Nr. 69. Abonnements- Bedingungen: • bonnements Preis prānumerando: Bierteljährl 8,30 m, monatl. 1,10 M, wöchentlich 28 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer Big. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage Die Neue Welt" 10 Big. PostAbonnement: 1,10 Mar? pro Monat Eingetragen in die Post- Zeitungs. Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2,50 Mart, für das übrige Ausland 4 Mart pro Monat. Bostabonnements nehmen an: Belgien, Dänemart, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz Ericheint täglich. Vorwärts Berliner Volksblatt. 31. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel. zeile oder deren Raum 60 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Bereins und Versammlungs- Anzeigen 30 Bfg. ,, Kleine Hnzeigen", das fettgedruckte Wort 20 Big.( zulässig 2 fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 10 Pig. Stellengesuche und Schlafstellenan zeigen das erste Wort 10 Big., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm- Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutfchlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt Morigplak, Nr. 1983. Mittwoch, den 11. März 1914. Mobilmachung der Reserven! Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt Moritzplatz, Nr. 1984. Siegreiches Ende des römischen Generalstreiks. dea Rom, 10. März.( Privattelegramm ,, Vorwärts".) Durch einen heute verkündeten Beschluß hat die Regierung die Hauptforderungen der Streifenden, Das Bild einer modernen Riesenschlacht: Viele Kilometer| Stärkung unserer Organisation ist eine Vorbedingung für namentlich die Wiedereröffnung der chirurgischen Abteilung weit sind die Gefechtslinien hüben und drüben auseinander- weitere und durchgreifende Erfolge der Sozialdemokratie und des geschlossenen Hospitals bewilligt. Ebenso soll der gezogen. In hartnäckigem Distanzgefecht haben sich die der gesamten Arbeiterklasse. Aufnahme mittellofer Kranker ohne Armenschein nichts mehr Gegner in Entscheidungsnähe herangekämpft. In zähem Drganisieren und agitieren ist stets eine Grundforderung in den Weg gelegt werden. Aus diesen Gründen beschloß die Ningen hat der Angreifer nach und nach Terrain gewonnen unserer Partei gewesen und wird es auch in Zukunft sein. Arbeiterkammer für heute mittag das Ende des Streiks. und steht jetzt vor der Aufgabe, den Gegner aus seiner durch In dieser Woche soll aber eine allgemeine Agitationsmobil- Unter der gesamten Arbeiterschaft herrscht große Genugtuung Natur und friegstechnische Hilfsmittel geschüßten Verteidi- machung in ganz Deutschland durchgeführt werden. Eine über den erzielten Sieg. Zwischen dem starken Militärgungsstellung in kraftvollem, entscheidendem Ansturm heraus- Maßnahme, die schon durch ihre Großzügigkeit die Gemüter aufgebot und den Streifenden tam es zu verschiedenen Konzuiverfen. Alles ist auf beiden Seiten für das lezte Ringen aufrütteln und die uns noch fernstehenden proletarischen flikten. gerüstet. Die schwere Artillerie steht in günstigen Positionen, Elemente auf die Sozialdemokratie aufmerksam machen muß. Ein Zusammenstoß. in treffsicherer, wirksamer Feuerstellung sind überall die Feld. Mit allem Nachdruck muß bei dieser Werbeaktion darauf hin- Rom, 10. März. Als nach der Volksversammlung, die die batterien aufgefahren, jede Terrainfalte, jede Höhe ist von gewiesen werden, daß nur durch eine gegen heute verdoppelte Wiederaufnahme der Arbeit gutgeheißen hatte, ein Teil der Menge dichten Schüßenlinien besetzt, deren Feuer von geschickt ein- und verdreifachte Organisation all das erkämpft werden zum Ministerium des Inneren am Korso Vittorio Emanuele zog, geschobenen Maschinengewehrabteilungen zu vernichtender tann, was die Arbeiterklasse zu ihrem Aufstieg und endlichem tam es nahe der Kirche San Andrea della valla zu einem zuWirkung gesteigert werden kann. Alle Mittel der Aufklärung: Siege braucht; menschenwürdige Lebensbedingungen, politische ammenstoße mit der Polizei, die die Menge am Vorrüden verhinderte und deren Steinwürfe mit Schüssen erwiderte. Auf Kavallerie, Luftschiffe, Aeroplane, Feldtelephon, Funken- und Rechte und Freiheiten, Anteil an allen Kulturgütern, furz all' beiden Seiten gab es Verwundete, ehe es gelang, die Feldtelegraphie sind in Tätigkeit. Alles deutet auf eine den das, was der Arbeiterklasse das Leben erst lebenswert machen Demonstranten zu zerstreuen. Ausgang des Krieges bestimmende Entscheidungsschlacht hin. tann, wird nicht allein in den Parlamenten erkämpft. Und doch kann der Angreifer trotz aller bisherigen Erfolge, Auch die Massen müssen jederzeit aktionsfähig sein, der tros aller taktischen und strategischen Vorteile das letzte Ent parlamentarischen Betätigung als Rüdendedung und Silfs- Das Ende der Kolonialdebatte. scheidungsringen nicht wagen. Er hat die Machtverhältnisse truppe zu dienen. Aktionsfähig sein kann aber nur eine starke, Die Generalbebatte über den Etat des Reichsfolonialamts ist auf seiner Seite und auf der Seite des Gegners abgewogen festgefügte Organisation, die immer neue Kämpfer wirbt und am Dienstag zu Ende geführt worden. Von den bürgerlichen und muß sich sagen, daß trotz der Stärke und Zahl seiner die in Reih und Glied Stehenden schult. Wenn unsere poli- Barteien sprachen noch die Herren Schwarze Lippstadt vom bordersten Gefechtslinie seine Machtmittel noch zu schwach sind, tische Organisation ständig vermehrt wird, wenn zu der Zentrum, Dr. Paasche von den Nationalliberalen und D. Naudaß es ihm an genügenden Reserven fehlt, die dem Ansturm Million unserer heutigen Mitglieder zwei, drei andere mann von der Fortschrittlichen Volkspartei. Der Zentrumsredner und den Umklammerungsversuchen der ersten Gefechtslinie Millionen treten, dann können wir jeder Entscheidung im nahm die europäischen Pflanzungen gegen alle Angriffe in Schutz, als starke, nachrückende Sturmkolonnen unwiderstehlichen politischen und wirtschaftlichen Stampfe mit Aussicht auf durch- und diese Verteidigungsaktion wurde von Herrn Dr. Paasche noch Nachdruck verleihen. Solange diefe Reserven nicht heran- greifenden Erfolg entgegentreten. Dann mag es in den Parla- besonders lebhaft unterstüßt, der sogar für die Weißen in Anspruch nahm, daß sie in den Schußgebieten Besserung geschaffen hätten. geholt find, wäre der Sturm gegen die feindlichen Positionen menten hart auf hart kommen, unsere starke Organisation to wohlwollend vermochte Herr D. Naumann nicht zu sein. Er und die Umklammerung des Gegners ein tollfühnes Unter- gibt uns die Gewißheit, daß wir allen Zufälligkeiten, wie betonte mit besonderem Nachdruck, daß das Ergebnis einer dreißigfangen. Der Angreifer ist deshalb noch lange nicht genötigt, Reichstagsauflösungen, Wahlfämpfen usw. gerüstet entgegen- jährigen Kolonialpolitik eine Verminderung, ja sogar eine wirkden Rückzug anzutreten, er ist aber gezwungen, den Kampf gehen. Eine gegen heute verdoppelte und verdreifachte fiche Dezimierung der Eingeborenenbevölkerung hinzuhalten, um Zeit zu gewinnen, bis die Verstärkungen Organisation gibt uns auch die Gewähr, daß im gegebenen ist. Der fortschrittliche Redner stellte eine Reihe von Forderungen herangeholt und gefechtsbereit sind. Moment alles das, was wir unter dem Begriff Massenauf, von deren Erfüllung er die Verwirklichung einer kolonialen Warum wir dieses kriegerische Bild hier aufzeichnen? attionen verstehen, erfolgversprechend durchgeführt werden Stulturpolitik erwartet. Die sozialdemokratische Auffassung wurde noch einmal von Ge Weil es ein treffendes Gleichnis bildet für die gegenwärtige fann. Lage des proletarischen Klassenkampfes. In einem fünf Es handelt sich also nicht um eine willfürliche Maßnahme, nossen Noste ausgesprochen, der mit großer Sachkunde eine Jahrzehnte währenden zähen Ringen ist die organisierte Kern- wenn in dieser Woche alle die Genossen und Genossinnen, die Schilderung der gegenwärtigen Zustände in den Kolonien geben truppe der Arbeiterklasse bald in raschem Anlauf, bald in es ernst mit unserer Sache nehmen, zu einer eifrigen Werbe- konnte. Noske zeigte zuerst, wie die früher nur von der Sozialdemokratie vertretene Anschauung allmählich an Boden gewonnen langsamem, hartnädigem Ringen der kapitalistischen Klaffen- tätigkeit mobil gemacht werden, wenn sie veranlaßt werden, hat: daß nämlich statt der Durchsetzung deutschen Herrentums Roten Woche zur Gegesellschaft immer näher an den Leib gerückt. Wichtige Po- auch noch den Rest dieser Roten gegenüber den Eingeborenen cine sorgfältige Kulturarbeit gerade fitionen im Reichstag, in den Landtagen, in den Kommunen winnung neuer Mitglieder auszunuzen. Jedes neu- an der eingeborenen Bevölkerung durchgeführt werden muß. Er usw. sind von ihr erobert worden, jederzeit sind jekt hier ihre gewonnene Parteimitglied bedeutet eine Schwächung der zeigte aber auch an der Hand überzeugender Dokumente, wie weit Bertreter, kampfbereiten Kanonieren vergleichbar, am Werk, Position unserer Gegner. Diese wissen ganz genau, daß bei die deutsche Kolonialpolitit trok mancher Fortschritte der Erkenntdie Geschosse sozialistischer Kritik und sozialistischer Forde- den Mitgliedern der sozialdemokratischen Partei alle natio- nis von diesem Kulturideal entfernt ist. Der Menschenhandel durch rungen in den Feind zu schleudern. Ueberall stehen in ge- nalen, religiösen oder sonstigen Schaumschlägereien nicht mehr Hausstlaverei und Zwangsarbeit, die Prügelfolonisierung sind nur schlossenen Kampfreihen die Mitglieder der Arbeiterorgani- verfangen, daß hier die Verleumdungen der Sozialdemokratie einige der von unserem Redner angeführten Exempel. In ausführlicher Weise besprach Noske die Frage der Bahnfationen bereit, im wirtschaftlichen und im politischen Kampf abprallen. Die der Drganisation Fernstehenden und die bauten. Er betonte, daß die sozialdemokratische Fraktion bercit ihre Aufgabe zu erfüllen. Aber auch der Gegner ist nicht nur rot Wählenden" glauben sie immer noch durch irgend war, die für die Bahnbauten geforderten Kredite zu bewilligen, müßig gewesen. Er hat seine Machtmittel ständig vermehrt welche Roßtäuscherkunststücke an ihren Wagen spannen zu unter der Voraussetzung freilich, daß ihr in den Fragen der und gestärkt, und jetzt, da ihm sein Todfeind in bedrohliche können. Auch die Agitationsarbeit unserer Gegner ist um- 3wangsarbeit, der Arbeitsverhältnisse der Eingeborenen, der euroNähe gekommen ist, greift er zu verschärften Verteidigungs- fassender und zielbewußter geworden. Die von den Unter- päischen Pflanzungen bestimmte Garantien gegeben würden. Diese maßnahmen. Die Verkündung der Säbelherrschaft als nehmern mit allen Mitteln großgezüchteten gelben Drgani- Borbedingungen zu ihrer Zustimmung habe die Fraktion in einem Schlußergebnis der Zaberner Affäre, die Allgewalt der fationen werden mit Reichsverbandsmaterial aufgeklärt", die sieben bestimmte Forderungen enthaltenden Antrag zusammenPolizei, wie sie sich in einem Jagow und einem Dallwig ver- Arbeitgeberorganisationen kaufen sich Wissenschaftler, die gefaßt, der indessen weder bei der Regierung noch bei den bürgerund förpert, die harte Justiz gegen Angehörige des Proletariats die Arbeiterbewegung ihre Presse zu verfolgen lichen Barteien Annahme in der Kommission und Gegenliebe in und die milden Urteile gegen Streifbrecher und andere und geistige Waffen" gegen sie zu fabrizieren haben. Der Plenardiskussion gefunden hat. Damit war unsere Haltung Hyänen des politischen Schlachtfeldes, die Hetze gegen das Je eifriger und geschickter wir demgegenüber unsere den Bahnbauten gegeben. Koalitionsrecht, die widerlichen Sittlichkeitsaktionen, die Hart Berbearbeit betreiben, ie stärker wir unsere Drganisationen ung, die auch dieser Antrag wollte, trat Noste zum Schluß ein. Nach einigen Bemerkungen des Herrn Erzberger über die hörigkeit gegen sozialpolitische Forderungen der Arbeiterklasse machen, je mehr wir den sozialistischen Geist in ihnen pflegen, Missionen wurden die zu Titel 1 vorliegenden Resolutionen der - das alles und noch manches andere beweist für den, der das desto kraftvoller können die Vertreter der Arbeiterklasse in den Stommission angenommen. Die Diskussion der Einzeletats der Schlachtfeld des Klassenfampfes in seinem Zusammenhange Barlamenten wirtschaftliche, politische und kulturelle Forde- Schutzgebiete beginnt am Mittwoch. zu überblicken vermag, daß der Klassenstaat und die hinter rungen erheben und durchdrücken. Und wollen dann unsere ihm stehenden bürgerlichen Schichten der vordringenden Ar- Gegner, will der Klassenstaat dem ungestümen Drängen des beiterklasse den legten, äußersten Widerstand entgegensezen Proletariats mit ungefeßlichen Mitteln, ja sogar mit Gewalt wollen. Wir sind start, wir sind zu einer imposanten Macht entgegentreten, dann brauchen wir erst recht die starke geworden, überall haben wir Terrain gewonnen, aber gerade Organisation. dadurch haben wir den vermehrten Widerstand des Gegners Von diesen Gesichtspunkten aus ist die gegenwärtige Aus dem rheinisch- westfälischen Industriegebiet wird uns ge herausgefordert. Schwere, entscheidende Kämpfe stehen uns Mobilmachung unserer Genossen und Genossinnen zu erhöhter schrieben: Für eine menschliche KolonisicKapitalistische Verwüstungspolitik. noch bevor. An diese können wir erst herangehen, wenn wir Werbearbeit zu betrachten, von diesen Gesichtspunkten aus Der„ Amerikanismus", d. h. die rücksichtslose Verwüstung unsere Schlachtlinien an allen Punkten durch Reserven ver- müssen die legten Tage der Roten Woche noch ausgenugt wirtschaftlicher Werte, sobald sie einem bestimmten kapitalistischen stärkt haben, die die Kraft unserer gegenwärtigen Stampf- werden. Viele Tausend neugeworbener Parteimitglieder müssen Konsortium Ertraprofite bringen, fell zwar in der frommen Kinderstube Deutschland, wo eine hohe Regierung fürsorglich über reihen noch vermehren. Dazu brauchen wir Truppen, die in den Organisationen zu klardenkenden Klassenkämpfern ge die Wahrung des Gemeinwohls wacht, nicht zu befürchten fein, nicht nur zu irgendeiner Wahlaktion mit dem roten Stimm- schult werden. Neue Werber erwachsen uns daraus, die wie die Beschwichtigungsrate versichern. In Wirklichkeit sieht es zettel in der Hand antreten und sich dann wieder verlaufen, späteren Werbeaktionen werden dadurch noch erfolgreicher. anders aus. Das in der benachbarten Fabrikstadt Hörde belegene sondern die ständig in Neih und Glied stehen und zu jeder Werben und schulen, Agitation, Drganisation und Bildungs- Großeisenwert„ Phönig" legt ein ihm gehöriges Sochofenwert bei Zeit als zuverlässige Kampftruppe verwendet werden können. arbeit- werden diese Voraussetzungen mehr denn je erfüllt, Stupferdreh an der Ruhr stil. Man hat nie von einer Unrentabili Solche Reserven zu schaffen, unsere Kampfeinheiten zu ver- dann können wir unbedenklich dem legten, entscheidenden tät des Hochofenwertes gehört. Die Zahl der Arbeiter ist noch in mehren, soll die Aufgabe der Roten Woche sein. Die Ringen mit Kapitalismus und Klassenstaat ins Auge schauen. den letzten drei Jahren von zirka 150 auf 230 erhöht worden. Es " ' 1 Die Revolution von oben. Aus London wird uns geschrieben: Politische Uebersicht. Abgeordnetenhaus. bestehen dort zwei Hochöfen zur Erzeugung von Roheisen, und die Diese Begriffsbestimmung des Bergiverkseigentums" nähert Es scheint, als ob es den Liberalen mieder einmal gelingen Ofenbenutzung war jo start, daß kein Mensch in Stupferdreh an sich der sosialistischen Auffassung von dem Rußungsrecht an sollte, den Konservativen ein Schnippchen zu schlagen. Die Re das baldige Aufhören des Betriebes gedacht hat. Um so weniger, den Bodenschäßen. Es kann auch feinem Zweifel unterliegen, pas gierung hat sich zu einem Kompromiß in der Ulfterfrage bereit als der Phönig", wie allbekannt, zu den rentabelsten. Werfen der Verwüstungspolitik auf dem Gebiete des Bergbaues nur ein erklärt. Jeder Grafschaft in Irland soll es anheimgestellt sein, Deutschlands gehört. Es ist also schlechterdings unmöglich, die Ende gemacht werden kann durch die Anerkennung der durch ein Plebiszit zu entscheiden, ob sie dem neuen Frland Stillegung des Hochofenwerks Kupferdreh mit mangelnder Ren- fozialistischen Auffassung auf dem Wege der Gefeßgebung. einberleibt werden foll oder nicht. Gegen die Einberleibung würden tabilität der Unternehmung zu begründen. Es handelt sich einfach Balliativmittelchen macht der Sapitalismus univirisam. Das Ge- fich ficher bier, möglicherweise sechs der neun Grafschaften Ulsters um das Brachlegen eines Betriebes, um die Produktion zieds noch meinwesen kann vor dem Raubbau nur witffam geschüßt werden, erklären. Die Homerule soll den Protestanten Ulsters mithin nicht weiterer Reduzierung der Selbstkojien auf die mit den aller wenn die profitlüfternen Expropriateure zugunsten der Bolts- aufgezwungen werden. Mit einem Zuge haben die pfiffigen modernften technischen Einrichtungen versehenen neueren Anlagen gemeinschaft enteignet werden. Je länger damit gezögert wird, Liberalen das Schachbrett verändert. Aus der Angriffsstellung find gu konzentrieren. Auf das Schidjal ber#rbeiter, die zum um so tiefere Wunden schlägt die fapitalistische Verirüstungspolitif die Revolutionäre" in die Verteidigungsstellung gedrängt wor großen Teil in Kupferdreh altanfäffig sind, auf die Zukunft der dem Gemeinwohl. den. Was soll nun die„ provisorische Regierung", was das Heer Gemeinde wird keine Rücksicht genommen. der Rebellen? Etwa die Mehrehit des irischen Boltes zwingen, Genau so verfuhr der amerikanische Stahltrust mit seinen auf die Selbstregierung zu verzichten? Gegen wen soll das Heer älteren Werfen." In Teutschland tann Derartiges nicht vor. der Rebellen marschieren? Die geplante Aenderung der Home fommen", würde danials versichert. Und nun find wir mitten drin ruleborlage muß laut den Bestimmungen des Barlamentsgesetzes im Amerikanismus“! Die Johanneshütte" in Siegen mit 28 000 die Zustimmung der Lords, das heißt der konservativen Partei, erTonnen jährlicher Roheisenerzeugung ist ab 1. Januar 1914 still fervativen für ihre revolutionären Reden tiefen Dank. Beweisen Blägen der Reaktionäre der Boden ausgeschlagen; wird diese Die Revolutionäre aller Länder schulden den englischen Kon halten. Grhält sie sie, so ist der Revolution" und den ganzen gelegt. Das Roheisen syndikat zahlt dafür eine jährliche 1bfindungssumme von 100 000 2, also eine rein spekulative eris. fie doch, daß selbst die reaktionärsten Elemente in Großbritannien durchaus vernünftige Regelung der Uisterfrage abgelehnt, so. haben stillegung. Andere fleinere und mittlere Gütten werden dasselbe des Voltes Recht auf Revolution nicht mehr anzweifeln, fondern pie 1sterleute ihr Unglüd lediglich ihren eigenen Parteifreunden Schicksal haben. Eine umfangreiche Stiflegungsaftion ist im Un es als etwas Selbstverständliches betrachten. Und mit dem Heran zuzuschreiben. Freilich all diese Quertreibereien der Konservativen hätten auge. Sie wird die Verödung bisher blühender Industriebezirke nahen der endgültigen Annahme der Home Rule- Vorlage wird nach sich ziehen. Um den Preis einer Verbilligung der Produktions. das Gebaren der patentierten Hüter des Gesches und der Ordnung sich die englischen Liberalen ersparen Lönnen, wenn sie damals husten die durchaus nicht gleichbedeutend mit einer gleichen immer rebolutionärer. Sie erklären offen, den Gesetzen Wider in dem Kampfe gegen die Lords mehr dem Bolte vertraut und die Gerabjebung der Berkaufspreise ist werden die totgeweihten stand zu leisten und die Ulsterleute, die die kommende Revolution 3weite Stammer gänglich abgeschafft hätten. nach allen Regeln der Romantik vorbereitet haben, mit allen Mitteln Berfe stillgelegt. Vor nun bald 10 Jahren begann, nach der Erneuerung des unterstüßen zu wollen, wenn die Regierung nicht vor der AnRohlenfunditatsverffages( 1903), der spekulative Ankauf von nahme der Bill das Parlament auflösen und Neuwahlen ausleinen und mittleren Ruhrzechen durch die nördlichen Großzechen. schreiben wolle, aus denen die Konservativen natürlich als Sieger Man faufte auf, um über eine größere Synditaisbeteiligungsgiffer hervorgehen müssen. Der alte Feldmarschall Roberts hat sich an zu verfügen, in der Abficht, die angekauften Gruben stillzulegen die Spitze der englischen Division der Revolutionäre gestellt und Die zweite Lesung des Etats der Handels- und Ge. und die hierdurch freigewordenen Beteiligungsziffern auf die bor etlichen Tagen mit einigen Gesinnungsgenossen eine Erklärung werbeverwaltung, die das Abgeordnetenhaus am Dienstag aufende Zeche zu übertragen. Legteres wurde zunächst entschieden unterzeichnet, in der es heißt, daß er und seine Freunde sich ver beendete, führte zu einer interessanten Aussprache über die Ar bestritten, aber mittlerweile sind die Zechen Bidefeld, Bommer Pflichten, alle wirksamen. Mittel zu gebrauchen, um die Einführung beitsnachweise. Der Etat steht besondere Summen vor zur Förde bant. Sprachövel, Steingatt verlassen, die bisher noch betriebenen der irischen Selbstverwaltung zu verhindern, und namentlich zu beratung für die minderbemittelten Bevölferungsfreise. Darauf Zechen Altendorf und Eiberg werden jest stilgelegt und soviel berhindern, daß die bewaffnete Macht des Staates gegen die ung der nicht gewerbsmäßigen Arbeitsvermittelung und Rechtsrebellischen Ulsterleute verwendet wird. Diese Erklärung wird auch die Besizer dementieren, die Bevölkerung ist doch der lebertuen sich die Regierung und ihre Lobredner wer weiß wie viel zuzeugung, daß auch die ebenfalls von Großzechen angekauften Ruhr- urzeit im ganzen Lande von den Konservativen unterschrieben. gute. In Wirklichkeit aber reicht die Tätigkeit der Regierung auf gruben Deutschland, Eintracht, Tiefbau und Trappe rasch der Still. Es heißt, daß die noblen Revolutionäre die Regierung gewaltsam nicht an das heran, was die freien Ge legung entgegengeführt werden! Damit wäre es mit dem alten aur Barlamentsauflösung zwingen wollen. Als Mittel soll die werkschaften aus eigener Kraft, nicht nur ohne Unterstützung des Bergbau im Ruhrtal fait zu Ende und die Gegend mit zahlreichen Berweigerung der Hecresvorlage durch die Lords dienen. Die Lords Staates, sondern sogar vom Staate befehdet, leisten. Wenden diese sollen entweder die ganze Vorlage ablehnen, oder sie so verun- fp angefeindeten Gebilde doch, wie Genosse Reinert hervorhob, dörflichen Gemeinden stände vor der Verödung. Natürlich behaupten die Interessenten, die Stillegung erfolge ſtalten, daß sie für das Unterhaus unannehmbar ist. Das englische mehr Mittel für die Beratung von Arbeitern in Rechtssachen auf Natürlich behaupten die Interessenten, die Stillegung erfolge Beer besteht nämlich nur von Jahr zu Jahr; jeder Gamaschentnopf als der Staat, und lassen sie doch ihre Ratschläge auch unorganis wegen Erschöpfung der rentabel zu gewinnenden Kohlenflöze. Da muß jährlich neu bewilligt werden. Die Einrichtung stammt aus gegen sprechen aber die Mitteilungen betriebskundiger Bergleute einer Zeit, als fich in England Krone und Parlament noch in den terten Arbeitern zuteil werden! Und was die Arbeitsvermittelung und die Gutachten bereidigter Markscheider. Was speziell die am Saaren lagen. Das Parlament wollte durch die jährliche Be. betrifft, so charakterisiert, den Geift, von dem sich die Regierung 1. April d. J. zum Stillstand kommende Zeche Eiberg die noch hierbei leiten läßt, mehr als alles andere die Tatsache, daß ihr girfa 600 Arbeiter beschäftigt- anlangt, jo hat darüber der fon- willigung des Heerwesens verhüten, daß sich die Krone ohne die Arbeitsnachweise auf paritätischer Grundlage verhaßt sind und daß zessionierte Markscheider Schulte- Bochum folgendes lehrreiche Gut 30. April jedes Jahres muß die Heeresvorlage bewilligt sein, sonst ie ganz besonders für Innungsnachweise und Maßregelungs. Die Qualität der auftretenden Stohle ift im allgemeinen als gibt es in Großbritannien fein stehendes. Seer mehr; die Offizere institute ähnlicher Art schwärmt. Solange nicht die von dem Fort eine recht gute zu bezeichnen. Die Beschaffenheit des hangen und Soldaten find dann brotlos und die Aufruhratte existiert nicht schrittler Flesch und namentlich von Zeinert vertretene Forde den und liegenden Gebirges ist gleichfalls günstig zu nennen.