Nr. 19. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteis jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Big. fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Boft- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Defterreichs Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Gingerz. in der Boft- Zeitungs- Breisliste für 1894 unter Nr. 6910. Vorwärts 11. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder Deren Raum 40 Pig., für Vereins: und Berfammlungs- Anzeigen 20 fg Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in Der Expedition abgegeben werden. Die Ervedition ift ar Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Fefttagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernspredjer: Amt I, 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlius Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die besitzenden Klassen und der Nothstand der Arbeiterklasse. Mittwoch, den 24. Januar 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. losigkeit und die damit parallel laufende Verminderung der und Proſtituirten die Schuld? Niemand anders als die Auch auf die Gewinne der Fabrikanten von Massenartikel macht sich die Wirkung des Nothstandes der Arbeiterklasse in Form von Einschränkung der Produktion, Ruhenlassen des Betriebes, Bankrotten u. s. w. bemerkbar. egoistischen herrschenden Klassen, welche blind sind für die offenfundigen sozialen Schäden, welche der weitausgebreiteten Arbeitslosigkeit gegenüber die Hände in den Schooß legen und nur Phrasen übrig haben als Antwort auf die wuchtigen Anklagen, welche die Vertreter des arbeitenden Volkes ihnen im Reichstage entgegenschleuderten. Wer erzeugt da Haß und Verachtung? Die Arbeiter oder die besitzenden Klassen? Ein Ruf wird als Antwort da ertönen: Die befizenden Klassen. Sie sind es somit, welche uns energisch die Bahn weisen, welche wir zu gehen haben: den Klassenkampf.. Und könnte einmal die sozialdemokratische Partei von dieser Bahn auch nur einen Schritt abweichen, die Stimm, Kardorff, Kropatscheck, die Richter, Rickert und Bötticher würden ihr mit Gewalt den rechten Weg peisen. Politische Uebersicht. Löhne drückt auf den Konsum der Arbeiterklasse und zwingt zu weiterer Einschränkung der Produktion von Massenartikeln. Da die ärmeren Volksklassen weit mehr als die Die Arbeiter leiden unter dem Nothstand, sie vor allem, Reicheren bei Kleinhändlern und Handwerkern kaufen, so sie am schwersten, das wagt niemand zu bezweifeln, selbst leiden ganz naturgemäß diese Leute nach den Arbeitern nicht der stets heitere Staatssekretär von Bötticher. Und unter dem Nothstande der Arbeiterklasse am meisten. Die die Sozialdemokraten sind es ausschließlich, die das Reich Anwälte des fleinen Handwerkers und Händlers würden und den Reichstag an die Pflicht mahnen, den Nothstand weit mehr als durch ihre Anträge auf Einführung des zu bekämpfen. Alle anderen Redner im Reichstage kommen Innungszwanges und des Befähigungsnachweises durch Einnur mit ebenso alten wie billigen und werthlosen Alt- wirkung auf die Regierung, damit ernstlich dem Nothstande weiberrathschlägen den Arbeitern zur Hilfe, Herr v. Bötticher zu Leibe gerückt werde, ihren Schüßlingen nützen. Doch räth den Arbeitern an sich selbst zu bessern, dann wird es davon ist keine Rede. Deshalb verlassen in immer größerer besser werden, Herr Stumm hat auch gegen den Nothstand Zahl die Kleinhändler und Handwerker, die sich über die das Rezept des sozialpolitischen Doktor Eisenbart: Aus Ursachen ihrer Nothlage tlar geworden sind, die antisemitischen, nahmegeseze gegen die Sozialdemokratie, Herr Kropatscheck ultramontanen und konservativen falschen Freunde. empfiehlt das Christenthum als Heilmittel u. s. w., alle aber sind sie blind dafür, daß früher oder später unter dem Nothstande der Arbeiterklasse alle Schichten der Gesell schaft leiden müssen. Uns als politischer Partei kann es nur recht sein, wenn sie die sozialdemokratische Fraktion des Reichstages allein die Frage des Nothstandes mit dem ge- Aber nicht blos einzelne Schichten der Gesellbührenden Ernste behandeln lassen, wenn sie immer von schaft, auch die die ganze Gesellschaft leidet unter der Berlin, den 23. Januar. nenem der deutschen Arbeiterklasse die Lehre einpauken, daß Arbeitslosigkeit. Die zunehmende Noth, das steigende Aus dem Reichstage. Die Nothstandsdebatte ist heute die Arbeiterklasse allein die soziale Frage lösen muß, daß auf Elend, der Hunger werden zu Ursachen von Verbrechen zu Ende geführt worden. Von unserer Fraktion sprachen niemandesHilfe, aber auf den Widerstand aller anderen Faktoren und Prostitution. Die Arbeitslosigkeit wirft wirft die noch die Abgeordneten Singer und Kühn. Ersterer setzte im Reiche gerechnet werden muß. Die Bötticher, die Stumm, Leute aus ihrem Beruf, aus ihrer gewohnten Lebens- fich besonders mit dem Abgeordneten Kropatscheck ausdie Kropatscheck ahnen es wohl gar nicht, daß sie weit ents weise, Noth, Glend, der Hunger der Frau und Kinder, die einander, der heute die Debatte eröffnete und dem die Aufschiedenere und wirkungsvollere Vorkämpfer der einzig Aussichtslosigkeit einer Aenderung treibt die Aermsten zu gabe zugefallen war, den Eindruck der gestrigen Reden richtigen Auffassung unserer sozialen und politischen Verzweiflungsthaten, zwingt sie in's Verbrecherthum herab, unserer Genossen Liebknecht und Bebel abzuschwächen. GeKämpfe als Klassenkämpfe sind, wie die besten und nöthigt die fittsamsten Weiber zur Prostitution. Dies ist lungen ist diese Aufgabe Herrn Kropatscheck allerdings tüchtigsten Berfechter der sozialdemokratischen Forderungen. teine Phrase, zahlenmäßig läßt es sich erweisen, freilich nicht nicht, soweit es aber noch nothwendig war, verdarb Singer Dank und Anerkennung hierfür diesen unbewußt gegen durch die Statistik desjenigen Landes, das an der Spize dem konservativen Redner das Konzept gehörig. die Interessen ihrer eigenen Klasse handelnden Männern! der Sozialreform zu marschiren vorgiebt. Denn bei uns Der Abgeordnete Singer unterzog auch die Angaben Dazu wäre füglich nicht viel zu bemerken. Die Sozial- nimmt man auf die ökonomischen Ursachen sozialer Er- des Staatssekretärs über die Anzeichen für das Aufblühen demokratie ist nun einmal die einzige Vertreterin der Inter- scheinungen wie z. B. der Verbrechen keine Rücksicht. Da- einzelner Industriezweige einer eingehenden Kritik; speziell essen der Arbeiterklasse, sämmtliche andere Parteien gegen beweist aber die eben veröffentlichte treffliche wies er aus den offiziellen Berichten der Berliner städtischen verfechten blos Intereffen einzelner Gruppen der befizenden schweizerische Gefängniß- Statistit*), daß die Ursache zahl Verwaltung nach, daß die Steuerrückstände stetig anwachsen Klassen und in ihrer Gesammtheit wahren sie die Inter- reicher Verbrechen und zahlreicher Fälle von Prostitution und das gleiche mit den Ausgaben für die Armenpflege der effen der Bourgeoisie. Aber auch hierin handeln sie kurz einfach in der Arbeitslosigkeit liegt. Es ist dort nach Fall sei. fichtig, einseitig und kleinlich. Sie sind sich nicht bewußt, gewiesen, daß zahlreiche Verbrecher" arbeitslos waren, Auch aus der Singer'schen Rede nahm Herr Minister daß die Noth und das Elend der Arbeiterklasse unausbleib- daß sie in in ihren früheren Berufen keine Arbeit von Bötticher Anlaß, sich über unloyale Kampfesweise zu lich auf sämmtliche andere Klassen der Bevölkerung früher finden konnten, daß sie die Arbeit oft wechseln mußten. daß beschweren. Ebenso hielt auch heute der Minister daran oder später rückwirken muß, obgleich sie es am eigenen Leibe Armuth und ökonomische Verluste Unschuldige auf die 2er- fest, daß Uebergriffe der Polizei nicht vorgekommen feienfühlen müßten. Ist doch das ständige Wachsen der sozial- brecherlaufbahn gepeitscht haben. Und das gleiche gilt von denn in den amtlichen Berichten der Polizei steht davon demokratischen Stimmen die Quittung der Arbeiterklasse für der Prostitution! nichts. die Klassenpolitik sämmtlicher bürgerlicher Parteien. Wer trägt da an der großen Zahl von Verbrechern Schweizerische Statistit 1892. Lieferung 92. Vor allem Aber auch ökonomisch leiden die besitzenden Klassen durch den Nothstand der Arbeiterklasse, die Proletarier sind die zahlreichste Schichte der Bevölkerung, starke Arbeits- SS. 26-33. Feuilleton. Helene. Nachdruck verboten.] [ Alle Rechte vorbehalten, [ 24 Roman in zwei Bänden von Minna Kautsky. Kommen Sie," sagte Sidonie verdrießlich und zog sie weiter. Aber Betty ließ sich nicht irre ntachen, er sei zu föstlich, meinte sie, den müsse sie ihr erzählen, und hastig flüsterte sie ihr zu, daß der jeßige Soutenör( Liebhaber) der Oliva ein enorm reicher Mensch sei, den sie soweit gebracht habe, daß er den dümmsten Vertrag von der Welt mit ihr eingegangen war. " Sie sichert ihm nämlich darin ewige Treue zu ja sie hat sie ihm schwarz auf weiß zugeeignet, er konnte sie getrost nach Hause tragen, hingegen mußte der gute Maun ein enormes Rengeld an sie bezahlen, wenn es ihm einfallen sollte, sie zu verlassen." Sidonie preßte die Lippen zusammen, während ihre im Muff steckenden Hände sich ineinander krallten. " Hat Ihnen das Ihr Mann erzählt?" fragte sie mit affettirter Gleichgiltigkeit. " aber neigte sie sich ihrer Freundin entgegen und fragte leise: Können Sie mir vielleicht den Namen dieses Soutenörs verrathen?" Und neugierig sind Sie doch," rief Betty und lachte schon wieder." Nein Theuerste, ich habe leider keine Ahnung wer er ist, derjenige, welcher Sie wissen ja, man amüsirt uns mit solchem Klatsch, aber die Helden bleiben uns weislich verborgen.. Nur, die Höhe des Reugeldes habe ich auf Umwegen herausgebracht." N Nun?" fragte Sidonie gespannt. " Raum glaublich, aber verbürgt." # So nennen Sie es doch." Einhunderttausend Mark." Sidonie erblaßte, sie sagte kein Wort und schritt nur rascher aus. Betty plauderte weiter und gab ihre Absicht kund, ihren Bruder Hartmann zu besuchen, dem sie eine hübsche Anzahl Karten anhängen wolle. Dann fordern Sie doch gleich seine Frau zur Mitwirkung auf," bat Sidonie. " Sie wollen Helene dabei haben? Nun, die wird mit beiden Händen darnach greifen, sie ist sehr vergnügungssüchtig." Behüt', wie täm' der zu so pikanten Neuigkeiten. ,, Ach, sie ist noch so jung, so voll Illusionen," versetzte Hat er ein Modell, dann muß ich auch dabei sein, der Sidonie mit einem fast wehmüthigen Lächeln, und bei ihr darf mir nicht auf Abwege kommen i möcht ihm's nit ist Alles wahr, sogar die Freude." rathe," schwäbelte sie und i laß ihm auch schier nit Zeit|" Finden Sie?" fragte Betty spißig, sie ist wetterdazu." wendisch unberechenbarach, es ist merkwürdig, wie Und sie lachte laut und vergnügt, daß sie die Kräfte sich doch Alles bei manchen Menschen vergißt wer hätte ihres Mannes so gut auszuschroten verstand, daß ihm für gedacht, daß sie sich über den Verlust ihres Kindes so schnell die Nichtsnukigkeit keine mehr übrig blieben. trösten würde." Einige Vorübergehende hatten sich nach der schönen Aber sie soll ja höchst unglücklich gewesen sein, faft Lacherin umgesehen. gemüthstrant." Sidonie faßte sie fester am Arm. " Lachen Sie doch nicht auf der Straße und sprechen Sie nicht weiter von diesen Frauenzimmern. Wir verachten fie und das thut gut." Sie hatte ein stolzes Lächeln. Nach einigen Schritten Der Redner des Zentrums, der Abgeordnete Fuchs scheint nach den„ Lorbeeren" lüstern zu sein, welche im vorigen Jahre sich sein Kollege Bachem gelegentlich der Sozialistendebatte geholt hat. Dieser Vorstoß fand indeß fich sein Herz dadurch entfremdet hat, um so schlimmer für sieja um so schlimmer- denn schließlich ist sie doch ganz abhängig von ihm." " So abhängig, daß selbst jede Regung ihres Seelenlebens unter seine Kontrolle fällt, fiel Sidonie mit feinem Spotte ein. " Bei Ihnen hört man immer die Männerhafferin heraus," versicherte Betty lachend. Sidonie zuckte die Achseln. Sie sah sehr steptisch aus. „ Kann ich dafür, daß mir all mein Lebtag so wenige Männer imponirt haben? Von meinem Bruder halte ich noch am meisten, das ist doch ein feiner Kopf wissen Sie, daß er zurückkomint?" fügte sie heiter hinzu. Vielleicht schon in einigen Tagen, o, ich freue mich sehr darauf." Betty fand diese Neuigkeit charmant, und Morres' Persönlichkeit und seine Rückkehr war das Thema, das sie nun Beide in Athem hielt. Jetzt machte Sidonie vor einem kleinen villenartigen Hause Halt. Leben Sie wohl, theure Freundin," sie streckte Betty die Hand entgegen. ,, Sie gehen da hinein?" " Zu meinem Schwager Max. Ich will ihn für unser Unternehmen interessiren." " Famos. Das soll ja ein ganz merkwürdiger Mensch sein, ein Sonderling." " Ein Sozialist," flüsterte ihr Sidonie geheimnißvoll zu. " Wie unangenehm," sagte Betty bedauernd. " Er ist ein sehr braver Mensch," versicherte Sidonie. " Schon etwas mitgenommen, wie ich höre." Er ist leider krank." " " Da fehlt's, wie?" fragte Betty, indem sie auf ihre volle Büfte flopfte. ,, Ach ja, dieses schreckliche Uebel, von dem es keine " Das ist's ja eben. Sie hat die Verzweifelte gespielt als wenn ihr mit diesem kleinen Wesen Alles gestorben wär', was sie jemals geliebt hatte- Sie können sich denken, Heilung giebt." daß Erich darunter gelitten hat denn dieser übertriebene Kummer war eine Beleidigung für ihn und wenn sie nähme Hecht traurig; ach, wenn er nur einige Karten bei den eigenen Parteigenossen des Redners so wenig An- 1Sozialdemokraten waren die einzige Partei, welche mit 179 anderen Mitgliedern der konservativen und der tlang, daß sie den neuen Sozialistentödter auch nicht mit die vollständigen Debatten veröffentlichten und in freikonservativen Partei im Abgeordnetenhause gesteri einer einzigen Beifallsäußerung unterstützten. weit über 100 000 Exemplaren verbreiteten. Gerade auf folgende Interpellation eingebracht: die Wirkung der gegnerischen Redner rechneten wir; und wie die Wahl gezeigt hat, mit Recht. Nicht ohne Interesse war heute die Rede des Abgeordneten Kardorff. Seit Jahren zum ersten Male sprach dieser Herr nämlich im Reichstag, ohne die- Doppelwährung zu erwähnen. Nach einigen Bemerkungen des voltsparteilichen Abgeordneten Galer, erhielt unser Genosse Kühn in später Stunde das Wort. Die Unterzeichneten richten an die Königliche Staatsregierung die folgende Anfrage: Ist die Königliche Staatsregierung geneigt, im BundesHerr Kropatscheck und der Achtstundentag. Herr rathe dahin zu wirken, daß fernere, eine Ermäßigung der landKropatscheck, die sozialpolitische Leuchte des Reichstages, wirthschaftlichen Zölle enthaltende Handelsverträge nicht zum sagte heute, entweder arbeitet man in acht Stunden so viel Abschluß gelangen, ohne daß eine angemessene Ausgleichung wie in zehn, dann nutzt die Verkürzung der Arbeitszeit den mit den Geldwerthsverhältnissen der in Betracht kommenden Kühn schilderte an drastischen Beispielen den Noth- Arbeitslosen nicht, oder eine Mehreinstellung von Arbeitern Konkurrenzländer stattgefunden hat oder gleichzeitig stattfindet? stand in Oberschlesien, wobei er besonders auch der ist erforderlich, dann sinken die Löhne. Da aber, was Herr Heuchelei gedachte, die von einzelnen katholischen Agitatoren Kropatscheck auch wissen könnte, der niedrige Stand der steht wieder auf der Tagesordnung des staatsmännischen Die Versöhnung zwischen Kaiser und Kanzler und Blättern dort, wo die Bevölkerung ganz im Banne Löhne vornehmlich durch das Anwachsen der industriellen steht wieder auf der Tagesordnung des staatsmännischen der katholischen Erziehung steht, betrieben wird. Reserve- Armee oder mit anderen Worten durch den großen Kannegießerthums. Die Sache ist: Der gewesene HausDie Wahrheiten, welche unser Genosse vortrug, wirkten Umfang der Arbeitslosigkeit verursacht ist, so würde gerade meier war wieder sehr krank- eine Wiederholung des besonders auf gewiffe Herren der Rechten so unangenehm, eine Verminderung der Arbeitszeit in sehr vielen Kissinger Anfalls; und in anbetracht der Schwere des neuen daß sie in Haufen den Saal zu verlassen sich anschickten. Industrien ein beträchtliches Steigen der Löhne zur Folge Kissingen. Das ist alles. Und wir wiederholen, was wir Anfalls wiederholte der Kaiser die Freundlichkeiten von Treffend erinnerte Kühn angesichts dieser Massenflucht an haben. Herr Kropatscheck ist jetzt in die Reichskommission damals gesagt: Die Versöhnung" mit einem Feind, der die Thatsache, daß seit Wochen über den Nothstand der für Arbeiterstatistik gewählt worden, vielleicht lernt er da feine Zukunft mehr hat, ist kein politisches Ereigniß. adeligen Großgrundbesizer hier im Hause geredet werde, etwas von diesen Dingen. Besser wäre es freilich, wenn Sie gehört unter die Hofnachrichten oder unter das„ Verdaß man den Verhandlungen über den wirklichen Nothstand in diese Kommission Leute gewählt würden, die die Anunter den Arbeitern aber kaum einige Stunden widmen fangsgründe der Sozialpolitik nicht erst zu lernen hätten. mischte". Einige Phrasen über das Christenthum genügen vielleicht Morgen stehen Initiativanträge aus dem Hause, Be- der deutsch- konservativen Partei als sozialpolitischer Be rufsvereine und Aenderung des Wahlgesetzes auf der Tages- fähigungsnachweis, Leuten aber, denen es um die Sozialand Nenderung des Wahlgeiches auf der Lages. 32Bahlgefeßes ordnung.politik Ernst ist, können sie blos ein mitleidiges Lächeln abzwingen. wolle. innerte Die bayerische Kammer der Abgeordneten will auf einfache Weise die sozialdemokratische Fraktion los werden, indem sie die Mandate der vier Abgeordneten für Nürnberg, die der Genossen Grillenberger, Löwenstein, Bur Nothstands- Interpellation. Ein hiesiges Blatt Ehrhardt und Scherm ungiltig erklären. Die Liberalen spricht eine gewisse Verwunderung aus, daß Liebknecht bei Begründung der Nothstands- Interpellation die Ereignisse Die Spigel im Reichstage. Der Abg. Singer er- und Ultramontanen sind einig, so daß dieser Faustschlag des Friedrichshains nur gestreift" habe. Nur gestreift" in seiner heutigen Rede wieder an gewisse gegen den Willen der Wähler zur Schmach der bayerischen Kammer geführt werden wird. Der" Possischen Zeitung" hat er sie allerdings nicht, aber nicht eingehend behandelt Praktiken der Polizei unter dem Sozialistengeſehe. telegraphirt ihr Nürnberger Korrespondent, der bekannte das ist richtig. Hat aber auch seinen guten Grund. Er wies dabei auch auf die Thatsache hin, daß einer der Die Vorkommnisse des legten Donnerstag gehören nämlich damals thätigen Polizei- Agenten, Herr Reuß, jetzt als Pimperl Wichtig alias Cato vom" Fränkischen Kurier": nicht zur Kompetenz des Reichstags, sondern des preußischen Journalist die Tribüne des Reichstags ziere, wie er früher Ihre( der sozialdemokratischen Abgeordneten) Wiederwahl Landtags. Deshalb fonnten wir sie ja auch nicht zum dem Klub der Anarchisten in London angehört hat. erscheint völlig ausgeschlossen." Nun, nach der Wahl sprechen wir uns wieder. hat Herrn Reuß die Ehre der Gegenstand einer Interpellation machen, sondern mußten Dieser Klub als dessen Be- Ein ehrlicher Reaktionär. den Weg Der sächsische einer allgemeinen Nothstan 63- Mitgliedschaft allerdings entzogen, Ob der Herr Papageno- Landtag hatte sich in jüngster Beit mit Interpellation wählen, die ja voraussichtlich Geziehungen zur Polizei bekannt wurden. legenheit zur Erörterung jener Vorkommnisse geben würde. nach dem, was heute im Reichstag über ihn mitgetheilt dem allgemeinen Stimmrecht und der EinkommensteuerHätte nun Liebknecht dieselben in den Vordergrund gerückt worden ist, noch länger seinen Plaz auf der Journalisten Reform zu beschäftigen. Beides hängt in sofern zusammen, und ausführlich behandeln wollen, so riskirte er, daß der Tribüne wird einnehmen können, darauf darf man wohl als in Sachsen das Landtags- Wahlrecht an einen Zensus von drei Mark direkter Steuer geknüpft ist. Durch BePräsident des Reichstages ihn zur Sache" verwies, und gespannt sein. Daß Herr Reuß bei der Huldigungs- Komödie in seitigung der unteren Steuerstufen werden nun zwar viele Herr v. Bötticher jede Auskunft verweigerte. Und dann tamen die Vorkommnisse im Reichstag gar nicht zur Sprache; Rissingen mit zur Jubel- Garde gehörte und auf der von Arbeiter von der Einkommensteuer befreit, aber zugleich wenigstens nicht bei dieser Gelegenheit. Liebknecht that daher stammenden Photographie neben dem Erstgeborenen auch von dem Wahlrecht. Deshalb muß das rothalso blos, was unter den Umständen nothwendig war, und des Er- Reichskanzlers erscheint, ist gewiß interessant, indeß wendige Korrelat einer solchen Steuerreform die Abder Zweck ist auch erreicht worden. Was gejagt wurde, bestätigt dieser Umstand nur auf's Nene die Wahrheit des schaffung der Zensuswahl und die Einveranlaßte Herrn v. Bötticher, auf die Polizeiübergriffe des alten Wortes: Gleich und Gleich gesellt sich gern. führung des allgemeinen Wahlrechts sein. vorigen Donnerstag einzugehen und damit waren sie für die Im preußischen Abgeordnetenhause begann heute allgemeine Wahlrecht fürchten sie wie das höllische Feuer. Hieran denken aber die biederen Ordnungsmeier nicht: das die eigentliche Etatsdebatte, hierbei fand eine Lizitation in Den Grund hat der Papageno Schubert, gedrängt von Loyalitäts bezeugungen der Krone gegenüber statt. Ron unseren Genossen, ausgeplaudert mit den Worten:„ Ich fervative, Freikonservative, Nationalliberale und Bentrum habe gegen den sozialdemokratischen Antrag gestimmt, we il priesen nicht den Ernst und die Trene, mit der sie mit der Einführung des allgemeinen Wahldie Rechte und Interessen des Volkes wahren, sondern rechts für den Landtag die zweite Rammer sie wetteiferten in der Erklärung ihrer Ergebenheit gegen sofort der Sozialdemokratie ausgeliefert die Krone. Auch die Stimmung gegen die Regierung, ja würde." Das Geständniß des Herrn Schubert nehmen selbst gegen die Steuerpläne der Reichsregierung, war eine wir zu den Aften. Herr von Kardorff wundert sich darüber, daß die überaus freundliche. Mehr können wir zur Charakteristik Sozialdemokraten, die in der Zukunftsstaats- Debatte voriges des Landtages nicht sagen, als daß Die Steuererleichterung wird also nicht aus gutem Herr Rickert die Herzen" oder aus Gerechtigkeit bewilligt, sondern als Jahr im Reichstag vernichtet wurden, 5 Monate später bei radikalste Rede gehalten hat. Das sind die Früchte des Mittel, das Wahlrecht zu beschränken und der Sozialdemo der Wahl des 15. Juni große Erfolge davontrugen. Ja, Dreiklassenwahlsystems, des elendesten aller Wahlgefeße.- tratie einen Rappzaum anzulegen. das deutsche Volt hat eben mehr Verstand, als die Herren Zukunftsstaatler, und hält die Leute, die nach den Ein neuer Vorstoß der Agrarier. Nach den großen Tapeten" der Zukunftsstaats- Häuser fragen, wie heute Redeschlachten zwischen den Konservativen und dem Reichsber Zentrumsabgeordnete Fuchs, gemäß dem bekannten fanzler und dessen Unterstaats- Sekretär für die auswärtigen Sprichwort einfach für Narren. Herr von Kardorff freilich Angelegenheiten und nach der großen Debatte in der letzten erklärt sich die Sache anders. Er meint, es fomme daher, Sigung des Herrenhauses, sollen nun im Abgeordnetendaß die Sozialdemokraten den dummen Wählern blos die hause die gleichen Reden gehalten werden. Zu diesem fozialdemokratischen Neden, ohne die vernichtenden" Zwecke haben die Abgg. v. Kröcher( tons.), v. Dziem Reden der Zukunftsstaatsfragler herausgegeben hätten. Das bowski( freikons.), v. Buch( kons.), v. Tiedemann- Bomst( freiist ja recht schlau, schade nur, daß es nicht wahr ist. Die konservativ), Dr. v. Heydebrand und der Lasa( konservativ) Debatte frei. Die nothleidenden Agrarier und der thatsächliche Nothstand der Arbeiter. Als gestern der Präsident des Reichstages über den Antrag Singer, ob eine Debatte über die sozialdemokratische Juterpellation eröffnet werden soll, abstimmen ließ, erhob sich das ganze Haus mit Ausnahme der nothleidenden Landwirthe! „ Er wird sie nehmen und überzahlen," versicherte Sidonie bestimmt. " Gut, dann laffe Sie ihn nur beileibe nit auskomme," schwäbelte sie, während sie ihrer Freundin lachend zum Abschiede zuwinkte, XIII. Stimme, auf ihre Haltung und ihre Hände, so gewöhnte auch sie sich daran, sich mit ihrer Person eingehend zu beschäftigen, um zu beobachten und zu studiren, was geeignet war, ihre Anmuth zu erhöhen und sie gefallsamer zu machen, Sie fotettirte in naiver Weise mit ihrer Schönheit, und freute sich ihres Erfolges; fie tokettirte noch nicht mit ihrer Bildung und ihrem Charakter. " Das führerlose Zentrum wird, freilich sehr vorfichtig, in der Bonner Deutschen Reichszeitung" geschildert. In einem von der Spree" datirten banken" überschriebenen Leitartikel schreibt das Blatt: Trübe Ge= " Vor dem geistigen Auge zogen vorüber die alten Führer im großen Kampfe, Mallinckrodt, Reichensperger, Franckenstein, Windthorst, mit ihnen auch die große Zeit, in der sie gearbeitet." Ja, heute sind nur die Epigonen die Hompesch, Bachem, Dann leuchtete ein Gedanke in ihren Augen auf und ohne weitere Ueberlegung nahm sie die Blumen, deren Duft fie foeben geschlürft, die sie erfreut und entzückt hatten, wickelte sie wieder in Watte und Papier, frizelte einige rasche Zeilen auf eine Karte und übergab alles dem Mädchen, damit sie es eiligst durch einen Kommissionär besorgen lasse. Dann setzte sie sich in ein Fauteuil am Fenster und lehnte den Kopf zurück, als ruhe sie träge von einer Arbeit aus. Sie lächelte und schloß die Augen. Sie malte sich das Widersehen aus zwischen Mutter und Sohn und das Glück dieser Beiden. An demselben Morgen, zur Zeit, als Sidonie in die Sigung fuhr, war für Frau Doktor Hartmann ein Strauß herrlicher Blumen abgegeben worden. Das Stubenmädchen Dieser häßliche Donner schickt mir ein so schönes aus. Dieser häßliche Donner schickt mir ein so schönes brachte ihn auf ihr Zimmer. 100 Bouquet," rief fie lustig und hielt es von sich, um sich an Hier, in dem hellen, üppigen, überheizten Raume, in der Farbenwirkung zu legen, das ist doch lieb von ihm." dem vom Garten herein die großen schneebedeckten Bäume Dieser Donner war für sie ein komischer Mensch", Wenn man einen Sohn hat, den man so lieb haben talte Lichter warfen, schen wir die zarte, jetzt überschlanke der ihre Lachlust unaufhörlich erregte; gestern erst hatte sie kann, wie die Luise den ihrigen, das ist wohl das Beste im Gestalt Helenens an einen Tisch gelehnt stehen, mit beiden ihn unbarmherzig zum Besten gehalten. Daß er das nicht Leben... Daß er das nicht Leben... Einen Sohn, zu dem man hinaufschauen kann, Händen die Blumen vor sich hinhaltend. übel genommen hatte und ihr Blumen schickte, überzeugte weil er so lieb und brav und fest ist, wie ihn das MutterSie trägt ein weißes Morgenkleid, dessen lange, seiden- sie, daß er auch ein guter Mensch sei. herz ersehnt und gebildet hat... Und ihn dann so um gefütterte Schleppe sich über den Teppich rollte, und wie sie Er hatte eine Karte dazu gelegt, die einige scherz- den Hals nehmen zu können und füssen, wie man sein Kind jezt den etwas seitwärts gewendeten Kopf den Blumen ent- hafte Worte und die demüthige Bitte enthielt, sie anzufüßt, und zugleich ihn schelten, weil er ihr nicht gehorchte. gegenneigte, um mit lächelndem Behagen den süßen Duft nehmen. Sie erinnerte fich, wie Konrad seine Mutter in den Armen von Rosen und Flieder in sich aufzunehmen, erschien sie zu halten und anzusehen pflegte, in liebevoller Ueberlegenhübscher und anmuthiger als je. heit, die für die Mutter nichts Verlegendes hatte und ihren Stolz nur erhöhte. θα Ihre Augen ftreiften das Datum: 7. März. Siebenter März," wiederholte sie laut und fah plög Sie lachte still vor sich hin, wobei ihre weißen Zähne lich gedankenvoll aus- ,, siebenter März, was wollte ich zum Vorschein kamen. Es war eine ihr früher nicht eigen- denn da?" thümliche Art zu lächeln, aber sie stand ihr reizend. " Ja das ist Glück," dachte sie, und ein volles, Sie hatte sich für diesen Tag etwas vorgenommen warmes Gefühl wallte in ihrem Herzen auf, aber dann zuckte es schmerzlich um ihre Lippen. Sie war in eine neue Sphäre getreten und begann was war es nur? Sie brachte den Strauß ihrem Gesicht fich ihr entsprechend umzubilden. Die ersten Blicke, die nahe, seinen Duft schlürfend, und wußte mit einem Male, sie in diese Welt gethan, hatten sie geblendet. Sie hatte was sie gewollt hatte: Ihrer lieben alten Luise Blumen geglaubt, daß die Menschen, mit denen sie nun zusammen- für ihren Sohn schicken, der an diesem Tag aus seiner Haft kam, die höchste Bildung und die erstaunlichsten Fähig- entlassen wurde. feiten besitzen müßten, da sie jede Unbildung und Schwäche Fünf Monate hatte er eines Preßvergehens wegen im unnachsichtig verurtheilten. Aber sie merkte zu ihrem Er- Gefängniß gesessen, heute wurde er frei. Die Mutter wollte staunen, daß sie diese lieblose Kritik auch untereinander ihn an der Schivelle seines Gefängnisses erwarten, damit übten, und bemüht waren, wo es nur anging, selbst ihren ihre Arme ihn zuerst umfangen. Charakter herunterzusehen, so daß diese gegenseitige Mißachtung ihr immer deutlicher wurde. Sie grübelte nicht weiter darüber nach. Justinktiv er faßte sie, daß es hier hauptsächlich darauf aufam zu glänzen, wenn auch nur durch Aeußerlichkeiten und in ganz oberflächlicher Weise. Weit entfernt dies zu tadeln, war sie berathen und angetrieben, es nachzuahmen. Wurde sie doch gescholten, wenn sie sich nicht brav aufführte", das heißt, wenn ihr Geschick, oder ihre mangelhafte Erziehung, wie ihre Echwägerin meinte, sich unzulänglich erwiesen, um den gewünschten Effekt hervorzubringen. F Aber Helene war auch in diesem Punkte bildungs fähiger als man dachte. Auch sie hatte ein solches Glück erträumt sie glaubte es sich gesichert- es war begraben. Ihr Kopf sant tiefer herab und große, schwere Thränen drängten sich unter den Wimpern hervor... Das Mädchen kam herein und meldete, daß die Toilette zur Anprobe gebracht worden sei. Das Kleid war reizend gemacht und saß vortrefflich. Helene trat vor den Spiegel und war bald ganz bei der Sache. In der gierigen Lebenslust der ersten Jugend wird noch Alles zur Freude; man nimmt das Glüd, wo man Sie läutete dem Mädchen und wünschte, daß es eiligst es findet, und müßte man sich mit einer Täuschung befrische Blumen besorge; aber Sofie versicherte, für außergnügen. ordentliche Gänge feine Zeit zu haben. Die Mamfell hatte auch neue Stoffe mitgebracht und " Dann will ich selbst gehen, schnell, bringen Sie breitete sie vor der Dame aus. Ein roja Brokat war von mein Kleid." besonders verführerischer Wirkung und als Helene die Farbe vor dem Spiegel probirte, mußte sie zugeben, daß sie zu ihrem Teint entzückend paßte. Helene wollte ein so frohes Ereigniß nicht vorübergehen Lassen, ohne den Beiden ihre Theilnahme fund zu geben und nun hätte sie bald darauf vergessen. Aber die Zofe erinnerte sie, daß für diese Stunde die Anprobe der neuen Toilette aus Maison Gregoire angefagt sei, da könne sich die gnädige Frau unmöglich entfernen. " Gnädige Frau dürfen sich da nicht lange besinnen," rieth die Mamsell, sonst geht uns der Stoff weg." " Ich getraue mich nicht, ich habe Schulden," sagte Helene Kleinlaut. Helene sah auf die Uhr, es war wirklich die höchste Beit, wenn die Blumen rechtzeitig abgegeben werden sollten. Unentschlossen ging fie auf und nieder, verdrießlich, daß sie alten Freunden gegenüber sich gänzlich theilnahmslos" Eine Kleinigkeit, das darf Euer Gnaden nicht abe halten. ( Fortsetzung folgt.) Und wie all diese schönen Frauen auf ihre Gesichtszüge und ihre Blicke achteten, auf die Modulation der verhalten solle. 