Nr. 94. Abonnements- Bedingungen: Abonnements. Breis pranumerando: VierteljahrL 3,30 m, monatl. 1,10 M., wöchentlich 28 Big. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage„ Die Neue Welt" 10 Big. Posts Abonnement: 1,10 Mart pro Monat Eingetragen in die Post- Zeitungs. Preisliste. Unter Rrezband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2,50 Mart, für das übrige Ausland 4 Mart pro Monat. Postabonnements nehmen alt: Belgien, Dänemart, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz. Ericint täglich. Vorwärts Berliner Volksblaff. 31. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Stolonel zeile oder deren Raum 60 Pig.. sür politische und gewerfschaftliche Bereins und Bersammlungs- Anzeigen 30 Pig. ,, Kleine Anzeigen", das fettgedruckte Wort 20 Pig.( gulässig 2 fettgedrudte Worte), jedes meitere Bort 10 Bfg. Etellengesuche und Schlafstellenan zeigen das erste Wort 10 Pfg., jedes weitere Bort 5 Big. Worte über 15 Buchftaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Summer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt Morikplak, Nr. 1983. An die Partei! Genosinnen und Genossen! Sonntag, den 5. April 1914. Der schwarz- weiß- rote Marterpfahl. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt Morikplatz, Nr. 1984. Kannibalenverordnungen, worin der Reichskanzler„ meitgehende Milde" anempfiehlt. Auf einen solchen Aft weit. gehender Milde haben wir schon hingewiesen, der darin zum Ausdruck kommt, daß der Marterpfahl nur durch sich allein und ohne Hinzufügung einer besonderen Marterung wirken darf. Eine weitaus größere Milde liegt aber darin, daß die Schubangehörigen" des Deutschen Reichs in ihrer Heimat Prügel und Ketten ertragen dürfen und nicht auf behördliche Anordnung nach Deutschland geschafft und auf ostelbischen " Die Rote Woche hat der Partei große Erfolge ge- immer vornehmer und mächtiger, je mehr es dem Osten und Gütern als Saisonarbeiter vermietet werden. bracht. Bis heute sind bei uns und 140096 neue Mitglieder für die Parteiorganisation 82537 neue Abonnenten für die Parteipresse gemeldet worden! Das Gerede unserer Gegner von dem Stillstand oder gar Rückgang der Sozialdemokratie wird glänzend widerlegt durch diese Ziffern. Der große Erfolg der Roten Woche hätte nicht erreicht werden können ohne die geradezu glänzende Unterstüßung durch unsere Presse und die überaus fleißige Arbeit der Organisationen. Die Genossinnen und Genoffen, die in so anerkennenswerter Weise die Rote Woche vorbereitet haben und dann unermüdlich von Haus zu Saus geeilt sind, um für die Partei zu wirken, finden in dem Erfolg den besten Lohn für ihre Tätigkeit. Und abermals Kronprinzen- Beleidigung! Wir leben nicht umsonst sieben knappe Stunden von der russischen Grenze entfernt und der Agraradel, dieses Mistbeet, aus dem die meisten Minister schießen, wird nicht umsonst der Knute zugeht. Wir haben in mehr als einem Fall in den letzten Jahren festgestellt, daß der Blütenstaub der russischen Blut- und Feuerblume außerordentlich befruchtend einwirkt auf die Tintenfelche der echtpreußischen Männer. Der Aehnlichkeiten sind zu viele. Das Dreiklassenhaus ist kaum zu unterscheiden von einer unter Rosakenbewachung gewählten Wiederum hat die gestrenge Justitia ihres Amtes gewaltet und Duma und Herr von Dallwig würde an der Spitze des russi- awei Preßjünder wegen Kronprinzenbeleidigung zu Freiheitsstrafen schen Gefängniswesens die beste Figur machen. Neuestens zwei Prezjünder wegen Kronprinzenbeleidigung zu Freiheitsstrafen hat sich aber auch der Reichskanzler auf die fast durchscheuerten berurteilt. Starl Schneidt und Dr. Zeppler erhielten wegen ihrer Ministerhosen gesezt und Russisch gelernt. Er spricht es satirischen Glossen zu dem berühmten Kronprinzenbrief an sein Regiment je sechs Wochen Festungshaft. Der wegen jetzt geläufig und mit einem fabelhaft echten Akzent, wie ihn des gleichen Verbrechens angeklagte Vorwärts" redakteur Dr. Meyer sonst nur Pogromiſten oder Befehlshaber von Straf- wurde bekanntlich vor einigen Wochen zu drei Monaten Gefängnis expeditionen aufweisen und es ist daher eine ganz falsche Be- verurteilt, und dem Journalisten Hans Leuz wurden gar wegen scheidenheit, wenn er seine russischen Kenntnisse nicht vor den eines kritischen Artikels sechs Monate Gefängnis aufgebrummt! deutschen Bürger zu bringen wagt, sondern sie vorerst an Sechs Monate Gefängnis drei Monate Gefängnis den farbigen Bewohnern der deutschen Schutzgebiete versucht, Wochen Festung! Wir haben es offenbar mit abflauender Kon indem er mit dem feinsten Petersburger Regierung idiom junktur zu tun. Und wenn es noch zu einem vierten Prozeß in der " Die zulässigen gerichtlichen Strafen im Sinne dieser gleichen Sache fäme, würden wir womöglich eine Freisprechung erleben. Sonst gilt wohl das Sprüchlein, daß den letzten die Verordnung sind: a) Todesstrafe, b) Freiheitsstrafe, und zwar: Sunde beißen- Frau Justitia jedoch wird zusehends versöhnlicher 1. wenn ihre Dauer mehr als sechs Wochen beträgt, Kettenstrafe, 2. bei fürzerer Dauer Arrest, 3. Prügelstrafe bis zu zweimal 25 ieben gegen farbige Angehörige ohne Dienstgrad." flötet: und milder. " jechs furcht vollständig aus dem Spiel gelassen werden müßte, ist unseren Richtern bei ihrer berüchtigten Weltfremdheit noch nicht aufge gangen. Nur aus der rückständigen Weltauffassung der Herren Richter lassen sich Urteile erklären, wie sie gegen Leuß und Meyer gefällt worden sind. Psychologisch ist dies Abflauen der strafrichterlichen Energie unter unseren Berhältnissen schon begreiflich. Zunächst mußte ein mal ein Erempel statuiert werden. Hans Leuß hat behauptet, daß Die Verordnung bezieht sich nämlich auf die farbigen der neue Aronprinzenberater, Freiherr v. Malzahn, ein aufs Angehörigen der Schußtruppe für Deutsch- Ostafrifa, an denen fallendes Interesse für den Prozeß an den Tag gelegt habe. Das Aufs neue ist jest bewiesen, daß bei wohl ausprobiert werden soll, wieviel Siebe der Mensch ist dann halboffiziös bestritten worden. Herr Leuß scheint jedoch planmäßiger und intensiver Agitation äußersten Falls verträgt, ehe diese Strafe auf den steten, Grund zu haben, an seiner Darstellung festzuhalten, denn er hat noch 3ehntausende von Arbeitern für die drängenden Wunsch der Konservativen him in Deutschland eines der dementierenden Blätter verklagt, so daß der Landrat eingeführt wird. und Prinzenmentor durch seine Zeugenaussage volles Licht in die Partei gewonnen werden können. Diese ErIn den deutschen Kolonien, diesem höchsten Idol unserer dunkle Affäre bringen kann. Aber auch wenn das besondere Interkenntnis wird die Organisationen anspornen, auch ohne phrasentrunkenen Imperialisten, prügelt man also mit der effe besonderer Stelle an der Sühnung der Straftat nicht vorgelegen Anregung von der Zentrale aus immer wieder mit der offiziellen Genehmigung desjenigen, den man den Philo- haben sollte; würde sich die auffallende Härte des Urteils aus der Werbearbeit einzusetzen. Mag es sich um ein kommunal- Afrifa mit so viel Erfolg eingeleitet hat und wofür ihm sophen vom Kilimandscharo" nennt; denn was Peters in politischen Anschauung der Richter erklären. Stehen diese streng staatserhaltenden", Herren doch auf dem politisches Vorkommnis, um Kämpfe auf wirtschaftlichem endlich ein Ehrensold wurde, das werden die zweimal 25 des Standpunkt, daß jede Kritik an Personen des regierenden Hauses Gebiete oder um allgemein politische Fragen handeln Reichstanzlers mit Nachdruck weiterführen, nämlich dem von geziemender Ehrfurcht" getragen sein müsse. Das Verständ Schwarzen zu beweisen, daß er ein rechtloses, vogelfreies Vieh nis dafür, daß in einem Zeitalter, wo das demokratische Bewußtsein jede Situation muß für die Partei ausgeist. Er trägt zwar einen deutschen Schießprügel über der auch in den konstitutionellen Staaten die Massen beherrscht und nutzt werden, muß der Organisation Schulter und hat das reichsamtlich garantierte Recht, sich für wo selbst der Monarchismus vieler Staatserhaltenden aus Quellen neue Mitglieder, der Parteipresse neue das deutsche Vaterland im Notfall totschießen zu lassen. Aber des politischen Opportunismus fließt und einen höchst durchsichtigen der Reichskanzler ist vorsichtig genug, den farbigen Schutz- Vernunftsmonarchismus darstellt, das Gefühlsmoment der Ghr Abonnenten bringen! trüppler vorher in den deutschen Mannestugenden zu festigen Die neugewonnenen Mitglieder zu klassenbewußten und dafür ist nichts beffer, als ja 50 Saftige über den KriegerSozialdemokraten zu erziehen, ist eine unserer wichtigsten leib. Die vorbestraftesten Soldatenmißhandler sind blaß vor Neid, wenn sie diese Verordnung für die Schußtruppe lesen. Aufgaben. Nachahmung verdient die Ulebung vieler Aber man prügelt nicht nur. Man hat nicht nur von Organisationen, den neugewonnenen Mitgliedern die von den Russen, sondern auch von den Schwarzen selber gelernt Aber selbst in den Urteilen gegen Schneidt und Dr. Zepler und nachdem man ihnen den Marterpfahl verboten hatte, spielt noch der mystische Ehrfurchtsbegriff seine Rolle. Sagt doch Kautsky und Schoenlant verfaßten„ Erläuterungen zum haben sie ihn sich selber angeeignet. Erstens gibt es die bas Urteil, daß nach Ton und Art der in den kritischen Gloſſen Erfurter Programm" oder andere aufklärenden Schriften Kettenstrafe, die, wie der Reichskanzler väterlich bemerkt, in gebrauchten Ausdrücke die Absicht zutage getreten sei, den Kronunentgeltlich auszuhändigen. Von Zeit zu Zeit müssen Verbindung mit der Prügelstrafe verhängt werden kann. Der prinzen zu kränken und in seiner Ehre böswillig herabzusetzen. belehrende Vorträge gehalten werden, die das Interesse Verurteilte geht auf dem Marsch an der Kette! Und zweitens mit Verlaub: Solch tüdische und kleinliche Absichten sollte man gibt es den strengen Arrest, bei dem der Delinquent täglich wirklich anständigen Menschen im politischen Kampfe lieber nicht der jüngeren und neugewonnenen Mitglieder zu wecken zwei Stunden angebunden wird. Sierbei", flötet der Reichs- unterstellen. Nicht um dem Kronpringen eine Kränkung zuzufügen, bestimmt sind. Die Themata find diesem Zweck entsprechend fanzler human, ist alles zu vermeiden, was die Strafe als wurde die Kritif, sei es in ernster, sei es in satirischer Form, geübt, grausam erscheinen lassen könnte". Was er darunter versteht, sondern um die verhängnisvollen Ansichten des Kronprinzen mit zu wählen. zeigt eine Anmerkung, nach der der Verurteilte in aufrechter gebührender Entschiedenheit und Schärfe zurüdzuweisen. Um dem Erfahrungsgemäß find früher viele Mitglieder des- Stellung, den Rüden nach einer Wand oder einem Baum jungen Manne, der einmal die Krone zu tragen gedenkt, eindring halb wieder verloren worden, weil die Art der Beitrags- gekehrt, dergestalt angebunden wird, daß er sich weder jeten, lich flar zu machen, daß die naiven Jdeale eines jugendlichen noch legen kann". Wie schon gesagt: der Marterpfa hI Stavallerieoffiziers nicht die des Volkes sind und daß Gefühls erhebung mangelhaft gewesen ist. Dieser Frage der Wilden ist von dem großen deutschen Kulturstaat ergüsse solcher Art im Inlande wie im Auslande das bedenklichste muß von den Organisationen die größte wieder eingeführt worden und der Reichskanzler hat nur ver- Schütteln des Kopjes erregen müssen. Solche Stritif ist nicht nur Aufmerksamkeit geschenkt werden. gessen, verdienten Männern die Erlaubnis zu geben, dem an das Recht der Presse, sondern geradezu eine publizistische den Pfahl Gebundenen kleine Holzstückchen ins Fleisch zu Pflicht, und auch jeder weitsichtigere Monarchist sollte sich bohren. Aber das macht nichts; die Herren, vom Komman- darüber freuen, wenn mit größter Aufrichtigkeit einem Kronens deur bis zum jüngsten Leutnant, haben dafür das Recht, träger der Zukunft oder auch der Gegenwart die Wirklichkeit iederzeit zweimal 25 zu verhängen, während die Unteroffiziere der Dinge flar gemacht wird. ungerechterweise dadurch daran gehindert sind, sich auszuleben, Aber unsere Richter leben selbst zum guten Teil noch im daß sie nur das Recht haben, den schwarzen Hunden einmal Wolfenfududsheim volksfremder Vorstellungen. Ihre Auffassung von monarchischen Dingen zehrt noch von den Tagen des AbsoluWir brauchen nur auf die politisch zugespitzte Situation hinzuweisen: auf die immer zielbewußter auf tretende Militärdiktatur; auf die Bestrebungen der Scharfmacher, das Koalitionsrecht zu beschränken; auf die Abfichten der Dunkelmänner, die es zum zweiten Male mit 25 aufzubrennen. einer Ler Heinze versuchen wollen, um alle Genoffen den ganzen Ernst der Zeit erkennen zu lassen. In solcher Zeit darf es tein Ruhe in der Parteiarbeit geben; deshalb, Genossinnen und Genossen, erneut ans Werk! Es drängt sich einem einigermaßen die Frage auf, warum tismus, wo der Monarch ein höheres( Wesen" war und wo es diese Baradieſe der Knute, der Kettenstrafe und des schwarz- schon als Verbrechen galt, an den Irrtümern und allzumenschlichen weiß- roten Marterpfahls Schußgebiete" heißen? Und noch Menschlichkeiten dieser höheren Wesen Kritit zu üben. Daß dieje dringender ist die Frage, ob die Parteien im Reichstag ge- Zeiten unwiderbringlich vorüber sind und daß. heute Ehrfurcht sonnen sind, diese Kulturschande bestehen zu lassen? Man nicht mehr für den Rang, sondern lediglich für die Leistung barf annehmen, daß die Bürgerlichen, zusamt dem Zentrum gefordert werden kann, werden freilich auch unsere Richter noch und seiner unsterblichen Negerseele, sofort die Richtigkeit der lernen müssen. Reichskanzler- Berordnung anerkennen werden, sobald ein Re- Fast scheint es eigentlich, als ob diese Einsicht schon auf dem Seid pflichtbewußt und unermüdlich! gierungsmann ihnen entgegenschnarrt, es sei ein Brivileg und Marsche sei. Die auffallende Abstufung der Urteile läßt Vorrecht der obersten Kommandogewalt, Prügelstrafe und wenigstens taum eine andere Annahme zu. Man scheint selbst zu Marterpfahl anzuordnen. Es wird also dabei bleiben, daß der lleberzeugung gekommen zu sein, daß man durch drafonische Berlin, 2. April 1914. die deutsche Regierung die Neger nach Wilden- Komment be- Strafen gerade dem monarchischen Gefühl den denkbar schlechtesten handelt und damit eine Art russisch- afrikanischen Rekord auf. Dienst erweist. Freilich hätte man besser den ganzen Schritt stellt. Der Höhepunkt aber, den wir mit Nachdrud als rein tun und die letzten beiden Angeklagten freisprechen sollen. deutsch in Anspruch nehmen, ist die Einleitung zu diesen Denn auch so gähnt ja noch ein ungeheuerlicher Widerspruch Mit Parteigruß: Der Parteivorstand. . zivischen den drei Urteilen, den sechs und drei Monaten Gefängnis| Wenn aber ein solcher Fall einträte, so sei es die Pflicht der Sol- und notwendig erscheine. Der Reichsfemaler werde eine Entund der Kavaliershaft von sechs Wochen. Das Anfehen unserer daten wie jedes gewöhnlichen Bürgers, den Forderungen scheidung erst dann herbeiführen, wenn sich das Ergebnis der Juftig wird durch die Rätsel dieser Rechtsprechung dadurch sicherlich der bürgerlichen Gewalt nachzukommen. Die gegen- Reichstagsverhandlungen genauer überjehen läßt. Darüber, nicht gefördert! wärtigen unionistischen Lehren träfen die Disziplin der Armee was in diesem Jahre nach Ostern noch erledigt werden soll, und die demokratische Regierung im Innersten. Diese Behren seien wird sich so hofft die Nordd. Allgem. Zeitung", eine Vereine vollkommene Grammatit der Anarchie, fie riefen zu ständigung zwischen der Regierung und den Parteien erzielen beliebiger Zeit den Geist der Gefeslosigkeit auf und laffen. Findet dann noch der Appell an die Selbstbeschränkung beanspruchten, die Maschinerie der Selbstregierung der in den Debatten Gehör, so wird der Reichstag nicht ungebühr. Gesellschaft zu hemmen. lich lange auf den Beginn der Sommerpause zu warten Sich dann zur Homerule wendend, sagte Premierminister brauchen." Die Kämpfe in Albanien. Um das Koalitionsrecht. 14 Der Keiserbrief. Der ominöse Brief Wilhelms II. an die Landgräfin von Hessen, in dem er diese vor dem Uebertritt zumt Katholizismus warnte, ist, wie die Nordd. Allg. Ztg." mitteilt, jest nach der hinterlassenen Anweisung des Kardinals opp der Landgräfin wieder zugestellt worden. Das offiziöje Blatt bemerkt dazu: Wieder züngeln die Flammen am Balfan empor. Koriza, der Hauptort von Sijdalbanien, ist in den Händen det Geiligen Bataillone", das sind die griechischen Frei- Asquith: Wir glauben, daß ein durch Uebereinstimmung Des anmaßliche Geredes kurzer Sinn ist danach der, fchärfer, unter denen sich zahlreiche Offiziere ind Soldaten erzieltes Abkommen im Juterene des Landes und der daß die Regierung de Bertagung( und die Freifarten) be der griechischen Armee befinden. Sie führen den Kampf um beiden großen politischen Parteien, liegt. Ich strehe sehr nach willigen will, wenn der Reichstag brav und folgiam ihre die Losreigung des bon Griechen bewohnten Teiles von Süd- Frieden, aber es muy ein für beide Seiten ehrenvoller Frieden Wünsche erfüllt. Sonit kommt die Strafe. Echt bethmännisch! albanien. Die Weisheit der Großmächte hat nämlich den sein. Asquith schloß mit einem beredten Appell an die Arbeiter nördlichen. Teil von Epirus Albanien zugesprochen. Die partet, die Kräfte des Fortschritts nicht zu zersplittern.. griechische Bevölkerung hat aber keine Lust, sich diesem neuen Kunstgebilde der Diplomatie angliedern zu lassen und strebt nach der Vereinigung mit Griechenland, ein Bestreben, das die griechische Regierung troß aller Ablengnung natürlich im geheinien unterstüßt. Nach dem Abzug der griechischen Truppen, der in den letzten Wochen erfolgte, hat sich Nord- Epirus für Die Aprilnummer des Hansabundes macht auf folgende autonom erklärt und jezt führt es, Strieg gegen Albanien, um Auslaffung des Fabritbesizers Dr. Röderberg- Krefeld in der feine Lostremming durchzusehen. Fürst Wilhelm von Wied Krefelder Zeitung" aufmerksam, die deutlich zeigt, daß der hat darauf die allgemeine Mobilmachung ange- Schutz der Arbeitswilligen als Ausnahmegejes zur Unter..ordnet, wobei man freilich nicht recht weiß, was eigentlich drückung der Arbeiterorganisationen, aber in denselben mobil" gemacht werden soll. Denn außer einigen Dugend Atemzug vollste Freiheit des wirklichen Zerrorismus für Gendarmen, die von holländischen Offizieren befehligt werden, Unternehmerorganisationen, insbesondere für Kartelle, gebefigt der neue Staat feine organifierte Streitmacht. fordert wird. Röderberg schreibt zum Schluß eines Artifels Immerhin ist es möglich, daß die kriegsluftigen Stämme dem über Schuß der Arbeitswilligen und die KarRuf Folge leiften und so kann dank der Weisheit der europa- telle der berarbeitenden Industrie": ischen Diplomatie dort unten das Morden von neuem angehen. Wichtiger aber als die Mobilutachung ist die Bitte des albanischen Fürsten um die ntervention der Großtrachte. Albanien mit seinen unnatürlichen geographischen und ethnographischen Grenzen, ist so, wie es zustande gekommen ist, wesentlich auf Betreiben von Defterreich und Italien geschaffen worden und die anderen Mächte zeigen feine besondere Lust, die Verantwortung für die sich jetzt einstellenden Folgen zu übernehmen. In Desterreich und Italien droht man aber bereits mit einem Vorgehen auf eigene Fauft, was fehr leicht zu ernsteren Veridelungen führen könnte. Das vielgerühmte Werk der Londoner Botschaftertonferenz geht rasch, aber freilich nicht undrwartet. in die Brliche. Die Einnahme von Koriha.. Ich fasse meine Ausführungen dahin zusammen: Es läßt sich heute nicht übersehen, welche Folgen die Bewegung gegen den Organisationszivang auf dem Gebiete der Gesetzgebung haben wird. Gegenüber den falschen Mittetungen, die über den Inhalt des Briefes verbreitet worden sind, sei festgestellt, daß der Brief über den feinerlei Ausspruch irgendwelcher Art katholischen Glauben, die katholische Kirche oder die Katholiken und die Stellung des Kaisers zu ihnen enthält. Alle gegenteiligen in der Presse verbreiteten Angaben sind aus der Luft gegriffen. Ihre Urheber trifft der schwere Vorwurf, eine Privatangelegenheit unter gröbster Ent= stellung des Sachverhalts an die Oeffentlichkeit gezerrt, damit den konfeffionellen Frieden gefährdet und dem Kaiser leichtfertig eine ihm fremde, feindselige Mißachtaung des Katholizismus angedichtet au haben. Die Herifalen Blätter, denen der Kaiserbrief in letter Beits interessanter Unterhaltungsstoff war, werden auf diese Es besteht die Gefahr, daß sich aus ihr eine Reihe schwerer Schädigungen der für unser Wirtschaftsleben nüzlichen und nötigen Induſtriekartelle ergeben kann. Die öffentlichen Erörteffiziöse Richtigstellung, die übrigens reichlich lange hat auf rungen beweisen, daß die prinzipiellen Unterschiede zwischen dem fich warten lassen, antworten müssen. Oder war ihre EntWefen des Organisationszwanges auf dem Gebiete des Lohn- rüstung über den Kaiserbrief nicht völlig grundlos? arbeiterverhältnisses und der Industriekartelle nicht flargestellt find. Es ist unauffchiebbare Pflicht der Industriekartelle, die Oeffentlichkeit über diese Unterschiede aufzuklären und dafür zu forgen, daß feinerlei Aenderungen des gemeinen Rechtes stattfinden, welche den Bestand und die Fortentwidelung der Judustriefartelle gefährden." Uebrigens ist es wirklich amüsant, wie die Nordd. Allg." ausgerechnet gegen die klerikalen Batentstützen von Thron und Altar fosdonnern muß. Schlimmer fönnte das Regierungspapier ja nicht einmal poltern, wenn es gegen rote Republikaner ginge. Die militärische Spionagefeuche. Die Deffentlichkeit kann allerdings über die grundsätz- Wir haben gestern im Anschluß an den letzten Spionageprozeß liche Verschiedenheit der Arbeiterorganisationen und der vor dem Reichsgericht, das über die drei Verurteilten zwanzig Jahre Athen, 4. April. Die Agence d'Athènes meldet aus Unternehinerorganisationen, einschließlich der Kartelle, nicht Suchthaus verhängte, einige allgemeine Gesichtspunkte für dieſe privater Quelle: Rorita ist in die Hände der eindringlich genug aufgeklärt werden. Jede Beschränkung naturnotwendigen Erscheinungen der gegenwärtigen Militärverfaſſung Epiroten gefallen. Der Kampf gegen die Stadt begann des Koalitionsrechts. der Arbeiter gefährdet bei der Untrenn- und des internationalen Bettrüſtens erörtert. am Mittwoch um Mitternacht. Am Donnerstag mittag wurde barkeit der Ware Arbeitskraft" von der Person ihres Eigen- Faft wie eine abfichtliche Bestätigung dieser unserer, grundsägRorita nach heftigem Kampf von den Aufständischen ein- tümers die persönliche Freiheit des sozial abhängigen Arlichen Auffassung von der Zunahme und Internationalität genommen. Wie verlautet, find die Verluste auf beiden beiters, Durch ein freies, geschiktes Stoalitionsrecht der Är diefer militärischen Spionageleuche muten die neuen Fälle an, die Seiten beträchtlich. Ein holländischer Offizier foll beiter fommt der Arbeiter erst in dieselbe Lage wie jeder gefteri und heute durch die internationale Bresse laufen. berwindet sein. Auch die albanefifchen Ortschaften Berliani Verkäufer einer anderen Ware als der gefeßlich mißhandelten Aus on don wird berichtet, daß dort am Freitag der Spionageund Lichtbane haben sich ergeben. Der albanesische Arbeitskraft. Das Koalitionsrecht ist ein Menschenrecht prozeß Gould zu Ende ging. Gould wurde für schuldig befunden, Major Emin Reichid versuchte mit vierzig Gendarmen innerhalb einer Gesellschaftsordnung von rechtlich Freien. geheime Schriftstücke an ausländische Mächte vermittelt zu haben, md Frregulären Hofschista anzugreifen, wurde aber ge- Der Zusammenschluß der Arbeiter und der Schuß dieses Zu- und wurde au sechs Jahren Zuchthaus und Deportation verurteilt. schlagen und mit den Gendarmen gefangen genommen. jammenschlusses ist erforderlich, ünt das Maß zu erhöhen, in Am gleichen Tage hat der schweizerische Bundesrat in Bern die Mobita ber der Arbeiter air der Kutturerrungenschaften teilnehmen die beutfchen Reichsangehörigen Grabow aus Hartmann aus der Durasse, 4. April. Nach den ernsten Nachrichten aus koriga fann. Der Suſannenschlag der Arbeitgeber und die Schweiz ausgewiefen mit der Begründung. fie aürben beschuldigt, Serief Bert geiten abend eten wir, in dem ernduftriefarfelle hingegen find grundfäßlich hiervon ber- Epionage gegen einen Nachbarstaat getrieben zu haben. Aus in bem. ichieben. Sie sind ein Weistet, um aus der Arbeit der Mit etersburg, wird gemeldet, baß gegen ben Berliner Luftfahrer #jene döficht außzette, are bet tuppen a baus reisen. Nach einer sehr langen Beratung entschied fich Ser Mimenschen und aus der Notlage der Konsumenten höheren Berliner dort Anklage wegen Spionage erhoben werden folle Dazu nijterrat für die allgemeine Mobilmadung. Der holländische e. Profit für einige wenige Bejißer von Arbeitsmitteln heraus- bemerit die„ Boisiche Beitung", daß eine verbrecherische Absicht nach fehlshaber in Korisa hat Beweise in Händen, daß die Bewegung in Jufchlagen. Die, Koalition der Unternehmer ist ein Mittel, bem neuten ruffischen Spionagegeies nicht notwendig fei; es genüge, um die Anteilnahme der Arbeiter, der fleineren Fabrikanten wenn jemand fich objektiv gegen die Borschriften des Gesetzes ber.. Epirus von dem griechischen, Metropoliten und griechischen Offi- und der Verbraucher der Waren an der Kultur und damit gangen hat. In Metz ist zur gleichen Zeit ein Luxemburger wegen gieten unterstützt wird." die Kulturhöhe selbst zu senken, Dr. Nöderberg mußte demnach Spionage verhaftet worden. Der Betrieb soll hier durch die Geliebte des Schuß des Koalitionsrechtes der Arbeiter und Schutzmaß- Luremburgers vor sich gegangen fein, die zugleich ein Verhältnis mit nahnten gegen den Terrorismus der Arbeitgeber und der einem Offizier der Meyer Garnison unterhielt, dem sie in Kartelle fordern, wenn er die Kulturhöhe fördern will, den Schäferstunden militärische Bapiere entwendete. Schließlich bringt das„ Berliner Tageblatt" aus Konstantinopel einen ganzen Des Schuhmanns Ermessen. Roman von mehr oder weniger erwiesenen Spionagen in der Nähe des Dardanellenforts und der Batterien von Kawal am Bosporus. Die Lage in England. Verschärfung der Situation.. Vor" . * London, 4 April.( Privattelegrammi des Der Tischler Krauert war während eines Streifs in einer watts. Die polifiie Lage hat sich wieder merklich ver. Solzbearbeitungsfabrik in der Usedomstraße zu Berlin von einem Diese Beispiele sind, wie gesagt, von gestern und vorgestern. Thärft. Die Liberalen feiern. Sen Triumphaug des. Premier Schußmann aufgefordert worden, die Usedomstraße zu verlassen. Man sieht, wie sehr sie international sind, wie wenig durch Etrafen. Der Schuhmann glaubte in ihm einen der Streifenden zu erkennen. ministers Asquith nach feinem schottischen Wahlkreis East Fife in gehörte auch zu den Streifenden. Er folgte nicht der Aufforde- noch weniger mit Moral gegen sie auszurichten ist. Sie können eben überschwenglichen Worten und betracten die ihm dargebrachten rung des Schußmanns, sondern sagte ihm, daß er in eine bestimmte nur verschwinden, wenn die gegenwärtige Militärverfaſſung vers Dbationen als gefchen, daß das volt auf ihrer Seite ift Die Kon Gastwirtschaft in derselben Straße gehe. Darauf verbot ihm der schwindet und das Wettrüsten der Völker. servativen ihrerseits peranstalteten heute im Londoner yde Bart Schutzmann auch das Aufsuchen der Wirtschaft. Auch die Aufeine impofante Demonstration, die sich gegen, die Berforderung, das Lokal nicht zu betreten, folgte St. nicht. Notschrei eines bürgerlichen Gemeindekolleginms über A. wurde vom Landgericht freigesprochen, weil der Schußmann den Wahlterror der Zechenherren! gewaltigung Ulfters richtete. Die große Mehrheit der Demonftranten die Aufforderung zum Verlassen der Usedomstraße lediglich deshalb gehörte dem Bürgertum an, aber auch vornehme Herren und Damen an Karhabe ergehen lassen, weil die vorgefeyte Behörde die SchutzIn der Gemeinde Freifenbruch bei Bochum terrorisierte brängten fich um die, Rednertribünen, von denen unter anderen leute angewiesen hatte, während des Streits in der fraglichen die, Berwaltung der Zeche„ Eintracht Tiefbau" bei den Gemeinde. Balfour, Cation. und Smith sprachen 8u gleicher Zeit abrit das Herumstehen und Serumgehen der Streifenden in der ratswahlen seit Jahren die von ihr abhängigen Wähler wie die den Usedomstraße zu verhindern. Für das Verbot des Betretens des Bechenkandidaten entgegengestellten bürgerlichen und fand auf dem Trafalgar Square: eine große Arbeiter fraglichen Totals habe der Beamte erwogen, es sei möglicherweise kandidaten. So wurde einem bürgerlichen Kandidaten, Epezerei bersammlung statt, in der für die gemeinen Soldaten zu befürchten, daß später beim Serauskommen aus dem Lokal Be- warenhändler, die Existenz genommen, indem eine Verkaufsstelle des dasselbe Recht des nur beding ingsweisen Gehorsams lästigungen von Beamten und Störungen des Verkehrs vorkommen Bechentonfumvereins in einem nebenan liegenden Haufe eingerichtet berlangt wurde, das die Konjervativen den Pffizieren zu erben, da sie nur das augenblickliche Verkehrsbedürfnis schüße, und von den Zechenbeamten und Arbeitern verlangt wurde, fortan fönnten. Auch hier fönne die Verordnung nicht angewendet prochen wollen. Dhe Soldaten widen aufgefordert, nicht aber das einmal vielleicht später hervortretende. Der Schuß nur im Zechenladen zu kaufen.. Bei der letzten Wahl( im November 1918) #ft auf ihre streifenden laijengenossen zu manut hätte abwarten müssen, bis die befürchteten Störungen un- fagte der Obersteiger Wilhelm Hunscher am Tage vor der Wahl zu 4gießeit. Der Hauptrebner in dieser Versammlung par mittelbar bevorstehend wurden-oder in die Erscheinung traten. den Arbeitern: Ich bin beauftragt, Ihnen zu sagen, artin, der ji auf dem Wege nach Fife befindet, um Asquith gewesen, so daß eine Bestrafung des Angeklagten nicht eintreten wähleu haben und wenn Sie das nicht tun wollen, Seine Anordnungen seien bei der festgestellten Sachlage unpietiam daß Sie morgen den Betriebsführer Hirschfeld zu als Gegenkandidat entgegenzutreten. fönne. Die Staatsanwaltschaft legte Revision ein. Das Kammergericht verwarf jekt die Revision der Staats: anwaltschaft, so daß es bei der Freisprechung verbleibt. Es führte unter anderem aus: Den Darlegungen der Straffammer fei beizu treten. Was die erste Anordnung angehe, die Ulsedontstraße zu ver lassen, so sei zutreffend festgestellt, daß, da der Beamte lediglich einen Befehl der vorgefeßten Behörde ausgeführt habe, von einer eigenen, in Interesse des Verkehrsbedürfnisses erlaffenen Auf tönne. Die Straßenpolizeiverordnung sei also durch die Nicht forderung des Schumanns, des Aufsichtsbeamten, keine Rede sein befolgung nicht übertreten... Politische Uebersicht. dann werden Sie gefündigt." Einige Steiger haben den ihnen gewordenen Auftrag zwar in io der Form etwas milder, dem Sinne nach aber genau fo strifte aus. geführt. Es ist den Wählern, die Arbeiter der Beche„ Eintracht Tiefbau" find, gefagt worden:„ Wenn Sie dem Betriebsführer Hirschfeld Ihre Stimme nicht geben, dann haben Sie die Folgen zu tragen, bedenten Sie aber, daß diese schwer sein fönnen." Man hat die Arbeiter aus der Grube geholt, fie zum Wabllotal geführt das auf vielen Zechen und Werken des westfälischen Industriegebiets und sie auf Kommando den Zechenkandidaten wählen lassen, wie fo gemacht wird. Asquiths Wahlagitation. London, 4. April.( 2.B) Premierminister Asquith bielt heute in. Babybank eine mit großer Begeisterung auf henommene ah frede, in ber er sagte: In den letzten Wochen fet dit albetes Märthen in Umlauf gefegt worden, bemaufolge die Regierung den Augenblid, in dem sie Vorschläge zu ice. Verständigung in der Somerulestreitstage, machte, dazu aus erwählt habe, um ein Komplott zur Herausforderung Ulsters ein erwählt habe, um ein Komplott zur Herausforderung Ulsters einzuleiten. Es jei auch die Vermutung ausgesprochen worden, daß te bas riegsministerium übernommen habe, um nicht imt Bartament tit bor Opposition die Waffen freugen zu müssen.