Erscheint täglich außer Montags. Brets pränumerando: Viertei jährlich 8,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Big. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 3,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Defterreic Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Pont Zeitungs Breisliste für 1894 unter Nr. 6919. 1290 00 10020010 to Vorwärts 10 11. Jahrg. 1 Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Bfg., für Vereins: und Beriammlungs Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächte Nummer müssen bis 4 Ubr Nachmittags in der Ervedition abgegeben werden. Die Erpedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Feittagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. dio) 640 00 Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. jol i Chisit ani Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Totterie. Donnerstag, den 25. Januar 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. 45 000 und 60 000 M. angegeben sind. Wir haben also sollen. Und nun bedenke man, was das heißt, 29 Treffer schließlich im Ganzen 95 000 Gewinne, d. h. die Hälfte unter 190 000 Loosen. Füllte man eine Schüssel mit aller Loose gewinnt, oder im Durchschnitt fönnen zwei 190 000 Reisförnern, worunter man 29 gefärbte hat, Spieler immer darauf rechnen, daß einer von ihnen zu den welche Aussicht hätte man wohl, beim Ziehen mit ver glücklichen Gewinnern gehört. bundenen Augen gerade ein gefärbtes Korn zu treffen? Ein Esel würde man mit Recht genannt werden, wenn man für diese Aussicht gutes Geld weggäbe. Genau so dumm aber verfährt man, wenn man für preußische Lotterieloose sein gutes Geld hingiebt, und noch dümmer, wenn man sich zum Ankauf der Loose von Privatlotterien bereden läßt, denn bei diesen sind die Gewinnaussichten noch viel schlechter, als bei den Staatslotterien. Demnach haben die Lotterien nicht die Tendenz, Glück und Reichthum im Volke zu verbreiten, sondern umgekehrt, Hunderttausenden ihre sauer verdienten Groschen aus den Taschen zu locken. Unter den fleinen Steuervorlagen, mit welchen sich der Reichstag nächstens in zweiter Lesung zu beschäftigen haben wird und die einen Theil der Stempelsteuer- Borlage bilden, befindet sich auch eine, welche die Erhöhung des Lotterie- Betrachten wir nun aber die Gewinne etwas näher, stempels bezweckt, die eine Mehreinnahme von 5 432 000 M. so sehen wir, daß die große Mehrzahl, nämlich 89 657, den einbringen soll. Gin Lotteriestempel fann natürlich nur Betrag von 210 M. nicht überschreiten. Dieses sind gar erhoben werden, wenn das Lotteriespiel gestattet wird, und keine Gewinne; denn von ihnen, wie von jedem Gewinn da die Militärausgaben, welche durch den Ertrag des zieht die Verwaltung 15% pet. für sich ab. Beiläufig beLotteriestempels gedeckt werden sollen, dauernde sind, merkt ist auch das ein nicht zu billigender Geschäftskniff. wenigstens so lange, als das kapitalistische System besteht, Die Verwaltung sollte mindestens offen und ehrlich die Geso sollen auch die Lotterien unter der Herrschaft dieses winne als so hoch anzeigen, wie sie thatsächlich sind, anstatt Systems nicht angetastet, im Gegentheil weiter ausgebaut durch zu hohe Gewinnzahlen das Publikum anlocken, und werden. Eehen wir uns daher die Lotterien und ihre dann von den nominellen Gewinnzügen Abzüge machen, zu welchen sie sich das Recht in den§ 11 des Lotteries Sie erwecken in den Spielern die Hoffnung, mit einem planes vorbehalten hat; aber die wenigsten Käufer, Wenn nun die Schädlichkeit der Lotterien so klar zu Echlage mühelos, blos durch Bezahlung eines fleinen Ein- am allerwenigsten die Frauen, lesen den ganzen Tage liegt, warum werden sie dann nicht beseitigt? Nun, sages, ein reicher Mann zu werden. Ohne diese Hoffnung, Plan durch, sondern die meisten leben des Glaubens, die diese Frage erledigt fich sehr einfach. Sie bringen Geld ohne die fett gedruckten großen Gewinnzahlen in den fett gedruckten Gewinnzahlen sind auch die wirklichen. ein, und auf Geld kann der Fiskus nicht verzichten. Oft Reklame- Anzeigen und Spielplänen, Zahlen, welche in die Bringt man also den Abzug in Ansatz, so betragen die genug ist die Frage der Aufhebung der Lotterien angeregt Hunderttausende gehen, würden die Loose teine Abnehmer Gewinne statt 210 M. nur noch 176,80 M., so daß der worden, oft genug ist dieselbe von den Regierungen verfinden und die Lotterien von selbst einschlafen; aber die thatsächliche Gewinn, da der Einsatz 168 M. war, nur noch sprochen worden; aber sie bringen eben einige Millionen großen Gewinne, die sollen die Spieler herbeilocken, und 8,80 Wt. beträgt. Nun ist die Lotterie aber bei der großen Mart, und daher hatte man immer nicht den erfüllen diese Aufgabe in der That. Nun ist von vornherein klar, Anzahl Loose auf die kleinen Leute angewiesen, welche ernstlichen Willen, sie zu beseitigen, bis man Faß die Anzahl der Gewinne im Verhältniß zur großen 168 M. auch nicht in 4 Raten für ein Loos bezahlen jetzt glücklich soweit ist, sie als dauernde und ewige Ins Looszahl nur sehr klein sein kann; denn die Gewinne fönnen. Daher hat die Verwaltung die Loose getheilt und ftitutionen anzusehen. werden ja nicht von dem Veranstalter der Lotterie bezahlt, verkauft Halbe-, Viertel- und Zehntel- Loose. Bei den letzteren Auch an diese Einrichtung zeigt sich so recht, wie die welcher im Gegentheil an derselben verdienen will, sondern ist der Gewinn, wie man sieht, bereits auf 88 Pf. zusammen- sittlichen Anschauungen der Herrschenden Klassen sich allsie müssen durch die Beiträge der Spielenden, der Verlierer, geschrumpft. Aber auch der Preis für ein Behutel- Loos, mälig wandeln und dem Beobachter eine mit den Jahren aufgebracht werden. Freilich wird es dem Gewinnenden 16,80 m., kann von der Masse der Bevölkerung nicht aufgebracht fortschreitende moralische Versumpftheit aufdecken. Bei Einin der heutigen egoistischen Welt in der Regel ganz gleich werden, und deshalb ist eine weitere Theilung der Loose führung der Staatslotterie in Preußen, 1794, wollte man sein, auf wessen Kosten er gewinnt; durch die Betrachtung, bis Vierzigftel und selbst Achtzigstel nöthig. Hierbei ver- besonders dem noch schädlicheren Zahlenlotto Konkurrenz daß ein Gewinn nur möglich ist, wenn ein anderer ver- wandelt sich nun der kleine Gewinn von 0,88 M. in direkten machen, welches letztere in Preußen 1810 aufgehoben wurde. Die liert, wird sich kaum jemand vom Spielen abhalten lassen. Verlust. Denn der Lotterieverwaltung macht es zu viele Abschaffung behielt man aber stets im Auge, und noch im Jahre Wir wollen daher die Gewinnchancen selbst noch etwas Umstände, solche kleinen Loosantheile zu verkaufen; des 1841 wurde in einer Kabinetsordre darauf hingewiesen, näher betrachten. Handels mit diesen hat sich daher die private Spekulation daß man die Lotterie- Einnahmen zwar noch nicht entbehren Nehmen wir dazu zunächst einmal die preußische Staats- bemächtigt. Der Looshändler also kauft Loose von der tönne; aber man wolle wenigstens die ärmeren Klaffen der lotterie. Hier kostet ein Loos, einschließlich der Stempel- Verwaltung zu dem festgelegten Preis von 168 M. pro Bevölkerung davor schützen, ihr Geld hierbei zu verlieren, gebühr, gegenwärtig 168 M., ein Betrag, welcher in Stück. Diese theilt er dann in kleine Theile und giebt die und deshalb solle die Anzahl der Loose gering gehalten 4 Raten zu je 42 M. eingezahlt wird. Nach jeder Einzahlung findet eine Ziehung statt; doch werden bei den ersten drei Ziehungen nur eine geringe Anzahl Loose gezogen 8000, 10 000 und 12 000, beren Inhabern dann gegen Nachzahlung der noch nicht geleisteten Einfäße ein anderes Loos zur Verfügung gestellt Aber auch die weiteren Gewinne, 2939 bis zu 500 m. wird. Deswegen werden Anfangs von den gesammten und 2375 bis zu 15000, wovon die große Mehrzahl, nämlich 190 000 Loosen nur 160 000 verkauft, während 30 000 zu 2290, 5000. nicht übersteigt, stellen in ihrer Theilung diesem Ersage zurückbehalten werden. Erst die vierte nicht solche Summen dar, daß sie eine besondere dauernde Ziehung ist die Hauptziehung, in welcher 65 000 Gewinne Verbesserung der materiellen Lage erwarten lassen und zum gezogen werden und in welcher die Hauptgewinne von Spiele anreizen. Es bleiben somit nur noch 29 sogenannte 600 000 und 300 000 m. erscheinen, während in den ersten große Gewinne, worunter einer zu 600 000 und 2 zu je Ziehungen oder Klassen die größten Gewinne zu je 30 000, 300 000 M., welche die Volksmassen zum Spiel verlocken 610 200 10 Feuilleton. Nachdruck verboten.] Helene. ( Alle Rechte vorbehalten [ 25 Roman in zwei Bänden von Minna Kautsky. Ich bat um die Rechnung, haben Sie sie gebracht?" dr Aber das pressirt wirklich nicht, und wenn es erst in einem Jahr gezahlt würde, Euer Gnaden sind uns gut." Gs bedurfte einer weiteren Aufforderung, ehe Helene ihre Rechnung erhielt; aber als sie einen Blick darauf geworfen hatte, erblaßte sie. Sie dachte nicht mehr daran, eine neue Bestellung zu machen und half selbst dabei, die Stoffe in die Kartons zurückzulegen. Antheile natürlich nur mit einem entsprechenden Aufschlage ab. Verdient er auch nur 0,50 M. an einem VierzigstelLoose, so steigt der Preis des Looses bereits um 20 M., wodurch sich also der Gewinn von 8,80 M. in einen Verluft von 11,20 m. verwandelt. " Er war zu ihr getreten und langte wie zufällig nach der Rechnung, die auf dem Tische lag. Was ist das?" Es ist die Rechnung sie hat sie mitgebracht." Er lachte. Dergleichen läßt man mich gerne finden sehen wir einmal wirklich, sehr bescheiden," spöttelte er. in n „ Sie beläuft sich höher, als ich dachte," stammelte Helene unter Herzklopfen. 29 330 Langfam faltete er sie zusammen und steckte sie ein, ohne ein Wort zu sagen. Dieses stumme und vornehme Hinweggehen über etwas, das ihm offenbar ungehörig dünkte, hatte etwas ungemein Demüthigendes für Helene. " Ich will mich künftighin einschränken," sagte sie leise. Er sah sie starr an. Weshalb? Habe ich mich beklagt? Bahle ich nicht immer? Zahle ich nicht alles, alles und jedes?" Sie nickte stummm. Tie Thür öffnete sich und ihr Mann trat herein. Das Vergnügen, eine schöne Frau zu haben, ist und Tie Mamfell war hübsch und Hartmann sah sie ziem- bleibt einmal ein kostspieliges", scherzte er und fügte dann lich genau an. Sie knigte und bemerkte bedauernd, daß fie eben so launig hinzu:„ Ei, Du hast ja heute von einem alles einpacken müsse. Adoratör Blumen bekommen?" immer." Ter eine Stoff habe es der gnädigen Frau angethan, Donner hat sie geschickt", sagte sie ruhig, woher weißt er fleide sie reizend, aber sie sei gar so bescheiden, und so Du das?" geht alles wieder mit, wenn nicht vielleicht der gnädige Herr Er machte ein schlaues Gesicht. Man erfährt so etwas anderer Meinung sei. Lassen Sie die Sachen nur hier," sagte er und Er konnte ihr nicht sagen, daß er in der Blumenlächelte ihr zu; ich sehe, Sie verstehen es vortrefflich, handlung mit Donner zusammengetroffen war, denn man Ihre Waare verlockend zu machen." Sein Blick wurde gesteht doch nicht seiner Frau ein, daß man für eine Andere noch dreister, dann wendete er sich mit vornehmer Non- Blumen kauft. chalance von ihr ab und setzte sich in das Fauteuil am Fenster. Was weiß diese Person von Deiner Bescheidenheit?" fragte er seine Frau, nachdem die Mamsell das Zimmer verlassen hatte. Ich hoffe, Du giebst da keine Erklärungen ab für Dein Aunehmen oder Zurückweisen?" Als sie ihn aber fest und prüfend ansah, zog er die Stirne fraus und sagte gereizt: Daß Du Dir von diesem Scheusal den Hof machen läßt, ist mir unbegreiflich." do " Ich finde ihn unterhaltend und wenigstens wird niemand glauben, daß er mir gefallen könne." werden, halb so groß, wie heute, und die Einsätze so hoch, daß sie dem Armen unerschwinglich seien. Freilich war das Selbsttäuschung, wenn nicht gar Heuchelei; denn auch 90 000 Loose konnten nur untergebracht werden, wenn sich die breiten Volksmassen an der Lotterie betheiligten, was eben durch weitgehende Theilung und gleichzeitige Bertheuerung der Loose erreicht wurde. Als dann die Abgeordneten energischer die Abschaffung aller Lotterien und die Erfüllung der dahin gerichteten Versprechungen verlangten und darauf hinwiesen, daß die Einnahmen aus denselben dem ganzen Etat gegenüber doch nur geringe seien, da erfand man das legitime Spielbedürfniß", zu dessen Befriedigung die Staatslotterie nothwendig" sei. Man wies darauf hin, daß die " " Auch er nicht?" bi dil to s Der Mann hat doch einen Spiegel." Erich schüttelte den Kopf. " Bleibt die immer so naiv," dachte er ,,, oder heuchelt sie?* Dann sah er sich um. Wo ist das Bouquet?" we. Ich ich habe es nicht mehr." Er merkte, daß sie roth wurde. Was hast Du damit gemacht?" Stammelnd bekannte sie die Wahrheit, worauf ihr Mann in ein lautes Lachen ausbrach. " Du bist unbezahlbar, nein, so etwas kannst nur Du thun, das fällt nur Dir ein, aber ich finde es praktisch, mit den Blumen, die der eine Verehrer gespendet hat, dem anderen ein Präsent zu machen," und er lachte noch stärker. Konrad ist nicht mein Verehrer," sagte sie laut in aufglühendem Zorn. „ Erscheint es Dir nöthig, dies zum Fenster hinaus zu rufen?" fragte er höhnisch, absichtlich seine Stimme herabs dämpfend. Dieser Konrad, wie Du ihn zu nennen beliebst, scheint Dich überhaupt sehr zu interessiren, aber ich finde diese Aufmerksamkeiten für einen Häftling nicht am Blaze." Er war aufgestanden und ging mit starken Schritten in der Stube auf und nieder. Er fühlte sich sehr unglücklich in diesem Augenblick. Er war in so guter Stimmung gewesen, er hatte sich vorgenommen, liebenswürdig zu sein, um sie für einen Wunsch 34 gewinnen, den er bisher in übertriebenem Zartgefühl nicht laut werden ließ. Mit einigen freundlichen Worten hatte er zu erreichen gehofft, was er erreichen wollte und nun hatte sie ihn doch wieder gereizt und ihm die Stimmung verdorben. Ach, Alles, was sie that, war so unglaublich einfältig, daß sein Merger nur zu berechtigt war. Aber er wollte ihn auch diesmal hinunter schlucken, Leute, gesetzlich am Spielen in Preußen oder zu greifen? Judem Jaurès namens der sozialistischen 1 danken haben werden und feineswegs der Regierung, die blog Deutschland verhindert, nach Monaco gehen und Fraktion verlangte, daß das Erträgniß der Rententonversion gezwungenermaßen den ihr von den Sozialisten vorgezeichneten dort in viel schlimmerer Weise gerupft würden, als zur Steuerentlastung der Bauerngüter verwendet werde, hatte er Weg betritt. Und das werden, dessen kann man sicher sein, die jetzt zu Hause. Auch dieser Einwand trifft nicht zu; denn ja im grunde nichts anderes verlangt, als daß die den bäuer Bauern nicht vergessen. vor dem Besuch der Spielbanken zu Monaco und ander einmal, wenigftens zum Theil, eingelöst werden. Das paßte lichen Wählern wiederholt gemachten Versprechungen auch endlich wärts ist die breite Maffe der Bevölkerung schon durch aber der Regierung nicht, sie wollte, wie sie fagte, frete Sand ihre ökonomische Lage bewahrt. Wenn aber reiche Nichts- baben und verlangte darum durch den Mund des Finanzthuer, die buchstäblich nicht wissen, was sie mit ihrer Zeit ministers Burdeau, daß die Kammer sich von feiner Seite binden anfangen sollen, in Monaco ihr Geld verlieren und sich laffe, zumal sie sich einer Regierung gegenüber befinde, von der hernach, weil sie eine ordentliche Arbeit zu leisten nicht sie wife, wie fehr ihr die landwirthschaftlichen Interessen am gelernt haben und nicht verstehen, eine Kugel durch den Herzen lägen." Gs tam aber dennoch anders, als die Regierung Dolitische Leberlicht. Berlin, den 24. Januar. Aus dem Reichstage. Heute war Schwerinstag. Zur Verhandlung famen die Anträge der Zentrumspartei und freisinnigen Vereinigung über die eigetragenen BerufsOpfer der entsittlichenden Macht des Kapitalismus jeden- Rechten die Zweitheilung des Jaurès'ſchen Antrags, wonach zunächst Heyl wehrten sich in höchsteigener Person gegen diese kleine Kopf schießen, so ertragen wir den Verlust dieser armenstimmung geschritten wurde, verlangte ein Abgeordneter der vereine. Die großen Unternehmer, die Stumm, Möller und falls sehr vielleichter, als die Verwüstung, welche darüber abzustimmen war, ob das Grträgniß der Konversion zur Sicherung der Arbeiterorganisationen. In treffender Weise verdurch unsere Lotterien in den weitesten Kreisen der Entlastung der Grundsteuer zu verwenden sei, und sodann, ob diese traten Legien und Molkenbuhr den Standpunkt der Partei. Bevölkerung angerichtet wird. Die Spielbanken können Entlastung zu gunsten der ihre Grundstücke selbst bearbeitenden Die Vertreter des Zentrums und der freisinnigen Gruppen naturgemäß nur einen viel Kleineren Kreis von Leuten Landwirthe durchzuführen sei. Die Abstimmung ergab machten sich lediglich durch den vollständigen Mangel an treffen, als unsere privaten und Staatslotterien, und des nun eine Majorität von 31 Stimmen für den Entschiedenheit bemerkbar, mit der sie ihre" Anträge verwegen trifft also der Einwand, daß dieselben die Bevölke ersten Theil des Antrages und eine solche von traten. Die Reichsregierung schwieg. rung vor jenen schädigenden Banken schützen müssen, in eine unzweifelhafte Niederlage der Regierung; denn nach dieser 321 Stimmen für den zweiten Theil. Das bedeutet keiner Weise zu. Jm Abgeordnetenhause wurde die Etatsdebatte zu War man nun aber einmal so weit gekommen, die mehr in Zweifel stehen. Da erhob sich aber zuerst ber Finanz- heiten die zur Kompetenz des Reichs gehören, verhandelt, Abstimmung fonnte die Annahme des Gesammtantrages kaum Ende geführt. Es wurde fast ausschließlich über AngelegenLotterien als einem vorhandenen Bedürfniß genügend" an- minister, um zu erklären, daß die Annahme des Jaurès'schen zuerkennen, sie für das kleinere Uebel" unter mehrere an- Antrages eine Situation schaffen würde, für welche die Regie- so über die Reichs- Steuerpläne, die Währungsfrage und zusehen, so war nur noch ein Schritt dazu, das Spiel- rung faum die Verantwortlichkeit übernehmen fönnte; sodann dergleichen. Morgen sind wieder einmal Nothstandsdebatten, bedürfniß für„ legitim", berechtigt", nothwendig zu erber Ministerpräsident, um ganz direkt die Kabinetsfrage zu aber nicht über die Arbeitslosigkeit, sondern über das Elend klären, und damit jeden fittlichen Makel von der Lotterie ftellen. 3hr werdet augenblicklich" fagte er das war der Großgrundbefizer auf der Tagesordnung. zu nehmen, sie nicht mehr als ein Uebel", sondern als wenigstens feiner langen Rede furzer Sinn das Gegentheil Für eine Reichs- Einkommensteuer erklärt sich selbst von dem votiren, was Ihr soeben votirt habt oder Ihr könnt eine„ fegensreiche Einrichtung" zu preisen. Auch dieser Schritt Guch um eine andere Regierung umschauen und dann zusehen, die Deutsche Partei in Württemberg. Auf ihrem am letzten wurde gethan, und beispielsweise wurde mit der ausdrück- ob Ihr bei ihr diefelbe Rechnung findet wie bei uns." Und da Sonntage in Stuttgart abgehaltenen Parteitage lehnte ſte lichen Begründung auch der ärmeren Bevölkerung die Theil es ihnen vor allem um ihre eigene Rechnung zu thun war und im wesentlichen die vorgeschlagene Reichssteuer- Reform ab. im billigte wat die Börsensteuer, aber schon die Tabaknahme an dieser schönen Einrichtung zu ermöglichen, die sie in ihrer Angst an Stelle Perier's bereits Jaurès an der Anzahl der Loose der preußischen Staatslotterie vor zwei Spige der Regierung und diese ganz in den Händen der sozia Fabrikatsteuer wollte sie nur unter der Voraussetzung gutJahren verdoppelt. liftifchen Frattion fahen, haben die Mannesseelen denn auch heißen, daß eine Vertheuerung der billigen Fabrikate und Diese Mauserung der Ansichten unserer herrschenden gegen den Antrag gestimmt, dessen beide Hälften fie vor wenigen eine Einschränkung der Produktion vermieden werde. DaKlassen über die Lotterien findet natürlich beredte Ver- Minuten erst angenommen hatten. Damit war die Regierung welcher die Zeitung des preußischen Lotterieweſens, wie er aber nine ofalitische Fration theidiger, so in dem Geheimen Ober- Finanzrath Marcinowski, aus der Patsche, denn sie hatte dadurch eine Majorität von gegen verwarf sie rundweg die Weins, Quittungs- und 96 Stimmen erlangt und somit den materiellen Sieg Stempelfteuern, während sie eine Reich 3 Einkommen 96 Stimmen erlangt und somit den errungen. Aber nur teuer in folgender Anregung befürwortete: Das Gefagt, mit einem Vorurtheil gegen die Lotterien übernommen, den materiellen Sieg, denn in moralischer Beziehung ist fammtvermögen des Volkes beträgt nach Schäffle 120 Milfich allmälig aber von ihrer Vortrefflichkeit und segens- sie doch geschlagen worden, daß fie fich fanm je wieder liarden Mark. Die Berechnungen des Reichstags- Abreichen Wirkung überzeugt habe. ganz erholen dürfte. Noch ein solcher" Sieg", und das geordneten Siegle haben ergeben, daß bei einer Besteuerung Ist also von anderen Parteien nicht zu erwarten, daß Minifterium Cafimir Perier ist gewesen. Das fühlen selbst die der Einkommen über 6000 M. zu je ein Prozent alle Koften sie sich der Berewigung der Lotterien entgegenseßen, so ministeriellen Blätter so sehr heraus, daß fie den„ Sieg" der der Militärvorlage gedeckt werden könnten." werden unsere Abgeordneten dem Fortbestande der Lotterien Regierung tags darauf dadurch zu beschönigen suchten, daß sie die Abgeordneten, die ihn durch ihr hündisches Benehmen ermöglicht In einem Bundesstaate ist eine einheitliche Reichsm Deutschen Reiche sicher einen energischen Protest ent- hatten, einfach wie grüne Jungen behandelten, die man feinen Einkommensteuer nicht durchzuführen, so behauptete wiedersegensezen. Augenblick fich selbst überlassen dürfe, da sie sonst leicht Dummholt Herr Miquel. Nun hat aber die Finanzkommission 10 anedus sid anadusid in heiten begehen, wie dies besonders der, Temps" und die Débats" des Repräsentantenhauses der Vereinigten Staaten von des Langen und Breiten auseinander festen. 1/50 500 итобно из 3 if die dung nship Paris, 21. Januar. Sie zwar Die Bauern- Entlastung Im Lande selbst hat die Regierung durch ihren„ Sieg" über Nordamerika die Einbringung eines Einkommensteuer- Entdie sozialistische Fraktion nun gar vollends jedes moralische Un- wurfs beschlossen, nach dem eine zweiprozentige Steuer von vor der franzöfifchen Kammer.") sehen verloren, und die Bauern werden nun in hellen Haufen den Einkommen über 4000 Dollars erhoben werden soll. ins sozialinische Lager strömen; denn selbst die Blindesten unter Was sagt Herr Miquel dazu?-old ladir galb ihnen müssen nun erkennen, daß alle Versprechungen seitens Die Herrschenden mögen machen, was sie wollen, fie werben der herrschenden Parteien, ihre besondere Fürsorge dem kleinen Die zwei Gezeichneten veröffentlichen in den Zeitungen den Sozialismus nicht mehr los. Er beherrscht wider ihren Landmanne zuwenden zu wollen, nichts als eitle Flunkereien, die folgenden Erklärungen: Willen und trotz aller Polizeigesetze und Polizeichikanen die nichts als politischer Seelenfang sind, und daß ihnen nur von ganze Situation. Das hat die Dienstag- Kammerfizung, in der einer Partei Hilfe werden kann, nur von der Partei der die Konversion der 4%, prozentigen in eine 31/2 prozentige Hente Unterdrückten, die zugleich die einzige Partei ist, die wirt- 450 zur Verhandlung gelangte, wieder auf's Neue bewiesen und zwar lich hält, was sie verspricht.mobi 02 in einer ganz etlatanten Weise. Es hatte da nicht viel gefehlt und das Ministerium Casimir Perier wäre ebenso sicher am Boden gelegen, als es wenige Wochen vorher von den Nägeln des Vaillant Marchal'schen Kochtopfes befestigt worden war. Und das wurde durch einen ganz unbedeutend scheinenden Antrag bewirkt. Jaurès, der sozialistische Abgeordnete von Car maug, beantragte nämlich, daß das Erträgniß der Hententonver fion, das auf 67 Millionen geschätzt wird, zur Grundsteuer- Entlastung verwendet werde und zwar zu Gunsten jener Landwirthe, die ihre Grundstücke selber bearbeiten, also zu Gunsten jener zahlreichen kleinen Bauern, die sich für den Fiskus und den Mucher abrackern und stets in der Gefahr leben, Haus und Hof zu verlieren, d. i. enteignet zu werden. Man hätte glauben sollen, daß dieser Antrag nirgends auf Widerstand stoßen würde, denn wo ist eine Partei, wo eine ministerielle Erklärung, wo ein Wahlprogramm auch nur eines Abgeordneten, au dessen Wahlbezirk eine Landgemeinde zählt, die nicht alle sammt und sonders seit Jahren immer und immer wieder auf die Nothwendigkeit hingewiesen hätten, der Landbevölkerung, der ländlichen Demokratie unter die Arme *) Ueber die betreffende Kammerfißung haben wir schon berichtet; der Brief unferes Korrespondenten hat dadurch aber nicht an Intereffe verloren. Red. d.