Ar 46. Bl> Jahrg. RbonnementS'Bedingungen: vic Insertion!-Lcbllhs «lonnements- PreiZ pränumerando; IW f'W/ IW HD|B D8 �D/ I■*■ keträgi für die scchsgelpaltenc Kolonel- Sierteljährl. Z.ZV MI, monatl. 1.10 MI, �D I �D // �D BH H �T/»i j seile oder deren Raum KV Pjg, für wöchentlich 28$fg. frei ins Haus. I NW WM WW DD WW WW f/ BD WD politische und gewerlschastliche Verein?. Einzelne Nummer ö Pfg> Sonntags. I l�DW I �D DD �D DD �D WW WW DD �D tM. DD«Dz // Und Bersanunlungs-Anzeigen M Pfg. nummer mit wustrierter Sonntags- ����D t��DD I BW H| DD �D �D DD«W NW WW WW //„Kleine Hnrcigen", das fcltgedrucklc Beilage.Die Neue Well" lv Pfa� Post. M�W«W SD DU DD �D DD«g DD DD �D � DD fM iUM, Wort 20 Psg.(zulässtg 2 fettgedruckte Abonnement: 1,10 Marl pro Monat. �W I �D �D �D �Wt �W i. �W �D DD �D �D �DWWW�M/ Worte), zedeS meliere Wort lv Psg, Eingetragen in die Post< ZeitungS- I I �D �W W» HH Stellengesuche und Schlafsiellenan- Prclsliste. Unter Kreuzband �W �W I � �g�grWUmr/ DD 7/ DD zeigen das erste Wort 10 Pfg„ jedes Deutschland und Oesterreich. Ungarn\ // DD weitere Wort ö Pfg, Worte über lo Buch. 2L0 Marl, für das übrige Ausland'_/ // DD stoben zählen für zwei Worte, Inserate « Marl pro Monat. Postabonnements �—----- �,_/ DzD> für die nächste Nummer müssen bis nehmen an: Belgien. Dänemark, /rben oder sonst ver schwunden sind. Deren Legitimationen kommen natürlich von der Post als unbestellbar zurück. Am Wahltag nun werden diese„unbe st ellbare n" L e g i t i m a» tionen von Beamten veruntreut, das heißt den christlichsozialen Wahlkomitees aus gefolgt, diedann mitihnenihreinstruierten Agitatoren wählen s ch i ck e n I Das nennen sie(es gibt in dieser Partei schon einen ganzen Diebsjargon I)„das Material verarbeiten"! So ein Agitator geht dann oft bis d r c i ß i g m a l„wählen" und dafür, daß er nicht erwischt werde, ist dadurch gesorgt, daß die Vorsitzendert der Wahlkommission auf den Schwindel wohl präpariert sind: es werden mit ihnen nämlich eigene Erkennungszeichen verabredet!(Zum Beispiel ein Umbiegen der Legitimation oder eine bestimmte Art, die Handfläche zu zeigen und so weiter.) Ganz bestimmt wird bei jeder Wahl eine eigene Diebsschule gehalten.... Das alles hat man ja immer gehört, es ist auch für eine Wahl schon mit allen Einzelheiten bewiesen worden; aber so deutlich wie un- längst hat es die Oeffentlichkeit noch nicht gehört. Das kam so: der berüchtigteste dieser christlichsozialen professionellen - Äghl falscher war durch die ganzen Luegerjahre ein gewisser Tuth, der der Form nach Portier im städtischen Gaswerk war, dessen Beschäftigung aber erstens die Bestellung der CIaque zu den christlichsozialen Versammlungen(die aus den städti- scheu Angestellten gewonnen wird), dann die Sprengung geg. nerischer Versammlungen und vor allem das Wahl- fälschen war.«ie mußten den Ehrenmann aber aus- schiffen: er kam nämlich in den Verdacht, daß er einmal das „Lokal", von wo das„Verarbeiten des Materials" geschah, an die Sozialdemokraten verraten hatte, die dann das Diebes- nest richtig auch aushoben; sie konnten ihm also ihre feinen Geheimnisse nicht mehr anvertrauen. Der Mann ist nun zu den Liberalen„übergegangen" und plaudert jetzt, wahrschein- lich mehr für Geld als gute Worte, die christlichsozialen Er- fahrungen aus. Er erschien nun vorige Woche als Zeuge in einem Ehrenbeleidigungsprozesse, der die Möglichkeit dieser Aussage bot, und erzählte dort unter Zeugeneid, was er alles für die Ehristlichsozialen geleistet hat. Aber das muß man wörtlich lesen! Also erzählte der christlichsoziale Haupt- schlvindler über die christlichsozialen Wahlen: Ich war im Jahre 1911, als Dr. Kienböck für den zweiten Bezirk kandidierte, von den Christlichsozialen als Wahl- s ch w i n d l e r bestellt. Richter: Ich mache Sie aufmerksam, daß Sie sich selbst dadurch einer strafbaren Handlung bezichtigen. Zeuge i Das macht nichts; ich sage die Wahrheit! Ich hätte nicht nur bei dieser, sondern auch bei allen Wahlen für die Ehristlichsozialen zu arbeiten. Ich wurde vor der Wahl von einem Beamten des magistratischen Bezirks- a m t e s für den II. Bezirk, dessen Namen ich nicht nennen will, da er noch in Diensten des Magistrats steht, in das Amtszimmer Nr. 108 geführt, wo ich den Bezirksrat Z o u f a l, den ge- wesenen Bezirksvorsteher Jägersberger und den Stadtrat Oppcnbcrger antraf, vor denen in einer langen Reihe Schachteln mit unbestellbaren Legiti- mationen standen. Der Beamte sagte, indem er auf die Legitimationen zeigte:„So, Guth, das ist Ihr Material." Ich nahm mir zwei Stöße dieser Legitimationen und in dem- selben Augenblick gingen die drei Herren hinaus. Ich„ver- arbeitete" nun diese Legitimationen. Ich entfernte die Coupons mit den Fehlrelationen und schrieb eigenhändig den Namen des betreffenden nicht auffindbaren Wählers auf den Rückschein. Richter: Das ist doch unglaublich, wessen Sie sich hier selbst beschuldigen! Das ist ja nicht mehr Vergehen gegen das Wahlschutzgesetz, das ist ja F ä l s ch u n g einer ö f f e n t- lichen Urkunde. Zeuge: Die Folgen fürchte ich nicht, ich habe schon mehr um die chrtstlichsoziale Partei gelitten, ich werde auch eine Ab- strafung ertragen. Dieses Manöver machte ich mit ungefähr fünfhundert bis achthundert Legitimationen und dann warb ich mir Leute an, welche für die un- auffindbaren Wähler die Stimme abgaben. Ein solcher Mann bekam von mir für den Wahltag zehnKronen. Gegen diesen Lohn mußte er natürlich öfter bei den verschiedenen Sektionen wählen gehen. Einige waren auf diese Weise vierzehn- bis sechzehn mal wählen gegangen. Ich kam dabei immer auf meine Rechnung, da ich von der Partei fünfund- zwanzighundert Kronen zur Durchführung dieser WaU erhalten habe. Es ist nun allerdings vorgekommen, daß die wirklichen Wähler aufs Bezirksamt kamen und ihre Legitimationen reklamierten. Waren die noch vorhanden, so folgte man sie ihnen aus. Fehlten sie, so verwies man auf den unterschriebenen Rückschein und sagte, man wisse nicht, wo die Legitimation sei. Ich habe es aber wohl gewußt. Alle Schuldiener wußten von meiner Tätigkeit, daß ich mit falschen Legitimationen nicht bloß selb't wählen ging, sondern auch andere wählen schickte. Das wußten sie von den vertraulichen Sitzungen, die vor den Wahlen stattfanden und an denen auch die Schuldiener teilnahmen. Es wurde ihnen ja bekanntgegeben, daß Guth der„Verarbeiter" sei Ich konnte doch nur in Wahllokale gehen, deren Aufsichtsorgane mich kannten. Ja die Schuldiener waren sogar soweit instruiert, für mich einen Notausgang bereit zu halten, falls ich er tappt und„aufs Land geschickt" werden sollte. Richter: Was heißt das? Zeuge: Nun, daß ich eingesperrt werden sollte. Der Zeuge weist zwei Pakete von unbe st eilten Legitimationen vor, die er in der oben geschilderten Weise verwenden sollte. Richter: Wieso sind Sie heute noch im Besitz dieser Legi- timationen? Sie sollten Sie ja verwenden. Zeuge: Ich wurde von sozialdemokratischen Agitatoren überfallen und dabei wurden mir diese Legitimationen abge- nommen. Richter: Weshalb sind Sie nicht mehr bei der christlich sozialen Partei? Zeuge: Ich kam in eine Zwickmühle. Ich erhielt nämlich einerseits vom Parteisekretariat, besten Präsident Dr. G eßman n (der frühere christlichsoziale Minister) war, den Auftrag, eine Ver- sammlung in der Volkshalle mit hundert Hand- und sattelfesten Ordnern zu besetzen, weil es Kunschak(der Führer der christlichen Gelben und Bruder des WirteS; jetzt zur Belohnung niederösterreichischer Landesausschuß) nicht za lasten wollte, daß sein Gegner Nagler in dieser Versammlung spreche. Andererseits wollte der frühere Bürgermeister Dr. Neumayer durchaus, daß diese Versammlung stattfinde und einen ruhigen Verlauf nehme. Durch diese Kollision verlor ich das Vertrauen der Machthaber und schließlich wurde mir die Pensionierung nahegelegt, da es anläßlich der Wahlen im Jahre 1911 hieß, ich hätte mich um fünfhundert Kronen an Schuhmeier verkauft. In der Urteilsbegründung bemerkte der Richter, Landes- gerichtsrat Pick, daß die Aussage des Zeugen Guth, die durch die Legitimationen, also gewissermaßen durch ein Aktenmaterial erhärtet worden sei» von solcher Art sei, daß man über derartige Vorgänge einfach sprachlos sei und sich a n den Kopf greifen müsse! Nett, nicht? Und diese Lumpereien geschehen in Wien, und Behörden sind ihre eigentlichen Veranstalterl Da kann man wirklich nur mit dem Richter sagen: man ist sprachlos und greift sich an den Kopf, wie derlei möglich ist... Wir haben mit derBerichterstattungabsichtlicheinigeTage gewartet, um gleich berichten zu können, was nun die staat lichen Aufsichtsbehörden und was insbesondere die Staatsam waltschaft getan hat. Das ist bald berichtet: Nichts! Aber rein und gar nichts! Ja, das ist eben das„gemütliche" Oester- reich! Nämlich die Christlichsozialen sind bekanntermaßen eine höchst patriotische und kaisertreue Partei, ein Wall über- dies gegen die umstürzlerische Sozialdemokratie! Wer wird also derart vermessen sein, sich an sie zu wagen, Der würde ja in den Geruch kommen, selber ein Umstürzler zu sein, und jedenfalls würde er darwn, daß er den Wert einer so dynasti chen Partei, wie es die Schwarzen und die Schwarzgelben ind, nicht richtig einzuschätzen versteht. Und das könnte ihm zum Beispiel bei dem Thronsolger übel bekommen! Davon nicht zu sprechen, daß es der Regierung die Opposition der Christlichsozialen im Reichsrat einwirtschasten könnte! Da man in Oesterreich nun alles nur aus der politischen Op- portunität heraus betrachtet und für Gesetz und Recht von Natur aus die allerstärkste Verachtung hegt, so wird man sich wegen der christlichsozialen Wahlbetrügereien doch nicht Po- litische Verdrießlichkeiten auf den Hals laden! Die kleinen Wahlschwindler mag man strafen; aber den großen und ganz großen Betrug, hinter dem die ganze christlichsoziale Partei teht, den der Bürgermeister selbst anstiftet und leitet, an den ich zu wagen, wäre gefährlich, und sich die Finger»vegen des Respektes vor dem Gesetz zu verbrennen, fällt in dem„gemüt- lichen" Oesterreich selbstverständlich keiner Seele ein... Aber wenn die Wiener Ehrenmänner nach Berlin kommen, so werden fortan die Berliner Arbeiter wenigstens wissen, was ür feine„Baldower" da anrücken... Um öas koalitionsrecht. Ein Staatsanwalt gegen Jnnungsterror. Jetzt hat endlich sich ein Staatsanwalt gefunden, der wegen des von uns wiederholt niedriger gehängten erpresse- rischen Jnnungsterrors Anklage erhoben hat, freilich nur auf Grund des§ 153 der Gewerbeordnung. Der Sachverhalt ist kurz folgender: Im Frühjahr 1913 brach in Eberswalde ein Bäckerstreik aus. Eine Anzahl Bäckermeister bewilligten die Forderungen der Bäckergesellen, darunter auch der zum Lohngebiet gehörige Bäckermeister Margendorfs zu Heegermühle bei Eberswalde. Die Zwangs- innung der Bäcker von Eberswalde und Umgegend hatte be- chlossen, daß jeder Meister, der die Forderungen der Gesellen bewillige, 29 Mark Jnnungsstrafe bezahlen müsse. Obermeister Schäfer von der Zwangsinnung forderte den Meister Margendorff auf, die genannte Jnnungsstrafe inner- halb 19 Tagen zu bezahlen, worauf auf Veranlassung des Bäckerverbandes Dr. Heinemann die Strafanzeige erstattete. Der Amtsanwalt am Amtsgericht Ebers» Walde lehnte ein Einschreiten ab, weil die Jnnungsmitglieder zu Gemeinsinn und Standesehre durch Strafen angehalten werden dürften. Auf die Beschwerde bei der Staatsanwaltschaft beim Landgericht zu Prenzlau hat jetzt der dortige Erste Staatsanwalt die öffentliche A n- klage wegen Vergehens gegen die 88 152, 153 der Reichsgewerbeordnung erh o b e n. Wird der Obermeister Schäfer auch so billig fortkommen wie der Obermeister Fritz Schmidt(Berlin), der 3 Tage Ge> ängnis erhielt, aber dann begnadigt wurde? Und wird nicht nur wegen 8 153 der Gewerbeordnung, sondern auch wegen Erpressungsversuch Verurteilung erfolgen? Das Zentrum zu den Koalitionsrechtsanträgen. Unsere Feststellung, daß die M.-Gladbacher in der Frage des Koalitionsrechts falsches Spiel trieben(Nr. 34 des„Vorwärts"), bat die Redaktion der„Westdeutschen Arbeiterzeitung" in Verlegen- heit gebracht. Sie weiß sich nicht ander? zu helfen, als durch einen recht plumpen Versuch, die Streitfrage zu verschieben. Sie ant- wortet(Rr. 7 der.Westdeutschen Arbeiterzeitung") also: «.. Vielleicht setzt uns der„Vorwärts" demnächst einmal in einem hüb ick sachlich gehaltenen Artikel in ruhigem Ton aus- einander, oaß aus einer Verwirklichung des beanstandeten Teiles der sozialdemokratischen Anträge den nichtsozialistischen Gewerk- schaften keinerlei Gefahren gegenüber den sozialistischen erwachsen können. Dann werden wir uns sachlich des näheren mit ihm b-sassen....." In Nr. 5 nannte die„Westdeutsche Arbeiterzeitung" die Forde- rungen der Sozialdemokratie zu weitgehend. Jetzt spricht sie so, als ob die Verwirklichung der sozialdemokratischen Anträge den nichtsozialistischen Gewerkschaften Gefahren bereiten könnten. Welche Gefahren sollten denn aus einer Sicherung des Koalitions- rechts für alle Arbeiter den nichtsozialistischen Gewerlschaftcn erwachsen können? Schlechterdings keine zwei Forderungen sind es, denen die„Westdeutsche Arbeiterzeitung" ablehnend gegen- übersteht. Im sozialdemokratischen Antrag wird niemals verlangt, daß jede Abrede ausdrücklich als gegen die guten Sitten verstoßend zu_ erklären ist, nach denen der Arbeiter gewissen politische oder soziale Interessen vertretenden Vereinen nicht beitreten darf oder aus ihnen auszutreten hat. Daß eine solche Abrede einen Angriff gegen das Koalitionsrecht jedes Arbeiters darstellt, ist klar und ist auch vom Zentrum im Jahre 1896 bei Gelegenheit der Be- ratung des Bürgerlichen Gesetzbuches anerkannt. Der sozial- demokratische Antrag ist durch die Erklärung des Staatssekretärs Dr. Delbrück und den Teil der Praxis erforderlich geworden, die entgegen den bei Beratung des 8 138 B.G.B, von den Regierungen und allen Parteien abgebenen Erklärungen eine solche Zlbrcde als nicht stets gegen die guten Sitten verstoßend(8 138 B.G.B.) er- achten. Der zweite Differenzpunkt betrifft die Landarbeiter und die anderen, nicht unter die Gewerbeordnung fallenden Arbeiter und Angestellten, denen das Koalitionsrecht vorenthalten wird. Da hilft kein Deuteln und Drehen: wer den sozialdemokratischen An- trag ablehnt, zeigt, daß er dieser Kategorie von Arbeitern und An- gestellten das volle Koalitionsrecht vorenthalten will. Wenn andererseits das Zentrum dies nach dem Rezept der M.-Gladbacher tut, so gefährdet es die Interessen der christlichen Arbeiter genau so, wie die der freien Gewerkschaften. Das ist ja des Pudels Kern: das Zentrum steht mehr auf die Seite der arbeiterfeindlichen Junker und Scharfmacher, als auf der der Arbeier. Daher die verdächtige Stellung der Cbristensührer unter dem Zentrumsjoch. Unternehmerterror schlimmster Art. In Oldenburg legten im vergangenen Sommer die im Zentral- verband der Schlächter organisierten Gesellen bei einem Hof- schlächtermeister die Arbeit nieder, um eine bessere Bezahlung und eine Verkürzung der Arbeitszeit zu erreichen. Darob großes Ge- schrei gegen den Gesellenterror. Streikbreche wurden herangeholt und das Bestreben der Gesellen, bessere Arbeitsverhältnisse zu schaffen, wurde vereitelt. Nun setzte aber ein schamloses Treiben der Meister gegen den Zentralverband der Gesellen ein. Das ging schließlich so weit, daß die Jnnungsmeister ihren Gesellen einen Revers zur Unterschrist vorlegten, wonach sie erklären sollten, mit dem Zentralverbande nichts zu tun zu haben und nicht dessen Mit- glied zu sein. Wer nicht unterschrieb, flog auf die Straße. Einer unterschrieb nicht! Der Altgeselle Danncmann des Schlächter- meisters Hepp erklärte, er lasse sich sein ihm durch Gesetz gewährtes Recht der Koalition nicht rauben. Dannemann ist ein tüchtiger Geselle. Sein Meister entließ ihn nicht. Jetzt setzte in der Innung in der unerhörtesten Weise die Hetze gegen den Meister Hepp ein. Darauf ging Dannemann zum Jnnungsobermeister, erklärte, daß er unterschreiben werde, aber nur durch den Terror gezwungen, er würde nach wie vor Mitglied des Verbandes bleiben. Auf eine solche Unterschrift verzichtete die Innung. Sie forderte erneut euer- gisch die Entlassung des Gesellen uno schloß den Meister Hepp, als er das ablehnte, aus der Innung aus. So terrorisiert� das nach Streikbrecherschutz schreiende Unter- nehmertum. Der ivtaatsanwalt ist noch nicht gegen die Meister ein- geschritten; ein Narr, der darauf warten würde. Das Wort: „Schwerste Strafe dem, der andere an freiwilliger Arbeit hindert", gilt auch im liberalen Oldenburg nur für Arbeiter! politische ileberslcht. Abgeordnetenhaus. Aus der Generaldebatte zum Etat des Ministeriums des Innern waren die Anträge des Zentrums betr. Uebernahme der Fürsorge für die gemeingefährlichen Geisteskranken aus den Staat und der Sozialdemokraten betr. Regelung des Jrrenrechts ausgeschieden. Diese Anträge, die am Sonnabend gesondert beraten wurden, fanden aus allen Seiten des Hauses Zustimmung, nur Herr v. Dallwitz will nichts davon wissen. Er und mit ihm die Regierung steht der Frage, die der Zentrums- antrag regeln will, nach wie vor ablehnend gegenüber. Die Frage der Regelung des Jrrenrechts, deren Notwendigkeit Genosse Lieb- k n e ch t überzeugend nachwies, ist für die Regierung iwch nicht 'pruchreif. Indes hat sich das Abgeordnetenhaus im vorigen Jahre nach eingehender Kommissionsberatung einstimmig für die schon damals von sozialdemokraischer Seite beantragte Regelung des Jrrenrechts ausgesprochen; aber die Erwägungen zwischen den be- teiligten Ressortministern schweben noch. Immerhin ist es schon ein Erfolg unserer Fraktion, daß der Minister des Innern sich wenigstens mit dem Justizminifter in Verbindung gesetzt hat. Aber etwas größere Eile könnte nicht schaden. Die Abstimmung über die Anträge wurde ausgesetzt, und die Debatte wandte sich zur n o r d s ch I e s w i g s ch e n Frage. Wie den Hakatisten das Vorgehen gegen die Polen, so ist ihren scharf- macherischen Brüdern in der Nordmark das Vorgehen gegen die Dänen noch nicht schneidig genug. Zwar hat sich die Regierung durch ihre Politik vor aller Welt lächerlich gemacht, aber den Johann sen(fk.). Schifferer(natl.) und Konsorten genügt das noch nicht; nach ihrer Meinung zeigt sie den Dänen gegenüber noch allzu viel Nachgiebigkeit. Obwohl die gerechten Klagen des Dänen Nissen ein beschämendes Bild von der in Nordschleswig geübten Gewaltpolitik gaben, obwohl Herr Nissen für jeden objektiv Denkenden überzeugend nachwies, wie in Schleswig-Holstein das Vereins- und Versammlungsrecht außer Kraft gesetzt ist, verlangen die unentwegten Dänenfresser einen schärferen Kurs, und Herr v. Dallwitz hatte alle Mühe, die Regierung ob ihrer zu„milden" Behandlung der Dänen zu verteidigen. Fürwahr, die Machthaber Preußens verstehen es vortrefflich, den neugewonnenen Brüdern das preußische Vaterland angenehm und begehrenswert zu machen. Am Montag wird die Debatte fortgesetzt. Die verteuernde Wirkung der deutschen Zollpolitik tritt am augenscheinlichsten zutage bei dem sogenannten Grenz- verkehr. Das Zollgesetz gestattet bekanntlich, kleinere Mengen Lebens- und Genutzmittel in den Grenzbezirken zollfrei einzu- ühren. Von dieser Bestimmung wird besonders an der Schweizer Grenze ein außerordentlich umfangreicher Gebrauch gemacht; natür- licherwcise nur deshalb, weil in der Schweiz die Lebensmittel sehr erheblich billiger sind als innerhalb der deutschen Grenzpfähle. Die tadt Konstanz registriert in ihrer städtischen Statistik regelmäßig den Umfang dieses Grenzverkehrs. Es werden von der Stadt als Legitimationen den Zollbeamten gegenüber Brotkarten ausgegeben, gegen eine Gebühr von 30 Ps. Tie Karten haben ein volles Jahr Gültigkeit. Im Jahre 1911 wurden in Konstanz 3800, 1912 4087 und 1913 bis zum August 4100 Brotkarten gelöst, so daß die Zahl im Jahre 1913 wahrscheinlich 5000 überstiegen hat. Wenn man bedenkt, daß Konstanz nur b800 Haushaltungen zählt, so ergibt sich, daß alle Schichten der Bevölkerung sich diesen billigen Grenzverkehr zunutze machen.— Nicht zum wenigsten auch die in Konstanz stark vertretenen Zentrumskreise, deren politische Vertretung die Lebens- mittelverteuerung im wesentlichen aus dem Gewissen hat. Das Konstanzer Statistische Amt hat, um ein Bild über den Umfang des kleinen Grenzve�kehr zu bekommen, Stichproben ge- macht. Danach wurden im April vorigen Jahres an drei Tagen und an drei Zollstcllen von 4227 Personen 1914 Kilogramm Mehl und 8319 Kilogramm Brot eingeführt; die durchschnittliche Einfuhr von Brot aus der Schweiz nach Konstanz wird auf 3599 Kilogramm täglich geschätzt. Diese starke Inanspruchnahme des kleinen Grenzverkehrs wird verursacht durch die Preisunterschiede. In Konstanz kostet das Kilogramm Weißbrot 32 Pf., in der Schweiz 27 Pf., also ein Preisunterschied von 3 Pf. Schwarzbrot kostet in Konstanz 39 Pf., in der Schweiz 23 Pf. und eine etwas geringere Sorte gar nur 29 Pf. Mehl kostet in Konstanz 23— 24 Ps. das Pfund, in der . Schweiz dieselben Sorten 16—29 Pf. Dabei aber ist es hüben wie drüben deutsches Mehl, das verkauft und verbacken wird. Die Ausfuhrprämie, die dem deutschen Agrarier gezahlt wird, gestattet den Schweizern, billigeres Brot und Mehl an die deutschen Grenzbewohner abzugeben. Aehnliche Preisunterschiede sind auch bei anderen Lebens- Mitteln festzustellen. Salz aus deutschen Salinen kostet in der Schweiz% Pfund ö Pf., in Konstanz 7% Pf. Aehnlich verhält es sich bei Zucker, Reis, Gerste, Erbsen, Grieß, Schokolade, Kaffee, Zündhölzern und ganz besonders bei Zigarren. An Markttagen können auch frische Gemüse zollfrei eingeführt werden. Die Summe, die für Brot und Lebensmittel � alljährlich in die Schweiz getragen wird, beträgt nach oberflächlicher Schätzung 75 999 M., wozu noch 75 000 M. für die Einfuhr von Milch aus der Schweiz kommen. Treffender als durch diese Zahlen kann wohl die Behauptung, die Oeffnung der Grenzen hätte keinen Wert, nicht widerlegt wer- den. Man darf nur ausrechnen, was z. B. eine fünfköpfige Familie allein an Ausgaben für Brot, das sie aus der Schweiz beziehen kann, spart, um ermessen zu können, in welcher Höhe der Brot- Wucher da? deutsche Volk belastet. Amtliches Wahlergebnis in Jerichow. Bei der Reichstagsersatzwahl im Wahlkreise Magdeburg 8 (Jerichow I und II) am 19. d. Mts. wurden 31 692 gültige Stimmen abgegeben. Davon erhielten Rittergutspächter Schiele-Schollene(k.) 12 939, Fleischermeister Kobelt-Magveburg(Fortschr. Bp.) 6911 und Expedient Haupt- Magdeburg(Soz.) 12 684 Stimmen. Zersplittert waren 3 Stimmen. Militärischer Waffengebrauch. �Jn der gestrigen Sitzung des bayrischen Abgeordnetenhauses erklärte der Minister des Innern auf die Frage des Abgeordneten Segitz über den militärischen Waffengcbrauch, daß eine Aenderung der betreffenden bayerischen Bestimmungen nicht beabsichtigt sei. Von geplanten Verhandlungen der bundcsstaatlichen Kriegsminister sei ihm nichts bekannt. Auffichtsratsposten als Belohnungen für nationalliberale Politiker. Der aus der nationalliberalen Reichstagsfraktion ausge- schlossene Abgeordnete H e st e r m a n n ist von Heyl zu Herrnsheim mit offenen Armen aufgenommen worden. Er benützt jetzt das unter Hehls Einfluß erscheinende Blatt zu allerlei„Enthüllungen über den liberalen Bauernbund". Er schreibt: „Wenn finanzielle Interessen mich geleitet hätten, dann hatte ich auf Herrn Wachhorjt hören müssen, der mir und auch Herrn Dr. Böhme gelegentlich in meinem Beisein folgende Politik empfahl: Da meine Reden im Reichstag die G e l d g e b e r des B a u e r n b u n d e s v e r st i m in t hätten und wir kein Geld von den Rechtsnationalliberalen Fuhrmannscher Richtung erhielten, käme der Bauernbund durch mich in schwierige Geldverhältniffe. Ich könnte ein großer Mann werden, wenn ich nur im Reichstag die Rechte angreife und nach links hin einige Liebenswürdigkeiten sagte. Dann würde ich durch die nationalliberale Partei A u f s i ch t S r a t S p o st e n erhalten und eine glänzende Stellung. In Gegenwart von Herrn Dr. Böhme sagte mir Herr Wachhorst auch: Sie und Herr Dr. Böhme müßten fürs erste Ihren Antisemitismus ablegen. Wenn wir erst im Bauernbund auf selbständigen Fußen stehen, brauchen wir keine Rücksicht darauf zu nehmen. Auch erwähnte Herr Wachhorst, daß wir. mit Rücksicht auf die Bauern für einen Abbau des Gerstenzolles eintreken müßten. Aus diesem Grunde hat auch wohl Herr Dr. Böhme, der bei den letzigen billigen Gerste- und Getreidepreisen den Abbau des Gerstenzolles nicht befürworten konnte, auf die Herabsetzung des Maiszolles hingewiesen." Gin bayerisches Musterstatnt zur Arbeitslosen- Versicherung. �Der bayerische Städtetag hat beschlossen, ein Musterstatut über die ,r™ge der Arbeiterversicherung auszuarbeiten und diese? den einzelnen Städten zur Entscheidung zu unterbreiten.— An Musterstatuten fehlt es nicht, sondern an dem Willen, endlich mit der praktiichen Durchführung Ernst zu machen. Die fchweüifche verfasiungskrise. Stockholm, 13. Februar.(Eig. Ber.) Die Ministerkrise halt an, und elnstwellen ist noch keine Aussicht zu einer Bei- legung vorhanden. Ein rechtsliberales Ministerium D eG« er fonimt nicht zustande, weil Mitglieder der liberalen Fraktion nichts zu gewinnen sind. � Auch innerhalb der Bureaukrntie .liberal ist, keine Neigung vorhanden, dem persönlichen Regiment aus der Patsche zu helfen Es sickert übrigens auch durch, daß selbst am Hofe keine Einig- reit besteht, daß vielmehr sowohl der K rouprinz als höhere Hofbeamte den König s e i n e r z e i t w a r n t e n, jene Bruskierung der Regierung vorzunehmen, die in seiner Rede vor den Bauern enthalten war und die die Verfaffungs- knie einleltete. Aber der König steht vollständig unter dem Etiifluß der Konlgm und der Militärkamarilla, die den Krieg gegen die Demokratie führen. Jetzt erst sieht man die Sack- gaste, in die man die Dynastie gebracht hat. und aus der kaum ein anderer Weg als die Unterwerfung herausführt. Die Reichstagsmehrheit ist jedenfalls entschlossen, zur Lösung der Verfassungskrise k e i n e M i t t e l für irgendeinen Zweck zu bewilligen. Davon ist auch der König unterrichtet. Hat die Dynastie den Kampf gegen die verfassungsmäßigen Grundlagen der Regierung, die K o n st i t u t i o n begonnen, so muß dieser Kampf durchgefochten werden. Das' ist die all- gemeine Auffassung im liberalen wie im sozialdemokratischen Lager. DaS einzig Sichere ist die nahe bevorstehende Reichs- tag sauflös un g. Allgenwin wird mit einem baldigen Wahlkampf gerechnet. Kommt ein konservatives Ministerium zustande, so muß die Reichstagsauflösung erfolgen, weil die Konservativen die Minderheit im Reichstag sind, keine Mehr- heit also bilden können. Sie werden daher versuchen, durch Neuwahlen mit Hilfe des Russenschrecks eine Mehrheit zu er- zielen. Das ist leichter gesagt als getan. Denn das Pro- portionalwahlsystem wirkt hinsichtlich Mehrheitsverschiebungen sehr konservativ. Es ist sehr schwer, eine andere Zusammen- setzung der Kammer zu erzielen, sofern nicht eine Partei Stimmen in größerem Maße verliert, was nicht anzu- nehmen ist.. Einem Geschästsministcrium bleibt auch nichts als Neu- Wahlen übrig. * Stockholm, 14. Februar. Auf erneute Aufforderung seitens des Königs hat Landeshauptmann Hammars kjöld heute ver- sprachen, die Bildung eines neuen Ministeriums zu versuchen. Der König hat heute einen Staatsrat ab- gehalten._ Frankreich. Die Soldatenerkraukungen. Paris, 14. Februar. Gegen Ende der gestrigen Kcnnmersitzung ergriff Ministerpräsident Doumergue das Wort. Ueberall. wo Fehler gemacht worden seien, habe die Regierung bereits Gegen- maßregeln ergriffen, die sie fortsetzen werde. Die Regierung werde sich jedoch nicht auf Manöver einlassen, die darin beständen, sich der Soldaten zu politischen Zwecken zu bedienen und die Ab- stimmung über daS Budget hinauszuschieben. Doumergue forderte, die Kammer solle am Montag in der Abstimmung über das Budget fortfahren und der Regierung ihr Vertrauen aussprechen. Ein Antrag R e i n a ch s, die Beratung der Jnter- pellation über den Gesundheitszustand der Soldaten am Montag fortzusetzen, wurde mit 353 gegen 159 Stimmen nach lebhafter Dis- kussion abgelehnt. Die Besprechung der Interpellation wird am Freitag fortgesetzt werden. Belgien. Ein Gesetz für billige Wohuuuge». Brüssel, 13. Februar.(Eig. Ber.) Die belgische Kammer be» s-bäftigt sich augenblicklich mit der Beratung eines Gesetze? für „billige Wohnungen". Das Gesetz hat wie manches andere schein- soziale Gesetz der Klerikalen einen schönen Titel, aber es bleibt dem wirklichen Problem der Wohnungsfrage für da» große Heer der Bedürftigen vom Leibe. Wie das frühere, aus dem Jahre 1839 stammende Gesetz wird es wieder nur einer verhältnismäßig geringen Gruppe von besser gestellten Arbeitern und kleinen Leuten zugute kommen und die sckilechtest Gestellten, die große Zahl derer, die am meisten unter den heutigen Wohnungsverhältnissen leiden, bleibt in der alten Misere. Gleichfalls ist das Gesetz der Anfang wenigstens auf einem Wege zur Hebung des Wohnungselends in der heutigen Gesellschaft. DaS Gesetz, dem»n der Hauptidee Vorschläge deS verstorbenen Hector Denis zugrunde liegen, schlägt die Gründung einer Aktiengesellschaft, genannt.Nationalgesellschaft für billige Wohnungen", vor, an der sich der Staat, die Provinzen und die genehmigten regionalen und lokalen Gesellschaften beteiligen sollen. Der Staat beteiligt sich mit einem Kapital von hundert Millionen an der Ge- scllschaft. Ein Anrecht auf die Nutznießung des Gesetzes haben Ar- beiter im allgemeinen und Angestellte mit einem bestimmten, vom Staat festzusetzenden Maximaleinkommen.— In der Diskussion schlug Vandervelde vor. daß sich der Staat außer den vorgesehenen 199 Millionen noch mit 25 Millionen beteiligen soll, um dem Gesetz auch eine Wirkung aus ärmere Schichten der Bevölkerung zu sichern. Griechenlanü. Die Jnselsrag:. Athen» 14. Februar. Die Gesandten der Großmächte über- reichten heute der griechischen Regierung die Kollektivnote betreffend die Aegäischen Insel» und die Grenze Süd- albaniens. In der Note heißt es: Die sechs Großmächte be» schließen, Griechenland die von ihm beseiten Inseln mit Aus- nähme von Tenedos, Jmbro« und Castellorizo zu überlassen. Von der griechischen Regierung wurden genügende Garantien für die NichtVerwendung der Inseln zu Flotten- und militärischen Zwecken, sowie für die muselmanischen Minoritäten verlangt. Die Zu- Weisung der Inseln an Griechenland wird erst dann endgültig sein, wenn die griechischen Truppen das Albanien zugewiesene Gebiet geräumt haben werden. Die griechische Regierung wird aufgefördert, keinen Wider st and zu leisten und weder direkt noch indirekt den Widerstand der Epiroten zu ermutigen. Die Räumung wird mit Koritza beginnen und bis zum 31. März be- endet sein müssen. Japan. Ein Bestrchungsprozeß wird«ingeleitet. Tokio, 14. Februar. Im Oberhause gab heute der Marine- Minister in Beantwortung von Interpellationen über die Be- strchungSfälle in der Marine zu. daß bereits genug belastende Tatsache zutage gefördert worden seien, um die Ueberweisung der Angelegenheit vor ein Kriegsgericht nötig zu machen. /tos öer Partei. Die Abonnentcnversicherung der„Münchener Post". Mehreren Zuschriften aus München entnehmen wir, daß auch unter den Münchener Parteigenossen eine große Mißstimmung wegen der Einführung der Abonnentenversicherung herrscht. Be- sonders unzufrieden ist man darüber, daß der entscheidende Be- schluß vom Gesamtausschuß und der Preßkommission gefaßt worden ist, ohne daß der Generalversammlung des Wahlvereins Gelegen- heit gegeben wurde, dazu Stellung zu nehmen. Unser Nürnberger Parteiblatt, die„Fränkische Tagespost", schreibt zu der unerfreulichen Angelegenheit: „Wir würden es unangenehm empfinden, wenn irgend ein Blatt behaupten wollte, daß nun die bayerische Sozialdemokratie oder die bayerische Parteipresse im Gegensatz zu der übrigen sozialdemokratischen Partei und Presse für die Abonnentcnver- sicherung wäre. Um auch diesen Mißdeutungen die Spitze ab- zubrechen, stellen wir fest, daß die Abonnentenversicherung eine ausschließliche Spezialität der„Münchener Post" in der Sozial- demokratie ist."_ Gemcindewahlsieg. Be! der Gemeindevertreterwahl in P e n z t g(O.-L.) wurden trotz der größten Anstrengungen der Gegner die beiden sozial- demokratischen Kandidaten gewählt. Unsere Genossen erhiüten 265 und 268, die Gegner 194 und 196 Stimmen. Personalien der Parteipresse. Zum Redakteur für den gewerk- schaftlichen Teil der„Dresdener Volkszeitung" wurde an Stelle des durch den Tod abgegangenen Genossen Gustav Riem Genosse Paul Barth«! in FriedrickiShagen bei Berlin, seither Redakteur der.Graphischen Presse", gewählt. Die christlichen Gewerkschaften im Joch. Die„Kölnische Volkszeitung" veröffentlicht eine Kund- gebung der am Freitag in Köln versammelten Bischöfe an die Geistlichen ihrer Diözesen, die von dein Erzbischof voit Köln, den Bischöfen von Trier, Osnabrück, Hildesheim, Paderborn und Münster unterzeichnet ist. Die Kundgebung besagt: Die Oberh'rten der niederrheinischen Kixchenprovinz und der ihr angeschlossenen Diözesen halten es angesichts der zurzeit in weiten Kreisen des katholischen Volkes, namentlich in den großen Industriezentren ihrer Sprengel, hinsichtlich der gewerkschaftlichcn Organisation entstandenen Beunruhigungen für zweckmäßig, die Grundsätze für die Haltung der Mitglieder katholischer Arbeiter- vereine und der katholischen Arbeiter überhaupt in Erinnerung zu bringen. Auf dem Grundsatz der katholischen Kirche filßend, daß die soziale Frage in er st er Linie eine sitt- lich-religiöse Frage ivar, ist und bleibt, wird betont, daß auch bei Angelegenheiten, die als„rein wirtschaftliche" bezeichnet werden, oft sittliche Pflichten mit berührt und sittlich-religiöse Interessen häufig sehr in Mitleidenschaft gezogen werden. Zur Verkündigung der sittlichen Normen dieser Interessen und zur Aufsichtsführung über die Haltung der Katho- liken in dieser Hinsicht, zur Abwehr von Gefahren, die der sitt- lichen Auffassung und Haltung erwachsen können, sind der Heilige Vater und mit ihm die vereinigten Bischöfe zuständig und ver- pflichtet. AuS dieser Stellung des kirchlichen Hirtenamts folgt dessen treu« und autoritative Wachsamkeit über den Anschluß der katholischen Christen an Vereint- gungen. Diese Wachsamkeit sei nötig zur Wahrung von Jnter- essen religiöser. und sittlicher Natur. Die Kundgebung geht dann auf die päpstliche Enzyklika Liogu- lan quadara vom 24. September 1912 ein, die nach sorgfältigster Prüfung der Angelegenheit und nach Einholung gutachtlicher Aeußerungen aller einzelnen deutschen Bischöfe erlassen worden sei, und sagt dann weiter: Daß die katholische Kirche nach den in dieser Enzyklika dargelegten Grundsätzen in erster Linie ihre Empfehlung und Förderung rein katholischen Vereinen zuwenden mutz, ergibt sich aus der dargelegten Auf� gäbe deS kirchlichen Hirtenamts. Demgemäß wenden auch die Oberhtrten der Diözesen Deutschlands ausnahmslos ihre Liebe und Unterstützung den katholischen Standesvereinen, insbesondere den katholischen Ardeitervereinen zu, weil diese Vereine sowohl durch Zusammensetzung und Satzungen, wie durch ihren engeren Anschluß an die kirchliche Autorität am ehesten Gewähr dafür bieten, daß die katholischen Grundsätze voll zur Geltung kommen. Wo die katholischen Arbeitervereine, die zugleich den ge- werkschaftlichen Interessen der arbeitenden Klassen dienen, mit einem zum Schutze der wirtschaftlichen Interessen genügenden Erfolg eingeführt sind oder friedlich eingeführt werden können, wäre es in keiner Weise zu billigen, daß katho- tische Arbeiter sich iuterkonfessionellen Gewerk- .schaften anschlössen. Wo dies nicht der Fall ist, hat der Heilige Stuhl in wohlwollender Berücksichtigung der örtlichen und der allgemeinen Verhältnisse die Duldung und die Erlaub- n i s der Mitgliedschaft von Katholiken bei den in Deutschland be- stehenden christlichen Gewerkschaften unter jenen besonderen Vorsichtsmaßregeln ausgesprochen, die der Stellung und der Pflicht des kirchlichen Amtes entsprechen und daher jedem Katholiken als durch die Umstände geboten erscheinen müssen. Diese Vorsichtsmatzregeln sind folgende: An erster Stelle ist dafür, zu sorgen, daß katholische Arbeiter, welche Mitglieder solche� Gewerkschaften sind, zuglejch den katholischen Ar- beitervereiuen angehören. Ferner. müssen die Gewerk- schasten, damit ihnen Katholiken beitreten können, sich von allem fernhalten, was grundsätzlich oder tat. sächlich mit den Lehren und Gebote» der Kirche. wie mit den Vorschriften der zuständigen kirch- lichen Obrigkeit nicht im Einklang steht. Auch dürfen katholische Mitglieder, die Gewerkschaften angehören, nie- mals zulassen, daß dieselben, in Sorge für die weltlichen Angelegenheiten der Mitglieder, sich durch Wort oder Tat irgendwie mit den vom obersten kirchlichen Lehramt verkündeten Vorschriften in Widerspruch setzen. Die Kundgebung erkennt weiter an, daß die- selbe höchste Autorität, die solche Normen aufgestellt hat, zu deren authentischer Auslegung allein zuständig ist. Die Entscheidung darüber, ob die Organisation sich in Widerspruch mit dem Sittengesche der katholischen Kirche setzt, hat sich der Heilige Stuhl vorbehalten. Diese Frage soll daher nicht Gegenstand der Polemik seitens katholischer Kreise werden. Indem die Kund- gebung alle Beteiligten ermahnt, für die Beobachtung der dar- gelegten Grundsätze tätig zu sein, versichert sie, daß der Heilige Vater sowohl wie die Unterzeichneten für ihre vielfachen Röte und Bedrängnisse das vollste Verständnis und die innigste Teilnahme haben. Die Bischofskonferenz war zu dem Zweck einberufen worden, eine Klarstellung in der Frage der Enzyklika kio�u- lari guackaw herbeizuführen und zugleich eine� Beruhigung des christlichen Gewerkschaftsstreits zu schaffen. Der Erfolg dürste aber nicht erreicht sein, wenn man nicht etwa annehmen sollte, daß die christlichen Gewerkschyften sich, ohne zu mucken, unter dieses Joch beugen werden._ Letzte Nachrichten. Ein Nachspiel zur Zabernaffäre. Straßburg, 14. Februar. Der„Elsässer" verbrettet die Nach. richt, daß dem Schuhmacher Blank 159 M. SchmerzenS- geld angeboten worden wären, wenn er von einer Klage gegen den Leutnant von Forstner absehe. Wetter verlautet, daß der Vater deS Schuhmachers Blank in Dettweiler gegen alle Zei- hingen Strafantrag stellte, die die von stühereu Soldaten des 99. Jnfanterie-Regiment» aufgestellten Behauptungen betr. des feindseligen Verhaltens, daS Blank dem Militär gegenüber an den Tag gelegt haben soll, verbreitet haben. Die gerichtliche Verfolgung ist bereits in vollem Gange._ Der Tarifkamps der österreichischen Buchdrucker beendet. Wien, 14. Februar.