ausgenommen Stadt Sensburg). Im Bezirk des Oberversicherungsamts Dan zig: Kreis Berent(1,86 M.). Kreis Karthaus(1,86 M.). Kreis Neustadt(ausgenommen Stadt Neustadt), Kreis Pr.-Stargard(ausgenommen Stadt Pr.-Stargard mit Hermannshof, Fröde und Arenshof), Kreis Putzig.• Im Bezirk des Oberversichcrungsamts Marienwerder: Briefen(1,96 M., ausgenommen die Städte Briefen, Gollub und Schönsee), Culm>'1,96 M.), Könitz(1,96 M., ausgenommen Stadt Könitz und Genieinde Czersk), Lübau tausgenommen die Stäote Löbau und Reumari), Rosenbcrg(1,96 M., ausgenommen die Städte Roscnberg, Bischofswerder, Tst-Ehlau, Freystadt und Riesenburg), Strasburg(ausgenommen die Städte Strasburg und Neuenburg), Tuchel. Im Bezirk des Oberversicherungsamts Frankfurt a. O.: Cottbus-Land, Königsberg i. Neumark(1,56), Lübbcn i. Lausitz, Sprembera i. L.. Oststernberg(Zilenzig). Züllichau. Im Bezirk des Lberversicherungsamts Posen: Adclnau, Kempen, Koschmin, Kosten, Kreis Lissa(ausgenommen Stadt Lissa), Scknldberg., Im" Bezirk des Oherversicherungsamts Brombcrg: Mit,..».- Im i�zirk des Oberversicherungsamts Breslau: Brieg- Land, FrMkenstein(1,86 M.), Guhrau(1,86 M.), Habelschwert, »Witsch(1,80 21k.), Münsterberg(1,86 M.). Namslau(1,86 M.). Neumark(1,86 M.). Nimpsch(1.86 M.). OelS(1,86 M.), Ohlau, Reichenbach(ausgenommen Stadt Reichenbach), Schweidnitz-Land (1,86 M.), Steinau, Strehlen(1.86 M.), Striegau(1,86 M., aus-' genommen Stadt Striegau), Trebnitz(1,86 M.k, Groß-Wartenbcrg l1,86 M.), Wohlau(1,86 M.). Im Bezirk des Oberversicherungsamts L i e g n i tz: Samt- liche Ortschaften des Kreises Bolkenhain(1,86 M.), Kreis Frey- stadt i. Sehl(1,86 M.), Glogau(1,76 M., ausgenommen«tadt Glogau), Goldberg(ausgenommen �Ttadt Haynau), Grünberg in Schlesien(1,86 M., ausgenommen Stadt Grünberg), Kreis Jauer (1,86?N.), Lauban(1,86 M., ausgenommen'Stadt Lauban), Land- kreis Liegnitz einschl. Stadt Pruchwitz(1,86 M.), Löwenberg(1,86 Mark, ausgenommen die Städte), Kreis Lüben(1,66 M.), Rothen- bürg i. O.-L.(1,86 M„ ausgenommen die Gemeinden Niesky, Neu- Hof, Neusarischen, Neuoderwitz, Rictschen, Lugkivitz, Keula, Krausch- witz, Weißwasser und die Stadt Muskau), Kreis S«gan(1,86 M.), Kreis Schönau(1,86 M.), Stadt Primkcnau, Stadt Sprottau(1,86 Mark), der übrige Teil des Kreises Primkcnau(1,86 M.). Im Bezirk des Obcrversicherungsamts Oppeln: Neiße- Stadt und-Land, Oppeln-Land, Geliwitz-Land, Ratibor-Land. Neu- stadt, Kosel und Leovschütz(1,85 M.), Lubliwitz, Krcuzburg, Rosenbcrg, Grottkau, Falkenberg, Groß-Strehlitz und Pleß(1,66 M.). Im Bezirk des Oberversichcrungsamls Osnabrück: Kreis Aschendorf(ausgenommen Stadt Papenburg:, Kreis Hümmling. Im Bezirk des Oberversichcrungsamts Minden: Lübbecke (ausgenommen Stadt Lübbecke). Im Bezirk des Obcrversicherungsamts München: Altötting (kgl.),.Mühldorf(kgl.). Im Bezirk des Oberversick, erungsamts Landshut: Distrikt Boyen, Distrikt Mitterfels(1,96 IN.h Kötzling(1,96 M.), Viechtach (1,90 M.), Vilsbiburg. Im Bezirk des Obervcrsicherungsamts Regensburg: Ncunburg a. W., Oberviechtach, Roding. Im Bezirk des Obcrvcrsicheruligsamts Zkürnbcrg: Ans- bach, Feuchtwangen, Scheinfeld. Im Bezirk des Oberversicherungsamts Bautzen: Gemeinde- bezirke Altbcrnsdorf, Bellwitz, Bergdorf, Breitendorf, Tittersbach, Eisenrode, �Glossen, Hochkirch, Kemnitz, Riesdorf, Kohlwesa, Kolitz, Krappe, Kuppritz, Laucha, Laus«, Lehn, Mittelsohland, Dkieder- sohland, Nicthen, Nostiz, ObersMand. Oehlisch, Oppeln, Plötzen, Rodewitz, Särka, Schönau, Spittel, Wohla, Zschorna, sowie die Gutsbezirke: Bcllwitz, Glossen, Goßwitz, Jauernick, Ober-Kemnitz, Nieder-Kemnitz, 5iotitz, Kuppritz. Lausitz, Lehn, Mittelsohlanv, Niedersohland I und II.Niethen, Nostitz, Obersohland I, II und III, Oehlisch. Oppeln, Rodewitz, Särka, Wohla, Zschorna, Stadt Bcrnstadt. Im Bezirk des Obervcrsicherungsamts Arnstadt: Franken- Hausen(Kyffh., fiirstl., ausgenommen die Städte Frankenihausen und Schlothesin), Sondershausen(ausgenommen die Orte Sonders- Hausen, Greußen, Bebra, Berka, Bcndeleben, Großfurra, Hachcl- bich, Jecha, Jechaburg uno Stockhauscn). Ätur 1 Mark und noch weniger beträgt der Tagclohn für er- wachsenc weibliche Arbeiter in den nackisolgend aufgeführten Teilen Deulscblands(wo der Lohn weniger als 1 M. beträgt, ist der Lohn- satz beigefügt): Im Bezirk des Oberversicherungsamts Gumbinnen: Kreis Angerburg(ausgenommen Stadt Angerburg), Kreis Darkehmen, Kreis Goldap und Kreis Oletzko. Im Bezirk des Oberversicherungsamts Frankfurt a. O.: Königsberg Nur. Im Bezirk des Oberversichcrungsamts Liegnitz: Kreis Jauer, Kreis Lüben, in den Teilen von Rolhenburg(O.-L.), wo der Kreis- ortslobn für Männer 1,86 M. beträgt(6,96 M.), Stadt Sprottau (6,96 M.). Wie sich deutlich zeigt, werden die schlechten Löhne durchweg in den Domänen der Großgrundbesitzer gezahlt. Das lassen übrigens auch die Löhne der anderen Gruppen erkennen. Die Gebietsteile, in denen der Ortslohn für die männlichen Arbeiter im Alter von 16 bis 21 Jahren 1,56 M. und weniger, und kür dieselbe Altersgruppe der Arbeiterinnen 1 M. und weniger beträgt, sind nachfolgend auf- geführt(wo der Lohn der Arbeiter weniger als 1,56 M., der der Arbeiterinnen weniger als 1 M. beträgt, sind die Lohnbeträgc an- gegeben): Im Bezirke des Oberversicherungsamtes Königsberg: Braunsberg, Pr.-Eylau(Arbeiter 1,46 M.), Fischhausen(aus- genommen die Städte und Gemeinden, in denen der Arbeitslohn erwachsener Arbeiter mehr als 2 M. beträgt). Ftiedland(Arbeiter 1,46 M.), ausgenommen die Städte Bartenstein, Domnau, Friedland und Schippenbeil), Gerdauen(Arbeiter 1,46 M., ausgenommen Stadt Gerdauen), Heiligenbeil(Arbciter 1,46 M., ausgenommen die Städte Heiligenbeil und Zniten), Heilsberg(Arbeiter 1,46 M.), Pr.-Holland (Arbeiter 1.46 M.j, Königsberg- Land'(Arbeiter 1,46 M.>, Labiau (nur Arbeiter 1,46 M., ausgenommen Stadt Labiau), Memel(Ar- bciter 1,46 M., ausgenommen die Gemeinden, in denen der OrtSlohn für erwachsene Männer über 2 M. beträgt), Mohrungen(Arbeiter 1,46 M.>, Stadt Rastenburg(nur Arbeiter), übriger Teil von Rastenburg(Arbeiter 1,46 M.), Wehlau(Arbeiter 1,46 M., aus- genommen Stadt Wehlau), Altenburg und Tapiau(nur Arbeiter). Im Bezirk des Obervcrsicheftingsamtes Gumbinnen: Kreis Gumbinnen, der Teil, in dem der Ortslohn für erwachsene Arbeiter 1.86 M. beträgt(Arbeiter 1,46 M., Arbeiterinnen 0,96 M.). Kreis Niederung, der Teil des Kreises Angerburg, in dem der Ortslobn der männlichen Erwachsenen 1,76 M. beträgt(Arbeiter 1,70 M., Arbeiterinnen 0,70 M.). Stadt Angerburg, nur Arbeiter(1,46 M.). Im Bezirk des Oberversicherungsamtes A l l e n st e i n: Allen- stein, nur Arbeiter, die Städte Arhs, Bialla und Johannisburg, nur Arbeiter, übriger Teil des Kreises Johannisburg(Arbeiter 1,46 M., Arbeiterinnen 0,90 SR.). Stadt Lützen, nur Arbeiter.. übriger Teil des Kreises Lützen(Arbeiter 1,46 M., Arbeiterinnen 0,90 SR.). Kreis Lyk(ausgenommen Stadt Lyk), Städte Neidenburg und Soldau, nur Arbeiter, übriger Teil des Kreises Zkeidenburg(Arbeiter 1,46 M., Arbeilerinnen 0,90 SR.). Städte Ortelsburg, Passenheim und Willen- berg, nur Arbeiter, übriger Teil des Kreises Ortelsburg(Arbeiter 1,46 M., Arbeiterinnen 0,90 M.). Kreis Osterode(ausgenommen Stadt Osterode), Städte Bischofsburg. Biichossstein, Rösfel und Seeburg, nur Arbeiter, übriger Teil des Kreises Rössel(Arbeiter 1,46 M., Arbeiterinnen 0,90 SR.). Stadt Sensburg, nur Arbeiter, übriger Teil des Kreises SenSburg(Arbeiter 1,46 M., Arbeiterinneu 0,90 SR.). Im Bezirk des OberbersicherungSamtS D a n z i g: Kreis Bereut, Kreis Karthaus, Kreis Neustadt(ausgenommen Stadt Neu- stadt), Kreis Putzig(nur Arbeiter). Im Bezirk des Oberversichcrungsamts M a r i e» w er d e r: Briefen(nur Arbeiter 1,46 M.).(ausgenommen die Städte Briefen, Gollub und Schöniee), Culm(Arbeiter 1,26, Arbeiterinnen 6,86 M.>, Landkreis Graudenz(Arbeiter 1.26 M.). Könitz(Arbeiter 1,26 M., Arbeiterinnen 6.96 M.),(ausgenommen Stadl Könitz und Gemeinde Czersk); Löbau, nur Arbeirer(ausgenommen die Städte Löbau und Neiimark); Rosenberg, nur Arbeiter 1,36 SR.(ausgenommen die Städte Rosenberg, Bischofslverdcr, Dt.-Eylau, Freystadt und.Riesen- bürg); Strasburg, Arbeiter 1,40 SR.(ausgenommen die Städte Strasburg und Lautenburg); Kreis Thoru, Tuchel(Arbeiter 1.46 SR.). Im Bezirk des Oberversicherungsamts Potsdam: Königs- berg-Neumark(Arbeiter 1,26 M., Arbeiterinnen 6,96 M.), Ost- sternberg-Zielenzig, Weststernberg-Reppen, Züllichau(nur Arbeiter). Im Bezirk des Oberversicherungsamts Bromberg: Strelno, nur Arbeiter.> Im Bezirk dcS OberversichcrunaSamts Breslau: Breslau- Land, Brieg-Land, Frankenstein. Guhrau. Militsch, Münsterberg, NamSlau, Neumarkt, Nnnplsch, OelS, Ohlau, Schweidnitz-Land, Steinau. Strehlen, Srriegau �(ausgenommen Stadt Striegau), Trebnitz(Arbeiter 1,36 M.). Groß-Warlenberg, Wohlau. Im Bezirk des Obcrversicherungsamts Liegnitz: Kreis Bolkenhain �Arbeiter 1,40). Kreis Glogau(Arbeiter 1,26 M., Arbeiterinnen 6,96 M., ausgenommen Stadl Glogau), Kreis Gold- berg i. Schl., nur Arbeiter(ausgenommen Stadt Haynau), Grün- berg i. Schl.(Arbeiter 1,46 M., Arbeiterinnen 6,99 M., aufgenommen Stadt Grünberg). Hoyerswerda, nur Arbeiterinnen(ausgenommen Stadt Balein, Neida, Ruhland und Bernsdorf), Kreis Jauer (Arbeiterinnen 6,96 M.), Lauban, nur Arbeiterinnell(ausgenommen Stadt Lauban), Landkreis Liegnitz, Landgemeinden von Löwenderg, Kreis Lüben(Arbeiterinnen 6.96 SR.), Rothenburg O.