09:09 201 1 Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Unsere Notiz in Nr. 16 d. Bl., daß in Pohlik vier Pieber anzuführen. Diese Leute werden die Partei ihrem Italien. Auf Sizilien und im übrigen König- Provinz gedruckt zugehen. Als Ort des nächsten Parteitages Untergange, sicherlich aber nicht neuen Siegen entgegen- reich herrscht nach wie vor telegraphische Ruhe". Die wird Flensburg bestimmt. Hiermit ist die Tagesordnung führen." Aufstände" sind überall telegraphisch zu Ende. Da des Parteitages erschöpft und wird derfelbe mit einem begeistert Depeschenzenfur. Der„ Berliner Zeitung" entnehmen gegen gesteht der Telegraph sehr verdächtige Ausstände aufgenommenen Hoch auf die Sozialdemokratie geschloffen. wir das Folgende: zu. Ausstand( trotz Belagerungszustand) in Massa Carrara, „ Am Tage der Versammlung der Arbeitslosen in der wo der hübsche Carrarische Marmor gebrochen und bearBrauerei Friedrichshain am 18. d. M. wurden, wie der beitet wird; Ausstand in Pisa; Ausstand in Rom- dort Musiker wegen eines Tusch" bei Ausbringung eines Hochs auf Berliner Korrespondent der Independence belge" schreibt, der Bäcker und Kutscher, hier der Bäcker- und Gemunkel die Sozialdemokratie zu 10 M. Geldstrafe verurtheilt wurden, die Depeschen desselben, sowie die Depeschen anderer aus vom allgemeinen Ausstand. Und überall Militär gegen werden wir von einem Leser unseres Blattes ersucht dahin zu wärtiger Zeitungskorrespondenten auf dem Telegraphen- und des Herrn Crispi. die Ausständischen. Das ist die„ Ruhe" des Telegraphen ergänzen, daß der betreffende Ort im Fürstenthum Reuß jüngere Linie liegt, da es in Reuß ä. 2. einen Ort gleichen ante zurückgewiesen, nur die Telegramme des Wolff'schen und des Herrn Crispi. Namens giebt. 證 Telegraphenbureaus, welche natürlich nach Wunsch der Die Folter scheint nun gegen politische Verbrecher Die Petition der 42 Gemeindevorstände von der Polizei abgefaßt waren, seien befördert worden. Die" Ind. angewandt zu werden, wenigstens finden wir im Kölner umgegend Dresdens, von der wir gestern( politischen belge" bemerkt hierzu: General- Anzeiger" folgende Notiz: Theil berichteten, sollte in einer Versammlung unserer " Großes Aufsehen erregt in Paris, wie man von dort Dresdener Parteigenossen besprochen werden. Der Polizeischreibt, eine aus Madrid datirte Enthüllung eines Pariser direktor von Dresden verbot wegen dieses Punktes der Blattes, wonach der Madrider Untersuchungsrichter die per- Tagesordnung die Versammlung auf grund des§ 12 des Vereinshafteten Anarchiften auf eine ungemein raffinirte und bar- und Bersammlungsrechts, welcher lautet: Bei dringender Gefahr barische Weise zum Geständniß gezwungen habe. Er ließ sie für die öffentliche Ruhe, Ordnung und Sicherheit können Ver nämlich bei Stockfisch und Brot unter absoluter sammlungen u. s. w. verboten werden." Wie werden die Entziehung von Wasser und sonstigen Getränken ein- lieben Elbflorenzler erleichtert aufgeathmet haben, als sie Kunde sperren, bis sie den Durst nicht mehr aushalten erhielten von dieser rettenden That. Sie können nun auch in fonnten. Dann befahl er die Vorführung. Auf seinem Zukunft weiter ihr Debbchen" in Ruhe trinken und dabei in Tische standen mehrere Karaffen mit Wasser, und sobald sie sicherer Ecke ihres Stammtisches mit wuchtigen Worten die sich weigerten zu reden, wies er darauf hin, daß sie die bösen Sozialdemokraten todt Karaffen andernfalls mitnehmen dürften. Auf diese Weise G baie Das sind so fleine Mittelchen, unwürdig einer Regierung, die sich stark dünkt, und außerdem ist es noch lächerlich, da diese Mittel nichts nüßen. Denn das, was die Behörde nicht passiren lassen wollte, hat man doch gewußt, nur 24 Stunden später. Das Wolff'sche Telegramm lautete: Berlin, 18. Januar. Die für heute angekündigte Verfammlung Arbeitsloser fand nicht statt, da der Einberufer vorher verhaftet worden war. Der Versammlungssaal, ebenso der anstoßende Friedrichshain waren polizeilich gesperrt, die angesammelte, über 1000 Menschen betragende Menge wurde wegen ungefeßlicher Rufe von der Polizei auseinandergetrieben. Verhaftungen sind nicht erfolgt. Von Rusen" oder gar ungesetzlichen Rufen" ist in Wahrheit nichts zu hören gewesen. in habe er andern testen zum Geständniß Owist # reden. " Depeschen: ( Wolff's Telegraphen Bureau.) Todtenliste der Partei. In Frankfurt a. M. verstarb gezwungen. Wer sich widersetzte, mußte weiter dürften. am letzten Freitag Genosse Karg im Alter von 53 Jahren. Der So sei auch die Promptheit erklärlich, mit der alle ein offenes Verstorbene gehörte seit Ende der 60er Jahre der Partei an und Geständniß abgelegt hätten. Wir geben die Einzelheiten hat er auch als Redner sich nicht hervorgethan, so that er um Individuelle Freiheit im heutigen Klassenstaat. natürlich mit allem Vorbehalt wieder, denn wären sie wahr, so mehr dort seine Pflicht, wo es zu handeln galt. Ehre dem Wie es damit aussieht, geht aus der Thatsache hervor, daß so enthielte der moderne Sprachschah. kaum eine Vokabel, um sie Andenken des Braven. vor kurzem die Direktion der hiesigen Dresdner Bank gebührend zu charakterisiren. ihrem Personal zu wissen gethan hat, daß jedermann, der Serbien steht am Vorabende einer Refich unterfangen sollte, zu heirathen, ohne ein Einkommen volution. Es soll ungeheuere Aufregung im ganzen von mindestens 3600 Mart pro Jahr nachweisen zu Laude herrschen, die Anwesenheit Milans wird als ein tönnen, sofortige Entlassung zu gewärtigen habe. Diefelben Faustschlag gegen das ganze Land betrachtet. Morgen liberalen" Herren, welche diese unerhörte Anordnung ge- wird eine Ordre des Königs Alexander erwartet, in Paris, 23. Januar. Das Bureau der Kammer wählte die troffen haben, werden jedenfalls als ein Hauptargument welcher die Niederschlagung des Prozesses Avakumowitsch Seeres- und die Marinekommission, deren jede 33 Mitglieder gegen den Sozialismus anführen, daß, in einem sozialistischen angekündigt Unter zählt. Hierzu ist der König Briffon, Jules Roche, Cavaignac und Mezières. Mehrere Mitden Mitgliedern der ersteren befinden sich Gemeinwesen die individuelle Freiheit unterdrückt werde", nicht ermächtigt. Das Militärkabinet, das er ein was heute bekanntlich" nicht geschieht wenigstens nicht sehen will, wird nicht lange die Ordnung" aufrecht 15. Armeekorps zu verstärken, indem sie nachwiesen, daß der glieder der Kommission drangen darauf das 14. und das Djerbischen Goldaten haben wenn das Judividuum" 3600 Mart Einkommen im Jahr erhalten. Die ferbischen Soldaten haben engen Bus Effettivbestand des französischen Heeres ein geringerer sei als oder mehr hat! sammenhang mit dem Bolke, sie werden nicht auf das Volk derjenige des deutschen. deutschen Sozialpolitische Maßnahmen gegen die Arbeitslosigkeit schießen, höchstens in der Hauptstadt, auf dem Lande aber in der Schweiz. In der Schweiz wird auch von bürgerlichen wird die radikale Partei, wenn sie die Agitation gegen das Politikern die entſchiedene Forderung erhoben, daß gegen die Haus der Obrenowitsch beginnt, die ganze Bevölkerung wird auch von bir Briefkaffen der Redaktion. " werden Parteinachrichten. Beir 17608 $. K. 25. Wenn Sie sich in Preußen verheirathen wollen, Arbeitslosigkeit ausgedehnte Staatshilfe in Anwendung komme, hinter sich haben. Mit der Königsspielerei wird der junge so fordert der bürgerliche Nationalrath Müller in der Berner Alexander bald aufhören können. Gießer. Eine Genehmigung wird überhaupt nicht ertheilt, Beitung", daß ein eidgenössisches Arbeitsamt neben dem feit nur eine Bescheinigung über die Anmeldung. Wenn diese BeJahren bestehenden Arbeitersekretariat errichtet werde. Dasselbe ing notififcheinigung da ist, kann die Versammlung beginnen. soll eine beobachtende und orientirende Zentralstelle werden, Schönwalde Dagegen ist nichts zu machen. welche den Kantonen und Gemeinden mit Rath an die Hand zu 2. H. 15. 1. Mein. 2. Amtsgericht I. 8. Man wird gehen hätte. Das Arbeitsamt müßte statistische Arbeiten über mit zurückgelegtem 21. Lebensjahr majorenn. Für diese Klage die Arbeitslosen- Verhältnisse vornehmen und es müßte unter den Instituten des Landes, welche die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit ita a t" Preußen Deutschland behandelt werden, mußte ohne die bayerische Staatsangehörigkeit zu verlieren, brauchen Wie sozialdemokratische Staatsbürger im Kultur ist das aber nicht nöthig. zum Zwecke haben, einen gewissen organischen Zusammenhang herstellen und die nothwendige ausgleichende Thätigkeit über gestern Genosse Wendlandt, Redakteur der Magdeburger Sie die Papiere. Ein billiger Weg ist uns nicht bekannt, im nehmen, um Mißverhältnissen in Ueberfluß und Mangel an" Boltsstimme", an seiner Person recht deutlich erfahren. Er Trödel find sie nicht zu haben. Arbeitsfräften entgegenzutreten. Das Arbeitsamt müßte also wurde zur Polizei geladen und von dort der Kommandantur W. S. 13. Wenn es wahr ist, daß ein Zeuge dafür da fein Augenmerk namentlich der Organisation des Arbeits- ugeführt: nachweises und der Herstellung eines zuſammenhängenden Netzes Recht, als Einjähriger zu dienen, bertant fet, das iſt, jo nehmen Sie lieber den Antrag auf gerichtliche Entscheidung von Arbeitsnachweis- Gelegenheiten zuwenden. Sodann hätte es eine zweijährige Gefängnißstrafe hinter fich habe.. D. 96. Ihrer Darstellung nach sind Sie im Recht. die Verhältnisse des Arbeitsmarktes in den verschiedenen Landes( Die Strafe hatte sich W. als Redakteur unseres Breslauer as 21. 3. 1000. Fragen Sie einen Batentanwalt. gegenden zu beobachten und bei eintretenden Arbeitskrisen würde Partei- Organs wegen Majestätsbeleidigung zugezogen.) es im Verein mit den Interessenten nach Mitteln zur Abhilfe ärztlicher Untersuchung erfolgte feine sofortige Einstellung im existirt nicht. fuchen. Vielleicht, fagt Herr Müller, würde es dem Arbeitsamt Heere, und wurde er dem 66. Infanterie- Regiment zugetheilt, mit der Zeit auch gelingen, die Arbeitslosenversicherung oder wo er feine 2 bis 3 Jahre schwizen kann. beffer: die gemeinsame Vorsorge gegen die Folgen der ArbeitsFE Die Parteifouferenz für das östliche Westfalen und er hier wurde ihm eröffnet, daß ihm * Nach W. Noack, Friedrichsfelderstr. 20. Solche Bestimmung C. E. G. Sie müssen hinkommen oder beantragen, wegen weiter Entfernung vom Erscheinen dispensirt zu werden. F. N. 39. Von der Stiefmutter erbt man nichts. Felig W. 29. Die Sache ist zweifelhaft. Kommen Sie in Zwei Wettende 100. Hamburg hat außer seiner Land. bevölkerung von 53 270 Köpfen 571 608 Einwohner; Leipzig hat 355 388 Einwohner. losigkeit auf festen und sicheren Boden zu bringen und ihr einen die Lippeschen Fürstenthümer, welche am 14. und 15. Januar die Sprechstunde. erweiterten Wirkungskreis zu sichern. " O. N. Das täme auf den Versuch an. Unseres Wissens ist das Werk hier noch nicht aufgeführt worden. W. Kleukens. Nein, so lange der Verein nicht politische Gegenstände in seinen Versammlungen erörtert. C. 2. H. Ja. D. G. 302. Sprechen Sie Mittwoch oder Donnerstag 71/ 2-81% Uhr Abends in der Redaktion vor. R. R. Ja. Klage beim Gewerbegericht. H. S. Erforderlich sind in beglaubigter Form Ihre und Ihrer Braut Geburtsunkunden, sowie die Einwilligung des Vaters Ihrer Braut, falls dieselbe das 24. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Wilh. Fuß. Beschwerde ist aussichtslos. Die Thatsachen werden gelegentlich verwerthet. Danzigerstraße, S. H. 1. Abonnementsverein von Dienstherrschaften für traute Dienstboten, Mohrenstr. 34. 2. Ja, wenn vernachlässigte Aufsicht nachgewiesen wird. Karl Sch. Nein. Die Vorschläge des Herrn Müller haben in einem großen Agitationstommiffion zur Verfügung zu stellen. Gin Antras Miethe für die ganze Dauer desselben weniger als 130 m. be2. Sp. 5. 1. So lange dem Vater nicht die väterliche Gewalt über das Kind gerichtlich abgesprochen, ist er zur Heraus gabe desselben berechtigt. 2. Ginklagen. 3. Nein. 21. St. 130. Die Ründigung tann am 15. jebes w Monats Die zweite Forderung, die Herr Müller aufstellt, geht dahin, d. J. in Bielefeld tagte, war von 49 Delegirten, die insder Bund sollte die Bestrebungen zur Bekämpfung der Arbeits- gesammt 29 Ortschaften vertraten, besucht. Ueber Agitation Tofigkeit und zur Milderung ihrer Folgen auch finanziell unter- und Organisation" referirte Genosse Groth; Redner betont die stützen. Darunter versteht Herr Müller in erster Linie die Sub- Schwierigkeiten, welche die Partei hauptsächlich auf dem Lande, ventionirung der Arbeitsnachweis- Anstalten. wo noch die Orthodoxie die unumschränkte Herrschaft übe, zu In jeder Stadt von einiger Bedeutung sollte der Arbeitsnachweis überwinden habe. Im Ganzen geht aber aus seinem wie aus organisirt sein. Der Bund müßte unter die Bedingungen, von den nachfolgenden Berichten hervor, daß die Sozialdemokratie deren Erfüllung er die Subvention abhängig macht, auch die doch, wenn auch langsam, auch hier Fortschritte macht. Anaufnehmen, daß der Arbeitsnachweis unentgeltlich zu erfolgen habe. genommen wurde eine Resolution des Genossen Groth, durch Was das Arbeitsamt kosten und die Subventionen betragen welche sich die Parteigenossen verpflichteten, überall, wo es würden, beziffert Herr Müller zusammen auf 100-200 000 Fr. irgend thunlich, Arbeiter und Wahlvereine zu gründen. und er glaubt, daß damit alles geleistet werden könnte, was Noth Die Landagitation soll planmäßiger betrieben werden; thue. Mit bezug auf die Kompetenz des Bundes, auf diesem Gebiet dabei soll von Massenausflügen mehr abgesehen, vielmehr soll thätig zu sein, macht Herr Müller auf die Hilfe aufmerksam, versucht werden, mit einzelnen ortsansässigen Personen Haus welche der Bund der Landwirthschaft leistet. Für die För industriellen, Bigarrenmachern u. f. w.- Beziehungen an derung der Landwirthschaft wird das Budget fünftig zuknüpfen, um dadurch in jedem Dorfe einen Stamm zuverlässiger eine jährliche Ausgabe von mehr als einer Million Franken auf Genossen heranzubilden. Neben dieser mehr stillen darf selbstweisen. Was an einem Orte möglich war und mit so viel verständlich die öffentliche Agitation durch Versammlungen nich Erfolg durchgeführt wurde, sollte auch am andern Orte möglich aus dem Auge gelassen werden. Im Weiteren macht es die sein, wo die Noth ebenso groß und die Hilfe ebenso gut mög- Resolution den Genossen zur Pflicht, Angaben über Lohn- und lich ist." Lebensverhältnisse der Landbevölkerung zu sammeln und der A. E. 12. Der Miethsvertrag ist stempelfrei, wenn die Theil der Presse anerkennende Zustimmung gefunden. Slomte Bielefeld, der auch Annahme fand, geht dahin, Von sozialdemokratischer Seite wird ihnen einiges Miß die Presse( Bielefelder Volkswacht") dadurch direkt zu unter- trägt. Sonst beträgt der Stempel 1/10. der bezeichneten Miethe. trauen entgegengebracht, weil man sie als einen Schachzug gegen stützen, daß in den einzelnen Ortschaften freiwillige Sammlungen A. C. 69. Die geschilderten Vorgänge entsprechen dem die das Recht auf Arbeit fordernden Arbeiter betrachtet. Jeden- vorgenommen werden. Zum Schluß wurde noch bestimmt, daß Gesez. falls fann man trotzdem diese Vorschläge ernst nehmen und aus bei zukünftigen Provinzial- Parteitagen auf je 1000 bei der letzten. P. K. 39. Die Kündigung ist verspätet. dem taktischen Manöver Nugen für die Arbeiterklasse ziehen. Reichstagswahl abgegebene Stimmen fünf Delegirte fommen sollen. Dieser Antrag wurde mit dem Zusaz einstimmig anDie Universität Brüssel ist durch das reaktionäre genommen, daß auch Orte, in welchen die sozialdemokratische Gebahren der Angst- und Heulmeier, die Elisée Réclus Stimmenzahl noch eine geringere ist als 1000, berechtigt find, maßregelten, der Auflösung nahe gebracht worden. Professor Genossen zu den Parteikonferenzen für das östliche Westfalen zu Renard, , ein ausgesprochener Sozialdemokrat fund eine der delegiren. größten Zierden der Wissenschaft in Belgien, und der bis über die Verhandlungen gegeben und den Wunsch ausgedrückt Nachdem der Vorsitzende, Genosse Schumann, ein Resumee herige Hektor der Universität, Rektor Denis, haben ihre hatte, daß aus denselben für die Partei Segen erblühen möge, 30 Pf., wöchentlich zu fleben, wenn der dreihundertfache Betrag H. Z. 11. W. L. B. 1. Sie haben in Klasse IV, also Entlassung eingereicht. Andere Professoren wollen diesen schließt derselbe mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf des für Ihre Krankenkassen- Beiträge maßgebenden durchschnittBeispielen folgen, und viele Studenten eine Lehranstalt bie internationale Sozialdemokratie die Verhandlungen um lichen Tagelohnes mehr als 850. beträgt. 2. Jeden Tag, eine bie verlassen, deren Verwaltung Rücksichten der kleinlichsten 83/4 Uhr. wenn Sie nicht fest auf bestimmte Zeit angenommen sind. Parteipolitik höher schätzt, als die Forderungen der Wissens F. L. War die Wohnung infolge des Schwammes gesund. schaft.Der schleswig- Holsteinische Parteitag der sozialdemo- heitsgefährlich, so ist Ihr Ausziehen berechtigt und brauchen Sie fratischen Partei fand am 14. Januar in Iye hoe statt. Der danach keine Miethe zu bezahlen. Der Wirth ist Ihnen auch Bericht der Agitationskommiffion läßt erkennen, daß dieselbe im schadensersatzpflichtig, wenn er nicht nachweist, daß ihm kein Ver lestvergangenen Jahre die regste Thätigkeit entfaltet hat. Ueber sehen zur Last fällt. eine halbe Million Flugblätter sind im Laufe des Jahres in der Provinz verbreitet worden. Außerdem haben Tausende von fleinen Broschüren Verbreitung gefunden; mitgetheilt wurde noch, daß Genoffe Theiß( Hamburg) mit der Ausarbeitung einer Broschüre, speziell für die Landbevölkerung, betraut worden sei; von dieser feien bis jetzt schon 50 000 Exemplare 881 Auch ein Fortschritt! In Belgien hat sich die Zahl bestellt. Auch die dänisch sprechende Bevölkerung wurde berück der Klöster seit 1846, also in einem Zeitraum von sichtigt, indem Broschüren in dänischer Sprache zur Austheilung 47 Jahren, beinah verdreifacht. Im Jahre 1846 gab es gelangten. Die Vermehrung der sozialdemokratischen Stimmen, hier 776, wogegen 1890 schon 1775 Klöster. Die Be- welche von 1890-1893 in der Provinz 14 000 betrug, ist als ein völkerung dieser Klöster stieg seit 1846 von 19 968 auf Erfolg dieser regen Agitation anzusehen. In einer Refolution 30 098 Mönche im Jahre 1890. Unser Bruderorgan refene Barteiliteratur nach dem flachen Lande zu senden. Bewerden die Genossen der größeren Städte dazu verpflichtet, ge Vooruit" bemerkt zu dieser Notiz: Diese Bevölkerung schlossen wurde ferner, einen eigens zum Zweck der Landlebt dem Herrn und verachtet die irdischen Güter, denn Agitation herauszugebenden Kalender abfaffen zu lassen. Auch nach der letzten Einschäzung besitzt sie nicht mehr als follen jährlich 2 mal Flugblätter nebft Berichten über Reichstagstausend Millionen Frants, ein Kapital, durch verhandlungen zur Vertheilung tommen. Die Verhandlungen welches sie die Früchte der Arbeit aufsaugt. und Beschlüsse des Parteitages sollen jedem Vertrauensmann der 1100 Wir theilen noch das folgende Telegramm mit: Brüssel, 28. Januar. Der Verwaltungsrath der freien Universität hat beschlossen, 100 Studenten, welche zuerst das Schriftstück zu gunsten des Geographen Reclus unterzeichneten, zu relegiren. Falls dieser Beschluß zur Ausführung tommen sollte, ist außerhalb der Universität ein Reclus- Kursus geplant, für welchen Zweck bereits mehrere Gesellschaften Räumlichfeiten zur Verfügung gestellt haben. erfolgen. 1. N. 10. Nein. W. Meth. 15. Ja. 49 1100 Eingelaufene Druckschriften. Sozialpolitisches Zentralblatt, herausgegeben von Dr. Heinrich Braun( Karl Heymann's Verlag in Berlin, vierteljährlich 2,50 M.). Die soeben erschienene Nr. 17 hat u. A, folgenden Inhalt: Landwirthschaftliche Genossenschaften in Defterreich. Von Otto Wittelshöfer. Landwirthschaftskammern in Preußen. Maßregeln zur Kontrolle des Güterhandels und der Güterzertrümmerung. Zur Einkommensteuer Statistik in Segenaberglaube und Segenprozesse in Deutschland. Bon Judith. Tragödie in 5 Aufzügen von Fr. Hebbel. Leipzig, Curt Müller. Leipzig, Berlag von Ph. Reclam jun. Verlag von Ph. Reclam jun. Preußen. Die Ahrenshoper. Schauspiel in 1 Akt von Ayel Delmar. Leipzig, Berlag von Ph. Reclam jun. Für den Inhalt der Inserate über nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Mittwoch, den 24. Januar. Opernhaus. Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg. Schauspielhaus. Die Braut von Messina, oder: Die feindlichen Brüder. Leffing Theater. Madame SansGêne. Deutsches Theater. Der Herr Se nator. Berliner Theater. Glück. Das Recht auf Wallner- Theater. Geschlossen Friedrich- Wilhelmädt. Theater. Der Lieutenant zur See. Residenz- Theater. Der Mustergatte. Neues Theater. Sappho. Central- Theater. fall. Berlin 1893. Ein toller EinAdolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Viktoria Theater. Die Kinder des Kapitän Grant. Aleranderpla Theater. Die Räuber. National- Thenter. Charley's Tante. Vorher: Der Teufel in Berlin. American Theater. Lumpen- Susanne, oder: Die Obdachlosen von Berlin. Theater Unter den Linden. Salon Pigelberger. Nachher: Brahma. Wintergarten. Spezialitäten- Vorstellung. = Reichshallen- Theater.SpezialitätenBorstellung. Apollo Theater.- Spezialitäten Vorstellung. Central- Theater. Alte Jakobstraße 30. Ein toller Einfall. Schwant in 4 Atten von Carl Laufs. Sierauf zum Berlin 1893. 32. Male: Revue in 2 Abth. von L. Leipziger. Anfang der Vorstellung 7/2, der Revue 91/4 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Täglich: Spezialitäten Vorstellung Men! und Konzert. Neu! Neu! Ein Stiergefecht in Cadix. Große Ausstattungs- Parodie. Pantomime mit Ballet, ausgef. von den spanischen Clowns Hermandos Beiso und sämmtlichem TheaterPersonal. Sonntags 6 Uhr. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Entree Wochentags 50 Pf. Danksagung. Allen Freunden und Bekannten, die bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unseres Vaters, des Maurers Gustav Freyer sugegen waren, sowie den Gesang" Verein zur Wahrung geistiger und mat erieller Interessen aller in der Hutbranche beschäftigten Arbeiter u. Arbeiterinnen Berlins und Umgegend. Mittwoch, den 24. d. M., Abends 82 Uhr, im Restaurant Kuhlmey, Schönhauser Allee 28: General- Dersammlung. Tagesordnung: vereinen Rothe Nelke" u. ,, FrühlingsIust", ebenso für die vielen Kranzspenden der Genossen und für die liebevolle 1. Bericht des Vorstandes. 2. Bericht des Kassirers. 3. Bericht der Unterstügung vom Bauherrn, Bau- Revisoren. 4. Wahl des Vorstandes und der Revisoren. 5. Verschiedenes meistern und Poliren, und seinen Kollegen sagen unsern innigsten Dant. und Fragekasten. Es ist unbedingte Pflicht eines jeden Mitgliedes, in der Versammlung pünktlich zu erscheinen. Das Mitgliedsbuch legitimirt. Der Vorstand. 1393b Die tiefbetrübte Wittwe nebst Kindern. Danksagung. Für die liebevolle Theilnahme bei 181/5 Verein zur Wahrung der Interessen der Maurer Berlins. der Beerdigung meines lieben Mannes, Am Donnerstag, den 25. Januar, Abends 8 Uhr, im Lokale unferes guten Vaters des Herrn Brochnow, Sebastianstr. 39: Rud. Klausnitz sagen wir allen Kollegen, Freunden u. Bekannten, besonders dem Gauverein Mitglieder- Versammlung. Zages Ordnung: 476/4 0 Jeder Maurer J. A.: Der Vorstand. Berliner Bildhauer und dem Gesang- 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. verein Berliner Liederkranz" unsern hat Zutritt. innigsten Dant. 1386b Ww. E. Klausuig nebst Kindern. Franz Wersin wird behufs Mittheilung von Familienangelegenheiten gebeten, seiner Mutter seinen jezigen Aufenthaltsort anzugeben. Auch werden alle, welche eine Verein für„ Volksthümliche Kunst": 99 Donnerstag, den 25. Januar, Abends 9 Uhr, im Lokale des Herrn Säger, Grüner Weg 29. Vortrag über:„ Kabale und Liebe". Herren und Damen als Gäste willkommen. Montag, den 26. März( 2. Oster- Feiertag): Sonder Vorstellung in der Urania. Billets à 50 Pf. sind zu haben bei H. Wilke, Andreasstr. 26, und 364/12 sche frühere ob die jezige Adresse desselben wissen, gebeten, diese der tiefbetrübten bei dem Vorstand. Mutter mitzutheilen. 55312* ratweil' Bierhallen G Rommandantenstr.77-79. Aelt. u. größt. Etablissem. Berl. Neues Programm. freiem Entree. Moriz Ww. Wersin, Graudenz, Verein zur Wahrung der Interessen der Gast- u. Schankwirthe Salzstraße 12. Etablissement Morit Play. Blat. Buggenhagen. Täglich von 6 Uhr ab as bei Täglich: Gr. Instrumental- Konzert. National- Konzert Gr. Frühtücks-*. Mittagstisch. Baufmann's Variété. Spezialitäten D. Obenlandler Vorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Doppelvorstellung zu einfachen Preisen. Novitäten! Novitäten! Charley's Tante. Große parodistische Posse mit Gesang und Tanz von Hugo Busfe. Regie: Mar Samst. Musik von Adolph Wiedecke. Vorher: Der Teufel in Berlin. Große Posse mit Gefang und Tanz in 3 Aften von Eugen Prudens. Musik von A. Wiedecke. Regie: May Samst. Raffeneröffnung 6/2 Uhr. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonntag Nachm. 3 Uhr, Voltsvorftellung: Don Carlos. American- Theater. Dresdener- Straße 55. 1 in National- Tracht und Auftreten von Berlins und Umgegend. Der vom Verein beschlossene KF Herren- Abend findet am Donnerstag, den 25. d. Mts., beim Kollegen Ehrenberg, Annenstraße 16, statt. Spezial- Ausschant von Pahenhofer Die Mitglieder werden ersucht, sich recht zahlreich zu betheiligen. Gäste Lagerbier, hell und dunkel. können durch Mitglieder zu diesem genußreichen Abend eingeführt werden. An den Wochentagen findet das Die in der letzten Versammlung entstandenen Differenzen sind nach rechtStonzert in den unteren Restaurations- licher Prüfung der Sachlage zu rechten des Kollegen Ehrenberg ausräumen, Entree 10 Pf., Sonntag in gefallen. Der Vorstand. J. A.: Lorenz. dem oberen Saal, Entree 25 Pf., statt. Künstlern. Spezialitäten säte für Verſammlungen, Kommerje, 1. Ranges. Mr. Kauning, Concertmaler. Derselbe wird innerhalb 15 Minuten ein Delgemälde malen, welches nach Schluß der Borstellung verlooft wird. Sonntags Anf. 5 Uhr. Entree 30 Pf. ,, Sanssouci", Kottbuserstr. 4 a. Donnerstag, den 25. Januar cr.: Stettiner Sänger Anfang S Uhr. Entree 50 Pf. Im Vorverkauf 40 Pf. ( siehe Plakate). Großes UIEProgramm Zum Schluß neu( höchster Lacherfolg): Lumpensusanne Gine Soiree bei Lehmann's. oder: Die Obdachlosen von Berlin. Parodistisch realistisches Traumbild aus dem Müllwinkel( frei nach dem Berbrecher- Album) bearb. v. Oskar Wagner. Lumpensusanne, gen.„ Die Gräfin", ein schon geprüftes Mädchen Franziska Häser. Gr. parodistisches Ensemble von Mensel. Freitag: Viktoria- Brauerei. Circus G. Schumann, Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstrasse. Mittwoch, den 24. Januar cr., Abends 72 hr: Die Bombe, Aftervermietherin im Mid- Gr. Elite- Vorstellung. winkel des Sonnenaufgangs" " Festlichkeiten 2c. Deutscher Holzarbeiter- Berband ( Bahlstelle Berlin.) Passage- Gr. Wiener Maskenball Panopticum. Im Theater- Saal, ohne Extra- Entree: am Sonnabend, den 3. Februar 1894, in den Konkordia- Festsälen, Andreasstraße Nr. 64. Nord und Süd, gliedern zu haben: Ding, Gräfestr. 82, Sof prt.; Miete, Adalbertſtr. 9, Liederspiel von R. Linderer. Auftreten sämmtl. Spezialitäten. Alcazar. Dresdenerstr. 52/53( City- Passage.) Die 8 Wunderhunde. Truppe Hassoni. Mr. Goswin. Louise Bonné und das gesammte Billets à 50 Pf. sind in allen Zahlstellen, ferner bei folgenden Mit4 Tr.; Wiedemann, Wallstr. 7/8( Arbeitsnachweis); Runze, Reichen bergerstraße 130, v. 2 Z.; Klotsch, Roppenstr. 73; 2au, Manteuffelftraße 97; Naetebusch, Blumenstr. 38, Hof r. 3 Tr.; Daun, Zeltowers straße 28, 3 Tr.; Arndt, Friedenstr. 63, Hof prt.; Grammit, Naunynstraße 62; Martmann, Höchstestr. 6, v. 2 Tr. 432/3 Künstl. Zähne, roses anziehen. Theilzahlung. Goldstein, Oranienſtr. 123. vorzügl. u. Garantie, schmerzl., Zahnschmerz beseitigt, schmerz Boltz' Festsäle, S. Normals G. Feuerstein 75, Alte Jakobstrasse Amt I, 1082 Säle zu Festlichkeiten und Versammlungen. Berl. Krankenunterstützungsneue Riesenprogramm. nnd Begräbnißverein für Frauen Entree 15 Pf. R. Winkler. Circus Renz, ( Karlstraße.) Mittwoch, den 24. Januar cr., Abends 74 Uhr: 100 Pferde in der Manege: Gala- Vorstellung. und Mädchen. Sonntag, den 28. Januar, Nachmitt. 32 Uhr, im Dresdener Garten, Dresdenerstraße Nr. 45: schäftigten Arbeitern, besonders den Allen in der chirurgischen Branche beBandagisten zur Nachricht, daß die Berkstatt von Herrn Schmidt, Ziegelstraße 3, laut Vereinsbeschluß vom Sonntag, d. 21. Januar, gesperrt ist. Der Vorstand. 485/1 General- Versammlung. frau ausgesprochen habe, nehme hierTagesordnung: 1. Rassenbericht pro 1893. 2. Sta tutenänderung. 3. Wahl des Vor: Die Beleidigungen, die ich gegen den Schankwirth H. Schröder nebst Ehedurch zurück und erkläre dieselben für 18916 ehrenhafte Leute. Ost. Stahl, Drechsl., Schwedterstr. 5. Strümpfe werden angestrickt à Paar ſtandes und der Revisoren. 4. BerJosephine Delclisseur. Besonders hervorzuheben: 13 RappNach der Versammlung U. a.: Der ostpreuß. Hengst Blondel schiedenes. Brunwald mit bewegter Vergangen hengste in Freiheit dressirt und vor- und Tableau von 60 Pferden, breffert gesellige Abendunterhaltung. Alle 20 Pf. Wrangelftr. 