N Nr. 22. Erscheint täglich außer Montags.. Preis pränumerando: Vierteijährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Bfg frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 fg. Sonntags Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Bof- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter freuzband: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 Mt., für, das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingers. in der Post Zeitungs: Breisliste für 1894 unter Nr. 6919. Vorwärts S 11. Jahrg Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Vfg., für Vereins: und Beriammlungs Anzeigen 20 fg Inferate für die nächite Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in Der Grpedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 lbr Abends, an Sonn und Feittagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I, 1508. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Klassenrecht. Sonnabend, den 27. Januar 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. liebigen Versammlungsredner, jeden Redakteur unter Angabe| Delikte, welche zu einer sofortigen Ahndung die geeines Thatbestandes, der dem Auschein nach eine strafbare Hand- gründetste Veranlassung geben, find die meisten gegen die Der Herr Reichskanzler sagte vor einiger Zeit im Inng begründet, auf sechs Wochen zum mindesten in Unter- Bergehen öffentliche Ordnung" Reichstag, daß jeder Geschentwurf vor seiner Einbringung suchungshaft zu bringen. Diese Möglichkeit wird unter: Besonders in größeren Städten gegenüber den daselbst in auf seine sozialpolitische Wirkung geprüft werde. Die stützt durch die weitere Bestimmung des Entwurfs, daß der Deffentlichkeit vielfach auftauchenden bedenklichen Prüfung in dieser Hinsicht darf man daher gewiß voraus eine Voruntersuchung, abgesehen von Reichsgerichts- und Elementen, sowie bei Störungen des öffentlichen Friedens setzen bei dem jüngst veröffentlichten Entwurf eines Gesetzes Schwurgerichts- Sachen, auf Antrag des Angeschuldigten und der öffentlichen Ordnung hat sich diese beschleunigte betreffend Aenderungen und Ergänzungen des Gerichts nicht mehr stattfindet. Der Juhaftirte vermag also Prozedur als werthvoll erwiesen. Es darf in dieser verfassungs- Gesetzes und der Straf- Prozeßordnung. Denn während der Untersuchungshaft die Grundlosigkeit Beziehung an die rasche Aburtheilung der Theilnehmer an die vorhandenen Klassengegensäge und Klassenkämpfe werden seiner Verhaftung nicht darzuthun, wenn es nicht verschiedenen öffentlichen Exzessen, welche in Paris in neuerer durch die Strafrechtspflege in nicht zu unterschäzender Weise der Staatsanwaltschaft beliebt, eine Voruntersuchung Beit stattfanden, erinnert werden". Die trasse Klassenjustiz, beeinflußt. zu beantragen. Damit nicht genug, hebt der Ent- wie sie in der Verurtheilung zum Tode jenes wahnsinnigen Liest man nun die allgemeine Begründung des Entwurf sogar die Mittheilung der Anklageschrift an den Kochtopfwerfers zum Ausdruck kam, das ist es also, was der wurfs, so findet man kein Wort über die sozialpolitische Angeschuldigten auf und das Recht desselben, die Vornahme Entwurf anstrebt. Wirkung der vorgeschlagenen Gesetzesänderungen. Bessere einzelner Beweiserhebungen vor der Hauptverhandlung zu Wenn er Gesetz würde, hätten die Reaktionäre in der Entscheidung der Thatfrage und Beschleunigung des Ver- beantragen oder Einwendungen gegen die Eröffnung des That eine bessere Waffe zur gewaltsamen Unterdrückung der fahrens ist die lilienweiße Flagge, unter welcher die Be Hauptverfahrens vorzubringen. freien Meinungsäußerung, zur brutalen Verfolgung ihrer gründung segelt. Die Herren Verfasser des Entwurfs Wo die Staatsanwaltschaft keine Voruntersuchung be- Gegner, als ihnen ein neues Sozialistengesetz geben könnte. geben sich den Auschein, als hätten sie, seitdem liebt, erfährt der Angeklagte die Anklage sowie die Beweis. Er wird nicht Gesetz werden. Aber für das Proletariat die jetzt bestehende Strafprozeßordnung und Gerichts- mittel für dieselbe erst in der Hauptverhandlung, und in giebt es kein anderes Mittel, selbst dergleichen Entwürfe verfassungsgeset in Kraft traten, in Utopia gelebt und dieser, in erster Instanz sowohl als in der Berufungs- unmöglich zu machen, als die Eroberung der politischen wüßten nichts von den erbitterten Klaffenkämpfen, die seit- instanz, bestimmt das Gericht den Umfang der Beweisaufnahme Macht, die Abschaffung der gelehrten Richterkollegien, gleichdem gelobt haben und von dem harten Ringen des Prole- und beeidigt diejenigen Zeugen nicht, deren Aussage nach mäßige Besetzung der Richterstellen durch Mitglieder aller tariats um die politische Macht. Und doch ist der Entwurf richterlicher Ueberzeugung sich als unglaubwürdig darstellt. Volksklassen, Volksjuſtiz, nicht Klassenjuſtiz. ein scharfer Angriff im Klaffenkampf, eine Waffe, ge Der Entwurf bezeichnet diese Bestimmungen Beschleunigung schmiedet für die Besitzenden gegen das Proletariat, ein des Verfahrens". Nun weiß Jeder, der Erfahrung mit Versuch, die Gerichte in weit ausgedehnterem Maße als unseren Strafgerichten hat, daß denselben die Aussagen der Politische Leberlicht. bisher in dem Kampfe um die politische Macht zu ver- Polizeibeamten ganz besonders glaubwürdig, die Aussagen wenden. Tie Bestimmungen des Entwurfs laufen im großen und der Entlastungszeugen aber, vorzüglich wenn sie SozialBerlin, den 27. Januar. ganzen darauf hinaus, die richterliche Willkür und die richterliche demokraten sind, ganz besonders unglaubwürdig erscheinen. Aus dem Reichstage ist heute nicht viel zu berichten. Gewalt der gelehrten Richter zu verstärken, ihrer objektiven Das Zeugniß des Angeklagten ist bei uns überhaupt un- Das Haus war leer und auch auf den Galerien sehr wenig Befangenheit als Angehörige der besigenden und herrschenden erheblich, und demgemäß bestimmt auch der Entwurf folge- Bublifum. Zuerst wurde über die beabsichtigte Schwächung Klasse möglichst weiten Spielraum zu gewähren und die richtig, daß wenn der Angeklagte trot Ladung des Reichs Invalidenfonds zu gunsten der allgemeinen Bertheidigung in möglichst enge Grenzen zu zwängen. nicht erscheint, in seiner Abwesenheit zur Haupt- Reichskaffe verhandelt. Wie in fast allen Fragen dieser Dahin zielt die Bestimmung, daß der Angeschuldigte auch verhandlung geschritten werden tann. Und nun Session spielt auch hier die Reichs- Finanzreform hinein. dann in Haft genommen werden kann, wenn Thatsachen stelle man sich die Verhandlung eines politischen Prozesses Ein Theil der Redner schien willens, den Wünschen der vorliegen, aus denen zu schließen ist, daß er seine Freiheit in einer politisch aufgeregten Zeit unter diesen Bestimmungen Reichsregierung entgegenzukommen, andere, darunter Gezur Begehung neuer strafbarer Handlungen mißbrauchen vor, in einer Zeit, wie sie über kurz oder lang eintreten nosse Herbert, erklärten sich gegen eine Schwächung werde. Die Handhabung dieser Bestimmung bei politischen wird, wo die subjektive Unbefangenheit des Richters der des Invalidenfonds, so lange die zahlreichen, vollVergehen, auch der geringfügigsten, bedarf keiner stärkeren objektiven Klaffenbefangenheit nicht mehr Stand kommen berechtigten Wünsche der Invaliden nicht ganz Ausführung. Die sozialdemokratische Agitation würde fort- halten kann. Klassen justiz muß das Resultat sein, erfüllt sind. Herbert wandte sich auch mit einer Schärfe, während durch Verhaftungen belästigt und die sozialdemokrati Klaffenjustiz der Bourgeois gegen die Proletarier. Man die nichts zu wünschen übrig ließ, gegen den nationallibe schen Redakteure würden bei jedem Preßvergehen zur Unter- vergesse nicht, daß unsere gelehrten Richter ausschließlich ralen Grafen Oriola, der selbst bei diesem Gesetze einen fuchungshaft gebracht werden können. Denn bei ihrer Bourgeoissöhne sind. Denn dafür hat die herrschende Anlaß fand, den Fürsten Bismarck zu preisen. Der GesetzStellung und dem Strafregister, das sie meistens schon Klasse durch die ideologische Verbrämung mindestens entwurf wurde hierauf der Etatskommission zugewiesen. haben, dürfte es dem Richter nicht zweifelhaft erscheinen, sechzehnjährigen Studiums und Vorbereitungsdienstes zum In zweiter Lesung wurde sodann die Novelle zum Unter,, daß der Angeschuldigte seine Freiheit zur Begehung neuer Richteramt gründlich gesorgt, daß kein Proletarier Richter stüßungswohnsiz- Gesetz angenommen. Bei Artikel 2 der strafbarer Handlungen mißbrauchen werde". Um so wird. Und auf diese Klassenjustiz steuert der Entwurf Vorlage kam e3 zu einem Wortgefechte zwischen empfindlicher würden diese Verhaftungen wirken, als nach unverhüllt los, indem er das summarische Verfahren unserem Abg. Molkenbuhr und dem Staatssekretär v. Bötticher. dem Entwurf der Haftbefehl erst aufzuheben ist, wenn die für gewisse, eine schleunige Behandlung erheischende Straf- Molkenbuhr wandte sich gegen die vorgeschlagene BestimStaatsanwaltschaft es beantragt, oder wenn nicht binnen thaten" einführt. Wer auf frischer That betroffen oder mung des Strafgesetzes, welche eine böswillige Entziehung sechs Wochen nach Vollstreckung derselben die erfolgte Er- verfolgt oder festgenommen wird, kann dem Gericht zur der Alimentationspflicht gegen Angehörige mit Korrektionshebung der öffentlichen Klage zur Kenntniß des Amtsrichters sofortigen burtheilung vorgeführt werden. haus bestrafen will. Im Prinzip erkennt er diese Pflicht gelangt. Tanach hätte es die Polizei in der Hand, jeden miß Ganz offen sagt: die Begründung: Diejenigen an, wendet sich aber gegen die hohen Strafbestimmungen Feuilleton. Nachdruck verboten.] d: Helene. ut sais [ Alle Rechte vorbehalten [ 27 Roman in zwei Bänden von Minna Kautsky. Ich habe es gut überstanden," rief Konrad mit einem fröhlichen Blick, ich wußte gar nicht, wie gesund ich sei, und widerstandskräftig. Seitdem ich draußen bin, fühle ich mich aufgelegt, wieder von vorn anzufangen." " Haben Sie denn gar so fleißig studirt?" fragte Sidonie. ja, gnädige Frau," lächelte Konrad, man hat mir auch hinlänglich Zeit und Ruhe dafür gelassen." Und Ihr Hauptstudium war?" " Das Kapitál von Karl Mary, gnädige Frau. Es giebt Unsereinem mit seinen Abstraktionen zu schaffen, aber hat man sich einmal darin vertieft, dann ist eine neue Welt in uns aufgegangen." " Ich wußte gar nicht, daß Karl Mary Professor geworden ist," versetzte Sidonie mit jener verbindlichen Freundlichkeit und charmanten Oberflächlichkeit einer Dame von Welt. Max lachte. Seine Lehrbücher werden nur auf unseren Universitäten gelesen, wo sie in völliger Abgezogenheit von der Welt studirt werden fönnen. Aber Du sollst jezt selbst zu ihm nach London und sollst ihn hören," wendete er sich an Konrad. Konrad's. Augen leuchteten auf. Es wäre mein innigfter Wunsch, freilich meine Mutter würde darüber nicht sehr erfreut sein; sie ist so glücklich, mich wieder zu haben, und heute darf ich ihr wenigstens die Freude nicht kürzen," und er verbeugte sich, um zu gehen. Von einem Freunde sollten Sie nicht so hinwegeilen," meinte Sioonie. Er gefiel ihr immer besser, besonders seit fie von seinen gelehrten Studien gehört hatte. ,,, es giebt eifersüchtige Mütter," bedeutete er. " Das sind die gehätschelten; ich glaube, sie sind selten. Sie müssen Ihre Mutter sehr lieb haben?" Ich verdanke meiner Mutter Alles," sagte er voll glücklichen Stolzes. Sie war meine erste Liebe und meine einzige bisher." Tas flang scherzhaft und doch so männlich, und wenn man ihn ansah, mochte man glauben, daß diese seltene Tugend der einfache Ausdruck einer ebenso seltenen Gesundheit war. Bleib noch einen Augenblick," rief Max, der den Madeira in kleine Gläser schenkte, wir wollen auf das Wohl Deiner Mutter trinken." " Da bin ich dabei." " Darf ich Dir auch einschenken, Sidonie? Gewiß." Sie erhob ihr Glas. trinken." Wir wollen auf das Wohl einer glücklichen Mutter Die Drei stießen mit einander an, daß die Gläser flirrten. ,, Und nun müssen wir noch einen leben lassen", rief May, den die Situation augenscheinlich sehr amüsirte ,,, und zwar Karl Marx. Darf ich Dir einschenken, Sidonie?" Sidonie hatte auch diesen Toast mitgetrunken. Sie haben doch nicht am Ende Jhre Mama unten im Wagen gelassen?" fragte sie Konrad plötzlich. 〃 Meine Mutter im Wagen", wiederholte Konrad, von dieser Voraussetzung frappirt. " Sie hatte Dich abgeholt?" ,, Natürlich, sie und einige Genossen, und sie haben mich sofort im Triumph Inach Hause geschleppt und da gab's Blumen und allerlei Ueberraschungen und jezt bäckt und brät sie, wie für den verlorenen Sohn." " Ich sehe, Du hast Dich selbst mit einer Blume ge= schmückt und sie ist herrlich." So schöne Rosen findet man nur bei Brunner," be merkte Frau Gebhart. " Ich errathe, fie fommt Dir von einer Dame!" fuhr Mar unbedachter Weise heraus. " Ein Zeichen der Huld," ergänzte Sidonie mit einem feinen Lächeln. In das etwas bläßliche Gesicht Konrad's schoß eine dunkle Flamme. Ein Zeichen des Mitleids für einen armen Menschen, der fünf Monate lang im Gefängniß saß", versezte er herbe, und weil man auch den Häftling so ganz vergessen hatte, wirft man gütig dem Freigelassenen eine Blume zu." Konrad reichte sich verabschiedend dem Freunde die Hand, verbeugte sich vor der Dame, die sprachlos geworden ihn ansah und verließ von dem Freunde. bis zur Thür geleitet die Stube. " Ein Gefangener?!" fragte Sidonie May, als dieser zu ihr zurückkehrte. W Wegen Aufreizung zu Haß und Verachtung gegen die besitzenden Klassen zu fünf Monaten verurtheilt." Ein politischer Schriftsteller?" " Er läßt sich seine Artikel nicht bezahlen, er ist ein simpler Arbeiter, ein Proletarier, ich freue mich, daß er Dir offenbar so gut gefallen hat." Sie schlug erzürnt mit dem Fächer nach ihm. " Du bist unausstehlich und heimtückisch obendrein!" „ Meinen Mantel!" rief sie dem eintretenden Diener zu. Als sie aber an dem Tischchen vorbei kam, wo die 90 〃 und die Unmöglichkeit, den Begriff der Böswilligkeit in Zeitungen, in den Parlamenten, in Radauversammlungen, thatsächlich aufgehoben ist. Der Justizminister Schurig jebem einzelnen Falle genau festzustellen. Genosse Bueb auf der Straße. Wahrhaft mörderisch haben sie heute ge- fand aber Alles in Ordnung, und erhob gegen die sozialvertrat gegenüber dem Zentrums- Abgeordneten Gröber schrien, als sie des Millionär Hauptmanns ansichtig demokratischen Abgeordneten den Gegenvorwurf, fie wollten die Ausdehnung dieses Gesetzes, soweit es unsere Fraktion wurden, der ihnen, wie sich selbst, einst die Taschen so ver- die Richter beeinflussen! Dieser Vorwurf steht auf annehmen kann, auf Elsaß- Lothringen, und erklärte sich mit schwenderisch mit expropriirten Arbeitergroschen gefüllt hat, der Säkularhöhe des Fürsten Bismarck, der es für einen Einaller Entschiedenheit gegen die Ausnahmegesetzgebung, welche und von dem sie hoffen, daß er nochmals dazu gelange, aus griff in die Freiheit der Wähler erklärte, wenn sie der noch immer in Elsaß- Lothringen gehandhabt wird. Der der Haut des deutschen Bolts Riemen zu schneiden und Agitation böser Oppositionsleute überlassen würden. Gesetzentwurf wurde gegen die Stimmen der Sozialdemo- seiner Sippe mit Liebesgaben den Mund zu stopfen. Sie Der Herr Justizminister meinte ferner mit naiver Fraten in zweiter Lesung angenommen. haben mächtig geschrien; jedem von ihnen schwebte als Offenherzigkeit, die Richter gingen gegen die Ideal der Kriegsgott Mars oder Ares vor, der- so fingt Sozialdemokraten nicht weit genug. Bundesrath. In der am Donnerstag, den 25. d. M., der ewig wahre Homerus- vor Troja geschrien hat wie scheine ihm aber, daß die Gerichte jezt auf dem unter dem Vorsitz des Bizepräsidenten des Staatsministeriums 10 000 Männer". So gewaltig haben sie geschrien, daß richtigen Wege sind." Das ist natürlich keine Staatssekretärs des Innern Dr. von Boetticher abgehaltenen feber von ihnen sich verzehntausendfachte, und daß sie Beeinflussung der Richter!" Es eines Gesetzes, die Verwaltungsrechtspflege betr., eines die Interessen des Eigenthümers in Expropriations fällen bei fofortiger Besizentziehung vollständiger als bisher wahrenden Gesetzes, eines das gerichtliche Depositenivesen betr. Gesetzes, eines in Ergänzung der Städte und LandgemeindeOrdnung zu erlassenden Gesetzes, die Realgenossenschaften betr., endlich eines das Gesetz über die Aufbringung der Parochial lasten in den Landgemeinden abändernden Gesetzes. Ein Entwurf, das unerhört elende Wahlgesetz zu Plenarsigung des Bundesraths wurde den Vorlagen, betr. von ihrem eigenen Geschrei betäubt und berauscht sich Zum Schluß rief der Abgeordnete Geyer der Aderdie Verlängerung des Handelsprovisoriums zwischen dem jetzt einbilden, das ganze deutsche Volt habe geschrien. mann- Majorität zu:" Der Reichstag wird sich mit Reich und Spanien bis zum 31. März d. J., betreffend den Nun, der Glaube macht selig. Wir wollen den Herren, der Sache beschäftigen. Und ich bin überzeugt, er denkt Entwurf eines Gesetzes über den Schutz der Brieftauben die heut das deutsche Volk am Lehrter Bahnhof sahen und anders." und den Brieftaubenverkehr im Kriege, und betreffend den hörten, an eine kleine Anekdote erinnern, die wir einst dem Nun, wir wollen hoffen, daß der Reichstag sich von Entwurf eines Gesezes über die Bekämpfung gemeingefähr Fürsten Bismarck, als er noch Hausmeier war, erzählten der partikularistischen Reaktion macht sie sich nun im licher Krankheiten, sowie der Vorlage, betreffend die An- und die er später gegen einen anderen- natürlich als sächsischen Papageno- Landtag oder in der preußischen erkennung der belgischen Prüfungszeichen für Handfeuerwaffen treuer Bafall- weiter erzählt hat. Es war vor beinahe Landrathskammer laut oder auch im Gerichtssaale breit, in Deutschland, und den Ausschußanträgen, betreffend Vor 250 Jahren- im Jahre des Herrn 1652. Oliver- nicht wird auf der Nase herunitanzen lassen! schriften über die Veranlagung der Brennereien zum Cromwell, das Haupt der englischen Republik- hatte Kontingent für die Periode 1893/96, und betreffend die Zoll- den irischen Aufstand unterdrückt und fam als ruhmbeladener Keine Wahlreform in Braunschweig. Die nun behandlungen von Mineralöl- Umschließungen die Bu- Sieger nach England zurück. Große Volksmassen begrüßten im Wortlaute vorliegende Thronrede, mit der der braunftimmung ertheilt. Bon der Nachweisung über die ben ihn und seinen Begleiter, General Jerton. Dieser, dem der schweigische Landtag eröffnet, zählt die wichtigsten GeſetzBundesstaaten bis Ende 1893 fiberwiesenen Reichs- Silber-, Triumph in den Kopf stieg, beglückwünschte Cromwell zu entwürfe auf und zwar die Nickel- und Kupfermünzen wurde Kenntniß genommen. Der dem großartigen Empfang, der ihm die Liebe des Volkes Antrag Badens, betreffend die Abänderung des Etats der zeigte. Doch trocken erwiderte ihm Cromwell: Lieber Zollverwaltungskosten, wurde den Ausschüssen für Zoll- und Jerton, wenn Du und ich heute aufgehängt würden, Steuerwesen und für Rechnungswesen überwiesen. Endlich wären noch mehr Menschen da! wurde die Wahl eines Mitgliedes der Kommission für Stimmt! Womit wir aber den Fürsten Bismarck nicht Arbeiterstatistik vorgenommen und über verschiedene Eingaben dem größten der englischen Staats- und Freiheitsmänner Beschluß gefaßt. shlar is gleichgestellt haben wollen, der im Pantheon der Geschichte Zölle und Verbrauchssteuern in Deutschland. Für noch leben wird, wenn die Bismarck- Legende höchstens ein Die Zeit vom 1. April 1893 bis zum Schlusse des Monats unverständliches Räthsel ist für die staunende Nachwelt. Dezember 1893 find von Einnahmen( einschließlich der Die Reichstags- Stichwahl in Oberschlesien. Nach ändern, findet sich nicht in den Vorlagen der braunkreditirten Beträge) an Zöllen und gemeinschaftlichen Verden bisher vorliegenden Resultaten der Reichstags- Stichwahl schweigischen Regierung. brauchssteuern sowie von anderen Einnahmen im Deutschen im 10. Wahlkreise des Regierungsbezirks Oppeln( Neustadt) Reich zur Anschreibung gelangt: gilt die Wahl des Rittergutsbesitzers Strzoda( polnisch- Die österreichische Preßfreiheit wird trefflich Bölle 269 804 623 M.( gegen denselben Zeitraum des ultramontan) als gesichert. Aus einigen Landbezirken fehlen illustrirt durch folgende Erklärung der Wiener Arbeiter Vorjahres 20 224 693 M.), Tabatsteuer 8054 153 M. Die Resultate noch. Zeitung": Ueber den kuriosen Prozeß gegen die Omladina (-127 849 M.), Zuckermaterial- Steuer+52 151 747 M. Wenbert diese Nachwahl auch an der zahlenmäßigen ichrieben wir in voriger Nummer und wurden konfiszirt. ( 1 687 959 Mart), Zuckersteuer 58 949 647 Mart, Stärke der Zentrumspartei nichts, so ist sie doch eines der Solches Pech haben wir öfter und wie wir zerknirscht be (+6025 218 M.), Salzsteuer 38 467 182- M. in letzter Zeit zahlreichen Zeichen der Zersehung in dieser kennen, manchmal nicht ganz ohne eigene Schuld, zuweilen (+694 337 M.), Maischbottich- und Branntweinmaterial- Partei. Zwei Zentrumskandidaten standen sich gegenüber, packt uns nämlich der alte Wahn, als wären die öfterSteuer 8 000 012 M.( 1976 687 M.), Verbrauchsabgabe und der der offiziellen Parteileitung nicht genehme fiegte.reichischen Staatsgrundsätze wörtlich zu nehmen. Diesmal von Branntwein und Zuschlag zu derselben 92 113 206 M. aber waren wir wirklich unschuldig und einzig und allein (+4 882 593 M.), Brausteuer 19 442 631 M.(+ 500 356 Die wunderbare Wandlungsfähigkeit des Herrn der Herr Staatsanwalt ist für die letzte Konfistation ver Mark), Uebergangsabgabe von Bier 2 706 453 M.(+58 173 Miquel zeigt sich aufs glanzvollste in der Thatsache, daß antwortlich. Unser streichender Freund hat sich näm Mark); Sunime 490 849 948 M.(+ 41 983 695 M.). dieser zentralisationswüthigste aller nationalliberalen Ein- lich eines eines argen Uebersehens schuldig gemacht. Die Spielkarten- Spempel 970 018 M.(+ 9 555 M.), Wechsel- heitsstaatler sich jetzt offen und eingestandenermaßen, an die Redakteure sämmtlicher Wiener Blätter ließ stempel Stenter 6 104 765 M.(+ 187 233 M.), Stempelstener Spitze des Sturmlaufs der Landtage gegen den sich kommen und gab ihnen genaue Anweisung und wichtige für: a. Werthpapiere 2329 987 M.(+84 629 M.), Reichstag also des Partikularismus gegen den Ben- Belehrung, wie der Omladina- Prozeß zu behandeln b. Kauf und sonstige Anschaffungsgeschäfte 5 881 825 M. tralismusgestellt hat. Es ist dies ein neuer Beleg oder vielmehr nicht zu behandeln sei. Der Redakteur (-711 570 M.), c. Loose zu: Privatlotterien 1 315 438. dafür, daß man derartige Parteischlagwörter nie ernst nehmen der Arbeiter- Zeitung" erhielt jene ehrende Einladung nicht, (-271 112 M.), Staatslotterien 4 734 324 M.