Wher He find ſamt host Seine Lordichaft ทร Fr bedachte nich mir ellten aug Nr. 109. Abonnements- Bedingungen: Abonnements. Breis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 mt, monatl. 1,10 M, wöchentlich 28 Big. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Big. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage, Die Neue Welt" 10 Bfg. Post. Abonnement: 1,10 Marf pro Monat. Eingetragen in die Post Zeitungs. Breisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2.50 Mart, für das übrige Ausland 4 Mart pro Monat Bostabonnements nehmen an: Belgien, Dänemark, Holland, Italien, Suremburg, Bortugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz. Ericheint täglich. bodhi 31. Jahrg. Vorwärts Berliner Volksblaff. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel zeile oder deren Raum 60 Big., für politische und gewerkschaftliche Bereins und Bersammlungs- Anzeigen 30 Big. ,, Kleine Hnzeigen", das fettgedruckte Wort 20 Bfg.( zulässig 2 fettgebrudte 2Borte), jedes weitere Bort 10 Big. Stellengesuche und Schlafstellenantzeigen das erste Bort 10 Big., jedes weitere Bort 5 Pig. Borte über 15 Buchstaben zählen für zwei Borte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Erpedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin" Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt Moritzplatz, Nr. 1983. Die neue Vorschrift über den „ Waffengebrauch". " Mittwoch, den 22. April 1914. I. Waffengebrauch des Militärs aus eigenem Rechte; II. Verwendung des Militärs zur Unterdrückung innerer Unruhen und zur Ausführung der Geseke; III. Vom Kriegs- und Belagerungszustand. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt Moritplay, Nr. 1984. sich auf den Umfang des preußischen Staatsgebietes beschränken und keineswegs den in anderen Bundesstaaten stehenden preußischen Truppenteilen auch nur die geringsten dienstlichen Rechte verleihen; diese bleiben dann in jedem Falle ausschließlich von der Landesgesetzgebung abhängig. Die Beweggründe, aus denen die Militärbehörde Der dritte dieser Abschnitte entzieht sich verfassungs gemäß jeder partikularrechtlichen Regelung. Denn das Die„ Deutsche Tageszeitung" erklärt, daß das System preußische Gesetz vom 4. Juni 1851 ist durch Artikel 68 der diesen Weg preußischer Partitulargeſetzgebung nicht beschritten Wedel" mit einent völligen Mißerfolge geendet hat." Das ist Reichsverfassung selber ein Reichsgesetz geworden; die dort hat, liegen also flar zu Tage, obwohl er ihr bei der Geausnahmsweise völlig zutreffend; nur hätte sie hinzufügen enthaltenen Befugnisse des Königs von Preußen sind auf den finnung der preußischen Volksvertretung ein Gesetz versollen, daß Sieger auf der ganzen Linie die gesezwidrigen Kaiser von Deutschland übergegangen. Nur dieser, unter schafft hätte, das die weitestgehenden Wünsche der FalkenHandlungen und Ansprüche der Militärgewalt geblieben seien, Gegenzeichnung des Reichsfanzlers, nicht aber des hayn, Reuter, Forstner noch weit übertroffen hätte. und daß die Zivilbehörden, vom Reichskanzler und Statt Striegsministers, kann auf Grund dieses Gesezes Ausführungs- Man wollte zunächst die etwa die unbedingte Befugnis der halter bis zum Streisdirektor und Staatsanwalt, ruhmlos die bestimmungen erlassen. Und sowohl die Zivil- wie auch die Kommandogewalt festhalten und dem Deutschen Reichstage Segel gestrichen hätten. Eine beschämende Niederlage hat Militärgerichte haben das Recht und die Pflicht zu prüfen, ob finnfällig vor die Augen führen, diese Dinge aus eigenem aber auch der Reichstag und hat das deutsche Volk zu ver- diese Bestimmungen des Kaisers mit Wortlaut und Geist des Rechte zu ordnen. Man wollte aber ferner alle Rechte des buchen; auch sie haben den Feinden der bürgerlichen Frei- Gesetzes und der Verfassung übereinstimmen. Selbst innerhalb Waffengebrauches allen preußischen Befehlshabern, auch wenn heit und der bürgerlichen Gesetze mutlos das Kampffeld über des Rahmens des Heeres sind sie nur insoweit gültig, als sie in anderen Bundesstaaten stehen, verleihen, weil alsdann Lassen. dies der Fall. Unbeschadet seiner Kommandogewalt fann der für sie nicht mehr das Gesez, sondern allein die DienstZeuge davon ist auch die„ Vorschrift über den Staiſer der bewaffneten Macht keine Befehle erteilen, die ihm instruktion, das heißt der militärische Befehl, maßgebend Waffengebrauch des Militärs und seine Mit- felbst nicht durch Gesetz und Verfassung übertragen wurden sind. Wie der Oberst v. Reuter, kann sich hinfort jeder Oberst wirtung zur Unterdrückung innerer Unruhen oder die etwa gar dem Gesetz zuwiderlaufen. Für in Mecklenburg, Oldenburg, Anhalt auf seine Dienſtvorschrift vom 19. März 1914", die mum im Drucke und also im die Bevölkerung aber Bevölkerung aber sind ohne weiteres nicht die auch gegenüber dem Landesgesetze berufen. Und wir haben Wortlaute vorliegt. Die Reaktion freilich weint einige für баз Heer gegebenen Dienſtvorschriften, sondern gesehen, daß jedes Militärgericht ihn alsdann freisprechen Bestimmungen des Gesetzes Strofodilstränen und tut so, als ob damit wieder ein Ziel der ausschließlich die selbst wird. Ja, es ist nicht einmal sicher, ob nicht selbst in Baden, alten töniglichen Vollgewalt dem Ansturme der Demokratie maßgebend. Nebenbei sei erwähnt, daß der dritte Teil Württemberg, Sachsen auf diesem Umwege die bessere Landespreisgegeben sei Eitle Heuchelei, bestimmt, das satte und be- auch Bestimmungen für Elsaß- Lothringen enthält, für die der gesetzgebung beiseite geschoben wird. Denn nach§ 61 der häbige Gefühl der Befriedigung darüber zu unterdrücken, daß König von Preußen nicht zuständig ist. Verfassung sind die zur Ausführung der preußischen Militärhier in allen wesentlichen Punkten sämtliche Das Ergebnis dieser Untersuchung ist, daß die Bestim gesetzgebung erlassenen Instruktionen einzuführen und dieses Ansprüche der Kommandogewalt aufrecht erhalten sind, mungen des dritten Abschnitts, so wie sie in der neuen Recht wird nicht nur für die im Jahre 1871 bereits bestehenden, besonders auch der aus eigener Billfir, eigenmächtig ihre Vorschrift enthalten sind, allenfalls für die innerhalb sondern auch für die später erlassenen in Anspruch genommen. Grenzen gegenüber der Verfassung und dem bürgerlichen Preußens stehenden preußischen Truppen, in keiner Weise Jedenfalls haben die betreffenden Landtage alle Veranlassung, Rechte ziehen