54, Finkelmeyer. Martin Bendix. geführt von Herrn Max Schumann. und vorgeführt vom Dir. Fr. Renz. Mitglieder werden ersucht, pünktlich zu Täglich Auftreten des Entree comique des beliebten Klowns Die Post mit 12 Pferden ger. v. Herrn erscheinen. Little Faust Gretchen, Great Hurdle- Raçe von Der Vorstand. J. 2.: Fr. Freudenreich, Reichenbergerstraße 3. heit besten Bauchredners d. Jehtzeit H. Blank. Ferner u. a.: ,, Direktor Hippe" von Martin Bendix. Auftr. sämmtl. Spezialitäten. Anjang Wochentags/ Uhr, Sonntags 62 Uhr. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Schwant in 3 Att. v. Brandon Thomas. Vorher: Die Bajazzi. Freiheit vorgeführt von Heren Adolf 20 Pferden. Colmar und der Steiger Schumann. Auftreten des phänome Alep, geritten von Frl. Oceana Renz. nalen Schlangeninenschen Mr. Dousack. Die Afrobaten auf dem Telephondraht Nelusco, in allen Gangarten der hohen Zalva, Espana und Alvar. Mr. Lavater Schule ger. v. Frl. Eugenie Lecusson. Lee 2c. Original Klown William Olschansky mit seinen dressirten Ratten und Katzen. Musikalisches Entree der rühmlichſt befannten Klowns Paul und William. Bolero andalouse, spanischer Nationaltanz, ger. von Frl. Footitt und Herrn Adolf Schumann. Mr. Lecusson als 3oden. Grand pas de deux, ger. von Frl. Rohde u. Herrn Adolf Schumann. Zum Schluß der Vorstellung: Die Fuchsjagd bei Bolton Parodistische Posse mit Gesang in 1 Att Hochinteressantes Jagd- Bild in 2 Abvon Ed. Jacobson u. Benno Jacobsen. Musit von Franz Roth. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. theilungen. An der Jagd nehmen ger. von 24 Damen und Herren mit englischen Halb- und Vollblutpferden. Zanz- Einlage: La Postillone- Mazurka, arrangirt vom Balletmeister R. Riegel, getanzt vom Corps de ballet. Morgen: Große Vorstellung. Präuscher's Museum. Freitag, 26. Januar: Benefiz- VorTausende von anatomischen Präparaten. Schuhkanal durdy fünf Körper. Gladiatoren- Kampf. stellung für den beliebt. Klown William Olschanski. Hochachtungsvoll und ergebenst G. Schumann, Direktor. Zum Schluß: Ein Künstlerfest. 463/2 Achtung! Achtung! Der Bierfahrer! Sophastoff- Reste Das Lokal der Kranken- und Sterbekasse der Berliner E.erfahrer und Berufsgenossen( E. H. Nr. 84) befindet in Phantasie, Rips, Damast, Crêp, fich jetzt Grüner Weg 34 im Restaurant. Gobelin und Plüsch, spottbillig im 1398b Fr. Müller, Vorsteher. Vollständig neue Ausstattung; neue Ginlagen. Überraschende Waffereffekte. Gr. Brillant- Feuerwert J. Preise wie gewöhnlich. Der Circus ist gut geheizt. 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Blaß u. gute Umgeg. anzüge ſofort bei hohem 2ohn geWunderd. Ceroplastik u.Medjanik. Täglich von 9 früh bis 10 Abends für erwachsene Herren. Dienstag und Freitag: Damentag. 68/1 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 19. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. er Mittwoch, den 24. Januar 1894. in an eben zu 11. Jahrg. und Lebens, Auch habe seine Partei in dieser Beziehung nichts gethan. Jede lung und Arbeitslosigkeit: Man organisire allenthalben ArbeitsDiakonissin, jede barmherzige Schwester, welche in das Haus nachweise, und man wird auch eine Statistik der Arbeitslosigkeit eines Arbeitslosen geht, um dort Hilfe zu bringen, habe für die erhalten. Er fordert ferner, daß man dem Arbeiter Arbeits33. Sigung vom 23. Januar 1894, 1 Uhr. Arbeitslosen hundert Mal mehr gethan als die ganze sozial- mittel gewähre, daß man die Arbeiterschuß- Gesetzgebung entwickle, Um Bundesrathstische: v. Bötticher, Nieberding. demokratische Partei.( Lebhafter Beifall rechts und im Zentrum.) die Arbeitszeit verkürze, die Löhne erhöhe. Ich wünschte, daß Das Haus seht die Besprechung der Nothstands. Die Kathedersozialisten seien nicht mitschuldig an der sozialdemo- die sozialpolitischen Geheimräthe im Reichsamt des Innern sich Interpellation der Sozialdemokraten fort. fratischen Entwickelung, wie Herr v. Stumm glaube. Auffällig diese Warnung recht angelegen sein lassen. Dann wird es uns Abg. Dr. Kropatscheck( dt.) setzt zunächst auseinander, seien aber einige Anzeichen, daß die Sozialdemokratie sich nicht eine Freude sein, der Regierung bei ihrer Fürsorge für die warum er gestern den Abg. Bebel mehrfach unterbrochen habe. mehr so sicher fühle in ihrem Kosmopolitismus wie bisher. In Arbeiter mitzuhelfen. Allerdings helfen wir bei der Sozialreform Der Grund habe in dem Widerspruch gelegen, in dem der zweite der Wahlbewegung habe sie wiederholt die Fahne der Inter- nur dann, wenn wir das Interesse der Arbeiterklasse darin Theil seiner Rede mit dem ersten gestanden. Im zweiten Theile nationalität die Tasche gesteckt, habe vom deutschen genügend anerkannt finden. Die bisher gemachten Bettelhabe Herr Bebel ein wahres Schauergemälde von den bestehenden Vaterland, von sich als staatserhaltenden Elementen ge- reformen sind nach unserer Auffassung nicht geeignet, Stimmen ( Heiterkeit; Unruhe bei den Sozialdemokraten.) unsere weil bekommen, Zuständen entworfen, eine wirkliche Gespensterfurcht entwickelt; sprochen.( Heiterkeit; Unruhe bei fie zu wenig er fei wie von immerwährender Angst vor Agents provocateurs Serr Liebknecht habe mit Unrecht wegwerfend von dem sozialen geben durch deren Arbeit diejenigen Kreise, und Polizeianschlägen geschüttelt erschienen. An einen solchen Königthum gesprochen. Die Monarchie sei gerade heute in erster Fleiß doch erst die Möglichkeit des allgemeinen Wohl Köhlerglauben des Abg. Bebel habe er( Redner) so wenig ge- Linie berufen, soziale Schäden zu heilen. Die Kreuz- Zeitung" standes gegeben ist. Die Sparkassen Einlagen tönnen bei glaubt, daß er seinen Zweifeln durch Zwischenrufe den gerügten habe nicht Sehnsucht nach einem neuen Sozialistengejez gezeigt; Beurtheilung der Nothlage der Arbeiter feine Rolle spielen. Im Ausdruck gegeben habe. Irgend welche Fehler fämen bei der fie habe seinerzeit sogar die Aufhebung als wünschenswerth und großen und ganzen können die Arbeiter nicht ans Sparen denken. Polizei gewiß vor, aber damit eine etwaige Polizeiverschwörung zu nothwendig bezeichnet. Die Monarchie allein könne die Arbeiter Auf die Lage der mittleren Schichten der Bevölkerung lassen die begründen und jeden weiteren Beweis bis auf die wunderbare schüßen, sie könne dieses warme Herz aber nur haben, wenn sie Sparkassen- Einlagen eher einen Schluß zu. Uebrigens ist die Unterhaltung der beiden Offiziere dafür schuldig zu bleiben, unter der Devise des Christenthums diese ihre Aufgabe zu lösen Vermehrung der Sparkassen- Einlagen darauf zurückzuführen, daß darüber müsse man bei einem so flugen, flaren und versucht.( Beifall rechts.) die Krankenkassen durch die Gesetzgebung gezwungen sind, flüssige nüchternen Kopf, wie es Herr Bebel sei, sei, doch Abg. Singer: Herrn Kropatscheck haben die Lorbeeren des Gelder an diejenigen Stellen zu legen, wo sie ihrer am leichtesten ftaunt fein.( Widerspruch bei den Sozialdemokraten.) Herrn Bachem in der vorigen Session nicht schlafen lassen. Ich wieder habhaft werden können. Diese Gelder sind aber nicht Es sei ja nicht einmal neu, immer die Revolution durch die gehe darauf nicht näher ein, es ist nicht unsere Aufgabe, den als Spareinlagen der Arbeiter zu bezeichnen. Auch haben nach Polizei provoziren zu lassen, es sei das eine alte Geschichte, mit Blick des Reichstages und der Regierung von den Niederträchtig- den Bankbrüchen der letzten Zeit Leute ihre Gelder den Sparder man nur kleine Kinder graulich machen könne. Daß die feiten der Gegenwart abzulenken. Herr Kropatscheck hatte die fassen anvertraut, die sonst gar feine Kunden derselben sind. Sozialdemokraten so besonders muthvoll den Anarchisten ent- liebenswürdige Absicht Bebel unter Rosen zu begraben. Ob Bebel Woher hat der Staatssekretär Sie Berichte, daß sich die Steuergegentreten, habe man bisher nicht bemerken können; Vorsicht höher zu stellen ist oder Liebknecht, darüber streite ich mit ihm rückstände vermindert haben? Nach dem Bericht des Berliner fei jedenfalls bisher der bessere und größere Theil dieses Muthes nicht. Beide würden über den Beifall des Herrn Kropatscheck Magistrats für 1892/93, der von den Steuereinziehungsgewesen. Anarchismus und Sozialismus feien zwei ganz ver- betrübt sein. Um nicht der Feigheit geziehen zu wer- Beamten erstattet wird, ist das Gegentheil der Fall. Das Steuerschiedene Dinge; aber der staatenlose Zustand des Anarchismus den, will ich auch das Gebiet des Anarchismus ftreifen. einziehungs- Geschäft habe in noch höherem Maße unter den wirthund der sozialdemokratische Zustand hätten dieselbe Vorauss Der Unterschied zwischen Sozialismus und Anarchismus fann schaftlich ungünstigen Zeitverhältnissen gelitten als im Vorjahre. fegung, daß es in der neuen Welt auch ganz neue sündenlose grundsätzlich nicht schärfer bezeichnet werden als durch den Satz:( Hört! hört Auch an die Armenpflege find in Berlin erhöhte AnMenschen geben werde. Daran könne man nicht glauben; ohne die heutige Gesellschaft ist eine anarchistische, welche die Sozial- forderungen gestellt. Es sind in demEtatsjahr 1892/93 800 000 m. mehr Hilfe des Christenthums werde man keine neuen Männer ohne Selbst- demokratie in ihr Gegentheil verändern will. Wir bekämpfen als 1891/92 für Armenzwecke ausgegeben worden.( Hört! Hört) sucht erlangen, wie sich auch die Bildung steigern mag! Anarchisten die anarchistische Weltanschauung, wenn sie auch, eben weil sie 1893/94 ist der Armenetat bis jetzt um weitere 280 000 Mart und Sozialisten thäten genau dasselbe, fie predigen unausgesetzt eristirt, das Recht hat, für ihre Anschauungen zu kämpfen, aber überschritten. Nach den Mittheilungen der betr. städtischen Kreise Unzufriedenheit und Klassenhaß. Nach 1874 hat Herr Liebknecht wir sind nicht so polizeiwüthig wie die Konservativen, um ihnen wird vermuthlich der Armenetat dieses Jahr gegen das Vorjahr in einer Broschüre direkt ausgesprochen, die Frage des Sozia mit der Polizei das Lebenslicht ausblasen zu wollen. In der ca. 1/2 Million Mark mehr Mittel brauchen, um den Anforde= lismus werde auf dem Schlachtfelde gelöst werden; heute, wo sozialistischen Organisation werden die Forderungen des An- rungen zu genügen. Und dabei bekommen die Unterstützten nur die Partei sich gemaufert" hätte, tommen sie mit solchen Redens- archismis von selbst aufhören. Wir haben vor den Anarchisten 6-10 Mart monatlich. Welche Verhältnisse müffen da eingetreten arten nicht mehr. Die heutigen Anarchisten aber seien der alten keine Furcht und wir haben sie in Literatur und Agitation nie sein! Ein Nothstand der Arbeiter soll nur in den großen Auffassung treu geblieben. Marat und Robespierre waren auch anders behandelt als heute. Nur der Unverstand kann das Städten vorhanden sein. Aber wer die Presse aufmerksam verzwei Männer ganz entgegengesetzter Richtung, aber im Blut- Gegentheil behaupten. Wir werfen uns heute nicht zu Schüßern folgt, wird finden, daß auch in den mittleren und fleineren vergießen haben sie um die Palme gewetteifert. Wenn die der Anarchisten auf, sondern wir protestiren dagegen, daß gegen Städten die öffentliche Unterstützung mehr in Anspruch genommen Sozialdemokraten auch auf die Anarchisten schimpfen, sie em- irgend einen Bürger irgend welcher Parteirichtung Brutalitäten wird als früher. Allerdings tritt in den großen Städten der pfinden doch eine Art Konkurrenzneid, sie machen ihnen ihre verübt werden. Man will aber die Sozialdemokraten zugleich Nothstand am meisten in die Erscheinung und den ästhetischen Boltsversammlungen nach. In den Zusammenstellungen über die mit den Anarchisten treffen. Daß wir an der mangelhaften Geistern der Regierung ist es nicht angenehm, die Noth und Etrafen, welche unter dem neuen Kurs gegen die sozialdemokratischen Ausbildung der sogenannten qualifizirten Arbeiter schuld das Glend vor Augen zu sehen. Die großen Städte Führer in Presse u. f. w. erkannt worden sind, werden die gegen seien ist Schuld sind die sozialen Ver- find unrichtig. der Brennpunkt des öffentlichen Anarchisten verhängten Strafen gewissenhaft mitaufgeführt. hältnisse, welche die jungen Leute zwingen, in die Die Zentren der Industrie. Nach den Berichten des StaatsEine Arbeitslosenstatistit sei um so schwieriger, als zu den bei Fabriken zu gehen, um für die Familie den nothwendigen sekretärs existirt ein allgemeiner Nothstand nicht. Wir verzichten den schwer auseinander zu haltenden Kategorien der Arbeitslosen Lebensunterhalt zu verdienen. Das ganze heutige Handwerker- auf ein Spiel mit Worten. Mögen Sie den Nothstand an und Arbeitsscheuen noch eine dritte sehr große Kategorie hinzu- thum ist ja auch nichts weiter, als ein Theil des Großbetriebes. erkennen oder nicht, helfen Sie nur, ihn zu beseitigen; dann ist fomme, derer, welche nicht arbeiten können, d. h. arbeiten nicht Daß die Einführung des Achtstundentages eine Mebreinstellung es uns egal, welche Grenzen Sie dem Nothstand ziehen. Der gelernt haben, welche nicht qualifizirte Arbeiter sind. Die von unbeschäftigten Arbeitern zur Folge haben müßte, würde Abg. Möller hat wie der Staatssekretär das Kapitel von den Arbeitslosigkeit werde zunächst nicht abnehmen, sondern in dem- selbst dann zutreffen, wenn eine Vermehrung der Intensität der faulen Arbeitern berührt, die angebotene Arbeit nicht annehmen. selben Maße zunehmen, wie die Großindustrie sich weiter ent- Arbeit einträte, denn so groß kann diese nicht sein, daß sie die In Hamburg habe man teine Kanalarbeiter, feine Straßenwidele. Man tönne nun zwar nicht die Großindustrie aufheben, Differenz von 12 zu 8 Stunden ausgliche. Einen Arbeitsnach- reiniger finden fönnen. Aber diese Erzählung bekommt einen aber man dürfe auch nichts thun, um ihre Entwickelung zu beweis anders als auf Grundlage eines polizeilichen Schubs ganz anderen Anstrich dadurch, daß sie aus der Cholerazeit schleunigen, wie es u. a. durch den russischen Handelsvertrag ge- scheint sich ein Konservativer gar nicht denken zu können. Und stammt. Ein Unternehmer verlangte Kanalarbeiter, die er viel schehen würde. Es sei jedoch ein abgethaner manchesterlich wissen die Herren denn gar nicht mehr, daß die Arbeitgeber geringer lohnen wollte, als es dort üblich ist. Können Sie es freifinniger Standpunkt, ber die Landwirthschaft als ich erinnere nur an die Machinationen des Verbandes der den Hamburger Arbeitslosen verdenken, daß sie fich geweigert eine überwundene Periode, als ein absterbendes Wesen Metallindustriellen- es für eine Verlegung ihrer Würde be- haben, in das offene Grab hineinzusteigen? Diese Leute sollte betrachte, und Herr Rickert neulich und Herr Richter zeichnet haben, ihre Arbeitskräfte von Arbeitsnachweisestellen man hier im Reichstag nicht als Faulenzer, Tagediebe u. f. w. gestern hätten in dieser Beziehung die Situation gleich der Arbeiter zu beziehen? Es ist also ein ungerechter Vorwurf, hinstellen. Als Bebel gestern das Schneeschippen als eine mäßig falsch beurtheilt. Es sei nicht einfach damit abgethan, daß die Arbeiter etwas unterlassen hätten, was auszubauen schwere Arbeit bezeichnete, brachen die Herren drüben in daß an die Stelle des alten Grundbesizers ein neuer trete. Mit ihnen Arbeitgeber und Polizei unmöglich gemacht haben. ihr gewohntes Gelächter aus. Aber die Behauptung ist richtig. dem alten gehe ein ganz hervorragendes Kapital an Autorität Die Sozialdemokratie hat ihre Kräfte fchon längst Rönnen Sie sich nicht denken, daß schlechtgekleidete, schlecht und monarchischer Gesinnung von der Scholle fort. Die heutigen in den Dienst der freiwilligen Krankenpflege gestellt. genährte, aus anderen Berufen stammende, durch Noth und Zustände in Italien erklärten sich vor allem daraus, daß man Wir können ihnen da aus den letzten Jahren ein so leuchtendes Glend heruntergekommene Leute nicht im stande sind, dort mit dem Körnerbau längst aufgehört habe. Welche furcht- Beispiel von Hilfsbereitschaft entgegenstellen, daß alles, was Sie diese Arbeit zu leisten? Wie reint sich diese Auffassung mit bare Schädigung würde für unsere auswärtige Stellung, für anführen dagegen verblaßt. Während der Hamburger Epidemie Ihrer Sozialpolitik zusammen? Professor Herkner will, daß unser Militärwesen aus der Depossedirung der Landwirthschaft find sozialdemokratische Arbeiter in die Wohnungen gegangen, man dem Mann, der von den öffentlichen Körperschaften Arbeit entstehen! Wenn die ländliche Bevölkerung erst ganz in die haben Verhaltungsmaßregeln gegeben und dafür gesorgt, daß die begehrt, unter Ausschluß jeder entehrenden Bedingung Arbeit Städte gezogen ist, werden in der Stadt die Löhne so gedrückt, Kranken in die Krankenhäuser überführt wurden; sie haben sich gebe und in der Weise gebe, welche die erworbene Geschicklichkeit daß eine Umwälzung unausbleiblich ist. Dann wird die zuverlässige in den Dienst der Barmherzigkeit gestellt, obwohl sie eben der feiner Hand, sein höchstes wirthschaftliches Gut, nicht beein Armee fehlen, dann ist nur noch eine Masse da, der man nicht Fuchtel des Sozialistengesetzes entronnen waren, nicht blos für trächtigt. Dem Seher, Runsttischler, Weber, dürfe man feine mehr gewachsen ist; dann werden Sie oben auf sein.( Lachen links.) ihre Genossen sondern auch für die Bourgeoisie, deren nicht ge- fchwere Arbeit überweisen. Das ist ein gesunder sozialpolitischer Vorschläge zur Abhilfe seien von den Interpellanten nicht ringer Theil in Seebädern der Ansteckungsgefahr sich entzog. Gedanke. Bezüglich der Vorgänge am Friedrichshain stellte sich gemacht worden, jedenfalls fein einziger, der der augenblicklichen( Buftimmung bei den Sozialdemokraten.) Mit Gemeinpläßen Herr v. Bötticher auf den Standpunkt: Was nicht in den Atten Noth steuern könnte( Sehr richtig! rechts). Die Vorschläge auf wie dem des Staatssekretärs: Jeder bessere an sich, dann steht, ist nicht in der Welt. Er hat gewiß teine Beit gefunden, Kolonisation der Lüneburger Haide feien wohl nicht ganz ernst würden auch die allgemeinen Verhältnisse sich bessern, kann man eine Beitung zu lesen. In allen Blättern stand übereinstimmend gemeint; die Lüneburger Haide enthalte Landstriche, die an den Nothstand nicht aus der Welt schaffen. Aber warum fängt das Urtheil, daß das Auftreten der Polizei am vorigen Schönheit und Tragfähigkeit des Bodens ihres Gleichen suchen. der Staatssekretär nicht mit feinem eigenen Reffort an und Donnerstag ein durchaus unmotivirtes, gegen die Bürgerschaft Die Sozialdemokraten aber warnen doch vor der ländlichen bringt die sozialpolitische Gesetzgebung in Fluß? Ganz zugeben ein herausforderndes, ein brutales gewesen ist.( Zustimmung links.) Arbeit und nun wollen sie die Arbeiter doch in die Haide ver- fonnte freilich der Staatssekretär nicht, das wäre ja gleichbedeutend Ist es nicht der blutigste Hohn, daß dieselbe Bürgerschaft, aus schleppen; sie sollten doch ein wenig mehr Mitleid haben( Heiter mit der Verurtheilung der bürgerlichen Gesellschaft überhaupt. deren Steuern die Polizei unterhalten wird, die Schläuche, Säbel teit). Das Verlangen großer Bauten u. f. w. erfordere doch auch Darum sind Sie bemüht, den Nothstand als Ursache der heutigen und Pferde beschafft werden, die dort in Attion getreten find, große Mittel, von deren Bewilligung schweige aber die Bered Gesellschaftsorganisation zu leugnen. Das Auftreten des Staats- so trattirt wird? Nach dem Polizeikoſtengesetz ist die Stadt famfeit der Interpellanten. Die Sonntagsruhe sei leider in den sekretärs mag durch die Rücksicht auf die finanzielle Noth des Berlin verpflichtet, die sächlichen Kosten der Polizei zu tragen; gewerblichen Betrieben noch nicht durchgeführt; aber die strifteste Reichs beeinflußt sein. Er durfte den Herren, welche dem Reich dafür wird die Bürgerschaft von derselben Polizei niedergefnüppelt Durchführung würde nicht einem einzigen Arbeiter zur Mehr neue Einnahmen verschaffen sollen, das Geschäft nicht zu sehr bei einer Gelegenheit, wo nicht der leiseste Anlaß zum Eineinstellung verhelfen. Wenn Herr Bebel sich auf die Kreuz- erschweren. Herr Posadowsky und Miquel haben in der Stempel- schreiten der Polizei ist. Der Aufgabe, Hüterin der öffentBeitung" berufe, so habe er den Artikel des englischen steuer- Kommission mit dürren Worten zugegeben, daß die gewerblichen Ruhe und Sicherheit zu sein, steht das Auftreten Korrespondenten mißverstanden, dessen Schlußsatz selbstverständlichen Verhältnisse im letzten Jahre dauernd zurückgegangen sind. der Polizei am vorigen Donnerstag diametral gegenüber. lich ironisch gemeint gewesen sei. An und für sich hält Redner Dann ist die Behauptung gerechtfertigt, daß in der Arbeiterklasse Jch will es in diesem Augenblick dahingestellt sein laffen, ob das den achtstündigen Arbeitstag weder für unmöglich, noch für un- ein Nothstand vorhanden ist. Der Staatssekretär hat von der Berliner Polizeipräsidium die Arbeitslosen zum Widerstande hat bedingt schädlich; in England werde man vielleicht in der That günstigen Lage der Arbeiter in der Zuckerindustrie gesprochen. provoziren wollen. Wenn es aber irgend ein Mittel gegeben jest schon mit acht Stunden fertig; aber in Deutschland sei Sein Bericht stammt, wie Bebel bereits gestern bemerkt hat. aus hat, einen Zusammenstoß herbeizuführen, so ist es das Auftreten feine Einführung für jetzt unmöglich. Wenn in acht Stunden einer für die Zuckerindustrie günstigen Periode. Dann werden der Polizei gewesen. Die Arbeitslosen sind überfallen worden in genau so viel gearbeitet werde, wie jetzt in zehn Stunden, wozu die Herren uns helfen, die Zuckerprämien im Interesse der Zucker- einer Weise, wie es sonst nur bei Straßenräubern geschieht. Es follte die Industrie auch nur einen einzigen neuen Arbeiter ein- industrie beiseite zu helfen. Die Herren von der Regierung werden mußte also das Vorgehen ein geplantes gewesen sein. Wer die stellen? Wenn diese Voraussetzung aber unrichtig sei, dann würde doch nicht in einer Zeit wirthschaftlicher Depression Geld mit vollen gestrige Rede des Freiherrn v. Stumm hörte und seine vorman wohl mehr Arbeiter einstellen können; aber das würde wieder Händen an eine Industrie wegwerfen wollen, von der sie überzeugt jährige, dem kann gar kein Zweifel darüber entstehen, daß sie auf den Lohn drücken, und der Vortheil für die Arbeiterklasse sind, daß ihre Lage auch für die Arbeiter nicht ungünstig ist. ein neues Sozialistengesetz begründen sollte. Er hat gemeint, wieder verschwinden. Die Klagen über die Ersparnißpolitik des Wenn Herr v. Bötticher behauptet, daß Arbeitgeber mit schweren die Arbeitslosen seien behandelt worden, wie sie es garnicht preußischen Eisenbahnministers würden berechtigt sein, wenn diese Opfern ihre Arbeiter halten, so möge er doch auch den Berichten anders verlangen tönnten und hat auf die holländische Polizei Politik auf Stoften der Arbeiter und unteren Beamten geschehe. der Fabrifinspektoren seine Aufmerksamkeit zuwenden, aus denen hingewiesen. Daß eine solche Behandlung dem Jdeal des Frei Wo soll aber das Geld herkommen für die Mehrkosten, welche sich das Gegentheil ergiebt. Abg. Battermann hat bei der Be- herrn von Stumm entspricht, ist mir in feinem Augenblick die Erfüllung der Wünsche der Interpellanten in dieser Be- rathung der Tabatsteuer vom Standpunkt des Manchesterthums zweifelhaft gewesen. Er hat in seiner Rede dann auch einen ziehung erfordern würde? Im Laufe der Jahre werden die treffend und offen erklärt: Die Humanität hat ihre Grenze am Artikel benutzt, welcher von den Verwendungen der Millionen Anforderungen an den Staat immer größer und infolge dessen Geschäftsinteresse. Wenn Arbeitgeber in einzelnen Fällen Arbeiter handelte, welche die Sozialdemokratie den Arbeitern angeblich die Steuern immer höher werden, gegen diese Thefen läßt sich mit schweren Opfern halten, so ist es ein flassischer Beweis für auspreßt. Es wird ihm von Interesse sein, daß dieser Artikel Vernünftiges nicht einwenden. Das Verlangen eines Arbeits- den Charakter unferer ganzen Produktionsweise, welche von der Nationalliberalen Correspondenz" herrührt und daß nachweises sei berechtigt, aber von Reichs- und Staatswegen ihm eherner Nothwendigkeit gebietet, damit fogar behauptet wird, daß das Manuskript auf Reichstagspapier laffe sich das nicht machen. Das sei wohl im Zukunftsstaate ihm zu Zeiten der Prosperität die Arbeiter nicht fehlen, mit geschrieben war.( Heiterkeit.) Die Herren dort drüben können möglich, da tönne es wohl vorkommen, daß, wenn bei einem denen er dann feinen Profit erzielt. Sind irgendwo Arbeiter es sich gar nicht denken, daß jemand für fein Jdeal sein Geld Chauffeebau einige Steinklopfer fehlen, die Spitzen dieses Zukunfts- aus der Arbeit gegangen, fo find sie gewiß schnell aus opfert, weil bei ihnen alles, das Hurrahrufen u. f. w. bezahlt amtliche wird. Gesellschaftsstaates einfach dekretiren, die Genoffen Bebel und der industriellen Reserve Armee ersetzt. Was die Sozialdemokratie in ihrer Agitation groß Kropatscheck haben sich dieser Arbeit zu unterziehen.( Große Arbeitslosen- Statistit ist von uns stets gefordert worden. macht, das ist die Opferwilligkeit und die Ueberzeugung jedes Heiterfeit.) Ein Dirigiren von brotlos gewordenen Arbeitern Mein Kollege Molkenbuhr wird sehr gern bereit fein, Mitgliedes, daß es kein Opfer und feine Arbeit scheuen darf, durch das ganze Reich Reich von Behörde wegen sei eine in der Kommission für Arbeiterstatistik dafür einzutreten, um feine Pflicht zu erfüllen. Ferner hat Herr v. Stumm Utopie, denn ein solches Unternehmen würde einen Sturm der und, daß die Aufgabe des Reichs inbezug auf den Arbeitsnach- gemeint, daß die Ausgaben für die Militärvorlage gar nicht so Entrüstung im ganzen Lande hervorrufen. Herr Bebel babe weis in größeren Fluß kommt. Professor Herkner in Freiburg unproduktiv seien, wir hätten nur für diese und für die Steueralso nichts vorgeschlagen, was wie eine positive Abhilfe aussieht. fagt in einem feiner vortrefflichen Aufsäge über Arbeitsvermitte- vorlagen stiminen sollen. Wenn Sie glauben, daß durch die dies mit B Eine " Abgeordnetenhaus. 3. Gigung vom 23. Januar 1894. * Am Ministertische: Miquel, v. Schelling, Be lepsch, v. Heyden, Bosse. Armeelieferungen den Arbeitern ein Vortheil geschieht, so vergessen thum, seinen Respekt vor der Obrigkeit; das geht aber in der Kapitalisten etwas zu erwarten, fei eine Juusion. In seinen Sie daber, daß der Haupttheil der Gelder, die für diese Liefe- Stadt schleunigst verloren. Das Verdienst des Schutzes der weiteren ausgedehnten Darlegungen kommt Redner auch auf die rungen bezahlt werden, in den Händen des Unternehmerthums bleibt. nationalen Arbeit gehört ausschließlich dem Fürsten Bismard, Vorgänge am Friedrichshain zurück; er verweist auf die überGestern hat das„ Berl. Tageblatt" einen Artikel gebracht, in welchem dessen Besuch wir ja demnächst in Berlin zu erwarten haben. einstimmenden Berichte aller Berliner Zeitungen, daß die Polizei die Sozialdemokraten als diejenigen hingestellt wurden, welche( Große Bewegung und Zwischenrufe links, Beifall rechts.) Die der provozirende Theil gewesen ist und verlangt erneut ernstliche durch ihre Agitation den Markt verdürben( Redner verlieft den vorjährigen Verhandlungen in der bekannten Sozialistendebatte Untersuchung, betreffenden Artikel). Ich gratulire dem Herrn v. Stumm zu hatten nicht zum Vortheil der Sozialdemokratie geendet: Alles Darauf wird ein Schlußantrag angenommen. diesem Bundesgenossen. Es ist dies sehr charakteristisch für die hatte im Hause das Gefühl, die Sozialdemokratie ist zu Boden Schluß 6/4 Uhr. Nächste Sigung Mittwoch 1 Uhr.( An ganze liberale Presse. Wenn weiter Herr v. Stumm den geschlagen. Ich habe mir damals sogleich gesagt, daß träge aus dem Haus.) Anarchismus mit dem Sozialismus auf eine Stufe stellt, dann das nach außen feinen Eindruck machen würde. Wir versteht er von dem Sozialismus teine Spur, dann hat er feine verbreiteten die ganze Verhandlung, die Sozialdemokraten Ahnung davon. Für ihn bleibt immer das einzige Rettungs- aber nur ihre eigenen Reden, ohne die Gegenreden. mittel die Polizei und ein Gefeß, welches die freie( Lebhafter Widerspruch und Zwischenrufe der Sozialdemokraten.) Meinungsäußerung unterbindet. Ich möchte bei dieser Jedenfalls haben die Sozialdemokraten viel mehr Mittel als die Gelegenheit nur bemerken, bemerken, daß derjenige Mann, der andern Parteien, was sie gethan haben, das laffen Sie in allen die erste Meldung Don dem Radieschensamen- Attentat Arbeiterfreifen eifrig verbreiten. Es war daher auch garnicht Eingegangen ist eine Interpellation der Abgg. v. Kröcher auf den Kaiser und den Reichskanzler in die Presse brachte, ein wunderbar, daß die Herren in vermehrter Anzahl hier wieder und Genoffen, betreffend den ferneren Abschluß von HandelsMann ist, der unter dem Regime des Herrn von Puttkamer als einzogen. Der gute Nath, daß alle Parteien sich gegen die verträgen und der Vertrag zwischen Preußen und Lübeck, betreffend preußischer Polizeispiel in London monatlich 450 Mark erhielt Sozialdemokratie zusammenschließen sollen, das gute Beispiel, den Elb- Travefanal. und der auch den Anarchisten de Neve ans Messer geliefert hat. was mein Freund von Stumm gegeben hat, wenn Es folgt die erste Berathung des Etats für 1894-95 und Es ist das derfelbe Mann, den Sie täglich hier im Reichstag er feine Arbeiterschaft von Sozialisten rein hält, wird des Gesetzentwurfes betr. die Ergänzung der Einnahmen in auf der Journalisten tribüne sehen können und der sehr freund- ja nicht befolgt. Deshalb fann ich nicht mit den diesem Etat. schaftliche Beziehungen zu höheren Herren unterhält, und wenn Deutschtonservativen darin übereinstimmen, daß man ein Abg. v. Strombeck( 3.) spricht seine Befriedigung darüber Sie eine Photographie feiner Visage sehen wollen, so brauchen Sozialistengeseh nicht brauche. Man fönne fich auch mit einer aus, daß im Domänenetat Mittel für den Bau von ArbeiterSie sich nur das Bild von der letzten Kissinger Huldigung des Verschärfung des Strafgesetzbuches, des Vereins- und Versamm wohnungen ausgeworfen feien, daß auch für die Forderung der Fürsten Bismarck anzusehen, dann finden Sie ihn neben unserm lungsrechtes begnügen. Wenn wir nicht zu diesem Wege zurück- Kleinbahnen gesorgt sei und daß die Reorganisation der FabrikKollegen, den Grafen Herbert Bismarck. Der Name des fehren, werden alle Bemühungen firchlicher oder parteipolitischer aufsicht vollendet sei. Die Ausdehnung des Systems der DienstMannes ist Reuß.