- mehr. Durch die herbeiführung dieses von jedem Antimilitaristen rung der Errichtung von Arbeitsnachweisen auf paritätischer Grund Der Abbau der Flöze ist bisher nur bis zur 3. Tiefbaufohle, herbeigefehnten Zustandes wollen die Stonservativen die Regierung age, erfüllt ist, wird man den mit öffentlichen Mitteln gespeisten bis zu einer Teufe bon 330 Meter erfolgt, is daß der größte swingen, das Parlament aufzulösen. Der Vorschlag ist allen Arbeitsnachweisen keine allzu große Bedeutung beimeen. Einen wirkungsvollen Abschluß der Beratung dieses Etats Teil derfelben noch ansteht. Die gesamte unterhalb Ernstes gemacht worden, und wie die Dinge heute liegen, braucht der 3. Tiefbausohle bis zu einer Teufe von 1000 Meter unter es einem nicht zu wundern, wenn der Plan wirklich ausgeführt bildete das warme Eintreten Leinerts für die Intereffen der Arbeiter der Königlichen Porzellanmanufaktur. Normal Rull anstehende Kohlenmenge beträgt, soweit wird. Man wird sich erinnern, daß es vor vier Jahren fast unNach. Erledigung des Etats der Handel und Gewerbeber sns ahir durch die Einsichtnahme des Grubenbildes uns die Auf möglich schien, daß sich die Lords ertühnen würden, das Budget schlüsse der Nachbarzechen möglich war, festzustellen, etwa 213.500 000 Tonnen. Der Schacht Eiberg hatte eine Teufe au verweigern. Sie taten es aber doch, und zwar in der Hoffnung, maltung begann die zweite Lesung des Etats der Bergverwaltung. unb der Preis- und Sundifatspolitit. Das Sohlensyndikat fand bei no837 Meter und steht in dentbat günstigsten Gebirge, daß die Konserbatiben aus den folgenden Bahlen als Sieger Die Debatte drehte sich lediglich um die Fragen der Ausfuhrtarife infolgedessen derselbe noch lange Jahrzehnte hervorgehen würden. Heute gejelt sich zu derselben Soffnung noch und der Preis- und Syndifatspolitik. Das Kohlensyndikat fand bei jeinem 3wed dienen fann. Der durchschnitt das Bewußtsein, daß es mit der ganzen Herrlichkeit des erb- den Rednern der bürgerlichen Parteien eine mehr oder minder lie Reingewinn des Betriebes der Jahre 1905 lichen Oberhauses aus ist. Die Regierung hat in der Thronrede warme Befürwortung, wenn auch bereinzelt dem Wunsche Ausdruc bis 1910 hat pro Tonne 2,35 Mart betragen. Bei die Reform des Oberhauses angekündigt. Ob nun das reformierte gegeben wurde, daß bei der Preisbildung Rüdsicht auf die Son den günstigen Lagerungsverhältnissen ist anzunehmen, daß das Oberhaus aus gewählten oder ernannten Senatoren befiehen wird, fumenten genommen werden möge. Jebenfalls aber ist sich die Berhältnis zwischen Erlös und Selbsttoften bei dem Weiter- ficher ist, daß die Spröhlinge ber königlichen Maitreffen und der Mehrheit des Landtages darüber einig, daß der möglichst baldige betrieb der Zeche wie bisher bestehen bleibt, so daß also auch reichgewordenen Bierbrauer und Schnapsbrenner wohl das Ber Beitritt des Staats zum Syndikat erwünscht wäre. Die Regierung trauen der Ballettmädchen vom Leicester Square, nicht aber das äußerte sich hierzu nicht. der Mehrheit der englischen Wähler oder eines gescheiten konserbativen. Ministers erhalten werden. Wenn man so nahe vor der Enthauptung steht, fann man schon etwas riskieren. achten abgegeben: glio machen was sie wollen! Einwilligung des Parlaments ein stehendes Heer halte. Bis zum Am Mittwoch wird die Beratung fortgescht. Eine neue Wehrvorlage. Die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" bringt an der epige ihrer legten Nummer folgendes Dementi: Verschiedene Blätter wollen wissen, daß dem Reichstage demnächst eine Wehrvorlage mit einem Kostenbetrag von einer halben Milliarde Mark zugehen werde. Wir können erklären, daß eine neue Heeresvorlage nicht in Aussicht steht. Die Fraktion Drehscheibe. → die späteren Aussichten der Zeche recht günstig sind." Nach diesem Gutachten kann von einer Erschöpfung der Kohlen. lager feine Rede sein, auch die Rentabilität des Abbaues ist nicht zweifelhaft. Trotzdem wird die Zeche stillgelegt, weil die ankaufende Großseche Ewald eine im Verhältnis zu ihrer Leiftungsfähigkeit Was ist es nun, was die Konservativen Großbritanniens 34 geringe Synditatsbeteiligungsziffer und im Vergleich zu Eiberg fo wader an der Zerstörung des Autoritätsbufels arbeiten läßt? cine weit höhere Rentabilität hat. Um diese zu steigern, legt man Bei dem Häuflein irischer Unionisten tann man die revolutio nun eine anerkannt rentable Zeche still und überliefert viele Mil näre Gärung zur Not schon verstehen. Die jeßige Home Rulelionen Tonnen noch anstehender Kohle dem sicheren Verderbnis! Vorlage liefert fie der Gewalt der erbrückenden Mehrheit der Die Bevölkerung steht diesem kapitalistischen Raubbau empört irischen Katholiken aus. Nach dem wüsten Treiben des irischen aber ohnmächtig gegenüber, denn wo auch die Deputationen der Klerus während des Dubliner Streits fann man die Ulsterleute Das Dementi ist ebenso wertlos wie viele frühere Bevon der Stillegung bedrohten Gemeindent anklopften, beim Oberbeffer verstehen. Der Fanatismus, die Rücksichtslosigkeit und der ftreitungen des Kanzlerblattes. Es fommt darauf an, was bergamt und beim Ministerium, sie wurden abgewiesen mit dem zum Himmel schreiende Wahlschwindel der nationalistisch- klerikalen unter den Worten nicht in Aussicht steht zu ver Hinweis auf die Unmöglichkeit eines behördlichen Einschreitens Sippschaft, der sich bei den letzten Dubliner Gemeindewahlen gegen stehen ist. Weder der Vorwärts" noch die wenigen bürgergegen die großfapitalistische Verwüstungspolitit! Nach dem Stande die Kandidaten der Arbeiter richtete, lassen diese Serren als Bettlichen Blätter, die über diese neuen Rüstungstreibereien beder Berggesetzgebung fönne der bergbehördliche Betriebszwvang nicht genossen scheinen, gegen die sich auch der Friedlichste mit Händen lichen Blätter, die über diese neuen Rüstungstreibereien berichteten, haben behauptet, daß bereits eine neue Wehrvorlage zur Anwendung kommen; die Grubenbefizer tönnen und Füßen sträuben wird. Es nüßt nicht viel, den Ulsterleuten richteten, haben behauptet, daß bereits eine neue Wehrvorlage Die Stilleger erklären, sie hätten das unbeschränkte Ver- versuchen schüße, und daß in letter Instanz das Reichsparlament meldet wurde mur, daß in den leitenden militärischen Streifen Die Stilleger erklären, sie hätten das unbeschränkte Ber, au berfichern, daß die Home Rule- Vorlage fic vor Unterdrückungs- fertig fei und demnächst dem Reichstage zugehen werde; gefügungsrecht über ihr„ Eigentum". Inwieweit hier von Eigen fie vor Herifalen Gewaltatten bewahren werde. Die jüngsten Er- eine Neubewaffnung der Artillerie und Vermehrung der tum" die Rede sein kann, das ist in einer von den Bertretern fämt eignisse in Südafrika haben bewiesen, wie machtlos in solchen An- Kavallerie gefordert und geplant wird. ficher Ruhrtafgemeinden unterzeichneten, von dem Gerichtsassessor gelegenheiten das Reich ist, das sich bei der Verfolgung der imperiaBreuer verfaßten Eingabe an die gefeßgebende Körperschaft wie listischen Politik den Lugus von Streitereien mit seinen Bestandfolgt dargelegt: Andererseits müssen die Gemeinden sich feilen nicht erlauben kann. Dieser Gedanke wurde bei der Be Andererseits müssen die Gemeinden sich jedoch dagegen verwahren, daß man die Berg- sprechung der südafrikanischen Gewaltfat im Unterhause von dem berechtfame( und ihre Anteile) überhaupt als fonfervativen Lord Robert Cecil erläutert. Was ist es aber, was ein Eigentum" behandell, fie insbesondere mit die englischen Ronservativen dazu treibt, die Rebellen Nordbem gibilen Eigentum auf eine Stufe ftellt unb irlands zu unterstüßen? Aus Sympathie für ein Häuflein Gegemiffe Grundfäße über deffen Unverleglichkeit auf dieses Gebiet finnungsgenossen, denen möglicherweise ein Unheil zustoßen könnte, ohne weiteres überträgt. Abgefehen davon, daß auch das Gigen- ftellt man nicht das Fundament seiner Weltanschauung und seiner fum in unzähligen Beziehungen den höherstehenden Interessen Macht in Frage. Der laute Schrei nach Parlamentsaufder Gesamtheit zum Opfer gebracht wird, was in der Entlösung liefert uns den Schlüssel zu diesem Rätsel. Nimmt die eignung in der schärfften Form zum Ausdrud kommt, deren Dauer dieses Parlaments' ihren natürlichen Verlauf, tommt es im sich gerade der Bergbau in ausgedehntem Maße bedient, tann nächsten Jahre zu Ende, so find die liberalen Reformen unter dem fich der Bergbauberechtigte überhaupt nicht auf Schuhe des Parlamentsgefeßes geborgen. Unter anderem wird ein Eigentum in diesem Sinne berufen. Das Bündlerorgan spielt die Altliberalen gegen die er an Mineralien ausbeutet, nimmt er aus dem auch der Pluralwähler abgeschafft sein, der den Konservativen Gigentum des Staates, der Gemeinden und an- bisher fo große Dienste tat. Die Chancen der Konservativen, Jungliberalen aus. Es zitiert mit tichernder Schadenfreude derer Rechtsfubjette. Sein Offupationsrecht felbft ist wieder ans Ruber au fommen, würden sich außerordentlich ber eine Notiz der Altliberalen Reichskorrespondeng", in der einer der gewaltigften Eingriffe in das Eigentum anderer, denen schlechtern. Die konservative Bartei würde einige hunderttausend jede Verantwortung für das Organ des Bauernbundes abein Teil ihres Eigentums durch staatliche Verleihung dieses Stimmen verlieren, und da bisher der Unterschied in der Gesamt- gelehnt wird, dessen Macher ja fein anderer ist, als Serr Rechts entzogen wird. Es ist daher irreführend, wenn man, wie es vielfach aahl der konservativen und liberalen Stimmen tros des manchmal Wachhorst de Wente, den seine Fraktion im preußischen Abin den Verhandlungen des Abgeordnetenhauses im Jahre 1904 fehr großen Unterschiedes in der parlamentarischen Vertretung geordnetenhause unlängst energisch gegen Herrn Diederich Aber die Altnationalgeschah, von einem Eingriff in das Eigentum stets sehr unbedeutend war, ist es nicht ausgeschlossen, daß das Hahn in Schutz nehmen mußte. redet, als das Gebaren einiger Bergbauberech Berschwinden des Pluralwählers, das natürlich auch der liberalen liberale Reichskorrespondenz" des nationalliberalen Landtags. tigter in bernünftigen Bahnen gehalten wer- Stimmenzahl, aber in weit geringerem Maße, Abbruch tun wird, abgeordneten Fuhrmann erklärt hinwiederum, daß die die Konservativen Großbritanniens dazu berurteilen wird, be- nationalliberale Partei für das Organ des Bauernbundes Wenn irgendwo eine Berechtigung der die Gesamtheit ständig in der Minderheit zu sein. Das erklärt, weshalb alle Re- feinerlei Berantwortung übernehme, daß vielmehr die Ververtretenden Staatsgewalt zum Gingriff in die Ausübung altionäre, die ihre Bläne gefährdet jehen: die Militaristen, bie antwortung ausschließlich der Redaktion des außer. eines Rechtes im öffentlichen Interesse anerkannt werden muß, bon großen stehenden Heeren und europäischen Abenteurern gewöhnlich ungeididt geleiteten Prefjo ist dies auf dem Gebiet der Bergberecht fame träumten, die Schutzöllner, die die nächste fonservative Regierung organs" zufalle. Das ist in der Zat eine äußerst gröbliche der all, weil diese aus den oben erwähnten Gründen einen überrumpen wollen, die Scharfmacher, die nicht müde verden, Abhalfterung des Herrn Wachhorst de Wente. Aber dafür Einbruch in die Rechte des Grundeigentümers bedeutet und von ihr deshalb im Vergleich zu anderen Nugungsrechten am chesten die Abschaffung des Rechts des Streifpoftenstehens zu verlangen, rächen sich auf der anderen Seite die Sungliberalen, deren eine pflegliche Art der Gewinnung der ihr aus so tiefe Sympathie für die fterleute verspüren, und wie be- Organ unlängst erklärt hat, daß der Abgeordnete Fuhrmann bem Nationalvermögen augewiesenen Werte fefen nach Neuwahlen schreien, in denen sich die Wähler wieber von der nationalliberalen Partei nicht wieder als Kandidat erwartet werden darf." einmal über die Homerulefrage aussprechen sollen. für Osterburg- Stendal in Aussicht genommen sei. ben follte. Die Deutsche Tageszeitung" macht sich ein diebisches Vergnügen daraus, den Herren Nationalliberalen ihre innere Unstimmigkeit immer wieder zu Gemüte zu führen. Sie hat ja auch die wunderbarste Gelegenheit dazu, denn die nationalliberale Reichstagsfraktion und die nationalliberale Fraktion des größten deutschen Bundesstaates liefern fich scheinbar förmliche Schlachten. Dem Politiker ist das ja durchaus erklärlich: denn während in Preußen bei dem DreiElaffenwahlrecht die Schlotbarone den Ausschlag geben, ist der Nationalliberalismus im Reichstage vom gleichen Wahlrecht nicht nur in Preußen, sondern auch in Süddeutschland abhängig. Das Jur.ferm.'gan Hai es in der Tat leicht, sich Wer die naMsiallioeralen Unstmuuigkeiten zu lttokieren. Denn eine fa, bemitleidenswerte Zerfahrenheit, wie innerhalb der naÄonalliberalen Partei, ist innerhalb der festgefügten Kaders der- Konservativen undenkbar. Im Grunde genominen freilich haben auch die National- liberalen trotz aller divergierenden Tendenzen ganz b e- st i m-m te Richtungslinien für ihre Politik gefunden. Im Reichstag bekennen sie sich immer noch zu einem ge» wissen Liberalismus, wenn er auch noch so verblaßt ist: im Landtag dagegen bilden sie trotz des Jungliberalismus und trotz des Herrn Wachhorst de Wcnte nur den zielbewußten Schweif der Freikonservativen I Sogenannter Arbeitswilligenschutz auf Umwegen. Zum Schutz der Arbeitswilligen sind nach einer Nach- richtenstelle die Lberprüsidenten der preußischen Provinzen angewiesen worden, Polizciverordnungen zu erlassen, in welchen folgendes bestimmt wird: »Ten Anordnungen der polizeilichen Austichtsbeamtcu, die a) zur Erhaltung der öffentlichen Ruhe, Sicherheit und Ordnung, insbesondere zum Schutze der Personen und des Eigentums, b) zur Erhaltung der Ruhe, Sicherheit. Ordnung und Bequem- lichkeit des Verkehrs auf öffentlichen Wegen, Straßen, Plätzen oder Wasserstraßen getroffen werden, ist Folge zu leisten. Zuwiderhandlungen werden, soweit nicht die im§ 366 Ziffer 10 des Reichsstrafgesetzbuchs angedrohte Strafe(Geldstrafe bis zu 60 M. oder Haft bis zu 14 Tagen) eintritt, mit einer Geldstrafe bis zu 60 M., im Falle des Unvermögens an deren Stelle mit entsprechender Haft bestraft." Bemerkt wird hierzu, daß Verordnungen dieses Inhalts bereits in der Rechtsprechung des Tberverwaltungsgerichts als rechtsgültig anerkannt worden sind, und daß auch in anderen Bundesstaaten Erwägungen im Gange sind, im Wege der Polizeiverordnung polizeiliche Vorkehrungen gegen daS Streikpostenstehen zu treffen. Es ist die„Teutiche Parlamentskorrcspondcnz", die diese Nachricht bringt. Ten Scharfmachern, die nvtf) immer das Zuckithausgesetz erträumen, ist jedoch mit einfachen Polizei- Verordnungen nicht gedient.. So bemerkt die„Deutschs Tages- zeitung":„Dieses Vorgehen wird man nur begrüßen können: nur stebt doch zu befürchten, daß man Mittel und Wege finden wird, diese Polizeivorschriften zu umgehen." Zwei deutsche Kardinäle. Wir auZ Rom gemeldet wird, hat die deutsche Regierung in den letzten Tagen dem Heiligen Stuhl durch den preußiscken Gesandten am Vatikan und durch den apostolischen NuntiuS in München, Früh- wirt, ihre Wünsche um Vertretung des deutschen Klerus im Kardinals- kollegium durch wenigstens drei Mitglieder unterbreiten lassen. Wie es heißt, wird der Papst in dem voraussichtlich im April statt- findenden Konsistorium dem Erzbischof von Köln Dr. v. Hart- mann und dem apostolischen NuntiuS F r ü h w i r t die Kardinals- würde verleihen. Kein allgemeines, gleiches und direktes Wahlrecht . in Baden. " T-e Justizkommissiön der Zweiten badsichcn. Äammer lehnte -«m Dienstag gegen die sozialdemokratische« unh freisinnigen stimmen die Anträge auf Einführung des direkten Wahlrechts zum Kreis- und Bezirksrat sowie die Abschaffung des Klassen- Wahlrechts zum Landtag ab. Angenommen wurde nur ein Zen- trumsantrag, der die Abänderung des Wahlrechts für den Kreisrat fordert. Ter unangenehme Zivilprozcst. Am Dienstag sollte vor dem Landgericht in Zabern die Zivilklage von 27 Zaberner Bürgern, die eine Nacht im Pandurenkcller hatten zubringen müssen, verhandelr werden. In den letzten Tagen ist nun auf feiten deS MilitärfiikuS hinter den Kulissen fieberhaft gearbeitet worden, um die für die Militärverwaltung ünan- genehme Sache aus der Welt zu schaffen. Die Folge davon war, daß auf Antrag des FiSkuS die Verhandlungen am Dienstag ver- tagt wurden. Es soll versucht werden, die Angelegenheft auf dem VerglcichSwege zu erledigen. Oesterreich. Sozialdemokratischer Wahlsieg der Haudelsangestellteu in Wien. Am Sonntag ging die G e h i l s e n w a h l des Wiener kauf- . männiicken Gremiums vor sich. Die sozialdemokratischen Kandidaten siegten mit Dreiviertelmehrheit/ Von 17114 abgegebenen gülligen Stimmen vereinigten die sozialdemokratischen -Kandidaten 12 373 Stimmen auf sich. Tie Dcuüchnationale» und die Cristlichsozialen battcn nur 4402 und die Jüdischnationalen 244 Stimmen erhalten. Stark war auch die Beteiligung der weiblichen Angestellten, die anläßlich deZ Frauentages in geschlossenen Trupps zu den Wahllokalen zogen. ßrankreich. Der Frauentag in Paris. Paris, 10. März.(P r i v a t t e l e g r a m m des»Vor- wärt s.") Gestern fand z u m e r st e n in a l ein Frauentag statt. Vor übcrfülltem Saale, den zur Hälfte Fraueu besetzten, verlas die Präsidentin Saumoneau Schreiben der englischen und deutschen Organisation. Ein Protest gegen die Ver- urteilulig der Genossin Luxemburg wurde beschlossen. Es sprachen die Genossinnen Jouennc, Rauze. Martin und namens der Labour Party Paul. Ferner sprachen Compörc-Morel, Longnet und Bracke, der die deutsche Frauenorganisation als Vorbikd hinstellte. Grumbach verlas ein stürmisch applau- dicrtes Schreiben von Klara Zetkin, das in den Frauen das revolutionäre Genie Frankreichs grüßt. Eine mit Beifall auf- genommene Resolution für die vollständige Befreiung der Frau durch den Sozialismus beendete die schwungvolle Ver- famnilung. Italien. �-- Tie Münsterkrise. Rom, 10. März. In der Deputiertenkammer gab Ministerpräsident G i o l i t t i bekannt, daß das Kabinett in Anbetracht der parlamentarischen Lage sein Rücktritts- gesuch in die Hände des Königs gelegt habe, der sich seinen Beschluß vorbehalten habe. Indessen blieben die Minister in ihrem Amte zur Erledigung der laufenden Vcrwaltungs- geschäfte. Auf Ersuchen GiolittiS vertagte sich darauf die -« a m in e r auf unbestimmte Zell. Rom, 10. März.„Tribuna" meldet. Giolitti habe dem König S o n n i n o als den für seinen Nachfolger geeignetsten Mann bezeichnet. Sulgarlen. Tie Wahlen. Sofia, 10. März. Nach dem annähernd endgültigen Wahlergebnis haben die Anhänger der Regierung 128, der Bauenbund Sl, die Demokraten 25, die„weiten" Sozialisten und die„ Engen" fe 9, die Anhänger Geschows 7, diejenigen Danews 6 und die Radikalen 5 Sitze erhalten. DaS noch nicht feststehende Ergebnis aus den Wahl- kreisen der Hauptstadt, daS der Opposition günstig fein wird, wird daS Gesamtergebnis noch etwas verändern, die Oppo- sition wird 117 von 245 Mandaten besitzen. Bemerkenswert ist die Schwächung der S o z i a l i st e n, die 38 Sitze innehatten und jetzt höchstens 22 haben werden, während die Zahl der Demokraten sich verdoppelt hat. Süöafrika. Der Rechtsdruch vollendet. Kapstadt, 0. März. In der Parlamentsdebatte Über die I n- demnitätsbill betonten die Redner der Opposition, daß der deportierte Arbeiterführer Poutsura kein Verbrechen be- gangen habe. Der Eisenbahnminister deutete an. daß die V e r- b a n n u n g der Deportierten wahrscheiiüich eine beträchtliche Zeit dauern werde, falls sie sich nicht rechtfertigen könnten. Die Jndemnitätsbill wurde mit 70 gegen 12 Stimmen angenommen. Amerika. Polizciinfamie gegen Ardeltslosc. Sacramento(Kalifornien), 9. März. Zwischen 300 ScheriffS- gehilfen und 600 Arbeitslosen vom Verband der Industrie- arbeiter der Welt kam eS heute zu einem heftigen Kampfe, nachdem„General" Kelly, der eine Armee von Arbeitslosen führte, und 18 seiner Anhänger wegen Vagabondage verhaftet wor- den waren. Die Beamten verlangten nach Verhaftung der Führer, daß die Arbeitslosenarmec den Ort verlasse. Mehrere Hundert gehorchten, doch bot derjenige Teil der Leute, der zum Verband der Industriearbeiter der Welt gehörte, den Beamten Trotz. Die Scherifssgehilfen gingen mit Stielen bewaffnet gegen sie vor und schlugen alle nieder, die Widerstand leisteten.'Mit Wasserstrahlen aus den Schläuchen der Feuerwehr wurden die Arbeitslosen schließlich vollends zersprengt. Viele hatten bei dem Kampf Schädelbrüche erlitten. Die russischen Gefängnisgreuel. Wir werden um die Veröffentlichung des folgenden Aufrufs ersucht: Am 25. November lSl3 vereinigten sich 500 der besten Vertreter deS europäischen Kulturgewissens zu einem Protest gegen die fortgesetzten Greuel in den russischen Gefäng- nissen. Die Presse sämtlicher Kulturländer druckte diesen Protest ab, und aus den fernsten Winkeln Sibiriens, aus Kerkern und Verbannungsorten kam als Widerhall auf diese Hilfsaktion die Nachricht über neubelebte Hoffnungen der politischen Gefangenen Rußlands. Es blieb nicht bei diesem Protest allein. In Oesterreich und Frankreich, wo bereits früher Hilfsvereine bestanden, setzte eine lebhafte Werbearbeit ei». �Jn Hollamd- in der Schweiz und in Deutscht and entstanden Bereinigungen, die die Zieic des Aufrufes vom 26. November in die Wirklichkeit umzusetzen 'bestrebt sind.?lls die Vertreter, dieser Böstrebüngen M Deutsch- l and treten wir heute an die Oeffentlichkeit, um in engster Vor- bindung mit den entsprechenden Organisationen des Auslandes den politischen Gefangenen Rußlands ywralische und materielle Hilfe zu bringen. „Es ist— schrieben vor einiger.Zeit die politischen Gefangenen aus einigen russischen Kerkern— es ist die verächtliche Selbstsucht, die mitschuldig macht, es ist die. feige Gleichgültigkeit derer, die die kleinste- Mühe scheuen, es ist die ganze Stumpfheit der öffentlichen Meinung, die uns zur Hoffnungslosigkeit, E N t m u t i- g u n g und Verzweiflung getrieben haben." Diese Anklagen der. lebendig Begrabene», die tiefe Scham in allen menschlich Füh- lendcn wachrufen müssen, dürfen nicht mehr ertönen. Es ist hohe Zeit, daß Selbstsucht und Gleichgültigkeit verstummen, es ist hohe Zeit, daß die Kulturmcnschhtit wieder— wie ehemals— sich auf ihre Pflichten gegen die Opfer eines. rückständigen, gewalttätigen Regierungssystcms besinnt I Nichts wäre verderblicher, als dieser heiligen Aufgabe des wahren Menschentums das Argument der„Nichteinmischung" cnt- gcgenzusetzen. Nichts wäre gefährlicher, als dieser keinen Ausschub duldenden Wirksamkeit mit dem Einwand zu begegnen, daS Aus- lqnd könne und dürfe den politischen Gefangenen des Zarismus keine Hilfe bringen. Nein und tausendmal nein! Das Ausland kann— wenn es nur will— wertvolle Hilfe leisten, um die Ausschreitungen der russischen Gesängnisbeamten zu zügeln, es kann die Leiden der politschen Gefangenen lindern, das haben zahlreiche Fälle aus der Vergangenheit bewiesen! Das Ausland m u ß diese Pflicht erfüllen— wenn es gegenüber einer immer höher anschwellenden Woge der Unmenschlichkeit die heiligsten Grundsätze der Menschlichkeit nach Kräften wahren will! So appellieren wir hiermit an alle aufrechten deutschen Männer und Frauen, ohne Unterschied der Parteien, unsere Be- strebungen in jeder ihnen zugänglichen Art zu unterstützen. Wir appellieren im Namen der Menschheit an das Rechtsgefühl und die Humanität deS deutschen Voltes, denn nie ward der Name Mensch so geschändet, wie in diesen Tagen des 20. Jahrhunderts durch die Missetaten in den Kerkern und BerbannungSorten des russischen Reiches! Ter Vorstand des Deutschen Hilfsvereins für die politischen Gefangenen und Verbannten Rußlands. Minna Caucr, Vorsitzende. R- H- Witt. Schriftführer. Beitrittserklärungen und Anfragen sind zu richten an den Schriftführer des Vereins, Herrn N. H. Witt, W a n n s c e b. Berti n, B i s m a r ck st r. 36. /tas öer Partei. Ergebnisse der Roten Woche: Am ersten Tag der Roten Woche sind in Hamburg- Altona rund 10 000 neue Mitglieder gewonnen worden.. Für die Organisation des Reichstagswohlkreiseö Frankfurt a. M. war der erste Tag der Roten Woche sehr ver- heißungsvoll. 