Br. 105. 31. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Gewerkschaftliches. Arbeiterorganisation und Gewerbeaufsicht. Sonnabend, 18. April 1914. strafen ziemlich allgemein zurüdgedrängt ist, gehören u. a. die beschlossen wurde, daß die übrigen Unternehmer nunmehr ebenfalls Tischlereien und die Baubetriebe; hier sind die Arbeitsverträge die Abzüge vornehmen sollen. Dieser Beschluß scheint unter Mitwirtung der Arbeitervereinigungen abgeschlossen." aber nicht die nötige Wirkung zu haben. Wenn ihm Daß er von Gewerkschaften Anregung erhalten und durch auch einzelne Unternehmer gefolgt sind, so haben wiederum ihre Mitwirkung Mißstände abgestellt wurden, das berichtet andere die alten Bedingungen bewilligt und die Erklärung abnur ein Beamter, der von Erfurt. Er schreibt: gegeben, aus dem Unternehmerverband auszutreten. „ Mit den Organisationen der Arbeitgeber und der Arbeiter haben die Beamten der Gewerbeinspektion wie früher in Verbindung gestanden und an den Versammlungen der Berufsvereine. soweit es im dienstlichen Interesse lag, teilgenommen. Die Beschwerden des Gau Porzellanarbeiterverbandes. Thüringen, des Deutschen Bädereiarbeiterverbandes, Deutschen Metallarbeiterverbandes und des Arbeitersekretariats in Erfurt wurden genau untersucht, die vorhandenen Mißstände beseitigt und in vier Fällen eine Bestrafung der Gewerbeunternehmer wegen Vergehens gegen die Gewerbeordnung herbeigeführt." Die Bewegung steht also für die Chauffeure durchaus günstig. Aus dem Fleischergewerbe. Der Fleischermeister Horn, Berlin, Danziger Str. 9, weigert sich, den Tarifvertrag der Organisation anzuerkennen. Die Organisation hat über den Betrieb für organisierte Fleischergesellen die Sperre verhängt. Desgleichen sind wegen Nichtanerkennung des Tarifvertrages die Fleischereien Pohle, Märkische Fleischzentrale, Palisadenir. 29, olzhütter, Putbuser Str. 46, Koch, Liebenwalder Str. 16a, und Lösch, Ecke Forster und Reichenberger Straße, gesperrt. Die Tariffommission. Die tgl. preußischen Gewerbeinspektoren stehen den Arbeiterorganisationen zum Teil direft feindlich gegenüber; andere betrachten sie mindestens mit großem Mißtrauen, nur wenige von ihnen finden zu den Gewerkschaften ein objektives Verhältnis. Ihre Beamteneigenschaft unier vreußischem Regiment mag zu einer Reserve zwingen, troßdem müssen einige Inspektoren Jahr für Jahr die sozial wohltätige Arbeit der Gewerkschaften durch tatsächliche Feststellungen anerkennen. Allerdings, aus dem Bericht der preußischen Fabrikinspektoren für 1913 spricht eine gesuchte Zurückhaltung in der Anerkennung gewerkschaftlicher Bestrebungen. Dafür stößt man auf verschiedene, offensichtlich der Objektivität ermangelnde AnAehnliches zu berichten, dürften wohl die meisten Beamten Zur Lohnbewegung der Brauereiarbeiter! griffe gegen Arbeiterorganisationen, deren Haltlosigkeit flar Der zwischen dem Verein der Brauereien Berlins und der Um zu erkennen ist. So berichtet der Beamte von Stade über in der Lage sein oder in die Lage kommen, das zu tun, menn einen Streif der sozialdemokratisch organisierten Bäcker und man hält das eine oder andere nicht für nötig. Teilweise einbarte Tarifvertrag einschließlich der Vereinbarung betr.§ 616 bes sie die Hilfe der Gewerkschaften in Anspruch nehmen wollten. gebung und den in den Brauereien vertretenen Organisationen verKonditoren". Weil die meisten Gesellen der Bäckerbrüderschaft angehörten, die feine sozialdemokratischen Ziele ver. Dohl wegen des herrschenden Geistes der Reaftion. Auch ein Bürgerlichen Gesetzbuches wurde am 17. April d. J. von den Tarif folgt", feien nur wenige Betriebe von dem Streif betroffen Beichen der Zeit! worden. Und was war das sozialdemokratijaye Ziel? Abschaffung des Kost- und Logiszivanges beim Meister und entsprechende Lohnzulage! Mit derartiger Berichterstattung betunden die Beamten höchstens ihre gute Gesinnung. Noch meniger objektiv berichtet der Beamte von Stralsund und Stettin. Wir zitieren wörtlich: Berlin und Umgegend. Der Streif der Kraftdroschkenführer. Der Verband der Kraftdroschtenbesigervereine hat in einer Versammlung beschlossen, ab 15. April alle Vergünstigungen, welche den Chauffeuren bisher zuteil wurden, in Abzug zu bringen. Der steigende Lohn bei einer Einnahme über 30 M., welcher 50 Pf. extra beträgt, soll in Zukunft fortfallen. Weiter sollten auch die Vergünstigungen, die einzelne Fahrer von der Zuschlagsgebühr haben, indem nicht 25 Broz, sondern 50 Proz. zur Verrechnung famen, zurüdgezogen werden. Dieser Beschluß fam zustande, obgleich in einer Verhandlung im Jahre 1912 diese Lohnberechnungen zivischen Arbeitgeber- und Arbeit nehmerorganisation festgelegt wurden. parteien unterzeichnet. Die Löhne und Provisionen sind bei den beim Abschluß des Tarifvertrages in den Brauercien beschäftigten Arbeitern in der im neuen Vertrag festgesetzten Höhe vom 3. April 1914 ab nachzuzahlen. Diese Nachzahlung mui bis 1. Mai 1914 erfolgt sein. Die Bestimmung über Ablösung des Haustruntes tritt am 1. Mai 1914 in Kraft. Die Tarifverhandlungen mit den dem Verein der Brauereien Berlins und der Umgebung nicht angehörenden Brauereien find im vollen Gange. Die Direktion der Brauerci Oswald Berliner ersucht uns um die Mitteilung, daß das in den nächsten Tagen zu eröffnende Reſtaurant am Alexanderplatz, Ede Neue Königstraße, ein Privatunternehmen des Herrn Klempt ist. Auf die Gestaltung der Lohnund Arbeitsbedingungen in dem Lokal hat die Brauerei feinen Einfluß. Achtung, Gastwirtsgehilfen! Herr Altenkirch, Restaurant Bismarckhöhe" in Werder a. Havel, bemüht sich, organisierte Stellner burch Stellenvermittler zu engagieren, denen aber der tarifliche Lohn nicht bezahlt wird. Nicht um Lohnforderungen handelte es sich bei einem Ausstand in einer Eisengießerei. Hier waren die Arbeiter am 30. Juli durch den Gesamtvorstand des Metallarbeiterverbandes mit verschiedenen, zum Teil unberechtigten Forderungen, die die Betriebsverhältnisse und Fabrifeinrichtungen betrafen, ant Die Firma herangetreten. Die Verhandlungen mit der Firma führten schließlich zur Bewilligung sämtlicher Forderungen in der Erwartung, daß dadurch ein Ausstand vermieden werden würde. Nun aber erklärten die Arbeitervertreter, daß die Erregung unter den Arbeitern bereits zu groß und der Ausstand Diese Vergünstigungen wurden, wie schon mitgeteilt, für Mehrbeschlossen sei. Er begann am 9. August. Nach dreitägigem leistungen der Fahrer gezahlt, weil diefelben montieren müſſen, Stillstand der Gießerei überbrachten zwei Arbeitervertreter die kleine Reparaturen vornehmen, die Wagen vorstellen usw. Dies Erklärung daß die Former mit den von der Firma gemachten hat auch der Vorsitzende des Verbandes gelegentlich einer VerbandZugeständnissen zufrieden wären, aber erst nach Fertigstellung Herr Altenkirch versendet Zirkulare an die Gewerkschaften und aller geforderten Einrichtungen die Arbeit wieder aufnehmen lung anerkannt und stets erklärt, daß die gezahlten Vergünstigungen würden. Hierauf erklärte die Firma alle ausständigen Leute den Fahrern mit Recht zustehen. Wenn ein Fahrer über 30 m. Arbeitervereine aller Art, in denen er diese zum Besuch seines Lofals auffordert. Herr A. sucht damit den Anschein zu erwecken, als ob für entlassen. Der Stillstand der Werke dauerte bis zum Stasse hat, so hat derselbe meistens 100 Kilometer zurückgelegt, eine die Differenzen erledigt seien. Diese bestehen aber nach wie vor; 27. Oktober; die Haupträdelsführer sind nicht wieder eingestellt zeistung, die mit 50 Pf. rechtlich belohnt werden kann. So die für organisierte Gastwirtsgehilfen bleibt der Betrieb bis auf weiteres worden, womit die Arbeitervertreter auch zufrieden waren." früheren Ausführungen des Vorsitzenden. Verband der Gastwirtsgehilfen Berlin I. Daß Arbeiter streiken, wenn alle Forderungen, sogar die Die Unternehmer haben sich durch oben angeführte verlockende nach dem unmaßgeblichen Urteil des fal. Fabritinspektors Vergünstigungen gegenseitig die Fahrer abzulocken versucht. Mit Transportarbeiterverbandes in der Nr. 97 des„ Vorwärts" enthält Berichtigung. Der Bericht über die Generalversammlung des unberechtigten Forderungen anerkannt werden, und daß Ar- einem Male nimmt man den Leuten ohne Ersaz Vergünstigungen, insofern zwei Unrichtigkeiten, als in demselben unter den anbeitervertreter der Maßregelung Streifender zustimmen, das die einen wesentlichen Teil ihres Einkommens ausmachen. Dabei genommenen Anträgen auch die genannt sind, nach denen erstens fann nur ein Fabrifinspektor oder Scharfmacher glauben. liegt teine Notwendigkeit auf seiten der Unternehmer zu diesem die frühere Karenzzeit bei Unterfügungsbezügen wieder eingeführt Sachlich widersprechen sich die Bemerkungen von der Be- Schritt vor. Früher hätte man das Vorgehen der Unternehmer noch werden foll, und zweitens die jugendlichen Mitglieder, wenn diewilligung sämtlicher Forderungen" und kurz hinterher die von begreifen fönnen. Aber die Verhältnisse der Befizer haben nicht felben 14 Jahr die höheren Beiträge gezahlt haben, auch die höheren nur erfolgten Zugeständnissen. Im übrigen fühlen die Leser etwa eine Verschlechterung erfahren. Es steht fest, daß Gummis fo- Unterstügungssäge beziehen dürfen. wohl heraus, was unbedingt falsch sein muß in der Dar- wie Benzinpreise gegen früher um 50 Proz. gesunken sind. Es Diese beiden Anträge sind nicht angenommen, sondern von der stellung des Gewerbebeamten. Diese Art Berichterstattung handelt sich um einen frivolen unüberlegten Schritt der Unternehmer, Generalversammlung abgelehnt worden. läßt ahnen, was„ amtlich" zur Begründung von Knebelungs- der große Unzufriedenheit selbst in ihren eigenen Reihen hervor- für die Wahl von 25 Delegierten zu dem Verbandstag in Köln a. Mh. Im übrigen hat die Generalversammlung auch 50 Kandidaten maßnahmen gegen die Gewerkschaften zusammen- getragen gerufen hat. Es hat sich demnach gezeigt, daß der Beschluß des aufgestellt. worden ist. Unternehmerverbandes gar nicht nach dem Geschmack der Befiger ist. Von den Stimmen, die in nicht voreingenommener Weise die Gewerkschaften erwähnen, laffen wir die folgenden hören. Der Bericht aus Potsdam enthält diesen Vermerk: " In einigen Großbetrieben haben die Gewerkschaften mit auf Einschränkung des Ueberstundenwesens hingewirkt. Den Ausfall an Ueberstunden versuchte eine Firma erfolglos durch Vornahme von Sonntagsarbeiten auszugleichen." Aus Breslau wird berichtet: gesperrt. Deutsches Reich. Die Regierung als Lohndrückerin. So wurde festgestellt, daß zirka 180 Betriebe mit 1600 Beschäftigten die Vergünstigungen fast zahlten! Gleich nach dem Be- Den bei den Dder- Regulierungsarbeiten beschäftigten Zimmerern schluß erklärten 82 Besizer mit 560 Fahrern, nicht mit zu spielen verweigert die Regierung die Zahlung des vertragsmäßigen Lohnes und nach den alten Bedingungen weiter zu zahlen. Am 15. April von 65 Pf. pro Stunde. Die Zimmerer sollen für 60 Pf. Stundenergab sich, daß zirka 800 Fahrer von den Abzügen nicht betroffen lohn arbeiten. Da Verhandlungen ergebnislos waren, legten die wurden, hingegen 830 Fahrer wegen des Abzuges in Streit traten. Bimmerleute geschlossen die Arbeit nieder. Da es sich um eine Am 16. April hatten die Unternehmer in den Musikerfälen eine größere Anzahl von Streifenden handelt, muß jeder Zuzug fernbleiben. Zu den Betriebsarten, in denen die Verhängung von Geld- Versammlung, wo nach einer scharfmacherischen Rede des Vorsitzenden Kleines Feuilleton. dungen verbotener Schriften und Zeitungen hergab, die von der Schweiz her nach Deutschland eingeschmuggelt wurden. Mücken, welche die ertrantten Trypanosomenträger gestochen hatten. auf Gesunde zu verhüten. Lettere Maßregel ist von größerer BeGanze Ladungen des in Zürich erscheinenden Sozialdemokrat" deutung, als man ursprünglich angenommen hat. Denn neuerdings gingen an die Adresse Paul Heyses in München ab, der fie als ein bricht sich die Anschauung Bahn, daß die Trypanosomen bei enger der Polizei Unverdächtiger in Empfang nahm und von wo aus Berührung mit einem Erkrankten direkt übertragen werden können. dann die beauftragten Genossen die Sendung abholten und weiter- Von Trypanosomen- Krankheiten der Tiere ist dieses bereits seit pedierten. Die Polizei in München und Deutschland hatte natür längerer Zeit bekannt. Bei den Trypanosomen der Schlafkrankheit lich nicht die geringste Ahnung davon, daß einer der bedeutendsten den gleichen Modus nachzuweisen, ist nun dem Stabsarzt deutschen Dichter ein Verbreiter verbotener sozialdemokratischer Dr. Diefing, wie er im Archiv für Schiffs- und Tropenhygiene mitSchriften war. Daß er sich den Strafbestimmungen des Ausnahme- teilt, gelungen. Denn Tiere, die mit einem infizierten anderen gefeßes ausseßte, daß er, zusammen mit der gesamten Arbeiterschaft Tiere zusammengehalten wurden, erkrankten, ohne daß eine leberDeutschlands, pfiff auf das infame Gesetz gegen die gemeingefähr- tragung durch Mücken in Betracht gekommen wäre. Man wird also lichen Bestrebungen der Sozialdemokratie". diesem Infektionsmodus eine größere Aufmerksamkeit zuwenden müssen, besonders da Erkrankte immer häufiger zwecks Heilung nach Europa kommen. Damit wären wir der Gefahr ausgefeßt, daß auch bei uns, obwohl es hier keine Gloffinen gibt, die Schlaffrankheit epidemisch würde. Um eine Verschleppung der Seuche zu verhüten, schlägt Diesing vor, für die aus Afrifa zurückkehrenden Krankent auf den Kanarischen Inseln eine Zwischenstatian zu errichten, in der eine ausgiebige Behandlung durchzuführen wäre. Es war unser zu früh verstorbener Genosse Bruno Schoenfant, der damals den Vermittler zwischen Paul Heyse und der deutschen Sozialdemokratie machte, und der dem verstorbenen Dichter zu dem Ruhme verhalf, daß er im Kampfe gegen das infame Ausnahmegesetz der deutschen Arbeiterklasse hilfreiche Hand reichen konnte. Das sei dem toten Dichter nicht vergessen. Es ist nicht das unwichtigste und geringste Blatt im Buche seines Ruhmes, das von seinem Eintreten für die Verfolgten und Gehezten zeugt. Notizen. Wie Paul Heyse auf das Sozialistengefes pfiff. Paul Heyse hat in seinem Berliner Roman Kinder der Welt", der zu Anfang der fiebziger Jahre entstand und erschien, einen gefühlssozialistisch gerichteten Arbeiter gezeichnet, einen Schriftjeter, der den bürgerlichen Freidenfern seines Verkehrsfreises einmal zuruft: fie kennten die Welt da unten nicht, sie wüßten nicht, wie das Leben dort spiele. Aber diese Worte geben ohne starke Nachwirkung vorüber und sie berwehen ganz in der Masse des Heyseschen Dichtens, das mit keinem Worte bezeugt hat, ob denn mun Heyse selbst von dieser Welt Besonderes wußte. Sicher ist das eine, daß seine politische Ueber zeugung abseits der revolutionären Bewegungen seiner Zeit stand, aber sicher ist auch, daß ihm Vergewaltigungen der menschlichen Natur in der Seele zuwider waren, und so wird sich schwerlich in seinem Leben ein Beleg finden lassen, daß er je für Büttelpolitik etwas übrig gehabt hätte. Jetzt wird sogar ein Fall bekannt, der ihn als Widersacher solcher Schmachmittel der herrschenden Klassen zeigt, und diefe Auflehnung hat ihn ganz folgerichtig mit der Sozialdemokratie in Berührung gebracht. Zwar nicht als ParteiPantomime und Film. Nicht das Drama sondern die Pantomime, gänger, aber doch als Helfer: als tatbereiter Helfer in einer Zeit die das Drama schon des Wortes entkleidet hat, scheint die gegebene- Die Hekatoncheiren in Berlin. Ernst Elsäßers schwerster Not. Davon erzählt jegt unser alter Genosse Hermann Vorlage für den Film. Jm Union- Theater am Sturfürstendamm Komposition von Karl Weisers wuchtiger Dichtung der Arbeit Schlüter in unferem Bruderblatt, der„ Newyorker Volkszeitung": fonnte man an der von Reinhardt inszenierten Film- Pantomime Die Hekatoncheiren( d. i. Die Hunderthändigen) wird demnächst in Es war zur Zeit des deutschen Sozialistengefeßes, als die ärgsten Eine Venezianische Nacht von Vollmöller die Probe aufs Berlin zu hören sein. Auf dem letzten Jenenser Parteitage wurde Verfolgungen über die Arbeiterklasse und ihre Organisationen im Exempel machen. Daß die llebertragung der in den Kammerspielen diese stompofition für Bariton, Männer-, Frauen- und gemischten Reiche ergingen. Versammlungen, in denen sozialistische Ideen zum ohne besonderen Erfolg gespielten Pantomime auf den Film nicht Chor von thüringischen Arbeiterjängerhören aufgeführt. Ausdruck kamen, waren nicht gestattet. Druckschriften, die sozial- stärfer wirkte, beweist nichts gegen unsere Hypothese. Die Pantomime Männer- und Frauenchor Neukölln wird sie in seinen beiden Kons Demokratische Lehren enthielten, wurden verboten. Die sozialistische Vollmöllers war an sich nicht tragkräftig, Reinhardts Regie fügte zerten am 26. April in der„ Neuen Welt" und am 3. Mai in der Presse war recnichtet und mußte ins Ausland flüchten. In zwar die Stimmungsreize der Lagunenstadt hinzu, wußte Brauerei Friedrichshain vortragen. Das Blüthner- Orchester( sechzig Zürich erschien der„ Sozialdemokrat", der aliwöchentlich ins Reich aber die Hauptsache: den Wunschtraum des jungen Deutschen nicht Musiker) und der Bariton Gustav Thümler- Walden wirken mit. hineingeschmuggelt werden mußte, um dann im ganzen Lande auf phantafievoll genug auszugestalten. Die Welt des Wirklichen und Eintritt 60 Pf. berbotenen Wegen seinen Lesern zugestellt zu werden. Zehntausende des Traumes sind nicht recht auseinander gebalten, und die