Nr. 23. Erscheint täglich außer Montags. Brets pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlic 1,10 mt, wöchentlich 38 Big frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags: Nummer mit tlluftr. Sonntags- Beilage Neue Belt" 10 Bfg. Bon- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuz band: Deutschland u. Defterreic Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. In der Poft Beitungs: Breislifte für 1894 unter Nr. 6919. = 63 Vorwärts 11. Jahrg. Anfertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Beritzeile oder deren Raum 40 Big., für Vereins- und Beriammlungs Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächte Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in Der Expedition abgegeben werden. Die Ervedition ift an Wochentagen bis 7 Uor Abends, an Sonnund Feittagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: 3mt I, 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. bromid Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beutb- Straße 2. Sonntag, den 28. Januar 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Der Omladina- Prozek.czechische Bewegung hatte ursprünglich nicht den ge- Schon in der ersten Debatte über den AusnahmePrag, den 24. Januar 1894. " " czechen, wohl aber die dynastischen Gefühle". Die junge| ,, Corriger la fortune"(" Das Glück verbessern") zu greifen. antidynastischen Beisaz, ja ihr Haupt- Zustand im Parlament hatte Abg. Herold ein Notizbuch programmpunkt, das ,, böhmische Staatsrecht" die eines gewissen Rudolf Mrva, eines buckligen HandDer Prozeß gegen die" Omladina", der sich nun seit Vereinigung von Böhmen, Mähren und Schlesien zu schuhmachers, der den romantischen Beinamen Rigoletto von etwa vierzehn Tagen vor dem Ausnahmegericht abspielt, ist einem autonomen Verbande, mündete in der gewiß nichts Toscana trug, vorgewiesen, aus welchem dessen Beziehungen nicht nur ein politischer Prozeß, er ist auch im höchsten weniger als antidynastischen Forderung aus, der Kaiser zur Polizei und zugleich dessen Autorschaft gerade der Grade bezeichnend für die politischen Verhältnisse in Defter: Franz Josef möge sich in Prag krönen lassen. Das ging schwersten Verbrechen der Majestätsbeleidigung" und des reich. Um das gehörig würdigen zu können, muß man sich soweit, daß selbst in jener als stärkste Aeußerung der Hochverraths" hervorging. Natürlich leugnete die Regieerinnern, daß am 12. September der Ausnahmezustand über loyalität geltenden Rede des Abgeordneten Gregr im rung diesen Zusammenhang der Dinge ab und verwies auf Prag und Umgebung verhängt, das Geschworenengericht Reichsrath die Abnahme des dynastischen Gefühls von ihm den Prozeß, welcher den Mitgliedern der Omladina gemacht sns pendirt, das Vereins- und Versammlungsrecht beschränkt immer nur als eine durch die Regierungspolitik be- werden sollte. und die Presse unter direkte Polizei- Aufsicht gestellt, und wirkte, aber höchst beklagenswerthe Thatsache hingestellt Die Verhandlung über den Ausnahmezustand im Pars daß das alles dem Parlamente gegenüber einzig und allein wurde. lament fiel gerade in die Zeit des Sturzes des Ministeriums motivirt wurde mit den Ruhestörungen" und anti- Einen etwas anderen Charakter nahmen die Verhält- Taaffe und wurde zum Objekt des politischen Schachers. dynastischen Demonstrationen, die angeblich von dem„ Geheimnisse in Böhmen durch den Umstand, daß daß die Die deutschliberale Partei machte in ihrer Haltung zu bund" Omladina ausgingen. Bekannt war seit langem, Jungczechen flug genug waren, die Forderung des allge- dieser Frage eine Reihe grotester Wandlungen durch, und daß die fanatische nationale Agitation der Jungczechen meinen, gleichen und direkten Wahlrechts ohne kleinliche während sie dem Grafen Taaffe die Berathung der Aneinige sonderbare Blüthen trieb. Das jugendliche Element, Rücksichten auf Vortheil oder Nachtheil in den einzelnen gelegenheit versagte, verzichtete sie, den schönen Augen des das sich ihr anschloß, seinem Radikalismus in übermüthigen Wahlbezirken zu erheben. Man thut ihnen wohl nicht Un- Fürsten Windischgrät zu Liebe, auf jeglichen WiderStreichen Ausdruck gab, die ein vernünftiger Mensch ebenso recht, wenn man diesen Schritt als ein kluges Manöver stand. Aber es war nicht möglich, das für die Annahme wenig als geschmackvoll denn als staatsgefährlich bezeichnen ansieht, bei welchem es ihnen weniger um das allgemeine des Ausnahmegesetzes in anständigen Formen nöthige fann, das Beschmugen von Briefkästen, welche den kaiser Wahlrecht, als um den Anhang der Massen und womöglich Gruseln hervorzurufen, selbst nicht durch die pikantesten lichen Adler tragen, die ziemlich unhöfliche Behandlung von um die Gewinnung der Arbeiterschaft zu thun war. Be- Polizeiberichte. Es mußte dazu gegriffen werden, daß die öffentlichen Monumenten verstorbener und Büsten des tanntlich war der Erfolg ein ganz anderer, als sie vorher Prostituirung der Liberalen durch eine geheime Auslebenden Kaisers, heftige Redewendungen in Bersammlungen, jehen konnten, die Sozialdemokratie und nicht zuletzt die schußberathung gedeckt wurde, aus welcher herausund dazu hier und da ein bischen Radau in den Straßen hier am meisten in Betracht kommenden czechischen Arbeiter kommend sie geheimnißvoll von den furchtbaren mit obligatem Bereat vor dem deutschen Kasino ein nahmen den Jungczechen die Führung in der Wahlbewegung Dingen flüstern konnten, welche die Regierung ihnen Pereat, bas auszubringen man allerdings nicht gerade ein aus der Hand, und die Jungczechen ernteten etwas Respett, eröffnet habe. Für die Wissenden war es aber schon fanatischer Czeche sein muß das war eigentlich alles, aber sehr wenig Anhang. Die Regierung bekämpfte beide da mals klar, daß der Ausnahmezustand gar keinem anderen was man wußte. Daß aber das, was man wußte, auch Bewegungen, die nationale wie die sozialdemokratische mit Zweck zu dienen habe, als die Verurtheilung der Omladinisten wirklich alles sei, wurde von der Prager Statthalterei, einem und demselben Mittel, mit dem einzigen, das ihrer zu ermöglichen. wurde vom Wiener Ministerium energisch geleugnet. Staatsweisheit zur Verfügung steht, mit ungeseßlichen Ver- Noch vor Beginn des Prozesses ereignete sich ein der Seitdem sich der czechische Feudaladel von der jung- boten von Versammlungen, mit ungefeßlichen Auflösungen Polizei höchst augenehmer Bwischenfall. Zwei Mitglieder czechischen Bewegung losgesagt hatte, die mehr und mehr von Vereinen, mit ungesetzlichen Verfolgungen der Presse. der Omladina- Partei erdolchten den Mrva, welcher zwar einen fleinbürgerlichen und fleinbäuerlichen radikalen Hierdurch nun kam die Regierung nach und nach in eine mitangeklagt, aber bezeichnender Weise auf freiem Fuße geCharakter annahm, mußte diese Bewegung als der Aus- Sackgasse, aus welcher sie sich nur retten konnte, entweder blieben war. Diese That, über welche natürlich sämmtliche bund aller Niederträchtigkeit hingestellt werden. Das ge- durch offene Unifchr zuin Gesez, oder durch eine Gewalt Autoritäten in Entsehen zu gerathen sich den Anschicht in Desterreich am Promptesten dadurch, daß man sie that. Sie entschloß sich für lettere, sie entschloß sich zum schein gaben, war doch ausschließlich im Interesse der als antidynastisch" denunzirt. Mit der Liebe zur Tynastie Ausnahmezustand und mußte dafür einen Motivenbericht Prager Polizei und der böhmischen Statthalterei ist es nun so ein eigenthümliches Ding. Es ist recht schaffen. gelegen. Sie beseitigte ein Individuum, welches die Anschwer, fie auszurotten, wo sie vorhanden ist, aber fast Das wurde nach bewährten Mustern von der Prager flage als wichtigsten Belastungszeugen führte, der aber bei noch schwerer, sie zu erwecken, wo sie nicht vorhanden Polizei besorgt; aus der Omladina, einem Verein, dem die der Verhandlung als Lockspizzel entlarvt werden mußte, ift, und ganz unmöglich ist, sie einzuprügeln. Gerade das Statthalterei die Genehmigung versagt hatte, und der und so die Verurtheilung der Angeklagten entschieden eraber wurde am czechischen Bolte versucht. In einigen wesentlich aus Studenten und einigen wenigen kaum dem schwert hätte. Briefen aus Desterreich, die der Vorwärts" früher brachte, Knabenalter entwachsenen Arbeitern bestand, wurde unter Nun stehen 77 junge Leute, von denen 36 unter wurde ausgeführt, wie das Ministerium Taaffe im legten den Händen der Polizei ein gefährlicher Geheimbund, zwanzig Jahre alt sind, vor dem Ausnahmegericht. Die Jabre seines Bestandes den Kaiser veranlaßte, gegen die welchem alle Missethaten in die Schuhe geschoben wurden, Verhandlung selbst enthüllt einen europäischen Skandal. parlamentarische Vertretung der Jungczechen eine unmiß mit welchen man den Ausnahmezustand motiviren wollte. Fast jeder der Angeklagten weiß zu berichten, daß man verständliche, schroff abweisende Haltung einzunehmen. Was Aber es sind sichere Anzeichen dafür vorhanden, daß die ihm Geständnisse in der Boruntersuchung, und insbesonders dabei, wie für jeden Vernünftigen vorauszusehen war, Prager Polizei es sich an der Aufbauschung des Thatsäch- bei der polizeilichen Inquisition abgepreßt habe. In Echaden litt, war keineswegs die Popularität der Jung- lichen nicht genug sein ließ, daß sie soweit ging, zum einem Falle wurde ein Angeklagter sogar betrunken gemacht, 300 290 Feuilleton. Nachdruck verboten.] Helene. [ Alle Rechte vorbehalten ( 28 Roman in zwei Bänden von Minna Kautsky. Sie sprach von ihrem Enthusiasmus für alles Schöne und wie sehr sie mit seiner künstlerischen Auffassung sympathifire. sie Aufnahme finden, aber der erste Schritt, den sie dazu gethan hatte, war nicht glücklich abgelaufen. Sie hatte einen Schriftsteller kennen gelernt, der ein fünfattiges Drama geschrieben hatte, das er für ein großes Meisterwerk hielt. Er hatte sie alsbald zu derselben Anficht befehrt. Dieses Drama, sie war davon überzeugt, mußte eine neue Aera herbeiführen, und die Bühnen- Literatur aus dem Sumpfe reißen, in dem sie sonst unrettbar versant. Es war bestimmt, Schule zu machen. Ein Kreis vornehmer Gäste würde sich um diesen Mittelpunkt sammeln, und um selbst einen Platz darin einzunehmen, hatte sie den Dichter geheirathet.. Wir sind Beide Idealisten und Romantiker, durch und durch; ich streite auch mit Jedem, der Meister Lufft der realistischen Schule zuzählen möchte... welche Herab- Aber als sie ihn hatte, wars mit der Freude vorbei setzung des Göttlichen... Sie müssen dagegen protestiren." Der Dichter und sein Drama verschlangen Summen Das ist mir ganz egal," sagte er trocken, realistisch aber sie waren nicht aufführbar- alle beide. oder idealistisch, ich mach's halt, wie ich's seh, wie ich's Er starb indeß bald an den Folgen einer allzu schwelempfind', wie mir's in den Fingerspitzen sigt. Ich möcht' gerischen Lebensweise, an die der Poet nicht gewöhnt war. immer, sei's ein großer oder ein kleiner Auftrag, mein Die trauernde Wittwe aber trug ihren Schmerz in die Bestes geben. Das ist mein ganzes künstlerisches Be- Ferne, sie reiste nach Indien. teantniß. ,, Sehen Sie nur, wie sich die Lotosblume immer dichter um den armen Lufft herumschlängelt, es scheint ihm ganz ängstlich dabei zu werden," flüsterte ein junger Elegant, Friß Schultes, inmitten einer Herrengruppe. Das zeigt mir den Jdealmenschen in seiner Größe," rief sie wie hingeriffen mit ihrem dünnen Stimmchen, indem fie sich sanft an ihn lehnte." Nur mit Euch Auserwählten möchte ich verkehren, die Welt ist aber prosaisch geworden und ich bin so unglücklich!" Und die traurige Millionärin sah mit einem schönen, weltschmerzlerischen Blick zu dem Bildhauer empor. Gott," seufzte er wieder in sich hinein. Ihr Vater war ein übelbeleumdeter Kornwucherer gewesen und sie trug ihre Abstammung wie eine Dornentrone mit sich herum. Aber es war eine reich vergoldete, mit Brillanten geschmückte, die ihren Glanz über sie ausstrahlte. Aber was war ihr Geld und Geldeswerth; sie verlangte nach Ruhm; in den Reihen der beaux, esprits wollte Alle lachten. " Sehr gut!" medkerte Schultes, etwas lauter als die übrigen, und deshalb mußte sie nach Indien gehen? das hätt' fie billiger haben können." Sie wollte Sanskrit lernen, um die alte Literatur der Inder zu übersetzen." " Sehr gescheidter Gedanke!" " Aber es ist ihr zu heiß dazu gewesen, und so hat sie's stehen gelassen." " Das war noch gescheidter." ihre " Jezt soll sie der Lufft unsterblich machen, er wird Büste modelliren." Da wird nicht viel los sein, was?" " Für ihn wird schon was herausschauen," meckerte " Haha, fie läßt ja auch den Seligen bei ihm ausSchultes. " gekommen." hauen." " Noch dazu aus tararischem Marmor, das wird ihr ein Heidengeld kosten." Aber ich bitte, der gute Mann ist ihr niemals billig „ Es ist haarsträubend, womit vermögende Frauen ihr Geld verputzen," seufzte Dr. Mende. wir werden es schon noch erleben, wie diese kleine Lotosblume ihrer Millionen entkleidet am Trockenen ſizen " Haha, das giebt ein Bild." ,, Sie spricht wohl Sanskrit mit ihm, weil er gar so verwundert drein schaut," wizelte der Ministerial- Vizesekretär wird." Doktor Mende. Die Gruppe hatte sich vergrößert und auch die Neu" Jst sie wirklich in Indien gewesen?" " Gewiß, sie hat von dort geschrieben, ich habe die herzugekommenen Lachten mit. Briefe gelesen." So, waren sie interessant?" Etwas monoton, sie schrieb in allen daffelbe: ach meine Freunde, wie heiß ist es hier... ach, wie ich in diesem heißen Lande mich nach Euch sehne... vergeßt mich nicht, die ich hier vor Hize verschmachte, umgeben von Gefühllosigkeit." Sonderbar, ich glaubte, nur wir Lebemänner verstünden die Kunst, das Erbe unserer Väter rasch durchzubringen," bemerkte in einem näselnden Ton ein junger Mann von salopper Haltung, mit einem hübschen fahlen Gefichte und roth geränderten müden Augen, der auf den Namen Lippert hörte. Alle kannten ihn und Alle nickten ihm zu. " " um flüssiget sprechen zu können; es giebt Angeklagte, I erft Sonnabend die Einladung zu einer Enquete, die am Mitt-[ Betrüger, die ein gutes Geschäft erhofft hatten. Das Bolt die mishandelt wurden, es giebt Angeklagte, denen die woch stattfinden sollte. Es war ihnen somit unmöglich, sich mit aber, das die Komödie mit flarem Blick wirdigte, und dem Freiheit versprochen wurde, wenn sie gewisse Personen als ihren Berufsgenossen ins Ginvernehmen zu setzen, wozu doch Schaugepränge fern blieb, hatte wieder einmal Gelegenheit, Urheber der Verschwörung" nennen. Mrva hatte An- zum mindesten den Theilnehmern an der Enquete Gelegenheit sich von der Geistesarmuth und Charakterlosigkeit berer zu gaben über eine geheime Organisation gemacht, die das gegeben werden sollte. Weit zahlreicher als unsere Genoffen waren die Vertreter der überzeugen, die sich beffer und mehr dünken als das Volk, Hand" system zur Grundlage habe. Je fünf Mitglieder, Hirsch- Duncker'ichen Metallarbeiterorganisation zur Enquete ge- und seine natürlichen Herren" zu sein wähnen. Finger", sollten eine Spize haben, den„ Daumen", alle laden, diesen Vereinen gehörten an der Former Hugo Kamin Das Bolf von Berlin war nicht dabei- das wiederTaumen" hätten unter einem Diktator" gestanden, seien in Berlin, der Gifendreher Ferdinand Kloesel in Ratibor, der holen wir. Nicht für unsere Leser in Berlin und dem fich aber untereinander unbekannt gewesen. Gmaillirmeister Wilhelm Henneberg in Zangerhütte, der Emaillirer übrigen Deutschland. Sie wissen, daß die Stadt, C3 erregte die größte Verblüffung unter den Richtern Richard Baudach in Düsseldorf, demnach gerade doppelt so viele von deren sechs Wahlkreisen fünf in den Händen und dem Publikum, als der Angeklagte Modracek, der, wie Angehörige unserer Organisationen. Keinen Organisationen der Sozialdemokratie sind, dem Fälscher der Emser Tepesche nebenbei erwähnt, nachwies, daß er nur auf der Auflage- gehörten die aus Württemberg und Elfaß- Lothringen entsandten und dem Urheber des Sozialistengesetzes nicht sich zu Füßen bank size, weil man ihn mit einem gewissen Wondracek beiter an. Arbeiter und der britte Theil der für Preußen ausgewählten Ar- wirft wir sagen es für das Ausland, dessen Preffe, verwechselte, die einfache Frage stellte, wie denn jener Während die Arbeiter als Personen eingeladen wurden, von verlogenen Korrespondenten bedient, das Lügenmärchen Mrva die Namen der sämmtlichen Daumen" habe an- waren die Unternehmer als Vertreter ihrer Drganis verbreitet, der Exhausmeier habe das Herz des deutschen geben können, da er ja selbst eitlärt habe, daß sie sich fationen anwesend, worin die Nichtachtung der Arbeiter Voltes. Ein Gang in die Arbeiterquartiere Berlins hätte untereinander nicht fannten 8um Ueberfluß stellte sich organisationen feitens der Reichsregierung zum Ausdrucke dem Säkularmenschen das Herz des Volkes" gezeigt. Genug finita commedia beraus, taß der ganze Roman von den Fingern und tommt. Mag faun fich noch immer nicht entschließen, die das Spiel ist aus und Daumen einem gedruckten Roman eines gewissen Sabina, Organisationen der Unternehmer und Arbeiter als gleichwerthig die Todten mögen ihren Todten begraben! entnemmen sei, und daß der Untersuchungsrichter offenbar Vertreter der Arbeiterklaffe, daß man selbst die in dem und gleichberechtigt zu behandeln, ja so sehr fürchtet man die Die Agrarier haben erwartet, daß die Anwesenheit weniger Literaturkenntniß gehabt hatte als der Lockspiel Geseze über die Gewerbegerichte vorgesehenen Begutachter von Bismarck's in Berlin sür sie den Nußen haben wird, daß Mrva. Die Verhandlung wird geheim geführt und die Gesekesvorlagen nicht einberuft. der deutsch- russische Handelsvertrag nicht zu stande kommen interessantesten Details dürfen die Blätter nicht bringen. Von den Unternehmer- Organisationen waren vertreten: wird. Sie sind wieder einmal die Gefoppten. Der Kaiser Was aber tretdem in die Deffentlichkeit dringt, genügt rollständig, 1 m die österreichische Justiz in einem schon mehr der Verein zur Wahrung der gemeinsamen wirthschaftlichen soll mit Bismarck kein Wort über Politik gesprochen haben der Verein zur Wahrung der gemeinsamen wirthschaftlichen und der Reichskanzler und die Minister haben Bismarck als zweifelhaften Lichte erscheinen zu lassen. Damit ist nun Interessen der Saar- Industrie; men woulbje durchaus nicht gesagt, daß die Angeklagten, gegen welche ein so beschaffenes Belastungsmaterial vorliegt, freigesprochen werden; im Gegentheil ist ihre Verurtheilung ficher. Es ist eine Eigenthümlichkeit der öffentlichen Rechts " der Gesammtverband deutscher Metallindustrieller; der Verein zur Wahrung der gemeinsamen wirthschaftlichen gar nicht gesprochen. Bismarck ist eben todt, mag er noch Interessen in Rheinland und Westfalen; so viel von sich reden machen und selbst reden. der Verein deutscher Gisenhüttenleute; der Verein deutscher Eisen- und Stahl- Industrieller; der Verein deutscher Messingwerke; der Verein deutscher Eisengießereien. Die Währungs enquete soll in der ersten Hälfte des Februar zusammentreten. Die Personen, welche befragt werden sollen, scheinen bestimmt zu sein, wenigstens pflege," daß alles, was Majestätsbeleidigungen" nur irgend en Borfitz führten die Unter- Staatssekretäre v. Rottenburg melden die freisinnigener, daß Herr Ludwig BamW wie nahekemmt, und der Begriff ist hier ein ganz unglaublich weiter, mit den schwersten Strafen belegt wird, und und Lohmann. Außer diesen waren sechs Gewerbe Aufsichtsberger schon eine Einladung erhalten hat. Von Vertretern die Vertheidigung so gut wie gat feinen Epielraum hat; beamte und zahlreiche andere Kommissare anwesend. der Arbeiterklasse ist unseres Wissens bisher niemand gedie Rechtspflege wirkt in diesem Falle automatisch wie eine Im wesentlichen handelte es sich bei dieser Enquete darum, laden worden. Obgleich die Lohnarbeiterklaſſe an jeder Guillotine. Es ist schwer zu glauben, daß diefe Verhältnisse, ob die zahlreichen Ausnahme Bestimmungen von der Sonntags: Nenderung der Währung intereſfirt ist. die fich nicht etwa nur in Prag bei diesem Prozeß zeigen, werben, oder nur in ganz bestimmten Ausnahmefällen zur Anruhe, die§ 105c der Gewerbe- Ordnung zuläßt, genau festgelegt sondern für die wir gerade in der legten Zeit einige furcht: wendung gebracht werden dürfen. Verhandlungen über die Aufhebung der Staffelbare Beispiele in Wien haben, zurückzuführen feien auf Die Arbeiter vertraten den Standpunkt, daß nur von tarife werden in den nächsten Tagen hier stattfinden, nach eine ausnahmsweise hochgrabige Empfindlichkeit der Mit Fall zu Fall und blos wenn es unbedingt nöthig sei, die Sonn. Meldungen von anderer Seite haben sie schon begonnen. glieder der Tynastie gegen Verlegungen der„ Ehrfurcht" tagearbeit gestattet werden soll, die Unternehmer dagegen wollten Von Seiten Preußens nehmen Vertreter der Ministerien ihnen gegenüber. Im Gegentheil ist es sicher, daß aus am liebsten durch eine Unzahl von Ausnahmebestimmungen die der öffentlichen Arbeiten und der Landwirthschaft, sowie fchließlich eine unglaubliche Liebedienerei, ein zynisches Sonntagsrube fait ganz illuforisch machen und sich in ihren des auswärtigen Amtes an den Verhandlungen theil. Die Streberthum, das bei einzelnen Richtern zutage tritt, diese Reiben, wo sie sich als unumschränkte von Gott Mammon ein Namen der bayerischen Delegirten sind auch bekannt. Es Praxis in die österreichische Justiz eingeführt hat. Daß gelegte Alleinherrscher fühlen, von Fabrikinspektoren und Polizei scheinen somit Vertreter aller oder wenigstens der größeren die Wirkung davon aber durchaus nicht zum Vortheil ganen nicht hineinreden und kontrolliren lassen. Die Unters Bundesstaaten zu den Verhandlungen abgeordnet zu sein. Vortheilnehmer waren, von einer einzigen Ausnahme abgesehen, darin der mit so brutalen Mitteln geschützten" dynastischen ganz einig, daß die wenigen den Arbeitern günstigen Beslim Gegen die Quittungs- und Frachtbrief- Steuer Gefühle in der Bevölkerung ausschlägt, ist selbstverständlich. mungen über die Sonntagsruhe soweit es irgendwie geht, aus hat sich auch der Verband sächsischer Gewerbe- und HandDie Regierungspresse hat die Omladina, welche nach der Welt geschafft werden. Die Arbeiter konnten sich hierbei mit werkervereine, der 132 Vereine mit 26 900 Mitgliedern umder Auffassung der Angeklagten nicht etwa ein Geheim eigenen Ohren überzeugen, mit welch' zynischer Unverfrorenheit bund, sondern eine politische Partei ist, in Verbindung ge die Unternehmer gegen die Gewerbe- Aussichtsbeamten auftreten faßt, mit einer Petition an den Reichstag gewandt, welche bracht mit sozialistischen Strömungen, und schien eine Zeit und wie rücksichtslos sie ganz allein die Interessen ihres Geld. u. a. ausführt, daß dieser Entwurf eine besondere Erlang nicht übel Luft zu haben, die Arbeiterbewegung mit faces vertreten. Den Herren Unternehmern war es sehr peinlich, bitterung in den weitesten Kreisen namentlich dadurch daß sie ihre Aussagen unter Kontrolle von Arbeitern machen hervorgerufen hat, daß er nicht den Großbetrieb und die dieser Angelegenheit zu verquicken. mußten, sie