865 Mitglieder wurden für die. Partei- organisation gewonnen und dem Parteiorgan wurden 345 neue Aboimenten zugeführt- Die AahlkreiSorganisation zählt jetzt mehr als 10090 Mitglieder.. Auch in den Stadtteilen von Frankfurt a- M., die zu den Wahlkreisen Hanau und Höchst a. M. gehören, war der Erfolg der Werbearbeit ein guter. SekZwchfuttg der Rote» Woche ruft Hvfe der GchuMud«. In Hamburg ließ der dortige Verband zur Bekämpfung der Sozialdemokratie am Sonntag ein Flugblatt verbreiten, das zu einer schwarz weißroten Woche zugunsten der gelben Streikbrechervercine ausfordert. ES hat sich wohl kein er- wachsener Mensch dazu gefunden, der sich zur Verbreitung dieses albernen Wisches herbeiließ, denn in allen Stadtteilen wurden nur Kinder bei der Verbreitung angetroffen. Unsere Genossen, die gerade die Hausagitation zur Einleitung der Roten Woche vor- nahmen, stellien fest, daß die Kinder von ihren Auftraggebern zum Lügen förmlich gedrillt waren. Denn alle Angaben, die die Kinder über ihren Namen und Wohnung machten, stellten sich als unwahr heraus. Der Inhalt der Flugblätter beschränlt sich in der Haupt- fache auf den alten Schwindel von dem„Rückgang" der Sozialdeipo- lratie, gegen den die sozialdemokratische Parteileitung auS Verzweiflung die Rote Woche veranstaltet habe. Fortschritts- und ZentrumSwiche. Als Gegenagitation zur Roten Woche veranstaltet die Fort- schrittliche BolkSpartei in Ludwigshafen eine Fortschrittswoche: in vier Versammlungen sollen bekannte Führer der Fortschrittler sprechen. Auch die Zentrumspartei hat in der Pfalz überall mobil gemacht gegen unsere Agitation. Das ist für unsere Parteigenossen nur ein weiterer Aniporn, noch mehr als bisher zu werben für die Partei und unsere Presse. DaS am Sonntag erzielte Resultat ist, soweit es sich überblicken läßt, äußerst günstig, es find etliche hundert neue Mitglieder der Partei und ebenso viele Abonnenten für die„Pfälzische Post" gewonnen worden. Gemeindewahlcrfolge. -In Freienwalde iWahlkreis Sagan-Dprotta») siegte bei der Gemeiudevertreterwahl in der L. Abteilung der sozialdemokra. tische Kandidat. Bürgerliche Gegenkandidaten waren nicht aufg» stellt worden. In Kübeln(Wahlkreis Rothenbura-HoherSwerda) wurde in der 3. Abteilung der bisherige sozialdenwkratische Gemeinde» Vertreter wiedergewählt. In der ersten Abteilung gelangt der sozial- demokratische Kandidat mit dem bürgerlichen Kandidaten in Stich» Wahl.__ polizeiliches, Gerichtliches usw. „Aufreizung zu Gewalttätigkeiten." Ein hochnotpeinliches Verfahren wurde gegen den Vcrantwori- lichen der„Bergischen Arbeiterstimme". Genossen Merkel in Solingen durch die Elberfelder Staatsanwaltschaft eingeleitet. Ein längerer Artikel in der Nummer vom 28. Februar: „DaS ver„reuterte" Zentrum", der sich mit dem schmählichen Rück» zuge.der bürgerlichen Parteien in der Zabernkommission beschäftigte, schloß mit einigen Bemerkungen, in denen gesagt war, daß man lvohl auS dem Ende der Zabernkommission schließen müsse, daß mit lytmloscn Reformtränklein dem Militarismus. nicht beizu- kommen ist und daß die Forderung der Miliz, mit allem, was dazu gehört, erhoben werden müsse. In diesen Ausführungen und in einem Hinweis auf bevor» stehende revolutionäre Kämpfe soll die Aufreizung zu Gewalttätigkeiten liegen. Eine Haussuchung in den Räumen der„Belgischen Arbeiterstlmme" und in der Wohnung des Verantwortlichen—> nebenbei bemerkt, die zweite innerhalb 14 Tagen— nach de» „staatsgefährlichcn" Manuskript blieb erfolglos. StaatSaktion gegen ein Buch. Daß im Reuen Frankfurter Verlage erschienene Buch' Franz Berggs„Ein P r.o le t a ri er l eb en", bearbeitet und heraus- gegeben von Nikolaus Weiter, ist von der Staatsanwaltschaft,.in Frankfurt a. M. konfisziert worden. Zugleich ist vom Kriegs- minister wegen des Kapitels„Im Reiche der Feldmütze" gegen den Verleger Strafantrag wegen Verächtlichmachung von StaatScinrich» tungen und Beleidigung eines Regiments in Altona gestellt worden. Letzte Nachrichten- Fr-iucnmoid in Lichtenberg? Das Gerücht von einem Fraucnmord verbreitete sich gestern abend in Lichtenberg und führte eine ungeheure SKenschenmenge auf den Schauplatz. In der Gürtelstraße 2S war die 42 Jahre alte Frau des Arbeiters Günther von diesem bei der Heimkehr von der Arbeit im Bett tot aufgefunden worden. Die Bekundungen. die Günther einem Arzt und der Kriminalpolizei gegenüber machte, erweckten den Verdacht, daß G. selbst seine Frau ermordet habe. Ob aber überhaupt ein Verbrechen vorliegt, kann mit Sicherheit erst nach erfolgter Obduktion der Leiche festgestellt werden. Aeüßere Verletzungen sind nicht erkennbar, nur das Gesicht ist blau angc- laufen und aus Mund und Nase ist Blut geflossen. Aus der clsah-Iothringischcn Kammer. Strasburg, 10. März.(W. T. B.) Tie Zweite Kammer trat heute in die dritte Lesung des Etats ein. Der Abg. H a u ß(Z.) sprach von einer Preisgabe der alten Regierung, der das elfaß-loth» ringifche Volt dankbar sei, daß sie sich in schwerer Stunde auf ihre Seste gestellt habe. Ungewöhnlich seien die Verdächtigungen und Verleumdungen, denen das elsaß-lothringische Volk in Altdeutsch- land ausgesetzt sei. Ungewöhnlich sei daher auch die Gründung einer Liga zur Verteidigung Elsatz-Lothringens. Wir alle, so führte der Redner weiter aus, treten an diese heran mit dem Gefühle bitteren Wehs und tiefer Schmach, daß sich ein deutscher Bolksstamm zu einer solchen Abwehr des Angriffes gezwungen sieht. Die Regie« rung möge sich als Schützer der Ehre des elsaß-lothnngischen Volkes erweisen und sich nicht weiterhin der Verpflichtung entziehen, den begonnenen Verfassungsbau weiter zu führen. Die Abgeordneten Jung(Lothringer) und P ei rot es(Soz.) schloffen sich den Aus- führungen des Vorredners an. Der Abg. Wolf(Lib.) wünschte u. a., daß die Kompetenz zwischen Zivil- und Militärgewalt genau und einheitlich für daö ganze Reich geregelt werde, und fuhr fort: Soll es nun damit sein Bewenden haben, daß Graf Wedel geht und Deimling bleibt? Die Staatsraison scheint bei dieser Gelcgenheft zu kurz zu kommen. Staatssekretär Graf Ro e d e r n erklärte, den Wunsch, ein Programm zu entwickeln, könne er auch heuten och nicht erfüllen, weil ein Programm nur aufgebaut werden könne auf Grund einer genauen Kenntnis der Verhältnisse. Er unter- streiche die Meinung des Abg. Hauß, daß die Verfassung nicht an» getastet werden dürfe. Der Abgeordnete habe ferner betont, daß im Lande nur die verfassungsmäßigen Faktoren zu regieren haben. Auch diesen Ausführungen könne er durchaus zustimmen. Er sei übrigens der Meinung, daß in den letzten Jahren von Verfassungsfragen soviel gesprochen worden sei. daß dringende Fragen der Verwaltung hätten in den Hintergrund treten müssen. Ei« verleumderischer Bischof. Luxemburg, 10. März.(2S. T. B.) Der-Bischof von Luxemburg hatte in einem Hirtenbrief den� Katholiken das Lesen einer Anzahl Zeitungen verboten. In einer daraufhin von einem Blatte angestrengten Verleumdungsklage wurde der Bischof heute zu 26 Franks Geldstrafe mit Strafaufschub ver« urteilt. PLASMON KAKAO Plasmon Gefellchatm.b.H. Bekanntmachung. Wahl des Ausschusses der Jnnungs- Krankenkaffed. Juwelier-, Goldenthält das seit 15 Jahren außerordentlich bewährte, billigste und beste Eiweißnahrpréparat für Körper und Nerven Plasmon Plasmon- Kakao( ca. 50% Eiweißgehalt) ist bedeutend nahrhafter als reiner Kakao im Verhältnis zu seinem hohen Eisweißgehalte billiger als dieser und sollte deshalb in keiner Familie als tägliches Getränk für Kranke und Gesunde fehlen. Dlund M. 3.00,/ Plund M. 1.65, Pfund M. 0.90.. Plasmon- Biskuit,-Zwieback,-Schokolade,-Haferkakao, Eisen- Plasmon. Erhältlich in Apotheken und Drogerien. Musterkollektion der Plasmon- Präparate gegen Einsendung von M. 1.50 überallhin franko. Ausführliche Broschüre versendet Steinarbeiter! Donnerstag, den 12. März, abends 8 Uhr: Neubranden burg Meckib. Arbeiter- Bildungsschule. Sonntag, den 15. März, abends 7 Uhr, im großen Saale des ,, Gewerkschaftshauses", Engelufer 15 Großer Lichtbilder- Vortrag des Genossen Emil Neuter über Die Entstehung der Gebirge. und Silberschmiede-( 3wangs-) Innung Kombinierte Versammlung lehes Bekomme bar chi vel zu Berlin. Die Wahl des Ausschusses der Innungs- Krankenkasse findet in den Arminhallen, Kommandantenstraße 58/59. Zagesordnung: Eintritt 40 Pf. 6/ 5* Garderobe frei. Nach dem Vortrag: Gemütliches Beisammensein und Tanz. TYPOGRAPHIA 1. Stellungnahme zum Verbandstage und zur Gauam 18. April 1914 in den Kammersälen, Teltower Str. 1-4, konferenz. 2. Wahl der Delegierten. 3. Bericht über Freitag, den 13. März, pünktl. 9 Uhr, im Klubhaus, Ohmstraße den gegenwärtigen Stand unserer Lohnbewegung. Die Kollegen beider Sektionen sind verpflichtet, zu erscheinen. Die Ortsverwaltung. statt. Sie beginnt für die Arbeitgeber um 5 Uhr und endet um 7 Uhr, für die Versicherten um 7 Uhr und endet um 9 Uhr abends. Gemäß§ 46 der Kassensazungen sind 15 Arbeitgeber und 15 Ersahmänner, 30 Versicherte und 30 Ersatzmänner at wählen. Die Wahlberechtigten der Innungs- Krantentasse werden zu dieser Wahl eingeladen. Die Wahlen find geheim. Gewählt wird gemäß den Grundsägen und der Verhältniswahl nach näherer Bestimmung der amtlich genehmigten Wahlordnung. Danach geschieht die Wahl nach dem System der sogen. ftreng gebundenen Listen. Die Wahlberechtigten sind an die eingereichten Wahlvorschläge gebunden und können sich bei der Wahl nur für einen der rechtzeitig eingereichten Wahlvorschläge entscheiden. Aenderungen daran find ausgeschlossen. Es wird anheimgegeben, bis zum 4. April 1914 Wahlvorschläge an den unterzeichneten Kommissar Klosterstr. 65/67, Aufgang C, 3 Steppen, Simmer 54, von 9-2 Uhr einzureichen. Borschläge, die später eingeben, werden nicht berüdfichtigt. Die Wahlvorschläge, welche für die beteiligten Arbeitgeber und Versicherten getrennt auszustellen sind, müssen von mindestens fünf Wahlberechtigten der betreffenden Gruppe( Arbeitgeber.. Berficherte...) unterzeichnet sein. Jeder Wahlvorschlag darf nicht mehr Bewerber nennen, als Bertreter und Ersagmänner der betreffenden Gruppe zu wählen sind. Die einzelnen Bewerber find unter laufender Nummer aufzuführen, welche die Reihenfolge ihrer Benennung ausdrückt, und nach Familien und Vor-( Ruf-) Namen, Beruf und Wohnort zu bezeichnen. Bei Bersicherten ist auch der Arbeitgeber, bei dem sie beschäftigt find, anzugeben. Als Borgeschlagen gilt nur der derjenige, der bei Einreichung der Lifte feine Bereitwilligkeit zur Annahme der etwaigen Wahl durch Unterschrift auf der Liste erklärt hat. Bei den Wahlvorschlägen der Arbeitgeber ist eine solche Erklärung nur insoweit erforderlich, als der zur Wahl vorgeschlagene Arbeitgeber nach§ 17 der Reichsversicherungsordnung zur AbLehnung der Wahl befugt ist. In jedem Wahlvorschlag ist ferner ein Vertreter des Wahlvorschlages und ein Stellvertreter für ihn aus der Mitte der Unterzeichner zu be zeichnen. Ist dies unterblieben, so gilt der erste Unterzeichner als Vertreter des Wahlvorschlags und, soweit eine Reihenfolge erfennbar ist, der zweite als sein Stellvertreter. Der Wahlvorschlagsvertreter ist berechtigt und ver pflichtet, dem unterzeichneten Stommissar, Versicherungsamt, Selosterstr. 65/67, Aufgang C, 3 Treppen, Zimmer 54, die zur Beseitigung etwaiger Anstände erforderlichen Erklärungen abzugeben. Die eingereichten Wahlvorschläge werden nach der Reihenfolge ihres Einganges mit Drdnungsnummern versehen. Der Wähler tann nur einen folchen Stimmzettel abgeben, der die Ordnungsnummer einer der Wahlborschläge enthält. Die Wahlvorschläge fönnen nach ihrer Zulassung bei der Geschäftsstelle ber Kaffe eingesehen werden. Wähler sind nur volljährige Versicherte deutscher Staatsangehörigkeit. Nichtwähler ist: 1. mer infolge ftrafgerichtlicher Berurteilung die Fähigkeit zur Befleidung öffentlicher Aemter verloren hat, oder wegen eines Verbrechens oder Bergehens, das den Berlust dieser Fähigkeit zur Folge haben kann, verfolgt wird, falls gegen ihn das Hauptverfahren eröffnet ist; 2. mer infolge gerichtlicher Anordnung in der Verfügung über sein Bermögen beschränkt ist. Weder wahlberechtigt noch wählbar sind Versicherungspflichtige, die Mitglieder einer Ersazkasse sind und deren eigene Rechte und Pflichten auf ihren Antrag ruhen. Auskunft über die Wahlberechtigung fann jedes Mitglied durch Einfichtnahme des Mitgliederverzeichnisses bei der Geschäftsstelle der Staffe, Engelufer 15, erhalten. Etwaige Einsprüche gegen die Richtigkeit der Wahlberechtigung sind bei Bermeidung des Ausschlusses bis zum 4. April 1914 bis nachmittags 2 Uhr unter Beifügung von Beweismitteln bei dem unterzeichneten Stommiffar einzulegen. Die Bahlhandlung leitet ein Wahlausschuß, der aus dem unterzeich nete n Stommijjar als Borsitzenden und je einem weiteren Mitgliede aus der Gruppe der Arbeitgeber und der Versicherten besteht. Bei der Wahlhandlung ist der Wahlausschuß befugt, die Wahlberechtigung der Wähler zu brüfen. Es empfiehlt sich daher, einen Ausweis hierüber( Quittungsbuch, Bescheinigung des Arbeitgebers u. bergL) mitzubringen. Zum Bahlraum haben nur die wahlberechtigten Arbeitgeber und Kaffenmitglieder Zutritt. Das Ergebnis der Wahl wird alsbald von dem unterzeichneten Stom miffar gemäß§ 75 der Kassensazungen bekanntgegeben. Alle weiteren auf die Wahlen fich beziehenden Bestimmungen ergeben sich aus der Sabung und der dieser angehängten Wahlordnung. Der unterzeichnete Stommiffar stellt in Vertretung des Kassenvorstandes nach eingehender Erwägung und unter Berücksichtigung der in Betracht fom menden Berhältnisse einen Wahlvorschlag auf, welcher in dem Kassen Jofale, Engelufer 15, von 9 bis 11 11hr vormittags, und in dem Geschäftszimmer der Jnnung, Dennewigstr. 11, I, von 8 bis 1 Uhr vormittags, zur Einfichtnahme ausliegt. Es wird darauf hingewiesen, daß, wenn nur ein Wahlvorschlag borhanden ist, gemäß§ 9 der Wahlordnung die Borgeschlagenen dieser Liste ohne Stimmabgabe als gewählt gelten, so daß für die in Betracht tommende Gruppe eine Wahl nicht vorzunehmen ist. Berlin, 6. März 1914. Koeppen, 269/20 Kommiffar für die Einrichtung der Innungs- Krankenkasse der Juwelier, Gold- und Silberschmiede-( Zwangsinnung) Jnnung, Berlin. Wo? ist der schönste Ausflugsort? Immer noch Pichelswerder, an der neuen bei n Alten Freund. Heerstraße 171/ 6* Auf Kredit Außerordentliche Sängerbesprechung. :: Das Erscheinen sämtlicher Sänger ist unbedingt erforderlich.# 58/10 Möbel Sportbillig und trotzdem auf Teilzahlung schon von Anzahlung 300 Komplette Einrichtungen Moderne Anzahlung Küchen von 60 M. an von Mark an Einzelne 5: Möbel an M. Glogau schon von 20 Mark an Anzahlung von M. 3: an Alte Jakobstraße 73 Ecke Dresdener Strasse Auf Kredit Garbáty Cigaretten Jam 20 auf Qualität Der Vorstand. Algemeine Orts- Krankenkaffe für Berlin- Lichterfelde. Mittwoch, den 18. März 1914, abends 82 Uhr, im großen Rathaussaal, Berlin- Lichterfelde, Schillerstr. 32: Außerordentliche Ausschußfizung. Tagesordnung: 1. Bahl des Ausschußvorsitzenden. 2. Aenderung der§§ 22, 46, 49 und 60 der Sagung. 3. Berschiedenes. Etwaige Wünsche und Beschwerden bittet der Vorstand 3 Tage vor der Versammlung schriftlich einreichen zu wollen, damit das einschlägige Material zur Stelle geschafft werden fann. 269/19 Berlin- Lichterfelde, 10. März 1914. Der Vorstand. Max Lengenfeld, Borsigender. Heines Werke 3 Bände 4 Mart Buchhandlung Vorwärts Banacfut- begafut! Amor flüssig Bester Metallputz Beberall zu haben in Flaschen von 10 Plan Fabrik: Chemische Werke Lubszynski& Ca Aktiengesellschaft, Berlin- Lichtenberg Berantw. Rebatt.: Alfred Wielepp, Neukölln. Inseratenteil verantw. Zb.Glocke, Bertin, Drud u. Verlag: Borwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsbl Nr. 69. 31. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Gewerkschaftliches. Mittwody, 11. Mär 1914. bewegung in Südafrika auch einen etwas anderen Charakter Unternehmerberband herausgegebene schwarze Liste ist ein Unikum, als die englische Gewerkschaftsbewegung. sie enthält auch Namen verstorbener und zum Militär cingezogener Die südafrikanischen Gewerkschaften fordern von der Re- Arbeiter. Die bier kleineren Waffenfabriken, die dem Konsortium der gierung, daß sie eine Art Staatssozialismus ein- Unternehmerorganisation nicht angehören, haben sich bekanntlich führe, um den üblen Folgen der Ausbeutung der Gold- der Aussperrung nicht angeschloffen. Diese kleineren Firmen sind minen für privaten Profit zu steuern. Wir verlangen, jagte| augenblicklich sehr stark beschäftigt. Die größeren Firmen möchten Bain, daß die Regierung staatliche Minen in Be- die ihnen so unliebsame Konkurrenz gern beseitigen, sie wissen nur trieb jete, in denen ausschließlich weiße Ar- nicht wie. beiter beschäftigt werden sollen, damit der furchtbaren Vernichtung von Leben und Gesundheit in den Minen Einhalt geboten werde. * Den Standpunkt der Unternehmer zu der Streitfrage, die den Streit veranlaßte, erhellt ein Schreiben, das der Industriearbeiterverband von der Unternehmerorganisation erhielt. Es heißt darin: " Wir teilen Ihnen bezüglich der von auswärts bezogenen Arbeit mit, daß sich die in erster Linie in Betracht kommende Firma Karl Eichorn nach den angestellten Ermittelungen in einer Notlage befunden hat, weil die hiesigen Arbeitskräfte nicht hingereicht haben, den Anforderungen zu entsprechen. Diese Selbsthilfe wird aber auch später stets den energischsten Schutz unserer Verbände finden. Denn es kann und darf einem Fabrikanten zugemutet werden, sein Geschäft in dem stets gleichen Rahmen zu belassen und mit der systematischen Einschränkung der Arbeitskräfte sowie der willkürlichen Zurückhaltung des Nachwuchses rechnen zu müssen." Der lezte Absatz des Scheibens bezieht sich auf die Bestimmung in den Sagungen der Waffenarbeiter, wonach jeder Waffenarbeitermeister nur eine bestimmte Zahl von Lehrlingen annehmen darf. Die Fabrikanten wollen aus naheliegenden Gründen ein Uebera angebot von Arbeitskräften in der Waffenbranche haben. In Suhl und Umgegend werden durch Meister Arbeiter für die Solinger Firmen gesucht. Arbeitslosen- Demonstration. Die Heimkehr der Verbannten. Aus London wird uns unterm 9. März geschrieben: Der große Kampf der englischen Arbeiterschaft gegen das Gewaltregiment in Südafrika ist von London in alle Teile des Landes getragen worden. Die neun Deportierten haben sich nach Nord, West, Ost und Süd zerstreut, in Southampton, Cardiff, Manchester, Bradford, Newcastle und vielen anderen Industriezentren werden enorme Demonstrationen abgehalten, In bezug auf die Staatseisenbahnen fordern in denen die Deportierten sprechen. Ueber das nächste Ziel wir, daß die Leitung einem Ausschuß überdes Kampfes herrscht nicht die geringste Unklarheit: die tragen werde, der zur Hälfte aus Vertretern Deportierten müssen frog Indemnitäts- der Regierung, zur Hälfte aus Bertretern gefeß nach Südafrika zurückkehren und dort als der Arbeiter bestehen soll. Das ist nicht Syndikalismus, aber es ist das einzige, was dem General Smuts freie Männer im Interesse der Arbeiterschaft weiterwirken. Einer der Deportierten, der Genosse J. T. Bain, der einen Grund dazu gegeben haben fann, von einer syndikalistiPräsident des Gewerkschaftsverbandes des Transvaal, hat schen Agitation zu sprechen. fehr bemerkenswerte Aeußerungen darüber getan, welche Schritte geplant werden, um das Ziel zu erreichen. Zunächst Die Antwort der Deportierten. werden bereits Vorbereitungen getroffen, um eine ArLondon, 10. März. beiter deputation aus Bertretern der Ar- Vorwärts".) ( Privattelegramm des beiterbewegung in allen Zeilen des briti. Borwärts".) Die Erklärung, die General Smuts gestern beiterbewegung in allen Zeilen des briti im Unionsparlament bei der dritten Lesung der Indemnitätsfchen Reiches Großbritannien, Kanada, bill abgab und worin er sagte, daß es keineswegs beabsichtigt Australien und Neuseeland- bestehend, anei, die Regierung von Südafrika zu entsenden sei, die Arbeiterführer dauernd zu verbannen, und daß, wenn die deportierten Führer zurüdfehen wollten, sie eine die und sie zu ersuchen, die Deportationen zu widerrufen. Sollte dieser Versuch ohne Erfolg bleiben, dann sind Minister befriedigende Erklärung abgeben müßten, wonach sie dann nach den Bestimmungen des Einwanderergesetzes be- Frankfurt a. M., 10. März.( Privattelegramm des„ Bora die Deportierten entschlossen, nichts destoweniger nach Südafrika zurüdjukehren. Und handelt werden würden, wird in Südafrika wie hier als ein wärts".) 