Nr. 76. Abonnements- Bedingungen: bonnements Breis pranumerando: Bierteljährl 3,30 m, monatl. 1,10 RL, wöchentlich 28 Big. frei ins Haus. Einzelne Nummer 6 Bfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pig. Poft. Abonnement: 1,10 Mark pro Monat Eingetragen in die Poft- Zeitungs. Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2,50 Mart, für das übrige Ausland 4 Mart pro Monat. Postabonnements nehmen Belgien, Dänemart, Holland, Italten, Lugemburg, Portugal, Sumänien, Schweden und die Schweiz. an: Ericheint täglich. Vorwärts Berliner Volksblatt. 31. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel zeile oder deren Raum 60 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Bereinsund Bersammlungs- Anzeigen 30 Bfg. ,, Kleine Hnzeigen", das fettgedruckte Wort 20 Big.( zulässig 2 fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 10 Pfg. Etellengesuche und Schlafstellenan zeigen das erste Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort 5 Bfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm- Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt Morigplak, Nr. 1983. Mittwoch, den 18. März 1914. Die Epigonen und die Vollstrecker. 1848- 18. März 1914. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt Moritzplatz, Nr. 1984. Die Tat der Frau Caillaux. Der Tod Calmettes- Demission des Finanzministers. Die unselige, sinnlose Tat der Gattin des französischen Finanzministers hat zwei Opfer gefordert: Der Direktor des„ Figaro" ist tot und Caillaug hat aufgehört, Finanzminister zu sein in dem Moment, wo endlich das so schwere Werk der Einkommensteuer dem Gelingen näher schien als je. Calmette, der Herausgeber des Figaro", fällt als unrühmEinen demokratischen Ideologen muß schwere Melancholie eben erst dem Druck der feudalen Faust entwunden hatte, tiches Opfer in einem unrühmlichen Kampfe. Als journalistischer überkommen, wenn er am 18. März der Entwickelung ge- über unseren heutigen Links Tiberalen, die jeden Fußtritt Vertreter der sozialen Reaktion hat er in den letzten Wochen mit denkt, die seit dem„ tollen Jahre" 1848 das deutsche Bürger- eines Offiziersstiefels, jede absolutistische Anmaßung, jeden allen Mitteln der persönlichen Berunglimpfung ihrer Verfechter die tum genommen hat. polizeilichen Willtürakt ohne Murren hinnehmen, dafür aber Einkommensteuer zu verhindern gesucht, deren Fehlen eine Schande Welcher fortschrittlich Denkende hätte sich Anno 48 in hysterische Entrüstungskrämpfe fallen, wenn ein Einfalts- für das Steuersystem der Republik bedeutet. Tag für Tag erschienen träumen lassen, daß das Jahr 1914 nicht nur einem wilden pinsel einen Denkmals sockel mit roter Farbe beklert! im Figaro" Artifel von außerordentlicher Heftigkeit gegen Caillaug, Lande weit hinten in der Türkei einen landfremden König be- Daß der schöne Enthusiasmus des freiheitlich begeisterten Angriffe, die sich immer mehr zu perfiden Verleumdungen des Finanzscheren könne, an den vordem keine Seele in Albanien ge- Bürgertums so rasch zerrann und an den Bajonetten der ministers steigerten, dem die schmuzigsten Machenschaften nachgesagt dacht, sondern auch einem deutschen Landesteile, dessen Volks- Reaktion zerschellte, vermag seinen ästhetischen und moralischen wurden. Zur Gemeinheit aber wurde diese Kampfesart, als mehrheit alles andere als Sehnsucht nach einem solchen Wert zwar nicht zu mindern, bietet aber umsomehr Belehrung Calmette nicht davor zurückschreckte, intimste Privatbriefe, die ,, Landesvater" befundet. Wer unter den ehrlichen bürger- für die proletarischen Freiheitskämpfer. Der schmähliche Zu- Caillaug vor 13 Jahren an seine jezige Frau, die damals noch die lichen Demokraten und Fortschrittlern hätte es damals ausfammenbruch der 48er Revolution beweist eben, daß es mit Gattin Leo Clareties war, zu veröffentlichen, um eine angebliche zudenken gewagt, daß dreiviertel Jahrhundert später in tüchtiger Gesinnung, schönen Reden und tapferen Beschlüssen Wandlung des Ministers in der Einkommensteuerfrage zu beweisen. deutschen Landen ein dynastischer Ehehandel über die politi- nicht getan ist. Denn während die in Frankfurt tagende Frau Caillaug wußte, daß eine weitere Veröffentlichung solcher schen Geschicke der Staatsbürger entscheiden könne! Denn deutsche Nationalversammlung mit allerhand theoretischen Briefe beborstand. Nachdem ihr von einem hohen Richter gesagt damals, als der politische Märzsturm unter Blitz und Donner Problemen ihre Zeit vertrödelte, statt erst einmal durch stritte wurde, daß fein Mittel bestände, diese Gemeinheit zu verhüten, ging in ganz Europa Gottesgnadentum und feudalen Bust Durchführung der Volksbewaffnung und und Auflösung der sie anstatt zum Staatsdiner, das der Präsident der Republik dem hinweggefegt zu haben schien, reckte sich der Bürgerstolz und stehenden Heere der Reaktion endgültig die Macht aus den italienischen Botschafter gab, in die. Redaktion des„ Figaro" und die freie Selbstbestimmung der Völfer schien gesichert. Und Händen zu ringen und ihrem eigenen Willen den nötigen beging die Schreckenstat. heute? Haben wir nicht die Tragikomödie von Zabern un- Rückhalt zu sichern, und während auch das preußische Parla- So gewiß man diesen verzweifelten Att der Selbsthilfe vermittelbar hinter uns? Hat nicht das Gesetz, die Konstitution ment nichts tat, um seine Position materiell zu feftigen, urteilen muß, so sehr fann man den Seelenzustand dieser Fraut beschmählich kapituliert vor der Militärdiktatur, vor dem vor- sammelte die geschlossene Reaktion emsig ihre Wachtmittel, greifen, deren privateste Beziehungen preisgegeben werden sollten, märzlichen Absolutismus, vor der Kabinettsorder von 1820? um zum entscheidenden Gegenschlage auszuholen. So um in ihren Mann den politischen Gegner zu vernichten. Und es Haben nicht die Gralshüter des extremsten bürgerlichen tonnte bereits im November 1848 General Wrangel liegt ein Stüd Tragit darin, daß Frau Caillaug in ihrer SinnlosigLiberalismus feierlich beschworen, daß sie nicht entfernt daran den Rumpf des preußischen Parlamentes auseinanderjagen. teit nicht nur ihren Feind getroffen, sondern auch ihren Mann aus dächten, die unbeschränkte Kommandogewalt des obersten Um die gleiche Zeit war das revolutionäre Wien von der dem politischen Kampffeld geschlagen hat. Der Ministerrat hat die Kriegsherrn" irgendwie antasten zu wollen? Soldateska zurückgeschlagen und Robert Blum erschossen worden, Demission Caillaug angenommen. Und wie immer man über Das Attentat. Baris, 17. März. Ueber das Attentat wird noch gemeldet: Frau Gaillaug erschien gegen 5 Uhr im" Figaro" und ersuchte fragte nach dem Namen, worauf die Frau erwiderte:" Sagen Sie einen Bureaudiener, sie bei Calmette anzumelden. Der Diener All das Unsägliche geschah an der Jahreswende und im Sommer 1849 hatten sämtliche Regierungen das Heft diesen harten und energischen Bolitiker denken mag, gerade diese 1913/ 14- und im Jahre 1848 beschloß das Preußen- wieder in ihre Hände gebracht. Im Juni dieses Jahres Härte und Energie bürgte dafür, daß er allen reaktionären Machenparlament, die„ preußische Nationalversammlung". daß wurde der erneut auflodernde Aufstand in Baden durch schaften zum Troz sein Projekt der Einkommensteuer zum Siege gedie preußische Militärverwaltung rücksichtslos alle Elemente preußische Truppen niedergeworfen. Vergebens erließ jekt, in führt hätte, das er jetzt schwächeren Händen anvertrauen muß. aus dem Offiziersforps ausmerzen solle, die reaktionärer Ge- zwölfter Stunde, das auf hundert Mitglieder zusammensinnung verdächtig seien! Dabei war dies Preußenparlament, gefchrumpfte Frankfurter Rumpfparlament den Aufruf zur das seiner Nachfolgerin von Gnaden des Verfassungsbruchs, Schaffung von Volkswehren. Die Bajonette sprengten auch der Dreiklassen Duma, solche Schmach antat, zwar aus dem diesen lezten Rest unverwüstlicher Ideologen auseinander. allgemeinen und gleichen, aber zugleich auch aus indirektem Und im Juli begann in Rastatt die schauerliche Blutarbeit Wahlrecht hervorgegangen, dieweil man das Volt für die der Standgerichte Herrn Calmette, es ist eine Dame, die er kennt, die ihn für einige direkte Wahl noch nicht für reif" erklärt hatte. Und dennoch Seit diesem Triumph des Absolutismus und Feudalismus Augenblicke zu sprechen wünscht". Man führte Frau Caillaur in faßte dieses aus gefiebter Wahl hervorgegangene Preußen- über das deutsche Bürgertum ist der deutsche Bürgerstolz und einen Salon. Nach etwa einer Stunde gab sie einem Diener einen parlament Beschlüsse, vor denen einem heutigen Dreiklassen- Freiheitssinn immer fümmerlicher zusammengeschrumpft. Was versiegelten Briefumschlag mit der Bitte, den Brief mann das Schaudern ankommen muß. Schaffte fie doch ihn schon damals- halb unbewußt lähmte, der Argwohn Calmette zu überreichen. Als Calmette um 6½ Uhr sein Bureau kurzerhand den Adel ab, und obendrein mit der frivolen Be- gegen den Stiefbruder Proletarier, den ungebetenen Gast bei ihm die Diener den Brief. Calmette öffnete den Brief und ent in Begleitung des Akademikers Bourget verließ, überreichten gründung eines Abgeordneten: wenn eine Firma bankrott ge dem„ Völkerschmaus"- das ist im Laufe der kapitalistischen nahm ihm eine Starte, die er seinem Begleiter mit den Worten worden sei, sei es Pflicht, sie nicht mit in das neue Geschäft Entwickelung, die aus dem Agrar- und Kleinbürgerstaat zeigte:„ Entschuldigen Sie mich, ich werde die Dame empfangen." hinüberzunehmen. Solch dicken Strich wollte dies preußische unsere großkapitalistische Gesellschaft mit hundertfach ge- Bourget sagte zu Calmette: Sie werden sie doch nicht empfanParlament unter die Zeit des verkrachten Feudalismus steigerter tapitalistischer Raffgier schuf, zum schweren Klok für gen, was sollte sie Ihnen zu sagen haben." Calmette er und Absolutismus ziehen, daß sie auch mit 217 jeden liberalen Aufschwung zu umgestümer Freiheitsbegeisterung widerte: Es ist eine Frau, ich kann ihr das nicht verweigern." gegen 134 Stimmen beschloß, dem König die Formel geworden. Kaum war er in sein Amtszimmer zurüdgekehrt, als sich die bon Gottes Gnaden" abzuerkennen. Besucherin ihm näherte, und fünf Revolverschüsse gegen Dreist und tempel- Der Junker ist zwar ein unbequemer Barafit und ihn abfeuerte. Alle Redakteure des Figaro", die sich in den be= schänderisch folgte man den Darlegungen des Antragstellers anmaßlicher Patron, aber er stellt doch der ausbeutungsnachbarten Zimmern befanden, eilten in das Arbeitskabinett ihres er trug obendrein den plebejischen Namen Schneider, gierigen Bourgeoisie und dem stupid egoistischen Kleinbürger- Direktors, der blutüberströmt in einem Fauteuil lag und leise natürlich: Gevatter Schneider und Handschuhmacher! der tum seine derben Fäuste zur Verfügung, wenn es gilt, den föhnte. Die Täterin stand unbeweglich in einer Ede da meinte, der Ausdruck von Gottes Gnaden sei ein Begriff gemeinsamen Feind, die moderne Arbeiterklasse in Abhängig. des 3immers. Sie sagte zu den eindringenden Redakteuren: des gestürzten absolutistisch- patriarchalischen Regierungssystems, feit und kapitalistischer Sklavenfron zu erhalten. Da es feine Gerechtigkeit mehr in Frankreich gibt, wo der Fürst der Herr, der Bürger der Untertan gewesen sei. Die Revolution habe bewiesen, daß auch das Volt bon ziehen. Aus dem revolutionären Bekennermut und Drauf automobil nach einer Privatklinik gebracht wurde. Während der Mag darum das Proletariat aus der Geschichte die Lehre fonnte der Revolver allein hier Einhalt tun." Calmette wurde ein Notverband angelegt, worauf er in einem Gottes Gnaden" sei. gängertum des Bürgertums im Wonnemond des revolutio Fahrt flüsterte Calmette wiederholt die Worte:" Ich habe meine Die Revolution! Welcher Fortschrittsmann von heute nären Freiheitsrausches, daß es seine demokratischen Ziele Pflicht getan." verhüllt nicht sein Haupt vor diesem schreckhaften Begriff. nimmer zu hoch stecken, niemals rücksichtslos genug Der Tod Calmettes. Aber damals waren die Abgeordneten in der preußischen vertreten kann, will es nicht selbst hinter den Vorgängern Nationalversammlung gar nicht so schreckhafter Natur. Ein unseres Liberalismus kläglich zurückbleiben. Aus dem Verlegungen erlitten, daß die Aerzte ihn andauernd Abgeordneter stellte den Antrag, in Anerkennung der Revo- jammervollen Versagen, aus der kläglichen Entartung des lution zu Protokoll zu erklären, daß die Kämpfer des 18. und Bürgertums aber soll das Proletariat lernen, daß es sich bei 19. März sich ums Baterland verdient gemacht haben." Möge feinem Emanzipationstampfe auf nichts verlassen darf, als auf man, so führte er aus, die Schrecken des Kampfes beklagen, seine eigene Straft. 4444 " " " Paris, 17. März. Calmette hatte dreiso schwere unter Morphium hielten, um die furchtbaren Schmerzen, die er litt, zu mildern. Eine der Kugeln hatte das Bauchfell durchschlagen, während eine andere eine der großen Arterien getroffen hatte. Die Aerzte hatten ursprünglich beschlossen, so stehe es doch fest, daß eine solche Staatsumgestaltung nur Das Proletariat aber verdiente nicht Freiheit und Leben, nehmen. Der Zustand des Kranken war jedoch so schwer, daß im Verlaufe des heutigen Vormittags eine Operation vorzuin großen Katastrophen des Kampfes geboren und fest ge- wenn diese Erkenntnis es zu entmutigen vermöchte, statt es der erste chirurgische Eingriff bereits im Laufe der Nacht ge= gründet werden könne. Dieser Antrag wurde zwar- freilich mit Stolz und Kampfeszorn zu erfüllen. Denn mehr als macht werden mußte. Calmette war jedoch nicht mehr zu nur mit winziger Mehrheit abgelehnt, allein in der acht Zehntel des Voltes bestehen aus Proletariern. Niemals retten. Er starb, ohne das Bewußtsein wieder erlangt au motivierten Tagesordnung, die alsdann Annahme fand, hieß hat eine kämpfende Klasse ein solches Schwergericht an Baht haben. Er hat ein Alter von 55 Jahren erreicht. An seinem es immerhin, daß das Verdienst der Kämpfer um die großen in die Wagschale zu werfen vermocht. Sorge der Klaffen- Sterbelager weilte seine Gattin und zwei seiner Kinder. Märzereignisse unbestritten sei. bewußte Teil dieser Masse dafür, daß etwas vom Geiste der Das Verhör. Wir alle wissen ganz genau, wie wenig Bedeutung diese Märzstürme von 1848 das Proletariat durchbrause, und die Paris, 17. März. Caillaug erfuhr die Nachricht von dem papierenen Beschlüsse für den unerbittlichen Gang der poli- Zeit, die seit einem halben Jahrhundert bleiernstem Schlafe Attentat telephonisch von dem Direktor des Polizeipräfekten. Er tischen Ereignisse gewannen und gewinnen konnten aber verfallen, wird sich ermuntern und mit Siebenmeilenstiefeln war aufs tiefste erschüttert, da nichts in dem Benehmen seiner dennoch, wie chimborassohoch steht dies Bürgertum, das sich marschieren! Frau darauf schließen ließ, daß sie fich mit dem lan trug, einen solchen Nilschlag zu derilbcn. Er begab sich in Begleitung eines Deputierten zu dem P o l i z e i k o m m i s s a r i a t, vor welchem sich eine große Volksmenge angesammelt hatte. Der Finanz- minister wurde sofort in das Bureau des Polizeikommissars geführt. wo Frau Caillaux von dem Staatsanwalt und dem Direktor der Staatspolizei verhört wurde. Nach einer halben Stunde ver- ließ Caillaux das Pvlizeikommissariat unbemerkt durch einen Seiten- ausgang. Eine Gruppe von 50 Leuten zischte und stieß den. an- scheinend auf Frau Caillaux gemünzten Ruf: A mort! aus. Frau Caillaux wurde abends nach dem Frauen- gcfnngnis Saint Lazare gebracht. Vor dem Polizeikom- miffar, der ihr zeigte, daß sie sämtliche Kugeln ihres sechsläufigcn Revolvers abgefeuert hätte, erklärte sie, sie habe den Revolver nachmittags gekauft und zu Hause geladen. Sie habe nicht die Absicht gehabt, Calmetie zu töten, sie habe ihm nur eine Lektion erteilen wollen. Ich bedauere jetzt, sagte sie, meine Dat. es wäre mir sogar sehr angenehm, wenn ich veruhigende Nachrichten über Herrn Calmette hätte. Sie sagte weiter aus, daß sie am Vormittage bei dem Gerichtsprä si- deuten Mouton gewesen sei, der ihr erklärt hätte, es gäbe kein Mittel, einem Vorgehen, wie dem des„Figaro", ein Ende zu machen. Der Verleumder werde fast immer freigesprochen und der Verleumdete noch mit Kot beworfen. Da sie gehört habe, daß Calmette mehrere Briefe veröffentlichen wollte, die ihr gestohlen worden waren, habe sie geschworen, dies zu verhindern. Als dem Finanzminister mitgeteilt wurde, daß seine Gattin verhastet werden mußte, konnte dieser einen Ausruf des Erstaunens n.icht unterdrücken. Ter Staatsanwalt sagte zu Caillaux: Herr Minister, ich frage Sie selbst— worauf Caillaux ihn unterbrach: Was wollen Sie, ich bedauere, daß Calmette so schwer verletzt ist, aber ich kann die Handlungsweise meiner Frau nicht mißbilligen. Der Finanzminister berichtete dem Staats- nnwalt, daß seine Frau am Vormittag bei dem Gerichtspräsidenten Mouton gewesen und ganz verstört heimgekehrt sei. Er habe alles versucht, um sie zu beruhigen, doch sei dies leider vergebens gewesen. Der Nachfolger Caillaux'. Paris, 17. März. Nachdem der M i n i st e r r a t gestern rn einer Nachtsitzung die Demission Caillaux' abgelehnt hatte, trat er heilte vormittag zu einer neuen Beratung zusammen. Da Caillaux auf seiner Demission bestand, wurde der Minister des Innern R 6 n o u l t zum F i n a n z m i n i st e r, der bisherige.Handclsminister M a l v y zum Minister des Innern und der Unterstaatssckretär Raoul P e r e t zum Handclsminister ernannt. Neue Veröffentlichungen. Paris, 17. März. Es verlautet, daß der„F i g a r o" beute Privatbriefe veröffentlichen sollte, welche Caillaux vor etwa zehn Jahren an seine gegenwärtige Frau gerichtet hatte, als sie noch die Gattin des Schriftstellers Leon Clarctie war. Der„Figaro" hat die Veröffentlichung der Briese, welche angeblich für Caillaux und mehrere seiner Freunde sehr kompromittierend sein sollen, aufgeschoben. Frau Caillaux hat im Gefängnis die bisher zur Schau getragene Fassung vollständig verloren. Man schreibt dies, wie ein Blatt meldet, dem Umstände zu, daß der Finanz- minister, als er gestern abend im Polizeikommissariat weilte, zu seiner Frau gesagt halw, sie habe ihn für immer ruiniert. Frau Caillaux sollte gestern abend an einem Diner auf hex italienischen Botschaft als Tischnachbarin des Präsidenten der Republik teilnehmen. Sic sagte jedoch tclcphonisch ab und ent- schuldigte sich mit plötzlichecn Unwohlsein. Frau Caillaux hat Labori zu ihrem Anwalt erwählt. Gegen Mitternacht zog ein Haufe von etwa 100 jungen Leuten durch die Straßen und rief:„Nieder mit Caillaux, dem Mörder!" Die Polizei nahm an 30 Verhaftungen vor. Das Urteil der Presse. Paris, 17. März. Die Blätter beschäftigen sich begreiflicher- weise fast ausschließlich mit dem Anschlag. Der„F i g a r o" schreibt: Unser Direktor Gaston Calmette ist heute nacht einem Mordanschlag erlegen. Dieses Verbrechen wird im ganzen Lande Zorn und Entrüstung erregen. Wir, seine Mitarbeiter und Freunde, sind vor Schmerz niedergedrückt. Wir haben den edelsten und liebe- vollsten Führer verloren, der als Opfer in dem lovalsten(?!) und kühnsten Kampfe gefallen ist, welchem ein patriotischer Schriftsteller jemals seinen Mut und sein Talent gewidmet hatte. Calmette hegte gegen Caillaux keinen persönlichen Haß. Er erblickte in diesem Minister eine nationale Geißel, und er wollte das Land von ihm befreien. Er hat das Land von ihm befreit, und Frank- reich konnte auch keine Stunde länger einen Mann als Finanz- minister behalten, der moralisch für ein solches Verbrechen ver- antwortlich ist. Die„Petite Republique" meint: Der Augenblick ist nicht gekommen, um die Berechtigung gewisser Polemiken zu er- örtern. Man kann nur das eine sagen, daß Calmette einer Niedertracht unfähig war, und daß sein grausames Vorgehen ihm als eine peinliche, aber gebieterische Pflicht erschien. Die„Republique Francais e" schreibt: Wir beklagen Herrn Calmette, wir beklagen aber auch Herrn Caillaux, der von dem törichten Verbrechen mitten in die Brust getroffen wird. Die„L anlerne" sagt: Der von Calmette begangene Fehler rächt sich schwer, und wir sehen in ihm nicht den in rühm- lichem Kampfe für seine Ueberzeugung ge- falle nen Journal! st en. Er hat die Mauer des Privatlebens überstiegen und sich dadurch der Kugel aus- gefetzt, die ihn traf. Eine nationalistische Gemeinheit. Paris, 17. März. Kammer. Zu Beginn der Nachmittags- sitzung brachte der rohalistische Deputierte D? l a h a y e folgenden Antrag ein: Erregt durch das gestrige Attentat, durch welches nach dem Geständnis seines Urhebers Enthüllungen verhindert werden sollten, welche den.gegen eine Gerichtsperson gerichteten Verdacht der Gesetzesverletzung zu verstärken geeignet sind, fordert die Kammer die Regierung auf, diese Gcrichtsperson abzusetzen oder sie zur Verfolgung der Ankläger zu zwingen, lieber die Dringlich- tcit des Antrages wird trotz des von den Radikalen erhobenen Ein- spruchS, welcher die sofortige Erörterung verlangte, erst am Schlüsse der Sitzung beraten werden.