zu dürfen. Ich möchte freilich den Striegs- aber für die in irgend einem anderen Bundesstaate von ihren Regierungen die genaueste, Klarste und unzweiminister sehen, der in dem Preuzen unserer Tage wagen stehenden Truppen als Ausführungsbestimmungen eines deutigste Auskunft über die neue Rechtslage zu verlangen. würde, dem herrschfüchtigen Geiste des Militarismus auch mur Reichsgesetzes hätten gegeben werden können. Aus ihrem Und dies umsomehr, als deren Bereitwilligkeit, ihren in Elsaßdas fleinste Grenzgebiet streitig zu machen. Und am aller Wortlaut ist diese notwendige Beschränkung nicht zu ersehen, Lothringen stehenden Truppen die preußische Dienstwenigsten ist der Herr v. Fallenhahn dazu geeignet, dieses sie sind daher schlechthin ungültig und nichtsjagend, ein Ver borschrift zu geben, äußerst verdächtig und gesetzwidrig ist. militärische Gegenstück zu den Dallwit und Jagow! stoß gegen die Reichsverfassung. Denn der Erlaß selbst des ersten und zweiten Teils der Troß allem, was die Junkerzeitungen schreiben, ist es doch nachgerade Gemeingut geworden, daß die berühmte Stabinettsorder des Jahres 1820 ebenso wie die auf sie geWeit schlimmer noch und bedenklicher find die Festjehungen neuen Verordnung über den Waffengebrauch durch eine des ersten und des zweiten Abschnittes. Wollte man sie Kabinettsorder des Königs von Preußen findet teine auf ihre fürzeste, logische Formel bringen, so behandeln sie Stütze im Geseze; er stellt eine Verneinung des Gegründete Vorschrift vom 23. März 1899 gefezwidrig waren. 1. das Notwehrrecht des Militärs; 2. seine Verwendung im sezes dar und ist die stärkste Mißachtung gegenüber den BeEs ist auch unwiderlegbar, daß die Militärbehörde selbst, als Polizeidienste. Aber diese beiden Seiten seines Waffenrechtes schlüssen und Anträgen des Reichstages, die sich irgendwie sie diese Verordnung erließ, die erheblichsten Zweifel über den gegenüber der Bevölkerung sind nun keineswegs auf die beiden denken läßt. Ein Reichstag aber, der sich diese Vorschriften Rechtszustand hatte um mich sehr milde auszudrücken. Sie Abschnitte der Vorschrift verteilt, sondern sie laufen in einem bieten läßt, verdient die vollste Verachtung des deutschen hat nie gewagt, das Schriftstück zu veröffentlichen, es war im wirren, unflaren, zwei deutigen Gemengsel durcheinander; Voltes und zählt für alle Zukunft unter den wirksamen Buchhandel nie zu haben, nur zum Dienstgebrauch bestimmt sie bieten der Deutung, der Auslegung und der Unter- Faktoren unserer verfassungsmäßigen Entwicklung überhaupt und wird selbst in der Garnisondienstvorschrift nicht einmal legung den weitesten Spielraum. Was aber bei einer Aus- nicht mehr mit. Das Gejammere der reaktionären Presse über auszugsweise wiedergegeben. Man wollte offenbar eine voll legung in den Händen von Militärbefehlshabern und Militär- die angebliche Nachgiebigkeit der neuen Verordnung gegenüber endete Tatsache schaffen und jedem parlamentarischen Angriff gerichten herauskommt, haben wir im Zaberner Falle mit Ent- den volkstümlichen Wünschen hat keinen anderen Zwed, als die wahre Sachlage möglichst zu verschleiern, es zu verdunkeln, gegen die Zulässigkeit der Vorschrift aus dem Wege gehen. rüstung erkennen müssen. das deutsche Es darf völlig dahingestellt bleiben, ob die militärische daß sie der stärkste Schlag ist, den die absolute KommandoIn der Tat ist das ja auch geglückt; das Volt hat erst durch Zabern erfahren, daß in jedem Augen- Wirksamkeit in den beiden oben genannten Fällen zur Not gewalt jemals gegen Recht und Verfassung geführt hat. Geblick die Diftatur des Säbels und der Flinte über seinem durch Bartikulargeseggebung geregelt werden könnte. Die Betrachtung der einzelnen Bestimmungen in einem Haupte schwebe und daß ein nervös gewordener Militär- schieht das lettere, so gilt hier das gleiche wie von dem zweiten Aufsatz wird das mit vollster Deutlichkeit beweisen. befehlshaber sich auf Grund dieser Vorschrift ohne weiteres dritten Teil; die Gültigkeit einer solchen Gesetzgebung würde für berechtigt hielt, den Schuß, den die Verfassung dem Bürger Die Deutsche gewährt, faltlächelnd beiseite zu schieben. Tageszeitung" versucht die Staatsministerialertlärung, die nadh Erlag der preußischen Verfassung in der traurigsten Zeit der wiedererstartten Reaktion die Notwendigkeit des durch Artikel 36 der Verfassung geforderten Gesetzes verneinte und das Recht der Stommandogewalt zu stüßen suchte, als „ Gesez" umzudeuteln. 〃 " 1 Aber selbst ihre Gelehrten" wissen natürlich, daß keine Erklärung des Ministeriums je ein Gesez werden oder ersetzen fann, weil sie nur ein einseitiger Willensaft und noch dazu einer an der Gesezgebung gar nicht beteiligten Behörde ist. Vor allen Dingen aber wird die Vorschrift von 1899 durch feinen Artikel der Reichsverfassung gedeckt. Das gleiche gilt aber auch für die neue Vorschrift: den bürgerlichen Gerichten gegenüber ist sie schlechthin ungültig. Nur die jammervolle Schwäche der Liberalen fann in diesem selbstherrlichen Afte einen Fortschritt gegen früher preisen und, erleichtert über die Erledigung des Zaberner Falles, sich wenig. stens vorläufig damit zufrieden erklären. Man rühmt der neuen Vorschrift nach, daß sie jetzt wenigstens einen flaren Rechtszustand schaffe. Das aber ist eben keineswegs der Fall; sie seht nur eine neue Willfür an die Stelle der alten, faßt eine einzige Beftimmung in vorsichtigerer äußerer Form ab, um sie den Angriffen des Parlaments zu entziehen, und spricht endlich öffentlich, so daß jeder, wenigstens der deutsche Bürger und Arbeiter, weiß, welche Rechte die Forstner und SchadDer Krieg mit Huerta. R. Gädtc. Mexiko San Carlos Golf von Jeziulian 9278 Zumpango pam Otumba Tlaxco Perolo Jalapa Oletzcock GOMEXIKO Barron de Perole 4090 Huamantla Faldas Canaitaso Парап Chalco Otzfaccihualt 5286 Cholyla Popocatepetl O Atlixo Tlaxcalla Jerzmeloccan 5452 Pico de Orizaba Amazoe Chalehicagolano Tamalla Puebla Tepeaca Tecamachalco Alliata Veracruz 550 Tamatta Cordoba Orizaba Soledad Medellin Atoyac Totaxtla Cuernavaca Yaulepec Morelos Kanacatepec Cusacajutla Jzucar RAma Atoyac Tepexi Morelos Tehuacan Rio Blanca 0 10 20 30 40 50 60 Kilometer rechtigt ist, die bewaffnete Macht in Anspru zu nehmen, um die Forderung auf unzweideutige Genugtuung für die den Vereinigten Staaten angetanen Beleidigungen durchzusehen. Ferner möge erklärt werden, daß die