3u einer großen Arbeitslosendemonstration tam es heute. zwar werden sie Mittel und Wege finden, am 5. Juli in unverkennbarer Rückzug der südafrikanischen Regierung an- Der Anlaß war die Weigerung des Magistrats, die ArbeitslosenJohannisburg zu sein. Das ist nämlich die erste Wiederkehr gesehen, die wohl dem Druck der Reichsregierung nachgegeben unterstützung weiter zu zahlen, trotzdem die Stadtverordnetenverdes blutigen Sonntags von Johannisburg. Die Ge. hat. Es scheint, als ob man beabsichtige, die Verbannung wie fammlung dies beschlossen hatte. Bereits am Vormittag fand eine wertschaftsorganisationen von Südafrika haben nämlich so ein Schwert des Damokles über den Arbeiterführern schweben von vielen Tausenden besuchte Protestversammlung im Gewerkgut wie beschlossen, diesen Tag zum Andenken der erschossenen 34 laffen. Die Deportierten finden Smuts Erklärung lächer- schaftshause statt, in der aufs schärfste gegen das Verhalten des gut wie beschlossen, diesen Tag zum Andenken der erschossenen lich. Genosse Poutsma erklärte, daß die Deportierten Magistrats protestiert wurde. Am Nachmittage hatten sich viele Arbeiter als einen nationalen Feiertag zu betrachten und einen nicht die geringste Neigung verspürten, sich Arbeitslose vor dem Römer eingefunden, in dem gerade eine Demonstrationszug nach dem Friedhof zu veranstalten. Bei dieser Demonstration, erklärt Bain zuversichtlich, werden die durch Entschuldigungen Eintritt in Süd- Stadtverordnetenfißung stattfand, um dem Magistrat begreiflich Deportierten anwesend sein. Sollten sie dann verhaftet afrifa zu berichaffen. Sie hätten kein Verbrechen au machen, daß es noch unzählige Arbeitslose gibt. Dies war die werden, dann werden alle Gewerkschaften wahrscheinlich den begangen, und wenn doch, so sollten ihre Gegner sagen, was es Veranlassung für die Polizei, mit einem großen SchuhmannsGeneralstreit erklären. Bain hält es nach seinen sei und sie vor Gericht stellen. Die Deportierten erwarten, aufgebot anzurücken und den ganzen Römerberg abzusperren, Gesprächen mit englischen Arbeiterführern für ganz gut mög- daß noch mehr Druck auf die südafrikanische Regierung aus- damit dem Magistrat der Anblick der Arbeitslosen erspart bleibe. lich, daß ein solcher Generalstreif in Südafrika auch das geübt werde und sie verlassen sich auf die britische Arbeiter. Ein großes Aufgebot von Schußleuten zu Fuß und zu Pferde hatte Signal zu einem Demonstrationsstreikin Groß- bewegung, von der sie bisher so prächtig unterstüßt wurden. die Arbeitslosen in die Seitenstraßen zurüdgedrängt. britannien werden wird. Tom Mann ist am Sonnabend nach Südafrika abgesegelt, und obschon er feine englische Arbeiterorganisation offiziell vertritt, wurde seine Abfahrt von London zum Anlaß einer begeisternden Demonstration vor dem Bahnhofe gemacht, an der 5000 Personen teilnahmen und Lansbury, Viktor Grayson und Ben Tillett Ansprachen hielten. Das ist ein neuer Beweis dafür, wie sehr die südafrikanischen Ereignisse die Geister in England ergriffen haben. Bain äußerte sich zur Reise Tom Manns dahin, daß sie nur Gutes wirken fönne, wenn Mann sich an die Wünsche des südafrikanischen Gewerkschaftsverbandes halten wird, was er wohl tun werde. Viel besser wäre es allerdings gewesen, meint Bain, wenn die englische Gewerkschaftsbewegung und die Arbeiterpartei selber regelrecht gewählte Vertreter nach Südafrika gesandt hätten; er hoffe, daß dies noch geschehen werde. zu Berlin und Umgegend. Achtung, Gummiarbeiter! Der Streit in der Norddeutschen Gummifabrik( Abteilung Formerei) dauert fort. Nicht ausgeschlossen ist es, daß auch andere Abteilungen der Firma engagiert werden, und ersuchen wir deshalb, alle Arbeitsangebote von der Verband der Fabritarbeiter Deutschlands, Verwaltung Berlin, Engelufer 15. Norddeutschen abzulehnen. berg, Frankfurter Chauffee 28, sind die Zwider, anscheinend wegen Achtung, Schuhmacher! Bei der Firma Ruppert, Lichten der fürzlich stattgefundenen Lohndifferenzen, entlassen worden. Da durch die Entlassungen offenbar die gemachten Zugeständnisse wieder illusorisch gemacht werden sollen, ersuchen wir die Kollegen, bevor sie dort in Arbeit treten, sich erst auf unserem Bureau, Engelufer 14, erkundigen zu wollen. Zentralverband der Schuhmacher. Ortsverwaltung Berlin. Deutsches Reich. Bain machte auch einige interessante Mitteilungen über die Vorgeschichte und Charakter des Kampfes in Südafrika. Die Regierung wollte mit ihrer Gewalttaktik nicht den SynDie Aussperrung in der Solinger Waffenindustrie. dikalismus, der in Südafrika nicht existiert, sondern den Die Situation hat sich wenig geändert. Ueber 300 Ausgesperrte Sozialismus treffen. Es konnte keinem Zweifel und Streifende werden bis jetzt erst gezählt. Die Mehrzahl steht unterliegen, daß die südafrikanische Gewerkschaftsbewegung noch in Kündigung. Am Sonnabend beschloß eine Versammlung immer stärker mit sozialistischem Geiste erfüllt worden sei, ins- der Waffenarbeiter, daß die Organisationen sich um die Unterbesondere im Transvaal. Infolgedessen hat die Gewerkschafts- stüßung der Unorganisierten nicht fümmern werden. Die von dem Kleines Feuilleton. Runft. Eduard Bei Deutsche Landschaftsmaler. Schulte fann man drei Landschaftsmaler kennen lernen: esser heute. Nachklänge zum Werftarbeiterstreif. Am 8. und 9. März tagte in Hamburg der Gautag des Gaues Hamburg im solzarbeiterverband. Ueber den Stampf der Werftarbeiter wurde eine vielstündige Debatte geführt, in der die Delegierten sich teils für, größtenteils aber gegen die Der Vertreter des HauptHaltung des Vorstandes erklärten. borstandes gab eine ausführliche Schilderung der Vorgänge und ver teidigte die Maßregeln des Vorstandes, der auf den Werften nur 8 Proz. der Drganisierten vertrete und den Stampf mithin nicht aus schlaggebend habe beeinflussen können. Statuts wurden bis auf einen Antrag von Bremen abgelehnt. Die an den Verbandstag gerichteten Anträge auf Abänderung des Der angenommene Antrag bezweckt, daß dem Schluß des§ 50 die Fassung gegeben wird: " Dem Beauftragten des Vorstandes ist in Abwesenheit des selben auch der Gauvorsteher gleich zu erachten. Dem Vorstand obliegt die Pflicht, die Weiterführung einer ordnungsgemäß eingeleiteten 2ohnbewegung aus den Mitteln der Haupttasie zu unterstüßen. Streifende, welche sich den Anordnungen des Vorstandes oder feines Beauftragten nicht fügen, lann die Unterſtügung versagt oder entzogen werden. Diese Anordnung tritt nur in Kraft, wenn grobe Verstöße gegen die Bestimmungen des Statute, unrichtige Berichterstattung, zuwiderhandelnde Abstimmungen oder lässige Handhabung der Streifführung und sonstigen not wendigen Geschäfte bei einer Lohnbewegung nachgewiesen werden. Humor und Satire. Was seiner in Albanien wartet. P Wir Du sollst feinen Wein trinken Mit nachstehender Rede hätte, wie Daddy" im" Journal" Der Brutvater. Die" Post" hat eine Umfrage veranstaltet, wie u ry, Friedrich Kallmorgen und Hans Thoma. Urh meint, der Fürst von Albanien bei seinem Einzug von dem Sprecher ihre Abonnenten über den Gebärstreit dächten. Der eine Abonnent und Kallmorgen haben das gemein, daß fie früher, in den 80er der Schkjipetaren begrüßt werden können: war verreist, der andere mochte nicht antworten, aber der dritte, Jahren und noch ein wenig später, wesentlich besser malten als Majestät! Die edle Stadt der Schtjipetaren heißt Dich willder dritte hat sich geoffenbart. Sie standen damals beide unter französischem Einfluß: kommen. Du bist jung, groß, fräftig. Du gefällst uns. Der Mann ist Beamter und hat fünf Kinder. Fünf. Für der große Landschafter des schwarzen Grüns, Courbet, war es, wünschen, daß Du so selten wie möglich in die Lage kommen eine Einschränkung der Kinderzahl ist er nicht zu haben, das heißt, der besonders auf fie gewirkt hatte. Auch Munkaczi, der Ungar, mögest, in unseren Bergen, wo die Panzerschiffe Dir gar nichts was die Theorie in ihrer sittlichen Tragweite angeht. Bom wirt- der vielen Deutschen die Malsinnlichkeit der französischen Im- nüßen würden, von der Kraft Deiner Arme Gebrauch zu machen. schaftlichen Standpunkt muß er leider zugeben, daß eine Ein- pressionisten vermittelte, hat Urh wie Kallmorgen angeregt und Und nun wirst Du wohl nichts dagegen haben, daß ich Dir als schränkung nottut. Und wie er nun dabei die Eristeng seiner un- gefördert. Man sieht das ganz genau an einigen diefer frühesten Haupt der Edlen des Landes die Wünsche meiner Landsleute unterglücklichen fünf Würmer beschreibt, die auch einmal Beamte wer- Bildchen Kallmorgens, die in einem schwärzlichen Grau zu schwim- breite. Du sollst die christliche Religion aufgeben und den muſelden, das lohnt gehört zu werden. men scheinen, und die den Regen wirklich feucht, die Härte der manischen Glauben annehmen. Süßigkeiten bekommen sie nicht, es sei denn zu Weihnachten. Dinge aber von schmiegsamer Luft umsponnen zeigen. Auch Urh, und die von Mohammed vorgeschriebenen Fasttage halten. Die Ein Theater besucht die ganze Familie nie. Sport treiben die der neben Mar Liebermann auf den holländischen Wiesen stand, Königin soll ihr Gesicht verschleiern, im Haremlik unter der Obhut Kinder nicht. Dafür gehen sie aber früh zu Bett. Mit dem malte vor dreißig Jahren einen schönen einheitlichen Ton, ein ihrer Eunuchen bleiben, und Du sollst ihr fünf junge Mädchen aus Reisen haperts. Jedes zweite Wort heißt Mäßigkeit. Aber es ist zähes Braun, ein Grau und ein Schwarz, wodurch alles Gegen- den vornehmsten Schkjipetarenfamilien, die u zu Deinen Frauen nicht die selbstgenügsame Mäßigkeit. Es ist der knapsige Dalles. ständliche in die Atmosphäre des Malerischen entrüdt wurde. Ury machen sollst, als Gespielinnen beigeben. Im übrigen aber wirst Und dieser Mann hat noch lange nicht aufgehört, sich zu verfühlte sich in jenen glücklichen Entdeckerzeiten so sicher und sieges- Du gut tun, in Deinem Palaste zu bleiben und Dich so wenig wie mehren. Wir werden sicher noch oft gratulieren dürfen. Und gewiß, daß er noch heute, wenn er davon erzählt, die Meinung möglich um Staatsangelegenheiten zu kümmern. Da Dir die Großdas ist ein Leben, werden die Gönner der" Post" sagen, das uns hat: er hätte es, wenn alles gerecht zugegangen wäre, zum Ruhme mächte eine Zivilliste verbürgt haben, brauchst Du wirklich nicht wohlgefällt. Keine Ausschweifungen, keine solchen Dinge wie Sport, Mag Liebermanns bringen müssen. Darin irrt er sich nun. Urh bei Nacht Deine holländischen Gendarmen an Kreuzwegen und der ja als Agitationsmittel gelten mag, aber sonst... Nichts war schon damals wesentlich ungelenker, grüblerischer, melancho- Straßenecen aufzustellen, damit sie die Steuern eintreiben. Das davon. Sondern ein nettes, stumpsinniges Dahinvegitieren. Bureau, Mittagessen, Bureau, Abendessen, gute Nacht! Und wenn lischer, weniger arbeitsfroh und vor allem viel phantastischer und Leben ist hart in unserem Lande. Unsere Weiber arbeiten viel. damit von vornherein ungesunder als Liebermann. Die Ent- Was wir erübrigen können, wird in Waffen, Munition und Tabak es schön war, so ist's Mühe und Arbeit gewesen. widelung, die Ury nahm, mußte notwendig zum Verfall führen; angelegt. Du wirst wohl nichte dagegen haben, daß wir, wie er ließ sich von einem national- jüdischen Pathos überwältigen: er früher, so auch jetzt Rechtspflege, Polizei und Landesverteidigung Die Landschaft, wie er sie selbst in die Hand nehmen. Deine Kinder darfst Du so erziehen, wurde schwül, kreischend. hysterisch. heute malt, ob das nun der Gardasee ist oder die Mart, scheint wie die Fürstenkinder an den europäischen Höfen erzogen zu werden in giftigen Oryden, in Grünspan und Kupfervitriol, ertrinken zu pflegen. Du wirst aber die Güte haben, uns die Kinder täglich follen; fie hat etwas Leichenhaftes, zugleich etwas Theatralisches. für zwei Stunden anzubertrauen: sie sollen sich mit der SchkjipeGanz ähnlich steht es um den heutigen Kallmorgen; auch er tarenjugend bekannt machen um sich möglichst rath von westwurde bunt und grell, er verlor das tonig Melodische, er vergaß europäischen Vorurteilen zu befreien. Und endlich ersuchen wir den Maler und wurde ein gefälliger Illustrator. Das sind so Dich noch, Albanien mit den Segnungen der europäij hen Zivili Schicksale. sation, als da sind: Elektrizität, Automobil, französische Küche und ähnliches gefälligst zu verschonen." Alles, weil dieser erwachsene Mensch unvernünftig ist und fich einen Karnidelstall voll Kinder anfchafft. Und gleich dahinter tommt der rührende Notschrei einer Beamtenfrau, und hier geht die" Post" in bürgerlicher Rührseligkeit sammeln. Für Einzelfälle waren diese Krauter noch immer zu haben. Daß die Beamtenfrau, Mann frant, zweites Kind unterwegs, noch einen günstigen Typ darstellt, aber niemals eine Ausnahme, will ihnen nicht in den Kopf. Notizen. Eine Mondfinsternis wird in der Nacht vom 11. zum 12. März eintreten. Mondfinsternisse treten bekanntlich nur zur Vollmondzeit ein, weil dann der Mond der Sonne gegenübersteht, so daß Wenn aber einer ein Kerl ist von grundauf, mit Wurzeln, die wir die volle beleuchtete Scheibe sehen würden, wenn nicht gerade in die Tiefe faffen, mit einem Willen, der den Sturm besiegt und zu dieser Zeit der Schatten der Erde störend dazwischen träte. dennoch der zwecklosen Heiterkeit des Kindes sich gern hingibt, - Vorträge. Der Japaner Sh. Chiba, der bereits früher Die Verfinsterung wird allerdings nicht vollständig fein, nur etwa wenn einer wie Hans Thoma ist, dann kann er getrost allerlei neun Zehntel der Mondscheibe werden zur Zeit der größten Be- after haben, er wird dennoch bestehen. Gegen Thoma läßt sich in der Urania sprach, wird dort am Freitag einen Vortrag über dedung von dem Kernschatten der Erde getroffen. Das Licht des viel sagen: seine Deutschtümelei ist peinlich, seine großväterliche Geisha, Theater und Blumenkalender in Japan" indessen: in allen seinen Bildern halten, wozu er zahlreiche Lichtbilder und Kinematogramme zeigt. noch übrig bleibenden Zehntels wird durch den darüber hinweg- Moraljucht kränkt uns Junge Moderne Bilderstürmer. Dienstagvormittag wurde ftreichenden Halbschatten sehr geschwächt werden. Wissenschaftliche regt sich ein Instinkt für das Keimen und Knospen, für das Bedeutung haben solche Finsternisse nicht, doch gewinnen sie durch Grünen und Blühen der Pflanzen, für das Rauschen der Lüfte in der Londoner Nationalgalerie die Venus des Velasquez die beachtenswerten Farbenerscheinungen, die durch die Brechung und das Segeln der Wolfen. Handwerklich angeschaut, hat Thoma durch einen fleinen Schnitt mit einem kleinen Beil oder einem Meffer der Sonnenstrahlen in der Erdatmosphäre erzeugt werden, Jnter zu allen Zeiten ein wenig buchstabiert; er hat sich unendlich oft schwer beschädigt. Die Täterin wurde verhaftet; sie wollte mit ihrer Vermutlich werden nicht viele in die Lage kommen, das berzeichnet, er ist meist hart, ungeschickt und hilflos. Aber die Tat gegen die Vorenthaltung des Frauenstimmrechts protestieren. Naturschauspiel zu bewundern, weil es sich erst in den Stunden Bäume, die er gestaltet, fie rauschen, und selbst die Fabeltiere, Sie erklärte vor dem Polizeigericht: Ich habe versucht, das Bild furz vor Sonnenaufgang abspielt. Der Kernschatten trifft den die er erfindet, haben ein gefälliges Leben. Gewiß: Dürer war der schönsten Frau der Mythologie zu zerstören, um gegen die Ne Mond erst um etwa 3½ Uhr, die Mitte der Verfinsterung tritt größer als dieser Nachfömmling; aber man möchte den verspäteten gierung au protestieren, die Mrs. Pankhurst vernichtet, die der schönste erft turz nach 5 Uhr ein. Thoma doch nicht missen. Charakter der modernen Geschichte ist. effe. rbr. Bor Jnkrafttreten dieser Anordnung hat seitens des Borstandes eine Verwarnung oder Untersuchung zu erfolgen." Obwohl Kleinjohann seit 7 Jahren in den Diensten der Stadt| Stöln stand, bezog er nur 1500 M. Gehalt. Dabei wurde ihm von Außerdem wurden folgende Resolutionen angenommen: feinem Borgesetzten vor Gericht das Zeugnis ausgestellt, daß er Der Gautag fann sich mit den Maßnahmen des Haupt- ein tüchtiger, geschickter und williger Arbeiter" gewesen sei. In vorstandes während der Werftarbeiterbewegung nicht einverstanden der Verwaltung der Stadt Köln, die nicht gerade felten unliebjame erklären. Insbesondere muß dagegen protestiert werden, daß die Aufmerksamkeit erregt, sitzt nicht ein einziger Sozialdemokrat. Mitglieder unter Androhung der Entziehung der Streifunterstügung durch die Arbeitsnachweise getrieben wurden. Wir hoffen, daß in Zukunft derartige, die Organisation schädigende Maßnahmen unterbleiben. Der Gautag beschließt: Da die Lohnbewegung auf den Seeschiffswerften eine eingehende Aussprache auf dem Verbandstage notwendig macht und es im Interesse der Beteiligten einerseits und im Interesse des gesamten Verbandes andererseits liegt, die verschiedenen Meinungen über den Werfttampf zu flären, ist die Werftbetvegung gesondert zu behandeln. Der Verbandstag gibt seine Zustimmung, daß ein Referat und ein Storreferat gehalten wird. Der Gau Hamburg schlägt Dammer Bremen als Korreferenten vor. Der Gautag beauftragt den Haupt- und Gauvorstand, dafür zu sorgen, daß in Zukunft von der Zentralwerftkommission sämtliche Rundschreiben, welche bisher nur an die Vorsitzenden der Ortskommiffionen gesandt wurden, an alle Ortsverwaltungen der in Frage kommenden Gewerkschaften gesandt werden, um die lebelſtände, welche bei der legten Bewegung zutage traten, zu verhindern. Aus Industrie und Handel. Schiffahrtssubventionen. Bei der Erörterung der Differenzen zwischen Hapag und Lloyd äußerte sich Herr Ballin, der Generaldirektor der Hapag, vor einem Jahre dahin, daß staatliche Unterstüßungen der Entwidelung der privaten Schiffahrtsindustrie nur schädlich seien. Da feit kurzem eine enge Interessengemeinschaft zwischen Hapag und Lloyd besteht, fühlt sich nun der Lloyd bewogen, wenigstens auf einen Teil der bisher bezogenen Subventionen zu verzichten. Der Geschäftsbericht des Lloyd teilt dazu mit: Bezüglich der oft asiatischen Hauptlinie haben wir uns der Reichsregierung gegenüber bereit erklärt, diesen Dienst in der bisherigen Weise ohne Bahlung einer Beihilfe fortzuführen. Dieser neue fubventionslose Betrieb wird sich auf ein vertragsmäßiges Verhältnis mit der Regierung, allerdings zu entsprechend freieren Bedingungen, stüßen. Außerdem stellt diese neue Regeling nur einen Berfuch dar, der auf die Dauer von fünf Jahren beschränkt ist. Innerhalb dieser Zeit wird fich ein ficheres Urteil darüber Bilden lassen, об ein den Interessen des Deutschen Reiches sowohl wie unserer Gesellschaft entsprechender Dienst nach Ostafien fich in der Tat und auf die Dauer ohne einen Reichszuschuß ausführen läßt. Da gegen dürfte unfere australische Hauptlinie, die unter dem bestehenden Bertrage dauernd mit großem Verlust gearbeitet hat, ganz fortfallen, da nach den bisherigen Erfahrungen in dieser Fahrt für ihre unbedingt erforderliche Ausgestaltung so erheblich er höhte Beihilfen des Reiches notwendig würden, daß ihre Bewilligung nicht erwartet werden kann. Lediglich für die Verbindungen, die mit den deutschen Besitzungen in der Südsee im Anschluß an die Hauptlinien von uns bisher unterhalten sind, wird die Fortzahlung eines Reichszuschusses in Frage kommen." Gerichtszeitung. Eine Verzweiflungstat. Gendarm und Instmannsfrau! Ein ungemein hartes Urteil fällte das Schöffengericht in Insterburg gegen die Instmannsfrau Anna Dege aus Saalau. Eines Tages vernahm sie in einer Strafsache in ihrer Wohnung der Gendarmeriewachtmeister Tiedemann. Als er gegangen war, erzählte sie anderen Leuten, auch der Frau des Gendarmen, daß ihr der Beamte unzüchtige Anträge gemacht hätte; sie hätte sich darauf jedoch nicht eingelassen. Die Frau, die wegen verleumde= rischer Beleidigung angeklagt wurde, blieb vor dem Schöffengericht bei ihren Behauptungen, während der Gendarm unter seinem Gide Die Tragödie einer Mutter bildete die Grundlage einer Straf- aussagte, er hätte der Frau keine Anträge gemacht. Die UnglaubBorlegung ihres Dienstjache, welche gestern das Schwurgericht des Landgerichts II unter würdigkeit der Frau versuchte er durch Vorsitz des Kammergerichtsrats Rasch beschäftigte. Die von Staats- budes nachzuweisen. Die Angeklagte, die unbescholten war, erhielt sich gegen die 26jährige Wirtschafterin Augufte Korder aus Neuanwalt Jüdel vertretene Auflage lautet auf Totschlag und richtet die außerordentlich harte Strafe von 9 Monaten Gefängnis. föln, die von Rechtsanwalt Cellrich verteidigt wurde. Versammlungen. Aus aller Welt. 98 Tage auf einem Eiland. Der Anklage liegt die erschütternde Tragödie einer jungen Mutter zugrunde, die fürchtete, von dem Vater ihres Kindes verlassen zu werden und dann in einem seelischen Depressionszustande, Branchenversammlung den Jahresbericht der Branchenleitung entDie Ballschuhmacher nahmen in ihrer am Montag abgehaltenen nachdem sie ihr fünf Monate altes Kind erstickt hatte, sich selbst gegen, dem zu entnehmen ist, daß die Ballschuhmacher im alleine Kugel in den Kopf geschossen hat. die Tochter eines fleinen Beamten in Königsberg i. Pr. ist, hatte Lohnbewegungen mit befriedigendem Erfolg geführt. Die LohnDie Angeklagte, welche gemeinen ein gutes Geschäftsjahr hatten. Bei drei Firmen wurden in ihrer Heimat den ein Jahr jüngeren Monteur Max Schickedanz fommission hat im vergangenen Herbst einen allgemeinen Lohntarif tennen gelernt und war mit ihm ein Liebesverhältnis eingegangen, ausgearbeitet, der dann in Fabrifversammlungen diskutiert wurde. welches nicht ohne Folgen blieb. Zu dieser Zeit fuhr S. nach Wann der Tarif den Fabrikanten eingereicht werden soll, das bleibt Berlin, um sich hier Arbeit zu suchen und dann die Angeklagte Situation für eine allgemeine Lohnbewegung nicht günstig erscheint. einer späteren Entscheidung vorbehalten, weil die gegenwärtige nachkommen zu lassen. Diese tam jedoch, da sie sich ihres Zustandes in die Branchenleitung wählte die Bersammlung a ßler, wegen in der Heimat genierte, schon nach einigen Monaten nach Schi chold und Ruff. Berlin und suchte hier ihren in der Emser Straße in Neukölln wohnhaften Bräutigam auf, der inzwischen eine Stellung als Monteur bei der Firma Siemens u. Halste gefunden hatte. Die beiden Leute mieteten eine fleine Wohnung, die sie mit Abzahlungsmöbeln ausstatteten, für die Schickedanz wöchentlich 5 Mark zahlen mußte. Als dann das Kind zur Welt kam, reichte der Nach einem Telegramm aus Havre brachte der französische geringe Verdienst des S. nicht aus, um die Lebensbedürfnisse zu Postdampfer„ Rochambeau" am Montag den Kapitän des Segelbestreiten. Schickedanz versuchte ständig, die Angeklagte zu befchiffes" La Tour d'Auvergne", Ducos, dessen Schiff am 23. Ofwegen, in ihre Heimat zurüdzukehren; er erklärte ihr, daß er tober v. J. auf der Fahrt von Tahiti bei den Palmerstoninseln von Berlin aus für sie sorgen werde. fie nicht nur fürchtete, daß sich S. von ihr lossagen würde, sondern böllig berlassenen Insel verbracht hatte. 60 Tage lebten Die K. weigerte fich, da strandete, und der dann mit seiner Mannschaft 98 Tage auf einer auch, weil ihre Mutter ihr geschrieben hatte, sie dürfe nur mit die Schiffbrüchigen von den Vorräten ihres Schiffes, den Rest der demi Trauschein zu ihr kommen. Hinzu kommende Zwiftigkeiten Beit von Fischen und Kotosnüssen. Erst am 29. Januar mit Echidedanz führten dazu, daß die Angeklagte von einem dieses Jahres wurden sie von dem Kreuzer 3élée" aufgenomen, melancholischen Zustand befallen wurde, der noch dadurch verstärkt der von Tahiti abgesandt worden war, um das verschollene Segelwurde, daß sie mit dem Betrage, den sie von S. erhielt, nicht schiff zu suchen. austam und häufig tagelang von schwarzem Kaffee und trockenem Brot leben mußte, und ferner, daß sich bei ihr Anzeichen einer vorigen Jahres in der Umgebung der Insel Palmerston, als es Das Schiff des Kapitäns Ducos befand sich am 23. Oktober zweiten Mutterschaft bemerkbar machten. Nachdem Schickedanz von einer äußerst heftigen auf der Seekarte nicht eingetragenen nach einer geringfügigen Auseinandersetzung am Morgen des Meeresströmung fortgeriffen und auf ein Riff geschleudert wurde. 16. Oftober zur Arbeit gegangen war, besuchte die Angeklagte ihre Da der Kapitän schließlich einsah, daß von einem Flottmachen nicht Nachbarin, eine Frau Meyer, der sie durch ihr verstörtes Wesen die Rede sein könne, entschloß er sich, mit der Befagung das Schiff auffiel. Am Abend, furz bevor S. heimkehrte, hörte Frau M. zu verlassen. Man landete auf der Insel, die sich als gänzlich aus der Wohnung der Angeklagten tommend die Detonation zweier verlassen herausstellte. Nach Ablauf von 14 Tagen zeigte sich am Schüsse. Als man die Tür gewaltsam erbrach, bot sich den Ein- Horizont der Dreimaster" Anthiope", der sich der Insel rasch tretenden ein furchtbarer Anblick. Auf dem Bett lag, die Leiche näherte. Der Kapitän der Anthiope" erklärte indessen, nur ihres Kindes im Arm, völlig blutüberströmt die Angeklagte. Als 15 Mann der Gestrandeten aufnehmen zu können; da Kapitän Schickedanz hinzufam, erklärte er weinend: hätte ich das gewußt, Ducos aber niemand von seinen Leuten auf der Insel zurüclaffen Die Heußerung Ballins lautete damals so uneingeschränkt so hätte ich es nicht getan!" Die schwerverlette Angeklagte wurde wollte, wurde dieses Anerbieten zurückgewiesen, dagegen wurde der ablehnend, daß der Reichstag wird eingehend nachprüfen müssen, fofort ins Krankenhaus geschafft, wo es sich ergab, daß fie fich zwei Kapitän der Anthiope" gebeten, die nötigen Schritte zur Rettung ob nicht auch bei den legtgenannten Linien Unterstützungen entstugeln in die Schläfe geschossen hatte. Nach ihrer Angabe hatte der Schiffbrüchigen in die Wege zu leiten. 