(W. T. B.) Die in das Handelsministe- rium einberufene große Tarifkommission der österreichischen Buch- drucker hat ihre Beratungen, an welchen in Vertretung deS Deut- scheu Tarifamts der Geschäftsführer Schliebs teilnahm, beendet, während zahlreiche Fragen, über die eine Einigung zwischen den Parteien nicht erzielt werden konnte, vom Schiedsrichter Sek- tionschef Mataja, dem sich der Präsident der deutschen Tarifgemein- schaft, Kommerzienrat Büxenstein, zur Verfügung stellte, teils durch Vergleich, teils durch Schiedsspruch er- ledlgt wurden. Damit ist der Tarifionflikt im Buchdruck- gewerbe vollständig erledigt; die Wiederaufnahme der Arbeit wirb vom 16. Februar ab erfolgen. INTERNATIONALE HYGIENE- AU/jTTELLUNG DRE/DEN 1911 I I Trotz der allgemeinen Verbreitung von Persil gibt es immer noch Hausfrauen, die die hervorragenden Eigenschaften dieses selbsttätigen Waschmittels nicht voll auszunutzen verstehen. Mühelos, einfach, schnell und billig bei grösster Schonung des Gewebes wäscht man mit Persil nach folgender Gebrauchsanweisung: Für Weisswäsche löst man Persil in kaltem Wasser durch Umrühren im Kessel auf, legt die Wäsche in die kalte Lauge, bringt sie langsam zum Kochen und läßt sie nur einmal'/«— V- Stunde unter zeitweiligem Umrühren kochen. Nach dem Kochen bleibt die Wäsche einige Zeit in der Lauge stehen und wird dann einigemal in klarem, möglichst warmem bis heißem Wasser sorgfältig ausgespült. jede Zutat von Seife, Seifenpulver oder anderen Waschmitteln ist unbedingt zu vermeiden, da diese die selbsttätige Wirkung von Persil nur beeinträchtigen und dessen Gebrauch unnütz verteuern! Zu empfehlen ist ein Einweichen der Wäsche in HenkeFs Bleich-Soda. »Alle Schmutz-, Staub-, Sch weiss-, Fett-, Kakao-, Tee-, Blut-, Tinten-, M ja auch Obstflecken verschwinden; die Wäsche wird vollkommen* O rein und blendend weiss, wie auf dem Rasen gebleicht- O Für Wollwäsche wird Persil nicht in kaltem, sondern handwarmem Wasser(35° C.) aufgelöst und die Wäsche darin etwa'A Stunde geschwenkt(also nicht gekocht!). Besondere Schmutzstellen reibt man leicht über der Hand nach. Nach gutem, wiederholtem Ausspülen wird die Wäsche ausgedrückt, nicht ausgewrungen 1 Das Trocknen darf an nicht zu heissen Orten, auch nicht unmittelbar an der Sonne geschehen. Gestrickte Sachen sind nach Möglichkeit liegend zu trocknen» Nach solchem Waschen mit Persil wird die Wolle nie filzig, sondern »bleibt locker und griffig, Krankenwäsche wird gleichzeitig völlig frei B von Krankheitskeimen, da Persil nach wissenschaftlichen Feststellungen ® stark bakterientötend wirkt und zwar schon in handwarmer Lauge.• Machen auch Sic einen Versuch; denn so waschen Millionen Hausfrauen seit Jahren mit bestem Erfolg und schonen dabei ihre Wäsche. Ucbcrall erhältlich, niemals lose, nur in Original-Paketen. HENKEL& CiC. DÜSSELDORF. Alleinige Fabrikanten auch des allbeliebten Wasch- und Reinigungsmittels; Henkels Bleich-Soda. drend'OTTtOu r. S''nit Qn' 4(r* Sfctante, Redakt.: Alfred Wielrpp. Neukölln. Inseratenteil verantw. Td. Glocke, Berlin. Druck u.BerIag: Vorwärts Buchdr. u. Berlagsanstall Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 6 Beilage». Nr. 45. 31. Jahrgang. 1. Wm des Lemsels" Kcrlim UslksblM. Sonntag, 15. kebrnar 19t4. Die heutigen Kaufmannsgerichtswahlen finden in der Zeit von 10 bis 3 Uhr statt. Da die Wahlen nach dem Verhältniswahlsystem statt- finden, kommt es auf jede Stimme an! Deshalb bleibe kein Wahlberechtigter der Wahl fern! Jeder aufgeklärteHandlungsgchilfc wählt 'nur die Liste 2 des Zentralverbandes der Handlungsgehilfen. Nur diese Liste gibt die Gewähr für eine wirklich objektive Rechtsprechung. Handlungsgehilfen! Wählt heute Liste 2, Die Wahl ist geheim. Gewerkschaftliches. Keiling preußischer Polizeispitzel? Aus Bodenbach wird berichtet: Der Mordbube Keiling ist am 10. d. M. in aller Eile ge- schloffen mittels eines Fiakers zuni Tctschcner Bahnhof und von dort ins Leitnieritzer Kreisgericht gebracht worden. Wie wir erfahren, spielte sich Keiling bei der Vernehmung vor Gericht auf den Nervösen und den Verfolgten hinaus, der lediglich in berechtigter Notwehr gehandelt hat. Davon kann jedoch absolut keine Rede sein. Für Keiling bestand auch nicht die geringste Gefahr für sein teures Leben. Keiling l e u g- n e t e seine schweren, 9 Jahre betragenden Zuchthaus- und Gefängnisstrafen weg und gestand nur zu, wegen Körper- Verletzungen einigemale„leickst" bestraft worden zu sein. Außer einem Geldbetrag von 400 Kronen hatte er eine kurze Schließkette zur Fesselung der Hände bei sich. Hat er am Ende Streikbrecher auf diese Wei�e mit sich geschleppt? Mit Schließketten wußte der Schuft besonders gut umzugehen, Venn er entpuppte sich als ein ehemaliger Preußi- scher— Polizeiagent! Da Keiling als eliemaliger Polizeiagent auch die Methode der Fingerabdn'icke kannte, nahni er nach anfänglichem Sträuben— er sei ja kein gemeiner Verbrecher(!)— selbst den Abdruck seiner rechten Hand vor. Der Abdruck wird wie seine Photographie dem Verbrecheralbum einverleibt. Das k. k. Kreisgericht in Leitmeritz scheint die Absicht zu haben, den Fall möglichst schnell abzutun, denn es beschleunigt die Zeugenvernehmung sehr. Möglicherweise kommt die Affäre noch in diesem Monat vor die Geschworenen. Die Scharfinacher suchen aufs eifrigste nach einem ge- eigneten Verteidiger. Wir sind neugierig, ob die Berliner Polizei, die ja allein als Brotgeberin des Herrn Keiling in Frage kommen kann, Veranlassung nehmen wird, sich zu den Feststellungen der österreichischen Behörden zu äußern! Serlin und Umgegend. Tie Forderungen der Brauerciarbeiter abgelehnt! Der Verein der Brauereien Berlins und Umgegend hat gestern in einer Plenarsitzung Stellung zu den Forderungen der Brauerei- arbeiter genommen, über die wir mehrfach berichtet haben. Es wurde beschlossen, die Forderungen der Arbeiterschaft a b z u- lehnen, ja, selbst Verhandlungen darüber sollen mit aller Entschiedenheit abgelehnt werden. Der Verein der Brauereien ist der Meinung, daß die Lohnerhöhungen im Jahre 1910 und zuletzt im Herbst 1912 für die Brauereiarbeiter ausreichen müßten, da durch diese die Gestaltung der Lebensverhältnisse der Arbeiter im Brauerei- gewerbe mit der EntWickelung der wirtschaftlichen Verhältnisse in den letzten Jahren durchaus Schritt gehalten hätte und als derzeit voll- kommen angemessen bezeichnet werden dürfe. Die geforderte Lohn- erhöhung würde für einzelne Brauereien 80 009 bis l1/- Millionen Mark betragen und damit die Rentabilität derselben zum Teil auf- heben. Auf Einzelheiten läßt sich das Antwortschreiben des Vereins der Brauereien an die Arbeiterschaft überhaupt nicht ein, sondern erklärt, die Unternehmer könnten den eingereichten Entwurf als ge- eignete Grundlage für Verhandlungen nicht ansehen. Dagegen ist der Verein der Brauereien bereit, mit den in Frage kommenden Organisationen der Arbeiter in Verhandlungen über die Ver- längerung der jetzigen Tarifverträge einzutreten. Die Aussperrung der Kellner im Cafä Borussia, Hascnheide 5. Die Verhandlungen zwischen dem Unternehmer M ü s e l e r und der Organisation haben zu einem befriedigenden Resultat geführt. so daß die Aussperrung beendet ist. Die organisierten Kellner werden wieder eingestellt und ist dadurch die Sp e r r e für das Cafs Borussia a u f g e h b e n. Ganze acht Tage haben die Gelben Gelegenheit gehabt, ihre Tücktigkeit als Arbeitswillige zu beweisen und— obgleich die Solidarität der Berliner Arbeiterschaft deni kühnen Tatendrang der Unternehmersöldlinge wenig Gelegenheit bot— hat ihre„Qualität" den Unternehmer nicht befriedigt, so daß sie, gleich dem Mohren, der seint'Sibuldigkeit getan hat, von dannen ziehen mußten. Bis auf das„Cafs Wörz" am Nollendorsplotz ist diesen sauberen Herrschaften in jedem bestreikte» Betriebe dasselbe Schicksal begegnet, so daß man eigentlich annehmen müßte, daß diesen irregeleiteten Elementen das Verwerfliche ihres Tuns eydlick einmal zum Be- wußtsein kommen müßte. Aber vergebliche Mühe, handelt es sich dock hier um Leute, die als Arbeitswillige nur dann arbeiten wollen, wenn es gilt, organisierten Gehilfen in den Rücken zu fallen. Sei es„Abbazia",„Hardenberg" oder„Würz", es sind in der Mehr- zahl immer dieselbe» Personen. Und wenn sie nicht durch Friedens- schluß wieder an die Luft befördert werden, dann wirst sie der Unternehmen nach acht Tagen so wie so auf. die Straße, weil sie sich bis dahin gewöhnlich als allzu tüchtig erwiesen haben. Um so mehr fühlen" sich Scharfmacher und Reaktionäre ver- pflichtet, ein„Arbeitswilligen'schutzgcsetz zu schaffen, um diesen Stützen des Staates die nötige Bewegungsfreiheit zu verschaffen. Denn an ein dauerndes Zurückdrängen der modernen Arbeiterbewegung ernstlich zu glauben,� fällt auch keinem Scharfmacher mehr ein. Durch die finanzielle und moralische Unter- stützung der Gelben will man nur die organisierten Arbeiter in Schock halten. Daß die gelbe Bewegung auch im Cafshausgewerbe keine Fortschritte machen will, ist allerdings nicht die Schuld der Unternehmer.__ Aus dem Flcischcrgewcrbe. Die Firma Scheruch, Hackepeter- Bierhalle Rosenthaler Tor, hat den Tarifvertrag der Organisation anerkannt. lieber die Firmen P o s ch m a n n, Koloniestr. 7, L ö t s ch, Fleischzentrale Ecke Forster- und Reichenberger Straße, Sperlich, Fleischzentrale Brunnenstraß 76, Wirt, Matternstr. 6 hat die Organi- salion der Fleischer wegen Nichtanerkennung des Tarif- Vertrages die Sperre verhängt. Die Tarifkommission. Achtung, Schuhmacher! Der Streik bei der Firma Schach, Münzstr. 4 dauert fort. Da vom Arbeitsnachsweis des Gewerk- Vereins der Lederarbeiter(H. D.) Arbeitswillige vermittelt werden, ersuchen»vir alle Kräfte für Fernhaltung des Zuzuges einzusetzen. Zentralverband der Schuhmacher, OrtSvcrwaltung Berlin. Deutsches Neich. Der Z 153 der. Gewerbeordnung gegen Arbeiter. Das Bremer Schöffengericht verurteilte am' Donnerstag einen Maurer zu 10 Tagen Gefängnis, weil er einen anderen Arbeiter durch Verrufserklärung zu bestimmen versucht haben soll, aus dem polnischen Berufsverband ausxgltreten und in dmi deutschen oder christlichen Banarbeitcrverband einzutreten. Drd VerrufserklÄ- rung wurde darin erblickt, daß der Angeklagte als Bandclegicrtcr auf Veranlassung seiner Kollegen beim Polier des sbaues vor- stcllig wurde und verlangte, der betreffende polnisch organisierte Arbeiter nröge auf einem anderen Bau beschäftigt werden; er sei ihnen unsympathisch. Der Angeklagte und seine Kollegen ließe» sich bei ihrem Vorgehen davon leiten, daß der Banarbeitcrtarif von dem polnischen Berufsvcrband nicht mit abgeschlossen worden ist.— Der Staatsanivalt hatte einen Monat Gefängnis be- antragt. Ausland. Der Generalstreikprozest in Zürich. Statt über die große Blamage der Züricher Behörden beim Generalstreik vom 12. Juli 1912 rubig Gras wachsen zu lasten und davon nicht mehr zu reden, wollen sie nun noch mit wahrer Todes- Verachtung vor aller Oeffentlichkeit darüber verhandeln und emeu Mastenprozeß veranstalten. Wie mitgeteilt wird, sollen nicht weniger als 113 Personen auf die Anklagebank des Bezirksgerichts Zürich geschleppt werden. Die in fünf Kategorien ausgeschiedenen Anklagen richten sich gegen neun Angeklagte, welche den Generalstreik empfahlen; gegen 7 Angeklagte, welche speziell die Arbeiter des städtischen Gas- iberkes zum Generalstreik ermunterten;� gegen 47 Arbeiter des städtischen Gaswerkes; gegen 34 Arbeiter� des städtischen Eleltrizitätswerkes; gegen 12 Arbeiter der Werkstättc auf dem Guggach und gegen 4 Arbeiter der städtischen Wasserversorgung. Die Anklagen lauten auf Dienstpflichtverletzung bezw. Anstiftung dazu und auf Nötigung. Die Strafanträge lauten auf Bußen von 20 bis 100 Fr. und auf Gefängnis von 4 Tagen bis auf 3 Monate. Letztere Strafe ist beantragt' gegen den Genosten Fritz Platten. Gegen den Eisenbahnersekretär Genossen Nimathe lautet der Antrag auf 1 Monat Gefängnis. Die Gerichtsverhandlungen werden wahrscheinlich im April stattfinden. Vom ursprünglichen„Aufruhr" ist also nicht mehr die Red«, da- gegen sollen die„Gencralstreiksünder" an anderen Paragraphen des Strafgesetzes aufgehängt werden. Die sogenannte.Slaatsautorität" würde nichts eingebüßt haben, wenn jede weitere Verfolgung der An- gelegenheit unterblieben wäre. Aber die herrschenden Klassen wollen für die während des Generalstreiks ausgestandene Angst eine Genug- luung haben und so schleppt die Staatsanwaltschaft die gewünschten Opfer herbei._ Die amerikanischen Bergleute, welche in Indianapolis ihren Kongreß abgehalten haben, erklärten sich für eine politische Aktion im sozialistischen Sinn». Auf dem Kongreß waren 450 000 Bergleute aus den Vereinigten Staaten und von Kanada vertreten. Von den 1600 Delegierten erklärten sich alle bis auf etwa zwölf für folgende Resolytion:„In Anbetracht der gegen- wärtigen Verhältnisse in unserer Industrie und denen in vielen anderen, gegenüber des Gebrauches der politischen und richter- lichen Gewalt gegen die im Kampfe stehenden Bergarbeiter in Alabama, im westlichen Virginien, in Colorado und auf der Insel Vancouver erklärt der Kongreß, daß die Zeit gekommen ist, wo es unbedingt notwendig wird für die Arbeiter dieses Landes und Kanadas, sich zu einer politischen Klafsenorgani» s a t i o n in ihren ökonomischen Organisationen zu vereinigen." Die Dilöungsarbeit an öer proletarischen?ugenö. Nachdem unsere proletarische Jugendbewegung nahezu ein Jahr. zehnt besteht, ist eS wohl an der Zeit, ab und zu eine orientierende Umschau zu halten, sei es auch nur, um uns zu vergewissern, daß wir auf dem rechten Wege sind. Das Bewußtsein, auf dem rechten Wege zu gehen, gibt uns die Hoffnung und Talkraft, die notwendig vorhanden sein müssen, wenn wir unser Ziel erreichen wollen. Wenn nicht alle Zeichen trügen, dann hat sich das Bedürfnis nach solcher Umschau bei recht vielen Genossen und Genossinnen, die in unserer Jugendbewegung tätig sind, schon eingestellt und, soweit heute ein Urteil möglich ist, scheint das Ergebnis ihrer Prüfung nicht eben Kleines Feuilleton. Der Flug über den Mont Blcmc. ES waren Tage unruhiger und nervöser Spannung, die der Flieger Parmelin in Genf zu durch- leben hatte, bis endlich die Stunde schlug, da er zu seinem kühnen Wagnis der Ueberfliegung des Mont Blanc starten konnte. Immer wieder kamen im letzten Augenblick aus Italien Wetterberichte, die eine Vertagung des Aufstieges geraten erscheinen ließen: Nebel, Nebel, stets wieder Nebel. Mittwoch früh erfuhren die Eingeweihten, daß am Nachmittag Parmelin unter allen Umständen aufbrechen wolle. Die Nackrichten über die Wetter- läge auf der italienischen Seite sind leidlich günstig; und länger will Parmelin die Spannung und Ungewißheit nicht mehr ertragen. Um 1 Uhr beginnt die Prüfung des Apparates; eine letzte Umarmung der Freunde und im nächsten Augenblick rattert das Flugzeug davon und steigt in die Höhe. Die Aufregung läßt alle schweigen. Bis zu 700 Meter schraubt sich das Flugzeug empor: dann entschwindet es in Richtung auf das Massiv des Mont Blanc. Erst jetzt er- klärt ein Freund Parmelins den Grund, der den Flieger zu dem Wagnis antrieb. Sein Ehrgeiz ist, Mitglied des Schweizer Fliegerkorpszuwerden, aber nach den Vorschrift?» werden nur Junggesellen aufgenommen, während Parmelin verheiratet ist und Frau und Kinder hat. Nun will er zeigen, daß Frau und Kinder einen Mann nicht hindern, verwegene Leistungen zu vollbringen. In Aosta auf der italienischen Seite herrscht Aufregung und auch Zweifel. Schon viermal kamen aus Genf falsche Nackrichten, die den Abflug Parnielius meldeten. Wird er heute kommen 2 Aber trotz der leisen Skepsis sind alle Blicke auf den Horizont gerichtet, der Hauptplatz der Stadt ist von Neugierigen besetzt. Wird er kommen 2 Da plötzlich rauscht es auf. erst eine Stimme, dann viele und zum Schlüsse ein ganzer Sturm:„Ecoolo, eccolo I Da ist er, da kommt er." Und deutlich sieht man fern im Einschnitt der Bergketten dunkel das Flugzeug im Sonnenlichte, sieht eS näher kommen, beginnt das Rauschen der Motoren zu vernehmen: und eine Viertelstunde später ist Parmelin vor der Stadt gelandet. Alles stürmt hinaus, die Be- Hörden, die Menge: er aber ist schon abgestiegen und beginnt seinen Apparat auf das genaueste zu untersuchen.' Man packt ihn in ein Automobil und im Triumph bringt man ihn in die Stadt. Die Freude spricht aus seinen Zügen. Und dann, als man ihn mit Fragen bestürmt, beginnt er zu erzählen.„Ja, was soll ich denn erzählen 2 Meine Eindrücke 2 Wenige, aber klare. Ich stieg lang- sam auf, und dann nahm ich geradeswegs Richtung auf den Mont Blanc. der sich prachtvoll vom blauen Hintergrunde ab- hob. Während der ersten 1500 Meter kamen einige bange Augen- blicke, ich fürchtete, die Fahrt nicht durchführen zu können, denn der Motor arbeitete nicht regelmäßig. Dann aber gelang es mir, ihn zu bändigen. Im Avretal stieg ich sofort hoch empor, auf 3000 Meter, und hier kamen heftige Windstöße, die mich umher warfen. Der Augenblick war gekommen, da ich absolute Herrschaft über meine Nerven gewinnen mußte: vor mir lag der Mont Blanc. In dieser Minute setzte ein starker Südwest ein, der mich vom Wege abtreiben wollte, es gab einen ziemlichen Kampf. Die Kälte war außer- ordentlich, noch jetzt ist meine Schulter halb erstarrt. Dann aber erreichte ich 5300 Meter Höhe, glitt über den Mont Blanc hin, stieg dann auf 4000 Meter hinab, und als ich fern in der Ebene große Ncbelwolkcn sah, beschloß ich, bald zu landen." Die Zeitschrift dcS Herrn. Bor einigen Tagen sprang uns in einer großen Tageszeitung eine Annonce ins Gesicht, die uns un- willkürlich etwas zurückweichen ließ. ES war da ein neues Unter- nehmen angekündigt, oas sich„Die Zeitschrift des Herrn" nannte, und obwohl wir im modernen Deutschland gegen pfäffische An- maßungen erheblich abgebrüht sind, schien unS das doch ein allzu- starker Tabak zu sei». Man überlege: eine Zeitschrift, die sich schlankiveg die Zeitschrift Gottes nennt, denn einen anderen Begriff kann man mit einer „Zeitschrift des Herrn" so wenig verbinden wie etwa mit dem„Tag des Herrn". Welche Pfaffenclique mochte diese Gotteslästerung aus- gebrütet haben 2 Wir sahen uns den Verlag an, er verriet nichts von den Tendenzen des Organs. Ein Heransgeber war nicht ge- nannt. Wozu— braucht man auch einen Herausgeber, wenn der liebe Gott selber die Chefredaknon übernommen hat 2 Dagegen wurde man völlig zuverlässig darüber unterrichtet, daß die einzelne Nummer 50 Pf. kosten solle, was gewiß preiswert ist. Wir erschraken ganz ehrlich über die religiöse Anmaßung des Titels und wollten ebenso ehrlich etwas über die Absichten des Organs erfahren. Wie gesagt, gelang uns das zunächst nicht; aber schließlich kam die Erleuchtung. In einzelnen Worten, die recht un- auffällig über den Text der Annonce verstreut waren, spiegelte sich der Inhalt. Als da waren: Sport, Mode, K u n st, Theater, Gesellschaft. Und nun ging uns ein Seifensieder auf: Die „Zeitschrift des Herrn" war eine Zeilschrift für einen Herrn, im Gegensatz zu einer solchen für eine Dame. Daß man auf so ernste Dinge auch nicht gleich verfällt! Was könnte wohl mehr einem tiefgesühlten Bedürfnis entsprechen als eine Zeitschrift, die den reichen Proleten von Berlin W den letzten Firlefanz der Eitelkeit serviert 2 Und wie vortrefflich, wie außerordentlich würdig, daß neben Sport und Mode auch Theatei; und Kunst be- handelt werden sollen. Wir wissen uns vor Freude kaum zu lassen und hoffen nur. daß die Aesckylos, Schiller und Shakespeare nicht allzu sehr vom Herrenschneider überschattet werden mögen. Humor und Satire� Zweizeiler von Glaßbrenner jun. Z a b e r n. Immer noch glaubt die Gewalt, sie kneble und spieße den Weltgeist. War' es so frech nicht und dumm, glaubt man nicht, daß sie's glaubt. Elsaß-Lothringen. Gut hat Preußen gehandelt an euch. Wenn ihr es bestreitet, Pfui, ihr verdientet fürwahr, preußisch zu werden sogleich. Zum Begräbnis der heutigen Gesellschaft. Als sie begraben nun ward, da erwiesen die Schande, die letzte, Ihr nur die Ritter vom Kreuz, die man vom Pranger geholt. Die Edel st en der Nation! Euch, ihr Herren, die Lust I Und die Last den Millionen der Arbeit, Mästen noch müssen sie euch, daß ihr sie peinigen könnt! Gleichheit vor dem Gericht. Vor bem Gesetz sind wir alle gleich. Doch hinter demselbe» Läßt man die Herren bei Krupp ruhig entwischen dafür. DerAgrarier. Glück und Gedeihen mir bringet der preußische Absolutismus! Freilich dem Volk nicht, jedoch: Mir.— Jch.befindc mich wohl t Im Landtag. Kommet ihr Büffeln und Ochsen zu nah und sonstigem Rindvieh: Tragt lein Rot! Wie sie's sehn, werden sie wütend sogleich I Nur nicht ängstlich! A la lanternel so würde es heißen, wenn wir dereinst regier'»? Sei nicht ängstlich, du Lump. Wir— wir begnaden den Strick! lDiese zeitgemäßen Glatzbrennereien entnehmen wir dem Käs- blatte, einer von der Fränkischen Verlagsanstalt, unserm Parteiverlag in Nürnberg, herausgegebenen satirisch-humoristischen FaschingS« zeitung, die als Organ des PrcußenbundeS erscheint). Notizen. — Vorträge. Im Institut für Meereskunde spricht Montag Dr. A. Rühl über„New Uork und San Francisco". Dienstag A. Köster über„Die Nautik im Altertum".— Die Sturmfluten an der deutschen Ostseeküste werden am �3, März von Prof. Stahlberg in einem Vortrag mit Lichtbildern behandelt werden. Der Vortragende hat alsbald nach der zweiten Sturmflut die Küste Hinterpommerns von Kolberg bis Nixhöft be- sucht und zahlreiche Photographien über die Wirkungen der Sturm- flul aufgenommen. — Die Zensur in Bayern. Die Münchener Polizei hat die Kolportage der Karnevalsnnmmer des„SimplicissimuS" verboten. Warum 2 Ludwig Thoma behauptet in der„Münchcner Post": Angeblich wegen einer Zeichnung von Dudowich, in Wirklichkeit wegen Anstellung des Herrn Lernv zum Generalstaatsanwalt. Der vorsichtige Mann, der seine tiefste lleberzeugnng über die Möglich- keit des Thronwechsels so leicht wie eine Wursthaut abstreift, will uns hier seine Amberger Meinung über künstlerische Freiheit auf- zwingen. — W i e' s gemacht wird. Ein deutscher Kunstagent aus Paris plauderte bei Cassircr sehr nonchalant und urweltweise über die jüngste Pariser Malerei. Er verulkte die Kunstkritik und betrieb dann selbst eine sehr gönnerhafte Reklame für Rousseau nnd den Picasso einer gewissen Stufe. Erfreulich war sein Eingeständnis, daß man selber Bilder von Malern besitzen müsse, die man lieben — und in Kurs bringen wolle. Zu dem Zweck täten sich meist ein paar Kenner mit einem Kunsthändler zusammen usw. Wie heißt der Kunsthändler des Herrn 2 — Eine Totengräber-Konkurrenz. In Sankt Ingbert in der Pfalz wurde, wie die„Franks. Zrg." berichtet, kürzlich der Posten eines Totengräbers ausgeschrieben. 75 Bewerber aus allen Schichten der Bevölkerung meldeten sich. Da gab eS denn auch recht interessant abgefaßte Bewerbungen. Einer z. B. bemerkte ausdrücklich, daß er furchtlos sei, was ihm seine Frau bestätigen könne. Den Vogel abgeschossen hat aber ein anderer, der in seinem Gesuch an den Stadtrat versprach, alle Stadträte umsonst zu be- erdigen und noch einen Meter tiefer als die gewöhnlichen Renschen. X bertwucirerweckelid zu feilt, d. h. nicht solcherart, daß wir auf Grund der erreichten Erfolge zielsicher weiterarbeiten könnten. In der Portaipresse sowohl als in zahlreichen mündlichen Er- örterungeu über dieses Thema kamen recht pessimistische Ansichten zum Ausdruck. Nun bin ich zwar der Meinung, daß an diesem Pessimismus in hohem Grade die Ungeduld Schuld trägt, die auch da Erfolgs sehen will, wo unter den obwaltenden Verhältnissen noch keine zu eu'varten sind. Es widerspricht doch beispielsweise aller Er- fahrung, ditß eine Massenbewegung— und das ist auch unsere Jugendbewegung zweifellos— sich in ununterbrochen aussteigender Linie entwiä'elt. Mit einem gelegentlichen Stillstande, ja Rückgange werden wir notwendig rechnen müssen, und je klarer uns diese Tat« fache vor Augen steht, desto weniger sind wir berechtigt, aus ihr einen Grund zur Hoffnungslosigkeit herzuleiten. Unser mächtigster Bundesgenosse, auf den wir uns in der Bewegung der Erwachsenen immer wieder berufen: die wirtschaftlichen Verhältnisse, steht unS auch in der Jugendbewegung zur Seite. Unsere Jugendbewegung ist ein Stück Arbeiterbewegung, nichts anderes, und muß demgemäß beurteilt und— behandelt werden. Indessen, hiermit find die Ursachen für jenen Pessimismus nicht erschöpft; denn was ich über die EntWickelung unserer Jugend- bewegung ausführte, das alles werden sich unsere tätigen Genossen und Genossinnen, wenn sie sich die Verhältnisse in aller Ruhe klar machen, selber sagen. Die Gründe für die gegenwärtige und sicher vorübergehende Unsicherheit müssen also doch wohl tiefer liegen. Wenn ich nun auch keineswegs zu den Verzagenden gehöre, so bin ich allerdings der Meinung, daß die Erfolge in unserer Jugend- bewegung durchaus nicht der großen Summe von gutem Willen, ehrlicher Begeisterung, tüchtiger Arbeit, die alljährlich darin geleistet wird, entsprechen. Das liegt nach der Meinung vieler, vielleicht der meisten Genossen und Genossinnen daran, daß uns von Partei und Gewerkschaften nicht hinlängliche Mittel zur Verfügung gestellt werden. Sicher ist es wünschenswert, daß die Gleichgültigkeit gegenüber einer so wichtigen Sache aufhört, und daß viel mehr dafür aufgewendet werde; aber damit allein ist nach meiner Auf- faisung die Aufgabe nicht gelöst. Das kann uns unter anderem vor allem die bürgerliche Jugendbewegung lehren; die hat Millionen und die Gunst der Herrschenden zur Verfügung, und waS hat sie bisher erreicht? Zieht man Klimbim, Trara und faulen Zauber davon ab, WaS bleibt? Eine buntslveckige, nur oberflächlich zusammengehaltene Menge, die sehr— aber sehr!— verschiedene Ziele verfolgt. Nach meiner Auffiasiung liegt der wesentliche Grund für die gegenwärtige Stagnation unserer Jugendbewegung in der Mangel- haften Organisation unserer Bildungsarbeit. Es wird vielerlei geboten; aber im Grunde doch nicht viel. Unsere Arbeit läßt vielfach die Planmäßigkeit, eine nach festen Zielen orientierte Methode vermissen. Das liegt sicher in sehr vielen Fällen daran, daß man sich gewöhnt hat, die Jugendbewegung als ein Ding für sich zu betrachten, statt sie, wie es ja auch unserer prole- tarifche» Weltanschauung entsprechen würde, in ihrem natürlichen Zusammenhange zu lassen, das heißt in ihrem Zusammenhange mit der Arbeiterbewegung. Ter Lebensabschnitt vom 14. bis 18. bezw. 20. Jahre darf nicht isoliert werden; wir müssen berücksichtigen sowohl was ihm vorausgeht wie auch, was ihm folgt. Auf die Volksschule, die ihm vorausgeht, können wir uns bei unserer Arbeit wenig stützen; sie vermittelt unserer Jugend zwar eine Summe von Keiintniffen und Fertigkeiten; aber ihre Tätigkeit wird von einem Geiste beherrscht, den wir sehr häufig energisch bekämpfen müssen. Das ist da» Eine, toas wir uns klar machen müssen; und das Ändere ist daS Ziel unserer Jugendarbeit. Welches ist dieses Ziel?»Wir wollen die körperlichen und geistigen Kräfte unserer Jugend harmonisch entwickeln."„Wir wollen unsere Jugend zu tüchtigen Menschen niachen." So liest und hört man. Natürlich ist das richtig; selbstverständlich wollen wir das; aber nach meiner Auffassung fehlt in dieser Zielbestimmung ein wichtiges Stück; sie ist zu farblos, zu allgemein. Um es kurz zu sagen: Wir wollen die körperlichen und geistigen Kräfte unserer Arbeiterjugend so zu entwickeln versuchen, daß unsere Jungen und Mädchen, wenn siederein st Politischmündigwerden, ganz genau wissen, Ivohin sie gehören, nämlich indieReih�en des u m seine Befreiung ringenden Proletariats. Daraus folgt notwendig, daß es uns bei unserer Bildungsarbeit nicht um irgendeine„allgemeine" Bildung zu tun ist, sondern um eine Bildung im proletarischen Geiste. Viel mehr als das WaS muß das Wie Berücksichtigung finden. Unsere Gegner werden sagen, wir wollten die Arbeiterjugend zu Sozialdemokraten erziehen. Die sind zwar überzeugt, daß jeder junge Arbeiter, der später nicht in die Reihen seiner kämpfenden Brüder eintritt, sozusagen seinen Beruf verfehlt hat- Nichtsdestoweniger ist die Behauptung unserer Gegner eine Ver- leumdung, denn wir lehnen jede Behelligung unserer Jugend mit politischen Dogmen und Streitfragen grundsätzlich, aus pädagogischen Gründen, ab. Wenn aber unsere Gegner den Unterschied zwischen einer Erziehung zu politischem Denken und einer Aufforderung zu politischem Handeln nicht begreifen wollen, dann — müssen sie's eben bleiben lassen. DaS wichtigste für unS bleibt immer, daß wir selber, die wir die Jugendarbeit leisten müssen, unS klar sind über das Ziel unserer Bestrebungen; denn nur dann ist es überhaupt möglich, den rechten Weg zu finden. Nun ist eS ja zweifellos richtig, daß verschiedene Wege nach Rom führen, und man kann, besonders auf dem Gebiete der Jugend- bildung, gar nicht laut genug warnen vor der Gefahr einer Schablone; indeffen würde es für unsere Arbeit von großem Borteil sein, wenn wir uns über gewisse Grundsätze der Methode, die wir einschlagen wollen, einigen könnten. Zunächst: Was wollen wir unseren jungen Freundinnen und Freunden bieten? In erster Linie kommen Naturgeschichte und Menschengeschichte in Betracht. Mit vorsichtiger Hand müssen solche Stoffe ausgewählt werden, die für dieses Lebensalter Interesse erwecken, und zwar so, daß für die ersten Jahrgänge, vielleicht bis zum 16. Jahre, das Hauptgewicht auf lebensvolle Einzelbilder interesianter Ereignisse und Persönlichkeiten gelegt wird. Für die folgende Stufe, etwa bis zum 18. Jahre, bildet auf beiden Gebieten der Entwicklungsgedanke sozusagen den Kristallisations- faden; in der Naturgeschichte bildet die sogenannte Entwicklungs- lehre und in der Menschengeschichte die Entwicklung der Technik lErfindungen, Entdeckungen) den Mittelpunkt. Vom 18. Jahre an werden die Gnv'dlehren des wissenschaftlichen Sozialismus behandelt. Wenn auf solche Weise ein einheitlicher Lehrplan innegehalten werden könnte, würde auch mit Leichtigkeit eine Schwierigkeit überwunden, die uns gegenwärtig sehr viel Kopfzerbrechen verursacht: die„besonderen" Veranstaltungen für diejenigen unter unseren jungen Freunden, die das 18. Lebensjahr überschritten haben. Es würde sich folge- richtig ein Kursus an den andern reihen, und eS wäre dann nicht nötig, die über 18 Jahre alten Jugendlichen aus dem Verbände der Jugend herauszustoßen, ohne ihnen Ersatz bieten zu können. Damit sind wir bei der Frage angelangt: Wie wollen wir unsere Darbietungen gestalten? Es ist mir keinen Augenblick zweifelhast, daß die zahlreichen wähl« und zusammenhanglosen Einzelvorträge, so viel Mühe und Kosten auch darauf verwendet werdeir, nicht den Erfolg haben können, den mau von ihnen er- wartet. DaS steht alles unvermittelt im Geiste der Jugendlichen nebeneinander und wird, da Anknüpfungen und Verbindungen fehlen, schnell wieder vergesien. Damit soll natürlich nicht gesagt werden, daß Einzelvorträge überflüssig sind; sie können, geschickt ausgewählt und dargeboten, eine höchst willkommene Abwechselung bringen. Aber die Hauptarbeit muß in regelmäßige Kurse verlegt werden- Die Einzelvorträge, und mögen sie noch so vortrefflich sein, verpflichten die Jugendlichen zu nicht? als zum Zuhören, und daS ist zu wenig; vor allem ist es nicht eine diesem Lebensalter angemessene Methode. Ganz anders ist es in Kursen möglich, die Teilnehmer zu geistiger Mitarbeit heranzuziehen; hier ist eine Fülle von Möglichkeiten gegeben, die, wenn sie benützt werden, einen Erfolg verbürgen. Ich habe mich über diese Methode an anderer Stelle eingehender geäußert und darf hier daraus verweisen.*) Die Arbeit in den Kursen bildet den Grundstock unserer ganzen BildungZarbeit an der Jugend; nebenher bleibt dann noch ein weites Feld für gesellige usw. Veranstaltungen. Im allgemeinen wird es sich empfehlen, die Kurse in das Winterhalbjahr zu ver- legen, damft die schöne Jahreszeit stet bleibt für Wandern, Sport und Spiel. Früher oder später, das ist meine Ueberzeugung, werden wir zu festen Normen in unserer Arbeit kommen müssen, denn es geht nicht an, daß auf die Dauer soviel Kraft und Fleiß unnütz verpulvert wird. Daß die Schwierigkeiten einer einheitlichen Regelung, besonders in kleinen Verhältnissen, nicht gering sein werden, liegt auf der Hand; aber Schwierigkeiten sind für uns nur dazu da, um über- wunden zu werden. Jedenfalls wäre schon viel gewonnen, wenn die Städte auf diesem Gebiete vorangingen. Sonne mann. Jugenöbewegung. Eine schleimige Gesellschaft. Zu den übelsten Erzeugnissen der christlichen Jugendliteratur gehört„Der Leuchttur m", das Organ für die West- deutschen Männer- und Jüngliug-s vereine. Wissenswertes steht in diesem Blättchen nie, dafür trieft es aber von schleimiger Süßlichkeit. Als Probe seien eine Reihe von Sätzen serviert, die wir der Soldatenecke(Nr. 7) entnehmen. Wesel. Eine liebliche Weihnachtsfeier im Weseler Soldatenheim. Das war eine Weihnachtsfeier, wie wir iin Ehrist- lichen Verein junger Männer noch keine erlebt haben. Die Feier konnte erst am ll. Januar stattfinden, weil die lieben Rekruten erst spät vom Heimatsurlaub zurückkehrten.... Wie saßen da doch unsere lieben Soldatenbrüder mit vergnügten Gesichtern bei strahlendem Ehristbaum! Wie freuten sie sich, mit uns zusammen zu sein. Unser lieber Soldatenpfleger, Herr Oberlazarettinspektor Hinze, eröffnete die Feier mit einer warmen Begrüßungsansprache. Darauf hielt Herr Divisions- Pfarrer Horst eine recht herzliche Ansprache... Dem Herrn Di»nsionspfarrer sind wir von Herzen dankbar, daß er unserer Sache so freundlich gegenübersteht... Es mundete unfern lieben Vaterlandsverteidigern vorzüglich. Der liebe Bruder Hinze, Bruder Harre und die Vorstandsmitglieder hatten die g r o ß e F r e u d e, den 167 Mitgliedern ihre W e i h n a ch t s- tüten überreichen zu dürfen.— Es werden manche liebe Vereinsmitglieder wohl gern wissen wollen, was denn für die lieben Freunde in den großen Tüten war. Ganz still! Ihr sollt es erfahren. Zunächst gab's ein Paar gute, extra ange- fertigte Strümpfe, dann 8 Apfelsinen, Hasel- und Wallnüffe und Spekulatius, 1 Stück Käse, 6 Zigarren... Und so fort wie Honigseim. Nach all den herzlichen Liebesbeteuerungen ging ein noch herz- sicheres Danken los. „Herr Unteroffizier Harre dankte in herzlich bewegten Worten für den Nachmittag und Abend, den man den Soldaten- brüdern geboten habe." Dann hielt noch einer eine„zu Herz-en gehende" Ansprache; ein anderer appellierte an die Herzen, und schließlich mußten die„lieben jungen Soldaten" zu den Kasernen eilen.— Aber auch nun ist der Verfasser mit seinen Liebes- und Tankbeteuerungen nicht fertig. Er legt noch einmal Aos: „Wir hahen dem Herrn von Herzen gedankt für die herrliche und erhebende Feier. Der Herr führe noch viele Soldaten durch unseren Verein und gebe sich ihnen zu er- kennen als der starke und mächtige Heiland, der auch(I) die Soldaten lieb hat. Allen Freunden sei auch hier herzlich Dank gesagt. Der Herr vergelts reichlich!" Alles in einem einzigen„Fest"bericht von jungen Männern für junge Männer. Wie müssen die jungen Leute beschaffen sein, die sich in einer solchen Atmosphäre aufhalten können. Soziales. Reichsversicherungsordnung und Ersabkasse. Große Schwierigkeiten werden den Mitgliedern der„Zentral- Kranken- und Sterbekasie der Zimmerer, Ersatzkasse Hamburg" unter der neuen ReichSversicherungsordnung bereitet. Mehrere Mitglieder dieser Kasse waren bei den Baugeschäfts- inhaber Karl und Emil Schneider zu Steglitz beschäftigt. Sie machten Gebrauch von den 517 und 519 der Reichsversicherungsordnung und stellten rechtzeitig an die zuständige Pflichtkasfe, die „Allgemeine Ortskrankenkasse zu Steglitz-Dahlem", den Antrag auf Befreiung von den Rechten und Pflichten bei dieser Kasse. Trotzdem wurde ihnen jede Woche der Beitrag für die Pflichtkasse vom Lohn abgezogen. Alles Protestieren und der Hinweis auf das Ungesetzliche dieser Maßnahme nutzte nichts. Es wurde ihnen viel- mehr erklärt, die Arbeitgeber hätten von der Ortskrankenkasse die Anweisung bekommen, so zu verfahren. Am 17. Januar 1914 wurden die Arbeiter entlassen, nachdem ihnen für drei Wochen Beiträge in Höhe von 3M M. zu Unrecht abgezogen ivaren. Eine Anfrage ihres Kassierers bei der Allgenieinen Ortskrankenkasse zu Steglitz-Dahlem ergab dann die fast unglaubliche Tatsache, daß tatsächlich die Arbeitgeber von der Kasse angewiesen waren, so zu handeln, wie geschehen. Es erklärte der Rendant, cs wäre ihm nicht früher möglich gewesen, den Mitgliedern der Ersatzkasse, welche den Befreiungsantrag gestellt haben, eine Be- scheinigung hierüber zuzustellen; sie wären aber jetzt dabei, dies zu bewerkstelligen. Nach Eingang dieser Bescheinigung können dann die betreffenden Mitglieder das zu Unrecht abgezogene Geld vom Arbeitgeber— abholen. Mit dieser Erklärung waren die Arbeiter natürlich nicht zu- frieden. Weshalb sollten sie zu dem schon erlittenen Unrecht noch weitere Opfer an Zeit und Geld verwenden, um zu ihrem Recht zu gelangen? Auf persönliche Intervention des Vorsitzenden der Ersatzkaffe .und eines der beteiligten Mitglieder wurden die Bescheinigungen für die in Frage kommenden Mitglieder ausgefertigt und aus- gehändigt. ES bedurfte allerdings erst längerer Auseinander- setzungen, um dies zu erreichen. Um nun in den Besitz der einbehaltenen Beiträge für die entlassenen Mitglieder zu gelangen, bedurfte es ebenfalls erst einer längeren Debatte mit dem Arbeitgeber, wobei ihm die Bc- merkung entschlüpfte, daß er in Zukunft(um Scherereien zu ver- meiden) Mitglieder der Ersatzkasse nicht mehr einstellen und seinem Polier hierzu Anweisung geben würde. Ten Hinweis auf die Strafbarkeit einer solchen Handlungsweise fertigte der Herr da- ') S..Neue Zeit", 82. Jahrg. Nr. 10 Seite 878 ff. mit ab, daß er erklärte, es wird sich ein Modus finden, ohne mit dem Gesetz zu kollidieren. Welche moralische Ohrfeige durch dies Bekenntnis denjenigen Arbeitgebern erteilt worden ist, die bisher aus SparsamkeitS- gründen nur Mitglieder der freien Hilsskassen eingestellt haben, scheint dem Herrn nicht zum Bewußtsein gekommen zu sein. Den Mitglieden der Ersatzkaffe diene aber dieses Vorkommnis zur größten Wachsamkeit. Bei allen Verstößen gegen das Gesetz baben sie sofort ihrem Kassierer Mitteilung zu machen, damit die Willkür der Unternehmer zurückgewiesen und sie veranlaßt werden, Recht und Gesetz zu achten. Freilich trägt in erster Reihe nicht der Arbeitgeber, sondern die Kasse die Schuld. Die Borsitzendenwahl in der Dresdener Ortskrankenkasse, die am 12. Februar stattfand, ist, wie vorauszusehen war, ergebnis- los verlaufen. Genosse Fräßdorf erhielt 11 Stimmen der Arbeiter- Vertreter und 3 Stimmen der Uuternehmervertreter, der Kandidat der Scharfmacher erhielt 4 Stimmen der Unternehmervertreter und die Stimme eines nationalen Arbeitervertreters. Da zur Wahl 7 Arbeitervertreter- und Unternehmervertretvrstimmen nötig sind, muß eine zweite Wahl vorgenommen werden, die am 24. Februar stattfinden soll. Kommt auch dann keine Einigung zustande, so be- stimmt das Versicherungsamt den Vorsitzenden Der Zweck der Nebung. Die Hetzer gegen die Krankenversicherungspflicht der Dienst» boten haben, wie wir mitteilten, einen Erfolg zu verzeichnen; wenn» gleich recht zweifelhaft ist, ob die Anweisung des Ministers im Gesetz eine Stütze findet. In Groß-Berlin hatten die Treibereien, die vorwiegend in der liberalen Presse ihren Stützpunkt fanden, den Zweck, die Be- freiung von der Versicherungspflicht ganz in das Belieben der verehrlichen Dienstherrschaften zu stellen. Nach dem Erlaß des Ministers können unter Ausschaltung der Selbstverwaltung die Unternehmer fast selbstherrlich darüber entscheiden, ob sie die Haus- angestellten zur Krankenkasse anmelden oder nicht. Welche Kräfte hinter den Treibereien wirksam waren, das verrät das„Berliner Tagehlatt", indem sie den erwähnten Erlaß also kommentiert: „Damit ist wohl in den meisten Fällen für Berlin die Möglichkeit gegeben, die Versicherung der Dienstboten beim Abonnpmentsverein fortzusetzen, wenn auch unter erheblich höheren Kosten als bisher." Im Jntetzesse der Dienstboten ist das nur zu bedauern. Die Versicherung mit allen ihren Mängeln ist besser als die in dem sattsam bekannten Abonnementsverein. Die Herrschasten werden in den meisten Fällen aus der Unwissenheit der Dienstboten über die ihnen zustehenden Ansprüche Porteile ziehen, und weiter wird mancher Hausarzt mit einem armen Dienstmädchen, das sich nicht zu helfen weiß, ganz anders umspringen, als ein Kassenarzt tun würde, der nicht auf das Vertrauen der hochmögenden Herrschaften angewiesen ist. Daß die Krankenverpflegung im Hause des Dienst- Herrn oder-Herrin vielleicht gar eine Krankenhauspflege ersetzen soll, das zu glauben, verbietet schon die bekannte Mißachtung, die man meistens bei denen, die sich bedienen lassen, gegenüber dem Dienstboten beobachten kann. Für manches Dienstmädchen würde das Kranksein unter dem Kommando der Gnädigen tine größere Oual bedeuten, als das Weiterschuften mit einem kranken Körper. — Auf jeden Fall bedeutet der liberale Erfolg eine erhebliche Schädigung der Dienstboten. fim Industrie und Kandel. Friedenszeiche» im Schiffahrtskrieg. Nachdem die Hamburg-Amerika-Linie und der Norddeutsche Lloyd nicht nur ihre Fehde beendet sondern sich sogar zu einer engen Interessengemeinschaft zusammengetan haben, wachsen auch die Aussichten für die Erneuerung der nordallantischen Schiffahrtskonvention. Tie Verhandlungen sind bereits im Gange, um eine neue Versammlung der britischen und der konlinentalen SchiffahrtSgesell» schaften zustande zu bringen und wieder ein Uebereinkommen über den nordatlantischen Verkehr heizustellen. Es wird weiter gemeldet, daß die Hamburg-Amerika-Linie die Arbeiten an dem Fünfmaster„Bohemia", der in ein Passagierichiff III. Klasse umgebaut werden sollte, plötzlich hat einstellen lassen. Man schließt daraus, daß der Ratenkampf zwischen den trans- atlantischen Schiffahrtsgesellschaften eine endgültige Lösung ge- funden hat. Auch an anderen Schiffen, die für den Auswanderer- verkehr ausgebaut werden sollte», ist die Arbeit eingestellt worden. Deutschlands Fleischkonsum. Der gesamte deutsche Fleischkonsum ist in den letzten beiden Jahren von 2 649 846 Tonnen auf 2 595 634 Tonnen zurückgegangen. DaS ergibt für das Jahr 1913 einen Minderverbrauch von 54 212 Tonnen. Verfolgt man Deutschlands gesamten Fleischverbrauch seit dem Jahre 1906. so zeigt sich eine stetige geringe Zunahme der ab- soluien Verbrauchsmenge bis zum Jahre 1911. In den beiden folgenden Jahren trat bereits ein Rückgang ein. Bringt man jedoch die gesamte Verbrauchsmenge mit der jeweiligen Bevölkerungszahl in Beziehung, so bewegt sich tzcr Fleischkonsum pro Kopf der Be- völkerung bereits seit dem Jahre 1908 auf ab st eigen de in Niveau. Nur da? Jahr 19l1 brachte eine vorübergehende Steige- rung der VerbrauchSziffer, die sich aus dem infolge der sehr schlechten Futtermittelernte des genannten JahreS stark gewachsenen Angebot erklärt. Der Verbrauch der wichtigsten Fleischsorten betrug pro Kopf der Bevölkerung: 1909 1910 1911 1912 1913 Rindfleisch.. 