Nr. 81. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin; Vierteljährlich 3,30 Mart, monats lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5. Pfg. Sonntags- Nummer mit dem ,, Sonntags= Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs: Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Naum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Serufprecher: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Die Stellung der Sozialdemokratie zu den Zonentarifen. II. Mittwoch, den 8. April 1891. CE Expedition: Benth- Straße 3. ( nämlich die Agitatoren) wissen genau, was sie thun, denn diese sind wir schon mehrfach in unserem Artikel es sind zumeist Juden und jede Verbilligung des Reifens eingegangen; wir kommen hier auf diese noch einmal kurz tommt in erster Reihe den jüdischen Genossen zu gute, zurück. welche als Träger von Spekulation und Handel schon bisher die Eisenbahnen am meisten ausgenügt haben. Ohne Frage werden die Zonentarife eine große Verschiebung der Bevölkerungsmassen herbeiführen. Ja, fürwahr ein verteufelter kommunistischer Gleich- Diese Agitatoren werden von ihr kurzweg Eisenbahn- Die Arbeiter des Dstens werden in hellen Haufen nach macher" ist die Eisenbahn. Sie hat zur Beseitigung der Sozialisten, Eisenbahn- Sozialdemokraten geschimpft. In dem Westen ziehen, wo sie ihre soziale Lage bedeutend verschönen historischen, in„ Sitte und Recht" begründeten dieser erlauchten Gesellschaft der„ Kreuz- Zeitungs"-Männer bessern werden. Unterschiede ganz anders beigetragen, als die kommunistische natürlich darf die recht alt gewordene Großmutter des Durch die Berührung mit den westlichen intelligenteren, Propaganda. Und wahrlich, der echte Vertreter Nationalliberalismus, die Köln. 3tg." nicht fehlen. Sie konnte an eine höhere Lebenshaltung gewöhnten Arbeitern steigern des Historisch Berechtigten" der Bauer, ahute es nicht unterlassen, bei dieser Gelegenheit einige verleumderische sich dann ihre Bedürfnisse. Diese Steigerung der nun als schon früh instinktiv die gewaltigen Umwälzungen übelriechende Schmutzbäche über den Arbeiter zu ergießen. schlechthin für nothwendig empfundenen Bedürfnisse wird die der Gesellschaft, welche die Eisenbahn herbeiführen würde. Gut, daß in Köln zu gleicher Zeit auch Eau de Cologne ererbte kulturfeindliche Zufriedenheit des Arbeiters mit seinen Er wußte sehr wohl, wie Riehl einmal in seiner Natur- fabrizirt wird. Sie schrieb vor einem Jahre schon über die alten Verhältnissen vernichten. Die geistige Trägheit, geschichte des Volkes" sagt, daß er neben der Eisenbahn Bonentarife: die Passivität, das Festhalten an der lieben alten nicht mehr der alte Bauer bleiben kann. Ein wahrer Eisen Wenn Jemand für einige Mark die längsten Entfernungen Gewohnheit, alle diese Grundzüge des ländlichen Arbahnaberglaube bildete sich daher im Landvolke aus. Die im Reiche, noch dazu mit dem Schnellzuge, zurücklegen könnte, beiters werden um so eher verschwinden, je mehr diese Bauern nahmen vielfach an, daß den Eisenbahnen, diesem so würde der Vergnügungssucht und dem vielfach verbreiteten Eigenschaften in den wirthschaftlichen Zuständen selbst ihre Teufelswert, nur eine kurze Lebensfrist gesetzt sei, gerade Hang zum Bummelleben in den unteren Klassen des Volkes in Stützpunkte verlieren. Die nach dem Westen gezogenen Argefährlichster Weise Vorschub geleistet werden. Wer in Köln beiter unterliegen nun den Fluth- und Ebbeperioden unserer wie den Leuten, die ihre Seele dem Teufel verschrieben blauen Montag macht, tönnte unter Hinzunahme des Dienstags tapitalistischen Wirthschaftsweise. hätten. Im Badischen ging beispielsweise die Sage, daß vom Sonnabend an in drei Tagen nach Berlin und zurück ge= beim Anhalten der Eisenbahnen an den größeren Stationen fahren sein und dann wahrscheinlich trotz billigen Fahrpreises Es wird für sie eine Lebensfrage, sich den Wechseljedesmal Giner fehle, den der Teufel für seinen Sohn geviel mehr Geld ohne fittlichen Gewinn verschwendet haben, fällen der heutigen Produktionsweise anzupassen. Der ländliche nommen habe. als wenn er nur einen Tag blau gemacht hätte." Arbeiter muß dem alten Schlendrian, dem, kommst Du nicht Nun von dieser Bauernfurcht vor den Eisenbahnen scheinen noch heute vielfach die Vertreter des Historisch Berechtigten" die Konservativen beseelt zu ſein; sie scheinen eine verteufelte Angst vor dem alles verneinenden Geist, dem Dämon des Umsturzes, dem Teufel zu haben. Zwar muß an Goldstücken. Ferner wäre es doch sehr betrübend, wenn so werden sie wegen ihrer gehobenen Kulturbedürfnisse, derfelbe kauin in der ersten und zweiten Wagenklaffe der der Arbeiter wieder blaue Montage machen würde, er könnte wegen ihrer im ökonomischen Kampfe erworbenen neuen Eisenbahnen umherspuken, da die konservativen Herren diese ja damit das augestammte Recht des Kapitals auf die ganze Sauerteig in der ländlichen Arbeiterschaft bilden. Charaktereigenschaften einen wahren, Gährung erzeugenden Klasse ohne Furcht benutzen; aber sicher sputt er in der Arbeitswoche des Arbeiters gröblich verletzen. vierten Klaffe; denn diese ist nach der Ansicht der Namentlich machten die konservativen Mächte in der In den alten entvölkerten Landestheilen werden sich Herren schon vielfach sehr gefährlich. Holt sie ihnen doch Sigung des Abgeordnetenhauses gegenüber dem Zonentarife die Gutsbesitzer genöthigt sehen, die Lebenshaltung ihrer so viele treue Seelen hinweg und wirft sie in den Heren- Front, in der der Antrag Brömel auf der Tagesordnung Arbeiter zu erhöhen, um sie an ihre Güter zu fesseln. Sie teffel des modernen Großstadtlebens hinein. Ja die Mächte tand, welcher die Regierung um eine durchgehende Er werden ferner jedenfalls arbeitsersparende Maschinen eins des sozialen Beharrens haben eine wahrhaft zitternde Angst vor mäßigung der Tariffäße und eine Vereinfachung des Tarif- führen müssen. Hiermit würde sich dann die kapitalistische, den Eisenbahnen, die, alle historischen Unterschiede ausebnend, systems ersuchte"." Im allgemein politischen und sozialen maschinelle Großwirthschaft mit ihrer Großproduktion im ein gleichartiges Kulturniveau schaffen. Immer reiner und Interesse", sagte der Graf Limburg- Stirum, haben wir kein schnelleren Tempo wie bisher auf dem Lande einbürgern. schärfer arbeiten sich die der heutigen Gesellschaft eigenthüm Interesse, die Reiselust und die Reisetendenz noch mehr zu und dies hätte dann gegenüber der vielfach noch lichen Klassenunterschiede aus, und mit ihnen verschwindet fördern". Es ist schon die Frage berechtigt, ob nicht augenblick- heute vorhandenen rein bäuerlichen Wirthschaftsweise einen der letzte patriarchalische Zug, der früher diesen Klassenver- lich schon etwas zu viel gereist wird." Weiter erklärte er, daß eminenten Fortschritt zu bedeuten. Häufig werden nun die hältnissen anhaftete. Revolutioniren schon so die Eisenbahnen die Einführung ganz niedriger Tarife für die ganzen ländlichen Arbeiter in die Groß- und Fabrikstädte hineinunter der Herrschaft der hohen Tarife die alten über sozialen Zustände in unseren östlichen Provinzen eine be- strömen. Die Vermehrung der arbeitsuchenden Hände" aber kommenen Verhältnisse, in wie viel höherem Masse müssen denkliche Bedeutung haben würde." Er wies auf die veranlaßt in den Städten eine stärkere Konkurrenz unter sie es erst thun, wenn die Eisenbahnen durch den Zonen Sachsengängerei, die Wanderung der arbeitenden" Be- den Arbeitern; die Konkurrenz aber erzeugt als nothwen tarif den großen Volksklassen billig zur Verfügung stehen. völkerung nach den Orten" hin, von denen sie glaubt, wendiges Gegenmittel die solidarische Bereinigung aller Und da ist es denn für die Mächte des sozialen Be- daß es ihr besser gehen oder daß sie sich wohler befinden Berufsgenossen zu gewerkschaftlichen und politischen Kampfharrens" hohe Zeit, daß sie den Kulturkampf mit den werde."- Wahrlich es wird sehr bedenklich für die Herren Genossenschaften. Sie macht diesen Zusammenschluß der Mächten der sozialen Bewegung" auskämpfen. Und sie thaten Gutsbesitzer, wenn dero Unterthanen sich bessere Arbeits- Arbeiter zu einer Frage von Leben und Tod für das es und thun es noch nach Kräften. Da wettern sie fleißig schon und Lebensbedingungen, als sie in ihrer östlichen Heimath Proletariat. gegen die„ Eisenbahnvagabondage" der Arbeiter. Da denunzirt finden, aufsuchen. die fromme Kreuz- Zeitung" die Agitatoren für die Ein- Ja die Herren Konservativen fürchten gar sehr die würden unter dem Einfluß des entfesselten Verkehrs schneller Es ist klar; alle Gegensätze der kapitalistischen Gesellschaft führung des Bonentarifs als Juden, die im Interesse ihrer sozialpolitischen Folgerungen, welche eine Revolution der zur Reife kommen. spekulirenden Genossen die Tarife verbilligen wollen. Diese bisherigen Personentarife nach sich ziehen wird. Auf wenn der reiche Bourgeois nach Monaco fährt und daselbst wickelt sich so zu einer wahrhaft aktiven. Der sittliche Gewinn ist allerdings ein viel größerer, heute, so kommst Du doch morgen"" Lebewohl sagen. Die ehemals passive Race der Arbeiter ent während einiger Monate an dem Spieltische arbeitet, bann jene Arbeiter in die ländlichen Distrikte zurück, Gehen nicht etwa bummelt für den materiellen Gewinn " Feuilleton. Nachdruck verboten.] Die Falkner von St. Vigil. [ 30 Roman aus der Zeit der bayerischen Herrschaft in Tirol von Robert Sa, weichel. Schneller würde auf der einen Seite der Reichthum, Am Abend vor Allerseelentag bat sie Ambros, mit deren Grab geführt und sie hatten ihre Kerzen auf dem ihr am nächsten Nachmittage auf den Kirchhof zu selben verbrannt. Das dritte Licht hatte seine Großmutter aus Pleiten angezündet. Es war das erste und letzte Mal, Wenn meine Mutter Dich so gut hätte kennen ge- daß er mit der Ahne zusammengetroffen war. lernt wie ich," sagte sie, so würde sie mir nicht das Versprechen abgenommen haben, von Dir zu lassen." tommen. Stafi erhob sich; sie hatte lange und inbrünstig gebetet. Wenn die Verstorbenen noch ein Dhr haben für die Der Allerseelentag brachte flares, faltes Wetter. Die Bitten derjenigen, die sie auf der Erde zurückgelassen; Höhen hatten bereits ihre weißen Wintermäntel umgenommen wenn sie mit geklärtem Geistesauge auf die Ihrigen zurückund die Tannen auf den Bergen waren leicht bepudert. schauen: o, dann mußte auch ihre Mutter ihr den Wort Lifeisah mit innerer Unruhe dem Kommenden ent- Auf dem Kirchhofe waren viele Menschen. Sie schmückten bruch vergeben und ihre Liebe ſeguen. Diese Soffnung gegen, Wohl fagte sie sich, daß Ambros der Liebling die Gräber ihrer Lieben mit Schnüren von rothen Bogel schimmerte ans Stasi's thränenüberströmtem Antlitz. Sie leugnen, daß der Bater zuletzt ihm immer nachgegeben hatte, oder standen in wehmüthig finnender Betrachtung bei sen zu Deiner Mutter und nachher zu meinem Vater." des Vaters wäre, und sie konnte es dem Bruder nicht beeren und zündeten Lichter auf ihnen an. Autore beteten lächelte Ambros an und sagte leise:" Jetzt gehen wir erst wenn Beide einmal in Zwiespalt mit einander gerathen Hügeln. Die Flämmchen der Kerzen wehten nur leise Ambros willigte schweigend ein. Das Grab seiner waren; allein in einem solchen Zustande, wie nach dem in der ruhigen Luft. Sie flimmerten wie Schmetterlinge Mutter befand sich auf der entgegengesetzten Seite der Kirche. jüngsten Streite, hatte sie den Bater noch nie gesehen, und golden oder röthlich über den gezierten Gräbern, als wollten Zisei war dort, bemerkte aber die Herankommenden nicht es entging ihr nicht, daß es fortwährend in ihm gährte. fie fich emporschwingen. Es verursachte großes Aufsehen, sogleich, weil sie ihnen im Gespräche mit einer Frau den Wolf hatte wohl Recht, wenn er ihr von jeder Einmischung als Ambros und Stafi auf dem Kirchhofe erschienen. Das Rücken wandte. Die Frau trug einen schwefelgelben Mantel abrieth. Er stellte ihr vor, daß eine solche mit Aussicht auf Gerücht, daß der Erbe des Klosterhofes um die arme Stafi und eine hohe, wie einen Bienenkorb gestaltete Mütze von Erfolg nur von denjenigen versucht werden könnte, der Ein- Barſeit würbe, war bereits überall hingebrungen; jetzt erhielt schwarzer Schafwolle. Das wenige Haar, welches die fluß auf den Klosterbauer befäße, und das sei am Ende Ambros es seine Bestätigung. Ambros begegnete ben neugierigen Mütze sichtbar ließ, war schneeweiß, während die starten selbst. Ambros zum Verzicht auf Stafi zu bewegen, dazu Blicken mit stolzer Abweisung. Stafi und David schmückten Brauen noch ganz schwarz waren. Sie flossen bei der Nasenläge kein Grund vor; denn an dem Ernst seiner Neigung den Grabhügel der Verstorbenen und Ambros pflanzte mit wurzel zuſammen und unter ihnen leuchteten große dunkle tönnte man jetzt nicht mehr zweifeln und von Staft hörte ihnen die Kerze, die ihm Staft gab, brennend auf das Grab Augen aus einem schwarzgelben Gesicht, das voller Runzeln, man nur Gutes. Ueberdies läge keine Gefahr im Verzuge; seiner Widersacherin. Den Hut in den Händen, schaute er auf Falten und Fältchen war. Ueber dem eingesunkenen Munde denn es mußten noch sechs bis sieben Monate verstreichen, die wehenden Flämmchen, während Stasi betete. Er gebachte sprang eine scharf gekrümmte Nase vor. Die Alte, die sich che Ambros mündig wurde. nicht der Verstorbenen; die drei Lichter erinnerten ihn an mit beiden Händen auf einen Krückstock stützte, war von Stasi selbst bat Ambros, den Vater nicht zu drängen. drei Andere, die er einst ebenfalls auf einem Grabe hatte einer herenartigen Häßlichkeit; dennoch vergaß man dieſe, Sie beobachtete den Kloſterbauer in der Kirche und sein brennen sehen und auf deren Flammen er jo geschaut hatte, wenn man ihr in die schwarzen noch lebhaft glänzenden hartes Geficht flößte ihr Furcht ein. Ambros scherzte und wie jetzt, sich wundernd, daß der Wind sie nicht auslöschte. Augen schaute. Als sie Ambros gewahrte, hörten ihre tofte ihre Beklommenheit hinweg. Sein Selbstvertrauen und Es war auch an einem Tage Adlerseelen gewesen, an dem vertrockneten Lippen auf, sich zu bewegen und ihre ihre Liebe gaben ihm eine unbegrenzte Macht über sie. ersten nach dem Tode seiner Mutter: Lisei hatte ihn an Augen wichen nicht mehr von ihm. Er aber machte ein und auf der anderen Seite die Armuth wachsen! Alle die| A Wir fordern einen Ketchs- Unterrichtsminister!" gewesen, daß es überhaupt nicht falsch gedeutet werden fan sich heute schon geltend machenden Tendenzen der kapitalistischen So heißt es fühn am Schluß eines Artikels, dem wir in Jedenfalls spricht diese Vorbereitung auf de Wirthschaft würden verstärkt werden. Im Sturmschritte mehreren liberalen Provingblättern begegnen. Den Anlaß, Bürgerkrieg eine sehr beredte Sprache. In Frant ginge dann die Konzentration des Kapitals vor sich diese Forderung gerade jetzt auszusprechen, giebt die( sonder- reich waren solche Proben von Straßensch Lach ter und mit ihr die Entwickelung der kleinen Einzelbetriebe bare) Meldung, daß die Trennung des Unterrichts vom unter Napoleon dem Kleinen eine Zeit lang allwöchentliche zu großen, gesellschaftlichen Betrieben. Die gesellschaftliche Kultusministerium im Landtage beantragt werden würde- Schauspiele. Und doch ist das Kaiserreich elend zu Grunde sozialistische Produktion würde eher die heutige Privat- von wem, aus welcher Partei heraus, wird nicht gesagt. gegangen. produktion ersetzen. Da nun der Zonentarif die Geburt Soll Graf Bedlitz nicht Unterrichtsminister, oder soll er Politische Uebersicht. Berlin, den 7. April. " " des Sozialismus beschleunigen und den Jammer und den nur Unterrichtsminister bleiben? Also dies erscheint einer Göttliches Recht" und Volkssouveränität. Die Schmerz der in heftigen Wehen liegenden kapitalistischen freisinnigen Korrespondenz als die geeignete Gelegenheit, Kreuzzeitung" thut wieder einmal ganz skandalisirt über Geſellſchaft verkürzen würde, deshalb tritt die Sozialdemo- mit der Forderung eines Reichs, Unterrichtsministers bas revolutionäre Gebahren der russischen Banslaviſten kratie hauptsächlich für den Bonentarif ein. Sie er hervorzutreten. Die Forderung ist sehr vernünftig. Das( Nr. 153). Anknüpfend an eine für uns sonst gleichgiltige hofft, nicht wie viele Schwarmgeister der Bonentaris- Schulwesen ist in fast allen deutschen Staaten so wenig Aeußerung des panslavistischen Regierungsblattes„ Grajd, Bonentarif- Schulwesen danin", das den Bar als den ernannten Willensvoll systeme von diesen Tarifen den Anbruch des tausendjährigen normal geordnet wie möglich. Die Schule zur Reichssache Reiches, nein sie ist sich des ganzen Herzeleides wohl be- machen, das wäre das Mittel, um mit einem Schlage tau- strecker der 100 Millionen Russen hingestellt hat, meint wußt, welches die beschleunigte Entwicklung des Kapitalismus send Unzuträglichkeiten zu beseitigen und die Entwicklung in die„ Kreuzzeitung": mit sich führen wird, aber sie weiß zugleich, daß das schnelle eine vernünftige Bahn zu lenken. Wie wäre es, wenn der wird mit der hier entwickelten Theorie von der Entstehung Wir glauben nicht, daß der Zar sehr zufrieden sein Ausreifen der ökonomischen Gegensätze, die den Charakter Reichstag einmal über Inhalt und Tendenz des Unterrichts, einer Gesellschaft bestimmen, der einzige richtige Weg ist, über den Religionsunterricht, über die Gliederung des seiner souveränen Befugnisse, denn der Gedanke, der be um selbst über diese Gegensätze hinweg zu kommen. Schulwesens in ein niederes und ein höheres ein Wörtchen Ausführungen des Graschdanin" zu Grunde liegt, ift bo mitsprechen dürfte? Man muß sich eigentlich darüber der von der Volts souveränität, eben jener Ge wundern, daß diese Forderung so spät erhoben wird und danke, auf welchen die französische Revolution daß der Liberalismus, das freisinnige Bürgerthum" nicht sich aufbaute. Es ist jedenfalls sehr merkwürdig, diese längst einen Einfluß auf die Schule begehrt hat und viel Theorie aus dem Munde des eifrigsten Vertheidigers det mehr eine seiner eigenen Weltanschauung start wider- utokratie zu hören." Durchaus nicht merkwürdig. Die„ Krenzzeitung" scheint Der Reichstag, welcher vor drei Wochen in die Ferien sprechende Lehre in der Schule ruhig alleinherrschen und weiterbestehen läßt. den Satz:„ Die Extreme berühren sich" gar nicht ging, um sich zu stärken, kam heute wieder zusammen und kennen, welcher vor fast einem Jahrhundert gerade mil Aber das Räthsel hat hat eine Lösung. Ebenso zwar un gestärkt wenigstens zeigte der jammervoll entwickelt und politisch gereifter als das Bürgerthum ist Rücksicht auf solche scheinbare Widersprüche zuerst au schwache Besuch, daß die große Mehrzahlgut drei Viertel cas Broletariat. Hat der Reichstag in die Dinge der Schule gesprochen wurde und Sprichwort geworden ist. Seit di der Reichstags- Abgeordneten- noch nicht stark genug ist, etwas breinzureden, so ergiebt sich hier für die sozial- Lehre von dem„ göttlichen Recht" der Monarchen sich nic ihr Mandat auszuüben und in den Reichstag hineinzugehen bemokratischen Abgeordneten, auch wenn sie nur eine mäßig mehr ans Tageslicht wagen kann und nur noch von Fr geschweige denn darin zu arbeiten. Solch' gähnende starke Graftion in der Minorität bilden, ein fruchtbares häuslern oder heuchlerischen Hanswurſten in ihren Ko Lücken, so viel leere Lehnstuhle hat der Sizungssaal ſelbſt Felb der Kritik, der Agitation mit den Waffen der Logit, ſequenzen verfochten wird, hat die„ Selbstherrschaft", die A vor den Ferien kaum je aufzuweisen gehabt. Und welche Mattigkeit malte sich in den Gesichtern der sonst so lebens. Der Wahrheit, der Gerechtigkeit. Darum denken die te- fratie, sich mehr und mehr mit dem Willen des Volkes zu identi lustigen Vertreter des Rapitals sie hatten den Sieg in thum ist zu feig, das zu verlangen, was ihren eigensten immer auch sein eigener – und jeder, der es nicht, w gierungen nicht an eine solche Aenderung, und das Bürger- fiziren gesucht. Auch Fürst Bismarck that immer nur be Willen des Volkes". Natürlich war der Wille des Volt der Tasche, konnten sich jedoch zur Siegesfreude nicht empor- Anschauungen und Interessen entspricht. Die Forderung kein Bolkswille. Genau dieselbe Braris haben die ruffische schwingen. Die bösen Sozialdemokraten werden nieder jener Korrespondenz wird in der librigen liberalen Presse Baren von jeher befolgt; fie vollstrecken nur den Willen de gestimmt werden, allein sie werden wiederkommen und nicht einmal einen Nachhall finden. Die Aufgabe der schließlich auch Recht behalten- das fühlen die Herren der Reform wird der Partei des Proletariats überlassen. Mit russischen Volkes dieser Wille ist aber ihr eigener, Włajorität, und das verdirbt ihnen den Humor, das lähmt sie. dem Reichs- Unterrichtsminister ist es zur Zeit noch lange und auch die„ Kreuzzeitungs"-Leute haben bei hundert sie sind die Einzigen, welche den Willen des Volkes kennen Die Verhandlungen wurden bei§ 120 a wieder auf nichts. genommen( Gesundheits- und Schußvorrichtungen in ArbeitsEs geht dem Bürgerthum auf diesem Gebiete, wie legenheiten ähnliche Theorien verfochten, unsere junterli räumen) und zwar durch eine sehr gründliche Rede des überhaupt. Es nimmt den Mund voll, aber es bleibt bei Rollegin möge doch blos einmal die Schriften ihres Gründer Genoffen Wurm, der die bestehenden Mißstände, und das, den Worten, zumal es nicht einmal ganz so denkt wie es Er- Redakteurs und( Nicht- Ex-) Heiligen, des Geheimra was noth thut, klar und eingehend darlegte. Es entspann redet. Go überläßt es der Reaktion das Feld. Ans Ruder 28 agener durchlesen- da wird sie noch erstaunliche sich eine Diskussion, an der von unserer Seite außer wird es in Deutschland überhaupt niemals gelangen. Und Dinge finden als im„ Graschdanin". Wurm noch Bebel, Singer und Heine Theil es wird untergehen, ehe es noch recht da ist. nahmen. Die