ließen es an Bemühungen nicht fehlen, die Arbeiter großen Einkommen, sondern die mittleren und kleinen Beauch einzuschüchtern, was ihnen übrigens bei den organisirten triebe und deren Umsätze am schwersten treffen würde. Bei Arbeitern nicht gelang. Den Vertretern der Regierung muß zu gestanden werden, daß sie die Verhandlungen objektiv leiteten und, von Ausnahmen abgesehen, nicht den Unternehmerstandpunkt einnahmen. Vor allem ist zu fonstatiren, daß die reichen tech nischen Erfahrungen der Gewerberäthe mit den Forderungen der Arbeiter zusammentrafen, während die Unternehmer, bie alles, was im Interesse der Arbeiter liegt, aus betriebstechnischen Gründen für unmöglich erklärten, sich im beständigen Gegenfaße zu den Aufsichtsbeamten befanden, Der Verlauf des Prozesses hat aber auf's deutlichste gezeigt, daß die einzige einzige Beziehung zwischen der Omladina und der czechischen Sozialdemokratie die war, daß die Omladinisten sehr gern die Arbeiterschaft gewonnen hätten, daß sie aber dabei auch nicht den geringsten Erfolg hatten. Nach Beendigung des Prozesses wollen wir hierüber Nach Beendigung des Prozesses wollen wir hierüber und über die anderen interessanten Seiten der Sache be richten. in zag du Die Sonntagsruhe der Metallindustrie. Am letzten Mittwech fand im Reichsamt des Innern eine Erquete über die Eruntagsruhe statt. Es handelte sich für die Reicherezirung darum, die Meinung der Unternehmer und Ar: beiter der Wietallindustrie( Gruppe V der Gewerbestatistik) über die Wünsche und Bedürfnisse der Industrie nach Ausnahme bestimmungen von der Sonntagsrube tenuen lernen, der Großindustrie und dem Großhandel würden in der Hauptsache große Werthbeträge und Massenverfrachtungen burch die Quittungs- und Frachtbrief- Steuer getroffen werden. Der Kleinbetrieb müsse aber mit kleinen Beträgen und kleinen Sendungen rechnen. In der Mehrzahl werden diese kleinen Sendungen aber immerhin einen höheren Frachtbetrag als 1 M. und einen höheren Werthbetrag als 20 M. ausmachen, womit die neue Stempelbesteuerung geAus dem ganzen Gange der Verhandlungen mußte man den geben sein würde. Das Kleingewerbe, das Handwerk liege Gindruck gewinnen, daß die Vertreter der Reichsregierung außer banieder. Das Gesetz über die Sonntagsruhe hat den Umtande sein werden, weitere Ausnahmebestimmungen von der Sonntagsruhe, als ohnehin im§ 105c gestattet sind, im Bundes faß und damit die Einnahmen verringert. Nun drohe der rathe zu befürworten. Die Aussichtsbeamten und die Arbeiter vorliegende Gesezentwurf weitere Hemmnisse zu bringen batten unangreistar festgestellt, daß die Unternehmer all' das, und die Steuerkraft noch weiter anzuspannen. was sie auch nur mit einem Schein von Recht fordern könnten, im Gesetze schon fürsorglichst bewilligt erhalten haben. Neu- Organisation der preußischen Staats- Eisenbahuen. Bereits in den nächsten Tagen soll, wenn die „ Köln. 8tg." recht berichtet ist, die Kabinetsordre erscheinen, welche für die preußischen Staatsbahnen die Grundzüge für Neuorganisation aufstellt. Minister Thielen habe in den Lehten Tagen dem Man batte fich in Breußen endlich entschloffen, auch Arbeiter Politische Leberlicht. bie ergo in Raiſer ausführlich Bortrag gehalten und der Berlin, den 27. Januar. zur Enquete einzuberufen, welche die Wünsche ihrer Kollegen allgemein als Vertrauenspersonen fennen derselben Kaiser habe den Grundplan vollständig genehmigt. Es handelt angesehen werden dürfen. Dies ist aber auch der einzige Er fam, sah, ging und ist gegangen. Das sich vor Allem um eine wesentliche Bereinfachung und BerFortschritt der Enquete gegenüber der vorangegangenen. war der welthistorische Moment", den der Korybanten- besserung der Berwaltung in der Weise, daß statt der zur Uebrigens waren 2011 ten einberufenen elf Arbeitern Chor der goldhungrigen Speichellecker- und millionengierigen Beit bestehenden drei Instanzen deren nur zwei beibehalten im ganzen nur zwei ausgesprochene Sozialdemokraten, was Millionäre seit Anfang der Woche in allen Tonarten werden. Zu dem Ende wird die Zahl der jetzigen Eisensicherlich nicht der Bedeutung unserer Partei innerhalb der Für ein paar bahudirektionen von 11 auf 20 vermehrt werden, während Arbeiterflaffe entspricht. Man scheint sich nur ungern und erfi hysterischer Servilität besungen hatte. recht spät entschloffen zu haben, endlich auch berufene Arbeiter Stunden war ein Mensch mehr in Berlin das ist alles. die Betriebsämter wegfallen und anderseits neue Juspektionen perireter zu befragen, denn unsere Genossen, der Former Alvin Nichts ist verändert, alles beim Alten; und von dem tollen für die verschiedenen Betriebszweige eingeführt werden. Die Körsten und der Schlosser Reinhold Pegold aus Berlin, erhielten Eput nichts übrig als der Kazenjammer der betrogenen Durchführung soll am 1. April 1895 erfolgen. Davon fann unser Freund was erzählen, c'est l'enfant prodigue( der verlorene Sohn)," scherzte der Vize, und klopfte dem Lippert so fest auf die Schulter, daß dieser zusammenknickte. langweilten Ausdruck, wie er denn in Allem und Jedem die größte Nonchalance zur Schau trug. Man scherzte über seine Ungenirtheit und Faulheit, sich der Länge nach auszustrecken. da Er rührte sich nicht und beluftigte sich nach wie vor, Nauch in Spiralen aus der Nase zu blasen. Ich habe Dir einen Gruß von einer Tame auszurichten, die sich soeben nach Dir erkundigt hat," sagte Morre und setzte sich ihm gegenüber. Der Kleine gab keine Antwort. Ich behaupte nämlich," begann Lippert, nachdem er fich wieder aufgerichtet, es ist ein Unsinn, was da die Sozial- den bemokraten immer von Anhäufung des Kapitals plappern. Wo häuft sich's denn an, ich bitte, mo? Bielleicht eine Generation hindurch, oder zwei- höchstens höchstens dann ist es wieder in alle Winde zerflattert, dann ist es wieder dem Bolke zurückgegeben durch uns. So vollzieht sich der Ausgleich ganz von selbst ganz schmerzlos." Er machte eine Anstrengnug, um die rothen Augenbeckel, die zufallen wollten, wieder zu heben, Das ist auch wahr, das ist ganz richtig," bethenerten alle, von so viel Lebensweisheit gleichsam betroffen. So entspringt Eure Verschwendung gleichsam nur dem Triebe, arm zu werden?" spöttelte Morre, der sich bisher im Hintergrunde gehalten hatte. So ist es," bestätigte Lippert, wir streben nach Besitzlosigkeit, indem wir das Geld zum Fenster hinauswerfen, wir find Sozialisten aus Instinkt. Esel seid Jor," murmelte Morre. " Wo ist Tonner?" fragte er dann. Man wollte ihn an der Thür gesehen haben, wo die Hereinkommenden Revue passiren ließ. Jezt ist er im Rauchzimmer, berichtete Lippert, liebt die feinen Zigarren des Hausherrn." er er " Tas ist eine grandiose Jbee," riefen die anderen, davon könnten wir auch profitiren." Kommen Sie, meine Herren," sagte Morre, mit einer einladenden Geberde. Sie ist schön, macht das keinen Eindruck auf Dich?" Nein," " Jung." Was hab' ich davon?" Willst Du denn immer was davon haben?" Blaubst Du, daß ich meine Bequemlichkeit umsonst aufgebe? Wenn mich Eine haben will, soll sie herein tomment." Morre lachte. Ei, man hat Dich zu sehr verwöhnt." So ziemlich-fie schalzen vor Vergnügen mit der Bunge, sobald sie mich nur zu sehen friegen was mache ich mir daraus?- Dekolletirte Rücken hätte ich nachgerade genug beivundert. Ist das eine dumme Mode! Die Kleider rückwärts in Herzform auszuschneiden und so tief herab höchst unästhetisch, und die meisten sind noch dazu so mager, daß man die ganze Anatomie ihres Rückgrates studiren kann- scheußlich!" Er sagte das alles mit affektirtem Phlegma, es wirkte nur um so bissiger, dann warf er die Zigarre bei Seite und legte sich auf den Rücken." Ter ist heute schlecht aufgelegt," hieß es, da ist der Liebe Müh umsonst. Die Herren begaben sich in das arabische Zimmer und fanden Donner auf einem Divan ausgestreckt, eine Havana rauchend. Es war ein kleiner häßlicher Mann mit einem Was reden Sie da von Liebe?" fing Donner wieder großen Kopf, der ungemein sorgfältig rasirt war. Seine an, meinen Sie, es existirte dieses Gefühl noch bei unseren Gott bewahre die sind viel zu moralisch fleinen scharfblickenden Augen hatten absichtlich einen ge- Damen? Gott bewahre dazu viel zu vorsichtig. Liebe! fie kennen das nur dem Namen nach. In Wahrheit lieben sie weder den Mann, noch ihre Kinder nicht einmal ihre Berehrer, sie lieben nur sich selbst. O, ich fenne sie, diese frostigen Walküren! Ja, mit uns tokettiren, uns den Hof machen, ja, uns reizen, das mögen fie, das beluftigt sie, das hat keine Konsequenzen aber da bank' ich!" Wie im plöglichen Zorn warf sich dieser kleine Körper hin und her, daß der Divan federte, dann stimmte er in das allgemeine Lachen mit ein. Na, wer läßt mich denn grüßen?" fragte er nach einer Pause, als die allgemeine Heiterkeit sich etwas gelegt hatte. ,, Auf dieses Präludium hin werde ich Dir die Dame nicht nennen, versicherte Morre. Nicht? Dann werde ich sie errathen." Wirklich, Du machst mich neugierig." Donner rutschte mit seinen kurzen Beinchen vom Divan herunter. Es giebt ja nur Eine, die nicht so ist, wie die Anderen, der ich deshalb auch zugethan bin." " und " Und sie Dir auch?" Blindlings." Blind muß fie jedenfalls sein," versicherte Morre. Der kleine Mann aber stellte sich vor den Spiegel, richtete an seiner Kravatte, an seiner Frisur, an seinem Schnurrbart, grinste dem Spiegelbild zufrieden zu und ging trällerud von dannen. Worre, sichtlich intriguirt, ging ihm nach.bitise Kaum war er draußen, so winkte Schultes, der sich an einem Tischchen zu schaffen gemacht, mit Mienen und Geberden, die etwas sehr Lustiges zu verkünden schienen, den Anwesenden zu. Da kommt einmal her, es ist köstlich!" Er mies auf einen großen Bogen, der ausgebreitet auf dem Tische lag, daneben Diute und Feder. Alles drängte herzu. ( Fortjeßung folgt.) ha statal " Die Geheimnisse der Ferienkolonie. Unter Polizei-| stets niedriger gehangen. So thun wir dies auch mit Jagdgeschichte mit der Sozialdemokratie? Würde | liches, Gerichtliches 2c." theilten wir gestern die Ber- einer Auslassung des Vorwärts" in Berlin." Die arme nicht jeder bürgerliche Geschäftsmann, jeder urtheilung des Genossen Strobel in Kiel mit wegen Be- gekränkte Unschuld, die sich beschimpft" und verlästert" prattische Bourgeois ein solches Geschäftsanerbieten leidigung eines Schiffskapitäns der deutschen Marine. Die fühlt, weil wir ihre zweideutige Haltung den. Schweizer mit Hohnlachen zurückweisen und den großmüthigen Beleidigung foll in einem Artikel der„ Schleswig Genossen gebührend denunzirten. Man sei ehrlich und Spender für verrückt erklären, daß er irgend jemand die Holstein'schen Volks- Zeitung" begangen worden sein. In aufrichtig und wahre die internationalen Pflichten, die Dummheit zutrauen könne, anzunehmen? diesem Artikel, auf den wir um der Ungeheuerlichkeit und Genossen den Genossen schuldig sind, und die Redaktion " der Bedeutung der Sache willen hier zurückkommen der Arbeiterstimme" wird keine Ursache mehr haben, über stände. Kein russischer Knuten- General könnte schlimmer Auf Sizilien herrschen geradezu grauenhafte Bus müssen, war Beschimpfung" und" Berlästerung" zu wehklagen. bort hausen als Crispi, der einst demokratisch revolu nach den Aussagen von Augenzeugen berichtet, daß auf dem Panzer König Wilhelm" ein Soldat in der Weise bestraft Spitzel und Auarchist. Wir wollen hier nicht von tionäre Sohn Siziliens". Ganz Sizilien ist ein großer worden sei, daß er mit geredten Armen aufgehängt den Spizelbekenntnissen einer schönen Anarchistenseele Kerker alle Gefängnisse sind überfüllt, und da sie nicht wurde, so daß er nur mit den 3eben den Boden reden, die sich neulich einer Versammlung von Genossen" ausreichen, die zahllosen Opfer der Gewaltpolitik aufzu berührte beiläufig eine Strafe, die in Judien und China in Berlin offenbarte. Wir denken an einen ehrlichen armen nehmen, so sind viele öffentliche Gebäude in Gefängnisse üblich ist und für besonders qualvoll gilt. Der Kommandant Teufel, Namens Merigeau, der am Mittwoch in umgewandelt worden. Alle Vereine sind aufgelöst, die des Schiffes v. Prittwis fühlte sich durch diese Schilderung be- Bari's vor Gericht stand unter der Anklage, eine Dynamit Mitglieder werden verfolgt wie wilde Thiere. Sogar der leidigt; der Staatsanwalt erhob Antlage, Die Anklagefchrift bombe im Besitz gehabt zu haben. Der Angeklagte leugnete Crispi'sche Korrespondent der" Bossischen Zeitung" beſtellte fest, daß das Aufhängen, daß eine Verschärfung der nicht, daß er zur Partei des revolutionären Sozialismus trachtet die massenhaften Verhaftungen und das ganze Arreststrafe sei, zulässig wäre. Es bestehe aber in dent schmerzlofen Befeftigen der gereckten Häude, wobei der Bestrafte mit gehöre; die Bombe sei aber nicht sein Eigenthum, fie sei Treiben auf Sizilien mit Mißbehagen und Tante Voß der ganzen Fußsohle den Boden berühren könne. Die Marine ihm Tags vor der Haussuchung von einem Individuum, selbst muß ihn in einer Redaktionsnote daran erinnern, Unteroffiziere des Panzerschiffes bekundeten eidlich, daß der in das fich an ihn herangedrängt, zum Aufheben daß auf Sizilien gegenwärtig der Belagerungszustand Der„ Volksztg." geschilderte Strafakt nicht vorgekommen sei. gegeben worden. Er sei nachher vor diesem Individuum, herrscht"- als ob nicht gerade dies eine Schande und Ein Schiffszimmermann erklärte unter seinem als vor einem Polizeispiel gewarnt worden, habe aber ein Verbrechen wäre. Gide, er habe während seiner Beschäftigung auf dem König nicht Beit gehabt, das Packet mit der Bombe loszuwerden. Auch im übrigen Italien ist die Ruhe keineswegs herWilhelm" gesehen, daß ein Mariner an einem Querholz Diese Angaben wurden durch Zeugen begeftellt. Und diese Verlängerung der Kriſe iſt der beſte mit geredten Armen derart aufgehängt worden sei, stätigt, und die Person des Spiels festgestellt. Beweis dafür, daß es sich nicht um augenblickliche Ausdaß er nur mit den Zehen den Boden berührte. Ein anderer Zeuge hatte einen ähnlichen Strafakt Der arme Merigenu bekam ,, in anbetracht seines aus- brüche der Unzufriedenheit gehandelt hat. beobachtet. Der Kommandant, Kapitän zur See v. Prittwig, aczeichneten Charakters" ein Jahr Gefängniß! Die Vertagung der Kammer, die über die Köpfe der der kommissarisch vernommen worden ist, befundete, daß er die Der Epigel läuft frei herum. Das ist Bourgeoisjustiz und Volksvertretung hinaus erfolgt ist, hat unter den AbgeUnd reglementemäßige Strafe angeordnet, der Ausführung aber nicht Bourgeoiswirthschaft. ordneten eine große Erbitterung hervorgerufen. beigewohnt habe. Die Darstellung der Volksztg." fei während dieser Att despotischer Willkür auf der einen Seite die Rathlosigkeit und das Schwächegefühl der Regiefalsch, da der Bestrafte andernfalls den rung enthüllte, hat er auf der anderen Seite ihre Lage, indem er eine neue Quelle der Aufregung schuf, noch wesentlich verschlechtert. bracht sei. " Unerwartete Wirkung. Als die pfäffischen und Beschwerdeweg befchritten hätte. Der Staats- liberalen Bourgeois Angstmeier Belgiens durch die anwalt beantragte einen Monat Gefängniß. Der Maßregeling Elisée Reclus das bekannte Attentat auf die Wertheidiger Graf Reventlow betonte, daß das Be- Lehr- und Lernfreiheit verübten, gaben sie sich der Hoffnung schwerberecht der Marine- und Landsoldaten hin, die freie Universität" Brüssel in Ketten legen zu völlig illuforisch sei und die schändlichen Soldaten fönnen. Als sie sahen, daß dies nicht ging, wollten sie die brei liberale und fonservative Deputirte, denen es geNachdem Vorstehendes geschrieben, erfahren wir, daß mishandlungen" icht einzudämmen vermöge. Es sei deshalb Universität lieber ganz zerstören. Allein auch dies wird lungen war, nach Sizilien zu kommen allen Sozialisten Recht und Pflicht der Presse, diese Lücke auszufüllen und für ihnen nicht gelingen. Der frühere Reftor der Universität, und Radikalen ist die Landung verboten, die Abgeord die Mißhandelten einzutreten. Diese Neußerungen führten zu einer heſtigen Auseinandersetzung zwischen dem Staatsanwalt unser Freund und Parteigenosse Hektor Denis und neten Farina, Lommandini und Plebano, einen Bericht über und dem Bertheidiger. Das Gericht erkannte auf einen andere Professoren, unterstützt von der Maffe der belgischen das, was sie gesehen, veröffentlicht haben. das, was sie gesehen, veröffentlicht haben. Es ist ein Monat Gefängniß, da der Wahrheitsbeweis nicht er Studenten, haben den Plan gefaßt, falls die Maßregel grauenhaftes Bild, das sie entrollen. Die Leute sind eingegen Reclus nicht zurückgenommen wird, eine freie geschüchtert und sterben vor hunger. Moriamo di Das Urtheil des Gerichtshofes ist uns unverständlich; sozialistische Universität zu gründen, fame!" Wir sterben vor Hunger! war der typische und einfach unbegreiflich ist uns, wie heutzutage noch ein die, vollständig ungefeffelt, ohne irgend welche Mensch in seinen fünf Sinnen an das Beschwerderecht der Subvention und Kontrolle des Staats oder sonstiger Bauern. Aber auch an Wuthschreien hat's nicht gefehlt, Klageruf der ausgemergelten, zum Skelett abgemagerten Soldaten glauben kann. Allerdings auf dem Papier öffentlichen Körper, der wissenschaftlichen Vertretung und da die Landbevölkerung ihre Waffen nicht herausgegeben steht ein Beschwerberecht der Soldaten, allein jeder Soldat, des Sozialismus dienen wird, und auf der alle Fächer des hat, so fürchten die drei Abgeordneten den Wiederausbruch der acht Tage lang unter der Fahne war, weiß, daß der Wissens vom Standpunkt der modern sozialistisch- der Unruhen. Versuch, von seinem Beschwerberecht Gebrauch zu machen, materialistischen Weltanschauung gelehrt werden sollen. ihm weit Schlimmeres zuziehen würde, als Auf grund der belgischen Gesetze ist der Ausführung Aus Serbien liegen Nachrichten vor, welche darauf das, worüber er Grund hat, sich zu beschweren. dieses Planes nichts entgegenzusetzen.hindeuten, daß man von der Regierung auf einen Aufstand gefaßt ist. In der verflossenen Nacht wurden die meisten Polizeiliche Aesthetik. Gerhart Hauptmann's Weber" Zur englischen Arbeiterfrage. Der Hamburger Kreispräfetten des Landes durch höhere haben der polizeilichen Fährnisse bekanntlich schon viele Correspondent" schreibt: Militärs ersetzt. Die Führer der Radikalen hielten durchgemacht und in aller Erinnerung ist noch das eigen- Die zur Untersuchung der Arbeiterfrage eingesetzte gl. eine Konferenz ab, in der beschlossen wurde, den Protest artige Urtheil des Ober- Verwaltungsgerichts, durch welches Kommission wird am 13. Februar wieder zusammentreten. gegen die Anwesenheit Milans in Belgrad das gewaltige Drama für das Deutsche Theater" in Berlin Der Bericht wird wahrscheinlich um Ostern beendet sein. aufrecht zu erhalten und alle Mittel in's Werk freigegeben wurde. Nach Ansicht des Gerichts läßt die In vielen wichtigen Punkten wird er sich in einen Mehr zu setzen, um den Erkönig aus dem Lande zu entfernen, Darstellung des Stückes auf dieser Bühne eine Ge- heits- und Minderheitsbericht scheiden. Das wird beispiels- Der Bolizeiminister(?) Basta, der f.18. die Königin Natalie fährdung der von der Berliner Polizei fo sorgfältig weise der Fall sein bezüglich der gesetzlichen Beschränkung mit Gewalt aus Belgrad fortgebracht hatte, wurde heute geschützten öffentlichen Ordnung nicht befürchten, da der Arbeitszeit und der Befugniß der Behörden, den seines Amtes enthoben. " 1 Quislatovlerged zahlungsfähige Leute sich bekanntlich nicht revolutioniren" Arbeitslosen Arbeit zu verschaffen. Darüber sollen sich laffen. Das Gericht ist ferner von dem Grundsaße aus die Kommissare einig sein, daß die Durchführung In Bulgarien ist wieder ein Attentatsprozeß. Der gegangen, daß, so lange eine Polizeizenfur einmal bestehe, eines gesetzlichen allgemeinen achtstündigen Arbeits: Attentäter heißt Luta Iwanow und scheint ein sonderdiese nur unter Berücksichtigung der besonderen Verhältnisse tages, wenigstens für viele Berufe, unmöglich ist. Der barer Heiliger. Er gesteht, für einen Spigel gedes in Betracht kommenden Theaters gehandhabt werden Arbeiterführer Tom Mann, welcher der Kommission an- golten und dem Prinz Ferdinand nach dem Leben gediffe. Dieser Rechtsgrundsatz hat nun zur Folge gehabt, gehört, schlägt vor, die Maximalarbeitszeit für alle Berufstrebt zu haben. Daß die russische Regierung Mordspizel daß der Polizeipräsident von Breslau dem Direktor des arten, wo drei Fünftel der in denselben beschäftigten Arbeiter bezahlt, ist eine alte Geschichte, aber daß Stambulow Lobe Theaters Herrn Witte Wild die Aufführung der dafür sind, gefeßlich auf 48 Stunden die Woche zu normiren. russische Mordspitel braucht, ist auch eine alte GeWeber" untersagt hat. Ueberzeitarbeit soll strafbar, sowohl für die Arbeitgeber wie schichte. the Gar seltsam muthet dem Kulturmenschen schon der be- bie Arbeitnehmer, sein. Ausgeschlossen bleiben gewisse Dringrühmte altpreußische Geist" an, der aus den rein polizei- lichkeitsfälle und Erntearbeiten. Die Mehrzahl der KomDas Wochenblatt- oder Bentralorgan** lichen Gründen spricht, die das Verbot rechtfertigen sollen. misfare ist auch gegen die Gründung eines eigenen ArbeitsEs wird da als gefährdend angeführt, daß Breslau dem ministeriums und die Uebertragung von schiedsrichterlichen welches die Partei so lange ersehnt, und dessen Gründung Schauplatz der dramatischen Ereignisse näher liege, als Funktionen auf eine Person. Die Entscheidungen der der letzte Parteitag endgiltig beschlossen hat, ist endlich zur Berlin, sowie daß die Sprache des Stückes die schle Ginigungsämter sollen nicht gleiche Kraft wie die der Ge- Berwirklichung gelangt. Wir hätten es gerne schon am fische Mundart sei! Aber der Polizeipräsident thut noch richte haben. 