16,31 15,56 14.60 14,27' 13,84 Kalbfleisch.. 3,23 2,93 2,79 2,64 2,44 Schweinefleisch 19,69 20.86 22FS 22.26 21.62 Hammelfleisch. 0,86 0,82 0.76 0,74 0,70 Ziegenfleisch. 0,11 0,11 0,11 0,11 0.11 Die Ziffern für den Konsum von Rind- und Kalbfleisch sind von Jabr zu Jahr auf ein tieferes Niveau gesunken. Der Verbrauch von Schweinefleisch zeigte bis zum Jahre 1911 steigende Tendenz, in den letzten beiden Jahren hat er sich jedoch ebensalls vermindert. Auch Hammelfleisch wurde immer weniger konsumiert, während der unbedeutende Verbrauch von Ziegenfleisch sich auf dem gleichen Niveau hielt.__ Putschismus und Börsenkurse. Die putschistischen Bestrebungen der Vorkämpfer für die Selb« ständigkeit der englischen Landschaft Ulster werden in der letzten Nummer deS Londoner„Economist" einer ironischen Kritik unter« zogen. Die Zeitschrift weist darauf hin. daß die Ulster-Frage ein bemerkenswertes Steigen der irischen Werte nicht verhindert habe. Der Kurs der irischen Landanleibe ist in der letzten Woche entschieden gestiegen, der Markt für Belfaster Werke ist stetig. Das Blatt bemerkt dazu: Wir unsererseits können nicht verstehen, weshalb da« Belfaster Anlagcpublikum die alten Werte behielt, wenn daS Land wirklich von Blutvergießen und Bürgerkrieg bedroht wäre. Man kann schwerlich an einen Bürgerkrieg auf der Bast« von 4 Proz. glauben. Ein Streik großer Arbeitergruppen wird in der Tat von der Börse ernsthafter genommen, Kursverluste sind stets die Begleit» erscheinung von großen Lohnbewegungen. Eingegangene Druckschristen. Fachblatt für Holzarbeiter. 2. öcsl. Herausgegeben vom Deutsche» V'ol�irbeilerocrband. Erscheint am 15. tedeS MonaiS. Vtertelj. 1,20 R.— Selbilverlag. Berlin 80. 16. Die Svphtlis und ihre Geldftheilnng. Bon H. G. Berg»»» IM.— Verlag A. EchrSder, Hamburg. Siiefcl Tauenmen- Sf rasse 20 Körri�-Strasse 34 Lei pri�er- St rasse 63 Oranien-Strasse 47a Müller-Sfrasse 3a Oranien-Strasse 34 Moabit. Turmstr. 50 Friedenau. Rheinst. 14 Neukölln, Bergstx 7/8 haben neucflc Formen s- zciü> ncn(iv Tf. . Getken a Co. ist ein modernes SpeziaKHans für Herren- und Rnaben-Garderobe rei. ,32«« Oranten-Straße Jdd Nilb» Größte MswaHl in moderner Garderobe Zür prima Verarbeitung sowie tadellosen Sitz übernehmen wir jede Garantie. 1 Ii Katalog gratis.| «.J Verantwortlicher Redakteur:«Ifrtfc wielepv, Reukölln. Für l>en Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag: Borwärt» Duchdruckerei u. BerlagSanstalt Paul Singer Sc To, Berlw SV. ß Nr. 43. Bl Iahrgavg. 2. Srilszr des Lawörls" Kerlim WsM Zanutag. lZ. Ftbrvsr l9l4. jlsvlllungzMIea! Wählt heute. von 10 bis 3 Uhr: |ife 3 Aue Versicherung der Dienstboten. Seitdem die Einführung der Krankenversicherung für Land- arbeiter und Dienstboten beschlossen ist, sind unsere Agrarier nicht müde geworden, dagegen Sturm zu laufen; hat man doch offen erklärt, daß bei der Einführung der Krankenversicherung für diese Zweige mit gröhter Vorsicht zu Werke gegangen werden must, um die Leistungsfähigkeit der beteiligten Arbeitgeber nicht über Gebühr in Anspruch zu nehmen". Diesem Bestreben entsprechend sind auch die Leistungen in den Landkrankenkassen äußerst minimal festgesetzt worden. Trotzdem lassen die Gegner jedweder Sozialpolitik ihrem Grimm und Groll freien Laus. Den ländlichen Arbeitgebern haben sich dann die städtischen „Herrschaften", die da Dienstboten beschäftigen, zugesellt. Auch diese klagen über die„ungeheure Belastung", die durch die Versiche- rungsgesetzgebung ihnen auferlegt worden sei. Wer da in den letzten Wochen Gelegenheit hatte, die bürger- lichcn Blätter durchzusehen, konnte feststellen, daß sich alle bürger- lichen Zeitungen in den Dienst der Herrschaften gestellt zu haben scheinen. Allen voran der„Berliner Lokalanzeiger", auch das liberale„Berliner Tageblatt" fehlte nicht. In den rührendsten Tönen wurde die Not der armen Herrschaften gesungen, die die hohen Beiträge zur Krankenversicherung und Invalidenversicherung nicht zahlen könnten. Die armen Herrschaften, die auf Grund ihrer sozialen Stellung gezwungen sind, ohne über große Einkommen zu verfügen, einen Dienstvoten halten zu müssen. Ueberflüssig zu sagen, daß wir auf dem Standpunkt stehen, wenn eine Herrschaft nicht über genügende Mittel verfügt, sie sich keinen Dienstboten halten und die„gnädige" Frau selbst Hand anlegen soll. Zum grüßten Teil sind eö ja auch die Herrschasten, die infolge ihrer be- schränkten Mittel glauben, dem Dienstboten alles bieten zu dürfen, bei denen dieselben oftmals ungenügende Schlafstätten und Kost erhalten. Die Dienstboten werde,, auf Grund ihres Einkommens der Klasse zugeteilt, die für das Einkommen maßgebend ist. Auf Grund des dreihundertfachen Betrages des für diese Klasse fest- gesetzten Tagelohnes müssen dann die Beiträge zur Jnvalidenver- ficherung gezahlt werden. Gemäß§ IM der ReichsversicherungS- ordnung l-at das Versicherungsamt den Wert der Sachbezüge (Wert der Wohnung und Kost) festzusetzen. Dieses ist für Berlin geschehen und wurde der Wert hierfür auf 610 M. festgestellt. Unter Hinzurechnung des Barlohnes würde die Mehrzahl der Dienstboten der 3. Klasse der Allgemeinen Orts« krankenkasse der Stadt Berlin zugehörig sein, für welche ein Betrag von jährlich 43,20 M. zu leisten ist. Alle Dienstboten dieser Klasse würden demnach, da der Grundlohn für diese Klasse 3 M. beträgt, der dreihundertfache Detrag 000 M. ergibt, der 4. Klasse der In- validenversicherung zugehörig sein. Diese Lasten können angeblich die Herrschaften nicht tragen, man ist dagegen Sturm, gelaufen. Leider hat das VersicherungSamt Berlin dem Drängen stattgegeben und ist in eine nochmalige Prüfung des Wertes der Sachbczüge eingetreten. ES ist eine anderweitige Festsetzung erfolgt. Der Wert der Sachbezüge ist jetzt, gültig vom 1. Februar 1014 ab, auf 400 M. zurückgesetzt worden. Dadurch kommen diejenigen Dienstboten, die an Barlohn weniger wie 285 M. pro Jahr erhalten, in die zweite Klasse der Krankenkasse, mit einem Beitrag von 28,80 M. pro Jahr. Die „armen Herrschaften" brauchen demnach pro Jahr— wenn sie den Beitrag voll aus ihrer Tasche bezahlen— 14,40 M. weniger bezahlen. Line Ersparnis, wert, Ströme von Tinte zu vergießen! Allerdings hat man dadurch auch erreicht, daß für die der zweiten Klasse der Kasse anzugehörenden Dienstboten nur die dritte Klaffe Jnvalidenmarken zu kleben sind, so daß auch hierbei sich eine Ersparnis von 4,16 M. pro Jahr, wenn die Herrschast den ganzen Batrag zahlt, erzielen läßt. Daß man aber dadurch Tau- sende von Dienstboten schädigt, indem die Leistungen der Krankenkasse und der Invalidenversicherung nach den Beiträgen bemessen werden, bei niedriger Beitragszahlung der Anspruch geringer ist, kümmert anscheinend jene Herrschaften, die da Rufer im Streit sind, nicht. Für diese kommen nicht allgemeine soziale Momente, sondern nur die höheren oder geringeren Beiträge in Betracht. In der Bekanntmachung des Magistrats in Nr. 6 des„Ge- meindeblatts" ivird gesagt, daß für die Dienstboten unter 16 Jahren Marken der 2. Lohnklass« geklebt werden müssen. Dem Schreiber dieser Bekanntmachung ist aber ein Irrtum unter- laufen, den man nicht erwarten sollte. Nach der Reichsversiche- rungsordnung und dem früheren Jnvalidcnversicherungsgesetz beginnt die Jnvalidenversicherungspflicht überhaupt erst vom 16. Jahre ab. Der Vorgang bezüglich der Dienstbotenversicherung beweist, mit welchen rückständigen Elementen, bis weit in das liberale Lager hinein, die Arbeiterschaft zu kämpfen hat. Parteiangelegenheiten. Zur Lokalliste. Der Verkehr nach Rudow ist infolge der Verlängerung der Straßenbahnlinien 47 und 48 erhcblicki gewachsen. Au? diesem Grunde werden Ausflügler ganz besonders darauf hingewiesen, daß die Arbeiterschaft in Rudow sert Jahren um VersanimlungSlokale kämpfen muß. Zur Verfügung stehen uns dort der Lindenpark, Bendastr. 52, Inhaber Wedler, und das Lokal von Palm, Köpeuicker- Straße. Wir ersuchen die organisierte Arbeiterschaft, bei Besuch des OrteS nur diese Lokale zu berücksichtigen. _ Die Lokalkömmisfion. Versammlung der Jugendlichen von 1«— Jahren. Eine solche hatte der zweite KreiS zum Freitag einberufen. Der Besuch darf alS ein recht erfteulicher bezeichnet werden. Genossin Mathilde Wurm wußte unter dem Thema:.Die politische Reise" die Notwendigkeit, Ziele und Wege dieser Veranstaltungen in rechr anziehender Weise darzulegen. In der anschließenden ÄuS- spräche über daS.Wie" der Fortsetzung dieser Abende klang deutlich das ernste Wollen der jungen Genossen hervor, selbst tatkrästlg an dem Gelingen mitzuwirken. Darin liegt auch in der Tat die beste Gewähr für den Erfolg. Nur bleibt zu wünschen, daß sich die weib- lichen Altersgenossen in größerer Zahl beteiligen möchten. Lichtenberg. Dienstag, den 17. Februar, abends 8V> Uhr,, Mitgliederversammlung im„Cafe Bellevue", Haupt- straße. Tagesordnung: 1. Bericht aus dem Stadtparlament. Be- richterstatter die Genossen Stadtv. O. Grauer und O. John. 2. Diskussion. 3. Anträge. Vollzähliges Erscheinen der Mit- glieder wird erwartet. Steglitz. Dienstag, den 17. Februar, abends 8 Uhr, im „Albrechtshof", öffentliche politische Versammlung. Reichstagsabgeordneter Stolle spricht über:„Die Bedeutung der Kon- sumentenorganisationen, ihre Freunde und Feinde!" Zu dieser Versammlung findet am Montag von allen Bezirkslokalen aus Flugblatlverbreitung statt. Friedenau. Am Mittwoch, den 18. Februar, abends 8s4 Uhr, im Kleinen Saale des Kaiser-Wilhelmgartcn, Rheinsir. 64, Generalversammlung des Wahlvoreins. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genoffen Dr. Thalheimer über:„Militarismus und Arbeiter- klaffe", 2. Berichte, 3. Gemcindewahl. Treptow-Baumschulenweg. Am Dienstag, den 17. Februar, abends 8% Uhr, im Lokal„Zur Rennbahn", Elsenstraße 115, Mitgliederversammlung des Wahlvereins. Tagesordnung: Be- richt von der Kreis-Gcneralversammlung. Stellungnahme zu den Gcmeindewahlen und Vereinsangelegenheiten. Lichterfclde. Heute Sonntag vormittag findet zu der am Monrag bei Richter stattfindenden öffentlichen Versammlung eine Handzettelverteilung statt. Tempelhof, Mariendorf. Montag den 16. Februar, in Tempelhof, Lokal von Hennig(Manteuffel- Ecke Friedrich-Wil- helm-Straße), Diskussions abend der Jugendsektion. Ein- leitender Vortrag des Genossen Ehrlich:„Arbeiterschaft und Kirche." Das Erscchinen aller jüngeren Genossen und Genossinnen wird erwartet. Gäste willkommen. Trmpelhof. Arn Dienstag, den 17. Februar, Mitglieder- Versammlung des Wahlvereins im Lokal Stadt Dresden, Berliner Straße. Tagesordnung: Vortrag über die bevorstehenden Gemeinde« wählen. Aufstellmrg der Kandidaten. Parteiangelegenheiten und Verschiedenes. Nicderschöneweide. Dienstag den 17. Februar, abends 8% Uhr, Generalversammlung bei Bock. Berliner Straße. Tagesordnung u. a.: Die bevorstehende Wahl zur Gcmeindever- trctung. Rosenthal. Am Dienstag den 17. Februar, abends pünktlich 8% Uhr, im Lokal von Gustav Milbrodt, Mitgliederversammlung. Tagesordnung: 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Vortrag des Genossen Bartholdt über:„Johann Gottlieb Fichte". 3. Aus- stellung des Kandidaten zur Gemeindevertreterwahl. 4. Partei- angelegenheiten.— Die Parieigenoffen aus dem Ortsteil Nordend sind zu dieser Versammlung eingeladen. Reinickendorf-West. Dienstag den 17. Februar, Mitglieder- Versammlung im Lokal von Schröder(Eichbornsäle), Eichborn- straße M. Tagesordnung: Bericht der Gemeindevertrcter. Borsigweldc-Wittenau. Mittwoch, 18. Februar, abends 8�. Uhr, in den„Borsigwalder Festiälen": Mitgliederversammlung de« Wahl» verein?. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Lehmann. 2. Vereinsangelegenheiten. 3. Verschiedenes. öerliner Nachrichten. Blumenschmuck für ssfreistelleugräber in Friedrichsfelde. Seit Jahren ist darüber geklagt worden, daß die sogenannten Armengräber auf dem städtischen Zentralfriedhof in Friedrichsfelde nicht so gepflegt werden, wie es der Pietät auch gegen unbemittelt gewesene Verstorbene und der Rücksicht gegen die Hinterbliebenen entspricht. Wurde ein neuer Massenhügel für hundert oder mehr Freistellen angelegt, so sah die frisch angesäete Grasnarbe anfangs recht hübsch auS. Schon im nächsten Jahre aber traten die Witte- rungöeinflüsse des Winters scharf hervor. Die Massenhügel machten von nun an mit der ungepflegten, verdorrten und verfilzten Gras« narbe den Eindruck von ödem Heideland. Hier und da schmücken wohl liebe Angehörige dauernd auch ein Armengrab, aber um die meisten Freistellen kümmert sich niemand, oder die Hinterbliebenen haben nicht die Mittel, um die Freistelle zu schmücken. Nur die Nummer am schwarzen Holzpfahl zeigt an, daß hier ein Mensch vom Elend für immer ausruht. Diesen Zuständen kann die städtische Gartenverwaltung leicht abhelfen. In den städtischen Gewächshäusern ist ein solcher Ueberschuß von Blumen vorhanden, daß die Friedrichsfelder Maffenhügel schon vom kommenden Früh- jähr ab durchweg geschmückt werden können. Es kann so ein- gerichtet werden, daß sämtliche Massenhügel nach wechselndem System an den Umfassungen mit Topfblumen und Blattpflanzen bestellt werden. Eine solche Mahnahme würde den ganzen Friedhof verschönen. Soweit uns bekannt, besteht auch bei der Gartenver- waltung die Absicht, die genannten Hügel zu schmücken. Die Kosten sind recht minimale._ Die erste« Zugvögel, wahrscheinlich angelockt durch das anhaltende sonnige Wetter, haben sich bereits wieder ein- gestellt. Stare sind eS meist, die mit frohem Lärmen die alten Nester und Nistkästen aufsuchen. Nicht einzeln kommen sie, sondern wie es ihre Art ist, in ganzen, freilich nicht besonders großen Scharen. Kleinen dunklen Wolken gleich senkten sie sich auf daS kahle Baumgeäst, auf Dachfirste und Zäune nieder. Sie haben diesmal einen verhältnismäßig frühen Termin gc- wählt und werden sicherlich noch manche winterliche Enttäuschung erleben müssen. Besonders possierlich wirkte ihre Ankunft dort,>vo sich die Spatzen in den vorjährigen Star- bauten wohnlich niedergelassen hatten. Die Grauröcke schimpften nicht schlecht; schließlich aber mußckn sie doch vor den stärkeren und überlegenen dunkelfarbigen Ankömmlingen das Feld, d. h. die Nester räumen._ Aus der Krankenkass enstatiftik. Im Jahre 1913 hat in B e r l i n bei den der Aufsicht de« Magistrats unterstellten Krankenkassen(OrtS«, Betriebs--, JnmmgS» krankenlassen der Mitgliederbestand um 1V 016 verringert. Am 1. Januar 1913 waren 867 762 Mitglieder vorhanden, am 31. Dezember 1913 wurden, nachdem inzwischen ihre Zahl im Laufe der zwölf Monate sich mehrfach auf und ab bewegt hatte, nur noch 843 746 gezählt. Faßt man Berlin und die näheren Vororte zusammen, so gehörten innerhalb dieses Gebietes zu den in Betracht kommenden Krankenkassen am 1. Januar noch 1064571 Mitglieder, dagegen am 31. Dezember nur auf 1 016 287 Mitglieder, das sind um 18 284 weniger. Den Verlust, den die Krankenkassen w Berlin halte«, vermochten nur zu einem ganz geringen Teil die Vororte auszugleichen. In ihnen allein mehrten sich vom 1. Ja- nuar bis zum 31. Dezember die Mitglieder der Krankenkassen von !60 809 auf 167 541, selbstverständlich auch hier unter mannigfachen Skbwankungen, wie sie alljährlich im Kreislauf eines Jahre: sich zeigen. Der Rückgang der für Berlin und nahm Vororte ermittelten Gesamtzahl der Krankenkassenmitgliedei kam im einzelnen so zustande, daß vom 1. Janua zum 81. Dezember sich minderten die Verpflichteten und zwar die männlichen von 588 960 auf 570 685, die weiblichen von 363 716 auf 356 839, zusammen von 952 676 auf 927 524, firt mehrten die Freiwilligen und zwar die männlichen von 23 016 au- 25 590, die weiblichen von 53 879 auf- 63 173, zusammen von 8189' auf 88 763, sich minderten die Mitglieder überhaupt und zwar die männlichen von 611 976 auf 596 275, die weiblichen von 422 öv' auf 420 012, zusammen von 1034 571 auf 1016 287. Die Z u- nähme der Arbeitslosigkeit erklärt diese Minderung de, Krankenkassenmitglieder, namentlich die so starke Minderung de, Verpflichteten. Nebenher geht, wie immer in Zeiten der Arbeits- losigkeit, eine Mehrung der Freiwilligen, die aber den Abgang vcr- pflichteter Mitglieder nicht weit niachen konnte. Das Schicksal des alte« Opernhauses. Gelegentlich der Feuerwehrparade am Freitag zog der Kaiser den Oberbürgermeister Mermuth in ein längeres Ge spräch über die Bauten der Stadt, die Jubiläumsstraße und das alte und neue Opernhaus. Der Kaiser soll dabei erklärt haben, daß das alte Opernhaus in seiner Bauart er halten bleiben soll und vielleicht zu Univcrsitätszwecken ver- wendet werden könne. Vielleicht könnten auch Veranstaltungen für die Allgemeinheit stattfinden. Das neue Opernhaus im Tiergarten soll eine andere Gestaltung der Umgebung erhalten. Der Magistrat hat bereit:. im Sinne der Vorschläge der Staatsregierung zu der An gelegenheit Stellung genommen und wird demnächst der Stadtverordnetenversammlung Vorschläge unterbreiten. Eine Toilettenvcrpachtung durch Arthnr Gröbing u. Co. Gegen die Firma Arthur Gröbing u. Co., deren „Zentralbureau für Verpachtungen" wir in den letzten Wochen wiederholt betrachtet haben, klagt eine Toiletten pächterin auf Rückzahlung ihres dem Gröbingschen Bureau f ü r d r e'i Monate im voraus gezahlten Pachtgeldes im Betrage von 240 Mark. Gepachtet hatte sie in den Kammer- ltchtspielen am Potsdamer Platz durch Arthur Gröbing u. Co. ae 1. Januar die im ersten Stockwerk gelegene Dauieutoilette, man gestattete ihr aber am festgesetzten Tage nicht, die Totlette zn übernehmen. Schließlich wurde diese an eine andere Pächtcrin überwiesen, die schon vor ihr eine Tamentoilette desselben Lokal: durch Arthur Gröbing u. Co. ab 1. Januar gepachtet hatte und gleichfalls die Toilette im ersten Stockwerk beanspruchte. In dein vor dem Amtsgericht Berlin-jMitte verhandelten Prozeß sollte, nach- dem in einem ersten Termin, wie wir berichteten, ein Teil des Anspruches der Klägerin anerkannt worden war, gestern in dem zweiten Termin ihr Pachtvertrag geprüft und als Zeugin jene andere Pächterin vernommen. werden. Den Vertrag konnte die Klägerin wieder nicht vorlege», weil ihn die Kriminalpolizei an sich genommen hatte, nachdem von der klagenden Pächterin auch eine Strafanzeige gegen Arthur Gröbing u. Co. eingereicht worden war. Die andere Pächterin bekundete, daß ihr tatsächlich die- selbe Toilette verpachtet worden sei und zwar ihr gegen Vorauszahlung von 150 M. für drei Monate. Auch sie habe zu- nächst die Totlette nicht übernehmen dürfen, wobei man ihr in den Kammerlichtspielen gesagt habe, daß erst von Arthur Gröbing u. Co. selber noch Pacht gezahlt werden müsse. Gröbing habe ihr eine Entschädigung von 2,50 M. für jeden Tag bis zur lieber- nähme versprochen, doch habe er ihr, nachdem erst am 15. Januar die Uebernahme zustande gekommen sei. bis jetzt noch keinen Pfennig davon gezahlt. Eine Tappelverpachtung habe Gröbing anfänglich als„ausgeschlossen" bezeichnet, später habe er erklärt. daß„höchstens ein Schreibfehler" vorliegen könne. Am 16. Jünnar sei'dann noch eine dritte Pnchterin gekommen, die wieder die- lelbe Toilette beanspruchte und durch Pachtvertrag und Quittung bewies, daß sie am 10. und am 15. Januar zusammen 200 M. an Arthur Gröbing u. Co. vorausbezahlt hatte. Zeugin äußerte vor Gericht die Besorgnis, daß Gröbing nun sie aus ihrem Packst- Verhältnis herausdrängen könnte. Leider konnte bezüglich ihrer Angaben nicht sofort die wünschenslvertc Aufklärung herbeigeführt werden, weil von der beklagten Firma Arthur Gröbing U. Co. weder der Inhaber noch ein Vertreter vor Gericht erschienen war. Zu der Frage des Richters, ob denn„Gröbing selber" mir den Frauen verhandelt habe» wurde die Vermutung ausgesprochen, daß bei der Firma Überhaupt kein„Gröbing" mehr existiere. Das; der„alleinige Inhaber ein Herr Artur Keil" sei, hatte schon im ersten Termin ein für die Firnis erschienener Vertreter angegeben. Gestern endete die Sache damit, duß gegen den Firmen- Inhaber ein Versäumnisurteil beantragt wurde. Auch wir möchtest wissen, wer denn eigentlich Inhaber des Gröbingschen Bureaus ist und tvie sein polizeilich gemeldeter Name lautet. Uns interessiert das, weil uns Briefe aus Gröbings Bureau zugegangen sind, die bald diesen bald einen anderen Namen als Unterschrift zeigen. Der Firnieninhaber wünscht nämlich, daß wir ihm zu einer„Rechtfertigung" das Wort geben, lieber den erwähnten Arthur Keil wird uns gesagt, daß es in Moabit als Kaufmannslehrling begonnen, später in Patzenhofers Brauerei den Tanzmeister gemacht und dann mancherlei Schicksale gehabt habe. Es wird vermutet, daß„Gröbing" so etwas wie«in „Künstlername" dieses Keil ist. Der Todesfall in der Raumerstrasie kann als völlig aufgeklärt bezeichnet werden. Die Besichtigung der Leiche des Schneider- meisters Isidor Rose hat ergeben, daß R. sich erschossen hat. Die erste Kugel schoß er sich in der Arbeitsstubc vor dem Spiegel sitzend in den Kopf. Die Verletzung war aber nicht tödlich. Aus der Kopfwunde blutend, ging nun der Lebensmüde nach dem Wohnzimmer und setzte sich dort auf das Schlafsofa, Von den fünf Schüssen, die ex dann üifr abgav, feblten drei. Ztt'ck trafen, waren aber auch nicht tödlich. Wahrscheinlich hat Nose uiücc ihrer Wirkung für kurze iZeit die Besinnung verloren. ÄllS er wieder zu sich kam, griff er zu einem anderen Mittel, lan seine» Leben ein Ende zu inachen. Er erhängte sich mit se.mem Kragenschoner in hockender Stellung an der Stnbentür. nachdem er sie eingeklingt hatte. Hätte ein anderer ihn aufgehängt umd nach Verlassen des Zimmers die Tür zugezogen, so, nützte jiuic, wenn auch noch so schwache Schleifspur vorhanden sein. Sie fehlt aber gänzlich. Geraubt ist nichts und in der ganzen ZSohnumg findet sich auch nicht eine Spur von Unordnung. Arbeiter- Bildiingsschule. Heute Sonntag, den 18. Februar, abends 7 llhr, im Königstadt-Kasino, Hvlzmarkstr. 72: Vortrag des Genossen Gustav Franke über:„Werden und Vergehen im Welt- all". Mit Lichtbildern. Eintritt 20 Pf. Garderobe frei. Im Apollothcater erlebte HartsteinZ Militärburleske:„Der Stolz der L. Kompagnie", die 50. Aufführung. Die Wirkung auf die Lachmuskcln der Zuhörer ist noch unvermindert. Aus dem übrigen Spezialitätenprogramm sind die von De Vrl, arrangierten Traunibilder besonders hervorzuheben. Darstellungen wie Mond- else, Sommernachts-Jdyll, Blühende Au u. a. wirken geradezu überwältigend aus den Schönheitssinn der Zuschauer. Drollig machen sich Nadohlis dressierte Bären und das musikalische Wuilderpferd Emir. Verloren. Auf der Fahrt von EichwaSde nach dem. Görlitzer Bahnhof ist am Mittwoch, den 11. d. M., ginc braune Handrasche mit Werkzeug, einer Kartothek für Eichwalde und mit 10,(t)M. Ver- bandsmarkcn sMetallarbeiterverband) liegen geblieben. Dem Ver- lierer trifft der Verlust um so stärker, da er seit November v. I. arbeitslos und ersatzpflichtig ist. Der ehrliche Finder wird daher höflichst gebeten, die Sachen an Matrutzki, Eichwallx, Moltke- stratze 10, abzugeben. Die Zentralkommissioil der Krankenkassen Berlins und der Vororte veranstaltet auch in dieser Woche wiederum hbgicnische Vorträge, die nachstehend aufgeführt sind. Der Zutritt zu diesen Borträgen ist unentgeltlich. Am Donnerstag, den 10. Februar, in den nachbenannten Schulaulen über das Thema:„Schutz und Pflege des'Auges". Es sprechen Herr Dr. Mendel in der Rigaer Straße 81/32;.Herr Dr. Paderstein, Waldemarstr. 25/26; Herr •Tv. H. Levin. Eberswalder Stratze 10; Herr Dr.>-?. Curau, Skalitzcr Stratze 55/56. Am Freitag, den 20. Februar, sprechen in den folgenden Ge- mcindeschulcn über das Thema:„Die geschlechtliche Ansteckung und ihre Folgen": Herr Dr. L. Lilienthal, Tilsiter Stratze 4/5; Herr Sanitätsrat Dr. Nathan, Pankstr. 17; Herr Dr. E. Levin, Pastenr- stratze 5; Herr Dr. Ed. Bäumer, B-rgmamistr. 28/20. In Britz, Gemeindesttiule, Bürgerstratze, spricht am Montag, den 16. Februar, Jderr Dr. P. Richter über:„Ursachen und Verhütung der Tubcr- Mose". In Eharlottcnburg, Gemeindeschule Sophie-Charlotten- Stratze 60/70, spricht am Mittwoch, den 18. Februar, Herr Dr. SB. Friedlacndcr über:„Geschlechtskrankheiten und ihre Ver- hütung". In C ö p e n i ck, Dorotheenschule. Freiheit, spricht am Diens- tag, den 17. Februar, Herr Dr. E. Ewer über:„Die Jmpfsrage". In F r i e d e ii a u im Gymnasium am Maybachplatz� spricht am Montag, den 16. Februar, Herr Professor Dr. Th.� Sommerfeld über;„Die beruflichen Erkrankungen des Arbeiters". In Lichtenberg, Nene Ähnle, Marktstratze, spricht am Dienstag, den 15. Februar, Herr Dr. Keil über:.Jrauenkrank- heilen und ihre Verhütung".(Nur für Frauen.) In der Gemeinde s ch u l c in der Kronprinzenstratze spricht am Donnerstag, den 10. Februar, Herr Dr. F. Schübel über: „Hygiene in Haus und Familie". In M a r i e n d o r s im Gymnasium in der Kaiserftr. 17/21 spricht am Tonnerstag, den 10. Februar, Herr Dr. Moses über: „Berufskrankheiten". In Neukölln, Albrecht-Dürer-Qberrealschule, Emser Stratze 137, spricht am Freitag, den 20. Februar, Herr Dr. E. Gumpert über:„Vorbeugung und erste Behandlung bei Magen- uWöDarmkranlheiten". In Pankow, Gemeindeschule in der Grunowstraßc, spricht om Donnerstag, den 19. Februar, Hetr Dr..H. Sachs über„Aber- glaube in der Medizin". In R e i n i ck e n d o r f- O st, Gemeindeschule in der Lette- Allee 26/27, spricht am Mittwoch, den 18. Februar, Herr Dr. H. Hagedorn über:„Jefektionskrankheitcn und Tuberkulose". In R e i u i ck e il d o r f- W e st, Gemeindeschule iu der Augustc-Viktoria-Allee, spricht am Donnerstag, den 10.-Februar, Herr Tr. D. Saenger über:„Entstehung und Verhütung von Er- krankungen der Nebenhöhlen der Nase". In Schöneberg, Gemeindefchule in der Fcurigstr. 61/62, spricht am Dienstag, den 17. Februar, Herr Dr. W. Holdheim über:„Ursache und Verhütung von Lungenschwindsucht". In Steglitz, Gemeindeschule in der Plantagenstr. 8/9, spricht am Mittwoch, den 13. Februar, Herr Dr., E. Meyer über: „Die Tuberkulose und ihre Verhütung". In Tegel, Gemeindeschule in der Tresckowstratze�spricht am Dienstag, den 17. Februar, Herr Professor Dr. Th. Sommerfeld über:„Die Tuberkulose und ihre Verhütung". In Tempelhof, Gemeindeschule in der Friedrich-Wilhelm- Stratze 11/13, spricht am Dienstag, den 17. Februar, Herr Dr. E. Fuld über:„Prophylaxe und Therapie von Magen- und Darm- erkrankungen". In W c i tz e n s e e, Gemeindeschule Langhansstr. 120, spricht am Freitag, den 20. Februar, Herr Dr. M. Sontheim über: „Rheumatismus und Gicht". «amtliche Vorträge beginnen pünktlich abends um 8 Uhr. Vorortnachrichten. die Gemeinüe-Milchkoranstalt, eine Kuranstalt Üer Neichen. Staats- und ko-rnniunalc Betriebe sollen Musterbetriebe sein, und zwar nicht nur in dezug aus die'Arbeitsverhältnisse ihrer 'Arbeiter und Angestellten, sondern auch iu bezug auf die Wohl- fcilheit ihrer Produkte. Diesen Grundsatz stellen unsere Vertreter in den verschieden« stell Körperschaften voran, wenn sie für die eigene Regie irgend- eines Betriebes eintreten. Die Milchkuranstalt der Gemeinde 23 e i tz e n s e e, die ihre Produkte auch über den Rahmen des Gemeindegebiets hinaus absetzt, betreibt eine, unseren Auf- sassungen völlig widersprechende Geschäftspraxis. Ihre für Säuglingsmilch, Joghurt, Kefir, Buttermilch, Butter usw. er- böbencn Preise ermöglichen es nur den Reichen, Abnehmer dieser Produkte zu sein. Und doch sollte ein Gemcindcbetricb seine vornehmliche Aufgabe darin erblicken, nicht nur der besitzenden Äesellschaftsschicht, sondern der Allgemeinheit zu dienen. Das kann ein Gemeindcbetrieb natürlich nur, wenn er unter Wahrung aller in Betracht kommenden sanitären Matzregeln auch den ärmeren Gesellschaftsschichten die Möglichkeit gibt, Waren zu angemessenen Marktpreisen zu erstehen. Letzteres wird aller- dings zur Unulöglichkeit, wenn man weiß, daß ein Liter Säug- lingsmilch aus der Wcihenseer Milchkuranstalt 1 M. kostet, und wenn man weiter in Betracht zieht, datz für Buttermilch der gleiche Preis erhoben wird. Eine Literslasche Kaffeerahm kostet 1,20 M., eine halbe Flasche Kefir 0,35 M., nur die Butter nähert sich, das Pfund mit 1,50 M., dem Marktpreis. Welcher ärmeren Familie ist es möglich, Kunde der Gemeinde Weitzensee zu wer- den? Doch ausschließlich denen, die über ein gefülltes Porte- morntaie verfügen. Die Gefchäftspraxis dieses Gemeindebetriebes erscheint i« einem um so sonderbaren Lichte, wenn man erwägt. daß andere Betriebe Grotz-Berlins erstklassige Säuglingssüßmilch schon für 40 Ps. und Säuglingsbuttermilch für 25 Pf. verkaufen. Uns wird mitgeteilt, datz die Gemeinde Weitzensee nicht so billig liefern könne, da die Kühe gebadet und auch sonst alle hygienischen Maßnahmen angewendet würden. Ein solcher Einwand ist je- doch nicht geeignet, diese horrenden Preise zu rechtfertigen, denn auch andere Milchkuranstalten befolgen zum Teil diese sanitären Matzregeln. Geradezu kurios mutz es aber wirken, wenn man bedenkt, daß bei diesen hohen Preisen die Gemeinde an ihrer Milchkur- anstalt jährlich Taufende von Mark aus Llllge- m c i n m i t t e l il zugibt,— zugibt, damit die Reichen nicht noch mehr zu bezahlen brauchen. Uns scheint, als ob in diesem kom- munalen Betriebe doch so manches nicht in Ordnung ist. Zum mindesten erheischt es die Rücksichtnahme auf die Interessen der Slllgemehcheit, daß die Gemeindevertretung über die Weitzenseer Milchkuranstalt einmal in ernste Erwägungen eintritt. Wilmersdorf. Ueber»Die politische Lage" referierte am Freitag in einer vom Wahlverein einberufenen öffentlichen Versammlung Genosse Scheidemann. Der An- drang zu dieser Versammlung war ein so starker, datz bereits um �jO Uhr das Lokal„Viktoriagarten" abgesperrt wurde, und Saal wie sämtliche Ncbcnräume überfüllt waren. Der Re- ferent legte seinem Vortrage in der Hauptsache die Lage auf dem Gebiete der Sozialpolitik, die Rüstungsangelegenheit und die Frage zugrunde:„Soll das Reich noch weiter„verpreutzt" oder demokratisch gestaltet werden?" Bezüglich des ersten Punktes scheine sich die Regierung zum Standpunkt der vollen Kompott- schüffcl zu bekennen. Sei doch aus dem Gebiete der Sozial- Politik nicht ein einziger Schritt vorwärts zu verzeichnen, wäh- rend auf dem Gebiete der sozialen Rechtsprechung sogar ein merk- licher Rückschritt zu verzeichnen sei, wie die Rcntenquetschereien und die skandalöse Unfallgcwöhnungs-Rcchtsprechung zeigen.'Auf die Rüstungsangelegenheit übergehend, zeigte Referent an treffen- den Beispielen, datz das alte Wort:„Wer den Frieden will, rüste zum Kriege!" ein durchaus falscher Standpunkt sei. Bedeute doch jeder Soldat, jede Flinte und Kanone mehr gerade die erhöhte Kriegsgefahr. Im Zusammenhang hiermit besprach Redner so- dann das Ergebnis der Kruppafsärcn, die Verträge der inter- nationalen Wafsenfabrikanten zur Bcinogelung der cinzelnen Vaterländer, sowie die Abrüstungskomödien des Lord Churchill und den Standpunkt der deutschen Regierung hierzu, die sich mit dem sogenannten Reichskanzler in dieser Frage ständig dem Einfluß der Rüstungsinteressenten beugen müsse. Bedeuten diese Rüstun- gen so schon eine ständige Kriegsgefahr, so übten sie auch in an- derer Beziehung noch eine verheerende Wirkung aus. Das sei die Gefahr der Verseuchung das Reiches mit dem hätzlichen Kommiß- geist, der sich auch in den Stellen der zivilen Verwaltungen breit mache, und der Untertancnlehre der Kaserne, der den armen Teufel zum Sklaven, die Offizierskaste aber zu Halbgöttern in Uniform mache.— Als charakteristisches Zeichen der erbärm- lichen politischen Zustände dürfe man das preußische Wahlrecht und das preußische. Abgeordnetenhaus bezeichnen. Nach einer ätzenden Kritik der bis aus die Strumpfbänder schwarzwcitzen Chauvinisten des Preutzenbundes, kam Redner dann auf die neueste nickende Tätigkeit des deutschen Thronfolgers im Landwirt- schaftsrat zu sprechen, der Institution, in der das Reden einem anderen 120 000 M. und einen Orden cm den„herausgeschmissenen, unfähigen" Pächter gekostet hat. Es sei immerhin erfreulich, daß hier das„Nicken" zeige, wohin die Fahrt gehe. Alle diese Dinge im Zusammenhang ergäben als Quelle immer wieder den Ka- pitalismus und dessen Entwickelung zum Imperialismus. Des- halb müsse es heißen: Demokratisierung des Reiches zur Eroberung der politischen Macht durch den Sozialismus. Hierzu aber gehöre wahre» zielbewußte Arbeit, keine Halbheiten und keine Experimente! Stürmischer, minutenlanger Beifall folgte den fünfvicrtclstündigcn Aus- führungen des Referenten.— Der Vorsitzende, Genosse Fabian,' richtete sodann an die gerade in Wilmersdorf noch zahlreich vor- handcnen Indifferenten die Aufforderung, nun auch ihrerseits durch Anschluß an die Partei zu bekunden, datz sie gewillt seien, einzutreten gegen die Reaktion aus allen Gebieten.— Frau Toni Breitscheid ermahnte besonders die zahlreich an- wescndcn Frauen, Mitkämpferinnen zu werden und forderte zu zahlreichster Beteiligung an dem Frauentag und der Werbearbeit der„Roten Woche" auf.— Nach dem Vortrag des Uthmannschcn „Tord Foleson" durch den Arbeitergcsangvercin, der die Versaimn- lung auch mit dem Chor„Ich warte Dein!" eingeleitet hatte, fand die Versammlung ihr Ende. Neukölln. In der Sitzung der KraukcnhauSdePutation teilte der Vorsitzende mit, datz bei Errichtung des neuen Krankenhauses am Marieudorfer Weg von der Einrichtung einer Poliklinik und einer gynäkologischen Abteilung abgesehen wird. Seit dem 1. Oktober 1913 erfolge die Versorgung des städtischen Krankenhauses in Buckow mit frischer Milch durch das städtische Rieselgut Waßmannsdorf. Auch würden die Rieselgüter zur Lieferung von Gemüse in erheblicherem Umfange als bisher herangezogen. Den Vorschlägen der Krankenhausver- waltung über den Ausbau der Wirtschaftsräume und über die Er- Weiterung des Jsolierpavillons wurde zugestimmt und die Einstellung eines Betrages von 200 000 M. in das Hauptextraordtnarium 1914 genehmigt. Verschwundener Knabe. Seit Mittwoch voriger Woche wird der lOjährige Knabe Heinz Bereu d aus der Pannierstr. 60 vermißt. Der Knabe ging wie gewöhnlich morgens gegen 3 Uhr zur Schule. Dort ist er aber nickt eingetroffen und seitdem spurlos verschwunden. Der Junge ist 1,20 Meter groß, hat dunkelblondes Haar, war be- lleidet mit graugesprenkelter Jacke und Gurt sowie Kniehosen. schwarzen Slrümpsen. gestrickter grauer Mütze mit weißem Rand und einer Schulmappe. Hinter dem rechter Ohr hat er eine Narbe. Die Eltern bitten bei etwaigem Auffinden ihres Sohnes um Nachricht. Lichtenberg. Am Mittwoch, den 13. Februar, abends Va9 llhr, veranstaltet der BildungSausschuß von Lichtenberg bei Pickenbagen, Scharn- weberstr. 