Vertreter und Anwälte des Kapitals vertuschten und hemmten nach Möglichkeit und der Leipziger Das Marine- Verordnungsblatt" veröffentlicht folgende Abgeordnete Götz nicht zu verwechseln mit seinem glück- faiserliche" Rabinetsordre, betreffend die Kommandantur in lich ad acta gelegten Bruder Dr. Göz von Lindenau, Helgoland: benutzte die Gelegenheit, um dem Haus mitzutheilen, daß er - ein ehrsamer Eisenfabrikant Arbeiter Jubilare ge züchtet" habe. Ja, wenn die" Jubilare" nur auch Bismarc'sche Millionäre wären! So wurde der arme„ Jubilarzüchter" blos ausgelacht. D Aus der Debatte ist noch ein kleines Wortgefecht über die von uns geforderten Arbeitstammern hervor zuheben, durch die der Arbeiterschutz kontrollirt und wirksam gemacht werden soll. Auch fehlte es nicht an den üblichen Spöttereien über die wunderbare Liebe der Sozialdemofraten zur Polizei! Herr Dr. Max Hirsch wollte durch aus nicht zugeben, daß der Arbeiter dem Arbeitgeber gegen über schutzlos feien, wenn der Staat, b. h. das Gesez, nicht für sie eintrete. Herr Dr. May Hirsch scheint nicht zu wissen, daß der Schutz, den seine Lieblinge, die Gewerk vereine, den Arbeitern zu gewähren im Stande sind, angefichts der gegenwärtigen Krise selbst in England, dem klassischen Lande der Trades- Unions, auf ein mehr als bescheidenes Maß zusammengeschrumpft ist. Im Laufe der Situng wurden sämmtliche die Schuß vorrichtungen betreffenden Baragraphen, bis einschließlich 120 e, fast vollständig im Wortlaut der zweiten Lesung, und -wo Abweichungen vortamen nach den Anträgen des Rartells" angenommen. Der Landtag nahm auch heute seine Sigungen auf. Die Tagesordnung, auf welcher blos unwesentliche Petitionen standen, war rasch erledigt. Morgen beginnt die zweite Berathung der Landgemeinde- Ordnung. Wir aber dächten: Hundert Jahre nach der fra zösischen Revolution soll man derartige heitle Themata meiden. Die Autokratie" ist eine Thatsache deren Wirklichkeit wir in Deutschland uns wahrhaf zur Genüge haben überzeugen können; diese Thatsa " Ich bestimme, daß am 1. April dieses Jahres in Helgo- kann man historisch erklären, allein man verfu land eine Kommandantur einzurichten ist, welche von der es nicht, sie als ein ewiges Recht( göttliches Recht") hin Marine ressortirt. Der Kommandant untersteht dem Kom- stellen- das fordert heutzutage nur noch die Lachs mando der Marinestation der Nordsee. Er hat die allge- heraus. meinen Befugnisse der Festungs= Kommandanten. Gerichtsbarkeit hat er nicht. Berlin, den 24. März 1891. Wilhelm. An den Reichskanzler( Reichs- Marine- Amt)." Eine Es ist zu fürchten, daß dies der Anfang von Ausgaben ungezählter Millionen sein wird. Zuerst soll eine Strandbatterie auf der Insel errichtet werden, dann soll ein Torpedonothhafen eingerichtet werden und zuletzt wird Helgoland, was bei der Annexion sofort gefürchtet wurde, zum befestigten Platz gemacht werden, was mit Ausgaben verfnüpft sein wird, die sich gar nicht übersehen lassen. Das fleine Helgoland wird den deutschen Steuerzahlern, aud) den chauvinistischsten, noch sehr viel Kopfzerbrechen machen. Das fortschrittliche Wochenblatt, Mecklenburger", in Ludwigsluft bei Rostock bespricht die Mittheilung der„ Frankfurter Zeitung", daß in Coburg das Militär jüngst alarmirt worden sei, unter der Scheinvoraussetzung, daß die Sozialisten einen Aufstandsversuch gemacht und in der Stadt bereits festen Fuß gefaßt hätten. Das Blatt meint, es scheine dies, ebenso wie die famose Unteroffiziersprämie, auf die Absicht der Heranziehung eines richtigen Prätorianerthums, im Stil des zweiten französischen Kaiserreichs, hinzudeuten. Nun wir dächten, was der neue Herr Reichskanzler in jener denkwürdigen SchießPrämien- Sigung des Reichstags gesagt hat, sei so deutlich Das Neueste vom deutsch- konservativen Krieg schauplate ist folgende Erklärung der„ Konservativen Korrespondenz" gegen die Kreuz- Beitung": ng ette " In einem Augenblick, wo es noch nicht möglich i Erklärung der Parteileitung über die mit bom Deutschen Tageblattes" verbundenen Vorgänge zu erzielen, bie parlamentarischen Körperschaften nach der Osterpause jetzt wieder zusammentreten, begnügen wir uns, gegenüber Darstellungen, welche in der Kreuz- Beitung" theils in eigen Artikeln, theils in Auslassungen, die aus anderen Blätte übernommen sind, sich finden, folgende Thatsachen festzustelle 1. Der Ankauf des Deutschen Tageblattes" burch Kreuz- Zeitung" war nicht die Folge einer Berständigung halb der Partei, sondern lediglich ein einseitig von daktion der Kreuz- Beitung" ausgegangener Alt, welcher Parteileitung nicht minder als alle sonstigen politischen überrascht hat. " Der inne bi Fre 加 Münchener Allgemeinen Zeitung" übernommenen Darstellun Sin 2. Gegenüber der von der Kreuz- Zeitung" aus als ob es eine konservative Parteileitung im eigentlichen des Wortes nicht gebe", muß fonstatirt werden, daß der der Leitung der Preßangelegenheiten von dem Wahlverein Deutschen Konservativen betraute Partei- Ausschuß aus Wahl der konservativen Fraktionen des Reichstages, sowie preußischen Herrenhauses und Abgeordnetenhauses hervorge und demnach doch wohl einen Hintergrund aufzuweisen verwundertes Gesicht und fragte sich, ob er wache oder Stafi doch für die Unvorsichtigkeit ihres Bruders, daß er feit im Himmel und sie hatte der Hoffnung bis jetzt gele träume? Die Alte konnte Niemand anders sein, als Die jenige, an die er nur eben gedacht hatte, und Lisei, Welche sich jetzt umwandte, bestätigte es, indem bei dem Anblick des jungen Paares ein Schatten über ihr gutes Geficht zog. Na, grüß Gott, Ahne," sagte Ambros und streckte ihr läffig die Hand hin. Die Alte hielt sie fest und ihn fortwährend anschauend, rief sie bewegt:" Ich wußt es gleich, daß Du meiner armen Rathi ihr Sohn bist. Wie aus den Augen geschnitten bist Du ihr. Und hier an ihrem Grabe muß ich ihre Kinder endlich einmal wiederfinden! Der Ahne hat keins von Euch nachgefragt, und hab' doch Eure Mutter unter dem Herzen getragen. fich so öffentlich mit ihr zeigte, nicht verantwortlich machen, daß sie nicht eher sterben würde, als bis ihn die Bergei und zudem wollte sie den Leuten, welche sich neugierig in ereilt hättte. Und nun hatte sie seinen Sohn der Nähe des Grabes sammelten, nicht noch mehr Stoff zum Kaspars Tochter als Brautleute an Kathi's Grab gefunde Reden geben, als sie schon hatten, indem sie Stasi un Ihr Leib war morsch geworden; aber die siebenzig beachtet ließ. einige Jahre hatten die Gluth ihres südlichen Blutes gekühlt. Ba all Ja, wer ist denn die Gitsche da, mit der Du ge tommen bist?" fragte Frau Straffer jetzt ihren Enkel, Ambros führte die Frauen zu dem Bäcker, dessen und Lisei nannte ihren Namen, indem sie Stast näher am Kirchenplage stand und sich rückwärts an den heranzog. Po lehnte. Der Bäcker hatte Schankgerechtigkeit; jedoch Die Stasi Larseit?" wiederholte die Ahne, die verlegen fehrten bei ihm meistens nur Knechte, Holzfäller und Erröthende mit großen Augen anschauend." Dem Kaspar fellen. Ambros wählte seine Trinkstube, weil daselbst Larseit seine Tochter?" diese. Tageszeit faum Gäste und Niemand von feiner Freilich," rief Ambros. Was ist denn da Ver- tanntschaft zu vermuthen war. Er fand sich darin wunderliches bei? Und damit Du es gleich weißt, Ahne, nicht getäuscht: die Stube war leer. Er ließ rothen Ambros zuckte die Achseln und Lisei war verlegen. Die Stafi Larfeit ist meine Braut." Damit faßte er sie bei und Brot bringen. Die Großmutter verwendete kein Frau Straffer wartete auf teine Erklärung, sondern fuhr der Hand und drehte mit der Linken seinen Schnurrbart in von ihm und Stasi, die ihr gegenüber saßen, während fort: hr braucht mir nichts zu sagen, ich kenn' ja Euren die Höhe. sich das weiße Brot schmecken ließ. Sie nickte dem Mäb Bater, ja den fenn ich. D ja! O ja! Nicht einmal Die Greifin schlug die dürren Hände zusammen, freundlich zu und sagte: Das begreift sich schon, daß den Tod Rathi's hat uns der Klosterbauer vermelden lassen worüber ihr der Krückstock entfiel, und starrte abwechselnd Ambros Dich lieb hat. Ach, wenn meine Kathi und und wir haben es lang' nicht gewußt, mein Mann und ich, ihren Entel und Stafi an. Kaspar noch lebten, die würden an Eurer Brautschaft daß sie gestorben war. Und sie war unser einziges Kind. Seine Braut," murmelte fie, dem Kaspar seine Tochter ihre Freud' haben." Mein Mann hat aus dem Leben gehen müssen, ohne seine und Entellinder mit seinen leiblichen Augen geschaut zu haben. Jeht schlägt mein legtes Stündlein wohl auch; da hab' ich nach ein letztes Mal an dem Grab meiner armen Rathi beten wollen." wie Du ihr doch gar so ähnlich bist!" dem Klosterbauer sein Sohn sind Brautleute! Du mein Heiland, wie soll ich denn das verstehen?" " Was ist denn dabei weiter zu verstehen?" fragte Ambros ungeduldig, und Lifei bat die Ahne, indem sie ihr den aufgehobenen Krückstock reichte, daß sie sich um der dabei zu Lisei. Läßt eine alte Frau nicht' mal in Frie Leute willen beruhigen möchte, „ Die sollen ihre Freud' daran haben und den verwundert's Dich so sehr, daß wir Brautleute rief Ambros. Wie so denn? Jetzt fag's, Ahne." " Wie der ungeduldig ist," sagte diese und wandte Sie wischte sich mit dem Rücken der knöchernen Hand das gute Brot essen! So gut wird's mir nicht Er ging mit Staft voran, und die Großmutter folgte, Tage geboten. Kann freilich auch nichts mehr schaffen, eine Thräne aus den Augen und ohne die Zeichen der Ungebulb, welche Ambros gab, zu beachten, verfolgte sie sich auf den Arm ihrer Enkelin sich stützend, unter fort- stricken." Und Du hast Deine Mutter nicht vergessen, Ambros? währendem Kopfschütteln. Sie konnte es nicht fassen, daß Ambros stürzte haftig sein Glas Wein Willst ihr eine Kerzen aufs Grab stecken? Ach, mein Heiland, die Kinder der beiden Männer, die sich um ihrer faßte die Aeußerung der Großmutter als einen Bor Tochter willen so bitter gehaßt, in Liebe zu einander sich gegen seinen Vater auf und er schämte sich dessen vor S gefunden hätten, und sie gönnte einen solchen Ausgang dem welche die alte Frau mit mitleidigen Blicken betrach Selofterbauer nicht. Wenn es einen Menschen gab, dem sie Lisei seufzte. Und Du bist dem Klosterbauer als Söhnerin alles Ueble gönnte und wünschte, so war es der Klosterbauer. All' die langen Jahre hindurch, seitdem der Rasen ihre fragte die Greisin jetzt Stasi. Tochter deckte, hatte sie in sich den Gedanken genährt, daß vergolten werden würde. Es gäbe sonst ja keine Gerechtig " Ist schon recht, Ahne," rief er ungeduldig. " Bist kurz angebunden? Ja, das war meine felige Rathi auch," verfegte die Großmutter mit einem zärtlichen Blick. " hinunter. redit Unterdessen war Lisei, dem Zuge ihres guten Herzens folgend, zu Staft getreten, die sich verlegen hinter Ambros dem Klosterbauer das Böse, welches er ihrer Kathi angethan, Was fragst Du noch, da sie mir als Frau recht ist!" versteckt hielt, und hatte ihr die Hand geboten. Sie konnte Ambros aber ( Fortsetzung folgt.) b DO DEB un deffen Autorität auch die Redaktion der Kreuz- Zeitung"| Bruchtheil der deutschen Industriebevölkerung länger ar-[ haltenen internationalen Arbeiterschutz- Konferenz an schwerlich die Anerkennung versagen wird." beiten muß. genommenen Grundsätze bezüglich der Ordnung der Arbeit in industriellen Etablissements und Bergwerken in Schweden zur Anwendung zu bringen sind. Die Kreuz- Zeitung" hält es nicht für nöthig, vorgender Antwort: " hatten. Korrespondenzen und Parteinachrichten. ftehende Erklärung abzudrucken und begnügt sich mit fol- Kongresses hat die gesammte Bourgeoispresse aufs äußerste Der Verlauf des internationalen Bergarbeiter Aus Sofia verlautet, daß eine Spur der Attentäter Wir konstatiren hiernach, daß alle bisherigen in dieser überrascht, während er unseren Erwartungen und VorherAngelegenheit erfolgten Rundgebungen der" Kons. Korresp." sagungen aufs genaueste entspricht. Die Herren Bourgeois entdeckt sei. Dieselben sollen aus Rußland durch Serbien und des Kons. Wochenbl." von der Parteileitung" nicht aus haben über die Arbeiter und die Arbeiterbewegung so viel nach Sofia gelangt sein, auf demselben Wege soll es ihnen gegangen find. Im übrigen vermögen wir nicht einzusehen, gelogen und so viel lügen lassen, daß sie nachgerade selber gelungen sein, zurück zu flüchten. Ob unter den in Sofia wieso die Thatsache, daß Herr v. Hammerstein aus national- an ihre Lügen glauben und hinter jedem Arbeiter und Verhafteten sich ein Mitschuldiger befindet, ist noch nicht liberalen Händen ein Blatt angekauft hat, zu dem der Wahl- namentlich hinter jeder Arbeiterorganisation die feuerspeiende, festgestellt. Die serbische Regierung ließ der bulgarischen verein der deutschen Konservativen als solcher niemals Mittel mordlustige Hydra der sozialen Revolution" lauern sehen. bekannt geben, es feien keinerlei Anhaltspunkte dafür vorhergegeben und auf das derselbe ebensowenig einen gesicherten Wir hatten zu allen Zeiten behauptet und aufrecht- handen, daß sich auf serbischem Gebiete Verschwörer gegen Einfluß besaß, dem von diesem Wahlverein mit der Zeitung erhalten, daß, umgekehrt, die Organisation der Ar- Bulgarien aufhielten. Durch besondere Logik zeichnet sich der Preßangelegenheiten betrauten Ausschuß zu irgend welchen beiter das beste, ja einzige Mittel sei, die soziale Bewegung vorstehende Meldung nicht aus. Erklärungen überhaupt Veranlassung geben könnte. Das beste wird wohl sein, einen Preis auszuschreiben, Bourgeois zu ihrem Staunen, daß sie sich, lächerlich soll in St. Petersburg entdeckt worden sein. in ruhige Bahnen zu bringen. Und nun sehen die Herren Eine neue Verschwörung gegen das Leben des Zaren um die wichtige Frage beantwortet zu erhalten, ob es eine konservative Parteileitung giebt oder nicht. Oder könnte getäuscht, und daß wir recht man noblerweise die Sache nicht einfach ausknobeln? Sollte nahme der belgischen Bergarbeiter, denen jegliche dies nicht gehen, so dürfte die deutsch- konservative Bartei feste Organisation fehlt und die unter dem Doppelauseinander fallen, beziehentlich eine Bereinigung der Frei- och der liberalen Bourgeoisie und des katholischen Frei- Pfaffenthums konservativen mit den" gemäßigten" Deutsch- Konservativen Pfaffenthums auf das niedrigste Niveau der Existenz herabgedrückt sind, haben sich die stattfinden. Bergarbeiter Die Zersetzung der bürgerlichen Parteien macht die er- allgemeinen Welt Streifs" erklärt. Und wenn auch für dem dort wohnenden Arbeiter Löhrte durch den Gendarmen und feines Landes für den tollen Verzweiflungsstreich des Stettin, 4. April. Haussuchung. In Hohenkrug wurde bet freulichsten Fortschritte, keine kann versichern, daß sie im Belgien die Gefahr eines allgemeinen Landes- Streits den Ortsvorsteher eine Haussuchung vorgenommen. Welchen im nächsten Jahre den alten Bestand von Mitgliedern noch be- wenigstens vorläufig beseitigt ist, so haben wir das Zweck diefelbe haben sollte, ist absolut nicht einzusehen, denn es nächsten Jahre den alten Bestand von Mitgliedern noch befizen wird. einzig und allein den organisirten belgischen Arbeitern giebt keine unerlaubten Schriften mehr, und Schriften wurden Herr Engen Richter hat hinter verschlossenen Thüren zu verdanken- das heißt den sozialistischen Ar- wohl angesehen, aber nicht beschlagnahmt. Sollte aber die Hausden Freisinnigen des 2. Berliner Wahlkreises einen Vortrag beitern. Denn Organisation und Sozialismus fällt in fuchung vielleicht nur ein Schreckschuß sein, so ist die Maßregel an eine verkehrte Adresse gerichtet. gehalten über den Welfenfonds. Neues fanden wir in den Belgien zusammen. Berichten über den Vortrag nicht, theils waren es die schon Unsere Gegner werden natürlich nicht so ehrlich sein bekannten Thatsachen, theils die bekannten Fehlschlüsse und ihren Frrthum eingestehen noch weniger werden fie Richters. Herr Richter entblödete sich nicht zu behaupten, die Konsequenz der Ehrlichkeit haben und ihr sinnloses, „ daß mit den„ geheimen Fonds" die Sozialdemokratie auf selbstmörderisches Hezen und Wüthen gegen die Arbeiter gepäppelt und groß gezogen wurde", als ob wirklich eine so organisationen aufgeben. Wen die Götter verderben wollen, große, das Erstaunen der ganzen Welt erregende Bewegung, den schlagen sie mit Blindheit. wie die sozialdemokratische, nicht einzig und allein aus Die Sachsengängerei soll nach Meldung der Posener zwingenden inneren Ursachen und äußeren Verhältnissen hätte entstehen können. Nun, Herr Richter ist zu alt, noch 8tg." in den letzten Wochen ganz gewaltige Dimensionen etwas zu lernen, deshalb lassen wir uns genügen, dieses angenommen haben. Ein Beweis für das Wohlbefinden der Streiflicht auf seine Geschichtsauffassung zu werfen. Das in den berühmten patriarchalischen Verhältnissen lebenden Interessanteste an der Versammlung scheint uns zu sein, daß ländlichen Arbeiter. Wie die" Post" erfahren will, beabsichtigt man in der deutschfreifinnigen Partei die Welfenfonds. Frage bei der dritten Lesung des Etats im Abgeordneten hause zur Sprache zu bringen. M Elberfeld, 3. April. Unser Reichstags- Abgeordneter Genosse Friedrich Harm wurde heute Morgen furz vor 6 Uhr aus der baft entlassen, die er als„ Höchstbesteuerter" aus dem Eiffelthurmgeheimbundsprozeß zu„ verbüßen" hatte. Mit dem Genoffen Harm haben die Kerkermauern das letzte Opfer" besagten Prozeffes freigegeben. Die Arbeiter von Barmen- Elberfeld sandten ihn als ihren Vertreter am 20. Februar v. J. zum dritten Mal in den Reichstag, damit er die Arbeiter- Intereffen vertrete, doch die Verfassung des Deutschen Reiches ist dermaßen, daß ein erwählter Boltsvertreter nicht einmal feine ihm in einem politischen Brozeß zudiktirte Haft unterbrechen darf, um den Auftrag feiner Wähler zu erfüllen; Elberfeld- Barmen blieb die ganze Zeit über im Reichstage unvertreten. * sie hinter verschlossenen Thüren abgehalten wurde. Einen Der Sekretär des amerikanischen LandWiderspruch gegen seine Angriffe auf den Welfenfonds, wirthschaftsamtes Rust hat auf eine an ihn er den Parteigenossen an der Spitze der heutigen Nummer folgenMannheim, 7. April. Der Verlag der Volksstimme" theilt denen ja im allgemeinen zuzustimmen ist, fonnte er doch gangene Anfrage erwidert, die telegraphische Meldung, nach des mit: kaum befürchten. Er muß wohl Angst gehabt haben, daß welcher Deutschland das betreffs der Einfuhr amerikanischer er wegen der Mitarbeit der Fortschrittspartei an dem dem Schweine resp. amerikanischen Schweinefleisches erlassene abend aus der Schweiz zurückgekehrt, hat sich freiwillig der Unser vormaliger Redakteur Herr F. Thies ist am SonnWelfenfonds zu Grunde liegenden Geseze interpellirt werden Berbot zurüdgenommen habe, sei offiziell noch Staatsanwaltschaft gestellt und ist, wie wir vernehmen, Sonntönnte. nicht bestätigt, er zweifle jedoch nicht, daß eine derartige abend Abend in Untersuchungshaft genommen worden. Er hat Entscheidung bald getroffen werden dürfte. Damit wenigstens in einem Theile sein früheres Verhalten wieder Bestätigung dieser Meldung des Wolff'schen Telegraphen- gut gemacht. Alle Blätter, welche unsere erste Nachricht von dem Fortgange des Herrn Thies brachten, bitten wir auch vorstehende bureaus ist abzuwarten. Notiz zu veröffentlichen." Die National Beitung" jammert über die übertriebenen Schutzölle Frankreichs. Die Schlotbarone, Melodie Die Wacht am Rhein" den Text des Liedes ArbeiterAugsburg. Acht Sozialisten sangen öffentlich nach der Während Herr Richter die Wahl des Fürsten Bismard welche von der National- Beitung" vertreten werden, wünschenfeldgeschrei" und wurden deshalb wegen„ groben Unfugs" zu und nicht des Genoffen Schmalfeldt in der Stichwahl int für Deutschland hohe Schutzölle, für alle anderen Länder Geldstrafen verurtheilt. 