1. Januar erscheinen lassen, allein ohne Ueberstürzung wäre ein Uebriges und schwingt sich zu seiner Rechtfertigung in dies nicht zu verwirklichen gewesen, und so wurde noch Nicht so dumm! Unter dem Titel, Theorie einen Monat gewartet. Der Titel des Wochenblatts, die wolkigen Höhen einer rein ästhetischen Kritik empor, vor der unseres Erachtens selbst Leffing und Börne be öffentlichen die Bourgeoisblätter folgenden, wahrscheinlich Der Sozialdemokrat. Wochenblatt der sozialund Praxis ber Gozialbemokraten" ver- deffen Brobenummer den Genoffen jetzt vorliegt, iſt: schämt im Hintergrund verschwinden würden. Partei." Es ist ein ruhmvoller Die Geißel der Kritik wird nämlich vom Breslauer aus der nationalliberalen Böttcherei stammenden Wasch demokratischen Polizeipräsidenten wie folgt geschwungen:„ Die Sprache Bettel: Name, der Pflichten auferlegt. Der gediegene, durchWie geringes Vertrauen die sozialdemokratischen Führer aus auf der Höhe unseres Parteiprogramms sich bedes Stückes ist durchweg eine gewöhnliche, zum Theil geradezu selbst zu der praktischen Brauchbarkeit der von ihnen gewegende Inhalt der Probenummer beweist, daß die widerwärtige, und an wirklichen dichterischen Schönheiten, predigten Lehren hegen, zeigen die Erfahrungen, welche der Redaktion ihrer Pflichten sich voll bewußt ist. Wir zweifeln welche geeignet sind, den Gesammteindruck zu mildern und englische Industrielle Priestley in Bradford, der Eigenthümer abzuschwächen, mangelt es in diesem derb naturalistischen vier sehr umfangreicher Fabriken in genannter Industrie- nicht: der Sozialdemokrat" wird sich seines Namens würdig Schauspiel vollständig." So, der hat's dem Hauptmann fadt, mit den dortigen Sozialdemokraten gemacht bat, Sert erweisen, und die Genossen werden ihm die Aufnahme gegegeben! Da der Oberpräsident der Provinz Schlesien das Priestley, der des ewigen Geredes der Sozialdemokraten, als währen, welche er verdient. Verbot aufrecht erhalten, hat der Direktor des Lobe- Theaters ob sich der Arbeitgeber von dem Schweiße seiner Lohnstlaven Ein herzliches Willkommen! dem neuen Mitstreiter! den Rechtsanwalt Dr. Richard Grelling zu Berlin beauf mäße", müde war, stellte dem Ausschusse der Arbeiterpartei In der Beilage findet der Leser den einleitenden Ar tragt, die Klage bei dem Ober- Verwaltungsgericht zu erdas bestausgerüstete und einträglichste seiner Etablissements titel: Bur Einführung" des Sozialdemokrat". fammt dem Dampfmaschinen- Betriebe und sogar noch einen heben. Kredit von 6000 strl. für die Dauer eines Jahres mit der einzigen Maßgabe zur unentgeltlichen Verfügung, daß der Fabritationsbetrieb nach den Sagungen der TradesUnions gebandhabt. und die Geschäfte ganz im Geiste der sozialdemokratischen Prinzipien geführt werden sollten. Wenn nach Ablauf des ersten Jahres ein befriedigendes Ergebniß erzielt d. b. wenn alle Arbeiter mehr verdient hätten, als unter seiner bisherigen Geschäftsleitung, so verpflichtet sich Herr Priestley, den Leuten die Fabrit gegen eine sehr mäßige Bergütung ganz und gar zu überlassen und sogar ihnen den Jahreskredit von 6000 Pfund Sterling noch weiter zu ge währen. Ein solches Entgegenkommen findet sich nicht alle Tage, und man hätte denken sollen, die Bradforder Genossen würden mit beiden Händen zugreifen. Aber weit gefehlt. Briefkaffen der Redaktion. Vier volle Monate überlegten sie sich den Fall, und dann erklärten sie sich für außer Stande, die ihnen von einem A. G. 20. Die Kündigung ist verspätet, der Wirth weiß Kapitalisten hinterlistiger Weise angebotene Fabrik zu über- aus Ihrer mündlichen Mittheilung, daß Sie sie nicht annehmen. nehmen und zu verwalten. Eines Kommentars bedarf der Sie brauchen nicht zu ziehen. Heben Sie sich aber den Brief Vorfall sicher nicht. des Wirths mit Umschlag auf und merken Sie sich den Namen und Wohnung des Briefträgers zum Beweise in einem etwaigen Prozesse. Paul Land. Der Deutsche Reichstag hat leider nicht das Recht, die Entlassung eines seiner Mitglieder aus der Haft, die verbüßt, zu verfügen. E. M., Schwebterstraße. Ihre Angelegenheit ist der totalkommission überwiesen. Musikinstrumenten- Arbeiter. Betreffs Ihrer Beschwerde werden wir Ihnen persönlich Auskunft geben. die Sprechstunde. J. P. Das richtet sich nach der Übrede. Kommen Sie in Politik und Wurst. Unter dieser Spigmarke schreiben verschiedene Blätter: Das Organ der Bilfener Jungczechen„ Hlas Naroda" bat jüngst einige vertrauliche Briefe des deutsch- böhmischen Abgeordneten Eim veröffentlicht, in denen Dinge sianben, welche deutsch böhu ischen Man schrie über Berrath. Jehr leber geheim gehalten hätten. wird aufgeklärt, wieso der Hlas Naroda" in den Besitz der Briefe des Abgeordneten Eim tam. Das Makulaturpapier aus dem Nachlasse des verftort enen Abgeordneten Trojan wurde an einen Schlächter verkauft, dessen Laden unmittelbar an die Redaktionslokalitäten des Hlas Naroda" grenzt. Als die Redaktionsmitglieder aus dem betreffenden Laden Würste holen ließen, waren diese in die Briefe, die Arg. Eim an den Abgeordneten Trojan ge fchrieben hatte, eingewickelt. Eolche Dinge passiren auch bei uns. Der Brief, welchen der Gefängnißarzt Lewin 1878 über das Befinden und die nationalliberal- patriotischen Anschauungen Nobi Nein, in der That nicht! Das Wahre an dieser ling's an Herrn v. Butttamer geschrieben und den tapit Liebknecht feiner Zeit zum sprachlosen Erstaunen des Capitalistischen Wünchhausiade ist, daß ein englischer Liebknecht seiner Zeit zum sprachlosen Erstaunen des Fabrikant, der vom Arbeiterschweiß" Millionär geworden Epigelvaters im Reichstag verlas, stammte ebenfalls vom Wurfihändler, dem Herr Buttkamer oder dessen Köchin den ist, seine, bei der gegenwärtigen Geschäftskonjunktur nicht Brief nebst anderen Papieren als Makulatur verkauft hatte. entirende Fabrit seinen Arbeitern zur Verwaltung auf ihr Risiko anbot Man sieht also, die Politik ist für viele Menschen nicht auf ihr Risiko anbotein so unsinniges und un verschämte 3 Anerbieten, daß es nur als schlechter Spaß blos figürlich Wurst", es besteht auch zwischen Politik und angesehen werden konnte. Natürlich gingen die Arbeiter nicht wirklicher Wurst ein inniger Zusammenhang. auf den Leim- das Beispiel der französischen Kohlenarbeiter, Die Redaktion der Züricher Arbeiterstimme" die sich ein verkrachtes Bergwert hatten aufhalsen lassen, spielt die Rolle der Tiefgekränkten. Unsere Bemerkungen würde sie von der Annahme dieses Danaergeschenkes ab in der Nr. 11 des Vorwärts" vom 14. Januar, druckt sie gehalten haben, wenn es überhaupt einer Warnung bes mit den Worten ab: Niedriger hängen. Wenn man uns durft hätte. beschimpft und verlästert hat, haben wir dies In welchem Zusammenhange steht aber die ganze Depeschen. A Privat Telegramm des Vorwärts". Dortmund, 27. Januar.( 10 Uhr 44 Min.) Die Polizei verbot, eine Versammlung Sonntags vor 12 Uhr Mittags abzuhalten, weil dies gegen die Bestimmung der Heilighaltung des Sonntags verstößt.( Eine neue Beschränkung des Versammlungs rechtes durch die Polizei, Red. d. W.) er mezoldosbd0 sid F. B. 27. Das Geld nicht geben und wenn der Sohn Anzeige macht, ihn wegen Expreffung denunziren. Sonst ab. warten. C. S., Hochstr. 38. Klagen Sie beim Gewerbegericht auf Sohn für die Zwischenzeit. CC 00 Für den Inhalt der Inserate überAdolph Ernst- Theater. nimmt die Redaktion dem Publikum Charley's Tante. Etablissement MorizMoriz Play. Buggenhagen. Play. gegenüber keinerlei Verantwortung Schwank in 3 Att. v. Brandon Thomas. Täglich Gr. Instrumental- Konzert. Theater. Sonntag, den 28. Januar. Freie Volksbühne. IV. Abtheilung. Lessing Theater. A Nachmittags 22 Uhr. Das Falliffement von Björnstjerne Björnson. Opernhaus. Mara. Die Puppenfee. Bajazzi. Montag: Don Juan. Schauspielhaus. Prinz Friedrich von Homburg. Montag: Narziß. Leffing- Theater. Gêne. Madame SansDer Herr Montag: Dieselbe Vorstellung. Deutsches Theater. Senator. Montag: Die Jüdin von Toledo. Berliner Theater. Das Recht auf Glück. Montag: Aus eignem Recht. Wallner- Theater. Geschlossen Friedrich- Wilhelmkädt. Theater. Der Lieutenant zur See. Montag: Dieselbe Vorstellung. Residenz- Theater. Lolotte. Der Muftergatte. Montag: Dieselbe Vorstellung. He ues Theater. Flattersucht. Montag: Giesela. Central- Theater. Herr Coulisset. Berlin 1893. Montag: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Montag: Dieselbe Vorstellung. Viktoria Theater. Die Kinder des Rapitän Grant. Montag: Dieselbe Borstellung. Alexanderplats Theater. Die • juten Flinten. Die lustigen Weiber von Berlin. Montag: Die Ahnfrau. National- Theater. Charley's Tante. Vorher: Der Teufel in Berlin. Montag: Dieselbe Vorstellung. American Theater. Lumpen- Susanne, oder: Die Dbdachlosen von Berlin. Montag: Dieselbe Vorstellung. Theater Unter den Linden. Der Obersteiger. Montag: Dieselbe Vorstellung. Wintergarten. Spezialitäten Vorstellung. V Reichshallen- Theater.SpezialitätenBorstellung. Apollo Theater. Borstellung. Spezialitäten Baufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Doppelvorstellung zu einfachen Preisen. Novitäten! Novitäten! Charley's Tante. Große parodistische Posse mit Gefang und Tanz von Hugo Busse. Regie: May Samst. Musik von Adolph Wiedecke. Vorher: Der Teufel in Berlin. Große Posse mit Gesang und Tanz in 3 Aften von Eugen Prudens. Musit von A. Wiedecke. Regie: Mar Samst. Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang in 1 Aft von Ed. Jacobson u. Benno Jacobson. Musik von Franz Roth. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 72 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Täglich: Spezialitäten- Vorstellung Nen! und Konzert. Neu! Neu! Ein Stiergefecht in Cadig. Große Ausstattungs- Parodie. Pantomime mit Ballet, ausgef. von den spanischen Clowns Hermandos Beiso und sämmtlichem TheaterPersonal. Anfang: Sonntags 6 Uhr. Wochentags 8 Uhr. Entree Wochentags 50 Pf. Central- Theater. Alte Jafobstraße 30. Zum ersten Male: 0 Herr Coulisset. Schwank in 3 Atten v. Blum u. Toché. Hierauf zum Berlin 1893. 36. Male: Revue in 2 Abth. von L. Leipziger. Anfang der Vorstellung 71/2 Uhr. Montag und Dienstag: Dieselbe Vorstellung. _ Alcazar. Dresdenerstr. 52/53( City- Passage.) Sonntag: Anfang Uhr. 5% Uhr. In Vorbereitung: Echt Berliner Blut. BER. Winkler. ,, Sanssouci", Kottbuserstr. 4a. Sonntag, den 28. Januar 1894: Stettiner Sänger Anfang 7 Uhr. 3N Entree 50 Pf. 3. Schluß neu! ( höchster Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. Spezial Ausschant von Pabenhofer Lagerbier, hell und dunkel. An den Wochentagen findet das Konzert in den unteren Restaurationsräumen, Entree 10 Pf., Sonntag in dem oberen Saal, Entree 25 Pf., itatt. Säle für Versammlungen, Rommerse, Festlichkeiten 2c. PassageCircus Renz. ( Karlstraße.) Allen Freunden und Genossen die traurige Nachricht, daß mein lieber der Mann, Schrauben Dreher Sonntag, den 28. Januar cr.: A. Fengler, nach langem, schwerem Leiden verstorben ist. 2 Vorstellungen. Nachm. 4 Uhr( 1 Kind unter zehn Jahren frei). U. a.: 4 Fahnenpferde, vorgef. vom Direktor Fr. Renz. SchulQuadrille unter Leitung des Direktors Fr. Renz. Auftreten sämmtl. Klowns und Wiederholung des Parade- Festaufzugs. Abends 71/2 Uhr: Ein Künstlerfest. Außerdem: Der oftpr. Hengit Blondel vorgeführt vom Direttor Fr. Renz. Cyd, geritten von Herrn R. Renz. Panopticum. Cromwell und der Steiger Alep, ger. Im Theater- Saal, von Frl. Oceana Renz. Auftreten der Afrobaten auf d. Telephondraht Zalva, ohne Extra- Entree: Espana und Alvar. Der urkomische Nord und Süd, Liederspiel von R. Linderer. Auftreten sämmtl. Spezialitäten. Nur noch kurze Beit! Präuscher's anat. Museum. Neu: Rehltopftuberkulose, Kehlkopfpolyp, Bruftfellentzündung, Lungenentzündung, Lunge mit Tuber tulose, Herz mit Klappenjehler, Magen mit Entzündung, mit Geschwüren, Leber- und Milzkrankheiten. Schußkanal durch fünf Körper, Gladiatorenkampf, täglich für erwachsene Herren, Dienstag und Freitag für Damen. G Imitator- Klown Mr. Ybbs. Der Klown Hermann mit seinem Sohn, d. kleinsten Klown der Welt. Montag: Ein Künstlerfest. Preise wie gewöhnlich. Der Circus ist gut geheizt. Fr. Renz, Direktor. Die Beerdigung findet Sonntag Nachmittag 4 Uhr von der Leichenhalle des 1418b Thomas- Kirchhofs aus statt. Frau Anna Fengler, Wrangelstr. 111. Todes- Anzeige. V. Wahlkreis. Am 24. Januar verstarb nach furzem Leiden unser langjähriges Mitglied, der Arbeiter August Spann im Alter von 33 Jahren Mulackstraße 9. 379/4 Die Beerdigung findet am Sonntag, den 28. Januar, Nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des neuen Sophien- Kirchhofes, Freienwalderstraße, statt. Die Genossen des V. Wahlfreises werden ersucht, sich recht rege daran zu betheiligen. Der Treffpunkt ist Sonntag Nachmittag 3 Uhr am Rosenasten- Theater- Garderobe thaler Thor. Masken 1. von Otto Runge, jest Gr. Frankfurterstr. 75, empfiehlt eine Auswahl von 2000 Kostümen. Große Ausw. von Aufzügen. Lebende Bilder. Vereinen 15 Prozent Preisermäßigung. 10986 Homöopath. Inſtitut, Schönholzer Der Vorstand. Die Beleidigung, welche ich in der Generalversamminng d. Beerdigungsvereins Berliner Zimmerlente am 14. 1.94 gegen die Berliner Zimmer 1510b leute ausgesprochen habe, nehme ich straße 17. 8-9, 4-5 hiermit zurück. 11376 Sonntags 9-10. sche tödten 1 M. Zahnarzt Robert Wolf, Leipzigerstr. 22, Sprechst. H. Wolfert, Zimmerer. Künstl. Zähne 2 M., Plomben 1,50 M., schmerzloses Zahnziehen u. Nerv8-7 Uhr. ratweil' Bierhallen Kommandantenstr.77-79. Aelt. u. größt. Etabliſſem. Berl. Neues Programm. Täglich von 6 Uhr ab™ bei freiem Entree. National- Konzert D. Obenlandler in National- Tracht und Anftreten von Künstlern.. Spezialitäten 1. Ranges. Mr. Kauning, Concertmaler. Derselbe wird innerhalb 15 Minuten ein Delgemälde malen, welches nach Schluß der Borstellung verlooft wird Sonntags Anf. 5 Uhr. Entree 30 Pf. Circus G. Schumann, Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstrasse. Sonntag, den 28. Januar cr., Bacherfolg 2 große Ertra- Vorstellungen. 2 Eine Soiree bei Lehmann's. Montag: Viktoria- Brauerei. Dienstag: Böhmisches Brauhaus. Concordia- Festsale C. Saeger, 64. Andreastraße 64. Heute, Honntag: Grosses Kaffeneröffnung 2 Uhr. Anfang Arnold- Concert. 71/2 Uhr. Nachmittag 3 Uhr. BF Kasseneröffnung 2 Uhr. Boltsvorstellung zu ermäßigten Preisen. Wilhelm Tell. Schauspiel in 5 Aften von Friedr. v. Schiller. Regie: Mar Samst. Montag: Charley's Tante. Vorher: Der Teufel in Berlin. American- Theater. Dresdener- Straße 55. Lumpensusanne oder: Die Obdachlosen von Berlin. Parodistisch- realistisches Traumbild aus dem Müllwinkel( frei nach dem Verbrecher- Album) bearb. v. Oskar Wagner. Lumpensusanne, gen.„ Die Gräfin", ein schon geprüftes Mädchen Franziska Häser. Die Bombe, Aftervermietherin im Müllwinkel des Sonnenaufgangs" " Josephine Delclisseur. Brunwald mit bewegter Vergangenheit Martin Bendix. Täglich: Auftreten des besten Bauchredners d. Jeßtzeit H. Blank. Ferner u. a.: ,, Direktor Hippe" Don Martin Bendix. Anftr. sämmtl. Spezialitäten. Anfang Wochentags 7, Uhr, Sonntags 62 Uhr. Nachdem: Grosser Ball. 2 Orchester. Anfang 5 Uhr. Entree 30 Pf. Jeden Donnerstag: Grosse Soirée der Große Versammlung des deutsch. Schneider- u. Schneiderinnen- Verbandes am Montag, den 29. Januar, Abds. 8 Uhr, im Berliner Prater, Kastanien- Allee 6-9. Zages Ordnung: 1. Die wirthschaftliche Stellung der Arbeiter und Arbeiterinnen der Damen Konfektion und wie ist eine ebung der Lage derselben möglich? Refer.: Reichstags- Abg. Koll. Paul Reißhaus- Erfurt. 2. Diskussion. D Alle Mäntel- Näherinnen, Bügler, Stepper, Trikottaillen- und Blousen- Näherinnen sind zu dieser Versammlung besonders eingeladen. Das Erscheinen der Mitglieder ist Pflicht. Gäste sehr willtommen. Die Lokal Verwaltung 483/2] = des deutschen Schneider- u. Schneiderinnen- Verbandes. Große öffentliche Versammlung sämmtl. Arbeiter u. Arbeiterinnen der Wäscheund Kravatten- Fabrikation am Montag, den 29. Januar 1893, Abends 8 Uhr, in Nieft's Salon, Weberstr. 17. Tages Ordnung: 1. Wie stellen sich die Arbeiter u. Arbeiterinnnen der Branche zur Gründung einer freien Hilfskaffe? 2. Diskussion. Nachm. 4 und Abends 71/2 Uhr. Arbeiter und Arbeiterinnen! Diese Versammlung ist als Fortsetzung Beide Vorstellungen sind mit ver- der öffentlichen Versammlung in der Brauerei Friedrichshain" zu betrachten schiedenen vorzüglichen Programmen und ist also jeder Arbeiter und Arbeiterin verpflichtet, in dieser ausgestattet. Auftreten der Auftreten der besten Versammlung zu erscheinen, damit das Werk, was begonnen ist, auch Reiter und Reiterinnen. Romische zum glücklichen Ziele gelangt. Also nochmals pünktlich und zahlreich zu erscheinen. Entrees von sämmtl. Klowns. Reiten Mit Gruß und Vorführen der bestdressirten Schul- 256/19 und Freiheitspferde. Frau Schulz. Zum Schluß der Nachmittags- Bor- Achtung! Waffen- Arbeiter! Achtung! teŭmig: Die beliebte Kinder- Pantomime: Rübezahl. Im unterzeichneten Verlage ist erschienen und durch alle Partei- Buchhandlungen und Rolporteure zu beziehen: Phantaſtiſches Tanzmärchen, arrangirt Die Lage der deutschen Waffen- Arbeiter von der Balletmeisterin Strigelli, ausgeführt von 40 Kindern und dem ge= sammten Balletkorps. Zu dieser Vorstellung hat jeder Be fucher das Recht, ein Kind unter 10 Jahren frei einzuführen. Preis 40 Pf. unter spezieller Berücksichtigung der Berliner Verhältnisse Don Friedrich Hofmann. 5545L* Preis 40 Pf. Inhalt: 1. Die Arbeitsverhältnisse in den königlichen Betrieben. Zum Schluß der Abendvorstellung: 2. Die Arbeitsverhältnisse in den Privatbetrieben. Ad aeternam patriae gloriam! Sr. Majestät Kaiser Wilhelm II. und Fürst Bismarck. Norddeutsch. Sänger Unsere Marine, verbunden mit Tanzkränzchen. Familien- Billets und Passepartouts haben Giltigkeit. Anfang 8 Uhr. 65/13 ACTIEN- BRAUERED FRIEDRICHSHAIN C. Saeger. AktienBrauerei Friedrichshain am Königsthor. Heute, Sonntag: Großes Konzert der Kapelle des Königin AugustaGarde- Grenadier- Regiments Nr. 4 oder: Die lustigen Burschen von der Flotte. Großes Balletdivertiffement, arrangirt vom Balletmeister Herrn R. Riegel. Ballet ausgeführt von 30 Damen des Corps de ballet und 16 Herren der Gesellschaft. Morgen: Große Vorstellung. Hochachtungsvoll und ergebenſt G. Schumann, Direktor. Bock- Brauerei Sonntag, den 28. Januar: Brinkmann- Konzert Anfang 5 Uhr. Entrée 30 Pf. Anfang 4% Uhr. Gintritt 30 Vf. Weiß- und Bairisch- Bierlokal, Kinder frei. Programm unentgeltlich. Rosenthaler Klubhaus, 11/12 Rosenthalerstrasse 11/12. 2 Sale( Bühne) bis 500 Perſonen faſſend, zu Versammlungen und Festlichkeiten. Amt III 2666.[ 1363b] W. Brüning. großer Mittagstisch mit Bier 50 Pfennig. Franz. Billard. 5542L* Abendtisch von 30 Pf. an. Direkt zu beziehen durch die Verlags- Buchhandlung M. Schrinner, Berlin N, Brunner strasse 164. Britz. Am Montag, den 29. Januar 1894, Abends 8½ Uhr, in Rudolf's Lokal, Chauffeestraße: Große öffentliche Volksversammlung. Tages Ordnung: 1. Stellungnahme zur Gemeindewahl. Referent: Genosse Wilke, Stadtverordneter zu Berlin. 2. Diskussion. 3. Bericht der Revisoren der Bertrauensperson. 4. Verschiedenes. 1484* Bur Deckung der Unkosten Tellersammlung. Die Vertrauensperson. Achtung! Grosser Wiener Masken- Ball Sonnabend, den 3. Februar 1894 veranstaltet vom Verband d. deutsch.Gold- n.Silberarbeiter und Berufsgenossen( Zahlstelle Berlin) Dresdenerstr. 96. Bürger- Säle. Dresdenerstr. 96. Um 12 Uhr: Demaskirung, verb. mit großen Heberraschungen. Billets à 50 Pf. sind zu baben bei: P. Fiernkranz, Markusstr. 51; A. Baust, Adalbertstraße 76; F. Holtkamp, Prinzessinnenstr. 4; A. Holöhr, Wittwe Walter, Grünauerstr. 6; im Arbeitsnachweis, Annenstr. 6, vorn part., bei H. Wagener, Prinzenstr. 99. und in allen mit Plakaten belegten Geschäften. Berantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 185/6 Hierzu zwei Beilagen 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 23. Zur Einführung des„ Sozialdemokrat". 3weimal bereits hat die deutsche Arbeiterbewegung über Zentralorgane mit dem Namen Der Sozialdemokrat" verfügt, und mit der Gründung und Entwicklung beider sind inhaltreiche Abschnitte unserer Parteigeschichte auf das Engste verknüpft. Sonntag, den 28. Januar 1894. 11. Jahrg. sie auf immer mannigfaltigere Verhältnisse anzuwenden, ihre 1866 M. Kostenzuschuß vom Wahlverein. In Summa 2960,79 m. Taftit stetig sich ändernden Umständen von neuen an so daß noch ein Ueberschuß von 57,93 m. verblieb, welche dem zupassen. So wird eine freie, allseitige Diskussion für unsere Vertrauensmann überwiesen und in den Einnahmen desselben Partei immer mehr zu einem Lebenselement, um ihr die geistige mit verrechnet stehen. Die Tagesordnung ist damit erschöpft Beweglichkeit zu erhalten, um in allen neu auftauchenden Fragen und schließt Genosse Ewald nach einem fräftigen Schlußwort die richtigen Entscheidungen vorzubereiten und bis zu allgemeiner die Konferenz. Zustimmung zu verbreiten. Wenn wir uns vorzugsweise dieser Seite des publizistischen Wirkens zuzuwenden gedenken, so ist damit zugleich gesagt, daß Der 6. norwegische Arbeiterparteitag, welcher am Der erste Sozialdemokrat" war noch das Blatt einer Rich- wir in erster Linie ein Organ der praktischen Agitation 22. d. M. in Stien tagte, war von 62 Vertretern der vertung der heute in Ziel und Taktik einigen Sozialdemokratie. Die fein wollen. Was unsere Partei- Organisationen, und Gewerk- einigten Landesverbände besucht. In bezug auf die Stimm Laffalleaner v. Hofstetten und v. Schweizer zeichneten im schaften, unsere Vertretungen im Reiche, den Einzelstaaten rechtsfrage wurde folgende Resolution angenommen: InDezember 1864 die erste Nummer, und in bem man an der Forderung der fünften allgemeinen Arbeiterihrem und Gemeinden beschäftigt, was als Waffe zum Angriff Programmartikel nehmen mit die erste erste Stelle politische und zur Abwehr in den täglichen politischen und wirth- versammlung festhält auf Einführung des allgemeinen Stimm Forderungen ein, die heute längst zur Wirklichkeit geworden schaftlichen Kämpfen dienen kann, was unsere eigene rechts für Männer und Frauen in Staat und Kommune, fordert find. Wir wollen- heißt es da nicht ein ohnmächtiges Stärke und Schwäche und die unserer Gegner ausmacht, und die Versammlung als Bedingung für die Zusammenarbeit mit und zerrissenes Vaterland, machtlos nach außen und voll Willkür was darum unsere jeweilige Stellungnahme bestimmt das soll der Linken bei der kommenden Wahl: 1. Daß das allgemeine im Innern das ganze, gewaltige Deutschland wollen wir... uns vorzugsweise beschäftigen. Dazu gehört, daß wir den Stimmrecht für Männer und Frauen nach dem vorliegenden eine wirkliche Voltsvertretung, d. h. eine solche, welche der Interessenkonflikten innerhalb der bürger Verfassungsgesetz- Vorschlag in der nächsten Parlamentsperiode Stimme des Arbeiters das gleiche Gewicht giebt, wie der des lichen Kreise der Argrarbewegung, dem Antisemitismus, durchgeführt werde. 