60, eine Zusammenkunft aller jugendlichen Arbeiter und Arbeiterinnen von über 18 bis 21 Jahren. Thema: „Unsere Ziele." Referent Genosse Peters. � Die in Betracht kommenden jugendlichen Arbeiter und Arbeiterinnen werden ersucht zu erscheinen. Temvelhof. Aus der Gemeindevertretersitzuns. Zur Erleichterung des Wahlgeschäfts bei der Gemeindewahl sollen auch diesmal amtliche Wahllegitimationskarten an die Wähler verschickt werden. Nachdem über mehrere Einsprüche gegen die Richtigkeit der Wählerliste ver- handelt war, wurde in die Beratung des'Gemeindehaushalts für 1914/15 eingetreten. Bürgermeister W i e s n c r gab zunächst eine kurze Uebersicht über die Gestaltung deS Etats im allgemeinen. Er betonte, daß gegenüber dem Vorjahr erhöhte Auswendungen zu machen seien für Neugestaltung von Straßen, Erbauung von Schulen und damit, entsprechend dem Anwachsen der Einwohner- schaft Tempelhofs, für die Schullasten. Ebenso sei der Armenetat um ein Bedeutendes. erhöht. Trotzdem sei Tempelhos in der Lage, ohne eine Erhöhung des Gemcindcstcucrzuschlags auszukommen. Allerdings müßte, um die Mehrausgaben decken zu können, zu einer Erhöhung der Grundwcrtsteuer geschritten werden. Tcmpelhof sei in bezug auf diese Steuer in Vergleich zu anderen Gemeinden sehr mäßig. Ebenso müsse die Hundesteuer von 20 auf 30 M. erhöht werden. Aber dennoch fehlten 30 000 M. zur Bilanzierung. Dem solle dadurch abgeholfen werden, datz man dem Fonds für Ausbau alter Ortsstratzen statt wie sonst 40 000 M.,-cur 10 lXx» Mark überweise. Der Etat schlietze in Einnahme und Zlusgabe ab in der ordentlichen Verwaltung mit dem Betrage von 2 383 000 Mark, gegenüber dem Vorjahr ein Mehr von 775 000 M. Ter autzerordentliche Etat schlietze ab mit 4 302 000 M., gegenüber dem Porjahr ein Mehr von 571 000 M. Genosse Müller meinte: aus den Ausführungen des Bürgermeisters sei zu ersehen, daß der Etat nicht so günstig sei, wie ihn derselbe am Schluß seiner Rede darzu- stellen versuchte. Schon der Umstand, datz man dem Fonds für den Ausbau alter Ortsstratzen 30000 M. entziehe, zeige, daß man in Verlegenheit war, den Etat zu bilanzieren. Wenn sich die Gemeindevertretung dazu aufschwingen könnte, die von der Sozial- demokratie geforderten sozialen Forderungen zu bewilligen, so würden seine Parteigenossen für die Erhöbung des Gemeindeein- kommciisteucrzuschlags eintreten. Ein Teil der'Anträge, die die Sozialdemokraten bereits früher gestellt hattcn. aber von der Mehr- heit abgelehnt worden seien, erscheine jetzt im Etat. Daran sei man gewöhnt, datz alle Anträge, die, weil sie von Sozialdemokraten kommen, abgelehnt würden, später aber als von den Bürgerlichen gestellt, wiederkehren. Uns könne, meinte der Redner, das gleich- gültig sein; die Hauptsache sei, datz die Anträge durchgeführt wür- den. Eine Bessergestaltung des Etats könne herbeigeführt werden, wenn die Gemeinde sich entschließen könnte, verschiedene Gemeinde- arbeiten in' eigene Regie zu übernehmen. Zum Schluß erklärte Müller das Einverständnis seiner Freunde für die geforderte Er- höhung der Grundwertsteuer. Dr. Richter und Rechnungsrat I u n ck sind als Hausbesitzer von der Erhöhung der Grundwert- steuer nicht entzückt; sie stimmen aber zu, um Tempclhof durch die Erhöhung der Gemeindeeinkommensteuer den Zuzug neuer Ein- wohner nicht zu versperren. Herr Dr. Richter leistete sich sogar den Luxus, zu erklären, daß auch er für soziale Forderungen ein- trete; wenn jedoch„keine Mittel vorhanden seien, dann könne man diese eben nicht erfüllen.(Dabei dachte der Herr jedenfalls an die bewilligten Mittel für eine Kirche und patriotische Feiern.)— Aus der alsdann erfolgten Spezialberatung ist bemerkenswert, daß dem Syndikus unter dem Widerspruch unserer Parteigenossen eine autzerordentliche Zulage von 700 M. bewilligt wurde. Genosse Schmidt erklärte hierzu: man solle zunächst einmal an die schlecht bezahlten Arbeiter denken und nicht immer von oben ansangen und in der Mitte aushören. Sluch der Einstellung eines neuen Polizeisergeanten wurde durch Genossen Müller widersprochen, weil die Beamten auch für politische Zwecke Verwendung finden. Für Erteilung von Haushaltungsunterricht in den Volksschulen für eine beschränkte Anzahl Kinder werden 1000 M. im Etat gefordert. Genosse Schmidt forderte obligatorische Einführung dieses Unter» richts und die Einstellung einer dementsprechend höheren Summe. Dieser Antrag fand nicht die Unterstützung der Bürgerlichen. Gegen die Forderung von 670 M. zur Beihilfe zu den Schnlsparkassen wandte sich Genosse Schtnidt. Wenn die Arbeiter sparen könnten, brauchten sie nicht die Schule damit zu behelligen. Durch die Schulsparkassen würde nur Erbitterung unter den Kindern erzeugt, deren Eltern nicht in der Lage seien, ihnen Geld zum Sparen mitzugeben. Trotz dieser Gründe wurde wie beantragt beschlossen. Bei dem Titel Schularzthonorar entspann euch eine längere Debatte zwischen unseren Genossen Schmidt, Müller und Franke einerseits und dem Bürgermeister und Dr. Richter andererseits. Unsere Gc» nassen verlangten Einstellung von Spezialärzten für Zähne, Augen, Nase und Ohren. Auch diese Forderung hatte keinen Erfolg. Ein früher von unseren Genossen gestellter'Antrag, die Verabfolgung von Frühstück an hilfsbedürstge Kinder betreffend, kam durch Be- willigung von 500 M. zur Ausführung. Der Bürgermeister er- klärte hierzu: wenn diese Summe nicht ciusreichen sollte, würde er mit Nachforderungcn kommen.?ln Schulgeld für die an der Grenze von Neukölln wohnenden Kinder werden 17 000 M. gr- fordert. Genosse Schmidt forderte den Bau einer Gemeindeschule für das Industrieviertel, dann würde die Bebauung dort auch Fortschritte machen. Man wende ja so viel für höhere Schulen aus, warum wolle man hier nicht die Mittel bereitstellen? Der Bürger- meister stellte sich aus einen ablehnenden Standpunkt. Die Schule würde 180 000 M. kosten. In diesem Teil kämen vielleicht 20 bis 25«chüler auf die Klasse und das wäre ein Unfug. An gemischte Kläffen sei natürlich nicht zu denken, der Unterricht könne dann kein guter sein. Die Genossen Schmidt und Müller traten dem Bürgermeister entgegen und verwiesen darauf, datz in den höheren Schulen die Klaffensrequenz auch nicht höher sei. Die Etatsposition wurde bewilligt. Die Kinder des Industrieviertels müssen also auf weitere zwei Jahre die Neuköllner schule besuchen. Ein Antrag des Genossen Müller verlangt die Einrichtung von Klassen für Schwerhörige und Minderbefähigte. Die Mehrheit lehnte auch diesen'Antrag ab,„weil diese Kinder dann dem Spott der anderen ausgesetzt seien". Für den Unterrichtsplan der Fortbildungsschule beantragte Genosse Schmidt Einführung des Unterrichts in Schreib- Maschine, Stenographie und Samariterdienst. Dieser Antrag wurde der Kommission für die Fortbildungsschule zur Erwägung über- wiesen. Hierauf wurde die Beratung guf Mittwoch 5 Uhr vertagt. Ober-Schöneweide. Eine Bcrkehrsvcrbesserung soll dadurch geschaffen werden, daß die Wagen der Berliner Ostbahnen, die jetzt die Linie Schlefischer Bahnhof- Köpenick, unier Benutzung des SpreelunnelS befahren, fernerhin über Treptow auf den Gleiten der Großen Berliner Straßenbahn bis zur Behrenstcaße, Ecke Friedrichstraße, geführt werden sollen. Der Fahrpreis aus der Strecke Köpenick— Behren- straße soll 30 Pf. betragen,� von der Behrenstraße bis Baum» ichulenweg sollen 15 Pf. und bis Ober- Schöneweide 20 Pf. erhoben werden. Der Spreetunnel soll nur von der Linie Schlefischer Bahnhof— Oberspree benutzt werden. Die Linie 0 der Großen Berliner Straßenbahn soll nicht mehr in Treptow enden, sondern nach Stralau bis zum Spree- tunnel geführt werden. Die geplante Linie der Ostbahnen nach Rummelsburg wird infolge verschiedener Einsprüche vorläufig nicht zur Ausführung kommen; es sieht zurzeit noch nicht fest, ob die« selbe durch die WaNstraße, Nalepastraße oder nur durch die Ediion« straße nach der Rummelsburger Chaussee geleitet wird. In letzterem Falle wären die Hoffnungen der Anwohner des westlickten OrtsteilS zunichte, was im Interesse der Entpückelung dieses Gebietes sehr zu bedauern wäre. Marienfelde. In der letzten Gemeindevertretersitzung wurde zunächst die AuS- losung der am 1. April ausscheidenden Vertreter vorgenommen. ES scheidet der Vertreter der 1. Klasse Oelonomierat Beyrodt aus. Die Auslosung mußte deshalb vorgenommen werden, weil vor vier Jahren die Zahl der Vertreter um 3 erhöht wurde. Bei dem An- trag des Bauamts auf Einstellung eines Steinsetzers entspann sich eine recht dörfliche Debatte. Der Schöffe M a n e tz meinte: Wir haben so viel Gemeindearbeiter, die gehen nur auf der Straße herum und kratzen die Besen kaputt, da wird doch wohl einer drunter sein, der das Straßenpflaster ausbessern kann. ES wurde beschlossen, den Antrag der Baukommission zu überweisen und Offerten von Steinsetzunlernehmern einzufordern. Alsdann wurde beschlossen, den Geinenidebeamten für die ersten sechs Wochen der Erkrankung das volle Gehalt, für den Rest der Erkrankung bis 26 Wochen das Anderthalbfache des Krankengeldes zu zahlen. Der Vertreter Heitmann bezichtigte am Schluß der Sitzung den Oaurat der Wahlagitation. Derselbe hätte schon am IL. Januar eine Abschrift der Wählerliste gehabt und bei den Forense» der 2. Abteilung gegen Heitmann agittert. Der Vorsteher erklärte, et müsse ihm der Gewährsmann genannt werden, sonst könne er« t» Sache nichts untersuchen. Rudow. Eine Diphthcnccpidemie ist im hiesigen Ort unter den Schul- lindern ausgebrochen. Wie verlautet, sollen an 70 Schullinder er- krankt sein. Auf Anordnung des Kreisarztes sind daher die Schulen geschlossen worden. Grünau. Ueber„Unsere Aufgaben in der Gegenwart" referierte Genosie E w a l d- Tempelhof in der letzten Mitgliederversammlung des Wahlvereins. Der Redner meinte, daß die zum Teil vorhandene Unlust unter den Parteigenossen wohl ihre Ursache darin habe, dah ihnen die Eniwickelung zum Endziel nicht schnell genug gehe. Das sei eine arge Täuschung. Die grosien Protestversammlungen und die Meetings in Treptow hätten einen grotzen Eindruck auf die Gegner ausgeübt. Obschon er Anhänger des Massenstreiks sei, warne er dringend vor übereilten Schritten. Der Ausgang des Klassenkampfes iei unzweifelhaft ein gewaltsamer, um so mehr sei es nötig, die großen Massen für unS zu gewinnen und vor allem gründlich durchzubilden. Mit Bedauern müsse festgestellt werden, daß die Unterhaltung in den Werkstätten und in geselligen Zu- sammenkünfien sehr verflacht sei. Nur durch intensive Klein- arbeit, die wieder eine gründliche Durchbildung der Mitglieder selbst bedinge, sei es möglich, neue Fortschritte zu erzielen. Genosse Tankow kritisierte das Verhalten der Fraktion bei der Wehr- vorläge, sowie die zu schwachen Aktionen der Parteileitung; das seien nicht Zeichen einer Vorwärtsentwickelung. Die Genossen Bluhme, Bendir und Fechner hielten die Stellungnahme der Fraktion bei der Deckungsvorlage zur Wehrvorlage für richtig. Zu bedauern sei, daß die sportlichen Bestrebungen in neuerer Zeit stark in den Vordergrund treten, und dadurch das Interesse für ernste politische Bestrebungen abgelenkt wird. Den Bericht von der Kreisgeneralversammlung erstattete Genosse Bluhme. Als Kandidat für die bevorstehende Eemeindevertreterwahl wurde Genosse Bluhme aufgestellt. Herzfelde. Aus der Gemeindevertretung. Zunächst wurde in die Vor- beratung des Haushaltsvoranschlages der Gemeinde sür das Rechnungsjahr 19l4/!g eingetreten. Der Vorsitzende gab die Er- klärung ab, daß es unter den gegenwärtig außerordentlich mißlichen kommunalen Finonzverbälinisscn absolut unmöglich sei, mit den bis- berigen Steuerzuichlägen auszukommen. Er empsehle daher eine Erhöhung der Gemeindesteuern auf 240 Proz. und der Realsteucrn auf 300 Proz. Die Beschlußfassung über den Antrag auf Ein- sührung einer Grundwcrtstcuer wurde bis zu einer späteren Sitzung zurückgestellt. In die Nechnungs-Prüfungskommission wurden vier Mitglieder, darunter auch Genosse Schröder, gewählt.— Zu dem Antrage verschiedener Ziegeleibesitzer betreffend Beteiligung der Ge- mcinde an dem Bau einer stcintranSporibahn nach dem Möllensee erteilte die Vertretung nach langer Debatte prinzipiell ihre Zu- stimmung. Die Kosten für die Bahn, von der man eine Hebung der Ziegelindustrie erhofft, würden sich auf etwa 70 000 M. stellen. Es wurde eine Kommission ernannt, die sich mit dieser Sache weiter zu beschäftigen hat.— Bekanntgegeben wurde noch, daß Herr Dr. med. Prätorius Hierselbst der Gemeinde den Bertrag über die Behandlung der Ortsarmen gekündigt habe. Es sollen sogleich Schritte zur Regelung dieser Angelegenheit unternommen werden. Nowawe». In der sehr gut besuchten Mitgliederversammlung des Wahl- Vereins gedachte der Borsitzende zunächst des verstorbenen Genossen Artur Kogge. Sodann hielt der Zahnarzt Genosse Freund aus Neukölln einen Portrag über Feuerbestattung, in dem er auf die zunehmende Erkenntnis von der hohen Bedeutung der Einäscherung hinwies und besonders die großen Vorteile derselben in hygienischer, volkswirtschaftlicher und ästhetischer Beziehung gegenüber der Erd- bestattung hervorhob. Zum Schluß erklärte er den Zuhörern an Haod eines großen Bildmodells die innere Einrichtung eines Krema- toriums sowie den Vorgang der Einäscherung und die Beisetzung der Aschenurnen. Die Anwesenden gaben ihrem Dank für den äußerst lehrreichen Vortrag durch lebhaften Beifall Ausdruck. Von dem Beschlutz der Gemeindevertretung, für die Notstandsarbeiten weitere 1000 M. bereitzustellen, nahm die, Versammlung mit Be- fricdigung Kenntnis.— Zur Aufnahme halten sich fünf Genossen gemeldet.— Die Kassenabrechnung vom 3. Quartal ergab eine Einnahme von 1150,25 M. und eine Ausgabe von 1131,52 M. Am Schluß des 3. Quartals gehörten dem Wahlverein 326 männliche und 177 weibliche Mitglieder an. Für den Bebelfonds siird 31,40 M., für die Weihnachtsbescherung der Kinder verstorbener Mitglieder 90,80 M. eingegangen. Die Listensammlung für die Arbeitslosen Groß-Berlins ergab 367,75 M.— Den Bericht von der letzten Kreisgeneralversammlung erstatteten die Genossen Adolf Richter und Kirsch._____ Sitzungstage der Stadt- und Gemeindevcrtretnngc«. Treptow. Dienstag, den 17. Februar, abends 6 Uhr, im Rathaufe. Diese Sitzungen smv öffentlich. Jever Ecmcinvcangehönge i« to rechtig«, ihnen als Zuhörer beizuwohnen. Gerichtszeittrz. Schmicrgeldcrprozeß. Im Schmiergelderprozeß in Magdeburg wurde, wie uns telegraphisch gemeldet wird, gestern abend das Urteil seitens der Strafkammer in Magdeburg gesprochen. Das Gericht hat einfache Bestechung angenonmien. Es wurden die Brüder Walter und Friedrich B e s ch k e zu je e i n e m M o- natGefängnisundSVOM. Geldstrafe, Fräulein A l t- mann zu Z 0 0 M., Kaufniann L a d e ck e zu 300 M. Geld- strafe verurteilte Während der Nachmittagssitzung verlas unter allgemeiner Bewegung im Auditorium der Vertreter der' Anklage ein Telegramm aus ftiel, monach der in dem Prozeß viel genannte und bloßgestellte W c r k m e i st e r bei der Kaiserlichen Werft in Kiel, Gcrdes, Selbstmord begangen. hat. Dicustmädchenschutz. Das Landgericht Duisburg hat am 11. September v. I. den Händler und Bergmann Hermann Ebbers in Stcrkrade, welcher der Verführung seines noch nicht 16. Jahre alten Dienstmädchens Gertrud E. beschuldigt war, wegen tätlicher Beleidigung zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Der Angeklagte hat das Mädchen wiederholt in der schamlosesten Weise attackiert, obwohl er Frau und Kinder hat. Nur weil aus den Aussagen des Mädchens nicht entnommen werden kann, daß die Verführung zur Vollendung gekommen ist, hat das Gericht von einer Bestrafung aus§ 182 ab- gesehen und den Angeklagten nur wegen tätlicher Beleidigung ver- urteilt. Die E. hat längere Zeit hindurch die unsittlichen Angriffe des Angeklagten notgedrungen geduldet, weil sie wußte, daß der Angeklagte einen Revolver befaß, und sich vor ihm fürchtete. Den Strafantrag hat die Mutter des Mädchens gestellt, da der Vater wegen Geisteskrankheit entmündigt ist. Die Revision des Angeklagten, welcher die Gültigkeit des Strafantrags bestritt und die Feststellungen bemängelte, wurde am Freitag vom Reichsgericht verworfen. „Mein Unglück war mein Glück— bei de« Frauen", so erklärte der angebliche Jngenieür Eurt Kliche, gegen den gestern die 2. Strafkammer des Landgerichts III unter Vorsitz des Land- gerichtsdireftors Hesse eine Anklage wegen Betruges in 12 Fällen, Diebstahls in vier und Unterschlagung in einem Falle zu verhau-' dein hatte.— Der aus anstäichigcr Familie stammende Angeklagte hat die Volksschule besucht. Durch angestrengten Fleiß und Selbst- ftudium brachte er es soweit, daß er die Examina für den Besuch der Kunstgewerbeschule und anderer akademischen Anstalten machen konnte. Der Angeklagte fand in der Nähe von Jena eine Stellung als leitender Ingenieur bei dem Bau eines Wasserwerks. Er lernte dabei eine in Jena ansässige junge Dame kennen, die einige tausend Mark Ersparnisse hatte und ihm, als er seine Stellung verlor, hin und wieder mit Geldbeträgen beisprang. Auf diese Weise kam er dazu, einen gewissen Wohlgeschmack an dein Nichtstun zu finden; schließlich ließ er sich von der jungen Dame, die in ihn närrisch ver- liebt war, vollständig aushalten. Als das Geld der Betreffenden verbraucht war, wandte er sich einer anderen zu, die mehr Geld hatte und io kam er langsam, aber sicher aus den Weg des Ver- brecheus. Nachdem er in Jena zahlreiche Geschäftsleute unter falschen Vorspiegelungen angeborgt hatte, kam er nach Berlin. Hier lernte er ein Fräulein Sch. kennen, die ihm heimlich von ihrem Taschengelde Beträge zur Verfügung stellte. Es kam sogar zu einer Verlobung zwischen dem Angeklagten und der aus sehr guter Familie stammenden jungen Dame, die allerdings bald in die Brüche ging, als ein Onkel der jungen Dame eine Auskunft über den Angeklagten einzog. Dieser hatte sich inzwischen die Verlobung zunutze gemacht, um alle möglichen Kreditschwindcleien auszu- führen. So kaufte er unicr falschen Angaben einen Flügel für 1075 M., den er am nächsten Tage für 400 M. in einem Lombardhaus verpfändete. Denselben Weg ging ein anderes Klavier, welches er für 200 M. verpfändete. Das Geld verbrauchte er dlizu, um als junger Bräutigam standesgemäß austreten zu können. Diesen Bc- trügereien folgte eine Anzahl Hochstapeleien bei Juwelieren in Eharlottenburg, bei denen er sich als Regicrungsbanführcr Konrad von Uechtritz-Strinkirch ausgab. Dort wohnte er auch einige Zeit in dem Hotel»Fürst Bismarck", um dann, nachdem er noch den Portier mit 25 M. angepumpt hatte, unter Hinterlassung einer Zech- schuld von 110 M. spurlos zu verschwinden. Als er schließlich, nach- dem er noch zahlreiche Betrügereien und Diebstähle, u. a. in dem »Hospiz des Westens", begangen hatte, verhastet lvurde, fand man bei ihm außer 30 Pfennigen nur— ei» Monokel als einzigen Besitz. — Vor der Strafkammer war der Angeklagte teilweise geständig. Er wurde nach einer bis zum Abend sich hinziehenden Verhandlung zu 1 Jahr Gefängnis unter Anrechnung von 3 Monaten Unter- suchungshaft verurteilt.__ Ein„schlagfertiger� Schutzmann. Wegen Körperverletzung im Amte, begangen in drei Fällen, hat das Landgericht Dresden am 23. August v. I. den Schutzmann Oswald Rotzsch zu einer Gesamtstrafe von 3 Monaten Gefängnis verurteilt. Der Angeklagte war am 2l. August 1308 durch Beschluß des Gemcinderats von Kötzschenbroda zum Nachtschutzmann in diesem Ort ernannt worden. Am 27. August 1910 war der Zeuge M. abends gegen 11 Uhr in dein Lokal Älostergaffe zu K. Zu derselben Zeit war auch der Angeklagte dort. M. nahm die Mütze des Au- geklagten, welche auf dem Tisch lag, an dem er sich setzen wollte, setzte sich diese zum Spaß auf und hängte sie darauf au einen Haken. Aus diesem Anlaß kam es zwischen dem Angeklagten und M. noch auf der Straße zu einer Auseinandersetzung, die schließlich dainit endete, daß der Angeklagte den M. mit aus die Polizeiwache nahm. Auf der Wachtstube aber hat der Angeklagte den M. gcohrfeigt. Der zweite dem Angeklagten zur Last gelegte Fall hat sich in der Nacht zum 2. Oktober abgespielt. Hier handelte es sich um einen gewissen 3i., mit dem der Angeklagte im Lokal„Kulm vacher Hof" zusammengeraten war, und den er dann nnt auf die Wache nahm, wo er den Mann dermaßen mißhandelte, daß dieser aus Mund und Nase blutete. In dem dritten Falle endlich hatte der Angeklagte in der Nacht zum 21. August 1912 einen betrun kenen Mann auf die Wache geschleppt und dort ebenfalls durch Ohrfeigen und Schläge mißhandelt. Das Reichsgericht verwarf am Freitag die Revision des Angeklagten gegen das milde Urteil als unbegründet.'", Veranstaltung einer Lotterie zum Zwecke der Kundenwerbung. Auf eine eigenartige Idee, Käufer für seine Waren zu finden, war der Kaufmann David Schibwigowski verfallen, der daraufhin vom Landgericht Zwickau am 5. September v. I. wegen Lotterie- Vergehens im Sinne des§ 286 des Strafgesetzbuchs zu 200 Mark Geldstrafe verurteilt worden ist. Der Angeklagte war im Jahre 1912 Vertreter des Chemikalicnwcrkes Griesheim G. m. b. H., das u. a. auch Farbstoffe herstellte. Um nun recht viele Käufer für den genannten Artikel zu gewinnen, kaufte er im Jahre 1912 vier Viertellose der 226. preußischen Klassenlotterie an. Darauf richtete er an verschiedene Personen, die seiner Meinung nach als Abnehmer seiner Farbstoffe in Frage kamen, einen gedruckten Brief, in dem er mitteilte, daß er vier Piertellose der Preußischen Klassenlotteric angekauft und jedes Viertel in 25 Teile geteilt habe. Derjenige� der mindestens 5 Kilogramm Farbstoff bei ihm kaufe, erhalte einen Schein über ein solches 25stel eines Biertelloses unter Angabe der Nummer des Loses und sei gemäß seines Losanteiles am eventuel len Gewinn beteiligt. Die Gewinne würden durch den Notar R. in Frankfurt a. M., bei dem auch die Lose hinterlegt seien, aus gezahlt werden. Wegen dieses Geschäststricks hatte sich der Am geklagte strafrechtlich zu verantworten. Er ist eines Vergehens gegen � 286 des Strafgesetzbuchs für schuldig befunden worden, indem das Gericht als erwiesen ansah, daß der Angeklagte eine Lotterie veranstaltet hat, ohne die für eine solche erforderliche Obrigkcitscrlaubnis besessen zu haben.— Gegen das Urteil hatte .der Angeklagte Revision eingelegt. Diese ist vom Reichsgericht am Freitag verworfen. Briefkasten der Reöaktion. Die tnrtsttiqe evre«ftu»de slubel Ltudenftratze es, vorn vier Tnvve» — Fadrftuvl—, wochentagltch von 4'-, bis 7M, Uhr adeuds, CounadendS, von 4Vj bis G Uhr»hendv ftan. Jever für den Brieslaiten dettlmmicn Antrage tft ein Buchsiavc«nv eine Zal» als Merkzeichen beizufügen. Briefliche Antwori «trb nicht erteilt. Anfragen, denen keine AhoniicmeniSauiiinng bcigrfbgi ik, ■ictiica nicht beantwortet. Eilige Fragen»rage mau in der Svrcchltnnde vor. — A. St. Lichtenberg. 1. Beschwerde beim Magistrat, eventuell beim Bezin'Sansschujz. Vielleicht setzen Sie sich mit einem dortigen Stadt- verordneten in Verbindung. 2. An sich hat die Gemeinde das Recht dazu. 3. Ohne Angabe der Höhe des Verdienstes des Mannes nicht zu beantworten.— A. A. 66. Das Testament ist rechtsgültig abgefaßt.— O. A. 4. 1. Ja. 2. Rem, falls Ihr Bruder Auftrag gegeben oder Kenntnis gehabt bat.— E. H. Weserfträßc. Ja, falls die Erklärung vor Ablauf von 3 Wochen gegeben wird. 2. Ja, jedoch aus eigene Kosten, sofern es sich um dieselbe Krankheit handelt. 3. Ja. 4. Aus Anlas: derselben Krankheit nicht mehr. 5. Nein. 6. Ja.— T. B. Moabit. 1. Höchstens Ist stunden, jedoch muß die Mittagspause mindestens 1 Stmide betragen. 2. Ja.— Otto. 1. Nur dann, wenn im Versicherungsvertrag vorgesehen. 2. Zwei Worte, Eigen- schasts- und Hauptwort.—i munerhül möglich.— 91. H. 13. Aach Voll« endung des 21. Lebensjahres. Falls die frühere Verheiratung im wesentlichen Interesse des Mädchens liegt, kann beim VortziundschaftSgericht Er. setzung der Einwilligung beantragt werden.— K. B. 54. Der Erzeuger bleibt allein unterhaltungspstichtig.— F. G. 31. 1. Ja, sofern Invalidität im Sinne des GcictzeS kniehr als'I, der ErwerbsunsähigkeM vorliegt. 2. Der?lntrag ist an die Landesversicherniigsanstalt zu richten.— P. K. 666. 3. mid 2. Ja. da im Rahmen des dem Lehrer zustehenden ZüchiigungSrechis liegend. 3. Wir halten den Meister für verpflichtet.— P.«. 30. Der Hauswirt könnte Räumungsklage erheben, salls, wie üblich, im Mictsverttaq derartige Handlungen nniersagt sind. Der Klage müssie jedoch unter Fristfestsetzung eine Ansfordcrung deS Hauswirts miler Androhung' der Räumnngstlagc vorausgehen. Die Polizei hat mit der Sache nichlS zu tun.— N. R Ol. Für die Braut muß ein Ehesähigkeilszeugnis der.Heimatsbebörde besorgt werden. Außerdem die Geburtsurkunde beider Teile und Ihre Militärpapiere. — 931. S. 87. 3. Das Wahlrecht würde nur dann vorhanden sein, wenn der Betreffende ivirlschastlich selbständig und keinem fremde» Haushalt an- gehört. Sogenannte Hauskinder oder Schlafburschen sind nicht wähl- berechtigt. Der Betreffende müßte schon das alleinige Versügungsrecht über einen Raum haben. 2. Ja, da hier anscheinend die Voraussetzungen, die unter 1. erwähnt sind, vorliegen. 3. 3 M. außer Fahrgeld.— ßrauen-Leseabenöe. Dritter Kreis. Dienstag, den 17, d. MtS,, abends 8-/, TTtt, tm Gewerkschastshause gemeinsamer Lesenbend. Rejerenlin Genossin Wurm: .Das Erfurter Programm"(Fortsetzung).~, Friedenau. Montag, den 16. d. Mts., abends S'l* llhr, bei Klabc, Handjeryftr. 60,61. Käte Dnnckcr spricht über:.Die Konzentratio» de» C�fi Grost-Lichterkelde. Dienstag, den 17. d. MtS„ abends 8»/, Uhr, bei Fritz Wahrendors, Bäkesir, 7. Vortrag des Genossen Dr, Wllh. Grumach über:.Tägliche Unglücksfälle und deren erste Behandlung". S'j. llhr, bei Rettig, Blanlcnburger Str. 4. Ober-Schöneweide. Montag, den 16, d. Mts., abends S'l, Uhr, bei Rabe. Tagesordnung:.Die Bedeutung des kommenden Frauentages'. Referentin Genossin Arendjee. �..._, Pankow. Montag, den 16. d. Mrs., abends 8','. Uhr. Für den Nord» bezirk bei Schröter, Florasw. 5, Referentin Genossin Dommning; für den Südbezirk bei Heinze, Berliner Str. 78. Referent Genosse Kubig. In beiden Bezirken der Vortrag:.Die Frau und der Sozialtsrnus". Steglitz. Montag, den 16. d. Mts., abends 8'/, Uhr, bei Mocekat, Florastr. 4. Genossin Ryneck spricht über:.Die Ausgaben der Kinder- schutzlommisston". Jugendveranstaltimge». Lankwitz. Heute Sonntag, nachmittags 5 Uhr, Rezitatioiisabend bet Schulz, Kursürstenstr. 37. Unter anderem.Enoch tztrden" uiw. und Site der zur Laute deS Fräulein Breit..— Dienstag, den 17. d. Mts.. Mäd chcn- abend bei Frau Modrak, Eharlottenstr. 47; Anfang 8 Uhr.— Donnerstag, den IS. Februar, DiSkussionSabcud bei Heizmann, Marienstr. 7, Ansang 8 Uhr. Vortrag des Herrn Richter.— Sonntag, den 22. Februar, Besuch des Museums sür Berg- und Hüttenwesen, Jnvalidenstr. 44. unter Leitung der Herren Reiche und Biele'ckc. Treffpunkt 12 Uhr Bahnhof Lankwitz. Fahrgeld 40 Ps.— Abends 6 Uhr, UnlerhaltungSabend bei Schulz, ikurjürftenstr. 37. Schöneberg. Sonntag, den 15. Februar, abends 6 Uhr: Vortrat Über.Die deutsche Revolution".' Reserent: Herr Pieck-Sieglltz. Marktpretse von Berlin am 13. Februar 1014. nach Ermittelung«» bcS kgl. Pollzciprösidiums. Mais(liiixcd), gute Sorte 16,90—17,20, Doiicm 16,00— 16,30. Mais(runder), gute Sorte 14,80— 15,20. Richtstroh 0,00. Heu 6,60—8,00. M a r t t h a l I e n p r esi j e. 100 Kilagr. Erbsen, gelbe, zum Koche» 34,00— 50,00. Sbeisebohnen. weiße 35,00—60,00. Linien 40,00—80,00. Kartoffeln.(Klembdl.) 4,00—7,00. 1 Kilogramm Rindfleisch, von der Keule 1,60—2,40. Rindfleiich, Bauchfleisch 1,30—1,80. Schweinefleisch 1,40—2,00. K-übfleiich 1.40—2,40. Hammelfleisch 1,50—2,40. Butler 2,40—3,00. 60 Stück Eier 4,80—7,20. 1 Kilogramm Karpfen 1,20—2,60. Aale 1,60—3,20. Zander 1,20—3,20. Hechte 1,60—2,80. Barsche 0,80—2,20. Schleie 1,60—3,20. Bleie 0,80—1,60. 60 Stück Krebse 3,50—24,00, ZvttterungSüberstckit vom 14. Februar 1914. etaftonak ■ 5 Bg Betta Swincmde. 767IS Hamburg'762]D: Berlin!768io Franks. a.M! 770 W München 774|S Wien|773W -O -W d» A 1 i* i«) •6CSffi '57(38 739WSW! 765 SSW 4l6citcr 4bcdeckt 2 halb bd. 3 Dunst 2 2 halb bd,—1 . Ijhciler s— 1. Wetterprognose für Sonntag, den 15. Februar 1914 Vielfach tvollig mit geringen Niederschlägen und ziemlich starken westlichen Winden; Temperatur tocnig verändert. Berliner Wetterbnrea Ctatürna, l| 2 S S 2 taparanda clcrSbnrg Scilly Aberdeen Paris -2 BZ rstön Ii 755lSSW i'SS 6 Nebel 3! bedeckt 3; wolkig 7 wolkig 3 bedeckt r0 I 0 I 1t 4 i 8 lüd- u. Dr.Simmel Spezial-Arzt für Haut- und Harnleiden. Prinzenstr. 41, Äpw* 10— 2, 5— 7. Sonntags 10— 12. Spezialarzt Dr. med. Wuckenfafi, Friedriebstr. 125(Oranienb. Tor) (Br Syphilis, Harn- u. Frauenleiden— Ehrlich-Hala-Kur(Dauer 12 Tage). Blutuntersuchung. Schnelle, sichere schmerzlose Heilung ohne Berufsstörung. V.äfiige Preise. Spreohst. v. 8—8, Sonntags 9—11. Jeden Mittwoch: Die berühmten Grützwürstchen.. Jeden Sonnabend Frische Blut- und Lebenourft.* Murstmkiier, Krunneustr. 6. Krsn�spencten sowie sämtliche* ßlumenarrangetnents tiefett schnell und billig Dual fciross, ündenstr.69, Tel.Mpl.7203 ii! 5 Muster 1 Mark, Steine 3X5, 100 St. 1,20, Docht 5 Mtr. 20 Pf. ♦ P. Girnns, Berlin K. 37. � Gneisen auslraße 10,� A». Grao, billigste u. beste k Bezugsquelle kür#~ �Silobel jeder ' Kassa und Teilzahlung. Vi f Iii Ernat. Köpenicker StraBe 65 b, L Amt Morißplatz 11 314. Gr. Auswahl I Bill. Preisel Boizeigcr dieser Annonce er« bält 10 Proz. Preisermäßigung. MöksS- Ausstallung Ausstellung von neuzeitlichen Ein- und Ewoizimmer-Einrich- tungeni. schlichter gediegener GeschmacksriohtunguntorBe- rüchsichtigung derBostrebun- geu der Kommission für vor- bildl. Arbeiterwohnungen in Höffner's Möbel-Engroshaus Berlin N. 201. Veterauenstr. 1t, 12, 11 - Besichtigung frei.- Abgabe der kompL Einrieb� tungen sowie einzelner Stück/ zu ganz mäßigen Preisen. Friedrichsirasse 110-112(Passase-Kanrhans) Kaffeekannen Kaffeetassen 95 G.mTb.H. Dlstet 7.50 Hostüin 16.00 Ulster 3J0 U1 1._ Stoffe englischer Art, S l 6 I mit reichen, aparten Oamterungen 3.50, 7.50, 9.50, 12.50 Kostüme sto"e en«,Ucher mod, Fassons, Jacke auf Futter 16.00, 22.00, 36.oo 1.*11 Ä blaue Kammgarn- u.Cheviotstoffe, ZX.Oö 11*211 C elegante Arbeit, schicke Fasson« 24.50, 29.50, 36.50 Blusen aus Wolle oder Musselin 2.90, 3.85, 5.75 aus Seide, neueste Farben, moderne Oarnierungen 3.75, 5.75, 7.65 Enorm billige Wollstoffe Seidenstoffe .85 pr. pi. Blusenflanelle «Mebbw, mal. Art, Mtr Kostfimstoffe QA Bsmufi�lSOembrtti.lftr. Serge IQ Wölfe, doppeltbreit, Mtr, Modern. Sdiotten*1 oc ■.Satinstr.doppeltbr.Utr. X.**'** Blnsen-Cotcle woite"! 9< mod. Ubb&ft« Färb., Mtr. X»A, J Waffel-Karos"f qr Neuheit, doppeltbr., Mtr. X»DJ CrSpeline$BÄu 1 QC med. lebhafte Jorben, Mtr. Xe»�J Blusenseide aeitrem reine Seide..... Mtr. 90- CrSpe d e Chine-Ulus. Q A reine Seid«, eialarbla,Mtr. V"- Beins. Schotten 1 ryc moderne Stollun»en, Mir. X«X J Reinseid.Paillette 1 oc •cbwar*. wei�, farbia. Mir. X X«? Bedruckte Japons O sc bunt teblümt.SO em br, Mtr. Xr«"«? Reinseid.Paillette O oc deppbr.eobwart.rreißjltr. Xr»C?%? Bedr.Seid.-Crfepe A qa bunt(ebl.,I05cmbr.t Mtr, Waschstoffe Einfarb. Crepon CA «toi« Parten.... Mtr.%J\J Bedruckt Crepon C C eeetielft u. geblümt, Mtr. Einfarb. Crepeline 1 qc 10$ em breit..... Mtr. XeJ«? Pt Pf. Fl Ott 6 weis und farbig, 1 CC ea. 120 ob» breit... Mtr, X*"«? Frotte gealraift. ea."I QC 130 em breit...,. Mtr. X•'-» J Crepeline bunt ge- i oc blümt........ Mtr, X-� Glas, 9ofseUan, Steingut Preßglas-Service„Diamant" Bakkarat Kompotteiler....... stück 5 pt. Käseglocken....... stuck 42 pt Zückerschalen... stock 14, IS vi. StnrzkaralleB...... stuck 28 vi. TablettS riereckig. Stück 30, 38 Pf Wassergläser....... stück 8 pt Frnctatschalen...... stück 78 vi. Binineiivasen 37 omboeh. stück 63 pt. Frnchtschale mit Vase, große Form Kompottschalen u o 13 da rlele Formen Stück cm O Pf., em lU BlamenkSrbe PQ mit Henkel, große Form Od Pi. Konisches Kaifee-Geschirr weifi-gold KaneekanneB 35,43,53 pt-bia 1.35 Zuckerdosen........ stuck 38 Pf Teelassen mit Untertasse Stck. 23 Pf Teekannen---- stuck 95 vi., 1.15 MilchtSple 12. 14. 16, 20 bia 48 Pt Kalleetassen........ stock 20 Pt. -Imitation Knctaenleller.... stuck 68. 85 pl Butterglocken...... stuck 28 Pt. Kntterglocken riereckig. stock 48 Pf SturzkaraBen mit«cid, stock 35 pt Konlektscbaien..... stuck 58 pt Wassergläser mit«cid. stu« 12 pt. Tortenplatten....... stock 78 Pf Blnmenvasen 27cm. m ooid. st 68 pi. ............ komplett 95 Pf Ä 18 S. 28 28 Blumesvase öd „Saxonia", 35 cm hoch Oö Böhmisches Kristallglas „Rubin- Ueberiang" Stück 1.95 pt Sattkannen reich geschliffea,*/« Ltr Bowlenkannen» reich geschliffen,!>/, Ltr. Stück W'O« Traobenspfiler a reich geschliffen...... Stück U'V* WeinkaraOen a reich geechliSen.'/«Ltr Stück Körbchen mit Bügel 4 Zoll 1«e 4 Zoll y ae I Zoll 9 ar Dm X-'" Dm.£)•'<» Dm. ä«'» Pt Blumen vasen ap amerik. Imitation, 2 Stck. ef v Pt Porzellan• Feston- Geschirr Speiseteller nach od. uet stock 28 pt Kompotteiler....... stuck 15 Pf Terrinen-r»i... stock 2.95, 3.95 Terrinen mnd... s»ock 2.55. 2.85 Sanderen»b». Henkel st. 85, 95 vi. Kompottschalen 25. 38 Pt-bu 1.25 Gemüseplatten tiacb der tief, st. 1.25 Senigefäße......... stuck 75 Pf. Goldrand Abendbrotteller.;... s.ock 18 Pt. Grätentetier....... stock 1 3 Pf. Kartolleisebüsseln«,ai 1.95, 2.25 Kartolielschüssein rund 1.85, 2.15 Sauderen mit Henkel. 95 pi. 1.25 Bratenplatten 32, 38, 50 Pf bis 2.75 Beilagschalen....... stuck 45 Pf. Salz- imd Plellergdäße---- 33 Pf. Speiscscrvicc SäSSääTO Prozent>m Preise ermäßiot Milchtöpfe Delft- oder Golddekor, Satz von 6 Stück.... 85 pt. KaHee-Scrvice Tassen 2.« 5.85 k-rt-t. 22 PI... 58pi. für 6 Pers. Teile.. Qattd besonders preiswerte öteingutwaren Abendbrotteiler...t. stock 4 pt. Speiseteller......... stock 5 pl KalIeebedierwein,*/uLtr.tnb.,st 9 vi. KaSeebeeher dekoriert. stock 16 pl. Milcbtöpie 1 Liter Inhalt, mit Schrift, weiB................. Stück 33 PL Mikhtöpie 1 Liier Inhalt, mit Schritt, hiauea Zwlebelmuater...... Stück 38 PL .. 58 Pf., bunt. 68 Pf. . Stück 38 Pf. Waschganüturen 2,35 dcio?01.": 3.65 5.25 „Bannehea' S Teile.. „Rlxdorl" 5 Teile, mit Golddekor MKäthC44 extra, große Form, Gold- 6«r dekor, 5 Teile mit Dosen, kompl. 0*2«> 50 Prozent taPreh' Schusseln Satz von 6 Stück weiß MajoUka-BInmentßpfe verschiedene Ausführungen Ein großer Posten WaSChgamitUren ou n vüeui.™.W, Einzelne Waschbecken 68, 78, 85 Pf Einzelne Nachtgeschirre. Stück 25 Pf Einzelne Wasserkaimeu. 58, 75 Pf. lolletteueimer mit Bügel, koml». Stück 2.65 Knehengarnihir„DM"-2�....................... 5.85 Gmaitte-C eftplm Schmortöple oho« Bing........ Sdunortöpte mit Bing........ Kasserollen alt Stiel...... Kasserollen mit Ring...... Wasserkessd flach........ Wasserkessel «um Xisbhngen.. 20, 25. 25 25, 45, 6« 15, 2«, 25 45,55,70» 25. 45, 65 55. 70, 85 PL PL Pf. 10, 15,20... Teigsdlfissein»erschltdan.| ,- Größen....••••••• Stück JL* xv Waschbecken mitseiren- napf...... Stuc! Wasserkrüge ......... Stück ea 2S em 90 PL, k45,55 35,45,65 pi. PL Inhalt Stück 55 pl Konsole für Sand, Seife»od QA Soda.»»...«« Stück t/u Pf. Wassereimer DorcbmeaMr Wannen •Tal...... Milchkocher mit Einsät*.....« Essenmenagen dreiteilig........ Kartoüeldämpler Toraebledene Größen Toilettendmer mit Einsät«...... 65, 85 pi. 1.25. 1.65 45, 55 75,90 80 pi. tos 1.95, 2.25 pl PL tOirifäafls-ftttikel 1 deko- Ar .... 93 Kohlcnkaslen f°I» dekoriert, mit Deckel Olenvorsetzer fein bronxiert.* Brotbüchsen QC fein weiß lackiert»,»,,» vO Pf. Kflchenwagea nr m. siein- 4.. Stück.......«/3 Pf- gutplatte Zl.Z5 Reibemasctainen Qr Stück........... TO PL pf. 1.55 . 95 PL 1.25 Zinkwannen mt Hoia- boden Zinkzober m« h»i«- boden........... Wringmaschinen ............ Stück Plättbretter hexogen ............ Slüak Waschtöple Teralnkt, mit Einsatz und Deckel..» 6.25 7.5» 6.50 8.6» 8.75 9.51 1.65 1.99 1.75 1.95 Roßhaarbcscn. stock 95 Pf. 1.25 Roßhaarhandbesen � � � Borstenbesen PL Stück 60,8« 25,45 PL PI. Borsfenhandbesen ............ Stück Behnerbesen mit Eisen 4 75?«c platt«........ Slüok f. 4», Holz-Tablette| oc Teppich-Kehrmaschinen ß qa Q aa i regulär bis 3.5C........ X»OA| amerikanisches Fabrikat......... V.Svg v/gt/V! ti im.........................................................*............................................................ � "|jjfivin(hm>r4n<�»r ttaywewTc Klfrcb Wiklepp. ReuÖtltt. gfür beo Inseratenteil verantw.: TH. Glocke. Berlin. Druck u.Verlag:VorwärtS Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer* Co« Berlin SW. Ar. 45. 31. Jahrgang. 3. MM m„Wwiick" Snmtt Reichstag. 214. Sitzung, Sonnabend, den 14. Februar 1914, vormittags 19 Uhr. Am Tische des Bundesrats: Dr. Delbrück. Die zweite Beratung des Etats öes Reichsamts öes Innern wird forlgesetzt mit der Abstimmung über das Kapitel„Auf- sichtSmnt für Privatversicherung". Das Kapitel wird bewilligt, die beiden Resolutionen auf Stellung der öffentlich-rechtlichen Versicherungsunlernehmungen unter das Auisichtsamt, resp. Befolgung der vom Aufsichtsamt aufgestellten Grundsätze werden angenommen. Beim Titel „Förderung der Bekämpfung des Typhus" lenkt Abg. König(Soz.) die Aufmerksamkeit auf die Tpyhuscpidemien im Ruhrgebiet, bei denen ersahrungSmäffig die Krankheit durch Genuff von Milch und vor allem von Wasser übertragen werden. Die sanitären Ein- rilbtungen im Ruhrgebiet sind höchst mangelhaft, bei den gesundheitsschädlichen Wohnungen und der mangelhaften Ernährungsweise der Bevölkerung finden die Wasserseuchcn stets einen guten Resonanzboden. Wenn es oft gelungen ist, den Herd der Seuche einzuschränken, so ist das zu einem grotzen Teil ein Verdienst des Verein» zur Bekämpfung der Seuchen im Ruhrgebiet, der Taufende von Milchuntersuchungen alljährlich ver- anlaßt. Die Mahnahmen der Behörden bei Ausbruch einer Epidemie laufen leider häufig auf eine Verheimlichung hinaus; sie erlassen Veröffentlichungen, daß es sich nur um ganz vereinzelte Fälle handelt, daß das Waffer untersucht worden sei und sich als einwandfrei erwiesen habe, wodurch die Bevölkerung in Sicherheit gewiegt wird. Statt dessen sollten die Behörden für weitgehendste Aufklärung sorgen, die namentlich im Ruhrgebiet bei den vielen fremdsprachigen Arbeitern dringend notwendig ist. Bei einer Reihe von Epidemien hat sich die Milch als Krankheits- Verbreiter gezeigt. Doppelt gefährlich wird die Milch durch erheb- liche Verfälschung mit Wasser, die bis 4 Proz. geht. (Hört I hört! bei den Sozialdemokraten.) Die Unreinlichkeit der Milch in unserem Industriegebiet ist ungeheuerlich. Die Hauptsache ist die Kontrolle der Kuhställe. Davon hängt die Gesundheit des Volkes und der neuen Generation ab. Hier müssen die Gemeinden ein- greifen, aber wir brauchen auch ein Reichsmilchgesetz mit be- sonderen Vorschriften für das Vorgehen bei der Milchgewinnung. �'•r die Typhusepidemie 1910/11 in Vorbeck usw. Ivurden die Tbyffenschen Wasserwerke verantwortlich gemacht. Durch die In- ollffrialifierung find Bäche und Flüsse im Industriegebiet verschmutzt; besonders die Ruhr ist sehr verschlammt. Dabei werden der Ruhr etwa 500 Millionen Kubikmeter- Wasser von Wasserwerken ent- nommen. Ein Schutz gegen Epidemien ist durch Sterilisation nur bei ganz sorgfältiger Aufsicht und Betriebsführung möglich. Die Negierung hat wiederholt an die industriellen Werke Rundschreiben erlassen und hat Mahnahmen gegen die Verseuchung des Trinkwassers verlangt. Wie ist es möglich, dah trotzdem immSr noch von den T b y s s e n s ch e n Werken infiziertes Waffer geliefert wird. Die Wasserwerke müffen der privaten Ausbeutung entzogen werden. Das Reich hat aus jeden Fall die Verpflichtung, den Gemeinden die ihnen durch die Seuchenbekämpfung entstehenden Ausgaben zu ersetzen und grohe bakleriologiiche wissenschaftliche Institute wie das in Dortmund finanziell� zu unterstützen. Professor E z e r n y hat einmal gesagt, mit dem Krebs würde man in fünfzig Jahren iertig sein, wenn Deutschland und England sich entschliehen würden, statt eines Dreadnoughts 40 KrebSin st ilute zu bauen. In gleicher Weise könnte man durch Errichtung bakteriologischer Institute mit dem Typhus fertig werden.