-L.(Arbeiter 1.35 M., Ilrbeiterinnen 0,75 SR., ausgenommen die Städte in denen der OrtSlohn erwachsener Arbeiter mehr als 1,86 M. beträgt), Kreis Sagau(nur Llrbeiterinnen). Kreis Schönau(nur Arbeiterinnen), Stadt Primkenau, Stadt Sprottau(nur Arbeiterinnen 6,96 M.j, übriger Teil des Kreises Sprottau(nur Arbeiterinnen), Stadt Görlitz, nur Arbeiter. Im Bezirk des Oberversicherungsamts Oppeln: der Teil, in dem der OrtSlohn erwachsener Männer 1,85 SR. beträgt(Arbeiter 1,45 SR.), der Teil, in dem der genannte Ortslohn 1,66 M. beträgt (Arbeiter 1,35 M., Arbeiterinnen 6,96 M.) Im Bezirk des Oberversicherungsamts Erfurt: Kreis Langen- salza, nur Arbeiter. Im Bezirk des Oberversicherungsamts Hannover: Pyrmont, nur Arbeiter. Im Bezirk dcS Oberversicherungsamts Osnabrück: Papen- bürg, nur Arbeiter, Grafschaft Bentheim, nur Arbeiter(ausgenommen Städte Bentheim, Schütiorf und Nordhorn, die Gemeinden Altendorf, Borkholl und FrenSdorff, Kreis Hummlung, nur Slrbeiter, Kreis Lingen, nur Arbeiter(ausgenommen Stadt Lingen). Im Bezirk des Obcrversicherungsamts Landshut: Distrikt Mitterfels, nur Arbeiter, Völzling und Viechtach. nur Arbeiter. Im Bezirk des Oberversicherutigsamts Zwickau: Eibenstock, nur Arbeiter. Zur Vervollständigung des schönen Bildes, das in seinen Einzel- heiten und in seiner Gesamtwirkung die eine unbestreitbare Unzu« länglichkeil in der Entlohnung und ganz besonders schlechte Ver- hältnisse in den überwiegend agrarischen Gebieten erkennen läßt, lassen wir nun noch eine Zusammenstellung der Landesteile folgen, in denen der festgesetzte OrtSlohn für männliche Jugendliche iveniger als eine Mark, der der weiblichen Jugend- lichen weniger als 6,86 Mark und für Kinder wc- nigcr als 6,56 Mark beträgt.(Als Jugendliche gelten die 14 bis 16 Jahre alten Arbciter und Arbeiterinnen, als Kinder die noch nicht 14 Jahre alten Knaben und Mädchen.) Im ganzen Bezirk der OberverstcherungS- ämter Königsberg und Gumbinncn: Kinder: männl. 6,36, wcibl. 0,20 M.; Kreis Angerburg: Jugendliche: männl. 6,86, weibl. 6,56 M.�(ausgenommen die Teile, in denen der Ortslohn erwachsener Männer mehr als 1,76 M. beträgt). Im Bezirk des Oberversicherungsamtes AI lenstein: Stadtkreis Allenftein: Jugendliche: weibl. 6,70 SR.; Kinder: männl. 0,40, weibl. 0,20 SR.; Landkreis Allenftein und die Städte Johannisburg, Bialla und Arhs: Jugendliche: männl. 6,86, weibl. 6,66 M.; Kinder: männl. 6,36, lveibl. 6,26 M.; übriger Teil des Kreises Johannisburg: Jugendliche: männl. 6,76, lveibl. 6,56 M.; Kinder: männl. 6,36, weibl. 6,26 M.; Stadt Lützen: Jugendliche: männl. 6,86, weibl. 6,66 M.; übriger Teil des Kreises Lützen: Jugendliche: männl. 6,76, weibl. 6,56 M.; Kinder im ganzen Kreise: männl. 6,36, weibl. 6,26 M.; Stadt Lyck: Jugendliche: weibl. 6,76 M.; Kinder: männl. 6,46 M., weibl. 6,26 M.; übriger Teil des Kreises Lyck sowie Städte Neidenburg und Soldau: Jugendliche: männl. 6,86, weibl. 6,66 M.; Kinder: männl. 6,36, wetbl. 6,26 M.; übriger Teil des Kreises Stetdenburg: Kinder dasselbe; Jugendliche: männl. 6,76, weibl. 6,56 M.; Städte Ortelsburg, Passenheim und Willenberg: Jugend- liche: männl. 6,86, weibl. 6,66 M.Z übriger Teil des Kreises Ortels» bürg: Jugendliche: männl. 6,76, weibl. 6,56 M.; Kinder im ganzen Kreise: männl. 6,36, weibl. 6,26 M.; Stadt Osterode: Jugendliche: weibl. 6,76 M.; Kinder: männl. 6,46, weibl. 6,26 M.; übriger Teil des Kreises Osterode: Jugendliche: männl. 6,86, weibl. 6,66 M.; Kinder: männl. 6,36, weibl. 6,26 M.; Städte Bischofsburg, Bischof- stein, Rössel und Seeburg: Jugendliche: männl. 6,86, weibl. 6,76 M.; übriger Teil des Kreises Rössel: 6,76 und 6,56 M.; Kindex im ganzen Kreise: männl. 6,36, weibl. 6,26 M.; Stadt Sensburg: Jugendliche: männl. 6,86, weibl. 6,66 M.; übriger Teil des Kreises Sensburg 6,76 und 0,56 SR.; Kinder im ganzen Kreise: männl. 6,36 weibl. 6,26 M. Im Bezirk des Oberversicherungsamtes Marien- Werder: Brisen, ohne Städte Brise», Gollub und Schönsec, Culm sowie Bromberg, ohne die schon oben angegebenen Städte: Jugendliche: männl. 6,86, weibl. 6,60 M.; Flatow: Jugendliche:' I männl. 0,90, lveibl. 0,70 M.; Landkreis Graudenz: Jugendliche: männl. 6,85 M.; Könitz sowie Schlochau und Tuchel: Jugend- liche: männl. 6,86, weibl. 6,76 M.; Maricnwerder sowie Strasburg, ohne Städte Strasburg und Lautenburg: Jugendliche: männl. und weibl. 6,76 M.Z Städte Strasburg und Lautenburg: Jugendliche: männl. 6,96 M.; Kinder: männl. und weibl. 6,45 M. in Flatow, 6,46 M. in Könitz; Kreis Löbau, ohne Städte Löbau und Neumark: männl. 0,60, weibl. 0,40 SR. Im Bezirk des Oberversicherungsamtes Frankfurt a. O.: Königsberg, Nm.: Jugendliche: männl. und weibl. 6,75 M.; Spremberg: Jugendliche: lveibl. 6,75 M.; West- sternberg: Jugendliche: weibl. 0,60 M. Im Bezirk des Ober- vcvsichcrungsamtcs Stralsund: Greifslvald: Jugendliche: tveibl. 6,75 M. Im Bezirk des Oberversicherungsamtes Posen: Meseritz und Schildbcrg: Jugendliche: lveibl. 6,76 M. Im Bezirk des Oberversicherungsamtes B r o m b e r g: Gnefen-Land und Schubin: Jugendliche: lveibl. 6,76 SR., in Strelno und Gncfen-Stadt 6,75 M. Im Bezirk des Oberversicherungsamtes Breslau: Guhrau: Jugendliche: weibl. 6,75 M. Im Bezirk des Ober- Versicherungsamtes L i e g n i tz: Kreis Glogau, ohne Stadt Glogau: Jugendliche: männl. 6,75, weibl. 6,66 SR.; Kinder: männl. und weibl. 6,35 M.; Grünberg, ohne Stadt Grünberg: Jugendliche: männl. 6,95, weibl. 6,76 M.; Kreis Lüben: Jugendliche: männl. 6,96 M.; Kreis Rothenburg, ohne die Teile, in denen der Ortslohn erwachsener Männer mehr als 1,86 M. beträgt. Jugendliche: männl. 6,96, wcibl. 6,66 M.; Kinder: männl. 6,45, weibl. 6,42 M.; Kreis Schönau: Jugendliche: männl. 6,75, weibl 6,66 M.; Kinder: männl. und weibl. 6,45 M.; Stadt Sprottau: Jugendliche: männl. '6,86, weibl. 6,66 M.; Stadt Liegnitz desgl. 6,96 und 6,76 M.; Kinder: männl. und weibl 6,46 M.; Lauban: weibl. Kinder 6,44 M., deSgl. in Löwenberg, Primkenau und Görlitz 6,46 M.; Gemeinden NieSky, Neuhos, Neufärichen, Neuodernitz und Rimfchen O.-L.: Kinder: männl. 6,48, weibl. 0,45'M.; Gemeiirdcn Lugknitz, Reula und Krauschwitz: Kinder: weibl. 6,43 M.; Stadt Rothenburg desgl. mannt. 6,45, weibl. 6,42 SR.; Kreis Schönau: männl. und wcibl. 6,45 SR.; Stadt Glogau: männl. und wcibl. 6,46 M. Im Bezirk des Oberversichernngsamtes O v p e l n: Neiße, Oppeln-Land, Glciwitz-Land, Ratibor- Land, iReustadt, Kosel und Lcobschütz: Jugendliche: männl. 6,96 HR.; desgleichen 0,85 SR. in Lublinitz, Krentzburg, Rosenberg, Grottkau, Falkenberg, Groß-Strehlitz und Pietz: weibl. Jugendliche in allen Orten 6,76 M. Im Bezirk des Oberversicherungsamts Merseburg: Kreis Schweinitz: weibl. Jugendliche 6,75 M. Im» Bezirk des Oberversicherungsamtes Osnabrück: Kreis Aschendorf, ohne Papenburg: weibl. Kinder 6,46 M., desgleichen im größten Teil der Grafschaft Bentheim, in den Kreisen Bersenbrück, Hümmling, Iburg, ohne Hagen und Oeseda, Lingen, ohne Lingen, Melle, Meppen und Wittlage. Im Bezirk des Oberversichernngsamtes Slurich: Stadt Emden: männl. Kinder 6,25 M. Im Bezirk des Oberversicherungsamtes Chemnitz: Stadt Thum: weibl. Kinder 6,46 M. Im Bezirk des Oberversicherungsamtes Gotha: Landbezirke Gotha. Ohrdruf, Waltershausen, Rodach, Neustadt, Königsberg und Landbezirke Koburg: lveibl. Kinder 6,46 M. Im Bezirk des OberverstcherungS- amtes Lübeck: Stadt Lübeck mit Vorstädten: männl. und weibl. Kinder 6,15 M. In vielen Bezirken sind besondere Löhne für Kinder überhaupt nicht festgesetzt, simder» für Kinder und Jugendliche gleichmäßige. Wie die Zusammenstellung deutlich erkennen läßt, beschränkt sich, von einigen Ausnahmen abgesehen, die Festsetzung so niedriger Löhne» wie z. B. von 26 und 36 Pf. für Kinder und von unter 1 SR. bezw. 80 Pf. für Jugendliche, auf die Herrschbereiche des preußischen lieber« agrariertums. Auch hier tritt uns etwas Typisches der.Preußen- art" derer um Wartenburg, Kracht und Oldenburg entgegen:.näm- lich eine schrankenlose Ausnutzung der proletarischen Arbeitskraft. Und damit den Junkern das AuSveutungsgeschäst nicht erschwert! werden kann, soll der Landflucht, für die man nach den obigen An- gaben keiner weiteren Erklärung mebr bedarf, die geforderte Be- schränkung der Freizügigkeit einen Riegel vorschieben. DaS ist ganz und gar.Preugenart'. Die Lohntiefen zeigen, wie dringend erforderlich das Koalitions- recht insbesondere für ländliche Arbeiter ist. Gerichtszeitung. Eine konservative Leuchte. Der Lehrer Richard Grund mann aus Steinsdorf bei Haynau in Schlesien stand am Freitag und Sonnabend vor der Strafkammer L i e g n i tz unter der Anklage des Sittlichkeitsverbrechens, begangen an seinen Schulkindern. Die Verhandlung fand unter strengstem Aus- schluß der Oeffentlichkeit statt. 