( Große Bewegung und Heiterfeit.) Natur umsonst sein; wir werden erleben, daß die Partei die altersstufen auf die höheren Beamten sei durchaus zu billigen, Dann haben Herr v. Stumm und Kropatscheck es meinem Freunde Mehrheit im Hause erlangt. Was dann eintritt, werden wir ja aber eine große Ungleichheit bestehe bezüglich der Archivbeamten. Liebknecht verdacht, daß er ausgeführt hat, das soziale König- abzuwarten haben. Denken Sie auch an den Kampf, der jetzt Redner spricht die Hoffnung aus, daß die Einnahmen des thum habe sein Kanossa. Vergleichen Sie doch nur die heutige von den Einzellandtagen gegen den Reichstag eröffnet wird. Eisenbahn- Etats fich bald noch mehr heben werden, als dies jetzt Gewerbeordnung mit dem Entwurf derselben. Da sehen Sie, wie Herr v. Stumm hat nicht die Armee als eine produktive Anstalt schon der Fall sei. Für die fatholischen Geistlichen könnte noch Halt gemacht wurde vor Herren von Stumm und Möller. bezeichnet, sondern nur gefagt, wenn 19 000 Mann jetzt mehr etwas mehr Geld ausgeworfen werden, freilich hindert die schlechte Wissen Sie nicht, wie Verschlechterungen in das Gesetz gekommen ausgehoben werden als im Vorjahr, so wird das Angebot auf Finanzlage daran. Die Unterstützung des Schulwesens seitens find, weil die verbündeten Regierungen weichen mußten vor der dem Arbeitsmarkt um ebensoviel verringert. Wenn jemals in des Staates verdiente auch wohl eine neue Regelung; das alte größeren Macht des Unternehmerthums. Das soziale Königthum einem Lande eine Ochlokratie herrscht, so wird sehr bald im System der Vertheilung sei nicht mehr zweckmäßig und sachwird niemals über den Versuch eines sehr bescheidenen Anfangs Lande der Wunsch nach der Beseitigung diefer willkürlichsten entsprechend. Ueberhaupt sei es zu bedauern, daß für Kunst, hinauskommen und die sozialpolitische Gesetzgebung hat ihr Ende aller Herrschaften allgemein und jedesmal ist der Ochlokratie die Wissenschaft und sonstige Zwecke feine Mittel ausgeworfen sind. erreicht bereits zu einer Zeit, wo noch faum ein Anfang gemacht Dittatur gefolgt. Diese geschichtliche Erfahrung wird hoffentlich Redner geht dann auf die Verknüpfung der Reichs- und der war. Abg. Möller hat sich gefreut über den ruhigen Ton der unserem deutschen Vaterlande erspart bleiben. Staatsfinanzen ein und bedauert, daß die Finanzpolitik des Diskussion. Wir haben durchaus kein Bedürfniß zu einer Abg. Galler( südd. Volkspartei): Der Abg. Richter hat Reichs dazu führe, daß die Matrikularbeiträge zu stark wachsen. anderen Art von Debatte. Der Stempel der Leiden gestern mit Recht darauf hingewiesen, daß die Steuervorlagen Darin liege ein Beweis dafür, wie nothwendig es sei, wenn so schaftlichkeit wird erst dann der Diskussion aufgedrückt, wenn geeignet find, den Nothstand, der ziemlich allgemein anerkannt große Ausgaben wie für die Miliärvorlage bewilligt würden, einer von Ihnen das Wort nimmt.( Gelächter rechts.) wird, zu verschärfen. Zu diesen schwarzen Wolken, die weite auch zugleich für die Deckung derselben zu sorgen. Redner be Der englische Kriegsminister hat zugegeben, daß die achtstündige Erwerbstreise bedrohen, gesellt sich feit etwa einem Jahre die schwert sich darüber, daß unter den Beamten die Katholiken zu Arbeitszeit es in seinem Betriebe ermöglicht hat, 14 000 Arbeiter Bedrohung des deutschen Buchhandels. Wird der Antrag an schwach vertreten seien. mehr zu beschäftigen und in den letzten Tagen hat der englische genommen, so wird im Buchhändler- und Buchdruckergewerbe Abg. Graf Limburg- Stirum( t.) Mit den großen GesichtsStaatssekretär des Innern auf eine Interpellation unseres ein Mothstand entstehen, gegen den derjenige der Tabakindustrie punkten, die der Finanzminister vorgetragen hat, bin ich vollParteigenoffen John Burns erklärt, die Regierung beabsichtige nur ein Kinderspiel ist. Redner geht im Einzelnen auf die Ber- ständig einverstanden. Die Mindereinnahmen in der Forsteine Bill einzubringen, welche die unvernünftig lange hältnisse dieser beiden Erwerbszweige ein, wird aber bei der zu verwaltung zeige, wie bedenklich die Handelspolitik ist, welche Arbeitszeit in den chemischen Fabriten beseitigen solle; in nehmenden Unruhe des Hauses auf der Journalistentribüne nicht zu Handelsverträgen kommt mit Ländern, in denen Raubbau einer chemischen Fabrik in Manchester würde täglich 12 Stunden mehr verstanden. getrieben wird. Augenblicklich ist die Lage der Zuckerindustrie gearbeitet. Was würde er erst sagen, wenn er hörte, daß bei uns in Präsident v. Levehow unterbricht ihn mit der Bemerkung, noch günstig; aber wenn die Handelsvertragspolitik fortgesetzt den Weberdistrikten 2c.13-18 Stunden gearbeitet werden. Wir haben daß er ihn zwar kaum verstehen kann, daß er ihm aber nicht wird, wird die Zuckerindustrie bald schußlos auf dem Weltmarkte das beschämende Gefühl, daß wir hier einem Vertreter der englischen zur Sache zu sprechen scheine. Die weitere Erklärung des dastehen. Es werden Zuckerfabriken auch in Gegenden einRegierung ein Bravo zurufen müssen, welches wir so gern auch Redners, daß es in der Hand des Zentrums liege, durch Zurück- gerichtet, wo der Boden für den Rübenbau eigentlich nicht geVertretern der deutschen Regierung zurufen möchten.( Heiterkeit ziehung des Antrages die Beunruhigung von dem deutschen eignet ist. Die Handelsvertragspolitik halten meine Freunde links.) Wir hören, daß die Löhne in England troß des Acht- Kolportagebuchhandel wieder zu nehmen, erklärt der Präsident einmüthig für einen Fehler; daß die Regierung den Nothstand stundentages nicht gesunken sind, während es bei unseren für nicht zur Sache gehörig. Redner verzichtet darauf auf das der Landwirthschaft anerkannt hat, ist nicht genug; es muß der städtischen Behörden in ähnlichen Fällen gleich heißt, wollt Ihr Wort. Landwirthschaft Erfah geschaffen werden für ihre Verluste. euch auch eine Lchnverkürzung gefallen lassen? Also in diesem Abg. Kühn( Soz.) tritt den Ausführungen der Abgeordneten Wenn nach Verzinsung der Eisenbahnschuld noch 132 Millionen Betracht können wir von England lernen. Der Achtstundentag v. Kardorff und Fuchs entgegen. Daß die ländlichen Arbeiter Ueberschuß vorhanden ist, wenn wir einen großen Domänen- und hat, wie die Statistik der Krankenkassen zeigt, dort auf Gefund so start an ihrer heimathlichen Scholle hängen, stehe fest; wenn Forstbesis haben, dann kann man nicht sagen, daß die Grundheit und Sittlichkeit sehr günstig eingewirkt. Gewiß tönnen sie dennoch in so großer Anzahl ausrückten, so gefchehe es eben, lagen schlecht sind. Aber unsere augenblickliche Finanzlage ist Reich und Staat den Nothstand nicht beseitigen, aber weil ihnen die Verhältnisse unerträglich geworden seien. Die eine ungünstige. Unser Verhältniß zu den Eisenbahnen ist nicht fie fönnen durch Mehreinstellung von Arbeitern die alten Vorwürfe, daß die Sozialdemokraten hetzen, hätte Herr das Schlimmste; das Schlimmste ist vielmehr das Verhältniß Arbeitslosigkeit bekämpfen, sie werden ja nicht durch die Konkurrenz v. Kardorff doch nicht wieder vorbringen sollen, seit man wisse, zum Reich. Bezüglich der Beziehungen zum Reiche stehe ich des Auslandes geschädigt. Den Nothstand in Berlin wird auch daß die Sozialdemokraten im Hegen die reinen Waisenknaben ganz und gar auf dem Standpunkt der Regierung. Die Matri der Staatssekretär nicht leugnen tönnen. Sehen Sie sich doch sind gegenüber der Antisemiten und den Konservativen im fularbeiträge des Reiches schwanken in einer Weise, daß von die Ziffer der Besucher der städtischen und privaten Asyle für Bunde der Landwirthe. Man kenne ja doch auch die Knüttel einer ordentlichen Finanzwirthschaft in den Einzelstaaten feine Obdachlose an. Glauben Sie etwa, daß die Leute sich danach und die Hunde, die geistigen Waffen" der Bourgeoisie gegen die Rede mehr sein kann. Eine Ordnung dieses Verhältnisses ist eine reißen, die Gastfreundschaft dieser Institute in Anspruch zu sozialdemokratischen" Agitatoren auf dem Lande zur Genüge. der Grundlagen unserer zukünftigen Politit.( Bustimmung rechts.) nehmen, statt ein eigenes Heim zu gründen? Auch das sollte Antisemiten und Agrarier aber durften ruhig hehen, nur bei der Ich empfinde eine große Genugthuung darüber, daß ich die Redem Staatssekretär nicht entgangen sein, daß hier eine Orts- Sozialdemokratie befinne man sich auf das unmoralische und ver- gierung voll und ganz unterstützen kann; denn es ist uns symfrankenkasse nicht mehr im Stande ist, die Krankengelder zu be- werfliche eines solchen Thuns. Sollte es die Gegner nach Neu- pathischer, die Regierung stüßen und stärken zu können, als in zahlen. Der Staatssekretär schüttelt den Kopf; er hat die Pflicht, wahlen gelüften, den Sozialdemokraten könnte es recht sein. Einzelfragen ihr widersprechen zu müssen. Wir halten unwie feine Beamten, das zu wissen.( Ünruhe.) ( Unruhe.) Die Orts Nicht die Reden der Sozialdemokraten allein, sondern die steno- entwegt fest an dem obersten Grundsat unserer Politit, daß die Krankenkasse der Maler, von der ich spreche, zählte im Sommer graphischen Berichte von der Zukunftsdebatte seien durch die Machtstellung der Krone, wie sie besteht, erhalten wird, daß wir noch 4000 Mitglieder, jetzt zählt sie nur noch 2100 Mitglieder. Sozialdemokratie im vorigen Jahre in mehreren hundert- jedem Versuch wiederstehen werden, an der Machtstellung der Sie fonnte am vorigen Sonnabend die Krankengelder nicht tausend Exemplaren verbreitet worden, während die anderen Krone etwas zu mindern( Beifall rechts). In diesem Sinne zahlen, weil dank der Munifizenz des Magistrats ihr ein Dar: Parteien, Hechte und Zentrum gerade nur ihre eigenen spreche ich meine Befriedigung darüber aus, daß die Regierung lehen von 15 000 m. verweigert worden ist. Ich komme darauf Reden verbreitet hatten; es sei also das Gegentheil von sich veranlaßt gesehen hat, ein so bedeutendes Dokument, wie an anderer Stelle zurück. Möge sich die Regierung dazu auf dem richtig, was Herr v. Kardorff behauptet habe. Die Sozial- den Erlaß des hochfeligen Königs Wilhelm wieder in die Erraffen, alles was in ihrer Macht steht, zu thun, um den Noth- demokraten nenne man Demagogen und predige die Heilkraft des fanerung gerufen hat. Solche Dokumente können nicht oft genug stand zu lindern, möge fie vor allen Dingen den Reichstag zu Christenthums; aber immer zur Zeit, wenn die Kirche am ins Gedächtniß gebracht werden( Lachen Links). Wir wünschen, einer Gesetzgebung veranlassen, die in ihrer organischen Ge- mächtigsten war, sei es dem arbeitenden Volke am schlechtesten daß wir einen mächtigen, in den Gang der Dinge persönlich staltung Debatten, die wir hier aus diesem Anlaß führen müssen, gegangen. Das Zentrum wolle alles mit dem Christenthum eingreifenden Souverän haben. Das Recht der Krone, ihre überflüssig macht.( Beifall bei den Sozialdemokraten.) furiren, es habe versucht, eine arbeiterfreundliche Rolle zu spielen, Rathgeber selbständig zu wählen, wollen wir unter allen Um Staatssekretär v. Bötticher: Die Ausführungen des Abg. habe aber in Wirklichkeit allen arbeiterfreundlichen Bestrebungen ständen aufrecht erhalten. Wenn einzelne Stimmen ertönten, als Singer gegen mich waren besonders rücksichtsvoll. Wenn ich das Grab graben helfen. Auch Herr Kropatscheck habe durch das ob eine unüberbrückbare Kluft zwischen uns und der Reichs diesmal weniger schwarz gemalt habe, so ist das nur eine Folge praktische Christenthum alle Noth beseitigen wollen; die Herren regierung bestehe, so weisen wir einen solchen Vorwurf zurück. der thatsächlichen Vorgänge. Ich habe mir diesmal in der Gr- wußten eben überhaupt nicht, wie die Fabrikanten die Arbeiterschutz- Wenn wir auch einmal widersprechen müssen, so prüfen wir doch wartung diefer Nothstandsdebatte thatsächliches Material zur In- Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung für verheirathete Frauen alle anderen Fragen unparteiisch; eine Vorlage deshalb abzuformation verschafft, und diese Thatsachen habe ich hier vor- und Arbeiterinnen auslegen. Vom praktischen Christenthum fei lehnen, weil sie von einem bestimmten Minister ausgeht, würden tragen. Wir verfolgen thatsächlich auch alle Vorgänge auf fozialem da nicht die Rede; im Gegentheil würden nicht nur diese wir für unpatriotisch halten. Aber unabhängig und selbständig Gebiete sehr aufmerksam. Wenn aber gestern im Vorwärts" Echutzbestimmungen einfach ignorirt, sondern auch in nichts wollen wir unsere Meinung fagen.( Beifall rechts.) Wenn etwas davon mitgetheilt worden ist, daß die Berliner Drts- würdiger Weise Lohnverminderungen unter dem Namen von der Souverän sich persönlich für eine Frage intereffirt Krankenkasse der Maler die Krankengelder nicht mehr zahlen fann, Lohnveränderungen vorgenommen. Die Sozialdemokratie könne und persönlich dazu Stellung genommen hat, so tann so braucht deshalb nicht heute schon Remedur geschafft sein. garnicht so viel Unzufriedenheit erregen, als die kapitalistische man von Männern, die lange in der Politit leben, nicht Auch haben nicht wir von Reichs wegen diefe Remedur zu Gesellschaftsordnung durch ihre Auswüchse täglich erzeuge. Das fordern, daß sie ihre Meinung ändern, wie eine Windfahne. schaffen, sondern die geordneten Landesbehörden. Den Rath, Bugeständniß eines partiellen Nothstandes durch Herrn v. Bötticher Nur Ueberzeugungstreue und Selbständigkeit tönnen eine wirk mit Revolvern in die Versammlung zu gehen, möchte ich meiner fei nur gemacht worden, um einen Hintergrund zu gewinnen fame Unterſtüßung der Krone sein. Damit schließe ich und seits den Arbeitern doch nicht geben, es tönnte sehr bedenkliche von dem aus sich das Lichtbild des Wiederaufschwunges wünsche, daß meine Auslassungen beitragen zu klärung der Folgen haben. Ich weise die Behauptung, daß die Polizei die dea Industrie un so wirkungsvoller abheben sollte. Stellung der Parteien und der Regierung zu einander.( Beifall Borgänge provozirt habe, durchaus zurück. Die vorliegenden Die Agrarier schreien über ihren Nothstand und erklären sich für rechts.) Berichte find amtlich und bisher unwiderlegt. Bernehmungen nothleidende Landwirthe; wenn sie wirklichen Nothstand sehen Abg. Sattler( natl.): Der Vorredner scheint doch etwas haben bisher noch gar nicht stattgefunden. So lange der Inhalt wollten, sollten sie nach dem Eulengebirge gehen. An diesen fampfeslustig zu sein, daß er solche Betrachtungen anstellt. Wir Dieser Berichte nicht durch springende Beweise als thatsächlich Webern, die vor Hunger und Entbehrung das Schreien verlernt haben feinen Anlaß. über das Verhältniß der Krone zum Landunrichtig erwiesen ist, bleiben sie als zutreffend bestehen; aus hätten, in stummer Verzweiflung hinbluteten, sollten die Herren tag uns zu unterhalten, wir sind mit den bestehenden ben Berichten ergiebt sich, daß die Polizei gereizt worden ist und Großgrundbefizer und Majoratsherren studiren, was Nothstand Verhältnissen vollständig zufrieden. Die Ausdie Leute, welche das verursacht, die Folgen dieser Handlungs- ist. Zu dem Aufzüchten eines Millionärs, wie es zu den Lieb- dehnung der Dienstaltersstufen entspricht einer alten Forderung. weise geerntet haben. lingsbeschäftigungen des Fürsten Bismarck gehörte, werde eine Die gewerblichen Schulen haben manche Zuschüsse erhalten, aber Abg. Fuchs( 3.) hat für die Einrichtung von Lohn- Arbeits- große Menge fleiner Leute, Arbeiter und Handwerker und Eri- doch nur in sehr homöopathischer Dosis. Daß einnachweisen große Sympathie, besonders weil man dadurch auch stenzen aus dem Mittelstande verbraucht; die fleinen Fabri- malige Ausgaben der Eisenbahnverwaltung aus den laufenzu einer befferen Arbeitslosen- Statistit fommen würde. Die Dis- tanten würden durch die Großfabrikanten ebenfalls auf den Mitteln bestritten werden sollen, ist erfreulich. fussion habe heute für die Sozialdemokraten nicht sehr günstig gesogen. Diese Wirkungen der kapitalistischen Produk Die Post ist eigentlich nur noch scheinbar eine Ueberschußverabgeschnitten. Auf die eindringliche Anfrage des Abg. Kropatschek tionsweise seien die Hauptursache des wachsenden Nothstandes. waltung des Reichs, eigentlich erfordert sie einen Zuschuß, denn hatte Herr Singer nicht erklärt, worauf denn die Sozialdemokratie( Während der nächsten Ausführungen des Redners verläßt eine die Eisenbahnen der Einzelstaaten müssen Leistungen im Werthe eigentlich hinaus wollen. Nur in und mit dem Christenthum große Anzahl von Mitgliedern der rechten Seite des Hauses von mehr als 30 Millionen Mark ohne Entschädigung gewähren, werde es gelingen, die Noth der Zeit zu bezwingen; in alle unter den Rufen: Wir haben genug! und von höhnischen Rufen während der Ueberschuß der Post nur 24 Millionen beträgt. unsere Institutionen müsse der Geist der christlichen Nächstenliebe der Sozialdemokraten begleitet, demonstrativ den Saal.) Wir Alle prächtigen Postgebäude werden auf Kosten der Einzelstaaten hineingetragen werden. haben wochenlang Ihre Klagen gehört, hören Sie jetzt auch ein- gebaut.( Sehr richtig! rechts.) Betrübend ist das Defizit von " Abg. v. Kardorff( R.-P.): Die Arbeitslosigkeit und der mal die Ausführungen eines Proletariers! In nicht- sozialdemo- 70 Millionen Mark, trotzdem die Eisenbahnen die gesammten Nothstand genirt die Herren Sozialdemokraten und nun fommen fratischen schlesischen Blättern wird festgestellt, daß der Wochen- Staatsschulden verzinsen. Vom Reich droht dem Vermögensfie mit solchen Interpellationen an den Reichstag. Je mehr verdienst einer Weberfamilie im Eulengebirge im günstigsten Falle stand des preußischen Staates eine Gefahr; denn die Schulden das platte Land verarmt, desto mehr drängt die ländliche Be- bis zu 61/2 M. beträgt! Dieser Nothstand im Eulengebirge sei seit des Reichs fallen zu 4/5 auf seine Schultern. Eine Finanzlage, völkerung in die Städte; diefer traurige Zustand ist durch einem Menschenalter ein offenes Geschwür am Körper des preußischen welche seit 4 Jahren Defizits ergiebt, kann nicht als günstig anden österreichischen Handelsvertrag noch verschlimmert worden. Staats. Der preußische Staat hätte längst die Pflicht gehabt, sich dieses erkannt werden. Der Fonds, der angesammelt ist aus den Gleichwohl machen die Freunde dieses Vertrages jetzt die Jammers einmal anzunehmen. Der Pastor Reinerz, der dies Ueberschüssen der Einkommensteuer, fann nicht zur Deckung dieser Regierung für diese Zustände verantwortlich. Tem Handwerker, gethan hatte, wurde durch seine vorgesetzte Behörde plößlich in Fehlbeträge dienen; denn über seine Binsen ist bereits verfügt. kurz dem feinen Manne in den Städten geht es gerade so schlecht, feinem Liebeswerte gehemmit; er wurde versezt. Man wollten zwei Stellen finden Verzehrungen des Vermögens ftatt, wie dem Arbeiter. Das Elend liegt darin, daß die Kaufkraft also offenbar nicht, daß von diesem Nothstand öffentlich geredet wie wir sie bisher nicht gekannt haben. Aus dem unferer ländlichen Bevölkerung um zwei Drittel vermindert ist. wurde. Von den Eisenbahnen, von der Weberschule, bie man Staatsschah werden allein über 10 Millionen Mart ent Und dabei steht uns die Verhandlung über einen neuen Vertrag dort habe errichten wollen, sei es wieder ganz still geworden. nommen. Deshalb muß bei ver Prüfung des Staatshaushaltsin Aussicht, durch welchen alle diese Uebelstände noch weiter Die Lohnherabsetzungswirthschaft sei von Langenbielau aus Etats mit der größten Sparsamkeit verfahren werden. vermehrt werden. Das Kontingent der ländlichen Arbeiter, das gegangen und in skandalöser Weise durch den ganzen Be- Ausgaben unproduktiver Natur soll man bei schlechter Finanzin die Städte zieht, bildet eine sichere Verstärfung der Sozial- zirk durchgeführt worden. Der Appell an das Gefühl des lage nicht machen. Wo wir 10 Millionen für einen Dom her demokratie. Der Arbeiter auf dem Lande behält sein Christen- Kapitalismus sei ein Widerspruch in sich; vom Gefühl des geben und ein Landtagsgebäude bauen, will ich nichts für M = Museumsbauten bewilligen.( 3ustimmung rechts.) Alle Betriebs-| Der Landwirthschaftsminister sucht den Agrariern möglichst( müssen wir noch hinweisen. Sind die Schutz leute bemäntelt, fo rerwaltungen des Staates sollten einer Prüfung auf ihre Ren- entgegen zu kommen; daß er im Reichstage nicht gegen ist von der Nummer, mit der fie versehen sind, nichts zu erblicken. tabilität unterzogen werden, um nachzuforschen, ob ihre Dr die Handelsverträge gesprochen hat, nicht weil er nicht durfte, So ein Sicherheitsbeamter konnte am Donnerstag so viel drauf ganisation ihrer Bedeutung entspricht. Unter den Betriebs- sondern weil er nicht wollte, rechne ich ihm hoch an. Eine Er- losschlagen, wie ihm beliebte; es war den Mißhandelten bei verwaltungen erwähnte mit heller Freude der Finanz- höhung der Personentarise wäre die ungesundeste Finanzpolitit. aller Geistesgegenwart nicht möglich, den Helden festzustellen, minister die Lotterie, der ich niemals mein Wohlwollen Es ist bedauerlich, daß die von der Verstaatlichung erhoffte da der Mantel die Nummer bedeckte. Wo aber nichts zur Festzugewandt habe. Die Mittheilung, daß alle Loose untergebracht Tarifreform vom Finanzminister verhindert wird. Die Staffel- ftellung zu ermitteln ist, da ist auch selbst der Versuch für den find, bedeutet hoffentlich nicht, daß wieder eine Vermehrung der tarife, wie sie jetzt bestehen, sind ein zweifelhaftes Geschent; sie mißhandelten Staatsbürger, eine Bestrafung des Schuldigen zu felben in Aussicht genommen ist.( Finanzminister Miquel müßten verallgemeinert werden, dabei würde auch der Finanz- erlangen, nicht ausführbar. Im Interesse der Ordnung ist es schüttelt den Kopf.) Daß die Domänen einen geringeren Ueber- minister Vortheil haben. Das Defizit von 70 Millionen schreckt daher dringend nothwendig, daß die Leute, die nun einmal mit schuß geben, ist bei der schlechten Lage der Landwirthschaft be- mich nicht; wer 100 Millionen Ueberschuß erlebt hat, den läßt der Aufrechterhaltung der Ordnung von heute betraut find, ihre greiflich. Der Rückgang der Einnahmen der Bromberger Mühlen, ein veranschlagtes Defizit von 70 Millionen falt. Rechnungs- Nummer in möglichst großen und leicht erkennbaren Ziffern am der Seehandlung und der Bergwerksverwaltung, namentlich der mäßig hätte man 1893/94 ein Defizit von 74 Millionen haben elm tragen. bezüglich der Kohlen ist auffallend. Wunderbar erscheint müssen; es betrug aber nur 48 Millionen. Wenn im Reiche Im übrigen natürlich beharren wir bei unserer submissesten die Streichung der Bauprämien für die Bergarbeiter. feine Steuern bewilligt werden, wenn die Eisenbahnen den An- Meinung, daß der Polizei nach den letzten Vorgängen im eigenen Wie steht es endlich mit der ebenfalls als dringend noth- schlag nicht überschreiten, dann haben wir rechnungsmäßig ein Interesse sehr daran gelegen sein muß, das bekanntlich nur sehr mendig erkannten anderweitigen Organisation der Bauverwaltung? Defizit von 70 Millionen. Was zwingt bei dieser Sachlage den minimale Vertrauen der Staatsbürger wirklich zu gewinnen. Ein Die direkten Steuern liefern nicht ungünstige Ergebnisse. Wir Finanzminister jetzt zur Reichs- Finanzreform? Die Vorgänge im ziemlich sicherer Weg zum Ziele ist, daß sie sich die Erlaubniß könnten Mehrausgaben bewilligen, wenn nicht die Berhält Reichstage sollten die Regierung zur Zurücknahme der Vorlage ver- vom Minister des Innern erbittet, hinfort weder mit der Benisse zum Reiche sich erheblich geändert hätten. anlassen. Neue Steuern müssen im Reiche beschafft werden; aber sie aufsichtigung von Versammlungen, noch mit der Aufrechterhaltung Unsere Ausgaben sind doch auch nicht in unrichtigem Verhältniß müssen leistungsfähige Schultern treffen nach den Versprechungen des der Ruhe und Ordnung in der Nähe von Versammlungslokalen begestiegen; wenn auch die Ausgaben für die Schule in den letzten Reichskanzlers. Die Militärkosten wollen wir decken, aber nicht auftragt zu werden. Die Staatsbürger, die ihre Versammlungpflicht Jahren erheblich gestiegen sind, so sind wir doch nicht der den Einzelstaaten 40 Millionen überweisen, weil das zur Ver- ausüben, bedürfen der Polizei nicht, wie doch offenkundig vor Augen Meinung, daß auf diesem Gebiete zu viel geschehen ist. Ebenso wirrung führen müßte. Der Finanzminister führt natürlich alle liegt. Rein einziger Versammlungsbesucher keiner einzigen Partei wird geht es auf allen anderen Gebieten, welche eine Vermehrung der feine Kanonen auf, wenn er Vorlagen einbringt. Man will die fich mit der Meinung hervorwagen, daß er die überwachende Ausgaben erfahren haben, so bei den Pensionen, bei den Ministerien Währung verschlechtern, damit die Landwirthe ihre Schulden Polizei zu seinem Schutz nöthig habe. Ist doch selbst die des Innern, der Landwirthschaft und für Handel und Gewerbe, billiger bezahlen können, man will sogar die Hypothekengläubiger Tivoliversammlung der nothleidenden Agrarier radauwüthigen bei letterem namentlich zur Erfüllung der sozialpolitischen Auf- zwingen zu zu einer Preisgabe ihres Kapitals.( Buruf Angedenkens ohne die Polizei fertig geworden. Und daß die gaben. Wir müffen uns dagegen verwahren, daß eine rechts: Unsinn!) Wir stehen auf dem alten fon- Polizei mit Versammlungsbesuchern, und seien es selbst ArbeitsReichs Gintommensteuer unsere Steuerreform stört, servativen Boden( Heiterkeit), wir einer daß wir zuschläge zu unserer neuen Ginkommensteuer erheben zur Einkommensteuer in Nothfällen einer indirekten Belastung einstimmenden Urtheil aller Zeitungen die Attacke vom 18. Januar Buschläge lose, trotz alledem nichts anfangen kann, das hat nach dem übersollen. Darauf follte man im Reichstage Rücksicht vorziehen. Wir verlangen Trennung der Finanzen des Reiches zur Evidenz ergeben. Also nochmals, ist dem Minister des nehmen, auch seitens der nichtpreußischen Mitglieder desselben. und der Einzelfiaaten und bewegliche Steuern im Reich und in Innern ernsthaft an der Reputation der Polizei und der Ruhe Wir müssen bei unseren Berathungen inbetracht ziehen, wie der den Einzelstaaten. Aber man will dem Landtage nicht geben, der Staatsbürger gelegen, so veranlasse Se. Exzellenz, daß weder Staat den ungünstigen wirthschaftlichen zu was die fleinste Dorfgemeinde hat. Von einem Minister mit Sch u 13 leute mit der Plempe, noch Sch uz leute mit dem stand beseitigen fann. In erster Linie darf er nicht dem Namen Miquel hätte ich erwartet, daß er seinen Stolz darin Gummischlauch sich in Versammlungen oder in der Nähe der= an unrichtiger Stelle sparen, z. B. bei dem gewerb- setzen wird, das fonstitutionelle System durchzusetzen.( Wider- selben blicken lassen. Haben Polizeibeamte ein Interesse daran, lichen Unterrichtswesen; es muß schneller mit dem Bau spruch rechts.) speziell sozialdemokratische Versammlungen zu dem Zweck zu be von Bahnen und Wasserstraßen vorgehen. Die Finanzminister Miquel spricht seine Freude darüber aus, suchen, sich über die Ziele unserer Partei zu unterrichten, so Entfaltung der wirthschaftlichen Kräfte muß gefördert werden. daß drei Redner der großen Parteien, die die Mehrheit des Ab- sollen sie uns willkommen sein und wir wollen es nicht an Wir müssen daran denken, daß die Landwirthschaft eine Grund- geordnetenhauses bilden, sich mit dem Reformplan der Reichsregierung Gelegenheit fehlen lassen, sie zu braven und überzeugten Soziallage des Staates ist, aber wir müssen bei der Berathung der Vor- einverstanden erklärt haben. Herr Rickert sollte einmal im demokraten zu machen. Aber sie mögen dann in ihrer lagen auch die Verhältnisse der anderen Interessen in Betracht Reichstage Anträge auf eine Reichs- Einkommen- oder Reichs Eigenschaft als Privatpersonen kommen und unbewaffnet, ziehen.( Beifall bei den Nationalliberalen.) Erbschaftssteuer stellen; er wird sehen, wie wenige Stimmen er wie es das Gesetz zur Verhütung des Mißbrauchs der Vereins Abg. von Bedlin( Ft.) bestreitet, daß eine disparitätische erzielt. Wenn Jemand mit seinen Deckungsversuchen nichts er- und Versammlungsfreiheit nun einmal vorschreibt. Behandlung der Katholiken stattfinde. Unsere Stellung der Krone zielen kann, dann muß er sich den anderen Vorschlägen an- Plempe und Gummischlauch mögen in gewissen feinen gegenüber ist diefelbe wie früher. Bei aller Ehrfurcht haben wir uns schließen, auch wenn sie ihm nicht gefallen. Herr Rickert spricht Radaulokalen der Friedrichstraße zeitweilig am Blaze fein; in Doch stets den offenen Freimuth und volle Unabhängigkeit bewahrt. von dem Bruch eines gegebenen Versprechens. Wenn im Reichs- Versammlungen friedliebender Staatsbürger gehören diese InftruEieht man von dem Verhältniß zum Reiche ab, so haben sich tage nichts zu stande kommt, dann müssen wir zuschläge zur mente nicht! unfere finanziellen Verhältnisse gegenüber dem Vorjahre erheblich Einkommensteuer erheben; da aber 95 Prozent aller Steuerzahler gebeffert. Die laufenden Ausgaben sind sparsam bemessen, meist mit 900 bis 8500 m. veranlagt find, so werden die unteren Nodrian und der hiermit im Zusammenhange stehenden VerZu der angeblichen Verhaftung des Metallarbeiters handelt es sich um die Ausführung bestehender Gefeße, wie des und mittleren Klassen mehr belastet, als durch eine nach dem eitelung der Arbeitslosen- Versammlung am 18. Januar wird be Echulfoſten- Gesetzes, des Pensionsgefeßes, des Polizeikoften- Ge- Werth des Fabrikates abgestufte Luxussteuer, die viel humaner eitelung der Arbeitslosen- Versammlung am 18. Januar wird be fetzes zc. Nur in wenigen Fällen sind ganz neue Ausgaben ge- ist, als die Einkommensteuer. Grau in Grau soll ich malen, richtet: Bei der Mutter des Rodrian feien am 17. wiederholt macht. Auch im Extra Ordinarium hat man neue Ausgaben während doch andere Redner das Defizit noch höher berechnen als ich. wünschten, wie es hieß, um ihm die Anklage" zuzuftellen. Dies Kriminalbeamte erschienen, welche Rodrian zu sprechen möglichst vermieden. Trotzdem soll man nicht allzu sehr sparen Wenn der Reichstag jeht nicht einmal die Deckung der bemit den Ausgaben, die das wirthschaftliche Leben zu heben ge- fchloffenen Ausgaben bewilligen will, dann werden später die habe 9. bei seiner Nachhaufekunft erfahren; in der Annahme, eignet sind. Nicht blos der gewerbliche, sondern auch der land. Anforderungen nicht so leicht auftauchen. Durch die Finanz- brachte, verhaftet werden solle, sei er dann verschwunden". daß er wegen des Aufrufs zur Versammlung, den der„ Sozialist" wirthschaftliche Unterricht muß gefördert werden, denn reform würde jeder Gegensatz zwischen dem Reiche und den die landwirthschaftliche Technit liegt noch noch in manchen Einzelstaaten hintangehalten. Wenn ich in die Herzen sehen Vorher habe er jedoch die Anmeldebescheinigung unter einem Gegenden im Argen. Eine feste Regelung unserer allgemeinen fönnte, würde ich finden, daß hier und im Reichstage viele Vorwande dem Schloffer Wittkowsky übergeben und diesen mit Finanzen gegenüber den Eisenbahnen ift nothwendig. meine Ausführungen billigen. Es ist nicht richtig, daß dieser der Eröffnung der Versammlung beauftragt. Wittkowsky sei am 18. Wenn der Reichstag unsere Hoffnung täuschen sollte, dann dürfen offenkundigen Sachlage gegenüber, die Abgeordneten die Augen nach dem Friedrichshain gegangen, um seinen Auftrag auszuführen. wir nicht durch Anleihen den Fehlbetrag decken, sondern wir abwenden, den Kopf wie den Vogel Strauß in den Sand stecken. Da der Saal schon polizeilich geschloffen war, habe er sich dem müssen neue Einnahmen beschaffen durch Zuschläge zur Ein- Ich habe auch hier, ich gestehe es, Hilfe gesucht und will doch behelmten Thürhüter als der Einberufer vorgestellt, worauf er tommen- Steuer und zwar für alle Stufen gleichmäßig. Auf sehen, ob dem Reichstag, der aus einem viel höheren Wahl- als der vermeintliche Rodrian verhaftet worden sei. diese Weise muß das Volk darüber aufgeklärt werden, welche recht hervorgegangen ist, das Urtheil des Landtages gleich- schwand also nicht mit Rodrian, sondern mit Wittkowsky die Folgen das ablehnende Berhalten den Steuervorlagen gegenüber giltig ist, ob es ihm gleichgiltig ist, daß mit Ausnahme des Herrn zur Eröffnung der Versammlung nöthige Bescheinigung. Mittlerfür den Geldbeutel der Steuerzahler haben wird. Wir hoffen Rickert alle Parteien einmüthig dasselbe Biel verfolgen.