TraumTheaterchronit. Das Deutsche Künstlertheater Sozietät von Broschüren und Büchern, Hunderttausende von Flugblättern, möglichkeiten, in denen das Kino seine ganze Ueberlegenheit zeigen bringt als nächste Neuheit( für Berlin) Hans Müller Schlössers alles verbotene Frucht, deren Verbreitung bis zu sechs Monaten, ja tönnte, nicht entfernt erschöpft. Auch die fatale Neigung des Komödie:" Schneider Wibbel". Die Erstaufführung ist auf unter Umständen bis zu sechs Jahren Gefängnis brachte, gelangte Films, die Figuren des Vordergrundes farifierend zu vergrößern, den kommenden Freitag festgesetzt. auf denselben geheimen Wegen ins Reich, um dort das gegen die start störend hervor. Im einzelnen gabs freilich viele hübsche Vorträge. Der Volkschor veranstaltet Sonnabend gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie" gerichtete Bilder und manche lustige Späße. Aber der Aufwand stand in abend 9 Uhr, im großen Saale des Gewerkschaftshauses, einen Ausnahmegejez zuschanden zu machen. feinem rechten Verhältnis zum Erfolg, und das klassische Musik- Lichtbildervortrag von Dr. A. Guttmann:„ Von Gibraltar bis Spiz potpourri wirkte bisweilen in seiner Absichtlichkeit einigermaßen bergen" mit Vorführung eigener photographischer, chromographischer ironisch. und kinematographischer Aufnahmen. Eintritt 50 Pf. Richard Tjader wird am Montag, abends 8 Uhr, im Wissenschaftlichen Theater der Urania einen einmaligen Vortrag mit Lichtbildern über seine Jagderlebnisse in Britisch Ost- Afrika hatten. Eine pädagogische Hochschule wurde den„ Dolus D -Der Der Schmuggel dieser Schriftenſendungen über die Grenze nach Deutschland hinein war verhältnismäßig leicht. Die Schwierigkeit der Verbreitung begann erst, wenn die verbotenen Schriften„ drüben" waren, wenn sie, in einzelne Sendungen zerlegt, überall, nach allen Droht Europa die Schlaftrautheit? Die in den afrikanischen Richtungen hin, weitergesandt werden mußten. Tropenländern hausende Schlaffrankheit beruht auf einer Infektion Besonders war Mangel an solchen Adresse, an die man größere mit den, zur Protozoengruppe gehörenden Trypanosomen. Bisher Sendungen von Schriften und Zeitungen schiden konnte, die der dachte man sich den Uebertragungsmodus auf den Menschen so, daß menten des Fortschritts"( Berlin, Georg Reimer) zufolge vor einiger Polizei nicht von vornherein verdächtig waren. Mehr als einmal die Trypanosomen, die im Körper einer Stechmücke Glossina 3eit in Brüssel gegründet. Sie will die Erforschung der Kinderwurden solche Sendungen entdeckt, weil sie an irgendeinen schlichten palpalis leben, durch den Stich dieser in den menschlichen oder piychologie inftematisch betreiben. Zum Eintritt wird das ReifeArbeiter gehen mußten, der sonst keine Risten- und Ballensendungen tierischen Körper gelangen und dort die Erscheinungen der Krankheit zeugnis einer Mittelschule oder eines Lehrerbildungsseminars ges zu empfangen pflegte. Und Verhaftung und Verurteilung und Ge- verursachen, also der gleiche Infektionsmodus wie bei der Malaria. fordert. Infektionen von Mensch zu Mensch wurden nicht beobachtet. Man fängnis war in solchem Falle die Folge. Eine Joseph Kainz Büste, vom Bildhauer Sandor Und da mag jezt, beim Tode Paul Heyies, hervorgehoben beschränkte sich bei den verhütenden Maßregeln im großen ganzen Jarah geschaffen, wurde im Wiener Burgtheater enthüllt. Ten werden, daß der Verstorbene in jener Zeit des deutichen Sozialisten darauf, die Stechmüden auszurotten und die Erkrankten in großen Missionar der Burgtheaterkunft" nannte Thimig in seiner Ansprache gefezes seine Adresse vielfach als Decadresse für Briefe und Sen- Schlaffrankenlagern zu isolieren, um eine Weiterverbreitung durch den Gefeierten. M Das warme Herz des liberalen Bürgermeisters. = auch ihre Begriffe bon Recht und Staat. Ihre Wir kennen das Motiv, das diesent lebendigen Protest zugrunde In Bartenstein mußten die Arbeiter der Kaufmannschaft in den Minderwertigteit liegt nur in den Mängeln ihrer Religion. Wo liegt und wir sind einig darin, es zu schäßen und zu würdigen, Streiftreten. Sie erhielten Wochenlöhne von 16 bis 17 M. fie Christen werden, ändert und vertieft sich ihr Innenleben. Was ich am allermeisten. Aber ich muß doch bitten, dauernd zwischen und verlangten Löhne von 20 bis 21 M. Jure Forderungen wurden in Afrika bisher an kulturellen Fortschritten erreicht ist, das ist das dem zu unterscheiden, was ich als Mitglied einer politischen Partei aber nicht einmal beantwortet. Als der Organisationsleiter dem Wert des Evangeliums. Der christliche Gedanke treibt ohne weiteres in ihrem Kampf und was ich als Mitglied eines Gesinnungsvereins zu tun habe. Das ist sehr wohl auseinanderzuhalten und liberalen Bürgermeister die Notlage der Arbeiter schilderte, aur Zivilisation. Prof. Gregory Leipzig: Was Dr. Rohrbach über den Aber- ich kann mir das Entweder- Oder des Vorredners wirklich nicht schrieb dieser zurüd, eine Erhöhung der Löhne wäre nicht notwendig, denn diese seien den Barten glauben bei den Negern gesagt hat, das möge er hier in Deutsch- aneignen.( Lebhafter Beifall.) Generalsekretär Lic. Dr. Schneemelcher: Ich steiner Verhältnissen angepakt. Die Arbeitgeber land unseren Spiritisten jagen und dem deuthätten ein warmfühlendes Herz und sie würden, schen Adel, der an das Klopfen in den Wänden muß mich entschieden dagegen verwahren, daß ich irgendwie mit an das Tischerüden glaubt.( Seiterkeit und Zu meinen Ausführungen an der Oberfläche geblieben wäre.( Beifall.) wo es nottue, gerechten Wünschen ein geneigtes und stimmung.) Wir haben auch bei uns sehr viele Menschen, die Wenn Freiherr v. Bechmann meine Tätigkeit und Arbeit auf diesem Ohrleihen! Die beitgeber dachten aber nicht daran, den gerechten Wünschen geistig nicht auf der Höhe stehen und die wir doch mitschleppen Kongreß genauer kennen würde( Sehr gut!), dann würde er wissen, der Arbeiter ein„ geneigtes Ohr" zu leihen, und deshalb wurde der müssen. Dr. Rohrbach sagt, die Schwarzen wären nicht unsere daß ich als ein Mann gelte, der für die Sozialdemokratie sachlich Ausstand proklamiert. Man sieht, es gibt noch Bürgermeister, die Brüder. Ich halte es mit dem Wort Ciceros: Ich bin ein sehr wenig übrig hat. Es ist merkwürdig, daß ich hier wegen Mensch und nichts Menschliches ist mir fremd sozialistenfreundlicher Gesinnung angegriffen werde, während ich in um das wohl ihrer Einwohner besorgt sind. ich bin ein Mensch und sehe auch in dem Schwarzen einen Men Wahrheit zu denen gehöre, die in der Sozialdemokratie eine große ( Lebhafter Beifall.) Es ist nicht Gefahr sehen. schen und meinen Bruder. Direktor Freiherr v. Pechmann= München: Ich richtig, daß uns die Neger nicht ebenbürtig und daß sie nicht jittlich wären. Ich habe mich gewundert, daß Dr. Rohrbach so habe von einer sozialistenfreundlichen Gesinnung des Generalsekre= etwas gesagt hat. Wenn Unfittlichkeiten und Scheußlichkeiten unter tärs fein Wort gesagt. Ich habe ihm auch nicht Oberflächlichkeit den Negern in Afrika vorkommen, so deshalb, weil die höheren vorgeworfen.( Erregte Zurufe: Jawohl! Doch!) Ich bin hier starf Menschen, die nach Afrika gegangen sind, nicht die Herrschaft über in der Minderheit und habe das Recht, gehört zu werden! Ich sich selbst gehabt haben. Der Mann, der erst fürzlich wieder habe gesagt, daß die Bemerkungen, in denen der Generalsekretär so häufig in den Zeitungen genannt wurde, hat seinen politischen einerseits von der Sozialdemokratie und andererseits von ihren Fall dem zuzuschreiben, daß er die Herrschaft über sich selbst nicht Gegnern gesprochen hat, nach meinem Empfinden dem Ernst der hatte. Wenn wir durch Europas Großstädte gehen, so finden wir Sache nicht gerecht geworden seien. auch viele faule Früchte unter den sogenannten höheren Schichten Außerhalb der Tagesordnung wird nun folgende Reso= lution von Professor Rade- Marburg über die Sonntagsruhe Achtung, Sattler und Wagenbauer! Verhandlungen der im Sattler und Portefeuillerverband organisierten Wagensattler in Düsseldorf mit der Junung der Wagenbauer scheiterten. Da feine Aussicht vorhanden ist, daß es noch vor Ablauf des Tarifs ( 30. April) zu einer Einigung kommt, wird ersucht, jeden Zuzug streng fernzuhalten. Der Streit in der Rudelfabrik von Theodor Haller in Friedrichsdorf( Taunus) ist durch Vergleichwerhandlungen beendet worden. Ein Tarifabschluß, der den Arbeitern eine Lohnsteigerung bis 2 M. wöchentlich sichert, die während der Vertragsdauer noch eine Steigerung vorsieht, wurde abgeschlossen. Streit der Fuhrleute in Mannheim. Nachdem die Verhandlungen wegen eines neuen Tarifvertrages im Fuhrgewerbe sich zerschlagen haben, traten die Angestellten Mannheims in allen Fuhr- und Speditionsgeschäften in den Ausstand. des Volkes. = Dr. Karstädt Berlin( vom Verein für Eingeborenenschutz): Dr. Rohrbach sieht viel zu schwarz. Er glaubt, wir stehen den Negern so fern, daß man hiernach fast verzweifeln möchte, eine Brüde zwischen Europäern und Schwarzen schlagen zu können. Aber wenn das mißlingt, dann werden wir selbst mitschuldig daran sein. Wo Europäer friedlich mit Eingeborenen zusammenarbeiten, bestehen harmonische Verhältnisse. Aber wo der Europäer als Silavenhändler auftritt, da gibt es natürlich Differenzen. Zur Kolonialpolitik hat auch ihre Erfolge gehabt. Aber wir haben auch sehen müssen, wie sie auf der anderen Seite destruktiv gewirkt hat. Jest sind wir nach 20 Jahren deutscher Kolonialpolitif glüdlich so weit, daß im Innern Ojt= afrifas Evangelisch- Sozialer Kongreß. Beseitigung des Aberglaubens muß gewiß vie: geschehen und unsere Nürnberg, 17. April.( Telegr. Bericht.) In der gestrigen Nachmittagssihung sprach Liz. Dr. Paul Rohrbach Berlin über die Eingeborenenfrage in unseren Kolonien als sittlich- soziales Problem. Der Referent ging in seinem fast zweistündigen Referat bis auf das Altertum zurück und schilderte dann eingehend die Ent wickelung, die bisher die beiden einzigen christlichen Negerrepubliken Haiti und Liberia genommen haben. Diese Staaten eriftieren nun bald 100 Jahre und wenn die Neger wirklich etwas leisten fönnten, jo hätten sie hier zeigen fönnen, was sie zu leisten imstande sind. Es kann zugegeben werden, daß auf dem Gebiet der materiellen Kulturgüter die Neger heute auf einer höheren Entwickelungsstufe stehen, als die Germanen des Altertums. Aber glaubt wirklich irgend jemand, daß die Neger heute dasselbe leiften fönnten, was z. B. die Sachsen im frühesten Mittelalter geleistet haben, die nach kurzer Zeit sich die Spike erobert haben? Und ein Sachje war es, Otto der Große, der sich die römische Kaiserfrone auf das Haupt jezte. Es ist nicht zu bestreiten, daß dieser oder jener Negerstamm auf diesem oder jenem Gebiet Bedie Bevölkerung um 30 bis 40 Proz. zurückgegangen ist. Das ist die Folge verfehlter Kolonisationsmethoden, wie sie vor allem auf den Plantagen betrieben werden. Ich will feine Anklagen erheben, aber wir müssen diese Fehler in der Kolonialpolitif erkennen und rückgängig machen und die Augen nicht vor ihnen verschließen, sonst fönnen wir mit den deutschen Kolonien erleben, was vor 400 Jahren die Spanier, Portugiesen und Niederländer mit ihren Kolonien erlebt haben. An der weiteren Debatte beteiligten sich hauptsächlich Missionare, die die Notwendigkeit umfassender Missionstätigkeit betonen und es auch ihrerseits zurüdweisen, daß die evangelische Missionstätigkeit nach der Methode der katholischen Missionen betrieben werden müsse. Jahresbericht: eingebracht: „ Der evangelisch- soziale Kongreß bekennt sich zu dem Ziel der vollkommenen Sonntagsruhe. Er sieht in jedem Fortschritt zu diesem Ziel eine Förderung der förperlichen und geistigen Wohlfahrt unseres Volkes sowie die Erfüllung der Vorbedingun gen für bessere Sonntagsheiligung. Er hat den dringenden Wunsch, daß der schwebende, viel umstrittene Versuch einer Verbefferung unserer bestehenden Sonntagsruhegefeßgebung zu einem Ergebnis führen möge, das uns wirklich vorwärts bringt. Der Kongreß ist außerstande, der Vorlage eine eingehende Beratung zu widmen, er schließt sich in dem Vertrauen, daß in diesem Kreise die technische Seite der Sache zur gründlichen Erörterung gekommen ist, der Erklärung der Gesellschaft für soziale Reform Die Durchführung der vollen Sonntagsruhe erwartet der evangelisch- soziale Kongreß in letzter Linie nicht von einer gesetzlichen Regelung, sondern von einer Stärkung des sozialen Verantwortlichkeitsgefühls, das den einzelnen hindern muß, am Sonntag über das unerläßliche Maß hinaus fremde Zeit und fremde Arbeitskraft für sich in Anspruch zu nehmen." an. Diese Resolution wurde einstimmig angenommen. Es folgte der Vortrag des Professors Dr. Waldemar 3immermann- Berlin über Zwang und Freiheit im Organisationsleben". Der Referent führte in großen Zügen etwa folgendes aus: Es liegt im Wesen der Organisation, die einzelnen zusammenzufügen und zu binden. Organisationszwang in diesem Sinne ist allen Organisationen mejensnotwendig, und da ohne Organisation fein Am heutigen Schlußtage des Evangelisch- sozialen Ston- geschichtliches Leben und feine Stulturentwidelung denkbar ist, ist ein derartig aufgefaßter Organisationsawang sittliche Notwendig greses erstattete zunächst Generalsekretär Lic. Dr. Schnee- feit. Der Kampf in unseren Tagen geht um den technischen melcher- Berlin ben Organisationsawang, der die einzelnen in eine Konvention, Koalition, ein Kartell, einen Kollektivkampf usm. hineinzwingen oder durch Zwang in der Organisation festhalten will. Unser Zeitalter ist von dem Widerspruch zwischen der grundsäßlichen Freiheit des Individuums auf der einen und den wuchtigen Massenorganis fationen auf der anderen Seite beherrscht, woraus sich zahlreiche fittliche Konfliktsfragen in Theorie und Bragis ergeben. Die fittliche Berechtigung oder Nichtberechtigung des Organisationsawanges hängt ab von Zweck und Ziel der jeweiligen Organisation, von der Summe und Vielseitigkeit ihrer Beziehungen und Einwirkun gen auf den einzelnen, von der Frage, ob das Individuum in eine Herrschafts- oder Genossenschaftsorganisation hineingezwungen werden soll, von der Größe der Organisation, der Art und Anwendung der Zwangsmittel und von dem tatsächlich vorhandenen Maß individueller Freiheit, namentlich auf sozialwirtschaftlichem Gebiet, die durch den Organisationsawang überhaupt beeinträchtigt werden kann, wobei zu bedenken ist, daß heute das Individuum gerade erst durch die Organisation ein gut Teil tatsächlicher Freiheit erlangt. Das Hauptinftrument des Organisationszwanges ist der Verruf, bei dessen Beurteilung aber Tagesmeinung und Rechtsprechung sich meist nur äußerlich an Form und Ton des Organisationszwanges halten. Als verwerflich und auf die Dauer auch verhängnisvoll für die Organisation selbst müssen erklärt werden deutendes leisten kann. Das beweist aber nur, daß mit treuer Arbeit aus einzelnen Regerstämmen etwas gemacht werden kann. Aus der Tatsache, daß einzelne Neger oder Negerstämme Großartiges leisten, darf nicht hergeleitet werden, daß ihre Nasse den Die Aufgabe des Evangelisch- sozialen Kongresses ist nicht die Weißen ebenbürtig sei. Die schwarze Rasse tann dauernd nur Herausbildung eines evangelisch- sozialen Programms, auf das jeder dann etwas leisten, wenn sie der Leitung der weißen Raise unter von uns eingeschworen sein muß, sondern die Pflege einer träftigen, steht. Damit soll aber nicht gesagt werden, daß wir den Schwarzen lebendigen und wirksamen evangelisch- sozialen Gesinnung. So gegenüber feine sozialen und sittlichen Pflichten hätten. Es ist sehr man uns schelten mag, daß wir weiter nichts seien, als ein auch nicht zu bestreiten, daß auch die Schwarzen Menschenrechte Gesinnungsverein, so sehr sind wir überzeugt, daß diese Tatsache haben. Es ist aber falsch zu sagen, der Schwarze sei ein Mensch das einzige ist, was uns dauernd zusammenhalten kann. Die Tat wie wir und unser Bruder, sondern man muß sagen: die Schwarzen sache, daß wir ein Gesinungsverein sind, schließt aber in feiner sind auch Menschen, aber sie sind uns anvertraute Schußbefohlene; Weise praktische Arbeit aus. So haben wir uns jetzt der Kundwir müssen sie auf die Entwickelungsstufe zu bringen versuchen, gebung der Gesellschaft für soziale Reform zugunsten der Fortdie ihnen zu erreichen möglich ist. Dazu ist in erster Linie not- führung der Sozialpolitik angeschlossen, und wir haben auch, als es wendig, daß in Afrika mit großem Nachdruck den Seuchen ent- notwendig war, Stellung genommen für die streikenden Hafengegengearbeitet wird und überall Eisenbahnen gebaut werden.-arbeiter in Hamburg und für die streikenden Bergarbeiter im Weiter muß alles geschehen zur Bekämpfung des blutigen Aber- Ruhrrevier. In diesem Jahr nehmen wir Stellung in der pratglaubens unter den Negern, dem alljährlich Tausende und Aber- tischen Frage der Sonntagsruhe. Wir alle haben das Bestreben, laufende zum Opfer fallen. Dazu ist nötig, daß ganz Afrika mit mit der Arbeiterwelt wieder in engere Beziehung zu kommen, daeinem dichten Netz christlicher Missionen überzogen wird. Dann mit die fürchterliche Kluft zwischen Kirche und Arbeiterwelt gemuß der schlossen werde. Gewiß, wir geben ruhig zu, daß manches Ziel, Arbeitsunlust des Negers das sich die Gründer der evangelisch- sozialen Bewegung gestedt entgegengetreten und es muß die Bedürfnislosigkeit des Negers haben, nicht erreicht worden ist. Aber wir sind doch ein wirkjames bekämpft werden. Der Neger kennt heute feine vorausblickende Salz gewesen, und auch in einer Zeit, als es schwer war, Farbe produktive Arbeit, die ihm Verdienst über sein Existenzminimum zu bekennen und als es weder dem Oberkirchenrat noch der Reichshinaus verschafft. Dieser Zwang, auch über das Eristenzminimum oder preußischen Regierung gefiel, find wir fest geblieben und für der Ueberzeugungs- und Gewissensterrorismus, hinaus zu arbeiten, der uns zur Natur geworden ist, geht dem die Sozialpolitik eingetreten.