84 Tage blieben die behrlich find. sie in der Verzweiflung erst das Kind mit einem Kopfkissen erstickt auf der Insel befindlichen Schiffbrüchigen nun ohne jede Nachund sich dann selbst das Leben nehmen wollen. richt und fahen sich genötigt, da die Vorräte an Lebensmitteln bald Vor Gericht machte die Angeklagte, die infolge der Schüsse erschöpft waren, sich von Kokosnüssen zu ernähren. Trotzdem kam Die bekannte Tatsache, daß die Viehzucht in Nordamerika halberblindet ist, einen sehr bemitleidenswerten Eindruck. Bon nicht ein einziger Krankheitsfall vor. Endlich erschien am 29. Januar ftagniert und die Fleischteuerung daher recht unangenehm wirkt, dem Berteidiger Rechtsanwalt Dellrich wurde darauf hingewiesen, der zur Rettung der Schiffbrüchigen entfandte Kreuzer, und führte wird durch eine Statistit der Ackerbauabteilung der Regierung zu daß es sich offenbar um eine in vorübergehender Bewußtseins- die Mannschaft in ihre Heimat zurück. Washington bestätigt. Danach waren in den Vereinigten Staaten von Amerika am 1. Januar 1914 auf den Farmen und den Weide- störung berübte Verzweiflungstat handele. plägen insgesamt 190 655 000 Stück Vieh vorhanden, 1,8 Prozent schloffen fich dieser Auffassung an und famen zu einer Verneinung weniger als am 1. Januar 1918 und 5 Prozent weniger als der Schuldfragen, so daß die Angeklagte freigesprochen wurde. zu Beginn des Jahres 1912. Der Wert des vorhandenen Viehes war dagegen erheblich höher als in den Vorjahren; er betrug 5891 Millionen Dollar und war größer um 7 Proj. gegenüber 1913, um 17,6 Pro 3. gegen 1912 und um 20 Broz. gegen 1910. Gegen§ 68 des Gefeßes, das den Wehrbeitrag betrifft, bestimmt: in Bauten brach Dienstag früh um 3 Uhr Großfeuer aus, Anfang 1913 war die Steigerung der Preise am größten bei Milch- Gibt ein Beitragspflichtiger bei der Veranlagung zum Wehr- welches das Gebäude vollständig in Asche legte. Unter den fühen( 9 Proz.) und anderem Nindvieb( 5 Proz.). Ein Breistüd- beitrage oder in der Zwischenzeit seit dem Infrafttreten dieses Ge- Trümmern wurden die verkohlten Zeichen von fünf gang wurde dagegen bei Zugtieren( Pferden und Maultieren) be- feges bei der Veranlagung zu einer direkten Staats- oder Ge- Personen aufgefunden. Eine sechste Person wird ver obachtet. meindefteuer Vermögen oder Einkommen an, das bisher der Be- mißt. Der Betrieb der Fabrik wird fortgesetzt. Die bei steuerung durch einen Bundesstaat oder einer Gemeinde entzogen dem Brande umgekommenen fünf Personen sind der Hausworden ist, so bleibt er von der landesgefeßlichen Strafe oder der mann Wiche, Kutscher Matte, Fabrikfeuerwehrmann Verpflichtung zur Nachzahlung der Steuer für frühere Jahre frei." Graf, Pflichtfeuerwehrmann Domaschte und der BuchDie Frage, ob Angaben im Sinne dieser Vorschrift zur An- binder Seiler. Vermißt wird der Schornsteinfegermeister wendung des Generalpardons auch dann führen, wenn bereits ein Moser. Strafverfahren wegen Unterlassung der entsprechenden Angabe in einem früheren, noch nicht verjährtem Falle schwebt, hatte jetzt das Bersonen ihr Leben einbüßten, hat sich in der Nacht zum Eine andere schwere Brandkatastrophe, bei der sieben Rückgang des Viehstandes in Nordamerika. Außenhandel im Februar. Nach dem Februarausweis für einige wichtige Waren ist die Einfuhr im Februar d. J. gegen den gleichen Monat des Vorjahres erheblich gesunken bei Steinkohlen, Braunkohlen, Erdöl, Roheisen, Trägern, Formeifen, Schienen, Wolle, Bint und Hanf. Das sind deutliche Zeichen des Sonjunttur ridganges auch außerhalb Deutschlands. Die Ausfuhr ging ebenfalls zurück bei Flachs, Hanf, Wolle, Noheisen, Trägern." Soziales. Unberechtigte Entlassung. Die Geschworenen Der Generalpardon vor dem Kammergericht. Rammergericht zu prüfen. Brandkatastrophen. In einem der umfangreichen Fabrikgebäude der Lithographischen Anstalt und Buntpapierfabrik von Gebr. Weigand Das Kammergericht stellte sich im Gegensatz zum Landgericht Dienstag in Wilna zugetragen. Dort brannte ein HolzKonig in einer Straffache gegen Gazz auf den Standpunkt, daß haus nieder, wobei eine alte Frau, ihre beiden Söhne, drei beim Vorliegen der sonstigen Voraussetzung der zitierten Beftim- Schülerinnen und ein junger Mann in den Flammen ummung der Generalpardon auch auf ein bereits schwebendes Ber- tamen. fahren Anwendung findet. Die Hauptsache wäre, daß noch keine Bestrafung wegen des früheren Berschweigens erfolgt sei zu der Beit, wo der Angeklagte durch eine Angabe im Sinne des§ 68 mit der Wahrheit über den fraglichen, früher verschwiegenen Posten herausrückte. Das landgerichtliche Urteil wurde aufgehoben und die Sache zu anderweiter Entscheidung an das Landgericht zurückGin Reparateur der Firma Ruhnke war plöglich entlassen worden, weil er sich Brillengläser widerrechtlich angeeignet und außer dem den Geschäftsführer Bloch beleidigt haben sollte. Er flagte deshalb gestern vor dem Gewerbegericht auf 90 M. Lohnentschädigung wegen Nichteinhaltung der Kündigungsfrist. Einem Kollegen des Klägers war von der Firma die Erlaubnis gegeben worden, eine verwiesen. Brille zu tragen und dazu ein Gestell der Firma zu benußen. Dem Kläger lag die Bestellung der Gläser ob, und er hielt sich für berechtigt, passende Gläser für die Brille des Kollegen bei der Zentrale zu bestellen. Der Geschäftsführer unterzeichnete den Bestellschein, bemerkte aber bei der Lieferung, daß feine entsprechende Reparatur vorhanden war und warf dem Kläger vor, er habe einen Diebstahl begehen wollen. Der Kläger verwahrte sich mit den Worten: Wenn das ein Diebstahl ist, dann ist manches auch einer." Darin erblickte der Geschäftsführer einen gegen sich gerichteten beleidigenden Vorwurf der Unehrlichkeit. Das Gericht nahm an, daß sich der Kläger für berechtigt halten fonnte, die Gläser zu bestellen. Seine Worte waren deshalb ledig lich zur Abwehr eines ungerechtfertigten Vorwurfs gebraucht und deshalb ein Grund zur sofortigen Entlassung nicht gegeben. Es perurteilte die Beklagte zur Zahlung der geforderten Summe. Städtische Schlamperei in Köln. Schutz vor Schuhleuten. Die Suffragetten. Bei der gestern gemeldeten Berbaftung der Suffragettenführerin Frau Banthurst in der St. Adrew- Hall in Glasgow fam es zu einer förmlichen Schlacht zwischen Polizeibeamten und Suffragetten. Die Polizei befand sich im Nachteil, weil sie eine Tribüne zu stürmen hatte, die man mit einem Stacheldraht verfeben hatte, der geschickt unter einem Blumenarrangement verborgen war. Die Frauen verteidigten sich mit allem, was zur Hand war; Stühle und andere Gegenstände wurden auf die Polizei geschleudert. Die Polizei endlich mit ihren Knütteln berteidigen, mußte sich Zwei doch nahmen die Suffragetten den Kampf wütend auf. weibliche Aerzte behandelten in einem Vorzimmer 20 ver to undete Frauen. Später wurde ein Sturm auf die Auch hier kam es zu wilden Szenen, als Polizei zu Fuß und zu Pferde die Menge zer streute. Frau Pankhurst, die bereits mit dem Hungerstreit begonnen hat, wird nach London gebracht werden. Im August vorigen Jahres kam es in Tilsit in der Nacht zwischen dem Polizeikommissar Schulz, mehreren Wächtern und einer Menschenmenge zu einem Zusammenstoß, wobei die Beamten mit blanter Waffe auf die Menge einhieben. Angeklagt waren jetzt sechs Personen, die sich an den Vorgängen beteiligt hatten. Ein Angeklagter wurde vom Schöffengericht zu neun Monaten, zwei wurden zu je sechs Wochen, einer wurde zu zwei Wochen Gefängnis und einer zu 15 M. Geldstrafe verurteilt. Ein Guttempler 8entralpolizeistation versucht. fagte unter seinem Eide aus, der Polizeikommissar sei sinnlos be trunten gewesen! Ein anderer Zeuge meinte freilich, der Beamte sei nüchtern gewesen. Von den Beamten war niemand angeklagt. Ein Schmiergelderprozeß Kleine Notizen. beschäftigte gestern die 2. Straffammer des Landgerichts I. Auf Wassereinbruch in eine Braunkohlengrube. Am Dienstag eine von dem Berein gegen das Bestechungsunwesen" in Charlotten vormittag trat der Main auf unterirdischem Wege in die Brauns Den Herrschaften, die sobiel über sozialdemokratische Mißwirt- burg ausgegangene Anzeige hin hatte sich der Buchdruckereibefiber tohlenzece Gustav bei Aschaffenburg ein und überschwemmte Die Brikettschaft in Kommunen und Krankenkassen zu erzählen wissen, sei David Stern wegen Bergehens gegen das Gesetz betr. die Be- die stohlenfelder, so das der Betrieb gestört wurde. Die Arbeiter ein Prozeß über bedeutende Unterschleife in der städtischen Spar- kämpfung des unlauteren Wettbewerbs vor dem Strafrichter zu fabrikation muß einige Zeit still gelegt werden. fonnten sich in Sicherheit bringen. Der Sachschaden ist faffenstelle zu Köln- Deuk zur Beachtung empfohlen, der jetzt das verantworten. Schwurgericht in Köln beschäftigte. Der Kopist Kleinjohann stand Der Angeklagte haite in mehreren Berliner Zeitungen Inserate bedeutend. unter der Anklage, 15 235 M. unterschlagen zu haben. Obwohl folgenden Inhalts erlassen:„ Angestellte haben hohen Nebenverdienst Staatsstüßen. In Eschenbach im Taunus wurde der Landwirt Aleinjohann als Stopist nicht die geringste Beamtenbefugnis hatte, durch Nachweisung von Drudaufträgen.( Diskretion.) D. Stern, Röver verhaftet, veil sich bei der Revision der Darlehnskaffe ein fonnte er durch Anlage von fingierten Sparkassenbüchern und ähn Buchdruckerei." Auf diese Inferate hin meldeten sich aus allen Tefigit von 40 000 m. ergab. Röver war Rechnungsführer dieser liche Schwindeleien drei Jahre lang die Spartassenstelle betrügen, Gegenden Deutschlands faufmännische Angestellte, die bereit waren, Staffe. Aus Frankfurt a. M. wird das Verschwinden des Direktors bei der er beschäftigt war. Der Angeklagte gab au feiner Ents fich die von dem Angeklagten angebotenen Schmiergelder zu ber- Geifeln von der Chemischen Fabrit Griesheim gemeldet. schuldigung unwidersprochen an, im ganzen Bureau habe das Geld dienen Um diesem unlauteren Treiben ein Ende zu bereiten, etwa 70000 Mart unterschlagen und Urkundenzu Taufenden herumgelegen. Es sei schon vorgekommen, daß feste fich der Generalsekretär des Vereins gegen das Bestechungs- fälschung begangen haben. Es ist ein Haftbefehl gegen ihn abends nach Schluß die Geldkassette neben dem Geldschrank ge- unwesen", Dr. Bohle, in der Maste eines Angestellten eines erlassen worden. Geiseln war früher Bürgermeister in Schlettstanden habe. Der Betrüger wurde au zwei Jahren Gefängnis größeren industriellen Unternehmens mit dem Angeflagten in Ver- ftabt. verurteilt, aber die Hauptschuld trifft die Schlamperei in der be- bindung. Er erhielt den Bescheid, daß der Angeflagte für jeden Absturz eines englischen Militärfliegers. Dienstag früh ist ein Treffenden Staffe, was auch die Geschworenen durch Zubilligung durch ihn vermittelten und bezahlten Auftrag eine Provision von Offigter beim Fluge in der Zentralflughave in Avon abgestürzt mildernder Umstände zum Ausdruck brachten. 110 Bros. zahle. Das Urteil lautete auf 50 M. Geldstrafe. und getötet worden. === Unsere billigen Preise==== für Loden- Pelerinen und Gummi- Mäntel für Herren und Damen grau oder grünlich Strichloden,„ imprägniert" 120 Qualität Extra: Längen Spezial- Marke: Längen 120 125 130 cm 7.50 125 130 cm 15.- 16.50 18.für Knaben und Mädchen 4.50 4.75 5.- 6.- 6.50 Qualität Extra: Langen 70 80 90 100 110 cm Spezial- Marke: Längen 70 80 90 100 110 cm 7.- 8.- 9.- 10.- 11.Echt englische( Single) modefarb, hochgeschloss. 12.50 mode. grün u. 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Lebensjahre. Dies zeigt tiefbetrübt an im Namen der Hinterbliebenen Georg Hildebrandt. Die Beerdigung findet am Donnerstagnachmittag 4 Uhr von der Leichenhalle des Freireligiösen Friedhofs, Bappel- lee, aus statt. Sozialdemokratischer Wahlverein I. d. 4. Berl. Reichstagswahlkreis Görlitzer Viertel. Bezirk 201. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genosse, der Bader Karl Binder Forster Str. 9, gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Mittwoch, nachmittags 4 Uhr, von der Halle des Thomastirch hofes, Neutöan, Hermannstraße, aus statt. Stralauer Viertel. Bez. 297 II. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genosse, der Böttcher Fritz Hildebrandt Markgrafendamm 34, gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 12. März, nadj mittags 4 Uhr, von der Halle des Freireligiösen Friedhofes, Pappel Allee, aus statt. Stralauer Viertel. Bez. 319 II. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genosse, der Produktenhändler Hermann Wandrey Gubener Str. 11, gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 12. März, nachmittags 4 Uhr, von der Halle des Zentral- Friedhofes in Friedrichsfelbe aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 212/2 Der Vorstand. Deutscher Metallarheiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, ber Dreher Paul Zinke, Manteuffelstr. 4, am 6. d. Mts. freiwillig aus dem Leben ge fchieden ist. am Die Beerdigung findet Donnerstag, den 12. März, nach mittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des Gemeinde- Friedhojes in Grünau aus statt. Rege Beteiligung wird erwartet. Nachruf. Ferner starb unser Mitglied, der Schloffer Johann Anhalt Holzmarktstr. 67, an Leberleiden. Ehre ihrem Andenken! 114/7 Die Ortsverwaltung. Verband der Böttcher, Weinküfer und Hilfsarbeiter Deutschlands. Filiale Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß nach 25jähriger Mitgliedschaft Fritz Hildebrandt plötzlich an Herzschlag am Montag, den 9. d. Mts., im Alter pon 68 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 12. März, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Freireligiösen Friedhofs, Bappelallee, aus statt. Rege Beteiligung erwartet 22/3 Der Vorstand. Deutscher Transportarbeiter- Verband. Bezirksverwaltung Groß- Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Packer Karl Binder am 8. b. Mts. im Alter von 37 Jahren verstorben ist. Die Beerdigung findet heute Mittwoch, den 11. d. Mts., nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle bes alien Thomas- Stirch hofes, Hermannstraße, aus statt. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Sollege, der Bader August Balzer am 8. b. Mts. im Alter von 23 Jahren verstorben ist. Die Beerdigung findet beute Mittwoch, den 11. d. Mts., nach mittags 4 Uhr, von der Leichen halle des Neuköllner GemeindeFriedhofes am Mariendorfer Weg, aus statt. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Droschken führer Gustav Berger am 8. b. Mts. im Alter von 48 Jahren verstorben ist. Die Beerdigung findet heute Mittwoch, den 11. d. Wits., nach mittags 4 Uhr, von der Leichen halle des Lichtenberger GemeindeFriedhofes in der Bornißstraße, aus statt. Ehre ihrem Andenken! Um rege Beteiligung ersucht 63/2 Die Bezirksverwaltung. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Stollege, der Seisten macher OskarKretschmann Neukölln, Hobrechtstr. 6/7, im Alter von 39 Jahren gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 11. b. Mts., nach mittags 3%, Uhr, von der Halle des Neuköllner Gemeinde- Friedhofes, Mariendorfer Beg, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. 84/12 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Bestattung meines lieben Mannes fagen wir allen Freun den und Verwandten, insbesondere Herrn Blume vom Wahlverein Grünau sowie den Stollegen vom Majchinistenberband unferen herzlichsten Dank. Bitwe Deiß nebst Kindern. Sozialdemokratischer Wahlverein Kreis Niederbarnim. Bezirk Lichtenberg. Am 6. d. M. verstarb unser Mitglied Alfred Hähnel Sophienstr. 9. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Mittwoch, nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle in Marzahn aus statt. 14/10 Um rege Beteiligung ersucht Die Bezirksleitung. Gestern nachmittag 3 Uhr ber schied sanft nach schwerem Leiden unser lieber, herzensguter Bater und Großvater, der Maschinenmeister Gustav Splettstößer im 60. Lebensjahre. Dies zeigen tiefbetrübt an Die trauerndenHinterbliebenen. Berlin, den 8. März 1914. NW., Beuffelftr. 77. Die Einäscherung findet am Donnerstag, den 12. d. M., nachmittags 4 Uhr, im Strematorium, Gerichtstr. 37/38, vom Trauerhause aus statt. 12046 Verband der Lithographen, Steindrucker u.verwandten Berufe ( Deutscher Senefelder- Bund). Am Sonntag, den 8. März, verstarb unser Mitglied, der Steinbruder Gustav Splettstößer im 60. Lebensjahre. Ehre seinem Andenken! Die Einäscherung findet am Donnerstag, den 12. März, nachmittags 4 Uhr, im Strematorium, 109/2 Gerichtstr. 37/38 statt. Die Verwaltung der Filiale I. Invaliden- Unterstützungskasse d. Steindrucker u. Lithographen. Die Einäscherung des am 8. März verstorbenen Steindruders Gustav Splettstößer findet statt am Donnerstag, den 12. März, nachmittags 4 Uhr, im Strematorium, Gerichtstr. 37. 12056 Das Komitee. Verband der Tapezierer Filiale Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser langjähriges Mitglied, der Tapezierer Robert Michel am 8. März gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Donnerstag, nachmittags 3%, Uhr, von der Halle des Dom- Stirchhofes in der Liefenstraße, aus statt. 178/6 Die Ortsverwaltung. Am 7. März entschlief nach langem, schwerem Leiden meine 1211b liebe Frau Minna Sowitzkat gcb. Balzukat. Für die trauernden Hinterbliebenen Johann Sowitzkat Beißensee, Lothringen- Straße 18. Die Beerdigung findet morgen Donnerstag, den 11. März, nach mittags 5 Uhr, von der Leichenballe des Zentral- Friedhofes in Friedrichsfelde aus statt. Danksagung. Für die zahlreiche Beteiligung an der Beerdigung meines lieben Sohnes, 102A Bruders und Schwagers Albert Baburschke sagen wir dem Chef und den Stollegen der Firma Meiling sowie dem Asphalteurverband und allen Befannten unseren herzlichsten Dant. Witwe Baburschke. is Familie Werner. Mohrenstr.37 Kolonnaden. Gr. Frankfurterstr. 115 Trauer Magazin Kleider, Hüte etc Außerste Preise Farbige Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die reichen Strang Stoffe spenden bei der Beerdigung meines eleg. Massanzüge, Paletots lieben Mannes, des Chauffeurs Max Barz sage ich allen Freunden und Bekannten, insbesondere feinen Kollegen der Firma Metor 4., 6., 8-. M. Damen- Kostümstoffe Meter 3., 5., 7.- M. A. Rohnke u. Groß meinen herzlichten Original englische Stoffe Dant. Frau Emilie Barz, Sprengelstr. 3. Reuters Werte 3 Bände 4 Mark Buchhandlung Vorwärts Meter 8.-, 10.-, 12.- M. Loden für Pelerinen, Anzüge Meter 2-, 3-, 5.- M. Reste günstigste Kaufgelegenhelt. Tuchlager Koch& Seeland G. m. b. E. Gertraudtenstr. 20-21 vis- à vis dar Persil für Wollwäsche! Henkel's Bleich- Soda Raucht Konfektion August Bebel- Cigaretten größtem Maßstabe zu billigsten -PreisenWestmann Nur Qualität Preis 2, 2, 3 und 5 Pfg. Ueberall zu haben. Petrikirche. Ges. gesch. General- Vertrieb für Deutschland Hagen i. W., Königstr. 15. Tel. 2767. Tüchtige eingef. Vertreter gesucht. 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Die Lustbarkeitssteuerklagen vor dem öezirksausfchust. Ueber 1VOOV M. Steuern freigestellt. Der Bezirksausschuß Berlin, dor dem gestern insgesamt 15 Lustbarkeitssteucrklagen verhandelt wurden, erledigte 13 Lllagcn der Kinotheater zuungunsten des Magistrats. Der Bc- zirkSausschuß entschied dahin, daß das Garderobengeld bis zu 30 Pf. und die Gebühr für ein Programm bis zu 10 Pf. steuerfrei seien und dem Billettpreis nicht hinzugerechnet werden können. Ins- gesamt wurde auf Freistellung von der Lustbarkeitssteuer in Höhe von über 10 000 M. erkannt. Nur in dem Fall des Citythcaters, das Rechtsanwalt Dr. Skolnh vertrat, beschloß der Bezirksausschuß, die Entscheidung schriftlich zuzustellen, da die Frage der Preis- berechnung für die einzelnen Plätze in diesem Theater noch rech- nerisch nachgeprüft werden sollen. Der größte Teil der Steuern entfiel auf die Cinema-Theater-Gesellschaft, die von der Lustbar- keitssteuer in Höhe von 4Ü18 M. freigestellt wurde. In allen Fällen wurden dem Magistrat die Kosten auferlegt. Einen Sonderfall stellte die Steuerklage des Metropol- the'aters dar. Dieses fiel, wie erinnerlich, zunächst unter die Lustbarkeitssteuerordnung, weil im Zuschauerraum das Rauchen und Verabreichen von Getränken gestattet war. Das Theater wollte die Steuer selbst tragen, als diese sich aber in der ersten Woche auf 4400 M. belief, wurde sofort das Rauchen und Verabreichen von Getränken im Zuschauerraum eingestellt. Dagegen blieb dies bis zunr 1. Mai v. I. im Foyer des Theaters auch während der Vorstellung gestattet, da die Direktion das Foyer nicht zum Zu- schauerraum rechnete. Der Magistrat vertrat jedoch den gegen- teiligen Standpunkt und zog für diese drei Wochen das Metropol- theater zur Lustbarkeitssteuer mit 13 000 M. heran. Justizrat Hirsche! führte als Vertreter des Metropoltheaters aus, daß das Theater eine Lustbarkeitssteuer von jährlich 260 000 M. hätte zahlen müssen, wodurch natürlich der ganze Reingewinn von 200 000 Mark verschluckt worden wäre. Statt der früheren 20 Proz. Dividende, habe das Metropoltheater für das abgelaufene Jahr nur 4 Proz. zahlen können, weil durch das Rauchverbot und den Weg- fall der auf dem Verkauf von Speisen und Getränken während der Vorstellung beruhenden Nebensinnahmen ein großer Rückgang der Simrnhmes entstanden sei. Erst im Mai habe der Magistrat mit- geteilt, daß er trotzdem die Steuer erhebe, weil nach seiner Meinung das Foyer im Metropoltheater zum Zuschauerraum gehöre. In- folgedessen ha.be das Theater nun das Rauchen im Foyer nur während der Pausen gestattet. Bei der Verhandlung darüber kam es zu einer lebhaften Erörterung über das Leben und Treiben im Promenoir des Metropolthcaters und über die Frage, ob man von ihm aus die Vorstellung auf der Bühne genießen könne. Justizrat von Gordon führte als Vertreter des Berliner Magistrats aus, es sei ganz einzigartig in Berlin, daß auch für das Foyer des Metropoltheaters bis 0 Uhr ein Eintrittsgeld von 1 M. und nach 9 Uhr von 1,50 M. erhoben werde. Dort träfen sich die Lebemänner mit ihren Freunden und Freundinnen, um ungezwungen das Stück auf der Bühne nebenbei noch einmal zu sehen und zu hören. Das Foyer sei geradezu das Herz des Mctropoltheaters! Es sei allein übriggeblieben von dem Gedanken, der der Gründung des Metropoltheaters ursprünglich zugrunde lag. Auch Magistrats- rat Korn vertrat den Standpunkt, daß das Foyer des Mctropol- thcatcrs nach Lage der tatsächlichen Verhältnisse einen Teil des Zuschauerraumes darstelle. Der Bezirksausschutz kam gestern in dieser Klage zu keiner Entscheidung, sondern beschloß, sich in der nächsten Woche von den räumlichen Verhältnissen im Zuschauerraum des Metropolthcaters während der Vorstellung selbst zu überzeugen. Parteiangelegenheiten. Zweiter Wahlkreis, Fricdrichstadt, HI. Abteilung. Heute Mitt- woch, den 11. März: Z a h l a b e n d bei H. Rathmann, Wilhelm- siraße 118.— Zahlnacht bei Witwe Augustin. Oranienstr. 103, abends 12 Uhr. Zahlmorgen: Donnerstag, den 12. März, früh 5 Uhr. Tagesordnung: Die Rote Wocke. Das Erscheinen aller Mitglieder ist dringend notwendig. Lichtenberg. 18. Abteilung. Heute Mittwoch, abends 8>/, Uhr. gemeinschaftlicher Zahlabend bei Lade, Siegfriedstr. 202. Neuwahl der Funktionäre. Lichtenberg. Heute Mittwoch, abend kombinierter Zahlabend der 11. Abteilung im Cafe Bellevue. Der Vortrag über Feuerbe- stattung findet erst im Aprilzahlabend statt, ebenso erfolgt die Be- sichtigung des Krematoriums in Treptow nicht am nächsten Sonn- tag, sondern an einem späteren Termin. Steglitz. Heute abend finden nur Abteilungsversammlungen statt und zwar bei Schellhase, Ahornstr. lös.; bei Thiel, Albrecht- straße 87; bei Dahl, Lichterfelder Str. 21; und bei Schwarz. Berg- straße 74. In allen Abteilungen Vorträge. Friedenau. Heute Mittwoch, von den Bezirkslokalen aus; Flugblattverbreitung. Köpenick. Der Roten Woche wegen fällt der heutige Vortrag des Bildungsausschusses über:„Die wissenschaftlichen Grundlagen der modernen Arbeiterbewegung" aus. Nächster Vortragsabend am Mittwoch, den 18. März, im kleinen Saal des Stadttheaters. Ein- trittskarten zum Operenenabend find noch bei E. Wißler, Kietzer Straße 6, zu haben. Preis 60 Pf.