( Lebhafter aber, daß der Reichstag Patriotismus genug zeigen und die Beifall rechts.) Finanzreform genehmigen wird.( Beifall rechts.) Daraus wird die Debatte vertagt. In einer persönlichen Bemerkung fragt Abg. Rickert, ob der Finanzminister vielleicht damit zufrieden sein würde, wenn er der jetzigen Politik des Allt Reichskanzlers folgen würde. So ver weile hatte sich im Saale das Gerücht verbreitet, der Einberufer sei verhaftet worden. Als der Einberufer wirklich nicht erschien, nahm man überall im Saale an, die Verhaftung sei Thatsache. Nach Meinung unseres Gewährsmannes hat der Metallarbeiter Litfin seine bekannte Mittheilung und sein Ersuchen zum ruhigen Verhalten auf der Straße, düpirt durch das Gerede von der Finanzminister Miquel erklärt, daß er nur von dem Ver. Verhaftung Rodrian's, an die Versammelten gerichtet, um der hältnisse des Reichs zu den Einzelstaaten und den Anschauungen voraussichtlichen Schließung der Bersammlung durch den Ueber des Fürsten Bismarck darüber gesprochen habe. Das An- wachenden" zuvorzukommen.- Rodrian soll noch„ abwesend" erkenntniß, daß die Militärkosten gedeckt werden müßten, genüge sein. nicht, wenn alle Steuervorlagen abgelehnt würden. Schluß 44 Uhr. Nächste Sigung Mittwoch 11 Uhr. ( Fortseßung der ersten Berathung des Etats.) Lokales. Abg. Plen( 3) erklärt zunächst, daß das Bentrum sich von feiner Partei übertreffen lassen werde an Loyalität und an Treue und Hingebung für die Krone. Zur Besserung der Finanzlage gehört vor allen Dingen, daß keine Ausgabe befchloffen wird, für welche nicht Deckung vorhanden ist. Das Gegentheil ist eine unvor fichtige Finanzpolitik. Die preußische Regierung sollte ihren Vertretern im Bundesrath einschärfen, sich gegen eine solche unvor Die Besitzer von Schaubuden, in denen Sehenswürdig. fichtige Finanzpolitit zu wehren. Man verlangt im Reiche feiten gezeigt werden, haben beschlossen, durch Petitionen und 40 Millionen Mart mehr als für die Militärvorlage erforderlich Eingaben Protest gegen die angestrebte Aufhebung der Jahre find; man sollte nicht blos auf die Einzelstaaten, sondern märkte einzulegen. Gleichzeitig sollen die Fabrikanten derjenigen auch auf den Steuerzahler Rücksicht nehmen, der sein Geld Erzeugnisse, welche auf den Jahrmärkten feilgeboten, und selbst besser zu verwenden weiß, als das Reich. Namentlich die Verkäufer dieser Gegenstände aufgefordert werden, sich der tönnen solche sogenannten Reformen nicht bei schlechten Zeiten gemacht werden. Man hat vor 15 Jahren auch gesagt, das Schreckensnacht verflossen, in welcher drei brave Genoffen dem reaktionären Zünftlerkreisen ist es, daß die Petenten vermeinen, Sieben Jahre waren am geftrigen Tage feit jener Bewegung anzuschließen. Bezeichnend für die Strömung in Reich solle nicht mehr ein Rostgänger der Einzelstaaten sein, das Geld wurde damals bewilligt und trotzdem stehen wir vor Sozialistengesetze zum Opfer fielen. Es war in der Nacht vom sich ausdrücklich gegen die Behauptung wenden zu müssen, daß dem Defizit. Die Ausgaben vermindern, das ist die Hauptfache. Each mann und Nauen im Dienste der Partei verunglückten, wirthschaftliche Werth der Jahrmärkte in der heutigen Zeit auch 22. zum 23. Januar 1887, als die Genossen Hentschel, die Moral des Volkes unter den Jahrmärkten leide. Ist der Die Erhöhung der Personentarife, die Graf Limburg angeregt ertranfen. hat, wird nicht mehreinnahmen ergeben; die Ermäßigung des ertranfen. Der fechste Wahlkreis und seine organisirte Ver- selbst auf dem Lande nur von minimaler Bedeutung, so wird Porto auf zehn Pfennig hat keinen Ausfall, sondern Uebertretung, der sechste Wahlverein, hat den Genossen jederzeit ein die Moral durch den Verkauf von Jahrmarktsartikeln sowohl als schüsse mit sich gebracht. Uebrigens find die Staffel- lebendiges treues Andenken bewahrt. An 22. Januar des vorigen auch durch die Schaubuden auf Jahrmärkten zum mindesten nicht Jahres veranstaltete der Wahlverein eine Gedächtnißfeier für die mehr angefochten, als durch die systematischen Lohndrückereien, tarife ermäßigte Tarife für den Osten. Die Regierung sollte sich Berunglückten, in diesem Jahre hat der Wahlverein einen Kranz die unsere Zunftbrüder bekanntlich als ganz besondere Spezialität einer Tarifreform gegenüber nicht ablehnend verhalten. Wir sind davon überzeugt, daß der Staat bezüglich der Pietät auf die Gräber der todten Genossen niederlegen lassen. Am üben, und durch die Meyerind Drgien, die von nothleidenden nicht nach gleichem Maß mißt. Wir werden auf Abhilfe drängen. 22. Januar wurde dieser Ehrenpflicht genügt. Das Proletariat Junkern aufgeführt werden. vergißt seine Todten nicht! ( Beifall im Zentrum.) Kartoffelbau durch Arme. Die Armen- Direktion fordert Abg. Rickert( frf. Vg.): Man hat es versucht, sich als Die Denkzettel, die der Polizei anläßlich der Vorgänge wieder, wie alljährlich um diese Beit, durch Zeitungsannoncen Reichstag als Richter über den Reichstag aufzuspielen. vom Donnerstag von der gesammiten unabhängigen Presse ertheilt zur Lieferung eines größeren Quantums von Saattartoffeln im Bilden Sie sich doch nicht ein, daß der Reichstag worden sind, scheinen im allgemeinen nicht viel gefruchtet zu Wege der Submission auf. Wir können uns jedesmal, wenn sich dem Votum des auf einem längst verhaben. Gummischlauch und Plempe blieben am Montag zwar wir diese Annonce lesen, eines Lächelns nicht erwehren. Die urtheilten Wahlsystem beruhenden 2andtages im Hinterhalt, aber desto auffälliger stolzirten Polizeibeamte vor Saattartoffeln sind für arme, tinderreiche Familien bestimmt, fügen werde. Auf die leistungsfähigen Schultern sollten den Versammlungslokalen herum und wie übereinstimmend ferner denen die Armen- Direktion auf den städtischen Ländereien bie Steuern gelegt werden; warum hat der preußische Finanz- berichtet wird, hielten in der Nähe jedes Lokals Schuhleute zu im Norden und Nordosten der Stadt durch das Loos minister das nicht geltend gemacht. Vom Nothstand wird auf Pferde und zu Fuß sich seit dem frühen Morgen im Hinterhalt. Parzellen von je 400 Quadratmeter zur Bebauung zubeiden Enden der Leipzigerstraße gesprochen. Warum sollen die 23 ozu? hat die Polizeibehörde sich nach den Vorgängen vom weist. Die Theilnehmer haben 7,50 m. in 5 Monats Arbeiter nicht ebenso schreien wie die Landwirthe. Andere Kreise Donnerstag noch nicht davon überzeugen können, daß nicht raten à 1,50 M. zu zahlen und erhalten dafür ihre Parzelle geleiden auch Noth. So z. B. die Rhederei.( Große Heiterkeit.) die Arbeitslosen es sind, die die öffentliche Ruhe ſtören? Hat düngt, gepflügt und mit Saatfurchen durchzogen und dazu Nein, ich meine nicht die Rederei, Herr von Plög; Sie reden ja sie nach der fast beschämenden Burückhaltung und Besonnenheit, 150 Pfund Saattartoffeln. Die Wohlthat", welche ihnen da selbst zweimal mindestens in der Woche, haben also keinen Nothstand. Die die mißhandelten Versammlungsbesucher am Donnerstag an durch erwiesen wird, ist jedoch ziemlich fragwürdig. Die TheilAber die Rheder sind zu stolz, um nach Staatshilfe zu schreien. den Tag legten, immer noch nicht den Eindruck gewonnen, daß nehmer an diesem Kartoffelbau find selbstverständlich dem Risiko, Den Landwirthen wird nicht geholfen durch die Ablehnung des Staatsbürger am gesetzmäßigsten ihre Versammlungspflicht aus das mit der Bebauung des Aders verbunden ist, ebenso auss russischen Handelsvertrages oder durch Aenderung der Währung. zuüben im Stande sind, wenn sich behelmte und unbehelmte gefeßt, wie jeder andere, der Landwirthschaft treibt; nur daß sie, Graf Limburg rühmte das Wahlergebniß; er sollte nur erst die Sicherheitsbeamte" während der Tagung einer Versammlung wenn die Ernte schlecht ausfällt, das viel unangenehmer empfinden ahlstatistik abwarten, dann würde er nicht mehr so stolz als hübsch ruhig auf ihrem Revierbureau mit der Verzehrung müssen, als der Bauer oder gar der Großgrundbesitzer. Vertreter des Volkes sich brüsten. Die Wahlbetheiligung ihres Frühstücks- oder Abendbrots beschäftigen? Nach dem In solchen Fällen tritt es deutlich zu Tage, daß diese war eine jämmerliche, trotzdem die Landwirthe fich dem vorgestrigen auffälligen Aufgebot der Schuhmannschaft sieht Berwandlung der Armen der Stadt Berlin in Ackergegen die Regierung opponirenden Bunde der Landwirthe an- es wirklich so aus, als ob die Polizei auch nach dem 18. Januar bauer in Wirklichkeit wenig mehr als eine Komödie schlossen. Graf Limburg spricht von dem Reffortpatriotismus den Glauben an die Müzlichkeit ihrer Anwesenheit bei Versamm ist. Dem Verwaltungsbericht des Magistrats über die städtische im Reich, namentlich im Postressort. Ist die Allmacht des lungen noch nicht verloren hat. Armenpflege im Jahre 1892/93 entnehmen wir, daß z. B. im Kultusministers in Preußen, der durch kein Gesetz ge- Schneidige Auftritte kamen nach den Berichten, die uns zu- Sommer 1892 durchschnittlich das Siebenfache der Aussaat gebunden ist, nicht viel größer? Was hat Graf Limburg denn in gingen, auch am Montag Mittag in der Gegend des Friedrichs wonnen wurde, b. b. pro Parzelle etwa 1050 Pfund(= 101/2 der Budgetkommission des Reichstages gemacht; er will das hain vor. Verschiedene Schußleute waren geflissentlich bemüht, Bentner oder 5 Doppelzentner). Der Martini- Marktpreis pro Denkmal ablehnen und hat einen Unterstaatssekretär gestrichen. die aus der Versammlung heimkehrenden Arbeitslosen zu der be- Doppelzentner Kartoffeln war 4 M. 22/8 Pfg. Demnach betrug Wir dürfen auch weitere Thaten von ihm erwarten. tannten schnellen Gangart zu veranlassen. Ein in der Gollnow- der durchschnittliche Gewinn pro Parzelle 21,36 m. und, nach Seine Nede werde ich ihm im Reichstage vorhalten, straße beschäftigter Arbeiter, der Mittags nach der Arbeit in Abzug des Beitrages von 7,50 m., der durchschnittliche Weins wenn er nicht diligentiam prästirt( Heiterkeit). Wir Gile zurüdfehren wollte, mußte an der Meyerbeerstraße einen Gewinn pro Parzelle 18,86 m. Das ist wahrlich wenig find immer sparsam gewesen; aber da tamen wir schön Umweg nach der Linienstraße machen; der ihn befehlende Schuß genug für die den ganzen Sommer hindurch an den Sonn an: Wegen eines abgelehnten Direktors erhob sich ein großer mann sowohl als sein Vorgesetzter bestanden auf ihrem Schein tagen und an den Abenden der Wochentage gethane Ackerarbeit. Entrüstungssturm. Graf Limburg hat zwei Direktoren abgelehnt, trotzdem der Arbeiter betheuerte, daß er, um keine Versäumniß dabei handelt es sich hier sogar nur um den durchschnitt. ohne daß man darüber Aufhebens macht. Herr v. Plöß hat strafe zu blechen, in höchster Gile noch seiner Arbeitsstätte zurück- lichen Reingewinn. Das Ernteergebniß ist natürlich je nach Auf auch von Sparsamkeit gesprochen und dieselbe für den Marine- fehren müsse. Auch stellten die Schuhleute vielfach das An- der Bodenbeschaffenheit der Ackerschläge sehr ungleich. Etat in Aussicht gestellt. Wir werden ihm gern helfen. Die finnen an das aus der Versammlung, heimkehrende Publikum, einzelnen Strecken, fagt der Bericht, wurde nur das Bierfache Finanzlage und die Lage der Landwirthschaft ist nicht blos nicht das Trottoir, sondern das schmutzige Straßenpflaster zu be- der Aussaat gewonnen. Das sind also nur 600 Pfund trübe, fie hat auch Lichtseiten. Kein Erwerbszweig hat nußen. (= 6 Bentner oder 8 Doppelzentner), sodaß auf diese Parzellen ein Recht auf immer steigende Einnahmen. Haben die Auf einen schlimmen Uebelstand, der sich namentlich anläß bei Annahme des Martini- Marktpreises nur ein Gewinn von Tomänen nicht früher sehr schöne Einnahmen abgeworfen, lich der Attacke vom lenten Donnerstag bemerkbar gemacht hat, etwas über 12 M. und, nach Abzug des Beitrages von 7,50 R., 1892 1891 1890 1889 1888 1887 13,86 41,26 23,54 21,95 23,80 17,60 Sommer man Mit Brandwunden und anderen schweren Verlegungen am ganzen Körper wurde vorgestern ein siebenjähriger Sprechlaal. Inhalt desselben identifizirt zu werden. Geehrte Redaktion! Nummer 15 des Vorwärts" enthält einen Artikel, der sich " ein Rein gewinn von etwas über 4,50 M. tommt. 4,50 M.- Die Verwaltung der Abtheilung für Gewerbesteuern aber ging es hinter ihm her. Der große Uebelthäter wäre auch ent das Ergebniß der Arbeit eines ganzen Sommers! Und zu verlangt ausdrücklich die 10 Pf.- Marte. Mit welchem Rechte? fommen, wenn nicht ein Gefelle des in derselben Straße wohn diesem Zweck mußten sich die Inhaber solcher Parzellen Ist dies auch eine gefeßliche Steuer? haften Schlächtermeisters Pfund den Flüchtling ergriffen und auch noch 5 Monate lang jeden Monat 1,50 M. vom Munde abbarben! Daß die Zahlung dieser Summe den Die sogenannten festen Rückstände in den Kanalisations ihn den Schuyleuten übergeben hätte. Viele Schmeichelworte mit solchen Parzellen Beglückten wirklich nicht leicht geworden röhren, welche bei größeren Ansammlungen herausgenommen und bekan der brave Schlächtergeselle ob seiner Liebesthat von den fein tanu, ergiebt sich aus dem Bericht, in dem es heißt: Die abgefahren werden müssen und welche sich hauptsächlich aus Arbeitern, die das Schauspiel ansehen mußten, selbfiredend nicht Zahlung der letzten Raten erfolgte in zahlreichen Fällen erst haben nach den von der Kanalisationsverwaltung angestellten Kaffeegrund, Sand und ähnlichen Bestandtheilen zusammensetzen, zu hören. Polizeibericht. Am 22. d. M. wurde ein Händler vor nach vorheriger Mahnung, und bei 41 zahlungsunfähigen Fa- Ermittelungen im vergangenen Jahre über 12000 Kubikmeter dem Hause Neue Königstr. 19c durch einen Roliwagen und ein milien erschien es angemessen, diese Beiträge zu erlaffen, ohne betragen, sodaß auf den Kopf der Berliner Bevölkerung Eisendreher vor dem Hause Holzmarktstr. 69 durch einen Postdie Ernte zu kürzen." Der Bericht sagt auch, daß bei 702 a: 7,84 Liter dieser Rückstände zu rechnen sind. Die von der wagen überfahren. Beide wurden bedeutend verlegt und mußten milien( von im ganzen 2703) Erinnerung an die Feldarbeit Kanalisation geförderte Wassermenge war in dem gleichen Zeit nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht werden.! nöthig gewesen sei und daß 26 sich derselben bald gänzlich enthielten. Er giebt jedoch nicht an, ob raume 5000 Mal so groß, sodaß während eines Jahres im Im Laufe des Tages fanden zwei kleine Brände statt. festzustellen versucht hat, warum diese Familien sich er- ganzen etwa 614 Millionen Kubikmeter Wasser von der Berliner innern ließen oder die Arbeit ganz einstellten. Vermuthlich Ranalisation auf die Riefelfelder befördert werden. handelte es sich in den meisten Fällen darum, daß den Familien, sie ein besonders schlechtes Ackerstück erhalten hatten, der Gewinn Jon 4-5 M. denn doch zu gering erschien, um dafür einen Knabe in das Rigdorfer Krankenhaus eingeliefert. Nach den Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechsaals, soweit der Raum dafür ganzen Sommer hindurch zu arbeiten und auf andere, lohnendere Angaben des bedauernswerthen Kindes ist es von seinem Stief- abzugeben ist, dem Bublitum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Arbeit zu verzichten. Vielleicht wird man uns einwenden, daß vater Namens Böhnke fortgesetzt schwer mißhandelt und schließ- Sutereffes zur Verfügung; ſie wahrt ſich aber gleichzeitig dagegen, mit dem in manchen Jahren auch recht hohe Erträge erzielt worden seien. lich vor einigen Tagen mit dem bloßen Körper auf den glühend Das ist wahr; im Sommer 1891 3. B. betrug der Reingewinn heißen Küchenherd gesetzt worden. Eine tiefe Kopfwunde soll pro Barzelle durchschnittlich 41,26 M. Aber solche Sommer sind ihm seine Mutter, deren unehelicher Sohn der Knabe ist, durch über die Agitationsweise des„ Berliner Thierschuhganz vereinzelte Ausnahmefälle. Der durchschnittliche Rein- Schläge mit einem Feuerhaken beigebracht haben. Diese grau Vereins zur Bekämpfung der Massen- Thier. gewinn pro Parzelle betrug in den letzten Jahren in Mark jamen Mißhandlungen tamen ans Tageslicht, als der Knabe vorgestern seinen Vormund, einen Rigdorfer Kaufmann, besuchte. quälereien im Deutschen Reiche". Gegen die unmenschlichen Eltern ist die Untersuchung eingeleitet und zugleich Anhänger des Sozialismus bitte ich um's Wort, Als langjähriges Mitglied des Berliner Thierschuh- Vereins Biel ist also niemals herausgekommen, und das Jahr 1891 worden. vollends steht ganz allein da. Selbstverständlich wird niemand weil ich mancherlei richtig zu stellen habe. Es ist ein Irrthum, erwarten, daß die Parzellen- Inhaber aus dem ihnen überwiesenen Wie der Neutier auf den Ball geht. Nicht wenig er wenn der Vorwärts" hier ein verkapptes Bollwerk gegen die Der Berliner Boden eine höhere Rente herausschlagen, als jedem anderen schreckt war, wie ein hiesiges Blatt berichtet, in der Nacht zum Bestrebungen der Arbeiterklasse vermuthet. Ackerbauer möglich wäre. Wahrscheinlich werden sie, da der Sonntag ein Rentier, der in einem Ball Etablissement in einer Thierschutz- Verein kümmert sich absolut nicht um Politif. Betrieb hier doch in der Regel nur ein dilettanterhafter sein bann in Begleitung einer jener Damen das betreffende Lokal der besonderen Nische in Gesellschaft öffentlicher Dirnen gefneipt und Auf tem Boden seiner Bestrebungen können sich Leute verschiedensten fann, ihrer Parzelle fogar eine niedrigere Rente abringen. politischen und religiösen Stand: Aber man thue nicht so, als ob durch diesen Kartoffelbau verlassen hatte. In einem Wiener Café, in welches das Paar punkte zusammenfinden, wenn sie nur in dem einen Punkte den Armen Berlins irgendwie geholfen wird. Der winzige Er dann noch eingekehrt war, vermißte der Rentier ein Packet übereinstimmen, daß den armen Thieren geholfen werden muß. trag erscheint noch winziger, wenn man in Betracht zieht, das Banknoten im Betrage von 49 300 M., welches er in das Ball- Gewiß hat nun der„ Vorwärts" ganz recht, daß ein Verein, der es sich ausschließlich um kinderreiche Familien handelt. Die lokal mitgenommen hatte. Er begab sich ganz bestürzt in das laut seinem Namen zur Bekämpfung aller massenhaft vor2703 Familien hatten 11 349 Kinder unter 16 Jahren und über- betreffende Lokal zurück, das er aber bereits verfchloffen fand; fommenden Thierquälereien gegründet ist, nicht solche Schindereien 2703 Familien hatten 11 349 Kinder unter 16 Jahren und über- auf sein Pochen wurde ihm geöffnet, und es erfolgte auch eine übergehen darf, welche von den höheren Gesellschaftskreisen betrieben haupt eine Stopfzahl von 17 640 Personen. Das macht pro fofortige Durchsuchung der Räumlichkeiten, der verlorene Schatz werden. Aber ich behaupte, so feige und einseitig verfährt auch Familie 6-7 Köpfe. Bei einem durchschnittlichen Reingewinn fand sich aber nicht vor. Am nächsten Morgen meldete sich indeß der Berliner Thierschuh- Verein nicht. Auf das fragliche Bittgesuch von 13,86 m. pro Familie fommen also auf den Kopf pro bie Garderobiere des Etablissements, welche das foftbare Packet tomme ich noch zu sprechen. Unterlage der Kritik muß sein - 2 M. Wieviel auf den Kopf kommit, wenn die Fa milie aus 10-12 Köpfen bestand, und der Reingewinn bis auf nach Schluß des Geschäftes im Vorflur gefunden und einstweilen das gesammte Wirken, nicht ein einzelnes Gesuch, in dem viel4,50 M. hinabging, mag sich jeder selber ausrechnen. an sich genommen hatte. An dem Gelde fehlte nichts, so daß leicht, je nach der Zweckmäßigkeit, bald die eine oder die andere der arme Mann mit dem bloßen Schrecken davon gekommen ist. Seite der Frage mehr betont wird. Vereinsorgan ist die Berliner ' Nach den Lorbeeren, die der rheinische Standesbeamte mit Und da behaupten wir noch, daß es einen Nothstand giebt! Thier- Börse mit ihrem Archiv der Thierschutz- Bestrebungen". dem Verbot" des Namens, Emma" errungen hat, scheint gegen wärtig auch ein Berliner Zivilpastor zu geizen. Wie die„ Bolts- Zu dem muthmaßlichen Morde in der Borsigstraße Sier kann sich der Vorwärts" von der Gerechtigkeit und AllZeitung" zu berichten weiß, ist einem in der Golzstraße wird noch berichtet, daß es ziemlich zweifellos erscheint, daß die feitigkeit des Berliner Vereins überzeugen. Falls es beliebt, fo wohnenden Verlagsbuchhändler die Eintragung des Namens unverehelichte Anna Winkler in der Nacht zum Montag that. lege ich eine Reihe von Nummern vor, die sich auf das Schärffte " Gudrun“ verweigert worden, weil derselbe nicht in dem Ver- sächlich Besuch in ihrer Wohnung empfangen hat; denn ein gegen das Taubenschießen, gegen das Wettrennen, gegen die zeichniß der standesamtlich zulässigen Namen stehe. Wie wäre Bigarrenreft und ein Paar Herrenmanschetten mit' Perlmutter Distanzreiterei, gegen die Heßjagden, kurz: gegen die Thieres, wenn für den Staat der Intelligenz überhaupt eine Reform nöpfen sind in dem Zimmer vorgefunden worden. Ob ein Ber- quälerei, welche gerade in den maßgebenden und feineren Gesellschaftstreifen zu Hause ist, wendet. Daß im Augenblick die auf diesem Gebiete geschaffen würde und man nur solche Vor- brechen an dem Mädchen begangen ist, steht auch jetzt jüdische Schlachtmethode( das Schächten) im Vordergrunde der noch nicht namen zuließe, die etwa durch den Führer unſeres herrlichen daß Anna Winkler in Anwesenheit des Betreffenden eines Agitation steht, hat feinen Grund nicht etwa im Antisemitismus, Kriegsheeres die gebührende Weihe erhalten haben? natürlichen Todes gestorben ist. Dem Anscheine sondern in den sachlichen Verhältnissen. Der Berliner ThierDie unter den Fittichen der Polizei als Streitbrecher ist sie auf dem Sopha von Krämpfen befallen und schutz- Verein hatte durch Eingaben an alle höheren Verwaltungsfungirenden Auch Tarametertutscher fangen nachgerade dann in das Bett gelegt worden. Darauf deutet auch behörden durchgefeßt, daß in vielen Bezirfen Deutschlands hinan, in der Gefährdung der öffentlichen Ordnung fürchterlich zu der Umstand hin, daß sie mit dem Kopf am Fußende der fort das Tödten der Schlachtthiere ohne Betäubungsschlag verboten werden. Am Dienstag Morgen furz nach 11 Uhr fuhr der Knabe Bettstelle lag und die Knie etwas nach oben gezogen hatte. Der sein sollte, aber fast überall war hinzugefügt, daß davon diejenigen Wagenlenker des Taxameter Fuhrwerts 2459 an der Ecke anwesende Mann hat nun wahrscheinlich das Kopfkissen über die Thiere ausgenommen sein sollten, die zum jüdischen Schächten Dönhoffsplay Jerufalemerstraße in voller Karriere so unglücklich Todte gedeckt, um sich dem unangenehmen Anblick zu entziehen, bestimmt wären. Die Folge dieser angeordneten Ausnahme ist in ein Privatfuhrwert hinein, daß sein Vehikel, ehe er sich dessen dann das Zimmer verlassen und verschlossen. Den fehlenden gewesen, daß jetzt weit und breit auch die chriftlichen Metzger verfah, in lauter Stücken und Scherben auf der Straße lag, wo Schlüssel scheint er in der Aufregung mitgenommen zu haben. anfangen, ihre Thiere schächten zu lassen, so daß die ganze es eine ziemliche Weile die Paffage sperrte. Unsere Leser werden Nach Aussage von Hausbewohnern müßte nun freilich eine kleine Tödtungsreform vereitelt ist, wenn es nicht gelingt, die altjüdische Schlachtungsweise gefeßlich zu verbieten. Ob nun der Wortlaut fich das Bedauern, das die gerade an dieser Ecke haltenden Gelotasche vorhanden sein, nach der aber noch heute Morgen des Gesuches an die Kirchenbehörden hätte besser gefaßt werden nicht- streitbrechenden Droschkentutscher zu erkennen gaben, lebhaft von der Kriminalpolizei vergeblich gesucht wurde. dieser Umstand auf eine Beraubung zurückgeführt werden kann, Zweck erfüllt, die Geistlichen sind angewiesen, auch den Schuh tönnen, unterlasse ich zu erörtern. Jedenfalls hat das Gesuch seinen vorstellen können. läßt sich durchaus noch nicht nicht behaupten. Die Wirthin Die Presse schwelgt in höherer Wonne. Der vom der Winkler glaubte, daß diese von Dieſe hilfloser Thiere als einen Theil ihrer Christenpflicht zu betrachten. Berein der Berliner Bresse am letzten Sonnabend veranstaltete gegriffen sei und der Polizei auf So lange die Menge des Boltes in Gleichgiltigkeit gegen die ließ das Zimmer in der Absicht Ball erfreute sich des Besuchs hocharistokratischer Gäste, des BotLeiden der Thiere verharrt, muß sich ein Thierschuh- Verein öffnen, aus einem Echrant Kleider zu entnehmen. schafters Herbette, des Admirals v. d. Golz, des Unterstaats- Bei dieser Gelegenheit fand sie die Leiche. Die friminalistische wesentlich auf die Behörden ftüßen, will er etwas erreichen. Daher so vielfach der Eiertanz, denn man darf doch nicht unflug sekretärz von Rotenhan und verschiedener Offiziere und Gesandt- Untersuchung liegt in den Händen des Kriminal- Inspektors Daher so vielfach der Giertanz, denn man darf doch nicht unflug schafts- Attachés 2c. Das„ Kleine Journal" beklagt nur, daß alle Stüwe und des Kriminal- Kommissars Kühne, die bis spät in die Dinge berühren, welche Anstoß erregen und die erbetene Hilfe diese Herren ohne ihre Damen kommen und damit bekunden, daß Nacht hinein in dem Zimmer der Winkler thätig waren. Die verhindern könnten. Ganz anders aber wäre es, wenn die ihnen diese Gesellschaft nicht recht anständig zu sein scheint, son- Leiche, die auch heute noch keinerlei Berlegungen zeigt, wohl Stimme des Volkes gebieterisch die Abschaffung der Mißbräuche dern zu denen gerechnet wird, bei denen man Frauen und aber Verwesungsflecke erkennen läßt, wie solche infolge von fordern würde. Und da muß ich jetzt einmal den Spieß ums Töchter zu Hause läßt. Das würdige Blatt hat für das Unver Schlaganfällen sehr bald eintreten, ist heute Vormittag um fehren und fragen: Wie hat sich denn die Sozialschämte dieser Anschauung kein Gefühl, sondern hofft nur, daß 10/4 Uhr unter großem Zusammenlaufe der Bevölkerung nach demokratie bisher zum Thierschutz verhalten? die Presse in der Zulassung ihrer Gäste größere Vorsicht üben dem Schauhause gebracht worden. Eine Gerichtskommission hat Soweit ich die sozialistische Presse und Literatur kenne, und werde, damit sie der Ehre gewürdigt werden könne, daß sich heute das Zimmer, besichtigt. Eine Menge Briese und Post: ich lese fleißig, kann ich nur sagen, es ist im allgemeinen so geKomtesse und Baronesse auch zu ihr herablaffe. Es ist der farten, die die Winkler in dieser Wohnung erhalten hat, die wesen, als ob für die Sozialdemokraten leidende Thiere überrichtige Standpunkt des Schmock, den diese Art Presse troß Frack aber nur auf Zusammenkünfte Bezug haben, sind behördlich in haupt nicht exiftirten. Selten verirrte sich einmal eine thier. und Lackstiefel nicht verleugnen kann. freundliche Notiz oder Abhandlung in die sozialistischen Blätter, Verwahrung genommen worden. aber ficher ließen sie teine Gelegenheit entgehen, wo sie den And Liebe. Ein hiesiger Lehrer emer. feierte dieser Tage Thierschutz fritisiren fonnten. Infolge dessen ist diese Sache bei den seinen 70. Geburtstag. inter ben eingegangenen Geschenken Sozialdemokraten durchaus unpopulär. Und doch meine ich, die sozialbefand sich auch eine Riste von außerhalb, deren Absender dem demokratische Partei darf sich nimmer auf das Wohl derer bee Lehrer unbekannt war. Beim Deffnen der Kiste befand sich in schränken, die zufällig Menschen antlig tragen, sondern sie derselben ein hübsches Bierglas und ein Zettel mit dem Verslein: muß überhaupt die Vertreterin aller fühlenden Geschöpfe sein, Das im sogenannten Sommerlazareth der Charitee Alus Liebe für empfangene Siebe. Ein dankbarer Echüler." welche leiden. Die Abschaffung der schauberhaften Thierjüngst stattgefundene kleine Feuer läßt die Grörterung der Man sieht, die Gemüthsmenschen sind doch noch nicht aus quälereien ist auch eine Aufgabe der Sozialdemokratie. Gine Partei, welche das Recht der darbenden und duldenden im genannten Krankenhause vorhandenen Löscheinrichtungen und gestorben! Schwachen vertheidigt, kann doch nicht die Rechte der Allerdie Rettung der Patienten bei ausgebrochenein Feuer angezeigt Berichtigung. Herr Lisiak, Friedenstr. 