-- Ferner Jetzt hat sich die Gemeindevertretung, einschließlich des Gemeinde feien seine Reden als herausfordernd bezeichnet worden. Dies be vorstehers und dessen Stellvertreters, im ganzen vier Zentrumsleute, relle er aber. Premierminister Asquith: wandte sich darauf zwei Liberale und ein Sozialdemokrat, in einer Eingabe an den ite Armeefrage und zollte dem Eifer und der Ergebenheit preußischen Landtag, an die Fraftionen des Reichstags Der Armee und Flotte die wärmste Anerkennung. Er sei überzeugt, In einer längeren Auslaffung beschäftigt sich die„ Nordd. und an den Minister des Junern gewandt und unter Hinidaß man darauf rechnen könne, daß sie bom Höchsten bis zum Allgem. Zeitung" mit der Frage der Reichstagsverweis auf diesen Terror die Notwendigkeit der Einführung der interften: ihre Pflichten erfüllen würden. Die Armee folle tagung. In dem bekannten Bethmannschen. Schulmeister- geheimen Wahl begründet. Es heißt in der Eingabe: „ Wenn der Wähler befürchten muß, wegen seiner Abstimmung fein politisches Werkzeug werden; sie habe eine ton wird dem Reichstag vorgehalten, daß er seine Funktion Stimme bei der Gestaltung der englischen Bo- als Bewilligungsmaschine nicht schnell genug erfülle. Er habe Arbeit und Brot zu verlieren, dann wird er seine Entschließung ritit oder der Formung der Geseze. Die Armee werde nichts die Verpflichtung Selbstbeschränkung zu üben und die Reden nicht nach bestem Wissen und Gewissen treffen können, sondern Politisches von ihm hören, und er erwarte, auch von der Armee einzuschränken. Dann versichert, das Kanzlerblatt, daß die dann wird er als Söriger dem Kommando berer folgen, deren nichts Politisches zu hören... Die Berantwortung für die Frage der Freifarten keine Rolle spiele. Die„ Taktik der Brutalität er ausgefekt ist. Die Wähler der zweiten Abteilung, Erhaltung des inneren Friedens läge bei den Behörden und der Nadelstiche" dürfe man dem Reichskanzler nicht zumuten. Für die in der Hauptsache dem Terrorismus ausgesetzt sind, sind Bolizei, es fomme nur in glücklicherweise seltenen Notfällen bor, die Regierung hänge die Vertagung lediglich davon ab, ob sie Bürger der Gemeinde, die vielfach mit Haus und Grundbesitz an bah- eine Armee von der bürgerlichen Gewalt angerufen würde. für den geregelten Gang der Reichstagsgeschäfte zwed mäßig dem Wohl und Wehe der Gemeinde interessiert sind. Dieses Intertr Schluß oder Bertagung. Annonce mitbringen! Wert 3 Mark Grösstes Geschäft dieser Art in Moabit OsterEinkäufe aut Kredit macht man am besten und billigsten bei Hugo Udo Cohn nur Kottbuser Damm 13, E. 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Die mit behördlichen Abzeichent -bieler von 100 000 kronen und der Staat von 200 000 mindestens ebenso groß als das Interesse des Grubenkapitals, Wie wenig der Staat sich um die Lage der Veteranen versehenen Kommissäre hatten das Recht, in alle Wohnungen eins welches, wenn sich anderswo eine bessere Verzinsung bietet, ohne fümmert, zeigt folgendes Beispiel: Der Kriegsveteran Rienäder zutreten. Dies gab in manchen, von reichen Leuten bewohnten Rücksicht auf das Wohl der Gemeinden auswandert von Helbra lebt in bitterster Not. Er sowohl als seine Ehefrau Häusern zu mancherlei Reibungen Veranlassung. Die Disziplin und die Betriebsstätte zum Stilliegen bringt." Zum Schluß sind beide gänzlich erwerbsunfähig. Rienäder trat im Jahre 1869 und Intelligenz, die Pünktlichkeit und Gewissenhaftigkeit, die bei heißt es dann:„ Wenn bei dieser Tendenz auch noch die Gesetz- als Rekrut in die 4. Kompagnie des Braunschw. Inf. Regts. Nr. 32 dieser Gelegenheit die organisierten Arbeiter bekundeten, ist ein gebung ermöglicht, daß durch den hier geschilderten Terrorismus ein, machte den Feldzug 1870/71 mit und nahm, wie aus dem glänzender Beweis der jahrzehntelang geleisteten Bildungsarbeit Militärpaß zu ersehen ist, an die Zusammenschung des Gemeindekollegiums nichts anderes ist Schlachten und Gefechten hervorragenden Anteil. Et wurde 1871 der Gewerkschaften und der sozialdemokratischer Partei. als eine Interessenvertretung des Industriefapitals, zum Gefreifen und 1872 zum Unteroffizier befördert. Im Jahre Es wurden in Budapest und in den umliegenden, von den in dann kann an eine gedeihliche Entwickelung der Gemeinde nicht 1878 wurde er als dienstunbrauchbar entlassen, wobei er den Budapest arbeitenden Arbeitern bewohnten Gemeinden rund mehr gedacht werden. Dann kann aber auch von Bürgerrecht und großen Fehler beging, ohne Zivilversorgungsschein zu gehen. Erst 30 000 Arbeitslose gezählt, das ist 15 Proz. der ganzen Bürgerfreiheit im preußischen Vaterlande nicht mehr die Rede später, als sich die Folgen des strapaziöjen Feldzuges bemerkbar industriellen Arbeiterschaft, obwohl der Zeitpunkt der Zählung so fein." machten, versuchte er vergeblich, seine Ansprüche dem Militärfistus gewählt war, daß die Saisonarbeiter in dieser Zahl nicht inbeDiese Eingabe ist gleichzeitig eine treffende Kritik der gegenüber geltend zu machen. Aber überall, wo er auch antlopft, griffen sind. Es ist weiter zu berücksichtigen, daß die schon mehr nationalliberalen und Zentrumspartei, deren Politik solche Zu- wird er abgewiesen, sogar der liebe, gute Arendt konnte weiter als anderthalb Jahre währende Depression einen sehr großen Teil stände möglich macht. Die bürgerliche Presse unterschlägt mit nichts tun, als dem armen Manne eine Zehnpfennigmarke, die er der Arbeitslosen aus Budapest vertrieb; manche gingen ins Auswenigen Ausnahmen diese Tatsachen, weil der direkte oder in- zu einem Bittschreiben an den," wahren Freund der Arbeiter land, sehr viele wanderten in ihre Heimatsdörfer zurück. BerüdMansfelds" gerichtet hatte, zurückzuerstatten. Und so muß der direfte Einfluß des Zechen und Industrietapitals bis in die alte Strieger weiter bettelnd durch die Lande fichtigt nian dies, so ist es nicht übertrieben, wenn man die Zahl bürgerlichen Nedaktionen hineinreicht. Unterstüßungsgesuche an die zuständigen Behörden der Arbeitslosen für Dezember mit 45- bis 50 Tausend ansetzt. werden abgewiesen mit dem Vermerk:„ Nach Auskunft der Behörde Diese Schäßung findet eine Bestätigung in der Mitgliederzahl der sind Sie nicht bedürftig." Und warum ist der Bedauernswerte nicht Budapester Krankenversicherungskasse, die ein Minus von 42000 bedürftig? Weil er feinem Kriegerverein ander gleichen Periode früherer Jahre gegenüber ausweist. Die sogehört, auch die reichstreue Speichelleckerei, die sonst in Mans- fortige Inangriffnahme der öffentlichen Arbeiten, die Unterstübung feld üblich ist, nicht mitmachen will. So wird dem Aermsten jeder der Arbeitslosen aus Gemeinde- und Staatsmitteln, die obligatoeg versperrt. Dem Vaterlande" seine Gesundheit geopfert und rische Versicherung gegen Arbeitslosigkeit nach dem Genter Systent dafür darben, das ist der Lohn. - diese Forderungen erheben die organisierten Arbeiter, und ihre worden. Offenbar auf höhere Weisung. Man suchte diese Forderungen erhalten durch die Größe und Tiefe des durch die befremdliche Maßnahme mit der angeblichen Befürchtung zu begründen, daß das Publikum gegen Pegoud wegen seines Ein in der militärischen Rechtspflege wohl einzig dastehender 3ählung enthüllten Massenelends eine außerordentliche Kraft und Mailänder Abenteuers er sollte arglistigerweise aus Ron- Straffall lag jetzt dem Dresdener Oberfriegsgericht zur Dringlichkeit. Obwohl das Material statistisch noch nicht gesichtet kurrenzneid an dem durch ihn gelieferten Bleriotapparat für Aburteilung vor. Der Soldat Bley war im vergangenen Herbst und die Ergebnisse außer der Zahl der Arbeitslosen- noch kurrenzneid an dem durch ihn gelieferten Bleriotapparat für kann doch aus den Berichten sehr einen italienischen Flieger Veränderungen vorgenommen als mangelhaft erzogener, haltlofer Mensch beim Inf. Regt. Nr. 109 nicht festgestellt sind, kann doch einen italienischen Flieger Veränderungen vorgenommen in Baußen eingestellt worden. Anfangs gefiel es ihm ganz gut festgestellt werden, daß die stille haben, die das Leben des Konkurrenten gefährdeten ein Haberfeldtreiben inszenieren könnte. Diese Ausrede wird beim Militär, aber er mußte bald einsehen, daß er auch beim Militär Mobilisierung des vergangenen Jahres und die allum ihre Stellung aber von der Münchener Bost" weidlich verspottet. Pegoud nicht festen Fuß faffen fonnte. Er soll sich dann brieflich und münd- gemeine Banik die meisten Arbeiter Und so haben die Arbeiter ein zehnfach erlich seiner Braut gegenüber dahin ausgesprochen haben, daß es ihm gebracht hat. hat denn auch durch den französischen Botschafter Vorstellungen in der Kaserne nicht gefalle, und beide sollen schließlich darauf hin- härtetes Recht, von dem Staate auch eine Abhilfe zu fordern. Mit erheben lassen und die Mailänder Darstellung als gänzlich falsch bezeichnet. edenfalls hat man ihn ja auch aus Mai- gewirkt haben, die Befreiung vom Militärdienst zu erzielen. Am der Zählung ist es ebensowenig getan, als mit den Almosen, die die Tand, wo er sich selbst den Behörden gestellt hatte, ungefährdet 10. Dezember früh in der achten Stunde spielte sich dann ein Vor- Kommune Budapest in der Höhe man sollte lieber jagen, in der gang ab, der die Grundlage zu der Anklage bildete. Bley Niedrigkeit ziehen lassen. In München ist man deshalb in neue Er- schildert die Einzelheiten folgendermaßen: Die ersten Tage im De- Kronen den Arbeitslosen hinwarf. Die erschöpften, am Ende ihrer wägungen" eingetreten. Dafür hat der Hamburger Senat nun auch sein Auftreten in der freien Hansastadt zember habe er oft über sein verfehltes Leben nachgedacht und sich finanziellen Leistungsfähigkeit angelangten Gewerkschaften forder berboten. Angeblich weil man Flurbeschädigungen durch Zaun dabei nur mit Selbstmordgedanken getragen. Am mit vollem Rechte, daß Staat und Gemeinden die gemeinnützige gäste befürchtet. Doch vermutet man noch andere Motive. sei eine Schrankdurchsicht vorgenommen soziale Funktion und organisatorische Tüchtigkeit der freien Ge= Wozu eigentlich diese Nadelstiche? Will man sich etwa Gefreiten 2ump" genannt worden: werkschaften anerkennen und sie zur Trägerin der Arbeitslojen für die Festhaltung der deutschen Ballon- und Flugzeugführer auch habe der Gefreite gefagt:„ Wer weiß unter was für unterstübung und-versicherung machen. einer Maste Du hierher gekommen ist!" Das habe in Rußland durch unhöfliche Behandlung des franzö einer Maste Du hierher gekommen bist!" Das habe fischen Fliegers revanchieren? Das wäre ebenso fleinlich dem Faß den Boden ausgeschlagen und nun habe er endgültig wie töricht! Wenn sich schon hochwohllöbliche Behörden mit beschloisen Selbstmord zu begehen. Am folgenden aller Gewalt blamieren wollen, so mögen fie fich wenigstens aus dem vierten Stodwerk der Kaserne hinab Morgen nach Beendigung der Instruktionsstunde habe er sich, um eine Gelegenheit aussuchen, wo sie nicht das deutsche zu stürzen, aus dem Fenster geschwungen, sei am äußeren Fenstersims hängen geblieben und dann von Kameraden schnell gepadt und wieder hinein Staatliche Intoleranz gegen Freireligiöse im ,, liberalen" gezogen worden. Einige Soldaten bestätigen das und er flären, im Augenblick den Eindruck gehabt zu haben, daß Bleh sich das Leben nehmen wollte. Die Antlagebehörde stellte sich indes auf Der badische Kultusminister Böhm hat entschieden, daß die in den Standpunkt, daß der Selbstmord versuch fein ernst Karlsruhe, Pforzheim, Freiburg und Heidelberg bestehenden freilicher, vielmehr von Bley nur vorgetäuscht war, religiösen Gemeinden nicht das Recht hätten, im Sinne des§ 34 damit man ihn für geistig nicht normal erklären und Inkompatibilitäten betont. Sodann lehnte die Kammer mit 359 des badischen Schulgesetzes die Anstellung von freireligiösen Die Folge war eine Anklage gegen 103 Stimmen einen Antrag Colly ab, wonach die Lehrern zu verlangen. Ebensowenig sei diesen Gemeinden ein vom Militär entlassen sollte! rechtlicher Anspruch auf Einrichtung von Religionsunterricht für gegen Bleh wegen Berbrechens nach§ 83 des D.-St.-G.-B.( Bore Tatsachen, wegen deren Gaillaug, Monis, Barthau und ihre schulpflichtigen Kinder zuzugestehen. fchüßen eines Gebrechens, um sich der geiezlichen Dienstpflicht zu Briand getadelt werden, der zuständigen Gerichtsbar entziehen, im Sinne der Fahnenflucht!). Obgleich der lebensmüde tett überwiefen werden solfen. Die Stammer lehnte die ErSoldat, der schon vor seinem Diensteintritt einen Selbstmordversuch öffnung einer richterlichen Untersuchung durch Handaufheben ab unternommen hat, mit aller Entschiedenheit bestritt, ben Selbst- und nahm schließlich mit 325 gegen 126 Stimmen eine Tagesmordveriu nur simuliert zu haben, und obgleich der ordnung an, welche den Entschluß ausdrückt, die Trennung Sachverständige erklärte, daß Simulation nach Lage der Gewalten auf die wirksamite Art zu sichern. der Sache ausgeschlossen sei und Bley aus Lebens- Unter lebhafter Bewegung wurde alsdann die Legislatur überdruß gehandelt habe, tam das Striegsgericht zu periode um 2 Uhr nachts mit einer Rede des Präsidenten Des einer gegenteiligen Auffassung. Es hielt nicht chanel geschlossen, welcher die Tätigkeit der Kammer rühmend einen ernst gemeinten Selbstmordversuch, sondern hervorhob und die von ihr beschlossenen wichtigsten Geseze aufraffinierte Simulation Simulation für vorliegend und zählte. Als Deschanel auch das Dreijahrsgesetz erwähnte, Auf der anderen Seite bewilligte erst Ende vorigen Monats verurteilte den bedauernswerten Soldaten zu sechs Monaten riefen die Sozialisten: Nieder mit den 3 Jahren! Desdie Budgetkommission des Landtags auf weitere zehn Jahre die Gefängnis und Bersetzung in die zweite Stlasse des Soldaten chanel entgegnete darauf mit erhobener Stimme: Die Kammer fogenannte Dotation, durch welche den in Baden anerkannten, Reli- ftandes! Auch wurde die fofortige Festnahme verfügt. wollte, daß die Armee verstärkt und die Grenzen besser geschüßt gionsgemeinschaften( Katholiken, Protestanten, Altkatholiken und Gegen das friegsgerichtliche Urteil legte Bleh Berufung ein und werden. Sie sind es. Diese Worte riefen bei einem großen Teile Jiraeliten) jährlich 700 000 M. zufließen. Mit seiner Ent- machte geltend, daß er sich damals in einer verzweifelten Stimmung des Hauses lebhaften Beifall hervor. scheidung gegen die freireligiösen Gemeinden hat sich der Minister befunden habe und ihm alles egal gewefen sei; er wollte aus dem zum Werkzeug der schwarz- blauen Reaktion gemacht, denn von Leben scheiden. Bley hat auch nach der Rettung gesagt:„ Ich mache Bieser Seite wurde bisher der freireligiöse Unterricht am heftigsten es doch wieder!" Die Beweisaufnahme vor dem Berufungsgericht befehdet. Die Angelegenheit soll nach den Osterferien im badischen batte ein so negatives Ergebnis, daß das Gericht ohne weiteres es doch wieder!" Die Beweisaufnahme vor dem Berufungsgericht Landtag zur Sprache lommen. Lebensüberdruß und nicht Simulation für vor liegend erachtete, auf Freisprechung erkannte und Bleh sofort aus der Haft entließ. Volkblamieren können! Baden. Die freireligiöse Gemeinde Freiburg hatte von dem bortigen Stadtrat die Stellung eines Religionslehrers oder die Erteilung des freireligiösen Unterrichts durch einen städtischen Lehrer der langt, weil der oben erwähnte§ 34 des Schulgefeßes dies zuläßt, fobald für 40 und mehr Kinder ein solcher Unterricht verlangt wird. Bisher wurden durch einen vom badisch- pfälzischen Brediger verband angestellten Prediger in Karlsruhe, Pforzheim, Freiburg und Heidelberg bereits etwa 250 Kinder freireligiös unterrichtet, in Mannheim, dessen freireligiöse Gemeinde Korporationsrechte hat, erhalten etwa 1000 Kinder durch städtische Lehrer frei religiösen Unterricht. -Ein freireligiöser Stadtrat nicht bestätigt. Die sozialdemokratische Mehrheit des Geraer Gemeinderats hatte den bürgerlichen Rechtskonsulenten Hartmann zum Stadtrat gomählt. Bisher hatte die Regierung des Fürstentums Reuß i. 2. die von der sozialdemokratischen Mehrheit gewählten Kandidaten, penn fie aus bürgerlichen Areifen stammten, ohne weiteres bestätigt; nur eingeschriebenen Mitgliedern der sozialdemokratischen Organisation hatte sie ihre Bestätigung versagt. Nunmehr ist auch Hartmann die Bestätigung versagt worden. Da Hartmann sich in der Bürgerschaft allgemeiner Achtung erfreut, dürfte der AbIchnungsgrund in seiner freireligiösen Anschauung zu juchen sein. Die Reaktion macht also auch in Reuß i. 2. ansehnliche Fortschritte! 9. Dezember abends und er dabei " Die Streikbewegung in Rußland. Riga, 4. April. In der Fabrik Prowodnik streifen dreitausend Arbeiter außer den piertausend Arbeitern der geschlossenen Galoschenabteilung. In der Maschinenfabrik von Richard Pole streiken drei hundert und in der Rigaer Drahtfabrik vierhundert Arbeiter. Steigende Erregung in Petersburg. Frankreich. Din legte Kammerſibung. Rammer mit 342 gegen 141 Stimmen die Priorität für den AnBaris, 4. April. In der gestrigen Nachtsibung lehnie die trag Delahaye ab, wonach gegen Monis und Caillaug wegen Beamtenbestechung ein gerichtliches Verfahren eingeleitet werden soll. Die Kammer nahm mit allen 488 Stimmen die von Renard und Daria c eingebrachte Tagesordnung an, die von den Schlußfolgerungen der Untersuchungskommission Kenntnis nimmt, die mißbräuchlichen Einmischungen der Finanz in die Politik und der Politik in die Angelegenheiten der Justiz tadelt und die Notwendigkeit eines Gesezes über die parlamentarischen Die neue Rammer wird am 1. Juni zusammentreten. Rücktritt Fabres. Paris, 4. April. Der Ministerrat beauftragte heute in einer außerordentlichen Sigung den Juftigminister, den Grad der Verantwortlichkeiten der Gerichtspersonen in per Rochetteangelegenheit nachzuprüfen. Der Rücktritt des General staatsanwalts Fabre ist ins Auge gefaßt. Letzte Nachrichten. Caillaux bleibt Politiker. Mamere, 4. April.( W. T. B.) Caillaur hat den an ihn gerichteten dringenden Bitten nachgebend sich entschlossen, bei den Neuwahlen am 26. April wieder zu kandi. dieren. Petersburg, 4. April.( T. U.) Der streifenden Arbeiter hat sich eine tiefe Erregung bemächtigt, weil die Der Schlußakt einer Soldatentragödic Material warenhändler den den Kredit kün. Mek, 4. April. Vor dem Kriegsgericht der 38. Division. digten. Ta die Arbeiter zum größten Teil von der Hand hatten sich heute drei Dragoner der 3. Schwadron des Dragoner. zum Mund leben, droht eine Hungersnot auszubrechen. regiments Nr. 9 zu verantworten, die angeflagt waren, zwei Refru Die Läden werden von Polizeimannschaften bewacht, da, wie ten der Schwadron mißhandelt und den Tod eines von ihnen, des verlautet, die Arbeiter sich die Nahrungsmittel mit Gewalt Dragoners Emeluth, verursacht zu haben, da sie ihn durch die verschaffen wollen. Verurteilte Demonstranten. Ungarn. Arbeitslosenclend in Budapest. Mißhandlungen zum Selbstmord getrieben haben. Das Urteil lautete gegen den Dragoner Korengel auf drei Monate, gegen ihrem Gutachten als festgestellt, daß der Dragoner Selbstmord durch Erhängen berübt habe, daß aber der Selbstmord in ursäch lichem Zusammenhang mit den Mißhandlungen stehe. Strafvollzug an einem Schwerkranken. Die schlesische Rechtsprechung ist seit langem berühmt, die schlesische Strafvollstreckung soll es anscheinend auch werden. Aus Waldenburg i. Schl. wird folgender kaum glaublicher Fall gemeldet Der Kolporteur Fuhrmann hat durch einen Grubenunfall Petersburg, 4. April.( T. 11.) Der Stadtpräfeft verurteilte Meinecke auf sechs Monate und gegen Schwabedahl auf neun eine schwere Stopfverlegung erlitten, die vor Jahren eine kom gestern wegen Teilnahme an den Straßendemonstratio- Monate Gefängnis. Außerdem wurde der Wachtmeister der plizierte Schädel operation nötig machte. F. befand nen und wegen Abfingens revolutionärer Lieder 32 Demon- Schwadron, Müller, wegen ungenügender Beaufsichtigung mit sich ständig in ärztlicher Behandlung und wurde erst im firanten, darunter 5 Frauen, auf administrativem Wege zu je fieben Tagen Arrest bestraft. Die Sachverständigen erachteten in Herbst vorigen Jahres aus der Breslauer Klinik mit dem einem Monat Haft. niederdrückenden Bescheid entlassen, daß er in absehbarer Zeit sein Augenlicht verlieren würde. Wegen Beleidigung eines Fabrikanten erhielt er bier Monate Gefängnis. Unter Vorlegung ärztlicher Atteste versuchte er Strafaufschub zu erlangen. Er wurde abgewiesen und eines Tages wurde Ende März fand in Budapest eine Arbeitslosenzählung statt, Fuhrmann durch einen Polizeibeamten zum Strafantritt zwangs die von der sozialpolitischen Sektion der Stadtverwaltung Hand in weise abgeführt. Obgleich der Verhaftete während der ganzen Hand mit der Gewerkschaftskommission veranstaltet wurde. Die Zeit in der Lazarettabteilung lag, hat sich sein Zustand natür- Tatsache der Zählung an und für sich, noch mehr aber die Art lich wesentlich verschlimmert. Beim Verlassen des Gefäng- und Weise ihrer Durchführung ist ein großer Erfolg der ungari nisses nach seinen 4 Monaten konnte er sich faum auf den schen Gewerkschaften. In einem Lande, wo die Arbeiter weder in Füßen halten und mußte sofort in ärztliche Behandlung ge- der Gemeinde, noch im Parlament vertreten sind, ist es teine leichte bracht werden. So werden sozialdemokratische Gesezesüber- Sache, den Behörden auch nur den Gedanken an eine soziale BflichtEin ungarischer Ort vom Feuer zerstört. treter behandelt! erfüllung beizubringen. An der Zählung beteiligten sich 6000 Ktom- Sohl( Ungarn), 4. April. Der Ort Garam- Halazzi bei missäre, deren größter Teil 4500- durch die Gewerkschaften Bad Galiacs ist niedergebrannt. Nur zehn Häuser und gestellt wurde. Sämtliche Kontrolleure waren Beamte oder Ver- die Kachelofenfabrik blieben vom Feuer verschont Der franke Fürst Eulenburg fann sich freuen, daß er nicht Sozialdemokrat ist und nicht in Schlesien wohnt! Die Opfer der Kämpfe um Torreon. New York, 4. April. Nach einer Depesche aus Torreon hat die Garnison Velascos aus 5000 Mann bestanden, von denen 1500 getötet und verwundet worden sind. Washington, 4. April. Wie der Konsularagent Carothers meldet, haben die Verluste ber Rebellen bei Torreon 1200 Zote und Verwundete betragen, Ottern 1914 Die Sport- Jacke als vollkommener Ersatz des Paletots für junge Damen. Aus schöner, flauschartiger Ware in vielen modernen Farben, ungemein schick mit Gürtel und aufgesetzten Taschen 1275 Eine leg. Cotelé- Kostüm. aus guter Ware, Blusenfasson und Tunique machen es besonders reizvoll. Ein schöner Seidenkragen mit schottischem Vorstoß und eine große Schleife zieren es. Sehr preiswert! 19 75 Der entzückende imit. 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Königstrasse 33 Am Bahnhot Alexanderpl Chausseestr. 113 Beim Stettiner Bahnhof Am heutigen Palmsonntag bleiben unsere Geschäfte ausnahmsweise von 12-6 Uhr nachmittags geöffnet Berantw. Rebatt.: Alfred Wielepp, Neukölln. Inseratenteil beranto Th. Glede, Berlin. Drud u. Verlag: Borwärts Buchbr. u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. من C 15 Te e G fd fe 6 G in m al $ fü ne bo ho δα At de M m Str Bu bi me fo ba ti Hierzu 6 Beilagen f i Nr. 94. 31. IahtMS. 1. SkilW iits JoroWs" Öftlinrt{lolbblitl Sssutilg. 5. April 1914. Gewerkfthastliches. Kapitaliftenunverlchämcheit. Wie sick> die Uirternehmer einen idealen Arbeiter vor- stellen, ist aus dem Inhalt von Fragebogen zu entnehmen, die jetzt von einer Anzahl größerer Firmen in Thüringen an stellemulhende Hausdiener gesandt werden. So ein armer Teufel, dem die Not die Feder in die Hand drückt, uni den Fragebogen auszufüllen, muß bei Beantwortung der vierzig Fragen eine wahre Gewissensfolter über sich ergeben lassen. Doch Hunger tut web. und wenn einem Proletarier der Jammer von Weib und Kind unerträglich geworden ist, dann ist er nicht mehr in der Läge, dem menschenentwiirdigenden Ver- langen der Kapitalsprotzen zu widerstehen. An den Arbeitslosen werden unter anderem folgende Fragen gerichtet: Wie alt sind Sie? Größe nach Zentimetern? Was ist Ihr Boter? Konfession? Sind Sie gesund? Sind.sie oder waren Sie früher lungenleidend? Sind Sie mit Krämpfen beHafte!? �ind«ie verheiratet? Wieviel Kinder vorhanden? t-ind!sie Soldat gewesen? Sind Sie als Invalide oder Halbinvalide entlassen? Dann folgen eine ganze Anzahl Fragen, durch deren Be- antwortung der Arbeiter Auskunft über seine Fähigkeiten geben soll. Und was da nicht alles verlangt wird! Der Stellensuchende soll Postpakete und Bahnsendungen packen können. Er soll Schaufenster putzen. Schreibarbeiten ver- richten, den Fahrstuhl, die Bogenlampen und die Zentral- Heizung bedienen, Pferde pflegen und Automobile bedienen, ferner Gartenarbeit verrichten und Radfahren können! Tann kommt die für die Unternehmer wichtigste Frage tu Fettdruck: Wie lauten Ihre Ansprüche?(Ter Betrag soll bestimmt angegeben werden.) Cr wird dann weiter gefragt: Suchen Sie Tauerstellung? �suchen vsie vc> übergehende Stellung? !sind Sie außer Stellung? Wie lange? Warum? Ist Ihr Chef von Ihrem Abgange unterrichtet? Sollten Sie zeitweise außer Stellung gewesen sein, dann bitten wir dies auf der Rücheite unter Angabe des Grundes hierfür, der Zeit und des Ortes Ihres damaligen Aufenthalts anzugeben. � Schließlich wird der Arbeitslose dann noch gefragt, ob l er sich v o l n i s ch und wendisch verständigen könne! Wie Man sieht, ist Bescheidenheit bei den Unternehmern nicht zu I finden, wenn es gilt, Anforderungen an den Arbeiter zu stellen. Tagegeil wird dieiem keiil Sterbenswörtchen von den Aedinguilgen mitgeteilt, unter denen er leine Tätigkeit be- binnen soll. Tie Art der Fragestellung läßt aber den Schluß daß es den„Chefs" vor allem auf die Erlangung billiger Arbeitskräfte ankommt. Tie Fragen, die vom Arbeiter Auf- schluß über sein Vor- und Familienleben verlangen, kenn- zeichnen ihre Urheber am besten und beweisen, daß der moderne Kavftalist sich in der Rolle des mittelalterlichen Großinquisitors recht wohl fühlt, wenn es sein Interesse er- heischt._ Serlin und UmgegenS. Ter Streik der Klempner für Bierdrnckapparate. Aus die Aufforderung der Arbeiter, bis zum 1. April ihren Standpunkt bekanntzugeben, traf nach längerem Hin und Her eine in der Versammlung der Unternehmer gefaßte Resolution ein. die u. a. besagt, daß eine allgemeine Lohnausbefferung nicht möglich sei, daß sie aber den einzelnen?lrbeitgebern anheimstellen,"mit ibren Arbeitern einzeln von Fall zu Fall sich über den Lohnsatz zu verständigen. Auf einen bestimmten Lohnsatz könnten sie sich nicht festlegen. Auf diese �Antwort hin beschloffen die Arbeiter gegen fünf Stimmen den Streik. Bei einer neuerlichen Verhandlung stellten sich die Unter- nehmer aus denselben Standpunkt und erklärten, daß sie einen Tarif nickt abschließen würden. Zuletzt waren sie bereit, den alten Tarif weiterbestehen zu lassen. Tie Arbeiter lehnten das glattweg ab. und damit waren die Verhandlungen mit der Unternehmer- orgonisation abgebrochen.> Nunmehr wurden Verhandlungen mit drei namhaften Einzek- tirmen angeknüpft, die zu einem wesentlich günstigeren Resultat führten. Es wurde zugestanden: Ter Mindestlohn beträgt für Klempner und Monteure 75 Pf. l bisher 65 Pf.) pro Stunde. Vom 1. April tstlS bis I. April 1916 76!-- Pr. und von da ab 78 Pf. pro Stunde. Dieser Mindestlohn mutz, gleichviel ob Lohn oder Akkord gearbeitet wird, unter allen Umständen gezahlt werden. Für alle?lrbeiten aiißerbalb der Werkstatt über VA Stunden ist außer dem Fahrgeld ein Aufschlag von 5 Pf. pro Stunde zu bezahlen. Dieser Vertrag ist von den drei Firmen schon unterschrieben. Nack längerer Debatte stimmte eine am Sonnabend abgehaltene Versammlung dem zu._ Rur weiter so, Herr p. Gwirnier! Dieser Wunsch, der in der Versammlung der Bankbeamten am 3. d. M. dem Sinne nach von verschiedenen Rednern an?- gesprochen wurde, ist durchaus berechtigt. Einen besseren Agitator als den Generalgewaltigen der Deutschen Bank kann sich der Bank- beamtenverband nicht wünschen. Mit rührender Sorgfalt war die Direktion der Deutschen Bank bisher bemüht, den Agitattonsstotf des Allgemeinen Bankbeamtenverbcmdes nicht ausgehen zu lassen. Und wenn am Donnerstag wieder eine Versammlung, die von über 1909 Bantbeamten besucht war, abgehalten werden konnte, dem Herrenhausmitglied Herrn v. G w i n n e r gebührt der Dank. Die Versammlung war den Ausführungen des Diktators der Deutschen Bank gelegentlich der letzten Generalversammlung ge- widmet. Die Wiedergabe der AnSsübrungen des Reserenten Marx können wir uns ersparen, da der»V o r w ä r t s" dieAeuße- rungen des Herrn Gwinner bereits ausführlich wiedergegeben und entsprechend kritisiert hat, und neues konnten der Referent sowohl wie die Diskussionsredner, unter denen sich Genosse Breiischeid und der Demokrat v. Gerlach befanden, nicht berichten. Daß alle kleußerungen gegen die Bankgewaltigen mit demon- straiivem Beifall aufgenommen wurden, spricht durchaus für die erfolgreiche Werbetätigkeit der Bankdirektionen. Die nachfolgende Resolution fand einstimmige Annahme: Die am 3. April 1914 aus Einladung des Allgemeinen Verbandes der Deutschen Bankbeamten in den Kammeriälen tagende öffentliche Bankbeamtenversammlung hat mit tiefem Bedauern und lebhafter Entrüstung van den Aus- ftihrungen Kenntnis genommen, die Herr Direktor v. Gwinner, Mitglied des preußischen Herrenbauses, am 31. März in der Generalversammlung der Deutschen Bank gemackt hat. Tie versammelten Bankbeamten Grotz-Berlins protestieren einmütig gegen die durch Herrn V. Gwinner bekundete Mißachtung ihrer Arbeit. Ebenso entschieden verurteilt die Versammlung die Herab- fetzung der gewerkschaftlichen Organisation, ihrer beruslicheu Vertreter sowohl wie ibrer Vertrauensmänner, die das Ver- trauen der Kollegen zu diesem Amte berief. Demgegenüber bekennt sich die Groß-Berliner Bankbeainten- schaft mit berechtigtem Stolze aufs neue zu ihrer gewertschaft- lichen Organisation, indem sie ihrer Ueberzengung dahin Ausdruck verleibt, daß einzig und allein der Allgemeine Verband die Interesse» der Arbeit der Bankbeamten gegenüber den Interessen der ohne diese Arbeit' toten Kaviiaimasse» wirksam vertreten kann. Sohnkampf der Topfer. Die Lobnverhältnisse in der Osensetzerei sind nachgerade un- erträglich geworden. Ein Tarif besteht gegenwärtig nicht, die Unternehmer fetzen die Akkordvreisc nach Belieben fest und. drücken sie alt 15 bis 29 Proz. unter die«ätze des alten DariseS herunter. Tie wirtschaftliche Krise erleichtert ihnen das. de:m lange Arbeits- ltrngkeit und dadurch verursachte Not veranlaßt manchen Arbeiter, selbst zu sehr ungünstigen Bedingungen Arbeit anzunehmen. Tcr Zentralverband der Töpfer ist entschlossen, diesem unhaltbaren Zu- stände ein Ende zu machen und die Löhne wieder auf eine ertrag- liche Höhe zu bringen. In einer am Freitag abgehaltenen stark besuchten Persamm- lung des Zentralverbandes der Töpfer, zu der auch die unorgani- sierten Berussangehörigen eingeladen und zahlreich erschienen waren, führte der Vorsitzende Tegawe aus: Eine kürzlich vor- genommene Bautenkontrolle hat ergeben, daß. in den nächsten Wochen 73 Bauten mit rnnd 4909 Arbeitsstücken für Ofensetzer angefangen werden müssen. Das ist gegenüber dem Vorjahr schon eine kleine Besserung. Ter Verband hat die Absicht, in nächster Zeit ver- schiedene Firmen anzugreisen, um sie zur Bezabluug'des alten Tarises, mindestens aber zur Gewährung van Lohnsätzen, die den» alten Tarif uahekonimen, zu zwingen. Dies Ziel soll durch Sxer- ren und partielle Streiks erreicht werden. Der Ansang mit diesem Kamps ist bereits bei der Firma Semön gemacht, deren Bauten gesperrt sind. Um den Kampf mit Erfolg durchführen zu können, wende! sich der Verband auch an die zurzeit unorganisierten Kol- legen und ruft sie aus, alles Trennende beiseite zu lassen und soli- darisch mit den Verbandsmitgliedern für die dringend notwendige Hobung der Löhn« zu kämpfen. In der regen Diskussion, die völlige Ueberslnstimmung mit den?lusführung«n des Referenten bekundete, sprach auch ein Redner im Kamen ber Unorganisierten. Er sagte: Nicht ans Feindseligkeit gegen den Verband, sondern aus wirtschaftlicher Not, zum Teil auch aus persönlichen Gründen ist eine Anzahl der Kollegen gegenivärtig nicht organisiert. Aber im Kampf für die Verbesserung der Löhne werden auch die Unorganisierten ihren Mann stehen; denn die Löhne sind ja so tief gesunken, daß damit nicht mehr auszukommen ist. Im Lohnkampf kann der Verband aus die Solidarität der Unorgan»» sierten rechnen; sie erwarten aber, daß sie aus den Bauten von den VerbcmdSmitgltedern kollegial behandelt werden. Nachdem die Diskussion über den Lohnkampf in voller Ein- miitigkeit verlaufen war, beschloß die Versammlung ebenso ein- mutig, den 1. Mai trotz der Krise durch LrbeitSruhe zu feiern. Tie Maßschuhm«4«r hatten für Sonnabend früh sine Ver» stimmlung einberufen, um ein klares Bild über die Streiklage zu schaffen. Hamacher erklärte, daß bei den Firmen, die dem Ring angeschloffen sind, die Arbeitsniederlegung fast vollständig erfolgt Kleines Feuilleton. Ter Stärkste und der Erste. Ein bürgerlicher Schriftsteller Andre �ervoort entwirft im Pariler Journal nachstehende« Bild von uns«- ttut_ Genossen Jean IaureS:„IrnireS ist ein außergewöhnlicher Mensch. Er ist uberall der Stärkste und der Erste. Er war der Gcsie in der Normalschule und er ist der Erste unter den Rednern Frankreichs. Jaurös überrascht, erstaunt, schüchtert ein und erschreckt und ruft wiederum Sympathie hervor, erweckt Vertrauen und Bewunde- �Ung. Jaures hat das Wissen einer Bibliothek im Kopfe und ein fllühende.5 Herz. Er hat Wissen und Geist. Die Dinge, welche ich ftnne und zwar am besten— er weiß sie noch besser. Er spricht von 'hnen mit Worten, die ich zu finden wünschte. Sein Gesicht ist mächtig. feine Stimme ist mächtig, seine Schultern sind mächtig. Und doch ist � die Feinheit seiner Pläne, die Geschicklichkeit seiner Dialektik, die wewandtheik seiner Begründung, welche sein wunderbare» Talent charakterisieren. Wenn man ihn hört, gerät man in Extaw und erkennt, daß er blies weiß. Seine Seele ist erlullt mit Poesie, und er verleiht ihr cksügel. Er hat den kritischen Sinn bis zum höchsten Grade enl- *0'ckelt. Jaures ist endlich die Rechlfchaffeuheil selber. Die Recht- fchaffenheit? Nicht im Sinne der allgemeinen Ehrbarkeit— sondern Jeine Rechn'chaffenheit ist ein peinliches Beobachten der Gesetze der Gerechtigkeit und der Moral. Tie gewaltige und losende Flut seiner Beredsamkeit erschüttert Und erweicht den Zuhörer tief. Aber der Witz und sprudelnd« ufeist. die sie dabei beleben, sind prickelnd bis zur Satire. Leider— sein Genie hat JaursS zu weit geführt! Wenn er 'n den Grenzen einer Politik der Möglichkeit geblieben wäre, so ! U>äre cr in der gegenwärtigen Stunde der große Minister, welcher uue Angelegenheiten des Landes regelte und uns durch seine edle Haltung den Respekt der Welt verschaffen würde." '. Das sieht der bürgerliche Schriftsteller freilich nicht ein, daß es für die Größe des Sozialismus wie für die Größe JaursS bezeich- Uend ist. lvenn ein Mann vom Charakter des Gefeierten sich der Sozialdemokratie zuwendet. Künstler und Ingenieur. Den letzten der Kunst- und Künstler- doriräge hielt P e t e r B e h r e n S. Er sprach über die Zusammen- hänge technischer und künstlerischer Produktion. Er wollte zeigen, haß durch die konstruierende Vernunft des Technikers allein kein ! Kunstwerk entstehen kann; daß vielmehr erst das intuitive, aus 1 oen Sinnen sich lösende Formenempsindcn der Persönlichkeit dem Notwendigen der Konstruktion die Schönheit betgeselle. Behrens wandte sich gegen die Anschauung, daß alles Zweck- Mäßige auch schön wäre; für ihn ist�das Künstlerische ein geistiger Komplex, der zu der errechenbaren Sachlichkeit bin�ugetan werden 1 �suß. Man hat den Eindruck, daß Behrens� die>e Acstheli! im !