„ V." verändert. Sie schüttelte den Kopf. Es sollte sich aber jetzt auch nur einer von den Herren, die gegen den Jaurès'schen Antrag gestimmt, in eine Bauern gemeinde hineinwagen, und er würde sicherlich hinausgeprügelt werden! Sollte denn aber den Sozialisten, nachdem sie bereits die Städter verführt, nun auch die Bauernschaft überlassen werden? Das burfte nicht geschehen. Wie aber dieser Gefahr vorbeugen? Daß sie seit der Dienstagssitzung eine drohende geworden, das haben Regierung und Kammermajorität nachträglich selber eingesehen. Sie haben sich darum auch den Kopf zerbrochen, wie sie ihren Sieg" wieder los werden könnten und sich schließlich zu einer Mesolution geeinigt, die dahin geht, daß die Regierung zu ersuchen set, dem Parlamente entweder im nächsten Budget oder in einem vor dem Budget niederzulegenden besonderen Gesebentwurf eine Grundsteuer- oder irgend eine sonstige im Inter esse der Landwirthschaft gelegene Entlastung zu unterbreiten. Wie verabredet, wurde denn auch dieser Beschlußantrag in der geftrigen Kammerfizung eingebracht und da die Regierung, die froh war, ihren Sieg" vom Dienstag vergessen zu machen, ihre Zustimmung dazu gab, nach kurzer Debatte mit Einhelligkeit angenommen. Damit wurde jedoch erst recht bewiesen, daß die sozialistische Partei die eigentliche Siegerin in diesem Kampfe ist und daß die Kammern, wenn sie früher oder später eine Erleichterung ihrer Lage finden, sie dies einzig und allein ihr zu " und als er jetzt wieder zu ihr trat, war sein Ton völlig im Hinblick auf meine dienstliche Karrière nicht. Ich habe hier Rücksichten zu nehmen und Du mit mir. Oder sollten Nun, wo find die Stoffe? Ich möchte sie sehen und Dir meine Interessen völlig gleichgiltig sein? Ich will es wenn Dir einer gefällt-" SONITO od nicht glauben. Du siehst ja, wie langsam es vorwärts gebt, bis man fich da hinaufarbeitet. Also wir Wie, Du willst schon wieder die Geträufte spielen? gehen! 56000 008 Nicht einmal durch ein schimmerndes Kleid Dich versöhnen Wir gehen!" fügte er in scharfer Betonung hinzu, laffen?, daß es wie ein Befehl klang. bo Gie nickte stumm und refignirt. " Ich brauche es wirklich nicht." id „ Bielleicht doch wenn wir den Ball des Ministers besuchen sollten." Den Ball des Ministers?" of my old dist " Go etivas beheyt doch alle Weiber," lächelte er So triumphirend, während er den Arm um ihre Taille legte, also wähle, gleich das schönste ich will Dich schön haben hörst Du dieses Rosa, meine ich, müßte Dich vortrefflich tleiden." o trodde sid si staneded Onlin Das war's auch," sagte sie fast verschämt. Schön, da befinden wir uns einmal in herrlicher Uebereinstimmung bewilligt- so, und jetzt füsse mich." Zu welchem Minister sind wir geladen?" fragte sie. Er hatte auf die Frage gelauert. " Natürlich zu dem meines Ressorts, zu Minister Lernrina." Ihre Wangen färbten sich dunkel. " Ift der Minister?" " Wußtest Du das nicht? Es ist ja wahr, Du liest feine Zeitungen." " Und dahin willst Du mich führen?" fragte fie stotternd. Es ist eine Ehre, um die Dich Viele beneiden werden. Selbstverständlich werde ich Dich der Frau Minister vorher vorstellen 11 Er stieß leicht mit dem Fuß auf. Die Art ihrer Zu ftimmung hatte ihn nicht befriedigt. Er forderte freudiges Eingehen auf seine Wünsche, und glaubte dies zu verdienen. is hatte er nicht jeden ihrer Wünsche bisher befriedigt? War er nicht soeben wieder freigebig gewesen? Und womit lohnte sie ihm? Kalt und undankbar erschien sie ihm und der dumpfe Groll, den er gegen sie nährte, erhielt immer ueite Nahrung. Custo " Der Abgeordnete Singer hat in der heutigen Sigung des Reichstage behauptet, daß ich ein agent provocateur fei, M. monatliches Gehalt in London bezogen hätte und den Neve ans Messer geliefert habe. Diese Behauptungen find ganz verächtliche Verleumdungen. Als diese Behauptungen im Jahre 1887 im Züricher Sozialdemokrat" zuerst erschienen, babe ich in verschiedenen öffentlichen Versammlungen zu London und in verschiedenen Zeitungen diese Behauptungen Ein Ausschuß des Londoner als Lügen gebrandmarkt. Anarchistenklubs„ Autonomie" untersuchte damals den Fall und diese Kommission fand, daß die Ankläger feinen Beweis für die gegen mich erhobenen Beschuldigungen zu erbringen vermochten. Ganz unvermittelt konstatirt bann der Abg. Singer, daß ich die Nachricht über das sogenannte Radieschenfamen- Attentat zuerst in die Presse gebracht habe. Was der Abg. Singer mit diefer Bemerkung bezweckte, ist durchaus dunkel. Um aber zu verhindern, daß der Abg. Singer über diese Thatsache irgend eine neue Legende bilde, konstatire ich, daß am 27. November Nachmittag ich brieflich aufgefordert wurde, mich in der Reichskanzlei einzufinden. Dort empfing ich eine schriftliche Mittheilung über das Eintreffen und die Oeffnung des mit Pulver angefüllten Kästchens, welche Mittheilung ich ohne jegliche Abänderung durch die Presse verbreiten ließ. Theodor Reuß. In der gestrigen Sigung des Reichstags hat mich der Abgeordnete Bebel als einen agent provocateur" bezeichnet und mich mit Personen zusammengestellt, mit denen ich niemals die geringste Gemeinschaft hatte. Indem ich hergekommen sei, seine Unterstüßung für eine große Sache zu gewinnen, die ihr gewaltig am Herzen liege. Und seines Interesses sicher, begann sie ihm die Nothwendigkeit der Gründung einer Frauenuniversität auseinander zu sehen. Alle fortgeschrittenen Geister müssen sich dieser Sache an nehmen und ihr fördernd zur Seite stehen. Deshalb bin ich zu Dir gekommen, Mar." Dieser verbeugte sich lächelnd. „ Selbstverständlich wird man auch nicht vor Geldopfern zurückschrecken, die möglicherweise zu bringen wären," fügte sie mit ihrem gewinnendsten Lächeln hinzu. „ Aha!" " Wir haben eine Betition eingebracht-" " Sie ist abschlägig beschieden wordenWir werden sofort eine zweite in Szene sezen." Sie wird feinen besseren Erfolg haben." " Wir wollen, wo es nur angeht, Bogen auflegen und donor Cus mdouro XIV. go, rodi ment, trois and Unterschriften sammeln, bis wir eine Maffenkundgebung Sidonie hatte die einfach möblirte Junggesellenwohnung erreicht haben, die der Regierung wohl imponiren wird." von Mag Gebhart betreten und fand ihn im Winterrock Welch' schöne Illusionen, sie werden sich nicht er am Fenster stehen, wo er das Thermometer studirte. Er kam ihr entgegen, um sie zu begrüßen, aber er sah erregt aus und ein hektisches Roth brannte auf seinen Wangen. Ich sehe, Du bist zum Ausgehen bereit," sagte sie, ihm die Hand reichend, aber die Luft ist abscheulich rauh, Du kannst nicht daran denken, hinauszugehen." Ich will ausfahren, das wird mir doch erlaubt sein," entgegnete er mit nervöser Gereiztheit. Bitte, thu's nicht," sagte sie herzlich, der Arzt hat Dich gewarnt." füllen." " Gut, dann werden wir eine Frauen- Universität aus eigenen Mitteln gründen." Tiese Gründung dürfte sich etwas hinausziehen." " Wir werden das Ziel um so früher erreichen, je werkthätiger und großmüthiger unsere Gönner und Wohlthäter sich erweisen. Der Reichthum ist groß und es werden heut zutage Summen ausgegeben" ihr Gesicht verzerrte sich leicht nein, Unsummen für das Niedrigste, für das Ges meinste reden wir nicht davon es gehört nicht hierher. Wir wissen sehr wohl, daß wir uns nur an die Edelsten und Besten wenden können. Du gehörst zu ihnen, Max, und Du bist reich; wir werden Dich auf unsere Liste oben an seßen und Du wirst und darfst nicht säumen, Dich mit einem namhaften Betrag zu betheiligen." Sie sah ihn mit einem fast zärtlichen Ausdruck fragend an. Wie viel Aber er war so gewöhnt daran, seiner schwachen Ge- wirst Du zeichnen, Mag?" Sei kein Kind, ich schwöre Dir zu, Helene, daß mir sundheit Opfer zu bringen, und nicht merken zu lassen, wie Er schüttelte den Kopf und hielt sich lachend mit beiden diese Fran völlig gleichgiltig ist, Du haft nichts von ihr schwer sie ihm fielen, daß er alsbald den Ausdruck seines Händen die Taschen zu. zu fürchten. Gefichtes änderte, und als er seiner Schwägevin, die er gern hatte, gegenübersaß, gab er sich liebenswürdig und heiter. Sie gestand ihm, daß sie mit der bestimmten Absicht hier Mich ihr!" rief Helene emporfahrend. Er wollte ebenso heftig erwidern, aber er bezwang sich und in richtiger Erwägung der Mittel trat er auf sie zu und sie am Kinn fassend, sagte er lächelnd: Ich fann nun einmal den gewohnten Verkehr mit den Lermina's nicht abbrechen, das geht absolut nicht, schon Wenn ich dem glaubte, müßte ich längst begraben sein, so schlimm steht es noch nicht mit mir, nein, keines wegs," rief er noch aufgeregter; als er aber daraufhin zu husten begann, warf er den Oberrock ab und sah höchst unglücklich aus. Das nenne ich mit dem Revolver kommen, Sidonie!" liy ( Fortfegung folgt.) zu benachrichtigen, traft welcher ich auch der ferbischen Staatsbürgerschaft entsage, sowie allen Rechten, die dieselbe gewährt, und zwar derart, daß ich für immer außerhalb Serbiens leben und niemals nach Serbien kommen werde." biele erleidung mit Berachtung zurückweiſe, erinnere für Woche die haarsträubendsten Lügen, die zum großen treffend die Resignation auf meine echte lichen Entschließung ich daran, daß der Abg. Singer schon vor etwa sechs Theil ja auch von der deutschen Lügenpeter- Gesellschaft mit Jahren eine ähnliche Antlage gegen mich erhoben hat, ohne Behagen verbreitet worden sind. So erlangten die Neuauch nur irgend eine Thatsache zur Begründung anführen zu fönnen. Meine gesammte öffentliche Thätigkeit zeugt dafür, wahlen in Calais eine verdoppelte Bedeutung. Hatten die daß ich niemals aufgehört habe, alle jene raditalen Be Lügen gewirkt? Der erste Versuch war nicht sehr erstrebungen energisch und rücksichtslos zu bekämpfen, welche munterno gewesen. Aber vielleicht ging's jetzt besser. Das den Boden für das Lockspitelthum abgeben. Anarchisten und Resultat zerschmetterte alle Hoffnungen. Die Liste unserer radikale Sozialdemokraten zählen fiets zu meinen erbittertsten Genossen ging glatt mit einer weidrittel MehrGegnern, nie zu meinen Freunden oder Genossen. Das war heit( etwa 1200 gegen 800) burch. Bravo! auch der Grund, daß ich im Jahre 1887 von einem aus der Schweiz als agent provocateur ausgewiesenen Anarchisten dem Die Intoleranz gegen Reclus scheint Theil eines Kriegsminister Boulanger als Hauptagent" des Fürsten Bis- gegen die Existenz der Universität Brüssel gerichteten marck denunzirt wurde. Und Anlaß zu der erneuten Verleum Planes zu sein. Brüssel ist eine sogenannte freie Univerbung dürfte vielleicht der Umstand gewesen sein, daß ich mit fität, die nicht unter geistlicher Curatel steht, und darum dazu beigetragen habe, einem Menschen das Handwerk zu legen, den Pfaffen ein Dorn im Auge. Wir sagten schon vorige der sich unter falschen Vorspiegelungen in chriftlich- soziale und Woche, durch die jüngsten Vorgänge sei der Bestand der antisemitische Kreise einschlich, um Unbesonnene zu Ueber- Universität bedroht. Jetzt erfahren wir, daß die belgische treibungen zu verführen. Heinrich Oberwinder. Regierung, die bekanntlich in den Händen des katholischen Wir werden in der nächsten Nummer des Eingehendsten Klerus ist, den Plan gefaßt hat, wenn die Proteste auf diese Erklärungen zurückkommen. Wir sind überzeugt, gegen die Maßregelung Glisée Reclus nicht aufhören, bie zu schließen. werden daß dann den beiden Biedermännern jede Luft an weiteren nicht aufhören. Im Gegentheil, die Protestbewegung wird Bügel der Regierung in die Hand nahm. Der junge Mann, ( all Berichtigungen vergehen wird. 185# 6 von Tag zu Tag stärker und allgemeiner. Fast die gesammte Studentenschaft und wissenschaftliche Welt Belgiens steht auf Seiten der Protestler, und da auch die liberale Partei zum großen Theil sich der Bewegung anschließt, fo wird die Regierung ihren Plan nicht so leicht durchsetzen, und könnte sogar in diesem Konflikte zu Fall kommen. Der Anarchismus ist eine Weltanschauung", fagte Singer gestern im Reichstag, wie das schon früher dort gesagt worden. Daraus schließt nun ein Blatt, wir Sozialdemokraten betrachteten die Bomben und Kochtopf Werferei als eine Weltanschauung". Das ist ungefähr ebenfo, als wenn man Mobiling, der 1878 auf den damaligen Raiser schoß, für einen Anhänger der Fichte'schen Philosophie Jeder Esel kann mit dem Belagerungszustand erklären wollte, weil er seine That aus national- patrio- regieren, an dieses Wort Cavour's, das wir dem Fürsten tischen" Motiven begangen hat, wie er seinem Gefängniß- Bismard in der glorreichen Sozialistengesetz- Aera wiederArste erklärte. Wer Mar Stirner fennt, wird nicht holt zuriefen, erinnerten wir neulich Cavour's degenerirten leugnen, daß der Anarchismus eine Weltanschauung" ist,( entarteten) Nachfolger, den Herrn Crispi. Herr Crispi so schwächlich dieselbe auch von den morphiumsüchtigen scheint auch wirklich noch einiges Schamgefühl zu befizen. Epigonen vertreten sein mag.-s nov slee2 asEr will feine Beugen für seine Ejelei haben und hat die Ferien der Kammer, die morgen zusammenkommen sollte, Wie aus der Beichte des Genossen" Brandt erhellt, um einen Dionat verlängert. Also erst Ende des nächsten waren unter den Veranstaltern der Versammlung des Monats hat er Rede zu stehen. Bericht erwarteten, die Versammlung werde zu einem vorigen Donnerstag Leute, die ihrem eigenen Geständniß lügen und standrechteln und Eisenbartkuren machen nach rach Polizeigelber bezogen, und die wußten, daß Polizei- Herzensluft, und reicht die Beit nicht aus nun, so Agenten wir halten uns hier an den von der Nord- kann die Frist ja noch um einen Monat verlängert werden. deutschen Allgemeinen Zeitung" heute Abend veröffentlichten Caprivi i st Diftator- er hat die Stammer nicht gerecht das Gesez ist in die geworfen, die Gewalt herrscht blutigen Zusammenstoß führen, Und der Mann, der sich und wenn die Flinten der Soldaten nicht die vorschriftszu dieser Rolle bekannte, ist nicht ausgestoßen, sondern in mäßigen Wunder thun", dann kann König Umberto mit einer öffentlichen Anarchistenversammlung nach dem Gesammt seiner Familie und seinem Hofstaat, und mit sammt ständniß noch als„ Genoffe" bezeichnet worden. Wir feinem Todtengräber Crispi einpacken. Vielleicht kommt überlaffen es unseren Lejern, aus diesen Thatsachen die sich dieser früh genug ins Gril, um seinem" Freunde" in von selbst ergebenden Schlußfolgerungen zu ziehen; und Friedrichsruh noch die Hand drücken zu können. fragen die wirklich ehrlichen Anarchisten, ob wir ihnen je schlimmere Vorwürfe gemacht haben, als in der Beichte Ses Genossen" Brandt enthalten sind? Der Antrag des Abgeordneten Daller, betr. die Abstellung Aus der bayerischen Kammer der Abgeordneten. Der Notenumlauf der italienischen Banken ist auf grund eines Regierungserlaffes um 125 Millionen gesteigert worden. Auch ein Zeichen der ungesunden Finanzdie italienischen Bankinstitute dürfte der Notenkurs bald lage. Bei dem sinkenden Vertrauen der Bevölkerung in jad Sozialdemokraten und der Mitglieder des Bauernbundes be ri gegen die der Liberalen angenommen. Der Kriegsminister Der schwedische Reichstag ist mit einer Thronrebe Freiherr v. Asch hatte vorher erklärt, wenn ein Landwehr eröffnet worden, aus der wir folgende auf die ArbeiterBezirkskommando die Belassung eines Offiziersaspiranten versicherung bezügliche Stellen hervorheben: in der Liste von der vorgängigen Erklärung abhängig mache, daß der Betreffende sich gegebenen Falles duelliren würde, so geschehe dies nicht auf Grund einer bestehenden Vorschrift, sondern aus eigener Initiative. Der braunschweigerische Landtag ist heute zusammengetreten. Die Einführung einer Einkommensteuer wurde angekündigt. Sehr seltsam. In einer Gerichtsverhandlung vor der Straffammer in Elberfeld diente als Hauptbeweis( es handelte sich um die fürchterliche Anklage, daß ein Frauenein angeblicher Brief der Genossin Grimpe in Elberfeld. Von diesem Brief erklärte der Gerichtspräsident laut der Elberfelder Freien Preſſe" ge Iuß. Die neue Arbeiterverſicherungs- Stommiffion lieferte im Der Minister des Innern sagte bei der Befürwortung des Gesetzes: Serbien begräbt heute Milan's Regiment. Be feſtigen wir den Grabstein gut und dauerhaft, banit es Milan Obrenowitsch für alle Zeiten unmöglich wird, seine politische Auferstehung zu feiern." Das Gesetz wurde auch mit 80 gegen 13 Stimmen genehmigt. Der Graf v. Takowa erhielt zugleich ein schönes Stück Geld. Und jetzt, da noch nicht zwei Jahre vergangen sind, ist er wieder in Belgrad und macht Proflamationen und maßt sich die Regierung an und bereitet einen Staatsstreich vor, dessen Folgen von unabsehbarer Wirkung sein tönnen. Der Staatsstreich ist überhaupt in Serbien neuerdings eine öffentliche Einrichtung. Man erinnert sich, daß am 13. April 1893 der junge Alexander plöglich seine Regenten und Vorsperren ließ und sich selbst für volljährig erklärte und die der noch nicht achtzehn Jahre alt war, bewährte sich als Schauspieler. Jezt erklärt er, daß er sich in der verwirrten Lage nicht zurecht finde und daher seinen Vater habe kommen Lasjen. Ein vortrefflicher Mentor, dieser Graf v. Takowa, der in den Klubs der Pariser Boulevards jedenfalls besser zu Hause ist als in der höheren Politik. Unwillkürlich fragt man, wie diese Dinge enden sollen. Serbien steht am Rande des Bankrotts, die Finanzen des Landes sind total zerrüttet, die Beamten haben seit Monaten keinen Sold, eine gewissenlose Mißwirthschaft ist getrieben worden, die nur der ebenso gewiffenlose Eigennuh beschönigen konnte. Aber die serbische Bevölkerung ist nicht gewohnt, sich diktatorisch behandeln zu lassen. Sie hat immer die Neigung, zur Waffe zu greifen. Das Haus Obrenowitsch ruht nur noch auf den zwei Augen des heutigen Königs. Hinter ihm wartet schon die Familie Die Karageorgewitsch, um die Erbschaft zu übernehmen. Dynastie hat es mit allen Parteien gründlich verdorben. Sie hat sich heillos kompromittirt. Die Serben aber, die nicht einmal vor einer Frau zurückschraken, sondern sie gewaltsam zum Lande hinausjagten, die werden auch vor einem Kinde nicht zurückschrecken, das sich selbst zum Mann erklärte. Man spielt im Konak von Belgrad heute ein gewagtes Spiel, bei dem wenig zu gewinnen aber alles zu verlieren ist. Und wer die Geschichte Serbiens kennt, der wird heute nicht ohne Sorge für die Zukunft an das Wort denken: Wer alles seht, hat ficher zu viel gefeßt." münder nach einem üppigen Fefimable verhaften und einEine Frau Bürgermeister wohlgemerkt, nicht eine Frau Bürgermeister in, deren es ja sehr viele in der Welt giebt hat, wie wir einem aus Australien uns zugesandten Blatt entnehmen, die Stadt Onehunga, in der Kolonie Viktoria bei den Antipoden. Frau Yates, sie ihren Gegner, einen Tuchhändler bei der Wahl schlug, ist bis jetzt der einzige weibliche Bürgermeister in der Welt. früher war, wenigstens für die Welt, als ihr Mann und sie nennt sich mit Stolz Lady Mayor- nicht Lady einmal Bürgermeister war. Die Frau will Meister sein, nicht Frau Meisterin. 110 121909 Parlamentarisches. 1200 März des vergangenen Jahres ihre Vorschläge zur Penfio nirung der Arbeiter ein. Ich habe Gutachten über dieselben In der Sitzung der sozialdemokratischen Fraktion vom von den betreffenden Behörden erstatten lassen, auch be- Mittwoch Abend wurde beschlossen, an Stelle des aus der fohlen, daß Fabrit- und Handwerker, sowie Arbeitervereinen Betitionskommission ausscheidenden Schmidt( Burgstädt) den und anderen solchen Gelegenheit gegeben merde, fich über Abg. Schmidt( Frankfurt a. M.) zu delegiren. and] den Vorschlag zu äußern. Das sehr reichhaltige Material zur Beleuchtung der Frage, in dessen Besitz wir so gelangen Die VI. Kommission des Reichstags beschäftigte sich heute müssen, dürfte freilich eine längere Zeit zur Bearbeitung be- mit dem zwischen der Schweiz und Deutschland getroffenen dürfen, als ich gewünscht hatte. Aber ich hoffe doch lebhaft, Uebereinkommen über den gegenseitigen Patent, Muster- und daß eine Vorlage über den Gegenstand schon an den nächsten Martenschutz. In der Schweiz giebt es feinen Patentschutz für Reichstag gelangen fönne. Erfindungen, die nicht durch Modelle darstellbar find, so daß Temnach dürfte auch in Schweden die Sozialreform im die Erfindungen auf chemischem Gebiete schutzlos sind. Aus Schneckenschritte vor sich gehen. Wenn es sich um Bereiches diesem Grunde beantragte Abg. Buddeberg( Freif. Bg.), welcher rung der Reichen handelt, da arbeitet der parlamentarische über das Uebereinkommen referirte, die Ablehnung desselben, cd falls bie die Regierung nicht nachweisen kann, daß durch die Anund Regierungsapparat wie geschmiert. nahme überwiegende Vortheile entstehen. Die RegierungsDas Original des Briefes haben wir Aus Serbien wird berichtet, daß sich muthige tommiffare führten darauf aus, daß die chemische Industrie nach felbe zur Kenntniß der Polizeiverwaltung willen des serbischen Boltes dasselbe regieren wollen. Die schlechter gestellte nicht, sondern nur eine Abschrift und wie die Männer gefunden haben, die gegen den offenkundigen Annahme des Vertrages in bezug auf Erfindungen nicht wie früher, daß sie aber von gekommen darüber geben die Akten keinen Stuptschina, das serbische Parlament, wird bis zum No bem Firmen- und Markenschutz profitirt. In der Schweiz in and nur Abg, BubbeEin Aufschluß ist aber nothwendig. Auf sehr vember vertagt, bie Wittürherrschaft beginnt. Sie dürfte Deutschland aber nur von etwa 80 Echweizern, b, che, einfache Art tann die Polizei nicht in den Besitz der Abe nicht von langer Dauer fein. berg beantragte, im§ 1 die Worte von Erfindungen" zu streichen, schrift gekommen sein. In erster Linie hat die PostEine gute Darstellung der Situation in Serbien und um dadurch die Ablehnung des Vertrags herbeizuführen, weil er behörde Veranlassung, den Ursprung dieser Abschrift des Helden des neuesten Staatsstreiches, des dicken Milan, darin die einzige Möglichkeit sieht, die ungleichen Zustände zu festzustellen. Denn naturgemäß fann sich der Argwohn entnehmen wir der Weser Zeitung. Das Blatt schreibt: ändern. Nach längerer Debatte wurde dieser Antrag indessen zunächst gegen die Bost wenden. Also, wie tam die Polizei zu Der Graf v. Takowa ist ein lustiger Gesell. In den Pariser zurückgezogen. Nach Durchberathung der einzelnen Paragraphen der Abschrift eines Privatbriefs, der weder von der Schreiberin Birteln, in den Modebädern, in der Wiener Hauptstadt, überall beantragte Abg. Hammacher( natl.) eine Resolution, nach welcher weiß man, daß er Wein, Weiber und Würfel liebt. Er ist dem Uebereinkommen zwar die Genehmigung ertheilt, zugleich noch von der Empfängerin Anderen mitgetheilt wurde? öfter in Geldnöthen gerathen, und dann war er gern bereit, aber ausgesprochen werden soll, daß der unlautere Wettbewerb politische Tauschgeschäfte zu machen. Er nahm eine Million der Bafeler Farbenfabriken, welche die deutschen Erfindungen mb bantte ab. Grüber nämlich war der Graf v. Takowa unter ungehindert ausnußen, aufhöre. Ferner folle der Reichstanzler imd dem Namen eines Königs Milan von Serbien bekannt. Er ersucht werden, sachliche Verhandlungen zur Beseitigung dieser nahm wieder eine Million und verpflichtete sich, niemals nach unlauteren Konkurrenz anzufnüpfen. Abgeordneter Freiherr Serbien zurückzukehren. Das gab er den Regenten und der v. Stumm beantragte, das Wort„ unlautere" zu streichen; unsere Voltsvertretung schriftlich. Er ist ein braver Mann, der sogar Vorfahren hätten in den 30er und 40er Jahren England gegens recht erregt werden und mit Prozessen drohen konnte, wenn über in der Eisen- und Textilindustrie die gleichen, ja noch beman ihn mit einer liebenswürdigen Dame in Beziehungen denklichere Mittel angewandt. Herr v. Stumm muß als Eisenbrachte. Denn heute legt der Graf v. Tatowa großes Gewicht industrieller ja wiffen, mit welch bedenklichen Mitteln sein Verdarauf, als ein vortrefflicher Ehemann zu gelten, da er sich mögen zusammengekommen ist. Abg. Schmidt- Elberfeld( frf. Bp.) mit seiner Gemahlin Natalie, deren Millionen auch heute für nahm Veranlassung, unsere Vorfahren" gegen die allgemein ge ihn noch nicht allen Reiz verloren haben, wieder ausgeföhnt haltene Beschuldigung des