5, theilt uns mit, ich wä ch st en vergessen. Dies aber sind die Thiere, namentlich die erscheinen und giebt aufs Neue Veranlaffung, eine gänzliche Um daß er am Donnerstag feinen flüchtigen Arbeitslosen der Polizei ermsten der Proletarier, die Arbeitsthiere, und unter ihnen namentlich geftaltung dieser Anstalt energisch zu fordern. Es dürfte auch gewalt denunzirt habe. die Pferde, welche ein französischer Schriftsteller so wahr und dem größten Lobredner schwer fallen, die Behauptung aufzustellen, daß die Gebäude, welche unter dem Namen der Alten Charitee" Der moderne Menschenhandel in Gestalt gewerbsmäßiger ergreifend die Märtyrer der Arbeit" genannt hat. Die Thier und der„ Neuen Charitee" bekannt sind, bei" ausgebrochenem Stellen- und Arbeitsvermittelung beschränkt sich schon nicht mehr schuhfrage liefert der sozialistischen Agitation neue Geisteswaffen Feuer, zumal während der Nacht, zu halten sein würden, auf die eigentliche Arbeiterklasse, sondern hat sich auch bereits der zum Kampf gegen die heutige Einrichtung der Boltswirthschaft. Sobald das Feuer auch nur eine furze Zeit unbemerkt geblieben Thätigkeitsgebiete der besseren" Stände bemächtigt, wie aus Darüber wolle man nachlesen im Thier uno Menschenfreund" ist; an dem alten ausgetrockneten Holzwerk findet es die reich- einem Geschäftsangebote zu ersehen ist, welches der Deutschen von 1892 die umfassende Abhandlung Die soziale Frage und Hermann Steuz. lichste Nahrung; Löschvorrichtungen, Schläuche auf den Kor- Bau- Beitung" zur Verfügung gestellt worden ist. Dasselbe lief die Leiden der Thiere". # Ein Stein des Anstoßes" befindet sich seit Vollendung " " der Friedrichsbrücke an der nördlichen Seite neben der alten Fußgängerbrücke, an dem besonders Abends schon Mancher Anstoß" genommen hat. Derselbe follte doch wohl an einen Ort gehören, wo er nicht lebensgefährlich werden könnte. den " " nach Db aber " ridoren zc. sind nicht vorhanden und so muß denn bis zum Ein- ein auf eine öffentliche Anfrage nach einem für kunstgewerbliche Trotz der vielen falschen Auffassungen, die in dieser Busentreffen der Feuerwehr jeder Versuch des Ablöschens unterbleiben. Erfindungen geeigneten Architekten und geht von einem„ Komtoir dung offen zu Tage treten, haben wir geglaubt, derselben AufDie Rettung der Patienten ist mit denselben Schwierigkeiten Sandmann" in Bad Misdron au der Ostsee aus, welches nahme gewähren zu müssen. Eine Widerlegung des Herrn Einverknüpft. Die einzige feuersichere Treppe geht außerhalb des von einem Oberförster und Dampfschneidemühlen- Verwalter fenders und Auch- Anhängers des Sozialismus ist um so leichter, und zunächst nur Gebäudes auf die Luisenstraße hinaus, aber auch sie ist nur einem außer Diensten geleitet wird für als der Herr, wenn er richtig zu lesen verſtünde, faum etwas geringen Bruchtheil der Infassen erreichbar und zwar denjenigen die Holzbranche" beſtimmt ist, aber anscheinend seinen anderes in dem kürzlich von uns veröffentlichten Aufsatz finden Geschäftstreis auch nach der Architektur und der Stationen 9, 10, 11, 12 und 13, 14, 15, 16, alle anderen dem könnte, als was er selber in seiner Einsendung vertritt. Es ist müssen vor der dazwischen liegenden brennenden Holztreppe Hait Kunstgewerbe hin erweitern will. Am bezeichnendsten ist der dem ein Fiktion ohne Gleichen, wenn der Einsender aus der ThatSalt machen. Un reti bar dem Untergange verfallen gedruckten Angebot handschriftlich hinzugefügte Nachfab:" Bitte sache, daß wir den Menschenschutz in der heutigen Gesellfind aber diejenigen Stranten auf Station 23, wenn das höflichst um geneigtes Näheres, da ich ein umfangreiches best- schaft als erste Forderung erheben, nun auch folgert, daß für Feuer etwa auf dem Boden zum Ausbruch käme. Die bort assortirtes Lager gediegener, verhältnismäßig nicht zu hoch uns die leidenden Thiere nicht da sind. Wo Thierquälerei geEs ist übt worden ist, da war es, wie der" Thierfreund" beim hinaufführende enge Treppe gestattet tein Entrinnen und über fordender Kräfte zu Ihrer kostenfreien Auswahl habe." neben diefer Station liegenden Theil des Bodens dies ein sichtbares Zeichen, daß die Proletarisirung der Ge- Lesen sozialdemokratischer Tagesblätter hätte finden müssen, bildeten", welche dem Kapital gleich dem Arbeiter ihre Arbeits- vorerst die Arbeiterpresse, Abscheulichkeiten die derartige nach der Nothtreppe zu flüchten, dürfte niemand bei der fraft zu verkaufen gezwungen sind, immer weiter um sich greift. an den Pranger stellte und gerade die von ihm mißdeutete Notiz herrschenden Verrwirrung und Unfenntniß der Räumlichkeiten und auch hier wie dort finden sich sofort Leute, welche die Noth- fordert energisch, daß der Thierschutz sich gerade auf die Gebiete gelingen. Die Charitee beherbergt durchschnittlich 1500 Berfonen täglich lage der Arbeitskräfte im eigenen Interesse ausnutzen. Ein erstrecke, wo er am nothwendigsten ist. Wogegen die Sozialmöge sich die Direktion und die anderen mit berufenen demokratie energisch Protest eingelegt hat, das ist die elende Faltoren der furchtbaren auf ihnen ruhenden Verantwortlichkeit In der Nacht zum Sonnabend sind einem jungen ar- Seuchelei, mit der einige vorgebliche Thierfreunde ein Lamento bewußt werden und eine Aenderung baldigst herbeiführen. beitslosen Schneidergesellen im städtischen Obdach( Baracke Nr. 35) anstimmten, wenn ein Ochse nicht nach der von ihm gewünschten Das jüngste Feuer war ein mene tekel in wahrhaftiger seine Legitimationspapiere und feine Uhr im Werthe von 12 M. Methode vom Leben zum Tode gebracht wurde und es ruhig geFlammenschrift. gestohlen worden. Die Aermften der Armen liegen im schehen ließen, daß Arbeiter und Arbeiterinnen von einem Unterstädtischen Obdach so eng zusammengepfercht, daß es dem ge- nehmer, der vielleicht gar ein" Thierfreund" sein mochte, in wiffenlosen Spizbuben ein Leichtes ist zu stehlen und mit barbarischer und unmenschlicher Ausbeutungswuth in der Fabrit der direkten Steuern in Berlin hatte ein Gewerbetreibender eine dem Raube zu entkommen. dahingemordet wurden. Darin muß der Thierfreund und AuchPostkarte zur Rückantwort beigelegt. Hierauf erhielt der EinSozialist sich schon gefallen, daß die Sozialdemokratie die fender folgendes Schreiben:„ Wir bemerken, daß Postkarten im Eine sehjagd auf einen armen Arbeitslosen war am Aufhebung der größten aller Barbareien, der Menschenquälerei amtlichen Gebrauch nicht üblich sind und senden Ihnen daher Montag Abend in der Manteuffelstraße zu beobachten. Mehrere vor die Thierquälerei setzt. Ist erstere beseitigt, dann wird auch diefelbe zurück." Die tönigliche wissenschaftliche Prüfungs: Schußleute hatten einen armen Teufel beim Vetteln beobachtet das Thier zu seinem Recht kommen. Die Redaktion. Tommission hat schon vor Jahren über eingesandte Gebühren auf und der Fang sollte vor sich gehen, als der Arme aus einem Postkarten quittirt. Ebenso theilen die Eisenbahnverwaltungen Bigarrenladen heraustrat. Der Arbeitslose hatte aber wohl die Ankunft von Gütern den Empfängern durch Postkarten mit. Zunte gerochen, er lief die Straße hinauf und mit lautem Halloh Zopf! Einem Schreiben an die Direktion für die Verwaltung moderner Sklavenmarkt! Verantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin, SW, Beuthitraße 2. a 2. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 19. Italien in Gährung. Mittwoch, den 24. Jaunar 1894. Gerichts- Beitung. " Gewerbegericht. dann brauche ich 11. Jahrg. wird sofort zu 48 Stunden Disziplinararrest verurtheilt. Der achtzehnjährige Zimmermaler Stacina, der Nachts dabei abgefaßt wurde, wie er die kaiserlic en Adler an Briefkasten besudelte, behauptet, er sei berauscht und der Meinung gewesen, daß er als Zimmermaler eine Wand anstreiche. Andere Angeklagte nehmen alles zurück, was sie beim Verhör durch die Polizei ausgesagt hatten. Die Proteste der Vertheidiger gegen die angebliche Gesundheitsschädlichkeit des Saales wurden von dem Ober- Landesgerichte zurückgewiesen. Die Zuckungen und Gährungserscheinungen im Süden Rammer VII. Vorsitzender: Assessor Meyer. Sigung vom Italiens, in Apulien und Calabrien haben sich nach Norden 18. Januar. verbreitet und an einzelnen Orten zu heftigen Ausbrüchen ge= Als ein besonders gesetzeskundiger Mann gerirte sich dem steigert. Der Belagerungszustand- Crispi's Gottesfriede Richterkollegium gegenüber der Kohlenhändler Schargow, den für Sizilien allein genügt nicht mehr; schon ist im Ministerium der Arbeiter Richter vor die Schranken des Gewerbegerichts der Beschluß gefaßt, den vollen Belagerungszustand auf das zitirt hatte; er wollte alles besser wissen, als der als Vorfißender Festland auszubehnen, zunächst auf die Provinz Massa- Carrara. fungirende Jurist. Wenn ich zu einem Arbeiter bei der Pfandrechte des Vermiethers so heißt es in Pfandscheine unterliegen nicht dem gefeßlichen Sier in den berühmten Marmorbrüchen von Carrara sind die Annahme sage", so führte er aus, die Stellung dauere einem Berufungsurtheil des hiesigen Landgerichts I. Ein Haus fandrechte des Vermiethers Marmorarbeiter aus dem Apuanischen Gebirge zu den Städten fo Lange, wie Arbeit da ist, Avenza, Maffa und Carrara herabgestiegen und haben blutige zu ihm nicht zu tündigen. Ich brauche dem Arbeiter auch nur ein wirth nahm, als ein Miether bankrott gemacht hatte, das Necht fammenstöße mit den Truppen gehabt. Gestern, am 16. Jan., fand ein Beugniß zu geben, worin seine„ Führung" bezeichnet ist. Der auf versuchsweise Befriedigung aus vorgefundenen Pfandscheinen Gemezel zu Torano, einem kleinen Ort bei Carrara, statt, in welchem Kläger ist faul gewesen, zu lange weg geblieben", als er einen deshalb in Anspruch, weil dieselben an die Stelle der in die ge18 Zobte und 30 Verwundete der Aufständischen fielen. Der Gang" besorgte, und da lonnte ich ihn erst recht ohne Kündigung dem Vermiether- Pfandrecht unterworfen feien und weil sie mietheten Räume gebrachten Waaren getreten und damit offizielle Bericht giebt an, die Empörer feien bewaffnet gewesen, entlaffen." Der Sohn des Beklagten fagte aus, dem Kläger fei als Inhaberpapiere an sich zu den Jllaten des Miethers ge weiß aber nur von einem verwundeten Bersagliere zu erzählen. beim Engagement nichts von der Dauer der Arbeit gesagt worden. hörten. Das Landgericht I sagt dagegen in seinem Erkenntniß: Crispi fährt fort, in der Weise zu wüthen, wie er begonnen hat. Alle Versuche des Vorsitzenden, den Beklagten zu belehren, daß hörten. Das Landgericht I sagt dagegen in seinem Erkenntniß: Unaufhörlich werden neue Truppen eingezogen. Die Einberufung ein zu langes Wegbleiben" fein Entlassungsgrund sei, daß aus Das Pfandrecht des Vermiethers an den Jaaten des Miethers Das Pfandrecht des Vermiethers an den Jllaten des Miethers des Jahrgangs 1869 genügt nicht mehr, schon ist die Klasse von dem erwiesenen Thatbestand kein Kündigungsausschluß heraus- Miethswohnung bestehen, wenn dieselbe heimlich oder wider bleibt nur dann auch nach Fortschaffung derselben aus der 1868 bezeichnet. Aus Brescia und Mantua, aus Pisa, Livorno gefunden werden könne und daß ferner durch Gesetz die und Parma werden Unruhen gemeldet, ebenso aus der Umgegend Ausstellung eines Attestes über Art, Ort und Zeit der Beschäf- Willen des Vermiethers geschieht. Dagegen erlischt es, wenn im von Bologna, von wo Truppen nach verschiedenen Nachbarorten tigung auf Verlangen des Arbeiters vorgeschrieben sei, nugten regelmäßigen Geschäftsbetriebe Waaren, die zu diesem Zwecke ausgezogen find. den Streifenden und den an den Rundgebungen Theilnehmenden Er wurde zu einer Lohnentschädigung von 30 M. und zur Aus Pfandrecht bezieht sich gemäß§ 395 des Allgem. 2.-R. I 21 Die Unterdrückungswuth bleibt natürlich bei nichts. Er wollte absolut nicht heran" und freiwillig zahlen. vom Miether eingebracht sind, verkauft und fortgeschafft, also auch wenn sie lombardirt werden. Das Vermiethernicht stehen. In Parma wurden gegen das Gesetz alle organisirten stellung eines ordnungsmäßigen Zeugnisses verurtheilt. Wenn Pfandrecht bezieht sich gemäß§ 395 des Allgem. 2.-R. I 21 Arbeitervereinigungen aufgelöst, ihre Banner, Bücher und Kassen wirklich Trägheit vorgelegen hätte, wäre das kein Grund zur den körperlichen Sachen auch Werthpapiere und besonders Innur auf" Sachen und Effekten". Zu diesen werden freilich außer mit Beschlag belegt. Die von der Regierung bezahlten Blätter sofortigen Entlassung gewesen. Ueber die Thatsache, ein beginnen das Publikum auf Crispi's Diktatur vorzubereiten. Er ordnungsmäßiges" Zeugniß nun doch ausstellen zu müssen, war haberpapiere gerechnet, nicht aber sonstige Papiere des gewöhn wird von der am 23. Januar zusammentretenden Kammer un- der Verurtheilte am meisten erbost; er hatte durchaus dem lichen Geschäftsverkehrs, welche blos zum Beweise des in ihnen beschränkte Vollmachten verlangen, Italien zu beruhigen, wie er Kläger nur ein Attest geben wollen, in welchem dessen angeb- verbrieften Rechts dienen sollen, nicht aber" Träger" desselben bisher Sizilien beruhigt hat und er wird die Kammer auflösen, liche Faulheit" festgestellt wurde. sind. Die Pfandscheine sind nun feineswegs Inhaberpapiers, wenn sie ihm die Diktaturgewalt nicht bewilligt. Für Sizilien sondern Papiere der letterwähnten Art und sind deshalb dem sind bisher die Beruhigungsmaßregeln folgende: Pfand- und Retentionsrecht des Vermiethers ebenso wenig unterworfen, wie etwa ein Wechsel. Einberufene Infanterie mit Einschluß des Jahrgangs 1869, zum großen Theile bereits abgesendet, zum anderen Theil unter wegs nach Sizilien 27 Bataillone zu 800 Mann, zusammen 21 600. Fünf Regimenter Ersatz und Ergänzungstruppen, 15 Bataillone: 12 000. 12 Bataillone neuerdings vom Kriegsminister aus den größeren Garnisonen des inneren Landes entsandt 9600. 16 Bataillone aus verschiedenen fleineren Garnisonen zufammengezogen, nach den Seehäfen geführt und zur Ausschiffung nach Sizilien bereit 13 100. in Rußland Der Schlächtermeister Hoffmann wurde mit fünf Mark Strafe und den Kosten eines Termins bedacht, weil er sich zu spät einfand und durch sein Verschulden die Vertagung einer Verhandlung nothwendig geworden war. 25,90 M. an den Arbeiter Feist zu zahlen, die er diesem nach dessen Angaben schuldig geblieben sein soll, wurde der Bierverleger Mattiä verurtheilt. Die Angaben des Klägers nahm das Gericht als der Wahrheit entsprechend an, da der Beklagte weder im Vergleichs- noch im Haupttermin erschien. Kammer I. Vorsitzender: Assessor 2öwe. vom 20. Januar. " Sigung Soziale Meberlicht. Aufruf an die Arbeiter und Parteigenossen von Johannisthal, Nieder- Schönweide und Umgegend. Bens scheiden jetzt je ein Drittel der Gemeindevertreter aus. In allen Landgemeinde Vertretungen Preu Bens scheiden jetzt je ein Drittel der Gemeindevertreter aus. alten wieder) gewählt. Die Wahl findet im März d. J. statt. Für diese Ausscheidenden werden neue Vertreter( oder auch die Die Wählerlisten liegen im Gemeinde- Amtshause in der Zeit vom 15. bis 30. Januar in den Büreaustunden aus. Wer nicht in der Liste steht, ist nicht wahlberechtigt. Bersäume daher Nizmand, fich zu überzeugen, ob er in die Wählerliste eingetragen ist. Pflicht eines jeden Arbeiters ist es, seine Bekannten darauf aufmerksam zu machen. Sausstand( b. i. eigene Wohnung) besitzt und nicht durch richterWahlberechtigt ist jeder, der 24 Jahre alt ist, einen eigenen Hausstand( d. i. eigene Wohnung) besitzt und nicht durch richterliches Erkenntniß die Verfügung über sein Vermögen verloren hat.( Schlafleute, Knechte, Haussöhne und Aftermiether sind nicht wahlberechtigt.) Außerdem muß jeder Wähler Angehöriger des Deutschen Reichs( nicht nur Preußen) sein, die bürgerlichen Ehrenrechte besigen, seit einem Jahre im Gemeindebezirk wohnen, feine Armenunterstüßung aus öffentlichen Mitteln empfangen der Gemeinde besigen, oder von seinem gesammten innerhalb der und die auf ihn entfallenden Gemeinde- Abgaben gezahlt haben. Schließlich muß jeder Wähler entweder ein Wohnhaus in der Gemeinde befizen, oder von seinem gesammten innerhalb der Gemeinde belegenen Grundbesitze einen Jahresbetrag von minGemeinde belegenen Grundbesitze einen Jahresbetrag von mindestens drei Mark an Grund- und Gebäudeſtener bezahlen oder zur Einkommensteuer veranlagt sein oder zu den Gemeindeabgaben nach einem Jahreseinkommen von mehr als 660 Mark berangezogen sein. Arbeiter! Thue ein jeder seine Pflicht! Eine das Gastwirthsgewerbe betreffende wichtige Entscheidung wurde dieser Tage von dem 9. Zivilsenat des Kammergerichts gefällt. Ein hiesiger Hausbesitzer hatte nämlich einem Restaurateur ein Lokal mit Vorgarten zum Betriebe der Gastwirthschaft vermiethet, doch wurde dem Restaurateur vom Stadtausschuß nur die Konzession für das innere Lokal, nicht aber die für den Gewerbebetrieb im Vorgarten ertheilt, indem sich nämlich die Befürchtung geltend machte, daß durch den Verkehr der Totale Summe für Sizilien 56 000 Mann. Nur auf Probe" sei die Schneiderin Koch an- Passanten längs des nur durch einen Gitterzaun von dem Trottoir Ich hatte Ihnen in einem früheren Berichte zugleich mit genommen gewesen und habe deshalb keinen Anspruch auf die getrennten Vorgartens sich Unzuträglichkeiten ergeben würden. Der de Felice's und de Luca's Gefangennahme auch die Verhaftung gesetzliche Kündigungsfrist gehabt, machte der Damenschneider Miether forderte hierauf vom Vermiether Entschädigung in Form von Garibaldi Bosco gemeldet. Dies war ein Jrrthum, seine Lebenheim gegen eine Entschädigungstlage der Genannten eines Miethsnachlasses und erlangte letteren dann auch im Gefangennahme war von Freunden aus Palermo nach Mailand geltend. Durch die Beweisaufnahme wurde erwiesen, daß das Klagewege in Höhe von zwei Fünftel der Gesammtmiethe. Sotelegraphirt worden, aber er war den Häschern entgangen und Engagement auf Probe" durch den Beklagten in einer Weise wohl das Landgericht, wie das Kammergericht waren nämlich der Ansicht, daß der Miether durch die erwähnten Umstände hielt sich in Balermo verborgen, bis gestern am 16. Januar erfolgte, die nach Annahme des Gerichts unmöglich als vor einen berechtigten Anspruch auf Entschädigung erlangt habe, und Bosco zusammen mit Bernardino Verro und Nicolo läufiger Kündigungsausschluß angesehen werden konnte. RedensBrobato von Morra's Spionen entdeckt und ins Ge- arten wie:„ Er wolle es mal mit ihr( der Klägerin) versuchen", und daß hierbei der Einwand des Vermiethers, daß der Miether sich fängniß geführt wurden. Auf die Nachricht hiervon fand heute( später gebraucht): Sie müsse noch einige Zeit auf Probe" ar- nicht bei der Entscheidung des Stadtausschusses hätte beruhigen, im Saale des Arbeiterkonsulats in Mailand eine erregte Ver- beiten, über ihre Leistungsfähigkeit tönne er( Beklagter) sich noch sondern in die zweite Instanz, an den Bezirksausschuß, hätte sammlung der organisirten Sozialdemokraten statt. Nachdem nicht tlar werden", waren es, worauf sich der Beklagte stützte. gehen sollen, nicht in betracht komme. Furati die Bedeutung des Aufrufs des Zentralfomitees der Derfelbe wurde zur Zahlung von 24 M. wegen unrechtmäßigeri Fasci in Palermo mit ihren sozialistischen Forderungen hervor Entlassung verurtheilt. In der Begründung hob der Vorsitzende gehoben hatte, tadelte er heftig das fernere Verhalten der Führer, als bedeutungsvoll hervor, daß nicht mal eine bestimmte Dauer das die Regierung in ihren brutalen Maßnahmen nur ermuthigte. der Probezeit abgemacht worden sei; auf diese Weise hätte der Er erklärte offen: Die Partei tann und darf sich in feiner Beklagte ja die Probezeit wer weiß wie ausdehnen können. Rüdsicht lossagen von der Revolution der Verhungernden, wie verKammer V. Vorsitzender: Assessor Dr. Herzfeldt. schieden auch sonst immer die Taktik der Partei von der unorgani firter Ausbrüche sein möge.( Stürmischer Beifall.) Die Versamm einen Vertrag abgeschlossen, wodurch Bock verpflichtet wurde, ein Der Hohlschleifer Bock hatte mit dem Schleifereibesitzer Görk lung erklärte sich solidarisch mit den Opfern der Hungerrevolution, Jahr lang- bis zum 1. Mai 1894- im Betriebe des letzteren verwarf jede vorgeschlagene gemäßigte Tagesordnung, indem sie für bestimmte Altordpreise zu arbeiten, die Arbeitszeit richtig der Regierung allein die Verantwortung für die schon überall einzuhalten einzelne Stunden sollen nicht in betracht kommen sichtbaren Folgen ihres Gewaltsystems zuschob, und ging unter die Arbeit brauchbar abzuliefern und für möglichen Schaden auf: Animmung der Arbeiterhymne auseinander. Nächsten Sonntag zukommen. Eines Tages glaubte der Meister Görk annehmen soll eine noch größere Versammlung zu gunsten Siziliens statt zu dürfen, Bock habe für sich gearbeitet und die Geschäftsarbeit finden. Der Belagerungszustand auf der Insel ruft inzwischen inzwischen liegen gelassen. Es hingen nämlich zwei zu schleifen beburch sein wüftes Treiben alle Grinnerungen der Bourbonenzeit gonnene Messer beim Arbeitsplay B's., die G. nicht als zu der„ Arund der Kroatenherrschaft Desterreichs wieder wach. Auch die beit" gehörig erkannte, welche er demselben vorgegeben hatte. Er und der Kroatenherrschaft Desterreichs wieder wach. Auch die sozialistisch nur verdächtigen Zeitungen werden beschlagnahmt, fündigte Bock, der jedoch mit Rücksicht auf seinen Vertrag die unterdrückt und verboten. Radikale bürgerliche Blätter, wie der Kündigung nicht annahm, was seine Entlassung zur Folge hatte. Secolo" in Mailand, werden auf der Post zurückgehalten. Er klagte jetzt, Schadenersatz beanspruchend. Ein solcher wurde Der" Siziliano" in Palermo, dem das Wiedererscheinen gestattet ihm auch zugesprochen in der Höhe von 60 M.( Kläger hätte wurde, zeigt große, weiße Benfurlücken, die, wie die schwarzen Flecke mehr erhalten, wenn nicht durch seine Schuld der Gerichtshof in eine Schande Italiens Die Häuser in den Städten und die Hütten in den Dörfern richterstatter.) das Blatt verunzieren. den Irrthum verfallen wäre, er verlange nur 60 M. Der BeDas Gericht hielt die übrigens unwerden nach Waffen durchsucht, wobei es an den brutalsten bewiesenen Angaben des Beklagten, daß Kläger ſonen werden ins schwarze Kabinet, das Morra in Palermo einsonen werden ins schwarze Kabinet, das Morra in Palermo ein in seiner Werkstatt ausgeführt habe, für belanglos. Wenn Szenen nicht mangelt. Alle Briefe an irgend verdächtige Per- gegen seinen Willen und ohne sein Wissen Privatarbeiten gerichtet hat, abgeliefert und dort erbrochen. Bis auf die Hüte Kläger wirklich wie angegeben gehandelt hätte, wäre es kein und Bärte erstreckt sich Crispi's neues Regiment. Ganz wie in Grund zur Entlassung im vorliegenden Fall gewesen. Da der der Zeit der infamſten österreichischen Herrschaft werden Voll- Vertrag auf länger als vier Wochen geschlossen war, würden bärte für revolutionär erklärt und von dem Heer der neu an- nur ganz gewichtige Gründe die plötzliche Entlassung stimmter Hutformen verfolgt. In edler Nachahmung wetteifert rechtfertigen. Dem Kläger bleibt es nach dem gefällten Urtheil die Reaktion auf dem Feilande. Das neue tägliche Blatt überlassen, für die Zeit, welche er bis zum 1. Mai arbeitslos ist, " weitere Schadenersatzansprüche zu erheben. Punto nero" in Reggio Emilia ist schon dreimal tonfiszirt worden, und ebenso durfte die letzte Nummer der Lotta di Classe" Weil der Metallschleifer Meyer sich 14 Tage lang dem erst nach zweimaliger Beschlagnahme in dritter Ausgabe er- Schleifereibefizer Gumbert zur Verfügung gestellt habe, ohne entschienen. Wir schließen das heutige Bild der steigenden Gährung lassen zu fein, aber auch ohne arbeiten zu können, wurde der in Italien mit einer bezeichnenden Szene aus dem blutigen Ge- Leßtgenannte verurtheilt, 42 Mart Lohnentschädigung jenem megel von Marineo, wo 50 Verwundete und 30 Toote des zu zahlen. Arbeitsmangels wegen hatte der Beklagte den hungernden Volfes Crispi's Gottesader- Frieden in Kläger zuerst zum Gängegehen" verwendet und ihn dann ausSizilien besiegelten: Sie erinnern sich des Ausspruchs als sehen lassen. Als Kläger 14 Tage ausgefeht hatte, wurde er neuestes Gebot: Wenn ich's befehle, so habt ihr auf eueren entlassen In der Zwischenzeit hatte er sich hin und wieder dem Vater und euere Mutter zu schießen!- In dem 38. Regiment Chef vorgestellt, um zu erfahren, ob dessen Prophezeihung, in Daß wir Nürnberger Former in unseren Bestrebungen gegen der Infanterie, das an dem genannten Tage nach Marineo einigen Tagen wieder arbeiten zu fönnen, nicht bald in Gr- die Absichten des Industrieverbandes, betreffs Einführung der gegen die Hungerrevolte marschirt war, befand sich der Soldat füllung gehe. Begründet wurde das Urtheil damit, daß der Akkordarbeit in ihren Gießereien auf heftigen Widerstand stoßen, Giovanni Buonafede aus dem Orte Marineo selbst gebürtig. Beklagte von feinem Recht, den Kläger fofort zu entlassen war voraussichtlich, daß aber mit solchen Kraftanstrengungen Der Major des Regiments, Nerli mit Namen, tommandirte auf Kündigungsfrist bestand nicht nicht Gebrauch gemacht habe, von seiten des Industrievereins gearbeitet wird, giebt uns den einige Steinwürfe des Voltes das mörderische Kommando Feuer! indem er, obgleich ihm nach seiner eigenen Aussage an der Ein- Beweis, daß man zuerst bestrebt ist, uns als die bestvereinte Und unter dem Schreien der Verwundeten und Sterbenden hörte behaltung von Buch und Karte" nichts gelegen war, diese ihm Organisation eine Niederlage beizubringen. der Solbat Buonafede eine Stimme, die rief: Mein Sohn, doch nicht aushändigte. Arbeiter, Berufsgenossen! Schon von jeher bemein Sohn! ich muß sterben!"( Im sizilianischen Dialekt: trachten wir die Akkordarbeit als Mordarbeit. Darum Figghin! Figghin! Stai muriennu!") Es war die Stimme Omladinaprozeß. Prag, 28. Januar. Heute fand das find wir der Ueberzeugung, daß wir wir die Sympathie feiner eigenen Wutter, die von einer Rugel durch die Brust ge- Verhör der Hauptangeklagten: Redakteur Staba, Journalist aller zielbewußten Arbeiter auf uns vereinigen. Da sich schoffen war. Sie hatte sich nicht an dem Aufstand betheiligt Sokol und Advokatur- Stonzipist Dr. Raschin statt. Ersterer will die friedlichen Unterhandlungen von unserer Seite als und war auf den Platz gekommen, um ihren Sohn zu sehen, da gar teine Omladina kennen; Sokol gesteht zu, fie zu kennen, be- erfolglos zeigten, traten nun am 15. Januar ca. 100 Former in fie gehört hatte, sein Regiment sei hierhermarschirt. Sie starb hauptet aber, sie bestände bereits seit 1869 und sei daher keine den Ausstand, darunter 57 verheirathete, die Ernährer von auf offenem Markt in den Armen ihres Sohnes, der das Gewehr neue Gründung. Raschin will keine Omladina, sondern eine 135 Kindern find. Troydem also die Lage eine ernſte, traten weggeworfen und wie wahnsinnig schrie und wüthete. Er mußte Fortschrittspartei gelten lassen, welche ins Leben gerufen zu wir muthig ein in den Lohnkampf, wissend, daß die Solidarität gebunden und ins Militärlazareth geschleppt werden. Das ist haben, er stolz sei. Das ist haben, er stolz sei. Er stehe auf dem radikalen Flügel der der deutschen Arbeiterschaft uns sicher ist. Arbeiter! ein Bild für die Ruhmeshalle Italiens unter der legten Herr Jungczechen und werde es sich zum Verdienste anrechnen, wenn Rollegen! Bedenkt, daß es sich hier in erster Linie darum schaft Crispi's, des Todtengräbers der Monarchie. handelt, die Organisation aufrecht zu erhalten; einem eigenen Der Angeklagte Handlungslehrling Serat hat sich auch Ausspruch des Fabrikanten zufolge soll erst die unfrige vernichtet wegen eines Bücherdiebstahls bei seinem Dienstherrn zu verant werden, dann aber wird auch der Kampf gegen die anderen erworten; er behauptet, die Bücher wären ihm als Falle hingelegt öffnet werden. Darum, Arbeiter Deutschlands, helft worden. Auf Bemerkung des Präsidenten, daß er nicht uns die Angriffe der Fabrikanten zurückschlagen, indem Ihr uns in die Falle gerathen wäre, wenn er die Bücher liegen Unterstützungen zuwendet. Alle Sendungen sind zu richten an gelaffen hätte, erwiderte Serat in Serat in schreiendem Tone: die Streit- Kommission, Gasthaus zum wilden Hätten Sie, Herr Vorsitzender, die Bücher dort liegen ge- Mann. Nürnberg. -er verurtheilt werden sollte. Für diejenigen Genossen, welche verhindert sind, die Liste selbst einzusehen, haben sich folgende Genossen erboten einzusehen: Für Johannisthal: G. Elze, Friedrichstr. 19. Nieder Schönweide: G. Wagner, Grünauerstr. 2. Neu Treptow: D. Noat, Baumschulenstr. 