(Stehplätze). Die Arbeiterschaft von Köpenick sei darauf aufmerksam gemacht, daß das gemeinsame Volksfest der Partei und der Gewerkschaften in diesem Jahre am 19. Juli im Müggelschlößchen stattfindet. ES wird dringend ersucht, von anderen Veranstaltungen an diesem Tage Ab- stand zu nehmen. Eichwalde. Heute abend pünktlich S1/? Uhr: Wahlvereinsversammlung bei Witte. Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Be» richte. 3. Verschiedenes. Zcuthen-MierSdorf. Heute Mittwoch, bei Oldenburg: General- Versammlung des WahlvereinS. Tagesordnung: Bericht des Vorstandes und der Funktionäre. Neuwahl derselben und Verschiedenes. Röntgental, Zepernick, Buch. Heute Mittwoch, abends 7 Uhr: Flugblattverbreilung von A. Lange, Siemensstraße, aus. Der März- Zahlobend fällt aus, dafür am 21. März, abends 8 Uhr: Mitglieder- Versammlung. Hohen-Schönhauscn. Heute Mittwoch, 8'/z Uhr: Kombinierter Zahlabend bei Reyher. Bernau i. M. Donnerstag, den 12. d. M., bei Salzmann, BaSdorferstraße:Gemelnsamer3ahlabend. öerliner Nachrichten. Weil der Kaiser kommt. Auf dem Neubau der Königlichen Bibliothek wird seit einigen Wochen mit einer Hast gearbeitet, die weder einer soliden Bau« ausführung noch den dort Arbeitenden von Vorteil sein kann. Es soll olles daran gesetzt werden, den Bau zu vollenden, damit die am 22. dieses Monats im Beisein des Kaisers geplante Einweihung be- stimmt stattfinden kann. Uns wird mitgeteilt, daß eS gar nicht möglich ist, den Vau bis zu dem festgesetzten Termin zu vollenden. Aber das nützt nichts. Man hat den Kaiser eingeladen und da mag es biegen oder brechen. Wenn die Einweihung erfolgt ist, wird eben weitergearbeitet werden müssen. Natürlich werden auch die Firmen gedrängt, die Lieferungen für die Inneneinrichtung der Bibliothek umgehend zu beschaffen. Am Sonntag fand im Beisein des Kaisers eine Akustikprobe statt. Bemerkenswert ist, daß auch dieser Bau an den verschiedensten Stellen mit Kachelschmuck aus den kaiserlichen Tonwerken in Cadinen versehen ist. Im Zenith der Kuppel ist sogar ein vier Meter im Durchmesser fassender Adler aus Cadiner Kacheln angebracht. Submissionsblüte. Bei der Vergebung der Fenster für den Schulerweiterungs- bau in der Turmstraße(Moabit) verlangte die Firma Hempel, hier, 3353 M., Herrgesell u. Hübner 6421 M., Schubert 6829 M. und Strauß 12 239 M., d. h. rund 7000 M. mehr als die Firma Hempel. Unglaublich I Mit 25 Jahren schon zu alt. Ein Leser schreibt uns:»Ich wurde am 14. Februar und ! gestern beim Kaiserlichen Telegraphen-Bauamt in der Mühlenstraß« wegen Arbeit vorstellig; Leide Male wurde ich nach meinem Alter gefragt. Ich antwortete: 25 Jahre. Da wurde mir gesagt: Ja dann sind Sie leider für unseren Betrieb zu altl Mit 25 Jahren zu alt! Ich habe zwei Fahre bei der Infanterie gedient, eine Uebung gemacht und habe das Recht, im Kriegsfalls als Kanonenfutter zu dienen; d a ist man mit 25 Jahren das beste Material I'_ Selbstmord einer Zwölfjährigen. Furcht vor Strafe hat ein erst 12 Jahre altes Mädchen M. aus der Thaerstraße veranlaßt, seinem jungen Leben freiwillig ein Ziel zu setzen. Aus Furcht, einer Er« ziehungsanstalt überwiesen zu werden, begab sich das Mädchen Montagabend gegen 7 Uhr nach dem Boden des Hauses Thaerstraße 48 und sprang auS dem Bodenfenster des fünften Stockwerk» auf die Straße hinab. Hier blieb es mit schweren inneren und äußeren Verletzungen liegen. An deren Folgen starb das Kind noch im Laufe der Nacht im Krankenhaus am Friedrichshain, wohin es so- fort gebracht wurde._ Zur Charlottenburger Naubmordaffäre. Der Täter, der am Montagmorgen in der Suarezstraße 54 die zwei Frauen überfallen hat, konnte bisher noch nicht ergriffe» werden. Es steht aber jetzt fest, daß als Täter der Monteur Otto Heyer aus Leipzig in Frage kommt. Heyer hat, wie die Charlotten« burger Kriminalpolizei ermittelte, am Sonntag, den 8. März, Leipzig verlassen, angeblich, um in Halle Arbeit zu suchen. Heyer ist aber nach Berlin gefahren und hat den Zug auf dem Bahn« hos Charlottenburg verlassen. Er begab sich nach der Gast» Wirtschaft von Niewack, Krummcstraße 48, wo er logierte. Am Montagmorgen gegen 7 Uhr verließ er das Logis und trieb sich etwa eine Stunde lang umher. In der Gastwirtschaft hat er sich mit seinem richtigen Namen in das Fremdenbuch eingetragen. Gegen 8 Uhr morgens versuchte er in eine Wohnung in der Steifensandstraße einzudringen, wurde aber verscheucht. Dann ging Heyer nach dem Eisenwaren- geschäft von Hanke in der Kantstraße 69 und kaufte sich das Beil, worauf er sich an den Tatort begab. Nach Verübung des Ueber« falls bat er eine Frau in der Suarezstraße um einen Hut, da er den seinen verloren habe. Ein Vergleich der Schriftprobe auf der am Tatort gefundenen Postpacketadresse mit der Eintragung in dem Fremdenbuch des Gastwirts Niewack ergab, daß eS sich unzweifelhaft um dieselbe Person, also um' den Monteur Otto Heyer aus Leipzig handelt. Die Behörde nimmt an, daß Heyer, der offenbar nur über geringe Geldmittel verfügt, sich noch in Char- lottenburg aufhält. Alle Gastwirte und Herbergsväter werden des- halb aufgefordert, ihre Gäste genau zu mustern und Verdächtige der Kriminalpolizei zu melden. Das Signalement des Gesuchten ist folgendes: Otto Heyer, geboren am 16. Januar 1876 zu Eisleben. wohnhaft in der Papiermühlenstraße 12a, zu Leipzig. Er ist 1,65 Meter groß, hat blondes Kopfhaar, ebensolchen Spitzbart und trug einen grauen Paletot und schwarze Hosen. Da Hetzer sich wahrscheinlich seinen Spitzbart wird abnehmen lassen wollen, werden alle Friseure ersucht, fremde Kwdeu, auf die das Signalement paßt, verhaften zu lasse». Ausschreitung eines- Schuhmanns, Gemeindewahlergebnisse. I befannt fei. Es sei genügend Blah vorhanden. Für den Einbau bon Unterschubfeuerungen im Augufte- Vittoria- Arankenhaus wurBei der Wahl in Ober- Schöneweide trug in den zur Bah In der Soldiner Straße erregte am Montag ein Schumann Den 28 500 M2. gefordert. Die Vorlage wurde zur näheren Prüfung stehenden Bezirken die Sozialdemokratie den Sieg davon. Gewählt Der Murmeln spielten, beim Kragen und schleuderte sie zu Boden, nahm einem Ausschuß überwiesen, dem die Genossen Eichelhardt, Küter wurden drei Vertreter. Im ersten Bezirk erhielt unser Genosse die Murmeln fort und warf sie auf die Straße; einem Jungen, der Vergebung von Arbeiten an Bürgerbeputierte forderte ein Schwarzburger 844, der Gegner 114 Stimmen; im zweiten mit einem Kinderwagen für seine Mutter liefern gehen sollte, nahm Antrag der Freien Frattion. Ein Ausschuß, der sich damit be- Bezirk vereinigten die Genossen Winkelmann und Barneke er den Wagen weg und schleuderte ihn auf den Fahrdamm. schäftigte und Umfragen an andere Gemeinden gerichtet hatte, 800 Stimmen auf sich, während die Gegner nur 72 Stimmen Es sammelte sich eine Menge Kinder, die den Schutzmann empfahl die Ablehnung des Antrages. In dringenden Fällen erhielten. begleiteten. Plöglich zog er einen Revolver und lief hinter den Kindern her, welche erschrect auseinander stoben. Auf seinem weiteren Wege padte er noch andere Passanten am Kragen, bis schließlich durch das inzwischen benachrichtigte Polizeirebier 101 3ivei Beamte den sich rabiat gebärdenden Ordnungsmann in Sicherheit brachten. Wie leicht hätte der Revolver losgehen und schweres Unheil über viele Familien bringen können. Wenn ein Arbeiter sich das erlaubt hätte, was wäre ihm wohl geschehen? fönnten auf gemeinsamen Beschluß auch an Bürgerdeputierte städtische Arbeiten übertragen werden. Dem wurde zugestimmt. In geheimer Sigung wurde mitgeteilt, daß die Sigungen der Stadtverordneten nicht mehr im alten Stathause stattfinden. Für Erledigung der Vorarbeiten zur Errichtung eines eigenen Wasserwerts wurden 20 000 M. bewilligt. Wilmersdorf. Ein vorläufiger Erfolg. In Cablow bei Bernsdorf, wo unsere Partei durch 3 Vertreter im Gemeindeparlament vertreten war, gelang es, in der 2. Abteilung noch zwei und in der 3. Abteilung noch einen Vertreter hinzuaugewinnen, so daß wir jest über sechs Eige verfügen. In Nieder- Schöneweide gelang es uns bei der gestern stattgefundenen Gemeindevertreterwahl, beide Kandidaten durchzubringen. Es erhielten Genosse Ladendorf 460 und Genosse Seynast 462 Stimmen, während es die bürgerlichen Kandidaten Die Bemühungen der reaktionären Streise innerhalb der Wilmers- nur auf 242 bezw. 240 Stimmen brachten. Trotz der Anstrengungen dorfer Bürgeridaft, durch Aufhebung der städtischen Fleisch der Bürgerlichen, insbesondere des Bahnhofsvorstehers, der die Eine aufregende Berhaftung spielte sich gestern abend in der balle der minderbemittelten. Bevölkerung den Bezug guten und Eisenbahner im geschlossenen Zuge zur Wahl antreten ließ, mußten Friedrichstraße ab. Der Kaufmann Stephan Kalinsky, der sich billigen Fleisches unmöglich zu machen, sind einstweilen vergeblich fie ein Mandat einbüßen. Mahlsdorf an der Ostbahn. Die Beteiligung bei der Gemeindein einem großen Breslauer Geschäft Beruntreuungen in Höhe von gewesen. Durch den Druck einer Protestbewegung, die unter Führung 10000 M. hatte zuschulden kommen lassen, war nach Berlin geflüchtet der Sozialdemokratie sich durch eine startbesuchte Versammlung und vertreterwahl für die 2. Abteilung tvar eine äußerst rege. Von 279 und mit seiner Frau in eineni Hotel in der Jägerstraße abgestiegen. durch Petitionieren an die Stadtbehörden geltend machte, foll die eingeschriebenen Wählern beteiligten fich 214 an der Wahl. Gewählt Gestern wollte ihn die Kriminalpolizei, die feinen Aufenthaltsort gemeinnügige Einrichtung vorläufig weiter bestehen bleiben. Des- wurden die Kandidaten des Hausbefizervereins mit 118 und erfahren hatte, festnehmen. Als ein Beamter zur Verhaftung des St. halb hat die Sozialdemokratie von einer weiteren Unterschriften 111 Stimmen. Die Kandidaten des Grundbesigervereins Mahlsdorffchreiten wollte, zog diefer. einen Revolver, um sich zu erschießen. fammlung für ihre Petition, die nur wenige Tage ausgelegen bat, Süd erhielten 68 und 40 Stimmen. Auf unsere Kandidaten KohlDem Beamten gelang es jedoch, dem K. den Revolver zu entwinden. Abstand genommen. Die Listen sind mit den bisherigen 2200 In Dabendorf bei 8ossen gelang es mit Unterstützung des Grundfestgenommen werden. Bon dem veruntreuten Gelde wurde nichts bürgern und Mitbürgerinnen dem Magistrat überreicht worden. Die befizervereins, unserm Kandidaten Hermann Stolp mit 38 von 63 Jezt ergriff R. die Flucht, konnte jedoch bald wieder eingeholt und eigenhändigen unterschriften von Wilmersdorfer Wit- garth und Wiedemann entfielen 52 und 37 Stimmen. mehr vorgefunden. freiheitliche Bevölkerung wird zu gegebener Zeit wieder auf dem Posten sein müssen. Denn nach den Stadtverordneten abgegebenen Stimmen zum Siege zu verhelfen. Unsere Genossen wahlen, die im Herbst doch einmal stattfinden müssen, droht von unterstüßten dafür den Kandidaten des Grundbefizervereins in der neuem die Gefahr, daß es in Wilmersdorf in fozialpolitischer Hin- zweiten Abteilung. Mit ihrer Hilfe wurde der Bauunternehmer ficht rüdwärts geht. rüdwärts geht. Unfere Parteimitglieder haben in diesen Dannowsti mit 18 von 17 abgegebenen Stimmen gewählt. Tagen der Roten Woche Gelegenheit, durch tatkräftige Agitation für Partei und Bresse zugleich für die Stadtverordnetenwahlen vorFriedrichshagen. auarbeiten. In den heutigen Zahlabenden, die überall mit einem und kommunalpolitischen Kämpfe hingewiefen. Friedenau. 4 Hermann Wandreh. Wieder hat der unerbittliche Tod einen unferer Alten dahingerafft. In der Nacht vom Sonnabend zu Sonntag ist nach furzem Stranfenlager Hermann Wandrey, gestorben. Wandreh, der 76 Jahre alt geworden ist, war einer von der alten Garde. Unter dem Sozialistengefeß gelangte manche Sendung berbotener Schriften an seine Adresse und gewissenhaft beförderte unser Freuub die Ware an diejenigen, welche die Weiter Referat eingeleitet werden, wird auf die Bedeutung der politischen 14. März, abends 8% Uhr, in Conrads Feitsälen, Friedrichstr. 137, gabe besorgten. Immer einer der Ersten im Stampfe, berfäumte er feine Berfantmlung und war bis zum letzten Atemzug tätig. Noch bei ber legten Wahl ließ andreh es sich nicht nehmen, als 75 jähriger von früh bis spät tätig zu sein. Treppauf, treppab berbreitete unser Genoffe feine Flugblätter nach alter Gewohnheit. An solchen eifrigen Genoffen sollten sich unsere Parteifreunde gerade jetzt in der Roten Woche ein Beispiel an Opferfreudigkeit nehmen. Die Beerdigung findet Donnerstagnachmittag ſtatt. Die Setberge des Berliner Gewerkschaftshauses ist durch Zuwendung von privater Seite in die Lage verfekt worden, bis zum 1. Mai dieses Jahres die für Gewerkschaftsmitglieder reservierten billigen Betten zu 45 und 55 Pf. mit einer Ermäßigung von 15 Pf., also für 30 und 40 Pf. abzugeben. Selbstmord eines Schauspielers. Der Bildungsausschus veranstaltet am Sonnabend, den eine Theatervorstellung. Zur Aufführung gelangt ans Sudebein", Schwank in drei Akten von Ostar Blumenthal und Ein Dachstuhlbrand lam gestern abend furz vor 8 Uhr in der Gustav Sadelburg. Eintrittstarten a 75 Pf. sind bei den BezirksRheinftr. 85 zum Ausbruch. Es eilten die Feuerwehren aus Friedenau führern sowie in der Stonfumgenossenschaft, Drachholzstr. 2, zit und Steglig zu Hilfe, die sofort mit vereinten Kräften gegen das haben. Nach der Vorstellung: Gemütliches Beisammensein. ParteiFeuer vorgingen. Obgleich aus mehreren Rohren fräftig Wasser und Gewerkschaftsmitglieder, die länger als 14 Tage arbeitslos gegeben wurde, brannte ein erheblicher Teil des Dachstuhles nieder. find, erhalten Freibilletts, und zwar Berheiratete 2 und UnderDie Ursache des Feuers ist nicht ermittelt. Mit den Nachlöich und heiratete 1 Billett. Diese sind bis spätestens Sonnabendabend 6 Uhr Aufräumungsarbeiten hatten die Wehren noch bis in die Nachtstunden beim Genossen Frante in der Konsumgenossenschaft in Empfang zu nehmen. zu tun. Spandau. Trevtow- Baumschulenweg. Auf den Bergnügen des Vereins Arbeiter- Jugendheim am Erfolge der Roten Woche. Bisher wurden hier 100 neue vergangenen Sonnabend bei Ludwig ist ein Schirm gefunden worwahlvereinsmitglieder und 49 Vorwärts". den. Abzuholen ist derselbe bei J. Hoffmann, Treptow, Beermann- bonnenten gewonnen. Von heute, Mittwochabend, bis Sonne ftraße 4, Seitenflügel 3 Tr. tag findet in allen Bezirlen eine umfangreiche Vorwärts"-Agitation statt. Pflicht aller Parteigenossen ist es, sich an dieser Agitation zu beteiligen. Pankow. Zur Gemeindevertreterwahl. Bei den heute von 3 bis 8 Uhr und morgen Donnerstag von 1 bis 6 Uhr stattfindenden Wahlen in der zweiten Abteilung ersuchen wir unsere Genossen und Freunde. geschloffen für die kandidaten der Demokraten zu stimmen. Das Bahllofal befindet sich Breite Str. 21( Bellevue). Friedersdorf( Kreis Beeskow). Auf eine zweifache Art hat gestern morgen der Schauspieler Baul Seidler, der in der Pension von Radicke in der Meierottostr. 10 wohnte, feinem Leben ein Ende gemacht. S., der zuletzt in Hamburg tätig war und vor kurzem ein Gastspiel in Kiel gegeben hat, tam erst vor furzem nach Berlin und bezog in der Pension von Rabide in der Meierottostraße ein Zimmer. Er lebte sehr zurüd gezogen 1 und pflegte mit den anderen Mietern keinen Umgang. In den letzten Tagen trug S. ein schwermütiges Wesen zur Schau, ohne sich jedoch über den Grund feiner Gemütsbewegung zu äußern. Am Zu den bevorstehenden Gemeindevertreterwahlen nahin am Sonngestrigen Morgen gegen 7 Uhr ichoß sich Seidler am offenen tag eine gut besuchte öffentliche Versammlung Stellung. Nach einem Fenster stehend eine Revolverfugel in die rechte Schläfte und stürzte vorzüglichen Referat des Genoffen Kreuer über das Thema: Warum müffen Sozialdemokraten in der Gemeindevertretung fein?" fich aus dem Fenster auf die Straße hinab. Hintzukommende Haus- fuchten einige Arbeiter für die Wahl der bisherigen Vertreter StimBewohner fanden den Lebensmüden mit zerschmettertem Schädel, nur mung au machen. Ihnen wurde von einigen Genossen in der genoch schwache Lebenszeichen von sich gebend, auf, und brachten ihn hörigen Weise geantwortet. att eintent Arzt, der aber nur noch den auf dem Transport eingetretenen Tod feststellen fonnte. Der Grund zu der Tat ist nicht bekannt. Besichtigung der Zentrale der Konsumgenoffenschaft.. Die Konfumgenossenschaft Berlin und Umgebung teilt uns mit, daß die für den 15. März geplante Besichtigung ihrer Betriebsanlagen besonderer Umstände halber erst Sonntag, den 22. März stattfinden kann. Bei einem Einbruch in das chemische Laboratorium in der Heffi fchen Straße find wertvolle Biatingefäße gestohlen worden. Es sind 400 M. Belohnung auf die Aufklärung des Einbruchs ausgelegt. Die Belohnung wird demjenigen zugesichert, der die gestohlenen Blatingefäße herbeischafft oder zur Ermittelung des Einbrechers beiträgt. Der Wert der gestohlenen Waren beläuft sich nach einer genaueren Feststellung auf 4050 M. Es handelt sich um 11 Platin schalen im Gewicht von 3,2 bis 147,8 Grammt, 4 latintiegel im Gewicht von 19,20 bis 26,1 Gramm, 3 Tiegeldedel aus Blatin, 3' Spatel aus Blatin und verfchi edene Gewichte aus Platin in Form von Blättchen. Schöneberg. Vorortnachrichten. Dunter. " Die Lokalfrage scheint jetzt endlich zur Zufriedenheit der freien Arbeiterschaft und der Saalbefizer ihrer Lösung entgegenzugehen. Die Spandauer Zeitung" schreibt hierzu:" In der Behandlung der Saalbefizer feitens der Militärbehörden bei Abhaltung sozial. demokratischer Versammlungen ist seit einiger Zeit eine wesentliche Milderung eingetreten. lleber Säle, in denen derartige Versammlungen stattfinden, wird nicht mehr wie bisher, das Militärverbot allgemein verhängt, sondern diefes ergeht nur bezüglich solcher Säle unb öffentlicher Lokale, die öffentlich als Parteilotale anzusehen sind. Bird von fozialdemokratischer Seite eine Versammlung veranstaltet, dann hat der Wirt diefelbe der Kommandantur rechtzeitig bother an3uzeigen, worauf das Lokal für den betreffenden Tag für das Militär gefperrt wird." Situngstage der Stadt- und Gemeindevertretungen. Treptow. Freitag, den 13. März, abends 6 Uhr, im Rathause Diefe Sigungen find öffentlich. Jeder Gemeindeangehörige ist be Etatsberatung. Die Bahlen finden am Freitag, ben 13. März, im Gasthof Gronau statt, und zwar wählt die dritte Abteilung nachmittags bon 2 bis 4 Uhr. Standidat ist Genosse Konrad Wünschmann. In der zweiten Abteilung, die von 4/, bis 51/2 Uhr wählt, kandidiert Genosse Otto Bilinski. Die erste Abteilung wählt von 58/4 bis 64 Uhr; fozialdemokratischer Kandidat ist hier Genofie Frana rechtigt, ihnen als Zuhörer betzuwohnen. In der Versammlung wurde allgemein der Empörung über die ungünstige Festseßung der Wahlzeit Ausdrud gegeben. In einer zur einstimmigen Annahme gelangten Resolution legte die Verjammlung entschiedenen Broteft gegen diefe Tat des Gemeindevorstehers ein. An die Arbeiterschaft Groß Berlins wird nunmehr die Bitte gerichtet, soweit dieselben mit Fredersdorfer Wählern zu fammenarbeiten, diefe auf ihre Wahlpflicht aufmerksam zu machen. Die Wähler müssen mit dem Zuge ab. Schlesischen Bahnhof 2.27 Uhr fahren, damit sie rechtzeitig zur Stelle find. Briefkasten der Redaktion. Die furtktische Sprechstunde findet 2inden ftraße 69, born vter Treppen ahrstuhl- wodhentäglich von 4½ bis 7% Uhr abends, Sonnabends, lebe jeber feine Wahlpflicht aus, damit die Spekulation durch die ungünstige Feftfehung der Wahlzeit, die Sozialdemokratie auch fernerhin auf die Geschicke der Gemeinde ohne Einfluß zu erhalten, Gs tommt auf Zalent und Zufall an zunichte gemacht wird. Petershagen bei Fredersdorf. 23. 24. Lüzomujer 33. 9. 9. 201. Lesen Eine von 4½ bis 6 Uhr abends ftatt. Jeber für den Briefkasten bestimmten Anfrage ist ein Buchstabe und eine Zahl als Mertzeichen beianfügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. Anfragen, denen teine Abonnementsquittung beigefügt fft, verben nicht beantwortet. Eilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. Gernsheim. Nationallib. 11 325, Sozialdem. 6644, Zentrum 6348 und Fortschritt 3959 Stimmen. In Stichwahl mit Engelmann. D. z. S. . 23. 91. Bir empfehlen prinzipiell feine privaten Geschäfte. Nr. 100. Zu erfahren in der Drogerie. s. 19. Wenden Sie fich an einen Geflügelzüchter. D. 6. 100. Senden Sie bitte Ihre Abonnements quittung ein. Kleine Nachrichten. Im Hause Elisabethstr. 12b fand eine Be- Am Donnerstag, den 12. März finden die Vertretertablen statt... 84. Städtische Stiftungsdeputation des Magistrats, Berlin, Post. 6. 8581. Deutsches Stonjulat wohnerin einen Pappfarton, in dem sich eine Kindesleiche befand. Die örtliche Parteileitung wendet sich an alle, welche ein Intereffe trake 16, les nähere bafelbit. in New York. M. B. 80. Deutsche Gesellschaft für Mutter- und Auf Schuhwaren hatten Einbrecher es abgesehen, die von den Dächern aus ihren Weg nach Schuhwarenläden in der Oranien- an der gefunden Entwickelung unserer Gemeinde haben. Unsere Stindesrecht, Berlin, Schönhauser Allee 181. Mittwochs 7-8 und Sonne straße und Neuen Friedrichstraße nahmen. Die Spizbuben er- Gegner, insbesondere der Grundbesitzerverein Stienisburg", ver- abends 10-11 Uhr. beuteten größere Bestände. fucht es, mit seinen früheren Prattifen wieder zu operieren. Während Sie den Arfifel im Unterhaltungsblatt Nr. 17 des„ Vorwärts". fich früher die Bauern mit dem Vorsitzenden des genannten Vereins, besorgte Wutter. Metallarbeiterverband, Berlin, Linienstraße 83/85. P. R. 81. 1. 21. Januar 1901. 2. Nein.. R. 100 u. SchillerHerrn Formanowig, in der schärffien Weise bekämpften, liegen sich hain 18. Städtische Stiftungsdeputation des Magistrats, Berlin, BoftR. B. 100. Prof. Dr. Blaschio, Berlin, Wilhelmstraße 48. Sicherlich ist straße 16. jezt diese edlen Seelen gegenseitig in den Armen. St.. Eine spezielle gesetzliche Vorschrift besteht nicht. Jedoch ohne auch schon das fällige Einladungsschreiben an den Bahnhofsvorstand höhere Schulbildung fast gar keine Aussicht. Mindestens Einjährigen. abgegangen, um ja die Stimmen aller abhängigen Angestellten zu zeugnis wird verlangt. erhalten. Die Taschen mancher Gernegroße steden boller Aus der Stadtverordnetenversammlung. Zunächst wurde die Marktpreise von Berlin am 9. März 1914, nach Ermittelungen Wahl eines Erjaßmannes zum 3wedverband Groß- Berlin an Papierstimmen, und es erwächst aus allem für jeden einzelnen Pflicht, Aur Wahl zu erscheinen, sowie Wankelmütige des fal Bolizeipräsidiums. Mais( mixed), gute Sorte 00,00-00,00, Donau Stelle des ausgeschiedenen liberalen Stadtverordneten Holub bors die Echon die Kandidatenliste unserer Gegner 00,00-00,00. Mais( runder), gute Sorte 14,70-15,00. Nichtstroh 0,00. genommen. Die sozialdemokratische Fraktion hatte den Genossen mit heranzuschaffen. Martiballenbreise. 100 Stilogr. Erblen, gelbe, sum Stochen Bernstein vorgeschlagen. Es erhielten Stimmen: Genosse mügte zeigen, wohin die Reise gehen soll, ein leibhaftiger Schuß eu 0,00-0,00. Speisebobnen, weiße 85,00-60,00. Linfen 40,00-80,00. Bernstein 13 und Seidel( Lib. Fr.)'85; lepterer ist somit gewählt. mann a. D., ein Eisenbahnbeamter und ein Maurer( polier). Die 34,00-50,00. Runmehr erfolgte die Beratung der eingegangenen Petitionen. legte Wahl war bekanntlich an einem Sonntag. Die Drahtzieher Kartoffeln( Steinbdl.) 4,00-7,00. 1 Stilogramm Rindfleisch, von der Keule 1,60-2,40. Rindfleisch, Bauchfletic 1,30-1,80. Schweinefleisch 1,40-2,00. Einige Intereffentent ersuchten um Beseitigung von Migständen Hammelfleisch 1,50-2,40. Butter 2,40-3,00. in der Verlängerten Gleditschstraße und den Durchbruch dieser scheinen wohl eingesehen, zu haben, daß damit kein Geschäft zu Ralbfletich 1,40--2,40, 1 Silogramm Starpten 1,20-2,40. Male Straße. Es wurde beschlossen, diese Petition dem Magistrat zur machen war und so ist für diesmal die Wahl wieder auf einen 60 Stud Gier 3,60-6.00. Hechte 1.40-2,80. Barde 1,00-2,20. Berücksichtigung zu überweisen. Die Dentisten, Zahnärzte sowie Wochentag anberaumt. Lasse sich aber dadurch niemand abhalten, 1,60-3,40. Sander 1,40-3,20. der wirtschaftliche Verein der Aerzte hatten uni Errichtung einer feine Pflicht zu erfüllen. Sozialdemokratische Kandidaten sind in der Schlete 1,60-3,20.. Bleie 0,80-1,60. 