Bereinigten Staaten jede Feindschaft gegen das merikanische Bolt sowie jegliche Absicht, gegen das merikanische Wolf Krieg führen zu wollen, in Abrede stellen. Das Repräsentantenhaus hat Montag nacht mit| diese Leutnants, die uns keiner nachmacht über ihn in 337 gegen 35 Stimmen die Resolution angenommen, in welcher Anspruch nehmen. Aber in dieser Deffentlichkeit liegt wiederum die Politik Wilsons gebilligt und die Verwendung der be eine große Gefahr. Läßt der Reichstag sich die Vorschrift waffneten Macht gutgeheißen wird. Dagegen bereitete der ohne Widerspruch gefallen, so kann sie in der Tat mangels Senat der Annahme dieser Resolution Schwierigkeiten. Die dieses ausdrücklichen Widerspruchs Gewohnheitsrecht werden. Und die Zivilgerichte ebenso wie die Militärgerichte werden Opposition richtete sich dagegen, daß die Aktion als eine blog darauf hinweisen, daß die Volksvertretung sich sti II. gegen Huerta persönlich gerichtete hingestellt wird. Die der Politit Wilsons freundlich gesinnten Senatoren schweigend mit dieser Ordnung des militärischen Waffen- Nach einer Vertagung schlug der Ausschuß für auswärtige stimmten nach einer Beratung mit dem Striegssekretär, dent Angelegenheiten dem Senat eine neue Resolution vor, die Generalpostmeister und Wilsons Sekretär den in der neuen besagt: Im Hinblick auf die von dem Präsidenten in seiner Botschaft Resolution enthaltenen Abänderungen zu, so daß wohl die an den Kongreß dargelegten Tatsachen über gewisse Beleidigungen Differenz zwischen den beiden Häusern damit beseitigt ist. und die schimpfliche Behandlung der Bereinigten Staaten von. Der nächste Schritt der Vereinigten Staaten dürfte die seiten Meritos, möge man beschließen, daß der Präsident be- Besetzung des Zollhauses von Veracruz sein, und Festnahmerechtes einverstanden erklärt habe. Nun aber ist die Vorschrift auch in sich feineswegs flar und einheitlich, sondern verrät deutlich genug die Notum feinen anderen Ausdruck zu gebrauchen ihrer Urheber. Sie zerfällt in drei Teile, die einzeln geprüft werden müssen: um die bort lagernden Munitionsborrate zu konfizieren. Preußische Fabrikinspektion 1913. abt und-größe in und bei Großstädten, fie grang Das Eintreffen des amerikanischen Geschwaders in Tampico Admiral Badger wird für Mittwoch mittag erwartet. stellte Huerta eine 48 stündige Frist bis zum Kampfbeginn. II. 15 M. in ländlichen Gegenden, bis zu 30 M. für dieselbe Raumzahl graufig Arbeiter wohnen, das erhellt aus einer Aufstellung des Troß der Krise, trotz der großen Arbeitslosigkeit in den Bosener Beamten. Hier ist sie: Von 52 501 erfaßten Bersonen, meisten Gewerben hat das le berzeitarbeiten in die in Wohnungen mit ein bis zwei Wohnräumten lebten, Die Beschlagnahme der Munition. der Großeisenindustrie noch zitgenommen. Und schlafen in ihrem Schlafraum: 8101 ober 5,9 Proz. immer noch flagen die Beamten darüber, daß die Ueberzeit7784 Washington, 21. April. In Regierungskreisen wird die liften ungenau geführt würden, manche Unternehmer es be8483 Meldung bestätigt, daß die Abficht besteht, große Mengen für mußt unterließen, geleistete Ueberzeitarbeit einzutragen. Ob9 700 Huerta bestinunte Munition u 3 11 bejchlagwohl also in den Aufzeichnungen noch viele Ueberstunden nahmen, die sich auf neutralen Schiffen auf dem Transport unberücksichtigt blieben, ist deren Gesamtzahl doch ini lebten nach Veracruz befinden. Die Parteiführer im Kongreß sind benachrichtigt worden, daß der Plan bestehe, die Munition nach Ausladung im Zollhause zu Veracruz zu beschlagnahmen. Es verlautet, daß Präfident Wilson die Beschlagnahme auch dann anordnen werde, wenn sich die Annahme der Resolution im Senat verzögern sollte. Admiral Fletcher ist angewiesen worden, daß Zollhaus in Veracruz zu besetzen. Es ist ihm jedoch keine Frist für die Bejezung des Zollamts in Veracruz bestimmt worden, sondern es soll seinem Ermessen überlassen bleiben, wann die beste Gefegenheit gegeben sei, zu verhindern, daß Huerta 200 Geschüße und mehrere Millionen Schuß Munition erhalte, die sich an Bord fremder Dampfer befinden. legt worden. Erklärungen Huertas. Alldeutscher Frontwechsel. allein zu zweien breien " 1 14,8 16,1. " " P bieren " 10 fünfen 8450 " 15 053 sechien und mehr 18,5 16,1 28,6 " " " " Jahre um 12 Millionen Stunden gestiegen. Von Das ist ein fürmahr.reizendes Kulturbild aus dem Osten. dem Standal des Ueberzeitarbeitens gibt die folgende zu Der Beamte von Breslau berichtet, daß infolge der tieftraurifammenstellung eine Vorstellung. Es betrug für die in Be- gen Wohnungsverhältnisse in einem Textilarbeiterdorf die tracht kommenden. Werke: Die Zahl der Arbeiter Davon leisteten durchschnittl.. monatlich leberarbeit. Die Summe der geleisteten Ueberstunden... 1911 208 210 97 938 1912 219 711 106 269 1913 229 035 107 042 21 229 371 24 603 707 25 147 678. Säuglingssterblichkeit im Berichtsjahre 27 Pro3. befragen habe. Die schlechtestgelohnten Arbeiter müssen verhältniss mäßig am meisten zahlen." Vielfach dienen an sich schon unzulängliche Wohnungen auch noch gewerblichen oder haus industriellen Zwecken. Politische Uebersicht. Abgeordnetenhaus. So sehr sich einzelne Beamte bemühen, lichte Punkte zu Seit Einführung der Kontrolle hat das Ueberzeitarbeiten zeigen, der Totaleindrud ihrer Berichte ist ein niederdrückennoch bedeutend zugenommen. Zu berüdsichtigen ist, daß die der, beschämender. In empörend ausschweifender Weise nust normale tägliche Arbeitszeit in der Großeisenindustrie fast das Unternehmertum die Arbeitskraft aus, ruiniert Gejunddurchweg 12 Stunden, nur in einigen Fällen weniger, dafür heit der Arbeiter, zerstört wirtschaftliche Werte, macht Strüppel in anderen sogar noch mehr beträgt. Gerade jetzt, wo die in großer Bahl, und die Träger des gesellschaftlichen Reich Berfrommungsfanatiker das große Wort führen, fönnte, der tums hausen zumeist in elenden, dumpfen, licht- und LuftMegiko, 21. April. Präsident uerta hat geitern abend Umfang der Sonntagsarbeit zu kritischen Gloffen anregen. Losen Löchern, die man Wahnungen nennt, und in denen folgende Erklärung erlassen: uerta bietet den Auslädern Von den geleisteten Ueberstunden entfielen nämlich auf Sonn- ebenfalls Kinder und Erwachsene in großer Zahl gesundheit11,5 Millionen und lich vernichtet werden. einschließlich Nordamerikanern, welche in Merito bleiben wollen, tage: 19119,4 Millionen, 191212,4 Millionen Stunden. Die