Abg. v. Stumm in Schutz zu nehmen. hat. Jetzt ist Milan, deffen Beutel erneuter Füllung bedürfen Wenn die deutschen Industriellen sich haben englische Arbeiter mag, plöglich nach Belgrad zurückgekehrt, und die Krisis ist da. tommen lassen und diese für Einführung der Industrie bezahlt Weise auch seinem Wolfe zu: Va banque! Er ist gewohnt zu spielen, und so ruft er denn in gewohnter taben, so sei das feine unlautere Ronkurrenz. Nachdem die undd us Antisemitische Herrlichkeit. Der antisemitische Reichstags Abgeordnete König hat Gliederschmerz und will sein Mandat niederlegen. Der antisemitische Reichstags Abgeordnete Böckel hat Weltschmerz, und will sein Mandat niederlegen. Andere antisemitische ReichstagsAbgeordnete haben andere Schmerzen. So viel antisemitische Abgeordnete so viel Schmerzen. Jerum, Jerum, Jerum! # Herr Friktionen im Bunde der Landwirthe. Dr. Richard Gebel, Dezernent des Preßwesens in der Direktion des Bundes der Landwirthe schreibt uns: 1 Die Nachricht, daß ich dem Vorstande des Bundes der Landwirthe meine Stellung aufgefündigt habe, ist unwahr. Ich habe überhaupt nicht gekündigt." Die Herren Direktor Aschendorf, der Redakteur der Korrespondenz des Bundes der Landwirthe Dr. Albert Boverschen und der Redakteur der Kreuz- Zeitung" Horn haben sich zu unserer Notiz in der Nr. 18 des Vorwärts" vom 23. Januar d. J. nicht geäußert. Sie gestehen somit die Richtigkeit unserer Mittheilung zu. Somit bleiben auch die aus diesen Thatsachen von uns gezogenen Schlüsse bestehen. pundibusts Der österreichische Reichsrath tritt am 22. Februar zusammen. Am Eröffnungstage soll eine Wahlrechtsvorlage dem Parlamente seitens der Regierung zugehen. Sozialistischer Sieg in Frankreich. In Calais, Nordfrankreich, fanden am vorigen Sonntag Ersazwahlen für den Gemeinderath statt. Die ersten Wahlen hatten in folge opportunistischer Wahlfälschungen für ungiltig erklärt werden müssen, obgleich diese Fälschungen nicht verhindert hatten, daß unseren Genossen die Mehrheit zufiel. Calais gehört bekanntlich zu den Städten, deren Berwaltung in den Händen der Sozialisten ist, und seit Jahren verbreitet Die Bourgeoispresse über die dortigen Verhältnisse Woche Regierungskommiffare auf das Bedenkliche einer solchen Refolution hingewiesen hatten, daß man namentlich die Schweizer dadurch verlegen könne, wurde diese zurückgezogen, doch sollen die in der Resolution enthalten gewesenen Bedenken in dem schriftlich zu erstattenden Bericht zum Ausdruck kommen. Das Webereinkommen selbst wurde mit allen gegen die Stimme des Abg. Buddeberg genehmigt. Zum Berichterstatter wurde der Abg. Berichterstatter Paasche( natl.) bestimmt. Man muß es lefen, um es zu glauben, was derselbe Milan dereinst geschrieben hat. Man erinnere fich, daß er am 6. März 1889 plöglich die Krone niederlegte, daß er sich selbst herlich von feinem Weibe getrennt hatte, um sich am 13. Januar 1898 wieder mit ihr zu vereinigen, mit Natalie Ketschko, die am 19. Mai 1891 mit Gewalt aus Belgrad entfernt worden war. Ueberall war man nur einer Meinung über die Nothwendigkeit, diese Muftergatten von Belgrad fern zu halten, wenn Ruhe und Ordnung im Lande herrschen sollten. Da wurde am 13. März 1892 in der Stuptschina ein Gesezentwurf vorgelegt, in dessen erstem Artitel die Volksvertretung von einer Erklärung des früheren Königs Milan( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Kenntniß nehmen sollte. In diefer Erklärung vom 30. September 1892, die von Milan unterzeichnet ist, heißt es, er die bringe das größte und letzte Opfer. Depeschen. Omladinaprozeß. Prag, 24. Januar. In der heutigen Verhandlung wurde das Protokoll verlesen, welches mit dem inzwischen ermordeten Mrva seitens der Polizei aufgenommen Dieses Opfer besteht darin, daß ich Ihnen, königliche Re- wurde. Zum Schlusse des Protokolls sagte Mrva aus, daß genten, hiermit feierlich erkläre, daß ich mit gegenwärtigem er sich wegen seiner Aussagen Feinde gemacht habe und befürchte, Atte, der für mich " immer der Mitgliederbindliche Kraft hat, freiwillig und für daß man ihm nach dem Leben trachte. Morgen Vormittag wird immer der Mitgliedschaft des serbischen Königshauses, sowie der letzte Angeklagte, Redakteur Hain, verhört. allen Rechten und Pflichten entfage, die mit dieser Mitglied- Paris, 24. Jan. Der Zuchtpolizei- Gerichtshof verurtheilte schaft nach der Verfassung und dem Landesgeseze verknüpft den Anarchisten Mérigeau, in dessen Wohnung Sprengstoffe vorfind... Ebenso entfage ich allen Ansprüchen, welcher Art gefunden wurden, zu 8 Jahren Gefängniß. immer, sei es bezüglich des ferihen Staates, fei es bezüglich des ferbischen Königshauses. Nebst biefer Erklärung, be 00 Für den Inhalt der Jnierate über. Adolph Ernst- Theater. nimmt die Redaktion dem Publikum Charley's Tante. gegenüber keinerlei Verantwortung Schwank in 3 Att. v. Brandon Thomas. Theater. Donnerstag, den 25. Januar. Opernhaus. Cavalleria rusticana ( Bauernehre). Schauspielhaus. Ein Sommernachtstraum. Leffing Theater. Madame SansGêne. Deutsches Theater. Der Talisman. Berliner Theater. Aus eignem Recht. Wallner- Theater. Geschlossen Friedrich- Wilhelmkänt. Theater. Der Lieutenant zur See. Rehdenz- Theater. Der Mustergatte. Neues Theater. Flattersucht. Central- Theater. Ein toller Einfall. Berlin 1893.= Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Viktoria- Theater. Die Kinder des Kapitän Grant. Aleranderpla Theater. Die Grille. National- Theater. Charley's Tante. M Vorher: Der Teufel in Berlin. American Theater. Lumpen- Su sanne, oder: Die Obdachlosen von Berlin. Theater Unter den finden. Salon Pigelberger. Nachher: Brahma. Wintergarten. Spezialitäten Vorstellung. Reichshallen- Theater.Spezialitäten Vorstellung. a m Apollo Theater. Vorstellung. SpezialitätenKaufmann's Variété. Spezialitätens Vorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Doppelvorstellung zu einfachen Breifen. Novitäten! Novitäten! Charley's Tante. Große parodistische Posse mit Gesang und Tanz von Hugo Busse. Regie: May Samst. Musik von Adolph Wiedecke. Vorher: Der Teufel in Berlin. Große Posse mit Gesang und Tanz in 3 Aften von Eugen Prudens. Musit von A. Wiedecke. Regie: May Samft. Raffeneröffnung 61/2 Uhr. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. stellung: Don Carlos. Sonntag Nachm. 3 Uhr, Boltsvor American- Theater. Dresdeuer- Straße 55. Lumpensusanne oder:: Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Bosse mit Gesang in 1 Art von Ed. Jacobson u. Benno Jacobson. Musik von Franz Roth. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 7 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Täglich: Spezialitäten- Vorstellung Nen! und Konzert. Neu! Neu! Ein Stiergefecht in Cadix. Große Ausstattungs- Parodie. Pantomime mit Ballet, ausgef. von den spanischen Clowns Hermandos Beiso und fämmtlichem TheaterPersonal. Sonntags 6 Uhr. Aufang: Wochentags 8 Uhr. Entree Wochentags 50 Pf. Alcazar. Dresdenerstr. 52/53( City- Passage.) Heute Donnerstag Zum 50. Male: Spree- Nigen. In Vorber.: Echt Berliner Blut. Entree 15 Pf. R. Winkler. ratweil'sche Bierhallen Kommandantenir.77-79. Aelt. u. größt. Etablissent. Berl. Neues Programm. Täglich von 6 Uhr ab F bei freiem Entree. Unserem Restaurateur Wilhelm Spät zu seinem heutigen Wiegenfest die herzlichste Gratulation. 1402b Die Gesellen der Müller'schen Werkstatt. Unserm Klubwirth und Pfeifenbruder Wilhelm Spät, gen. der schlesische Willem, zu seinem heutigen Geburtstage ein donnerndes Hoch! 463/8 Deutscher Holzarbeiter- Verband ( Zahlstelle Berlin). des Vertrauensmänner- Versammlung: 1 Westen: Donnerstag, den 25. Januar, Abends 8½ Uhr, bei Raumann, Culmstr. 36. Die Bi.-Br. D. Rauchklub Ohne Zwang. der ausgefüllten Fragebogen seitens der Vertrauensmänner. Berschiedenes. Tagesordnung: Besprechung über Lohn- und Arbeitsverhältnisse. Abgabe Die Märzweißen' raus u. d. Bulle gefüllt. Zentralver. deutscher Böttcher. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Kollege 113/3 G. Weiss morgen, Donnerstag, den 24. Januar, Nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle St. Georgen in Weißenfee beerdigt wird. Um rege Theilnahme bittet Der Vorstand. H. Winter. ,, Sanssouci", Kottbuserstr. 4 a. Donnertag, den 25. Januar cr.: Stettiner Sänger Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. Jm Vorverkauf 40 Pf. ( siehe Plakate). Großes UIE Programm Zum Schluß neu( höchſter Lacherfolg): Gine Soiree bei Lehmann's. Gr. parodistisches Ensemble von Mensel. Freitag: Viktoria- Brauerei. PassageBranchenversammlung der Modelltischler am Donnerstag, den 25. Januar, Abends 8½ Uhr, bei Keller, Bergstr. 68. Tages Ordnung: 431/20 1. Vortrag des Rollegen Wiedemann. 2. Distussion. 3. Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen in allen Bersammlungen ist erforderlich. Die Ortsverwaltung. Krankenkasse der Hutmachergesellen zu Berlin ( Eingeschriebene Hilfskasse No. 67). Sonntag, den 28. Januar 1894, Vormittags 10% Uhr, im Lokal des Herrn C. Feind, Weinstraße Nr. 11: General- Derlammlung. Tagesordnung: 1. Staffenbericht. 2. Anträge. 3. Wahl des Vorstandes. 4. Wahl de3 Ausschusses und der Krankenkontrolleure. 5. Berschiedenes.- Im Interesse der Kasse wird um pünktliches und zahlreiches Erscheinen gebeten. 14016 Der Vorstand: Otto Tschoppe, Pappel- Allee 22. Achtung, Metallarbeiter! Donnerstag, den 25. Januar, Abends 8 Uhr: im oberen Saale von Boltz, Alte Jakobstrasse No. 75: der Oeffentliche Versammlung Arbeiter u. Arbeiterinnen d. Deutsch. Gasglühlichtgeſellſch. Tages Ordnung: M 1. Die Entlassung von 14 Arbeitern der Deutschen Gasglühlicht- Gesellschaft und die Zustände in derselben.( Der Referent wird in der Versammlung bekannt gegeben.) 2. Diskussion. Panopticum. haft eingeladen. Im Theater- Saal, ohne Extra- Entree: Zu dieser Versammlung werden die betheiligten Branchen, wie Klempner, Rohrleger, Schlosser 2c., ganz besonders die gesammten Kollegen der Firma Pintsdy, sowie alle Interessenten und Konsumenten der Gasglühlicht- GefellDer Einberufer: Otto Naether, N., Anflamerstr. 44. Achtung! brand Achtung! Nord und Sud, Steinarbeiter Berlins u. Umgegend. Liederspiel von R. Linderer. Auftreten sämmtl. Spezialitäten. Nur noch hurze Zeit! Sonntag, den 28. Januar, Vormittags 10 Uhr im Lokal des Herrn Müller, Johannisstraße Nr. 20: 19/ t Große öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: National- Konzert Präuscher's anat. Museum. Neu: Kehlkopftuberkulose, Kehlkopf1. Vortrag über:" Unsere Organisation und das Unterstüßungswesen". polyp, Bruſtfellentzündung, 2. Stellungnahme zur Unterstützung des Bauhandwerkers". 3. BerichtD. Obenlandler Lungenentzündung, Lunge mit Zuber erstattung der Tariskommission der Marmor- und Granitarbeiter und Be tulose, Herz mit Klappenfehler, Magen schlußfaffung über denselben. 4. Berichterstattung des Schiedsgerichts zwischen mit Entzündung, mit Geschwüren, Dollmeier, Wolf contra Allecke. Leber und Milzkrankheiten. in National- Tracht und Auftreten von Künstlerna. Spezialitäten Schuhkanal durch fünf Körper, 1. Ranges. Mr. Kauning, Concertmaler. Derselbe wird innerhalb 15 Minuten ein Delgemälde malen, welches nach Schluß der Borstellung verlooft wird Sonntags Anf. 5 Uhr. Entree 30 Pf. Die Obdachlosen von Berlin. Concordia- Festsäle Barodistisch- realistisches Traumbild aus dem Müllwinkel( frei nach dem Verbrecher- Album) bearb. v. Oskar Wagner. Lumpensusanne, gen. Die Gräfin", ein schon geprüftes Mädchen Franziska Häser. Die Bombe, Aftervermietherin im Müllwinkel des Sonnenaufgangs" Josephine Delclisseur. mit beivegter VergangenMartin Bendix. Brunwald heit -G Täglich: Auftreten des besten Bauchreduers d. Jektzeit H. Blank. Ferner u. a.: ,, Direktor Hippe" von Martin Bendix. Auftr. jämmtl. Spezialitäten. Anfang Wochentags 72 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Central- Theater. Alte Jafobstraße 30. Ein toller Einfall. 33. Male: C. Saeger, lig 64. Andreastraße 64. Heute, Donnerstag, 25. Januar: Grosse Soirée der Norddeutsch. Sänger Auserwähltes Programm.iss Nachdem: Familien- Kränzchen. Familien- Billets und Passepartouts haben Giltigkeit. und Anfang 8 Uhr. do 65/1299 C. Saeger. Gladiatorenkampf, täglich für erwachsene Herren, Dienstag und Freitag für Damen. Circus Renz, ( Karlstraße.). Donnerstag, den 25. Januar cr., Abends 71/4 Uhr: Ein Künstlerfest. Vollständig neue Ausstattung; neue Einlagen, u. a.: Signorina Varotti, die tleinste Solotänzerin der Welt. Außerdem: 4 arabische VollblutSchimmelhengfte als Fahnenpferde, vorgeführt vom Dir. Fr. Renz. Kandelaber, geritten v. Herrn Ernst Renz. Cromwell, in der hohen Schule ger. von Frl. Oceana Renz. Die grosseu Tremplinsprünge über 10 Pferde. Der urtomische Imitator- Klown Mr. Ybbs. Die Afrobaten auf dem Telephondraht Zalva, Espana und Alvar. Die musikal. Klowns Gebr. Krasucki 2c. Circus G. Schumann, Freitag: Ein Künstlerfest. Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstrasse. Donnerstag, den 25. Januar ex., Abends 7½ Uhr: Preise wie gewöhnlich. Der Circus ist gut geheizt. Sonnabend: Parade- Festvorstellung. Fr. Renz, Direktor. Gr. außerordentl. Vorstellung. Zentral- Kranken- und Sterbefasse der Zimmerer Besonders hervorzuheben: Potpourry mit 6 Pferden, die 4 Sonnenstrahlen nach der bekannten Mufit Ta- ra- ta- Eingeschr. Hilfskaffe Nr. 2, Hamburg. boom- de- ay dressirt, Original- Dressur Bahlstelle Nr. 5, des Herrn Max Schumann. Miss Schubrowski, Raffirer, Wohnung Margerithe, Reitfünstlerin. Auftreten Naunynftr. Nr. 7, vorn 2 Tr., Sprech Schwank in 4 Aften von Carl Laufs. der berühmten Klowns Paul u. William. Stunden an Wochentagen von 71/2 bis Sierauf zu Berlin 1893. uft Potpourrn der Geschwister Le- 9 Uhr. Abends in feiner Wohnung, cusson. Das Schulpferd„ Albion", Mariannenstraße 48 bei Restaurateur Revue in 2 Abth. von L. Leipziger. geritten von Herrn Adolf Schumann. Franz Gittler, wird Krankengeld ausAnfang der Vorstellung 7/2, der Entree comique des beliebten Klowns gezahlt und Krankenkassen- Beiträge entRevue 9/4 Uhr. Little Fred. Promenade des fleurs, gegengenommen. Sprechst. Sonnabend ger. von Frls. Lecusson. Original- bon 8-10 Uhr Abends, Sonntag von Klown William Olschansky mit feinen 9-12 Uhr Vormittags. Auch werden dressirten Natten und Kazen 2e. daselbst neue Mitglieder aufgenommen. 371/8 Zum Schluß der Vorstellung: Joh. Schudrowski, Rassirer. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Etablissement Buggenhagen. Morig Play. Moritz Play. Täglich): Gr. Instrumental- Konzert. Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Pahenhofer Lagerbier, hell und dunkel. An den Wochentagen findet das Konzert in den unteren Restaurationsräumen, Entree 10 Pf., Sonntag in dem oberen Saal, Entree 25 Pf., statt. Säle für Berjaminlungen, Kommerje, Festlichkeiten 2c. Die Beleidigung gegen die Person H. Heese. Rungestr. 12, nehme ich hiermit zurück. 14045 W. Tiedecke. Die Fuchsjagd bei Bolton. Genre- Bild in 2 Abtheilungen, Theil nehmer der Jagd 24 Tamen u. Herren. Tanz- Einlage: La Postillone- Mazurka, arrangirt vom Balletmeister R. Riegel. getanzt vom Corps de ballet. Morgen: Große Vorstellung. Freitag, 26. Januar: Benefiz- Vorstellung für den beliebt. Klown William Olschanski. Hochachtungsvoll und ergebenst G. Schumann, Direktor. Ten Mitgliedern der Krankenfaffen mit freier Arztwahl zur Nachricht, daß meine Wohnung sich nicht, wie in den Aerzteverzeichnissen steht, Oranienstraße 51, sondern Oranienstrasse 55 am Moritzplatz befindet. 54919 Zahnarzt Semmel. Spr. 8-6. Sonntags 9-1. Der Vertrauensmann: J. Buchmann, Willibald- Alexisstr. 39. Buchhandlung des Vorwärts" Berlin SW., Beuthstr. 2. Soeben ist erschienen: Internationales aus dem„ Volksstaat" ( 1871-1875). Bon Friedrich Engels. 1 72 Seiten 8° Preis 30 Pf. Wiederverkäufer Rabatt. Inhalt: Vorwort. I. Abermals Herr Vogt( 1871).- II. Die Bakunisten an der Arbeit( 1873). III. Zwei Flüchtlingskundgebungen: a) Gine polnische Proklamation( 1874). b) Programm der blanquistischen Kommuneflüchtlinge. IV. Soziales aus Russland 1875. Nachwort hierzu 1894. 59 -W Die Neuauflage der hier gesammelten, f. 3. im Bolfsstaat" und zum Theil auch in Broschürenform erschienenen Abhandlungen ist gerade im gegenwärtigen Moment von besonderem Interesse. Namentlich trifft das zu auf, Die Bakunisten an der Arbeit" und das Programm der blanquistischen Kommuneflüchtlinge". In ersterem Auffaze schildert Engels das schmähliche und die Interessen de Arbeitertlasse schädigende Treiben der Anarchisten und liefert in der Geschichte des 78er Aufstandes in Spanien den Nachweis, wie die auch heute von einer gewissen Seite immer wieder erhobene Forderung der Enthaltung vom politischen Kampf in der Praxis stets darauf hinauslaufe, die Interessen der Bourgeoisie und der Reaktion zu fördern, und wie die Deklamationen vom allgemeinen. Weltstreit auch in jenem spanischen Austande an den politisch- ökonomischen Thatsachen scheitern mußten. Die Kritik des Blanquistischen Flüchtlings- Programmes von 1874 ist gerade jegt um so interessanter, als die Gruppe der Blanquisten, die damals zum ersten Male sich zum jetzigen deutschen Kommunismus bekannte, daneben aber den Stands punkt der„ revolutionären That" einnahm, heute unter Führung ihres bedeutendsten Kopfes Vaillant in die französische Deputirtenkammer eingetreten und mit den„ Marristen" in die gleiche Kampflinie eingeschwenkt ist. Zahlreichen Bestellungen sieht entgegen Buchhandlung des ,, Vorwärts". Presskohlen. 109 Marke Centrum, anerkannt beste Heizkraft, wenig Asche gebend, durch Grachtersparnis billigste Feuerung. 6 Boll= 16 cm lang 5, M. pro Tausend, 7 <= 18 Beste Senftenberger Marie, 16 618 6,25 " 6, tod " P " 1 Probekohlen gratis frei Haus. Kottbuser Ufer No. 30. Hierzu zwei Beilagen Homöopath. trich, Linien; frei Keller, mit Fuhrlohn und Packen. straße 149, 8-10, bis Frischeisen& Co., Romtoit: Wienerstr. 18. 7, Sonntags 8-10 Uhr. Verantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Druck und Verlag von Mar Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 證 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 20. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 34. Sigung vom 24. Januar 1894. 1 Uhr. Am Tische des Bundesraths: v. Bötticher. Donnerstag, den 25. Januar 1894. = nisse als richtig erwiesen worden: Im Herbst vorigen Alle Versuche des Anbe Sozialdemokratischen Vertreters vor 11. Jahrg. Gine 2319 922 M. ein und von ihnen zahlten 34 Vereine 382 607 M., Juteressen der Arbeiter und Arbeitgeber hervor und wird Reise- Unterstützungen, 14 Vereine an Arbeitslosenunternüßungen existiren, ob man Arbeiterorganisationen hat oder nicht. 357 087 M. Die Organisation der Kupferschmiede zahlte 1892 Grade dadurch, daß sämmtliche Arbeiter eines Berufszweiges sich pro Kopf 9,64 M. an Reise- Unterstüßungen, die der Buchdrucker in einer Organisation zusammenfinden, gewinnt letztere an Macht 7,57 M., die der Bildhauer 5,52 M. u. f. w. Diese Organi- und Ansehen und kann sie ihre Forderungen durchsetzen; aus Zur ersten Berathung stehen die vom Zentrum( Lieber- Hiße- finken. Wenn man hier mit dem Bruſtton der Ueberzeugung den Herren von Stumm und Möller gepriesen. Und der Arsationen verhindern, daß die Arbeiter zum Bagabundenthum herab- ganz demselben Grunde werden die freien Arbeiter so sehr von Spahn) und der Freifinnigen Vereinigung( Langerfeldt u. Gen.) über die Bagabunden herzieht, so ist das das Zeugniß einer nicht beiter so frei, daß er unser Sklave sei!" Das ist das Leitmotiv eingebrachten Gefeßentwürfe betreffend die eingetragenen auf die Probe gestellten Moral. Man sou erst einmal an dieser Lobgefänge. Aus allem sollen wir Gift für unſere Nach§ 1 der beiden gleichlautenden Entwürfe soll den Polizei, die peße von Ort zu Ort durchgemacht haben, wenn aus allem den möglichsten Nugen für uns zu ziehen suchen, kann dieser Grenze selbst gestanden, einige Zeit die Verfolgung der Agitation zu saugen suchen, meint Herr v. Stumm. Daß wir Vereinen, welche die Förderung der Berufsintereffen und die man über diese Verhältnisse ein richtiges Urtheil gewinnen will. uns niemand verargen. Wenn das Gesetz angenommen wird, werden Unterstübung ihrer Mitglieder bezwecken, durch Eintragung in Ebenso haben diese Organisationen Arbeitsnachweise eingerichtet. wir seine Bestimmungen für uns verwerthen; wenn es abgelehnt ein beim Amtsgericht zu führendes Vereinsregister die Rechts- Herr Kropatscheck brauchte in der That nur 14 Tage auf der wird, werden wir dem Arbeiter zeigen können, daß man es eben fähigkeit verliehen werden. Chauffee Steine zu flopfen, er würde uns nicht mehr Reden wie seine in der Bourgeoisie doch nicht so eilig hat, die gerühmte RechtsAbg. Spahn( 3.): Die Gesetzgebung hat bis jetzt nur solche gestrige halten, sondern die Berechtigung der Klagen der Arbeiter gleichheit der Arbeiter zu verwirklichen. Erst vor einem Jahre Vereinigungen bevorzugt, welche Wirthschafts- und Geldintereffen einsehen und schleunigst zum Sozialdemokraten werden! forderte derselbe Frhr. v. Stumm den Minister auf, die Arbeiter, verfolgten. Nachdem aber durch das geltende Recht die Ich will auf unsere Erfahrungen mit den Landes Vereins- welche sich an dem Rechtsschutzverein im Saarrevier betheiligten, Staatsbürger in bezug auf das Vereinigungsrecht an sich völlig gesehen nicht näher eingehen. Thatsächlich stehen unsere Organi- aus der Arbeit zu entlassen. Wenn er sein ökonomisches Uebergleichgestellt ſeien, müsse endlich auch dazu übergegangen fationen vollständig rechtlos da. Jeder Gendarmi, der vom gewicht in die Wagschale wirft, um das Koalitionsrecht der Arwerden, den Arbeitern und allen Berufsständen über sozialen Leben nicht so viel versteht, wie der Efel vom Lauten- beiter unmöglich zu machen, so ist das schon ein großer Nachhaupt die Verfolgung gemeinsamer Fach- und Berufsschlagen, darf einen Verein chifaniren und ihm Schwierigkeiten theil für die Arbeiter, weit schlimmer aber ist der Terrorismus, in teressen durch fördernde Akte der Gesetzgebung zu erleichtern, machen. Das preußische Ministerium hat unsere Vereine welchen die Arbeitgeberverbände gegen die von einem der und diesem Zwecke entſpreche der vorliegende Entwurf. Zu den systematisch zur Auflösung getrieben, indem es sie unter das Ihrigen verfehmten Arbeiter ausüben! Von diesem Terrorismus Einrichtungen, welche die Vereine in die Hand zu nehmen hätten, Gesetz vom 17. Mai 1853 stellte und bestimmte, daß Vereine, aber weiß die Rede des Herrn v. Stumm nichts, er sieht nur zählen beide Entwürfe unentgeltliche Rechtsberathung und Rechts: welche ihren Mitgliedern irgend welche Unterstützungen Tyrannei und Terrorismus, welche die Arbeiter gegen ihre schuh, Arbeitsnachweisung und Unterstützung bei Reisen, bei gewähren, die Genehmigung des Ministeriums bedürften. eigenen Genossen und gegen die Arbeitgeber walten lassen. Arbeitslosigkeit, Streits und Sperren, Förderung der Berufs- Die Arbeiter sind über das Sozialistengesez hinweggekommen, sie Herr v. Stumm hält offenbar wie Herr Möller die Berufsbildung, Vorträge, Unterricht, Fachschulen u. dergl., Schieds- sind auch über diese Verfügung hinweggekommen. Die Unter- vereine nur dann für durchführbar, wenn ein neues Sozialistenund Ginigungsämter. Alle diese Einrichtungen sollen auch auf itübungen wurden vom Vorſtande, vorbehaltlich, gewährt. Die geset, ein neues verschärftes Vereinsgesetz und eine ſtrengere die Familienangehörigen der Mitglieder ausgedehnt werden Organisationen der Bildhauer und der Buchdrucker fügten sich und Strafvorschrift für Kontrattbruch ergangen find. Es wird hierbei können. Die gegen die vorgeschlagene rechtliche Gestaltung dieser reichten beim Ministerium das Statut zur Genehmigung ein, es aber gar nicht an die schweren Strafen gedacht, welche auf Vereine, namentlich aus Bedenken über die Vermögensverwal- follte ihnen aber bald leid thun. Vor zwei Jahren bei dem Aus- grund unserer bestehenden Gesetze gegen Streifende, wegen Auftung und die Sicherung der Ansprüche der Vereinsmitglieder her- stande der Buchdrucker untersagte das Ministerium den Buch- forderung zum Streit, wegen Aufreizung, wegen Anstiftung u. f. w. geleiteten Bedenken weist der Antragsteller kurz zurück, ebenso druckern an die streitenden Mitglieder Unterstützungen zu zahlen weit über das Durchschnittsmaß hinaus verhängt worden sind, die aus politischen Gründen gegen eine derartige Privilegirung resp. Extrabeiträge zu erheben. Ist das ein rechtmäßiger Zu- daß also hier auch ein Schuß vorliegt, wie ihn in England etwa der Arbeitervereine erhobenen Anstände. stand? Nein! Dadurch werden die Gegensäße nicht aus- die conspiracy laws der Gesellschaft gewähren. Wie es zur Abg. Rickert( Frf. Bg.) hat dieser Begründung nichts hinzu. geglichen; für die Arbeitgeber existiren die Rechte, für die Ar- Beit mit dem Schutz der ländlichen Arbeiter gegen Ber zufügen. beiter nur Pflichten. Dieser Gefeßentwurf ist geeignet, einem gewaltigung aussieht, lehrt ein Fall in Schleswig- Holstein, wo Abg. Frhr. Heyl zn Herrnsheim( natl.) bestreitet, daß solchen Bustande ein Ende zu machen. Er wird zwar unsere Die Mägde eines Hofes, welche die Gutsherrschaft um Schutz Handwerk und Landwirthschaft irgend ein Bedürfniß nach der Propaganda nicht fördern. Wir werden mit und ohne diesen gegen die Behandlung des Meieristen angegangen hatten, hier vorgeschlagenen Organisation empfinden würden; wäre dies Gefeßentwurf unsere Ziele erreichen. Lehnen Sie ihn ab, so zuerst durch den Gutsherrn in der empörendsten Weise behandelt, der Fall, so würden fie andere Organisationen vorziehen. Es werden wir den Arbeitern sagen, was sie von den Arbeitgebern dann aber auch noch wegen Vergehens gegen die bestehenden handle sich also nur um die Gewerkvereine, die Fachvereine, kurz zu erwarten haben. Das kann unsere Propaganda nur fördern Gefeße mit Haft bestraft wurden! Und da will man von einer die Organisation des Arbeiterstandes. Wenn man glaubt, daß und muß Haß gegen die heutige Gesellschaft einimpfen. Nehmen bereits vorhandenen Rechtsgleichheit aller Staatsbürger sprechen! in diesen neuen Vereinigungen die Pflege des Standesbewußt Sie den Gefeßentwurf an, so werden wir unsere Organisation Andererseits hat sich in derselben Provinz ein landwirthschaftfeins am zweckmäßigsten erfolgen könne, so sei er auch darin auf grund desselben aufbauen und weiterarbeiten. Wir werden licher Schutzverein der Arbeitgeber gebildet, welcher seine Mitanderer Meinung. In der internationalen Arbeiterkonferenz von unsere sozialdemokratischen Ideen keinen Augenblick außer Augen glieder verpflichtet, ihren Arbeitern weder irgend eine Arbeits1890 habe man deutscherseits festgestellt, daß Deutschland keine laffen. Wie die Sache sich auch gestalten möge, der Sozialdemo- vergünstigung, noch eine Lohnerhöhung zu gewähren. Die ArVeranlassung habe, sich auf die Nachahmung der Trades Unions fratie nüßen Sie immer.