(-180 321 darf. Jede Partei, welche auf dem Boden der herrschenden und wir blieben untundig der Wünsche des Herrn Staats Mart), Post- und Telegraphen- Verwaltung 192 026 222 M. Gesellschaft steht, hat Bicle, die sie nicht völlig entschleiern anwalts und wußten nicht, wie wir über den Omladina(+6 827 649 M.), Reichs- Eisenbahn- Verwaltung 47 450 000 tann, weil sie sonst die Aussicht auf Anhängerschaft ver- Prozeß zu schweigen haben. So hatten wir die kränkende Mart(+2 325 000 M.). 2 325 000 lieren würde. So nimmt man sich ein zugkräftiges Burückseßung zu ertragen, feiner staatsanwaltschaftlichen Die zur Reichstaffe gelangte Ift- Einnahme abzüglich Schlagwort, das in Wirklichkeit nur ein god ruf zuſtution genütigt en werden, und überbies, wurden Instruktion zu der Ausfuhrvergütungen und Verwaltungskosten beträgt bei ist, und wenn dieses Schlagwort in Widerspruch wir tonfiszirt. Das war wirklich grausam, Herr Staatsden nach bezeichneten Einnahmen bis Ende Dezember 1893: Bölle mit den eigentlichen Parteizielen und Parteiinteressen anwalt!" -" er zu 235 062 184 M.(-28 818 749 M.), Tabatsteuer 8833 997 m. kommt, so wird es einfach zum Fenster hinausgeworfen. Ein hübscher Sieg in der Schweiz. Der Kanton (-58 618 M.), Zuckermaterialsteuer 1680 744. Ein Thor darum, wer sich an die Partei- Schlagworte hält. M. (-18 130 797 m.), Buckersteuer 56 956 125 M., darunter Wer nicht betrogen sein will, der muß das Ziel einer Basel- Land hatte vor einigen Tagen eine ErsayBerbrauchsabgabe nach dem Gesetz vom 9. Juli 1887 gleich Partei, die materiellen Interessen ihrer Mitglieder genau wahl in den Nationalrath zu treffen. Kandidaten 1 499 865 M.(+ 17 069 412 M.), Salzsteuer 30 588 276.tennen lernen dann kann er nicht betrogen werden. waren Herr A. Rosemund, welcher schon seit 1882 bent (+975 278 M.), Maischbottich- und Branntweinmaterial- Herr Miquel will seine Steuern durchdrücken und Nationalrathe angehörte und der Landwirth Walter Meyer Steuer 10 656 626 M.(-2 099 183 M.), Berbrauchs- wenn es ihm nützte, würde er sich nicht blos mit den zum Neuhof. Der Wahl ging ein außergewöhnlich lebhafter abgabe von Branntwein und Zuschlag zu derselben Junkern, sondern lächelnden Mundes auch mit dem Teufel Wahlkampf voraus. Herr Rosemund, welcher in eidgenössischen 76 211 803 M.(+ 4 688 433 M.). Brausteuer und Ueber- und seiner Großmutter in Person verbünden. Fragen stets eine tadellos fortschrittliche Stellung einnahm, hatte besonders durch seine frühere Popularität günstige gangsabgabe von Bier 18 819 430 m.(+472 612 M.); as bekannte Erkenntniß des sächsischen Ober- Chancen, während sein Geguer, der noch wenig bekannt ist Summe 435 437 697.( 25 901 612 M.). Spiel fartenstempel 898 321 M.(- 13 938 m). Landesgerichts wurde von unseren Genossen im sächsischen und nicht einmal einer kommunalen und fantonalen Behörde Landtag anläßlich der Ausgaben für das Justizministerium angehört, nur die Empfehlung dritter für sich hatte und Viel Lärm um nichts. Die Schreier", wie zur Sprache gebracht. Die Genossen Goldstein und zudem einer Fluth von Vorurtheilen wegen seiner sozia. fie selbst sich genannt haben, sind an der Arbeit. Dank der Geyer wiesen nach, daß durch dieses Erkenntniß der listischen Gesinnung ausgesetzt war. Dennoch wurde er guten Fütterung sind ihre verhungernden" Lungen sehr bekannte Paragraph der Gewerbe- Ordnung, der die Ver- gewählt; er erhielt 4168, A. Rosemund 3031 Stimmen. gut, und sie machen einen höllischen Spektakel in den theilung von Wahl- Flugblättern freigiebt, für Sachsen Der Gewählte ist Präsident des Bauern- und Arbeiterbundes 510 dan ind drei Gläser standen, schlug ihr Aerger in das Gegentheil Er ging auf sie zu, um ihr einige bewundernde Worte Auf seinem bleichen Gesichte lag eine naive Freude, daß um, und sie lachte, wie man über ein glücklich überstandenes zu sagen. Sie zuckte die Achseln, die Zärtlichkeit, die er die Erscheinung seiner Frau eine so allgemeine Bewegung Abenteuer lacht. feit einigen Tagen wieder für sie zur Echau trug, verstärkte im Saale hervorgerufen hatte. „ Er war wirklich nett, dieser Junge aber, mein ihr Mißtrauen, und sie gab sich um eine Nüance tühler Bald waren sie umringt. don Lieber, eine Schwalbe macht noch keinen Sommer." Badnoch als gewöhnlich. Er gloffivte nicht ohne Wiz die Komplimente, die Und sie lachte ihrem Schwager ins Gesicht und ging. Sie wendete sich an den Bruder: man ihr machte, und überließ sie dann ihren BeEr gedachte sich in das Rauchzimmer zu retten, als eine junge Dame mit einem lauten Ausruf des Entzückens ihm entgegen trat. XV. Die Empfangsabende im Hause Gebhart, die mit einem vorzüglichen Souper ihren Abschluß fanden, versammelten allwöchentlich eine zahlreiche Gesellschaft, die sich aus den verschiedensten Elementen zusammenfeßte. Auch an diesem Abend erstrahlten die Salons im Glanze der Gaslüstres, aber noch war niemand von den Gästen erschienen, macht Nun, hast Du bei Dr. Hartmann einen Besuch ge- wunderern. ?" Gewiß." Wie gefällt Dir Helene?" Er zuckte scheinbar gleichgiltig die Achseln: eine sehr angenehme Frau. Ich hätte nichts dagegen, beim Souper ihr Nachbar zu sein." Das geht nicht, Minister Lermina würde es mir nie Der Herr des Hauses und sein Schwager v. Morre, verzeihen, wenn ich ihn nicht an ihre Seite sette." ihre Zigaretten rauchend, in dem neben den kleinen So, sie läßt sich also von dem alten Lermina den Hof Salon gelegenen Rauchzimmer, das lim arabischen Stil machen?" gehalten war, plaudernd auf und nieder. Morre hatte sich Er ist der erste, der ihren Geist entdeckt hat und in den zwei Jahren, die er in Egypten zugebracht hatte, das schmeichelt ihr." merklich verändert, sein Teint war gelber, sein Haar schütterer geworden und ein noch absprechenderer Zug lag um den feinen Mund, aber seine Haltung war von tadel lofer Eleganz wie nur je vorher. der ſeit einer Woche wieder in München weilte, gistero, hob den Kopf: Heinrich Gebhart präsentirte sich als ein kleiner rundlicher Mann, glatt und von Sauberkeit glänzend, mit einer großen, neugierigen Nase und kleinen lebhaften Augen. Sie pflegten munter nach allen Seiten zu schießen, um immer etwas Neues zu entdecken, das seine Lachlust reizen tonnte. Heute erschien er indeß etwas herabgestimmt. Der Besuch des Schwagers tam ihm sehr ungelegen. Es war in diesen Tagen ein Geschichtchen in Umlauf gekommen-er wußte nicht, wer es verbreitet hatte das eine für ihn verteufelt unangenehme Konsequenz enthüllte. Er mußte wünschen, daß es das Ohr seines Schwagers nicht erreichen möge. Er bemühte sich, möglichst unbefangen auszusehen und sehr heiter, er lächelte immer. Seine Frau tam herein. Sie trug eine lichte Toilette, einfach, ohne jeden Schmuck. Und noch mehr ihrem Mann," lächelte Gebhart. " Ich begreife das, wir Männer sind gern stolz auf unsere Frauen." Er beugte sich über sie, die sich soeben gesetzt hatte und füßte fie auf die Schulter. Sie zuckte zusammen. Ob wir auf diesen Stolz immer stolz sein können, das ist die Frage," erwiderte sie herb. Du bist immer geistreich und parador, Sidonie," lächelte er und sah dabei so de- und wehmüthig aus, daß Morre sich umwenden mußte, um nicht laut aufzulachen. Die ersten Gäste wurden gemeldet, und eine halbe Stumde später waren die Gesellschaftsräume des Palais Gebhart bereits ziemlich gefüllt. Eben rauschte Betty am Armie ihres Gatten herein im Vollgefühl ihrer Schönheit und ihrer gesellschaftlichen Bedentung. Ihre Robe war neu und neu die Brillanten Riviere, die ihren Hals schmückte. Sie war ein Geschenk, das die letzte Arbeit ihres Mannes ihr eingetragen hatte. Bildhauer Lufft, unscheinbar und nachlässig wie immer, die großen Hände schlecht behandschuht, trippelte mit seinen furzen Beinen neben ihr her. „ Die o Gott!" feufzte und versuchte eine Wendung. Aber wie ein geschickter Waidmann das Wild, wußte sie ihn zu stellen, daß er nicht aus konnte und vor ihr stehen blieb. Sie war ein, fleines, nettes, reich und exzentrisch herausgeputztes. Figürchen, das einen Riesenfächer in immerwährender Bewegung hielt. Dichtes und schwarzes Kraushaar, das tief in die Stirne fiel, verengte das winzige Gesichtchen noch mehr, aus dem zwei Augen hervorglühten, die von dunklen, mächtigen Brauen überwölbt waren und meist einen schmachtenden, unglücklichen Ausdruck zeigten. Man nannte sie scherzhaft die traurige Millionärin, oder die Lotosblume, weil sie erst fürzlich von Indien zurückgefehrt war. Lufft, dem jede Biererei zuwider war und geist reichelnde Damen insbesondere, versuchte gleichwohl seine Stirne zu glätten, und wenn er auch von einem Fuß auf den anderen trat, wie ungeduldige Menschen zu thun pflegen, sein Mund zeigte ein zuvorkommendes Lächeln, denn die kleine Frau war eine Kundin, bei der der Preis teine Rolle spielte. Er sollte in den nächsten Tagen mit ihrer Büste bes ginnen, und wie er jetzt vor ihr stand, ließ er seine Blicke über ihren Körper hinweg gleiten, gierig nach Formen suchend. Was soll ich da modelliren?" dachte er wehmuthsvoll, die ist ja nur Tüll und Frisur." Sie hatte seinen Arm genommen und ging plaudernd mit ihm auf und nieder. ( Fortsetzung folgt.) m und ist nun der erste ausgeprägt bäuerliche Nationalrath von angeblich ausgesprochen sozialistischer Gesinnung. Die Enthüllungen Clemenceau's über den Zustand Ser französischen Kriegsflotte werden immer sensationeller. Jezt hat er Jetzt hat er wiederum an der Hand amtlicher Aftenstücke den Beweis geliefert, daß in teinem der Magazine der vorschriftsmäßige eiserne Bestand von Vorräthen aller Art vorhanden ist, und daß auch in teinem Magazin die Vorräthe an Bord der Schiffe mit eingerechnet derjenige Vorrath vorhanden ist, den die amtlichen Angaben als vorhanden bezeichnen. Der Skandal ist ungeheuer; es unterliegt feinem Zweifel mehr, daß verschiedene hohe Herren ein bequemes Panama im Land oder richtiger im Wasser gefunden haben. Die Regierung ist außer sich, sie hat eine außerparlamentarische Untersuchung angeordnet gerade wie nach dem ersten Auftauchen des Panamaskandals. Allein das genügt nicht. Auch Auch in diesem Fall tann erst durch eine parlamentarische, im Licht der Deffentlichkeit stattfindende Untersuchung die Wahrheit ans Licht gebracht werden." Verschiedene Blätter verlangen, daß Clemenceau, weil er Staatsgeheimnisse verrathen, in Antlagestand versetzt werde. Das sind offenbar die Organe von Leuten, die ein böses Gewissen haben. Clemenceau hat jezt seine Rache an den Kollegen, die ihn einſt in dem Panamafumpf stecken ließen er hat die Rollen gewechselt, und wird bald als Rehabilitirter, das heißt mit wieder zufammengeflicktem Ruf in der Kammer fizen. Ge Spanisches. Aus Barcelona wird telegraphirt:[ machen.( Jnwieweit die Uebersetzer mit antisemitischem Auf den hiesigen Zivilgouverneur wurde, als er aus Dele gefalbt sind, wiffen wir nicht.) Nichts seinem Hause heraustrat, ein Revolverschuß abgegeben, welcher ringeres als Diebstahl, Betrug, Mord( 8. B. als Sühne ihn am Kopfe verwundete." für den Verrath jüdischer Glaubensgenossen) u. s. w u. f. w. wird als durch jene Geheimgeseze" erlaubt ja sogar befohlen Der Attentäter wird natürlich zum Anarchiſten ge stempelt. " bingeftellt!- Alle Schandthaten, die sich in dem SühneRegister des findigsten Staatsanwalts aufgespeichert finden, sind Serbisches. Aus Belgrad wird telegraphirt: nach den Schilderungen der Petition den Juden von„ GeheimDer radikale klub hat eine von 106 Abgeordneten gefeßes" we wegen erlaubt, nur dürfen sie sich nicht kriegen der Stupichtina unterzeichnete Erklärung erlassen, in welcher lassen! Hierin geht es also den Juden so wie den Nichtbie Anwefenheit des Baters des königs als juben, aber wo fleden bie„ Geheimgeſege" ber Räuber und Bruch des Ehrenwortes und als Gesetz Mörder, der Gründer und Ausbeuter, der Kriegsanzetteler und widrigkeit bezeichnet wird. Ferner wird in der Erklärung Steuer- Hinterzieher, der Lockspigel und so weiter, welche die gegen jede Theilnahme des Königs Milan an bürgerliche Gesellschaft züchtet und zu ihrer Erhaltung benutzt? Staatsgeschäften alg verfassungswidrig Der für diese Petition bestellte Referent Abgeordneter Freiherr protestirt, ebenso wie gegen fein Verbleiben im pon Langen hatte Ueberweisung derselben an den ReichsLande. Die gegenwärtige Regierung wird für alle Folgen der kanzler beantragt, während der Korteferent Genosse Vogtherr etwaigen Beeinflussung des Staatsgerichtshofes oder der Ein- vorschlug, die Petition( welche sich nicht an den Reichskanzler, stellung der Thätigkeit desselben verantwortlich gemacht; schließlich sondern an den Kultusminister wenden will) zur Erörterung im wird erklärt, daß die radikalen Abgeordneten in Plenum für ungeeignet zu erachten, da mangels eines ihrer bisherigen Haltung auszuharren ent- Reichs- Kultusministers der Reichstag nicht zuständig ist, und schloffen seien. das Reichs Strafgesetzbuch hinreichenden Schutz gegen alle Aus Belgrad verlautet noch, daß die dort anwesenden die behaupteten Rechtswidrigkeiten bietet. Der Antrag des bäuerlichen Abgeordneten von dem Stadtpräfekten, Oberst Referenten erfordert die vorherige Buziehung eines Regierungslieutenant Mihajlovitsch, die Weisung erhielten, die Residenz Kommissars und wurde daher die eingehende Behandlung der binnen 24 Stunden zu verlassen; die meisten sind heute Petition so lange ausgesetzt. früh abgereist. Besser wäre es, die fostbare Zeit der Kommission für die M unzähligen Petitionen wichtigeren und ernsthafteren Inhalts frei zu lassen! 10 Parteinachrichten. Der Bankerott Serbiens scheint schon offen zugestanden zu werden. Man will nämlich einem auswärtigen Finanz mann die Leitung der serbischen Finanzen übertragen. Das sieht der Kontrolle der Staatsfinanzen, wie sie in Aegypten Zum Schuße der französischen Gewerkschaften hat, durchgeführt ist, sehr ähnlich. Ein drakonisches Urtheil ist am letzten Mittwoch von der wie man uns aus Paris schreibt, die sozialistische Fraktion A13 militärische Rekognozirungen unter dem Strafkammer des Landgerichts zu Glberfeld gefäßt worden. eine bereits früher von der Kammer votirte, aber vom Deckmantel wissenschaftlicher Forschung Mitte September erschien in der in Solingen herausSenat zurückgewiesene Gesetzesvorlage auf's neue auf- ftellt sich die Absicht der kaiserlichen Geographischen Gesell gegebenen Berg. Arbeiterstimme" eine Nachricht, daß ein Geiftgenommen und durch den Abgeordneten Sembat einbringen fchaft zu Petersburg dar, die eine genaue Erforschung des licher in Wickrathsberg sein Umt dazu benutzt habe, einzelne laffen. Dem Art. 2 des Syndikatsgesetzes vom 21. März Marmara Meeres vorzunehmen beabsichtigt. Ein hierauf aufgefordert zu haben. Mitglieder seiner Pfarrgemeinde zur Zahlung von Schulden 1884 zufolge fönnen nämlich nur diejenigen einer Berufs- bezügliches Projekt ist in allen Einzelheiten bereits aus- fühlte sich der Herr Pastor beleidigt und auf Anrathen des Durch die Wiedergabe diefer Notiz genossenschaft( Gewerkschaft) beitreten, die ihren Beruf that- gearbeitet. dortigen Bürgermeisters erhob er bei der Staatsanwaltschaft fächlich ausüben. Da aber unter solchen Umständen große Bekanntlich liegt Ronstantinopel, das Ziel der orien Anklage wegen Beleidigung. Heute Mittwoch fand nun in dieser Gewerkschaften oder gar Gewerkschaftsverbände unmöglich talischen Politik Rußlands am Marmara- Meer. Auch nach Angelegenheit gegen den verantwortlichen Redakteur unseres find, da sie mindestens einer Person in der Leitung be- Bentralasien entiandte Rußland in den 60 er und 70 er Blattes, Genossen Wilde, Verhandlung vor der Strafkammer des dürfen, die sich ausschließlich mit den Gewerkschaftsgeschäften Jahren wissenschaftliche" Forschungsexpeditionen, die vor- Landgerichts in Elberfeld statt. Die Bertheidigung zu befaffen hat, ja der Bestand der Gewerkschaften da nehmlich aus Militärs bestanden, nachher folgten dann die Monat Gefängniß, nebst den üblichen Nebenstrafen. Der Staatsaus bestauchungspeditionen, but ole anwalt Landé in Elberfeld. Das Urtheil lautere auf neun Surch geradezu von dem Belieben der Unternehmer Eroberungen der erforschten Gebiete. Und genau die gleiche anwalt hatte fechs Monate beantragt. Wir enthalten uns über abhängt, weil diese nur die jeweiligen Leiter Bewandniß hat es mit den Forschungsreisen der Wißmann, dieses drakonische Urtheil eines deutschen Gerichtshofes einfach arbeitslos zu machen brauchen, wurde am 2. Juni 1891 Schweinfurt, Rholfs in Afrika, die nur Vorbereitungen jeder Kritik. Natürlich ist sofort von dem Vertheidiger bei dem von dem damaligen Justizminister Fallières auf Drängen unserer Rolonialpolitik waren. Neichsgericht die Revision dieses unverständlichen Urtheils be. der Arbeiterschaft ein Gesezentwurf vorgelegt, wonach alle antragt worden. Personen, vorausgesetzt, daß sie mindestens 5 Jahre in ihrem Berufe thätig waren und denselben seit nicht mehr als 10 Jahren verlassen haben, berechtigt find, Gewerk schaften zu bilden, bezw. denselben als Mitglieder anzugehören. Obwohl von der Kammer mit großer Majorität Aus Brasilien kommen Nachrichten, die, wenn sie sich angenommen, wurde der Entwurf dennoch vom Senat, und bestätigen, auf den nahen Sieg der Rebellen schließen lassen zwar in seiner Sigung vom 7. Juli 1893 verworfen. Eine würden. Die Nachrichten von dort find aber so unFolge davon war, daß u. a. erst jüngst zwei Mitglieder zuverlässig, daß wir erst nach erfolgter Entscheidung unserer Der Gewerkschaft der Omnibusbediensteten von Bordeaux Sache sicher sein können. Vorläufig tämpfen die beiden vom dortigen Gerichte verurtheilt wurden, weil sie, trotzdem Parteien in Brasilien einander mehr mit Lügen als mit fie beim jüngsten Omnibusstreit von der Kompagnie ent- Kanonen. Lassen worden sind, noch immer im Leitungskomitee dieser Gewerkschaft verblieben. Um mun folchen empörenden Urtheilssprüchen die Rechtsbasis zu nehmen, hat eben die sozialistische Fraktion die Abänderung des Syndikatsgesetzes in dem oben angedeuteten Sinne beantragt. Ob der Gesetzentwurf diesmal von größerem Erfolge begleitet sein wird, das bleibt allerdings noch dahingestellt. Kosten eines Zollkrieges. Frankreich und die Schweiz liegen seit dem vorigen Jahre im Zellkriege. Die Folge desselben ist ein Rückgang der Ausfuhr Frankreichs um mehr als ein Dritttheil. Während 1892 noch Waaren im Werthe von 227 Millionen aus Fr nkreich nach der Schweiz exportirt wurden, sank der Waarenwerth im Jahre 1893 auf blos 150 Millionen. Daß die Arbeiter hierbei die Zeche bezahlen müssen, ist selbstverständlich, denn die Minderproduktion von Waaren im Werthe von 77 Millionen Franken wird zahlreiche Entlassungen zur Folge gehabt haben. Aus Afrika kommen wieder Hiobsposten. Die Belgier und die Franzosen haben in Kämpfen mit den Eingeborenen große Verluste an Soldaten und auch an Respekt bei der einheimischen Bevölkerung zu verzeichnen. wird aus Wellington( Neuseeland) geschrieben: Zum Frauen- Stimmrecht. Der Kölnischen Zeitung" Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Genosse Ströbel, Redakteur der Schlesw. Holft. Volts Zeitung", wurde wegen Beleidigung des Kapitäns Be zur See von Prittwiß, Kommandant des Panzerschiffs König leidigung soll durch einen Artikel geschehen sein, in welchem Wilhelm", zu einem Monat Gefängniß, verurtheil önig über den Vollzug einer Strafe berichtet wurde, die an Bord obigen Panzerschiffes an einem Mann vorgenommen worden war. Es wurde erzählt, daß der Betreffende in schwebender Stellung, an den Händen gefesselt, aufrecht gehalten worden war, so daß er nur mit den Bebenspitzen den Fußboden berührte. In dieser Stellung hatte er Morgens und Abends eine Stunde verharren müffen. Diese Strafart wurde in dem Artikel Ströbel's eine" feltsame" genannt; auch wurde angezweifelt, daß diese Bestrafung nach dem Reglement zulässig sei. Das Gericht fam nach Vernehmung von Marine Sachverständigen zu der Ueberzeugung, daß die Strafvollstreckung reglementsmäßig(!!), die Darstellung in dem Artikel unrichtig gewesen sei und verurtheilte Ströbel zu obiger Strafe. 0 Die mit großer Spannung erwarteten Wahlen, in denen die Frauen zum ersten Male das volle Wahlrecht ausübten, find nun vorüber. Sie sind im allgemeinen ohne Störung ver Laufen. In einzelnen Familien allerdings, wo Mann und Frau entgegengesetzten politischen Parteien angehörten, mag es ohne Kampf" nicht abgegangen sein ist doch wiederholt. --Gegen benamtlichen Charatter" einer fogar der Fall vorgekommen, daß sich Eheleute als Kandidaten Beitung würde es nach Ausspruch des Landraths von Solingen verschiedener Parteien öffentlich erbittert bekämpft haben, nach verstoßen, wenn ein amtliches Kreisblatt Inserate aufnehmen den Versammlungen allerdings Arm in Arm friedlich nach würde, durch die sozialdemokratische Parteiversammlungen beHause gingen. Die Zahl der Kandidaten war ungemein groß fannt gemacht werden. Der Einberufer einer solchen Versamm-271 bei 74 Abgeordnetensitzen und die Betheiligung, lung in Solingen hielt es für nöthig, außer in der Bergi namentlich von feiten der Frauen, sehr rege. Die Regierungs- fchen Arbeiterstimme" auch im Solinger Kreis- Intelligensblatt" partei( gleichbedeutend mit Farmerpartei) hat fast überall zu annonciren; er erhielt aber betreffende Annonce zurück, da der gefiegt, sämmtliche Minister sind wiedergewählt worden. Die Frauen haben ausschließlich für Temperenzler gestimmt. al Verleger erklärte, daß der Herr Landrath die Aufnahme nicht wünsche. Wir sind nun zunächst der Ansicht, daß es nicht nöthig sein sollte, Parteiangelegenheiten durch gegnerische Blätter befannt zu geben; nichts destoweniger ist der Vorfall geeignet, die amtlichen Publikationsorgane uns in einer recht traurigen Rolle zu zeigen. A Depeschen. E. F., Stralauerstraße. Der Hirsch wirst jedes Jahr im Briefkaffen der Redaktion. Februar( Hornung) sein Geweih ab und das nachwachsende setzt einen Backen mehr an. Wette 100. Eisenbahnbrücke Graubenz 1022 Meter, Gitterbrücke Dirschau 887 Meter. B. W. Fragen Sie im Hunde- Asyl, Schulstr. 