( Lebhafter Beifall.) die Ueberspannung der Organisationsmacht zum Schaden der Neger ab und das Fehlen dieses Zwangs und Triebs ist ein ebenso Präsident Professor D. Paumgarten: Es wird Interessen des Volksganzen und ein solcher Organisationszwang, großes Uebel wie die Seuchen, der Aberglaube und wie das Fehlen mir mitgeteilt, daß die Ausführungen des Vorredners über unsere der das Individuum seiner sittlichen Selbstverantwortlichkeit bejeglicher Verkehrswege. Zu diesem Arbeitszwange müssen die Stellung zur Sozialdemokratie an gewiffen Stellen Aergernisse raubt. Durch zivil- und strafrechtliche Maßnahmen kann man AbNeger erzogen werden. Dann müssen Hunderte und Aberhunderte hervorgerufen haben. Ich muß bemerten, daß wir das hilfe gegen Weberspannungen und Verirrungen des Organisations= von Aerzten nach den Kolonien geschickt werden. Bevor wir die schwere Problem der Stellung eines evangelisch zwanges faum erreichen; das heute zwischen Arbeitern und UnterSeele des Negers zu gewinnen suchen, müssen wir für sein leib- gerichteten Kongresses zu der Partei, die zwar nehmern ungleich verteilte Organisationsrecht liches Wohl sorgen und müssen in physischer Beziehung für ihn nicht offiziell, aber praktisch fördert sogar den Organisationsawang und der strafrechtliche Schutz tun, was geleistet werden kann.. der Arbeitswilligen fann nur die primitivsten Atte des Koalitionsbas Evangelium auf Weg und Steg untergräbt, Von allen diesen Dingen weiß der Reichstag überhaupt noch nichts. in der Tat nicht unterschäßen oder zu leicht wanges treffen. Wohl aber dürfte Abhilfe zu schaffen fein durch Er fängt jest erst an, etwas davon zu erfahren. Wir müssen nehmen.( Beifall.) Aber unser Generalsekretär wollte zum genossenschaftliche Erziehung und Aufklärung, Autorität guter zunächst mal erträgliche äußere Daseinsverhältnisse für die schwarze Ausdrud bringen, daß es sich für diesen Kongreß von selbst ver- Führer, Auflehnung der Persönlichkeiten im Verband gegen die den Neger von dem niedrigen geistigen Niveau emporzuheben, auf Orientierungspunkt für jede Stellungnahme ansieht.( Beifall.) Wirjenigen, gegen deren Intereffen sich der Organisationszwang richtet, Rasse schaffen. Und Hand in Hand damit muß die Pflicht gehen, steht, daß man die Sozialdemokratie nicht schlechthin als den Verbandsschablone und nötigenfalls auch durch Konkurrenzorganider Minderheit; weiter durch Abwehrorganisationen derder Regierung und des Reichstags und diese beiden Instanzen durch fertig werden, daß wir sie in ihrer gegenwärtigen Gestalt Veröffentlichungszwang für Organisationsatte einführt und schließdem er heute steht. Für die letteren Dinge zu sorgen, ist Sache sind überzeugt, daß wir mit der Sozialdemokratie am besten da- jenigen, gegen deren Interessen sich der Organisationszwang richtet, durch öffentliche Kontrolle und Kritik, etwa indem der Staat einen müssen auch für die Schiffbarmachung der afrikanischen Flüsse die nicht weiter berücksichtigen, aber daß wir die gesunden wertvollen sich durch die drohende Verstaatlichung oder Umwandlung der notwendigen Mittel zur Verfügung stellen. Die Minderwertigkeit Forderungen, die in ihrem Programm jich finden, ruhig und un- privaten übermächtigen Organisationen in öffentliche Zwangsorgani der Negerrasse bejagt gar nichts gegen die praktische Pflicht der befangen untersuchen und, wenn es geht, fördern.( Beifall.) Ich fationen für alle Beteiligten ohne Ausnahme. Hierher gehört die weißen Rasse, die Neger dorthin zu bringen, wohin sie gebracht für meine Person darf wohl sagen, daß ich mir den Kampf gegen werden können. Dazu muß den Missionen mindestens der die Sozialdemokratie durch meine Bugehörigkeit zu diesem Stonhundertfache Betrag zur Verfügung gestellt werden, den, sie heute haben. Ich glaube aber heute nicht, daß greß nicht unterbinden lasse. In meinem politischen man selbst mit den größten Mitteln die Neger christlich so weit eben stehe ich unausgefest im Kampf gegen die bringen fann, daß sie der weißen Rasse in ihrem religiösen Verständnis ebenbürtig sein werden. Sozialdemokratie. M Erfegung der Trusts und Kartelle durch Staatsmonopole, die Grrichtung von Arbeitskammern, Lohnämtern und Zwangsschiedsgerichten statt freier Berufsorganisationen. Als eine der vornehmsten politischen und kulturellen Aufgaben des nächsten Menschenalters erklärt der Referent schließlich die Bewahrung der sittlichen und bürgerlichen Einzelpersönlichkeit vor der Berreibung durch Organis fationszwang oder Zwangsorganisation. An dieses mit lebhaftem Beifall aufgenommene Referat schloß fich eine längere Debatte. = Direttor Freiherr v. Pechmann München: Ich will fagen, woran ich bei der Rede des Generalsekretärs Anstoß genommen Für Afrika darf das religiöse Prinzip nicht Freiheit sein, habe. Es ist in diesen Tagen viel vom sozialen Gewissen und von sondern es muß Autorität sein. Dem Neger muß man mit den sozialer Gesinnung die stede gewesen. Ich nehme für mich in AnWorten entgegentreten: Du sollst, weil es gut für Dich ist und spruch und muß das in dieser Stunde sagen, daß ich mich Arbeiterfekretär John Saarbrücken: In den Ausdamit Schluß! An eine Erziehung zur sittlichen Freiheit, zu weder an sozialer Gesinnung noch an jozialem führungen des Referenten habe ich eine Stellungnahme gegen die Selbstbestimmungsrecht und Selbstverantwortlichkeitsgefühl ist noch Gewissen von irgend jemanden in der Welt über- gelben Gewerkschaften vermißt und gegen den Zwang, den die gar nicht zu denken. Man fann noch keine Regergemeinde jebt treffen lasse. Aber hier gibt es nur ein Entweder- oder. Unternehmer auf die Arbeiter ausüben, um sie zum Beitritt zu schon sich selbst überlassen und sie von der strammen Zucht der Wenn ich überzeugt bin, daß zur Verwirklichung des Reichs Gottes gelben Gewerkschaften zu zwingen. Daß diese gelben OrganisaMissionen befreien. Daher halte ich das Prinzip der katholischen auf Erden die Durchführung des sozialdemokratischen Programms fionen scharf bekämpft werden müssen, darüber sind alle Missionen in Afrika für das Richtige. Wenn wir nicht den rechten gehört für diese Auffassung habe ich Verständnis- dann trete Arbeiterorganisationen einig und erst recht darüber, Weg gehen, gehört die Zukunft Afrikas dem katholischen Glauben. ich der Sozialdemokratie bei und sebe mich mit meiner gangen daß der Zwang, ihnen beizutreten, bekämpft werden muß. Denn Die praktische Klugheit, mit der die katholischen Missionare vor Person für die Durchführung ihres Programms ein; wenn ich vom diefer Zwang ist das verwerflichste, was man sich benken kann, gehen und wie sie den bisherigen Anschauungen und Gebräuchen Christentum nichts wissen will, dann ist mein Blas in der sozial weil er ausgeübt wird unter dem Motto: Stodschläge auf der Neger in weitem Maß Rechnung tragen, müssen wir auf demokratischen Partei und dann soll mich niemand in der Treue den Magen! unsere Missionspragis übertragen. Berlin als Generalredner gegen das Referat Dr. Rohrbachs und tischen Programm nicht die Morgensonne der aufgehenden Wahr die die Intereffen der Arbeiter wahrnehmen, sondern diese gelben In der Debatte wendet sich Missions inspektor Wilde. für die Partei übertreffen. Ich erblide aber in dem sozialdemokra namentlich gegen seine moralische heit, sondern Die gelben Gewerkschaften find gar keine Gewerkschaften, Vereine sind von den Unternehmern gegründet, damit den Arbeitern alle wirtschaftlichen Kämpfe unmöglich. gemacht werden.( Beifall.) ich halte die Sozialdemokratie für ein Volksverderbnis Berurteilung bes Charakters und der sittlichen Qualifikation des Negers. und in ihrer tonkreten Gestalt und Machtentfaltung in unserem Diese moralische Verurteilung stimmt nicht. Die Opferwilligkeit Vaterlande für eine ernste Gefahr. Dann aber ist mein Blaz bei der Reger ift sprichwörtlich, weil sie bei ihnen im höchsten Maß aller Bartheit des Empfindens in den Reihen der entschloffenen vorhanden ist. Das zeigt sich auch bei der Verteidigung des Gegner der Sozialdemokratie.( Bereinzelter Beifall.) Eine oder einmal von ihnen angenommenen Glaubens. Gewiß haben die das andere. Schwarzen nicht unsere Moral, aber sie haben deshalb keine Präsident Profeffor D. Baumgarten: Es ist ja schlechtere, sondern nur eine andere. Sie haben eine eigentümliche Situation, in die wir hineingekommen sind. spruch.) Landtagsabgeordneter Fischer Heilbronn: So einfach liegen die Dinge doch nicht. Die gelbe Gewerkschaftsbewegung ist feine fünstliche Madhe der Unternehmer oder sonstiger realtionären Gelüste, sondern die allerdings unerwünschte Folge des überreizten Kampfgeistes der freien Gewerkschaften.( Wider ind Nr. 105. 31. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Gegen die„ rote Jugendbewegung". - all ihren Gegnern zum Trog. mit Freude, sondern mit Betrübnis. Gönner gebefreudig zu stimmen. " Sonnabend, 18. April 1914. Die Leiche der kleinen Ruske gefunden. Ueber dem in sprochen werden, daß der Schädel- Professor lehrt: Betrachte wurde. Aus den uns gemachten Mitteilungen ist nicht ersichtlich. dir, um auf der Hut zu sein, die Schädel der Lebenden, nicht welcher Anlaß vorgelegen haben könnte, fofort die Waffe zu ge brauchen. Die von anderer Seite verbreitete Nachricht, daß nicht Frau nur die der Toten! Mag auch manche Wahrheit in den ausgeplauderten wird uns als unzutreffend bezeichnet. Auch das wird durchaus beHuwe, sondern der Ehemann habe festgenommen werden sollen, phrenologischen Geheimnissen stecken, so wird doch die neue ftritten, daß Huwe durch einen Angriffsversuch den Beamten geDie von der Arbeiterklasse geschaffene Jugendpflege macht Lehre immer nur recht problematisch bleiben. Die Schieber nötigt hätte, zur Schußwaffe zu greifen. unseren Gegnern schwere Sorge. Immer wieder weisen sie warnend von Berlin WW und alle die großen Verbrecher in Lack darauf hin, wie die rote Jugendbewegung" fortschreitet. Sie selber und Claque und Würden, die niemals gehängt werden, dürften genießen für ihre eigenen Jugendpflegeeinrichtungen jede mögliche fich hüten, ihren Schädel schon bei Lebzeiten unter die Lupe Die siebenjährige Tochter Margarete des Schloffers Ruste in Begünstigung von„ oben" und reichliche Hilfe auch in flingender nehmen zu lassen. Sie leben in hohen Ehren, werden mit Baumschulenweg wurde am 21. März abends von ihrer Mutter zum Münze. Für die Jugendpflege der Arbeiterklasse hält man nur Ver- hohen Ehren begraben, und ihr verbildeter Schädel kommt Einholen fortgeschickt. Das Kind lehrte nicht wieder zurüd und folgungen und Drangfalierungen bereit. Aber sie blüht und gedeiht auch nach dem Tode nicht unter die taſtenden Finger des Ge- fonnte frog allen Suchens nicht gefunden werden. Die Behörde lehrten, daß er der aufhorchenden Welt demonstrieren fann: Der Verdruß darüber, daß die Knebelung der„ roten" Jugend Seht, welch ein Lump! Was der Schädel- Professor solchen letzte auf ihre Auffindung eine Belohnung von 300 M. aus. Gestern nicht gelingen will, spricht auch aus einem Bettelbrief, den ein Neugierigen zeigt, die starke Nerven haben, sind die letzten vormittag wurde die Leiche der fleinen Ruste in der Nähe des Christlicher Verein junger Männer, Versöhnung" geistigen Reste armer Schächer, die nur von der Kehrseite Blänterwaldes von Passanten aus der Spree gezogen. für ſein in der Huifitenstraße eingerichtetes Jugend des Lebens zehrten. Weiß der Teufel, wo der gute Mann einen Auge befindet sich eine Verlegung. Doch ist noch nicht aufheim umherschickt. Er empfiehlt sein Werk der Jugendfürsorge", seine Menschenschädel aufgegabelt hat, um mit ihnen für geklärt, ob diese von einem Bootshafen herrührt oder ein Ber indem er hervorhebt, daß er's im Norden, dem größten Arbeiter Entree ein Geschäft zu machen! Aber auch so mancher junge brechen vorliegt. Aufklärung dürfte erst die Obduktion ergeben. Die Auffindung der Leiche der Kleinen R. Hat die Auffärung der Frage, viertel unferer Reichshauptstadt" treibt, wo die Jugend aufs Mediziner betrachtet es ja als jeinen Ehrgeiz, einen Schädel ob ein Verbrechen oder ein Unglüdsfall vorliegt, bisher noch nicht geäußerste gefährdet" sei. Hier seien Tausende von jungen Leuten ge- aus der Anatomie zu eskamotieren, ihn im Zeitalter der bracht. Die Zeiche wurde zuerst in der Nähe des Pionier- lebungszwungen, in elenden Schlafstellen zu wohnen, und ihnen biete fich Humanität und Pietät als Briefbeschwerer zu benußen und plages in der Spree gesehen. Durch die starke Strömung wurde in den freien Abendstunden und an den Sonntagen fast teine schließlich blasiert in den ersten besten Müllkasten zu werfen. fie weiter getrieben bis zur Nähe des Eierhäuschens, wo sie ein Möglichkeit, in guter Gesellschaft ihre Unterhaltung zu finden. Daß Was der Meister der Schädelkunde aus seiner Totenkopf- Bartwächter, der durch einen Spaziergänger auf fie aufmerksam ge den Söhnen und Töchtern der Arbeiterfamilien das Arbeiterreihe greift, soll wenigstens im Tode einen guten Zweck er macht worden war, an einer seichten Stelle mit einer Harle landete. Jugendheim in der Brunnenstraße eine solche Stätte sein füllen. Da, dieser gelbliche Schädel mit der interessanten Kommissar Eger von Treptow und seine Beamten erschienen bald will, erfüllt die„ Versöhnungs"-Christen aus der Hussitenstraße nicht Schußlinie zur rechten Seite... er hat einem Selbstmörder am Tatorte. Sie benachrichtigten auch die Berliner Kriminalpolizei. gehört. In seiner Schädelbildung lag das Schicksal dieses Gerichtsarzt Dr. Marg, der ebenfalls bald erschien, glaubt nach dem Gerate das ist's ja, was ihnen Sorge macht. In ihrem Bettel- Menschen," doziert mit scheinbarer Unfehlbarkeit der Vor- äußerlichen Befund, daß kein Sittlichkeitsverbrechen vorliegt. Alle brief sprechen sie von der Arbeit der Sozialdemokratie, die mit tragende, der Selbstmord stand schon an seiner Wiege." äußerlichen Befund, daß kein Sittlichkeitsverbrechen vorliegt. fe Kleider, auch die Unterkleider des Mädchens waren aller Macht unfere Jugend gewinnen will". Sie flagen: Ganz in Instinktmäßig fassen ein paar Zuhörer schaudernd nach dem Das Ordnung. Mädchen fann THE an der Ablage unferer Nähe hat sie ein hochmodernes Jugendheim errichtet und eigenen Kopf, ob sie wohl fühlen können, daß auch bei ihnen in Baumschulenweg in die Spree gefallen ober ge versucht so, den Kampf gegen uns zu führen." Mahnend nennen die Merkmale der Lebensenergie nicht ausgebildet find. worfen worden sein. Es muß, um dorthin zu gelangen, die ganze worfen worden sein. Es muß, um dorthin zu gelangen, die ganze fie die Zahl der von der Arbeiterklasse geschaffenen und unter Andere lächeln überlegen, zeigen erst mehr Interesse bei dem Baumschulenstraße hinuntergegangen sein. Wenn es in den Stichhaltenen Jugendheime, erwähnen sie die für diese Arbeit auf- zerfressenen Schädelknochen des Aussätzigen. Geschmackvoll fanal gefallen wäre, was bei einem Unglüdsfalle eher anzunehmen gewendeten Geldmittel, jammern sie über die hohe Abonnentengiffer würzt der Meister seinen Vortrag mit dem Hinweis, daß aus wäre, weil dieser der elterlichen Wohnung bedeutend näher liegt, so der„ Arbeiter- Jugend". Eine besondere Gefahr sehen sie in den diesem Schädel mehr als einmal Bier getrunken wurde. Ent- hätte die Leiche aus diesem nicht gut in die Spree Lommen lönnen Sammlungen für den Bebel- Fonds, deren Ertrag eine weitere fegt und entrüstet entfliehen ein paar alte Jungfern dem hätte die Leiche aus diesem nicht gut in die Spree lommen können weil sie dann gegen die Strömung hätte treiben müssen. Sie Mehrung der Arbeiter Jugendheime ermöglichen soll. Schließlich Saal. Ach, wenn ihr Narren doch daran denken wolltet, wie weil sie dann gegen die Strömung hätte treiben müssen. Sie scheint aber nach ihrem Befunde schon mehr als drei Wochen im erzählen sie gar:„ Dazu kommt, daß jeder Genofie wöchentlich mit den Schädeln der Lebenden, die zu den Unbeglückten ge- Wasser gelegen zu haben. Danach hat sich die Kleine faum zuerst 10 Pf. für die Jugendheime zahlt; das macht 5,20 m. pro Stopf im hören, Schindluder getrieben wird! Jahr." Ach nein, so reichlich fließen die Mittel für die Arbeiter- Und da... wieder eine neue Sensation... der Schädel noch irgendwo anders aufgehalten. Die Berliner Kommiffion wird. Jugendheime leider nicht. Jeder Genoffe wöchentlich 10 f." 1? eines alten Buchthäuslers. Lombroso taucht auf und seine um völlige Aufklärung zu schaffen, auch allen Spuren nachgeben, auf sie die Polizei durch Anzeigen gelenkt wurde. Die gestern abend Man sieht, wie die christlichen Jugendfreunde" auch vor Ueber- Lehre vom geborenen Verbrecher. Der Vortragende ist ganz vorgenommene Deffnung der Leiche hat ergeben, daß ein Sittlichkeitsvorgenommene Deffnung der Leiche hat ergeben, daß ein Sittlichkeits treibungen nicht zurückschreden, wenn es darauf ankommt, ihre in seinem Element. Er weiß ja, daß dieser Kopf, als in ihm verbrechen nicht vorliegt, sondern