34 jetzige und ehe- malige Schülerinnen, voni sechsjährigen Schulkinde bis zur verheirateten Frau und At u t t e r. waren als Zeugen geladen. Grundmann, der 50 Jahre alt, verheiratet und Vater dreier erwachsener Kinder ist, hat über 20 Jahre lang seine schandbaren Handlungen mit den ihm zur„Erziehung" anvertrauten hindern treiben können, ehe es gelang, ihm das Handwerk zu legen. Als gut konservativer und frommer Mann verstand er es lange, jeden auch nur leise geäußerten Verdacht von sich abzuwälzen und seine Opfer derart einzuschüchtern, daß diese nicht wagten, Anzeige zu erstatten. Die Jung- deutschlandbewegung verliert in ihm auf längere Zeit einen eifrigen Förderer, denn diese Ordnungs- stütze wurde zu zwei Jahren sechs Monaten Ge- s ä n g n i s verurteilt und sofort verhaftet. Der Eid des Schutzmanns. Schon öfters ist darauf hingewiesen worden, daß es schwer hält, gegen den Eid eines Schutzmanns aufzukommen. Dennoch passiert es zuweilen, daß Schutzleute vor Gericht unter Eid AuS- sagen machen, die der Wirklichkeit nicht entsprechen, und daß das Gericht auf Grund der währen Tatsachen dazu kommt, den An» geklagten freizusprechen. Ein solcher Fall hat sich dieser Tage wiederum vor dem Schöffengericht zu Gelsenkirchen abgespielt. Ein Duisburger Autoführer war mit einem Strafbefehl belegt worden, weil er angeblich am 7. Oktober 1913 mit seinem Kraftwagen die Bismarckstraße in Gelsenlirchen befahren haben sollte, ohne daß das Hintere Erkennungszeichen beleuchtet war. Da der Autofahrer an dem fraglichen Tage nicht nach Gelsenkirchen gekommen war und außerdem auch der von ihm geführte Kraftwagen Gelsenkirchcn überhaupt noch nicht berührt hat, legte er Berufung ein. Vor dem Schöffengericht bekundete der Schutzmann Conrad unter seinem Eid, daß der Angeklagte an dem Tage mit seinem Wagen in Gelsenkirchen gewesen sei, Auf Vorhalt des Vorsitzenden, daß er sich doch wohl geirrt haben könnte, erklärte der Zeuge: die Bismarck- straße se' so hell erleuchtet, daß ein Irrtum vollständig auSgc- schloffen sei. Der Angeklagte legte zur Beweisführung seiner Un- schuld ein� Bescheinigung einer Duisburger Behörde, die er an dem betreffenden Tage gefahren hatte, sowie das Kontrollbuch seines Arbeitgebers vor. Darauf erfolgte seine Freisprechung. Die Kosten des Verfahrens, außer den persönlichen Auslagen des An- geklagten, wurden der Staatskasse auserlegt. Als der Autoführer seine persönlichen Unkosten, die nicht niedrig sind, verlangte, er- klärte ihm der Vorsitzende: das gebe es nicht; er solle es sich als eine Ehre anrechnen, daß er freigesprochen sei... Nun: auf eine solche zweifelhafte Ehre wird jeder gern der. zichten. Dieser Ausspruch des Vorsitzenden beweist aber recht deutlich, wie man in manchen Richterkreisen über Angeklagte denkt, die auf Grund von Tatsachen freigesprochen werden müssen. Häufig hat die Sozialdemokratie verlangt, daß die Unkosten eines Angeklag- ten, dessen Unschuld erwiesen ist, der Staatskasse auferlegt wcrden müssen. So will es gesundes Rechtsempsinden. Auf der Straße gefilmte Hinofzene als grober Unfug. Eines Tages gab es auf den Straßen Saarbrückens großes Halloh. Ein Mann in Hemdsärmeln und ohne Kopfbedeckung rannte wie besessen dahin, hastig etwa von zwölf Personen der- folgt, bis er in einem Hause verschwand. Das ganze war bestellte Arbeit. Es handelte sich um die Verfilmung einer Berfolgungs- szenc für das Kino. Danna, der Kinoheld, wurde wegen groben Unfugs angeklagt. Ferner sollte er Z 83b der Gewerbeordnung übertreten haben, welcher bestimmt: ..Wer gewerbsmäßig... Schaustellungen,... oder sonstige Lustbarkeiten, ohne daß ein höheres Interesse der Kunst oder Wissenschaft dabei obwaltet, von Haus zu Haus oder aus ösfent- lichen Wegen, Straßen, Plätzen darbieten will, bedarf der vor- gängigen Erlaubnis der Ortspolizeibehörde." Das Landgericht sprach den Angeklagten frei. Das Kammcrgericht hob aber dieser Tage das Urteil auf und verwies die Sache zu anderweiter Entscheidung an das Landgericht zurück. Begründend wurde ausgeführt: Von einer Anwendung des § 33b der Gewerbeordnung könne allerdings keine Rede sein. Anders verhalte es sich aber mit der Bestimmung über den groben Unfug. Diese Bestimmung des Strafgesetzbuchs könnte sehr wohl zur Anwendung kommen. Wenn jemand wild dahergestürzt komme und eine ganze Rotte hinter sich habe, dann denke man unlvill- kürlich an einen Dieb oder anderen Verbrecher. Ein derartiger Hergang sei durchaus geeignet, derart in den äußeren Bestand der öffentlichen Ordming einzugreifen, daß das Publikum dadurch belästigt und beunruhigt werde. In diesem Falle müsse das Land- gericht noch einmal der Sache nähertreten. Würde denn das Landgericht folgerichtig auch eine wirkliche Verfolgungsszene als groben Unfug auffallen oder etwa den Ein- kauf von Schokolade oder Zigaretten unter Schutz von vier be- waffneten Soldaten?_ Die Drohung der Wahrsagerin. Ein eigenartiges Kulturbild wurde in einer Verhandlung ent« rollt, die am Montag vor dem Reichsgericht stattfand. Wegen Erpressung ist vom Landgerichte Lüneburg am 22. Juli vorigen Jahres die Händlerin Karoline Reinhardt, geb. Laubinger, zu einem Monat Gefängnis verurteilt worden. Di« Angeklagte hatte einer Frau T., deren geistiger Horizont nicht sehr groß ist. oie Zukunft gcweissagt und als Belohnung hierfür 2 M. und ein Stück Speck verlangt. Als Frau T. sich weigerte, diesen Wunsch zu erfüllen, stieß die Angeklagte die fürchterliche Drohung aus:„Wenn ich das Geld und den Speck nicht bekomme, so wird Dir etwas ganz Schlechtes passieren!" Frau T.. die an unnatürliche Kräfte der An- geklagten glaubte, bekam Angst und gab der Angeklagten das Ge- wünschte. Auf die Revision der Angeklagten hob das Reichsgericht das Urteil auf und verwies die Sache an das Landgericht zurück. Das Tatbestandsmerkmal der Drohung ist vom Landgericht vcr- lannt worden. Aus der Drohung muh ersichtlich sein, daß der Täter das Uebel, das er in Aussicht stellt, selbst zu verwirklichen in der Lage ist. Des Airgeklagten Worte lassen dies aber nicht erkennen. l Todes-Anzeigen Am Montag verstarb nach langem, schwerem Leiden an den Folgen eines vorJahren erlittenen Un falls mein lieber, guter, unver- geglicher Mann, der Zimmermann August Quast im 73. Lebensjahre. 7276 Mit der Bitte um stille Teil« nähme Witwe Henriette Quast. Die Einäscherung findet Don- nerstag, den 29. Januar, nach- mittags 4 Uhr, im Krematorium, Gerichtstraße, statt. Kränze ver- beten. ÄliMMtoMek Mlvereln fe'4. 1 Bert. BelcBstapi&Hs. Bezirk 212. !,zPm 26. Januar verstarb unser Mitglied, der Zimmerer August Quast im 73. Lebensjahre an den Folgen eines Unfalls. Ehre seinem Andenke«: Die Einäscherung findet am Donnerstag, den 29. Januar, nachmittags 4 Uhr, im Krema- lorium, Gerichtstrafie, statt. Um rege Beteiligung bittet Der Vorstand. �iälöWvItfslfcelierVslilirci'eiß Li. 4. ßsrl. Reiclistagswahlkreis. Frankfurter Viertel. Bezirk 271 1. Den Mitgliedern zur Nachricht, dafi unser Genosse, der Arbeiter Gustav Koch Palisadenstr. 91, gestorben ist. Die Beerdigung findet heute Mittwoch, den 28. Januar, nach- mittags 2 Uhr, von der Leichen- balle des Zentral-FriedhoseS in FriedrichSjelde aus statt. Mipag�ereia öef ZinuneFleule GruS-Berliiis. Am Montag, den SS. Januar. irüh 1'/, Uhr, verschied laust, nach SS jährigem geduldig ertragenem Leiden an Nervenzerrung unser langjührigez Mitglied, derKamerad August Quast Moritzstrafie 19. Ehre feinem Andenken! Die Einäscherung findet am Donnerstag, den 29. Januar, nach- mittags 4 Ubr, im Krematorium, Gerichtstr. 37, statt. 729b Der Vorstand. �ialiemMiNlwMerelii I. ilBerL Beiehstags-Waiilkrels. Bezirk 599. Am Sonntag, den 25. Januar, verstarb unser Genosse, der Zimmerer VVilkelm Magen Putduser Str. 40. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heut- Mittwoch, den 28. Januar, nach. mittags 3 Uhr, von der Leichen- halle des FriedcnS-Kirchhoses in Niederschönhausen- Nordend aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 224/9 ver Voi-»ti>.nU. Allen Verwandten und Be- kannten die traurige Nachricht, dafi am Montag, den 26. d. Ä., meine liebe Frau und gute Mutter Agnes psinke verstorben ist. Richard Painkr«. Sohn. Die Beerdigung findet morgen, den 29. d. M., nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle de« Ge- meinde-FAedhofeS in Oberschöne- weide auS statt. 121A Peteredurner Viertel. Bez. 36611. Den Mitgliedern zur Nachricht, dafi unier Genosse, der Schneider Otto Schmäling (Mirbachstrafie 18) gestorben ist. Ehre ihrem Nudruken! Die Beerdigung findet heute Mittwoch, den 28. Januar, nach- mittags 3 Uhr, von der Halle des Freireligiösen Friedhofes in der Pappelallee aus statt. Um rege Betelligung ersucht ld«-i- VnrHtauid. Deatscher Transportartieiter- Verband. Bezirkeverwaltung Groß-Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, dafi unser Kollege, der Geschästs- tiitscher Gustav Koch am 25. d. Mts. im Alter von 41 Jahren verstorben ist. Ehre keinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Mittwoch, den 23. Januar, nach. mittags 2 Uhr. von der Leichen- halle de« Zentral-Friedhoses in Friedrichsselde au» statt. Zahlreiche Betelligung erwarte! Die Bezirkeverwaltung. Verb. d. Sehneider, Schneiderinnen Ii. Wäsebearbeiter Deutschlands. Verein der Stereolypeure und Galfuoplasiiker Berlins und tnigcgend. Den Mitgliedern die Trauer- Nachricht, dafi unser Kollege Franz Köhler am 25. Januar nach langen schweren Leiden entschlafen ist. Ehre seinem Andenken! - Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 29. d. Mts., nach- mittags 3'/, Uhr, aus dem neue» Sankt- Michaels- Kirchhofe. Mariendorfer Weg, statt, 282/8 Um zahlreiche Beteiligung er- sucht Der Vorstand. Verb. d. Schneider. Schneiderinnen u. Wäsebearbeiter Deutschlands. ■ Filiale Bertin.