112, nach. E. 200. Wenden Sie sich an das Polizeipräsidium. ist keine Mittheilung zugegangen. Können Sie eine begründete Schneidermeister J. N., Gr. Frankfurterstraße. Uns Berichtigung bringen, so wird diese selbstredend von uns aufDer nächste internationale Bergarbeiter- Kongres Der Kampf mit geistigen Knüppeln, wie ihn die wird die Woche nach Pfingsten in Berlin statt Jstraut und andere deutsche Patrioten gelehrt, blüht auch finden. Auf dem legten internationalen Kohlenarbeiterin Belgien. Eine Gesellschaft von Sozialisten, die Kongreß wurde auf Antrag der deutschen Delegirten der vorigen Sonntag von Courtray auf ein benachbartes Beichluß gefaßt, den Kongreß für 1894 in Berlin, oder sol Dorf ging, um Flugblätter zu verbreiten und sonst Pro- falls sich dort Hindernisse entgegenstellen, in Paris tagen ( Depeichen des Bureau Herold.) paganda zu machen, wurde von einem, durch den Pfarrer zu lassen. Nach reiflicher Erwägung der Verhältnisse haben Belgrad, 26. Januar. Das Prozeßverfahren gegen die an ( Bikar) fanatisirten Haufen überfallen und, da die Dorf die Vertreter der deutschen Kohlenarbeiter nun jezt ihr geklagten Mitglieder des Kabinets Avakumovic ist durch königpolizei mit den Angreifern zusammenging, trog kräftigster Urtheil endgiltig dahin abgegeben, daß seitens der Behörden liche Amnestie eingestellt. Die Amnestie gründet sich auf die Ar Gegenwehr so übel zugerichtet, daß mehrere unserer Genossen und an andere Hindernisse war nicht gedacht worden und an andere Hindernisse war nicht gedacht worden- aller titel 40 und 41 der Verfassung betr. das Amnestierecht. schwere Wunden davontrugen und einer voraussichtlich das Voraussicht nach dem Kongres teine Edhwierigkeiten würden Leben verlieren wird. Klage ist eingereicht. Aber-? bereitet werden und daß also an Berlin festzuhalten sei. Dieser Beschluß wurde vorige Woche dem englischen Exekutiv Seter sind die Vertreter des Großgrundbesizes in der Ausschuß, an deffen Spitze das Parlamentsmitglied Pickard holländischen Ersten Kammer. Sie treiben die Re- steht, mitgetheilt, und der Ausschuß wird demgemäß, wie gierung an, schärfer gegen die Sozialdemokraten vorzugehen. uns mitgetheilt wird, den nächsten internationalen BergSie fordern, daß die sozialdemokratische Partei aufgelöst arbeiter- Kongreß zu Pfingsten nach Berlin einberufen. werde, weil sie in ihr Programm die Bestimmung aufges Die Berliner Arbeiter werden es sich zur Ehre schätzen, nommen hat, auch mit gesezwidrigen Mitteln ihr Ziel zu dem ersten internationalen Arbeiterkongreß, erftreben. Die Behörden verhalten sich der Arbeitslosenbewegung der auf deutschem Boden tagt, einen würdigen gegenüber zu loyal, was wohl kaum durch die Amsterdamer Empfang, herzliche Aufnahme, und allen möglichen VorMiehelei sich beweisen läßt. Ein indischer Beamter, der mit schub zu bieten. Urlaub im Lande sei, durchziehe das Land, um anarchistische(!) Wir rusen schon jetzt ein herzliches Willkommen! Ansichten zu verbreiten und die Maffen aufzuwiegeln.( Hier ist unser Genosse van Rol gemeint.) Man wünsche zu wiffen, ob die Regierung die Absicht habe, diese Person noch länger in seinem Amt zu lassen. Auch werden einige Elementarlehrer denunzirt und wird der Wunsch ausge Die Wahlprüfungsfommiffion beschloß gestern die Be M. 32. Es ist Scheidungsgrund, wenn der Mann trok sprochen, daß das Versammlungsrecht eingeschränkt werde. schlußfassung über die Wahl des Abgeordneten Gaffelmann's aus einem beim Amtsgericht I, Neue Friedrichstr. 13, zu erwirkenden Tie Regierung möge die Gesetze und die Ordnung energisch zusetzen und Erhebungen über eine Reihe von Protestpunkten zu Befferungsbefehl des Richters nicht für den Unterhalt der Frau handhaben und, wenn die Gesetzgebung sich als ungenügend beantragen. Die Wahl Caffelmanns( freif.) erfolgte erft in der sorgt, oder wenn bewiesen werden kann, daß er sich durch Leichterweisen sollte, sich nicht scheuen, sofort eine Berschärfung Stichwahl gegen einen Nationalliberalen. Die Majorität beträgt finn und lüderliches Leben außer stande gesetzt hat, seine Frau nur 10 Stimmen. Unter den Protestpunkten befindet sich die zu ernähren. berselben vorzunehmen. Man dürfe damit nicht warten bis von der Kämmereiverwaltung in Eisenach bestätigte Angabe, daß Scheidungsgrund, Mißhandlungen immer, nämlich wenn man Wörtliche Beleidigungen sind nicht immer nach der Behandlung des Wahlrechts. So wimmert die 92 Armengeld- Empfänger in den Wahllisten eingetragen waren Beugen dafür hat. holländische Geldsackvertretung. und die größere Bahl derfelben auch gewählt habe. Ob wohl 3. S., Oppeln. 1. Ja, wenn er bei einem GewerbeItalienische Münzpolitik. Rom. Der Tribuna" freiwillig herausgerückt wäre, wenn statt des freifinnigen Caffel worden, meist zu gunsten des Unternehmers. Wenn dort ein die Eisenacher Kämmereiverwaltung mit ihren Angaben auch unternehmer arbeitet. 2. Ja. 8. Jft nicht gleichmäßig entschieden zufolge stellt die italienische Regierung, in Voraussicht der mann der nationalliberale von der Dien gewählt worden wäre. Gewerbegericht besteht, versuchen Sie die Klage. Zurückweisung der Konvention über die Nationalisirung Mit demselben Ergebniß wurden in der Kommission die Speroculus. Die gefeßliche Kündigungsfrist von Buch des italienischen Silbers seitens Frankreichs, eine Unter Wahlen der Abgeordneten Will( 1. Cöslin) und Saurma haltern( Art. 61 Handelsgesetzbuchs) und Werkmeistern( Gewerbefuchung darüber an, wie große Laften für den Staatsschaz v. d. Jelisch( 4. Breslau) geprüft. Ordnung§ 138 a) fann burch Vertrag ausgeschlossen werden. und welche Vortheile für die finanzielle Aktionsfreiheit Dies braucht nicht schriftlich zu geschehen, bei den Werkmeistern Italien aus der Kündigung des lateinischen Münzbundes Die Petitions- Kommiffion des Reichstage beschäftigte und Betriebsbeamten genügt namentlich auch die Aufnahme der fich in ihrer heutigen Sitzung u. A. mit der Petition Drey Bedingungen in eine gehörig publisirte Fabrifordnung. Die erwachsen würden. Die Münzwirren in Italien werden zu einer Gefahr haupt und Gen., welche die Einsetzung einer aus nicht andere Frage läßt sich ohne Kenntniß des Rassenstatuts nicht jüdischen Sachverständigen bestehenden Kommission behufs beantworten. für den ganzen italienischen Handel werden, wenn der einzige Prüfung der jüdischen Geheimgefeße" wünscht. Die Petition H. W., Verein der Maler und Lackirer, Berliu. Senden Bwang zur Ordnung, der lateinische Münzvertrag von führt aus dem Talmud und Schulchan- Aruch eine Reihe von Sie uns erst den gangen Bericht; aus diesem bringen wir dann Italien gekündigt wird. Kraftstellen an, die bestimmt sind, den Leser graulich zue inen Auszug. Parlamentarisches. genommen. C. B- feldt. Besuchen Sie uns Sonnabend zwischen 3 ie_uns und 4 Uhr. Kari V., hier. Brief von heute empfangen. Bitten um Angabe Ihrer Adresse. 00 Für den Inhalt der Inierate über nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonnabend, den 27. Januar. Schauspielhaus. Minna von Barnhelm, oder: Das Soldateng lück. Leffing Theater. Madame SansGêne. Deutsches Theater. Der Herr Senator. Berliner Theater. Aus eignem Recht. Walner- Theater. Geschlossen. Allen Verwandten, Freunden und American- Theater. Betannten die Trauerbotschaft, daß Bildhauer! Dresdener- Straße 55. unfer innigit geliebter Eugen im Alter Sonntag, den 28. Januar, Abends 1727 Uhr, in den Arminhallen, Lumpensusanne oder: von 7 Jahr u. 4 Monaten nach drei- ma wöchentlichem schwerem Scharlach und Nierenentzündung am 24. Januar entschlafen ist. 1424b Die Beerdigung findet am Sonntag, Leichenhalle auf dem Alten JakobiKirchhof am Rollkrug statt. Oeffentl. Kommandantenstr. 20: Bildhauer- Versammlung mit Frauen. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Genossen Hoffmann über: Die zehn Gebote und die Die Obdachlosen von Berlin. Den 28. d. M., Nachm. 4 Uhr, von der besitzenden Klassen. Diskussion. 2. Verschiedene andere Vorträge. Parodistisch- realistisches Traumbild aus Nach Schluß der Versammlung: Tanz. 3u zahlreichem Erscheinen dem Müllwinkel( frei nach dem Verbrecher- Album) bearb. v. Oskar Wagner. Die gramerfüllten Eltern: ladet ein Die Agitationskommission der Bildhauer Berlins. Lumpensusanne, gen.„ Die Gräfin", Erunt Arndt u Frau, Stalizerstr. 107. Zugleich machen wir die Kollegen und Frauen aufmerksam auf die von ein schon geprüftes Mädchen Allen Freunden und Genossen die der legten öffentlichen Versammlung beschlossene, behufs Stellungnahme der Franziska Häser. traurige Nachricht, daß mein lieber Bildhauer zur Regelung der Maifeier für Anfang Februar anberaumte VerDie Bombe, Aftervermietherin im Müll- Mann, der Schrauben Dreher sammlung. Näheres durch Inferat. winkel des Sonnenaufgangs" A. Fengler, nach langem, schwerem veiden verstorben ist. " Josephine Delclisseur. Brunwald mit bewegter Vergangenheit Martin Bendix. Täglich: Auftreten des 9 Die Beerdigung findet Sonntag Nachmittag von der Leichenhalle des Thomas Kirchhofs aus statt. 1418b Der Lieutenant zur Gee, water besten Bauchredners d. Jehtzeit Frau Anna Fengler, Wrangelſtr. 111. See. Residenz- Theater. Bol otte. Der Mustergatte. Neues Theater. Jugend. Central- Theater. Ein toller Einfall. Berlin 1893. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Viktoria Theater. Die Kinder des Kapitän Grant. Alexanderplatz- Theater. Der Trompeter von Säffingen. National- Theater. Charley's Tante. Vorher: Der Teufel in Berlin. American Theater. Lumpen- Susanne, oder: Die Obdachlosen von Berlin. Theater Unter den Linden. Der Obersteiger. Wintergarten. Spezialitäten Vorstellung. Reichshallen- Theater.SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Borstellung. Spezialitäten Baufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 182. Festprolog von John Kröger- Simon. Doppelvorstellung zu einfachen Preisen. Novitäten! Novitäten! Charley's Tante. Große parodistische Posse mit Gesang und Tanz von Hugo Busse. Regie: Mar Samst. Musik von Adolph Wiedecke. Vorher: Der Teufel in Berlin. Große Posse mit Gesang und Tanz in 3 Aften von Eugen Prudens. Mufit von A. Wiedecke. Regie: May Samst. Rasseneröffnung 61/2 Uhr. Anfang 71/2 Uhr.. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonntag Nachm. 3 Uhr, Boltsvorstellung: Wilhelm Tell. Central- Theater. Alte Jafobstraße 30. Ein toller Einfall. Schwank in 4. Aften von Carl Laufs. Hierauf zum Berlin 1893. Revue in 2 Abth. von L. Leipziger. Anfang der Vorstellung 7/2, der Revue 9/4 Uhr. 35. Male: Sonntag, den 28. Januar: Zum 1. Male: Herr Coulisset. Schwank in 3 Aften v. Blum u. Toché. Hierauf zum 36. Male: Berlin 1893. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Schwank in 3 Att. v. Brandon Thomas. Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang in 1'Aft von Ed. Jacobson u. Benno Jacobson. Musik von Franz Roth. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 712 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. PassageH. Blank. Ferner u. a.: „ Direktor Hippe von Martin Bendix. Auftr. sämmtl. Spezialitäten. Anfang Wochentags 72 Uhr, Sonntags 6 Uhr. ,, Sanssouci", Kottbuserstr. 4a. Sonntag, den 28. Jannar 1894: Stettiner Sänger Anfang Uhr. Entree 50 B 3. Schluß neu! ( höchfter Lacherfolg!) Friedrichstraße 191. Félicie. Heute Pfg. Entree. Achtung! Schiffer! Große 148/9 Achtung! Volks- Versammlung in Charlottenburg am Sonntag, 28. Januar, Nachm. 1 Uhr, Bismarckshöhe, Bismardstr. 80. Tages Ordnung: 301/11 Steuer- und Schifffahrts- Verhältnisse. Referent Herr Wagner. Dis fussion und Verschiedenes. Hierzu sind alle im Schifffahrtsgewerbe beschäftigten Personen dringend eingeladen. Der Einberufer. morgen: 20 ratweil'sche Achtung! Vergolder. Achtung! Bierhallen Große öffentliche Versammlung. Kommandantente.77-79. Aelt. u. größt. Etablissem. Berl. Neues Programm. Täglich von 6 Uhr ab ne bei freiem Entree. aller im Vergoldergewerbe beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen am Montag, 29. Januar, Ab. 91/2 Uhr, bei Ehrenberg, Annenstr. 16. Tages Ordnung: 358/16 National- Konzert und Wahl der Reviſoren. Eine Soiree D. Obenlandler bei Lehmann's. Montag: Viktoria- Brauerei. Dienstag: Böhmisches Brauhaus. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Täglich: Spezialitäten Vorstellung Men! und Konzert. Neu! Men! Ein Stiergefecht in Cadig. Große Ausnattungs- Parodie. Pantomime mit Ballet, ausgef.von den spanischen Clowns Hermandos Beiso und fämmtlichem TheaterPersonal. Sonntags 6 Uhr. Wochentags 8 Uhr. Entree Wochentags 50 Pf. Anfang:{ in National- Tracht und Auftreten von Künstlern. Spezialitäten 1. Ranges. 1. Vortrag des Genossen Stabernack über: Ist die heutige Gesellschaft in der Lage, der Arbeitslosigkeit Einhalt zu thun? 2. Diskussion. 3. Rassenbericht der Agitationstommiffion. 4. Ergänzungswahl der Agitationstommission 858/16 5. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen bittet Die Agitationskommiffion. Die Vertrauensleute werden ersucht, die Billets zum Stiftungsfeft in Empfang zu nehmen. Achtung! Handschuhmacher. Oeffentliche Versammlung der Handschuhmacher und aller in der Brauche beschäft. Arbeiter nud Arbeiterinnen Mr. Kauning, Concertmaler. Derselbe wird innerhalb 15 Minuten ein Delgemälde malen, welches nach Schluß der Borstellung verlooft wird. 1. Vortrag des Genossen Joft über: Sozialgefeßgebung und welchen Sonntags Anf. 5 Uhr. Entree 30 Pf. Nußen hat dieselbe für den Arbeiter. 2. Diskussion. 3. Bericht des Delegirten zur Gewerkschaftskommission. 4. Verschiedenes. Circus G. Schumann, Es ist Pflicht eines jeden Berufsgenossen in der Versammlung zu Der Einberufer. erscheinen. am Sonntag, 28. Januar, Vormitt. 10 Uhr, bei Hensel, Invalidenstr.1. Tages Ordnung: Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstrasse. Sonnabend, den 27. Januar cr., Abends 72 Uhr: Große Achtung, Stellmacher! 1425b Gala- Festvorstellung. Grosse öffentl. Versammlung der Stellmacher Vom Festprogramm wird hervorge Berlins und Umgegend hoben: 12 Rapphengste, in 3 Abthei- am Sonntag, den 28. d. M., Vormittags 10 Uhr, im lungen vorgeführt und die 4 Sonnens strahlen nach der bekannten Musik Ta- ra- ta- boom de- ay, Original- Dressur des Herrn Max Schumann. RococoEtablissement Quadrille, geritten von 16 Damen. Original- Klown William Olschansky mit feinen dressirten Natten und Buggenhagen. Moritz Play. Morizz Play. Täglich Gr. Instrumental- Konzert. Gr. Frühstücks- u. Mittagstifds. Spezial: Ausschank von Pakenhofer Lagerbier, hell und dunkel. An den Wochentagen findet das Konzert in den unteren Restaurations: 10 Sonntag in Dem oberen Gaal, Gntree 25 Bi., Matt. Säle für Versammlungen, Kommerse, Festlichkeiten 2c. Alcazar. Raßen. Mr. Ricolono, Jockey. Paul und William, musikal. Entree. ,, MonoLokale des Herrn Stein, Rosenthalerstr. 38. Tagesordnung: 1. Vortrag über: Zweck und Ziele der Organisation". Referent Ge ojje Jahu. 2. Diskussion. 3. Wahl eines Delegirten zur Gewerkschafts Kommission. 4. Ergänzungswahl der Agitations- Kommission. 5. Verschiedenes Um zahlreiches Erscheinen ersucht 285/14 Die Agitations- Kommission. pol", in der hohen Schule geritten von Achtung! Korbmacher. Achtung! Herrn Max Schumann. Promenade Mathilde Lecusson. des fleurs, geritten ben ben. Am Sonntag, den 28. d. M., Abends 6 Uhr, im Lokal Klown Little Fred mit seiner Menagerie. des Herrn Boltz, Alte Jakobstraße Nr. 75: Versammlung mit Frauen. Zum ersten Wtale: Mr. Lecusson, Saltomortal- Reiter. Unsere Marine, oder: Dresdenerstr. 52/53( City- Passage.) Die lustigen Burschen von Inebl- Ouverture. Prolog und Apotheose. Elite Programm. Tanz- Kränzchen. Entree: 15 Pfennig. In Vorbereitung: Echt Berliner Blut. der Flotte. Nach der Versammlung gemüthliches Beisammensein. Gäste willDer Einberufer. fommen. Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Montag, den 29. Januar, Ab. 8% Uhr, im Louisenstädt. Konzerthaus. 231/17 Großes Balletdivertissement, arrangirt vom Balletmeister Herrn R. Riegel.d Ballet ausgeführt von 30 Tamen des Corps de ballet und 16 Herren der Gesellschaft. Alte Jakobstr. 37: Ordentliche General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Kassenbericht und Bericht der Revisoren. 2. Bericht der Kommissionen.. 3. Wahl eines Kassirers für den Süden. 4. Bestätigung Sonntag 2 Vorstellungen: Nachm. 4 der vorgeschlagenen Beisiger. 5. Erfahwahlen zur Bibliothek- Kommission. und Abends 72 Uhr.( Nachmittags 6. Antrag des Vorstandes auf Abänderung der§§ 5 und 7 des Statuts. 1 Kind frei): Rübezahl. Abends: 7. An den Vorstand gelangte Anträge. Ohne Mitgliedskarte kein Zutritt. Hochachtungsvoll und ergebenst G. Schumann, Direktor. R. Winkler. Unsere Marine. Circus Renz. ( Karlstraße.) Sonnabend, den 27. Januar cr., Abends 7/4 Uhr: Parade- Festvorstellung. U. a.: Der oftpr. Hengit Blondel und Monstre- Tableau von 60 Pferden, vorgeführt vom Direktor Fr. Renz. Die Post, mit 12 Pferden geritten von Herrn Panopticum. Sen Gustav. Die hohe Schule, ger. Im Theater- Saal, ohne Extra- Entree: von Frl. Oceana Renz. Ferner: Huldigungsgruß, Nord und Süd, arrangirt und inszenirt vom Direktor Liederspiel von R. Linderer. Auftreten sämmt!. Spezialitäten. HF Nur noch kurze Zeit! Heute, Sonnabend, 27. Januar, Abends 81/2 Uhr, im Restaurant Heise, Lichtenbergerstr. 21: Allgem. Kranken- u. Sterbefasse Branchen- Versammlung der Nagelschmiede. der Metallarbeiter ( E. H. Nr. 29), Filiale II. Sonntag, den 28. Jan., Vorm. 10 Uhr, im Märkischen Hof". Admiralstr. 18 c: Grosse " Mitgliederversammlung Tagesordnung: Der wichtigen Tagesordnung wegen werden die Kollegen ersucht, recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Der Vorstand, Achtung! Grünau. Achtung! Große öffentliche Versammlung Des Lese- und Diskutirklubs Lassalle 1. Die bevorstehende General= Ver: fammlung. 2. Aufstellung der Ran- am Sonntag, 28. Januar, Nachm. 22 Uhr, bei Herrn Hedier, Friedrichstr. 1. didaten zu derselben. Fr. Reuz. Auftreten der Afrobaten auf dem Telephondraht Zalva, Espana und Alvar. Mr. Lavater Lee 2c. Zum Schluß: Ein Künstlerfest. Präuscher's anat. Museum. Neue Ausstattung; neue Einlagen. Kehlkopftuberkulose, Kehltopf- Gr. Prachtfeuerwerk. E Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorkand. 224/9 Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Bueb aus Mühlhausen i. E. über: Antisemitismus und Sozialdemokratie.( Bekannte Antisemiten find hierzu brieflich eingeladen.) 2. Diskussion. 3. Wie stellen sich die Arbeiter 199,18 Gäste sehr willkommen. Bur Dedung der Unkosten wird ein Entree von 10 Pj. erhoben. Der Vorstand. Verein zur Wahr. d. Jnteressen Grünau's zur Lokalfrage. der Berliner Knopfarbeiter. Sonntag, den 28. Jan., Vorm. 10 Uhr, bei Stabernad, Pücklerstr. 49: Achtung! Rixdorf. Neu: polyp, Bruſtſellentzündung. Preise wie gewöhnlich. Ordeutl. Generalversammlung. Genossenschaftsbäckerei für Berlin u. Umgeg. Lungenentzündung, Lunge mit Tuber Der Circus ist gut geheizt. tulose, Herz mit Klappenfehler, Magen Sonntag: 2 Borstellungen, Nachm. mit Entzündung, mit Geschwüren, 4 Uhr( 1 Kind frei) und Abends 72 Uhr. Zages Ordnung: 1. Jährlicher Kaffenbericht. 2. Bericht des Vorstandes. Leber und Milzkrankheiten. Ein Künstlerfest. Schuhkanal durch fünf Börper, Gladiatorenkampf, Fr. Renz, Direktör. Meine Menßerung den Haus193/8 3. Wahl des Vorstandes. 4. Verschiedenes. Die Versammlung wird pünktlich erDer Vorstand. ( E. G. m. b. H.) 97/14 W. Pfohl vormals Franke, Berlinerstr. 38, am Denkmal, liefert unser Brot frei in's Haus und bitten wir die Genoffen gefälligst zu beachten, daß auf den Broten unser Stempel G.-B. B.& U. oder unsere volle Firma sich befindet. vormals täglich für erwachsene Herren, Dienstag diener Emil Mewis nehme ich zurüid. öffnet.hr. Grscheinen, it flicht. Boltz' Festsäle, S. G. Feuerstein 75, und Freitag für Damen. 14816 F. Baumert. Säle zu Festlichkeiten und Versammlungen. Berantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Drud und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Amit I, 1082 Hierzu zwei Beilagen 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 22. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. Sonnabend, den 27. Jannar 1894. 36. Sigung vom 26. Januar 1894, 1/2 Uhr. Am Bundesrathtische: v. Bötticher, Graf Posadowski, Nieberding. Die Erklärung, betreffend die Verlängerung des bestehenden Handelsprovisoriums zwischen dem Reich und Spanien auf die Zeit bis einschließlich zum 31. März d. J. wird ohne Debatte in erster und zweiter Lesung durch unver änderte Annahme erledigt. 0 11. Jahrg. Der minder= Frau die schuldige ist. Aber sehr leicht könnte der praktische Er- Abg. Paasche( natl.): Die Nothlage der Landwirthschaft folg die Absicht dieses Strafgesetzes in ihr Gegentheil verkehren; wird von allen Seiten anerkannt; Beweise braucht man dafür ein Mann, der noch Arbeit hat, könnte sie leicht, wenn er auf taum beizubringen. Herr Friedberg stellte es allgemein als grund dieser Vorschrift bestraft wird, verlieren, dann könnte man Axiom auf, daß eine unterwerthige Baluta den Export begünstige. ihn zwar nicht mehr bestrafen, aber die Folge wäre doch, daß Das ist durchaus kein feststehender nationalökonomischer Lehrsatz. dann von ihm gar nichts mehr zu haben sein würde. Bedenklich( Sehr richtig! links.) Es kommt darauf an, ob die Valuta fich sei auch, daß hier nicht blos Hajt bis zu sechs Wochen, sondern gleich bleibt oder schwankt. Die gleitende Stala halte ich für Rorrektionshaft bis zu zwei Jahren verhängt werden kann. Wir undurchführbar; sie würde nur der Spekulation nüßen. werden gegen das ganze Gesez stimmen, wenn es nur mit dieser Gold und Silber verhalten sich nicht mehr wie 151/2: 1, Bestimmung zu stande kommen kann. Die bestehende Gesetzgebung fondern wie 30: 1. Was würde daraus entstehen, wenn man ist vollständig ausreichend. unter solchen Umständen das alte Verhältniß wieder herstellen Staatssekretär v. Bötticher: Die Vorlage geht von der wollte? Würde ein solches Werthverhältniß aufrecht zu erhalten Darauf tritt das Haus in die erste Berathung der Novelle erfahrungsmäßig festgestellten Wahrnehmung aus, daß Arbeiter sein bei der wachsenden Silberproduktion? Wenn der Preis zum Geseze, betreffend die Einrichtung und Verwaltung des in die großen Städte ziehen, Frau und Kinder daheim zurück verdoppelt wird, werden die Silberbarone in Amerika mit Reichs Invalidenfonds. Nach dem Gesezentwurf soll lassen und nun von ihrem Verdienst nichts zur Unterſtüßung größerem Gifer arbeiten lassen, und überall wird man nach aus dem Kapitalbestande des Fonds ein Betrag von 67 Millionen ihrer Angehörigen gewähren, sondern denselben zu anderen nüß- neuen Silberquellen suchen. Eine Kontingentirung der Silberflüssig gemacht und der Reichskasse zur Verstärkung der Betriebs- lichen und unnüßen Zwecken verwenden. Diesem sozialen Uebel- produktion würde herbeigeführt werden müssen. Aber dieses fonds zugewiesen werden. stande will der Zusatz zu§ 331 Str.-G.