19. hannoverschen Wahlkreise mit eiserner Konsequenz Freihandel. Die französischen Schutzöllner wollen das Gleiche vertritt, empfahl, wenn auch nicht allzu entschieden, der als wie die deutschen, nur daß sie statt Deutschland Frankreich Wadenstrümpfler oft bezeichnete Abg. Barth die Wahl des fetzen, und dasselbe gilt von den Russen, Nordamerikanern zuges am 3. Mai an die Polizeibehörde bereits unterm 17. März In Stuttgart ist ein Gesuch um Genehmigung eines FestSozialdemokraten in diesem Falle. Die Wadenstrümpfler u. s. w. Für sich Hoch Schutzölle, für alle anderen Frei- abgegangen. Ein Bescheid ist unseres Wissens bis jetzt noch nicht radikaler und vernünftiger wie die Wasserstiefel Politiker, handel und die Folge sind chinesische Mauern statt der erfolgt. das ist das neueste Bild in der in Zersetzung begriffenen Grenzsteine. freifinnigen Partei. In Amberg( Oberpfalz), wo die fistalische Gewehrfabrik Die Freisimmige Btg." sucht den Glauben zu erwecken, Review", einer der angesehensten englischen Wochenschriften, Versammlungen erhalten. Gine bereits gemiethete große BierPapft und Republikaner. In der Contemporary und einige ins Große arbeitende Industrien viele Arbeiter beschäftigen, fönnen unsere Genossen fein Lokal zum Abhalten von als ob wir gegen die Vereinigungen der Unternehmer veröffentlicht ein sogenannter Staatsmann des Kontinents" halle wurde vom Wirthe nachträglich wieder verweigert und der und ihre internationalen Abmachungen etwas einzuwenden einen Artikel betitelt:„ Die Savonische Dynastie, der Papst Wirth bezahlte die ausbebungene Stonventionalstrafe von 20 M. hätten. Das ist, wie unsere Leser wohl wissen, gänzlich und die Republik", worin er nachzuweisen sucht, daß die Diese Lokalverweigerung wird wohl damit zusammenhängen, daß falsch, wir kennzeichneten nur den bornirten Klassencharakter, Monarchie in Italien vollständig abgewirthschaftet habe, unser Genoffe Abg. Ulrich im Reichstage so erbauliche Mitthei die Unduldsamkeit und den Egoismus des Unternehmerthums, wie wir stets betonten, daß die Unternehmer für sich daß aber das Papstthum, welches sich niemals mit der lungen über die Zustände in der Gewehrfabrik machte. bas Koalitionsrecht in weitestem Maße ausnügen, die sei, sich mit einem republikanischen Italien und nummer- unter den Korrespondenzen und in der Bolitischen Savoyischen Dynastie aussöhnen tönne, sehr wohl im Stande Ostpreußen. Berichtigung. In unserer SonntagsArbeiter aber an den gleichen Bestrebungen mit eiserner Konsequenz, vor keinem Mittel, selbst dem der Aussperrung sogar einem republikanischen Europa zu vertragen. Etwas Richtiges ist hieran: Die katholische Kirche ist Ostpreußen betreffs des Prozesses wider den Genoffen TischUebersicht brachten wir die Notiz, daß in Bischofftein in nicht zurückschreckend, hindern. Wenn das freisinnige Blatt nicht, wie die protestantische, eine Staats-, sondern eine ler Behnke und dessen Mutter eine Ausläutung derselben sagt, daß die Regierung in gleicher Weise von den Weltkirche fie hängt von keiner Regierung ab durch einen Polizisten stattgefunden habe. Wie uns aus zuver Koalitionen der Rechenbesitzer Kenntniß habe, wie von den und hängt an feiner Regierungsform. Organisationen der Arbeiter, so ist dies wieder falsch, denn Sie fann läffiger Quelle mitgetheilt wird, liegt hier ein Frrthum vor, sich ebenso gut mit der republikanischen wie indem die Ausklingelung nicht obige Personen, sondern die Veran der Berathung der koalirten Zechenbesitzer nahmen, wenn mit der monarchischen Staatsform abfinden, und kommt zum gebung der Arbeiten eines Saales und den Ankauf von Brettern auch angeblich schweigend, die Vertreter der fistalischen Beispiel in den Bereinigten Staaten ganz vor- betraf, wozu ein Termin auf den 15. April, denselben Tag, an Bergwerke theil. trefflich mit der Republik aus. welchem obiger Prozeß stattfindet, festgesetzt ist. So entstand, wie man uns schreibt, die Verwechslung, welche um so leichter erklär= Die Deutsch- Sozialen( Antisemiten) wollen zu Pfingsten Es giebt sogar Ratholiken, die eine Aussöhnung des lich ist, als der ganze Ort sich jetzt vorzugsweise mit obigen Pereinen Parteitag in Leipzig abhalten, zu welchem auch die Bapstthums mit dem Sozialismus für möglich sonen beschäftigt." Wie dem sei, wir müssen hier wiederum beMitglieder verwandter Parteirichtungen, sowie hervorragende halten, und ein französischer Katholik hat neulich ein recht tonen, daß die Genossen bei Abfassung von Berichten sich der Antisemiten des Auslandes als Gäste Einladungen erhalten geistreiches Buch in diesem Sinne geschrieben. Wir be- größten Gewissenhaftigkeit zu befleißigen haben, indem durch sollen. Da wird sich eine nette Gesellschaft zusammenfinden. zweifeln auch nicht, daß Beiten bevorstehen, in denen der ungenaue oder gar unwahre Berichte unsere Sache nur geschädigt Bapst sehr glücklich sein würde, über Sozialdemokraten und " wird. Sprechlaal. Die National 3eitung" polemifirt gegen sozialdemokratische Staaten zu herrschen. Schade nur, daß unsere ausführlichen Auseinandersetzungen über die Wirkungen diese Gefühle nicht auf Gegenseitigkeit beruhen und daß die des Normal- Arbeitstages auf die Produktion. Sie be- Sozialdemokraten von keinen Päpsten und keinem Papst Die Redaktion stellt die Benubung des Sprechsaals, sowelt der Maum dafür abzustreitet nach Bismarck'schem Vorbilde, daß in der Schweiz etwas wissen wollen. der Normal- Arbeitstag durchgeführt werde, was heute durch geben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Interesses zur Verfügung; sie verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt deffelben identifiziert zu werden. An die in der Musikinstrumenten Branche beschäftigten Kollegen! Kollegen! Als ich am Sonnabend meine Arbeit lieferte, einmal kommen, es feien feine Stimmen abgewogen, ich bekomme die verschiedensten Autoritäten einschließlich der von dem Der italienische Minister des Innern, Herr Fabrikantenorgane angeführten zugestanden wird, sie be- Nicotera benugt jede Gelegenheit, den Arbeitern zu verhauptet endlich, daß der demnächst zur Verhandlung ge- sprechen, daß er die Mai- Demonstration, falls sie nicht langende elfstündige Normal- Arbeitstag für erwachsene genau nach seinen Wünschen verlaufe, brutal unterdrücken wurde mir vom Meister Ertel gesagt, ich soll am Montag noch Frauen die Beschränkung der Arbeitszeit der Männer auf werde. die gleiche Stundenanzahl zur naturgemäßen Folge haben Er erklärte, daß er am 1. Mai Privatversammlungen 8. Schieber. Ich kam also Montag, um mir meine Arbeit zu müsse. Damit beweist das Blatt freilich nichts anderes außerhalb der Stadt gestatten, öffentliche dagegen in der holen und stellte ein Backet 8. Schieber( angeblich, weil schlecht Er fürchte nicht seine Popularität gestellt) noch einmal, fonnte aber nichts Schlechtes daran finden, ſeine tiefe Unwissenheit in sozialpolitischen Dingen. Die zu verlieren, wenn er dem Geseze Achtung verschaffe. Zur furz und gut, ich langweilte mich babei 11 Stunden, weil ich " National- Zeitung" weiß eben nicht, daß ein Normal- Arbeits- Aufrechterhaltung der Ordnung werde er Kavallerie anstatt schon lange merkte, auf was es abgesehen war bei mir! Wie tag für erwachsene Frauen in England seit einer Reihe Jufanterie verwenden lassen, um jeden gefährlichen Butonnte ich mir auch erlauben, dem Verein der Klavierarbeiter von Jahrzehnten besteht und daß trotzdem die sammenstoß zwischen der Volksmenge und den Bajonetten Tage zu schildern, welche Stoff zu einem trefflich ausgearbeiteten und verwandten Berufsgenossen beizutreten und daselbst unsere erwachsenen Männer immer entschiedener für sich den der bewaffneten Macht zu verhindern. Der Mann Sobald dies hörte, war Normal- Arbeitstag fordern. Eine Einwirkung der EinFlugblatt bot. Herrn Nicotera beliebte es auch, sich bei dieser Gemeine Arbeit schlecht, als aber der Mann das Flugschränkung der Frauenarbeit auf die der erwachsenen legenheit als wahren Freund, die Sozialisten als falsche blattwahre Thatsachen zu lesen bekam, da war Männer äußert sich naturgemäß nur in den Induſtrien, wo Freunde der Arbeiter zu charakterisiren. Herr Nicotera wird mit de gange schon konnte ich von Maßregelungen sprechen, einem Male am Montag keine Arbeit mehr für beide Geschlechter gemeinsam arbeiten, und auch dort nur mit dieser Auffassung wohl allein stehen. mich da. insoweit, als die Arbeit der Männer direkt von der jedoch that ich es nicht, der Grund ist Euch Kollegen ja allen D der Frauen abhängt. Wenn die National Zeitung" Der italienischen Kammer soll demnächst der bekannt. Troßdem die Burschen beffere Arbeit bekamen, als endlich behauptet, daß in Deutschland die elfstündige Entwurf eines Arbeiter Unfallversicherungs- Gefehes ich, ließ ich mich doch nicht bewegen, die Arbeit nieber zu legen Arbeitszeit im Allgemeinen thatsächlich schon bestehe, so zugehen. bringt sie damit nur den urkundlichen Nachweis, daß sie davor zurück, daß Euch ein gleiches Schicksal trifft, sondern folgt die deutschen Arbeiterverhältnisse genau so schlecht kennt, die spanische Regierung 171 Millionen für die Her- Kollegen, ich rufe Euch nun noch einmal zu: Organisirt Guch, dem Mahnruf des Flugblattes, denkt alle daran, daß immer Bei einem Defizit von 62 Millionen Franken wirft mehr Burschen heran gedrifft werden und Ihr überflüssig werdet. wie die englischen, daß sie ihre Zeit mit dem Studium der stellung neuer Kriegsschiffe aus. Das ist eine Regierung, Dann sönnen solche Dinge nicht auch mit Such gemacht werden, deutschen Fabrikinspektoren- Berichte und der Schriften eines Thin und Herkner nie vergeudet hat. Uebrigens beweift die auf der Höhe der Situation steht. ja schon jedem urtheilsfähigen Beobachter der Widerstand M Vorstehendes denn gefchloffen sind wir alles, getrennt nichts. sei hiermit dem Vorstand der Klavierarbeiter und verwandten Die schwedische Regierung hat eine Kom Berufsgenoffen zur gleichen Zeit zur Stenntniß gegeben. Mit Regierung und des Unternehmerthums gegen den mission niedergesetzt, welche in Erwägung nehmen soll, tollegialischem Gruß W. Höhne, Stimmfeiler, N., Triststraße elfftündigen Normal- Arbeitstag, daß ein ansehnlicher inwieweit die von der im Jahre 1890. zu Berlin abge Nr. 400. ber Theater. Mittwoch, den 8. April. Opernhaus. Tristan und Isolde. Schauspielhaus. Der Kaufmann von Venedig. Lesing- Theater. Thermidor. Berliner Theater. Schuldig. Deutsches Theater. König Heinrich IV. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Bogelhändler. Achtung! Achtung! Grosse öffentliche Volks- Versammlung Wallner- Theater. Miß Helyett. im Residenz- Theater. Vater und Sohn. Viktoria Theater. Die sieben Raben. ant Donnerstag, den 9. April, Abends 8% Uhr, Böhmischen Brauhause, Landsberger Allee 11-13. Zages Ordnung: 1. Stellungnahme zum 1. Mai. Referent Genosse Richard Fischer. 2. Diskussion. 3. Das Berliner Versammlungswesen. 4. Wahl zweier LokalBellealliance- Thenter. Gavant, Kommissionsmitglieder.-Um zahlreiches Erscheinen bittet Minard u. Ko. Borher: Die 331/3 Odaliste. Ostend Theater. couvreur. Adrienne Le= Thomas- Theater. Der Millionenbauer. Adolph Ernst- Theater. Adam und Eva. Kaufmann's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Concordia. Vorstellung. Große SpezialitätenTheater der Reichshallen. Große Spezialitäten- Vorstellung. Gebr. Richter's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Wintergarten. Große SpezialitätenVorstellung. Der Vertrauensmann. Gr. Volksversammlung für Männer und Frauen am Donnerstag, den 9. April 1891, Abends 61/2 Uhr, in der Boroussia- Brauerei zu Nieder- Schönweide. Tagesordnung: 1. Die Sozialdemokratie und ihre Ziele. Referent Th. Glocke. 2. Diskussion. 3. Stellungnahme zum 1. Mai. 4. Das„ Zeltower Kreisblatt" und die Sozialdemokratie. 5. Verschiedenes. Eintritt mindestens 5 Pf. Achtung! Der Vertrauensmann. Achtung! 362/2 Stabliffement Buggenhagen Streif- Kontroll- Kommission. am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion 3. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Patzenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. 641 F. Müller. Freitag, den 10. April, Abends 81/2 Uhr, in ,, Deigmüller's Salon", Alte Jakob- Strasse No. 48 ai Oeffentl. Versammlung der Delegirten. Tages- Ordnung: 1. Wie verhalten sich die Delegirten aur ferneren Gestaltung der Streif Rontrollkommission. 2. Verschiedenes. 284/6 Der Einberufer: J. A.: A. Körsten, Delegirter der Former. NB.: Die Gewerkschaften werden dringend ersucht, dafür zu sorgen, daß Bratweil'sche Bierhallen ibre Delegirten in dieſer Verſammlung unbedingt anwesend find, Kommandantenstr. 77-79. Täglich: Grosses Concert Große Mitglieder- Versammlung ausgeführt von der Kapelle des Musit des Vereins der Plätterinnen und verw. Berufsgen. Berlins Direktor H. Sanftleben unter Mitwirkung des Opernfängers u. Konzertmalers Signor Travieki aus Rom. Neu am Donnerstag, den 9. April, Abends 8 Uhr, im Saale der Brauerei Bötzow, Prenzlauer Allee. Tages Drdnung: 1. Wie gedenken wir den 1. Mai zu begehen? 2. VierteljahresEmpfehle zugleich meinen Frühstücks- Bericht. 3. Wahl der 3 Revisoren. 4. Unser Stiftungsfest. 5. Verschiedenes. und reichhaltigen Mittagstisch, sowie Der Vorstand macht hiermit bekannt, daß die Mitglieds- Billets zum 6 Billards, 3 Kegelbahnen und einen Stiftungsfest gegen Vorzeigung des Mitgliedsbuchs vor der Versammlung bei Saal zu Vergnügungen und Ver- Frl. Grothe zu haben sind.- Um recht zahlreichen Besuch bittet fammlungen. 703. F. Sodtke. Berl. Bock- Brauerei, Tempelhofer Berg. Täglich: E Alt- Berlin auf d. Bock. Humoristisch historischer Rückblick zur Feier der Bock- Saison 1891, 245/4 Der Vorstand. Ziegelei- Arbeiter- Verein für Mittenwalde und Umgegend. Sonntag, den 12. april, Nachmitt. 3½ Uhr, im Vereinslokal: Große Versammlung. 362/3 Berlag des Vorwärts" Berliner Boltsblatt Berlin SW., Beuthstrasse 3. Soeben erschien in neuer Auflage: Was die Sozialdemokraten sind und was sie wollen. Von Wilhelm Liebknecht. Preis 5 Pf. ( 100 emplare 4 Mart, 1000 Exemplare 38 mart) 16 Seiten 80. Der außerordentliche hohe Werth der vorstehenden Schrift als Agitationsmittel ist so allgemein bekannt, daß wir uns füglich jeder besonderen Empfehlung der selben enthalten können. GESCHAFTSHAUS S. HEINE Die Firma besteht seit 1873. 3 von Neuheiten in Kleiderstoffen für die Frühjahrs- und Sommersaison. 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Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 81. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 92. Sigung vom 7. April. 1 Uhr. Am Tische des Bundesrathes: von Berlepsch, mann. Mittwoch, den 8. April 1891. 8. Jahrg. liche Energie bei der Ausführung, namentlich bezüglich der den der Arbeiter über unzureichende oder gänzlich fehlende SchutzInitiative der Fabrikinspektoren, vermissen ließe. Die Art und vorrichtungen eine Reihe neuer aus Uttramarinfabriken, Spinne Weise, wie die Sozialdemokraten mit ihren Arbeitskammern die reien u. s. w. hinzu, als neue Belege für seine Behauptung, daß Sache geregelt wissen wollen, kann unsere Zustimmung nicht die allgemeinen Vorschriften des§ 120a eine durchgreifende Beffe finden. Arbeitskammern mögen auf anderen Gebieten eine Noth- rung der Zustände in den Betriebsanlagen der Fabriken nicht 2oh- wendigkeit sein; hier fönnen sie nichts nügen. herbeizuführen vermögen. Damit schließt die Diskussion. Abg. Wurm: Wenn wir erst eine Reihe von Jahren Vor der Tagesordnung erklärt wieder warten sollen, bis sich die Unfruchtbarkeit und Wirkungs-§ 120a wird gegen die Stimmen einzelner Sozialdemokraten Abg. von Hülft( Emden- Norden): In der Diskussion über losigkeit der hier vorgeschlagenen Bestimmungen herausgestellt angenommen. vorgekommene Soldatenmißhandlungen bei der Berathung des hat, um dann die verbündeten Regierungen zu mahnen, so ist§ 120b verpflichtet die Gewerbe- Unternehmer, diejenigen Militär- Etats hatte der Abg. Bebel eines Falles in Aurich er- für die Arbeiter doch nichts gegen den bisherigen Zustand gewonnen. Einrichtungen zu treffen und zu unterhalten, und diejenigen Vorwähnt. Der Kriegsminister v. Kaltenborn- Stachau fam auf Den Interessen des Fabrikinspektorats ist doch damit nicht gedient, schriften über das Verhalten der Arbeiter zu erlaffen, welche er diesen Fall zurück und bemerkte, daß die betheiligten Offiziere daß man die Inspektoren jetzt auch noch zu Kesselrevisoren ge- forderlich sind, um die Aufrechterhaltung der guten darüber in berechtigte Entrüftung gerathen konnten, daß die neu- macht hat. Unsere Anträge haben wir ja eingebracht, aber schon Sitten und des Anstandes zu sichern. Insbesondere eingestellten Mannschaften den Namen des Kaisers und in der Kommission hat man sie begraben; man hat uns gesagt, muß, soweit es die Natur des Betriebes zuläßt, bei der Arbeit die Rönigs nicht kannten; die Offiziere möchten da wohl in ein Gesetz ließen sich keine technischen Vorschriften hinein- Trennung der Geschlechter durchgeführt werden, sofern nicht die einige Bemerkungen gemacht haben, die den Lehrern nicht gefallen bringen. Wir haben Ihnen dann die Arbeitsämter vorgeschlagen; Aufrechterhaltung der guten Sitten und des Anstandes durch die haben, ein Beweis von großer Begabung der Schullehrer sei aber aber die giebt es eben nicht. Gerade diesen§ 120a hat übrigens Einrichtung des Betriebes ohnehin gesichert ist. Ferner darin auch nicht zu erblicken. Die ostfriesischen Abgeordneten be- ein Bruder des Herrn Abg. Möller in einer Broschüre als un- werden in Absatz 3 und 4 besondere Vorschriften für Ankleidedauern ben in dieser Aeußerung liegenden Vorwurf zulässig noch fast schärfer als ich kritisirt; wir unterscheiden uns und Waschräume für die Arbeiter und Arbeiterinnen und für die gegen den ostfriesischen Lehrerstand und gegen den Bildungs- von ihm nur dadurch, daß wir nicht unsere Meinung unter Bedürfnißanstalten gegeben. stand der ostfriesischen Bevölkerung; ebenso legen sie gegen dem Ausschluß der Deffentlichkeit zu erkennen geben, sondern Abg. Bebel befürwortet den sozialdemokratischen Antrag, den indirekten Vorwurf des mangelnden Patriotismus Ber- möglichst in große Massen gehen, damit die Leute genau den zweiten Absatz zu streichen. Das Wesentliche sei schon im wahrung ein und behalten sich vor, demnächst im Wege einer wissen, was wir denken. Daß Schutz für Gesundheit und Leben ersten Absatz gesagt: die absolute Durchführung der Trennung Interpellation auf die Sache zurückzukommen. der Arbeiter in viel umfassenderer Weise möglich ist, lehrt der der Geschlechter sei eine aus zu großer Prüderie hervorgegangene Darauf wird die zweite Berathung der Gewerbe Ord- Augenschein; es gehört nur dazu, daß das Unternehmerthum sich Forderung, thatsächlich aber bei einer Unmenge von Betrieben nungs- Novelle( Arbeiterschutz- Gesetz) fortgefeßt.§§ 120 a überhaupt für die Erhaltung der Gesundheit und des Lebens undurchführbar. bis 120 e umfassen die auf die Anlage und den Betrieb bezüg- der Arbeiter intereffirt. Aber das ist der wunde Punkt, davon lichen, den Schutz von Gesundheit und Leben bezweckenden Bor- ist keine Rede. schriften. H Nach§ 120 a sollen die Gewerbe Unternehmer verpflichtet sein, die Arbeitsräume, Betriebsvorrichtungen, Maschinen und Geräthschaften so einzurichten und zu unterhalten und den Be trieb so zu regeln, daß die Arbeiter gegen Gefahren für Leben und Gesundheit soweit geschützt sind, wie es die Natur des Betriebes gestattet. Insbesondere ist für genügendes Licht, ausreichenden Luftraum und Luftwechsel, Beseitigung des beim Betriebe entstandenen Staubes, der dabei entwickelten Dünste und Gase, sowie der dastehenden Abfälle Sorge zu tragen. Ebenso sind diejenigen Vorrichtungen herzustellen, welche zum Schuße der Arbeiter gegen gefährliche Berührungen mit Maschinen oder Maschinentheilen oder gegen die aus Fabrikbränden erwachsenen Gefahren erforderlich find. Endlich sind diejenigen Vorschriften über die Ordnung des Betriebes und das Verhalten der Arbeiter zu erlassen, welche zur Sicherung eines gefahrlosen Betriebes erforderlich sind. Abg. Heine( Soz.) tritt ebenfalls dafür ein, daß eine gedeihliche Wirkung der neuen Formulirung des§ 120 a nur dann erwartet werden kann, wenn die Ausführung der bezüglichen Bestimmung unter Beaufsichtigung einer Behörde erfolgt, in welcher auch die Arbeiter vertreten sind, und das seien die in dem Arbeiterschutz- Gesetzentwurf der Sozialdemokraten empfohlenen Arbeitskammern, auf welche aber der Reichstag einschließlich der Freisinnigen sich nicht einlassen wolle. Abg. v. Jagow( Potsdam) tritt für die Aufrechterhaltung des zweiten Absatzes ein, der bestimmt sei, der um sich greifenden Unſittlichkeit möglichst entgegen zu arbeiten. Er habe das Ver. trauen zu der Regierung, daß sie diese Bestimmungen sachgemäß ausführen und der Tendenz der Förderung der Sittlichkeit energisch Vorschub leisten werde. Abg. Singer findet, daß diese Stelle die allerungeeignetste zu einem Vertrauensvotum für die Regierung ist, und ist auch nicht der Meinung, daß die Trennung der Geschlechter Abg. Möller verweist nochmals darauf, daß die Sozial- der Rohheit und Sittenlosigkeit der Arbeiterklaffe" unfehlbar demokraten keine positiven Vorschläge gemacht hätten. entgegenzuwirken im Stande ist. Hauptsächlich aber trete die Abg. Bebel: Wir haben schon bei einer früheren Gelegen- Sozialdemokratie dieser Bestimmung deshalb entgegen, weil sie heit die Schaffung von Arbeitsämtern im ganzen Deutschen das Mißtrauen gegen die Pflege der guten Sitte und des AnReich beantragt, sind aber damit abgewiesen worden; darnach standes in der Arbeiterklasse für verwerflich halte, weil sie leugne, hatten wir keine Gelegenheit und keine Veranlassung mehr, auf daß für die Arbeiter in dieser Beziehung strengere Vorschriften Diese Sache zurückzukommen. Wir werden aber in der nächsten nöthig seien, als für andere Gesellschaftsklassen. Ein Blick in die Session mit einem im Einzelnen ausgearbeiteten Gesetzentwurfe Beitungen lehre, daß gerade in den nicht zu den Arbeitern zählenbetreffend die Beaufsichtigung der Betriebe an den Reichstag den Gesellschaftsklassen die Verachtung und Verhöhnung der kommen. Wären nicht alle diese Fragen in letzter Linie für den guten Sitte und des Anstandes, Rohheiten und Ausschreitungen Unternehmer Geldfragen, so würden schon heute bei dem Stande am meisten vorkämen. Die Unsittlichkeit in der Gesinnung werde der Wissenschaft und Technik 90 v. H. aller Betriebs- und Be- durch solche Bestimmungen doch nicht beseitigt, in jedem Falle rufskrankheiten und Unfälle unmöglich sein. Aber weil sie Geld- aber dadurch ein berechtigtes Mißtrauen in den Kreisen der Arfragen sind, daher der Widerstand der Unternehmer gegen diese beiter hervorgerufen. Maßnahmen. Abg. Wurm( Soz.): Auf dem Gebiete, welches die§§ 120a bis 120c betreffen, wird bis jetzt der größte Unfug getrieben, so daß eine wirkliche Besserung dieser Zustände den Behörden und der Gesetzgebung den wärmsten Dank der deutschen Arbeiter eintragen würde. Wie es in den Spiegelbeleganstalten und ähn§ 120 b wird unter Ablehnung des Antrags Auer und Gelichen gesundheits- und lebensgefährlichen Betrieben bisher aus- Geh. Rath Lohmann: Die letztere Behauptung des Abg. nossen mit einem redaktionellen Amendement Gutfleisch und sah, ist dem Reichstage aus wiederholten Erörterungen bekannt. Bebel ist unrichtig; die Unfallstatistik beweist, daß der geringere Genossen angenommen. Aus einer vom deutschen Tischlerverbande aufgestellten Statistit Theil der Fälle auf Mängel in den Betriebseinrichtungen unter 18 Jabren beschäftigen, bei der Einrichtung der Betriebsergiebt sich, daß unter tausend deutschen Tischlern nur zwei sich zurückzuführen ist. Die Arbeitskammern Nach§ 120c müffen Gewerbe- Unternehmer, welche Arbeiter und Arbeitsämter bis zur Wohlthat der Altersrente hindurchringen. Der Dresdener