■'■ Unseren Mitgliedern hiermit zur Nachricht, dafi der Herren- mafischnelder, Kollege Mslaua Golubskl am 26. Januar im Alter von 54 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Donnerstag nachmittags 4 Uhr, von der Halle des Weifienseer Kirchhofs, Wörthstrafie, aus statt. 162/9 Die Orteverwaltung. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, dafi mein lieber Mann, unier herzensguter Vater, Schwiegervater. Grofioater und Onkel, der Einrichter kriedl-ick Jaquet am Montag, den 26, Januar, 'i,3 Uhr, nach eben vollendetem 50, Lebensjahre am Herzschlage laust entschlafen ist, 122A Dies zeigen liesbetrübt an mit der Bitte um stille Tellnahme, Bert» d»q»et geb. Meth nebst Kindern, Die Beerdigung findet am Donnerstag, nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des Heilands- kirchhoses, Plöhensee, aus statt. Filiale Berlin. Unseren Mitgliedern hiermit zur Nachricht, dafi der Herren- konsettionsschnlider, Kollege Otto Schrnäling am 23. Januar im Alter von 27 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 28, Januar, nach- mittags 3 Uhr, von der Halle des Freirellgilljen Friedhofes, Pappel- Allee, aus statt. 162/8 Die OrtSverwaltun«. Garbäi Deutscher Metallarbeiter-Verband Verwaltungtitelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, dafi unser Mitglied, der Bau- anlchläger Willi Auhof (Neukölln, Jnnstrafie Nr. 30) ge- storben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdissling findet morgen Donnerstag, den 29, Januar, nach- mittags 4 Uhr, von der Leichen- 'alle des allen Gemeinde-Fried- oje» in Neukölln, Rudowerstrafie, au» statt, Rege Beteiligung erwartet l 11/12 Oie Orteverwaltung. Danksagung. Für die Vielen, trostreichen Be- weise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Sohnes, Brudeis, Schwagers und OnlelS, des Tischlers Gustav Neubert sagen wir allen Verwandten, Freun- den, Bekannten sowie dem Schöne- bergerMännerchor unseren herzlichsten Dank, 721b Familie Neubert. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die reichen Kranz. spenden bei der Beerdigung unseres guten Vaters, Schwiegervaters und Grofivaters, des Tischlers I-ndwig Hinz sprechen wii hiermit allen unseren ausrichtigen Dant au», 723b Die trauernden Hinterbliebenen. Für die vielen Beweite herzlicher Teilnahme und die reichen Kranz- spenden bei der Beerdigung meines lieben Manne» und Vater» Oottkriell Loßack sagen wir allen Verwandten, Freunden und Bekannten unseren herzlichsten Dank. 724b k�smilie I-oßsclc. Für die überaus große Beteiligung bei der Beerdigung unseres so srüh dahingeschiedenen Sohnes Beorp; sagen wir allen Freunden, Verwandlen, Bekannten aus diesem Wege unseren herzlichsten Dank. 732b Hane Schulz nebet Frau, Soloniest. 122. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Manne» und Vater» sprechen allen Beteiligten unsern herzlichsten Dank au». 731b tau Fisch und Tochter, i 4- St. Jakobs-Balsam Hauiemlttcl I. Banges von Apotheker C. Trautmann, Basel. Eingetr. Schutzmarke.— Bew. - Heilsalbe für Wunden n. Verletzungen jeder Art, off. Beine, Krampfadern, Brandschaden. Aassohl., H&morrhoid., Flechten. In den Apotheken aM. 1.40 Gen.-Depot:St. Jakobs- Äpotheke, Basel. 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M atenksnwslt Prillwitzffil Qualhai Kiuillt»- lind tzralllhindtm m Roberl Weyer,* � 3n6:ftP'8Gol,fet|,iMpl 346 Aermitwortlicher Redakteur: Alfred WieletzpVReuiölln. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag:VorwSrt» Buchdruckeret u. Verlagsanstalt Paul Singer Lc Co, W////////M/////////MM Dr.Simmei Spezial-Arzf für Haut- und Harnleiden. Prinzenstr. 41,«"tz 10—2, 5— 7. Sonntags 10—12. Ohne jede Anzahlung: Keine Kassierer, kleine Kaien! Bettwätche, Teppiche, Portieren, Bilder, Gardinen, Stores, Stepp- u. and. Decken. MAT2XER, Hufetandstrasse Nr. 4t. Haben Sie blott' Ith terng. davon Anzog od. Pdldtot nach Motz, schick, daaerh. Zulalm von 25 Mark Moritz Laband, A'tur/ roruentidc S, it.(Stndih iiörs.} Ci�areifen Möbel- Ausstellung Ausstellung von neuzeitlichen Ein- und Zweizimmer-Einrich- tungeni. schlichter gediegener Ges chm acksrichtung unter Be- rücksiobtigmig der Bestrebungen der Kommission für vor- Vit dl. 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Während diese fich hauptsächlich für die praktische Parteiarbeit im weitesten Sinne des Wortes interessieren, haben die jungen Leute mehr das Bedürfnis, sich durch Diskussionen über politische und soziale Probleme erst in die Parteibewegung hineinzuleben. Diesem Be- dürfnis Rechnung tragend, hat ja der Parteitag den Partei- organisationen empfohlen, besondere Veranstaltungen für die Mit- glieder von 18 bis 21 Jahren zu treffen. Der Wahlverein für den sechsten Berliner Reichstagswahlkreis hat am Dienstag den Anfang gemacht mit besonderen Versammlungen für seine jugendlichen Mitglieder. Vier solcher Versammlungen wurden abgehalten. Je eine für Moabit, Wedding, Gesundbrunnen und Schönhauser Vorstadt. Zweck und Bedeutung dieser Versamm- lungen, die regelmäßig einmal in jedem Monat abgehalten werden sollen, wurde den jungen Leuten klar gemacht und instruktive Vor- träge führten sie in die Kenntnis der politischen Bewegung ein.— Nicht überall entsprach der Besuch der Versammlungen den Er- Wartungen. ES handelt sich ja um eine neue Einrichtung und' des« halb ist es zu verstehen, daß beim erstenmal noch nicht alles nach Wunsch ging. Es ist aber Vorsorge getroffen zum weiteren Ausbau dieser neuen organisatorischen Einrichtung, so daß der Erfolg schließ- lich nicht ausbleiben wird. Fünfter Kreis, Abteilung Ib. Morgen Donnerstag, abends 8 Uhr. findet im„Prälaten", Greiföwalder(Ecke Lehder-) Straße, eine Abteilungsversammlung statt. Tagesordnung: 1. Vortrag des Geiwssen Dr. Breitscheid. 2. Abteilungsangelegenheiten. Wilmersdorf. Am Donnerstag, den 29. Januar, abends Sll2 Uhr, im„Viktoriagarten", Wilhelmsaue 114: Wahlvereins-Ver- sammlung. 1. Vortrag des ReichstagSabg. P e i r o t e s- Kalmar: „Immer feste drauf!" 2. Freie Aussprache. 3. Die Kreis- generalversammlung und Wahl von 4 Delegierten. 4. Partei- angelegenheiten. Neukölln. Heute abend ist bei Bartsch, Hermannstr. 49, die Versammlung der Jugendsektion. Auf der Tagesordnung steht der zweite Vortrag des Genossen Mar Peters über: Materialismus. Alle jungen Arbeiter und Arbeiterinneu werden um zahlreiches Erscheinen gebeten. Lichtenberg. 13. Abteilung. Donnerstag, den 29. Januar, abends 8>/z Uhr, Abteilungsversammlung bei Krüger, Türrschmidt- stratze 49. Friedrichshagen. Am Donnerstag, den 29. Januar, abends 8'/, Uhr, bei Lerche, Friedrichstr. 112: Volksversammlung. Tagesordnung: 1. Freies Koalitionsrecht und die Hetze der Scharf- macher. Referent: Reichstagsabg. Hermann Silberschmidt. 2. Freie Diskussion. Tegel und Umgegend. Heute Mittwoch, abends 7 Uhr, von den bekannten Stellen aus: Handzettelverbreitung.— Morgen Donnerstag, den 29. Januar, abends Ö'/a Uhr, in Trupps Festsäten, Bahnhofstraße 1: Oeffentliche Versammlung. Tagesordnung: Die Attentate der Soldateska und der Scharfmacher. Referent: Reichs- wgsabg. Alwin Brandes. perliaer Nachrichten. Lebejugenü. Bekanntlich hat sich auch der Bezirksausschuß gegen die Errichtung eines Kaffeehauses am Brandenburger Tor aus- gesprochen. Aber das geschah keineswegs aus ethischen oder ähnlichen Gründen. Die Polizei hat die Baubewilligung der- weigert, weil sie auf die Erhaltung der architektonischen Ein- heit des Pariser Platzes bedacht ist. Die wäre allerdings gerettet, aber es ist die Frage, ob das Cafs doch nicht noch an einer anderen Stelle erstehen wird. Berlin ist so groß und hat schon so viele Cafss, daß es auf eins mehr oder weniger nicht ankommt. Demnächst sollen ja in der Oranien- straße gleich drei eröffnet werden. ' Die Bildungsstätten der Berliner Lebejugcnd sind das Kino und das Luxuscafö. Sensationsschlagcr und Radau- musik. A st a Nielsen und Mister M e s ch u g g e. Die Kinokönigin in einer Bombenrolle und dann die größte Kanone. Zwischen diesen beiden Kulturblüten regt sich die reifere Berliner Lebejugcnd. Sie hat keine ernsten Ideale, sie lebt nur dem:„Leben". Sie ist flach wie die Vorderfront der Nielsen und banal wie die gangbarste moderne Operettenmusik. Sie empfindet nichts für Politik, von der Kunst kennt sie nur Schlagworte und einen Einblick in die moderne Literatur gewinnt sie durch die Lektüre der beliebten Ullsteinromane. Ani Tage muß sie fronen und sich ducken. Aber am Abend und in der Nacht ist sie obenauf. Natürlich immer nur so lange, als das Geld reicht, und das hat bekanntlich die schlechte Eigenschaft, sehr rasch alle zu werden. Jugend soll lebensfroh und heiter sein. Gewiß, das soll sie. Aber diese Jugend amüsiert sich nur. Richtiger: sie will sich nur amüsieren, so lange noch die Wangen glühen. Sie muß die Welt zum 5hrüppel schlagen. Anders geht's nicht. Sie sck>art sich um keinen revolutionären Gedanken, sie eifert keinem bedeutenden Manne nach, sie folgt keinem flatternden Banner, sie jubelt nur, wenn sie die exstasisch flatternde Mähne eines Musikidioten sieht. Sie entbrennt nur für die Schlager aus den fürstlichen Werken: Kinokönigin und Tangoprinzessin, ihr Abgott ist Jean Gilbert und ihre Sehnsucht ist der Luxus. Sie möchte frei sein, aber sie läßt sich schon von der bürgerlich-Protzigen Eleganz eines großen Konzertcafös ge- fangen nehmen. Ernsten Fragen ist sie abhold und sie stürzt lieber ein paar Glas Pilsener auf einmal herunter und läßt sich eine„Holde" etwas kosten. Sie sucht