-B. steuern. Problem ist noch schwieriger zu lösen als das, durch einen Echaßfekretär Graf Pojadowski: Wenn die Gelder der Abg, Molkenbuhr leugnet nicht, daß diese Fälle vielfach Handelsvertrag Jedermann zufrieden zu stellen. Reichskaffe für die Betriebsfonds des Reichs ausgereicht haben, vorkommen. Man dürfe aber nicht annehmen, daß diese Leute Abg. Graf Strachwik( 3.): Die Aufhebung des Identitätsso lag das an dem bisherigen Modus der Verrechnung der auch sofort die Familie von der Ferne aus ernähren tönnen; nachweises würde für die Landwirthschaft sehr bedenklich sein Matrikularbeiträge. Seit 1872 wurde bisher behufs Deckung ſie ziehen aus, um Arbeit zu suchen und haben erst eine Reihe und nur den Großhändlern zu gute tommen. des unmittelbaren Bedarfs der Reichs- Hauptkasse von den anderer Ausgaben zu decken, ehe sie an ihre Familie denken werthige russische Roggen würde in Deutschland sigen bleiben Bundesstaaten mit Ausnahme Bayerns, mit welchen vierteljähr- tönnen. In den verschiedenen Landesgesehen beſtehe auch die und unser gutes, schönes Getreide würde ins Ausland gehen. lich abgerechnet wurde, ein Drittel der Matrikularbeiträge Verpflichtung, daß Kinder ihre Eltern zu ernähren haben; auf Die Interessen der Industrie werden als Argument für den pranumerando in Monatsraten eingezogen. Preußen bielt die Grund dieses Paragraphen könnten also auch Kinder, die schon deutsch- russischen Vertrag angeführt. Ich halte die Stärkung übrigen beiden Drittel am 9. und 19. jedes Monats der Reichs- selbst Familie haben, zur Ernährung ihrer Eltern angehalten der Industrie für ebenso nothwendig wie die der Landwirthtasse zur Verfügung. Da die Ueberweisungen erst später erfolgen werden. Auch frage sich, ob denn der gewollte Zweck erreicht schaft. Die Industrie ist sich aber selbst nicht einmal einig fönnen, so stellten sich die Matrikularbeiträge als Vorschüsse der werde. Die Armenkassen würden durch die Anwendung dieses darüber, ob die Handelsverträge für sie von Vortheil sind. Einzelstaaten dar, für deren Leistung die Landesfinanzverwal: Paragraphen nicht besser gestellt sein. Es würden viele Ver-( Widerspruch links.) Für die industriellen Arbeiter soll gesorgt tungen Sorge zu tragen hatten. Diese Einrichtung hat sich als urtheilungen stattfinden und unter denselben würden sich ebenso werden; haben die Landwirthe denn teine Arbeiter? Sind die bedenklich erwiesen und soll aufgegeben werden. Lekteres tann viel Unschuldige wie Schuldige befinden. Ein solches Gesetz tleinen Landwirthe, die allein ihr Gründstück bearbeiten, nicht aber nicht ohne sehr starke, wenn auch vorübergehende Schwächung könne er nicht mitmachen. auch Arbeiter?( Buruf links: Die verkaufen kein Getreide!) der Betriebsfonds des Reiches geschehen, welches heute infolge Art. 2 wird darauf gegen die Stimmen der Sozialdemokraten Die verkaufen auch. Ein Handelsvertrag mit Rußland tana der sozialen Gefeßgebung aus Anlaß der Unfall- und In- und einiger Mitglieder der freifinnigen Parteien unverändert an- erst dann abgeschlossen werden, wenn entweder Rußland zur validen Versicherung viel größere Ausgaben zu leisten hat. genommen. Goldwährung übergeht, oder wenn die internationale DoppelDer gesammte Mehrbedarf würde sich auf 83 Millionen Mark währung durchgeführt ist.( Zustimmung rechts.) belaufen, es wird aber mit 67 Millionen auszukommen sein. Wenn das Bedürfniß nachgewiesen ist, läßt sich andererseits die Befürchtung, daß dem Zweck des Invalidenfonds durch die Entnahme von 67 Millionen Abbruch geschähe, nicht als gerechtIn einer Resolution empfiehlt die Kommission, die verfertigt anerkennen. Die anderweitigen Vorschläge, Vermehrung bündeten Regierungen zu ersuchen, dem Reichstage baldmöglichst der schwebenden Schuld durch Ausgabe von Schahanweisungen eine Vorlage zu machen betr. die Ausdehnung des Gesetzes von u. dergl. sei nicht zweckmäßig. Man hat auch auf den Fall eines 1870 auf Eliaß- Lothringen. Die eingegangenen Petitionen sollen Konfliktes zwisches Reichsregierung und Reichstag hingewiesen, durch die gefaßten Beschlüsse für erledigt erklärt werden. in welchem Falle die Regierung Mittel hätte, die ihr nicht beAbg. Weber- Heidelberg( ntl.) empfiehlt die Resolution zur willigt seien, wenn der Reichstag etwa die Matrifularbeiträge Annahme. verweigert hätte. Nun würden wir uns doch mit den 67 Millionen Staatssekretär von Bötticher tritt der Auffassung entgegen, höchstens ein paar Wochen länger über Wasser halten können, als ob etwa die Erklärung der reichsländischen Regierung nicht weiter nichts, und auf einen Konflikte fall, auf die Möglich ernst gemeint sei. Wenn auch nicht in furzer Frist, so doch über feit eines Mißtrauensvotums tann man doch teine furz oder lang werde dem in der Resolution ausgesprochenen Gefeßgebung bafiren. Wird die Vorlage nicht bewilligt, so Berlangen Folge gegeben werden. müßte man nach wie die Matrikularbeiträge einfordern wie bisher oder verzinsliche Echatzanweisungen ausgeben oder eine Anleihe von 67 Millionen aufnehmen. Die Anleihen möglichst zu beschränken ist aber gerade jetzt das Hauptziel der Bestrebungen der Regierungen; wir wollen ohne Noth nicht unfere fchwebende Schuld vermehren und bitten daher um wohl wollende Prüfung der Vorlage. vor Nach Art. 3 soll die Novelle am 1. IV. 1894 in Kraft treten; der Reichskanzler wird ermächtigt eine neue Textredaktion des veränderten Gesetzes herauszugeben. Der Artikel wird genehmigt. Will Abg. Ehlers( frs. Vg.): Von einem einzelnen Berufsstande kann man nicht behaupten, daß von ihm das Gedeihen der Allgemeinheit abhänge. Die Mißstände in der Landwirthschaft sind eine Folge der großen Umwälzungen des Verkehrs und der sonstigen Verhältnisse. Es ist sehr auffällig, daß eine große Partei, die bei den Ministern, in allen Parlamenten u. s. w. die große Mehrheit hat, so unzufrieden ist. Das läßt tief blicken. Sollte das nicht daher kommen, daß die Forderungen dieser Unzu friedenen nicht erfüllt werden können von den Männern, welche die Verantwortung dafür zu übernehmen hätten? In erster Reihe hat man die Ablehnung des russischen Handelsvertrages vorgeschlagen. Der 5 Mark- Boll für Getreide und der Bollkrieg foll aufrecht erhalten werden. Ich lasse mir nicht einreden, daß das im Interesse der Landwirthschaft liegen kann. Für die Landwirth fchaft giebt es nichts Schlimmeres, als die Aufrechterhaltung des Abg Gröber( 3.) wendet sich gegen die Resolution. gegenwärtigen Zustandes. Dit- und Westpreußen muß, um an Abg. Bueb( Coz.) Wenn Herr Gröber glaubt, die elfässischen den Markt zu kommen, große Wege machen und alle Staffeltarife, Abgeordneten heute hier vertreten zu müssen, so erlaube ich mir, die von den Landwirthen des Westens bekämpft werden, helfen ihm aus meiner Partei zwei elsässische Abgeordnete zu präsentiren, und dabei nichts. Wenn die Nothlage der Landwirthschaft wirklich renn ihm die noch nicht genug sind, so werden bei der nächsten Ge- so groß ist, wie sie geschildert wird, dann ist die Landwirthlegenheit noch erheblich mehr Sozialdemokraten aus Elsaß- Lothringen fchaft zu Grunde gegangen, ehe die komplizirte Frage der in den Reichstag einziehen. Man darf die Stimmen einzelner Doppelwährung gelöst ist. Abg. Graf Oriola( nl.) beantragt die Verweisung des Ent Abgeordneten nicht als die Stimmen der Bevölkerung ansehen. Abg. v. Schalfcha( 3.): Statt der Nothlage der Landwirth wurfs an die Budgetkommission. In der ersten Berathung der- Diese Bevölkerung fennt die Armengefeggebung als solche gar schaft abzuhelfen, hat man die Handelsverträge zu ihrem Schaden felben Vorlage in dem vorigen Reichstage und bei Gelegenheit nicht, fie kennt nur die Wirkungen der Armenpflege. Wenn Herr abgeschlossen. Jedenfalls solle man jetzt den russischen Vertrag Der Etatsberathung sei darauf hingewiesen worden, daß die Vor Winterer und der kaiserliche Statthalter sich in rührender Ueber nicht auf längere Zeit binden, sondern eine jährliche Kündigung lage das Budgetrecht des Reichstags schmälere, wie diefes schon einstimmung für die heutige Armengefeßgebung erflären, so er- ftipuliren. durch die Ueberweisungen geschmälert worden sei. Diese Be: widere ich darauf mit der Berufung auf die Broschüre des Abg. Rickert( freis. Vg.): Vor dieser Interpellation wird denken feien aber mehr theoretischer Natur. Als praktische That früheren Kreisdirektors Sittel, daß diese Gesetzgebung den Be sich der Reichstag nicht fürchten. Was wollen Sie denn eigentlich? fache falle doch gewiß in's Gewicht, daß einzelne Staaten und dürfnissen des Landes nicht mehr entspricht, daß die freiwillige habe ich Herrn v. Heydebrand schon gefragt. Aus den Reden, so sehr Speziell Preußen durch die bisherige Gepflogenheit schwerer be- Armen flege ungenügend ist. Auch 1887 haben bei Gelegenheit der man sie auch preßt, fommt nicht ein Tropfen brauchbares Del heraus. lafet werden wie andere Staaten. Dennoch erscheine der national- Mohrunger Petition die elsässifchen Abgeordneten die freiwillige Der Bollfrieg mit Rußland ist ruinirend für die östlichen Proliberalen Partei die Vorlage zur Zeit nicht als annehmbar und Armenpflege sehr gerühmt; seitdem aber ist durch die schlechteren vinzen. Wenn der Zollkrieg verlängert wird durch Ablehnung zwar wegen des Mittels, welches zur Abhilfe vorgeschlagen werde. Beiten, durch die Auswanderung vieler Reicher, die freiwillige des Handelsvertrages, dann wird aus der wirthschaftlichen Frage Solange nicht alle berechtigten Anforderungen der Invaliden aus Armenpflege fo geringfügig geworden, daß sie auch nur den eine eminent politische. Es wird mir mitgetheilt, daß die Redem Kriege 1870/71 erfüllt feien, tönne er( Redner) sich für die dringendsten Bedürfnissen nicht mehr genügt. Früher sprach gierungspräsidenten an die Sparkassen die Frage gerichtet haben, Abzweigung einer so bedeutenden Summe nicht erklären; man man davon, daß die Steuergesetzgebung reformirt sein müsse, wie sie sich stellen würden zu einer Umwandlung ihrer Hypomüsse das Geld, welches da sei, auch für die Invaliden erhalten. ehe das Unterstützungswohnsitz- Gesez eingeführt werden könne; theken auf Landgütern in Rentenschulden. Dadurch muß die BeAbg. Fritzen.( C.) hält mit dem Vorredner den gewählten jetzt heißt es plötzlich, auch die neue Gemeinde- Ordnung müsse unruhigung in weite Kreise getragen werden. Ist eine solche Weg nicht für den richtigen. zuvor durchgeführt sein. Gegen eine Regelung der Steuer- Untersuchung von der Zentralftelle angeordnet worden? Durch Abg. Graf Roon( df.) theilt für seine Person vollständig Gesetzgebung haben wir nichts, namentlich wenn sie gerechter folche unklaren Pläne wird die Unzufriedenheit erregt und die Bedenken des Grafen Oriola gegen die beabsichtigte Abzweigung sein wird als die heutige, aber die Gemeinde Gefeßgebung den Sozialdemokraten Wasser auf ihre Mühle geliefert. einer so großen Summe aus den für die Invaliden bestimmten hat mit dem Unterstützungswohnsiz gar nichts gemein. Gründe find gegen den Handelsvertrag nicht vorgeführt worden. Reichsgeldern.Tot der Reichstag so lange warten, so wird der Ich habe die Meinung, daß ein Handelsvertrag mit Rußland wohl nie Unterstügungs- Wohnsih wir sind für die Einführung des Unterstützungswohnsitz- Gesetzes. des Jahrhunderts sein wird. Die Regierung fann stolz darauf werden. eines der bedeutendsten wirthschaftlichen und politischen Werke eingeführt Die Bevölkerung wird auch nicht sagen können, daß ihr das sein, daß sie etwas zu stande gebracht hat, was Fürst BisGefeß mit Gewalt aufgedrängt wird, wenn wir nur in die Lage marck durchzusehen nicht mächtig genug gewesen ist.( Gelächter kommen, ihr die Vortheile desselben klar zi: machen, wenn man rechts.) uns die Versammlungen dazu gestattet und uns die Lokale nicht Abg. v. Hammerstein( t.): Man hat unsere Interpellation abtreibt.( Hört! links.) Aber wir haben noch ganz andere getadelt; fie sei nur eingebracht, um der Regierung Verlegenheit Schmerzen, die bis jetzt verhinderten, daß Elsaß sich an die zu bereiten. Das ist nicht richtig. Es ist nicht zu leugnen, daß Brust der Mutter Deutschland werfen könnte, wir franken an zwischen der konservativen Partei im Reichstage und dem Reichshelfen, dann wird es besser werden!( Beifall bei den Sozial- Beziehung besteht, die nicht leicht auszugleichen ist. Wenn der den vielen Ausnahmegefeßen. Die müssen Sie uns aufheben kanzler eine Divergenz in sozialpolitischer und wirthschaftlicher Reichsfanzler erklärt hat, daß Deutschland zu einem IndustrieNr. I des Artikels 1 der Vorlage( Verlegung der Alters: Demokraten) grenze für den Erwerb des Unterstützungswohnsitzes vom Bevölkerung ihre bisherige Armenpflege nicht mehr brauchen völferung zu ernähren und daß es die Pflicht der LandAbg. Gröber: Herr Bueb hat einen Beweis dafür, daß die staat sich entwickeln müsse, um die zunehmende Be24. auf das 18. Lebensjahr) wird ohne Debatte genehm gt. die erforderlichen Opfer zu bringen, so Nr. II des Artikels 1 ändert den§ 29 des bestehenden Geseges fönne, nicht geführt. Das Bedürfniß der Sozialdemokratie sei wirthschaft sei, dahin ab, daß Personen, welche gegen Lohn oder Gehalt in einem nicht das Bedürfniß der reichsländischen Bevölkerung. Für die steht das schroff im Widerspruch mit unserer Anschauung, daß Dienft oter Arbeitsverhältniß stehen oder deren ihren Unter- Beseitigung der Ausnahmegesetze werde auch das Zentrum die Landwirthschaft die Grundlage des ganzen Staatslebens sei. stützungswohnsitz theilende Angehörigen oder wenn Lehrlinge stimmen. Solche Anschauungen lassen sich nicht vereinigen; darüber giebt am Dienst- oder Arbeitsort erkranken, durch den Ortsarmen- Abg. Bueb: Ich habe meine Behauptung gegen die Be- es keine Verständigung.( Zustimmung rechts.) Wenn wir uns verband Kur und Verpflegung auf 18( statt bisher 6) Wochen an die preußische Staatsregierung wenden, ihren Einfluß im zu gewähren ist. Ein Anspruch auf Erstattung der entstehenden Bundesrath geltend zu machen, dann thun wir nur etwas, wozu Kur- und Verpflegungskosten bezw. auf Uebernahme des Silfs wir im Interesse des Staats und unsern Wählern gegenüber bedürftigen gegen einen anderen Armenverband erwächst in verpflichtet sind. Ich habe allen Grund zu der Annahme, daß diesem Fall nur, wenn die Krankenpflege länger als das preußische Staatsministerium niemals Gelegenheit gehabt 13 Wochen fortgesetzt würde nur für den über diese Frist hinaus hat, rechtzeitig und in allen Stadien der handelspolitischen Vergehenden Zeitraum.( Die gesperrten Worte sind Zusatz der tragsverhandlungen Stellung zu nehmen. Als wir 1887 im Reichstage einen Gesetzentwurf wegen Erhöhung der Getreidezölle erhielten, enthielten die Motive den Satz, daß die LandStaatssekretär v. Bötticher spricht seine Freude darüber aus, daß die Kommission den Absichten der Regierung so ver- Abg. Frigen( Zentr.) theilt als Rheinländer auch den dringen wirthschaft dieser Hilfe unverzüglich bedürfe. Wenn das Staats ständnißvoll gefolgt ist und die Vorlage fast unverändert an- den Wunsch und giebt sich der Hoffnung hin, daß die verbündeten ministerium dann 1891 die Zustimmung dazu gegeben hat, daß genommen hat, die einzige Aenderung sei im§ 29 erfolgt; er Regierungen mit den Reichslanden in Verbindung treten werden, diese so motivirten Zölle ermäßigt werden, dann müßte doch entwerde im Bundesrathe dieselbe befürworten und glaube schon um in irgend einer Weise dem Uebelstande ein Ende zu machen. weder die Lage der Landwirthschaft sich gebessert haben, oder die Lage der Industrie inzwischen eine so gefährdete geworden jetzt die Zustimmung desselben in Aussicht stellen zu können. sein, daß im Interesse der wirthschaftlichen Interessen Preußens und des Reichs die neue Handelspolitik nothwendig war. Woher sind die Motive gekommen, welche das preußische Staatsministerium veranlaßt haben, der Handelspolitik des neuen Kurses zuzustimmen? Ich muß annehmen, daß es dem preußiwirkungsvoll zur Geltung zu bringen. Ich muß annehmen, daß diese Verhandlungen, von Reichswegen geführt sind und daß der Regierung mehr oder weniger faits accomplis vorgelegt wor den find.( Zustimmung rechts.) Abg. Herbert( Soz.), protestirt im Namen weiter Kreise des Volkes gegen die Art, wie Graf Oriola Gelegenheit genommen habe, den Fürsten Bismarck zu feiern Weite Kreise haben die Unschauung des Grafen nicht getheilt( Sehr richtig! links). Redner vertritt ebenfalls die Ansprüche der Invaliden und ist mit Kommissionsberathung der Vorlage einverstanden. Der Gesezentwurf geht darauf an die Budgetkommission. Es folgt die zweite Berathung der Novelle zum Unterstübung wohnsib, welche von der VII. Kommission im wesentlichen unverändert angenommen worden ist. Referent iſt wesentlichen unverändert angenommen worden ist. Referent ist Abg. Schröder. Rommission.) Nr. II des Art. 1 wird darauf angenommen, dgl. ohne wesentliche Debatte Nr. III- V des Art. 1 nach den Kommissionsbeschlüssen. hauptung des Abg. Gröber aufgestellt; er hat für seine Gefichts puntte auch keine Beweise erbracht. Wenn das Lothringische Bolt sich für irgend etwas interessiren soll, was irgendwie nach Politit aussieht, dann kann es nur durch Versammlungen u. s. 1. dazu geführt werden. Diese werden aber durch die Ausnahmegefeße und die Diktatur unmöglich gemacht. Das Bolt verlangt nach einer Aenderung des bestehenden Zustandes, davon bin ich überzeugt, es hat sich aber bisher um diese Dinge überhaupt nicht kümmern können. Mit einer kurzen Erwiderung des Abg. Gröber gegen die letzte Bemerkung des Abg. Bueb schließt die Debatte. Die Resolution wird gegen die Stimmen des Zentrums angenommen. Ueber die Petitionen wird erst in der dritten Lesung abgestimmt werden. Darauf wird die Vertagung der Sigung beschlossen. Schluß nach 5 Uhr. Nächste Sigung Montag 1 Uhr. jchen Staatsministerium nicht möglich gewesen ist, seine Ansicht Nach Art. 2 soll§ 361 des Strafgesetzbuches eine Erweiterung dahin erfahren, daß mit Haft bestraft werden kann, wer, obschon er in der Lage ist, diejenigen, zu deren Ernährung er verpflichtet ist, zu unterhalten, sich der Unterhaltungspflicht trot( Reichs- Finanzreform.) der Aufforderung der zuständigen Behörde derart entzieht, daß durch Vermittelung der Behörde fremde Hilfe in Anspruch genommen werden muß." Abgeordnetenhaus. 6. Sigung vom 26. Januar 1894. 11 Uhr. Am Ministertisch: Graf zu Eulenburg, v. Berlepsch, Heyden. Abg. Molkenbuhr( Soz.): Diese Fassung eines neuen strafbaren Verschuldens fönnte leicht Unschuldige in Strafe bringen. Wenn v. die Ehefrau eine schlechte Hausfrau ist und das Geld verthut, Die Besprechung der Interpellation v. Kröcher und Gen. tönnte der Mann noch obendrein bestraft werden, während die' wird fortgesetzt. Handelsminister v. Berlepsch: Herr v. Hammerstein hat aus der Thatsache, daß die preußische Staatsregierung den Handelsverträgen nicht widersprochen hat, die Folgerung gezogen, daß die preußische Staatsregierung nicht im richtigen Augen • 311 Tokales. in den Schulen Aus der besten der Welten. Erstarrt aufgefunden und blicke in die Lage gefeßt sei, Stellung zu nehmen, daß sie vor ein bald darauf verstorben ist, wie der Amtsvorsteher von Birkenfait accompli gefeßt sei. Diese Voraussetzung ist unrichtig und muß unrichtig sein. Wenn die preußische Regierung irgend welches Bedenken gehabt hätte, war sie in jedem Augenblick und fürzlich, wie ein bürgerliches Blatt mittheilt, vom Stadtschulrath Verstorbene soll angegeben haben, daß er Kleemann heiße, Die Gemeindeschulen vor dem Halleschen Thore sollen werber erst jetzt bekannt giebt, am 5. d. M., Abends 5 1/2 Uhr, in genanntem Orte eine unbekannte männliche Person. Der in jedem Stadium in der Lage, ihren Widerspruch zur Geltung Professor Bertram in Begleitung des Sanitätsrath Schäfer nach Ruppin gehöre und Schiffbauer ſei. Die Recherchen zur zu bringen, wenn sie es für angemessen hielt.( Hört! links.) besucht worden sein. Die Herren sollen einige Klassenzimmer Feststellung der Persönlichkeit des Mannes sollen jedoch bisher zu In keinem Stadium ist ein Verfahren seitens der besichtigt haben, um Beleuchtung, Ventilation, Temperatur und feinem Ergebniß geführt haben, weshalb jetzt der Amitsvorsteher Reichsregierung eingeschlagen worden, welches der preußischen Reinlichkeit zu prüfen. Vermuthlich ist dieser Besuch darauf alle Diejenigen, welche über den Todten Auskunft geben könnten, Regierung es unmöglich alle Diejenigen, welche über den Todten Auskunft geben könnten, unmöglich gemacht hätte, ihre Meinung zurück zu führen, daß die Lehrer und Lehrerinnen der Gemeinde- ersucht, die betreffenden Mittheilungen ihm zugehen zu laffen. zu äußern. Daraus haben Sie den ziehen, daß die preußische Regierung sich nicht im Gegensatz Schulen im vergangenen Jahre in ihren Vereinen offiziell au Der Verstorbene soll etwa 48 Jahre alt gewesen sein, hat einen den gesundheitsgefährlichen Mißständen dunklen Vollbart getragen, war befleidet mit einem gestreiften zur Handelsvertragspolitik des Reiches befindet.