— In den Wandelgängen erklärte Telahaye, es beständen für ihn keine Zweifel, daß Frau Caillaux von ihrem Gatten beeinflußt worden sei. Caillaux habe den über- reizten Zustand seiner Frau gekannt und ebenso auch den Schritt, welchen sie bei dem Gerichtspräsidenten Monier unternommen, und er habe sie gleichwohl nicht überwachen lassen. Morgen werde ganz Frankreich rufen:„Caillaux der Mörder!" ES sei unmöglich, daß die Kammer schweige. Straßenkundgebungen. Paris, 17. März. Heute vormittag veranstalteten mehrere hundert Studenten auf Anstiften der Camclots du rot� eine Straßenkundgebupg, indem sie unter dem Rufe:„Caillaux der Mörder!" durch die Straßen des Lateinischen Viertels zogen. Sic wurden von der Polizei vertrieben. Doch gelangte eine Anzahl Studenten bis bor daS Haus des„Figaro", wo sie den Ruf aus- stießen:„Caillaux aufs Schafott!" Vor dem Palais Bourbon fand nachmittags eine Volksansammlung statt, welche von der Polizei, die Kundgebungen befürchtete, auseinandergetrieben wurde. Der Polizeipräsekt Hennion hat ungewöhnliche Maßnahmen ge- troffen, um etwaige Straßenkundgebuugen zu verhindern. So wird insbesondere die berittene republikanische Garde in Bereitschaft ge- halten. Zwei Reichstagswahlen. Stichwahl in Sorna-pegau. B o r n a, 17. März, 11 Uhr abends. Bei der hentigen Reichstagsersatzwahl im Wahlkreise Borna-Pcgau (11. sächsischer) wurden abgegeben für von Liebert(Rp.) 85,27 Stimmen, für Nitzschke(natl.) 6437 Stimmen, für Rhsscl(Soz.) 11995 Stimmen. Bier Ortschaften stehen noch aus. Es findet Stichwahl zwischen von Liebert und Ryssel statt. Mit Befriedigung kann die Sozialdemokratie den Ausfall der Wahl betrachten. Zwar ist es auch diesnial noch nicht gelungen, den Kreis im ersten Wahlgang zu erorbern. Immerhin können wir einen Gewinn von 5 0 0 3 t i in- m e tt seit der letzten Hauptwahl verzeichnen. Angesichts der energischen Agitation der Gegner ein guter Erfolg, der das dumnie Gerede von dem Rückgang der Sozialdemokratie wohl endlich zum Schweigen bringen wird. Ter Vorsprung der sozialdemokratischen Stimmen läßt auch die Aussichten für die Stichwahl recht günstig erscheinen. Im übrigen zeigt auch diese Wahl, wie schon die Wahl in Jerichow, den Abmarsch nationalliberaler Wähler ins konservative Lager. Ter national- liberale Kandidat hat über 800 Stimmen verloren, die Herr v. Liebert gewonnen hat. Nun muß es sich entscheiden, wie- viel wirklich Liberale sich unter den Wählern des Herrn Nitzschke befinden. Sie werden den Ausschlag zu geben haben, ob mit Herrn v. Liebert einer der schlimmsten und skrupel- losesten Reaktionäre wieder in den Reichstag einziehen und damit die Majorität der Konservativen und Klerikalen ge- sichert werden soll. Unsere Genossen werden jedenfalls alles daran setzen, die letzten Reserven aufzubieten, um den Reichs- tag von einem der schlimmsten Volksfeinde zu befreien. Ter 14. sächsftche Wahlkreis hat vorwiegend ländlich- kleinbäuerlichen Charakter. Auch in den kleinen und wenig zahlreichen Städten herrscht noch meistens das Klein- gewerbe vor. Daher war auch der Kreis bis 1903 im Besitz der rechtsstehenden Parteien gewesen. Tie Treimillionenwahl brachte ihn zum erstenmal in den Besitz der Sozialdemokratie. In der Hauptwahl erhielt Genosse S ch ö p f l i n 19 193 Stimmen, der Konservative Platzmann 8891 und ein Frei- sinniger 3162. In der Stichwahl siegte Schöpflin nnt 12698 Stimmen über den Konservativen, der 19 688 Stimmen auf sich vereinigte. Bei den Hottentottenwahlen von 1997 ging uns dann auch Borna-Pegau wieder verloren— wie so viele andere sächsische und thüringische Kreise: in der Hauptwahl gingen Schöpslins Stimmen aus 9811 zurück, der jetzt zum erstenmal aufgestellte Herr v. Liebert erhielt 19 812 Stimmen, die ehe- mals freisinnigen Stimmen waren restlos(ein freisinniger Redner erklärte das dieser Tage in einer Wählerversammlung in Groitzsch ganz offen!) auf einen Reformer— übergegangen, einen Kurt Fritzsche: heute ist dieser Gegenkandidat Lieberts von 1997 konservativer Parteisekretär und als solcher Lieberts eifrigster Wahlmacher. In der Stichwahl kamen 1997 natür- lich die reformerischen Stimmen Herrn v. Liebert zugute, der mit 11378 Stimmen(gegen 19 922) Schöpflin das Mandat entriß. Im Jahr« 1912 hatte sich unsere Stimmenzahl wieder beträchtlich gehoben; wir waren von neuem an die erste Stelle gerückt und hatten niit 11556 Stimmen sogar noch unsere Stimmenzahl von 1993 um rund 1199 Stimmen überholt. Herrn v. Lieberts Stimmenzahl war dagegen gegen 1997 um etwa 3599 gesunken, von 19 812 auf 7331. Aus den früher freisinnigen, dann reformerischen Stimmen tvaren jetzt zur Abwechselung nationalliberale Stimmen geworden. Der na- tionalliberale Kandidat Nitzschke erhielt 7217 Stimmen, blieb also nur um eine ganz geringe Stimmenzahl hinter Herrn v. Liebert zurück. In der Stichwahl siegte Herr v. Liebert dann mit der ganz knappen Mehrheit von 23 Stimmen (13 981 gegen 13 958) gegen unseren Genossen Ryssel; außerdeni wurden in der Stichwahl 512 weiße Zettel ab- gegeben. Diesmal tvar der Aufmarsch der Parteien wieder genau der gleiche wie 1912: dieselben Parteien und dieselben Kan- didatcn— Liebert, Nitzschke und Ryssel. Für Liebert traten außer den Rechtsparteien auch die Deutsch- konservativen, die Antisemiten, der Bund der Landwirte und, neben den im Kreise leider ziemlich starken gelben Arbeiter- organisationcn, auch(in einer besonderen Kundgebung!) das — Zentrum ein, das allerdings über nicht viel mehr als hundert Anhänger im ganzen Kreise verfügen dürfte; mit den Nationallibcralen geht, wie überall neuerdings, der Freisinn Hand in Hand, dessen besondere sächsische Spielart sich vom Nationallibcralismus allerdings kaum noch irgendwo unter- scheidet. Ter Wahlkampf wurde von allen drei Parteien mit Flug- schriften, besonderen Wahlzeitungen und Versammlungen außerordentlich energisch geführt. Besonders eifrig waren die Konservativen tätig; mit Herrn v. Liebert in Person durch- zogen unermüdlich Reichsverbandsagitatoren, Agenten des Bundes der Landwirte und konservative Parteisekretäre den Kreis. Außer in ihren eigenen Versammlungen traten sie auch in den von den anderen Parteien einberufenen Versamm- lungen oft gleich rudelweise auf. Herrn v. Liebert selbst, der von leinen Kolonial- gründungsgeschichten im Wahlkampfe sehr still war, muß man übrigens das eine zugestehen, daß er aus seinem Herzen keine Mördergrube macht: ganz offen gab sich dieser Mann in seinen Wahlreden als der tiefschwarze Reaktionär, der er in Wahrheit ist. Gegen das Reichstags- Wahlrecht, für Ausnahmegesetze gegen Gewerk- 'schaften, Polen und Elsässer, für völligen Stillstand der So- zialreform und, als Ergänzung dazu, für n e u e Z ö l le auf Kartoffeln und Gemüse, auf Lbst und Rahm. Herr Nitzschke, der Kandidat der N a t i o n a l l i b e- r a l e n, steht auf dem äußersten rechten Flügel seiner Partei. Für ibn arbeiteten außer nationalliberalen Parteisekretären vor allem Beamte von Unternchmerorganisationen— zum großen Leidtvescn Lieberts, der immer wieder behauptete, er sei der allein geeignete Vertrauensmann der Großindustrie. Diese beiden Parteien wirkten sehr heftig, aber mit im- endlich kleinen Pfiffen und Kniffen gegeneinander; das glor- reiche Ziel jeder dieser Parteien war nämlich, die andere aus der Stichwahl mit uns herauszudrängen. Ein heiteres Intermezzo in diesem Kampfe ist die bittere Klage der National- liberalen darüber, daß Herr v. Liebert für sich die Mittel und Kräfte des-- Reichsverbandes gegen die So- zialdemokratie in Anspruch nähme, auf die sie, die National- liberalen, als brave Reichsverbändler doch auch Anspruch hätten!„Zuständigen Ortes" soll deshalb über den Vorsitzen- den des Reichsverbandes Beschwerde geführt werden wegen dieser„unzulässigen Inanspruchnahme" von Verbandsmitteln für seine persönlichen Zwecke. Man darf dem Ausgange dieses häuslichen Reichsverbandsstreites mit heiterer Freude ent- gegensehen. Tie Sozialdemokratie führte den Wahl- kainpf mit der gleichen grundsätzlichen Schärfe gegen beide Gegner und sie darf mit Genugtuung auf die geleistete Arbeit und ihren Erfolg zurückblicken. Der Kreis Mielzpnskis. Borläufiges amtliches Wahlergebnis. Posen, 17. März.(W. T. B.) Bei der boutigen Reichs- tagsersatzwahl im zweiten Posener Wahlkreise Obornik- Samter-Birnbaum-�chwerin(Warthe), die durch die Mandat- niederlegung des Reichstagsabgeordneten Grafen Miel- c z y n s k i erforderlich geworden war, wurden abgegeben für Rittergutsbesitzer Hazaradlitz(kons.) 13 919, für Prälat Klos(Pole) 16138, Schulz(Sqz.) 636 Stimmen; zer- splittert waren 3 Stimmen. Klos ist somit gewählt. Ter Wahlkreis Sa mter-Birn bäum- Obornik gehört seit dem Jahre 1871 zum Besitzstände der vol- nischen Parten Im Jahre 1912 wurde Graf Miel- z y n s k i nnt 15 857 Stimmen gewählt. Auf eine konser- vative Sainmelkandldatnr vereinigten sich 13 161 Stimmen, während eine sozialdemokratische Zählkandidatur es auf 1981 Stimmen brachte. politisthe Ueberflcht. Eisenbahnetat. Im Abgeordnetenhause nahm die Debatte über die finanz« technische und wirtschaftliche Seite des Etats der Eisenbahnverwaltung noch den größten Teil der Sitzung vom Dienstag in Anspruch. Wie am Tage vorher, so wandten sich auch jetzt wieder die Redner der Mehrheitsparteien gegen jede allgemeine Tarifermäßigung, während im Gegensatz dazu von nationalliberalcr und fort'chrilllicher Seite eine Verbilligung sowohl des Güter- als auch des Personenverkehrs gefordert wurde. Bemerkenswert ist die Rede de» Ministers, der gegenüber unserem Genossen Strubel bestritt, daß infolge des Kon- junkturrückgangS Arbeiter entlassen sind und daß der Plan einer deutschen Eisenbahngemeinschaft an dem Widerstand Preußens ge- scheitert ist. Eine Antwort konnte ihm Ströbel nicht mehr erteilen. da die Mehrheit ihm in bekannter Liebenswürdigkeit das Wort ab- schnitt. Wie das preußische Dreiklassenparlament über VerkebrSreformen denkt, das lehrt die Abstimmung über die zum Etat gestellten Pe- tilionen. Diese Petitionen beziehen sich auf das Bestehenlasien der Fahrpreise für Arbeiterwochenkarten nach der Elektrisierung der Ver- liner Stadt- und Ringbahn, auf Ausdebnung des Vorortverkehr« und cudlich auf Ausdehnung der Bestimmungen der VerkehrSordnung über Fahrpreisermäßigungen zu wissenschaftlichen und belehrenden Zwecken. Man erledigte sie gegen den Widerspruch der Sozialdemo« kraten kurzerhand durch Uebergang zur Tagesordnung. Das Ab- kommen betreffend die Trennung der Eisenbahnfinanzen und der allgemeinen Staatsfinanzen wurde bis zum 1. April 1316, d. h. um zwei Jahre verlängert. Hierauf begann die Debatte über die Arbeiterfragen, die nach einem Loblied des Fortschrittlers D e l i u s auf die Sozialpolitik der Eisenbahnverwaltung auf Mittwoch vertagt wurde. Ei» schwieriges Problem. Der neueste Jagowsche Vorstoß gegen die Plakatierung der Ver« sammlungSanzeigen zum Frauentage stellt die preußische Regierung offenbar vor ein schwierige» juristisches Problem. ES mutz doch im Sinne der Gedankengänge des Herrn Dr. jur. v. Jagow bewiesen werden, daß daS Thema„Heraus mit dem Frauen- Wahlrecht!" unmöglich für den öffentlichen Anschlag gestattet werden konnte und daß der Jagowsche Einfall, das Thema kurz und knapp„Das Frauenwahlrccht" zu taufen, eminent staatserhaltend war. Begreiflich daher, daß die Antwort auf die telegraphische Beschwerde des Genossen E u g e n E r n st an den Minister etwas lange auf sich warten läßt. Am 6. d. M. sandte unser Genosse seine telegraphische Beschwerde an den Herrn Minister, am 7. erhielt er prompt die Antwort, daß die Beschwerde an den Herrn Ober- Präsidenten für die Provinz Brandenburg zur Erledigung abgegangen sei und seitdem schweigt sich eine hohe Regierung in allen Tonarten aus. Wir wissen zwar, daß das schöne Lied: Immer langsam voran ... sich trefflich zum Bundeslied der preußischen Bureaukratie eignet. hegen aber in unseres Herzens Kämmerlein doch»och die schöne Hoffnung, daß eines Tage» Genosse Ernst durch einen wohl- geneigten Bescheid einer hohen Regierung freudig überrascht wird. Zu wünschen wäre freilich, daß die weise Entschließung noch vor Einberufung deS nächsten Frauentages eintrifft, damit man sich bei Festsetzung der Tagesordnung vor Jagowsche« Ueberraschungen — wenn das überhaupt möglich ist— bewahren kann. Das Ei des Kolumbus. Der Landrat des Unterwesterwaldkreises Freiherr Marschall von Bieberstein hat soeben eine Broschüre veröffentlicht, in der er Vorschläge entwickelt, wie durch Einführung des Sparzwanges für minderjährige Arbeiter die Kosten für eine Wohnungsrcform auf- gebracht werden können. Ohne auf die Frage der Wohnungsreform elnzugchcn greift in der„K r e u z z e i t u n g" ein RegierungSrat Dr. Rang den Grundgedanken der Marschallschen Abhandlung mit Eifer auf, da hier nach seiner Meinung der gesamten deutschen Sozialpolitik der Weg gewiesen ist, den sie der Zukunft zu gehen hat. Die Konservativen, so versichert Rang, der übrigens den Posten des Direktors beim Oberversicherungsamt in Koblenz bekleidet, sind keineswegs, wie vielfach behauptet wird, der sozialen Reform über- drüssig. Sie sehen nur mit Besorgnis, daß die Sozialpolitik, wenn sie in den jetzigen Bahnen fortschreite, nachgerade die Unternehmer- stände vom Handwerk bis zur Großindustrie und zum Großgrund- besitz mit Beiträgen überlasten werde, und sie verlangen also eine neue und andersgeartete finanzielle Fundamentierung. Tos ein- fachstc wäre ja nun, alles was auf sozialrcformerischem Gebiete in Deutschland noch zu leisten ist, aus erhöhte Beiträge der Arbeit- nehmer aufzubauen, aber dem steht im Wege, daß das eine Lohn» stcigerung nach sich ziehen würde, und deshalb blecht nicht? übrig, als der Sozialversicherung überhaupt den Abschied zu geben und dem wertvollen Fingerzeig deZ Herrn von Marschall entsprechend den Sparzwang für die Arbeiter ganz allgemein ein- zuführen, um auf diese Weise die Mittel zum Ausbau der sozialen Gesetzgebung zu gewinnen. Natürlich fehlt es bei dem Kreuzzeiiungsmann nicht an einer ethischen Begründung dieser schönen Idee. Man hört das alte Lied: Tie Versicherungsreform hat die Selbstverantwortlichkeit ge- schwächt und damit eine schwere Schädigung des Volkscharakters verursacht. Die Versicherten haben nicht das Bewuhtsein, dah sie sich selbst etwas erarbeitet und selbst etwas erspart haben. Simu- lation und Rentcnhhsterie ist die natürliche Folge des Wunsches der einzelnen, von der Versicherung doch auch einen Nutzen zu haben. Der Sparzwang auf der anderen Seite gibt dem Arbeiter ein festes Guthaben, das sein Eigentum ist, das er sich selber, wenn auch unter Zwang geschafft hat usw., usw. Daß sich irgendwo ein Arbeiter fände, der rückständig genug wäre, sich durch diese ethischen Erwägungen von der Vortresflichkeit der konservativen Jdee� überzeugen zu lassen, ist nicht anzunehmen, und man wird nur die Unverfrorenheit bewundern, mit der die ..Kreuzzeitung" den Vorschlag des Sparzwangcs zur Diskussion stellt und dabei gleichzeitig behauptet, daß die. Konservativen keines- Wegs der sozialen Nesorm überdrüssig seien. Ter Sparzwang be- deutet doch nichts anderes als die Konfiskation eines Teils des Arbeitslohnes für Zwecke, deren Erfüllung auch vom bürgerlichen Standpunkt gesehen» nicht im Jntereste einer einzelnen Klasse, sondern in dem der Gesamtheit liegt. Unter diesem System muß also der Arbeiter nicht nur den größten Teil des von ihm ge- schasfenen Wertes dem Unternehmer überlassen, sondern er wird auch gezwungen, von dem ihni verbleibenden Rest einen so hohen Betrag abzugeben, daß das Kapital der Notwendigkeit enthoben ist, seinerseits Mittel für die Gesund- und Kräftigerhaltung der von ihm ausgebeuteten Massen bereitzustellen. Das Kapital genießt also die Vorteile der Sozialpolitik ohne zu ihren Kosten beitragen zu müssen und kann sich demzufolge in Bcgreisterung für die Fort- führung unserer sozialen Reform geradezu überschlagen. Das Lehrerbesoldungsacsetz vor der hessischen Ersten Kammer. Wie telegraphisch aus Darmstadt gemeldet wird, beschäftigte die Erste Kammer sich gestern mit der Rückäußernng der Zweiten Kammer zur Bcsoldungsvorlage. Der Refereur Fürst zu Isenburg« Birstein gab einen Rückblick über die Verhandlungen und sprach der Regierung den Tank a»S, deren Bemühungen es gelungen sei, die Be- soldungsvorlagc zustande zu bringen. Slaatsminister v. Ewald er- widerte, daß die Regierung sich bei dem Kompromiß zwar gesagt habe, daß nicht alle Wünsche ersiilll worden seien. Maßgebend' für das Kam- promiß sei aber die Erwägung gewesen, daß. wenn die Besoldungs- Vorlage jetzr wieder gcscheilert wäre, die Hossnung einer großen Anzahl von Beamten für� eine Reihe von Jahren vcrnichler worden wäre, und sodann wäre es zu befürchten gewesen, daß die Be- soldungsvorlage bei den Neuwahlen zu Agitationszwecken verwertet und der Regierung noch höhere Forderungen gestellt werden würden, die zu erfüllen sie nicht in der Lage gewesen wäre. Er empfehle der Ersten Kammer, den Beschlüssen der Zweiten Kammer zu- zustimmen. Die Erste Kammer nahm daraus die ganze Vorlage, von einigen unwesentlichen Punkten abgesehen, en bloc einstimmig an. Damit ist die Besoldungsvorlage endgültig angenommen und tritt mit dem 1. April d. I. in Kraft.___ Wilhelms II. Südreise. Der Kaiser ist wieder reiselustig. Sein Programm für die Reise nach dem Süden ist jetzt, wie das.Berliner Tageblatt" mitteilt. zusammengestellt. � Er verläßt am 22. März abends Berlin und trifft am 23. März in Wien ein, das er aus den Gleisen der Stadtbahn im Hofzug durchfährt. In Penzing bei Wien verläßt der Kaiser den Zug. Auf dem Bahnhof findet Empfang statt, und der Kaiser begibt sich darauf im Wagen nach Schön- brunn. Nachdem der Kaiser hier an der Hoftascl bei Kaiser Franz Josef teilgenommen hat, fährt er am gleichen Tage abends ö Uhr nach Venedig weiter. Hier nimmt er Wohnung au Bord der„Hohen- zollern", die auf der Reede Anker geworfen hat. Dem König und der Königin von Italien stattet der Kaiser im Schloß in Venedig einen Besuch ab. Der König von Italien erwidert diesen Besuch auf der„Hohenzollern". Ucber den Zeilpunkt der Abreise von Venedig sind noch keine Dispositionen getroffen worden. Rcthels Barrikadenbild. Das Retheische Barrikadenbild in der letzten Nummer der .Neuen Welt" ist der Scharfmacherpresse vom Schlage der„Berliner Neuesten Nachrichten" wieder einmal auf �die Nerven gefallen, Irgend ein Neunmalkluger orakelt mit schlechtverhehltem Aerger in den Spalten des an chronischer Abonuentenschwindsucht leidenden Blattes also:.Rethels genial düsterer Totentanz ist bekanntlich unter den Eindrücken von 1848 entstanden und sollte das betörte Boll vor den Hetzern und Demagogen warnen, die es unter der Vorspiegelung, es zum Paradies der»Freiheit und Gleichheit" zu führen, in Wahrheit in Tod und Verderben führten." Dieselbe Weisheit haben die kundigen Thebaner der Scharf- macher schoir einmal bei früherer Gelegenheit verzapft, als die»Neue Welt" andere Rethel-Blätter aus dem Totentanzzyllus reproduzierte. Wir sehen in Rethels prachtvollen Zeichnungen jedoch etwas anderes, als es das.feinere, geistige Unterscheidungsvermögen" eines Erzreaktionärs herauszutüfteln vermag. Die packende Größe und Gewaltigkeit des MenschheitSschicksalS.' das Rethel in seinen Totentanzblättern, zu deren einem Robert Reinick den Begleitvers schrieb:.Was gilt noch eine Kroneviel? Nicht mehr als wie ein Pfeifen« stiel", so wuchtig illustriert bat, wird auch auf unsere Leser die Wirkung nicht verfehlt haben. Und das genügt uns! Wenn unser Bild nebenbei auch noch den Aerger unserer Gegner auslöst, so freut uns das doppelt I_ Frankreich. DaS Gesetz über die Wahlplakate. Paris, 14. März. iE'.g. Bcr.) Das französische Parlament hat das Gesetz über die Wahlplalate in der Fassung des Senats be- schloffen. ES wird schon in den kommendeu Wahlen angewendet werden. Seine wichtigsten Bestimmungen sind: Während der ganzen Wahlperiode für alle Wahlen sind von der Gemeinde- behörde in jeder Gemeinde besondere Plätze für den Anschlag von Wahlaffichen vorzubehalten. Auf jedem dieser Plätze ist für jeden Kandidaten oder für jede Kandidatenliste die gleiche Fläche angewiesen. Die Höchstzahl dieser Plätze— ab- gesehen von den neben den Wahlabteilungen bestimmten— beträgt& in den Gemeinden mit bis 500 Wäblern, 10 in den anderen, mit einem Zuschlag von je einem für 3000 Wähler oder für einen Bruchteil über 2 schwader von Linienschiffen in derselben Zeit fertig zu haben, in der die nöch st starke Seemacht fünf fertig hätte. Die Schlacht- kreuzer würden in beiden Fällen besonders gerechnet, auch ein ent- iprechendes Stärkeverhältnis von Torpedobooten würde bestehen, die Schiffe auf Auslandsstationen blieben ebenfalls außerhalb der Berechnung. Diese Flotlenstärke sei angemessen und mäßig. Er freue sich, daß Staatssekretär v. Tirpitz Gelegen- heit genommen habe, dies anzuerkennen. Keine Nation habe die Flottenorganisation schon vollendet. England hätte seine Aus- rüstung elwas früher vollende» können, als es die Regierung jetzt vorschlage. Die EntWickelung der deutschen Flottenorganisation sei nicht so schnell vor sich gegangen, wie er vor zwei Jahren an- genommen habe. Das dritte deutsche Geschwader werde am Ende des Finanzjahres 1914/15 fertig sein. Anscheinend wird das zweite Geschwader infolge Bemannungsschwierigkeiten drei Schiffe weniger haben, als er angenommen habe. Deshalb habe die Regierung die Vollendung des Geschwader? von Gibraltar, das jetzt aus vier Schiffen besteht, aufgeschoben. Jeder zufällige oder absichtliche Aufschub, den die nächst starke Seemacht macht, wird von England nachgeabmt werden. Churchill sagte weiter: Infolge der Wirtschaftslage dürfe man annehmen, daß alle Werften im nächsten Finanzjahre gute Fort- schritte machten, und daß eine große Zahl von Schiffen in diesem Jahre fertig werden würde. Das hänge von unkontrollierbaren Falioren ab und sei auf keine absichtliche Beschleunigung oder besondere Politik zurückzuführen. Was die Kosten der Neutauten betreffe, so dürfe man erwarten, daß der Etat für 1915/16 wesentlich niedriger sein werde, als der gegenwärtige. Zur Höhe der Kosten läme die Oclfeuerung, die Luftschiffahrt und die Besoldung des Personals. Große Mengen von Oel befänden sich bereits jetzt im Lande und weitere große Mengen würden im folgenden Jahre eintreffen, die Schwierigkeit läge im Preise. Die Admiralität verfolge dos Prinzip, daß das Oel als einziges Feuerungsmittel nur bei kleinen Fabrzeugen und leichten Kreuzern sowie großen Kampfschiffen von exzeptioneller Geschwindigkeit ge- braucht werde, während die Kohlen das Heizmaterial für die Linien- schiffe bleiben würden. Was das Flugwesen betrifft, so betonte der Minister die Bedeutung der Hydroplane für den Rekognoszierungsdienst und die Küstenbewachung. Die schweren Hydroplane, die jetzt ent- wickelt würden, würden schwere Explosivkörper zum Hinunterwerfen führen. Von Luftschiffen seien bis jetzt 13 erbaut oder im Bau, darunter 10 großen und mittleren Typs mit einer Schnelligkeit von 45 englischen Meilen in der Stunde. Er hoffe, im Sommer ein halbes Dutzend derartiger Luftschiffe über dem Parlamentsgebäude kreuzen lassen zu können. Churchill sagte zur Bemannungssrage: Wenn morgen ein Krieg ausbräche, so könnte jedes Schiff mit der etatsmätzigen Bemannung in See gehen. Die Verstärkung von 5000 Mann, die im Etat vorgesehen sei, wäre für die Kriegsflotte für 1915/16 be- stimmt. Es beständen keine Schwierigkeiten, Leute zu bekommen. Churchill wandte sich darauf dem neuen Bauprogramm zu. Drei von den neuen Schiffen würden dem Royal Sovcreign Typ und eins dem Queen Elisabeth Typ angehören, und sie würden Ibzöllige Geschütze führen. Das Geschütz sei das beste, das England je gehabt habe. Es besäße alle Vorzüge des lZM-zölligen Geschützes. England würde 10 Schiffe mit diesem Geschütz zu einer Zeit haben, wo keine andere Nation mehr als zwei besäße. Der Minister er- wähnte, daß Ende 1914/15 siebzig bewaffnete Kauffahr- t e i s ch i f s e vorhanden sein würden. Zur Frage des Seebeuterechts bemerkte er, daß schwerlich eine andere Macht einen Torpedo weniger bauen würbe, wenn England seine Politik änderte. Churchill behandelte darauf den 60prozentigen Stan- dard der Flotte»stärke. Dieser Standard bezöge sich aus den Neubau von Großkampfschiffen und dieser Standard würde ein- gehalten. Es hätte Meinungsverschiedenheiten gegeben, was in diesen Standard eingeschlossen sein sollte. Vor zwei Jahren habe er das künftige Bauprogramm entwickelt. Unter genuer Berück- sichtigung der Lage sei die Admiralität überzeugt, daß der Bau von vier Schissen für dieses Jahr genügen werde, was genau seinen Vorschlägen von vor zwei Jahren entsprochen habe. China. Der Weisse Wolf. Peking, 17. März. Die Räuberbande de»„Weißen Wolf' hat die Truppen der Regierung bei Kingtzekwan ge- schlagen und bedroht Sianfu. Telegramme aus Laohokou berichten, daß die Banden vom „Weißen Wolf" während ihres letzten PlünierungSzuges 15 0 0 Einwohner getötet und 4000verwundet baben.