würden die hier in Frage stehenden Bestimmungen nicht wirkstätte und bei der Regelung des Betriebes diejenigen besonderen Fabrikinspektor Siebdrat stellte es als eine große Errungenschaft hin, samer gestalten können. Was der Entwurf bringt, ist viel wirk- Rücksichten auf Gesundheit und Sittlichkeit nehmen, welche durch daß er für die Näherinnen, die an Dampfmaschinen arbeiten, 5 famer, als was die Herren von der Sozialdemokratie wollen. das Alter dieser Arbeiter geboten sind. Kubikmeter Luftraum erwirkt habe, während sie bisher nur 21/2 Abg. Hirsch: Die Sozialdemokraten sagen den Arbeitern: gehabt hatten. Die Statistik der Unfallversicherung ergiebt, daß Bereinigt euch, organisirt euch nach Berufen, dann werdet ihr der Verfügung für einzelne Anlagen die Ausführung derjenigen § 120d ermächtigt die zuständigen Polizeibehörden, im Wege die Sterbefälle infolge von Betriebsunfällen nur 7/10 v. H. be- die Arbeitergeber bezwingen. Wenn aber es sich um übertriebene Maßnahmen anzuordnen, welche zur Durchführung der Grundtragen; alle übrigen Todesfälle kommen auf Rechnung der Lungen- Forderungen des Arbeiterschutzes handelt, dann ist der Arbeiter faße der§§ 120a- 120c erforderlich und ausführbar erscheinen. schwindsucht und ähnlicher schleichender Krankheiten, für welche nach ihrer Aussage dem Arbeitgeber gegenüber trotz aller Ver- Sie können anordnen, daß den Arbeitern zur Einnahme von Mahleben nur die mangelhaften Vorrichtungen zum Schuße von einigung ohumächtig, da soll Alles in die Hände der Polizei ge- zeiten außerhalb der Arbeitsräume angemessene, in der kalten JahresGesundheit und Leben der Arbeiter verantwortlich gemacht werden legt werden. Das ist ein Widerspruch, der die Kampfesweise der zeit geheizte Räume unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden. können. Das soll nun nach dem Inhalt des§ 120a anders Herren charakterisirt. Wir stimmen nur deswegen für die Vor- Gegen die Verfügungen der Polizeibehörde steht dem Gewerbewerden. Das Material aber, welches dem Reichstag geboten lage, weil wir erwarten und zu erwarten das Recht haben, daß Unternehmer binnen zwei Wochen die Beschwerde an die wird, um die ganze Dringlichkeit einer Reform auf diesem Gebiet das, was Gesetz wird, auch ausgeführt wird. zu würdigen, ist viel zu dürftig. So enthalten z. B. die Berichte höchere Verwaltungsbehörde zu. Vor Zurückweifung der der Fabrikinspektoren über die Verhältnisse im Fürstenthum Reuß mann sich beruft, ist sehr mangelhaft und kann nicht als un- mindestens vierwöchentliche Frist zur Einbringung des GutAbg. Bebel: Unsere Unfallstatistit, auf welche Herr Loh- Beschwerde ist dem Beschwerdeführer auf seinen Antrag eine jüngerer Linie, einem ungemein gewerbfleißigen Diftrift, fein parteiisch gelten. Man soll nicht blos allgemein sagen, die Unfälle ent- achtens eines unbetheiligten Sachverständigen oder des VorWort. Wie wird es nun aber in der Praxis sich gestalten? stehen aus Bufälligkeiten, aus Unachtsamkeit; man muß auch prüfen, standes der Berufsgenossenschaft oder BerufsgenossenschaftsKein gefeßlicher Zwang wird von Reichswegen ausgesprochen, in welcher Tages- und Wochenzeit sie stattfinden, da wird sich zeigen, Sektion, der er angehört, zu gewähren. Gegen die Entscheidung Alles bleibt dem guten Willen und dem Belieben einzelner Bundes- daß die meisten stattfinden, wenn die Arbeiter schon ermüdet sind, der höheren Verwaltungsbehörde ist binnen zwei Wochen die regierungen überlassen. Würde dem mit Recht auch in Arbeiter- wenn ihnen zuviel zugemuthet wird. Andererseits stumpft ja Beschwerde an die Zentralbehörde zulässig, diese entscheidet endfreisen Bertrauen genießenden Reichs Versicherungsamt der allerdings der tägliche Umgang mit den Gefahren das Gefühl giltig. 0 Erlaß für das ganze Reich verbindlicher einheitlicher Bestim- des Arbeiters ab und bringt ihm eine gewisse Leichtfertigkeit bei, mungen auf diesem Gebiete übertragen, so läge die Sache anders; welche er dann unter Umständen mit seinem Leben büßen muß. Rechtsmittel auch den Vorstand der Berufsgenossenschaft befugt Ein Antrag des Abg. Röside will zur Einlegung der da wenn aber jedem kleinsten Ländchen die Befugniß gegeben Die Vervollkommnung der Schußvorrichtungen würde aber ohne wissen, wenn die Verfügung den von der zuständigen Berufswird, die Dinge nach seinem Belieben zu ordnen, so kann Er- Bweifel einen großen Theil der Unfälle unmöglich machen. Ich genossenschaft erlassenen Unfallverhütungs- Vorschriften widerspricht. sprießliches für die Arbeiter dabei nicht herauskommen. Es bezweifle gar nicht, daß die Herren vom Bundesrath glauben, wird auch bei diesem§ 120a fo gehen, wie bei vielen früheren daß die regierungsseitig vorgeschlagenen Maßregeln wirksamer zurück, da in dieser Beziehung Verhandlungen schweben, Abg. Röside( wildlib.) zieht diesen Antrag zur Zeit Bestimmungen dieser Vorlage, die angeblich den Schutz der Ar- sein werden, als unsere; damit ist aber nichts bewiesen. Wird von denen er hoffen könne, daß sie zu einem gedeihlichen beiter bezwecken und thatsächlich den des Unternehmers bewirken; die Zahl der Gewerberäthe nicht ganz erheblich vervielfältigt, so ist Ende führen würden. Redner verweist auf die fegensreiche ich fürchte, wir werden auch hier schließlich den deutschen Ar- nichts von der Ausführung dieser Bestimmungen zu Gunsten der Ar- Wirkung der von den Berufsgenossenschaften erlassenen Unfallbeitern sagen müssen: Man hat viel versprochen, aber sehr wenig beiter zu erwarten. Wenn die Arbeitskammern nichts taugen sollen, verhütungs- Vorschriften und auf die entsprechende Wirksamkeit 0 gehalten!( Beifall bei den Sozialdemokraten.) Abg. Möller( nl.): Ob der Vertreter der Sozialdemokraten zur Hälfte aus Arbeitern und Arbeitgebern zusammengesetzt sind, auftragten. Die Bermehrung des Fabrikinspektorats allein reiche wie steht es denn mit den Gewerbe- Schiedsgerichten, welche ebenso der von den Berufsgenossenschaften zur Kontrolle bestellten Bediefe Rede gehalten hat, um die Zufriedenheit der Arbeiter zu welche in Leipzig, Frankfurt und anderswo unter ihren Mitgliedern nicht aus. Man müsse endlich auch den Berufsgenossenschaften erhöhen, ist mir doch zweifelhaft. Jedenfalls fann er nicht weg- aus dem Stande der Arbeiter nur Sozialdemokraten zählen, und den ihnen gebührenden Platz hier in der Gewerbe- Ordnung an leugnen, daß der ernste Wille besteht, auf diesem Gebiete Wandel welche dennoch ausgezeichnet funktioniren? Dasselbe würde der weisen, die von allen möglichen Instanzen spreche, aber der zu Gunsten der Erhaltung der Gesundheit und des Lebens der Fall sein, wenn für die hier in Rede stehenden Zwecke eine ähn- wichtigen Institution der Berufsgenossenschaften gar nicht geArbeiter zu schaffen. Besondere Berufskrankheiten wird es liche Organisation geschaffen würde. immer geben, so lange diese Berufe noch ausgeübt werden; denke. Uebrigens seien auch die Berufsgenossenschaften mit der Geh. Rath Lohmann kann die Heranziehung der Analogie Art der Wirksamkeit des Reichs- Versicherungsamts ganz ebenso Fabritur die allgemeine Besserung der Zustände in den der Gewerbegerichte nicht gelten laffen; es sei nicht paffelbe, in wie die Arbeiter zufrieden; es sei eben nicht möglich, einen wirknach der hygienischen Seite soll das Mögliche ge- Rechts- und Zweckmäßigkeitsfragen zu entscheiden. schehen, und ich hoffe, daß die nächsten Jahre uns noch weitere samen Arbeiterschutz ausschließlich durch die Organe der Polizei Berbesserungen und Erleichterungen bringen werden. Ich hoffe Grund der vor aller Augen liegenden Einrichtungen im berg- gleichberechtigte Faktoren stehen. Abg. Merbach( Reichsp.): Ich muß als Bergmann auf zu gestalten; neben ihnen müßten die Berufsgenossenschaften als ferner, daß diese neuen Bestimmungen und die schärfere Hand- männischen Betriebe der Behauptung entschieden widersprechen, habung und Beaufsichtigung der Durchführung derselben ihren daß die Echutzvorrichtungen so mangelhaft sind, weil sie das kannt sein, daß die Arbeitgeber durchaus nicht immer Abg. Wurm: Es wird doch Herrn Rösicke nicht unbeSegen für die arbeitende Bevölkerung schon in kürzester Zeit in Geldintereffe der Unternehmer zu dicht berühren. Der größte mit der Arbeit des Reichsversicherungs- Amts zufrieden sind. die Erscheinung treten lassen werden. Wenn es in dem ersten Feind des Bergmanns ist das Vertrautwerden mit der Gefahr. Erfreulicherweise sieht auch Herr Rösicke in den§§ 120a bis Absatze heißt, daß Leben und Gesundheit soweit geschützt werden, Bei den Ausführungen der Herren Sozialdemokraten weiß ich 120c die wichtigsten des Gesetzes. Der Schutz der Gesundheit wie die Natur des Betriebes es gestattet, so hoffe ich, daß bei nicht, was ich mehr bewundern soll, den grenzenlosen Mangel an und des Lebens der Arbeiter aber ist hier an Behörden aus Ausführung der weiteren Vorschriften des§ 120 a diefer Vor- Sachkenntniß oder das Uebermaß von ungerechtigkeit.( ufe: geliefert, welche keineswegs sachverständig genug sind, um das behalt gleichmäßig gilt; in der Kommission ist das ausdrücklich na! na! Heiterfeit.) von den Regierungsvertretern zugegeben worden. Richtige auf diesem Gebiet zu treffen, und der Reichstag folle Handelsminister von Berlepsch: Daß von den Industriellen allerdings eine außerordentlich segensreiche Thätigkeit, die aber Anfang heißt, die Unternehmer find verpflichtet", so heißt es Abg. Götz( natl.): Das Schiedsgericht in Leipzig entfaltet doch Anstand nehmen, auf diesen Boden zu treten. Wenn es im in Ausführung dieser Vorschriften nichts Unverständiges und nicht etwa auf die Sozialdemokraten zurückzuführen ist, sondern jetzt hier, die Polizeibehörden sind befugt, sie können anordnen Unmögliches verlangt wird, ist selbstverständlich; der Vorbehalt ihren Grund darin hat, daß es sich um eine uralte Einrichtung u. f. w.", und viel schlimmer für den Arbeiter wird es werden, " Soweit die Natur des Betriebes es gestattet" gilt für die sämmt- handelt. Arbeitskammern werden vielleicht nach tausend Jahren wenn schließlich über Nothwendigkeit oder zweckmäßigkeit einer lichen Bestimmungen dieſes§ 120 a. Es soll weder zu wenig einmal möglich sein, für jekt müssen wir uns mit dem Vorhan- Einrichtung die Berufsgenossenschaft, der intereffirte Unternoch zu viel von den Arbeitgebern verlangt werden. Abg. Hirsch( dfr.) ist erstaunt darüber, daß der Abg. Wurm unthätig auf diesem Gebiete. denen begnügen. In Sachsen sind auch die Behörden nicht etwa nehmerverband entscheiden soll. Für die Arbeiter in langer Rede den§ 120 a megen seiner Werthlosigkeit anteine höheren Instanzen gegeben, die zuletzt Recht vergegriffen habe, ohne bestimmte Anträge zu stellen. Auch in der Göz und Merbach; er bleibt dabei stehen, daß, wenn es sich hier soll, ist ein großartiger Instanzenzug vorgesehen. Abg. Bebel polemisirt gegen die Ausführungen der Abgg. schaffen, für den Unternehmer aber, der etwas einrichten Commission sei von dieser Seite kein Antrag gestellt worden. nicht um Geldfragen handelte, neun zehntel aller Unfälle bereits auch hier wieder: Schöne Worte, aber sehr wenig dahinter! Es Es sei übrigens auch unrichtig, daß der§ 120 a feine Fortschritte unmöglich gemacht sein würden. Speziell in Bezug auf den wird den Arbeiter etwas in Aussicht gestellt, der Arbeitgeber gegen die bisherigen Vorschriften der Gewerbe- Ordnung darstellt; Bergbau sei Wissenschaft und Technit poweit fortgeschritten, daß wird es aber in der Hand haben, sich auf vollständig gesetzmäßige Man gebe sich schon aus der Spezialiſirung der§§ 120 a- 120 e. nur noch äußerst selten von einem Unfalle berichtet werden sollte. Weiſe ſeiner Verpflichtung zu entziehen. Wir können nicht dafür man müsse auf die bona fides, der verbündeten Regierungen Aber das„ Vertrautwerden mit der Gefahr" geht doch wiederum stimmen, daß den Behörden ein Recht zum Einschreiten erst dann Ausfühen, welche die Borlage eingebracht haben, daß auch die zurück auf das heute gebräuchliche Zohnſyſtem, welches den Arbeiter gegeben wird, wenn die Zustände akut geworden sind. Der§ 120d welcheming dieſer Borschriften in dem Geifte erfolgen wird, in zwingt, um seine Gristen su fristen, Neberschichten zu machen, it die Bankerotterklärung des§ 129a; nicht einmal die einfachsten welchem die Vorlage ausgearbeitet und an den Reichstag gebracht ihn dadurch übermüdet und völlig gleichgiltig gegenüber der Maßnahmen stehen der Polizei ohne Weiteres zu, ihr wird jede worden ist; es würden sonst sehr bald aus dem Reichstage ernste Gefahr macht. Mahnungen an die Regierungen ergehen, wenn man die erforder= Abg. Wurm fügt den vorher beigebrachten Fällen von Beschwer- wöchige Frist für die Einholung des Gutachtens erklären. find Also Initiative genommen. Speziell müssen wir uns gegen die vier § 120d wird gegen die Stimmen der Sozialdemokraten an genommen. der zweifelhafte Erwerb mancher, die sich Sausbesitzer" zu jeder noch brei Mäntel an, die zum andern Tage fertig fein § 1200 überträgt dem Bundesrath die Befugniß, Vorschriften Sofes sind in den„ feinen" Stadtgegenden nicht zu finden, fie nicht möglich gewesen wäre, diese Mäntel zur vorgeschriebenen nennen belieben oder richtiger getrauten! Die Nomaden des sollten, worauf aber die Arbeiterinnen nicht eingingen, da es darüber zu erlassen, welchen Anforderungen in bestimmten sind nur in den ärmeren Stadttheilen anzutreffen, und hier sind Beit fertig zu stellen, auch wenn die Näherinnen an Essen und Arten von Anlagen zur Durchführung der betreffs des Schutzes die Nomaden des Hofes feineswegs so ungebetene Gäste., denn Schlafen für die nächste Beit gar nicht gedacht hätten. Nun von Gesundheit und Leben aufgestellten Grundsätze in den sie sind Fleisch vom Fleische der armen Bewohner, sie sind mit zeigte Herr M. seine Bildung, indem er in einer so unfläthigen §§ 120a bis 120c zu genügen ist. Erläßt der Bundesrath solche einander verfettet thatsächlich durch Gewohnheitsrechte und wie Weise lostobte, daß seine Ausdrücke auch nicht einmal andeutungsVorschriften nicht, so können dieselben durch Anordnungen der das hausbesitzerliche Organ selber zugesteht, lehnt sich gegen die weise wiederzugeben sind. Er schloß mit der Drohung, er Landes- Zentralbehörden oder durch Polizeiverordnungen erlassen Nomaden des Hofes von der armen Bevölkerung Niemand auf; schmeiße die Weibsbilder die Treppe runter, daß sie sich's Genic werden. Die Berufsgenossenschafts- Vorstände sind vorher gut- lediglich die Hausbesitzer sind es, die sich gegen die Nomaden brechen, u. f. w. Darauf zogen fünf der Arbeiterinnen es vor, achtlich zu hören. Die vom Bundesrath erlassenen Vorschriften des Hofes auflehnen und zwar man höre und staune! nur die Arbeit niederzulegen, nachdem sie die in Arbeit befindlichen find durch das Reichsgesetzblatt bekannt zu machen und dem im Interesse der lieben Miether, welche die Hausbesitzer so väter- Stücke fertiggestellt hatten. Reichstage bei seinem nächsten Zusammentritt zur Kenntnißnahme lich bewachen! vorzulegen. Die deutschfreisinnigen Kommissionsmitglieder Gutfleisch u. Gen. beantragen, daß die Vorschriften außer Kraft gestellt werden sollen, sobald der Reichstag es verlangt; sie wollen ferner die Mitwirkung der Berufsgenossenschaften beseitigen; basselbe beantragen die sozialdemokratischen Abgeordneten Auer u. Gen. Abg. v. Stumm empfiehlt die Annahme der von der Rommiffion eingefügten Mitwirtung der Berufsgenossenschaften; würde sie abgelehnt, so müßte man wohl oder übel die Zulassung des Verwaltungsstreitverfahrens fordern. Abg. Gutfleisch erklärt, daß unter allen Umständen, ob eine ab Einwirkung der Berufsgenossenschaften für gut oder schlecht gehalten werde, der Kommissionsvorschlag mit seiner obligatorischen Befragung der Berufsgenossenschaften die Erledigung der Streitfragen lediglich verzögern könne. Ferner müsse für den Reichstag das Recht verlangt werden, die betreffenden bundesräthlichen Vorschriften zu genehmigen, weil sie eine ganz erhebliche Tragweite für ganze Industrien gewinnen könnten. Abg. Letocha( Zentrum): Nach der Zurückziehung des Antrags Rösicke werden wir für die unveränderte Annahme des§ 120 e stimmen, behalten uns aber unsere definitive Stellungnahme bei der dritten Lesung durchaus vor. " " Das Geld für die Arbeit sollten sie sich acht Tage später, und zwar am ersten Feiertag Vormittags holen. Als sie nun Das Organ des Herrn Stöcker, der hiesige„ Reichsbote", gegen 10 Uhr am genannten Tage tamen, um ihren Hungerlohn enthält folgenden Artikel: Die blutrothe Ausgabe der sozialdemokratischen baß Herr M. noch schliefe und Frau M. weggegangen wäre; die zu empfangen, wurde ihnen von dem Dienstmädchen der Bescheid, Volts- Tribüne", des Organs der„ Jungen", am 18. März Arbeiterinnen sollten in einer Stunde nochmals wieder kommen. hat zu folgendem Streite Anlaß gegeben. Der Berliner Dies geschah; es gab nun neben verschiedenen Bemerkungen auch Börsen- Courier" hatte den Vorwurf erhoben, daß die Geld; aber Krankenkassen- Bücher- und Invaliden- und Altersver Nummer so geschrieben wäre, als wenn sie von agents ficherungs- Karten gab es noch nicht, die sollten sich die Mädchen provocateurs hergestellt wäre. Dies veranlaßt den am dritten Feiertag holen. Als zwei der Arbeiterinnen am ge Redakteur der Bolts- Tribüne", Herrn Paul Ernst, zu nannten Tage Nachmittags tamen und um die Bücher bezw. folgender Apostrophe an den Berl. Börs.- Cour.": Wie Karten baten, erhielten sie zur Antwort, sie wären erst am ich höre, besigen Sie bereits üebung im Empfangen von vierten Feiertag bestellt, die Bücher und Karten wären Ohrfeigen. Wenn ich nicht die persönliche Berührung mit noch nicht in Ordnung. Da nun aber die Mädchen ohne Papiere einem derartigen schmutzigen Gesindel scheute, so würde ich anderweitig nicht weiter arbeiten fonnten, so erbaten sie sich die Ihnen für Ihre bubenhafte Gemeinheit die einzig an- Silfe der Polizei. Der Schuhmann, welcher vom Revier geschickt gebrachte förperliche Büchtigung angedeihen lassen wurde, veranlaßte die Herausgabe der Invaliden- und Altersver Von wem Sie bezahlt wurden, als Sie früher auf die sicherungs- Karten, die Krankenkassen- Bücher sollten sie sich am russischen Werthe heßten, weiß ich nicht, aber 1890 war anderen Tag holen. Zufrieden, daß sie ohne Prügel davonges Herr Klausner zweimal in Petersburg bei dem Finanz- kommen, Ohrfeigen hats allerdings schon gegeben, verließen die minister Wyschniegradsky und seit der Zeit loben Sie die Mädchen das Haus. Was mit den Krantentassen- Büchern werden ruffifchen Papiere..... Wie sich das rentirt, geht dar- wird, ist noch ungewiß. Herr M. sucht jetzt Arbeiterinnen. aus hervor, daß der frühere Besizer Ihres Blattes, ein Herr Davidsohn, der als armer Jude nach Berlin gekommen ist, sein Geschäft" nach neunjährigem Betrieb für eine Viertelmillion verkaufen konnte. Sollte übrigens die Berleumdung nicht Ihrer eigenen Initiative entstammen, sondern etwa aus jüdischer Nächstenliebe auf Anregung eines gewissen Herrn gebracht sein, so rathe ich diesem ge wissen Herrn, fich bei dieser Thätigkeit darauf gefaßt zu machen, daß er einmal erwischt wird, was jedenfalls sehr üble Folgen für ihn haben wird." Mit der letzteren Anspielung wird auf den jüdischen Proturisten des Vorwärts" angespielt, der sich zuweilen hinter den stammverwandten Börsen- Courier" steckt, um wieder sein Gift Breßritter!"" gegen die Voltstribüne" loszulassen. Eine edle Sorte " " " Finigkeit macht stark! Auf dem Bau Gräfestraße 7 ar etwa 40 Maurer. Dieselben hatten bis zum Sonnabend vor Ostern pro Stunde 55 Pf. Lohn erhalten. Am 3. Oster feiertag, als die Arbeit um 6 Uhr wieder beginnen follte, erflärte der betreffende Polier, daß es von jetzt ab nur 50 Pf. Lohn für die Stunde gebe. Darauf legten sämmtliche Maurer die Arbeit nieder und erklärten, für 50 Bf. nicht arbeiten au fönnen. Das hatte der betreffende Bauherr aber wohl nicht vermuthet, und er erklärte dann auch nach taum einer Stunde, die 55 Pf. Stunden lohn weiter zahlen zu wollen, auch die verfäumte Stunde nicht in Abrechnung zu bringen, Angesichts solcher Versuche, eine günstige Gelegenheit zur Lohndrückerei auszunuzen, flingt es feltfam, wenn die Herren Arbeitgeber sich über das Bestreben der Arbeiter beklagen, ihre Löhne endlos" zu erhöhen. Zum Besten ihrer arbeitslosen Mitglieder veranstaltete Abg. Singer: Daß der Abg. v. Stumm für die Betheiligung der Berufsgenossenschaften eingetreten ist, beweist am besten die Berechtigung unseres Antrages auf Streichung dieser Bestimmung. Stets ist Herr v. Stumm auf der Seite Derer zu finden, welche ängstlich bestrebt sind, an der Machtvollkommenheit der Arbeitgeber nichts zu ändern. Wird es in die Hand der Berufsgenossenschaften gelegt, vorher Gutachten abzugeben, so wird der gute Wille der Landes- Zentralbehörden ganz gewiß lahm gelegt und schließlich auch innerhalb der Regierungen der Wunsch, solche Bestimmungen zu erlassen, zurücktreten. Unbegreiflich ist es, wie man bei einem Arbeiterschuh- Gesetz eine so erhebliche Mitwirtung der Unternehmer gefeßlich festseßen will; als Bleigewicht wird sich an die Thätigkeit der verbündeten Regierungen und der Landes- Zentralbehörden diese Mitwirkung der Wir haben hierzu zu erklären, daß der hiermit offenbar geBerufsgenossenschaften hängen. Bekanntlich haben die verbündeten meinte Prokurist weder ein Mitglied der Redaktion des„ Berliner Regierungen diese Bestimmung von Anfang an nicht gefordert, Börsen- Courier" fennt, noch mit irgend Jemand in Verbindung am zweiten Feiertage der Arbeiter- Gesangverein hilaritas" fie müssen also überzeugt sein, daß dieselbe die gute Absicht des steht, der seines Wissens nach einen Einfluß auf den Berliner eine Matinee im Knebel'schen Lokal, Badstr. 