( Beifall bei den Sozialdemokraten.) beiter aber, gegen die solche Schutzvereine sich zusammenschließen, einzulaffen. Man habe mit Recht ausgeführt, daß es sich dabei blos um große Wahlvereinigungen handeln würde. Diese Abg. v. Stumm( Rp.): Die vorgeschlagene Organisation haben ihrerseits nicht das Recht, sich zu foaliren, zu organisiren. damalige Stellungnahme sei sehr schnell durch die Greig fann nur dazu dienen, Streits zu inftruiren oder zu verschärfen. Selbst der„ Kölnischen Beitung" geht diese Art des Vorgehens Vereine ländlichen Arbeitgeber wider den Strich; sie warnt fie ihres Klasseninteresses. Jahre haben die Unions nachzuweisen, hat die des der zu schroffen Betonung in Belfast das sozialdemokratische Programm angenommen. 3u nichte gemacht. Nach meiner Meinung ist ein unfreier Ar- Der Arbeitgeber, der Grundbesitzer macht von dem Vereinsrecht Die deutschen Arbeiter benöthigten eine beffere Ronjunttur, aber breiter gerade der, der sich einer solchen Korporation verschreibt; den ausgiebigsten Gebrauch, den Arbeitern verbietet man die feine neue Form für ihre Organisation. Auch als Grundlage denn wenn ihn diese in Verruf erklärt, ist er rettungslos dem Organisation und da spricht man immer noch von Rechtsfür die weitere Ausbildung im Verein mit den Arbeitgebern Hungertode preisgegeben.(!!!) Die Erfahrungen in England gleichheit in dem Verhältnisse von Arbeitern und Arbeitgebern! würden diese Vereine feinen Werth haben, wie die Geschichte und namentlich in Amerika machen diese Organisationen äußerst Gerade die Rechte hätte alle Ursache auf eine Besserung der Landarbeiter zu wirken. Der Zug der des Stickereiverbandes für den Kanton St. Gallen beweist, der verdächtig. Wenn der Vorredner meint, die Arbeiter hätten bis Lebenslage der in bezug fich nach 10 jähriger Thätigkeit 1893 aufgelöst babe. Die große jet auf Arbeiter vom Lande, ihr Zubrang in die Städte hat seine die Rechtsfähigkeit sich in einem Mehrzahl der Nationalliberalen hat keinen Grund, auf den An- Ausnahmezustande befunden, so überfieht er doch, daß Hauptursache in der jämmerlichen Behandlung, die sie von der Rechte einer juristischen trag näher einzugehen, besonders weil er durch das Zugeständniß die Verleihung Person den Grundbesigern erfahren( Widerspruch rechts) und in den der Zusammenschließung zu Verbänden das bestehende Vereins- bisher ein Privilegium ist. Die bloße Gemeinnüßigkeit jämmerlichen Wohnungs- und Nahrungsverhältnissen. Besserung dieser Verhältnisse würde bessere Landarbeiter schaffen recht völlig illusorisch machen würde; einer Kommissionsberathung der Bestrebungen an sich kann die Verleihung dieses Rechtes an und sie der ländlichen Arbeit erhalten. Angeblich kann die Landwerden sie sich aber nicht widersetzen. die Arbeiter- Fachvereine nicht begründen. Es hat ja Zeiten geAbg. Legien( Soz.): So lange Sie uns nicht unter ein geben, wo die Arbeitervereine etwas nützliches leisteten, so früher wirthschaft höhere Löhne nicht bezahlen. Aber eine bessere Be Ausnahmegesetz stellen, haben Sie fein Recht, den vorliegenden in England, das war dazumal, als sie noch lediglich ihre zahlung des Arbeiters würde auch seine Leistungsfähigkeit erhöhen, Gesezentwurf mit Rücksicht auf die sozialdemokratischen Arbeiter materiellen Interessen im Auge hatten und von Politik und die Erträge der Landwirthschaft steigern und sie so in den Stand Was sehen, dauernd die höheren Löhne zu zahlen.( Präsident v. Levezom abzulehnen. Es ist allerdings eine Frage der Zeit, das gebe ich namentlich von Sozialdemokratie noch keine Rede war. zu, wann die englischen Trades Unions ins sozialdemokratische jetzt die Herrn Kathedersozialisten Brentano, Herkner, Schulze, fann nicht erkennen, daß diese Ausführungen noch zur Sache ge Fahrwasser einlenten.( Hört! hört! rechts.) Das wissen wir Gävernig für diese Bereinigung anführen, trifft nicht zu; es hören.) Ich will gerade den Nachweis führen, wie durch diese Vers schon lange, und daran ändert die Annahme oder Ablehnung wird auch hier zur Geltung kommen, daß nicht die leiden- einigungen nicht nur die privatrechtlichen, sondern auch die dieses Gefeßentwuris nichts. Bei dem englischen Bergarbeiter daftslofe Förderung der wirthschaftlichen Interessen in der Neu- öffentlich rechtlichen Intereffen der Arbeiter gefördert werden Streit aber handelte es sich nicht etwa um politische Inter- Organisation das Feld behauptet, sondern die schärffte Tonart wird fönnen. Unsere ganze wirthschaftliche Entwickelung ist soweit essen, sondern um die Absicht einer Lohnreduktion von 25 pGt. den Sieg davon tragen, der soziale Krieg bis aufs Messer wird fortgeschritten, daß an eine Organisation der Arbeiter endlich Dieser Gefeßentwurf, wird gesagt, nüht wohl den Sozialdemo- das Ziel des Strebens sein. Man will ja gerade die freien Ar- gedacht werden muß. In der Reichskommission für Arbeiter fraten, aber nicht den freien" Arbeitern. Freie" Arbeiter sind beiter mit diesen Vereinigungen treffen, man will sie unter statistik wollten wir Erhebungen betreffend das Bäckereigewerbe nach meiner Erfahrung solche, deren Lebenshaltung und Wider- das Joch der Union beugen, um auf alle mögliche Weise anstellen; aber Organe, welche uns über die Lage der Arbeiter standsfähigkeit so weit heruntergedrückt sind, daß sie sich nicht zu den Boykott gegen die Arbeitgeber wirksam durchzuführen. in dieser Branche Aufschluß geben könnten, giebt es bis jezt nur organisiren wagen, und gerade ihnen würde ein solches Gesetz Solche Zustände müssen zu einer Tyrannei führen, gegen welche in ganz ungenügendem Maße. Auch das Fabrikinspektorat muß Vortheile bieten. Bei den neuen sozialen Reichsgesetzen, mit die größte Brutalität eines Arbeitgebers ein Kinderspiel ist. Der die Existenz organisirter Arbeitervereinigungen wünschen. Darauf wird ein Schlußantrag angenommen. deren Ausführung und Bortheilen sich die Arbeiter begnügen Schuß des freien Arbeiters, den die Regierung in§ 158 der In seinem Schlußwort bittet der Abg. Spahn um An sollen, handelt es sich um feine Organisation, worauf es hier Gewerbe- Ordnung verlangte, hat der Reichstag vor 3 Jahren ankommt. Die Arbeiter wollen sich organisiren, gerade um zu abgelehnt. Die vorliegenden Anträge annehmen, hieße den freien nahme der Anträge. Abg. Meyer Halle nimmt für den Antrag Langerverhüten, daß sie vor der Zeit frank und invalide werden. Aller- Arbeiter feines letzten Schuhmittels berauben, zumal in Deutsch- feldt das Schlußwort und polemifirt in demselben hauptdings, den Frieden zwischen Arbeitgebern und Arbeitern würde land die Sozialdemokratie so hoch entwickelt ist und einer hand- sächlich gegen die Ausführungen der beiden sozialdemokratischen dieses Gesetz nicht herbeiführen. Solange das jetzige Lohnſyſtem voll fluger taktisch sehr gewandter Führer zu Gebote steht, welche eher fortbesteht, solange den Arbeitern ein Recht an der Feststellung fie in jedem Augenblicke zu jeder ihnen geeignet scheinenden That Auf Antrag des Abg. v. Stumm werden beide Anträge der Arbeits- und Lohnbedingungen mitzuwirken, wie es in Eng veranlassen können. Recht hat der Vorredner bezüglich der land von den Trades Unions nach langen schweren Kämpfen Hirsch- Dunder'schen Gewerfvereine; diese sind immer mehr zurück- einer Kommission von 14 Mitgliedern überwiesen. In die Berathung der Anträge wegen Abänderung des erreicht worden ist, von den Arbeitgebern verweigert wird, fann gegangen und werden schließlich existenzunfähig werden. Anders von einem Frieden feine Rede sein. Wir werden so lange weiter mit den Fachvereinen: Jede Stärkung derselben ist eine Stärkung Wahlgesetzes wird nicht mehr eingetreten. fämpfen, bis auch wir im Besize dieser Gleichberechtigung mit der Sozialdemokratie, auch geradezu eine Anreizung für sie, auf den Arbeitgebern find. Man sagt, der Egoismus werde den dem Wege der frivolen Streiks noch weiter zu gehen, als sie Aufbau unserer sozialistischen Gesellschaft verhindern. Wir schon bisher fortgeschritten waren. schüren und feuern den Egoismus an, daß jeder Abg. Schueider- Nordhausen( frs. Volksp.) tritt für den Anfich eine möglichst gute Lebenshaltung verschaffe, aber wir sehen trag ein. Es könne für den Reichstag nicht darauf ankommen, die Grenze des Egoismus da, wo die Gemeinsamkeit der Inter- aus Rüdsicht auf Vorgänge in England ein Gesetz zurückzuweisen, essen anfängt. Wenn die Masse der Arbeiter, welche heute die daß der Mehrheit aus anderen Erwägungen heraus wünschens bürgerliche Gesellschaft erhält, nicht umgekehrt, von diesem Egois- werth erscheine. Die bisherige Vogelfreiheit der Arbeitsvereine, mus vollständig durchzogen sein wird, dann findet der Egoismus die sie allen, auch den gröblichsten Willtürmaßregeln niederer und des Einzelnen seinen Ausdruck in dem Vortheil der Gesammt höherer Beamten wehrlos gegenüberstellt, müsse beseitigt werden heit, dann find die wenigen Befigenden beseitigt und ihr Egois- und das fönne nur durch die Verleihung der Rechtsfähigkeit an mus geht in dem Interesse der Gesammtheit vollkommen auf. die Arbeitervereinigung geschehen. Im Gegensatz zu den Arbeit Wir werden für diesen Gesetzentwurf stimmen, ohne Dank, denn gebern, denen auch andere Wege zu Gebote stehen, ihre Interessen 4. Sigung vom 24. Januar 1894. 1 Uhr. den Arbeitern wird nur etwas geboten, was ihr natürliches Recht wahrzunehmen, tönnen die Arbeiter letzteres nur in großen Ver- Am Ministertische: Miquel, Thielen, v. Schels ist und ihnen bis dato vorenthalten ist, ein Recht, welches Arbeit sammlungen und Vereinen thun. Redner empfiehlt die Anträge ling.. geber und Aktiengesellschaft bis jetzt vor den Arbeitern voraus dem Hauje zur Annahme. Die erste Berathyng des Stadthaushalts Etats haben. Eine Organisation der Arbeiter liegt in Ihrem eigenen Abg. Möller( natl.): Die lehrreiche Beleuchtung, welche wird fortgesetzt. Interesse, denn der soziale Kampf ist mit organisirten Arbeitern der Abg. Legien den Anträgen zu theil werden ließ, muß doch Abg. v. Kröcher( R.) erklärt, daß er nicht im Namen seiner leichter zu führen als mit nichtorganisirten. Ein Streik trifft auch dem eifrigsten Freunde derfelben klar machen, daß der Freunde, sondern nur für seine Person sprechen wolle. Herr die Arbeitgeber härter als die Arbeiter. Mollen Sie diesen soziale Frieden auf dem Wege der Einrichtung öffentlich- rechtlicher Rickert wirst uns vor, daß die Landwirthe Staatshilfe verlangen, Kampf mit den nichtorganisirten Arbeitern weiter führen, gut, Juftitutionen, wie die Trades Unions sie darstellen, nicht erwährend die Rheder und die Kaufleute zu stolz dazu seien. wir nehmen ihn auf; wir haben uns dabei bis jetzt sehr gut reicht mer eine Pflicht, sie zu fördern. Wolle man denn gar nichts mehr hat, ist der Stolz vorbei. Herr Rickert meint, die Die Gewerkvereine sind da, aber der Wenn man etwas hat, ist es leicht, stolz zu sein; wenn man gestanden. Es handelt sich bei diefem Gesezentwurf nicht Staat hat teine Pflicht, darum, Neues zu beschaffen, sondern Bestehendes anzuerkennen. nicht aus der Geschichte lernen? Wolle man wieder einmal vielen Klagen würden den Kredit verderben. Das wäre vielleicht Berufsvereine, Gewerkschaften bestehen ja schon seit langem. Es einseitig theoretischen Anschauungen zu liebe einen sozialpolitischen nicht so übel, denn vor 40 Jahren haben sich die Landwirthe sind zwar keine sozialdemokratischen Vereine, aber ihre Mitglieder Fehler machen? Redner lehnt in Uebereinstimmung mit dem verschuldet, doch nur, weil man ihnen so leicht Kredit gab. Herr bestehen zum großen Theile aus Spzialdemokraten oder sie werden Abg. v. Heyl die Vorlage ab. Rickert behauptet, daß wir nur durch das Dreitlassen- Wahlsystem so es. Außerdem giebt es die Hirsch- Tunder'schen Gewerkvereine Abg. Molkenbuhr( Soz.): Schon der Umstand, daß die stark vertreten seien. Vor einigen Jahren prophezeite Herr Rickert, mit 50 000 Mitgliedern. Wir haben 55 Gewerfvereine mit Arbeiter auch die kleinsten, geringsten Fragen des Lohnes oder daß wir nicht mehr so start wiederkommen würden, Herr 310 000 Mitgliedern. Die Statistik darüber ist eine mangel- der Arbeitsbedingungen mit dem Arbeitgeber nur besprechen Rickert verweist auf die Urwahl- Statistit. Aus meinem Wahlhafte, aber es fommt nicht allein auf die Zahl der Mitglieder tönnen, wenn sie sich in Versammlungen über ihre Stellung freise weiß ich, daß die konservativen Wahlmänner überall einan, sondern auf das, was geleistet wird. Die Jahreseinnahme geeinigt haben, zwingt die Arbeiter zu einer Organisation. Was stimmig gewählt sind, und da in den übrigen Wahlkreisen die dieser Vereine betrug 1890 1 160 588 M. Lavon wurden Herr Möller und Herr v. Stumm ausführen, geht davon aus, Bahl der tonservativen Wahlmänner zugenommen hat, so wird 144 388 M. zu Reise- Unterstützungen 64 290 M. zur Unter- daß die privilegirie Stellung des Arbeitgebers feinen Abbruch es da auch nicht so schlimm stehen. Daß wir auf dem Boden stüßung Arbeitsloser verwendet. 1892 nahmen 42 Vereine duldet. Der Klassenkampf aber geht aus den entgegengesetzten des Erlasses vom 4. Januar 1882 stehen, hat Graf Limburg 0 Präsident von Levehow theilt mit, daß der frühere Bureaudirektor des Reichstages, appel, heute früh im Alter von 80 Jahren verstorben ist. Er widmet dem Heimgegangenen, der vor 14 Jahren pensionirt wurde, einen ehrenden Nachruf. Die Mitglieder des Hauses erheben sich zu Ehren seines Gedächtniffes von den Sitzen. Schluß gegen 5 Uhr. Nächste Sigung Donnerstag 1 Uhr. ( Vorlagen, betr. Die Abzahlungsgeschäfte, den Schuß der Waarenbezeichnungen und den Reichs- Juvalidenfonds.) bewe tot aid tun Abgeordnetenhaus. 00 gunsten vermehrt worden, und das soll redressirt werden. Der Reichstag Bedeutung im Reichstage ich nicht nach Belgien. Das ging sogar so weit, daß unsere Marine hat man sogar auf Betreiben dortiger Zentrumsvertreter Be- rühmen denn wir noch die, auch von ammt nur 0,64 pct. er3 tisdrif schon dargelegt. Wenn konservative Beamte von der Regierung| Ich schließe mit einer Auslaffung Windthorst's, der vor verwendet zur Deckung von Ausgaben für die Schul gemaßregelt worden sind, ist in der konservativen Bresse niemals Jahren schon gesagt hat, man dürfe im allgemeinen Interesse Bezüglich der vom Abg. Richter aufgestellten Bilang bemerke ich, darüber ein Ton des Widerspruchs laut geworden. Die Kon- die Regierung nicht im Stich laffen.( Beifall im Zentrum.) daß die z. B. für die Eisenhahnen aufgewendeten Mehrausgaben servativen sollen ausgerufen haben: Fort mit Caprivi! Wir Finanzminister Miquel: Die Rede hat meine Hoffnung auf nicht immer werbendes Kapital darstellen. Durch den Neubau halten das nicht für richtig, nicht für fonfervativ. Bei das Zentrum verstärkt. daß dasselbe die Entwickelung eines Bahnhofs soll z. B. nur die Aufrechterhaltung des bisder Währungsfrage wollen wir nach Herrn Rickert nur unsere der Franckenstein'schen Klausel billigen wird. Ich will herigen Betriebs ermöglicht werden, der Verkehr wird dadurch Schulden vermindern auf Kosten der Gläubiger. Durch die mich durchaus nicht in Gegensatz stellen zu dem Zen- nicht verstärkt, das Staatsvermögen also nicht vermehrt. Der dessen wohl fenne. größte Theil der 41 Millionen Schuldentilgung kommt aus den Erauf die Stimmung der Gingellamblage eine GrRücksparungen durch Beseitigung der Schuldentilgung der alten Privat Abg. v. Eynern( natl.): Ferner wünschen wir, daß die sicht nehmen. Im bayerischen Landtage und anderwärts haben bahnen, den andern Theil tann man ja für eine Vermögens deutschen Aufträge wieder mehr im Inlande vergeben werden, lange Verhandlungen stattgefunden und im badischen Landtage verbesserung ansehen, deffen man sich aber auch nicht besonders mit englischen Koblen fuhr, wodurch die Eifenbahn große Fracht- fchlüsse gefaßt. Wenn der Reichstag die Einnahmen nicht er beträgt. Wenn wir noch die, auch von den Freifinnigen immer beträge verlor. Nur bei uns herrscht ein solcher kosmopilitischer beblich vermehrt, dann werden die Matrikularbeiträge stetig verlangte Gehaltsverbesserung für die mittleren und oberen 42 Sinn; die Folge davon ist die zunehmende Arbeitslosigkeit und steigen und die Sachlage eine immer schwierigere werden. Da Beamten, die noch nothwendige auf 42 Millionen veranschlagte die Ermäßigung der Rente der Unternehmungen. Für die Her- Herr Lieber die Reform auch für unbedingt nothwendig hält, Flußregulirung und die weitere Landesmelioration durchführen ftellung von 1000 Kilogr. Echienen ist eine Bewegung von fann man nicht mehr warten. Denn es handelt sich nicht blos wollten, so würden troß aller Sparsamkeit und Kargheit unsere 10 000 Kilogr. auf den Eisenbahnen erforderlich. Wird im Aus- um die finanzielle Frage, sondern auch darum, ob sich ein er- Ausgaben schneller wachsen, als die Einnahmen. Die VerYande bestellt, so geht der inländischen Arbeit fehr viel verloren. trägliches Verhältniß zwischen Reich und Einzelstaaten finden besserung der wirthschaftlichen Depression wird auch unserem Stat Zum Nordostsee kanal werden schwedische Granitblöcke läßt. Ich habe noch immer die Hoffnung, daß der Reichstag zu gute tommen, aber nicht genügend gegenüber den Anforde verwendet, während wir dieselben ebenfo gut im die ibm gestellte Aufgabe im Wesentlichen lösen wird. rungen des Reichs. Ich glaube noch immer, daß der Abg. der Finanzen ist, Fichtelgebirge haben. Die Ersparnisse des Reichs werden durch Ersparungen kann das Defizit nicht vermindert werden, Richter, der ja ein guter Kenner werden sollen, aufgewogen durch den Verlust an Eisenbahnfrachten. fondern nur durch Eröffnung neuer Einnahmequellen. Die Er zu Zeiten, wo die Einnahmen vermehrt meint, esd ſeien Wenn ferner dafür gesorgt würde, daß die Grubenhölzer aus den hebung von Zuschlägen zur Einkommensteuer wäre dann ein trauriger immer zu fehr Optimist ist und Wäldern öftlich von Berlin nach dem Westen kommen können, so Nothbehelf. Die Grundlagen unserer Finanzen sind noch gut genug Einnahmen vorhanden, zu Zeiten dagegen, wo die Auswürde das für unsere Bergwerke und für die Forstverwaltung Ich denke, aus dieser Debatte wird sich ergeben, daß wir Vorgaben vermehrt werden sollen, mit großem Erfolge auf nicht ohne Bedeutung sein. ficht bewahren müssen bei den Ausgaben und danach streben müssen die bedenkliche Finanzlage hinweist, die die Steigerung Welche neuen Steuern hat man im Reichstag ausgedacht? die Einnahmen zu den Ausgaben in ein richtiges Verhältniß zu der Ausgaben keinesfalls gestatte.( Heiterkeit.) In der MilitärReichs- Einkommensteuer, Reichs- Erbschaftssteuer, Wehrsteuer 2c.; fetzen.( Beifall rechts.) tommission bezeichnete er die Aufstellung des Reichsschatsekretärs, aber man hat dabei übersehen, daß eine reinliche Scheidung ein- Abg. Dr. Arendt( ft.): Das steht jetzt feft, daß der Jubel wonach die Reichseinnahmen in den nächsten fünf Jahren um Ich weiß getreten ist, daß dem Reich die indirekten, den Einzelstaaten die über das Scheitern der Finanzreform ein voreiliger war. Fehl- 80 Millionen steigen sollten, als völlig unhaltbar. direkten Steuern gehören. Der Reichstanzler soll sein Wort beträge im Etat sind nicht zu verwundern; sie sind bei schlechten nun nicht, welche Autorität größer ist. Jedenfalls wies Herr nicht gehalten haben; ist denn der Tabat, der in Deutschland in wirthschaftlichen Verhältnissen nothwendig bei einem Staate, der Richter dem gegenüber auch auf die Steigerung der Ausgaben Zukunft nur 2 M. pro Kopf Steuer tragen soll, während die durch Betriebe aller Art mit dem wirthschaftlichen Leben enge des Reichs hin, und die haben wir ja auch vor uns, z. B. die Stener in Spanien 5 M. beträgt, fein leistungsfähiges Steuer- Beziehungen hat. Trotz der schlechten Lage der Finanzen hätte wachsenden Ausgaben für die Invalidenpensionen, Erhöhung der objeft Unfer Fraktionsgenoffe Weber- Heidelberg hat die Agitation man doch manche Ausgaben in Aussicht nehmen fönnen, deren Beamtengehälter zc. Da verschwinden die 80 Millionen Mehreinnahmen wie Butter in der Sonne. gegen die Mehrbesteuerung des Tabaks eine jämmerliche genannt. Zurückstellung allgemein schwer empfunden wird. சா tist Wenn er auf die Matrikularbeiträge verweist, so bedeutet das Wenn eine Reichs- Einkommensteuer vorgelegt würde, würden Darauf wird die Diskussion geschlossen. nur einen Zuschlag zur Einkommensteuer. Ueber 3000 Mart die Freifinnigen auch widersprechen. Es bleibt immer nur der Abg. Richter( persönlich): Ich habe allerdings gegen die haben Einkommen nur 316 000 3ensiten; die übrigen, die große Hinweis auf die Liebesgaben. Die wirthschaftlichen Mißstände clausula Francenftein gestimmt, weil ich die neuen Steuern Maffe, welche den Haupttheil der Steuer aufbringt, alfo bis in führe ich auf die angeblich bewährte" Goldwährung zurück. nicht haben wollte, zu denen die Klausel die Brücke bilden sollte. die Kreise der Arbeiter hinunter, würden durch diese Buschläge Von Sonderinteressen einzelner Berufsstände tann ich In der Militärkommission habe ich die 80 Millionen natürlicher belastet werden. Das entspricht nicht den Versprechungen des nichts entdecken. Trotzdem ich auch ohne Ar und ohne Steigerung nicht als unwahrscheinlich bezeichnet, sondern hervor Grafen Caprivi. Und werden sich denn die Landtage bereit Halm bin, stehe ich auf Seiten der Agrarier. Von sieben mageren gehoben, daß die Einzelstaaten auf diese Mehreinnahmen Anfinden lassen, die inneren Steuern zu vermehren für Reichs- und sieben fetten Jahren fann man heute nicht reden. spruch hätten. zwecke? Herr Nickert wird hier mit seinen sechs Freunden allen Abg. Nichter. Ich habe den gestrigen Berathungen nicht Der größte Theil des Etats wird der Budgetkommission übrigen Parteien zusammen gegenüberstehen. Die Finanzreform, beiwohnen können, allein ich habe dabei nichts verloren, denn überweisen, der Rest soll im Plenum berathen werden. 