Nr. 27. Erscheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Big. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuz band: Deutschland u. Defterreic Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Einger:. in der Boit Zeitungs- Breisliste für 1894 unter Mr. 6910. Vorwärts 11. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Peritzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins: und Beriammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Grpedition abgegeben werden. Die Ervedition ist an Wochen= tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 1hr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I. 1508. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Freitag, den 2. Februar 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Der Kampf um den Lebenslohn. kommen, mit erträglichem und mit erbärmlichem einen und Wiſſenſchaft bieten; fie müssen mehr Wuße erstreben, um widerstanden hat. Es haben Arbeiter mit gutem Ein-| weckt werden für die verfeinerten Lebensgenüsse, die ihnen Kunst Während des letzten großen Bergarbeiter- Streits in solchen Grenzkampf geführt. Aber es war das erste Mal, um Kunstgenüssen nachgehen und sich wissenschaftlich fortEngland kam das Wort vom Lebenslohn" auf. Den daß der Kampf um den Lebenslohn zum Feldgeschrei in bilden, in der freien Natur, in Sonnenschein Lebenslohn, the living wage, nannten die englischen Berg- einer großen Voltsbewegung wurde. Je mehr sich aber und Waldesduft sich den Alltagsstaub von der Seele spülen arbeiter denjenigen Lohn, den sie für sich selbst erforderlich fortan die Arbeiterschaft zu einer klaren Erkenntniß ihrer zu können. So steht alles mit einander im Zusammenhalten zur Bestreitung einer erträglichen Lebenshaltung. Stellung im heutigen Wirthschaftsleben hindurch arbeitet, hang, was das Seelen- und Gemüthsleben der Arbeiter Und die Einsicht, daß der erreichte Lohu, unter den die um so schärfer werden sich alle künftigen Lohn- fördert und alles, was ihre materielle Lage bessert. Der Grubenbesiger sie herunterdrücken wollten, gerade hinreiche, kämpfe großen Maßstabes als Vertheidigungsstreits siegreiche Ausgang fünftiger Streits um einen höheren um ihnen und ihren Frauen und Kindern das gewohnte zur Behauptung einer gewohnheitsgemäßen Lebenshaltung Lebenslohu wird nicht nur dadurch vorbereitet, daß die spärliche Maß von Lebensgenüssen zu verschaffen, gab ihnen oder als Angriffsstreits zur Erringung einer höheren, den Arbeiter für Ernährung, Kleidung und Wohnung in ausdaß sie die Kraft zu dem entschlossenen Widerstande, der schließlich gesteigerten Bedürfnissen entsprechenden Lebenshaltung ausgiebigerer Weise sorgen, sondern auch dadurch, zum Sieg über die Ausbeutungsgier der Unternehmer führte. prägen. Eo lange die heutige Wirthschaftsordnung währt, geistige Genüsse zu einem integrirenden Bestandtheil ihrer Diese Seite des großen Lohnkampfes, daß gerade die An- natürlich; denn in einer sozialistischen Gesellschaft wird gewohnheitsmäßigen Lebenshaltung machen. Darin liegt, forderungen der Arbeiter an Lebensunterhalt und Lebens feine ausgebeutete Klasse der ausbeutenden die nothdürftigen um nur ein Beispiel zu nennen, die Bedeutung der Volks bühnen für das wirthschaftliche Leben und den Klassengenuß dabei als ausschlaggebendes Moment wirken, verleiht Unterhaltsmittel abzutrogen haben. dem vorjährigen englischen Bergarbeiter- Streit eine besondere Bedeutung. Eine genaue Beobachtung der Lohnkämpfe zeigt uns, tampf. Sie haben ein neues Element den Lebensbedürfnissen daß der entschlossene Widerstand bei den Arbeitern von tausenden von Arbeiterfamilien eingefügt, sie haben deren Denn was ist dieser Lebenslohn? Was ist das Maß beginnt, nicht wo das Existenzminimum erreicht ist, nicht Lebensansprüche höher geschraubt, sie haben die Widerstandsvon Lebensgenüssen, denen er als Aequivalent dient? Er also wo die allergrößte Dürftigkeit besteht, sondern grenze nach oben gedrängt, an der der entschlossene Kampf um reichen auf den britischen Inseln alle Arbeiter eine gleiche dort, wo es eine bestimmte Lebenshaltung, mag sie mehr den Lebenslohn beginnt. Weit entfernt davon, daß die VerLöhnung zur Befriedigung ihrer Bedürfnisse? Die Frage auf- oder minder entwickelt sein, zu vertheidigen gilt. Die vielfältigung der Lebensgenüsse der Arbeitersache schadet, werfen, heißt sie beantworten. Welche Unterschiede zwischen der Widerstandskraft aber, die dem Willen zum Widerstand den nützt sie ihr vielmehr. Durch solche Lebensbereicherung Lebenshaltung der irischen oder selbst der englischen Land- Sieg verheißt, hängt wesentlich ab von der individuellen werden die Arbeiter nicht abgezogen von gemeinsamen arbeiter und der der gelernten Arbeiter in den großen eng- Bähigkeit der einzelnen Arbeiter und von der Stärke ihres Ge- Unternehmungen, nicht entmuthigt im Klassenfampf, nicht lischen Industriezentren! Es wäre unmöglich, einen ein- meinfinns. Obgleich noch viele andere Ursachen, die wie die eingeschläfert; der Feind der Arbeitersache ist vielmehr die heitlichen Lebenslohn festzustellen für alle Arbeiter Groß- Lage des Marktes, die Höhe der angesammelten Streifgelder in verdammte Bedürfnißlosigkeit", die sich einreden läßt, daß britanniens, die in ihrer Lebenshaltung so außerordentlich äußeren Verhältnissen begründet sind auf den Ausgang es eigentlich gar nicht so übel sei, wenn es einem recht verschieden sind. Andererseits läßt sich der Lebenslohn, bei eines Lohnkampfes einwirken. Niemals kann ja auch auf schlecht gehe hier auf Erden, da ja alle Leiden da oben dem die englischen Bergarbeiter beharrten, aber auch nicht dem Wege der partiellen Lohnkämpfe innerhalb der heutigen zehntausendfach durch Himmelsfreuden vergolten würden, auffaffen als das Mindestmaß, was dort zu Lande zur Wirthschaftsordnung für die Arbeiter das Vollmaß dessen jene verdammte Bedürfnißlosigkeit, die sich bei den nothdürftigsten Fristung des Lebens erforderlich ist. Jener errungen werden, was sie als Aequivalent für ihre schlimmsten Entbehrungen tröstet mit dem heuchlerischen Lebenslohn ist das Einkommen, das sie selbst zur Beschaffung Leistungen zu beanspruchen haben. Aber gerade weil der Philistersprichwort: Salz und Brot macht Wangen roth! der ihnen zum Lebensbedürfniß gewordenen Unterhalts- und Mehrwerth, den die Unternehmer- und Kapitalistentlasse Wo sich deshalb der Arbeiterklasse neue Lebensgenüsse Genußmittel gebrauchen. Sicher giebt es Arbeiterkategorien aus dem Produktionsprozesse für sich auf die Seite bringt, erschließen lassen, darf die Gelegenheit zur Erweiterung ihres Die Arbeiter in England, deren Lebenshaltung unter dieses Maß herunter den den Unternehmern als Arbeitslohn zukommenden Be- Bedürfnißkreises nicht unbenützt bleiben. gedrückt wurde, und andere, die eine höhere Lebenshaltung trag weit übersteigt und mehr als ausreichend ist zur Be- werden schon dafür sorgen, daß ihre Lebenshaltung gleichen gewohnheitsmäßig erreicht haben und zu deren Befriedigung streitung ihrer eigenen gewohnheitsmäßen Lebensbedürfnisse, Schritt hält mit ihren Lebensbedürfnissen und mit der daher auch einen höheren Lebenslohu bedürfen. Der Lebens- könnten die Arbeiter noch einen erheblich höheren Antheil Lebenshaltung auch der Lebenslohn. John einer Arbeiterkategorie wird stets bedingt durch das am Produktionsgewinn an sich ziehen, ehe sie die UnterMaß ihrer eigenen gewohnheitsgemäßen Bedürfnisse. Je nehmer und Kapitalisten bis zu der Grenze zurückgedrängt mehr sich die Bedürfnisse einer Arbeiterkategorie ver- haben würden, an der dieſe ſelbſt ihren eigenen Lebenslohu Politische Leberlicht. Wille zweigen und verfeinern, desto höher steigt auch der zu vertheidigen hätten. Da nun ferner die Kraft und von ihnen beanspruchte Lebenslohn, und um so schärfer der der Arbeiter zum Widerstand gegen werden sie es empfinden, wenn ihre thatsächliche Löhuu..g etwaige Vorstöße der Unternehmer unmittelbar bedingt wird hinter dem Lebenslohn zurückbleibt. Sie werden in ihren durch das Bewußtsein, daß es den Lebenslohu zu erhalten unbefriedigten Bedürfnissen stets den Sporn fühlen zur oder zu erringen gilt, und da der Lebenslohn das materielle Geltendmachung höherer Lohnansprüche; und je mannig Aequivalent ist für die empfundenen Lebensbedürfnisse, ist faltiger ihre Bedürfnisse sind, um so hartnäckigeren Wider- es von der größten Wichtigkeit für die Fortführung des stand werden sie leisten, sobald der Versuch gemacht wird, Klassenkampfes der Arbeiter, daß ihre Lebensbedürfnisse ihre Löhnung unter den zur Befriedigung jener Bedürfnisse stetig gesteigert werden. erforderlichen Lebenslohn herunterzudrücken. Nun ist es sicherlich nicht das erste Mal gewesen, daß eine Arbeiterschaft einem derartigen Versuche der Unternehmer Feuilleton. Nachdruck verboten.] Helene. ( Alle Rechte vorbehalten. [ 32 Roman in zwei Bänden von Minna Kautsky. Es thut mir leid, daß Du mich dazu nöthigst, aber da Du wieder einmal wie gewöhnlich jede Rücksicht für mich bei Seite setzest, so muß ich es Dir mit deutlichen Worten sagen: ich werde niemals einen Sträfling in meinem Hause empfangen." Einen Sträfling!" Empört fuhr sie empor, in ihrem fich aufbäumenden Rechtsgefühl. Einen Sträfling nennst Du den Mann, der für seine Ueberzeugungen gekämpft und gelitten hat, der sich nicht gefürchtet hat, für die Unterdrückten das Wort zu führen und offen und ehrlich die Wahrheit zu sagen, aber dann-" Wilde rebellische Worte wollten sich über die bebenden Lippen drängen, aber sie erblaßte vor dem Blick, der sie traf, und die Furcht vor dem Mann, die Scheu vor dem Herrn ließen sie jäh verstummen. D bitte, nur weiter," rief er und suchte in seine Stimme einen vernichtenden Hohn zu legen, ich bekomme da schöne Dinge zu hören, ein Weib, das für den Fremden Partei ergreift gegen den eigenen Mann, das den Abgestraften gegen den Juristen vertheidigt es ist eine Vermessenheit, deren nur die Unzurechnungs fähigkeit eines Weibes fähig ist. Ich muß wissen was Recht ist, nicht Du, Du verstehst von diesen Dingen nichts, Du fannst nichts davon verstehen." Mit starken Schritten, im Vollgefühl seiner Ueberlegenheit, ging er in der Stube auf und nieder. Tie Lebensbedürfnisse lassen sich nun nicht blos steigern dadurch, daß die Arbeiter sich gewöhnen an bessere Nahrung, bessere Kleidung, bessere Wohnung; es muß auch ihr Sinn geBerlin, den 1. Februar. Aus dem Reichstag. Der heutige Schwerinstag wurde wider Erwarten mit den Verhandlungen über die Regierungsvorlage betr. die Abänderung des Unterstüßungswohnsitz- Gesetzes ausgefüllt. Eingeleitet wurde die Disfussion mit allgemeinen Erörterungen über den Werth der freien Armenpflege" in den Reichslanden. Die Kommission hat eine Resolution in Vorschlag gebracht, nach welcher das Reichsgesetz über den Unterstützungswohnsiz baldmöglichst auch auf Elsaß- Lothringen ausgedehnt werden sollte. Er hatte sehr wohl bemerkt, daß zwischen den Gatten wieder etwas vorgefallen sei, aber diese sich mehrenden Zerwürfnisse setzten ihn in die beste Laune. Sie war an den Tisch getreten, ihre zitternden Finger berührten bald den einen, bald den anderen Gegenstand, ohne zu wissen, was sie unter den Händen hielt. Ihre Sinne sind verworren, fein klares Gefühl, Er käme als Abgesandter der Gesellschaft, berichtete er, fein klarer Gedanke ist in ihr, sie weiß nicht, was sie die vor Ungeduld über das verspätete Ausbleiben des Ehe soll und was sie darf, sie hat ein Gefühl von Schuld, das paars schier vergehe. übertäubt wird von dem zornigen Weh, denjenigen ohne Großmuth und Güte zu finden, der ihr Herr ist, dem fie gehorchen muß. " Aber ich weiß ja, woher Dir das kommt," sagt er, und tritt vor sie hin, und nachdrücklich und drohend fügt er hinzu:" Dein Vater mag sich in Acht nehmen." Ta hebt sie den Kopf, sie wagt es, ihn anzusehen und aus all den wirren sich durchkreuzenden Gefühlen schießt das feindseligste, wie aus der Tiefe empor: " Und wenn ich dächte, wie mein Vater, wenn ich seine Ueberzeugungen theilte und nicht die Deinen?" Die Zornesader auf seiner Stirn schwoll noch merk licher au: So lange Du unter meinem Dache schläfft, so lange Du mein Brot ißt, wirst Du glauben was ich glaube und denken wie ich denke." So lange- ja-" hauchte sie. Betroffen sah er sie an, dann brach er in ein lautes höhnisches Lachen aus, das ihre ganze Nichtigkeit ihr klar inachen sollte. Du bist absurd," sagte er und wieder begann er im Zimmer auf und ab zu gehen. Da klopfte es abermals. Baron Morre wurde genieldet, und ehe Erich Zeit hatte, einen Beschluß zu fassen, war er auch schon in der Thür. Hartmann lud ihn ein, auf sein Zimmer zu kommen. Morre aber wußte das Feld zu behaupten. " Helene bat, sie zu entschuldigen, sie sei nicht wohl. Sie hat wieder ihre Migräne," versicherte Hart manu, für die Blässe dieses jungen Gesichtes eine Erflärung gebend, und ich wollte meine arme Frau nicht allein lassen." " D, wir lassen sie auch nicht allein," versicherte Morre, voll respektvoller Zärtlichkeit sich ihr entgegen neigend. " Lassen Sie sich erbitten, gnädige Frau, glauben Sie mir, etwas Bewegung in frischer Luft, etwas ZerEine Stunde Lawn streuung wird Ihnen gut thun. tennis wird die entzückendste Frische auf ihre Wangen zaubern." Sieh nur das hübsche Müßchen, das sie sich dafür gemacht hat." Hartmann nahm es vom Tisch und zeigte es vor. Morre faßte es mit einer Zärtlichkeit an, als wenn er etwas Lebendiges berührte:„ Wie reizend." " Ich habe es ihr vorhin anprobirt, fie sieht wie ein flotter Junge darin aus," lächelte Erich. Er war hinter ihren Stuhl getreten und neigte sich über sie. " Du gehst, nicht wahr?" bat er schmeichelnd. Ich wünsche es sehr," fügte er leiser hinzu. Sie nickte. " Ja? Das ist hübsch von Dir." Er nahm sie unter dem Kinn, und ihren bloßen Kopf etwas nach rückwärts beugend, küßte er sie auf die Stirn. Regungslos nahm sie den Kuß entgegen; ihr war, als wenn seine Lippen sie in diesem Augenblick zum letzten Mal Diese Resolution ist in zweiter Lesung angenommen| thätigen gewährt wird. Hiernach hat also Cromwell wohl hatte das Blatt vor etwa 2 Jahren mit ca. 30 000 M. worden. Da in der betr. Sigung die reichsländischen Ab- sein Examen bei den Stuarts gemacht? Mirabeau und Schulden übernommen; jetzt werden die Schulden auf M. geordneten wie gewöhnlich nicht da waren, wollten sie heute Robespierre bei den Bourbonen? Freiherr v. Stein bei 150 000 m. angegeben, und da die konservativen Taschen die damals versäumten Reden nachholen. Ein Vorhaben, den preußischen Junkern? Und wir Sozialisten sollen für antisemitische Blätter nicht mehr zu haben sind, hat die das allerdings nur zum Theil gelang. Die Abgg. Bueb und unser sozialistisches Examen wohl beim Stöcker machen? Herrlichkeit ein Ende. Brühne sprachen gegen die sogenannte freiwillige Armen- In der That, das zeugt, um in der Sprache des Stöcker Eine neue Militärvorlage droht Deutschland, wie pflege, die nur allzu oft nach Gunst ihre Spenden ver- zu reden, von einem geradezu wahnsinnigen Hochmuth". wir schon öfters hervorgehoben haben, denn Frankreich will theile. Die Sozialreform von oben war schon zu weit ge- seine Truppenzahl wegen der deutschen Heeresvermehrung Vom Zentrum und unserer Partei waren Abänderungs anträge eingebracht. Das Zentrum will die in der Vorgangen, und es hatte sich, ohne Zweifel infolge der neuen vergrößern. In der gestrigen Sitzung der Heereskommission anträge eingebracht. Das Zentrum will die in der Vor- Bestimmungen über die Beschäftigung jugendlicher Arbeiter der französischen Kammer gab Jules Roche eine vergleichende lage ausgesprochene Alimentationspflicht auf Eltern, in Bergwerken, auf den westfälischen Zechen ein Rückgang Uebersicht über die militärischen Verhältnisse Deutschlands Kinder und Ehegatten beschränken, während unser Antrag in der Zahl der beschäftigten jungen Leute bemerkbar ge- und Frankreichs und wies auf die Ergänzungen und Bersich gegen die Bestimmung richtet, daß die Versäumung der macht. Da hierdurch natürlich die Dividenden der Herren vollständigungen hin, welche die militärischen Einrichtungen Alimentation eventuell mit Korrektionshaus bestraft werden Aktionäre einigermaßen gefährdet werden, so schickte der Frankreichs erfahren müßten. Die Kommission beschloß, den Herr v, Berlepsch zwei Kommissare nach Dortmund, die Kriegsminister über diesen Gegenstand zu hören. fann. " An der Debatte betheiligten sich Spahu vom Zentrum, Geheimen Bergräthe Nasse( früher zu Saarbrücken) und Es ist das alte Spiel, Deutschland brachte vor einem Schröder und Beck vom Freifinn, Pieschel von den Stational- Dr. Fürst, um den nothleidenden Aktionären zu helfen, halben Jahre wegen der franzöſiſchen Armeeverstärkung seine liberalen, Mollenbuhr und Auer gegen und der Kon- soweit eben noch zu helfen ist. Es wurden laut Rheinisch- Militärvorlage ein, heute ist Frankreich daran, seine servative Ealisch, sowie der Staatssekretär v. Bötticher, Westfälischer Zeitung" zwar auch Arbeiter zu den Verhand- Soldatenzahl zu vergrößern und in einem halben Jahre welche für die Bestimmungen der Vorlage eintraten. Bei lungen zugezogen, doch verschweigt das Blatt wohlweislich, können wir uns wieder auf eine Militärvorlage mit dem der Abstimmung über den Antrag Gröber, der per Hammel- wer diese ausgesucht hat. Ueber das Ergebniß der Ver- obligatorischen patriotischen Klim- bim gefaßt machen. Diessprung erfolgte, stellte sich die Beschlußunfähigkeit des handlungen berichtet die„ Rhein.- Westf. 8tg." nichts, nur seits und jenseits der Vogesen muß es deshalb heißen: Hauses heraus. Es waren nur 154 Abgeordnete anwesend, sagt sie, daß sich die Mehrzahl der Theilnehmer"( d. h. Nieder mit dem Militarismus! Und durchvon denen 84 für, 70 dagegen stimmten. alle, mit Ausnahme der Arbeiter, die ja au der feinen dringt dieser Ruf endlich die Völker, dann hört das volksTafel doch nur verlegen geworden wären) gleich nachher vernichtende Molochspiel auf. einem gemeinsamen Mahl im Gasthof Römischen Kaiser" vereinigten." Der Bundesrath stimmte in seiner heutigen Sigung dem mündlichen Bericht des VI. und IX. Ausschusses über den Entwurf einer Gemeinde Ordnung für ElsaßLothringen zu. " zu " zum Wahrscheinlich Anarchistengeſet wi Vaillant soll am Sonnabend hingerichtet werden. Präsident Carnot hat die Abgeordneten, welche ihn zur Begnadigung Vaillants bewegen wollten, überhaupt nicht empfangen. Der Ministerpräsident Perier hat erklärt, daß eine Umwandlung der Todesstrafe zu lebenslänglicher 3wangsarbeit in politischer Hinsicht besser wäre, da die Bombe keinen Mensch en getödtet habe. Vaillant selbst hat erklärt, daß er die Todesstrafe dem Zuchthause vorziehe. An der Brüsseler Universität ist es vorgestern zu so argen Tumulten gekommen, daß die Schließung der Universität angeordnet ward. Die unabhängigen Profeſſoren werden nun sofort an die Gründung einer freien Universität" gehen, so daß die bisherige Universität Brüssel wohl kaum wieder auferstehen dürfte. Das französische Anarchistengeset wird lustig wird nun unter„ grundsätzlicher" Aufrechterhaltung der gegen die Sozialdemokraten angewandt, zur Freude aller gesetzes und ordnungsliebender Bourgeois, so wurde Die Kulturaufgaben leiden. Folgende Einzelheiten, profitschädigenden Bestimmungen zu einer„ milderen Hand- Charney, ein Mitarbeiter der gemäßigt sozialistischen die sich in dem Etat des preußischen Kultusministeriums habung" übergegangen werden, damit das Kapital nicht zu Petite Republique" und Reserve- Offizier wegen seines finden, zeigen, wo zu kein Geld da ist:„ Dem elektro- kurz kommt. Wofür aber wurden nun überhaupt Be Soldatenkatechismus als Anarchist zur höchsten Strafe, technischen Institut der instimmungen über die Einschränkung der nämlich 6 Monaten Gefängniß und 100 Frants Buße ver Hochschule technischen Hannover fehlt es an Apparaten, insbesondere zum jugendlichen Beschäftigung erlassen, wenn sich dabei die urtheilt und gestern ist der Redakteur unseres ParteiStudium von Wechselströmen und Drehströmen. Es besitzt Bahl der jugendlichen Arbeiter nicht ver- organes" Parti Sozialiste" auf grund des gleichen Gesetzes nur eine alte geliehene Wechselstrommaschine." Ueber das mindern sollte? Am Ende hätte sich doch schon vor wegen Beleidigung seiner Majestät Carnot in UntersuchungsEchullehrerseminar zu Karolene findet sich der nach- rlaß jener Bestimmungen ihre profitschädigende Wirkung haft genommen worden. stehende Vermerk: Die jetzt als Unterrichtsräume dienen übersehen lassen, und dann wäre es schon besser gewesen, den Zimmer haben sich als ungeeignet erwiesen, namentlich fie gar nicht erst zu erlassen! Oder sollte es sich bei Erlaß entbehren sie der nothwendigen Beleuchtung und Lüftung; der belobten Bestimmungen nur darum gehandelt haben, die jetzigen Wohn- und Schlafgelasse der Seminaristen die Arbeiterfreundlichkeit auf dem geduldigen Papier zu beweisen nur wenig mehr als die Hälfte des im Gesundheits- thätigen? Das hätte jedoch heutzutage feinen Zweck mehr, interesse als nothwendig erkannten Raumes auf." Auch in denn die ehedem so vertrauenden Massen urtheilen über dem Hauptseminargebäude in Gra udenz bestehen so die Dinge nur mehr nach deren Wirkungen. wohl hinsichtlich der Unterrichtsräume, wie auch 75 Jahre besteht heute die bayerische Verfassung. Es bezüglich der Wohn und Schlafzimmer für die ist nichts rühmendes von ihr zu erzählen, als daß fie eine Böglinge sanitäre und sonstige Bedenken". Die schwere der ersten in Deutschland war. Heute ist die bayerische Typhusepidemie, welche das Seminar in Münsterberg Kammer so reaktionär und gegen die Sozialisten so unim Spätsommer 1892 heimsuchte, wird ebenfalls, wie die buldsam wie die sächsische. Dies bewies die bayerische Abwiederholten Typhuserkrankungen im Seminar zu Kreuz- geordnetenkammer wieder an ihrem Jubiläumstage, indem burg in Oberschlesien auf die mangelhaften Anlagen der fie trotz des Widerspruches Vollmar's die Diskussion über Aborte zurückgeführt. Diese Liste könnte noch bedeutend das Finanzexposé des Herrn v. Riedel ablehnte. verlängert werden; denn es ist auch in vielen anderen, namentlich ländlichen Schulen der östlichen Provinzen irrige Nachricht der„ Post" ab, dabingehend, der Antrag Wie der Pindter Recht hat. Heute druckt er eine ganz ebenso traurig, zum Theil noch trauriger mit der Einrichtung derselben in hygienischer Beziehung bestellt. sei gestellt worden, die Arbeiter- Bildungsschule auf Freilich sind das nur Kulturaufgaben für die Zivil- zulösen und an ihrer Stelle eine Arbeiter- Agitations verwaltung. Da aber diese Angelegenheiten, als zum schule zu gründen. Auf grund der Aeußerung eines Ressort des preußischen Landtages gehörig, der Beleuchtung muß wenigstens die sozialdemokratische Presse auf diese traurigen Zustände in unserm Staatsleben hinweisen. Zu viel Ehre thaten wir vorgestern dem Reichs boten" an, indem wir sein Gewäsch über sozialdemokratische Proben" einer Widerlegung würdigten. Freilich, nicht ih m thaten wir die Ehre an, sondern der weitverbreiteten Inzwischen ist die telegraphische Antwort Gladstone's auf die telegraphisch an ihn