— Die bisher noch in China stehenden russischen Truppen sind heute vormittag nach Sibirien abgegangen; nur die Schutzwache des russischen.Gesandten ist zurückgeblieben. die stürmische Kammersttzung. Paris» 17. März. Delahaye fragte den Minister Monis, ob er, als er noch Justizminister war, den Aufschub des Verfahrens gegen Rochctte angeordnet habe. Monis antwortete nach längeren! Schweigen: Ich habe niemals den Brief des Oberstaatsanwalts Fabre gekannt, aus den Delahape anspielt und habe niemals den Aufschub des Verfahrens gegen Röchelte gefordert.(Beifall bei der äußersten Linken.) I a u r e s, der Obmann des Rocheite-AusschusseS, sagte: Man zeige uns das Dokument, wenn es existiert. Delahaye erwiderte: Es ist vorhanden. Fragt diejenigen, welche es in der Kanzlei er- balten haben. Delahaye schloß mit der Versicherung, er kenne den Brief Fabrcs. Ministerpräsident Doumergue erklärte: Sr sei bereit, zur Aufklärung der Sache beizutragen: Minister Monis unterbrach ihn mit den Worten: Er seit damit einverstanden, von der Untersuchungskommission vernommen zu werden.(Beifall auf der Linken.) Darauf erhob sich Barthou und sagte: Hier ist der Brief des Oberstaatsanwalts Fabre.(Große und langanhaltende Bewegung.) Barthou las den Brief vor, in dem Fabre erklärte, am 22. März 1911 von Monis aufgefordert worden zu sein. Monis protestierte noch einmal und sagte, er kenne das Schreiben nicht. Barthou fuhr mit der Verlesung de? Briefes fort, in dem Fabre auseinandersetzt, wie er endlich den Bitten Monis nachgeben mußte. Barthou schloß mit den Worten, er nehme jegliche Verantwortung für sein Eingreifen auf sich.(Lebhafter Beifall auf zahlreichen Bänken im Zentrum und auf der Rechten wie auf mehreren Bänken der Linken. Große Unruhe.) Der Schluß der Sitzung gestaltete sich überaus stürmisch. Nachdem Barthou den Bericht des Oberstaatsanwalts Fabre ver- lesen und Do u m e r g u e auf dessen Vorwürfe energisch erwidert hatte, ergriff der Radikale C c c a l d i, ein intimer Freund Caillaux, das Wort. Er beschuldigte Barthou, daß er sich des Berichtes des Oberstaatsanwaltes widerrechtlich bemächtigt hätte, um seine politischen Gegner verfolgen zu können. C e c a l d i deutete an, daß Barthou Abschriften dieses Dokumentes sogar dem DirektordeS Figaro übermittelt habe, damit dieser seine Angriffe gegen Caillaux möglichst wirksam gestalten könne. Der Redner machte Barthou in unverblümten Worten für das gestrige Drama verant- wortlich. lGroße Bewegung, stürmischer Beifall auf der äußersten Linken.) Er erinnerte daran, daß die Radikalen, welche von Barthou bei der Beratung des Drcijahrgesetzes antipatriotischer Gesinnung geziehen worden waren, niemals zu solchen vergifteten Waffen gegriffen hätten, obgleich sie Barthou mit dem Hinweis darauf häjten schwer verwunden können, daß sein Bruder ein Deserteur gewesen sei.(Lebhafter Beifall.) Minister Monis kritisierte ebenfalls heftig daS Vorgehen Barthous. Der Bericht Fabres sei ein einseitiges Schriftstück, dem er das entschiedenste Dementi entgegenstelle. Charakteristisch für die Gesinnung Barthous sei es, das, er jahrelang diese vergiftete Waffe mit sich herumtrage, um sie im geeigneten Augenblick gegen seine Gegner zu benutzen. I a u r e s, der bisherige Obmann des Rochctte-Ausschusses, verlangte, daß dieser Ausschutz mit gerichtlicher Gewalt auS. g e st a t t e t werde. Denn nur so könnte über die ganze Angelegen- heit volles Licht verbreitet und dem Lande das erschütterte Ver- trauen wiedergegeben werden. Hierauf wurde der Antrag Scmbart (Sdj.) einstimmig angenommen, wonach die Befugnisse des Rochctte-Ausschusses vermehrt und ihm durch ein besonderes Gesetzt die Machtvollkommenheiten eineS Untersuchung s- r i ch t e r s erteilt werden. Delahaye hatte vorher seinen Beschluß, antrag zurückgezogen. Die politischen Zolgen. Paris, 17. März.(Privattelegramm deS„Vor« wärt s".) Die Hoffnung der Re a k t i o n, die Regierung durch den aufgewirbelten Skandal niederzuwerfen, scheiterte. Der Theaterkniff Barthous mit der Note des OberprokuratorS Fabre und den Enthüllungen über die im Interesse Caillaux' geübte Pression zugunsten Rochettes bewirkte zwar in der Kammer eine momentane Sensation, als Barthou das Dokument auf der Tribüne hervorzog. Die Wirkung schlug aber in das Gegenteil um, als Barthou gestehen muhte, daß er das Dokument seinerzeit als Justizmini st er von seinem Vorgänger B r i a n d exHalten hatte. Tiesem hatte es Fabre übergeben und Barthou nahm eS bei seinem Rücktritt an sich. Seine Rechtfertigung, daß daS Doku» ment nicht amtlich war, ist absurd. Die von Doumergue unter starkem Beifall der Linken erhobene Anklage, daß Barthou daS Dokument jahrelang in der Tasche hatte, um es zu einer Kampagne gegen das unbequeme Ministerium zu reservieren, machte auf die Kammer einen starken Eindruck. Die Schlußrede von JauräS, der die Neuaufnahme einer Enquete über Rochette und die Ausstattung der parlamentarischen Kommission mit gerichtlichen Befugnissen forderte, fand einmütigen Beifall. I a u r ö S forderte aber auch noch die Untersuchung über die Manipulationen, die mit dem Dokument vorgenommen worden sind. Die ganzen Enthüllungen offenbarten die Fäulnis deZ bürgerlichen Regimes. Die Monarchisten sind eifrig am Werke, um die gegenwärtige Stimmung für sich auszunutzen. Die Lage ist aber für die Sozialdemokratie sehr günstig, da sie den prinzipiellen Kampf gegen den kapitalistischen Staat und seine Korruption unter die Wähler tragen könne». Letzte Nachrichten. Das albanische Kabinett. Durazzo, 17. März.(W. T. B.) Nach ergänzenden Meldungen hat sich das Kabinett wie folgt gebildet: Präsidium und AeußereS Turchan Pascha; Krieg und Inneres: Es sab Pascha; Landwirt- schaft: Aziz Pascha; Justiz: M u fid Bei; Post und Telegraphen- Wesen: Hassan Bei Pristina(Mohammedaner); Ocffentliche Ar- beiten: Bibdoda(Katholik); Unterricht: Turtulli; Finanzen; Adamide» �Orthodox), Mittwoch Donnerstag Freitag Sonnabend Sonntag Montag D 6 Ausnahme- Tage Loden- Pelerinen| Gummi- Mäntel zu Ausnahmepreisen Für Herren und Damen grau oder grünlich.„ Imprägniert." Mit Kapuze, Armdurchgriffen, Taschen u. Tragebändern Nr. 1 120-130 cm lang. Nr. 2 120 und 125 cm lang 695 1380 Nr. 3 130 cm lang. 1625 Für Knaben und Mädchen 410 560 710 980 Nr. 4 70, 80, 90 cm lang. Nr. 5 100 und 110 cm lang Nr. 6 80 und 90 cm lang. Nr. 7 100 und 110 cm lang Einsegnungs- Anzüge blau und schwarz, enorme Auswahl, zu den bekannt billigen Preisen! 11.- 15.- 17.- 20.- 26.- 30.- 36.- 40.Sonntag nur von 12 bis 2 geöffnet! 1 sehr eleg. 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Natürlich müssen die Mitglieder der die„ Breslauer Volkswacht" zu veröffentlichen in der Lage ist: trennt verwaltet; ihnen können auch andere als Gewerkvereins worauf von den Linke- Hofmann- Werken das nachfolgende vertrauliche Schreiben an die Berliner Konkurrenz gerichtet wurde, das Sowohl die christlichen Gewerkschaften als auch ins Kranken- und Begräbniskaffen die ja fakultative Einrichbesondere die Hirsch Dunderschen Gewerkvereine nehmen gern tungen sind besondere Beiträge leisten. Seit Jahr und für sich den Ruhm in Anspruch, für ihre Mitglieder in bezug Tag suchen die Gewerkvereine, froß wiederholter Kritik, die auf Unterstügungen bedeutend mehr zu leisten als die Streit Deffentlichkeit durch statistische Manipulationen zu täuschen, inbereine", die freien Gewerkschaften. Beleuchten wir diese Be- dem sie die Einnahmen und auch Ausgaben der Kranken- und hauptungen einmal durch einige Zahlen. Wie fläglich sich die Begräbniskassen den Gewerkvereinskassen zuzählen, um ihre Unterstüßungsleistungen der christlichen Gewerkschaften und Finanzverhältnisse und gewerkschaftlichen Leistungen im Hirsch- Dunckerschen Gewerkvereine gegenüber denen der freien rosigsten Lichte erstrahlen zu lassen. Wollten die freien GeGewerkschaften ausnehmen, beweist die nachfolgende ver- werkschaften ihre Rechnungsergebnisse Derselben nach gleichende Zusammenstellung, die auf den amtlichen Dar- Methode zusammenstellen, dann müßten sie die Unterstützungsstellungen beruht, die neulich im 8. Sonderheft zum Reichs- leistungen der freien Hilfskaffen mit aufführen. Daß ein arbeitsblatt" erschienen sind. solches Verfahren durchaus unzulässig ist, liegt klar auf der Hand. Es verausgabten im Jahre 1912: Arbeitslosenunterſtügung Reiseunterstügung Umzugsunterstüßung Notfallunterstützung Kranten, Invaliden- u. Sterbe fallunterstützung Streitunterstützung im Beruf Gemaßregeltenunterstügung. Streits in anderen Gewerkschaften und Ausland " 11 Um ein zutreffendes Bild von den Unterstügungsleistungen der verschiedenen Gewerkschaftsrichtungen zu erhalten, muß die Gesamtausgabe der Hirsch- Dunckerschen Gewerkvereine um rund 900 000 m. oder rund 38 Proz. gekürzt werden. In schaften Wirklichkeit bleibt die prozentuale Ausgabe der Gewerkvereine für Unterſtügungszwede um rund 30 Proz. hinter der der freien Gewerkschaften zurück. Freie Gewerks Christliche Gewerk bereine Gewerk schaften( H.-D.) Mr. M. 907. 7 741 240 1 179 102 405 408 226 776 18 412 20 887 201 223 516 818 34 194 13 160 026 903 047 437 457 Insgesamt 86 561 989 1 552 255 • 966 376 57 611 1 879 588 1879 588 „ Die Darstellung des Herrn Dr. Ehlers, von der uns der Herr Geschäftsführer Kenntnis gibt, entspricht nicht den Tatsachen. Wir haben veber berichtet, daß für die Loko motiven jezt 4000 Mart weniger geboten werden, noch haben wir uns auf dieses Mindergebot in unseren Verhandlungen mit den streitenden Arbeitern berufen. Herr Dr. Ehlers stügt sich anscheinend auf Angaben, die in der hiesigen Presse gelegentlich des auf unseren Werten ausgebrochenen Streits seitens Ser Arbeitnehmer verbreitet sind. Wir halten es für das richtigste, wenn Sie Herrn Dr. Ehlers fragen möchten, woher er die Angabe, daß die Preise um 4000 M. pro Lokomotive niedriger als früher feien, erhalten hat und ob er sich durch fachliche Prüfung bergewissert hat, ob diese Angaben zutreffen. Wir wiederholen, daß wir mit Herrn Ehlers in dieser Sache überhaupt nicht verhandelt haben. Kopie dieses Briefes haben wir Herrn Dittges übersandt. Linte Hofmann Werte, Breslauer Aftiengesellschaft für Eisenbahnwagen, Lokomotiv- und Maschinenfabrit. gez.: Hinnenthal gez.: Hoensch. Auf dem Gebiete der Kampfes unterstützung Wenn die Linke- Hofmann- Werte behaupten, weber berichtet noc ( Streit- und Gemaßregeltenunterstüßung) überragen die gefagt zu haben, daß für Lokomotiven jezt 4000 m. weniger gezahlt Leistungen der freien Gewerkschaften sowohl die der christlichen werden, so steht demgegenüber die ganz bestimmte als auch die der Hirsch- Dunderschen Gewerkschaften um ein Aussage des Dbmanns der Kesselschmiede, zu dem Herr des Direttors Bedeutendes; die freien Gewerkschaften verausgabten 21,5, Direktor Eichberg in Gegenwart die Gewerkvereine 14,9 und die Christen gar nur 12,5 Proz. Weber am 30. Januar die fragliche Aeußerung getan hat. 11072 887 848 939 654 323 ihrer Gesamtausgaben für Stampfeszwede. Die freien Gewert: Da wir absolut keine Ursache haben, den Worten des Arbeiters weniger Glauben zu schenken als dem Brief der Direktion, so ergibt schaften sind ja wirtschaftliche Stampfesorganisationen; ihr ich auch hier wieder, daß der Lohnabzug der Arbeiter durch eine leitender Gesichtspunkt ist, die Verbesserung der Lohn- und Ausrede begründet wurde. Die UnterstüßungsArbeitsbedingungen der Mitglieder. einrichtungen der freien Gewerkschaften sind nicht Selbstzweck, sondern vielmehr Mittel zum Zweck, das heißt, sie sollen die Mit ben wenigen Rausreißern haben die Linke- Hofmann- Werfe entschieden Bech. Einmal find die Leute gar nicht in der Lage, ein Widerstandskraft und Unabhängigkeit der Arbeiter steigern, vernünftiges Stück Arbeit zu liefern, so daß die Fabrit mehr Schaben damit und der wirtschaftliche Stampf besser erfolg- als Nugen hat, dann aber kommt es innerhalb der Fabrit werden 3,9 reicher durchgeführt troydem häufig unter den Arbeitswilligen felbst zu schweren dem Unterstüßungswesen in den freien Gewerkschaften Schlägereien. Die in der Fabrit zum Schue" der Arbeitssekundäre Bedeutung beigemessen wird, sind die Leistungen willigen stationierten Gendarmen mußten schon wiederholt die denen der christlichen Gewerkschaften und der Hirsch- eigenen Schüzlinge" verhaften. Da die nüglichen Dunckerschen Gewerkvereine weit voraus. Elemente unter Ausschluß jeber Kündigungsfrist eingestellt werden Angesichts solcher Vorzüge der freien Gewerkschaften und eine Rückvergütung des ihnen abgezogenen Koftgelbes von 10 M. nimmt es nicht wunder, daß die denkenden Arbeiter sich mehr pro Woche nur dann zu fordern haben, wenn sie bis zur Beendigung der Aussperrung aushalten, so sind Arbeitswillige. und mehr den freien Gewerkschaften zuwenden, die nicht nur die vorzeitig aufhören, und Fabrikleitung ständige Gäste vor dem einen Wachtfaktor im Wirtschaftskampfe bilden, sondern die Breslauer Gewerbegericht. Obgleich die Fabrikleitung auch ihren Mitgliedern schüßend und schirmend in allen Lebens- die vom Gewerbeinspektor angebotenen Einigungsverhandlungen lagen zur Seite stehen. progig ablehnte, mehren sich doch die Anzeichen, daß die Aussperrung sich ihrem baldigen Ende nähert und zwar nicht zum Schaden der Ausgesperrten. Sonstige Unterſtüßungen In Prozenten der Gesamtausgabe: Arbeitslosenunterſtügung 12,6 9,7 Reiseunterstügung 1,9 0,8 Umzugsunterstützung 0,7 0,9 Rotfallunterſtüßung. 0,8 1,4 Kranten, Invaliden u. Sterbe fallunterstügung 21,5 38,5 18,5 Streitunterstügung im Beruf 19,7 14,9 12,5 Gemaßregeltenunterstützung 1,8 0,7 Streife in anderen Gewerkschaften und im Ausland Sonstige Unterstügungen Insgesamt 59,7 66,2 1,1 36 fann. Allein Deutsches Reich.8 Ausreden. Betrachtet man die absoluten Zahlen, dann berausgabten die freien Gewerkschaften in einem Jahre für Unterstütungszwede 36 561 989 m., die christlichen Gewerkschaften nur 1879 533 M., die Hirsch- Dunckerschen Zur Aussperrung in der Solinger Waffenindustrie. Gewerkvereine sogar nur 1 552 255 M. Allerdings nach den Vor Beginn der Aussperrung der 5000 Arbeiter der Linke- Dem Beschluß des Unternehmterverbandes, alle Waffenarbeiter Verhältnisziffern scheint es, als wenn die Hirsch- Dunderschen Hofmann Werte in Breslau versuchte der Direttor Gich auszusperren, find nicht alle dem Unternehmerverbande angehörenden Gewerkvereine prozentual am meisten leisten, da sie die freien berg den um gurlidnahme der Lohnreduzierungen borsprechenden Firmen nachgekommen. Bier feltiere Firment lehnen dies nach wie Gewerkschaften um 6,5 Prozent und die christlichen Gewerk ommiffionen diefe damit zu begründen, daß der Staat jegt für vor entschieden ab, und weigern sich sogar, Streifarbeit zu ber jede Lokomotive 4000 art weniger zahle und die Arbeiter richten. Nach seinem Statut tann der Unternehmerverband diese schaften um 30,2 Prozent übertrumpfen. Aber nur scheinbar bemzufolge auch Opfer bringen müßten. Auf Anfrage des Genoffen Firmen ausschließen; erreichen wird er dadurch aber nichts. Die Die Hirsch- Dunckerschen Gewerfvereine Gewerkvereine treiben nämlich Sue und des Fortschrittlers Dr. Ehlers im Abgeordnetenhause Sochkonjunktur, die augenblicklich in der Waffenindustrie herrscht, Zahlenverschleierung. Die Ausgaben der Gewerkvereine erwiderte ein Regierungsvertreter, daß von Preisbrüdereien bei wird sicher dazu beitragen, daß auch die großen Firmen in furger Krantenunterstützung und Beihilfe in Sterbe- Vergebung von Lokomotiven feine Rede sein fönne. Damit gab fich Beit nachgeben müssen. Die bulgarische Regierung hat bei einer der für Kleines Feuilleton. Der Schotter. Heut las ich wieder in dem stolzen Buch: Von unten auf! in dem Kapitel Großstadt. Nun stand ich mitten in der Werktagsflut und schrie und rang und schuf und litt, preßte mein Herz, den tollen Pocher, stand hochgestimmt in Flut und Wut und hörte der Weltstadt Hämmer rafen. Die roten Funken sprühten auf, sie wuchsen ungestüm zu Aufruhrflammen. Die Gegenwart versant in ihrer Glut, in Schwall und Drang und Wogen von Gestalten, und aus der Menge sprang das fühnste Wort. Begeist'rung zudte in die Menschenleiber Der Schotter, der um Sklavenlohn gemauert, gerbrach empört die Lastenstraße Er wollte einmal Edstein sein! So wurde eine Barrikade. Die Armut fchleppte ihre legte Sabe, ihr legtes bißchen Gut zum Freiheitsbau. Und eine Mutter sprach zu ihrem Sohn: Da, nimm das Bett, ich kann auf nackter Diele sterben! Und eine Braut zu ihrem Bräutigam: Es fehlt an Steinen, gib den Leib! Selbst Kinder halfen an dem großen Wert. Ihr Spielzeug war schon in den Bau gefügt. Ein leines Mädchen brachte ihre Puppe, ein blondes Bürschchen gar fein Schaukelpferd, die heißgeliebten Zinnsoldaten, fürwahr, das wurden blanke Kugeln! Die Not der Zeit und dann auch die Bedrängnis von Bruder, Sohn im bunten LügenrockDas war ein wilder Guß in neue Form! Aufruhr und Tob! Die Kugeln flatschten gleichtönig in die Leiber und die Steine. Jm Rauch und Qualm und Kampfgetös stand eine Fahne gutberrammt im Bau. Berschossen und zerfetzt war schon ihr Tuch Rebellenrot bräunt sich mit schwarzumbangner Trauer.. Berschlagen und zersplittert lagen Kämpfer. Die blinde Wut der gutdreffierten Soldatesta fraß Stein und Fleisch mit gleichem Appetit. Geblendet und berauscht, Unmenschlichkeit in den versteinten Mienen, mit Schuß und Stich, mit Fluch und Rachbegier, so stürmten sie die stolze Barrikade. Hohnlachend rissen sie an der Verkettung, fie fanden Stein und Bett, das Schaukelpferd, die Puppe, und auch der Armut Hausgerät. Gie zündeten ein großes Feuer und warfen dann das trogige Gerümpel in die Glut. Die Flamme schlug nicht himmelauf Ein schwerer Qualm wälzt' sich in alle dunkeln Ecken. Das war ein Opferrauch, wie ihn die Sage meldet von Kain und Abel aus dem. Paradies, bevor der erste Brudermord geschah. Die Fabne ward zersplittert und zerbrochen und in die aufgeriff'ne Straße eingeſcharrt. Drauf rammten sie die Schottersteine, die kühnempörten, die schon Edstein waren, und fegten dann den Kampfplay rein. Schon viele Jahre sind bersunken, seit diese Mördertat geschah. In Hochpalästen haben reiche Leute sich an der Straße eingewohnt, und schöne Feste sind an ihr verrauscht. Sie wissen nichts von diesem Grund und Schotter, auch nichts von Herzblut, Hirn und warmem Fleisch. Auch nichts von jenem Schaukelpferd und jener Puppe, bom wilden Guß in neue Form. Doch ob der Blindheit Stirnen droben, mit stolzem Bauschen über der Weltstadt Dächern greift eine Fahne wehend mächtig aus. Ginst roh verscharrt, wuchs wieder sie empor, und festgerammt steht sie im Grund, im Schottergrund der Lastenstraße, einst wild gerstampft, rot übersprengt, durchtränkt. Doch Menschenblut fließt nicht umsonst! Der Schotter will nun endlich Eckstein werden: er häuft sich dicht, verwächst zu Quadermassen, baun will er, unverrückbar baun, und aus den Steinen, die er reiht und fügt, im Sonnenlicht, flingt höchster Taf Getön: Das Land, auf dem wir baun, ist heilig Land: Erkauft, getauft mit unvergess'nem Blut! Nun soll das Leben notlos blüh'n! May Barthel 200 Muster von blutsaugerischer Heimarbeit, die eine eindringliche Mahnung zur Schaffung eines Gesetzes zum Schutze der Heimarbeit enthalten. Chauvifinismus. Was ist das? Surrapatriotismus im Kino, im Mozarisaal. Geschichtsflitterung auf der Leinwand. The man ben " großen Kanzler" in allen Lebensphasen zeigt, zeigt man zum Unterfchied den langen Kanzler in soundsovielen Bildern. Von der Wiege bis zum fogenannten Nationaldenkmal kann man den„ Reichsschmied berfolgen, mit dem nötigen Zamtam und Striegslärm. Mit dem Fleiß einer Biene hat Hummel alle erreichbaren patriotischen Weisen zufammengefoppelt. Da nur Patrioten hingehen, klatschte das Publikum. Wie unglaublich naiv und anspruchslos ist doch dieses Bublikum! Ein solch unbändiger Musterknabe, wie dieser gefilmte Heros, ist mir felbft im titschigsten Schundroman nicht vorgekommen. Kein blaffer Schimmer irgendeiner Schwäche; taufen, ſaufen, furz alles fann er besser als jeder andere. Das Publifum flatscht. Gelegentlich) der Bismarckipende behauptet eine Tafel, es sei eine Spende des gangen Bolles gewesen. Da hätte der Verfasser vorher das ganze Bolt befragen sollen. Auch eine Depesche kommt vor Ausbruch des franzöfifchen Strieges. Ob es die berüchtigte Emser ist, wird natürlich nicht gesagt. Wir sehen den Kanzler schweren Herzens fein Entlassungsgefuch schreiben. Ueber den Grund seiner Entlassung ist nichts gefagt. Und so fort ein Geschichtsunterricht im Kino, ganz nach dem Herzen der Herrschenden und dieses Publikums. Denn es flascht. Notizen. - Vorträge. Frant Shuman aus Philadelphia spricht über seine Sonnenfraftmaschine( mit Kinovorführung) morgen Donnerstag, abends 8 Uhr, im Plenarsizungsfaal des Neichstagsgebäudes. Seit vorigem Sommer ist die erste große Sonnenfraftmaschine, die ohne Feueranlage arbeitet, nahe bei Kairo im Betrieb; fie treibt eine Pumpenanlage mit einer Leistungsfähigfeit von 27 000 Liter Wasser pro Minute. - John Murray, der hervorragende Dzeanforscher, dem foeben eine Automobilfahrt das Leben gekostet hat, gehört zu den Gelehrten, die an der großen Challenger Expedition 1872-76 teilnahmen, diefer bedeutenden Fahrt im Atlantischen und Stillen Ozean, die in der Tiefseeforschung Entscheibendes geleistet Hat. Auf dieser und anderen wissenschaftlichen Expeditionen hat Murray sein besonderes Augenmerk auf die Tierwelt der Tiefsee gerichtet. Das Kennwort. In der Universität Breslau wurden fürzlich die preisgekrönten Bearbeiter akademischer Preisaufgaben verkündet. Einer der Preisbewerber hatte das Kennwort gewählt: Der Deutsche, bieber, fromm und start, bekümmert sich um jeden Quart. Ein Wiedertäufer Roman soll das Werk sein, an Das Hungerlohn- Museum. Vor etwa neun Jahren ist in dem Gerhart Hauptmann gegenwärtig arbeitet. Daß er an Berlin in einer Ausstellung die furchtbare Not der Heimarbeiterin einem wiedertäufer- Drama schafft, ist seit Jahren bekannt. Er trug nen in Wort und Bild gezeigt worden. Jekt hat auch die fran- gelegentlich im Vortragssaal Szenen daraus vor. zösische Vereinigung der Riga der Jungen Republik" in Paris ein Museum der Wirtschaftsgreuel" eröffnet. Wahrhaft ein Museum menschlichen Jammers! Die Ausstellungsobjekte bringen die er schütternde Tragödie der um Hungerlohn fronenden Arbeitstlaven zu eindringlicher Anschauung. Da fieht man ein paar Lederhandschuhe, beren Stepparbeit die Arbeiterinnen zwingt, mit ihrer Bunge das Rohmaterial, das vorher ein aus unnennbaren Die Heiterkeit, die bei dem Verlesen dieses schönen Wortes ausSubstanzen bestehendes Bad durchgemacht hat, anzufeuchten, so daß brach, legte sich nicht, als hinzugefügt wurde, daß die Fakultät dieses am Ende des Arbeitstages biele der armen mißbrauchten Zungen Wort als ungehörig bezeichnet hat. Der Verfasser hatte aber nicht entzündet und blutig sind. In einem anderen Schaukasten sind nur den Trost, daß er den vollen Preis erhielt, sondern es ist ihm Muster von Trauerkränzen und Balmwedeln untergebracht, für sogar noch die kostenlose Promotion in Aussicht gestellt worden. deren Anfertigung pro hundert Stück 64 Pf. bezahlt werden, wobei Was sehr erfreulich absticht von dem, was der Deutsche, sofern bemerkt sein mag, daß die tüchtigste Arbeiterin in zehn Stunden er die sogenannte Form nicht wahrt, bei seinen steifleinenen Benut 70 Stück machen kann. Im ganzen enthält das Museum etwa hörden zu erleben pflegt. au'sperrwlltigen Firmen in den letzten Wochen 4V 000 Teitcirgetoeijre in ÄuftraI gegeben und verlangt jetzt die schleunige Lieferung der bestellten Waffen. Tie rumänische Regierung hat einen gröfzeren Auftrag Militnrsäbel bestellt, auch Serbien soll den Solinger Firmen grögere Aufträge übertragen haben. Tie Arbeit drängt also, ives- halb schon jetzt die Aussperrung recht empfindlich für die— Fabri- kanten wird. In auswärtigen Blättern, besonders in den Nachbar- kreisen Remscheid und Hagen-Schwelm suchen sie Streikbrecher, tonnten aber bis jetzt keine erhalten. Waffenarbeiter lassen sich eben nicht leicht durch Hintzegardisten ersetzen. Mit Dienstag lief die Kündigungsfrist der mit der Aussperrung bedachten Arbeiter ab. Da die kleineren Firmen nicht aussperren, werden höchstens 300 Arbeiter von der Aussperrung betroffen, von denen weit über 100 bereits in anderen Branchen der Solinger In- dustrie Beschäftigung gefunden haben. Es komnien also rund 400 Waffenarbeiter in Frage, die von den Organisationen unterstützt werden müssen. Die öffentliche Meinung siebt auf feiten der Ausgesperrten, und selbst bürgerliche Zeitungen am Ort erklären, daß die Unter- nchmer an der Zuspitzung des Kampfes allein die Schuld tragen, da sie den streikenden Arbeitern der Firma Eickhorn nicht einmal Zeit ließen, zu dem Ultimatum des Unternehmerverbandes, das die Auf- Hebung des Streiks verlangte. Stellung j,u nehmen. Eine Versamnilung der Streikenden beschloß, die eventuelle Er- Hebung von Extrabeiträgen für die ganze Dauer des Kampfes der Bertreterversammlung zu überweisen. Winzerstreik in der Rheinpfalz. Die Weinbergsarbeiter von N e u st a d t a. H. lind Umgebung find am Montag in den Streik getreten, nachdem bescheidene Forderungen auf Lohnerhöhung von dem rasch gegründeten Arbeitgeber- verband der Weinbergsbesitzer abgelehnt worden wareii. Die im Deutschen Landarbeitcrverband organisierten Winzer hatten in einem Tarifentwurf die Regelung ihrer Arbeitsverhältnisse versucht und die Weingutsbesitzer bis zum 13. März um Antwort ersucht. Diese ivichen einer bestimmten Antwort aus. Unter dem Vorsitz des Bürgermeisters von Neustadl a. d. H. fanden hierauf zwei Verhand- lungen statt, die aber an dem Widerstande der Besitzer scheiterten. In der Zwischenzeit schlössen sich die WeingutSbesitzer zu einem Arbeitgeberverbande zusammen und lehnten nun die Winzerforde- rungen ab. Zu einer nochmals vom Bürgermeister angesetzten Ver- Handlung erschienen die Besitzer nicht mehr. Hierauf beschlossen die Winzer, die Arbeit niederzulegen. Ihre Forderungen gehen auf eine Erhöhung des Tagelohns von 3 M. auf 3,30 M. und auf Erhöhung des Akkordlohnes um 10 Proz. Erwähnenswert ist das Verhalten der Christen. Obwohl der Behrens-Verband iin ganzen Gebiete kein einziges Mitglied besitzt, wurde anfangs März gleich nach Bekanntwerden der Lohnbewegung ein christliches BezirkSsckretariat nach Neustadt a. d. H. verlegt. Der christliche Sekretär berief dieser Tage eine.Konferenz der christlichen Winzer" nach Neustadt a. d. H. ein. zu der ganze drei Winzer er- ichienen. Streikbrecher sind bri dieser Bewegung nicht zu fürchten, da nahezu alle Winzer im Deutschen Landarbeiterverbande organisiert sind und fremde, mit dem Weinbau nicht vertraute Arbeiter, un- crsetzlichen Schaden anrichten könnten. Lediglich den Christen ist auf die Finger zu sehen, die vielleicht versuchen werden, christliche Winzer heranzuziehen, um im Trüben zu fischen. öer Partei. Internationale Solidarität. Der Vorsitzende der russischen Duma- f r a k t i o n übersandte unserer Neichstagsfraktion eine Er- klärung, in der er gegenüber den Kriegshetzereien hüben und drüben namens der gesamten sozialdemokratischen Duma- fraktion der deutschen Arbeiterklasse die Gefühle der vollsten Solidarität übermittelt.__ Erfolge der Roten Woche. Im Wahlkreise Bielefeld-Wiedenbrück brachte die Rote Woche 619 männliche und 217 iv eibliche neue Parteimitglieder und 4 4 3 neue Abonnenten der Parteipresse. In der Stadt Erfurt wurden rund 939 neue Parteimitglieder, darunter 239>v eibliche, sowie 36 1 neue Abonnenten auf die«Tribüne" gc- wonncn. Im Chemnitzer Wahlkreise wurden 3849 Partei- niitglieder und' 1239 neue Abonnenten der „Lolksstimme" gewonnen. Im Grotzhcrzogtum Weimar beträgt das Resultat der Roten Woche 1979 Parteimitglieder und 8c 1 9 neue Abonnenten der Parteipresse. Der Fall Bruplacher. Lern, 16. März. fEig. Der.) In der Schweizer Parteibewegung spielt gcgenwärlig das gegen den Züricher Anarchisten Fritz Brup- bacher eingeleiiele Ausschlußversahren eine Rolle. Die zürcherische Parteileitung hatte den sozialdemokratischen Verein Eintracht in Zürich, dem Brupbacher als Mitglied angehört, ersucht, das Ausschluß- verfahren gegen Brupbacher einzuleiten. Der Vorstand beantragte auf Grund eines umfangreichen Materials den Ausschluß, der Verein lehnte aber den Ausschluß ab. ES mögen hierbei vorwiegend psycho- logische Motive mitgespielt haben. Brupbacher ist ein Mensch mit einem starken sozialen Empfinden. Er lebt beständig unter den Arbeitern, iveiß sich geschickt allen Situationen anzupassen, und da gegen andere Parteimitglieder, die sich in offenkundiger Weise gegen Partei- beschlüsse vergingen, Ausschlüsse nicht beantragt wurden, ist die Haltung der Eintracht aus psychologischen Erwägungen heraus zur Not verständlich. Gegen den Entscheid der Eintracht erhob ein Mitglied den Rekurs an die schweizerische Parteileilung, da sich die kantonale Geschäftsleitung als befangen erklärte und sich außerstande sehe, den Rekurs, den sie formell zuerst hälle behandeln müssen, zu erledigen, nachdem sie selber den Ausschlußantrag einreichte. Die schweizerische Parteileitung verfügte unter Gutheißung des Rekurses gemäß dem allerdings nicht cbeir demokratischen Artikel 23 des Parteistatuts den Ausschluß mit der Begründung, Brupbacher gehöre als Anarchist nicht in die sozialdemokratische Partei. Formell wäre damit die Sache erledigt gewesen, da die ichweizerische Geschäftsleitung nach dem Parteistatut als letzte Instanz in Ausschlußangelegenheiten eingesetzt ist. Brupbacher erhob aber gegen den Entscheid der Geschäftsleitung Einsprache an den erlveiterlcn Parteivorstand und sorgte auch sonst dafür, daß sich in verschiedenen Parteikreisen ein Sturm in, Glase Wasser erhob. Er ließ sich als Opfer einer ungerechten Parteijustiz ausgeben, warf der Parteileitung vor, daß sie statutenwidrig gehandelt habe und daß der Ausschluß nur ein persönlicher Racheakt und die Be- iciligung eines unliebsainen Kritikers sei. Dazu unterbreitete er deni erweiterten Parteivorstand eine lange Erklärung, nach der er sich auf den Boden des Parteiprogramms zu stellen verspricht, die Grundsätze und Parteibeschlüsse anerkenneu und auch den Klassen- kämpf führen will. Der erweiterte Parteivorstand beschäftigte sich mit der AuS- schlußsache am letzten Sonntag. Brupbacher war persönlich zugegen und präzisierte seine Erklärung. Die Geschäftsleitung, die sich schon beim Ausschlußentscheid in eine Mehrheit und in eine Minderheit ge- teilt hatte, ließ durchblicken, daß sie gegen die Aufhebung des AuS- schluffeS am Ende nichts einzuwenden hätte, da nun genugende Er- llärungen seitens des Ausgeschlossenen vorlägen. In der langen Debatte konnte mau zunächst feslstellcit. daß die Mitglieder der Geschäftsleitung. die Brupbacher am meisten und heftigsten kritisiert und angefochten hatte, gegen den Ausschluß sprachen und damit die .absichtlich verbreitete Auffassung, als ob der Ausschluß wegen deS unbequemen Kritikers und nicht wegen des Anarchisten Brupbacher erfolgt sei, widerlegten. Die Mehrheit der Redner beantragte, am Ausschluß festzuhalten und zwar auf Grund der von Brupbacher mündlich bestätigten Anschauung, daß man Anarchist und Sozialdemokrat zugleich fem könne. Damit hatte die Angelegenheit einen prinzipiellen Charakter angenommen, der über die Person des Aus- geschlossenen hinausgeht und die Genossen Greulich. Hauth, Grimm und andere wandten sich energisch gegen die von Brupbacher auf- gestellte verwirrende Lehre. Es wurde ihm bedeubet, daß er heute versuche, gegenüber der schweizerischen Partei die gleiche Taktik durchzuführen, wie sie sein Lehrmeister Bakunin der alten Jnter- nationale gegenüber praktizierte, und daß er die Partei lediglich als Mittel zur Ausübung einer antisozialistischen Propaganda miß- brauchen wolle. Die Debatte endigte schließlich mit der Annahme des folgenden, mit 20 gegen 3 Stimmen zum Beschluß erhobenen Antrages Grimm: „1. Der Parteivorstand stellt fest, daß die Geschäftsleitung nach Maßgabe des Art. 23 der schweizerischen Parteiftatuten in Aus- schlußverfahren lctztentscheidende Instanz ist. Die Geschäftsleitung war formell für den Ausschluß Brupbachers k o m p e t e n t. 2. Der Parteivorstand billigt den Ausschluß Brup- bacherS aus der Partei aus m a t e r i e l l e n Gründen. Brupbacher erklärt, er sei Anarchist. Der Anarchismus, in welcher Form es auch sei, steht.im Widerspruch zu der sozialdemokratischen Auffassung. Das Bekenntnis zum Anarchismus schließt die Zugehörigkeit zur sozialdemokra- tischen Partei aus. 3. Da der Ausschluß Brupbachers eine über die Person deS Ausgeschlossenen hinausgehende Bedeutung besitzt, beschließt der Parteivorstand, es fei die Ausschlutzangelegenheit dem nächsten ordentlichen Parteitag zu unterbreften." Mit diesem Beschluß erhält die Partei Gelegenheit, sich einmal mit der grundsätzlichen Seite des Ausschlusses zu beschäftigen, nach- dem Brupbacher und seine Anhänger hartnäckig versuchen, der Sache das Mäntelchen des Martyriums umzuhängen und auch im Aus- lande in diesem Sinne den Tatbestand verwischen wollen. polizeiliches, Gerichtliches ufw. Eine große Staatsaktion. Dienstag früh begann vor der 3. Strafkamrner des Landgerichts Elberfeld der Prozeß gegen die Genoffen Winnen- Düsseldorf und II l l e n b a u m- Elberfeld wegen der bekannten Broschüre:„Wer will unter die Soldaten?" Genosse Peter Winnen ist als Verfasser der Broschüre und Genosse Wilh. Ullenbaum als Verleger angeklagt. Sie sollen wissentlich falsche Tatsachen öffentlich behauptet und verbreitet und damit Staats- einrichtungcu verächtlich gemacht haben. �Vergehen gegen die §§ 131, 40, 41, 47 Strafgesetzbuchs). Die Bcschlußkammer des Elberfelder Landgerichts hatte zunächst die�Erössnung des Straf- Verfahrens abgelehnt. Aus Beschwerde der Staatsanwaltschaft ver- fügte dann aber das Lbcrlandesgericht die Erhebung der Anklage. Es war ein umfangreiches Zeugen- und Beweismaterial herbei- geschafft worden. Als Zeuge erschien u. a. der Genosse Lieb- k n c ch t- Berlin. Auf Antrag des Staatsanwalts wurde wegen Gefährdung der Staatssicherheit und der öffentlichen Ordnung für die ganze Tauer der Verhandlung die Presse ausgeschlossen. Die Verhandlung zog sich bis zum späten Abend hin. Das Urteil lautete gegen Winnen auf 200 Mk., gegen Ullenbaum auf 100 Mk. Geldstrafe. Jugenöbewegung. Bin der nationalen Jugenderziehung. Man schreibt uns: Die Türe der Sakristei der evangelischen Kirche des Ortes öffnet sich. Ein Schwärm von Jungcns im Alter von 10 bis 14 Jahren strömt heraus. Eiu Dutzend davon tragen Jugendwehranzüge. Auf das Kommando eines Mannes von etwa 30 Jahren formieren sich die Buben und dann geht eS mit Trommelschlag und Pfeifenklang dem nahen Walde zu. Voran schreitet stolz ein Dreikäsehoch mit Schwalbennestern an den Schultern und Tambourmajorstock in der Faust. Ein Junge trägt die schwarzweitzrote Fahne. Im Walde angekommen, gibt der Mann seine Disposifton: ..Der Feind, die Franzosen, ziehen von Rummelsburg auf unseren Ort. Ihr habt die Vorhut ausfindig zu machen und zurück- zuschlagen." Ein paar Buben haben währenddem ein wenig Allotria getrieben. Ernst ruft ihnen der Mann von etwa 30 Jahren zu:„Seid nicht so kindsköpfisch und paßt auf." Tann wählt er ein paar Buben ohne Khakianzuge aus. Das sollen die Franzosen sein, die zurückgeschlagen werden. Sie gehen am Waldessaum entlang, solange sie der Mann von 30 Jahren sieht. Dann schlagen sie sich seitswärts in die Büsche und der Aelteste sagt:. „Wir sollen immer die Franzoien sein, damit uns die Gst'chlvollnen mit ihre Hüt' verkloppen können. Der is wohl dov!" Sie trollen sich nach Hause. Der Mann von etwa 30 Jahren wartet lange. Endlich kommen die„Deutschen" zurück und melden. daß der Feind nicht aufzufinden sei. Da wird der Mann wüteich und schreit: „Tie Bande— da is se wieder weggeloofen! Keene Disziplin uiid keene Äurasche!" Er sammelt seine„Deutschen"; mit wehendem Banner, mit Trommelschlag und Pfeifenklang zieht die Gesellschaft wieder zur evangelischen Kirche zurück�__ Mis?nöustrie und Handel. Rückgang des Kohlenhandels im Februar. Sowohl AuS- als Einfuhr zeigen im Februar dieses Jahres einen Rückgang gegenüber dem gleichen Monat des Vorjahres. Besonders charakteristisch ist es, daß nun auch die Ausfuhr zurückgeht. Die Einfuhr sank von 3,29 auf 3,07 Millionen Tonnen, dem Werte nach von 923,6 Millionen Mark auf 903,7 Millionen Mark. Die Ausfuhr stellte sich auf 6,19 Millionen Tonnen gegen 6.38 Millionen Tonnen im Februar 1913; dem Werte nach fiel sie auf 815,3 Millionen Mark gegen 337,2 Millionen Mark. Bei der Erneuerung deS KohlensynditatS wird auch die Verkaufs- organisation, daS Kohlenkontor eine Zteugestaltung erfahren. Die großen Kohlenbergwerke suchen daher schon jetzt ihren Einfluß auf daS Kohleukoutor durch Angliederung von Kohlenhandelssirmen zu vergrößern. So ist in diesen Tagen zwischen dem Essener Berg Werksverein König Wilhelm in Essen und der Kohlengroßhandlung und Reedereisirma Julius de Gruyter in Duisburg-Mannhcim eine V e r s ch m e l z n n g in der Form zustande gekommen, daß die Firma Julius de Gruyter in eine Genossenschaft mit beschränkter Haftung mit dem Sitz in Duisburg un, gewandelt wird. Die Firma bringt ihren gesamten Schiffspark und ihre Be- teiligung am Kohlenkontor in die neue Firma ein, die ihre Tätigkeit am 1. April beginnt. DaS Eisen- und Stahlwerk Hoesch kauft das Siegerländer Erz- bergwerk Eisenzccherzug für etwa 10 Millionen Mark an, um die Befriedigung seines wachsenden EisenerzbedarfS sicher zu stellen. Hoesch, das schon jetzt Kohlengruben und Eisenerzbergwerke besitzt, vollendet dadurch seinen Ausbau zu einem gemischten Werk. Die Petroleumpraduktion der Bereinigten Staaten erfuhr im Gegensatz zu der europäischen Petroleumerzeugung im Jahre 1913 einen beträchtlichen Ausschwung. Es wurden insgesamt 240 Millionen Barrels l� 32 Millionen Tonnen) gegen nur 222 Millionen im Jahre 1912 gewonnen. Der Oeltrust in China. Nach Mitteilungen, welche der Bize- Präsident der Standard Oil Company über das Abkommen mit der chinesischen Regierung zur Ausbeutung der Oel- distrikte usw. in Zkordchiua gemacht bat, ist der ursprüngliche Plan, der chinesischen Negierung ein Darlehn in Höhe von 13 Millionen Dollar zu gewähren, fallen gelassen und bedungen worden, daß China der genannten Gesellschaft zunächst Ländereien zur Ausbeutung der Bodenschätze bezw. zur wirtichaftlicheu Eutivickclung überweist; allcrJSiewiun soll derart unter den Kontrahenten geteilt werden, daß die Standard Oil Company den Löwenanteil erhält. Die Konzessionen umfassen nicht nur Oel, sondern auch Bergwerke und E i s e n b a h n e»; die erforderlichen Oelbohr- Maschinen sind bereits verschifft und die Standard Oil Company beabsichtigt, im ganzen 6 bis 10 Millionen Dollar auf die Erschließung der gedachten Ländereien zu verwenden. Die„New Dork Times" bezeichnen das Abkommen als einen großen Sieg der Standard Oil Company und lassen sich aus London telegraphieren, der Vertrag gehe dahin, daß die chinesische Regierung ohne Entgelt 37'/, Proz. der Anteile der Gesellschaft erhalte, welche zur Ausbeutung der Kon- Zessionen gebildet worden sei. mit einer zweijährigen Optio« snj weitere 7'/, Proz. dieser Anteile. Gegen die Klassenjustiz. Wieder hat eine Massenversammlung Protest erhoben gegen das ungeheuerliche Urteil, welches die Frankfurter Strafkammer über die Genossin Rosa Luxemburg verhängte. Tausende strömten gestern abend nach der„Neuen Welt", wo die Neuköllner Partei- genossen eine Volksversammlung einberufen hatten. Aber bei weitem nicht alle, die sich an an dem Volksprotest gegen die Klassen- justiz beteiligen jvollten, fanden Einlaß, denn der riesige Saal war uebst Bühne und Galerie schon lange vor Beginn der Versammlung von einer dichtgedrängten Menge gefüllt und wurde polizeilich ab- gesperrt. Als das Opfer der preußischen Justiz, Genossin Luxemburg, den Saal betrat, wurde sie mit stürmischen, Applaus empfangen, und während ihres Referats, das eine treffende Kennzeichnung der durch den Militarismus gestützten Klassenherrschaft war, bekundeten oft spontan ausbrechende Beifallskundgebungen das volle Einoer- ständnis der Versammlung mit den Ausführungen der Rednerin. Ich vermisse— sagte Genossin Luxemburg— in dieser Ver- sammlung den Frankfurter Staatsanwalt und die Richter. Ich wünschte, sie könnten mit eigenen Augen das Werk ihrer Hände sehen. /Lebhafter Beifall.) Hier zeigt sich wieder, daß niemand so prächtig für uns arbeitet, wie unsere Feinde.