«glichen Kamps gewonnen hat. Er wird diesen Dualismus von �echniker und Künstler so und so oft gebraucht haben, um den Ingenieuren der A. E. G. seinen Formcnwillen aufzuzwingen. Für die Praxis wird Behrens' ästhetisches Svftem wohl gut sein. iür die Erkenntnis ist es ein Irrrum. Gewiß: eS kann eine Kon- struklion bei gleicher Richtigkeit einmal zu schönen, ein andermal ist häßlichen Formen gelangen. Indessen: es ist nicht vorstellbar, �oie eine richtige, aber häßliche Konstruktion durch Hinzutun irgend Reicher formalen Prozesse zu einer schönen Form gesteigert werden konnte. Eine richtige Konstruktion, die zugleich schön sein soll, �.ist nur ■onn möglich, wenn ein gereiftes Formenem pfinden den 5ftmftruk» fionsprozetz durchdringt. Der Künstler muß im Ingenieur stecken und der Ingenieur im Künstler. Dabei ist eS gleichgültig, ob diese beiden zu einer Einheit verschmolzenen Faktoren im bürger- lichen Leben eine oder zwei Personen sind. Letzten Sinnes mÄht« man doch der Meinung fein, daß die höchste technische Vollkommenheit auch die reinste Schönheit zeige; eine Anfsassung. für die die Bauten des Peter Bebrens die treffertdsten Beweis« sind. rbr. Henrik IbsenS Ehekamerav. Der Tod der Witwe IbsenS, der Susanne Thoresen, fordert ein Blatt dankbaren Gedenkens, lim des Dichters und seiner Dichtung willen. Denn diese Frau ist dem großen norwegischen Dramatiker in 50jähriger Ehe in ernsthafter Art eine Helferin im Schaffen gewesen. Die Eh« zwischen Ibsen und Susanne Thoresen gestaltete sich merkwürdig und glücklich zugleich. Der Dichter gewann neue Einblicke in die Frauenfrage. Susanne war so ganz anders als die Frauen seiner eigenen Familie; sie glich mehr den starken Heldinnen seiner Dichterphantasie, sie konnte mit ihrer Willenskraft und ihrem starken Gefühlsleben wie eine Figur der Sage wirken, lieber seine Ehe mit ihr hat sich Ibsen selbst einmal geäußert:„Erst nachdem ick mich verheiratet hatte, bekam mein Leben einen gewichtigeren Inhalt." Die erst« Frucht war ein längeres Gedicht:„Auf den Höhen". Ter Freiheitsdrang, der dieies Gedicht durchzieht, kam jedoch erst in der..Komödie der Liebe" zum vollen Ausbruch. Dieses Buch veranlaßte in Norwegen viel Gerede; man zog meine persönlichen Verhältnisse in die Diskussion, und ich verlor sehr in der öffentlichenMeinung. Di« einzige, die damals das Buch billigte, war meine Frau. Sie ist ein Charakter, wie ich ihn just brauche— unlogisch, aber von starkem poetischem Instinkt, hoher DenknngSart, fast gewalttätig in ihrem Haß auf alle kleinlichen Rücksichten." Fernstehende konnten freilich, wenn sie da» Ihsensche Ehepaar in seiner Häuslichkeit kennen lernten, nicht immer sehen, daß Ibsen wirklich die Frau gefunden hatte, die er brauchte. So war eines Abends eine Dänin bei Ibsen zu Gast, und den ganzen Abend über stritt Ibsen mit seiner'Frau über den Wert eines nenerschienenen Buches. Ibsen behauptete, es sei gut; seine Frau fand es schlecht, und' als Ibsen im Eifer der Diskussion ans daß größere Wissen pochte, das er als akademisch gebildeter Mann besitze, erwiderte Frau Ibsen ruhig, mit ihrem Fächer spielend, daß der Instinkt einer Frau ihr mehr sage, als. dem Manne alles Wissen.„Herr Gott, die beiden können doch unmöglich glücklich zusammen sein"— in diese Worte faßte die Dänin Paulsen gegenüber ihr Urteil über das Ehepaar� Ibsen zusammen. Paulsen aber erwiderte lachend: ..Verstehen Sie denn nicht, daß Ibsen und seine Frau wie zwei gute, geistvolle Kameraden miteinander streiten, und daß eine solche Szene, wie wir sie heut abend erlebt haben, in keiner Weis« ihr tiefere?, seelisches Verhältnis zueinander berührt?... Würden Sie lieber an der Stelle dieser selbständigen Frau Ibsen, die ihrem Manne die Wahrheit sacjt, und deren Charaktergröße wir doch alle bewundern, eine gewöhnliche Nackbeierin sehen?" Sikiulfeiern— Mackwerk und Phraft. Feiern und Fröhlick- sein in der Schule— gibt es das in der«chule, ist das dort eigent- lick möglich? Taufende und mehr anlworten mit dem Tone der Ucberzeugung:„Ja." Und wären wir der einzige, wir— so antwortet die von H. Scharrelmann geleitete Zeitschrift„Roland" sHamburg. Ianssens Verlag!— wir müßten tausendmal und noch mehrmal rufen:.Nein." Dann fährt die genannte Zeitschrift fort: „Wie schön ist die Feier verlaufen, eS ist alles gut gelungen, und die Eltern scheinen mit großem Interesse zugehört zu haben. Meine Damen und Herren, wollen wir nicht noch ein Glas Bier trinken?" Ohne Ausnahme zieht man in ein Lokal. Bej Bierdunst und Zigarrenqvalm wiederholt man da» Erlebt« noch unzählig« mal. Zufrieden und wohlig am ganzen Körper durch di« gehabten„Genüsse" verabschiedet man sich mi der nächsten Straßenlaterne und geht in alle Wind« auseinander. Und wie der Wind die lieben Leutchen miSeinanderbläst. so ist e» auch mit ihren Feiern und ihrem Frahlichsein. Der nächst« Tag gehört wieder dem Regiment, die Exerzitien beginnen wieder, man ist wieder ganz der ander«— der Pfiichtenmensch. Wo sind denn die Wirkungen der Feier? Ach, du lieber Gott, daß irgendeiner«ine lmig« Rede hielt, von der die Kinder gar nicht» verstanden, daß irgendwelche unver- standen« Gedichte herplapperten, und daß der ChoruS Lieder srn'g — da» war die Feier, die die Herzen erhob. Also da» nennt man feiern, die Herzen erheben! Man greift sich an den Kopf und wird stiller. Können denn Kinder an den Festen rnid Feiern der Erwachsenen innerlich teilnehmen? Ist da« möglich? Kann«in Kind Sedan— feiern! Kaifer»gekn»rt»tag— feiern! und wo» noch alle»? Da» Kind feiert ander»«nd feiert au» anderen Gründen als der Erwachsene und feiert zu anderen Gelegenheiten und w anderen Formen. Unsere Schulfeiern sind heute Machwerk und Phrase. Sucht den Weg in» Kinderland, dann werdet thr-ruck mit euren Kindern feiern können! — Der GotteSlSsteronaSprozeß gegen Ger kr. Die Petersburger Staat«anwaitschaft hat die Henkerarbeit gegen Borki— wegen de» Roman» Dt« Mutter— begonnen. Der Dichter hatte sein erste« Verhör zu bestehen und mußt« einen Revers llnterschreibrn. daß er bi« zum Abschluß de» Prozesse» Petersburg nicht verlassen werd«. Di« Verhaftung ri»kiert« der ZariSmu« also nicht. Aber er wußte, daß der Dichter auch mit anderen Mitteln ebenso sicher festzulegen war: man kettete ihn mit Hilfe sein«» Ehren- wort» in llnfteihest. — Ein Jubiläum derFreienBähne. A« heutige» Tag« ist«in Vierteljahrhmrdert seit der Gründung der Freien Bühne' vergangen. Do« Jahr der Gründung— 1389— war zugleich das Hochjahr der für da» literarisch-dramatische Leben Deutschland» wichtigen Vereinigung. Sie hat dmnalS Ibsen zum Siege geführt und Hauptmann für die Bühne entdeckt. Diese zwei Taten, durch die neue Möglichkeiten deutschen Theaterfchaffen» erschlossen wurden, bleiben ein dauernder Ruhm. — Theaterchronik. Die Direktion de« Deutschen Theater« veranstaltet zur Feier von Frank Wedekinds 50. Geburtstag m dieser Saison in den Kammerspielen einen umfangreichen Wedekind-Zyklu». Sieben Hauptwerk« de» Dichter« werden zur Darstellung gelangen. Einig« werden zum erstenmal in den Kammerspielen und andere zum überhaupt ersten Male aus einer Berliner Bühne erscheinen. — K n n si ch r o n i k. Bei Paul Cassirer ist eine neue Au»« stellung eröffnet worden. Sie enthält Bilder von Heinrich Nauen. KlauS Richter und Magnus Zeller. Plastiken von Kurt Kroner und Graphik von Erna Frank und Willi Geiger. — vornehm. Ich geh« vom Bahnhof Nieder-Schöneweide nach Haufe. Oden in der Luft zieht Pegoud feine Kreise, vor mir geht eine Dame mit ihren beiden Kindern. Die Kinder sehen natürlich zu Pegoud hinauf, der eben einen Salto schlägt. Sie bleiben stehen und rufen:„Mama, steh mal! steh mal!' Mama, die weiter gegangen ist, wendet sich mit strengem Ge« ficht zu den Kindern: „Wa< soll das— auf der Straß« stehen bleiben? Wenn wir da» sehen wollen, köimen wir e» vom Flugplatz au» sehen!" Parteiliteratur. fei. Die vereinzelten Streifbrecher könnten den Gang des Streiks daß es Nagel ernstlich um die Erhaltung des Friedens zu tun ge- rhäuser, die auch den Genossen anderer Nationalität zur Ver nicht beeinflussen. Ein Meister hat an seine Arbeiter ein Schreiben wesen wäre. filgung stehen. Mit Hilfe mehrerer angestellter Organisatoren gerichtet, das die Tatsachen auf den Kopf stellt. Anscheinend wolle Die Geschworenen verneinten aus diesen werden ständige Agitationstouren veranstaltet. man einen Keil in die Reihen der Streifenden treiben. Dies sei Gründen die Schuldfrage, worauf das Gericht ein aber ein nublojes Beginnen. freisprechendes Urteil fällte. Die Kosten des Prozesses Dalla von der Ortsverwaltung führte aus, daß von den muß die Staatskaffe übernehmen. Von der Sammlung Sozialistischer Neubrud, die von ringfreien Firmen bereits 14 zu den neuen Bedingungen arbeiten der Buchhandlung Vorwärts in Berlin herausgegeben mit zirka 90 Arbeitern. Wenn diese kleineren Firmen die Forde- Achtung, Former und Gießereiarbeiter! Bei der Firma wird, ist soeben der VI. Band erschienen. Es ist die Schrift von rungen bewilligen können, so sei wohl das Geschrei der Scharf- Schlüter in Freifing( Bayern) streiken die Former und Kern- Karl Marg, Enthüllungen über den Kommunistenprozeß in Köln". macher vom Meisterverband hinfällig, daß durch die Forderungen macher wegen Affordkürzungen. Die Firma versucht, Arbeits- Der Prozeß fand bekanntlich im Jahre 1851 bis 1852 statt und zeigte der Schuhmacher das Geschäft runiert würde. Die Situation jei willige herbeizuschaffen und bedient sich dabei der Rechtsauskunftei die preußische Polizeifpigelei in ihrer schönsten Blüte. Genosse eine gute und bei einer geschlossenen Front sei an dem Sieg der Rosenberg- Berlin, Pappelallee, die Arbeitswillige angeblich Franz Mehring hat für die Schrift eine orientierende EinArbeiter gar nicht zu zweifeln. für München anwirbt, in Wirklichkeit aber nach Freijing bermittelt. leitung geschrieben und sie mit erläuternden Anmerkungen versehen, In der Diskussion tam eine große Kampfesfreude zum Ausdrid. Mit Beifall wurde begrüßt, daß ein Wiener Arbeiter, der als Arbeitswilliger engagiert war, in der Versammlung an= wesend sei und sich dem Kampf anschließt. Burger ist der Meinung, daß die Hartnädigkeit der organis sierten Unternehmer nur hervorgerufen sei durch den Terror einer tapitalfräftigen Minderheit. Schon etklären einzelne Unternehmer, über den Ring hinweg mit ihren Arbeitern verhandlen zu wollen. Wenn die Schuhmacher zusammenstehen, könne der Kampf nicht lange dauern. Achtung, Former und Gießereiarbeiter! In der Gießerei der Firma Siemens u. Halste haben die Former die Arbeit niedergelegt. Ausland. Der Bergarbeiterstreik in Yorkshire. London, 3. April 1914.( Eig. Ber.) außerdem enthält sie einleitende Ausführungen zur Geschichte des Bundes der Kommunisten von Friedrich Engels. Der Preis des gut ausgestatteten Werkes beträgt broschiert 1,50 M. Die österreichische Maifestschrift mit einer Stunstbeilage Moderne Zyllopen" ist im Verlag der Wiener Volfsbuch Polizeiliches, Gerichtliches usw. Vom Straffonto der Parteipresse.. Seit 1910 bis heute haben nicht weniger als 679 Proeise gegen unsere Parteipreffe stattgefunden. Die dabei verhängten Strafen belaufen sich auf 21 Jahre, Geldstrafe- dazu kommen dann noch die vielen tausend 1 Monat, 3 Wochen Gefängnis und 103 118 M. In Yorkshire streiken zurzeit gegen 170 000 Bergarbeiter. Der handlung Ignaz Brand u. Cie., Bien VI, Zumpendorferstr. 18, Kampf, der wie die meisten der Bergarbeiterkämpfe in erschienent. Der Preis der tertlich und bildlich gut ausgeführten diesem Gebiet lang und bitter sein wird, dreht sich um eine sehr Festschrift beträgt 25 f. ( Wiederholt, weil nur in einem Teil der Auflage.) berwickelte Lohnfrage. Es handelt sich um eine ganz neue Auslegung des Mindestlohngesetzes durch die Unternehmer in einem Teile der Grafschaft. In Großbritannien werden die Löhne der Bergarbeiter durch zwei verschiedene Körperschaften festgesetzt. Die Deutscher Metallarbeiterverband.( Ortsverwaltung Berlin.) seit langem bestehenden freiwilligen Einigungsämter bestimmen Achtung, Gastwirtsgehilfen! Die Sperre über den„ Baßen- den allgemeinen Grafschaftsiohnsas, dessen Höhe innerhalb geHofer Ausschant", Inhaber Karl Vorpahl, Kanonierstr. 2, ist wiffer Grenzen zeitweilig nach dem Stand der Kohlenpreise verhiermit aufgehoben. Herr Vorpahl hat den Tarif der Organisation ändert wird, und der als Maßstab bei der Festsetzung der Gedinge dient. Der Akkordlohn muß auf allen Zechen hoch genug sein, um Mark Gerichtskosten. Gleichzeitig teilen wir mit, daß die Sperre über nachstehende den Arbeiter instand zu sehen, den allgemeinen Grafschaftslohn- Das erste Vierteljahr des Jahres 1914 brachte 28 Urteile Betriebe nach wie vor besteht: Spezialausschank der Brauerei faß zu verdienen. Von diesem Lohnjab muß man den Mindestlohn,( im gleichen Vierteljahr 1913 deren 45) mit 7 Monaten, Oswald Berliner Geschäftsführer Herr St Lempt), Alexanderplab das Eristenzminimum, unterscheiden, das von dem Mindestlohn- 3 Wochen Gefängnis und 3605. Geldstrafe. Ede Neue Königstraße.„ Bierhallen zur Kottbuser Hütte"( Inhaber amte jeder Grafschaft festgesetzt wird und das von dem Arbeiter, Herr Berndt), Neatkölln, Kottbuser Damm 73, Ede Lenaustraße. Restaurant Bismarkshöhe"( Inhaber Herr Altenkirch), Werder a. Havel. Die Inhaber dieser Lokale lehnen jede Vereinbarung mit der Organisation ab. Verband der Gastwirtsgehilfen.( Berlin I.) anerkannt. Deutsches Reich. Christlicher Terrorismus. Man sieht, an Eifer und gutem Willen der Justiz, der verhaßten sozialdemokratischen Bresse auch ohne Ausnahmegeseh das Leben schwer zu machen, hat es nicht gefehlt. Aber trotzdem oder bielleicht richtiger gerade deshalb ist sie in stetem Aufschwung begriffen. Von der Parteipreffe. Im eigenen Heim wird die„ Ber= gische Arbeiter stimme" in Solingen vom 1. April ab hergestellt. Die Genossenschaftsbuchdruckerei, in deren Verlag die Arbeiterstimme" feit 1891 erscheint, hat das bisher mietweise innegehabte Grundstück für den Preis von 240 000 M. fäuflich ergehören die Häuser Hochstraße Nr. 19, 19a und 23 und Sohegasse worben. Zu dem ungefähr 120 Quadratruten großen Grundstüd Nr. 4, 6 und 6a. Das günstig gelegene Besitztum war bis jest nut zu einem kleinen Teile für die Zwede ber Druderet in Anspruch genommen. Es bietet für die Zukunft aber alle Erweiterungsauch wenn er den Lohn im Afford nicht verdient hat, eingeklagt werden. kann. Den von dem Gesetze des Jahres 1912 geschaffenen Mindestlohnämtern steht ein von der Regierung ernannter unabhängiger Vorsitzender vor. Es ist nun eine umstrittene Frage, ob dieser sogenannte individuelle Mindestlohn( man nennt ihn individuell zum Unterschied von dem allgemeinen Grafschaftslohnjazz, der menchmal auch Mindestlohn genannt wird) mit dem allgemeinen Lohnsatz steigt. In dem mittelenglischen EinigungsIm Sommer v. J. wurden freiorganisierte Bauarbeiter, die gebiet, dem Yorkshire angehört, ist der allgemeine Rohnsatz seit dem auf Kirchenbauten in den Kölner Vororten Ehrenfeld und Nippes Infrafttreten des Mindestlohngefeßes um 15 Proz. vom Grundlohn beschäftigt waren, von den Unternehmern wegen ihrer Zugehörigkeit erhöht worden. Im vergangenen Jahre reichten die Bergarbeiter begründeten dies damit, daß von gewisser Seite ein Druck auf sie Dorkshires eine Forderung auf Erhöhung des individuellen Mindest ausgeübt worden sei. Als der Deutsche Bauarbeiterverband auf lohnes ein. Sie wurde gewährt; der unparteiische Vorsitzende des Grund des Tarifvertrages Einspruch erhob, legten die Unternehmer Mindestlohnamtes sette den Mindestlohn von 6 Schilling und möglichkeiten. vor den Schlichtungsinstanzen dar, daß sie häufig gezwungen wür- 9 Pence auf 7 Schilling und 3 Bence herauf. Nun stellten sich die den, bei derartigen Arbeiten Verträge einzugehen, wonach Mitglie- Unternehmer auf den Standpunkt, daß dieser neue Mindestlohn für die„ Oberfränkische Volkszeitung" in S of wurde der des freien Verbandes nicht beschäftigt werden dürfen. In jenen den allgemeinen Lohnsatz darstelle, der nach der Ansicht der Ar- ein Grundstück in der Marienstraße angetauft. Wie die„ OberFällen habe das der Kirchenvorstand als Bauherr verlangt. Am beiter jedoch 7 Schilling und 11 Pence betragen muß. Lange Ver- fränkische Volkszeitung" mitteilt, sind die weiteren Verhandlungen 8. März beschäftigte sich das Haupttarifamt für das Baugewerbe handlungen haben zu feinem Ergebnis geführt und auf Drängen im flotten Gang, so daß die Verwirklichung des Projektes bald in Berlin mit dem Fall und entschied, daß die Entlassung der Mit der Arbeiter ist jetzt in dem ganzen großen Revier der Streit vor sich gehen kann. glieder des Deutschen Bauarbeiterverbandes tarifwidrig sei. Das Haupttarifamt jah in der Maßregel der Unternehmer einen erklärt worden. Die Verhandlungen zwischen den Parteien geben Verstoß gegen§ 8 des Hauptvertrages, wonach die Zugehörigkeit fedoch weiter. Da es sich um ein bedeutendes Streitobjekt handelt, au einer Organisation eine Entlassung nicht begründen fönne. Die verden sie jedoch wahrscheinlich sehr langwierig fein. Unternehmer dürfen also keine Bauberträge eingehen, worin bom Bauherrn die Ausschaltung bestimmter Arbeiter verlangt wird. Dieser klaren Entscheidung zum Trok werden aber in Köln berartige Verträge weiter abgeschlossen. Bei dem Kirchenbau in Köln- Zollstock, den die Firma Heun ausführt, werden alle Frei- a.ak organisierten ohne weiteres zurüdgefchidt, während Christliche an genommen werden. Als es nun in jüngster Reit dennoch einigen weierganisierten Hilfsarbeitern gelang, Arbeit zu bekommen, verlangle der chriftliche Baudelegierte von ihnen kategorisch der Hebertritt zur christlichen Organisation; wenn sie dieses nicht vorziehen würden, blieben sie feine drei Stunden am Bau. Unter diesem Zwange sind auch tatsächlich einige Hilfsarbeiter zu den Thriftlichen übergetreten; einem anderen wurde das Mitgliedsbuch des Deutschen Bauarbeiterverbandes trop feines aus brüdlichen Verlangens nicht wieder zurückgegeben. Man stellte ihm dafür das Buch des christlichen Verbandes zu. Als sich in der borigen Woche ein Bauarbeiter, der neun Jahre dem Bauarbeiterverband angehört, auf wiederholtes Drängen des christlichen Baubelegierten nicht zum Uebertritt bereit erklärte, drohte dieser mit einer allgemeinen Arbeitseinstellung. Aus der Partei. Gemeindewahlerfolge, mation t noin 2 m In vielen Orten wußten sich die Gegner durch massenweise Besorgung der Bollmachten von Forensen und Witwen Vorteile zu verschaffen. In Keuschberg 3. B., einem Orte mit fistalischer Saline, wurde ein nationaler Arbeiter gewählt" mit 33 Stimmen, wovon allein 26 in Vertretung abgegeben waren! Einen glatten Sieg erfochten unfere Genoffen in Ebersdorf in der stodfatholischen Grafschaft Glaz. Gewählt wurden in der britten Abteilung die Genossen Böltet und Nawatogth. Auch in einem anderen Orte der Grafschaft, im Bergarbeiterdorf Kunzendorf wurde unser Genosse Richter mit 148 von 157 abgegebenen Stimmen gewählt. Die ganze dritte Abteilung gehört in Hartlieb bei Breslau jetzt den Sozialdemokraten. Der letzte bürgerliche Vertreter mußte dem Genoffen Gottwald Play machen. über„ roten Terrorismus" zu beschweren; wo sie die Macht haben, In Prinzlaff( Danziger Niederung) fiegte am 31. März in da gehen sie in viel rücksichtsloserer Weise vor. Es ist selbstver der dritten Abteilung der sozialdemokratische Kandidat mit 15 gegen ständlich, und das ergibt sich ja aus der Entscheidung des Haupt 2 Stimmen. Wie in Westpreußen üblich, fand auch diese Wahl in tarifamtes, daß fein Unternehmer und erst recht nicht chriftliche den Nachmittagsstunden eines Wochentags statt, um die Arbeiter Gewerkschaften das Recht haben, freie Gewerkschafter von Kirchen- möglichst fernzuhalten. Genugt hat es freilich nicht. bauten auszuschließen. Man sieht, daß die Christen wahrlich keine Ursache haben, sich Zur Errichtung einer eigenen Druderei Soziales. Sparagnes. um Die Folgen des wirtschaftlichen Rüdganges machen sich im Geschäftsleben unangenehm bemerkbar. Am empfindlichsten dort, wo er vorwiegend auf der Kauffraft der Arbeiterbevölkerung be ruht. Dabei ist zu berücksichtigen, daß der Kohlenbergbau und die Eisengroßindustrie von dem Konjunkturumschlag sehr schwach in Mitleidenschaft gezogen worden sind. Schärfer einfegende Krisen verursachen massenhaft Pleiten und als weitere Folge bes verminderten Verbrauchs von Maffenartikeln: Betriebseinschrän fungen und Zunahme der Arbeitslosigkeit. Je mehr die Arbeiter schaft zum Sparen gezwungen ist weil die Löhne sinken fo umfassender die wirtschaftlichen Zusammenbrüche, um so größeren Umfang gewinnt die Arbeitslosigkeit. Das muß man berücksichtigen, dann gelangt man zu einer richtigen Würdigung eines Einwandes gegen eine Arbeitslofenversicherung, den kommerzienrat 3iese in der Deutschen Arbeitgeberzeitung" vom Stapel läßt. Empört ruft er aus: Wer sorgt denn für den Arbeitgeber, wenn die Aufträge ausbleiben? Das ist auch eine Arbeitslosig feit, gegen die eine Versicherung wahrlich vernünftiger und gerechtfertigter wäre, als die Versicherung des Menschen gegen Untätig feit, eine Versicherung, die jeder Ueberlegung Hohn spricht und jedes Verantwortlichkeitsgefühl, jeden Eparsinn, jeben fiftlichen Ernst und jede moralische Gesundheit gewaltsam im Volte ertöten muß. Allein diesem volksverführenden und volksverderbenden Einflusse der nur in ihre Taschen arbeitenden Sozialdemokratie ist es zuzuschreiben, wenn mehr und mehr unter den Arbeitern die selbstverständliche Verpflichtung, in guten Tagen einen Spar Freispruch im„ Avanti"-Prozeßt. grofchen für spätere Beiten zurüdzulegen, in Bergessenheit gerät. Rom, den 2. April.( Eig. Ber.) Die Geschmorenen von Mais Gegen die hohe ethische Auffassung und Forderung des Herrn land haben sich nicht dazu hergegeben, der Reaktion Handlanger Geheimrats, daß man für beschäftigungslose Arbeiter nichts tun dienste zu tun, und haben alle Angeklagten des Avanti dürfe, damit die Dividende der freiwilligen und gewerbsmäßigen prozeifes freigesprochen. Der Oberstaatsanwalt hatte Richtstuer nicht etwa geschmälert werden, worauf doch Herrn Zieses Die Boykott- Androhung vor dem Schwurgericht. die Anklage in allen Punkten aufrechterhalten. Die Geschworenen Streben hinaus will, wollen wir erst gar nicht sprechen. Was Wegen angeblicher Berlegung des§ 152 der Gewerbeordnung haben aber alle Fragen, die sich auf die einzelnen Artikel und aber soll man zu seiner Spartheorie sagen? Angenommen, alle hatte sich am 2. April in Mannheim der Sekretär bes Gewerk Karikaturen bezogen, einstimmig verneint und somit in Abrede Arbeiter sparten bon heute an ½ ihres Lohnes, was wäre die schaftskartells, Genosse Nagel, vor dem Schwurgericht zu ver- gestellt, daß durch diese Veröffentlichungen ein Verbrechen begangen Folge? Zahlreiche Schneider, Schuhmacher, Tischler, Bauarbeiter antworten. In Baden werden derartige Delifte vor das Schwur- wurde. Nur bei einer Karikatur des Genoffen Scalarini haben Tertilarbeiter usw. würden beschäftigungslos. Denn an Kleidung gericht und nicht vor die Schöffen verwiesen, sobald diese Beleidi5 die Schuldfrage bejaht und ebensoviele sie verneint. Als den Wohnung, Haushaltungsgegenständen, überhaupt an Massenge gung durch die Presse geschehen ist. Ende Juni vorigen Jahres Angeklagten zuguterlebt das Wort erteilt wurde, ehe sich die Gebrauchsgütern würde gespart. Geschäftsstockungen, Zunahme der brach bei der Mühlenfirma Beyfieffer u. Seißmann in Köln ein schworenen zur Beratung zurüdzogen, sagte Genosse Mussolini: Ich Arbeitslosigkeit, Konkurse, Subhastationen folgten hinterher. Das Mühlenarbeiterstreit aus, der einen Boykott im Gefolge hatte. Die bitte nicht um Freisprechung und fürchte das Gefängnis nicht. Mittel, das Serr Ziese als Argument gegen eine Arbeitslosen Mannheimer Brotfabrit( B. bennig) ist Großabnehmerin der Wenn Sie mich aber freisprechen, so sollen Sie es nicht deshalb versicherung aufmarschieren läßt, würde die Arbeitslosigkeit mit Kölner Firma. Mit dem Bäcker- sowie dem Transportarbeiter tun, weil Sie erwarten, daß ich ähnliche Artikel nicht wieder ver- unfehlbarer Sicherheit erheblich vergrößern. Aber schließlich wird verband hat sie Tarifverträge, in denen u. a. auch die Bestimmung öffentlichen werde, sondern vielmehr in der sicheren Erwartung, auch der Serr Kommerzienrat an seine Medizin nicht glauben. enthalten iſt, bag während der Tarifbauer Streits oder Boykotts baß ich in Zukunft an gleichen Täten in gleicher Weise Kritik zu inter all dem Getue, hinter der Moralbaukerei verſtedt sich ja über den Betrieb nicht verhängt werden dürfen. Da nun aber üben entschloffen bin." nur die Sorge um die Erhaltung des besten Lohnbrudmittele. Als solches betrachten die Unternehmer die Arbeitslosigkeit, un als solches wollen sie es für sich erhalten. Alle anderen vorgebrach ten Gründe sind Humbug. Die in Der Streit am Kölner Brüdennenbau ist beendet. Betracht kommende Firma Grün u. Bilfinger hat sich den für das Kölner Baugewerbe bestehenden Verträgen unterworfen. 11 Er Gewissenszwang gegen Arbeiter. Im Eisenwerk Coswig bei Dresben wurden zwei Arbeiter ent laffen, weil sie vor Gericht wahrheitsgemäß aussagten, daß die Ar beitsordnung nicht vorschriftsmäßig ausgehängt war. Infolge dieser Aussage wurde die Firma verurteilt, einem anderen Arbeiter 14 Tage Lohn auszuzahlen. Sie rächte sich nun an den beiden Zeugen durch die sofortige Entlassung und sagte ihnen obendrein unverblümt, daß ihre den Tatsachen entsprechende Aussage vor Gericht der Grund sei. das Mehl der Kölner Firma verbaden wurde, trat Genosse Nagel Das Urteil wurde mit großen Freudendemonstrationen auf ou die Firma heran mit der Bitte, das während des Kampfes in genommen. Während alle freisinnigen Blätter ihrer Genugtuung Göln zu unterlassen, da sonst leider auch hier der Boykott ausgeüber den Ausgang Ausdrud geben, giften sich die Konservativen, und sprochen werden müsse. Darin erblickte die Firma eine Drohung, namentlich der Mailänder„ Corriere della Sera", nicht übel. die zur Klageerhebung benutzt wurde, als Nagel in der Mann- meint, man sollte besser solche Prozesse ganz unterlassen, wenn heimer Volfsstimme" Mitteilungen über diese Vorkommnisse ver- fie doch nur zur Agitation für eine schrankenlose Preßfreiheit dienen Wir meinen auch, daß man sehr gut täte, derartige öffentlichte und zum Boykott aufforderte. Die Firma hatte zunächst follten. versucht, mit Hilfe des Gewerbegerichts und gestüßt auf den Tarif- Brozesse nicht zu führen, aber die Staatsanwaltschaft kann es nun vertrag, die Aufhebung des Boykotts zu ergivingen. Als dann einmal ohne gelegentliche Blamage nicht aushalten. aber auch in Flugblättern der Boykott bekannt gegeben wurde, erstattete fie Anzeige bei der Staatsanwaltschaft wegen ungerechtDie finnischen Sozialisten in den Bereinigten Staaten. fertigter Bontotterklärung. Der Staatsanwalt wie auch der Obertaasanwalt lehnten die Klageerhebung ab, da der Boykott an und Das Internationale Sozialistische Bureau veröffentlicht einen für sich erlaubt jei und die Grenzen des Erlaubten zu seiner Ver Bericht fiber die Tätigkeit der finnischen Genoffen in Amerika, bet fündung in diesem Falle nicht überschritten wurden. Dagegen hielt beweist, daß die organisatorische Fähigkeit, die sie in der Heimat er die persönliche Bedrohung und die Bedrohung durch die Presse auszeichnet, auch in der Fremde fortbesteht. Die Organisation, zum Zwecke der Erlangung günstiger Arbeitsbedingungen für vor- eine Sprachgruppe innerhalb der Gesamtpartei, zählt 18 000 Witzu fordern. Wird der Inhaber des Eisenwerks angeklagt werden? licgend. Darauf stützte sich die Anflage. glieder, ihr Vermögen mit Einschluß von Zeitungen und GrundDer Verteidiger Genoffe Dr. Frant wies jedoch den Geschwore- besit an 2½ Millionen Mart. Die Presse umfaßt drei Tageblätter nen nach, daß auch diese Anklage nicht haltbar sei. Der Beklagte mit 26 000 Abonnenten, ein Agitationswochenblatt, eine landwirt habe nicht günstige Arbeitsbedingungen in direkter Weise erstreben schaftliche Rundschau, eine humoristische und eine Frauenzeitschrift. wollen. Er habe lediglich( wozu er übrigens gar nicht einmal ver- Das Zentralorgan Thomies"( Der Arbeiter) erscheint in einer pflichtet gewesen wäre) die Firma ersucht, kein Mehl von der boy- Auflage bon 13 000 in Dancook( Michigan), wo biele Finnen in den fottierten Kölner Firma zu verbaden, damit bier nicht auch im Stupferbergiverken arbeiten. Anfangs Wochenblatt, erscheint es feit Zusammenhang damit der Boykott durchgeführt zu werden brauche. 1911 täglich und brachte 1918 einen Ueberschuß von 48 000 W. Sicht schädigen habe er also die Mannheimer Firma wollen, sondern Dazu gehört eine moderne Druckerei und eine Verlagsbuchhand schüßen. Das sei das Entscheidende. Von einer Drohung fönne lung, die auch die Herausgabe einer wissenschaftlichen Zeitschrift eine Rede sein, wie auch der Gewerbegerichtsvorsitzende bestätigte, plant. An mehreren Orten bestehen sehr schöne finnische Bolts Troß solchem über alles Maß gehenden Unternehmerterroris mus wagt man es, in allen Tonarten über Terrorismus der Ar beiter zu getern und scheut sich nicht, aefeßliche Maßnahmen dagegen Was die Arbeiter vom Lande treibt. Ein früherer oftpreußischer Landarbeiter, ber jetzt in Effen at beitet, schreibt dem ostpreußischen Parteisekretariat über die G fahrungen, die er mit der Justiz und den Gutsbesitzern in Of preußen gemacht hat: " Auf einem Gut hatte ich bei der Abrechnung einen größeren Poſten an Lohn und Deputat stehen, erhielt aber nichts. Der fpektor behielt unter nichtigen Einwänden alles ein. Ich wanbe mich an den Besitzer, der nicht auf dem Gute wohnte, und erhie Nr. 94. 31. Jahrgang. 2. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag. 5. April 1914. Ifittwoch, den 8. April: Zahlabend in Groß- Berlin. Die Säuglingsfürsorgestellen in Berlin. Parteiangelegenheiten. Bei ansteckenden Krankheiten ist der Transport nur im Krantenwagen angebracht. Am Schluß dieser Zeilen möchte ich den Wunsch ausEine bedeutungsvolle Maßnahme ist am 1. April d. J. in der Bierter Wahlkreis. In nachstehenden Abteilungen finden am sprechen, daß bei Neubauten von Apotheken darauf geachtet Entwickelung der Säuglingsfürsorgestellen zu verzeichnen. Unter Mittwoch, den 8. April, abends 8½ 11hr, gemeinschaftliche wird, daß ein Warteraum geschaffen wird, der vor Regen Vermehrung der Anzahl dieser Stellen von sieben auf neun ist 8ahlabende statt: 17. Abteilung bei Mann, Strausberger und Kälte schützt. Es ist beflagenswert, daß die Angehörigen ihnen die neue Aufgabe zugewiesen, auch die von der Berliner Straße 3. Vortrag des Genossen Otto Büchner über das neue der Patienten namentlich nachts in bitterer Kälte, meist vor Waifenverwaltung innerhalb des Weichbildes von Berlin Krankentafiengeseg. 