Sonntags. Die Berichte der Gewerbeinspektoren unterstützen in nach, Sicherheit, und will die Gelegenheit benutzen, der Welt au 1913-12,4 Millionen Stunden. Die Sonntags. zu zeigen, daß seine Regierung und Merito gesittet und zivilisiert arbeit hat demnach noch stärker zugenom- drücklicher Weise die Forderung: Mehr Arbeiter. sind. Er wünscht ferner, dem nordamerikanischen Volte flar- men als das Ueberzeitarbeiten im allge- fchut! zumachen, daß nach dem Bericht des Befehlshabers in Tampico meinen. Sich darüber pfäffisch- moralisch zu entrüften, bas nordamerikanische Boot, welches bort landete, und dessen überlassen wir anderen. Für den unverantwortlichen Naub. Mannschaft von einem merikanischen Offizier festgenommen wurde, bau, für das Vernichten von Gesundheit und Volkskraft ist das feine Flagge führte; er, Suerta, fürchte, daß Präfident ganz offizielle Christentum mitverantwortlich. Wie skrupel. Es war eine vernünftige Jdee des Präsidenten des AbgeordnetenWilson über diesen Punkt falsch informiert sei, und den los, in welch unerhörter Weise die Arbeitskraft ruiniert wird, nordamerikanischen Kongreß falsch darin informiert habe, daß das dafür noch ein paar Angaben. In einzelnen Fällen haben Boot eine Flagge geführt hätte. Tatsächlich habe die nord- Arbeiter im Jahre über 1200, im Monat durchschnittlich Hauses, auf die Tagesordnung der ersten Sigung nach den Ferien emerikanische Flagge nichts mit dem Streitfall zu tun, und Huerta mehr als 100 Ueberstunden geleistet. Der Beamte von die erste Lesung der Sekundärbahnvorlage zu setzen. Hat er es doch wünsche, daß das nordamerikanische Volt dies vollständig begreife. Düsseldorf ermittelte, daß in 23 340 Fällen eine mehr als auf diese Weise selbst solchen Abgeordneten, die es im allgemeinen 60ftündige monatliche Ueberzeitarbeit geleistet worden ist, mit ihrer Aufgabe ernst nehmen, ermöglicht, noch einige Tage länger Aus Vorsicht ist eine besondere Wache von zivölf Bolizes und darunter 1984 Fälle sich befinden, wo die in einem fich ihren häuslichen Geschäften zu widmen, denn wer den Debatten beamten am Montagabend in die amerikanische Gesandtschaft ge- Monat geleistete ueberarbeit 90 Stunden überſtiegen hat." über Kleinbahnen fern bleibt, versäumt wirklich nichts. Andererseits freilich ist so mancher gewohnheitsmäßige Schwänzer aus feiner Aehnliche Ergebnisse werden aus anderen Bezirken genteldet. Daß bei dem Ueberzeitunwesen Arbeitskräfte in erschrecken Ferienruhe aufgescheucht worden, weil er, um sich bei seinen Wählern in empfehlende Erinnerung zu bringen, diese oder jene Linie, an dem Maße verwüstet werden, erhellt aus einer Bemerkung beren Bau auf Jahre hinaus nicht zu denken ist, dem Minister warm des Berichterstatters über den Regierungsbezirk Arnsberg. Er schreibt:„ Der Versuch, die Ueberzeitarbeit von besonders ans Herz zu legen" für seine Pflicht hält. Es gibt mehr als einen Die Wege der Alldeutschen und Wehrvereinler find wunderbar start angestrengten Arbeitern durch das ganze Jahr hindurch Abgeordneten, deffen ganze Tätigkeit sich in der Empfehlung neuer und es kommt ihnen auch in ihrer Beweisführung auf eine Hand- zu verfolgen, mußte häufig aufgegeben werden, weil diese Bahnlinien für ſeinen Wahlkreis erschöpft und der sich deshalb nur blicken läßt. voll Widersprüche nicht an, wenn sie nur Aussicht haben, ihr Ziel: Arbeiter plöglich nicht mehr in den Ueberzeitarbeitslisten er bei Gelegenheit der Beratung dieser Vorlage im Dreillaffenparlament die Verstärkung der Rüftungen und die Verhegung der Völker schienen, wenn sie entweder ausgetrefen oder in eine andere Die diesmalige Vorlage, die eine Anleihe von, 506 Millionen untereinander, zu erreichen. Neuerdings legen fie eine starte Betriebsabteilung verfekt worden oder infolge von Krankmart erfordert, sieht acht neue Hauptlinien und zehn Nebenbahnen Abneigung gegen Oesterreich- Ungarn an den Tag heit oder Unfall ausgeschieden waren. Die ruinierten Arund geben sich alle Mühe, diesen Bundesgenossen in Deutschland beiter wirft man achtlos zum alten Eisen. Daher das große bor. Damit ist das Bedürfnis aber noch lange nicht befriedigt Der in Mißkredit zu bringen. Nicht nur die slawischen Bestandteile Bedürfnis nach immer neuen jungen Arbeitsfräften. Viel Zeitpunkt, an dem man mit den Eisenbahnforderungen zurückgehen fann, läßt sich, pie. der Minister betonte, borläufig nach gar nicht des habsburgischen Völfergemische sollen unzuverlässig sein, auch die fach ist das Ueberzeitarbeiten auch für die Unternehmer ganz bestimmen. Die Borlage begegnete auf allen Seiten großer Syme Deutschen in Oesterreich haben sich, wie man uns versichert, noch unrationell und leicht zu vermeiden. Aus Oppeln berichtet feineswegs mit den Berhältnissen wie sie durch das Jahr 1866 der Beamte: Früher wurden monatlich 100 bis 230 Arbeiter pathien, wenn sie auch aus leicht begreiflichen Gründen, pielen geschaffen, wurden, abgefunden, und die Dynastie bollends, die pomt zur Ueberarbeit herangezogen, die 1700 bis 5281 Ueber. Rebnerit nicht weit genug ging. Größere Debatten tief nur das Rhythmus im Geschehen der Dinge thren eigenen Begriff hat, arbeitsstunden leisteten. Ein neuer Betriebsleiter hat es ber. Brojeft der Fehmarn Linte hervor, weil hierbei die Interessentens fann auf Bertrauen feinen Anspruch erheben. standen, diese Zahlen herabzusetzen", im Laufe von 7 Mo- gegenfäge scharf aufeinander planten. Die Debatte, für die etwa 100 Redner gemeldet find, wird am naten auf 48 Arbeiter und 518 Ueberstunden. Lange Ar- Mittwoch fortgefegt. Die Mehrheit beabsichtigt, die Redezeit auf beitszeiten gibt es übrigens auch in anderen Gewerben. Der Votsdamer Beamte berichtet über Arbeitsschichten von 17 bis zehn Minuten zu beichränken, eine Absicht, der von sozial 19 Stunden in Bäckereien, 14, 15 und mehr Stunden be- demokratischer Seite aus prinzipiellen Gründen sofort widersprochen trug die tägliche Arbeitszeit in Molkereien in den RegierungsZur Duala- Angelegenheit. bezirken Gumbinnen und Allenstein. Noch längere Arbeitszeiten herrichten in Ziegeleien usw. Die Deutsche Tageszeitung" nimmt in Nr. 197 vom In verschiedenen Industrien hat das finnlose Ausbeuten 20. April Stellung zu den Mitteilungen des Abg. Otto Wels der Arbeitskraft die 3 a hlter Unfälle weiter geüber die Stellung der Budgetkommission zu der Duala steigert. Im Regierungsbezirk Düsseldorf ist sie um über