2. Wenn eine Zweidrittel- Majorität für die Kapitalisten. So erstreben wir als nächstes Hauptziel der Ar- der Handwerkeragitation- ein besonderes Augenmerk zu widmen Reform nicht erreicht wird, wird das allgemeine kommunale Stimmbeiterbewegung das allgemeine, gleiche und direkte Wahlrecht." haben. recht durch Gesez eingeführt." Diese Resolution wurde einstimmig eintrat. " GAUDY " " Nach dem Eingehen des„ Sozialdemokrat" im April 1871 Das sonst übliche Feuilleton novellistischer Art denken angenommen, während ein Zusatz: Die Versammlung widersetzt leitete dann Hasenclever vom Juli ab den Neuen Sozialwir regelmäßig zu ersetzen durch Darstellungen aus der Ge- sich nicht der gleichzeitigen Einführung des Proportional- Wahldemokrat" im Sinne der Lassalleaner, bis dann der Gothaer fchichte früherer Emanzipationsfämpfe, durch biographische systems" nur mit 39 gegen 22 Stimmen zur Annahme gelangte. Kongreß im Jahre 1876 als einziges Zentralorgan den Vor- Stizzen, durch Schilderungen aus dem Arbeiterleben, durch Gine rege Debatte entspann sich dann noch über die Vertretung wärts" in Leipzig proklamirte, in dessen Redaktion Hasenclever eine Geißelung der von unseren Gegnern im geistigen Kampfe der Arbeiter im Storting( Landtag) und es wurde in dieser gegen die Sozialdemokratie" verübten Lächerlichkeiten. Wir Sache schließlich eine dahin lautende Resolution angenommen, Frei von inneren Gegenfäßen, unter dem Ansporn des all- hoffen, daß so neben dem Verlangen nach Orientirung und daß die Arbeiter dahin trachten müßten, in größtmöglichster Zahl gemeinen Wahlrechtes und der errungenen politischen und wirth Aufklärung auch das nach Unterhaltung seine Befriedigung selbst im Storting vertreten zu sein und sich nicht nur auf schaftlichen Freiheiten nimmt die Partei einen ungeahnten Auf- finden werde besonders auch bei den weiblichen Arbeitern, die Zusagen der Vertreter der Linten zu verlassen. fchwung, bis die Schreckensherrschaft der Periode des Ausnahme- deren Befreiungsstreben wir ebenfalls nach Möglichkeit zu fördern zustandes alles zerschlägt und zertrümmert, was irgend an suchen werden. Organisationen und Organen der deutschen Arbeiter vorhanden Wie weit es uns gelingen wird, diese Ziele zu erreichen, des Oberberger Zimmerstreits vom dortigen Schöffengericht wegen Genosse Künete zu Oderberg( Mart), welcher betreffs war. Erst im September 1879 bringt es die Partei wieder zu hängt wesentlich von der Unterstützung unserer Partei- Vergehen gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung zu 3 Tagen Gefängniß einem Zentralorgan selbst diese Bezeichnung vereitelten später genossen im Juland und Ausland ab. Ein Blatt wie verurtheilt wurde, hiergegen aber er sowie die königliche Staatsdie Gerichte! und wieder war es ein ,, Sozialdemokrat". Die größte, das unsrige beruht in in seinem Leben und Einfluß ganz anwaltschaft die Berufung einlegte, ist vom Landgericht zu heldenhafteste Zeit des großen heroischen Emanzipationskampfes und gar auf der regen Verbindung mit den Partei- Prenzlau freigesprochen. des deutschen Proletariats spiegelt sich in diesem Blatte getreulich freunden an allen Orten. Wir hegen keinen Zweifel, daß sie wieder, das nothgedrungen auf fremdem Boden, erst in der alles thun werden, was in ihren Kräften steht, um das Blatt zu Schweiz, dann in England erscheinend bis zum letzten Augen dem zu machen, was es nach den Hoffnungen des Kölner Kon blicke in unvergeßlicher Weise feine Aufgabe erfüllt hat; rück- gresses sein sollte. halte und rücksichtslos für die Prinzipien der Sozialdemokratie Wir selber versprechen, all' unser Können in den Dienst der und deren Verbreitung im Volfe" und" gegen die thörichte Partei zu stellen. und verderbliche Revolutions und Putschmacherei" einzutreten. Und damit Glück auf! Mit dem Falle des Ausnahmezustandes hat dann das Blatt die Waffen wieder zurückgegeben in die Hände der heimischen Genossen. Auf eine treue Waffenbrüderschaft! Es lebe die Sozialdemokratie! Redaktion und Expedition des ,, Sozialdemokrat". Parteinachrichten. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. - Gegen Genossen Wehr, Redakteur des Elberfelder Parteiorgans wurde am 25. d. M. vor der Kölner Straffammer in Sachen eines Preßprozesses eine prinzipielle Entscheidung getroffen. Es handelte sich um die Veröffentlichung eines Strafantrages, den ein Kölner Bürger gegen einen Kaplan bei der Kölner Staatsanwaltschaft eingereicht hatte. Der bea fagte Kaplan hatte einen Jungen dermaßen geschlagen, daß der= selbe drei Wochen lang unfähig war, die Schule zu besuchen. Heute haben wir in Deutschland ein täglich erscheinendes Der Strafantrag war von einer anderen Person auf den AufZentralorgan, den Vorwärts"- eine wissenschaftliche Revue, trag des Vaters hin geschrieben worden und so gelangte eine die Neue Zeit" und daneben eine so ausgebreitete und entAbschrift von demselben in die Hände Gewehr's und dieser widelte Lokalpresse, daß von dem Bedürfnisse eines neuen brachte ihn zum Abdruck. Nach§ 17 des Gesetzes über die Presse Zentralorgans in dem alten, alles umfassenden Sinne des ist aber verboten, amtliche Schriftstücke eines Prozesses vor deren Wortes nicht die Rede sein fann. Wenn trotzdem auf den Die Parteifonferenz des Wahlkreises Brandenburg- Kundgabe durch das Gericht, oder bevor das Verfahren ein Parteitagen immer wieder ein Zentral- Wochenblatt verlangt eft havelland, welche am 21. d. Mts. in Rathenow gestellt ist, zu veröffentlichen. Durch die Veröffentlichung und schließlich auch mit übergroßer Mehrheit beschlossen worden tagte, erfreute sich einer über alles Erwarten großen Betheiligung des gestellten Strafantrages gegen den Kaplan Drammer ist, so waren dabei unseres Erachtens verschiedene Wünsche maß- 53 Delegirte vertraten 23 Orte; die Zahl der aus ländlichen glaubte der Staatsanwalt gegen Gewehr, den Schreiber des gebend. Ortschaften delegirten Genossen war eine erfreulich große. Zur Strafantrags, sowie gegen den Vater des gemißhandelten Knaben Einmal der, eine Uebersicht über die vielverzweigte Partei- Agitation auf dem Lande wird empfohlen, ein Preisausschreiben den beregten§ 17 des Preßgesetzes verlegt und leitete das Strafbewegung und die wichtigsten Parteikundgebungen und für die Ausarbeitung eines guten Flugblattes zu veranlassen. verfahren gegen diese brei Miffethäter ein. Die Kölner StrafMeinungsäußerungen im In- und Auslande zu gewinnen Im Uebrigen verpflichten sich die Parteigenossen durch die An- fammer verhandelte in eingehender Weise in gestriger Sizung gedrängter wie in einer großen Tageszeitung, und umfassender nahme einer diesbezüglichen Resolution, in regiter Weise für die den Fall und kam zu einem freisprechenden Urtheil gegen sämmt wie in einem Theil der lokalen Presse. Je vielseitiger und Berbreitung des Voltsblatts für Ost- und Westhavelland" im liche drei Angeklagte, den Ausführungen des Vertheidigers reicher unser Parteileben wird, desto größer wird die Noth- Kreise thätig zu sein. Vom Parteiblatt wird berichtet, daß die Rechtsanwalt Landé folgend. Es wurde vom Gericht ange wendigkeit werden, alle wichtigen Thatsachen, Urtheile und An- Unkosten der Preßprozesse seiner Redakteure sich seit den 3 Jahren nommen, daß der Vater sowie der Schreiber des Strafantrages regungen an einer Stelle zu sammeln, an der sie nicht unter dem seines Bestehens auf 1522,96 M. belaufen. Bur Organisation den§ 17 des Preßgefetzes nicht verletzt hätten, weil die Abschrift des Alltagsstoffe verschwinden, wie bei einem Tageblatte, das so innerhalb des Kreiſes wurde bestimmt, daß an der Spize gestellten Strafantrages von ihnen schon weiter gegeben gewesen viele andere Aufgaben noch zu erfüllen hat. des Kreises der Kreisvertrauensmann stehen soll, der mit sei, bevor die Anzeigeschrift in die Hände der Staatsanwaltschaft Weiter ist immer stärker das Bedürfniß hervorgetreten, für der Agitationskommission alle schleunigen Sachen zu erledigen gelangt sei, also bevor diese Schrift Gegenstand amtlicher Eralle deutschen Genossen ein gemeinsames Organ der Die bat. Jeder Ort soll dazu angehalten sein, einen Vertrauens hebungen gewesen war, Gewehr dagegen mußte freigesprochen kussion zu befizen. Mit ihrer stetigen Machterweiterung wächst mann zu wählen. Dem Bericht des Vertrauensmanns Schne is werden, weil ihm das Bewußtsein gefehlt haben könne, daß das für die Sozialdemokratie auch das Maß der politischen Verder, Brandenburg, entnehmen wir folgende Einzelheiten: Schriftstück vor der Veröffentlichung schon in den Händen der antwortlichkeit. Sie wird immer mehr mitbestimmend in Fragen, Die Einnahmen beliefen sich in den letzten drei Jahren auf zu Staatsanwaltschaft war und einen integrirenden Theil in der die sie sonst als gleichgiltig- nebensächlich behandeln konnte, weil fammen 2423,42 M., die Ausgaben auf 2291,30 M., so daß am Straffache bilde. Infolge dessen mußten sämmtliche drei Anderen Entscheidung einzig und allein bei den bürgerlichen Schlusse des Jahres 1893 ein Bestand von 132,12 M. vorhanden geklagten freigesprochen und die Kosten des Verfahrens der Parteien lag. Sie wird immer enger und unlösbarer verwebt war. Die Kosten der letzten Reichstagswahl, so weit sie von Staatstaffe auferlegt werden. Hoffentlich wird nun das Vermit allen Strömungen des öffentlichen Lebens. Ihre im Brandenburg getragen wurden, beliefen sich auf 2911,86 m. fahren gegen Kaplan Drammer, dem gestellten Antrage gemäß, Programme niedergelegten einheitlichen Grundanschauungen hat Aufgebracht würden 2103,79 M. durch freiwillige Beiträge und seinen Fortgang nehmen. I. 27 Wie John Neve verhaftet wurde. hose( Gare du Midi) in Brüssel eintreffen würden, diskret zu v. Mauderode ein" gewiffer Carl Theodor Reuk war; daß verlangte, zwei Personen, welche am 1. Januar am Südbahn- 7. Daß der Londoner Bekannte" des Herrn überwachen, und den Verbleib der einen Person festzustellen." Reuß seit längerer Zeit der Polizei Dienste Behujs Erlangung weiterer Instruktionen sollte ich mit dem leifte und daß er( öhlig) wiederholt mit Unter diesem Titel hat im Jahre 1889 der Polizeispion Buge nach Aachen fahren, mich bei Herrn Möhlig, Paulus ihm in Korrespondenz gestanden habe. May Trautner, einer der vom Eozialdemokrat" entlarvten haus, als den im Briefe des Herrn von Mauderode erwähnten Geheimagenten der Berliner Polizei, in London eine Schrift ver- Herrn vorstellen, und zwar unter dem Namen Bloch... .. Reuß war seit Langem der Spionage verdächtigt, und öffentlicht, die der Vorläufer eines größeren Buches sein sollte: Ich schrieb an Herrn Möhlig nach Aachen, daß ich infolge zwar besonders seitens Neve's und seiner intimeren Freunde. Fünf Jahre im Dienste der deutschen politischen Geheimpolizei." eines Leidens nicht reisen könne, und bat um Justruktionen. Ein Die meisten Londoner Anarchisten hatten sich der von Dave, dem Tas Buch ist nie erschienen. Ob es feinen Verleger gefunden, Schreiben im gleichen Sinne ging nach Berlin. Unverzüglich Intimus Neve's, gegen Reuß geführten Kampagne angeschlossen, ob der Verfasser wieder seinen Frieden mit der Polizei gemacht? erhielt ich aus Machen die Nachricht, daß Herr Möhlig persönlich und letzterer hatte nur einen Vertheidiger gefunden; dieser Mer will das entscheiden; es ist übrigens auch gleichgiltig. eintreffen werde, daß ich ihn um so und so viel Uhr Jam Nord: eine aber war kein anderer als Josef Peufert, der von Dave Trautner war zu jener Zeit für die Zwecke der Polizei un- bahnhof in Brüssel erwarten und an einem rothen( sic!)& Cie. wiederum als agent provocateur schlimmster Sorte anmöglich geworden; sie hatte ihm daher ruhig den Laufpaß gegeben. Halstuch erkennen solle. In Brüssel angekommen, werde er sich gezweifelt und verrufen worden war. Reuß und Peukert, von Die Echrift, die auch über sein unsauber schuftiges Spigel- fofort nach dem Wartesaal I. Stlasse begeben, wo ich ihn er- den älteren Genossen mit Mißtrauen betrachtet, schlossen sich nur handwert ein rührsam sauberes Mäntelchen hängen sollte, warten möge. inniger an einander an. war in erster Linie gegen Peufert gerichtet; da aber Herr Zur bezeichneten Zeit begab ich mich nach dem Bahnhof, Theodor Nenk) darin mit als Hauptakteur entlarvt wird, so Im Wartesaale stellte sich der Besizer des rothen Halstuchs dürfte es sehr zeitgemäß sein, unsern Lesern dieses Rapitel voll mir vor als der Polizei- und Landes- Kommissar" Schufterei und Niedertracht wieder in Erinnerung zu bringen. von Aachen, worauf ich feinen Grund mehr sah, länger das Wir beschränken uns in der Wiedergabe auf die thatsäch- Pseudonym Bloch" beizubehalten und mich unter meinem wirklichen Hauptmomente und lassen selbstverständlich allen romantischen Aufpuz und alle phrafenhaften Schönfärbereien des Spigelautors weg. Die Thatsachen sind es ja, die für die Be theiligten ein moralisches Todesurtheil bedeuten. Trautner schreibt: A Es war in Brüssel Ende Dezember 1886. Ab Neujahr 1887 war ich aus dem Polizeidienste entlassen. Ich saß vor meinem Schreibtisch und überlas ein Manuskript, als ein Telegraphenjunge mir eine Depesche überbrachte. " Wollen Sie in den ersten Tagen des Januar zu meiner Verfügung sein? Drahtantwort. Mauderode."**) ... Ich telegraphirte:„ Einverstanden". Umgehend empfing ich eine telegraphische Anweisung auf 300 Frts. nebst der Mit theilung, daß ein Brief unterwegs sei. Als der Brief eintraf, erfah ich daraus, daß man von mir ") Wer sich für den Herrn Theodor Reuß näher interessirt, hat Gelegenheit, fein ehrliches Angesicht im Auslagefenster der Trautwein'schen Buchhandlung, Ecke Wilhelm- und Leipzigerstraße, kennen zu lernen. Dort ist das Gruppenbild der in Friedrichs ruhe vor Bismarck huldigenden Badenser, Hessen zc. ausgestellt. Und unter den zur linten Seite neben Herbert Bismarck aufgestellten Patrioten glänzt uns als der Dritte der Biedermann Reuß entgegen. Die Leser ersehen hieraus, daß Herr Reuß neben fonftigen auch ein gewiffes aftuell- politisches Interesse hat. Red. **) Heute Chef der politischen Polizei in Berlin. S. d. B. lichen Namen präsentirte. Ich lud den Herrn Kommissar ein, bei mir eine Tasse Thee zu nehmen, da sich die jedenfalls importante Affäre, die ihn nach Brüssel geführt, zweifellos auf meiner Woh nung besser besprechen ließe, als in einem Hotelzimmer, dessen dünne Wände Ohren haben könnten. Herr Möhlig erwies mir die Ehre anzunehmen und wandte sich mit mir meiner Wohnung zu, nachdem er vorher noch ein paar Worte zu seinem abseits wartenden Begleiter gesprochen hatte, der nunmehr den Weg nach dem Boulevard du Nord einschlug. Unterwegsterfuhr ich Folgendes: 1. Daß Josef Peutert am 1. Januar um 7 Uhr 56 Min. Abends am Brüsseler Südbahnhof eintreffen werde, und zwar in Begleitung des Londoner Bekannten des Herrn von Mauderode." " 2. Daß Beufert ein Rendez- vous mit Neve haben sollte, und zwar am 2. Januar in Brüffel. 3. Daß es meine Aufgabe sein sollte, den Peufert zu überwachen und ihn nicht aus den Augen zu verlieren. 4. Daß Herr Möhlig in beständigen und freundschaftlichen Beziehungen stand zu Wir. Crabbe, čem Polizeikommissar von St. Gilles( einem Brüsseler Stadtbezirk), daß dieser Grabbe den deutschen Polizeibehörden Nachrichten über die sozialrevolutionäre Bewegung in Belgien hatte zukommen lassen, und daß er im Bedarfsfalle gewiß Herrn Möhlig gerne ein paar Agenten zur Disposition stellen würde. 5. Daß während des letzten Winters Herr v. Mauderode einige Zeit in Verviers und Herbesthal sich aufgehalten hatte. 6. Daß Herr Möhlig von anarchistischer Seite Drohbriefe erhalten hatte. Nun waren aber zu jener Zeit in London blos drei Personen, die Neve's genaue Adresse tannten: Dave, Trunk und Czerkauer; diese drei waren indeß sicherlich die letzten, dieselbe einem ihrer eigenen Genossen zu verrathen, geschweige denn einem Reuß oder Peufert. Neve's Vervierser Adresse( Adam Dumont) war Peutert durch eine Unvorsichtigkeit Neve's bekannt ge worden. Diese Adressse tannte auch die Polizei. Die zweite Lütticher Adresse tannte Peutert gar nicht. Die Polizei auch nicht. Seinerseits verfiel Reuß auf die dee( fast scheint es mir, als sei ihm dieselbe von Berlin suggerirt worden), den Neve aufsuchen zu wollen, um.... sich bei ihm persönlich von dem Verdachte der Spionage zu reinigen. Andererseits erklärte Peutert, an Neve wichtige Mittheilungen machen zu müssen, um eine Spaltung im anarchistischen Lager zu vermeiden.... Reuß bezahlte) also( recte die Berliner Polizei bezahlte) die Reise für sich und Peutert von London nach Belgien und zurück, nachdem Beukert, dem Neve aus Mißtrauen seine Adresse vorenthielt, von letzterem auf seine Bitten hin ein Rendezvous in Brüssel bewilligt erhalten hatte. Wie Herr Möhlig mir sagte, hatte Reuß ihn infor eintreffen und mit Peutert im Hotel de Vienne, Rue de la mirt, daß er um 7 Uhr 56 Minuten Abends am Südbahnhof Fourche, absteigen werde. Hr. Möhlig ersuchte mich, am Bahnhof anwesend zu sein und dem Peufert distret zu folgen, während er selbst trachten wollte, den Neuß sobald als möglich selbst trachten wollte, den Reuß sobald als möglich zu sprechen, um Näheres von ihm zu erfahren. *) Peufert hat dies später öffentlich zugestanden. R. d.„ V." " Tokales. am 22. d. M. verweigerten, findet am Mittwoch, den 31. d. M., genommen. Zajche locken. F auch ein gewöhnlicher Mensch erschwingen kann. Bevor dies Jawischen den beiden Sitzköpfen zum Wortwechsel und schließlich nicht gefchehen, werden auch die wissenschaftlichen Berfuche wenig verabreichte der jähzornige Zimmermann seinem Gegner eine fruchten. Achtung! Zur Stellungnahme gegen die Inhaber der derartige Ohrfeige, daß P. mit dem Kopfe gegen die BillardLokale Buggenhagen"," Sanssouci" und" Konnicht Unfere heutigen Eisenbahnverwaltungen sehen allerdings fante flog. Am Tage darauf am vergangenen Mittpochfordia", welche ihre Gäle zu den Arbeitslosen- Versammlungen nicht danach aus, als ob sie sich zu einem solchen Radikalmittel flagte der Geschlagene über Kopfschmerzen, es wurde ein Arzt aufraffen würden! geholt und dieser stellte bei dem jungen Manne Gehirnblutung eine öffentliche Boltsversammlung statt. Die Der preußische Staatshaushalts. Etat pro 1894/95 feft. Der Bedauernswerthe liegt nun hoffnungslos danieder, fo daß die Angehörigen das Schlimmste fürchten. Die Behörde Borstände politischer wie gewerkschaftlicher Vereine werden des- spricht in seinen trockenen Zahlen eine recht beredte Sprache für hat bereits gegen den Schläger Untersuchung eingeleitet. bespricht halb ersucht, an diesem Tage feine Versammlungen denjenigen, der fie verstehen will. So sind zum Beispiel für die hat bereits gegen den Schläger Untersuchung eingeleitet. einzuberufen. Alles Nähere erfolgt durch Inferate und Säulen- Polizeiverwaltung von Berlin 582 700. mehr als im In Aft Laudaberg ist eine so heftige Mafernepidemie anschlag. laufenden Etat ausgeworfen! Die gesammten Kosten des ausgebrochen, daß die drei untersten Klassen der Stadtschule geDie Berliner Lotal- Kommission. Staates für die Polizeiverwaltung von Berlin sind auf schlossen werden mußten, da aus diesen Klassen 81 Kinder erArbeiter Bildungsschule. In der Nordschule wird die 12384 811 m. veranschlagt. Das ist die gute Hälfte der frankt sind. als Ertrag der direkten Steuern aus Berlin alte nächste Stunde in der Gefeßeskunde am Dienstag, den 30. Januar, Ein aufregender Vorgang spielte sich am Freitag Mittag Summe, welche 24010 100 Mark beträgt. genommenen Abends 8½ Uhr, abgehalten. Fortan wird über die Verfassung Dafür fann man allerdings schon etwas verlangen! Gür gegen 12 Uhr am Kronprinzenufer ab. Als sich schon große Preußens unterrichtet werden. Neue Schüler werden gern aufbie Universität Berlin ist der Zuschuß um 10 000 Mart pfange des Fürsten Bismard begeben hatten, gerieth der Förster Mengen von Schuyleuten nach dem Lehrter Bahnhofe zum Emerhöht worden, hauptsächlich für Errichtung von Erfaßordinariaten D. aus der Adferstraße mit seiner 29 Jahre alten Ghefrau am J. A.: Friz Trapp. Schwedenstr. 2, IV. in der medizinischen und philosophischen Fakultät und die Ums Spigbuben am Portemonnaie des armen Mannes sind die wandlung des Extraordinariats in ein Ordinariat. Der Uni Kronprinzenufer in Streit, der damit endete, daß die Frau plöhVerdienst der Aufführung unferer modernen Miethstafernen für experimentellen Betrieb der Psychologie. Es besteht jetzt die Ab hinzufpringender Personen gerettet und nach einem Krankenhause jenigen unserer Bau Unternehmer, die hauptsächlich das versität fehlte es bis jetzt an einer Einrichtung für den lich von der Straße verschwunden war und in der Spree wieder auftauchte. Zunächst wurde die Gefährdete mit Hilfe mehrerer spigbibische Thätigkeit diefer Herren besteht darin, daß sie den Deckung der einmaligen Kosten, insbesondere zur Anschaffung besonders schwierig gemacht, daß der Rettungeball riß und als sich in Anspruch nehmen. Die nicht mit Zuchthaus bestrafte ficht, ein eigenes Seminar für diesen Zweck zu errichten. Zur hinzufpringender Personen gerettet und nach einen Krankenhause Burgebracht. Das Rettungswert war dem Publikum dadurch noch Leuten, die gezwungen sind, in den von ihnen aufgeführten von Instrumenten und Apparaten sind 6000 M. ausgeworfen. besonders schwierig gemacht, daß der Rettungsball riß und als Schwindelbauten ihr Dasein zu fristen, Tag für Tag ein verhältniß- Für die vom Handelsministerium ressortirende Webeschule in ein wahrer Zufall ist es zu betrachten, daß die Frau den Strick mäßig bedeutendes Stück Geld für die Heizung der in diesen Berlin ist ein wöchentlich vierstündiger theoretischer Unterricht faffen belami. Es machten sich bei der Besprechung des VorWohnungen stehenden sogenannten Defen ungenirt aus der in der Färberei mit elementaren Demonstrationen in Aussicht falles Stimmen dahin geltend, daß der Förster seine Gattin ab genommen, wofür 1500 M. erforderlich sind. Die Berliner Webe: fichtlich in die Fluthen gestoßen habe, während von anderer Seite Es ist nämlich berechnet worden, daß der Heizeffekt bei schule war die einzige, an welcher bisher Chemie und Färberei Das Gegentheil behauptet wurde. Zum Glück für D. wurde die einem gut aufgerichteten Dien etwa 20 pCt. des in ihm ver- nicht gelehrt worden ist. Zur Erhöhung des Gehalts des ersten Frau in das Bewußtsein zurückgebracht und konnte aussagen, baß fie in der Erregung über den Wortstreit mit ihrem Manne wendeten Feuerungsmaterials beträgt. Die Normal Kachelofen, Etaatsanwalts am Landgericht I von 7500. auf 8700 Maß fie in der Erregung über den Wortstreit mit ihrem Manne welche unsere Miethsfasernen zieren, strömen dagegen nur etwa find 1200 M, ausgeworfen 2c. 2c. Das Studium des Etats ist selbst den Sprung gethan habe. 5 pet, des in ihnen aufgespeicherten Heizungsmaterials in das sehr empfehlenswerth! Zimmer aus. Das heißt mit anderen Worten, der Arme, ter in eineni Schwindelbau wohnen muß, Ein Theil der Berliner Nachtwächter wird nun, wie hat für Feuerung im Verhältniß etwa brei bis bestimmt verlautet, mit dem 1. Februar von der Bildfläche ver: vier mal so viel zu zahlen, als der Neiche, der sich einen guten schwinden und durch Schuhmänner erseht werden. Es scheint Dfen leisten kann. Diese Zustände traten namentlich in der sich zunächst nur um einen Verfuch zu handeln; denn der um lehten Rälteperiode traß zu Tage. Die Mitglieder von Wohl geformte Nachtdienst wird sich nur auf die sechste Hauptmann thätigkeits- Bereinen, welche Heizmaterial an Bedürftige verfchaft erstrecken, die den Stadttheil Moabit umfaßt. Später theilten, mußten sich oftmals überzeugen, daß durch die Feuerung wird dann die Neueinrichtung weiter ausgedehnt werden, und Polizeibericht. Aut 26. d. M. Vormittags wurde im der Kachelöfen mit jedem beliebigen Quantum Feuerungsmaterial swar vermuthlich mit dem Ersatz der immer noch nicht voll Landwehrkanal, in der Nähe der Stadtbahn, die bereits stark vereine Erwärmung des Wohnraums nicht zu erzielen war, sobald zähligen Schuhmannschaft Hand in Hand gehen. weste Leiche eines etwa 40 Jahre alten Mannes angeschwemmt. der eisige Wind auf die genfter blics. Auch wenn diese in guter Beschaffenheit sich befanden, herrschte in dem Zimmer eine Beitung" zu berichten: Das Dienstmädchen eines hier wohnhaft bängt vorgefunden. Vor dem Grundstück Gitschinerſr. 