daß der Tod des Kindes infolge noch das Hirn saß, fünfzehn Jahre seines Lebens hinter Sie brauchen nämlich selber Geld, um ihr Jugendheim unter Mauern und Gittern verfümmerte, und hat es leicht, an so von Erstiden im Wasser eingetreten iſt. halten zu fönnen, und sie möchten zur weiteren Ausdehnung ihrer dankbarem Objekt seine Aufgabe zu lösen. War der mun Arbeit ein eigenes Jugendhaus bauen, wozu sie erst recht Geld brauchen. Tote wirklich als Verbrecher zur Welt gekommen? Gab es In der Spree bei Treptow, in der Nähe der am Eingange zum In der Reihe der Leute, denen der Bettelbrief zugegangen ist, wirklich kein Mittel, ihm die Pforten des Lebensglückes zu fehlen nicht die wohlhabenden Großkaufleute, felbst nicht öffnen? Fragend steht es geschrieben in den Augen der Rummelsburger See liegenden Liebesinsel, wurde gestern abend Inhaber der Konfektionsgeschäfte aus der Hausvogteiplaz- Gegend. wenigen Hörer, die mit Gedanken vor der seltsamen Schädel- gegen 7 1hr ein Ruderboot treibend bemerkt. Angestellte des auf Ein rechter Christenmensch mag diese Gesellschaftsschicht nicht leiden, sammlung sigen. Nein, was den Lebenden abgehalten hätte, der genannten Insel befindlichen Restaurants, die das Fahrzeug doch ihre Spenden nimmt er gern. Bir zweifeln übrigens nicht, ein Verbrecher zu werden,... das weiß der Meister der bergen wollten, fanden zu ihrem Schrecken in dem Kahne die Leiche daß die christlichen Jugendfreunde" auch hier feine Fehlbitte tun Menschenkenntnis uns nicht zu sagen. Nur aus den grinsen- eines jungen Mannes, bie atvei Schußwunden in der linken Brustweiden. Denn darin stimmen selbst die unchriftlichsten Großlaufleute den Augenhöhlen spricht anklagend die Antwort wie ein feite aufwies. Aus mehreren Schriftstücken, die man in den Taschen des Toten fand, ging hervor, daß der Verstorbenè der 17 jährige und Großinduſtriellen längst mit den biederen Großgrundbefizern über- furchtbares Menetekel. Konditorlehrling Richter aus der Johannisthaler Straße 5 in Brig ein, daß ,, christliche" Bestrebungen, von denen sie sich eine Stne belung Eine neue Straßenbahnlinie ist den Westlichen Vorort war, der zweifellos Selbstmord verübt hatte, denn im Boote wurde der Arbeiterflasse versprechen, alle Unterſtügung verdienen. bahnen vom Polizeipräsidium genehmigt worden. Sie ein Revolver entdeckt, der noch mit drei Kugeln geladen war. Was Die Erziehung der jungen Leute zu, christlichen Bersönlich führt den Buchstaben" L" und geht vom Händelplatz zu Groß den jungen Menschen in den Tod getrieben hat, fonnte bisher noch feiten" ist das hebt der Brief ausdrücklich hervor Richterfelde aus über den Botanischen Garten zum Bahn- nicht festgestellt werden. Die Zeiche wurde beschlagnahmt und in -diefer Sorte von Jugendpflege die höchste Aufgabe". hof Steglit, durch die Kaiserallee nach dem Zoologischen die Halle des Stralauer Friedhofes geschafft. Eigentlich sollte aber so etwas gar nicht mehr nötig sein, wenn Garten, durch die Lichtensteinallee nach dem Großen Stern, die Söhne und Töchter der Arbeiterfamilien aus der Boltsschule über den Sansaplatz nach dem Lehrter und Stettiner Das Ermittelungsverfahren gegen die internationale Diebe. ins Leben hinaustreten. Gefeit sollten sie sein gegen alle An- Bahnhof. Die neue Linie tritt auf dieser Strecke an die bande, die unter Führung des Ungars Jenö Horvath in Berlin, fechtungen, die ihnen von der roten Jugendbewegung" drohen. Stelle der Linie 82, welche fünftig nur zwischen dem Paris, Nizza, Monte Carlo und anderen Orten JuwelenHaben nicht schon Lehrer in der Schule und zum Ueberfluß noch 3oologischen Garten und dem Schlesischen Zor diebstähle in Höhe von über 150 000 Mar! ausgeführt hatte, Pastoren im Konfirmandenunterricht alles Mögliche nicht selten verfehren soll. Im übrigen wird diesen Ring die Linie 16 nimmt einen immer größeren Umfang an. Bei der Behörde laufen unter Zuhilfenahme von Ohrfeigen und Stochieben- getan, den ergänzen, welche von der Turm, Ede Wilhelmshavener fast täglich Anzeigen von auswärtigen Hotelbefizern eti, bei denea Nachwuchs der Arbeiterklasse zu Gottesfurcht und frommer Sitte zu straße, nach dem Lehrter Bahnhof, dem Oranienburger Tor, Horvath und ſeine Genossen Diebstähle verübt haben. Ein dem Hackeschen Martt, dem Alerander- und Rüftriner Stomplize Despö Weigner wird noch von der Kriminalpolizei gesucht, während, wie schon mitgeteilt, mit Horvath zuſammen ein Blat verkehren soll. Die neue Betriebsregelung dürfte schon Ehepaar Wünschbach und eine Frau Blau verhaftet wurden, deren in nächster Woche in Straft treten. Geliebter, ein gewisser Schwarzfuchs, der Gehler ber Bande war. Bisher wurde angenommen, daß Aujust, drag'n Jarten raus! Schwarzfuchs Selbstmord verübt hat. Neuerdings taucht Diese Weisung ist in den letzten Tagen vielhundertmal in der bestimmte Verdacht auf, daß Schwarzfuchs gelegentlich Generalversammlung des Vereins„ Arbeiterjugendheim" bei Ried, Berlin ergangen. Eine große Anzahl Restaurants und Cafés eines geschäftlichen" Streits mit Horvath von diesem Grünauer Str. 7, ftatt. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist das täuschen ihren Gästen ein Stückchen Natur in der Riefenstein- ermordet worden ist. Es schiebt deshalb gegen Horváth Erscheinen aller Mitglieder notwendig. Frau Blau und die Eheleute Adlershof. Dienstag, den 21. April, abends 8%, Uhr, im Lofale wüste dadurch vor, daß sie an der Straßenseite eine Art auch ein Verfahren wegen Mordes. des Genossen Kaul, Bismarcitr. 45: Generalversammlung des Wahl- Beranda errichten und diese mit Zierbäumen aller Art aus- Wünschbach find inzwischen wieder auf freien Fuß gefekt worden. vereins. Tagesordnung: Jahresbericht und Neuwahl des Gesamt- statten. Auf der Brüstung kommen Balkonkästen" mit den Horvath, der bei seinen Diebesfahrten stets in Ladstiefeln und Zylinder verschiedenartigsten Bier- und Rankpflanzen zu stehen und deutschen Sprache nicht mächtig ist. Seinem Verteidiger, Rechtswar, macht der Behörde viel Schwierigkeiten, da er angeblich ber Schönwalde- Schönerlinde, Der Zahlabend findet am Sonntag. der Garten ist fertig! Der Berliner ist ja jo anspruchsanwalt Dr. Frey, ist es deshalb gestattet worden, mit dem Dolden 19. b. W., nachmittags 4 Uhr, für Schönwalde bei Schulz und los! Für die Anlage solcher Gärten" ist natürlich die metscher des österreichisch ungarischen Konsulats Horvath im Moabiter für Schönerlinde bei Schieffe statt. Die Stollegen vom Landarbeiter- polizeiliche Erlaubnis erforderlich, die nur da gegeben wird, Untersuchungsgefängnis aufzusuchen. Die Genehmigung diefes Auverband wollen sich rege an der Veranstaltung beteiligen. wo der Bürgersteig genügend breit ist und wo nach solch einem trages ist insofern von prinzipieller Bedentung, da bisher nur der grünen Bläbchen ein Bedürfnis vorhanden ist. In diesem Berteidiger allein unter Aufsicht eines Beamten mit einent interJahre soll die Erlaubniserteilung erheblich erweitert worden fuchungsgefangenen verlehren durfte. sein, auch wird sehr streng darauf gehalten, daß diese Gärten durch ihre Bauart oder ihren Anstrich das Straßenbild nicht verunzieren. Anträge auf Erteilung der Erlaubnis zur Veranstaltung von musikalischen Unterhaltungen durch eine Zweioder Dreimannkapelle innerhalb dieser Gärten sind nicht genehmigt worden. erziehen? " Parteiangelegenheiten. Köpenick. Am Montag, den 20. April, findet die ordentliche borstandes. Letzte Vorstellung Hinterm Zaun", Lustspiel von Karl Rößler, Sonntag, den 19. April 1914, nachmittags 3 Uhr, im Herrnfeld Theater, Kommandantenstraße. Starten à 1,10 9. infl. Bettel und Garderobe jind noch in folgenden Stellen zu haben: Zigarrengeschäft Baumann, Rungestr. 30; Bureau des 4. Wahlkreises, Stralauer Blat 10/11, bon 9-1 und 5-7 Uhr; Restauration Dieseler, Brunnenstr. 150, Eingang vom Hof; Zigarrengeschäft Schröder, Hagelberger Str. 54/55. Der Bezirksbildungsausschuß Groß- Berlin. Berliner Nachrichten. Der Schädel- Professor. " Von einem Polizisten niedergeschossen. Jm Ruderboot erschoffen. Zu dem Ueberfall auf einen Arzt, über den wir berichteten, wird weiter gemeldet, daß der mutmaßliche Täter jest ergriffen ist. Wie wir mitteilten, lenfte fich der Verdacht auf einen Einbrecher Ernst Arnhold Hilfcher. Er bestritt entschieden, bei dem Einbruch und dem Ueberfall irgendwie beteiligt gewesen zu sein. Der berfallene rat, dem er gestern morgen gegenüber gestellt wurde, erfante aber grade ihn als den Embrecher wieder, der ihn angriff, würgte und die Treppe hinunterwarf. Nur eins stimmte nicht. Der Einbrecher batte Der Polizeirevolver hat am Freitag wieder ein Opfer gefordert. Es war aber bald nachgewiesen, daß sich Hilscher nach dem Ueberfall längeres Haar gehabt, während der Verhaftete ganz furzes trägt. Bei einem Malergehilfen Willi Huwe im Haufe Brunnenstr. 11 erschienen nach 10 Uhr vormittags zwei das Haar hatte schneiden lassen. Das mußte er dann auch zugeben, Striminalpoligiften, um seine Frau zur Verbüßung einer Haftstrafe aber trotzdem leugnet er seine Beteiligung an dem Einbruch. Der abzuholen. Da ihnen nicht geöffnet wurde, so verschafften sie mit Berhaftete wurde frog feines Leugnens unter dem dringenden Wer Silfe eines herbeigerufenen Schloffers fich Zutritt zur Wohnung während feiner Bernehmung auf dem Polizeipräsidium wurde dort dachte der Täterschaft dem Untersuchungsrichter vorgeführt. Roch Frau Huwe lag noch im Bett, erklärte aber auf Verlangen sich noch ein Hilscher eingeliefert, den man ebenfalls als den gesuchten bereit, mitzukommen. Einer der Beamten foll sofort einen schroffen Einbrecher ermittelt und vorläufig festgenommen hatte. Es war Ton angeschlagen und gedroht haben, daß sie sonst samt dem Bett hinausgetragen werden würde. Herr Huwe, der gleichfalls aber ein falscher Silscher, ein Mann, der dem echten für 80 Pf. die sich erst aus dem Bett erhob, sagte den beiden Beamten, seine Frau Ausweispapiere abgekauft hatte. In der Nähe des Hausvogteiplayes hat er, um dem werde sich doch wohl erst in Rube anziehen dürfen, einstweilen Bermißt. Seit Dfterdienstag wird der Wächter Gläsmann von bekannten nervenfibelnden Bedürfnis zu entsprechen, seine möchten sie gefälligst das Zimmer verlassen. Hier scheinen nun die der Wirtsaaftsgenossenschaft Berliner Grundbefizer vermißt. Am Akademie für Menschenkenntnis und Schädelkunde aufgemacht, Beamten geglaubt zu haben, daß sie ihre gefährdete Autorität" Dftermontagabend trat er feinen Rondedienst in der Stralauer just da, wo das Weltstadtleben in vollen Schlägen pulsiert durch fräftiges Bugreifen wiederherstellen müßten. Nach einer uns Straße pünktlich an, meldete sich aber am anderen Morgen nicht und die lebengenießenden Rinder Spree- Babels an alles zugehenden Darstellung forderten sie huwe Darstellung forderten sie huwe jegt auf zu ab. Gestern wurde die Müge des Vermißten im Wasser gefunden. daß er rauskomme, und Tegten auch fogleich andere eher denfen, als an grinsende Menschenschädel und an machen, ant Hand den Tod. Was der Professor ohne Professortitel da seinem Stod, er Straßenunfall. Der 24 Jahre alte Arbeiter Paul Kricheldorf, neugierigen Auditorium für eine blanke Mart vorführt, ist Stod, wobei er eine Gaslampe zertrümmerte, und drohte bann: der bei seinen Eltern im Hause Müllerstr. 165 wohnt, stirate gesteri Geben Sie raus oder ich schieße!" Plöglich fnallte ein nachmittag, als er an der Haltestelle vor dem Hause Müllerstr. 6 der Wissenschaft und jedem halbwegs Gebildeten längst be Schuß- und von einer Kugel getroffen, brach Huwe zaufammen. einen Kraftomnibus verlassen wollte, infolge eines Schwindelanfalles fannt. Es ist der innige Zusammenhang der Schädelbildung Die Beamten verzichteten jetzt auf Siftierung der Frau und brachten vom Verded des Wagens. Man brachte ihn nach der Hilfsstelle in mit guten und schlechten Charaktereigenschaften, mit Talenten den Schwerverwundeten zur Charité, wo ein Bauchschuß festgestellt der Lindower Straße, wo man ihm den ersten Verband anlegte, und und Intelligenzmangel. Einigermaßen neu darf nur ange- und wegen Lebensgefahr eine schleunige Operation ausgeführt dann nach der elterlichen Wohnung. ihn. Einer der Beamten hob aufgeregt seinen Aus aller Welt. Erandkatastrophen. Die Feder sträubt sich... Der Musketier Blei aus Gnefen, der von einem Sergeanten Dampferfahrten zur Baumblüte nach Werder wird, die Spree- fchwarz- blaue Block, der dieses für ländliche Verhältnisse unheil Sabel- Dampfichiffahrt- Gesellschaft Stern" am nächsten Sonntag volle Gejes" geschaffen hat. Auch die Nationalliberalen haben zu einem Schöffengerichtstermin nach Hannover transportiert worden veranstalten. Ab Berlin( Weidendammer Brücke) fahren die Dampfer Geburtshilfe geleistet. Es ist also ein durch und durch„ nationales" war, entsprang feinem Transporteur im alten Justizgebäude.. In Wären nach den Vorschlägen der Sozialdemokratie die Gelle, wohin er geflüchtet war, founte er wieder verhaftet werden. um 8, 8.30 und 9 Uhr, von Station Bahnhof Bellevue( Café Berk. Gärtner) 8.20, 8.50 und 9.20 von Charlottenburg( Schloßbrüde) Krankenkassen organisiert worden, so würde wirkliche Selbstver: Auf dem Transport von Celle nach Hannover entsprang er aus 8.50, 9.20 und 9.50 und von Spandau( Charlottenbrüde) 9.57, 10.27 waltung der Kaffenmitglieder, ausreichende Versorgung auch für bem Eilzuge. Der Zug hielt und Blei wurde mit schweren und 10.57 Uhr. Ron Potsdam nach Werder findet von vormittags die Landproletarier vorhanden sein und zwischen Aerzten und inneren Verlegungen aufgefunden und ins Garnisonlazarett 10 Uhr bis nachmittags 6 Uhr stündlicher Verkehr statt. An den Kassen Frieden bestehen. gebracht. darauf folgenden Wochentagen werden die Dampfer bis auf weiteres ebenfalls nach Werder ab Weidendammer Brüde um 9 Uhr und ab Bahnhof Bellevue 9.20, ab Charlottenburg 9.50 und ab Spandau Auf dem Hofe des Thorner Gerichtsgefängnisses wurde Freitag um 10.57 Uhr abgelassen. Von Potsdam ab findet wie am Sonntag früh der Raubmörder Josef Strasfiewicz, geboren am 30. Nobon 10-6 Uhr ein stündlicher Verkehr statt. An den Wochentagen bember 1890 zu Bienkowo, Kreis Kulm, hingerichtet. Etrasties werden auch für Schulkinder billige Fabrten für ganze Klassen nach wicz, der als mustetier der 7. Kompagnie des Infanterie- ReWerder zum Preise von 30 Pf. hin und zurüd eingerichtet. Auch Ein furchtbares Brandunglück, dem zahlreiche giments Nr. 61 fahnenflüchtig geworden war, hatte in auf der Oberspree und Havel werden am nächsten Sonntag billige von EinbruchsdiebFrühlings- Sonderfahrten veranstaltet. Ab Potsdam werden die Menschen zum Opfer fielen, hat sich Freitagvormittag verschiedenen Provinzen eine Reihe Schiffe täglich von 9-6 Uhr stündlich nach Werder verkehren. in New York zugetragen. In dem Erdgeschoß eines großen stählen, namentlich in Kirchen, verübt und zulegt im Auguſt Kleine Nachrichten. Aus dem Teltowkanal gelandet wurde Wohnhauses kam Feuer aus, das sich mit großer Schnelligkeit vorigen Jahres in Althausen( Kreis Kulm) bei einem Einbruch den gestern vormittag die Zeiche eines unbekannten Mannes, die nach über die Treppe ausbreitete und den Bewohnern den Rettungs- Kätner Cirantowski und dessen Wirtschafterin Malinowsti ihrem Zustande nur erst ganz turze Zeit im Waffer gelegen hat. weg abschnitt. Von der Vorderseite des Gebäudes wie von erschlagen. Sie wurde nach der Halle in Brig gebracht. Der Tote ist etwa den Fenstern des benachbarten Mietshauses versuchten die 40 Jahre alt und trug eine grüne Joppe, ein dunkles Jadett und Feuerwehrleute auf Leitern ihre Rettungsarbeit, wobei sich dunkle Hofen. Etwaige Mitteilungen zur Feststellung der Perfön- ergreifende Szenen abspielten. Bisher sind zehn Leichen lichkeit nimmt der Amtsvorsteher von Briz entgegen. In der gefunden, von denen sechs so verkohlt sind, daß man erichossen Gastwirtschaft hat sich der 20 Jahre alte die Persönlichkeiten nicht feststellen konnte. Friseur Mar Damrow, der bei seinen Eltern in der Hochstraße wohnte. Als Uriache wird ein Liebesverhältnis angegeben, dem sich die Eltern der Braut widersetzten. Durch die Unvorsichtigkeit spielender Kinder entstand in Auf der Straße vom Tode ereilt wurde gestern ein unbekannter der ungarischen Ortschaft Atya ein gefährlicher Brand. Mann, dessen Persönlichkeit nicht festgestellt werden konnte. Er 61 Wohnhäuser sowie zahlreiche Wirtschaftsgebäude Da muß es also schon toll zugegangen fein, aber gewiß nur wurde in bewußtlofem Zustande von einem Schußmann auf dem wurden ein Raub der Flammen. 