Angelegenheit und bemerkt dazu: Was hat uns Serbien getan, was fann es uns tun, was 1000 geftiegen. Auf den Anlagen im Bezirk Arnsberg erwill es, wenn wir es nicht aus lauter Mutwillen und der öfter- eigneten fich pro 1000 Arbeiter 74,5 Unfälle, im Jahre vorher reichischen Antipathien wegen uns zum Feinde machen? Dürfen erit 71,93. Gin Eisenwerk in Dortmund lieferte auf je 1000 mir in Belgrad teine Geschäfte machen, weil Oesterreich keine Beschäftigte sogar 274 Krüppel. Im Bezirk Potsdam ermacht? Sonderbare Logit... An Serbien war alles höhte sich die Verhältniszahl der Unfälle von 52 auf 54. Um belächelnswert, alles verächtlich... bis dieses Volk aufstand und 6 Broz. nahm im Bezirk Danzig die Zahl der Unfälle zu, uns zeigte, wer es ſei. Erst da sah der vernünftige deutsche die der tödlich verlaufenen jedoch um 64 Proz. Troßdem der unvernünftige noch heute nicht daß die Zeitungslejer nach geringer." Und der Beamte von Königsberg glaubt, die meint der Beamte:" Die schweren Unfälle waren der Zahl Bunahme der Unfälle rühre daher, daß die kleinsten Verlegungen gemeldet würden. Dabei macht er diese Angaben: die Zahl der Unfälle stieg um 97 auf 1587, die der schweren Unfälle von 48 auf 47 und die der tödlich verlaufenen. von 9 auf 16. Demnach ist verhältnismäßig die Zahl der schweren und schwersten Unfälle am allermeisten gestiegen. Die„ Post" widmet dem Gegenstand jetzt schon den dritten ausführlichen Artikel, und wir fönnen von unserem Standpuntte aus zugestehen, daß hier manches ganz zutreffende gesagt wird. Vor allem findet die österreichische Berichterstattung der reichs. deutschen bürgerlichen Presse eine im großen und ganzen autreffende Charakterisierung, und wir haben ein volles Verständnis dafür, wenn der Mitarbeiter der Post" Klage darüber führt, daß man jahrelang habe zusehen müssen, wie die deutsche öffentliche SP Meinung von Wien aus systematisch gegen Serbien eingenommen worden sei: österreichische Presse Serbien behandelt hatte und behandelt, wie bor einem halben Jahrhundert Piemont und Preußen." Und wie man uns über Serbien belügt, so über Albanien: Was hören wir zuverlässiges aus Albanien? Gefärbtes Zeug in einen seichten Feuilletonismus sorgsam eingewidelt, bis auch da eines Tages die Ueberraschungen kommen." wurde. Es ist richtig, daß der genannte Abgeordnete vom Kolonialamte die Vorlegung des gesamten Briefwechiels zwischen dem Gouvernement und dem Kolonialamte vom Jahre 1909 an in der Urschrift verlangte. Dieses Verlangen war so un erhört, daß man im Ausschuß des Reichstages eine Ablehnung durch den Staatssekretär des Reichs Kolonialamtes unbedingt erwartete. Die Ablehnung erfolgte nicht. Es Tonnte nicht Sache der Mit glieder des Ausschusses sein, eine an das Kolonialamit gerichtete Aufforderung ihrerseits zurückzuweisen. Hätten sie das ge tan, dann würde mant dem Kolonialamte ohne Ziveifel den Vorwurf gemacht haben, daß es sich der Weifung der Abgeordneten gefügt hätte. Deswegen waren auch die fonierva tiven Abgeordneten gar nicht in der Lage, im Ausschusse felbst zu der Forderung Stellung zu nehmen. Sie hätten das selbstvers ständlich getan, wenn die Vertreter des Kolonialamtes die Fordes rung zurückgewiesen hätten und wenn diese Zurüdweifung von den Sozialdemokraten belämpft worden wäre. Da das aber nicht geichah, war ein Eingreifen der tonservativen Abgeordneten nicht möglich und nicht zwedmäßig. Daß nachher in der Prejié die fchärfste Verwahrung gegen die geforderte Erweiterung der Barlamentsrechte eingelegt wurde, war andererseits durchaus selbstverständlich." Alles recht schön und gut, aber daß gerade die" Post" diese Betrachtungen bringt, ist äußerst belustigend. Wer hat denn während der Baltankriege die Intereffen der österreichisch- ungarischen Wer der Sache nicht gänzlich teilnahmslos gegenüberKriegspartei nachdrücklicher wahrgenommen als die Boft" und ihre steht, weisen soziales Gewissen nicht gänzlich abgeftumpft ift, alldeutschen Freunde, die es einfach als eine Selbstverständlichetit der muß angesichts der von den Aufsichtsbeamten gelieferten hinstellten, daß das Deutsche Reich dem Bundesgenossen an der Materialien in die Forderung nach einem besseren ArbeiterDonau in schimmernder Wehr an die Seite treten müsse? Diese schuß unbedingt einstimmen. Hier noch weiter zögern, heißt eble Clique 30g mit den Organen des österreichischen Thronfolgers einem verbrecherischen Bernichten von Arbeitskraft Vorschub Es ist nicht unsere Absicht zu untersuchen, in wie vielen an demselben Strang, um den Serben ihre friegerischen Errungen- leisten, heißt, sich mitverantwortlich machen für das tolle anderen Fällen die Konservativen als freiwillige, gebetene schaften streitig zu machen. Als die Wiener Regierung den Sand- Raubbausystem. In der Frage der sogenannten Ordnungsstrafen oder ungebetene Regierungsfommissare, ohne so zarte Rücksicht schad neutralisieren wollte, stellten die" Post" leute die volle Unter ftigung durch das Deutsche Reich als die selbstverständlichste und herrschen sehr große Verschiedenheiten. Im allgemeinen zeigt nahme auf die Regierung wie diesmal gewirkt haben, sondern natürlichste Sache von der Welt hin und verlangten von der Re- sich aber die Neigung, auf Strafen zu verzichten. Man kommt es fommt uns nur auf die Rechtslage an. Für diese gierung Taten, die mit einer sofortigen Rüftungsvorlage ihren mehr und mehr zu der Ansicht, Strafen feien zwecklos, wenn ist die Motivierung wichtig, die der Abg. Wels seinem BerAnfang nehmen sollten. Und als Oesterreich die Errichtung eines nicht gar schädlich. Eine große Reihe von Unternehmern hat langen gab. Er betonte, informiert zu sein, daß man im selbständigen albanischen Fürstentums begehrte, da hieß es wieder auf die Festsetzung von Strafen in der Arbeitsordnung schon Gouvernement Ramerun durchaus nicht immer gleicher Meilängst verzichtet. Zum Teil aus dem einfachen Grunde, weil nung über die Zweckmäßigkeit der Enteignung, wie sie jetzt um in der Post": „ Die verbündete Monarchie kann überzeugt sein, daß das bei Arbeitsverhältnissen ohne Kündigungsfrist das Festseßen durchgeführt werde, gewesen sei. Der Amtsvorgänger des deutsche Volk sie nicht im Stiche lassen wird, wenn es sich darum von Strafen für Zuspätkommen oder Feiern ganz wertlos jegigen Gouverneurs Ebermeyer, Herr Dr. Gleim, habe handeln sollte, ihr eine offenfundige, ihre Ehre als Großmacht