— Man hat mich zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. /Stürmische Pfuil-Rufe.) Von, Standpunkt der heutigen Gesellschaft habe ich ein ungeheures Verbrechen begangen, denn ich habe den Arbeitern in Deutschland und jenseits der Grenzen zugerufen:.Du sollst nicht töten!" Weil wir Sozialdemokraten dieses christliche Gebot ernst nehmen, sind wir in den Augen der Vertreter der heutigen Gesellschaft, die vom systematischen Mord lebt, Staatsverbrecher.— Wie der Staatsanwalt sagte, habe ich durch meine Agitation den Lebensnerv deS Staates angegriffen. Nach dieser Auffassung ist also nicht die «sorge für die Opfer der heutigen Gesellschaftsordnung, für die Arbeitslosen und Hungernden der Lebensnerv des Staates, sondern der Militarismus ist es, der jenen Kadavergehorsam verlangt, der es fertig bringt, daß die Träger des Soldatenrockes, wenn es be- fohlen wird, aus Vater und Mutter schießen. /Pfui!-Rufe. Dieser Nerv niuß getötet werden.) Das Franksurter Urteil ist eine doku» mentarische Bekundung der Tatsache: Nur durch die Bajonette kann sich der heutige Staat am Leben erhalten. /Beifall.) Eine Gesell» schaft, die solcher Mittel bedarf, hat mit dem Augenblick, wo sie über einen sozialdemokratischen Agitator ein Jahr Gefängnis ver- hängt, sich selbst das Todesurteil gesprochen. /Lebhafte Zustimmung.) Uns bleibt nur noch übrig, dies Todesurteil durch emsige Partei» arbeit so schnell wie möglich zu vollstrecken.(Stürmischer Beifall.) Der Staatsanwalt hat meine Agitation als besonders gefähr- lich bezeichnet, denn— sagte er— ein bis zwei Dutzend derart ver- hetzter Leute in einer Kompagnie könnten eine Meuterei hervor- rufen.— Also der Militarismus, der uns als ein gewaltiger, stahl- gepanzerter, waffenstarrender Riese hingestellt wird, zittert vor einer Meuterei von zwölf Soldaten! /Heiterkeit.) In diesem Wort ist ein wahrer und ernster Kern, denn es zeigt sich, daß die trutzige Gewalt, die uns alle niederschmettern will, innerlich hohl, morsch und feige ist.(Beifall.) Man unterschätzt uns, wenn man glaubt, es sei uns um ein Komplott von zwölf Soldaten zu tun. Mit solchen Kleinigkeiten geben wir uns nicht ab.(Großer Beifall.) Was wir wollen, das ist viel gefährlicher für den heutigen Staat: Die Aufrüttelung der Millionen von arbeitenden Männern und Frauen. Das ist die große historische„Meuterei" der Arbeiterklasse gegen das heutige Gesellschaftssystem.— Dies Ziel wird nicht durch eine Meuterei von zwölf Soldaten erreicht. Wir wollen die Kriege aus der Welt schassen. Doch nicht in der Weise, daß wir den Soldaten zurufen:„Schießt nicht auf die Feinde," sondern dadurch, daß wir die Massen des Volkes über das Rohe und Brutale des Krieges auftlären. Wir wissen, haß die aufgeklärten Arbeiter nicht dümmer werden, wenn sie die Pickelhaube auf dem Kopf tragen und daß ihre Brust auch unter dem Soldaten- rock durchglüht ist von dem heiligen Feuer für die Ideen des Sozia- lismuS.(Beifall.) Die geschichtliche EntWickelung führt dazu, daß früher oder später alle Bestrebungen des Völker mordenden Militaris- mus am Widerstande der Arbeiterklasse zerschellen wie Glas an Granit. Wir haben in Zaber» gesehen, wie der Militarismus Gesetz und Recht mißachtet und die schwersten Gefahren für den inneren Frieden herbeiführt. Wenn wir den Militarismus bekämpfen, so arbeiten wir für die friedliche Kulturentwickelung in Deutschland. (Lebhafter Beifall.) Vergebens habe ich versucht, den Richtern in Frankfurt das Wesen der sozialdemokratischen Bestrebungen klar zu machen. Sie haben es nicht verstanden. Es hat sich geezigt, daß man Vertretern der heutigen Gesellschaft unsere Bestrebungen nicht klarmachen kann. Eine Verständigung zwischen uns und ihnen ist ausgeschlossen. Deshalb ist es auch nicht möglich, daß wir Kompromisse mit dem herrschenden System schließen, sondern Kamps auf Tod und Leben gegen die herrschende Gesellschaft muh unsere Losung sein.(Beifall.) Im Kampf gegen den Militarismus und die gesamte Reaktion stehen wir Sozialdemokraten allein da. Warum es so ist, das sagt uns die Erinnerung an die Ereignisse des 18. März. Nachdem das Militär durch das bewaffnete Volk besiegt war, hat das feige Bürgertum aus Angst vor der auskommenden Arbeiterklasse mit der Reaktion getechtelmechtelt und so ist das Volk der siegreichen Revolution durch den Fuß deS Militarismus niedergetreten worden. Militarismus und Reaktion sind durch das Verhalten der Bourgeoisie wieder zu uneingeschränkter Herrschaft gekommen. Wir sind also im Kamps gegen die Reaktion nur aus uns angewiesen. Wir wissen, daß die Macht der Arbeiter nicht dann am stärksten ist, wenn sie die Mordwaffe führen, sondern wenn sie die Hände über der Brust kreuzen und die Arbeit verweigern.(Beifall.) Das Frankfurter Urteil hat auch gezeigt, daß wir, die heute noch recht- und machtlos sind, bereits die moralische Macht auf unserer Seite haben und der Staat vor uns zittert. Nutzen wir diese Macht aus. Kämpfen wir, auch wenn es noch so viele Opfer kostet, für unsere große Sache, damit bald der Tag kommt, w» die Gesellschaft in Trümmer geht, von der einer ihrer Vertreter sagte, daß ihr Lebensnerv der Militarismus ist.(Stürmischer, lang- indauernder Beifall.) Der Vorsitzende, Genosse R a d t k e, bemerkte zum Schluß, eine Resolution werde nicht zur Abstimmung gebracht. Jeder, der uns noch nicht angehört, solle seinen Protest gegen das Frankfurter Urteil durch Eintritt in den Wahlverein und Mitarbeit an unseren Bestrebungen zum Ausdruck bringen. Mit begeisterte» Hochrufen auf die Sozialdemokratie wurde die Versammlung geschlossen. Draußen auf der Straße demonstrierte die preußische Staats- inacht durch ein sehr starkes Aufgebot von Schutzleuten, dene»«» wirklich gelang, die in keiner Weise bedrohte Ordnung gnfrtzcht- zuerhalten. Imolalisiso2 201 Soziales. Nebersicht über die Krankenkassen. nahrungsmittel Handele, welches gegen gewissenlose Verfälschungen besonders energisch geschützt werden müsse. Der Antrag des Amtsanwalts lautete deshalb auf 1 Woche Gefängnis. Das Gericht nahm noch einmal von einer Freiheitsstrafe Abstand, ertannte aber auf 500 Mart Geldstrafe eventuell 50 Tage Gefängnis. Schwindelgründung und Urkundenfälschung. Todessturz ins Meer. Auf eine tragische Weise endete der Flieger Hanouille, als er über der Bai von St. Sebastian in etwa 100 Meter Nach der Neuordnung auf Grund der ReichsversicherungsHöhe einen Sturzflug ausführte. Hanouille versuchte wegen Bruch des Steuers im Gleitfluge niederzugehen, jedoch vergeblich, ordnung sind aus den bisher bestehenden 21 659 Krankenkassen da der Wind sehr start war. Der Apparat fiel mit den Rädern Deutschlands 9824 geworden, die in 2463 Allgemeine Ortsnach oben herab ins Meer. Ein Spanier warf sich ins Meer tranfenfassen, 337 besondere Ortskrankenkassen, 595 Landfrankenkassen, 5537 Betriebskrankenkassen und 892 Innungs- und dessen Helfershelfer Reinhold Schroeder und Leo Schlamm Fliegers fand. Der Prozeß gegen den Prozeßagenten Heinrich Armonier und schwamm bis zu dem Apparat, unter dem er den Leib des Als er diesen fassen wollte, trieb ihn die trantentassen zerfallen. Die durchschnittliche Mitgliederzahl ist gestern vor dem Schwurgericht des Landgerichts Berlin II zu Ende Strömung ab. Der Bruder des Fliegers warf sich ebenfalls beträgt bei den Allgemeinen Ortskrankenkassen 3752, bei den geführt worden. ins Meer, ertrant aber beinahe. Man glaubt, daß der Flieger so Landkrankenkassen 4471, bei den Betriebskrankenkassen 668 Das Urteil lautete dem Wahrspruche der Geschworenen gemäß fort getötet worden ist. und bei den Innungskrankenkassen 431 Personen. Dem gegen den Angeklagten Schroeder auf zwei Jahre GeKrankenkassenwesen würde noch mehr gedient worden sein, fängnis und zwei Jahre Ehrverlust; neun Monate werden als berbüßt angerechnet. Der Angeklagte Leo Schlamm wurde zu wenn nur Ortskrankenkassen geschaffen worden wären. zehn Monaten Gefängnis, davon neun Monate als berbüßt, und der Angeklagte Armonier zu einem Jahr drei Monaten Zuchthaus und drei Jahren Ehrverlust verurteilt. Um die Unterbringung der Angestellten von geschlossenen Krankenkassen bemüht sich der preußische Minister für Handel und Gewerbe in einem Erlag an die Oberversicherungsämter. Es wird darin den Vorständen der Krankenkassen empfohlen, die geeigneten Angestellten, die infolge der Neuordnung bei einer Krankenkasse entbehrlich werden, bei Annahme von Hilfskräften möglichst zu berücksichtigen und bei ihrer Anstellung auf die in der früheren Stellung erworbene Anwartschaft auf Ruhegehalt und Hinterbliebenenfürsorge wohlwollende Rücksicht zu nehmen." Weniger Einkommen. Die Deutsche Arbeitgeberzeitung" sucht den Anschein zu eriveden, als ob die Bergarbeiterlöhne noch fortgesezt im Steigen begriffen wären. Nach dem Durchschnitt für das Jahr 1913 ergibt fich allerdings ein etwas höherer Verdienst als für das voraufgegangene Jahr. Aber schon im vierten Vierteljahr 1913 war der Lohn niedriger als im dritten Bierteljahr 1913. Die Schichtlöhne standen nach den amtlichen Ausweisen bereits um 4 bis 7 Bf. niedriger. Eine weitere Einbuße brachte sodann der Schichtenausfall. Im Steinkohlenbergbau betrug das Lohneinkommen auf den Arbeiter: Bezirk Oberschlesien Niederschlesien 3. Viertel- 4. Viertel- mithin jahr M. 3032880 jahr W. weniger M. 20 287 281 6 " Dortmund Saarbrücken. Aachen 463 425 38 • 355 339 16 415 462 385 413 30 49Niederrhein Das sind teilweise recht fühlbare Rückgänge. Auch im Braunfohlenbergbau, im Salz- und Erzbergbau hatten die Arbeiter Ausfälle zu beklagen. Im Bezirk Halle stellt sich der Minderverdienst im Salzbergbau auf 17 M., im Bezirk Clausthal auf 20 M. Bater Staat hat seinen Arbeitern im Erzbergbau am Oberharz sogar die sogenannte Brotfornzulage um 3 Pf. auf 14 Pf. gefürzt. Echt väterlich. Den Kohlentapitalisten aber fließen erhöhte Dividenden zu. So kommt die kapitalistische Harmonie der Interessen immer au ihrem Recht. Gerichtszeitung. Aus aller Welt. Ast oder.....? n Chinesisches Piratenunwesen. Schiff„ Shildar" von chinesischen Piraten, die sich als Nach einer Meldung aus Hongkong ist das norwegische Passagiere eingeschifft hatten, geplündert worden. Die Piraten überwältigten und fesselten die europäischen Offiziere, raubten den Chronometer und andere Ausrüstungsgegenstände sowie 6000 Dollar in bar und brachten ihre Beute auf einigen Dschunken fort. Schließlich gelang es den Offizieren, fich frei zu machen, und sie fehrten mit dem Schiffe nach Honkong zurüd. Kleine Notizen. Ein Epilog in 2 Kapiteln zur Landtagswahl im badischen Musterländle. Totschlag mit politischem Hintergrunde. Die Reichstagseriahwahl Kapitel I. für den Grafen Mielczynski hat in einem Gutsbezirk des Kreises Die Szenerie: Das Tribunal des Schöffengerichts der Samter- Birnbaum einen Totschlag gezeitigt. Hierüber wird gemeldet: Großh. Amtsstadt Engen im Höhgau. Zeit Ende Februar 1914. In dem polnischen Gutsbezirk Kalzig fam es am Montag zwischen Spielende Personen: Der Großh. Amtsrichter dem deutschen Viehfütterer Urban und dem polnischen Gutsarbeiter Straub, ein Beflagter; der Regierungsaffeffor grant, Stefansti zu einem Konflikt, angeblich weil Urban den Besuch ein Kläger. Letzterer ist Besizer eines Kannenflickerhutes" und lauerte abends dem Fütterer auf und schlug ihn dermaßen mit der einer polnischen Wählerversammlung abgelehnt hatte. Stefansti roten Dackelhundes, was ihn des Liberalismus verdächtig mi st gabel, daß bald darauf der Tod eintrat. Urban hintermacht, dieweil der Amtsrichter Straub, Besitzer eines schwarzen läßt eine Frau und zwei Kinder. Stefanski ist ebenfalls verDadels, sich als guter, frommer Zentrumsmann gegen die heiratet. Er hat neun kinder. Wahl des liberalen Kandidaten ins Zeug legte. Eine unbequeme Dame. Der Vizepräsident der französischen Tatbestand: Im Gasthaus zur Sonne" zu Engen faßen Kammer, Augagneur, wurde heute früh, als er sich zu einer e, bon einer Frau am Abend der Hauptwahl etliche gute Christen beisammen, von Sigung ins Palais Bourbon begeben wollte, denen der Großh. Amtsrichter Straub zu dem servierenden Töchter- tätlich angegriffen. Es handelt sich um die Sängerin lein des Sonnenwirts Kleiner wörtlich sagte:„ So, Fräulein, jezt Pauline Henry aus Lyon. Sie erklärte dem Polizeikommissar, bringen Sie mir noch eins; dann trinke ich auf das Wohl des der Grund ihrer Auseinandersetzung mit Augagneur liege in einer Privatangelegenheit. Augagneur hat gegen die Angreiferin Affessors Frant, weil er mit seinem roten Dadel so glatt am A.... Klage erhoben. runtergerutscht ist." " Als das Jungfräulein das Glas Bier fredenzte, fuhr der Amtsrichter in seiner gut katholischen Redeweise also fort:" Dem Assessor mit seinem roten Dackel gehört der Schw... abgehauen, dann fann er ihn einziehen und einschmieren!" Gemäß dem nachfolgenden amtsrichterlichen Befehl: das Mägdelein möge dem es poussierenden Assessor Frank diese Worte wieder sagen, wurde das Gespräch von der Sonnentochter sofort aufgeschrieben und dem Herrn Frant mitgeteilt. Auch Mutter und Bruder des Fräuleins hatten die Worte als Zuhörer fich eingeprägt. Die zur Verhandlung der Beleidigungsklage vom Amtsrichter Straub geladenen Entlastungszeugen litten etwas an der reservatio mentalis, d. H. an momentaner Geistesschwachheit; doch Wiederaufnahmeverfahren gegen ein Todesurteil. gaben einige zu, das„ am A... herunterrutschen" gehört Uns wird telegraphiert: Düsseldorf, 17. März. Das zu haben, was aber wie Ast, nicht wie podex geflungen habe. hiesige Schwurgericht hatte am 27. November vorigen Jahres Der flägerische Anwalt erblickte in der vor einem jungen Mädchen den 19jährigen Fabritarbeiter Faßbender aus Neuß wegen vorgetragenen chriftlichen Rede einen hohen Grad von Fanatismus Raubmordes zum Tode verurteilt. Auf Grund neuer Be- und Roheit se dodat weisumstände hatte der Verteidiger des Faßbender den An- Urteil: Amtsrichter Straub wird zu einer Geldstrafe von trag auf Wiederaufnahme des Verfahrens gestellt, doch war 50 m. ev. 10 Tagen Gefängnis berurteilt sowie zur Tragung sämtdieser Antrag von der Straftammer des Landgerichts ab- licher Kosten. Auf Grund der Kleinerschen Aussagen könne fein schlägig beschieden worden. Nunmehr hat das hiesige Ober- Mißverständnis vorliegen; bezüglich„ Ast" oder„ A.. Landesgericht in dem Prozeß gegen Faßbender das Wieder- Fräul. Kleiner sich vielleicht verhört haben. Wenn die Schlußsätze aufnahmeverfahren angeordnet. der Anklage von den Zeugen auch nicht gehört sein wollen, so feien sie aber doch wohl gefallen und enthalten zweifellos eine schwere, gröbliche Mißachtung des Klägers, zumal als Bezirksbeamten, deren Tragweite sich der Beklagte als Richter Der Vertreter des Beklagten legte Bebewußt sein müsse. rufung ein. Kapitel II. Lönne Ein biebischer Schlächtermeister. Eine überraschende Aufklärung hatten die Diebstähle gefunden, burch welche dem Schlächtermeister Dubisch ein erheblicher Schaden zugefügt worden war. Dubisch hat von einer Kühlhausgesellschaft in der Köpenicker Straße einen Kühlraum gemietet, in dem er das auf dem städtischen Schlachthofe geschlachtete Fleisch aufbewahrte. Die Szene: Dasselbe Tribunal wie bei I. Es war ihm schon wiederholt aufgefallen, daß große Fleischstücke Spielende Personen: Großh. Amtsrichter Straub fehlten. Seine Bermutung, daß hier ein recht raffiniert vorgehender als Kläger; auf der Anklagebant sigt der Redakteur Ederlin Dieb seine Hand im Spiele habe, bestätigte fidh, als am 31. Oftober der liberalen Neuen Hegauer Zeitung" und die Sonnenwirtstochter v. J. ein Posten Rind- und Schweinefleisch im Werte von 400 M. aus dem verschlossenen Kühlraum verschwand. Da sich ein Aufseher& rl. Kleiner. Das erinnerte, am Nachmittage, also zu einer ungewöhnlichen Zeit, Tatbestand: Ein Zeitungsartikel, worin der Vorden Schlächtermeister Paul Hein, der ebenfalls einen Kühlraum gang am Abend der Hauptwahl tatsächlich mitgeteilt ist. gemietet hatte, dort gesehen zu haben, fuhr der Bestohlene sofort Birtstöchterlein ist der Verbreitung der Aeußerung beschuldigt. nach dem Wochenmarkt in Groß- Lichterfelde hinaus, wo H. einen Urteil: In allen Punkten ist der Wahrheitsbeteis tatsächlich Berkaufsstand hatte. Der Verdacht, daß Hein der Dieb sei, be- erbracht; nur tann es statt A.... auch Ast geheißen haben.( Wie stätigte sich. Der größte Teil des gestohlenen Fleisches, welches an f. St. beim Astlochguder. Red.) Der Redakteur wird zu 100 M., dem Stempel wiederzuerkennen war, wurde bei H. noch vorgefunden das Fräulein kleiner zu 10 m. verurteilt. Dem Redakteur wurde und beschlagnahmt. Gegen Hein wurde Anklage wegen schweren Diebstahls erhoben, die jetzt die 7. Straffammer des Land- der Schutz des§ 193 nicht zugebilligt und folgende Belehrung gerichts I beschäftigte. Auf Grund der Beweisaufnahme erfannte erteilt: die Straffammer dem Antrage des Staatsanwalts gemäß auf vier anwalts Monate Gefängnis. Milchplantscherei. " Strandung eines Dampfers. An der Küste von Neuschottland ist der Dampfer City of Sidney" gestrandet, das Schiff scheint völlig verloren zu sein. Mehrere Schiffe sind zur Hilfeleistung ab gegangen. Der gestrandete Dampfer hatte 25 Baffagiere und 40 Mann Besagung. Ein Teil davon wurde von einem anderen Schiffe übernommen. Eingegangene Druckschriften. Bon Das Die ökonomischen Lebensbedingungen in der Schweiz. Dr. H. Freudiger. 1,30 M. A. Fromde, Bern. Sirius und Siberius. Roman von F. v. Eeden. 2. Tell. ind. 3 W., geb. 4 m. Schuster u. Loeffler, Berlin W 57. Die Tarifverträge im Sattler- und Portefeuillergewerbe 1913. Selbstverlag des Verbandes, Berlin, Brückenstr. 10 b. 51 G. Sonntags 12-2 geöffnet. Ohne Anzahlung liefere an jedermann Möbel auf Kredit bei Zahlung einer Monatsrate laut Vereinbarung u. bequem. Abzahl. komplette Wohnungs- Einrichtungen sowie einzelne Möbelstücke, Polsterwaren, tarb. Küchen Leib- u. Bettwäsche, Steppdecken, Portieren, Gardinen, Betten, Kronen, Kinderwagen usw. Teppiche, in modernster Ausführung. Ferner: Grösste Auswahl neuester Fassons Garderobe für Herren, Damen u, Kinder S. DORN, Eeke Alte Schönhauser Sir. Weinmeisterstr. 9 Sonntags 12-2 geöffnet. 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Damit sei der Artikel zu weit gein dem Verdacht stand, in ihrem Gartenstraße 97 gelegenen Milchgefchäft gewerbsmäßig Milch zu verwäffern und als Bollmilch zu gangen. verkaufen, erschien eines Tages ein Polizeibeamter, um eine Untersuchung der zum Verkauf gestellten Milch vorzunehmen. Während Sicherheitszustände in Väterchens Reich. er fich an einem Milchfaß beschäftigte, ergriff die Angeklagte einen Auf der russisch- polnischen Eisenbahnstation Porai wurde am auf dem Ladentisch stehenden Kübel und lief damit nach Montagnachmittag ein abrittassierer, der 20000 Rubel der Küche. Der Polizeibeamte lief ihr nach und fam Lohngelder bei sich hatte und von zehn Polizeibeamten begerade dazu, wie die Angeklagte die mit„ Vollmilch be= gleitet war, von sechs Räubern überfallen, die aus Mauserzeichnete Milch in den Ausguß gießen wollte. Die Untersuchung ergab, daß die angebliche Vollmilch derartig mit Wasser verplanicht gewehren feuerten und eine Bombe nach ihm warfen. war, daß sie noch nicht einmal als Magermilch angesehen werden in Polizeibeamter wurde getötet und mehrere verfonnte. Der Amtsanwalt vertrat den Standpunkt, daß man gerade mundet. Die Beraubung des Kassierers miglang, die Räuber gegen die sogenannten Milchplanscher mit aller Schärfe des Gesetzes find entkommen. Am Tatorte wurden noch drei Bomben vorgehen müsse, da es sich um eines der hauptsächlichsten Volts- I gefunden. Keine Filialen! für eleg. Massanzüge, Paletots Meter 4.-, 6-, 8-. M., Damen- Kostümstoffe Meter 3., 5., 7.- M. Original englische Stoffe Meter 8.-, 10.-, 12.- M. Loden für Pelerinen, Anzüge Meter 2., 3., 5.- M. Reste günstigste Kaufgelegenheit. Tuchlager Koch& Seeland G. m. b. H. Gertraudtenstr. 20-21 vis- à- vis der Persil Petrikirche. Das selbsttätige Waschmittel für Hauswäsche! 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März, nach mittags 4 Uhr, von der Leichen. halle desẞionstirchhofes in Weißen. fee, Adolfftr. 67/74, aus ftatt. Um rege Beteiligung ersucht 225/18 Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein 1. d. 6. Berl. Reichstagswahlkreis. Bezirk 670. Am Sonntag, den 15. März, verstarb unser Genosse, der Stuttateur Artur Domgall Baulstraße 30. Ehre feinem Andenken! Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 18. März, nachmittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des St. Johannis Kirchhofes in Blögenfee aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. 6 Deutscher Bauarh elter- Verband. Zweigverein Berlin. Sektion der Stukkateure. Am 15. März verschied der Kollege Artur Domgall im 35. Lebensjahre. am Die Beerdigung erfolgt Mittwochnachmittag 5 Uhr von der Halle des neuen St. JohannisStirchhofes, Plögensee, hinter dem Schüßenhaus. Um rege Beteiligung erfucht Der Vorstand. 141/13 Am 16. März entschlief nach langem, schwerem Leiden mein lieber Mann, unser treuforgender Vater, Schwiegerbater und Großvater, der Tischler 81A Hermann Köhler im 64. Lebensjahre. Dies zeigen tiefbetrübt an Elise Köhler nebst Kindern. am Die Beerdigung findet Donnerstag, den 19. März, nachmittags 5 Uhr, von der Halle des Elisabeth- Kirchhofes aus statt. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Bahlstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Stollege, der Möbelpolierer Max Hertel ( Lichtenberg, Kreuziger Str. 22) im Alter von 25 Jahren ge storben tft. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 18. März, nachmittags 4 Uhr, von der Halle des Friedhofes in Marzahn aus ftatt. Den Mitgliedern ferner zur Nachricht, daß unser Kollege, ber Tischler Hermann Köhler ( Rügener Str. 15) im Alter von 63 Jahren gestorben ist. am Die Beerdigung findet Donnerstag, den 19. März, nach mittags 5 Uhr, von der Halle des Elisabeth Kirchhofes, PrinzenAllee, aus statt. Ehre ihrem Andenken! 