58, und zwar unter § 120 a wenn nicht gänzlich vereitelt, so doch erheblich be- Börsen- Courier" ausübt. Wir wissen zwar nicht, wen die Re- Mitwirkung der Gesangvereine„ Esmeralda" und Hand in Hand", einträchtigt. Durch die Gutachten werden die Maßnahmen, daktion der„ Berliner Volts- Tribüne" mit ihrer Anspielung ge- die sämmtlich dem Arbeiter- Sängerbunde angehören. Zur Aufwelche die Regierungen zu treffen beabsichtigen, eingeengt und in meint hat, doch können wir erklären, daß der leitende Redakteur führung tamen Gesangsstücke, sowie Vorträge des Salonhumoristen ihrer Wirkung abgeschwächt. Die bisherigen Erfahrungen mit der Berliner Bolts- Tribüne" auf Befragen mitgetheilt hat, daß Herrn Schorff, welcher durch seine scherzhaften Borträge lebhaften den Unfallberufsgenossenschaften ermuthigen nicht zur Ver- der betreffende Prokurist mit der Bermertung nicht ge- Beifall fand. Die Sänger ernteten namentlich durch die Lieder: Leibung weiterer Borrechte an diese Vertretung der UnternehmerWeihgesang, Ein Sohn des Volfes, Mutterherz, Die Heimath und flaffe, am allerwenigsten dazu, ihnen einen so erheblichen Einfluß Lockentöpfchen jubelnden Applaus. Der geräumige Saal war zu gewähren, wie hier die Kommission beschlossen hat. Eine wirthschaft FIuch statt egen bringen, das kann man gegen der Matinee verließen die Genossen unter Abfingen der AudorfWie neue Erfindungen unter der modernen Rapitals- von Genossen und deren Familien fast überfüllt. Nach Schluß Ausdehnung des Arbeiterschutzes wieder aufzuheben, wenn der Reichstag es wünscht, dazu können wir uns nicht bereit finden wärtig so recht deutlich in Berlin beobachten. Hier ist nämlich schen Arbeiter- Marseillaise das Lokal, während ein Drittel der lassen; wir werden also für den zweiten Antrag der Freisinnigen vor einigen Tagen in einer der größten Trikottaillen Fabriken noch der Vortrag der Kinder des Genossen Wilhelm G., Mädchen eine neue Knopfloch Maschine mit Dampfbetrieb Anwesenden sich noch längere Zeit unterhielt. Zu erwähnen ist nicht stimmen. In der Abstimmung wird§ 120e unter Ablehnung aller aufgestellt. Während bisher eine tüchtige Arbeiterin im Stande von 4, 6 und 8 Jahren, welche den„ Weihnachtsabend eines Amendements unverändert angenommen. war, bei angestrengtester Thätigkeit pro Tag etwa 200-300 Knopf- Proletariers" vortrugen. Nach 5 Uhr vertagt das Haus die weitere Berathung auf vier Tausend. Es ist ohne Zweifel anzunehmen, daß dieser löcher fertig stellen zu können, liefert diese Maschine pro Tag Mittwoch 12 Uhr. Ein prinzlicher Verschwender. Das Amtsgericht au ersten Maschine, welche aus Amerika nach hier eingeführt wurde, Potsdam erläßt eine Bekanntmachung, laut welcher über den bald mehrere folgen werden. Von welch' traurigen Folgen dies als Verschwender entmündigten" Premier- Lieutenant a. D. für die vielen in der Branche beschäftigten Arbeiterinnen sein Prinzen Georg Radziwill zu Potsdam die Pflegschaft eingeleitet wird, kann sich nach den angeführten Zahlen füglich ein Jeder worden ist. Prinz Radziwill ist der ältere Sohn und der felbst ausrechnen. Hier zeigt sich wieder einmal die Gemein- einstige Haupterbe des Generals der Artillerie und langjährigen gefährlichkeit unferer heutigen tapitalistischen Produktionsweise. General- Adjutanten Fürsten Anton Radziwill und stand beim unter einer vernünftigen Gesellschaftsordnung würde diese Maschine Regiment der Gardes du Korps in Potsdam, bis er vor Kurzem Tausenden die Arbeit erleichtern, während sie heute einem ein- seinen Abschied einreichen mußte. Er ist mit einer polnischen zigen die Taschen füllt und Tausende broilos macht. Trotz des Gräfin verheirathet, welche eine Mitgift von 20 Millionen Mart gewaltigen Bortheils, welcher dem Unternehmer zufließt, erhält besaß. Die zur Bedienung der Maschine angestellte Arbeiterin sieben Mart Lohn pro Woche. Parlamentarisches. Nach Schluß der Sigung trat der Senioren Konvent zu fammen und berathschlagte über Mittel und Wege, der Beschlußunfähigkeit ein Ziel zu setzen. Da gegen diese Krankheit fein Kraut gewachsen ist so wenig wie gegen den Tod, so war guter Rath theuer, und man beschränkte sich auf den plato nischen Beschluß, daß jede Fraktion ihre Mitglieder zu pünkt lichem Erscheinen anhalten möge. Silft's nichts, so schadet's auch nichts, man muß die Gläubigeu starten" wie's im Reinecke Fuchs heißt. Der beschlußfähige Reichstag, den die Majoritäts- Parteien er streben, hat freilich den Schalt hinter ihm. Er bedeutet, daß die Guillotine der Schlußanträge, die jetzt durch die Beschluß unfähigkeit und daraus entspringende Gefahr sozialdemokratischer Auszählungsanträge am Arbeiten gehindert wird, in frische, fröhliche Thätigkeit treten kann. Ein beschlußfähiges Haus würde das Ueberskniebrechen der Arbeiterschutz- Gesetz- Verhandlungen und die Mundtodtmachung der Sozialdemokratie bedeuten. Lokales. " meint war. tet werden. Ein freiherrlicher Konkurs. Das Konkursverfahren über das Vermögen des Rittmeisters a. D. und Rittergutsbesizers Job Eine Statistik der Löhne in Berlin, und zwar so, daß Freiherrn von Manteuffel zu Topper, des Sohnes des ehemaligen die Statist. Korresp." Wir haben vor Kurzem die totale Un- ist vom Amtsgericht zu Schwiebus wieder aufgehoben worden, die Löhne von 1879 mit denen von 1889 verglichen werden, bringt General- Feldmarschalls und Statthalters von Elsaß- Lothringen richtigkeit der Arbeitslosen- Statistik des Reichsanzeigers" nach- weil eine zur Vertheilung an die Gläubiger geeignete Maffe gewiesen; die gegenwärtige Lohnstatistik ist nicht viel mehr werth. nicht ermittelt ist." in Baugewerbe soll sich die Steigerung der Löhne binnen diesen zehn Jahren auf mehr als 50 pet. belaufen und zwar soll das Sie find durch den Ober- Präsidenten der Provinz Brandenburg Fünf neue Apotheken werden in we Steigen hauptsächlich von 1886 ab stattgefunden haben. Dieses offenbar falsche Ergebnis ist dadurch zu Stande gekommen, daß gefähr an der Einmündung der Markusstraße, 2. in Moabit un an folgenden Stellen genehmigt: 1. in der Holzmarktstraße un die Löhne im Jahre 1889 viel zu hoch beziffert werden. Es sollen gefähr an der Einmündung der Markusstraße, 2. in Moabit un nämlich von 5645 Gefellen, welche der bekannte„ Bund" beschäftigte, Elsasserstraße zwischen der Borsig- und Eichendorffstraße, jedoch gefähr an der Kreuzung der Thurm- und Waldstraße, 3. in der 2504 je 55 Bf., 2048 je 60 Pf. und der Reit zwischen 45 mit Ausschluß der Ecke der Borsigstraße, oder gegenüber diesem und 1 Mark"(!) Stundenlohn bekommen haben. Dann haben Straßentheile, 4. in der Rügenerstraße ungefähr an der Gin die Herren vom„ Bunde" wohl die Forderungen beim letzten mündung der Brunnenstraße und 5. an der Göbenstraße zwischen Streit nur zum Schein öffentlich abgelehnt, aber heim- Kulm- und Mannsteinstraße mit Ausschluß der beiderseitigen lich bewilligt, nach dem Grundsatz, daß man Gutes Einen Kriegsruf gegen die Nomaden des Hofes erläßt im Stillen thun und es nicht bas Organ des hiesigen Bundes der Hausbesitzer- Vereine, das hängen soll. an die große Glocke Ecken. Die Bedingungen um die Bewerbung sind die üblichen. Die Löhne der Möbeltischler sind nach den Grundeigenthum", und fordert die Berliner Haustyrannen zum Angaben der Innung seit 1879 bis 1889 von 15 auf 24 M.(!!) Eine nennenswerthe Löschhilfe hat dieselbe aber nur einmal be Achtmal ist die Feuerwehr am Sonntag alarmirt worden energischen Frontmachen gegen diefelben auf, natürlich nur im im Durchschnitt, die der Bautischler von 18 auf 24 M. gestiegen. einem Abends gegen 1/28 Uhr gemeldeten Brande 3offenerstr. 47 Interesse der Miether, deren Wohlergehen den Herrn Hausbesitzern Bei dem thatsächlichen Stehen bleiben, ja theilweisen Rückgang zu leisten gehabt, durch welchen der Ladeninhalt eines im Keller ja unendlich am Herzen liegt. Die Herren Hauswirthe sind be- der Löhne nehmen sich solche Angaben der Innung geradezu wie geschoß belegenen Posamentier- und Wollenwaaren- Geschäfts fanntlich höchst rücksichtsvolle Leute! Als Nomaden des Hofes Sohn aus. Bugegeben wird dagegen ein Rückgang der Löhne gänzlich vernichtet worden ist. bezeichnet vorgenanntes„ Organ" die Ausrufer, Bettler, Hauſirer, bei den Schuhmachern. Die Orts- Krankenkasse der Schuhmacher Mufitanten, Leiermänner, Geigenspieler, Harfenisten 2c. mit bezeichnet 1889 als Durchschnittslohn bei Stüdarbeit 11 M. gegen Fug und Recht muß also auch die Stöcker'sche Kurrende" zu 13 M. im Jahre 1886. Die Innung meldet 1888 bei Stückarbeit Baffage festgenommen, als er eben einen Taschendiebstahl aus Ein internationaler Gauner wurde am Sonntag in det den Nomaden des Hofes gerechnet werden und führt lebhafte 15 M. als durchschnittlichen Lohn, was selbstverständlich viel zu geführt hatte. Klage darüber, daß sich die„ Nomaden des Hofes" und füglicher hoch gegriffen ist, gegen 14 M. im Jahre 1879; für 1889 läßt beamten Hilbrecht gelungen ist, scheint das„ Geschäft" en gros Der Dieb, dessen Festnahme dem Kriminal weise auch des Hauses" sich durchaus nicht an die Warnungs- fte die Angabe des Lohnes tafeln zu tehren pflegen, welche viele Hauswirthe natürlich fosen- Statistit wurde von fast allen bürgerlichen Blättern als meldet, Werthpapiere im Gesammtwerth von ca. 25 000 m. un! einfach weg. Die neuliche Arbeits- betrieben zu haben; denn es fonnten ihm, wie die Post nur im Interesse ihrer Miether- vor den Eingangsthüren an- zuverlässig behandelt und abgedruckt. Von dieser Lohnstatistit, eine goldene Herren- Taschenuhr abgenommen werden. Der Dieb zubringen pflegen und deren Inhalt gemeinhin lautet:„ Ausrufen, welche auf Grund der Angaben des städtischen statistischen Amtes verweigerte bei der Festnahme jede Auskunft und gab nur an Betteln, Haufiren, Musiziren ist in diesem Hause streng verboten". und der Gewerbedeputation des Magistrats bearbeitet ist, muß daß er aus der Schweiz stamme. " In Berlin", so meint das hausbesitzerliche Sprachrohr, hat sich selbst die magistrats- offiziöse Voss. 3tg." zugeben, daß sie mangeldurch die Macht der Verhältnisse in der That beinahe eine haft sei. Art von Gewohnheitsrecht gebildet, welches jenen Nomaden Bezüglich des durch den Kriminal die Höfe als Operationsgebiet für ihren Gewerbebetrieb zutheilt. Schuhmann Behrens am Sonnabend festgenommenen Verbrechers Das rohe Betragen gegenüber den Arbeiterinnen ist. hat die Untersuchung jezt schon zu über alles Erwarten über Von der Straße verwiesen, bleibt ihnen schließlich nichts anderes ein vielbeklagter Uebelstand, der in demselben Maße zuzunehmen raschenden Ergebnissen geführt. übrig, wie der Hof und man beläßt sie da, weil die Leute doch scheint, wie weibliche Arbeiter mehr und mehr erwerbsthätig be- worden, daß K. einer aus mindestens 3 Köpfen bestehenden Es ist zunächst festgestellt leben müssen und sich auch viele Krüppel und andere Unglückliche schäftigt werden. Ein besonders roher Ausfall eines in der Bande angehört, welche den Straßenraub systematisch betrieben unter ihnen befinden, die auf unser Mitleid Anspruch haben."... straße wohnhaften Schneidermeisters gegenüber seinen hat. In der Nacht zum 4. d. M. gegen 11 Uhr passirte das Man sollte es taum für möglich halten, daß auch Berliner Haus- Näherinnen wird uns von betheiligter Seite zur Kenntniß ge- Fuhrwerk des Schlächtermeisters Bieger aus Nauen die Spandau befizer, die mit faltem Blute Familien nackt und bloß auf die bracht. Bei dem betreffenden Schneidermeister M. werden Mäntel Charlottenburger Chaussee; auf dem mit Fleisch beladenen Straße werfen und dem Glende preisgeben können, ein mensch angefertigt und beschäftigt derfelbe gegen 20 Näherinnen. Für Wagen saß allein der Kutscher Hermann Krone. Etwa au liches Fühlen in der Brust zu verspüren vermögen! Bielleicht einen Mantel giebt es 80 bis 95 Pf. Arbeitslohn, und einge- der Höhe von Westend sprangen plöglich zwei Rerle hinter ist es das böse Gewissen, das sich in ihnen rührt; vielleicht daß arbeitete Näherinnen tönnen wöchentlich, wenn sie von Morgens dem. Gebüsch hervoe, fielen dem Pferde in die Bügel und drohten fie unter den Nomaden des Hoses" mitunter Menschen antreffen, 6 bis Abends 10 Uhr und in der Woche noch zwei Nächte durch Krone, ihn kalt zu machen", falls er bei der Plünderung des beren wirthschaftlichen und moralischen Ruin sie fraft ihres Gr- arbeiten, 10 bis 11 m. verdienen. Die weniger flott Arbeitenden Wagens den geringsten Widerstand entgegensehen werde. missions- und Retentionsrechtes verschuldet haben! Gegen diese verdienen entsprechend weniger. Bor etwa 14 Zagen wagte es dem die Wegelagerer den den Wagen bedeckenden Blan mittel armen Opfer wollen die Sausbesitzer also gnädig Gnade eine der Arbeiterinnen, eine Frau, welche gezwungen ist zu arbeiten, eines Messers durchgeschnitten hatten, holten sie den geschlachteten walten lassen," Diejenigen aber, die gesunde Glieder haben weil der Verdienst ihres Mannes nicht zum Lebensunterhalt aus Hammel hervor, welcher später durch Behrens dem S. abs und arbeiten könnten, vom Hof verweisen!" Diese banale reicht, ihren Arbeitgeber, den erwähnten Herrn M., zu bitten, genommen wurde, und verschwanden damit. Etwa vier Stunden Redensart erscheint in hausbesißerlichem Munde noch auf eine Sorte dieser Mäntel pro Stück& Pf. mehr zu geben, später kam der Schlächtermeister Ernst Elze aus Staaten mit trivialer, indem die Arbeit" der Hausbesitzer im Steigern weil dieselben viel mehr Arbeit machten als die anderen; das seinem Einspänner dieselbe Straße entlang, um nach Berlin 3 und Einstreichen der Wohnungsmiethen und im Ermittiren und war aber Herrn M. zu unverschämt und er sann auf Rache, da fahren. In der Nähe des Spandauer Bocks wurde auch er von Retiniren der Hauptsache nach besteht. Schließlich ist der ehrer, wie er meinte, die 5 Bf. aus seiner Tasche zusetzen muß. brei Männern, welche sich in dem Chauffeegraben verstedt ge liche Erwerb der Nomaden des Hoses noch achtungsvoller, als Am andern Tage Nachmittags bot er einigen seiner Näherinnen halten hatten, überfallen und beraubt. Es scheint der Verhaftete Straßeuräuber. Nach in jüngster Zeit auch noch anderweitig mit Erfolg gearbeitet" zu| liche Behauptung bald nach Rückgabe des Kontraktes verschiedenen Besen vom Platz schlagen" Verschworene Gesellschaft" haben, denn in feinem Besitz wurden vier silberne Taschenuhren Personen mitgetheilt, darauf verwiesen, daß die angeblich nach- und andere Komplimente dahin, daß am 3. d. M. der Bolier, gefunden und über 40 Mart baares Geld, über dessen Erwerb getragene Bestimmung mit ganz anderer Dinte geschrieben sei sowie 7 Zimmergesellen auf der Stelle die Arbeit niederlegten, er glaubhafte Angaben nicht machen kann. R. führt auch ein und er will auch sofort Beschwerde bei Frau Werneyer erhoben um ihr Chrgefühl nicht länger verletzen lassen zu müssen. fremdes Arbeitsbuch bei sich, welches wahrscheinlich gleichfalls ge- haben. Später kam es zu Mißhelligkeiten zwischen den Angestohlen ist und bei dem Verkauf des Raubes als Ausweis ge- flagten und dem Ehepaar Werneyer und die Angeklagten erlitten bient hat. zweimal Strafen wegen Beleidigung. In weiterer Folge veranlaßten dieselben eine Anklage wegen Urkundenfälschung gegen Versammlungen. Ein Bent wurde vorgestern Nachmittag kurz nach 5 Uhr Frau Werneyer und da sie beschworen, daß sie sich den awischen den Stationen Westend und Charlottenburg auf einen Kontrakt genau durchgelesen, und die qu. Bestimmung Eine öffentliche Kommunalwähler Versammlung des in der Richtung Berlin fahrenden Stadtbahnzug ausgeführt. Der erst nachträglich zugefügt worden fei, so verurtheilte dem Polizeibureau befand, wurde er plötzlich von zwei unbe- sprachen mann, indem sie ihr Verdikt auf Nichtschuldig abgaben und der In der Diskussion sprach zunächst der von der sozialdemo geklagten. = 17. Kommunal- Wahlbezirks Bug batte eben die Kurve zwischen Königsweg und Ziegenfee das Gericht, welches diefer Aussage durchaus Glauben tagte am Montag, den 6. April. Zum ersten Punkt der Tagespassirt, als aus der Richtung des lekteren her eine Kugel durch schenkte, Frau Werneyer zu 3 Tagen Gefängniß. Dieser unwill- ordnung: die bevorstehende Nachwahl referirte der Reichstagsdie Scheibe eines Roupees 2. Klasse schlug, einer in demselben kommene Ausgang stachelte nun wieder Frau W. an, mit einer Abgeordnete Genosse Stadthagen. Der Redner besprach in fizenden Dame am Gesicht vorbeisaufte und sich auf der ent- Anklage wegen Weineides gegen die Angeklagten vorzurücken. längerem Vortrage die kommunalen Uebelstände der Stadt Berlin gegengesetzten Seite in der Holzwand festbohrte. Wie die spätere Sie beschuldigte diefelbe, fälschlich beschworen zu haben, daß sie und hob besonders hervor, daß die Studtverordneten- Versammamtliche Untersuchung ergab, war das Geschoß eine Revolver- den Kontrakt genau durchgelesen und trat nicht nur selbst mit lung troß der allseitig anerkannten augenblidlichen traurigen fugel schweren Ralibers. Der Zugführer machte auf Bahnhof großem Eifer als Anklägerin gegen dieselben auf, sondern führte Lage sich nicht gemüßigt gesehen habe, auch nur die geringste Charlottenburg Anzeige von diesem Vorfall. Die angestellten auch verschiedene Zeugen vor, um zu beweisen, daß die Ange- besondere Vorkehrung zur Linderung der Noth zu treffen. Etwas Recherchen nach dem gefährlichen Schützen sind jedoch bisher flagten den Kontrakt, ohne ihn durchzulesen, unterzeichnet hätten. sei ja immerhin schon geschehen, aber nur sehr wenig; und auch refultatios verlaufen. Nicht ausgeschlossen ist, daß sich diese Die Beweisaufnahme bot das Bild, daß sich zwei Gruppen von dieses Wenige sei einzig und allein auf Drängen der sozialKugel von dem Schießplatz bei Wizleben bis zu dem Zuge Zeugen für und wider die Angeklagten schnurstracks gegenüber demokratischen Stadtverordneten geschehen. Die sozialdemoverirrt hat. fraten und trotz aller Warnungen des Borsitzenden ihre mit einander fratisch en Stadtverordneten hätten einmal einen frischen Bug in Mit der Aufklärung einer Schußaffaire, welche sich Namentlich Frau Werneyer, die Hauptbelastungszeugin, wurde maste vom Gesicht geriffen und würden auch niemals aufhören, nicht zu vereinigenden Aussagen ruhigen Blutes beschworen. Die freifinnige Gesellschaft gebracht; sie hätten der Lüge die vor 8 Wochen in der Heinersdorfer Straße abspielte, ist seit einiger von dem Vorsitzenden aufs eindringlichste vor einem Meineide ihre mahnende Stimme erschallen zu lassen. Darum sei es die Zeit unsere Kriminalpolizei beschäftigt. Als zu fener Zeit der Kaufmann Hilgener auf dem Wege nach seiner Wohnung in der gewarnt und ihr die mancherlei Widersprüche ihrer Aussage mit Pflicht aller rechtlich denkenden Berliner Bürger, nur solche Brenzlauer Allee in der zweiten Morgenstunde die obengenannte denken, ihre Aussage zu beschwören. Die Geschworenen ent- die thatsächlich nur das Wohl ihrer Mitbürger im Auge hätten. anderen Zeugnissen vorgehalten aber auch fie trug tein Ve- Vertreter in die Stadtverordneten- Bersammlung zu entsenden, Straße paffirte und sich nahe der Gemeindeschule schrägüber von sprachen dem Antrage des Wertheidigers Rechtsanivals Th. Fried-( Lebhafter Beifall.) fannten Personen angegriffen, deren Eine ihn von hinten packte, Gerichtshof erkannte demgemäß auf Freisprechung der An- fratischen Partei aufgestellte Standidat Börner, der einzelne, von während der zweite der Angreifer von vorn auf H. eindrang. Der junge Kaufmann, welcher einen Revolver bei sich führte, drohte dem Referenten nur flüchtig berührte Punkte wieder aufgriff und die Wegelagerer niederzuschießen und zog, als seine Warnung kein Ein Zwischenruf, welcher in einer Sitzung der Berliner näher beleuchtete. Ferner sprachen noch die Genossen Nürnberg, Gehör fand, die in der Brieftasche befindliche geladene Waffe hervor. Stadtverordneten Versammlung gefallen war, Scheffer und einige Andere. Ehe H. jedoch den Revolver richtig fassen konnte, entlud sich derselbe bildete den Anlaß zu einer Privatflage des Stadtv. Archivraths Folgende Resolution gelangte zur Annahme: und die Kugel fuhr dem Kaufmann in den Zeigefinger, zer: Dr. Bailleu gegen den Stadtv. Baumeister Wohlgemuth Versammlung des 17. Berliner Kommunal Wahlbezirks erklärt " Die heute in Krieger's Salon tagende Kommunalwählerschmetterte den Knochen desselben, verlegte die Sehnen des welche heut zur Berhandlung vor dem hiesigen Schöffengericht Fingers und muß dann schließlich noch einen der Straßenräuber anstand. Beide Parteien waren mit ihren Rechtsbeiständen, dem verstanden. Die Versammelten verpflichten sich, mit aller Energie sich mit den Ausführungen des Referenten voll und ganz eingetroffen haben, denn einer der Männer taumelte, einen Wehruf Rechtsanwalt Raeßell und Dr. Friedmann zur Stelle, dahin zu wirken, daß unserem Genossen Börner zum Siege verausstoßend, zurück. Die beiden Burschen ergriffen alsdann die als Zeugen waren außerdem der Stadtverordneten Borsteher Flucht, konnten jedoch leider nicht von Herrn H., dem die Wunde Dr. Stryd fowie die Stadtvv. Pie tzmann und Plüschte holfen wird." Schmerzen bereitete, weiter verfolgt werden. Der Vorfall wurde geladen. Es handelte sich um eine Sitzung der Stadtverordneten- Nachdem dann unter ,, Verschiedenem" noch einige Angelegensofort der Polizei gemeldet, doch waren die diesbezüglichen Versammlung, in welcher über die Wahl des Redakteurs heiten besprochen waren, wurde die Versammlung mit einem Recherchen sehr erschwert, weil der Kaufmann über die Perfo- Dr. Ba chyler, den Brief des Stadtverordneten Pretzel an den dreifachen, kräftigen Hoch auf die gerechte Sache geschlossen. nalien der Angreifer feine näheren Angaben machen konnte. Ober Postdirektor Schiffmann und die behauptete WahlEine öffentliche Versammlung der Tischler Vielleicht tragen diese Zeilen dazu bei, den Vorfall aufzuklären. beeinflussung von Postbeamten verhandelt