29. Abteilung im Lofal von Grunwald, Aufregung nur notdürftig bekleidet, auf der Straße oft eine in Familienpflege ausgegebenen Kinder unter 6 Jahren fortlaufend Memeler Straße 67. Vortrag mit Lichtbildern über: Von Straus- halbe Stunde auf die Anfertigung der Medizin warten müssen gesundheitlich zu überwachen. Sie haben damit eine Aufgabe berg durch das Gebiet der Rüdersdorfer Stallberge nach Ertner." Sie haben damit eine Aufgabe 40. Abteilung im Lofal von Nümann, Landsberger Allee 155. Vor- und sich so selbst der Erkältungsgefahr ausiezen. übernommen, die seit dem Jahre 1898 durch von der Waisenvertrag des Genossen Buchholz über:„ Warum bin ich Sozialdemokrat?" Gleichzeitig möchte ich hier einem großen Irrtum int waltung zu diesem Zwede eigens angenommene Aerzte und Helfe- Lichterfelde. Dienstag, 7. April, abends 8½ Uhr, bei Wahren- Bublikum, der mir oft begegnet ist, möglichst entgegentreten: rinnen durchgeführt worden war, und die eines der ersten Glieder dorf: Generalversammlung des Wahlvereins. Tagesordnung: Be- es wird immer geglaubt, daß Arzneien in Tablettenform in der Kette der Maßnahmen zur Bekämpfung der Säuglings- richt des Vorstandes. Neuwahlen. Maifeier. stets unschuldiger Natur sind und oft geschieht es, sterblichkeit in Berlin bildete. Die Ueberwachung der Waisen- Friedrichshagen. Mittwoch, den 8. April, abends 8% Uhr: daß Bekannte gegen irgendeine Beschwerde mit ihren Tabletten finder findet durch Besuche statt, die sowohl von den leitenden gemeinsamer Zahlabend bei Lerche, Friedrichstr. 112. Auf sich gegenseitig aushelfen, die Tabletten seien ja dieselben, Aerzten wie von den Helferinnen in der Säuglings- und Kinder- der Tagesordnung steht ein Vortrag des Genossen Georg Dorner sie hätten ja dieselbe Größe und Farbe. pflege ausgebildeten Damen ausgeführt werden. Die Zahl der über:" Die Schäden des heutigen Wohnungswesens und wie können Leider ist das nicht so. Tabletten von gleichem Aeußern Besuche stuft sich nach dem Alter der Kinder ab und ist in den diese beseitigt werden". fönnen die verschiedensten Substanzen enthalten, ja, giftige Perioden großer Hiße eine größere als in der fühleren Jahreszeit. Petershagen- Fredersdorf. Mittwoch, den 8. April, abends 8 11hr: und unschädliche Tabletten sind durch nichts zu unterscheiden. Die Säuglingsfürsorgestellen haben so schon 3 Gruppen von Generalversammlung bei Kirchner( Bahnhof). Tagesordnung: Hier müßte das Gesetz Einhalt gebieten und zum Beispiel Kindern in ihr Tätigkeitsgebiet einbezogen. Bei ihrer Begründung Jahresbericht. Konfumvereinsfrage. Maifeier. runde Tabletten für giftige, eckige für ungiftige Medikamente im Jahre 1905 handelte es sich zunächst nur um die eigentlichen obligatorisch einführen oder vorschreiben, daß giftige Tabletten Fürsorgefinder, d. h. um die( meist ehelichen) Kinder, deren Mütter gefärbt werden müßten und nur unschädliche weiß bleiben die Säuglingsfürsorgestellen freiwillig besuchten: teils um sich nur dürften. Rat für die Pflege ihrer Neugeborenen zu holen, teils um für das Selbststillen ihrer Kinder eine Prämie zu erlangen oder, wenn sie nicht stillen konnten, gute Milch oder Nährpräparate zu er= mäßigten Preisen. Bei der Begründung des Vormundschaftsamtes im Frühjahr 1912 fiel den Säuglingsfürsorgestellen dann als zweite Aufgabe zu, die unter städtische Berufsvormundschaft gestellten( unehelichen) Mündel im Auftrage der Berufsvormünder gesundheitlich zu überwachen. Nun ist als dritte Aufgabe die regelmäßige äratliche lleberwachung der in a milienpflege befindlichen Waisenkinder unter 3 Jahren, also bis zu dem Zeitpunkte, wo sie unter die Aufsicht des Schularates treten, hinzugekommen. Die Lage der Säuglingsfürsorgestellen ist: Säuglingsfürsorgestelle 1: Blumenstr. 97, Leiter: Kinderarzt Dr. Japha; 2: Elsasser Str. 27, Leiter: Sanitätsrat Prof. Dr. Cassel; 3: Martthalle am Arminiusplay, Bugenhagenstr. 7, Leiter: Kinderarzt Dr. Bamberg; = 4: Reichenberger Str. 180, Leiter: Kinderarzt Dr. Ballin( bis 1. Mai 1914 Raunhnstr. 63); 5: Banfftr. 15, Leiter: Kinderarzt Dr. Tugendreich; 6: Großbeerenftr. 10, Leiter: Kinderarzt Dr. Schmoller; 7: Markthalle Wörther Str. 45, Leiter: Kinderarzt Dr. Schaps; 8: Gulerstr. 24, Leiter: Kinderarzt Dr. Mendelsohn; 9: Mirbachstr. 10, Leiter: Kinderarzt Dr. Kamnizer. Die Sprechzeit ist um 2 Uhr nachmittags. Köpenid. Am Mittwoch, den 8. April, abends 8 Uhr, im Stadttheater": Generalversammlung des Wahlvereins. Tagesordnung: Bericht des Vorstandes und der Funktionäre. Diskussion. NeuAnträge und Vereinswahl des Vorstandes und der Funktionäre. Ferner begegne ich noch täglich der Anschauung, die angelegenheiten. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. namentlich von„ Laienbehandlern" mit großem Geschrei Königs- Wusterhausen und Umgegend. Am Mittwoch, 8. April, immer wieder in die große Masse geschleudert wird, daß wir versammlung. Tagesordnung: Bericht des Vorstandes und der abends 8 Uhr, im Lokale von Wilhelm Kodanel- Wildau: Generalbersammlung. Tagesordnung: Bericht des Vorstandes und der Aerzte mit Giften" behandelten und immer und immer Funktionäre. Neuwahl des Gesamtvorstandes. Maifeier. Partei- pieder taucht die Furcht auf, daß ein von Aerzten verordnetes angelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimiert. Mittel auf einen anderen Körperteil schlage", z. B. ein Nowawes. Mittwoch, den 8. März, pünktlich abends 8% Uhr, Suſtenmittel schlage auf die Augen, das Quecksilber auf das Mitgliederversammlung im Lotal des Herrn Hermann Wolfgramm, Rückenmark, das Salicyl greife das Herz an; das ist eine Wilhelmstr. 41/43. Tagesordnung: Geschäftliches. Besprechung fom- Verwechselung von Ursache und Wirkung. munaler Angelegenheiten: der Gemeindeetat 1914/15. Maifeier. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. Bezirk Buchholz, Blankenburg und Karow. Am Montag, den 6. April, abends 8 Uhr, bei Rähne, Berliner Str. 39: General bersammlung. Tagesordnung: Jahresbericht, Neuwahl der Bezirksleitung und Berschiedenes. Spandau. Die für den heutigen Sonntag in Aussicht genom mene Rathausbesichtigung findet erst am Sonntag, den 26. April, vormittags 9% Uhr, unter Führung des Herrn Stadtbaurats Paul statt. Berliner Nachrichten. Medizinisches Merkblatt. Nur ungern sprechen, hören, lesen die Menschen von Krankheiten oder gar vom Tode, und doch gibt es so vieles, um das man sich beizeiten fümmern muß, so vieles, das den Rage fommen, mit Krankheit oder einem Todesfall zu rechnen, plöglich vor einem Rätsel stehen. Die Aerzte verschreiben feine Gifte, sondern sie behandeln mit Arzneien, das sind Heilmittel, die durch jahrzehnte-, zum Teil, wie das Quecksilber, jahrtausendelange Beobachtung und Forschung praktisch erprobt und wissenschaftlich erforscht find." Abgesehen von den Schlußbemerkungen über den Wert der Arzneien, über welche die Ansichten sehr geteilt sind, dürften die hier gegebenen Anregungen recht beachtenswert jein Die hl. Dreieinigkeit. Die Daumenschraube für Unterhalts- meisten Menschen völlig unbekannt ist und wenn sie in die maſchine. Kühnster aller Träume, Jahrtausende alter Bunsch, worden ist. pflichtige. Ein Arzt stellt deshalb folgende Regeln in einer an uns gerichteten Zuschrift auf: Frühlingsnachmittag. Warm fluten die Strahlen der Aprilsonne über den weiten, sandigen Play. Ich size am Rande unter hochstämmigen Kiefern und blide finnend in die flimmernde Ferne. Um mich her ist es still und ruhig. Nur weiter vorn siken ein paar Frauen und striden Strümpfe, und fleine Kinderchens wühlen im Sande und backen Kuchen. Hoch oben am Firmament knattern die Propeller einer Flugdu bist Wirklichkeit geworden. Lange blide ich dem eisernen Vogel nach, bis er in den Regionen der Lüfte verschwindet. Da eine riesige Staubwolfe wälzt sich vom anderen Ende des Plates herauf. Scharfe Blanke Messingteile bligen im Sonnenschein. Kommandorufe durchschwirren die Luft. Ein Reiter wird sicht bar, aus der verschwommenen Masse formt sich allmählich eine Noch hat es ja auch seine Schwierigkeiten für das große Kompagnie Soldaten. Dumpf dröhnt der Boden unter den Publikum, den Arzt zu erfahren, der den Sonntagsdienst" Nagelschuhen der Krieger. Lints lints- links- die berfieht. Es wird wohl auch vielleicht auf diesen Hinweis Beine fliegen automatisch in die Luft. Der Offizier trabt auf Die Gesichter der Mannhin bald soweit sein, daß wir in jeder Apotheke den und ab, den Säbel in der Faust. Sonntagsarzt" erfahren können. Bis jetzt muß man sich schaften sind rot aufgedunsen und mit Staub bedeckt. an feinen Hausarzt wenden, kann bei jedem anderen Arzt den werfen auf Kommando den Kopf bald gerade aus, bald nach Sonntagsarzt erfahren und auch in jeder Station der dem Offizier hin. Maschinen! Geist, Wille, Selbständigkeit Rettungsgesellschaft. Hauptsache ist, daß man in der Ueberstürzung nicht zu drei, bier Aerzten auf einmal schickt; jeder Arzt hat Anspruch auf Bahlung für seinen Gang, auch wenn schon ein anderer Arzt ihm zuvorgekommen ist. Wenn nachts oder Sonntags eine Familienmitglied erfrankt, wird alles topflos: der Hausarzt ist nicht zu Hause, der Kassenarzt nicht zu erreichen. " --Auch trifft man häufig die irrtümliche Auffassung, daß die Rettungsstation zur unentgeltlichen Hilfeleistung da sei Raffenpatienten sind verpflichtet, immer einen Kaffen Sie sind ausgeschaltet! Unsichtbare Sträfte, in der Hand des Vorgefeßten vereinigt, dirigieren die bunten Gestalten. Ein Wort, und sie marschieren! Ein Wort, und sie bleiben stehen! Ein Wort, und sie brüllen Hurra und rasen wild durch den Sand oder liegen platt auf dem Bauche! " Es mehren sich die Fälle der Anwendung des sogenannten Arbeitsscheuengejeze a" bon 1912, das den Gemeinden zur Mindevung ihrer Armenpflegekosten gegen säumige Unterhaltspflichtige die Waffe der Arbeitshausüberweisung gibt. Vor einiger Zeit meldeten wir aus Charlottenburg, daß eine unverehelichte Mutter mit Arbeitshaus bedroht wurde, weil sie für ihr auf Stadtkosten in Pflege gegebenes Kind den geforderten Kosten beitrag nicht leisten konnte. Wieder aus Charlottenburg erfahren wir jetzt, daß ein Tischlergeselle N., der für sein von ber Stadt in Pflege gegebenes Kind aus geschiedener Ehe zu den Kosten beitragen sollte, ein Opfer des Arbeitsscheuengefeges" geIm Verwaltungsstreitverfahren war der Stadt Charlottenburg auf ihren Antrag das Recht zugesprochen worden, N. bei Fortdauer der Zahlungsversäumnis in ein Arbeitshaus zu steden. Die For derung hatte sich aus einigen Jahren schon auf mehrere hundert Mart summiert, die N. jest um so weniger bezahlen konnte, weil Gewehr über!" über!" Die Gewehre fliegen wie der Bliz er in der letzten Zeit durch Arbeitslosigkeit in Bedrängnis geraten auf die Schultern der vielen Männer." Marsch, marsch! war. Da N. meiter auch den regelmäßigen Kosten beitrag schuldig blieb, so hat nunmehr Charlottenburg arzt anzurufen und erst, wenn sie feinen solchen erreichen Simmeldonnerwetter, wer ist der verdammte Kerl, der da wie gegen ihn, der inzwischen wieder Beschäftigung gefunden hatte, fönnen, dürfen sie sich ausnahmsweise in sehr eiligen und eine lahme Krähe humpelt. Wollen Sie laufen, Streuzmillionendonnerwetter!" Man fennt die Melodic des die Androhung der Arbeitshausüberweisung wahr gemacht. An dringenden Fällen einen Privatarzt holen. Krante, die aus irgendeinem Grunde das Krankenhaus preußischen Kasernenhofs. Das gottlästernde Fluchen gehört seiner Arbeitsstelle, in der Werkstatt eines Tischlermeisters, ist er durch Polizei festgenommen worden, worauf schleunigste aufsuchen müssen, verhalten sich am besten folgendermaßen: zum Drill wie das Salz zur Suppe.„ Zum KreuzdonnerHeberführung nach dem Arbeitshaus Prenzlau Sie telephonieren: Bitte Magistrat von Berlin" und laffen wetter, verdammter Eigentlich ist Fluchen eine Sünde, im Religionsunterricht erfolgte. Daß N. im Arbeitshaus die für sein Kind entstehenden sich dann mit dem Bettennachweis verbinden:„ Bitte, Stoften abarbeiten könnte, erscheint schwer möglich, weil ja von dem in welchem Krankenhaus ist Platz für einen männlichen( weib hat man es uns so gelehrt, ob eine häßliche" oder eine TodErtrag seiner Arbeit zunächst das Arbeitshaus die für ihn selber lichen) Patienten aus der Friedrichstraße mit Herzkrämpfen; fünde, weiß ich allerdings nicht mehr. Uebrigens mögen das aufgewendeten Kosten abzieht, so daß bei der jammerbollen Be- er( fie) ist Mitglied der Ortskrankenkasse für usw. Darau die Militärpfarrer entscheiden, die müssen doch auch etwas zu zahlung der von Arbeitshäuslingen geleisteten Arbeit nicht viel wird der Magistrat in Kürze das freie Bett in einem Kranken- tun haben. Es wird ihnen ohnehin in der heutigen Zeit nicht leicht gemacht, die Lehre des Nazareners mit dem KriegsAber der Wert des hause belegen. für Charlottenburg drüberbleiben dürfte. Den Krantenwagen bestelle man bei dem Verband für handwerk einigermaßen in Einklang zu bringen. ..Arbeitsscheuengesetzes" liegt für die Gemeinden nicht in den paar lleber die blizenden Schießprügel hinweg sehe ich düstere Groschen, die ihnen von den ins Arbeitshaus geftedten Schuldnern erste Hilfe usw. Patienten, die vorübergehend nicht imstande sind, die Schlote qualmen und der goldige Knauf einer Kirchturmspise zufließen können. Sehr viel wertvoller ist für fie, daß in der die heilige Dreieinigkeit: Regel die Arbeitshausüberweisung wie eine Daumen Krankenhausfosten für 8 Tage voraus zu bezahlen, müssen glänzt und gleißt in der Sonne schraube wirten wird, die rasch den gewünschten Betrag fich in wenig eiligen Fällen an den Armenvorsteher wenden, Militarismus, Rapitalismus und Kirche sind immer beiherauspreßt. Wenn auch ein Schuldner nichts hat, so werden der ihnen ein Formular für den Armenarzt ausstellt. In jammen! doch hilfreiche Verwandte oder Bekannte nach Kräften für ihn dringenden Fällen dagegen nimmt jedes städtische raneintreten, um möglichst bald seine Freilassung zu erreichen. Auch fenhaus auch ohne Anzahlung auf, man muß nur vorher mit genauer Angabe an den Magistrat von Berlin anläuten. für N. soll Hilfe von anderer Seite gebracht werden. Bei Unfällen lasse man den Verlegten mit der erstbesten Droschke resp. mit einem Auto zur nächsten Rettungsstation oder ins nächste Krankenhaus fahren. Laubenkolonie„ Neu- Tempelhof“. Die Tempelhofer Feld A.-G. will auf dem Tempelhofer Felde, gegenüber dem Planschbecken- genügende Beteiligung Das preußische Junkerparlament hat mit diesem Gefeß, das aus reaktionärstem Geist heraus entstanden ist, den Gemeinden vorausgefeßt eine Laubenkolonie aufmachen. Sie will zu diesem Behufe den Boden meliorieren und eine Wasserleitung cine furchtbare Waffe geschmiedet. Man sieht, wie die liberalen Bei Todesfällen gehe man zuerst mit den nötigen für die Laubenpächter anlegen lassen. Die Verpachtung soll Gemeindeverwaltungen fie anzuwenden verstehen. Es werden fast immer nur Verionen aus der Arbeiterklasse sein, die als Papieren des Verstorbenen oder des nächsten Angehörigen, für den ganzen Sommer erfolgen. Der Pachtpreis foll„ zur Unterhaltspflichtige bei Zahlungsversäumnis die Härten des wie Geburtszeugnis, Ehe, Militärpapieren, zum zugehörigen teilweisen Dedung der Unkosten" 20 Pf. pro Quadratmeter Gesezes fühlen müssen. Unterbringung im Arbeitshaus Polizeirevier; dort erhält man den Totenschein, dann erst betragen. Da die Bewirtschaftung größerer Flächen für die darf nur dann erfolgen, wenn sie nicht mit erheblichen, den Umschide man zum Arzt reip. Armenarzt, der nach Besichtigung Bächter mit Schwierigkeiten verknüpft wäre, werden nur Bar ständen nach nicht gerechtfertigten Härten noch Nachteilen für das der Leiche den Schein ausfüllt. Jest muß man den Toten- zellen von 100 bis 200 Quadratmeter Größe abgegeben. Fortkommen des Unterzubringenden verbunden" ist. Einen Arschein zum Standesamt und noch einmal zur Polizei tragen. Unsere Gartenverwaltung," so heißt es in der AnfündiSier begegnen wir wieder einer Einrichtung, die wohl gung, ist gern bereit. den den einzelnen Pächtern Anbeiter aus seiner Arbeitsstelle herauszureißen, hält man wohl für auch für diejenigen, feine„ Gärte" und feinen„ Nachteil", der sein Fortkommen" er- für eine Großstadt mit ihren zeitraubenden Entfernungen leitung schiert. Wir sind neugierig, wann einmal auch gegen einen nicht mehr zeitgemäß sein dürfte: die Standesämter schließen eine aube errichten wollen, die billigste Bezugsquelle nachInterhaltspflichtigen der„ besseren" Gesellschaftsschichten, z. B. gegen um 1 Uhr mittags und sind Sonntags überhaupt nicht ge- zuweisen. Es ist im übrigen in Aussicht genommen, wenn eine genügende Beteiligung sich findet, eine auf das billigste den Erzeuger eines unehelichen Kindes, bei Zahlungsverfäumnis öffnet. hergestellte Modellaube anfertigen zu lassen." Uebrigens hat bas„ Arbeitsscheuengeset" hervorgeholt werden wird. Würde da die Arbeitshausüberweisung im Hinblick auf seinen„ Stand" als die Bautätigkeit auf dem Neu- Tempelhofer Gebiete schon wieder begonnen. Am Kaiser- und Hohenzollerntorso sowohl eine nicht gerechtfertigte Härte" erscheinen? Jit ein Kind totgeboren, so muß es ebenfalls beerdigt werden, oder es darf von Unbemittelten der Anatomie über geben werden, gu geben und die wie am Schulenburg- und Badernring werden Neubauten er- richtet, wahrend noch weit iiber ein Dutzend eben fertig ge- stcllter Wohnhäuser ihrer Mieter harren. Trotzdem dürfte das für die Laubenkolonie vorgehaltene,� zwischen Neu-Tempcl- Hof und der Ringbahn gelegene Gelände in den nächsten Jahren wohl kaum der Bebauung erschlossen werden können. Tie neue Stvdtbibliothek. In der gestrigen Sitzung des Bibliothek-Kuratoriums wurden die von einer Subkommission vorgeprüften Pläne deS Stadtbaurats Hoffmann für die auf dem Jnselspeicher zu er- richtende Stadtbibliothek vorgelegt und einstimmig gut- geheißen. Die Stadtbibliothek hat in der kurze» Zeit ihres Bestehens— sie wurde 1907 dein Publikum geöffnet— einen außerordentlichen Aufschwung genomnren: sie ist nach der Königlichen Bibliothek die am stärksten benutzte Bibliothek in Deutschland. Sie soll mimnehr ein würdiges mit einem großen und mehreren kleineren Lesesälen ausgeltattetes und erweiterungsfähiges Heim erhalben. Ter große Lesesaal nach der Wassersront gelegen gewährleistet jederzeit freies und reich- liches Licht. Von den vorab noch nicht für Bibliothekszwecke benötigten Räumen soll das oberste, durch breite innere Treppen zugängliche Stockwerk als städtische Gemälde- g a l e r i e eingerichtet werden, bis etwa in Jahrzehnten das Anwachsen des Bücherbestandes eine Erweiterung der Magazinräume erforderlich macht. Dann wird auch der Zeit- Punkt gekommen sein, für anderweitige Unterbringung der der Stadt gehörenden, dann hoffentlick) auch gewachsenen Kunst- galeric Sorge zu tragen. In dem Gebäude soll ferner auch das städtische Archiv Unterkunft finden, das zurzeit in sehr beschränkten Räumet! im Rathause untergebracht ist. Weitere Räumlichkeiten stehen zur Aufnahme anderer Ver- waltungen zur Verfügung, von denen bekanntlich für eine große Anzahl zurzeit Mietsräume in Anspruch genonimen werden müssen. Nach der Seite der Jnselbrücke zu erhält das Gebäude eine offene Arkade nach der Spree m't einer An- legestelle für Passagierdampfer und Restauralionsräumen. Baumpflanzungen an der langen Spreefront werden den Ge- samteindruck heben. Tie Pläne werden baldigst dem Magistrat und den Stadt- verordneten zur Genehmigung unterbreitet werden. Ein Schornsteinfegerkrieg. Um den schornsteinfegezwang ist eZ in Lichten- bc cg zum Ausbruch eines offenen Krieges gekommen, in den die Polizei„mit starker Hand" eingegriffen hat. Ein Eigentümer Hoffmann, dem das Haus Friedrich-Karl- Straße 11 gehört, verbot Anfang Januar 1914 dem Bezirksschornsteinfegermeister Bussewitz, künftig noch bei ihm zu stgen und über- Haupt noch das Haus zu betreten. Mit dem freien Schornsteinfeger- meistcr Ehmielewski vereinbarte er, daß fortan dieser die polizeilich vorgeschriebene regelmäßige Reinigung der Schornsteine des Hauses ausführen sollte. Freien Schornsteinfegermeistern kann nach einem Kammergerichtsurteil, das in einer das ZwangSfegewesen von Wil- Wersdorf betreffenden Sache im November 1913 ergangen ist. nicht verboten werden, Schornsteine zu fegen. Aber auch um die Frage dreht sich der Streit, ob Hausbesitzern geboten werden kann, ihre Schornsteine von Bezirksschornsteinfegermeistern fegen zu lassen. Ist ein solcher Zwang rechtsgültig, so wird an dem bisherigen Zu- stand praktisch kaum etwas geändert. Ten freien Meistern nützt dann die ihnen zugebilligte Beseitigung des Verbote? wenig oder nichts, da den Hausbesitzern durch das für sie weiterbestehende Gebot die Bczirksmeister aufgenötigt bleiben, und schwerlich ein Hausbesitzer daneben auch noch durch einen freien Meister fegen lassen wird. Jener Hausbesitzer Hoffmann nahm an. daß er nur die Vorschrift, seine Schornsteine regelmäßig fegen zu lassen, er- füllen müsse, sich aber dabei eines freien Meister? bedienen dürfe. Anderer Meinung war die Polizei, deren Hilfe der in seinem Monopol bedrohte Bezirksineister schleunigst anrief. Sie schickte Herrn Hofsmann umgehend die Warnung, daß er sich strafbar mache, wenn er Meister.Bussewitz den Zutritt verweigere. Er müsse die vorgeschriebene regelmäßige Schornsteinreinigung durch den Bezirksmeister ausführen lassen, wenn er auch weitere Reim- gung noch anderen Meistern übertragen dürfe. Hoffmann wartete des Strafbefehls, der da kommen sollte, und ließ im Vierteljahr Januar-März durch Meister Chmielewski fegen. In der vorigen Woche erschien nun eines TageS auf dem Hof des Hoftmannschen Grundstücks ein Geselle von Bussewitz, und, wie wenn der Herr Bezirksschornsteinfegermeistcr unbestritten hier König in seinem Reich wäre, klang für ihn der bekannte Ruf zu ollen Fenstern hinauf:„Morgen früh wird gefegt?"„Gibt'S nicht," belehrte ihn Hoffmann,„ich habe Ihrem Meister. daS Haus ver- boten." Ter Geselle empfahl sich:„Na, morgen werden wir das schon machen." Am anderen Tage erschien vor HoffmannS HauS der Meister Buffewitz selber mit seinen Leuten, nachdem im voraus zu ihrem..Schutz" ein Polizist sich vor der Tür aufgestellt hatte. 2Las Bussewitz hier suche, fragte Hoffmann.„Fegen will er," antwortete für ihn der Polizist,„er hat Auftrag." Hoffmann lehnte ab:„Mein Haus hat der nicht zu fegen und nicht zu be- treten, ich lasse das von einem anderen Meister besorgen."„Das werden wir schon machen," sagte jetzt auch der Polizist, indem er ging, um„Verstärkung" zu holen. Bald rückte dann ein Leutnant mit vier Uniformierten an, zu denen sich noch zwei Kriminalbeamte gesellten. Daß diese Machtentfaltung großes Aufsehen erregte und eine Schar von Neugierigen herbeilockte, läßt sich denken. Die Polizeiestorte wollte den Bezirksmeister und seine Leute in da« Haus hinein und zum Boden hinauf geleiten, aber Hoffmann ver- weigerte dem voranschreitenden Leutnant den Bodenschlüsscl und verbot auch ihm das Haus.„Hier habe ich zu bestimmen!" erklärte der Leutnant, und auf einen Befehl von ihm ergriffen Polizisten den Hausbesitzer Hoffmann samt dem als Zuschauer anwesenden Meister Chmielewski und führten beide zur Wache. Sodann ließ der Leutnant von einem herbeigeholten Schlosser die Bodenkür gewaltsam öffnen, und der Bezirksmeister tonnte mit seinen Leuten die Zwangsreinigung ausführen. Erst als er wieder seinen Rückzug bewerkstelligt hatte, wurden Hoffmann und Chmielewski freigegeben. Gegen Hoffmann war bereits der angedrohte Strafbefehl er- gangen, weil er im Januar sich geweigert hatte, durch den Bezirks- meistcr fegen zu lassen. Mit der Sache werden, da er Widerspruch erhoben hat. die Gerichte sich zu beschästigen haben. Dabei wird zu prüfen sein, ob die für die Hausbesitzer einen Zwang aus- sprechende Lichtenbergcr Polizeiverordnung von 1912, auf die der Strafbefchl sich stützt, rechtsgültig ist. Daß gegenüber den freien Meistern ein Bann unzulässig ist, weil er der Reichsgewerbeordnung widerspricht, steht ja schon fest. Würden die Hausbesitzer ebenso' wie die freien Meister von der Fessel befreit so wäre ,cs mit der Herrschaft der Bezirksmeister vorbei. Tos Privilegium hat ihnen bisher ein Monopol gesichert, das ihnen die Taschen füllte, weil es den freien Wettbewerb ausschloß. Dame« im städtische» Sparkassenbetrieb. Vci der Berliner städtischen Sparkasse ist eine Neuerung kürzlich i« Kraft getreten. Bisher erhiell man beim Eintritt in die Spar- lassenräume von den dazu angestellten Unierbeamten eine Blech- marke, aus der die für das betreffende Sparkassenbuch in Betracht kommende Schalterstelle und eine laufende Nummer angegeben war. Der Sparer wartete den Ausruf seiner Nummer ab, äußerte seinen Wunsch und' wartete dann abermals, bis der Schalterbeamte die Nummer von neuem aufrief und Geld annahm oder auszahlte. Jetzt ist an jedem Schalter eine Beamtin tätig, welche die Wünsche in Empfang nimmt und gleichzeitig die Blechmarke ausgibt. Unserer Meinung nach bedeutet diese Einrichtung eine Vereinfachung. Trotz- dem ist die Abfertigung an den Kassenschaltern eine recht langsame. Es ist keine Seltenheit, daß zwei Stunden vergehen, ehe man sein Geld erhalten oder loswerden kann. Ueberfieht der Sparer aus der Nummernfolge, daß bis zur Abfertigung mehr als eine Stunde vergeht, so soll er sich bei der Beamtin melden und die Zeit nütz- licher verwenden. Es wird dann das Buch, wenn der Sparer beim Nummernaufrus nicht anwesend ist, zurückgelegt, bis er sich meldet. Bei willkürlicher Entfernung wird Gewähr für ordnungsmäßige Abfertigung nicht geleistet. Die mit dem 1. April eingetretene Erhöhung deS Zinsfußes und die Einführung der Drittelung der monatlichen Zinsberechnung hat, soweit bis jetzt zu erkennen war, einen erheblichen Zu- gang der Spareinlogen gebracht Es werden viele größere Summen eingezahlt, die offenbar bisher anderweit angelegt waren. Todessturz im Charlottenburger Rathaus. Durch einen Sprung aus der dritten Etage hat in der Nacht zum Sonnabend im Charlottenburger Magistratsgebäude der Ober- stadtsekretär Winkler seinem Leben ein Ende gemacht. Wintler, der in der nächsten Woche sein Löjährigcs Beamtenjubiläum feiern sollte, kam Freitagabend gegen 8 Uhr wieder in das Charlottenburger Rathaus, um auf seinem Bureau, wie er dem Torwart mitteilte, noch zu arbeiten. Winkler begab sich in sein Zimmer, das im dritten Stockwerk liegt, und wurde von den beiden Wächtern nachts gegen 1 Uhr noch vor seinem Schreibtisch sitzend angetroffen. Wie die von ihm bearbeiteten Akten zeigen, hat er jedoch Freitag- abend nicht mehr Dienst getan. Gegen 3 Uhr nachts hörte ein Wächter einen schweren Fall. Als man nach der Ursache forschte, fand man den Oberstadtsekretär in einem Seitentreppenschacht auf dem Boden des Erdgeschosses mit zerschmettertem Schädel tot liegen. Ein hinzugerufener Arzt vermochte dem Unglücklichen keine Hilfe zu bringen. Der Beamte, der in letzter Zeit ein schwermütiges Wesen zur Schau getragen, �atte sich in einem Anfall von Ver- zweiflung in die Tiefe gestürzt. Wintler. der in der Tiefbauabteilung des Charlottenburger Magistrats beschäftigt war und hauptsächlich Angelegenheiten der Baupolizei bearbeitete, hat sich, wie die sofort eingeleitete Unter- suchung ergeben hat, dienstlich nichts zuschulden tommen lassen. Der Grund zu dem Selbstmord ist vielmehr in sinanziellen Schwierigkeiten zu suchen, in denen sich Wintler ohne sein« Schuld befand. Zu der Vergiftungsaffäre in Steglitz erfahren wir, daß die Aerzte bei diesem Fall vor einem Rätsel stehen. Tie Untersuchung im Lichterfelder Krankenhause hat er- geben, daß Ricsch keinerlei Gift zu sich genommen hat, da sich Spuren hiervon in der Magen säure oder im Darm zweifellos hätten nachweisen lassen. Ter Zustand des Patienten hat sich bisher noch nicht gebessert. Er ist bisher noch keinen Augenblick aus seiner Bewußtlosigkeit erwacht und es ist die Frage, ob es den Aerzten gelingen wird, Üiiesch am Leben zu erhalten. Die Fest- stellungeil der Friedenauer Polizei haben inzwischen ergeben, daß, entgegen anderen Meldungen, von den anderen HochzeitSgästcn niemand erkrankt ist. Eine Fischvergiftung kann also bei den Rieschschen Eheleuten, wie anfangs angenommen wurde, nicht vor- liegen. Dagegen wird eine Vergiftung durch Methylalkohol von dem behandelnden Arzt nicht ganz von der Hand gewiesen. Die seinerzeit bei den Asylisten beobachteten Erscheinungen sind zum Teil auch bei dem im Krankenhaus liegenden Buchhalter auf- getreten. Gegenwärtig sucht die Polizei festzustellen, wo die jungen Eheleute noch dem HochzeitSscst eingekehrt sind. Ta R. mit seiner Gattin die Hochzeit um L Uhr nachts verließ, aber erst um 3 Uhr die etwa 15 Minuten von dem Festlokal entfernte Wohnung in der Kreuznacher Straße betrat, so muß angenommen werden, daß die Gatten in dieser Zeit noch ein Lokal aufgesucht haben.— Tie Ob- duktion der Leiche der Frau R. wird am Montagnachmittag statt- finden. Eine wissenschaftliche Leistung. In einem Urteil eines Berliner Amtsrichters gegen einen Gastwirt, der Plakate in seinem Schaufenster ausgehängt hatte: „Hier KircheuauStrittSerklärungen zu haben!" ffnden wir folgenden Passus, der der Nachwelt als Zeugnis erhalten werden muß dafür, daß eS doch noch„Richter in Berlin" gibt. ES heißt im Urteil: „Die zurzeit in Berlin vorhandene KirchenauStrittSbcwegung ist gegen den christlichen Glauben gerichtet, der für Millionen von Menschen ein Trost im Leben und Sterben ist. Der Angeklagte hat durch die Aufforderung zum Austritt auS der Kirche anderen Menschen, Vätern und Müttern und damit deren Kindern diesen Trost nehmen wollen. Das Handeln des Angeklagten erscheint sträflicher bei dem Inhalt der angebrachten Plakate, als wenn er Plakate angebracht hätte, die mit ihrem Inhalt sich zum Beispiel gegen das Mißhandeln von Tieren oder gegen den Mißbrauch deS Alkohols wenden." So die geradezu klassische Urteilsbegründung des Berliner Richters. Eine..wissenschaftliche Leistung", die kaum noch über- troffen werden dürfte. Mit ihrem fünfjährigen Töchterchen in den Tod gegangen ist die 34 Jahre alte Ehefrau Anna des Schneiders und Räucher- warenhändlcrs Lühr aus der Kirchstr. 15. Frau Lühr ist seit Mitt- woch mit ihrem Kinde verschwunden. Lühr hat von seiner Frau einen Brief erhalten mit denr Bemerken, daß sie mit dem Mädchen in den Tod zu gehen beabsichtige. Ohne Zweifel hat die sehr nervenkranke Frau diesen Entschluß auch ausgeführt; denn Freitag nachmittag fand man am Ufer des WannfeeS beim Freibad die Hüte und die Schirme der Frau und des Kindes und die Hand- tafche der Frau, in dem sich Papiere mit der Adresse des Manne? befanden. Tie Leichen sind noch nicht gefunden worden. Drei Kinder vom Erstickungstode gerettet. In der zehnten VormittagSstunde wurde die Feuerwehr gestern nach der Culmstr. 2 gerufen, wo in der Wohnung einer Frau Tuta ein Brand ausgebrochen war, der Körbe und Wäschestücke erfaßt hatte. Das an sich kleine Feuer hatte eine starke Rauchent- ; Wickelung zur Folge, so daß die Wohnung bei Ankunft der Feuer- wehr vollständig verqualmt war. In einem Zimmer wurden die drei kleinen Kinder der Frau, Frida, Kurt und Käthe, bewußtlos aufgefunden. Die Sappeure schafften die Kinder ins Freie und stellten Wiederbelebungsversuche mit Sauerstoff an. Nach längeren Bemühungen gelang es den Sappeuren, alle drei Kinder ins Leben zurückzurufen. Sie waren aber durch die Raucheinatmung derart mitgenommen, daß sie soiort nach dem Elisabeth-Krankenhaus ge- bracht werden mußten. Das Feuer in der Wohnung konnte in f wenigen Minuten gelöscht werden. Wodurch der Brand entstanden ist, steht noch nicht fest. Tie drei verunglückten Kinder befanden sich allein in der Wohnung, während die Mutter aus ihre Arbeits- stelle gegangen war. Gefundene Kindesleichen. Freitag nachmittag reinigte ein Schornsteinfeger auf dem Grundstück Klopstockstraße 22 die Rauchrohre. In dem einen stieß er von oben her auf einen Gegenstand, den er zunächst nicht er- kennen konnte. Nachdem er ihn von unten herauf herausgeangelt hatte, sah er zu seiner Ueberraschung, daß es ein Paket mit der Leiche eines neugeborenen Knaben war. Tie Leiche war einge» wickelt in zwei Schürzen, von denen die eine 8 gezeichnet ist. Die Leiche war schon stark verwest.