ist. Nur in der Textilindustrie und in der Eisenindustrie feinerzeit eine erhebliche Einschränkung des Planes gefordert berlebende Demütigung zu ersparen." hält man grundsätzlich an Strafen fest. Ohne sie glaubt das und auch beim Stolonialamt die Herabseßung der etatmäßig Der Beweis dafür, daß die Gefolgschaft der Liebert und Reim Unternehmertum nicht auskommen zu können. Das Straf beim Reichstag bereits angeforderten Mittel beantragt. Da von Deutschland eine geradezu bedingungslose und blinde förde- maß ist sehr verschiedenen. Sier fängt man mit 5, dort mit von habe das Stolonialamt dem Reichstag so wenig wie der rung der österreichischen Baltanpolitik forderte und die auf dem 25 Pf. für einige Minuten Verspätung an. In einigen Be Budgetkommission Mitteilung gemacht, sondern sie in dem stehende Sozialdemokratie als trieben machen die Strafen auf den Kopf der Gesamtarbeiter Glauben belassen, man sei im Gouvernement nach wie vor entgegengesezten Standpunkt Bundesgenoffin der verwangten und verlauften Serben verhöhnte, schaft pro Jahr nur einige Pfennige aus, in anderen wieder von der Zweckmäßigkeit der Vorlage überzeugt. Db das ließen sich noch zahlreiche anführen. Man fönnte sich nun freuen, bis zu 6 M. Meistens fließen die Strafgelder Unterstützungs- Schabamt davon informiert sei, wisse er nicht. Er beantrage deshalb die Vorlegung des Schriftwechsels in der Urschrift. daß die Zwischenzeit der" Post" und ihren Gesinnungsgenossen kaffen zu. beffere Erkenninis gebracht hat, wenn nur nicht die Kampagne In ihren Mitteilungen über das Arbeiter wohn- Aus diesen Ausführungen geht flar hervor, daß es sich gegen Desterreich genau so gut wie vorbem die Kampagne für mesen rühmen die meisten Beamten die Schaffung von bei dem Antrage um die Wahrung budgetrecht. Oesterreich den Zwed hätte, für neue Rüstungen scharf au fogenannten Werkswohnungen. Zwar hört man einige fri- licher Grundsäge, handelt. Er basiert auf der.. BeIst Oesterreich- Ungarn der unzuverlässige Bundes tische Bemerkungen über die mit der Werkswohnung ber- gründung, daß die Regierung dem Reichstage die Kenntnis genoffe, dann müssen wir uns um so mehr auf die eigene Kraft bundene größere Abhängigkeit der Arbeiter, aber man glaubt gewisser Dinge vorenthalten hat, die auf seine Entschließung stellen: es entbehren ja nach den Berechnungen des Generals Keim doch, daß die hygienischen und wirtschaftlichen Vorzüge der bei Bewilligung oder Ablehnung der geforderten Mittel bejährlich noch 45 000 Mann des Glüdes, den bunten Rod tragen zu gleichen Bedenten zurüdtreten lassen müßten. Die Preise stimmten Einfluß haben in uiten. Wenn der Reichstag der Wohnungen schwanken ganz außerordentlich, zwischen bezw. die Budgetkommission unter solchen Umständen die machen. dürfen. Wher He find famt bts host Seine Lordschaft qur Bornehmen ins Schloß bringen und mahn hänen speisen? r bedachte sich nur einen Augenblid, dann trat er in die Stadt Nr. 109. 31. Jahrgang. .6noleuft 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt Gewerkschaftliches. Christliche Anständigkeit. Berlin und Umgegend. Aus der Damenkonfektion. Mittwoch, 22. April 1914. wurde darauf hingewiesen, daß in nächster Zeit eine umfangreiche Sausagitation betrieben werden soll, wobei die gegenwärtigen Lohn- und Arbeitsverhältnisse nach allen Richtungen festgestel: werden sollen, um sichere Grundlagen für ein etwaiges Vorgehen zu geeigneter Zeit zu gewinnen. Zum Kampf in den Automobildroschkenbetrieben. Von der Einkaufsvereinigung der Kraftdroschkenbesitzer GroßBerlins erhalten wir nachstehende Zuſchrift: Nachdem der im Jahre 1911 in der Berliner Damenkonfektion geführte Streit abgebrochen war, vereinbarten die Fabrikanten mit einem während des Streits entstandenen Verein arbeitswilliger Zwischenmeister einen Vertrag, der dann mit den einzelnen Die offenkundige, mindestens objektive Parteilichkeit, die Zwischenmeistern abgeschlossen wurde. Dieser Vertrag sicherte nicht jeder Mensch in der Politischerklärung der freien Gewerf nur den Zwischenmeistern, sondern auch den von ihnen beschäftigten ichaften findet, behandelt die Christenpresse als eine Selbst- Arbeitern und Arbeiterinnen Lohnzulagen zu. Doch die Arbeiter Mit Bezug auf Ihre Mitteilung in Nr. 108 Ihres geschätzten verständlichkeit, auf die man gewissermaßen rechnet habe. und Arbeiterinnen haben von Anfang an darüber geklagt, daß sie Blattes über die geplante Aussperrung der Droschken- Chauffeure Die angeblich neutralen Christen fordern ja auch die politische bekommen haben. Was der Vertrag zugunsten der Arbeiter und erlauben wir uns, Ihnen folgendes für eventuelle Veröffentlichung von den ihnen zustehenden Bohnerhöhungen wenig oder gar nichts Bekämpfung der freien Gewerkschaften, und fie felbft beBekämpfung der freien Gewerkschaften, und sie selbst be- Arbeiterinnen bestimmte, das stand nur auf dem Papier und wird bekannt zu geben: zeichnen den Kampf gegen die Sozialdemokratie als eine ihrer überhaupt nicht mehr beachtet. Auch die Zwischenmeister haben Der Beschluß der Versammlung von Droschkenbesizern vom Hauptaufgaben. Sie führen den Kampf aus politischen ständig geklagt, daß ihnen die vertraglichen Zuschläge von den 20. d. M. ist nicht ein Beschluß des Verbandes der Gründen, zum Vorteil und im Dienste des Zentrums. An- Fabrikanten nicht gezahlt werden. Kraftdroschtenbesizer Groß- Berlins, da nach den geblich ist der Zweck ein nationaler. Mit dem Begriff Später hat sich der während des Streiks entstandene Verband national" ist jedoch ebenfalls ganz unzweifelhaft ein der Zwischenmeister dem Arbeitgeberverband für das Damen- Statuten dieses Verbandes derartige Versammlungen und Abpolitischer Inhalt verbunden. Wenn überhaupt eine gewerk schneidergewerbe Deutschlands angeschlossen. Die Mitglieder dieser Stimmungen gar nicht zulässig sind. Der Verband besteht gegenchaftliche Organisation als politisch betrachtet werden könnte, Verbände sind dann gemeinsam mit der Damenmäntelschneider- wärtig aus sechs Korporationen; drei von diesen setzten den jetzt dann in allererster Linie die sogenannten christlichen Gewerf.innung und dem Verein Berliner Schneidermeister für Damen- fchwebenden Streit in Szene, während die anderen drei bereits konfektion an den Verband der Damen- und Mädchenmäntel fabri- gegen die unter dem Namen des Verbandes erlassenen Maßnahmen schaften, die ihren politischen Zwed