(Bravo! bei den Sozialdemokraten.) Ministerialdirektor v. Jonquiörcs: Die Thphusbekämpfung ist L a n d e s s a ch e. Die preußische Regierung hat auch ganz sicherlich ihre Pflicht getan. Das Reich kann nur einen verhältnismäßig kleinen Zufchuß geben. Beim Titel„Beitrag zurHerauSgabe des Deutschen Handwerksblattes 10000 M." bemerkt Abg. Brühne(Soz.): Man behauptet so oft, wir Sozialdemokraten wollen daS Handwerk ruinieren. Wir haben daran gar kein Interesse und möchten nur wünschen, daß die Parteien, die sich imuier als so warme Freunde des Handwerks ausgeben, in Wahrheit für die Hand- werker etwas übrig haben. Viele von uns stammen ja selbst aus Handwerker�reisen und wissen sehr genau, welchen schweren Kampf die Handwerker zu führen haben. Die Großindustrie ist es, die das Handtverk ruiniert, mit den Grotzkapitalisten können die Handwerker nicht konkurrieren. Um ihre jammervolle Lage nicht offen einzugestehen, haben manche Handwerker ihr Einkommen der Steuerbehörde höher angegeben, als es in Wirklichkeit ist. Umgekehrt verfahren die reichen Herren, so hat in Rem- scheid ein Millionär, der bisher immer 2 Millionen angab, jetzt 19 Millionen als Verarögen angegeben.(Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Manche Provinzen werden das doppelte an Steuern bringen wie vorher. Unter solchen Verhältnissen hätte wirklich etwas für das Handwerk geschehen können. In Handwerkerversammlungen hat man uns vorgeworfen, wir hätten im vorigen Jahr gegen die hier geforderten 10 000 M. ge- stimmt. Wir haben das nicht getan und werden es auch in diesem Jahre nicht tun. Im nächsten Jahre wird man vielleicht aus dem Wehrbeitrag einiges für das Handwerk und auch für andere Kulturaufgaben flottmachen können. Dann könnte das Handwerksblatt besser ausgebaut werden. Uebrigens könnten auch die Innungen etwas dafür tun. Wir haben 11 300 Innungen mit 500 000 Mitgliedern, die ein Vermögen von 12 Millio- n e n Mark besitzen. Damit läßt sich schon etwas für den Ausbau des Handwerksblattes tun. Wie nötig Aufklärung unter den Hand- werkern ist, beweist der Umstand, daß im vorigen Jahre eine Innung befchlossen hat, jedes Mitglied, das eine der Neuheit ent- sprechende Maschine anschafft, mutz eine Strafe zahlen. (Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Damit glauben die Herren das Handwerk retten zu können, anstatt daß sie sich zusammen- schließen und gemeinsam der modernen Technik entsprechend ar- bcitcn. Ein besserer Ausbau des Handwerksblattes, gründliche Belehrung tut also dem Handwerk dringend not. In allen Hand- Werkskammern wird in den letzten Jahren die Lehrlings- frage besprochen. Das Bestreben geht jetzt dahin, die Lehrzeit immer mehr zu verlängern. Man begründet das damit, daß viele Stunden durch die Fortbildungsschule verloren gehen. Viele Hand- Werkskammern setzen die Lehrzeit jetzt auf 3'A und sogar auf 4 Jahre fest. Vor einer solchen Ausdehnung der Lehrzeit muß doch gewarnt werden. Die jungen Leute kommen dann zum Militär, nachdem sie nur ein Jahr Geselle gewesen sind. Zum Schluß noch eine Bitte an den Staatssekretär: Vor 6 oder �7 Jahren bekamen wir eine Denkschrift über das Handwerk, in der sehr viel wertvolles Material über die Innungen zusammen- getragen war. Es wäre gut, wenn wir jetzt wieder einmal eine solche Denkschrift erhielten, damit man doch erfährt, was in den Innungen vorgeht.(Beifall bei den Sozialdemokraten.) Der Titel wird bewilligt. Als Beitrag des Reichs zu den Kosten der Olympffchcn Spiele in Berlin 1916 werden als erste Rate 46 000 M. verlangt. Die Kommission beantragt Streichung dieses Titels. Abg. Rühle(Soz.): Wenn es sich bei Unterstützung der Olympischen Spiele darum handeln würde, turnerische und sportliche Bestrebungen zu fördern, also Aufwendungen zum Zwecke der Körperkultur und der Gesund- heitspflege der Jugend des Volkes zu machen, würden Ivir Sozial- demokraten ohne weiteres für die Bewilligung, ja für eine Erhöhung dieser Summe zu haben sein. Wir haben immer den Standpunkt vertreten, daß der größte Reichtum der Nation in der Gesundheit aller ihrer Bürger besteht. Daß wir für diese Zwecke große Opfer zu bringen bereit sind, haben unsere weitgehenden An- träge zur Bekämpfung der Säuglingssterblichkeit oder für fon- siigen Kinder- und Mutterschutz bewiesen. Wenn wir trotzdem nicht ftir die Bewilligung dieser Summe eintreten, so deshalb, weil uns hierfür die notwendigen Voraussetzungen fehlen. Als Empfänger der 200 000 M., mit denen die Olympischen Spiele unterstützt werden sollen, hat die Regierung eine ganze Anzahl von Turn- und Sportvereinen aufgeführt, die zusammengeschlossen sind im Reichsausschutz zur Vorbereitung der Olympischen Spiele. An der Spitze stehen die nationalen deutschen Turner. Daß es daneben noch einen Arbeitcr-Turncrbund mit vielen Tausenden von Mitgliedern gibt, sowie eine Unmenge von Arbeiter- sportvereinen, davon hat die Regierung gar keine Notiz genommen. (Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Gerade die Arbeiterturner, die ausgeschlossen sind von diesen Geldern, kommen aus den wirtschaftlich und sozial schlechtest gestellten Kreisen des Volkes und bedürfen der körperlichen Ertüchtigung nach der Tagesarbeit am dringendsten.(Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Dazu kommt, daß die Entwicklung des Sports im Laufe der letzten Jahre unter der Einwirkung amerikanischer Einflüsse in ungesunde Bahnen gekommen ist. Man treibt vielfach nicht mehr Sport, um den Körper zu kräftigen oder zu erholen, sondern um Rekords zu schlagen, Höchstleistungen zu erzielen und Siege zu seiern. Der Sport ist Selbstzweck geworden. Gerade die Sportbestrebungen im Reichsausschuß sind als Träger dieser ungesunden Ent- Wicklung zu betrachten(Hört! hört!), während die Arbeiterturn- vereine sich bisher von dieser ungesunden Entwicklung zu bewahren gewußt haben und den Sport in besonnener und volkstümlicher Art betreiben. Wenn also die Gelder bestimmt sein sollen für die körperliche Ertüchtigung der Jugend, dann müßten die Arbeiter- turn- und-sportvereine in erster Linie bei der Verwendung dieser Summe in Betracht kommen.(Sehr richtig! bei den Sozialdemo- kraten.) Trotzdem sollen sie grundsätzlich ausgeschlossen sein. Warum hat die Regierung nicht gesagt, aber wir wissen es. Es geschieht deshalb, weil die Gesinnung in diesen Arbeiterturn- und-sportvereinen der Regierung nicht gefällt, weil sie Anstoß nimmt an der Weltanschauung, die dort vertreten wird, weil ihr die„janze Richtung" nicht paßt.(Sehr wahr! bei den Sozial- demokraten.) Damit wird diese Frage für uns zu einer poli- tischen Angelegenheit. Es handelt sich um eine politische Maßregel, gerichtet gegen die Arbeiterklasse(Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten), insbesondere die sporttreibende Arbeiterjugend. Als weiterer, noch schwerwiegenderer Grund für die Ablehnung dieser Summe kommt für uns die Tatsache in Frage, daß die Arbeitersportvereine tagtäglich von Polizei und Gerichten i« schlimmster Weise verfolgt und in ihrer Wirksamkeit gehemmt werden, indem man sie als poli- tische Vereine erklärt. Für diese Behauptung hat man bisher nicht die Spur eines Beweises erbringen können..Der Ober- verwaltungsgerichtspräsideüt' Dr. B r ttez hat ausdrücklich erklärt; daß Turn- und Sportvereine keine politischen Vereins sind, und das Leipziger Polizeiamt hat auf Ersuchen in einem amtlichen Gut- achten bestätigt, daß der Arbeiler-Turnerbund rl i ch t als politischer Verein angesehen werden kann. In Dutzenden von Prozessen ist zeugeneidlich unter Abrede gestellt worden, daß jemals politische Agitation im Arbeiter-Turnverein zu treiben versucht worden sei. Trotzdem versucht man die Vereine für polftisch zu erklären, weil sie in Lokalen tagen, in denen Sozialdemokraten oder G e- werkschaftler zu verkehren pflegen, weil ihre Mitglieder zu- gleich Mitglieder der sozialdemokratischen Partei oder der GeWerk- schaften seien, und aus ähnlichen Gründen. Ein Arbeiter-Turn- verein wurde für politisch erklärt, weil er in einem Lokal tagte, in dem ein Bild hing, das einen Turner mit roter Schärpe und brennender Fackel darstellt. Ein Kriegcrverein, der in demselben Lokal verkehrt, wurde natürlich nicht für politisch erklärt. Ein bürgerlicher Turnverein wurde nicht ftir politisch erklärt, obgleich der Vorsitzende erklärte, die jungen Soldaten sollten sich be- wüßt sein, daß sie dem Kaiser Treue schwören, nicht nur im Kampf gegen den äußeren Feind, sondern auch gegen den inneren. «Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Aber als in einem Arbeiter-Turnverein hervorgehoben wurde, man hoffe, daß die jungen Leute nach dem Militärjahr wieder in den Kreis ihrer Klassengenossen zurückkehren würden, wurde der Verein deshalb als politisch erklärt.(Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Eine besonders raffinierte Methode besteht darin, daß man den Arbeiter-Turnvereinen erst die Lokale, städtische Turnhallen abtreibt und sie dann für politisch erklärt, wenn sie ihre Zuflucht in Lokalen suchen, wo sozialdemokratische und getverkschaftliche Versammlungen stattfinden. Die Leidensgeschichte des Berliner Turnvereins „Fichte" ist ein klassisches Dokument dafür. Aber in anderen Städten findet man genau dieselbe Praxis. Diese Methoden der Drangsalierung und Verfolgung erinnern an die Zeit der finsteren Unterdrückung des deutschen Bürgertums im Vormärz.(Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) Man gräbt alte Verordnungen aus aus dem Jahre 1808, eine Kabinettorder von 1834, eine Mini- sterialdienstinstruktion von 1839, um mit solchen verstaubten nnd verblaßten Dokumenten aus der Zeitü«? schlimmsten Bureaukraten- willkür gegen die Arbeiter-Turnvereine vorzugehen. Einen 15 jäh- rigen Arbeiter, dessen Vater bei der Schlagwetterexplosion aus der Zeche„Achenbach" ums Leben gekommen Ivar, hat man durch Androhung der Fürsorgeerziehung gezwungen, aus dem Arbeiter- Turnverein auszutreten.(Lebhaftes Hört! hört! bei den Sozial- demokraten.) Nach alledem müßten wir die Ehre der deutschen Ar- beiterschast schlecht zu wahren wissen, und die berechtigten Ansprüche der Arbeiter-Turn- und Sportvereine auf anständige Behandlung schlecht zu vertreten verstehen, wenn wir auch nur einen Pfennig für die Olympischen Spiele bewilligen wollten, d. h. zur Unter- stützung von Vereinen, denen man die politische Gesinnungslosigkeit als eine Tngend anrechnet und die sich oft zu niedrigen Denunziationsdienstcn gegen Arbeiter- Turn- und Sportvereine hergegeben haben.(Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) Wenn man sagt, wir sind es der Ehre der deutschen Nation schuldig, diese Summen für das große Sportfest zu bewilligen, so erklären wir, daß der Ehre des gesamten deutschen Volkes viel besser gedient wäre, wenn man endlich mit dieser rigo- rosen und ungerechten Behandlung der Arbeiter-Turn- und Sport- vereine aufhören würde und eine gerechte und parteilose BeHand- lung der Arbeiterklasse eintreten lassen wollte. Aus diesem Grunde stimmen wir für den Antrag der Budgetkommission.(Lebhafter Beifall bei den Sozialdemokraten.) Abg. Stöbe(natl.): Wir haben bei den Olympischen Spielen eine Ehrenpflicht gegenüber dem Ausland zu erfüllen. 25 Nationen haben sich bereits angemeldet. Wollen wir vielleicht die genossene Gastfreundschaft Zonntag. 15. Februar 1914. nicht erwidern? Es handelt sich hier um eine Prüfung, nicht um Feste. Gerade hier können wir für die Zukunft des Vaterlandes sorgen, indem wir diejenigen Bestrebungen unterstützen, die die Jugend zu einem starken Geschlecht machen. Hinter dem Ausschuß zur Vorbereitung der Spiele stehen zlvei Millionen Deutsche; alle diese sehen aus diese Stunde und hoffen, daß das nationale Empfinden im Reichstag nicht geringer sein wird als im deutschen Volk. Die Fahne s ch w a r z- w c i tz- ro t muß vor- an getragen werden, das ist etwas anderes als die rote Jahne. (Bravo rechts und bei den Nationalliberalen.) Abg. V. Massow(f.): Den Wert der körperlichen Hebungen hat man in vielen Ratio» nen erkannt und sich den Olympischen Spielen, dieser Einrichtung des hochintelligenten Gricchcnvolkes, wieder zugewendet. Für das deutsche Volk ist es eine Ehre, daß die Spiele 1916 in Deutschland stattfinden sollen. Die Vorbereitung kostet eine Kleinigkeit Geld, und es würde weder im Ausland noch im deutschen Volke verstanden werden, wenn der Reichstag diese geringen Kosten nicht bewilligte. Der Reichstag hat selbst eine Erziehung der Jugend zur Wehrhaftigkeit verlangt und diesem Ziele dienen die Olympi- scheu Spiele.(Bravo! rechts.) Abg. Müllcr-Meiningen(Vp.): Die Ablehnung des Postens in der Budgetkommission hat Pein- liches Aufsehen im In- und Auslande erregt/ Man sollte meinen, diese Angelegenheit entbehre jedes politischen Anstriches. Aber gerade der Präsident des Olympia-Ausschusses, Herr v. P o d- b i c l s k i, hat sich gestern abend höchst geschmacklose Acußcrungen über den Reichstag erlaubt, hat ihn mit Peter Schlcmihl verglichen. Derartige Dinge gehören sich nicht in solcher Zeit. (Lebhafte Zustimmung links und im Zentrum.) Die Regierung muß den Herrn an die Kandare nehmen, damit er die Dinge, die er vertreten soll, nicht schädige.(Erneute Zustimmung links und im Zentrum.) Aber wir wenigstens wollen die Sache nicht schädigen. Den Herren von der äußersten Linken gebe ich zu, daß die kleinliche Nadelstichpolitik gegen die Arbcitersportvcreine Wasser aus die Mühle der Sozialdemokratie ist. Aber protestieren mutz ich auch gegen die Beleidigungen und Beschimpfungen des sozialdemokratischen Redners gegen die großen Turnerorgani- sationen, Gesinnungslumperei besteht in der deutschen Turnerschaft nicht.(Widerspruch bei den Sozialdemokraten.) Zunächst handelt es sich hier um einen Akt internationaler Courtoisie. Darüber hinaus aber um eine sportliche Veranstaltung von hohem Wert. Sport soll man nicht übertreiben. Aber kein kräftiges Volk kann die körperlichen Hebungen entbehren, und diese Uebungen sind nicht möglich ohne Wettkämpfe. Freilich hat das Bürgertum im Olhmpia-Ausschuß nicht die ihm gebührende Stellung, unter 12 Vertretern hat es nur einen einzigen. Auch die Arbeiterturnvereine sollte man heranziehen, bei solcher Gelegenheit soll man alle'Kräfte des Volkes heranziehen. Ich bitte, unseren Antrag anzunehmen.(Bravo! bei der Volks» Partei.) Ministerialdirektor Lehmld: In der Kommission sagte man, es handle sich hin» nicht um eine Reichssache. Es handelt sich aber hier um die Förderung eines kulturellen Unternehmens, das über die Grenzen der Einzelstaatcn hinausgeht. Der Sport ist nicht geschieden durch Landesgrenzen, sondern hat einen starken demokratischen Zug.(Heiterkeit.) Weiter handelt es sich um eine Repräsentation gegenüber dem Ausland, bei dem wir bereits sechsmal zu Gaste waren. Die Kreise, die für die Spiele in Betracht kommen, sind nicht in der Lage, die notwendigen Mittel aufzubringen, deshalb muß das Reich eintreten. Die Olympischen- Spiele werden in unserer Zeit gewiß nicht die Bedeutung gewinnen wie im alten Griechenland. Wie aber damals bei den Spixlen alle Gricchcnstämme zusammen wären, so bildet' sich auch hier um alle Völker ein gemeinsames sympathisches Band. Aus allen diesen Gründen bitte ich die Mittel zu bewilligen.(Lebhaftes Bravo!) Abg. Mertin(Rp.): Ich weiß nicht, ob es gelingen wird, Herrn v. Podbielski an die Kandare zu nehmen.(Abg. Dr. Müller- Meiningcn jVolksparteij: Dann soll man einen anderen Präsidenten wählen!) Die stetige Arbeit des Herrn v. Podbielski kann nicht ausgelöscht werden durch eine einzige Aeußerung.— Herrn Rühle entgegne ich, daß die deutsche Turnerschaft sich von politischen Bestrebungen fernhält, aber national ist sie. Herr Rühle stellt sie in Gegensatz zu den Arbeiterturnvereincn. Aber in der deutschen Turnerschaft sind vorzugsweise Arbeiter, freilich national denkende Arbeiter. Die sogen. Arbeitcrturnvereine aber haben einen poli- tischen Nebenzweck. Die Beleidigungen der deutschen Turnerschaft durch den Abg. Rühle weise ich zurück.(Bravo! rechts.) Abg. Bruhn(Ant.) tritt für die Bewilligung des Postens ein. Abg. Hansseil(Däne): Ich werde gegen die Bewilligung der Summe stimmen. Am 12. November 1912 ist ein Reichsgerichts- urteil ergangen, auf Grund dessen die preußischen Verwaltungs- behörden gegen die Nordschleswiger Turnvereine vor- gehen. Es werden dadurch fast alle unsere Turnvereine lahm- gelegt, die Turnübungen iverden als Privatunterricht aufgefaßt und unter Androhung von Strafen verboten. Der Vorsitzende des Turnvereins, der Vorturner und der Saalbesitzer, bei welchem die Turnübungen stattfinden, erhalten die Polizeiverfügungen gleich- zeitig, in denen das Turnen Jugendlicher verboten wird. Dabei weigern sich die Behörden hartnäckig, eine Definition des Begriffs „Jugendlicher" zu geben. Der Begriff wird absichtlich schwankend gehalten, damit alle Turnübungen verboten werden können. Mit- glieder politischer Vereine dürfen 18jährige werden, aber turnen dürfen sie nicht. Das ist ein kulturwidriger Zu st and, den die Reichsbehörden nicht ohne Schamröte auftecht erhalten können.(Lebhaftes Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Ich bin ein Freund des Turnens und gesunder körperlicher Uebungen. Aber um P r o t e st zu erheben gegen die Verschlechterung der Nordschleswiger Turn- und Sportvereine, stimme ich gegen die Be» willigung der geforderten Summe. Abg. Heine(Soz.): Bei den Befürwortern der Summe für die Olympischen Spiele haben sich gewisse Widersprüche in der Begründung gezeigt. Abg. Müller- Meiningen hoffte, die Spiele seien geeignet, eine inter- nationale Verbindung zwischen den Völkern herzustellen, Herr Mertin aber hofft im Gegenteil davon, die Beförderung eines Nationalismus in seinem Sinne, d. h. des Kampfes von Volk gegen Volk. Deshalb meinte er, wären wir dagegen. Nein, unsere Gründe hat ihm Rühle auseinandergesetzt, ich will sie nicht wieder- holen. Es tut uns geradezu leid, wenn die Verhältnisse uns zwingen, gegen etwas Stellung zu nehmen, worin wir eine Förderung der Kultur des Volkes sehen. Wir würden großen Wert darauf legen, die Nationen alle von Jahr zu Jahr an irgend- einem Weltplatz vereinigt zu sehen, zu gemeinsamer rein menschlicher Arbeit. Denn das ist die Pflege der EntWickelung des Körpers. Wir stoßen uns auch nicht an den Auswüchsen, die der Sport mit sich bringen kann, denn im deutschen Volk ist die kör» perliche Hebung noch so im argen, daß wir da noch sehr viel mehr brauchen können, che wir in die Gefahr eine» zu- viel hineingeraten. Auch halten wir gerade die körperliche Krästi- gung der Arbeiterklasse für besonders wichtig, denn ihr stehen nicht die anderen Mittel zur Erholung zur Verfügung wie den besitzenden Klassen.(Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) Müller- Meiningen wandte sich gegen den trarigen Separatis- mus, der sich in solchen Dingen im Deutschen Reich breit macht. Ja, auch ich wünsche den Tag zu erleben, wo kulturelle Aufgaben vom ganze» Belke gemeinsam beirieben lm-dcn konnten, ohne daß man danach fragt, ist er schwarz oder rot! Wer aber hat die Schuld daran, daß es nicht dazu kommt? Das Turnen war früher, als es erstand, durchaus keine unpolitische Zlngelegenheit, sondern Sache der Kreise, die politische Frei- h e i t wollten, und damals wurden die Ttwwr im Bürgertum genau so verfolgt, wie heute die Arbeiters. wer. Heute haben alle Kreise ein Verständnis gewonnen für den Wert körperlicher Ausbildung, nicht mehr bloß die freiheitlichen, es könnte also das Turnen heute eine allgemeine Sache aller Parteien sein. Wenn immer wieder politische Gegensätze hineingetragen werden, so liegt das an der bei uns im Deutschen Reiche üblichen Po- lizeiwirtschaft, an der Neigung zur politischen Verfolgung. (Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Es sind immer wieder dieselben Leute, von denen die Hetzereien ausgehen, so bei der Voltsfürs»r«e, so auch beim Turnen. Es ist der Geist der po- litischcn Verfolgung, der glaubt, seine Macht zeigen zu inüssen, indem er andere unterdrückt, dem nichts gut erscheint, wenn es nicht von oben her, von den Anhängern der Reaktionsparteien gebilligt and unterstützt wird. Und es ist auch die deutsche Turner- schaft, welche an diesem politischen Kampfe schuld ist. Damit ist es nicht getan, daß Herr M e r t i n mit Entschiedenheit die Angriffe gegen die deutsche Turnerschaft zurückweist. Ueberhaupt die Tatsachen kann er nicht ableugnen. Ich hätte lieber gesehen, wenn er die politische Verfolgung der Arbeiterturner gemißbilligt hätte. M ü l l e r- Mciningen hat wenigstens mit einem milden Wort heute zum erstenmal diese Radelstichpolitik gemißbilligt. Er meinte, in Süddeutschland komme daS nicht vor. Aber gerade in Nordbayern erleben wir jetzt auch politische Verfolgungen der Arbeiterturner, und in W ü r t t e m b e r g ist im vorigen Jahre die Abhaltung eines Olympiafestes daran gescheitert. daß dieDeutscheTurnerschaft eineBeteiligung abelehnte, wenn auch die Arbeiterturner mitmachen würden.(Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Das sind nicht einzelne Personen, wie Herr Müller meinte, denn die Stuttgarter Deutsche Turnerschaft hätte diese Stellung nicht einnehmen können, wenn nicht hinter ihr die gesamte übrige deutsche Turnerschaft stünde. Ich erinnere auch daran, wie der alte Goetz ständig die Arbeiterturnvereine als politisch bezeichnete. Gewiß ist das ein alter Ehrengreis, aber gerade von einem solchen Manne könnte man verlangen, daß er nicht Unverantwortliches redet. Als Zeuge vor Gericht hat er auch einmal die Arbeiterturnvereine schlankweg als politisch erklärt. Gründe konnte er auf Befragen zunächst nicht einen einzigen anführen. Schließlich meinte er, der so z i a l d e m o k r a t i s ch e Parteivorstand habe in Lindenau eine Turnhalle ge- baut.(Heiterkeit bei den Sozialdemokraten.) Aber auch das war ein Irrtum. Das sind die Gewährsleute, die gegen die Arbeiter- turnerschaft auftreten und in die deutsche Turnerschaft die politische Hetze hineintragen, denn Herr Goetz»st Ehrenpräsident und Re- dakteur der Blätter der Deutschen Turnerschaft. Bei Gemeinde- ratswahlen in Weißenfels hat der dortige Verein der Deutschen Turnerschaft in einem offiziellen Flugblatt aufgefordert, nicht die politischen Kandidaten der Sozialdemokratie zu wählen.(Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Das sollte einmal ein Arbeiter- turnverein tun! Und war der Mann, der in Frankfurt beim Turnerfest erklärte, Gehorsam gegen den Staat und feine Regierenden wäre die erste Turnerpflicht, etwa auch dieser und jener, Herr Müller-Meiningen?(Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) Man hat vom Stadion»n Berlin gesprochen. Die Berliner Arbeiterturnvereine haben gebeten, auch ihnen das Stadion zu festlichen Veranstaltungen zu überlassen. Man ist ihnen nicht ab- solut ablehnend entgegengetreten, allerdings wie ich den Eindruck yahe, im Hinblick darauf, daß die Bewilligung eines Zuschusses in diesen Tagen in Frage kam. Sowie aber die Absicht des General- sekretariats, auch der Arbeiterturnerschaft das Stadion einzu- räumen, verlautete, hat ein Teil der Verbände, welche dem Reichs- ausschuß für Veranstaltung der Olympischen Spiele �angeschlossen sind, dagegen Einspruch erhoben.(Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Wie darüber entschieden wird, wissen wir »roch nicht. Jedenfalls wird es nicht an der Arbeiterschaft liegen, wenn ihre Vereine nicht mit den anderen in einer Reihe für die körperliche Ausbildung des jungen Volkes eintreten können. Herr v. Podbielski hat sich gestern, wie ja immer bei seinen Reden, wieder eine Entgleisung geleistet.(Heiterkeit.) Peter Schlehmihl hat sich»»»cht vor seinen Schatten gefürchtet, sondern er hatte keinen.(Heiterkeit.) Herr v. Podbielski wirft allerdings einen Schatten, und zwar einen recht kräftigen.(Heiterkeit.) Wir wer- den uns durch das Husarensäbelrasseln nicht rühren lassen. Immer- hin mag der Herr ganz gute Verdienste um das Stadion haben u»»d möge nun dafür sorgen, daß die Veranstaltung, auf die er Ein- fluß hat, auch von der Arbeiterklasse benutzt werden kann. Abg. Müller sagte, es wäre ein Akt der internationalen Cour- toisie, daß Deutschland sich nicht bloß einladen ließe, sondern auch einlade. Wir sind gewiß die ersten, die das anerkennen. Wir laden ja auch unsere Freunde aus dem Ausland ein, nur leider schmeißtmansiewiederdurchdiePolizeiheraus — das ist die internationale Courtoisie, wie sie im Deutschen Reiche ühlich ist. Wir sind da gern bereit, den bürgerlichen Par- teien einen politischen Knigges Umgang mit Nationen und Völkern zu dedizieren. Auch wir möchten die fremden Völker gern gastlich erirpfangen, aber wir sind in einer peinlichen Lage dabei: wir haben uns zu schämen dieser Verhältnisse, die im deutschen Volke herrschen, dieser Ungerechtigkeit und Willkür. Auf uns Sozial- demokraten, auf diesen Reichstag schauen die Turner der ganze» Welt. Sollen wir sie nun hierherladen, damit sie recht deutlich sehen, daß im Deutschen Reich Hunderttausende junger Leute, die sich ihrer körperlichen Ausbildung widmen möchten, daran gehindert werden, daß man ihnen Sport und Spiel vergällt durch die Willkür der Polizei, durch die Ungerechtigkeit der herrschenden reaktionären Parteien. Sollen wir ihnen diese schmachvollen politischen Ver- hältnisse eigens unter die Nase reiben! Im Auslaird hat man für solche Kleinigkeiten kein Verständnis. Würden das die Turner aus fteieren Ländern hören, so würden sie uns mit Recht fragen: Was, das laßt Ihr Euch gefallen, und billigt eS noch durch Euer Votum? Im Ausland, wo der Reichstag mehr ist als ein Schatten, versteht man es sehr wohl, wenn das Volk zur Demonstration für eine Forderung der Gerechtigkeit eine Budgetforderung ablehnt, auch wenn die Forderung selbst einem guten Zwecke dient. Das ist parlamentarische Disziplin, daß man nicht aus Neigung für eine Sache etwas bewilligt, was die politischen Gegner fordern, un» nachher die Früchte davon mit Hohn denen, die die Forderung bewilligt haben, vorzuenthalten.(Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) Gewiß gibt es Kreise, die unser Votum nicht verstehen lernen. Das sii»d all die Leute, die von den tatsächlichen Verhältnissen keine Ahnung haben. Es ist leider wahr, daß die bürgerliche Presse fast ohne Ausnahme in diesen Dingen der Wahr- beit nicht durchhilft, daß sie nicht mit der genügenden Ausführlich- keit ihre Leser darüber informiert, ganz abgesehen von den Land- rats- und Kreisblättern, die positive Unwahrheiten darüber verbreiten. Die Dinge, die Herr Hansen heute mitteilte, waren wieder ei» Schlag ins Gesicht der Gerechtigkeit und Wahrheit Wir haben im vorigen Winter von einer Entscheidung des Reichsgerichts gesprochen, wonach Schulbehörden das Recht haben, den Turnunterricht Jugendlicher unter ihre Obhut zu nehmen— das heißt zu verbieten. Ich teilte damals mit, daß die preußische Regierung den Standpunkt vertrat, das schutzbedürftige Alter ginge bis zur Großjährigkeit. Das Reichsgericht hatte aber abgelehnt, sich über diese Frage auszusprechen. Der Vertreter des ObereichSa,lwalts hat sich ausdrücklich nicht aul den preußischen Standpunkt gestellt. Es ist ja auch lächerlich: Nach dem Reichs- bereinSgesetz können Personen über 18 Jahre allen politischen Ver- sammlungen beiwohnen, und Personen unter 18 Jahren auch tur- nerischen Veranstaltungen politischer Vereine. Und da erlaubt sich die Verwaltungsbehörde unter dem Vorwand, es handle sich um schutzbedürftige Personen, jungen Leuten bis zum 21. Jahre das Turnen zu verbieten.(Hört! hört! bei den Sozial- demokraten.) Wie Herr Hansen mitteilte, geht man nun heute sogar über die Grenze der Großjährigkeit. Auf die Gefahr hin, mir einen Ordnungsruf zuzuziehen, muß ich sagen, das ist ein krasser Rechtsbruch, und eine Rechtsverdrehung.— Auch dem Arbeiter-Turnverein „Fichte" wird nicht gestattet, Personen unter 18 Jahren turnen zu lassen, indem man den dortigen Vorturnern keinen Turnunterricht- Erlaubnisschein erteilt, den die Vorturner der Deutschen Turner- schaft obne weiteres erbalte«.(Hört! bört! bei den Sozialdemo- kraten.) Ja, als der Turnverein„Fichte" nunmehr eine Anzahl staatlich geprüfter Turnlehrer, die im Besitz des Erlaubnisscheines sind, engagierte, v e r b o t die Behörde diesen trotzdem die Erteilung des Unterrichts im Turnverein„Fichte".(Lebhaftes Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Hier zeigt sich deutlich, daß die söge- nannte Fürsorge für die schutzbedürftigen Personen vor ungecigne- ten Lehrkräften nur ein Vorwand ist.(Sehr wahr! bei den Sozial- denrokraten.) Und diese Leute erklären, sie hätten Interesse an der körperlichen Ertüchtigung des Volkes.(Zuruf rechts: Liederbuch!) Es handelt sich darum, ob Personen, die die Erlaubnis haben. Turn- Unterricht zu erteilen, auch Mitglieder des Arbeiterturnvereins unterrichten dürfen. Das hat mit dem Liederbuch gar nichts zu tun. Natürlich, man sagt, die Arbeiterturnvereine seien nicht national. Mit keinem Wort wird ein nichtswürdigerer Unfug getrieben.(Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) Wir haben oft genug gesagt, daß wir mit unserer politischen Stellung- nähme unserer Nation besser zu dienen glauben als Sie. Das sind Ueberzeugungsfragen.(Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) Wir verbitten uns aber, daß Sie erklären, wir seien nicht national. weil wir unserem Volke auf unsere Art zu dienen bestrebt sind. Freilich, die Kriegstreibereien, das was Sie national nennen, den Servilismus nach oben und das Treten nach unten, das lehnen wir als nichtnational ab.(Sehr gut! bei den Sozial- demokraten.) Wenn wir gegen diese Forderung Protest erheben, so beab- sichtigen wir damit eine Demonstration gegen die Un- gerechtigkeit und UnWahrhaftigkeit, die im Deut- schen Reiche herrscht gegenüber den Arbeiterturnern, oder den nationalen Bruchstücken, die nicht mit den Konservativen gehen. Wir denken uns, endlich einmal muß doch die Stimme der Wahrheit durchdringen— nicht bei den Regierungen, ein solcher Phantast bin ich nicht; aber in weiten Kreisen des Volkes und bei den Politikern dieses Hauses. Zu den ernsten Männern innerhalb der anderen Fraktionen haben wir das Vertrauen, daß sie, wenn auch allmählich und langsam, so doch schließlich einsehen werden, daß hler eine empörende Ungerechtigkeit vorliegt, die Deutschland zu Schmach und Schande gereicht.(Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) Besonders Höften wir das von denen, die selbst Freunde des Sports sind, daß sie endlich zu der Erkenntnis kommen, so darf es nicht weitergehen, es muß Licht und Schatten gleichmäßig verteilt werden. Geschieht das, so hören auch die Kämpfe auf. In dem Augenblick, wo alle gleich behandelt werden, ist eine Konkurrenz der Organisationen überflüssig geworden. Ich hoffe, daß das eintreten wird, und um denen, oie Interesse für die Sache haben, der ganzen Turnerschaft, die Augen zu öffnen, deshalb stimmen wir für die Streichung dieser Forderung.(Lebhafter Beifall bei den Sozialdenwkraten.) Die Debatte schließt, die Abstimmung wird ausgesetzt. Im außerordentlichen Etat werden zur Förderung der Herstellung von Kleinwohnungen 4 Millionen Mark verlangt. Abg. Mumm(Wirtsch. Vgg.) wünscht, daß mehr und schneller Kleinwohnungen gebaut werde»». Der außerordentliche Etat wird genehmigt, ebenso die Ein- nahmen. Damit ist der Etat des ReichsamtS des Innern erledigt. Hierauf wird in erster, zweiter und dritter Beratung debattelos der Gesetzentwurf angenommen, der die Frist zur Beschäftigung von Hilfsmitgliedernbeim Patentamt bis zum 31. März 1916 verlängert. Hierauf vertagt das HauS die weitere Etatsberatung auf Montag 2 Uhr. Schluß 2 Uhr._ /lbgeorönetenhaus. 27. Sitzung. Sonnabend, den 14. Februar 191t, vormittags 11 Uhr. Am Ministertisch: v. D a I l w i tz. der Etat ües Innern. Zunächst werden die Anträge S ch m e d d i n g(Z.) auf Ueber- nähme der Fürsorge für die gemeingefährlichen Geisteskranken auf den Staat und Braun(Soz.) auf Regelrmg des JrrenrechtS be- raten. Abg. Frhr. v. Schenck zu Schweinsberg(k.): Wir stimmen dem Antrag zu. Die Kostenftage darf nicht aus- schlaggebend sein. Die Unterbringung der gemeingefährlicben Geistes- kranken in den öffentliche» Irrenanstalten auf Kosten der Provinzial- Verwaltung halten wir für verfehlt. Abg. Dr. Schröder-Kaftel(natl.) schließt sich den Ausführungen des Vorredners an und stimmt dem Antrag Schmedding zu. D»e gestrigen Einwände des Ministers gegen diesen Antrag sind unzutreffend. Es liegt ein Antrag der Sozial- demokraten vor. der von der Regierung eine Regelung des Irren- rechts fordert, soweit dasselbe nicdt reichsgesetzlich geregelt ist. Meine treunde im Reichstag haben schon früher eine reichsgesetzliche egelung des Jrrenrechts gewünscht. Aber diese Frage ist so schwierig, daß sie nicht kurzer Hand im Landtag entschieden werden kann. Es wird am besten sein, diesen Antrag an die Justiz- lommission zu überweisen. Minister des Innern v. Dallwitz: Die Voraussetzungen, von denen der Antrag Schmedding aus- geht, sind unzutreffend. Die Regierung steht diesem Antrag nach wie vor ablehnend gegenüber. Eine Teilung der Jrrenpflege, wie sie der Abg. Schröder vorgeschlagen hat, läßt sich nicht durch- führen. Abg. Dr. Flesch(Vp.): Wir werden sowohl für den Antrag S ch in e d d i n g wie für der Antrag der Sozialdemokraten stimmen.� Diesen Antrag an eine Kommission zu verweisen ist unnötig, da wir einen ähnlichen Antrag bereits früher angenommen. Es ist bedauerlich, daß Preußen noch keine gesetzliche Regelung des Jrrenwesens besitzt. Es handelt sich bei dieser Frage doch auch um das Wohl und die Sicherheit der Allgemeinheit; da ist eS erstaunlich, daß der Minister sich weigert, die Uebernahme der Jrrenpflege durch den Staat zuzugestehen. Abg. Dr. Liebknecht(Soz.) Durch Geisteskranke sind schon sehr schwere Unglücksfälle hervor- gerufen worden, wie das furchtbare Wüten eines Jrrsingen in einer Bremer Schule und der Fall Wagner in Württemberg be- weisen. Außerdem abererscheinteineReform deS Jrrenrechts dringend er- forderlich durch die häufigen Fälle, in denen Leute durch Erb- s ch l e i ch e r e i ihrer Angehörigen. Neid usw. entmündigt und gegen Vermögensraub und Betrug wehrlos gemacht werden. Gegenüber solchen Zuständen kann die Kostensrage keine Rolle spielen. Es handelt sich bei der Reform des Jrrenrechts um viele und kornplizierte Fragen, wie des Schutzes der Oeffentlichkeit gegen gemeingefährliche Geisteskranle und der Zweiteilung zwischen Staat und Provinzen, in der ich mich dem Minister anschließe weil es doch keinen Unterschied machen darf, ob der Geisteskranke be- mittelt ist oder nicht. Die gemeingefährlichen Geisteskranken sind einheitlich und gleichmäßig zu bebandeln, während der Antrag Schmedding hier Verschiedenheiten einführen will. Sehr falsch wäre es, wenn polizeiliche Gesichtspunkte zum Nachteil der medizinischen in den Vordergrund treten würden. Bei aller Rücksicht auf die nötige Schonung der Gesellschaft muß doch auch diesen bedauerns- werten Kranken mitleidig gegenübergetreten werden. Da es sich aber um Interessen der Allgemeinheit handelt, hätte allerdings der Staat sie wahrzunehmen, statt sich in Kompetenzstreitigkeiten mit den Gemeinden und Provinzen verlieren, wie es der Minister gestern tat. Man kann von den Ge- meinden die Unterbringung der Gemeingefährlichen nicht verlangen, iondern sie mutz einheitlich durch den Staat geschehen. Ob Staat oder Provinzen die Kosten aufbringen, ist für die Allgemein- heit recht gleichgültig. Wir stimmen trotz einzelner Bedenlen für den Antrag Schmedding. aber viel wesentlicher ist unser Antrag. Das Haus hat schon am 16. April v.J. dieienAntrag einstimmig angenommen, wozu da noch eine Kommissionsberatung? Das wäre ein Mißtrauens- Votum des Hauies gegen sich selbst. Es handelt sich um eine h ö ch st dringliche Aufgabe, auf die schon 1892 von S t ö ck e r in der„Kreuz-Zeilung" hingewiesen wurde, und die Reform des Irren- wefens ist auch längst in den Götlinger Thesen verlangt. Die Re- gierung hat mehrfach Zusagen gegeben. Die Bewegung ist aber noch nicht zu ihrem Ziele gelangt, obgleich in zahlreichen aus- ländischen Staaten und auch in Sachsen-Weimar, Elsaß-Loihringen usw. Jrrengesetze bestehen, die sich bewährt haben und auch gar nicht so kompliziert sind. Ein solches Gesetz ist notwendig zum Schutz der Allgemeinheit gegen gefährliche Irre, aber auch zum Schutz des JndividiumS gegen rechtswidrige Jnternierung als Geisteskranker. Das Gesetz müßte Aufnahme und Entlassung in und aus Irrenanstalten regeln, ein geordnetes Rechtsmittelverfahren, unabhängige Ueberweisung, auch durch Laien, und die Verhältnisse des� Personals regeln. Den Geisteskranken und ihren Angehörigen müssen bestimmte Rechte gegeben werden. Das Verwalwngs- streilverfahren gegen polizeiliche Unterbringung reicht nicht aus und steht auch nur einem sehr kleinen Kreis zu. Wenn der Internierte nicht entmündigt ist und nicht einen gewissenhaften Vormund hat. wird er die Rechtsmittel nicht anwenden können. Sie müssen auch den nahen Verwandten und iolchen Personen, die ein besonderes Interesse daran haben, gegeben werden. Wenn auch widerrechtlich« Jnternierungen lange nicht so zahlreich find wie früher, so müssen auch Garantien gegeben werden, daß sich auch nur wenige Fälle ereignen. Bei allem großen und berechtigten Ver- trauen zu den Aerzten muß doch zugegeben werden, daß Mißgriffe vorkommen und dann: es pfuscht doch die P o l i z e i den Psychiatern so oft ins Handwerk und entläßt Internierte nicht, trotzdem der Psychiater sich dafür entschieden hat. Dagegen müssen Rechtsgarantien ge- schaffen werden. Die Internierten müslen sich mit der Außenwelt in Verbindung setzen können. Da« Besuchswesen, das Recht, zu korrespondieren muß geregelt werden. Man kann ja den Briefen er- läuternde Bemerkungen hinzufügen, aber man darf die Briefe doch nicht zurückhalten. Das muß auf die Kranken sehr nachhaltig wirken und erst recht auf widerrechtlich Eingeschlossene. Rekursgerichte, zum Teil aus Medizinern bestehend, müssen eingesetzt werden. Wurde doch in Berlin ein Straßenhändler wegen wiederholter Ueber- lretung der Polizeianordnungen als— gemeingefährlich interniert.