gerichteten Anfragen eingelaufen. Tummheit, die er vertrat, und die Dummheit, mit der ſelbſt des Schußes der bürgerlichen Presse. Die bürgerlichen Sie ist so geschraubt, daß auch der scharfsinnigste Kopf nicht Götter vergebens tämpfen, ist auch für uns Menschen Blätter brachten die Berichtigungen" der beiden„ Ehrenimmerhin eine Macht, mit der gerechnet werden muß. Der männer" gegen die Aeußerungen der Abgeordneten Bebel herausfinden kann, was der große alte Mann" will. Reichsbote" hat unseren Respekt vor der Dummheit aber und Singer im Reichstage, sie nahmen aber mit keinem Offenbar schwankt er und bald will er, bald will er für Respekt vor dem Reichsboten" genommen- allerdings Worte Notiz von dem belastenden Materiale, das unser nicht. Das Ende ist jedenfalls nah. ein verzeihlicher Irrthum- und der Hochmuth ist dem Blatt veröffentlichte. Hätte die bürgerliche Presse nicht Aus London schreibt unser Korrespondent: Stöckerblatt so in die Nase gestiegen, daß es glaubt, wir den letzten Rest von Scham und Anstand verloren, so hätte " Justice", das Organ der Sozialdemokratischen Föderation", würden ihm einen neuen Artikel, eine hübsche Reklame, be sie zu den Einsendungen der Reuß und Oberwinder veröffentlicht in der Nummer vom 27. Januar ein Interview sorgen. Stellung nehmen müssen. Da sie dies aber unterlassen hat, mit William Morris über die Dynamit- Taktik der Anarchisten, Da hat das Stöckerblatt sich aber getäuscht. Zu so so macht sie sich zu Hehlern dieser dunklen Geschäfts- auf das ich Ihre Aufmerksamkeit lenken möchte. Nicht, daß ich mit Allem, was Morris sagt, übereinstimmte. Aber niemals zweifelhaften Geschäften geben wir uns nicht her. Zur männer. Beluftigung unserer Leser sei nur noch mitgetheilt, daß ist der Anarchismus schärfer und treffender beurtheilt und ver Autisemitisches. Vor einigen Jahren wurde in Leipzig urtheilt worden. Und der langjährige Herausgeber des der Reichbote" im Namen der seit Jahrtausenden aus dem damals unparteiischen Tages- Anzeiger" ein anti-" Commonweal" ist so vertraut mit der anarchistischen Bewegung, bestehenden Gesellschaft", die ihre Proben abgelegt hat" semitisches Blatt gemacht. Später wurde der Titel geändert hat sich als ein so leidenschaftsloser Gegner der Anarchiſten in fordert, daß jede neue Gesellschaftstheorie erst vor und, da das Blatt groß werden sollte, Neue Deutsche persönlichen Fragen gezeigt, ist, wie seine Runde von Nirgend der alten Gesellschaft ein Examen, ein Er Beitung" genannt. Jetzt zeigt die Neue Deutsche Zeitung" heim" bewiesen, so wenig Schwärmer für den Rader von periment" machen muß, ehe ihr die polizeiliche an, daß sie zu erscheinen aufhöre. Der Todtengräber, ein Staat", daß seine Anerkennung der sozialdemokratischen Taktik Genehmigung, wir wollten sagen: das Recht sich zu be- Herr Erwin Bauer, der sich bis vor Kurzem" Dr." nannte, im Gegensatz zur anarchistischen um so mehr Gewicht beanspruchen darf. " berührten, als schiede sie mit diesem Kuß sich auf immer von ihm ab. Er aber lächelte. Er wußte, daß er Morre's eifersüchtige Qual erregt hatte, und empfand überdies ein Gefühl welt männischer Besonnenheit, das ihm schmeichelt. Er hatte seiner Frau ein Beispiel der Versöhnlich feit gegeben, und er kam sich wieder einmal ganz großartig vor. XVII. M Gladstone's Rücktritt wird von einem, im allgemeinen sehr wohl unterrichteten Londoner Blatt, der„ Pall Mall Gazette", als unmittelbar bevorstehend angekündigt. Gladstone, der augenblicklich in Südfrankreich ist, habe geRedners ruft der Bindter triumphirend aus: Also wir hatten schrieben, daß er die Leitung der Geschäfte anderen überRecht, wenn wir trotz der Ableugnungen des„ Vorwärts" lassen und seine Entlassung nehmen werde. Die in England behaupteten, es habe sich bei der Berliner Arbeiter- Bildungs- anwesenden Mitglieder der Regierung leugnen die Richtigschule nur um eine sozialdemokratische Agitatorenschule keit der Nachricht; wollen sich aber erkundigen." Nun, gehandelt. Daß zahlreiche Redner und Mitglieder mag die Sache sich verhalten wie sie will, der Rücktritt auderer Meinung waren und sind, genizt den objektiven Gladstone's ist bei dessen ungewöhnlichem Alter nur eine Bindter nicht. Frage der Zeit, und zwar ganz kurzer Zeit. Reuß und Oberwinder erfreuen sich in hohem Maße " Als er ihm aber nun gegenüber saß, vergaß er voll ständig auch seine Leiden. Fragen und Antworten wechselten in rascher Folge, sie hatten sich nicht nur viel, auch vielerlei zu erzählen: Mittheilungen persönlicher Art und Parteiangelegenheiten. Auch die Kriegsereignisse wurden berührt und die Motive, welche eine Anzahl russischer Aerzte und Spezialisten bewog, sich nach dem Kriegsschauplatze zu begeben. Kourad erzählte, daß Sofie Dodutoff von Paris abgereift sei und sich gegenwärtig in München befinde, wo er gestern mit ihr zusammengetroffen war. " 1 Weniger läßt sich dies von dem Artikel H. H. Champion's Derselbe im Labour Elector" vom Monat Januar behaupten. Champion, der in Zürich den„ freien" Rongreß der Anarchisten besuchte, erklärt da die anarchistischen Dynamiter für Feinde der Menschheit und fügt hinzu, er für seinen Theil würde der fesiländischen Polizei alle Erleichterungen gewähren, ihnen und allen, die ihnen Beifall zollen, den Boden Englands zu heiß zu machen, und wenn dadurch das Asylrecht noch so sehr beschädigt würde. Das ist denn doch für einen Sozialisten sehr bornirt gefprochen. Aber freilich, in derselben Nummer reitet derselbe Champion wieder das Steckenpferd der Prohibitivzölle und der Schutzmaßregeln gegen die Einwanderung fremder„ Paupers", wobei aber der Begriff des Paupers so weit gezogen wird, daß jeder Arbeiter, der bei der Ankunft nicht fünf Pfund Sterling ( 100 m.) als Ropisteuer für fünf Jahre im Voraus erlegen fann, zurückgewiesen werden soll. Ein Vorschlag, der sich in bezug auf eventuelle Wirksamkeit selbst kritisirt. " Max saß im Hausschatten auf seiner Terrasse. Ein naher Springbrunnen, dessen sanftes Plätschern Sie gedachte gemeinsam mit einigen Landsmänninnen, durch keinen Windstoß unterbrochen ward, kühlte die heiße die von Zürich gekommen waren, sich nach Sistowa zu beLuft merklich ab. Der aromatische Duft des nahen Föhrens geben, um sich einer russischen Ambulanz vom rothen Kreuze waldes mischte sich mit dem noch süßeren der hoch anzuschließen. stämmigen Centifolien, die in dichten Gruppen umher- Wie schade, daß Du sie nicht mitgebracht hast", Wie wenig übrigens die englischen Arbeiter trotz der großen standen, und machte das Athmen zur Wonne. Die Brust sagte Mag, ich hätte die interessante Frau gerne kennen Arbeitslosigkeit auf den Leim solchen Arbeiterschuhes" gehen, des kranken Mannes aber hob sich in furzen, mühseligen gelernt." zeigt das flägliche Fiasko der sich Britische Arbeiterschutz- Liga" Athemzügen. " Ich hatte ihr den Vorschlag gemacht und sie hätte nennenden Klique, die für ähnliche Forderungen wie die Champion'sche agitirt. Die Herren bekommen in ihren Meetings Die Karte des russisch- türkischen Kriegsschauplates war um so lieber eingewilligt, da sie Frau Hartmann, die sie in London keine hundert Mann zusammen, und dann find vor ihm ausgebreitet und er neigte sich tief darüber, um unter besonderen Umständen kennen gelernt hatte, gerne gewöhnlich die Hälfte der Anwesenden Sozialisten, die ihnen die Positionen Skobeleff's und Osman Pascha's zu studiren, wieder gesehen hätte, aber dies Vorhaben scheiterte an opponiren. Neulich trat auf einem dieser Meetings sogar ein die vor Plewna einander gegenüber standen. Auf einen der Erwägung, daß unser gemeinsames Erscheinen im Parlamentsmitglied auf, der Abgeordnete Powell Williams für Brief, der entfaltet vor ihni lag, hatte er, damit ihn kein Hause Teines Bruders ein Dir unliebsames Aufsehen er- Süd- Birmingham, ein Unionist aus der Gefolgschaft des Herrn Luftzug entführe, ein Körbchen mit Trauben gestellt, und regen könnte." Chamberlain, und dieser Ex- radikale Millionär ist beiläufig auch faft der einzige englische Politiker, der in den Augen Champion's Gnade findet. er naschte von den süßen Beeren, während sein Geist sich" Ich genieße Narrenfreiheit bei den Meinigen," sagte den Ereignissen zuwendete, die auf der Balkanhalbinsel sich Mar lächelnd. abspielten und durch den energischen Widerstand der Türken, Den Besuch Sofia Alexandrowna's hätte Frau Italienisches. Auf Sizilien herrscht„ Ruhe" und das den niemand vorausgesetzt hatte, und die ungeheuren Ver Hartmann vielleicht anzunehmen geruht, während ich Standrecht. Desgleichen in Mittelitalien. Was das Standlufte auf beiden Seiten ganz Europa in Epannung erhielt. zu meinem Bedauern kurz abgewiesen wurde," versetzte recht ist, das zeigt die Nachricht, daß das Kriegsgericht in Neue verbesserte Handfeuerwaffen waren in diesem Kriege Konrad. Massa den Advokaten Molinari wegen Aufreizung zuerst zur Anwendung gelangt und ihre Wirkungen waren entsetzlich. Max seufzte und seine Augen blickten traurig, während sein Gaumen fich letzte. Da ward ihm Konrad Ebner gemeldet.. „ Endlich!" jagte er, während er aufstand, um ihm entgegen zu gehen, so trifft er mich doch noch am Leben." " Arme Helene, sie ist so unfrei," versicherte Max zum Bürgerkrieg" soeben zu einer Gefängnißstrafe leise, und fügte dann, als wolle er den fragenden Augen von dreiundzwanzig Jahren, davon die drei des Freundes ausweichen, rasch hinzu: wenn Dir daran ersten Einzelhaft, verurtheilt hat, und außerliegt, und Du einen Gruß zu bestellen hast, so kannst dem zur Konfistation seines Vermögens. Das Stands Du sie hier sprechen, sie kommt hierher." ( Fortsetzung folgt.) recht des Herrn Crispi scheint sich vor Blut zu ürchten- an die Stelle der tödtenden Rugel jetzt es die trockene Guillotine.- Ferner er rissen haben. Die„ Vossische Zeitung" schreibt, er sei das unerkannte Haupt der italienischen Anarchisten"; das ist ein Polizeischerz- Merlino, beiläufig ein grundehrlicher Mensch, ist niemals ein Haupt" gewesen, und wird nie eins sein nicht einmal von Anarchisten. ein. fazren wir, daß Merlino vorgestern Nacht in Neapel dem Todtenbett spielt man keine Komödie mehr, und der Bureaukratismus jetzt vorzuwalten, ist aber der Ansicht, daß verhaftet wurde. Er wird wohl jetzt an die Berliner Sozial- Irrenhäusler ist Crispi doch wohl noch nicht. der Vorwurf, daß nur Abenteurer nach den Kolonien gingen, ein demokraten denken, die ihn vor 3 Jahren den Schergen entzu harter Vorwurf sei. Abg. Möller spricht sich im Sinne Dr. Spanisches. Ein Bericht des Gouverneurs von Cadix Hammachers aus, er wünscht eine beffere merkantilistische Ausbesagt: Tausende von nothleidenden Bauern und Arbildung der Kolonialverwaltung; im Syſtem liege der Fehler. beitern durchziehen bettelnd die Provinz.„ Ausschreitungen" Er vertheidigt die Firma Wörmann. Abg. Gröber ist erfreut ind zu befürchten. Auch in Spanien, wo ähnliche Zu- über den Beifall, den die Resolution Prinz v. Arenberg finde. stände, wie in Italien herrschen, bereiten sich ähnliche Er- Im weiteren polemifirt er gegen den Abg. Bebel; er erachtet eignisse bevor.die Erweiterung des Strafrechts gegen Menschenhandel für nöthig und bringt eine diesbezügliche Resolution Nach einer Reihe von Bemerkungen des Geheimen Raths Kayser und der Abgg. Müller und Bebel, der behauptet, daß, wenn nicht die Firma Wörmann, so doch der Kapitän des Dampfers gewußt habe, daß er gekaufte Stlaven an Bord nehme, wird die allgemeine Debatte gefchloffen. Die Resolution Gröber, die die Vorlegung eines Gesetzentwurfes betreffend die Bestrafung des Sklavenraubes und Stlavenhandels befürwortet, wird einstimmig angenommen; die Resolution Prinz von Arenberg gegen die Stimmen der Sozialdemokraten und Freiſinnigen. Die nächste Sigung der Kommission wird erst Donnerstag stattfinden. Nordamerikanische Finanzreformen. Aus Washington wird telegraphirt: Das Repräsentantenhaus nahm mit 175 gegen 56 St. ein Amendement zur Zolltarifbill an, durch welches die inneren Abgaben festgestellt werden und eine Einkommensteuer eingeführt wird. Von den Zuständen auf Sizilien giebt ein Schweizer, der seit vielen Jahren auf dieser unglücklichen Insel wohnt, in einem, von dem Grütlianer" veröffentlichten Privatbrief ein ebenso lebensvolles, als erschütterndes Bild. Wir haben zwar schon des öfteren Schilderungen der fizilianischen Zustände gebracht, aber einige Auszüge aus diesem Brief, der von einem gründlichen Kenner des Landes Brasilien. Ueber die Vorkommnisse im Hafen von und der Leute, gewissermaßen auf dem Kriegsschauplatz ge- Rio Janeiro find wir noch immer nicht vollständig aufmal sizilianische Zustände mit geringen Abweichungen in geklärt: Nur das Eine ist klar, daß die Vereinigten ganz Italien herrschen, und wir Deutsche- abgesehen von Staaten thatsächlich zu gunsten des Präsidenten Peixote Sem rein menschlichen Interesse, ein sehr aktuelles und eingetreten sind. Und das ist das Entscheidende- alles materielles Interesse daran haben, zu wissen, wie es mit Uebrige gleichgiltig. funserem„ Dritten im Bund" denn in Wirklichkeit aussieht, lic und wie verrottet das Echilfrohr ist, das uns von den Preskosacken der Regierung als mächtige Stütze im Falle Parlamentarisches. Sigung der Budgetkommission. Die heutige Sigung * In der Stempelsteuer- Kommission tam es heute zu einer Abstimmung über die Titel a und b, welche die Höhe der Steuer bei Kauf und sonstigen Anschaffungsgeschäften festsetzt. In beiden Fällen wurde der in der Regierungsvorlage vorgeschlagene Wort Taut und der Steuerfaz angenommen. Tage lang war darüber debattirt worden, wie es möglich ist, das reale Geschäft niedriger eines Krieges hingestellt wird. Der freche Versuch des wurde von der allgemeinen Kolonialdebatte ausgefüllt, ohne daß 3 besteuern, als daß an Schwindel grenzende Spekulations Pindter, das monarchische Italien für die deutsche Prele es zu einer Abstimmung über den Etat tam. Bemerkenswerth geschäft, aber Reiner war in der Lage, bestimmte Merk zu einem Rührntichnichtan zu machen, und jede wahr war, daß sämmtliche Parteien mit Ausnahme der Sozialdemo male anzugeben, woran das reelle Geschäft haftige Kritit auf französische, d. h. I andes feindliche traten und der Freifinnigen, die Anregung des Prinzen Aren Arnim, Heyl und Leuß eingebrachten Anträge wurden zu erkennen ist. Die von den Abgeordneten Rintelen, Quellen zurückzuführen, ist nur ein Benguiß mehr, daß berg lebhaft unternüßten, den Orden der Väter vom heil. Geist, ämmtlich abgelehnt. Der Antrag Leuß fand nicht eine die Zustände in Italien durch und durch faule und under als einer der Affiliirten der Jesuiten in Deutschland seiner Stimme, selbst sein Fraktionsgenosse Werner schien sich nicht für gefunde sind, und kann uns in unserem Entschluffe nur be- Beit verboten wurde, wieder zuzulassen, damit dieser Orden, bessen den Antrag zu begeistern. Gutſchluſſe deſſen beti felt stärken, den Schleier wegzureißen, den eine verlogene Staats- französische Mitgliedschaft in Mitgliedschaft in Ostafrika eine umfängliche gründen und ausbilden fönne. = ftümperei über die eiternden Wunden des schönsten und Missionsthätigkeit ausübt, in Deutschland ein Ordenshaus Die Wahlprüfungs- Kommiffion beschloß die Wahlen ber fchlechteft regierten Landes der Welt ausgebreitet hat. Gs machte einen eigenthümlichen Eindruck, die eifrigsten Abgeordneten von Chlapowsti( Fraustadt Lissa) und Haake Jesuiten in Deutschland gestimmt, jeht das Loblied dieser Affi- gekommene Unregelmäßigkeiten gemacht und Remebur erbeten Kulturkampf- Anhänger, die noch fürzlich gegen die Zulassung der Frankfurt a. D.) für giltig zu erklären. Gleichzeitig soll dem Reichskanzler Mittheilung über in beiden Wahlkreisen vorlirten der Jesuiten fingen zu hören. hervor, es gelte die Habsucht der Araber zu bekämpfen. Des Abg. Dr. Hammacher that sich in diesem Eifer besonders werden. weiteren tabelt auch er die bureaukratische Art der Verwaltung Unser Schweizer schreibt: Macht Euch keinen Kummer um mich. Wenn ich auch unter den hiesigen Sozialisten viele Freunde habe, so nehme ich mich der jetzigen Bewegung absolut nicht an. Hier in furzen Worten eine Beschreibung dieser Unruhen, deren Augenzeuge ich zum Theil war. in Ostafrika und die Heranziehung jugendlicher, unerfahrener Kräfte. 610900 Parteinachrichten. werden müsse. Den Bericht der der Bericht Bei Neut Seit vielen Jahren lebt der hiesige Bauernstand in sehr schlechten Verhältnissen. Eigentliche Bauern, wie bei uns, giebt Die jungen Effiziere hätten uns die größten Verlegenheiten vert es hier überhaupt nicht, d. h. welche ihr Land bebauen und ursacht. Staatssekretär von Marschall erklärt sich bereit, Der fünfte Parteitag der rheinischen Sozialdemo aus dem Ertrage desselben mit ihren Familien leben. Der die Wünsche des Prinzen v. Arenberg lebhaft zu unterstützen, kraten wurde am 28. Januar in Krefeld abgehalten. Vers biesige Bauer ist vielmehr ein Knecht. Der Boden ganz die Missionen bildeten die Grundlage der zivilisatorischen Thätig- treten find 51 Orte durch 65 Delegirte. Sizilien gehört einigen wenigen reichen Baronen, welche vom feit in den Kolonien. Geh. Reg.- Rath Dr. Kayfer wendet sich Agitationstommission erstattet Genosse Grimpe- Elberfeld. Bauern nichts verstehen und den größten Theil ihrer Be- in längeren Ausführungen gegen die gestrigen Auslassungen des( Der Bericht liegt den Delegirten im Druck vor.) Den Aachener fizungen nie gesehen haben, da sie ihr Leben in den großen Abg. Bebel. Er bestreitet, daß der Handel in Ostafrika zurück Barteigenossen wird vorgeworfen, sich gegen die Beschlüsse der Städten der Insel und des Kontinents verbringen und ihr gegangen sei, die Störung des Karawanenverkehrs sei früher vorjährigen Konferenz vergangen zu haben, indem sie eine eigene Einkommen inmitten leichter Damen und lufulliſcher Essen verschlimmer gewesen, auch hebt er den Werth der Kolonisation vom Beitung gegründet. Die Aachener Delegirten behaupten, daß praffen. Das Land vermiethen sie an die sogenannten Borghesi nationalen Standpunkt hervor, indem den deutschen Kolonisten die Zeitung eine Nothwendigkeit gewesen und daß sie auch lebens. ( Bourgeois), welche dasselbe sodann an ihre Unterhändler nicht mehr wie in anderen Ländern die Nationalität verloren fähig sei. Bemängelt wird der große Unterschied in der Be Den Missionen spendet er ein großes Lob, deren zahlung der Referenten. der Referenten. In Bezug auf die Agitation in zirka 15 Jahren alle Millionäre find. Wer natürlich Thätigkeit, die sie zur Regenerirung des Heidenthums ausübten, wurde von mehreren Rednern gefagt, daß alle diese Leute mästen muß, das bas ift bet arute ausübten, wurde uniiſion zu roſis gefärbt ſet, daß auf dem Lande Bauer, der das Land von diesen Unterhändlern zu theuerm Er bestreitet ferner die Ueberhebung der Europäer, die zu Kon- noch mehr Clan Preise miethen und außer der Miethe noch einen Theil des flikten führe; schließlich ersuchte er den Abg. Bebel, die in der in welcher gesagt wird, daß auf dem Lande noch vieles nachErtrages an den Herrn abliefern muß. Ich kenne gestrigen Lesung wegen des Sklavenhandels gemachten Andeu- zuholen sei, daß aber eine planlose Agitation nichts nüßen tönne, Beiſpiele, ben Miethsains ein Bauer, nachdem er am Jahres- fungen heute auszuführen, um darauf antworten zu können. sondern daß die Genossen suchen sollten, sich mit Genossen in ertrage den Miethszins mit 1880 Franks bezahlt und Abg. v. Podbielsky hält die verstärkte Schußtruppe für nöthig, den einzelnen Orten in Verbindung zu sehen, fand Annahme. das Korn im Werthe von 460 Franks an den Herrn um das Erwerbsleben zu schüßen. Prinz v. Arenberg wendet In der darauf folgenden Berichterstattung der Revisionskom abgeliefert, noch 48,72 Fr. übrig hatte. Der hatte also mit sich gegen mehrere Ausführungen des Abg. Bebel bezüglich der mission wird hervorgehoben, daß der Wahlkreis Mühlheimzwei erwachsenen Söhnen, drei Töchtern und seiner Frau Missionen und erachtet es für gefährlich, die sog. Haussklaverei, Duisburg 160 000 Flugblätter zur letzten Wahl gebraucht habe. volle zwölf Monate gearbeitet um lumpige Die bei den kulturzuständen in Afrika zunächst noch noth Ergänzend wird dazu mitgetheilt, daß der Kreis die Kosten dafür 48,72 Fr. Es ist daher leicht begreiflich, daß die Sozialisten wendig sei, plößlich aufzuheben. Er bringt eine Resolution hauptsächlich selbst aufgebracht hat. hier fruchtbares Terrain fanden, hauptsächlich unter der Land- ein zu gunsten der Zulassung des Ordens der Väter des Ein Antrag, für die vom Agitationskomitee entsandten bevölkerung, und wirklich gehören 4/5 der hiesigen beiligen Geistes in Deutschland. Abg. Bebel bestreitet, daß der Redner außer dem Fahrgeld täglich 8 M. Diäten zu bewilligen, Sozialdemokraten dem Bauernstand an. Geh. Reg. Rath Kayfer feine Ausführungen bezüglich des wird dem Agitations Romitee zur Berücksichtigung überReg.