19-21 Ueber eine zeitgemäße Entlohnung weiß die„ Berliner In seiner Wohnung, in der Wiesenstraße, wurde ein Arbeiter erTemperatur von vielleicht 4-6 Grad, während der Öfen vorüber gewesenen Agenten hatte seinen Dienst aufgegeben, weil ihre stürzte ein Stutscher mit dem Pferde, auf dem er ritt, und erlit gehend fast glühte. Durch den Schornstein blies der Wind in Dienstherrschaft nach außerhalb verzog. Dieselbe hatte dem eine Verlegung am Fuße, so daß er in eine Klinik gebracht werden furzer Zeit auch den Ofen falt, und nicht selten fand man in Dienstmädchen zwar zugeredet, mitzukommen, daß wollte aber mußte. Dittags sprang eine Frau gegenüber dem Hause solchen Wohnungen Kinder mit erfrorenen Händen und Füßen. von Berlin nicht weg. Seit fünf Monaten hatte das Mädchen Kronprinzenufer 4, in die Spree, wurde jedoch noch lebend aus Und wozu diese Wahnstunigkeit? Damit die Baulöwen, oder keinen Lohn erhalten und unkluger Weise um Zahlung nicht ge dem Waffer gezogen und nach der Charitee gebracht, in den meisten Fällen die„ Gelbleute", die hinter ihnen stehen, drängt. Kurz vor dem Umzug wollte sie ihr Geld haben; da mittags gerieth ein 5jähriger Knabe vor dem Hauſe Alexandrie fich mühelos in fabelhafter Weise bereichern fönnen. Damit der wurde ihr aber erklärt, daß baares Geld nicht mehr vorhanden straße 19 unter die Häder einer Droschke und wurde am Profit nur ja recht groß wird, nimmt man den unsäglichsten sei. Wenn sie überhaupt etwas haben wolle, müsse sie mit einem erheblich verletzt, An der Ecke der Blumenthal- und KurfürstenEchund als Baumaterial für unsere Miethskasernen und läßt die Wärmespender" in einer Leichtfertigkeit aufführen, für die nur ihr Dienstherr ein Afzept, in 3 Monaten zahlbar, aus. 3 Monats- Wechsel vorlieb nehmen. Und wirklich stellte ihr Straße wurde ein dreijähriger Knabe durch einen Mörtelwagen überfahren und am Knie so schwer verletzt, daß seine leberter Ausdruck Spitzbüberei am Platz ist. Es sind ja nicht die Geldmänner, die in diese Kafernenhäuser follen, sondern nur die kleinen dieses Wechselgeschäfts nicht zuläßt. Die leidige Untbotmäßigkeit des Tages sauden acht Brände statt. Echade, daß die Gewerbe Ordnung eine Berallgemeinerung führung nach dem Krankenhause erforderlich wurde.- Im Laufe Leute, die Armen! Aus der schäbigsten Profit- Raffgier wird die der Arbeiter ließe sich durch Drei Monats Atzepte spielend beadbir bilgi infamfte aller Spißbübereien frech und ungenirt getrieben und zähmen! zwar von Leuten, die gemeinhin als Stüßen unserer heutigen Ordnung gelten. In der That, würdige Stüßen! Wenn die Polizei einmal ein gutes Werk thun will, so möge sie endlich eine Bauordnung erlassen, welche ben von uns ge schilderten gemeingefährlichen Zuständen wenigstens einigermaßen ein Ende macht. &. F V Zu Boden gestoßen und mit Füßen getreten wurde bei dem Bismarckrummel am Freitag eine Frau, die sich mit ihrem Rinde auf dem Arme in dem Gedränge befand. Sie konnte den nach dem Bahnhof vorwärts drängenden Hurrah- Patrioten nicht stand halten und kam derart unglücklich zu Fall, daß sie eine Verstauchung des Fußes erlitt, während das arme Wurm andere erhebliche Verlegungen davon trug. Gerichts- Beitung. ກະ Gewerbegericht. Nach516 Rammer III. Borsigender: Assessor Färst. Sizung vom 28. Januar. 39.3 Zum Falle Anna Winkler. Der Kriminalpolizei ist ein mit den Buchstaben v. G. unterzeichneter Brief zugegangen, in dem sich der Absender als die Berson bezeichnet, die die un verehelichte Anna Winkler in der verhängnisvollen Nacht nach Hause begleitet hat. In dem Schreiben wird mitgetheilt, daß In dem Schreiben wird mitgetheilt, daß Der Arbeiter P. verlangt von seinem ehemaligen Arbeitgeber die W. eines natürlichen Todes, nach voraufgehenden Krämpfen, Das ift eine Aufgabe, die entschieden mehr in ihr Reffor gestorben fet. Ausgegeben ist das Schreiben auf dem Boftamt 18 Hornemann eine Lohnentschädigung für sieben Tage. Der Bepaßt, als das Traktement der Armen mit Gummischläuchen. in der Alten Jakobstraße. Es wäre sehr wünschenswerth, wenn flagte bestreitet, den Kläger unrechtmäßig entlaffen zu haben, er Nach Mittheilung des Statistischen Amts der Stadt ob die Manschetten, die in der Winkler'schen Stube zurückgelassen welcher ein anderer Arbeiter krank sei. So lange wie die KrankNach Mittheilung des Statistischen Amis der Stadt der Verfasser des Briefes fich nennen oder doch angeben möchte, behauptet, daß derselbe nur für die Beit engagirt wurde, während Berlin sind bei den hiesigen Standesämtern in der Woche vom wurden und auf der Innenseite den mit Zinte geschriebenen beit des Betreffenden dauerte, habe denn auch Kläger bei ihn 14. Januar bis inll. 20. Januar zur Anmeldung gekommen: Namen& Gebauer enthalten, von ihm zurückgelassen find. Bis gearbeitet. Der Kläger giebt zu, thatsächlich nur als Erfagmann 216 Eheschließungen, 1004 Lebendgeborene, 35 Todtgeborene, jegt find 26 Personen ermittelt, die diefen Namen führen und des Erkrankten beim Beklagten in Arbeit getreten zu sein, bestreitet 659 Sterbefälle. alle ihr Alibi haben nachweisen müssen. Weiter wäre er- Dagegen, daß seine Entlassung infolge der Gesundung jenes Wiffeufchaft und-Straßenbahn. Der geplante elef wünscht, daß der Briefsteller durch Abgabe der Haus- und Mannes erfolgt sei. Lohndifferenzen wegen habe man ihn enttrische Betrieb auf der Berlin Charlottenburger Pferdebahn ist Etubenschlüssel an das Polizeipräsidium den Nachweis lieferte, laffen. Hierüber wird darauf Beweis erhoben. Der Zeuge N., blos bis zur Sommerstraße in Aussicht genommen worden. Auf daß er wirklich der Gesuchte ist. Nebrigens hat ein Mädchen, jener Vorgänger des Klägers, fagt mit Bestimmtheit aus, an den der Strecke bis zum Stupfergraben dürfte die behördliche Geneh das gleichfalls in dem Hause Borsigstr. 31 wohnt und unter Tage, an welchem er zum ersten Mal nach der Krankheit wieder migung zu einem elektrischen Betriebe deshalb nicht zu erreichen ihren Bekannten den Beinamen Schlackwurstbertha" führt, aus Sur Arbeit fam, fei Kläger entlassen worden. Jufolge dieser sein, weil die Linie dicht am physikalischen und physiologischen gesagt, daß es in jener Nacht" gegen 18/4 Uhr vor der ver Aussage wies das Gericht den Kläger ab. Rammer III. Vorsigender: Assessor Tuno. Institut der Universität vorbeiführt. Bei Anwendung des elettri- fchloffenen Hausthür auf den Nachtwächter gewartet habe, als Budiker und Arbeitgeber. Der Arbeiter N. flagt schen Betriebes mit oberirdischer Stromführung würden in diefen die Thür innen geöffnet und ein Herr, auf den die Beschreibung wiffenfchaftlichen Justituten feine Untersuchungen über Magnetis. des Gesuchten genau paßt, hastig hinausgeeilt sei und die gegen Herrn Wienicke auf Bablung von 99 M. rückständigen mus und Elektrizität mehr ausgeführt werden füönnen. So hat Wartende ziemlich unsanft bei Seite gestoßen habe. Die Per: Lohn. Wienicke macht eine große Gegenforderung geltend. Er Profeffor Dr. von Helmholy, zu einem Gutachten aufgefordert, fonen, die das Bimmer zuerft betreten haben, erklären auf das überreicht dem Gerichtshof eine Urfunde, aus welcher ersichtlich ist, sich dahin ausgesprochen, daß durch den elektrischen Bahnbetrieb bestimmteste, kein Geld gefunden zu haben, während der Schreiber daß ein Budifer eine Forderung im Betrage von 50 W. an den alle genaueren physikalischen Arbeiten, bei denen die Richtkraft des obigen Briefes behauptet, beim Verlassen der Winkler'schen Kläger hat und daß derselbe diese Forderung dem Wienicke zedirte. Die 50 M. vor allem will Beklagter zur Kompenfation gebracht und Stärke des Eromagnetismus eine Rolle spielt, erheblich bes Wohnung 5 M. auf den Tisch gelegt zu haben. sehen. Das Gericht verurtheilte ihn jedoch zur vollen Zahlung Amtsgericht; " einträchtigt werden würden. Auf absolute maguetische Messungen, Zwei Ginbrecher, welche sich in der Bretterbude auf den feiner Schuld an den Kläger. Mit der zedirten Forderung wies nation und Jullination, der absoluten Stromstärte u. s. w. würde aus ihre Diebeszüge unternahmen, sind in der Freitag- Nacht fest verhältniß als solchem nichts zu thun und könne gegen Cohnwohl ganz verzichtet werden müssen, während die relativen Meffungen genommen worden. Es sind zwei junge Burschen, Namens forderungen nicht aufgerechnet werden. des Widerstandes, der Spannung, der Stromstärke, bei denen Albrecht und Neumann, welche auch bereits ein umfassendes Kammer I. Vorsitzender: Assessor Löwe. Sigung Galvanometer und ähnliche Instrumente Anwendung finden, Durch den elektrischen Bahnbetrieb mindestens sehr zu leiden Geständniß abgelegt haben. Danach sind die Verhafteten die vom 24. Januar. Anführer einer vieltöpfigen, wohlorganisirten Diebesbande Für den Schneidermeister Treufeldt hatte die Mäntelnäherin haben würden. auf die Bestimmung der Stärke des Eromagnetismus, der Delli Cöllnischen Wiesen wohnlich eingerichtet hatten und von hier es ihn an das nichts zu thun und könn dem Arbeitsom Bu den Projekten für Errichtung von elektrischen Hochgewesen, welche nicht nur die Rixdorfer Einwohnerschaft Frau F. in ihrer eigenen Behausung Mäntel gefertigt. Da fic bahnen, welche dem Magistrat bereits vorliegen, bürften fich fortgesetzt geplündert hat, sondern auch in Berlin und nicht ganz pünktlich im Liefern war, gab ihr Treufeldt am bahnen, welche dem Magistrat bereits vorliegen, bürften sich übrigens, wie geschrieben wird, angesichts der bevorstehenden Umgegend Ginbrüche ausführte. Ihre Komplizen zu nennen, 2. oder 4. Oktober, nachdem sie geliefert hatte, teine Arbeit mit diesjährigen Bauperiode demnächst noch mehrere hinzugefellen, waren die Verhafteten noch nicht zu bewegen, doch sind am nach Hause. Sie sollte wiederkommen. am 16. Oftober hatte In dieser Voraussetzung hat das Magistratskollegium eine Kom Freitag Nachmittag wiederum zwei Berfonen, welche der Theil fie troh ihrer Bemühung danach noch nichts zu thun. Frau F. nahme dringend verdächtig sind, zur Haft gebracht worden. Bei wandte sich nun an das Gewerbegericht. Sie gab an, am mission gewählt, welche diejenigen Bedingungen und Maßnahmen der Suche nach den Einbrechern fand ein Gendarm in der 2. Oktober geliefert zu haben, und beanspruchte für die Zeit berathen soll, die bei den zu erwartenden Anträgen von verschiedenen Gesellschaften zc, auf Errichtung solcher elektrischer Freitag- Nacht in einer Laube auf den Köllnischen Wiesen einen vom 2. bis 16. Oftober eine Lohnentschädigur. Der Beklagte Bahnen in der Stadt seitens der städtischen Behörden zu stellen Menschen, der sich später als ein bekannter, von zahlreichen machte gegen die Klage geltend, die Klägerin habe die beſtimation find. In die Kommission find gewählt worden Stadtfyndikus Bolizeibehörden schon seit langem gesuchter Verbrecher Namens Liefertage nicht innegehalten und fei deshalb am 4. Oktober, an Meubrint, Stadtbaurath Sobrecht, Stadtschulrath Bertram, Nowack entpuppte. Als derselbe den in Zivilkleidung befind welchem Tage sie feiner Meinung nach das letzte Mal lieferte, Kämmerer Maaß und die Stadträthe Marggraff und Kochhann. lichen Gendarm erblickte, stürzte er sich auf ihn und zog ihn entlassen worden. Der Beklagte wandte außerdem ein, daß er mit wahrer Riesenstärke nach dem wenige Schritte entfernten eine in ihrer Wohnung thätige Arbeiterin beschäftigen oder nicht Wir fahren auf der Eisenbahn, so lang bis wir die Wiesengraben. Bei dem Verfuch, den Beamten in das beschäftigen könne, wie es ihm passe. Das Gericht war jedoch Schwindfucht ha'n, Der sicherste Schutz gegen Strankheit ist der schlammige Waffer zu werfen, fielen beide Personen in den anderer Ansicht und verurtheilte ihn zur Zahlung von Reichthum. Wer genügend Geld hat, der ist nicht allein bei fich an jener Stelle ziemlich tiefen Graben und nun begann ein 20 m., mit der Begründung, die Klägerin fei seine Gehilfin gezu Hause, sondern auch auf der Reise gegen Krankheit weit Rampf auf Leben und Tod. Der angegriffene Gendarm schlug wesen, beim Fehlen des direkten Ausschlusses der Kündigungsficherer geschügt, als der Arme. Die Nachtheile des Reifens in mit einem Knüttel seinem Angreifer auf den Kopf. Nowack er frist stehe ihr diefelbe zu, und ein Grund zur sofortigen Entder vierten Wagentlaffe gegenüber der Gisenbahnfahrt auf wies sich aber als stärker, und so versuchte er, den Beamten mit laffung habe nicht vorgelegen. Die erwiefene Unpünktlichkeit der weichem Bolfier trat mit einer Stlarheit, die nichts zu wünschen dem Gesicht in den Schlamm zu drücken. Auf das Hilferufen Klägerin hätte die Entlaffung nicht gerechtfertigt. 10 M. für die übrig läßt, in einem Bericht zu Tage, den Dr. Petri im lebten des in großer Lebensgefahr schwebenden Gendarmen eilten Woche habe das Gericht als angemessenen Lohn einer MäntelHeft des faiserlichen Gesundheitsamts über die Verbreitung der mehrere in der Nähe weilende Polizeibeamten hinzu und befreiten arbeiterin angenommen. Zuberkulose durch den Eisenbahnverfehr veröffentlicht hat. ihren bedrängten Kameraden aus den Händen des Verbrechers. Kammer III. Vorsitzender: Assessor Euno. Sigung vom Im Laboratorium des hiesigen faiserlichen Gefundheitsamtes sind In dem Kampfe hat der Lehtere so schwere Verlegungen davon 24. Januar. feit Mitte Januar 1891 bis Witte Juli 1892 Versuche ausgeführt getragen, daß er dem Krankenhaus überwiesen werden mußte. Der Arbeiter Gryes flagt gegen den Zimmermeister Lange worten, denen gewisse Befürchtungen über die Möglichkeit Der Gendarm tam mit leichten Verlegungen davon, auf 8,10 M. rückständigen Lohn. Gr habe, führt er aus, am 13., der Tuberkuloseverbreitung durch die Schlafwagen zu Grunde lagen. Hütet Eure Zungen! Wegen angeblicher Majestäts. 14. und 15. November bei Lange gearbeitet, dann aufgehört und Diese auf alle Wagentlassen ausgedehnten Untersuchungen hatten beleidigung wurde am Freitag früh der in der Sagels. einen Kollegen beauftragt, ihm am Sonnabend seinen Lohn mitfolgendes Ergebnis: Auf je einen Quadratzentimeter des Fußbodens fanden sich in der IV. Wagentlaffe rund 12 600 Bakterien- bergerstr. 22 bei einer Frau Seiffert wohnhafte Arbeiter Stephan zubringen. Der Kollege habe das vergessen. Als er nun selbst Leime, in der III. Silasje 6500, in der 1. Klasse 4850 und in der Ruderski in Sait genommen. Die Denunziation foll von seinen 8 Lange gegangen fet, habe derfelbe ihn nicht kennen wollen, beim Reginn der Arbeit Art und Spaten in die 1. Klasse 2600 Reime. Der Reifende der IV. Wagenklasse ist also beiden Schlafkollegen Franz Wilewski und Valentin Urban per- obwohl gerade er es gewefen fei, welcher ihm, Kläger, Hand gab. faft fünfmal fo start einer Krankheitsgefahr ausgefeht, als übt worden sein. Man hüte sich! Im Termine erklärte Herr Lange ebenfalls ber Meiche auf den rothen Polstern der ersten Klasse! Eine verhängnißvolle Ohrfeige wurde vor einigen Tagen Gryes nicht zu kennen. Derfelbe sei auch in feinem Buch einEs heißt, daß liber bie zweckmäßigsten Mittel, um die dem 10jährigen Sohne eines an der Königschauffee wohnenden getragen, auf feiner Lohnline sei sein Name enthalten. Hierauf Personenwagen von den schädlichen Reimen zu befreien, umfassende Tischlermeisters Pauli gefchlagen. Mehrere junge Leute, dar wird der Polier des Beklagten vernommen. Dieser kennt den Verfuche angestellt worden sind. Unseres Erachtens liegt die unter der oben erwähnte P. fpielten in einem Lokale der Greifs Kläger gleichfalls nicht. Swei weitere Beugen wissen jedoch Abhilfe insoweit einfach zu Tage, als man nur nöthig hätte, malberstraße Billard, wobei der 22 jährige Zimmermann Heinrich bestimmt, daß der Kläger die angegebenen Tage für Meister die ekelhaft- schmuhigen Wagen der IV. Wagenklasse überhauptins die Tafel führte und die Points anschrieb. Im Laufe des Spiels Lange gearbeitet hat. Das Urtheil des Gerichts lautete auf Scrümpel zu werfen und anstelle der unmenschlichen Beförderungs- muß 6. die Zahlen unrichtig notivt haben und P., der sich be- Sablung der 8,10 M. Eine nette Wirthschaft scheint bei dent art eine menschliche zu setzen selbstredend zu Fahrpreisen, die nachtheiligt glaubte, stellte ihn deshalb sur lebe. Es kam Herrn Lange zu herrschen, wenn ihm erst durch Gerichts. verhandlungen nachgewiesen werden muß, daß der oder jener laffen der erforderlichen Darlegung nöthigt zu der Annahme, daß| bei ihm in Stellung war. die Strafkammer über den Begriff des Verfälschens und GeFünf Puzer flagen gegen den Bau Unternehmer Reinboth brauchmachens sich in einem materiellen Rechtsirrthum befunden auf Zahlung einer Lohnentschädigung. Der Beklagte wandte hat. Es müßte namentlich erörtert werden, ob nicht der urein, den Leuten", die Puharbeiten, welche sie ausführen sollten, fprüngliche Inhalt der Urkunde deutlich erkennbar und von dem mur unter dem Hinweis übergeben zu haben, daß wenn der Zusage unterscheidbar war. Maurermeister Dorsch dazwischen komme", sie die Arbeit wieder aufgeben müßten. Herrn Dorsch waren nämlich die gesammten Maurer( also auch Puzer-) Arbeiten an den in Frage stehenden Bau übertragen worden, doch ließ derfelbe etwas lange mit dem Derlammlungen: Beginn der Pußerei auf sich warten. Aus den Verhandlungen " Der Verband der Sattler und Tapezierer( Filiale ging nämlich hervor, daß er für den Rohbau noch fein Putt- Berlin) hielt am 20. Januar Alte Jakobstraße 83 eine Sigung Putt" auf hochdeutsch: keine Bezahlung erhalten hatte, ab, in der über die vom Verband einzuführende Arbeitslosen Herr Dorsch ſei nun, führte der Beklagte aus, da- Unterstützung debattirt wurde. Darauf erörterte man die Frage, zwischen gekommen", daher fei er nicht verpflichtet ob der Verband sich einem Industrieverbande oder Kartellgewesen, die Kläger weiter zu beschäftigen. Diese ftügten sich pertrage anschließen soll. Ueber beide Punkte erfolgt Abstimmung Sarauf, Beklagter habe wohl jene Aeußerung bezüglich der Da in nächster Versammlung. Zugleich wurde bekannt gemacht, daß zwischenkunft des Herrn Dorsch gethan, doch habe er, als der die Mitglieder, welche länger als 13 Wochen mit dem Beitrage Mann angetreten" sei, fie aufgefordert, sich nicht daran zu im Rückstande sind, keinen Zutritt haben. Zum Schluß weiſt tehren, sondern auf die Rüstung zu steigen und weiter zu puter. Kollege Matschulat auf den Maskenball des Verbandes hin, der Am andern Tage sei die Kälte gekommen und als diese vorbei am 10. Februar stattfindet. war, habe Bellagter nichts von ihnen wissen wollen. Die Kläger wurden abgewiesen, weil sie mit der Bedingung, dem Maurermeister Dorsch eventuell Platz machen zu müssen, einverstanden gewesen felen, und hätten sie, da derselbe sein älteres Unrecht geltend machte, keinen Entschädigungsanspruch. = Prag, 26. Januar. Omladina- Prozeß. Bei der heutigen Verhandlung wurden Schreib Sachverständige sowie Sach verständige für Papier und Tinte vernommen und das Zeugen verhör begonnen. Polizeiwachtleute schilderten die Mißhandlungen und Verwundungen, denen sie durch die Uebermacht der auf sie eindringenden Grzedenten ausgefeßt waren. Gäfte und Kellner des Adeligen Kasinos fagten über den Steinbagel aus, durch welchen s. 3. die Fensterscheiben des Rasinos zer trümmert wurden. Der Präsident des Gerichtshofes war wiederholt genöthigt, die Angeklagten zu anständigem Verhalten den Zeugen und Sachverständigen gegenüber zu ermahnen. Ein Vertheidiger wurde zur Ordnung gerufen. " " Hand in Hand 2. Sonntag, den 28. Januar, Abends 6 Uhr, bei Müller. Gr. Frankfurterstr. 80 81. Fidelitas. Privat- Theatergesellschaft ,, Romelia". Sonntag, den 28. Januar, Abends 6 Uhr, im Lotale des Herrn Sauermann, Adalbertstr. 6: Sizung mit Damen, Tanz 4 Uhr: Generalversammlung mit darauffolgender Fidelitas bei Albert, LandsVergnügungsklub„ Eichenlaub". Sonntag, den 28. Januar, Nachm. bergerfir. 82, rechtes Vereinszimmer. Vergnügungsverein Fraternitas". Sonntag, den 28. Januar, Nachm. 5 Uhr, im Königstadt- Kasino, Holzmarktstr. 72( oberer Saal), Sizung mit Fidelitas. Privat- Theatergesellschaft Preziosa". Sonntag, den 28. Januar, Nachm. 5 Uhr, im Kluhaus, Ohmgaffe 2: Sigung und Fidelitas. Alle 14 Tage Sigung Privat- Theatergesellschaft Gefelligkeit". nebit Sibelitas im Restaurant Admirals- Garten, Admiralftr. 88, Abends 6 Uhr. Vergnügungsverein„ Vorwärts". Sonntag, den 28. Januar, Nachmittags 4 Uhr: Sigung mit Damen bei Engelhardt, Friedenstr. 74, Aufnahme neuer Mitglieder. Gesellschaft Hero". Sonntag, den 28. Januar, Abends 6 Uhr, im Restaurant A. Keller, Bergftr. 68( Gartenfaal): Gesellschaftsabend, Tanz und Borträge. Nationale kaufmännische Kranken- und Sterbekale, Often, Holzmarftftr. 67. Montag, den 29. Januar cr., Abends 8 Uhr, im Reftaurant P. Bodenburg, Kommandantenir. 10-11: Borstandsstzung. Achturg, Schuhmacher! Montag, den 29. Januar, Abends 8% Uhr: Große öffentliche Versammlung aller in der Schuhindustrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. Stebe Inferatentheil. Ortsverein der Schneider 1. Montag, den 29. Januar, Abends 8% Uhr, Alte Jakobftraße 89. Jahresberichte und Mittheilungen aus dem Theilungsgeschäft. Achtung, Schneider und Schneiderinnen! Große Bersammlung des Deutschen Schneider und Schneiderinnen- Verbandes am Montag, den 29. Januar, Abends 8½ Uhr, im Berliner Prater", Rastanten- Allee 6-9. Reichstags= Abgeordneter Baul Reibhaus referirt über das Thema: Die wirthschaftliche Stellung der Arbeiter und Arbeiterinnen der Damenkonfektion und wie iſt eine Hebung der Lage derselben möglich? Arbeiter- Bildungsjahule. Sonntag Vormittag 9-11 Uhr NordSchule, Müllerstr. 179a: Unterricht in Deutsch( oberes); Dst- sule, unterricht in: Nationalötonomie Neue Grünftr. 10, 1 r., von 9-11 Uhr Martusstraße 31: Unterricht in Buchführung. Für alle drei Schulen Bormittags. Montag, Abends 8-10% Uhr: Nord- Schule, Müllerstraße 179a: unterricht in Gef gestunde. Südost- Schule, Reichenbergerstraße 183: Deutsch. Bei allen Unterrichtsfächern fönnen Schüler und Schülerinnen auch jetzt, im Laufe des Semesters, eintreten. Sozialdemokratische Lese- und Diskutirklubs. Mar Kayser, jeden Sonntag Vormittags 10% Uhr im Restaur. Schömann, Heimstr. 16.Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonntag. Alle Aufnahme neuer Mit" Dirigenten chor", Stadtbahnstation zur Börse, Restaurant Frohsinni, Rummelsburg, Berlinerstr. 82 bet Frtefecte, bet Stehmann. 1 Zonblüthe, Görligerstr. 50 bei Siewert. Sängerhain, ReichenRestaurant tiger.myrthenblätter, Belforterstr. 16, bei Schneider. Frisch Metallarbeiter sten" Mohr'sches Doppel- Quartett, Büsching( alle Zuschriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend, find zu Fund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend richten an B. Gentet, Bergmannfir. Nr. 14, of a Treppen.) Sonntag: Freundschaftlicher Bartverein b. Hrn. Kyschty, Noftizſtr. 12, Borm. 8-10 ubr Eine öffentliche Volksversammlung fand am 24 d. M. bei Joël statt. Männer und Frauen füllten dicht gedrängt den großen Saal, um mit gespannter Aufmerksamkeit dem Vortrage von Frl. Ida Altmann zu folgen. Gesetzliche Gewissens freiheit und thatsächliche Vergewaltigung" war das Thema, welches die Referentin behandelte. Mit feiner Fronie geißelte sie alle die scheinbaren Rechte und Freiheiten, welche uns im gegenwärtigen Rechtsstaate zustehen. So z. B. bestimmt die Verfassung im Landrecht Th. II Tit. 12,§ 11: die Eltern haben das Recht, ihren Kindern in religiöser Erziehung das zu geben, was sie für das beste halten, tein Dritter hat ihnen drein zu reben. Wie ſieht es nun mit dieſem Recht? Die Referentin behandelte hierauf die Verschiedenartigkeit der Urtheile gegen diejenigen Eltern, welche selbst aus der Landeskirche ausgetreten waren und von ihrem laut Berfassung ihnen zustehenden Rechte Gebrauch machten. Sodann erwähnt die Vortragende die an Dr. Wille ergangene Aufforderung, den Religionsunterricht für eim er, ieben Montag, Abends 9 Uhr, bei Rudolph Bahr, Gerichtsfir. 