— Ein noch unheimlicherer Fund wurde in der Nähe des Kaiser-Wilhelmturms im Grunewald ge- macht. Tort landete man aus der Havel die Leiche eines neu- geborenen Kindes, der beide Arme bis zur Schulter und beide Beine bis zum Kniegelenk abgetrennt sind. Die Nachforschungen nach den abgetrennten Körperteilen sind bisher erfolglos geblieben. Wo und wie die verstümmelte Leiche in die Havel hineingebracht worden ist. konnte auch noch nicht ermittelt werden, ebensowenig wer die Mutter des Kindes ist. Gärtnerische Ausgestaltung des Wittenbergplatzes. Ter Ma- gistrat von Charlottenburg hat über die gärtnerische Aus- aestaltung des Wittenbergplatzes den Stadtverordneten eine Bor- tage gemacht. Der Entwurf sieht aus beiden Teilen zu Seiten deS Untergrundbahnhofs in deren Mitte je eine künstlerisch aus- zuführende Springbrunnenanlage vor. Zu beiden Seiten jeder Springbrunnenanlage sind niedrige gärtnerische Anlagen in AuS- ficht genommen. Die ursprünglich geplanten Baumanpflanzungen auf den inneren Flächen der beiden Seitenteile sind ganz ver- mieden, um die Häuser und die darin befindlichen Ladengeschäfte nicht zu sehr zu verdecken und überhaupt die Aussicht über den Platz vollständig frei zu halten; nur an den vier Ecken am Einlauf der Kleist- und Tauentzienstraße werden Bäume gepflanzt werden. Eine die Ansprüche des modernen Städtebaues befriedigende ein- heitliche Gesamtausgestaltung des Platzes kann jedoch nur durch- geführt Wersen, wenn vorher der Wochenmarkt beseitigt wird. Ter Magistrat beantragt daher wiederum die Aufhebung des Wochen- Marktes zu dem ehestens möglichen Termine. Der Wiutrrgartc» steht in diesem Monat unter dem Zeichen des Tanzes. In allen Arten wird er geboten. Olga DeSmond, die vor einigen Jahren den Weg vom Dilettantismus des Nackttanzes zum Variete fand und dabei der Zensur einige Opfer bringen mutzte, hat die Anmut ihrer Bewegungen bewahrt. Aber ihre Tänze sind nicht gerade sehr ausdrucksvoll, es bleibt bei einer Reihe schöner lebender Bilder. Eine geborene Tänzerin voll Nasse ist die Argentina, die zum Klange der Kastagnetien wild und voll jäher Uebergönge spanische, orientalisch beeinflußle Tänze vorführt. Voll rhythmischen Lebens sind auch die Gesangs- und Tanzduette der Russin ArabelStaja; mit ihrem Pariner brillierte sie sowohl im volkstümlichen wie in einem Rokokotanze. In reizenden Gruppen entfalten sich die itwölf liebreizenden Sonnenscheinmädchen. Ein Pudel, der menschliche Gewohnheiten angenommen hat, und der sprechende und singende Papagei Lora zeigen ihr hoch- entwickeltes Nachabmungstalent. Ganz außerordentliches leistet die Morton Jewell- Truppe im Jonglieren, wobei sie das exakte Ineinandergreifen ihrer Manöver durch eigenen Gesang unterstützt. Daß der Mensch ohne Anlauf über seine eigene Körperhöbe hinaus- springen tonn swenn er zufällig Weltmeister auf dem Gebiet ist), beweist James Teddy. Für jugendliche Angestellte in kaufmännischen Geschäften. Zu Ostern beenden wieder Tausende von Handlungslehr- l i n g e n ihre Lehrzeit und viele junge Mädchen treten als jugendliche Angestellte in kaufmännische Geschäfte ein. Da ist es Zeit, dafür zu torgen, daß diese jungen Leute nicht jenen tauf- männischcn Vereinen zum Opfer fallen, von deren Anhängern die gewerkschaftlich organisierte Arbeiterschaft ständig bekämpft und beschimpft wird. Heute kann man leider immer noch sehr oft beob- acbtcn, daß auch Arbeitersöhne und-töchter, die als Haicdlungs- gehilfcn tätig sind, sich aus llnerfahrenheit von jenen arbeiter- feindlichen Vereinen ins Schlepptau nehmen lassen. Die Arbeiter sollten daher nicht die Gelegenheit versäumen, ihre Kinder und Geschwister aufzuklären, daß, soweit sie als männliche und weibliche Handlungsgehilfen tätig sind, nur der Zcntralverband der Hand- lungsgehilsen als Organisation in Frage kommen kann. Täglicher Autvmobilvcrkehr nach Pichelsdorf. Die Allgemeine Berliner OmnivuS-Gesellschaft nimmt den AutomobilomnibuS- verkehr nach Pichelsberge und Pichelsdorf infolge des guten Wetters schon jetzt auch werktags auf. Vom nächsten Montag, den b. April, an verkehren wieder Automobilomnibussc zwischen dem Knie in Charlottenburg und Pichelsberge sowie Pichelsdorf. Tie Wagen gehen vom Knie vorläufig von 1 Uhr nachmittags an jede halbe stunde, also zu jeder vollen und halben Stunde. Von Pichelsdorf gehen sie 15 und 45 Minuten nach jeder vollen Stunde. Zeugen, welche gesehen haben, wie am Sonntag, den 29. März, nachmitlagS 2 Uhr, an der Eberlystraße lEbelingstraße) ein junges Mädchen von der Städtischen Straßenbahn(Richtung Virchow- Krankenhau«) fiel und überfahren wurde, wollen sich melden bei Zworg, Tilsiter Slr. S6. Ouerg. 4 Treppen. Wer ist der Tote? Aus dem Schisfahrtskanal gelandet wurde gestern nachmittag die Leiche eines jungen Mannes von etwa 20 Fahren, dessen Persönlichkeit sich nicht feststellen ließ. Der un- bekannte Tote ist 1,62 Meter groß und schlank, hat blondes Haar und vollständige Zähne und trug eine dunkle Hose mit dünnen hellen Streifen, eine marengofarbene Weste, einen schwarzblauen Selbstbinder und O. S. gezeichnete Strümpfe. In seinen Taschen fand man eine silberne Uhr mit einer langen goldenen Damenuhr- kette. Auf dem hinteren Deckel der Uhr befindet sich ein Parforce- jagdbild, mehrere Hunde, ein Pferd und ein Reiter. Außerdem hatte er noch einen eigentümlich gearbeiteten Dreikantschlüssel bei sich. Die Leiche wurde nach dem Schauhause gebracht. Vorortnachrichten. Lankwitz. Auf zur heutigen Stichwahl! Das Ortsblättcken, das die Mei- nung deS Herrn Gemeindevorstehers widergibt, scheint de» Austrag erholten zu haben, zwischen Haupt- und Stichwahl zu schweigen Denn die ganze Zeit suchte man vergeben? nach einem Wort über die Stichwahl. Man will den Wählern des ausgefallenen bürgerlichen Kandidaten nicht wehe tun; der Gemeindevorsteher erlaubt aber auch nicht, daß man ihnen schmeichelt und darum wird in allen Tonarte» geschwiegen. Heute am Tage der Stichwahl werden wohl sicher noch einige Kübel Schmutz über die Sozialdemolratie ausgegossen werden, da dann ja eine Antwort unmöglich ist. Unsere Genossen sollen den heutigen Stichwahltag— gewählt wird von 12 bis 7 Uhr im Realgymnasium~ zu eifrigster Tätig- leit benutzen. Wenn alle ihre Kräfte in den Dienst der Sacke stellen, dann muß eS gelingen, außer den Wählern der Haupiwahl noch eine große Anzahl anderer zur Wahl sür die Genossen Lange und Radecke an den Wahllisch zu bringen. Die Wähler der Wolff- Partei müssen darauf hingewiesen werden, daß sie Verrat an sich selbst üben, wenn sie jetzt den Gemeindevorsteher-Kandidaten ihre Stimme geben und dadurch jede Opposition aus dem Gemeinde- Parlament fernhalten. Bei eifriger Arbeit wird«» gelingen, aufm beiden Kandidaten zum Siege zu bringen. Also auf zur Arbeit! Nr. 94. 31. Jahrgang. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 5. April 1914. Nach 1½stündiger Beratung des Gerichts verkündete der VorDer Regimentsbefehl des Kronprinzen. titel abgebrudt, weil er ihn für eine töftliche Satire halte. Den fikende, Landgerichtsdirektor Schmer, das Die Epidemie der Kronprinzenbeleidigungsprozesse grassiert immer noch. Gestern hat sie wieder zwei Opfer gefordert. Dr. 3epler und Karl Schneidt hatten sich bor der dritten Straffammer des Landgerichts III wegen Beleidigung des Kronprinzen zu verantworten. Der Angeklagte Schneidt erklärte, er habe den ArKronprinzen habe er nicht beleidigen wollen. Er habe dem Erlaß überhaupt keine Bedeutung beigelegt. Dr. Vielhaber befundete als Zeuge, daß die Zeitschrift „ Der Weg" ein ernsthaftes politisches Organ sei und nicht in Senfation mache. Alexander Moczkowski, Redakteur der Rustigen Blätter", wurde als Sachverständiger über das Wesen der Parodie Dr. Zepler hatte in der von ihm herausgegebenen und redigierten Zeitschrift„ Der Weg" den Erlaß, womit sich der Kron- bernommen. Er sagte, die Wahl der Parodie schließe faſt immer die Absicht der Beleidigung aus. pring bei seiner Versegung nach Berlin in überschwenglichen Worten von seinem Husarenregiment verabschiedete, durch eine satirische Parodie kritisiert. Die Parodie war in die Form eines Briefes gefleidet, den ein sentimentaler Badfisch beim Abschied aus der Pension an eine Mitschülerin richtet. Schneidt hatte diesen Artikel in seiner Wochenschrift" Die Tribüne" nachgebrudt, aber einen Schlußsah, der ihm zu derb erschien, weggelassen. Die Gerichtsverhandlung begann mit einem Kampf für und gegen die Oeffentlichkeit der Verhandlung. Der Vertreter der Anklage, Erster Staatsanwalt Krause, beantragte den Ausschluß der Oeffentlich= teit, weil sich an die Verlesung des Artikels Erörterungen über Veranlagung, Eigenschaften und Charakter des Kronprinzen knüpfen könnten, durch die eine Gefährdung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit zu befürchten sei. Rechtsanwalt Wolfgang Heine als Verteidiger Beplers wandte sich gegen den Antrag des Staatsanwalts. Wenn man Grörterungen über Veranlagung und Eigenschaften des Kronprinzen als eine Gefahr für die Staatssicherheit ansehe, dann würde das dahin führen, daß bei allen politischen Prozessen die Oeffentlichkeit ausgefchloffen werde. Es gab in den 70er unb 80er Jahren eine Zeit, wo das üblich war. Wir sind glücklich darüber hinweggekommen und man wird nicht wieder damit anfangen wollen, denn das würde nicht zugunsten der Rechtsprechung wirken. Hier wird nichts erörtert werden, was nicht jeder Mensch hören fann und was nicht jeden Tag in der Presse gesagt wird und gesagt werden darf. Der Erste Staatsanwalt wird ja nicht die Absicht haben, durch seine Erörterungen die Staatssicherheit zu gefährden. Die Verteidiger werden sagen, was zu sagen notwendig ist, aber in einer Form, welche feine Gefahr befürchten läßt. Schon die bloße Andeutung der Möglichkeit, daß durch unsere Grörterungen die Ordnung und Sicherheit gestört werden könnte, ist eine Beleidigung für die Verteidigung und auch für den Vorsitzenden, der doch solche Erörterungen nicht zulassen wird. Justizrai Dr. Löwenstein, der aweite Verteidiger Beplers, sowie beide Angeklagten forderten gleichfalls, daß in voller Oeffentlichkeit verhandelt werde. Das Gericht schlug einen Mittelweg ein. Es beschloß, borläufig nur für die Verlesung der Artikel die Oeffentlichkeit auszuschließen. Verhandlung: Nachdem die Verlesung erfolgt und die Oeffentlichkeit wieder hergestellt war, erklärte Dr. 3 epler, es sei völlig ausgeschlossen, daß er die Abficht gehabt habe, den Kronprinzen zu beleidigen. Die Form der satirischen Stritit habe er gewählt, weil ihm der Einfall gekommen sei, den Erlaß des Kronprinzen mit dem Herzenserguß eines sentimentalen Mädchens zu vergleichen. Er habe nur zeigen wollen, daß die Worte des Kronprinzen der Ausfluß eines jugendlichen Temperaments feien und nicht die Bedeutung haben, die ihnen die Kriegsheber und die Alldeutschen in ihrer Agitation geben. Der von Schneidt weggelassene Schlußfab sei allerdings eine Entgleisung. Urteil: Nach Tendenz, Ton, Art und Ausdruck des im Artikel ge= wählten parodistischen Bildes steht fest, daß die Angeklagten die Absicht hatten, den Kronprinzen zu verhöhnen und seine Ehre zu verlegen, aber nicht ernste Kritik zu üben. Der Artikel geht weit über das Maß einer berechtigten Kritik hinaus. Es liegt eine grobe Beleidigung des Kronprinzen vor, die böswillig, mit leberlegung und aus feindseliger Gesinnung begangen ist. Für das Etrafmaß Ausschluß der Oeffentlichkeit für den Staatsanwalt. ist zu berücksichtigen, daß der Angeklagte Dr. Zepler erst einmal Während des Plaidoyers des Ersten Staats- vorbestraft ist. Der Angeklagte Schneidt ist zwar mehrmals voranwalts wurde auf seinen Antrag, dem die Ver- bestraft, aber nicht wegen Majestätsbeleidigung. Andererseits teidigung widersprach, die Oeffentlichkeit aus fommt in Betracht, daß die Beleidigung eine grobe und gegen den geschlossen. Der Erste Staatsanwalt war der Meinung, daß Erben des Thrones gerichtet ist. Mildernde Umstände sind den feine Ausführungen, die sich auch auf den Artikel selbst erstrecken müßten, die öffentliche Ordnung und Sicherheit des Staates ge- Angeklagten versagt, aber das Gericht erkennt ausdrücklich an, daß fährden könnten. Er beantragte gegen Dr. Bepler zwei sie nicht aus ehrloser Gesinnung gehandelt haben. Jeder der beiden Monate und gegen Schneidt sechs Wochen Gefängnis. Angeklagten wird zu einer Festungsstrafe von sechs Sizung plädieren. = Die Verteidiger konnten wieder in öffentlicher Wochen verurteilt. 幣 Rechtsanwalt heine führte aus: Es ist richtig, daß der Der Ausschluß der Oeffentlichkeit in den Kronprinzen Erlaß des Kronprinzen kritisiert und durch den Artikel gezeigt werden sollte, der Kronprinz habe allzuviel Jugendlichkeit, allzubiel prozessen zum Schutz der öffentlichen Ordnung und SicherTemperament bekundet. Es sei ein glücklicher Griff, daß, um den heit" erreicht seinen Gipfel in dem Ausschluß während der Gedankengang eines jugendlichen Mannes zu kennzeichnen, die Anklagerede. Wenn die Rede des Staatsanwalts die öffentForm des Briefes eines jungen Mädchens gewählt worden sei. Der liche Ordnung und Staatssicherheit zu gefährden geeignet Staatsanwalt habe keinen Sinn für Sumor, denn sonst hätte er ist die Annahme ist eine föstliche ungewollte Parodie nicht sagen können, es gebe nichts Schimpflicheres für einen Mann, so muß logisch die Anklage selbst und die Verurteilung noch als den Vergleich mit einem jungen Mädchen. Ein solcher Ber- weit mehr die öffentliche Ordnung und Sicherheit gefährden. Damit wird wider Willen anerkannt, daß die Unterlassung gleich sei durchaus nicht schimpflich, auch nicht für den fünftigen weit mehr die öffentliche Ordnung und Sicherheit gefährden. Träger der Krone. In der Parodie sei nichts enthalten, was den Damit wird wider Willen anerkannt, daß die Unterlassung Kronprinzen herabwürdigen könnte. Der Verteidiger verwies der Anklagen und Verurteilungen dem öffentlichen Interesse darauf, daß ja der Kaiser die parodistische Behandlung seiner mehr gedient hätte. Wenn die Kritik von Handlungen des eigenen Person nicht als Beleidigung empfinde, denn er habe ja Kronprinzen die Gefahr der Anklage wegen Beleidigung und seinerzeit die Freigabe des Buches von Grand- Carteret angeordnet, gar Verurteilung nach sich zieht, so bleibt nur die Art der welches den Kaiser in Wort und Bild parodiert. Auf diese Hand- Kritik übrig, die mal ein monarchisch gesinntes österreichisches lung des Kaisers seien ja die milderen Bestimmungen über die Ma- Blatt dem dortigen Thronfolger gegenüber anwendete. Dies jestätsbeleidigung zurückzuführen. Danach sei die Majestätsbeleidi- Blatt registrierte die Handlung des Kronprinzen und fügte gung nur dann strafbar, wenn sie absichtlich, böswillig und mit Ueberlegung begangen sei. Die Voraussetzungen träfen beim Angeklagten nicht zu, er müsse deshalb freige. sprochen werden. dem bei Stationen lang lebe unser Kaiser! Witterungsübersicht vom 4. April 1914. Barometerstand mm richtung Wind Windstärke Justizrat Löwenstein verwies darauf, daß in letter Beit eine Flut von Kronprinzenbeleidigungsprozessen hereinges brochen ist. Die als beleidigend betrachteten Aeußerungen sind nicht darauf zurückzuführen, daß sich die Natur der für die Presse Schreibenden geändert hat, sondern daß temperamentvolle Aeußerungen des Kronprinzen eine Kritik notwendig gemacht haben. Swinemde. 762 NND Derartige Worte des Kronprinzen haben gerade in patriotischen Hamburg und streng monarchischen Kreisen Besorgnis erregt, weil ihnen die Berlin Auslegung gegeben werden kann, sie seien eine Gefahr für den äußeren und inneren Frieden. Einer solchen Gefahr entgegenzutreten sei die Pflicht jedes ernsten Mannes. Aus diesen Gesichtspunkten heraus habe der Angeklagte gehandelt. Wenn er bestraft werden sollte, dann sei höchstens eftungshaft angebracht, aber nicht entehrende Gefängnisstrafe. 763D Wetter 1 bedeckt 2bedect Dunit 763 WSW 2bedect Franff. a.M 763 Stin München Wien 76223 Temp. n. T. 5° C. 4° R. 5 Stationen Barometerstand mm Windrichtung Windstärke Haparanda 7615 6 Petersburg 765DSD Wetter 2 bedeckt 1 molten! 7 Scilly 762 WNW 6 halb bd. 8 Aberdeen 759 7 Paris 19? 7632 1 wolten! 2 wollig Temp. n. C. 1.5° 40. 3 Regen 7619 1 moltig Wetterprognose für Sonntag, den 5. April 1914. Zunächst ziemlich beiter, nachts sehr fühl, am Tage wieder wärmer be mäßigen südwestlichen Winden; später neue Zunahme der Bewölkung uni etwas Regen. Berliner Wetterbureau. Der Angeklagte Schneidt bemerkte zum Schluß, er Wetteraussichten für das mittlere Norddeutschland bis Montag halte die Festungsstrafe nicht für einen Vorzug, denn sie werde Leuten zuerkannt, die weit schlimmere Verfehlungen begangen mittag: Bunächst größtenteils heiter, in den Tagesstunden etwas wärmer haben, als ein Journalist in Ausübung seines Berufes überhaupt später langsam zunehmende Bewölkung und im Südwesten leichtere Regen begehen kann. fälle. Herren- Modenschau 0 Neu erschienen der Haupt- Katalog Nr. 49 mit den neuesten, künstlerischen Moden u. mit vielen hunderten Jllustrationen. Ein vortrefflicher Ratgeber beim Einkauf von Herrenund Knaben- Kleidung Zusendung kostenfrei. 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Nach kurzem, schwerem Strankens lager verstarb, gestern nacht mein lieber Sohn, unser guter Bruder, Schwager und Neffe, der Etuiarbeiter 102A Paul Oesterling im Alter von 25 Jahren. Um stille Teilnahme bitten namens der Hinterbliebenen Wwe. Anna Oesterling und Kinder. Die Beerdigung findet am Montag, den 6. April, nachmittags 4 Uhr, von der Stapelle des St. Philippus Apostel- Stirchbofes, Berlin N. 65, Müllerstr. 44/45, aus statt. Sozialdemokratischer Wahlverein f. d. 8. Berl. Reichstagswahlkreis. 11. Abt. Bezirk 644. Am Freitag, den 3. April, ver stavb unser Genosse Paul Oesterling am ( Wöhlertstr. 19). Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Montag, den 6. April, nachmittags 48, Uhr, von der Zeichenballe des Philippus Apostel- Kirchhoses, Müllerstr. 44/45, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 226/14 Der Vorstand. Statt jeder besonderen Meldung Hierdurch allen Bekannten zur Nachricht, daß meine liebe Frau und gute Mutter 1582b Gertrud Hauptmann geb. Rehan am 2. April am Schlaganfall verstorben ist. Die Hinterbliebenen Alfred Hauptmann und Sohn. Die Beerdigung findet am 6. April, nachmittags 4 Uhr, bon der Leichenhalle des Zentral- Friedhofes in Friedrichsfelde aus statt. Deutscher Metallarheiter- Verhand Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der SchraubenDreher Paul Urban Stegliger Str. 61 am 1. April an Herzleiden. gestorben ist. am Die Beerdigung findet Sonntag, den 5. April, nachm. 32 Uhr, von der Leichenhalle des Neuen Jakobi- Kirchhofes in Neufölln aus statt. Ferner starb unser Mitglied, der Metallarbeiter Paul Oesterling Wöhlertstr. 19 am am 3. d. M. au Herzleiden. Die Beerdigung findet Montag, den 6. April, nachm. 43 Uhr, von der Leichenhalle des St. Philippus Apostel- Kirchhofes Müllerstr. 44/45 aus statt. Ferner starb unser Mitglied, der Dreher Artur Walter Lehrterstr. 31 am 3. d. M. an Lungenleiden. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 5. April, nach: mittags 4 1hr, von der Leichenhalle des St. Johannis- Kirchhoses in Plögensee aus statt. Ferner starb unser Mitglied. der Schraubendreher Hugo Eisemann Malplaquetstr. 39 am 3. d. M. an Lungenleiden. Die Beerdigung findet am Montag, den 6. April, nachmittags 23 Uhr, von der Leichenballe des St. Philippus- ApostelStirchhofes, Müllerstr. 44/45, aus itatt. Ehre ihrem Andenken! Rege Beteiligung erwartet 116/3 Die Ortsverwaltung. Turnverein„ Fichte" Berlin. 8. Männer- Abteilung. ( Mitgl. d. Arb.-T.-B.) Unseren Turngenossen und Freunden die traurige Nachricht, daß unser Turngenosse, der Turn wart der früheren 19. Lehrlings Abteilung Paul Oesterling plöglich verstorben ist. Er war uns ein lieber, guter und eifriger Freund. Für ihn galt es immer, seine ganze Berson und seine Zeit der freien Turnbewegung und vor allem den Jugendturnern zu widmen. und betrauern wir um so mehr seinen frühen Tod. Wir werden sein Andenken stets in Ehren halten. 8. Männer- Abteilung. Die Beerdigung findet am Montag, den 6. d. M. nachmittags 48 Uhr, auf dem St. Philippus Apostel- Friedhof statt. Treffpunkt aller Turngenossen pünktlich 4 Uhr an der Turnhalle der 9. Männer- Abteilung, Müllerstraße, Ede Triftstraße. 186/4 Deutscher Transportarbeiter- Verband. Bezirksverwaltung Groß- Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Hausdiener Stanislaus Pawlowski am 31. März im Alter Don 39 Jahren verstorben ist. Die Beerdigung findet ant Sonntag, den 5. April, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des St. Matthias- Kirchhofs, Mariendorf, aus statt. Den Mitgliedern ferner zur Nachricht, daß unser Kollege, der Fensterpuzer Karl Märtz im Alter von 42 Jahren verstorben ist. ant Die Beerdigung findet Montag, den 6. April, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des St. Bartholomäus Kirchhofes, Weißensee, Falkenberger Chaussee, aus statt. G Ehre ihrem Audenken! Um rege Beteiligung ersucht Die Bezirksverwaltung. 63/17 Am 2. April verstarb mein lieber Mann, der Tischler Albert Preuß an den Folgen einer schweren Blutvergiftung. Dies zeigen tiefbetrübt an Marie Preuß nebst Kindern, Friedenau, Lenbachstr., 1. Beerdigung Montagnachmittag 4 Uhr auf dem Gemeinde- Friedhof an der Blanken Hölle" in Schöneberg. 1581b Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Tischler Albert Preuß Friedenau, Lenbachstr. 1, im Alter von 47 Jahren ge storben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 6. April, nachmittags 4 Uhr, von der Halle des chöneberger GemeindeFriedhofes, Blanke Hölle, aus itatt. 85/19 Die Ortsverwaltung. Verband der Brauerei- u. MühlenZentralverband der Steinarbeiter Zahlstelle Berlin. Am 2. April starb unser Kollege, der Marmorschleifer Moritz Schwebke an Gehirnschlag. Ehre seinem Andenken! am Die Beerdigung findet Montag, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Philippus: Apostelkirchhofes, Müllerstraße, Ede Seestraße, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 171/12 Die Ortsverwaltung. Am Freitag, den 3. April, verschied plöblich mein lieber Mann, unser guter Bater, Schwiegervater und Bruder, der Weber Wilhelm Paul 1598b am im 58. Lebensjahre. Dies zeigen tiefbet übt an Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet 6. April, vorm. 11 1hr, auf dem Zionstirchhof in Berlin- Nordend, Blankenfelder Strage 7, statt. Am Donnerstag starb nach furzem, schwerem Leiden im Krankenhause zu Lichterfelde im 13. Lebensjahre unser lieber Sohn und Bruder Martin. Um stilles Beileid bitten nebst Frau Otto Meyer und Kinder. Die Beerdigung findet Montaa, den 6. April, nachmittags 4 Uhr, von der Friedbojshalle aus statt. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, sowie herrlichen Kranzspenden bei der Beerdigung unseres lieben und guten Vaters, Groß- und Schwiegervaters, des Gastwirts Paul Hoppe Köpenicker Straße 161 sagen wir bie: mit allen Teilnehmern, sowie anwesend gewesenen Vereinen, insbesondere Herrn Walded Manasse für seine trostreichen Worte am Sarge des Entschlafenen und dem Gesangs vercin Vorwärts- Südost" für den erhebenden Gesang unsern herzlichsten Dant. Die trauernd hinterbliebenen Kinder. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes und guten Vaters, des Schriftseters 1584b Otto Risch jagen wir allen Berwandten, Freunden und Bekannten, dem Herrn Faktor und den Stollegen der Firma Gebr. Unger, den Kollegen der Lindendruderej, Wablverein und Gesangverein NiederSchönhausen, Gartenbauverein Nordend, insbesondere dem Redner Herrn Wehmeyer unseren innigsten Dank. Witwe A. Risch nebst Kindern. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die zahlreichen Stranz spenden bei der Beerdigung unserer lieben Schwester, Schwägerin u. Tante Auguste Raschke sagen wir allen Beteiligten, ins besondere dem Verein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse, den Botenfrauen der Spedition Wattstr. 9, dem 8. Bezirk des 6. Kreises, dem Gesangverein der Bäcker sowie Herrn Harndt unseren tiefgefühltesten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Gustav Karzke Fritz Karzke Margarete Lewin geb. Karzke. 15836 Innungs- Krankenkaffe d. SchuhmacherInnung = ( 3 wangs Innung) zu Berlin. and pping& Jetzt bei dem plötzlich eingetretenen warmen Wetter werden auch Sie noch zu Ostern einen eleganten Anzug gebrauchen. Hier ist er! 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Die Beerdigung findet am Montag, nachmittags 1%, Uhr, vom Trauerhause, Pichelsdorf 35, nach dem Spandauer GemeindeFriedhof in den Stiffeln aus statt. Rege Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. Verh. d. Schneider, Schneiderinnen u. Wäschearbeiter Deutschlands. Filiale Berlin. Unseren Mitgliedern hiermit zur Nachricht, daß der Herrenmaßjaneider Stollege Franz Neubert am 2. April im 44. Lebensjahre verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Dienstagnachmittag 5 Uhr von der Halle des Heiligkreuz- Kirchhofes, Mariendorf, Eisenacher Straße, aus statt. 163/1 Die Ortsverwaltung. Auf unter 1. und 8. März 1914 ausgeschriebenen Aufforderung der Vertreter im Ausschuß für die Einreichung von Wahlvors schlägen zum Vorstand, geben wir den beteiligten Arbeitgebern und Verficherten befannt, daß von seiten der Arbeitgeber zwei Wah vorschläge ein gereicht und vom Vorstand als gültig anerkannt worden sind. Die Wahl findet, wie bereits be: fannt gemacht, am Donnerstag, den 23. April 1914, abends 8 Uhr, im Innungshause, Fischerstraße 25, statt. Von seiten der Versicherten ist nur ein Wahlvorschlag mit der höchst zulässigen Bertreierzahl eingereicht, vom Dies gesellschaft zu Berlin. Policen Aufgebot. Die auf den Namen des Bötch. Carl Busch lantende Police Nr. O 0 873 264 ist nach Anzeige des Ver sicherten in Verlust aeraten. wird mit dem Bemerken bekannt ge geben, daß, falls ein Be: echtigter fich nicht meldet, nach Ablauf von drei Monaten die genannte Police für traitlos erklärt und anstelle derselben eine neue Police ausgefertigt wird. 1596b Berlin, den 27./3. 14. Die Direktion. Borstand ebenfalls als gültig an- Sehr bekömmlich und gefund erkannt worden, und gelten die Vorgejalagenen als gewählt. Die hier' ne Prise„ Milo- Rund". zu für den 23. April 1914 angesetzte Wahl ist hiermit aufgehoben. Ift Anfechtungen gegen die Gültigkeit Darum schnupf zu jeder Stund der Wahl find bis zum 20. April 1914 bei dem unterzeichneten Bor Augentabak stand oder dem Versicherungsamt einzureichen. Berlin, den 5. April 1914. Der Vorstand. Jakob Ege, Borsigender. R. Schent, Schriftführer. 271/11 Kranzspenden sowie sämtliche Blumenarrangements MiloRund!" liefert schnell und billig Paul In Dosen oder Päckchen a 10 Pf. Gross, Lindenstr. 69, Tel.Mpl. 7203 durch Zigarrenhandel. zu vermieten. Preis 48,- M. pro Monat inkl. Beleuchtung. Heizung und Warmwasser- Versorgung. Konsumgenossenschaft Berlin und Umgegend Lichtenberg, Rittergutstraße 16/26. Auskunft beim Verwalter. omplette muftergültige Ausstattung von Hotels und Privatwohnungen. Fernspr.: Zentr. 1896. Egr...: Gardinenhaus. Gardinen. Die Gardinen sowie alle einschlägigen Artikel: Portieren, Läufer, Teppiche, Gobelins, Kissen 2c. der Spezial Firma Gardinenhaus Bernhard Schwartz ( früher Wallstr. 29) jetzt Wallstr. 13( Spindlershof) alleinige Verlaufsstelle, find von größter Haltbarkeit. 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Albert Gleiser Berlin C. 33 Alexanderplatz 02.81.02& t Theater und Wergnügungen Alexanderstrasse 42 smilian) ( Siche Wochen- Spielplan.) Freie Volksbühne. Sonntag, 5. April 1914, Nachm. 3 Uhr: Echiller- Theater O.: Geschäft ist Geschäft. Künstler- Theater: Der Biberpelz. Lessing Theater: Professor Bernhardi. Nollendorfplatz Theater: Operette: Orpheus in der Unterwelt. Serrnfeld- Theater: Hinterm Zaun. Neues Volistheat.: Michael Kramer. Starfreitag, 10. April, abends 7 Uhr, in der Neuen Welt: III. Chorkonzert: Matthäuspassion. Neue Freie Volksbühne. Sonntag, 5. April 1914, nachm. 22 Uhr: Kammerspielhaus: Die Einnahme von Berg- op- Zoom. Deutsches Theater: Der Leichnam. Nachm. 3 Uhr: lebende Deutsches Opernhaus: Der Freischüß. Schiller Theater Charlottenb.: Rosenmontag. Thalia- Theater: Vater und Sohn. Metropol Theater: Ein Blizmädel. Berliner Theater: Große Rosinen. Montis Operetten Theater: Fledermaus. Die Trianon- Theater: Die Liebe wacht. Theater in der Königgrägerstraße: Das Lebensfest. Blüthner- Saal: Sinfonie- Konzert. Abends 8 Uhr: Neues Volks- Theater: Die Haubenlerche. Abends 82 Uhr: Neues Bolts- Theater: Montag, Diens tag, Donnerstag, Sonnabend: Frau Barrens Gewerbe. Mittwoch: Der Kaiserjäger. Schiller- Theater 0. ( Wallner- Theater). Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Geschäft ist Geschäft. Sonntag, abends 8 Ubr: Die Maschinenbauer. Montag, abends 8 Uhr: Die Maschinenbauer. Schiller- Theater Charlottenburg. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Rosenmontag. Sonntag, abends 8 Uhr: Wann wir altern. Hierauf: Liebe. Nachher: Lottchens Geburtstag. Montag, abends 8 Uhr: Das Glück im Winkel. Auf Anregung der Gesellschaft zur Bekämpfung der Geschlechtsk rankheiten veranstaltet der Hausarztverein Neukölln am 14. April( 3. Osterfeiertag), ab. 8, Uhr, im großen Saal der ,, euen Welt", Hasenheide eine Oeffentliche Volksvorstellung: „ Die Schiffbrüchigen". Direl tion Hans Reitz. Ein Theaterstück in 3 Aufzügen von Brieux. Jugendliche unter 16 Jahren haben keinen Zutritt. 00. 79/7 bei Bartsch, HermannKarten à 35 Pf. inkl. Programm sind zu haben in Neukölln straße 49; Kuhnert, Stuttgarter Str. 54; Höse, Wissmannstr. 26; Israel, Emserstr. 4 und 111, und in der Vorwärts- Spedition, Siegfrie Istraße sowie bei allen Funktionären des Vereins, für Berlin- Süden bei M. Thun n. Böckhstr. 37. Empfehlenswert ist es, sich rechtzeitig mit Karten zu URANIA Taubenstraße 48/49. Sonntag 4, u. Montag 4 Uhr: Mit d. ,, Imperator" nach New York. Sonntag und Montag 8 Uhr: Hochspannung. " versehen. Gesangverein Männerchor 6st" M. d. D. A.-S.-B. Chermeister E. Thilo Sonntag, den 12. April ( 1. Osterfeiertag), im großen Konzert- S al der Brauerei ,, Friedrichshain", a m Königstor: ZOOLOG Volkslieder- Abend ischer Garten Täglich ab 4 Uhr: Großes Konzert. Eintrittspreise: ZOO: Aquarium: 50 Pf. 25 Pf Pf. Kind. d. Hälfte Neu! Neu! AQUARIUM 10 Uhr morgens bis 8 Uhr abends. Metropol- Theater. Beute nach Ein Blitzmädel. mittag 3 Uhr: Abends präzise 7 Uhr 55: Die Reise um die Erde 10 in 40 Tagen. Theater in der Königgrätzer Straße Passage- Panoptikum. 7½ Uhr: König Richard III. Komödienhaus. 8 Uhr: ,, Kammermusik". Berliner Theater. 8 Uhr: Wie einst im Mai. Theater a.d. Weidendammerbrücke 8 Ubr: Der fliegende Holländer. 8 Uhr: Der müde Theodor. Residenz- Theater 8 Uhr: Der Regimentspapa Theater des Westens. 8 Uhr: Polenblut. Sonnt.nchm. 3: Gräfin Fifi. Deutsches Requiem. Karfreitag: Osterkantate. Deutsches Künstlertheater Sozietät. Nürnberger Straße 70/71, am Zoo. Kasse: Nollendorf 1383. Rad. Der Biberpelz. 8 Uhr: Abends 8 Uhr: Erziehung zur Liebe. Theater am Nollendorfplatz 5. 3 Uhr: Orpheus in der Unterwelt. 8 Uhr: Der Juxbaron. Friedrich- Wilhelmstädt. Theat. Anfang 8 Uhr. Die Förster- Chriftl. Beute nachm. 4 Uhr: Fräul. Trallalla. Der englische Riese Teddy Bobs. Der größte Mensch, der je gelebt! 160 mm größer als Machnow! 19 Jahre alt. Ohne Extra- Entree! 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Montag, den 13. April 1914, im Ko nzertsaal der Brauerei Friedrichshain: KONZERT. Mitwirkende: Fräulein Elisabeth Lee( Sopran) Becker( Cello) Herr Herr Professor Herr M. Mode rn( Violine) Heinz Bleil( Flü gel). Saaleröffnung 6 Uhr. Tanz frei!. Anfang 7 Uhr. Kinder unter sechs Jahren hal ben keinen Zutritt. Eintrittskarten à 75 Pf. zu haben bali Horsch, Engelufer 15. Lück, Sprengelstr. 22. A. Gottschal, Driesener Str. 20 u. Zionskirchstr. 18. Peter, Mirbachstr. 33. Holland, HussitenWinzer, Christburger straße 18. Günther, Brunnen- tr. 96 Straße 9. Thomas, Gartenstr. 74. Schönborn, Am Friedrichshain 35. Springer, Zionskirchstr. 34 Lepps, Reichenberger 0. Schulz, Straße 19. Bündig. Wallner- Theater- Straße. Bellermannstr. 79. Pett, Putbuser Str. 42. 99 :::: Vereinigte Berliner Volksbühnen. Luisen- Theater. 3 Uhr: Wilhelm Tell. 8 Uhr, Premiere: Los von Muttern! Walhalla- Theater. 3 Uhr: Die gelbe Gefahr. 8 Uhr: Tangofieber Gr. Posse m. Ges. u. 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Frauen- Leseabende. fachen Durchschnitts beseitigt und ebentl. das System der ZwölfteSchuss der öffentlichen Gartenanlagen vor Beschädigungen durch lung zur Anwendung kommt, und daß eine Vermehrung der WahlFriedenau. Montag 8 Uhr, Handjerystr. 60/61, bei labe. Res Schulkinder. Das Nachrichtenamt des Maaistrats schreibt: Es sind bezirke erfolgen soll, wurde einer fünfgliedrigen Kommission über in letzter Zeit wiederholt Klagen über die Beschädigung gärtnerischer wiesen, von der die Sozialdemokraten ausgeschlossen sind. Nach ferentin: Genossin Käte Dunder. Wilmersdorf. Montag 8, Uhr bei Schilling, Lauenburgerstr. 