(Hört! hört!) Nehmen Sie, wie im Borjahr, miseren Antrag ohne Kommissionsberatung an. wiederholen Sie den schon einmal gefaßten Beschluß und veranlassen Sie dadurch die Beschleu- nigung der Einbringung der schon lange angekündigten Vorlage! l Bravo! bei den Sozialdemokraten.) Abg. Biereck(fl.): Der Staat ist verpflichtet, für die Unterbringung derjenigen Geisteskranken zu sorgen, deren Jnternierung die Sicherheitspolizei fordert. Klagen über unrechtmäßige Einsperrung in die Irren- anstalten werden erst aufhören, wenn eine gesetzliche Regelung der Jrrenpflege getroffen worden ist. Der sozialdemokratische Antrag muß an die Justizkommiision verwiesen werden, da der Entwurf des neuen Strafgesetzbuches Fragen aufrollen wird, die mit der Jrrenpflege zusammenhängen. Wrr stimmen ihm zu. da eine gesetz- liche Regelung der Jrrenpflege. zwar keine reichsgesetzliche, wohl aber eine landesgesetzliche, dringend notwendig ist. Ei» Regienutgskommissar: Nach den Entscheidungen deS Verwaltungsgerichts ist die Sorge für die Geisteslranken Sache der Ortspolrzei und nicht der Landespolizei. Abg. Schmedding(Z.): Wir wollen den jetzigen Zustand, daß die Gemeinden die Kosten tragen, ändern und sreuen uns über die Zustimmung, die unser An« trag im Hause gesunden hat., Abg. Dr. Liebknecht(Soz.): Trotz der Begründung, die der Abg. Bier eck gab, bitten wir von einer Ueberweisung unseres Antrages an die Justizkommission abzusehen. Daß durch den Entwurf de? neuen Strafgesetzbuches neue Fragen ausgerollt werden, wußte man schon ftüher, als daS HauS im vorigen Jahre dem gleichen Antrage zustimmte. Der Abg. Viereck wird doch nicht meinen, daß man mit der Regelung der Jrrenpflege warten solle bis der Entwurf des Strafgesetzbuches Gesetz geworden ist, denn es ist sehr wohl möglich, daß sich das noch sehr lange hinauszieht. Die Regelung der Jrrenpflege ist eine äußerst dringende Angelegenheit. DaS ist auch von der Regierung anerkannt worden. Wenn neue Materien und Fragen auftauchen, so kann man sie durch eine Novelle zum Jrrengesetz regeln. So schwierig ist überhaupt die ganze Frage nicht zu lösen. Erst vor kurzer Zeit hat sich die Oeffentlichkeit mit dem Fall Kroß beschäftigt, in dem hier in Berlin ein Mann als angeblich geisteskrank auf Betreiben seines B a t e r S verhaftet und nach Oesterreich transportiert worden. Der„Vorwärts" hat sich von einer ausführlichen Beschäftigung dieser Angelegenheit mit Absicht zurückgehalten. Man hat ihm sogar einen Vorwurf daraus gemacht. Aber die andere Preffe hat sich ausgiebig damit befaßt. Gäbe eS erforderliche Rechtsgarantien für die Geisteskranken, so wäre kein Grund vorhanden, sich aufzuregen. Die Tatsache der Recht» losig keit, die Willkür der Verwaltungsorgane begünstigt alle die Vorwürfe, die gegen die Verwaltung erhoben werden. ES ist also geradezu ein staatSerhaltendeS Interesse, solche Vorwürfe durch eine gesetzliche Regelung des Jrrenwesens ein für allemal zu beseitigen. Der Mangel an emer solchen Regelung be- günstigt die Gefahr, die der Allgemeinheit besonders auch durch die geheimen Geisteskranken erwachsen. Diese Kranken haben Angst davor, die Krankheit anzuzeigen, weil sie, wegen der Rechtlosigkeit der Irren, den Aufenthalt in einer Jrrenanstatt wie das Lebendigbegrabensein fürchten. Durch eine gesetzliche Re- getung deS Jrrenwesens würde auch diese Gefahr beseitigt werden. Roch einmal ersuche ich den Regierungsvertreter und ven Minister, uns darüber Auskunst zu geben, wie weit die Bororbeiten für ein Jrrengesetz gediehen find. Dies« Frage ist schon deshalb berechtigt. weil bereits durch die Presse Nachrichten über diese Vorarbeiten ge- gangen sind und das Haus sich einmütig für ein solches Gesetz aus- gesprochen hat.(Beifall bei den Sozialdemokraten.) Mnister v. Dallwitz: Auf Grund des Beschlusses des Abgeordnetenhauses im vorig« Jahre habe ich mich mit dem Justizmimster in Verbindung gesetzt. Die Erwägungen schweben noch. Damit schließt die Beratung dieser Antrüge. Tie preußische Tänenpolitik. Abg. Johanssen(fr!.): Die dänische Agitation in SchleSwig-Holstein ist im Wachsen begriffen. DaS Ziel dieser Agitation ist Schürung des Deutschen- Haffes und Wiedervereinigung mit Dänemark. Die Regierung er- kennt den Ernst der Lage nicht und hat die dänische Agitation durch ihr Schwanken g e st ä r k t. Auch die Parlamente hätten die Deutschen wirksamer unterstützen sollen, auch die Prefle hat es hieran fehlen laffen. Die Regierung sollte den Zuzug von Reichs- dänen verbieten und den Dänen gegenüber keine Nachgiebig« keit zeigen.(Beifall rechts.) Abg. Nissen(Däne): Das Verbot der preußischen Regierung gegen Amundsen und seinen Vortrag mußte eine andere Kulturnation schwer der- letzen. Herr v. Kardorff sollte dafür sorgen, daß Preußen sich nicht wieder derartige Blamagen zuzieht. In einer Flensburger Versammlung wurde der Berichterstatter der„Flensborg Avis" ge- zloungen, den Saal zu verlassen, weil er nicht a u f st e h e n wollte, als ein antidänisches Lied gesungen wurde. Als er hinausging mutzte er sich vor groben Mißhandlungen schützen. Der Staatsanwalt lehnte aber einen Antrag auf Verfolgung der Schul- digen mit einer schnodderigen Redensart ab.(Vizepräsident Dr. P o r s ch bittet den Redner, etwas ruhigere Ausdrücke zu wählen.) Ferner haben wir Dänen uns über die bekannten Landungs- verböte dänischer Lustreisender durch die Behörden zu be- schweren. Wie ist ein solches Verhalten mit der internationalen Höflichkeit zu vereinbaren? Als sich die dänischen Lustreisenden, die in Sonderburg nicht landen durften, beim L a n d r a t beschweren wollten, versteckte er sich hinter einem Bretterstall und freute sich wie ein kleiner Junge. Im Gegensatz dazu steht die Aufnahme der Deutschen in Dänemark. Der Landrat hat dem dänischen Ausflugsdampser nicht nur in Sonderburg die Landung verboten, sondern ihn auch nur weiter- fahren lassen nach Angabe des Ziels!(Hört! hört! links. Die Konservativen und Nationalliberalen begleiten die Verlesung des Ukases mit Beifallsrufe tCf Ein deutsches Flensburger Blatt stellte fest, daß deutsche Ausflügler in Fredericia freundlich emp- fangen wurden und darunter war der Nordmarkenvorsitzende aus Sonderburg. Sogar das Anbordgehen preußischer Staatsbürger wurde im Sonderburger Kreis verboten. Im Apenrader Kreis war man etwas weniger ostelbisch.(Lachen rechts und bei den Nationalliberalen.) Aber die Landräte halten sich nicht ans Gesetz. Eine dänische Vortragende über Missions' Wesen wollte man zum Redeverbot noch ausweisen, bestand aber nicht darauf, als man erfuhr, daß sie englische Staatsbürgerin war. (Hörtl hört! links.) Das Verbot an Direktor Falk, über die Fliegenplage zu sprechen, schadet uns nichts; wenn sich die Behörden blamieren wollen— wir können sie daran nicht hindern! (Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) Das Reichsvcrsicherungs- gesetz wird uns gegenüber unausgesetzt übertreten.(Der Redner bringt dafür Fälle vor, darunter einen, wo eine deutsche Versamm- lung acht Meilen weit die öffentliche Sicherheit bei einer dänischen gefährden sollte. Dabei kommen bei uns Gewalttätigkeiten und Widerstand gegen die Staatsgewalt nie vor! Systematisch werden unsere geschlossenen Vereinsversammlungen überwacht. (Widerspruch des Abg. Hammer) Kennen Sie denn die Verhalt- nisse I(Zuruf Hammers.) Er ist da einmal durchgefahren!(Große Heiterkeit bei den Sozialdemokraten und Polen.) Ein L a n d r a t hat erklärt, daß das Alter nicht matzgebend ist für den Begriff .Jugendliche". Auf Grund von Verordnungen von 1817— 1839 verbietet man Turnunterrichte.(Vizepräsident P o r s ch: Das gehört zum Kultusetat.) Und das soll Kulturarbeit sein! Ein Land- gerichtsvirektor Dr. Haber hat auch den Dänen jenseits der Königsau den Kampf und uns die Enteignung angedroht. Vernünftige Deutsche verurteilen selbst diese Art, die die nationalen Gegensätze im Norden schüren will, um daS Wahlglück der Konser vatlven und Nationalliberalen zu verbessern. Durch gleiches Recht würden Sie zwar nichts erreichen, wozu wir uns nicht zwingen ließen, daß wir unsere Sprache und Eigenart aufgeben, wohl aber erträgliche Verhältnisse.(Bravo! bei den Polen und Sozialdemo- kraten.) Mg. Dr. Schifferer(natl.): Dieses Erinnerungsjahr für SchleSwig-Holstein sollte die Deutschen mahnen, ihre Vorkämpfer im Norden zu stützen. Die Negierung tritt der energischen Arbeit der Dänen nicht e n t schlössen genug entgegen, was die Deutschen beunruhigt und die Dänen anspornt. Gerechtigkeit und Entschiedenheit fordern wir von der Regierung; mit Idealismus und Träumerei erzielt man keine Erfolge. Das große Entgegenkommen beim Optantenvertrag hat das Gegenteil des erwarteten Erfolgs geliefert und den Kamps nur verschärft. Auch führende fortschrittliche Blätter haben erklärt, daß Nachgiebigkeit um jedem Preis nicht zum Ziele führt. Eins geschlossene Front avcr Deutschen in dieser Frage ist die Voraussetzung für eine wirksame Politik. Auf wirtschaftlichem, politischem und kulturellem Gebiete arbeiten die Dänen auf eine Wiedervereinigung mit Dänemark. Wir weisen die Unterstellungen des dänischen Abgeordneten betreffend die Objekti- vität unseres Richterstandes entschieden zurück. Wir wenden uns nicht gegen die dänische Bevölkerung als solche und gegen ihre Kultur und Sprache, sondern gegen den Mißbrauch dieser Kultur und Sprach« zu politischen Zwecken, die sich mit unserem natio- n a l e n I n te re s s e nicht vereinigen lassen. Vor allem sucht man die Jugend in den dänischen Jugendorganisationen mit Haß gegen das Deutschtum zu erfüllen. Bei Nacht und Nebel holt man reichs- dänische Redner nach Schleswig herüber, die die Bevölkerung gegen die preußische Regierung aufreizen. Wir müssen die Regierung gegen die Versuche der Dänen, sie vor dem Auslande lächerlich zu machen, in Schutz nehmen. In immer größerem Umfange be- dient sich die dänische Agitation des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Boykotts. Vor den letzten Landtagswahlen hat man den deutschen Gewerbetreibenden, die auf die dänische Kundschaft ange- wiesen sind, mit dem Boykott gedroht. Die Zustände in der Nord- mark sind für die Deutschen un er träglich und unvereinbar mit der Würde des Deutschen Reiches geworden.(Sehr richtig! rechts.) Die letzten Wahlen in Schleswig haben ein A n w a ch f e n des dänischen Elementes gezeigt, wie wir es seit 1867 nicht erlebt haben. Die Regierung hat es an der nötigen Energie fehlen lassen und der Minister hat einen schweren Fehler be- gangen, als er die Klagen der Deutschen in Schleswig als über- trieben bezeichnete. Die Ostmarkenpolitik muß ohne Rücksicht aus die auswärtige gemacht werden. Leider ist der Minister auf die brennende Frage der Staatenlosen nicht eingegangen. Durch einen Vertrag mit Dänemark sollte sich diese» verpflichten, die Staatenlosen zu dänischen Staatsbürgern zu machen. Gegenwärtig spielen die Staatenlosen in der dänischen Agitation eine bedeutende Rolle. Zur Beseitigung dieser Mißstände brauchen wir die Politik einer starken Hand. (Beifall rcckits und bei den Nationalliberalen.— Lachen bei den Dänen.) Planmäßig muß das Deutschtum in Schleswig vor allem durch eine konsequente Bodenpolitik gestärkt werden Minister v. Dallwitz: Der dänische Vergnügungsdampfer, dessen Landung in Sonder. bürg vom Landrat verboten wurde, sollte zahlreiche Reichsdäncn nach Schleswig befördern, die mit den preußischen Dänen ein Ver- brüderungsfest feiern und einen Demonstrationszug veranstalten wollten. DaS Verbot war also berechtigt. Der Fall Amundsen ist ein vereinzelter Ausnahmefall, der in keinem inneren Zusammen- bang mit der Dänenpolitik der Regierung steht, da es sich ja um einen Vortrag in norwegischer Sprache handelte. Jedenfalls be- deutet die Aufhebung des Verbotes keine Aenderung unserer Dänen- Politik.' Der Vorwurf des Abg. Schifferer, daß die Regierung nicht energisch genug gegen die Agitation der Dänen vorgegangen 1 sei, ist unzutreffend. Die Staatsregierung wird es an einem syste- matischem Vorgehen gegen diese Agitation nicht fehlen lassen. Unsere Maßnahmen zur Stärkung des Deutschtums sind wirksamer als alle Polizeimaßregeln. Abg. Graf v. Baudissin schließt sich den Ausführungen der Abgg. Johanssen und Schifferer an und weist auf den engen Zusammenhang der südjütischen Ver- eine mit den Reichsdänen hin. Die Dänenpolitik läßt feit längerer Zeit den Eindruck der Stvtigkeit vermisssen. Bon einer festeren Politik erwarten wir bessere Zustände in der Nord- mark. Das Haus vertagt sich. Wgg. Schlfferer und Nissen(persönlich) wenden sich gegen einige Ausführungen des Ministers. Auf eine Anfrage des Abg. Hennings- Techlin(k.) erklärt der Präsident Graf v. Schwerin-Löwitz, daß nach Schluß der Generaldiskussion über den Etat des Ministeriums des Innern die Anträge zugunsten der durch Hochwasser Geschädigten auf die Tagesordnung gesetzt werden sollen. Fortsetzung der Beratung des Etats des Innern: Montag 11 Uhr. Schluß:%5 Uhr._ Wirtschaftlicher Wochenbericht. Erweiterung der Deutschen Bank. Großbanken und Börsenhausse. Im Herbst vergangenen Jahres bereits war in Börsenkreisen davon die Rede, daß mehrere Großbanken die im Frühjahr 1914 zu erwartende Erleichterung des Geldmarktes ausnutzen würden, um Kapitalserhöhungen vorzunehmen. Von allen Großbanken scheint indessen zunächst nur eine, die Deutsche Bank, diese Ab- sichl verwirklichen zu wollen. Die anderen Banken halten den Zeit- punkt noch nicht iür günstig. Einzelne von ihnen müssen sogar Dividendenherabsetzungen vornebmen, weil das Bankgeschäft trotz der hohen Einsätze durch die Erschwerung des Kredits, durch Kurs- Verluste und sonstige Wirkungen des Konjunkturrückganges weniger rentabel war als in den Vorjahren. So wird die Rationalbank ihre Dividende um V, Prozent auf 6'/z Prozent heruntersetzen und der Schaaffhausensche Bankverein muß die Dividende sogar um 2 Prozent bis auf 3 Prozent reduzieren. Diese für die betroffenen Großbanken unangenehme Situation nutzt nun gerade die Deutsche Bank aus, um ihrerseits durch eine Kapitalserhöhung ihre Konkurrenzfähigkeit zu erhöhen. Diese Vermehrung ist umso be deutiamer, als sie zur völligen Angliederung einer Tochter bank benutzt werden soll, die ihre Tätigkeit im Hauptfelde des Schaaffhausenschen Bankvereins ausübti Schon seit 1897 steht die Bergisch-Märkische Bank in Elberfeld unter Kontrolle der Deutschen Bank. Die Großbank hat ihren Einfluß auf die Elberfelder Bank inzwischen verstärkt; sie besitzt heute mindestens 50 Millionen von dem 89 Mill. Mark hohen Kapital der Provinz- bank. Jetzt plant die Deutsche Bank, ihr Tochterinstitut völlig auf zusaugen, sodaß die Bergbank als selbständiges Unternehmen ver- schwindet. Zunächst würde das nur wie ein Wechsel des Firme»' schildeS aussehen, denn auch heute leitet die Deutsche Bank in Wahr- heit das kleinere Institut. Aber tatsächlich gewinnt die Berliner Großbank durch den Namenswechsel der Bergbank mehr Einmal werden Organisationskosten gespart, die in der Bilanz von Groß' banken einen immer größeren Passivposten einnehmen. Dann aber gewinnt die kleinere Bank durch den Namenswechsel an Prestige. daS sich in reicheren Zufluß von Depositengeldern und Zunahme der Geschäftsverbindungen umsetzen wird. Die ungeheueren Macht' mittel. die hinter einer Großbank stehen, üben eine größer« Anziehungskraft aus, wen» die Großbank unmiltel bar, ohne Zwischenglieder, die Verantwortung übernimmt. Gerade im rheinischen Industriegebiet, in dem die Bergisch- Märkische Bank arbeitet, wünscht nun die Deutsche Bank als solche aufzutreten. Einfluß übt sie zwar in diesem Gebiet schon außer durch die Bergbani auch durch die Rheinische Kreditbank(Mannheim) und die Essener Kreditanstalt auS. Aber ein offener Vorstoß wird besonders deshalb von der Leitung beabsichtigt, weil auch andere Großbanken dort eigene Filialen unterhalten. So fitzt die Darmstädter Bank seit Anfang 1919 in Düsseldorf, die Diskonto gesellschaft fett Ende 1911 in Essen a. Ruhr und der Schaaffhausen sche Bankverein in Köln beabsichtigt, nach seinen Mißerfolgen in Berlin, sich wiederum vorzugsweise seinem alten Arbeitsgebiet, dem rheinisch'westfälischen Jndustrierevier, zuzuwenden. Die Angliede- rung der Bergbank ist also ein Konkurrenzvorstoß, der vor- nehmlich gegen Schaasfhausen gerichtet ist. die gegenwärtig durch den beträchtlichen Dividendenrückgang sich in schwächerer Position befindet. Die Bergbank, das drittgrößte Kreditinstitut in West' deutschland ist durch 35 Filialen und Depositenkassen ziemlich fest mit dem Jndustrierevier verwoben und durch die geplante Fusion tritt die Deutsche Bank in diese vielfachen Beziehungen ein, die sie mit ihren größeren Mitteln weiter ausbauen und wertvoller ge- stalten wird. Soviel bisher von der geplanten Transaktion bekannt ist, werden die Aktionäre der Bergbank für je fünf Bergaktien je drei Aktien der Deutschen Bank erhalten. Da die Deutsche Bank aber bereits b9Millionen der Bergbankaktien besitzt, würden zum Umtausch des Restes von 39 Millionen bei dem hohen Kursstand der Aktien der Deutschen Bank(258 Proz.) höchstens noch 13 Millionen nötig sein. Wenn die Deutsche Bank trotzdem ihr Kapital um 59 Millionen Mark erhöben will, so geht daraus die Abficht hervor, die Tätigkeit allgemein zu erweitern. Allerdings besteht auch die Möglichkeit, daß ein Teil des neuen Kapitals zu besonderen Abschreibungen auf die Bestände der Bergbant nötig sein wird. Die Bergbank hat in den letzten Jahren auf dem Terrain- und Baumarkt große Verluste erlitten. Im Jabre 1911 mußte sie deshalb die Dividende von 8�/, auf 7 Proz. ermäßigen; im Jahre 1912 stieg die Dividende aller- dings wieder auf 7V, Proz. Die Pause zwischen der letzten Kapitalserhöhung(im Jahre 1995) und der jetzt geplanten der Deutschen Bank ist verhältnismäßig groß. Inzwischen haben auch andere Banken ihr Kapital auf 299 Millionen gebracht: die Dresdner Bank(1919) und die Diskontogesellschaft (1911). Die Erhöhung auf 259 Millionen würde der Deutschen Bank wieder einen großen Vorsprutig schaffen. Neben diesem Aktien- kapital verfügt die Bank noch über mehr als 119 Millionen offene Reserven. Nach der Verschmelzung mit der Bergisch- Märkischen Bank werden sich Aktienkapital plus Reserve auf rund 479 Millionen belaufen.(Die Bergbank verfügt heute über 89 Millionen Kopital und 26 Millionen Reserven.) Dazu, treten an ftemden Mitteln, die von der Deutschen Bank verwaltet werden, etwa 1999 Millionen. Die Großbank repräsentiert gegen- wärtig eine Kapitalsmacht von etwa 2255 Millionen, wobei die Mittel der zahlreichen Tochterinstitute noch nicht mitberücksichtigt worden sind. Da die Gesamtaktiva der Bergbank aus rund 489 Millionen berechnet werden, wird sich die Kapitalsmacht der Deutschen Bank auf 2685 Millionen oder fast 2»/« Milliarden erhöhen. Das nächstgrößte Institut, die Dresdner Bank, verfügt erst über ein Kapital von 1443 Millionen. Das Uebergewicht der Deutschen Bank geht auS diesen Zahlen klar hervor. Die gewaltige. Macht der Großbanken erklärt auch die von bürgerlicher Seite zugegebene Tatsache, daß die Großbanken Ende vergangenen JahrcS die Kurse von Dividendenpapieren absichtlich gedrückt haben. Der Zweck war dabei, das Vermögen der zur Zah- lung deS Wehrbeitrages Verpflichteten zu verringern. Nach dem 31. Januar 1913, der als Grundlage sür die Berechnung des Wehrbeitrages galt, sind die Kurse dann gestiegen. Es notierten an der Berliner Börse: 31. 12. 13 13. 2. 14 Deutsche Bank. 248 258,75 Dresdner Bank....... 159,9 157,75 Berliner Handelsgesellschaft... 155,5 163,5 Allgemeine Elektrizitäls- Gefells chaft 234,8 246,75 Aumetz-Friede........ 157 168,5 Bochumer Gußstahl...... 298,1 226,5 Gelsenkirchen........ 183,9 195 Harpen.......... 172,5 189,1 Laurahütte......... 152 164,6 Phönix.......... 234,1 244,4 Die Kurssteigerungen müssen auffallen, weil die Konjunktur- aussichten sich im Winter weiter verschlechtert haben. Mehrere der genannten Unternehmungen haben gerade jetzt Nachweise über ver- ringerte Betriebseinnahmen veröffentlicht. Die Erleichterung auf dem Geldmarkt und die Herabsetzung des Zinssatzes haben zwar in der gleichen Richtung der KurSerhöhung gewirkt, aber beides kündigte sich bereits im Herbst vorigen Jahres an, während die Börsenhausse erst Anfang dieses Jahres einsetzte. flus aller Welt. Priester gegen üen„parstfal�. Die böhmischen und mährischen Kleriker hielten dieser Tage in Prag ihre Jahresversammlung ab, eucharistischer Priester- kongreß benannt. Bei dieser Gelegenheit wollte yaS tschechische Nationaltheater den schwarzen Herrschaften einen außergewöhnlichen Kunstgenuß bereiten, indem eS WagnerS„ P a r s i f a l" auf den Spielplan setzte. Aber der Mensch denkt und der Priester lenkt. Die Theaterleitung fand bei den hoch- und ehrwürdigen schwarzen Herren nur wenig Verständnis und Würdigung, sie- widerstanden mannhaft den Lockungen der sündhaften Welt. Auf Vorschlag ihres Brünner Amtsbruders beschlossen die Prälaten und Bischöse. daß der Kongreß der„Parsifal"-Ausführung kemeS» falls geschlossen beiwohne. Die Oper sei nicht ftei von unsitt» lichen Stellen, sogar der Titelheld sei ein sträflicher Sünder, der sich von den Blumenmädchen habe verführen lassen und verbotener Sinnes- und Fleischeslust allzu leicht zum Opfer gefallen sei; kurzum, das Stück lasse mancherorts die richtige christ« liche Tugendhaftigkeit vermissen und sei also geeignet, das katho- lisch« Sittlichkeitsempfinden zu verletzten. Von den hohen Würden- trägern wohnten denn auch nur ein Abt und ein Bischof der Vor» führung bei. nur die niedere Geistlichkeit war zahlreicher erschienen- O sündhafte Welt! Da ist jahrelang die Wagnergemeinde nach Bayreuth gepilgert, um sich an dem Weihespiel zu erbauen, ungezählte Tausende, denen die braunen Lappen nicht so locker saßen, haben in den letzten Wochen Gelegenheit genommen, das Werk kennen zu lernen und erst der böhmischen Geistlichkeit war«» vorbehalten, die Unsittlichkeit des„Parsifal" aufzudecken. Patriotismus im Ramsch. DaS»Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel� enthält i« seiner Nummer 34 vom 11. Februar 1914 folgendes interessante Inserat: Rrstauflage (gegen 39999 Expl.) einer in großen Auflagen abgesetzten guten) billigen und volkstümlichen Broschüre, welche die Regierung»» tätigkeit Sr. Majestät Kaiser Wilhelms II. in gemeinverständlicher Weise behandelt, besonderer Umstände halber ganz oder geteilt billig abzustoßen. Gefl. Anfragen usw. Der»Geist der Zuchtlosigkeit" muß arg um sich gegriffen haben, wenn so volkstümliche Lektüre schon im Ramsch verkauft werden muß. Die Dummen werden nicht alle. Die Hamburger Polizei verhaftete eine in Sankt Pauli wohnende Kartenlegerin namens Anna E r n st, die es verstanden hat, zwei Dienstmädchen und einen Zahnarzt davon zu überzeugen, daß sie in Italien eine Erbschaft von 129 999 Mark zu er» warten hätte, die jedoch erst ausgeklagt werden müsse. Zu diesem Zwecke gaben die Leichtgläubigen 5499 Mark her und kamen zu spät dahinter, daß sie einer Betrügerin zum Opfer gefallen waren- Einem der beiden Mädchen war unter den gleichen Versprechungen außerdem von einer Kartenlegerin namens Gamm aus Altona 2399 Mark abgenommen worden. Auf falscher Fährte. In der letzten Nummer der antisemitischen Wochenschrist„Der Jjammer" sucht ein Stellungsloser mit folgendem Inserat Be» chäftigung: Nürnberger, der 29 Jahre Deutschland. Oesterreich. England, Frankreich, Schweiz, Holland, Belgien, Italien, Skandinavien. Rußland. Nord-Afrika bereiste, wünscht für Judengegner zu reisen. Er kann sehr nützlich sein, da er die Juden selb st von hinten erkennt, sich vor Verbrechen derselben zu schützen weiß, also auf seinem Weg nicht aufgehalten werden kann. Ganz alkoholenthaltsam. Offerten usw. Der Mann ist auf falscher Fährte. Solch ein menschliche» Wunder, der selbst von hinten sehen kann, kann sein Brot im Panoptikum leichter verdienen. Kleine Notizen. Die billigen Ausländer. Am Freitagabend wurde'dem Direktor Schul, von der Gewerkschaft Constanze bei Langenaubach im Westerwald durch einen seiner Arbeiter, einen Kroaten, in seinem Zimmer mit der Axt die Schädeldecke zer- t r ü m m e r t. Der Täter ist geflüchtet. Die Veranlassung zu der Tat gab die Entlassung des Arbeiters. Der Zustand des Direktors Sckiulz ist hoffnungslos. Zwei Eisenbahnbcamte überfahren. Am Sonnabendvormittag wurden in Görlitz bei einer Rangierbewegung eines Triebwagens zwei Bahnunterhaltungsbeamte überfahren. Der eine, namens Fischer, war sofort tot, der andere, namens Ludwig, hat Verletzungen erlitten, die jedoch nicht schwerer Natur zu sein scheinen. Ein verbrecherischer Anschlag. Wie aus Smien» gemeldet wird, wurden zwei Soldaten verhaftet, die im Verdachte stehen, in der dortigen Militärbäckerei in den Brotteig Vitriol geschüttet zu haben. Di« Gefahren der Grube. Auf der 499- Meter- Sohle der Ferdinand-Grube verunglückten zwei Bergarbeiter tödlich. Der Hauer Sawischoivsti, Vater von sechs Kindern, wurde von herabstürzenden Kohlenmassen verschüttet und erschlagen. Der zweite Arbeiter, ein Galizicr, wurde von der elektrischen Lokomotive erfaßt; ihm wurde der Brustkorb eingedrückt.— Durch eine Kohlengasexplosion in dem Schacht der Neurussischen Gesellschaft in Jusowka sind acht Arbeiter leben?« gefährlich und fünf leicht verletzt worden. □ Vom 16. bis 21. Februar Ausstellung Vom 16 bis 21. Februar von Gardinen• Stores Bettdechen von der einfachsten Art bis zur reichsten Prunkausführung° Besichtigung(auch ohne Kaufveranlassung) erbeten! MnenveM im Z. Stock! HervomM M AMhl! Sehr villlze Preiss! Gewebte TUil-Gardinenr'Ä�jFtSÄ'S 3.75 w. 40- Gewebte Tüll-Garnituren£L0aS™Im. 4— 13— Erbstüll-Garnituren�SÄÄÄ: 11- 30- Tüll-Garnituren:jlr%TÄ.ESek.":*,':KlippÄ; S-... 42- Etamine-Garnituren 9— 32- Mull-Gardinen SIÄ�J.�'-.J'.�.KIO.to 24- Gewebte Tüll- Stores Ä ErbstUII-Band-StoresL"d;r,issens. Montag 8 Uhr: Schirin u. Gertraude. Dienstag 8 Uhr: Das Phantom. Frlcd.-Wllhelmst. Theater t'rl. Trallulu—«llbcrt. Kaisencrössn. 7 Uhr. Ansang 8 Uhr. WM" Heute nachm. 3 Uhr:~V> Zapfenstreich. Heute: 2 V orstellungen 2 Nachm. 31/, Uhr Kleine Preise mit Matlgs Lessing und Frei! Wright sowie den von Publikum und Presse Klfinzend bcnrtellten Februar- Attraktionen I — Hauchen gestattet!— Äpoiio- Theater. Tel.: Lützow 2757.__ 3'/, und 8 Uhr: Der 8tolz d. 3. Kompagnie mit Haptstein. r Lachen ohne Pause!-M> Hauchen gestattet k Vereinigte Berliner Volksbühnen. Qnlsen Theater. Walhalla-Theater. 3 Ubr: Deines Bruders Weib. 3 Uhr: Faust. 8'/« Uhr: Das erste Ehejahr. Eine Tragödie von Wolsg. v. Goethe. Schausp. in 5 Akt. v. Ernst Ritterseldt. j 8'/, Uhr: Tangofieber. ü V—"-.- KURFURSTENQänn ISl3"1"'-'" 25 Februar-25 IIa. rz chAZt' Einfriit frei Brauerei Triedriehshaln Hlttwoch nnd Donnerstag! Elite- Bockbierfest. Dienstag, den LI. Februar, Fastnacht: mr ALPENBALL verbunden mit Prels-Tango-Wett-Tanzen. 4 Kapellen. Kein Kostlimzwang. Kolossaler Betrieb. Karten im Vorverkauf Herren 75 Pf., Hamen 50 Pf. bei A. Wertheim. Xante Gruske, Arrangeur der Alpenbälle bei Kroll Ak»«Ion" Mauftpstrafia 82.—? :: Berliner:: Konzerthaus MauerstraSe 82.— Zimmerstraße 30/81. Oroßes Triple-Konzert! Muslkkorps des Kaiser-Franz-Garde-Grenad.-Regts. virig. Oberm. Becker Musikkorps des 1. Garde-Oragoner-Regiments. virig.: Oberm. Baarz und Tegernseer und Zillcrthalcr Musikanten, Hirig. Hans Starp. Anfang Uhr. Eintritt 50 PI j Anfang ilt4L Uhr. Morgen; Grolles Doppel-Konxert. Anfang 8 Uhr. Märkischer Hof, Admiralstraße 18 c. Gewerkschaften und Vereinen zur wieder übernommen babe. Der 1 Sonntage s r e i. Jeden Sonntag spruch bittet_(*] gesl. Kenntnis, daß ich mein Lokal selbst Osterfeiertag, mehrere Sonnabende und Grofier Ball. Um geneigten Zu» Otto GrafiholC. Zirkus Busch. Heute Sonntag, den 15. Februar: l große Gaia-VorstellUDgen 1 nachm. S'l, Uhr, abends 71/, Uhr. Nachmittags hat jeder Erwachsene ein angehör. Kind miter 10 Jahren aus allen Sitzplätzen srei. Jedes weitere Kind unter IvJohren zahlt die Hälfte aus den Sitzplätzen. In beiden Vorstellungen: Ed. Wulff mit seinen Trapez-Hunden sowie Die Ucssems in ihrem akrob. Sketch„Artistenkinder". Nachmittags: Ausführung der be- liebten Kinder-Burlesken „General Bum Bum" „An der russ. Grenze" dargestellt von sämll. Clowns. Abends 7'l, Uhr: „?ompeji". 0SE=THEATE| Grosie Frankfurter Str. 132.| Nachmittags 3 Uhr: Maria Htuart. AbendS 8 Uhr: Wilhelm Teil. Montag: Die Maschinenbauer von Berlin. Neue Welt. Arnold Scholz. Hasenheide 108/114. Heute Sonntag, den 15. Februar 1914, in sämtlichen, über 10 000 Personen fassenden Sälen: Bockbierlest In den bayerischen Alpen. Anlang 4 Uhr. 30 bayrische Madl. Entree SO Pf. Voranzeige! Dienstag, 17. Februar: Prämiierung der engsten Taille. Drei bare Geld-Preise 33,— Mark. ODEON Vergnügungs- Palast «r der lOOOO"Wv Potsdamer Str. 72 SSiowsl1" Vorletzter Sonntag vor Beginn der Sportsaison! 2 Kapellen. Reitbahn. 8 Attraktionen. Jeder Erwachsene I Kind frei!/ Eintritt 30 Pf. Anf. 4 Uhr. Vi» Heute Sonntag, d. 16. Febr: 2 gr. Vorstellongen 2 u. abds. 7>s, Uhr. • In beiden Vorstelhmgem: das neue grolle Ausstattungsstock in 7 Bildern »Tipp" der Derby-Favorit 1914. DHP- Vorher"VHi Auftreten sämtlicher nenea Februar- Attraktionen! Kachmittaga hat jeder Erwachsene 1 Kind unter 10 Jahren frei anf allen Folies Caprice. 8%{ Caf<5 Fringshelm Der Heiratsgrat Meyersteins uij( Volkstbeater Neukölln. Hermanustratze 20. Sonntag, abends 8 Uhr: O, diese Weiber! Gesangsposse in 3 Akten von Man»» städt und Weller. Montag, abends 8'/, Uhr: Unschuldig verurteilt! Schauspiel in 4 Akten von H. Haas. CasinosTheater Lothringer Straße 37. Täglich 8 Uhr. Ein neues Berliner Volksstitck: Die olle Webern. Ur-Berl. Figuren, Ur-Berl. Humor! Einziges Theater in diesem Genrel Im Stile der alten Wallner-Bühne. Sonntag 4 Uhr: Mutterliebe. Admiralspalast. Fls- Arena. Brauerei Friedrichskin ü Am KOnigstor Am Königstor Größter Konzertsaal Berlins Heute Sonntag!!! Stimmungsvollstes 3agr.3ockäier-7est Änf der Alm! Gr. Sehenswürdigkeit Betfns! 4 Kapellen— 100 Oberbayem Der rühmlichst bekannte Festwirt Schorsch Ebrngruher ÖcbOtTcb€brngrubci* MUnchener Hetz— SO bayr. Madin— Alpcn- zauber— Hcbneetrelben— A Mords Gaudi. Anf. 4 Uhr. Entree Wochentags 30, Sonntags SO Pf. AM" Täglich:"ME vis lustige?uppe. Grolles Ballett auf dem Eise. Bis 6 Uhr und von 10"/� Uhr ab halbe Kassenpreise. Wein-». Bier- Abteilung. ReichsiialleD-Theater Stettiner Sänger Heute nacht». 3 Uhr zu ermäßigten Preisen: M Uoebzeit in der MiillerslraBe und das andere grolle Programm. Abends 8 Uhr: X 1 m m e r \o. 13. Concordla-Festsäle 64 Andreasstrasse 64 Joden Sonntag: Milltür- Streich-Konzert und Hoftmnnns SQnger Anfang 6 Uhr. Im oberen Saal von 5 Uhr ab» = Crosser Ball si Kaslanienallee 7—9. Die Grille. Ländl. Charakterbild v. Birch-Pseifser. Ansang 8 Uhr. Nach der Vorstellung: Gr. Hall. VolKt- Theater Badstratze 58. Sonntag, den 15. Februar: Nachm. 3 Uhr:(Sora, die Dochter des Pflanzers.— Abends 7 Uhr: Ig lützter Stunde Tchidsalswrllrn Volksstüd mit Gesang in 4 Akten. Kassmeröffn. 10 Uhr, Ans. 3«. 7 Uhr. l!ermsnia-?raellt8s!e N., Chausseestr.110. KarlRichter. Heute Sonntag: Paul Manttieys lostige Sänger Anfang/, Uhr. I Nachdem: Familien-Kränzchen. Imjweihen Saale von 5 Uhr ab /Grofier Ball. Morgen Montag: Hoffmanns Slinger. Alhambra Wallner-Dheater-Stratze 15. Großer Ball. Jeden Sonntag: Großes Orchester. Ansang Sonntag« 5 Uhr. A. Kameitat. Für den Jubalt der Jnieraie übernimmt die«edattson de« Publitnm gegenüber keinerlei Verantwortung. OeffentKehe politische Versammlungen. Vierter WahBicreis. Dienstag, den 17. Februar, abends Uhr, in Kellers Feftsälen(Inhaber Obiglo) Koppenstratze 39: --=! Große Öffentliche Versammlung e™- für Frauen und Männer. Tagesordnung: ZV' n«i' i» I>»«> Ui« W'i't»««»»-WE »»«> III Referent: Schriftsteller Genosse Eugen Goldberg.-2. Diskussion. Zahlreichen Besuch erwartet 211/10' Ter Einberufer: Paul Hoff mann. Königsberger Straße 28. Montag, den 1v. Februar, abends H'l, Uhr. in Kellers Neuer Philharmonte, Köpenickcr Str. 99197; Vortrag: Jugendfürsorge. 62/5 Referent: Herr llndolk Wiaiell. Gäste, Herren und Damen willkommen. vv»- Vorntand. Arbeiter-Bildungsschule. Heute Sonntag, 15. Februar, abends 7 Uhr, in Sönigftadt-Kasino, Holzmarktstr. 72: Vortrag des Genossen Gustav Franke:„Werden und Vergehen im Weltall"(Mit Lichtbildern.) Eintritt«0 Pf.(S/i'J Garderobe frei. Nachdem: Gemütliches Beisammensein uud Tanz. Wahlverein Cliarlottenlmrg*. Mitglieder Uersammlung am Dienstag, den 17. Februar, abends 8'/, Uhr, im Volkshause, Nosinenstr.». Tagesordnung: 1. Bortrag des Reichstagsabgeordneten Genossen KrtUnIg: Säbel- Herrschaft oder Bolksregierung in trentschland. 2. Diskussion. Bericht von der Kreis-Gcneralversammlung. f 4. Bereinsangelegenheiicn und Verschiedenes. 260/5 Zahlreiches und piinllllchcs Erscheinen der Mitglieder erwartet JOt-f_VorMtniid, DeutscieFTabakarbeiter-Verband. Zahlstelle ICevlin. Donnerstag, 19. Februar, abends 8'/z Uhr, im Rosenthaler Hof, Roscuthaler Str. 11, vt: 187/3» w General-Versammlung Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 4. Quartal 1318. 2. Jahresbericht 1913. 3. Wahl der OrtSverwaliuiig. 4. Verschiedenes. fMjr Mitgliedsbuch legitimiert. Wer länger als». Fenispr.: Amt Norden«708 MF Küchenmöbelbranche."MV Am Montag, den 1«. Februar, pünktlich um« Uhr abends, findet in den Mufikersälen, Kaiscr-Wilhelm-Straße 31, eine Sranehen'Versammlung der Küchenmöbelbranche statt. � Tagesordnung: 1. Jahresbericht.— 2. Neuwahl der Branchenleilung und Kommission. 3. Bericht von der AuSzahlungskommission.— 4. Branchciiangclegenhett. —— Mitgliedsbuch legitimiert. 1 Der Wichliakeit der Tagesordnung wegen ist es unbedingt nötig, dag die Kollegen vollzählig und plliMlich erscheinen. 1:18/10 Die Branchenleltmur. Steinarbeiter! Dienstag, den 17. Februar, abends 8 Uhr, im„Englischen Hof", Alrxanderftr. 547«: Mittwoch, den 18. Februar, abends 8 Uhr,( in den„Arminhallcn", Kommandantcnstraste 58/50: Mitglieder-Versammlung der Sektion U �"er Sektion 1 m** i SauvÄem- uud Paitiorarlldtft Grabsteinbrauche Tagesordnung: 171/4* Die Auw ort der Wkttlkhmkr auf unsert Fordtruugen. Stellungnahme zu derselben. !Die Kollegen sind verpflichtet, die sür sie w Betracht kommcrche Ver» pmimlung unbedingt zu besuchen. Noch nicht abgeholt« Mitgliedsbücher stich in Empfang zu nehme». Pünktliches Erscheine» erwartet IHe OrtuTerwaltun*. VerwaUnngsatelle Uerlln. Montag, den 1«. Februar 1914, abends 8 Uhr, im Gcwerkschaftshaus, Engelufer 15(Saal 3): orckevtliche Leneral-verlammlung. Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes und der Revisoren. 2. Wahl des Vorstandes, der Revisoren und der Bczirlskoinmission. 3. Verschiedenes(Beschluhsassung über die Ertr-iunt erstützung). 20/2 PünIllicheS und zahlreiches Erscheinen erwartet Ver Vorstand. Verwaltane Berlin ffiodell' und fabrilttischler. Montag, den 19. Februar, abends 8 Uhr: Kranchen-Uersammlung im Rosenthaler Hof, Rosenthalerstr. 11/12. Tagesordnung: 1. Portrog des Stadtverordneten Genossen Ritter über: Tos Recht der Lodnbeschlagnahme. 2. Stellungnahme zur Brancheukonferent. 3. Perbauds- und Brancheuangelegenheiten. Bezirk Norden. Gemeinlame Milglieüer-Yerlammlung der lMeIMchlei', Ksutikchler, IKöbelpolierer am Montag, den 19. Febritar, abends 3'/° Uhr, bei E. Büttner, Tchwedter Strafte 23. Tagesordnung: 1. Tie Krankeukafsen nach den Bestimmungen der neuen Reichstierstchcrungsordnung. Reserent: Stadtverordneter Adols Ritter. 2. Berbandsangelegenhetteii. Bodenleger. Mittwoch, den 18. Februar, abends 8 Uhr, in Hermels Vereinshaus, Holzmarktstrafte Ä1: Jftltgllcdcr-Vcrfamtiiluiig Tagesordnung: 1. Tie gegenwärtige Lage in uusrrer Branche. 2. Branchen- angelegenh eilen. 3. Verschiedenes. Maschinenarbeiter. Mittwoch, den 18. Febr., abends 8'/, Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstrafte 27c: Branchen- Versammlung. Tagesordnung: 1. Unfallschuh a» den Holzbearbeitungsmaschinen. 2. Jahres» bericht. 3. Branchenangelegenhettem Mittwoch, den 18. Februar, nachmittags 1'/, Uhr, in Obiglos Konzert- und Feftsälen, Koppenstraft« ii9: Versammlung aller arbeitslosen Holzarbeiter Grotz- Berlins. Tagesordnung 1. Bericht über die in der letzten Versammlung an- geregten Maßnahmen. 2. Bericht der Arbeitslosendeputation. Montag, den ii. März» abends 8 Uhr: HaßmrdentllclK General• Versammlung im Gcwerkfchaftöhause, Engelnfer 1», Saal 4. Mitgliedsbuch des Berbaudcs legitimiert. Anträge zum Verbandstag müssen eingereicht werden._ an das Bureau, Rungcstraße 3V, Montag, den 23. Februar, nachmittags von 3 bis abends S Uhr finden im Gewerkschaftshanse. Sngeluser 16, die statf Ausschuftwahlen zur Krankenkasse der Tischler und Pianofortearbeitcr Soweit dl« Kollegen in den in Frage kommenden Betrieben noch nicht im Besitze von Wahilarte» sind, mutz der Vertrauensmann sich im Bureau der Krankentasse, Oranlrnstratze 37, nachmittags von 4—7 Uhr unverzüglich Formulare zur Feststellung der Wahlberechtigung«insordern. Die vom Holzarbeiter-Berbaud aufgestellte Liste trägt die 83/7 Nummer I. VI« OrtsTerwaltiug. C)Hfe Jll eyer Dresdener Str. 128/129. Kaffee 10«,15, Bier, hellu.dunk.10Ps. ca. 50 Zeitungen; Billard Std. 50 Ps. Zahlstelle der Freien Volksbühne. Allgemeiue Orts- Krankenkasse 1 für Berliu-Marieudors und Umgegend. Montag, de» S3. Februar 1014. abends S'/zUhr,imLokalv. Benscheok, Berlm-Märiendors, Chailsseestratzc 27: Aufterordentliche Ausschuh- Sitzung der tsortrcter der Arbeit- gcber und Versicherten. Tagesordnung: 1. Wahl des Vorsitzenden des AuS- schilsscs und eines Stellvertreters. 2. Beschlußfassung über die Dienst- ordnung. 3. Beschlußfassung über Satzungsänderungen. 4. Verschiedenes. Anträge oder Beschwerden> bei denen Einsichtnahme in die Kassen- allen erforderlich ist, müssen bis spätestens einen Tag vor der Aus- schußsibung beim Vorstand emgercicht werden. Die den Herrn Vertretern zu- gesandte Einladung gilt als Lcglti- mation und ist zu Beginn der Sitzung zwecks Feststellung der Präsenz' ab- zugeben. 2(58/18 Berlin-Maricndors, 14. Februar 1914. vor Vorstand. Aug. Leip, Vorsitzender. Karl Baechler, Schristsührec. aienlsmysll PrillwilzM Berlin N.WZt.ThurmstraJle 3U. Verband der Schneider, Schneiderinnen nnd Wäsehearbeiter Dentsehlands. Filiale Berlin. Achtung! Herttiliiillkschneidkr. Dienstag, den 17. Februar» abends 8'/, Uhr» in den Arminhallen, Kommandantenstr. 58/59: Branchen- Versammlung. Tagesordnung: 1. Stellungnahme zu de» gestellten Anträgen zur nächsten Generalversammlung. 2. Branchenangelegenheiten. 3. Verschiedenes. Nur Mitglieder mit nicht über acht restierenden Wochcnbeiträgen haben Zutritt. 102/15 Zahlreiches Erscheinen erwartet IMe Kommission. n Verwaltungssleiie Berlin. N 54, Linienstr. 83-85. Telephon: Amt Norden 1987, 1239. 9714, 185._ Dienstag, den 17. Februar 1914, abends 8 Uhr: Kranche»-tzerfnmmlung für die in den Eisemnöbelbetrieben be- schästigten Kollegen und Kolleginnen im Gewerkschaftshaus» Berlin, Engelufer 15, Saal 1« Tagesordnung: 1. Branchenangelegenheiten. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Kollegen I In Anbetracht der Wichtigkeit der Tagesordnung envarteu wir das Erscheinen jede» einzelnen. 112/18 Achtung! Snlinn ZiliiMlgsslhlilicdt! Achtung! Dienstag, den 17. Februar 1914, abends 8'/z Uhr, in der Neuen Philharmonie, Köpenicker Str. 99/97: UtUivahl des Ctselltnausschussts Uild der IuuungS' Achitdsgeriltitsbtißtzer. Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, sich an dieser Wahl zu beteiligen. Die nächste ordentliche Generalversammlung findet Sonntag, den 29. März 1914, statt. Anträge müssen spätestens am 1. März in Händen der Ortsverwaltung sein. IMe OrtsvcrwaUunif. Montag, den 16. Februar, abends 81/« Uhr. im Lokal Enslischcr Hof, Alexauderftr. 27 c: Oeffenttiehe Versammlung der Sehoßbranehe. Tagesordnung: 1. Ter Kampf der Innung gegen de» der Krankenkasse. Referent: Kollege 3. Verschiedenes. sozialen Fortschritt is Hamacher. 