19. Dissidentenkinder einzustellen. Das sind Eingriffe in die dem Volke Einer jener Verstöße gegen die Bestimmungen über den gewährten Rechte, die nur denkbar sind in dem heutigen Klaffenstaat. Menderungen im P- reinstalender find zu richten an Fr. Kortuin, ManteuffelRednerin plädirt zum Schlusse ihres interessanten Vortrages für fraße 49, vorn II. Abends 9 Uhr: lebungsstunde. Alieber. fonntäglichen Gewerbeverkehr, für welche der Verein der Ber- Austritt aus der Landeskirche, mit dem Bemerken, man folle Sertutes. liner Weißbierwirthe die Gerichtskosten übernommen hat, jedoch nicht glauben, daß dadurch die Noth und Armuth aus Bachm. 1-3 Uhr.- Montag, Norbbeut de sleife, Melch torstr. 1, beschäftigte gestern die 9. Straftammer als Berufungsinstanz. der Welt geschaffen sei, vielmehr fängt mit dem freien Denken, Annenfir. 16 bei Ehrenberg. Liebertafel der Maler u. verio. Berufsgenossen, Der Gastwirth Krause war vom Schöffengericht zu 9 M, Geld- ohne den verdummenben Religionszwang, die Befreiungsarbeit Blüthe Blüthe Wein ftr. 23 bei Küchenmeister. buße verurtheilt worden, weil er an drei Sonntagen außerhalb aus wirthschaftlicher Knechtung erst an. Zwanzig Jahrhunderte bergerſtraße 16 bei äshold.- Biebesfreiheit II. Strausberg, in der für den Gewerbeverkehr freigegebenen Stunden Bier über lang haben sich im christlichen Staat die Zustände bis zur Un Gefangverein Sieberzweig, Germsdorf, Waidmannsluft bei Fenner Bet die Straße verkauft hatte. Der Angeklagte hatte auf erträglichkeit gesteigert, aber ganz gewiß dauert in eirem frei Fichte". Gesangverein Berliner Bildhauer, Ornament, Wrangelfir. 141 grund von Rechtsausführungen der Gastwirths: Zeitung" die denkenden Staate die Beseitigung solcher Zustände keine zwanzig Echmidt. Frisch auf in Echönwalde i. b. Mart bet Schulz. Behauptung aufgestellt, daß nach§ 103 der Reichs- Gewerbe Jahrhundert.( Brausender Beifall.) Nach einer längeren Diskoppen. 10 bei stellen te beter 29 Keller. Bieber'scher Männerchor, Elisabeth: Ordnung die in dieser enthaltenen Bestimmungen über die fussion, die sich dem Referat anschloß, nahm die Versammlung ftraße 14 bei R. Sirthe. Sonntagsheiligung nicht anwendbar seien. Auf grund der be folgende Resolution an:" Die Versammlung erklärt das Vor- firaße 7 bei Jakob. fannten Stammergerichts- Entscheidung hatte das Schöffengericht gehen des Kultusministers Dr. Bosse gegen Dr. Bruno Wille die Ansicht des Angeklagten für rechtsirrthümlich erklärt. mit der in der preußischen Verfassung verbürgten Religions- und Ter genannte Verein hatte den Rechtsanwalt Leopold Meyer Gewissensfreiheit in Widerspruch stehend und protestirt auf das mit der Einlegung der Berufung beauftragt und dieser Entschiedenste gegen dieses Vorgehen." führte vor der Straffammer folgendes aus: Die an gezogene Rechtsprechung des Kammergerichts stehe im Widerspruch Die Freie Vereinigung der Graveure und Ziseleure mit der Auslegung des§ 105 c R.-G.-O. durch das königliche hielt am Montag, den 22. d. M., eine Versammlung ab, in der Polizei- Präsidium, die Minister des Innern und für Handel und der Arbeitsvermittler beauftragt wurde, monatlich eine Statistik Gewerbe, sowie alle Untergerichte. Bis zu jener Kammergerichts über Arbeitslosigkeit dem Gewerkschaftsbureau zu übermitteln. Entscheidung habe es nur die eine Auffassung gegeben, daß Alsdann hielt Genosse Jahn einen mit Beifall aufgenommenen gemäß§ 105 c R.-G.-D. Schantwirthe alle alle diejenigen Vortrag über Gefängnißwesen. Redner kritisirt die Behandlung Speisen und Getränke, welche fie an Gäste zum politischer Gesangener. Des weiteren bespricht Redner die GeGenuß auf der Stelle zu verkaufen pflegen, auch fängnißarbeit und fordert, daß die Löhne für Gefängnißarbeit zum Genuß außerhalb des Lotals verabfolgen dürfen nicht niedriger sein dürfen, als die des freien Arbeiters. Eine Dies sei auch zweifellos die Absicht des Gesetzgebers gewesen, Diskussion fand nicht statt. Die Wahl zweier Unterkassirer wurde denn sonst würden ja die Kneipbrüder, die sich in der Kneipe bis zur nächsten Versammlung, die am 5. Februar stattfindet, festzutriufen pflegen, die Wohlthat des Gefeßes genießen, während vertagt. Arbeitslose und unterstützungsberechtigte Kollegen haben diese den Kranken und Glenden versagt bliebe, die an das Bett sich bei C. Wunderlich, Neue Grünftr. 20, zu melden. oder Zimmer gefesselt sind und einer Erfrischung bedürfen. Auf Der Jutereffenverein der Riftenmacher hielt am 22. d. alle Fälle hätte der Angeklagte in gutem Glauben gehandelt. Das eine Generalversammlung ab. Die Abrechnung vom StiftungsKammergericht habe dem Berufungsrichter ausdrücklich zur Pflicht feft, die zur Berlefung gelangte, ergab eine Einnahme von 146 M. gemacht, zu prüfen, ob in solchen Fällen die Gastwirthe und eine Ausgabe von 105,70 m., mithin einen Ueberschuß von das Bewußtsein gehabt haben, daß sie das Handels- und nicht 40,30 M. Die Abrechnung vom 4. Quartal weist eine Cinnahme das Echaufgewerbe ausgeübt haben. In dem vorliegenden Falle von 113,40 m. und eine Ausgabe von 60,65 m. aut; folglich habe der Angeklagte der Ueberzeugung gelebt, daß er zum Ver- einen Ueberschuß von 52,75 M. An Baarvermögen waren am fauf von Bier über die Straße befugt sei, denn in allen Gast. 8. Januar 351,77 m. vorhanden. Hierauf erstattet der Vorwirths. Bereinigungen, aber auch in allen Polizei- Organen fei sigende den Jahresbericht des Vorstandes. Danach wurden im dies für zulässig erachtet worden. Der Gerichtshof war mit dem vorigen Jahre 9 Vorstandssigungen und 10 Versammlungen ab Bertheidiger der Ansicht, daß der Angeklagte bona fide gehandelt gehalten. 98 Kollegen haben den Arbeitsnachweis in Anspruch habe und erkannte deshalb auf Freisprechung. genommen und 62 von diesen Arbeit erhalten. In die Arbeitsnachweis Kommission wurden folgende Kollegen gewählt: Gierke, Liese, Gentsch, Ludecus, Tieke, Schumann und Schwanherz. Zum Revisor wurde Kollege Beyer ernannt. Ein Antrag auf Statuten werden. Der Maskenball findet am 17. März bei Gründer, änderung mußte bis zur nächsten Generalversammlung vertagt Seerose bei Müller, Bandsberger Play 5, Nachmittags 4 Uhr.- Theater. verein halia bei Schröder, in Stralau, Nachmittags 3-4 Uhr Bergnügungsflub Oftend, Krautftr. 6 bet Rudolf von 5-6 Uhr Geselliger Verein der Fettenhauer, Gartenftr. 16: bet Meißner. jeben Sonntag v. d. 1. b. M. Bergnügungsverein elgo= Montag: and 2", Andreasstr. 16, bet Wilfe, alle 14 Tage Sizung. Sumo Theaterverein Pfeifentlub& elfenfeft bet Schubordt, Königsbergerstr. 24. ristischer Verein ipifar bei Krösche, Fichtestraße 20. Bergnügungsmora, Märkischer Sof, Admiralfir. 18c, Abends 9 Uhr. verein elfenfeft", Rirdorf, Hermannstraße 167 bet Fülleborn, 8% Uhr. Sartentlub uftige Brüder", Krautstr. 48 bet Mattte, Abends 8 Uhr. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonntag. Theater- und Bergnügungsverein Sarletin, heute Nachmittag 5 Uhr Beughoffir 8. Theaterverein Theaterverein Concordia Beughofstraße 8 bei koch. bello jeben Sonntag 4 Uhr bei Foge, Köpeniderfir. 191. Nachher: Bergnügungsverein Nord, Nachmittags 5 Uhr Fennstr. 5 bei Krüger. Bergnügungsverein Germania, alle 14 Tage Bersammlung Dinienf11age 160. Bergnügungsverein Deutsche Ginigkeit, Nachm. 4-6 Uhr, Blumenstraße 20 bei Bernice. Nachher: Fidelitas. Bergnügungsverein Zitanta, Nachmt 5-6 Uhr, bei Tempel, Langefir. 65. Machher: Fidelitas. Bergnügungsverein Nord, Sigung Sonntag Abends 6 Uhr bei neller. Theater Verein Lustige Seelen, Sonntag 4 Uhr bei Stehmann, Melchiorftr. 15. Bergnügungsverein Suftig, Sonntag, Staligerstr. 54( S. Sente), 5% Uhr: Gigung, ang, Theaterverein Concordia", Sigung Sonntag, Nachmittag 6 Uhr, bet rebs, Ohmgaffe 2. Nach der Sigung Fidelitas. Tambours und Vergnügungsverein Gut seil, alle 14 Tage bei Seyffert, Oranienfir. 121. Bon 4 1hr an. Fidelitas. Möring, Admiralfir. 18c. Bergnügungsverein Nord", Sigung Sonntag Abend 5% Uhr. Gefang- Turn- und gesellige Vereine. Montag. Gefelliger Verein 8wiebelfische, Mixdorf, Abends 9 Uhr in Barta's Lotal, Berliner rabe 120 Bergnügungsverein Freundestreue, jeden Montag bet Geselliger Klub Namenlos, jeben Montag im Restaurant zum Bufunftsstaat, Kaftanien- Allee 35. Gemischter Chor klarheit", Uebungsstunde bei Deftreich, Tempelhofer Ufer 15, 9-11 Uhr Abends. Bergnügungsverein Auf Selgoland Sigung jeden Montag• Uhr bet einte, Bergfir. 54, Fidelitas. Bergnügungsverein Ginigteit 1890. Jeden Montag Sigung bei Roll, Bergnügungsverein Eulalia" bet Herrn Reggentin, Barnimftr. 4-5, Sigung 6 Uhr. Privat- Theater- Gesellschaft offnung, Sigung b Sauermann, Adalbertfeifentlub Felsenfest, Abends 9 Uhr, Königsbergerstr. 20 bet Schabroot - Rauchtlub Weiße Wolte, Abends von 9-11 Uhr, Bernauerstr. 14 bet talbertstr. 21, Abends 9 Uhr. Alle 14 Tage Zang. traße 8. Aus dem Reichsgericht. Leipzig. 26. Januar. Eine wichtige Entscheidung in bezug auf Urkunden fälschung fällte heute der 2. Straffenat des Reichsgerichts. Tanach ist in der Regel eine Urfundenfälschung dann nicht anzunehmen, wenn der ursprüngfiche Inhalt der Urtunde deutlich erkennbar Röpnickerstr. 100, statt. bleibt und von dem( rechtswidrig gemachten) 3 usage Der Fachverein der Musikinstrumenten Arbeiter hielt unterscheidbar ist. Von der Straflammer beim Amis am 22, b. M. eine Versammlung ab, in der Genosse Hansen in gerichte Ortelsburg find der Grundbefizer Paschia und einem beijällig aufgenommenen Vortrag über„ Materialismus Henoch.- Rauchtlub Elvira, abends 9 Uhr bet Lehmann, Friedrichsfelder= Der Schneidermeister Friedrich Dit aus Beugersdorf wegen und Ethit" sprach. Bon einer Diskussion über den Vortrag fraße 27.- Kartentlub, Lustige Brüder" Krautstr. 48, Abenbs 8% uhr Urkundenfälschung perurtheilt worden, der letztere zu 1 Woche wurde Abstand genommen. Die Abrechnung vom Weihnachts bei Grust Rabite.- Rauchtlub Beronita", Sigung Montag Abends 9 Uhr Gefängniß. Paschia wollte am 21. Februar v. Js. auf dem vergnügen ergab einen Ueberschuß von 18,68 Bf., welcher Betrag Stalinaifi, bet auſe, Markte in Ortelsburg mehrere Schweine verkaufen. Eines der laut früherem Beschluß der Wittwe Rigenfeld übermittelt werden stattlub tot 5- Junge". Sigung alle Dienftage nach bent 15. und SpielStatklub" Grand", Abends go Uhr bet&, Subrich, Lübbenerstr. 22. felben überließ er schließlich dem Olt täuflich. Als er soll. Unter Vereinsangelegenheiten giebt der Vorsitzende abend alle Dienstage von bis 11 Uhr im Restaurant Böchstr. 7 bet Herrn auch das Ursprungsattest übergeben wollte, zeigte es sich, bekannt, daß auch in der Branche der Musikinstrumenten- Serrath. daß auf demselben( jedenfalls infolge eines Versehens des Arbeiter eine Statistik über die Arbeitslosigkeit ausgearbeitet wer- liches Beisammenfein im Restaurant" Sur neuen Post", Beuthstr. 21. Freie Bereinigung der aufleute. geben Montag gemüthbetr. Bramten) die Farbe des Echweines als weiß angegeben den soll. Er forderte deshalb alle Kollegen, auch Nichtvereinswar, Da " Eingelaufene Druckschriften. tommens, Geschäftsvermögens und Gefchäftsgewinnes. Bon G. Künzel. Trebnih in Schl.( Im Selbstverlag). Preis 1,50 M. Beitschrift für Hypnotismus. Von Dr. Großmann. Berlin. 2. Jahrg. 4. Heft. Die Heilung der Stuhlverstopfung durch Suggestion. Von Dr. H. Forel. Beilin. Verlag von Herm. Brieger. Wohlfahrt". Berlag von Jos. Beranet, Reichenberg i. B. Abonnementspreis 8 M. pro Jahr. während es in Wirklichkeit unverkennbar gran war. mitglieder auf, die in der Zeit vom 8. Oftober vorigen Jahres Paschia meinte, er wolle das gleich abändern, aber Dit hielt ab arbeitslos gewesen, die Dauer der Arbeitslosigkeit in die ihm entgegen, er sei doch nicht der Schulze. Dennoch schrieb Listen einzutragen. Die Listen liegen vom Freitag, den 26. Januar, Anleitung zur Feststellung des alljährlichen steuerpflichtigen Sin Baschia an den Rand des mit Zinte geschriebenen Atteftes neben ab im Arbeitsnachweis bei Rohr, Naunynstr. 78, aus. das Wort„ weiß mit Bleistift das Wort grau". Dit machte die Billets zur Urania vergriffen find, so wurde ein nochmaliger bann beim Weiterverkauf des Echweines von diesem Atteste Besuch einstimmig beschlossen. Der Vorsigende gab ferner Gebrauch. Die Straflammer nahm dann den gefeßlichen That noch bekannt, daß am 30. Januar eine öffentliche Versammlung bestand der Urkundenfälschung für erwiesen an. Gegen das der Musikinstrumenten- Arbeiter in den Konkordia Sälen statt Urtheil hatte nur Olt Revision eingelegt. In der heutigen findet und ersuchte die Kollegen, diese Versammlung zahlreich zu Berhandlung des Bleiche gerichts erklärte auch Herr Reichsanwalt besuchen. Galli das Urtheil für bedenklich. Tas Reichsgericht erkannte auf Aufhebung desselben, und zwar auch bezüglich Bezirt 2. Wlitglieder- Versammlung am Sonntag, ben Zentral- Kranken- und Sterbekasse der deutschen Wagenbauer. 28. Januar, in des Mitangeflagten Paschia, der feine Revision ein- Drenste's Lotal, Bernauerstr. 13. gelegt hatte. Die Sache wurde zur erneuten Verhandlung an Vergnügungsverein Belle- Alliance". Sonntag, den 28. Januar, das Landgericht Allenstein zurückgewiesen. In den Gründen Abends 6 Uhr, bei Schönwälder, Oranienftr. 153( origplas), Sizung. hieß es: Wie bie Sache liegt, hätte es einer näheren Darlegung Vergnügungsverein Heitere Gesellschaft". Sonntag, den 28. Jabeturft, inwiefern hier eine Berfälschung vorliege und in- nuar, abends 6% Uhr, in Pallar' Grottensaal, Naupachftr. 6: Sigung mit wiefern Dit von dem fraglichen Atteste zum Zwecke der Damen. Machher Geſellſchaftsstunde. gildhauer. Sonntag, den 28. Januar, Abends 7 Uhr, Versammlung bis 1. Oktober sind, dann ja. 2äuschung Gebrauch gemacht habe. Tas gänzliche Unter- mit Frauen in den Arminbellen, Kommandantenstr. 20 Fidelitas, Achtung! Maurer! Achtung! Roh- Tabak Verein zur Wahrung der Jnteressen der Maurer Berlins. Gr. Wiener Maskenball am Sonnabend, den 3. Februar, Abends 8 Uhr, int Schweizer- Garten, Am Friedrichshain( Königsthor). Billets& 50 Pf. find in fämmtlichen Zahlſtellen der Berliner Maurer, fople tet fämmtlichen Vorstandsmitgliedern und in den mit Plakaten belegten Geschäften zu haben. Da wir infolge vorzüglich getroffener Arrangements ein genußreiches, amüsantes Fest versprechen können, ladet alle alten Kämpfer. Freunde, Gönner und Kollegen freundlichst ein 476/80 Der Vorstand. J. A.: C. Blautod. Oberbergerstr. 18. A. Goldschmidt, 4485L am hiesigen Plage pie bekannt grösste Auswahl! Garantie für sicheren Brand. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabate sind am Lager. A. Goldschmidt, Oranienburgerstr. 2. Briefkaffen der Expedition. B. N. W. Wenn es die Monatshefte vom 1. 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Manteuffel- als Agenten für Feuer- Versicherung, straße 90, 3 Tr. r. 15126 Sterbefasse und Krankenkasse finden für Berlin und die Provinz Personen Schlafft. f. 1 H. Lausigerstr. 43, 3 Tr., jeden Standes bei der Generalagentur Dertel. 15136 Gneisenauftr. 95. 1429b Möbl. Schlafft. für Herren Naunyn- Einen Lehrling verlangt R. Lange, straße 79, H. 3 Tr. b. Herpel. 15156 Schmiedemstr., Swinemünderstr. 123. Verantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 語 2. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volfsblatt. Nr. 23. Zur Nothstands- Debatte. Von allen Seiten laufen uns zuschriften ein, welche die vorigen Angaben des Herrn von Bötticher und seiner Gehilfen in der Nothstands- Debatte widerlegen. Wir wollen hier einen eingehenderen Bericht aus Thüringen mittheilen, dem ein kurzer Mahnbrief aus Berlin folgen mag: Sonntag, den 28. Januar 1894. Also ebenfalls Elend und Noth. Von 11. Jahrg. Soziale Leberlicht. Im Lehestener Bezirk ist die Schiefertafel- und DachschieferFabrikation vorherrschend. Dort sind diefelben Zustände wie im Steinacher Bezirk. In Pößneck wiegt die Flanellindustrie Krisen, die sich von Jahr zu Jahr immer schwerer und nachAn die Klavierarbeiter! Kollegen! Die wirthschaftlichen vor und diese geht immerhin noch leidlich. Doch leider auch ge- haltiger in unserem Berufe bemerkbar machen, haben die Zahl drückte Löhne. Verdienste von 4, 6, 8 M. die Woche sind keine der Arbeitslosen fortwährend gesteigert. Wir erblicken in dieser Seltenheiten. 15 M. Durchschnitt die höchsten Löhne. Männer: Erscheinung nur einen Ausfluß der kapitalistischen ProduktionsAus Thüringen schreibt man uns: und Frauenverdienste, gute und schlechte Arbeiter, und Arbeitsweise; diese Uebel werden nicht eher beseitigt werden, bis das Wer aufmerksam die Debatten im Deutschen Reichstage und stätten, zusammengeworfen, kommen faum 9 M. Durchschnitts- heutige System verschwunden ist. In welcher Weise aber die speziell die über die Nothstands Interpellation verfolgt hat, muß lohn heraus! Die Gerberei ist fast vernichtet. unwillkürlich an die Axel Oxenstierna'schen Worte denken:" Du 200 Gerbereien existiren noch 1 große und 8 fleine!- Bon Arbeitslosigkeit geradezu künstlich gesteigert wird, zeigt die schon glaubst nicht mein Sohn, mit wie wenig Verstand die Welt 340 Tuchmachermeistern noch 2 und 15 große Textilfabriken. Fabrikanten Joseph, in Firma Mittag Na ch f. Genannter wiederholt fritisirte Handlungsweise des Herrn Pianoforte regiert wird." Entweder wissen die Bötticher und Genossen Auf der einen Seite Millionäre und auf der anderen Seite Herr scheint den ersten Versuch zu machen, sich in unserer thatsächlich nicht, wie es im Reiche aussieht, oder, was ich von Proletarier im wahrsten Sinne des Wortes. Stumm und Kropatscheck bestimmt glaube, sie wollen es nicht Der Bahnbau Arnstadt- Saalfeld und Triptis- Blanken- der Versuch auf diesem Gebiete geglückt, so werden bald andere Fabrikation der Gefängnißarbeit zu bedienen. Kollegen, ist erst wissen, daß ihre fünfzehnjährige Schutzzollpolitik Deutschland stein bietet immerhin einen Theil der arbeitslosen Handwerker, nachfolgen, und wir brauchen wohl nicht darauf hinzuweisen, welche kräftig und gesund sind, einigen Verdienst( 1,80-2,20 m. was für schwere Folgen entstehen für unsere Kollegen, wenn sie Aus Meiningen- Hildburghausen und speziell aus dem zweiten pro Tag). Freilich wenig, aber immerhin schüßt es vor Hunger. gezwungen sind, die Konkurrenz mit der Gefängnißarbeit aufMeininger Reichstags Wahlkreise, den Landrathsämtern Sonne- Für die armen Spielwaaren- und Porzellanarbeiter ist jedoch berg und Saalfeld, bin ich nun in der Lage, folgendes wahre fein Platz an der Eisenbahn, denn erstens fehlt diesen Leuten zunehmen. Da heißt es für uns, diesem Beginnen mit aller Macht die Muskelkraft, und zweitens sind alle Stubenarbeiter an die entgegentreten, den ersten Versuch abzuschlagen und auch die Abnehmer Die Industrie im Sonneberger Bezirt besteht vorwiegend Wärme gewöhnt und zur Arbeit im Freien nicht verwendbar. ein wirklich gutes Fabrikat gestellt werden, bei der Fabrikation jener Fabrikate darauf hinzuweisen, daß Anforderungen, die an aus Spiel und Glaswaaren Fabritation; ferner Das wissen natürlich die Klugmeier im deutschen Reichstage im Buchthause unmöglich erfüllt werden können. Hier vermag der Porzellan, Schiefertafel- und Griffel- nicht.-Als vor einigen Wochen die Telephonleitung hier man wohl Artikel in Massenfabrikation herzustellen, aber nicht Industrie. gebaut wurde und das im preußischen Nachbarorte Grölva Erzeugnisse, die eine gewisse technische und praktische Bildung ruinirt hat. Bild vom Stande der Industrie zu entwerfen. : Die Löhne in diesen Branchen sind auf das tiefste Niveau( Station an der Bahnlinie Gera Probstzella) gelegene beim Arbeiter vorausseßen, unstreitig fann nur ein sehr minderheruntergedrückt, so daß vor Jahren sich die herzogl. Staats- Thonwert angeschloffen werden sollte, suchte die Firma werthiges Fabrikat erzeugt werden. Kollegen! begreift den Ernst regierung genöthigt sab, die Steinacher Griffels( Schieferstifte) Bergner u. Weiser, Gasleitungs- und Wasserleitungs- In der Situation und erscheint alle Mann für Mann in der VerIndustrie bezw. die Griffelbrüche in eigne Regie zu nehmen. ftallitationsgeschäft( oder Gas- und Wasserleitungsfammlung, die am Dienstag, den 30. Januar, Abends 8 Uhr, in Viel besser ist es in dieser Branche trotzdem nicht geworden, Installiteure) 10 Arbeiter zum Seßen der Telephon- den Kontordia- Sälen stattfindet und zur Besprechung dieser Andenn 1000 Stück Griffel zu machen, das lohnen 85 Pfg. Mehr stangen. 62 Arbeiter boten sich an und wollten zum Theil für gelegenheit dienen soll. wie 20 000 darf ein Griffelmacher die Woche nicht liefern. 10 Pf. die Stunde arbeiten! Mann, Frau und Kinder müssen tüchtig arbeiten, wenn Die indirekten Steuern und Zölle haben eben das Volk vollsie in einer Woche 17 M. verdienen wollen. Von diesem Ver- ständig ausgepowert und trotzdem finnt die Reichsregierung dienste gehen noch 2,50 M. für Benutzung des Bruches ab. Das immer mehr darauf, neue Basten auf die Bevölkerung zu Abräumen( Beseitigung der Erd- und Schuttmassen, welche wälzen! auf dem festen Gestein lagern) wird unentgeltlich vom Aber auch die direkten Steuern wachsen. In Meiningen beGriffelmacher und feiner Familie verlangt, bezw. die Entlohnung steht zwar eine progrefsive Einkommensteuer. Aber fragt nur für diese Arbeit ist mit im Griffelpreis berechnet! Nicht besser nicht, wie sie ist. Die Besteuerung beginnt mit 600 m. 0,8 pet. ist es in der Schiefertafel Industrie. Nach den Atten des ist der Steuersatz. Bei 700 1 pct. 800 1,2 pбt. Won 9 bis Landraths zu Saalfeld muß ein Tafelmacher 18 Stunden 18 Mille steigt der Prozentsatz von 3 zu 3 Mille um 0,1 pt. täglich arbeiten, wenn er i m. verdienen will und da muß er und bei 33 000 Mart hört die Steigerung auf! das Rahmenholz noch aus den meiningen'schen Staatsforsten Die Kommunallasten betragen in den meisten Orten des dazu stehlen." Die Spielwaaren- Industrie hat Saisonarbeit, Kreises 150, 170 ja 210 pet. Zuschlag zur Staatssteuer!