( hört! rechts.) Stellung genommen und Abhilfe gefordert haben. Auf Abg. Brömel: Da Herr v. Hammerstein eine so ausführbie gleiche, von den sozialdemokratischen Stadtverordneten Arbeitshemd, dunkler wollener Hose, hellgrauem Jacket, wollenem liche Antwort erhalten, möchte ich doch bitten, die Frage des und von uns seit mehreren Jahren immer aufs Neue gestellte Salstuch und dunkler Müße mit Schirm und soll anscheinend Herrn Rickert zu beantworten, ob bie Kreis- Sparkaffen gefragt Forderung hat man keine Rücksicht nehmen zu müssen geglaubt. Dem Arbeiterstande angehört haben. Der Herr Staatssekretär von Bötticher hat in seiner find, wie sie fich stellen zu einer Umwandlung der Hypotheken Angeblich sollten ja die von sozialdemokratischer Seite erhobenen in Amortisationsrenten bei möglichst billigem Binsiuß. Herr Klagen unbegründet sein. Vielleicht wird Herr Bertram, Beantwortung der Nothstands Interpellation unserer Vertreter v. Hammerstein hat der Industrie vorgeworfen, daß sie die wenn er genauer zufieht, jegt nachträglich zu der Einsicht im Reichstage u. a. auch der Verminderung der Pfandleihen Solidarität gebrochen habe. Es ist ein Frrthum, zu glauben, tommen, daß der Aufenthalt in den Gemeindeschulen doch nicht und ferner des Umstandes, daß die arbeitenden Klaffen an dein daß ein solches Bündniß, welches geschlossen worden ist, weil im so gefundheits fördernd" wirkt, wie er meint und wie er Pfandleihgeschäft immerhin noch" betheiligt find, als eines Augenblick damals die Interessen gemeinsame waren, auf die das auch einmal in der Stadtverordneten Versammlung aus Momentes gedacht, der nicht als ein Beweismittel für das VorDauer haltbar fei. Sobald bie Berschiedenheit der Interessen sprechen zu müssen geglaubt hat. Bei dieser Gelegenheit wollen bandensein eines tiefgehenden Mothstandes betrachtet werden daß hervortritt, geht das Bündniß zu Grunde. Uebrigens haben die wir übrigens gleich bemerten an den Mißständen, könne, der im Gegentheile dafür spreche, daß die arbeitende BeIndustrie- Schutzölner 1887 schon kein Hehl daraus gemacht, daß die in den Berliner Gemeindeschulen bestehen, auch nach völkerung noch in einem gewissen Wohlstande lebe. Denn wenn fie die Erhöhung der Getreidezölle auf 5 M. mißbilligen, weil ben vom Leiter des Berliner Gemeindeschulwesens selber vor einmal das Pfandleibgeschäft überhaupt zurückgegangen ist und damit der Bogen überspannt würde. genommenen Feststellungen voraussichtlich nicht viel geändert die arbeitende Bevölkerung immerhin noch" an dem PfandleihAbg. v. Plötz( t.): Wir müssen uns gegen Ueberraschungen werden wird. Die Beseitigung dieser Mißstände fostet Gelb, geschäft betheiligt ist, so, also wollte der Herr Staatssekretär doch fichern, denn es tönnte sonst leicht ein Vertrag mit Amerika oder würde also den Etat der Gemeindeschulen erhöhen, und dafür jedenfalls folgern, tönne der angebliche Nothstand doch noch nicht Argentinien kommen, ehe wir uns dessen versehen. Wir sind ist die bürgerlich gesinnte Majorität der Stadtverordneten- Ver- gar so erschreckend groß sein und werde derselbe jedenfalls dem Reichskanzler bei der Militärvorlage gefolgt; aber die Land- sammlung ebenso wenig zu haben wie der Magistrat. Daß z. B. vielfach sehr übertrieben geschildert. Es ist wohl nicht wirthschaft dürfen wir nicht verbluten laffen. Wir gönnen die an der Unsauberkeit, die in den Gemeindefchulen herrscht, in der anzunehmen, daß der Herr Staatssekretär aus eigener in Leihetwaigen Vortheile der Handelsverträge Handelsverträge der Industrie, That noch mehr die Knauferigkeit als die Nachlässigkeit Schuld ift, ämtern gesammelter Erfahrung spricht. Seine Kenntniß stüßt An einer Gemeindeschule wurde den sich augenscheinlich auf die amtlichen Berichte und Statistiken, wenn nur nicht die Landwirthschaft dafür bluten müßte. beweist folgender Fall. Der Reichskanzler hat gesagt, die Agrarier kämen ja nicht mit Lehrern und Lehrerinnen die Unsauberkeit schließlich zu arg, und und diese scheinen ihm ja dem Wortlaute nach Recht zu geben. bestimmten Forderungen. Wir wünschen nur die Aufrecht- man wandte sich mit der Bitte uin Abhilfe an den Rektor. Wenigstens hat sich nach dem preußischen Etat der Verkehr auf erhaltung des 5- Martzolles, die Regelung der Währungsfrage Man erhielt darauf den Bescheid, daß der Schuldiener eine dem föniglichen Leibamte in Berlin im Rechnungsjahre 1892/93 und eine vernünftige Börsenordnung. Aber der Reichskanzler genaue Instruktion in Händen habe, die ihm anweise, die Schul- gegen das Vorjahr vermindert. Denn am Schlusse des vorigen hat uns nicht geholfen. Wenn das preußische Ministerium eben- zimmer, Korridore, Treppen u. f. w. so und so oft und in be- Jahres waren in den Magazinen im Bestande 163 982 Pfänder, Es hat eine Abnahme von falls unfere Forderungen zu kennen verlangt, so kann ich damit stimmt vorgeschriebener Weise zu reinigen. Der Schuldiener soll beliehen mit 3348 790 M. aufwarten. Man wünscht allgemein einen Wollzoll, den ich aber jedoch, zur Rede geftellt, erklärt haben, er sei nicht im stande, 17 948 Pfändern und 250 198 M. Pfandkapital stattgefunden. nicht für durchführbar balte, weil er im Intereffe der Industrie bie gefammte Arbeit, die durch die Reinigung in vorgeschriebener Demnach bätte der Herr Staatssekretär unzweifelhaft in diesem abgelehnt wird. Wir verlangen ferner die Aufhebung der zoll- Weise erfordert werde, allein zu leisten. Das erscheint auch be- Buntte Recht! Auch darin hat der Herr Staatssekretär Recht, freien Getreibelager, die nur zur Spekulation an den Börsen greiflich, wenn man bedenkt, wie groß manche Gemeindeschulen daß die Arbeiterschaft an dem Pfandgeschäfte immer noch" benutzt werden; die Abänderung des Invalidenversicherungsgesezes, in Berlin sind, wie viele Klaffen aus Eparsamkeitsrücksichten in betheiligt ist, denn eine Zusammenstellung der ersten 3000 im deffen Belaftung für viele Gegenden doppelt so groß ist als die eine Schule und wie viele Kinder in eine Klaffe hinein- Monat Oktober abgeschlossenen Pfandgeschäfte giebt ein wenn auch Dabei gehört die Schule, an der das nicht ausreichendes und maßgebendes, so doch immerhin ein Grundsteuer war, und eine bessere Verhütung der Seuchengefahr. gepfercht werden. den kleineren; fie hat einen ungefähren Einblick ermöglichendes Bild von dem Antheil Das Treiben von Schweinen und Gänsen im Lande vermehrt vorgekommen sein soll, noch zu die Seuchengefahr. Ferner sollte der Staat darauf dringen, nur 16 Klassen mit 850 Kindern. Wie muß es dann erst an den der verschiedenen Berufsstände an dem Leihamt- Verkehr. Unter daß die künstlichen Düngemittel im Preise ermäßigt werden und Schulen zugehen, die weit über 20 Klassen mit weit über den 3000 Piandgebern befanden sich 18( 0,60 pet.) Rückkaufsdie Frachttarife dafür herabgesetzt werden. Eine Aenderung der 1000 Rindern baben! Es heißt, daß auf der für 1896 geplanten Händler, Pfandleiher, Rommissionäre; 1815( 60,15 pt.) Hand Erbgefeßgebung, durch welche die Scholle an die Familie geseffelt Berliner Gewerbe- Ausstellung auch der Gesundheitspflege eine werfer, Gewerbe- und Handelstreibende; 318( 10,48 pt.) Tagewird oder umgekehrt( Heiterkeit), ist nothwendig. Die befondere Abtheilung eingeräumt werden soll. Zu dem Komitee, und Fabrikarbeiter; 30( 1 pct.) Rentiers und Grundbefizer; Förderung der Kleinbahnbauten ist dringend nothwendig, das sich für diese Abtheilung bereits gebildet hat, gehört 54( 1,80 pet.) Künstler, Schauspieler, Maler 2c.; 17( 0,57 pst.) Herr Bertram. wird Herr Bertram hoffentlich Studirende; 5( 0,17 pet.) Militärs; 38( 1,27 pet.) Professoren, bringender wie der Bau von Kanälen. Mit der Ausführung der auch daß auch einige Proben Schmutzes aus Lehrer, Aerzte, Literaten; 117( 3,90 pt.) Beamte des Staats, der Tängst bewilligten Bahnen sollte schneller vorgegangen werden. dafür sorgen, Gemeindeschulen mit ausgestellt werden. Die Kommune, der Eisenbahnen 2c. und 593( 19,76 pt.) Wittwen Der Staat müßte große Meliorationssummen hergeben; nicht die Berliner Großgrundbesitzer sollten ihr Terrain zersplittern, sondern der Befürchtung, daß bis 1896 der Schmuz bereits gänzlich aus und unverheirathete weibliche Personen. Aus dieser kleinen Staat sollte unkultivirte Flächen für den Anbau eröffnen; den Gemeindeschulen verschwunden sein fönnte, theilen wir nicht Statistik ergiebt sich also, daß allerdings unter den verschieden Pfandgebern auch 313 Fabrik- und Handarbeiter dafür könnten ruhig 100 Millionen hergegeben werden. Die Dazu müßten ja mehr Schuldiener angestellt oder weniger artigen die Arbeiterschaft ,, immerhin Selbstverwaltung muß entlastet werden.( Lachen links; Rufe: Klaffen und Schuffinder in die einzelnen Schulen hineingeftorft sich befinden, daß also werden. Es müßte mit dem Sparsystem, das in allen die Ar- noch" an Hat der dem Pfandgeschäfte betheiligt ist. Zur Sache!) Ministerpräsident Graf zu Eufenburg: In dieser späten beiterbevölkerung angehenden Angelegenheiten beobachtet wird, Serr Staatssekretär demnach in diesen Dingen Recht, so Stunde kann es nicht meine Aufgabe sein, auf alle von dem gebrochen werden, und das kann man einer Gemeindeverwal- hat er aber entschieden nicht Recht mit seinen hieraus gezogenen Borredner berührten Fragen einzugehen, um so weniger als tung, in der die bürgerlich gesinnten Elemente noch die Ober- Echlußfolgerungen. Aus dem Rückgange der Pfandgeschäfte und aus dem Umstande, daß unter den Piandgebern sich auch Arbeiter diejenigen Gegenstände seiner Rede, die mit der vorliegenden band haben, doch nicht zumuthen. Interpellation in einem direkten Zusammenhang stehen, ihre Be Hausirende Kinder. Es giebt keinen Nothstand, weder befinden, die schreiende Thatsache des herrschenden Nothstandes bemänteln zu wollen, ist eine Argumentation, wie sie vordem antwortung, die wir zu geben in der Lage find, bereits seitens bei den Herren im Reich stage, noch bei denen im rothen Hause schon einmal ein„ grrroßer" Mann beliebt hat, indem er die Im All- es ist noch Niemand öffentlich verhungert, also ist alles des Herrn Handelsministers gefunden haben. gemeinen möchte ich nur nur aussprechen, daß ich nicht in schönster Ordnung und die Klagen über Arbeitslosigkeit und hohe Zahl derer, die den vaterländischen Staub von ihren Panglaube, daß der Herr Vorredner mit einigem Recht Elend find eitel Nörgeleien. In dieser Tonart geht es fort und toffeln schütteln und auswandern, als einen Beweis für den Der preußischen Staatsregierung den Vorwurf hätte die Argumente für diese Behauptungen find den Herren noch Volkswohlsivnd erachtete, denn wer auswandere, der müsse doch noch etwas haben. Allerdings, wer etwas versezen, d. h. auf machen tönnen, daß fie nicht ernsthaft bestrebt wohlfeiler wie Brombeeren. Aber sie hätten, um sich vom gewesen ist und fernerhin sein wird die Intereffen Gegentheil zu überzeugen, nur nöthig, die Erscheinungen dem Leihamte verpfänden will, der muß auch etwas besiben. der Landwirthschaft nach ihren Kräften zu fördern um sich her mit offenen Augen zu betrachten und ihre Der Rückgang der Pfandgeschäfte beweist aber nur, daß derer, ( Unruhe rechts), und sie ist sehr gern bereit, die Wege zu Aufmerksamkeit auf die große Zahl hausirender Kinder die etwas haben, immer weniger werden. Daß sich unter diesen erörtern, die dazu führen können. Ich bin noch zwei Herren zu lenken, denen man auf Schritt und Tritt begegnet. Das Glücklichen, die noch etwas haben, auch Arbeiter befinden, eine Antwort schuldig wegen der vermeintlichen Enquete in bezug traurige Zagewerk eines solchen unglücklichen Kindes aus einer ist eine erfreuliche, aber durchaus nicht ins Gewicht fallende auf die Spartaffen. Eine solche Enquete ist nicht veranstaltet Broletarierfamilie wird uns aus eigenster Anschauung in Fol- Thatsache. Der Herr Staatssekretär befindet sich also mit seiner worden; ich müßte davon Kenntniß haben, da die Sparkassen zu gendem mitgetheilt: Um 1/25 Uhr Morgens muß das kleine Schlußfolgerung bezüglich der Abnahme der Pfandgeschäfte im um entweder der Mutter Irrthum, ebenso aber auch bezüglich der Abnahme der Pfandmeinem Reffort, dem Ministerium des Innern, gehören. Die Wesen sein Lager verlassen, geschäite selbst. Eine derartige Abnahme ist allerdings auf dem Herren meinen wohl eine Verfügung, welche an die Kreis- beim Austragen Zeitungen zu helfen, oder Sparkassen erlassen worden ist. Es handelte sich darum, den Frühstück für den Bäcker auszutragen, ohne oftmals selbst etwas Königlichen Leihamte konstatirt worden und erklärt sich diese Eparkassen Verwaltungen die Anregung zu geben, so viel gegeffen zu haben. Bis 1/28 Uhr muß alles besorgt sein, denn Abnahme aus sehr natürlichen Gründen. Das königliche Leihamt beleibt nur Werthsachen im vollen Sinne des Wortes, was schon als möglich auf Ausleihung von Amortisations- Durleben dann geht's zur Echule. Sind die Vormittags: Schulstunden beendet, aus dem Umstande ersichtlich wird, daß bei einer Beleihung von zu sehen, und bei Gelegenheit der näheren Erörterung dieser dann wird das auf den Haufirhandel geschickt, in 168 982 Pfändern mit 3 348 790 M. eine Durchschnittsbeleihung mit Apjelfinen, aber auch Frage ist auch die Andeutung gemacht worden, daß es wohl jeßiger Beit vorwiegend thunlich wäre, bei der Ausschreibung von Amortisationsdarlehen alle anderen Artikel werden durch diese Kinder vertrieben. von über 20 M. pro Pfandstück herauskommt. Daß derer, die einen etwas niedrigeren Binsfuß zu gewähren, wie es von ein- Meist sind es Mädchen, oft schon, im Alter von 8 Jahren, die über solche Werthgegenstände verfügen, immer weniger werden, zelnen Spartaffen bereits geschehen. Diese Anregung ist gegeben auf den Handel geschickt werden und haben die Weisung, vor- ift erklärlich. Dafür haben aber die Pfandgeschäfte bei den wiegend oder auch ausschließlich nur Restaurationen zu besuchen. privaten Leihämtern eine bedenkliche Steigerung erfahren. Wenn der Herr Staatssekretär sich einmal herausbemühen wollte Abg. Bueck( natl.): Es ist behauptet worden, daß die Da muß man es denn mit angesehen haben, mit welcher Scham in die Arbeiterviertel der Stadt und nur einmal einen Tag seine Industrie niemals Handelsverträge gewünscht hat. Das ist ein und Verlegenheit dies bejammerswerthe fleine Geschöpf seine Waaren Irrthum. Die schutzzölnerische Industrie hat stets den Ab- aus bietet; man muß seine zitternde bittende Stimme gehört haben, foftbare Zeit bei einem fogenannten Pfandjuden" verbringen aber wer dies würde, dann würde er mit Staunen und vielleicht auch mit schluß von Handelsverträgen befürwortet, weil die Stetigkeit ihm doch auch nur eine Kleinigkeit abzukaujen und Festigkeit der Tarife als eine Grundlage des ganzen Wirth- gesehen und wer dies gehört hat, dem thut das Herz weh ob Grauen gewahr werden, was dort alles zum Versatz gebracht schaftssystems erfannt worden ist. Herr v. Plög hat behauptet, folchen Glends; er fragt sich, ob es denn wirklich der christ- wird, wie sich die nothleidenden Proletarier auch des Lehten, die Prosperität der Industrie der Landwirthschaftliche Staat" ist, in welchem er lebt, ob dies die Früchte sehen, wenn selbst der mitleidige, die Noth des Volkes kennende daß des Nothwendigen entäußern, dann würde er den Jammer teinen Nugen fchaffe. Ich glaube, eine Rückwirtung auf die sind, welche die sosiale Reform" gezeitigt hat? Die Nachmittagsstunden sind herangekommen, von der Waare Pfandleiher den angebotenen Trödel und altes Gerümpel als werthlos zurückweisen muß. Hier ist die Landwirthschaft wird nicht ausbleiben, wenn durch den Ervort nach Rußland die Industrie Tonsumkräftiger wird. Das Fehlen ist wenig oter gar nichts verkauft und zitternd tritt das Kind gänzlich den Pfandgeschäften betheiligt, hier haben die des Wollzolls hat seine Schuld an dem Rückgange der Schaf den Heimweg an; die Mutter wartet auf einige Groschen um Arbeiterschaft nicht immerhin noch", sondern ausschließlich Arbeiter nicht noch etwas" sondern fast gar nichts sucht. Die Schafzucht ist stets ein Beichen extensiver Wirthschaft etwas zu Mittag zu tochen, und doch muß es mit leeren an oder gar nichts mehr. Dieser Einwurf turde dem Herrn gewesen; sobald die intensive Wirthschaft anfing, ging man Händen heim kommen, und was erwartet dann seiner? Vorimmer mehr zur Rindviehzucht über. Durch die Einführung des würse und Scheltworte und oft genug auch Schläge. Es ist Nachts. Die Friedrichstraße und Linden sind von Staatssekretär auch bereits im Reichstage gemacht, und wenn Wollzolles würde eine der blühendsten Juduſtrien schwer ge schädigt werden. Daß Eisenbahnen nur für Handel und In einem eleganten" Publikum belebt; hell glänzen die Schau- derselbe erklärte, auf denselben gefaßt gewesen zu sein, so giebt nicht glaube. Sich von der Richtigkeit dieser Thatsache selbst zu bufirie gebaut werden, ist nicht richtig. Im Osten ist ein großes fenster der Restaurants, woselbst die feine Gesellschaft" ver- er damit zu verstehen, daß er an die Richtigkeit dieser Thatsache Bahnneh lediglich im Interesse der Landwirthschaft gebaut fehrt. Wachsstreichhölzchen, 10 Pfg. die Schachtel, bitte, lieber überzeugen, hat der Herr Staatssekretär mannigfache Gelegen worden. Wer das vor 40 Jahren hätte behaupten wollen, den hätte man für nicht feiner Sinne mächtig gehalten. Herr, taufen Sie etwas." Ein in dünner Kleidung gebülltes beit. Der Herr Minister v. Bötticher ist freundlichst einHerr v. Hammerstein hat behauptet, daß die Industrie die Land- Mädchen bietet seine Waare aus, die Hände zittern vor Frost geladen. Durch einen Sprung aus dem Fenster hat sich am wirthschaft im Stich gelassen habe. Die Gleichheit der schuß- und wehmüthig bittend sieht uns die kleine an; sie steht auf 68 Jahre alter Greis das Leben zöllnerischen Anschauungen dokumentirte fich 1879 in einem der Grenze zwischen Kind und Jungfrau. Ein paar Elegants" Freitag Morgen ein Getreidezoll von 1 Mark. Man wird nicht behaupten können, gehen vorüber, ihre Blicke fireijen das halbentwickelte Kind und genommen. Als ein Arbeiter um 31/2 Uhr den Hof des Grunddaß in dem Zoll von 5 Mart fein Opfer für die Industrie liegt, eine zynische Bemerkung flingt in die Ohren des Mädchens; ftücks Birkenstr. 77 betrat, sah er daselbst die Leiche eines Mannes welche ihre Arbeiter auskömmlich lohnen muß. Es hat aber scheu, wie ein gehegtes Reh, verläßt es seinen Standort, um in einer Blutlache liegen. In dem Todten wurde später der frühere Lokomotivführer August Rutsch erkannt, der in demselben kein Industrieller gegen die Erhöhung der Getreidezölle gestimmt. anderwärts sein Glück" zu versuchen. " Hausirende Kinder" welche Unsumme von Hause wohnte und in felbstmörderischer Absicht aus einem Flur ( Widerspruch Brömel's.) Die Industrie wird jeden Schritt mit machen, der geeignet ist, die Landwirthschaft zu heben, aber sie Jammer, Noth und Elend enthalten diese zwei Worte! Wie fenster des dritten Stockwerks auf den Hof hinabgesprungen Der Tod muß auf der Stelle eingetreten sein. Aus kann nicht die Solidarität mit allen anderen Interessen außer viel Scham und Moral wird mit ihnen ertödtet, welch' war. ergiebiges Ackerfeld für die Prostitution und das 3ucht welcher Veranlassung der Greis seinem Leben ein freiwilliges Acht lassen,( Widerspruch rechts.) Ende bereitet hat, ist bisher nicht bekannt geworden. aus wird durch sie bereitet! vermehrt sich die Zahl dieser und doch hausirenden Kinder täglich. Der Winter stellt An- Der erzieherische Einfluß der Sozialdemokratie auf Auf der ganzen langen Strecke vom forderungen, die die Gltern bei der Arbeitslosigkeit allein zu erbie Arbeiterwelt trat bei dem gestrigen Bismarcempfang wohlan oder fuaferlichen unter fich. Als ob das Vergnügen mithelfen. Ob sie dabei an ihrer Gesundheit oder ihrer Lehrter Bahnhof bis zum taiserlichen Schloß blieb die Mark Entree fonnten getoftet hätte, fich die Moral Schiffbruch leiden, was fümmert's der Bourgeoisie? Bourgeoisie will Leben und Geld verdienen, mag auch fünf Angehörigen der besseren Gesellschaft" ganz allein der Anhochung ihres Heros hingeben; die Arbeiter blieben dem Rummel tro der günstigen Mittagszeit gefliffentlich fern. Selbst ein gegnerisches Blatt muß diesen Umstand als auffallend hervorheben. Die Arbeiterschaft wird bei allen fünftigen patriotischen Festen den gleichen ehrenvollen Grundfah bethätigen. worden, weiter nichts. Abg. Arendt( ft.) meint, daß man keinen Handelsvertrag abschließen solle, wenn man nicht bezüglich der Währungsverhältnisse eine Bestimmung in denselben hineinbringen kann. Darauf wird die Diskussion gefchloffen. Ein Beschluß wird nicht gefaßt, da dies geschäftsordnungsmäßig unzuläffig ist. Der Rechenschaftsbericht über die weitere Ausführung des Gefeßes von 1869, betr. die Konsolidation preußischer Staatsanleihen, wird durch Kenntnißnahme erledigt. Schluß 44 Uhr. Nächste Sigung Dienstag 11 Uhr ( 3weite Berathung des Stats.) " fie Don Kind " " der Arbeiter seinen Hungerlohn mit geballter Faust in die Tasche stecken; für sie ist es die beste der Welten", in der wir leben und tritt einmal das Glend in allzu aufdring: licher Gestalt ihr vor die Augen, dann greift sie nicht etwa in den Beutel, um für das Proletariat einige Markstücke zu opfern, welche das Proletariat ihr verdient hat- nein, fie nimmt die Zeitung zur Hand und liest darin mit Behagen, daß es eben feinen Rothstand giebt! " " Der schattige Garten der Bock Brauerei mit seiner prachtvollen Theaterbühne und den großen Tansfälen wird, wie wir hören, im kommenden Sommer nicht zu Theaterzwecken ver- fleidigung" feines Bruders öffentlich needzunehmen. G3 als 11 Millionen Mark gestiegen; fie betrugen 1886/87 wendet werden. Der Defonom der Bock- Brauerei, Herr A. Tiede- folgte eine furze erregte Szene, der Gertetsdiener mußte im 42 199 337 M. Hierbei sind nur die sog. Ist- Einnahmen, d. h. mann, beabsichtigt vielmehr in dem Garten nur Vereinsfestliche Saal Posto faffen. Herr Moras erwies sich als die thatsächlich eingegangenen Roften 2c., berücksichtigt, die hinter feiten stattfinden zu lassen und stellt zu diesem Zwecke das Stiefbruder des Betlagten Mücke. Der Pußer den Soll- Einnahmen, d. h. den liquidirten Kosten, ganz erheblich gesammte Garten- Etablissement Vereinen und Gesellschaften voll- Schmidt vermochte nichts Wesentliches auszusagen. Es wurde zurückbleiben. ständig unentgeltlich zur Verfügung. Umgehende Meldungen sind erwünscht, da schon mehrfache Anfragen vorliegen. -AVO abermals ein neuer Termin anberaumt, um zwei Zeugen des Klägers über die Entlassungsursache zu hören. Jedoch, Die Zwangsvollstreckungs- Aufträge beliefen sich im Jahre 1898 in Leipzig auf die ungeheure Zahl von 74 000 bei etwas Polizeibericht. Am 25. d. M. Nachmittags erschoß sich ein Wegen Beleidigung des Kriminalfommiffarius von über 150 000 Beitragspflichtigen, so daß also bei der Hälfte der Student in der Wohnung seiner Mutter, in der Straßburger- Arnim wurde gestern der Rechtsanwalt Dr. Leipziger vor Steuerzabler die mit beträchtlichen Kosten verknüpfte Zwangs straße. Vor dem Hause Reichstags- Ufer 7/8 fuhr ein Bier- der III. Straffammer des Landgerichts I zur Verantwortung ge- vollstreckung eingeleitet werden mußte. Diese Thatsache ſpricht wagen gegen einen Handwagen, dessen Führer dabei so bedeutende zogen. Der Angeklagte ist Mitbesitzer des Kleinen Journals" ganze Bände über die Nothlage, in der sich die unteren und innere Verlegungen erlitt, daß er nach der Charitee gebracht werden und vertritt die Gesellschaft die diese Firma trägt, nach Außen. mittleren Schichten unserer Bevölkerung befinden. mußte. Abends sprang ein Mädchen bei der Waterloobrücke in den Es handelte sich wieder um die Affäre, die die Frau Kulick mit thut alles nichts, einen Nothstand giebt es darum doch nicht; so Landwehrkanal. Es wurde mittels Rettungskahnes aus dem der Polizei auszustehen hatte. Sie war bekanntlich in eine wenigstens behauptet man in den Parlamenten, so in den StadtWasser gezogen und nach dem Krankenhause Am Urban gebracht. Polizeistrafe genommen worden, hatte diese auch bezahlt, wurde verordneten- Versammlungen und dort muß man's ja wissen. In der Nacht zum 26 d. M. wurde ein Mann auf dem aber trotzdem von einem Polizeibeamten zur Verbüßung der sub- Wieder Einer! Badische Blätter melden aus Rastatt das Hofe des Grundstücks Birkenstraße 77 mit einer Verletzung am stituirten Haftstrafe abgeholt. Diese Affäre hatte sie dem Kl. J." plötzliche Verschwinden des katholischen Divisionspfarrers FreiKapfe todt aufgefunden. Er hat sich anscheinend aus einem mitgetheilt und dieses veröffentlichte das Geschehene unter dem Titel herrn Rinck von Baldenstein. Dem Rinck soll eine Untersuchung Fenster im dritten Stock des Hauses hinabgestürzt. Im Laufe Ein Gewaltaft der Polizei." Bei einem Berhör, welches Frau wegen Vergebens gegen§ 175 R. Str. G. drohen. Der Parades Tages fanden 10 Brände statt. du sbel Kulick demnächst bei dem Kriminalkommiffarius v. Arnim hatte, graph handelt von Pädraftie und Sodomiteret. befragte diefer sie nun, wie sie dazu gekommen sei, die ganze Sache der Zeitung mitzutheilen, anstatt sich zu beschreren und dabei soll der Beamte sich in Schmähungen und heftigen Ausfällen gegen den Angeklagten und sein Blatt gefallen haben. 