196 das muß festgestellt werden, wird vom preußischen Landtage es war ja nur der Abbub des Reichstages, der hier aufgetischt Schluß 4½e Uhr. Nächste Sitzung Donnerstag 11 Uhr. nicht zurückgewiesen. Andere Einzelstaaten haben ihre Reservat wurde. Herr v. Kardorff hat ja jogar versucht, die Debatte( Interpellation v. Kröcher; kleinere Vorlagen.) rechte, Bayern z. B. seinen Malzaufschlag; sie können gut zu über den Nothstand hier fortzusehen. Börsensteuern sind ja populär, Jatid( a) : 309 30, p schläge zur Einkommensteuer verlangen, während bei uns die aber es ist nicht immer leicht, populäre Steuern einzuführen.oduct Einkommensteuer schon durch die Gemeinden besonders be- Herr Miquel hat eine Verbeugung vor dem Zentrum gemacht, Lokales. blaziou said Tastet ist, so daß man dafür sorgen zu müssen glaubt, und Herr Lieber hat dieses in der ihm eigenen zeremoniösen den Gemeinden indirekte Steuerquellen Ein gutes Beispiel weckt Nacheiferung, es wächst der eröffnen. Weise erwidert und hat freundliche Händedrücke ausgetauscht. zu Mit den Landwirthschaftskammern sind wir im großen und Aber ich habe dabei kein Gelbstück gesehen, und darauf kommt es Mensch mit seinen höheren Orden. Nachdem die berufenen ganzen einverstanden, obwohl damit ein schwerfälliger Apparat dem Finanzminister doch allein an. Ich könnte eher vor die kommunalen Vertreter des Freisinns den Piepmaz und damit geschaffen wird. Bei den wirthschaftlichen Fragen wollen wir Rede des Herrn Lieber das Motto fetzen: Was ich mir dafür die nicht mißzudeutende Aufmunterung zu ferneren Mannes nicht vergessen den Blick auf das Ganze zu werfen. Handel, In- laufe! In Bezug auf die Zeit und die Mittel der Reform thaten erhalten haben, ist ihnen gar mächtig der Busen ge dustrie und Landwirthschaft sollen auch in der gegenwärtigen weicht Herr Lieber vom Finanzminister ab. Es bleibt schwollen. Es soll jetzt aus Dankbarkeit für die gnädig Legislaturperiode im richtigen Ausgleich behandelt werden. alfo gar nichts Greifbares zurück. Die jetzige Seit ist empfangene Auszeichnung der alte Antrag auf Bewilligung von Abg. v. Kardorff( ft.): Der Vorredner hat darauf hin- allerdings denkbar ungünstigste, Denn man müffe 400 000 m. als Beitrag für die zum Gedächtniß Wilhelms I. gewiesen, daß der Reichstag sich in einen Gegenfaz seyt zu doch die vorliegenden Verhältnisse ordentlich übersehen können. zu errichtende Kirche wieder hervorgeholt Den Einzel- Landtagen. Der Reichstag geht aus direkten Die clausula Franckenstein ist nicht das Endziel finanzpolitischer gar eifrig wird jetzt unter den noch nicht besternten Freisinnsallgemeinen Wahlen hervor, und es liegt die Ge- Weisheit. Der Finanzminister hat mit Genugthuung verwiesen fämpen agirt, auf daß die 400 000 m. bewilligt werden. Auf der fahr nahe, daß die Sozialdemokratie dort einmal die auf die Uebereinstimmung der drei Kartellparteien. Das macht Königiraben- Umfall 400 000 m. für den im Volte verhaßtesten Mehrheit erhält. Wir haben im Landtag eine Vertretung ihm Freude und kostet uns nichts. Viel schlimmer wäre es, aller Kirchenbauten; fürwahr, der Berliner Freifinn besigt eine der besigenden Klassen. Ich habe einmal einen Antrag wenn man im Reichstage mit seiner Finanzreform ein Vertretung, die seiner würdig ist. gestellt, das Wahlrecht Preußens und des Reiches anzunähern. verstanden wäre. Uebrigens iſt Uebrigens ist es mit es mit der EinmüthigEiniges vom Bund der Landwirthe. Uns wird von Ich wollte nicht das allgemeine Wahlrecht in Preußen einführen; feit der drei Parteien nicht weit her, ebenso mit der betheiligter Seite gefchrieben: Gleiches Recht für Alle! Gleiches die man ja an auf die Dauer wird es nicht möglich sein, zwei so große Körper- Einmüthigkeit der Regierungen, schaften wie den Reichstag und den preußischen Landtag auf so Borgange vom Sonnabend im Reichstage beurtheilen kann. Recht für die Landwirthschaft, Industrie und Handwerk!" So posaunen die nothleidenden Tivolibrüder in die Welt hinaus, verschiedene Wahlrechte zu begründen. Die Freifinnigen werden Gegen die Tabaksteuer haben sich Nationalliberale und Kon: ohne dabei aber an diejenigen zu denken, die ihnen das Brot auch im Reichstage immer mehr von Konservativen und Sozial- fervative ausgesprochen, für die Weinsteuer nur Konservative; verdienen: an die Arbeiter. Dasselbe Prinzip, welches die agrarische demokraten verdrängt werden und werden dann zu spät einsehen, ob auch nur ein einziger Nationalliberaler für die Weinsteuer Bewegung durchzieht, herrscht auch in dem Haupt- und Zentraldaß es nothwendig gewesen wäre, die Wahlrechte einander zu ist, weiß ich nicht. Hier kann man sich für neue Steuern be- bureau des Bundes der Landwirthe, Halleschestr. 18: das Prinzip nähern zum Wohle der Gesammtheit.( 3uftimmung rechts.) Die geistern, wo eine Abstimmung vor dem Lande nicht stattfindet, der Ausplünderung und Ausbeutung der Arbeiter. Die Direktion Berhältnisse der preußischen Finanzen sind zum Theil noch als wo die Verantwortung fehlt. Uebrigens sind die anderen des Bundes zahlt ihren Arbeitern im wahrsten Sinne des Wortes günstige hingestellt worden, aber man vergißt, daß Preußen an Einzel- Landtage auch nicht so begeistert. Der Finanzminister Hungerlöhne; Löhne, bei denen man sich fragen muß, ob die den Reichsschulden doch auch theilnimmt; diesen Reichsschulden meint, man braucht im Reiche nur Matrikularbeiträge aus Arbeiter fich dafür satt essen oder verhungern sollen. Während stehen aber feine werbenden Besigthümer gegenüber. Man spricht zuschreiben. Aber ohne Zustimmung des Bundesraths tönnen sie nicht mit dem überein, was gestern im Reichstag gesagt wurde nicht dort Widerspruch gegen die Erhöhung der Ausgaben wird für die Arbeiter des Bundes in einer Weise gesorgt, die davon, daß die Verhältnisse wieder günstig würden. Das stimmt nicht ausgeschrieben werden; warum erhebt der Finanzminister sonst bekanntlich vom Bund der Landwirthe für Agitationen und andere Zwecke das Geld oft zum Fenster hinausgeworfen wird, von dem allgemeinen Darniederliegen nicht blos in der Land- Echwarzmalerei ist allerdings hier getrieben worden. Die Ver- die Menschenfreundlichkeit der braven Junker in wahrem Glorienwirthschaft, sondern auch in der Industrie und im Handel. Daß mehrung der Reichsschulden im letzten Jahre rührt aus den dem 19 di dun werden und Die Steuervorlagen im Reichstage verschwinden werden, glaube Marine- und Militärforderungen her, die doch von feiten der schein erstrahlen läßt. Durch verschiedene Entlassungen, die in dem Bureau d. B. ich nicht: bisher find nur die Gegner der Vorlage erschienen; Regierung gebilligt wurden. So lange so große Anleihen gestattgefunden haben, ist es uns möglich geworden, genaue Aufdie Freunde werden nachher kommen und stimmen( Widerspruch macht werden, ist eine jede Schuldentilgung die reine Spielerei. schlüsse über die dort herrschenden menschenfreundlichen Einlints), weil in den Einzelstaaten der Druck der Matrikular- Gine Befferung ist nur dadurch zu erreichen, daß man einmalige Ausrichtungen zu geben. Die Arbeiter werden mit 10-73 m. monatbeiträge zu fühlbar werden würde. Das Darniederliegen der gaben auf die laufenden Einnahmen übernimmt; in dieser Belich besoldet. Mit 75 M. läßt es sich ja taum auskommen; Landwirthschaft ist anerkannt worden. Wenn so vielen Menschen siehung hat der Reichstag mehr geleistet, als die verbündeten was soll da Jemand mit 10-30 M., wie es eine große Anzahl Die Kaustraft geschmälert wird, so muß die Industrie natürlich Regierungen. Herr Sattler hat das Defizit höher berechnet als der dort beschäftigten Arbeiter bekommt, beginnen? Nicht ein auch leiden, denn der innere Markt ist für die Industrie doch 70 Millionen. Ganz recht; die Verminderung der Aktiven muß Suhn läßt sich dafür füttern, wie soll sich da ein Mensch einen wichtiger als der schwankende Export. Herr Rickert hat gemeint, in Rechnung gestellt werden; aber auch die Vermehrung der Monat mit dieser Summe ernähren?- Doch wäre das alles man solle den Großgrundbesit parzelliren und an fleine Besitzer Aktiven und die Verminderung der Passiven. Es handelt sich abgeben; dann würde der Nothstand aufhören. Die landwirth- nur um ein Kaffendefizit. Auch ich berechne das Defizit um noch zu verschmerzen, wenn die Arbeiter nicht noch in einer stets ein Ende genommen, in England, in Italien 1. 1. entgegengesets bier 18 Millionen höher als die Borlage. Aber das Extraordinarium Durch die Weihnachts- und Neujahrs: Feiertage u. w. Große Latifundien der Eisenbahnverwaltung, welches mit 20 Millionen aus den entstanden; das Land wurde dem Ackerbau entzogen und zu laufenden Mitteln gedeckt wird, ist eine Vermehrung des werben die Arbeiten, hauptsächlich in der Expedition derartig gehäuft, Viehweiden oder zum Vergnügen der reichen Leute eingerichtet. Den Kapitals. Dazu gehört auch die Erneuerung des Oberbaues baß, um wieder in die Reihe zu kommen, täglich Ueberstunden, Herr v. Eynern meint, die Noth der Landwirthe rührt von der und der Betriebsmittel über den Betrag hinaus, der durch den Betrieb und zwar einige Tage bis 11 und 12 Uhr Abends gemacht Skapitalarmuth her, er will tapitalkräftige Landwirthe haben. verbraucht wird. Eben solche Posten findet man bei der Bergwerks, worden und hofften die Arbeiter auch dieses Mal, sich dadurch Aber die kapitalfräftigeren Leute sind keine Bauern, sondern Forst- und Domänenverwaltung. Alles das zufammen ergiebt eine Latifundienbefizer. Daß ein einzelner Staat die Währungsfrage Summe von 51 Millionen Mart. Dazu kommt das Plus vbn noch einen Nebenverdienst zu verschaffen. Abe im Rathe des hohen Direktoriums war es anders beschlossen. Es wurde den regeln könnte, daran denkt niemand, das kann nur durch eine 41 Millionen Schuldentilgung, sodaß 92 Millionen Verbesserung Arbeitern bekannt gemacht, daß endlich einmal mit den Uebergroße internationale Vereinbarung gemacht werden. Die Ver- dem Defizit von 83 Millionen gegenübersteht. Das sind also 9 Mid. hältnisse sind doch heute nicht besonders erfreulich; es sind die mehr.( Heiterkeit.) Es ist von anderer Seite schon darauf hin- stunden Schluß gemacht werden müsse. Wer nicht soviel Intereffe an den Arbeiten des Bundes hätte, um unbezahlt Ueberstunden zu ganzen Staaten im südlichen Europa bankerott. Als im Anfange gewiesen worden, daß der Etat sich schlechter stellt, weil man die machen, den könne der Herr Direktor nicht gebrauchen. Wozu des Jahrhunderts die Produktionsverhältnisse der Münzmetalle Mehreinnahmen aus der Einkommensteuer verfaffungswidrig nicht denn die Weihnachts- Gratifikationen gezahlt worden wären. sehr schwankend waren, da hat der lateinische Münzbund es ver- in den Etat einstellt. Um die paar Millionen Zuschuß für Profit! Das waren für die enttäuschten Arbeiter 10-15 M. mocht, das Werthverhältniß zwischen Gold und Silber vollständig Schulen braucht man die Summe nicht zu fapitaliſiren. Wenn Berluit, die sie aus reinem Interesse für den Bund verlieren aufrecht zu erhalten. Da das Silber in jedem Augenblick aus über die schlechte Schuldentilgung geklagt wird, so vergißt man, mußten, damit die Herren bei der Leitung" nicht noch mehr in gemünzt werden konnte, fonnte es im Werth nicht sinken. Die daß 1887-90 270 Millionen Schulden ordentlich getilgt worden find. rechts.) troydem doch eine gleich ein auffallendes Mißverhältniß, vor die Frage gestellt werden, ob sie ihre Heimathländer mit größeren licher Gesinnung im Direktorium des Bundes der nothleidenden genommen werden muß. Wichtigkeit der Frage an sich und für die Landwirthschaft wird Die Arbeiten könnten sehr beschleunigt werden, wenn das Haus Noth gerathen. Glauben denn die Herren Agrarier, daß ihre Arbeiter durch jeder begreifen, der sich damit beschäftigt hat. Die gesteigerte verzichten wollte, über Dinge zu sprechen, welche es nichts an- solche Vorkommnisse Interesse an ihrer Arbeit bekommen? Ganz Kauftraft des Goldes zu leugnen, wozu Herr Bamberger den gehen, welche vor den Reichstag gehören. Sie erschüttern nur Versucht gemacht hat, ist eine Spekulation auf die krasse Un- die Luft und haben nicht den geringsten Einfluß.( Heiterkeit gewiß nicht! Was haben denn die Arbeiter von den Feiertagen gehabt, wenn sie dieselben durch Nachtarbeit wieder einholen wiffenheit des Publikums.( Lachen lints.) Abg. Lieber( Bentr.): Taß die Zahl der katholischen Beamten Finanzminister Miquel: Wie die Einmüthigkeit im Reichstag müssen? Was haben sie von der Gratifikation gehat, wenn sie das ganze Jahr stundenlang umsonst arbeiten müssen? Und eine so geringe ist, ist doch ein seltsames Räthsel; namentlich in sich stellen wird, wird sich zeigen, wenn die Reichstagsabgeordneten mun fage noch einer etwas von christlicher und menschenfreundden höchsten zeigt sich troydem doch eine gleichmäßige Vertheilung der Geistesgaben an- Umlagen belaften wollen. Gegen die Franckenstein'sche Klauſel Agrarier! Daß dieselben ihrem Namen Ehre machen, ist ja hat Herr Richter gestimmt; er stehe jezt auf deren Standpunkt, Die großen Parteien hier, die auf Herrn Miquel's Seite hat also in diesem Falle einmal feine Meinung geändert. Wie allgemein bekannt, daß ihre virtuose Ausbeutung aber einen ftehen, haben 78 Stimmen über die Mehrheit, aber im Reichs- der preußische Finanzminister sich im Staatsministerium folchen Grab annehmen würde, hätten wir doch nicht gedacht. tage stehen sie mit 51 Stimmen hinter der Mehrheit zurück. über die Militärvorlage ausgesprochen hat, weiß man Kunst, Wissenschaft und Militarismus. Die Studenten ( Sehr richtig!) Mit diesen Mehrheitsparteien hier verbinden uns nicht. Darüber wird nichts publizirt und Herr Richter wird der hiesigen Universität petitioniren des und wehmüthigft bei der nicht angenehme Erinnerungen, namentlich wegen des Wahlgesetzes. also auch heute keine solche Publikation von mir erleben. General- Jutendantur der tönigl. Schauspiele um Gewährung Wenn Herr Miquel unsere Zustimmung im Reichstage wünscht, Herr Richter stellt unsere Verhältnisse als so glänzend dar, daß beijerer, billigerer und zahlreicherer Pläge im Opern und die Säug dann sollte er die Mehrheit, die ihm hier zur Verfügung steht, wir auch noch größere Forderungen des Reiches befriedigen Schauspielhause. Bur Begründung führen daß die 66 resp. benutzen zur Reform des Wahlrechts; wir werden ihm unfere tönnten. Das ist aber nicht richtig. Wir haben schon seit 1890 linge an Minervens Brüsten an, daß Stimmen zur Verfügung stellen.( zustimmung im Zentrum). feine Schulden mehr getilgt. Wir haben nicht einmal, wie die 36 Plätze, die in beiden königlich preußischen Kunsttempeln Wenn die Franckenstein'sche Klausel verhindert hätte, daß die Privatbahnen Reservat- und Erneuerungsfonds, denn die Eisen- für sie refervirt sind, nur eine sehr geringe Preisermäßigung Matrikularbeiträge die Ueberweisungen übersteigen, dann wäre bahn- Ueberschüsse sind bei uns in dauernde Ausgaben gestedt genießen und ferner so schlecht sind, das auf ihnen Hören und fie vollkommen gewesen. Ein festes Verhältniß zwischen dem worden, die wir gar nicht wieder los werden tönnen. Die Sehen die gleichen Schwierigkeiten bietet. Reiche und den Einzelstaaten muß geschaffen werden; aber ist Ueberschüsse aus der Einkommensteuer werden nur jetzt der Zeitpunkt dazu und find die Mittel vorhanden? Es aufgefammelt, nachher dienen sie dazu, den Ausfall der Steuern ist taum möglich, die Mittel für die Militärvorlage aufzubringen, zu decken, auf die der Staat verzichtet hat. Einen Vortheil hat geschweige denn noch etwas anderes. of un no der Staat also davon gar nicht, denn jetzt werden die Binsen மதி 3690 bis 1895 Etwas anderes ist es, wenn statt der Studenten die kunsts verständigen Knaben mit dem Marschallsstab im Tornister des Weges daher fommen. Will so ein junger Radette den fönigl. Musentempel mit seinem Besuch beehren, so wird er stets im in Der heilige Geist preußischer Beamten Schneidigkeit, der, Es tommt Barkett untergebracht und zwar in anbetracht der hohen Gunst gestellten bei dieser Thätigkeit insofern einer etwas größeren als Spielzeug zu geben. Die Geldstrafe müsse aber friegt er sein Plätzchen ganz umsunst; hat auch das Knäblein Freiheit als sonst, als ihnen erlaubt wurde, während der auch eine sehr hohe sein, einmal wegen der schweren Folgen von der Kunst nicht den geringsten blauen Dunst. schweren Arbeit, die überdies nicht einmal apart bezahlt wird, eine dieses einen Falles und zum anderen, weil durch das Spielen Gewerbegerichtliches. Das Gewerbegerichts- Gesetz be- Bigarre zu rauchen und auch eine Weiße zu trinken. Auch in der der Kinder mit Schußwaffen schon so entfeßlich viel Unheil anstimmt, daß bei Klageobjekten von über 100 M. den Parteien legten Neujahrsnacht machten die Angestellten von dieser harm gerichtet worden sei. Sämmtliche Kosten der beiden Instanzen die Berufung gegen das Urtheil an das Landgericht zusteht. Es steher in Amt und Würden gekommen war, der als neuer Besen losen Freiheit" Gebrauch, ohne zu bedenken, daß ein dieser Borloien Freiheit" Gebrauch, ohne zu bedenken, daß ein neuer Vor- wurden dem Angeklagten auferlegt. fommt nun häufig vor, daß Arbeiter eines Unternehmers zu auch gut fehren wollte. Der neue Vorsteher, ein Herr Großgleicher Zeit gegen denselben klagen. Verschiedene Kammervorfihende versuchen in solchen Fällen, eine Verbindung der Klagen mann, der von dem„ Unfug" Kenntniß erhielt, beeilte sich, der Beliebtheit beim Publikum erfreut, steigt in bedenklicher Fülle herbeizuführen, wenn die einzelnen Forderungen nicht bereits der Denunziation war, daß am 3. Januar das gesammte Per- Von den Bewohnern der nördlichen Stadttheile unserer königlich herbeizuführen, wenn die einzelnen Forderungen nicht bereits Direktion diese Pflichtwidrigkeit sofort zu melden. Die Folge auch immer mehr auf die städtischen Angestellten herab. n dieſe Pflichtwidrigkeit ſofort eile in einer gemeinsamen Klage geltend gemacht werden. Das mußte, um eine gehörige Strafpredigt über die verübte Pflicht- preußischen Das Gesammtobjett beträgt dann oft mehr als 100 m.; sonal des Bureau II, Kleine Frankfurterstr. 11, sich versammeln preußischen Haupt- und Residenzstadt wird lebhaft Klage geführt während bei einer getrennten Geltendmachung der Forderungen das Verhalten der bei der städtischen Gasanstalt der verschiedenen Kläger jedes Objekt unter 100 M. betragen Als das Donnerwetter widrigkeit entgegen zu nehmen. Ende war, der Müllerstraße angeſtellten Beamten. würde. Wird der Beklagte verurtheilt, so steht bei der zu wagte der Fußschaffner Karl Dams, bort vor, daß des Morgens tein Koaks u. f. w. der feit 1887 bei der Gesellschaft angestellt ist, als Berbindung der Klagen demselben jedes Mal ältefter der Sünder, dem geftrengen Herrn Major mit einigen zum Verkauf vorhanden ist, weil am Tage vorher die Nachdie Berufung zu, wenn die verbundenen Klagen zusammen über 100 m. fordern, un- Dams mit den Worten:„ Herr Major" begonnen, so schallte ihm gegen die man das Verlangte erst erhält. Anstatt, daß man den Entschuldigungsworten in den Weg zu treten. Doch taum batte frage ſehr groß gewesen und die Marken dann vergeben sind, geachtet der Höhe des einzelnen Klage= Anspruch 3. Die Folge ist, daß den Klägern besten Falles die die Antwort entgegen:" Salten Sie das Maul, Sie sind ent- Reflektanten, die in solchem Fall des Morgens kommen, von der eingeklagte Summe, deren sie vielleicht bringend bedürfen, auf längere der 6 Jahre und 9 Monate seine Pflicht gethan hatte, lag auf derart Düpirten schließlich noch angeschnauzt hat. Unseres Erlaffen!" Dabei blieb es. Alle Bitten halfen nichts; der Mann; und warten; ja es soll vorgekommen sein, daß der Portier die Lage der Dinge Mittheilung macht, läßt man sie einfach stehen Zeit unzugänglich ist. Deshalb ist davor zu warnen, erfiens dem Straßenpflaster und mag jetzt sehen, wie er sich mit seiner achtens vergiebt die Direktion der Gasanstalt nichts von ihrer mehrere Klagen in einer vereinigt geltend zu machen; zweitens, mit der Verbindung mehrerer Sachen einverstanden zu Frau und seinen drei Kindern durchschlägt. Würde, wenn sie das Publikum, etwa durch Aushängen eines fein, wenn dadurch das Objekt ein berufungsfähiges wird. Sollte Ein Spielerprozeß im Kleinen wird sich voraussichtlich Plakats, in solchen Fällen höflich darüber unterrichtet, daß auf der Vorsitzende für eine Vereinigung der Klagen mehrerer Kläger demnächst hier abspielen. Ein auf hiesigen Rennplätzen bekannter der Gasanstalt nichts zu holen ist. eintreten, fo thun die Kläger gut, fofort dagegen zu protestiren. Buchmacher und ehrsamer Bürger hat in der Nähe von OranienIn Fällen, wie den besprochenen, ist schon wiederholt die Be- burg eine Jagd gerachtet, zu der er Einladungen in bereitwilligster Workstr. 44a, in Wirksamkeit. Bei dieser Postanstalt dürfen aber Be- burg Eine neue Postanstalt tritt am 1. Februar in Berlin W., rufungsinstanz in Anspruch genommen worden, was bei der ge- Weise ergehen läßt. Seine Gäste bereitet er durch das Jagdfeine Packete mit und ohne Werthangabe eingeliefere werden. sonderten Behandlung der in Betracht gekommenen Klagen nicht vergnügen auf ein anderes vor; denn dem Jagen folgt ein Jeu. Die Annahme von Bestellungen auf Zeitungen und Zeitschriften, möglich gewesen wäre. Zu den Geladenen gehörte jüngst auch ein Gastwirth aus dem Wenig bekannt ist noch die Bestimmung des§ 52 des Ge- Borden Berlins, der bei dem Nachspiel" um die gesammte mit- sowie die Ausgabe von Zeitungen findet daselbst ebenfalls werbegerichtsgesetzes, daß der obfiegenden Partei auf geführte Baarschaft gebracht wurde. Im Hinblick hierauf hielt ihren( vor der Fällung des Urtheils zu stellen er die Jagd für ein recht zweifelhaftes Vergnügen und gab einem Die gerichtsärztliche Oeffnung der unverehelichten den) Antrag eine Gebühr für die durch Wahrnehmung des Gendarm Kenntniß. Als nun meine Tante, deine Tante anderen Anna Winkler hat, obgleich das Sachverständigenurtheil noch Termins( oder der Termine) gehabte Zeitversäumniß zugesprochen Tages hier Gewinn, dort Verlust brachte, öffnete der Gastwirth bis zum letzten Augenblick einen natürlichen Tod annahm, als werden könne. Die meisten Kläger beantragen diese Versäumniß auf ein verabredetes Zeichen dem Beamten die verschlossene Todesursache Erstickung ergeben. Dadurch ist aber die Sachlage gebühr nicht oder thun es erst nach der Urtheileverkündung, also Thür, und es gelang nicht nur, die Gesellschaft zu überraschen, für die kriminalistische Beurtheilung noch keineswegs flargelegt. zu spät. Am besten beantragt man gleich bei der Klage- sondern auch festzustellen, daß gezinkte Karten benutzt worden Der Erstickungstod fann ohne Zuthun einer dritten Berfon herbeierhebung die Zubilligung der Versäumnißgebühr im Falle der waren. geführt sein, möglich ist aber auch, daß eine beabsichtigte Tödtung Verurtheilung des Beklagten. vorliegt. Für die erstere Annahme spricht der Umstand, daß die Ein braver Parteigenoffe, der Maurer Gustav Freier, Winkler an Krämpfen litt, sich auf dem Bette umhergewälzt ist am legten Sonntag nach dem Echöneberger Friedhof zur haben kann und unter dem Kissen, das über ihrem Kopfe legten Rube geleitet worden. Freier starb in der Blüthe ſeiner fag. erstickt ist. Eine Bettdece, die vor der Bettstelle Jahre, 34 Jahre alt, von Herzen betrauert von allen, die lag, ließ gleichfalls darauf schließen, daß die Winkler mit ihm in der schlimmsten Zeit des Ausnahmegesezes Schulter fich in Krämpfen umhergewälzt und sie dabei mit den an Schulter gekämpft haben. In zahlreichen, mit entsprechenden Füßen herausgestoßen habe. Dem entgegen steht, wie bereits Inschriften versehenen Kränzen bewiesen die Schöneberger Partei- früher gemeldet, das Fehlen der Geldtasche und der Schlüffel, genossen dem leider viel zu fille Gelobniß, nach seinem Bei- ber nach den äußeren Merkmalen unzweifelhaft ermittelt werden Verstorbenen ihre Achtung und sowie den Umstand, daß der bereits mehrfach erwähnte Mann, an seinem Grabe erging das " $ 50 Der Mob wird wieder gestreichelt. Am Mittwoch Morgen veröffentlichte der Lokal Anzeiger" eine Ehrenrettung der Gesammtheit der darbenden Arbeitslosen". In Beldange legenheiten hört nicht nur die Gemüthlichkeit, sondern, wie wir heute belehrt werden, auch der Mob" auf, und so fafelt Denn der unparteiische Arbeiterfreund des Langen und Breiten von der anständigen beschäftigungslosen Arbeiter welt, von Ausübung verfassungsmäßiger Rechte, vom Menschenrecht der Darbenden und ähnlichen Dingen mehr. Das Geschwafel des„ Lokal- Anzeigers" läuft schließlich auf die bekannte Erklärung hinaus, daß er, wenn er vom Mob" rede, erstens Alle davon ausnehme, die im Adreßbuch stehen und zweitens Alle, die nicht drin stehen. So ist denn die Ehre des Mobs" gerettet und die„ kleinen Leute" in Berlin tönnen weiter ihre Mark für den Unparteiischen opfern charakterlos genug sind, sich bei nächster Gelegenheit wieder ohrfeigen und streicheln zu lassen.