60 Stud Strebie 3,50-21.00. Bandtrantentaffe petitioniert. Die Versammlung beschloß Ueber- 3. Klaffe für die ordentliche Wahl Otto Palm, für die Ersazwahl nang zur Tagesordnung, da die Angelegenheit durch eine frühere Willi George; die Kandidaten sind, wie angegeben, der Reihe Debatte erledigt ist. Der Arbeiterturnverein ersuchte um Ueber- nach zu nennen. Kandidat der 2. Klaffe ist Otto 1r bat und der Laffung einer städtischen Turnhalle. Der Ausschuß empfahl den 1. Klasse Baul Todtenhausen. Die 3. klasse wählt von 4-7 Bau einer eigenen städtischen Turnhalle schleunigst in Angriff 3 Sie 2. bon 7-8 und die 1. von 8-19 Uhr. Auf zur Wahl; ein nehmen. Genosse Küter empfahl, da die Mittel hierfür ſeit Jahren zur Verfügung ständen, auch Bläße für den Bau vorhanden jeder sei, wenn möglich, schon vor 4 Uhr im Wahllofal beim Gast seien, denselben nunmehr in Angriff zu nehmen, damit dem Turn- wirt Madel. berein entgegengekommen werden könne. Leider mußten die Arbeiterturner durch das schamlose Treiben von Spigeln die bisher henußten Turnhallen verlassen; sie wurden dadurch gezwungen, Freunde des 2otale gegen Zahlung hoher Mieten aufzusuchen. Turnens sollten alles daran sehen, um diesen unhaltbaren Zustand zu beseitigen. Die Petition wurde mit großer Mehrheit angenommen. Bei einer Nachforderung für das Auguste- Bittoria- Krankenhaus frug Genosse Hoffmann an, ob es wahr sei, daß Erkrankte, die um Aufnahme in das Krankenhaus ersucht hätten, abgewiesen worden seien. Stadtrat Nabnow erklärte, daß ihm hiervon nichts Schönow( Kreis Niederbarnim). Stallonen Witterungsübersicht vom 10. März 1914. Barometer fland mm 746 Wind dichtung Am Sonntag, den 15. März, finden die Gemeindewahlen statt. Swinembe. 745 SD Es wählt die dritte Klasse nachmittags von 2-4 Ubr, Kandidat der Hamburg 748DD Berlin Sozialdemokratie ist Genosse Albert 2a eten. Die zweite Klasse Franki. a.M 750 23 wählt von 4-5 Uhr, hier fandidiert Wilhelm Wagner. Da die Sozialdemokratie in dieser Klasse einen Kandidaten nicht besigt, ist Bien von der örtlichen Organisation beschlossen worden, den Kandidaten der Kolonisten zu unterſtügen. Am Sonnabend, den 14. März, abends 1/9 Uhr, findet im Lotal von Dito Schulze eine öffentliche Wählerversammlung statt. Windfläcke Better Kemp. n. G. 5° E.= 4° R. 1Regen Regen 8 Stationen Barometer fland mm Wind нефр Binbftacle Better Haparanda 746 NN 2 bebedt U11Bob temp. n. 7 3 Betersburg 749 BS 1 bebedt 7 3 bedeďt 10 Scilly 756 NN 5 halb bd. 5 1 molten!-2 5 mollig 11 Aberdeen 751 München 753 3 2 moltig 9 Paris 753 BN3 3 bebedt 753 1 heiter 4 Wetterprognose für Mittwoch, den 11. März 1914. Etwas fühler, zunächst vorwiegend trübe mit geringen Regenfällen und ziemlich frischen nordwestlichen Winden; später langsam aufflarenb. Berliner Betterbureen. mol A das Hausmittel. Erscheint 2 mal wöchentlich. äcker- u. Conditoreien C. Kunze, Liebigstr. 1. Karl Romerie Langestr. 40. Torten u. 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O. Schneider, NW., Sömmeringstr19. Willy Schneider, Melanchtonstr. 13. Schiller- Bad, Müllerstr. 153a Gustav Schöfisch, Dolzigerstr. 31 Silesia Bad Schlesische Str. 31. andagen, Gummiwaren B R. Banke, Stralauer Str. 56. Berkholz, Köpenickerstr. 70. A. E. Lange, Brunnenstr. 166 Liepe, Schöneberg, Granewaldstr.30. Mever, P., Nklla., Berlinerstr.49-50 H. Neusch, Breitest. 24, Spandau. J. Ch. Pollmann, Lothringerstr. 60. M. Spranger, Reinickend. Str. 11. Bäcker- u. Konditereien C.Adameck, Nkiln., Jonasstr. 23 A.Albat, Marktst.12/ 13, Reinickendorf Albrecht, E., Fruchtstr. 29. Landbrotbacker. Herm. Albrecht P. Andersc, Zionskirchstr. 17. R. Anderson, Thüringerstr. 32 Asmus, Wilb., Ueckermünderstr. 11. K. Anst, Drontheimer Str. 40. Wilh. Bagge, Wiclefstr. 55/6. Willy Bär, Stromstr. 48. Paul Berger, Mirbachstr. 29 P. Beyer, Franseckystr. 45. Josef Brofka, Kirchhofstr. 46/47 A. Bickel, Elbingerstraße 33. Otto Billepp, Kastanien- Allee 21 a. 69 Reinb. Blenkle, Wiesenstr. 19 a. R. 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Für den Jubalt der Jn eraie übernimmt die Redaktion dem Bublikum gegenüber keinerlei Verantwortung Berantwortlicher Redakteur: Alfred Wietepp, Neukölln. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 69. 31. Jahrgang. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Reichstag. 232. Sigung. Dienstag, den 10. März 1914, nachmittags 2 Uhr. Am Tische des Bundesrats: Dr. Solf. Kurze Anfragen. Abg. Duffner( 3.) Mittwoch, 11. März 1914. Ingenieuren, Wertmeistern, einheimischen Arbeitern begrüßten die 20 Millionen, sondern dazu kommen die Ausgaben für Bost erste Lokomotive nur als Morituri( Sterbende). Menschenleben verwaltung, für den Marineetat, die Schiffe, die begehen eben in die Arbeit mit ein. Natürlich soll man deshalb solche fonders in der Südsee stationiert sind, ganz abgesehen von der Ver Kulturarbeiten nicht unterlassen. In den Refolutionen wird von allen zinsung der folonialen Schulden.( Abg. Erzberger: DampferSeiten die Verstärkung der ärztlichen Versorgung verlangt. Wir fubvention!) Gewiß, aber gerade Herr Erzberger war es, versprechen uns auch viel davon. Aber da beginnen doch auch die der betonte, daß der Zuschuß nur 20 Millionen beträgt.( Hört! Erwägungen, wie war es früher, als noch nicht einmal die Aerzte da hört! bei den Sozialdemokraten.) Dringend nntß eine Verwaren, welche jetzt draußen sind, als noch der alte Schmuß, die ringerung der Militärtosten der Kolonien vom Reichstag alte Häuptlingswirtschaft bestand, noch das Afrika, das Livingstone, erstrebt werden, womit die Budgetkommission jekt anzufangen hat. Stanley, Bißmann, Emin Bascha entdeckt haben. Damals war zu begrüßen ist, daß Südwest- und Ostafrita jezt einen, wenn alle Not vorhanden, und die Bevölkerung war trotzdem nicht so auch minimalen, Zuschuß zu den Militärkosten zahlen sollen. Bon Bedezimiert, wie sie es heute zu sein scheint auf Grund der eigentlichen Truppen kann ja in den Kolonien nicht gesprochen 30 jährigen Zivilisation.( Lebhaftes Sehr richtig! bei der Volks- werden, ihre Aufgaben find rein polizeilicher Natur. partei.) Das ist der Punkt, auf den es ankommt. Bei den Pflanzern Daß die Kolonialtätigkeit nicht unbedingt den Eingeborenen taucht das Gefühl auf, wenn man diese Frage erörtert, als seien sie schaden muß, daß auch menschlich in den Kolonien gewirtschaftet persönlich angegriffen. Wir wollen gegen sie gar keine moralischen werden kann, zeigt das Beispiel von Togo, das ich allerdings Anklagen erheben; aber gerade, wenn sie alles getan haben, was feineswegs als Musterkolonie bezeichne. Aber von Grenein, von fie tun konnten, und das Endergebnis ist ein Minus an Bevölkerung, Menschenjagden, wie sie aus Kamerun und Ostafrika gemeldet muß man doch die Frage nach den Ursachen erheben.( Sehr werden, ist in den legten Jahren wenigstens aus Togo nichts befannt geworden. Die Plantagenwirtschaft hat man dort so gut wie fragt, ob der Reichskanzler der vor zwei Jahren vom Reichstage angenommenen Resolution Folge geben will, wonach für die rechnung der Frachten gemäß§ 22 des Kaligesezes als vierte Ausgangsstation Colmar( Els.) festzusetzen sei. Interstaatssekretär Richter: = Die Festsetzung von Colmar als vierte Ausgangsstation fann erst in Erwägung gezogen werden, wenn die elfaz lothringischen Staliwerte ihre Produktion entsprechend gesteigert haben. Voraussichtlich wird dies in der zweiten Hälfte dieses Jahres der Fall sein. Etat für das Reichskolonialamt. Abg. Schwarze- Lippstadt( 3.): anderen wahr! links.) Die Tatsache des Bevölkerungsrüdganges bestreitet auch Dr. vollständig ferngehalten, und es ist eine allgemeine Vorwärts Rohrbach nicht. Ist das nun eine notwendige Folge der entwickelung der Bevölkerung zu verzeichnen. Zivilisation? Das Trägersystem hat die Leute mobilisiert. Ganz unbegreiflich ist, daß der Staatssekretär auch nicht die 80 000 Neger von Kamerun find als Träger ständig unterwegs. Wie Spur einer Neigung hat erkennen laffen, der zunehmenden Brügelfultur das auf Sitte und Gesundheit der Leute einwirkt, ist klar. 4 Proz. der Bevölkerung sind aus der Heimat weggeführt. Das heißt, verAbg. Noske( Soz.): allmähliche Förderung der Schutzgebiete Die schweren Angriffe, die von sozialdemokratischer Seite gegen die deutschen Pflanzer und gegen die deutsche Verwaltung gerichtet worden sind, entbehren jedes Beweises. Unsere Kolonien und Schuß- glichen mit der deutschen militärischen Einstellung das Vier- in den Kolonien entgegenzuwirken.( Lebhaftes Sehr wahr 1). Daß es gebiete haben sich gut entwidelt, vor allem dank der Tätigkeit face. Wenn ein gesittetes Bolt die Kolonien bewohnen soll, ohne Prügel geht, beweisen Neu- Guinea und Samoa, in der Missionare, die die Schwarzen zu geregelter Arbeit erziehen. muß die Kolonisation Hand in Hand gehen mit dem Gedanken den anderen Schutzgebieten haben aber die scheußlichen Prügelstrafen Bei den Bahnbauten darf man nicht die übliche Rentabilitätsberechnung der Regererhaltung; sie dürfen nicht in ein Klima versekt werden, in empörender Weise zugenommen.( hört! hört! bei den Sozialzugrunde legen; die Bahnen werden gebaut, um den Handel und das sie nicht ertragen. Das Wanderarbeitersystem muß ersetzt demokraten.) Für derartige, jedem menschlichen Gefühl hohndas gesamte Wirtschaftsleben in den Kolonien zu entwickeln. werden durch das Pflanzerdorf, durch Inst leute und sprechenden Dinge können wir eine Verantwortung nicht übernehmen. Der Staatssekretär sollte endlich aufhören, davon สน Die Eingeborenenkulturen wollen auch wir vor allem fördern. Sätner. Man fann von den Negern, die daran gar nicht gewöhnt δακ Südwestafrika in nennenswertem Maße als Die Missionsschulen müssen den Regierungsschulen vollständig gleich find, nicht plötzlich verlangen, daß fie 270 Tage im Jahre arbeiten. reden, für Weiße in Betracht gestellt werden. Die Hüttensteuer ist ein gutes Mittel, um Wie lange hat es gedauert, bis die alten Germanen, die ihre Siedlungskolonie Tatsächlich hat nur der Latifundienbesitz zugenommen, einen gewissen moralischen Zwang auf die Eingeborenen auszuüben. Arbeitsvolt geworden find! Jest will man das fertige Schema und die Kirche, die ja einen guten Magen hat, ist durch Frauen den Acer bestellen ließen( Sehr gut!), zu dem jezigen kommt. ( Bravo! im Zentrum.) einfach nach Afrifa hinübertragen! Das Richtige ist, durch Klein die Missionen sehr erheblich daran beteiligt. Neben dem Beten ber Abg. Dr. Paasche( natl.): fultur die Neger allmählich zur Arbeit anzulernen. Auch geffen die frommen Patres feineswegs das Geschäftemachen. Neben den Entwickelt kann das Gebiet nur werden durch Erschließung von Die Rede des Abg. Schwarze war in ganz anderer Tonart die Tätigkeit der Missionen ist anerkennenswert. gehalten als die Rede des Abg. Erzberger und da Herr Erz- bewundernswerten Missionsschulen sind aber auch die Regierungs- Wasser und solchen Forderungen haben wir stets zugestimmt. Das berger sie mit Bravo begrüßt hat, glaube ich doch, daß die scharfen faulen notwendig. Wir sind Kolonialfreunde, aber nicht absolute neben aber stellen wir immer voran, daß mehr wie bisher für die Worte des Herrn Erzberger nicht allzu ernst gemeint ge- Freunde dessen, was vorhanden ist, sondern deffen, was tommt. wirtschaftliche und kulturelle Hebung der Eingeborenen in Südwestafrifa getan werden muß. Hierfür ist ein Boiten von im ganzen wesen sind. Die Entwidelung der Kolonien wird zweifellos( Bravo! bei der Volkspartei.) 6000 M. eingesetzt, und die Pflanzer hatten die Unverschämtheit, zu mit der Zeit auch die Sozialdemokraten zu einer Haltung bringen. berlangen, daß dieser Posten gestrichen wird.( Hört! hört! bei Von einem seßhaften Bauernstand ist in den Sozialdemokraten.) An tultureller Bildung und GesundheitsDitafrika gar feine Rede. Die Leute bebauen ein Stück Land und Herr Naumann schien der Meinung zu sein, der Reichstag förderung ist den Eingeborenen in Südwestafrika nichts gebracht nach ein paar Jahren gehen sie wo anders hin. Einen eigentlichen fönnte an dem Tage darauf verzichten, in foloniale Angelegenheiten worden, sondern man hat ihnen das Land genommen, und Eigentumsbegriff wie wir kennt der Neger nicht. Aus dem Neger, hineinzureden, wo die Schutzgebiete finanziell felbständig geworden sie haben die Lindequistsche Arbeitsordnung mit einem Arbeitsder faul vor seiner Hütte fist und seine Frau arbeiten läßt, find find. Ich wäre auch dann dafür, daß die Kolonien der Kontrolle zwang ärgster Art bekommen und dazu noch Gefängnis und inzwischen durch die Einwirkung der Europäer vielfach fleißige des Reichstags nicht entraten können, so lange in ihnen im Namen Prügelstrafe. Deshalb treten wir mit allem Nachdruck dafür ein, Arbeiter geworden. Die große Mehrheit aber lungert noch immer des Reichs gewirtschaftet wird. Die begeisterten Lobreden, die daß ihnen wieder ein Teil des ihnen gehörigen Landes zu Hause herum und läßt die Frau oder, wenn der einzelne es fich man früher in diesem Hause für die Kolonialpolitik hörte, find gegeben wird. Für das Schulwesen der Eingeborenen find Leisten tann, zwei Frauen für sich arbeiten. Die von den längst verschwunden. Man beginnt sich zu bescheiden, und lernt ganze 9000 m. ausgesetzt. Aber als Erziehungsbeihilfe für die Sozialdemokraten so verurteilten Plantagen haben immerhin einsehen, daß das richtig ist, was wir Sozialdemokraten früher Kinder der Weißen 220 000 M. Die Kommiffion hat die für die dazu beigetragen, daß für Hunderte von Millionen Natur- so oft betont haben, daß man mit unendlich viel Geduld bestenfalls Eingeborenen ausgefegten 9000 M. wenigstens um 30 000 m. er produkte jetzt in den Kolonien gewonnen werden, daß Produfte, eine höht. Was die Missionen auf dem Gebiete des Schulwesens geleistet die wir für uniere Industrie gar nicht entbehren können, in brauch haben, erkennen wir an, aber dauernd darf die Schule nicht ihnen barer Gestalt in den Kolonien erzeugt werden. Das hätten die Reger aus eigenem nie gefonnt. Und da will man die Plantagen herbeiführen kann. Gewiß haben auch die recht, die darauf hin- überlassen werden, sondern es müssen Regierungsschulen einDie Behandlung der Bahnbauten wird in Zus ganz verbieten. Man kommt mit den grauenhaftesten Schilderungen weisen, daß so scharfe Anklagereden, wie sie vor 10 Jahren hier ge- gerichtet werden. über die Zustände auf den Plantagen und tut gerade so, als ob halten worden sind, jezt nicht mehr notwendig sind. Einiges ist in funft nicht mehr zu trennen sein von der Eingeborenenpolitik. Der wir die Unkultur in die Kolonien gebracht hätten.( Sehr unseren Kolonien besser geworden, nicht zulegt infolge unserer an- Staatssekretär meinte, auch wir werden uns zu den Bahnbauten berichtig! bei den Sozialdemokraten.) Sie rufen auch noch Sehr dauernden scharfen kritit. Wenn auch aus fapitalistischen tehren. Natürlich sind wir fo nähert man fich aber Etat Profitrücksichten, doch tatsäch richtig! ich bedauere wirklich, nicht prinzipiell gegen Bahnbauten, daß fein Fonds im borhanden wir fie feit und wann wir denen in den Kolonien zustimmen werden, wird ist, auf dessen Kosten sich Abgeordnete lich in den Kolonien den Anschauungen, wie bie Kolonien selbst ansehen können. Dann würden Sie anders urteilen. Jahrzehnten bei der Beratung des Kolonialetats zum Teil allein ver- lediglich von der Haltung der Regierung und der Mehrheit des Bon einer Entvölkerung Wir streiten nicht darüber, ob überhaupt infolge der Plantagenfultur treten haben. Man erkennt an, daß ein allmähliges und sorgfältiges Reichstages abhängen. ist keine Rede. Sondern früher als die Neger in der Zeit, wo ein Stulturprogramm in jenen fernen Gebieten durchgeführt werden muß. Bahnen zu bauen sind, sondern darüber, ob die Länder die oder ob die Stamm immer den anderen überfiel, zu ihrem Schuß ganz dicht in Von der Durchsetzung des deutschen Herrentums gegenüber den Bahnen wirtschaftlich schon tragen können, den Bahnbau nicht so belastet werden, großen Massen zusammenwohnen mußten, bestand eine Ulleber- Regern ist heute nicht mehr die Rede. Man ist bei allen Parteien, Eingeborenen durch daß die Gefahr eines Aufstandes in die Nähe völkerung, die jetzt, wo eine Ansiedelungsmöglichkeit besteht, natürlich fann ich wohl sagen, heute nicht mehr so rasch fertig mit einem aufgehört hat. Für den Bau von Eisenbahnen müßten die Allgemeinurteil, weil eben immer neue Probleme auftauchen, an die gerückt ist. Der Herr Staatssekretär hat gesagt, es wäre eine Sozialdemokraten schon aus Menschlichkeit stimmen, denn sie sind für früher niemand gedacht hat. Ich erinnere an die Diamanten Gewissenlosigkeit, wenn man aus den durch die Bahn zu erdie Neger selbst von großem Vorteil. Daß man die Neger nach frage, an die Auffindung von Petroleumquellen in Neu- Guinea, schließenden Gebieten die Eingeborenen auf die Plantagen führen Möglichkeit schützen muß, ist selbstverständlich. Aber man soll den Wir haben dafür gestimmt, daß der Regierung ein erheblicher Betrag zur wollte. Wir werden ihn daran erinnern. Uns fehlt jede Garantie, Leuten doch nicht nach dem Wunsch der Sozialdemokraten Berfügung gestellt wird, damit Erkundigungen über den wirtschaft: daß nicht trotz seiner Versicherung und seines guten Willens die die Leute würden lichen Wert dieser Funde angestellt werden. Wir lassen uns bei größten Tollheiten verübt werden. Land zu freiem Eigentum geben, denn ( Sehr wahr! bei den das in ihrer freien Zeit sie haben jeden vierten Tag unserer positiven Mitarbeit von dem Wunsche leiten, daß verhütet Soz.) Die Corge vor einem Aufstand ist bei meinen Freunden gewerden muß, daß etwa vorhandene reiche Naturschätze in den wachien, weil die Mehrheit die von uns gestellten Bedingungen für doch nicht bebauen, sie fehren, wenn sie sich durch die Arbeit auf den Plantagen etwas erworben haben, Kolonien der privattapitalistischen Ausbeutung über unsere Zustimmung zu den Bahnen abgelehnt haben, das ist die ausbiel lieber in ihre Heimat zurück. Wir wollen die Neger zu lassen werden( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten), daß einzelne reichende ärztliche Versorgung der Arbeiter, die Garantie gegen eine europäischer Kultur Gesellschaften über 100 Proz. Dividende zahlen, während erziehen, den Arbeits zwang die Verschleppung der Eingeborenen aus den zu erschließenden Gebieten, wollen wir nicht, aber ein gewiffer Drud zur Arbeit ist deutschen Steuerzahler Tausende von Millionen als Reichszuschuß das Verbot neuer Plantagen, die Unterdrückung des Arbeitszwanges, unvermeidlich, auch bei uns.( Sehr richtig! bei den Nationalliberalen.) aufbringen müssen. Ein Vorschlag, unsere Kolonien zu ber die Regelung des Arbeitsverhältnisses durch eine dem Reichstag var Auch die Missionen arbeiten in dieser Richtung, daß die schwarzen ich enten, ist meines Wissens auf einem sozialdemokratischen zulegende Arbeitsordnung, und ferner der Schuß des Eigentums ver Arbeiter den Segen der Arbeit und Kultur empfinden. Aber nicht Parteitag niemals diskutiert worden. Er liefe ja darauf hinaus. Eingeborenen. Auf dem Papier nimmt sich die neue Arbeitsnur für die Schwarzen wollen wir sorgen, sondern auch für die die Schutzgebiete anderen kolonifierenden Völkern preis zugeben, auf ordnung ganz gut aus, aber in der Praxis liegt es ganz anders, Weißen, die dort hinausgegangen sind, keineswegs als blut- die Gefahr hin, daß es den Eingeborenen dann vielleicht noch die Eingeborenen werden tatsächlich wie Sklaven behandelt. dürftige und habgierige Menschen, sondern um die Kultur hinauszu- schlechter geht. Solange solche Zustände bestehen, können meine Freunde die Ver tragen in jene Gegenden, zum Segen des Vaterlandes.( Lebhaftes Es sind uns von der Verwaltung eine Reihe Denkschriften vor antwortung für eine Bewilligung des Kolonialetats nicht über. Bravo! bei den Nationalliberalen.) Alle Not und alles Elend in gelegt worden, die uns nur früher hätten zugehen sollen. In einer nehmen. Wir sind gegen neue Plantagen, nicht etwa aus Feind den Kolonien darf man nicht auf das Konto der Weißen setzen, ist von dem Verhältnis der Zivil- und Militärgewalt in den Schuß- schaft gegen den Großbetrieb, sondern um eine fatastrophale Zersondern sehr viel fällt auf das Konto der Negeritten, gebieten die Nede. Wir halten es für selbstverständlich, daß die störung primitiver Wirtschaftsformen zugleich mit einer und unter der Herrschaft der Weißen ist es besser geworden. Auch Bivilverwaltung immer die lezte Entscheidung ungeheuren Bernichtung von Menschenleben bei uns trifft man ja ab und zu noch gebrechliche Jammer haben muß. Wenn in einer Denkschrift davon die Rede ist, daß es gestalten, aber vor 30 und 40 Jahren waren diese Elendsbilder besser wäre, die Verwaltung vom grünen Tisch von Berlin aus zu verhindern. An dem guten Willen des Staatssekretärs zweifeln Kolonien häufiger, unter der Herrschaft des Kapitalismus ist es besser ge- nach den die verlegen und Machtbefugnis wir nicht, aber es fehlt jede Garantie dafür, daß mit rücksichtsloser worden. Für die Gesundung der Neger müssen wir der Gouverneure zu erweitern, so ist dem Staatssekretär von den Energie gegen die grausamen Brutalitäten, die gerade auch bei forgen, die Syphilis graffiert in schrecklicher Weise; an Branntwein, Rednern aller Parteien bedeutet worden, daß davon nicht die Rede den Bahnbauten vorkommen, eingeschritten wird, und daß Besserung Bier, Wein, Seft wird pro Kopf der Bevölkerung weit mehr ge- fein fann, weil eine solche Verwaltungsreform bedeuten würde, daß erzwungen wird. Weil wir fürchten müssen, daß die Kultur und trunken als bei uns.( Buruf bei den Sozialdemokraten: Sauf- der Reichstag von seinem geringen Einfluß noch ein Stüd die Menschlichkeit nicht zu ihrem Recht kommen, lehnen wir den Kolonien!) Die Kolonialsfandale sind zurückgegangen mit der Ein- preisgeben würde.( Sehr war! bei den Sozialdemokraten.) Etat ab. Wir werden uns nach wie vor dafür einsetzen, daß eine schränkung des Alkoholkoniums, aber es muß noch auf weitere EinHerr Baaiche hat es bedauert, daß kein Fonds vorhanden menschliche Kolonisierung in die Wege geleitet wird. schränkung des Alkoholgenusies Bedacht genommen werden. Auch ist für Reichstagsabgeordnete, die die Kolonien aufsuchen( Lebhafter Beifall bei den Sozialdemokraten.) der Forstkultur sollte die Verwaltung ihre Aufmerksamkeit zu wollen, um sich zu orientieren. Statt dessen sollen ja nun Abg. Erzberger( 3.): wenden.( Beifall bei den Nationalliberalen.) für den Kronprinzen nicht unerhebliche Mittel zu einer Reise nach den Kolonien betvilligt werden.( Hört! hört! Es war ein gewisser Unterschied zwischen dem Staatssekretär in bei den Sozialdemokraten.) Interessant ist die Feststellung in einer der Sommission und im Plenum.( Sehr richtig! bei den Solange die Kolonialinteressenten auf einen Reichszuschuß nicht Denkschrift, daß in einer Reihe anderer Länder für die allgemeine Sozialdemokraten.) Aber ich halte mich an fein Wort, daß er entberzichten, werden sie ihr Jdeal nicht erreichen, daß sie dem Reichstag Kulturentwicklung der Eingeborenen in den Kolonien mehr ge- iblossen ist, allen unangenehmen Erscheinungen in den Kolonien sagen: Lerne zahlen, ohne zu reden.