20: Anlagen der Straßen und Pläge durch schulpflichtige Kinder laut dem letzten Wahlausfall war es für die Hausbesizerpartei ausgeworden. Insbesondere find die die Kinderspielpläge umgebenden gemachte Sache, den Wahlrechtsraub gelegentlich zu beseitigen, Vortrag der Genojsin Fahrenwald:„ Warum müssen wir uns politisch und Anlagen bei Ausübung des Fußballspiels vielfach zerstört worden. weil sie eingesehen hatte, welch gutes Agitationsmittel er für die gewerkschaftlich organisieren?" Aussprache über den Frauenleseabend. Troz erhöhter Aufmerksamkeit der Wächter der städtischen Part- Opposition war und daß er ihr nicht mehr nüßte. Wir sind desverwaltung wie der Polizei hat bisher keine Aenderung herbei- halb auch überzeugt, daß sie Herrn Gädte innerlich dankbar sind, geführt werden können. Es ergeht daher an alle Erwachsenen, ins- ihnen dieses Vorhaben erleichtert zu haben. Herr Barsikow ging besondere aber an die Lehrer und Eltern, die Bitte, so viel an mit einem Enthusiasmus auf den Antrag ein, der sicher auch dem ihnen liegt, im Interesse der Erhaltung unserer schmuden Straßen Antragsteller verdächtig vorgekommen ist. und Pläge als Zierde der Stadt, die Kinder von Zeit zu Zeit über die Schonung der Anlagen zu belehren und vorkommendenfalls Beschädigungen durch persönliches Eingreifen zu verhindern. Neukölln. 34,00-50,00. Marktpreise von Berlin am 3. April 1914, nach Ermittelungen des fgl. Volizeipräsidiums. Mais( mired), gute Sorte 00,00-00,00, Donau Am Dienstag, den 7. April, unternimmt das Komitee für die 00,00-00,00. Mais( runder), gute Sorte 14,85-15,20. Nichtstroh 0,00. eu 7,00-8,50. Wartthallenpreise. 100 Stilogr. Erbsen, gelbe, zum Kochen Ferienspiele wieder einen Ausflug mit Kindern, den ersten in Sbeisebohnen, weiße 35,00-60,00. Linien 40,00-80,00. diesem Jahre. Treffpunkt: 1 Uhr am Bahnhof Steglis. Für Fahrgeld find 20 Pf. mitzubringen. 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It- Teppiche Vor der Entscheidung! Recht traurig muß es im Lager unferer Schlete 1,60-3.20. Bleie 0,80-1,60. 60 Stud Strebie 3,50-24,00. Als ich Freitag nachts gegen 3 Uhr meinen Benaten au- Gegner bei der Stichwahl ausiehen. Ihr Flugblatt ist so arm an steuerte, drang in der Wissmannstraße der laute Gesang zweier Be- Gedanken und stellt Borgänge in der Gemeindevertretung direkt auf trunkener an mein Dhr. Just in demselben Augenblid, als ich dieser den Kopf, um vor uns graulich zu machen. Radauluſtigen aufichtig wurde, bemerkte ich auf der anderen Seite der Straße hinter einem Baume einen Schugmann, der sein Augen der Straße hinter einem Baume einen Schußmann, der sein Augenmert nicht auf die nächtlichen Ruhestörer, sondern auf andere ihn besonders interessierende Dinge zu richten schien. Neugierig ichaute nun auch ich nach derselben Richtung wie der Beamte. Ich gewahrte plöglich, daß einige junge Leutchen mit dem Anfleben kleiner Handzettel, die Vorübergehende auf eine Versammlung aufmerksam machen sollten, beschäftigt waren. Blöglich schlich sich der Hüter der Drdnung heran nicht an die vermalebeiten Ruheſtörer, sondern an die jungen Bürschchen, um sie festzustellen. Doch als ob die legteren Unheil geahnt hätten, stoben sie auseinander. Den einen derselben hätte bald die Nemisis ereilt, wenn er sich nicht mit kühnem Ruck der allzu schnellen Umarmung allzu schnellen Umarmung des GefegesAus der Gemeindevertretung. Zunächst lag eine Ausschreibung der Stelle eines unbefoldeten Schöffen zur Beschlußfaffung vor. Als Hauptbedingung für den Bosten sind vorgefehen juristische Borbildung und praktische Erfahrungen in der Tiefbauberwaltung. Anfangs gehalt 6800 m. Diesen Bedingungen wurde zugestimmt. Alsdann wurde über die Gültigkeit der Ergänzungs- und Verstärkungswablen zur Gemeindevertretung und über die gegen die Wahlen erhobenen Einfprüche verhandelt. Gegen die Wahlen der 3. Abteilung ist Protest den durchgefallenen Kandidaten eingereicht; derselbe stüßt sich für Syphilis, Harn- u. FrauenleidenEhrlich- Hata- Kur( Dauer 12 Tage). Blutuntersuchung. Schnelle, sichere schmerzlose Heilung ohne Berufsstörung. Mäßige Preise. Sprechst. v. 8-8. Sonntags 9-11 Spezialarzt 6 f. Hauts, Harns, Frauenleiden, nerv. Schwäche, Beinkranke jeber Art, Ehrlich Hata Kuren in u. Co. fonz. Laborat. j Blut wächters entledigt hätte. Dabei büßte allerdings bas Skerlchen auf Behauptungen, bie eine fachliche Widerlegung durch die Wahl Dr. Homeyer untersuchung., Fäden i. Harn usw. Banoptikum Friedrichstr. gegenüber Spr. 10-2, 5-9, Somnt. 11-2. Honorar mäßig, auch Zeilzahl. Separates Damenzimmer. Zur Maifeier! * 1568b und Porträts von Parteiführern. Groß 4 M. an. Rote Fahnen, Banner zum dekorieren leihweise. Hermann Lessing, NO, Palisadenstr. 15. seinen Hut sowie feinen Spazierstod ein. Nun hörte ich, wie ftatiftit früherer Jahre leicht machen. Während bei früheren Wahlen der Beamte den Fliehenden zurief:" Bleiben Sie stehen oder ich die Beteiligung 23 Proz., auch 34 Proz. betrug, ist sie bei der letzten schieße!" Doch während der Schuhmann noch immer an seinem Wahl auf 40 Broz. gestiegen. Nun wird behauptet, es wäre bei dem gelben Ledergurt fingerte, waren die jungen Leutchen verschwunden. großen Andrange nicht jedem Wähler möglich gewesen, sein WahlDaß die Polizei in jener Nacht auch in anderen Straßen Jagd auf recht auszuüben, obwohl festgestellt ist, daß der lezte Wähler um Bettelantleber gemacht haben muß, geht aus einer weiteren Buschrift 8 Uhr abends gewählt hatte. Genosse Weber beantragte Gültigkeit der Wablen; er bielt den bürgerlichen Protesterhebern bor, daß jetzt hervor. Danach wurden in der Kaiser- Friedrich- Straße etliche junge die Wahlen am Drte mit einer Tonzstunde nicht mehr zu Leute von einem Polizeihund und zwei Beamten gestellt. Es scheint, vergleichen feien, überdies betrage die Majorität über 700 Stimmen. als ob die Polizei unter allen Umständen der staatlich und städtische Wablen der britten Abteilung wurden für gültig erklärt. Rote Stocklaternen Schrift subventionierten patriotischen Jugendpflege besondere Dienste er Ferner lagen gegen die Wahlen der 2. und 1. Klasse Einsprüche vor. weisen will. Durch solche Mittel wird sie indeffen der unpolitischen Die Kandidaten des Hausbefizervereins hatten schon vor der Wahl den Sieg in der Tasche, das heißt, sie hatten sich die Vollmachten proletarischen Jugendbewegung-leinerlei Abbruch fun! Das dürfte sich von neuem am heutigen Sonntag er der Forensen verschiedentlich ein ganzes Jahr vor Stattfinden der tweisen. Bünktlich nachmittags um 2 Uhr findet in den Hohen- Wahl ausstellen laffen, um mit diefen ungültigen Papierstimmen Staufenfälen", Kotibuser Damm 76, eine unpolitische Jugend einen glänzenden Sieg" zu erfecten. Der Wahlvorstand hatte für bersammlung statt, in welcher Herr Redakteur Däumig das diese Art Wahl kein rechtes Verständnis und die Herren mußten wie die betrübten Lohgerber abziehen. Herr Sauer gab bei diefer Referat halten wird. Daß diese Bersammlung rege besucht wird, Debatte fein Abschiedsbebut und meinte, daß er solche dafür werden die werftätigen Eltern, die nicht wollen, daß ihre Wahlen noch nicht erlebt habe. Genofie Reichardt betonte, Kinder durch eine falsche Erziehung ihnen entzogen werden, schon day Herr Sauer und die anderen Herren besser getan hätten, jorgen. fict nicht de Einsprüche fabrikmäßig herstellen zu laffen. Ju Schulhause an der Ertstraße sollen einem Beschluß des lich, daß von unlauterem Wahlmanöver, Berstoß gegen die guten Zur Schulhause an der Ertstraße sollen einem Beschluß des ie liebenswürdig die Broteste begründet wurden, ist daraus erfichtMagistrats zufolge im Sommerhalbjahr 1914 8 Gemeindeschultlassen Sitten, Bearbeitung einer Frau während der Abwesenheit des untergebracht werden. Der Magistrat beschloß ferner bie Bildung gemeint war jedenfalls die Ausstellung der Vollmacht eines Arbeiterausschusses für die bei der Kanalisationsverwaltung in der sehr umfangreichen Protefifchrift gesprochen wird. Auch hier beschäftigten Arbeiter. wurden die Einsprüche nicht anerkannt und die Wahlen für gültig erklärt. Der übrige Teil der Sigung wurde nicht öffentlich ver Steglitz. handelt. Mannes" Rosenthal. Heute Sonntag, den 5. April, bon 12 bis 3 Uhr nach= mittags, findet für den 1. Wahlbezirk, Ortsteil Wilhelmsruh, die Gemeindevertreterwahl für die dritte Abteilung statt. Wahllolal ist die Turnhalle, Goethestraße. Kandidaten ber Sozialdemokratie find die Genoffen Restaurateur Albert Frische und Lagerhalter Wilhelm Grell. Ova Taschenfeuerzeuge billig 5 Muster 1 Mark Steine 3X5 100 Stüd 1 Mart Docht 5 Meter 20 f. P. Girnus, Berlin 109, Saarbrücker Str. 13. Biesdorf Station der Stadtbahn Rute 20 Mk. an Neu- Sadowa Stat.Sadewa, a.d. Strasse n.Biosdort Rute 15 Mk. an Kaulsdorf Stadtbahn- und Vorortstation Rute 12 M. an Petershagen ca. 7 Min. v. Bahnh. Fredersdorf Rute 6 M. an Auskünfte bei unseren Vertretern auf den Geländen, Nieschalke& Nitsche Berlin NO 43, Neue Königstr. 16 Fernsprech. Amt Königst. 6376. Empfehle den Parteigenoffen mein reichhaltiges Lager in Hüten, Müşen, Schirmen, Stöden, Krawatten. Wäsche. 1445b* Gutmacher, Die Beschlußfassung über die Gültigkeit der Gemeindewahlen und über die eingegangenen Einsprüche gegen die Wahlen der 3. Klasse durch die gestrige Gemeindevertretersizung war offenbar der Anlaß des starten Tribünenbesuches. Die Wahlen der ersten und zweiten Klasse wurden ohne Debatte für gültig erklärt. Gegen die Wahlen der dritten Klasse waren drei Einsprüche eingegangen. Zunächst einer gegen die Wahl des Demokraten Gädte, und zwar vom Konservativen Verein, von einem Oberstleutnant a. D. unterzeichnet. Dieser Protest ist von der ersten bis zur letzten Am Freitagabend fand im Lokal des Genoffen Milbrodt eine Zeile ein geradezu klassisches Dokument konservativer Aufgeblasenheit und Beschränktheit. Das an den Königlichen Amts- öffentliche Gemeindewählerversammlung statt, in welcher Genoffe borsteher" gerichtete Geschreibsel verlangte deshalb die Ungültig Starl Bermuth in großen Zügen das fegensreiche Wirken unferer feitserklärung der Wahl, weil die Wahlplakate der Demokraten dem Konservativen Verein nicht gefallen haben. Das ist doch wirk. Genossen in den kommunalen Körperschaften darlegte. Den Auflich zum Radschlagen. Wenn nun schon der Oberstleutnant a. D. faffungen des Referenten schloffen fich auch sämtliche Distuffions. bom zivilen Leben keine blasse Ahnung hat, ist denn wirklich im redner an. Insbesondere schilderte unfer langjähriger Vertreter, ganzen Konservativen Berein tein Mensch mit fobiel Wit, un dem Genoffe Milbrodt, die Schwierigkeiten und Hindernisse, mit Herrn beizubringen, daß ein Wahlproteſt nicht an den" Amisvor- denen unsere Genoffen in der hiesigen Gemeindevertretung bei ihrem ſteher"( erit recht nicht an den Königlichen") zu richten ist, daß Bestreben, dem Allgemeinwohl au bienen, au fämpfen hätten. Die ferner nicht gegen Wahlplakate protestiert werden kann und daß beste Antwort auf die rüdständige Auffaffung der bürgerlichen Mehrschließlich ein Berein überhaupt nicht zum Einspruch berechtigt ist? heit könne dadurch gegeben werden, daß am heutigen Wahltage die Das Schriftstüd verrät eine derartige Ignoranz jener Areise, die fozialdemokratischen Kandidaten zum glänzenden Siege gesich stets den Anschein geben, als hätten sie allein die Bildung führt würden. Mit einem bringenden Appell des Vorfigenden in Erbpacht genommen, daß man ihnen raten möchte, bei künftigen Gelegenheiten einen ihrer Portiers au Rate zu ziehen, um fich Genossen Lorenzen, an die Bersammelten, nach, Kräften für Achtung: Wedding! Achtung! Das Schreiben wurde denn unserem Kandidaten tätig zu sein, fand die gut verlaufene Versammeine folche Blamage zu ersparen. auch in richtiger Würdigung debattelos zu den Aften gelegt" und lung ihr Ende. die Wahl des Demokraten Gädte für gültig erklärt. Gegen die Wahl unserer Genoffen Krug und Leimbach waren givei Ein Rönigs- Wusterhaufen. Bei der am Montag, den 6. Avril, vormittags von 11-1 1hr H. Neubert, sprüche erfolgt; einer davon verspätet, weshalb auch dieser zu den Aften" wanderte. Der zweite richtete fich gegen die Wahl der Bei- und nachmittags von 4-6 Uhr im Hotel Pfuhl stattfindenden Stichfizer zum Wahlvorstande, bei der der Wahlvorsteher Schöffe Jochem wahl in der dritten Staffe ſtehen sich drei bürgerliche Kandidaten einen Formfehler begangen haben soll. Bürgermeister Buhrow gegenüber. Die Sozialdemokratie fonnte in Ermangelung eines führte aus, daß nach der vorgenommenen Untersuchung und der Sausbefizers feinen geeigneten Kandidaten aufstellen. Sie ist jedoch Erklärung des Wahlvorstehers ber Gemeindevorstand den Einspruch an dem Ausgang der Wahl insofern intereffiert, als sie eine weitere als berechtigt anerkenne und deshalb beantrage, die ungültig Verstärkung des Beamtenelements innerhalb der Gemeindevertretung feit dieser Wahlen au beschließen. Die Genoffen verhindern will. Die biefige Organisation hat sich daher entfchloffen, Azmann und Hamburg, sowie Herr Gädte bekämpften den Antrag, den sozialdemokratischen Wählern zu empfehlen, am morgigen Tage vermochten aber seine Annahme nicht zu verhindern. Die Ansicht für die Wahl des Steinfegmeisters 2öffler einzutreten. der Mehrheit als richtig vorausgefeßt, bleibt immer noch die rechnet darauf, daß durch Eintritt desselben in die Vertretung ein blamable Tatsache bestehen, daß der als Wahlborsteher fungierende freier Zug einkehrt und daß es diefem gelingt, für spätere Wahlen Schöffe die Wahlvorschriften nicht fennt. Das könnte beinahe die eine der Arbeiterschaft günstigere Festießung der Wahlzeit zu er Unwissenheit des Konfervativen Vereins etwas entschuldigen. reichen. Dahingehende Eingaben sind vom Gemeindevorstand bisher Der zweite Einspruch hätte übrigens auch beinahe seine Wirkung völlig unberüdfichtigt geblieben. verfehlt. Nach den Worten des Bürgermeisters war er ursprünglich an den Gemeinde vor stand gerichtet und deshalb un gültig. Aber über Nacht war dem Protestler die Erleuchtung gekommen und deshalb schickte er am nächsten Tag den Einspruch an den Gemeinde vor noch einmal ste her!! Nachdem der Punkt Wahlen" erledigt war, be antragte Genoffe Agmann, nunmehr die Sigung abzubrechen, ba die jetzige Bersammlung teine gültigen Beschlüsse mehr faffen fönne. Nach der Gültigkeitserklärung der meisten Wahlen müßten nunmehr die Neugewählten eingeführt werden, denn damit seien Sigungstage der Stadt- und Gemeindevertretungen. die Mandate der Ausscheidenden erloschen. Der Antrag wurde vom Buchholz. Am Dienstag, den 7. April, nachmittags 5 Uhr, im RatBürgermeister bekämpft und dann gegen drei Stimmen abgelehnt. Ebenso erging es einem Antrag Gädte, die Sigungen in Zwischenräumen von 14 Tagen anstatt wie bisher von 4 Wochen stattfinden hause. Diese Sihungen find öffentlich. Jeber Gemeindeangehörige ist be au laffen. Ein weiterer Antrag Gäbte, das Ortsstatut über die Gemeindewahl dahin zu ändern, daß das System des anderthalb- rechtigt. ihnen als Zuhörer beizuwohnen. und diesmal richtig = Pankow. Sie Am heutigen Sonntag findet bei Roczydi, Kreuzstr. 3/4, ein Großer Familienabend, bestehend in Konzert und einem gemütlichen Beiiammeniein, statt. Beginn des Konzerts 16 Uhr abends. Eintrittskarten zum Preise von 25 f. find vorher bei Moczydi, Streusstr. 8/4, Larsen, Brehmestr. 47/48, Rizmann, Mühlenstr. 30, und bei Schulz, Breite Str. 2, zu haben. Müllerstr. 164, Müllerstr. 36 gegenüber den Pharusfälen. Lieferant der Konsumgenossenschaft, ResterHandlung. 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Verlag: Vorwärts Buchdruderet u Berlagsanftalt Paul Ginger& Co., Berlin SW einen Teil des verdienten Lohnes; auf den anderen verzichtete ich, Also in der Großeisenindustrie entfallen auf eine durchschnitt-[ aus St. Johns nicht zu erfüllen. Der Dampfer versucht da ich von einem Prozeß nichts erwartete. Auf der zweiten Stelle lich versicherte Person im Jahre 38 Schichten mehr als bei allen mit einer Besagung von 173 Mann vor der übrigen zu de wurde mir wieder Lohn zu Unrecht einbehalten. Da er nicht viel gewerblichen Berufsgenossenschaften zusammen, und sogar 46 Robbenjägerflotte gehörenden Schiffen trotz des Sturmes uni ausmachte, verzichtete ich wieder auf ihn. Auf der dritten Stelle Schichten mehr als bei den Versicherten der Norddeutschen Metall- des schweren Einganges den Hafen mit seinen wertvolle wurde mir der Lohn für Monate und Wochen ohne jeden Grund Berufsgenossenschaft. Die Ziffern fallen um so schwerer ins Ge- Fellen zu erreichen, um die besten Preise zu erzielen vom Befizer einbehalten. Jegt klagte ich vor Gericht, mußte aber erst die zweite Instanz, das Landgericht, anrufen, bis ich meinen wicht, wenn man den starken Arbeiterwechsel in der Großeisen. Der Versuch mißglückte jedoch und der Dampfer hat bisher fauer und schwer verdienten Lohn bekam. So wie es mir ergangen industrie berücksichtigt. In einer von der Firma Krupp heraus- noch nirgends gesichtet werden können. Es gali ist, ergeht es vielen, denn was ein Prozeß durch zwei Instanzen gegebenen Schrift, mit der sie ihr Wohlfahrtssystem verteidigt, wird als jicher, daß er von Eisschollen zerdrückt worden für arme Leute auf den Gütern zu bedeuten hat, will ich unerwähnt behauptet, daß ein großer Teil der Neueingestellten schon nach ist, und daß seine Besagung auf dieselbe schreckliche Weise umis Taffen. Nur auf der lebten Stelle wurde mir alles ausbezahlt. Und wenigen Wochen oder Monaten das Wert bereits wieder verlassen Leben gekommen ist, wie die von dem„ Blizzard" überraschten habe. Die Kruppschen Verhältnisse sind typisch für die gesamte Fischer der„ New Foundland". Großeifenindustrie. Und troß der Fluktuation entfallen auf jeden durchschnittlich beschäftigten Arbeiter 303,5 Arbeitsschichten. das nur, weil ich nach Essen zog. Da glaubten die Herren doch nicht gut wegzukommen." Auch diese Mitteilungen liefern den Beweis, wie unbedingt notwendig es ist, für die ländlichen Arbeiter Gerichte nach Art der Gewerbegerichte zu schaffen. Unheimlicher Raubbau. Mit dem Ueberschichtenunwesen, mit dem Unfug des Ueberzeit arbeitens soll es in der Großeisenindustrie gar nicht so schlimm bestellt sein. Das behauptete Herr Dt. Beumer im Barlament. Mag der Kudud wissen, mit welchem Material der Abg. Beumer seine Behauptung zu stüßen gedenkt. Die Feststellungen der Gewerbeinspektoren, die der Oeffentlichkeit ein grauenhaftes Bild von dem Ueberzeitarbeiten in der Schwereisenindustrie unterbreiteten, gründen sich doch auf Angaben der Werke. Daß allerdings nicht alle Ueberstunden gemeldet worden sind, daß man die Gemerbebamten vielfach beschwindelt hat, ist schon gerichtlich festgestellt worden. Der Vertreter des Industriekapitals möchte nun aber werbeinspektoren die Verhäits viel zu schwarz erschienen. In Ein Attentat" im Elsaß. Der Raubbau an der Arbeitskraft in den Werken der Stahlfönige schreit förmlich nach gefeßlichen Eingriffen. Bemerkt sei Wie aus Kolmar i. Els. gemeldet wird, war am 2. Februar schließlich noch, daß es außer der Rheinisch- Westfälischen Hütten. d. J. ein Rekrut des dortigen Dragoner- Regiments Nr. 14 ins und Walzwerks- Berufsgenossenschaft nur noch zwei Berufsgenossen- Lazareit gebracht worden, weil ihm, wie er erzählte, in einer ziem schaften gibt, bei denen die Zahl der Bollarbeiter größer ist, als die lich unbelebten Straße von einem In bekannten, der Dialekt der durchschnittlich beschäftigten Personen. Es sind das die Fleischerei- gesprochen habe", mit einem Revolver in die linke Hand Jezt hat der Soldat, ein Rheinländer, Berufsgenossenschaft, sowie die Brauerei- und Mälzerei- Berufs- geschossen worden war. genossenschaft. Das sind zwei Geivérbe, in welchen das Ueberzeit- gestanden, daß er sich damals den Schuß selber beigebracht arbeiten ebenfalls an der Tagesordnung ist. Immer aber muß habe, und daß seine Erzählung erfunden gewesen sei. Aus welchem man sich vergegenwärtigen, daß die Arbeit in den Hütten- und Grunde sich der Soldat die Verlegung beibrachte, konnte noch nicht Walzwerken gang außerordentlich gesundheitsschädlich ist und die festgestellt werden. normale Schichtdauer hier durchweg 12 Stunden beträgt. Aus aller Welt. Schade um die verpakte Geschichte! werden die Blätter vom Schlage der„ Post" sagen. Welch schöne Gelegenheit zur Hege gegen Elsaß Lothringen hätte das Attentat gegeben, Der Sternflug nach Monaco. gar den Anschein erwedes, als ob durch die Darstellung der Ge- Junger Proletarier Leben und Sterben. Bei dem Sternflug nach Monaco, dem internationalen Flug In Sternberg in der Neumark wurden neulich abends zwei wettbewerb, der in diesen Tagen ausgetragen wird, handelt es sich Wirklichkeit ist es umgefehrt: bas lieberzeitarbeiten ist noch mehr göglinge der Erziehungsanstalt Reitwein der Polizei übergeben. barum, zunächst Marseille zu erreichen und von dortaus im Wasserverbreitet, als es nach den Berichten der Gewerbeinspektoren den Sie waren am Abend vorher ausgerückt, bis Lebus gelaufen, hatten flugzeug nach Monaco zu fliegen. Bis jetzt sind an dem WettAnschein bat. Folgende Angaben lassen erkennen, daß speziell in bann einen Teil der Nacht auf einer Steinschlägermatte in freiem beverb erst zwei Stonkurrenten ernsthaft beteiligt: Beindejone der Schwereisenindustrie unheimlich viel lleberstunden geleistet werelde fampiert und waren schließlich völlig erföpft bis de boulinois, der bekannte franzöfifche Meisterflieger, und den müssen. Die Berufsgenossenschaften verzeichnen in ihren Be- Sternberg gekommen, wo sie am nächsten Tage von einem Auffeher e Imut birth. richten neben der Zahl der durchschnittlich beschäftigten Personen der Anstalt abgeholt wurden. Der junge Bursche war erst zwölf fogen. Bollarbeiter. Für je 300 der geleisteten Arbeitsschichten Jahre alt und hatte nur solapantoffeln an, der ältere reichte am Abend Marseille. Von dort aus flog er am Freitag Brindejone startete am Donnerstag in Madrid und er wird ein Vollarbeiter gerechnet. In jeder Industrie ist nur ein zählte 16 Jahre. Was mögen die bedauernswerten Jungen, sei es nach Monaco. Zur Zurücklegung der 1283 Kilometer langen Teil der Arbeiter während des ganzen Jahres beschäftigt. Manche nun förperlich oder seelisch, gelitten haben, ebe sie den verhängnis- Strede gebrauchte er etwas über 12 Stunden reine Flugzeit. Arbeiter bleiben nur Wochen, andere Monate an einem Plab. vollen Entschluß faßten, der ihr trauriges Los nur noch trauriger Hirth startete am Sonnabend früh in Gotha mit Passagier und erVielfach unterbricht auch Saisonarbeit die regelmäßige Beschäfti- gestalten wird? gung. Daraus ergibt sich, daß die Zahl der errechneten Vollarbeiter reichte nach Zwischenlandungen in Frankfurt a. M. unb Dijon am Nicht lange darauf brach in der Nähe desselben Sternberg. Abend Marseille, Die Entfernung in der Luftlinie beträgt geringer fein muß als die der durchschnittlich beschäftigten Per am Wege nach Wallwig ein anderer, auch erft im fieb- 1100 Stilometer. Hirth hat bis jetzt die Zeit Brindejones um eine jonen. Es muß in einer Industrie schon ein sehr großer Prozentja zehnten Jahre stehender Proletarier Traftlos au- Stunde geschlagen. Es kommt nun darauf an, daß er am Sonntag sehr seßhafter Leute tätig sein, und umfassende Ueberzeitarbeit ist fammen. Ein alter Mann bemühte sich um ihn, aber umsonst; Monaco gleichfalls ohne Zwischenfall erreicht. erforderlich, um die Zahl der Vollarbeiter mit der der durchschnittilch noch ehe der Arzt erschien, war der Armste schon tot. Er war vier Versicherten auf eine Höhe zu heben. Ist die Fluktuation in einer Tage vorher aus Berlin abgewandert, um in der Provinz Arbeit Industrie verhältnismäßig groß, dann gehört schon ein ausgedehn- au finden das wird von den Satten den Hungrigen ja immer tes Ueberzeitarbeiten dazu, das Gleichgewicht zwischen der Zahl empfohlen, aber statt Arbeit fand er den Zob, den Tod durch der Vollarbeiter und der durchschnittlich berficherten Personen her- Erschöpfung. zustellen. Ist schließlich aber gar die Zahl der Vollarbeiter die größere, dann fann das Resultat nur auf einem Syftem aus schweifender Ueberzeitarbeit beruhen. Das ist der Fall bei der Betrachtung folgender Ziffern. Nach den Rechnungsergebnissen der gewerblichen Berufsgenossenschaften für das Jahr 1912 entfallen auf je eine durchschnittlich versicherte Person Arbeitsschichten: bei allen Berufsgenossenschaften. der Norddeutschen Metall- Berufsgenossenschaft der Rhein- Westfälischen Hütten- und WalzwerksBerufsgenossenschaft 265,6 257,6 303,5 So leben und sterben die Söhne der Armen, während die der Reichen das Geld mit vollen Händen wegwerfen und später in Amt und Würden über das Proletariat zu Gericht figen und seine Klaffen bewegung in Grund und Boden verdammen. Tas Drama im Gismeere. Kleine Notizen. Ein pleitegegangener Bürgermeister. Ueber das Vermögen des Hotelbefizers und Bürgermeisters Steinholb in Bab Bridenau( Hessen- Nassau) ist das Kontursverfahreit eröffnet worden. Die Schuldenlaft ist in der legten Gläubigerbersammlung auf 450 000 Mart beziffert worden. Eisenbahnunfall in Rapland. Bei einem Unfall bes oft" zuges nach Natal bei der Kraal- Station in der Nähe von Heidelberg find drei Personen getötet und viele bers legt worden. Die Hoffnung, daß es dem in den Gewässern von NeuUeberfall auf eine australische Mission. Nach einer Meldung aus Fundland von einem Schneesturm überraschten Dampfer Bierth( Australien) haben Eingeborene die Mission am Southern Cro" gelungen sei, einen schüßenden Hafen Drysdale Fluffe zerstört und awei Väter, fe su erreichen, fcheint sich nach einer telegraphischen Meloung Safenbrüber und eine Anzahl Mischlinge getötet Leiser Schuhe ☆ Das Schönste Das Modernste Unsere auffallend, unübertroffen bittigen freises gestatten es o Jedermann, stets nach der neuesten fode beschuft zu seins König- Strasse 34 Oranien Strasse 34 Leipziger Strasse 65 Müller- Strasse 3a Bedeutend vergrößert Tauentzien Strasse 20 Friedenau, Reinstrasse 14 Oranien- Strasse 47a Neukölln, Bergstr. 7/& Moabit, Turmstrasse 50 HACKEN BERGER A.Wertheim G. m. b. H. 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Das glänzende Geschäft deutscher Waffenlieferanten. Kapitals erhöhung auf Wunsch der Aktionäre. Die Konjunktur für die Lieferanten von Kriegsmaterialien war in den letzten Jahren und ist auch heute noch günstig. Der Maroltokrieg, die Ballantriege, die Wirren in China und Merito, die ungeheuerlichen Rüstungsvermehrungen in Deutschland, Frant reich, Desterreich und Rußland haben den Bedarf an Mordwerkzeugen aller Art gewaltig in die Höhe getrieben. Man braucht zum Beweis dafür nur einmal die deutschen Ausfuhrziffern an Feuerwaffen für die Jahre 1910 bis 1913 nebeneinanderzustellen; dann ergeben sich folgende Ziffern( Wert der Ausfuhr in 1000 m.): 1910 1912 1911 1913 B • • • B 8.990 15 417. 12 224 15 794 Gegenüber 1910 ist die deutsche Ausfuhr an Waffen und Waffenteilen also im letzten Jahre fast um das Doppelte gestiegen. " Sonntag, 5. April 1914. Weitere Fusionen im Kohlenkontor. Charakter zu verdecken eine Kapitalserhöhung. Die Ver- Bei diesen Berechnungen ist natürlich zu berücksichtigen, daß es waltung schlug der am Freitag in Berlin tagenden General- sich um Gewinnangaben der Verwaltungen handelt, die ohne Ab versammlung vor, das Aktienkapital um 10 Millionen Mark zu erzug für innere Reserven usw. in Wirklichkeit erheblich höher sein höhen. Den Aktionären sollten die neuen Aktien zum Kurse von werden. 150 Proz. angeboten werden. Auch das wäre schon ein recht hübscher Ertragewinn gewesen, eine Aftie im Werte von etwa 6000 M. für 1500 m. erhalten zu können. Aber die Aktionäre Die Verschmelzungen von bisher unabhängigen Kohlenhandwaren trotzdem unzufrieden. Sie hatten mit noch höheren Vergütungen lungs- und Reederfirmen mit Kohlenzechen machen neue Fortschritte, gerechnet. Die Waffen- Aftien fielen sogar im Sturse, als Anfang Das lebergewicht der großen Kohlenproduzenten im Kohlenkontor" März d. 3. die Pläne der Verwaltung bekannt wurden. Auf der( der Vertriebsgesellschaft des Kohlensyndikats für den Rheinwird dadurch weiter verstärkt. So hat sich neuer Generalversammlung stellten nun die Aktionäre den Antrag, das Attien- weg) fapital nicht um 10, sondern gleich um 15 Millionen zu erhöhen, dings die Gewerkschaft Constantin der Große( Bochum) und Buchloeh in Mülheim also zu verdoppeln. Nach dem Bericht der„ Köln. Volkszig." die Händlerfirma Stachelhaus wies ein Aktionär und Mannheim angegliedert. Constantin erhält dadurch wies ein Aktionär „ noch auf die starken Rüdlagen der Gesellschaft hin und be- der Beteiligung nach die siebente Stelle im Kohlenkontor. Ferner merkte, das es bald nicht mehr möglich sein werde, die hat das Steinkohlenbergwerk Ewald die Kohlengroßhandlung großen stillen Rüdlagen in der bisherigen Weise S. Engels u. Co. in Wiekerath erworben. Beide Kohlenwerke begetvissermassen zu versteden. Der Redner stellte den Antrag, saßen bereits Händlerfirmen und Beteiligungen am Kohlenkontor. Die das Grundkapital um 15 000 000 M. zu erhöhen und wurde dabei Bedeutung der unabhängigen Kohlenhandelsfirmen ist durch diese von einem anderen Aktionär unterstüßt. So meinte ein Aktionär, neuen Fufionen weiter geichmälert worden; sie besigen nur noch bei Ausgabe von 10 000 000 m. neuer Aktien würde nach Ablauf 17 Broz. der Gesamtbeteiligung am Kohlenkontor. Ueber den Rest von zwei Jahren die Gesellschaft doch wieder auf dem gleichen Standpunkt der starken Geldanspannung angelangt verfügen neben dem Syndikat selbst mit ebenfalls 17 Proz. Beteilifein. Seit Jahren, so äußerte sich ein anderer Aktionär, warteten gung die Kohlenzechen, die sich zugleich Handelsfirmen angegliedert die Aktionäre auf einen„ Bonus". haben. Die Zeit des Konjunkturrückganges im Kohlenvertrieb ist ergibt sich on " laß gibt. 30 Prozent Dividende zahlen wie im Vorjahre die höchster Farbwerte vorm. Meister, Lucius u. Brüning. Ebenso wie auch die zum Anilinkonzern gehörigen großen Farbenfabriken nehmen auch die Höchster Werke eine Sapitalserhöhung vor, und zwar um 14 Millionen auf 50 Millionen Mart. Auch hier handelt es sich das Kapital mit Rücksicht auf die hohe Dividende zu verwässern. Den Aktionären sollen die neuen Aktien nämlich zum Kurse von 140 Prozent angeboten werden, obgleich die alten Aktien auf 664 Prozent stehen. Der bedeutendste unter den deutschen Waffenfabrikanten ist der sogenannte o ewetongern. Die Stammgesellschaft Ludwig Loewe u. Co. A.-G.( Berlin) stellt allerdings selbst keine Waffen mehr her, seit sie im Jahre 1896 ihre eigenen Waffenfabriken Die Verwaltung sträubte sich auch gar nicht gegen den Vor- aber auch diesen Konzentrations tendenzen recht günstig, mit ihrer Zweiggesellschaft Deutsche Waffen- und Munitionsfabriken" schlag und einstimmig wurde die Kapitalsverdoppelung beschlossen zumal die in Aussicht stehende Erneuerung des Syndikats und des bereinigt hat. Aber Ludwig Loewe ist an der genannten und mehreren Die neuen Aftien sollen auch nicht zu 150 Prozent sondern zu Kontors zu Bemühungen um Beteiligungserhöhungen erneuten An anderen Waffenfabriken unmittelbar und mittelbar start intereffiert. 107 Prozent abgegeben werden. Dadurch wird das Geschenk an die Die Deutschen Waffen und Munitions fabriten Altionäre noch größer. Bei dem jezigen Kurs von 624 Prozent ( Berlin, auch Zweigniederlassung in Karlsruhe) sind aus der 1889 gefür jede neue Aktie im Nennwerte von 1000 M. ein gründeten Deutschen Metallpatronenfabrit in Karlsruhe hervor Ueberschuß von 5170 M. oder für die Gesamtzahl der Aktionäre ein gegangen; sie bestehen heute also gerade 25 Jahre. Im Jahre 1896 Bonus" von 77,55 Millionen Mart. nahmen sie die Waffenfabriken von Ludwig Loewe und alle Be- Es ist natürlich von Interesse, zu wissen, wer die glücklichen teiligungen der Loewe- Gesellschaft an anderen Waffenfirmen Empfänger sind. Auf der Generalversammlung waren nur darum, den Aktionären eine Extravergütung zukommen zu lassen und ( einschließlich der Waffenfabrik Mauser in Oberndorf) auf. Heute 45 Aftionäre mit 8849 Stimmen( oder 8,849 Millionen Mark Aftien) sind die„ Deutschen Waffen"( wie der abgekürzte Börsenname lautet) vertreten; also nur wenig mehr als die Hälfte des Aktienkapitals. u. a. noch an der belgischen Nationalfabrik für Kriegswaffen in Davon vertraten allein 2400 Stimmen die Vereinigten Köln Herstal", an der Dürener Metallwerk A.-G., an der Metallfabrik in Rottweiler Pulverfabriken, 1005 Geh. Kommerzienrai Brescia( Italien), an der französischen Gesellschaft für Kugelfabri- 2ouis Hagen zu Köln, 675 die A.-G. Ludwig Loewe, tation in Paris beteiligt. Durch den Mitbesitz der Patente und 400 Graf v. Brockdorff, Generalbevollmächtigter des Fürsten durch den Dividendenbezug aus den Aktien dieser Fabriken fließen endel von Donnersmard, schließlich 395 die National den Deutschen Waffen" Gewinne zu, die die Einnahmen der Ge- bant für Deutschland. Der größere Teil der nicht an sellschaft aus der eigenen Fabrikation wesentlich erhöhen. Die wesenden Stimmen wird sich wohl auf zahlreiche private Aktionäre belgische Fabrik zahlte in den letzten Jahren nicht weniger als verteilen. 