# 5 wenn sie dumm und An Schmock's Adresse. Der bald rechts, bald links und 7. zuweilen sogar genial schreibende Herr Schmock im Kleinen Journal" zeigt fich ob der Verlegung, die wir gestern seinen lackstiefelgeschmückten Hühneraugen zugefügt haben, aufs äußerste betreten. Vorläufig tanzt man", so jammert er, noch in Lack stiefeln und die Holzpantinen gehören fürs erste auf die Straße und in die Redaktion des Vorwärts". Diese Sentenz soll nun feineswegs von uns angefochten werden, aber im Hause des Gehenkten, dünkt uns, ist es nicht gut, vom Strick zu reden und in der Redaktion des„ Kleinen Journal" hätte man doch am eheften Gelegenheit, sich zu vergewissern, daß Holzpantinen eine ganz probate Fußbekleidung sind, wenn man am Ende genöthigt ist, jemand einen Tritt zu versehen. Spiel weiter zu kämpfen für das große Ziel: die Befreiung des arbeitenden Boltes aus den Sklavenketten des Kapitalismus. " nicht statt. wird, sich noch nicht bei der Kriminalpolizei gemeldet hat. Die Ermittelung dieser Person bildet jetzt den Kernpunkt der ganzen Ueber eine Sperre der Vorwärts"-Druckerei seitens Untersuchung. Allerdings hat er, falls ihm eine Schuld zur des Vereins der Stereotypeure wiffen seit einigen Tagen hiesige aft fällt, guten Grund, sich zu verbergen. Ferner spricht gegen bürgerliche Blätter zu erzählen. Wir würden auf dieses fade einen natürlichen Tod, daß abgesehen von den Flecken, die die Gewäsch nicht weiter eingehen, wenn nicht das Organ des Winkler auf der Brust zeigte und die auch jetzt noch für die ganze Angelegenheit mit wenig Taft und desto mehr Beder Haut mehrere Stellen entdeckt worden sind, die von Gewaltföniglichen Polizei- Präsidiums in einem einseitigen Bericht Todtenflecke gelten müssen, bei der Leichenöffnung unter hagen breitgetreten hätte. Nach von uns eingezogener genauer der polizeilichen Besichtigung nicht wahrnehmbar gewesen sind, anwendung Zeugniß ablegen. Diesen Stellen konnte, da sie bei Information liegt die Sache wie folgt; Der ganze Streit dreht sich um die von seiten des Herrn bei der kriminellen Beurtheilung des Falles bisher nicht NechSchimansky dem Geschäftsleiter gegenüber ausgesprochene nung getragen werden. Uebrigens dürfte, falls der gesuchte Kündigungsform. Während ersterer behauptet, die Kündigung Wann als Thäter angesehen wird, noch sehr zweifelhaft ernur in der Form ausgesprochen zu haben, daß er sich ernst scheinen, ob er die Todtung der Winkler vorsäglich und mit ich nach anderer Arbeit umsehen würde, behauptet der Ge- Ueberlegung, also einen Mord begangen hat. Denn, wenn dies schäftsleiter, die Kündigung sei ihm in positiver Form gegeben. suträfe, würde er zweifellos kaum die Günther eingeladen haben, Von der in Verfolg dieses Streites veröffentlichten zugleich mit der Winkler in seiner Gesellschaft zu verweilen. Bekanntgabe des Vorstandes der Freien Vereinigung der Stereo- Außerdem dürfte aber auch die Möglichkeit nicht von der Hand typeure, daß in der Wading'schen Druckerei fein Vereinsmitgliedu weisen sein, daß außer dem genau beschriebenen noch ein Stellung nehmen sollte, bevor nicht die Versammlung gesprochen anderer Mann in der Wohnung der Winkler gewefen ist. habe, ist festgestellt worden, daß Bekanntmachung ohne Vorwissen eines großen Theils der Vorstandsmitglieder publisirt Heimath, Dranienstr. 105, zwei Gäfte vergiftet worden. Am ift. Somit fallen alle die von gegnerischen Blättern Dienstag Abend kehrten dort die beiden Schneider Emil Winkel Abbitte leisten müssen wir dem hiesigen Intelligenzblatt. aus dieser fcheinbar offiziellen Bekanntgabe gezogenen hämischen und August Albert ein. Sie erhielten in einem im dritten Stock Die am Sonntag von uns ihm zugeschriebene Notiz über die Schlüsse in sich zusammen. des Hauses belegenen Schlafraum Nachtquartier. Nachdem beiden Arbeitslosen Versammlung haben wir ihm irrthümlich, infolge Die fich mit dieser Angelegenheit am Sonntag um 94 Uhr die Schlafstellen angewiesen waren, wurde eine der Verwechslung eines Zeitungsausschnitts zugeschoben. beschäftigende Versammlung der Freien Vereinigung der Viertelstunde später die in dem Zimmer befindliche Gasflamme Das Jutelligenz- Blatt hat also nicht geſchrieben, daß die Polizei Stereotypeure nahm nach zirka eftündiger, zum Theil durch einen Hausdiener ausgedreht. Als heute Morgen um 61/2 Uhr durch Johlen der Menge zu ihrem Vorgehen veranlaßt worden sehr erregter Debatte, start gelichteten Reihen geweckt wurde, fand man das Zimmer der beiden Schneider von innen ist. Womit übrigens feineswegs der polizeifreundliche Charakter eine Resolution dahingehend an, daß sie zu der Ansicht gekommen verriegelt. Da sich auch die Gäste nicht meldeten, riß der Herbergsdes erwähnten Organs eine Einbuße erleidet, der sei, es könne doch bezüglich der Kündigungsform Schimansky's vater in Gemeinschaft mit einem Hausdiener das Schloß ab. erst gestern wieder glänzend zu Tage trat, als es in der Lage beiderseits ein Irrthum obwalten. Herr Schimansky sowohl wie Beim Eintreten nahmen sie einen starten Gasgeruch wahr und war, über die Anarchistenversammlung vom Dienstag zu berichten. auch der Geschäftsleiter erklärten sich, letterer lediglich des lieben fanden die beiden Gäste röchelnd in ihren Betten vor. Beide Während nämlich alle Berliner Blätter, einschließlich der Nord- Friedens willen, mit dieser Beilegung des Streites einverstanden. wurden in einen luftigen Raum gebracht, wo sie sich etwas erdeutschen Allgemeinen Zeitung" teinen Anstand nahmen, die Die von einem Anwesenden angeregte Frage, die Druckerei für holten. Tann sorgte das 28. Polizeirevier für ihre Ueberführung interessanten Enthüllungen des Metallarbeiters Brandt über die Vereinsmitglieder zu sperren, wurde sofort von mehreren Seiten nach der Charitee, wo sie noch vernehmungsunfähig darniederEpißelwerbung ausführlich wiederzugeben, begnügt fich das für unangebracht bezeichnet und nicht weiter diskutirt. Damit liegen. Daher kann noch nicht sicher ermessen werden, ob einer Intelligenzblatt", das sonst den gleichgiltigsten Versammlungs ist die Angelegenheit für uns erledigt. von den beiden den Gashahn wieder aufgedreht oder ob der flatsch, wenn er nur" pitant" ist, mit erstaunlicher Breite behandelt, mit der kurzen Mittheilung, daß Brandt eine weitläufige Hensel, berichtigen wir gerne, daß der eine, der am 23. Januar Berichtigung. Auf Wunsch von Frau Bertha Graf, verw. Hausdiener ihn nicht völlig verschlossen hatte. Schilderung von Erlebnissen gab, aus denen hervorgehen solle, 1887 verunglückten Parteigenoffen nicht Hentschel, sondern Vergehens sollte sich am Mittwoch Morgen der 35 Jahre alte Selbstmord. Wegen eines verhältnißmäßig geringfügigen die Kriminalpolizei habe ihn zum Vigilanten anwerben wollen. Man sieht, so groß war unsere Sünde nicht, als wir das Hensel heißt. Kutscher Hermann Kendischewsti vor dem Strafrichter verantIntelligenzblatt" eines Ausdrucks ziehen, der seiner Natur ganz Vietät im Klaffenstaat. In einem Arbeitswagen worten. Er war beschuldigt, um Pfingsten v. J. ein dem Fuhraußerordentlich angemessen ist. M008 tot wurde gestern die Leiche des am Freitag voriger Woche von herrn L. in der Waldstraße gehörendes Pferd mit einer WagenSeit dieser Die Gasglühlicht- Gesellschaft fordert, was ihr Berhältnis einem Eisenbahnzuge überfahrenen Schaffners Dahn der in Char- runge in der Erregung niedergeschlagen zu haben. Seftern zu den Arbeitern betrifft, immer mehr die Kritik heraus. Auflottenburg wohnhaften Familie des Verunglückten zugeführt. Es Beit zeigte Rendischewski ein sehr aufgeregtes Wesen. Abend um neun Uhr verließ er seine Wohnung mit der Erein Inferat, war ja auch nur ein Arbeiter! Ilärung, daß er erst spät in der Nacht heimkehren werde. meldeten sich 50 sie vorgestern im„ Lokal- Anzeiger" erließ, meldeten sich 50 Leute zu Montage- Arbeiten, und zwar wurde Die Schneidigkeit des Hauptmannssohus. Die leidige die Ehefrau heut früh erwachte, fand sie den Hausschlüssel, den ihnen ein Lohn geboten, der taum für jugendliche Arbeiter hin- Spielerei der Söhne ihrer Eltern mit Schußwaffen führte heute ihr Mann mitnehmen sollte, an seinem Plaze. Ein Unglück ver reichend ist. Jnteresiren dürfte es die Berliner Arbeiterschaft, den 13 jährigen Gymnasiasien Friz Bischoff, den Sohn muthend, dachte sie über den Grund nach, der ihren Mann an der warum mit einem Male 50 Arbeiter eingestellt werden sollten. des Hauptmanns z. D. Bischoff in Spandau, vor die zweite Straf- Rückkehr nach Hause verhindert haben könnte, als ein SchuhDieselben sollten als Erfaz für 45 entlassene Ar- tammer am Landgericht II. Der jugendliche Angeklagte machte mann die Botschaft brachte, daß der Vermißte an einem Lattenbeiter, die fürzlich eine Gewerkschafts Versammlung befucht am 8. April v. J. Schießübungen mit einem Teschin, wobei ihm zaun des Grundstücks Thurmstraße 33 als Leiche hängend aufhatten, verwendet werden. Die Arbeitsuchenden wurden übrigens, der in demselben Hause in Pension befindliche Knabe Klagemann gefunden worden sei. Die Ehefrau ist mit fünf Kindern im nachdem ihnen sämmtliche Papiere abgenommen waren, auf als Echeibenmeister diente. Zuerst schoß der Angeklagte aus dem Alter von einem bis zu acht Jahren in bitterer Nothlage zurückMittwoch, Vormittags 10 Uhr, vertröstet. Nachdem die Arbeiter Fenster der elterlichen Wohnung nach einer 35 Schritt entfernten geblieben. am Mittwoch aber bis 11 Uhr gewartet hatten, wurden sie mit Echeibe, später nach einer Blechbüchse, die in eine Bodenluke der Aufforderung fortgefchickt, um 2 Uhr wiederzukommen und eingeklemmt war. Auch hier mußte der Spielgefährte den Sitz Vom 18. Januar. Entgegen der Erklärung des Herrn als ſie um dieſe Zeit zurückkehrten, wurden ihnen einfach die ter Steffent vor jedem Schusse Lifiat, Friedenstraße 5, wird uns von betheiligter Seite die bePapirne Ber die die Bee einen in b Papiere retournirt! Wer entschädigte die Leute für die Zeit, rief: Jest schieße ich!" so erhielt der fleine Klagemann doch stimmte Mittheilung, daß dieser Herr in seiner Eigenschaft als die ihnen durch das Warten verloren gegangen ist? Die reiche unversehens einen Schuß in das Auge. Das 4 mm. starke Geschoß Portier doch der ins Haus hereinstürzenden Polizei auf ihr Gasglählicht- Gesellschaft sicherlich nicht. zerstörte das Auge vollständig. Mit einem Glasauge wurde der Vers Befragen mitgetheilt hat, daß sich im Hause Flüchtige verborgen 10 Schamverlegung. Die Sittlichkeit ist bekanntlich in Berlin letzte aus der Klinik entlassen. Der in Stettin wohnhafte Vater des hielten. zur höchsten Potenz ausgebildet und strengen Blickes wacht der tläger bei. Das Spandauer Schöffengericht wies zwar den Siechenhause in der Fröbelstraße ein Hospitalit erhängt vor felben stellte Strajantrag und trat dem Verfahren als NebenPolizeibericht. Am 23. d. M. Morgens wurde im MännerEchußmann in seiner ihn so überaus reizend kleidenden Eigen- Bater des Verletzten als Mebentläger ab, verurtheilte aber den gefunden.- Als Nachmittags ein Dienstmann mit einem schwer Körper sich in den Schaufenstern unserer Kunsthandlungen breit Angeklagten zu 400 M. Geldstrafe. Gegen dieses Urtheil wurde beladenen Handwagen die Invalidenstraße entlang fuhr, fiel er mache. Zu dieser so zarten Rücksichtnahme auf die lleine aber von beiden Seiten Berufung eingelegt, vom Nebenkläger, weil vor dem Charitee- Grundstück infolge eines Fehltritts zur Erde, einflußreiche Partei der Mucker paßt nun schlecht ein Uebelitans, er als folcher nicht zugelassen worden war, vom Vater des An- gerieth unter die Räder und erlitt eine schwere Verlegung des auf den eine hiesige Korrespondenz hinweist. An der Rückseite geklagten, weil er die erforderliche Einsicht seines Sohnes von unterschenkels.- Abends fanden zwei kleine Brände statt. der Telegraphenbureaus am Potsdamer Platz befindet sich ein heutigen Verhandlung vor der Berufungsinstanz erklärte der Ander Strafbarkeit der inkriminirten Handlung bestritt. In der The Brände pa 199 Abort. Jede vom Potsdamer Bahnhof kommende Dame, welche walt des Nebenklägers, Rechtsanwalt Mieliz Stettin, in die Leipziger Straße einbiegen wid, muß nothgedrungen die Männerwelt bei der Verrichtung ihrer Bedürfnisse sehen, da eine da die Parteien einen Vergleich geschlossen hätten. Rechtsanwalt daß er die Berufung feines Mandanten zurückziehe, Thür oder sonst eine Schutzvorrichtung nicht angebracht ist. In Neumann- Spandau suchte für den Angeklagten dessen tind Buchhändler Ernst Feist vor der I. Straftammer des LandWegen Aufreizung zum Klaffenhaß stand am Montag der allen anderen Anftalten wird gebeten, die Kleider in der Anstalt liche Unerfahrenheit und die mangelnde Einsicht geltend zu machen. gerichts I. Der Angeflagte foll bei Gelegenheit einer öffentlichen zu ordnen, und in diesem Fall sollte es nicht einmal möglich Der Gerichtshof motivirte aber die beschlossene Verwerfung der Versammlung einem Geheimen, den er nicht erkannte, ein Gremsein, eine Wand aus Blech aufzustellen? Im Interesse der öffent- Berujung damit, daß man bei einem Schüler der Untertertia plar des verbotenen Liederbuches für das arbeitende Volk" verlichen Sittlichkeit wäre dieses dringend geboten. so viel Einsicht voraussegen müffe, um die Gefährlichkeit der tauft haben. Der Staatsanwalt erachtete hiermit das ThatEin schneidiger Mann ist der bei der Neuen Omnibus- Spielerei mit Schußwaffen und die Strafbarkeit etwaiger Körper- bestandsmerkmal des Aufreizungsparagraphen für gegeben und und Packetfahrt- Gesellschaft als Direktor angestellte Major v. Lind- verlegungen zu erkennen. Eigentlich wäre eine Gefängnißstrafe beantragte einen Monat Gefängniß. Der Gerichtshof heim. Die Angestellten der Gesellschaft versammeln sich in der am Blaze geibesen, es möge aber bei einer Geldstrafe sein Be- konnte aber das erforderliche Kriterium der Deffentlichkeit" nicht Neujahrsnacht nach altem Brauch bereits um 12 Uhr in den Ge- wenden haben, weil die Schuld mehr den Vater anerkennen und verurtheilte den Angeklagten auf grund des schäftsräumen, um mit der Sortirung der Briefe und Rarten treffe als den Sohn, denn feineswegs fei es§ 28 des Preßgesezes wegen Verbreitung einer beschlagnahmten rechtzeitig fertig zu sein. In früheren Jahren genoffen die An in der Ordnung, Schußwaffen den Kindern Druckschrift zu 1 23 o che Gefängniß. Gerichts- Beitung. Als Versammlungen. Sozialdemokratischer Agitationsverein für Arnswalde- Friedeberg. heute, Donnerstag, den 25. Januar, Abends 8 Uhr, Versammlung im total von Zempel, Langestr. 65. Tagesordnung: Vortrag des Genoffen A. Regge über seine Erlebnisse während seines Aufenthaltes im Streise. In recht verschlagener Weise hat der ehemalige ihn noch heute an die Kur" des Angeklagten. Der Staats. Magistrats- Hilfsarbeiter Hugo Haenel, der gestern wegen anwalt hielt das Verfahren des Angeklagten für so unverantwortlich, wiederholten Betruges vor der ersten Straffammer des Land- daß er gegen ihn eine Gefängnißstrafe von drei Monaten bean= gerichts I. stand, zwei vertrauensselige Männer hinter das Licht tragte. Der Gerichtshof erkannte auf 200 M. Geldstrafe, geführt. Der inzwischen aus dem Dienste entlassene Angeklagte im Unvermögensfalle auf 40 Tage Gefängniß. lernte in einem Restaurant den Krankenwärter Hube kennen und hörte, daß dieser sich nach einer anderweitigen Stellung umsah. Er spielte nun den Protektor und stellte dem hocherfreuten Hube in Aussicht, daß es ihm wohl gelingen werde, ihn vermöge seiner Verbindungen als Bureaudiener beim Charlottenburger Magistrat anzubringen. Er machte dem Stellesuchenden auch hin und wieder Mittheilungen, wonach seine Bemühungen guten Erfolg versprächen, spiegelte dem Hube aber vor, daß traf: es nöthig sei, verschiedene Magistratsbeamte mit Wein zu tiren und nahm ihm nach und nach die Summe von 129 M. ab. Der Ehefrau des Hube kam die Sache schließlich verdächtig vor: sie begab sich in das Charlottenburger Rathhaus und hier wurde ihr kurz und bündig der Bescheid, daß sie einem Schwindler in die Hände gefallen sein. Der Angeklagte, welcher nach erstatteter Anzeige das Geld zurückgezahlt hat, behauptete, daß es sich hier - Aehnlich lediglich um ein ihm gegebenes Darlehn handele. liegt der zweite Fall. Der Knopfmacher Martin war wegen eines rheumatischen Leidens vom Militär entlassen worden und hatte verabsäumt, sich den Zivilversorgungs- Schein zu beschaffen. Der Angeklagte stellte ihm in Aussicht, ihm den Schein nach träglich beschaffen zu können und erhob von ihm zwei Mal kurz hintereinander die Summe von 20 M., die angeblich für den Bezirksfeldwebel Nachtigall bestimmt sein sollten. Auch Martin wurde von dem Angeklagten von Tag zu Tag mit Versprechungen hingehalten, er ließ sich sogar im Hinblick auf die guten Aussichten, die ihm eröffnet wurden, verleiten, ihm noch 100 M. zu leihen. Auch in diesem Falle hat der Angeklagte irgend welche Bemühungen für seinen Klienten nicht aufgewendet. Der Staatsanwalt beantragte 3 Monate und 14 Tage Gefängniß. Rechtsanwalt Dr. Schwindt erachtete den Fall Hube für nicht genügend aufgeklärt. Das Urtheil lautete auf drei Monate Gefängniß. Verband deutscher Barbier-, Friseur- und VerrückenmacherGehilfen, Zweigverein Berlin( Filiale Süd- Ost). Donnerstag, den 25. Januar cr., Abends 10 Uhr, bet Herschleb, Adalbertstr. 4 ( am Kottbufer Thor). Tagesordnung: Die Innungsbestrebungen und das sandwert". Referent: Kollege Liere. gehrkursus der Berliner Arbeiter und Arbeiterinnen zur eren Hilfe bei Unglücksfällen. Heute, Donnerstag, den 25. Januar cr., Abends 18% Uhr, im Tunnel des Herrn Boltz, Alte Jakobjiraße Nr. 75. Tagesordnung: Bortrag des leitenden Arztes, Herrn Dr. Christeller, über:" Die Grundzüge der Krankenpflege". Lehr- und Nebungsstunde. Verein ehemaliger Schüler der 18. Gemeindeschule. Heute, Donnerstag, den 25. Januar, Abends s½ Uhr, in der Aula der 18. Gemeindeschule, Krautir. 43: Bortrag. Verein für volksthümliche Kunst. Heute, Donnerstag, den 25. Januar, Abends 9 Uhr, bei Säger, Grüner Weg Nr. 29, Versammlung. Bortrag über: Kabale und Liebe". Gäste willkommen. Arbeiter- Radfahrer- Verein Berlin". Donnerstag, den 25. Januar, Abends 8% Uhr, Sigung im Restaurant zur Gleichheit, Andreasfir. 26. Arbeiter- Bildungsschule. Donnerstag Abends 8%-10% Uhr: Nord Schule, Mullerstr. 179a; Unterricht in Deutsch( unt.) Ost- Schule, Martussir. 31: Unterricht in Gesundheitslehre. Südost Schule, Reichen bergerin. 133: Unterricht in Kaufmännischem Rechnen, Korrespondenz und Geschichte( alt). ○ Titania' Eintracht 3, Eberswalde, Eisenbahnfir. 77 bei Düball. Cuvryfir. 48 bet Tielsch. Morgenroth 4 in Köpenick, Müggelheimerstraße 4 bei Held. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Bergmannstr. 14, Hof 2 Tr. Jonuerßag: Bergnügungsverein Bruder bund, Andreasstr. 3 bei Noll. Rauchflub Graue Wolte, Krautstr. 48. Verein Grüne Mufitverein Osiris, Adalbert Straße 21. Ver= Eiche( vor dem Salle'schen Thor), Solmsstr. 1 bei Katorke. Rauchklub gnügungsverein Jugendlust, Ohmgasse 2 bei Krebs. Rauchklub Dezimalwaage, Frisch auf, Roppenfir. 43 bei Lorenz. Krautstraße 36 bei Infinger. Rauchtlub Erholung, Wienerstr. 13 bei Drieschner. Rauchtlub Elvira, Abends 9 Uhr bei Bringborn, Madaifraße Nr. 12. Humuristischer Klub Universum, Beteranenftr. 18, bei Schulz. Alle Buschriften den Bund betreffend sind zu richten an: Sentel, 1 Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. MännerGesangverein Alt- Dessau, Abends 9 Uhr, bei Kind, Wrangelstr. 91. Gesangsabtheilung des sozialdemokratischen Arbeitervereins für Sonnabends Abend; Donnerstags und Versammlung heute, Weißensee und Umgegend. Männer Gesangverein bei Müller( Pfeifenmüller), Königs Chauffee. Tyrolienne, Abends 9 Uhr bei Faufmann, Reichenbergerstr. 73a. Gesangverein Glodenrein, gemischter Chor, Abends von 9 bis 11 Uhr bei Knapp, Kastanien- Allee 95/96. Theaterverein Fideler Geist 2, Abends 9 Uhr, Große Frankfurter: Theater- Verein Bultan ia 2" 9% Uhr, Vorstädtisches straße 99 bei Martini. Theaterverein Freundestreis 9 Uhr im RestauKasino, Aderstr. 144. rant Bräuer, Solmsstr. 47.- Theaterverein Crescendo bei Maißner, Theaterverein Maiglöckchen, Englischer Hof, Neue Gartenftr. 162. Theater- Gesellschaft Harmonie, Donnerstag Abends sh Uhr, Roßfir. 3.Chorinersir. 55. Geselliger Klub Blau Beilchen, Abends 9 Uhr, bet Schönwälder, Verein ehem. 22. Gemeindefchüler, punft Oranienstr. 135. 9 Uhr bei Schröder, Stegligerstr. 18.- Pfropfenverein Wedding, Abends Vergnügungs- Verein Renata 9 Uhr, 8% Uhr, bei Helterhoff, Antonstr. 5. Abends im Restaurant Göy, Dranienstr. 153.- Gesangverein Proletariat ( gein. Chor) Abd. 9 Uhr, Uebungsstunde b. Möwes, Böchstr. 8.Geselliger Geselliger Berein universum, Sigung mit Damen Abends 9 Uhr bei Hagemann, Lothringerstraße 81. Borträge, Fidelitas. Berein universum, Sigung Abends 9½ Uhr, im Restaurant Neumour, Linienstr. 19: Vorträge, Fidelitas. Verein Gemüthlichtett und Klub Bet allen Unterrichtsfächern fönnen Schüler und Schülerinnen auch jetzt Humor, Abends 9% Uhr, Lothringerfir. 105: Geselliges Beisammensein mit, Tamen, Fidelitas und Zanz. Männergesangverein Gangesfreunde, im Laufe des Semesters, eintreten. Esse- u. Diskutirklubs. Donnerstag. Dieggen, Abends 8% Uhr, Abends 9-11 Uhr, Tazenhofer Ausschant, Landsbergerstraße Nr. 82.bei Schröder, Wiesenstr. 39.- Neue Zeit, Abends 8 Uhr, Bonenfir. 40, bei Geselliger Verein Hertha", Donnecfiag, Sigung bei Roll, Adalbertstr. 21, Abends 9 Uhr. Verein Wanderklub( Norden), Sitzung jeden Güd- Ost, bei Tolksdorf, Gorauer: und Görligerstraßen Ede. Gieshoit. der Freunde bei Gnadt, Ewiremünderstraße 120. Donnerstag von 9 Uhr Abends im Restaurant G. Baatsch, Hennigsdorferstr. 24.bajenclever, abends 8 Uhr, Resaurant Bischof, Baumschulenweg Waldesgrün, Abends 9 Uhr Sigung bei Rebelin, Langestraße lech Treptow.- Sozialistischer gese und Diskutirklub Abends Bithertiub Gleichheit, 9 Uhr Abends, bet H. Reimann, Alte Schön8 Uhr, Reichenbergerfir. 157, Cigung. Distutirflub, Beitgeist" jeden hauserfir. 42.- Geselliger Club der Alten Moabiter: Jeden Donnerstag Donnerstag nach dem 1. und 15. des Monats bei Tempel, Langeftr. 65, Abends Abend von 9-10 und jeden Donnerstag nach dem 15. Sigung mit Damen in 8 Uhr. Brüderlich teit Abends 9 Uhr, im Restaurant Krüger, der Emdenerstr. 47 bei Schirmer. Rauchtlub Kollegia, Abends 9 Uhr, bei Hermann Rohr, Naunyn Eine gefährliche Kur, die der Agent Arthur Franke sirtenstr. 10. istutiitlub Gleichheit"( Weißenfee) bei klebs, CharAugust Geib straße 78. Rauchflub Waldesgrün, Abends 8 Uhr, Restaurant A. Gaspar, Reichenbergerftr. 113a.- Rauchtlub Ohnesorge, Abends zur Anwendung brachte, hat ihm eine Anflage wegen fahrlottenburger und Roeltestraßen: Ede, Abends 8½ Uhr. Abends 9 Uhr im Restaurant Zubeil. lässiger Körperverlegung zugezogen, die gestern vor Arbeiter- Säugerbund Berlins und Umgegend. Alle Aenderungen im 9 Uhr, bet Jatob, Boeckhstr. 21. Rauchflub Kernspize, Abends Rauchtlub Arabi Pascha, der 130. Abtheilung des Schöffengerichts gegen ihn verhandelt Vereinstalender sind zu richten an Friedr. Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr 8 Uhr, bei A. Böhl, Rüdersdorferstr. 8. Abends 9 Uhr, b. Restaurateur Schröder, Stephanstr. 45. Klub Ohne streit, Rauchflub wurde. Franke, der aus Montevideo stammt, ist vor einigen Donnerstag. Uebungsstunde Abends 9 Uhr. Aufnahme neuer Mitglieder. Abends 9 Uhr Springstubbe's Restaurant, Manteuffelstr. 67. St. Urban, Annenstr. 9, bei Bros.- Kornblume, Gr. Frankfurterstr. 133 Rauchflub Brüder= Jahren nach Berlin gekommen, um hier Medizin zu studiren. b. Gold.--Frühlingsluft, Bülowstr. 59, bei Werner.-Bregelschluß, Süd- West, Abends 9 Uhr, Simeonstr. 28 bei Flid. Rauch= Er hat aber bald den Beruf aufgegeben und ernährt sich jetzt Annenfr. 16, bei Ehrenberg.- Weiße Rose. Reinickendorf, Seeschlößchen bei lichteit, von 9 bis 11 Uhr bei Stabernad, Bucklerstraße 49. Böttcher. Morgenroth1, Rummelsburg, Berlinerstraße 9, bei Friesecke. flub Nordstern, jeden Donnerstag nach dem 15. im Monat bei Rauchtlub Su= E. Heinicke, Friedrich Karlstraße 11, Friedrichsberg. als Agent. Eine Probe seiner medizinischen Kenntniffe hat er Dorf glödlein, Wilmersdorf, Berliner- und Auguststr.