3wei Personen im Interesse von Religion, Ordnung und Sitte, denn für diese Fordenbed- Platz aufgefunden und nach der Rettungswache in der Da viele heilige Dreieinigkeit streiten ja alle ordentlichen und getreuen Stadt Barichauer Straße gebracht. Hier verstarb er jedoch kurz nach der fanden in den Flammen ihren Tod. Einlieferung, anscheinend an Herzfrämpfen. Der Tote ift etwa 45 Haustiere und große Vorräte an Getreide vernichtet worden väter. bis 50 Jahre alt und 1,60 Meter groß. hat schwarzes, graumeliertes sind, ist der Schaden sehr bedeutend. Haar, ebensolchen Schnurr- und Spizbart und trug einen schwarzen Die Eisenbahndirektion München teilt mit: Der Durchgangs Baletot, einen blauen Anzug, eine bunte Beste und einen schwarzen, In der belgischen Stadt Verviers brach in der Nacht güterzug 1787 ist zwischen Steinach und Ermeghofen auf steifen Hut. Seinem Aeußeren nach hat er dem Arbeiterstande angehört. Auf der Straße vom Tode überrascht wurde der in den zum Freitag in einem von mehreren Familien bewohnten der Linie Treuchtlingen- Würzburg mit der Lokomotive und etwa vierziger Jahren stehende Fahrradhändler Dito Hartwig aus Frank Hause Feuer aus, bei dem zwei Kinder den Tod zehn Wagen entgleist. Der zu gleicher Zeit auf dem NachbarDrei andere Personen gleis im Gefäll entgegenkommende Durchgangsgüterzug 1752 turde furt a. D., der sich geschäftlich in Berlin aufhielt. Als er von einer durch Erstickung fanden. Beforgung mit seinem Rade den Alexanderplatz passierte, fiel er wurden halb erstidt ins Krankenhaus gebracht. dadurch mit der Lokomotive und etwa zehn Wagen gleichfalls plöglich um. Auf der Unfallstation in der Keibelstraße fonnte nur zur Entgleisung gebracht. Die beiden Lokomotivder Tod festgestellt werden. führer und ein Heizer wurden schwer verbrüht, Drei französische Touristen, die am Dienstag im Festungs- zwei Zugführer leicht verlegt. Der andere Heizer wurde auf der gelände von Neubreisach photographische Aufnahmen Lokomotive eingeklemmt und ist wahrscheinlich tot. Die Ure gemacht hatten, waren von einem Wallmeister festgenommen worden. fache des Unglüds ist noch nicht festgestellt. Die Platten usw. wurden beschlagnahmt und die drei Personen ins Gerichtsgefängnis zu Solmar übergeführt, wo sie sich zurzeit noch befinden. Soziales. Aerztestreik in agrarischen Gefilden. ** ÷ Unter Spionageverdacht. In den ländlichen Areisen Pr.- Holland und Mohrungen lehnen feit dem 1. April die Aerzte der Landfrankenkassen die Behandlung ab. Darüber find die Junker entfeßt; fie fönnen so etwas nicht fassen. Der erste wirkliche Streit in ihren Gefilden. Wie soll das enden! Denn schließlich könnten die Landarbeiter Gerichtsverhandlungen und der Gefangenenverpflegung. das nachmachen, und was dann? Deshalb zittern die Junker freilich, das Wohl der franken Bandarbeiterfamilien fümmert sie wenig. Am liebsten hätten die ostelbischen Agrarier überhaupt feine gejeßliche Krankenfürsorge eingeführt. Doch ihr eigenes Wohl und vor allem ihre Machtstellung ist in Frage gestellt, wenn die Landarbeiter dem Beispiel der Aerzte folgen. Wäre es nicht praktisch, international das System der Austauschspione einzuführen? Man spart dann die Kosten der Allerlei aus der Ferienkolonie. Großes Aufsehen erregt in Schweidnih die auf Veranlassung der Militärbehörde verfügte Verhaftung des Feldwebels Fabig vom 10. Grenadierregiment. Fabig soll Gelder, die er zum Ausgleich von Rechnungen aus der Kompagniekasse erhielt, für In der agrarischen Ostpreußischen Zeitung" ergreift ein Junker namens v. Reichel- Tergen das Wort und jammert, daß es einen Notstand, wie ihn jebt die Kreise Pr.- Holland und sich verwendet haben. Mohrungen erlebten, noch nie gegeben habe und hoffentlich nie wieder geben werde. Er führt aus, daß die Regierung sofort um Hilfe angerufen worden ist. Doch die hat versagt. Der Bertreter des Regierungspräsidenten hat erflärt, daß ihm eine Einwirkung auf die Aerzte in bezug auf Behandlung nicht zuftehe. Diefelbe Regierung foußte recht schneidig gegen die Allgemeine Orisfrantentasse in Königsberg vorzugehen, als die Aerzte hier streiften. Der Kasse wurden die Bedingungen einfach biktiert, die das Oberversicherungsamt mit den Herzten vereinbart hatte. Gegen die Landtrantentassen vorzugehen, dazu scheint der preußischen Regierung offenbar der nötige Echneid zu fehlen. * Der Musketier Gfiba vom 22. Infanterieregiment in Gleiwik, der in der Nacht zum Freitag am Pulverschuppen Bosten stand, war in voller Ausrüstung fahnenflüchtig gelverden. Zunächst glaubte man, er sei von russischen Spionen zu diesem Schritt beredet worden. Nachdem vier Kompagnien zu seiner Ermittelung die Umgebung durchstreift hatten, fand man heute nachmittag im sogenannten Labander Walde die Leiche des Soldaten. Wie der Befund ergab, hatte er sich in selbst mörderischer Absicht erschossen. Ueber das Motiv zu der traurigen Tat ist noch nichts bekannt geworden. Ein richtiggehender Sauherdenton" scheint in Parlament des märkischen Städtchens Fiddichow zu herrschen. Der Fiddichower Lokal- Anzeiger" schreibt nämlich: Ueber die am Mittwoch abgehaltene Stadtverordnetenfißung find wir leider nicht in der Lage zu berichten, da in dieser ein solcher Ton herrschte, daß im eigenen Interesse der Stadtverordnetenversammlung eine öffentliche Berichterstattung beffer unterbleibt." Eisenbahnunglück in Bayern. Ein Schweineigel. Nach Verübung zahlreicher sittlicher Verfehlungen ist der Professor Meresatomski von der Universität in Kafan flüchtig geworden. Wie erst jetzt befannt wird, hat der Professor sich seit Jahren an Kindern und minderwertigen Mädchen vergangen. Seine Schuld liegt am Tage, da der Polizei das Tagebuch des Professors in die Hände gefallen ist, in dem er systematisch über feine Taten und Opfer Buch geführt hat; ebenso fanden sich zahlreiche kompromittierende Photographien. Mereschkowski hat sich zusammen mit seiner zwölfjährigen Pflegetochter, die ebenfalls zu seinen Opfern gehört, ins Ausland geflüchtet. Kleine Notizen. Er wurde Bergmannstod. Auf einer Zeche in Bövinghaus( Westfalen) wurde am Freitagmorgen der Bergmann Schmis von herein brechenden Gesteinsmaffen verschüttet. später von Rettungsmannschaften erst i dt aufgefunden. Schmitz hinterläßt eine Witwe und mehrere unmündige Kinder. Attentat eines Geisteskranken. In New York feuerte am Freitag ein alter Mann, der anscheinend geistestrant ist, einen Schuß ab, der an dem Bürgermeister Mitchel und dem Bolizeifommissar Woods nahe borbeiging und einen Synditus namens Folt erheblich verlebte. Der Attentäter wurde verhaftet. Man vermutet, daß er Woods hat töten wollen. Jugendveranstaltungen. Charlottenburg. Morgen, Sonntag, Spielpartie nach der Jungfern Die Junter der Kreise Pr.- Holland und Mohrungen haben fich nach Berlin gemandt, und Herr v. Reichel- Tergen meint, daß die Regierung, die sich mit peinlichster Genauigkeit und oft damit Im Stadtteil Halbendorf in Glas gerieten des Nachts vor verbundenen Härten um die sanitären Verhältnisse der Güter dem Bauerschen Gasthause eine Anzahl Soldaten in Streit, der und Dörfer bekümmere, auch im imftande sein sollte, dieſem noch in eine größere Schlägerei ausartete, die im Gasthause fortgesetzt nie dagewesenen Zustande zu steuern. Wenn ein Gesez wie das wurde. Hierbei wurden alle 53 Fensterscheiben des Hauses, Stranfenfassengeſeh mit seinen 371 Paragraphen in die Welt gejezt sowie Biergläfer, Flaschen und Mobiliar zerbeide. Abmarsch 2 Uhr vom Wilhelmsplay. Abends 18 Uhr: Musitaliſche werde, dann dürfe man wohl verlangen, daß es so vorbereitet fei, daß seine Durchführung fofort möglich sei. Hier scheinen trümmert. Drei Soldaten wurden verlegt; einer aber die Vorbereitungen vergessen worden zu sein. Der berant- erlitt einen Beinbruch, einem zweiten wurde die Pulsader zerschnitten. wortliche Redakteur dieses für ländliche Verhältnisse unheilvollen Alle drei wurden ins Lazarett geschafft. Außerdem wurde eine Menge Gefehes müsse aber Antwort geben fönnen auf die Frage, wie unbeteiligter in Mitleidenschaft gezogen. Eine Untersuchung dem hier bestehenden Rotstande sofort abzuhelfen fei. ist eingeleitet worden. Der verantwortliche Redakteur" ist in diesem Falle der Unterhaltung. Lichterfelde. Sonntag, den 19. April, nachmittags 4 Uhr: Unter haltungsabend im neuen Vereinslokal. Neukölln. Sonntag, den 19. April: Banderung nach SandhausenTegel- Bittenau. Fahrt mit Linie 28. Treffpunkt um 7 Uhr: Steimmet, Ede Hermannstraße. Fahrgeld 30 f. Für die großen Pfingſtwanders fahrten find Einzeichnungen in die Teilnehmerligen baldigst vorzunehmen. 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Sinzust Nunmehr soll die Familie Holzfe mit großer Ausdauer ein gelischen Arbeiterbereine): Die evangelischen Arbeitervereine haben getauft wurden Aktien der Niederschlesischen Elektrizitäts- und großzügig angelegtes Erpressungsmanöver in Szene gesezt haben. schon vor vielen Jahren vor dem Beitritt zu gelben Gewerkschaften Kleinbahn A.-G., neu erworben Aktien der Elektrizitätswerk- Raum hatte Frau Menke im März 1913 Berlin wieder verlassen gewarnt, und die Ausführungen des Landtagsabgeordneten Fischer Westerwald- A.- G. Ferner teilt der Bericht Einzelheiten über die und war nach England zurückgekehrt, als so wird behauptet dürfen nicht den Eindrud hervorrufen, als ob die Württembergi- Tätigkeit von zahlreichen Finanzgesellschaften, Elektrizitätswerken, die gesamte Familie Holzke begann, die 13jährige Agnes gegen schen evangelischen Arbeitervereine etwa für die gelben Gewert- Straßenbahngesellschaften, u. ä. Tochter und zweigunternehmen ihre Mutter und den neuen Stiefvater so aufzuheben, daß diese schaften wären. der A. E.-G. Bei einem Aktienkapital von 60 Millionen Mark Angst bekam, zu ihrer Mutter zu gehen. Als Frau Menke, die Rechtsanwalt Meigner- Nürnberg: Ohne Strafbestimmun- verzeichnet die Bilanz einen Besitz an Wertpapieren und durch Anordnung des Vormundschaftsgerichts Charlottenburg zum gen müßte, wie die Dinge liegen, heute der Organisationszwang zu Beteiligungen von über 111 Millionen. In Wahrheit Vormund ihrer Kinder bestellt war, im Sommer 1913 nach Dresden Hebertreibungen führen. Das innerste Wesen der Arbeiterorgani- wird der Aktienbesiz noch höher sein, als ihn die Bilanz angibt. reiste, schrieb sie den Kindern, sie sollten auch dorthin kommen, fation ist die Kampfbereitschaft für den Streif, und hier machen doch erhielt sie von der Tochter Agnes einen fategorischen Absagebrief, wir nun die Erfahrung, daß die Massen fast stets dem ausgesproche= der nicht dem Gehirn eines dreizehnjährigen Mädchens entsprungen nen Willen der Führer widerstreben, und daß Arbeitswillige, die sein konnte und die Mutter veranlaßte, schleunigst nach Berlin zu unter Umständen aus durchaus ehrenhaften Gründen weiterarbeiten, Unter dem Namen Behring- Werke, Gesellschaft mit be- fahren und von Holzkes die Herausgabe des Kindes zu verlangen. auf dem Wege zur Arbeitsstätte ein wahres Spießrutenlaufen durch- schränkter Haftung in Bremen und Marburg, ist im Sigungssaale der Nun trat das Ehepaar Holzte mit Ansprüchen in Höhe von einigen machen müssen. Derartige, bei dem jezigen Stand der Volks- Deutschen Nationalbank, Bremen, eine Gesellschaft mit beschränkter tausend Mark hervor, deren Erfüllung Frau Mente ablehnte. Sie erziehung niemals zu vermeidende Haftung mit 675 000 M. Stammkapital gegründet worden. Zweck überreichte der Tochter Agnes ein Billett, zweiter Klasse nach Harzder Gesellschaft ist die Herstellung therapeutischer Prä- burg, mit der Weisung, daß sie sich am folgenden Tage, nachmittags parate; insbesondere sollen unter persönlicher Leitung und Kon- 3.55 Uhr, auf dem Bahnhof einfinden solle, um mit ihr nach Harztrolle von Exzellenz v. Behring die von ihm entdeckten Heilsera her- die Zahlung einer bestimmten Summe zur Vorbedingung für die burg zu fahren. Statt ihrer traf Herr Holzte dort ein und machte gestellt werden. v. Behring bringt zu diesem Zwecke die Herausgabe der Tochter Agnes. Frau Menke lehnte dies abermals in Marburg bereits errichteten Laboratorien und Tierhaltungs- ab und begab sich, da der Zug inzwischen fortgefahren war, wieder einrichtungen in die Gesellschaft ein. Außerdem wird die in ihr Hotel zurück. Sie erwirkte dann vom Vormundschaftsgericht Gesellschaft den von v. Behring neuentdeckten Diphtherie- einen Beschluß, nach welcher der Polizei der Auftrag zur Zuführung Als am Morgen des Schuhimpfstoff T. A., der Immunisierung gegen die genannte der Agnes an ihre Mutter erteilt wurde. Krankheit verleiht, ausschließlich vertreiben. In Marburg wird eine 1. Juli 1913 zwei Schußleute in der Holzteschen Wohnung erschienen, von dem langjährigen Leiter der Behringschen Laboratorien um den Beschluß auszuführen, wurde die Agnes nicht gefunden, da sie in raffinierter Weise versteckt worden war. Nachdem Holzke Dr. Siebert- Marburg geführte Zweigniederlassung errichtet. Der dann vergebens versucht hatte, in Harzburg, wo die Frau Menke Vertrieb der Diphtherie- Heil- und Schutzmittel wird am 1. Juli mit ihrem Ehemann weilte, mittels eines von ihm auf Grund 1914 aufgenommen werden, während die anderen Sera und eidesstattlicher Versicherungen erlangten dringlichen Arrestbefehls Präparate sofort abgegeben werden. die Summe von 3000 m. herauszuholen, wurde er Mitte Juli v. J. in Harzburg verhaftet. Kaum hatte die Familie Holzke in Berlin von der Verhaftung erfahren, als ihr der Boden hier zu heiß wurde. Ueber Hals und Kopf reiste nächtlicherweile Margarete Holzke mit der Agnes nach Michelau in Bayern ab, wo ein entfernter Verwandter der Frau Holzke ein kleines Kolonialwarengeschäft betrieb. Frau Holzte felbst und ihre Tochter Ella begaben sich nach Harzburg, um dort die Haftentlassung des verhafteten Ehemannes au bewirken. Die Agnes Gorodiski ist dann in Michelau durch den Detektiv Graeger nach einigem Kreuz und Quer ermittelt und den besorgten Eltern in Harzburg wieder zugeführt worden. Auswüchse des Koalitionszwangs können nur ausgeglichen werden auf dem Wege des Strafgesetzbuches. Aber der§ 153 der Gewerbeordnung sieht nur Gefängnis vor und schließt Geldstrafe aus. Das ist zu hart. Ebenso wie ich Verständnis habe für Arbeitswillige, die aus ehrenhaften Motiven weiterarbeiten, habe ich ein tiefes Gefühl für die ethische Kraft des Streiks, die zum Ausdruck kommt in der Solidarität des Arbeiters mit seinem Arbeitskollegen. In dieser ethischen Kraft liegt eines von den Momenten, in denen uns die Sozialdemokratie Lehrmeisterin seiv tann. Denn diese Kraft zeigt uns, was an Entsagung und Gemeingeist aus den Menschen herausgeholt werden kann. Professor Rade- Marburg: Wenn ich immer von den großen Unternehmerorganisationen und den Wirkungen der willfürlichen Preisfestsezungen durch die Kartelle höre, so verstehe ich cines nicht, nämlich die große Geduld des Volkes, das sich diese millkürlichen Preisfestjehungen gefallen läßt.( Sehr richtig!) Sollte entwideln? es nicht möglich sein, die Widerstandskraft dagegen irgendwie zu preisgegeben? Und sollte nicht eine große Abwehrorganisation der Konjumenten, zu denen wir doch alle gehören, möglich sein? ( Beifall.) In einer vernünftigen Gesellschaftsordnung müßten die Heilmittel natürlich zur freien Herstellung und Verwendung wissenschaftlichen Instituten und Aerzten überlassen werden. Nur so allein tönnte eine ausreichende Prüfung die Mittel auf ihren Wert und nötigenfalls die allgemeine Anwendung im Interesse der Kranken sichergestellt werden. Päsident Prof. D. Baumgarten: Sie haben wohl geglaubt, daß wir dieses Thema auf die Tagesordnung gesetzt haben mit Rücksicht darauf, daß in mir befreundeten politischen Kreisen Die Betriebseinschränkungen nehmen zu. Ueber die Situation jezt die Frage des Arbeitswilligenschußes viel besprochen wird. am Eisenmarkt schreibt die„ Rheinisch- Westfälische Zeitung" u. a. Wir haben dabei sehen müssen, daß die großen und wirklich tiefen Der Markt bleibt still und die Preise schwankend. Lediglich in sozialen und ethischen Motive bei der politischen Behandlung dieses Formeisen macht sich ein etwas besserer Abruf bemerkbar. Die Themas nicht zur Geltung gekommen sind, wohl aber fleinliche Werte sind etwas schwächer besetzt und die Betriebsein Interessengesichtspunkte.( Sehr richtig!) Wir haben gehofft, daß durch unsere Verhandlungen der öffentlichen Meinung der Blid schränkungen nehmen dementsprechend zu. Das Drängen etwas geschärft wird für die Auffassung, daß, wenn sich beim Stoa- bält an und ebenso die Gewährung von Vergünstigungen auf schlanke litionsawang auch sehr bedenkliche Blüten offenbaren, es sich doch Aufträge. Es wird meistens prompt geliefert. Der an sich unum Triebe eines durchaus gesunden Baumes han günstige Preisstand wird durch das Anbieten von Lagereisen unter delt.( Lebhafte Zustimmung.) Wir haben flar werden lassen, Tagespreis noch verschlechtert. Man verkauft solches Eisen zu 85 M. daß wir derartige Auswüchse ertragen müssen, weil das, bon dem die Tonne effektiv. Der Markt in Blechen wird durch Ueberproduktion sie Auswüchse sind, etwas unendlich Menschliches, ja Sittliches und start unter Drud gehalten. Die Leistungsfähigkeit der neuen Werke Hohes ist. Wenn der politische Kampf um den Arbeitswilligenschub bringt Mengen hervor; für die ein Bedarf für die nächste Zeit nicht stärker getragen wäre von dem Geist, der hier in Erscheinung getreten ist, dann würde dieser Kampf ganz wesentlich auf ein höheres eintreten wird. Die Preise dürften auf ihrem tiefsten Stand anNiveau gestellt werden. Es ist von der größten Bedeutung, daß gelangt sein und deshalb nicht weiter heruntergehen. Das Siegerwir auf diesem Kongreffe auch einmal die Mehrseite der Medaille land ist besonders schwach beschäftigt und muß einschränten gezeigt und von dem Organisationszwang der Unternehmerorgani- und feiern. fationen gesprochen haben. Wir haben nicht einseitig für die Arbeiter Partei genommen; aber nach dem, was die Presse immer geschrieben hat, war es einmal notwendig, das Gegengewicht zu verstärken.( Lebhafte Zustimmung.) Es ist unendlich wichtig, daß wir dazu übergehen, die Enimidelung des Verhältnisses zwischen Arbeitern und Arbeitgebern unter einem höheren Gesichtspunkt zu betrachten. Wir sind der Ansicht, daß das Kurieren von Symptomen, und daß gefeßliche und Verwaltungsmaßnahmen durchaus nicht als das angesehen werden können, was in diesen Dingen Hilfe schaffen tann.