28. Rudow: R. Feldner. " " " Aufruf an die Arbeiter Deutschlands! fehen, Sie hätten sie auch mitgenommen." Der Angeklagte Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. Zur Schuhmacherbewegung. Das Schuhmacher- Fach- I für die Mehrarbeit entschädigt zu werden, doch ein nicht un-| Gesellschaft würde jedoch weniger durch einen äußeren Anfturm, blatt" enthält einen längeren Artikel über die Borgänge in der bedeutender Fortschritt, der Hoffentlich noch weitere im Gefolge sondern durch ihre innere Fäulniß erfolgen. Und hier. Schuhmacherbewegung. Wir entnehmen demselben denjenigen haben wird. gegen würden Bajonnette wenig nügen. Zur AufrechtTheil, der über die schnelle und prompte Erledigung des Streits in der Fürstenheimschen Schuhfabrit" berichtet. Derselbe wurde fächsischen Staatsbahn wird neuerdings wieder lebhafte Klage Ueber die Penfionsverhältnisse der Beamten der erhaltung der heutigen Gesellschaft müsse auch die Anarchisterei fächsischen Staatsbahn wird neuerdings wieder lebhafte Klage dienen, indem deren wahnsinnige Thaten die Gelegenheit strebt worden war, ohne daß diese sich deshalb eine Blöße ge- Beamtengruppen höchst ungünstig gestellt find. Im Staatseifen- aufgehalten werden. Das habe die deutsche Sozialdemokratie zur beendigt durch Vermittlung, die von seiten der Arbeiter anges geführt, weil die sächsischen Eisenbahnbeamten gegen andere zu einem großen Koup herbeiführen sollen. Die proletarische Bewegung würde aber durch alle reaktionären Maßnahmen nicht geben hätten. In besagtem Bericht heißt es: " Welchen Werth die Organisation des Vereins deutscher Schuh- eine Welchen Werth die Organisation des Vereins deutscher Schuh- bahn- Personal erhalten Leute erst nach 12 oder 15 Dienstjahren aufgehalten werden. Das habe die deutsche Sozialdemokratie zur so daß viele erit im macher hat, dafür liefert der Streit in Berlin einen neuen Belter von 40 Jahren die Beamtenqualität erhalten und im Partei, welche eine entgiltige Besserung der Verhältnisse herbeian der Bahl) hatten wegen Lohnreduktion die Arbeit eingestellt. Alter von 65 Jahren nur eine geringe Zahl von Dienstjahren gegen eine Stimme eine Resolution an, in welcher sie sich mit aufweisen tömnen, also auch nur eine geringe Penſion empfangen, ane standen ettlärte und die Kollege Bock, welcher den Streifenden Geld überbrachte, den Ausführungen des Referenten einverstanden frug, ob es nicht rathfam fei, bei dem Fabrikanten anzufragen, während bei den Militäranwärtern die Pensionsdienstjahre oft sozialdemokratischen Reichstags- Abgeordneten aufforderte, alles frug, ob es nicht rathfam sei, bei dem Fabrikanten anzufragen, schon vom 18. oder 20. Lebensjahrean in Anrechnung gelangen. baran zu setzen, daß die Ziele der Sozialdemokratie baldmögob er mit ihm- als Schiedsrichter- verhandeln wolle. Das Dies zweierlei Maß ist ungerecht oder doch unbillig. Auch der wurde bereitwilligst zugesagt, und nach einer mehrstündigen Eisenbahnbeamte ist nicht nur seines Zohnes, sondern auch einer licht verwirklicht werden. Im Anschlusse hieran fand anläßlich Verhandlung war der Streit beigelegt. Die Lohnreduktion bes nicht anerkannten Nothstandes die Berliner Armenpflege eine wurde im allgemeinen zurückgenommen, an einigen Posten fünf oder nicht, als Beamte müffen beide Kategorien gleichmäßig be- charakteristische Beleuchtung, desgleichen die vorhandenen fanitären Mißstände. noch Lohnreduktion eintreten zu lassen. handelt werden. B Pfennige abgezogen, dafür an eben so viel Artikeln fünf Pfennige zugelegt. Die Zwicker erlangten allerdings nur eine Der Frauen und Mädchen Bildungsverein tagte am geringe Lohnerhöhung und fortan Entschädigung der Teakse. Eine Petition des Verbandes fächsischer Berg- und Schließlich gaben sich Herr Fürstenheim und Bock, sowie die Hüttenarbeiter wird demnächst den Landtag beschäftigen. Ge- 10. Januar. Dr. Heymann hielt einen mit regem Intereſſe verKommission das Ehrenwort, in einem Jahre weder Rohnerhöhung fordert wird in erster Linie eine Vermehrung des jetzigen Berg- folgten Vortrag über das Thema:" Die Nervenschwäche der Inspektionspersonals in der Weise, daß den zur Zeit amtirenden Menschen und die moderne Wirthschaftsordnung." Von einer Wir meinen, das zeugt deutlich den Werth unseres Vereins, fünf Berginspektoren je zwei, mindestens aber je ein Beamter Diskussion wurde Abstand genommen und darauf zur Erfahwahl und diesen Werth vermögen die Schimpfereien und Ber- mit vorwiegend praktischer Erfahrung, d. h. Männer aus dem einiger Vorstandsmitglieder geschritten. Gewählt wurden: Frl. dächtigungen der Lokalen und unabhängigen auch nicht im mindesten Bergarbeiterstande, als Assistenten beigegeben werden sollen, die Bareis 1. Kassirerin, Frau Krey 2. Kassirerin und Frau Kniffert zu beeinträchtigen. Die wieder in kräftigem Aufschwunge be- in geheimer Abstimmung von den Arbeitern selbst zu wählen Beisitzerin. Der Vorschlag, in jedem Vierteljahr einen geselligen Abend zu veranstalten, wurde angenommen und zur Ausführung griffene Bewegung zu gunsten des Vereins ist der beste Beweis find. Ferner wird für alle Bergwerke mit einer Temperatur von dieses Beschlusses ein Komitee gewählt. Der hierauf verlesene dafür. Würde es Herrn Fürstenheim eingefallen sein, mit Bock über 28 Grad die Einführung sechsstündiger Schichten gefordert, und der Kommission zu verhandeln, wenn er nicht gewußt hätte, auch verlangen die Bergarbeiter für alle Bergwerke die obliga Staffenbericht weist einen Bestand von 114,18 m. auf; dardaß hinter diesen der Verein mit seinen über 10 000 Mitgliedern, torische Einführung von Mannschaftsbädern, die gesetzliche Ab- unter der Ueberschuß vom Stiftungsfest in Höhe von 106,80 m. feiner Kaffe und seinem Fonds stände? Ganz gewiß nicht. In schaffung der Akkordarbeit und den Wegfall der Arbeitsbücher. Der Verein zur Wahrung der Interessen der Stockunseren wirthschaftlichen Kämpfen der Gegenwart entscheidet Bur Beleuchtung der bestehenden Zustände wird in der Petition arbeiter hielt am 14. b. mts. eine regelmäßige Mitgliedernicht die Barmherzigkeit und die Gerechtigkeit, sondern Macht zu u. a. darauf hingewiesen, daß in dem v. Arnim'schen Kohlen- versammlung ab. Zunächst gedachte der Vorsitzende des im Macht. Eine zentrale Vereinigung der Arbeiter einer Branche werke im Zwickauer Revier die Bergarbeiter zur Zeit bei einer vorigen Jahre verstorbenen Kollegen Robert Mizner und ehrte ist aber eine jedenfalls respektablere Macht als ein Lotal Temperatur bis über 40 Grad Celsius zu einer 10- bis 12stündigen die Versammlung dessen Andenken durch Erheben von organisationchen mit ein paar Dugend Mitgliedern. Es wird Arbeitszeit verpflichtet sind. den Plägen. Hierauf hielt Genosse A. Hoffmann einen beihohe Zeit, daß dies die Kollegen überall einsehen." Der folgende Abschnitt der Petition verlangt gie Einführung fällig aufgenommenen Vortrag über das Thema:„ Das moderne der achtstündigen Schicht inkl. Ein- und Ausfahrt, achttägige Raubritterthum". Sodann wurde der Kassenbericht verlesen, der Lohnzahlung bezw. Abschlagszahlung, und zwar soll dieselbe an einen gegenwärtigen Bestand von 39,55 M. aufweist. Ein Anerkrankten an stelle des jedem Freitag erfolgen, obligatorische Einführung von Lohn- trag, Kassirers dessen Vertreter getteln, aus denen die Arbeiter die Anzahl der verfahrenen die Geschäfte mit sämmtlichem Material und Baarbestand bis Schichten, Lohnhöhe, Strafen, Abzüge 2c. ersehen können, und zur nächsten Neuwahl des Vorstandes zu übertragen, wurde nach schließlich die Aufnahme einer Bestimmung im A.-B.-G., wonach kurzer Debatte angenommen. Den streitenden Schuhmachern bewilligte die höchste zulässige Strafe einen einfachen Schichtlohn nicht die Versammlung 10 M. Unterstützung. Nach einem Hinweis übersteigen darf. Mit dieser Forderung in Verbindung steht das auf die von der Agitationstommission einberufene Versammlung Verlangen der wöchentlichen Lohnauszahlung. Gegen dieſe au 11. Februar schloß der Vorsitzende die Versammlung. den Grubenbefizer ein, daß es wenden die Herren Herr Kreisvikar König in Bunzlau sendet uns eine Berichtigung der in Nr. 14. b. BI. von uns veröffentlichten Aeußerung des betreffenden Herren, die er( wir zitirten nach dem Proletarier") in einer Volksversammlung in Haynau gethan haben sollte. Herr König schreibt: " Ich habe nicht, wie es in einer der letzten Nummern Dieses Blattes heißt, in dem von mir im Katholischen Bolts. verein zu Haynau gehaltenen Vortrage die Aeußerung gethan: Die Sozialdemokratie muß so schnell wie möglich durch das Militär mit Pulver und Blei aus der Welt geschafft werden, sondern ich habe gesagt: Zwar ist die Armee theilweise vom sozialdemokratischen Geist angehaucht, allein, wenn es zum Rampfe fäme, würde sich die Sozialdemokratie an der deutschen Heeresdisziplin den Kopf zerschellen und dies um so mehr, je eher die Sozialdemokratie den Kampf wage. Also mögen sie nur tommen!" Dies zur Berichtigung. Wenn auch nicht dem Wortlaute nach, wohl aber dem Sinne nach, ist die zweite Lesart der ersten ganz ähnlich; es gleicht einer Herausforderung an die Herrschenden, den Rampf recht bald herbeizuführen und das von einem Apostel der christlichen Liebe." Redaktion. " Bum Streit der Wiener Gummi Arbeiter wird uns von dort durch ein Privattelegramm mitgetheilt, daß hundert Arbeiter dieser Branche im Streit stehen. Das Telegramm besagt weiter, daß der Geist der Streifenden ein guter, daß aber die Geldmittel sehr geringe find, weshalb um Unterstüßung dringend gebeten wird. Sendungen find zu richten: Wien Breitensee, Bütteldorferstr. 9. " Das System der ,, Schwarzen Listen" wird im Lande der Sozialreform" und" taiserlichen Botschaften" au immer größerer Blüthe gebracht. Ein Zimmermeister Raupp in Stuttgart versandte folgendes sogenannte Birtular an seine Kollegen, die Bau- und Zimmermeister von Stuttgart: Stuttgart, den 28. Dezember 1893. A P. P. Erlaube mir, hiermit ergebenst, Ihnen anbei ein Verzeichniß von 11 Bimmerleuten einzuhändigen, welche ich wegen theilweisen Arbeitsmangel und sonstigen Gründen entließ. Stadelmaier und Fäckler als Hauptagitatoren stifteten die Uebrigen auf, in corpore zu bleiben, um für die Zeit, zum Werkzeug abgeben, mich beim Gewerbegericht wegen Zeitversäumniß für einen Tag zu befangen. Ich wurde auch wirklich bei der zweiten Verhandlung zu einem 1, Tag und die hälftige Rosten verurtheilt. Indem sich dieselben noch sonstige Auslaffungen zu Schulden kommen ließen, möchte ich die Herren Kollegen und Baumeister warnen und höflichst bitten, solche Leute von Zimmerleuten fernzuhalten. Hochachtend " " Die Filiale Berlin des Verbandes der Vergolder hielt Sparsinn fördere", wenn die Arbeiter größere Summen auf einmal ausgezahlt erhalten. In Wahrheit werden die Berg am 15. Januar ihre Generalversammlung ab. Der Vorfigende leute durch die langen Lohnzahlungsperioden sehr geschädigt, denn legte den Rechenschaftsbericht für 1898 vor, dem zu entnehmen sie verfallen unter den jest obwaltenden Umständen nur zu leicht ist, daß im letzten Jahre 13 Vorstandssitungen, 2 Generaldem Kleinwucher; sie sind fast stets gezwungen, ihre Waaren auf versammlungen und 10 Monatsversammlungen stattgefunden Bump zu entnehmen, wodurch diese unnöthig vertheuert werden. haben. Vorträge wurden 7 gehalten. Anfangs des Jahres sind Des weiteren verlangen die Bergleute die Aufhebung der Ent- laut Beschluß der Filialversammlung Fragebogen ausgegeben laffungsparagraphen. Die Faffung dieser Paragraphen ist eine behufs Sammlung von Unterschriften derlenigen, welche gewillt Die Majorität der solche, baß fich jeden Augenblick ein Vergehen, auch für waren, in einen Lohnfampf einzutreten. den tüchtigsten Arbeiter, daraus konftruiren läßt. Diese Ent Kollegen sprach sich für eine Lohnbewegung aus; die Vorlaffung, welche auf einen der 11 Paragraphen hin geschehen ist, bereitungen nahmen aber zu viel Zeit in Anspruch, so daß die bedeutet nun gerade das allerungerechteste gegen ben armen Berg- Fabrikanten während dieser Zeit sich genügend versichern mann. Nicht allein, daß der Entlassene brotlos geworden, be- konnten. Um nun einer Niederlage auszuweichen, wurde ftimmt ferner auch das Berggefeß, daß er, weil er auf grund die Ausführung des Vorhabens auf eine günftigere Zeit dieser famosen Entlassungsparagraphen die Arbeit einstellen verschoben. Der Arbeitsnachweis wurde benutzt von 35 Barockmußte, der von ihm an die Knappschaftskaffe geleisteten Beiträge vergoldern; verlangt wurden 19, erledigt 16. Ferner von 12 Berverlustig gehe. Diese drakonischen Bestimmungen verlangen filberern, davon verlangt 7, erledigt 5. Von den 12 Farbigdie Bergleute aufgehoben zu wiffen. Sie verlangen, daß machern wurden 7 verlangt, 5 erledigt. Den 2 Grundirern und jeder Bergarbeiter, der zusammen zwei Jahre Mitglied dem Pacer fonnte teine Beschäftigung nachgewiesen werden. verschiedensten Pensionskassen war, die der Garantie Seitens des Kassirers wurden 8928 Beitragsmarken verkauft haben miffe den vollen Betrag seiner Beisteuer an gleich 1888,45 M. Eingetreten in die Filiale sind 822 Kollegen, die Knappschaftskasse bei seinem Abgang zurück zu erhalten, ausgeschieden 62. Hierauf legte der Kassirer den Kassenbericht vom 4. Quartal vor. Die Einnahme betrug 598,60 m., die Ausgleichviel, ob er selbst gegangen oder entlassen worden. Schließlich wird in der Petition als lezte Forderung die gabe 504,86 M.; mithin ein Kassenbestand von 93,74 M. Ueber Einführung einer Berufungsinstanz für Bergschiedsgerichte ver- dieMatinée legte Lischte die Abrechnung vor, die seitens des Vorstandes langt. Ob der sächsische Landtag den berechtigten Klagen der als richtig anerkannt wurde. Aus der Neuwahl des Vorstandes Bergarbeiter Rechnung tragen wird? Angesichts der Thatsache, gingen hervor: 1. Vorfißender H. Ramlow, Schönhauser Allee 135, daß die in der Petition gerügten Mißstände ebenso alte als 2. Borsitzender Schnorre, Schriftführer Emil Schmidt, Kassirer schwere sind, daß sie schon so oft vergeblich den Gefehesmachern Richard Möhring, Manteuffelstr. 109 II, Beisiger Otto Geride. vorgetragen wurden, wagen wir es faum zu hoffen. Täuschen zu Revisoren wurden gewählt Ernst Lange, Wilh. Schütte, Emil wir uns, um so besser für die Bergleute. Geschieht wiederum Krüger; zum Bibliothekar Dstar Jache. Für die in den nichts für diejenigen Arbeiter, deren Thätigkeit mit zu der nutz- mechanischen Schuhfabriken Streitenden wurden 30 m. bewilligt. bringendsten gehört, die in steter Lebensgefahr ihren schweren Gin Antrag, die streifenden Droschkenkutscher zu unterstützen, Beruf ausüben, so werden dieselben aus dein arbeiterfeindlichen wurde abgelehnt, weil der Delegirte der Gewerkschaftskommission Verhalten der Mehrheitsparteien die richtigen Konsequenzen zu erklärte, sie hätten sich noch nicht an die Kommission gewendet. ziehen wissen. Gine rege Debatte entspann sich wegen des Arbeitsnachweises. Zur Bildungsförderung des Bürgerthums. An die Hierzu lagen verschiedene Vorschläge vor. Angenommen wurde, Kopenhagener Stadtvertretung war fürzlich der Antrag gestellt, die Anzeigen des Arbeitsnachweises wie bisher in der Volksden Lehrplan der Freischulen zu erweitern oder Beitung" zu belaffen. Ein Antrag, daß arbeitslose Mitglieder die höheren Volksschulen ebenfalls zu Freischulen zu machen. mit Familie freien Eintritt beim Stiftungsfest haben sollen, G3 giebt in Kopenhagen nämlich zwei Arten von Volksschulen, gelangte zur Annahme. Sierauf folgen die elf Namen der Entlaffenen. Bei der Ber handlung auf dem Gewerbegericht hatte sich u. a. herausgestellt, solche, in denen man monatlich eine Krone Schulgeld zahlen Der Deutsche Holzarbeiter Verband hielt am 15. b. M. daß der„ arbeiterfreundliche Meister", wie er sich selbst nannte, muß, und solche, in denen gar fein Schulgeld verlangt wird. eine zahlreich besuchte Mitgliederversammlung für den Norden feine Arbeiter mit 50 Pfg.„ Schmausgeld" abgefunden hatte, Diese letteren haben eine erheblich geringere Zahl von Unter- ab, in der Kollege Sick in einem beifällig aufgenommenen Vorwährend der von dem Bauherrn für die Arbeiter an seinem Bau richtsstunden und einen dementsprechend beschränkteren Lehrplan. trag über das" Judenthum" referirte. Hierauf erledigt die Vergespendete Betrag 2,50 M. pro Mann ausgemacht haben würde. Von den 33 000 Voltsschülern der dänischen Residenz sind aber fammlung mehrere Berwaltungsgeschäfte. In die WerkstattEs geht doch nichts über die Arbeiterfreundlichkeit", besonders nahezu 25 000 auf diese legteren angewiesen. Bergeblich wurde Kontrollkommission wurden gewählt die Tischler Müller, Stehlte, dann, wenn sie etwas einbringt. Freilich, nachdem in den staat- von den Stadtvätern darauf hingewiesen, daß es ein Unrecht sei, Wilke, Helbig, Boschinsky, die Drechsler Holtebel und Schmidt, lichen Muster betrieben" in bezug auf die schwarzen in den Beiten des Schulzwanges einem großen Theile der Jugend sowie der Bürstenmacher Wiese. Auf Antrag Kantius wurde Listen mit so gutem Beispiel vorangegangen wird, kann es eine so unvollkommene Unterweisung zu geben, daß die Auf- beschlossen, regelmäßig jeden Montag nach dem ersten, abnicht Wunder nehmen, wenn private Unternehmer verständniß- hebung des Schulgeldes in den höheren Volksschulen höchstens wechselnd im Kolberger Salon und in Keller's Salon, eine innig diesem folgen. einen Jahresausfall von 120 000 kronen bedeuten würde, eine Bezirksversammlung abzuhalten. Die Ueberstunden- Arbeit in der Summe, die für eine Stadt wie Kopenhagen doch gar nicht in Werkstatt bei Thierbach giebt Veranlassung zu einer längeren Betracht kommen könne, alles, was die Linke erreichen konnte, Debatte und wird die Angelegenheit zur Zufri.denheit der Verwar eine kleine Vermehrung der Unterrichtsstunden in den Frei- fammlung erledigt. Zum Schluß wurde jedem anheim gegeben, schulen, denn die Bourgeoisie, die sich so gern als Verbreiterin dafür Sorge zu tragen, daß die statistischen Fragebogen gewissender Bildung und Kultur aufspielt, wird eben überall bildungs- haft ausgefüllt werden, um sie möglichst schnell auf den Zahlfeinblich, sobald es sich um das" Volk" handelt, da es fürchtet, stellen abzuliefern. dasselbe tönnte allzu flug werden. Die Bildung muß eben Monopol der befizenden Klaffen bleiben! Der Ruhetag für Ladengeschäfte und Wirth schaften in St. Gallen( Schweiz). Das Polizei- und Militärdepartement des Kantons St. Gallen hat an die Ladeninhaber und Wirthschaftsbesitzer folgendes Kreisschreiben erlaffen: Das mit dem 1. b. M. in Anwendung stehende Gesez betreffend Schutz der Arbeiterinnen und die Arbeit der Bediensteten der Ladengeschäfte und Wirthschaften vom 26. Juni 1893 bestimmt in Art. 11: Die wesentlich für den Betrieb von Wirthschaften und Gasthäusern angestellten Personen tönnen, soweit es zur Be dienung der Gäste nöthig ist, Abends bis zur Polizeistunde und bei Freinächten auch über dieselbe hinaus beschäftigt werden. Doch ist ihnen in allen Fällen eine ununterbrochene Ruhezeit von mindestens acht Stunden zu gestatten. Derlammlungen. Die Freie Kranken- und Begräbnißkaffe der Schuhmacher und Berufsgenoffen( E. H. 27) hielt am 15. Januar eine Mitgliederversammlung ab. Der Kassirer Schulz verliest zunächst den Kaffenbericht. Danach war ein Baarbestand von 329,95 M. zu verzeichnen und außerdem befanden sich 7981,80 m. int Refervefonds. Am 1. Januar 1894 ist ein Baarbestand von Die öffentliche Volksversammlung, welche am 22. d. M. 574,48 M. und der in Staatspapieren angelegte Reservefonds von im 6. Wahlkreise( Moabit, Arend's Brauerei) tagte, war un- 10 062,05 M. vorhanden. Bei der Wahl des Vorstandes wurde Sofern denselben der Sonntag aus Rücksichten auf den gewöhnlich zahlreich, von mehr denn 1000 Personen besucht. Es der seitherige Borstand, Ege, Vorsitzender, Härling. Schriftführer, Betrieb nicht freigegeben werden kann, ist ihnen während der sprach Reichstags- Abgeordneter Moltenbuhr über:" Der und Schulze, Kassirer, wiedergewählt. Als Unterstützung wird Woche ein halber Freitag zu gewähren. Für Kuranstalten jezige Reichstag und die deutsche Sozialdemokratie." In seinem für Versicherungspflichtige 10,50 M., Arzt und Medizin, für Tönnen vom Regierungsrath während der Sommermonate Aus- Bortrage erörterte der Referent die vergeblichen Bestrebungen Nichtversicherungspflichtige 15,22 M. die Woche bezahlt. Der Verband deutscher Kürschner hielt am Montag, den nahmen gestattet werden. Mädchen unter 18 Jahren, die nicht der daran intereffirten Parteien, durch gefeßliche Maßnahmen zur Familie des Wirthes gehören, dürfen zur ständigen Be- den Mittelstand, den Handwerker- und fleinen Gewerbestand, zu 15. Januar, feine monatliche Mitgliederversammlung ab. Bu dienung nicht verwendet werden." Wir machen Sie hiermit aus- erhalten, die lediglich darauf hinausliefen, die heutige schöne nächst berichtete Kollege Hübner über seine Breslauer Agitationsdrücklich auf diese Gefeßesbestimmung aufmerksam und erwarten Gesellschaftsordnung fünstlich zu befestigen; zeigte, wie gerade die- tour. Die Breslauer Rollegen wollen nach der Schilderung des deren stritte Nachachtung. Zuwiderhandlungen gegen diefelbe jenigen, welche sich heute als Bauernfreunde" aufspielen, Redners vom Verbande nichts wissen. Sie befinden sich vielmehr werden gemäß Art. 13 des genannten Gesezes entweder polizei- gerade dieselben seien, welche den Bauernstand ruinirt haben. im Fahrwasser der Hirsch Dunckerschen Vereine, trotzdem dort Der Großbetrieb würde indessen ebenso, wie den industriellen jüngere Kollegen nur 8 bis 9, ältere höchstens 18 bis 20 m. lich oder gerichtlich bestraft. Wirthschaften, die, wie es auf dem Lande oft vorkommt, auch den landwirthschaftlichen Mittelstand, den Bauernstand, zu Lohn verdienen. Hierauf brachte Kollege Hübner die Abrechnung nur von den Wirthsleuten und etwa einem Dienstboten besorgt Grunde richten. Der Vortragende ging sodann auf den allgemein vom 3. Quartal zur Verlesung. Dieselbe ergab eine Einnahme werden, bei denen also nicht von wesentlich für den Beherrschenden Nothstand und dessen Ursachen ein. Als ein Mittel, von 148,45 M. und eine Ausgabe von 156,75 M.; mithin ist trieb von Wirthschaften und Gasthäusern angestellten Personen innerhalb der heutigen Verhältnisse den Nothstand zu lindern, ein Defizit von 8,30 M. vorhanden. Sodann wurde eine Kom( Kellner, Kellnerinnen) gesprochen werden kann, bleiben von dieser bezeichnete er die Hebung, der Konsumtionsfähigkeit der breiten mission gewählt, die die Aufgabe erhielt, die Statuten zu beneuen Gesetzbestimmung unberührt." Jit's auch wenig, was Boltsschichten, die allgemeine Berkürzung der Arbeitszeit, die Er- rathen und Anträge zum Verbandstage auszuarbeiten. Zum hier für die Laden- und Wirthschaftsbediensteten geschieht, so ist weiterung des Koalitionsrechtes, durch eine Ausdehnung der Ar- Berichterstatter für den Zentral- Arbeitsnachweis wurde Kollege es doch angesichts der Thatsache, daß gerade diese Kategorie von beiterschutz- Gesetze. Zur Anwendung dieser Mittel zeigten die Thomsen gewählt. Schließlich wurde beschlossen, 100 VereinsArbeitern es sich bisher gefallen laffen mußte, daß ihre Arbeits- herrschenden Parteien indessen keine Neigung. Ihre ultima ratio billets der Urania für den Gebrauch der Mitglieder zu nehmen. zeit beliebig ausgedehnt wurde, ohne auch nur im Geringsten bilden Polizei und Militär. Der Zusammenbruch der heutigen In einer der nächsten Versammlungen soll auf Antrag des Rollegen Thomsen ein Vortrag über Unfallversicherung gehalten werden. Die Freie Vereinigung der Bureau- Angestellten hielt am 17. d. mts. im Restaurant Bur neuen Post", Beuthstraße, eine Vereinsversammlung ab. Nach einem kurzen Vortrage des Kollegen Hopp über das Wesen der Schreibmaschine, worin der felbe nochmals diejenige Stellung präzisirt, die der Maschine von unferer Vereinigung gegenüber einzunehmen ist und womit sich die Vereinigung bereits mehrere Male befaßte, folgte eine lebdie Vereinigung bereits mehrere Male befaßte, folgte eine lebhafte Debatte. Die Anwesenden erklärten sich schließlich mit den Ausführungen des Redners einverstanden, sie erblicken in der Einführung der Maschine einen Ansporn zum energischen Eintreten für eine Herabsetzung der Arbeitszeit auf mindestens acht Stunden. Kollege Baudouin hält darauf einen Vortrag über die am 9. d. M. beim Unterstaatssekretär von Rottenburg statt: gehabte Konferenz, über deren Verlauf der„ Vorwärts" bereits berichtet hat. In der öffentlichen Versammlung am 6. Februar soll das Ergebniß der Konferenz noch einmal veröffentlicht und die weiteren Schritte berathen werden. " Die Lederarbeiter Berlins( Weißgerber, Lohgerber, Leder- Schmidts forderte zum Schluß zur Unterstüßung der fireifenzurichter, Lederfärber und Berufsgenossen) hatten am 21. Januar den Droschkenkutscher auf. eine öffentliche Versammlung, in der Genosse Hoffmann über " mit " Rückert S Der Verein der gewerblichen Hilfsarbeiter und Ar- den Kampf ums Dasein" referirte. Redner forderte die An- Die Zustände in der Orts- Krankenkaffe für die Wäsche beiterinnen beschäftigte sich in seiner Generalversammlung am wesenden auf, das bischen Recht, welches die herrschende Klasse fabrikation erörterte am 22. Januar eine öffentliche, gut be16. Januar zunächst mit dem von dem Kollegen Arndt eingeben Arbeitern gelassen hat, auszunuzen, sich zu organisiren und suchte Versammlung der Mitglieder dieser Kaffe. E. Möhring brachten Antrag betreffend die Namensänderung des Vereins. aufzuklären über das Wesen des Sozialismus. Mit Beifall referirte hierzu, indem er unter anderem bemerkte: Bei PhilipNach Begründung dieses Antrages von seiten des Antragstellers, stimmte die Versammlung dem Referenten zu und eröffnete sohn Löschziener wurde die Wahl von Delegirten in der Weise sprachen fich auch in der Diskussion die Redner zustimmend zu darauf der Vorsitzende über die Organisation der Lederarbeiter bewirkt, daß auf Anfrage des Chefs die Direktrice zwei Ardem Antrag aus und wird sodann folgende Fassung angenommen: die Diskussion, die den bekannten Verlauf nahm: die Einen beiterinnen nannte, die sie für diese Funktion ausersehen hatte, Allgemeiner Arbeiter- und Arbeiterinnen- Verein aller Branchen priesen den Fachverein der Berliner Lohgerber und Lederzurichter, und die versammelten Arbeiter und Arbeiterinnen fragte, ob für Berlin und Umgegend. Die beantragte Statutenänderung die Anderen die Vortheile des Verbandes der Lederarbeiter sie nicht mit dieser Wahl einverstanden seien, worauf wurde einer Kommission von 6 Mitgliedern überwiesen, die sich Deutschlands und forderten die Kollegen vom Fachverein auf, die Zustimmung erfolgte. Anträge um Unterstügung im Verein mit dem Vorstande dieser Aufgabe unterziehen soll. dem Verband als Filiale beizutreten. Ein Beschluß wurde und Beschwerden gegen die Vereinsärzte sollen in Von einer Kollegin wurde der Antrag gestellt, einen Bibliothekar hierzu nicht gefaßt, auch von niemand gewünscht; die Sache soll bestimmten Fällen unterschlagen und nicht dem gesammten zu wählen, da sich Niemand bereit erklärte, das Amt anzunehmen, vielmehr in einer nächsten öffentlichen Versammlung noch weiter Borstand, der aus 6 Arbeitern und 3 Unternehmern besteht, meldete fich Kollege Riedel freiwillig dazu. Kollege Läpple wollte ventilirt werden. Kollege Dudy gab hierauf folgenden Kaffen- unterbreitet worden sein. In der Generalversammlung, in richtiggestellt haben, daß die ihm früher bewilligte Mart für je bericht für die Zeit vom 15. Mai bis zum 25. November: welcher Redner diese Beschwerden vorbringen wollte, waren eine Ausschußsihung von der Gewerkschaft nicht mehr bezahlt ist. Bestand war vorhanden 261,73 M., dazu kam eine Einnahme Damen, z. B. eine Direttrice, anwesend, die garnicht Delegirte Im Fachverein der Tapezierre referirte am 16. Januar von 635,30 M., die Ausgabe betrug 779,35 M., es ist also ein waren. Eine Feststellung der Legitimation der Anwesenden, wie Rollege Goschte über den Generalstreit". Redner sucht in Bestand von 117,68 m. verblieben. Unter Verschiedenem theilte er sie vorgenommen wissen wollte, lehnte der Vorsitzende ab. längeren Ausführungen die Möglichkeit und den Nutzen des Kollege Brinkmann namens der dazu gewählten Kommission mit, Dabei hatte die Kaffe schon vor zwei Jahren ein Vermögen von Redner rieth den Kassenmitgliedern schließlich, Generalstreits nachzuweisen. Den Ausführungen des Redners daß die Ausstellungen, welche bezüglich der Herberge gemacht 120 000 m. schloß sich eine recht lebhafte Debatte an. Unter Vereins- waren, auf Erfindung beruhen. Die Herberge sei in sehr gutem Beschwerden nicht mehr an den Vorstand, sondern sofort an die Verwaltungsbehörde zu richten. In der Diskussion wurden diese angelegenheiten stellt Feder den Antrag, den streifenden Schuh- Bustande. Mittheilungen nach verschiedenen Seiten noch ergänzt. Die drei machern 20 Mart zu bewilligen. die Versammlung ftimmte Zu der von der Kommission des Arbeitervertreter Unternehmer- Mitglieder des Vorstandes und der Rendant Donath, dem zu. Vereins am 21. Januar nach den Konkordia- Festfälen ein- welche brieflich zur Versammlung eingeladen waren, meldeten sich trotz berufenen öffentlichen Bersammlung sämmtlicher Krankenkassen- der gegen sie vorgebrachten Angriffe nicht zum Worte. Der Referent mitglieder, zwecks Fortsetzung der Debatte vom 10. Dezember 1893 bemerkte dann noch, daß der Vorstand der Ortskasse der Wäscheüber Zentralisation aller Orts- Krantentassen branche fich dem Bontott der Charitee noch nicht angeschlossen Berlins und Umgegend", hatten sich diesmal zirka hat und schlug folgende Resolution vor:" Die Versammlung 1200 Personen eingefunden. Nach Berlesung des Berichtes über findet die Handlungsweise des Vorstandes sowie der angestellten die vorige Versammlung(„ Borwärts" vom 18. Dezember 1893) Aerzte der Kaffe den Mitgliedern gegenüber für verwerflich und und der in derselben bereits eingegangenen Anträge durch den skandalös und erklärt, daß der Vorstand des in ihm gesetzten VerVorsitzenden Dähne erhielten die noch eingezeichneten Redner trauens nicht würdig ist." Die Versammlung nahm die Resolution zunächst das Wort. Ehrhardt( Allgemeine Orts- Kranten einstimmig an. Kasse. Trotz unausgesetter Erhöhung der Beiträge( jetzt 57 Pfg. fasse) schilderte die ungünstigen finanziellen Verhältnisse seiner In Schöneberg fand am 20. Januar eine gutbesuchte die Woche) hätten sich die Leistungen der Kasse immer mehr und öffentliche Boltsversammlung statt. Vor Eintritt mehr verschlechtert. Er knüpfte an den Artikel in Nr. 14 des in die Tagesordnung widmete der Vorsitzende, Genosse Hack e I. vorwärts"( 18. Januar d. J.): Die Bentralisation busch, dem am Dienstag den 16. verstorbenen Genossen Freyer der Berliner Drts Krantentassen und die einen furzen Nachruf. Genoffe Freyer ist das Opfer feines BeApothekenfrage" an, den er für sehr beherzigenswerth rufes geworden, er war Maurer, und stürzte vom Bau herab. erachtete, und sprach sich für baldige Errichtung eigener Als treuer, tüchtiger Genosse kämpfte er schon unter dem AusApotheken aus. Eine Verquickung der freien Arzt- nahmegesetz mit und sein letzter Wunsch an die Genossen war, sie Eine Branchenversammlung der Mechaniker vom wahl der Zentralisation hielt er aber für un- möchten in seinem Sinne weiterkämpfen. Ehre seinem Andenken! Verbande aller in der Metallindustrie be- möglich. wiederholte die allgemeinen Klagen Genosse Freidant, Beisiger des Schöneberger Gewerbegerichts, schäftigten Arbeiter für Berlin und Umgegend tagte am über die schlechten finanziellen Verhältnisse der meisten Rassen, erstattete Bericht über die Thätigkeit desselben. Er erklärte, daß 18. b. M. Genoffe Mattutat hielt einen beifällig auf die nur durch Zentralisation derselben gehoben werden könnten. Die meisten Klagefälle das Baugewerbe betrafen, zum weitaus genommenen Vortrag über das Thema:" Die Segnungen der Die Rommission möge ein Programm ausarbeiten, das den größten Theil auch zu gunsten der Arbeiter entschieden wurden. gab sodann bekannt, daß jetzt fünf Arbeiter modernen Kultur." Nach demselben forderte der Vorsitzende die Frühjahrs- Generalversammlungen der Delegirten vorgelegt und Redner werden; Einer, der im Laufe des anwesenden Nichtmitglieder auf, dem Verbande beizutreten, indem in allen Kassen zur Durchführung gebracht werden müsse. Meier Beisiger ausgelooft er ihnen Zweck und Ziele des Verbandes flar legte. Die Kol-( Maschinenbauer) äußerte, er war schon vor 16 Jahren An- Jahres Arbeitgeber geworden, müsse ebenfalls austreten, Legen der Firma Mix u. Genest" schildern verschiedene Miß- hänger der damals ebenfalls projektirten Bentralisation, die aber fo daß 6 Arbeiterbeisiger zu wählen seien. Zu seinem nun stände, die gegenwärtig in ihrer Fabrik herrschen. Dann be- infolge von Uneinigkeit ber Raffenvertreter und des bald darauf folgenden Vortrage über die Gewerbegerichts Wahl gab der schließt die Versammlung, beim Vorftande zu beantragen, die erlaffenen Ausnahme- Gefeßes" leider nicht zustande tam. Die Genosse Faber eingehende Erklärungen, wie sich die klagenden streifenden Schuhmacher mit 100 m. zu unterstützen. Bei dieser frühere Gegnerschaft der Aufsichtsbehörde sei inzwischen zu einem Genossen gegenüber den verschiedenen vorkommenden Fragen zu Gelegenheit wird das Verhalten des Abgeordneten Bock( Gotha) Wohlwollen(?) für diesen Plan umgeschlagen. Sie wünscht verhalten haben, hauptsächlich erklärte er die Anwendungen der den streitenden Schuhmachern gegenüber einer scharfen Kritit fogar, daß sich die Köpfe der Arbeiter für diese Idee erwärmen. SS 123, 124 und 124 b, und gab auf an ihn gerichtete Fragen unterzogen. Gelegentlich einer Rücksprache mit einem höheren Regierungs- eingehenden Bescheid. Als Kandidaten zu Beisitzern des Gewerbebeamten( Geheimrath) habe er dies bestätigt erhalten. Die Sache gerichts wurden aufgestellt die Genossen Eichhorn, Sommer, Die Photographen hatten am 19. Januar eine öffentliche sei sehr leicht zu regeln, wenn nur der gute Wille vorhanden wäre. Masow, Schubert, Weißgerber und Bäumler. Verfammlung, in welcher Genoffe Fritz Hansen über die Sonn- Als Agitator halte er fich verpflichtet zu zentralisiren, was sich Die Wahl der Beisitzer findet am 10. Februar( einem Sonn tagsruhe der Photographen" referirte. Redner übte nach einem nur zentralisiren laffe und das sind dreierlei: politische, gewerk- abend) im kleinen Saal des Lindenparts von 4-8 Uhr statt. furzen Hinweis auf die Vorgeschichte des Arbeiterschutz- Gesetzes schaftliche und Krankenkassen- Organisationen. Redner ersucht Der Vorsitzende ermahnte die Genoffen noch einmal daran, ihre scharfe Kritik an dem System von Ausnahmen, mit welchem das um Wahl einer neuen Kommission, welche mit genügenden Pflicht zu thun, auch die Wählerliften emzusehen. Denen, Recht der Arbeiter auf Sonntagsruhe umgeben ist. Er geißelte Mitteln ausgestattet, die Vorarbeiten in die Hand nehmen und welchen es an Beit gebricht, folches felbft zu solches thun, die kurzfichtige Agitation des profitwüthigen Unternehmerthums in einer späteren Versammlung darüber Bericht erstatten soll. stellen sich die Genoffen Siegle, Radtke, Hoff. gegen das Inkrafttreten der Sonntagsruhe- Bestimmungen für( Beifall.) Tannhausen( Sattlerkaffe) bestritt zuvörderst dem mann, Sadelbusch und Freidant zur Verfügung. das Gewerbe und that im Besonderen die Saltlosigkeit der von erften Redner gegenüber, daß es eine sogenannte Elite der Genosse Hohlfeld beleuchtete die Vorgänge im Friedrichhain den Photographen- Prinzipalen unter Führung des Herrn Schwier Arbeiter gebe, wie fie nach dessen Meinung die Versammlung und den benachbarten Straßen, welche sich an die nicht stattge= gemachten Einwürfe dar, die freilich den preußischen Handels- repräsentire,( Sehr richtig) und kritisirte hierauf dte Wider habte Arbeitslosen- Bersammlung anreihten, geißelte scharf das minister veranlaßt haben, den Prinzipalen, ohne deswegen sich sprüche im Krankenkassen- Gesetz bei Vertheilung der Lasten, Verhalten des Lokal- Anzeigers" dazu und gab seiner Meinung zunächst noch an die Gehilfen zu wenden, sofort die Bubilligung aus welchen Ursachen er für eine Zentralisation plädire. dahin Ausdruck, diejenigen nicht mehr als Genossen betrachten bes 105e zu versprechen und ferner zu erklären, daß die Rüh I rügte das Verhalten Meier's. Die Arbeiterschaft habe zu können, welche nach solchem Schlag in's Geficht der Arbeiter Prinzipale nicht nur selbst am Sonntag würden arbeiten dürfen, nicht nothwendig zu fragen, wie sich die Herren in den oberen dieses Schundblatt noch lesen.