30 Broz. Dividende, die Dürener Metallwarenfabrik( Fabrikation von Patronenhülsen) brachte seit 1907 jährlich 12 Proz. " 1 " Aus Industrie und Handel. eins deutscher Eisen- und Stahlindustrieller hat die deutsche Deutschlands Stahlerzeugung. Nach den Ermittelungen des Ver Fluß-) Stahlerzeugung die deutsche Roheisen produktion neuerdings überflügelt. Während nämlich die Jabreserzeugung 1913 an Robeisen 19 309 000 Tonnen und au Flußſtahl 18 985 000 Tonnen betrug, belief fich die Roheisenerzeugung Tonnen, dagegen die Flußstablerzeugung im Januar auf 1586 600 im Januar und Februar auf 1 566 500 Tonnen und 1445 500 Tonnen und im Februar auf 1 486 600 Tonnen. Die Gesamt erzeugung an Flußstabl betrug in den Monaten Januar und Fe bruar zusammen 3073 291 Tonnen gegenüber 3012 016 Tonnen an Robeifen. Neben der Stahlerzeugung durch flüssiges Verfahren spielt die übrige Stahlerzeugung( von Tiegelgußstahl und Elektro ftahl) nur eine geringe Rolle. Diese höchst nationale Firma, die durch eine beabsichtigte Falsch meldung im Pariser Figaro" Deutschland zu weiteren Rüstungen veranDie Deutschen Waffen" hatten ursprünglich ein Aktienkapital lassen wollte und die erst vor kurzem auch der russischen Regierung ihre von 6 Millionen Mark. Mit der Erweiterung im Jahre 1896 be- Materialien und Erfindungen zur Verfügung stellte, so wie sie un gannen auch die Sapitalserhöhungen: 1896 um 6 Millionen, 1899 mittelbar oder durch ihre ausländischen Tochtergesellschaften dem um 3 Millionen. Die Dividende erreichte bereits im zweiten Ge Feinde" Waffen liefert, wird von Männern geleitet, die in natioschäftsjahre( 1890) eine Höhe von 7 Proz., stieg dann nach drei nalen Streifen das höchste Anfehen genießen. Der Generaldirektor Jahren auf 15, dann auf 18 und 25 Proz. Nach einigen ist das Herrenhausmitglied Dr. Paul von Gontard, zum Aufsichts- Weniger Strom. Der Rüdgang in der Beschäftigung der Schwankungen bewegte sich die Dividende zwischen 20 und rat gehören neben den Vorstehern mehrerer Großbanken u. a der deutschen Elektrizitätsindustrie, der seit einiger Zeit 25 Proz. und erreichte erstmalig im Jahre 1912 32 Pro3. Auch Generaldirektor der Gelsenkirchener Bergwerks- A.- G., Dr. Emil fich bemerkbar macht, hat teilweise seinen Grund in dem geringeren für das abgelaufene Jahr werden wiederum 32 Broz. an die Kirdorf( Mülheim- Ruhr), die schon genannten Großaktionäre Verbrauch an elektrischem Strom. Viele Ueberlandzentralen, viele Aktionäre ausgeschüttet. Aber mit der gewiß recht hohen Stommerzienrat ouis Hagen( Köln) und Fürst Hendel Elektrizitätswerke, die geplant waren, werden vorläufig noch nicht Dividende sind die Gewinne der Gesellschaft noch nicht von Donnersmard, Dr. ing. Paul Mauser, Exzellenz ausgeführt, weil man eine bessere Wirtschaftszeit abwarten will. Die bestehenden Kraftzentralen haben augenblicklich nicht soviel Strom genügend charakterisiert. Die Profite der" Deutichen Bize admiral z. D. Hans Sad. zu liefern, wie etwa in den Jahren 1911 und 1912. Bei ihnen hat Waffen" wuchsen so start an, daß die Gesellschaft ihre Reservefonds fich das Nach laffen der Sonjuntur ebenso bemerkbar geanfüllen und außerordentliche Abschreibungen an dem Werte ihres macht wie bei anderen Unternehmungsarten. So heißt es zum Bei Befigtums vornehmen konnte und die Dividende trotzdem stieg. Bei spiel im Geschäftsbericht der Gesellschaft für elektrische Unter einem Aktienkapital von nur 15 Millionen Mark verwandte die Ges nehmungen zu Berlin: Die Stromabnahme hat sich zwar durch sellschaft jeit 1908 allein an offenen Abschreibungen 1 bis Hinzutreten neuer industrieller und landwirtschaftlicher Interessenten 2 Millionen Mark jährlich. Daher stehen die Aktiven in der Bilanz in den jüngeren, noch in der Entwicklung begriffenen Ueberlands. werten weiter vermehrt, das Tempo des Fortschrittes ist aber außerordentlich niedrig zu Buch. In Wittenau besitzt die Gesellschaft Die Kohlenherren schwimmen im Golde. ein 32 Heftar großes Fabrifgelände; ihr gesamter Besiz an Grunds Der letzte Geschäftsbericht der Gewerkschaft Ewald in Herten gegenüber früheren Jahren im allgemeinen ein wesentlich lang. fa meres gewesen und zwar hauptsächlich bei Unternehmungen, stücken und Gebäuden in Berlin- Martinikenfelde, Wittenau und ist für die glücklichen Kurenbesizer ein wahrer Goldregen; er ist der bei denen unsere Stromtunden einigen von der Tiefkonjunktur be Starlsruhe wurde aber im Jahre 1912 nur mit 4 Millionen glänzendste, den sie bisher entgegengenommen haben. Der Betriebs- fonders betroffenen Industriezweigen, wie z. B. der Textilindustrie, in die Bilanz eingestellt. Die wertvollen Maschinen, Werkzeuge, gewinn stieg nach Angabe der Verwaltung von 6,444 im Jahre 1912 angehören." Fuhrwerke, Modelle. und Zeichnungen, Patente und Lizenzen, auf 8,416 Millionen Mark im letzten Geschäftsjahre. Die Leistung Mobilien und Geräte sind überhaupt nur mit je 1 Mart bewertet. pro Mann und Schicht erhöhte sich danach von 1,030 auf 1,046. Trotzdem verfügt die Gesellschaft noch über hohe flüffige( bare) Aus dem einzelnen Arbeiter wurden 1097 M. Gewinn herausgezwadt, der Landesanftalt für Gewässertunde, mitgeteilt vom Berliner Wetterbureau Mittel. Im vergangenen Jahre hat sie weiter den im Vorjahre während man im Jahre 1912 nur 903 M. erzielte. Der Lohn stieg auch nur mit 300 000 m. eingefeßten Anteil an der Zentralstelle im Durchschnitt um 5,66 Pro3., von 5,65 M. auf 5,97 M. Der für wissenschaftlich technische Unterfuchu ngen in Reubabelsberg( von Jahresberdienst des einzelnen Arbeiters von 1609 9. auf 1704 M., rund 800 000 M.) völlig abgeschrieben. Der wirkliche Wert des gleich 95 M. mehr. Der Kurenbefizer erzielte von jedem Arbeiter Unternehmens geht infolgedeffen natürlich weit über die angegebenen 194 M. mehr. Zahlen( für Aktienkapital, Reservefonds, Anlagen) hinaus. Der Kurs der Aktien mag dafür als Anhalt dienen. Ende 1910 betrug er 884 Proz., Ende 1911 432 Broz, Ende 1912 war er bis auf 552 gestiegen und gestern( am Sonnabend) bewertete man an der Berliner Börje die Aftien auf 624 Pro3. = Wasserstand Memel, Tilfit Bregel, Inſterburg Oder, Ratibor Bartbe, Schrimm Weichiel, Thorn Wasserstands- Nachrichten Wasserstand +7 am jeit 8.4. 2. 4. am feit 3. 4. 2.4. cm cm³) cm cm¹) 164-15 296 18 161+3 201-4 208-8 509-4 Saale, Grochlit Havel, Spandau Rathenow³) Spree, Spremberg) 104 Beeskow 178 -10 127 128 145 Befer, Münden 264-3 156-8 184<-- 4 62+2 72-10 Minden 357 -5 Rhein, Marimiliansau 510 20 Kaub 386 -30 Köln 454 37 Barbo Magdeburg 42 299 -14 Redar, 16 Main, Hanau 242 -17 Mosel, Trier 255 185-17 -13 1) bedeutet Wuchs, Fall. Krosjen Frantiurt Landsberg Nee, Bordamm Die Beche König Ludwig in Redlinghausen erzielte im legten Jahre einen Betriebsgewinn von 5 763 310 M. gegen 4 625 389 im Vorjahr. Der Reingewinn beträgt 4,8 Millionen( 3,6 im Vorjahre) gleich 1 171 000 9. mehr als im Vorjahre. Der Erlös pro Tonne betrug 12,28 M.( 11,25 M.). Gefördert wurden an 300 Arbeitstagen Ibe. Reitmeriz Die legte Steigerung beruht darauf, daß die Gesellschaft eine 1488 115 Tonnen( 1 320 714 an 298 Arbeitstagen). Die Leistung Extravergütung an die Aktionäre ausschütten will oder richtiger pro Mann und Schicht stieg von 1,0096 auf 1,0370. muß, um die hohen Gewinne etwas zu versteden. Die Form dieser aus der Arbeitskraft des einzelnen Arbeiters stieg von 693 auf um ihren eigentlichen 861 M. außerordentlichen Gewinnverteilung ist Der Gewinn Dresden 150 Heilbronn 3) Unterbegel. Kinder Schuhe Neue Modelle 25-26 27-28 29-30 31-33 34-35 36-39 AARKS CREDOR Schnürstiefel hebreu, moderne 490 540 590 640 690 775 Formen Schnürstiefel.hampagnefarbig Chevr. 690 750 825 900 975 Fordern Sie die Frühjahrspreisliste Besonders preiswert wars tappe. 25-26 27-28 29-30 31-33 34-35 36-39 Knopfftiefel ar hebreau, mit Lad. 650 700 750 800 850 950 in Raiblad, elegant, 340 380 420 460 500 550 Spangenschuhe für die Straße..... Schuhfabrit Conrad Tack& Cie. 20. Burg 144 Berkaufsstellen im Reiche; c, Spittelmart 15 C, Rofenthaler Straße 14 davon 21 in Berlin und Umgebung: W, Potsdamer Straße 50 W, Ghillstraße 16 NW, Turmstraße 41 NW, Bilenader Str. 22 NW, Beufelstraße 29 N, Friedriftraße 127 N, Müllerstraße 3 N, Reinidendorfer Str. 23 N, Brunnenstraße nur 37 N, Danziger Straße 1 O, Andreasstraße nur 50 O, Frankfurter Allee 125 SO, Dranienstraße 2 a SO, Oranienfiraße 32 SO, Brangelfitraße 49 SW, Friedricfir. 240-241 bei Magde burg Charlottenburg: nur Wilmers dorfer Str. 122-123 Reufölin: Bergstraße 30-31 Potsdam: BrandenburgerGt.54 Deutscher Holzarheiter- Verhand| Deutscher Transportarbeiter- Verband. Verwaltung Berlin. Der Feiertage wegen find die Bureaus und Arbeitsnachweise geschloffen: Freitag, den 10., Montag, den 13., und Dienstag, den 14. April, den ganzen Tag, und Sonnabend, den 11. April, von 1 Uhr nachm. ab. Bezirksverwaltung Groß- Berlín. Bureau: Engelufer 14/15 II. Die Auszahlung der Arbeitsloſen- Unterfiligung erfolgt Delegierte zur örtlichen Generalversammlung der Bezirksfür die Kollegen, welche am Donnerstag, den 9., und Freitag, den 10. April, an der Reihe sind, am Donnerstag, den 9. April. Die Kollegen, welche Sonnabend, den 11., und Montag, den 13. April, an der Reihe sind, müssen am Donnerstag, den 9. April, Mitgliedsbuch und Arbeitslosenkarte auf dem Arbeitsnachweis abgeben und erhalten am Sonnabend, den 11. April, ihre Unterstützung in der für Sonnabends festgefekten Reihenfolge. Die am Dienstag, den 14. April, fällige Unterſtügung wird am Mittwoch, den 15. April, mit ausgezahlt. Die Kassierung der Beiträge erfolgt am Sonnabend, den 11. April, in allen Zahlstellen von 6 bis 8 Uhr abends. Verwaltung Groß- Berlin. Röpenider Straße 96/97: „ Reichenberger Hof" Juh. Karl Fahrow. Reichenberger Straße 147.= schrägüber Luisentheater. Amt Morigplat 3233. Embfiehlt den geehrten Vereinen u. Organisationen 3 neu reno: vierte Säle nebst Garten zur Abhaltung von Sommerfesten 2c., auch Sonntags, zu aünstigen Be-' dingungen. Montag, den 6. April 1914, abends 8%, Uhr, in Kellers Neue Philharmonie", Billige Parzellen! Außerordentliche General- Verfammlung. Tagesordnung: 1. Besprechung der eingegangenen Anträge zum Verbandstag in Köln a. Rh. 1914. 2. Aufstellung der Kandidaten zur Wahl der Delegierten zum Verbandstag. 3. Geschäftliches. NB. Legitimationsfarte und Mitgliedsbuch find mitzubringen und zweds Kontrolle resp. Abstempelung am Eingang zum Versammlungslokal vorzulegen. 63/16 Ohne Karte und Mitgliedsbuch kein Zutritt. Wer über 8 Wochen mit seinen Beiträgen im Rückstande ist, hat ebenfalls feinen Zutritt. Die Bezirksverwaltung. J. A: A. Werner. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Die Jahresberichte der zahlstelle Berlin werben im Bureau ausgegeben. Sie find durch die Vertrauensmänner UNCUT für alle im Betriebe beschäftigten Mitglieder abzuholen. B Vertrauensmännerkarte legitimiert. Donnerstag, den 9. April 1914, abends 8%, Uhr, bei Obiglo, Koppenftr. 29: Gemeinsame Verwaltungsstelle Berlin. N 54, Linienstr. 83-85. Telephon: Amt Norden 1987, 1239, 9714, 185. Montag, den 6. April, abends 8%, Uhr: Branchen- Versammlung Vertrauensmänner- Versammlung der Gifen- und Metallformer für sämtl. Bezirke und Branchen. Tagesordnung: Stellungnahme zum 1. Mai. Bezirk Ober- Schöneweide. Dienstag, den 7. April, abends 81%, Uhr, bei Warnicke, Wilhelminenhofstr. 18: Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Bericht vom Gautag. 2. Generalversammlung, Ver. bandsangelegenheiten. 3. Verschiedenes. und Berufsgenossen im Gewerkschaftshause, Engelufer 15, Saal 4. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genoffen Adolf Ritter. 2. Abrechnung vom Formerfonds. direkt am Bahnhof, westlicher Borout, zum Bau von Eigenheimen besonders geeignet. Sleine Anzahlung. Geringe jährliche Teilzablung. Guter Boden. Bau: parzellen v. 2000 m. inil. Straßen pflaster. Prospekt, Bläne 2c. foſtenlos. Schreiben Sie sofort, da nie wiederkehrende Gelegenheit. M. F. Buchholz, Berlin NO. Kniprodeftr. 19.[ 39132* Verein für Frauen u. Mädchen der Arbeiterklasse Montag, 6. April, abends 8, Uhr, in Kellers Neuen Philharmonie, Köpenider Straße 96/97: Vortrag von Frau Wally Zepler 52/8 Gäfte willkommen! Der Vorstand. Bildhauer- und Stukkateur- Innung Versammlung aller bei Mitgliedern obiger Innung beschäftigten Bildhauer und Stuffateure 3. Neuwahl bes Staffierers und der Revisoren. 4. Branchenangelegenheiten. Montag, den 6. April, abends 28 Uhr, im Saal 1 Mitgliedsbuch legitimiert! Montag, den 6. April, abends 8½ Uhr: Ordentliche Mitglieder- Versammlung des Gewerkschaftshauses, Engelufer 15. Tagesordnung: 1. Wahl des Gesellenausschusses. 2. Wahl der Innungsschiedsgerichtsbeisiter. Elektromonteure u." Helfer Groß- Berlins Steinarbeiter! Alle Kollegen von Ober- und Nieder- Schöneweibe, Johannisthal in den Musiker- Festsälen, Kaiser- Wilhelm- Str. 31( gr. Saal). und Baumschulenweg sind eingeladen. Beiträge werden in demselben Lotal Sonnabenbabend von 8-10 Uhr entgegengenommen. Rahmenmacher. Montag, den 6. April, abends 6 Uhr, im Dresdener Garten, Dresdener Straße 45: Tagesordnung: 1. Jahresbericht. 2. Raffenbericht. 3. Wahl des Branchenvertreters und der Agitationsfommiffion. 4. Brandjenangelegenheiten. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt! Dienstag, den 7. April, abends 8%, Uhr: Außerordentliche Branchenverfammlung Branchen- Versammlung Tagesordnung: Berbands- und Branchenangelegenheiten. Klavierarbeiter. der Maschinenarbeiter und Arbeiterinnen im ,, Englischen Sof", Alexanderstraße 27c. Tagesordnung: 116/4 1. Jabresbericht. 2. Diskussion. 3. Neuwahl der Agitationskommission. Mitgliedsbuch legitimiert! Die zum Montag, ben 6. April, anberaumte Vertrauens. männer Berfammlung fällt wegen der am Donnerstag statt. 4. Bergiebenes. findenden Vertrauensmänner- Versammlung aus. Branche der Möbelpolierer! Montag, den 6. April, gleich nach Feierabend, in den ,, Andreassälen", Andreasstr. 21: Branchen- Verfammlung Tagesordnung: 1. Die Tariftreue der Unternehmer und welche Maßnahmen ergreifen wir? 2. Bericht von der Generalversammlung. 8. Verbands- und Branchenangelegenheiten. Einsetzer. Wegen der am Donnerstag ftattfindenden Vertrauensmänner. Berfammlung finden die Bezirksversammlungen am Donnerstag, ben 16. April, ftatt. Urania- Vorftellung Den Mitgliedern zur Kenntnis, baß die Zahlftelle bei Schulz. Bernauer Straße 121, eingegangen ist. Die Zahlstelle von Schmidt. Tempelhof, Berliner Str. 49, ist zu Grühmacher, Berliner Str. 160, verlegt. Die Bahlstelle von Zemlin, Roftiaftr. 63, nath Gneisenaustr. 30 bei Thomsen; die Zahlitelle Schmidt, Kiefholzstr. 22, nach Stiefholzftr. 411 bei Wolfram. Die Ortsverwaltung. Deutscher Bauarbeiter- Verband. Zweigverein Berlin. Sektions- Versammlungen: Gips- und Zementbranche. Montag, den 6. April 1914, abends 81%, Uhr: Sonntag, ben 12. April( 1. Ofterfeiertag), Taubenfir. 48/49: General- Versammlung. 85/17 Weltbäder an europäischen Küften. Die Pläge werden verloft. Eintritt infl. Garderobe 65 Pf. Die Borstellung beginnt pünktlich 5 11hr. Die Ortsverwaltung. in C. Haverlands Festsälen, Neue Friedrichstr. 35. Tagesordnung: 1. Jahresbericht des Sektionsvorstandes. 2. Neuwahl des Sektionsleiters und Arbeitsvermittlers. 3. Sektionsangelegenheiten. Wir ersuchen alle Kollegen im Gips- und Betonbaugewerbe, für einen Allgemeine Orts- Krankenkasse uten Besuch bieſer Berſammlung au agitieren. ber Stadt Berlin- Schöneberg. Bei der am 30. März 1914 abgehaltenen Borstandswahl waren sämt liche 30 Wähler der Arbeitgeber und 59 Wähler der Arbeitnehmer er schienen. Es lagen für jede Wahlbandlung 2 Listen vor. Die gemäß§ 17 19. Mai 1913 Mitgliedsbuch legitimiert. Stuffateure. am Montag, den 6. April 1914, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Saal 1, Engelufer 15. Tagesordnung: der Wahlordnung vom 20. Oftober 1913 erfolgte Feststellung hatte folgendes 1. Die Arbeitsvermittlung in unserem Beruf und wie ist sie zu regeln? Ergebnis. e. Wahlhandlung der Arbeitgeber: Liste 1 und 2 je 15 Stimmen. Gewählt von Liste 1: Herr Fabrikbefizer Bertheim, Referent: Stollege A. Leuthold. 2. Gewerkschaftliches. Puzzer. von Lifte 3: Der: Buchdrudereibefizer Geng.67 10 migratas, ben 7. April 1914, abends 6 Uhr, s Für den 3. Vorstandssiz wurde das Los gezogen. ben Bertreter der Lifte 2, Herrn Direktor Marquard. Dasselbe fiel auf in Haverlands Feftsälen, Neue Friedrichstr. 35. Tagesordnung: Bei der Feststelung des Wahlergebniffes wurden Unregelmäßigkeiten 1. Die Krankenversicherung nach der Reichsversicherungsordnung. Referent: zu Brotokoll bes Vorstand es gegeben und die Rechtmäßigkeit der Wahl der Kollege Arbeitgeber bestandet. b. Bahlhandlung der Arbeitnehmer: Von den abgegebenen 59 gültigen Stimmen entfielen 8 Stimmen auf Liste 1 und 51 Stimmen auf Liste 2. Die erstmalige Feststellung ergab 5 Size für Lifte 2. Der 6. Siz mußte entsprechend dem höheren Bruchwert( 8% gegen 8) gleichfalls der Liste 2 zugeteilt werden. Hiernach find gewählt als Borstandsmitglieder der Arbeitnehmer die Herren: Frik Krukow, Paul Körlin, Otto Brünner, Eduard Siebert, Artur Schuldt, Rudolf Grundmann. Ich bringe das Feststellungsergebnis zur öffentlichen Stenntnis mit dem Hinzufügen, daß Einsprüche gegen die Wahl binnen zwei Wochen, bom Lage der Bekanntmachung an gerechnet, bei dem Vorstand der Kasse, Grunewaldstr. 30 oder bei dem Versicherungsamt Berlin- Schöneberg, Neues Rathaus, anzubringen find.(§§ 28, 21 der Wahlordnung.) Berlin: Schöneberg, den 4. April 1914. 71/12 Der Berfihende. 8. Kralam Binzler. 2. Abrechnung über die Weihnachtsunterstützung. 3. Sektionsangelegenheiten und Verschiedenes. Fliesenleger und Hilfsarbeiter. Dienstag, den 7. April 1914, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Saal 1, Engelufer 15. Tagesordnung: 1. Bortrag. 2. Sektionsangelegenheiten. Zahlreichen Befuch erwarten Die Sektionsleitungen. Am Sonnabend, den 11. April, sind die Bureaus uns unterbrochen von 9-3 Uhr geöffnet. 142/4 Nach drei Uhr sind die Bureaus geschlossen. Dienstag, den 7. April, abends 8 Uhr, I im Englischen Garten, Alexanderstraße 27c: Versammlung aller in der Grabsteinbranche beschäftigten Arbeiter. Tagesordnung: Der gegenwärtige Stand unferer Bewegung. 271/3 Das Erscheinen aller Grabsteinarbeiter ist erforderlich Zentralverband der Steinarbeiter. Ortsverwaltung Berlin. 75." 150.Verlobte! Komplette Küchen- Einrichtungen: 130 Teile. 200 300 Mk. 35.Aufstellung a. Wunsch gratis u. franko. L.Katz& Co. Spandauer Str. 20, a. Molkenmarkt Filialen: Neukölln, Bergstr. 65, a. Ringbahn. und Hermannsir. 35 Ecke Wanzlikstr. Leistungsfähige MetallSpielwaren- Fabrik erwirbt gute Neuheiten zur gemeinschaftlichen Ausnutzung. Offerten unter M. 3 an die Er pedition dieser Zeitung. Wer Stoff hat fertige Anzug von 18 M. an. Verkauf bon fertigen Anzügen billigst. Bernstein, Landsberger Blak 5 II, Portal II. Telephon: Alexander 2479. W. Zapel Hut- Fabrik, Skalitzerstr. 131 Größtes Spezial- Geschäft für Seiden- und Filzhüte. Lager in Schirmen und Mützen. d by 6 әделәјјәшим NNOTS ΠΟΤΕ ΔΙΟΡΑΣ pan- rods and be a Buy be pun But the way аполәрлобиашро‘-иәллән I' A Senaos w we bunjyez पप . 94. 31. Jahrgang. 5. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Wochen- Spielplan der Berliner Theater. Königl. Opernhans. Sonntag bis Donnerstag: Varsijal. Freitag: Geschlossen. Sonnabend bis Montag: Parsifal.( Anfang 7 Uhr.) Königl. Schauspielhaus. Sonntag: Peer Gynt.( Anfang 7 Uhr.) Montag: Die Benus mit dem Papagei. Dienstag: Peer Gynt.( Anfang 7 Ubr.) Mittwoch: Wilhelm Tell. Donnerstag, Freitag und Sonnabend: Geschlossen. Sonntag: Beer Gynt.( Anfang 7 Uhr.) Montag: Die Rabensteinerin.( Anfang 7, Uhr.) Deutsches Theater. Sonntag: Bas Ihr wollt. Montag: Hamlet. Dienstag und Mittwoch: Was Jhr wollt. Donnerstag: König Lear. Freitag: Geschlossen. Sonnabend: Der Kaufmann von Benedig. Sonntag und Montag: Was Ihr wollt.( Anjang 7%, Uhr.) Kammerspiele. Sonntag: Die gelbe Jade. Montag: Der Snob. Dienstag: Die gelbe Jade. Mittwoch: Der Snob. Donnerstag: Die gelbe Jade. Freitag: Geschlossen. Sonnabend: Die gelbe Jade. Sonntag: Der Snob. Montag: Die gelbe Jade.( Anfang 8 Ühr.) Lessing- Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Professor Bernhardi. Albends: Beer Gynt.( Anjang 7 Uhr.) Montag: Tod und Leben. Der Arzt seiner Ehre. Dienstag: Pygmalion. Mittwoch: Tod und Leben. Der Arzt seiner Ehre. Donnerstag: Peer Gynt.( Anfang 7, Uhr.) Freitag: Geschlossen. Sonnabend: Peer Gynt.( Anfang 7 Uhr.) Sonntag: Rösselsprung.( Anfang 7% Uhr). Montag: Rösselsprung. Berliner Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Große Rosinen. Abends und Montag bis Mittwoch: Wie einft im Mai. Donnerstag: König Richard III.( Anfang 7, 1hr.) Freitag: Geschlossen. Sonnabend: König Richard III.( Anfang 7 Uhr.) Sonntag und Montag: Wie einst im Mai.( Anfang 8 Uhr.) ( Anfang 8 Uhr.) Theater in der Königgrätzer Straße. Sonntag: König Richard III. ( Anfang 7 Uhr.) Montag: Die fünf Frankfurter. Dienstag: Brand. ( Anfang 7, Uhr.) Mittwoch, Donnerstag und Freitag: Geschlossen. Somm abend: Mr. Bu.( Anfang 7, Uhr.) Sonntag und Montag: Mr. Bu. ( Anfang 8 Uhr.) Deutsches Künstler Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Bibervelz. Abends: Die Erziehung zur Liebe. Montag: Der Raub der Sabinerinnen. Dienstag: Die Erziehung zur Liebe. Mittwoch: Der Raub der Sabinerinnen. Donnerstag: Glaube und Heimat. Freitag: Geschlossen. Sonnabend: Die Erziehung zur Liebe. Somitag: Der Raub der Sabinerinnen. Montag: Die Erziehung zur Liebe.( Anjang 8 Uhr.) Komödienhaus. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Eine verzwidte Sache. Abends und Montag bis Mittwoch: Kammermusik. Donnerstag: Hinter Mauern. Freitag: Geschlossen. Sonnabend: Hinter Mauern. Sonntag und Montag: Kammermusif.( Anfang 8 Uhr.) Sonntag, 5. April 1914. Landwirtschaftsmuseum.( Invalidenstr. 42.) Geöffnet: an Bochen tagen( außer Mittwoch) 10-3, an jedem dritten Sonntag im Monat 11-3. Geschlossen; am Mittwoch und an Sonn- und Feiertagen( mit Ausnahme des dritten Sonntags im Monat). Neues Volkstheater.( Neue Freie Boltsbühne.) Sonntagnachmittag Landtagsgebäude. Bochentags 9-12, außerhalb der Tagung. 3 Uhr: Michael Kramer. Abends: Die Hauberlerche. Montag und Dienstag: Frau Barrens Gewerbe. Mittwoch: Der Kaiserjäger. Donners: tag: Fran Warrens Gewerbe. Freitag: Geschlossen. Sonnabend: Frau Warrens Gewerbe. Sonntag und Montag: Die Haubenlerche. Anjang 8 Uhr.) Märkisches Museumt.( Wallstr. 50/54.) Geöffnet: an Wochentagent Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr:( außer Sonnabend) und an Sonntagen( auch den zweiten Weihnachts, Fräulein Trallala, Allabendlich: Die Förster- Christl.( Anfang 8 Uhr.) Diter, Bjingitseiertagen) 10-3, an den Vortagen vor Weihnachten. Ostern, Freitag: Geschlosien. Pfingsten und am Silvester nur bis 1. Geschlossen: am Sonnabend und Montis Operetten- Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Fleder- an Feiertagen( außer den zweiten Weihnachts-, Oster-, Pfingstjeiertagen). maus. Alabendlich: Jung- England.( Anf. 8 Uhr.) Freitag: Geschlossen. Meerestundemuseum.( Georgenstr. 34-36.) Am Montag, Mittwoch, Rose Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Maschinenbauer von Sonnabend im Sommer 11-4, im Winter 10-3; am Sonntag im Sommer Berlin. Abends und Montag bis Donnerstag: Das Recht auf den Tod. und im Winter 12-4. Freitag: Geschlossen. Ab Sonnabend: Die Dollarprinzessin.( Anf. 8 Uhr.) in der Unterwelt. Abends und Montag bis Mittwoch: Der Zurbaron. Theater am Rollendorfplat. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Orpheus Donnerstag: Opernauffährung.( Anjang 7%, Uhr) Freitag: Geschlossen. Sonnabend: Opernausführung. Sonntag und Montag: Der Jurbaron. ( Anfang 8 Uhr.) Luisen Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Wilhelm Tell. Abends: Montag, Dienstag und Mittwoch: Los von Muttern. Donnerstag: Freie Bahn. Freitag: Geschlossen. Sonnabend: Geschlossene Vorstellung. Sonntag und Montag: Los von Muttern.( Anfang 8 Uhr.) Kajino Theater. Sonntagnachmittag 4 Uhr: Unsere lieben Frauen. Allabendlich bis Mittwoch: Die olle Webern. Freitag: Geschlossen. Donnerstag und Sonnabend: Geheimnisse von New York.( Anjang 8 Uhr.) Folies Caprice. Allabendlich: Café Bingsbeim. Der Heiratsgraj. Meyersteins. Freitag: Geschlossen.( Anfang 8 Uhr.) Apollo. Sonntagnachm. 3 Uhr: Spezialitäten. Allabendlich: Hartstein, der Stolz der dritten Kompagnie. Freitag: Geschlossen.( Anf. 8 Uhr.) Die Reise um die Welt in 40 Tagen. Freitag: Geschlossen. Metropol. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Ein Blikmädel. Allabendlich: 7.55 Uhr.) ( Anfang Wintergarten. Sonntagnachmittag 3%, Uhr und allabendlich: Spezialitäten. Freitag: Geschlossen.( Anfang 8 Ubr.) Reichshallen Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr sowie allabendlich: Stettiner Sänger. Freitag: Geschlossen.( Anfang 8. Sonntags 7, Uhr.) Zirkus Schumann. Sonntagnachmittag 3%, Uhr und allabendlich 7%, Uhr: Galavorstellung. Freitag: Geschlossen. ( Anfang 8 Uhr.) greitag: Geschlossen. Gebr. Herrreld- Theater. Allabendlich: Die von oben und unten. Admiralspalast. Eisballett: Die lustige Puppe.( Anfang 8, Uhr.) Berliner Eispalast. Im Krug zum grünen Kranze.( Anj. 9 Uhr.) Cine& Palast am 300. Varieté Lichtspiele. Täglich: 6 Uhr. Cines Nollendorf- Theater. Varieté- Lichtspiele. Täglich: 62 und 9 Uhr. Irania Theater. Bis auf weiteres täglich: Hochspannung.( Anfang Theater an der Weidendammbrücke. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der fliegende Holländer. Abends und Montag bis Mittwoch: Der müde 8 Uhr.) Theodor. Donnerstag: Lohengrin. Freitag: Konzert aus Parsijal. Sonnabend bis Montag: Der müde Theodor.( Anfang 8 Uhr.) Deutsches Opernhaus. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Der Freischük. Abends: Die Königin von Saba. Montag: Die Meistersinger von Nürnberg. Dienstag: Das Rheingold. Mittwoch: Manon Lescaut. Donnerstag: Tiefland. Freitag: Starfreitags- Konzert. Sonnabend: Der Troubadour. Sonntag und Montag: Parsifal.( Anjang 7 Uhr.) Lustspielhaus. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Charleys Tante. Abends und Montag bis Mittwoch: Die spanische Fliege. Donnerstag: Das große Geheimnis. Freitag: Geschlossen. Sonnabend: Das große Geheimmis. Sonntag und Montag: Die spanische Fliege.( Anjang 8 Uhr.) Theater des Westens. Sonntagnachmittag 3%, Uhr: Gräfin Fiji. Bolenblut.( Anjang 8 Uhr.) Freitag: Deutsches Requiem. Thalia Theater. Sonntag bis Mittwoch: Wenn der Frühling fommt, Donnerstag: Die Schiffbrüchigen. Freitag: Geschlossen. Sonnabend: Die Echiffbrüchigen. Sonntag und Montag: Wenn der Frühling kommt. ( Anfang 8 Uhr.) Residenz Theater. Sonntagnachmittag 3 Ubi: Haben Sie nichts zu verzollen? Sonntag bis Mittwoch: Der Regimentspapa. Donnerstag: Heimat. Freitag: Geschlossen. Sonnabend: Die Cameliendame.( Anfang 8 Uhr.) Trianon Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Liebe wacht. Abends und Montag bis Mittwoch Die Rotbride. Donnerstag: Das Ende der Liebe. Freitag: Geschlossen. Sonnabend: Das Ende der Liebe. ( Anfang 8 Uhr.) Kleines Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die heitere Residenz. Allabendlich Jettchen Gebert.( Anfang 8 Uhr.) Freitag: Geschlossen. Schiller Theater 0. Sonntagna mittag 3 Uhr: Geschäft ist Geschäft Abends und Montag: Die Maschinenbauer. Dienstag: Mann wir altern. Liebe. Lottchens Geburtstag. Mittwoch: Die Maschinenbauer. Donners tag: Das Glüd im Winiel. Freitag: Geschlossen. Sonnabend: Freiwild. Sonntag: Das große Licht. Montag: Die Maschinenbauer.( Anf. 8 Uhr.) Schiller- Theater Charlottenburg. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Rosenmontag. Abends: Wann wir altern. Liebe. Lottchens Geburtstag. Montag: Das Glüd im Winkel. Dienstag: Das große Licht. Mittwoch: Wann wir altern. Liebe. Lottchens Geburtstag. Donnerstag: Des Meeres und der Liebe Wellen. Freitag: Geschlossen. Sonnabend: Des Meeres und der Liebe Wellen. Sonntag: Flachsmann als Erzieher. Montag: Das Glüd im Winkel.( Anfang 8 Uhr.) Walhalla Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die gelbe Gefahr. Abends und Montag bis Mittwoch: Tangofieber. Donnerstag: Der Hüttenbesizer. Freitag: Geschlossen. Sonnabend: Heimat.( Anfang 8 Uhr.) Museen, Sammlungen, Sehenswürdigkeiten. ( 3utritt ist unentgeltlich, wenn nichts anderes vermerkt ist. Als Feier tage gelten Weihnachten, Dstern, Pfingsten, Neujahr, Karfreitag, Himmelsjahrtstag, Bußtag.) Museum für deutsche Volfstrachten und Volkskunde. Kloster. straße 36. Bejuchszeit wie beim Alten und Neuen Museum. tag, Mittwoch, Freitag, Sonnabend 10-6, am Donnerstag 1-6, am Sonntag ( auch an den zweiten Weihnachts-, Oster-, Pfingstjeiertagen) 12-6; an Wochen- und Sonntagen( auch den zweiten Feiertagen) im Oktober und März nur bis 5, im November und Februar bis 4, im Dezember und Januar bis 3. Geschlossen: an Feiertagen( außer den zweiten Weihnachts, Ofter, Pfingstfeiertagen). Zutritt unentgeltlich, nur am Donnerstag 1 M., am Freitag und Sonnabend 50 Pf. National Galerie.( Museumsinsel). Geöffnet: am Montag, Diens Naturkundemuseum.( Invalidenstraße 43.) Montag, Mittwoch, Donnerstag, Sonnabend 10-4, im Oftober bis März nur bis 3. An Somu tagen und zweiten Feiertagen wie beim Alten Muſeum. Postmuseum.( Leipziger Straße 16/18.) Montag, Dienstag, Donners tag, Freitag 10-2, Sonntag und an den zweiten Feiertagen 12-2. Ranch- Museum.( Werke von Christian Rauch. Klosterstraße 76.) Ait Wochentagen 10-4, im Ottober bis März nur bis 3. 10-3. Rathaus.( Königstraße.) Täglich( außer Donnerstag und Freitag) Reichstagsgebäude.( Königsplak.) An Wochentagen vormittags 9. Uhr, wenn Plenarsizungen statisinden; vormittags 9, 9, 12, 2, 1hr, wenn feine stattfinden; an Sonntagen und zweiten Feiertagen 1 und 1 Uhr; an anderen Feiertagen geschlossen. Eintrittsgeld 25 Pf. Stadthaus.( Jüdenstraße.) Wochentags 10-3, Sonntags 11-2. Zutritt zum Stadthaus täglich unentgeltlich, zum Turm gegen 20 Pf.( nur am Montag und Donnerstag unentgeltlich). Sternwarte im Treptower Park. Täglich von 2 1hr nachmittags, im Sommer bis 12 Uhr nachts, im Winter bis 10 1hr abends. Für Bea fichtigung der Sternwarte und des Astronomischen Museums 50 Pf. für Beobachtung mit dem großen Fernrohr 1 M. Sternwarte der" Urania".( Invalidenstraße 57/62.) Täglich 7 bis 11 11hr abends. 50 Pf. ( Taubenstr. 48.) ( für AbendvorIrania, Sammlungen und wissenschaftliches Theater. Täglich von 10 Uhr vormittags ab. Eintrittsgeld 50 Ps. stellungen von 1 M. an). Verkehrs- und Baumuseum.( Invalidenstr. 51.) Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag 10-4, Sonnabend 2-7, Sonntag 11-4: An Feiertagen geschlossen, an zweiten Feiertagen geöffnet wie Sonntag, an darauf folgenden Tagen geschlossen. Völkerkunde- Museum.( Königgräger Straße 120.) Besuchszeit wie beim Alten Museum. Zeughaus.( An der Schloßbrüde.) Geöffnet: an Sonntagen und zweifen Feiertagen 12-3, an Wochentagen( außer Sonnabend) im Sommer 10-3, im Winter 10-2. Geschlossen: Sonnabend und an Feiertagen ( außer zweiten Feiertagen). Zoologischer Garten. Eintrittsgeld an Wochentagen 1 Mart, an Altes und Neues Muscum.( Lustgarten.) Geöffnet: an Wochen tagen( außer Montag) 10-4, im Oktober bis März nur bis 3 Uhr; an Sonntagen( auch an den zweiten Weihnachts, Ostern, Pfingstfeiertagen) 12-6, im Dftober und März nur bis 5, im November und Februar bis 4, im Dezember und Januar bis 3. Geschlossen: an Montagen und Feier- Sonn- und Feittagen 50 Pf.; Kinder die Hälfte. Am ersten Sonntag tagen( außer den zweiten Feiertagen). Technische Hochschule,) Geöffnet: Montag und Freitag 10-3, Dienstag und Architektur- Museum.( Charlottenburg, Berliner Straße 171/172, Donnerstag 12-3, Mittwoch 10-12. Geschlossen: Sonnabend und Sonntag. straße 11/12.) Geöffnet: an Sonn- und Feiertagen 1-5, an Wochentagen Ausstellung für Arbeiterwohlfahrt.( Charlottenburg, Fraunhofer( außer Montag) 10-1, am Dienstag und Donnerstag auch abends 6-9. Geschlossen: an den ersten Weihnachts, Oftere, Pfingstfeiertagen. Aquarium. Eintrittsgeld 1 M., vom Zoologischen Garten aus 50 Bf. Berg- und Hüttenmuseum.( Invalidenstr. 44.) An Wochentagen ( außer Sonnabend) 12-2, an Sonntagen 12-6, im Oktober und März nur bis 5, im November und Februar bis 4, im Dezember und Januar bis 3. Botanischer Garten.( Dahlem, Königin- Quise- Straße 6/8.) Geöffnet nur vom 1. April bis 15. Oktober: unentgeltlich Sonntag, Dienstag, Mitt woch, Freitag 2-7; außerdem an Wochentagen vormittags gegen Eintrittsgeld, wofür der gebrudte Führer" gegeben wird. woch 10-5, im Oktober bis März nur bis 4. Botanisches Museum.( Dahlem, Königin- Luise- Straße 6/8.) MittBaumuseum. Siehe Verkehrsmuseum. Eisenbahnmuseum, siehe Berkehrsmuseum. Kaiser Friedrich Museum.( Monbijoustraße.) Geöffnet: an den Weihnachts-, Oster- und Pfingstfeiertagen) 12-6; an Wochen und SonnWochentagen( außer Montag) 10-6, an Sonntagen( auch an den zweiten tagen( auch zweiten Feiertagen) im Oftober und März nur bis 5, im Nobember und Februar bis 4, im Dezember und Januar bis 3. Geschlossen: an Montagen und Feiertagen( außer den zweiten Feiertagen). Zutritt un entgeltlich, nur am Dienstag und Mittwoch gegen 50 Pf. Kunstgewerbe Museum.( Prinz- Albrecht- Straße 7.) Besuchszeit wie beim Alten Museum. jedes Monats 25 P1. Jugendveranstaltungen. Friedrichstr. 