( Beifall.) Im Schlußwort führt der Referent, Prof W. Zimmer. man- Berlin, aus, daß die öffentliche Meinung durch das zu Tode gehette Schlagwort von dem Terrorismus der Streifenden geschlossen. Gerichtszeitung. Der Raub der Javanerin. Das Nachspiel zu dieser Entführungsgeschichte bildet nun die Anklage, die gegen die Eheleute Holzke und deren beiden Töchter erhoben worden ist. Der Vater ist der Entführung, der Unterschlagung in mehreren Fällen, der versuchten Erpressung, des Bes truges und der Beleidigung; die Ehefrau und die Töchter der Beis hilfe an einzelnen dieser Delikte beschuldigt. Die Verhandlung. die Landgerichtsdirektor Hesse leitet, wird drei Tage in Anspruch nehmen. Ueber den Ausgang der Verhandlung werden wir berichten. 50 000 M. für einen Scherz. Eine nicht ernstlich gemeinte Willenserklärung, die in der Ere wartung abgegeben wird, der Mangel der Ernstlichkeit werde nicht verkannt werden, ist nichtig(§ 118 des Bürgerlichen Gesetzbuches). Das Gesetz will damit verhüten, daß jemand, der aus Brahlerei oder aus Scherz irgendein unsinniges oder leichtsinniges Versprechen gemacht hat, an dessen Erfüllung er im Ernst offensichtlich nicht gedacht hat, zur Leistung des Versprochenen gezwungen werden fann. Dabei ist es gleichgültig, ob derjenige, demgegenüber das Versprechen abgegeben ist, es etwa wirklich als ernstlich gemeint aufgefaßt hat. Es genügt zur Nichtigkeit, daß der Versprechende nachweist, daß er seine Erklärung tatsächlich nicht ernst meinte und Ein Kriminalroman, der in seinen grotesten Einzel- daß dies dem Gegner bei vernünftiger Ueberlegung erkennbar jein heiten von keinem Filmdichter spannender und unwahrschein mußte. Hierfür sind die einzelnen Umstände des Falles, namentlicher hätte ausgedacht werden können, wird sich am nächsten lich der Anlaß des Versprechens und die Höhe der versprochenen Dienstag vor der 2. Strafkammer des Landgerichts III ent- Leistung, von ausschlaggebender Bedeutung. Ein recht interessanter rollen. Es handelt sich um die Entführungsgeschichte einer Fall leichtsinnigen Versprechens bildete die Grundlage folgender 13 jährigen Javanerin, die im vergangenen Jahre stattfand. Reichsgerichtsentscheidung, die in dem letzten Heft der gedrudten Vor etwa 20 Jahren wanderte ein junger deutscher Arzt Dr. Entscheidungen des Reichsgerichts veröffentlicht ist: Im Jahre 1911 glaubte der Fleischmermeister W. in Düssel Ludwig Gorodisti nach Java aus, wo er zu Ehren und Ansehen irregeführt werde, und daß er deshalb mit Absicht das Schwer- gelangte und der Leibarzt des Sultans von Niederländisch- Indien dorf, der 1899 von dem Fleischermeister V. dessen große Hammel. gewicht seiner Ausführungen auf die andere Seite gelegt habe. wurde. Er heiratete daselbst eine vermögenslose, aber sehr schöne schlachterei erworben und seitdem vertragsmäßig alle von ihm Die Folgeerscheinungen des Organisationszwanges auf der Seite Javanerin Alera Nens, die ihm zwei Kinder schenkte, nämlich einen benötigten Hammel durch V. gekauft hatte, aus dieser Geschäftsder Arbeitgeber habe er deshalb ausführlicher behandelt als die jetzt etwa 12jährigen Sohn Hans und die jetzt 14jährige Agnes, verbindung gegen V. eine große Forderung zu haben. Zur Fest Erscheinungen auf seiten der Arbeiter, weil über den Organisations- welche den Mittelpunkt des jeßigen Strafverfahrens bildet. Im setzung der Höhe dieser Forderung stellte im Einverständnis des W. zwang der Gewerkschaften zur Genüge immer gesprochen werde, Jahre 1909 wurde die Ehe des Dr. Gorodisti in Java gerichtlich der Bichhändler 2. in Elberfeld Ermittelungen an. V. erhob gegen während diese Erscheinungen auf der Gegenseite so wenig bekannt geschieden, zu gleicher Zeit fiel Dr. G. bei dem Sultan in Ungnade.. und 2. wegen angeblicher beleidigender Vorwürfe eine Privat find. Wenn man das ganze Problem richtig bewerten und jittlich Er beschloß daher, nach Deutschland zurückzukehren und schiffte sich flage. Am 23. November 1911 unterhielten sich W. und L. in einer richtig beurteilen will, so wird man zur Ansicht kommen, daß es unter Mitnahme eines beträchtlichen, in Java gesammelten Ver- Düsseldorfer Gastwirtschaft über eine eventuelle Einigung mit V. sich hier um eine allgemeine Notwendigkeit des Organisationslebens mögens, zu dem insbesondere auch seltene Edelsteine gehörten, mit. erklärte dabei, wenn er sich mit V. ohne 2. einige, befomme 2. handelt. Darum muß man sich davor hüten, Ausnahmegejebe gegen seinen beiden Kindern ein, während seine geschiedene Frau in Java von ihm 50 000 M. Als 2. bat, ihm dies schriftlich zu geben, den angeblichen Terrorismus der Gewerkschaften zu fordern. Die blieb und sich bald darauf mit dem reichsten Plantagenbefizer der schrieb W. auf einem Zettel mit Datum und Unterschrift:„ Ich gelbe Gewerkschaftsbewegung sei eine Verirrung. Es sei ein Wit Insel, dem Kaufmann Menke, verheiratete. berpflichte mich, feine Einigung zwischen V. und mir bei einer der Entwickelung, daß die gelben Gewerkschaften, die gegründet In Deutschland angekommen, ließ sich Dr. G. in Berlin in Strafe von 50 000 M. ohne L. stattfinden zu lassen." Das Schrift feien als ein Gegengewicht gegen den 3wang der Freien Gewerk- der Tauenzienstraße als Zahnarzt nieder. Bald nach seiner Ankunft stück übergab er dem 2., einigte sich aber später ohne dessen Zuschaften, dazu haben übergehen müssen, ihre Anhänger zu zwingen, in Berlin machte Dr. Gorodiski, der besonderes Interesse für ganz ziehung mit V. dahin, daß er erklärte, feine Ansprüche gegen V. fich den Herrschaftsorganisationen der Unternehmer zu unterwerfen. junge Mädchen zeigte, die Bekanntschaft einer Tochter des Kauf- zu haben, worauf dieser die Privatklage gegen W. zurüdnahm. ( Lebhafter Beifall.) manns Friedrich Holzke in Wilmersdorf, Ella Holzke, die damals. starb 1912. Von seiner Witwe und einzigen Erbin forderte 2. Damit war die Tagesordnung erledigt. Mit Schluß- und die Unterprima eines Charlottenburger Gymnasiums besuchte. Er dann aus dem Scheine vom 23. November 1911 einen Teilbetrag Dankesworten wurde darauf der 25. Evangelisch- soziale Kongreß faßte eine große Zuneigung zu dem Mädchen. Es kam zu intimem von 20 000 M. Landgericht und Oberlandesgericht Düsseldorf Verkehr und um diesen ungestört fortfehen zu können, gab Gorodisti haben die Klage abgewiefen. seine beiden Kinder zu den Eltern seiner Freundin Ella. Zwischen vifion des Klägers mit folgender Begründung zurückgewiesen: Das Das Reichsgericht hat diese Entscheidung bestätigt und die Re dieser, ihrer gleichfalls das Gymnasium besuchenden Schwester Oberlandesgericht verneint die Ernstlichkeit des von W. abgegebenen Margarete und dem Dr. G. einerseits und zwischen der Agnes Versprechens, 50 000 M. Strafe zu zahlen, falls er sich ohne den Gorodiski und den beiden Schwestern andererseits entwickelte sich in der Folgezeit eine ungewöhnlich enge und herzliche Freundschaft, Kläger mit V. einige. Es weist mit Recht auf die über jedes verAuf der gestrigen Generalversammlung der Gesellschaft in deren Rahmen Dr. Gorodiski den beiden Schwestern Holzke große nünftige Maß hinausgehende Höhe der Strafe hin, auf den äußeren Es erscheint zue für elettrische Unternehmungen"- Berlin unternahm Geldzuwendungen und Geschenke zukommen ließ, auch die Kosten Hergang bei der Errichtung und auf die der Wichtigkeit keineswegs entsprechende Form der errichteten Urkunde. ein Aktionär einen sehr energischen Borstoß gegen die hohen ihrer Gymnasialausbildung allein bestritt. Sturz vor Weihnachten 1912 verlobte fich Dr. G. und schenkte w. ein unüberlegtes Gerede gefunden werden muß, das durch die treffend, daß in der mündlichen, start prahlerischen Erklärung des Tantiemen von Aufsichtsratsmitgliedern. Er forderte, daß diese Zantieme von 8 auf 6 Proz. berabgefekt werbe und führte zur Be- seiner Braut sofort für etwa 10000 M. Schmud. Nach wenigen unmittelbar sich anschließende schriftliche Festlegung nicht an Gegründung aus, daß die Aufsichtsratsmitglieder für eine Arbeit, die Tagen ging jedoch die Verlobung wieder zurück und er erhielt feinen balt gewinnt. Für die Unüberlegtheit spricht auch der tatbestandsinsgesamt vier Stunden jährlich erfordere, jest gefamten Schmuck wieder zurück. Dieser Umstand, im Verein mit mäßige Hergang: es fehlt an jeder äußeren Veranlassung für die insgesamt 22000 Marterhalten gegen 12000 Mart im der Tatsache, daß seine Vermögensverhältnisse sich allmählich doch mündliche Strafzusage. Der Kläger hatte gar kein Versprechen Jahre 1908, daß also ibre Arbeit pro Stunde zurzeit mit wegen seiner Verschwendungssucht erheblich verschlechtert hatten, mehr als 5000 Mart bezahlt würde. Das Vorgehen des machte Dr. G. lebensüberdrüssig und er schlug den beiden Schwestern berlangt; W. gab es aus freien Stücken in den Tag hinein. Daß er, nachdem er es einmal mündlich geäußert hatte, nun dem VerAufsichtsrates sei umio unerhörter, als die Handlungsunfosten, die Holzke und feinen Kindern vor, am Silvesterabend gemeinsam zu langen des Klägers nach schriftlicher Festlegung nachgab, begründet die Gebälter aller derjenigen Persönlichkeiten umfassen, die die fierben. Schließlich entschied er sich dahin, allein zu sterben. Am noch nicht die Ernstlichkeit der Erklärung. Auch die schriftliche tatsächliche Arbeit leisten, um etwa 20 000 m. geringer feien als Silvesterabend 1912/13, den er mit den beiden Schweſtern Holzke Willenserklärung war hiernach nicht ernstlich gemeint. Daß W. Die Aufsichtsratstantieme. Ueberhaupt müsse der Aufiammlung von und seinen Kindern allein feierte, sollte der Entschluß zur Aus- die. Erwartung gehabt hat, der Mangel der Ernstlichkeit seiner ErAnfsichtsratsmandaten einzelner Bankdirektoren energisch entgegen- führung fommen, nachdem Dr. G. vorher seine Schmucksachen an flärung werde nicht verkannt werden, stellt das Oberlandesgericht getreten werden. Trotzdem diese Ausführungen durchaus die Wahr feine Kinder und die Schwestern Holzte berteilt und in einem Tele- ohne Rechtsirrtum feft. Wenn das Oberlandesgericht ferner ausbeit treffen, erfuhren sie durch den Aufsichtsratsvorsitzenden scharfe gramm an seine gewesene Braut seinen Tod angekündigt hatte. führt, die Strafe könne unter verständigen Menschen nicht als Als die 12. Stunde des Silvesterabends schlug, mußte sich auf Zurückweisung. Die Gefellenschaft für elektrische Unternehmungen ist eine Geheiß des Dr. Gorodisti Ella Holzie an das Klavier seben und ernstlich gemeint angesehen werden, und der Kläger habe die Nichternstlichkeit der schriftlichen Erklärung um so mehr erkennen Holding Company" des A. E. G. Konzerns, das heißt, sie bat die das Largo von Händel spielen; währens fie spielte und während müssen, als ihm bekannt gewesen sei, daß W. willensschwach und Aktien der von dem genannten Elettrofonzern fontrollierten Gefell- die Glocken der Kaiser- Wilhelm- Gedächtnis- Kirche zu läuten be- feicht zu beeinflussen war, so liegt barin sogar eine Rechtfertigung schaften im Besiz. Der Geschäftsbericht der Gesellschaft für elektrische gannen, zog Dr. Gorodiski einen Revolver hervor und tötete fich des Schlusses, daß der Kläger ohne weiteres erkannt hat, die mundUnternehmungen gibt taber alljährlich einen interessanten Ausschnitt durch einen Schuß in die Schläfe. Als der Schuß frachte, rief Agnes liche und schriftliche Strafzusage sei kein ernstlich gemeintes Veraus der vielfachen Tätigkeit des A. E.- G.- Konzerns. So teilte der Gorodiski weinend aus:" Bapachen, warum hast Du mich nicht Bericht für 1913 mit, daß von der Gesellschaft verkauft wurden mitgenommen?" Sie beruhigte sich aber bald und streute dann Aftien des Rheinischen Elektrizitätswerks A.-G., der Magdeburger Blumen aus einer Base auf den toten Vater. Als die Mutter der verwaisten Kinder, die jetzige Frau Mente Bappelallee 15-17; Neukölln, Idealpaisage": Tegel, Bahnhofstr. 15, und Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, 19. April, vormittags 9 Uhr, Straßeneisenbahn, des Elektrizitätswerts Südwest, der British Thomson Houston Co., der Société de Tramways Unis de Bukarest, in Java, von dem Selbstmord ihres geschiedenen Gatten erfuhr, Oberschöneweide, Silaraftr. 2:" Freireligiöse Borlesung. Vormittags Dividendenaktien und Parts de fondateur der Comp. Générale de wies sie die Familie Holzte per Stabeltelegramm an, vorläufig die 11 Ubr, Stleine Frankfurter Str. 6: Bortrag von Herrn W. Bölsche:„ Das Damen und Tramways de Buenos Aires, endlich Dividendenaktien der Tram- Kinder zu behalten und alles beim alten zu lassen; sie würde im Sterben der Arten und das Gespenst der Degeneration". ways et Electricité en Russie. Bezogen wurden dagegen auf März nach Deutschland kommen, um die Kinder nach England Herren als Gäste willkommen. Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter. Grund des Besizes der Gesellschaft Aftien der Elektrizitäts- abzuholen, wohin ihr zweiter Gatte überzusiedeln beabsichtige. Als Sonnabend, den wert Schlesien A.-G., des Elektrizitätswerks Südwest, des sie dann Ende März auf einige Tage nach Berlin tam, teilte fic der( 3. a. G.), pamburg. Filiale Berlin 3. Rheinisch- Westfälischen Elektrizitätswerks, der Koblenzer Straßen- Familie Holzte mit, daß die Kinder bei ihr nur noch bis zum Anfang 18. April, abends 8 Uhr, bei Stayfer, Reichenberger Str. 154: Mitglieder ver'ammlung Filiale Berlin 5. Sonnabend, den 18. April, der Société Finan- der Schulferien verbleiben und dann von ihnen wegkommen sollten. abends 8 Uhr, bei Thiel, Rüderstr. 7: Mitgliederversammlung. bahn, der Stuttgarter Straßenbahnen, der Hans sollte gleich mit nach England tommen, während Agnes zude Transports d'Entreprises Landsmannschaft der Croffener( Oder). Sigung Sonntag, den Industrielles, Tramways et Electricité en Russie, der Società Bolognese nächst in einem Pensionat in Raffel untergebracht werden sollte. 19. April, abends 6 Uhr, bei P. Abendroth, Adalbertstr. 61. cière Aus Industrie und Handel. Zu hohe Tantiemen. et = sprechen. Tobes- Anzeigen Verband der Brauerei- und Mühlenarbeiter Deutscher Transportarbeiter- Verband. Bezirksverwaltung Groß- Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der HausDiener Otto Wendt am 16. April im Alter 20 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenken! DON Den Mitgliedern ferner zur Nachricht, daß unser Kollege, der Geschäftskutscher Wilhelm Krüger am 14. April im Alter von 31 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Sonnabend, den 18. April, nachmittags 4 ühr, von der Leichenhalle des Friedhofes der Andreas: Gemeinde, Wilhelmsberg, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 64/5 Die Bezirksverwaltung. Verband der Steinsetzer, Pilasterer&.Berufsg. Deutschlands Am 15. April starb unser Mitglied, der Steinhauer und verwandter Berufsgenossen. Geschäftsstelle: C. 54, Muladstr. 10 I. Ausnahme Preise für Fernspr.: Amt Zahlstelle Berlin. Norden 4518. Sonntag, den 19. April, nachmittags 2 Uhr, im Lokal von Boeker, Weberstraße 17: General- Verfammlung. 1. Geschäfts: und Kassenbericht vom 1. Quartal 1914. 2. Aufstellung der Delegierten zum diesjährigen Verbandstag. 3. Verbandsangelegenheiten. Diese wichtige Tagesordnung macht es jedem Mitgliede zur Pflicht, in dieser Versammlung zu erscheinen. 42/ 19* Mitgliedsbuch oder Karte legitimiert zum Eintritt. Die Ortsverwaltung. Allen Freunden und Betannien zur Nachricht, das ich das Restaurant mit Fremdenlogis Andreas- Str. 26, früher Merkowski in Bertretung übernommen habe. Es wird mein Bestreben sein, durch gute Speisen und Getränke das Wohlwollen der Säfte zu gewinnen. Saal, 150 Personen fassend, zu fleinen Versammlungen noch einige Tage in der Woche frei. Um geneigten Zuspruch bittet Frizz, der langjährige Kellner. Hermann Zepernick Potsdam- Nowawes. Arbeiter- Baugenossenschaft Ehre seinem Andenken! Die Einäscherung findet am Sonntag, den 19. April, vorKonsumgenossenschaft ,, Hoffnung“ mittags 10 Uhr, im Strematorium. für Potsdam u. Umgd. Gerichtstraße, statt. Um rege Beteiligung bittet 175/6 Der Vorstand. Verband der Fahrikarheiter Deutschlands. Zahlstelle Groß- Berlin. Nachruf. Am 10. April ist unser Mitglied Fritz Hensel tot aufgefunden worden. 56/13 Ehre seinem Andenken! Die Ortsverwaltung. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme sowie die Kranzspenden E. G. m. b. H. Sonntag, den 19. April 1914, mittags 1 Uhr, im Lofal Friedrichsgarten" in Potsdam, Alte Luisenstr. 37: Ordentliche General- Versammlung Tagesordnung: 104/14 1. Geschäftsbericht. 2. Wahlen zum Aufsichtsrat. 3. Vortrag über die Genossenschaftsbewegung in Großbritannien. 