84/18 Die Ortsverwaltung. Die überaus reiche Teilnahme bei der Beerdigung meines Iteben Mannes, unferes unvergeßlichen 18165 Baters August Hoffmann war uns eine wohlluende Erfahrung. Wir danken allen, wie auch den Ver tretern des 6. Wahlkreises und der Sektion der Buyer. Für alle Hinterbliebenen Witwe Emilie Hoffmann, Bornholmer Str. 15. Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Hobler Wilhelm Schulz Dudenarder Str. 28 am 14. d. Mts. an Lungenleiden gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 18. März, nach Trauer mittags 1 1hr, vom hause aus nach dem Städtischen Friedhofe, Seestraße, statt. Rege Beteiligung erwartet 114/17 Die Ortsverwaltung. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, daß mein innigstgeliebter Mann, unser lieber Sohn und Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Dnlel, der Lackierer Gustav Reichelt am 16. März im 43. Lebensjahre nach langem, schwerem Leiden entschlafen ist. Dies zeigt tiefbetrübt im Namen aller Hinterbliebenen an Martha Reichelt geb. Schwarz. Berlin N. 28, Ruppiner Str. 4. Die Einäscherung findet am Freitag, den 20. März, nach mittags 5 Uhr, im Krematorium, Gerichtstraße, statt. 1375 Verband der Maler, Lackierer, Anstreicher usw. Filiale Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser langjähriges Mitglied, der Lackierer Gustav Reichelt ( Sektion der Ladierer) am 16. März verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Einäscherung findet am Freitag, den 20. März, nach mittags 5 Uhr, im Krematorium in der Gerichtstraße statt.[ 136/15 Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Deutscher Buchbinder- Verband. ( Zahlstelle Berlin.) Den Mitgliedern die traurige Nachricht, daß unser Kollege Konstantin Manouvrier gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Verband der Fabrikarbeiter Deutschlands. Zahlstelle Groß- Berlin. Am Sonnabend, den 14. März, verstarb unser Mitglied Otto Klepel. Die Beerdigung findet heute Mittwoch, nachmittags 2%, Uhr, von der Halle der PhilippusApoitel- Gemeinde aus nach dem Städtischen Friedhof Müllerstraße Ede Seestraße statt. Am Sonntag, den 15. März. ist unser Mitglied 56/10 August Stolpe verstorben. Die Beerdigung findet morgen Donnerstag, den 19. März, nach mittags 32 Uhr, von der Halle des Himmelfabrts- Kirchhofes in Nordend, Nieder- Schönhausen, aus statt. Ehre ihrem Andenken! Rege Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. Verband der Buch- und Steindruckerei- Hilfsarbeiter and Arbeiterinnen Deutschlands. Ortsverwaltung Berlin. Am Sonntag, den 15. März, berſtarb ganz plöglich unser Mitglied Hermann Sauß im Alter von 41 Jahren. Ehre feinem Andenken! Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 19. März, nach mittags ühr, auf dem Martusund Andreas Friedhof in Wil helmsberg statt. 27/9 Die Ortsverwaltung. Verh. d. Schneider, Schneiderinnen n. Wäschearbeiter Deutschlands. Filiale Berlin. Unseren Mitgliedern hiermit zur Nachricht, daß der HerrenmaßSchneider Kollege Moritz Ziesener am 14. März cr. im Alter von 34 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Mittwoch, nachmittags 3, Uhr, von der Halle des Jerusalemer Kirchhofs, Hermannstraße, aus ſtatt. 162/19 Die Ortsverwaltung. Orts Krankenkasse Anarchisten! der Schloffer und verwandten Gewerbe zu Berlin. Ausschußkhung am Montag, den 20. April d. J., abends 8 Uhr, Sozialisten! Mittwoch, den 18. März, abends 8%, Uhr im Saal bon A. Boeker, eberstr. 17: Große öffentliche Märzversammlung. Tagesordnung: 1. Der 18. März und seine Bedeutung für das im Lokale von G. Wollschläger, Proletariat". Referenten: Berthold Cahn und Fr. Kniestädt. 2. Freie Aussprache. Berlin, Landsberger Str. 89. Tagesordnung: In getrennter Situng der Arbeit geber und der Versicherten. Wahl von 4 Vorstandsmitgliedern 13125 und 8 Stellvertretern aus der Gruppe der Arbeitgeber. Wahl von 8 Vorstandsmitgliedern und 16 Stellvertretern aus der Gruppe der Versicherten. In gemeinschaftlicher Sisung der Arbeitgeber u. der Bersicherten. Wahl des Ausschußvorfizenden. Beratung und Beichlußfassung über die Krankenordnung. Arbeiter, erscheint in Waffen in dieser Versammlung. Die Anarchisten Berlins. 3. A.: Ernst Decker, Bantom. Steinarbeiter! Freitag, den 20. März, abends 8, Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstr. 27c: Versammlung der Marmorarbeiter Die Wahlen erfolgen für die Zeit 171/7 bis zum 31. Dezember 1917. Die Wahlen find gebeim; gewählt wird nach den Grundsägen der Ber bältniswahl nach Maßgabe der Wahlordnung Das Bahlrecht ist in Person auszuüben. werden Die Ausschußmitglieder hiermit aufgefordert, Wahlvorschläge, gesondert für die Arbeitgeber und die Versicherten aufzustellen und dem unterzeichneten Borstand spätestens bis 5. April d. J. einzureichen. Die Wahlvorschläge müssen mindestens drei Wahlberechtigen der bon erscheinen. Tagesordnung. Bericht der Tarifkommission und Stellungnahme hierzu. Alle zurzeit in Marmor beschäftigten Kollegen find verpflichtet zu Die Sektionsleitung. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Verwaltung Berlin. betreffenden Gruppe unterzeichnet sein. Freitag, 20. März, abbs. 81, Uhr, im Gewerkschaftshaus, Die Wahlvorschläge werden von dem Vorstande nach der Reihenfolge ihres Einganges mit Drdnungs nummern bersehen und mit diesen und dem Namen des ersten Unterzeichners spätestens eine Woche vor der Wahl den Bertretern der Arbeit geber und den Versicherten im Kaffenausschuß unter Beifügung eines mit umilages schriftlich mitgeteilt. 270/4 dem Kaffenstempel versehenen Wahl Berlin, den 18. März 1914. Der Vorstand. Gustav Lubatsch, Robert Krüger, Borsigender. Schriftführer. Orts Allgemeine Orts- Krankenkasse Berlin- Pankow. Am Donnerstag, den 26. März 1914, abends 8 Uhr, findet im Reftaurant von Rozycki, Berlin: Bankow, Kreuzftr. 3/4, eine Außerordentliche Sikung des Ausschusses Engelufer 15, Saal 4: Kombinierte Versammlung der Ortsverwaltung und Kontrollkommission. Branche der Einsetzer und Ladeneinrichtungs- und Kontormöbelbranche. Sonntag, den 22. März, vormittags 11 Uhr: Besichtigung der Feuerbestattungsanlagen in Treptow. Treffpunkt 10%, Uhr, Bahnhof Baumschulenweg. Bur Dedung der Unkosten find pro Person 20 Pf. zu zahlen; etwaiger Ueberschuß wird der Unterstügungstasse überwiesen. Modell- und Fabriktischler. Mittwoch, den 18. März, abends 8 Uhr, im Rosens thaler Hof, Rosenthaler Str. 11-12: Branchen- Verfammlung. Tagesordnung: 1. Bericht von der Generalversammlung. 2. Bericht von der Gaus tonferens. 3. Stellungnahme zur Branchenkonferenz und Wahl der Dele Die Einäicherung erfolgt With Orts- Krankenkasse der staffe mit folgender Tagesord. gierten. 4. Berbands- und Branchenangelegenheiten. Mitt woch, den 18. März, nachmihags 4 Uhr, im Krematorium, Treptow- Baumschulenweg. Bahlreiche Beteiligung erwartet 23/11 Die Ortsverwaltung. Mohrenstr.37 Kolonnaden. Gr.frankfurterstr. 115 TrauerMagazin Kleier Hüte etc Außerste Preise Farbige Konfektion in größtem Maßstabe zu billigsten -Preisender Klempner zu Berlin Bekanntmachung. Für die Wahl von Vertretern und Erfagmännern zum Ausschuß unferer Strantentasse ist von den beteiligten Arbeitgebern und den Versicherten je ein Vorschlag eingereicht worden. Die auf den eingereichten Vorschlägen benannten Arbeitgeber und Ber ficherten find somit gewählt.(§ 9 unserer Wablordnung.) Die Ab stimmung über die eingereichten Wahlvorschläge, die auf den 22. und 23. März angefekt war, findet nicht statt. Einspruch gegen die Gültig teit der Wahl ist bis zum 18. April dieses Jahres beim Stassenvorstand, Wallstr. 68, born II, oder beim Bersicherungsamt der Stadt Berlin, Klosterftr. 65/67, schriftlich einzu reichen. Bis zu diesem Termin liegt die Liste der gewählten Vertreter und der Ersatmänner für die betelligten Arbeitgeber und die Ber ficherten im Staffenlofal in der Beit von 8 Uhr vormittags bis 1 Uhr nachmittags zur Einsichtnahme aus. Berlin, den 18. März 1914. Der Vorstand. 270/5 Joseph Hartmann, Borfzender. Kaspar Later, Schriftführer. Westmann Heines Werke 3 Bände 4 Mart Buchhandlung Vorwärts nung statt: 1. Berlesung des Protokolls der 2. Antrag auf Abänderung des§ 62 der Sagung. 3. Beschlußfaffung über die Diensta ordmung für die Angestellten der Raffe. 270/6 4. Verschiedene heiten. Raffenangelegen Die Herren Bertreter der Arbeit geber und der Versicherten werden gebeten, vollzählig und pünktlich zu erscheinen. noch zugestellt. 84/19 Die Ortsverwaltung. Deutscher Metallarheiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. N 54, Linienstr. 83-85. Telephon: Amt Norden 1987, 1239, 9714, 185. Am Sonntag, den 22. März, vormittags 10 Uhr, findet in der Treptow- Sternwarte eine Eine Legitimation wird den Herren Sonder- Vorstellung mit Film Berlin- Panton, den 18. März 1914. für unsere Mitglieder statt. Zur Aufführung gelangt: Karl Lubig, Borsigender. Spezialarzt Dr. med. Wockenfuß, Friedrichstr. 125( Oranienb. Tor) für Syphilis, Harn- u. FrauenleidenEhrlich- Hata- Kur( Dauer 12 Tage). Blutuntersuchung. Schnelle, sichere schmerzlose Heilung ohne Berufsstörung. Mäßige Preise. Sprechst. v. 8-8, Sonntags 9-11. * Wilhelm Cell nach alter Chronit. Billetts a 40 Pf. sind im Bureau Linienstraße 83/85, 8immer 3, zu haben. 114/18 Die Ortsverwaltung. Hausarztverein ,, Neukölln" Unseren Mitgliedern zur Nachricht, daß unsere Ja Freien Stunden General- Versammlung Die auf Freitag, den 20. März, verlegt Wochenschrift für Arbeiterfamilien ist bei Bartsch, Hermannstr. 49, großer Saal. Wöchentlich 1 Heft für 10 Pf. Testman Mohrenstrasse 37a( nahe Jerusalemer Strasse) Grosse Frankfurter Str. 115( nahe Andreasstr.) 40 neue Fassons aus eigener Fabrikation, an Eleganz, Billigkeit, Schick unvergleichlich! Tunique- Kostüme aus Cotel, schwarz, blau, grau, mode, Seidenweiss, lindenblüte, rot, beste Ausführungen 25.-, 30.-, 50.- bis 150.auf reinseidenem Paillette, Eolienne, Moiré in all. mod. Farb., das Schiekste a eig. Fabrikation Brokat- Mäntel 36.-, 45.-, 54.- bis 200.Sport- Jacketts von M 7 an! Röcke von M. 6%, an! Einsegnungskleider von M. 11.- an Winter- Konfektion Plüschmäntel( sonst 66 bis 220.-) jetzt 30.- bis 100.Ulster( sonst 27.- bis 120-) jetzt S.- bis 42.Abendmäntel( sonst bis 130-) jetzt 30.Sonntags 12-2 geöffnet! INIS Voranzeige. Am britten Osterfeiertag findet eine Aufführung ftatt: ,, Die Schiffbrüchigen." Karten a 35 Pf. find in der Versammlung und in den Geschäfts stellen zu haben. Möbel Kredit Sie erhalten bei uns: Stube und Küche 2 Stuben und Küche und zwar: von 15M. Anzahlung an und zwar: von 35M. Anzahlung an Wochenrate 1.50 M. an. Wochenrate 2-5 M. an. Moderne Schlaf-, Speise-, Herren- und Wohnzimmer in jeder gewünschten Art von 40 Mark Anzahlung an. Lieferung auch nach außerhalb Gebr. Lieber Alexanderstraße 16, vis- à- vis der Holzmarktstraße direkt am Bahnhof Jannowitzbrücke. Bitten genau auf blaue Riesenschilder zu achten. Sonntag von 12-2 Uhr geöffnet. Ausschneioen! Mitbringen! Wert 5 Mark Berantwortlicher Redakteur: Alfred Wielepp, Neuföln. Für den Inferatenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: BorwärtsBuchbruderei u. Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. 79/14 Nr. 76. 31. Jahrgang. 2. KeilU des.AmSck" Kerlim DslksdlR Mittlooch. 18. Marz 1914. der 18. März. Noch eh' im Sturm fceS Märzen Zerriß des Wföters Kleid, Zersprengten wilde Herzen Die Fesseln ihrer Zeit. Und als sich Männer mutig Nun rotteten zu Haus, Da brach die Knospe blutig Des heil'gen Zornes auf. Eh der Kastame Kerzen Entzündet sich am Tor, Da flackerte im Märzen Der Freiheit Brand empor. Und für das Recht der Massen, Zu ewigem Gewinn, Sank in den Staub der Gassen Ein Menschenfrühling hin. Den Männertrotz zu rühmen Im Kampf gen rohe Macht Soll sich ihr Grab beblümen Mit roter Blütenpracht. Und war ihr trotz'geS Sterben Fruchtlos am Ende schier, Wir sind im Geist die Erben. Und halten ihr Panier! Parteiangelegenheiten. Wilmersdorf. Der Wahlvcrein veranstaltet am heutigen Mittwoch, abends S'A Uhr, im„Vikloriagartcn", Wilhelmsaue 114 (großer Saal), eine Märzfeier mit künstlerischem Programm. Mit- wirkende: Landtagsabgeordneter H. S t r ö b c l(Festreoe):„Preußen 1848 und heute", Rezitator Ludwig Hardt, Wilmersdorser Männerchor. Zur Deckung der Unkosten Eintritt Ll) Pf. pro Per- son; arbeitslose Parteimitglieder srcil Männer und Frauen jeder Parteirichtung sind eingeladen. Neukölln. Die letzten beiden Stunden des Redeübungskursus für die vor- und diesjährigen Sibüler können erst am 16. und 23. April stattfinden. Am 19. und 26. März. 2. und 9. April kommen die diesjährigen Kursusteilnchmer zu Uebungsstunden um 8 Uhr bei Bartsch zusammen. Die heutige Märzfeier in Bartschs Festsälen beginnt um 8�/, Uhr. Eintritt frei. Eichwalde. Heute abend 8'/« Uhr bei Witte: Oeffentliche Ver- sammlung. Tagesordnung: 1. Warum mußten unsere Steuern er- höht werden? Referent: Gemeindevertreter Hugo Allritz. 2. Freie Aussprache. 3. Verschiedenes. Borsigwalde-Wittenau. Heute Mittwochabend 7 Uhr wird von den bekannten Stellen aus wichtige Parteiarbeit geleistet. Donnerstag, den 19. März, Früh 5 Uhr, Handzettelverbreitung vom Lokal W. Schulze, Borsigwalde, Schubartstraße, aus. Das Wahlburcau befindet sich an, Donnerstag von 12—8 Uhr bei Albert Schulz, Wittenau, Hauptstraße 66. Die Genossen und Genossinnen werden ersucht, sich recht zahlreich an der Wahlarbeit zu beteiligen. Potsdam. Heute, Mittwoch abend, in allen Bezirlslokalcn: Zahlabend._ öerliner Nachrichten. An unsere Abonnenten! Unsere Zeitungsspedition, bisher Große frankfurter Str. 12l), befindet sich vom 18. März an in der M a r k u s st r. 36, im Laden, zwischen Gr. Frankfurter Straße und Blumenstraße. Die Hauptexpedition. Kinöerschickfale. Es war vor dem Jugendgericht. Ein blinder Betteljunge wird vorgeführt. Er soll abgeurteilt und bestraft werden, denn er hat versucht, das Mitleid der Leute zu erregen, und Mitleid darf selbst der Unglücklichste in unserem heutigen Staate nicht erregen. Mitleid erregen ist strafbar! Merkt euch das! Dieser arnie Junge nun(seine Mutter stammt aus einer adligen Familie und wurde, da sie der Liebe eines einfachen Mannes folgte, natürlich von ihren Eltern verstoßen) ist blind geboren. Da es von Anfang an zu Hause elend zuging, und zum Brechen und Beißen nichts da war, wurde er in eine staatliche Blindenanstalt gesteckt. Dort brachte man ihm sozusagen„Etwas" bei und entließ ihn. als er „genug gelernt" hatte. Was sollte er tun? Die Mutter war kränklich, der Vater gestorben, die Geschivister durch das an- dauernde Elend auf die schiefe Ebene geraten. Nun, er ging für seine kranke Mutter, für seinen lungenkranken Bruder und für sich betteln. Das heißt, zum Betteln war er zu stolz. Er hing sich ein Schild vor die Brust und machte einen täg- lichen Weg durch die Leipziger Straße, erregte durch sein trauriges Geschick das Mitleid der Passanten und es gab hin und wieder einen, der ihm etwas zusteckte. Aber so etwas steht die hohe Polizei nicht gern.— Vielleicht, daß es die Steuerzahlungsfähigkeit der Bürger beeinträchtigt, und man faßt unfern armseligen Burschen auf seinem Gang. Urteil: einige Tage und eine Geldstrafe wegen Bettelei. Wohlgemerkt I Geldstrafe wegen Bettelei I Der Blinde, dem jedes einträgliche Geschäft durch seine Krankheit, zu der sich noch eine schlimme Mittelohrentzündung gesellt hatte, unmöglich ist, nimmt nach seiner Haftentlassung»nieder seine täglichen Gänge auf. Diesmal gestaltet sich sein Geschick uun anders und eigent- lich noch tragischer. In der Nähe des Alexanderplatzes ver- irrt er sich in der Volksmenge. Ein Schutzmann greift den in dem Gedränge Verlorenen auf und bringt ihn zu feiner ttgenen Sicherheit auf die Wache. Der Junge erzählt dort ganz freimütig, daß er auf die Straße geht, weil er»veiß, daß mitleidige Leute ihm etwas schenken.„Versteckte Bettelei", murmeln die Diener des Herrn v. Jagow. Der Schutz- mann wird beordert, Strafanttag gegen seinen Schütz- ling zu stellen(er muß es tun, er hat den Be- fehl I) und der Junge kommt wieder vor Gericht. In der Verhandlung, der ich beiwohnte, hat er alles erzählt. Er hat auch gestanden, daß er nach Ablauf der Strafe, die man über ihn verhängen werde, von neuem die Leipziger Straße entlang gehen werde. Hat doch der Staat für die Elenden des Volkes keine dauernde Heimatstätte als die Ge- fängnisse und das Arbeitshaus. Es ist nun einmal so l Wenn ihr nicht militärtüchtig seid, nicht als Kanonenfutter in Frage kommt, schert man sich den Teufel um euch.— Ihr habt nicht euch, euren Angehörigen, euren Kindern zu leben. Ihr, die ihr noch nicht einmal Steuern zahlt, gehört mit Leib und Seele dem Staat, der euch anfbelvahrt, ähnlich wie man Vieh und Getreide für die Hungersnot aufhebt, der euch hütet, da- mit er dereinst Menschenmassen genug hat, mit deren Blut, vom Feind vergossen, er die Aecker seiner st en erkräftigen Agrarier düngen kann! Auch das sind„Kinderschicksale"! Schicksale der Kinder des Volkes! Aus der Nnivcrsitäts-Fsrqnenklinik. An öffentlichen Entbindungsanstalten hat Berlin keinen Ueber- fluß. Die meistbenutzten Anstalten dieser Art befinden sich in der Charitö und in der Universitäls-Frauenklinik. Bon den Kranken- Häusern der Stadt kommt hauptsächlich das Birchowkrankenhaus in Betracht, das eine besondere Abteilung für Geburtshilfe hat. Außerdem gibt es noch einige von Vereinen usw. unterhaltene Anstalten, z. B. das Wöchnerinnenheim am Urban, das Wöchnerinnenheim der Heilsarmee. In der Charito und in der Frauenklinik dienen die Wöchnerinnen und Gebärenden als Studienmaterial. Das ist nötig, um die werdenden Aerzte in der Geburtshilfe auszubilden. Aber verdenken kann man'S keiner Schwangeren, wenn sie persönlich sich nicht als Material zu diesem Zweck hergeben will. Bisher hat freilich wohl keine der beiden Anstalten über Mangel an Schwangeren zu klagen gehabt. Alljährlich vollzieht die Charitä rund 3666 Entbindungen, die Frauenklinik etwa-1200 Entbindungen. Die ost gehörte Klage, d»ß Schwangere nicht mal immer Aufnahme finden können, will auch jetzt noch nicht verstummen. Aus der Universitäts-Frauenklinik erfahren wir wieder, daß eine Schwangere in höchster Not abgewiesen wurde. Sie hatte sich schon am 14. Januar, als noch nicht an Entbindung zu denken war, zur Aufnahme gemeldet. Nach vorgenommener Unter- suchung entließ man sie mit dem Bescheid, daß„es noch lange nicht so weit" sei. Da man ihr eine„Ein sch reibegebühr" von 36 Pfennig abgefordert und ihr hierüber eine Bescheinigung gegeben hatte, so meinte sie, sich fiir später die Aufnahme gesichert zu habe». Daß sie hiermit tatsächlich kein Recht auf Aufnahme er- worben hatte, darüber sollte sie hinterher in sehr unangenehmer Weise belehrt werden. Als am 8. März sich heftige Schmerzen ein- stellten und die Frau noch am Abend nach 10 Uhr in Begleirung ihres Mannes zur Frauenklinik fuhr, wurde sie wegen Platzmangel abgewiesen. Daraus ist selbstverständlich der Anstalt kein Vorwurf zu machen. Wenn keine Betten mehr frei sind, bleibt eben nur Abweisung übrig. Gäbe es in Berlin mehr Entbindungsanstalten, dann kämen vielleicht die Charits und die Frauenklinik zuweilen in Verlegenheit wegen der Heranschaffung des nötigen Studienmaterials. Aber die Frauen und Mädchen, die auf die Benutzung öffentlicher Entbindungsanstalten angewiesen sind, hätten dann weniger eine Abweisung zu befürchten. In dem oben erwähnten Fall klagt übrigen? der Ehemann bitter über die Form, in der die Abweisung erfolgte. Bon dem Virchow-Krankenhans, das er dann mit seiner Frau schleunigst auf- suchte, rühmt er dankbar den freundliche» Empfang, der ihnen dort bereitet worden sei. Daß ihm dsS ausfiel und er es im Hinblick ans die in der Frauenklinik gemachten Erfahrungen hervorhebt, gibt zu denken. Die Aufnahme, die im Virchoiv Krankenhaus sofort gewährt wurde, war dringend nötig. Noch in derselben Nacht ging die Geburt von statten. Die Möglichkeit, daß sie schon während der Autofahrt von der Frauenklinik nach dem Virchow-Krankenhaus hätte eintreten können, ist nicht so ohne weiteres von der Hand zu weisen. Der Ehemann findet es sonder- bar, daß in der Frauenklinik niemand den Einfall gehabt hat, bei anderen Anstalten telephonisch wegen Aufnahme anzustagen. Darüber muß man sich in der Tat wundern. Man stelle sich vor, daß etwa auch im Virchow-Krankenhaus kein Bett frei gewesen wäre, so daß der Mann mit seiner in Wehen sich windenden Frau stundenlaug von einer Anstalt zur anderen hätte fahren müssen I Es wird jetzt so viel geredet von Maßregeln, die der fort- schreitenden Geburtenminderung»pehren sollen. Wie wär'S mit etwas mehr Fürsorge für die Schwangeren, die ihrer schweren Stunde entgegensehen? Die Stadt Berlin sollte ihre Krankenan st alten mehr als bisher auch in den Dien st der Geburtshilfe st eilen. An öffentlichen Eni- bindungsanstalten haben wir, wie schon gesagt, wirklich keinen Ueberfluß. Auch sonst könnte eS nur nützen, wenn der Charilo und der Frauenklinik sozusagen„Konkurrenz" gemacht würde. Manche Klage über diese Anstalten würde vielleicht verstummen, wenn bei ihnen der Ueberfluß an Studienmaterial aufhörte und sie froh sein müßten. Schwangere zu bekommen. Wie in der Provinzpresse geschwindelt wird. Ueber die Polendemonstration in der Pauluskirche am Sonntag wird die Provinzpresie in der schmählichsten Weise angelogen. Eine Probe davon gibt ein Bericht in der in Bromberg erscheinenden .Ostdeutschen Preffe". Dieses Blatt veröffentlicht folgenden Bericht: , Räumung einer Kirche durch die Polizei. Berlin. 