ihr Vergnügen nur in Lichtspiel- und in tur- bulenten Kaffeehäusern, und sie verliert ihr bestes dabei: Kraft, Mut und geistige Frische. „Arbeite« ist nicht mehr modern." Der Provinzialverein Berlin deS Vaterländischen FrauenveremS hat dieser Tage seine Mitglieder und Freunde zur Feier der Prämiierung treudienender Hausangestellten zusammengerufen. Und siehe dal Dreiundzwanzig Mädchen waren zur Stelle, von denen jede mehr als ein Jahrzehnt bei ihrer Herr- schaft in Stellung ist. � Die Aelteste, ein Fräulein Gertruds Maß, befindet sich im Hause ihrer Herrin bereits 31 Jahre. Auch ihr wurde nicht mehr als ein hübsch ausgestatteter Ehrenbrief und eine Brosche mit Inschrift überreicht. Natürlich verlief die kleine Feier in Anwesenheit der Vorsitzenden, Frau von der Knesebeck, sehr stimmungs- voll, und die treudienenden Mädchen waren von so viel Großmut tief gerührt. Man würdigte sie sogar mit einer Ansprache. In warmen Worten wandte sich die Rednerin an die Mädchen. „Dienen, sagte sie, will heute niemand mehr. Dienen ist unmodern geworden. Es möchte jeder nur viel Geld und wenig Arbeit haben." Das stimmt. Die Mädchen, die so wenig arbeiten müssen, möchten nur viel Geld besitzen, und den Damen, die nur ihre Not mit den Mädchen haben, fällt es wahrhaftig leicht, vom Gelde ver- ächtlich zu sprechen. Es möchte jeder nur wenig Arbeit haben. Nicht jeder, aber Zehntausende doch, nur um das Allernotwendigste für den Lebens- unterhalt verdienen zu können. Aber sie finden auch die wenige nicht.' So modern sind sie I Nicht jeder kann 31 Jahre und noch länger einer Herrin dienen, um schließlich den Dank dafür in einem Ehrenbrief und einer Brosche zu empfangen._ Von den städtischen Straßenbahnen. Auf den städtischen Straßenbahnen wurden im Oktober 1913 2 467 727(Oktober 1912 2 050878), im November 2 380 801(November 1912 1 930 221) und im Dezember 2 522 102(Dezember 1912 2 129 082) Personen befördert. Die Verkehrsleistung der städtischen Straßenbahnen betrug im Oktober 1913 333 193 Motorwagenkilometer und 203 646 An- hängewagenkilometer(Oktober 1912 214 743 Motorwagen- kilometer und 173 620 Anhängewagenkilometer), im November 326 393 Motorwagenkilometer und 194 264 Anhängewagen- kilometer(November 1912 206783 Motorwagenkilometer und 165 889 Anhängewagenkilometer) und im Dezember 368 190 Motorwagenkilometer und 187 873 Anhängewagenkilometer (Dezember 1912 228 200 Motorwagenkilometcr und 179 911 Anhängewagenkilometer). Im November und Dezember ereigneten sich je zwei Zusammenstöße mit' Straßenbahnen(Oktober 1912 einer). Mit Fuhrwerken kamen in den Monaten Oktober bis Dezember vier bezw. sechs bezw. neun Zusammenstöße vor(Vorjahr fünf bezw. sieben bezw. neun). An Unfällen von Personeu sind in den drei Monaten zusammen sieben schwerere und neun leichtere Verletzungen zu verzeichnen(im Vorjahr zwei schwerere und 24 leichtere Verletzungen). Im Oktober- November 1913 kam ein Todesfall zur Meldung. Zur Schließung der Gemeindeschulen 167 und 175 in der Put- buser Stratze erhalten wir Mitteilungen, die uns die Frage nahelegen, ob nicht diese Maßregel schon früher hätte verfügt werden sollen. Die unter den Schulkindern aufgetretenen Erkrankungen an Diphtherie, die jetzt zur völligen Einstellung des gesamten UnterrichlS der beiden Schulen geführt haben, waren schon vom Ny- vember ab ungewöhnlich zahlreich. Auch kamen im November und im Dezember unter den Kindern der Mädchenschule soviel Diphtherie- sterbefälle vor, daß schon damals statt der Schließung einzelner Klassen eine Schließung der ganzen Schule hätte nötig scheinen können. Man nennt uns aus den unteren Klassen der Mädchenschule sieben Kinder, die damals innerhalb weniger Wochen eins nach dem anderen durch Diphtherie hingerafft wurden. Durfte man nicht in dieser Häufung der Sterbefälle, die über die davon betroffenen Familien bitteres Herze- leid brachten, ein bedrohliches Anzeichen schwerer Gefährdung der ganzen Schule sehen? Die jetzt erfolgte Schließung der Mädchen- schule sowie der auf demselben Grundstück befindlichen Knabenschule wird von Bewohnern des Stadtteils in Verbindung gebracht mit dem Tod des Mädchenschulreltors Roll, der in der vorigen Woche gestorben ist. Aber das Gerücht, daß auch er einer Diphtherie- erkrankung erlegen sei, ist unzutreffend; er ist infolge eines Herz- schlageS gestorben. Es wird beabsichtigt, die beiden Schulen am 6. Februar wieder zu eröffnen. Die Zahl der noch an Diphtherie daniederliegenden Kinder soll recht beträchtlich sein. Ein„empfehlenswerter" Krankenwärter. AuS dem Friedrichshain-KrankenhauS berichteten wir vor ziemlich drei Monaten, daß nach dem Tode eines 62jährigen Patienten Lehmann fein Wärter beschuldigt wurde, ihn durch rücksichtslose Behandlung an seiner Gesundheit geschädigt zu haben. Patienten hatten die Direktion zu einer Untersuchung gegen den Wärter genötigt, indem sie angaben, er habe Lehmann, der nervenleidend war und sich einige Male im Bett be- schmutzte, nackt neben das Bett gestellt und mit einer langgestielten Bürste abgerieben. Lehmann sei, so wurde unter Patienten erzählt und von ihnen geglaubt, bald darauf von einer ErkältmigS- krankheit ergriffen worden, die ihn in wenigen Tagen hingerafft habe. Die Direktion des Krankenhauses hatte zwar durch einen Arzt die Patienten über ihre Beobachtungen ausfragen lasten, doch von dem Ergebnis der Untersuchung machte man ihnen, wie üblich, keine bestimmte Mitteilung, so daß die Erregung über jenes Vor- kommnis noch nach Wochen andauerte. Auf unsere Veröffent- lichung antwortete die„zuständige Stelle" mit Schweigen, das wir —.weil man im Rathaus bei anderen Gelegenheiten sehr rasch zu „berichtigen" liebt— als Eingeständnis hinnehmen mußten. Erst jetzt kommt uns endlich eine ainlliche Aeußerung über den Sachverhalt zu Gesicht. Bon jener Notiz im„Vorwärts" ersuhr erst nach vielen Wochen eine Tochter des Verstorbenen, die bisher von den darin geschilderten Vorgängen keine Ahnung gehabt hatte. Sie richtete daraufhin an die K r a n k e n h a u s d e p u t a t: � n des Magistrats die Aufforderung, ihr das Ergebnis der Unter- s u ch u n g mitzuierlen. Nunmehr ist ein Bescheid eingegangen, der also lauter: „Es ist festgestellr, daß der Wärter sich ungehörig gegen Ihren Vater benommen hal. Er hat sich zur Reinigung einer großen Bürste bedient. Der Wärter ist alsbald entlassen. Er wird im städlischen Dienst nicht mehr beschäitigt werden. Wir bedauern den Vorfall. Die Annahme, daß dos Verhalten des Wärters irgendwie auch selbst nur zum Teil verursachend für den Tod des Patienten Lehmann war, ist aber nach den Feststellungen des Krankenhauses nicht zutreffend." Uns ist nicht bekannt, ob die Tochter deS Verstorbenen in ihrer Anfrage auch erwähnt hat, daß der alte Mann nach jener von dem Wärter an ihm vorgenommenen Prozedur von einer Erkältungs- krankheit ergriffen worden und ihr erlegen sein soll. Der Schlußsatz in dem Bescheid der Krankenhausdeputaiion loendet sich offenbar gegen diese Annahme, aber vielleicht soll er nur gegenüber dem damals unter den Patienten verbreiteten Gerücht eine verspätete Richtigstellung sein. Den Angehörigen des Verstorbenen war sogleich nach seinem Tode eine Gehirnblutung als Todesursache angegeben worden. Auch wenn die Roheit, zu der jener Wärter sich gegenüber einem wehrlosen Kranken hinreißen ließ, nicht zu einer Gesundheits« schädigung führte, verdient sie doch die schärfste Verurteilung. Hierin wissen wir uns eins mit dem gesamten Pflegepersonal, das solche Ausschreitungen eines einzelnen tief bedauert und verabscheut. Protest gegen die Erweiterung des Verschiebebahnhofs Tempelhof. Welch einen entschiedenen Widerstand das eisenbahnfiskalische Projekt einer Erweiterung eines Verschiebebahnhofs Tempelhof bis nach S ü d e n d e in den Kreisen der beteiligten Gemeinden und An- lieger gefunden hat. beweist die Tatsache, daß in dem jetzt beendeten öffentlichen Planfeststellungsverfabren nicht weniger als 53 Einsprüche gegen den Plan der Eisenbahnverwaltung eingegangen sind. Außer der Gemeinde Mariendorf haben die Haus- und Grundbesitzervereine von Mariendorf und Südende, sowie der Bürgerverein Südende Einspruch gegen das Projekt erhoben. In dieser die Einwohnerschaft des Groß-Berliner Südens lebhaft beschäftigenden Angelegenheit fand dieser Tage vor dem Enteignungskommissar des Regierungspräsidenten zu Potsdam ein Termin statt, der sehr zahlreich besucht war und in dem über die Einsprüche der Beteiligten verhandelt wurde. Da der zukünftige Berschiebebahnhof Tempelhof sich weit über die süd- östliche Grenze von Schöneberg hinaus bis in das Gebiet des Villen« Vororts Südende erstrecken soll, befürchten die Anlieger von dem Rangierverkehr auf den Gütergleisen eine starke Belästigung der Einwohner und eine Werlminderung der Grundstücke. Mit der Er- Weiterung des Rangierbahnhofs sollen zwei weitere Ferngleise und drei Gütergleise aus dem enteigneten Gelände angelegt werden, so daß in Zukunft auf neun Doppelgleisen ein Eisenbahnverkehr statt- finden würde.