4. Genossenschaftliche Angelegenheiten. Die Mitglieder werden um recht zahlreiche Beteiligung an dieser Bersammlung ersucht. Der Aufsichtsrat d. Konsumgenossenschaft, Hoffnung" für Potsdam und Umgegend. E. G. m. b. H. bei der Beerdigung meines lieben May Hausmann, Vorsitzender. Mannes Georg Gnieser Bekanntmachung „ Paradies" E. G. m. b. H., Berlin. Geschäftsstelle: Bohnsdorf bei Grünau i./M. Telephon Grünau 90. Bureauzeit: täglich außer Donnerstag bon 9-11 vorm. Donnerstag von 5-8 Uhr nachm. Postscheckkonto: Berlin 16228. Bekanntmachung. Vom 1. April dieses Jahres ab befindet sich unser Bureau in unseren äusern in Bohnsdorf. Alle Anfragen und Zuschriften find nach dort unter der Adresse: Arbeiter- Baugenossenschaft Paradies", Bohnsdorf bei Grünan in der Mark zu richten( Porto 10 Pf.). Außerdem ist im Lofal von G. Manzey, Berlin, Reichenberger Straße 16, eine Zweigstelle errichtet, in der Montags, nachmittags Don 5 bis 8 1hr, jede geschäftliche Angelegenheit erledigt werden kann. jage ich allen Freunden, Berwandten der Ortskrankenkasse Bei der Auslosung der Schuldver und Bekannten, dem Bauarbeiter verband sowie seinen Stollegen und der Buchbinder Mitarbeitern vom Streis- Straftwerk und verw. Gewerbe zu Berlin. und dem Herrn Waldeck Manasse für die trostreichen Worte, sowie den Am Donnerstag, 30. April 1914, abends 8 Uhr, findet die Sängern meinen herzlichen Dank. Die trauernde Witwe fatungsgemäße 102A Martha Gnieser. Danksagung. Ausschußsizung im Königstadt Kasino, Holzmai ft Für die vielen Beweise herzlicher straße 72( an der Jannowißbrücke), Teilnahme bei der Beerdigung meines statt.(§ 73 der Satung.) lieben Mannes Heinrich Duden fagen wir allen Teilnehmern unseren innigsten Danl 1718b Die trauernden Hinterbliebenen. Reuters Werke 3 Bände 4 Mart Buchhandlung Vorwärts Spezialarzt Dr. med. Wockenfuß, Friedrichstr. 125( Oranienb. Tor) für Syphilis, Harn- u. FrauenleidenEhrlich- Hata- Kur( Dauer 12 Tage). Blutuntersuchung. Schnelle, sichere Tagesordnung: gende Nummern gezogen worden: Ulster Dauer nur vom 18. bis 27. April Palcfois Einige Beispiele: in großen Weiten Herren- Ulster moderne Phantasiestoffe, nur 1650 Herren- Ulster Cheviots, in schönen Farben 2450 Herren- Ulster oliv und bräunliche Diagonal- 3000 Gewebe. Herren- Ulster mittelgrau, braus und oliv 3600 Cheviot • la Ausführung. 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April Mitglieder aus allen Branchen und Distrikten 14, abends 6 Ubt, findet im Brä 0, 70, 171, 77, 201, 70, 82, 87, 337, Bezirksverwaltung Groß- Berlin. 58, 84, 91, 421, 25, 34, 40, 47, 56, 58, 63, 79, 87, 95, 526, 29, 37, 59, 84, 85, 611, 12, 34, 53, 57, 58, 72, 85, 715, 49, 67, 800, 20, 33, 67, 71, 75,-916 41, 70, 91, 1000, 10, 50, 51, 52, 80, 82, 99. 1190, 1203, 38, 72, 1305, 23, 51, 93, 1403, 18, 18, 26, 43, 45, 55, 84, 1521, 37, 48, 53, 60, 64, 76, 1628, 48, 61, 73, 83, 98, Am 1726, 57, 79, 1800, 3, 29, 65, 93, 1908, 26, 51, 70, 87, 99, 2028, 33, 1. Wahl des Ausschußvorsigenden. 34, 59, 2102, 5, 11, 56, 66, 74, 89, 2. Abnahme der Jahresrechnung für 91, 2213, 35, 39, 46, 2305, 14, 49, 1913. der Bezirksverwaltung Groß- Berlin. Uhr, laten", Dirdjenstraße, Stadtbahnbogen 110, Bogen 9, die statutenmägige Neuwahl des Gehilfen- Ausschusses statt. Wahlberechtigt find schäftigten volljährigen Gehilfen, Sonntag, den 19. April 1914, in der Zeit von die bei einem Zunungsmitgliede be 10 Uhr vormittags bis 2 1hr nachmittags: Wahl von 25 Delegierten 272/2 60, 2457, 65, 70, 79, 87, 92, 2561, zu dem im Juni d. J. in Köln stattfindenden Verbandstag. 81, 93, 94. 3. Beratung und Beschlußfassung über den Voranschlag für das Rechnungsjahr 1914. BER welche fich im Befiße der bürgers za lichen Ehrenrechte befinden. Wähl bar ist jeder wahlberechtigte Ge hilfe, welcher zum Amte eines Schöffen fähig ist.§§ 31, 32 des 272/3 Gerichtsverfassungsgejezes. Die Stimmenabgabe erfolgt in den nachstehend bezeichneten Lokalen: Inhaber dieser Schuldverschreibungen fönnen vom 1. Juli dieses Zentrum: Jahres ab den Betrag gegen Abgabe der Scheine bei unserer Kaffe er Südwest: heben. angenommenen 104/15 Süden: 4. Stellungnahme zu dem von der Generalversammlung am 25. Nov. Antrag 1913 Hanjen. 5. Berschiedenes. Legitimationen werden den Ausschußmitgliedern zugesandt. K. Gottesmann, Vorsitzender. F. Keese, Schriftführer. Der Vorstand. 3. A.: Georg, Dorner, Borsigender. Neukölln: Radfahrertarten Westen: Schöneberg: Nordwesten: In Freien Stunden Wanderkarten Charlottenburg: Die schmerzlose Heilung ohne Berufs- Wochenschrift für Arbeiterfamilien Buchhandlung Vorwärts Sprechst. v. 8-8. Sonntags 9-11. Wöchentlich 1 Heft für 10 Pf. störung. Mäßige Preise. hält stets vorrätig Lindenstr. 69( Laden) Westmann Mohrenstrasse 37 a( Kolonaden) Gr. Frankfurter Str. 115( nahe Andreasstrasse) Bis 50% Ermässigung für neueste Frühjahrs- Modelle Kostüme Mäntel blau Kammgarn, schwarz- Staubmäntel in reizenden weiss, tango, grün, die Fassons, Kammgarn, Tuch, reizendsten Neuheiten auch für starke Figuren regulär M. 29.- bis 126. regulär M. 26,- bis 78.für 15, 20, 28, 36 bis 63 M. für 13, 18, 22 bis 39 M. in Eolienne, Seide, Seidenmäntel, Visites. DaDamassé usw., auch massé, das schönste auf dem Gebiete für stärkste Figuren regulär M. 120. bis 250.- regulär M. 90.- bis 240.für 60, 68, 75 bis 125 M. für 45. 60, 85 bis 1: 2 M. 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St. Abendroth, Mühlenstr. 31. C. Eichhorn, Danziger Str. 93. D. Schilling, Rosenthaler Str. 11-12 Fr. Tante, Winsstr. 12. Frz. Schulz, Edertstr. 18. B. Schulze, Grüner Weg 11. C. Haseloff, Landsberger Str. 8. E. Kurz, Rüdersdorfer Str. 50. H. Lindenau, Berliner Allee 52. Frz. Kurkowski, Bjarrstr. 74. D. Blum, Alt- Borhagen 56. P. Lier, Naunhnjtr. 9. M. Mir, Staliger Str. 59. Fr. Warnice, Wilhelminenhofstr. 18. D. Beder, Berliner Str. 86-87. Th. Lenziy, Chauffeeftr. 55. Gollnow( früher Werfert), Rosenstr. 10. 1. Schnorre, Mahlsdorfer Straße, am Bahnhof. D. Ziege, Bismardstraße. R. Gärtner, Friedrichstr. 121. Es steht jedem Mitgliede frei, in einem der vorgenannten Lofale, welches gerade am bequemiten zu erreichen ist, seine Stimme abzugeben. Als Wahllegitimation dient das Mitgliedsbuch, welches am Eingang zum Bahllofal vorzuzeigen ist. Ber mit seinen Beiträgen länger als 8 Bochen im Rückstande ist, hat fein Recht zum Wählen. Die Abstimmung ist geheim und erfolgt der Stimmzettel bet: gestalt, daß von den 50 auf demselben genannten Kandidaten soviel gestrichen werden, daß nur 25 verbleiben. Als gewählt gelten diejenigen Kandidaten, welche die relativ höchste Stimmenzahl der für ihre Settion abgegebenen Stimmen auf sich vereinen. Stichwahl findel nicht statt. Die Bezirksverwaltung. 3. A.: A. Werner. 64/4 J. A.: A. Nohnfe, Obermeister. 1 Mark wöchentliche Teilzahlung liefere elegante HerrenModen fertig und nach Maß! Julius Fabian Schneidermeister Gr. Frankfurter Str. 37, 11 Turmstr. 18, I, kein Laden Kottbuser Strasse 14, nur 2. Etage. Vorzeiger dieser Annonce erhält 5 Prozent Rabatt! Bruchbandagen Leibbinden, Geradehalter, Irrigateure, Spritzen etc., Suspensorien, sowie alle Artikel z. Krankenpflege empfiehlt Fabrikant Pollmann, jetzt Berlin N., Lothringer Str. 60. Eigene Werkstatt. Lieferant für Krankenkass. Fachgem. Bedienung. Berantwortlicher Redakteur: Alfred Bielepp, Neukölln. Für der Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW, Mr. 105 31. Jahrgang. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Unter einer Decke. Gendarmen und Buchmacher. Die Verhandlung gegen die Gendarmeriewadhimeister vor den Kriegsgericht wurde gestern fortgesetzt. Der Verhandlungsleiter, Kriegsgerichtsrat Dr. Bernhold, verliest zunächst noch einmal die Zeugen. Buchmacher Markus wird vorgeführt, weil er am Donnerstag nicht erschienen ist. Der Verhandlungsleiter gibt bekannt, daß beim Gericht ein anonymes Schreiben eingetroffen sei, in dem gejagt wird, daß nur ein fleiner Bruchteil der Buchmacher als Zeugen geladen sei. Es müßten noch eine ganze Reihe anderer Buchmacher geladen werden, die Interessantes befunden würden. In dem Schreiben werden dann zahllose Namen, darunter auch Spiknamen wie„ Vogeltrauermar", Rittmeister" usto. genannt. Als erster Zeuge wird sodann Gendarmeriewachtmeister Schulz vernommen. Es ist dies derjenige Beamte, dem nach eigenen Angaben von Buchmachern Gelder gegeben worden sind. Verhandlungsleiter: Ich mache Sie besonders auf die Wichtigkeit des Eides aufmerksam. Prüfen Sie Ihr Gewissen eingehend. Welche Wahrnehmungen haben Sie gemacht? 3euge: Mein Kommando begann im Mai 1913. Eines Tages in Hoppegarten jagten Haneberg und Sudland zum Zeugen: Kommen Sie, wir werden Sie in den Dienst der Rennbahn einführen!" Ich war froh, daß mich erfahrene Kameraden einführen wollten. Auf der Rennbahn jagten sie dann so ungefähr, den mit dem weichen Hut, den lassen Sie stehen, der hat Konzession. Zann zeigten sie mir wieder andere, die ich hin und wieder greifen könnte. Andere wiederum sollte ich in Ruhe lassen. Später im Lofal von Lindner waren H. und S. mit. Es waren viele Zivilisten dabei, unter denen ich viele wiedererkannte, die ich stehen lassen sollte. S. forderte mich auf, nach der Toilette zu gehen, und jetzt famen die Zivilisten auf mich zu. Einer stedte mir ein 5, ein anderer ein 10- Markstück in die Hand, und abends hatte ich 160 m. beisammen. Mir tam zunächst der Gedanke, das ist ja eine unverhoffte Einnahmequelle, berwarf aber später diesen Gedanken. Ich wollte tief in die Materie eindringen. Als ich Haneberg fragte, ob er nicht befürchte, daß die Sache bekannt werden und in die Zeitung fommen fönne, erwiderte mir hierauf Haneberg: ,, Ach wo, wir sind alt dabei geworden!" Der Zeuge entsinnt sich auf Vorhaltungen bestimmt der Aeußerung. An einem weiteren Renntage hatten wir auf Sittendirnen in einem Gehölz zu fahnden. Haneberg war bestimmt dabei. Im Gehölz kamen zwei Zivilisten auf uns zu. Der eine drüdte mir ein 10-, der andere ein 20- Markstück in die Hand. Haneberg und Suckland drehten sich vorher im Gehölz immer um, als ob sie jemand erwarteten. Als mir das Geld gegeben war, jagten sie zu mir:„ Schreiben Sie in Ihr Buch " ,, Gut" und„ Genügend"." Ich muß unbedingt annehmen, daß H. und S. eingeweiht waren. Verhandlungsleiter: Was hat das für eine Bewandtnis mit dem Rotieren? Zeuge: Ich wollte die Namen der Buchmacher tennen Bei einem Rennen in Karlshorst," so fährt der Zeuge in seinen belastenden Aussagen fort,„ drückte mir ein Buchmacher Wenzel ein Zehnmarkstück in die Hand. Als ich ein andermal auf dem Rade, nach Soppegarten fuhr, rief mich ein Zivilist an. Ich glaubte, es handele jich um eine Anzeige, und ich stieg ab. Als sich der Mann als Buchmacher voriteite, stieg ich wieder aufs Rad. Später fand ich in meiner Tasche ein Zehnmarkstüd vor. Der Buchmacher hatte mir das Zehnmarkstüd unbemerkt in die Tasche geftedt. Der Zeuge hat eine ganze Anzahl von Buchmachern zur Anzeige gebracht. Er glaubt die Leute bestimmt wiederzuerkennen, die ihm Geld gegeben haben. Verhandlungsführer: Haben Sie sonst noch von einem Buchmacher Geld bekommen und es behalten? Beuge: Jawohl, aber ich habe es nicht behalten. Verhandlungsleiter: Haben Sie einmal den Kaufmann Friedländer gesehen? Zeuge: Jawohl. Als ich ihn festnehmen wollte, meinte er:„ Ich folge Ihnen nicht, ich habe Ihnen ja schon ein Pfund" gegeben!" Ich war ganz bestürzt, verklagte ihn aber nicht wegen Beleidigung, weil mir die Kollegen jagten: Gegen den schreitet der Staatsanwalt nicht mehr ein, der hat den Verrücktenschein in der Tasche, Verhandlungsleiter: Haben Sie noch einmal Geld bekommen? Sie fönnen die Aussage verweigern. Der Zeuge bringt noch einen Fall zur Sprache. Verhandlungsleiter: Warum haben Sie nicht in disfreter Weise Anzeige gemacht? Zeuge: Ich habe meinen Vorge. jekten für jo pflichtgemäß gehalten, daß ich es nicht tat. Ver handlungsleiter: Erit als das Faj ins Rollen gekommen war und als Friedländer auf der Rennbahn Skandal machte und den Gendarmeriebeamten, vorwarf, sie hätten alle Geld genommen, tamen Sie mit Ihren Angaben. Zeuge: Ich weiß von dem Borgang auf der Rennbahn nichts; ich war nicht dabei. Verhandlungsleiter: Wissen Sie, ob auch andere Gendarmen mit den Buchmachern in Verbindung standen? Zeuge: Nein. Ich habe nur gesehen, daß auch andere Beamte nicht die Buchmacher" nahmen", die von Haneberg und Sudland als solche bezeichnet waren, die in Ruhe gelassen werden sollten. Als ich einmal zwei Buchmacher nehmen wollte, rief mir der eine zu:„ Nanu, Sie wollen mich festnehmen! Wir kennen uns doch! Ich war doch bei Ihnen!" Ich wunderte mich darüber sehr. Der Beuge Buchmacher Friedländer, der jetzt noch einmal vernommen wird, bekundet, daß es seine Ueberzeugung sei, daß der Gendarmeriewachtmeister Schulz schon Sonnabend, 18. April 1914. handelt, die bei ihm" gewesen waren. Zeuge Friedländer macht meister Schulz die 10 und 20 M. erhielt, nicht mehr in der dann noch Befundungen über die Tätigkeit eines ,, Spanners". Dieser soll gewissermaßen eine Mittelsperson zwischen den Gendarmen und Buchmachern sein. Er bekommt von den„ konzessionierten" Buchmachern, je nachdem die Rennen ausgefallen sind, stets einige Mark und steht sich auf etwa 50-60 M. Dafür macht er den Gendarmen die Angaben über die zu„ fonzessionierenden" Buchmacher. Jeder fonzessionierte Buchmacher gebe jährlich zweibis dreimal den Beamten Geld. Der„ Spanner", ein gewisser Elle, habe auch den Gendarmenfrauen seidene Taschen und Gänse geschenkt. Der Zeuge wisse auch, daß er die Geschenke in der SpanBauer Straße gekauft habe. Schulz bestreitet, nach dieser Richtung hin Zuwendungen bekommen zu haben. Ferner bekundet Friedländer, daß die Ehefrauen des Haneberg und Suckland sich in einem Café mit Friedländer getroffen und den Versuch gemacht hätten, die Sache beizulegen. Die Angeklagten befanden sich da mals bereits in Saft. Die beiden Ehefrauen, die im Zuhörerraum anwesend sind, werden darauf als Zeugen vernommen. Sudland erklärt, sie habe gar keine Ahnung davon gehabt, weshalb ihr Mann überhaupt fortgeholt worden war. Sie habe gehört, daß Friedländer mit die Ursache war, und von ihm wollte sie erfahren, was er eigentlich mit ihrem Mann zu tun und was er gegen ihn habe. Frau Suckland bestreitet entschieden, Friedländer in irgendeiner Weise beeinflußt zu haben. Durch die Frau des Buchmachers Zinnent habe sie von Friedländer erfahren. Frau Haneberg gibt ebenfalls an, daß sie nicht wußte, warum ihr Mann verhaftet worden war. Bei der Rüdsprache habe ihr Friedländer erklärt, er habe nichts gegen ihn. Sie solle fich dafür bei Oberwachtmeister Heinemann und den anderen Kollegen bedanken. Von einer Beilegung der Sache sei nicht gesprochen worden. Der Zeuge Friedländer bleibt demgegenüber bei seinen Angaben. Kriegsgerichtsrat Crufe: Ich bitte, dem Angeklagten Haneberg vorzuhalten, wie er sich zu der Sache im Restaurant und Gehölz verhält. Saneberg: Wir haben an jenem Tage auf die Glücksspieler gefahndet. Ich bestreite, Schulz dorthin geschleppt zu haben. Ich bestreite auch ganz entschieden, daß Schulz im Gehölz bei der Batrouille nach Sittendirnen vor meinen Augen von Buchmachern Geld bekommen und daß wir ihm gefagt haben, er jolle gut" und genügend" eintragen. Verhandlungsleiter: Wie fommt es, daß die Buchmacher gerade an den neuen Beamten, der frisch auf die Rennbahn gekommen, herangetreten find und ihn für bestechlich gehalten haben? Angeklagter Haneberg: Das weiß ich nicht. Zeuge Mielenz wird darauf aufmerksam gemacht, daß, wenn er den Beamten Geld gegeben hat, er die Aussage verweigern fönne. Der Zeuge sagt aus, niemals als Buchmacher aufgetreten zu sein. Er habe nur auf den Rennbahnen gewettet. Hin und wieder habe er auch bei Friedländer gewettet. Beuge piz, ebenfalls auf das Zeugnisverweigerungsrecht aufmerksam gemacht, erklärt aussagen zu wollen. Er will beschwören, niemals Geld an Gendarmeriewachtmeister gegeben zu haben. Der Zeuge ist 11mal wegen Buchmachens und 48mal wegen Hausfriedensbruchs auf Rennplägen vorbestraft. Nach den Aufzeichnungen ist der Zeuge seit mindestens 1911 nicht mehr von Haneberg und Sudland genommen worden. A. hat nicht im„ Ring" gearbeitet. Verhandlungsführer: Also Sie wollen auf Ihren Eid nehmen, daß Sie niemals einem Gendarmen Geld gegeben haben? Zeuge, der umzufallen beginnt: Das kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Der Zeuge verweigert schließlich die Aussage. Verhandlungsleiter: Angeklagte, was sagen Sie dazu? Der erste Zeuge verweigert die Aussage. Die Angeschuldigten haben nichts zu erwidern. A. befundet, bezüglich des Wachtmeisters Schulz fönne er behaupten, ihm kein Gelb gegeben zu haben, bezüglich der drei Angeklagten verweigere er feine Aussage. Der„ Gefangverein" Norden, ein Verein, dem fast nur Buchmacher angehören, hat nach den Angaben des Zeugen Friedländer mit Gendarmen oft Bechgelage veranstaltet. Der Zeuge, der dem„ Gesangverein" angehört, muß zu geben, daß er mit den Gendarmen gezecht hat. Die Beamten hätten aber auch ihre Lagen ausgegeben. Bevor in der Zeugenbernehmung fortgefahren wird, verliest der Verhandlungsleiter einen an den Vorjizenden gerichteten Brief, in dem ein gewisser Fogge, Besselstr. 6, Beschuldigungen gegen den Angeklagten Haneberg erhebt. Es heißt in dem Schreiben, man solle dem Angeklagten Haneberg den Eid darüber zuschieben, von wem er die goldene Uhr mit tette bekommen habe bzw. wo sie gekauft worden sei. Dann solle man noch einen Nachtportier als Beugen laden, der den Angeklagten Haneberg als Unterhändler fennt. Der Vertreter der Anflage, Striegsgerichtsrat Mahnkopf. stellt den Antrag, die Polizei zu ersuchen, über die Persönlichkeit des F. Ermittelungen anzustellen und ihn eventuell als Zeugen Au laden. Die konzeffionierten" Buchmacher verweigern die Aussage. Es folgt nunmehr die Vernehmung einer Reihe von Buchmachern, die im Verdacht stehen, die Gendarmeriebeamten durch Geldgeschenke oder andere Zuwendungen bestochen zu haben. Der erite, ein Kellner, bleibt konstant dabei, die Aussage verweigern zu müssen. Sobald er gefragt wird, ob er dem oder dem Beamten Geschenke gemacht hat, erwidert er stets:„ Ich verweigere die Aussage." Der nächste Zeuge: Ich fann doch nicht aussagen, ich mache mich ja sonst strafbar." Verhandlungsleiter: Haben Sie irgendeinem Beamten Geld gegeben? Zeuge: Ich verweigere die Aussage. Verhandlungsleiter: Und haben Sie dem Angeklagten Grrleben Geld gegeben? 