15. März. In der katholischen Kirche St. Paulus zu Moabit bestehen schon seit längerer Zeit zwischen den deutschen und polnischen Kirchen- Mitgliedern Reibereien. Der amtierenden Geistlichkeit war schon mehrmals von einem beabsichtigten Schabernack der p o lnis ch» s o z ia ldem o krati sch en Mitglieder Mitteilung gemacht worden, ohne daß ihnen die Geist- Uchkeit größere Wichtigkeit beilegte. Trotzdem bat die Geistlichkeit für alle Fälle das Polizeirevier 64 um Unterstützung, falls beim heutigen Gottesdienst Ruhestörungen vorkommen sollten. Der Vorsteher des Polizeireviers 64 hatte sechs Beamte in Zivil und fünf uniformierte Beamte vor Beginn des Gottesdienstes in un- auffälliger Weise in der Kirche verteilt. Ms um ll'/z Uhr der Gottesdienst begann, erhob sich gleich nach dem Geistlichen ein polnisch-soztaldemokratischer Agitator und stellte den Geistlichen zur Rede. ES entstand Rede und Wider- rede, die einen ruhestörenden Charakter annahm und den Geistlilben veranlaßte, weitere polizeiliche Hilfe und Räumung der Kirche zu erbitten. Der Reviervorsland kam der Bitte nach und räumte auf ausdrückliches Verlangen der amtierenden Geist- lichkeit die Kirche, obne auf besonderen Widerstand zu stoßen. Die Kirche wurde geschlossen und wird heute nachmittag um 6 Uhr zum Gottesdienst wieder eröffnet werden." Also polni'ch-sozialdemokratische Mitglieder sind eS jetzt schon, die den Borsall veranlaßt haben. Zu diesem Schwindel hat sich selbst die reaktionäre Berliner Preffe noch nicht aufgeschwungen. Man sieht aber, wie in der Provinz über Berliner Vorgänge be« richtet wird._ Zur Bekämpfung der Diphtherieepidemien. Die Diphtheriesterblichkeit hatte in Berlin, wo z. B. in 1392 noch 1406 Personen, in 1893 noch 1643 Personen an Diphtherie (einschließlich Croup) gestorben waren, sich seitdem so weit verringert, daß in 1902 hier nur noch 226 Sterbefälle dieser Art gezählt wurden. Es ist zweifellos, daß der rasche und jähe Rückgang der Diphtherie- sierblichkeit hauptsächlich der Anwendung des Diphtherieserums zu danken war, die damals begonnen hatte. Leider trat dann von 1963 ab eine weitere Mehrung der Diphtheriesterbefälle ein, auf 246, 367, 310, 366, 470, 669, 676, 698 in 1903—1910, sogar auf 880 ur 1911, aber bis zu der erschreckenden Höhe früherer Jahre stieg die Diphtheriesterblichkeit nicht mehr auf. 1912 und 1913 brachten wieder eine Minderung auf 649 und 668, was freilich immer noch bedauerlich hohe Zahlen sind. Infolge jener Zunahme der Erkrankungen an Diphtherie und der dadurch verursachten Sterbefälle hatte in Berlin die Stadtverwaltung sich schon vor einigen Jahren zu besonderen Schutzmatzregeln ent- schlössen. Gegen die Diphtherieepidemie des Winters 1911/1912, die ungewöhnlich viele Opferforderte, wurden die Armenärzte mobil gemacht. Bei Diphtherieerkrankungen in der Armenkrankenpflege durften sie kostenlose Schutzimpfungen ganzer Fa- milien entweder selber ausführen olier durch Krankenhäuser der Stadt ausführen lassen. Diese vorbeugenden Impfungen der von Ansteckung bedrohten Angehörigen dipbtheriekranker Personen wurden seitdem in der Praxis der Armenärzte beibehalten, und auch die Schulärzte ordneten dann solche Impfungen an. Ebenso widmen die staatlichen Behörden der Diphtheriebekämpsung seit einigen Jahren mehr Aufmerksamkeit. Im Landespolizeibezirk Berlin werden jetzt die vorkommenden Diphtheriefälle durch amtliche Ermittelungen verfolgt. Zur Bearbeitung des gewonnenen Materials besteht beim Polizeipräsidium eine besondere Arztkommisfion, die auch statistische Erhebungen über den Wert der Schutzimpfung anstellt. Von hier aus ist an den Magisttat das Ersuchen gerichtet worden, auch den nicht städtischen Krankenhäusern in Berlin das zur Schutz- impfung unbemittelter Personen erforderliche Heilserum kostenlos zu gewähren. Der Magistrat hat eingewilligt und bei der Stadt« verordnetenversammlung die Hergäbe der Mittel von 1000 M. beantragt. In den Schulen wird der Kampf gegen die Diphtherie« epidemien auch mit den Waffen der Bakteriologie geführt. Hier zeigt sich so recht, wie unentbehrlich die Schulärzte sind. An» dauernd sind sie bemüht, jede Ansteckungsquelle zu verstopfen. Wichtig ist dabei auch die rechtzeitige Ermittelung der sogenannten Bazillenträger, die selber nicht erkranken, aber oft die Krankheit auf andere übertragen. Untersuchungen des Rachenschleims, die nicht nur an genesenden Kindern, sondern bei Diphtheriegefahr auch an gesunden und oft an den Kindern ganzer Klassen ausgeführt werden, ermöglichen die schleunigste Ans- schließnng etwaiger Bazillenträger vom Schulbesuch. Das Unter« suchungsamt der Stadt unterstützt darin die Schulärzte. Diese Be« mühungen, ihre Schwierigkeiten und die dennoch erreichten Erfolge, werden in dem neuesten Jahresberichte über die Tätigkeit der Schul- ärzte sehr ausführlich behandelt. Die Schilderung des Ausbruches und Verlaufes einiger in die Schule eingeschleppten Epidemien zeigt, wie verhängnisvoll ein einziger nicht rechtzeitig zur Kenntnis gelangter Diphthericfall werden kann. Es ist festgestellt worden, daß auch hinter scheinbar Harm- losen Halsentzündungen nur zu ost sich eine unerkannte Diphtherie verbirgt. Beklagt wird, daß viele Eltern es unterlassen, bei solckien Erkrankungen sofort einen Arzt zu Rate zu ziehen. Auch an die Schule sollten sie unverzüglich über vermeintlich« Halsentzündungen berichten, damit die Schulärzte schleunigst zum Schutz der anderen Kinder die etwa nötigen Maßregeln treffest können. Der Kampf der Schule und ihrer Aerzte gegen die Diphtherie« epidemien, die in diesem Winter wieder Sorge und Trauer Über so viele Familien gebracht haben, kann nur bei verständiger Mit» Wirkung der Eltern vollen Erfolg haben. Die Erweiterungsbauten des Krankenhauses Moabit um tausend Betten wurden von einem mit der Vorberatung der Magistratsvorlage eingesetzten Ausschuß einstimmig angenommen. Verschärfung des Milchkrieges. Im Berliner Milchkrieg hatte zwischen den streitenden Parteien die Handeiskammer vermitteln wollen. Dieser Versuch ist jetzt als gescheitert zu betrachten. Gescheitert ist er hauptsächlich an der Forderung der Interessengemeinschaft Märkischer Milchproduzenten, daß alle Milchhändlervereine die Verpflichtung eingehen sollten, in erster Linie durch die Interessengemeinschaft ihre Pachtverträge ab- zuschließen. Diese Forderung war unannehmbar, denn hiermit wäre der Interessengemeinschaft fast ein Monopol gewährt worden, und gerade das wollen die Milchpächter und Milchhändler verhüten. Die Interessengemeinschaft droht nun, in Berlin überall Verkaufsstellen einzurichten, m denen sie Milch zu 16 Pfennig pro Liter abgeben will. Durch die Konkurrenz, die diese Ver- billigung den Händlern bereitet, sollen sie mürbe gemacht werden. Pächter und Händler wollen sich mit einer Druckschrift, die über die Gefahr der dahinter lauernden Milchverteuerung aufklärt, an die Konsumenten wenden. Ju die Havel gestürzt und ertrunken. Ein Opfer seines Berufs wurde der Schiffer Wilhelm Klaufch aus Brankow i. M. K. befand sich mit seiner Zille auf der Fahrt durch die Havel nach Berlin. Als er am Kahnrand entlang ging, um fich nach dem Steuer zu begeben, glitt er auf dem schlüpfrige« Boden aus. verlor das Gleichgewicht und stürzte rücklings ins Wasier. Obwohl gleich darquf von den Bedienungsmannschaften Rettungsversuche unternommen wurden, konnte man den Verunglückten doch nur noch als Leiche bergen. Ei» unternehmender Versammlungsveranstalter. Zu unserer Mitteilung in Nr. 66, daß während der Protest« Versammlung gegen den Gebärzwang, die am 3. März in der Koppenstraße stattfand, ein Unberufener in der Andreasstraße eine.Nebenversammlung" abhielt, meldet sich als jener Veranstalter ein Kellner Eugen Pontow, Lebuser Straße 12. Er bestreitet, daß er in der Versammlung in der Koppenstratze war und ihm unter den Augen der Polizei die den Ausgang nach der Straße abschließende Gittertür geöffnet wurde. Auch sei der Inhaber des Lokals in der Andreasstraße nicht durch einen anderen Mann, sondern durch ihn selber von der Absicht, dort eine Versammlung abzuhalten, venachrichtigt worden. In unserer Notiz war gar nicht von einem„andern Mann", sondern nur von einem„Mann" die Rede. Dieser„Mann" war also Herr Pontow Bor dem Lokal in der Koppenstraße muß demnach ein tat- sächlich„anderer" die Menge, die nicht mehr Einlaß gefunden hatte, aufgefordert haben, zu einer.Nebenversammlung" nach der Andreasstraße zu gehen. Woher wußte der andere im voraus von Pontows Abficht, in der Andreasstraße eine Versammlung abzuhalten? Herr Pontow bestreitet auch, sich als „Landauerscher Sozialist" bezeichnet zu haben. Gesagt habe er, es sei gleichgültig, ob er ,, Landauerscher Sozialist" oder„ Anarchist"| Charlottenburg, femitenhäuptling eine gehörige Abfuhr. Am Schluß seiner von lebhaftem Beifall aufgenommenen halbstündigen Rede forderte sei oder sonst einer anderen sozialistischen Bewegung" angehöre. Ein Unglücksfall hat sich am gestrigen Nachmittag in der Ber. Gurich die Versammelten auf, für die Wahl unseres Genossen Paul Zu unserer Angabe, daß er nicht Mitglied der sozialdemokratischen liner Straße ereignet. Dort spielten mehrere Kinder auf dem Partei ist, schweigt er. Auch über seinen Anspruch auf die Teller- Bürgersteige, darunter auch der fünfjährige Heinz Gladau aus der Bruckmann einzutreten. Herr Döring suchte noch in seinem sammlung zum Ersatz der Kosten seiner Autofahrt nach dem Polizei- Bismarckstraße 13. Als der Kleine sich mit einem anderen Knaben Schlußwort eine Ehrenrettung, indem er durch allerlei Verdrehungen präsidium sagt er kein Wort. Daß er auf dem Polizeipräsidium war, iagte, lief er im Eifer des Spiels gegen eine eiserne Stange, die und Entstellungen die Ausführungen unseres Redners zu entkräften die bekannte patriotische Hurraſtimmung zu inszenieren, verließen um die Versammlung anzumelden und darüber auch eine Bes eine Frau in der Hand trug. Die Spitze der Stange drang dem suchte. Jedoch vergeblich. Und als die Patrioten sich anschickten, scheinigung erhalten hatte, hebt er hervor. Wann nahm das Knaben in das rechte Auge, das schwer verletzt wurde. Der Kleine unsere Genossen den Saal, ein kleines Häuflein Arrangeure zurüdPolizeipräsidium die Anmeldung entgegen? Am späten Abend? wurde sofort einer Augenklinik zugeführt, wo eine Operation vor- tassend. Herr Döring sowohl wie auch seine Auftraggeber werben genommen werden mußte. hoffentlich eingesehen haben, daß für ihre Bestrebungen selbst der ländliche Mühlenbecker Boden nicht geeignet ist. Das letzte Mittel. Schmargendorf. Die hier am Montag stattgefundene Gemeindevertreterwahl Vor den Augen zahlreicher Passanten stürzte sich gestern nach- In der Generalversammlung des Wahlvereins wurden als Funkmittag gegen 5 Uhr ein etwa 50jähriger Mann von der Caprivi- tionäre folgende Genossen gewählt: erster Vorsigender Red, zweiter ergab ein recht erfreuliches Bild. Da unsere Genossen fast vollzählig brücke in die Spree. Zwei Männer unternahmen sofort Rettungs- Borsigender Gromulat, Kassierer Busse, Schriftführer Plühr, Bei zur Stelle waren, gelang es uns, beide Beisitzerposten zu besetzen, In der dritten Klasse wurde unser Genosse Paul versuche und es gelang ihnen auch, den Lebensmüden, der bereits sitzerin Frau Schuschent. Dem Wahlverein gehören gegenwärtig 75 eine Revanche für die Ünanständigkeit unserer Gegner vor zwei Vorwärts"-Leser find Jahren. besinnungslos geworden war, den Fluten zu entreißen. Wieder- männliche und 3 weibliche Mitglieder an. belebungsversuche waren von Erfolg, doch mußte der Mann nach 118 am Ort. Zur Lokalfrage wurde mitgeteilt, daß das Restaurant Brudmann mit 98 Stimmen gewählt, die Gegner brachten dem Krankenhause Westend gebracht werden. Es ist ein wohnungs- Schüßenhaus unter dem neuen Beſizer Mar Hübner der Arbeiter- es auf 30. Die zweite sowie die erste Abteilung blieb auf Grund schaft auch ferner zur Verfügung steht, dagegen kommt das Rathaus- der Aussichtslosigkeit von uns unbesetzt. und arbeitsloser Tischler H., der den Selbstmordverfuch wegen restaurant( früher Lindenbaum, Inhaber Fischer) für uns jetzt nicht Aus der Gemeindevertretung. Der Haushaltungsvoranschlag pro Nahrungssorgen unternommen hatte. mehr in Frage. Aus der Bibliothek wurden 65 Bände entliehen. 1914 liegt vom 15. bis 31. März öffentlich im hiesigen GemeindeAn Dienstaufwandsentschädigung wurden dem Ge Die Mitgliederversammlungen sollen von jetzt ab abwechselnd bei bureau aus. Türt. Hubertusbaderstr. 8, und Goetsch, Warnemünder Str. 14/15, meindevorsteher 900 M. bewilligt, ferner beschloß die Versammlung, die stattfinden. am 1. Juli die Stelle des Gemeindesekretärs eingehen zu lassen; der Gemeindevorsteher wurde angewiesen, die daraus sich ergebenden notwendigen Schritte zu tun. Eine zum Zwecke des Baues der Kreischaussee von Berlin, Nieder- Schönhausen nach Liebenwalde in Anspruch zu nehmende Fläche soll an den Kreis Niederbarnim aufgelassen werden. Einige vom Vertreter Bärsch vorgebrachte Unregelmäßigkeiten sollen auf ihre Richtigkeit geprüft und darüber Bericht erstattet werden. Sigungstage der Stadt- und Gemeindevertretungen. Mariendorf. Donnerstag, den 19. März, nachmittags 5 Uhr, im Rathause, Kaiserstraße. Rosenthal. Am Donnerstag, den 19. März, abends 6 Uhr, in der Aula der Gemeindeschule, Schillerstraße. Diese Sitzungen sind öffentlich. Jeder Gemeindeangehörige ist bes rechtigt, ihnen als Zuhörer beizuwohnen. Zwei bauliche Veränderungen wird das Gemeindegebiet Treptow Baumschulen weg demnächst erfahren, weitere Kreise interessieren. Die jetzt Neukölln gehörige Abteiinsel soll mit Treptow durch eine Fußgängerbrüde ver- Spandau. bunden worden. Der dafür zuständige Polizeipräsident zu Lichten- 212 neue Vorwärts"-Abonnenten. Im Verbreitungsbezirk der berg hat die erforderliche baupolizeiliche Genehmigung erteilt. Spedition Spandau wurden in der Noten Woche 212 neue„ VorDie Insel selbst gehört zur Gemeinde Stralau. Der Ortsteil Baumschulenweg bekommt eine Werkzeug- wärts"-Abonnenten gewonnen. maschinenfabrik, die durch die Düsseldorfer Firma Schütte Wannsee. u. Deiche errichtet werden soll. Diese hat dafür das große Terrain Die Gemeindevertreterwahlen brachten uns leider nicht den erworben, das am südlichsten Ende der Köpenicker Landstraße Die Gegner hatten sämtliche verfügbaren gegenüber dem Kuhnheimschen Gelände liegt. Das Stück wird erwarteten Erfolg. weiter umschrieben vom Stichkanal, der Görlitzer Bahn und der Papierstimmen zusammengeholt. Die Vorarbeiten hierzu wurden Niederschöneweider Gemarkungsgrenze. Heute führt ein Weg nach vom Rektor der Gemeindeschule geleistet. Nur dadurch war es Unsere der Immeschen Gärtnerei hindurch. Als eine weitere Neuerung möglich, daß unsere Kandidaten nochmal unterlagen. befindet sich gegenwärtig bei der Pumpstation eine fleine Kläranlage Stimmenzahl betrug am Donnsertag 104, am Freitag 87; die der Gegner 180 resp. 170. Die Angst vor der Sozialdemokratie hatte zu Versuchszwecken im Bau. Das Opfer einer Blutvergiftung ist der Zimmermann Albert fie veranlaßt, Straßenarbeiter, Eisenbahner, Briefträger usw. zur Wolf aus Staaten geworden. 2., der in der Kgl. Geschoßfabrik in Wahl zu kommandieren. Bei der letzten Reichstagswahl stimmten Spandau beschäftigt war, hatte sich vor einigen Tagen bei der Arbeit zirka 400 Wähler sozialdemokratisch, die Gegner erhielten nur 90 Stimmen. Diesmal übten von 850 eingeschriebenen Wählern eine kleine Verlegung zugezogen. Da die Wunde nur sehr gering- der 3. Klaffe nur zirka 300 ihr Wahlrecht aus. Am Sonnabend Karlshorst. Donnerstag abends 8, Uhr bei Poser, Dönhoffstraße: fügig war, ließ der Zimmermann sie erst nach Arbeitsschluß ver- wurde in der 2. Klasse Prof. Krämer mit 13 Stimmen gegen Vortrag des Genossen Otto Pinseler:„ Die Frau in der Gemeinde." binden. Am nächsten Tage stellten sich heftige Schmerzen ein, fo Direktor Böttcher gewählt, der 10 Stimmen erhielt. so daß w. einen Arzt aufsuchen mußte, der eine Blutvergiftung fest- Direktor Böttcher gewählt, der 10 Stimmen erhielt. stellte. Wolf mußte sich in das Spandauer Krankenhaus begeben, Mariendorf- Tempelhof. wo fofort eine Operation vorgenommen wurde. Leider war es schon Wegen des großen Andranges zu dem im Tempelhofer Tivoli zu spät. Gestern ist der Zimmermann unter entsetzlichen Schmerzen am Montag aufgeführten Drama„ Die Schiffbrüchigen" veranstaltet der Blutvergiftung erlegen. der Bildungsausschuß Tempelhof- Mariendorf am Montag, den In der Vertrauensmännerversammlung am Sonntag, die der 30 März, abends 81/2 Uhr, im Tempelhofer Tivoli eine zweite VorBrauereiarbeiterversammlung voranging, ist eine Brieftasche verloren stellung. Karten find zu haben in Martendorf bei D. Dönice, gegangen, die ein Mitgliedsbuch des Metallarbeiterverbandes nebst Kurfürstenstr. 14, und M. Lehmann, Bergstr. 17; in Tempelhof gegründet 1905 Vertrauensmännerkarte, eine Karte des Koniumvereins und andere bei D. Gröseling, Fr.- Franz- Str. 14, und A. Irrgang, Dorfitr. 52; Straße 91 Papiere nebst etwas Geld enthielt. Der Finder wird um Abgabe außerdem in den örtlichen Verkaufsläden der Konsumgenossenschaft. haus Charlottenburg, Rosinenſtr. 3, eine öffentliche Versammlung ab. an Alfred Meier, Kopischstr. 3, Qug. III, gebeten. Bei der Vorstellung am Montag sind gefunden worden zwei Damengürtel und ein Paar Handschuhe. Berloren wurde ein grüner Damenschirm. Die Sachen sind beim Wirt des Tivoli abzuholen bezw. abzugeben. Oranienburg. wundern. zu Vorortnachrichten. Das Neuköllner Schulwesen. den Vororten recht Die Einwohnerzahl Oranienburgs hat sich im letzten Jahre Sie beträgt jest 13 122 gegenüber nur sehr mäßig erhöht. 12 992 im Vorjahre. Bohnsdorf. Frauen- Leseabende. Jugendveranstaltungen. Neukölln. Heim II, Nogatstr. 15: Heute Mittwoch: UnterhaltungsHeim I, Idealpassage: Donnerstag, abend( Stonzert und Rezitationen). den 19. März: Rezitationen des Herrn Burrmann. Der Verein der Freidenker für Feuerbestattung, Siz Berlin, Geschäftsstelle Friedrich Sachtleben, Berlin O, Rigaer hält am Freitag, den 20. März, abends 81, Uhr, im Volts. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet 2inbenkrake 69, vorn vier Treppen - Fahrstuhl, wochentäglich von 4% bis 7½ Uhr abends, Sonnabends, von 4% bis 6 Uhr abends statt. Jeder für den Briefkasten bestimmten Anfrage 1 ist ein Buchstabe und eine Zahl als Mertzeichen betzufügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. Anfragen, denen keine Abonnementsquittung beigefügt tt, scrden nicht beantwortet. Ellige Fragen trage man in der Sprechstunde vct. H. B. 79. Darüber kann Sie nur der Arzt belehren. P. H. 17. Erlundigen Sie sich in einer Vogelhandlung. Brasilien II. 1. Siehe Berliner Adreßbuch, Band 2, Tei 2, Seite 281, Spalte 3. 2. Bu erfahren 3. Lorsch( Hessen), Bahnhofstr. 31. F. P. Jahn 13. Darüber sind wir leider nicht inauf dem Zollamt, Berlin, Kleine Präsidentenstr. 7. formiert. Erfahren fönnen Sie aber das Gewünschte beim Verband der Staats- und Gemeindearbeiter, Berlin, Engelufer 14/15. A. F. 9. Ja. M. K. 11. Erinnern Sie das Gericht an Einsendung der Bescheinigung. H. 269. Die Frau ist erstattungspflichtig, sofern sie dazu imstande ist. Eine Auskunftspflicht der Polizei gegenüber besteht nicht. F. Sch., Eckertstr. Bei dem genannten Einkommen ist die Beschlagnahme unzulässig. Der Pfändungsbeschluß kann ohne vorherige Ankündigung erlassen 2. G. 10. 1. Leider ja. 2. Nein. Liegt eine Mizhandlung werden. 2. N. 24. vor, dann kann allerdings Strafantrag gestellt werden. E. F. 35. Nein. R. B. 32. Er zuständigen Kreisargt melden. Die Annahme kann erfolgen. Sie können sich bei dem für Ihren Wohniik halten Sie Ihren Antrag aufrecht. Erfolgt Abweisung, so beschweren Sie A. S. 1914. Sie fönnen Privatflage sich bei dem Finanzminister. Gerichtstr. 100. 1. Wenn Sie die beim Schöfengericht erheben. Garantie beweisen können, so haben Sie ein Recht, den Vertrag per sofort zu lösen. 2. Kann der Beweis nicht erbracht werden, so fönnen Sie zum frist. J. D. 110. Ja und zwar bei dem Landgericht, in dessen Bezirk 1. Dktober auftündigen unter Innehaltung der vertraglichen KündigungsM. 1. Nein. Sie können aber bei dem Amtsgericht der Sohn wohnt. eine einstweilige Verfügung beantragen. 2. Alsdann ist Ermissionstlage zulässig. Der foeben erschienene statistische Bericht über die Schulverhältniffe im Winterhalbjahr 1913/14 zeigt, trotz aller Versuche, die Dinge möglichst günstig darzustellen, ein sehr trübes Bild. In den bestehenden 38 Gemeindeschulen wurden in 6915 Klassen 36 497 Kinder ( 18 205 Anaben, 18 292 Mädchen) unterrichtet. Die Zahl der Bei der gestern stattgefundenen Gemeindewahl wurde unser fliegenden Klassen beträgt mit 75 immer noch etwa 1,1 Proz. Ter Bericht sucht diese Tatiache zu bemäntein, indem Kandidat Franz Mohr mit 113 Stimmen gewählt, während Die er auf Grund einer besonderen Berechnung nur von fliegenden es der Gegenkandidat nur auf zwölf Stimmen brachte. Stunden spricht. Im Endeffekt ist es schließlich das gleiche. Ein dritte Abteilung ist somit ganz in unserem Besiz. In der zweiten trauriges Bild zeigt wieder die Klassenfrequenz der Volksschule. In Abteilung wurde der Gegenkandidat, auf den 31 Stimmen fielen, folge der allgemein durchgeführten schulärztlichen Untersuchung und des minderen Zuzuges ist zwar eine fleine Verbesserung in der gewählt. Unser Kandidat erhielt 13 Stimmen. Schülerzahl zu fonstatieren. Sie beträgt aber immer noch im Bruchmühle. Durchschnitt 52,8 Schüler pro Klasse, unter Ausschaltung der drei Die Nachtwache im Bett. Zu einer Auseinandersetzung über die Hilfsschulen 53,8. Für 1912/13 waren die Zahlen 53,9 bezw. 54,8. Der Bericht muß selbst zugeben, daß die Klassenfrequenz im Nachtkontrolle des hiesigen Wächters gab in der letzten Gemeindes Verhältnis Berlin und hoch ist. vertretersizung ein in der Nacht vom 5. znm 6. März in der Villa Die Durchschnittsziffern weisen übrigens noch beträchtliche Unter- des Herrn Baumann verübter Einbruch Veranlassung. Schon bei schiede auf. In den drei Hilfsschulen betrugen sie 24,2, 23,2 und Verübung des Einbruchs wurde ein Dieb gefaßt und jetzt ist es ge25,04 pro Klasse. In den übrigen 35 Gemeindeschulen ist die Klassen- lungen, noch drei weitere Teilnehmer zu verhaften. Bei dieser Gefrequenz zwischen 48,3 und 6811 Schülern. Letztere Zahl wird in legenheit wurde mitgeteilt, daß zu der fraglichen Zeit, als der Einder VII. O1. Klasse der 13., und in VII. M1. und 2. Klasse der bruch verübt wurde, der Wächter des Drtes aus dem Bette habe ge29. Gemeindeschule erreicht. 