wurde. Bei dieser fand am 6. April unter dem Vorsitz des Herrn He's statt. Sum Eine weibliche Leiche ist Montag Nachmittag um 1 Uhr Gelegenheit hatte auch Dr. Bailleu das Wort genommen, es zweck hatte die Versammlung die Berichterstattung der Fünferentstand aber während der Rede desselben eine lebhafte fommission. Zunächst erhielt dazu Herr Millarg das Wort. hinter den Belten an der Bootverleihstelle gelandet und nach dem polizeilichen Leichenschauhause gebracht worden. Da die Unruhe und an einer Stelle tönte dem Redner der Zwischenruf Derselbe gab einen Ueberblick über die Arbeiten der Kommission. Denunziation!" und" Denunziant!" entgegen. Als Rufer des Diese wurde im Jahre 1889 am 18. März gewählt. Es war fenntlichkeit entstellt ist, so bietet sich zur Feststellung der Todes- letgedachten Wortes hat sich der Beklagte bekannt. Der Vor- damals von den deutschen Tischlern beschlossen worden, daß alle ursache bisher nicht der geringste Anhalt. Es muß daher der ſteher Dr. Stryck hatte aus diesem Anlaß schon einmal beide in Deutschland geplanten Streits der Tischler der Zentral- Streitgerichtsärztlichen Untersuchung vorbehalten bleiben, zu ermitteln, Gelegenheit hatte Kläger erklärt, daß er den als" Denunziation" gart hat, zur Begutachtung überwiesen werden müßten. Diese Herren zur gegenseitigen Aussprache vor sich geladen; bei dieser kommission der Tischler Deutschlands, welche ihren Sitz in Stuttob ein Verbrechen vorliegt oder nicht. gekennzeichneten Schritten fern siehe und der Beklagte hatte seiner Kommission mußte wiederum erst die Gutachten von über ganz feits die Erklärung abgegeben, daß nach dieser Erklärung des Deutschland zerstreuten Kommissionen ihren Beschlüssen zu Grunde Dr. Bailleu sein Zwischenruf hinfällig, geworden sei. In dem legen. Eine dieser Kommissionen ist die Berliner Fünferkommission heutigen Termin vor dem Schöffengericht kam es ohne weitere der Tischler. Redner geht nun furz auf die einzelnen Streits Beugenvernehmung zu einem Vergleiche. Der Kläger erklärte und ihren Ausgang ein, welche die Kommission beschäftigt sich für befriedigt, wenn der Verklagte den Zwischenruf zurück haben. Eine weitere Arbeit der Kommission bildete die Aufnähme, letzterer war dazu bereit und der Gerichtshof erkannte bringung von Geldern. Nach der Abrechnung sind eingekommen deshalb auf Einstellung des Verfahrens, indem er dem Beklagten auf Listen 2523,85 m., durch Tellersammlungen 855,89 M., die Kosten zur Last legte. Aus Spandau berichtet der„ Anz. f. b. Havell.": Gin ArSeiter der Geschützgießerei, Namens Bothe, der in Charlottenburg wohnt, hatte in der Pichelsdorferstraße seinen Water besucht. Als er Abends 9 Uhr sich wieder entfernte und über den Hof ging, wurde er rücklings überfallen, von kräftigen Händen gepackt und widerstandsunfähig gemacht. Dann wurde er in einen Raum, Die Wohnung des einen Thäters, gefchleppt und vollständig aus: geraubt. Draußen vermißte er feine Uhr, Kette und sein Geld. Auf seine Anzeige bei der Behörde sind die Thäter ermittelt worden. Der eine befindet sich bereits in Gewahrsam, die beiden anderen sind geflüchtet. = D Arbeiterbewegung. von der vorher bestehenden Kommission wurden übernommen 35,41 M., so daß die Gesammteinnahme 2924,15 M. beträgt. Die Ausgaben fetzen sich folgendermaßen zusammen: Postscheine ( Stuttgart- Basel) 1477,81 M., Inserate( Boltsblatt) 106,20 m., ( Volks- Tribüne) 56,40 M., Säulenanschläge 119 M., für streikende Die Lokalkommission von Rigdorf und Umgegend Zimmerer wurden ausgegeben 72,50 M., für Steinmegen 36 M., macht hierdurch bekannt, daß folgende Wirthe ihre Lokale zu Erfurt. Die hiesige deutsche Schuhwaarenfabrit eröffnet für Weißgerber 19 M., für Hutmacher 18 M., Saalmiethe 85 M., Arbeiterversammlungen hergeben: Bergschloß Brauerei, Hasen heute Sonntag Pergamentergaffe Nr. 6 ihr erstes Berkaufslotal. Druckfachen 28,50 M., Porto, Briese, Papier, Untosten 82,94 m., haide; Vereinsbrauerei, Jägerstraße: Maue's Variété Theater, Siesige und auswärtige Parteigenossen und alle Freunde der zusammen wurden also ausgegeben 2167,85 m. Es bleibt somit Hermannstr. 18; Kummer's Salon, Berlinerstr. 136; Hoffmann's organisirten Arbeiter werden darauf aufmerksam gemacht. Die ein Bestand von 756,80 M. Die Kommission hatte außer den Festsäle, Bergstr. 133; Nieseck's Salon, Bergstr. 129; Bartha's in dem Geschäft arbeitenden Personen find sämmtlich Gemaß- Sammlungen für den allgemeinen Fonds auch die zur Deckung deutsches Wirthshaus, Bergstr. 120; Stolzenburg, Kaiser Wilhelms- regelte und jede Erweiterung des Geschäftsbetriebes wird der der Unkosten für Beschickung des Kongresses in Hannover vorzuBad, Canner Chaussee; Wirsing's Salon, Knesebeckstraße 77; Mehreinstellung von Gemaßregelten zu Gute kommen. Deshalb nehmen. Hier betrug die Einnahme 430,95 m. und die AusWirschmidt, Knesebeckstr. 16. Briz: Walter's Rofen liegt eine dauernde Unterstützung der genannten Firma im allge- gabe 411,70 M., bleibt ein Bestand von 19,25 M. Nach dem Terrasse, Chauffeestraße 69-70; Ww. Müller, Chausseestraße 89. meinen Interesse der Arbeiterschaft. Güldner's Restaurant, Rudowerstr. 66( Neu- Briz). Treptow: Bericht über die Thätigkeit der Kommission erhielt Herr Bornow's Restaurant; Bender's Restaurant; Jacob's Restaurant; Es wurden bei 776,05 m. vorhanden W. in Altenburg. Am 28., 29. und 30. März tagte hier der Haberland das Wort, um als Revisor das ErNitsch's Restaurant; Henzel's Restaurant( zum Karpfenteich): Berbandstag der in Buchbindereien und verwandten Berufs- der Revision, trotzdem insgesammt Babe's Volksgarten. zweigen beschäftigten Arbeiter. Beschickt war derselbe von Herr Engel in Briz erklärte, er wolle sich nicht damit ein- 17 Delegirten. Als wichtigster Beschluß dürfte wohl die Auf vorgefunden. Es fehlten somit ca. 704 M. Von den noch vors laffen, um seine andere Gesellschaft sich nicht zu vertreiben. nahme der Arbeiterinnen in die Organisation obiger Branchen handenen 71,80 M. mußten von den Revisoren, welche das Geld Da troß wiederholter Aufforderung der Lokalkommission von erwähnt werden. Ferner soll eine Vereinigung sämmtRixdorf und Umgegend sich das neu gewählte Mitglied, Herr licher im graphischen Gewerbe beschäftigten Arbeiter angestrebt in Beschlag genommen hatten, noch einige kleinere Schulden be= Müller, nicht gemeldet hat, sich in Nixdorf jedoch ein werden. zahlt werden, so daß nun noch im Besitz derselben 51,05 M. sich gewiffer Müller als Lokalkommissions- Mitglied ausgiebt, so er befinden. Ueber dies Ergebnis der Revision entwickelte sich eine lärt hiermit die Lokalkommission von Nixdorf und Umgegend, gebrochen. Zuzug wird fern gehalten. Lübeck, 6. April. Ein partieller Schneiderstreit ist hier aus- lange Debatte. Es betheiligten sich unter Anderen daran die aß ein Müller nicht in der Kommission ist. Herren Stenz, Heß( Revisoren), Millarg, Müller, Alle Anfragen, die Lokalfrage betreffend, sind an F. Zier, Der Getreideträger- Ausstand in Duisburg ist beendet. Monien, Riester( Kommissionsmitglieder), Schmitts, Rixdorf, Faltstr. 46h; A. Annof, Bergstr. 189, und Kleist, Julius Firmen und Arbeiter haben sich durch die Vermittlung des Winter, Bogasch, Wiedemann, Dombrowsky Oberbürgermeisters geeinigt. Jeder Theil gab zur Hälfte nach, Roblenzer, Pistorius und R. Schmibt. Das Defultot so daß die Getreideträger nunmehr statt 8 M. für 10 000 Rgr. bahnhofe, wurde am 6. d. M. Nachmittags die Leiche einer unbe- 1. Bon Schiff auf Wagen 9 M., 2. von Schiff auf Lager 9 m., Kommission, als der allein Schuldige, was bas Fehren Polizeibericht. In der Spree, hinter dem Lehrter Güter- 9 M. erhalten, und zwar nach folgendem neuen Lohntaris: der Diskussion war, daß Herr 2obstá dt, ber Staffirer ber fannten, etwa 30 Jahre alten Frau angeschwemmt. Zu der erste Etage 11 M., zweite Stage 12 M., 3. von Lager auf der 704 Mart betrifft, anerkannt wurde. wurde Kommissions Mitgliedern felben Zeit versuchte ein Dienstmädchen auf dem Marienkirchhof, Wagen 8 M. Der letztere Punti war überhaupt nicht streitig. Prenzlauer Allee, und ein Gelbgießer in seiner Wohnung in der Nur eine einzige Firma hat sich mit diesen Abmachungen nicht und fein Treiben nicht schon lange erkannt hatten en bas daß sie in Lobstädt ein zu großes Vertrauen geſeht Langestraße sich mittelst Oleum zu vergiften. Beide wurden einverstanden erklärt, sondern ihre früheren Getreibeträger ent- ben Revi ſchwerverletzt nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht. lassen und dafür neue eingestellt bezw. diejenigen Leute behalten, noch viele Liſten ausstehen, wurde beschlossen, ngelegenheiten, mit Vor dem Hause Liebenwalderstr. 37 gerieth gegen Abend ein welche während des Streiks zur Aushilfe arbeiteten. 5jähriger Knabe unter die Räder eines mit Stroh beladenen ArStraße 42 a, zu richten. anderen nur zur Last gelegt, Da welchen sich sonst die Kommiffion noch zu befaffen hätte. Das beitswagens und erlitt so schwere Verlegungen am Oberschenkel, fächsischer Stäble, fo u. a. in Roßwein, Grimma, Meigen noch bommenden Gelder sind nach Stuttgart eschlossen wurde Außer in Dresden wird auch in einer Anzahl anderer Endergebnis ist bann im Vorwärts" bekannt zu geben, bie daß er bald darauf in der Wohnung seiner Eltern verstarb. Im Laufe des Tages fanden drei kleinere Brände statt. Oschak, Mittweida, Döbeln, Crimmitschau, eine Petition an den Streiffommission der Tischler zu übersenden. Beschlossen wurde Reichstag wegen der Sonntagsruhe der Handlungsgehilfen in noch, Herrn Zobstädt das Recht zu entziehen, jeGerichts- Beitung. Umlauf gefeßt. mals ein Amt in der Arbeiterbewegung wieder wurde der zweite Punkt der Tagesordnung:" Wahl von Verschlossen. beiter der Iſerthaler Spinnfabrik von F. Schmitt stellten infolge fenten", von derselben abgefeht und die Versammlung geWien, 6. April. Aus Reichenberg wird gemeldet; 650 Ar- betreiben zu dürfen. Da die Zeit schon vorgerückt war, Entlassung eines Kameraden die Arbeit ein. Eine Anklage wegen wiffentlichen Meineides, welche Cardiff, 7. April. Der Sekretär des Verbandes der Maetern das Schwurgericht am Landgericht I viele Stunden hin- trofen und Schiffsheizer, Wilson, welcher den letzten Ausstand Das Programm der Sozialdemokratie behandelte in der M hässigkeit und stellte den Geschworenen die nicht eben leicht zu gesehwidriger Zusammenrottung und Ruhestörung anläßlich des Frauen bei Schmiedel, unter dem Vorsitz des Genossen David, durch beschäftigte, lieferte ein häßliches Bild menschlicher Gein Kardiff veranstaltet hatte, wurde wegen Veranlassung zu leßten öffentlichen Sonntags Versammlung für Männer und löfende Preisfrage, wer von den vor Gericht erscheinenden Bar- Streits zu sechswöchentlichem Gefängniß verurtheilt. teien gegen den Gid sich verging. Angeklagt war der Fleisch beschauer Stemme und dessen Ehefrau. Beide sollen in einer gegen die Frau ihres Hausverwalters Werneyer anhängig gewesenen Untersuchungsfache sowohl vor dem Amtsgericht, als auch vor dem Landgericht Meineide geleistet haben. Der Töpfermeister Werneyer war früher der Verwalter der Häuser Stralsunderstraße Soziale Ueberlicht. Den bie Steinmegen Berlins! Troß unseres Berichts und Genosse Dr. Lütgenau, theils agitatorisch, theils mit Rüc Der erste Satz des Programms ficht auf die Revision kritisch. ( so führte Referent aus) ist entbehrlich. Die mancherlei Versuche, die Gebrauchswerth- schaffende Fähigkeit der Natur zu bestreiten, sind überflüssig; in solcher Weise Mensch und Natur scharf zu trennen, ist ein naturwissenschaftlicher Irrthum. Ohne moralische Gründe und in präziserer wiſſenſchaftlicher Begründung müssen die der Tittel'schen Kunsttöpferei Attiengesellschaft gehörigen der Depesche vom Vorstand des Verbandes, die wir an den Ver Wirkungen der kapitalistischen Produktionsweise schärfer bezeichnet Nr. 5 und 6, die eigentliche trauensmann zu Riesa gesandt haben, um uns in unferer gerechten werden. Jedem nach seinen vernunftgemäßen Bedürfnissen" ist namentlich alle schriftlichen Angelegenheiten selbständig besorgte. Bau der St. Sebastian- Kirche( Gartenplay) drei Steinmezen von forderten wir einen bestimmten Grundsatz der Vertheilung, so Berwaltung führte aber seine sehr geschäftsgewandte Frau, welche Forderung zu unterstützen, find am Montag, den 6. April, am nichtsfagend, da nicht ausgesprochen wird, wer darüber bestimmt. Geschäftsteller angeboten worden war. Den bezüglichen Mieths aller Bestimmtheit gerechnet und gehofft, daß dieselben sich mit beitende ein reichliches Auskommen. Allerdings darf der Nutzen Rollegen, wir hatten auf die so gut organisirten Riefaer mit Auf jeden Fall hat in der sozialistischen Gesellschaft jeder Argewohnt, war aber alsdann nach Nr. 6 verzogen, wo ihm ein Riesa eingetroffen. gäben wir von unserer wissenschaftlichen Stärke etwas preis. der Wissenschaftlichkeit nicht überschätzt werden, auf den Geist, der die vollzogener Unterschrift die Stempelung besorgte und den Bertrag Hoffnung getäuscht worden. Mit kollegialischem Gruß Die punkt gegenüber Recht und Moral spricht am besten das öfteralsbann an die Angeklagten zurückgab. Lettere behaupten nun, fireifenden Steinmegen der St. Sebastian- Kirche( Gartenplay). daß Frau Werneyer widerrechtlich noch nachträglich eine ganz reichische Programm aus: mit allen gefeßlichen Mitteln" ist willkürliche Bestimmung auf den Kontrakt gesetzt habe, welche Achtung, Arbeiter. Maßregelung! Die Zimmermeister bourgeoififlisch, mit allen Mitteln" anarchistisch,„ mit allen dem ein ftrittes Verbot des Spielens der Kinder auf dem Flur Waldmann u. Ro. hier, cauſtigerſtr. 21 II, brachte es durch Rechtsbewußtsein des arbeitenden Volkes entsprechenden Mitteln" enthielt und von ihnen nimmermehr akzeptirt worden wäre. überaus liebenswürdige Behandlung. Die u. 2. Rebensarten in proletarisch- sozialistisch. Zu der untentgeltlichkeit des Unterrichts Der Angeklagte Stemme hat auch thatsächlich seine diesbezüg- sich schloß, wie: So' ne Bande müßte man gleich mit dem muß die unentgeltlichkeit der Lehrmittel und des Unterhalts # 1 1 " hinzu gefordert werden, sonst käme die Forderung nur den Be- von der im Verlage des„ Borwärt3" erscheinenden Festschrift| verein Frethett", Uebungsstunde von bis 11 Uhr im Retour fizzenden zu gut. Mit der einzigen progressiven Ein- zum 1. Mai zu bestellen und dieselben gratis an die Kollegen zu Brangelstr. 147 bet. Schmidt. Hämmerle, Bülowstr. 59, part. tommensteuer wird ein Ideal für den bürgerlichen Staat vertheilen. Die Wohnung des neu gewählten Kaffirers Aurin Schwebterstr. 17 bet Wolter. aufgestellt. Wenn nun wir allein diese Forderung stellen, ist Rönigsgraben 15 c, sonst auch Adresse: Bentral Markthalle, ftraße 16. so hat dies den Nachtheil, daß die Forderung für Stand 148. Mit einem Hoch auf den Fachverein schloß die eine fozialistische angesehen wird. In der sozialistischen Ge- Versammlung. fellschaft fällt aber eine so überflüssige Sache, wie das Steuerrant. willkommen. tommen. " Befangvere Gefangvere Tambourverein Männergefangverein Morgenroth -Verein Steinfeger- Sängerdor Gefangverein Südo ft" bet stemer, Guo Männergesangverein Steinne Ite", Gerichtstr. 10 im tefte Männergesangverein" 8ufrtebenhett" bei Gauger, Witba Alexisstraße 5.- Gefangverein Lyra" bet Stachel, Raupachstr. 6.Männergesangverein der Kürschner bet Röllig, Neue Friedrichstr. 44. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Gesangverein Fri Den Kampf mit geistigen Waffen scheinen die Anti- auf", Abends 8-10% Uhr bet Haller, Naunynftr. 70. semiten als erfolglos jest endgiltig wollen. ,, Religion ist Privatsache", bleiben oder gestrichen werden soll; Wenigstens empfahl vorgestern Abend einer ihrer Häuptlinge, der offnung", Moabit, Abends 9 Uhr bei Jlges, Wilsnaderftr. 63.er fann weder bleiben noch gestrichen werden, denn er steht gar Reichstags- Abgeordnete Bickenbach, in einer von maßlosen und Brüderherstr. Männergesangverein Gangestreue", Abends 9-11 Uhr bet Luther nicht da. Es wird vom Staate die Erklärung der Religion zur höchst ungereimten Angriffen, auf Judenthum, Sozialdemokratie alexanderſtr. 37, Ede Kaiferfir., 1" Zr.- Gefangverein pen eingefügt Gefangverein Alpenrose",( Gem. Chor) 8-10 Privatsache verlangt; wenn man verlangt, daß etwas sein soll, un christellerthum froßenden aber eben deswegen ungemein 8 Uhr, bei Schröder, Reichenbergerfir. 24. Gaſte, burch Mitgliedert, Malfes so ist damit schon gesagt, daß das Verlangte zur Zeit noch nicht erheiternd wirkenden Rede seinen in der gewaltigen Zahl von firaße 25b, Ede Alexanderstraße. Säfte willkommen. ist. Die Forderung muß bleiben, aber an den heutigen Staat etwa 70 Mann erschienenen Freunden die Reitpeitsche als Echo"( Vergnügungs- Verein), Abends 9 Uhr bet Hüttrich, Gollnowftr. 9. gestellt werden; in der sozialistischen Gesellschaft stirbt die Religion Rampfesmittel gegen ihre Feinde, besonders gegen sämmtliche Männergefangverein Edelweiß", Abends 8% Uhr, bet Schneider, Belforter ab. Die unglückliche Debatte über diesen Programmpunkt hätte Mitglieder der Preffe, ausgenommen natürlich die Redakteure der straße 15. Neue Mitglieder werden aufgenommen. vermieden werden können, wenn die Gegentrabanten der pfäffischen Lübeck'scher Turnverein: I. Lehrlingsabtheilung, abends von 8 b Kapitalstrabanten wenigstens das Programm gelesen hätten." Staatsbürger- Zeitung", der„ Kreuz- Zeitung" und noch einiger 10 Uhr im Turnfaale des„ Königstädt. Gymnaf.", Elifabethstr. 67-58 Berliner Zurngenossenschaft, 5. Männerabth. Abbs. von 8-10 h Das Frauen- Wahlrecht sollten wir ausdrücklich verlangen; die anderer antisemitischer Blätter. Merkwürdig war es nur, daß Turnlofal Mariannen- Ufer la. 8. Männer- Abth., Abends von ko bi Beschränkung der Frauenarbeit ist nur vom Gesichtspunkte der Herr Pickenbach an einer anderen Stelle seiner Rede, die übrigens 11 Uhr. Turnlokal: Mühlenstr. 49–50.- Turnverein ,, Dft en", Männer Gesundheit der fünftigen Generation diskutirbar. Auch das neue im Wesentlichen nichts war, als ein Trauergeheul über die Ohn- Abtheilung, von 8-10 Uhr Abends, Blumenstr. 63a. Theaterverein" Blumenlese" Sigung 9 Uhr Abends im„ Dresbene Programm ist nicht für immer, sondern entspricht nur einem be- macht, Einflußlosigkeit und„ Annoncenarmuth" der antisemitischen Garten", Dresdenerstraße 45, Damen und Herren als Gäfte willtomme ftimmten Entwicklungsstadium. An der eifrigen Debatte bethei- feiten au hüten und erklärte, daß Diejenigen, welche sie zu solchen Reſtaurant, Presse, seine Parteigenossen aufforderte, sich ja vor Gewaltthätig- Theater- u. Vergnügungsverein„ Bultanta" Abends 9 Uhr, in Meißne ligten sich die Herren Eicke, Niederauer, Sündermann, David, verleiten wollten, bezahlte Agents provocateurs feien. Also over beim Borsitzenden M. Sieste, Aderstraße 13, of 1 re 162. Damen und Herren, welche neigt find, dem Berein beizutreten, Frau Sumann, Frau Scherzel u. A.; vom Referenten abweichende entweder ist das Schlagen mit der Peitsche keine Gewaltthätigtönnen sich bafelbft mel Ansichten äußerte nur Herr Sündermann. Pollack- Klubu stige Brüder", Abends 8-10% Uhr im Restaur feit oder Herr Pickenbach ist ein bezahlter Agent provocateur. Stewald, Dresdenerstr. 38.- Verein Fidele Brüber", Schönleinftr bet G. Rien. Gäste willkommen. Der Fachverein der Schlächtergesellen Berlins und Die Probe genügt. Bergnügungs- Berein Proletariat Sigung Abends 9 Uhr, bei Steemann, Melchiorstr. 15, Hof" part. Gäfte wi Umgegend hielt am 5. d. M. eine ordentliche Generalversammlung ab. Zur Tagesordnung stand als erster Punkt der Viertel- beschäftigten Arbeiter Deutschlands, Ortsverwaltung Berlin. Mitglieder- Freiheit"" benos 8% Uhr, bet Genoffe Leininger, Boyenftr. 40. Gäste, Dam Geselliger Klub Proletariat" bei Lorenz, koppenstr. 40 e.- G Verband der in Holzbearbeitungs- Fabriken und auf Holzplähen felliger Klub Soffnung" bet Feige, Martusstraße 31.Gefelliger Bere jahresbericht und Abrechnung vom Fest am 8. Februar. Nach Bersammlung am Mittwoch, den 8. April, Abends 84 Uhr, Grüner Weg 29. und Herren, willtommen. Bergnügungsverein„ Pon um", Abends 8½ Uhr be dem Berichte des Kassirers, Kollegen Schwarze, betrugen die Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Kaffenbericht. 3. Bericht über den Schröder, Stegligerstr. 18. Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, willkommen. Einnahmen im verflossenen Vierteljahre 428 m. 63 Pfg., die Arbeitsnachweis- Kommissionen und des Bibliothekars. 5. Berschiedenes und Berein treusfibel", Gigung mit Damen bei Doberstein, Mariannes Arbeitsnachweis und die Bibliothet. 4. Borstandswahl und Wahl der Berein der„ Solbiner", Abends 8% Uhr bei Wutte, Friedrichsbergerstr. 24. Ausgaben 346 M. 45 Pfg., es verbleiben Bestand 81 m. 18 Pfg. Fragetaften. Mitgliedsbuch legitimirt. Die Mitglieder werden ersucht, ihren straße 31. Berein éhem. Schüler der 44. Gemeindeschule Das Fest erbrachte eine Einnahme von 298 M. 35 Pfg., die Pflichten nachzukommen. Abends 9 Uhr im Albrechtsgarten, Wilhelmftr. 105.Rauchklub Nord Ausgaben betrugen 124 M. 50 Pfg., der Ueberschuß somit den sehr interessanten Vortrag: Dynamomaschinen" bringt Herr August Ahmer, Gräfeftr. 82. Verein für Technik und Gewerbe, Mittelftr. 47. Im Anschluß an ftern" in Friedrichsberg. Rauchflub Bultan", Abends 9" hr 173 M. 85 Pfg. Die Richtigkeit der Abrechnung wurde vom Freundi am Mittwoch, den 8. d. M., einen Vortrag über:" Bogenlicht und mann, Manteuffelstr. 71. Gäste willkommen. Orientalischer Rauchflub, Abends 9 Uhr, bet ga Rauchflub, Frisch gewag Kollegen Lassowsti bestätigt. Der Vortrag des Herrn Lampen": Stattlub ref Peus über das Alters- und Invalidengesetz mit folgender Dis im Klubhaus, kommandantenstr. 72, öffentlicher Bortrag des Herrn Bermann Abends 8 Uhr, Frankfurter Allee so bet Otto Zabel. Gäfte wiltominen. Berliner Naturheil- Verein 2. Mittwoch, den 8. April, Abends 8% Uhr, bends von 9-11 Uhr, Poſenerftr. 