- Ju, sie währt in der Regel von August bis Weihnachten. Jedoch seit ja, man weiß, wie man die Lasten von den tragfähigen Schultern der Schußzoll- Uera, welche ja die Mc Kinley- Bill mit gezeitigt, auf die wirklichen„ Lastträger" der menschlichen Gesellschaft abfind die Geschäfte stets schlechter gegangen, und die Arbeits- wälzt und dies hat auch die Bevölkerung des 2. Meininger verdienste in der Hausindustrie gleich Null. Ein Glück, daß Wahlfreises zur Erkenntniß, und den Genossen Reißhaus in den die Kartoffel gerathen, sonst wäre ein namenloses Elend über Reichstag als Vertreter der Ausgebeuteten gebracht. Wenn sich unsere Waldbevölkerung hereingebrochen. So heißt es aber: diese Zustände noch weiter entwickeln, wird bald die Bevölkerung Kartoffeln in der Früh', des schönen Thüringer Landes nach Berlin zu Miquel betteln gehen. Zu Mittag in der Brüh', Des Abends mit sammit dem Kleid*) Kartoffeln in alle Ewigkeit. Von den idyllischen" Verhältnissen, wie sie hier liegen, ver stehen die großen Staatsmänner, wenn sie auch in die thüringischen Badeorte oder Sommerfrischen gehen, allerdings nichts, denn ihre Löhne" sind bei einem besser denn solche von 100 thüringer Waldarbeitern zusammengenommen. " J. A.: Paul Scholz. An die Bauarbeiter Berlins! Kollegen! Am Sonntag, den 4. Februar, findet eine öffentliche Versammlung der Bauarbeiter statt. In dieser soll unter anderen Stellung genommen werden über die Verwendung der bis jetzt auf Listen gesammelten Gelder. Es ist deshalb dringend nothwendig, daß diejenigen Kollegen, welche noch im Besiz derartiger Listen find, dieselben entweder an mich oder spätestens am Sonntag, den 4. Februar, Vormittags 11 Uhr, in der Versammlung bei Scheffer, Insel straße 10, abliefern. J. A.: Aug. Giese, Bernauerstr. 29, 2 Tr. Aufruf an die Arbeiter sämmtlicher Gewerkschaften! Nach dreiwöchentlichem schwerem Kampfe haben wir uns, durch Verhältnisse gezwungen, veranlaßt gesehen, den Kamps aufzugeben. Wie Ihr wißt, handelte es sich um die Neuuniformirung der Tarameter- Droschkenkutscher, in erster Linie aber um die Einführung des weißlackirten Hutes, wozu die Polizei, wie sie selbst in ihrem Antwortschreiben an uns zugiebt, auf Ersuchen der Tagameter- Droschtenfuhrherrn die hierzu nöthige Verordnung herausgab. Wir wissen zu genau, ist den Fuhrherren erst die Einführung des weißlackirten Hutes gelungen, so dauert es nicht mehr lange und die übrige Üniform wird nach dem Wunsche derselben Fuhrherren wieder durch Polizeiverordnung Die Porzellanindustrie, welche im ganzen Wahlfreife eingeführt. Die Uniform hat sich der Kutscher natürlich selbst verbreitet ist, hat noch nie solchen schlechten Geschäftsgang gehabt, zu beschaffen. Werthe Genossen! Wenn wir uns vergegendenn die ältesten Porzelliner" wissen sich eines solchen Geschäftswärtigen, wie es den Fuhrherren von seiten der Polizei so leicht ganges nicht zu entsinnen. Aber nicht nur im Meiningenschen Und aus Berlin wird uns geschrieben: wie nur irgend möglich gemacht wurde, um neue Kutscher für steht es mit der Porzellanindustrie so schlecht, sondern auch im Obgleich ich fein Sozialdemokrat bin, baben mir die Reden die Streifenden зи erhalten, so fann es niemand benachbarten Schwarzburg Rudolstadt. Entweder die Former der Sozialdemokraten in betreff der zu schaffenden Arbeit für die Wunder nehmen, daß diese Verhältnisse zu der ver und Maler haben gar keine Arbeit, oder es wird von 8-5 Uhr feiernden Arbeiter sehr gefallen, ich möchte Sie aber darauf auf änderten Taktik führten und wir den Streit für beendet wie in Hüttenstein noch gearbeitet. In Pößneck find die Maler merksam machen, daß ein sehr dankbares Feld in unserer nächsten erklärten. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben, und so sind froh, wenn sie für 3, 4 und 5 M. Arbeit die Woche bekommen. Nähe liegt, und das ist der Stettiner und der Görliger wir fest entschlossen, unsere Berufsgenossen noch fester um uns zu Nun bilden aber die Porzellanarbeiter im ganzen Kreise die Bahnhof. Dem Elend der Arbeitslosigkeit im Baugeschäft schaaren und sie durch ein gemeinsames Band, die Organisation, stärkste Bevölkerungszahl, und wenn diese nichts verdienen, wäre mit einem Schlage ein Ende bereitet. Gerade letzterer widerstandsfähiger zu erhalten. Werthe Genossen, wie jeder woher sollen Bäcker, Fleischer, Händler, Wirthe, Schuhmacher, Bahnhof unterbindet die Lebenskraft der ganzen Gegend, würde Streit Opjer fordert und hinterläßt, so hat auch der unsere dies Schneider u. f. w. etwas einnehmen? Und da wagt man im der Bahnhof hoch, die Straßen durchgelegt, so würde der dortige zur Folge. Ge find zirka 175 Kollegen mit zirka 400 RinReichstage den Nothstand zu leugnen? Porzellanfabriken sind Stadttheil einer der blühenditen von Berlin werden und Tausende dern als gemaßregelt zu unterstützen. Wir ersuchen in folgenden Städten und Orten des zweiten Meininger Wahl- und Abertausende ihr tägliches Brot verdienen. Selbst die Kosten Euch daher, die etwa in Eurem Besitz befindlichen Sammellisten Treises verbreitet und kann sich der Bild würden sehr geringe sein, da die großen Raumverhältnisse des nach Ablauf dieser Woche so schnell wie möglich uns zuzumachen, daß der Nothstand nicht nur in einem Orte, sondern Bahntörpers es gestatten, daß auf beiden Seiten der Bahn Baustellen, damit wir die Zahlungen nicht zu unterbrechen überall ist. Sonneberg, Köppelsdorf, Hüttensteinnach( 2). stellen mit 5 Ruthen Tiefe verkauft werden könnten und Millionen brauchen. Ferner richten wir noch die Bitte an Euch, Steinach, Pisau, Lippelsdorf, Wallendorf, Taubenbach, Schmiede- einbringen würden. werthe Genossen, mit den Sammlungen nicht nachzufeld, Reichmannsdorf, Gräfenthal( 2). Probstzella, Poeßneck( 2) Im Interesse der nothleidenden Arbeiter bitte ich Sie, bei lassen, sondern uns nach wie vor träftig zu unterstützen, und Igelshieb besigen je 1-3 Porzellanfabriken( oder passender Gelegenheit diesen Bau in Vorschlag zu bringen, da denn es dürfte vor der Hand schwer halten, diese ausgesperrten haben). Außer Geschirrsachen( Teller, Tassen, Menagen 2c.) der Umbau ja so wie so nur eine Frage der Zeit ist. werden Atrappen, Nippes, Figuren, Vasen, Pieifen und PuppenA. W., Maurerineifter. töpfe und dergl. in den Fabriten gefertigt. Jedoch überall die- Der obige Vorschlag wird uns auch noch von anderer Seite selbe Mifere. Keine Arbeit, fein Lohn. In Saalfeld herrscht gemacht, und von vertrauenswürdiger und fachkundiger Seite die Eisenindustrie vor, dort werden außer Gußwaaren, wird uns der Vorschlag als ein guter bezeichnet. hauptsächlich Nähmaschinen gefertigt. Auch hier herrscht Arbeits- Herr Thielen wird freilich anderer Meinung sein; er ist losigkeit und Hunderte von tüchtigen Maschinenschlossern wandern Eisenbahnminister des Militärstaats Preußen, und wenn entweder aus, suchen anderorts Beschäftigung, oder arbeiten als der preußische Militärstaat teine Bahnhöfe braucht, dann braucht Handarbeiter am Bahnbau Arnstadt- Saalfeld. Die beiden größten fie auch der preußische Eisenbahnminister nicht. Er ist militärFabriken Bielefelder" und" Vogel u. Komp." find pleite; die fromm. Testere Fabrit, welche im Konkurs arbeitet, hört im Februar gauz auf. fie *) Kleid Schale. Sonntagsplauderet. " zu Kollegen wieder unterzubringen, und werden wir zu diesem Zweck noch neue Listen ausgeben. In dem Bewußtsein, daß Ihr uns nicht verlassen, sondern uns kräftigst unterſtüßen werdet, damit wir unsere treuen Mitkämpfer nicht der allergrößten Noth preisgeben müssen, übergeben wir Euch diese Zeilen, hoffend, daß unser Ruf nicht ungehört an Euch vorübergehen wird. Geldsendungen und Briefe sind zu richten an A. Stiller, Berlin, Schüßenstr. 58 bei Kiesel. Da 3 Agitationstomitee der Droschkentutscher. Friedrichshagen. Parteigenossen! Die Wählerlisten zur Gemeinderathswahl für Friedrichshagen liegen bis 30. Januar im Gemeindebureau zu jedermanns Einsicht a u 3. Wir erachten es für eine Pflicht der Parteigenossen, die fich's wohlfeil gemacht; und ihrem filzigen Grundcharakter Lebensabend verschönt; und seht, wie der weichmüthige blieb sie auch diesmal treu. Sie hatte sich in Bismarck Bismard von den Huldbeweisen bis zu Thränen gerührt ihren Herrn geschaffen; ihm hatte sie sich er ist. Heil uns, Achilles grollt nicht mehr und nicht mehr Es ist erstaunlich, welche Kunststücke die modernen geben. So wenigstens versicherte fie ein über das soll das Ausland sagen dürfen, der Deutsche verstehe nicht Kautschukmänner, die sich einbilden, Wettermacher der andere Mal. Als aber Bismarck nach dem Zerwürfniß mit seine Großen zu schäßen. Das alles malen gewandte öffentlichen Meinung" zu sein, in den lezten Tagen fertig seinem Herrn für die Erfolganbeter nicht mehr der Unent- Zeitungsschreiber in rührsamen Farben aus. Sie spotten gebracht haten. Ihnen steht gleich rasch Lachen und behrliche geworden, als der Alte im Sachsenwald" sich in ihrer selber und wissen nicht wie und ihre Schönfärbereien, Weinen zur Verfügung. Sie geberden sich begeisterungs- den zürnenden Achilles verwandelt hatte, da wurde es der die jeder Erfahrung, jeder Erkenntniß der menschlichen Seele wüthig oder bewahren eiskalte Zurückhaltung, wie's gerade schwächlichen Bourgeoisie lazenjämmerlich zu Muthe. Sie und fürstlicher Gebräuche Hohn sprechen, werden wider Willen verlangt wird. Sie spötteln über ein gleichgiltiges Ereigniß philosophirte über den Wechsel alles Jrdischen und schwer- der Verfasser zu luftigen Satiren, in denen sich Herz und und im Handumdrehen machen sie aus demselben Ereigniß müthige Betrachtungen über das Vergängliche aller Größe Nieren der Bourgeoisie und ihrer Wortführer in prächtigster einen bedeutsamen historischen Moment. Wie wissen sie da floffen von ihren stets beredten Lippen. Jetzt aber schwillt Unzweibeutigkeit enthüllen. Solchem knechtseligen und vor den Wund voll zu nehmen, welch' befeuertes Pathos wissen erneuter Stolz die biederen Gemüther. In langen Reihen allen Dingen ruhebedürftigen Bolk gegenüber sind die sie anzuschlagen, und es ist doch alles eitel Schauspielerei hat man sich aufgestellt vom Lehrter Bahnhof bis zum Regierungskünfte wahrlich nicht schwer. Ein Schau- und und eitle Schönfärberei. Nicht um tiefe und ernste Be- Schloß des Königs. Man hat die Müßen geschwenkt und Blendstück und es ist befriedigt und legt sich fanft auf's wegung handelt es sich ihnen, im Komödianteneifer wollen Hurrah! gerufen! Das ist so spottbillig und nimmt sich der Menge ein bischen sensationelle Erregung so schön aus. Achilles zürnt nicht mehr, rief man freudig einflößen; und ist der Kikel vorüber, dann ist es bewegt, weil der Mann, der sein Lebtag gewohnt war, den auch aus mit der Weihe des großen geschichtlichen Augen- Schein eines guten tönigtreuen Dieners zu wahren, die Pflicht des Dieners, dem Herrn, der sich ihm huldreich naht, Wie immer man sich zu Bismard's Charakterbild auch mit unverwandtem Jugrimm im Herzen zu gestelle: thöricht war es von den Schelmen, die heute Jubels horchen, erfüllt, so weit es das höfische Zeremoniell befiehlt. Ein kluger Mann weiß immer mit sich handeln zu hymnen singen, doppelt thöricht, anzunehmen, das sozialistisch Nun ist man froh; man sieht den Schein und nicht den lassen. Wenn die Herren Miquel und Posadowsky mit empfindende Proletariat werde die Straßen Berlins über Werth der Dinge; die Dankesschuld ist abgetragen. Was ihren Steuervorlagen zur Deckung der neuen Militärkosten fluthen und gegen seinen rücksichtslosen Haffer demonstriren. thut's, daß Bismarck, sobald sein zeremonielles Geschäft er auf todtes Geleise gefahren sind, wenn Tabak und Wein Der Schlag weckt den Gegenschlag; die Macht fordert die ledigt, so rasch als möglich den nächsten Eilzug benutzt, der nicht bluten müssen, wie die Steuerfindigen vorerst es verGegenmacht heraus; und gegen seinen Verfolger hat das ihn nach Hamburg führt. Das Bürgerthum will seine langt haben, ihnen ist darum um den endlichen Erfolg Proletariat sich rustigen Armes gewehrt. Was hätte es Ruhe haben. Ihm war das Frondiren, ihm waren die nicht bange. Sie werden durch durch neue Handelschaft aber bei dem höfischen Schaustück zu thun gehabt? Nur Verstimmungen, die sich gegen die neuen Machthaber sich neue Freundschaft erwerben. Und wenn man lächeln kann das Proletariat über die Summe von tehrten, schon lange unbequem. Nun kann es behaglich die nach uralten Regierungsmustern Schreckgespenster aufKomödianterei, die in den Tagen der glorreichen Versöhnung Hände über seinen besänftigtem Bauch falten und mit ge- marschiren läßt, fo erlernen immer noch ant des grollenden Kanzlers offenbar wurde. Von jeher war rührter Stimme ausrufen: Wir sind der Dankesschulden solchen Schauftücken mannhafte Seelen" das Gruseln. die Bourgeoisie fuidrig, wenn sie an ihre Götter und quitt. Seht, wie der Herr den Mann ehrt, der seinen Was thut man nicht alles um der lieben Gözen Dankesschulden abzahlen sollte. Von jeher hat sie Vorfahren ein getreuer Paladin war; wie er ihm seinen Sicherheit willen? Selbst die angeborene Knickrig blids. Ohr. Es murrt nicht mehr; denn es ist im Grunde immer geneigt gewesen, sich jedem Selbstbetrug hinzugeben, um nur nicht murren zu dürfen. Ein bischen aufmucken muß man, das riecht nach Männlichkeit; aber zähe zu ver harren, bis man erlangt hat, was man für sein Recht hält, das ist verstockte Trotzigkeit. 00 nehmen. H. Sonnenburg, Vertrauensmann, Friedrichshagen, Kastanien- Allee 16. Der Streit der Wiener Klavier- und Orgelbauer muß als verloren betrachtet werden. Wie so mancher Streit, so ist auch dieser nur zu ungunsten der Arbeiter aus gelaufen, weil die Unterstützungen nicht mehr in gewünschtem Maße eingingen. jährlich. Wählerlisten einzusehen. Es ist zu empfehlen, daß die Betreffen- 1 hat bewirkt, daß heute von einer Unge Samen 40 bis 45 Rilo- Iwendig erweisende Aenderung des Namens infolge erweiterter den ihre Steuerquittung mitnehmen, um eine sofortige Nach grammn frische Kokons gegen 20 bis 25 Kilogramm früher erzielt Befugnisse der früheren Streit- Kontrollkommission, weiter über tragung veranlassen zu können. Es ist somit geboten, daß jeder werden. die Verhandlungen des inzwischen dem Magistrat überfandten Genosse am Sonntag, den 28. Januar, die Listen ein- In Italien sind in der Seidenspinnerei über 100 000 Men Antrages auf Errichtung eines zentralisirten Arbeitsnachweises fieht. Diejenigen, die feine Zeit zum Einsehen haben, mögen sich schen, meist Arbeiterinnen, beschäftigt. 1868 gab es in Italien mit Herbergen, sowie über die im letzten Halbjahr angemeldeten beim Unterzeichneten bis spätestens Sonntag Abend melden. 4805 Spinnereien mit 61 877 Spinnbeden und 1876 zählte man und von der Kommission sanktionirten Streits der Lithographen, 3600 Spinnereien mit 83 036 Spinnbecken. An Stelle der alten Droschkenkutscher und Schuhmacher. Millarg berichtete über fleinen Spinnereien mit Ofenfeuerung, find größere Gtablisse- Die Stellungnahme der Kommission zum Submissionsunwesen, Achtung, Parteigenoffen Nieder Schönhausen. Den ments mit Dampfteffeln getreten. Diese Umwandlung des Klein zur Feier des 1. Mai, ferner über die erfolgte Errichtung des betriebes in Fabritbetrieb hat auch Ausdruck gefunden im Preise Gewerkschaftsbureaus( Rosenstr. 28) und dessen Bestimmung. Genossen zur Nachricht, daß die Wählerlisten zur Gemeindewahl der verschiedenen Produkte. Der Preis des Fabrikproduktes be In der Diskussion rügte Kühn die gekürzten Berichte über die bis zum 30. d. W. im hiesigen Gemeindebureau ausliegen. Für trägt 65 bis 70 und derjenige des hausindustriellen Erzeugnisses Berhandlungen der Kommission im Vorwärts", die Abhaltung die Genossen, welche verhindert sind, die Liſten einzusehen, ist 50 bis 55 Fris. Die aus dieser Preisdifferenz entspringende einer Matinee durch die Kommission und die vom Ausschuß Genosse Nismann, Beuthstraße 6, gern bereit, dies zu über- Mehreinnahme beträgt allein für Italien 45 Millionen Franks unterlassene Berichterstattung über die weiteren Schritte beim Falle Lubasch. Gleichzeitig brachte Redner eine Resolution Wie in der Spinnerei haben auch in den anderen Zweigen ein, welche nach Annahme durch die Versammlung der Gewerkder Seidenindustrie Umgestaltungen stattgefunden. So waren in fchafts- Kommiſſion übermittelt werden solle. In derselben wird Bergamo 1872 nur noch 58 Zwirnereien gegenüber 106 folcher ein regelmäßiges monatliches Tagen der Kommission gewünscht Betriebe im Jahre 1848 vorhanden. Aber die 58 Zwirnereien und ferner, daß die Delegirten von der Tagesordnung 14 Tage produzirten doppelt so viel wie vorher die 106. In den vorher unterrichtet werden, damit sie in der Lage find, ihre Geitalienischen Zwirnereien find ungefähr 70 000 bis 75 000, in ben wertschaften über die bei allen Angelegenheiten zu beobachtende Haltung zu befragen und regelmäßig Bericht erstatten können. franzöfifchen 35 000 bis 40 000 Personen beschäftigt. In der Verarbeitung der Seide steht obenan Lyon mit einem Glocke suchte zu beweisen, daß die Gewerkschafts- Kommiffion jährlichen Produktionswerth von 400 Millionen Franks. Von die ihr zugedachten Aufgaben überschritten habe und beden 85 000 Webstühlen sind 20 000 mechanische. Von den kämpfte des weiteren die Form des von der Gewerkschafts188 Webereien gehören nur 84 Lyoner Fabrikanten, die anderen Kommission vom Magistrate geforderten Arbeitsnachweises. 154 Webereien find sogenannte Lohnwebereien, die heute für Drechsler Doft hielt die Resolution Kühn's für unannehmbar. diefen, morgen für jenen Unternehmer arbeiten. Nicht weniger& aber( Leiter des Gewerkschaftsbureaus) wandte fich gleichfalls als 410 000 Menschen sind in der Lyoner Seidenindustrie be- gegen Kahn's Resolution. Die zu behandelnden Fragen treten fchäftigt. Die Arbeitslöhne schwanken zwischen 2 und 4 Frants oft so plöglich an den Ausschuß heran, daß eine Publikation der pro Tag, int vergangenen Winter betrugen sie 2,50 bis 3 Franks Tagesordnung 14 Tage vorber eine Unmöglichkeit wäre. Im und erreichten für höhere Leistungen 4 bis 4,50 Frants täglich. übrigen vertheidigte er die Maßnahmen des Ausschusses und der Gine Arbeiterin in der Posamenterie verdient 2,25 bis 3 Frants Kommission gegen die Angriffe. Das Gewerkschaftsbureau wirke in der Stadt Lyon und 1,75 bis 2,50 Franks auf dem Lande. fehr fegensreich, feine Einrichtung war eine Nothwendigkeit. In St. Etienne beträgt der jährliche Produktionswerth 120 Mill. Fris wünschte, daß die Gewerkschaftskommission wieder auf Franks; von den etwa 40 000 Webstühlen sind 3000 mechanische. die ihr anfänglich zugewiesene Bestimmung, nur eine rein beDie franzöſiſche Seidenausfuhr betrug 1888 234,4 Millionen rathende Körperschaft zu sein, zurückkehre und die Regelung von Frants. Fragen mit tief einschneidender Bedeutung den Gewerkschaften Auf die wiederholte Eingabe der Gewerkschafts. tommiffion zu Geestemünde an den dortigen Magistrat betreffend die Errichtung eines Gewerbegerichts ist dieser Tage ein ablehnender Bescheid eingegangen. Zur Begründung führt der Magistrat an, daß das Bedürfniß eines Gewerbegerichts in Geeftemünde nicht vorhanden sei; die Zahl der gewerblichen Streitigkeiten, die bisher vor dem Amtsgericht ausgefochten worden, sei eine äußerst geringe. Man könnte denmach zu der Annabine gelangen, die Unternehmer von Geest emünde feien fo ausnahmsweis enständig ihren Arbeitern gegenüber, daß diefe gar feine Veranlaffung haben flagbar zu werden. Das bezweifeln wir jedoch, müffen vielmehr annehmen, daß ein großer Theil der Arbeiter, selbst wenn sie sich durch ihre Arbeitgeber benachtheiligt wissen, der vielen Umstände und großen Kosten wegen davon Abstand nehmen, den Klageweg zu beschreiten und gerade des halb ist ein Gewerbegericht nothwendig. Der Verband sächsischer Berg- und Hüttenarbeiter, Desterreich produzirt jährlich für 70 bis 80 Millionen Gulden Seidengewebe. Ju Cotta bei Dresden ist ein Nachtwächterposten neu zu besetzen. Ter Glückliche, der diese Sinekure erhält, darf freilich am Tage nicht schlafen, sondern niuß nothgedrungen noch arbeiten, denn sein Jahresgehalt ist auf 500. festgesetzt. Stoffe erzeugt. Um eine in Plauen bei Dresden ausgeschriebene, mit 900 M. dotirte Echußmannsstelle bewarben sich nicht weniger als 86 Reflektanten. Man sollte meinen, die Güter der Drd nung" müßten der Ordnungsfippe viel mehr werth sein. Tas englische Kriegsministerium bat beschloffen, auch Den 2000 Echneidern der staatlichen Uniformfabrit die Wohlthat des Achtstundentages zu gute kommen zu lassen. Und das deutsche? In Italien ist Como der Hauptsiz der Seidenindustrie. Auf den 15 000 Webstühlen werden für 40 Millionen Franks Während die englische Seidenindustrie im vorigen Jahr hundert noch 300 000 Menschen beschäftigte, waren es 1885 nur noch 42 995 Personen, deren Jahresverdienst im Durchschnitt 680 Frants beträgt; Männer verdienen wöchentlich um 20 und Frauen um 10 Frants herum. Weber Weberin Winterin Kinder " Versammlungen. Der Arbeitsnachweis blieb welcher im Jahre 1878 zu 3 widau gegründet wurde und sich In der deutschen Seidenindustrie werden jährlich 25 bis selbst überlasse. Ebenso hielt auch Ahrens die Argumente jetzt auf 52 Ortschaften erstreckt, hatte im vorigen Jahre einen 30 Millionen Mart Arbeitslöhne gezahlt; der durchschnittliche Faber's für die Nothwendigkeit des ständigen GewerkschaftsMitgliederzuwachs von 1320, fowie etwa 2000 bei der Verbands. Jahresverdienst eines Seidenarbeiters wird auf 700 bis bureaus für durchaus ungenügend und sprach sich für gänzliche Begräbniskasse erzielt. Der Verband zählt demnach zur Zeit 800 Frants beziffert. Die Seidenindustrie beschäftigt 30 000 bis Burückziehung der Delegirten aus der Kommission aus. Millarg etwa 8500 Mitglieder, die Begräbnißtasje 16 000 Mitglieder. 40 000 Arbeiter; die Sammetindustrie zahlte 1890 6 Millionen erklärte stets nach besten Kräften feine Schuldigkeit Das Verbandsvermögen bezifferte sich zu Beginn vorigen Jahres und 1891 4 Millionen Mark an Arbeitslöhnen. pidh gethan zu haben nur hätten ihn seine Gewerkschaftsauf 72 410 M. genossen vielfach und namentlich bei Beantwortung der Fragebogen betreffs der Schäden des Submissionswesens im Stich gelaffen. Wie de mann wieß diesen Vorwurf zurück, Sache der Delegirten war es, bei gelegener Zeit die Gewerkschaften darüber zu informiren. Nachdem sich die Debatte in dieser Weise noch längere Zeit fortgesetzt hatte, wurde schließlich, da fich die Vers fammlung inzwischen merklich gelichtet hatte, die Beschlußfaffung über die eingegangenen Anträge bis zu einer nächsten Versamm Inng vertagt. Dasselbe geschah mit dem zweiten Punkt der Tagesordnung: Stellungnahme zu dem Zentral- Arbeitsnachweis Arbeiteloscu Statistik. Das Leipziger GewerkschaftsIm Gegensatz zu dem Niedergang der englischen steht der nach dem Borschlage Dr. Auf Antrag Freund's. fartell hatte an den Stadtrath von Leipzig das Ersuchen Aufschwung der amerikanischen Seidenindustrie. Der Mill arg's sollen die Gewerbegerichts- Beisiger in der nächsten gerichtet, von Amtewegen eine Arbeitslosen- Statistit aufzunehmen. Werth ihrer Jahresproduktion betrug 1860 30 Millionen und öffentlichen Bersammlung auch über ihre Thätigkeit Bericht Das Gesuch ist seitens des Raths abschlägig beschieden worden. beträgt heute 300 Millionen Frants. Von den 24 216 Web- erstatten. Zum Schluß gelangte ein Antrag zur Annahme, wie Einmal, so heißt es in der Begründung, jei es fehr zweifelhaft, stühlen find 22 569 mechanische, in den 472 Gtablissementen find alljährlich am 18. März auf den Gräbern der Freiheitskämpfer ob überhaupt eine vollständige Statistit zu erreichen sei, da eine 50 918 Arbeiter beschäftigt, die einen Jahreslohn von 100 Min. von 1848 einen Kranz niederzulegen. Werpflichtung, die Bogen auszufüllen, nicht auferlegt werden Frants erhalten. Der durchschnittliche Jahresverdienst eines Arfönnte(?). Sodann aber und häuptsächlich sei die Erwägung beiters wird mit 1900 Frants berechnet. Im Frühjahr 1890 Brauche beschäftigten Berufsgenossen hielt am 21. Januar Die Freie Vereinigung aller in der chirurgischen entscheidend gewesen, daß die Untersuchung feinen Werth haben verdiente dort ein würde, wenn damit nicht zugleich eine Untersuchung der persön zirka 25-85 Dollars wöchentlich. ihre Generalversammlung ab. Der Kassirer gab zunächst den Raffenbericht, welcher am 1. Januar einen Kaffenbestand von lichen Gründe der Arbeitslosigkeit verbunden werde, und hierzu 12-18" " 1064 M. aufweist. Nachdem der Vorsitzende den Jahresbericht erachte fich der Rath für nicht befugt. Diese Motivirung 6-7 " gegeben hatte, ermahnten die Arbeitsvermittler zur regeren Be der Ablehnung ist eine so wenig stichhaltige, daß man sofort 2-3 " herauslesen tann, man will die traurigen Verhältnisse, wie sie Der Produktionswerth der schweizerischen Seidenindustrie beugung des Arbeitsnachweises. Bei der darauffolgenden Vordurch die heutige Wirthschaftsordnung gezeitigt und verfchlimmert trägt 125 bis 180 Millionen Franks jährlich, die Zahl der be- Borgenden, Schuster zum ersten, Cherny zum zweiten Kassirer, bestandswahl wurden Meng zum ersten, und Gerlach zum zweiten werden, möglichst im Dunkel gehüllt laffen. Die Leipziger Arichäftigten Personen 60 000. Von den 27 000 Webstühlen find D. Wille zum ersten, H. Buchwald zum zweiten Schriftführer, beiter wollen sich denn auch so leicht nicht abspeisen lassen und 7000 mechanische, 20 000 hausindustrielle Sandstühle. Ueber die Räbiger, Seller und Forkert zu Beisitzern gewählt. Bu Revisoren D. Wilke zum ersten, H. Buchwald zum zweiten Schriftführer, beabsichtigen, dem Magistrat eine große Anzahl von Genoffen Arbeitslöhne in feinem eigenen Lande macht merkwürdigerweise Räbiger, Heller und Forkert zu Beisitzern gewählt. Zu Revisoren jährigen Arbeitslosen- Statiflit, die von den Arbeitern selbständig über vom Fabrikinspektor Dr. Schuler, daß 1882 im Durchschnitt in den Händen der Kellegen Brennicke, Tscharntke und Adamszur Verfügung zu stellen, welche als Bähler schon bei der vor Herr Sarafin feine Mittheilungen. Dagegen erfahren wir hier- wurden Adamschewsky, Weber und Bodin, zu Bibliothekaren Krause und Gruber ernannt. ausgeführt wurde, Erfahrungen gesammelt haben. Dadurch( inkl. der Kinder) ein Seidenwinder 354, Seidenzwirner 460 und würde der Hinweis des Magiftrats, daß die Armenvorsteher die ein Weber resp. Weberin 704 Franks verdiente. Diese Löhne chewsky. Gin Antrag die wöchentlichen Beiträge von 15 Pf. auf 10 Pf. herabzusetzen, rief eine lebhafte Debatte hervor, indem Arbeit nicht bewältigen tönnten und es sonst an geeigneten dürften heute faum höhere sein. mehrere Redner der Meinung waren, daß man durch die Herabs Organen" fehle, hinfällig gemacht. fegung die Indifferenten doch nicht in den Verein hineinte befomme; trotzdem wurde der Antrag angenommen und tritt mit dem 1. April in Kraft. Zwei Anträge, welche den streikenden Droschkentutschern 50 M. und der Sanitätskommission 10 M. In der Versammlung des sozialdemokratischen bewilligen wollen, werden angenommen. Bekannt gegeben wurde Wahlvereins für den dritten Berliner Reich 3- darauf, daß die Bandagisten der Firma Schmidt, Ziegelstr. 3, Arbeitsverhältnisse in der Seidenindustrie. Das jüngste tags: Wahlkreis, die am 24. Januar im„ Louisenstädtischen die Arbeit niedergelegt haben, da die Behandlung von seiten des Heft der Zeitschrift für sdweizerische Statistik" veröffentlicht einen sehr interessanten Vortrag über die Entwickelung der Seiden: Konzerthaus" stattfand, sprach Reichstags- Abgeordneter August Fabrikanten nicht mehr zu ertragen war. Die Versammlung be industrie, den ein Herr Sarafin- Warnery in der statistisch- volks. Kühn über den Nothstand. Rebner unterschied zwei Arten schloß die Sperre über diese Fabrik. wirthschaftlichen Gesellschaft in Basel gehalten hat. Die ca. 120 dejelben, den eingebildeten der besigenden Klaffen, nament Millionen Kilogramm frische Rokons, welche alljährlich von der lich der Agrarier, und den wirklich vorhandenen Noth- befchäftigten Sattler waren am 24. Januar bei Bord in europäischen Eeidenindustrie verarbeitet werden, werden im Frühstand der arbeitenden Bevölkerung, der stets Stoff zur Erörte jahr in etwa 6 Wochen gezogen. 1 Kilogramm chinesischer Rohrung gebe. In allen sogenannten„ Kulturstaaten" bestehe der Spandau versammelt, um die Frage der gewerkschaftlichen jeibe loftet 80 bis 38, 1 kilogramm italienischer und französischer Rothstand bei den unteren Klaffen in Permanenz und lange Organisation zu erörtern. Kollege J. Caffenbach Berlin referirte Rohfeide dagegen 70 bis 78 Frants; japanische Rohseide erzielte wird es kaum noch dauern, wo sie fammt und fonders auf das über das Thema:" Ift für die Arbeiter der Staatswerkstätten niedere Niveau der Lebenshaltung der Weber im Eulengebirge die gewerkschaftliche Organisation überflüffig?" Nebner bee einen Preis von 50 bis 70 Frants. Diese Preisunterschiede angelangt find, falls fie fich nicht eng in Organisationen leuchtete zunächst die Nothwendigkeit, den Zweck und den hervor finden ihre Erklärung in den Qualitätsunterschieden. Die Pro: aneinander schließen, um dieser kulturfeindlichen Strömung ragenden Nutzen der gewerkschaftlichen Organisation für die duktion der Rohseide in China erfolgt noch in der uralten pri Einhalt zu gebieten. Der Referent verwies als typisches Arbeiter und zeigte sodann im Hinblick auf die Löhne und mitiven Weife und find damit ungefähr 1500000 chinesische Beispiel auf die Porzellanmaler im schlesischen Gebirge, die Strafen, wie sie in den Staatswerkstätten üblich sind, wie Bauernfamilien beschäftigt. Der rationellere Betrieb in Europa denen er schon vor mehr als 10 Jahren, wo sie noch gerade die Arbeiter der Staatswerkstätten, speziell der Artilleriein ziemlich günstigen Verhältnissen lebten, ihr Schicksal werkstatt, es nöthig haben, sich zusammenzuschließen. Redner keit weicht und der Geldbeutel öffnet sich. Und die voraussagte, ohne jedoch damals bei thuen Glauben zu finden. erwähnte im besonderen, daß die Arbeiter in der ArtillerieFürchterlichkeit der Revolutionäre aller Schattirungen Jezt, nachdem ihre Löhne nach und nach von 25 M. pro Woche werkstatt jeden Lieutenant grüßen müffen, teine geregelte Arbeitsbis auf 12 und 9 Dt. heruntergegangen sind, fangen sie an bis auf 12 und 9 M. heruntergegangen find, fangen sie anzeit haben. Als Redner der Arbeiterausschüsse gedachte, da schallte ihm wiffen Lock und andere Spitzel so trefflich schwarz in allerdings etiras zu spät- die Nothwendigkeit und Nüßlichkeit ein allgemeines Gelächter entgegen, mit welchem die Verfammlung schwarz auszumalen. Einem naiven Menschen könnte es der Organisation zu begreifen. Der Vortragende gab im An- bestätigte, daß diese Ausschüsse dazu da sind, die Arbeiter nur wohl wie Verschwendung erscheinen, wenn einem Ehren- fchluß hieran eine ausführliche Schilderung des Glende der dann zu vertreten, wenn sie von den Vorgesehten dazu aufmann, wie Theodor Reuß, allmonatlich 450 Mart Neute Weber im Gulengebirge, deren Leben nach seiner eigenen We- gefordert sind. Des weiteren wies der Referent nach, daß die ausbezahlt wurden. Aber der Naive irrt. Aber der Naive irrt. Die ans- obachtung einem langsamen Verhungern gleichtonme, und er: Leiter der Staatswerkstätten fein Recht dazu haben, den ihnen geworfenen Roften lohnen sich. Solch' edler Mensch wähnt dann, welche Wirkung die Vorführung dieses Elends auf unterstehenden Arbeitern die Zugehörigkeit zu einer Organisation arbeitet eben im Dienst der guten Gesellschaft. Er ist die Herren von der Rechten ausgeübt hatte gelegentlich der Noth- 3 verbieten. Er empfahl den Kollegen schließlich, wenn in standedebatte in Reichstag. Wochen hindurch mußten sie( die Charlottenburg eine Versammlung ist, dorthin zu tommen. In Gesellschaftsretter nach seiner Façon. Zwar Bismard Bertreter der Sozialdemokratie) die Reden über den Nothstand Spandau eine Filiale zu errichten, beabsichtige niemand, wer sich schon sagte, daß die Polizeigentlemen groß in verber Junker, Großgrundbefizer und Schnapsbrenner anhören, für aber als Einzelmitglied der Organisation anschließen wolle, der dächtigenden Erfindungen sind, wenn sie sonst nichts zu die durch sie vorgebrachten Klagen und Wünsche der besitzlofen könne sicher fein, daß die Mitgliederliste der Spandauer Wertberichten wissen. Aber derlei Erfindungen find manchmal Klassen will man nicht einmal 2 Tage übrig haben. Wian statt nicht eingereicht werde. In der Diskussion bestätigten die gleichfalls töftlich zu verwenden. Geschicht benutzt, erweden fagt seitens der Regierung unter dem Beifall der Be- Kollegen, welche das Wort nahmen, die Ausführungen des NeSie flagten namentlich über folgende Punkte: fie phantastisches Grauen und firren den gutgesinnten fitzenden, der Staat fönne nicht helfen. Die Hälfte der ferenten. Bürger. Sie geben Anlaß zu polizeilichen Schärfen und unfummen, die alljährlich der Militäretat verschlingt, würden enn Ueberstunden gemacht werden sollen, dann werde was derlei Mittelchen zur Bevormundung mehr sind. durchaus hinreichen, eine wirksame Sozialreform durchzuführen. ieder einzelne Arbeiter gefragt: Wollen Sie Ueberstunden Freilich ist das kein Regieren im großen Stil und ein kind-( Lebhaiter Beifall.) Die Ausführungen der Niedner, die in der machen?" Da sei es dann unter den obivaltenden Umständen Diskussion das Wort nahmen, bewegten sich im Rahmen des Ne- fchiver, nein zu fagen. Von dem Arbeiter- Ausschuß erzählte ein licher Versuch, den Forderungen der Zukunft, dem Sturm ferats. Alle befürworteten namentlich eine rege Landagitation Redner, er sei mit dem Gesuche vor die Direktion getreten, den neuer Gedanken den Weg zu vertreten. Und manch' einer und den Anschluß an die politische wie gewerkschaftliche Orga- Preis ein wenig zu erhöhen; da habe der Direktor aber gefagt, von der Schule Puttkamer's, des Lockspigelgewandten, nisation. Nach einem längeren Echlußwort des Referenten, in der Ausschuß dürfe sich nur melden, wenn er, der Direktor, ihn steht am Ende topfschüttelnd da, wie der schneidige Polizei- dem er auch das vor 30 Jahren im Eulengebirge vorgenommene fe. Auch das staatliche Sparsystem haben die Arbeiter der tommiffar Fürchtegott Heinerich Unerbittlich in dem Experiment der Affoziation erflärte, gelangte einstimmig einertilleriewerkstatt tennen gelernt, indem nämlich den Berliner satirischen Gedicht von Karl Hendell. Der deklamirt Resolution zur Annahme, in der die Versammlung ihr vollstes Arbeitern die Mark Eisenbahngeld nicht mehr gezahlt wird, was Einverständniß mit den interessanten Darlegungen des Referenten bei etwa 1000 in den staatlichen Werkstätten Spandaus be nämlich: Jun aussprach. Die Bahlstelle bei Gründel, Dresdenerstraße 116, ist seit dem 1. Januar aufgehoben. Dem Vorstand wurde über. laffen, ein geeignetes Lokal als Ersatz zu beschaffen. Der Kaffenbericht erfolgt in der nächsten Versammlung. Es ist fürwahr eine düstere Zeit, Unheimlich stürmen die wilden Gedanken, Jch spür' es als Wächter der Sicherheit, Wie die heiligen Säulen der Ordnung wanken. Nackt rüttelt der Simson der Treulosigkeit An allen göttlich- menschlichen Schranken. Jch löse meine Versammlungen auf, Die Dinge doch nehmen ihren Verlauf. Alpha. Die in der staatlichen Artillerie Werkstatt in Spandau schäftigten Berliner Arbeitern das Jahr 52 000 Mart macht. Die gut besuchte Versammlung nahm folgende Resolution eine timmig an:" Die beute tagende Versammlung der in der königlichen Artilleriewerkstatt beschäftigten Sattler verlangt, daß man ihnen das Recht gewähre, sich ihrer Organisation anzuschließen." Cine öffentliche Versammlung der Holzarbeiter tagte Mitgetheilt wurde, daß in Charlottenburg eine Filiale geam 22. Januar in Buggenhagens Etablissement am Mori- gründet werden foll, der sich die Spandauer Kollegen anschließen play. Der erste Puntt der Tagesordnung betraf die Bericht können. Die Versammlung dazu findet am 29. Januar im erstattung der Berireter in der Gewerkschaftskommission, des Lokale Bismarckshöhe" in Charlottenburg statt. Auch in Moabit Trechslers Dost und des Tischlers Millarg. Eriterer ver- wird beabsichtigt, eine Zahlstelle zu gründen. Die Mitgliederbreitete fich fiber die vor einen halben Jahre sich als noth- lifte einzufordern, hat die Polizei fein Recht. Arbeiter- Sängerbund Bäcker Berlins! Arbeiter- Bildungsschule Umgegend.ed i phalt Berlins und Umgegend. Sonntag, 4. Februar, Vorm. präz. 9% Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20: Ausschuh- Bikung. Dienstag, den 30. Januar, Nachm. 31/2 Uhr, in Fey's Gesellschaftshaus, Brunnenstr. 184: Oeffentl. Versammlung. Tagesordnung: 390 Sonntag, 28. Januar, Ab. 6hr, in Schmiedel's Festfälen, 1. Wie stellen wir uns zur geplanten Tagesordnung: 1. Aufnahme von Vereinen. 2. Wahl der Revisoren Errichtung eines städtischen unentgeltund Kontrolleure. 3. Abrechnung vom Sängerfest und interne Bundes1073 lichen Arbeitsnachweiſes 2. Was er 2. warten wir von der Reichskommission? Bezugnehmend auf die Wichtigkeit der Tagesordnung erwarten wir, 1468b W. Scholz, Rykestr. 3. daß jeder Verein vertreten ist. Die Sigung wird präzise eröffnet. Der Vorstand. Arbeiter- Bildungsschule( Nord). Den Mitgliedern der Krankenfassen mit freier Arztwahl zur mit Nachricht, daß meine Wohnung fich nicht, wie in den Aerzteverzeichnissen Oranienstrasse 55 Sonntag, den 28. Jan., Abends 5 Uhr, in den Germania- ftebt, Oranienstraße 51, sondern Sälen, Chauſſeeſtr. 103 Versammlung. Zages Ordnung: " 1. Vortrag des Reichstags Abgeordneten Dr. Wurm über: Volks ernährung und Bolfseinkommen". 2. Distuffton. Nachdem: Geselliges Beifammensein mit Tany. Gäste, Damen und Herren willkommen. edoadwrel 1 foll Die Schulkommission. Achtung! Schuhmacher! Montag, den 29. Januar a. c., Abends 82 Uhr Große öffentliche Versammlung 14596 befindet. Alte Jakobstr. 82: Versammlung. I Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. Pinn über: Kulturhistorische Streifzüge. Discussion,& merching: Nach der Versammlung: Geselliges Beisammensein und Tang. Gäste, Damen und Herren sehr willkommen. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. 1426b Die Kommission. Freie Volksbühne. Am Sonntag, den 28. Januar, Nachm. 21/2 Uhr, findet für die IV. Abtheilung im Lessing- Theater eine Vorstellung statt. Zur Zahnarzt Semmel. Das Falliſſement. Spr. 8-6. Sonntags 9-1. Franz Wersin wird behuss Mittheilung von Familien angelegenheiten gebeten, seiner Mutter feinen jezigen Aufenthaltsort anzugeben. Auch werden alle, welche eine frühere od. die jetzige Adresse desselben Mutter mitzutheilen. aller in der Schuhindustrie beschäft. Arbeiter u. Arbeiterinnen iffen, gebeten, diese der tiefbetrübten 486/1 in Joël's Fest- Sälen, Andreasstr. 21. Tages Ordnung: 1. Stand des Streits und ist es möglich, denselben noch fortzuführen? 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Pflicht jedes Kollegen ist das Erscheinen in der Versammlung. Der Einberufer: Paul Büttner. Verein Deutscher Schuhmacher. Versammlungen Montag, den 29. Jan., Ab. 8 Uhr: Filiale I, bei Wilke, Andreasstr. 26; Vortrag des Genofien Millarg über: Unternehmergewinn und Arbeitslohn". Diskussion. Vereinsangelegen= heiten. Raffenbericht. Filiale II, bei Brüning, Rofenthalerstr. 11/12; Vortrag des Reichstags Abgeordneten Brühne über: Die sozialreformatorische Gesetzgebung in Deutschland". Diskussion. Verschiedenes. Filiale I, bei Werner, Bülowstraße 59; Bortrag des Kollegen Schmidt. Distussion. Verschiedenes. 464/7 Pflicht eines jeden Kollegen ist es, diese Versammlungen zu besuchen. Die Ortsverwaltung. 55312* Ww. Wersin, Graudenz, Salzitraße 12. Etimmbegabte Herren, welche geneigt Von Björnstjerne Björnson. In der vorigen Generalversammlung wurde der Beschluß gefaßt, daß diejenigen Mitglieder, die nach Beginn des ersten Attes tommen, nur in der ersten Pause Einlaß finden. Wir bitten deshalb die Mitglieder dringend nicht vor 1/22 und nicht nach 1/23 Uhr zu kommen. Mitglieder können vorläufig nicht aufgenommen werden. Der Vorstand der Freien Volksbühne. J. A.: Julius Türk. SW., Golmsstr. 24. 897/8 Berliner Arbeiter- Bildungsschule. sind, einem Arbeiter- Gesangverein Am Montag, den 29. Januar, Abends 8½½ Uhr, im Lokal beizutreten, finden freundliche Aufnahme Eberswalderstr. 5, Restaurant. lebungstd. Mittwoch Abend 81/2 Uhr. Kranzbinderei und BlumenHandlung 54402 Don J. Meyer, Wienerstr. 1( nur dort) Guirlanden à Mtr. von 15 Pfg. an. Telephon Amt 4, 9482. OriginalRosenthalerstraße Nr. 38: General- Derlammlung. Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Kassenbericht. 3. Bericht der Revisoren. 4. Neuivahl von 2 Revisoren und des 2. Schriftführers. 5. Reorganifation der Schule vom 1. April. Die Schulen bleiben an diesem Abend gefchloffent. Wegen der Wichtigkeit des Punkt 5 ist es nothwendig, daß alle Mitglieder erscheinen und die Mitgliedsfarten mitbringen. 616M 454/13 Der Vorstand. Sing- Piston ist das einfachste, eleganteste, ff. vernickelt ausgef. Musik Juftr. Ein Kind tann die Schönsten Melodien spielen. Piano u. Instrum. begleiten. Pass. f. Sozialdemokratischer Agitationsklub für den Often Berlins. Salon u. Landpartien für ein u. mehSonntag, den 28. Jannar, Abends 62 Uhr, rere Personen. Nach beigel. Anweisung Wwe. Mertens, Pankow bei Berlin. im Lokale ,, Zum Freischüh, Feuchtraße Nr. 36a( oberer Saal): in 10 Min. erlernbar. Preis 2 Mark. Große öffentliche Versammlung für Männer u. Frauen. Bettfedern, b 1. Vortrag des Genoffen Dr. Heymann über: Erziehung, Staat und Birdje. 2. Diskussion. 1415b Nach der Versammlung: Gemüthliches Beifammensein und Tant. Entree 10 Pf. Der Einbernfer. 08 Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 28. Jaunar, Abends 6 Uhr: Zwei Versammlungen. dreifach gereinigte neue, vorzüglich Deutscher Holzarbeiter- Verband ( Bahlstelle Berlin.) Gr. Wiener Maskenball am Sonnabend, den 3. Februar 1894, in den Konkordia- Festsälen, Andreasstraße Nr. 64. Billets à 50 Pf. sind in allen Bahlstellen, ferner bei folgenden Mit füllend, Pfund 50, 70, 90 Pf. Halb- gliedern zu haben: Hint, Gräfeftr. 32, Hof prt.; Miete, Adalbertstr. 9, daunen Pib. 1,10. Halbdaunen, filber- 4 Tr.; Wiedemann, Wallitr. 7/8( Arbeitsnachweis); Kunze, Reichenhell, Bid. 1,60. Daunen von vorzügl. bergerstraße 180, v. 2 r.; Rloti dh, Roppenstr. 73; 2au, ManteuffelPio. Füüfraft( 3 Pfd. genügen zum größten ftraße 97; Naetebusch, Blumenstr. 38, Hof r. 3 Tr.; Daun, TeltowerOberbett) Bib. 2,75, empfiehlt das als ftraße 23, 8 Tr.; Arndt, Friedenstr. 68, Hof prt.; Grammit, Naunynstreng reell bekannte, 1870 begründete straße 62; Martmann, Höchstestr. 6, v. 2 Tr. Spezial- Geschäft von S. Pollack, Dranienstr. 61, am Morigplay. 5419L* Erbsen, Bohnen, Linsen, Cafel- Reis, hochfein, à Pib. 20 Pf. vorzüglich im Rochet, = 1. Gratweil's Sterhallen, Kommandantenstr. 77-79. Vortrag des Backobst, türkisches Pflaumen Mus, Herrn Dr. Alfred Bernstein über: Prostitution. 150/1 Deutsch. Ringapfel, gesiebtes Vogel2. Seefeld, Grenadierstr. 38. Bortrag von Herrn Paul Jahn über: futter, Ameifen Gier, befte deutsche Waare, empfiehlt 54922* Der Werth des Lebens. Nach den Vorträgen: Gemüthliches Beisammensein. Gäste sehr willkommen. Der Vorstand. Achtung! Maler. Achtung! Am Mittwoch, den 31. Jaunar, Abends 8 Uhr, die Mehl- Handlung Don H. Matthées vorm. A. Hensel, Nr. 70, Grüner Weg Nr. 70, nahe der Koppenstraße. in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstraße 77-79: Großer Ausverkauf Kombinirte Mitgliederversammlung meines ganzen Winterlagers bis 20. Fe sämmtlicher Filialen Berlins und Umgegend.quets 8-12 m., früher 20 Dr. SeidenLages Ordnung: bruar. Verkaufe jetzt hochelegante Ja plüsch- Jaquets, bisher 60, jest 80,-. 1. Berichterstattung et elegirten von der Generalversammlung zu Capes, herrliche Ausführung, feßt 12,00. Nordhausen. 2. Diskussion. 8. Unser Arbeitsnachweis. 4. Berschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Einberufer. Ordentliche Generalversammlung der Zinkglesser und Stürzer Berlins und Umg. Dienstag, den 30. Jannar, Abends 8 Uhr, im Lokale von Stabernack, Pücklerstraße Nr. 49. Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Kaffenbericht. 3. Antrag des Vorstandes. 4. Verschiedenes. Pflicht eines jeden Mitgliedes ist es, zu erscheinen. 375/5 Der Vorstand. Die Buchdruckerei von M. Schrinner 164 Brunnenstr. 164( zwischen Invaliden und Anflamerstraße) empfiehlt sich zur Aufertigung von Drucksachen jeder Art. Emil Tiersch, 200 hochelegante Straßen- und Abendräder, alle Farben, jezt 10, 12, 16 M., Regenmäntel, Modelle fürs Frühjahr, 10-18. Leipzigerstraße 91, 1 Treppe. Bettfedern, Daunen, fertige Betten. Gr. Bettfedern- Spezial- Geschäft Don L. Beutler, Berlin. Haupt- Geschäft: Ackerstr. 28. 2. Geschäft: Mariannenstr. 11. 3. Geschäft: Kurfürstenstr. 148. 4. Geschäft: Gr. Frankfurterstr. 42. Hundert Sorten in Bettfedern, Pfund 50 Pf. bis zu den hochfeinsten Qual. Hundert Stand Betten; Stand: Ober bett, Unterbett und 2 Kissen 12 M. bis zu den hochfeinsten Brautbetten, fabelhaft billig. 5541L Empfehle allen Freunden und Genossen des Südostens meinen reichh. Uhrmacher, rühitud, Mittags n. 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Namentlich trifft das zu auf Die Batunisten an der Arbeit" und das Programm der blanquisti: Kommuneflüchtlinge". In ersterem Aufsatze schildert Engels das schmähliche und die Interessen der Arbeiter Klasse schädigende Treiben der Anarchisten und liefert in der Geschichte des 78er Aufstandes in Spanien den Nachweis, wie die auch heute von einer gewissen Seite immer wieder erhobene Forderung der Enthaltung vom politischen Kampf in der Praxis stets darauf hinauslaufe, die Interessen der Bourgeoisie und der Reaktion zu fördern, und wie die Deklamationen vom allgemein en Weltstreit auch in jenem spanischen Aufstande an den politisch- ökonomischen Thatsachen scheitern mußten. Die Kritit des Blanquistischen Flüchtlings- Programmes von 1874 ist gerade jegt um so interessanter, als die Gruppe der Blanquisten, die damals zum ersten Male sich zum jezigen deutschen Kommunismus bekannte, daneben aber den Standpunkt der„ revolutionären That" einnahm, heute unter Führung ihres bedeutendsten Kopfes Baillant in die französische Deputirtentammer eingetreten und mit den" Marristen" in die gleiche „ Marxiſten“ in die gleiche Kampflinie eingeschwenkt ist. Bahlreichen Bestellungen sieht entgegen Buchhandlung des Vorwärts". Herren- u. Knaben- Garderobe, Arbeitssachen, Bestellungen nach Maaß. Gempfiehlt wie bekannt in reellster Ausführung und allerbilligsten Breisen 432/3 Elegante HerrenAnzüge. J. BAER, Berlin N., Gesundbrunnen, Badstrasse 18, Edre der Stettinerstraße. Jeanne otled Ich habe keine Filialen und sehe mit ähnlich lautenden Firmen in keinerlei Beziehung. 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