2. Diskussion. 169/3 Mittwoch, den 18. Februar, abends 81/, Uhr, bei Boeker, Weberstrafte 17; General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Kassen- und GeschästSbcricht vom 4. Quartal 1913 und Erstattung deS Jahresberichts pro 1913. 2. Neiuvahlcn der Ortsvcrwallung. 3. Der Streik bei der Firma Schach u. Co. imd der Streikbruch der Husch- Dunckerschcn Gewerwereinler. 4. Sonstige Lcrbmidsangclegenheiten und Verschiedenes. Ohne Mitgliedsbuch kein Zuttitt. r Die Ortsverwaltunj. Sonnabend, den 21. Februar 1014: Clrojter Wiener KUsUen-Sall Um 12 Uhr: Demackierung. Um 1 Uhr: Kasfrepausc« Ansang 0 Uhr. Billetts a 50 Pst Eintrittskarte» j.nd im Bureau, bei dm VertraueuSleutm«tz Kalsterem zu haben. Sechster NaWrek. MM" Heute Sonntag, den 13. Februar, findet die Wahl eines dritten Angestellten RStti>vi>, Schwedter Str. SS/L4. Itokk-ntil-t». Swinemünder Str. u. VrtjnNv!, Wörther Str. IT. Kochhaag, Schliemannftr. 39. Kantak, Wichertstr. 3. Uach{;tinger, Schtveldeinerstr. 25. filiesche, Kopenhagener Str. 74. Hoffmniann, Swinemünder Str. 47 Ilenckel, Stralsunder Str. 17. Thomae. Hussitenstr. 35. Danig, Schlegelftr. 9. in folgenden Lokalen statt: Nnkendaeli, Perleberger Str. 58. Da«i?gcli, Lldeuburger Str. 10. Richter, Wiclefstr. 34. Petcrmann, Haiiclbergcr Str. 15» Pnnke, Sriftstr. 03. Sehaile, NöStiner Str. 9. Nähe. Badstr. 44. P«ge, jroioniestr. 15. <»lane, Liedcnwatder Str. 4. Doz'e. Müllerstr. 38. Tanschel, Kameruner Str. 53. Gewählt wird in der Zeit von 1«— 1 Uhr. Mitgliedsbuch legitimiert. ZUtsIleNer, die länger als drei Slonate mit ihren Beiträgen im Rückstände sind, kännen nicht wählen.__ 224/a3* Achtung! Hacker Achtung! KerUns nnd der Uororte! Dienstag, den 17. Februar 1914, nachmittags 3 Uhr, in Obiglos Festsäleu, Koppe,»straße 29: Oeffentl. Protestversammlung. Tagesordnung: Gegen den Raub unseres Koalitions-, unseres Streik- und Referent: Kollege Hetzschold.— Freie Diskussion.— Beichlubsassmig über eine an den �W»j44'44i.ki4�4v» Reichstag abzusendende Protestresolution.— Die Wahlen zum Ausschuß der JrmungS- Zu dieser Versammlung find alle Bäcker Berlins und der Vororte dringend eingeladen. Besonders aber ist rsPflicht der BerbandSmitglieder.in dieser Versammlung �u erscheinen. Der BertranenSmaun der Bäcker Berlins und Umgegend Uerband der Gastwirtsgehitfen Kerlm N. 24, Gr. Hamburger Ztr. 18/19. Bureau Amt Norden, ,474. Arbeitsnachweis: Amt Norden, 1813. Ortsverwaltung I Kellner, Köche, Köchinnen, Küfettiers usw. Ortsverwaltung II Abteilung für da» Hilfspersonal: Portiers, K ausdiener Zapfer DeSillatiollsgehilfeu usm. Ortsverwaltung III Abteilung für Kierabzieher. Zur Legitimation sind die Mitglieder des Verbandes mit einer Mitgliedskarte versehen, die für das laufende Quartal von rosa Farbe ist und im Zahlabcnd zur Ansicht ausiiegt.— Wahlvereinsbücher gelten nicht als Ausweis für die Zugehörigkeit zur gewerkschaftlichen Organisation. Zur Beachtung diene, daß von Hirfch-Dumkerscher und christlicher Organisation ähnliche LegitlmationS- karten verausgabt werden; man lasse sich dadurch nicht täuschen. Im übrigen bitten wir die Partei, und GewerkfchastSgenossen. unseren Mitgliedskarten Beachtung zu schenke», da-unser vorgehen gegen den Kostzwang, an dessen Stelle eine Barentschödigung gcsordert wird, all- seniger Unterstützung bedarf.___ 8i;a_ Per Vorstand. bei der «ttMMllertoffiV- h..t KontorC. 2, A, d. Stralauer Brücke ♦/BnälSeiltlfllCKe IWir empfehlen den verohrlichen Vereinen und Gewerkschaften i j unsere mit elektrischer Beleuchtung versehenen Schiffe zu j j Ausflügen usw. unter äußerst günstigen Bedingungen. > www« Debet. ArbeltHgenosHcnschaft der Banhandwerker ewgttrageitc Eenos�ischast mit�beschränkter Hastpflicht 103/4 Bilanz für da« 3. Halbjahr 1913. Kredit. (Seschästsanteilfonto.. Schulden und Außen- stände...... Gewinn, u. verluftkonto sind Sie. wenn Sie rieb vor drandune od. bei Streitigkeiten in an den Speziallsten Dr.|r. Lorenz. Berlin 39 altwMn.r Str.>»» wend T.I.: M.i.tstei Heute letzter Tag des Inrenlur- Terkaufs Teppich-Speziailiaus Lag- Emil eftvre Berlin S. Seit i882 nur Oranienstr. 158 Unterhalte nirgends Filialen! Juvenlarlonto... Baumalerialienkonto. löerüitfonhz.... Kassakonto..... Saldo 10 644 473 5 Qde Qtifea u. besonder» preiswert sind fnraaiiciraoRra welfbertlhmte SthwdrerKäriit_ tan ftiMfra.Wiedepvertdtif besfe Bezugsqucll © Kulante(Bedingungen teiMäkSgveragn� liitdotogc MÖNU1EN ICaufingenlr. 2i. Katalog Na 37 franko I I I.I.LI I 1 1 I II II I Spezialarzt s. Haut-, Har«<, Frauenleiden, nerv. Schwäche, Beinkranke jeder Art, Ehrlich Hata> Kuren in Iis. HomeyM;|s"i Untersuchung., Fäden i. Harn usw. Fiisirlchslt, 81, ClS« Spr. 10— 3, 5— 9, Sgnnt. 11— 3. Honorar mästig, auch Teilzahi. Separate« Tamenzimmcr. Vordrucke kiriB ?»I>ler«. kaipwiaii«.», Vordi »Her Art, kreizlizreu, äa-rer, alias s taubiicher, Übersichtlich im selbstsohliessenden k-Kasten. Betl.bla I Schrankform»ufeabanen. Seitenwinde Ilolr., Kinlaae a. Pappe, beaonder. rerstarkt, ohne Feder». OesohlfMgrözje(Qn&rt) Stück nur M. 2.—, EelchsgrOsse(Polio) Stück nar M. 230.— Aassenhöhe«»(> cm. Probe-Poatpskat vl«r Stilok. Verpackung frei. Otto lesu IoIb. Weilar 4U R M Vornehme W ■ W ♦ H hmi S■ "Kleidung" fertig und nach Mass H Garantie; Tadelloser Sitz Sj feinste Verarbeitung! IM»! i Mass-Schneiderei U Gegründet 1898__ Auf Wunsch Wochen-Rate® m 1 Hnrl! rn H H Rosenthaler Str. 36 I Etage Frankfurter Aüeel 04 Ecke Friedenstrasae KM _ Reinickendorfer St 4 Weddingplati Deutscher Arl)eiter-Sängerl]un(l.il Gau Berlin und Umgegend. Sonntag, den 22. Februar 1914, vormittags pünktlich II Uhr, Im Saale der Brauerei»iedrlchshain: Uebungsstunde für den Bezirk I(Berlin). Am Strom.— Tord roleson.— Hinaus.— Frühlingsstürme. Im Nebensaale pünktlich lO Uhr: Ausschuß-Sitzung � für den ganzen Oau. Tagesordnung: 17/5 Aufnahme von Vereinen. 2. Wahl der Delegierten Leipzig. 3. Wahl der Kontrolleure und Revisoren. 5. Bundesangelegenheiten. NB. Laut Beschluß der Generalversammlung wählen die Vereine auf 50 Mitglieder einen Delegierten(50— 100 Mitglieder zwei Delegierte, 100-�150 Mitglieder drei Delegierte usw.). Wir machen die Vereine auf obigen Beschluß aufmerksam. Oer Vorstand. 1 nach der Bekanntmachung der Jnnungskrankenkaffe der Tischler- Innung zn Berlin betreffend dle Wahlen der Vertreter»nd der Ersatzmänner zum AuSschust. Aus Grund des§ 47 der neuen Satzung sind sür die Wahlperiode vom 1. Januar 1914 bis 31. Dezember 1617 in getrennter Wahlhandlung zu wählen: 30 Vertreter«nd 60 Ersatzniänner auS der Mitte der Arbeitgeber und 00 Vertreter und 1ÄO Ersatzmänner aus der Mitte der Versicherten. Die Arbeitgeber wühlen am Dienstag, den 31. März 1914, in Zelt von 5—8 Uhr nachlsiittags in den Nammersälen.Teltower Str. 1—4. Die Arbeitnehmer wählen am Montag, den 39. März 1914, tat der Zeit von 5—8 Uhr nachmittags tat solgenden Lofalen: Märkischer Hos, Admiralstraße 18c: Säbels Brauerei, Bergmauustraße»-�7; oeker, Weberstraße 17: Prachtsäle des Ostens, Frankfurter Allee 151—152; W. Kaczorowski, Ravensstraße 6. Die Wahl wird durch den Vorstand geleitet. Wahlberechtigt sind nur die volljährigen Arbeitgeber und Versicherten der Jnnungsfrankenkaffe der Tischler zu Berlin. Wählbar als Vertreter der Arbeitgeber sind nur solche Arbeitgeber, die mit der Zahlung der Beiträge für ihre versicherungSpstichtig Befchästigteu nicht mehr als 10 Wochen im Rückstände find. Arbeitgeber, die selbst versichert sind, zählen zu de» Arbeitgebern nur dann, wenn sie regelmäßig mehr wie zwei Versicherungspflichtige beschäftigen; anderenfalls zu den Versicherten. Für die Wählbarkeit stehen den Arbeitgebern bevollmächtigte Betriebs- leiter, Geschäftsführer und BelricbSbcamte der beteiitgtcn Arbeitgeber gleich. Die Arbeitgeber führen bis zu 10 versicherungspflichtig Bcschästigten eine Stimme, für ,e 10 weilere Beschäftigte bis zu 100 je 1 stimme mehr, darüber hinaus für je 50 mehr versicherungspflichiig Befchäfligte eine weitere Stimme. Mehr als 30 Stimmen kann kein Arbeitgeber führen. Die Arbeilgeber lönneii sich bis zum Tag« vor der Wahl im Staffen- lolol besckeinen lassen, wieviel Stimmen sie führen. Wählbar als Vertreter der Versicherten ist nur, wer bei der Kasse ver- sichert Ist. Die Wahlen sind geheim; gewählt wird nach den Grundsätzen der Verhältniswahl sowie nach den Bestimmungen der Wahlordnung. Wühlbar sind nur volljährige Deutsche. Der vom Vorstand ausgestellte Wahlvorschlag kann vom Montag, den 16. Februar 19!4 im Kaffenlokal, Michaellirchstr. 1b, tu der Zeit von vor- mittags 3—1 Uhr eingesehen werden. Die wahlberechtigten Arbeitgeber und Versicherten werden hiermit aus- gefordert, Wahlvorschläge gesondert für die beteiligten Arbeitgeber und Ver- sicherten dem unterzeichneten Vorstande spätens bis zum 2. März 1914 unter der Adreffe: Wahlbnrean der Jnnnugskrankenkaffe der Tischler zn Berlin, Michaellirchstr. 15, einzureichen. Die Stimmabgabe ist an die Wahlvorschläge gebunden. Die Wahlvorschläge müssen von mindestens 30 Wahlberechtigten unter- zeichnet sein. Unterzeichnet ein Wähler mehr wie einen Wahlvvrichlag, so wird sein Name nur aus dem zuerst eingereichten Wahloorschiag gezählt und aus den übrigen W»hlvorschlägcn gestrichen,-sind mehrere Wahlvorschläge, die von demselben Wählberechtigten nnterzeichiict sind, gleichzeitig eingereicht, lo gill dic M'UM jcnigcii Wahlvorschlag, welchen der IM gesetzten Frist Unlerzeichncr binnen bestimm!. Unterläßt Unterschrlst auf demjenigen Wahlvorschlag, weichen einer ihm gesetzten Frist von höchstens zwei Tagen die« der Unterzeichner, so entscheidet da» Los. Jeder Wahlverschlag dars höchsten» dreimal soviel Bewerber de- nennen, als Vertreter zu wählen sind. DI« einzelnen Bewerber sind unter fortlaufender Nummer aufzuführen, welche die Reihen- folge ihrer Benennung ausdrückt und nach Familien- und Vor- namen, Berus, Wohnort und Wohnung zu bezeichnen. Bei Versicherten ist auch der Arbeitgeber, bei dem sie beschästigt sind, anzugeben. Mit den Wahlvorjchlägrn sür Vet sicherte ist von federn Bewerber eine Erklärung darüber vorzulegen, daß er zur Annahme der Wahl bereit ist. Bei den Wahlvorschlägen ssür Arbeitgeber ist eitte solche Erklärung nur erforderlich, soweit ein vorgeschlagener Bewerber nach§ 17 der RcichSversichcrungS- ordnung zur Ablehnung der Wahl bcsugt ist. In jeden! Wahlvvrichlag ist serner ein Vertreter de» Wahlvorschlaaes und ein Stellvertreter sür ihn aus der Mitte der Unterzeichner zu be- zeichnen. Ist dies unterblieben, so gilt der erste Unterzeichner als Vertreter des WahlvorschiageS und, soweit eine Reihensolge erkennbar ist, der zweite als sein Stellvertreter. Der Wahlvorschlagsvcrtreter ist berechtigt und ver- pflichlet, dem Vorstand die zur Beseitigung etwaiger Anstände ersorderlichen Erklärungen abzugeben. Die Anstände müssen bis zmn 16. März er. beseitigt sein. Bis zu diesem Zeitpunkt können Wahlvorschläge auch zurückgenommen werden. Die zugelassenen Wahlvorschläge liegen in der Zeit vom 16. März bis 28. März 1914 im Kassenlofal während der Zeit von vormittags 8—1 Uhr zur Einsichtnahme sür die Wähler aus. Daselbst können auch die Arbeit- gcbcr- und Milalicderverzeichnissc eingesehen werden und etwaige Einsprüche gegen die Richtigfeil der stch aus dem Arbeitgeber- und Mitglicderverzeichnts ergebenen Wahl- und Stimmberechtigung bei Vermeidung des Ausschlusses spätestens 4 Wochen vor dem Wahltage unter Beisügung von Bewcismilleiii geltend gemacht werden. Der Wahlausschuß ist besugt, die Wahl-«9d Ettanmbercchtigimg j-deS Wählers bei der Wahlhandlung zu prüsen. AIS Legilimalion gilt in der Regel das Mitgliedsbuch. Außerdem sind die Arbeilgebcr befugt, WahlauSweisc sür die bei ihnen beschästiglen Wabibercchtigten auszustellen. Die Arbeitgeber fönuen(ich durch Vorlegung der letzten Beitragsquittung legitlmieren. Das Wahlrecht kann nur in Person durch Abgabe eines Stimmzettel» ausgeübt werden. Zum Wahlrau« haben nur die wahlberechtigten Arbeitgeber und Kassen- Mitglieder Zutritt. Der Stimmzettel hat die OrdnungSnummer des WahlvorfchlagS zu enthalten, sür den der Wähler stimmen will, Der Stimmzellcl soll von weißer Farbe und 10 mal 8 cm groß sein, Dir Wabl wird zur scstgesctzten Zeit geschloffen i nur die am Schluffe der Wahlhandlung im Wahlraum anwesenden Wähler dürfen dann noch von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen. Berlin, den 14 Februar 1914. Der Borstand der Jnnungskrankenkasse der Tischler-Jnnmtg z« Berlin. Wtlhelm Güth, Vorfltzend«. 268/16 Todes-Anzeigen|S SozialtakratisctierWalilvn !. fllBerl.lteichstags-WÄi'eis. Bezirk 480. Am Donnerstag, den 12. Fe- bruar, verstarb unser Genosse, der Maurer Ileinrick?glkus Metzer Slr. 15. Ehre seinem Andenken: Die Beerdigung findet am Montag, den 16. Februar. nachmittags 1 Uhr, von der Leichenhalle de? Zentral-Zried Hofes in Friedrichsfeide an» statt. Um rege Beteiligung ersucht 225/3 Iber Ywrwtand., Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Former Ldvrin Waldow am 13. d. Mis. an Lungcnleideu gestorben ist. Die Beerdigung sindct nv, Montag, den 16. Februar, nach. mittags 3 Uhr, von der Leichen- Halle de» Gnaden-Kirchhoses in der Barsusstraße aus stall. Ferner starb unfer Mitglied, der Ziseleur >Vslter I�gnxe Tegel, Schlieperstrahe 77, am 18. d. Mts. an Lungenentzün- dunz. Die Beerdigung findet am Montag, den 16. Februar, nach- mitiags 4 Uhr, von der Leichen- halle des Genrcinde-Friedhoses in Tegel auS statt. Ehre ihrem Andenken 1 Rege Beteiligung erwartet 112/19 Die Ortsverwaltung. Hierdurch die traurige Mit- tcilung, daß meiit lieber Mann, unser guier Vater, Großvater und Onkel ?rie(Irick kültxer am Donnerstag, den 12. Februar, morgens um 5 Uhr, nach langem Leiden Plötzlich im Alter von 59 Jahren sanst entschlafen ist. Dies zeigen ticsbetrüdt an die trauernde Witwe Klar» BCttger als Söhne: Fritz Böttgar nebst Frau it. söhn Alfred Böttgor nebst Frau Max Büttger nebst Braut, Streicher Str. 10.;]rJ Die Beerdigung sindct am Montag, den 16. Februar, nach- mittags'i'U Uhr, von der Kapelle des städtischen Friedhofes, Müller- Ecke Seestraße aus statt. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die reichen Kranz- spenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unseres guten Vaters, Schwieger- und Großvaters Neinrick �Ibreckt sagen wir allen Verwandten. Freunden und Belannten, insbesoudore dem Deutschen Bauarbeiter- Verbände Sektion der Putzer), dem Männer« or Neukölln imjcien herzlichsten ank, 1 HA Wwe. Rarlr Albreeht und Kinder. • Feuerbestatbiflg mit allem Zubehör u. Gebühre»| los Mark. Uni.Flamme* MantauHwtstraaaa III. BposchOre gratis. Fcrntpl.; Morltzpl- Sirs. '' I toramf | Fast gänzlich schmerzlos. I in örtlich. Bo-I U täubg.p.Zahn•«D. Zähne. ISO Zahn-Atelier jP. Kronemann ] Elsasser Sfr. 18.— vranlen- sfr. 6 1.— Charloucnburg, Wil- mersdorlerStr.il 7.— Eichten- Jberg, Frankfurter Allee 169. 1 Teilzahlungen zugelassen! Ver- ] langen Sie kostenlosen Besuch eines Vertreters! Sprechzeit 9— 1, 3—7'/, Uhr. wwürwf Berliner Seimeiderei-Genosseiiseliitft(E.Gj.y.) gegründet von organisierten Schneidergehilfen Berlin Sl. BfniMsif. IIIS läm HflseiiiialEf Tcri Großes Lager _ fertiger Anzüge Einsegnungsanzüge in allen GrUBcn und Preislagen. Sport-Anzüge, Loden-Pelerinen und Arbeiter-Berufskleidung. Elegante Maßanfertigung. Lieferant der Konsum-Genossenschaft u. der Ortsgruppe Berlin d.Xrb.-Radf.-Bund. Sonntags von 12-2 geöffnet. Tef. Amt Norden 1591. 102/1» llautleiden flechten u. Ausschläge, trockene und nässende, Schuppenslcchte, Kopf- u. Bartflechte, qualvolles Hautjucken zc. verschwind, selbst noch in veralteten Fällen durch Reichels Fllcchtcu-Spezialmittel. Fast 25 Jahre glänzend bewährt nnd garantiert unschädlich 2.25 M. OttoRaichel, BcrlinlZ Eiscnbahnst.4 Wie reellsten nnd solidestten ÖBEL Schulz,"LS?" Ä jÄS Mdbellabrik... mit langjähriger Garantie zu äußerst billigen Kassenpreisen .". und gegen Zinsvergütung auch auf Teilzahlung... Größte Auswahl in moderner Ausführung in allen Preislagen ■ von 240 bis 10 000 M. am Lager.-- Gegründet 1876, BUbeBabrlk««■ ■Hob. Seelisdi Auch Einzelmöbel jeder Art Berlin 0. IS, Rigaer Strasse 7l-73a .., s Schlafzimmern von 290 bis 1100 M. Großes Lager Herrenzimmern.. 150.. 1000.. Sv, von kompletten| Küchen/> zg J 210„ Versand frachtfrei nach allen Plätzen Deutschlands.— Illustrierfe Kataloge gratis und franko. Speisezimmer von 250 bis 2000 M. Pebcrnahme vollHtiindiger Einrichtung von Hotels, Pensionen, Villen etc. i 4. Prenßll'ch Süddeutsche (230. KSuigl. Vreuß.) Klasseulotterle 2. Klasse 2. ZieHmigStag 14. Februar 1914 Vormittag Auf jede geaanent Stummer find zwet gleich Hobe «jtewiuue gefallen,»ad zwar je einer auf die Pose gleicher Nummer tu de» betdeu Stbeetlungeu>».>l. Nur die Gewinne über 96 M. find in Klammern beigeflizt. (Ohne Gewähr A. SLA. f. Z.)(Nachdruck verboten) 380 1626 604 56 95 925 09 2014 63 338 695 618 22 67 815 3662 86 304 412 665 983 4008 178 253 333 640 49 50 668 801 927 8141 633 877 962 6073 664 66 633(300) 67 725 852 903 7173 386 631 797 937 8012 194 247 409 595 99 745 8007 48 008 754 867 10139 379 989 11037 393 480 613 32 666 979 1 2086 268 696 799 884 984 1 8102 477 636 42 773 1 4060 440 684 786 833 38 78 83 1 5198 220 23 476 566 83 787 832 84 16332 619 701 23 928 1 7374 638 863 991 18003 44 120 721 904 12 16040 164 230 70(200) 815 749 946 20041 110 307 20 422 612 938 47 21007 82 182 281 408 669 2 2024 211 362 474 88 846 2 3149 59 223 24 328 44 625 2 4130(200) 243 487 896 966 2 5103 65 821 47 644 719 967(200) 26020 49 224 58 69 356 426 2 7 024 73 274 314 668 089 99 2 8019 72 229 362 852 722 2 9248 36145(300) 239 306 477 731 313V8 88 601 761 967 3 2060 103 360 499 699 766 60 3 3312(200) 635 769 881 998 341-94 176(200) 681(200) 754 35127 255 360 462 948 3 6081 284 471 '.89 3 7 203 529 645(300) 38191 201 608 836 955(200) 61 3 8 476 646 732 62 40688 705(1000) 965 41118 67 343 677 825 42105 298 365 98 761 43010 161 94 329 62 432 621 44066 261 81 84 467 830 73 938 44 4 5 023 71 230 677 705 4 6453 507 36 817 18 64 56 4 7082 117 471 531 824 48165 263 630 604 9 76 899 900 48 003 296 488 502 75 816 42 61 66 83 5 0014 66 315 663 883 91 925 75 51135 77 770 6 2221 628 5 3147 240 622 46 847 92 6 4041 268 400(300) 623 94 916 5 5142 225 322 722 5 0334 86 693 906 5 7125 648 714 18 954 5 8068 173 234 48 567 5 0126 416 685 80060 200 632 990 61008 36 47 660 90 889 052(200) 8 2034 198 225 344 447 85 953 6 3047 281 676 8 4077 133 428 642 47(200) 54 824 96 6 6192 895(200) 6 6437 748 80 (200) 6 7 219 353 81 436 634 722' 933 6 8153 364 401 623 6 8066 92 98 243 693 99 604 774 807 923 7 6260 340 526 627 712 71220 386 87 683 791 962 7 2171 (400) 343 601 636 712 41 830(200) 76 73171 486 00 600» 694 668 906 42 87 93 7 4170 273 340<300, 623 898 7 6 054 100 519 67 953 7 5068 162 86 662 616 69 795 900 5 12 7 7 383 405(200) 36 64 632 66 848 982 7 8116 33 241 64 478 666 73 »4g 982(200) 7 0046 68 130 494 620 754 80349 613 73(200) 716 81478 607 762 920 8 2460 676 628 864(200) 8 3304 61 765 8 4243 608 600 870 948 B5004 122 50 689 876 732 8 8207 339 659 8 7 008 667 94 756 874 962 88006 71 137 223 61 80(200) 660 80495 96 620 30 31 83 702 826 961(200) 13 0246 382 700 9 943 45 01766 91 821 28 985 0 2342 633 53 963 8 3024 88 182 89 206 384 536 788 8 4065 117 93 210 87 863 9 5796 934»6089 618 24 666 765 905 8 7 279 392 97 629 843 838 00071 135 293 620(200) 859 9 8137 845 990 100104 624 887 101316 85 436 910 28 102171(1000) 417 61 790 808 48 10 3 018 96 117 43 372 618 74 731(200) 104024(400) 290 413 634 896 946 105182(200) 399 616 95 662 698 766 86 1 0 9007 65 165 266(400) 338 947 1 0 7011 431 78 676 799 848 IO8057 329 749 809 31 56 108029 48 323 461 731 110159 672 639 96 849 111170 490 690 851 947 112082 191(200) 681 883 913 41 113085 569 863(200) 73 967 91 114046 180 363'6(3X) 86 97 432 601 31 115017 79 203 333 99 498 764 116149 63 695 889 929 117892 936«8065 161 (200) 277« 9343 657 681 850 12 0077 162 316 444 1 21269 827 78 1 2 2201 442 511 666 701 12 3 334 700 92 1 24014 85 401 74 549 622 29 933,200) 12 5 633 928 1 2 6000(200) 45 61 145 326 777 987 1 2 7 074 273 398 437 681 944 1 28109(400) 336 41 418 664 742 98 905(300) 24 1 2 0 056 81 127 328 697 762 69 99 902 130127 56 437 668 804 22 1 31029 31 107 14 456 601 13 2 291 466 603 675(400) 931 98 1 3 3 369 601 752 66 816 918 (400) 134145 623 27 48 69 800 1 3 6 094 298 646 684 920 35 13 8024 393 439 649 872 89 1 37146 407 82 737 62 1 3 8486 730 138069 263 305 36( 200) 452 96 607 975 97 148070 98 216 91 469 510 696 861 64 936 88 141109 346 75(200) 423 36 792 1 4 2006 419 48 83 771 143384 423(200) 646 886 1 44104 61 68 254 323 674 995 1 45147 249 315 438 146048 III 74 399 463 705 68 865 14 7619 771 88 837 14 8056 219 491 678 74?(200) 148201(400) 337 626 66 99 734 64 15 0013 80 738 827 987 1 51004 14 978 1 52109 78 660 153063 163 280 675 1 64120 37 256 483 683 923 1 5 5 098 237(40Q 00) 316 17 412 64 708 14 962 1 5 6464 1 57182 639 746 861 158117 97 349 650 613 1 8 0023 354 421 643 84(300) 792 803 945 160170 297 421 611 760 74(200) 131093 313 81 459 608 946(300) 18 2 364(300) 90 523 33 847 1 8 3 024 79 288 300 460 624 631 892 960 1 6 4 019 405 16 843 1 6 5 078 190 97 231 316 764 1 6 6045 242 384 412 502 631 16 7 623 820 60 1 88031 106 375 169036 439 621 86 610 63 711 849 17 0072 369 37 487 625 613 839(200) 171091 292 434 76 602 3 18 59(300) 943 1 7 2012 117 442 604( 200) 979 1 73176 379 699 810 930 1 7 4 072 632 94 649 703 904 63 1 7 5 032 366 424 33 87 538 85 642 48 736 063 1 7 6269 399 632 832 97 17 7304 72 516 848 943 62 1 7 6000 160 85 236 50(300) 96 666 80 flhBOOS 12 32 322 449 636 879 996 180024 544 691 131230 343 182088 201 24 73(60 000] 300 15 17 417(200) 41 593 740, 20C) 954 1 8 3623 604 9- 184 690 796 990 1 8 5069 117 50 468 521 614 603 66918 1 8 8 07« 199 365 67 675 730 68 809 18 7 097 176 349 425 63 686 701 813 14 962 1 88204 43 62 306 436 67 607 610 17 1 88169 29« 316 461 659 100409 891 967(200) 191018 26 318 644 77 19200« 68 278 94 883 997 1 03134 90 417 602 6 819 39 1 94080 24! (300) 642 637 55 992 1 0 5 071 282 347 654 870 ,0 0213 41 87 634 610 743 1 9 7 076 226 431 872 965 1 0 8087 349 65! 834 97 918 83 1 0 9484(600) 741 903 66(200) 70 299031(200) 105 391 432 76 682 671(200) 812 7« 201304 469 637 82 862 914 202112 224 46 795 20322! 2 9 4016 118 236 46( 200) 410 802 901 94 2 0 5 230 406 711 2O6001 376 628 720 57 834 2 0 7 223 602 621 802 22 923 3! 86 f!O8204(400) 349 708 33 64.91 837(200) 80 29933 411 18 87 618 84 751___ 21 9004 875 211035 162 99 373 784 964 21 2767 21 3071 102 13 398 670 815 69 968 90 21 4104 208 22(200) 414 66« 835 992 21 6624 828 39 21 6042 585 623 86 794 659 21 735- 423 83 567 899 915 21 809' 180 203 36 899 4. Vreußksch Snddentsche (230. Königt. Preuß.) Klassenlotttrie 2. Klasse 2. ZiehungStag 14. Februar ISU Nachmittag Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich Hobe Gewinne gefallen, und zwar je einer aus dt« Lose gleicher Nummer t» de» beide» Ablciliingeu I u. II. Nur die Gewinne über 90 M. sind in Klammern beigcsngt. (Ohne Gewähr A. St.-A. f. Z.)(Nachdruck verboten) 14 290(200) 457 769 1096 379 825 89 717 2081 104 226 75 384 551 3048 62( 200) 274 411 96 4104 212 18(200) 36 89 327 35 410 764 93 806 900 25 71 85 6136 303 27 559 93 723 89 853 900 49 93 O029 47 242 346 578 674 865 7 210 608 737 8330 492 659 636 842 932 68 9029 83 63(200) 118 94 290 617 918 19063 346 64 408 623 62 716 11224 61 670 678 758 1 2077 168 463 652 64 655 776 883 920 1 3144 938 1 4103 39 613 744 79 895 907 63 64 79 10203 311 27 495 503 633 93(400) 875 (2 0 0 0 0) 977 1 6114 326 63 430 32 34 672 770(200) 852 (200) 17020 173 209 340 465 613 736 18309 64(200) 19103 381 408 10 86 660 696 709 12 828 82 963 99 20158 433 679 7(6 833 62 21243 305 649 68 2 2022 99 118 383 793 821 71 908 2 3063 523 646 765 2 4000 74 693 700 2 5173 685 811 26153 88 229 343 676 91 703 9 50 867 2 7 202 393 681 771 801 26(200) 991 2 8061 303 26 621 739 831 924 2 0240 362(200) 69t 30105 356 91 488 937 31064 382 470 866 32167 279 462 66 754 862 80 3 3070 223 615 617 47 726 71 3 4788 834 3 6 087 260 69 342 630 613 843 940 3 6186 92 316 619 60 640 701 819 817 83 3 7099 326 453 618 693 945 3 8037 229 479 667 783 843 8 0419 641 814 26 916(200) 33 4O009 30 162 411 33 641 864 981 41613 69 79 93 4 0192 204 330 69 628 60 052 746 4 3139 211 70 396 435 62 833 44093 303 464 4 5 277 99 327 606 14 766 987 4 0143 60 306 857 4 7 479 740 61 65 886 903 4 8044 341 415 687 653 762 612 49132 334 843 963 50177 207 63 752 823 911 61069 351 672 6 2317 649 703 5 2 179 232 76 768 944 5 4233 343 444 526 5 6 036 311 76 458 737 66 5 6043 93 203 69 330 463 86 89 650 68(200) 969 81 06 57404 678 81 712 5 0404 612 664 811986 6 9109 212(200) 628 46 666 935(200) 60175 319(200) 536 94 752 81747 88 6 2259 350 609 60 805(200) 23 63 63l''6 203 411 621 22 742 97 846 64416 603 39 64 740 801 924 6 5 601 743 6 6043 338 621 609 722 8,6 67113 643 688 6813$ 245 373 632 963 84(200) 6 8417 808 7O040 60 410 613 612 32 858 91 99 983 71070 124 262 81 72180(200) 87 382 607 62 809 87 919 7 3010 310 476 601 74176 422 689 309 7 5330 600- 58 629 727 7 6044 289 419 90 806 7 7 003 527 46 604 787 7 8 063 170 200 67 783 7 8280 92 338 86( 6000) 88 92 63 677 766 923 77 60139 54 295 396 726 821 913 81061 296 361 92 403 23 878 989 8 2522 640 833 8 3068 801 997 8 4268 333 36 62 411 21 44 770 829 31 8 5328 462 81 600 924 BB003 359 711 929 53 8 7136 48 69 262 329 693( 200) 696 763 869 8 8066 128 44 450 620 705 807(3001 979 8 9370 640 840 97 90065 569 65 76 342 44 508 19 724 72 831 921 01243(200) 404 63 639 951 9 2038 197 338 407 0 3011 120 381 416 41 63 604 22(1000) 86(200) 740 878 846 64 8 4318 467 616 628 95125 389 599 626 744 873 909 0 6063 6» 97488 842 0 6721 81 815 977 9 0008 67 628 808 98 978 10 0049 648 356 70 967 69 1 01030 213 897 98 838 37 10 2039 128 47 73 63« 68-746 876 103033 73 92 184 419 869 964 1 04031 677 642 f8 801(200) 24 23 1 05155 204 15 60 552 106091 623 714(300) 977(200) 10703» 107 38 77 668 65 746 657 108162 201 17 433 619 760 1 08004 116 17 38 85 259 93 438 807 82 110439 723 896 111018 376 676«2200 328 865«3067 106 327 498 661 743«4201(200) 679 829 944(500)«5060 151 346 78 635« 6743 890 913 117030 166 236 542 863 903 4L«3593 610 13 97 700« 9113 637 748 63 805 97 12 0326 433 693 1 21146 87 266 370 404 40(3000) 93 610 68 778 1 22135 1 28157 317 962 1 2 4018(300) 40 395 477 603 600 709 1 2 5 289 356 412 17(200) 611 803 27 968 120055 196 244 394 754 82 1 2 7089(300) 227 617 33(300) 967 128169 99 273 412 30 501 618 761 12 9606(600) 13 0356 461 610 707 969 1 31092(300) 96 965 1 3 2292 361 485 624 950 1 3 3269 77 878 985 1 3 4024 312 36 402 668 13 5363 426 699 723 97 811 13 6059 78 146 61 628 1 3 7071 479 653 606 12 814 64 1 8 8090 259 315 487 696 691 99 743 906 1 3 9267 378 680 724 26 33 860(200) 912(300) 14 14 0054 604 634 1 41329 632 666 760 868 70 1 4 2672(300) 728 14343$ 521 1441-18 665(6000) 966 1 4 5344 687 807 40 14 6048 183 645 766 1 47163 81 273 377 493 683 717 148011 636 620 140535. 16 0078 441 792 860 965 1 51160 267 616 87 735 916 15 2042 191 488(200) 635 768 1 5 3024 793 1 54136 273 690 829 1 5 5275 485 669 766 1 56117 269 419 642 900 1 0 7033 133 724 811 16 8880 932 1 5 9027 136 206 671 659 160004 20 70 476 92 953 1 61023 221 416 680 646 1 82132 625 86 1 63137 74 94 629 95 916(200) 37 1 64288 428 617 92 983 1 6 5342 464 623 660 714(200) 47(200) 939 168145 (400) 362 699 704 861 907 1 6 7022 221 555 673 808 901 16 8691 790 1 69049 98 108 41 72 327 672 170123 207 536 94 806 23 930 49 1 71010 110 237 804 (600) 17 2098 195 323 655 769 886 97 1 73182 360 77 739 61 82$ 53 1 74116 29 65 350 99 423 835 928 1 7 6008 149 772 176021 158 610 730 986 1 7 7 200 498 611 15 1 7 8060 67» 77(200) 833 68 937 1 7 9071 460 66 666 839 987 16 0 44 215 330 468 692 686 99 816 913 71 181138 61 314 422 63 579 618 1 8 2286 707 1 8 3 080 113 65 483 93 942 184044 376(500) 614 24 96 693 711 000(400) 185100 97 667 677 718 866 923 1 8 8 219 344 418 777 834 974 1 8 7029 308 433 628 799 968 1 88197 408 715 42 856 999 1 89049 61 263 353 667 632 61 840 909 A I8O070 242(200) 334 690 632 733 884 1O1063 383 444 882 991 192181 272 74 91(200) 96 465 641 616 766 1 03031 472 858 949 1 04191 721(400) 19 5 213 566 821 91 969 100154 288 463 625 710 97 1 9 7070 144 68 207(200) 11(200) 21 618 (200) 81 863 1 98635(200) 774 1 99002 46 228 83 681 2 0 0 237(200) 385 460 51 645 82 756 883 969 201067 58 97 366 634 80 832 37 60 2 0 2466 666 693 767 835 974 2 0 3051 243 592 99 747 854 929 73 2O4204 439(300) 922 75 205033 266 488 622 679 796 2 0 6308 459 908 2 0 7209 338 3» 578 626( 200) 752 2 0 9324 450 541 67(200) 639 664 20 ß084 160 289(400) 346 695 817 210287 466 856 211280 867 21 2804 308(200) 428 698 774 904 2 13021 258 413 80 696 823 65 93 978 214193 322 27 639 896 215067 217 61 408 61 216030 132 38 617 93 647 2 1 7149 250 342 72 99<614 23 832 36 908 218029 380 41» 705 38 Die Ziehung der 3.»leise der 4. Preobislh-Lüddeutscheu(230.»gl, Preußischen) ÄlaslealoUeri« sindet am 13. und 14. SRirz�lMl statt, Oezantwortlicher Redakteur: Alfred Wirlepp, Reukölln. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Druck u. Verlag.'Vorwärts Buchdruck«« u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co, Berlin SW. flr. 15. 3l. Jahrgang. 5. Irilogc des Jotniirts" Sttlinet WlksdlM. Sonntag, 15. Febrnar 1914. Cdocben-öpklplan der Berlmer Cbeater. Kiwiql. Opernhaus. Sormlag: Der fliegende Holländer. Montag: Fidelio. Dienstag: Romeo und Julia. Mittwoch: Oavstlsria ru»täo»va. Bajazzi. Donncrsiag: Madama Butterflh. Freitag: Caruicn. Sonnabend: Lohengrw.(Ans. 7 Uhr.) Sonntag: Die Hugenotten. Montag: Tann- häuicr.(Ans. 7»/- Uhr.) tiönigt. Schauspielhaus. Sonntag: Die Neuvermählten. Die zärt- lichen Verwandten. Montag: Goldsische. Dienstag.: Die Rabensteinerin. Mittwoch: Peer Gynt. 1. Abend. Donnerstag: Peer Gynt. 2. Abend. Freitag: Der Familientag. Sonnabend: Peer Gynt. l. Adcnd. Sonntag: Peer Gynt. 2. Abend. Montag: Die Neuvermählten. Die zärtlichen Verwandten.(Ansang Tl, Uhr.) Deutsches Theater. Sonntag: Romeo und Julia. Montag: Der Kausmann von Venedig. Dienstag: König Lear. Mittwoch: König Heinrich!V. 1. Seil. Donnerstag: Romeo und Julia. Freitag: König Heinrich IV. 2. Teil.(Ans. 7 Uhr.) Sonnabend: König Lear. Sonntag: Der Kcmimann von Venedig. Montag: Hamlet.(Ansang 7'/, Uhr.) Kammcrspiele. Sonntag: Der Snob. Montag: Wetterleuchten. Dienstag: Der Snob Mittwoch: Bürger Schippet. Donnerstag: Der Snob. Freitag: Plein Freund Teddy Sonnabend und Sonntag: Der Snob. Montag: Wetterleuchten.(Anjang 8 Uhr.) Lesfing-Tbeatcr. Sonntagnachmittag 3 Ubr: Professor Bernhardt. Abends und Montag: Liliom. Dienstag: Pygmalion. Mittwochnachmiltag 3 Uhr: Der Erbsörster. Abends: Liliom. Donnerstag: Simson. Freitag: Peer Gynt.(Ansang?>/, Uhr.) Sonnabendnachmittag 3 Uhr: Der Erb- sörster. Abends und Sonntag: Liliom. Wontag: Pygmalion.(Ansang 8 Uhr) Berliner Theater. Somitagnachmittag 3 Uhr: Große Rosinen. Allabendlich: Wie einst im Mai.(Ansang 8 Uhr.) Theater in der Königgräher Straße. Sonntag: König Richard IH. Montag: Brand. Dienstag: Hinter Mauern.(Ans. 8 Uhr.) Mittwoch: Die Kronbraut.(Ans. 8 Uhr.) Donnerstag: König Richard III. Freitag: Die Kronbraut.(Ans. 8 Uhr.) Sonnabend: Die süns Frankfurter.(Ans. 8 Uhr.) Sonntag: König Richard III.(Ansang 7'/, Uhr.) Montag: Hinter Maueni. (Ans. 8 Uhr.) Deutsches Künstler- Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Rose Bernd, ttbends: Der Bogen de« Odhsseus. Montag: Schirin und Gertraude. Dienstag: Das Phantom. Mittwochnachmittag 3 Uhr: Peterchens Mond« fahrt. Abends: Der Bogen des Odhsseus. Donnerstag: Das Phantom. O: Der Bogen des Odysseus. Sonnabendnachmittag 3 Uhr: PeterchcnS ihrt. Abends und Sonntag: DaS Phantom. Motttag: Schirin und Gertraude.(Ans. 3 Ubr) Komödienhaus. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Filmzauber. Allabendlich: Kammermusik.(Ansang 8 Uhr.) Theater au der Weidendammbrücke. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Wer zuletzt lacht. Zlllabendlich: Wer zuletzt lacht.(Ansang 8 Uhr.) Deutsches Opernhaus. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die luftigen Weiber von Windsor. Abends: Mandragola. Montag: Die Jüdin. Dienstag: Figaros Hacbz/it. Mittwoch: Mandragola. Donnerstag: Der Troubadour. Freitag: Manon Lescaut. Sonnabend: Die Meistersinger von Nürnberg. (Anfang 7 Uhr.) Sonntag: Parflsal(Ansang 7 Uhr.) Montag: Der Frei- schütz.(Ansang 8 Uhr.) Lustspielhaus. Sonntagnachmittag S'l, Uhr: CharlehS Tante. All- abendlich: Die spanische Fliege.(Anfang 8 Uhr.) Theater des Westens. Sonntagnachmittag 31/, Uhr: Gräfin Fifi. Allabendlich: Polenblut.(Ansang 8 Uhr.) Thalia- Theater. Allabendlich: Die Tangoprinzesfin.(Ansang 3 Uhr.) 3 Uhr: Gretchen. M- esidenz- Theater. Sonntagnachmittag abendlich: Höhest— der Franz.(Ans. 8 Uhr.) rhu----------- Die Liebe wacht. Triauon-Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr Allabendlich: AnatoleS Hochzett.(Ans. 8 Uhr.) KleiueS Theater. Sonntagnachmsttag 3'!, Uhr: Angele. Die Lore. Allabendlich: Jettchen Gebert.('Anfang 8 Uhr.) SchiUer-Theater O. Sonntagnaa mittag 3 Uhr: Geschäft ist Geschäft. Wends: Die beiden Leonoren. Montag: Was ihr wollt. Dienstag: Meyers. Mittwoch: Wilhelm Tell. Donnerstag: Jugendfreunde. Freitag: Das Glück im Winkel Sonnabend: Herodes und Mariamne. Sonntag: Das Glück im Winkel. Montag: Weh' dem, der lügt.(Ansang 8 Uhr.) SchMer-Theater Eharlotteuburg. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Andreas Hoser. Abends: Rosenmontag. Montag: Weh' dem, der lügt. Dienstag: HerodeS und Mariamne. Mittwoch: Die beiden Leonoren. Donnerstag: Herodes und Mariamne. Freitag: Andreas Hofer. Sonnabend- nachmittag 3 Uhr: Zopi und Schwert. Abends: Die beiden Leonoren. Sonnlag: Der Leibgardist. Montag: Di« beiden Leonoren.(Ans. 8 Uhr.) Friedrich-WtlhctmstädttscheS Theater. Sonntagnachmsttag 3 Uhr: Zapfenstreich. Allabendlich: Fräulein Trallala.(Ansang 8 Uhr.) Neues Volkstheatcr.(Neue Freie Volksbühne.) Sonntagnachmsttag 3 Uhr: Michael Kramer. Abends 8 Uhr: Der Gras von CharolaiS. Montag und Dienstag: Der Kaiscrjäger. Mittwoch: Drei Courteiine-Einaktcr. Donnerstag und Freitag: Der Kaiserjäger. Sonnabend: Drei Courteline- Einakter. Sonntag: Michael Kramer. Montag: Drei Courtcline-Einakter. (Ansang 8'/, Uhr.) Walhalla-Theater. Sonntagnachmsttag 3 Uhr: Faust. Allabendlich: Tangofieber.(Ansang 8'/, Uhr.) Montts Operetten- Theater. Sonntagnachmi maus. Allabendlich: Jung-England.(Ans. 8 Uyr.) Stose-Tdeater. Sonntagnachmsttag 3 Uhr: Maria Stuart. AbendS: Wilhelm Tell. Montag: Die Maschinenbauer von Berlin. Dienstag: Kinder der Großstadt. Mittwoch: Im weißen Rößl. Donnerstag bis Montag: Die Rlalchinenbauer von Berlin.(Ansang 8 Uhr.) Theater am Nollendorfplatz. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Orpheus in der Unterwelt. Allabendlich: Prinzeß Grell.(Ansang 3 Uhr.) Sonn- abendnachmittag 3 Uhr: Die Schissbrüchigen. Lnisen-Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Deines Bruders Weib. Allabendlich: DaS erste Ehej ahr. Sonntag, 22.: Unser Jung«.(Ansang 8'/« Uhr.) 3 Uhr: Die Fieber« Kasino-Theater. Sonntagnachmsttag 4 Ubr: Mutterliebe. Allabendlich Die olle Webern.(Anfang 8 Uhr.) Folios(kaprice. Allabendlich: CasK PringSheim. Der HeiratSgras. (Ansang 8l/t Uhr.) Apollo. Sonntagnachm. 3 Uhr: Spezialitäten. Allabendlich: Hart« stein, der Stolz der dritten Kompagnie.(Ans. 8 Uhr.) Mctropol. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Ein Blitzmädel Allabendlich: Die Reise um die Welt in 40 Tagen.(Ansang 7.55 Uhr.) Wintergarten. Sonntagnachmittag 3'/, Uhr und allabendlich: Spezialitäten.(Ansang 8 Uhr.) Reichshallen-Tdeater. sonntagnachmittag 3 Uhr sowie allabendlich: Stettincr«änger.(Ansang 8 Uhr. Sonntags 7'/, Uhr.) ZirknS Busch. Sonntagnachmittag 3'/2 Uhr und allabendlich 7>j, Uhr: Galavorstellung. Zirkus Schumann. Sonntagnachmstlag 3'/, Uhr und allabendlich T/, Uhr: Galavorstellung. Gebr. Herrnseld-Thcatcr. Allabendlich: Die von oben und unten. (Ansang 8 Uhr.) Admiralspalast. Eisballett: Die luftige Puppe.(Ansang 81/, Uhr.) Berliner Eispalast. Kunstlauf-Voisührung.(Ansang g Uhr.) Eines Palast am Zoo. V aricts-Lichtspiele. Täglich: 5 Uhr. CineS Nollendorf- Theater. Varietö-Lichlspicle. Täglich: ö>/, und S Uhr. Urania-Thcater. Sonntag bis Donnerstag: Winter in der Schwei,. Atlantischer Ozean, Eisverhältnisse, Schiffahrt. Freitag: Sonntag Winter in der Schweiz.(Ansang 8 Uhr.) Sonnabend und Montag: Unbestimmt Wasterftands-Rachrichte« d er LandeSanstalt für Gewässerkunde, mitgeteilt vom Berliner Wetterburea« Wasserstand Memel, Tilsit P r e g e l, Jnsterburg Weichsel, Thor» Oder, Rattbor , Krassen , Frankfurt Warthe, Schrimm , Landsberg Netze, Vordamm Elbe, Leitmeritz , Dresden ( Barby , Magdeburg am 13.2. om 626») 273 200«) 127') 140 230') 124 196») 45 70 -172 96 82 i-st 12. 2, cm') +2 —26 _ 2 —25 —3 —4 —18 —9 —6 +2 —3 — 1 +2 Wasserstand Saale, Grochlitz Havel, Spandau») , Rathenow») Spree, Spremberg») , Beeslow Weser, Münden , Minden Rhein, MaximstianSau # Kaub Köln Neckar. Heilbron» Main, Hanau Mosel, Trier am 13.2. am 98 89') 92 96 119 190 252 852 177 188 85 181') 200 seit 12.2. cm1) +3 —3 O 0 — 1 +22 --4 --24 --21 4-6 4-10 —54 4-60 »)+ bedeutet Wuchs,— Fall.—») Unterpegel—») Elsstand.— ») Treibeis.—') eissret.—») seit dem 12. 31/, Uyr nachmittags: Eis« aufbruch. Wir lielern direkt&n Privat« als SpexialiUt: geipe Eil-, Zwei- 0. W-ZiM-EWii» n erstklassiger Aaslahnrng za konkurrenzlos billigen Preisen. in erstklassiger Ausführung zn konkurrenzlos billigen Preisen. Schlafzimmer: M. 219, 287, 377, 465, 581, 695, 898, 1061 dl, 2500 Speisezimmer: M. 298, 333, 440,619bi«3000 I Wohnsalon». M. 291,334, 469, 55631,1800 Herrenzimmer: M. 209, 358,485, 62861,2800 I Neuzeitl.Küchen; M.51,58, 76,129,166,248 St&ndiges Lager von ca. 506 Einrich langen Enorme AaswaM bis«um Auseriesensten. Ulustnerter Katalog mit Referenzenliste gratis.— 10 Jahre Garantie.— ,.-w—»,. Lieferuna durch ganz Oeuteohland direkt ebFabrikgobiude. isCrU-n&'/ IftSCjtlßf- U*. Eis 150!un durch eigene MSbelautos. Einzelmöbel. m. b. Ißo. ___ ißerfiti C. 33 rWfrvWm JUeJUUuierstrtissC'4-2' Jedes Wort 10 Pfennig. Das fettgedruckte Wort 20 Pfg.(zullsslg 2 fettgedruckte Worte). Stellengesuche und Schlafstellen-Anzeigen 5 Pfg.; das erste Wort(fettgedruckt) 10 Plg. Worte mit mehr alt Ii Buchstaben zählen doppelt. ] Kleine Anzeigen ANZEIGEN IDr die nächste Nummer werden In den Annahmestellen für Berlin bis 1 Uhr, für die Vororte bis 12 Ubr, in der Haupt-Expedition, Lindenstrassc 09, bis S Uhr angenommen. Verkäufe. Teppich« k(fehlerhafte) in allen Größen, fast für die Hülste de» Wertes. Teppichlager Brünn, Hacke- Icher Markt 4, Bahnhos Börse.(Leser de«.Vorwärts" erhatten 5 Prozent Rabatt.) Sonntags geöffnet I In Freien Sinude«. Wochen- schrist für da» arbeitende Volk. Roman« und Erzählungen. Abonnement» wöchentlich 10 Pf. nehmen alle AuS- gabestellen des.Vorwärts' entgegen. Probeheste gratis. Es lohnt nur bei Max Weiß, 88, Große Frankfurkerstraße 88, all- bekannte Firma, zu kaufen. Man wird reell und billig bedient. Wenig getragene, testweise aus Seide, von Kavalieren nur kurze Zeit gewogene Jackettanzüge, Rock- anzüge, Gebrockanzüge, Frackanzüg«, Smokinganzüge, Paletots, Ulster, Hosen, einzelne Fracks und Smokings werden zu billtgsten Preisen oerkauft. Di- elegantesteii Sachen sind auch leihweise sehr billig zu haben. 