durch die Bezeichnung als tanten herangetreten mit dem Verlangen, einen neuen Vertrag ab- protestiert haben. Es wird diese Vorspiegelung einer gechristlich- national selbst herausstellen und mit Vorliebe aufzuschließen. Zwischen den beiderseitigen Vertretern ist ein Verschlossenen Verbandstätigkeit bei den jetzigen Diffe fällig betonen. Ihre Anständigkeit" erlaubt es ihnen also, tragsentwurf vereinbart worden, der für die Zwischenmeister renzen planmäßig dem Publikum und den Fahrern gegenüber_geauf eine parteiliche Behandlung der Gewerkschaften zu ihrem Mindestpreise und Zuschläge zu den bisherigen Preisen festsetzt. macht. Dabei gelingt es den treibenden Vereinen nur unter An Vorteil hinzuarbeiten. Daher die fortgesezten Heßereien Soweit die Arbeiter und Arbeiterinnen in Frage kommen, wird inwendung von Drohungen, den Abfall einer großen Anzahl gegen die freien Gewerkschaften. Nun sie nach dieser Richtung dem Vertragsentwurf gesagt: Erfolg sehen, möchten sie auch die Hirsch- Dunderschen Gewerk-" Die Meister in der Berliner Damenkonfektion verpflichten ihrer Mitglieder zu verhindern. fich, auf die Löhne, die sie ihren Arbeitern und Arbeiterinnen vereine unter die Fuchtel der Politischerklärung bringen. zahlen, einen Zuschlag von 10 Broz. zu zahlen. Dieser Zuschlag, Offenbar zu dem erwähnten 3med leistet sich die Köln. der durch Herabdrücken der bisher gezahlten Löhne nicht eingeholt Volksztg."( Nr. 349) folgende niedliche Denunziation: werden darf, ist im Lohnbuche, wie bei der Rechnungsaufstellung der Fabrikanten gesondert aufzuführen und ersichtlich zum Lohn als Zuschlag zu zahlen. In derselben Weise sind auch in den dem Fabrikantenverbande angeschlossenen Betriebswerkstätten " Bolitik in den Hirsch- Dunderschen Gewerkvereinen. Von den engen Beziehungen zwischen den Hirsch- Dunderschen Gewerkvereinen und der Fortschrittlichen Volkspartei gibt ein Bericht der Frankfurter Zeitung"( Nr. 103, 1914) über eine Landesversammlung der Hirsch- Dunderschen Organisationen in Sachsen Kunde, wo es unter anderem heißt:„ Der Generalsekretär der Fortschrittlichen Volkspartei in Sachsen, Ehrich ( Leipzig), hielt nach der Erstattung des Jahresberichts einen Vortrag über die Sozialpolitik im sächsischen Landtag und zeigte dabei die Berechtigung der Forderungen der Fortschrittlichen Boltspartei." In ciner Landesversammlung der Hirsch- Dunderfchen Gewerkvereine Württembergs am 14. April in Heilbronn wurde, wie die Schwäbische Chronik"( Rr. 170, 1914) der Redar- Zeitung" entnimmt, unter anderem der politischen Betätigung in der Volkspartei das Wort geredet". Wie das mit der angeblichen parteipolitischen Neutralität der Hirsch- Dunderjchen Bewegung in Einklang gebracht werden kann, ist wirklich ein Rätsel." " Die Politischerklärung würde ja schließlich keiner Orga nisation etwas schaden, sie brächte höchstens einige Blackereien. Mehr aber nicht. Und die Christen versprechen fich trügerischer weise für sich Borteil von dem Bolizeikampf gegen die freien Gewerkschaften und die Hirsch- Dunderschen Vereine, wozu fie seit Jahren schüren und treiben. Dergleichen Praktiken machen fich für ihre Urheber sehr schlecht bezahlt. Wenn wir von dem Streich der Köln. Volfatg." Notiz nehmen, dann aur, um zu zeigen, zu welcher Höhe der Anständigkeit und Gesinnungstüchtigkeit" sich die ultramontane Breffe erhebt. Und das soll Wahrnehmung von Arbeiterinteressen sein! Den Bund der Landwirte, mit den das Zentrum- direkt politische Geschäfte macht, denunziert es natürlich nicht als politisch. Much nicht die famosen Smandklubs, die Profeffor Landois in seinem Franz Esfink" so refflich als politische Organisationen her Ultramontanen gekennzeichnet hat. Bei den Schwarzen quuß eben inuner der Zwed die Mitte heiligen. Von dem Stampf gegen die freien Gewerkschaften und die Hirsch Dunderschen Vereine verspricht man sich gute Geschäfte für die christlichen Gewerkschaften, darum wird denunziert, gehegt und verleumdet nach M.- Gladbacher Art. Kleines Feuilleton. jogar Bor- und Rückseite. In einer der letzten Nummern der Rhein.Westfäl. Zeitung" stands: Intimes für Eheleute", ein Buch von irgendeiner Frau in irgendeinem Orte, empfohlen von ihr selbst. Natürlich ein Inferat. Größe 75 Zeilen zweifpaltig. Der Preis ebenso bei ftritter Plazvorschrift" biele 60 Pfennige, eventuell 80 Pfennige. Der Inbalt unter anderem: Bie zahlreiche Frauen ihr Eheleben felbft schildern. Ein bernichtetes Familienleben. Brutalität. Leiden in der und durch die Ehe, von vielen Eheleuten felbit rüdhaltlos geschildert. Ein charakteristisches Geständnis einer feingebildeten Frau.- Die Erbaltung der Gesundheit, des Egeglüds und der treuesten Liebe in der Ehe. Jeder ernste Mann und jede feinfühlende Frau, die sich das Ebeglid und gegenseitig die zarteste Zuneigung und innigste Liebe erhalten wollen, müssen dieses Das stand im Inieratenteil, also auf der Rüdieite. Im Tertieil aber, also auf den Borderseiten, bemüht sich die Rheinisch- Westfälische Zeitung" trampfhaft, ihre Berechtigung auf den Titel ernst zu nehmendes und gebildetes Blatt" darzutun! zahlen. die prozentualen Zuschläge an die Arbeiter und Arbeiterinnen zu Bügler sowie gegen Wochenlohn beschäftigte Arbeiter und Arbeiterinnen sind von diesen Bestimmungen ausgeschlossen. Zur Kontrolle über die Innehaltung dieser Bestimmungen wird ein Schiedsgericht eingesetzt, das aus drei von den Meistern beschäftigten Arbeitern resp. Arbeiterinnen zu wählenden Vertretern resp. Vertreterinnen, drei vom Arbeitgeberverband zu wählenden Meistern und einem Mitgliede des Ausschusses des Fabrikantenverbandes als Obmann zusammengesezt werden soll. Dieser Obmann ist von Fall zu Fall zu ernennen. Wird der Obmann von einer der Parteien aus stichhaltigen Gründen abgelehnt, so muß der Vorstand des Fabrikantenverbandes einen anderen Obmann ernennen." Der Vertrag follte am 1. April d. J. in Kraft treten. Die beteiligten Zwischenmeisterorganisationen haben ihn angenommen, bersammlung des Fabrikantenverbandes wurde geltend gemacht, aber der Fabrikantenverband hat ihn abgelehnt. In der Generaldaß der Bertrag von 1911 und 1912 durch die Entwidlung längst überholt jei und die Fabrikanten mit ihren Meistern auch ohne Bertrag in herzlichem Einbernehmen leben. Damit ist also feft. geftellt, daß für die Zwischenmeister der Berliner Damenkonfektion überhaupt fein Vertrag mehr besteht. Mit