3euge: Ich verweigere die Aussage. Und so geht das weiter. Als der Gendarmeriewachtmeister Schulz einem der Zeugen gegenübergestellt und vernommen wird, legt ihm der Verhandlungsleiter nahe, recht vorsichtig in seinen Aussagen zu sein bei einem der artigen Milieu von Zeugen. Und daß die Sache mit der Verurteilung bzw. Freisprechung der drei Angeklagten nicht erledigt sei, das sei zweifellos. Es werde noch einen ganzen Rattenschwanz von Prozessen ihn heranholen wollte, wintte der Buchmacher mit einer Vand- geben. Der aus der Untersuchungshaft vorgeführte Buchmacher Erinnerung haben. Der Verhandlungsleiter bemerkt dazu, daß der Zeuge vielleicht so oft Geld gegeben habe, daß er gar nicht mehr wisse, wem alles und wo. Der Zeuge: Ich bin so nervös und aufgeregt, daß ich nicht weiß, wem ich alles Geld gegeben habe. Die Gedächtnisschwäche der Buchmacher wird bei einzelnen Zeugen in der sogenannten Buchmacherfrankheit, der Nervosität und Aufgeregtheit festgestellt. In den Fällen, in denen sie Bestimmtes über das Geben von Geldern aussagen sollen. Kriminalfommissar Werner erklärt, daß es typisch bei den Buchmachern sei, daß sie von dem Moment an, wo ihnen die Sache unangenehm zu werden beginnt, versagen und nichts wissen wollen. Der Buchmacher 3alemba ist jener, der im Gehölz dem Wachtmeister Verhandlungs Schulz das Pfundstück in die Hand gesteckt hat. führer: Wenn Sie einem Gendarmen Geld in der Absicht gegeben haben, daß Sie geschont werden sollen, so können Sie die Aussage verweigern. Zeuge: Ich habe dem Wachtmeister Schulz kein 20- Marfstück gegeben, das fann ich beschwören. Wachtmeister Schulz: Daß Zalemba mir 20 M. gegeben hat, ist wahr. Auf die Frage, ob er einmal sonst einem Gendarmen Geld gegeben habe, gibt der Zeuge 3. die Möglichkeit zu; welchem, das will er nicht mehr wissen. Auch die folgenden Zeugen, konzessionierte" Buchmacher, verweigern bezüglich der Fragen, ob sie den drei angeklagten Gendarmeriewachtmeistern Geld gegeben haben, die Aussage. Dagegen verneinen sie die Frage, ob sie den Wachtmeistern Schulz und Fredow Zuwendungen gemacht haben. Nun folgt auch einmal ein Buchmacher, der beschwören will, daß er keinem Gendarmen, aud) den drei Angeklagten, jemals Geld gegeben hat. Er ist auch nicht verschont worden und hat im Jahre 27 Anzeigen bekommen. Der Angeflagte Gendarmeriewachtmeister Errleben, der nicht mehr in Untersuchungshaft sitzt, bekundet, daß er den letzten Zeugen wiederholt genommen habe. Sierauf wird die Ehefrau des Buchmachers Maliba vernommen. Sie liegt mit ihrem Mann in Scheidung. Die Zeugin belastet Saneberg sehr. Die Zeugin bekundet, daß selbst ihre Tochter einem Beamten oft das Geld aufs Pferd hinaufgereicht habe. Dies muß aber ein anderer Beamter gewesen sein, denn Haneberg war niemals zu Pferde auf dem Rennplak. Die Beugin M. wird laut Gerichtsbeschluß wegen offenbarer Unglaubwürdigkeit nicht vereidigt. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet inden traße 69, vorn vier Treppen Fahrstuhl, wochentäglich von 4 bis 7½ Uhr abends, Sonnabends, von 4½ bis 6 Uhr abends statt. Jeder für den Briefkasten bestimmten Anfrage tft ein Buchstabe und eine Zahl als Mertzeichen betzufügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. Anfragen, denen teine Abonnementsquittung beigefügt tf, verden nicht beantwortet. Eilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. Die zum Preise von 20 bis 40 Pf. in der Buchhandlung Vorwärts erhältlichen„ Führer" dienen zur Information über Fragen auf den verschiedensten Rechtsgebieten. 2. 3. 10. V. R.( oder B.) 39. 1. Ja. 2. u. 3. Nein. H. G. H. Fragen Sie bei der Wiener Arbeiterzeitung" an. J. K. 32. 1. Ja, jalls mit Ortsbezeichnung, Datum und Unterschrift versehen. 2. Aufbewahrung in der Wohnung zulässig. Nach dem Ableben des Erblassers muß aber das Testament unverzüglich dem Amtsgericht eingereicht werden. G. K. 1. Die Verheiratung würde Ihre Einziehung nicht veranlassen, falls Sie die Mutter zu sich nehmen. 2. Bis zum 29. Lebensjahre. 1. Nur dann, wenn durch den Justizminister Befreiung von der Vorschrift bon inindestens 18 Jahren bewilligt wird. des Altersunterschiedes muß ein Rotar abschließen. 3. Ja, sofern sie zahlungsfähig ist. J. 87. 2. Einige Monate. Die Soften betragen 75 bis 100 M. Den Vertrag In zei Sabren, die Frist beginnend mit dem Ende des Kalender jahres, in dem die Forderung entstanden ist. Die Mabnung unterbricht die Berjährungshift nicht. Diese wird nur unterbrochen durch Abzahlung. Anerkenntnis oder Zustellung eines Zahlungsbefehls oder einer Klage. 2.2. 69. In unferer Buchhandlung ist eine Broschüre erhältlich in der die Programme der verschiedenen Barteien behandelt werden. V. Sch. 18. 3. 30. Berlin O. 112, Neue J. G. 1.„ Grundsäße und Bollsfürsorge Berlin, Engeluser 18 III. Die Bahnhofstr. 31, Duergeb. part.( 4-7 nachm.) Lage der arbeitenden Klaffe" von Engels. Rohnarbeit und Kapital Forderungen der Sozialdemokratie" von Stautsky und Schoenlant. Stommunistisches Manifest" von Marr und Engels. Ob von Mary. in dortiger Bibliothet erhältlich, wissen wir nicht. Bestimmt aber vore M. M. 1. Ja. handen in der Boltsbibliothek, Berlin, Adalbertſtr. 41. Unserem bisherigen 2. Bezirksführer, Genossen 17665 Richard Thiemig nebst seiner lieben Braut die herzlichsten Glückwünsche zur Bermählung. 4. Kreis, Bezirk 1931. Die Funktionäre der 12. Abt. Unserem Genossen Julius Reimann zu seinem 25jährigen Arbeitsjubiläum ein donnernd dreifach Hoch! Profit Bazenhofer! 1220 Unter uns. Hautleiden Jetzt bin ich in der Lage, Ihnen meinen herzlichen Dank für Ihre wundervoll heilende Medizin, die mich vollständig von dem schauderhaften Hantleiden befreit hat, voll und ganz zu zollen. Gustav Sichting, Mücheln ( Bez- Halle.) Hautpillen folgt zu ismard Apotheke 0 Berlin: den ersten Diensttag auf der Rennbahn von den Buchmachern verführt worden sei. Als Schulz ihn bei einem Rennen nehmen und mit dem Finger bewegung ab, und der Beamte ging weiter. Friedländer bestreitet, Markus hat mit Friedländer zusammen buchgemacht. Er will fein haben. Generaldepot u. Versand, dem Sch. ein Pfundstück gegeben oder versprochen zu haben. Ver- Geld an Beamte gegeben haben. Verhandlungsleiter: Jit unter rangeltr. 47, ferner in den handlungsleiter zum Wachtmeister Schulz: Wenn Sie mit Hane- den Buchmachern das Gerücht verbreitet, daß es fonzessionierte apotheken: Charlottenstr. 51, Botsberg und Sudland gemeinsame Sache gemacht haben sollten, so Buchmacher gibt? Zeuge: Jawohl, die werden geschont, weil die damer Str. 84a, Landsberger Str. 39, brauchen Sie nicht auszusagen. Leisten Sie keinen Meineid. Gendarmen dabei Vorteil haben. Verhandlungsleiter: Wissen Sie Stastanien Allee 2, Auguſtſtr. 60, Zeuge: Die Sache verhält sich so, wie ich angegeben. Ich habe die etwas über die angebliche Bestechlichkeit der Gendarmeriebeamten Königsberger Str. 21, Belle- AllianceBuchmacher nicht geschont und wollte Erfahrungen sammeln. auf den Rennplägen? Zeuge: Es ist viel darüber geredet worden, straße 12, Charlottenburg: BismardJustizrat Winterfeld: Wie verhält es sich eigentlich mit dem Ver- aber wenn einer einem Beamten Geld gibt, so spricht er nicht da- straße 81, Wilmersdorf: WilhelmsEs folgt darn die Vernehmung eines Buchmachers, der aue 110, Schöneberg: Hauptstr. 151, Spandau: Bichelsdorfer Strage 14, rüdtsein des Zeugen Friedländer. War er in einer Anstalt? Zeuge von. Friedländer: Nein, niemals. Die Beamten haben nach meiner ebenso wie einige andere über ein Nervenleiden klagt und sich daher Friedrichsfelde: Zentral- Apotheke. Ueberzeugung aus dem Grunde mich für verrückt erklärt, weil sie nicht mehr so recht entsinnen kann, ob er Geld gegeben hat oder wohl wußten, daß ich über alles unterrichtet war und daß die ganze nicht. Der Verhandlungsleiter bemerkt dazu, daß es anscheinend Sache aufgedeckt werden würde, wenn man mich nehmen würde. das Leiden der Buchmacher sei. Auf einmal können sie sich der Haneberg und Sudland bestreiten die Angaben des Wachtmeisters Vorgänge nicht entsinnen. Ein anderer Zeuge bekundet, daß Schulz. Schulz erklärt noch zu dem Vorgang in dem Lindnerschen in einem Lokal in Hoppegarten 30-40 Glas Bier auf einmal beLokal, daß ihm von den beiden Angeklagten gesagt wurde:„ Schulz, stellt wurden und daß wohl die Buchmacher die Zeche gezahlt hätten. gehen Sie doch einmal austreten, Er habe sich nicht darum gekümmert. Der alte Hauptmann", die Sterls müssen erst„ Miete" zahlen!" Sudland verwahrt sich in erregtem Tone gegen diese belastende diesen Rennbahnspißnamen führte ein weißhaariger Buchmacher, Anschuldigung. Er wehrt sich auch gegen die Beschuldigung, daß er der sich nicht mehr entsinnen will, dem Wachtmeister Schulz eindem Schulz gesagt habe, lezterer solle sich ein. Buch wegen der mal 5 M. gegeben zu haben. Wenn er es getan habe, so sei es Geldangelegenheiten anlegen. Es handele sich hier um ein Buch, aus dem Grunde geschehen, um Frieden zu haben. Ein anderer das alle Beamten besaßen, und in dem die Namen der genommenen Buchmacher pflegte nach den Rennen so aufgeregt gewesen zu sein, Buchmacher angeführt waren. Schulz bleibt bei seiner Aussage daß er gar nicht weiß, ob er einmal einen Gendarmen Geld geund erklärt, es habe sich um die Ramen folcher Buchmacher ge- geben habe. Der Zeuge will auch den Fall im Gehölz, als WachtMöbel Lechner, 1. Geschäft Brunnenstraße 7, am Rosenthaler Play, 1. Eingang im Laden, 2. Eine gang Hof parterre. 2. Geschäft: Müllerstraße 174, Ede Fennstraße, 1. Etage. Wichtig für Brautleute! 1 Stube und Küche 170 Mart, Ans zahlung 10 Mart, wöchentlich 1,50 Mart. 1 Stube und Küche 200 Mart, Anzahlung 15 Mart, wöchentlich 2 Mart. Große Auswahl in besseren Wohnungs- Einrichtungen, Anzahlung von 50 Mart an, wöchentlich 4 Mart. 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Außerdem wären werden und wünschten, daß die Tierhalter für ihre Hunde verant- im Ort feine Wohnungen vorhanden, die zur Unterbringung be wortlich gemacht werden. Da die bürgerliche Mehrheit dafür nicht dürftiger Armer gemietet werden könnten. Diese Ausführungen, In eine Kalfgrube gestürzt und tödlich verbrannt ist vorgestern zu haben war, stimmten unsere Genossen gegen diefe Bolizei- sowie die Tatsache, daß im Ort überhaupt trostlose Wohnungs nachmittag das dreijährige Söhnchen eines Arbeiters aus der verordnung. Der übrige Teil der Tagesordnung wurde nicht öffentlich verhältnisse vorherrschen, zeigen, daß die Behauptung des Schöffen Göttinger Straße 5. Hinter der Bergstraße befinden sich die verhandelt. städtischen Kalf- und Mörtelwerke, zu denen unbegreiflicherweise Erwachsene und Kinder Zutritt finden können, da die Absperrung trotz der großen Lebensgefahr, die der Betrieb für Zuschauer mit sich bringt, sehr primitiv ist. Borgestern spielten nun wieder Kinder auf dem ausgedehnten Grundstück und kamen dabei an eine Grube, in der sich brennender Kalk befand. Bei dem Hineinsehen in die Grube verlor plötzlich der dreijährige Sohn des Arbeiters Zinski das Gleichgewicht und stürzte fopfüber in die todbringende Masse. Ein Arbeiter sprang auf das Geschrei der übrigen Kinder sofort Hinzu und zog den Verunglückten heraus, um ihn dann schleunigst in das Schöneberger Städtische Krankenhaus zu tragen. Hier konnten aber die Aerzte nur noch den inzwischen erfolgten Tod des Kindes feststellen. Nach dem Bekanntwerden des Unfalls ordnete die Stegliger Polizei die fofortige Absperrung des Terrains an. Ein neues drittes Postamt wird am 1. Mai in Steglitz errichtet. Es erhält die Bezeichnung Berlin- Steglitz 3 und kommt in das Haus Albrechtstr. 88. Die neue Postanstalt erhält Telegraphenbetrieb und unbeschränkte Annahmebefugnisse. Neukölln. Zu den Theatervorstellungen am Sonntag, den 19. März, nach mittags 2 Uhr, und Dienstag, den 21. März, abends 74%, 1hr, im Reuköllner Theater, sind noch Billetts in den Parteispeditionen, bei Helbig, Juliusstr. 19, und im Restaurant Richter, Prinz- HandjeryStraße 3, zu haben. Ober- Schöneweide. Infolge Verzugs des Gemeindevertreters Genossen Gustav Muth macht sich eine Erfazwahl der dritten Klasse im 1. WahlDie Wahl findet am bezirk notwendig. den Sonntag, 19. April, von vormittags 11% Uhr bis nach mittags 5 Uhr in der Turnhalle( Wattstraße) statt. Gewählt wird ein Richtangesessener. Zu dem 1. Wahlbezirk gehören alle Straßen westlich der Schillerpromenade: Edisonstraße, SiemensStraße, Tabbertstraße, Nalepastraße, Wattstraße, Deulstraße, Helmholzstraße, Westendstraße, Rathaus-, Goethe- und Bismadstraße bis zur Schillerpromenade, Parsevalstraße usw. Die Wilhelminenhofstraße in ihrer ganzen Länge gehört zum Wahlbezirk 2. Pflicht aller Wähler der dritten Abteilung ist es nun, die kurze Zeit, die uns noch vom Wahltage trennt, zur eifrigen Agitation für den Kandidaten der Sozialdemokratie, den Genossen Wilhelm Ramsbrod, zu benüßen. Es gilt nicht nur, das Mandat zu er= obern, sondern auch die Stimmenzahl zu erhöhen, zumal die Wahl an einem Sonntag jedem Wähler die Ausübung des Wahlrechts ohne Lohnausfall ermöglicht. Als Legitimation gilt die im Januar d. J. von der Gemeinde zugeschickte Wählerkarte, die legte Steuerquittung oder eine Be fcheinigung des Gemeindevorstehers. Mariendorf. Aus der Gemeindevertretung. Zunächst fand die Einführung der neu bezw. wiedergewählten Gemeindeverordneten statt. Außerhalb ber Tagesordnung teilte der Gemeindevorsteher mit, daß ihm der Bürgermeistertitel verliehen sei und daß die Gemeindeverordneten Schramm und Ehrich die auf sie entfallene Wahl nicht angenommen haben. Hierauf wurde der Befreiung der Beamten und Lehrpersonen von der Krankenversicherungspflicht zugestimmt. Nach der Vorlage soll allen in Betracht kommenden Persenen, die nicht vorübergehend beschäftigt sind, im Erkrankungsfalle wahlweise ein Beitrag in Höhe des anderthalbfachen Krankengeldes gewährt werden. Dieser Beschluß hat rückwirkende Kraft vom 1. April d. J. ab. Bei der Beratung der Einführung des Grundlehrplanes für die Volksschulen Groß- Berlins an den hiesigen Gemeindeschulen wurde ein Antrag der Schuldeputation, für die 1. Gemeindeschule eine OberKlasse für Knaben und an der 2. Gemeindeschule eine solche für Mädchen einzurichten, angenommen. Genosse Weber plädierte für Einführung der Achtklassenschule, sowie des einheitlichen Schulanfanges nicht vor 8 Uhr früh; im übrigen empfehle sich bei der Einführung des Lehrplanes auch einheitliche Lehr- und Lernmittel für alle Schulen Groß- Berlins, da die Ausgaben für Schulbücher und Lehrmittel beim Wohnungswechsel und bei Umschulungen für die Arbeiterschaft aller Drte recht drückende feien. Der Erlaß einer neuen Hundepolizeiverordnung rief eine lebhafte Die leidige Lofalfrage, die unsere Genossen bisher hinderte, für unsere Bewegung mit größerem Erfolge tätig zu sein, ist nunmehr Die letzte Gemeindevertretersizung wies den von unseren Ge- dadurch gelöst, daß der Gastwirt Klorin, Chausseestr. 10, fein aus noisen eingelegten Protest gegen die Wahl des Herrn Mar Rohrbed großem Gaal und Garten bestehendes Lokal der organisierten Arbeiterzurüd. Bei dieser Gelegenheit kritisierte unser Vertreter die ganze schaft zu ihren Veranstaltungen freigegeben hat. bürgerliche Wahlagitation, die namentlich der Direktor des Neutöllner Krankenhauses, Herr Gutjehr, betrieben habe. Der Gemeinde- Nowawes. vorsteher meinte, daß diese Agitation mehr im Interesse der Rudower Herr Architekt G. Muschner, Schulstraße 11 wohnhaft, teilt uns Straße geschehen, als daß der Arbeiterschaft der Einfluß auf die Ge- unter Bezugnahme auf den in der Dienstagnummer erschienenen Bes schicke der Kommune mißgönnt worden sei. Anderer Meinung war richt über die Besichtigung des von der Konsumgenossenschaft Hoff der Schöffe Rohrbeck, der ein Recht, Stritik an den Zuständen des mung" neuerbauten Zentrallagers mit, daß die Pläne zu diesem Ortes zu üben, bestritt; im übrigen hätten die Bürgerlichen die Neuban nicht von dem in dem Bericht erwähnten Architekten Arno Agitation von der Sozialdemokratie erst gelernt. Nach diesen Aus- Neumann, sondern von ihm herrührten. Herr Neumann habe seinerführungen wurde die Debatte geschlossen. Als Mitglieder des zeit wohl Skizzen und Pläne angefertigt, dieselben hätten jedoch nicht Schulvorstandes wurden die Herren Rentier Rohrbed und Landwirt die polizeiliche Genehmigung erhalten. Daraufhin sei er, Muschner, Löba gewählt. Ein Arbeiter ist in demselben nicht vertreten. am 10. Juni 1913 mit der Anfertigung genehmigungsfähiger Pläne Einem Antrage unseres Genossen, die sogenannte Sandfute sowie sowie mit der gesamten Bauleitung betraut worden. Diesen Auftrag verschiedene Gemeindegrundstücke zu verpachten und eine öffentliche habe er zur vollsten Zufriedenheit der Genossenschaft ausgeführt. Ausschreibung vorzunehmen, stimmte die Vertretung zu. Vielleicht empfiehlt es sich, daß die Gemeinde das Land an die AnwohnerWetterprognose für Sonnabend, den 18. April 1914. schaft zu niedrigem Preise als Laubenland verpachtet. Das wäre Trocken und vielfach heiter, nachts sehr fühl, am Tage mäßig warm um so notwendiger, als sich auch hier die Haus- und Grundbesitzer bei ziemlich frischen nordöstlichen Winden. 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