— Auch die Potsdamer Handelskammer, Sitz Berlin, hat sich in ihrer letzten Vollversammlung mit dem Einspruch des Südender Bürg-rvereins gegen die Verlängerung des Verschiebe- bahnhofs Tempelhof beschäftigt und beschlossen, den Einspruch einer Prüfung zu unterziehen._ Zusammenstoß zweier Straßenbahnwagen. Gestern vormittag gegen SV« Uhr erfolgte an der Haltestelle vor dem Hause Belle-Alliance-Str. 75, angeblich infolge Versagens der Bremse, ein Zusammenstoß zwischen zwei Straßenbahnwagen der Linien 99 und 79. Durch die Wucht des Anpralls wurden beide Straßenbahnwagen stark beschädigt, so daß sie aus dem Betriebe ge- zogen werden mußten. Neun Fahrgäste erlitten Quetschungen, die aber anscheinend leichterer Art sind. Ein Festprogramm. Im Schlöffe gab es gestern neue Festlichkeiten. Aus Anlaß deS 55. Geburtstages des Kaisers weilten viele Fürstlichkeiten in Berlin, um ihre Gratulation persönlich zu überbringen. Das Fest- Programm, das der„Lokal-Anzeiger" veröffentlicht, war sehr reich- haltig. es zählt sogar die Absperrungen als Festivität auf, wie auS folgendem hervorgeht: 8 Uhr vormittags: Großes Wecken. 9 Uhr vormittags: Beginn der Absperrungen bezw. Verkehrs» b e s ch r ä n k u ii g e n am Schloß' und in den Zufahrtstraßen. 9Va Uhr vormittags: Beginn der Auffahrt. 9% Uhr vormittag«? Versammlung der Fürstlichkeiten im Pfeilersaal. 19 Uhr vor- mittags: Beglückwünschung des Kaisers durch die Fürstlich kette» im Pseilersaal. 19� Uhr vormittags: Gottesdienst in der Schloßkapelle. 19�2 Uhr vormittags: Auffahrt der Leibbatterie im Lustgarten. 11 Uhr vornnltags: Gratulationsdefilier- cour im Weißen Saal.— Salutschießen. 12 Uhr mittags: Fest- alt in der Aula der Universität.— Festsitzung der Akademie der Künste im Konzertsaal der Hochschule für Musik. 12'/« Uhr nach- mittags: Paroleausgabs im Zeughaus. 12'/, Uhr nachmittags: Festalt und Eröffnungsfeier in der Tierärztlichen Hochschule. 1 Uhr nachmittags: Festalt in der Handelshochschule, l'/z Uhr nachmittags: Frühstückstafel im Schloß; Aushebung'der Absperrungen. 4 Uhr nachmittags: Festmahl im Rathaus und im Reichstag. 4'/, Uhr: Festmahl im Herrenhause. 5 Uhr nachmittags: Einschränkung des Fahrverkehrs. 5'/, Uhr nach- miltagS: Festmahl im Abgeordnelenhause. 6 Uhr nachmittags: Festgottesdienst im Dom für den Deutschen Kriegerbund. Galatafel im Schloß. 8 Uhr abends: Galavorstellung im Opernhause: Erster Akt aus:„Die Afrikanerin". Das Programm ist insofern unvollständig, als auch abends er- neute Absperrungen erfolgten. Es dürfte wohl wenig Leute geben, welche diese Absperrungen als etwas„Festliches" empfunden hätten. Soweit man beobachten konnte, bot das Straßenbild, abgesehen vom Innern der Stadt in der Nähe des Schlosses, das ge- wohnte Bild. Wie immer erhielten eine Anzahl Leute Orden und Titel. Die Schuljugend freute sich am meisten, daß sie einen freien Tag hatte. Unter den Linden standen die Gaffer, die überall dabei sein müssen. Kinder aus dem Ahlbecker Kinderheim und Pfadfinder hatten in der Gegend der Schloßbrücke Ausstellung genommen, um dem Kaiser auf seinem Wege zum Zeughause das vorgeschriebene„Hurra" zu- zurufen.____ Vorortnachrichten. Die Gemeinöewählerliften liegen nur noch bis einschließlich den 39. Januar in den Gemelude. bureaus zur öffentlichen Einsicht aus. Wer bisher sich noch nicht davon überzeugt hat, ob er in der Liste steht, komme dieser dringenden Pflicht noch nach. Nur diejenigen dürfen bei den bevorstehenden Gemeindewablen ihr Stimmrecht aus- üben, die in der Gemeindewählerliste vermerkt find. Prüfe daher jeder die Liste auf ihre Richtigkeit! Lichtenberg. Das Urteil des Oberverwaltungsgerichts über die Gültigkeit 1« Wählerlisten liegt jetzt in schnstticher Ausfertigung vor. Wichtig daran ist zunächst, daß der Einspruch gegen die Richtigkeit der Wählerlisten als rechtzeitig erfolgt angesehen worden ist. obwohl er am letzten Auslegungstage abends 8 Uhr erst erhoben wurde. In den Urteilsgründen ist hierüber gesagt:„Die Worte (des Z 29 Abs. 3 der Städteordnung vom 39. Mai 1863: „Während dieser Zeit kann jedes Mitglied... Einspruch er« heben." und des 8 19 Abs. 2 des Zuständigkeitsgesetzes: „Einsprüche gegen die Richtigkeit der Wählerliste sind während der Dauer der Auslegung der letzteren... bei dem Gemeinde- vorstand zu erheben." beschränken den Einspruch nicht auf die Tages- stunden, an denen die Liste tatsächlich offenliegt l" Erforderlich sei aber, daß der Einspruch auch wirklich an diesem Tage noch an den Magistrai gelangt ist. Ferner wird der Einwand zurückgewiesen, der Einspruch sei nicht sormgerecht erfolgt, weil ihm eine Begründung fehle. ES heißt hierüber: „Auch insofern geht die Berufung fehl, als eine bestimmte Form für den Einspruch nirgends vorgeschrieben ist; es genügt, daß ein Ziel, wie hier, aus dem Einspruch deutlich ersichtlich ist." Die Entscheidung über den Einspruch selbst stützt sich, wie auch die der Vorinstanz, auf den Wortlaut des K 8 der Städteordnung. Demnach sei der Fiskus schon aus dem Grunde nicht stimmberechtigt, also auch nicht in die Liste aufzunehmen, weil er direkte Staats- steueri, nicht entrichte, zu solchen auch nicht veranlagt wird. Bezüglich der„Friedrichsberger Bank" bezw.„eingetragene Genossenschaften mit beschränkter Haftpflicht", sagen die llrteilsgriinde,„hängt die Entscheidung davon ab", ob sie „zu den juristischen Personen" zu rechnen und danach für stimm- berechtigt zu erachten find. Die gleiche Frage hat der Gerichtshof für die„Gesellschaften mit beschränkter Haftung" stets ver- n e i n t. Dieses Urteil wurde vom I. Senat des Oberverwaltungsgerichts in seiner Sitzung vom 17. November 1913 gefällt und trägt das Aktenzeichenzeichen L B. 32. 13. Um aber Irrtümern vorzubeugen, mochten wir ausdrücklich her- borheben, daß dieses Urteil nur für den Geltungsbereich der Städteordnung vom 39. Mgi 1853 zutrifft. Die L a n d- g e m e i n d e o r d n ü u g für die sieben östlichen Provinzen verleiht dem Fiskus sowohl, als auch den eingetragenen Genoisenfchaflen das Stimmrecht im zs iö, Abs. 2. Weißensee. Das„Wohlfahrtsamt" als Vermittler von Streikbrechern. Die von der Gemeinde eingerichtete Arbeitsloscnfürsorge ist �um Leidwesen aller wieder dem Wohlfahrtsamt übertragen, dessen Leiter, eiir Major a. D.. zu wiederholtein Male Zeugnis abgelegt hat, daß er von Arbeiterwohlfahrt keine Ahnung hat. Alle Arbeiter, die acht Wochen arbeitslos sind, sollen ein Darlehen von der Gemeinde erhalten oder es soll ihnen Arbeitsgelegenheit in der Gemeinde verschafft werden.— Infolge des anhaltenden Frostes sind aber die Arbeiten eingestellt; es haben sich daher viele Arbeiter die Unter- stützung verscherzt, weil dieselben keine ununterbrochene achtwöchige Arbeitslosigkeit mehr aufweisen können, obwohl sie vor der Auf- . nähme der Gemeindearbeit mehr als zehn Wochen arbeitslos waren. Eine einzige Jnvalidenmarke innerhalb der betreffenden Zeit wird ihnen also zum Verhängnis. In der Pianomechanik-Fabrik von Köhler in der Greifswalder Straße sind die Arbeiter schon Wochen- lang ausgesperrt und die Unterstützungsuchenden werden nach kcle- phänischer Anfrage vom Wohlfahrtsamt einfach nach dort gewiesen, um Streikbrecherarbeit zu verrichten; wer das Angebot nicht an- nimmt, mutz auf die Unterstützung verzichten. Ob die betreffende Firma sich an das Wohlfahrtsamt gewandt hat oder umgekehrt, wird untersucht werden müssen. Unsere Genossen haben in der vergangenen Woche schon eine Sitzung der Wohlfahrtskommission beantragt, bisher ist eine solche nicht einberufen worden. Die Ver- Handlungen mit den Arbeitslosen leitet ein junger Diätar; hier wäre ein Mann niit Lebenserfahrungen besser am Platze. Einem verheirateten Schneider, der 29 Wochen arbeitslos war, mutete man zu, er solle mit seiner Familie nach Birkholz ziehen, um dort Landarbeit zu verrichten. Eine alte Witwe, die um etwas Feuerungsmaterial bat, sollte in der Volksspeiseanstalt Stunden Tellern waschen, als Entgelt hierfür sollte es ein Mittagbrot geben. So werden vom Wohlfahrtsamt notleidende Gemeinde- Mitglieder behandelt. Ein weiterer Uebelstand ist, daß die Sprech- zeit nur von 12 bis 2 Uhr angesetzt ist; pünktlich um 2 Uhr werden die Verhandlungen eingestellt, wer bis dahin nicht abge- fertigt ist, mutz am andern Tage wiederkommen. Als unsere Ge- nassen bei Beratung der Notstandsaktion die Einsetzung einer Be- schwcrdekommission verlangten, wurde eine solche für überflüssig gehalten: jetzt zeigt es sich, daß die Forderung unserer Vertreter eine Notwendigkeit war. Tempelhof. Die Entwickelung des Ortes kommt drastisch in der Steigerung der Steuersunime zum Ausdruck. Diese betrug im Jahre 1919 K87 977 M., sie hat sich in diesem Jahre auf das Doppelte gesteigert, nämlich aus 1 179 894 M. Durch diese Steigerung tritt auch eine erhebliche Veränderung in der Klasseneinteilung zu den bevorstehenden Wahlen zur Gemeindevertretung ein. Während im Jahre 1919 die ecste Klaffe nur zwölf Wähler aufwies, sind es diesmal 76. Als größte Steuerzahlerin tritt die Terraingefellscbaft Berlin und Vor- orte mit 52 299 M. auf, ihr folgt die Firma Steffens u. Hölle mit 46 679 M. und dann erscheint„Sarotti" mit 34 696 M. Mit 1619 M. wird mau in Tempelhof bereits Wähler zweiler Klaffe, die diesmal 932 Wähler gegen 297 im Jahre 1919 aufweist. Die dritte Klasse zählt ein Mehr von 2469 oder 5395 Wählern! Haben die 1998 Wähler der ersten und zweiten Klasse zusammen bereits doppelt so viel Rechte wie die 5595 Wähler der dritten Klasse, so wirkt die für die dritte Klasse bestimmte Bezirkseinteilung noch besonders un- günstig durch ihre Ungleichheit. Der erste Kommunalwahlbezirk zählt nämlich 