- Ede bei Schulz. Naucheines Tages in einem Restaurant in der Wrangelstraße abgelegt. Ginigteit( Sutmacher), Pappel- Allee 3/4. b. A. Meinhardt. Harmonie, matra, Abends 8 Uhr, im Neñaurant frause, Gitschinerstr. 98. Er traf dort einen jungen Kaufmann, der sich in einem Zustande Tempelhof, Torffir. 10, bei Gerth. Ost- und Westpreußischer Männer flub Fidelio, Abends 8% Uhr im Reñaurant Seine, Gisenbahnstr. 23. Hochgradiger Trunkenheit befand. Der Angeklagte erbot Befangverein, Neue Königftr. 73, bet Hahn.- Edelweis 2, Potsdam Rauchtlub Pfeifendedel, Sigung Abends 8 Uhr, bei Feratsch, LangeBrandenburger Kommunitation 16 bei Glaser. Borar, Reichenberger- ftraße 24. Vorwärts, Donnerstag bei Salomo, Oppelnerstr. 29. sich, den Trunkenen sofort nüchtern zu machen, da er Stattlub Tournee, Abends 8% Uhr, bet Ullrich, Wrangelstr. 84. firaße 134 bei Schult. Freie Sänger, Krautstraße 6, bei Rudolf. Kreuzberger bar flub Rückwärts, Abends 8% Uhr bei Arndt Pallifadenstr. 47. nicht umsonst Medizin studirt habe. Der junge Kaufmann ließ gufunft 3, Welten, bei W. Grunow. Alles willenlos mit fich geschehen. Zunächst mußte er den Kopf monie, Hafenhaide 52-53, Kurth's Salon.- Morgengrauen,( Bäcker), 4-5 Uhr Nachmi., Königstr. 73 bei Hahn. Steinfeger Sängerchor nach hinten über den Stuhl biegen, den Mund öffnen und die Auftanien Allee Mr. 28 bet Maiwald. Liebes Echo, Reichenberger Liedertafel West end. BlumenthalAugen schließen. Der Angeklagte legte ihm dann ein mehrfach fraße Nr. 24 bei Tauschte. Vorwärts 9, Charlottenburg, Bismard zufammengefaltetes Tuch auf den Mund, holte eine Flasche fraße 5 bei Behrendt. 80. firaße 80. Abendroth in Deutsch Wilmersdorf bei Mölter. Salmiatgeist aus der Tasche und goß von der Flüssigkeit Gesangverein der Studa teure Berlins und Umgegend, Sendelstr. 30 bei reichlich auf das Tuch. Die Wirkung war eine furcht- Preußer.Arbeiter Gefangverein Spandau Lynarstraße Restaurant Rieters. Lyra 2, CharVorwärts 2 Echönhauser Allee 28 bei Kuhlmey. Er Der Trunkene wand fich Schmerzen. vor bei Scehausen.- Glodenrein( gemischter Chor) Kastanien- Allee 95/96. schien dem Sterben nahe. Wie der als Sachverständiger lottenburg, Wallstr. 54.- Gesangverein der für schner, Landsbergerstr. 31 Frohsinu 2, Friedrichs: Paul S. In Geldangelegenheiten können wir keine Ausvernommene Dr. Rosenzweig im Termine bekundete, hatte Gängerrunde, Kottbuserstr. 6 bei Braun. Treu und Fest, funft geben. Ueber wohlthätige Institute giebt übrigens der er den Patienten in einem Bu berg Lichtenberg, Frankfurter Chauffee bei Müller. bejammernswerthen Lebuſerſir. 5 bei Nemig.- Brüderschaft Stallschreiberstraße 20"" Bum Adreßkalender Nachricht. stande vorgefunden. Die ganze Mundhöhle war infolge der eichenen@tab".- Freundestrene( gem. Chor), Landsbergerstr. 31 bei Eintracht 2, Neu- Glienice, Rubowerstraße bei Hasdorf. R. M. 100. Der große Donatische Komet war im Jahre äßenden Wirkung des Salmiakgeistes mit einer weißen Haulfchicht echausen. Arbeiter- Gefang- 1858 sichtbar. Feld= überzogen, die Stimmbänder hatten so gelitten, daß die Sprache Waldesgrün( gem. Chor) Böchür. 8 bei A. Moewes. vercin Oranienburger Vorstadt, Hochstraße 32a bei Wife. Liberté 1, Cuvryjtr. 24, Hermann Jahn. Bringen Sie Ihre Angelegenheit der versagte, der Patient zitterte am ganzen Körper und schwebte bi u me Lübbenerfir. 30 bei Wilhelm Meyer. wirklich in Lebensgefahr. Eine etwas heisere Stimme erinnert bei Zhielsch. Flöter'scher Gesangverein, Koppenstr. 43 c bet Lorenz. Agitationskommission für die Provinz Brandenburg zur Kenntniß. bare. 99 Berlag des Vorwärts" Berliner Bolksblatt Berlin SW., Beuth- Straße 2. 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Drud und Verlag von Maz Bading in Berlin, SW, Beuthstraße 2. Seidenberg. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 20. Bad grupal isd 2nd ind Soziale Ueberlicht. no Achtung, Schuhmacher! Kollegen, die gewillt find, an der Verbreitung des Flugblattes zu der am Montag, den 29. Januar stattfindenden Versammlung mitzuhelfen, werden er nsucht, sich am Sonntag, den 28. Januar, Morgens 7/8 Uhr, bei Peterson, Veteranenstr. 21, einzufinden. illo app Der Vorstand did des Vereins deutscher Schuhmacher( Berlin II). blou. A.: Paul Struck, Feldstr. 12. 3400 Donnerstag, den 25. Januar 1894. An den Brennermeister Herrn W. J.-N. 12. 179 Au alle in der Schuhindustrie sowie Filz schuhbranche beschäftigten Arbeiter und Ar- 1601 beiterinnen! Kollegen und Kolleginnen, schon oft ist der Mahnruf an Euch ergangen, Mitglieder der Organisation zu werden. Jedoch ist es nur eine kleine Zahl von den 15 000 Schuhmachern, die hier beschäftigt sind, welche diesem Rufe Folge geleistet haben. Wir rufen Euch nochmals zu: Denkt an Gure traurige Lage. Bei übermäßig, anstrengender Arbeit verdient Ihr nur soviel, damit Ihr nicht dem Hungertode verfallt. Kollegen! Wacht auf aus Eurem Schlendrian, rafft Guch auf und werdet Mitstreiter für die gerechte Sache, damit wir dem Rapital gegenüber eine Macht bilden, denn nur vereint find wir alles, vereinzelt find wir nichts. Und nun, Kollegen und Kolleginnen, beherzige ein jeder die fchon oft ergangene Aufforderung und schließt Euch alle dem Verein deutscher Schuhmacher an. Zu diesem Zwecke findet am Montag, den 29. Januar, im Lokale Rosenthalerstr. 11/12 eine Versammlung des Vereins deutscher Schuhmacher statt, in welcher der Reichstagsabgeordnete Kollege Brühne einen Vortrag über: die sozialreformatorische Gefezgebung in Deutschland" hält. " 1 " " 11. Jahrg. diesseits nicht ausgestellt werden. Ebenso verhält es sich mit größter Spannung der Versammelten seine bisherigen Beziehungen einer Bescheinigung über die Dauer Ihres Aufenthalts hierselbst. aur politischen Polizei. Durch einen Aufruf zum Besuch einer Hinsichtlich der Marken zu Ihrer Invaliditätskarte bemerte ich, Metallarbeiter- Versammlung in den Germaniasälen habe er sich daß nach Angabe des Amtmann R. bierselbst Sie überhaupt im Herbst bekanntlich eine Anklage und Strafe zugezogen. Bald keinen Lohn verdient haben, sondern Ihnen nur freier Unterhalt darauf sei im Auftrag des Polizei- Kommissars Röwer ein Herr gewährt worden ist, in diesem Falle sind Sie nach§ 3 Abs. 2 zu ihm gekommen, der sich über dies und jenes erfundigte und Gef. vom 22. Juli 1889 nicht versicherungspflichtig. 12 Mart, ihn schließlich als Polizei Agent anzuwerben suchte. welche Sie als Vorschuß erhalten haben, wird Herr R. von Sträuben begegnete er mit der Aeußerung: der beste JdealisIhnen zurückfordern. Das Quittungsbuch der Krankenkasse ver- mus ist doch der in der Tasche" und einen Nebenverdienst weigert Ihnen letzterer auszuhändigen, da Sie den Antheil, von 60-75 Mart monatlich würde er in seinen welchen Sie beizutragen verpflichtet sind, nicht bezahlt haben. schlechten Verhältnissen doch ganz gut brauchen können. Nur um einen Einblick in das Getriebe der politischen Polizei Der Amtsvorsteher." zu erhalten, sei er endlich darauf eingegangen, Polizeispion zu ( Unterschrift.) werden. Die erste Zusammenkunft habe darauf am 25. November, Abends 8 Uhr, im Schultheiß- Ausschant, Rosenthalerstraße, stattgefunden. Hier sei der Herr, der seinen Namen verschwieg, mit Es geht wirklich nichts über die Bescheidenheit, wie sie auf dem Verlangen an ihn herangetreten, er möge näheres über die dem Lande gepflegt wird. Daß die Landarbeiter anfangen, das im 6. Kreis bestehenden anarchistischen Gruppen zu erfahren Verständniß für diese angeborene gute Eigenschaft unserer Rüben- suchen und zu diesem Zweck in dieselben eindringen. Auf seine und Fuselgrafen zu verlieren und schaarenweise nach Amerita Ginwendung, daß deren Existenz ihm unbekannt sei, habe er ihm auswandern oder nach der Stadt ziehen, daran ist natürlich die den Maurer Schwabe, Rodrian und einen dritten als Verhebung" seitens der sozialdemokratischen Agitatoren schuld. Männer der That" genannt, denen er sich nähern müßte. Gr Wo sind die schönen Zeiten hin, da noch eine Tracht Prügel für gebe ihm acht Tage Bedenkzeit. Am 5. Dezember, Abends 8 Uhr, jedes Vergehen applizirt werden konnte( foll allerdings auch traf er wieder mit genanntem Herrn auf vorherige Einladung in beute noch oftmals vorkommen), die Zeiten, wo dem Schloßherrn einem Lofal an der Ecke der Friedrich- und Behrenstraße zusammen, das Recht der ersten Nacht" zustand? Heute nimmt die und erfuhr, daß er den Italiener Merlino mit obferviren Unbotmäßigkeit" der Landbevölkerung immer mehr zu, soll. Der Polizei war bekannt, daß dieser auf vier verschiedenen fie lassen sich von sozialdemokratischen Ideen mehr und mehr Bostämtern seine Briefe lagern ließ, die er gewöhnlich nach Kenntnißnahme des Inhalts zerriß. Seine( des Redners) Aufumgarnen". Schade, zu schade für die Junker. Wie die Apotheker mit den Krankenkassen umgehen, gabe sollte es mit sein, die achtlos weggeworfenen Feßen wieder dafür liefert folgendes" Gingefandt" in Nr. 6 der Pharmazeus welches sich aber noch bedeutend steigern sollte, in Aussicht gezusammen zu lesen. Hierfür wurden ihm 50 M. Monatsgehalt, tischen Zeitung" einen drastischen Beleg: " Zu dem Artikel„ Krankenkassen" des Herrn Dr. Landmann ſtellt. Am 4. und 6. Januar sei er dann im Sedan- Panorama ( der genannte Arzt dürfte den Kassenvorständen durch sein Ein- und am 8. Januar im Thiergarten mit zusammen gekommen treten für die Verminderung der Arzneifoften bekannt sein. Red.) vorgestellt worden. Inzwischen habe er auch schon Vorbereitungen und schließlich an dem Tage dem Po.seikommissar Röwer erlaube ich mir, Ihnen nachstehende kleine Episode aus hiesiger zur Einberufung einer Arbeitslosen.Versammlung getroffen. Um Gegend mitzutheilen, die vollständig wahrheitsgetreu ist. Eine 11. Januar rief ihn ein Brief nach der Französischen- und Rummelsburg. Parteigenossen! Die Wählerliften zur fleine Apotheke hiesiger Gegend war von dem Wohlwollen zweier Charlottenstraßen- Ecke, dort sollte er weiteren Auftrag erhalten. Als Gemeinderathswahl für Rummelsburg- Borhagen und Kietz- Rum- Aerzte vollständig abhängig; diese beiden Aerzte reduzirten vor er eintraf, bolte 2orenz den Kommissar Höwer aus einer Kneipe. melsburg liegen bis 30. Januar im Gemeindebureau zu Rummels- einem Jahre infolge der Aaitation des Herrn Dr. Landmann Er habe Rower mitgetheilt, daß er und Rodrian bereits burg aus. Wir erachten es für eine Pflicht der Parteigenoffen, ihre Verordnungen um reichlich 60 pCt., so daß der Apotheker die Einberufung einer Arbeitslosenversammlung in die Hand gedie Wählerlisten einzusehen. Es ist zu empfehlen, daß die Be- gezwungen war, einmal den Krankenkassen den Rabatt von nommen hätten. Das Glend seiner Genossen ginge ihm aber treffenden ihre Steuerquittung mitnehmen, um eine sofortige 25 pet. zu kündigen und dann einen dritten Arzt heranzuziehen, nahe, es müsse etwas dagegen geschehen. Röwer habe ihm Herrn Dr. Landmann Vorschriften machen zum Ginsehen der Wählerlisten haben, mögen sich beim Ber- laſſen wollte. Der Erfolg des Apothekers war ein unvorher das Anderen überlassen, aber nichts merken laffen. Ueberhaupt gefehener. Infolge der Streitigkeiten verlor der eine Arzt bald alle Privatpatienten und muß den Ort verlassen, während der möge er der Versammlung lieber fern bleiben, da es ohne Leichen zweite Arzt ebenfalls aus denselben Gründen außer einer großen taum abgehen werde( Sensation.) Er habe aber erklärt, daß Anzahl von Privatpatienten auch eine große Kasse von über er doch hingehe. Nun, dann mache ich Sie und Rodrian Achtung! Metallarbeiter! In der Deutschen Gasglüb. 1000 Mark Figum verlor, so daß auch dieser Arzt verantwortlich für die Leichen, die es dort geben könnte," lautete licht- Aktiengesellschaft" sind 14 Monteure entlassen, angeblich bald die Entgegnung des Kommissars Röwer. Nachdem es nun den Schauplatz seiner Thätigkeit verlassen muß, wegen Einschränkung des Betriebes", augenscheinlich jedoch des- während der neue Arzt, ein jüngerer Mann, binnen doch beinahe zum blutigen Zusammenstoß gekommen sei, habe er halb, weil dieselben es gewagt haben, die Zustände dieser Muster- kurzer Frist eine große Praris sich erobert hat und gar nicht band, durchschnitten. Für seine staatsrettende Thätigkeit will er Reue empfunden und den Faden, der ihn mit der Polizei verwerkstätte öffentlich zu brandmarken, denn durch den Lokal- daran denkt, Herrn Dr. Landmann Heeresfolge zu leisten. Anzeiger" sucht die Firma bereits Ersatzkräfte für die Entlassenen Sollten doch alle Apotheker energisch gegen die Agitation des einmal 20 und einmal 75 M. im ganzen 95 M. erhalten haben, Zur Klarstellung der Verhältnisse des ganzen Betriebes findet Herrn Dr. Landmann und Genossen Front machen und ge- über deren Verwendung er in späterer Zeit Rechenschaft ablegen nunmehr die Frage heute, Donnerstag, den 25. Januar, Abends 81/2 Uhr, bei Bolt, schlossen allen Krankenkassen, welche den Kassenärzten Vorschriften Brandt, ob der Polizeikommissar Röwer seine Vorberei Alte Jakobstr. 75, eine öffentliche Versammlung statt, zu welcher machen, den Rabatt kündigen und andere Aerzte zuziehen, da die Arbeiter und Arbeiterinnen der Gesellschaft, sowie alle die werden auch die Aerzte zu der Ueberzeugung kommen, daß sie tungen so getroffen habe, daß es am 18. Januar hätte Leichen jenigen Kollegen eingeladen werden, die etwa gedenken, dort in gegen ihre Apotheker größere Verpflichtungen haben als gegen wer geäußert hätte, es seien Vorbereitungen getroffen, die geben können? Brandt beantwortete diese Frage dahin, daß Arbeit zu treten. Die besonders betheiligten Branchen, wie Herrn Dr. Landmann... Klempner, Rohrleger, Schlosser 2c. werden um zahlreiches Erscheinen ersucht, ganz besonders aber werden die gesammten Kollegen der Firma Pintich eingeladen, wie auch sämmtliche Ab nehmer der Fabrikate jener Gesellschaft. Im übrigen verweisen wir auf das Juserat im heutigen Vorwärts". Thue ein jeder seine Pflicht und erscheint alle in dieser VerSammlung. Der Vorstand des Vereins deutscher Schuhmacher Inmais Berlin II. J. A.: Paul Struck, Feldstr. 12. trauensmann melden und ihre Steuerzettel mitbringen. Gros 1 Zorgbert, Vertrauensmann, sloop Rummelsburg, Schillerstr. 3. " " Otto Naether, N. Antlamerstraße 44, An die Lagerhalter der Konsumvereine! Bei der letzten Busammenkunft der Vertrauensmänner ist beschloffen, die Kollegen allerorts aufzufordern, nicht zu versäumen, bei den Verwaltungen zu beantragen, daß am ersten Mai d. J. die Geschäftslokalitäten nicht geöffnet werden. Wir rechnen bei diesen Anträgen ganz besonders auf die Unterstützung der Parteigenossen. Die Redaktionen sämmtlicher Arbeiterzeitungen werden gebeten, dies zu veröffentlichen. stalos J. A.: Ernst Grenz, Chemnitz, Louisenstr. 8 II. Die Unfitte, die Löhnungen der bei Bau- und Erdarbeiten beschäftigten Arbeiter im Wirthshause vorzunehmen, ist an dieser Stelle schon mehrfach gerügt worden. Gegen diesen Unfug hat sich nun fürzlich auch der Vorsitzende des Düsseldorfer Gewerbegerichts gewandt, indem er folgendes Rundschreiben an die Gewerbegerichts- Beifizer richtete: werde. Werner richtete an Also wenn ein Arzt zu der Erkenntniß gebracht wird, daß eine Wiederholung der Februar- Krawalle 1892 unter allen Umfein Wohlwollen den Kaffenproletariern gegenüber besser an- ftänden verhindern sollen. Die Erbitterung sei auf beiden Seiten gebracht ist, als gegenüber dem Apotheker, dann ist es mit der aufs höchste gestiegen. Auch ihre Leute( die Arbeitslosen) werden Freundschaft aus, bann giebt es Streitigkeiten", d. h. Apotheker- Waffen bei sich führen. Ihre Revolver werden beffer schießen, Chilanen, deren Wirkung sich bis tief in die Kreise der Privat- wie die unsrigen und so wird es jedenfalls viele Zeichen Privat- geben. patienten hinein erfiredt. Ein jüngerer Herr Kollege". dessen geben.( Erregung.) Monteur Pawlowitsch erzählt einige Szenen, die er am 18. Januar mit angesehen, und Verschreibungsweise noch durch keine bessere Einsicht an getränkeli ist, wird herangeholt und durch die Empfehlung des äußerte: Sollten sich diese Vorgänge wiederholen und Ihr, Genossen, Apothekers bei der Privatkundschaft in den Sattel gehoben, so wieder mit Gummischläuchen angefallen werden, dann seht Guch daß der Andere sein Bündel schnüren muß. Dann hat der Apotheker seinen Profit gerettet, d. H. auch nur so lange, bis die Kassen sich sein Beispiel zu nutze machen und gemeinsam einen Arzt engagiren, der auf Kompagniegeschäfte mit dem Apotheker verzichten kann. " und Herr Pastor Schall, der sich durch sein freimüthiges Wert über die Sozialdemokratie vortheilhaft bekannt gemacht, hinterher aber versucht hatte, öffentliche Arbeiterversammlungen zu miß brauchen, um sich bei der herrschenden Klasse wieder lieb Kind zu machen, ist nun glücklich bis auf die evangelischen Arbeitervereine" gefommen. Dieser Tage wird er in Gera in einem solchen Berein sprechen. Hoffentlich folgen die Geraer Klassenbewußten Arbeiter dem Rathe des dortigen Partei- Organs und bleiben diesen Reklameversammlungen, wo Euer Wohlgeboren theile ich hierdurch ergebenst mit, daß nach e durch Herrn Schall felbst in Gefahr gebracht werden fönnen, Angabe des Sekretärs der Fall hier häufig vorkommen soll, daß Verbrechen", wie Majestätsbeleidigungen zu begehen, fern. die im Bauhandwerk beschäftigten Arbeiter in den Wirthschaften gelohnt und häufig bis 10 Uhr Abends, in einzelnen Fällen sogar Arbeitslosen- Unterstügungen in der Schweiz. Bei der bis 12 Uhr, auf Auszahlung ihres Lohnes warten müssen. Dieses Arbeitslosen Rommission in Zürich meldeten sich Verfahren führt für den Arbeiter und seine Familie, ganz bis vorigen Donnerstag 586 Arbeitslose, worunter 258 Verabgefehen davon, daß es nach dem§ 115a der Gewerbe- Ordnung heirathete mit 495 Kindern. In der in der Kaserne eingeohne Genehmigung der unteren Verwaltungs- Behörde nicht statt richteten Rüche essen täglich 60-70 Personen und 45 Familien haft ist, zu so viel Unzuträglichkeiten, daß es meines Erachtens lassen das Essen holen. Mit Lebensmitteln und Baargeld wurbringend geboten erscheint, auf Abstellung desselben hinzuwirken. den bis jetzt 112 Familien mit 226 Kindern unterstützt. Aus diesem Anlaß ersuche ich die Herren Beisitzer um aus- In Bern haben sich bei der Arbeitslosen Kasse führliche Mittheilung, sofern derartige Fälle auch zu ihrer Kenntniß gekommen sind, um eventuell durch eine Eingabe an die königliche Regierung eine Abhilfe des Uebelstandes herbeizuführen. Düsseldorf, den 8. Januar 1894. Der Vorsitzende des föniglichen Gewerbegerichts Heinr. Rademacher. bis jebt 201 arbeitslose Mitglieder gemeldet, wovon 133 verheirathet, 12 Wittwer und 56 ledig. Die Kinderzahl beträgt 253. Die ausgezahlte Unterstügung beträgt 2700 Fr., wobei freiwillige Gaben von 1090 Fr. inbegriffen sind. birpidilian G3 wäre wünschenswerth, daß in anderen Städten ein ähn Dersammlungen. zur Wehr und schlagt sie nieder, dadurch macht Ihr Euch keines Biderstandes gegen die Staatsgewalt schuldig, denn diese sind feine Beamten! Hier erhob sich der überwachende Polizeibeamte rief der Vorsitzende den Versammelten zu, beim Verlassen des und erklärte die Versammlung für aufgelöst. Mit lauter Stimme Lokals die größte Ruhe zu bewahren. Diesem Ersuchen wurde Folge gegeben. Als der Hauptstrom der Menge das Königsthor erreichte, wurden die Gruppen von einzelnen Berittenen" längs der Neuen Königstraße, der Friedenstraße 2c. 2c., diesmal aber in mäßigem Tempo begleitet, so daß ein Auseinandergehen in Ruhe möglich war. = die den Freifes tagte am 28. Januar im Grand Hotel Alexanderplay. Der sozialdemokratische Wahlverein des 5. Wahl. Aus dem Bericht des Kassirers Schulz ist zu entnehmen, daß der Bestand vom vorigen Quartal 275,87.M. beträgt; die Einnahme 139,35 m., die Ausgabe 95,02 m., fomit beläuft sich der jetzige Rassenbestand auf 301,70. Hierauf referirt der Brühne in einem Reichstags Abgeordnete beifällig aufgenommenen Vortrage über:" Die wirthschaftliche und politische Lage." Die soeben beendete Debatte über den Nothstand, Reichstag zwei Tage beschäftigt hätte, gehörte eigentlich auch in den preußischen Landtag, aber infolge seiner Zuſammenſegung bleibt dieses Junkerparlament von derartigen peinlichen" Debatten verschont. Die Behauptung des Herrn v. Bötticher im Reichstage, daß die Schuhwaaren Industrie sich in aufsteigender Tendenz befinde, muß start bezweifelt werden; die kleine tleine Besserung Besserung in der Textil Industrie wäre nicht eingetreten, wenn der rumänische Handelsvertrag, wie das die Junkerparteien so lebhaft wünschten, vom Reichstage abgelehnt wäre. Auch an der Zunahme der Armenlasten, die besonders in den Großstädten augenfällig in Erscheinung tritt, läßt sich ein Schluß auf die Verelendung der Masse ziehen. Wie die Sozialdemokraten vorausfagten, find es zum großen Theil die Kleingewerbetreibenden, Die Vorgänge nach der Arbeitslosen- Versammlung welche, da sie der Versicherungspflicht nicht unterstellt sind, Arbeiterfürsorge auf dem Laude. Unseren Agrariern am 18. Januar und die Vorbereitungen der die öffentliche Unterstützung bedeutend in Anspruch nehmen. Die bleibt es angeblich ein Räthsel, warum immer mehr von der politischen Polizei zu derselben." So lautete die wachsende Noth legt sich derart lähmend auf die KrankenLandbevölkerung ihrer väterlichen" Fürsorge sich entziehen, in- Tagesordnung einer Volksversammlung, welche am 23. Januar tassen, daß es bald unmöglich sein wird, den gesetzlich vordem sie ihren Wohnort nach der Stadt verlegen. Ein weiterer im großen Saal der Brauerei Friedrichshain stattfand und die geschriebenen Reservefonds aufzubringen. Die Behörden legen Beitrag zur Lösung dieses Räthsels das für uns freilich nie- von zirka 2500 Personen besucht war. Wie an jenem denk- bezeichnender Weise gar kein so großes Gewicht mehr auf die máls eines warmöge durch folgendes gegeben sein: Der Ar- würdigen Tage, so war auch diesmal in verschiedenen Gehöften ftrifte Durchführung dieser Vorschrift, weil sie wissen, daß, nachbeiter W. war in der Brennerei des Amtmanns R. in Krahne der Nebenstraßen, in den Parkanlagen des Hains, sowie in den dem die Kassen fallirt, die Gemeinden Zuschüsse für die Ge als Brennermeister beschäftigt. Die Entlohnung sollte bestehen Räumlichkeiten der Brauerei selbst, eine große Polizeimacht bereit meindeversicherung leisten müßten. Ebenso wie die Krankenin freiem Unterhalt und einem Lohn, der prozentual nach der gehalten. Zu welchem Zweck, war nicht recht ersichtlich. Der versicherung ist auch die Unfallversicherung mit ihrem schwer Menge des produzirten Spiritus berechnet werden sollte. Die Einberufer Tischler Schrader( Unabhängiger) eröffnete 81/2 Uhr fälligen Apparat und die Altersversicherung, wo fast ein Viertel Arbeitszeit war mindestens 12 Stunden pro Tag. Nach sechs die Versammlung, Bureauwahl fand nicht statt. Er übernahm für die Verwaltung verbraucht wird, im Wesentlichen Wochen erklärte der Herr Amtmann dem W., daß sein die Leitung der Versammlung. Als erster Redner zur Tages- nur geeignet, für die Unteroffiziere, deren Zahl die neue MilitärLohn für diese 6 Wochen sich auf zwölf Mart ordnung erhielt alsdann Wilhelm Werner das Wort. Die vorlage um ca. 10 000 vermehrt hat, Stellungen zu schaffen. belaufe und zahlte ihm diesen Betrag aus. W. gab heutige Versammlung werde die nöthige Klärung über die Vor- Die politische Lage bietet ein trostloses Bild. So schnell der hierauf die Arbeit auf und verlangte seine Invaliditätskarte und gänge am 18. Januar bringen. Lehtere hätten gezeigt, daß Reichstag die Militärvorlage bewilligt hat, so langsam geht es fein Quittungebuch der Krankenkaffe. Der Amtmann verweigerte nicht, wie es im Sprichwort heiße, der Deutsche nur bis die Kostendeckung gefunden ist. Das Steuerboquet des früheren beides. W. wandte sich nun an den Amtsvorsteher, bei dem er Gott, sondern auch die Polizei zu fürchten habe. Oberbürgermeisters ist allerdings böse zerzaust, aber durch die sich schriftlich angemeldet und bei dem er bei seinem Eintritt in Ueber die Vorgänge wolle er nicht weiter sprechen, die Presse Arbeit hinter den Kulissen wird am Ende noch manches aus den Mehrdas Arbeitsverhältniß zur Krankenkasse angemeldet wurde. Von aller Parteischattirungen habe sich eingehend mit denselben heitsparteien für die Vorlagen in veränderter Gestalt gewonnen werdiesem erhielt er nachfolgenden Bescheid: beschäftigt und nur mit wenigen Ausnahmen die Haltung der den. Es ist fast ausgeschlossen, daß die Regierung bei der jetzigen liches Vorgehen beliebt würde, um solchem Unwesen zu steuern. Auf Ihr Gesuch vom 16. b. Mts. um eine Abmeldungs- Polizei übereinstimmend aufs schärffte verurtheilt. Daß sie über Erregung im Volte den Reichstag auflösen wird; sollte bescheinigung erwidere ich Ihnen, daß Sie sich bei mir weder die Borkommnisse nicht falsch berichtet habe, werde die Diskussion Graf Caprivi jedoch ein Tänzchen wagen wollen, die Sozial an noch abgemeldet haben, mithin kann Ihnen auch eine solche beweisen. Metallarbeiter Emil Brandt erzählte hierauf unter demokratie ist bereitet.