88, Große Franksurterirraße 38. Bitte im eigenen Interesse aus die Firma zu aasten. Teppich-Thomas. Oranienstr. 44 larbsehierhaste Teppiche spottbillig! Gardinen, Steppdecken, Tischdecken halben Preis. Vorwärtsles ern öProzent Extrarabatt._ 765fi* Bertenstaiid 9,—. ftvasje 70, im Keller, Brurmen- 1200R* Dlonaiegarderobe verlaust und verleiht Kteinmann, Rosenthaler- straffe 59, kein Laden.__ 21/14" Teppichhaus SefSbre, Oranien- straffe 158, jetzt JnvenIur-RSumungS- p reise. Extratiste gratis. 2031K' Pfandlethhaus tzermannptatz 6. Spottbilliger Betienverkaus. Wäsche- verkauf. Gardinenverkaus. Teppich» verkauf. Goldwareniager. Riesen- auswabl Herrengarderobe. Sönntags- oertauj ebenjalls.* (Sardine»! Sleppvecken! Portieren l Tischdeaent aSj-ergewöhnlich billig! Vorwärtsieser 5 Prozent Rabatt extra I GardinenhauS Brünn. Hacke- scher Marli 4(Bahnhof Börse). Sonntags geöffnet.____• Boriäbrtge eteganleHerrcnanzüge unö Vaietots aus fernsten Maystoffen 25— 60 Marl, Hosen 6—18 Mar!. VerianddauS Germania, Unter den Linden 21._* Bettenverkauf! Prachtbetten 7,50! 9,751 12,75! Brautbetten I 15,75! 18,75! Daunenbetten I 19,75! Nene Ausslenerwäsche spottbillig 1 Pfand« leihe Brunnenswaße 47. 206211* Kinderivagenl wöchenttich an I Spotwllligl Richardi. jtraße 80. Teilzahlung! RielenauS! :di. Barsch gl 0,50 wähl! chauer- 2137«* MonatSanzüg«, Paletots, großes Lager, jede Figur, taust man am billigsten beim Fachmann: jede Aenderung nach Wunsch in eigener Werkstatt. 5 Prozent billiger für Vorwärtslei«r. Fürstenzell. Schneidermeister, Rosenthalerstraße 10. 1579K _S-, Prüsunaskleider Unterröcke, Ballkleider, Kostüme, Blusen, Röcke, direkt aus Arbeits- swben, spottbillig. Meyer, Blücher- straße 13, 1. Etage. Sonntags geöffnet. .Vorwärts'Ieser 5 0/0 Ermäxigung.• Geld!(«rldk Sparen Sie, wenn Sie im Leihhaus.Rosenthaler Tor'» Lmienstraße 203/4, Ecke Rosenthaler- straße, nur 1 Treppe, lein Laden I lausen. Anzüge 9,—, Ulster, Pale« lots 5,—, Silberuhren 8,—, goldene Damenuhren 8,—, Goldwaren, Brillanten, Betten, Gardinen, Tep- piche, Frestchwinger, Fahrräder. Alles enorm billig. Sonntags ge- öffnet. 20! Bettenverkauf! Pelzstola« I Winter- paletotS, Wintersoppen, Herrenanzüge, Prachttepplche, Aussteuerwäsche! Gar« dinenauswahl I Plüschportiere» I Stepp- decken, Tischdecken, Schmuckjachenl Uhrenverkauf I Spottbillige Preise I Leihhaus I Warschauerstraße?. slgS5K» Gründstüct an regulierter Straße mit massivem SommerhäuSchen und Obstbäumen verkauft Schöser,©ni> selbe bei Fredersdorf._ t76* Prachtbett 5,00, dauntge Betten, Stand 9,00, zwei Deckbetten, zwei Kissen 15,50, Bauerndeckbett, Unter- bell, zwei Kissen 26,00, Laien 1,00, Damastbezüge 3,90, nur Andreas- lekhhauS, Audreasstraße 38.— Vor- zeiger vergüte Fahrgeld. 2054K* Modelle, Kostüme, Mfter, W mäntei usw. Berkaus an Private nur zwischen 4-6._ 20/13' Teppich« k Spottbilliger Jnventur- vertaus. Ein Posten haltbarster Spezial> Smyrnateppiche, iounder- volle MusterauSlvahl, 160X240 10.85, 200 X 290 1485, 250 X 850 24.50, 300 X 400 34.50. Läuserreste svott- billig, Wolfs TePPichhauS, DreS- denerilraße 8(Kottbuserior). Abon- nenten Rabatt! 2132«* Teppiche. Vorwärtsles« erhatwu 20 Prozent. Große Partien Teppiche mit tlclnen Webewdlerrt, setzt Größe zirka 200: 300 13,50, 250: 350 22,60, 300: 400 28,50. Gardinen, Portieren, Tischdecken. Sosadecken, Felle, Läufrrstosse spottbillig. Therese Lesevre, Teppich- SpezialHaus mit Fabritatton, Potsdamcrstraße 106h (kein Ikaden). Hausnummer beachten. Gaskrvnen.Tepviche, Uhren, Woche 1,00, billige Preise. Große Frank- surter Straße 92, Reinickendorfer Straße 120. Schönhauser Allee 121. Rentolln, Berlwer Straße 102.* Zehn Prozent Rabatt Vorwärts- lesern.__ («ardinenreste, Fenster 1,55, 1,95, 2,45, 2,85, 3,50, 4,25, 5,50, 6,65 usw. E. Weißenberg» Gardinen- und Teppichhaus, Große Frankfurter. straffe 125, im Hause der Möbelsairst an der Koppenstraße. Teppiche mit Webefehlern 7.50, 9,50, 11,50, 13,50, 16,50, 19,50, 22,50, 25,50. 29,50 usw. Teppichhaus, Groß« Franffurterstraße 12o, im Hause der Möbelsabrik. Restdeftiinde, 1—3 Fenster Tuch- Portieren, Plüschporsteren. Madras» Portieren, neueste Muster, Fenster 2,85, 3,50, 3,95. 4,35, 5,75, 6,50, 7,50, 9,60, 11,50, 14,50, 18�0 usw. Portieren. haus. Große Frankfurterstraße 125. Tuchdecken. Leinendecken. Plüsch decken 1,35, 1.65, 1,95, 2.45. 2.95, 3.65. 4,25, 4,85, 5,50, 6,76, 8,50, 9,70 bi» 45 Mark. Steppdecken, Similifeide, vor- nehme Aussührung 3,75, 4,85, 5,75, 6.50. 7,85, 9,50, 12,50, 14,50 usw. Große Franlsurierstraße 125, im Hause der Möbelfabrik. 2t26K* «KnSfrone», oreiflammig, komplett 7,50, GaSzuglampen 6,00, Hänge- lichtpendel 4,00, GaSlhren 2,40, GaS- wandarm« 1,50. Kronenlager, Große Franksurterstraße 92, Reinickendorfer- straße 120, Schönhauser Allee 121, Neukölln. Beriinerstraße 102. U03K* Gestickt« Fries> Fenstermäntel 2,15, hochelegant 3,50, Inventur« Extrapreis. Teppichhaus Lesövre, Oranienstraße 158. 2010K* Lethlinus.Schöneberg', gegenüber Bahnhos, Sedanstraße 1, Telephon Ami Kurfürst 5687, bietet stets Gelegen- heitstäufe in verpfändet gewesenen und neuen Anzügen, Sommer» und WinterpaletotS, einzelnen Holen, goldenen, silbernen Herren« und Damen« Remomoir«» Uhren, Ketten 3,50 an, ferner goldene Ringe, Broschen, Obrringe, PianinoS, Fahrräder, Frei- schwing«! 10 Marl an. Richard Sichelmann. 200K Hemdentuch, 10 Meter 3,50—8,50, Bezüge, Inlette, Beltsedern, Sticke- reien, Tischwäsche. Damenwäsche Fablikpreise t Wäschesabrit Langen u. Co., Zimmerstraße 43(Hos), nahe Jeruialemerittaße.* Nithmafchtnen, Afrana, Zentral- bobbin, Adler. Ringichiff, Wheeler u. Wilson, Biesen. Säulen, Elnstil usw. billigst, bei Teilzahlung günstige Be- dingungen, vellman», Gollnow- straße 26, nahe der LandSbergerstraße. paletois von ü e und Winter- �______—. Mark sowie Hosen von 1,50, Gebrockanzüge von 12.00, FrackS von 2,50, sowie für torvulent« Figuren. Neue Garderobe zu stauueud billigen Preisen, aus Psanbieiben ver- sallene Sacken lauft man am billigsten bei Naß. Muiackftrnße 14. a derbeiten, Stand 11,00, 16,00, hochfeine 21,00, Herren uhren, Damen« uhren, silberne 4,00. Leihhaus Osten, Königsbergerstraße 19. 2i38K* Ziilkwaichfnsser,> wannen, Badewannen. Zober, Sitz Svezialsabrik Reichenbergen'traße 47. Leiern 5 Proz. Leihhaus Maritzplatz 68 laujen Sie spottbillig von Kavalieren wenig getragene sowie im Versatz ge< we>ene Jackett-, Rockanzüge, Ulster, Paletot». Serie 1: 10— 18, Serie II: 20—30 Marl, größtenteils aus Seide. Gelegenheitstänse in neuer Maß- garderobe, enorm billig. Riesenposten Kleider. Kostüme. Plüjchmäutel, auf Seide, früher bi« 150, jetzt 20— 35 Mark Große Posten PeizstolaS in Skunks, Marder, Nerz, Füchsen, früher bis 200, jetzt 20—75 Mark. Große AuS- wähl in Herren-Gehpelzen, Gelegen- heit in Damen-, Reise-, Wagenpelzen. Extta-Angebot in Lombard geivesener Teppiche, Gardinen, Portieren, Betten. Wäsche, Uhren, Brillanten, Goldwaren enorm billig nur Moritz- platz 58» 1. 134K* Grundstück mit Obstbäumen, Hohen-Neuendors(Nordbahn), um- stäiidehalbcr billigst �verkäuslich. Post- lagernd 56 Nieder-Schönhausen. ff 147 Teppiche(Farbenschier) spottbillig. Fabriklager Maucrhoff, Große Franlsurierstraße 9, parterre.»Vor- wärts'-Leser zehn Prozent Extra- rabatt I l2!jSK* Teilzahlung, 0,50 wöchentlich Gardinen, Portieren, Teppiche, Stepp- deck cn, Tischdecken, Möbel, Bilder, GaSkronen, Herren-, Damen-, Kinder- garderobe usw. Kredithaus Luisen- stadt, Köpenickerslraße 77/78, Ecke Vi ucken straße, am Bahnhof Jannowitz brücke.. 2151K BronzegaSfrvnen.moderne Gas- zugtampen,- Gaswandarme. Gas- kochcr. Jnventurpreise. Gelegenheits- käuse. Schroeder. Hochstraße 43.• Bobbinrundschist billig. Konfitürenladen, Friedelstr. 54(Hermann- platz). l_ 9026 Aufgabehalber Raffetauben und andere billig. Spinn, Neukölln, Inn. straße 23. 903b dezüge 3,80, Aussteuerwäsche, Stepp- decken, Porsteren, Teppiche, Gar- dnien. Pfandleihe Prinz enstraß« 34.* 4,2S Prachtbett, dauniges Bett, rotrosa gcstrcist, Prinzenpfandleihe, Prtnzcnftraße 34. Äusstrucrbettcn, ganzer Stand, 26,50, nur tn der billigen Pfandleihe Prinzenstraße 34, neben Neubau Wertheim, lleiner Eingang, eine Trepp«. Fahrgeld vergüte� 2059K* Klapvsvortwagen, Ktnderdraht- bett, Kinderwagen, Rathenower. straße 47, vorn 11 rechts. ff 34 Lieferwagen, Leiterwagen und Räder Palisadenstraße 101. 913b .marfärbcmittel, 0,60, unschäd- lich. Wtnterseldt, Steglitzerstraße 25, Klavpsportwageu, Kinderbett- stelle, zurückgesetzte, Potsdamerstr. 63 Lausdecken, großer Gelegenheits- kauf 1,—, 1,50, 2,—: Lnftschlänche 1.25. 1,75, 2,50. Machnow. Wein- meisterstiaße 14, Große Frankfurter- straße 113, Kotwuserdamm 18/19. Drahtgeflecht verlaust Fröhlich, Bernauerstraße 96a.__+85 Klappspvrtwagen, Kinderwagen billig Mitzschke, Exerzierstraße 21h 11. Zigarren< Einrichtung, tomhtelt, wie neu, billig Petersburgerslra je 3. Legehühner, billig, seitz, Elbinger straße 27, Seitenflügel. 22/10 W MonatSanzüg«. Ulster, Gehrock- anzüge, Smokinganzüge, Joppen, Hosen, EesellschustSaiizüge verleiht Rosenthalerstraße 48, eine Treppe. Ohne Anzahlung, 50 Pfennig Wochenraie an, liefere Bilder, Wand- uhren, Teppich«. Gardinen. Porttercn, Tischdecken, Steppdecken. Strengste Diskretton zugesichert. Auf Wunsch AuSwahlsendung. Bestellungen erbitte .Postlagertarte 3', Postamt 102. Klappkamera,'/.,,DoppeIanasttg- mat, Settorenverlchluff, Spottpreis. Sabow, RumweiSburg, Kanlsttaße 16. Monatsanzügc-Sonnncrpaietots, Ulster, Cutaway mit Weste und ge- stretster Hose, Smoking, Frack, Geh- rockanzüae, großes Lager..Vorwärts'- leser 8 Prozent billiger. Nur Rosen- thalerstraßc 4, 1. Kein Laden. 22/6 Sportklappwagen verlaust Bartsch, Neukölln. Weserstraße 161 1.+63 Zeiferikanarien. preisgekrönt, 8,—. Schul», Liegnitzerftraße 21.+10' Seifertfanarien, tourenreich. Rühl, Schöneberg, Bahnstraße 43 parterre.+93, Echte Seiferthühne, Weibchen, ttese, volle Heckoögel billigst. Hensel, Gubenersiraßc 24, Ouergebäude IV. Sciserthähne, Gesangskasten. Urbanstraße 185, Restaurant. 3ggd Seiferthähne und Weibchen ver- käuslich Priiizelsinnenstraye 12, III links. 8S8b Seifertkanarien. dreißig Zucht« Weibchen vertäust Arnold, Schwartz- lopffftraße 20._+149 Kauarienvögel, auch an Händler. Schulzendorserstraß« 17. 897b Kanarienvögel, Heckhähne, Heck- Weibchen. Maerlender, Urbanstr. 70. (Moritzpiab 18669.) Seifertheckhahiie, Zuchtwcibchen spottbillig. Könitz, Trestowstraße 45. Eeifett-Kanarien, Prima Zucht- Weibchen, Ohncsorge, Koppenstr. 69. Kauarienhähue, hochprämiiert, vertaust Eiscnbarth, Czarnikauer- straß« 6(Arnimplatz). S23b Kanarieuhühur und Weibchen oerkaust Dochow, Freienwalderstr. 5. Kaiiarieiihahne» tiefes Hohl, Knorre, Zuchiweibchen, billig, Kramer, Löwestraßc 20.__ Setferthähne, Ebett, Guincastraße 40 straße. See- +85 und prima Weibchen. Radtke, Neukölln, Aller- straße 18/19 III.__+63 Seiferthähne, heckcnreise Zucht- Weibchen. Hasenhaioe 19, Portier. Kanarten-Hcckhähne, Weibchen, spotlbillllig. Falbe, Pankow, Binz- straße 43._"| Kanarienhähn«, miiert, verkaust Lingner, Erkstraße 6. ira- Zlln, +68 Kanarienhähn«,_. Weibchen, räumungshalber Bit Jensch, Neukölln, Bodestraße 6/7. Seifertkauarieu, Heckbaucr, Ge- sangspind. Schulendurg, Neukölln, Herrsurthftraße 20.+64 . GeBCtiäftsverkfiafe. Zigarrengeschäft. Mit Ein- richtung Stube und Küche. Monatlich 70 Mark. Offerten St., gransecki- -'" 20/172 straße 34. JnstallationS-Gl wegen auswärtiger Uebernahme preis- wert verkäuflich. Offerten ,L. 2', Hauptexpeditton.Vorwärts', Linden- straße.__+56 Zigarrengeschäft verkaust. Neukölln, Thüringer straße 23(Bahnhos). Herrenhutgeschäft verlaust ver- zugShalber. Neukölln, Bergstraße 83. Klempneret billig verkäuflich. Chartottenburg, Cannerstraß« 10. Milchgeschäft mit schöner Zwei- Zimmenoohnung besondererumstände halber verkäuflich Neukölln, Leine- straße S.__+64 Gelegenheit. Schulbuch-, Papierhandlung, gimstlA Buchbinder, Buch- drucker, gegenüber Doppelschule, Gymnasium, krantheitsPstber, even- tuell Abzahlung. Kopenhagener. straße 2ö. 22/2 Kohlrngefchäft, gut« Lage, krank» hettswegen oerkaust sofort preiswert Jahnstraße 15. 909b Tetfeiigeschäft verkäuflich May- bachuser 17.->+63 Milchgeschäft lich Wollincrftraße preiswert verläuft 36.+43 Eckdestillatton, Partei- und Ge- wertschaslsverkehr, Verzug nach außerhalb. E. F. Postamt 28.+8» Kohleugeschäft. gangbar, Wohiiuiig anschließend, krantheilshaiber billig verkäuflich Prinz-Eugenstraße 3.+33 Gtellmacherei, Maschinenbetrieb, Vorort. Scholz, Berlin, Schul- straße 68, von».+0 Milch-. Sntf. imd Kolonialwaren, 50— CO üiUr, Preis 600,—, zu»er fiwiüi Baumjchnlenwcg, Behring ftrafec 2. 9166 Li unfitürc»-(Geschäft preiswert zu i'crraufcn. Wilinersdors, Hildegard- stratze IS. 2Z/S «ödel. Vkiidel ebne Geld! Bei kleiner Anzahlung gebe» Wirtichajteii und einzelne Stücke auj Kredit unter ätixcrncr Preisnotierung, auch Waren aller Art. Der ganze Osten kauft bei uns. Kretichmann u. Co., Koppen- Kratze i.(Schlefifcher Babnbof.l ♦ Mutet idiskret). Aus Teilzahlung liefert Wohnungseinrich- lungen, auch Einzelmöbel, bei kleinster Anzahlung und den allerbeguemsten Ratenzahlungen. Postlag ertartc 3, Postamt 22. 2K29K� Tischlermeister gibt Möbel aus Teilzahlung bei beliebiger Anzahlung zum Kassenpreis. Stets Gelegenheits- tiiuse in gebrauchten und zurückgesetzten Möbeln, auch aus Teil- zahlung. Nachweis von Kunden wird gut honoriert. Offerten Post- amt 90.Lagerlarle 44", ZÄirtschaft. noch neu, billig ver- käuflich.(Gewerblich). Händler ver- beten. Rosenthalerstratze o7, vorn III bei Glas. 20/2» Möbel! Für Brautleute günstigste Gelegenheit, sich Möbel anzuschassen Mit kleinster Anzahlung gebe schon Etube und Küche. An jedem Stück deutlicher Preis. Ucbersorteilung dabei ausgeschlossen. Bei KrankbeitS. fällen und ArbeitSIofigieit anerkannt grötzte Rücklicht. Möbelgeschäft M. Geld staub, Zossenerstratze 38. Ecke Gneiicnauftratze. 29018» Bequem. Möbel für Stube und Küche, geringste Anzahlung, kleine Raten. Ehrlich, Alle Schönhauser- stratze 32._ 20288* Sparen Sie bei den schlechten Zeiten. Sie erhalten von mir gegen ganz kleine An- und Abzahlung nach Ihrem Wunsche ganze Woh- nungscinrichtungen und einzelne Möbelstücke. Ein- und Zweizimmer- einrichtungen von 200 Mark bis 1000 Mark. Spezialität: Voibildliche Musterwohnungen für Handwerker, Arbeiter und Beamte. Auch gebrauchte, guterhaltene Möbel sehr billig. Ga- rantie l Umtausch oder Geld zurück, wenn nicht gefällt. Bei pünlllicher Zahlung hohe Prämien in bar, also arotze Vorteile sür den reellen Käufer. Gewerkschastsmitgliedern 5 Prozent Rabatt. Bekannte Rücksicht bei Krank- bei!, Arbeitslosigkeit. Streik usw. A. Schatz Icn., seit 1866 Brunnen- stratze 160, Eingang Anllamer Stratze. — Kein Abzahlungsgeschäft. 1726«* Achtung! Möbel aus Kredit. An- zahlung 3 Mark an, Abzahlung 1 Mark an. RicscnauSwahl, billige Preise! Grötzte Rücksicht bei Krank- heil und Arbeitslosigkeit. Kulantestes Kredit hauS Berlins. Inserat mit- �bringen, Wert 5 Mark. Sonntags geöffnet. Möbelhaus Konsum, Kott- buserstratze 14. 2116K* Moderne Arbeitermöbel in zeit» geniätzcr Ausführung, in Eiche(alle ffarben) und Nutzbaum, unerreichte Auswahl, zu den allerbilligsten Preisen, in solider Arbeit, direkt vom Tischler- meister Julius Apett, Adalbertstratze 6, am Kottbusertor. 1910K* Moderne Wohnuiigs- Einrich- lungen. Eiche und nutzbaum, äußerst billig, Grotze Küchen-Ausstellung. Reelle Arbeit. Harnack, Tischler- meister,«tallschreiberstratze 57(Moritz- Platz). Verkauf: Fabrikgebäude. ZablungSerleichterung._ 20108* _ Wohnzimmer für 265 Mari, bestehend aus: modernem Schrank, modernem Vertiko, uiodetnen Bett- stellen viit Malratzen, komplett, mo- dernen Stühlen, modernem Spiegel und Sosa nach Wahl: ferner Küchen- einrichtung(siebenteilig) 52 Mark. Sebetl Sie sich die Einrichtung vor Ankaus genau an. ohne jede Kauf- vervslichtung. Möbel- Ehrlich, Alte Schönhaulecstratze 32. 2027K* Speisezimmer, modernes Büjett, 160 breit, Kredenz,«osn, Umbau, mit großen Seiten chränken, statt 800,~ Mark 600,— Mark, helleichcncS Schlafzimmer init großem Ankleide- schrank mit Wäschceinrichtung, kom- plctt, mit Auslegcmatratzen 325,— Mark, Schlafzimmer in echt Maha- goni 375,— Mark. Ferner Lager in 4 Etagen Hunderter kompletter Sveise- zimmer, Herrenzimmer, Salons, Schlafzimmer, Rüchen in allen Holz- und Stilarten. Gelegenheitskäufe aus Versteigerungen und Lombard. Auch großes Lager von Ergänznngs- möbeln, Büfetts, Schreibtischen. Klub- fesseln, Klnbsosas, Bildern, Teppichen, PianoS usw. Hans Lenncrt, Lotb- ringerstr. 55, Roseutbalcr Platz. 2063Ä* Möbelhandlnng Mariamieu- stratze 25, billige Preise. TeUzahlung gestattet. ,Dorwärts"Ieser 3 Prozent Rabatt. 890K* Entzncrendeö Wohnzimmer l Kleiderschrank, extra tief, Vertiko, Aus- ziehtisch. Trumeau, 4 Stühle, prima Moguetsosa, lomplclt 315,—. Be- sichtigung lohnend. MobelcngroShauS, Andrcasslratze, gcradcübcr Markt. ballc�_______ 2t17K* Geldheirat nicht mehr nötig. Ich liefere zu Kassenpreisen bei geringster Anzahlung unö kleinsten Raten nach Vorschlag der Käufer komplette Woh- nungscinrichtungen sowie Einzelmöbel unter langjabriger Garantie. Stube und Küche 180,— an. zwei Stuben und Küche 230,— an. Gebrauchte und zurückgesetzte Möbel, fast neu, besonders billig. Bei Krankheit. tzlrbutSlojigkeit. Äussperrmig. Streik selbstverständliche Rücksicht. Lieferung und Ausstellung frei Wohnung. Nichl- gesallcndeS Umtausch gestattet. Julius Gabbert, Tischlermeister, Acker- stratze 54. Kein Warenkreditgeschäst.* 'Kinderbettstelle zu verkaufen Martin, Waldenserstratze 16. Plüschsos«, 40,—, 30,—, 65,—, Chaiselongue 18,—, 22,—, englische Bettstellen 25,—. Tapezierer Walter, Stargardcrstratze 18. 20458* MöbeUredtt. Komplette Ein. richtungen von 15,—, einzelne Möbeb stäcke von 3,—'Anzahlung an. Bc- gucmfte Abzablung. Kredithaus Luisenstadt,.Köpenickerstratzc 77/78, Ecke Brückcnstratze, am Bahnbos Jannoivitzbrücke. 2135K Schlafzimmer. Bücherschrank, Klubsessel, Ankleidcschrank, billig ver- käuflich WeinbcrgSwcg 11, vorn boch- parterre rechts.__ 914b KamerlingS Möbelspeicher, Fehr bellinerstratzc 17, 18, 21a, Verlaus um die Ecke, Kastanicn-Allce 56, enorme Auswahl, Gelegenheitskäufe, Spottpreise, Hausnummer bitte be- achten.__ 9136* Metallbetten, modern, Kinderbett, spottbillig verkäuflich. Zossener- stratze 10, Zwirn.__ 18/8* Möbel- Gelegenbeitskaushaus Brückenstratze 6. Große Auswahl neuer gediegener Möbel zu Spoit- preisen. 9126' Möbel- Engroslager Andreas- stratze 30, gegenüber Maikthalle, Ii- rt als Spezialität ein Zimmer, Küche 225,—, zwei Zimmer, Rüche 430,—, Schlafzimmer 180,—, Herrenzimmer 300,—, Speisezimmer 350, gediegene Arbeit. Besichtigung er- beten. 2141K ' Saisonschlagcr. Herrlich aus- geführtes, ganz modernes Speise- zimmer, außen und innen Eiche, de. stehend aus: dreitürigem Büsctt, reich geschnitzt mit Kristallsaeetten, Kredenz mit Knstallspiegel. Umbau mit Seiten- schränken, prima Moqnetteiosa, Auszugtisch, 6 Rindlederstühle komplett 675 Mark! Enorm preiswert I .Möbelbaus" M. Hirschowitz, nur Skalttzerstratze 25._ 2143K* Konkurrenzlos billig kaufen Sie Ihre Möbel auch bei ganz ge- i inger Anzahlung und kleinster Raten- tilaung nur in meinem Kassageschäst. Ich stelle streng reelle Kassapreise mit reeller Zinsberechnung. Zahlungsfrist bei Streik, Krankheit usw. Kroße 'Auswahl in fünf Etagen. Hauvtiäch- lich Ein- und Zweizimmer-Einrich- tungen sowie Einzelmöbel. Lang- jährige schriftliche Garantie! Umtausch gern gestattet. Kein Abzahlungs- geschäst, keine Kassierer. Empscblens- wert ist frühzeitige Bestellung. TranS- Port, Ausbewahrung frei. Anzahlung ist erst bei Lieferung erforderlich. TischlermeisterRejewske, Badstraße 66, zwei Minuten vom Bahuhos Gesund- brunnen. 22/20 Wirtschaftenverkanf(Altbändlcr unerwünscht). ModcrncsWohnzimmer, Schlafzimmer, Prachtküche, Pianwo, Gaskrone, Verschiedenes. Königs- bergerstratze 11. vorn I, Fischer. Kinderdrahtbett, Klappwagen. Joachim, Frankfurter Allee 128, III. AustösungShalber Möbelsuchenden bietet unser Totalausvertaus wegen vollständiger Auflösung unserer Geschäfte Elsasserstraße 8 und Oranien- straße 37 nie wiederkehrende Ge- legenheit, Speise-, Schlaf-, Herren- zimmer, Küchen, Einzelmöbel jeder Art spottbillig einzukaufen. Ueber- zeugen Sie sich von unserem streng reellen Angebot ohne jeden Kauf- zwang in unserem Totalausverkaus. Lagerung: Liese-rung kostenlos. Elsasserstraße 8, Oranienftratze 37. Berkaufe moderne Stuben- Einrichtungen, dabei Prachtküche, noch neu, spottbillig. Große Frankfurter. straße 85, eine Treppe._ 22/14 Rermietet gewesene Möbel aller Art. PIllschgarnituren spottbillig. Ratenzahlung. Möbel- Vermietungs- Zentrale, Lützowstraße 95._ 23/7* Altes Kleiderspind. Vaschtoilelte Kommode, Schreibtisch, Preisangabe kaust Frau Kluk, Gartenstraße 39. Moderne Möbel- Einrichtungen, Wohnzimmer, Speisezimmer(Schlaf- zimmer 225). Plüschsosa-Umbau, Tru- meau. Piano, Büfett, Schreibtisch, Ankleideschrank, Englische Bettstellen, spottbillig Löwestraße 16 L 22/11 Musikinstrumente. Pianino, großartiger edler Ton, wenig benutzt, billig zu verkaufen. Teilzahlung gestattet. F. Manlheg u. Co., PorSdamerstraße 31. 216/19* Krause-PianoS und Flügel, erst- klassiges Fabrikat, auch gebrauchte, Kauf, Tausch, Miete, Teilzahlung, Ansbacherstraße 1.* Piamnos, Harmoniums, Flügel jeder Preislage, gebrauchte 120.00 an, Teilzabluug. Scherer, Ebmissee- straße 105. 534Ä*. Pianino verkaustprelswcrt Nieder- Schöneweidc, Feniistraße 26. I links. Pianino, gebrauchtes, billig zu verkaufen. Teilzahlung gestattet. Piaiiohaus. PolSdainerstraßc 3l. Pianino, kreuzsaitig 160,—, ein Bechstein billigst(eventuell Teil- zahlung). PianobauS, Turmüraßc 9. Pianinos 200. KripschinSli, Kopen- hagenerstraße 5 II. 22/18* Ratenpiano, retour, Prachtstück, zirka Zweidritiel abgezahlt, noch 235,—. Neuköllner Pianosabrik, JnlinS- straße 59. 28(6 Pianino, tadellos, 225,—. Ney, Klaoiermacher, Petcrsburgerstratze 38. Mandoline-, schule. Neukölln Giwrrc-, Zither. Friedelstraße 24. Trichterloscs Prachlgrammopho» verkaust DrewS.«chliemannstr. 19. Salongrommopho», nagelneu, mnständehalber 48,— vcrläuslich. (Gekostet 175,—.) Zweiunddreißig nagelneue Fünfmarkp lallen spottbillig. Szckeres, Grünerweg 9/10. 22/13 p»tirrS«Ier Fretlanfrad, tadellos, 26. Hampel. Andreasstraße 40. Hos II. 23/2 Rennmaschinen(Holzselgen), Drahireisen, Schlauchreijan, Frei- lausrädcr aufgabehalbcr spottbillig. Kraus, AndreaSstratze 54. 21/20* Fahrräder 15,— bis zu feinsten Garantierädcrn. Leibhans Rosen thaler Tor, Linienstraße 203/4. Ecke Roseitihalerstraß?. 2057K. Fahrräder, Teilzablungen. größte Auswahl, billigste Preise. Lothringer. stratze 40. Filialen: Steglitz, schloß slratze IlS. Wilinersdors, UHIand- straße 100. Charlottenburg, Kant stratze 57. 1203K Prennaborrrad. Freiiausrad, 28,00, ebenfalls Damenfahrrad, gutes, aufgabehalbcr. allen Zubehörsachen. Frankfurter Allee 104, II links. 23/4 Fahrrad 20,00, Freilaufrad 35,00, säst liagelnen, und Damcnsahrrad, Brandt, Fahrräder, Große Frank- furterstratze 122, 2 Treppen. Fahrrad, Rennmaschine mit Holz- feigen und Drahtreifen, wenig" ge- fahren, billig zu verlausen, Radczki. Wilbem-Stolzesrratze 44, Friseur.-e48 "'Fahrräder, gebrauchte, größte Auswahl Berlins, 10,—, 15,— 20,—, 25,—, neue 30,—, 35,—, 40,— Lanf- deckcn 1,—, 1,50, 2.—, Luftschläuche 1�-, 1,50. Machnow, Weinmeister- straße 14. 2l57K Damenfahrräder, größte Aus- wähl, 20,—,>25,— 30,—, 35,—, neue 40,—, 45,—, 50,—, 55,—. Machnow, Weiinneisterstraße 14. 2156K Reste. Fräukelö Resterhandlung, Kott- buscrstaäße 2, staunenswert billig: Herren-, Damenstoffe, Plüsche, Seide, Besatzartikel, Pelzwaren. 1508K* Kaufgesuche. Plarinabfälle, Gramm 5,60, Altgold. Silber. Zabngebisje. Stanniol, Glühstrumpsasche, Queckfilber kaust böchslzablend Blümel, Schmelzerei, Auguslstraße 19 III. Ptallnabfälle, alle Goldsacheu, Bruchgold, Silber, Gebiffe. alte Uhren, Kebrgold, Goldwatten, Quecksilber, Stanniol sowie sämtliche Gold-, Silber-, platinbaltigen Rückstände laust Broh, Edelmetallschmeize.Berlin, Kövenickerirratze 29. Telephon Moritz- Platz 3476. 1927K* Zahngebifie, Goldsachen, silbcr- lachen, Platinabsälle, sämtliche Metalle höchstzahlend. Schmelzerei Christionat, Aöocnrckernratz- 20 a(gegenüber Manteusjelsrraße). 1/1* Gotdschmelze laust höchftzahlend jahngebisse, alle Metalle. Witwe iicper, nur Köpenickerstrage 157. Zahngebisse, Zahn bis 1�50 Mark (koinme abholen), Plalinaabfalle 5,70, Altgotd, Allsilbcr.Tressen. Goldschmied Bruckard, WcmbergSweg 26, am Ziosenthaler Play.__ 567b* Zahngebisse. Zahn bis 1,00 PlatinabMe, Goldanlauf, höchst. zahlend.Geldkonlor", Alte Jakob- straße 139/14«. Platin, Zahngebisse, Goldsachen. Silbersachen. Stanniolpapier, Queck- silber. Metallschmelze Cohn, Blunnen- straße 25. 862b* Rupser, Messing, Zint, Zinn, Blei. Metallschmelze Cohn, Brunnen. straße 25. 863b* Fahrradankanf, Lmicnstraße 27. Fahrradantauf Weberstraßc 42. Briefmarten, Münzen laust Großmann, Spandauerbrücke Id.* Zahngebiste, Zahn bis 1,60(Ab- holung)� Platinabsälle 5,70, Gold- fachen,«ilbersachen, Kehrgold, Gold- wattcn, gold- und silberhalttge Rück- stände, Quecksilber, Stanmoloavier, Ann 3,40, Kupser 1,25, Messing, Zink, Blei, höchstzahlenb. Edelmetall- EtniauiSbureau Weberstraße 3t. Telephon._ 210SA* Platinabsälle, Zahngebissc. Alt- goto', Silberjachen, Quecksilber, Gtanniol 2,—, Schmelzerei Müller, Tetlowerstr. 10. 86lb* Zahugebifle, Stanniolpapier, Gold- fachen, Silberabsall, Plattna, Treffen, höchstzahlend Edelschmelze, Elsasser- straße 4l, Oranienburgertor. 1324K Metalldruch, Hauslumpen, Schneidereiabsälle laust Mißlnig, Mirbachslraße 36.-j-76* Kaufe Kupser. Mesftng, Zink, Blei, Lötzinn. Zinn, Quecksilber, Rotguß, Meistngspäne, alle Metalle höchst- zahlend. Schermcr, RüderSdorser- straße 21. 776 Unterricht. Auto- Fahrschulen. Achtung, unentgeltliche Äuskunst wird erteUt im Eewerlschastshause, Engeluser 15 II, Zimmer 43/44._ 61/1* Unrerrich» in der englischen Svrache. Für Zlnsänger uns Fort- geichritlene. einzeln oder im Zirkel, wird englischer Unterricht erteilt. Auch werden Ucbersetzungen an» gefertigt. G. Swienly- Liebknecht Cbarlottenburg. EtuttgaNerpiatz 9 GartenbaziS III. 44K* Polytechnisches Gewerbe- In- stitut, Inhaber Ludwig Barth, In- genieur, Berlin, Ehauffeestraße 1. Unlerstuse(Werktneisterschulc), Mittel- sluje, Obcrstule sür Maschinenbau, Eisenkonstrultion, Elektrotechnik. Aus- bildung von BctriebSassistenten, Kon- strukteuren, Technikern, Maschinen- und Werkmeistern. Tages- und Abendkurse, ea. 600 Schüler. Beste Resereuzen. Reuer Kursus Ansang Januar. Prospekte gratis. Ehausfeur-Ausbilduiig crittlasfig und stellungssicher. Verschiedene 4-Zhlinder-Shsteme. Honorar 100 Mk., auch Abendkurse. Kostenlose Empseh- lung. Große Reparaturwerkstatt, Köpenickerftraße 116. 7Z1K* Mustergültiges Deutsch spreche« und schreiben lehrt billig /auch abends) ermhreuer Privatlehrer.'Anfragen unter.Postlagerkarte 658", Briespost. amt, Berlin._ 789» Ichinkelakademie, Regierungs- baumeistcr Dr.«lrtur Werner. In- baber, Berlin.'Reanderstraße 3. Maschinenbau. Elektotechnik. Hochbau. Tiesban. Heizungs-, Gassach."Wasser- lach. Bermessmlgssach. Steinmetz- fach. Technikerlursc. Konstrukteur-, JimlingSmeister-, Werkmeister-, Po lierkurse. Tageskurse.'Abendkurse. Abendkurse: Maschineiibau. Elektrotechnik. Hochbau. Tiefbau. Berlin. Neanderstraße 3 und Räthe- noivcrstraße 3. 2012K* Chauffeur-Ausbildung mit großer Reparatur- Weristätte. Ingenieur Schapiro. Wilmersdorf, Berliner- straße 16. Honorar 50,—, Raten- zahlung. 20258* Ttatik-Unterricht erteilt billigst, Maurerpoliere usw. bildet änS „Architekt", Hauptpostamt Steglitz. „Technische Gewerbeschule". In baber Diplomingenieur SIeklmacher; Lehranstail sür Maschinenbau und Elcktroiechnik. Werkmeistcrschule, Fach- schule, höhere Fachschule. Tageskurse, Abendkurse.'Ausbildung zum Werk- meister, Techniker, Konstrukteur. Vorkenntnisse nicht erforderlich. Labora- iorium. Prospekte. Friedrichslr. U8. Semesterbeginn April. 21198* Verschiedenes. „Anke"- Gesellschaft. Ostern irei. Swinemünderstraße 75. 783b* Paienlauwalt Weisel, Bitichiner- straße 94a. Patentanwalt Müller, Gttichmer- stratze 16 Spreewälder- und Tiroler Kostüme verleiht Marggras, Teltow, Linden- stratze 29. 21298 Pianos vermietet Pianohaus Krame, Ansbacherstraße 1.* Berliner«iud'l, Prinzenstr. 50. gegenüber der Turnhalle, treffen die Gehilfen aller Branchen immer Kollegen beim großen Schoppen. Musikalische Unterhaltung. 880b* Vereine!'Rapps Festsäle. Denne. witzstratze 13. Der gemütlichste Ballsaal des Westens ist noch an mehreren Sonnabenden frei. Jeden Donners- tag und Sonntag Ball. 2053K* Dampswäfcherei Gustav BraunS, Nene Königslratze 87, liefert tadellose Wäsche. Dr'ei Handtücher 0,10, Laken 0,10, Bezüge 0/15. Kein Vertauschen. Abholung täglich. 13K Markgrafensäle, Markgrafen- dämm 34, an der Stralauer Allee- Jeden Sonntag großer Ball. Großes Familien-Restaurant. Säle für Ver- eine, Gesellschaften. März noch einige Sonnabende frei Jede Uhr zu reparieren 1,25 (außer Bruch), liemere Reparaturen billiger. Kariel, Uhrmacher, Brunnen- stratze 118, Ecke Usedomsiratze 63K' Kunftstopfere« Große Frantinrtcr- straße 67. 239gK* Wer beteiligt lich mit 500— 1000 Mark an wirklich solidem Baugeschäst? Offerten„500" Postamt Ober- Sch öneweide. 2152K Zeugen gesucht! Am 7. August t913, gegen Mittag, stürzte in der Nähe Am Friedrichshaiti das Pferd (Schimmel) eines mit Leitergerüst be« ladenen Wagens an einem Brunnen. Zeugen des Vorfalles, besonders die beiden WchUntscher, welche den Wagen air den ihrigen bis zur Prenzlauer- straße 21 anhängten, werden um Adreffenangabe gebeten. Zimmerer Göres, Nieder- Schöneweide, Hassel- werderftraße 32 I. Unkosten werden vergütet._ ZW» Bolkshumoristen Quartett John. Rüdersdorserstratzc 48. 776 Damenhute werden aus moderne Formen gepreßt. Neue Formen billig. Palm. Rcichenbergerstraße 60.-f-lt* Wäsche wird bei billigster Bc- rechnnng sauber und schonend ge- waschen, im Freien getrocknet, tadellos gerollt. Kein Vertauschen. Abholung Mittwochs. Frau Elise Schütze, Köpenick, Müggelhetmerstraße Z2a. Damenkleider, gutsitzend, fertigt zu soliden Preisen Modistin, Emser. straße 41.__ t56* Wer isloff hat, fertige Änzi'g 16,00. Kaczynski, Lichtenbergcrstraße 9. Äuipolsternng. Sosa, Malratzen, billig, außcim Hause. NovaliSstraxe 2. Schäfer._ 23/1 Wer Stoff hat! Schneidermeister Kuschcwski, Annenktraße 2, fertigt gutsitzende Anzüge sebr billig. 918b* Waschanstalt Lconhardl, Köpenick. Müggeiheimerstraße 10, liefert schnee- weiße, iadellos gerollte, Freien ge- trocknete Wäsche, Laken, Leibwäsche, vier Handtücher 0,10. Abholung Dienstags.___ 0326 Bereinszimmer zu vergeben. Hartmann. Wcidcmocg 54. 752 Komiker Meinert Mariannen- straße 11._ 7II Naturbleiche! Schneeweiße Wäsche, sauber und schonendst gewaschen, ini Freien getrocknet, gerollt, auch ge- plättet, liefert WaschanstaitErnstHartig, Cöpenick, Dorotdeenstraße 2t. Ab- holung und Lieferung Mittwochs. Vorzügliche Bleiche. 933b Küchenmöbel streicht billig Make». Lhchcncrsttatze 9. � f69 He ff, Hebamme, Münzstraßc 10, Näbc Mexanderplatz. Untersuchung 1 Atari. Norden 5287. 789 Marmorhauer, gut in Schreib- zeugen usw. und sreiftchenden Toi- leitet!, als«ozius, 7— 800 Mark, jedoch nicht Bedingung, gesucht unter W. 11 Postamt 4, Charlotlenburg. 778 Zeugen gesucht! Ich bitte allePer- soncn, die ein Jntereffe an der Wahr- hettsaiisklärung haben und Augen- zeugen waren, um nollständige Adrwsscnangabe. welche Sonnabend, 7. Februar, abends gegen 6'/. Uhr. in Berlin, Kreuzung König-' und Klofterslraße, den'Vorgang zwischen meinen Kutschern und Polizei- beamtcn ivahrgeiiommen haben, wo mein scheugewordenes Pferd zu Fall gebracht und mein Kutscher, der erst das Pterd wiederausbringen wollte, mit dem Schutzmann in Kollusion geriet. Portonusgaben er- statte. Agnes CwojdzinSli, Char- lottenburg, Danckelmannstraße 54. Vermietungen. Lagerkeller sofort Krausnickstraße 5. sehr billig 22/19 Laubenland zu verpachten a Rute 15 Pfennige. Näheres Berlin- Johannisthal, Friedrichstraße 55. Wohnungen. Wirklich billige unö schöne Wohnunzen Neukölln, Heidelberger- straße 31. 2140K Renovierte Wohnungen: Vorderhaus 2(Stuben u. Küche 36,—, Hinterhaus Stube, Küche 17— 21,—, einzelne Stuben 11,50, sofort oder später. Verwalter, Köpenicker. stratze 193.-flO* Artoiiaplav! Zwei Stuben, Küche billig. Wollinerstraße>5. 22/4 Bahnhof Hcrmannstratze, Sieg- friedstraße 54: Billige Wohnungen, 1, 2, 3 Stuben. fö7 Freundliche einzimmrige, zwei' zimmrige Hojwohnungen, geräumige, billig. Pflugstraße 15, nahe Chaussee- straße._ 9056 Bergmannstraffe 16 kleine Wob- nungen billig zu oermieten. 88Zb* Admiralstraffe XO April große Stube, zweifenstrige Küche, III, 28,00. Gasanschluß. 904b Schöne Wohnungen, t und 2 Zimmer, renoviert. Markgraicndamm 33. 35. iSoßlerstraße 32, 33. 910b Wohnung 2 Stuben, Küche ml! Zubehör, Vorderhaus, Sonnenseite, zum 1. April zu vermieten Schlic- mannstraße 38.-s-69 Mathieustraffe 3 Hojwohnung, Stube. Kammer, Küche preiswert zu vermieten. 23/10 Zimmer. Möbliertes Vorderzimmcr, 15 Mark. Seelbinder, Rigaerstraße 83. Möbliertes Zimmer billig. Eulcr- straße 8. vorn III, Hauzeneder, Bahnbos Gesundbrunnen. 733 Möbliertes, kleines Zimmer an soliden Herrn. Reichenbergerstraße 23, vorn II bei Kaphun.-sll Möbliertes Zimmer vermietet Lehmann. Graetzstratzc 27, vom III. Möbliertes Zinuner, sofort. Weist, Elisabethuser 16— 17. 926b Alleiniges Logis MüHleuitraße 47a (Fruchlstratzenecke) bei Hedwiger. Möbliertes Zimmer 20 Mark. Gitschiuerstraße 92, vorn III bei Dcchow. 901b Möbliertes Zimmer finden zwei Damen oder Herren bei Teichmann, Steglitzerstraße 11. 78O Möbliertes Vorderzimmer, allein, billig, Herr oder Dame. Neumann, Neukölln, Rcuterstraße 25. 906b Möbliertes Zimmer, rubig. Voß, Bvdcslraße 11, Hcrmannbahnhos. Freundliches Lorderzimmer bei Werner, Lachmannstraße 6, vorn IV. Möbliertes Zimmer zu vermieten Neukölln, Berlmersiraße 95, vorn III. Bnrau.+63 Schlafstellen. Möblierte Schialstelle sür Herren, i&oche 3 Mark instuswe. Ladcwig, Lübveiierstratze 5, vom II.+11 Mö blierte Schlafstelle, sofort. Skalitzerstraße 59, vom II, Fräulein Klotzick.+11 Separate, möblierle Schlafstelle bei Jenlsch, Skalitzerstraße 23a. vom III.+10 Herr findet gemütliche Schlafstelle Soranerstraße 18, vorn parterre, Frau Kunze.__+10 Billig� S-blafstelle. Platz 17.«chufft. Stralauer- +76 Schlafstelle vermietet Edlich, Lieg- nitzerstraße 20, vorn IV.+11 Möblierte Schlafstelle. Dresdener« stratze III, vorn I. Landgras.+46 Möblierte Schlafstelle, Herrn, Bad, Kottbuserdamm 28, Adler, vom II.+80 Möblierte, freundliche«chlas- stelle. Dresden eritratze 107/8, vom II links. 21/19 Möblierte Schlafstelle sür einen Herrn. Luisenstser 28, IV rechts. 7i?lilj'8äle c. m. v. h. Dessau. Wl r suchen zum 1. April emen tüchtigen Oekonom zur Leitung unseres großen Garten- und �aal-Etablijsemenls. Schriftliche Bewerbungen mit'Eehattsansprüchen und Angaben über die seitherige Tätiglett sind bis zum 23. Februar zu richten an Helnrlcli Delst, Dessau, Askanische Sir. 107. 103/3 Saubere Tchlasstelle für Herrn. Albrecht, Böckbstratze 5. 929b Möblierte Schlafstelle. Alte Schönbauserstraße 59, vorn IV, Mutschke. 927b Möblierte Schlafstelle vermietet Luther, Neanderstraße 6, vorn 3 Treppen.+',44 Freundlich möblicrlc SchlnssteÜe. Witwe Scharfe. Kastaniellallee 21. Freundliche Schlafstelle, an- ständigen Herrn, auch zwei. Mattem- straße 5, vorn IV, Schmidt.+52 Bessere Schlasstellc, Herrn. Kollnuwstraße 5, Hos I, Fr. Schaepe. Schlafstelle, zwei Herren, Schlaf- stelle allein, Woche 3,00. Hoffmann. Dragonerstraße 18. 930b Schlafstelle vermietet Witwe Rodegast. Demmincrstraße 23, Seiten- flügel IV r42 Schlafstelle. DreSdenersttaße 130, Hos parterre, Bicrente. 23/9 Mietsgesuche. Zwei Freunde suchen zum 1. März mähe Kotlbu'ertor möbliertes Border- zimmer. Offerten mit Preisangabe erbeten. Jablvnski. Schönieinstraßc 8. Suche t. März Schlasstellc oder kleines, möbliertes Zimmer, Richtung Schönbanser Allee oder am Königs- tor. Angebote mit Preisangabe find abzugeben: Emil Rosch, Gaudv- straße 9, bei Gabriel.+89 Junger Mann. 39 Jahre, sucht alleinige Schlafstelle. Offerten „O. 51. 8818" Rudolf Moffe, Große Franlsurterilraße 31. 22/12 Junger Mann sucht einzelne Schlasstellc, Nähe Bülowslraße. Offerten P. 67 Postamt 57.+80 Möblierte Schlafstelle, allein, bis l6 Mark, Nähe Moritzplatz, sucht Herr. Offerten„Vorwärts", Prinzen- straße 31.+46 �rheitsniarkt Stellengesuche. Parteigenosse sucht Beschästigunz welcher'Art, kleine Kantion. Offerten unter K. 2, Hauptexpedition„Vor- wärts", erbeten. 921b Schneiderin incht Kund'chast autzerm Hause. Adler, Görlitzer- straße 61.+!0 Erfahrene Buchhalterin empfiehlt sich zur Instandhaltung der Bücher. Else Cohn, Flotowslraße 8.+76 Stellenangebote. Lehrling sucht Otto Wüsche, Stell- machenneister, Bamlh('Marl). 895b* Tischlerlehrling sucht zu Ostern Erich Boche. Bau- und Möbeltischlerei mit Kraitbctrieb, Barulh i. Mark.* Tapisserie. Pauier, siolte, finden dauernde Beschäftigung bei hohen Akkordlöhne». Heinrich u. Kuehp. Oranienstraße 81/32. 610b Junges Mädchen aus Damen» wchche verlangt'Bredereck, Schöne- berg. Bahnstraße 13.+l23 Kartonnagenarbeiteriii»e»,vor- nehmiich geübt am Zigarettenlarlon. per sofort gesucht. Kartonuagcnsabrtt, MarsiliuSstraße 21. 21538* Berkäuferinnen, tüchtige, sür den Erfrischungsraum, sofort gesucht. Biel- düngen I— 2 mittags oder 7—8 Uhr abends. A. Jandors u. Co., Belle- allianeesttaße 1/2. 21508 Geübte Arbeiterinnen im Zu- sammenstcllcn von Schirmposamenlen sofort verlangt. Vorstellung Montag 2— 6. Louis Lachmaun u. Co., Kur- straße 31. 210/6 Vertreter ges. s. d. enorm ge- kaust.„Chrus"-Bouillonwürfel 1000 Et. in. 5 Ps. Banderole nur 9,50 M. fr., Gewürzwürscl5,50M., Hühnerbsuillan 11,90 M. fr., KakaowiiRel 2X600 St. 9,— M. fr. Hellmich, Hamburg 25. tctilliiig! lloliUdsiies. Wege» Streik oder Loh» differenzen sind gesperrt: Holzbearbeitungsfabrirlkllttier «w t'r«k«p,Schöiicberg,Bclziger Stratze 61. Das Berliner Arbeitswillige,» verinittetungsbureau d. gelben .Handwerterichiiyverbaiides«. Zuzug ist streng lernzuhatten. vie Orlsreraaltunz sterlin Sex ventscbeo ftolrardeiterrervauckes Achtung! Achtung! Caft-ingesteiile! Die Sperre über das C»te Borussia, Hasenheide 5, und 31/2 Caf6 Oranien-Paiast, Oranienplatz, ist aufgehoben. Zweigvercin der Calc'-Angesteliten Der heutigen Nummer unseres Blattes liegen folgende Prospekte bei: für die Gesamt-Auflage: liehniann A Assmy, Tuchfabriken in Spremberg N./L.; für de» Weste,:: � 0 s 0 p I,, UVitbrlui, Mode. Warenhaus, Schöneberg, Groff- görfchenstraffe t: für Nordosten: Max l-asersteln, Warenhans. Berlin?>', Wörther Straffe LS. tili, Waldenserstratze 16-+94 Andsteasstraße 40. Hof II.'23/2 Köpenickerstrage 116._ 731K* Destau, Aslamsche>Ltr. 107.___ iuä)d nettowe kkrantwortsjcher SKi-iepp, tOmfarn, gr,» feett gn�agtcntei! ecttmte.: Ät-MoSe. Berlin. Druck U.-Verlaa: Lorwatit BuchdruFerer