5 bet Rockendorf. tuffion fiel aus und erfolgte hiernach Mittheilungen des Vor- Caniß über:" Was müssen wir thun, um uns im Frühjahr vor Krankheiten standes. Zu bemerken ist zunächst, daß der unentgeltliche Arbeits zu bewahren. nachweis nach dem Lokale von Gründel, Dresdenerstr. 116, ver- Brunnenstr. 9," Vortrag des Herrn Hertlog über: Persönliche GesundheitsHomöopathischer Verein Hahnemann." Heute Abends 8% Uhr, legt werden solle. Daselbst finden Kollegen auch Unterkunft. Zur pflege." Erleichterung der Mitglieder find ferner Bahlstellen eingerichtet mittwoch, den 8. April, Abends 8% Uhr, bet Delse, Kleine Andreassir. 19., Sozialdemokratischer Lese- und Diskutier- Klub Internationale" worden und zwar Neue Grünstr. 13 bei Prüll und Generalversammlung. Krautstr. 46 bei Infinger. Ferner wurde bekannt Maler! Die Generalversammlung der Filtale 5 Nord der Bereinigung gegeben, daß die Wohnung des ersten Vorsitzenden, Kollegen der deutschen Maler und verwandten Berufsgenossen findet am Mittwoch, den 8. bet Gnadt, Brunnenstr. 38, Tagesordnung: Reßlinte, sich jetzt Prinzenstr. 100 befindet. Da verschiedene 1. Nechenschafts- Bericht; 2. Wahl der pufstaffirer und bes Bibliothetats Vorstandsmitglieder ihre Aemter niedergelegt hatten, so wurden 3. Erfagwahl eines Revisors; 4. Berschiedenes und Fragetasten. Um rechi etliche Ergänzungswahlen erforderlich. Es wurden gewählt zum zahlreiches Erscheinen ersucht der Bevollmächtigte. Obst- und Gemüsehändler- Verein Merkur" Versammlung am ersten Rafftrer Kollege Aurin, zu Beisitzern die Kollegen 8. d. W., Abends 8 Uhr, im totale des Herrn Gnadt, Brunnenſtr. 33. Lages: Bartig, Müller, zum Revisor Kollege Kögel, zum ersten Ordnung: Kaffen- Abrechnung, Vortrag, Berschiedenes und Frageraften. Schriftführer Kollege Lassowski( provisorisch). Nach voll- Arbeiterinnen Bereins Berlins und Umgegend, Freitag, den 10. April, Achtung Charlottenburg! Große Versammlung des Allgemeinen zogener Wahl hielt an Stelle des angekündigten Referenten Herr Abends 8 Uhr, Bismarckshöhe, Wilmersdorferstraße 39. Tages- Ordnung: Henning einen Vortrag über das Thema:" Ein Blick in 1. Vortrag des Herrn Röhlte über Bolts- Einkommen und Bolts- Ernährung; Natur und Menschenleben." Der hochinteressante 2. Diskussion; 3. Aufnahme neuer Mitglieder; 4. Verschiedenes. Herren als Gäste sind eingeladen. Zur Deckung der Unkosten Tellersammlung. Um zahl= Vortrag fand seitens der zahlreich Versammelten reichen Beifall. reichen Besuch bittet der Vorstand. In der Diskussion sprach Kollege Lassowsti und der Vor- Sozialdemokratische Lese- und Diskutirklube am Mittwoch. tragende. Nach einer Pause, in welcher sich wieder eine größerent. 83. Gäfte haben Zutritt. Neue Mitglieder werden aufgenommen Vorwärts", Abends 8 Sigung im Lokale des Herrn Köhn, Bahl Kollegen als Mitglieder aufnehmen ließen die Mitglieder- Nord", Abends 8% 11hr, bei Raabe, Ruppinerstr. 46. ,, Gleichheit". zahl hat bereits die Zahl 1000 überschritten, trat die Versammlung Abends 8% Uhr, bet bilgenfeld, Bergstraße 60. Gäste haben Zutritt. in die Erörterung des Punktes: Verschiedenes ein. Kollege mansipation", Abends 8% Uhr bei Wagner, Neue Königstr. 89. Gäste willkommen. Gleichheit", 8% Uhr bei Schönemann, Staligerstraße 7. Lassowsti sprach sich gegen die Verlegung des Arbeitsnach Gäste willkommen." Frete Denter", 9 Uhr bei Haugt, Böthstr. 12. weises zu Gründel aus( Kollege Schware hat sein Amt als Gäste willkommen. Stellenvermittler niedergelegt) und wünschte lieber eine private Vermittelung. Diese Angelegenheit zeitigte eine längere Debatte. Die Versammlung beschloß schließlich, den Arbeitsnachweis Grünstraße 21 zu belassen. Am Sonntag, den 3. Mai, wird der Fachverein eine Fußpartie unternehmen. Das Nähere wird noch bekannt gegeben werden. Auch findet in dieser Angelegenheit am 26. d. W. noch eine öffentliche Versammlung statt. Des Weiteren wurde der Vorstand beauftragt, 500 Exemplare Arbeiter- Sänger- Bund Berlins und Umgegend. Mittwoch, Abends, 9 Uhr, Uebungsstunde( Aufn. von Mitgl.).-Gefangverein Freya",( Gem. Chor) bei gemter, Münzstraße 11. Männer- Befangverein il art tas", Sochstr. 32 a bet Wilte. Flöterscher Gesangverein", Landsbergerstr. 31 bet Musold. Arbeiter- Gesangverein, or wärts", Schönhauser Allee 28 bet Nürnberg. Gefangverein iebesfreiheit", Blumenftr. 38 bet Hente. Gefangverein der Steinmeßen", Johannisstr. 21 bei Müller.- Gefang Arbeiter Gefang verein Deutsche Gich e", Blumenftr. 46 bei Went. verein = erche, Abends 9 Uhr, bei Bimmermann, Brunnenstr. 119. E ch o", Pankow bei Borchardt, Schulzeftr. 27. Gefangverein Gesangs verein, Johanni" am Ostbahnhof Nr. 7 bet Junold.- Arbeiter- GefangBriefkaffen der Redaktion. Bet Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Brief Antwort wird nicht ertheilt. F. P. 1. Ihre Frau muß die rechtlichen 20 Mart Grund des Leibkontraktes zahlen. Dagegen sind Sie zu Nid verpflichtet. 2. Die Zwecke und Ziele der Miethervereine sind Großen und Ganzen nur zu billigen. 10. A. S. Ihren Angaben scheint das Testament weg Pflichttheilsverlesung anfechtbar zu sein. Wenden Sie sich einen Rechtsanwalt. Briefkaffen der Expedition. Für die ausgesperrten Arbeiter gingen ferner ein: am 15. März 40,- Ginige Seger von Gensch( 2. Rate) 1 Kummer'scher und Flöter'scher Gesangoerein beim Vergnüg Vor Sonnenaufgang 3,60. Lacirer, Galvaniseure und Schlei bei Hirschhorn 4,10. Arbeitsnachweis der Tischler. Für die ausgesperr Tischler in Mainz gingen ferner ein: Gesammelt bei einer Geburtstagsfeier beim Restaurateu Lorenz, Koppenstraße 5,80. Gesammelt durch Franz am bei Schild, Schwedterstraße 2.60. Biertif Achtung! Festblatt zur Maifeier betreffend! Achtung! Die Bestell- Liste wird am 10. d. Mts. unbedingt geschlossen, weshalb wir noch beabsichtigte Bestellungen uns postwendend zu überschreiben bitten. Die Versendung des Festblattes an die auswärtigen Besteller erfolgt vom 20. d. Mts. ab, die Ausgabe an hiesige Besteller am 27. d. Mts., worauf wir in Hinsicht auf die vielfach an uns gelangten Anfragen noch besonders aufmerksam machen. Berlin SW., den 5. April 1891. Beuthstr. 3. Die Rohtabak- Niederlage von F. Leopold, Berlin N., Brunnen- Strasse No. 6, Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Cohn's Hosenfabrik! Pallisadenste. 7. Größte Ausw. im Detailverkauf Berlins! Aus Restern gearbeitete einzelne Hosen in allen Größen. Genossen und Freunden empfehle mein Weiß- u. Bairisch- Bierlokal Mittagstisch( Hausmannskost) auch I. in Wertst. Ernst Magnan, Krautstr. 13. 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( Original- Korrespondenz des Vorwärts.") " F. Paris, 4. April. Better Verhandlungstag. Der Kongreß hat seine Arbeiten beendet, ohne daß der internationale Generalstreik votirt worden wäre, der sicherlich nur Unheil und Verwirrung hervorgerufen hätte, weil, wenn er auch einstimmig zum Beschluß erhoben worden wäre, fläglich hätte scheitern müssen. Es ist sehr schön mit Herwegh zu sagen:" Alle Räder stehen still, wenn Dein starker Arm es will"; aber der starke Arm muß es auch wollen, und zwar nicht nur der Arm des Bergmannes, sondern der des Mannes der Arbeit überhaupt, der des Gesammtproletariats. Hat aber einmal das Proletariat, sich als einen einzigen Körper fühlend, nur einen Willen, dann wird sein starker Arm sich für einen viel höreren Zweck, als den des Achtstundentages, dann wird er sich für seine volle Befreiung erheben, für seine Befreiung aus all' den geistigen und materiellen Fesseln, in welchen ihn die Privilegirten dieser Grde, Fürsten, Pfaffen, Grundbesizer und Kapitalisten, geschmiedet halten. Das hat denn auch der Kongreß begriffen, der all den Berfechtern des internationalen Generalstreiks gegenüber immer und immer wieder auf die hierfür fehlende, bez. mangelhafte Organisation der Bergarbeiterschaft hinwies, sowie auf die Gefahren eines solchen Streits, für welche er unter den gegebenen Verhältnissen unter feinen Umständen die Verantwortung auf sich laden wollte. Alles was der Kongreß diesbezüglich that, war, ihn als Schreck mittel zu bewahren. Er soll ihnen, wie sich ein Redner außdrückte, als Damoklesschwert dienen, das über den Häuptern ihrer Unterdrücker schwebt. werden. Die Distuffion des letzten Verhandlungstages war eine äußerst Enappe und ruhige, die ganze Verhandlung eine würdige. Man suchte allerseits eine Verständigung und fand sie darum auch. Die Standalmacher von gestern, Mitglieder der schon im ersten Berichte erwähnten Anarchistengruppe: ,, La revanche des mineurs", wurden ferngehalten. Leider mußte zu diesem Zwecke auch dem anständigen Publikum der Zutritt zu den Galerien verwehrt Bei Beginn der Situng macht Präsident Burt die Mittheilung, daß die englische Delegation bereit sei, für den Defnet schen Antrag zu stimmen, wenn der letzte Abfah, wo von den Maßnahmen zu einem Generalstreik die Rede ist, gestrichen werde, was Defnet auch zugesagt habe. Da nun der von deutscher Seite eingereichte Antrag wir haben beide Anträge dem Wortlaute nach bereits gestern mitgetheilt dem Geiste nach identisch ist, bittet er die deutsche Delegation, um jede unnöthige Distuffion zu verhindern, ihren Antrag zurückzuziehen. Das geschieht und man schreitet sofort zur Abstimmung über den modifizirten Defnet'schen Antrag. Dafür stimmen, mit Einschluß des österreichischen Delegirten, fämmtliche deutschen, französischen und belgischen Delegirten, während von den Engländern 34 dafür und 5 dagegen stimmen. Mittwoch, den 8. April 1891. Soziale Uebersicht. aus. 8. Jahrg. Versammlungen. Maurer. und brachen in stürmische Hurrahs aus. Der Redner der Belgier, Bergmann Gallewaert, wollte den Genossen aus den übrigen Ländern für die brüderlich zugesagte Hilfe danken, aber die Bewegung schnürte ihm die Kehle zu und nach vergeblichen Die öffentliche Generalversammlung der Versuchen, die Herrschaft über sich wieder zu gewinnen, setzte er sich unter ausbrechendem Schluchzen auf seinen Platz zurück. Maurer Berlins und Umgegend, welche am 5. b. M. Die Thränen, die diesem bärtigen Mann über die ein im Feenpalast abgehalten wurde, hatte sich eines regen Besuches gefallenen Wangen rollten und von so viel altem, lang unter zu erfreuen. Ins Bureau wurden mit Stimmenmehrheit gewählt Drücktem Leid sprachen, wirkten tief auf alle Anwesenden und die Kollegen Blaurock, Weiße und Kaufmann gegen viele faltblütige Engländer und ruhige Deutsche wischten sich die Kollegen Kerstan, Maciejewski und Silber die Augen. Die regierenden Klaffen Belgiens sollten sich diesen schmidt. Seitens der Geschäftsleitung in Hamburg war ein Auftritt zu Herzen nehmen. Die belgischen Bergleute meinen Aufruf ergangen zur Beschickung des 8. deutschen Maureres sehr ernst. Sie sehen dem Tod ins Auge und sprechen mit fongresses. In dem Aufrufe war auch der bestimmten Ueberunheimlicher Ruhe vom Aderlasse", dem sie sich aussehen. zeugung Ausdruck gegeben, daß von dem Kongresse der von der Sie wollen das allgemeine Stimmrecht, und sie werden es Geschäftsleitung in Hamburg gewünschte Verband der Maurer haben. Hoffentlich erlangen sie es, ohne daß es zu dem Blut- Deutschlands beschlossen werde und es soll demnach im Anschlusse vergießen kommt, vor dem sie entschlossen sind, nicht zurückzu. an den Kongreß die Konstituirung des Verbandes stattfinden. schrecken." Die Generalversammlung war nun berufen, Stellung zum 8. deutschen Maurerkongresse zu nehmen und event. die Wahl In dem ge Der dritte und zugleich letzte Punkt der Tagesordnung: Der Delegirten zum Kongresse vorzunehmen. Bildung eines internationalen Verbandes, war dachten Aufrufe war auch die Tagesordnung zum Kongresse bald erledigt. Die englische Delegation beantragte: Der Kongres Bunkt einer Besprechung unterzog. Redner hob hervor, bekannt gegeben, welche Kollege Blauroc Punkt für ernennt das Komitee, welches feit September 1890 in Brüssel Damit aber das Proletariat nur einen Körper bilde und feinen Siß hatte, aufs Neue und ertheilt ihm die Vollmacht, den daß der letzte Maurerkongreß nicht beschlossen habe, daß, wie nur einen Willen habe, muß erst der Ruf:" Proletarier aller Gründungsentwurf des internationalen Bergarbeiter- Berbandes geschehen sei, Agitatoren der Bentralleitung Deutschland bereisen, Länder, vereinigt Euch!" verwirklicht sein, müssen erst alle Ge- auszuarbeiten und den verschiedenen Nationalitäten zuzusenden, um für den Verband Propaganda zu machen, und hielt auch die knechteten sich um eine Fahne schaaren, zur einen Fahne damit dieselben von ihm Kenntniß nehmen und ihn prüfen Besoldung dieser Agitatoren mit 15 M. pro Tag außer der freien schwören, nur einer Fahne folgen; der Fahne der Menschen können. Dieser Entwurf wird auf einem nächsten Kongreß be- Fahrt für viel zu hoch. Redner erklärte sich mit dieser Agitation befreiung, der Fahne des internationalen Sozialismus. rathen werden, dessen Ginberujung, sowie Zeit und Ort das nicht einverstanden und war der Meinung, daß ein Plan festDarum vor Allem: Agitation und Organisation, Licht in internationale Romitee je nach den Ereignissen und wie dasselbe gestellt werden müsse, wie die deutsche Maurerbewegung fernerden Köpfen und Gluth in den Herzen. es für passend hält, zu bestimmen hat. hin geleitet werden solle. Die Stellung der Berliner Maurer Auch dieser Antrag wird einstimmig angenommen. zur Organfrage ist bekannt. Der wichtigste Punkt der TagesDas Komitee besteht somit aus den Bürgern Burt und ordnung des Kongresses ist die Gründung des Verbaudes der Pickard( England), Schröder( Deutschland), Lamendin( Frankreich), Maurer Deutschlands, und Redner erklärte sich entschieden gegen Defnet und Gavrot( Belgien). die Gründung eines derartigen formellen Verbandes und sprach Nachdem noch mittelft Afklamation und unter Hurrahrufen sich für eine Bentralisation mit dem System der Vertrauens der Arbeitsbörse der Dank für die Ueberlassung des Saales und männer Die Gründe hierfür, welche hauptsächlich den herzlichen Empfang votirt worden, schließt der internationale fich stigen auf das einer formellen Bentralorganisation Ent Bergarbeiter- Kongreß, der die Interessengemeinschaft aller Arbeiter gegenstehen der Vereinsgesetze im deutschen Vaterlande und aufs Neue kräftigst dokumentirt hat. der Meinung, daß die Politik aus der gewerkschaftlichen Be wegung nicht zu bannen sei, sind ebenfalls bereits hinreichend in früheren Versammlungen erörtert worden. Auch mies Redner darauf hin, daß das hochgradige Zentralisationsfieber, welches Berlin längere Zeit beherrschte, sich bedeutend gelegt habe. So habe u. A. auch die Filiale des Verbandes der deutschen Au die Metallarbeiter aller Länder. Durchbrungen von Mechaniker Berlin ihre Auflösung und den Anschluß an die der Ueberzeugung, daß eine alle Länder umfassende Organisation Berliner Lokalorganisation der Metallarbeiter beschlossen; ebenso der einzelnen Branchen der Metallindustrie sich mehr und mehr habe der Tischlerkongreß anerkannt, daß der bestehende Berband als eine Nothwendigkeit erweist, beschloß die Ostern 1891 zu unzeitgemäß sei und sich für das Vertrauensmänner- System ausOdense( Dänemark) tagende internationale Konferenz der Schmiede, gesprochen. Das Ziel der heutigen Arbeiterbewegung sei nicht Schlosser und Maschinenbau- Arbeiter zum August dieses Jahres, mehr ein tastenmäßiges Abschließen der einzelnen Arbeiter nachdem der allgemeine Arbeiterkongreß zu Brüssel geschlossen, kategorien, sondern ein möglichster Zusammenschluß der Arbeiter, bortselbst einen internationalen Kongreß der Metallarbeiter ab- und nach dieser Richtung hin zu agitiren und zu organisiren und zuhalten. aufklärend zu wirken. Den Kongreß zu beschicken, hielt Redner die Berliner Maurer für verpflichtet, da die Berliner Maurer mit den Maurern Deutschlands solidarisch seien, wenngleich auch die Delegirten gegen die Gründung eines Zentralverbandes zu stimmen hätten. Jedoch empfahl Redner, nur wenige Delegirte zu schicken. Sollte der Verband dennoch begründet werden, so vermögen, ihre Lokalorganisation aber hochhalten und nach wie würden die Berliner Maurer hieran allerdings nichts zu ändern welche auf diesem Boden stehen, könnten seitens der Berliner vor mit den deutschen Maurern solidarisch sein. Nur Kollegen, Maurer als Delegirte zum 8. deutschen Maurerkongreſſe gewählt werden. An das einleitende Referat knüpfte sich eine äußerst Da es nun nicht denkbar ist, daß die Arbeiter eines einzelnen lebhafte Debatte. Gröppler stellte sich zunächst nicht voll auf Landes sich dauernd bessere Lebensbedingungen erkämpfen können, Hamburger, aber auch nicht voll auf Berliner Seite. Er plä indem die Konkurrenz auf dem Weltmarkt dies verbietet, erheischt dirte für Einigkeit und hielt demzufolge die Berliner Maurer diefes das Zusammenwirken aller Kräfte und aller Nationen. nicht für berechtigt, Delegirte mit einem gebundenen Mandate Das Unternehmerthum hat, wenn es galt, in irgend einem auf den Kongreß zu schicken. In diesem Falle würden sich die Lande die nach Besserstellung ihrer Klaffenlage strebenden Arbeiter Berliner Maurer bereits eines Kongreßbruches schuldig machen, " In Anbetracht, daß die internationale Solidarität unter den zu bekämpfen, jederzeit seinen partikularistischen Standpunkt bei bevor derselbe noch stattgehabt. Die Berliner Maurer feien ver Kohlenarbeitern ihnen die Pflicht auferlegt, sich gegenseitig zu Seite gelegt. pflichtet, sich den Beschlüssen der Majorität des Kongresses zu unterstügen, verlangt die belgische Delegation in Voraussehung Für die Arbeiter aller Länder ist es um so mehr Pflicht und fügen. Redner hielt die Hamburger Agitationsdiäten für zu hoch, des in Belgien in Balde auszubrechenden Generalstreits, der Ron Nothwendigkeit den durch Grenzpfähle beengenden Solidaritäts- ebenso der nächstfolgende Redner, Kollege Silberschmidt, greß möge erklären, daß die Bergarbeiter aller verbündeten Län- geist durch die internationale Verbrüderung zu ersehen. welcher sich im Großen und Ganzen auf den Boden Hamburgs der mit ihrer ganzen Macht die belgischen Bergarbeiter unter ſtützen werden: sei es, indem sie, falls ihre Arbeitgeber während Verbesserungsvorschlag wird mit Freuden begrüßt werden. Wir warm eintrat. Redner sprach entschieden der Politik die allein felig. Deshalb, Kollegen aller Länder, prüft unsere Vorlage, jeder stellte und für den zu gründenden Hamburger Zentralverband des Streits Kohlen nach Belgien schicken, in ihren Becken die werden allen in den einzelnen Ländern bestehenden Gesetzes: machende Wirkung auf die Arbeiterverhältnisse ab und erklärte fich Arbeit einstellen; sei es, indem sie ihre Produktion in dem Maße verhältnissen Rechnung tragen. ebenfalls mit Entschiedenheit gegen ein gebundenes Mandat der zu einschränken, daß sie blos für den absolut nothwendigen Bedarf ihres Landes hinreicht; sei es durch alle sonstigen, von ihnen Metallarbeiter vorhanden sind, sich auf dem internationalen Ron Kollege Buchholz gegen den Berliner Standpunkt. Hierauf Wir erwarten, daß alle Länder, in denen Organisationen der wählenden Delegirten. Kollege Kliemann sprach weiter für, greß im August d. J. zu Brüssel vertreten lassen werden. wurde Schluß der Rednerliste beantragt. Eingezeichnet waren Nachdem Defuisseaux den Antrag warm empfiehl, ergreifen Wenn auch dieser erste Kongres etwas Ganzes noch nicht noch 15 Redner. Die Versammlung beschloß, die Rednerliste zu noch Parrot, Lamendin, Bunte und Cavrot kurz das Wort hierzu, schaffen wird, so wird er aber in seinem Erfolg für spätere Wer- schließen und gewährte jedem Redner zehn Minuten Redezeit. worauf die Abstimmung erfolgt. Es wird zuerst nach Nationali- handlungen einen großen Werth haben. Den Kernpunkt der weiteren Verhandlungen bildete die Frage, täten abgestimmt, und nachdem jede dafür gestimmt hat, erfolgt, um den Eindruck noch zu erhöhen, eine Gesammtabstimmung. Arbeiterfache nur Koſten und wenig Vortheile bringt, so auch Rollegen Dietrich( Verband), Becker( Lotal); Sale in Boben; Wie das regellose Vorgehen in den einzelnen Ländern der ob rein gewerkschaftliche( Verbands-) Organisation oder lokale Es sprachen die Bentralisation( Vertrauensmänner Sta hielt Als sich nun alle Delegirte ohne Ausnahme für den Antrag er auf dem internationalen Kampfplage des Proletariats. heben, bricht ein Beifallssturm los, der wahrhaft erhebend Sind die Kämpfe der Metallarbeiter einer einheitlichen inter- drei Delegirte für ausreichend und stand auf lokalem Boden; wirkte. Es ist, als wollte eine Nationalität die andere für ihr nationalen Regelung unterworfen, dann werden wir nicht mehr, Maciejewski wünschte für die Delegirten ungebundenes Votum, das ein wahrer Solidaritätspakt war, beglückwünschen. Mandat, wenngleich er der Meinung war, daß die Berliner wie es bisher der Fall gewesen, unsere Kräfte nutzlos vergeuden. Maurer sich des Rechtes, den Kongreß in Gotha durch Delegirte In diesem Augenblicke hätte ich gerne die Vertreter der Aber auch dem Kapital gegenüber werden wir eine ganz belgischen Regierung und deren Schleppträger in diesem Saale andere, machtgebietende Stellung einnehmen und hierdurch schon zu beschicken, durch einen früher gefaßten Beschluß begeben hätten gesehen. Denn man gebe sich keiner Täuschung hin: in diesem allein manchen Kampf verhindern. Momente handelte es sich um mehr als um den AchtstundenWolf stand auf Seiten Hamburgs und trat für den Verband tag, hier handelt es sich um die Abschaffung eines der wichtigsten nationalen Rongreß im August d. J. in Brüssel, Darum auf Ihr Metallarbeiter aller Länder zum inter ein, ein ungebundenes Mandat für die zu wählenden Delegirten befürwortend; Weiße wünschte betreffs der Organisationsfrage für Privilegien der besitzenden Klassen Belgiens, hier galt es der Metallarbeiter aller Länder vereinigt Euch!" die zu wählenden Delegirten zum Rongresse ein gebundenes Mandat; für at wo Delegirten, Wilte ebenso, Heinze sprach für Hamburg, Rettan' wendete sich gegen die„ Berliner Klique",& r anz 2. Die internationale Organisationsform der Metallarbeiter. befaunte, aus einem Saulus zu einem Paulus betreffs der LokalSchulz fämpfte für Berlin und Lofalzentralisation, Krüger 3. Benachrichtigungssystem. zentralisation geworden zu sein, während Jezorte als letzter nehmen und der Meinung war, daß die Puzzer, welche ihre Vereinsversammlung vertagt hätten, um an dieser Versammlung theilzunehmen, von der Beschlußfaffung über die Delegirtenfrage auszuschließen seien. Damit ist der Punkt betreffs des internationalen General streits erledigt und man geht zum 2. Punkt der Tagesordnung über: Verhalten der Bergarbeiter in den verschiedenen Ländern im Falle einer Streitigkeit zwischen den Arbeitern und Arbeit gebern eines zu dem internationalen Bunde gehörenden Grubenarbeiter- Verbandes. Gavrot reicht hierzu Namens der betheiligten Delegirten fogenden Antrag ein: selbst zu bestimmenden Mittel." Beseitigung des Wahlzensus, der Erringung des allgemeinen Stimmrechts. Der Aft, der sich hier vollzog, war ein eminent politischer, und der enthusiastische Beifall, den er in diesem Saal hervorrief, wird den Herren in Belgien wohl noch lange in den Ohren gellen und ihnen manch' ruhelose Nacht bereiten. " Um den tiefen Eindruck der von unserem Korrespondenten geschilderten Szene auf die auch nicht unserer Partei angehören den Anwesenden zu verdeutlichen, schalten wir hier den Bericht der Bossischen 3tg." über dieselbe ein. Das freisinnige Blatt läßt sich schreiben: Den nahen Ausstand haben blos die Belgier beschlossen, nicht um den Achtstundentag zu erlangen, sondern um die Einführung des allgemeinen Stimmrechtes zu erzwingen. Dieser Beschluß wurde der Anlaß zu einer Art Rütli- Szene, welche auf alle Anwesenden einen tiefen Eindruck machte. Die Belgier baten, daß die Bergleute der übrigen Länder, wenn sie schon an dem Ausstand nicht theilnehmen wollen, mindestens den der Belgier unterstützen mögen, indem sie die Ausfuhr von Kohle aus ihren tommen. In Erwägung, daß das Kapital oder Unternehmerthum sich schon längst international verbunden, daß die Krisen nicht nur national, sondern international auftreten; In fernerer Erwägung, daß das Kapital oder Unternehmerthum aller Länder stets bemüht ist, bei etwa eintreten den Streiks, Aussperrungen die Arbeiter anderer Länder zu Stabs oder Streifbrechern zu benutzen; Und in fernerer Erwägung, da die Produktion schon längst haben die Kollegen aller Länder unter den Folgen ein und des felben Systems zu leiden. nicht mehr national, sondern international ist Vorläufige Tagesordnung: den einzelnen Ländern. 