( Heiterkeit.) Oder dem Staats- chieht als seitens Deutschlands. Die deutsche Kolonialverwaltung nachzugehen. Ich werde mich freuen, wenn er uns im nächsten frkretär: Schaffe Geld und störe uns nicht. In dem Anspruch der solle den Ehrgeiz haben, die übrigen Länder zu übertreffen in dieser Jahre recht viele Erfolge in der Eingeborenenpolitit aufweisen kann. weißen Ansiedler, mitzureden, liegt ja ein berechtigter Stern, namentlich Beziehung. Dabei wird der Staatssekretär unsere Fraktion jederzeit lngangbar ist für uns der von dem Abg. Keinath gemachte je mehr die eigenen Einnahmen der Kolonien wachien und der Reichs- auf seiner Seite haben.( Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) Vorschlag, den verschiedenen Konfefsionen bestimmte Gebiete gur zuschuß sinft. Freilich stammen die Einnahmen keineswegs von den Der Frage des Tierschutzes in den Kolonien, vor allem des Schuzes Bearbeitung zuzuweisen. Die katholische Kirche ist in der ganzen Weißen allein.( Sehr wahr! b. d. Volksp.) Ein sehr beträcht- der Paradiesvögel in Neu- Guinea muß auch größere Aufmerksamkeit Welt verbreitet. licher Teil stammt von den Schwarzen, man braucht ja nur an die gewidmet werden. Das Schießverbot sollte nicht nur bis zum Damit schließt die Debatte. Hütten- und Kopfsteuer zu denken. Dann überschätzen die Weißen Mai 1914, sondern auf eine Reihe von Jahren ausgedehnt in den Kolonien auch den Einfluß des Reichstages; er ist ebenso werden. Die Haltung des Gouverneurs Dr. Schnee zur wie der Gouvernementsrat gegenüber dem Haushalt der Kolonien Aufhebung der Haussklaverei in Ostafrifa hat mich sehr befremdet. nur eine fozujagen gutachtliche Körperschaft. Der Staatsjefretär Ginge es nach ihm, so würden noch weit über 1930 hinaus Sklaven hat uns eine optimistische Darlegung der Aktiva der in Deutsch- Dstafrika zu finden sein. Scharf zu verurteilen ist es, Rolonien gegeben, auch Herr Schwarze und Herr Baafche daß von deutschen Behörden jezt noch ein regelrechter Herausgabe einer Karte, wo das Gebiet der Kongoatte schraffiert haben auf die geschaffenen Kulturwerte hingewiesen. Bei der Menschenhandel abgehalten wird, daß die Schutzverwaltung eingezeichnet ist. Tanganjikabahn ist der früheren Gouverneure v. Rechenberg dem Sklavenhandel erst die rechtsgültige Form gibt. Ein Kaufund v. Lindequist mit besonderem Dank gedacht worden. Ja ichein, der vor mir liegt, ist vom Bezirksamtmann unterzeichnet. meiß nicht, ob Herr Dernburg in dieser Reihe nur zufällig( hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Das widerspricht aller sagt dies zu für die neue Auflage des kleinen Kolonialatlas. fehlt. Wir würden heute sicher von der Tanganjikabahn nicht reden jittlichen Anschauung der Mehrheit des deutschen Volkes. Um die fönnen, wenn er nicht 1908 das Bahngefez eingebracht und mit Haussilaverei, diesen frei Abg. Naumann( Vp.): feiner ganzen Persönlichkeit dahinter gestanden hätte.( Sehr richtig! zu Schaudfleck der deutschen Kolonialpolitik Die Resolutionen der Budgetkommission werden an. genommen. In der weiteren Beratung des Etats wünscht Abg. Erzberger( 3.) Staatssekretär Dr. Solf Der Rest des Etats wird bewilligt. Das Haus vertagt sich. Nächste Sizung: Mittwoch 2 Uhr.( Etats für Togo, Neu- Guinea, bei der Volkspartei.) Mitgearbeitet haben aber auch Waffen von zu beseitigen, wird es dem Reichstag sicher nicht auf ein paar Samoa, Ostafrika; Luftverkehrsgesek.) Deutschen, Ausländern und Farbigen, und ein ganz Teil von Millionen ankommen.-- Der Reichszuschuß beträgt nicht nur l Schluß 6 Uhr. Abgeordnetenhaus.all 46. Sigung. Dienstag, den 10. März 1914, bormittags 11 Uhr. Am Ministertisch: Dr. Sydow. Der Handelsetat. Abg. Dr. Liepmann( natl.): Abg. Beltin( 3.) während Abg. Waldstein( Bp.) cine Quotifierung des Reichs Abg. Schröder- Staffel( natl.): Die Porzellanmanufaktur ist fein finanzielles sondern ein fünft- teten ihm hierin bei. Der Reichstag dürfe, so wurde betont, unter lerisches Institut. Abg. Leinert( Soz.) Die den Mangel an aufmännisch geschultem Betriebe der Ver- zuschusses für zweddienlicher hielt. Abg. Genosse Ledebour ere waltung. flärte sich für den letzteren Vorschlag, warnte aber davor, durch Verzicht auf Detailberatungen in der Kommission dem Landesrat allzusehr freie Hand zu lassen. Vertreter anderer Parteien pflichteinen Umständen das Etatsrecht aus den Händen geben. Die Staatssekretäre Dr. Solf und Kühn stimmten im Prinzip der liest die von der Direktion der Porzellanmanufaktur festgestellten Quotisierung zu, wollten aber die definitive Festsetzung der Quote Lobujäze für die dort beschäftigten Arbeiter und Handwerker vor. der Regierung überlassen wissen. Man einigte sich schließlich auf Es ist zu begrüßen, daß diesmal eine größere Summe zur Mit dieser Festsegung der Löhne sind die Handwerker und Arbeiter eine Resolution Waldstein, die für 1915 cinc Quote von 2: 1 Förderung der nichtgetverbsmäßigen Arbeitsvermittelung und nicht zufrieden. Es ist vorhin gesagt worden, daß die Porzellan-( für Reich und Schutzgebiete) verlangt. Rechtsberatung für die minderbemittelten Bevölkerungsfreise" in den manufaktur tein Finanz- sondern ein Sunstinstitut sei. Das ist richtig. Die Verpflegung der Schutztruppe erfordert über 3000 000 2. Etat eingestellt worden sind. In seinen weiteren Ausführungen Es sind auch die dort angestellten Handwerker Künstler und sollten dem( 47 600 M. mehr), da den Farmern Futterartikel usw. zu teueren Gelegentlichen Versuchen, die bespricht der Nedner anerkennend die Tätigkeit der preußischen entsprechend entlohnt werden. Und auch die ungelernten Arbeiter werden Breijen abgekauft werden müssen. Arbeitsnachweisverbände. Die Rechtsberatungsstellen erit angestellt, nachdem sie eine längere Prüfungszeit erledigt Bedürfnisse der Schußtruppe au landwirtschaftlichen Produkten aus müssen die Bevölkerung über das gemeingefährliche Unwejen der haben. Vor einiger Zeit wendeten sich die Arbeiter wegen einer eigenem Anbau unter Verwendung von Soldaten der Schutztruppe Schwindelfirmen aufflären, die mit lügenhaften Inseraten und Lohnzulage an den Betriebsleiter, der ein tüchtiger Künstler sein zu decken, ist das Gouvernement entgegengetreten. Angeboten auf Bauernfang ausgehen. Es handelt sich dabei um den mag, es aber nicht versteht, sich mit den Arbeitern richtig zu stellen. Kommission tadelte das Verhalten des Gouvernements und nahm Schutz des Mittelstandes.( Beifall bei den Nationalliberalen.) Der Betriebsleiter ties die Arbeiter an den Direktor, der das Ge- einstimmig eine Resolution an, in der Anordnungen gefordert juch der Arbeiter ablehnte. Darauf wurde den Arbeitern gesagt, sie werden, um die Deckung des Bedarfs der Schußtruppe an landAbg. Dr. Flesch( Vp.): tönnten sich mit ihren Wünschen an den Minister wenden, aber wirtschaftlichen Artikeln aus eigenem Anbau zu ermöglichen. Bei Beratung des Einnahmectats wurde die bereits 1909 erDie Arbeitsnachweise sollen auf paritätischer Grundlage dann hätten fie größere Schwierig feiten im Betriebe zu ausgebaut werden. Der religiöse und politische Standpunkt darf gewärtigen. Infolgedessen verzichteten die Arbeiter darauf, an hobene Forderung einer direkten Besteuerung, und zwar einer nicht in Betracht kommen. Die freien Gewerkichaften aber haben den Minister heranzutreten. Ferner haben sich die Arbeiter Einkommensteuer, erneut erhoben. Der Staatssekretär erklärte die Steuer im Hinblick auf die hohen Erhebungskosten ungleiche Behandlung zit bellagen. die Grundlage der Parität für die Arbeitsnachweise aufgegeben. über in ber Der Holzarbeiterverband hat sogar an seine Mitglieder nämlich Porzellanmanufaktur" auch noch nach für undurchführbar, erklärte sich aber schließlich bereit, die Frage die Weifung ausgegeben, nicht mehr die öffentlichen Arbeitsnachweise Afford gearbeitet; und zwar genießen einzelne beliebte Arbeiter einer Einkommensteuer nochmals dem Gouverneur zur Erwägung zu benutzen, sondern nur noch die Verbandsnachweise. Es ist ferner die Affordarbeit, bei der erheblich mehr verdient wird, als eine Be- su empfehlen. unzulässig, daß Innungen ihren Mitgliedern verbieten, andere als günstigung durch die Vorgesezten. Diese Günstlingswirtschaft muß die Arbeitsnachweise der Innungen zu benutzen. aufhören. Da es den Arbeitern nicht möglich gewesen ist, ihre Lohnforderungen vor den Minister zu bringen, so tragen wir hier ibre Klagen vor. Die Löhne müssen höher werden.( Beifall bei den Sozialdemokraten.) Ein Regierungskommissar: Geheimrat Frauke: Ich habe bereits vor einigen Tagen erklärt, daß die Gerichte in ihren Entscheidungen den Innungen diese Befugnis, die ihnen der Borrebner abstreitet, sugebilligt haben. eine ES wird Der Betrieb der Porzellanmanufaktur ist mehrmals mit Erfolg Abg. Leinert( S03.): faufmännisch reformiert worden. Wenn die Arbeiter sich über die Der wichtigste Teil der Rechtsaustünfte wird nicht durch die Lohnverhältnisse zu beklagen haben, mögen sie sich an die Direktion bom Staat unterſtügten Auskunftsstellen erteilt, sondern von den wenden, zu der sie stets in einem guten, vertrauensvollen Verhältnis Arbeitersekretären usw., was sowohl aus deren Zahl, als gestanden haben. Der Arbeiterausschuh tann jederzeit mit der aus den Millionenzahlen der von ihnen erteilten Auskünften hervor. Direktion in Verhandlung treten. Uebrigens sind die Löhne bei der geht. In Preußen allein gibt es 165 Arbeitersekretariate mit Porzellanmanufattur höher als in den Privatbetrieben. Die Ver444 000 Ausfünften und 200 000 Schriftiäßen. Die Gewert- waltung wird den berechtigten Wünschen der Arbeiter entgegens fchaften geben dafür über 2 Million Mark aus tas fommen. find dagegen die 110 000 m. des Staates. Und dabei nützen diese Arbeiterjefretariate in gemeinnüßigster Weise auch den Nichtorganisierten, nur 62 Proz. derjenigen, die Auskünfte usw. erhielten, waren organisiert. Abg. Leinert( Soz.): Die Einnahmen aus der Bergverwaltung sind 174 700 m. geringer als im Vorjahre. Die Debatte darüber warf bezeichnende Schlaglichter auf die in Südwestafrika seit Jahr und Tag geübte Kongeffionspolitik und die zwischen der Regierung und teiloeise blutigsten Gründungen bestehenden Beziehungen; fic wird im Plenum ihren entsprechenden Nachhall finden. Abänderung des Militärstrafgesetzbuches. Die Kommission des Reichstages, der diese Materie zur Vorberatung überwiesen ist, sette am Dienstag die Beratung über den Antrag, der sich auf die Kontrollversammlungen bezieht, fort. Die Debatte ergab keine wesentlich neuen Momente. Angenommen wurde dann der Antrag der Fortschrittler: Die zu einer Kontrollversammlung einberufenen Personen des Beurlaubtenstandes unterstehen dem Militärftrafgesetzbuch nur für die Dauer der Kontrollversammlung." " Diese Bestimmung soll dem§ 6 des Militärstrafgesetzbuches an Nachdem der Direktor den Arbeitern keine Rohnerhöhung gewährt gefügt werden. Eine ähnliche Bestimmung soll nach einem Antrage hatte, fragten die Arbeiter, ob sie sich mit ihren Forderungen an des Zentrums, der ebenfalls angenommen wurde, dem§ 38 des den Minister wenden tönnten. Sie wurden auf eventuelle nach Reichsmilitärgefeßes zugesetzt werden. Der Kriegsminister erklärte, Am Arbeitsnachweis sind alle Arbeiter und alle Berufe teilige Folgen eines solchen Schrittes hingewiesen. Der Negierungs- daß für die Militärverwaltung diese Aenderung nicht annehm= interessiert. Die Regierung scheint paritätischen Arbeitsnachweisen tommijjar hat das vorhin indirekt bestätigt. Seine Ausführungen bar sei. Die sozialdemokratischen Anträge, den Soldaten bei Be durchaus nicht freundlich gegenüber zu stehen, sondern bureaukratische bewiesen, daß die Zentralbirektion fich noch nicht mit den Lohn- leidigungen und Körperverlegungen das Recht der Notwehc ober einseitige Nachweise vorzuziehen. Die Gesetzgebung wird sich verhältnissen beschäftigt hat. Auch eine früber bestehende Nach einzuräumen, wurden abgelehnt. wohl mit der Frage des Arbeitsnachweises beschäftigen müssen, nachmittagspause ist abgeschafft worden. Die Arbeiter erwarten die Zudem das Statistische Amt die Wichtigkeit eines Ausbaues und sage, daß ihnen von der Verwaltung keine Schwierigkeiten im Beeiner besseren Organisation der Arbeitsnachweise für die Bekämpfung triebe bereitet werden, wenn sie sich an den Minister wenden. der Arbeitslojigfeit hervorgehoben hat. Der Minister hat aber den preußischen Arbeitsnachweis belobt für die Erklärung, daß die paritätische Verwaltung nicht unparteiisch jei. Wir fönnen Die Arbeitszeit ist mit Zustimmung des Arbeiterausschusses feste nicht anerkennen, daß die bureaukratisch geleiteten Nachweise gefegt worden. Ich fann die Busage machen, daß die Arbeiter Unparteilichkeit garantieren. Wir stehen auf dem Standpunkt feine Schwierigkeiten zu erwarten haben, wenn sie sich an des Dresdener Gewerkschaftstongresies von 1911, den Ministerialkommissar und an den Minister wenden. daß nur Damit ist die zweite Lesung des Handelsetats beendigt. Es folgt der dr 4thmals öffentliche paritätische Nachweise Ein Regierungskommissar: Bergetat. Der Kampf um die Sonntagsruhe. Die Sonntagsruhekommission des Reichstages wurde am Dienstag von den bürgerlichen Kompromißparteien wieder mit neuen Verschlechterungsanträgen überrascht. Die zehn Ausnahme. fonntage, die man gesetzlich festlegen will, sollen jetzt auch für ein seine Geschäftszweige verschieden bewilligt werden können, für Badeorte, Luftkurorte und Plätze mit starkem Touristenverkehr" soll der Handel an jedem Sonntag für„ Erinnerungszeichen und geringwertige Gebrauchsgegenstände" ganz bis abends 7 Uhr freie gegeben werden. Bezeichnend war auch in dieser Sizung, daß lediglich die Sozialdemokraten gegen den Unfug der übertriebenen Ausnahmesonntage eintraten, allerdings durchaus unterstützt von Posadowsky und Marquart. Die Abstimmung ergab mit den Stimmen des Gros der bürgerlichen Parteien gegen die Stimmen der Sozialdemokraten und der Abgg. Graf Posadowsky, Marquart und Burchardt die Annahme der bürgerlichen Verschlechterungsanträge, zum Teil allerdings nur mit einer Stimme Mehrheit. Zur Besprechung stehen die Ausfuhrtarife und die den zwei Eingängern der bürgerlichen Parteien, den Abgg. Graf zu empfehlen find. Die den öffentlichen angegliederten Facharbeitsnachweise, die doch auf den Tarifverträgen beruhen, müssen logischerweise paritätisch vertvertet werden. Abg. Flesch hat be hauptet, daß die Gewerkschaften diesen Standpunkt verlassen und der Holzarbeiterverband seine Mitglieder aufgefordert habe, nicht die Preis- und Shudifatspolitif. öffentlichen, sondern nur die Verbandsnachweise zu benutzen. Was tvar aber der Grund? Der öffentliche Nachweis hatte Arbeiter ohne ihr Wissen in bestreifte Betriebe vermittelt!( hört bört! bei den Sozialdemokraten.) Dies beweist die Notwendigkeit der Mitbestimmung der Arbeiter bei der Verwaltung des Arbeitsnachweises und damit der Form der Verwaltung. Abg. v. Haffell( f.): Seit dem Jahre 1909 geht die Konjunktur langsam zurüd, auch auf dem Koblenmarkte. Hoffentlich ist das nichts anderes als Bon aller ein Atembolen auf den Wege, der uns bergan führt. größter Bedeutung für unser Wirtschaftsleben ist das Sohlen Wir hoffen, daß es Sehr nötig wäre die Vereinheitlichung des so zersplitterten yndilat, auch für unsere Arbeiterschaft. Orden für konservative Wahlhilfe. Arbeitsnachweises und dazu ein Verbot der Inuungs- und gelingen wird, das Stohlensyndikat wieder zustande zu bringen. Die Wahlprüfungskommission des Reichstages be Arbeitgeberarbeitsnachweise, die nicht gemeinnützig Der Staat wird die Aufgabe haben, Auswüchse des Syndikats zu find, sondern die Arbeiter unter den Willen der Unternehmer beugen verhindern. Der Minister muß das Stillegen von Zechen in West- schäftigte sich am Dienstag mit der Wahl des Grafen v. Westarp. Dadurch wird der alteingesessenen Arbeiter der im Wahlkreise Meseriß- Bomst mit einem Mehr von oder gar fie maßregeln sollen, wie z. B. der Zechenarbeits- falen verhindern. nachweis. Wäre der Minister bestrebt, das Stoalitionsrecht der bevölkerung ein schwerer Schaden zugefügt. Die Regierung möge 834 Stimmen gewählt worden ist. Gegen die Gültigkeit der Wahl Arbeiter zu erhalten, so müßte er sich um die terroristischen alles Erforderliche tun, um Leben und Gesundheit unserer waderen haben die Reformer Protest erhoben, deren Kandidat der ZeitungsBrattiken dieser Nachweise tümmern.( Sehr wahr! bei den Sozial- Bergarbeiter zu schüßen. Die Verzinsung der fiskalischen Bergwerke verleger Großmann war. In dem Protest wird u. a. geflagt, daß ist nicht glänzend, aber nur weil sie größere Ausgaben haben als die Bürgermeister von Unruhstadt und Rothenburg a. d. Obra den Reformern die Versammlungslokale abgetrieben haben. Im Orte die Privatindustrie. Abg. Brust( 3.): Chwalim soll auch der dort ansässige Prinz zu Lippe- Detmold, ein Bruder des regierenden Fürsten, in die Wahlagitation eingegriffen haben. Er hat einen Agitator der Reformer zu sich bestellt und dieser habe von da ab gegen Großmann und für Westarp agitiert. Obendrein habe dieser gefinnungstüchtige Mann von dem Prinzen resp. dessen Bruder einen Orden erhalten. Die Proteſtgründe waren jedoch nicht ausreichend, um die Wahl Westarps zu erschüttern- ihm blieb, selbst wenn die ungünstigsten Folgen aus den gefaßten Beschlüssen gezogen würden, noch eine Mehrheit bon reichlich 300 Stimmen weshalb die Wahl für gültig cr demokraten.) Das Kaiserliche Statistische Amt fordert zur Abstellung der Klagen die Einführung der Genehmigungspflicht für alle privaten Arbeitsnachweise. An sich hätten wir nichts dagegen, aber die preußische Regierung würde ein solches Machtmittel ausschließlich zur Förderung der Arbeitsnachweise der Unternehmer ausnutzen und darum lehnen wir die Genehmigungspflicht ab. Welche Stellung nimmt Preußen zu dem von mir mehrfach er wähnten Bericht des Kaiserlichen Statistischen Amts an den Staatssekretär des Innern? Wir ersuchen ihn, sich für das Die Verzinsung genügt, durch gute Gehälter und Löhne sollten Beamte uno Arbeiter am Gewinn teilnehmen. Eine Nicht erneuerung des Kohlenihnditats wäre von den schlimmsten Folgen. Bei der Preisbildung muß Rücksicht auf die Konsumenten genommen werden. Scheitert das Syndikat an der Starrköpfigkeit emiger Grubenbefizer, dann wird die Gesetzgebung eingreifen müssen, um einen Mißbrauch mit dem großen Nationalgut der Kohle zu verhindern. Gegen die Stillegungen muß etwas geschehen.( Bei fall im Zentrum.) Abg. Althoff( natl.) Berbot aller privatgewerblichen Nachweise auszusprechen, die die Arbeitslosen ausbeuten, weiter zur Förderung der paritätischen tarifvertragsmäßigen Vermittlungen und gegen eine allgemeine Genehmigungspflicht. Eine eintvandsfreie Arbeitslosen begrüßt die Steigerung der Produktion und die Wiedereinführung statistit wird nur von solchen Nachweisen zu erlangen sein, die fein der billigen Kohlenausfuhrtarife nach Frankreich. Verwahrung Den fleinen finanzielles Interesse an den Arbeitslosen haben. Nach dem Stellen müßten wir gegen eine aliabgabe einlegen. bermittlergeseg müssen private entgeltliche Vermittelungen fonzeffioniert Salinen und Solbädern muß gegen die Kaliwerte geholfen werden. fein. Die Streitbrecherbermittelungen der Hinke, Rentable Gruben wurden nicht stillgelegt. Die Regierung sollte Racsmaret, Reiling usw. fönnen doch bei dem verbrecherischen feine Forderung stellen, die die Erneuerung des Kohlensyndikats Charakter dieser Unternehmungen nicht fonzessioniert sein. Warum hindern.( Beifall bei den Nationalliberalen.) tritt ihnen die Regierung nicht entgegen? Das Stellenbermittlergesetz hätte auch die Handhabe gegeben, Abg. Gantert( Vp.) den Mädchenhandel in Myslowig zu verhindern. Solange bedauert die hohen Kohlenpreise und die billigere Lieferung die privaten Vermittlungen überhaupt noch nicht verboten sind, muß an das Ausland, das mit der deutschen Kohle der deutschen die Regierung diesen privaten Vermittelungen scharf auf die Finger Industrie Konkurrenz macht. Wir sind gegen ein Kohlensyndikat, fehen und eventuell mit Stonzessions entziehung vorgehen. Die Wer das eine Monopolstellung zu errichten sucht. Wenn etwa schon mittelung oberschlesischer Arbeiter unter Bor- Monopol, dann lieber noch Staats als Privat spiegelung falscher Tatsachen in das Ruhrgebiet, wo fie oft monopol. Der Fiskus muß auf das Syndikat größeren Einfluß dem Elend anheimfallen, kann auch nicht konzessioniert sein. haben als ihm nach seiner Förderung zukommen würde. Erfreulich Wir wünschen ein gutes Funktionieren des Arbeitsnachweises, ist, daß den Sicherheitsmännern in den Staatsgruben keine Schwierig als Grundlage der Arbeitslosenversicherung. Die Unternehmerpresse feiten gemacht werden.( Beifall bei der Bolfspartei.) hat übrigens selbst erklärt, daß auch zur 2 andarbeit Eignung und Vorübung gehören, daß also Arbeitslose nicht ohne weiteres auf das Land vermittelt werden dürften. Die Unternehmer wollen( sehr schwer verständlich), scheint sich dahin auszusprechen, daß er eben die Johnbrüdende industrielle Referbearmee erhalten die über die Reichstaligeſegnovelle nichts sagen könne, und daß gefeßliche Arbeiter haben dieses Interesse nicht und fordern darum gut Bestimmungen gegen Stillegungen nicht geplant seien. funktionierende Arbeitsnachweise. Das fönnen aber bureaukratische oder Maßregelungsnachweise niemals fein.( Lebhafter Beifall bei den Sozialdemokraten.) Abg. Dr. Crüger( Vp.): Die Handels- und Handwerkskammern schenken dem Seminar für Genossenschaftswesen an der Universität Halle nicht die erforderliche Beachtung. Auch das Genossenschaftsweien selbst wird von den Handwerkskammern nicht mit derjenigen Aufmerksam feit behandelt, die es seiner hohen wirtschaftlichen Bedeutung gemäß berdient. Minister Dr. Sydow: Ich erkenne die Bedeutung jenes Seminars gerne an, aber die Ausbildung von Fortbildungsschullehrern fommt es nicht Betracht. für Oberberghauptmann v. Belsen Mittwoch 11 Uhr: Beiterberatung. Schluß gegen 5 Uhr. Parlamentarisches. Kolonialetat in der Budgetkommission. flärt wurde. Jugendbewegung. Der Lehrerberuf und nationale Jugendpflege. Jm Amtlichen Schulblatt des Regierungss bezirts Königsberg" wird vom Schulvorstand zu Tranjiau ( Kreis Fischhausen) die einzige Lehrerstelle des Drtes folgendermaßen ausgeboten: „ Bewerber, die zum Zwed der Jugendpflege des Harmoniums spiels hundig find und in militärischer Beziehung gute Zeugnifie aufzuweisen haben, werden bevor augt." Es kommt also nicht auf die pädagogische Befähigung, auf die wissenschaftlichen Leistungen an, sondern der militärische Drill ist heute maßgebend. Und nicht das, was der Lehrer auf dem Seminar, sondern was er auf dem Kasernenhofe gelernt bat, soll er der Jugend beibringen. Das verlangt die nationale" Jugendpflege. Ortskrankenkasse der Gürtler zu Berlin. Bom Montag, den 16. d. Mis., as befindet sich unser Kaffenlofal Oranienstr. 138 v. I links. Des Umzuges wegen bleibt das Lotal Wassertorite. 10/11 am Somm Der Vorstand. 269/18 Bei der Beratung des Etats für Südwestafrika wurde abend, den 14. März cr., geschlossen. am Dienstag beim Kapitel Landespolizei zunächst ein Zehntel der geforderten Summe, ebenso ein Zehntel der für farbige Hilfskräfte eingestellten Summe von 155 000 m. gestrichen. Die Kolonie braucht für Landespolizei und Schußtruppe einen inte ich szuschus bon 13,6 Millionen Mart. Um das Reich von Zum Kapitel„ Königliche Porzellanmanufattur" bemängelt Sie bleiben gesund, wenn Sie schnupfen Milo- Rund 3. B.: E. Liesack, Borrigender. Bester russischer AugenIn Freien Stunden Die Schnupftabak in Ausgaben und die Kommission von Detailberatungen zu entlasten, Wochenschrift für Arbeiterfamilien Dosen und Päckchen a 10 Pf. beantragte Erzberger, den vom Reiche zu deckenden Fehlbetrag für die nächsten Jahre auf höchstens 10 Millionen Mark festzusetzen, Wöchentlich 1 Heft für 10 Pf. burch ben Zigarrenhandel..