1372, der zweite 1965, der dritte 2134 und der vierte 934 Wähler. Mariendorf» Zu den bevorstehenden Gemeindewahlen kündigt das Ortsblättchen, mit dem sich unsere Tempelhofer Genossen erst kürzlich zu beschäftigen hatten, die Gründung eines nationalen christlichen Arbeitervereins an, um unseren Genossen die Mandate der dritten Klasse zu ent- reißen. Obwohl den Wahlmachern bekannt sein dürfte, daß ihr Beginnen vergebliche Mühe ist, können es die Drahtzieher nicht unterlassen, die in der Gemeindevertretung tätigen sozialdemo- kratischen Vertreter in schäbiger Weise zu verunglimpfen. Es hieße dem Verfasser zu viel Ehre antun, wollten wir auf sein Elaborat antworten. Unsere Genossen werden im Wahlkampf zeigen, daß zur Vertretung selbstsüchtiger Interessen in der Gemaindevertretung keine Mandate übrig sind. Die dritte Klasse gehört der Sozialdemokratie. viowawes. Em belehrender Vortrag ist keine öffentliche Versammlung. Die hiesige Polizeibehörde verhängte im Herbst v. I. gegen den Genossen Krohnberg eine Geldstrafe von 5 M., weil er am 23. Oktober im Schmidtschen Lokal eine öffentliche Versammlung ohne polizeiliche Anmeldung abgehalten habe. Es bandelte sich»m den zweiten Abend der vom Gewerkschaftskartell für die Mitglieder der GeWerk- schaften veranstalteten sechs Vorträge über„die Grundlagen der modernen Arbeiterbewegung". Genosse Krohnberg erhob gegen das erhaltene Strafmandat Beschwerde beim Landxat und beantragte I »SV >\ X« 4 schließlich, als dieser sich auf die Seite der Polizeibehörde stellte, richterliche Entscheidung. In der Ende voriger Woche stattgehabten Verhandlung vor dem Potsdamer Schöffen- gericht wies Krohnberg nach, daß zu den Vorträgen nur Gewerkschaftsmitglieder Zutritt hatten, die im Besitz einer Teilnehmerkarte waren und sich jedesmal durch diese legitimierten. Außerdem habe er am selben Abend eine Präsenzliste aufgestellt, die vor Beginn des zweiten Vortrages verlesen und nach Eintragung von sechs weiteren Teilnehmern mit dem ausdrücklichen Bemerken geschlossen wurde, daß an den folgenden Vorträgen nur die ein- getragenen Personen teilnehmen dürften. Durch die Kartenkontrolle wie auch durch die Verlesung der Liste am Schluß der Vorträge sei erwiesen, daß es sich um einen bestimmt begrenzten Kreis von Personen gehandelt habe, eine öffentliche Versammlung also nicht in Frage kommen könne. Der von einem Polizeibeamten ge- machte Versuch, aus der Ankündigung der Borträge in der Parteipresse den Begriff der öffentlichen Versammlung her- zuleiten, mißglückte insofern, als Krohnberg erklärte, daß die Ankündigung nur zwecks Erinnerung der Teilnehmer an die festgesetzten Abende erfolgt sei. Der Verteidiger, Rechts- anwalt Genosse Heine-Berlin, führte aus, daß von einer anmelde- Pflichtigen öffentlichen Versammlung keine Rede sein könne; es handle sich vielmehr um einen geschlossenen Personenkreis für be- stimmte Zwecke, wie die positive Bestätigung der vom Angeklagten gemachten Angaben, die übrigens maßgebender seien als die nega- tiven Aussagen der Beamten, gezeigt haben. Er beantragte schließ- lich unter Hinweis auch aus die Entscheide des Oberverwalmngs- gerickts und des Sächsischen Oberlandesgerichts(vom 4. Juni 1999j, wonach wissenschaftliche Vorträge nicht unter das Vereinsgesetz fallen, Aufhebung des Strafmandats. Das Gericht sprach den An- geklagten dem Antrage gemäß frei und legte die Josten der Staatskasse auf. Bei der Urteilsverkündung führte der Vor- sitzende begründend aus, daß nicht nur durch die positiven Aussagen, sondern allein schon durch die Führung der Präsenzliste eine Kon- trolle nachgewiesen sei. Tegel. Für die am 4. März stattfindenden Gewerbegerichtswahlcn erfolgt vom 2 5. 1 a n u a r bis einschließlich 7. F e b r u a r die Auf- stellung der Wählerlisten. Zu diesem Zwecke werden die zur Teilnahme an der Wahl berechtigten Personen aufgefordert, sich unter Vorlegung der erforderlichen Bescheinigungen(für Arbeiter eine Bescheinigung ihres Arbeitgebers oder der Polizeibehörde, für Arbeitgeber eine Quittung über Zahlung der Gewerbesteuer) an den Wochentagen nachmittags von 3—6 Uhr, an den Sonntagen von 8—19 Uhr vormittags mündlich oder schriftlich im Gemeindebureau anzumelden. Zur Teilnahme an der Wahl ist berechtigt, wer als Arbeitnehmer das 25. Lebensjahr vollendet hat und im Orte wohnt oder beschäftigt ist. Arbeitgeber müssen gleichfalls das 25. Lebensjahr vollendet und im Orte eine gewerbliche Niederlassung haben. Rcinickendorf-Ost. Einen Bortrag über Feuerbestattung veranstaltet für Mitglieder des Wahlvereins und eingeführte Gäste der BildungSansschuß am Donnerstag, den 29. Januar, abends 8 Uhr(pünktlich!), im„See- b a d". Residenzstraße 49. Vortragender ist Herr P a u l y, Bureau- direktor vom Verein„Flamme". Die Ausführungen werden erläutert an Hand von Modellen eines Krematoriums. Sitzungstage der Stadt- und Gemeindevertretunge». Grünau. Mittwoch, den 28. Januar, im Gemeinde- Amtsgebäude, Zimmer 2. Diele Sitzungen find öffentlich. Jeder Gemeindeangehörige ist berechtig», ihnen als Zuhörer beizuwohnen. Jugendveranstaltuuge«. Neukölln, Heim II, Nogatstr. IS. Heule Mittwoch: Zweiter Vortrag deS Herrn Farwlg über.„Die KuIIurgeschichte der Urzeit". Pankow-Niederschöilhausen. Jugendheim. Freitag, den 39. d., zweiter Vortrag. Herr Ingenieur Mcitzner über:„Das alte Testament". Der Vortrag des Herrn Wyschka wird deshalb zurückgestellt. Sonntag, den 1. Februar: Unterhaltungsabend mit Rezitationen des Herrn Lcsscr. Jeden Montag abends 8 Uhr findet der Stenographiekursus statt; die Arbeiterjugend wird ersucht, sich recht zahlreich daran zu beteiligen. Material 99 Ps. und monatlich 19 Ps. Ms aller Welt. Kommt ein Vogel geflogen... Im Schweiße ihres Angesichts mühen sich die Mitglieder der Ordenskommiision, immer wieder neue würdige Anwärter auf irgend einen der zahlreichen preußischen Orden präsentieren zu können. Wo krieg' ich bloß die Menschen her! mögen sie bei den» reichen Segen, der jahraus jahrein auf Preußen herabsinkt, bei ihrer mühevollen Kulturarbeit denken. In den letzten Tagen mußte die Kommission mit Hochdruck arbeiten. War doch vor kurzem erst das Ordcnsfesi, wo ungezählte Würdige ihren glitzernden Lohn für preußische Treue erhielten, und zum gestrigen Geburtstage Wilhelms II. mußten schon wieder neue Anwärter zur Dekorierung gefunden werden. An erster Stelle steht diesmal mit dem Schwarzen Adlerorden der intime Freund Wilhelms II., der Fürst Henckel v. Donners- m a r ck auf Neudeck. Offenbar hat er den Orden für außer- ordentliche Sparsamkeit erhalten. Seine Durch- laucht bat sich so eingeschränkt, daß nach dem Jahrbuch der Millionäre des Regiernngsrats Martin sein Vermögen von 65 Millionen im Jahre 1897 auf 271 Mill. im Jahre 1919 anwuchs. Ein anderer Dekorierter, Herr August Scherl aus Berlin, kann den ihm verliehenen Stern zum Roten Adlerorden zweiter Klasse mit Eichenlaub für Sparsamkeit freilich nicht erhalten haben Munkelt man doch, daß seine Finanzen sich verschlechtert halten. Dafür hat er uns aber die bankrottgegangene Emporlese- bibliothek und andere schöne Dinge beschert. Daß Herr Geh. Kriegs- gerichtsrat a. D. Dr. R o m e n mit der Krone zum Roten Adlerorden zweiter Klasse mit Eichenlaub geschmückt wurde, versteht sich am Rande. Hat er doch hervorragende altpreußische Rechts- grundsätze im Kampfe gegen die Sozialdemo- kratie aufgestellt und betätigt. Neben den Verdiensten der drei genannten Herren verblassen die der übrigen Dekorierten. Alle aber werden sich freuen, wenn sie heute vor dem Spiegel stehen und ihnen irgendein größerer oder kleinerer Raubvogel entgegenlacht. Explosion auf der„Mauretania". Gne folgenschwere Explosion hat sich auf dem im Hafen von Liverpool vor Anker liegenden C u n a r d- Dampfer „M a u r e t a n i a" zugetragen. Bei der Reparatur einer Hochdruckturbine explodierte ein Sauerstoffzylinder. Durch die Stücke des Zylinders wurden drei Arbeiter sofort getötet und acht verwundet. Ein durch die Explosion angerichtetes Feuer wurde sofort gelöscht. Der schleichende Tod. Ein verhängnisvoller Gasrohrbrnch, bei dem mehrere Personen ihr Leben einbüßten, ereignete sich am Montag in den späten Abend- stunden in einem großen Mietshause in Marseille. Die sofort alarmierte Feuerwehr hatte große Mühe, die zahlreichen in dem Hause befindlichen Menschen, von denen ein großer Teil die Gefahr nicht ahnte, ins Freie zu bringen, wo sofort an den zahlreichen Be- wutztlosen Wiederbelebungsversuche vorgenommen wurden. Bei drei Personen kam die Hilfe jedoch zu spät, Ivährend acht andere in hoffnungslosem Zu- st a n d ins Hospital gebracht werden mußten. Drei von diesen liegen bereits im Sterben. Die große Zahl der Opfer ist darauf zurückzuführen, daß sich ein großer Teil der Bewohner des Hauses bereils zum Schlafe niedergeleat hatte. Blockade eines Räubers. In dem entlegenen Stadtteil Nachalowka in Tifliö umstellte die Polizei ein Haus, in dem sich der berüchtigte Räuber Jmereli Schqili verborgen hatte, während eine Sapeur-Kom- pagnie die benachbarten Straßen besetzte. Der Räuber li-f auf den Hof hinaus und gab mehrere Schüsse ab. Nachdear er seine Patronen verschossen hatte, sprang er über einen Zaun in eine an- liegende Straße, wo er durch verschiedene ihm nachgesandte Kugeln gelötet wurde. Bei dem Feuergefecht wurden sieben Polizei- beamte, zwei Schutzleute, eine Frau und ein Kind verwundet. Im Hause des Räubers wurden zwei fertige Bomben gefunden._ Ein Wildgewordener. Man soll den Mut und die Ucberzeugungstreue eines echt« preußischen Konservativen nicht überschätzen. Ais wir in unserer Sonntagsnummer unter obiger Spitzmarke den mit Walter B l o e m unterzeichneten lieblichen Erguß eines wildgewordenen Bonner Patrioten wiedergaben, glaubten wir, daß er bei aller Dreckseligkeit der Gesinnung im erfreulichen Gegensatz zu anderen anonymen Einsendern ähnlicher Schimpfkanonaden mit seinem Namen zu seinen Worten stehe. Doch das scheint nicht so. Der bekannte nationale Romanschriftsteller Walter Bloem sendet uns aus Stuttgart folgendes Telegramm: „Der in Ihrer Sonntagnumnier abgedruckte Brief stammt nicht von mir. ES dürfte Mißbrauch meines NamenS vorliegen." Wir können erklären, daß wir natürlich nicht einen Augenblick daran gedacht haben, der Schriftsteller Walter Bloem könne der Verfasser des Schmähbriefes sein. Der Bonner Musterpatriot aber kennzeichnet sich durch de» Mißbrauch des Namens eines ihm politisch nahestehenden ManneS noch bester, als er eS bisher tat. Ein sauberer Haderlump!