1. Die Metallarbeiterbewegung und ihre Organisationen in Aussperrungen. 5. Anträge der Delegirten. 4. Die Aufbringung von Geldern bei stattfindenden Streits oder Redner empfahl, von der Wahl der Delegirten Abstand zu Franz Diedrich, Verband der Schlosser und Maschinenbauer Deutschlands. F. Hurop, for Smede og Maskinarbejdernes Forbund i Danmark. F. D. Björkman for Svenska Yörn og Metalarbelare förbundele. E. Lundblod for Norsk Yern og Metolorbeiderforbund. Kopenhagen, den 30. März 1891. Zur Abstimmung gelangte folgende Resolution Krieg Jezorte: Die Versammlung erklärt sich mit der auf dem achten deutschen Maurerkongresse zu beschließenden Gründung eines Zentralverbandes der Maurer Deutschlands nach dem Vorschlage der Geschäftsleitung nicht einverstanden; dieselbe erwartet, daß der Kongreß befchließt wie folgt: 1. Der Kongreß der Maurer Deutschlands nimmt Abstand Ländern nach Belgien verhindern. Ein Engländer erklärte, er Die Kollegen aller Länder oder deren Verbände werden hier- von der Gründung eines Zentralverbandes nach dem Vorverspreche im Namen von 147 000 englischen Bergleuten, daß durch aufgefordert bis zum 15. Mai d. 3. ihre Stellung hierzu teine englische Rohle nach Belgien gehen solle, wenn die an Unterzeichneten, welcher auf der internationalen Konferenz als belgischen Brüder um ihre politische Mündigkeit ringen, und Ginberufer bestimmt wurde, einzusenden. Franz Diedrich, Hamdaß sich die Taschen der englischen Arbeiter austhun werden, burg, Hammerbrookstr. 86, H. 5, Deutschland.- Alle arbeiter um ihren ärmeren belgischen Genossen mit Geld zu Hilfe zu freundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. Ein Deutscher, ein Franzose versprachen feierlich daffelbe und von der Bedeutung des Augenblickes hingeriffen, erhoben sich alle Mitglieder der Versammlung von den Sigen, schwenkten gegen die Gruppe der bittenden Belgier die Hüte; fchlage der Geschäftsbe 2. Beschließt derfelbe, das Vertrauensmänner- System wieder einzuführen und daffelbe nach Möglichkeit auszubauen. 3. Die Orte, wo Vertrauenswänner gewählt werden sollen, bestimmt der Kongreß. Die Wahl der Vertrauensmänner wird von den Gewerk genoffen im Orte vollzogen; diefelben haben in ihrem Bezirk die Agitation theils selbst zu betreiben, theils zu überwachen und zu leiten und der etwa zu wählenden Geschäftsleitung darüber Bericht zu erstatten." genommen. Diefe Resolution wurde nach mehrmaliger Abstimmung an-| einem Minimallohn von 60 Pf. für die Stunde von ihrem Ver- holz schon vor dem Streit unter den allerdrückendsten Verhält dienst noch das Geschirr und die Schärfe bezahlen sollen. Des- nissen gearbeitet hatten; Redner fordert dringend, die Streifenden Beschlossen wurde ferner, den Kongreß zu beschicken. Eine halb verpflichten sich die Berliner Steinmetzen, die Kollegen, fräftig zu unterstüßen. In gleichem Sinne sprachen die Kollegen mehrmalige Abstimmung bedingte die Frage, ob die Delegirten welche infolge dieses Anfinnes seitens der Firma Förster aus Hempel, Kizing und andere. ein gebundenes oder ungebundenes Mandat erhalten sollen. Die Riesa die Arbeit niedergelegt haben, thatkräftig zu unterstützen." Hierauf wurde die recht zahlreich besuchte Versammlung ge Majorität war für ungebundenes Mandat. An der Diskussion über die Höhe der den streifenden Kollegen schlossen. Die Zahl der zu entfendenden Delegirten wurde auf 3 fest zu gewährenden Unterstützung betheiligten sich die vorhin genannten gesetzt. Gewählt wurden als Delegirte Grothmann, Blau- Kollegen und man beschloß, die verheiratheten Kollegen mit 24 M., rock und Wernau. Eine öffentliche Versammlung der Kupferschmiede fand am 4. April unter dem Vorsitz des Herrn Lehmann statt. Der Genosse A. Körsten hielt einen Vortrag über Organifationen". Derselbe wurde von den Versammelten mit großem Beifall aufgenommen. Eine Diskussion sand nicht statt. Bum 1. Punkt der Tagesordnung, Abrechnung des UnterstützungsTomitees, erhielt Herr Kas sadelli das Wort. Nach seinem Bericht betrug im November v. J. der Kassenbestand 40 Mark. In der Zeit vom November 1890 bis 1. April 1891 wurden eingenommen 617,31 M. und ausgegeben 406,86 M. Die Gesammt einnahme vom Streif an bis zum 1. April 1891 betrug 1521,87 M. und die Gesammtausgabe 1311,42 M. Von den 2100 m., welche die Kommission seiner Zeit geborgt hat, sind noch ca. 900 M. retour zu zahlen. Nachdem von einem der Revisoren die Richtigkeit der Abrechnung bestätigt worden, wurde dem Kassirer Decharge ertheilt. Darauf gelangte zur Berathung, auf welche Weise die Schulden zu tilgen seien. Es wurde wiederum gerügt, daß ca. 50 Kollegen noch nicht der Verpflichtung, 10 M. zur Deckung der Schulden der Kommission in Raten zu überweisen, nachgekommen sind. Nachdem verschiedene Redner hierzu ge sprochen, wurde folgendes in Bezug auf die Schuldentilgung be schlossen:" Diejenigen Kollegen, welche noch nicht 10 M. zur Deckung der Schulden bezahlt haben, sind verpflichtet, von jetzt ab pro Woche 50 Pf. der Kommission zu zahlen, bis die 10 M. erreicht sind. Diejenigen Kollegen, welche die 10 M. bezahlt haben, find verpflichtet, pro Woche 25 Pfg. zu zahlen bis auf Weiteres." Ein Antrag, daß die ausstehenden Gelder, sofern sich die Kollegen nicht zur Zahlung derselben bewegen. lassen, eingeflagt werden sollen, wurde dahin erledigt, daß es dem Kollegen Badner überlassen wurde, wo es nöthig sei, im Sinne des Antrages vorzugehen. Hierauf gelangte die Unterstützung der ausgesperrten Arbeiter Deutschlands" zur Verhandlung. Von verschiedenen Seiten wurde befürwortet, daß auch die Berliner Kupferschmiede etwas zur Unterstützung der ausgesperrten Arbeiter beitragen müßten, wenn sie selbst auch noch mit Schulden zu kämpfen hätten. Beschlossen wurde, zu dem angegebenen Zived 50 Mart aus der Streitkasse der Generalkommission der Gewerkschaften Deutschlands zu überweisen. In Betreff der Maifeier gelangte, ein Antrag zur Annahme, nach welchem von den Kupferschmieden am Sonnabend, den 2. Mai, eine Versammlung zu arrangiren ist, in der die Bedeutung der Verkürzung der Arbeitszeit in einem Vortrage klargelegt werden soll. Nach der Versammlung hat ein gemüthliches Beisammensein mit Tanz stattzufinden. Jeder, welcher am 1. Mai arbeitet, ist verpflichtet, den vierten Theil seines täglichen Arbeitsverdienstes der Generalfommission deutscher Gewerkschaften zu überweisen. Nachdem einige interne Fragen erörtert worden, wurde die Versammlung geschlossen. ver Die Möbeltransport- Arbeiter, Kutscher und wandten Berufsgenossen hielten am Sonntag eine öffentliche Versammlung ab. Mit der Zeitung der Versammlung wurden die Kollegen Bachmann, Panier und Brunsch betraut. Das Referat zum ersten Punkt der Tagesordnung: ,, Gründung eines Bundes für alle im Transportgewerbe beschäftigten Arbeiter" hatte Genosse Lazarus übernommen. Der Redner schildert in längerem Vortrage die Mißstände, welche gerade in der Möbeltransport- Branche so große sind, wie kaum in einem anderen Gewerbe. Die leichte Ersetzlichkeit des einzelnen Arbeiters, die kurzen Perioden des guten Geschäftsganges, der für die starke physische Anstrengung so äußerst knapp bemessene Sohn und die oft Wochen lange, ja Monate lange Arbeitslosigkeit find die Ursachen ber elenden, traurigen Lage dieser Arbeiter. Eine gründliche Besserung der Lage ist nur durch den festen Zusammenschluß aller im Fuhrwesen beschäftigten Arbeiter und aller Kutscher möglich. Die kleinen Vereine, wie sie jetzt bestehen, sind un fähig, etwas zu leisten; ihre Statuten sind verbesserungsbedürftig und die Opfer der Einzelnen zu große. Ein Bund aller in der Branche beschäftigten Arbeiter aber fönne etwas Großes leisten. Ein Beitrag von 20 Pf.( gegen jetzt 50 Pf.) genüge bei einer starten Mitgliederzahl und vor Allem könne ein ArbeitsnachweiseBureau errichtet werden, es können belehrende Vorträge gehalten und die Geselligkeit beffer gepflegt werden. Redner schildert eingehend die großen Vortheile dieser Einrichtungen und plaidirt für die Gründung eines Bundes aller im Fuhrgewerbe beschäftigten Arbeiter. In der Diskussion, an welcher sich die Kollegen Linke, Drechsel, Brünsch, Panier und Bachmann betheiligen, wird darauf hingewiesen, daß fast alle die bestehenden fleinen Vereine, die Freie Vereinigung der Rollkutscher, der Leichenkutscher, sowie der Verein der im Möbeltransport beschäftigten Arbeiter bereit feien, einem Bund sich anzuschließen, und es wird beantragt, eine Kommission von 9 Perfonen zu wählen, welche Statuten auszuarbeiten und dieselben einer demnäct abzuhaltenden zweiten öffentlichen Versammlung vorzulegen, wie überhaupt die nothwendigen Vorarbeiten zu machen hat. Da sich jedoch eine genügende Anzahl von Kollegen, welche gewillt und fähig sind, einen solchen Auftrag zu übernehmen, nicht findet, wird der Antrag dahin abgeändert, daß nur 7 Kollegen zu wählen sind. Es werden gewählt die Kollegen: Obst, Bachmann, Panier, Haase, Linke, Drechsel, Jahnke. Nachdem der Vorsitzende noch zu reger Agitation für den Bund aufgefordert hat, wird die Versammlung mit einem dreifachen Hoch auf die neue Bewegung geschlossen. Eine öffentliche Versammlung der Steinmetzen von Berlin fand am Sonntag, den 5. April, statt. Zunächst berichtete Kollege Rempfer über den Stand des Steinmetzenstreits beim Bau der Sebastiankirche Folgendes: Da sich die Firma Förster in Riesa entschieden weigerte, die Forderungen der Gehilfen anzuerkennen, legten sechs Kollegen die Arbeit nieder. Die Stollegen waren zu diesem Vorgehen gezwungen, wenn nicht vielleicht alles geopfert werden sollte, was die Steinmezen in langjährigen Lohntämpfen errungen haben. Mit einem Minimallohn von 60 Pf. für die Stunde würden sich die Streifenden zweifelsohne begnügt haben; durch die Forderung des Unternehmers, die Gesellen sollten eigenes Geschirr haben und die Schärfe aus ihrer Tasche bezahlen, würde dieser Lohn aber im Durchschnitt wöchentlich um drei Mark verkürzt worden sein. Es lag also im Intereffe der gesammten Berliner Steinmetzen, daß die Kollegen die Arbeit niederlegten, da bei dem Bau der Sebastiankirche vielTeicht nur ein Experiment gemacht werden sollte, das sich im Falle des Gelingens auf allen anderen Bauplätzen wiederholt hätte. Das Hauptaugenmerk der Steinmezen muß deshalb darauf gerichtet sein, den Lohn wenigstens auf der jetzt erreichten Höhe zu halten; und es ist die Pflicht der Kollegen, die Streitenden nach Kräften zu unterstützen. In gleichem Sinne sprachen die Kollegen Buchmann, Lehmann, Jeschte, Ahlete,( der schwäbische) Müller,( der Berliner) Müller, Schiefbauer, Glöckner, Kunert, Hempel, Klor, Heldenberger, Fährmann, Kizing, Lachmann, Rensch, Bardeleben, Kolbe, Klar, Bentlin, Gaude, Gröber, Hill, Schwarze, Schmidt, Kozott, Gönner und Stüber. Folgende Resolution wurde einstimmig angenommen: Die heutige öffentliche Steinnegen- Bersammlung verurtheilt entschieden das Vorgehen der Firma Förster aus Riesa an der Sebastiankirche zu Berlin, da die Firma das Ansinnen gestellt hat, die Kollegen sollten unter dem Berliner Tarif arbeiten. Der Tarif wird dadurch nicht innegehalten, daß die Kollegen bei Briefkaffen der Redaktion. die unverheiratheten mit 18 M. wöchentlich zu unterstützen. Da gleichzeitig noch in Oppach und Osterholz streikende Kollegen zu unterDie auswärtigen wie auch für die hiesigen Streikenden besondere demokratischen Leseflub", Café de la nouvelle Poste, 36 rue stützen sind, so hielt es die Versammlung für zweckmäßig, sowohl für Fr. Rathenow. Wenden Sie sich an den Deutschen Sozial Listen zirkuliren zu lassen, auf die vorläufig 14 Tage lang je Etienne Marcel, Paris. 50 Pf. zu zeichnen sind. Nach Verlauf von zwei Wochen foll eine neue öffentliche Steinmetzversammlung einberufen werden, in Sie die Erbschaft nach Belieben unter einander theilen. 2. Grb C. B. 47. 1. Wenn Sie drei Erben einig sind, so können en über die weitere Gewährung der zuerkannten Unterstützung schaftssteuer wird von der Ehefrau oder den Kindern des Erb berathen wird. laffers überhaupt nicht erhoben. tigen, die Angelegenheit der Baudeputation und dem Kirchenrathe falls er Ihre Klage rechtzeitig erhalten hatte, nicht so lange t Die streifenden Kollegen vom Eebastiankirch- Bau beabsich 100 K., Schönhauser Allee. Der Schiedsmann durfte, vorzulegen; und die Versammlung beauftragte den Kollegen der Anberaumung des Sühnetermins warten. Fordern Sie ih Rizing, der seiner Aussage gemäß noch mehrere derartige Sachen auf, schleunigst einen solchen anzusetzen, event. beschweren Sie sich sich gemerkt hat, dem Stadtverordneten- Kollegium ebenfalls die über ihn beim aufsichtsführenden Amtsrichter. Sache zu unterbreiten. J. H., Bergstraße. Die Anwesenheit noch weiterer, al Unter„ Gewerkschaftliches" berichtete Kollege Jeschke fiber den der beiden amtlich hingeschickten Beamten, insbesondere von be Stand der einzelnen Steinmetzenstreits, und Kollege Gröber gab waffneten Gendarmen in solchen Bersammlungen ist nicht statt einen genauen Ueberblick über die Verhältnisse der Kollegen zu haft. Der Vorsitzende kann daher diese Gendarmen zum Berlaffen Osterholz, aus dem zu ersehen war, daß die Steinmetzen in Oster- der Versammlung auffordern. 1. Zichung der 2. Klasse 184. Königl. Preuß. Lotterie. 549 63 764 836 52 94171 99 220 416 70 592 600 52 95005 26 32 299 Ziehung vom 7. April 1891, Bormittags. Nur die Gewinne über 105 Mart sind den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 103 387 430 806 53 75 99 946 1023 126 33 359 97 534 41 625 710 40 955 2028 56 94 122 291 318 80 86 479 687 720 29 806 3039 157 79 2-0 495 855 939 53 4065[ 300] 208 39 432 515 63 74 603 9 66 745 901 5122 89 261 321 57 482 96 513 26 55( 150) 75 603 727 31 927 6183 267 354 529 600 81 783 854 7060 65 153 439 649 744 822 902 97 243 85 88 321 85 554 630 846 81 987 9096 212 19 301 9 11 20 91 615 75 765 877 980 10116 238 58 354 76 402 89 95 12001 11217 322 429 35 73 98 526 145 000 679 799 04 12199 286 765 819 34 92 958 85 13084 169 391 495 634 752 13001 60 821 907 18[ 1501 48 55 80 14030 53 356 495 515 640 758 872 15278 82 588 619 29 838 914 38 16107 9 77 302 67 466 545 611 792 976 17021 28 146 293 301 59 62 83[ 1501 403 644 754 74 93 97 82[ 150] 18080 445.96 650 720 858 943 59 19236 39 472 956 91 92 348 75 83 445 619 720 35 825 96242 80 353 411 73 578 757 96 843 955 97052 156 301 621 70 749 S90 964 98239 336 47 64 582 91 687 781 822 24 942 99229 493 867[ 150] 100055 66 74 92 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949 188101 44 59 64 479 518 56 60 655 734 39 64 422 712 37 853 92401 62 509 10 792 821 902 89 93075 360 412 52 815 25 189039 253 369 490 557[ 150] 96 641 72 803 13 1. Zichung der 2. Klasse 184. Königl. Preuß. Lotterie. 192 815 92010 142 203 53 68 312 542( 3000] 64 746 93000 61 107 3 Ziehung vom 7. April 1891, Nachmittags. Nur die Gewinne über 105 Wart find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 49 75 89 202 370 520 612 756 984 90 1054 121 78 303 17 18 438 605 770 875 919 2166 719 941 3084 121 27 34 83 230 309 464 674 76 825( 150) 97 974 88 4034 340 572 887 93 902 70 73 5109 32 208 304 432 579 98 651 746 75 6033 654 91 971 7021 12001 107 68 879 502 52 790 8068 76 161 410 578 610 34 9070 56 223 73 307 15 425 640 787 809 24 900 10087 207 46 EO 300 412 509 17 54 57 699 957 11013 84 293 340 410 23 603 98 785 823 979 12116 297 320 494 522 649[ 150] 75 889 13031 193 211 415 500 11 648 736 69 875 14005 342 43 442 593 15075 291 332 433 11501 540 764 68 855 90 922 35 16310 66 84 11501 489 519 39 601 41 49 71 712 17060 214 87 12001 300 415 50 52 700 83 960 18166 263 502 666 724 19172 215 11501 318 445 514 50 61 204 52 SO 84 415 12001 45.618 32 94 849 77 94089 135 241 59 45276 574 97 623 714 95141 75 209 363 66 422 32 76 746 96310 14 650 56 69 756 92 97170 78 247 307 442 80 623 53 768 956 98182 261 407 602 71 72 793 869 72 909 31 62 75 82 09038 118 44 45 94 268 70 ( 150) 330 744 100194 475 91 580 795 950 101007 84 96 145 443 582 633 757 [ 2001 869 87 940 102019 125 91 265 599 640 1150] 58[ 150] 67 90 709 S26 103177 383 84 97 416 61 548 93 606 79 760 863 65 104147 322 24[ 150] 446 51 603 52 105169 266 339 500 48 644 71 74 738 41 921 918 106094 117 343 441 84 587 674 89 99 11501 758 834 925 107005 147 220 493[ 150] 501 828 907 20[ 300] 77 108003 308 80 461 73 667 909 109024 75 215 64 387 524 26 629 706 860 84 110010 101 231 339 48 62 437 50 567 653 703 13 71 80 86 890 986 111057 67 68 73 165 280 413 596 632 34 63 93 704 75 803 11: 205 183 225 39 55 483 563 616 93 736 72 11501 SS$ 92 990( 1501 93 11311 82 336 95 413 46 544 837 62 74 81 936 114078 148 321 30 516 716 21 867 78 913 115122 53 220 313 24 78 408 522[ 150] 661 72 76 1150 710 28 961 67 116018 184 251 71 402 37 62 549 689 91 867 930 96 20002 23 38 200 42 51 308 73 414 53 56 598 662 70 911 21004 55 117083 156 287 318 36 648( 150) 725 58 830 32 118242 378 440 63 60 170 466 624 706 36 844 45 992 22050 161 695 823 75 84 23106538 707 98[ 150] 938 64 75 119017 211 483 531 602 50 722 811 24 26 265 74 84 357 422 40 58 508 71 821 62 79 24113 16 80 211: 150 120017 64 98 274 366 414 731 849 945 121242 54 315 36 435 45 35S 471 521 654 732 806 76 947 49 57 59[ 300] 25270 307 93 532 649 644 73[ 150] 74 92 736 848 65 982 68 752 941 26031 157 226 64 69 85 12001 404 17 25 1150) 912 27027 57 63 558 650 82 772 81 122000 71 76 174 239 396 412 75 547 48 49 83 168 84 1501 313 417 48 619 43 739 70 78 833 956 72 28021 139 306 683 766 75 869 907 41 123072 134 61 230 330 S9 473 567 610 11501 832 63 85 95 1300) 939[ 300] 14014 44 51 169 359 714 76 90 803 31 500 643 754 869 928 97 20000 5 120 271 464 622 815.46 47 953 68 75 125183 234( 150) 378 561 720 871 126285 417 85[ 150] 91 506 16 68 870 993 127014 52 72 131 259 914 95 128006[ 300] 35 147 447 56 585 99 666 85 783 912 71 77 120002 66[ 200] 70 110 12 215 387 738 47 60 801[ 500 940 30014 35 65 104 91 306 10 759 72 83 849.53 929 31116 12001 92 339 43 95.429 39 87 516( 150) 672 96 854 95 972 32098 125 81 343 406 93 503 39 15000 48 54 643 723 87 904 83007 108 15 271 373 84 482 549 67 847 85 34053 108 11 80 88 238 87 503 620 61 735 90 130227 11501 48 310 414 519 763 839 79 963 13100946 155 422 503 85140 251 62 512 79 90 604 15 714 74 925 36163 12001 98 276 91 360 428 615 39 70 81 801 16 17 981 6 37068 165 329 420 85 502 38 17 946 92 132120 29 225 325 572 80 802 40 133129 213 42 43 436 51 576 776 89 98 976 134024 31 121 402 10 84 546 88 688 771 863 995 38039 227 309 401( 2001 617 24 751 839 66 972 12001 39144 412 986 135073 106 559 81 1501 678 700 840 136032 83 107 46 243 61 81 507 822 37 68[ 200] 40069 177 271 310 689 950 71 41114 45 63 350 588 42009 149 324 403 622 718 21 43 86 874 983 137091 228 331 51 93 467 641 66 75 213 49 301( 150) 96( 300) 441 530 677 97 815 56 76 941 43044 99 90 138065 197 318 414 802 73 89 139050 53 324[ 150] 49 68 590 311 444 85 89 623 37 741 954 59 44007 139 206 499 534 668 74 707 99 616 37 838 925 140029 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Druck und Verlag von May Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 1 t D 11 d t e