- Rath Sizilien hat ungefähr drei Millionen Einwohner und die schlechten Standes des ostafrikanischen Handels widerlegt habe. wiesen. Angenommen wird folgender Antrag: Zahl der in die Fasci dei Lavoratori eingeschriebenen Sozia Der Etat unterstütze feine Auffassung. Die Opfer ständen im gründungen von Parteiblättern hat das Provinzial- Agilisten beträgt nahezu 360 000. Wenn man also von obigen ärgsten Mißverhältniß zu den Resultaten, die weder von tations Komitee in erster Linie fein Gutachten abzugeben, Drei Millionen Einwohnern die Frauen und Kinder abzieht, fultureller noch materieller Bedeutung seien. In den Kolonien welches wesentlich durch Beschluß des Provinzial- Parteitages Liſten find. So sieht man, daß ungefähr 2/3 und mehr Sizilianer Sozia herrsche mit zwei Worten gesagt: Militarismus und Bureau- beeinflußt werden soll. Werden trotzdem Neugründungen verfratismus, die meisten Personen, die thätig seien, würden nur anlaßt im Gegensaße zu den Ansichten des Provinzial- AgitationsEs existirt auch ein Fascio von Frauen mit ungefähr von ihrer Abenteurerlust getrieben, ein paar Jahre drüben thätig fomitee's, so hat der Parteivorstand die Verpflichtung, etwa 1500 Mitgliedern. zu fein; sie wollen sich auf allgemeine Roften die Welt ansehen später nothwendig werdende Unterstützung aus der Parteikasse Die Revolution brach zuerst in Giardinello( Provinz und drüben eine Rolle spielen. Daß kein tüchtiger Kaufmann zu verweigern." Desgleichen wurde ein Antrag angenommen, Balermo) aus und verbreitete sich rasch. An allen für Ostafrika bisher sich gemeldet habe, wie Geh. Rath Kayser durch welchen die Agitationskommission beauftragt wird, sofort diesen Aufständen nahmen Frauen und Kinder zugegeben, beweise, daß man in diesen Kreisen den Un- ein Flugblatt ausarbeiten zu lassen, in dem die Ursachen und theil; fo find von den 21 Todten in Villa werth der Kolonie besser zu schägen wisse. Redner Abhilfsmittel der Arbeitslosigkeit erläutert sind. Nachdem als rosa acht Kinder unter zehn Jahren und vier lärt mehrere Mißverständnisse auf, die dem Regierungs- Sitz des Agitationskomitees wiederum Elberfeld bestimmt, Frauen. Bertreter bezüglich seiner gestrigen Ausführungen unterlaufen schließt Genosse Wesch Barmen die Konferenz mit einem Bur Unterdrückung des Aufstandes fandte die Re- feien. Die Wirksamkeit der Missionen beruhe nicht in ihren Hoch auf die internationale Sozialdemokratie, in das die An gierung zirka 60 000 Mann und jetzt noch kommen religiösen Lehren, sondern in dem rein menschlichen Verhalten, wesenden begeistert einstimmten. alle Tage 6-8 Dampfer mit Truppen Zuerst das die Missionare den Eingeborenen gegenüber beobachteten wurde der Belagerungszustand über ganz Sizilien verhängt, und in den rein menschlichen Hilfeleistungen, die sie ihnen zu Zu einer Versammlung, die als solche nicht angemeldet dann wurde das Zentralfomitee der Sozialisten verhaftet, Theil werden ließen. Redner kommt dann auf den Sklaven war, follte ein Wald fest gestempelt werden, welches die ver darum auch der Deputirte von Catania. Alle Behörden find handel zu sprechen, der in Westafrika noch vor kurzem vor einigten Gewerkschaften zu Jena im September v. J. versuspendirt und der General Morra di Lavriano zum General gekommen sei. Er schildert hier das Verhalten der Hamburger anstaltet hatten. Allen in Betracht kommenden Behörden, dem ernannt mit unbeschränkter Vollmacht. An Stelle der Gerichte Firma Mölber u. Brahm, die viele hunderte von Schwarzen, Bürgermeister von 3wäßen, dem Oberförster, traten Kriegsgerichte. Die Arbeiterbünde wurden mit Gewalt die, wie die vom Redner vorgebrachten Thatsachen beweisen, auf dessen Gebiete bas Fest abgehalten werden sollte, war Anaufgelöst und deren Präsidenten verhaftet. Unter Buchthaus als Stlaven behandelt wurden und als sogenannte freie Ar- zeige davon gemacht worden und alle hatten in zustimmender straje müssen alle Waffen, sowohl Säbel, als auch Gewehre beiter auf einem Mörmann'schen Dampfer nach dem Kongo Weise geantwortet. Auf dem Festplate batte nun einer der und Revolver, abgeliefert werden. Die Straßen werden Tag geschafft wurden; hier sei schwere Strafe am Play. Geb. Reg. Theilnehmer eine kleine Ansprache gehalten, in der für und Nacht von Artillerie und Husarenpatrouillen durchstreift. Rath Kayfer antwortete, daß der Vorgang der Regierung wohl Gründung eines Vereinshauses plaidirt wurde. Wie in der Nachts beleuchten die Panzer- und Torpedoschiffe mit den bekannt sei und setzte auseinander, wie alles aufgeboten wurde, Verhandlung festgestellt wurde, war dies ohne Wissen elektrischen Reflektoren die ganze Küste bis auf zwei Stunden um ähnliche Vorgänge ferner unmöglich zu machen. Thatsache und ohne Buthun der Veranstalter geschehen. Trotzdem ins Innere. Das Städtchen Paceco ist die ganze Nacht vom sei, daß die Firma Möller und Brahm in Hamburg durch ihren beantragte der Amtsanwalt auf, 30 M. Geldstrafe eventuell zehn Euridice" beleuchtet und bewacht, da man fürchtet, die Agenten in Dahomey zwei Ladungen Schwarzer nach dem Kongo Tage Gefängniß zu erkennen, ba statt des Festes eine sozialBauern wollten von dort nach Trapani fommen, um zu geschafft habe unter Umständen, die zweifellos auf Menschenkauf demokratische Bersammlung stattgefunden habe, die nicht ane plündern. Sobald sich dies bewahrheiten sollte, würde Paceco schließen ließen. Die deutsche Regierung sei erst durch eine An- gemeldet gewesen sei. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Stauff vom Meere aus bombardirt. Außer den zwei Kriegsschiffen frage des deutschen Konsuls in Whyda auf diesen Handel auf- beantragt hingegen die Angeklagten freizusprechen, da die äußeren und den Zorpedobooten ist Trapani gesichert durch die An- merksam geworden und habe strenge Befehle erlassen, daß der Merkmale einer Versammlung fehlten. Wenn der Redner in die wesenheit von zwei Regimentern Infanterie( ca. 7000 Mann), Konsul alles aufbiete, daß ähnliches nicht mehr vorkomme. Ansprache sein politisches Glaubensbekenntniß mit verknüpft habe, einer Batterie und einem halben Regiment Husaren. Des weiteren theilte der Regierungsvertreter mit, daß ihm so geschehe das bei studentischen Kommersen und dergleichen eben " an. Das Frühjahr könnte viel Neues bringen, leider aber wenig Erfreuliches! * in Die Parteigenossen in Mühlhausen i. E. hatten für In der Stadt Trapani felbft blieb es bis jetzt ziemlich auf geheimem Wege ein Attenstück in die Hände ge- falls oft genug, ohne daß der Staatsanwalt dagegen einschreite. ruhig, nur wurden zwei Fenster des Rathhauses eingeworfen tommen sei, woraus hervorgehe, daß der Agent der Firma( Sehr richtig! Red. d. Vorwärts.) Diesen Ausführungen schloß abbie Straßenlaternen zertrümmert. Die Gildater riffen Möller und Brahm dem König Behanzin von Dahomey 400 Pid. ſich der Gerichtshof an und erkannte auf Freisprechung. zu den blanken Waffen und schickten einen Theil blutigen Sterl. für den Ankauf von Arbeitern" gezahlt, daß er aber Röpfen nach Hause, während andere in ſichern Gewahrsam für diese 400 Pfd. Sterl. die Lieferung von auf die Kriegsschiffe gebracht wurden. Sodann wurde ver- Winchestergewehren an den König überlegten Sonntag eine Versammlung einberufen, in welcher über: fucht, der: Palast des Senatoren D'Ali in die Luft zu sprengen. nommen hat. Hätten die Franzosen von diesem Vorfall Hätten die Franzosen von diesem Vorfall„ Die neue Gemeinde- Ordnung für Elsaß- Lothringen" gesprochen Die beiden Bomben verursachten aber nur kleinen Schaden. Kenntniß gehabt, setzte der Regierungsvertreter hinzu, der Ver- werden sollte. Diese wurde in letter Stunde vom Bezirks Jetzt ist es überall still und begreift man daher nicht, treter der Firma Möller u. Brahm wäre unzweifelhaft präsidenten von Solmar verboten, beziehentlich die Genehmi warum immer noch neue Truppen gesandt werden und die erschossen worden, und das Deutsche Reich hätte ihn gung verweigert. Gründe hierfür anzugeben, hat der Herr von ganze Flotte hierher fommandirt wird. Hier spricht man von nicht schützen dürfen. Leider seien die Bestimmungen Jordan nicht nöthig; die Diktaturparagraphen gestatten es, in französischen Kriegsschiffen, die alle Nacht sich der Küste zu des Strafgesetzbuches gegen die Firma Wölber u. Brahm Elsaß- Lothringen ohne Gründe zu„ regieren". Derartige Vernähern versuchen. nicht anzuwenden gewesen, da das Verbrechen außerhalb bote werden natürlich nicht verfehlen, die Herzen der Elsässer der Machtsphäre des Deutschen Reiches begangen worden sei. bem preußisch- deutschen Regimente zuzuführen. Die Firma Wörmann treffe tein Worwurf, sie habe keine Sklaven In ganz Sizilien hat der Aufruhr zirka befördert, sondern nur Personen, die ihr als freie Arbeiter überPolizeiliches, Gerichtliches 2c. 150 Personen das Leben getostet." geben worden seten. Staatssekretär von Marschall erklärt, daß-Polizeilich geschlossen wurde der Bildungsa. Herr Crispi tann stolz sein auf sein Werk. er auf grund der ihm bekannten Handlungen der Firma Wölber verein für Frauen und Mädchen des arbeitenden Volkes von Bei dieser Gelegenheit sei zur Belehrung des unwissen- und Brahm es abgelehnt habe, der Firma, deren Elberfeld". War der Staat durch den Verein in Gefahr den Pindter erwähnt, daß die englische Bresse über die Vertreter durch die Franzosen aus Dahomey ausgewiesen wurde, gebracht? Als Grund wurde angegeben, daß der Verein die Zustände in Italien und namentlich auf Sizilien ganz den Schuß des Reiches zu theil werden zu lassen. Erörterung politischer Gegenstände bezwecke, was dem§ 8 des ebenso haarsträubende Berichte bringt, wie die französische. Wegen letzteren habe sich die Firma beschwerdeführend in einer preußischen Vereinsgesetzes zuwider lause. brei Arbei Petition an den Reichstag gewandt.( Heiterkeit.) Abg. Richter Der Bierboykott in Magdeburg brachte drei Arbeitern Apropos, es giebt Pfiffikusse, die entdeckt haben wollen, wundert sich, daß das vorliegende Material erst auf grund einer eine Antlage wegen groben Unfuge. Zwei haben in einer BoltsCrispi habe der Hungerrevolution eine praktische Seite ab- Grörterung in der Kommission bekannt wurde, man hätte es versammlung für Aufrechterhaltung des Boykotts gesprochen, der gewonnen und benute sie zur Sammlung einer bedeutenden sofort veröffentlichen sollen. Der Resolution Prinz v. Arenberg dritte die nichtboykottirten Lokale und Brauereien in der BoltsTruppenmacht, mit deren Hilfe er irgend einen großen gegenüber werde er sich ablehnend verhalten. Abg. v. Staudy plädirt stimme" veröffentlicht. Das Urtheil lautete auf je vier; Roup( in Frankreich oder Afrika) plane. Nun, auf für Gründung einer besonderen Kolonialabtheilung, auch ihm scheine Wochen Haft. " Für den Inhalt der Jnierate übernimmt die Redaktion dem Publikum " Central- Theater. Aiche, Gustav Schulze, zu ſeinem Alte Jafobstraße 30. Zum 6. Male: E Unserem Vorsitzenden der Wetßen heutigen Wiegenfeste ein dreimaliges Hoch! Gustav, laß Dienstag gießen. gegenüber keinerlei Verantwortung Herr Coulisset. K. R. W. J. S. K. H. T. M. O. M. H. Theater. Freitag, den 2. Februar. Opernhaus. Keine Vorstellung. Schauspielhaus. Ein Sommernachtstraum. Leffing- Theater. Madame SansGêne. Drutsches Theater. Der Talisman. Berliner Theater. Die Jour nalisten. Wallner- Theater. Geschlossen. Friedrich- Wilhelmädt. Turater. Der Lieutenant zur See. Residenz- Theater. Lol otte. Der Mustergatte. Neues Theater. Jugend. Central- Theater. Berlin 1893. Herr Coulisset. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Viktoria Theater. Die Kinder des Kapitän Grant. Alexanderplat Theater. Vitriol. National Theater. Friz Stoffel. Hierauf: Der Teufel in Berlin. American Theater. Lumpen- Susanne, oder: Die Obdachlosen von Berlin. Theater Unter den Linden. Der Obersteiger. Schwank in 3 Aften v. Blum u. Toché. H Hierauf zum Berlin 1893. Nachricht, daß meine liebe Frau 41. Male: Revue in 2 Abth. von L. Leipziger. Anfang der Vorstellung 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Schwant in 3 Att. v. Brandon Thomas. Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang in 1 Akt von Ed. Jacobson u. Benno Jacobson. Musik von Franz Roth. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 1/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. ratweil'sche Bierhallen Kommandantenstr.7-79. Aelt. u. größt. Etablissem. Berl. Neues Programm. Täglich von 6 Uhr ab F bei freiem Entree. Wintergarten. Spezialitäten- Bor- National- Konzert stellung. Reichshallen- Theater.SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. Epezialitäten Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Neue freie Volksbühne Meister Oelze von Johannes Schlaf. Zweimalige außerordentliche Aufführung um 22 Uhr präzise im Wallner Theater. Sonntag, 4. Februar: I. Abtheilung. Sonntag, 11. Febr.: II. u. III. Abth. Der Beitrag von 70 Pf.( Blockbillet) wird nur im Theater entrichtet. Als statutenmäßige Vereins- Vorstellung folgt unmittelbar nach ,, Meister Delze" Ibsen's Volksfeind, Am Montag, den 5. Februar, 8 Uhr: Künstler- Konzert in Buggenhagen's Konzertsaal. Frl. Marie Gerdes( Klavier), Frl. Herta Brämer( Alt), Herr Arthur van Ewayt( Bariton). Entree 30 Pf. inkl. Programm. 453/11 D. Obenlandler in National- Tracht I und Auftreten von Künstlern. Spezialitäten 1. Ranges. Mr. Kauning, Concertmaler. Derselbe wird innerhalb 15 Minuten ein Delgemälde malen, welches nach Schluß der Borstellung verlooft wird. Sonntags Anf. 5 Uhr. Entree 30 Pf. Victoria- Brauerei, Lühowstraße 111-112. Jeden Freitag und Montag: Stettiner Sänger Anfang 8 Uhr. Todes Anzeige. 1556b Allen Freunden und Bekannten zur Ottilie am 30. Januar verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, Nachmittag um 3 Uhr, von der Leichen halle des Neuen Jakobi- Kirchhofes aus Franz Spernel. tatt. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Täglich: Spezialitäten- Vorstellung und Konzert. Ein Stiergefecht in Cadiz. Große Ausstattungs- Parodie. Pantomime, ausgeführt von den spanischen Clowns Hermandos. Neu! Frl. Elsa Zeller, RostümSoubrette. The Willon's, DoppelJongleure. Geschw. Gläser, Gesang- u.Instrument.- Duettistinnen. Sonntags 6 thr. Wochentags 8 Uhr. Entree Wochentags 50 Pf. Anfang:{ PassageSonntag, den 4. Februar, Vormittags 10 Uhr s Grosse öffentliche Volks- Versammlung im großen Saale der Concordia, Andreasstr. 64. Tages Ordnung: 1 Referent 1. Stellungnahme der Berliner Arbeiterschaft gegenüber den Wirthen, welche ihr Lofal zu Arbeitslosen- Versammlungen verweigern. Genosse Gumpel. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Die Berliner Lokalkommission. Bekanntmachung. 202/2 Den Parteigenossen Berlins hiermit zur Kenntniß, daß die Differenzen mit den Dekonomen der Lokale Konkordia- Festsäle" und" Konzerthaus Sanssouci" nach eingehender Brüfung als erledigt zu betrachten sind, und erfolgt betreffs des Buggenhagen'schen Lokals demnächst nähere Bekanntmachung. 202/3 Die Berliner Lokalkommission. J. A.: Gumpel, Barnimftr. 42. Deutscher Holzarbeiter- Berband ( Zahlstelle Berlin). Bezirks- Versammlungen: I Norden: Montag, den 5. Februar, Ab. 81/2 Uhr, im Colberger Salon, Colbergerstr. 23. Tagesordnung: 1. Vortrag des Kollegen Canzius:„ Das Zeitalter des Dampfes", mit Erperimenten. 2. Diskussion. 3. Werkstattangelegenheiten und Verschiedenes. Hierzu sind die Kollegen von Heinemann, Reinickendorferstr. 23 und Sprange, Liebenwalderstr. 31, besonders eingeladen. Panopticum. Osten: Montag, den 5. Februar, Abends 8%, Uhr, bei Herrn Heise, Jm Theater- Saal, ohne Extra- Entree: Nord und Süd, Liederspiel von R. Linderer. Auftreten sämmtl. Spezialitäten. Alcazar. Dresdenerstr. 52/53( City- Passage.) Neu! TOE Echt Berliner Blut. Posse mit Gesang und Tanz. Neues Riesen- Programm. Wochentags 15 Pfg. Entree. R. Winkler. Entree 50 Pf. Im Vorverkauf 40 Pf. ( siehe Plakate). Morih Großes Plaz. unf Programm National- Theater. Zum Schluß neu( höchfter Lacherfolg): Große Frankfurterstraße 182. Gine Soiree bei Lehmann's. Noppelvorstellung zu einfachen Preisen. Gr. parodistisches Ensemble von Mensel. Novitäten! Frit Stoffel. Schwant in 1 Aft von G. v. Einem. Regie: Hugo Hummel. Hierauf: Der Teufel in Berlin. Große Posse mit Gesang und Tanz in 3 Aften von Eugen Prudens. Musik von A. Wiedecke. Regie: May Samst. Zum Schluß: Charley's Tante. Große parodistische Poffe mit Gefang und Tanz von Hugo Busse. Regie: Mar Sam ft. Musik von Adolph Wiedecke. Kaffeneröffnung 6/2 Uhr. Anfang 712 Uhr. Morgen: Charley's Tante. Vorher: Der Teufel in Berlin. Sonntag Nachin. 3 Uhr, Volksvorstellung: Don Carlos. American- Theater. 1 Dresdener- Straße 55. Jeden Abend 81/2 Uhr: Donnerstag: Sanssouci. Neu: Nur noch kurze Zeit! Präuscher's anat. Museum. Kehlkopftuberkulose, Kehlkopfpolyp, Bruftfellentzündung, Lungenentzündung, Lunge mit Tuberfulose, Herz mit Klappenfehler, Magen Etablissement Buggenhagen. Moriz Play. Täglich Gr. Instrumental- Konzert. Gr. Frühstücks- u. Mittagstisch. Spezial- Ausschank von Pahenhofer Lagerbier, hell und dunkel. An den Wochentagen findet das Konzert in den unteren Restaurations: Lichtenbergerstr. 21. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Joël: Wenn Menschen schweigen, werden Steine reden". 2. Diskussion. 3. Vorschläge zu WerkstattKontroleuren und zum Bibliothekar. 4. Verschiedenes. Vertrauensmänner- Versammlung: 432/6 Südosten: Montag, den 5. Februar, Abends 82 Uhr, bei Hoffmann, Oranienstr. 180. Tagesordnung: Besprechung über Arbeits- und Lohnverhältnisse. Abgabe der ausgefüllten Fragebogen seitens der Vertrauensmänner. Um zahlreichen Besuch aller Versammlungen ersucht Die Ortsverwaltung. Fachverein der Tischler. Montag, den 5. Februar, Abends 82 Uhr, bei Herrn Boltz( ob. Saal), Alte Jakobstr. 75: General- Versammlung. Tagesordnung: E 1. Vortrag über: Die Entwickelung der Technik und die Opfer der Industrie. Referent Kollege Hoppe. 2. Diskussion. 8. Abrechnung, Bericht des Vorstandes und Bibliothekars. 4. Wahl eines Schriftführers. 5. Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Große öffentliche 809,9 Der Vorstand. Brauer- Versammlung räumen, Entree 10 Bi., Sonntag in am Sonntag, 4. Februar, Nachm. 3 Uhr, bei Herrn Joel, dem oberen Saal, Entree 25 Pf., statt. Säle für Versammlungen, Kommerse, Festlichkeiten 2c. Circus Renz, ( Karlstraße.) Andreasstr. 21. Tages Ordnung: 1. Berichterstattung der Agitationsfommission: Ueber Arbeitslosigkeit und Arbeitsnachweis. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zur Dedung der Unkosten sindet Tellersammlung statt. Die Agitationskommission. 1520b mit Entzündung, mit Geſchwüren, Freitag, den 2. februar cr., Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Leber- und Milzkrankheiten. Schußkanal durch fünf Körper, Gladiatorenkampf, täglich für erwachsene Herren, Dienstag täglich für erwachsene Herren, Dienstag und Freitag für Damen. Circus G. Schumann, Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstrasse Freitag, den 2. Februar cr., Wiederholung der am 26. Jannar Abends 7/2 Uhr: mit großem Beifall aufgenommenen Klown und Benefiz- Vorstellung des beliebten Original- Klowns William Olschansky. Aus dem reichhaltigen Programm ist hervorzuheben: Das Ratten- Karoussel, bargestellt mit lebend. Ratten, Ratten Breitend auf Velociped, u. der RattenLumpensusanne oder: fänger von Hameln mit 80 Ratten frei in der Manege. Die Katze Schulick mit dem Fallschirm, dressirt und vorgeführt vom Klown William 01schansky. Die Reitkünstlerin vor 50 Jahren Miss Sylphide( Parodie). Abends 74 Uhr: Versammlung Auf vielseitiges Verlangen: Wiederholung der Parade- Festvor: ſtellung vom 27. Januar. Gala- am Sonntag, 18. Februar, Vorm. 10 Uhr, bei Ehrenberg, Annenstr. 16. restaufzug, arrangirt und inszeniri Arbeiter- Assoziationen und das Recht auf Arbeit.. 2. Aufnahme neuer Vereine, Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Jahn über: Die französischen vom Direttor Fr. Renz, ausgeführt 3. Bundesangelegenheiten und Fragekasten. 4. Ausgabe der Einlaßkarten zum vom gesammten Personal. Ferner der 3. Stiftungsfest, das im Schweizergarten Sonnabend, den 14. April, stattfindet. freu. Hengst Blondel und MonstreTableau v. 60 Pferden, vorgeführt. Verein zur Regelung der geweibl. Verhältnisse der Töpfer Direttor Fr. Renz. Pas de deux, geritten v. Miss Rose und Mr. FranOceana Renz. Die Afrobaten auf dem coni. Auftreten der Schulreiterin Frl. Telephondraht Zalva, Espana und Alvar etc. 4 Zum Schluß: Ein Künstlerfest. = und Berufsgenossen Berlins und Umgegend. Branchen- Versammlung der Töpferträger Berlins und Umgegend am Sonntag, den 4. Februar, Vormittags 10 Uhr, im Lokal des Herrn Pyrteck, Gipsstraße 3. Tagesordnung: tritt. Mit festlichem Pracht Feuerwerk. Sonnabend: Ein Künstlerfest. Der Vorstand. Sonntag: 2 Vorstellungen, Nachm. Uhr( 1 Kind frei) und Abends 7/2 Uhr. Wir ersuchen sämmtliche Kollegen dringend, ihre Träger auf Preise wie gewöhnli dj. obige Versammlung aufmerksam zu machen. Der Circus ist gut geheizt. Fr. Renz, Direktor. 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Gewerkschaftliches.- Gäste haben Zu470/11 Um rege Betheiligung ersucht Die Obdachlosen von Berlin. Die Strassen- Komödianten, dargestellt F. Pietsch' Tanz- Juftitut, jetzt D. D. Zentral- Verband der Maurer Deutschlands, Zahlstelle I Berlin( Putzer). Parodistisch- realiſtiſches Traumbild aus vom Klown Olschansky und feiner Februar beg. neue Lehrkurse Sonntag Am Sonntag, den 4. Februar, Vormittags 11 Uhr, im Lokal des dem Müllwinkel( frei nach dem Ver- Tochter Leontine. Außerdem Auf- und Wochentag. Meld. jederzeit. brecher- Album) bearb. v. Oskar Wagner. treten sämmtlicher Künstler, sowie Lumpensusanne, gen.„ Die Gräfin", Künstlerinnen. Reiten und Vorführen ein schon geprüftes Mädchen Franziska Häser. Die Bombe, Aftervermietherin im Müllwinkel des Sonnenaufgangs" Josephine Delclisseur. Brunwald mit bewegter Vergangenheit Martin Bendix. Täglich: Auftreten des Herrn Gründer, Köpenickerstraße Nr. 100: der beſtoreſſirten Schul- u. Freiheits- 3eutral- Kranken- u. Sterbekasse Mitglieder- Versammlung. pferde meines Marstalles. Zum Schluß der Vorstellung: Die Fuchsjagd bei Bolton. Hochinteressantes Jagdbild. Die Jagd geht über bedeutende Hinder nisse. Theilnehmer der Jagd: 40 Damen besten Bauchredners d. Jeßtzeit und Herren mit englischen Halb- und H. Blank. Ferner u. a.: ,, Direktor Hippe" von Martin Bendix. der Tischler 1. s. 10. Tagesordnung: Oertliche Verwaltung Berlin A. floffenen Vereinsjahr. 2. Wahl der örtlichen Verwaltung. 3. Jahresbericht Mitglieder- Versammlung Sonntag, den 4. Februar, Bormittags 10% Uhr, in Hoffmann's Festsälen, Dranienstr. 180. Tages- Ordnung: 1. Abrechnung vom 4. Quartal 98. Bericht des Telegirten von der Generalversammlung. 3. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. Vollblutpferden. Tanzeinlage: La Postillone- Mazurka, arrangirt vom Balletmeister R. Riegel, getanzt vom 2. Corps de ballet. Morgen: Große Vorstellung. Sonntag 2 Vorstellungen: Nachm. 4 und Abends 7/2 Uhr.( Nachmittags Auftr. jämmtl. Spezialitäten. 1 sind frei). Anfang Wochentags/ Uhr, Sonntags 6 Uhr. Hochachtungsvoll und ergebenst G. Schumann, Direktor. Da laut Beschluß der Generalversammlung neue Bestimmungen für die Mitglieder in Kraft treten, ist es nothwendig, daß alle am Plaze find. 300/12 Die Ortsverwaltung. 249/11 1. Bericht der örtlichen Verwaltung über ihre Thätigkeit im ver der Unterstügungskommission, Abrechnung von der Matinee. Die Mitglieder werden ersucht, recht zahlreich in der Versammlung zu Der Bevollmächtigte. erscheinen. Achtung! Stralau. Achtung! Sonntag, den 4. Februar, Mittags 122 Uhr: Große öffentl. Volts- Versammlung im Saale des Herrn Schröder( Alte Taverne). Tagesordnung: 1. Vortrag über: Unsere Volfsschule. Referent Genosse A. Hofmann( Pankow). 2. Diskussion. 3. Berichterstattung des Gemeindevertreters Genossen W. Buc. 4. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Vertrauensperson. Hierzu zwei Beilagen Verantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 889/17 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 27. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 40. Sigung vom 1. Februar, 1 Uhr. Abg. Rembold( 3.) erklärt entgegen den Ausführungen des Abg. Weber- Heidelberg, daß seine Fraktionsgenossen in Baden nicht auf dem Boden des Unterstützungswohnsizes, sondern auf dem Prinzip des Heimathrechtes stehen und demgemäß die Vorlage ablehnen werden. Freitag, den 2. Februar 1894. 11. Jahrg. vorsätzlich entzieht, daß durch Vormittelung der Behörde fremde| Frau und Kinder aufkommen tönnte, es doch nicht thut, sich Hilfe in Anspruch genommen werden muß." t bessern läßt durch Korrektionshaft. Der Staatssekretär meinte, Abg. Spahn( 3) empfiehlt diese Fassung, welche die Absich es sollte diese Strasbestimmung eine erziehliche Wirkung ausdes Gesetzes flarer hinstellt und den Begriff der Unterhaltsüben. Ich fürchte, daß Sie in dieser Beziehung pflicht anders begrenzt, namentlich aber die Ausdehnung schlechte Erfahrungen machen werden. Wer einmal im Am Bundesrathstische: v. Bötticher. der Strafvorschrift auf die Pflicht zur Unterhaltung der Ge- Korrektionshause gewesen ist, für den ist die Gefahr, daß er Zur dritten Berathung steht die Novelle zum Unterschwister ausschließt. Hauptsächlich aber tomme es darauf an, sich garnicht mehr bessert, gar zu nahe. Das Korrektionshaus stühungswohnsiz- Geseze. daß derjenige getroffen werde, der in frivoler Weise der ihm ist nicht dazu angethan, moralisch zu bessern, es ist das Sammelobliegenden Unterhaltspflicht sich entzieht, deshalb sei die Auf- becken der Unglücklichsten, der Auswürfe der Gesellschaft. Ich nahme des Worts, vorfäßlich" unerläßlich. möchte also darum bitten, daß Sie absehen von dieser BeVon den sozialdemokratischen Abgg. Moltenbuhr und ſtimmung und unsere Anträge annehmen. Der fonservative Genoffen wird beantragt, die Strafvorschrift in dem§ 361 als Redner hat allerdings gemeint: wer ein so dickfälliges GeNr. 9a hinter Nr. 9 einzuschalten, wodurch die Verhängung von wissen hat, daß wer seine Verpflichtungen in dieser Beziehung Abg. Winterer( Elf) wendet sich gegen die von der Kom- Korrektionshaft bis zu 2 Jahren wegen des zu treffenden Deliktes nicht erfüllt, durch die Androhung von Haft zur Erfüllung seiner mission beschlossene Resolution, welche die baldige Einführung ausgeschlossen sein würde, und außerdem die Möglichkeit gegeben Pflicht nicht gebracht werden kann. Wenn er ferner meinte, daß dieses Gesetzes in die Reichslande anempfiehlt. Die Bevölkerung würde, an die Stelle der Haft eine Geldbuße treten zu lassen. in vielen Fällen das Korrektionshaus bessere, so mag er ja seine der Reichslande wollte an ihrem Heimathrechte festhalten und Abg. Molkeubuhr( Soz.): Nach der Fassung des Regierungs- Erfahrungen darin haben, wir haben die entgegengesetzten. Das widerstrebte durchaus der Einführung der Gesetzgebung betreffend entwurfs würden bisher ganz unbescholtene Personen, sobald sie Vertrauen, welches der Staatssekretär auf unsere Richter setzt, den Unterstützungewohnsiz. Würde das Gefeh in seiner gegen- fich der Unterhaltungspflicht entziehen, viel schwerer bestraft habe ich nicht zu ihnen. Sie sind auch nur Menschen und verfallen wärtigen Gestalt in die Reichslande eingeführt, so entitände werden als diejenigen, welche ihre Kinder verwahrlosen lassen zu leicht dem Schematisiren. Ich habe selbst das Ränzel als Es Handwerker durch das Land getragen und ich weiß, die eine schreiende Ungleichheit, denn in allen übrigen deutschen und es versäumen, sie von Diebstählen zurückzuhalten. Etaaten befänden sich nur etwa 10-12 000 Elsaß- Lothringer, würde schwer zu begreifen fein, wenn diese Personen Handwerksburschen zählen zu den am meisten gehezten Ge während in den Reichslanden mehr als 100 000 Altdeutsche und solche, die unter Polizeiaufsicht gestellt und vor schöpfen, sie haben fortgesetzt einen Kampf mit dem Ortswohnen. Eine solche Ungerechtigkeit sollte man namentlich in bestraft sind, leichter wegkommen würden als bisher polizisten und Gendarm; ich weiß, daß sich ihnen gegenüber heutiger Zeit, wo Stoff zur Unzufriedenheit überreich vorhanden unbescholtene Personen, die bei Uebertretung dieser Para- die Praxis herausgebildet hat, daß sie, wenn sie beim Betteln sei, an den Reichslanden nicht begehen. graphen Böses gar nicht beabsichtigt haben. Auch nach dem ertappt werden, wegen Landstreicherei den Arbeitshäusern überStaatssekretär v. Bötticher: Der Abg. Winterer hat keinen Antrag Spahn würde ein Sohn, der selbst Familie hat und wiesen werden. Eine solche Praxis, wird sich auch hier herausbegründeten Anlaß, sich so energisch gegen die Einführung des seinen Vater nicht unterstüßen will, weil er glaubt, daß dieser stellen. Wenn der konservative Redner weiter gemeint hat, daß Unterstützungs- Wohnsiyes im Elsaß zu wehren, weil es fich doch seine Armuth selbst verschuldet hat, ins Korrektionshaus gesperrt die meisten, die fich ihrer Verpflichtung entziehen, zunächst nur um eine Resolution des Reichstags handelt. Es werden können. Die Korrektionshaft ist nicht geeignet, die ihr Geld vertrinken, so ist das eine unbewiesene Behauptung, eine wird auch nach der Annahme dieser Resolution nicht in kurzer Menschen zu bessern, sie vermehrt nur die Armee der Vagabunden, ganz allgemein ausgesprochene Berdächtigung, hinter der nichts Frist gelingen, das Gesetz in die Reichslande einzuführen. Der welche gezwungen sind, aus Mangel an Beschäftigung sich auf positives steht. Ich bitte Sie, unsere Anträge anzunehmen. Wir Wunsch, im ganzen Gebiet des Deutschen Reichs zu einem über- der Landstraße herumzutreiben. In Berlin allein sind 600 solcher werden für die Anträge Gröber- Spahn stimmen. einstimmenden Rechtszustande zu kommen, wird doch von allen Personen, welche auf grund dieser Bestimmungen zu fassen, im Seiten als ein berechtigter anerkannt werden. Im übrigen möge ganzen Reich 20 000 Personen. Davon würden vielleicht 700 sich der Vorredner gedulden, bis die Vorlage dem Reichstage den Korrektionshäusern überwiesen werden können. Da sich nun unterbreitet sein wird, welche die Einführung der reichsgesetz- unter diesen eine ganze Reihe sehr brauchbarer Arbeitslichen Vorschriften auf Elsaß- Lothringen zum Gegenstande hat. fräfte befänden, so würde den freien Arbeitern und Abg. Gamp( Rp.): Meine Partei vertritt nicht die Auf- Handwerkern durch die Korrektionshaus Arbeit eine fassung, daß das 18. Lebensjahr die richtige Grenze für die Er- fehr gefährliche Konkurrenz gemacht werden. Will man den werbung des Unterstüßungswohnsitzes ist, sondern halten das ganzen Paragraphen nicht ablehnen, was uns das Liebste wäre, 16. Lebensjahr dafür. Wir haben uns jetzt für die Vorlage nur so nehme man wenigstens den Antrag Spahn an. Entbehrlich ent schieden, weil wir sie als ein Kompromiß ansehen. Für die ist der Paragraph, weil man die betreffenden Leute schon zivil Bu¹tunit halten wir namentlich mit Rücksicht auf die Interessen rechtlich durch Beschlagnahme ihres Arbeitslohnes faffen kann, de landwirthschaftlichen Bevölkerung daran fest, daß das sobald sie sich der Alimentationspflicht entziehen. 16. Lebensjahr als Altersgrenze erstrebt werden muß. = Abg. Brühne( Soz.): Wenn der Abg. Winterer anführte, daß in Elsaß- Lothringen die Armenpflege durch die Wohlthätigteits- Vereine geregelt werde, so wird von diesen allerdings sehr viel gethan. Solche Vereine bestehen ja heute in fast allen Städten. Es muß sich aber jedem die Frage aufdrängen, wird von diesen Wohlthätigkeits- Vereinen das Richtige getroffen? Und das ist nicht der Fall. Gerade in diesen Vereinen wird oft nach Gunst geurtheilt. In fast allen größeren Städten verweist man die Armen, um sie davor zu bewahren, daß sie der öffentlichen Armenpflege anheimfallen, zunächst an die Wohl thätigkeits Vereine. Wir haben für die Resolution gestimmt, weil wir meinen, daß man das UnterstüßungswohnsizGesez wird auch auf Elsaß- Lothringen ausdehnen müssen. Daß Dies geschehen muß, weiß jeder, der die Härten der Armenpflege fennt. Die Zahl derjenigen, die die öffentliche Unterstüßung in den Städten in Anspruch nehmen, hat sich sehr vermehrt. Die Bersicherungspflicht aller selbständigen Handwerker sollte man ausdehnen bis auf ein Einkommen von 2000 m. Ich möchte Sie bitten, nehmen Sie die Resolution an; wir werden für das Gesetz stimmen, falls der Antrag, der von unserer Partei gestellt ist, angenommen wird, im anderen Falle werden wir gegen das ganze Gesetz stimmen. V Staatssekretär v. Bötticher: Ich kann mich für den Antrag Gröber- Spahn nicht erwärmen. Den Umfang der Alimentationspflicht für das ganze Reich bei dieser Gelegenheit festzustellen, kann nicht Aufgabe der Vorlage sein. Abg. Casselmann( frf. Vp.) tritt entgegen der Stellung nahme feines Parteigenoffen Beckh für die Annahme des Art. 2 ein. Das soziale Uebel, welchem hier gesteuert werden solle, mache sich allerdings in gewissen Theilen des Reiches immer breiter; es tönne ohne schärfere Bestimmungen strafrechtlicher Natur nicht abgehen. Bis zum Zustandekommen des Zivilgesetzbuches könne man unmöglich warten. Damit schließt die Diskussion. In eventueller Abstimmung werden die Abänderungsanträge Molkenbuhr, die sowohl zum Terte der Beschlüsse zweiter Lesung als zum Antrag Gröber gestellt sind, gegen die Stimmen der beiden Parteien der Rechten und vereinzelter Mitglieder der Freisinnigen angenommen. Bei der definitiven Abstimmung über Art. 2 stimmen die National liberalen gegen die Fassung Gröber- Molfenbuhr. Das Resultat bleibt zweifelhaft und die Auszählung ergiebt die Beschlußunfähigkeit des Hauses. Es sind statt der Minimalzahl von 199 nur 154 Mitglieder anwesend, von welchen 84 für, 70 gegen die Fassung stimmen. Die Sigung muß abgebrochen werden. Schluß 43/4 Uhr. Nächste Sitzung Montag 1 Uhr. ( 3weite Lesung des Etats und Fortsetzung der eben unterbrochenen Berathung.) Abgeordnetenhaus. Es sollen diejenigen getroffen werden, welche, obschon im stande ihrer Unterhaltungspflicht zu genügen, dies frivoler Weise unterlassen. Wenn jemand sich dem Spiel oder dem Müßiggang in einer Weise hingiebt, daß er für seinen Großvater nicht sorgen fann, wird er nach dem bestehenden Gesetz bestraft; wenn er aber blos in frivoler Weise sich dieser Verpflichtung, obwohl er sie erfüllen tann, entzieht, würde er nach dem Antrag Spahn nicht bestraft werden. Für diese Unterscheidung fehlt es doch an jeder Unterlage. Die Ausnahme des Wortes vorfäßlich" in die Nummer 5a ist überflüssig, würde aber Schaden nicht anrichten; 9. Sigung vom 1. Februar 1894, 11 Uhr. im übrigen bitte ich, an dem Inhalt der Nummer nichts zu Am Ministertisch: v. Heyden, Miquel und Kome ändern. Auch den Antrag Molkenbuhr bitte ich abzulehnen; die missarien. Eventualität, daß ganz unschuldige Leute mit Korrektionshaft Die zweite Berathung des Etats für 1894/95 bestraft werden önnen, liegt nicht sehr nahe, da immerhin der wird fortgesetzt bei dem Etat der landwirthschaft Richter über die Umstände zu befinden und darüber zu entlichen Verwaltung. Die Einnahmen werden ohne Descheiden hat, ob wirklich eine strafbare Unterlassung vor- batte genehmigt. liegt. Die Befürchtung, daß die Arbeitshäuser überfüllt Das Ministergehalt wird nach längerer Debatte über Gerb werden fönnten, theile ich nicht; einmal werden nicht stoffzölle, deutsch- russischen Handelsvertrag zc. bewilligt, ebenso 20 000 Personen dieser Strafvorschrift verfallen und außerdem die übrigen Ausgaben des Ministeriums und des Oberlandes wird die bloße Existenz der Vorschrift eine Warnung sein und kulturgerichtes. eine erziehliche Wirkung dahin üben, daß die Zahl der Straffälligen abnimmt. Abg. Pischel( ntl.) spricht sich gegen den Antrag Spahn aus und empfiehlt im Anschluß an die Argumente des Staatssekretärs das Festhalten an dem Wortlaute zweiter Lesung, adoptirt aber den Vorschlag Molkenbuhr insoweit, als er neben der Haftstrafe auch die Geldstrafe zuläßt. Die Korrektionshaft dürfe man nicht abschaffen.( Widerspruch bei den Sozialdemokraten), sie sei für alte Bagabunden ganz unentbehrlich. Bei den Ausgaben der Generaltommissionen. empfiehlt Abg. Letochius( ntl.) eine Abkürzung des Konsolidationsverfahrens im Reg.- Bez. Wiesbaden. Geh. Rath Sachs sagt eine Erwägung zu. Abg. Frenz( t.) hält es für zweckmäßig, daß die Generalfommission bei Rentengutsbildungen darauf sehen, daß die anzusiedelnden Rentengutsbesizer nicht von vornherein zu hoch be= astet werden. Abg. v. Gültlingen( Rp.) nimmt Gelegenheit, sich gegen eine Aeußerung zu wenden, welche der sozialdemokratische Abg. Dieh bei der Weinsteuer Debatte in einer für den Redner beleidigenden Weise gethan hat. Herr Dietz habe seine Aeußerung dahin entstellt, als ob er gesagt habe, die Landarbeiter zögen deshalb vom Lande in die Städte, um dort ein lockeres Leben zu führen, und er habe das eine Beschimpfung der ländlichen Bevölkerung genannt. Redner verwahrt sich gegen diese beleidigenden Angriffe. Es sei wunderbar, wie sich die Sozialdemokraten hier zu Ehrenrettern der Bauern machten, während sie in ihrem Organ den Bauern als ein unsauberes, Abg. v. Salisch( dk.): Sehr wesentlich im Rahmen der Eine Petition von Spezialkommissions- Sekretären wegen Aufegoistisches, verthiertes, unbelehrbares Individuum darstellten. Vorlage erscheint uns die vorgeschlagene Strasbestimmung, an befferung ihrer Gehälter wird durch Uebergang zur Tagesordnung Redner führt dafür Beläge aus dem Sozialdemokratischen der wir, so weit es an uns liegt, nichts abschwächen lassen erledigt, nachdem die Abgg. Paasche( natl.) und Mies( 3) Zentralblatt", der Schwäbischen Tagwacht" an, deren Verlesung werden. Es soll doch durch das Gesetz die Unterhaltspflicht den für diese Beamten eingetreten waren. auf der Rechten mit Pfuirufen begleitet wird. Pflichtigen eingeschärft werden; dazu ist eine strenge Straf- Bei den Ausgaben zur Errichtung und Unterhaltung von Abg. Bneb( Soz.): Wir werden im Reichstag bei Be- vorschrift ein nothwendiges Korrelat. Wenn Sie die Korrektions- landwirthschaftlichen Mittelschulen empfiehlt rathung der Vorlage über den Unterstüßungswohnfiß, die haft nicht wollen, müssen Sie uns etwas anderes an deren Stelle Abg. Barthold( ft.), die Lehrer an diesen Schulen den Lehrern hoffentlich nicht lange auf fich warten lassen wird, auf die vorschlagen. Das Wort„ vorfäßlich" halten wir für überflüssig. an höheren Lehranstalten gleichzustellen. elsaß- lothringischen Verhältnisse in bezug auf die Armenpflege Auch der Kreis der Alimentationsverpflichteten darf nicht vernäher eingehen. Um Mißverständnissen vorzubeugen, bemerke engert werden. " Minister v. Heyden: Die Verhandlungen, um an diesen Schulen den Normaletat einzuführen, sind noch nicht abgeschlossen; wir werden sehen, wie weit wir mit den bewilligten Mitteln kommen. ich nur Folgendes. Ich bin durchaus nicht gegen die freiwillige Abg. Schröder: Die Substitution einer Geldbuße sei weiter Armenpflege prinzipiell; ich bin aber dafür, daß neben der frei- nichts als eine Fronie; eine solche Aenderung würde den Zwecken willigen Armenpflege, welche heute nach meiner Ueberzeugung des Gesetzes nicht förderlich sein. Bei den Ausgaben für die thierärztlichen Hochungenügend ist, in Elsaß Lothringen die Armenpflege Abg. Beckh( freif. Voltsp.): Artikel 2 gehört zu derjenigen fch ulen weist Abg. v. Tiedemaun( Bomst) darauf hin, daß eingeführt wird, wie sie im übrigen Deutschen Reich Sorte von Gelegenheits- Strafgefeßen, mit denen wir jetzt förm- der Kampf gegen die Maul- und Klauenseuche bisher nicht von mit Ausnahme Bayerns besteht. Wie ungenügend die lich überschwemint werden. Es handelt sich um eine moralische Erfolg gewesen sei; das liege daran, daß man die vorhandenen freiwillige Armenunterstühung in Elsaß Lothringen ist, habe Pflicht, deren Nichterfüllung hier gebrandmarkt wird, die aber gefeßlichen Bestimmungen nicht streng genug angewendet hat. ich aus der im Gefängniß studirten Broschüre des Kreisdirektors einen Anlaß zu strafgesetzlichen Neuerungen nicht abgeben kann. Minister v. Heyden: Das Vorhandensein der TuberSittel ersehen. Die Armenverwaltung Elsaß- Lothringens kenne Man trifft die Schuldigen doppelt, ohne den beklagten Uebel- tulose läßt sich nicht so leicht am lebenden Thiere feststellen wie ich aus der Praxis, ihre Ungenügendheit aus der Masse von stand aus der Welt zu schaffen. Die Renitenten unter ihnen die Lungenfeuche; man kann deshalb zur Tödtung der verArmen, welche uns täglich bestürmen und ihre Beschwerden bei werden nicht gebessert, viele andere aber durch diese Straf- dächtigen Thiere nicht kommen, weil das zu kostspielig fein würde. uns anzubringen fuchen. Ich bin mit Herrn Winterer fehr darin bestimmungen nicht getroffen werden. Man soll doch auch daran Man würde nur durch eine Art Versicherung helfen können. Dem einverstanden, daß das Land in dieser Frage befragt werden denken, daß die ausführenden Behörden vielfach selbst von dem Landwirthe würde die Last nicht auferlegt werden, denn in seinem soll; gewiß, ich wünschte nichts lieber, als daß wir das Land Inhalt der Gesetze nicht genügend unterrichtet sind. Wir wer- Interesse wird das tuberkulose Fleisch nicht verworfen. Diefragen tönnten, aber ich werde dem Abg. Winterer sehr dankbar den am besten thun, diese Erweiterung des§ 361 heute nicht an- jenigen aber, in deren Interesse es geschieht, kann man schwer sein, wenn er mir sagen würde, wie das geschehen könnte. Im zunehmen. heranziehen. Nur ein Staat, Belgien, zahlt von Staats wegen Landesausschusse meiner Ansicht nach nicht. Hätte Fürst Bis- Abg. Spahn: Leute, die arbeitsam sind, die arbeiten wollen, Entschädigung, was für das Reich nicht angeht. Bezüglich der marck, als er das preußische Wahlgesez charakterisirte, dasjenige gehören nicht ins Korrektionshaus, die dürfen auch dieser Straf- Maul- und Klauenfeuche liegt vielleicht eine nicht genügend strenge Wahlgefeh gekannt, das bei uns für die Landesausschuß- Wahlen bestimmungen nicht unterliegen. Für die Nothwendigkeit der Handhabung des Geseges vor; die Schuld trifft aber nicht immer in Geltung ist, er hätte seinen Ausdruck auf unser Wahlgefet ganzen Strafbestimmungen ist gar kein Material vorgebracht die Beamten, sondern auch die Landwirthe selbst. Vom Auslande angewandt. Denn unser Landesausschuß- Wahlgesetz ist noch worden. Ueber die Verpflichtung zur Alimentation der Kinder, kommt die Einschleppung seltener als von dem inländischen Verkehr. elender als das peußische Wahlgefeh. Eltern und Ehegatten hinaus zu gehen, liegt nicht der mindeste Abg. v. Waldow( t.) spricht sich gegen den Hausirhandel Abg. Schröder( frs. Bgg.) verwahrt die Kommission gegen Anlaß vor. Der Gefeßentwurf greift über das Nothwendige so mit Vieh aus, den man ruhig ganz aufheben könnte, weil er die die in den Ausführungen des Abg. Winterer liegende Unter- weit hinaus, daß wir gegen den Artikel 2 und, wenn Gefahr der wucherischen Ausbeutung mit sich bringt. stellung, als ob die Kommission bei der Beschlußfassung über die er angenommen wird, gegen das ganze Gesez stimmen müssen. Bei den Ausgaben zur Förderung der Viehzucht Resolution von politischen Tendenzen ausgegangen sei. Abg. Auer( Soz.): Es handelt sich bei unseren Anträgen bemängelt Damit schließt die Generaldiskussion. In der Spezialdebatte hauptsächlich darum, die Androhung der Korrektionshausstrafe Abg. v. Mendel( t.) den mäßigen Betrag, der dafür auswird Artikel 1, der die Abänderungen der bestehenden Vorschriften herauszubekommmen. Wir haben die Empfindung, als wenn es geworfen ist; er empfiehlt neben der Einführung der Eberdes Gesetzes enthält, nach den Beschlüssen zweiter Lefung sich in dieser Vorlage, vielleicht nicht beabsichtigt, aber doch im förungen auch eine Prämiirung der gekörten Thiere. genehmigt. Effekt, um ein neues Ausnahmegesetz gegen die Arbeiter handelt. Bei den Ausgaben zur Unterhaltung von Deichen Nach Art. 2 soll den Strafbestimmungen des§ 861 des Es handelt sich in den meisten Fällen um Personen, die durch fragt Str. G.-B. unterworfen werden:„, 5a, wer, obschon er in der Lage unsere Gesellschaftsordnung in die traurige Lage gekommen sind, Abg. v. Erffa( f.), ob die Regierung der Wester und ist, diejenigen, zu deren Ernährung er verpflichtet ist, zu unter- daß sie von ihrer Familie fortgehen und in fremden Provinzen Linteler Marsch- Deichacht ein Darlehen gewährt habe; das halten, sich der Unterhaltungspflicht trotz der Aufforderung der ihr Brot sich suchen müssen und dann vielleicht nicht sei zugesagt unter der Bedingung, daß die Provinz Hannover zuständigen Behörde derart entzieht, daß durch Vermittelung der moralisch start genug sind, um alle ihre Verpflichtungen die Hälfte gewähre. Die Eingabe der Betheiligten sei jetzt Behörde fremde Hilfe in Anspruch genommen werden muß." zu erfüllen, die auch wir anerkennen und zwar im vollen Um- erneuert. Die Abgg. Gröber und Spahn beantragen folgende fang. Wir glauben, daß es möglich ist, den beabsichtigten Zweck Minister von Heyden: Die Provinz Hannover hat es ab Fassung:„ wer, obschon er im stande ist, Eltern, Kinder und zu erreichen, ohne zu der Korrektionshausstrafe zu greifen. Was gelehnt, die Häfte zu gewähren. Es handele sich nicht um eme Ehegatten zu unterhalten, sich der Unterhaltspflicht gegen diese wird denn damit erreicht? Glauben Eie, daß jemand, der in arme Genossenschaft, sondern um sehr potente Leute. Personen trotz der Aufforderung der zuständigen Behörde derart diesem Punkt so gewissenlos ist, daß er, obgleich er für seine Auf eine Anfrage des Abg. von Gilgenheimb( t.) erklärt ein Regierungsvertreter, daß der Durchstich an der Oder oberhalb Ilieren wir aber mit einer so untergeordneten Frage, wie es die benachtheiligt werden, was um so schlimmer ist, als es sich der Ratibor nach Möglichkeit gefördert werde. Die Vorarbeitstoften des Schlusses der Debatte ist, unverhältnißmäßig viel Zeit. hauptsächtlich um die Kinder der Arbeiterklasse handelt. seien schon bewilligt. Stadtv. Sa ch 3 II: Der Antragsteller verlangt doch mehr, Stadtv. Schwalbe spricht sich auch für die Beibehaltung Die dauernden Ausgaben werden sämmtlich ohne Aenderung als eine bloße Deklaration der Geschäftsordnung. Die Formen der Frequenzübersichten aus, deren Vergleichung gerade den genehmigt. der Abstimmung werden in dem§ 55 der Geschäftsordnung ohne großen Fortschritt nachweise, welcher in dieser Richtung in den Bei den einmaligen Ausgaben tritt Abg. Diez- Neu- alle Rücksicht auf Einzelfälle generell geregelt. Die Geschäfts- letzten Jahren gemacht ist. Klaffen mit über 70 Schülern feien wied( ntl.) für eine Bewilligung im Interesse des Westerwaldes ordnung stammt vom 7. Januar 1875 und von dem be- nur 10 vorhanden. Unsere Lehrer verdienen das Vertrauen, daß ein, wie sie für das Eifelgebiet bereits erfolgt sei. Abg. Kurbel( natl.) weist darauf hin, daß er schon früher mindestens ebenso sehr an die Geschäftsordnung des Reichs was in höheren Schulen möglich ist, wird auch in Gemeindewährten damaligen Stadtv. Eugen Richter; sie lehnt sich fie auch Slaffen mit 50-60 Echülern erfolgreich unterrichten; die Ausdehnung der helfenden Thätigkeit auf den Westerwald tags wie des Abgeordnetenhauses an. Zu welchem Zwecke Schulen vorübergehend möglich sein. und Hunsrück verlangt habe. soll diese„ Deklaration" gemacht werden? Auf diese Frage allein Die Versammlung nimmt von der Vorlage Kenntniß. Minister v. Heyden: Eine solche Ausdehnung ist gegeben. tommt es doch an. Die Geschäftsordnung soll der Minorität Der Etat der Fleischschau für das von außerhalb einVorläufig werden die sonstigen Staatsfonds dort stärker ange- ben nothwendigen Schutz angedeihen lassen.( Sehr richtig!) Man geführte Fleisch pro 1894/95 schließt in Einnahme und Auswendet; später wenn die Arbeiten für die Eifel beendet sein weiß doch nicht, ob man immer Majorität sein wird.( Sehr gut.) gaben mit 224 850 M. ab. Der bestehende Gebührenwerden, werden die Staats- und Provinzialfonds noch weiter im Man kann auch Ambos werden, wenn man Hammer war. Eine tarif für die Untersuchung des eingeführten frischen Fleiſches Westerwald 2c. Verwendung finden. Abg. Dasbach( 3.) bestätigt, daß im Westerwald ein Noth. untergeordnete Frage ist es auch nicht, ob in einem bestimmten soll auch für das kommende Etatsjahr in Geltung bleiben. Falle konstatirt werden soll, ob in der Versamm Der Etat wird en bloc angenommen und der Gebührentarif stand vorhanden sei, namentlich infolge der wucherischen Biehleihe, lung Kollegen vorhanden sind, welche meinen, daß andere, genehmigt. durch welche der Viehstand fast ganz in die Hände der Juden gekommen die es noch für nothwendig halten, nicht mehr sprechen sollen. Bei Für das Bestattungswesen soll entsprechend einer ist. Redner tadelt, daß die Provinzialverwaltung statt den Ein- dieser Auslegung der Geschäftsordnung fann ich auch nicht zu von der Versammlung gefaßten Resolution ein besonderes wohnern zu helfen, nußlose Straßen gebaut habe. Bezüglich der geben, daß eine mißbräuchliche Anwendung ihrer Bestimmungen Kuratorium, bestehend aus 1 Magistratsmitgliede und Streus und Futterabgabe aus dem Walde habe der Minister das uns ein solches Recht der Beschränkungen gäbe. Es würde dieser 2 Stadtverordneten, eingesetzt werden und am 1. April 1894 in Verfahren der unteren Instanzen mißbilligt. Antrag als ein rückschrittliches Vorgehen angesehen werden. Der Funktion treten. Minister v. Heyden bestreitet das lektere, sowie einige Antrag ist nicht amendirbar und kann also auch keine Ausschuß- Von den Ergebnissen der photometrischen Messungen der Ausführungen des Redners von gestern. berathung beanspruchen; bestatten wir ihn sofort auf dem Arme- Lichtstärke der Unter den Linden und in der Kaiser WilhelmAbg. v. Erffa( t) wies darauf hin, daß auch in dem fünder- Kirchhof der abgelehnten Anträge!( Heiterkeit und Beifall.) straße befindlichen Bogenlampen der elektrischen Beleuchtung soviel gerühmten Eachsen arme Distrikte vorhanden seien, z. B. Stadtv. Friedemann: Herr Meyer II hat bei den durch die physikalisch- technische Reichsanstalt giebt der Magistrat das Eichsfeld. Wenn Herr Dasbach die Streu dem Walde ent- mehrfachen Fällen, 100 solche namentliche Abstimmung der Versammlung Kenntniß; zugleich wird die Bewilligung von ziehen und der Landwirthschaft zuwenden will, so folgt er dem beantragt wurde, fich bisher nicht ein einziges Mal gemeldet, weiteren 500 M. außer den bereits Ende 1891 bewilligten Beispiel des heiligen Crispin, der das Leder stahl, um den Armen um seinen Protest zu erheben. Seine Erkenntniß scheint ihm 1000 m. zur Beschaffung eines entsprechenden Photometers niebſt Schuhe zu machen. Abg. Dasbach( 3.) weist darauf hin, daß der heilige Grispin also erit fehr verspätet gekommen zu sein. Wenn unsere Geschäfts- Affumulatoren und Nebenapparaten beantragt. ordnung der des Abgeordnetenhauses nachgebildet ist und diese Der Antrag wird angenommen. nicht das Leder gestohlen habe, sondern es heißt, erstellt" das Bestimmung der Geschäftsordnung des Abgeordnetenhauses in Darauf kommt die Vorlage betreffend die Vermehrung Leder, das bedeutet: er stellte, er lieferte es.( Große Heiterkeit der unserigen fehlt, dann ist das doch gerade ein sicherer Beweis, des ärztlichen Personals bei den städtischen rechts.) daß der Verfasser unserer Geschäftsordnung diese Bestimmung Krankenhäusern zur Verhandlung, nach welcher an den Abg. Gothein( Fri. Vg.) erkennt an, daß die Viehleihe ein nicht gewollt hat.( Bustimmung.) Die Beitersparniß fann drei Krankenhäusern am Friedrichshain, in Moabit und a schwerer Krebsschaden sei, den man durch Verbesserung der Kredit- nicht in Frage kommen, wenn es fich, wie denkbar und Urban je ein Oberarzt" für die innere Abtheilung mit 4000 Lt. verhältnisse beseitigen müsse. thatsächlich vorgekommen ist, um wichtige Berathungs- Gehalt und je ein Oberassistenzarzt" für die chirurgische AbAbg. v. Eynern( utl.): Ich konstatire, daß Abg. Windthorst gegenstände handelt. Es kann dabei nicht darauf ankommen, theilung mit 3500 M. Gehalt angestellt werden und die Anden heiligen Crispinus in demselben Sinne zitirt hat, wie heute ob die Mitglieder um 9 oder um 10 Uhr zur Ruhe kommen stellung zunächst gegen beiderseitige dreimonatliche KündiHerr v. Erffa. Die Spaltung des Zentrums scheint sich also auf( 3wischenruf: ja! Seiterkeit)- dann fasse ich meine Auf- gung erfolgen soll. In der Begründung wird folgendes ausgeführt: allen Gebieten zu vollziehen.( Große Heiterkeit.) gabe hier anders auf als der Zwischenrufer. Sehr häufig ist bei An jedem der drei städtischen Krankenhäuser sind zur Zeit zwei Der Titel wird bewilligt. der eine für die innere, der andere für die Bei den Ausgaben zur Förde- Schlußanträgen die Frage, ob die Debatte schon beendet werden ärztliche Direktoren rung der Land- und Forstwirthschaft in den östlichen Provinzen fann, wichtiger als die Abstimmung selbst; sehr häufig werden chirurgische Abtheilung angestellt, welchen beim Krankenhause empfieht die Schlußanträge angenommen, ohne daß alle Meinungen gehört im Friedrichshain 11, im Moabit 12, am Urban 9 Assistenzärzte Abg. Motty( Pole) die Meliorationsgenossenschaften zu unter- find find, bevor Vertreter großer und lebhaft intereffirter unterstellt sind, so daß durchschnittlich auf etwa 50-60 Krante fiützen, wenn nicht aus diesem Fonds, jedoch aus dem Fonds der Parteien zu Worte gekommen waren. Das Vorgehen ein Assistenzarzt entfällt. Mit Rücksicht darauf, daß bei der Ansiedlungskommission. des Kollegen Meyer fann ich nur als Versuch bezeichnen, stetigen Zunahme der Krankenzahl, insbesondere in den WinterDie einmaligen Ausgaben werden bewilligt. die Minorität mundtot zu machen; dagegen erhebe ich namens monaten, die Thätigkeit der ärztlichen Direktoren überaus stark Ohne Debatte erledigt das Haus noch die Etats der See- meiner Fraktion Protest. in Anspruch genommen wird, foll bei jedem handlung, der General- Ordenskommission, des geheimen Zivilfabinets, der Ober- Rechnungskammer, der Prüfungskommission drei städtischen Krankenhäuser ein Oberarzt" und ein„ OberDen Oberärzten der inneren für höhere Berwaltungsbeamte, des Disziplinarhofes, des Gerichtsassistenzarzt" angestellt werden. hofes für Kompetenz konflikte, des Gesetzsammlungs- Amtes, des Abtheilung sollen je 120-150 Krante zur ſelbſtändigen ärztlichen Behandlung überwiesen werden. Sie sind die nächsten VorReichs- und Staats- Anzeigers und der Landesvermessung. gesetzten der ihnen vom ärztlichen Direktor zugetheilten AssistenzSchluß 4 Uhr. Stadtv. Vogtherr: Wenn Herr Meyer sich über die Auf- ärzte und Vertreter des Direktors in Abwesenheits- oder Behinnahma feines Antrages wuneern sollte, so würde ich ihn bitten, derungsfällen. Der ärztliche Direktor der inneren Abtheilung sich daran zu erinnern, daß wir oft bei der Verkündung hat die allgemeine Aufsicht über die Geschäftsführung der Obereingegangener Schlußanträge, um die Nennung der Namen der ärzte und der ihnen zugetheilten Assistenzärzte; er bestimmt Antragsteller gebeten haben. Der Vorsteher ist unzweifelhaft aus die Bertheilung der aufzunehmenden Kranken auf die einzelnen prattischen Gründen dem bisher nicht nachgekommen, sonst würde, Pavillons, sowie die etwa nothwendige Verlegung nach andavon bin ich überzeugt, schon die Nennung der Namen die zu deren Pavillons. Die Ober- Assistenzärzte" der chirurgischen Abhäufige Wiederkehr dieser Anträge verhindert haben. Es find theilungen sind dem Direktor unterstellt. Die ihnen von ihm übermeistens dieselben Herrn, welche diese Echlußmacherei professions- wiesenen Kranken behandeln sie selbständig, doch sie sind bezüglich mäßig betreiben und eine Art Fraktion Valentin bilden. ihrer allgemeinen therapeutischen und operativen Thätigkeit ver( Zwischenrufe) Wenn Sie den Ausdruck nicht verstehenpflichtet, den Anordnungen des Direktors zu entsprechen. Von Oja).... Na, dann sie vergnügt.( Große besonders wichtigen oder zweifelhaften Fällen haben sie den ( Rufe: Erst vor drei Wochen wurde bei der Direktor fofort zu benachrichtigen. Bei allen größeren Heiterkeit. Schloßplaßfrag ein Schlußantrag gestellt, ehe ein Ver- Operationen haben fie zugegen zu sein und den Direktor zu treter meiner engeren Kollegen gesprochen hatte. Wenn das unterstützen. Den Ober Assistenzärzten wird die selbständige teine Unterdrückung der Minorität war, dann giebt es keine. Leitung der Poliklinik übertragen, sie vertreten den Direktor oder Behinderungsfällen und sind die Wenn Herr Meyer nachher gegen den Schluß bei der nament in Abwesenheitslichen Abstimmung gestimmt hat, so beweist das lediglich die nächsten Vorgesetzten der ihnen vom Direktor zugetheilten Nothwendigkeit der namentlichen Abstimmung über den Schluß- Assistenzärzte. Zur Ausübung von Privatpraris sollen antrag, denn sonst hätten gewiß viele der Herren bei der ge- die Oberärzte und Ober- Assistenzärzte berechtigt sein, das ihnen eine fonsultative Thätigkeit gestattet. wöhnlichen Form der Abstimmung in ihrer Schüchtern- gegen wird heit die Hand hoch gehoben.( Unterbrechung.) Die Beaufsichtigung der gesammten Krankenanstalt in hygienischer Sie Ihr schlechtes Gewissen ( Großer Lärm und Beziehung, die Anstellung und Vertheilung des Pflegepersonals, Stadtv. Singer( zur Geschäftsordnung): Ich melde mich, stürmische Zwischenruse; Vorsteher Langerhans ver die Beschaffung der Inventarienstücke, Medikamente, VerbandHerr Meyer hat stoffe, Instrumente 2c., sowie die Aufsicht über die Apotheke, das um der Wahrheit die Ehre zu geben und um selbst den Anschein weist dem Redner diesen Ausdruck. zu vermeiden, als ob ich Veranlassung hätte, irgend etwas freilich schon früher in meine Korrespondenz der Bres Laboratorium, das Leichenhaus und Badehaus verbleibt den ärztIch muß doch eine tauer Beitung" feinem Sehnen Ausdruck gegeben, daß die lichen Direktoren. mir Gesagtes zu verleugnen. gewisse Art von Echwerhörigkeit bei dem Stadtverordneten Berliner Stadtverordneten- Versammlung sich nicht so an die Den Vorschlag der Deputation für öffentliche Gesundheitss Die Paar pflege, an jedem Krankenhause neben den Direktoren noch zwei Hentig annehmen, wenn er die Ausdrücke, die nament parlamentarischen Gepflogenheiten halten sollte. lich auch von mir gebraucht worden sind, nicht gehört hat. Ich Stunden, die wir hier allwöchentlich über städtische An- dirigirende Aerzte", welche den ersteren coordinirt sein vermeide es, die Ausbrücke zu wiederholen, weil ich sie gelegenheiten verhandeln, will der Antrag noch verkürzen, um follten, anzustellen, hat der Magistrat abgelehnt. blos gebraucht habe in Grwiderung einer Proteftion; aber fest die unbequeme Kritit zu beseitigen. Dazu wird sich hoffentlich Von verschiedenen Seiten wird die Niedersehung eines AusWenn Sie hier die Reden der schusses verlangt. stellen will ich, daß Ausdrücke, wie die in jenen Blätern ver- feine Majorität finden. Vertreter nicht hören wollen, merkten und die er nicht gehört zu haben glaubt, thatsächlich von Ihnen nicht genehmen mir gebracht sind. wenn Sie dazu die Zeit nicht zu haben glauben, dann dürfen Sie sich als Stadtverordnete nicht wählen lassen. An der Geschäftsordnung läßt sich manches bessern; ich würde gern mit erwägen, in wie weit es mit der Stellung eines Stadtverord: neten vereinbar ist, Aufsichtsrath in einer Aktiengesellschaft zu sein, die mit der Stadtverwaltung in Geschäftsverbindung steht. ( Vorsteher Langerhans: Das gehört nicht zum Antrage!) Es gehört vielleicht nicht zum Antrage, aber jedenfalls zum Stadtv. Meyer 11( Beifall und Heiterkeit.) Nächste Sigung Dienstag, 6. Februar.( Landwirthschaftstammern.) Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. Deffentliche Sigung vom Donnerstag, 1. Februar, Nachmittags 5 Uhr. In den Ausschuß für die Vorlage, betreffend die Dienst alterszulagen ist auch Stadtv. Borgmann, in denjenigen für den Bau von 3 Achtfamilien- Wohnhäusern auf den städtischen Riefelfeldern Stadtv. Gies hoit gewählt worden. Der Stadtv. Hentig hat beim Vorsteher mitgetheilt, daß ihm in der vorigen Sitzung nach den Sigungsberichten in der Voff. 8tg." und auch im Tageblatt" Echimpfworte zugerufen find, die er aber nicht gehört hat. Der Vorsteher bemerkt, daß er auch diese Ausdrücke nicht gehört hat, ebenso wenig wie das Bureau; er würde dergleichen Borkommnisse sehr bedauern und event. ganz energisch dagegen einschreiten. von Borsteher angerhans: Wenn ich Ausdrücke gehör hätte, die Aehnlichkeit mit Echimpfwörtern hatten, so würde ich fie ganz energisch gerügt haben. Stadtv. Hentig erklärt, wenn nach der Bemerkung des Stadtv. Singer feine Remedur erfolge, sei er verhindert, den Gigungen länger beizuwohnen.( Große Unruhe.) Stadtv. Spinola hält den Antrag für sehr praktisch und empfiehlt ihn zur Annahme, protestirt auch gleichzeitig gegen die Ausführungen, welche den Antrag als Ausfluß der Parteipolitik angreifen. Stadtv. Singer: Ich muß wiederholen, daß ich Ausdrücke nie die in den Blättern erwähnten auch gebraucht habe, selbstverständlich nur in Beantwortung einer Provokation, die ich als eine ehrenrührige für mich betrachten mußte. Wenn dem Vorsteher daran liegt, die Ausdrücke hier wiederholt zu hören gemacht hätte. ( Große Heiterkeit.) Wenn Stadtv. Jacobi ist erfreut, daß dem Uebelstande der ungenügenden Anzahl dirigirender Aerzte in den städtischen Krankenanstalten endlich in etwas abgeholfen werden soll. Es kommen heute 3-400 Rrante auf einen dirigirenden Arzt. Enttäuscht ist aber die Bürgerschaft dadurch, daß nicht die Zahl der dirigirenden Aerzte direkt vermehrt werden soll, sondern daß Oberärzte augestellt werden sollen, welche unter den dirigirenden Aerzten stehen. Der Magistrat beruft sich auf das Sachverständigenurtheil der jetzigen 6 dirigirenden Aerzte Berlins; dem steht aber doch der Beschluß des Aerztevereins in Berlin, unserer eigenen Deputation und des deutschen Aerztetages entgegen. In Wirklichkeit wird hier bloß ein Avancement von einigen Assistenzärzten vollzogen, denn wissenschaftliche Kapazitäten werden sich für solche subalterne Stellungen nicht finden. Die Annahme der Vorlage wäre eher eine Verschlechterung als eine Verbesserung des bestehenden Zustandes. Redner empfiehlt Ausschußberathung. Vorsteher Langerhans: Ich fann Herrn Singer doch nicht zur Ordnung rufen, wenn ich absolut die Worte nicht gehört habe. Ich erkläre nochmals, daß ich beschimpfende Stadtv. Neumann: Für die Zeit, welche wir auf Zwischenrufe in keinem Falle zulassen werde. Herr Singer hat diese Debatte verwendet haben, hätten wir schon 4 nament nicht gesagt, daß die in den Zeitungen erwähnten Zwischenrufe liche Abstimmungen haben können.( Heiterkeit.) Auf diese Weise von ihm gemacht seien.( Zwischenrufe: Doch!) Haben Sie, also gedenkt Herr Meyer Zeit zu ersparen. Ich stimme aus den Herr Singer, diese Zwischenruse gemacht? Erwägungen des Stadtv. Sachs gegen den Antrag. Stadtv. Cassel erklärt sich ebenfalls gegen den Antrag, weist aber den Vorwurf zurück, als ob nicht der Minorität der Stadtrath Straßmann: Von Uebelständen, die der bisbreiteste Raum zur Darlegung ihrer Anschauungen gehabt und berige Zustand gezeitigt hätte, ist keine Rede; niemals ist eine als ob sie nicht auch den denkbar umfassendsten Gebrauch davon Beschwerde an uns ergangen, weder vom Publikum, noch von den Direktoren. Unhaltbare Zustände liegen also feineswegs Stadtv. Meyer II erklärt in seinem Schlußworte, man vor. Das Krantenmaterial Berlins ist für die Einführung werde begreiflich finden, daß er auf die Ausführungen des weiterer dirigirender Aerzte nicht ausreichend; die Anstellung Stadtv. Bogiherr, soweit sie nicht zum Antrage gehören, mit der Ober- Aerzte, die als Mittelstelle zwischen Direktor und feinem Worte eingehe. Er versichert darauf, daß ihm jede Ab- Assistenten gedacht sind, genügt. Die Bezeichnung„ Ober- Arzt" sicht auf Verkümmerung der Rechte der Minorität fern liegt. iit eine fo ehrenwerthe, daß daran die Gewinnung geeigneter Von der ramentlichen Abstimmung über den Schlußantrag vor Kräfte gewiß nicht scheitern wird. 3 Wochen habe er den Gindruck gehabt, als ob sie die Ver- Stadtv. Ralisch: Die Versammlung bringt dieser Vorfammlung peinlich berührt. Die heutige Debatte überzeuge ihn lage des Magistrats fein Interesse entgegen, denn alle Redner vom Gegentheil. Um jede weitere Zeitverschwendung zu ver- sind gegen dieselbe gemeldet. Der Magistratsvorschlag ist ganz meiden, zieht er den Antrag unter der Heiterkeit der Versamm unanuehmbar, beide Deputationen, die für die Gesundheitspflege lung zurück. und für die Krankenhäuser, haben ihn abgelehnt. Alle positiven Beschlüsse der Krankenhausdeputation sind in der Vorlage entVorsteher Langerhans: Wenn Sie zugestehen, daß Sie u. a. auch jene Ausdrücke gebraucht haben, dann muß ich Sie noch nachträglich zur Ordnung rufen. Tamit schließt dieser Zwischenfall und die Versammlung tritt in die Tagesordnung ein. Die Stadtvv. Meyer II und Genossen beantragen eine Abänderung der Geschäftsordnung, durch welche die Bulässigkeit der namentlichen Abstimmung über einen Antrag auf Schluß der Discussion ausgeschlossen werden soll. 0 Stadtv. Meyer II: Mein Antrag soll nur die bestehende Geschäftsordnung deklariren, nachdem durch Irrthum ihr Sinn Am 16. März 1893 bat die Versammlung gelegentlich der in Vergessenheit gerathen war. Dieser Sinn schließt es aus, Etatberathung eine Resolution beschlossen, durch welche der weder garnicht berücksichtigt oder nur in unzulänglicher Weise. daß auch über Schlußanträge namentlich abgestimmt werden Magistrat ersucht wurde, einer Ueberfüllung der Unsere Krankenhäuser sollen doch Heilstätten sein. Diesen fann, denn die Geschäftsordnung fennt nur namentliche Ab- untersten Gemeindeschul Klassen thunlichst vor Charakter können sie nicht behalten, wenn ein ärztlicher Direktor stimmung nach Echluß der Berathung über materielle Borlagen. zubeugen. Der Magistrat übersendet unterm 17. Januar die das ganze Krantenmaterial unter sich allein behält. Der Magistrat Ja hrzehnte lang ist diese Auffassung unzweifelhaft gewesen. Ich Busammenstellung der Frequenz in den Gemeindeschul Klassen fürchtet sich aber, neben den Direktoren selbständige Abtheilungswürde in Zukunft auf grund der Geschäftsordnung bei jedem am 1. November v. J. zur Kenntnißnahme mit dem Bemerken, leiter anzustellen. Hoffentlich wird Ausschußberathung beschlossen Antrag auf namentliche Abstimmung über einen Schlußantrag daß ausweislich derselben die Ueberfüllung der Klassen insoweit und die Sache ordentlich durchgearbeitet. gegen dessen Zulässigkeit protestiren, und es würden dadurch vermieden ist, als die Zahl von 70 Schülern in einzelnen Klassen Stadtv. Neumann fann nicht absehen, wie eine AusschußTangwierige Geschäftsordnungsdebatten entstehen, die ich gerade nur in Ausnahmefällen erreicht wird. berathung die Angelegenheit fördern könnte. Es werde mit den zu vermeiden wünsche. Im Abgeordnetenhause ist die nament- Stadtv. Vogt herr: Mit dieser letteren Auskunft ist Ausschüssen überhaupt ein gewiffer Lugus getrieben. Die Vorliche Abstimmung über Schlußanträge durch die Geschäftsordnung doch der Ueberfüllung der Schulklassen nicht gesteuert. Aus der lage des Magistrats enthalte nichts Neues und es habe feine ausdrücklich ausgeschlossen, und unsere Geschäftsordnung ist der Zusammenstellung ergiebt sich, daß in 20 Klassen, die ich heraus Gefahr, wenn man sie zur Zeit ablehne. Die Anstellung des„ Oberjenigen des Abgeordnetenhauses nachgebildet. Nur im deutschen gegriffen habe, 10 sich befinden, deren Schülerzahl 60 übersteigt, arztes" sei nur scheinbar etwas Neues. Thatsächlich werde nur Reichstage wird diesem Mittel Gebrauch gemacht. Dabei sind sämmtliche 20 Klaffen um 8 bis 10 pCt. der vor dem ältesten Assistenzarzt die Bezeichnung Oberarzt und ein Aber dort liegen die Verhältnisse eigenthümlich): man benutzt dort handenen Schulplähe überfüllt. Ich bitte, die amtlichen Nach- höheres Gehalt verliehen. Es handele sich um soziale Mißstände, seitens verschiedener Parteien diesen Weg, um die Durchberathung weise der Frequenz wie bisher jeden 1. Mai und 1. November die wir nicht einer Partei zur Verwerthung überlassen dürfen, von Vorlagen, die sie nicht mögen, mit Hilfe der Konstatirung der uns zugehen zu lassen. Bei einer solchen Ueberfüllung muß und wenn wirklich feine Klagen erhoben worden sind, so muß Beschlußunfähigteit für eine Seffion zu verhindern. Hier ver- doch der Unterricht und die lernende Jugend in schwerster Weise doch auch der Schein vermieden werden, als ob das Interesse der Kranken nicht genügend gewahrt werde. Was helfen dem Krankenhauswesens bin ich freilich nicht daran gewöhnt, schnelle der zu ihrer Verfügung stehenden Krankenbetten Bedacht zu Eine solche Vermehrung würde sich wohl ohne Krankenhause und der Stadt berühmte Direktoren, wenn der Kranke Fortschritte zu erleben.( Hört! und Heiterkeit.) Seit 20 Jahren nehmen. sie Monate lang nicht oder gar nicht zu sehen bekommt?( Sehr warte ich auf Verbesserungen in der Verwaltung des Kranken- erhebliche Schwierigkeiten durch stärkere Belegung der Heimrichtig!) Weshalb sollten nicht verschiedene Aerzte, jeder in seinem hauses Friedrichshain, die ich vor 20 Jahren vorschlug. Darunter stätten für Genesende und durch Eröffnung einiger ReserveReffort, selbständig verwalten fönnen?- Die Hauptsache bei befand sich auch der dirigirende Arzt. Auf der chirurgischen baracen im Moabiter Krankenhause ermöglichen lassen. den Krankenhäusern ist doch wahrlich nicht die Einheitlichkeit Abtheilung kann man allerdings nicht zwei Chirurgen neben Wie man sieht, verspricht der Chariteeboykott eine einigermaßen der Verwaltung, sondern das Interesse der Kranten. Weßhalb einander wirken laffen, es müßten denn gerade zwei völlig ge- heilfame Wirkung auszuüben. Gine Mahnung an die Berliner Das Arbeiterschaft, von ihrem Kampf nicht abzulassen! sind denn nicht auch die Verwaltungsdirektoren befragt worden? trennte unabhängige Abtheilungen geschaffen werden. Herr Zadek Stadtrath Bail: Es ist nicht richtig, daß zahlreiche Kranke aber scheint auch mir nicht nothwendig. Todtgeboren. Die Abendblätter melden folgendes: Mit den dirigirenden Arzt überhaupt nicht zu sehen bekommen hätten; ftellt sich ganz allgemein auf den Standpunkt: Schafft den aus Arbeiterkreisen gestellten Anträgen wegen der Errichtung die Leichtkranken werden allerdings nicht jeden Tag vom Arzte nur erst die Einrichtungen, die Kranken werden sich angesehen. Die Kranken sind in unsern Krankenhäusern so gut ge- schon finden! Aber auf diesem Standpunkte hat die Stadt eines städtischen Arbeitsnachweises beschäftigte sich bettet, wie irgend möglich, besser als sie es in den Familien sein könnten, verwaltung nicht in erster Linie zu stehen. Wollte man immer unter Vorsiz des Stadtraths Friedel die Gewerbe- Deputation ( Widerspruch und Zustimmung). Ich behaupte das und erwarte blos nach den Anforderungen der Kranken gehen, so tämen wir des Magistrats in ihrer Plenarsizung am Mittwoch. Nach sehr den Gegenbeweis( Heiterkeit). Die Ansichten innerhalb der Ge- doch zu sonderbaren Zuständen. Daß eine Reihe Kategorien von großer Mehrheit gegen die Errichtung eines städtischen Arbeitseingehender Berathung sprach sich die Deputation mit sehr fundheitspflege Deputation haben in furzer Zeit diametral ge- Kranken, etwa die in Gipsverbänden liegenden, nicht jeden Tag nachweises aus. Im Uebrigen wurden die Dr. Freund'schen wechselt, und gegenüber diesem Wechsel und aus Anstands- von ihrem Arzte besichtigt werden, liegt in ihrem eigenem Inter- Anträge mit zwei Busäßen angenommen. Hiernach wird dem rücksichten hat der Magistrat beschlossen, die Krankenhaus esse. Unter diesem Gesichtspunkte ist die Vorlage doch immer Magistrat empfohlen, die Antragsteller an den Zentralverein für Direktoren zu hören. Seine Vorschläge decken sich zum Theil bin ein Fortschritt. Auch der Name Oberarzt scheint mir Arbeitsnachweis zu verweisen, um in Anschluß an diefen Verein die mit deren Gutachten. Die Stellung der Oberärzte innerhalb zweckmäßig. Absolute Zahlen über das Verhältniß der Zahl der Bentralisirung des Arbeitsnachweises nach den in dem Freund'schen ihrer Abtheilungen soll eine durchaus selbständige sein. Aerzte zu der der Kranten lassen sich nicht aufstellen. Man wird Referat gemachten Organisationsvorschlägen durchzuführen. Zu den Stadtv. Spinola stimmt im Wesentlichen mit den An- die einzelnen Krankenhäuser für sich betrachten müssen und die Kost en der ersten Einrichtung soll der Magistrat bis zum Betrag sichten des Stadtv. Neumann überein, will aber die Vorlage Schwankungen in der Belegung berücksichtigen, die z. B. am von 20 000 m. beitragen und die weiter laufende Subventio nicht a limine ablehnen, sondern plädirt für Ausschußberathung. Urban viel größer sind als im Friedrichshain. Die inneren nirung des Unternehmens in Aussicht stellen. Der Magistrat soll Der Titel„ Oberarzt" sei allerdings keine glückliche Erfindung, Stationen aber müssen besondere Abtheilungen unter einem ferner in den aus Arbeitgebern und Arbeitnehmern zu bildenden und es sei nicht abzusehen, warum der Titel„ dirigender Arzt" dirigirenden selbständigen Arzte sein. Wenn wir die Stellung Berwaltungsausschuß einen Kommissar entfenden und darauf nicht gewählt werden soll. Jedenfalls würden ganz andere Kräfte deffelben nicht gänzlich unabhängig machen, werden wir erfahrene, hinwirken, daß sowohl die von der Stadt unmittelbar als auch durch diesen Titel angezogen werden. Die Selbständigkeit der tüchtige Männer nicht bekommen. Dabei kommt auch der Titel die von städtischen Unternehmern beschäftigten Arbeiter durch Oberärzte nach der Vorlage sei doch ganz erheblich be- in Betracht. Auf Briefe sollte sich Herr Zadek nicht berufen. Bermittelung des Zentral- Arbeitsnachweises angenommen werden. Ichnitten. Wozu haben wir denn den Weg der Beschwerden! Seine Briefe Also es ist nichts mit einem lebensfähigen und Stadtv. Dr. 3 adet hat folgenden Antrag eingebracht: find für uns zunächst noch ungelegte Gier.( Heiterkeit.) Ge- zum besten der Arbeiterschaft wirkenden Arbeitsnachweis. War plug Die Versammlung wolle unter Ablehnung der Ma- rechtfertigt erscheinen mir die erwähnten Klagen nicht ohne etwas anderes zu erwarten? Die Berliner Arbeiter sind nicht megaligistrats Vorlage den Magistrat ersuchen, mit Bezug auf Weiteres. enttäuscht. ten ärztlichen Dienst in den städtischen Krankenhäusern Damit schließt die Debatte. eine Vorlage vorzubereiten, in welcher folgende Gesichts- Stadtv. Zadek( persönlich): Die von mir erwähnten Gegen einen Vorwurf wird der Heldengreis in einer punkte Beachtung finden: 1. für je 100 Kranke werden Klagen sind zum Theil auch Herrn Straßmann schon mitgetheilt an die Bossische Zeitung" gerichteten Buschrift energisch in Es war nämlich vom Magistrat eingeleitete Schuh genommen. ein dirigirender Arzt und mindestens zwei Assistenzärzte worden; andererseits verlaufen in einer byzantinischen Zeitschrift berichtet worden, daß berichtet worden, daß der hochselige angestellt; 2. durch Abzweigung von den bestehenden Recherchen zum Theil im Sande.( Oho!) die Gewohnheit hatte, in den Abendstunden chirurgischen und inneren Stationen werden an den drei Stadtrath Straßmann bemerkt, daß ihm allerdings vor Kaiser" damit städtischen Krankenhäusern insgesammt neugebildet: einigen Wochen eine Beschwerde über einen Vorfall im Kranken- feinen Kammerdiener zu sich seßen zu heißen, hause am Urban mitgetheilt sei. Die angestellten Recherchen dieser ihm etwas vorplaudere. Gegen diese Darstellung wendet haben aber ergeben, daß Behauptung gegen Behauptung steht. sich ein Kammerlatai in großer Entrüstung: Weder hat der Der angeblich Betroffene, ein Delirant, soll von einer Bittoria- hochfelige Kaiser je mit einem Diener, und mochte es auch der schwester gebunden worden sein, die Schwester stellt die Wahr- älteste sein, vertraulich geplaudert, noch hat je ein Diener heit der Beschuldigung absolut in Abrede. es gewagt, fich in Gegenwart des Monarchen, mochte dieser auch frant zu Bette liegen, zu setzen und gar, entgegen seiner Pflicht, einzunicken. Der Verkehr des hochseligen Kaisers mit feiner Dienerschaft vollzog sich in den gemessenen und ernsten Formen, von denen niemals abgewichen wurde." sid thi 2 Stationens für Frauenkrankheiten, 2 Stationen für Haut und Geschlechtskrankheiten, 1 bis 2 Stationen für franke Kinder, 1 Station für Nervenfranke, 1 bis 2 Stationen für Hals-, Nasen und Ohrenkrante; 3. für jedes der drei städtischen Krankenhäuser wird ein pathologischer Anatom angestellt, welcher im Einkommen und Stellung den dirigenden Aerzten gleichfteht; 4. für die städtischen Krankenhäuser wird ein ärztlicher Verwaltungs- Direktor bestellt, welchem die nicht ärztlichen Verwaltungs- Direktoren der einzelnen Krankenhäuser untergugi geordnet find. warum, in Stadtv. 3a det: Der Betreffende ist ein Todeskandidat, der in wenigen Wochen nicht mehr am Leben sein wird. Der Fall beweist gerade, welcher Art die Recherchen sind, die der Magistrat anstellt, und was wir von ihnen zu erwarten haben. Die Vorlage und der Antrag Badet gehen an einen Ausschuß von 15 Mitgliedern. Schluß 9 Uhr. von Tokales. der einzige Wer wollte daran zweifeln, daß das Wesen des Mannes, dessen Parole nach den bekannten Dichterworten„ das Maul ge= halten" lautete, in der Darstellung des mit der„ Boffischen Zeitung" befreundeten Kammerdieners der Wahrheit entsprechend geschildert worden ist? Stadtv. 8aded: Der Magistrat hat es in der Vorlage meisterhaft verstanden, den Pelz zu waschen, ohne ihn naß zu machen. Im Wesentlichen soll das bisherige System beibehalten werden. Seit einer Reihe von Jahren wird die Frage der ärztEin Staatsanwalt in tausend Nöthen. Unter dieser lichen Organisation der städtischen Krankenhäuser dahin beant wortet, daß für 100-150 Rrante allerhöchstens ein dirigirender In der gestrigen Sitzung der Stadtverordneten Ver. Stichmarke giebt einer unserer Lokalforrespondenten, der sonst ans Arzt angestellt sein muß. Der Magistrat aber befragt gutachtlich fammlung hat der verflossene Vorsteher- Stellvertreter, der sicherer Quelle schöpft, folgende hochmoralische Geschichte zum Besten. In einer Stadt. nennen wir sie B. gab es in einer diejenigen Herren, welche jetzt das Monopol haben. Die Er ordengeschmückte Dr. Alexander Meyer für ein kleines Attentat, flärungen der Herren Direktoren befinden sich zum Theil in das er gegen die Minorität durch Abänderung der Geschäfts- engen winteligen Straße ein Wirthshaus, das der guten GesellGeschäfts- schaft als Sammelpunkt diente, und für ein Spielchen wie gerührender Uebereinstimmung. Herr Hahn erklärt 2 dirigirende ordnung auszuführen beabsichtigte, die verdiente Schlappe er- fchaft als Sammelpunkt diente, und für ein Spielchen wie geAerzte nebeneinander für eine undurchführbare Einrichtung, litten, und zwar war seine Niederlage eine so vollständige, Garten zu belegenen zweiten Gaftzimmer große Umfäße erzielt ſchaffen war. Die Polizei wußte zwar, daß in dem nach dem wird nicht gefagt; Herr Renvers weist wie sie ihm selbst wohl kaum erwartet worden wurden, das unter Verschluß gehaltene Zimmer wollte sich aber auf Die Möglichkeit, einen vorzeitigen Schluß dem Auge des Gesetzes nicht öffnen, da das geheime Zeichen für den auf ökonomische Umstände, Ersparnisse der sein dürfte. Verwaltung u. s. w. hin. Der Aerzteverein verlangt Oberärzte, der Debatte und eine brutale Unterdrückung der Eintritt, ein Kraßen an die Thüre, nicht verrathen wurde. Zu d.nkt sich aber dabei dirigirende Aerzte. An dieses Mißverständ norität und ihrer Anschauungen durch die Herbeiführung den Besuchern des Tempels gehörte auch ein Staatsanwalt, der niß flammert sich der Magistrat wie der Ertrinkende an einen der namentlichen Abstimmung über den Schlußantrag zu hindern, nicht minder eifrig, wie die übrige Gesellschaft die Karten mit Strohhalm. Wir verlangen Vermehrung des Aerztepersonals. ist Herrn Meyer- und nicht nur ihm ein Dorn im Auge. Geldſtücken zu bepflastern pflegte. Mangels eines ollen ehrlichen Die meisten der dirigirenden Aerzte haben eine ausgedehnte fon- Unter Berufung auf die frühere Praxis wollte er mit seinem Seemanns wechselte das Banthalten ab. Eines Tages war nun fultative Privatpraxis, welche den Hauptheil ihrer Zeit in An- Antrage, diese Möglichkeit auszuschließen, angeblich nur eine der Gastwirth H. in bezug auf den Vorpostendienst etwas zu spruch nimmt; es bleibt ihnen, wenn sie abgemattet sind, nur Deklaration" der Geschäftsordnung geben, doch fand er mit dieser ein Rest ihrer Zeit übrig, und der ist für die Armen harmlosen Auffassung einzig und allein bei seinem Spezialfollegen forglos vorgegangen, der Staatsanwalt hielt gerade die in den Krankenhäusern gerade gut genug.( Unruhe.) Der Magistrat Spinola Antlang; von allen übrigen Rednern, namentlich aber vom Bant, als der Wirth den Schreckensruf die Polizei kommt" erhat feine Klagen bekommen; ich habe in noch nicht einem halben Stadtv. Vog therr, wurde ihm derartig mitgespielt, daß er wohl tönen ließ. Der Gesellschaft gelang es nun zwar, durch die Fenster den Garten zu gewinnen und sich der Jahre ein ganzes Bündel Klagen über die ärzliche Verwaltung oder übel, um dem schlimmeren Schicksal der Verwerfung seines entziehen; nichts destoweniger hatte erhalten. Herr Bail meint, es gehe in den Krankenhäusern den Antrages gegen eine winzige Minorität zu entgehen, denselben Ueberrumpelung zu die Polizei um genug Material, gegen den Wirth Der be Has Kranten besser, wie den Besitzenden in der besten häuslichen unter allgemeiner Heiterfeit zurückziehen mußte. Charakteristisch Pflege. Damit vergleichen Sie die Klagen über das Essen, über aber bleibt, daß eine solche Säule des ehemaligen Freisinns wegen Dulbens von Glücksspiel vorzugehen. Ein unglücklicher die Behandlung, namentlich der Gewerkskranten u. 1. w., die überhaupt einen solchen Antrag einzubringen sich entschließen Bufall wollte nun, daß derselbe Staatsanwalt, der die Bank gehalten hatte, die Anklagebehörde vercher die Gegenbehauptung richtig erscheinen lassen, daß es jeder konnte.- Vor der Tagesordnung spielte sich noch eine sehr treten mußte. Anfangs gerieth er mit sich selbst in Zwie. Arme in feinen fümmerlichen Verhältnissen zu Hause besser hat, ergögliche Episode ab. Der von uns schon gekennzeichnete Herr spalt und dachte an einen Selbstmord, dann aber wurde mit als im Krankenhause.( Widerspruch und Lachen.) Ich könnte Sentig, Repräsentant der fast ver= fast werth wären, in der Charitee passirt zu sein.( Große Unbehagen aber die ihm in der vorigen Sitzung auf seine nehmen Gesellschaft beim Termin besetzt, darunter viele von den aus der Klemme bot. Der Zuhörerraum war von einer vorein Paar Stellen aus meinen Briefen anführen über Dinge, die schwundenen Bürgerpartei, empfand nachträglich einiges dem Gastwirth eine Vereinbarung getroffen, die einen Ausweg Heiterkeit.) Die Krankenhäuser haben neben den Assistenten unqualifizirbaren Provokationen gegen die Sozialdemokraten zu Toch Volontäre und Famuli, sie brauchen sie also doch wohl auch, Theil gewordenen Zwischenrufe, wie„ Unverschämter Patron", Spielern. Der Staatsanwalt geißelte das Hazardspiel und diese Herren leisten aber ihren Dienst unentgeltlich. Die Kranken Lügner" u. dgl. die zumeist dem Gehege der Zähne des Stadtv. beantragte eine hohe Geldstrafe gegen den Wirth, um ste verlangen die Anstellung von Spezialisten, für Frauentrant- Singer entsprungen waren. In unbegreiflicher Schwer- päter aus eigener Tasche zu bezahlen. Der Beamte befindet heiten, Hautfrankheiten, Geschlechtskrankheiten u. f. w. Bei einem hörigkeit hatte er diese allerdings nicht schmeichelhasten Burufe sich nicht mehr auf seinem damaligen Poften. Ist er avanzirt? U. A. w. g. häufigeren Wechsel der Assistenten unter einem Direktor, der auch am vorigen Donnerstag Abend überhört, hatte sie dann aber Zeit hat, seine Assistenten auszubilden, könnte auch für die in den Beitungsberichten gefunden und diese Thatsache zur ,, Wie die Bramten, so die Leute". Zu den Vorgängen flinische Ausbildung der Zivilärzte viel mehr geschehen als bis- Kenntniß des Vorstehers gebracht. Ohne Umschweife be- am 18. Januar, wie sie sich im Friedrichshain abgespielt haben, her. Nach meinem Antrage sollen ferner nach Bedürfniß Neben- fannte sich Singer zur zur Urheberschaft, und nun ver liefert obige Aeußerung aus dem Munde eines Schutzstationen errichtet werden; es soll an jedem Krankenhaus ein langte Herr Hentig Remedur und drohte fürchterlich damit, manne 3 den besten Kommentar. Derselbe war auch nach dem pathologischer Anatom angestellt werden, der den dirigirenden daß er, wenn sie nicht eintrete, das Lokal verlassen werde. Der Friedrichshain kommandirt worden, um etwaigen„ Ausschreitungen Arzte in jeder Beziehung gleichgestellt sein muß. Der Vorsteher ließ sich, um dieses Aeußerste zu verhüten, thatsächlich der Arbeiterschaft" mit der bekannten ,, Schneidigkeit" zu begegnen. dirigirende Arzt bezieht sein Gehalt nur zum geringen Theil aus dazu herbei, dem Stadtv. Singer, obwohl dessen Zwischenrufe Nach dem Urtheile dieses besonnenen Beamten, der übrigens von seiner Stellung; der Anatom aber fann nicht mit 2 oder 3000 M. ihm und dem Bureau entgangen waren, einen nachträglichen den Lehren der Sozialdemokratie nicht frankhaft affizirt ist denn honorirt werden, er muß 5 oder 6000 m. haben, um seine ganze Ordnungsruf zu ertheilen. Die Vorlage wegen der ander- der Mann trägt seine Ehrenzeichen mit selbstbewußtem Stolz Thätigkeit der Anstalt zu widmen. Die nichtärztlichen Funktionen weiten Regelung des ärztlichen Dienstes an den städtischen ist in dem von ihm beaufsichtigten Viertel ein einziger follen nach meinem Antrage ebenfalls einem ärztlichen Ver- Krankenhäusern ging an einen Ausschuß, der auch einen umfang: Uebergriff der Arbeiter beobachtet worden, sondern dieselben waltungsdirektor untergeordnet werden, damit es nicht so tommt, reichen Antrag, den der Stadv. 3aded vertrat, zu berathen haben sich in geradezu, musterhafter Ordnung" zurückwie in der Charitee, wo der ärztliche Direktor garnichts und der haben wird. Hinzuweisen ist hierbei auf die sehr eigenthümliche gezogen. nichtärztliche alles zu sagen hat.( Heiterkeit.) Bei ärztlichen Ver- Art, wie der Stadtrath Straßmann die Polemik mit Dr. waltungsdirektoren wird dem Bedürfniß der Patienten jedenfalls Baded führen zu sollen glaubte, während dessen Antrag u. a. auch mehr genügt als durch einen bloßen Verwaltungsbeamten, der immer von Virchow sehr freundlich und sympatisch aufgenommen wurde. mit dem Streichen der Forderungen der Kranken und der Aerzte bei der Hand ist, auch wenn diese dreimal ja sagen. Was sollen wir legten Sizung am Montag auf Ersuchen des hiesigen Amts Der Ausschuß des Gewerbegerichts hatte in seiner aber mit den Direktoren anfangen, die aus Besorgniß einer finanziellen Mehrbelastung alles ablehnen, was im Interesse der gerichts sein Gutachten abzugeben über die Frage:„ Ist ein Einfetzer( Tischler), welcher auf einem Bau seine Arbeit selbständig Die schlechten Erwerbsverhältnisse, unter denen der Stranten nothwendig ist? Der Magistrat hat nicht das Inter: verrichtet, als Gefelle oder als Meister zu betrachten?" Das sogenannte Mittelstand leidet, treten mit fraffer Deutlichkeit in effe von 6 dirigirenden Aerzten zu wahren, sondern das der Gutachten, welches einstimmig gefaßt wurde, lautet: Jeder Ar- dem Geschäftsbetriebe der städtischen Sparkasse hervor. Während Kranken. Sehr begreiflich, daß diese 6 Herren ihre Stellen ge- beiter, welcher für einen Unternehmer arbeitet, und von diesem im Vierteljahr Juli- September 1890 die Mehreinzahlungen die fährdet ſehen, weniger im Krankenhause, als in der Privat- Rohstoffe zur Verarbeitung geliefert erhält, die gefertigte Waare Abhebungen um 1775 578,79 M. überstiegen, bat sich das Verpraxis, deshalb wollen fie feinen Konkurrenten. Die Vor- an den Unternehmer zurückliefert oder im Austrage desselben hältniß von diesem Zeitpunkt ab durch den Rückgang der Mehr lage ist eine flatschende Ohrfeige in das Gesicht der Aerzte, anderswo anbringt, ist als Gefelle 2c. zu betrachten, gleich viel ob einzahlungen in ungünstiger Weise bemerkbar gemacht, so daß in die überall das Gegentheil von ihr verlangt haben, mo er noch Leute mitbeschäftigt oder nicht. Dieses gilt auch, wenn demselben Vierteljahr 1893 die Mehreinzahlungen die Abhebungen fie zu Worte tamen. Sie ist nicht werth, in einem Ausschusse berathen zu werden. Die Versammlung sollte dem Arbeiter für mehrere Unternehmer arbeiten, ausgenommen, wenn nur noch um 518 001,64 M. übersteigen. Hiernach beträgt die Differenz des Ueberschusses im Juli bis September- Quartal 1890 Magiftrat zeigen, daß ihre Geduld erschöpft ist und das sie einen andere Bedingungen bestehen." S daß Ausschuß einseit, um dem Magistrat Vorlagen zu machen, wenn Die von der Berliner Arbeiterschaft gegen die schreienden gegen den gleichen Beitabschnitt im Jahre 1898 die hohe Summe von 1257 577,15 M. er der Versammlung feine macht. Mißstände in der Charite e betriebene Agitation hat doch So sieht es im Mittelstand" aus, der noch wenigstens einen Stadtrath Straßmann: Meine Bildung, meine Stellung, schon einige, wenn auch durchaus ungenügende Erfolge aufzu- fleinen Nothgroschen" hinter die Kante gelegt hat. Und der und mein Geschmack gestatten mir nicht, in diesem Tone dem weisen. Von der Chariteeverwaltung geht uns weiter folgende Proletarier? Dieser muß bekanntlich froh sein, wenn es ihm Borrebner zu antworten( Oho! und Zustimmung). Wir haben Mittheilung zu: Bei erneuter technischer Prüfung der Verhält- fo geht, daß er von dem Arbeitsverdienst des Sommers wenigstens Wir wie der Gbarite bat ſich ergeben, daß die Bebe nien, bie gegen er von bes Autorität besitzen. Für Spezialisten ist kein Play in den die fernere Beibehaltung der sog. Bodenstation Nr. 28 in der Arbeitslosigkeit des Winters hat machen müssen. Das Sparen Krankenhäusern, wir haben für sie zu wenig Material. Der alten Charitee nach verschiedenen Richtungen erhoben werden, nicht besorgt bekanntlich der Unternehmer an seiner Stelle. Zentral Ausschuß der ärztlichen Bezirks- Vereine ist keine unbegründet sind. Deshalb hat die Chariteedirektion die wissenschaftliche Behörde; auch auf dem Aerztetage in Breslau alsbaldige Schließung dieser Station beantragt, und der Warnung vor Feneranzündern. Ein Haushaltungsist die Meinung teine einstimmige gewefen. Un feinem Kranten- Minister der geistlichen, Unterrichts- und Medizinal Angelegen- artikel, der auf den Straßen verfauft wird und wie es den Anhause ist für mehr als einen Oberarzt ein Bedürfniß. An heiten hat diesen Antrag bereits genehmigt. Dadurch wird schein hat, Anklang findet, fordert zu einer entschiedenen Warnung Klagen ist mir, der ich seit zwei Jahren Vorsitzender des Gewerks- fich die Zahl der Krantenbetten in der Charitee um etwa sechzig heraus. Es ist ein Feueranzünder, ein leiner poröser Stein, der " Musterhaft" selbst angesichts der Gummischläuche und Stöcke der in Lumpen verkleideten Hüter der Ordnung". Daß aber Uebergriffe. der Schuhmannschaft vorgekommen Bötticher weiß nichts davon. sind, ist eine der vielen Lügen, womit die Sozialdemokratie die Leute aufzureizen versucht der Herr Minister von Krantenvereins bin, feine einzige zugekommen. Derr Badef möge miere. ist aber wahrscheinlich, daß außerdem aus mit Petroleum getränkt unter die Kohlen gelegt wird und anuns sein durch eine Privatenquete beschafftes Material übergeben. hygienischen Gründen auch noch eine weitere Ver- geblich das zum Anfeuern nöthige Holz sparen soll. Der poröse Etadtv. Virchow: In den hier gemachten Vorschlägen minderung der Bettenzahl erfolgen wird. Die städtische Stein bleibt und fann immer wieder von neuem benutzt werden. finte ich sowohl die Möglichkeit einer Berständigung wie die Berwaltung würde deshalb gut thun, schon vor der Fertigstellung Die Gefahr, welche mit der Anwendung dieses neuen Feuerjenige eines ortschrittes. Gerade auf dem Gebiete unseres des neuen vierten großen Krankenhauses auf eine Vermehrung anzünders verbunden ist, liegt in der unvorsichtigen Handhabung der Petroleumflasche in der Nähe des Feuers. Es sollen durch| auf Widerstand, sondern auch bei den Angehörigen der Braut, Polizeibericht. Am 31. v. M. Bormittags fiel ein Hausdiesen Stein schon mehrfache Unglücksfälle hervorgerufen sein. die den Einwand erhoben, daß an eine Heirath nicht eher zu diener vor dem Hause Potsdamerstr. 32 in Krämpfen zu Boden denken sei, bis fer eine Familie ernähren fönne. Diese Um- und verlegte sich so schwer am Kopfe, daß seine Ueberführung stände haben in dem Brautpaar den Entschluß reifen lassen, nach dem Elisabeth- Krankenhause erforderlich wurde.- Vor dem gemeinsam zu sterben. Beide jungen Leute haben um die Hause Andreasstr. 58 stürzte ein Mann in der Trunkenheit hin Mittagszeit ihre Wohnungen verlassen, um an einem dritten und erlitt eine bedeutende Verlegung am Hinterkopfe. Er wurde Orte zusammenzutreffen. Die Verlegung der 21 Jahre nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht. Im Laufe alten Bertha Brunsch, die sich in verschiedenen Stellungen als des Tages fanden drei kleine Brände statt. Dienstmädchen befunden hat, läßt eine Wiederherstellung taum erwarten. Als Fleischbeschanerin ist dieser Tage im Niederbarnimer Kreise die Wittive des Heilgehilfen Karl Schulze auf grund ihres Befähigungsnachweises für die Orte Schivanenbeck und Buch verpflichtet worden. Ob die Zunftperrücken nicht gegen diese Entheiligung des Weibes die Intervention des Staates anrufen werden? Die Leiche des an der Moabiter Brücke gelandeten Mannes ist als die des Architekten S. aus Moabit festgestellt worden, dessen Verschwinden bereits seit Wochen der Polizei befannt war. Das baare Geld, das man bei ihm vorfand, belief fich auf 270,80 M., während unter der Weste Depotscheine der Reichsbank über 27 000 m. versteckt waren. Merkwürdig er scheint, daß der Rock fehlt. Außer den Werthscheinen und den Baarmitteln war nur noch eine silberne Uhr vorhanden. Ein Schuß wurde vorgestern Abend um 7 Uhr auf den Südringzug abgefeuert, als er, vom Potsdamer Bahnhof tommend in die Station Schöneberg einfuhr. Die Kugel flog durch ein Koupee 2. Klasse einer Dame haarscharf an dem Kopf vorbei. Vermischkes: Ueber die Soldatenschlägerei in Thorn wird weiter berichtet: Nicht weniger als neunzehn Soldaten wurden bei der Schlägerei an Raifers Geburtstag verwundet, darunter auch einige Offiziere, welche die Ruhe herstellen wollten. Ein Gefreiter des 21. Infanterie- Regiments hat einem Rekruten im Streit einen Messerst ich in den Unterleib versetzt, infolge dessen letterer verstorben ist. Wegen Diebstahls in 64 Fällen verhaftet ist der Arbeiter G., der seit anderthalb Jahren bei einer Fabrit für Eine Liebestragödie hat sich am Donnerstag Morgen in Blumenduft Erzeugnisse beschäftigt war und sich beim Verlassen dem Hotel zum„ Deutschen Hause". Invalidenstr. 116, abgespielt. des Geschäfts soviel Waaren aneignete, als er in seinen Taschen Am gestrigen Mittwoch Abend erschien zu später Stunde ein unterbringen konnte. Die Beute hat er für den vierten Theil O, welche Luft, Soldat zu sein. Wie die Gelsenkirchener junges Paar, das Unterkommen für die Nacht beanspruchte. In des Werthes an einen Barbier verkauft, der wegen gewerbsdas Fremdenbuch schrieb sich der junge Mann als Krankenwärter mäßiger Hehlerei gleichfalls in Untersuchung genommen ist. Zeitung vom 29. Januar meldet, ist der aus der Kölner Garnison zum zweiten Mal flüchtige Artillerist Fibbe hier von Altringer und Frau aus Oldesloe ein. Beide Personen suchten Unsere guten Landleute. Wegen Anstiftung zum Meineid einem Gendarmen verhaftet worden. Als er auf dem Transport dann das ihnen angewiesene Zimmer Nr. 1 auf und verblieben ist ein Bauerngutsbefizer aus der Umgegend Berlins verhaftet zu entfliehen versuchte, wurde er von dem Gendarmen erdort. Heute Morgen gegen 6 Uhr hörte man den Knall eines worden. Eine Wittwe W. soll ihre beiden Gänse auf seinem Klee- fchossen. Echuffes, man drang in das Zimmer und fand den angeblichen acker geweidet und ihm dadurch einen Schaden von fünf Pfennigen Breslau, 1. Februar. In der vergangenen Nacht Altringer bereits todt in seinem Bette auf. Er hatte sich in zugefügt haben. Auf seine Anzeige erhielt die Frau einen Straf- brannten in dem Dorfe Preiland bei Neiße 38 Stellen ab. das Herz getroffen. Seine Begleiterin lag in seinen Armen, gab befehl, beantragte aber richterliche Entscheidung. Bei der Ver- Eine Frau und ein Kind famen in den Flammen ums Leben. aber noch schwache Lebenszeichen von sich. Sie hatte einen Schuß handlung erklärte ein vom Kläger beigebrachter Belastungszeuge Viel Getreide und Vieh ist vernichtet. Es wird Brandstiftung in die Herzgegend erhalten und außerdem, wie eine noch zum eidlich, von dem Gutsbesitzer unter dem Angebot einer Geld- vermuthet. Auf der Galmej- Grube Victoria" bei Beuthen in Theil mit Phosphor gefüllte Büchse nachweiſt, Gift ge- entschädigung aufgefordert zu sein, zu bekräftigen, daß er die Oberschlesien brannte der alte Förderschacht ab; alle Anlagen das sie in einem Wasserglase zusammengerührt Gänse der Wittwe auf dem Kleeacker gesehen habe. Diese wurden zerstört. hatte. Ein Arzt sorgte für die Ueberführung des Wendung brachte die Freisprechung der Frau und die Verhaftung des Gutsbesizers zu Wege. 11ommen, Mädchens nach Der Charitee, während die Leiche des Mannes nach dem Schauhauſe gebracht wurde. Es wird nicht daran zu zweifeln sein, daß der brave auf dem Tische des Zimmers, in dem das Paar wohnte, wurde meineidsbauer ein gar frommer und staatserhaltender Mann ein Zettel gefunden, der die folgenden Worte enthielt: gewesen ist, der wetterfest auf die Romen'sche Meineidslüge über „ Ich bin der Schlosser, jezige Krankenwärter Max Bull, die Sozialdemokratie schwor. 27. August 1872 in Berlin geboren, Pallisadenstr. 37 wohnhaft. Die Sozialdemokratie schwor. Meine Braut ist die unverehelichte Bertha Brunsch, die Pallisaden- Ueberziehermarder in der Universität. Am 29. v. M. straße 68 bei ihrem Schwager Sommer wohnt. Der Revolver wurde der Photograph S. in der Universität abgefaßt, als er gehört meinem Vater, wir bitten, uns in ein gemeinsames Grab sich einen fremden Ueberzieher und Regenschirm aneignete. Es zu betten!! Außerdem lag auf dem Tisch ein Brief mit Trauer- hat sich ergeben, daß er sich mit einem Kaufmann F. zur fort rand, der an den Vater Otto Bull nach der Wohnung, Ballifaden- gesetzten Ausführung solcher Diebereien in der Universität und straße 37, gerichtet war. May Bull wohnte seit einigen Wochen der Universitäts- Klinik in der Dorotheenstraße verbunden hatte. nicht mehr bei den Eltern, war nach Pallisadenstr. 75 zu einem Beide gingen so vor, daß während einer den Kaisermantel des Arbeiter Riedel verzogen. Er war zuletzt im Krankenhause am anderen über seinen Ueberzieher zog, der andere einen fremden Urban beschäftigt, hatte aber vor einigen Tagen feine Stellung Ueberzieher mitnahm. Dies fiel insofern nicht auf, als Beide verloren. Mit dem Fräulein Brunsch wollte er sich ver- mehrfach mit Studenten verkehrten und auch vielfach für Stuheirathen, stieß aber deswegen nicht blos bei seinen Eltern I deuten gehalten wurden. Tischler- Verein Verband der Sattler und Tapezirer] Sonnabend, den 3. Februar 1894, Abends 9 Uhr, Melchiorstr. 15: Versammlung mit Damen. ( Filiale Berlin). Geschlossene Mitglieder- Versammlung Tages- Ordnung: Vortrag des Herrn am Sonnabend, den 3. Februar, Abends 81/2 Uhr, im Lokal des Dr. med. Heymann. Ausgabe der Herrn Wienecke, Alte Jakobßraße Nr. 83. Billets zum Maskenball. Vereins- 294/5 Tages- Ordnung: angelegenheiten. 333/9 Der Vorstand. Arbeiter- Verein für Rummelsburg u. Umgegend. Sonnabend, den 3. Februar, Abends 82 Uhr, im Lokale des Herrn Gursch, Stralau Nr. 5: 1. Anträge zur Generalversammlung. 2. Wahl der Delegirten. 3. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. Der Vorstand. Mitglieder, die länger als 13 Wochen mit ihren Beiträgen zurück sind, und nicht um Stundung derselben eingekommen sind, haben laut Bekannt machung des Zentralvorstandes keinen Zutritt. NB. Billets zu dem am 10. Februar stattfindenden Maskenball gelangen zur Ausgabe." Achtung! Schaftarbeiter. Achtung! General- Versammlung. Sonnabend, den 3. Februar, Abends 9 Uhr: Grosse öffentliche Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom lehten Quartal. 2. Bericht des Bibliothekars. 2. Beschlußfassung über Landagitation. 4. Statutenberathung." 111/6 Eintritt nur gegen Vorzeigung des Mitgliedsbuches. Um recht zahlreiches Erscheinen er sucht Der Vorstand. Versammlung in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Jahn über: Die franzö fischen Arbeiter- Assoziationen. 2. Wahl eines Delegirten zur GewerkschaftsKommission. Zahlreiches Erscheinen nothwendig. Presskohlen 1555b Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) Belgrad, 1. Februar. Das Amtsblatt veröffentlicht die Enthebung der meisien radikalen Kreispräfeften, an deren Stelle bisher fünf Liberale, fünf Fortschrittler und zwei Radikale ge treten sind. Der Minister des Aeußen, Simitsch, erklärte heute dem Berichterstatter der Kölnischen Zeitung", er sei der Ansicht, daß sich die Regierung länger halten werde, als man allgemein glaubt. Prag, 1. Februar. Sofort nach Erledigung des Prozesses gegen die Omladinisten beginnt der Prozeß gegen die Mörder Mrav's und gegen Gzicet, welcher der indirekten Betheiligung an dem Morde beschuldigt wird. Köpenick. Sozialdemokratischer Arbeiterverein für Köpenid n. Umgegend. Honnabend, 24. Februar, im Lokal des Herrn Klein( Stadttheater): Konzert, Theater, Vorträge und Tanz, 104/18 " " Gäste: " unter Mitwirkung der Arbeiter- Gesangvv. Morgenroth u. Heimathklänge Entree für Mitglieder: Herren 30 Pf., Damen frei. 50 Pf., 20 Bf. Der Vorstand. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß die Zahlstelle sich vom 15. Februar ab bei Ernst Hertel, Grünauerstr. 4, befindet. Ebenso befindet sich die Vereinsbibliothek von demselben Tage ab bei Waldner, Riegerstr. 43, III. Metzner's Korbwaaren- Fabrik, Berlin, Andreasstr. 23, Hof part., vis- à- vis d. Andreasplaz größtes Lager Berlins. Muster Kinderwagen, bücher gratis. Theilzahlung 9 gestattet. 500 Mark zable ich Jedem, der mir nachweist, daß ich nicht das größte F. Metzner. Binderwagen- Lager Berlins ha be. Einzelne Flaschen frei Haus Berlin. Rum, beste Senftenberger Marie, 5 Mark frei Keller mit Fuhr- echt und Façon, Literflasche 1,10, 1,60, 2,10, bei 5 Fl. 10 Pf. billiger. Otto Naether, on und Backen. Brobekohlen gratis frei Haus. Uhrmacher, Anklamerstr. 44, an der Brunnenstr. Reparaturen an Uhren jeder Art solid und preiswerth.[ 54172* Schulstraße 50 eine Tischlerwerkstatt mit Doppell., großem Hof, per sofort oder später billig zu vermiethen. 1470b Filzschuh- Ausverkauf wegen Aufgabe, zu billigsten Preisen. 5535L] Reinickendorferstr. 4. 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Täglich erscheinende Zeitungen. Augsburg Volkszeitung" Mittlerer Graben H 405. Bamberg Bamberger Volkszeitung" Wohlfahrsgasse 11, Würz" burg. Bielefeld Volkswacht" Schulstr. 20. " " Brandenburg Volksblatt für Ost- und Westhavelland' ( Brandenburger Zeitung), St. Annenstr. 33. 11 Freitag, den 2. Februar 1894. " Halberstadt Sonntags- Zeitung" Grudenberg 3. Königsberg i. Pr. Volts- Tribüne" Vorder- Roßgarten. Mannheim Bote von der Saar" T3, 4 b. Nürnberg Arbeiter- Chronik" Weizenstr. 12. " Bayrisches Wochenblatt" Weizenſtr. 12. Beik Glückauf" Neumarkt 38. München Stuttgart Witblätter. Süddeutscher Postillon" Senefelderstr. 4. Erscheint alle 14 Tage. „ Der wahre Jacob" Furthbachstr. 12. Erscheint alle 14 Tage. Illustrirtes Unterhaltungsblatt. Hamburg„ Die Neue Welt" Große Theaterstr. 44. Erscheint wöchentlich einmal. Gewerkschaftspresse in Deutschland. I. Quartal 1894. Dreimal wöchentlich erscheinend. Braunschweig Braunschw. Voltsfreund" Kannengießerstr. 13. Leipzig- Rendnik„ Der Correspondent" für Buchdrucker. Bremen Bremer Bürger- Zeitung" Schlachte 35. Breslau Volkswacht" Weißgerbergasse 64. " Caffel Voltsblatt für Hessen" Hohenthorstr. 20. Ronstantinstr. 8, Wöchentlich erscheinend. Dortmund Rheinisch- Westfäl. Arbeiter- Zeitung" Lindenstr. 25. Berlin„ Die Ameise", Drgan des PorzellanDresden Sächsische Arbeiter Zeitung" Gerbergasse 1. Elberfeld„ Freie Presse" Kleine Klozbahn 10. Erfurt Thüringer Tribüne" Gartenstr. 7. " Frankfurt a. M. Volksstimme" Katharinenpforte 11. Fürth Fürther Bürger- Zeitung". Geeßtemünde„ Norddeutsche Volksstimme" Schulzstr. 16. Gera Reußische Tribüne" Zschochern 54. Halle a.. Boltsblatt für Halle" Bölbergasse. Hamburg Hamburger Echo" Gr. Theaterstr. 44. Hannover Volkswille" Marktstr. 45. " Hof„ Oberfränkische Volkszeitung" Marienstr. 77. Kiel Schleswig- Holstein'sche Bolts- Zeitung" Bergstr. 11. Leipzig„ Der Wähler" Dörrienstr. 9. Magdeburg Volksstimme" Schmiedehofstr. 5/6. arbeiter Verbandes, Charlottenburg, = Englische Straße 27, 11. Der Bauhandwerker" S. Urbanstr. 124, Dugb. IV. ,, Bildhauer Zeitung", Neanderstr. 3. Allg. Fahr- Zeitung" Schüßenstr. 58. Der Gastwirthsgehilfe" Annenstr. 14. = 11. Jahrg. Hannover„ Der Proletarier"( für Fabrit 2c. Arbeiter und Arbeiterinnen) Klostergang 4A. Stuttgart Die Gleichheit". Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen. Furthbachstr. 12, Wiesbaden„ Der Glafer" Helenenstr. 26. Monatlich einmal erscheinend. Berlin Correspondenzblatt"( für ( für Geschäftsdiener, Packer) Neue Grünftr. 10 I. „ Correspondenzblatt"( Bergolder Verbandsorgan) Stralsunderstr. 69. " Hamburg Der Holzarbeiter" Gilbed, Ronventstr. 5. " Der Kürschner" do. do. „ Der Kundschafter"( für Barbier gehilfen) Gr. Reichenstr. 62. Obige Zusammenstellung veröffentlichen wir je zu Beginn des Quartals. In der Zwischenzeit sich ergebende Adreß- oder sonstige Veränderungen bitten wir uns behufs Vorme ung mit theilen zu wollen. Berlin SW ,, Razbachstraße 9, I. Der Parteivorstand. Soziale Mebericht: Achtung, Bildhauer! Bei der Firma Carl Schilling, Sof- Steinmetzmeister, Möckernstraße, sind Differenzen zwischen der Firma und den daselbst beschäftigten Stein Bildhauern aus gebrochen. Letztere verlangen Abschaffung der Akkordarbeit und Einführung eines Minimallohnes von 6 M. und haben infolge deffen die Arbeit niedergelegt. Zuzug ist fernzuhalten. Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. Die Agitations Rommission der Bildhauer Berlins. J. A.: P. König. An die Arbeiter und Arbeiterinnen der Schäftebranche! Kollegen und Kolleginnen! Wieder treten wir an Euch mit der Mahnung heran, organisirt Euch! Wohl können Neue Union" Organ der in den graphischen Ge- wir mit einer gewissen Befriedigung sagen, daß ein Theil unserer Berufsgenossen diesem Rufe nachgekommen ist, die Mehrzahl werben Beschäftigten Elisabeth- Ufer 55. unserer Kollegen und Kolleginnen steht aber leider noch unseren „ Der Töpfer" Colbergerstr. 11, part. I. Bestrebungen fern. Die Vortheile, welche unsere Branche durch Vereins- Anzeiger für Maler" Mittenwalderstr. 24. die Lohnbewegung im Jahre 1890 errungen hat, sind fast ohne Ausnahme verloren gegangen, nicht zum Geringsten ist es bic Bremen Deutsche Böttcher Zeitung", Langestr. 100 I. Schuld unserer Kollegen, die verabsaumt haben, für eine gute Burgstädt„ Der Textilarbeiter" Obere Marienstr. 285. Organisation zu sorgen, die ein derartiges Beginnen des Gelsenkirchen Deutsche Berg- und Hüttenarbeiter Unternehmerthums zurückweisen konnte. Die Lage unseres Berufs, Zeitung" Friedrichstr. 47. die erbärmlichen Werkstattverhältnine, die niedrigen Löhne zwingen uns mit aller Energie, den Aufbau unserer Organisation zu be treiben. Kollegen und Kolleginnen! Da liegt es an Euch, uns zu unterstützen in diesem Werk. Es gilt hier Eurem Vortheil. und dem der gesammten Berufsgenossen, wenn Ihr tüchtig mit Hand ans Werk legt und der Organisation Guch anschließt. Diese Organisation ist für Euch der Verein der Schäftebranche. Am Sonnabend, den 8. Februar, findet in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20, eine öffentliche Bersammlung statt, wir „ Der Grundstein"( für Maurer) Zollvereins ersuchen alle Kollegen und Kolleginnen, diese zu besuchen. Niederlage, Wilhelmstr. 13 I. " Mainz Mainzer Volkszeitung"( Hessische Volksstimme) Deutsch Gotha„ Schuhmacher- Fachblatt" hausgäßchen 1. Mannheim Volksstimme" T. 3, 4. b. " München Münchener Post" Windenmacherstr. 5, I. Nen- Bremen Norddeutsches Volksblatt." Nürnberg Fränkische Tagespost" Weizenſtr. 12. " Offenbach Offenbacher Abendblatt" Frankfurterstr. 36. Saalfeld„ Saalfelder Volksblatt" Rosmaringasse 15. Stuttgart Schwäbische Tagwacht" Furthbachstr. 12. Würzburg Unterfränkische Volkstribüne" Brücknerstr. 6. Beik Voltsbote" Stiftsberg 13. " Wöchentlich dreimal erscheinende Blätter. Bant Norddeutsches Voltsblatt" Adolfstr. 1. Berlin Volksblatt", Organ für die arbeitende Bevölkerung. Beuthstr. 2, SW. Burgstädt„ Die Volksstimme" Augustusstraße. Chemnitz„ Der Beobachter" Gartenstr. 16. Crefeld Niederrheinische Volstribüne" Am Ostwall. Deffau„ Voltsblatt für Anhalt" Landstr. 38. Dortmund Westfälische Volkstribüne" Hagen, Selbecker straße 3.' Lüdenscheid, Grabenstr. 1. Unna, Kloster " wall 18. Dresden Der Volksfreund" Gerbergasse 1. Düsseldorf„ Niederrheinische Voltstribüne" Karlsplatz 8. Eisenach.„ Eisenacher Volksblatt" Rasselerstr. 20. Frankfurt a. O.„ Märkische Volksstimme" Tuchmacherstr. 78 Gotha„ Gothaisches Boltsblatt" Kinsleberstr. 11. Greiz„ Reußische Volks- Zeitung" Untere Silberstr. 1. Hagen Volkswacht" Selbeckerstr. 3. " " Köln Rheinische Zeitung" Gr. Griechenmarkt 115. Meißen Meißner Volksfreund", Wurzen, Schrotgasse 7. Mülhausen i. E. Elsaß- Lothr. Volkszeitung" Schulgaffe 2. Offenburg i. B." Bollsfreund" Mezgerstr. 268. " Roßlock Mecklenburgische Volkszeitung" Hopfenmarkt 19. Solingen Bergische Arbeiterstimme" Raiserstr. 29. Stettin Volks- Bote". Wurzen Neue Wurzener Zeitung" Jakobsgasse 18. Zwickau Sächsisches Volksblatt" Magazinstr. 2. " Wöchentlich zweimal erscheinende Blätter. Aachen Aachener Volksblatt" Kleinmarschnerstr. 29. Altenburg Der Wähler" Brüdergasse 2. Langenbielau Der Proletarier aus dem Eulengebirge". Hamburg Correspondenzblatt der Generalkommission der Gewerkschaften Deutschlands" Zollvereins- Niederlage, Wilhelmstr. 18 I. „ Glück auf!"( für Former) Hamburg- Gilbed, Leipzig Konventstr. 5. Solzarbeiter Zeitung" Eimsbüttel, Bismarckftraße 10. ,, Bruder Schmied" Altonaerstr. 45. " Fachzeitung für Schneider" Rosenstr. 35 I. " Der Zimmerer" Barmbeck, Feßlerstr. 28 I. Der Gewerkschafter"( f. Cigarren arbeiter) Dörrienstraße 9. Reform"( für Buchdrucker) Ulrichsgasse 27-29 I. Leipzig- Schkendik„ Graphische Presse" Schkeudizz. Linden- Hannover." Deutsche Brauer- Zeitung", Nieschlagstraße 13. " " Löbtau- Dresden Der Fachgenosse"( für Glass, Porzellanund Thonwaaren- Arbeiter) Wilsdrufferstraße 50. Nürnberg Deutsche Meta II arbeiter- Zeitung" Weizenstr. 12. Stuttgart Buchbinder- Zeitung", Heusteigstr. 80. „ Der Handschuhmacher" Böblingerstr. 4. Zwickau„ Glück auf!"( für Bergarbeiter) Aeußere Schneebergerstraße 60. Altenburg Hamburg " " Monatlich dreimal erscheinend. Correspondent für Hutmacher" Teichstr. 3. Der Kupferschmied" Hammerbrook, Heidenfampsweg 62, IV. Alle 14 Tage erscheinend. Altenburg Fachblatt d. Mühlen arbeiter" Mauergasse 4b. Bereinsblatt der Weißgerber", Schüßenstr. 16. Altona„ Die Biene",( Organ der Konditorgehilfen und verwandten Berufsgenossen), Adolfstr. 95. Berlin Deutsche Bäder Zeitung" Bernauerstr. 30 III und Brunnenstr. 161. 17 ,, Allgem. Da chdecker- Zeitung" Schwedterstr. 52. „ Der Handels angestellte" Elisabeth- Ufer 55. ,, Sattler u. Zapezirer Zeitung" Invaliden ftraße 145. ,, Allg. Steinseher Zeitung" Emdenerstr. 42. J. A.: D. Baumgart. Achtung, Vergolder! Bei der Firma Mathias u. Frost ( Juh. Gläßner) in Burg bei Magdeburg haben die Politurarbeiter infolge bedeutender Lohndifferenzen die Arbeit niedergelegt. Wir ersuchen die Kollegen allerorts, den Zuzug nach dort streng fernzuhalten und die Streifenden moralisch und materiell träftig zu unterstützen. Der Haupt- Vorstand. Im Auftrage: Paul Höpfner. Achtung! Stuckateure! Die wirthschaftliche Krise und die überaus schlechte Baukonjunktur benüßen die Unternehmer, um eine Depression auf die Lohnverhältnisse auszuüben namentlich auf die Akkordpreise. Im Grunde genommen leisten die Herren für unsere Bestrebungen mehr, als es der beste Vortrag Der Einsicht, was er von der vielgerühmten Harmonie zwischen vermag. Sie bringen den Indifferenten mit Nothwendigkeit zu Rapital und Arbeit zu halten habe. Der Bildhauer Braasch hat hierzu ein Beispiel geliefert. Bei Uebernahme einer hat der größeren Arbeit betreffende Herr 50 Prozent Akkordlöhnen abgezogen. Ein Umstand ber uns nöthigt, die Kollegen darauf aufmerksam zu machen und an sie die Aufforderung zu richten, die Werkstatt des betreffenden Unternehmers zu meiden. voll den Ferner ersuchen wir die Puzer, uns in unserem Bestreben zu unterstützen. Die Vertrauensleute von Berlin, Schöneberg und Charlottenburg. Achtung, Schneider und Schneiderinnen! Am 5. Februar Abends 81/2 Uhr findet im Lokale Martens Salon, Friedrichstraße 286, eine öffentliche Versammlung statt, in der Kollege Täterow über das Thema referiren wird: Die wirthschaftlichen Verhältnisse der Arbeiter und Arbeiterinnen in allen Branchen der Schneiderei und welche Maßnahmen treffen wir für die Zukunft" Es ist Pflicht der Kollegen und Kolleginnen, namentlich derjenigen aus Geschäften, in denen in legter Zeit Abzüge gemacht sind, zahlreich zu erscheinen. Die Agitationstommission der Schneider und Schneiderinnen Berlins. Der Streik der Former zu Nürnberg hat sich nahezu auf alle Werkstätten ausgedehnt; es liegen ca. 240 Mann im Streit. Der Streik der Schuhmacher der Firma Gebr. Gleiche in Burg bei Magdeburg, der höchstwahrscheinlich nach Ablauf der gefeßlichen Kündigungsfrist eintreten wird, ist in erster Linie München- Gladbach„ Arbeiterstimme", Solingen, Kaiser- Dresden„ Der Barbier und Friseur"( für die selbständigen eine Folge der schlechten ſanitären Verhältnisse, benen die Are straße 29. Nordhansen Nordhäuser Boltsblatt" Altendorfftr. 16. Saalfeld Thüringer Voltsfreund"( Thür. Waldpost) Rosmarin gaffe 15. " Thüringer Boltsblatt"( Schwarzburger Boltsfreund) Rosmaringaffe 25. Wöchentlich einmal erscheinende lätter. Apolda Freie Presse". Bant Die Nord- Wacht" Adolfstr. 1. Berlin Gazeta Robotnicza" Oranienstr. 54, Hof I. Braunschweig„ Der Landbote" Kannengießerftr. 18. Breslau Boftswacht" Weißgerbergasse 64. antizünstlerischen Meister) Pragerstr. 46. " Frankfurt a. M. Neue Deutsche Dachdecker Beitung" Buchgasse 10. Hamburg „ Der Arbeiter"( für Bau- und Hilfsarbeiter) Eilbeck, Ronventstr. 5. Der Gerber" Eilbeck, Konventstr. 5. „ Der Goldarbeiter" do. do. „ Der Schiffszimmerer" Gilbeck, Ronventstr. 5. „ Der Schiffszimmerer" Gilbeck, Konventstr. 5. ,, Gärtner Zeitung" Silienſtr. 16. = Zapezirer Beitung" St. Georg, Bremer straße 65/66. Hanau Adamas"( für Diamantschleifer). Erscheint drei sprachig in Antwerpen. Deutsche Redaktionsadresse: Brauerei Weismantel, Schnurgasse". beiter in obiger Fabrik ausgesetzt sind. In welchem Zustande die Arbeitsräume sein mögen, geht aus den Forderungen hervor, die die Arbeiter stellen. Sie verlangen: 1. daß die Fabrik täglich nach Schluß der Arbeit ausgefegt, 2. daß die Defen so hers gestellt werden, daß sie nicht wie Dampfschlote rauchen, denn als Brennmaterial wird nur Lederabfall verbraucht, 3. daß die Aborte wöchentlich gefcheuert und Abstellung noch verschiedener Mängel. Man muß sich unwillkürlich fragen, ob feiner der Herren Fabrikinspektoren jemals dem Etablissement einen Besuch abgestattet und diese Mißwirthschaft gesehen hat. Ferner Klagen sämmtliche Arbeiter über schlechte Löhne, was um so fühlbarer werde, als das zur Verwendung gelangende Material das dent bar schlechteste sei. Am 27. Januar fand eine Versammlung der Arbeiter statt, zu der auch die Fabrikanten erschienen waren. zu einer Einigung kam es indeß nicht, so daß der Streit un vermeidlich erscheint. Die Aussicht auf Sieg ist eine gute. 8u+ zug ist fern zu halten. Die Maße egelungen gegen den Poftaffiftenten- Verband| engeres Zusammenhalten unter einander herzustellen, veranstalten| Staat und der Kirche bestehen. Mit der vielgerühmten Bolte scheinen, troß der vielfachen Klagen, die hierüber schon im Reichs fie nach Schluß dieser Versammlungen Musik- und Gesangvor- schule, führte er aus, verfolge das Bürgerthum thatsächlich nur tag laut geworden, noch immer fortgesetzt zu werden. So wird träge, eine Einrichtung, die wesentlich zur Förderung der Har- den Zweck, die Kinder des Volkes soweit zu„ bilden", als nöthig der Münchener Post" aus Frankfurt a. M. gemeldet: monie und Einigkeit beigetragen hat. Noch niemand hat sich ist, um in ihnen für die moderne Industrie brauchbare AusDas Oberpostamt verlangte von der hiesigen Abtheilung des bisher Ausschreitungen zu schulden kommen lassen. Postassistenten- Verbandes die Liste der Mitglieder. Der Verband befchloß einstimmig, die Liste nicht aus der Hand zu geben und die Mitglieder geheim zu halten." Db fich wohl die Veranlasser folcher Dinge tlar sind, daß sie dadurch blos Erbitterung und Unzufriedenheit schaffen? Die Zwickauer Steinmetzen sind, gleich ihren Berliner Rollegen, mit den Meistern in Unterhandlung getreten, um die 9 ftündige Arbeitszeit für den Sommer sowie eme Erhöhung der Lohnfätze zu erreichen. Kommt eine Einigung nicht zu stande, so werden die Arbeiter jedenfalls versuchen, ihre Forderungen durch Arbeitseinstellung durchzusetzen. Den Mitgliedern der allgemeinen Orts- Krankenkasse gewerblicher Arbeiter und Arbeiterinnen bringen wir hiermit zur Kenntniß, daß sich die neugewählte Kommission fonstituirt hat. Nachstehende Personen sind bereit, den Mitgliedern bei Beschwerden mit Rath, und That zur Seite zu stehen. Paul Sillier, Müllerstr. 25a;' Emil Sferl, Bellermannftr. 83; Alfred Rosenkranz, Rummelsburg, Lessingstr. 28 a. Die Mit glieder werden ersucht, sich diese Adressen aufzubewahren. Die Tischler und Vergolder einer großen Leisten- und Rahmenfabrik von Wien stehen seit dem 29. Januar im Streit. Urfache: Muthwillige Maßregelung von Fachgenossen. Zuzug ift fern zu halten. Eine städtische Biersteuer soll in Hannover zur Einführung gelangen. Das Hektoliter Bier würde nach dem Entwurf mit 65 Pf. besteuert werden. Diese neue indirekte Steuer soll es ermöglichen, daß der kommunale Zuschlag zur Staatseintommensteuer um 15 oder 20 pCt. herabgesetzt werden kann. Wird der Entwurf Gesetz, so würde das wiederum eine Mehrbelastung der ärmeren Bevölkerung bedeuten, während dem die Erleichterung durch die Herabsehung des Kommunalzuschlages den hohen Einkommen zu gute tommen würde. Auf der andern Seite dürfte die Steuer in nicht geringem Maße dazu beitragen, die Unbemittelten zum Schnapskonsum hinzudrängen. Versammlungen: Der deutsche Holzarbeiter Verband hielt am 25. Januar eine Branchenversammlung der Modelltischler ab, in der Kollege Neumann über das Thema referirte:" Das Recht auf Faulheit." Die Diskussion bewegte sich im Sinne des Referats. Unter Verbandsangelegenheiten gab Wiedemann einen Ueberblick über die Organisationsform. Um den Kollegen den Besuch der Versamm lungen zu erleichtern, beruft der Verein in den vier Bezirken, welche Eintheilung im Interesse der Agitation der Verband für nothwendig hielt, abwechselnd Versammlungen ein. Ebenso sollen zur Besprechung besonderer Angelegenheiten in den einzelnen Branchen für diese Versammlungen einberufen werden. In der Versammlung wurde der Wunsch geäußert, derartige Berfammlungen des Sonntags einzuberufen. beutungs- Objekte zu gewinnen. Nur in einer Gesellschaft, die frei ist von dem rohen materialistischen Buge, der vermag eine heute das ganze Staatsgebilde durchweht, wirkliche Volksschule sich zu entwickeln, ein solcher zu stand ist nur unter der Herrschaft des Sozialismus möglich. Des weiteren erörtert Redner das Falsche des Grundsayes: im Die Vertrauensleute der Stuckateure hatten am 18. vor. Keine Moral ohne Religion", mit dem gewisse Leute den Re Mts. eine öffentliche Versammlung einberufen, um eine Reihe ligionsunterricht in der Schule zu rechtfertigen suchen. Die Moral ihrer obliegenden Aufgaben zur Verhandlung zu bringen. Vom sei durchaus nichts, was über dem Menschen stehe, nichts GöttKollegen Babst wurde der Versammlung zunächst der Kassenberichtliches. Sie sei einfach nur die Folge des Zusammenlebens von Ausgabe von 80,58 m. gegenübersieht, bleibt mithin ein Bestand führten mit der Zeit zu bestimmten Anschauungen über richtiges unterbreitet, Danach betrug die Einnahme 121,88 M., der eine Menschen. unterbreitet, Danach betrug die Einnahme 121,88 M., der eine Menschen. Die nothwendigen gegenseitigen Rücksichtnahmen von 41,80 M. Nach einer längeren Debatte, die sich um die und falsches, schlechtes und gutes Handeln zur Bildung von Diese wiederum feien wandelbar, Frage drehte, welche Schritte sind gegen die Restanten zu unter- Moralanschauungen. nehmen wird ein Antrag angenommen, der bestimmt, daß in gleichen Maße, wie die gesellschaftlichen Beziehungen der der nächsten Versammlung die Kollegen namhaft zu machen sind, Menschen wandelbar seien, deren Abbild sie ja nur wären. die sich mit dem Vertrieb der Marken beschäftigen; die Namen Der sozialdemokratischen Arbeiterklasse sei es vorbehalten, durch Der Restanten sollen sodann jedes Mal bekannt gegeben werden. ihren Kampf nicht nur bessere soziale, materielle Verhältnisse zu dem Unterstüßungsfonds der Stuckateure beizusteuern und zum bildung zu schaffen.( Großer Beifall.) Nach einer kurzen Beitritt in den Fachverein. Kollege Thomas giebt bekannt, daß Debatte leitete Genoje Ritter den zweiten Punkt der Tagesam 1. April eine Agitationsnummer des„ Bauhandwerker" zur ordnung ein: Das Abhandenkommen von Kleidungsstücken wie verhalten sich die Ausgabe gelangt und bittet die Kollegen, diese recht eifrig zu in den hiesigen Schulen und dazu? Redner führte führte aus, seit längerer verbreiten. Unter Verschiedenem gab die Handlungsweise des Einwohner Zeit schon tämen den die Schule besuchenden Kindern Meisters Brasch Veranlassung zu einer längeren Debatte. Kleidungsstücke fort, Müßen, Ueberzieher, Halstücher 2c., ohne daß die Diebe ertappt worden seien. Man habe sich mit Beschwerden bis an den Schulvorstand, den Pfarrer, gewandt, um Remedur geschaffen zu sehen. Mit den Beschwerden sei nichts erzielt worden. Auch in der Gemeindevertretung habe man sich nicht darum bekümmert. So habe man nichts anderes thun fönnen, als eine öffentliche Aussprache darüber herbeizuführen. Die Kinder müßten ihre Sachen auf dem Korridor neben dem Unterrichtszimmer hinhängen, wo Jedermann Zutritt habe. Da der Korridor zu verschiedenen Bureaus führe, hingen die Sachen thatsächlich öffentlich aus. Ein Redner verlangte, nachdem Genosse Scheib zu der Sache gesprochen hatte, daß die Sachen entweder während der Unterrichtsstunden in einem verschlossenen Zimmer untergebracht oder unter die Aufsicht des Schuldieners Was die Arbeit an Opfern verlangt. In den britischen Bergwerken fanden nach dem amtlichen Bericht im lektvergangenen Die Arbeiter der mechanischen Schuhfabriken hielten wie in Berlin gestellt würden. Das Bureau der Versammlung Jahre 1056 Mann ihren Tod. 158 Todesfälle waren die Folge am Montag, den 29. Januar, eine gut besuchte Versammlung in die Genossen Scheib, Weigel und Ritter) wurde beauftragt, die von schlagenden Wettern, 411 von einstürzenden Decken und Ge- Joël's oberem Eaale ab. Temmler gab den Bericht über den Angelegenheit durch alle Instanzen zu verfolgen. Gerügt wurde rüften, 103 ereigneten sich in den Zugangsschächten und 265 Stand des Streits und empfahl in anbetracht der ungünstigen noch, daß trotz der Einladung weder ein Mitglied des SchulTodesfälle unter der Erde werden verschiedenen anderen Ursachen Lage, in welche die Streifenden durch die Streitbrecher gekommen vorstandes, noch ein Lehrer in der Versammlung anwesend war. zugeschrieben, während 119 Personen durch Maschineries und sind, die Beendigung des Lohnkampfes. Wenn auch nicht viel Sozialdemokratischer Agitationsklub für den Often Berlins. fonftige Unfälle an der Erdoberfläche ihren Tod fanden. Die erreicht sei, so könne man sich damit trösten, daß aufgeschoben Sonntag den 4. Februar, Abends 6½ Uhr, im Lokale Zum Freischüß"( oberer Gesammtzahl ist gewiß beträchtlich, auch wenn man berücksichtigt, nicht aufgehoben fei; die ca. 30 Personen, welche noch aus- Saal), Fruchtstr. 36: Große öffentliche Versammlung für Männer und daß die Zahl der Bergleute im Vereinigten Königreich nahezu ständig sind, werden voraussichtlich bei flotterem Geschäftsgange Arbeiter- Bildungsschule. Freitag, Abends von 8%-10% Uhr: Nord600 000 beträgt. Und da besitzt das Unternehmerthum die noch untergebracht werden, so lange sind dieselben noch zu unter- Schule, Mullerstraße 179a: Unverschämtheit noch, sich zu entrüsten, wenn die Arbeiter höhere stützen. Kollege Lange wünscht die Sperre über die Fabriken, Löhne, überhaupt ein menschenwürdiges Dasein verlangen. welche die mäßigen Forderungen der Arbeiter unberücksichtigt gelaffen haben. Gegen diesen Vorschlag wenden sich alle nachWeibliche Handelsrichter dürften demnächst in Frank- folgenden Redner, indem sie betonen, daß diese Maßregel anreich zu verzeichnen sein. Der Senat hat eine Gesetzesvorlage läßlich des Falles Mauff im vorigen Jahre fich nicht beangenommen, welche ihnen die handelsgerichtliche Wahl zubilligt währt hat. Die zielbewußten Kollegen wären verhindert, Theilt die Kammer die Ansicht des Senats, so werden die diese Plätze aufzusuchen, demzufolge blieben die Inhandeltreibenden Frauen fünftig ihre Richter selbst ernennen. differenten ganz unter sich, und das müsse vermieden werden. Ift den Frauen das aktive und passive Wahlrecht bei den Nach längerer Debatte wird die folgende, von fast allen Rednern Handelsgerichten gegeben, dann ist auch kein Grund mehr vor befürwortete Resolution angenommen: Die Versammlung erhanden, den Frauen das Wahlrecht in Staat und Gemeinde vor- flärt den Streit in sämmtlichen Fabriken für beendet. Die Verzuenthalten. sammelten versprechen, die Kollegen, welche noch nicht in Arbeit stehen, nach Kräften zu unterſtüßen, sowie die indifferenten Arbeiter ebenfalls zur Organisation heranzuziehen, damit später Der Kampf mit größerem Erfolge wieder aufgenommen werden fann. Die Diskussionsredner machten zum Theil den Kollegen Bock für die Niederlage haftbar, während Niederauer u. A. die Meinung vertraten, daß wohl nicht durch den„ Fall Bock", sondern dadurch, daß die Fabrikanten es verstanden haben, die Arbeiter vorzeitig zum Streit zu drängen, der Mißerfolg herbeigeführt sei. Von einigen Kollegen wird der Wunsch geäußert, die kleineren Vereine, Zwider, Filzschuharbeiter 2c., zu einer großen Lokalorgarisation zusammenzufassen, damit der ewige Streit unter den Berliner Schuhmachern ein Ende finde. Den armen Millionär- Aktionären der Pfälzischen Eisenbahnen steht wieder eine kleine Freude bevor, was ihnen bei den allgemein trüben Zeiten, um so mehr zu gönnen ist. Das vergangene Jahr schließt mit einem Aftivrest von 701 802 Mart 56 Pf., gegen 1892 mit 293 452 M. 2 Pf., ein Mehr von 408 850 m. 54 Pf. Aus diesem Betrag fann den Herren Attionären eine Super- Dividende von 2/3 pet. gezahlt werden, so daß die Aktionäre der Ludwigsbahn 92/3, die der Maybahn 6/6 und die der Nordbahnen 42/3 pet. erhalten. " Frauen. Vortrag des Genossen Adler. Erste Hilfe bei unglüdsfällen. Buchführung. Ost Schule, Markusstr. 31: Unterricht in Geschichte( alte). Güd- Ost Schule: Reichenbergerstraße 133. Unterricht in Gefeßestunde und Buchführung. auch jest im gaufe des centers, greitag. bei Gruber, Martendorferstr. 5. 1 Bet allen Unterrichtsfächern fönnen noch Schüler und Schülerinnen, Lese- und Diskutirklubs. Freitag. Karl Marr. Abends 8 Uhr, -Westen, bei H. Werner, Bülowstr. 59. Lese- und Diskutirklub Otto Reimer, Abends 8% Uhr, Wilhelmshavenerstraße 23 bet Ruba. Arbeiter Sängerbund Serline und Umgegend. Borsigender ad. Neumann, Brunnenstraße 130, 2 Tr. Alle Aenderungen im Vereinstalender sind zu richten an Fried. Kortum, Manteuffelſtr. 49, D. 22r. Freitag, Uebungshunde Abends 9 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. aiferfcher Männerchor, Echönhauser Allee 28, bei Kuhlmey.- Nord, BergVorwärts 1, S.D. Adalbertstr. 21, bei Noll. Buch= ftraße 68, bei Keller. 1 summer'scher Gesangverein, Langestraße 65, bei Tempel. MaiGemüthlichkeit Puzer, binder Männerchor Berlins, Holzmarttraße 3, bei Deter. glödchen, Hochstr. 82a, bei Wilte. Sendelstr. 30. Palme, in Belten, bei Schröder. Morgenroth 4, Karthaus'scher Gesang= Köpenick, Müggelheimerfir. 3 bet Heln. verein, Lichtenbergerstr. 21, bei Heiſe. Gesangverein Morgenroth 2, Charlottenburg, Bismardstr. 76. Typographia, Gefangverein Berliner Buchdrucker und Schriftgießer, Alte Jafobfir. 74.-Gesangv. Nord wat, Gesango. Freie Sänger in Schmargendorf, Müllerftr 7, bei Reichert. Butunft 1, Stegliz, Ahornstr., im Gambrinus. Gefang Wirthshaus Friedrichs. Gesangverein Collegia 1, Manteuffelstr. 9 bet Nowiads. Bereinte verein Freiheit Moabit, Waldstraße 8 bei Johnte. Stromstraße 28 bei Lange. Sangesbrüber Moabit, Sängerverein Sorgenfrei Melchiorstr. 15 bet Stehmann.- GefangNord- Westverein Rosalia Gr. Frankfurterstr. 81 bei Müller. Stern, Altonaerstraße 27 bei Lipte. Wineta, Swinemünderstr. 3, bei Queitsch. Freie Liedertafel, Neue Königstr. 78 bei Hahn. Brandenburger Männer Gesangverein in Brandenburg a. H., Mengert's Boltsgarten.- Rothe Fahne, Görligerstr. 52 bet Bogel. Brauer Gängerchor der Töpfer, Neue Friedrichstr. 44 bei Röllig. Johanni, Gesangverein Gerstenä bre, Alte Jakobsitr. 83 bet Wienecke. Ginigteit 8, Groß- Lichterfelde bet am Ostbahnhof 7 bet W. Schulze. Gefelligteit, Hennigsdorf, Böhmert's Gasthaus. Gries, Giesensdorf. Maiengruß, Köpenick, Grünstraße 63 bet Gaul. Freiheit 1, Bülowstr. 65 b. Richter. Maiglöckchen 2, Reichenbergerjir. 16 b. Pähold. Arion, Wittenberge, Thurmstr. 23, Sentralhalle. Oberon, Raifer Jris, Harmonie 2, Weinstr. 11 bei Feind. Franz- Grenadier- Play 7.Naunynſtr. 86 bei Frig Bubell. Felsenfest( gem. Chor), Badstr. 19 bet Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. alle Zuſchriften find zu senden an B. Sentel, Bergmannstr. 14, Hof 2 Tr. Freitag: Bergnügungsverein Frisch auf, Abends 9 Uhr, Ohingasse 2 bet trebs. Stattlub Kairo, Abends 8 Uhr bei Flick, Simeonstr. 23. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Freitag. Männer- Gesangverein Union, Abends 9 Uhr, Berliner Bockbrauerei. Quartettverein wedding, Abends 8 Uhr, bei Schäfer, Seue Hochstr. 49. Männerchor watdesrauschen, abends 9 Uhr, bet Weigt, Weartgrafeur. 87.Theaterverein Grescendo, Abends 9 Uhr, bei Schulz, Bunbuserstr. 35. Musit- Dilettantenverein Tonita, Abends 8% Uhr bei Schent, Krautr. 33, Ucbungsstunde. Mufitverein Frischauf, Restaurant Schräder, Reichenbergerir. 24. ung. Privat Aus Paris geht uns folgendes mit der Bitte um Veröffentlichung zu: Achtung! Vergolder, Goldarbeiter! Kollegen! Wir haben wiederholt die auswärtigen Kollegen ersucht, bei der Suche Charlottenburg. Am Sonntag, den 28. Januar, tagte hier nach Stellung sich an unsern Arbeitsnachweis zu wenden, wo ihnen genaue Informationen werden. Der Rath wurde leider eine öffentliche Volksversammlung, zu der eine recht rege Aginicht bejolgt, und so kommt es, daß Kollegen durch Inserate tation unter den Schiffern entfaltet war, von denen viele jetzt hierher gelockt werden und nachher den Schaden tragen. In mit ihren Fahrzeugen auf den hiesigen Wasserläufen überwintern. letzter Zeit leisteten sich wieder verschiedene Fabrikanten das Ver- Die Tagesordnung entsprach denn auch vollkommen dem Charakter gnügen der Insertion, um auf solche Weise billige Ausbeutungs- der Versammlung und beschäftigte sich mit den Verhältnissen in objekte zu bekommen oder auch um den Kollegen gegenüber diesem Berufszweige. Die Schifffahrts- und Steuerverhältnisse" drohend prahlen zu können, so und soviel auswärtige Kollegen lautete das Thema, zu dem der Genosse Wagner das Referat ständen ihnen zur Verfügung. Der Geschäftsgang ist zur Zeit übernommen hatte. In der ihm eigenen Weise schilderte Redner hier flau, auch fehlt es hier durchaus nicht an Kräften, so daß die Ursachen der heutigen wirthschaftlichen Krisen und der damit fein Fabrikant, der eben den ortsüblichen Lohn bezahlt, neuer verbundenen Gefahr der Massenverelendung des gesammten Arbeitskräfte bedarf. Diejenigen Fabrikanten, welche Jammer- Kleinbürgerthums und Arbeiterstandes. An der Hand trefflichen löhne zahlen, sind es gerade, die nach auswärtigen Kräften fischen, Materials wies Redner auf die ungerechten Lasten hin, welche um diese schamlos ausbeuten zu können, worauf sie dann einfach dem Schiffer in Form von Schleusenzoll 2c. den ohnehin schon auf das Pflaster fliegen. Bei diesen Menschen verdienen die Kollegen tief genug gedrückten Frachtensatz noch weiter schmälert, um nicht so viel, um das Nothdürftigste bestreiten zu können. dann mit nicht mißzuverstehenden Worten das Treiben eines Dies einsehend, rennen sie von Atelier zu Atelier, um sich billiger schamlosen Parasitenthums, welches sich in der Gestalt der VerBerliner Turngenossenschaft. Die erste Männerabtheilung anzubieten und die Löhne zu drücken. Diese Zustände sind für mittler, Matler 2c. von den Schweißtropfen des unsäglich gedrückten unferen Berein fast nicht zu überwindende Schwierigkeiten, er Echiffervoltes ein sorgenfreies Leben sichert, zu beleuchten. Des turnt Freitag und Dienstag Abend von 8-10% Uhr in der Turnhalle des Leffing- Gymnasiums Pantsir. 9-10. Zurnverein Gesundbrunnen nimmt sich aus reiner Menschlichkeit viele solcher Kollegen an weiteren führte der Redner in großen Zügen die Lebensmittel-, die 1. Männer- Abtheilung turnt heute Abend von 8%-10% Uhr in der TurnKraft und Artisten und unterstützt sie, damit sie wieder in ihre Heimath gelangen Boll- und Vertheuerungspolitik der Staatsregierung mit ihren halle des Leffing- Gymnasiums, Pantsir. 9-10. Fönnen. Diese Opfer sind aber auf die Dauer zu schwer, die allzeit getreuen Knappen des nothleidenden" Agrariervoltes vor lub Berolina jeden Dienstag und Freitag Uebungsstunde bet Grüßner, Waldemarstr. 42. Turnverein Germanta( Mitglied des deutschen ArKollegen, die unseren Rath nicht befolgen, haben sich die Folgen Augen, das aus lauter Patriotismus im Bunde mit den Gruben- beiter- Turnerbundes) turnt Dienstags und Freitags Abends von 8x- 10% Uhr selbst zuzuschreiben. Allem Anscheine nach steht uns in furzer und Schlotkumpanen mit Gott für König und Vaterland Schnaps Ackerstr. 67. Bergnügungsverein Beilchen, Abends 9 Uhr, bei Brauns, Zeit auch ein Lohnkampf bevor. Wir sind mit der Pariser Ar- brennt, Steuern unterschlägt, Schienen flickt und Stempel fälscht! Oranienftr. 183 p.- Geselliger Arbeiterverein Graphia, Abends 8 Uhr, beiter Vereinigung verbunden, wozu 300 000 organisirte Arbeiter Die musterhafte Ruhe, welche sich vortheilhaft von der vor kurzem Alte Jakobfir. 128( Logenhaus).- Unterhaltungsflub Schiller, Abends Lepidopt. Vereinigung zählen, und hoffen, wenn uns nicht durch indifferente Kollegen in Berlin tagenden Schifferversammlungen abhob, sowie die zu: 8 Uhr im Restaurant Holzbächer, Dreyfeftraße 3. zu viele Schwierigkeiten in den Weg gelegt werden, jeden uns stimmenden Zwischenrufe legten denn auch zur Genüge Zeugniß Orion, Abends 9 Uhr Sigung Charlottenstr. 95, Restaurant Effenberg. Musikverein Hoffnung, Abends von 9-11 1hr Uebungsstunde Prostauer35-37 bei Schneider. Bergnügungsverein Berolina, aufgezwungenen Kampf aufnehmen zu können. Darum noch ab, daß die den Schiffern dargereichte Bruderhand ein herzliches straße mals, Rollegen, wendet Euch zunächst an unseren Arbeits- Entgegenkommen gefunden, daß man seine Klassenlage erkannt abends 9 Uhr im Restaurant Sur Gleichheit", Andreasstraße Nr. 26, Tanzlehrer- Verein Solidarität, nachweis. und die Organisation als das erste Mittel zur Besserung der Sizung. Nach derselben Tanz. Abends 8 Uhr im Lotale von Ehrenberg, Annenstraße Nr. 16, Rauchtlub Rothe Fahne, Freitag Abends jelben begriffen hat. Mit einem kräftigen Appell zum Anschluß Sigung. Adresse ist: 9 Ruderverein Borwärts, Sigung an die moderne Arbeiterbewegung, welche die erhobenen Guvryir. 48 bei Krichelbo.ff Gesangverein Ziele der internationalen Sozialdemokratie Abends 8 Uhr, in der Spreeteriaffe, Jannowigbrücke. erstrebt, Freya( gemischter Chor) Rirdort, Abends 9 Uhr, bei Barta, Bergstr. 120. endete Wagner feinen Vortrag unter anhaltendem BeiEnglish Conversational Club Shakespeare. fall. Die Diskussion bewegte sich im Rahmen Des Meeting every Eriday at 9 p. m. at Behrens Restaurant Referates. Schiffer Kleinschmidt rügte noch einige ihm be: Königstr. 62. Lecturer Mr. J. Bloch. Guests are welcome fannte Mißstände und empfahl seinen Kameraden in warmen Worten, sich zu organisiren, nur so tönne man etwas erreichen. Genosse Gerisch gab hierauf in lebbajter Schilderung einige drastische Beispiele als Ergänzung zu dem Vortrage. Recht Mit bezug auf den Lockout der Hutmacher in Danbury, interefiant gestaltete sich zum Schluß die Diskussion, als ein Mitüber dessen Ursachen und Verlauf bereits zu wiederholten Malen glied des Aufsichtsraths der Dampfergenossenschaft, Fuchs Thorn, Die Redaktion stellt die Benuzung des Sprechiaals, soweit der Raum dafür berichtet wurde, sind wir aus einem uns zur Verfügung gestellten das Wort ergriff, um den Anwesenden einige Thatsachen bekannt abzugeben ist, dem Bublifum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Privatbriefe vom 17. Januar in der Lage folgende Einzelheiten Inhalt beffelben identifizirt zu werden. mitzutheilen. Der betreffende Briefschreiber berichtet u. a.: Leider u geben, die wenig schmeichelhaft für die bestehende, um so Sutereffes zur Verfügung; sie wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem werthvoller für die neu zu gründende Organisation waren. Die hat sich hier die Situation noch nicht geändert; bereits in der unqualifizirbare Haltung des Zentralorgans" Deutsche Schiffer wärts" erflären wir wie folgt: Bezugnehmend auf die Sprechsaal- Notiz in Nr. 25 des Vorachten Woche wollen diese Blutsauger uns jetzt aushungern, um Unseres Wissens ist die betreffende Bemerkung des„ Sozialist" und ihren Wünschen desto gefügiger zu machen. Die Noth hier leumderorgan" ab. Kein Schiffer sollte eine derartige Zeitung nicht aus der Mitte der Mandatgeber hervorgegangen; es ist uns ihren Wünschen desto gefügiger zu machen. Die Noth hier Beitung" nöthigte ihn den Ausdruck Lügenblatt" und Berwärts" erflären wir wie folgt: in der Stadt ist groß, jedoch sind wir alle entschlossen, lieber lesen. Hierauf gelangte eine Resolution zur Annahme, die die als freie Menschen zu verhungern, als uns durch Uebereinstimmung mit dem Referenten ansspricht, und in der die demnach dem besagten winzigen Bruchtheil" nicht eingefallen, Rebensarten bethören zu lassen und unsere Vereinigung" Versammlung ihren Anschluß an die Sozialdemokratie erklärt. feine Ansichten für die aller Betheiligten auszugeben. Die Einhaben. Es ist dies feine bloße Lohnfrage; es handelt sich viel der Schluß der Versammlung. aufzugeben, damit uns die Herren desto mehr in ihrer Gewalt Mit einem begeisterten Hoch auf die Sozialdemokratie erfolgte sender der Notiz haben ohne Kenntniß der Sachlage höchst unmotivirterweise jenen Bruchtheil angegriffen. Zudem ist dagegen zu protestiren, daß von Mißbrauch" und" höchsteigenen Anmehr um die Frage der Existenz der Arbeiter Werfichten" gesprochen wird. Dagegen müssen wir bemerken, daß einigung. Berlieren wir, so verlieren die anderen Arbeiter die Einsender, ohne die Meinung der anderen eingeholt zu haben, einzig und allein ihrer eigenen Ausdruck verliehen haben. Berlin, den 31. Januar 1894. Die Betheiligten. Doreur Chimique, Brasserie, 5 rue Keller 5, Paris. Mit follegialischem Gruß Chambre Syndicale des Doreurs Chimiques de Paris, Union Solidare Internationale. Um Abdruck wird ersucht. " be: Sprecisaal. " In einer Volksversammlung für Rummelsburg- Bog in allen Theilen des Landes. Die ausgeschlossenen Arbeiter hagen, die am 29. Januar stattfand, hielt Genosse Dr. Heymann tommen jeden Tag im Rathhaus( City Hall) zusammen, das einen Vortrag über: Erziehung, Staat und Kirche". In interihnen von der Stadt zur Verfügung gestellt worden ist(!), um effanter Darnellung legte der Redner die Beziehungen dar, Berichte und Verhaltungsmaßregeln entgegenzunehmen. Um ein welche in der heutigen Gesellschaft zwischen der Schule, dem Verantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Uhr,