___ Kleine Notizen. Bergmannstod. In dem Schachte Reinbards-Obcrhnf bei Kaliwerks Levershausen wurde der 18jährige Bergarbeiter Fritz Lücke aus Sudheim auf einer Arbeitsbühne von dem Schlitten des Kübels erfaßt und 459 Meter tief hinabgeschleudert. Er kam als leblose Masse unten an. Beim Ausschlagen brach er einem Arbeiter Fischer einen Arm und verletzte ihn schwer am Kopf, so daß an seinem Aufkommen gezweifelt werden muß. — In einer Grube von E p i n a o(Frankreich) setzte der Förder- kcrb in der Höhe der ersten Sohle zu hart auf die Halteklötze ans. Diese wurden zertrümmert und der Förderkorb fauste in die Tiefe, wo er zerschellte. Dabei wurde ein Arbeiter buchstäblich in zwei Stücke gerissen, ein anderer töd- lich verletzt. l» Todessturz zweier Flieger. Der englische Aviatiker DibbS ist Montagabend auf dem Flugfelde von Salisbury aGßestürzt und war sofort tot. Aus Frankreich wird gemeldet, daß der französische Flieger R e y b a u d bei einem Schaufluge auf dem Flugfelde von Basse-Terre aus 39 Meter Höhe abstürzte und auf das Dach einer Fabrik fiel. Der Verunglückte ist wenige Minute» darauf den erlittenen Verletzungen erlegen. Reiche Beute. In Nizza raubten in der Nacht zum Dienstag mehrere Einbrecher aus einem Juwelierladen Schmuckgegenstände im Werte von 159 999 Franks und fuhren sodann im Auto davon. Großfcucr im Hasen von New Jork. Durch eine riesige FeuerS- brunst wurde am Montag die Werft der M a n h a f s e t C o ni p a n q in Long Island größtenteils zerstört. Die gesamte Wehr New Jorks hatte stundenlang an der Brandstätte zu tun, um des Brandes Herr zu werden. 39 nahezu vollendete Motorboote wurden ein Raub der Flammen, darunter eines, das allein einen Wert von 59 999 Dollar repräsentiert. Auch der grötzte Teil der D o ck a n l a g e n ist vollkommen vernichtet worden. Der Schaden beläuft sich aus nahezu drei Millionen Mark. Briefkasten üer Reüaktion. Die t-rtftstche epreckiftnndc finde« Lindenstraße LS, vorn vier Trcdp-n — Fahrstuhl—,«ochcniäglich von t'-j bis 7'/i Uhr adevdd, Konnadcnds, »on bis 6 Uhr adrndS stall. Jeder für den Bricftaftea bestimmten Aufrase ist ein Buchstabe«nd eine Zahl als Merlzclchcn dctzufügen. Bricfllchc An«wo et wird nicht erteilt. Anfraorn, denen keine Adonnrmrvrsauittnng detgrsüst ist, ocrd-n nicht dcantwortet. Eilige Fragen trage man in der«drechftnnde dar. ■6. K. 31. Hohlkehlen ziehen zwei Spuren statt einer und verdoppeln so die Reibung und damit die Geschwindigkeit. Für weiches Eis braucht man breite Läuse, sür hartes Eis statt der Hohlkehle besser einen schmal- geschlissenen Laus._ Marktvretse von Berlin am 36. Januar 1911, nach Ermittelungen des kgl. Polizeipräsidiums. Mais(mired), gute Sorte 16.89— 17,00, Donau 16,00— 16,30. Mais(runder), gute Sorte 0,00— 0,00. Richtstroh 0,00—0,00, Heu 0,00— 0,00. Marltballenvreise. 100 Kilogr. Erbsen, gelbe, zum Kochen 34,00— 50.00. Sveisebobnen. weihe 35.00—60,00. Linsen 36,00— 80,00. Kartoffeln(Kleinbdl.) 5,00— 7,00. 1 Kilogramm Rindfleisch, von der Keule 1.60— 2.40. Rindfleisch, Bauchfleisch 1,30— 1,80. Schweinefleisch 1,40—2,00. Kalbfleisch 1,40—2,40. Hammelfleisch 1,50—2,40. Butter 2,40-3,00. 60 Stück Eier 4,80—7.20. 1 Kilogramm Kardien 1,20—2,40. Aale 1,60—3,40. Zander 1,40-3,20. Hechte 1,60—2,80. Barsche 1,00—2,20. Schleie 1,60—3,20. Bleie 0.80—1.60. 60 Stück Krebse 3,00—24.00 Nur noch einige Tage Set\lixjß Nur noch einige Tage des Inventvir-'AiisverkaLVtfs BAER/OHN L ||ligenieiiMiep[� Grunow's Kaffcc-Versd. l)resdflerst.70 P IflOlth Lindenstr. 105 III du 13 Speck- nndSchinkeiiilterci. Pranz Abraham Hamb. Messina-u.Römertrank-Kell. C.25Barfel3tr.8«, Fernsp. Kgst. 13708 ||p|j(5iSeMÄ Reiner, Otto, Gerichtstraße S5. Partiewareng., Tegel, BmiowsttS F. Zillat, Waldemarstr. 64 a. Üentr.Aato Technikuni Norden Priazen-Allee 42/43 Chanffeanchole Tages- and Abend-Karsas Eintntt jcderxett, Prospekte grätig. nade-flnitalien Arkona-Bad, Anklamer-Str. 34. Beil flll-MCallit 104 Krani.-KrBS. Landsbergcrstr. 107 Collnowstr. 41. [8Dfral-Bail«. Bad Frankfurt, Gr.Frkft.Str. 136. Lieferant sämtl. Krankenkassen Bad Hufeland, Hufelandstr. 45. Kai8er-FrIedrich8-Bad,Charl.a.Bk. Kur-Bad Treptow, Bouchßstr. 18 I inilonhad LiB"BStr* 109 LlUütlllLdll Friedlichst 8. Lief. a. Käst. National-Bad, Brunnenatr. 9. Bad Ostend 1 Original Lohtannin-Bad Walißtr. 70/71 früh. MQnsel Smtl. Bäder, auch, f. Krankenk. Passage- Bad Reform-Bad, Wiener Str. 66. Reform-Bad Weißensec, Lchdersi lOi ScHiHer-Bafl, UlentTliTäl Silocasi"Bad■■■■■ 1 1 R? 9 1 a Schlesische Str. 81. ßanöa�n�unim�� R. Bänke, Stralauer Str. 66. Berkholz, Köpenickerstr. 70. A« E. Lange, Brnnnenstr. ISO Liepe, Schöneberg, Gruevaldstr.SO. Ne¥er,P.,NklliL,Berlinerstr.49— 60 IL Neuacfa, Breitest. 24, Spandau. J. Ch. Pollmann. Letbriogerstr. 60. M. Spranger, Reinickend. Str. 11. Rgchgr- u. iiönüiiGreien C.Adameck, Nklln., Jonasstr. 23 A.Albat,Markt9t.l2'13,Reüiieken(lort Albrecfat, E., Fruchtstr. 29. Landbrotbäcker. Herrn. Albredit P. Anderscfa, Zionskirchstr. 17. R. Anderson, Thüringerstr. 32 Asmus, Wilh., Ueckcrmänderstr. 11. K. Äugt, Dronthcimer Str. 40. Wilh. Bagge, Wiclefstr. 65/6. Willy Bär, Stromstr. 48. Paul Berger, Mirbachstr. 29 P.B eth ge,NlclI n, Kali. Friedriebst. 234 E. Beyer, Thornerstr. 6. Josef Brcfka, Kirchhofstr. 46/47 K.BW.WMMZZ. Otto Billepp, KuUnien-Allee 21 s. 19 Reinh. Blenkie, Wiesen str. 19a' R. Block, Sorauerstr. ia AIw. B.ämer, Romintenerstr. 40 Brotfabrik Heinersdorfer Mühle F. Bockenkamp, Camphausenst.6 PaulBocfanig,PaBkow,Görschstr.1 1 Rudolf Brechlin,Ockerst. 3 Nklln. F. Breitkopf, Exerzierstr. 19 a. Waldemar Brose, Driesenerst. 3 Hermann Büß, Grünauerstr. 12. Ewald Budiler, Weserstr. 47. Ernst Buller, Brüsselerstr. 43. Gust. Böhm, Gubencrstr. 26 G. Büchner, Nordhauseneratr.SO Alb. Dacfawlk, Kamcrunerstr. 16. s Landbr Davids Lancü)rot,Kadcn(lorJcr8tr.29 raliasdMgtr.44,W>6m>nB-,E.Klieabelhit. )Paul Delly, Markusstraße 15.— Albert Denkewitz, Jsbloukiitr. 14 Dnliva, Ferdinand Torellstr. 4 Otto Donath, Stolpischestr. 22. H. Donner, Dunckerstr. 78. Rud.Duncker, Pankow, UäbleniL?! Fritz Eickler, Bastianstr. 18. W. Ernst, Pücklerstr. 42. Franz Fanlwetter, Manleaffelitr.17. Carl Feist, Friedenstr. 101. Friedr.Flemming,Boxbageneritr.37. Paul Freitag, Stuttgarterstr. 13. E. Freyer,BlQmen8tr. 72. E. Marknsitr. R.Friedrlcb, Marionburgerstr. 38. HelnrichFrister, Pankow, Florast.SO Rob. Gebler, Wüdenbruchstr. 68. F. George, Wilhelmehavenerstr. 33. Fritz Glauner, Chausseestr. 80. Gumnior, H. Posenerstr. 16. Wilh. Godt, Emdenerstr. 59. B. Gonsior, Treptow, Grätzstr. 65. O.GÖrk,WifgcBitr.31,br.n.gräne Rbm. Oroße-KhodeP.einickendorferst. 95 Groß- Bäckerei„Berolina** LWest. PaulGrlsard, Pankow, Florastr.10. Paul Gärtner, Treskowstr. 44 A. Günther, Gr- Frankfurtcrst. 75 F.Hanke, Vertr.W.Mehne Marienbnrg«r«t.7 KarlHeidcnrelch, Müncheners t.44 Karl Hennig, Stoinmetzstr. 74 Gast. HeintsdheLHarelbargorstr. 26. O.Henning, Schmidtstr. 8a. Job. Hildebrandt, Rykestr. 32 Paul Hoppe, Hermsdorferstr. 8 Hoppe*sNacbf.Rramarek,AdaIbertst.66 P.nusgen, Uarfurtb-.S.Lii bienraderxl. L. Ihle, Gerichtsstr. 53. Max Jacob, Pflflgerstr. 70-1. Bemb.Jahn, Residenzst. 75, T.582 Reinickendorf, Hcuserstr. 8. Paul Jarrasch, öprengelstr. 33 Jendreyko, Imraanuelkirchstr. 10 Fr Jendreyko, Ohmstr. 9. Max Jesse, Bandelstr. 27. O. Jeske, Libauerstr. 1 B. Kanthak, Licbtenbergerstr.Sl Georg Kappe, Wilb» nuhaTenontr. 8. A. Kelb, Rostockerstr. 31. F. Kiesewetter, ScbiT«lb«inoratr. 16. Fried r. Klinder, Mirbachstr. 37 R. Klinke, Weißens., Lchderst.120. J.Kluck, Residenzst. 155, Reinickend. R. Kleiner. Schulstr, 102 Erscheint 2 mal wöchentlich. | BezugsqMeigen'yepgeichwiSs B Scher- u. Ccnditoreien A. Kosubeck, Sparrstr. 4 Josef Kreil, Weserstr. 179 Alb. Kratky, Cadinerstr. 19. Landbr.-Bäck. Krocher, Saalestr.354 C. Kunze, Liebigstr. 1. Karl Ktinerle Max Kühl, Triftstr. 9 Felix Kynast, Dänenstr. 5. Bäckerei Könscher Kastanien-Allee 57 IBädrereiAentfitorelSim.� Max Kniff ert, Landsb. Allee 29. Friedrich Knop, Bodestr. 31 Panl Köbemick, Wilh.ötolze6tr.35 AJKosmeUtNklin tI>onaustr.52-53 P. Lamla, Iminanuelkirchstr. 20 Ew. 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