4 Gerichts- Beitung. Gewerbegericht. = D Versammlungen: v. Arnim bestritt zwar, diese Schmähungen antisemitischer Der Verein selbständiger Barbiere tagte am 22. b. M. Natur gemacht zu haben, Frau Kulick, die edem Die Versammlung hörte einen ausführlichen Kassen- und Rammer 111. Vorsitzender: Assessor Guno. Sigung vom Angeklagten Mittheilung gemacht hatte, verblieb Geschäftsbericht des Vorstandes und erledigte sodann einige 22. Januar. jedoch bei ihrer gegentheiligen Behauptung. Dr. Leipziger Wahlen. Unter anderem wurde ein Antrag angenommen, den Wo ist der Arbeitgeber? Tiefes anmuthige Berir veröffentlichte nun den Inhalt des Zwiegespräches zwischen der Märzgefallenen einen Kranz zu widmen. spiel, welches der Kammer III unter Assessor Cuno gewissermaßen Frau und dem Beamten und knüpfte daran eine Reihe von hef Rigdorf. Die Arbeiter- Sanitätskommission Rigdorfs hatte einen Namen gemacht hat", fonnte in einer Klagesache des tigen Ausfällen gegen Herrn v. Arnim, die später zur Anklage Buyers Winkel gegen die Herren Rosin und Mücke wieder ein- geführt haben. Der Staatsanwalt, weld er den Angeklagten den 8um 28. Januar eine öffentliche Volksversammlung einberufen, mal probirt werden. Gleichartig und in den Einzelheiten doch Schutz des§ 198 überhaupt nicht zubilligen wollte, beantragte und auch die Aerzte und Krankenkassen- Vorstände dazu geladen. immer verschieden sind die Bilder, welche als Antwort auf die 600 m. Geldbuße. Ter Gerichtshof nahm an, daß der An- Der Obmann der Kommission, Genosse Krüger, erstattete obige Frage vor dem geistigen Auge des Beobachters auftauchen. geklagte allerdings berechtigte Interessen webrgenommen habe, Bericht über die Thätigkeit derselben. Er schickte voraus, daß Herr Winkel hatte erst Herrn Rosin auf Zahlung einer aber zu weit gegangen sei und verurtheilte ihn zu 300 M. Geld man den Kommissionsmitgliedern anfänglich mit verlegender Lohnentschädigung von 87,50 m. verklagt, mit der Begründung, buße. Nichtachtung begegnet sei, selbst Genossen haben sie angefeindet, er sei durch seine ungerechtfertigte Entlassung der Möglichkeit Die Beleidigungen, die der Kriminalfommissar gegen das doch habe sich dieses jetzt geändert. Redner giebt sodann eine beraubt worden, die genannte Summe zu verdienen. Herr Rosin Kleine Journal" ausgestoßen hat, sind s. 3. bekanntlich Summa genaue Schilderung von dem Ergebnisse der Untersuchungen, die erwies sich von vornherein als eine in den Diensten eines gewissen Eummarum mit 5 Mark Geldstraie vom Gericht gefühnt worden. von der Kommission betrieben sind. Der Vorwärts" hat bereits Herrn Mücke stehende Persönlichkeit. Herr Mücke wurde vorgeladen. darüber berichtet. Hierauf erhielt Dr. 3 adet das Wort zu nicht Daß das Schicksal eines Angeklagten oft von einem feinem Vortrage über den Chariteeboykott. Er zeigte die FortOr erklärte, mit dem Kläger nichts zu thun zu faenager bugte, einzigen fleinen Umstand abbängig ist, bewies schritte in der Arzneikunde, die Vortheile, welche die Krankens Bauherr, sondern Kaufmann. An dem Bau, auf dem habe er nur als Baugeldgeber und Lieferant einiger Materialien eine Verhandlung, welche gestern vor der achten Etraftammer häuser bieten, und auch die Mißstände in letzteren, welche jedoch Interesse. Sonft gehe derselbe ihn nichts an. Arbeitgeber des des Landgerichts I stattfand Der Hausverwalter Keßler befand nur von den Besitzlosen empfunden werden. Seit 1848 hat es Klägers sei der Maurermeister Moraz in Weißenfee. Dieser be- fich wegen schweren Diebstahls auf der Anklagebant und nach mehr oder weniger an ernstgemeinten Beschwerden gefehlt, bis ziehe von ihm das Baugeld. Winkel sprach hierauf die Ver- dem Belastungsmaterial, welches gegen ihn vorlag, schien seine jetzt die lauten Klagerufe an die Arbeiter- Sanitätskommission muthung aus, Mücke sei troß seiner Darlegungen eigentlicher Verurtheilung faft unvermeidlich. Keßler war Verwalter eines ergangen sind, und dieser Veranlassung gaben, dem Klageruf zu Bauherr. Auf Mücke's Veranlassung sei er entlassen worden, Hauses in der Nähe des Viktoria- Parts. Am 3. September v. J. folgen und ihre Aufmerksamkeit hauptsächlich der Charitee zuwahrscheinlich um Differenzen willen, in die er mit Mücke vor ging der Angeklagte mit seiner ganzen Familie nach einem Ber- wendete. Eingehende Untersuchungen hatten zur Folge, daß über Jahren gerathen sei. Derselbe sei am Entlassungstage, am gnügungslokal. Er soll dafür gesorgt haben, daß sein Fort- die Charitee der Boykott verhängt wurde. Die belt berichtete von 9. Dezember 1893, auf ihn, Kläger, zugekommen und gehen von möglichst vielen Hausbewohnern und Nachbarn seinem 18tägigen Aufenthalt in der Charitee. Nach zweistündigem habe ihn angefahren: Jawohl, das ist ja der Mann, bemerkt wurde. Gegen Abend kehrte er zurück, der Bizewirth Warten tam er zum Baden. Die Wanne, der eben ein Kranker entSie hören sofort auf!" Rofin, bei dem er sich über die Ent stand in der Thür. Der Angeklagte forderte ihn auf, ihm nach fiegen war, wurde nur halb geleert; ohne gereinigt zu werden laffung beschwerte, habe zu ihm gefagt, er wiffe noch nichts vor seiner Wohnung zu folgen, um dort eine Weiße zu trinken. Da mußte er darin baden. Damit nicht genug, war auch das Bett der Entlassung, Kläger möge ihm von Mücke eine Bescheinigung dies früher nie geschehen war, so mußte dies dem Bizewirth auf- mit Blut- und Eisenflecken besudelt. Das geringste Versehen gegen bringen, daß er weiter arbeiten tönne, dann dürfe er sofort fallen. Er folgte der Einladung. Frau Keßler war inzwischen die dort herrschende militärische Disziplin wurde mit Buertheilen wieder anfangen. Das sei natürlich ein unausführbarer Rath die Treppe hinaufgegangen. Vor der Thür angelangt, rief fie der vierten Form geahndet. Wer dabei nicht hungern wollte, Genosse gewesen. Der Einwand Mücke's, Moraz wäre der Bau- Unter- plößlich:" Mein Gott, die Thür ist offen!" Tie beiden Männer mußte sich von anderen Kranten Essen erbetteln, nehmer, machte einen neuen Termin erforderlich. Zu diesem, eilten hinauf. Es zeigte sich bald, daß ein Einbruch stattgefunden Ostermann erklärt, daß seit 34 Jahren fein Kranker mehr am 22. Januar stattgefundenen Termin erschienen Mücke, Rofin, batte. Die Thür schien mittels Nachschlüssels geöffnet worden zu der Charitee zugewiesen wurde, und beflagt sich über die GeMoray, Polier Jochem und Puzer Schmidt. Jetzt entwickelte sein, die oberste Schublade der Kommode stand ebenfalls wohnheit der Chariteedirektion, alle Schriftsachen unfrankirt den Dr. Nagel erklärt sich bereit, sich ein interessantes Frage und Antwortspiel, die Antworten offen und wie Keßler angab, waren daraus 600 m. verschwunden, Entlasseneu zuzustellen. die er Tags zuvor für Miethen eingenommen hatte und demnächst sich den Forderungen Dr. Zadel's anzuschließen. giebt seien in Folgendem kurz wiedergegeben. Assessor zum Polier Jo chem: Was wissen Sie von abliefern solite. Die Polizei nahm eine Lokalbesichtigung vor seinem Erstaunen darüber Ausdruck, daß Geschlechtskrante den Beziehungen des Beklagten zu dem in Frage stehenden Bau?" und tam zu dem Verdachte, daß Reßler selbst den Diebstahl be- ohne Betäubungsmittel operirt werden. Er wünscht ein Jochem:" Morah hat mich angenommen. Herr Mücke lieferte gangen hatte. Dieser Verdacht fand neue Nahrung, als der An- Verzeichniß der Privatkliniken, da er in Unkenntniß solcher in Materialien. Den Lohn hat immer Herr Rosin gebracht." Ich geflagte am folgenden Tage verschwunden war. Er wurde ver- jüngster Beit einen Nervenkranten nicht wußte unterzubringen, hatte den ganzen Bau in Alford von Morag übernommen. Die haftet, als er sich bereits auf einem Hamburger Dampfer befand, und somit der Charitee zu überweisen sich genöthigt sah. Ferner Ter Polizeilieutenant, welcher gab er bekannt, daß in nothwendigen Fällen seitens der Rig verschiedenen Arbeiten: Maurerarbeiten, Puzerarbeiten 2c. habe der nach Amerifa bestimmt war. ich dann weiter vergeben. Die Wochenzettel erhielt Morag von am Tage nach dem Diebstahl noch einmal die angeblich dorfer Aerzte nur Ueberweisung in ein Krankenhaus erfolgt, dasmir zugeschickt; manchmal tam Herr Rosin.( Der Angestellte erbrochene Kommode besichtigte, entdeckte nun in dem Holze felbe zu bestimmen ist den Krankenkassen- Vorständen überlaffen. des Kaufmann's Mücke) und holte sie schon des Freitags ab. den Eindruck etnes Stemmeisens. Er behauptete im Termine, Einstimmig wurde folgende Resolution angenommen: Die Kranken- und Invaliditätsversicherung besorgte Moray." mit aller Bestimmtheit, daß der Eindruck am Tage zuvor nicht Auf eine spätere Frage des Vorsitzenden behauptet der Zeuge, vorhanden gewesen sei, der Angeklagte müsse ihn erst nach der Vertreter des Herrn Morat den einzelnen Kolonnen gegenüber ersten Besichtigung gemacht haben, um die Annahme eines Einum die gewefen zu fein und dafür einen bestimmten Wochenlohn er- bruchsdiebstahls mehr zu bestärken. Der so schwer Belastete behalten zu haben. Als Vertreter M.'s habe er mit jedem Arbeiter the erte trotzdem, daß er unschuldig sei. Er habe die Flucht erum den Preis der Arbeit handeln müssen. Je besser er Wt. ver- griffen, weil er befürchtete, in Untersuchungshaft genommen an Unter den Zeugen befand sich eine einzige Person, trat, je besser sei er entlohnt worden.( Jochem hatte also erst werden. die ganze Arbeit in Afford" und dann war er Lohn- welche etwas zur Entlastung des Angeklagten zu befunden verarbeiter. Das Widerspruchsvolle seiner beiden Aussagen schien mochte. Die einwandsfreie Beugin erklärte, daß sie etwa aber eher an einer grenzenlosen Konfusion über sein Ber- eine halbe Stunde, bevor der Angeklagte mit seiner Familie hältniß zu Morag, als an etwas anderem zu liegen.) Von der zurückkehrte, vor der Keßler'schen Wohnung gewesen sei. Sie Entlaffung des Klägers durch Mücke wisse er nichts. Kläger habe vergebens wiederholt getlingelt und es sei zweifellos, daß Der Staatsanwalt hielt die Von einem Theatersfandal wird aus Aachen berichtet: habe nur des Frostes wegen nicht weiter arbeiten sollen. Die die Thür verschlossen gewesen sei. damals liegen gebliebene Decke tönne er heute noch putzen. Belastungsmomente für so schwerwiegender Natur, daß er gegen Gegen den Baritonisten Gura herrscht aus gewissen Gründen Moray: Ich bin nicht gelernter Fachmann, aber schon seit den Angeklagten das Schuldig und eine 14tägige Gefängnißstrafe schon seit mehreren Wochen ein starter Mißmuth, der sich bei vielen Jahren im Baufach thätig. Ich führe Bauarbeiten aus, beantragte. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Flatau, wies darauf der Vorstellung der Cavalleria" am 19. d. M. in höchst indem ich mir einen Polier annehme, der für die gute und hin, daß sich die Bekundung der einwandsfreien Entlastungs demonstrativer Weise Luft machte. Obwohl der Gänger Direttor vergeblich ersucht worden war, nicht regelrechte Ausführung verantwortlich ist. Ich bin Mitglied zeugen doch nicht aus der Welt schaffen lasse. Wenn man der vom sang derselbe gleichwohl die Rolle des der Berufsgenossenschaft. Herr Mücke giebt das Baugeld, felben Glauben schenfe, so könne von einer Verurtheilung des aufzutreten, Der Gerichtshof trat insofern Alfio. Dabei ist zu bemerken, daß die Gemahlin des Herrn ich übernahm den bewußten Bau in Entreprise. Die Puharbeiten Angeklagten feine Rede sein. zu vergeben, habe ich dem Polier Jochem übertragen. Das Rüft den Ausführungen des Vertheidigers bei, als die Sache für nicht Gura nach turzem Krankenlager in der Blüthe ihrer Jahre vor zeug habe ich von Mücke geborgt, dafür bekam er 30 bis 40 m. genügend aufgeklärt erachtet und deshalb ein freisprechendes Er einigen Tagen gestorben und unter zahlreicher Theilnahme zur letzten Ruhe begleitet worden ist. Als Fräulein pro Bau. Freitags geht Mücke auf den Bau, fenntniß gefällt wurde. mißt die gefertigte Arbeit aus und giebt mir Wegen Anwendung eines Konservensalzes, das nach wurde sie von einigen wenigen Zuschauern mit Beifall, Mitschiner in der Rolle der Santuzza die Bühne betrat, das entsprechende Geld inklusive des Polier: Ansicht des Charlottenburger Polizei- Chemiters für die Gefund lohnes.( Frage des Affessors.) Herr Müde muß mir wohl heit nachtheilig sein soll, wird seit einiger Zeit von der Staats: von dem anderen größeren Theile des Publikums jedoch nicht trauen, deshalb mißt er jedenfalls selbst aus. Das Grund- anwaltschaft gegen sämmtliche Schlächter in Charlottenburg fie die Bühne. Als darauf Herr Gura als Alfio erschien, ent mit Bischen empfangen. In sichtlicher Aufregung verließ stück gehört Herrn Wilfe."( Also noch ein Intereffent.) Nochmals vorgegangen. In den bisherigen vor der ersten Straftammer feffelte sich im Hause ein wahrer Höllenlärm, der Gesang und vernommen, bemerkt Morah:" Nach Fertigstellung jedes Baues, heim Landgericht II verhandelten Fällen erfolgte jedoch jedesmal feffelte sich im Hause ein wahrer Höllenlärm, der Gesang und der mit dem Gelde Mücke's aufgeführt wird, bekomme Freisprechung, da das Gericht sich nicht von der Schädlichkeit Orchester übertönte. Da das Zischen und Rufen nicht aufhöreu die Direktion sich veranlaßt, den ie die Differenz zwischen dem vereinbarten Preise und bes meat preserve crystal, das in Berlin übrigens unbeanstandet 3 wollen schien, fab Vorhang niedergehen zu lassen. Unter unbeschreiblichem ich Die Bolksversammlung erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten Dr. Zadek einverstanden, ebenso erklärt sie die Forderungen der Berliner Krankenkassen für vollständig berechtigt und verpflichtet sämmtliche Rigdorfer Krankenkaffen- Vorstände, ebenso die Arbeiterschaft Rigdorfs, Kranke der Charitee nicht mehr zuzuführen, bis die an dieselbe gestellten Forderungen erjüllt sind". Vermischkes. biznise u. f. w. gezahlten Gelde herausgezahlt. gebraucht werden darf, überzeugen fonnte. Auch der, den Tumult, der sich bis in die Umgänge und sogar bis Das macht so an 300, 400 oder 500 Mart." Assessor:" Wovon Schlächtermeister Kienelte betreffende Fall, der am Freitag vor auf die Straße fortpflanzte, verließ die zahlreich erschienene existiren Sie in der Zwischenzeit?" Moray:" Ich habe die Ver- der zweiten Kammer geführt wurde, endete mit der Freisprechung waltung von 14 Häusern in Weißensee.( Behören Mücke.) Außer- des Angeklagten, denn das Gericht stellte sich auf den Standpunkt, Buhörerschaft das Haus. Mehr als 100 Personen, die auf der dem beſtze ich in Weißensee selbst Grundstücke." Assessor:" Sind daß, so lange die Wissenschaft nicht über die Schädlichkeit oder Theaterstraße vor dem nach dieser Seite mündenden Ausgang die von Mücke erworben?" Moray:" Jawohl."- Erst Beklagter, Unfchädlichkeit eines derartigen Mittels klar sei, man den Laien sich aufgestellt hatten, empfingen das zur Heimkehr einen Wagen benußende Fräulein mit Gejohle und Gepfeife. Herr Gura jetzt Zeuge Rosin:" Ich bin bei Herrn Mücke angestellt. Der nicht für dessen Anwendung verantwortlich machen dürfe. entging einer gleichen„ Ovation" nur dadurch, daß er durch einen felbe liefert Baumaterialien auch an andere Bauherrn als solche, denen er Baugelder giebt. Ich bin aber nicht nur An Prag. Omladina Prozeß. Das Verhör der An- Nebenausgang unbemerkt entfam.gunsinan gestellter des Herrn Mücke, sondern vertrete auch öfter Herrn geklagten wurde heute beendet; morgen beginnt die Vernehmung Morag auf dem Bau, indem ich abrechne und zuweilen der Sachverständigen und der Zeugen. Als der Angeklagte Refelbft die Löhne auszahle, natürlich im Auftrage Moray; datteur Hain wegen der unter Anklage gestellten Säße feiner mit das Geld bekomme ich von Mücke. Die Uebereinkunft Beschlag belegten Artikel zur Rede gestellt wurde, berief er sich Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, awischen Mücke und Moray tenne ich nicht."( Nach seiner auf den jungczechischen Abgeordneten Jande, welcher solche Worte eigenen Aussage dient also Herr Rosin zween Herren, dem einen im Landtage gesprochen habe. als Angestellter" und Beauftragter, dem anderen als Vertreter, " für den er zuweilen" mit Uebergehung des Poliers den Lohn auszahlt.) Der Polier Jochem gerirte sich dem Gericht gegen über, wenn er zu Worte tam, als eine schwerwiegende Persön lichkeit, der Herr Müce niemals nig zu sagen gehabt hätte. = Soziale Leberlicht. Die Parteigenossen von Adlershof werden nochmals Der Vorsigende rügte das folgendermaßen: Er dringend ersucht, die Wählerlisten zu den Gemeindevertreter möge sich anders und weniger selbstbewußt benehmen. Der Wahlen einzusehen. Bis jetzt ist diese Pflicht noch wenig ausGerichtshof lasse sich doch nichts vormachen. Er, der Herr Polier, fei fo wenig Bauherr, geübt worden, trogdem es im Jntereffe eines jeden Parteigenossen wie der Herr, welcher sich mit der Verwaltung falle werden die Genossen ersucht, sich an meine Adresse, Bisliegt, fich um sein Wahlrecht zu kümmern. Im Verhinderungsvon Häusern in Weißensee abgebe. Man sei hier wieder einer Schieberei auf die Spur ge- mardir. 37 zu wenden, ich werde das Weitere besorgen. tommen, wie sie schöner nicht gedacht werden tönne. Assessor Guno hatte sich versprochen und statt Ver- Auch ein Zeichen der Zeit. Die Einnahmen des preußiDer Vertrauensmann. walter den Ausdruck" Häuferwächter" bezüglich Moras fchen Staates aus den Gerichtstosten und Strafen betrug im gebraucht, fich aber sofort felbft berichtigt. Herr Mücke legte Rechnungsjahr 1892/98 581/2 Millionen Mart, was eine Steige sich nun für diesen ins Beug und forderte lauten Tones und rung um 2/3 Millionen Mark gegen das Vorjahr bedeutet. In mit befehlender Geberde den Borsigenden auf, sofort diese Beden lezten 6 Jahren sind die Gerichtstoften- Einnahmen um mehr Eingelaufene Druckschriften. Noch ( Stuttgart, J. H. W. Diet, Verlag) ist soeben das 17. Heft des 12. Jahrgangs erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Decadence. Der Kapitalismus fin de siècle. Von Karl Kautsky. ( Fortsetzung.) Probenächte. Von W. Allenstein.- Ein Konkurrent des Diamanten. Von Heinr. Vogel. mals zur Kritik des statistischen Materials im„ Sozialpolitischen Handbuch von Dr. Lug. Literarische Rundschau. Notizen: Die Druckerei der Magdeburger Volts ftimme". Von Dr. Max Duard." Wohlthätig ist bes Feuers Macht." Die Zahl der Aktiengesellschaften in Eng land. Die Roheisen Gewinnung in Deutschland einschließ lich Luxemburg. Feuilleton: Herwegh und die Pariser deutsche Legion. I. -HRA Briefkaffen der Expedition. Abonnent in Grimma. Die Annonce fostet 13,70 M. Nach Einsendung des Betrages erfolgt Aufnahme des Inserats. Fr. R. Sefto- Calende. 17,50 m. bis 25. März beglichen. Achtung.| Rixdorf. Achtung. Rummelsburg- Boxhagen Geschäft megen Uebernahme einer Große Versammlung Gangbares Obst- und GrünkramMontag, den 28. Jan., Abds. 81/2 Uhr, größeren Destillation zu verf.[ 1423b Wilke, Saarbrückerstr. 27, Reller. des sozialdemokratischen Vereins Vorwärts am Dienstag, den 30. d., Abds. 8 Uhr, im Hoffmann's Fettsälen( Inhaber F. Runge), Bergstraße Nr. 133. Tagesordnung: " 1. Vortrag über: Das moderne Raubritterthum". Ref.: A. Hoffmann. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Gäste haben Zutritt. Um regen Befuch bittet Der Vorstand. NB. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Versammlung 433/14 der deutsch. Wagenbauer Filiale VI am Sonntag, den 28. d., Worm. 91/2 Uhr, bei H. Fischer, Brunnenstr. 143. Die Mitglieder werden höflichst er fucht, zu erscheinen. DER 387/6 Die Ortsverwaltung. BABAKINDUST Deffentliche Versammlung in dem Lokale des Herrn Vowinkel, Hauptstr. 83. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Hey= mann über:„ Erziehung, Staat und Kirche." 2. Die abhanden gekommenen Klei Dungsstücke der hiesigen Schulkinder, Altes Schützenhaus, Linienstr. 5, empfiehlt seine Säle. Sonntag, den 18. März, ist noch zu vergeben.[ 1286b 37 37 Als anerkannt reelle und billigste Einkaufs-Quelle des Süd- Ostens für und wie stellen sich die Einwohner Gold-, Silber-, hierzu? 3. Diskussion. 4. Verschiederes, Um recht zahlr. Erscheinen ersucht Der Einberufer. 110/15 Alfénidewaaren( Eig.Fabr.) goldene u. silberne Uhren empfiehlt sich H. Gottschalk, Goldarbeiter und Uhrmacher, 37 Admiral- Straße 37 Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, Bormittags 104 Uhr Vortrag!! Roh- Tabak!! Rosenthalerstraße 38: von Herrn E. Vogtherr: Geistige Selbständigkeit.. Gäste sind sehr willkommen.[ 441/6 Arbeiter! Genossen! Kanft nur Cigarren mit der Kontrollmarke der Tabakarbeiter. Nachfolgend verzeichnete Fabrikanten und Händler führen nur Gigarren mit der Sämmtl. in- u. ausländischen Sorten, gute Qualität, tadelloser Brand, in billiger Preislage, empfiehlt Alle Uhren 64621 Schmerzloſes Babuziehen mit Elef trizität, Nervtödten, werden sauber und sorgfältig reparirt Blombiren je 1 M., b. Borzeigung dieser unter Garantie des Gutgehens für Annonce halbe Preise. Boltz, gepr. 4,50 Mark( außer Bruch) bei Heilgehilfe, Greifswald erstraße 10. Auch f. Krankenkassen geg. Krankensch. W. 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Franz Töring, Ruppinerstr. 21. R. Gefelle, Ruppinerstr. 19. Gustav Hennig, Coloniestr. 147. Emil Höhne, Ackerstr. 89. Joseph Husam, Grünthalerstr. 9. Louis Kuoch, Grünthalerstr. 5. Löffler, Badftr. 42-48. B. Moritz, Bernauerstr. 18. Albrecht Steinicke, Stralsunderstr. 23. Hermann Vogel, Demminerstr. 62. May Winkelmann, Ackerstr. 153. Georg Wolter, Ackerstr. 58. Schönhauser Vorstadt. Franz Behrend, Straßburgerstr. 26. Wilhelm Brall, Swinemünderstr. 4. C. Herm. Dies, Pappel- Allee 2. * Johanu Hahu, Fehrbellineritr. 8. Lorenz Heidemann, Danzigerstr. 10/18. Rudolf Magnus, Weinbergsweg 10. 2. Malkowis, Kastanien- Allee 95/96. 5. Mehnert, Diedenhofenerstr. 3. Gustav Binner, Tresckowstr. 32. Ang. Schönfeld, Danzigerstr. 16. NO. Sermanu Bailoff, Ballisadenstr. 79. Beyer, Landsberger Allee 131. H. Kraft, Landsbergerstr. 112. Paul Krämer, Greifswalderstr. 30. Gebr. Lewy, Marienburgerstr. 37. Gustav Mirak, Georgenfirchstr. 12. 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Jahrg. | Der Säkular- Mensch von Italien aufrecht zu halten. Alle noch indifferente Arbeiter unſeres Faches lich auch den Lohn, der bei weitem nicht hinreicht, eine nur halbwerden dringend zum Eintritt in ihre Fachorganisation auf wegs menschenwürdige Existenz zu fristen. Wo Tarife für au der Arbeit. gefordert. J. A.: Oberschmidt, Nollendorfstr. 25. Stücfarbeit bestehen, da werden sie in der Regel von den Wir sind in der Hand eines Verrückten, der, wie der An die Mitglieder der Ortskasse der Tischler und Unternehmern zum Nachtheil der Arbeiter nicht inne gePianoforte Arbeiter Berlins! Kollegen! Laut Annonce vom halten. Wer sich den offenbaren Betrug bei der Lohnberechnung General Bumbum in Offenbach's Opera bouffe, jeden Tag einen Sonnabend, den 20. Januar, finden die Wahlen der Delegirten nicht gefallen läßt, riskirt die sofortige Entlassung. Um der neuen Belagerungszustand, jeden Tag großartige Siege, ver- zur Generalversammlung am Sonntag, den 28. Januar, Bor- Ueberproduktion" vorzubeugen, in Wirklichkeit aber um ihre abbruch zu thun, tündet", so schreibt ein bürgerliches Blatt in Mailand( Italia mittags 10 Uhr, in den verschiedenen Raffirerbezirken statt. Sur Brofite ficher zu stellen, lassen bie Unternehmer ihre Fabriken oft del popolo"), das in der letzten Woche dreimal tonfiszirt wurde. Erleichterung der Wahl haben Vorversammlungen stattgefunden, wochenlang fillstehen. Mir aber erscheint der an der Arbeit befindliche Crispi in doch war es infolge des geringen Befuches kaum möglich, eine einstellungen von sechs Wochen bis drei Monaten während der Die Petenten verzeichnen Betriebsallen seinen Bewegungen und Beweggründen wie ein Ochsen- ifte geeigneter Kandidaten aufzustellen. Kollegen, wenn letzten zwei Jahre. Um die Arbeiter am Orte festzuhalten und frosch, der fortwährend triplice! triplice!") rust, bis zum 3hr nun Was hat dieser Mensch in den wenigen Wochen seiner berufen sind, bedenkt, daß die zu wählenden Delegirten Eure Intereffen zu vertreten, fie jeden Augenblick wieder einstellen zu können, zahlten die daß aus Todtengräberherrschaft schon Alles zusammenregirt! Den GottesFabrikanten ihnen seither eine sogenannte ihrer Mitte Vorstand der Kasse, fogenannte„ Bergütung", die Vertreter frieden auf Sizilien hat er geschaffen, das heißt: in dem Be- zu den verschiedenen Versicherungsanstalten u. s. w. gewählt die sich auf 3 bis 8 Mark wöchentlich belief. In neueſter lagerungszustand, der über die unglückliche Insel verhängt ist, werden, so werdet Ihr einsehen, daß es Gure Pflicht ist, dafür Beit aber weigern die Fabrikanten sich, diese Vergütung" au reichen die Spitäler nicht aus, um die Verwundeten aufzunehmen Gorge zu tragen, daß nur Delegirte gewählt werden, die Guer zahlen. Sie wissen, daß die Arbeiter ihnen doch bleiben, daß und reichen thatsächlich die Gefängnisse nicht aus, um die von Vertrauen verdienen und befähigt sind, Eure Interessen zu erlaubt, wegzuziehen. Bei den Entlassungen kommen immer erst die Ueberhandnahme ihrer wirthschaftlichen Noth ihnen nicht Morra Gingeferferten zu fassen. Die Zeitungen, die nicht unter: wahren. Deshalb nehmt Eure Rechte wahr und erscheint zahl die verheiratheten Arbeiter an die Neihe. drückt find nicht blos alle sozialistischen, sondern auch die reich in den Versammlungen. Alles Nähere findet Ihr in der verheirathete hätte es ja immer noch etwas leichter, auf und bürgerlich radikalen find unterdrückt- offenbaren buchstäblich oben bezeichneten Annonce. den weißen Schrecken der Reaktion; fie erscheinen nämlich davon zu gehen. mit großen, weißen Flecken, das sind die schimpflichen Zensurlücken Morras. = der 8, 21: peinrid Sing, Faltensteinstr. 40. " " Denn der un" Der Vorsitzende. In beweglichen Worten schildern die Petenten, daß ihre C. Koblenzer, Adalbertstr. 96. Fabrikanten und deren wohlbezahlte Werfführer die ärgsten Durch die chinesische Mauer der Lügendepeschen und offiziellen Die Klavierarbeiter, die bei Mittag Nachfolger gearbeitet Ausbeuter sind, die mit dem aus den Arbeitern herauss Lügennachrichten, die um die Insel gezogen ist, dringt ein haben und mit diesem Herren in Lohndifferenzen gerathen find, geschundenen Profit es schon aushalten können. Wir werden," greller Lichtstrahl der Wahrheit, das ist die zuverlässige werden behuss einer Besprechung über diese Angelegenheit bier- fagen sie, rücksichtslos zu grunde gerichtet! Das kann nicht mehr Nachricht, daß das Kriegsgericht seine Henfersthätigkeit begonnen mit dringend ersucht, am Montag Abend 6 Uhr im Lokale fo fortdauern." Sie fordern das Eingreifen der Reichsgefeßgebung, hat und daß letzten Freitag in einem Orte des Bezirkes Calta- Oranienstr. 192, Heinrichsplay, zu erscheinen. eine geregelte Arbeitszeit von vielleicht 12 Stunden", Beseitigung nissetta acht Bauern und Schwefelarbeiter standrechtlich erschossen der Sonntags und der Nachtarbeit und Regelung der Lohnworden sind, Ueber andere zahlreiche Beruhigungsmorde laufen zahlung. Vorstellungen beim Fabrikinspektor find bisher erfolglos dumpfe Gerüchte um. Der bürgerliche Abgeordnete Casilli hat über diese Exekution zur Eröffnung der Kammer bereits eine und Arbeiterinnen! Am Montag, den 29. Januar, findet in der gouvernementalen Sozialpolitik seither vorgenommene gefeß An alle im Vergoldergewerbe beschäftigten Arbeiter Diese Schilderung läßt erkennen, welchen Werth" die von Interpellation angekündigt, und diese, wie zahlreiche andere der Annenstr. 16 bei Ehrenberg eine öffentliche Versammlung liche Regelung der Arbeitsverhältnisse hat. Wo bleiben da die Interpellationen, haben Crispi zu dem allerjüngsten feigen Ge- ftatt, in der Genoffe Stabernad über das Thema referiren vielgepriesenen„ Segnungen" der gesetzlich vorgesehenen Arbeits. waltstreich Anlaß gegeben, das Parlament gegen den flaren wird: Ist die heutige Gesellschaft in der Lage, der Arbeitspielgepriesenen" Segnungen“ der gesetzlich vorgesehenen„ ArbeitsWortlaut der Verfassung garnicht zusammenkommen zu laffen, Tofigkeit Einhalt zu thun?" Außerdem stehen eine Reihe sehr sala ordnungen"? Wo bleibt die Sonntagsruhe? sondern eine Wiedereröffnung auf unbestimmte Zeit, zunächst auf wichtiger Angelegenheiten zur Verhandlung, im Hinblick darauf Die Vermehrung der Fabrikinspektoren des Großersuchen wir unsere Kollegen, recht zahlreich zu erscheinen. Die Agitations Rommission. vier Wochen, zu vertagen. Denselben Gottesfrieden mit all' seinen Schrecken hat Crispi herzogthums Hessen haben die sozialdemokratischen Ab über die Provinz Massa Carrara ergoffen Hier heißt der Morra geordneten im hessischen Landtage beantragt. In der BeGeneral Henfch. Ueber das Leben und die Zustände der Die Reaktionäre au der Arbeit. Es ist eine hinlänglich gründung wird besonders darauf hingewiesen, daß es den Marmorarbeiter in Carrara werde ich Ihnen einen besonderen bekannte Thatsache, daß, sobald die Reaktion ihr Haupt erhebt, Beamten ihren eigenen Berichten zufolge unter den obwaltenden Bericht einfenden; es ist ein Seitenstück zu der erbärmlichen auch die Geistlichkeit, gescheitelte wie tonfirte, bestrebt ist, ihre Umständen nicht möglich sei, jeden Betrieb einmal pro Jahr zu Lage der Schwefelmienen- Arbeiter in Sizilien, nur daß diefe alten verbrieften Rechte", wie sie ihren Einfluß auf besuchen. Der Einwand, daß auch die Polizei Organe mit zur ärmsten Gebirgefinder, die Gewinner des Marmors für die Staat, Gemeinde und Familie mit besonderer Vorliebe nennt, Ueberwachung der Fabritbetriebe berufen feien und so den Auf Statuen und Paläste ter Reichen, da sie bei ihrer Thätigkeit in geltend zu machen. Leider wird nur zu oft diesem Einfluß sichtsbeamten ein Theil ihrer Thätigkeit abgenommen werde, fei den Abgründen und Höhlen des Gebirges fortwährend unmittel- Rechnung getragen, wie aus einer Bekanntmachung hervorgeht, fchon deshalb nicht stichhaltig, weil die Polizeibeamten sich zum bar dem Tede ins Auge sehen, fühner, entschlossener und todes die in Langen( Kreis Offenbach) erlassen wurde. Dieselbe größten Theile nicht qualifiziren und für ihren eigenen Beruf muthiger find, als die sizilianischen Brüder, ausgebentet und lautet: schon genug in Anspruch genommen seien, dann aber auch in ausgefangt von ten Besizern sind beide in gleicher Weise. Mit dieser Beziehung seitens der Arbeiter das nöthige Bertrauen zu Gier hat auch hier die Willkür des Belagerungszustandes den Polizei- Organe als Aufsichtsbeamten fehle. die bequeme Gelegenheit ergriffen, alle Arbeiter= Organifationen der Provinz, bie mit dem Aufstand nichts zu thun hatten, aufzulösen, die Blätter zu unterdrücken, die Kaffen mit Beschlag zu belegen, ganz wie in den Zeiten der Orgien, der ersten Blüthe des Bismarck'schen Schandgefeges. gar Angesichts des offenbaren Bankerotte der Finanzen find durch die unaufhörlichen Neueinberufungen der Reserven, Ber doppelung der Garnisonen, Truppenfendungen nach Sizilien, Maßnahmen, die geradezu als herausfordernde Kriegsvorberei tungen gedeutet werden müssen, neue ungezählte Millionen verschleudert werden. Die Einberufung der Reserven von 1868, die erst ausgeführt werden soll, genügt nicht mehr, die Crispi'schen Drgane deuten schon an, taß der Jahrgang 1867 sich bereit halten müsse. aber da er felbst die erste Auf Antrag des Kirchen- und Stadtvorstandes zu Langen wurde durch Berfügung Großherzoglichen Kreisamtes Offenbach vom Oktober d. J. angeordnet, daß der Wirthshausbesuch von Mädchen nach 8 Uhr Abends vhne Begleitung ihrer Eltern strengstens untersagt ist, und die sämmtlichen Gast- und Schankwirthe dahier angewiesen worden sind, Mädchen ohne Begleitung ihrer Eltern nach 8 Uhr Abends aus der Wirthschaft auszu weifen. Zuwiderhant furgen werden zur Anzeige gebracht Dresden, 20. Januar. und hat außerdem zur Folge, daß den Wirthen, welche dieser Aufforderung nicht nachkommen, Feierabendstunde auf 8 Uhr festgesetzt werden wird. Der geringste Verstoß gegen das Gesetz, wenn er von feiten eines Sozialdemokraten begangen wurde, wird jeder Zeit von den Preßbanditen der Ordnungsparteien weidlich fruftifizirt. So läßt sich das„ Leipziger Tageblatt" von einem feiner Korres fpondenten aus Dresden folgendes schreiben: Langen, 12. Oftober 1893. Großherzogliche Bürgermeisterei 2angen. Dröll." Der Drucker des biesigen Genosse" Hermann sozialdemokratischen Parteiorgans, Schönfeld, ist vom Schöffengericht auf Grund des§ 137 der Reichs- Gewerbe- Ordnung zu 20 M. Geldstrafe verurtheilt worden, weil er seine Arbeiterinnen wiederholt an Sonnabenden nach 51/2 Uhr Nachmittags beschäftigt hat. Es ist das immerhin ein charakteristisches Zeichen, wie man auf fozialdemo fratischer Seite bemüht ist, die zum Schuße der Arbeiterwelt und insbesondere der Arbeiterinnen erlassenen Gesetze zu achten." Es handelt sich also nicht etwa um Mädchen, die das 16. Lebensjahr noch nicht zurückgelegt haben, sondern um das Wen fann es Wunder nehmen, daß in diefer Crispi'schen weibliche Geschlecht überhaupt, was den Wirthen ausdrücklich Opera bouffe- Wirthschaft der Bankkrach und die Finanzkorruption, mit dem Anfügen mitgetheilt wurde, daß die Verordnung mit holt vorgekommen sei. Genosse Schönfeld giebt in einer Der Korrespondent Iügt, daß die Uebertretung wieder. neue Blüthen zeigt? Nach dem Krach der banca generale dem nächsten Sonntag, den 18. Januar in Kraft tritt. Faben die meisten größeren Kreditinstitute Moratorien verlangt Soll etwa das weibliche Geschlecht wieder in die Spinn- Erklärung bekannt, daß er durch einen Unfall an der Rotationsund überall vor den Sparkassen drängen sich die von der Panit stuben gebannt werden? Wir meinen denn doch, daß dort die maschine gezwungen war, eine Stunde länger arbeiten zu lassen, ergriffenen Einleger. Aus Florenz wird die Verhaftung eines Sittlichkeit erst recht gefährdet ist, wogegen allgemein feststeht, um die Zeitung noch rechtzeitig fertig zu stellen. Unter dem beBankkassirers, der eineinhalb Millionen unterschlagen hat, ge- daß gerade da, wo beide Geschlechter öffentlich verkehren eine nöthigten Personal befand sich auch eine Arbeiterin, die nicht zu meldet, und durch den Kurssturz und die künstlich hervorgerufenen Hebung der guten Sitte wahrzunehmen ist. Wie wir erfahren, Bestrafung ein. Das Gericht selbst erkannte an, daß Schön entbehren und auch nicht sofort zu ersehen war und so trat die Echwankungen der Nationalrente sind zum Ruin des Landes in find tie Wirthe daran, auf dem Wege der Beschwerde diese feld sich in einer Rothlage befunden habe, für welche das den letzten Wochen an den Börsen von den Eingeweihten drakonische Bestimmung wieder aus der Welt zu schaffen; gelingt Gefeß aber eine Ausnahme nicht fennt, weshalb auch das Hunderttausende und Millionen verdient worden. Ein offizielles das nicht, so wird das für den Vertreter dieses Kreises im LandEchreiben Grispi's will die Kurstreiber als Verbrecher bestrafen, tag, Genoffen Cramer, zu seiner vornehmsten Aufgabe gehören, einem folchen harmlosen Fall beißt sich die Ordnungstanaille fest, niedrigste Strafmaß in Anwendung gebracht wurde. Und an oberste, offenbare die Regierung über ihre Stellung zu diesem Erlasse zu inter- um nachzuweisen, wie wenig die Sozialdemokraten nach ihren Ursache all dieser Wirren ist, da zudem seine Be- pelliren und die Ungerechtigkeit solcher Eingriffe nachzuweisen. Brinzipien handeln; wie Figura zeigt mit herzlich wenig Glück. theiligung an der Korruption und feine Geschäste mit den Bankhäusern, die ihm aus der Verlegenheit halfen, be Ottenheimer Söbne), welche, wie vor einigen Tagen mit& hreshofen( Rheinprovinz) zu sein. Er hat in Anbetracht Die Tabafarbeiter von Ludwigsburg( von der Firma Gin weißer Rabe scheint der Graf Nesselrode. tannt sind, wer will es dem Bolte ausreden, daß er selbst mitten getheilt, die Arbeit infolge von Lohndifferenzen niedergelegt, bes schlechten Jahres für die Landwirthschaft seinen sämmtlichen in diefem Spekulationssumpfe steckt? Der jüngste Streich des haben im Einverständniß mit ihren Kollegen von Stuttgart Bächtern ein Biertel des Pachtzinses nachgelaffen, einigen sogar Gewaltmenschen en miniature, die höhnende Vertagung des Berg, Cannstadt und Feuerbach beschlossen, die Arbeit die Hälfte. Die Pacht wird hoffentlich hoch genug gewesen sein, Parlaments muß auch dem Plindeſten die Augen öffnen über nicht eher wieder aufzunehmen, bis nachstehende Forderungen fodaß der Herr Graf dadurch feine Noth gelitten haben wird. das, was der gegenwärtige Diktator Italiens alles zu verbergen von der Firma genehmigt find: hat. Ueber die Gefangennahme De Felice's in Palermo ver öffentlichte am 24. Januar der Mailänder Secolo" bedeutsame bezahlt. 2. Von den ausgetretenen Arbeitern werden sämmtliche giebt keine Regel ohne Ausnahme. 1. Sämmtliche bis dato bezahlten Preise werden weiter Im übrigen registriren wir den Fall nur, um anzubeuten: Ge und bezeichnende Aeußerungen englischer Parlamentsmitglieder, wieder eingestellt. Maßregelungen dürfen nicht stattfinden, 3. Von In Hannover ist am 23. Januar die Abstimmung über die seinem Korrespondenten Walter brieflich zugegangen ben jetzt im Ausstand befindlichen Arbeitern, inbegriffen diejenigen, das Bestehen der Tischler- Zentralkaffe erfolgt. Nach theilweise find. Der Abgeordnete G. Howell spricht seinen Abscheu aus über welche entlassen wurden, darf feinem vor Ablauf eines Biertel- sehr heftigen Debatten stimmten für gänzliche Auflösung der die ungefeßliche Verhaftung eines Abgeordneten, der das Verbrechen jahrs gekündigt werden." begangen, die allerelendesten der Arbeiter auf eine menschliche Kasse 20 mit Ja, 53 mit Nein; für Umwandlung in eine Stufe zu heben. Ebenso schreibt Kair Hardie und Joseph Arch, triebsleitern im Namen der Streifenden verhandeln sollten. Diese Ferner wurde eine Kommission gewählt, die mit den Be: Buschußkasse 34 mit Ja und 39 mit Nein. Der besonders die himmelschreienden Zustände unter den Schwefel- wurde aber von seiten der Unternehmer nicht anerkannt; jeder arbeitern Siziliens hervorhebt. Thomas Burt, das Mitglied des Arbeiter folle einzeln kommen. englischen Minifteriums und Abgeordneter zur internationalen Der Streik dürfte sobald noch Arbeiterschutz- Konferenz in Berlin( 1890), spricht gleichfalls feine nicht beendet sein. Berdammung des Belagerungszustandes und sein Mitgefühl für Ein Arbeiter Nothschrei. Aus dem Reichstage die Verhafteten, insbesondere De Felice, sowie für alle die Opfer wird dem Hamburger Echo" geschrieben: des Crispi'schen Willkürregiments aus. Diese Stimme wird in Echade, sehr schade, daß uns das Schriftstück aus dem Italien und im ganzen Ausland nicht ohne tiefen Eindruck Material der Petitionskommission, von dem wir soeben Kenntniß bleiben. Endlich fagt der Abgeordnete Samuel Woods, der nehmen, nicht bereits vorgestern und gestern in der Nothstands Vorsitzende des Verbandes der Bergleute von Lancashire, in Debatte vorgelegen hat! Tasselbe hätte sich vortrefflich verwerthen feinem Briefe: Diese schmählichen Bustände am Ende des lassen gegen die Schönfärber am Regierungstische und auf den 19. Jahrhunderts aus dem Vaterlande Garibaldi's und Mazzini's anti- sozialdemokratischen Seiten des Hauses. zu vernehmen, ist für mich ein tiefer Schmerz, aber je größer die Es handelt sich um eine vom Vorstande des Fachvereins der Tyrannei und die Wutürmaßregeln der Gewaltmenschen sind, Glasarbeiter im Bezirksamt Neuenburg eingereichte, von ca. 700 um so hertiger muß die Opposition und die Empörung werden. Arbeitern unterzeichnete Petition, betreffend die Verbesserung Auf Menschen, die vor Hunger sterben, Feuer zu fommandiren, der Lage dieser Arbeiter durch Regelung der Arbeitszeit und der das ist kein Regieren mehr, das ist eine Schmach für das Land. Lohnverhältnisse auf gefeglichem Wege". Soziale Leberlicht. " Ein neuer Vers zum alten Lied von der Ausbeutung weiblicher Arbeitskraft. In den Wäschereien und Plättereien zu Kiel sind die schamlosesten Arbeitsverhältnisse die Regel. In einer Wasch- und Plättanstalt in der Brunswick müssen die Arbeiterinnen von früh 6 bis Nachts 12 Uhr schaffen, also 18 Stunden pro Tag. Die gesetzlich bestimmte Frühstücks, Mittags- und Vesperpause wird so und so oft nicht eingehalten. schnittliche Arbeitszeit stellt sich pro Woche auf 110-120 Stunden. An Sonn- und Festtagen muß gearbeitet werden. Die durchDer Lohn für diese übermäßige, unmenschliche Arbeit beträgt wöchentlich 5-12 M. ohne Beköstigung, oder 1-4 M. mit Be töftigung. Wir enthalten uns jedes Kommentars, denn es würde nur die Wucht der für sich selbst sprechenden Thatsachen abschwächen. Zur Nachahmung zu empfehlen ist ein Beschluß, den die gemeinsame Invaliditäts- und Altersversicherungs- Anstalt für Die Petenten führen aus, daß in den zahlreichen Glasfabriken Thüringen kürzlich gefaßt hat. Nach den bestehenden gesetzlichen der Oberpfalz unerhörte Zustände beſtehen. Die Arbeiter in Bestimmungen werden bekanntlich die Renten monatlich zum vorden Schleifereien haben eine tägliche Arbeitszeit von 17 bis aus gezahlt, und muß bei Todesfällen für die Zeit vom Todes18 Stunden. Moch schlimmer sind die in den Bolirwerkstätten tage bis zum Monatsschluß der Rentenbetrag von den Erben beschäftigten Arbeiter daran. Ununterbrochene oder von sehr oder sonstigen Hinterbliebenen des Verstorbenen zurückerstattet Achtung, Linoleumarbeiter! Die am 23. Januar abfurzen Bausen unterbrochene Tage und Nachtarbeit ist für sie werden. Diese Bestimmung hat fortgesetzt zu großen Härten gehaltene öffentliche Versammlung der Linoleumarbeiter hat den nichts Seltenes!!! In vielen Fabriken haben sie teine volle geführt, da die Hinterbliebenen durch den Todesfall erwarteten guten Verlauf genommen und zur Gründung des Sonntagsrube, müssen vielmehr schon am Sonntag Abend wieder meist schon hart genug getroffen sind, und fast ausnahmslos in Vereins zur Wahrung der Interessen der Berliner Linoleumleger anfangen sich zu schinden und sich schinden zu lassen; faum, daß so kleinen Verhältnissen leben, daß von Rückzahlungen nicht die und Teppichnäher geführt. Die Versammlung, in der über 30 Kollegen fie auf Holzbänken in den dumpfen verpesteten Fabrikräumen Rede fein kann. Der Vorstand der thüringischen Versicherungsder Vereinigung beitraten, hat beschlossen, auch ferner die dann und wann ein Stündchen den abgeraderten Körper anstalt hat in Berücksichtigung dieser Verhältnisse beschlossen, Sperre über die Firma Quantmeier und Eide, Wilhelmstraße, frecen fönnen. Eine geregelte Arbeitszeit beziehungsweise eine von Innehaltung jener Bestimmung für die Zeit vom im sogenannten„ Arbeitsvertrag" vereinbarte Arbeitszeit giebt es 1. Januar d. Js. abzusehen, d. h. die Rückzahlung derartiger *) Sprich: triplitfche! die Voltsabkürzung für den„ Dreibund". in keiner der Fabriten. Die Unternehmer und ihre Helfershelfer fog. überbobener Rentenbeträge nicht mehr zu verlangen, Mögen Platzen. bestimmen ganz willkürlich die Arbeitsleistung und selbstverständ- andere Versicherungsanstalten dem Beispiel Thüringens folgen. 00 genommen. " ped " Ueber die Verwendung von Gefangenen zu Bauarbeiten| Arbeiter referirte Genosse Rohrlad unter Beifall der Bersamm- szum Ausdruck brachte( derselbe wurde mehrfach unterbrochen), hatte sich das Bielefelder Gewerkschaftskartell bei der dortigen lung über das Thema: Arbeitslohn und Kapitalvermögen". An mehreren Rednern aber durch Schluß der Debatte das Wort abs Staatsanwaltschaft beschwert. In der vor kurzem eingelaufenen der Diskussion über den Vortrag betheiligten sich die Kollegen geschnitten war( das soll kein Vorwurf für den Vorsitzenden sein), Antwort des Ersten Staatsanwalts wird zugegeben, daß Straf- Jiack und Hanke. Sodann wurden die Kollegen ersucht, zu der so bitte ich die verehrlichte Redaktion des Vorwärts", folgenden gefangene zu Außenarbeiten zwar verwandt worden seien, daß am 11. Februar, Vormittags 10 Uhr, in Charlottenburg, Bis- Beilen gütigit Raum gewähren zu wollen. die Zahl derselben aber eine so geringe gewesen sei, daß von marchstr. 74, stattfindenden Rohrlegerversammlung möglichst zahl- Wenn nach jest geltendem Krankenversicherungs- Gesetz aus der einer fühlbaren Konkurrenz" der freien Arbeiter wohl kaum die reich zu erscheinen. Die nächste Vertrauensmänner- Sigung der Zentralisation der Ortskrankenkassen ein Vortheil für die gesammte Rede sein könne. Im weiteren ersucht der Staatsanwalt das Branche findet am 28. Januar bei Rathke, Krautstr. 48, statt. Arbeiterschaft entspringen soll, so fann derselbe doch nur darin Gewerkschaftskartell, ihm beziehentlich der Gefängnißverwaltung Da wichtige Angelegenheiten zu erledigen sind, ist es die Pflicht bestehen, daß bei Zentralisation der Wechsel der Versicherung bei Mittheilung zugehen zu lassen, ob und welche Arbeiten vorhanden eines Jeden, diefelbe zu besuchen. Von einigen Kollegen der Wechsel des Berufes in Wegfall käme; für die ganze große feien, die event. gar keine freien Arbeiter beeinträchtigen. Deutichen Gasglühlicht- Gesellschaft" wurden die traurigen, bei Menge der Arbeitslosen würde dieselbe teine Besserung bringen, Würden die Gefängnißverwaltungen die ihnen unterstellten Straf- der Gesellschaft herrschenden Zustände eingehend kritisirt. Zum denn der Proletarier ist eben nicht im stande, sich seine Mitgefangenen nicht zwingen, dem Unternehmer für einen Hunger- Schluß machte der Vorsitzende bekannt, daß die nächste gliedschaft und damit seine Ansprüche auf die Leistungen einer lohn zu frohnden und so die freien Arbeiter zu schädigen, dann Branchenversammlung am 18. Februar in demselben Lotal statt Ortstaffe zu erhalten. Eine Ersparniß resultirt wohl gegenwürde die Gefangenenarbeit bald auf ein vernünftiges Maß be- findet. über den jetzt eristirenden vielerlei Statuten, Quittungsbüchern 2c.; schränkt bleiben und es wäre ihr auch die schädigende Tendenz Eine Mitglieder Versammlung des Eine Mitglieder Versammlung des Zentral- diese würde sich aber auch aus einem Kartell der Kaffen( etwa verbandes der Maurer Deutschlands, Zahlstelle der verwandten Berufe) erzielen lassen( wenn sich auch aus allBerlin II, tagte am Sonntag, den 21. Januar, im Märkischen gemein wirthschaftlichen Gründen darüber streiten ließe). Dabei ist nicht vergessen, daß diese Organisation für die HauptHof, Admiralfir. 18c. Das Referat hielt der Kollege Gröppler, befürworter der Zentralisation wenig Verlockendes haben wird, der in einem beifällig aufgenommenen Vortrag über die wirth weil gerade die verwandten Berufe des Baufaches mit ihren fchaftliche Nothlage im Maurergewerbe" sprach. Redner be: Stassen am Ende sind, verursacht durch die allgemeine wirthschaftliche rührte unter anderem auch die Einigungsfrage, die die Berliner Erfolg haben möchte. In der Diskussion sprachen die Kollegen Lage der ihnen Angehörenden gelten lassen will. Maurer jetzt augenblicklich beschäftigt und wünschte, daß dieselbe haben, wenn man die Krankenkassen als Barometer für die soziale Depression, unter der gerade diese Berufe am meisten zu leiden Hergt, Schigolsti und Maciewsti im Sinne des Referenten. In petuniären Vortheil durch Errichtung eigener Apotheken, Krankender darauf folgenden Wahl eines Delegirten zum Verbandstag häuser u. f. w. anbetrifft, so erübrigt darüber zu diskutiren, denn wurde der Kollege Gröppler gewählt. Die Abrechnung von 4. Quartal ergab nach dem Bericht des Kassirers eine Einnahme auch die zentralisirte Krankenkasse wird dazu einfach keine Mittel inkl. altem Bestand von 612,11 M. und eine Ausgabe von haben. Es ist nicht einzusehen, daß durch die Bentralisation 456,52 M., mithin einen Bestand von 155,59 M. Nachdem die eine Ansammlung von Geldern ermöglicht werde, wie sie zu folchen Zwecken gebraucht werden; die Verwaltungskosten werden Revisoren die Richtigkeit der Abrechnung bestätigt, wurde dem nicht geringer sein, der Krankenstand wird nicht sinken, wie durch Raffirer Decharge ertheilt. Damit war die Tagesordnung er- Abrechnung einiger zentralisirter Ortskaffen bewiesen ist; oder ledigt. glaubt man, daß die Kommune oder die Staatsregierung die Mittel hergeben wird, ohne dafür Kompenſationen zu bean= spruchen, die für die allgemeine Arbeiterschaft von der nachtheiligsten Wirkung wären? Die Steinkohlenproduktion im Oberbergamtsbezirke Dort mund hat im Jahre 1893 38 615 580 Tonnen betragen gegen 36 587 146 Tonnen im Jahre vorher. Die Zahl der Urbeiter ist gegen das Vorjahr von 144 328 auf 150 386 Mann gestiegen. Derlammlungen. 2. Bei See Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 28. d. Mts., Abends 6 Uhr Bret Bersammlungen. 1. In Gratwett's Bierhallen, Kommandantenstr. 77-79, Bortrag des Herrn Dr Alfred Bernstein über: Prostitution". feldt, Grenadierfir. 33, Vortrag des Herrn Paul Jahn über:" Der Werth des Lebens". Nach den Borträgen: Gemüthliches Betsammenfein. Freireligiöse Gemeinde, Rofenthalerstr. 38. Sonntag, den 28. Januar, fiändigkeit". Laufe des Semesters, eintreten. Wusehold. Was den Bringen- lee 67. Esmeralda, Fruchtstr. 70 bei Nitsche.- Lieder Hand in Hand 2, fizungen derselben bot; derselbe stand aber auch seiner Gewerkrastße 35 bei Queitsch. Vorwärts 7, Gelang- Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend. Baut Nidel'scher Musitverein Allegro bet Spindler, Reichenbergerjiraße 118, de Borfieraraße. M Der große englische Kohlenstreik hat 101 000 str. an Etreifunterstützung gefoftet. Davon haben die Mitglieder des Gewerkvereins der Bergleute 77 000 Litr. aufgebracht. Der Rest von 24 000 Ltr. wurde von befreundeten Gewerkvereinen gegeben oder durch Sammlungen beschafft. In der Vereinskaffe befinden fich zur Zeit 9000 str. Zu dem Lockout der Hutmacher in Danbury( Nordamerika), bei dem gegen 4000 Arbeiter in Mitleidenschaft ge: zogen sind, und über dessen Entstehungsgeschichte wir seiner Beit eingehend berichteten, wird uns jetzt durch einen Privatbrief von dort selbst folgendes mitgetheilt: Der Lockout der Hutmacher Danbury ist noch in fein neues Stadium getreten. Die unverschämten und an die Zeit des Sklavenhandels erinnernden Forderungen der" Fabrikanten- Assoziation" werden von den Das wären in allgemeinen Zügen die zweifelhaften VorArbeitern nach wie vor zurückgewiesen und an eine Einigung ist nicht eher zu denken, bis die Stadtbehörden, deren Sympathien Vormittags 10% Uhr, Vortrag des Herrn E. Vogtherr über:„ Geistige Gelbstheile einer Zentralisation, denen eine Reihe von schwerwiegenden Nachtheilen gegenüberstehen. Wieder die pekuniäre Seite in auf seiten der Arbeiter stehen, energische Maßregeln in Szene Mener Berliner Handwerkerverein. Sonnabend, den 27. Januar, den Vordergrund gerückt, so stellt sich heraus, daß die zentrali sezen, um den übermüthigen Fabrikanten klar zu machen, daß es Abends 9 Uhr, Vereinsversammlung in der Rosenthalerstr. 38. Fortsehung der firten Kaffen schlechtere Bedingungen bieten. 29 Berliner Ortsnoch Menschenrechte giebt, die von keinem Boß"( Meister, Ar- Generalversammlung vom 18. d. M. beitgeber) mit Füßen getreten werden dürfen. Berein Deutscher Schuhmacher. Bersammlungen am Montag, den tassen geben 52 Wochen Krankengeld, 3 dto. 39 Wochen, 1 dto. Auch die Geschäftsleute in Danbury sind durch die ein- en uhr: Filiale 1: Andreasftr. 26 bet Wilfe. 40 Wochen und 1 dto. 30 Wochen, während die Leipziger zentralisirte Vortrag des Genossen Millarg über: Unternehmergewinn und Arbeitslohn". getretene Stockung schwer betroffen, und wie es heißt, wollen sie Disfuffion. Kaffenbericht vom 3. und 4. Quartal. Filiale 2: bet Brüning, Kasse nur 26 Wochen gewährt und die Mainzer in letter Zeit wegen gegen die verbrecherische Verschwörung der Fabrikanten einen Rosenthalerstraße 11-12. Woitrag des Reichstags- Abgeordneten Brühne aus Defizits auf 20 Wochen heruntergehen mußte, trotzdem diese Frankfurt a. M. über: Tie sozialreformatorische Gesetzgebung in Deusch- Kassen die höchst zulässige Beitragshöhe bis auf wenige Pfennige Massenprotest einlegen. Nach alledem und besonders, da die land". Distuffion. Filiale 3: bet Werner, Bülowftr. 59. Bortrag des Kollegen erreicht haben. Daß sich für Berlin die Verhältnisse günstiger Hutmacher ausgezeichnet organisirt sind und über gefüllte Kassen Schmidt. Diskussion. verfügen, ist zu hoffen, daß die Arbeiter siegreich aus dem Kampfe Jakobiraße 83, Abends 9 Uhr. Bortrag des Herrn Adler über:" Gemert- mehr als die Hälfte der Berliner Urbeiter bei Zentralisation nur Fachverein der Uhrmacher. Vereinsversammlung bei Wienecke, Alte gestalten sollten, ist nicht einzusehen. Daraus ergiebt sich, daß hervorgehen werden. schafts- Organisation". im Nachtheile sein können. Die übrigen Nachtheile ergeben sich Arbeiter Bildungsschule. Sonnabend, Abends 8-10% Uhr. Oft chule, Martusstraße 31: Unterricht in Rechnen. Süd- Ost Schule, aus Folgendem: Sehen wir uns zunächst die Männer an, welche Reichenbergerfir. 133: Unterricht in: Boltsthümliche Medizin. In allen die Agitation in die Wege geleitet haben. Da ist zuerst der Unterrichtsfächern fönnen noch Schüler und Schülerinnen, auch jetzt im jüngst verstorbene Buchdrucker Martin, der es für nothwendig Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsitzender Ad. hielt, sich, bevor die Berliner Arbeiterschaft über diese Frage Neumann. Alle Aenderungen im Bereinstalender sind zu richten an Friedrich diskutirt hatte, mit Beamten der Kommune in Verbindung zu Kortum, Manteuffelfir. 49, v. 2 Tr. Sonnabend, Abends 9 Uhr: Uebungsunde. fetzen, um zu hören, mit was für Augen diese Bewegung dort Der deutschfreifinuige Arbeiterverein Berlin hatte am Aufnahme neuer Mitglieder. Grüne Giche, Rigdorf, Hermann- u. SnesebeckLyrania, Landsbergerstraße 31 bei angesehen werde. Dieser Herr hat sich noch vor einem Jahre 24. d. Mts. die Einladung zu einer großen öffentlichen Protest- ftraßen- Ede bei Beyerle. Sanges Echo, Naunynstraße 86, bei Zubeil. gegen die Aufnahme der Hilfsarbeiter in die Ortskasse ausversammlung gegen die jüngsten polizeilichen Maßnahmen am Freundschaft 2, Friedenfiraße Nr. 48 bei Tollkühn. Gudu gesprochen, als sich ihm Gelegenheit dazu in den Vorstands Friedrichshain" nach dem Hensel'schen Lokale( Invalidenstraße) ergehen lassen und hierzu Angehörige aller Parteien eingeladen, franz in Brandenburg, Mengert's Boltsgarten. Gesundbrunner schafts Organisation nicht nur fern, sondern feindlich auch die Ansprachen verschiedener freisinniger Abgeordneten und Friedrichsberg, Friedrich Karlstr. 11 bei Heinecke. Männerchor, Gesundbrunnen, Brinzen Allee 10. Frisch auf, gegenüber. Der zweite Rämpe für die Bentralisation anderer hervorragender Redner der Partei in Aussicht gestellt. Friedrichsberg, Rummelsburgerütraße bei Deckert. Immer ist Herr A. Meyer, der seiner eigenen Angabe nach Die Abgeordneten hatten indessen schon vorher absagen lassen. Rummelsburg, Goethe- und Kantjiraßen- Ecke bei Greinert. Frisch auf 2, Schönwalde in feit 20 Jahren mit dieser Idee schwanger geht und zu Der fleine Saal war von Anhängern der verschiedensten Parteien grün, Tegel, Epandauerfir. bei Rentner. Lorbeerzweig, Ewinemünder- wiederholten Malen bei Regierungsräthen und Dezernenten überfüllt. Referent war Rechtsanwalt Ebstein. Derfelbe be- ber art bei Restaurateur Schulz. sprach die Vorgänge am Friedrichshain und griff die Polizei Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend des Berliner Magistrats vorgesprochen hat, ohne je Gegenliebe der geselligen Arbeitervereine betreffend zu finden. Jetzt findet er aber bei eben denselben Herren nicht in ihren einzelnen Organen als Personen, vielmehr das alle Zuſchriften, den Bund find zu richten an: P. Hentel, Bergmannstr. 14, Sof 2 Tr. Sonnabend: System an, welches plaggegriffen habe. Die Polizei habe Theaterverein Iphigenia, bei Kramer, Mirdorf, Germanair. Nr. 140: freudigste Anerkennung und Unterstügung zugesichert, weil sich bedauerlicherweise die Gepflogenheit, zur unrechten Zeit und am Theaterverein Aurelia, Mendelssohnſtr. 9 bei Wie he Abends 9 Uhr. Die Verhältnisse inzwischen geändert hätten. Sollte die Sache Vergnügungsverein Ginigteit, Manteuffelstr. 67, Abends 9 Uhr. hier nicht einen Haken haben? Die Aufklärung, die Herr Meyer unrechten Orte zu erscheinen und in Aktion zu treten. Die Gefelliger Berein Deutsche Giche, Kohlen- lfer 2, bei Pech. Suhertlub der Versammlung gab, hat wohl niemanden befriedigt. A propos, Nordtiub Ge er für flein Gemüthlichte it, Lindenstr. 105, im Bürgergarten. übertriebene Aengstlichkeit der Polizei hielt städtisch. Selbst wenn der angebliche Demonstrationszug statt feltigteit, Brenzlauer Allee 26, bei Drühler, alle 14 Tage.- Theaterverein Herr Meyer, was sind denn das für Erfolge, die Ihnen von einem Regierungsrath zugestanden wurden, trotzdem er Ihnen gefunden hätte, so würde nach der Meinung des Re- effing. Langeitr. 9, bei Kiezewsti. in bezug auf die zentralisation der Ortstassen tein günstiges ferenten doch keinerlei Gefahr vorgelegen haben, die Sache Prognostikon stellte? Mir scheint, der Herr Rath hat eine wäre vielmehr ruhig und friedlich verlaufen. Es müsse dagegen Turnverein Gesundbrunnen. Die 2. Männerabtheilung turut heute bessere Meinung von den Berliner Arbeitern, als Herr Meyer. protestirt werden, daß die Einwohnerschaft Berlins für RaubDon 8-10% Uhr in der Turnhalle, Freienwalderstr. 39. Nun fordert aber Herr Meyer von den sozialdemokratischen thiere gehalten werde, die, wenn nicht der Polizeifnüppel und Bühnenverband Normania jeden letzten Sonnabend im Monat bei der Gummischlauch auf ihrem Rücken tanze, sofort Exzesse ver- Leichnis, Königsbergerfir. 24. Privattheatergesellschaft Schneeglöckchen, Agitatoren, daß sie sich der Sache widmen, von den dito ArAbends 9 Uhr bei Echulz, Brummenfir. 116. Theaterverein Berliner beitern aber die Mittel, um die Presse, die er selbst eine Sure übe. Die Polizei sei der Bürger wegen da und habe sich nicht Bär jeden Sonnabend nach dem 1. und 15. Abends 9 Uhr, stöpenider: nennt, für die Agitation zu gewinnen. Will er denn durch die aufzuspielen wie eine Soldatesta. Der ruhige sachliche Vortrag fraße 66a. 55a. Theaterverein Lessing. Jeden ersten und legten Sonnwurde mit Beifall entgegengenommen. Beantragt wurden zwei abend im Monat 9 Uhr Abends Sigung bei Budolph, Krautstr. 6.- Privat bürgerliche Presse für die Zentralisation Propaganda machen Resolutionen, die eine von freisinniger, die andere von sozial- heatergesellschaft Veneta, Sigung mit Tamen jeden Sonnabend Abend und so die indifferenten Arbeiter dafür erobern, oder glaubt er 9% Uhr bei Pape, Kolbergeistr. 22. Theatergesellschaft Edelweiß, bei der Bourgeoisie das nöthige Rückgrat zu finden? Im letzteren demokratischer Seite, welche lettere feitens des Vorsitzenden als Sonnabend 9% Uhr, Eizung mit Damen bei Ravul Adree, Chorinerstr. 53. nicht in den Rahinen der Verhandlungen gehörend, für undiskutir- vultania, 9 Uhr, Sigung in Täger's Gesellschaftshaus, Gartenstr. 13-14. Falle wird er volle Anerkennung und vielleicht auch GegenVerein Morgenstern, 9 Uhr, Sigung mit Damen im Restau- liebe finden. Denn nur für die Unternehmer und die Bebar erklärt wurde. Mäther legte den Schwerpunkt auf die Fidelitas. hörden wird die Zentralisation von Vortheil sein. Für die Frage, ob die Echuhleute am 18. d. m. verantwortlich zu machen tant von Krone, Wörtherstr. 11. Nach der Sigung Fidelitas. Geselliger Verein Freundschaft, jeden Sonnabend Abend 9 Uhr im Unternehmer, weil sie einen größeren Einfluß durch dieselbe geseien, oder andere Personen. Ueber die erstere Auffassung sei Restaurant Bauß, Blumenfir. 10, Sigung mit Fidelitas. Vergnügungsverein Azalia 9% Uhr bei O. Seindorf, Barnimftr. 16. winnen und weil die Folgen ihrer Sünden ohne weiteres auf die die Mehrzahl der Berliner Bevölkerung hinaus. In letzter Linie fei die heutige bürgerliche Gesellschaft für die Vorgänge am Bergnügungsberem sustige Jugend war, in Restaurant Schultern der gesammten Arbeiterschaft gelegt werden, auf deren Lautenbach, Guvryfir. 3.- Bergnügungsverein 2uftige Becher Abends Die Zustimmung und Friedrichshain verantwortlich zu machen. Bitten und Forderungen 9% Uhr Wendelssohniir. 9.- Bergnügungsverein Carmen Sylva Gigung eigenen Wunsch, wie sie sagen würden. Geselliger Berein Unterstügung der Behörden läßt sich sehr leicht daraus verstehen, der Arbeiter an die Behörden würden unerhört verhallen. Die Uhr im Restaurant von O. Wils, Mariannen- Ufer 2. Linde jeden Sonnabend 9 Uhr bei Grawe, Brunnenstr. 147. bürgerliche Gesellschaft brauche derartige Vorgänge zu ihrer Existenz, gnügungsverein Harmlos, Gigung mit Damen Sonnabend, Abends 9 Uhr, daß fie glaubt, mit einer zentralisirten Rasse ihee Zwecke und um Ausnahmegesetze zu erlassen. Noch weniger Vertrauen zu den Blumenftr. 46 bei Went. Mitglieder pünktlich. Theaterverein Freundes: Biele um so viel leichter zu erreichen, als mit deren 60. Vergnügungsverein und dafür sollten sich Sozialdemokraten ins Zeug legen und freisinnigen Stadtverordneten, wie der Referent, hätten die Ber- treis 9 Uhr, im Restaurant Kaporte, Solmsstr. 1. Die Luftig, Sigung Abends 8½ Uhr, bei Falbe, Reichenberge. str. 149. liner Arbeiter zu denselben. Für Ententeiche, Denkmäler 2c. Raudtlub Blaue Quaste, Sonnabend 9 uhr bei Wlücke, N., Wöhlertstr. 2.fomit sich zu Handlangern des Kapitals hergeben? Arbeiter werden dadurch nur in ein noch größeres feien diefelben leichter zu haben, als für die Interessen der Ar- Rauchtlub Dornröschen, Sigung Abends 9 Uhr, bet Krüger, FennRauchflub Weiße Wolfe, Bernauerstr. 14, bet Henoch. Abhängigkeitsverhältniß kommen und die jetzt erfreulicher Weise beiter einzutreten. Alle Arbeiter warnte er davor, sich bei der ftraße 5. Polizei zu beschweren. Aus dem Ankläger fönnte leicht ein An- Rautiferne fcife, hieß lub when ung bei rege Betheiligung an Krankenkassenfragen wird in das GegenAdolffir. 20, Abends 9 Uhr. Schieß- Klub Fein Korn, Röptheil umschlagen. Wenn den Gegnern der Zentralisation der geflagter werden. In scharfer Weise ging Redner mit den Frei- nickerstr. 23a, Restaurant Haun, tagt Sonnabend und Montag. Stattlub Gordischer noten, jeden Sonnabend 9 Uhr bei Kar Vorwurf des Egoismus gemacht wird, so überlasse ich es ruhig finnigen ins Gericht und wies nach, daß die Arbeiter nur von Danst Forening Freia( Dänischer Verein dem Urtheil des Lesers, auf welcher Seite derselbe ausgeprägter der Sozialdemokratie etwas zu erwarten haben.( Donnernder chiling, Püdlerstr. 65. Freia), Lindenst caße 106 bei Poppe. Verein ehemaliger Schüler Beifall.) Hillel, Schriftführer des Vereins, revanchirte sich ber 30. Gemeindeschule, Abends 9 Uhr, Restaurant Freitag, Koppen zu Tage tritt. Es ist doch nur logisch, daß jeder so lange als Geselliger Verein Italia, jeden Sonnabend im Restaurant möglich eine bessere Position zu erhalten sucht, namentlich wenn burch Herunterwürdigung Der Sozialdemokratischen Partei. raße 65.er die Ueberzeugung hat, daß er für seine Mitmenschen durch Redner war weiter der Meinung, daß die Bürgerschaft Berlins Boite, Kolbergerfir. 23. Statflub reuzbube bei Steuer, Weinitr. 22. aller Parteien ein Interesse daran habe, gegen das Verhalten Abends Reichenbergerstr. 78, bei Fauimann. Kartentlub Nulle tagt Aufgabe derselben keinen Vortheil ersieht. Der Hinweis des der Polizei zu protestiren. Seine Resolution decke sich mit dem jeden Sonnabend und Montag im Restaurant Humboldhein, Hochstr. 32a. Herrn Meyer, daß, wenn erst zwei Drittel der Berliner Arbeiter Stattlub Blaue Blouse, jeden Sonnabend bei Wuttke, Graudenzer für die Zentralisation gewonnen feien, den übrigen einfach diktirt Antrage Singer. Die Stadtverordneten Verfammlung als gestraße 2. Stattlub Einigtett bet Grube, Mariendo ferjiraße, Ecke werde, ist auch nicht dazu angethan, fich für dieselbe zu er wählte Vertreterin der Bürgerschaft in Verbindung mit dem Solmsstraße. wärmen. Den Arbeits- und Gesinnungsgenossen aber, die da Magistrate sei die zuständige Proteststelle. Im Landtage seien glauben, die Solidarität auch auf das Gebiet des Krankenkassendie Freifinnigen machtlos. Anders wäre dies gewesen, wenn die Sozialdemokraten die Freisinnigen bei den Landtagswesens übertragen zu müssen, rufe ich zu: Verquickt nicht die Organisationen der Gewerkschaften mit den Krankenkassen! Dort Wahlen unterstützt hätten. Die weitere Diskussion bewegte sich ist die Solidarität der Arbeiter am Blaze und muß hochgehalten vorwiegend auf politischem Gebiete nahm einen derartig stürmischen Berlauf, daß die Versammlung zeitweilig werden, denn es handelt sich um den Kampf des Proletariats mit dem Kapital. Hier sind alle möglichen Elemente durch verlagt werden mußte. Es nahmen noch das Wort Thierbach Zwang zusammengestellt, die beim Kampf bei Seite stehen, immer Koopmann, Kunkel, Obligo, Witte; von freibereit, dem ehrlichen Arbeiter in den Rücken zu fallen. Die finniger Seite die Herren Maß, Morig und Ebstein, Arbeiterschaft braucht aber die wenigen Mittel, die ihr zur Versowie einige Anarchisten. Die Debatte lenkte schließlich wieder dem eigentlichen Thema zu. Die Vorgänge am Friedrichshain fügung stehen, zu viel ernsteren Dingen. Die Krankenkassen, auch die zentralisirten, werden nie und nimmer zur Hebung der fanden die bereits bekannten Schilderungen. Näther forderte zum Schluß auf, der Resolution nicht zuzustimmen. Den Arbeitern Die Redaktion fiellt die Benuzung des Sprechfaals, soweit der Raum dafür sozialen Lage des Arbeiters beitragen, die Zentralisation derselben könne tein Mensch helfen, als sie selbst. Durch gegenseitiges abzugeben ist, dem Publifum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen aber nur die Abhängigkeit des Arbeiters vermehren, Die schlechten Verhältnisse aber bei vielen Ortskassen find Entgegenkommen einigte sich die Versammlung schließlich auf Intereffes zur Verfügung; sie wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt desselben identifizirt zu werden. folgente Resolution:" Die Versammlung richtet angesichts der Gin Wort gegen die zentralisation der Ortsbie bürgerliche Gesellschaft, der Kapitalismus und feine Organe. Drts- diejenigen verpflichtet zu bessern, die sie verschuldet, und das ist von allen Augenzeugen übereinstimmend geschilderten AusKrantentassen. schreitungen der Polizei am 18. d. Mis. am Friedrichshain au Wie bekannt, fand am Sonntag, den 21. Januar, in den Darum hat die Arbeiterschaft die Pflicht, laut nach Abhilfe zu die Stadtverordneten- Versammlung die dringende Aufforderung, Konfordia- Sälen eine Versammlung für Zentralisation der Berufen und dies in erster Linie von der Kommune zit vers sie möge in Gemeinschaft mit dem Magiftrat beim königlichen liner Orts- Krankenkassen statt, zu welcher alle Mitglieder der angen.- Eine Besserung der allgemeinen Verhältnisse tann Polizeipräsidium und eventuell beim Minister des Innern vor Orts- Krankenkassen durch Annonce der Kommission eingeladen aber nur durch festgeschloffene Gewerkschaftsorganisationen und Erringung der politischen Macht erreicht werden. stellig werden, daß die an jenen Erzeifen Schuldigen ihrer waren, während sich ein Aufruf des Herrn A. Meyer vom Erringung der politischen Macht erreicht werden. Darum keine Zersplitterung! Strate nicht entgehen und daß Vorsorge getroffen werde, daß in 19. b. M. nur an alle diejenigen wendet, welche sich für die Zukunft derartige Maßnahmen der Polizei sich nicht mehr er: Bentralisation intereffiren, namentlich aber an alle sozialeignen fönnen." Diese Resolution fand gegen drei Stimmen demokratischen Arbeiter appellirt.- Da nun in dieser Verfammlung wohl ein Dutzend Redner für die Zentralisation Annahme. und Ver -GOO Stattlub Revolution Touristenverein Wanderlust Abends 9 Uhr im Restaurant Märkischer of, Admiralſır. 18c Deutscher sozialdemokratischer geseklub in Paris. Rue St. sonore 314 Cafe du Lion de Belfort. Jeden Sonnabend öffentliche Berfammlung; reiche Bibliothet, Zeitungen, franzöfifcher Unterricht. Sondon. Der einzige hiesige jozialdemotraitsche Berein Londons, der alte, von Rarl Marr und Friedrich Engels 1840 begründete kommunistische Arbeiter Bildungsverein befindet sich nach wie vor 49 Tottenham Street, Tottenham Court Rd., W. London, Sprecisaal. In der Branchenversammlung der Rohrleger und zum Wort tam, gegen dieselbe aber nur Giner, der Gehilfen vom Vert and aller in der Metallindustrie beschäftigten meines Erachtens seine Meinung auch nicht erschöpfend genug Verantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Drud und Verlag von Maz Bading in Berlin, SW, Beuthitraße 2. Rudolf Arendsee. Boyenstr. 9, Hof II.