( Rufe: Sehr richtig!) Zum sondern auch von ihren Gehilfen dies verlangen tönnten für am Kreisen zu dieser oder jener Angelegenheit stellen. Man solle Schlusse stellte Genoffe Gröpke richtig, daß die ArbeitslosenSonnabend nicht fertig gewordene Arbeiten. So berichtet wenigstens nicht bitten, wo man ein Recht zu fordern habe.( Beifall.) Versammlung am Dienstag nicht auf Grund des§55, wie irrthümlich Herr Schwier in der Deutschen Photographen- Zeitung". Sollte Adler( Brauerkasse) meinte, er sei früher ein Anhänger des der betreffende Bericht besagte, fondern auf Grund des§ 5 Aufes der Minister wirklich ausgesprochen haben, so enthalte das eine Projekts der Kassenverbände gewesen, jedoch jetzt zu der Ueber- lösung erfuhr. In Kürze wiederholte er die Ausführungen des Gesegesverlegung, denn das sog. Arbeiterschutz- Gesetz spreche eine Ver- zeugung gekommen, daß die Zentralisation bedeutend höhere Vor- Genossen Antrick, und sämmtliche Anwesenden verneinten einpflichtung der Arbeiter zur Thätigkeit am Sonntag nur für Ar- theile biete. Eingehend schilderte er die Aufgaben, welche nach stimmig die Frage: ob die Ausfrührungen auch nur im entbeiten aus, die an Werktagen nicht verrichtet werden können. seiner Idee dieselbe zu erfüllen hätte. Außer dem Vorstande, ferntesten mit dem§ 5, welchen er ebenfalls verlas, kollidiren. Referent räumte ein, daß eine vollständige Sonntagsruhe im auſammengesetzt aus Vertretern von allen Kassen, je nach deren Redner forderte zur regen Theilnahme der am nächsten Dienstag Photographen Gewerbe einstweilen nicht durchführbar ist, forderte Stärke, müßten nebenbei auch Fachkommissionen gebildet werden, stattfindenden Arbeitslosen- Versammlung auf und ermahnte alle, aber, daß höchstens die Empfangsdamen und Operateure etwa denen die Aufgabe zufalle, eine Art Fabritinspektion, mit der es sich durch nichts provoziren zu lassen. fünf Stunden( von 10 bis 3 Uhr) beschäftigt werden, während bei uns bekanntlich sehr schlecht bestellt sei, dahin auszuüben, daß für die Retoucheure und Kopirer die Sonntagsarbeit vermieden das bischen Arbeiterschutz, dessen sich die deutschen Arbeiter erwerden kann. Zur Diskussion, die nach diesen beifällig aufge- freuen, wenigstens in der Hauptstadt des Reiches zur That werde nommenen Ausführungen eröffnet wurde, meldete sich Niemand und die gleichzeitig auch die Vertretung der Rechte der Arbeiter zum Wort. In einer Refolution erklärte sich die Verlammlung bei Unfällen zc. vor den Gerichten übernimmt. Auf diese Weise aber einstimmig mit dem Referenten einverstanden und protestirte ausgebaut, bedeute die Bentralisation ein neues Machtmittel, dagegen, daß die Prinzipals- Abordnung beim Minister sich auch von welchem die Arbeiterschaft um so mehr Gebrauch machen als Bertreter der Gehilfen aufspielte, und ferner gegen die Bu- müsse, als ihr hierbei die Gefeßgebung zur Seite stehe, indem sie muthungen, welche der Minister in seinen Versprechungen an die auf diesem Gebiete die Arbeiter( als Vorstände der KrankenPrinzipale den Gehilfen geboten hat. tassen) mit den Befugnissen einer Behörde ausgestattet habe. Was Der Redner kritisirte dann an der Hand eines Berichtes in Genosse Hansen referirte hierauf über die Frage: leiften die bestehenden Gehilfenvereine?" In der Diskussion bürgerlichen Blättern mit beißender Fronie die Verhandlungen forderten die Redner, welche das Wort nahmen, sämmtlich ihre eines am 14. Januar in den Königshallen", Königstraße 33, Kollegen auf, sich dem Fachverein anzuschließen. Genosse Hansen einberufenen Kongresses von Beamten der Orts Krankenkassen erwähnte noch, daß in einem hiesigen großen Atelier den Ge- Deutschlands". Die organisirte, aufgeklärte Arbeiterschaft werde hilfen für 80 Ueberstunden zu Weihnachten ganze 10 Mart dafür sorgen, daß auch die Bäume dieser Leute nicht in den Gratifitation gewährt worden sind. An die Anwesenden erging Himmel wachsen.( Lebhaftes Bravo.) dann die Aufforderung, die statistischen Fragebogen genügend Feder( Tapezier) bekannte sich als Gegner der Zentraauszufüllen. Auf Grund des Ergebnisses derselben soll auch lifation und nannte Adler's Pläne Luftgespinste. Die schlechte an den Minister eine Eingabe wegen der Sonntagsruhe finanzielle Lage der Kaffen sei nur die Folge der erbärmlichen gemacht werden, worüber noch eine Versammlung beschließen soll. Arbeitsverhältnisse, die nicht durch Zentralisation der Kaffen, sondern durch Förderung der Gewerkschaftsbewegung auf lokaler In der öffentlichen Böttcher- Versammlung vom 20. Jan. Basis beseitigt werden könne.( Gelächter.) Lachen Sie nur, ich hielt der Reichstags- Abgeordnete Wurm einen sehr interessanten bin schon öfter ausgelacht worden.( Nochmaliges stürmisches Vortrag über:" Der Einfluß der Spiritussteuer auf das Böttcher Gelächter. Zuruf: Das wissen wir.) gewerbe". Nachdem der Redner in treffender Weise die Schäd= Nachdem sich Meier noch gegen die Vorwürfe Rühl's lichkeit der Bismarc'schen Schutzollpolitik geschildert, behandelte vertheidigt hatte, wurde ein Antrag auf Schluß der Debatte derselbe das Entstehen und Wachsen der Spiritusindustrie, die und hierauf folgende Resolution gegen nur etwa 30 Stimmen aus einem Nebenerwerb allmälig, begünstigt durch äußere angenommen: Umstände, sich zu einem beachtenswerthen Faktor im Wirthschafts-" In Erwägung, daß die Mitglieder der Orts- Krankenkassen leben entwickelt hatte. Da tam mit dem Beginn der Schutzzoll- ihre durch längere Mitgliedschaft erworbenen Rechte durch Aera auch der Niedergang dieser Industrie, die jetzt, von Ruß- etwaigen Wechsel der Beschäftigung, da sie dann sofort Mitglieder land weit überholt, fort und fort gesunken ist. Der Export in der Kasse des betreffenden Berufs werden müssen, verlustig gehen; Spiritus betrug im Jahre 1885 noch 87 Millionen, im Jahre 1893 in fernerer Erwägung, daß durch Verschmelzung sämmtlicher bagegen nur noch 6 Millionen Mart.- Die Liebesgabe von Duts- franktentassen Berlins in eine einzige Orts- Krankenkasse für 40 Millionen zahlen die Aermsten der Armen zur größeren Berlin und Vororte dieses aber ausgeschlossen wäre und dadurch Hälfte, da sie den meisten Fusel konsumiren; während beffere Krankenkassen Verhältnisse geschaffen würden, beschließt Dem steckt ein Brenner Taufende als Subvention in die heutige Versammlung von Mitgliedern sämmtlicher Orts die Tasche. Auch die Böttcher haben durch die Politik, Krankenkassen, mit aller Energie für die Verwirklichung des gedie Deutschland vom ausländischen Markte vertrieben, planten Unternehmens einzutreten." schwer gelitten; aber sie haben den Gegensatz erkannt, der das Nach längerer Geschäftsordnungsdebatte entschied sich die Interesse der Kapitalisten von dem der Arbeiter scheidet. Die Versammlung für Wahl einer neun gliedrigen Kommission zur Vortheile der verbesserten Produktion fallen allesammt dem Jnangriffnahme der nöthigen Vorarbeiten. Gewählt wurden: Unternehmer zu, der Arbeiter hingegen muß die Nachtheile in Aßmann( Maschinenbauerkaffe). Jahns( BuchdruckerGestalt verkürzten Lohnes und vermehrter Arbeitslosigkeit ge- tasse), Adler( Brauerfasse), Tannhausen( Sattlertaffe), duldig auf sich nehmen. Dem Vortrage, der mit lebhaftem Bei- Pischel( Klempnertasse), RühI( Allgemeine Ortskaffe), Dähne fall aufgenommen wurde, folgte eine Diskussion, an welcher( Maurerkaffe), Glöckner( Korbmacherkasse) und Maier Winter, Stabernad und Mehner theilnahmen.( Tischlerkasse). Kollege Winkelmann erstattete hierauf Bericht aus der Ge. wertschafts- Kommission, was ebenfalls zu einer längeren, mehr persönlichen, Debatte Veranlassung gab. = Oeffentliche Versammlung für Männer und Frauen heute, Mittwoch, den 24. Januar cr., Abends 8 Uhr, bet Joel, Andreasstr. 21. Tagesordnung: Bortrag über:„ Gefegliche Gewissensfreiheit und thatsächliche Bergewaltigung". Referentin: Fri. Jda Altmann. Landemannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Mittwoch, den 24. Januar, abends 8% uhr, Versammlung der Schleswig- Holsteiner mit Frauen im Kommandanten- Garten", Kommandantenfir. 10-11. Abrechnung vom Sylvestervergnügen. Sozialdemokratischer Agitationsverein für die Kreise Wittenberg, schweinit, Torgau und Liebenwerda. Heute, Mittwoch, den 24. Januar, abends pünktlich 8 Uhr, bei Lehmann, Neue Grünftr. 14, im Garten- Saal: General- Versammlung. Norden). Bersammlung heute, Mittwoch, den 24. Januar, Abends to the Brunnenſtr. 34. Tagesordnung: Wahl des Vorstandes. Bortrag über:„ Das Trinkgeld- Unresen". Diskussion. Aufnahme. Verschiedenes. Dritter Wahlverein. Heute, Mittwoch, den 24. Jan., Abends 8% Uhr, Bersammlung im Louisenftädtischen Konzerthaus, Alte Fatobstraße. Arbeiter Bildungsschule. Mittwoch, Abends 8-10% Uhr: Nord= Schule, Müllerfir. 179 a: Unterricht in Geschichte( mitt.). Oft Schule, Markusstr. 81: Unterricht in Logit. Südost Schule, ReichenbergerStraße 133: Unterricht in Rechnen und Deutsch( oberes). Bei allen Unters richtsfächern können Schüler und Schülerinnen auch jest, im Saufe des Semesters, eintreten. Lese- und Diskutirklubs. Mittwoch. JohannJacoby, bei Fris Gesundbrunnen, Abends 8% Uhr, bet Verband deutscher Barbiere, Friseure und Perrückenmacher( Filiate Liegte, Schwedterſtraße 33. Saferland, Bellermannſtr. 87. Gleichhett, Abends sy Uhr bef Stramm, Ritterstraße 123.- Seine, Rirdorf Abends 8% Uhr, Prinz- Handjerystr. 60, Otto Reimer, bei A. Brosch, Wilhelmshavenerstr. 23. Ginigfelt, Abends 8 Uhr bei Beige, Zriftiraße 1. parterre. Wilfe. Schulzefir. 27. Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. Alle Menderungen im Bereinskalender sind zu richten an Frieb. Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Arbeiter- Sänger- Bund Berlins und Umgegend. Mittwoch. Uebungsstunde Abends& Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. Biebesfreiheit 1, Andreasstr. 26, bet Wilte. Freya,( Gemischter Chor), Alte Schönhauserftraße 22-23, Bögow's Brauerei. Silaritas, Hochstraße 82 a, bet Deutsche Eiche, Grüner Weg 29 bei Säger. Echo 1 Bankow, Steinmegen, Flemmingstr. 6 bet Mann. yra 1, Martannen- Ufer 2 bei Wills.- hand in Sand 1, ReichenbergerStraße 16 bei Päzoldt. Schneeglöckchen 2, Potsdam, Brandenburgersindowerfir. 26. Rütli, Friedenau im Kurhaus.-Vorwärts 5, Friedrichs bagen, Sundtbett, b. Lerche. Lorbeertrana, Lichtenbergerstr. 21 b. Seise. Sudo ft 1. Köpnicter fir. 191, Restaurant Foge. to the Melte, Schöneberg, Golzſtr. 43, bei Giegeler.- Kupferfchmiede, weinfir. 11 bet Feind. Concordia, Gitschinerstr. 55 bet Haafe. Deutscher Männer fang, Belforterstr. 15, bei Schneider. Freiheitstlänge, itUnverzagt 1 Manteuffelstraße bet Nowac. Borbe er Jakobstr. 68. franz 2, Oranienstraße 190 bet Statsch.- Liebeslust in Fürstenwalde Rommunitation 16, bet Glaser.. Unverbroffen, Abends 8x Uhr, bei Sachs, bet Buffe. hardt. bei Taschenberg, Junterstraße 5. Sängerchor der Maler, Raiser Franz Grenadier Play 7.- Freiheits Gruß, Schönhauser Allee 46, Hoffnung 8, Brandenburg a. S., Wilhelmsdorfer: Straße Rest. Concordia.- Sanges blüthen, Stralauerplag 10/11 bet Poppe. Moabit, Waldstr. 52 bei Gohr. Stederlust, Köpenickerstr. 100 bei Gründer( fr. Mundt). Gleichheit, Pappel- Allee 3-4 bei A. MeinLyra 3, Briz, Werderstraße 15. Freiheit stlänge a Eberswalderstraße 5. Kaiser'scher Quartettverein, Krautstr. 6 bei Nudolf. Arbetterg fangverein von Brig in Briz, Bürgerstr. 4 bei Dorn.- Junge iche, Reinickendorf, Gesellschaftsfir. 11 bet Hartmann. Georginia, Manteuffelstraße 45 bet Liewald. Ginig, Straußbergerstr. 3 bet Birk. Vorwärts" 7 Rummelsburg, Göthe- und Kantstraße- Ede bei Greinert. Seeger fcher wännerchor, Frankfurterstraße 1s bei staprolatis. Dämmerlicht, Doppel- Quartett, Landsberger Allee 152 bei Krause. Frau Gubela gab bekannt, daß sich in Kürze eine öffent- Süd- Ost 2, Falckensteinstr. 7 bei Trittelwig. Felsenburg, Krautliche Boltsversammlung mit den Lohn- und Arbeitsverhältnissen beboph Gemischter Chor Wedding, Müllerstraße 7 bet Reichert.„ Glühlicht"( gem. Chor), Berlebergerstr. 28, bet germerder C. Bolleschen Meierei( Klingel- Bolle) beschäftigen wird. schmidt.- sfetnnette, Neue Sochstr. 49 bei Altmann. Abends 8 Uhr bei Sauermann, Adalbertstraße 8. " = Sprechlaal. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend.( Bus fchriften find zu richten an P. Sentel, Bergmannstraße 14, Hof 2 Tr.) Mitiwech: Pollac- Klub Bust ige Brüder, Manteuffelstr. 46 bei Siewals. Geselliger Verein Fridolin, Brunnenstraße Nr. 35 bei Wolff. Die Redaktion ftellt die Benuzung des Sprechjaals, soweit der Raum dafür Triftstr. 1 bei Hoffmann Rauch flub Eiferne Pfeife, Sumo abzugeben ist, dem Publitum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen ristischer Rauchtlub, Görligerstraße 42 bei Picht. Gefelliger Intereffes zur Verfügung; ste wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Verein Brüderlichteit Georgenkirchstraße 65 bei Müller. Musikverein Inhalt desselben identifizirt zu werden. Bautenschwengel Annenstraße 16 bei Ehrenberg.- Verein Rhetorit Herr Menzel, der Wortführer des Berliner 3 wider Naunynftr. 86 bei Bubeil Abends 8 Uhr. Geselliger Verein Hoffnung Lebuserstraße Nr. 5 bet Nemiz( alle vierzehn Tage). Theaterverein vereins berichtigt", daß er nicht gesagt, Karl Fleischer Proletariat, Naunynftr. 83 bei Köhn. Bergnügungsverein Amor II, habe mit den Fabritaten geschmuft", sondern nur von Fleischer Brinzen- Allee 10 bet Bergemann. Touristentlub Freiheit und Wohl Natürlich, aber was und in welchem Sinne er ergehen, Neuenburgerstr. 37 bei tegenberg. Rauchtlub Rothe gesprochen. Fahne, Abends 9 Uhr, Oppelnerstr. 44, Restaurant Taubenbörse. Stat von Fleischer gesprochen, darüber schweigt der ehrenhafte" tlub Kreuz- Solo Krautftr. 48 bei Rattte. Regel- Klub uftige 13", Herr Menzel, der leichter verleumden als beweisen kann. Gesang, Turn- und gesellige Vereine. Mittwoch. Gefangverein Die ganze Versammlung in Magdeburg wird es be= Knospe, Abends 9 Uhr, im Restaurant Wahlstatt, Belle- Allianceftraße. zeugen, daßer den Kollegen Fleischer hingestellt, als habe Musikverein Vorwärts, Abends 8 bis 10% Uhr, Langestraße 108 diefer mit dem Fabrikant Simonsohn und Stern hinter dem bei Mebelin. Männer- Gefangverein albtapelle 2, Abends 9 Uhr, Rücken der Zwicker verhandelt, denn man habe beobachtet, wie Restaurant Kayfer, Staligerstr. 22. Mufit- Dilettantenverein Preciosa, Abends 8-11 Uhr Uebungsstunde in Geisler's Restaurant, Fenn- und er( Fleischer) eines Abends in verdächtiger Weise das Haus des Tegelerstraßen- Ede. Gefangverein Apollo( gem. Chor) Abends 9 Uhr Fabrikanten verlassen habe. Auch ist es Thatsache, daß Menzel in Restaurant Schulze, Beuthstraße. Zurnverein Hoffnung, Abends 9 Uhr, im Restaurant Schröder, man- erklärte: Wenn es zu einem Kampfe tomme zwischen Kapital teuffelftr. 9.- Kraftturnverein Jugendtraft, jeden Mittwoch und Sonn- und Arbeit, so könne man nicht erst fragen, ob Geld zum Streik abend 9-11 Uhr Abends bei Labe, Beughofftr. 8. Turnverein Gesund vorhanden sei, nicht auf das Geld, sondern den Geist komme brunnen. Die 2. Männer- Abtheilung turnt heute von 8%-10% Uhr Abends in der Turnhalle, Freienwalderstraße 39. Kraftturnverein Berolina, Abends 9 Uhr Uebungsstunde bei Faustmann, Reichenbergerstraße 73a. Athletenverein Atlas, Abends 9 Uhr, Uebungsstunde, Brunnenstraße 154, Botal Kontordia. Berliner Turngenossenschaft: Die 8. Männer- Abtheilung turnt jeden Mittwoch und Sonnabend Abend von von 8-10% Uhr in der Chorinerftr. 74. Turnverein" Fichte"( Mitglieb des deutschen Arbeiter- Turnerbundes). Die 1. Männer- Abtheilung turnt Mittwoch und Sonnabend von 8-10% Uhr Friedenstr. 37. Theater- und Vergnügungs- Verein Humanitas abends sy Uhr bei Need, Lothringerstr. 94. Theaterverein Bultania 2", Abends 9% Uhr, bet Schulz, Beteranenftr. 18. Bühnenverband Othello, Abends 9 Uhr, Restaurant Lothringerstraße 101. Theater: und Leseklub Morgenroth, jeden Mittwoch, Abends 9 Uhr, im Restaurant Diete, Lothringerstr. Nr. 67. Theaterverein erges tagt jeden Mittwoch, Abends 9 Uhr, bei Güzlaff, Großgörschenstraße 3. Gäste wiltommen. Heimathlu ft, Gizung jeden Mitt woch, Abends 9 Uhr, bei S. Lange, Stromstr. 28. Don Kreuzfibel, bet Gumlich, Reichenberger: Arbeiter Bitherklub" Freiheitstlänge", Abends Geselliger Bergnügungsverein Regia, Abends 9 Uhr, im Restaurant Sommer, Grünstraße 21. ftraße 149.- Fidele Brüder, bei H. Mrose, Lachmannstr. 5, verein" Frei Weg", Abend 9 Uhr bei Sieblutad, Manteuffel straße 86. 8-11 Uhr, bei N. Pommerente, Bahnstraße 23, am Bahnhof Großgörschenstraße. 8ithertlub Alpenglöckchen Edelweiß. Uebungsabend Gipsstr. 11 bei Gollmann. Damen und Herren als Mitspieler willkommen. Berein Wohlgemuth jeden Mittwoch 9% Uhr Sigung ntit Damen bei Weigmann, Andreasstr. 32.- Arbeiter- Zitherverein Einig= teit, Abends 9 Uhr: Uebungsstunde bei Schmidt, Wrangelstr. 141. Rauchklub Roochloch, Abends 9 Uhr, bei Kierstein, Admiralstr. 33. Rauchtlub Rothe Nette, bei Steuer, Weinstr. 22. Humoristischer Rauchtlub, Abends 9 Uhr, bet A. Niemann, Görlizerstr. 42. Rauch flub Sanssouci, Boechstraße 51.- Rauchflub Ohne 8 wang, Abends 9 Uhr bei Späth, Weinstr. 28. Rauchfluh Grüne Quaft e, Abends 9 1hr, bei Echlüter, Kleine Markusstr. 10. Rauchklub Vultan, Abends 9 Uhr bet Rachfall, Waldemarstr. 18, Rauchklub Goldene Quast e, Abends 9 Uhr bet Muß, Josinstraße 8. Rauchflub Schmotes Werte, Röpenicker bei Schöbel. straße 1218 Humoristische Pfeifenbrüder, Rauchtlub Abends 9 Uhr, Klosterstraße 83, beim Genoffen W. Salzwebel. Rauchklub Deutsche Eiche, Abends 9 Uhr bei John, Waldemarstr. 52. Lustige Brüder Abends 8% Uhr Bücklerstr. 61 bei Faulhaber. Rauchflub Arcona Abends von 9-11 Uhr bei Bernhard, Staligerstr. 41. Rauch- Klub Einfach, Abends 9 Uhr, Manteuffelstr. Nr. 5 bei Bogt. Altdeutscher RauchtIub bei Gäbede, Münchebergerstr. 5. Rauchklub Rauchklub Granada, Abends 9 Uhr, Forsterstr. 40 bei Zuguntte. Rothe Fahne, Mittwoch Abends 9 Uhr, Oppelnerftr. 44, Restaurant zur Zaubenbörse. Rauchflub Sumatra Süd- Ost, Sigung alle Mittwoch, Abends 8 br bet Tilgner, Forsterstr. 22. 1 Stattlub Treff, Abends 8% Uhr, bei Otto Babel, Frankfurter Allee 90. Stattlub areau Aß bei Lange, Friedrichsberg, Wartenbergstraße 67. Arbeiter- Betchenverein Einigtett Abends 9 Uhr Uebungsstunde bet Schmidt, Wrangelftr. 141. German American Club. 9 o'clock Restaurant Belvedere, An der Jannowitz- Brücke. Ladies and Gentleman are invited. es an. Zu dieser Aeußerung wurden ihm( Menzel) fogar einige recht treffende Bemerkungen entgegengerufen, die er aber im Strom der Rede wohl übersehen oder nicht begriffen hat. Ebenso falsch ist seine Berichtigung der Messeraffäre. M. sprach zuerst von den gefährlichen Glazen, dann den verstockten Breslauer und erst am Ende von den Mittenwalder Kollegen. W. Bod. Eingelaufene Druckschriften. Ergöhliches und Nützliches von der Berliner Börse. Berlin SW., Verlag Hugo Steiniz. Preis 2 Mark. Diät und Wegweiser für Herzkranke. Von Dr. A. Lange, Berlin. Verlag Hugo Steiniz. Preis 1 Mart. Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, J. H. W. Diet' Verlag) ist soeben das 16. Heft des 12. Jahrgangs erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Großfinanz und Preßgewerbe. Das Sinken der Preise auf dem Weltmarkt. Der Bericht der englischen Arbeitskommission über die Arbeiterfrage in Deutschland. Von Ed. Bernstein. -Die Einführung der Kranken- und Unfallversicherung in der Schweiz. Bon Otto Lang( Zürich). Nochmals Knorr's Katechismus. Literarische Rundschau. Notizen: Die Bierproduktion im Braufteuergebiet. Die Unterwerfung der Natur durch den Menschen. Zur Geschichte der Körperstrafen in Rußland. Feuilleton: Winter. Novellette von Karl Larsen. Einzig autorisirte Uebersehung von Ernst Brausewetter. Briefkaffen der Redaktion. Wulkan. Adresse von C. B. ist Berlin W., Großgörschenftraße 23. Elze. Es wäre und lieb,/ wenn Sie behufs näherer Information uns einmal besuchen. Deredder. Ihre Berichtigung wollen Sie, bitte, im nächsten Bersammlungsbericht einfügen. Die Sache ist doch wohl nicht sa wichtig? 21. 100. 10 Monate. Veränderung Nr. 100. Antrag an den Ober- Präsidenten der Provinz Brandenburg zu Potsdam. English Conversational Club Shakespeare. Meeting with Ladies every Wednesday at 9 o'clock at Neumann's Restaurant, Rosenthalerstr. 36. Guests are H. H., Schwedterstraße. Ansprüche auf Unfall- Entwelcome. Club Uncle Sam. 9 o'clock Jack's Restaurant, 15 Hoher Steinweg. English speaking guests are quite welcome. schädigung haben Sie nur, wenn die Werkstatt mit Dampf oder anderer elementarer Kraft betrieben wird oder mindestens 10 Arbeiter beschäftigt. F. K. Der Mann bis zum zurückgelegten 25., die Frau bis zum 24. Jahre. N. S. 78. Unseres Wissens werden beim Telegraphenamt feine jugendlichen Arbeiter angestellt. Buchhandlung des„ Vorwärts" Berlin SW., Beuthstr. 2. Soeben ist erschienen: Internationales aus dem„ Volksstaat" ( 1871-1875). Bon Friedrich Engels. 72 Seiten 8° Prris 30 Pf.- Wiederverkäufer Rabatt. I. Abermals Herr Vogt( 1871).- II. Die III. Zwei FlüchtlingsInhalt: Vorwort. Bakunisten an der Arbeit( 1873). kundgebungen: a) Eine polnische Proklamation( 1874). b) Programm der blanquistischen Kommuneflüchtlinge. IV. Soziales aus Russland 1875. Nachwort hierzu 1894. " Die Neuauflage der hier gesammelten, f. 3. im„ Boltsstaat" und zum Theil auch in Broschürenform erschienenen Abhand lungen ist gerade im gegenwärtigen Moment von besonderem Intereffe. Namentlich trifft das zu auf, Die Batunisten an der Arbeit" und das Programm der blanquisti: schen Kommuneflüchtlinge". In ersterem Aufsatze schildert Engels das schmähliche und die Interessen der Arbeiter tlasse schädigende Treiben der Anarchisten und liefert in der Geschichte des 78er Aufstandes in Spanien den Nachweis, wie die auch heute von einer gewissen Seite immer wieder erhobene Forderung der Enthaltung vom politischen Kampf in der Praxis stets darauf hinauslaufe, die Interessen der Bourgeoisie und der Reattion zu fördern, und wie die Deklamationen vom allgemeinen Weltstreit auch in jenem spanischen Aufstande an den politisch- ökonomischen Thatsachen scheitern mußten. Die Kritik des Blanquistischen Flüchtlings- Programmes von 1874 ist gerade jett um so interessanter, als die Gruppe der Blanquisten, die damals zum ersten Male sich zum jezigen deutschen Kommunismus bekannte, daneben aber den Standpunkt der revolutionären That" einnahm, heute unter Führung ihres bedeutendsten Kopfes Vaillant in die französische Deputirtentammer eingetreten und mit den„ Marxisten" in die gleiche Rampflinie eingeschwenkt ist. Zahlreichen Bestellungen sieht entgegen Buchhandlung des Vorwärts". Grosse Berliner Schneider- Akademie. Berlin C., Rothes Schloß Nr. 1. 57681* J. E. 14. Ohne Kenntniß der Statuten nicht zu beant worten. F. E. Sch. Wenn Sie mit Einstimmung Ihres Mannes damals für sich die Sachen gekauft haben, so gehören sie Ihnen. Nur ist das oft schwer nachzuweisen. März 133. Die Antwort ist erschienen und lautete: Wenn die Verurtheilung 1888 erfolgt und die Strafe 1889 zu Ende gegangen ist, sind die Gerichts- und Gefängnißkosten verjährt. W. G. 30. Wenn schriftliche Kündigung im Kontratt ausbebungen war, ist sie auch nöthig, Verjährung in 4 Jahren vom 31. Dezember des Jahres ab, in dem die Miethe fällig wurde. Vollstreckung auch außerhalb zulässig. K., Durlach. Wenden Sie sich an die Buchhandlung des Vorwärts". A. G, 63. Wie Sie sich am besten für unsere Sache aus: bilden können? Nachdem Sie seit zwei Wintern bereits an Ihrer Ausbildung gearbeitet haben, sollte Ihnen eine Antwort doch nicht schwer fallen. Lesen und lernen Sie weiter. Dresdenerstr. 35. Sie sind nicht im Rechte. M. M. Nr. 100. Ja. M. 31. Es fragt, sich aus welchem Grunde die Ungiltigkeit erklärt worden ist. Uebrigens wird es sich auch nach dem Inhalt der Police richten. Wenden Sie sich an einen Rechtsanwalt. Hermann Bathke. Ja. Paul Cremer. Der Hauswirth hat das Retentionsrecht an den Sachen des Miethers oder seiner Frau, nicht aber an den seiner Kinder. Wenn Sie aber der eigentliche Miether waren und Ihre Eltern nur für Sie unterschrieben haben, so haften Sie für die Miethe mit Ihren Möbeln. E. G. 16. Nein. B. W., Wiesack bei Gießen. Wenn den Meister eine Schuld trifft ja. P. G. Erheben Sie Widerspruch. Die Forderung dürfte verjährt sein. verklagen und dann die Sachen durch den Gerichtsvollzieher pfänden F. K. Sie müssen den Schuldner auf Zahlung der Schuld und versteigern lassen. Von selbst werden sie nicht Ihr Eigenthum. M. H. 43. Ja. Verlin N. Ja. F.R. 131. Sie brauchen nicht zu zahlen. G. 16. Nein. Im übrigen scheint uns, daß Sie Befferes zu thun hätten, als sich um die Kinder der Reichstags- Abgeordneten zu fümmern. C. R. 1. Erfundigen Sie sich auf dem Polizeirevier, wo Sie so wie so die Erlaubniß einholen müssen. 2. Wann es Ihnen beliebt. Nr. 1000, H. B., Reichenbergerstr. Wenn die Summe aller Miethen für die Zeit, auf die der Vertrag geschlossen ist, 150 M. oder mehr beträgt, ist er zu stempeln. A. T. Der Standesbeamte ist formell im Recht, wenn er die Eintragung des Vornamens Lassalle in die Register verweigert. Im Uebrigen halten wir es für eine Geschmacklosigkeit, wenn ein Vater seiner sozialdemokratischen Gesinnung durch eine derartige Benamsung seines Kindes Ausdruck giebt. P. Sch. Natürlich. Stadthagen hat sich von der Hamburger Gefängnißverwaltung einige Tage Urlaub ausgebeten, um an der Feier des nationalliberalen Vereins theilnehmen zu können. Sie Schlaumeier. 100. Steuererheber. Fragen Sie beim Magiftrat an. Jedenfalls wird Kaution gefordert. P. K., Breslauerstraße. 1. Lassen Sie sich auf Ihre Kosten durch einen andern Arzt untersuchen. 2. Wenn Sie einen Bescheid von der Unfallversicherung bekommen, wodurch Ihre Rente aufgehoben oder verkürzt wird, so müssen Sie innerhalb 4 Wochen an der im Bescheid angegebenen Stelle Berufung einlegen. Kommen Sie dann in die Sprechstunde. 3. Nein. 4. Nein. In Ihrer Lohnstreitigkeit tönnen Sie nicht klagen. Aus dem Tagebuch eines Unbedeutenden. Stizzen von Georg Steinhausen. Leipzig, Verlag von Ph. Reclam jun. Archibald Malmaison. Roman von J. Hawthorne. Ueberfett von Marischer Müller. Leipzig, Verlag von Ph. Reclam jun. Metzner's Korbwaaren- Fabrik, !! Roh- Tabak!! Berlin, Andreasstr. 23, Hof part., vis- à- vis d. Andreasplaz größtes Lager Berlins. Muster- Sämmtl. in- u. ausländischen Sorten, bücher gratis. Theilzahlung gute Qualität, tadelloser Brand, gestattet. 500 Mark zable in zahle in billigster Preislage, empfiehlt Kinderwagen, ich Jedem, der mir nachweist, daß ich nicht das größte Heinr. Franck, Bandung, Kinderwagen- Eager Berlins hajbe. F. Metzner. !! Arbeiter!! Erhaltet Eure Kräfte, sie sind der einzige Reichthum, den Ihr besitzt. Trinket daher nur gute, der Gesundheit zuträgliche Branntweine. Der beste Magenbitter der Welt ist " Old Jack" !! Probiret und überzeugt Euch!! 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