6, eine öffentliche unpolitische Jugendversammlung statt. In Köpenick. Heute Sonntag, nachmittags 2 Uhr, findet im Stadttheater, Anbetracht der umfangreichen Agitation unserer Gegner ist es Pflicht eines jeden Arbeiters, jeine schulentlassenen Söhne und Töchter in die Versammlung zu schicken. Am Starfreitag findet ein Familienausflug der arbeitenden Jugend nach Ravensteiner üble statt. Treffpunkt 2 Uhr an der Post. Weitere Veranstaltungen finden statt: Am Sonntag, den 12. April( Ostersonntag): Tagesausflug nach dem Ufleisee. Am Dftermontag: Unterhaltungsabend im Arbeiterjugendheim, Schöner linder Str. 5. Lichtenberg. Dienstag, den 7. April, im„ Café Bellevue", Lichten berg, Hauptstraße 2: Unpolitische Jugendversammlung. Tagesordnung: Arbeiterjugend erwache!" Referent: Herr Dr. Rudolf Breitscheid. Freie Aussprache. NB. Es liegt hierzu ein Flugblatt in der heutigen Unterhaltungsbeilage Neue Welt" bei. Lichterfelde. Heute Sonntag, nachmittags 4 Uhr: Unterhaltungs. Freitag, den 10. April: Schnikeljagd. Treffpunkt 7 Uhr am Händelplak. Waidmannsluft, Hermsdorf. Heute Sonntag: Schulentlassungss feier im„ Schweizerhaus", Dianastraße 33. Anfang nachmittags 4 lbr. Sonntag, den 12. April( 1. Feiertag): Ausflug nach den Rüdersdorfer Kallbergen. abend. MARKE SALAM INDER Das fchönfte Offerei JOE LOE Sonntag von 12-6 Chr abends geöffnet. 15 Mark SportKostüm. Beim Vorzeigen dieses Inserates 4 nCt. Rabait. 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Legien erzählt dann weiter:" In der Schule sollen solche Rede übungen über politische Themata allgemein üblich sein. Dabei bat niemand etwas einzuwenden, wenn einer der im Falle einer Anklage auf seinen guten Glauben" berufen zu Um nun diesen Wechsel in Zahlung geben zu fönnen und sich Jungens für einen sozialistischen Kandidaten können, brachte der Angeklagte einige Tage später einen unermittelt eintritt. Ein Parteigenosse erzählte uns, daß fein Sohn dies regelmäßig tue, ohne damit bei gebliebenen Mann mit, der sich als„ Rennstallbefizer Brede aus Wien" ausgab und den Kaufvertrag unterschrieb. An demselben Lehrern oder Mitschülern anzustoßen." Er meint Tage gab der Angeklagte den 5000- M.- Wechsel für 1000 m. bar an dann ganz ristig: Diese Erziehung zur freien Meinungsäußerung den Geldvermittler Noa weiter. Im die Geschichte mit dem Rennund zur Achtung der Meinung Andersdenkender kann nur von Vor- stallbefizer noch glaubhafter zu machen, fälschte E. einen Brief, in Wir möchten den armen Jungen sehen, der es wagen würde, in dem der angebliche Brede mitteilte, daß er von dem Vertrag zurüd Vorfalles auf der Straße die Schilderung des Angeklagten als wahr trete. Diesen Brief ließ er durch einen Helfershelfer in Wien zur Post geben. Vor Gericht bestritt der Zeuge Modrach, mit dem Angeklagten Hand in Hand gearbeitet zu haben. In der Beweisaufnahme fam zur Sprache, daß der Angeklagte geäußert habe:„ Der Bauer ist ja so dämlich, daß er, wenn man teil für die Charakterbildung sein." einer deutschen Volksschule eine fozialdemokratische Kandidatenrebe zu halten. Dafür heißt es aber auch: Deutschland in der Welt voran." " Indessen wollen wir unseren guten Freunden tein Unrecht tun und ihnen zubilligen, daß sie etwas dergleichen auch erstreben und hier und dort jogar schon praktisch üben. Es tommt nur darauf an ihm das Geld abgenommen hat, noch nicht einmal Anzeige erstattet auf die drei entgegengesezten eidlichen Aussagen verwiesen und hatte der Angeklagte, dem Beispiele seines Chefs folgend, eben-[ eintritt und zwar in Neuk- einen Polizeibeamten öffentlich falls ein recht raffiniert eingefädeltes Betrugsmanöver zur Aus- beleidigt zu haben. Darüber ergab die Verhandlung folgendes: führung gebracht. Er war mit dem Gastwirt Modrach in Schön- Der Angeklagte ist von dem betreffenden Polizeibeamten wiederholt eiche näher bekannt, der ihm eines Tages erzählt hate, daß ein im und grundlos mit wegwerfenden Bewegungen und herabseßenden Orte wohnhafter Landwirt Unterlauf sein Grundstück verkaufen Worten infultiert worden. Als sich beide wieder einmal begegneten, Was man bei uns in Deutschland seit langem mit der bekannten wolle. Wie der Angeklagte vor Gericht behauptete, habe er dann da bedachte ihn der Beamte mit dem Schimpfnamen„ Krummdeutschen Gründlichkeit plant, das ist in Amerika längst praktisch im Einverständnis mit Modrach den Plan gefaßt, den" dummen stiefel". Das vergalt der Beleidigte mit dem Wort„ Hurenbengel". durchgeführt, nämlich der Staatsbürgerunterricht in den bortigen Bauer", wie er sich ausgedrückt hatte, zu schröpfen. Er schickte zu Darauf stieß ihn der Polizeibeamte, und nun wiederholte der AnSchulen. Die Belehrung über die Rechte und Pflichten des Staats- u. eine Boten mit der Meldung, er möchte sofort nach dem Gasthofe geklagte seine Worte noch einige Male. Von seiner Arretierung bürgers wird dort in einer Weise gehandhabt, daß unseren Spieß tommen, dort sei ein Herr, der sein Grundstück kaufen wolle. Der stand der Beamte ab, trotzdem er anfangs dazu Miene gemacht bürgern die Haare zu Berge stehen würden, wenn man auch bei uns alte Herr eilte jofort nach dem Gasthofe, vergaß aber in der Gile hatte, doch erstattete er Anzeige. Es kam zu einem Prozeß, er nur etwas Aehnliches versuchen würde. seine Brille mitzunehmen. Diese Bergeßlichkeit sollte sich später wurde aber aus irgendeinem Grunde vertagt. Dabei hatten verKürzlich hat der Genoffe Legien die Erfahrungen und Beob bitter rächen. In dem Gasthofe erklärte der Angeklagte, daß er ſchiedene Zeugen schwören müssen, und da deren Aussagen für den achtungen, welche er anläßlich seiner Reise durch die Vereinigten zwar nicht selbst Käufer sei, wohl aber als Bevollmächtigter des Schuhmann nicht günstig waren, so strengte er ein Strafverfahren Staaten gesammelt hat, in einem äußerst interessanten Buche ber- Käufers erscheine. Dieser sei ein„ Rennstallbefizer Brede" aus gegen den Angeklagten an unter der Bezichtigung, dieser habe die öffentlicht. Er erzählt da u. a., wie er eines Tages eine Schar von Wien, der das Grundstüd zu einer Pferdepflegeanstalt gebrauchen Zeugen zum Meineid verleitet. Doch hatte er damit kein Glüd, etwa 20 Jungens beobachtet habe, die nach allen Regeln der Kunst wolle. Als Unterlauf 30 000 m. verlangte, tat Eschler höchst denn das Verfahren wurde bald wieder eingestellt, da die völlige eine richtige Bürgermeisterwahl arrangierten. Da wurden in aller empört und erklärte, daß er mindestens 90 000 M. für das Grund- Unschuld des Angeklagten erwiesen worden war. Schon das warf Form die schönsten Wahlreden gehalten. Einer sprach für den von stüd erhalten müsse, er, der Angeklagte verlange dann aber eine ein nicht gerade günstiges Licht auf den Polizeibeamten, noch ihm vorgeschlagenen Kandidaten, worauf ein anderer die Vorzüge Provision von 5000 M. Als Unterlauf noch zögerte, erklärte Mo- meniger aber tat das alles andere, was noch an das Tageslicht kam. des von ihm Borgeschlagenen pries. Redegewandt waren die Jungen, drach, daß er durch Vermittelung des Angeklagten auch sein Als nämlich der Angeklagte darüber befragt wurde, wie er zu dem und was sie jagten, war durchaus korrelt. Es mag in eigenes Grundstück für 110 000. verkaufen wolle und unter- Ausdruck Hurenbengel" fomme, da erzählte er folgendes: Er hat diefem Spiel ein größerer Wert liegen, als es im ersten Augen- schrieb den ihm vorgelegten Provisionsschein. Hierdurch sicher ge- in einer Karnevalsnacht 1913 beobachtet, daß ein Bekannter von blid erscheint. Nicht nur die Uebung in der freien Rede, sondern macht, unterschrieb nun auch Unterlauf den ihm als Provisions. ihm mit einem Schußmann und einem Mädchen in den naheauch ein Vertrautwerden mit den städtischen und staatlichen Einschein vorgelegten Schein, dessen Inhalt er sich nicht durchlesen gelegenen Stadtpark gegangen sind. Da ihn das neugierig machte, richtungen und der Gesetzgebung hat es zur Folge." konnte, da er die Brille vergessen hatte. Dieser Provisionsschein" so ging er hinterher und hörte nun, daß der Zivilist in einer Blodhütte auf das Mädchen mit dem Verlangen eindrang, ihm willfährig zu sein, daß sich das Mädchen aber sträubte, und daß nun der Schuhmann unter recht eindeutigen Redensarten dem Zivilisten beizustehen suchte. In diesem Moment ist der Angeklagte hervorgesprungen und hat den beiden Männern gedroht, worauf alle drei das Mädchen weinend Schußmann aber war der jezige angebliche Beleidig, und daher auseinandergestoben sind. Dieser rührt wohl auch seine Feindschaft gegen den Angeklagten. Den lebten Reſt ſeines Ansehens jedoch verlor der Schuhmann durch jein Verhalten in der Verhandlung. Trotzdem ein Augenzeuge jenes mit seinem Eide bekräftigte, und trotzdem die beiden anderen Beteiligten jener nächtlichen Szene unter Eid ausgesagt hatten, daß worden wäre, trosdem ftritt der Schußmann alles rundweg ab. sich alles so zugetragen habe, wie es vom Angeklagten geschildert Dabei blieb er auch, obwohl er vom Verhandlungsleiter wiederholt Bädagoge, der Lehrer Gier in der„ Westdeutschen Lehrer nicht zu vereidigen, da er unglaubwürdig sei, und das Gericht irat Erinnern wir uns, was vor nicht allzu langer Zeit ein aufs ernstlichste verwarnt worden war. Das aber ging ſelbſt dem Gericht zu weit: Der Anflagevertreter beantragte, den Schuhmann zeitung" farieb: So ist es also unbedingt nötig, daß man die Sozialdemo diesem Antrage einstimmig bei mit der Begründung, es sei der fratie im Unterricht erwähnt, nicht nur nebenher, sondern gründ feften Ueberzeugung, daß dieser Zeuge bewußt die Unwahrheit gefagt lich. Meines Erachtens ist es deshalb praktisch, wenn in den letzten Wochen vor der Entlaffung aus der Schule der Geschichtsunterricht Zohnkampf. Einer der Fleischermeister hat nun mit seinen Ar die Bestrafung ausschließt, wenn eine Beleidigung auf der Stelle In Mügeln bei Dresden stehen die Fleischergesellen in einem habe. Am Schluß der Verhandlung beantragte der Anflagevertreter, den Angeklagten freizusprechen und zwar nach§ 199 R.St.G., der nur in der Beleuchtung und Widerlegung der sozialdemokratischen beitern Frieden geschlossen und machte die Tarifanerkennung in erwidert wird. Das Gericht entsprach auch diesem Antrage, es erGrundsäge besteht. Und die Widerlegungen müssen figen; die Kinder müssen sicher darin sein; fie müssen sich förmlich etwas der" Pirnaer Volkszeitung" bekannt. Dafür wurde er von der flärte den Angeklagten schuldig, doch nach dem angezogenen Baradarin einbilden, diese weltbewegenden Gedanken auf ihre Un- Fleischerinnung, der er angehörte, mit harten Geldstrafen bedroht graphen für straffrei. Hierbei erklärte es, daß der Beamte zmar richtigkeit zurüdzuführen. Wenn es möglich ist, wie man es dann und zur Zurücknahme der Tarifanerkennung und der Bekannt geschützt, aber auch verlangt werden müsse, daß der Bürger nicht und wann leider erfährt, durch den Unterricht die Kinder tonfeffionell machung zu bewegen versucht. Als er darauf nicht reagierte, be grundlos beleidigt würde. Im übrigen bezeichneet es das Ver zu verbezen, so mnß es auch möglich sein, fie gegen den Volksfeind eine einstweilige Verfügung auf Grund des Gesezes gegen den un- leidigenden Wort des Angeklagten zur Grundlage gedient hat, als antragte ein anderer Fleischermeister beim Dresdener Lantgericht halter des Schuhmannes in jener Karnevalsnacht, das dem be Sozialdemokratie" zu verheken. Die Sache ist jedenfalls eines lauteren Wettbewerb, die auch ohne weiteres erlassen wurde. Der Verfuches wert." Da haben wir gleich den ganzen großen Unterschied zwischen eingelegte Rekurs gegen diese Verfügung wurde vom Gericht mit sehr sonderbar, als nahezu an Kuppelei streifend. dem öffentlichen Leben diesseits und jenseits des großen Teiches. folgender Begründung zurückgewiesen. Im Urteil wird gesagt: " Der Antragsgegner gehört der freien Fleischerinnung an. Die Drüben eine selbstverständliche Gleichberechtigung, eine in Fleisch Mitglieder dieser Innung sind jagungsgemäß verpflichtet, den Beund Blut übergegangene Achtung vor der Ueberzeugung der Gegner schlüssen der Innungsversammlung Folge zu leisten. Ein solcher Beschlug war am 16. Dezember 1913 zustande gekommen. Er hat den Inhalt, daß die Innungsmitglieder die Pflicht auf sich nehmen, alle Anträge des Zentralverbandes der Fleischer abzulehnen. Der Beschluß mochte für den Antragsgegner verbindlich sein oder. vgl.§ 152 Abs. 2 der Gewerbeordnung nicht. Auch wenn es ihm Die Bedrohung mit dem Revolver- straffrei. freistand, sich von ihm loszusagen, so blieb er doch Mitglied der Die Bedrohung mit der Forkestrafbar. Innung und als solches in einem Vertragsverhältnis zu seinen Vor dem Wehlauer Schöffengericht hatte sich ein Kutscher often feine Reklame mit seiner Untreue zu üben. Dieses Ver- Mitteilung, daß er mit dem Kellner Georg Hohenstein, über deſſen Innungsgenossen, das ihm die Pflicht auflegte, wenigstens auf ihre Der Kellner Fris Hohenstein, Raumerstr. 23, ersucht uns unt aus Rodelheim wegen Bedrohung und Beleidigung des In- fahren verlegt in der Tat das Anstandsgefühl des billig und gerecht Verurteilung wir am Freitag berichteten, nicht identisch ist. Fris spektors zu verantworten. Er war eines Tages mit dem Denkenden. Es kann auch nicht anerkannt werden, daß die beInspektor in Differenzen geraten, und dieser hatte als famei- fondere wirtschaftliche Lage des Antragsgegners zu einer milderen vielmehr 10 Jahre lang im Verband der Gastwirtsgehilfen und ist schmei- sondere Hohenstein gehört weder zu den Gelben noch zu den Blauen, war diger Herr sofort nach ostelbischer Manier den Revolver her- Auffassung nötigte.. Als Gehilfe hätten ihm vermutlich vorgeholt. Deshalb hatte der Kutscher zur Forte gegriffen, Stellungen zur Verfügung gestanden.... Er bezeichnet sich selbst seit einigen Jahren im Transportarbeiterverband organisiert. um, wie er vor Gericht sagte, sich zu schützen. Denn es sei als Ausbrecher. Ausbrechen mag noch nicht ohne weiteres einen ihm bekannt, daß der Inspektor bei der geringsten Ursache auf Sittenverstoß enthalten, zum Verstoß gegen die guten Sitten aber die Leute schieße. Während der Inspektor wegen der Be- wird es, wenn damit, wie hier, nach Art eines geschäftlichen Freibeuters, dem alle Mittel zu seinem Vorteil genehm sind, Wettdrohung mit dem Revolver gar nicht auf die Anklagebanf ge- bewerb geübt wird." fommen war, wurde der Kutscher wegen der Bedrohung des Inspektors mit der Forte und wegen Beleidigung zu 21 M. Geldstrafe verurteilt. wie. und bei uns Gerichtszeitung. Der Staatsanwalt beantragte 1½ Jahre Gefängnis. Das auf 10 Monate Gefängnis unter Anrechnung von zwei Monaten Gericht erfannte wegen einfacher Urkundenfälschung und Betrug der Untersuchungshaft. Ein eigenartiger Richterspruch. Solche Worte, die gegen einen Außenseiter im Unternehmerlager angewendet wurden, der mit seinen Arbeitern Frieden schloß, wird man weit und breit vergebens von einem Richter erwarten dürfen, der gegen Streifbrecher aufgerufen würde. Bei sogenannten Streitbrecherbeleidigungen hört man es wenigstens immer ganz anders aus dem Munde der Richter schallen. Der Beschluß selbft berlent offensichtlich den 152 Abs. 2 der Gewerbeordnung, der zum Schuß gegen solchen ännungsterrorismus da ist. Schuhleute vor Gericht. Wenn man die Brille vergist. Moderne Bauernfängerei hat der Bureauvorsteher Josef Eschler betrieben, der sich gestern unter der Anflage der schweren Urkundenfälschung und des Betruges vor der 1. Straffammer des Landgerichts II zu verantworten hatte. Der Angeflagte war früher auf dem Gut Schöneiche als RechEine interessante und charakteristische Verhandlung, bei der nungsführer beschäftigt gewesen und hatte in dieser Stellung die dortigen Verhältnisse genau fennen gelernt. Er fand dann bei wieder einmal die Polizei in aller ihrer Glorie erstrahlte, spielte dem Stellenvermittler Soltermann eine Stellung als Bureauvor- sich am Donnerstag vor dem Kriegsgericht in Düsseldorf ab. Dort #teher, der plöklich verhaftet wurde, nachdem über 100 Strai- hatte sich der Telegraphist Bernhard P. vom 3. Telegraphenbataillon anzeigen gegen ihn eingelaufen waren. Wie sich später ergab, in Koblenz unter der Anklage zu verantworten, vor seinem DienstSo diese Verhandlung, die blizartig erhellt, was sich manche Polizeibeamte gegenüber Bivilisten erlauben und mit welcher In geniertheit sie das abzustreiten versuchen, was Zivilzeugen anhaben. Dabei drängt sich unwillkürlich ein Vergleich mit manchent geben, auch wenn diese ihre Aussage mit einem Eid bekräftigt anderen ähnlichen Prozeß auf, die vor den Zivilgerichten stattfanden und bei denen die Polizei trotz aller Bedenken nicht nur zum Eid zugelassen, sondern bei denen ihr auch noch bedingungsTos geglaubt wurde, auch werv ihr vielmais ehr glaubwürdige Bibilzeugen gegenüberstanden. Gelbe Berleumdungen. Eingegangene Druckschriften. Konstantinopel. Roman aus der Zeit Abdul Hamids II. Bon D. Stern. 2 M., geb. 3 M. D. Janke, Berlin SW 11. " Der Kunstwart." I. Aprilhejt. Herausgeber F. Avenarius. Viertel G. D. W. Callweh, München. jährlich 4,50 R. 10. Internationaler Bericht über die Gewerkschaftsbewegung 1912. Herausgegeben vom Internationalen Gewerkschaftsbund. Buchhandel 1,50 M., für Gewerkschaftsmitglieder 90 Pf.- Generalkommission der Gewerkschaften, Berlin, Engelufer 14/15. Jur Lebendig begraben. 670 Tage unschuldig im Gefängnis. 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Arbeiter- Bildungsschule Berlin die Ersatmänner zum Ausschuß der Krankenkasse der Personen- Lohnfuhrwerks- Innung zu Berlin. Auf Grund der Bestimmungen des§ 48 der neuen Kassensazungen find für die Wahlzeit, d. i. vom 1. Januar 1914 bis zum 31. Dezember 1917, von den Versicherten und den bei der Kasse zuständigen Arbeitgebern Bertreter zum Ausschuß zu wählen und zwar: 14 Vertreter der Versicherten und 28 Ersatmänner, 14 ,, Arbeitgeber 7 " " Die Wahl hat in getrennten Wahlhandlungen nach den Bestimmungen ber der Tagung beigefügten Wahlordnung zu erfolgen. Wahlberechtigt sind volljährige Arbeitgeber und Rassenmitglieder, nicht aber Mitglieder, welche einer Eriazkasse angehören. Die Versicherten sowie die Arbeitgeber müssen das Wahlrecht in Person ausüben. Wählbar sind nur volljährige Deutsche. Die Arbeitgeber fönnen auch als Vertreter und als Ersat männer zum Ausschuß bevollmächtigte Betriebsleiter, Geschäftsführer und Betriebsbeamte der beteiligten Arbeitgeber wählen. Die Wahl der Versicherten findet statt am: Montag, den 18. Mai 1914, in der Zeit von 4-7 Uhr nachm. im ,, Prälaten", Berlin, Dircksenstraße, Stadtbahnbogen 110. Jeder wähler, welcher an der Wahl teilnehmen will erbält auf seinen Wunsch an den dem Wahltage vorangebenden 14 Tagen nachmittags bon 12-2, Uhr im Stassenlofale eine Wahlfarte ausgebändigt, die am Wahltage als Ausweis über seine Wahl- und Stimmberechtigung dient und welche er dem Wahlausschusse vorzulegen bat. Die Wahltarte muß bom Arbeitgeber die Bescheinigung tragen, daß der Wähler am Tage der Bahl noch Stassenmitglied ist. Wähler, die nicht im Befige einer Wahlfarte find, fönnen nur dann zur Wahl zugelassen werden, wenn sie in einer sämtliche Mitglieder des Wahlausschusses überzeugenden Weise ibre Wahlberechtigung nachweisen tönnen. Der Wahlausschuß am Tage der Wahl ist befugt, die Wahl und Stimmberechtigung jedes Wäblers bei der Wahlhandlung zu prüfen. Arbeitgeber- und Mitgliederverzeichnisse können von den Wählern während der Zeit von Montag, den 6. April, bis Montag, den 20. April 1914, nachmittags von 12-2 Uhr, im Kaffenlotal eingesehen werden. Einsprüne gegen die Richtigkeit der sich aus dem Arbeitgeber- und Mitgliederverzeichnis ergebenden Wahl- und Stimmberechtigung sind bei Vermeidung des Ausschlusses spätestens bis 4 Wochen vor der Wahl, unter Beifügung bon Beweismitteln, bei dem Stassenvorstande einzulegen. Der Wahlvorschlag des Boritandes, zu dessen Ausstellung der Vorstand nach§ 7 der Wahlordnung verpflichtet ist, liegt 14 Tage vor dem Wahltage im Kaffenlokal zur Einsicht aus. Wir fordern nunmehr die Wähler( Arbeitgeber und Versicherte) auf, bis spätestens 4 Wochen vor dem Wahltage Wablvorschläge bei dem Kaffenvorstande, getrennt für Versicherte und Arbeitgeber, einzureichen. Die Stimmenabgabe ist an diese Bahlvorschläge gebunden. Diese Bablvorschläge müssen von mindestens je 10 Wahlberechtigten der betreffenden Gruppe mit zusammen mindestens 30 Stimmen unter zeichnet sein. Die einzelnen Bewerber sind unter fortlaufenden Nummern auszuführen, welche die Reihenfolge ihrer Benennung ausdrüdt, und nach Familien und Bor( Ruf:) namen, Beruf und Wohnung zu bezeichnen. Bei Berficherten in auch der Arbeitgeber, bei dem fie beschäftigt find, anzugeben. Mit den Wahlvorschlägen für Versicherte ist von jedem Bewerber eine Era flärung darüber vorzulegen, daß er zur Annahme der Wahl bereit ist. Bei den Wahlvorschlägen für Arbeitgeber ist eine solche Erklärung nur erforderlich, soweit ein vorgeschlagener Bewerber nach§ 17 der Reichsberficherungsordnung zur Ablehnung der Wahl befugt ist.. In jedem Wahlvorschlag ist fjerner ein Vertreter des Wahlvorschlages. und ein Stellvertreter zu bezeichnen. Ist dies unterblieben, so gilt der erite Unterzeichnete als Vertreter und, soweit eine Reihenfolge erkennbar ist, der zweite als Stellvertreter. Der Wahlvorschlagsvertreter ist berechtigt und verpflichtet, dem Borstand zur Beseitigung etwaiger Anstände erforder liche Erklärungen abzugeben. Die Wahlvorschläge sind ungültig, wenn sie verspätet eingereicht werden. Die zugelaffenen Wahlvorschläge liegen 14 Tage vor der Wahl im Kaffenlofal aus und können yon den Wählern in der Zeit von 1-3 Uhr nachmittags eingesehen werden. Besondere Wählerlisten werden nicht aufgestellt. Die Stimmzettel müssen von weißer Färbung sein und die Größe 9:12 haben; dieselben liegen im Wahllofal bereit. Im übrigen gelten die Bestimmungen der Sagung und die derselben beigefügten Musterjagung Wahlvorschlag der Arbeitgeber und Arbeitnehmer: 1. Fuhrherr August Schunke, Berlin, Aderstr. 125. 2. Fuhrherr Albert Kluchert, Berlin, Quisomitr, 48/49. 3. Fuhrberr Gustav Begener, Berlin, Waldemarstr. 15. 4. Fuhrherr Johann Streu, Berlin, Aderstr. 83. 5. Fuhrherr Gustap Groß, Berlin, Duizowite. 108. 6. Fuhrherr Wilhelm Arnds, Berlin, Müllerstr. 8. 7. Fuhrherr Louis Bethge, Berlin, Wilhelmstr. 3b. 8. Fuhrherr Johann Bettinger, Schöneberg, Colonnenstr. 27, 9. Fuhrberr Mar Pohlmann, Berlin, Alt Moabit 86c. 10. Fuhrherr Hermann Bathe, Berlin, Sidingenſtr. 41. 11. Fuhrherr Robert Krüger, Berlin, Gubener Str. 9. 12. Fuhrberr Dtto Glau, Schöneberg, Afazienſtr. 12. 14. Fuhrherr Ludwig Streu, Berlin, Rügener Str. 24. 15. Fuhrherr Frig Bartel, Charlottenburg, Wallstr. 82. 16. Fuhrherr Franz Lubjuhn, Reinidendorf, Seeftr. 7/8. 17. Fubrherr Anton Artopee, Berlin, Müllerstr. 31. 18: Fuhr herr Fris Sluchert. Berlin, Duigowftr. 124. 19. Fuhrherr Emil Bohlmann, Berlin, Nostoder Str. 3/4. 20. Fuhrherr Alex Bresch, Berlin, Lüderizstr. 56. 21, Fuhrherr Karl Podehl, Berlin, Köpenider Str. 191. Arbeitnehmer: 1. Schimie, Wilh., Lichtenberg, Weserstr. 22, Droschtentutscher bei Huge, Siebert. 2. Bell, Ernst, Rüdersdorfer Str. 47, Droschkentutscher bei Semmlin. 3. Raritädt, Ferd., Salzwedeler Str. 3, Chauffeur bei A. Kluchert. 4. Blume, Franz, Siemensstr. 5, Chauffeur bei F. Schulz. 5. Blant, Rud., Staliger Str. 29a, Chauffeur boi Bagold. 6. Kluth, Sans, Neue Hochstr. 38, Chauffeur bei Rohnte. 7. Runt, Baul, Röntgental, Kaiser- Wilhelm- Straße, Chauffeur bei Groß. 8. Dreher, Guit., Prinzen- Allee 52, Droschtenführer bei Joh. Strent.. 9. Schulze, Wilh., Gerichtstr. 63, Droschtenführer bei Zimmermann. 10. Krug, Guft., Soldiner Str. 9, Chauffeur bei Groß. 11. Bed, Paul, Rostoder Str. 49, Droschfenführer bei Jädel. 12. Bischoff, Aug., Neue Hochstr. 35, Droschfenführer bei Zimmerinann. 13. aafe, Rich., Martin- pig- Str. 2, Chauffeur bei A. Kluchert. 14. Gabriel, Rich., Schöneberg, Königsweg 40, Chauffeur bei Glau. Erste Ersatzleute: 15. Münchow, Paul, Sprengelfir. 25, Chauffeur bei A. Sluchert. 16. Braun, Bruno, Sprengelstr. 24. Chauffeur bei A. Kluchert. 17. Neumann, Wilh., Alt- Moabit 132, Chauffeur bei G. Groß. 18. Görig, Georg, Reinidendorf, Maldenser Str. 5, Chauffeur bei Rohnke. 19. Snigge, Karl, Brunnenstr. 88, Droichtenführer bei Joh. Streu. 20. Maaß, Julius, Boyenstr. 17, Droschtenführer bei Jädel. 21. Schulze, Aug., Boyenstr. 22, Droschfenführer bei Zimmermann. 22. Söhne, Start, Schöneberg, Wartburgstr. 5, Chauffeur bei Glau. 23. Rattorf, Friz. Schöneberg, Grunewaldstr. 87, Chauffeur bei Glau. 24. Buhlmann, Mar, Charlottenburg, Berliner Str. 59,-Chauffeur b. Bartel. 25. Föllmar, Friedr., Wrangelftt. 58, Chauffeur b. Päbold. 26. Maaß, Guft., Holsteiner Ufer 10, Chauffeur bei Brisich. 27. Bengler, Otto, Dolziger Str. 44, Droschtenführer bei Jestiam. 28. Richter, Albert, Gleinistr. 54, Chauffeur bei Rohnke, Zweite Erfahleute: 29. Unterberg, Witt, Rheinsberger Str. 31a, Chauffeur bei F. Lubjuhn. 30. Krause, Emil, Frankfurter Allee 96, Droschtenführer bei Erpel. 31. Mälfert, Artur, Treptow, Graeßstr. 66, Chauffeur bei Päzold. 32. Kranewis, Rich., Schöneberg, Golgstr. 51, Chauffeur bei Glau. 33. Ballier, Dstar, Sidingenstr. 57, Chauffeur bei&. Kluchert. 34. Wille, Artur, Nordufer 14, Chauffeur bei G. Groß. 35. Ehrenberg, Feliz, Stromstr. 36, Chauffeur bei A. Sluchert. 36. Bergmann, Wilh., Wilhelmshafener Str. 36, Chauffeur bei Pohlmann. 37. Dobermann, Walter, Paulow, Rettigstr. 17, Chauffeur bei F. Kluchert. 38. Bogt, Hans, Finnländischestr. 16, Chauffeur bei G, Groß. 39. Hinze, Baul, Bellermannstr. 90, Chauffeur bet Groß. 40. Wegner, Friz, Stieler Str. 1, Droschtenführer bei Zadel. 41. Mäller, Heinrich, Birkenstr. 70, Chauffeur bei G. Groß. 42. Elsholz, Rich., Friedrichsfelbe, Berliner Str. 10, Chauffeur Bei Helterhoff. Berlin, den 2. April 1914. Der Vorstand. G. Rofe, Borfigender. A. Helterhoff, Shriftführer, 271/10 Auf Kredit Sie Kredit Auf müssen bei mir kaufen wenn Sie sich erst von meinen billigen Preisen, meiner großen Kulanz, meinen günstigen Zahlungsbedingungen( ohne jede Verbindlichkeit) persönlich überzeugt haben. Ich offeriere Ihnen zu von Ihnen zu bestimmenden Zahlungs- Bedingungen Zum Osterfeste von von 5 Herren- Paletots Herren- Garderobe □□ Mark An- Herren Anzüge zahlung an Herren- Ulster Damen- Garderobe 5 usw. Mark An- Damen- Kostüme zahlung an Damen Ulster Möbel Damen Kleider A Komplette Wohnungs- Einrichtungen von den einfachsten bis zu den elegantesten 20 M. Ausführungen, schon von einer Anzahlung von an. * Einzelne Möbelstücke* schon von 3 Mark Anzahlung an. Kredithaus Zum Rollkrug Neukölln Berliner Str. 1 Auf Kredit und Hermannstr. 257 Auf Kredit Sonntag bis 6 Uhr abends geöffnet. Eleg. Frühjahrsmoden für Herren und Damen. Hochmoderne 1 und 2 reihige Jacket-... Rockanzüge und mit gestreifter Hose. Sport- Paletots, Ulster Anz. von 5 Mk. an. 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Die Staatswirtschaft: Staatshaushalt. Steuerwesen. Staatsbetriebe. - Wohlstandspolitik: Vermögens- und EinkommensVersicherungsverteilung. Bodenpolitik. Wohnungswesen. wesen. Armenfürsorge. Gesundheitspolitik: Allgemeiner Volksgesundheitsschutz. Gewerbehygiene. Bevölkerungspolitik: Mutterschaftsfürsorge. Säuglingsschutz. Erziehungs- und Bildungswesen. Rassenhygienische Aufgaben. Zukunftsziele. Vortragender: Dr. E. David. Freitag: Gewerkschaftswesen( Theorie und Praxis der Gewerkschaften. II). Einleitungsvortrag: Handwerk und Kapitalismus. Einfluß der Gewerkschaften. Sozialpolitik der deutschen Gewerkschaften: Sozialpolitische Forderungen an Staat und Gemeinde. Die sozialpolitischen Einrichtungen der Gewerkschaften. Der sozialpolitische Einfluß der Gewerkschaften auf die Volkswirtschaft. Arbeitsnachweis und Gewerkschaften: Arbeitsnachweise der Gewerkschaften und Unternehmer. Der paritätische Arbeitsnachweis. Arbeitslosenfürsorge: Das Arbeitslosenproblem im kapitalistischen Zeitalter. Armenunterstützung und Notstandsarbeiter. Arbeitslosenunterstützung der Gewerkschaften. Arbeitslosenversicherung. Arbeitsvertrag und Arbeitsrecht: Aus der Geschichte des Arbeitsvertrages. Der Arbeitsvertrag im Gesetz. Forderung der Gewerkschaften. Gesetzliche Arbeitervertretungen: Gewerbe- und Kaufmannsgerichte. Gesellenausschüsse der Innungen. Arbeiterausschüsse. Arbeitervertreter in der Unfallverhütung.. Koalitions- und Vereinsrecht: Entwickelung des Koalitionsrechts in Deutschland. Gewerkschaftskartelle und ArGewerkschaftspresse beitersekretariate. und neuere Gewerkschaftsliteratur. Vortragender: Emil Dittmer Sonnabend: Geschichte des Sozialismus. III. Teil. Von der Gründung des Allgemeinen deutschen Arbeitervereins bis zur Gegenwart. Gründung des Allgemeinen deutschen Arbeitervereins und seine Entwickelung bis zum Einigungskongreß. Die internationale Arbeiterassoziation. Die Eisenacher. Der Einigungskongreß. Der Anarchismus. Das Spitzelwesen. Die neue Internationale. Das Sozialistengesetz. Fall des Sozialistengesetzes. Taktische Differenzen unter dem Ausnahmegesetz. Die Unabhängigenbewegung. Maifeier. Boykott. Genossenschaften. Der Revisionismus. Der Partei und Gewerkschaften. Aufstieg der Sozialdemokratie im letzten Viertel des Jalirhunderts. Vortragender: Emil Eichhorn. Sonntag: Fortschrittskursus. Historischer Materialismus mit geschichtlichen Rückblicken. Zum Fortschrittskursus wird nur eine beschränkte Teilnehmerzahl zugelassen. Alle, die gewillt sind, an diesem Kursus teilzunehmen, müssen bis Sonntag, den 5. April, ihre Bewerbung an den Genossen Franz Beil, Neukölln, Emser Str. 48 I, einsenden. Bedingungen: Die, Meldenden müssen mindestens ein Jahr Mitglied der Schule sein, einen Kursus besucht haben und politisch und gewerkschaftlich organisiert sein. Vortragender: Emil Eichhorn. Montag: Literaturgeschichte. *** 1. Aus der Geschichte und Technik des Dramas. 2. Auswahl aus Lessings Minna von Barnhelm und Nathan der Weise. 3. Goethes Faust. 4. Schillers Wilhelm Tell. 5. Kleists. Zerbrochener Krug und Prinz von Homburg. 6. Auswahl aus Hebbels Dramen. 7. Ibsen. 8. Das moderne Drama. Vortragender: Ernst Däumig Dienstag: Naturerkenntnis.( III. Teil: Das Leben auf der Erde.) 1. Die- Natur des Lebens( Protoplasma, Zellenlehre). 2. Die Theorien über die Entstehung des Lebens( Erzeugung usw.). Die Entwickelung des Lebens( Abstammungslehre). 4. Die Triebkräfte dieser Entwickelung( Kampf ums Dasein usw.) Vortragende: Käte Duncker. Mittwoch: Geschichte( Mittelalter). 1. Rückblick auf den Niedergang des Weströmischen Reiches. Ost- Rom und die germanischen Mittelmeerreiche. Die Franken. Das Papsttum. 2. Die Araber, der Islam, das Kalifat. 3. Das Abendland zur Zeit der Karolinger. Der Feudalismus. - 4. Kaisertum und Papsttum im 10. und 11. Jahrhundert. Die Normannen in England und Italien. 5. Die Kreuzzüge. Byzanz. Die italienischen Städte. 6. Das Zeitalter der Hohenstaufen. 7. Deutsche Städte und Fürsten, Grundherren und Bauern seit dem Interregnum. 8. Italien und das Papsttum, die römische Kirche und das Deutsche Reich im ausgehenden Mittelalter. 9. England, Frankreich und die Niederlande im späteren Mittelalter. 10. Byzanz und dio Türken. Spanien und Portugal. Vortragender: Dr. A. Conrady. Jeder Kursus erstreckt sich auf zehn Abende resp. Sonntagvormittage Beginn pünktlich 8, Uhr, Ende 10 Uhr. Sonntags: Beginn 10 Uhr, Ende 11%, Uhr. Die reichhaltige Bibliothek ist an den Unterrichtsabenden von 7, bie 8, Uhr geöffnet. Der Mitgliedsbeitrag beträgt pro Monat 25 Pf., das Unterrichtsgeld für jedes Fach pro Kursus 1 Mark und ist spätestens am zweiten Abend zu zahlen. Die Aufnahme neuer Mitglieder und Schüler erfolgt bei Beginn jedes Kursus im Schullokal Grenadierstr. 37, Hof geradezu 1 Treppe, und in nachstehenden Zahlstellen: Gottfr. Schulz, Admiralstraße 40a; Reul, Barnimstraße 42; Vogel, Lortzingstr. 37; W. Kaczorowski, Ravenéstr. 6; Horsch, Engelufer 15. Unterrichtsbeginn: Donnerstag, den 16. April: Nationalökonomie. Freitag, den 12. April: Gewerkschaftswesen. Sonnabend, den 18. April: Geschichte des Sozialismus. Sonntag, den 19. April: Fortschrittskursus. Montag, den 20. April: Literaturgeschichte. Dienstag, den 21. April: Naturerkenntnis. Mittwoch, den 22. April: Geschichte. Alle Zuschriften und Geldsendungen sind an den Genossen H. Königs, Berlin S. 59, Hasenheide 56, zu richten. Der Vorstand. Neu- Eröffnung. Moderne Herrenbekleidung. Stets das Neueste in Paletots, Ulstern und Anzügen. Königstr. 56/57 vis- à- vis dem Rathause 3 Schaufenster. anba Deutschlands grosste Special- Hauser für Damen- Konfektion Wir bringen stets das Neueste in unübertroffener Auswahl und außerordentlicher Preiswürdigkeit. Unser Moden- Bericht vom April ist soeben erschienen Zusendung auf Wunsch kostenlos. Heute Sonntag bis 6 Uhr geöffnet! Annahme von Pelzsachen zur Konservierung R. M. Maassen S, Oranienstraße 165 am Oranienplatz Garderobe. 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Glode, Berlin, Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW.