t. Herbalt itenden Collegen ang ge Sozial 36 rue Tönnen Erb S Erb durfte ge mit Sie ihn Sie sich er, ale Don be t ftatt erlaffen 32 299 +3 955 7.781 1147 88 93 [ 150] 7.405 07149 09070 39 49 6 254 4255 4 576 8 737 6 768 19006 21118 16 23 135 47 J] 652 [ 300] JJ 446 34 623 31123 24 78 503 42 2224 36148 38037 026 71 41017 5-[ 200] 410 719 96 957 43 146 48051 220 25 34 828 644 65 28 887 506 85 800 58 О 11501 11160) 64107 97 206 08.580 Nr. 82. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Vierteljährlich 3,30 Mart, monats lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit bem ,, Sonntags= Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Inferttons- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs Anzeigen 20 fg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Fefttagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Die LandgemeindeOrdnung in Preußen. I. Geschichtliches. Donnerstag, den 9. April 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. höfische Parket zugeftugt, aufgebürstet und modisch ge- Preußens, war dieselbe nur ein schwacher Abglanz der schniegelt. alten Volksfreiheit. Welche Macht das preußische Junkerthum besitzt, wie Schon v. Maurer hat darauf hingewiesen, daß die es dieselbe auszunützen verstanden hat, wie es seine Sonder- Dorfmarkverhältnisse in den grundherrlichen deutschen Dörvortheile stets und allerorten rücksichtslos verfolgt, das zeigt fern als Vorbild bei den Dorfgründungen in den KoloDie Geschichte der preußischen Landgemeinde ist zugleich deutlich die Geschichte der ländlichen Gemeinde- Verfassungs- nisationslanden gedient haben. Judeß sie unterschieden sich die Geschichte der grundherrlichen Unterdrückung des Land- verhältnisse. Aber es ist nicht möglich, die verwickelten und von den Gemeinden des Westens in wesentlichen Punkten. volkes, und der Kampf um die Landgemeinde- Ordnung, schwierigen Fragen, welche zur parlamentarischen Erörterung Sie sind gleichmäßig angelegte Siedelungen, nicht allmälig welcher die Großgrundbesitzer zu troßigem Widerstand gegen stehen, richtig zu begreifen, ohne die Einsicht in die historische aus der Markgenossenschaft zu politischen Gemeinden er die Vorschläge der Regierung anstachelt und die Vasallen- Entwickelung der Landgemeinden und Gutsbezirke in den wachsen, sondern von Anfang an Gründungen sowohl Sie find treue der Junker auf's neue- zum wie vielten Male fieben östlichen Provinzen des preußischen Staats, ohne öffentlich wie privatrechtlichen Charakters. schon! besiegelt, ist ein Zeugniß für die Machtstellung Kenntniß der mannigfachen Versuche, eine Landgemeinde- ihrer Verfassung nach darauf berechnet, vereinzelt unter Stammesfremden ohne Zusammenhang mit Nachbarorten der Feudalen und für ihre Abneigung gegen jede Reform, Ordnung zu schaffen. ja gegen jedes Schattenbild einer Reform. Freilich, sie sind Die Entwickelung der ländlichen Besitzverhältnisse ist zu bestehen. Sie sind schließlich nicht auf dem Boden der nicht alle so geradezu wie der derbe, rauhborstig- ungeleckte alte von entscheidendem Einfluß auf die Gestaltung der Land- freien Mark, sondern in gewissem Sinne sämmtlich auf Muß- Konftitutionelle, Herr von Meyer- Arnswalde, der gemeinde- Verfassungen auch in den östlichen Provinzen grundherrlichem Boden angelegt, obgleich Grundherrschaft ehrliche schlohweiße Reaktionär, welcher im Abgeordneten- Preußens gewesen. Das Gemeineigenthum an Grund und und Landesherrschaft oft zusammenfielen und das Maß der hause es offen aussprach( Sten. Ber. S. 206, 208): Boden, das an der Schwelle der Völfergeschichte uns ent- Abhängigkeit vom Grundherrn ein äußerst verschiedenes " Ich bin meinerseits ein Gegner der neuen Landgemeinde- gegentritt, zerfiel nach und nach, das Einzeleigenthum war.*) Als der Deutsche Drden in der ersten Hälfte des Ordnung, ich bin der Meinung, es liegt kein Bedürfniß dazu bildete sich heraus, der Stand der Adeligen schied sich von vor; ich fage daher auch hier: es geht auch fo!.... Ich dem Stande der gewöhnlichen Freien. Zunächst bestand die dreizehnten Jahrhunderts über Thorn und Kulm in dem halte diese Zustände geradezu für ideal." freie Landgemeinde unabhängig neben den Gütern der Lande jenseits der Weichsel vordrang, sicherte er im OrdensDie Konservativen verfolgen zum größeren Theil eine Grundherren, welche mit deren Hörigen besetzt waren und lande Preußen jedem als Krieger ihm dienenden Manne andere Politit; sie haben den Entwurf, den der Minister von diesen bebaut wurden. Aber schon zur tarolingischen ein seinen Diensten entsprechendes Grundeigenthum und des Innern, Herrfurth, eingebracht hat, in der Kommission, Beit wurde der kleine freie Grundbesitz mehr und mehr zu verlieh dasselbe auch jedem sonst sich meldenden Kolonisten gegen welche ihren Bericht bereits erstattet hat, so gründlich Gunsten der Gutsherrschaften bedrückt und bedrängt. Die Uebernahme der Verpflichtung zur Leistung von Kriegsverschlechtert, daß die daß die positive Mitarbeit" an der Letzteren erlangten in weitem Umfange das Privi- diensten behuss der Vertheidigung des Landes. Die aus Gesetzgebung hier die erfreulichsten Früchte für die Feudalen legium Ser Jimmunität, fraft dessen die Guts- Deutschland zuziehenden Kolonisten, die Knechte oder getragen hat. Die um Manteuffel und Helldorff, welche in feldmarken mit ihren Bewohnern von der Amtsgewalt der Hörige gewesen waren, wurden im Ordenslande für freie der Form vorsichtiger, thatsächlich jeder wirklichen Verbesserung ordentlichen königlichen Beamten, von dem Landrichter mit Männer erklärt und erhielten entweder völlig freies oder der ländlichen Verhältnisse widerstreben, sind im Grunde Königsbann, eximirt, und den Gutsherren selbst obrigkeitliche doch nußbares, durch mildere Formen des Lchurechts nur um kein Haar anders geartet, als die massiger auftretende Rechte über ihre Hinterfassen übertragen wurden. Die alte unerheblich eingeschränktes Eigenthum an dem Grund und Schaar der Kreuzzeitungs- Leute. Jene, die Hofleute der Landgemeinde wurde auf diese Weise allmälig auf die Be- Boden, auf dem sie sich ansässig machten. Den Einwanderern Bartei, die Galanterie- Degen des Konservatismus, sind der figer bäuerlicher Güter beschränkt. Um die schwere Last des aus solchen Gegenden, wo es noch Gemeinfreie und Ueberzeugung, daß ein Schein- Zugeständniß, daß die Dinge Kriegsdienstes zu erleichtern, um in den schwierigen Zeit- freies Eigenthum bei allen Schichten der Bevölkerung gab, beim Alten läßt, ihre Dienstfertigkeit nach oben befundet läuften gegen die Noth und Unbill, die auf den Straßen wurde das Fortbestehen ihres Rechtsstandes auf ihrem im und im Uebrigen zu nichts Bedeutungsvollem verpflichtet, teck einherfuhr, sich zu wahren, mußten die kleinen Be- Ordenslande erworbenen Grundeigenthum gewährleistet. Die mit gutem Gewissen gemacht werden kann. Die Hammerstein sizer sich in den Schutz des Gutsherrn begeben, ihr freies Rechte und Freiheiten der ersten Ansiedler wurden durch die und Genossen, die urwüchsigen Krautjunker, gewohnt, ab Eigenthum ihnen gegen Uebernahme gewisser Dienste und am 28. Dezember 1232 zu Thorn ausgestellte Urkunde, die und zu mit den rostigen Plempen zu raffeln und unfähig, Leistungen übertragen. Die Verleihungen von großen, noch un- berühmte Kulmische Handfeste", welche grundsäßlich Eigender Neuzeit auch nur ein Tüpfelchen ihrer Vorrechte aus kultivirten Landstrecken an geistliche und weltliche Große, welche thum unter Ausschluß jeder bäuerlichen Dienste verlieh, freien Stücken zu opfern, sperren sich, ohne viele Umstände zu Bauern dort ansiedelten und dieselben in ein Abhängigkeitsver- feierlich festgelegt. Die wichtigsten Bestimmungen dieser von heißt es in dem machen, gegen die umstürzlerischen Pläne des preußischen hältniß setzten, traten hinzu. So kam es, daß Ende des zehnten Handfeste", der Regierung Polizeiministers. Zu was für ergöglichen Zwischenspielen Jahrhunderts bereits der Stand der Gemeinfreien fast völlig ihrem Entwurf beigegebenen geschichtlichen Ueberblick, gingen der Zweikampf zwischen Galanterie- Degen und Zweihänder vernichtet wurde, in die Gewalt der Großgrundbesitzer ge- dahin, daß die Bürger mit ihren Erben beiderlei Geschlechts geführt hat, ist bekannt: Herr Griesemann, der publizistische rieth und mit der Klasse der Hörigen verschmolzen war. Die ihnen zu einem flämischen Erbe**) verkauften Güter mit Kommis des gemäßigten Flügels" der konservativen Das bedeutete den Berfall der freien Landgemeinde. Nur in allen Einkünften für ewige Zeiten gegen einen an den Fraktion, wurde plötzlich verabschiedet, sein Organ, das einigen Bezirken erhielt sie sich dank der Gunst der Um- Orden als Zeichen der Anerkennung des Obereigenthums " Deutsche Tageblatt", wurde von der Kreuz- Zeitung" voll stände, so in einigen Gegenden Süddeutschlands, so in den christlicher Bruderliebe aufgekauft und der gemäßigte Rheinlanden, in Westfalen, Niedersachsen, Friesland, und Flügel", um im Stile der" Magdeburgischen Zeitung" zu Dithmarsen. Die Blüthe der alten Markgenossenschaft war reden, auf diese Weise von ihr mundtodt gemacht." 820 61 42 80 21 360 22 163 74036 114 30 592 903 73 475 30 71 722 47 184176 3 85 86 85 545 39 64 107 88 452 76 650 56 261 407 268 70 633 757 90 709 147 322 3 41 821 107005 -73 667 890 986 112052 113112 516 716 76 11501 7930 96 5 440 63 11 5435 45 47 48 49 10 11501 803 31 91 506 35 147 0 12 215 422 503 243 436 771 863 6243 61 7641 66 968 590 150] 424 72[ 150) 144985 6032 95 161[ 150 01 38 55 3 158 59 359 611 865 954 1 53.904 53 72 526 078 216 6 68 760 12 35 59 66 407 " 1 Doch unwiderruflich dahin, und als im Laufe der nächste fich aus mannigfachen Bestandtheilen zusammen, eine natürliche man täusche sich nicht über die Tragweite dieser verwandt Jahrhunderte jenseits der damaligen schaftlichen Häfeleien: ist die" Kreuz- Zeitungs" partei ein Deutschen Reiches die freie Landgemeinde wiedererstand, Quellen, wie der Sachsen- und Schwabenspiegel, eine große Rolle follektiver Herr v. Meyer- Arnswalde, so ist der gemäßigte in den durch Eroberung und Kolonisation gewonnenen Gespielt auch das Magdeburgische Recht. Der Schöppenstuhl in Flügel" eine Liebhaberausgabe des von Meyer, für das bieten eines großen Theiles der heutigen Ostprovinzen Magdeburg ward häufig zu wichtigen Rechtsholungen benutzt. Feuillefont. Nachbruck verboten.] lachte höhnisch. [ 31 *) Vergl. Fr. Keil, Die Landgemeinde in den östlichen Provinzen Preußens, Leipzig 1890. S. 6 ff. **) D. h. nach flämischem Rechte." Das Kulmische Recht setzte Folge der Kolonisationspolitik; es hat zum Theil dieselben ich wissen, was das alles zu bedeuten hat! Heraus damit! es noch besser wie ich, wie der rohe Mensch sie mißhandelt hat. Was hat mein Vater mit dem Kaspar Larseit zu schaffen? Jetzt zahlt es ihm sein eigener Sohn heim, und ich kann's Was fie mit einander zu schaffen haben?" fragte die mir vorstellen, wie's seinem Hochmuth ins Herz stößt, daß Großmutter dagegen, und ihr Blick flimmerte heiß auf er dem Kaspar seine Tochter als Söhnerin auf dem KlosterAmbros und Stasi. Dann legte sie ihre beiden mageren hofe wird leiden müssen." Hände mit gespreizten Fingern, so daß sie den Fängen eines Die Falkner von St. Vigil. Sie lachte schrill auf. Lisei aber rief mit von Eifer Raubtieres glichen, auf den Tisch und gegen Ambros sich gerötheten Wangen, Ambros zuvorkommend, der bei den Roman aus der Zeit der bayerischen Herrschaft in Tirol vorbeugend, sagte sie:" Dein Vater hat dem Kaspar die letzten Worten der Großmutter fragend aufgeschaut hatte: von Robert Sd, weichel. Braut abwendig gemacht, und das war Deine Mutter!" Recht hast Du, daß der Vater gegen dem Ambros seine Der eingefallene Mund der Alten verzog sich zu einem Bruder fenerroth wurde. Lifei stieß einen zitternden Seufzer aus, während ihr Heirath ist, und ich versteh' jetzt auch warum. Aber wenn Grinsen und ihre schwarzen Augen blitzten schadenfroh. Stafi's Augen hingen weit der Ambros sein Stück gegen den Vater durchsetzen könnte, " Ich hab's sewußt," rief sie triumphirend." Jetzt aufgeregter Haft fortfuhr:" Nicht geruht hat et, bis er uns die Stafi zumeist?" Sie reichte dieser über den Tisch hin geöffnet an den welken Lippen der greisen Frau, die mit Ahne, nachher, wer hat darunter zu leiden, als wir Alle und giebt's unfer Herrgott dem Kloſtersepp heim, was er an das Herz vergiftet gehabt hat mit seinem verfluchten Neich- die Hand und sagte herzlich:" Beg's mir nicht übel aus, meinem Kind gesündigt hat. Durch sein eigenes Kind und thum. Geliebt hat er sie nimmer, aber sie war die Schönste daß ich so rebe. Ich bin Dir nicht gram, ach ganz gewiß Herzblatt zahlt er es ihm heim!" Sie athmete tief auf und im ganzen Thal. Und die Kathi war dem Stafpar so zu nicht. Aber ich muß reden, wie ich's für Recht halte gethan, und er war auch so ein guter Mensch. Ach, Du mein und mir um's Herz ist. Ja, Stasi, mir sollte als „ Um aller Heiligen willen, Ahne, wie kannst Du nur heiland" fuhr sie bewegter fort, wenn wir das Unglück Schwester keine lieber sein, wie Du. Aber das wirst Du so reden?" rief Lisei erschrocken. " Geh fort," zischte die Alte, indem sie eine Bewegung gebiffen haben, mein seliger Wiann umb ich, als daß wir ihr Vater so zuwider gesinnt ist." hätten voraussehen können, die Zunge würden wir uns eher ab- einsehen, daß Du nicht glücklich sein kannst, wenn Dir der mit Ser Schulter gegen die neben ihr sitzende Lisei machte, zugeredet hätten, den Klosterbauer zu nehmen. Aber Stafi zog leise ihre Hand zurück, begrub ihr Gesicht in als wollte sie sie fortdrängen. Du hältst es mit dem wir waren gar so arm, und was hat er uns nicht für goldene der Schürze und schluchzte, Klosterbauer, das hab' ich schon auf dem Kirchhof aus Berge versprochen!" Ist das ein Weibergeträtsch," braufte Ambros auf Deinem Reden gemerkt. Aber der da," sie zeigte mit dem hagern, schwärzlichen Finger auf Ambros," wird seine Wangen zu rollen. Auch Lisei und Staft weinten: Am- mutter zusammenschrat und vergaß, was sie hatte sagen Große Thränen begannen ihr über die gerunzelten und schlug mit der Faust auf den Tisch, so daß die GroßMutter an ihm rächen. Jetzt mag er zusehen, wie er vor bros starrte finster vor sich hin, ihn beschäftigte nur ein Gewollen. dem Kaspar Larseit seiner Tochter besteht!" danke, und er hörte kaum hin, als die Ahne nach einer Weile Lisei legte den Arm um Stafi's Schulter und küßte Ihre Augen glühten, und Stafi fürchtete sich vor ihr, wieder das Wort nahm. fie auf die Wange. Ambros sagte nachdrücklich:" Jetzt laß' wie vor einer Wahnsinnigen. Lisei saß in banger Er Und wie hat es der Klosterbauer ihr gelohnt", be- das Weinen, Stasi, der Vater wird sich geben, so wahr ich wartung da. Ambros aber rief mit finsterem Geficht: Aus gann sie mit einem Bittern der Stimme, in welchem das hier ſitze." dem Gerede da werde der Teufel flug. Jetzt, Ahne, will Neuerwachen ihres Zornes sich verrieth." Da, die Lifei weiß" Ja, Du wirst Deinen Willen schon durchsetzen," nickte 3-15 208 397 546 560 760 52 93 99 79 867 557 700 1225 566 2 922 77 8.90 231 388 636 81 35 141 49 19 57 107 301 12 19 435 998 187057 716 40 V = 0 hatten die Sie Sozial nach „ König“ des letzteren zu entrichtenden geringen Bins frei besitzen In den ehemals polnischen Landestheilen der] 3u§ 121, der von dem Verhältnisse der Ge und befugt sein sollten, sich ihre Obrigkeit selbst zu preußischen Monarchie, zu welcher bis zum Jahre 1163 sellen und Gehilfen handelt, wählen. Mit diesem Rechte wurden in der Folge auch der weitaus größere Theil der heutigen Provinz demokraten eine erweiterte Faffung beantragt auch andere Städte Städte und ländliche Ortschaften im Schlesien gehörte, findet man in der früheren welcher auch Personen, die regelmäßig für die Bedienung Ordenslande bewidmet, und so ist das Kulmische Recht die Zeit des Mittelalters eine durchweg normale Ent in Gaft- und Schankwirthschaften, und als Gehilfen und Grundlage für die Gestaltung der öffentlich- rechtlichen Ver- wickelung der ländlichen Besitz- und Gemeindeverhältnisse. Lehrlinge in Gärtnereien beschäftigt werden, der Gewerbe hältnisse in Preußen geworden." Der Bauer war in den älteren Perioden der polnischen Ordnung unterstellt werden sollen. Es entstand eine ziem In den Weichselniederungen zwischen Elbing und Danzig Geschichte freier Eigenthümer seines Grundes und Bodens; lich lebhafte Debatte, an der sich unsererseits Bebel, und in den Ebenen, welche im Norden der Memel durch das unterthänigkeitsverhältniß bestand ursprünglich nicht. Seitens der Kartellparteien Stumm, Schmidt( Elberfeld) und strömt, saßen auf abgesondert belegenen Gehöften, den Im Laufe der nächsten Jahrhunderte trat freilich ein Um- Unruhe- Bomft betheiligten. Hr. Schmidt( Fortschrittler und Kulmischen Höfen, die friesisch flämischen Ansiedler. Im schwung ein, das unterthänigkeitsverhältniß bildete sich aufs weiland Demokrat) hielt es für angebracht, die Berichte, ganzen Lande zerstreut, am dichtesten jedoch am rechten Schärfste aus, und die Gutsherren wurden unbeschränkte welche der„ Vorwärts" seiner Zeit über die Verhandlungen Weichselufer, bildeten sich auf der Grundlage der Dorf- Herren ihrer Bauern. In der Mark Brandenburg der Arbeiterschutz Kommission veröffentlicht hatte, als genossenschaften deutsche Gemeinden meist niedersächsischen und in denjenigen Landestheilen, welche jetzt die Provinz parteiisch und wahrheitswidrig zu bezeichnen; er wurde in Stammes, die Kulmerdörfer. Der Orden ging so vor, daß er Sachsen bilden, haben sich die Zustände in derselben Weise deß sofort von seinem Verhängniß ereilt und von entweder einer Anzahl freier Männer einen Bezirk zur Anlegung wie in den übrigen Theilen Deutschlands entwickelt. Nachdem Stumm abgefertigt, der ihn belehrte, daß die sozial eines Dorfes verlich, daß die Beliehenen unter einander gleiche die Marken von den Askaniern mit Waffengewalt unter demokratischen Berichte viel objektiver und korrekter Rechte hatten, den Grund und Boden nach Belieben unter worfen worden waren, siedelten sich in diesen Bezirken neben gewesen seien, als die der freisinnigen Blätter. sich theilten und ihre Gemeindeverfassung nach dem Grund- der ursprünglichen Bevölkerung niederdeutsche und flämische Thatsächlich hat unseren Berichten von kleinen fage der freien Selbstbestimmung einrichteten. Oder man Einwanderer an, die sehr bald das Uebergewicht über die unbedeutenden Frrthümern abgesehen nicht eine einzige übertrug einem freien Manne die Anlegung eines Dorfes Eingeborenen erlangten. Die Bauern waren persönlich frei, unrichtigkeit nachgewiesen werden können. Wir Sozial nach Schulzenrecht. Dieser, der als Unternehmer die Auf zahlten einen Grundzins in Anerkennung des Ober- Eigen- demokraten sind nicht in der Lage anderer Parteien, die gabe zu erfüllen hatte, die noch nicht urbar gemachten oder thums des Landes- oder sonstigen Grundherrn, sowie die lügen müssen, wenn sie nicht gar zu ruppig und in gar zu ödliegenden Ländereien zu besiedeln, setzte von ihm geworbene landesherrliche Beede( Steuer), und leisteten die für öffent- schlechtem Licht dastehen wollen. Kolonisten zu einem Dorfe an; ihm stand das Recht zu, liche Zwecke erforderlichen Dienste( Unterhaltung der Burgen, Natürlich wurde das sozialdemokratische Amendement eine Anzahl Hufen für sich selbst zu behalten, ein Gehöft Wege, Dämme). Von Bedeutung wurden die landesherr abgelehnt. darauf anzulegen, das Schulzenamt über das Dorf lichen Domänen, auf denen viele bäuerliche Wirthe angesetzt§ 122 brachte die Frage der Kündigung und des zu verwalten und gewisse Abgaben und Dienste wurden. Rontrattbruch 3. Die Sozialdemokraten haben be von den Dorf Eingesessenen zu verlangen. War Wie das fünfzehnte Jahrhundert das goldene Zeitalter fanntlich Streichung des Paragraphen, d. h. die Ab derjenige, der ein solches Dorf anzulegen hatte, ein der arbeitenden Bevölkerung überhaupt, so war es auch schaffung der Kündigung beantragt. Be bel Adeliger, so erfolgte diese Uebertragung zu„ adeligen dasjenige der Bauern. Ueberblickt man die Lage der bäuer- und Frohme vertraten in längeren Ausführungen den Rechten", d. h. der Beliehene war befugt, anstatt mit freien lichen Bevölkerung und ihres Gemeindelebens am Ausgange von uns wiederholt entwickelten Standpunkt der Einzöglingen, das Dorf mit hörigen Leuten zu besetzen, des Mittelalters, etwa um 1450, so erscheint dieselbe als Sozialdemokratie den Abgeordneten Hirsch, mochte er dieselben aus Deutschland mitgebracht oder sonst eine verhältnißmäßig günstige. Der Bauer hatte ein ver- Mehner und Böttcher- am lebhaftesten von ersterem- be wie angeworben oder kriegsgefangen und zu Knechten ge- erbliches dingliches Recht an dem Grund und Boden, den kämpft ward. Die famofen Wohlfahrtseinrichtungen macht haben. Diese Hörigen hatten kein Eigenthums, son- er bebaute; er besaß im Wesentlichen alle Attribute der( Wohnungen 2c.), durch welche das Kapital die Arbeiter a dern nur ein verschieden geartetes Nutzungsrecht an den ihnen persönlichen Freiheit; nur durfte er sein Gut ohne Erich und an die Scholle zu heften sucht, boten der sozial zugetheilten Hufen, waren zu gewissen Abgaben und laubniß des Grundherrn, dem er dienst- und zins- demokratischen Kritik ein reiches Arsenal und den Vertreter Diensten für den Gutsherrn verpflichtet und der Recht pflichtig war, nicht verlaffen. Jm Uebrigen war des Kapitals eine herrliche Gelegenheit, sich in den Mantel sprechung des aus den übrigen Hufen gebildeten adligen das Recht des Gutsherrn an dem bäuerlichen der Tugend zu hüllen und als Wohlthäter der Arbeiter auf Gutes unterworfen. Grundbesize sehr beschränkt. Das Gut ging im Todesfalle Die eingeborenen Preußen, welche sich dem Orden regelmäßig auf den ältesten Sohn oder die älteste Tochter Daß der Antrag der Sozialdemokraten verworfen wurd unterworfen und das Christenthum angenommen hatten, er über und fiel nur, wenn keine Kinder da waren, an den brauchen wir nicht zu sagen. Auch die weiteren vom Kü hielten Verleihungen nach preußischem Rechte. Sie waren Gutsherrn zurück. Die Bauern hatten ihre eigenen Dorf digen, bezw. dem Weggehen oder Wegschicken ohne Kündigung frei von Zehnten und bäuerlichen Diensten, leisteten aber gerichte mit dem Schulzen an der Spitze und standen unter handelnden§§ 123, 124 und 124 a wurden fast unverändert Kriegsdienste mit preußischen Waffen". Als die Preußen dem landesherrlichen( markgräflichen) Landgerichte. Die in der Fassung der zweiten Lesung angenommen- dabei, um die Mitte des dreizehnten Jahrhunderts das Joch des Dörfer besaßen meist noch ungetheilten, aus der uralten merkwürdigerweise, ein Amendement Stadthagens, Deutschen Ordens abzuschütteln versuchten, wurden sie nieder- Stammesgemeinschaft des Grundes und Bodens herrühren- ben§ 124 etwas präziser faßt, ein anderes Amendement geworfen. Die Theilnehmer am Kampfe wurden eines Theils den Gemeinbesiz, gewöhnlich Wald und Weide, und an den Stadthagen's, das eine wesentliche Verbesserung be ihrer Rechte beraubt. Nuzungen dieser Allmenden hatte jeder angesessene Dorf deutet hätte, theilte das Schicksal der übrigen sozialdemo genosse Theil. Die Beziehungen zwischen Gutsherren und kratischen Anträge. Bauern waren durchgängig klar geordnet durch besondere, meist im Laufe des fünfzehnten Jahrhunderts aufgezeichnete Hofrechte und Weisthümer. Das sollte anders und schlechter werden. Das wesentliche Merkmal des Kulmischen Standes war das freie Eigenthum an Grund und Boden; der Stand der preußischen Bauern dagegen war den Gutsherrschaften unterthan und dienstpflichtig. Die Entwickelung in den übrigen Gebieten des Dftens bewegt sich in ähnlichen Bahnen. In Pommern, wo der Germanisirung die Christianides Landes unter mit zuspielen. das In der gestrigen Reichstags Sigung hat der Abgeord nete Schmidt- Elberfeld wiederum die bekannte Kellner Versammlung im Wintergarten als eine sozialdemokra tische bezeichnet. Bekanntlich ist bei dieser Versammlung der einzige sozialdemokratische Kellnerverein, welcher in Berlin besteht, nicht betheiligt gewesen. Die" Freis. 8tg." hat auch Dänen vorausgegangen, war, gab es in der älteren Zeit, in Politische Leberlicht.net overhalt feststellende Berichtigung aufne vor aufnehmen müssen. Irrthümer, welche in jener Versammlung welcher der wendische Stamm der herrschende war, nur einen Berlin, 8. April. gebracht worden sein mögen, fallen Freifinnigen grundbesitzenden Adel und einen in hohem Grade abgabenund dienstpflichtigen", anscheinend in Hörigkeit versunkenen Der Reichstag war heute wieder ebenso beschluß- Sozialdemokratischerseits ist der Beschluß der Arbeiterschut Bauernstand. Diese pommerschen Slaven zeigten sich bei der unfähig wie gestern und genau von demselben Geiste Kommission, betreffend das Verhältniß der Kellner, immer durchaus friedlichen deutschen Kolonisation wenig wider beseelt. Wer etwa von der Wahrheit des Satzes, daß die richtig in den Versammlungen dargestellt worden. Von wem standsfähig. Besonders die äußerst zahlreichen Bergabungen wirthschaftlichen Interessen den Geist der Gesetzgebung hat Herr Schmidt denn eigentlich seine hartnäckig wieder an die neugegründeten Klöster brachten deutsche Ansiedler bilden und daß folgerichtig die Interessen der herrschenden holten falschen Angaben? zur Laft bas ist bas ins Land. Und die Kirche, die damals in hervorragender Klasse die Gesetzgebung bestimmen- wer von der Wahr- Es heißt, daß das vom Minister Goßler im Landtage Weise eine Kulturmission erfüllte, trug sehr viel zur Mil- heit dieses Sates noch nicht vollständig überzeugt ist, der eingebrachte Volksschul- Gesetz von seinem Nachfolger derung der übermäßigen Belastung der Bauern bei. Sie braucht nur die Verhandlungen des Reichstags über dieses zurückgezogen werden wird. erwirkte für ihre Hörigen Befreiung von den Leistungen für sogenannte, Arbeiterschutz- Gesetz" anzuhören, und er wird bald Better Niemand als Parteiführer gemeine Zwecke oder ihre Herabminderung. Die deutschen von seinen Zweifeln geheilt sein. Bei allen Rednern der Majori Kolonen wurden besonders begünstigt; sie waren, wie man tätsparteien gleichviel ob liberal, demokratisch, konservativ Neueste und wahrhaftig nicht das Schlechteste. Die Zentrums in Fuchs' ausgezeichnetem Buche über den Untergang des oder klerikal finden wir genau denselben Geist, dieselben- und andere Leute zerbrechen sich den Kopf des Zentrums Bauernstandes des Näheren nachlesen kann, persönlich Argumente; die bestregulirten Uhren könnten nicht halb so wer dessen Führer sein soll nach dem Tod des alten Windt frei, ihr Besitzrecht an den ihnen zur Bebauung über gut und so harmonisch zusammengehn, wie die Seelen und horst. Mancherlei Namen sind genannt worden; verschiedene lassenen Hufen war zum mindesten ein Erbzinsrecht, aus Herzen dieser sonst so verschiedenartigen Anwälte des Schlaumeier haben ein Direktorium vorgeschlagen anstatt welchem der Ansiedler dem Grundherrn eine Geld- oder Kapitals. eines einzelnen Führers,- und jetzt ist der Vogel durch Körnerabgabe zu leisten hatte. Nur im östlichen Theile Die Debatte setzte bei§ 121 ein, nachdem ein Amendement den Zentrumsmann Porsch abgeschossen worden, Pommerns, wo der wendische Adel vorwiegend seinen Besitz zu dem vorhergehenden Paragraphen die Regelung der die Frage: wer soll Windthorst's Nachfolger sein? tu stand wahrte, erhielten sich die alten Einrichtungen noch Arbeitspausen betreffend von dem Antragsteller freiwillig und bündig mit zwei Silben beantwortet: Niemand längere Zeit. zurückgezogen worden war. Und er hat Recht. Wenn das Zentrum überhaupt der eine die Ahne, und wischte sich mit dem Rücken der rechten Hand Arm legte:" Und glaubst Du denn, daß der Vater mit dem Wagen vor der Thür stünde. Dann nahm er e fte den Mund. Darauf trant sie. glücklich gewesen ist? Wenn beide nicht frei von Schuld Paar verknitterte Bankozettel aus der Tasche und reichte Stasi blickte schen zu Lisei auf und diese sagte mit gegen einander waren- Ach, mein Gott, mein Gott, ich der Großmutter mit den Worten hin:" Ich werd' mit dem dem Versuche eines Lächelns:„ Er ist ja dem Vater sein gäbe ja mein Herzblut dafür, daß ich sie davon reinigen Vater reden, daß Du nicht mehr zu darben brauchst." könnte! dann haben sie es beide schwer gebüßt durch die Die Großmutter stieß seine Hand zurück, indem si Liebling." Stasi sah wieder vor sich nieder. Sie weinte nicht mehr, langen Jahre ihres unfriedlichen, unglücklichen Lebens. Und leidenschaftlich rief:" Ich will von Deinem Bater kein Geb aber sie war blaẞ. Eine Weile hörte man nur das Brausen jetzt Ahne, kannst Du Deinen Haß nicht begraben, sondern nicht. Ich nehm' nichts; ich brauch nichts." des Vigilbaches, auf den die Fenster der Schenkstube hinaus- fäest neuen Haß und neuen Unfrieden aus und bist doch vorwurfsvollen Blick Lisei's setzte sie hinzu: Ich kann da gingen. Ambros unterbrach zuerst das allgemeine Schweigen, selber nicht rein von Schuld? Laß ihn fahren, den Haß, nicht; es würd' mir auf der Seel" brennen." Meinen Ha indem er die Großmutter fragte, ob sie zu Fuß von Pleiken ich bitte Dich, Ahne, bei den blutigen Wunden unseres will ich ja gern begraben; aber sein Geld nehm ich nicht Heilandes, die ihm auch der Haß seiner Feinde ge Ambros machte weiter feinen Versuch, ihr das Gel heruntergekommen wäre. schlagen hat." Ja, wenn ich noch so rüstig wäre," versetzte sie. Als ich noch eine junge Gitsche war und wir kamen herauf aus dem Venetianischen zu den Erntearbeiten im Busterthal, ja, da hab' ich nimmer gewußt, was Müdigkeit ist. Wann die Anderen fein Glied mehr rühren konnten nach dem Aehrenschneiden den lieben, langen Tag über in den Thälern oder auf den Bergen, und in die Stadeln krochen, sobald sie den Letzten Löffel Polenta verschluckt hatten, dann haben wir, unser drei oder vier lustige Dirnen, die wir immer zu sammen hielten, noch bis in die halbe Nacht hinein gesungen und gesprungen. Ach ja! ach ja!" von dem Bäcker abhole, und verließ die Stube. " Ahne", fragte Lisei, indem sie sich mit einem Seufzer Sie streckte die Hand der Großmutter hin, die ganz in sich zusammengesunken war und ächzte und stöhnte. " Ich kann nicht, ich kann nicht." ächste sie. Ach, wie kannst Du so grausam reden, daß ich Schuld bin an dem Unglück meiner Kathi! Den blauen Himmel hätt' ich ihr unter die Füße breiten mögen!" " Ja, Ahne," versette Lisei ,,, Du hast sie glücklich machen wollen, aber es ist zum Unglück ausgeschlagen. Als die Mutter schon dem Tode nah ist gewesen, da hat sie noch zu mir gesagt: Lisei, laß Dein Herz nimmer verlocken von dem Reichthum!" schluchzte sie. Aber, o! das ist gar so schwer!" " Auf einen aufzudrängen. Er rief den Bäcker und bezahlte die Zed Die Ahne bat unterdessen Lisei, recht bald nach Pleiken kommen. Auch Stasi und Ambros bat sie darum und fü alle drei. Kommt ja bald," wiederholte sie vor der Thür; de jetzt hab' ich auf der Welt nichts mehr zu thun, als a den Tod zu warten. Und für Dich will ich den lieben G bitten," wandte sie sich an Stasi und küßte sie noch einm daß Du glücklich wirst mit dem Ambros. Du hast liebes Gesicht." Stasi lächelte wehmüthig. das einspännige Wägelchen. Lifei, Ambros und Stasi Ambros half der Ahne gingen über den Anger a Ein Bauer aus Pleiten, der Leinwand nach St. Vigil Da schrie die alte Frau auf und umschlang mit ihren gebracht, um sie blau färben zu laffen, hatte sie mitgenommen und das Fuhrwerk im Stern eingestellt. Ambos erbot sich dürren Armen den Hals ihrer Enkelin und füßte sie unter dem Spitzhörndlbach entlang. Sie waren alle drei ftum dem Manne zu sagen, daß er die Ahne auf der Heimfahrt hervorstürzenden Thränen. Ich will ihn nicht mehr haffen," und als sie die gekrümmte Landstraße erreichten, trennte sie sich, Stasi und Lisei, indem sie sich die Hand reichte Stasi erhob sich sachte und stellte sich an das nächste und dabei einander tief in die Augen sahen. Plöglich wa ihrem Nachdenken entriß, kannst Du denn Deinen Haß Fenster. Die Rechte auf das Herz legend, blickte sie trüben sich Stasi an Lisei's Brust und dann lief sie Ambros nad wie unglücklich weine Mutter gewesen ist. Aber ich bitte mälig neigte sich ihre Stirn gegen die kleinen kalten hatte. Der Pfad war zu schmal, um beiden nebeneinander auf den Vater nicht fahren lassen? Jetzt erst weiß ich's, Auges auf die unfern vorbeistrudelnden Wellen und all- der schon den Pfad aufwärts zu ihrer Hofstätte eingeschlagen denn der Vater allein die Schuld an ihrem Unglück? Hast wie Lisei und ihre Großmutter von der verstorbenen hinter Ambros her, der fortwährend an seinem Schnurrban Dich um der ewigen Barmherzigkeit willen, Ahne, trägt Scheiben. Sie hörte nicht das Rauschen des Baches, noch Raum zu gewähren und Stasi ging mit gesenkter Sti Klosterbäuerin sich unterhielten. Erst Ambros' Stimme fingerte. Eine Krähenschaar zog krächzend über ihnen hin Die Großmutter hatte sich zuerst von ihr abgewendet erweckte sie wieder aus ihrem Sinnen oder Träumen. Ambros blieb stehen, kehrte sich um und sagte:„ Herr und war von ihr ein wenig fortgerückt. Dann hatte sie aber seltsam, die Stimme hatte etwas Hartes, was Stasi, wer das gedacht hätte!" Er nahm den Hut ihre Enkelin scheu von der Seite angeblickt, und jetzt saß ihr fremd war. Selbst wenn sie erregt war, hatte strich sich durch das Haar, wandte sich, den Hut wieder auf sie da und zitterte und wagte nicht mehr, Lisei anzusehen, sie nicht diesen trockenen, scharfen Ton. Sie rückte an segend und ging weiter, ohne sich näher zu erklären, und Du nicht mitgeholfen dazu?" deren graue Augen mit traurigem Ernst auf ihr ruhten. ihrem Hute und wendete sich um. Ambros hatte der Ahne Stasi fragte auch nicht. Lisei fuhr fort, indem sie ihr bittend die Hand auf den mitgetheilt, daß der Mann aus Pleiken reisefertig wäre und ( Fortsetzung folgt.) Gott ab P Q ca tg in ch 211 ft. er ge er as 3 B ot ne att d Det ne ein fie em fie elb ten bal Saf t Sell er α 30 10 au te te ad gen aber tim Barl bin Bott ab auf chi 19 rt el De 0% el e, 11 3 3 et It де fe น it 23 es [ ent et 490 g es Zukunft und noch etwas Bernünftiges zu thun hätte, so wäre der vorgeschlagene Herr Vetter Niemand allerdings der beste Führer. Er ist der Einzige, der keine Dumm heiten machen und die Partei nicht schädigen kann. Aber das Zentrum ist leider nicht mehr in der Lage, einen Führer zu gebrauchen was es braucht, ist ein Beichtvater, der ihm die letzte Delung giebt. Selbst Better Niemand kann da nicht mehr helfen.Der Bankerott der katholischen Chriftlichsozialen wird aus dem rheinisch- westfälischen Kohlenrevier gemeldet. Ein Telegramm aus Essen meldet hierüber: 19 mm 3 = Die Reise des Abgeordneten Stößel und des Redakteurs Lensing in das Dortmunder Kohlenrevier behufs Förderung eines christlich patriotischen Verbandes gegen die Sozialdemokratie und deren alte Führer verlief ergebnißlos. Selbst im Essener Revier konnte der Abgeordnete Stöbel keine Anhänger für seinen Plan erobern.Arbeitszeit im Allgemeinen 10-12 Stunden, die gebräuchliche| fassungsrevision der Sozialdemokratie in die Schuhe zu Ruhepause mitgerechnet. Was die Löhne, der Kohlenbergwerks- Arbeiter in Deutsch schieben, was aber nicht gelingen wird.— land anlangt, so verfolgen selbe seit 3 Jahren steigende Ten- In Italien plant man neuerdings die Einführung des denz, wie nachstehende in einzelnen Distritten gezahlten Durch- Bündhölzchen- Monopols. Schnittslöhne zeigen, Inen Diſtritten gezahl Ober- Schlesien Nieder- Schlesien. ein Westfalen Saarbrücken 1888 1889 1890 in Mark 1,94 2,02 1,72 " Schade daß die Frländer nicht rechtzeitig einen Porsch gehabt haben. Die geniale" Führerschaft des ungekrönten 1,84 2,02 1,72 old Königs" hat sie richtig zu Grunde gerichtet- so weit ein 2,673,28908,48( 3) Bolt zu Grunde gerichtet werden kann. Der ungekröarte" 2,81 3,44 3,50( 3) König Klammert sich an die Macht gerade als ob er ein geIm Halleschen Braunkohlen- Distrikte stieg der durchschnitt- trönter wäre er betrachtet sich als legitimen Herrn und liche Lohn von 1,68 M. im Jahre 1888 auf 2,36 m. im die Irländer als seine Unterthanen, und wer ihm nicht zu Jahre 1890. Es ergiebt sich, daß die Löhne der Grubenarbeiter Willen ist, der ist ein Rebell. Bei zwei Wahlen ist er nun un h, daß die seit 1888 in Schlesien um 10-15 pct., im Distrikte von Bonn elendiglich durchgefallen, aber er fährt fort zu radauen, zu um 20 pet. und im westfälischen Kohlenrevier um mehr als spektakeln, zu standaliren und wird das Geschäft auch 25 pet. gestiegen sind. Chad Für die einzelnen Kategorien der Arbeiter gestalteten sich giebt, die ihm die Kriegskaffe füllen. jedenfalls so lange fortsetzen, als es Grünlinge und Intriguanten Den Tories die Löhne folgendermaßen: die Grubenarbeiter erhalten in Ueber den Stand der deutsch österreichischen Han- Schlesien 2,56 M., im Saarrevier 2,88 M. und in Westfalen hat er sich jetzt öffentlich an den Hals geworfen. Scham delsvertrags Verhandlungen liegt folgende Mel- 4 m. täglich; die an der Oberfläche beschäftigten Arbeiter fennt er nicht mehr er sett im Gegentheil seinen Stolz dung vor: werden in Schlesien mit 2-2,56., in Westfalen mit 2,70 m. darein, die herrschenden Moralbegriffe und Anstandsregeln, und im Saarrevier mit 2,74. bezahlt; Frauen werden weder die freilich zum Theil nicht viel werth sind, mit Füßen zu im westfälischen noch im Saarrepier beschäftigt, in Schlesien treten. Ein Ehrenwort brechen, ist ihm eine Kleinigkeiterhalten sie 0,90-1,28 M., und in Aachen, wo einige wenige das zeigte er bei der Mandatsniederlegungs- Komödie, die beschäftigt werden, durchschnittlich 1,24 m. täglich. er mit seinem Kollegen Healy aufgeführt hat. Diesem verJu Rücksicht auf die Durchschnittspreise der geförderten sprach er unter der Bedingung, daß derselbe es ebenfalls Steinkohle stellen die Löhne 40-47 pct. des Werthes der Kohle dar. Daraus ergiebt sich, daß im Jahre 1889 für die gesammte thue, sein Mandat niederzulegen. Healy erfüllte die gestellte Produktion von Kohle, deren Werth nach der Förderung Bedingung und Parnell lacht ihn nur aus. Kurz, ein ganz 430 Millionen Mart betrug, ca. 200 Millionen Mark Löhne gemeiner, ehrloser Geselle.get gezahlt wurden. Für das Jahr 1890 dürften die Löhne infolge Doch das ist gerade das Holz, aus dem die Völker der namhaften Erhöhungen, einen viel bedeutenderen Prozentsaz sich ihre Gözen zu schnigen pflegen man stelle nur vom Werthe der geförderten Rohle ausmachen. fritische Forschungen und Vergleiche an, und man wird bald " 1 Nach einer Meldung der offiziösen Wiener Preffe" wur den bei den österreichisch deutschen Vertragsverhandlungen in den nach Ostern stattgehabten Verhandlungen wichtige Diffe renzen ausgetragen. Im Laufe der nächsten Woche sei die Beendigung der meritorischen Verhandlungen zu erwarten, worauf die redaktionellen Schlußarbeiten beginnen werden. Ueber die Verwendung des Welfenfonds bringt die Sächsische Arbeiter- Zeitung" eine interessante Zusammenstellung. Wir entnehmen derselben Folgendes: Unser Artikel über die Verstaatlichung der Apotheken hat bei der Mehrzahl der Apothekenbefizer, wie die Aeußerungen ihrer Fachorgane, der Pharmazeutische Zeitung" und der Apotheker Zeitung" beweisen, die er In den achtziger Jahren war der Polizei- Inspektor Kalten bach aus Mülhausen in Genf und engagirte dort zwei schweizer Bürger, die den Auftrag hatten, den von der russischen So wenig diese Statistik auf Zuverlässigkeit Anspruch finden, daß alle diese Gößen, Halbgötter und genialen Regierung gesuchten Nihilisten Deutsch der Polizei in die erheben kann, da sie doch höchst wahrscheinlich auf Grund Staatsmänner" aus einem Stoff sind. Hände zu spielen. Was thaten die Beiden? Sie verbündeten der famosen preußischen Bergwerksenquete vom Jahre 1889 sich mit einem Dritten; den staffirten sie äußerlich als Deutsch ausgearbeitet wurde, so haben wir doch diese Angaben ver- Der offizielle Kreuzzug gegen die Era aus und verfolgten dann seine Spuren". So ging es von öffentlicht, da sie wenigstens eine Vergleichung der einzelnen aie hung nimmt in Rußland seinen Fortgang. Der Genf nach Lugano, von Lugano nach Nizza, von Nizza nach Lyon, von Lyon nach Paris, von Paris nach der Schweiz u. f. f. Bergwerksreviere gestatten, und weil sie troß aller Schön- Generalgouverneur von Kiew, Volhynien und Podolien Pseudo- Deutsch immer voraus, die biederen Schweizer mit der färberei beweisen, daß die Bergwerksarbeiter alle Ursache( Graf Alexis Ignatiew) gab vor zirka 8 Momiten der genasführten und ab und zu herbeigerufenen Polizei immer haben, mit ihren Löhnen und ihrer Arbeitszeit unzufrieden Provinzialpolizei die Verordnung, daß jeder häusliche Hinterbrein, ihm auf den Spuren, Selbstverständlich entwischte zu sein und weil sie auch eine Warnung sind, zu der jetzt Unterricht von Kindern einer scharfen Ueberwachung unterPseudo- Deutsch immer zur rechten Stunde. Birta acht Wochen so ungünstigen Zeit mit einer Arbeitseinstellung vorzugehen, worfen werden sollte. Höchst bezeichnend für die Art, in trieben die beiden Schweizer ihr Spiel und in dieser Zeit welche nach Lage der Dinge nur die Lage der Arbeiter welcher diese Zensur ausgeübt wird, waren die Vorgänge hatten sie über 24 000 Frants an Lohn und Spesen bezogen, noch mehr verschlechtern wird. in dem Industriestädtchen Duladovka in Podolien. Der bis die Polizei die Dupirung durchschaute. Und schließlich Polizeichef, so hören wir von der" New- York Sun", ließ wurde im Hause des deutschen Konsuls in H....n ihnen In dem eben erschienenen 3. Bande von v. Poschingers' bekannt machen, daß von nun an" allen Arbeitern überfür die in ihrem Besize befindlichen Briefe noch eine Ab- Werk über„ Fürst Bismarck als Volkswirth" wird be- haupt untersagt sei, ihre Kinder zu unterrichten; findungssumme von 500 m. bezahlt! Der Eine dieser Schweizer stätigt, daß" zur Zeit des großen Bergarbeiter und um ihres vollen Gehorsams sicher zu sein, belebt heute noch in Genf, der Andere in Unterstraß bei Zürich, Streikes von dem Oberpräsidenten v. Hegemeister der fahl er den Arbeitern, ihre Kinder nicht im Hause zu und erzählen diese Geschichte Jedem, der sie hören will. Antrag auf Verhängung des Belagerungszustandes über behalten, sondern sie auf die Straße zu schicken, wo er auf das Ausstandsgebiet gestellt, von dem Gesammtministerium und abgehend ihre Beschäftigungen selbst tontrolliren könne. aber bekämpft wurde. Doch damit nicht genug. Er war benachrichtigt worden, einige römisch- katholische Arbeiter ließen ihre Kinder Gebete Gin Streng vertraulich" verfandtes Schreiben lesen und lehrten sie schreiben. Daraufhin erließ er das wartete Wirkung gehabt. Sie ärgern sich gewaltig, daß ist uns foeben von befreundeter Seite zugegangen. Es Verbot ferner noch Unterrichtsbücher oder Traktate im Hause wir auf Grund fachmännischer Informationen die Un- handelt sich hierbei um eine Galvanisirung einer alten zu haben. Jede Zuwiderhandlung suchte er unmöglich zu gerechtigkeit des Privatmonopols der Apothekenbefizer und Gründung des Kolonialfanatikers Dr. Peters, eines All- machen, indem er alle seine Mannen hereinzog und das die Nothwendigkeit des staatlichen Monopols nachgewiesen gemeinen deutschen Verbandes. Alle möglichen Haus fedes Arbeiters in der Stadt durchstöbern ließ. Wo haben. Die Bolemik der Apothekerorgane gegen uns ist nationalen Biele sollen durch denselben erstrebt werden, um auch immer Lehrgegenstände oder lernende Kinder entdeckt feine glückliche; ein Spielen mit Worten, Ver- was es sich aber handelt, ist nichts Anderes, als der un- wurden, nahm man ein Protokoll von allen Einzelheiten drehungen und Verdächtigungen, Widerlegungen von populären Kolonialpolitik eine neue Stüße zu schaffen, und der Gefeßesübertretung auf; die Bücher und sonstigen LehrNebensächlichem und Vorbeigehen am Wichtigsten wider im Hintergrunde steht der ebenso utopische als volf- mittel wurden konfiszirt. legt doch nicht unsere Behauptungen, welche sowohl von verderberische Plan, in unsere Kolonien die Auswanderung ſelbſtändigen Apothekern als Gehilfen, wie an uns gelangte abzuleiten. Da die Ziele des Vereines von demselben Buschriften beweisen, beifällig aufgenommen wurden. Es sicherlich nicht erreicht werden und auch kaum viel Leute vor. tann nicht unsere Aufgabe sein, heute in eine Widerlegung demselben beitreten werden, so können wir uns mit dieser der technischen Details einzugehen, doch werden wir demnächst kurzen Erklärung genügen lassen. aus fachmännischer Feder das wenige Sachliche, was von gegnerischer Seite vorgebracht wurde, beleuchten lassen. = " Das Liverpooler Journal of Commerce" erfährt aus Kamerun, der Zug des Afrikareisenden 8intUeber die Arbeitszeit und die Löhne in den graf babe viel Unglück gehabt, 3 Europäer und etwa deutschen Kohlenbergwerken können wir einem fran- 170 Eingeborene feien getödtet, Bintgraf habe mit dem zösischen Konsulatsberichte einige Daten ent- Refte des Zuges den Rückmarsch nach der Küste angetreten. nehmen. Der französische Generalkonsul Marteau schreibt Einzelheiten waren bei Postabgang, den 28. Februar, nicht seiner Regierung, wie wir dem Wiener Handels- Museum" bekannt. entnehmen: Die vollständige Zahl der in der deutschen Kohlenindustrie Schweiz soeben gemacht. Hierüber meldet eine Depesche: Einen großen Schritt zur reinen Demokratie hat die beschäftigten Arbeiter läßt sich schwer feststellen. Im legten Jahre hat sich selbe entschieden vermehrt, allerdings nicht im gleichen Verhältniß zur gesteigerten Produktion. jüngsten Daten geben betreffs der Zahl der KohlenbergwerksArbeiter folgendes: Dortmunder Distrikt Ober- Schlesien Nieder- Schlesien Salle( Braunkohle). Saarbrücken Sun Aachen. Totale • 127 049 48 350 16 200 22 098 27 027 7.530 248 254 Die Die Zahl der in den übrigen Kohlenbergwerken Deutsch lands beschäftigten Arbeiter wird auf 15 000 bis 20 000 geſchäßt, so daß man die Gesammtzahl der Kohlenbergwerts Arbeiter in Deutschland mit ca. 270 000 annehmen kann. Bei Bugrundelegung dieser Ziffer beträgt die durchschnittliche Förderung eines Arbeiters bei 300 Arbeitstagen im Jahre zirka 270 Tonnen. Doch ist diese Ziffer nicht absolut giltig, da die Produktion in jedem Distrikte je nach der leichteren oder schwierigeren Ausbeutung der Gruben eine verschiedene ift. So stellt sich die jährliche Produktion eines Grubenarbeiters im westfälischen Kohlenrevier auf 300 Tonnen jährlich, während sie in Schlesien blos 283 Tonnen und im Saar- Kohlenrevier nur 261 Tonnen beträgt. Ebenso verschieden stellt sich die Zahl der Arbeitstage im Jahre und selbst die der täglichen Arbeitszeit in den einzelnen Distrikten. Es läßt sich deshalb auch keine zutreffende DurchRedaktion.) Nette Dinge gehen in der ruffischen Kafferfamilie Ein Telegramm aus St. Petersburg meldet: Laut einer Veröffentlichung des Nuffischen Invaliden" ist der Flügeladjutant, Stabskapitän des Leibgarde- Jägerregiments, Großfürst Michael Michatlowitsch, aus dem Dienste der Armee ausgeschlossen worden. Das 49. Brefter Infanterie- Regiment und die 4. Batterie der Garde Artillerie Brigade zu Pferde, beren Chef der Großfürst war und welche bisher seinen Namen führten, werden in Zukunft mit Weglaffung dieses Titels genannt werden. # wandten des Baren hat seine Ursache in der wider den Dieser außerordentliche Schritt gegen einen nahen VerWillen des Zaren eingegangenen Ehe des Großfürsten mit herzogs von Luxemburg. der einer morganatischen Ehe entsproffenen Nichte des GroßDie Bundesversammlung hat die Revision der Bundesverfassung in der Richtung beschlossen, daß 50 000 Schweizer In unserer letzten Nummer wurde irrthümlich ,, Der Bürger durch einfache Anregung oder Vorlegung eines aus- Mecklenburger" ein freisinniges Blatt genannt, es ist, wie gearbeiteten Entwurfes die Revision einzelner Bestimmungen unsere Leser wohl wissen, ein entschieden feudales Blatt. der Bundesverfassung verlangen können. Legen dieselben einen ausgearbeiteten Entwurf vor, so ist derselbe unverändert der Abstimmung des Volkes und der Kantone zu unterbreiten. Der vorstehende Beschluß der Bundesversammlung unterliegt der Voltsabstimmung. Korrespondenzen und Parteinachrichten. Demnächst wird die Frage der Auslieferung politischer Verbrecher das schweizer Bolt befchäf= Halberstadt, 5. April, Gestern wurde das hier erscheinend tigen. Es wird sich nicht um die in letzter Zeit leider Wochenblatt unserer Partei, die Sonntags- Zeitung", auf Antrag sich mehrenden Fälle von Ausweisungen politisch mißliebiger der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt. Die„ Sonntags 3tg." it Personen, sondern um etwas weit Wichtigeres, um ein in der ganzen Provinz Sachsen, sowie in Thüringen verbreitet; weil neues Auslieferungsgesetz handeln. Die Bestimmungen bez die Expedition von hier schon am Donnerstag erfolgt, wurden, in felben, welche uns interessiren, sind folgende: Wegen politischer Verbrechen und Vergehen wird die Auslieferung nicht bewilligt. Vergehens hat. mittelnden Thatbestandes. " der Druckerei keine Gremplare mehr vorgefunden. " * Langenbielan. Der Proletarier aus dem Eulengebirge" meldet: Am Sonnabend, den 4. April, wurde während der AbDie Auslieferung wird indessen bewilligt, obgleich der Thäter wesenheit unseres Verlegers und Redakteurs die Nr. 26 des einen politischen Beweggrund oder Zweck vorschüßt, wenn die Proletarier" in unserer Expedition polizeilich beschlagnahmt. Handlung, um deren willen die Auslieferung verlangt wird, ueber den Grund dieser Maßregel befinden wir uns leider vollvorwiegend den Charakter eines gemeinen Verbrechens oder ständig im Dunkeln. Die Behörde hat nämlich bei der Beschlag= Das Bundesgericht entscheidet im einzelnen Fall über die in Anwendung zu bringen. Diefes Breßgefes fagt in seinem Matur der strafbaren Handlung auf Grund des frei zu er-§ 27: Bei der Beschlagnahme sind die dieselbe veranlassenden Stellen der Schrift unter Anführung der verletzten Gesetze zu schnittsziffer geben. Allgemein war jedoch die Tendenz zur gegen einen Sozialdemokraten gewählt, das" Berl. Tageblatt" Beitung u. f. m.), welche nichts Strafbares enthalten, find von Die anständigen Demokraten, jo Curti, ben, obgleich er bezeichnen. Trennbare Theile der Druckschrift( Beilagen einer Bermehrung der Arbeitstage bis zum Jahre 1888, von welcher unserer Partei zurechnet, haben gegen diese Bestimmungen daß befagtes Preßgefet nicht allein für Beitungseigenthümer und Zeit an die Zahl der Arbeitstage im Jahre wie auch die mit Recht entschieden opponirt, da ja damit jedem Miß Redakteure besteht, sondern auch für bie Beberben melcher der täglichen Arbeitsstunden fich merklich verringerte.( Die brauch vorurtheilsloser Regierungen Thür und Thor geöffnet ist. Nun! Innerhalb 5 Tagen macht haben, is dahin aber werden wir ja wissen, welcher In Bezug auf die tägliche Arbeitszeit der Grubenarbeiter wird. Diese Opposition wird aber nichts fruchten, das Frevelthaten wir uns schuldig gemacht haben. Bis dahin aber giebt die offizielle Statistit folgende Daten für die ein- Parlament wird die Bestimmungen zweifellos annehmen, bleiben wir, wie gesagt, im Unklaren. zelnen Distritte( die Zeit des Ab- und Aufstieges inbe- damit sind sie aber in der Schweiz noch lange nicht Gesetz. Aus dem 19. Hannoverschen Wahlkreise. Der WahlWenn 30 000 ftimmfähige Bürger über dasselbe eine Volts tampf ist ein außerordentlich heftiger. Unsere Hamburger Parteinur 10 pct. Arbeiter, die 8 Stunden täglich arbeiten so muß dieselbe vorgenommen werden, und dann wird man sie haben für diesen Zweck tausend Mark bewilligt; ein Dampfer abstimmung verlangen, und dies wird unzweifelhaft geschehen, genossen bieten alle Kräfte auf, um den Wahlkreis zu bearbeiten. sehen, ob das schweizer Bolt wirklich sein kostbares Kleinod, mit Hamburger Bertrauensleuten und Rednern wird die Kanäle in dem Wahlkreise befahren, um einzelne Gehöfte aufsuchen zu bas politische Asylrecht, aufzugeben Willens ist. tönnen; etwa fünfhundert Sozialdemokraten aus Hamburg werden am Wahltage in Thätigkeit sein. griffen): Für Ober- Schlesien: 10 " 10 " " " 12 " " bagegen 38 und gar 57 Für Nieder- Schlesten: nur 12 pet. Arbeiter mit 8stündiger Arbeitszeit gegen 88 10 In den meisten Städten Frankreichs beantragen, wie Im Braunkohlen- Distritte von Halle beträgt die durch die Boss. 8tg." meldet, die sozialistischen Geschnittliche Arbeitszeit 11/2 Stunden, im westfälischen meinderäthe, daß die Verwaltung ihren Unterbeamten Distrikte 8( Ein- und Ausfahrt scheint hierbei nicht eingerechnet und Arbeitern am 1. Mai Urlaub gebe. worden zu sein) und in den Gruben mit sehr hoher Temperatur der Beschlagnahme auszuschließen." Wir sind nun der Meinung, Der heutigen Nummer liegt für unsere Abonnenten ein Prospekt des im Verlage von J. H. W. Dies erscheinenden blos 6 Stunden. Im Saarrevier wird 8 Stunden und in In Belgien hetzt jetzt die ultramontane Presse gegen Wertes Der Mensch und seine Naffen" bei, auf den wir Machen durchschnittlich 92 Stunden täglich gearbeitet. Für unsere Partei, um die Schuld wegen Reibungen infolge der besonders aufmerksam machen. Die betr. Hefte sind durch unsere die an der Oberfläche beschäftigten Arbeiter beträgt die tägliche so gerne seitens der herrschenden Parteien vermiedenen Ver- Expedition, Beuthstr. 3, zu beziehen. Theater. Donnerstag, den 9. April. Opernhaus. Oberon, König der Elfen. Schauspielhaus. Der neue Herr. Leffing- Theater. Thermidor. Berliner Theater. Schuldig. Arbeiter- Bildungs- Schule. Am Sonntag, den 12. April, Vorm. 9 Uhr, wird der Unterricht eröffnet, Deutsches Theater. Die Kinder und zwar in der der Excellenz. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Vogelhändler. Wallner Theater. Geschlossen. Residenz- Theater. Vater und Sohn. Viktoria Theater. Die Die sieben Raben. Bellealliance- Theater. Minard u. Ko. Dbaliske. Ostend- Theater. Gavaut, Borher: Die Deborah. Thomas- Theater. Der Millionenbauer. Adolph Ernst- Theater. Adam und Eva. Kaufmann's Variété. Große Spezialitäten- Borstellung. Concordia. Große SpezialitätenWorstellung. Thenter der Reichshallen. Große Spezialitäten- Vorstellung. 0081 8281 Nord- Schule: Rastanien- Allee 53; Süd- Schule: Hagelsbergerstr. 43, Ost- Schule: Markusstr. 31, West- Schule: Stephanstr. 45, mit folgendem, in allen Schulen gleichmäßigen Lehrplan: Sonntag: Vormittags 9-10 Uhr: Buchführung. " " 10-11 11-1 Stenographie.") Zeichnen. Abends 81/ 2-10%/ a Uhr: Deutsch.d Naturwissenschaft. Geschichte. Montag: Dienstag: " Mittwoch: " Donnerstag: Freitag: " " 81/ 2-101/ 2 81/ 2-101/ 2 81/ 2-101/ 2 81/ 2-91/ 2 91/ 2-101/ 2 81/ 2-101/ 2 " " Nationalötonomie. " Rechnen. " И " Sonnabend: Schreiben. Geschichte. Sozialdemokratischer Wahlverein des 2. Berliner Reichstags- Wahlkreises Versammlung am Donnerstag, den 9. April cr., Abends 8½ Uhr in Habel's Brauerei, Bergmannstr. Nr. 5-7. Zages Ordnung: 1. Vortrag über:„ Ist die moderne bürgerliche Gesellschaft noch exiften berechtigt? Referent Herr Reichling. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neu Mitglieder. 4. Verschiedenes und Fragen. Die neuen Statutenbücher werden in dieser Versammlung ausgegebe Bugleich ersuchen wir diejenigen Mitglieder, welche mit ihren Beiträge restiren, diese umgehend zu entrichten, da wir uns sonst veranlaßt sehen, sie au zuschließen. Die Bahlstellen befinden sich bei Otto Klein, Bigarrengeschä Rottbuser Damm 14: Schener, Restaurant, Gneisenauftr. 35; Haugt, Resta rant, Boechstr. 12; Schmidt, Restaurant, Dieffenbachstr. 34; Luhm, Restaura sid Brandenburgstr. 11; Ernst Wilschke, Zigarrengeschäft, Kazbachstr. 1 u. Juni straße 1; Schröder, Bigarrengeschäft, Kreuzbergstr. 15; Grube vorm. Schi feld, Restaurant, Mariendorferstr. 10; Riesel, Restaurant, Schüßenstraße 68 Böhland; Restaurant, Bülowstr. 52; Graffunder, Restaurant, Schwerinft. Zugleich weisen wir darauf hin, daß am Sonntag, den 3. Mai, Gebr. Richter's Variété. Große Ost- und West- Schule Neu- Stolze'fche Stenograbie gelehrt. *) Es wird in der Nord- und Süd- Schule Roller'sche und in der Espezialitäten- Vorstellung. Wintergarten. Große Spezialitäten- Beit, und ist ganz pünktliches Erscheinen erforderlich, der unterricht darf Die Unterrichtsstunden beginnen und enden pünktlich zur angesetzten feinesfalls durch Nachzügler gestört werden, ebenso wie es im Interesse aller Theilnehmer liegt, daß der Eintritt am Beginn und nicht Vorstellung. Etablissement Buggenhagen im Laufe des Vierteljahres erfolgt! am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion 3. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Pazenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. 641 F. Müller. Die zum Unterricht erforderlichen billigeren Lehrmittel werden unentgeltlich geliefert. Nur Inhaber von Unterrichtskarten haben zum Unterricht Zutritt und sind Karten à 75 f. für das Vierteljahr und für alle Lehrfächer zugleich geltend für Männer und Frauen an den untenstehenden, mit bezeichneten Zahlstellen gegen Vorzeigung des Mitgliedsbuches zu haben; in den Schulräumen findet keine Ausgabe von Mitgliedsbüchern oder Unterrichtskarten statt. In den Vorzimmern liegen Tagesblätter und andere Zeitschriften aus! grosses Arbeiter- Fest in der Berliner Bockbrauerei stattfindet, bestehend in Vokal- und Instr mentalkonzert, Lebensbilder und Tanz, unter gütiger Mitwirk der Vereine des Arbeiter- Sängerbundes als: Gesang- und Musikverein Firmit der Gesangvereine Freiheit, Frühlingsluft, Harmonia, Kreuzberger Harmo Liedesfreiheit, Treuerbund und Waldkapelle, zusammen 200 Sänger, mit re in den Zahlstellen zu haben sind. haltigem Programm, wozu Billets à 20 Pf. bei den Vorstandsmitgliedern Achtung! Der Vorstand. Achtung! Grosse öffentliche Volks- Versammlung am Donnerstag, den 9. April, Abends 8½ Uhr, Die Zahlstellen, bei denen Billets zum„ Aquarium"( von jest ab zum Preise im Böhmischen Brauhause, Landsberger Allee 11-13 Bratweilige Bierhallen von 25 ¥ f.) zu haben find, find die folgenden: Kommandantenstr. 77-79. Täglich: Grosses Concert ausgeführt von der Kapelle des MusikDirektor H. Sanftleben unter Mitwirkung des Opernsängers u. Konzertmalers Signor Travieki aus Rom. Empfehle zugleich meinen Frühstücksunb reichhaltigen Mittagstisch, sowie 6 Billards, 3 Kegelbahnen und einen Saal zu Vergnügungen und Versammlungen, 703 F. Sodtke. S. * Börner, Ritterstr. 108. * Gründel, Dresdenerstr. 116. A. Günther, Gitschinerstr. 87, Klein, Rottbufer Damm 14. SO. Kehr, Röpniderstr. 126. Schmidt, Wrangelstr. 141. * Schulz, Admiralstr. 40 a. Ulrich, Wrangelstr. 84. * Zubeil, Naunynftr. 86. Linke, Forsterstr. 45. SW. Schönfeld, Mariendorferstr. 10, * Wilschke, Junkerstr. 1. Berl. Bock- Brauerei, Wilschke, tabachstr. 1. Tempelhofer Berg. Täglich: Alt- Berlin auf d. Bock. # Humoristisch historischer Rückblick zur Feier der Bock- Saison 1891, " Antrick, Steinmegstr. 60. Müller, Winterfeld- u. BiethenstraßenEce. 0. A. Böhl, Rüdersdorferstr. 8. * E. Böhl, Frankfurter Allee 74, * Heindorf, Langestr. 70. 1891, Jnsinger, Strautstraße. 48. verbunden mit gr. Militär- Konzert. Anfang: Wochentags 5 Uhr, Sonntags 4 Uhr. Berl. Driginal- Bockbier in Flaschen, direkt von der Brauerei, 20 Flaschen für 3 M. Pfand frei. PassageLock, Friedrichsbergerstr. 11. * Tempel, Breslauerstr. 27. C. Sommer, Grünftr. 21. * Kuhlmey, Rofenstr. 30. * Vogtherr, Landsbergerstr. 64. N. Abraham, Straßburgerstr. 5. Gleinert, Müllerstr. 174. * Gnadt, Brunnenstr. 38. * Hasenclever, Chausseestr. 49/50. Kleinau, Gartenstr. 171. Lehmann, Brunnenſtr. 83. * Schmidt, Tresckowstr. 24. * Thierbach, Schwedterstr. 44. Raabe, Ruppinerftr. 46, NO. * Gumpel, Barnimſtr. 42. Grasshold, Ballisadenstr. 59. Drescher, Linienſtr. 50. NW. * Vogtherr, Stephanstr. 27a, * Voss, Birkenstr. 59. Friedrichsberg. Lippe, Friedrich Karlstr. 11. s Neu- Weissensee. Prutz, Sedanstr. 85d. Wegen Abwesenheit" des unterzeichneten ersten Vorsitzenden sind zuschriften aller Art, welche die Arbeiter- Bildungs- Schule betreffen, während der nächsten sechs Wochen an den zweiten Vorsitzenden, Herrn Stadtverordneten Friz Zubeil, SO., Naunynſtr. 86, zu richten. 103/12 Der Vorstand.. J. A.: E. Vogtherr, 1. Vorsigender, Stephanstr. 27a. Panopticum. Möbel auf Theilzahlung Hugo Lewent, Lothringerstr. 75. Unter d. Linden 22/23. Knabe mit 2 Köpfen. Amerikanerin m. 25 cm langem Vollbart. 11-1 Uhr. 5-9 Uhr. Castan's Panopticum. etzt: Friedrichstr. 165. Neu: Jo Azteken. Prof. Dr. R. Koch im Laboratorium. Geöffn. v. 9 Uhr früh bis 10 Uhr Abends. Entree 50 f. Kinder 25 Pf. Welt- Restaurant. 97. Dresdenerstraße 97. Täglich Auftreten der[ 121 M Personen. Norddeutschen Sängerieben sowie der Duettisten Geschw. Waldmann. Evora- Bräu 448L vom Faß nebst Frühstücks-, Mittagsund Abendtisidy empfiehlt Rattke, Reidenbergerstr. 174, genannt: 3um alten Ziethen". Weißbier empfiehlt die Bier- Großhandlung Franzstraße 8. Für Wiederverkäufer mit ents sprechenden Rabatt frei ins Haus. Echt Gräßer Bier. 113b E. f. 20 Jahren bestehendes Schant. geschäfti. weg. Uma. n. außerhalb bill. 3. vert. Oppelnerstr. 10 i. Keller. 96b Verlag des Vorwärts" Berliner Boltsblatt Berlin SW., Benthstraße 3. Im Druck befindet sich und erscheint demnächst in unserem Berlage: Gesetz, betreffend die Gewerbe- Gerichte. Mit Erläuterungen, gemeinverständlicher Darlegung des Inhalts des Gesetzes und ausführlichem Sachregister. Cartonnirt mit Leinwandrücken Preis 50 Pfennig. ( In Parthien billiger.) Mit der Veranstaltung dieser Ausgabe des die Arbeiterwelt in ganz besonderem Maße interessirenden Gesetzes, das am 1. April d. J. in Kraft getreten ist, hoffen wir derselben einen Dienst zu erweisen. Bei der Wichtigkeit, die die Gewerbegerichte bei Streitigkeiten zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber besitzen, glauben wir die Anschaffung des Buches jedem Parteigenossen empfehlen zu müssen. Format, Druck und sonstige Ausstattung laffen nichts zu wünschen übrig, sie sind bem praktischen Ge brauch angepaßt. In Vorbereitung befindet sich für unseren Verlag und erscheint demnächst: Gewerbe- Ordnung für das Deutsche Reich. Mit den Ausführungsbestimmungen, Erläuterungen und ausführlichem Sachregister, unter Berücksichtigung aller seit der Emanation stattgefundenen Abänderungen derselben bearbeitet. Der Preis wird Mk. 1,- nicht übersteigen. Wir bitten die Parteigenoffen, dem Unternehmen schon jetzt das lebendigfte Intereffe entgegenbringen zu wollen. Die Aus: gabe erfolgt schnellstens nach der 3. Lesung der bensog. Arbeiterschuh" betreffenden Abänderungen. K = Zages Ordnung: 1. Stellungnahme zum 1. Mai. Referent Genosse Richard Fischer 2. Diskussion. 3. Das Berliner Versammlungswesen. 4. Wahl zweier Lo Kommissionsmitglieder. Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Vertrauensmann. 881/3 Verein der deutschen Maler, Ladirer und verw. Berufsg ( Filiale Charlottenburg). Am Sonnabend, den II. April ds. Js., Abends 8 Uhr! Stiftungs- Fest, verbunden mit Tanz und humoristischen Vorträgen, im Saale des Herrn Franke, Charlottenburg, Wilmersdorferstraße Nr. 39. Alle Kollegen Berlins und Umgegend, sowie Freunde und Geno werden hiermit freundlichst eingeladen. Abendkaffe findet natt. Das Komitee 364 Holz- und Bretterträger! Versammlung des Fachvereins am Sonntag, den 12. April 1891, Vormittags 10 Uhr) in den Zentral- Festsälen, Oranienstr. 180. Zages Ordnung: 1. Stellungnahme zur Maifeier. 2. Wahl von Kontrolleuren. nahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes. Telephon Amt III 8521. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Ach! wis brillante Farbel Und in so kurzer Zeit getrocknet? Diese Ja das ist Suter'sche FussbodenGlasur- Lack- Farbe und kostet nurs 80 Pf.das Pfund mit Pat.- Blechkanne. Pussboden- Glasur- Lack- Farbe ( goldbraun) trocknet in 4-5 Stunden hart und glänzend, macht das Ueberlackiren überflüssig. Das unangenehme Kleben ist vollständig ausgeschlossen. Nasse Witterung hat keinen Einfluss auf meine Farbe, Aufträge führe nur gegen vorherige Einsendung des Betrages oder gegen Nachnahme aus. Preis à Pfand 80 Pfg. mit Patent- Blechkanne, welche Agleichzeitig als Streichgefäss benutzt werden kann. 3. Telephon Amt 1 8521. in A fü ha fd N fel ci zu ra 111 00 di bei Des en rü gui be Ar tro ชิน au in in dea mis Ei Die we fall fini bitt Bel ger ist die Mi der des An dies ist die unt Der Vorstand Be " mis Kell Da bla fran 100 dies gla Ter doc falf bem in Kell der " Bc rent auf der Damen at Mäntelfabri Fra Kell des feir son im der R. J. Suter, Berlin N., Zionskirchstr. 44, unweit des Rosenthaler Thores. Für Berlin von 5 Pfund an frei Haus. Ausverkauf M. Lohrmann, Müllerstraße 4, Gde Schulzendorferstraße nach beendetem Engros- Geschäft ca. 2400 hochelegant ff. i. m. Werkstätte neuesten Modellen gefertigte Hegenmäntel, Baletots, Jaquets, Fichus, hänge 2c. aber festen Preisen. zu sehr billigen Unterlasse jede weitere Anpreisung und verweise a. d. guten Ruf meiner nady Um jährig best. Firma a. d. lobenden Referenzen d. Berl. Zeitungen über m. Geschäft Zentral- Halle im Stadtbahnbogen unter Bahnhof Börse ( am Zwirngraben). Verkauf von Lebensmitteln aller Art. Billigste Bezugsquelle von frischem Fleisch und Wurst etc. Alle Waaren, die bis 5 Uhr nicht verkauft, werden von da ab zu den denkbar billigsten Preisen verauktionirt Halles Centrales Börse. Apfelfinen Stüd 3 Pf. Verantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW, Beuthstraße 2. [ 520 L cine er nid Ein befc Tang Bal Ger zieh Na dies geh emp Jak Bes sind abzu dur зизг ich Gär mür Bezu fläru miffi gewi The zum Bieh zahl mir dünnschalige füße Frucht, em-& pfiehlt die Südfrucht- Handlung D. B. Vehlow, Lindenftr. 54, Hierzu zwei Beilage 7. eises 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Uh Nr. 82. Sexiften te neur Sgegeben Beiträge fie au ngefch Refta estauran Junte 1. Schi Craße 58 erinft. Mai, Instr twirt Firmit Darmo nit rei Dern w and. ! ng jr, 1-13 ische er Lot uföga Uhri gen Gend tee Uhr Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 93. Sigung vom 8. April. 12 Uhr. Damit ist der Antrag erledigt. Abschnitt II.,§§ 121-125, regelt die Verhältnisse der Gesellen und Gehilfen. Nach§ 121 find Gesellen und Gehilfen verpflichtet, den Anordnungen der Arbeitgeber in Beziehung auf die ihnen übertragenen Arbeiten und auf die häuslichen Einrichtungen Folge zu leisten; zu häuslichen Arbeiten sind sie nicht verbunden. Die sozialdemokratischen Abgg. Auer und Gen. wollen ausdrücklich auch„ Personen, die regelmäßig für die Bedienung in Gast- und Schankwirthschaften und als Gehilfen und Lehrlinge in Gärtnereien beschäftigt werden", als Gewerbegehilfen im Sinne des§ 121 betrachtet wissen. Abg. Bebel( Soz.): Die Bedenken, die man in der Kommission gegen den von uns gestellten Antrag erhob, find durch Einschaltung des Wortes regelmäßig" beseitigt. Jetzt werden die Gehilfen im Gast- und Schankgewerbe in Norddeutschland wesentlich als Gewerbegehilfen und unter die Gewerbe- Ordnung fallend behandelt, in Süddeutschland aber vorwiegend als Gefinde; um dieser ungleichen Behandlung ein Ende zu machen, bitte ich Sie, unsern Antrag anzunehmen. " Donnerstag, den 9. April 1891. = 8. Jahrg. Abg. Biehl konstatirten. Jedenfalls würde unser Antrag flares ftimmenden Weise verwendet werden soll. Immerhin wird künftig Recht schaffen, schädlich kann er auf keinen Fall wirken. Wenn auf Grund dieses Gesetzes die Ausnahme, daß der Unternehmer im Jahre 1887 noch ein Ministerialerlaß nöthig war, um aus irgend welchen Gründen dem Arbeiter einen Theil des die Stellung der Gastwirthsgehilfen zu ordnen, ordnen, so ist wohlverdienten Lohnes vorenthalten darf, die Regel werden, und das doch schon bezeichnend, daß diese Frage durch das zwar in einer Weise, daß, wenn man den Bourgeois von StaatsAm Bundesraths- Tische: v. Berlepsch, Lohmann. frühere Gesetz noch nicht flargestellt worden ist, und die wegen so etwas zumuthen wollte, wahrscheinlich allgemein ein Die zweite Berathung der Gewerbe- Ordnungs- Bedenken, die mein Antrag sonst erregen könnte, werden durch Nothschrei über Konfiskation des Vermögens sich erheben würde. Novelle wird fortgesetzt. das Wort„ regelmäßig" beseitigt. Nun hat der Abgeordnete Es ist am allerbesten, wenn diese Kündigungsfristen aufgehoben Abg. Röfice( lib.) beantragt die Einfügung eines neuen Schmidt Bezug genommen auf Vorgänge in hiesigen Volksver- werden, dabei fahren die Arbeitgeber und Arbeiter gut. Was Baragraphen( 120 f), wonach die Gewerbe- Unternehmer verpflichtet sammlungen; ich bin zu beschäftigt, diese Dinge in ihren Ein- wir wollen, wird heute schon vielfach geübt. Die Arbeiter haben sein sollen, den von ihnen beschäftigten Arbeitern über 16 Jahre zelheiten genau zu verfolgen, aber wenn ein sozialdemokratisches dabei keinerlei Schaden zu erwarten, weil nach unserer Ueberzwischen je zwei Arbeitsschichten oder je zwei Arbeitstagen eine Blatt einmal ein unrichtiges Referat über eine Kommissionsverzeugung schon unter den gegenwärtigen Verhältnissen der ArbeitRuhezeit von wenigstens 9 Stunden zu gewähren. In Betrieben, handlung bringt, so ist das nicht so schlimm; dergleichen kommt geber in jedem Augenblick den Arbeiter los werden kann, wenn er in denen die täglichen Arbeitszeiten unbestimmt sind, soll den in der Presse aller Parteien vor; ebenso kann es leicht vor will. Es kommt nur darauf an, wie die Fabrikordnungen abgefaßt Arbeitern über 16 Jahre innerhalb 24 Stunden eine Ruhezeit kommen, daß Jemand im Eifer einer Volksversammlung mehr werden. Auch aus den Fabrikinspektoren- Berichten von 1886/87 und von mindestens 9 Stunden gewährt werden. Der Antragsteller fagt, als er eigentlich verantworten kann, das kommt auch in 1887/88, aus dem von Potsdam, Frankfurt a. d. D., Reuß führt an, daß der Zweck des Antrages vorwiegend ein hygienischer allen Parteien vor; das sage ich, trotzdem ich eigentlich feinen jüngere Linie und Schwarzwaldbezirk geht hervor, daß auch die sei. Die Arbeitszeit lasse der Antrag außer Betracht, es sei des- Anlaß habe, für die Persönlichkeit, die das Referat hielt und die Arbeitgeber kein Bedürfniß zur Kündigungsfrist mehr haben. halb auch wohl nur ein Scherz gewesen, wenn man ihm zuge- mir sehr wohl bekannt ist, lebhaft einzutreten. Die gleiche Wahrnehmung tritt uns entgegen in einem Inspekschrieben habe, er wolle mit seinem Antrage einen 15 stündigen Geh. Regierungsrath Wilhelmi: Die Annahme des Antrags tionsbericht der Schweiz. Unter den dortigen Arbeitern besteht eine Normal- Arbeitstag einführen. Sein Antrag tönnte im Gegentheil Bebel wird das Gesetz nicht klarer machen, sondern durch die lebhafte Agitation wegen Aufhebung der Kündigungsfristen, und sehr gut neben dem sozialdemokratischen Antrage auf Festsetzung vielfach deutbaren Worte regelmäßig"," Bedienung" werden erst nun kommen die verbündeten Regierungen und präfentiren den eines Maximal- Arbeitstages bestehen, da er den Arbeitern eine recht Zweifel geschaffen. Ich stelle in Abrede, daß ich mich in deutschen Arbeitern das, was man in der Schweiz daran ist, abzusammenhängende Ruhepause sichern wolle. der Kommission weniger entschieden ausdrückte, als heute; zuschaffen. Nehmen Sie unseren Antrag an, so beseitigen Sie Handelsminister Frhr. v. Berlepsch: Nach der dem Bundes- Meine damaligen Ausführungen über die beim Bedienen der damit zahllose Streitigkeiten zwischen den Arbeitern und Arbeitrath in§ 120e zugestandenen Befugniß sei der Antrag Röficke Gäste arbeitenden Personen stimmen mit meinen heutigen bis gebern. Es ist zuzugeben, daß die vorliegenden Bestimmungen unnöthig und auch nicht unbedenklich. Der Bundesrath werde zum letzten Wort überein; aber meine damaligen Worte gegenüber dem bisherigen Zustande einen gewissen Fortschritt von seiner Befugniß, namentlich auch den Gewerben gegenüber, erstreckten sich auf einen größeren Kreis von Personen: auf enthalten. Man wird aber diese Bestimmung einfach dadurch die der Antragstreller im Auge habe, Gebrauch machen. folche, die Hauswirthschaftsdienste leisten diese fallen umgehen, daß die Arbeitgeber mit dem Arbeiter einen Kontrakt Abg. Röfice: Nach den entgegenkommenden Erklärungen unter die Gesinde- Ordnung; auf solche, die im Gastwirths- schließen, auf Grund dessen der Erstere den Arbeiter des Ministers in Bezug auf die Ausführung der Bestimmungen gewerbe selbst beschäftigt sind zur Bedienung der Gäste wenn diese entlassen kann, er will, während der Arbeiter Raution des§ 120 e fann ich abwarten, wie weit der Bundesrath dem fallen unter die Gewerbe Ordnung, und schließlich auf solche, die verliert. In unserer Fraktion tauchten entspricht, und ziehe deshalb den Antrag umsomehr für jetzt zu- die als Buchhalter u. dgl. beschäftigt find diese fallen unter allerdings anfangs Meinungs- Verschiedenheiten über die rück, als später Gelegenheit ist, auf die einzelnen Bestimmungen das Handelsrecht. In diesen Verhältnissen kann man durch das Frage auf; wir sind aber schließlich einstimmig zur Ueberzurückzukommen. Gesetz teine Aenderung schaffen. Zweifel über die Abgrenzung zeugung gekommen, daß es das Beste für Arbeitgeber und dieser drei Beschäftigungsarten werden niemals und durch kein Arbeiter ist, wenn die Kündigungsfristen überhaupt aufgehoben Gesetz zu beseitigen sein. Mit meinen vorigen Worten über die werden. Gehilfen in der Gärtnerei wollte ich durchaus nicht in Abrede Abg. Hirsch( dfr.): Angesichts der Bestimmung, daß die stellen, daß Gehilfen in Handelsgärtnereien, die eine Lehrzeit Kündigungsfrist für Arbeiter und Arbeitgeber dieselbe sein müsse, durchmachten, auch in Zukunft unter die Gewerbe Ordnung ist der sozialdemokratische Antrag unbegreiflich. Ich verstehe fallen. nicht, wie die sogen. Freunde der Arbeiter so leichten Herzens Abg. v. Stumm: Der Antrag Auer schafft nicht die Klar über die Kündigungsfrist hinweggehen. Bei den kaufmännischen beit, welche die Herren beabsichtigen. Stellen sie ihren Antrag Gehilfen hat fast nichts so sehr die Verstimmung und Erbitterung zu§ 121, so wird damit ihr Zweck auch gar nicht erreicht, die erregt, als die Thatsache, daß die gesetzliche fechswöchige KünKellner als Gewerbegehilfen hinzustellen; eine solche Bestimmung digungsfrist von vielen Prinzipalen durch eine kürzere Frist ersetzt gehörte mit an die Spitze des Titels VII der Gewerbe- Ordnung. oder ganz beseitigt worden ist. In der deutschen Arbeiterwelt Ueber die Kommissions Berichte der sozialdemokratischen wird die plötzliche Wandlung in den Anschauungen der sozialBlätter kann ich mich nicht so echauffiren, wie es der Abgeordnete demokratischen Abgeordneten keine Nachahmung finden; die ArSchmidt gethan hat. Ich konstatire, daß über das, was wir in beiter, die selbständig ihre Verhältnisse beurtheilen, werden vielder Kommission oder im Hause thun, die sogenannten Kartell- mehr überzeugt sein, daß ihnen mit diesem Antrage ein blätter oft viel größeren Blödsinn in die Welt schicken, als die schlechter Dienst erwiesen wird. Ist es eine Konsequenz Ihrer sozialdemokratischen Blätter. Ich lese meine Ausführungen viel Klagen über die schlechte Lage der Arbeiter, wenn Sie ihnen auch lieber in diesen als in der Kölnischen Zeitung", oder in Ber- diesen Schutz noch nehmen, der ihnen durch die 14 tägige Rünliner Blättern. Ich möchte aber nicht blos den Kartellblättern digungsfrist gegeben wird? Bei einer 14 tägigen Kündigungs einen Vorwurf machen, sondern gerade die Parteipresse des frist kann der Arbeiter, wenn der Fall der Kündigung eintritt, Abg. Schmidt( Elberfeld): Schon früher einmal ist die Herrn Schmidt bitten, dafür zu sorgen, daß das, was ich sage, mit Bezug auf die Wohnungsverhältnisse und den ganzen UnterBehauptung, daß in Bayern die Kellner den Dienstboten zu nicht in so ich finde teinen parlamentarischen Ausdruck halt sich noch einige Zeit ruhig fühlen, er kann zwei Wochen lang gerechnet werden, vom Abg. Biehl direkt widerlegt worden. Auch unglaublicher Weise verdreht wird. Kein sozialdemokratisches nach einer neuen Stelle fich umsehen. Das sind doch so ersicht ist in Entscheidungen des Ober- Handelsgerichts ausgesprochen, daß Blatt hat meine Aeußerungen jemals so verdreht, wie es seitens liche Vortheile für den Arbeiter, daß ich nicht verstehe, wie unter die Kellner zu den Gewerbegehilfen gehören, und auch ein späterer des Gewerkvereins" geschehen ist. dem augenblicklichen Eindruck von Gefeßesbestimmungen, die den Ministerialerlaß fagt, daß die Kellner, wenn sie vorwiegend mit Abg. Hartmann: Ich möchte dagegen Verwahrung einlegen, Herren nicht gefallen, sie zu einem solchen Antrag kommen können, der Bedienung der Gäste beschäftigt find, als Gehilfen im Sinne ob wir durch Ablehnung des Antrages Auer aussprechen wollten, der das Kind mit dem Bade ausschüttet. Das Recht der Lohndes Gesetzes angesehen werden müssen. Danach würde also die daß alle nicht selbständigen Beschäftigten in der Schank- und einbehaltung wird ja nicht in diesem Gesetz den Arbeitgebern neu Annahme des jetzigen Antrages Auer nur eine Umschreibung Gastwirthschaft und in der Gärtnerei Gesinde seien. Die gegeben, sondern das bisherige Einbehaltungsrecht wird vielmehr dieses Ministerialer lasses bedeuten und deshalb unnütz sein. Es Stellung dieser Personen ist eine verschiedene, vielfach eingeschränkt. Die Bestimmung über die Buße bekämpfe ich ebenist eine falsche Meinung, wenn man glaubt, daß die Kommission wechselnde. Ein Theil derselben gehört zweifellos zu falls und würde bedauern, wenn sie Annahme fände. Aber die Absicht gehabt habe, die Gehilfen im Gastwirths- Gewerbe den gewerblichen Gehilfen refp. Arbeitern. Diefer bedarf auch ihre eventuelle Annahme kann kein Grund sein, jede unter die Gesinde- Ordnung zu bringen, wenn das feiner besonderen gewerblichen Vorschrift, diesen meint auch der Kündigungsfrist zu beseitigen. Ich bitte Sie, den Antrag Auer Berliner Volksblatt" eine solche Darstellung der Kom- Antrag der Sozialdemokraten nicht. Sie meinen die anderen, abzulehnen. missionsberathung gab, so ist sie unrichtig. In einer deren rechtliche Verhältnisse sie unter die Gewerbe- Ordnung Abg. Hartmann( dk.): Ich würde die Annahme des sozial Kellner Versammlung wurde eine eben solche falsche stellen, und deren Zahl ist in der That sehr groß. Die Ober- demokratischen Antrages als ein Unglück für den deutschen Darstellung vorgebracht, welche sich auf das Referat im Bolts- fellner großer Hotels, die Zahlkellner der Wiener Cafés sind Arbeiterstand ansehen. Die Arbeiter haben niemals eine Beblatt" zu stützen vorgab. In der That hatte in dem sozialdemo- ganz gewiß Handlungsgehilfen, und sie so gelegentlich unter die seitigung der Kündigungsfrist begehrt. In manchen Fabrikkratischen Bericht aber nicht gestanden, daß die Kommission dies Gewerbe- Ordnung zu stellen, ist nach unserer Auffassung un- ordnungen ist allerdings jede Kündigungsfrist aufgehoben, aber wolle, sondern nur in einer Rede des Abg. Stumm, welche in zweckmäßig. Eine solche Frage darf man nicht durch eine Ein- nur deswegen, weil die Arbeiter sich vielfach an die Kündigungs diesem Sinne fich bewegt haben sollte, war dies angeführt. Nun schaltung nebenbei regeln, sondern muß fie ex professo be frist nicht gebunden fühlten. Die deutsche Arbeiterschaft wird glaube ich nicht, daß der Abg. Stumm mit seiner Rede diese handeln. Ihnen für diesen Antrag keinen Dant wiffen. Die HandlungsTendenz verfolgt hat. Sollte es aber der Fall sein, so ist das Abg. Schmidt- Elberfeld( dfr.): Jch echauffire mich nicht gehilfen flagen gerade darüber am lautesten, daß die Prinzipale doch noch immer kein Beschluß der Kommission. Als ich diese über falsche Kommissionsberichte. Was ich aber heute richtig ge- die gesetzliche sechswöchige Frist aufgehoben haben. Was Sie für falsche Darstellung hier im Reichstage rettifizirte, hieß es in stellt habe, war im Wesentlichen eine Stritit meiner Rede vom den Antrag anführen, sind doch nur taktische Erwägungen. Noch bemfelben Boltsblatt", daß diese irrthümliche Darstellung nicht 19. Februar im Vorwärts". Es handelt sich hier darum, daß vor wenigen Monaten haben Sie einen Arbeiterschuh- Entwurf in einer sozialdemokratischen, sondern in einer freifinnigen ein ausgesprochenes Organ einer Partei die Sache so be- eingebracht, in dem die Kündigungsfrist enthalten war. Heute Kellnerversammlung vorgekommen wäre. Thatsächlich aber zeigt richtete, daß ein Irrthum entstand, daß die Sache dann wollen Sie sie beseitigen, weil einige Bestimmungen in dem der ganze Verlauf der Verhandlungen nach dem Referat des in einer Versammlung breit getreten und noch weiter Gefeße sich befinden, welche den Kontraktbruch erschweren wollen. ,, Voltsblatts" selbst und namentlich die Thatsache, daß als Refe- falsch berichtet wurde, und daß daraus eine Agitation Ohne Kündigungsfrist kann der Arbeiter in die Lage kommen, rent dort ein Herr fungirte, der auf dem Kongreß in Halle und hervorging, die drei Monate durch ganz Deutschland nicht blos für den nächsten Tag kein Brot, sondern auch kein Obauf dem brandenburgischen Parteitage der Sozialdemokraten ging. Daß Herr Bebel solche Berichte überhaupt nicht dach mehr zu haben. Aus dem Hause wird sich nicht eine eine große Rolle spielte, daß es sich um eine sozialdemo- alle lieft, glaube ich wohl. Es liegt mir aber eine Petition Stimme für Ihren Antrag erheben. nen kratische Bersammlung handelte. Uebrigens ist§ 121, der in vor von dem Vorstande des Vereins der Kellner und BerufsFrage kommt, nichts Neues, sondern geltendes Recht und fein genossen von Hamburg, welche bitten, daß die Kellner zu den hältnisse die Arbeiter der Willkür des Unternehmerthums aus Abg. Frohme( Soz.): Unter dem Anschein rechtlicher VerKellner, der in einem Streite mit dem Gastwirth die Hilfe Gesellen und Gehilfen gerechnet werden. Ich hoffe, daß er Zeit zuliefern, darauf gehen die vorliegenden Beschlüsse hinaus. Sie des Gewerbegerichts nachsucht, wird von diesem abgewiesen gehabt hat, die Petition zu lesen. alle find ja auch nichts anderes, als das Sprachrohr der UnterDer Antrag Auer ist also nicht nur überflüssig, Abg. von Unruhe- Bomst: Ich kann unmöglich dem zu nehmerinteressen. Wenn die Kündigungsfrist beibehalten würde, sondern auch gefährlich und ich bitte ihn deshalb abzulehnen. stimmen, daß die Gehilfen und Lehrlinge der Gärtnerei unter so würde sie sich nach den sonstigen Bestimmungen dieses Gesetzes Geh. Reg.- Rath Wilhelmi: Unzweifelhaft sind die Gehilfen allen Umständen als Gewerbe- Arbeiter und Gehilfen angesehen mit vollster Schärfe gegen die Arbeiter selbst richten. Der Abg. im Gastwirthsgewerbe der Gewerbe- Ordnung unterstellt; soweit werden. Es giebt unzählige Gärtnereien auf großen Gütern, und Hirsch hat vor Jahren in einem Gutachten einmal erklärt: in der Antrag Auer also dies anstrebt, erübrigt er von selbst, soweit auch in Städten halten wohlhabende Leute sich einen Gärtner, guten Zeiten brechen die Arbeiter den Vertrag, und in schlechten er weitergehende Biele verfolgt, halte ich ihn für bedenklich. Die bisher immer als ländliche Arbeiter behandelt worden sind die Arbeitgeber. Es handelt sich bei diesen Dingen nicht um Eine Reihe von Leuten, die im Gast- und Schankgewerbe und nicht als gewerbliche Arbeiter und Dienstboten. beschäftigt sind, thun Dienste in der Hausarbeit, fönnen also Der Antrag Auer wird gegen die Stimmen der Sozial- Die Entscheidung über die Fortjehung des Vertrages ist allein Rechtsfragen, sondern um Fragen der wirthschaftlichen Macht. nicht unter die Gewerbe- Ordnung gestellt werden. Für die große demokraten abgelehnt und der§ 121 unverändert nach dem Be- abhängig von den wirthschaftlichen Konjunkturen. Die Unter Geschäft Zahl der Kellner aber unterliegt es feinem Zweifel, daß die schlusse der Kommission angenommen. Gewerbe- Ordnung auf sie Anwendung findet, und in dieser Be-§ 122 lautet: Das Arbeitsverhältniß zwischen den Gesellen Arbeiter ihren einseitigen Entschließungen zu unterwerfen. Wir nehmer sind gegenwärtig mehr als je zuvor darauf bedacht, die ziehung ist fein Unterschied zwischen Nord- und Süddeutschland. oder Gehilfen und ihren Arbeitgebern kann, wenn nicht ein Anderes haben es hier offenbar mit einer Reihe von ineinander greifenden Namentlich der bayerische höchste Gerichtshof hat mehrfach in verabredet ist, durch eine jedein Theile freistehende 14 Tage vor- Bestimmungen zu thun, und wir können die Kündigungsfrist nicht diesem Sinne entschieden. Der Antrag Auer, die Gärtnerei- her erklärte Auskündigung gelöst werden. Werden andere Anf- erweitern ohne die Lohneinbehaltung, die Buße, die schwere Bestrafung gehilfen unter die Gewerbe- Ordnung zu stellen, ist nicht zu fündigungsfristen vereinbart, so müssen sie für beide Theile der Verleitung zum Streit, mit in Betracht zu ziehen. Alle diefe empfehlen, wie einen ähnlichen Antrag ja auch schon im vorigen gleich sein. Vereinbarungen, welche dieser Bestimmung zuwider- Bestimmungen wollen den Arbeitern die Inszenirung von Streits Jahre der Reichstag ablehnte, weil die in der Landwirthschaft laufen, sind nichtig. Beschäftigten direkt aus der Gewerbe- Ordnung ausgenommen erschweren, oder unmöglich machen, d. h. ihnen die Ausübung des sind und fein Grund vorliegt, die Gärtnereigehilfen hier wieder den Wortlaut geben: Die Bereinigungen von Kündigungsfristen Statt Einrichtungen zu schaffen, welche davon ausgehen, bie Die Abgg. Auer und Genossen wollen dem§ 122 folgen- ihnen gefeßlich zustehenden Koalitionsrechtes möglichst erschweren. abzusondern. Ich empfehle die Ablehnung des Antrages Auer. zwischen den Gesellen oder Gehilfen und ihren Arbeitgebern find Roalitionsfreiheit als bleibenden Faktor in dem gewerblichen Abg. Bebel: Die Gärtnereigehilfen müssen eine Lehrzeit ungiltig. durchmachen, es ist also eine Ungerechtigkeit, sie den Dienstboten Leben anzusehen, sorgen Sie dafür, den Uebermuth, der gegen Abg. Bebel: Wir haben bisher stets an der gesetzlichen Fest- wärtig weite Unternehmerkreise auszeichnet, zu stützen. zuzurechnen, und gerade nach den eben gehörten Erklärungen bitte stellung der Kündigungsfrist festgehalten. Wir sind aber jetzt zu Abg. Hirsch irrt, wenn er meint, daß unsere Anträge in sozialich um Annahme dieses Theiles meines Antrages, da sonst die dem entgegengesetzten Standpunkte gekommen, insofern als wir demokratischen Arbeiterkreisen auf Widerstand stoßen würden. Gärtnereigehilfen in Zukunft auch dort als Gesinde behandelt beantragen, alle Kündigungsfristen aufzuheben, und wo sie wie er uns zumuthen kann, daß wir unsere eigene Stellung in würden, wo sie jetzt als Gewerbegehilfen betrachtet werden. In dennoch zwischen Unternehmer und Arbeiter vereinbart werden, diesen Streifen erschüttern, ist mir unbegreiflich. Bezug auf die Gehilfen im Gastwirthsgewerbe waren die Grals ungiltig zu erklären, und zwar auf Grund der Beschlüsse, die sagen sich: So lange das Geschäft gut war, fonnten wir durch flärungen des Herrn Regierungskommissars auch in der Rom- fie bei§ 119a gefaßt haben. Sie haben bei§ 119a beſchloſſen, gute Organisation die Arbeitgeber in engen Grenzen erhalten mission nicht so entschieden wie heute. Damals hatte er in einer baß der Unternehmer berechtigt sein soll, bis zur Höhe eines burch durch Aufrechterhaltung der Kündigung. Diese Zeit hat aufgehört, gewissen schwankenden Weise ausgeführt, daß diese Gehilfen zum schnittlichen Wochenlohnes dem Arbeiter den Lohn vorzuenthalten; wir befinden uns in einer Periode des wirthschaftlichen NiederTheil dem Handelsrecht, zum Theil der Gewerbe- Ordnung und bei 125 foll im Falle des Kontraktbruches der Arbeitgeber be- ganges, und das bedeutet für den Arbeiter immer eine Ueberzum Theil der Gefinde- Ordnung unterstellt seien. Der Abg. rechtigt sein, ohne Nachweis des Schabens den vorenthaltenen anwortung an die Willkür der Arbeitgeber. Wird sich eine Bewegung Biehl ist für mich keine Autorität, weil nach seiner Erklärung Zohn in die Tasche zu stecken. Für die Fabrikanten ist zwar in zeigen, die zum Streit neigt und haben die Arbeite- dabei die Möglich zahlreiche Briefe von bayerischen Kellnern und Kellnerinnen bei dieser Beziehung eine Ausnahme statuirt, insofern als ihnen nicht feit ihre Forderungen durchzusehen, dann werden die Arbeitgeber die mir eingingen, welche das Gegentheil der Ausführungen des der Lohn persönlich zu Staften kommen, sondern in einer au be- Kündigungsfrist in den Arbeitsvertrag aufnehmen: ist die Gefabr L ди 3.14 Ind. 18 rbri aße ttemad us, ter lang 368 em lung 54, Hagen Telephon Amt III 8521. fein. = Der Die Arbeiter beseitigt, dann wird auch die Kündigungsfrist wieder daraus ver- industriellen im Thüringer Wald wirken? Die dortigen Unter- oder nicht, an den thatsächlichen Verhältnissen wird das G schwinden. Die Arbeitgeber haben es jederzeit in der Hand, sich nehmer werden mit wahrer Wollust über diesen Paragraphen nichts ändern. Im Unionsstaate Massachusetts ist die Be Den Arbeitern gegenüber in eine vortheilhafte Stellung zu bringen. berfallen, obwohl diese Arbeiter niemals zu kontrattbruch kommen barung einer Kündigungsfrist auf Grund des Artikels der Unis Von sittlichen Motiven kann bei dem heutigen Interessenkampf tönnen. Es wird der ärgste Mißbrauch damit getrieben werden, verfassung, welcher die Stlaveret aufhebt, verboten worden, zwischen Arbeitern und Unternehmern keine Rede mehr sein. Da und diesen Mißbrauch haben Sie durch das Gesetz sanktionirt. Doch gehen dort die industriellen Verhältnisse ihren gerege ſteht hüben und drüben der Vortheil, nur mit dem Unterschiede, Manche Arbeiter mögen heute noch glauben, unser Antrag schädige Gang. Die Gleichberechtigung von Arbeitgebern und Arbe daß der Arbeiter von berechtigten Interessen sprechen kann, der sie; sobald aber die Lohnbeschlagnahmen eintreten werden in Ge- ist einfach deshalb nicht vorhanden, weil die ökonomische Stell Unternehmer nicht. Wir wollen mit unserem Antrag eine ganze werben, wo sie bisher nicht vorhanden waren, werden sie mit die beide einnehmen, nicht die gleiche ist. Im Großen Reihe von Ursachen zu tiefgehenden Zwistigkeiten zwischen Unter- uns einverstanden sein, zumal bei den jetzigen ungewissen Zeit- Ganzen wird nicht ein einziger Industriegegenstand we nehmern und Arbeitern beseitigen. Der Paragraph des Entwurfs verhältnissen. Gerade, wenn die Ründigungsfrist, wie sie hier fabrizirt werden als vorher. verschärft den sozialen Rampf, verallgemeinert den Krieg vorgeschlagen wird, Gesetz wird, werden die Kämpfe entstehen, Damit schließt die Diskussion. Der Antrag Auer erhält zwischen Kapital und Arbeit. Die Arbeiter werden es Ihnen die Sie vermeiden wollen; die Arbeiter werden die Arbeit ein- die Stimmen der Sozialdemokraten;§ 122 wird nach der d nicht danken, daß Sie sie mit gebundenen Händen der Willkür stellen und solche Arbeitgeber zu finden suchen, die von dem missionsfassung mit großer Mehrheit angenommen. des Unternehmerthums überliefern.( Beifall bei den Sozial- Kündigungsrecht keinen Gebrauch machen wollen. Wir be§ 123 zählt die Fälle auf, in welchen Gesellen und Geh demokraten.) günstigen nicht den Kontraktbruch, wir wollen nur, daß kein vor Ablauf der vertragsmäßigen Zeit und ohne Auffündig Abg. Böttcher( natl.): Man wirft uns vor, wir verträten Ausnahmegesetz für die Arbeiter besteht, denn die für die Arbeit- entlassen werden können. Die Annahme erfolgt ohne De nur die Unternehmerinteressen. Ich persönlich nehme für mich geber formell bestehenden Vorschriften werden infolge der famosen mit einem redaktionellen Amendement der Abgg. Gutfleisch das Recht in Anspruch, nicht allein die Unternehmer, sondern Fabritordnungen thatsächlich nicht durchgeführt, Berstöße dagegen Genossen. auch die Arbeiter zu vertreten. Wo giebt es eine frassere Inter- kommen nicht vor den Richter; wenn dagegen ein Arbeiter die Nach§ 124 tönnen Gesellen und Gehilfen ohne effenvertretung als bei den Sozialdemokraten?( Nufe bei den So- Arbeit verläßt, so ist gleich die Klage wegen Kontraktbruche fündigung die Arbeit verlassen: 1. wenn sie zur Fortseßung zialdemokraten: Dazu sind wir gewählt!) Nein, Sie sind als Ab- fertig, der Richter fragt nicht, ob der Mann durch die Art der Arbeit dauernd unfähig werden; 2. wenn der Arbeitgeber geordnete des ganzen Volkes gewählt und haben aller Interessen Arbeit oder durch die Behandlung zum Aufgeben der Arbeit ge- seine Vertreter sich Thatlichkeiten oder grobe Beleidigungen nach bestem Wissen und Gewissen zu vertreten.( Rufe links: Das zwungen wurde- der Unternehmer sackt den verfallenen Lohn- die Arbeiter oder gegen ihre Familienangehörigen zu Schu geschieht auch!) Die Redensart, daß wir die Arbeiter der Willfür betrag ein. Wir wollen aber eine faktische Gleichberechtigung kommen lassen; 3. wenn der Arbeitgeber oder seine Vertreter Der Unternehmer unterwerfen, verstehe ich nicht. Der Arbeiter zwischen Arbeitern und Arbeitgebern herstellen, dazu stellten wir Familienangehörige derselben die Arbeiter oder deren Angeh schuß wird hier in einem bisher in Deutschland und dem größten unseren Antrag. zu Handlungen verleiten oder zu verleiten versuchen, oder Theile der zivilisirten Welt nicht bekannten Maße gesteigert. Die Abg. Hirsch: Der Abg. Frohme hat, als er mein Gut- den Familienangehörigen der Arbeiter Handlungen bege Sozialdemokraten machen hier eine fundamentale Schwenkung; in achten zitirte, nicht erwähnt, daß ich mich in diesem Gutachten welche wider die Gesetze oder die guten Sitten laufen; 4. 1 ihrem eigenen Arbeiterschutz- Gesetz hatten sie die Kündigungsfrist. gegen die Bestrafung des Kontraktbruchs erkläre. Das Gutachten der Arbeitgeber den Arbeitern den schuldigen Lohn nicht in Die Sozialdemokraten fürchten nur, daß dadurch, daß in dem ist bezeichnend für die Stellung, die ich seit 20 Jahren in der bedungenen Weise auszahlth, bei Stücklohn nicht für ihre a Gesetze Don der Befugniß zur Zohnvorenthaltung über- Arbeiterfrage einnehme, und wenn dem gegenüber von den reichende Beschäftigung sorgt, oder wenn er sich widerrechtli haupt die Rede ist, eine große Zahl von Arbeitgebern erst bar Sozialdemokraten behauptet wird, wir nähmen nur das Interesse Uebervortheilungen gegen sie schuldig macht; 5. wenn durch auf aufmerksam gemacht wird, daß sie ein solches der Arbeitgeber wahr, so entlockt mir das ein Lächeln des Mit- Fortsetzung der Arbeit das Leben oder die Gesundheit Mittel gegen den Kontraktbruch haben. So lange Sie leids, fann aber auf mein Verhalten keinen Einfluß ausüben, Arbeiter einer erweislichen Gefahr ausgeseht sein wür glaubten, daß der Arbeiter in Zukunft den Kontrakt straflos wenngleich mir dies Verhalten durch die Uebertreibungen und welche bei Gingehung des Arbeitsvertrages nicht zu erken brechen kann, wollten Sie die gesetzliche Kündigungsfrist bei- Unbesonnenheiten dieser Herren sehr schwer gemacht wird. Ich war.( In den Fällen unter 2 und 3 soll der Austritt behalten. Der Rechtsschutz der Arbeiter ist viel größer, wenn die wünsche dem mit anerkennenswerther Offenheit largelegten Stand der Arbeit nicht mehr zulässig sein, wenn die zu Gr Kündigungsfrist bestehen bleibt. Für manche Fälle mag ja der punkt der Sozialdemokraten gegenüber gerade das sittliche Moment liegenden Thatsachen dem Arbeiter länger als eine Woche Antrag zweckmäßig sein, und in vielen Fabriken besteht die in dem Arbeitsverhältniß erhalten oder, wo es zerstört ist, wieder kannt sind.) Kündigungsfrist nicht mehr.. Das ist alles schon jetzt möglich, hergestellt zu sehen auf dem Boden der Solidarität zwischen Arbeitern Die Abgg. Gutfleisch und Genoffen( freie Kompro und der Paragraph verbessert den jezigen Zustand dahin, daß er und Arbeitgebern; ich wünsche eine Anhänglichkeit des Arbeiters Kommission) beantragen, in Nr. 1 das Wort„ dauernd Aber jede Kündigungsfrist zu verbieten, das schädigt in erster die Werkstatt wie ein Taubenschlag sei, in dem die Bewohner daß auch die Verlegung der Vorschriften der§§ 120a- 1200 Linie die Arbeiter, namentlich auf dem platten Lande. Die fortwährend ein- und ausgehen. Die Ausführungen der Antrag den Unternehmer zum Verlassen der Arbeit berechtigt; ferner Arbeiter würden dadurch auch zum leichtsinnigen Verlassen steller treffen vielfach nicht zu, es wird vielfach in entstellter der Vorbehalt des zweiten Absages nicht Anwendung finden Der Arbeit verleitet. Man sagt, fittliche Motive existirten nicht und übertriebener Weise auf§ 119 a Bezug genommen. Es giebt die Fälle Nr. 3. mehr in dem Verhältniß zwischen Arbeitgeber und Arbeiter. Ich ja leider auch einzelne gewissenlose Unternehmer, aber diese be- Abg. Stadthagen( Soz.) befürwortet die Annahme habe aber das Vertrauen, daß unsere deutsche Arbeiterwelt nicht Dürfen nicht des§ 119 a oder einer sonstigen Gesegesbestimmung, ersten Theiles seines Antrages mit dem Hinweise, daß nur, sondern auch unsere deutschen Unternehmer doch noch einen wenn sie die Arbeiter um ihren Lohn bringen wollen. Die den Arbeiter doch nicht warten lassen dürfe, Funken, sogar ein sehr starkes Maß von Menschlichkeitsgefühl in Sozialdemokraten leugnen, baß freundschaftliche Beziehungen eine schwere Verlegung erlitten hat, sondern ihm fich haben und nach ihren sittlichen Blichten handeln. Bei der zwischen Arbeitern und Arbeitgebern bestehen können vor Recht zum Verlassen der Arbeit schon geben Rontrattlosigkeit hört allerdings jedes persönliche Verhältniß auf. furzer Zeit aber stand in dem sozialdemokratischen Volksblatt" wenn die Vorschriften in den§§ 120a bis 1200 Weil sie ein ethisches Band zwischen Arbeitern und Arbeit selbst der Bericht über ein Fest eines Bremer Fabrikanten, der dem Unternehmer nicht beachtet werden. Für gebern nicht wollen, bekämpfen Sie auch alle Wohlfahrts- das Gegentheil beweist, und solche Verhältnisse finden wir viel zweiten Theil des Antrages macht er geltend, daß oft, wenn platten Lande, wenn nicht z. B. für das Wohnungsbedürfniß der Mehrheit!)- darüber haben Sie feine Statistit! Jeden- angehörigen mit unfittlichen Anträgen verfolgt oder fo einrichtungen. Aber wie wäre das Loos des Arbeiters auf dem fach in der deutschen Ingustrie( Abg. Bebel: Aber nicht bei Fabrikarbeiterin von dem Arbeitgeber oder dessen Famili Durch den Arbeitgeber gesorgt würde.( Abg. Bebel: Das sieht falls ist ein sittliches Verhältniß zwischen Arbeitern und ihrem Schamgefühl verlegt ist, eine Woche vergeht, ehe bie traurig aus!) Das mag manchmal sein, aber in wie vielen Arbeitgebern möglich, und gerade das vorliegende Gesetz soll schädigte von dem Sachverhalt Mittheilung macht. Aus di Fällen die wohlthätigsten Einrichtungen von den Unternehmern diese Möglichkeit vermehren; die Bestimmungen in der Vorlage, fittlichen Motiven dürfe man das Verlassen der Arbeit auch getroffen sind, das verschweigen Sie.( Unruhe bei den Sozial- die diese Möglichkeit erschweren, bekämpfen wir lebhaft, bleiben Verlauf von mehr als einer Woche nicht verhindern. demokraten.) Es handelt sich hier nicht allein um die Fabrit, sie aber im Gesetz, so werden wir noch späterhin ihre BeseiUnter Ablehnung des ersten Theils des Antrags Stabtha sondern auch um das Handwerk, in dem, Gott sei Dant, noch tigung anstreben und hoffentlich erreichen; aber wir machen wird§ 124 mit dem Antrage Gutfleisch und dem zweiten das alte patriarchalische Verhältniß besteht. Wollen Sie auch feine Gelegenheitsgesetzgebung, Herr Bebel, und wenn wir eine des Antrags Stadthagen angenommen. im Handwerk den Zusammenhang zwischen Meister und Ge- Verschlechterung im Gesetz finden, so suchen wir nicht eine zweite Die freie Kompromißkommission( Abgg. Gutfleisch sellen beseitigen, so machen Sie ein gedeihliches Arbeitsverhältniß hineinzubringen. Man sagt, in schlechten Beiten brauche man beantragt die Einschaltung eines neuen§ 124 a: Außerdem geradezu unmöglich, und daher kann ich ihren Antrag nicht unter- feine Kündigungsfrist stützen. gerade in schlechten Zeiten braucht man jeder der beiden Theile aus wichtigen Gründen vor Ablauf sie, denn in guten Zeiten findet auch der plöglich entlassene Ar- vertragsmäßigen Zeit und ohne Innehaltung einer Abg. Metzner( 8.): Der Antrag zerstört das zufriedene beiter bald wieder eine Stellung. Die plögliche Entlassung hat digungsfrist die Aufhebung des Arbeitsverhältni Verhältniß zwischen Arbeitern und Arbeitgebern. Er will die den schädlichsten Einfluß auf den Arbeiter, auf seine Familie, auf langen, wenn dasselbe mindestens auf pier Arbeitgeber der Willkür der Arbeiter preisgeben.( Abg. Bebe I: seine Wohnung, auf seine ganzen Verhältnisse, die Sozialdemo- oder wenn eine längere als vierzehntägige Kündigungs Sie sollen gleichberechtigt sein!) Die liegt gerade im Interesse der Arbeiter. Als ich meinen Arbeiter zu rechnen, sie übersehen das Wohl und Wehe der Arbeiter in der Richter. wegen Trunkenheit entließ, war derselbe außer sich und hätte am dem Streben nach etwas Zukünftigem, das nach ihrer Ansicht Abg. Gutfleisch befürwortet die Annahme dieses liebsten noch 14 Tage Lohn beansprucht. Eine Kündigungsfrist das allein Wahre sein soll. Man stellt es so dar, als ob die graphen, der eine Analogie im Handels- Gesetzbuche finde für den Meister ist oftmals viel unangenehmer, als für den Ge- Gegner des sozialdemokratischen Antrages die Arbeiter nicht folle die Möglichkeit der Lösung des Verhältnisses bei fellen, denn der Geselle benimmt sich nach der Kündigung so, schützen wollen oder kein Verständniß dafür haben, aber Sie zeitig vereinbarter längerer Kündigungsfrist aus triftigen, daß der Meister froh wäre, ihn so bald wie möglich aus der selbst geben zu, daß der Antrag erst nach reiflicher Erwägung in in dem Gefeße nicht spezialisirten Gründen gegeben werden, Arbeit zu bekommen. Ein ordentlicher Arbeiter wird niemals der Fraktion beschlossen wurde, das beweist, daß mindestens einige mit überhaupt die sachlichen Gründe des Kontraktbruch dieſe zügelloſe Freiheit wünschen. Ich gönne Ihnen von Herzen Mitglieder Ihrer Fraktion noch vor kurzer Zeit auf unserem heutigen Prüfung unterworfen werden können und der Arbeiter ni den Beifall, den Sie bei der wilden, zügellosen Masse der Arbeiter Standpunkt standen. Wenn Sie an die thatsächlichen Verhältnisse zwungen sei, den Vertrag aufrecht zu erhalten, blos we erreichen, wir sind dessen gewiß, daß wir den Beifall der ordent- denken, wenn Sie den Arbeitern und ihren genossenschaftlichen Gesetzgeber versäumt hat, den betreffenden Grund in dem lichen und braven Arbeiter haben. Verbindungen wirklich helfen wollen, dann können Sie selbst festzustellen. Ihrem Antrag im Herzen nicht beistimmen, und darum findet Abg. Stadthagen bittet, den Antrag in erweiterter dieser Antrag unsere Zustimmung nicht und hoffentlich hat er ohne jede Rücksicht auf die Dauer des Arbeitsverhältnisses auch nicht die Zustimmung der Mehrheit. die Länge der vereinbarten Kündigungsfrist anzunehmen, es der Antragsteller ursprünglich in der Kommission beantragt habe, wie es auch die Kommiffion bei den meistern, Betriebsbeamten und Technikern zugeftanden habe Abg. v. Stumm empfiehlt den Antrag Gutfleisch. Kündigungsfrist traten haben freilich verlernt, mit den thatsächlichen Verhältnissen einbart ist. Ueber das Vorhandensein wichtiger Gründe enti Abg. Bebel( Soz.): Man wirft uns vor, wir vertreten nur Klassen- Interessen. Wir haben das nie geleugnet, wir fagen das offen, während Sie sich selbst täuschen oder Andere zu täuschen suchen. Heute noch von einer Vertretung des Abg. Frohme( Soz.): Die eben gehörte Rede beweist nichts, gefammten Boltes im Reichstage zu reden, nachdem wir als daß der Vorredner die den Interessen der Arbeiter entgegen awölf Jahre lang unter dieser Steuer- und Bollpolitit stehenden Interessen vertritt. Wir übertreiben nicht und fonstehen, ist etwas start. Gerade in dieser Periode ist dem Volfe struiren feine unwahrheiten über die Verhältnisse. Die viel flar geworden, daß die Gleichberechtigung vor der Boltsver- gerühmte Harmonie zwischen Arbeitern und Arbeitgebern, die der dem Abg. Gutfleisch in der Kommission vorgeschlagene erwe tretung eine Phrase ist. Die Erkenntniß der wahren Natur der Borredner anstrebt, wird auch von den hauptsächlichen Vertretern Fassung sei von der Kommission auch deshalb abgelehnt mo Verhältnisse ist die Ursache, daß die Sozialdemokratie so großen feiner wirthschaftlichen Anschauungen durchaus nicht berücksichtigt, weil man die Arbeiter nicht schädigen wollte. Letzteres Anhang gefunden hat. Wir haben das Boll über die Klassen, sondern es wird immer nur das reine Intereffe geltend gemacht zum Beispiel in dem Falle geschehen, wenn der Arbeitgebe vertretung in der Gesetzgebung aufgeklärt, bei der die Arbeiter Auch die Wohlfahrtseinrichtungen werden nicht aus wahrer Arbeiter entließe, weil er ihn nicht mehr beschäftigen bilden. Wir vertreten die unterdrückten Klassen, während Sie das Interesse der Arbeitgeber zu fesseln. von los nicht nöthig haben. zwischen Meistern und Gesellen das denkbar ungünstigste. Es übersahen, war es uns klar, daß eine Kündigungsfrist keinen Verhalten der in diesem Falle Betroffenen für die Stimm Lokales. Anla wie Die von denen wir nicht wußten, daß sie die Billigung unserer Sache nicht richtig behandeln, so will ich Ihnen als Praktiker Als Arbeitgeber im Sinne des Gesetzes ist derjenige anzu im Nachtheil find, und ihnen empfohlen, eine eigene Partei zu Humanität getroffen, sondern um die Arbeiter fester an Heute muß er ihm für die Kündigungsfrist den Lohn zah die herrschenden vertreten. Wenn dies Gesetz so weiter gestaltet Friede besser auf dem auf dem von uns oder auf dem Ob der soziale nach dem ursprünglichen Antrag Gutfleisch würde er das w wird und so famose Anträge kommen, wie sie die Herren stellen, Herrn Megner für gut gehaltenen Wege gefördert wird, Nach einer furzen Erwiderung des Abg. Stadth welche sich zu einem Komitee für Verschlechterungsanträge fon- wird die Praxis lehren. Der Arbeitgeber, der die Gleich wird§ 124a nach dem Antrage Gutfleisch unverändert stituirt haben, dann wird diese Arbeiterschutz- Gesetzgebung sehr berechtigung der Arbeiter anerkennt, braucht keine Kündigungs- genommen und um 5 Uhr die Fortsetzung der Berathung bald eine Unternehmerschutz- Gesetzgebung werden. Herr Böttcher frist. Der Arbeitgeber kann die Leute besser an sich fesseln als Donnerstag, 1 Uhr, vertagt. ist allerdings kein Klassenvertreter, denn eine solche Stede hält kein durch die Kündigungsfrist. Wir hoffen freilich nicht auf die AnUnternehmer, der kennt die Verhältnisse zu gut, um sich mit nahme unferes Antrages, aber wir halten es für unsere Pflicht, solchen Fllusionen zu tragen. Es ist eine Illusion, daß noch ein alle Eventualitäten in Erinnerung zu bringen, und darum stellten persönliches Verhältniß zwischen Arbeitern und Unternehmern be- wir unseren Antrag. Es handelte sich in meiner Fraktion vor stände. Fragen Sie doch Herrn v. Stumm, welches persönliche diesem Antrage nicht um längere Auseinandersetzungen, sondern Verhältniß zwischen ihm und seinen 5-6000 Arbeitern nachdem wir uns über die Sachlage orientirt hatten, bedurfte es Das Altersversicherungs- Gesetz hat neuerdings besteht. Gerade nach der Kündigung wird das Verhältniß einer Debatte von nur 5 Minuten. Sowie wir die Thatsachen einem Zweifel gegeben, dessen Grund ebenso interessant, entstehen die unerträglichsten Differenzen, so daß es besser wäre, Werth für den Arbeiter hat, ihn nicht schüßen kann, sondern ihm gegenüber dem Gesetze bezeichnend ist. Nach dem§ 1 bes wenn sie sofort auseinandergehen könnten. In unserem Arbeiter und den sozialen Frieden nur schädlich sein könne. schutz- Gesetz haben wir allerdings die Kündigungsfrist vor- Abg. Möller: Ich bin fest überzeugt, daß die große beziehen, nicht versicherungspflichtig sein. Der Bundesrath setzes würden Kellner und Kellnerinnen, wenn sie fein G geschlagen und, wenn wir sogar in der Kommission noch auf Majorität dieses Hauses dem Abg. Böttcher dafür gedankt hat, aber die Absicht des Gefeßgebers anders verstanden und Diesem Standpunkt standen, so geschah es, weil wir als Mit- daß er in diese Diskussion einen etwas idealen Schwung gebracht was im Gesetze selbst nicht gefagt ist, auf dem Wege glieder in der Kommission unmöglich Anträge stellen können, hat. Da uns aber die Herren immer vorhalten, daß wir die läuterung zur Vorschrift erhoben. Die betr. Berfügung Fraktion finden und, weil noch nicht feststand, daß die Beschlüsse einen Fall aus der Praxis mittheilen. Der Vorredner bezeichnete für dessen Rechnung der Lohn gezahlt wird. diesen Antrag zu auch dann zu, der Kommission auch Beschlüsse des Plenums werden. Aber die es als eine Pflicht seiner Partei, wenn die den Lohn darstellenden Beschlüsse des Plenums haben uns den festen Boden für unseren stellen. Ich halte es für eine Pflichtvergessenheit, einen von Seiten Dritter gezahlt werden, sofern Bestimmungen des§ 119 a über die Lohnfäße zusammen. Zwar ausführbar. Nehmen Sie nur einen Heizer an, von dessen Ar- als Entgelt der ihm geleisteten Arbeit verwiesen sind. fann der Lohn nicht mehr willkürlich beschlagnahmt werden, aber beit die ganze Fabrit abhängt. Wohin würde es führen, wenn beispielsweise von Kellnern, welche auf Trinkgelder der Gäf als Raution für etwaigen Schaden ist eine Beschlagnahme des der jeden Tag oder jede Stunde fortgehen kann? Soll es von gewiesen sind", u. s. w. Daraus folge, daß diese Personen den im Gesetz bestimmten zuzulassen, ist in der Kommission ab- von Leuten feiern?( Unruhe bei den Sozialdemokraten.) Also Unter Arbeitgeber" versteht man denjenigen, auf deffen Lohnabzüge zur Regel machen. Millionen von Arbeitern, die nie in die Lage kommen, einen den Sozialdemokraten: Das verstehen Sie nicht!) Betrachten Sie im Grunde falsch, weil der Unternehmer nicht Kontrattbruch zu begehen, nunmehr der volle Wochenlohn vor die gewerkvereinliche Bewegung in England. Diese Vereine giebt, sondern Arbeit nimmt und dafür Lohn enthalten werden kann und sie in Gefahr gerathen, beim Bankerott haben seit Jahren nach den schlechten Erfahrungen, die sie früher allein darüber zu belehren ist nicht des Unternehmers ihre Löhne ganz zu verlieren. Davon werden gemacht haben, es als ihre Pflicht betrachtet, möglichst lange Bundesraths, sondern eher nehmer, Gebrauch machen. Im dritten Buche Moses steht: Du digungsfristen bis zu drei Monaten und darüber. Die Arbeiter solift den Arbeitslohn nicht über die Nacht im Hause behalten! führer wollen damit die Versuchung, zu streiten, möglichst hinaus Jezt kommt der christlich deutsche Reichstag und läßt das auf schieben. Den Herren dort gilt aber der Streit noch als Kampf Jahre hinaus zu, denn so lange der Arbeiter thätig ist, ist der mittel, und darum wollen Sie den Kontraktbruch von dem Mafel Unternehmer berechtigt, den Wochenlohn des Arbeiters in Be- eines moralischen Bergehens befreien. schlag zu nehmen. Wie wird dies bei unseren armen HausAntrag gegeben. Die Frage der Kündigungsfrist hängt mit den solchen Antrag in der Allgemeinheit zu stellen, er ist einfach un- Arbeiter auf diese Bezüge von dem Arbeitgeber Dies Lohnes weiter möglich. Unser Antrag, keinerlei Abzüge außer der Willfür eines Menschen abhängen, daß vielleicht Hunderte sicherungspflichtig seien. Der erste Satz ist verständlich und ri gelehnt worden. Das Unternehmerthum wird nun allgemein die noch einmal: Sie machen sich einer Pflichtvergessenheit schuldig, nung( D. h. nach deutschem Sprachgebrauche soviel wie: au b 4. Das Entscheidende ist, daß daß Sie so leichtfertig einen solchen Antrag stellen.( Buruf bei Tasche) der Lohn gezahlt wird; freilich ist die Bereid gerade die Schwindler, z. B. die schwindelhaften Bau- Unter- Kündigungsfristen einzuführen. Es bestehen in England Kün- richts, der ja demnächst an den Schulen eingeführt werden Sache des volkswirthschaftlichen Aber das Folgende gehört zu dem Unverständlichsten, ie aus der Feder einer Behörde vorgekommen ist. auch dann zu"; was denn? Wer ist nach der obigen der Arbeitgeber des Rellners? Soll es der Gastwirth, fehlt den angeführten Sägen doch offenbar jede Logit. Abg. Molkenbuhr( Soz.): Ob wir Kündigungsfristen haben aber die Trinkgeld zahlenden Gäste sein, wie es faft f C bas Dies Erläuter fein Gol ber Бега Bett Dies Gef 蛋 11. 29 bis bu Den P bas G die Ver worden, en gerege id Arbeit che Stell Broßen nd wen erhält h der K nd Gehil uffündig hite Deb tfleisch ohne tfeßung itgeber ungen g zu Schul ertreter Angehö oder en bege 1; 4. nicht in ihre a errechtli n' durch undheit in wür zu ertem Austritt zu Gr Woche Rompro auernd" amguänd -120c b ferner finden nahme daß ihm 1200 Für wenn Famili er font ehe die Aus di it aud Stabth veiten 2 fch u Berdem Ablauf bis wurde. weiter werden wird. " Im Uebrigen ist das Ganze ein Versuch, die nach verschiedenen Seiten hin abbröckelnden Mitglieder der freisinnigen Vereine, die meist nur noch durch persönliche Interessen und Vergnügungsveranstaltungen zusammen gehalten werden, durch diesen Leim aufs neue zu fesseln, und sodann ein freisinniger Köder für die Politisch- Harmlosen. Die Herren Rickert, Röstel u. f. m. haben das politische Gefühl, daß wieder einmal für das Bolt" etwas geschehen müsse, und da probieren sie es mit dem alten Brot und Spiele", römischen Beruhigungsmittel. wenigens nach der einen Seite hin- mit deklamatorisch- musikalischen Volksunterhaltungen. Wohl bekomm's! " nennen Arbeiterbewegung. so müßten also diese auch für den Kellner die Marke ein-| Der zweite Verein, welcher eben solche Aufforderung erhielt, hat| Klempner durch einen von einem Gerüft herabfallenden Mauer tleben. Verschiedene Wirthe haben sich geweigert, zu kleben, da einstimmig beschlossen, nicht auszuziehen." stein so schwer am Kopfe verlegt, daß er nach dem Krankenhause weder das Gesetz, noch die Bundesrathsverfügung eine Veram Friedrichshain überführt werden mußte. Im Hause Dres der Uni pflichtung dazu klar ausspreche. Den Gastwirthsgehilfen ist die Verloren wurden am Montag, den 6. April, Abends zwischen benerstraße 80 stürzte Nachmittags ein Arbeiter infolge eines Frage des Klebens" gleichgiltig. Es ist nun abzuwarten, was 1/26 und 6 Uhr, von der Brunnenstr. 98 bis zur Invalidenstraße Fehltritts von einem zum Anlegen von Tapeten aufgestellten von einer armen Arbeiterfrau 230 M. in Nickel, Silber und Gold. Gerüst herab und erlitt anscheinend bedeutende Verletzungen an Die Frau wollte das Geld einwechseln, hatte es zu diesem Zwecke der Schulter und am Kopfe, so daß er nach der Charitee gebracht Ein Verein für Volksunterhaltungen," welcher die in ein Taschentuch mit zwei rothen Kanten eingebunden. Das werden mußte. Vor dem Hause Friedenstr. 74 geriethen Nach„ berühmten“„ Bolts- Unterhaltungsabende" über die ganze Stadt Geld war nicht Eigenthum der Frau, sondern gehört einem Ver- mittags zwei Knaben beim Spielen mit einander in Streit und auszubehnen beabsichtigt, ist nach der„ Voss. 3tg." am 5. b. M. ein. Es wird gebeten, alles, was zur Erlangung des Geldes schlug der eine den anderen mit einem zugeklappten Taschenbegründet worden, und zwar größtentheils von denselben Ber- dienlich sein sollte, mitzutheilen an Frau Banten, Brunnen- messer so start auf den Kopf, daß dieser eine bedeutende Verfonen, welche die bisherigen Veranstaltungen ins Leben gerufen straße 98, IV; oder sollten dem ehrlichen Finder diese Zeiten zu letzung erlitt.- 3u derfelben Zeit wurde ein Gjähriger Knabe haben." Unter den Leitern dieses Vereins, welcher angeblich Gesicht kommen, gegen Finderlohn das Geld dafelbft abzugeben. vor dem Hanse Linienſtr. 54 von einem Möbelwagen überfahren.. den Zweck verfolgt, den weitesten Kreisen der Berliner Be völkerung durch musikalische, deklamatorische und belehrende Vor- Auf den Kontroll Versammlungen, welche zur Zeit in und anscheinend innerlich schwer verletzt. träge edle Geselligkeit und bildende Anregung zu bieten," wird Düsseldorf stattfinden, nimmt, wie die Barm. 3tg." mittheilt, Dr. Spazier vom Louisenstädtischen Handwerkerverein" genannt. der die Versammlungen abhaltende Major eine Untersuchung der Herr Dr. Spazier, welcher schon überall eine Rolle zu spielen Bivil- Anzüge vor und läßt Jeden, dem auch nur ein Knopf versucht hat, ist gegenwärtig auch noch vom" Berliner Hand- fehlt, zum Nach- Appell aufschreiben. Wenn dieses Verfahren, werkerverein, von" der Humboldtakademie,„ von" der philo- bas unseres Wissens bisher nicht üblich gewesen ist, Nachahmung Borbeck. Am Montag, den 6. April, fand in der Tonhalle sophischen Gesellschaft und unbeschadet seiner Vorträge in der finden sollte, so dürfte man bald auch davon hören, daß Leute eine von dem neuen Bergarbeiter Verband einberufene Berg " Freien Gemeinde"" vom" Spiritistenverein" Psyche," in wegen schief gelaufener Abfäße, durchgestoßener Bosen, abgeschabter arbeiter- Bersammlung statt, in welcher Herr Reichstags- Abgeord welchem er das Amt" des Vorsitzenden bekleidet." Als solcher Röcke und beuliger Hüte aufgeschrieben worden sind. Bei den neter Stößel( Zentrum), sowie der Herr Redakteur Lensing au s hat er im Monat März zusammen mit dem Schriftführer des diesjährigen Frühjahrs- Kontroll- Versammlungen dürften die Dortmund sprechen wollten. Der Einberufer eröffnete mit einer n Vereins, Herrn Rahn, die in dessen Wohnung, Schwedterstr. 224, Fälle von Malpropretät" sogar besonders zahlreich sein, da Glückauf Kameraden" die Versammlung und betonte, daß i.n die einzige stattfindenden Vorstellungen des„ berühmten" spiritistischen„ Me- sich bei vielen Montur", welche sie ihr fetzter Zeit Personen, die gar nicht unter die Bergarbeiter gediums", Weber Schraps aus Mülsen, geleitet, welches auf Ver- eigen ein Zivilift Zivilift verfügt für gewöhnlich hörten( Siegel, Bunte, Schröder) sich unter die Bergarbeiter ge= 5 bis 7 Garnituren" anlaffung des Vereins" Psyche" eigens nach der Stadt der In- nicht über nach dem Noth- mischt und ihre sozialdemokratischen Umtriebe(!!!) entfall.et telligenz gekommen war. Unsere Leser kennen die Schilderung, stand des vergangenen Winters keineswegs in vorschriftsmäßigem hätten.( Bravo!) Zu diesem Zwecke sei ihr allverehrter Herr welche Herr Dr. Egbert Müller, der bekannte Apostel des Spiri- Bustande befinden wird. Doch das ist kein Entschuldigungsgrund. Reichstags- Abgeordneter Stözzel, der stets ein warmes Herz für tismus, in seinem neuesten Briefe von diesen Vorstellungen ge- Wer zur Kontrollversammlung einberufen ist, trägt für die Dauer die Arbeiter gehabt(!!!), sowie Herr Lensing erschienen, um den geben hat. Wir verzichten darauf, den Eindruck, welchen wir des Tages des Königs Rock, und den hat er in vorschriftsmäßigem Bergarbeitern etwas Auftlärung zu verschaffen. Denn wir sind von denselben empfangen haben, zu schildern, weil wir dem findlich- Bustande mitzubringen, auch wenn es zufällig sein eigener hier, um unsere Lage zu verbessern, und ich kann meine ge gläubigen Manne nicht wehe thun wollen. Interessirt oder besser: Rock ist. verbessern, ohne daß ich ein Sozialdemokrat bin.( Oho!) Auf erverblüfft hat uns bei dem Humbug nur der Volksbildner" Aus dieser neuen, erweiterten Auslegung der Bestimmung, dem habe ich noch zu bemerken, daß die Versammlung blos für Dr. Spazier, welcher dem verehrlichen Bubliko vordemonstrirte, daß die zur Kontrollversammlung Einberufenen als Soldaten an die Mitglieder des neuen Verbandes ist, und andere Bergarbe iter daß, wie der Berliner sagt, alles ohne alle Apparate" gemacht zusehen sind und demgemäß unter den Militärgesetzen stehen, er nur eingeladen sind, alle anderen Personen fordere ich auf, das giebt sich noch eine andere, höchst gefährliche Folgerung. Es ist Lokal zu verlassen; Diskussion ist nur den Mitgliedern des ne uen Dieser selbe Dr. Spazier, welcher sich zusammen mit einigen sehr möglich, daß es nächstens einem Vorgesetzten einfällt, auch Bergarbeiter- Verbandes gestattet; ich ertheile hiermit Herrn St özel Sundert von denen, die nicht alle werden, durch den Spiritismus die Taschen der Leute zu untersuchen und jeden, bei dem er eine das Wort.( Große Unruhe, Rufe: Bureauwahl, freie Diskus fion hat übertölpeln laffen, gehört also mit zu den Männern, welche fozialdemokratische Zeitung findet, abführen zu lassen. Also mit unbeschränkter Redezeit!) Redakteur Lensing: Glü fauf " den weitesten Kreisen der Berliner Bevölkerung bildende An- Borsicht! Kameraden! Und wenn noch so sehr geschrien wird, meine Linge regung bieten" sollen. Ob Herr Dr. Spazier auf den künftigen Der Durchbruch der Zimmerstraße" ist nunmehr zur hält mit den Schreiern bis 1/28 Uhr früh aus!"( Lachen, Rufe: Bolts- Unterhaltungsabenden" dem Publiko den Weber Schraps Wirklichkeit geworden, schreibt der langjährige Berichterstatter Freie Diskussion mit unbeschränkter Redezeit, Bureauwe chl!) oder das nicht minder berühmte" Medium Frau Valeska Töpfer über diese Angelegenheit in der„ Voff. 3tg." Fürsichtig und mit Redakteur Lensing:" Glückauf, Kameraden! Diejenigen, welche vorführen wird, steht noch nicht fest. Dagegen ist mit Sicherheit Bedacht, nach wohlweislichem" Erwägen und sonstigem Kopf- Lärm machen, werden sofort aus dem Saale entfernt."( Lat hen.) zu erwarten, daß er seine Beziehungen zu Dr. Egbert Müller zerbrechen ist zu Nutzen und Frummen der gesammten Bürger- Gin Bergmann steht auf, ruft zur Geschäftsordnung. Redakteur im Interesse des neugegründeten Vereins für Voltsunterhaltungen" fchaft, insonderheit der anwohnenden Mannen, Frawen, Wittiben, Lensing( zum Vorsitzenden):" Den Rufer: zur Geschäftsordi ung, ausnutzen wird. Der berühmte Spurdoktor, welcher vor einiger Kinder und Mägdlein jenes Stück der fürtrefflich von unsren sowie die beiden anderen Herren, welche mit ihm am a ische Beit aus dem Verein„ Psyche" hinausgegrault worden ist, weil Bätern erbaueten Stadtmauer, welches den Zugang zu gedachtem fizen( Alle hatten rothe Schlipse) bitte aus dem Saale 81. enter den opponirenden" Steptifern" nicht richtig entgegengetreten Durchbruch bis auf ein kleines Loch bishero versperrte, mit aller fernen!" Vorsitzender( zu den Dreien):" Ich fordere Sie auf, war, fucht schon lange nach einem neuen Wirkungskreis. Er Kraft niedergerissen worden. Die Brocken sothaner Mauer, so das Lokal sofort zu verlassen!"( Die drei Aufgeforderten vera würde sich dem Verein für Voltsunterhaltungen" sicherlich sofort doch ein gewaltiges Interesse beanspruchen, tommen leider nicht lassen unter dem Rufe:" Christliche Humanitat" das Botal.) zur Verfügung stellen. in das Märkische Provinzial- Museum, sondern werden als Kla- Reichstags- Abg. Stöbel: Glückauf, Kameraden! Ich bewege motten vielhundertjährigen Alters zur Befestigung des Bürger- mich doch nun bereits seit zwanzig Jahren hier in Borbeck, steiges nützliche Verwendung finden. Wenn nun auch gedachte aber eine solche Versammlung wie die heutige habe ich noch nicht Mauer kräftiglich umgeworfen wurde, so wird der berühmte erlebt!"( Lachen, Rufe: Freie Diskussion mit unbeschränkter Durchbruch nichtsdestoweniger Abends um die siebente Stunde Redezeit, Gesang des Liedes: Glückauf, Kameraden, durch noch immer mit einer Planfenthür fein säuberlich durch den Nacht zum Licht." Mehrere Bergleute fordern durch Klingeln Wächter der Stadt abgeschlossen, denn es heißt: Du sollst nicht zur Ruhe auf, ein Abgesandter aus der Versammlung unternächtlich schwärmen, sondern Abends und Nachts, so die Gespenster handelt auf der Bühne mit Herrn Stöbel und Lensing, Beide hausen, in Deinem Kämmerlein bleiben. wollen eine freie Diskussion nicht gestatten, große, immer stärker wachsende Unruhe, Gesang, Rufe: Bureauwahl, freie Dilkussion ,, Schwindsuchtsbrücke" hat der Volksmund den riesen- mit unbeschränkter Redezeit.) Da die Versammlung immer unhohen Galgen, der im Zuge der Liesenstraße über die Geleise der ruhiger wird, so schließt der Vorsitzende die Versammluruz, eine Berlin- Stettiner Bahn führt, getauft, und mit großen Kreide- That, welche von Seiten der Versammelten mit einem large an buchstaben prangt dieser Name am Brückengeländer. In der haltenden Bravo, Gesang, sowie Hochrufen auf Siegel, Bunte, That kann auch dem Gesündesten, wenn er die 53 Stufen hinauf Schröder entgegengenommen wird. Die Genossen de alten und eben so viele hinuntergegangen ist, die Luft ausgehen, zumal Verbandes gingen hierauf in ihr Arbeiterlokal, wo Buchdruckerer sich nicht ausruhen darf, denn große Schilder tragen die In- Gehilfe Paul Seelmann über den Werth und Nußen der Geschrift„ Stehenbleiben ist streng verboten." Die Unterführungs- wertschafts- Organisation in längerem Vortrage an Stelle Stößzel's Es handelt sich nämlich um die Rangirer der Königl. Dit arbeiten sollen daher auch mit größter Gile gefördert werden. referirte. Es handelt sich nämlich um die Rangirer der königl. Oft Der ganze Bahndamm ist schon bedeutend erhöht und bald kann bahn. Die Dienstzeit dieser Beamten beginnt um 7 Uhr Morgens mit dem Ausschachten des Erdreichs begonnen werden. Eine und dauert bis 7 Uhr Abends, oder sie beginnt um 7 Uhr Abends Mainz, 7. April. Die Aussperrung der hiesigen Schreiner, die nun bereits seit 14 Wochen dauert, liefert wieder einmal und dauert bis 7 Uhr Morgens, je nachdem der Beamte Tagesstattliche Arbeiterschaar ist auf der Strecke beschäftigt. den drastischen Beweis, daß das Kleinmeisterthum sich selbst oder Nachtdienst hat. Beim Tagesdienst giebt es eine Stunde Eine nette Firma. Jm Monat März d. J. reiste hier ein ruinirt. Der Schlüffel zu dem Vorgehen der Fabrikanten und Mittagspause, beim Nachtdienst giebt es oftmals gar keine Fremder zu, welcher sich Schwarzhoff nannte und bei den Meister war in diesem Falle weniger als in irgend einem anderen Pause, und diese gefährliche Beschäftigung, bei welcher der Be- Martiessen'schen Eheleuten, Neue Friedrichstr. 45, ein möblirtes in der wirthschaftlichen Konstellation zu suchen. Ein Husstand amte fast in beständiger Lebensgefahr schwebt, wird mit 2 M. Bimmer miethete. Er kam aus Köslin nach seiner Angabe und der Arbeiter im verflossenen Frühjahr war nämlich nach kurzer 10 Pfg. bis 2 M. 90 Pfg. pro Tag gelohnt; letzteren Gaß er wollte in der gemietheten Wohnung ein Kommissions und Dauer durch Zugeständnisse an die Ausständigen beendet worden; halten aber nur die schon seit Jahren Beschäftigten. Bei der Inkasso- Geschäft betreiben. Die polizeiliche Anmeldung nahm er die Bewegung mußte diesen Ausgang nehmen, weil die erste alle vierzehn Tage erfolgenden Lohnzahlung werden nun aber seinen Wirthsleuten ab, um ihnen keine Laufereien zu bereiten. Firma am Plage, die Bembé'sche, die sich eines Weltrufes ers verschiedene Abzüge gemacht für Kranken- und Pensions- Kaffe, Wenn nun auch Sch. fein Gepäck mit sich führte, so wußte er freut, in die Streitigkeiten hineingezogen war und ihren Betrieb sowie für Alters- und Invalidits- Beiträge. Diese Abzüge erreichen doch die Vermiether darüber zu beruhigen, welche sich freuten, unter feinen Bedingungen einstellen fonnte. Für diese Niederim Monat mitunter die Höhe von 3 Mt. bis 4,50 M. Erkrankt in ihm im Hinblick auf das zu eröffnende Geschäft voraussichtlich lage gedachten die Kleinmeister und Fabrikanten sich nun im Winter einer dieser Beamten, so erhält er die Hälfte feines Lohnes einen Miether auf längere Zeit gefunden zu haben. Die Thätig zu rächen und erklärten, durch den flauen Geschäftsgang und die Konals Krankengeld, aber aber erst nach dreitägiger Fastenzeit. teit nabm denn auch sofort ihren Anfang: Schwarzhoff besaß ja furrenz gezwungen zu sein, die Ueberzeit zu verlängern und die Löhne denn während der ersten drei Tage erhält der Erkrankte nichts, viele Verbindungen und fonnte gleich in den ersten Tagen in herabsetzen zu müssen. Die Firma Bembé schloß sich natürlich auch dann nicht, wenn er beim Betriebe ohne jede eigene Schuld hiesigen und namentlich in rheinischen Blättern die Stelle eines diesem Vorgehen nicht an. Der Widersinn, der darin liegt, den verunglückt ist. Bei eintretender Invalidität erhält der Rangirer Raffenboten, für welche ein Rheinländer vorzugsweise in Aus- Mangel an Beschäftigung durch Ausdehnung der Arbeitszeit beeine Invalidenversorgung von 60 Pfennigen pro Tag! ficht genommen worden sei, unter sehr günstigen Bedingungen fämpfen zu wollen, wurde von den Herren Meistern nicht begriffen, Hat nun so ein Beamter die ganze Woche Nachtdienst verausbieten. Es meldeten sich daraufhin Stellensuchende in dagegen nahmen sie zu Ostern die Gelegenheit wahr, auch ihr richtet und kommt am Sonntag früh um 8 Uhr zu Hause, so außerordentlich beträchtlicher Anzahl schriftlich aus den Rhein- anderes Argument ad absurdum zu führen. Sie zahlten nämlich hat er eine Sonntagsruhe zwischen drei und vier Stunden, landen, und auch von in Berlin aufhaltsamen Bewerbern wurde ihren Streitbrechern eine Gratifikation von je 20 M., trotzdem sie denn der Sonntag ist der Wechseltag zwischen Tages- und Nacht das neue Bureau überlaufen. Von den letzteren wurde der Ge- zu Neujahr erklärt hatten unter dem Druck der Konkurrenz die dienst und der Beamte muß dann den Tagesdienst um 12 Uhr schäftsinhaber aber niemals zu Hause angetroffen; er begnügte Löhne um 5 pet. reduziren zu müssen und trotzdem jest natürlich Mittags beginnen und also an solchem Tage 18 Stunden lang fich mit den von auswärts eingelaufenen Gesuchen. An jeden doch die kostspielige Anwerbung von Streitbrechern der Betrieb seinen Dienst verrichten. Ferner wird Klage geführt über die ganz willkürliche Reihenfolge, in der diese Beamten zur An- ihm eingegangenen Offerten die vorliegende ihm am besten ge- Winter zahlreichen Arbeitern schwere Entbehrungen auferlegt, einzelnen Absender schrieb er, daß von den sehr zahlreich bei vertheuert ist. Die Aussperrung hat zweifelsohne in diesem ftellung gelangen. falle. Die betreffende Stellung befinde sich in einem der größten nicht minder aber auch hat sie die Existenz manchen kleinen Wenn diese Angaben richtig sind, woran wir bei der ganz Bankgeschäfte Breslaus, dessen Inhaber selbst ein Rheinländer Meister und Fabrikanten aufs schwerste erschüttert und sie wird, bestimmten Form, in der sie uns gemacht werden, kaum zweifeln, fei, und werde mit 150 m. monatlich und freier Wohnung dotirt. wenn sie noch lange anhält, deren Ruin herbeiführen. so find diese staatlichen Arbeitsstätten allerdings noch ziemlich Er werde die Adresse zweds Bewerbung an Ort und Stelle unter In einer am Sonnabend stattgehabten Versammlung der iveit entfernt von den vielbesprochenen Musteranstalten. Nachnahme der für diesen Nachweis sehr geringen Provision von Buchdrucker wurde einstimmig beschlossen am 1. Mai zu arbeiten Die Haufirer, jene Nermsten, welche sich von Haus zu Saus 30 m. mittheilen." Das geschah denn auch, indem wohl nach und ein Viertel des Verdienstes an den Hamburger Zentralfonds Hausnahmebriefe antamen, aber die darin enthaltenen Adressen sich abzuführen. mit ihrer Last schleppend mühselig durchschlagen, sollen nun das als erdichtet herausstellten. Schwarzhoff heimste von verschiedenen Karnickel sein, das an Allem Schuld hat. Die Kleinhändler Geiten die Provisionen ein und hielt dann den zweiten OsterReichenberg, 6. April. Infolge der Entlassung eines Werkenben Petitionen über Petitionen an die zuständigen Behörden feiertag für geeignet, um sich den nach seiner Berechnung nun- ftättenarbeiters fellten heute 650 Arbeiter der F. Schmidt'schen und Körperschaften, welche eine Ausrottung des Hauftrhandels mehr fälligen Strafanzeigen und den Verbindlichkeiten seinen Spinnerei in Iferthal die Arbeit ein. verlangen. Aber nicht allein sie, denen der Strick schon längst Wirthsleuten gegenüber zu entziehen. Die letzteren haben den am Halfe liegt und die nur in ihrem Todestampf ängstlich nach Nachfragenden keine andere Spur von dem Verschwundenen zeigen besuchte Bäckerversammlung beschloß, den Streit zu beginnen, Wien, 7. April. Eine heute stattgehabte, von 6000 Gehilfen einigen Strohhalmen suchen, an denen sie sich feftklammern können, als einen zurückgelassenen Papiertragen und eine alte eu bei den wenigen Meistern, welche sich schriftlich verpflichtet fönnten, find es, auch Großhändler, Handelskammern, Handels- Gummimanschette. gefenschaften, alle insgesammt haben sich vereint, um den Haufirhaben, die Forderungen der Gehilfen zu akzeptiren, soll weiter im wurde gestern ein Rünstler" 9., der Auge und soll nun, dahin geht das kapitalistische Verlangen, im Laufe der letzten Tage aus verschiedenen im Zentrum der frist engagirt sind, dürften morgen 2000 Gehilfen die Arbeit eina gänzlich verboten werden. einer tni ngsf De entid tefes findet bei gl ftigen, verden, Sruchs ter nich 03 weil dem Ge terter altniffed ehmen, iffion den habe 9. Die e erweit hnt wor steres peitgeber ftigen ohn zah Das zw Stadtha ändert rathung 38 Anla ant, wie Stimm S1 bes fein G andesrath n und Bege ung ber Бега e anzuf en Dies Bett en nur geber 5. Die er Gäfte Ferfonen deffen und ri e: aus Bezeich icht Cohn Sache Lichen werben en, bas Dies Erläuter rth fein ogit. Sol faft fa Hilfs- Weichensteller und Rangirer sind Beamte, und bei den Staatsbahnen natürlich„ Staatsbeamte"; wie es aber mit diesem Staatsbeamtenthumi bei näherer Beobachtung aussieht, darüber gehen uns einige Mittheilungen zu, die geradezu unglaublich erscheinen. = " allgemeinen Streifes wurde von allen Kohlengruben- Bezirken ruhig Brüffel, 7. April. Die Nachricht von der Vertagung des aufgenommen. Stadt gelegenen Geschäften eine größere Menge Kachenez ent- stellen. wendet hat. Der Spitzbube, ein junger achtzehnjähriger Mensch, Mit Bezug auf unseren Artikel In den Krieger Ber- ließ sich in den betreffenden Geschäften verschiedene Kachenez vor einen" in Nr. 80 wird uns aus Aschersleben geschrieben, daß die legen. Nachdem er in unbewachten Augenblicken eins oder mehrere von uns nach der Boff; 3tg." vom Magdeburger Parteitage derselben in seine Rocktasche hatte verschwinden lassen, erklärte er, mitgetheilte Aeußerung nicht richtig wiedergegeben ist. Herr daß ihm die Tücher nicht recht gefielen, worauf er dann das Ge R. Greiner aus Aschersleben schreibt uns nämlich:" Ich habe schäftslokal eiligst verließ. In seinem Besitz wurden noch zwölf nicht gesagt, daß ich durch die Agitation der Krieger Vereine Tücher vorgefunden, welche im Zimmer Nr. 36 des Polizeihinsichtlich der Wahlen befriedigt worden bin, sondern daß die Präsidialgebäudes, Gingang V an der Stadtbahn, in den Vorfeitens des Landraths unseres Kreises an die Krieger- Vereine mittagsstunden zur Ansicht ausliegen, und dort von den Eigengestellten Winke, aus dem Lokale, in welchem sie ihre Berthümern in Empfang genommen werden können. Maurer Deutschlands! In ganz Deutschland hat sich fammlungen abhalten, auszuziehen, indem daselbst die sozialjetzt unter den Maurern die Frage entsponnen, ob Zentralisation demokratischen Versammlungen abgehalten würden, nachdem auch Polizeibericht. Am 7. d. M. Morgens ein Seidenwirter in oder Lotalorganisation die beste ist. Die Berliner Maurer wirklich der Auszug des einen Vereins stattgefunden, eine gegen seiner Wohnung, in der Pallisabenstraße, erhängt vorgefunden. stehen, geftüßt auf ihre Erfahrungen und langwierigen Prozesse, theilige Wirkung hervorgebracht haben, insofern, als der Wirth, von welchem der Auszug bewirkt wurde, bei der demnächst statt Beit die bereits start verweste Zeiche eines unbekannten, etwa daß eine loſe Zentraliſation( Bertrauensmänner- Syftem) für die Am Gartenufer, unterhalb der Frei- Arche, wurde zu derfelben die Taufende von Mart verschlungen haben, auf dem Standpunkt, findenden Versammlung mit 68 von 84 Stimmen als zweiter 35 Jahre alten Mannes angeschwemmt. Ein Handlungs- Maurer Deutschlands die beste ist. Sie stehen auf diesem Standat higender gewählt wurde. Die sozialdemokratische Agitation gehilfe brachte sich Vormittags in seiner Wohnung, in der Roß- punkt und nehmen sich gerade die sozialdemokratische Partei zum ſt bier also unter gütiger Mitwirkung des Herrn Landraths in straße, mittelst Revolvers einen Schuß in die Brust bei. Er Borbilde. Gerade aus ihr sollten die Maurer Deutschlands die Krieger- Vereine hineingetragen und wird unter Fürsorge von wurde noch lebend nach der Charitee gebracht. Auf dem Hofe lernen, sich zu organifiren. Darum, deutsche Maurer, die Ihr außerhalb des Vereins stehenden Personen rege erhalten werden, des Grundstücks Lichtenbergerstr. 13 wurde zu derfelben Zeit ein Euch mit der Resolution der Berliner Maurer, die am 5. April Boziale Lebersicht. Versammlungen. " Schwarz. 11 Uhr. " Rauchflub Vorwärts", Abends 9 Uhr, bei Temp Depeschen. im Feen- Palast in einer großen öffentlichen Versammlung ange-[ eingeführt, haben 18utritt.- Johannes Bebbe Schönleinftr. 12, bet| Gesellschaft offnung, abends subr, im Stubbaus, Ohmgale nommen worden ist, einverstanden seid, nehmt sie Euch zu Gäste willkommen. Verein ehemaliger Schüler der 23. Geme Herzen und urtheilt frei und offen. Alle Briefe, die öffentliche Uhr, Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend, Donnerstag Abends schule. Sigung, Abends 9% Uhr, bet Saeger, Grüner Weg 29. Gäfte Seeger'fcher fommen. Berein ehemaliger Schüler der 22. Gemeindeschule Angelegenheiten der deutschen Maurer, die auf dem Boden einer Gefangverein", Blumenstraße 46 bet Wend. Uebungsstunde von 9 bis Schröder, Stegligerstr. 18, Gäste wiltommen.- Zambourverein, Jungfernfran Lokalorganisation stehen, betreffen, sind zu richten an die Adresse Gefangverein Etnigtett"( Sutmacher), Linien- Weidenweg 12. von Karl Weiße, Tegelerstr. 27. straße 73 bei Roth. Gesangverein ,, Edelweiß" Melchiorftraße 15 Rauchflub„ Dezimal- Waage", Abends 9 Uhr bei Infinger, Stra bei Stehmann. Gefangverein ,, Echo 2", Alte Schönhauferstraße straße 48. Rauchtlub ernipige", Abends 8 Uhr bei A. Bohl, über Nr. 42 bei Reimann. Gefangverein Frühlingsluft", Flottwell: dorferstr. 8. Rauchtlub Collegia", Abends 9 Uhr, in Spengler's Wir ftraße 5 bei Bartels. Männerchor St. Urban", Annenstraße 9 bei haus, Staligerstr. 41. Proy. Männergesangverein Borar", Admiralstr. 38 bei Bülow. Breslauerstr. 27, Gefangverein ,, Kornblume", Blumenstr. 54 bet Wuttte. Gesangverein Hand in Hand", Stalizerstr. 142 bet Greiser. Gesangverein " Unverzagt bei Rüfter, Köpeniderstraße 127a. Gefangverein ,, Dorfglödlein" Deutsch- Wilmersdorf, Berlinerstr. 40 bei Pietsch. Gefang verein des Tischlerverbandes" in Stegltz, Restaurant Hildebrand. Arbeiter- Gefangverein Harmonie", Tempelhof, Dorfstr. 10 bei Gerth. Gesangverein ,, Weiße Rose", Reinickendorf, Residenz- und Holländerstraßen( Depeschen des Bureau Herold.) Ecke bei Caro. Arbeiter Gefangverein Morgenroth", Rummels Wien, 8. April. Der Bäckerstreit nahm heut Mittag größ burg, Göthestraße 9 bet Konrath. Gesangverein Brezel fchluß" in Sahm's Klubhaus, Annenstrauße Nr. 16. Mufit und Dimensionen an. Bei dem Lohnkomitee waren 1167 Streiten Gefangverein Firmitas", Adalbertstr. 8 bet Schneider. Gesangverein gemeldet. Bis heut Abend dürfte die Zahl 2000 erreicht Kreuzberger Sarmonte", Lindenstr. 106, bet Poppe. Gesangverein den. Trotzdem hofft man, daß die Verproviantirung Wiens ni " Amicitia", Adlershof Bismarckstraße bet Albrecht. leiden wird, da viele Meister sich nachgiebig gegen die Gehili tub, üd warts", abends ex pr, im Reftaurant Boberte, paulfabet zeigen und infolge deffen die baldige Beilegung des Streis Gefang-, Donnerstag. straße 47. & ü bed'scher Zurnverein, Männer Abtheilung, Abends 8-10 Uhr, von denen jedoch nur 2800 in Arbeit standen, während der Elisabethstr. 57-58, Königftädt. Gymnaftum. lings- Abtheilung, Abends 8-10 Uhr, Blumenftr. 63a. Turnverein Often", Lehrgenossenschaft, 1. Lehrlings Abtheilung, Abends 8-10% Uhr, im LeffingBerliner Turn- ohne Beschäftigung war. Theater, Pantstr. 9-10. Achtung! Genoffen, welche gewillt sind, einem neu gegründeten Arbeiter Gefangverein Fretheitsgruß" beizutreten, mögen sich am Donnerstag Abend um 8% Uhr im Lokale des Herrn Bäzold, Schönhauser Allee 46, einfinden. Donnerstag erste Uebungsstunde. Die Mitglieder werden ersucht, pünktlich zu erscheinen. Achtung! Selbständige Arbeiter und Arbeiterinnen in der Wäscheund Schürzen Fabritation werden zu einer Besprechung der Lage refp. zur Gründung eines Vereins zu Sonntag, den 12. April, nach Gothmann's Salon, Brunnenstr. 34, eingeladen. Deutscher Schneider- und Schneiderinnen- Verband, Filiale Berlin, Montag, ben 18. April, Großer Ball, verbunden mit Vorträgen, in Joel's Felt Sälen, Andreasstr. 21, Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pfg. Su zahlreichem Besuch wird ergebenft eingeladen. Am Sonnabend, den 11. April, Abends 8% Uhr, findet eine Mitglieder: Bersammlung der Zentral- Kranten- und Sterbe- Kaffe der deutschen Wagenbauer, eingeschriebene Silfstaffe Nr. 8 Hamburg- Berlin, Bezirk 5, in der Kurfürstenstraße 31, statt. Privat- Theater- Gesellschaft Fidelia". Sizung, Aufnahme, Tanz, Vorträge, jet regelmäßig jeden Donnerstag, Anfang 9 Uhr, im Restaurant Gaillard, Prinzenstr. 87. Gäste herzlich willkommen. " T Briefkaffen der Expedition. Für die ausgesperrten Arbeiter gingen ferner ein: Gesellschaftliches Spiel Nr. 101 1,70. Freunde aus straße 88.- Offenbacher Sängerfrang", Uebungsstunde von 9-11 im Dresdener Männer- Gefangverein Crescendo", Abends 9 Uhr, bei Körting, GneisenauGarten, Dresdenerstr. 45. Gäfte willkommen. Verein Bick Back", Sigung mit Damen 9 Uhr in Kröfches Gesellschaftshaus, Fichtestraße Nr. 29. Geselliger Verein Regina", Sigung mit Damen, Abends 8% Uhr, in den Luisenstädt. Bierhallen, Alte Jatobitr. Nr. 89.- Geselliger Club Blauveil che n", Abends 9 Uhr bei Förtsch, Stallschreiberstr. 60- Pfropfenverein Vergnügungsverein Gaprice", Abends 9 Uhr, Sthung mit Damen im flies 3,-. ,, Marienbad", Badstr. 35-36, Gaal 1 Tr. Bergnügungsverein Beilchen", 9% Uhr, Sigung mit Damen bei Lülow, Admiralstraße 38. Gäste will fommen. Verein ehemaliger Schüler der 98. Gemeindeschule, Abends 9 Uhr, im Gesellschaftshause„ Ostend", Rüdersdorferstr. 45.- PrivattheaterLese- und Diskutirklubs. Donnerstag. Freiheit", Abends 8 Uhr, Naunynftr. 86 bet Bubett. Gäste fönnen durch Mitglieder eingeführt verben. Verein Voltsbildung"( Männer und Frauen) Abends 9 Uhr, im Restaurant Nürnberg, Schönhauser Allee 28.- Lese- und Distutirtlub Hallen". 28 ach auf" Nachm. 3 Uhr, in der Gr. Frankfurterstr. 99, Frankfurter Wier- Webbing", Abends sy Uhr bei U. Engel, Müller- und Antonshagen etc. Potsdamerstraße 89 4,-. Von den Genossen aus Sch Wahrheit, Marfusstr. 31. Auftlärung", Abends 8% Uhr, in Heindorfs Restaurant, Langeſtr. 70. Gäste willkommen." Heine" in Rirborf, Ecke Knesebeck- und Hermannstraße, Restaurant Beyler." Gäfte will tommen. Neue Beit", 8% Uhr, Boyenstr. 40. Gäste haben Zutritt. Süd- Ost", 8% Uhr bei Toltsdorf, Görlitzerstr. 58. Gäfte, durch Mitglieder Verkauf nur gegen Baar zu streng fest. Preisen. Geschäfts- Häuser Baletots nach Maaß 45 907. u. 35 9. Baer Sohn N. Chausseestraße 24a. SO. Bridenstraße 8. 0. Große Frankfurterstraße 16. Troß gegnerischer Anfeindungen werden die Geschäfte früher H. Hartwig Söhne& Baer unter strengster Beobachtung reeller Grundsätze und stets steigender Leistungsfähigkeit fortgesetzt. dauerh. Arbeits- Anzug, Stoff überall 14 M., für M. 8,50 Sommer- Anzug, vorzügl Butstin, überall 27 m., für M. 17,50 sehr prat Me Reise- Anzug, lische melangen, überall 30 m., für M. 21, echtes Salon- Anzug, Kammgarn mit seidener Borde, überall 40 M., für M. 28,50 Rod- Anzug, echtes Rammgarn, mit seidener Borde, überall 42 M., für [ 472 L M. 30, Sommer- Paletot, Salt Diagonal in schönen Far ben, überall 20 M., für M. 12, hochf. Sommer- Paletot, Satin Waare, überall 32 M., Knaben- Anzüge für M. 20,50 2,50 aus nur guten Stoffen, 12, 8, 6, 4, 3, Herren- u. KnabenBekleidung. Achtung! Geschäftseröffnung. Achtung! Allen Freunden und Bekannten, sowie den Genossen des zweiten Wahlkreises die Mittheilung, daß ich Katzbach- Strasse 21 eine Arbeiter- Buchhandlung in Berbindung Schul- u. Schreibutensilien mit errichtet habe. Sämmtliche sozialistischen Schriften u. Broschüren, Wahver Jakob" und ,, Glühlichter" halte am Lager. Sämmtliche Beitschriften, wissenschaftliche Werke und Moden- Journale liefere auf Bestellung frei in's Haus. Soeben erschienen: Der Mensch und seine Rafen von Dr. Bernhard Langkavel, in 22 Lieferungen à 20 Pf., erscheint alle 14 Tage. Bestellungen hierauf werden prompt ausgeführt. Bücher werden sauber und dauerhaft eingebunden. Gleichzeitig empfehle mein Lager von Schreib- und Schulutensilien für Kinder. Mit der Bitte mein Unternehmen zu Achtungsvoll unterstüßen, zeichne 114 b Rich. Schulz, Buch- u. Papierhandlung, Kazbachstr. 21. .128 MJ Ausstellung Kunst- u. Induſtrie: London 1891 Deutscher Erzeugnisse unter dem Ehrenpräsidium Sr. Hoheit Herzog Ernst von Sachsen- Coburg- Gotha. Eröffnung 9. Mai. Schluss der Anmeldungen 20. April. Letzter Termin für Absendung der Ausstellungsgüter 24. April. Ausfünfte beim Kommissariat: Berlin W., Wilhelmstr. 92( Architektenhaus). Robtabat A. Goldschmidt, Spandauerbrücke 6, am hiesigen Plage bekanntlich Größte Auswahl. Garantírt ficher brennende Tabake. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabate find am Lager. A. Goldschmidt, Spandauerbr. 6, am Hacke'schen Markt.[ 746 Im Tuchgeschäft Oranien- Str.126. I. Herren- u. EinsegnungsAnzüge, Paletots, fowie Damenkleider etc. Auf Wunsch auch gegen Theilzahlungen. 488 L Jeder Kunde hört die reine Wahrheit über unsere nur reellen Waaren. Eigene Werkstätten Anzüge nach Maaß 45 M. u. 36 M. Grösstes Lager 97b von Kinderwagen 3. febr billigen Preisen Theilzahlungen gestattet. F. Werthmann, Berlin SO., Franztr. 6, a. Kaiser FranzUnserm Freund und Genossen, dem Pfeifenbruder Hugo Eimecke zu seinem heutigen Wiegenfeste ein dreimal donnerndes Hoch. 118b E. K. R. M. O. B. H. V. E. K. A. Z. K. K. F. S. R. H. H. St. F. H. F. M. M. H. H. R. Kannst Du nicht hören?? Unserm Genossen und Mitgliede Theodor Hirthe und seiner jungen Frau zu ihrem Hochzeitsfeste ein donnerndes Hoch. 121b Verein Quodlibet. Widerruf. Todes- Anzeige. Am 7. d. m. verstarb nach fur Krantenlager unser Vereinsmitglied Carl Lorenz im 52. Lebensjahre. 125 Die Beerdigung findet Freitag, Nad mittag 42 Uhr, von dem Krankenha Bethanien aus nach dem alten Jalo Der Vorstand des Beerdigung Kirchhof, an der Brizer Chauffee, fta Vereins Berliner Zimmerlente Kranken- und Begräbnißka Die gestern annoncirte Berlobungs- für die im Berliner Gürtle Anzeige Gutzeit- Rehfeldt ist die Er- und Bronceurgewerbe beschä findung eines nichtswürdigen Menschen, der durch die Anzeige mich an meiner tigten Personen( E. H. 60 Ehre schädigen will. 120b Wittwe Gutzeit. Mein Rohtabak- Geschäft befindet sich jetzt Weinbergsweg 4 am Rosenthaler Thor. Eberhard Herz. Suchbinderst von Konstantin Ur. 99, Hof part. Freunde u, BarteiJaniszewski, Kottbuser Damm genoffen, welche mich mit Buchbinderarbeiten unterstützen wollen, bitte ich, Sonntag, den 12. April cr., Vormittags 11 Uhr, in den Zentral- Festsälen, Oranienftr.180 Ausserordentliche General- Versammlung ( laut§ 27 des Statuts). Tagesordnung: Wahl des Vorsitzenden. Quittungsbuch legitimirt. Um rege Betheiligung ersucht 116b Der Vorstand. Achtung, Charlottenburg Große Versammlung Des bieſelben bei Wilſchke, Junterſtr. 1 un Allgem. Arbeiterinnen- Verein Razzbachstr. 1; G. Schulz, CigarrenGeschäft, Rottbuser Play; Schweizer, Berlins und Umgegend Cigarren- Geschäft, Dresdenerstr. 53/54, am Freitag, den 10. April, Ab. 8 ( City- Paffage); Heindorf, Langestr. 70; im W. Schweizer, Rixdorf, Prinz Handjernstraße; Gnadt, Brunnenftr. 38, mit Angabe der Adresse abzugeben. 293L Sophabezüge- Refte unter Kostenpreis. Fabrik von Hille, Zimmerstr. 86, Hof part. 516L Möbel, Spiegel and Polsterwaaren. eigener Gr. Lager, bill. Preise. Fabrik. Emil Heyn, Brunnenstraße 28, Hof parterre. Theilzahlung nach Uebereinkunft. Großes = Lokale Bismarchöh", Wilme dorferstr. Nr. 39. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Röhite Volts Einkommen und Volks- Ernd rung. 2. Diskussion. 3. Aufnah neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes. Herrn als Gäfte find eingeladen. Zur Deckung der Unkosten Zel sammlung. Um zahlreichen Besuch bit Der Vorstand 101/6 Bosamentiere! Bei der Firma A. Cohn, Stetti find Lohnstreitigkeiten ausgebrochen. Zuzug streng zu meiden. 148b Die Fachkommiffion Den Parteigenoffe Restaurations Rüchenspind, empfehle ich mich zur Anfertigung Kinderwagen, Garnitur 95M., sigender Herren- Garderobe. Waschtoilette, Spind billig 3. vertaufent A. Böttcher, Schneidermeister, Gr. Hamburgerstr. 2 i. Speicher.[ 51S Größtes Lager Berlins b b b d & ft 1t: h g 2 21 d 2 D g g b & f K 2 19966 fü S 2 ho se li R fo & T bi ( S 18 & 2 C 2 Fürbringerstr. 36.[ 832 a P Gesangvereinen 1. 107b n Grenadierplas Kinderwagen. Andreas str.23,5.p. empfiehlt sich als Dirigent für Fr Steppdecken!! größte Auswahl!! am billigsten in Emil Lefèvres Fabrik, Berlin, Oranienstr. 158.[ 277L Poften Schlafdecken meinen reinw. Flecken. Stück 4, 6, 8 und 10 Mart. Werth das Doppelte!! Illustr. Preisliste gratis u. franko. Schweinepökelkamm Pfd. 60 Pf. Casseler Rippespeer Bfd. 70 Pf. und Sonnabend. Cigarrengeschäft, beste Lage, sof. z. vert. Dresdenerstr. 116 b. Gründel. Nußb. Kleiderspind, Vertikow, Spiegelspind, 2 Stühle, 1 Tisch preisw. zu vert. Carl Dick, Rüdersdorferstr. 64, empfiehlt H. S. 3 Tr. 111b Guter Mittagstisch mit Bier 50 Pf. Fischerstr. 5 bei Blumel. Arbeitsmarkt. [ 110b Schuhmacher auf Herrn- und DamenRand und genagelt verlangt 112b Holm, Oranienstr. 156, 1 Tr. WEF Korbmacher. Tüchtige Gestellarbeiter auf GartenKalbfleisch von 40-60 Pf. Möbel verlangt Lankau, Halleſcheſtr. 9. sowie sämmtliche Wurstwaaren zu den solidesten Preisen offerirt Rudolf Tietz, Musiklehrer, Borsigstr. 17a, 1. Rohtabak 114b Rud. Seiffert, Reichenbergerstr. Sommer- Umhänge werden gut billig aufgearbeitet Neue Jakobftr I. Seitenfl. 2. Aufgang 3 Tr. rechts. Mariendorf. 17 99 [ 10 Stand für Würfelbude, Schießsta au vermiethen bei Blocksdorf. Umständehalber mehrere fleine Wohnungen noch, vermiethen vorn 1 und 2 Treppen 482L Ziemer, Cuvryftr. 16 f Abreifehalber Stube und Küche Grundirer für Goldleiften verlangt od. später zu vermiethen Plantage straße 42, vorn 4 Tr. Ruthenberg, Friedenstr. 6. 108b A. Pechmann, 517L Biseleurlehrting v. Dresdenerſtr. 28, I. 48. Reichenbergerstraße 48. Dr. Hoesch, homöopath. Arzt. Artillerieſtr. 27. 80,5-7, Sonnt. 8-10 Barock- Vergolder und Vergolderinnen fuchen Kubitz& Imberg, Lausitzerstr. 43. Einen Klempnerlehrling verl. Vogt, Antonftr. 3. 118 1 Genosse findet freundl. Schlaffte b. A. Utheß, Lantwithstr. 14.[ 11 Freundl. Schlafstelle Alte Jakobftr Hof 3 Tr. bei Hoffmann. 497 Fr.m.3immerf.Herr Pallifadenftr.40, Berantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 8 3. S IE 11 11 n be F fc de de a e. Smgaffe Bemet Bäfte m efchule ferntran Strau Nüber 8 Wirt et Temp größ Streifent cht we ens ni Gehilf Streits gehilfe Der R t. ein: aus furge tglied 125 g. Nad tenhau Jatob Tee, fta Egung lente ißtaf Sürtle hefcha D. 60 T., nftr.18 lung 0. St Stanb. burg Tung Berei and .8 1 Wilme Ite üb Erna ufnah denes. aden. Tell uch bit ftand re! Stetti ochen. Mon Sch Nr. 82. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Korrespondenzen und Parteinachrichten. Donnerstag, den 9. April 1891. " 8. Jahrg. Bier von Fürth, Zirndorf, Erlangen und Hersbruck exportirt fichtigung des Geschäfts und trat auf die Straße hinaus. Als wird, uns kräftig beistehen werden. Der Wahlkreis hat bei der sie den Herrn nicht sah, redete ihr die Angeklagte vor, daß derletzten Wahl über 8000 Stimmen geliefert und Genosse Bebel felbe jedenfalls im benachbarten Restaurant warte; Fräulein F. fam in die Stichwahl. Wollen wir bei der nächsten Wahl fiegen, ging dorthin und als sie ohne Erfolg binnen Kurzem zurückFolgender Blödsinn, welcher der„ Gothaer 3tg." ent- so bedürfen wir geeigneter Lokale in Stadt und Land, um Ber- lehrte, stand die Angeklagte schon wieder im Keller, das kleine nommen ist, macht gegenwärtig durch sämmtliche Ordnungsblätter sammlungen abhalten zu können. Die auswärtigen Genossen Mädchen war verschwunden und aus der Kasse fehlte der Betrag von 1,80 M. Die Angeklagte wußte aber sehr geschickt den Ver die Runde:" Gera, 29. März. In dem Jahresberichte der ober- werden uns dazu behilflich sein. städtischen Volksschule wird als bemerkenswerthes Beichen der Der grobe Unfug"- Paragraph hat wieder einmal herhalten dacht des Diebstahls auf das fleine Mädchen zu richten und Seit" erwähnt, daß sich um das vom Frauenverein für besonders müssen, um die Genossen Bluth, Neher, Kaltenhäuser und Djaky blieb felbft unbehelligt. Am nächsten( Tage erschien die Angebedürftige Schulkinder gestiftete Frühstück( Milch und Brot) ein au verurtheilen. Sie erhielten je 5 M. Geldstrafe zugesprochen. flagte wieder in demselben Geschäftslokal und bot der Berfozialdemokratischer Arbeiter für seinen die Schule besuchenden Veranlassung war der Gang bezw. die Begleitung zum Straf- fäuferin einen alten Talmiring zum Verkaufe an. Als sie damit Sohn mit der Begründung erwarb, daß er in den nächsten Tagen antritt, wobei ein Arbeiter ein rothes Taschentuch an einen nicht zum Ziele tam, knüpfte sie ein Gespräch über die verauf längere Zeit zu streiken beginne und dann wegen der erfor- Stock gebunden haben soll und die Marseillaise gesungen wurde. schiedenartigsten Dinge an und rückte dem Fräulein Fieber derlichen Theilnahme an den öfteren Versammlungen nicht in der trauensmannes untersagt hatte, konnte ein solcher in einer am und sie es vorzog, Nachdem man uns im Oktober v. J. die Wahl eines Ver- immer näher auf den Leib, so daß derselben unheimlich wurde einen Theil des Geldes aus der Lage sein werde, für den Unterhalt feiner sechs Kinder zu sorgen." naar stattgefundenen Barteiversammlung unbeanstandet Ladenkaffe zu nehmen und zu sich zu stecken. Plößlich fiel Ein bemerkenswerthes Zeichen der Zeit ist es allerdings, daß Blätter, die sich nicht genug rühmen können, für die gebildete bewählt werden. Somit scheint sich in den Rechtsanschauungen die Angeklagte über das junge Mädchen her, würgte dieselbe am Welt zu schreiben, derartigen„ ult", der höchstens für den Dorf- unseres Bezirks- Amtmannes ein Umschwung vollzogen zu haben. Halse, drückte sie zu Boden und zog dann mit der Hand die barbier paßt, ihren Lesern aufzutischen wagen. Ladenkasse auf. Die Ueberfallene schrie aus Leibeskräften und das Geschrei jagte die Angeklagte schließlich in die Flucht. Frl. F. Stoß, so daß sie in den Keller zurücktaumelte, und als in diefem verfolgte sie, auf der Kellertreppe erhielt sie aber einen träftigen Augenblick Leute herbeikamen, behauptete die Angeklagte mit der größten Unverfrorenheit, daß sie überfallen worden sei und das junge Mädchen den Versuch gemacht habe, ihr den Ring zu rauben. Es gelang ihr auch, vorübergehend zu entkommen, sie wurde aber schließlich doch dingfest gemacht. Aus der Ladenfasse fehlte auch diesmal eine fleine Summe Geldes, doch kann dieselbe auch von Personen gestohlen worden sein, welche durch das Geschrei in den gaden gelockt worden waren. Die Angeklagte war geständig. Gemäß dem Wahrspruche der Geschworenen wurde die Angeklagte zu 1 Jahr 5 Monaten Gefängniß und 2 Jahren EhrGewählt wurde Restaurateur Genosse Zick. hiesigen Säle statt. hiesigen Säle ſtatt. Die Maifeier wird am Sonntag, den 8. Mai, abgehalten, Köln, 6. April 1891. Am Sonnabend, den 4. April, stand Massenausflug mit Musik und Abends Konzert in einem der und zwar findet Vormittags Volksversammlung, Nachmittags ein vor der Straffammer des Landgerichts in Hagen Termin gegen Frau Hedwig Henrich- Wilhelmi an. Dieselbe war auf Grund des§ 166 wegen Beschimpfung tirchlicher Einrichtungen ange flagt. Trotzdem die der Anklage zu Grunde liegenden inkriminirten Stellen einer Druckschrift äußerst harmloser Natur waren, beschloß der Gerichtshof den Ausschluß der Deffentlichkeit und verurtheilte die Angeklagte zu 2 Monaten Gefängniß. Wegen derselben Anklagepunkte, gesprochen in einem Vortrage, hatte das Gericht in Erfurt ohne Weiteres auf Freisprechung erkannt. * den Gemeindeverwaltungen einen nachdem im Gerichts- Beitung. geklagte hatte ihr nämlich freudestrahlend erzählt, daß er bei der Steuer angestellt werden sollte und nun Geld zur Anschaffung einer grünen Uniform gebrauche. Später mußte er angeblich eine Kaution stellen, dann wieder zum Assistenten Gramen eine Summe zur Verfügung haben furz, das Mädchen gab willig = verlust verurtheilt. Versammlungen. 6. Wahlkreis. Eine äußerst empfindliche Strafe für eine allerdings ungewöhnliche Infamie diftirte gestern die hiesige II. Straffammer dem Komtoiristen Aug. Barkowski zu, welcher sich wegen wiederholten Aus dem Wahlkreis Fürth- Erlangen- Hersbruck- Lauf. Betruges und verleumderischer Beleidigung zu verantworten Wie die Freifinnigen und Liberalen ihre Grundsäße ins hatte. Der sehr gewandt und sicher auftretende Angeklagte gePraktische übersetzen, das zu beobachten, haben wir in Fürth hört zu der Kategorie von Industrierittern, welche sich als HeirathsGegen das in New- York erscheinende Witblatt ,, Puck" gegenwärtig die beste Gelegenheit. Bei der letzten Gemeindewahl luftige an Dienstmädchen herandrängen, das Vertrauen derselben richtete sich ein Verfahren, welches gestern die IV. Straffammer siegten daselbst die vereinigten Konservativen, Nationalliberalen durch ein Gheversprechen mißbrauchen und denselben nach und hiesigen Landgerichts I beschäftigte. Dem Gerichtshofe lag eine und Deutschfreisinnigen über die Bolkspartei und die Sozial- nach ihre Ersparnisse abzunehmen wissen. Der Angeklagte hatte Nummer vom 7. Januar d. J. vor, in welcher ein den deutschen demokratie, die je eine selbständige Kandidatenliste aufgestellt so ein vertrauensseliges Mädchen an sich gefesselt und in dem Kaiser verhöhnendes Streitgedicht enthalten war. Der Gerichtshatten und deshalb unterlagen. Durch diesen Sieg hat das oben Glauben erhalten, daß er sie baldmöglichst heirathen werde. hof erkannte auf Ginziehung der vorliegenden Nummer der gegenannte Kartell die Majorität in der Stadtvertretung erlangt Das Mädchen war stolz auf den schmucken Bräutigam und dachten Zeitschrift, sowie auf Unbrauchbarmachung aller vorfind und benüßt nun diese Gelegenheit, um alle liberalen Ein- gab willig ihre gesammten Ersparnisse in Höhe von 370 M. lichen Exemplare sowie der zu ihrer Herstellung bestimmten richtungen der Gemeindeverwaltung zu beseitigen. Die erste her, weil fie den Worten des Angeklagten vertraute Platten und Formen. Arbeit haben Freisinnige und Nationalliberale bei Feststellung und wirklich annahm, daß derselbe Aufwendungen machen müſſe, des Ortsstatuts für das gewerbliche Schiedsgericht geliefert. Bei von denen das beiderfeitige Glück abhängig sei. Der AnBerathung des dem Gewerbegericht anzupassenden Entwurfs hat der Magistrat beschlossen, von einer kostenlosen Behandlung der gewerblichen Streitigkeiten Abstand zu nehmen und die Hälfte der gesetzlich zulässigen Laren zu erheben. War schon dieser Beschluß eine wesentliche Verschlimmerung des bisherigen Zustandes, wo Gebühren überhaupt nicht erhoben wurden, so war das Kollegium der den letzten Groschen her, und erst nachdem mit ihren Er- In der am 7. d. Mts. stattgehabten Generalversammlung Gemeinde- Bevollmächtigten( Stadtverordnete) damit noch nicht be- sparnissen auch der Herr Bräutigam spurlos von der Bild- des sozialdemokratischen Wahlvereins des friedigt und beschloß die vollen, die gesetzlichen, Gebühren zu erfläche verschwunden war, merkte sie, daß sie einem Betrüger 6. Berliner Reichstags- Wahlkreises erstattete zuheben, womit es nun sein Bewenden hat. In vorzüglicher Rede zum Opfer gefallen war. Soweit unterscheidet sich das Ver- nächst der Kassirer den Bericht für das erste Vierteljahr d. I. widerlegte Herr Dr. Degen die fadenscheinigen Gründe, welche die fahren des des Angeklagten wenig von dem gewöhnlichen Derselbe wies einen Bestand von 308,06 m. auf und wurde der Kartellbrüder für die Erhebung der vollen Gebühren in's Feld Vorgehen der Heirathsschwindler; die besondere Perfidie desselben Kassirer auf Antrag der Revisoren entlastet. Hieran schloß sich führten. Umsonst, der Wortführer der Nationalliberalen, Advokat bestand aber darin, daß er sich nicht mit dieser materiellen die Neuwahl des Vorstandes und er wurde in seiner GesammtBerolzheimer, verwies mit dreiſter Stirne die Arbeiter auf das Schädigung des Mädchens begnügte, sondern sowohl diesem, als heit per Afflamation wiedergewählt, bis auf den zweiten VorArmenrecht und der Sprecher der Freisinnigen, Fabrikant Bölf, auch der Wirthin derselben in Bezug auf ihren moralischen fitzenden, an dessen Stelle Genosse Rogert gewählt wurde. verhöhnte die Arbeiter, indem er die Erhebung der vollen Ge- Lebenswandel die ehrenrührigsten Dinge nachsagte, deren völlige Es folgte sodann ein Vortrag des Genossen Ewald( Branden bühren als im Interesse der Arbeiter gelegen darstellte und dabei Grundlosigkeit die Beweisaufnahme ergab. Der Staats- burg) über das Thema:" Die Sozialdemokratie und ihre Gegner". bemerkte ,,, man müsse dem Arbeiter zeigen, daß man auch ein Herz anwalt hielt dieses Vorgehen für so schamlos und gemein- Der Vortragende gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß es für sie habe". gefährlich, daß er trotz der bisherigen Unbescholtenheit ihm nach 61/4 Jahren zum ersten Male wieder verNoch schofler als bei dieser Frage, verhalten sich Liberale des Angeklagten acht Jahre Gefängniß in Antrag gönnt sei, feinem alten Wahlkreise einen politiund Freifinnige zur Revision der Heimath- und Bürgerrechts- brachte, der Gerichtshof blieb mit dem Urtheile wesentlich hinter fchen Vortrag zu halten. Besonders das Lokal war Gebühren, welche sie nunmehr vornehmen wollen. Das bayerische diesem Antrage zurück, erkannte aber immerhin auf zwei es, welches in ihm trübe Erinnerungen weckte, denn Heimathsgeseh gestattet, bezüglich der Erhebung der Heimath- und Jahre sechs Monate Gefängniß. die seinerzeit in diesem Lokale stattgehabte stürmische VerBürgerrechts- Gebühren, sammlung war die Ursache, weshalb er Berlin am nächsten Tage Im künstlichen Tokayer handelte es sich in einer Anklage binnen drei Stunden zu verlassen hatte. Daß er die ihm gewor weiten Spielraum. Infolge dessen hatte die Gemeinde wegen Bergehens gegen das Nahrungsmittel- Gesek, die gestern dene Aufgabe, in die Welt zu gehen und das Evangelium bes vertretung, Anfangs der siebziger Jahre, Jahre 1869 die Demokratie vor der 88. Abtheilung des Schöffengerichts gegen den Raufmann Sozialismus zu predigen, nach besten Kräften erfüllt habe, sei die Majorität hatte, auf Antrag unseres Parteigenossen Löwenstein, die aus dem Geschäfte des Angeklagten entnommene Probe, echten tischer Wahlverein besteht, welcher tausend zahlende Mitglieder erlangt Theodor Frohloff zur Verhandlung gelangte. Nachdem sich eine daraus ersichtlich, daß heute in Brandenburg ein sozialdemokra Heimathsrechts- Gebühren bedeutend herabgefeßt und die Bürger- Medizinal- Tofayers" als ein werthloses Kunstprodukt zählt. Zu seinem Vortrage übergehend, bezeichnete Ewald als Probe, echten rechts- Gebühren, für diejenigen, welche schon einmal Gebühren, erwiesen hatte, erhielt der Angeklagte eine Berwarnung. Nach Feinde der Sozialdemokratie den Ünverstand und den Eigennut, sei es für die Heimath oder Verehelichung, bezahlt haben, gänz Monaten wurde wiederum in sekreter Weise von der Sanitäts- aus welchen Faktoren alles andere resultire. Ausgehend von dem lich aufgehoben. Das Bürgerrecht ist nämlich hier mit keinerlei polizei Ungarwein aus dem Fr.'schen Geschäft entnommen und ersten Auftreten Lassalle's in Berlin, als derselbe von den ArVortheilen verbunden, sondern ist lediglich ein Wahlrecht. In- als dieser von derselben Beschaffenheit war, wie der frühere, beitern angespieen wurde, schilderte Redner in fesselnder und folge dieser vernünftigen und eigentlich ganz selbstverständlichen wurde gegen den Geschäftsinhaber obige Auflage erhoben. Der lehrreicher Weise die politische Entwicklung der sozialdemokratischen Einrichtung haben wir in Fürth, einer Stadt mit 40 000 Ginder er in beiden Partei, die gegnerischen Parteien in ihrem Wirken und Wesen wohnern, nahezu soviel Gemeindewähler wie Nürnberg- wo die Beschuldigte gab die Firma an, Deutschfreifinnigen in der Gemeindeverwaltung mißwirthschaften erste Sendung habe Fällen Den Wein bezogen bezogen( Schröder u. Bodeck). Die beleuchtend, zur weitesten Verbreitung der sozialdemokratischen mit 130 000 Einwohnern. Diese liberale Einrichtung war weggeworfen, nachdem er die Ideen auffordernd und durch seine Ausführungen stürmischen Beifall unferen Liberalen und Freisinnigen längst ein Dorn im Auge, zweiten Male besser bedient werden würde. Später habe ihm der Genoffe Unger. Die Versammlung bewilligte 250 be polizeiliche Warnung erhalten und geglaubt, daß er zum der zahlreich Versammelten entfesselnd. In der Diskussion sprach und kaum hatten sie die Majorität im Kollegium, als sie sich an Agent der betreffenden Firma erzählt, daß er, der Angeklagte, Agitation und ging sodann zu„ Verschiedenes" über. Es wurde bie Arbeit machten, um eine Erhöhung der Heimathsrechts- ein erhalten habe, den die Lieferantin in Lissa getauft und mit sodann u. 2. bekannt gegeben, daß die Versammlungen regelGebühren durchzuführen. Die geringste Gebühr betrug bisher 50 fg. pro Liter bezahlt habe. Der Angeklagte hat für das mäßig am Dienstag stattfinden, daß aber zu diesen keine Säure18 M., die höchste 82 M. 29 f. Zukünftig foll die niedrigste Biter I. 60 Bf. bezahlt und in Fläschchen à 1/8 Liter verkauft, anschläge erfolgen, sondern nur Zeitungsinserate. Bon viel Gebühr 45 M. betragen, die höchste aber unverändert bleiben. Sie mit 60 Bfg. bezahlen ließ. Das Publikum hat somit seitigem Interesse waren die Schilderungen, die Genosse Galle Dadurch wird erreicht, daß die Arbeiter sich das Heimathsrecht 4 M. für den Liter einer Flüssigkeit gegeben, deren Herstellung anf Wunsch über seine Erlebnisse in einer f. 3. in der Tonhalle nicht mehr erwerben können, infolge dessen auch nicht zum bem Fabrikanten vielleicht 80 Bfg. Unfosten verursacht habe. stattgehabten Bersammlung der Chriftlich- Sozialen entwarf, r Bürger- d. h. Wahlrecht zugelassen werden. Der Gerichtschemiker Dr. Bischoff fällte ein geradezu vernichtendes welcher Ewald die persönliche Bekanntschaft des Hofprebiger So betreibt die Firma Freifinn- Nationalliberal Wahlreform". Urtheil über den in Frage kommenden„ echten Medizinal- Tokayer". Stöcker machte, eine Bekanntschaft, die in einer daraufDas wollen sich die Genossen merken, und die freisinnigen Der in Ungarn erzeugte Wein reiche auch nicht annähernd hin, folgenden Bersammlung in ber Agitatoren, wenn sie von Erweiterung des Wahlrechts heucheln, um den Bedarf zu decken. Deshalb werde auch keineswegs ein dent " Linde" erneuert, troßaber vom Stöcker auf das Verhalten dieser Herren in der Fürther Gemeinde: Hehl daraus gemacht, daß ein Theil des aus Ungarn bezogenen gestellt wurde. Gine längere Debatte geitigte auch ein gestellter vor Gericht eidlich in Abrede vertretung aufmerksam machen. Bei dieser Gelegenheit zeigte sich auch die Kurzsichtigkeit der zeichneten diesen Wein aber als Dessertwein, während derjenige Vereins am Abend des 1. Mai eine Bersammlung einzuberufen, mokratie ten Bolfspartei, die ſich auch zuweilen den Namen De- Ungarwein, der als Medizinal- Lotayer bezogen werde, auch ein wieder aufzugeben und zwar, um eine Zerſplitterung zu vermeinſatie beilegt. Der ſozialdemokratische Wahlverein wollte ge- reines Naturerzeugniß, aut sein pflege, besen werde, auch in un Boltsversammlung die Veranstaltung eines dem„ Bürgerbund" einer örtlichen Organisation Kindern und Genesenden zur Stärkung dienen, während der Vergnügens im Moabiter Schützenhause( Plößensee) beschlossen Heimathrechts- Gebühren erheben. Der Bürgerbund" lehnte aber bezogene Wein enthalte keine Spur von denjenigen Mineral- indem die Mehrheit der Meinung war, daß beide Beschlüsse nicht Protest gegen die beabsichtigte Erhöhung der Dessertwein als Genußmittel anzusehen sei. Der vom Angeklagten sei. Der vorgedachte Beschluß wurde indessen aufrecht erhalten, ein gemeinsames Vorgehen ab und berief im Bunde mit dem stoffen und Salzen, welche das kennzeichnende Merkmal des un mit einander follidiren; die Versammlung, in welcher Genosse " Bolfsverein" eine die Parteigenossen hielten sich näm für ein Kunsterzeugniß der geringwerthigsten Art. Der Staats- arbeiten, eine willkommene Gelegenheit sein dürfte, den 1. Mai nicht bei der Heerschau, die er, im Weißen Gartensaal, handelte, als er nach der erhaltenen Verwarnung sich wieder an der Feier im Moabiter Schützenhause nach Feierabend durch die der jaus, Angellagte mindestens fahrlässig zu über seine Mannen abhielt. noffe Liebknecht. am 8. März eine Versammlung ab, bei Geldstrafe von 50 M. Im selben Saale hielt Ge dieselbe Bezugsquelle wandte, er beantragte gegen denselben eine weite Entfernung vielfach behindert sein würden. Mit einem welcher 1500 Personen zugegen waren. Für die Versammlung Fahrlässigkeit für vorliegend und erkannte auf 25 M. Der Gerichtshof hielt ebenfalls eine dreifachen Hoch auf der internationale völkerbefreiende Sozialwar ursprünglich ein dem Brauereibefizer Mailänder gehöriger demokratie schloß Genosse Gieshoit schließlich die gut besuchte Saal gemiethet, welcher noch einmal so viel Personen faßt, als Versammlung. das Lokal, in welchem Liebknecht sprach. Allein der ehrenwerthe offenen Geschäftslokal gegen eine Verkäuferin verübt worden ist, Ein frecher Raubanfall, der bei hellem Tage in einem Die Freie Volksbühne Brauereibesizer, welcher auch Magistratsrath ist, erfuchte zen beschäftigte geſtern das Schwurgericht des hiesigen Landgerichtsveranstaltete Dienstag Abend zwei öffentliche Versammlungen, die Genoffen Segiz um Rückgabe seines gegebenen Ghrenwortes vor welchem pie 23jährige, Elisabeth Spit er wegen Diebstahls eine von ihnen fand im Norden Königstädtische Brauerei bezüglich der Ablaffung des Saales, welchem Ersuchen auch und versuchten 3a u bes sich zu verantworten hatte. Die statt und war dem Andenken von Georg Herwegh anläßlich deffen Bulge geleistet wurde, da man einen 3wang nicht aus auch uns verfuchten Sau be 3. fide, ou verantworten berüchtigten Todestages gewidmet. Leider muß konstatirt werden, daß der Sat man schon in Fürth Kalamitäten mit geeigneten Ber- fie fich zustoßen Thaten" vorbereitet. Um 18. Februar betrat artigen Tagesordnung hegen mußte. Mit Recht gab auch der Birnilungs- Sotalen, so geht es den sehr rührigen Genten sie sich au Zausigerstr. 1, welchem die Zeiter der Berſammlung, Genosse Wildberger seinem Bebauern haupt orf und Erlangen noch schlimmer; in diesen Orten is en in fie den Butterfeller von Fliegener, Caufiber bere lichte Fieber aber vielmehr feiner Verwunderung hierüber Ausbruck. Er meinte, Gaalt tein Saal zu erlangen. Daraus geht hervor, on über erst furz vorher aus Ditpreußen geton prach beim Betreten bes baß es wohl weniger einem mangelnden Intereſſe ſeitens der werden treiberei Syſtem liegt. Die Genossen des Waltz der als Berkäuferin angestellt war ber alp, daß das Geftydftsper Dirbeiter zuzuschreiben sein dürfte, als mehr dem Umstand, daß der en deshalb nächstens der Frage näher freten, ob es hitreiſes Geschäfts ihre Berwunderunge nach dem Namen des Mädchens und die Bedeutung Herweghs noch zu wenig in Arbeiterkreiſen bes der Zeit ist, über das Bier der einen oder betonberen Bicht auferet häuft, daß Draußen ein Mann stehe, welcher sie sprechen kannt fei. aug Bontott zu verhängen. Es ist nicht zu bemeten, Brauerei wolle. Das wübchen war neugierig, beauftragte ein kleines im An Stelle des nicht erschienenen Genossen Wille sprach der auswärtigen Genossen, speziell in Norddeutschmeisen, babet Baben erschienenes mädchen mit der vorübergehenden Beauf- Genoffe Baate zunächst einige einleitende Morte über Herwegb. fe gung g reifter, [ 832 F Freit 107b lehrer 1. 114b erftr. 17 gut u obftr Sts. 99 [ 10 Sießfta noch ppen tr. 16. üche f antage 118 hlaffte obftr. 8 tr.40.1. der Volkspartei 250 Personen besucht war. fonnte. er von mehrfach vorbestraften Leichenfledderer und in dieser Schule hat Besuch nicht den Erwartungen entsprach, die man bei einer der spendete reiche Beifall deutlich zeugte. Im Westen tagte die öffentliche Versammlung des Vereins ausnutzen. unter dem Vorsitze des Herrn Hartleben. Zum ersten Punkt der Kollegen. Tagesordnung: Vortrag über das Schauspiel Das verlorene bd Herr Hans Olden begann hierauf mit der„ Widmung anziehen. Die Gelegenheit sei für alle Branchen ihres Berufes| Redner eine gebührende Abfertigung. Sodann wurde folgen Frau Caroline Heß" seine Vorlesung. Nicht nur die Wahl der gegenwärtig äußerst günstig, sei ihnen doch die Natur mit dem Resolution angenommen: Gedichte war eine sehr glückliche, Herr Olden trug sie auch in langen und harten Winter ungemein entgegen gekommen. Daher Die heutige Versammlung sämmtlicher in der Kürschne meisterhafter Weise vor, wovon der hinter jedem Gedicht ge- müsse man die passende Gelegenheit, gleich, günstig für die Branche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen erklärt, daß di Müzenbranche, wie für die Pelz- und die Zurichtebranche, Anschuldigungen des Werkführers Gottlieb Stein nur dazu a zu beklagen sei nur die Uneinigkeit unter den gethan sind, die diesjährige Lohnbewegung illusorisch zu mache In Erwägung, daß die wirthschaftliche Lage der Arbeiter Paradies" von Ludwig Fulda, sprach Herr Batho und führte im Allgemeinen ohne jebe Namensnennung besprochen. Troßdem Bersammlung dies als eine unbedingte Pflicht und Schuldigke In der letzten Versammlung habe er Mißstände im Beruf ist, daß sie eine Wahrung der Interessen gestattet, erklärt aus, daß die von dem Verein„ Freie Voltsbühne“ aufgeführten habe sich merkwürdiger Weise der Fabritant Gärtner derartig ge- Die Versammlung beschließt, eine Tarifüberwachungs- Kommis Stücke sämmtlich hohes Intereſſe erregten und zwar aus dem troffen gefühlt, daß er in einem an ihn gerichteten Brief von von fünf Personen zu wählen, welche die Aufrechterhaltung Grunde, weil die zur Aufführung gebrachten Stücke Motive be- Lügen spreche und ihm eine Klage wegen Berleumdung und wegen Tarifs von 1889 zur Durchführung zu bringen hat." handelten, die dem wahren, wirklichen Leben entnommen seien; Schadenersatz androhe.( Lachen.) in allen Stücken werde die Haltlosigkeit und Hohlheit der gegenZu der Kommission gewählt wurden: Wedemeyer, Siedo Michaelis, Bergmann und Gregorschewsky. wärtigen Gesellschaftsordnung aufgedeckt und deren Schäden sprochen hat, bei welchen eben die Gärtner'sche Fabrik eine nicht Redner hält nun Alles, was er über die Mißstände geschonungslos gegeißelt. Genau dasselbe geschehe auch in dem Schauspiel„ Das verlorene Paradies" und unwesentliche Rolle spielt, voll und ganz aufrecht. so start, daß das Stück in einigen Städten ver= Betreffs der Lohnbewegung meint Redner, es sollten feine boten worden sei. Redner ging dann auf das Stück selber näher Mehrforderungen aufgestellt werden, sondern nur auf eine strikte ein und betonte, daß der Dichter in dieser packenden Dichtung Durchführung des Lohntarifs von 1889 unter gleichzeitiger BeLeute geschildert habe, die das Paradies zwar besigen fönnten, rücksichtigung der inzwischen durch Arbeitstheilung veränderten es aber durch eigene Schuld doch nicht besitzen. Deshalb seien Verhältnisse gedrungen werden.( Zustimmung.) die Personen, oder besser gesagt, die Charakterzeichnungen in dem Stücke auch so außerordentlich reichhaltig und mannigfaltig. ( Beifall.) zwar Nach Ablauf einer Pause von zehn Minuten ergriff zunächst der Dichter des besprochenen Stückes das Wort und ergänzte theils einzelne Ausführungen des Herrn Vortragenden, theils stellte er dieselben richtig. Bezüglich der Hauptperson, der Edith, bemerkte Herr Fulda: Edith ist keineswegs nur ein verwöhntes Mädchen, sondern sie ist als ein typischer Charakter geschildert, als ein beredtes Beispiel dafür, auf welche Abwege an sich feſte und starke Naturen infolge einer verfehlten Erziehung gerathen tönnen. Bei derartigen Charakteren genügt dann häufig ein geringer Anstoß, um sie von dem Abgrunde, dem sie durch ihre verfehlte Erziehung nahestehen, fernzuhalten. Edith ist aufgewachsen in dem Glauben, daß das verlorene Paradies so viel bedeute als Verlust das durch die Bibel überlieferten paradiesischen Nichtsthuns und hält Arbeit demgemäß für eine dem Menschengeschlecht zudiktirte Strafe: fie findet das Paradies nur in dem Ge nuß. Der Genuß fann aber nimmer das Paradies sein, da ihm Ekel und Ueberdruß folgen. In dem Augenblicke nun, wo fich Edith gelangweilt verlobt, lernt sie zum ersten Male die Arbeit fennen und entdeckt, daß nur die Arbeit die alleinige Quelle allen Segens ist, daß sie der Arbeit alles zu verdanten hat, aber bisher noch nicht gedankt hat. Edith erkennt, daß die Arbeit nicht eine Strafe ist, weil wir das Paradies verloren haben, sondern daß die Arbeit das Mittel ist, das Paradies zu erkämpfen. ( Lebhafter Beifall.) Im weiteren Verlauf der Diskussion sprach ein Arbeiter, Herr Lang, und kritisirte einzelne Personen des in Rede stehenden Stückes. Herr Lang wies nach, daß sämmtliche in dem Stücke geschilderten Personen im Grunde genommen das Gepräge der Unmöglichkeit an sich trugen mit Ausnahme des dem wirklichen Leben entnommenen blasirten Herrn von Ottendorf. Herr Holländer widerlegte Herrn Lang, jedoch nicht vollTommen. Herr Holländer hob ferner hervor, daß das Schauspiel Das verlorene Paradies" nicht nur eine Wiedergabe der modernen Gesellschaft, sondern in erster Linie auch eine Dichtung sei, und in einer Dichtung würden die geschilderten Thatsachen ftets mehr oder weniger idealifirt. Es sprachen ferner noch die Herren Kahl, Hartleben und Patho. Herr Hartleben machte bekannt, daß die dritte Wiederholung des Schauspiels Das verlorene Paradies" auf den 19. April festgesetzt sei. Unter Verschiedenem" brachte Herr Kahl einige Vorschläge zur Reformirung der Eintheilung bei den verschiedenen Serien Der Freien Voltsbühne" vor, die er dem Vereinsvorstand zur Berücksichtigung empfahl. Hierauf wurde die Versammlung geschlossen. Kürschner Versammlung. Gine öffentliche Versammlung sämmtlicher in der Pelzmüßenand Zurichte- Branche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen, sowie der Hausarbeiter tagte Montag Abend. Als erster Punkt stand ein Vortrag des Genossen Zubeil über den 1. Mai und die Stellungnahme zu demselben auf der Tagesordnung; da derselbe jedoch noch nicht erschienen war, so wurde zunächst über verschiedene Angelegenheiten gesprochen und berathen. So wurde beschlossen, die Tellersammlung nach Schluß der Versammlung fortzusetzen und den Ueberschuß der Generalfommission in Hamburg zu überweisen. Herr Riehm theilte mit, daß er den Ueberschuß der letzten Versammlung in Höhe von 8,45 Mark dem Genossen Millarg abgeliefert habe. Es wurde weiter über den Arbeitsnachweis verhandelt und dann eine Pause zur Aufnahme neuer Mitglieder in den Verband gemacht. Inzwischen war Genosse Zubeil erschienen und hielt seinen angekündigten Vortrag, in welchem er auf die Bedeutung des 1. Mai als Arbeiterfeiertag hinwies, sowie die heutigen wirthschaftlichen Verhältnisse, welche eine erhebliche Verkürzung der Arbeitszeit zu einer brennenden Frage machen, einer scharfen Kritik unterzog. Hinsichtlich der Feier des Tages billigte Redner es, daß in Anbetracht der für die deutschen Arbeiter gegenwärtig so überaus ungünstigen Lage die Demonstration für dieses Jahr, jedoch nur allein für dieses Jahr nicht für alle Zukunft auf den ersten Sonntag im Mai verlegt werde. ( Großer Beifall.) Nach einer fürzeren Diskussion wies der Referent als einen Beweis dafür, wie dringend erforderlich eine feste Organisation der Arbeiter sei, auf das Verhalten der Metall- und Eisenindustriellen hin, welche in ihrem Verband sich heimlich verabredet hätten, allen ihren Arbeitern am Tage des ersten Mai einen Revers vorzulegen, nach welchen dieselben verpflichtet und gezwungen würden, aus ihren Fachorgani fationen und aus politischen Vereinen auszutreten.( Lebhafte Entrüftung.) zu Im Anschluß an das Referat gelangt folgende Resolution zur einstimmigen Annahme: " Die heutige öffentliche Versammlung sämmtlicher im Rürfe, nergewerbe beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen wird Die Beschlüsse des internationalen Arbeiterkongresses Paris zu würdigen wissen. Sie begrüßen es mit Freuden, daß Durch den Kongreß das Solidaritätsgefühl der Arbeiter aller Länder dokumentirt worden ist und sie sind im Prinzip für die Maifeier am 1. Mai. Sie erkennen aber an, daß der Nath der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion, unter dem Druck der heutigen wirthschaftlichen Verhältnisse die Feier auf den ersten Sonntag im Mai zu verlegen, auf das Reiflichste durchdacht und für dieses Jahr das Richtigste sei. Die Versammlung beschließt, am 1. Mai zu arbeiten und am Abend des 1. Mai laut Beschluß des Verbandes Filiale I, Berlin, eine öffentliche Ver Sammlung für Männer und Frauen einzuberufen, am Sonntag darauf die wirkliche Feier zu veranstalten. Da demnach am 1. Mai gearbeitet wird, sollen sämmtliche Arbeiter und Arbeiterinnen der Kürschnerbranche verpflichtet sein, ihrem Tagesverdienst ein Opfer zu bringen, indem sie die von der Generalfommission ausgegebenen Bons in Höhe von 25, 50, 75 und 100 Pfennigen zu ihren eigenen machen. Don Behufs Bertheilung der Bons wurde eine Kommission von 6 Personen, bestehend aus Pieper, Hunder, George, Feldmann, Peronaßect und Pawlowski gewählt. Hierauf nahm Genosse Wedemeyer Veranlassung, auf die Lohnverhältnisse, welche er bereits in einer vorhergegangenen Versammlung am 16. Februar besprochen hatte, näher einzugehen und die Frage, ob eine Lohnbewegung in diesem Jahre angebracht sei, in Erwägung zu Der folgende Redner, ein Herr Stein, Meister in einer Fabrik, sucht durch allerhand persönliche Ausfälle auf den Vorredner und war, die Versammlung von dem eigentlichen Thema, der Lohnden Genossen Dobronz, welcher zur Vertheidigung nicht anwesend frage, abzulenken. Er erfährt jedoch von dem nächstfolgenden Briefkaffen der Redaktion. Bet Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Brief Antwort wird nicht ertheilt. 2. K., Reichenbergerstr. 47. Die Marseillaise ist Frankreich nicht verboten. A. N., Mauteuffelstr. Ihre Einsendung ist für uns ni verwenden. Sie sind wohl Stöckerianer? P. M., Müllerstr. Nein. zu 2. Ziehung der 2. Klasse 184. Königl. Preuß. Lotterie. 1210 49 465 80 513 93 48 60 96070 132 289 308[ 300] 41 490 666 729 Ziehung vom 8. April 1891, Vormittags. Nur die Gewiune über 105 Mark find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Geivähr.) 70 882 88 987 97092 224 80 347 440 78 543 654 91 874 921 23 98079 210[ 200] 37 303 86 551 725 46 59 808 51 965 76 99057 75 105 499 [ 150] 551 68 616 831 69 77 81 100282 443 523 41 737 968 101062 71 119 93 260 399 548 621 62 13:01 726 102001 4 124 62 218 60 70 302 5 79 11501 436 47 57 1200] 357 65 565 818 74 76 926 105199 264 305 50 410 17 28 538 695 104031 202 37 65 969 106061 121 280 349 453 511 725 805 8 24 55 60 64 952 77 10711 200 310 83 403 526 654 710 823 939 108102 313 456 570 619 708 4 S02 80 109214[ 200] 439[ 150] 92 796 99 800 11 72 110081 145 239 317 83 414 35 39 88 559 810 984 99 111174 11501 242 625 30 58( 150) 842 61 929 112031 108 15 52 54 281 3299 590[ 150] 817 31 48 966 98 113056 168 75 482 601 3 735 337 914 24 114073 288 307 13 18 59[ 200] 74 420 91 642 63 93 783 928 11524 682 617 758 843 904 71 116276 323 82 470 516 648 77 876 11501 117069 82 120 26 96 213 420 526 86 626 57 811 86 910 19 217 49 68 88 309 68 11501 485 887 996 119029 252 436 653 74 870 95% 120088 280 322 446 620 718 802 16 23 90 121014 277 396 715 514[ 150] 6-1 715 49 70 85 124118 59 88 270 316 549 809 17 2249 11001 70 945 125063 142 36 323 1150] 0191 451 78 686 792 838 126089 147 91 407 781 127025 129 53 257 92 306 98 688 704 58 8314 128202 18 99 424 67 504 71[ 150] 39 925 129214 81 98 359 74 734 72 320 31 467 522 736 813 1014 152 90 235 64 311 92 99 420 31 654 742 63 858 78 912 62 103063 304 57 954 83 567 815 957 2014 86 102 98 281 95 403 648 887 943 94 3058 161 82 289 380 501 73# 132 36 47 238 63 307 691 725 994 5071 188 307 506 46 669 95 724 44 87 895 974 6009 32 167 370 420 535 705 34 7056 74 172 244 77 536 64 89 728 814 234 73 79 368 400 33 67 84 520 655 713 42 809 46 0002 69 343 76 428 521 63 661[ 150] 721 817 39 916 26 76 10042 227 31 323 34 63 66 464 521 36 651 53 63 762 833 938 11095 227 91 406 38 628 755 874 96 910 12032 40 168 69 252 61 76 378 539 659 62 799 12001 875 13003 23 30 66 142 310 425 27 94 831 54 58 909 14162 S5 260 316 92[ 200] 581 642 811[ 150] 993 15024 198 315 26 430 11501 695 758 830 912 13 36 93 16106 42 269 411 71 546[ 200] 71 830 98 17076 244 70 78 332 438 77 630 704 848 97 18093 181 613 79 700 849 56 916 19 19188 247 67 341 400 648 768 930 20026 189 215 54 476 530 644 53 838 57[ 150] 21011 64 330 43 854 902 122069 94 12001 285 327 602 51 752 960 35 123104 49 671 79-80 774 892( 150) 22320 86 508 43 733 944 47 2: 2033 38 47 75 85 185 99 415 33[ 150] 501 38 73 635 746( 2001 95 843 44 46 972 24004 36 40 178 91 217 68( 15 000] 403( 2001 61 530 602 794 895 25011 95 365 709 824 70 74 937 26123 81 291 351 415 76 510 710 53 27100 270 302 19 97 422 77 504 61[ 200] 620 717 820 982( 2001 28064 87 83 882 83 123 386 646 85[ 150] 962 89 20011[ 150] 27 343 418 586 904 30025 42 113 219 481 563 90 98 685 779 805 31070 145 55 71 82 209 16 63 314 29 60 438 718 67 877 99 90132212 94 387 432 537 80 942 33034 277 369 500 14 41 57 715 34054 87 240 67 85 99 404 48 80 529 63 35033 45 107 23 32 76 91 236 329 507 11 685( 2001 787 99 836 72 36041 80 108 34 43 206 38 40 3-5 1300) 818 49 91 87117 07 92 204 346 86 87 431 528 699 704 9 75 857 920 38186 336 567 684 767 69 800 993 39121 265 78 311 95 406 601 30 85 723 88 812 118153 130079 124 32 69 207 9 304 467 84 523 25 69 83 95 663 96 70 804 131082 373 416 25 507 34 642 84 87 95 736 49 97 869 950 1321 334 416 590 12001 641 711 903 133011 43[ 200] 122 34 689[ 2001 70% 921 134223 338 64 79 434 536 631 89 720 77 538[ 200] 908 60 96 135162 200 78 548 617 67 99 748 848 924 136065 104 23 203 15 377 78 93 460 94 750 64 805 974 137026 94 197 257 302 8 400 199 853 188019 118 76 287 306 508 68 650 769 90 924 130128 266 334 476 525 735 79 607 718 39 142170 201 359 62 71 426 516 41 11501 640 758 90 14300 140026 440 616 748 804 919 48 141003 344 423 95 501 44 50 63 184 257 328 45 418 537 93 644 738 824 87 977 144073 241 344 66 46 318 31 693 99 702 864 918 33 145053 137 93 307 85 636 99 722 46135 806 36 62 906 17 31 146287 494 598 834 937 54 81[ 200] 14717 40071 93 110 206 49 57 333 408 553 83 644 41009 200 26 469 623 66 97 633 67 81 709 901 23 31 42028 42 145 420 82 534 69 86 773 838 83 942 43 43114 202 325 414 68 682[ 150] 657 708 28 71 810 18 85 44113 59 81 11501 237 644 45 716 45019 132 55 210 421 881 229 321 59 587 607 838 912 83 47186 234 499 511 681 802 924 57 71 82 88 90 550 631 76 727 57 924 49016 190 246 379 611 734 833 61 93 918[ 150] 43 30022 97 129 421 651 92 723 986 51283 89 810 462 679 783 883 941 61 90 52041 221 639 53255 329 81 614 16 48 64 78 54063( 200) 166 286 97 1150) 488 95 527 626 874 89 55132 12001 92 356( 150) 579 611 715 11501 29 31 870 942 86125 293 94 95 364 91 424 96 622( 150) 54 709 882 13001 986$ 7229 467 690 765 72 83 804 905 450 609 754 81 88 94 975[ 150] 59001 106 78[ 150] 203 85 412 642 828 917 31 60003 108 36 63 464 606 99 881 919 61022 31 36 144 300 1 47 488 616 654 836 982 62200 300 87 613 662 741 820 63025 69( 1501 74[ 160] 86 196 234[ 150] 82 539 672 736 835 947 04189 225 47 458 585 761 65460 549 644 49 91 761 93 66065[ 150] 221 326 83 461 15601 537 612 1150) 785 67102 52( 150) 374 94 426 30 620 22 777 834 228 421 59 538 S8 635 98 746 842 904 87 ( 150) 249 425 34 503 713 29 805 152212 45 83 382 445 548 868 98 150092 129 36 241 402 610( 200) 62 848 970 151036 71 100 70 153166 215 18 492 545 82 625 77 778 851 60.970 72 89 154011 200 496 594 634 731 80 804 947 155005 76 227 418 630 79 885 88 1500 1829 203 939 52 547 642 75 82 778 83 829 54 922 1200) 15701 30 200 201 202 209 368 90 12001 158078 175 308 68 77 946 159046 10 82 99 332 85 422 1150] 60 753 93 827 975 381 344 616 30 775 31 354 65102109 279 363( 1501 64 532 652 09 160036 43 72 120 295 412 11501 607 783 861 161070 202 228 831[ 150] 972 163033 71 142 45 96 222 329 49 518 26 58 660 829 1150) 915 34 65067 98 254 92 303 21 89 482 622 42[ 150] 44 884 976 28 614 32 97 709 907 71 167009[ 500] 221 33 359 417 552 87 168111 151 215 320 447 524 76 653 81 02 944 166164 68 338 63 40 622 164015 94 295 442 98 622 35 768 828 57[ 1501 75 901 165069 78 115 69049 138 50 96 252 11501 73 483 567 615 740[ 1601 40 275 307 66 457[ 150] 611 22 731 38 891 919 30 87 316 70 433 SO 692 736 96 829 68 169084 149 89 70191 300 056 823 85 73299 481 546 658 791[ 300] 809 942 72279 383+49 66 80 827 51 905 73119 58 60 90 248 66 328 86 471 660 69 88 796 954 62 74066 470 508 629 701 4 5 13 21 951 75022 61 222 170069 407 799 873[ 150] 99 905 30 171019 184 38 82 83 241 44 53 91 322 419 71 536 37 47 718 66 S20 47 929 85 76028 191 236 47 388 453 552 611 45 77 793 807 31 303 44 435 595 698 854 918 94 77167 209 35 336 64 87 475 536 636 704 18 883 912 29 173298 333 43 172094 213 332 501 91[ 150] 677 720 803 953 64 75188 256 73 77 341 488 642 67 664 33 744 332 30139917 41 174000 69 405 46 526 44 601 78175037 151 54 221 27 406 11501 521 90( 150) 752 808 21 984 176004 55 170 80 216 468 540 656 S0317 40 425 31 717 35 40 836 78 81033 174 206 45 301 37 83 86 104 870 919 25 177008 37 11501 169 324 63 68 462 71 643 97 775 86 566 714 53 829( 150) 82097( 150) 98 186 259 410 63 549( 2001 70 617-002 66 189 91 202 3 28 331 88 99 527 93 635 783 823 38 S1 916 602 845 83066 237 340 481 512 612 758 866 918 84183 205 447 542 179196 414 31 639 99 726 926 12001 95 54 636 80 838 85037 133 224 42( 1501 96 372 97 458 78 578.711 861 396 411 533 601 774 882 ( 160) 910 86021 64 115 221 381 441 53 81 603 41 860 7019 295 323 434 62 584 662 88024 45 71 78 130 67 208 75 376 92 637 74 908 60 90081 110 274 303 19 33 58 516 606 67 732 903 58 01223 50 71 337 42 410 87 514 652 340 900 92127 226 11501 38 345 431 621 81 90 91 756 82 923 93013 112 88 357 11501 487 504 79 609 57 98 845 925 89348 511 646[ 200] 53 700 48 99 911 46 180010 40 52 79 292 519 25 602 748 78 911 52 64 181075 99 146 [ 150] 607 37 822 24 130001 26 132188 209 460 73 596 693 711 903 86 183116 293 486( 150) 652( 150) 601 752 822 917( 300) 58 14007 7 38 76 84 203 21 49 92 386 463 539 660 896 953 185110 312 570 667 ( 300) 826 11501 28[ 150] 48 962 187059 215 519 798 929 188149 70 326 474 550 97 622 29 826 85 989 189317 47 92 508 66 609 83 860 94022 48 190[ 200] 215 44 65 343 503 89 615 725 31 916 27 83 95096 922[ 150] 2. Ziehung der 2. Klasse 184. Königl. Preuß. Lotterie.| Biehung vom 8. April 1891, Nachmittags. Nur die Gewinne über 15 Mart find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) W ar δε ge D fe G 3 DE fo Li б a 23 K h de & & g B st d La 111 I ft 62 85 809 922 57 94018 191 216 818( 3001 642 737 46 817 46 945 40 CO 536 39 779 904 19 39 97023 202 35 43 498 580 82 783 814 936 49 98160 63 75 229 31 343 564 720 855 959 84 99042 188 692 743 fc 88 904 32 81 18 61 182 281 340 401 542 77 619 73 724[ 300] 843 901 27 1092 179 92 219 50 361 84 430 647 71 600 39 2136 207 13 335 433 556 711 46 95 100044 151 398 415 521 83 923 66 101186 233 390 409 39 588 846[ 150] 925 3002 113 76 426 550 707 4248 332 437 761 30 824 950 913 103200 380 486 537 709 53 888 993 104228 66 333 62 479 6 62 5075 127 1200] 37 99 394 440 714 914 18 6005 24 47 202 66 78 492 817 925 105040 83 101 70 384 438 43 537 61 620 21 731 106488,5% 603 18 52 862 94 7024 82 226 83 62 310 29 610 68 929 34 50 63 8055 634 737 60 894 107054 82 305 517 690 835 960 38 108046 425-60 114 491 618 793[ 500) 892 938 47 9106 46 206 366 512 20 98 771 918 65 556 602 91 766 71 811 945 66 109090 157 208 451 678 823 36 66 74 97 99 110252( 3001 388 481 611 791 99 959 111049 53 203[ 2001 48 32 10031 71 92 477 527 90 611 85 841 94 992 11074 87 315 59 499 498 536 51 77 686 914 55 112103 65 75 236 411 31 617 66 748 49 50 504 637 59 752 56 87 870 81 12009 49 222 369 479 552 690 92 788 12 991 113101 33 703 842 51 908[ 300] 905 41 13055 69 236 373 473 501 600 710 68[ 200] 85 977 87 89 14078 80 429 42 72( 1501 627 833 74 85 944 115056 68 77 121 42 72 406 50 98 100 77 235 42 433 59 89 503 25 40 87 646 754 15117 213 336 88 66 72 85 86( 130) 93 97 700 51 855 56 985, 116067 101 60 208 13 335 426 503 46 763 909 16347 403 37 641 768 872 923 57.66 17011 44 611 43 807 66 918 43 117003 26 55 119 381 413 536 97 650 993 11803 103 45 85 221 51 480 92 93 671 642 61 84 11501 703 44 53 595 1150 203 400 569 87 822 51 119000 35 283 99 323 86 90[ 150] 421 59 73 18107 270 302 425 54 663 751 824 66 19047 309 34 78 529 620 710 53 1500]$ 16 20028 126 299 490 503 66 71 703 16 29 76 906 48 60[ 300] 21008 & a h ri 114008 136 73 79 368( 2001 ir h 101 66 421 593 630 50 741 72 873 981 9522039 273 89 427 65 68 979 868 19 120007 82 224 367 502 684 708 93 801 121178 267 354 59 768 600 64 918 64 23087 168 222 90 1150) 340 423 47 511 28 98 716 93 128057 79 124 64 31 96 219 82 356( 150) 434 80 620 54 76 32 762 83 855 935 58 71 24128 244 85 494 657 842 07 997 25103 34 200 323 72 963 124015 163 336 69 494 502 21 43 47 1500) 871 125504 40 633 46 50 771 26028 137 429 564 609 296 206 12 5997019 48 93 516 680 787 126121 315 35 58 403 532 621 763 960 127037 176 232 337 89 433 78 582( 150) 84 613 9 792 842 28121 43 78 308 309 76 77 SS 536 614 76 836 972128244 78 95 368 482 631 48 74 433 586 673 802 42 919 29248 379 505 12 74 94 96 646 705 75 848 80 820 41 969 129099 216 86 517 19 48[ 150] 625 43 64 938 79 30070 279 316 64 453 60 95[ 150] 582[ 200] 638 39( 150) 68 716 90 81190 232 47 419 588 604 737 48( 200) 842 61 60 932 37 49 32012 20 216 958 130215 320 34 75 489 589 92[ 200] 602 43 91 99 813 901 131013 5% 119 246 1150] 303 33 476 1150] 604 10 69 789 856 984 33080 93 33 133251 85 396 424 527 66 89 732 899 134054 224 91 427 574 372 83 592 617 53( 150) 817 35 934 34090 202 35 394 500( 150) 65 694 711 825 32 962 73 91 135017 30 52 243 310 408 526 635 719( 1501 65 831 35215 73 80 322 63 405 12 636 30248 03 303 26 70 450 633 761 97 841, 80, 91 136045 12001 102 227 487 555 694 889 930 1150199 68 78 97 917 52 37023 48 82( 150) 149 66 94 219 317 23 38 634 773 187090 294 35S 415 18 606 80 98 367 97 921 79 138117 537 801 935 863 990 38175 82 357 403 18 538 610 52 67 743 862 90 949( 160) 61 69[ 150] 139059 103 14 53 66 365 403 842 50 65 923 88 39015 106 73 239 90 370 466 72 603 83 730 54 891 967 140025 72 153 255 355 482 527 71 609 64 873 906 77 141001 7127 40245 366 87 449 667 758 41031 54 161 85 241 97 389 485 516 22( 1501 805 75 925 71 142060 175 296 473 518 712 82 807 904 33 00 29 616 99 735 57 69 836 920 42035 236 325 429 601 11 748 874 911 94 43387 493 559 661 95 886 44004 30 242 410[ 150] 613 14 838 984 178 213 361 483 604 938 145260 303 51 680 801 53 904 18 25 146004 143146 67 74 298 389 457 86 643 79 705 48 91 907 28 144046 45271 91 357 77 448 561 603 73 729 74 46003[ 150] 20 69 115 251 1150] 203 13 23 28 68 88 483[ 2001 519 38 97 601 4 881 93 147030 76 85 916 268 315 528 33 623 24 40 710 49303 67 623 31 76 96 713 891 956 35 47 149023 214 326 482 500 86 745 71 915 50062 160 78 201 29 319 32 459 510 49 66 68 616 931 81 429 560 84 656 80 809 52098 378 414 30 35 611 868 93 904 53016 350 939 150144 48 93 242 93 407 60 522 95 671 85 761 902 151062 77 185 17 23 257 96 405 12001 25 77 508 11501 624 757 921400064 94016 153060 113 371 417 29 714 947 154053 116 89 690 15.5010 194 20 30 39 411 634 65 750 91 941 55117 233 402 192 50159 247 63 09 307 58 78 596 635 771 805 964 156160 218 344 444 73 595 736 53 863 58003 102[ 150] 54 1500] 222 309 58 416 616 756 92 827 42[ 150] 56 79 159 68 237 46 51 54 67 69 357 752 811 949 59036 74 289 362 503 25 630 715 837 51 60 994 [ 200] 847 49 925 63 96 500 689 702 822 42 75 928 91 60041 112 263 83 455 74 531 732 83( 150) 91 887 928 61052 532 159074 267 368 512 26 100013 95 243 397 421 598 779 822 79( 3001 926 54 57 76 161086 33 625 73 712 27 67 805 62228 490 716 891 63082 114 218[ 150] 93 117 75 231 321 27 491 565 603 91 786 920 23 1150] 25 41 58 162152 412 516 42 684 729 99 953 934 64369 88 429 848 84 948 52 94 1150 54 299 385 443[ 200] 52[ 150] 542 676 913 38 99 163024 49 315 91 65079 131 258 462 68 84 613 84 859 66057 61 204 37 87 309 69 448 407 18 633 731 805 83, 164273 341 44 91 535 784 853 934 165067 811 942 6215 318 38 86 455 591 605 815 27 77 973 95 69046[ 150] 857 901 42 167154 348 65 73 446 606 91 763 98 847 915 11501 39 571 694[ 10 000] 96 767 875 82 951 67049 93 97 221 433 86 651 717 99 110 203 75 90 373 98 583 86 723 53 851 166039 143 81 307 657 89 137 217 398 402 555 78 691 709 35 74 909 48 70072 129 224 548 699 71051 67 76 78 85 133 67 261 404 52 529 81 632 759 826 972 72291 302[ 150] 410 17 82 601 73202 11 335 38 88 808 9 933 168460 605 715 823 43 63 68 918 63 109060 337 78 419 78 93 630 170285 442 509 741 889 934 171029[ 150] 44 257 319 96 536 62 53 78 79 434 730 74 836 51 78 96 964 74094 143 472 667 94 775 846 603[ 150] 16 59 806 57 911[ 2001 39 73 172052 234 439[ 150] 63 70 81 75155 384 414 41 598 651 716 52 99 872 76052 99 105 248 470 621 730 981 173029 199 269 360 437 625 94 745 858 939[ 150] 56 581 637 776 905 15 80 97 77024 369 48+ 562 800 15 27 902 14 23 171098 184[ 150] 91 94 347( 150) 482 685 758 861 95 175375 594 619 847 931 176005 98 1200] 116 232 332[ 150] 35 616 748 177055 78024 94 430 92 563 79161 63 453 649 793 80007 18 571 623 811 39 59 1076 88 117 66 77 247 84 361 403 343 91 734 814 962 86 583 774 801 2 91[ 150] 950 82137 42 265 442 81 534 54 878 83205 32 179016 152 218 71 87 312 16 56 69 75 84 495 888 979 SS 357 406 536 604 34 701 815 955 4171 74 236 374 518 735 829 85040 178065 78 227 412 630 87[ 150] 91 615 843 335 402 585 600 22 56 68 796 865 949 86168 79 87 323 65[ 150] 549( 500) 713 806 86 984 182002 117[ 300] 93 210[ 150] 74 353 57 405 639 180179 553 86 625 34 41 740 994 181223 33 91 371 84 477 621 53 684 816 79[ 150] 87090 394 426 69 93 522 27 56 92 790 828 50 51 89 720 93 801 939 183023 28 66 159 262 393 549[ 300] 91 672 755 98 963 96 008 117 301 51 522 51 659 799 956 89066 119 275 448 779 831 800 73 184028 228 334 52 461 74 714 90 857 84 946 56 59 70 185020 90126 67 68 237 410 64 501 776 889 901 45 73 91054 155 208 44 17018 88 109 202 16 97 314 477 630 52 725 70[ 150] 892 986 188050 180043 276 78 346 418 41 617 92 53 909 [ 150] 416 78 603 727 841 922 66 168 364 513 626 55 59 752 974 92054 118 50 74 1150] 273 335 427 392 720 38 69 189176 93 402 607 38 47 812 75 Redakteur: Curt Baafs in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. J 970 Ο قرة It O 19 g