68 jungen Menschenseelen sollen durch holt werden müssen, obwohl sein, Dienst noch nicht zu Ende gewesen einen Lehrer die Anfangsgründe des Wissens beigebracht werden. fei. Welche Umstände den armen Wächter, der sicher noch so manche Wenn derartige Zustände in der Großstadt herrschen, brauchen wir andere Dinge zu erledigen haben wird, veranlaßt haben mögen, uns wahrlich nicht mehr über die ostelbischen Schulverhältnisse vorzeitig sein Bett aufzusuchen, konnte noch nicht mitgeteilt werden. Marktpreise von Berlin am 16. März 1914, nach Ermittelungen Tegel. Ein Bild des Jammers zeigt die Statistik über den GesundLernanfänger. Es heitszustand der wurden 3421 Kinder Die Ergänzungswahlen zur Gemeindevertretung sind nach des tgl. Polizeipräsidiums. Mais( mixed), gute Sorte 0,00-0,00, Donau Mais( runder), gute Sorte 14,70-15,00. Nichtstroh 0,00. 00,00-00,00. Letztere wurde notSeu 0,00-0,00. ( 1727 Knaben, 1694 Mädchen) untersucht und auf Grund der Unter- Stichwahl in der zweiten Abteilung erledigt. Martiballenbreise. 100 Stilogr. Erbien, gelbe, zum Kochen fuchung 433( 208 Knaben, 225 Mädchen) gleich 12,68 Proz. vom wendig, weil die beiden rivalisierenden Interessengruppen, die beiSpeisebohnen, weiße 35,00-60,00. Rinjen 40,00-80,00. Schulbesuch befreit. Die Zahl der Fälle, in denen Krankheit bei den den Hausbefizervereinigungen, in der Stimmenabgabe für ihre 34,00-50,00. Lernanfängern festgestellt wurde, betrug Oftober 1913 3638, im Kandidaten bei den Wahlen am 5. und 6. März als gleich Startoffeln( Kleinbdl.) 4,00-7,00. 1 Rilogramm Rindfleisch, von der Keule Hammelfleisch 1,50-2,40. Butter 2,40-3,00. Jahre 1912 2073. Die ganz gewaltige Steigerung dürfte zu einem start herausgestellt hatten. Beide Gruppen schlossen ein Kompromiß 1.60-2,40. Rindfleisch, Bauchfleif 1,30-1,80. Schweinefleisch 1,40-2,00. 1 Silogramm Starpten 1,20-2,40. Aale Teile auf die neu eingeführte Untersuchung der Zähne zurückzuführen und bei diesem stellte jeder Hausbesitzerverein nur einen Kandi- Stalbfletic 1.40-2,40. 1,60-3,40. Bander 1.40-3,20. Hechte 1,40-2,60. Barsche 1,00-2,20. sein. Die Wirkungen der wirtschaftlichen Krise, Arbeitslosigkeit und Minder- daten zur Stichwahl. Je ein Herr mußte auf die Ehre, Gemeindes 60 Stud Gier 3,60-5,40. verdienst machen sich auch in diesem Berichte bemerkbar. Ungenügender vertreter zu werden, um des lieben Friedens willen verzichten, und Ehlete 1,60-3,20. Bleie 0,80-1,60. 60 Stud Strebie 3,50-24,00. Kräfte zustand wurde in 595 Fällen, 1911 in 565 Fällen festgestellt. ein umständliches Protokoll besiegelte diesen Hauspaschafrieden. Auf Aus dieser Ursache wurden zurückgestellt 247 gegen 156 im Jahre wie lange er vorhält, das werden die weiteren Arbeiten an der 1911. Strasser als durch diese Zahlen kann sich die wirtschaftliche angeregten Verschmelzung dieser beiden Vereine erst noch erweisen Not nicht zeigen. Zu diesen erschreckenden Zahlen paßt der Bericht müssen. Die diesmaligen Wahlen ergaben als neue resp. wiederüber die Gewährung von Frühstück an hungernde Kinder, der fest- gewählte Vertreter in der dritten Abteilung die Genossen Rentstellte, daß im laufenden Jahre die früher gelieferten Schrippen aus n er, Massa und Meyer, zu denen noch als bisherige Vertreter Mangel an Mitteln fortfallen mußten! Halfes und Radunz kommen, so daß die ganze 3. Abteilung Die drei Hilfsschulen für schwachbefähigte Kinder unterrichteten mit 5 Pareigenoffen besetzt ist. In der 2. Abteilung wurden geSwinemde. in 22 Klassen 530 Schüler( 273 Knaben, 257 Mädchen). Der I. Hilfs wählt: Rechnungsrat Klünder und in der Stichwahl Maurer- und Hamburg schule ist eine Klasse für Schwerhörige angegliedert. Von den 3569 Zimmermeister Engelfe und Bäckermeister Scholz. In der 1. Abim Jahre 1913 zur Entlassung gekommenen Schülern erreichten das teilung wurde Kommerzienrat Ernst v. Borsig wiedergewählt. Die Berlin Schulziel, die I. Klasse 2221 62 Proz., 848 die II. Selasse, 397 Herren Apothekenbefizer Schäfer und prakt. Arzt Dr. Hennice Franti. a.M 758 NW die III. Klaffe, 90 fommen nur bis zur IV. und 13 bis zur V. Klasse. scheiden nunmehr aus; ersterer freiwillig, des letzteren Mandat war München 752 8 Schulbrausebäder bestehen in vier Gemeindeschulen 38. Die Zahl abgelaufen. der zum Baden zugelassenen Kinder betrug 49 946, der Badenden Die Wahlen zum Tegeler Bezirks- Gewerbegericht, 13 921. die mitten in die Gemeindevertreterwahlen fielen, ergaben folgendes Im Gegensatz zur Gemeindeschule weist die Klassenfrequenz Resultat: in Tegel wurde gewählt Genosse Dreher Gerhard wieder zunehmende Erwärmung, Bewölkung und Regen. der höheren Lehranstalten günstigere Zahlen auf. Die Schulen Halfes, in Wittenau unser Parteispediteur Paul Kiena ftwerden von 3461 Schülern besucht. Bei 145 Klassen kominen im Borsigwalde und Arbeiter Wilhelm 3immermann- Wittenau, Durchschnitt Inapp 24 Schüler und Schülerinnen auf die Klasse. Da in Hermsdorf Bäckermeister Adolf Ladewig. Etwaige Eindie bei den meisten höheren Lehranstalten vorhandenen Vorschulen sprüche gegen diese Wahlen sind bis 4. April beim Bezirksausschuß der Landesanstalt für Gewässertunde, mitgeteilt bom Berliner Wetterbureau über dem Durchschnitt stehen, so ergibt sich im einzelnen noch eine in Potsdam oder beim Gewerbegerichtsvorsitzenden, Bürgermeister geringere Klassenfrequenz. Der Bericht über die höheren Lehranstalten ist sehr furz gehalten. Die Statistik über den Gesundheitsstand fehlt vollständig. Die Zahlen würden ja auch im Gegenfag zur Bolksschule zu große Wirkungen auslösen. Schöneberg. Stritte in Tegel, anzubringen. Mühlenbeck. Abgeblikt. Die Patrioten Mühlenbecks hatten sich am Sonntag in einer öffentlichen Wählerversammlung den Sozialistentöter Döring aus Lichtenberg verschrieben. Dieser Herr sollte anscheinend mit einer Kanonade von Verleumdungen gegen die Sozialdemokratie den Keine Errichtung einer Obst- und Gemüsehalle. Der Schönes Wahlkampf für die bevorstehenden Gemeindevertreterwahlen er berger Magistrat beschäftigte sich in seiner letten Sizung eingehend öffnen. Nachdem er die Landgemeindeordnung verlesen, fuhr er fein mit dem Antrage des Berliner Vereins der Obst- und Gemüse- Geschüß auf. Doch bald mußte der Herr an treffenden Zwischenhändler von 1883 auf Errichtung einer Markthalle für den Obst- rufen aus der Versammlungsteilnehmerschaft wahrnehmen, daß Stürmische und Gemüsehandel in Schöneberg. Nach längerer Beratung be- feine bekannten Schlager nicht am Blaze feien. als er sich In der Protestrufe unterbrachen seine Ausführungen, schloß das Kollegium, den Antrag endgültig abzulehnen. In der Protestrufe Denkmalsschändung Charlottenburger gegen gleichen Sigung wurde die Einrichtung von Natsstuben einschließlich unterfing, Sozialdemokratie auszuschlachten. In der Diskussion Der Vorräume und Garderoben auf Grund der vorgelegten Ent- die erteilte Genosse dem AntiGenosse Paul Gursch- Reinickendorf würfe beschlossen und die erforderlichen Mittel hierzu bewilligt. die Stationen Wien Witterungsübersicht vom 17. März 1914. Barometer Stand mm • qui 745 750 749 N Windstärke Wetter 98 B Kemp n.& 5° 4° Stationen Barometer Wind Bindstärke richt Better 5 bededt 4wolfig 6 wolfig 4 Habaranda 745 ND 3 Betersburg, 742 SD 4 bededt Xemp. n. 5. Dow 3 wolfig 759 NW 5 mollig 1 Paris 1 Nebel 4 Scilly 7654 halb bd. 7 4 Aberdeen 7655 2 heiter: 762 23 2 wollen! 8 -7 1 3 6 3 moltig Wetterprognose für Mittwoch, den 18. März 1914. Zunächst fühl, zeitweise heiter bei lebhaften westlichen Winden; später Berliner Wetterbureau. Basserstand Memel, Tilfit Bregel, Insterburg Waferstands- Nachrichten am feit am feit 16.3. 15. 3. cm³) cm 402-16 Saale, Grochlik 272-18 Havel, Spandau Wasserstand 16.3. 15.3. cm cm³) 301 -3 110+3 339 218 -12 Rathenor) 132 +6 -19 Spree, Spremberg) 122 -16 270 3 Beestow 128 273 -1 Befer, Münden 387 -3 246 +8 Minden 487+14 191 +2 Rhein, Marimilians au 608 -10 97-3 Kaub 560 -18 215 124-16 -15 Köln 664 -11 Nedar, Heilbronn 230 -18 458 -8 Main, Hanau 382 -23 390 -10 Mosel, Trier 328 -84 )+ bedeutet Buchs,- Fall. Unterpegel Weichiel, Thorn Dder, Ratibor Krojen Frankfurt arthe, Schrimm Landsberg Else, Leitmeriz ete, Bordanım Dresden Barby Magdeburg mol A das Hausmittel Erscheint 2 mal wöchentlich. Bäcker- u. Conditoreien C. Kunze, Liebigstr. 1. Langestr. 40. Karl Kunerle Torte Altdeutsche Max Kühl, Triftstr. 9 . Allgemein- Verichiedenes Felix Kynast, Dänenstr. 5. Grugow's Kaffee- Versd. Dresdnerst.70 Lindenstr. 105 C. Kisch Speck- und Schinkensalzerei. 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Es liegt ein Antrag der Budgetkommission vor, das Abkommen betreffend die Trennung der Eisenbahnfinanzen und der allgemeinen Staatsfinanzen, die Errichtung eines Ausgleichfonds, auf zwei Jahre zu verlängern, und ein Zentrumsantrag, der eine Verlänge rung des Abkommens auf ein Jahr fordert. Abg. v. Duaft( f.): Mittwoch, 18. März 1914. gemeinen, sondern nur von Fall zu Fall, wenn ein Bedürfnis vor ein weiteres Steigen erwünscht wäre. Die Leistungen der Eisenliegt. Wir wünschen zugleich mit einer Verbilligung des Güter- bahnverwaltung auf sozialem Gebiet verdienen unsere volle Anberkehrs auch eine solche im Personenverkehr. Eine der erkennung.( Beifall bei der Volkspartei.) besten Aufgaben der Eisenbahnverwaltung besteht darin, durch einen gut eingerichteten Vorortverkehr den Städtern den Genuß der freien Natur zu erleichtern. Zur Beschleunigung der Mobilmachung im Kriegsfalle muß im Güterverkehr die Luftdruckbremse ein geführt werden.( Beifall bei den Nationalliberalen.) Abg. Graf Moltke( Rp.): Die Ausnahmetarife haben vor allem die Bestimmung, unser Wirtschaftsleben vom Auslande unabhängig zu machen. Unsere Industrie wird nur dann die Konkurrenz mit dem Auslande aufnehmen fönnen, wenn Ausnahmetarife nach den Geestädten eingeführt werden. Gestern hat der Abg. Ströbel die Rede seines Barteifreundes Adolf Hoffmann meiner Dauerrede und der des Abg. Macco gegenübergestellt. Aber es fommt vor allem darauf an, ob Die Eisenbahnverwaltung verdient unseren vollen Dank. Auf jemand wirklich etwas zu sagen hat. Das Haus hat ein feines den gestern geäußerten Wunsch, die Steuerzuschläge aufzuheben, Gefühl für die Bedeutung einer Rede. Als z. B. vor einigen Tagen antwortete der Minister, es wäre kein Erich für das Geld da. der Abg. Hue sprach, hörte ihm das Haus mit dem größten Interesse Ich schlage vor, den Vertrag mit der Reichspost zu zu. Es ist also falich, zu meinen, das Haus schenke den Reden der ändern, der. der Eisenbahnverwaltung schwere Lasten auf- Sozialdemokraten niemals Gehör. Wir fönnen dem Abg. Ströbel erlegt. Der Wunsch, die Tarife herabzufezen, ist un die Versicherung geben, daß wir stets die Reden der Sozialdemoberechtigt. Entschieden wenden wir uns gegen die Forderung fraten mit Aufmerksamteit verfolgen werden, wenn sie fachlich der Sozialdemokratie, welche die erste und vierte Wagentlasse auf begründet find.( Beifall rechts.) heben will. Es ist ausgeschlossen, daß die Eisenbahnen fich rentieren fönnen, wenn man die sozialdemokratischen Forderungen berücks sichtigt und nicht allein die Güter, sondern die Personentarife herabiezt. Die Personentarife auf den Berliner Stadt- und Vorortbahnen sind bereits so niebrig. daß nicht einmal mehr die Betriebskosten gededt werden können. Die Wochen farten für Arbeiter dürfen nicht über einen Umkreis von 15 Kilometer ausgedehnt werden. Dadurch wollen wir verhüten, daß die auf dem Lande ansässigen Arbeiter in industriellen Unternehmungen beschäftigt werden fönnen, die außerhalb ihres Ortes liegen. Die billigen Fahrkarten schaden auch dem fleinstädtischen Gewerbe; denn die Frauen aus den fleinen Städten fahren in die Großstädte, um da ihre Einkäufe zu machen. Minister v. Breitenbach: Minister v. Breitenbach: Hierauf vertagt das Haus die Weiterberatung auf Mittwoch 11 Uhr. Schluß 5 Uhr. Parlamentarisches. Kiautschou. Die Budgetkommission des Reichstags verhandelte am Dienstag den Etat für Kiautschou. Staatssekretär v. Tirpit gab in länge. ren Ausführungen ein Bild von der wirtschaftlichen Entwickelung des ostasiatischen Pachtgebietes. Im Sizungssaal der Budgetfommission waren Bilder ausgelegt, die erkennen lassen, daß Tsingtau eine durchaus moderne Stadt ist. Kein Wunder, wenn man bedenkt, daß die Marineverwaltung in der Lage war, stets aus dem Vollen schöpfen zu können. Durch Errichtung eines erstklassigen Musterlagers in Tsingtau soll der deutschen Industrie die Möglichkeit ge= boten werden, mehr als bisher in China Boden zu faffen. Die Verbreitung deutscher Kultur findet ihre Hauptstüße in der deutschen Hochschule in Tsingtau, die weiter ausgebaut werden soll. Die Mehrausgabe von 600 000 M., von denen zunächst 335 000 m. angefordert werden, findet Bewilligung. Schließlich wurde noch ein konservativer Antrag angenommen, der den Reichstanzler ersucht, in den nächsten Gtat einen neuen Etatstitel zur Verbreitung der deutschen Sprache und Förderung von Privatschulen für chinesische Schüler einzusehen. In dem Schutzgebiet soll auch eine neue Steuer eingeführt werden, nämlich eine Alkoholsteuer, die zunächst 60 000 M. im Jahre bringen soll. Bei dieser Gelegenheit Nachdem der Steuerbrud so groß geworden ist, ist die Frage bemängelte ein sozialdemokratischer Vertreter, daß noch immer eine berechtigt, ob man nicht die Steuerzuschläge beseitigen foll. Der Opium abgabe von 4000 M. im Etat enthalten ist. Redner wünscht ferner Wiedereinführung von Gefellschafts- treter des Reichsmarineamts wiesen darauf hin, daß Opiumhöhlen tarten für 30 und mehr Personen, ferner Halbmonatsfarten für in beschränktem Umfang im Schußgebiet zugelassen werden müssen, die Badesaison und begrüßt die Einführung von Ausnahmetarifen weil sich sonst solche Opiumhöhlen in der Nähe der Grenze ansiedeln für frische Seefische und spricht sich gegen die Einführung der eisernen würden. Man sei aber bestrebt, diese Höhlen immer mehr zu verSchwellen statt der hölzernen aus.( Beifall lints.) mindern. Der Stat von Kiautschou wurde bewilligt. Die Ausdehnung des Vorortverkehrs ist meist mit so großen technischen Schwierigkeiten verknüpft, daß ich große Bedenten dagegen habe. Die Verwaltung hat stets das Interesse unserer ganzen Wirtschaftspolitik im Auge gehabt. Abg. Münsterberg( Vp.): Hierauf wird ein Antrag auf Schluß der allgemeinen Besprechung angenommen. Ich habe durch Erlasse darauf hinzuwirken versucht, daß ein Wechsel der Konjunktur nicht die Entlassung von ständigem Personal in der Eisenbahnverwaltung nach sich zieht. Der Vorwurf, den der Die Kommission beantragt, über die Petitionen, die billige Abg. Ströbel gestern in dieser Beziehung erhob, ist also unrichtig. Bororttarife, Fortbestehen der Arbeiterwochenkarten und Fahrpreis Gerade das ist ein Vorzug unserer Verwaltung, daß wir die ständig ermäßigungen für wissenschaftliche und humanitäre Zwecke wünschen, beschäftigten Arbeiter auch in ungünstigen Beiten behalten. Auch Uebergang zur Tagesordnung. Der Präsident erklärt, daß das Haus, die Behauptung des Abg. Ströbel, daß die billigen Kohlen- da kein Widerspruch erhoben wird, so beschließe. tarife, die nach ihrer Ablehnung im Jahre 1908 im Saarrevier wieder eingeführt wurden, nichts anderes als eine Liebesgabe für die Schlotbarone feien, ist Abg. Hirsch Soz.): Kommunalabgabengeset und Wertzuwachssteuer. Die VerIn der Kommission des Abgeordnetenhauses zur Vorberatung des Entwurfs eines Kommunalabgabengefeßes, die am Dienstag ihre Arbeiten begann, wurde die Aufnahme von Beſümmungen über die Wertzuwachssteuer in das Gesetz angeregt. Nach einer Erklärung des Ministers des Innern soll dem Landtage dem nächst ein Gesetz vorgelegt werden, durch den der Zustand wieder hergestellt werden soll, der in bezug auf die Wertzuwachssteuer vor Grlaß des Reichswertzuwachssteuergesetzes bestanden hat. Dieser Abficht traten mehrere Mitglieder der Kommission entgegen. So sprach fich u. a. ein Mitglied des Zentrums dafür aus, daß den Gemeinden hinsichtlich der Besteuerung des Wertzuwachies nicht wieder die un eingefchränkte Autonomie gewährt, sondern daß ausdrücklich gefeßlich festgelegt werden möge, daß die Wertzutvachsteuer fich in angemeffenen Grenzen halten müsse. Diesen Vorschlag bekämpfte der Finanzminister unter Hinweis darauf, daß zunächst das Reichsgeset über die Zuwachssteuer aufgehoben werden müsse. wurfs, an dem fie einige unbedeutende Aenderungen vornahm. Ein Hierauf trat die Kommission in die Spezialberatung des Ent sozialdemokratischer Antrag, wonach Veranstaltungen der Gemeinden, zu deren Benutzung alle Gemeindeangehörigen oder einzelne Klaffer Arberpflichtet sind, nicht mit der Absicht auf Gewinn betrieben werden dürfen, wurde gegen die Stimme des Antragstellers abgelehnt. Darauf werden die Einnahmen bewilligt. Der Antrag der Budgetfommission, das Abkommen betreffend den Ausgleichsfonds auf zwei Jahre zu verlängern, wird angenommen; womit der Zentrumsantrag gefallen ist. unzutreffend. Denn seit dem Jahre 1908 ist eine außerordentliche Meine Freunde haben zwar feinen formellen Gegenantrag geSteigerung der Kohlenproduktion eingetreten. Ferner ist auch die stellt, weil wir dies für aussichtslos halten. Ich betone aber ausfozialdemokratische Behauptung, daß die erste Eisenbahnklasse viel drücklich, daß wir mit dem Antrag der Kommission auf Uebergang weniger rentabel fei, als die vierte, unzutreffend, weil die Passagiere aur Tagesordnung nicht einverstanden sind. der ersten Klasse fieben- bis achtmal so lange Strecken fahren, als Hierauf wird Uebergang zur Tagesordnung gegen diejenigen der vierten Masse. Durch die Fahrkartensteuer werden die Stimmen der Sozialdemokraten, eines Teils der Fortschrittler hauptsächlich die wohlfituierten Baffagiere belastet, während die und vereinzelten Nationalliberalen beschlossen. bierte Klasse freibleibt. Aber ich gebe zu, daß sich ein ungünstiges Ergebnis infolge der Abwanderung der Passagiere aus der ersten in die zweite, aus der zweiten in die dritte und aus der dritten in die vierte Klasse gezeigt bat. Alle Versuche der Eisenbahnverwaltung, die Fahrkartensteuer umzugestalten, haben bis jetzt zu nichts geführt. Auch die Behauptung des Abgeordneten Ströbel, daß der Plan einer Eisenbahngemeinschaft infolge des Widerstandes Breußens nicht durchgeführt worden sei, und ferner, daß zwischen Preußen und Sachfen ein Eisenbahnkrieg geführt werde, läßt sich nicht beweisen. Der Abgeordnete Ströbel würde mich zu Dank berpflichten, wenn er den Beweis für feine Aeußerung antreten würde, wünscht die Errichtung einer Eisenbahndirektion in Düsseldorf. daß die Verwaltung der preußischen Eisenbahnen den anderen deutschen Bahnen, namentlich in Oldenburg und Süddeutschland, unlautere Konturrenz mache. Schlafwagen 3. Klasse sollen eingeführt werden.( Beifall.) Abg. Gerhardus( 8.): Für eine allgemeine Tarifermäßigung fönnen wir jetzt nicht ein treten. Die weiteren Ausführungen des Rebners, insbesondere über den Verkehr der Stadt- und Vorortbahnen in Berlin, bleiben un verständlich. Abg. Dr. Nöchling( natl.): Beim Kapitel bom Staate verwaltete Eisen bahnen" werden die Angelegenheiten der Beamten und beiter, mit Ausnahme der Besoldungsfrage, besprochen. Abg. Dr. Schmitt( 3.) Abg. Wallbaum( Wirtsch. Vg.): Wir fordern eine Vermehrung der etatsmäßigen Stellen. Die Arbeiterausschüsse haben die Bestimmung, die Forderungen der Arbeiter zur Sprache zu bringen. Wit Recht weist der Minister aus seinem Betriebe die sozialdemokratischen Bestrebungen heraus. Da gibt es fein Pattieren. Wir erwarten, daß der Minister auch fernerhin der Sozialdemokratie mit Entschiedenheit entgegentreten wird.( Beifall rechts.) Abg. Delius( Vp.) Preußische Disziplin für die Krankenkassenbeamten. In der Handels- und Gewerbetommission des Dreiflaffenhauses wurde am Dienstag das Gesetz beraten, das die Dienstvergehen der Beamten der Orts-, Land- und Innungsfrankenkassen betrifft. Der sozialdemokratische Vertreter hatte mehrere Anträge hierzu gestellt, insbesondere daß Ordnungsstrafen nicht über 90 M. hinaus und nicht vom Landtag, sondern nur vom Kaffenvorstand verhängt werden dürften, sowie daß strenger Arrest in Wegfall zu tommen hat. Die Rechte erklärte zu diesem letteren Antrag, er sei ihr sympathisch, aber man habe in den Frak tionen noch keine Stellung dazu genommen. So wurden sämtliche Das Abkommen über den Ausgleichsfonds hat uns gute Dienste bringt eine große Reihe von Beamtenforderungen vor. Die Löhne der sozialdemokratischen Anträge abgelehnt und das Gesetz an geleistet. Die Tarife müssen ermäßigt werden, aber nicht im all- Arbeiter sind erfreulicherweise gestiegen, aber doch nicht so, daß nicht noch genommen. Möbel- Kredit mit spielend leichter Mit 1 Kleiderspind 1 MetallbettMit 2 Metallbett10 Mark stelle 1 Auflegematratze 1 Spiegel 2 Stühle 20 Mark 1 Speisetisch Anzahlung 1 kompl. 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