( Lebhafter Beifall.) Gine Resolution, im 17:00 00 " genommen. stellen sind." Sinne des Referats gehalten, fand einstimmige Annahme. Beim rend sie voraussichtlich abgewiesen worden wären, wenn sie sich stüßung und Arbeitbeschaffung für die Arbeitslosen, dort in Punkt Verschiedenes" nahm der Schneider Wessolsky das nicht verglichen. Ein weiterer Redner stellte fest, daß das Staatsbetrieben der Achtstundentag gewährt wird, Dinge, die Wort und machte der Versammlung, die mit ihrer Entrüstung nicht Gewerbegericht immer noch nicht den ihm an der Wiege prophe- wenigstens den ernsten Willen zur Hebung des Nothstandes erzurückhielt, Mittheilung von den Schilderungen, wie sie von zeiten Vortheil besitze, schneller zu arbeiten wie ein anderes fennen lassen. Von solchen Maßnahmen hört man bei uns in dem Metallarbeiter Brandt in der Voltsversammlung in der Gericht. Ein Kollege habe im Dezember 1898 die Klage Deutschland im Allgemeinen ebenso wenig wie speziell in der Bei uns verfahren die Behörden Brauerei Friedrichshain gegeben waren. Der Redner wurde, eingereicht und Anfang Januar die Vorladung zum 28. Februar Reichshauptstadt Berlin. als er geendet, fofort verhaftet. Der Vorsitzende Möller erhalten. Diesem Uebelstande sei an maßgebender Stelle entgegen- anders. Die preußische Eisenbahnverwaltung z. B. hat ihren zu Unterstützungen, protestirte gegen dieses unmotivirte Vorgehen der Polizei und zuwirken. Angestellten mittheilen lassen, daß ermahnte die Anwesenden zur Ruhe. Horwit erwähnt, daß Hierauf berichtete ein dem Ausschuß angehörender Beisitzer wie sie in früheren Wintern Noth leidenden Unterbeamten 2c. Ser Metallarbeiter Schewe sich kaum der Liebenswürdigkeiten über den bisherigen Verlouf der Ausschuß- Verhandlungen über gezahlt wurden, in diesem Winter kein Geld vorhanden gewiffer Leute erwehren konnte, die ihm 3-400 Mark Monats- folgenden, von den Arbeitnehmern des Ausschusses eingebrachten sei. Der preußische Finanzminister hat ferner bei Vorlegung des gehalt in Aussicht stellten, der aber trotzdem der Versuchung Antrag: Etats von 13 Millionen Ersparnissen gemeldet, die in ver widerstand. Nachdem noch Genosse Brühne die Genossen er- Der Ausschuß möge beim Magistrat die Errichtung eines schiedenen Staatsbetrieben 2c., namentlich im Eisenbahnbetrieb mahnt, gegenüber allen Provokationen auf der Hut zu sein, städtischen Arbeitsamtes beantragen, welches außer der kostenlosen gemacht sind. Diese Ersparnisse rühren zum guten Theile von wird die Versammlung mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie Arbeitsvermittelung für gewerbliche und kaufmännische Arbeiter den außerordentlich geringen Löhnen her, die den Arbeitern ge= geschlossen. beiderlei Geschlechts, Dienfiboten und Lehrlinge, die Aufstellung von zahlt werden, mit anderen Worten sie rühren her von dem Elend Eine gutbesuchte öffentliche Versammlung der pol- Statistiken über Lohnverhältnisse, Arbeitslosigkeit, Lehrlings- der Arbeiter. Während der starken Kälte sind in Berlin an einem Tage allein sechs oder sieben Personen auf der Straße er nischen Sozialdemokraten fand am Sonntag, den wesen 2c. zu übernehmen hat. 21. d. M. statt, in der Genosse Hellwig einen ca. 3/ 4stündigen Vor- Arbeitsvermittlung durch Personen zu geschehen hat, welche das sind, reichen eben nicht aus für alle Nothleidenden. Der Eiſen Bei der Errichtung ist unbedingt daran festzuhalten, daß die froren. Die Wärmehallen, die in Stadtbahnbögen untergebracht trag über„ Der wissenschaftliche und utopistische Sozialismus“ Vertrauen der Arbeiter resp. Arbeiterinnen genießen und von bahnfiskus hat nun dem Wohlthätigkeitsverein, welcher die hielt. Redner führte flar vor Augen das Wesen des wissenschaft. Dentreffenden neustrie? Yep. Gewerbegruppen in öffent- Sallen hergerichtet hat, die Miethe für dieselben gesteigert. lichen Sozialismus, als deſſen hervorragendſte Vertreter er Stari lichen Versammlungen zu wählen und von der Stadt anzu- Solcher Handlungsweise gegenüber spricht Redner unſere Forde, Mary, Friedrich Engels, Kautsky und Bebel bezeichnete, durch rungen, wie sie im Berliner rothen Hause und anderswo deren Wirken der Sozialismus folche Bedeutung erhalten habe. Daß der wissenschaftliche Sozialismus von dem utopistischen fich Aus dem erstatteten Bericht ist hervorzuheben, daß der An- wiederholt formulirt worden sind, aus und giebt der Vervortheilhaft unterscheidet, beweist unser Programm, um mit Mary trag heftige Angriffe seitens der von den Gegnern gewählten Arbeit sammlung ein Bild von den Ausreden und schwächlichen zu sprechen:„ Wir entwickeln der Welt aus den Prinzipien neue geber im Ausschuß erfahren hat. Dieselben haben für den Fall Einwendungsversuchen, welche der Staatssekretär v. Bötticher Prinzipien". Ferner übte der Redner an den Vorgängen im feiner Annahme eine Tyrannisirung der Berliner Arbeiter, welche auf die Nothstands- Futerpellation Liebknecht's im Reichstage geFriedrichshain und dem Vorgehen der Polizei eine eingehende Arbeit suchen, zu gunsten des sozialdemokratischen Parteiwefens macht hat. Nachdem Genosse Antrick hieran gezeigt hatte, daß zu ezKritif. Die Genojien Kempowski und Brsestwinicwicz ergänzten in Aussicht geftelt und sich schroff ablehnend dem Antrage gegen die Arbeiter von der gegenwärtigen Gesellschaft nichts zu er über verhalten. Vor allem wünschen sie den Arbeitsnachweis warten haben, forderte er die Anwesenden auf, sich zu organi die letzteren Ausführungen. Zum Schluß wurde eine Protestvom siren, um durch eigene Macht zu erringen, was die herrschende nicht in der Verwaltung von Arbeitern zu sehen und resolution gegen das Benehmen der Polizei einstimmig an- Unternehmerstandpunkt sehr begreiflich!- sein rubiges Fort- Klasse ihnen vorenthält. Die Versammlung stimmte diesen Ausfunktioniren während der Dauer etwaiger Streits. Mit anderen führungen mit hellem Beifall zu, und die Redner, welche zur Die Arbeitnehmer- Beisitzer des Berliner Gewerbe- Worten: der städtische Nachweis foll eventuell tüchtig Streit: Diskussion das Wort nahmen, sprachen sich durchweg im Sinne gerichts hielten am 22. Januar eine allgemeine Bersammlung brecher vermitteln". Die Versammelten bevollmächtigten ihre des Referenten aus und gaben deutlich ihren Unwillen über die ab. Bevor in die eigentliche Tagesordnung eingetreten wurde, Vertreter im Ausschuß, in Sachen des Nachweises an ihrem An- Unthätigkeit der Behörden gegenüber der Sachlage zu erkennen. theilte der Vorsitzende mit, daß alle Versuche des Ausschusses, trage beziehungsweise den ihm zu Grunde liegenden Gedanken In der Versammlung gelangte darauf die von den fünf Berliner Den ehemaligen Vorsitzenden Assessor Dr. Freund zur Ver- festzuhalten. Am Freitag dieser Woche findet zur weiteren Ver- Arbeitslosen- Versammlungen angenommene Resolution einstimmig anstaltung von Plenarsizungen der Beisitzenden und Rammer- bandlung desselben eine Ausschußsizung statt, auf welche sich zur Annahme. vorsitzenden zu bewegen zwecks Herbeiführung einheit diese Vollmacht bezieht.- Folgender Antrag wurde dann noch Folgender Antrag wurde dann noch der Arbeiter- Bildungsverein für Schöneberg und Um lich prinzipieller Urtheile vergeblich gewesen seien. einstimmig angenommen: Das Verlangen danach sei damit beantwortet worden, die VorDie Versammlung beauftragt ihr Bureau, in geeigneter gegend hielt am 22. Januar feine Generalversammlung im Saale der Schloßbrauerei ab. Das Andenken des verstorbenen sizenden würden unter sich über die widersprechenden Urtheile Weife den Reichstag und die Regierung aufzufordern, schleunigst Genossen Freyer wurde durch Erheben von den Sizen geehrt. Dann des Gerichts verhandeln, um eine möglichst einheitliche Recht ein Gesez zu schaffen, das all und jede private, gewerbsmäßige, gab der Borsigende Genosse Borch wardt einen Ueberblick über sprechung anzubahnen. Sollte sich herausstellen, daß der Aus- gegen Bezahlung erfolgende Vermittlung von Arbeitsgelegenheit, das verflossene Jahr. das verflossene Jahr. Bis zum 21. Auguft wurden einmal schuß( richtiger: die Arbeitnehmer des Ausschusses) mit dem durch Kommiſſionäre, Sprechmeister u. dgl. strengſtens verbietet, monatlich und vom 21. August nach Beschluß der Versammlung Antrage auf Plenarsizungen bei dem neuen Vorsigenden, Assessor um dadurch die Einrichtung von öffentlichen, das Gemeinwohl zweimal monatlich Vereinsversammlungen abgehalten. Den v. Echulz, mehr Gegenliebe finden würde, dann würde er den fördernden Arbeitsnachweisen zu ermöglichen." Rassenbericht erstattete Genosse Hioffmann. Einnahme selben wieder einbringen. Zum ersten Punkt der Tagesordnung: Der Antrag foll vorerst dem Ausschuß unterbreitet werden. 269,91 Mart, Ausgaben 111,25 Mart, Bestand 158,66 Mark. Verschiedene Entscheidungen", nahm hierauf ein anderes AusDer Verein deutscher Schuhmacher( Filiale I) hielt am Nachdem die Revisoren erklärt hatten, die Kasse in bester schußmitglied das Wort. Redner besprach einzelne in den 15. Januar eine Versammlung ab, in der Genosse Nather über Ordnung gefunden zu haben, wurde dem Kassirer Decharge ertheilt. legten Monaten gefällte Urtheile und angewandte Pratas Thema referirte:„ Was fönnen wir in der Gewerkschafts- In der Diskussion wurde allseitig betont, daß die Abhaltung tifen, mit denen er sich zum Theil nicht einverstanden erklärte. Zunächst wandte er sich gegen die neuerdings von bewegung erreichen?" Ter Redner verstand es, den Anwesenden von zwei Vereinsversammlungen monatlich, mit Vorherbestimmung den vorsitzenden Magistrats Affefforen geübte Stellungnahme zu in lebhafter, flarer Weise eine Echilderung der Ziele und Auf- der Referenten und der Themata aus der Mitte der Versamm Entschädigungsansprüchen, welche aus dem Einbehalten von gaben der Gewerkschaftsbewegung zu geben. Unter Vereins- lung, sich vortrefflich bewährt habe; der Versammlungsbesuch fei Kassenbuch und Alters- und Juvaliditätskarte erwachsen. Gr angelegenheiten wurde dem Antrag eines Kollegen zugestimmt, bedeutend stärker geworden, die Diskussion reger und die Reder bezweckt, alle Vierteljahre eine fombinirte Versammlung der ferate seien durchweg befriedigend ausgefallen. Der Umstand, theile, führte er aus, nicht die Ansicht derselben, solche Ansprüche drei Filialen einzuberufen. Nach Erledigung verschiedener Ber- daß es nicht mehr nothwendig ist, Referenten gegen Bezahlung weisung oder Anerkennung sei deshalb das Amtsgericht, aber einsangelegenheiten und des Fragekastens schloß der Vorsitzende zu verschaffen, hat überdem dazu beigetragen, daß der Verein über beträchtliche Ueberschüsse verfügt. Es wurde beschlossen, nicht das Gewerbegericht kompetent. Diese Anschauung sei die Versammlung. leider infolge ihrer Anerkennung durch die Arbeitgeber- Der allgemeine Verein der Töpfer und Beruf3. von den Ueberschüssen 70 M. dem Schöneberger Bertrauensmann zu in den Beisitzer vielfach in letzten Monaten in Ent- genoffen Deutschlands( Filiale Berlin) tagte am u Agitationszwecken zu überweisen und 30 M. zur Vergrößerung der Vereinsbibliothek zu verwenden. scheidungen zum Durchbruch gekommen, indem die betreffenden 21. Januar. Die den Mitgliedern gegebene Abrechnung vom Genosse Ledebour brachte in Anregung, der Verein möge Kläger ab und an das ordentliche Gericht verwiesen vierten Quartal weist eine Einnahme von 823,76. auf. Die und bewilligen der Vorstand vierteljährlich besondere vom Arbeitgeber verlangt, ohne sie nehme tein Unternehmer 2287,80 M. und eine Ausgabe von 2576,20 W.; mithin ein Bibliotheksizungen unter Zuziehung Sachverständiger zufammenwurden. Buch und Karte würden jedoch beim Arbeitsantritt Abrechnung vom Fensterstreit ergiebt eine Ginnahme von fünftig größere Summen zur Vervollständigung der Bibliothek einen Arbeiter an. Unter diesen Umständen sei es wohl richtiger, Ueberschreiten der Einnahmen von 288,40 M. Bur Tilgung berufen, um durch Feststellung einer Liste anfchaffungswerther es Entschädigungsansprüche aus den genannten Urfachen als aus dieser Schuld hat der Filialvorstand im Einverständniß mit dem Bücher eine zweckentiprechende Vergrößerung der Bibliothek andem Arbeitsverhältniß hervorgegangen anzuerkennen, wodurch Bertravensmann 300 M. geliehen. Im allgemeinen fann der zubahnen. Auch von den Genossen Schubert, Eichhorn und des Streits als ein zufriedenstellender be ihre Geltendmachung beim Gewerbegericht ermöglicht werde. Ausgang Redner empfahl dann den versammelten Beisitzern, in ein die Unter Vereinsangelegenheiten wurde schlägigen Fällen streng darauf zu halten, daß mit Budikermarken Differenz mit dem Töpfermeister W. Haak, Schöneberg, und Aehnlichem abgeſpeiſten Klägern der Lohn in Baar auf ihren verhandelt und den Kollegen der Rath ertheilt, den Klage: Antrag zuerkannt werde. Jit dies auch in den meisten Fällen weg zu beschreiten. Von einer Sperre der Firma wurde Abmit Bezugnahme auf die§§ 115 und 116 der Gewerbe- Ordnung stand genommen, da Herr Haak dem Vorstand das Versprechen geschehen, so sei doch auch das Gegentheil vorgekommen. gegeben hat, in Zukunft den Lohntarif zu bezahlen. Hierauf ge= langte folgender Antrag zur Annahme: Die im Arbeitsnachweis eingeschriebenen Kollegen find als gestrichen zu betrachten, wenn sie sich nicht jede Woche einmal gemeldet haben. Dem Wunsch, die Bahlstellen zu veröffentlichen, sei hiermit nachgekommen. werden jeden Sonnabend Beiträge entgegengenommen in der Rigdorf. Der Verein der Bau- und gewerb Haupt- Zahlstelle bei Wernau, Rosenstraße für Moabit bei lichen Hilfsarbeiter hielt am 21. d. M. eine Mitglieder Rieger, Perleberger- und Havelbergerstraßen- Ece; für den Osten versammlung ab. Die Versammlung vollzog zunächst die Wahl und Friedrichsberg bei Böhl, Frantjurter- Allee 74, und des des Schriftführers und wurde Kollege Heinemann mit diesem Sonntags Vormittags in Weißensee bei Helling, Langhans Amt betraut. Hierauf gelangte ein Echreiben zur Verlesung be treffend eine Angelegenheit des Fachorgans. Sodann erfolgte straße 106. die Wahl der Fachkommission. Zum Schluß wurden die Mitglieder ersucht, das Vereinslokal des Sonntags recht rege zu 0 Was die Krankheit als Entlassungsgrund( Unfähigkeit zur Arbeit) betreffe, so wäre ftritte an einer Entscheidung der Rammer VIII festzuhalten, nach welcher die Entlassung recht zeitig beim Berlassen der Arbeitsstätte oder doch wenigstens während der Krankheit des Betroffenen, bald nach Beginn der Krankheit. und klar ausgesprochen werden müsse, um gerechtfertigt zu sein. Das Gericht sei unter anderem dem Mißstande des Ausfezzens in anerkennenswerther Weise näher getreten und habe den Klägern günstige Urtheile gefällt, wenn diefelben Zeit bezahlt verlangten, in der sie aussetten" und sich dem Beklagten zur Verfügung hielten. Aufgabe der Beisiger werde es sem, in ihren Gewerkschaften gegen die Ausfegerei" zu Felde zu ziehen, infofern sie ungerechtfertigt ist." " zeichnet werden. Es Köster wurde die Nothwendigkeit, durch möglichste Verbesserung der Bibliothek dem Bildungsbedürfniß der Mitglieder entgegen zu kommen, ausdrücklich betont. Die Vorstandswahl ergab die Genossen Meiling, erster Vorsitzender, 3under, zweiter 84 kommen, ausdrücklich betont. Die Vorstandswahl ergab die Genossen Meiling, erster Vorsitzender, 3under, zweiter Vorsitzender, Seidel und Butry, Schriftführer, Hoffmann und Pommerente, Kassirer, Schubert und olzgitter, Bibliothetare, RubImey, Köster und rause, Revisoren. Als Thema für die nächste Vereinsversammlung am 5. Februar wurde die Frage der Arbeitslosigkeit mit Seidel als Referenten festgesetzt. Sprecisaal. Der Verein der Zimmerer hielt am 21. Januar seine erfte Generalversammlung ab, in der die Abrechnung für die Zeit seit Bestehens des Vereins vom Kassirer König verlesen besuchen. Einer weiteren Verbreitung wie bisher bedürfe die Kennt wurde. Die Einnahme betrug vom August bis Ende Dezember niß des§ 52 des Generbegerichts Gesetzes, der besage, der ob: 1893 563,60 M., die Ausgabe 288,45 M., bleibt ein Bestand von 275,15 M. Jn Vereinsangelegenheiten gelangte folgender Antrag fiegenden Partei könne auf vor der Urtheilsfällung gestellten Antrag einnimmig zur Annahme: In anbetracht der Agitation für den eine Entschädigung für die durch die Wahrnehmung des oder der Termine entstandene Zeitversäumniß zugebilligt werden. Die Verein wird gewünscht, daß die Mitglieder es für ihre Pflicht Die Redaktion stellt die Benugung des Sprechsaals, soweit der Raum dafür Die Beisiger der halten, möglichst zu agitiren. Ein gutes Mittel dazu bietet sich, abzugeben ist, dem Bublifum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen meisten Kläger forderten diese Gebühr nicht. Kammern I und II gehe besonders eine Entscheidung an, durch wenn die organisirten Zimmerer sich verpflichten, ihr Mitgliedsbuch Interesses zur Verfügung; fie wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem stets bei sich zu haben, bei Begegnung mit Kameraden nach dem die eine Klägerin abgewiesen wurde, weil sie als Dienstmädchen Buch zufragen, damit wird bewirkt, daß die Indifferenten stets auf die Laut Bericht des Vorwärts", zweite Beilage vom Sonntag, war. Das Mädchen als Näherin Organisation hingewiesen werden. Hierauf nahm die Versamm: den 21. d. M., verlieft der Buchdrucker Massini in der Vermlung die Wahl des Kassirers vor. Mit dem Amt wurde Dummer fammlung der Delegirten der Gewerkschaftskommission eine Erausgebildet und vorwiegend beschäftigt zu werden. die Haupt- betraut. Ferner wurde den Mitgliedern zur Pflicht gemacht, flärung, durch welche er unter Anführung eines riesigen Zahlenin Zukunft die Verhandlung ergebe, daß hidupper beim Wohnungswechsel ihre Adreſſe möglichst materials den Beweis liefern will, daß der Buchdruckerverband gemiethet und angemeldet mit der bewußten Absicht engagirt worden, thätigkeit sei in industrieller 21 findet. Inhalt desselben identifizirt zu werden. Erklärung. eines solchen Dienstmädchens wirken, daß derartige Klägerinnen als Gewerbegehilfinnen beheiten hielt Genosse Hoffmann einen Vortrag über das Thema: ift, was meinerseits überhaupt noch nicht bestritten worden ist. Thätigkeit bestehe, wäre es Pflicht der Arbeiterbeisiger, dahin zu Bezirkskassirern zu melden. Nach Erledigung dieser Angelegen die beste Kampf- pardon ich wollte sagen Zentral- Organisation trachtet werden und somit die Vortheile des Gewerbegerichts Wann beginnt die Revolution?" Reicher Beifall lohnte den will also der Buchdrucker Massini durchaus mit meiner Berjon ihnen zu gute kommen. Redner hält die Praxis einiger Vor- Redner. Im Verschiedenen wurde ein drastischer Fall bekannt anbinden, dann muß er es schon anders anstellen. Ferner besitzenden, als Sachverständige Beisitzer zu berufen, für angebracht. gegeben. In der Passauerstraße hat ein Biminermeister gegen mächtigt sich Herr Massini, der Pfi fitus, nach echt staatsanwaltEr wünscht, daß die Beisitzer selbst sich zur Verfügung stellen seine Gesellen das jetzt so beliebte Instrument, den Gummischlauch schaftlicher Weise einer Aeußerung, welche ich in einer Verin Anwendung gebracht, bezeichnend genug, wie weit es in möchten. Zum Schluß befürwortet er, der Gewerkschaftspresse unserem Gewerbe schon gekommen ist. Zum Schluß wurde fammlung gethan haben soll, ohne nach dem ganzen Zuſammenwichtige Entscheidungen zugänglich zu machen. entstellte Bemerkung für sich ausEine längere Debatte folgte diesen Ausführungen. Allge- befannt gemacht, daß Sonntag, den 28. Januar, eine öffentliche hang meiner Rede fich zu erkundigen, und sucht nun diese zuschlachten.( Leider muß ich hier bemerken, daß die mein verurtheilt wurde das Bestreben einiger Assessoren, die Bersammlung in der Beuthstraße 22, 1 Tr., bei Norbert, statt- herausgeriffene und Berichterstattung aus dieser Versammlung, sowie aus der am Klagen mehrerer Arbeiter gegen einen Arbeitgeber zu verbinden. Eine Arbeitslosen Versammlung tagte in Schöne 18. d. M. in den Arminhallen eine sehr mangelhafte war.) Dadurch werde dem Beklagten im Falle seiner Verurtheilung oft Nun, Herr Massini, auf solche Mache lasse ich mich nicht die Möglichkeit der Berufung gegeben, während er sie sonst, der berg am 23. Januar im großen Saale der Echloßbrauerei und Höhe des Objekts wegen, nicht gehabt hätte. Dem armen Ar- war ebenso wie die in voriger Woche aufgelöste Versammlung ein, dazu ist mir der Raum des„ Vorwärts" zu schade. Suchen beiter sei dadurch der Nutznieß des eingeklagten Geldes auf sehr gut besucht. Nachdem Kriminalbeamte, die im Saale zu Sie einen anderen passenderen Ort. Zurückzunehmen habe ich lange Beit vorenthalten. Jedem Arbeiter jei aus diesem gegen sein sollten, aufgefordert waren, das Lokal zu verlassen, nichts und werde auch nichts zurücknehmen. Zum Schluß will Grunde zu rathen, stets in besonderer Klage seine ver- begann Genosse Antrick das Referat. Bevor derselbe jedoch auf ich Ihnen noch bemerken, daß ich noch nie ein Führer" meiner meintlichen Rechtsansprüche geltend zu machen und im die Ursachen der Arbeitslosigkeit einging, fritifirte er die in Gewerkschaft war, denn ich war stets der Meinung, wo" Führer" Zermin darauf zu bringen, daß seine Eache nicht voriger Woche von dem Polizeibeamten vorgenommene Auflösung, find, da sind auch„ Ge( nas) führte", und ein derartiges Verhältniß mit einer anderen, zufällig zu gleicher Zeit gegen denselben Unter- deren Zulässigkeit er unter Hinweis auf eine verwaltungsgericht- fann nie unter den Berliner Maurern playgreifen. Also, Herr nehmer schwebenden verbunden wird. Ausschußmitglieder äußerten liche Entscheidung bestritt. Redner nahm außerdem Gelegenheit, Massini, wenn Sie es verlangen. sehen wir uns wieder, den dringenden Wunsch, die Beisitzer sollten häufiger in ihren seine Verwunderung über das große Polizei- Aufgebot auszusprechen, aber bitte, einen anderen Ort, denn der Raum des Vorwärts" C. Blauroc, Maurer. Gewerkschaften bezw. öffentlichen Bersammlungen ihrer Berufs- welches man wieder in Häusern der Nachbarschaft und auf den wäre dazu zu schade. genossen über die Thätigkeit des Gerichts Bericht erstatten. Die Straßen bis hinein nach der Potsdamerstraße von Berlin bemerke. Gewerkskollegen wären ihrer Meinung nach dann aufzufordern, Bergegenwärtige man sich die Vorgänge vom vorigen Donnerstag sich bei der Absicht, zu klagen, zuvor an die Beisiger aus ihrem in Berlin, so tönne man ein gewisses Mißtrauen gegen die Beruf oder auch an das. Bureau der Gewerkschafts- Kommission, Polizei nicht unterdrücken. Die Arbeiterschaft solle daher auf Aus dem Tagebuch eines unbedeutenden. Stizzen von Rosenstr. 28, I, um Rath zu wenden. Mehrere Redner sprachen sich ihrer Hut sein und sich von teiner Seite und durch nichts zu energisch gegen das übertriebene Vergleicheschmieden einzelner unbesonnenen Schritten verleiten laffen. Auf die Arbeitslosigkeit Kammervorsitzenden aus. Ein Beisitzer der Kammer VI bemerkte hier eingehend, verweist der Referent darauf, wie sich die Kommunen auf bezugnehmend, er habe nicht gesunden, daß durch die Bergleiche und Regierungsorgane in anderen Ländern, wie Frankreich, des Assessors Leo die Kläger zu Echaden gekommen seien. Meistens England, Nordamerita, dem auch dort berrschenden Nothstande erhielten dieselben durch einen Vergleich wenigstens etwas, wäh gegenüber verhalten; wie da beträchtliche Summen zur UnterVerantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Eingelaufene Druckschriften. Georg Steinhausen. Leipzig, Verlag von Ph. Reclam jun. Archibald Malmaison. Roman von J. Hawthorne. Uebersetzt von Marischer Müller. Leipzig. Verlag von Ph. Reclam jun. Hopfenrath's Erben. Boltsstück mit Gesang in 5 Aften von Heinrich Willen. Musik von Gustav Michaelis. Leipzig. Verlag von Ph. Reclam jun. Berlin SW., Beuthstraße 2.