verschiedenen unwahren Behauptungen ist die Bewegung seitens der Großbefizer in unserem Berufe eingeleitet worden. So ist z. B. unwahr, daß die Versicherungen teurer geworden sind; das Gegenteil ist wahr: Gegen die ersten Jahre des Automobilgesetzes sind die Prämien der Haftpflichtversicherungen in der Höhe bedeutend zurückgegangen. diefe Bewegung leichtfertig angezettelt haben, nur mit der Drohung Unseres Erachtens versucht die Leitung der drei Vereine, welche der Aussperrung die Chauffeure aus ihrer jezigen Stellungnahme herauszuloden; sie erwartet, daß diese als Antwort den Generalstreif verkünden werden, um dann die große Zahl von Betrieben, die heute in Frieden mit ihren Fahrern arbeiten, geschädigt zu wissen und das Publikum bei dem dann eintretenden Mangel an Autodroschten gegen die Chauffeure aufgebracht zu sehen. Die Stellung einer großen Zahl von Kraftdroschtenbesitzern ist aus beigelegter Resolution zu ersehen: Die heute am 17. April cr. tagende Mitgliederversammlung der Einkaufsvereinigung der Straftdroschtenbefizer Groß- Berlins nahm den Bericht ibrer Delegierten über die Verhandlungen des Verbandes der Kraftdroschtenbefizer- Vereine Groß- Berlins ent gegen und erkennt in dem Vorgehen des Verbandsvorstandes und der Mehrheit der Verbandsmitglieder auf der Versammlung vom 3. cr. eine Umgebung des Verbandsstatuts und eine zweckwidrige Propagierung von dem Drosatengewerbe nicht förderlichen Plänen. Infolgedeisen hält die Vereinigung die dort und in späteren Versammlungen gefaßten Beschlüsse nicht für bindend für den Verband. Die Einkaufsvereinigung hatte schon im Beginn der Tätigkeit des Verbandes darauf bestanden, daß für die Fragen wie die schwebenden ein besonderer Abstimmungsmodus geschaffen wurde und hatte bei der Statutenberatung auf die entsprechende Abfassung der einschlägigen Paragraphen besonderes Gewicht gelegt. Daß es nicht gelingen wird, so abweichende Meinungen, wie sie in dieser Frage bestehen, innerhalb des Verbandes zur Klärung zu bringen, bewies auf das schlagendste auf der Versammlung vom 3 d. M. das Verhalten der Mehrheit, indem diefelbe die Redner, welche nicht eng im Sinne der Versammlungsleitung aber doch im Sinne der Referate sprachen, einfach niederschrie. Es ist nun die Frage, ob die Zwischenmeister sich mit der Absage, die ihnen der Fabrikantenverband erteilt hat, zufriedengeben oder ob fie Maßnahmen zur Durchfeßung ihrer Forderungen Berlauf dieser Angelegenheit ein lebhaftes Interesse haben, so hatte ergreifen werden. Da auch die Arbeiter und Arbeiterinnen an dem der Verband der Schneider und Schneiderinnen am Montag fünf Versammlungen für die in der Damenkonfektion Beschäftigten einberufen. Als Referenten traten die Verbandsvertreter Bartsch, Börtel, Kunze, riente und Frau Reimann auf. Sie machten den Bersammelten klar, daß sie Berbesserungen ihrer elenden Löhne nur dann erwarten können, wenn eine starke Organisation hinter ihnen steht. Diese Erkenntnis ift in den Kreisen der Konfettionsarbeiterinnen noch lange nicht Zu den jezt verhandelten Lohnfragen erklärt die Versammlung weit genug verbreitet. Es muß deshalb eine lebhafte Agitation der Einkaufsvereinigung, daß die jetzt angestrebte Lohnregelung entfaltet werden. Die Indifferenten müssen für den Verband ge- nur Sache einzelner Betriebe sein fann, ebenso wie die Einwonnen werden, damit er die Interessen der Konfektionsarbeiter richtung dieser Sonderlöhnung von den einzelnen Betrieben in wirksam vertreten und ihre traurige Lage verbessern kann. Es Rücksicht auf die Eigenart der jeweiligen Betriebsverhältnisse ein, hinwieder der„ Lokal- Anzeiger", eine Personalunion zwischen| artiges und interessantes Museum bereichert sein: das von Henry Missie und Morig herbeizuführen, dauern fort." Er soll ein Mann S. Wellcome begründete heilgeschichtliche Museum wird dem Publisein wie geschaffen für die verwöhnte schivarze Prinzessin. Aber fum seine Pforten öffnen. Es ist hervorgegangen aus der heilfie will nicht, ihre Durchlaucht. Und die Vornehmen stehen stunden: gefchichtlichen Ausstellung, die im vergangenen Jahre in London lang vor ihrem Boudoir und warten auf die Verlobung. Sie haben Zeit dazu. Verwaltung und Aufsichtsrat des 300 interessieren sich auf das lebhafteste für eine Heirat, die nach Lage der Sache als standesgemäß anzusehen ist. Missie und Moris find nur Affen, aber die vielen, die sich für die Heirat der beiden furchtbar interessieren, sind Menschen. Aber die Heirat tommt nicht zustande und die Zooverwaltung ist in größter Berlegenheit. Aber warum wendet sie sich nicht an Frau Margarete Bornstein( Cheanbahnung, Berlin- Grunewald, Trabener Straße). Die wird die Sache schon schieben. Spaß. stattfand und in der Aerztewelt so lebhaftes Interesse und Aufsehen erregte, daß beschlossen wurde, die Ausstellung auszubauen und zu einem ständigen Museum zu erweitern. Die zusammengebrachten, außerordentlich interessanten Sammlungen umfassen fast alle Gebiete der Heilkunst und füllen Räume von insgesamt 40 000 Quadratfuß Flächeninhalt. Man sieht hier Reliquien berühmter Heilforscher der Vergangenheit, daneben genaue Nachbildungen alter Laboratorien, Aerztestuben und Apotheken, Modelle mittelalterlicher und späterer Strantenhäuser, Krantenzimmer aus der Renaissance, furz, in feiner Gesamtheit vermittelt das Museum einen anschaulichen Ueberblid über das Werden und die Entwickelung der Heilkunde von den Die Tierwelt in Britisch- Ostafrika. In der„ Urania" plauderte frühesten Anfängen der Zivilisation bis zur Gegenwart. Das am Montag Herr Richard Tjader New York über die Jagd- und Museum soll nicht unbedingt der Allgemeinheit zugänglich gemacht Photographie- Abenteuer, die er mit Roosevelt in Britisch- Ditafrika werden, sondern in erster Linie nur Aerzten, Forschern und Studenten erlebte. Afrika ist das Paradies der reisenden Jäger und Photo- der Medizin Zutritt gewähren. graphen. Dem Jäger beschert dieser Weltteil sonst nirgends aufzutreibendes Großwild, dem Photographen eine unerhörte Lichtfülle. Herr Tjaber ist deswegen nicht der erste, aber zweifellos einer der fühnsten jagenden Lichtbildner. Er operiert ohne Teleobjektiv, läßt Doch das Köstlichste tommt noch. In dem Inserat hieß es unter die Tiere bis auf drei Meter an sich herankommen, knipst von Unruhs verbotenes Drama Bouis Ferdinand" aufzuführen, da Die Freie Bühne" hat darauf verzichtet, Frik anderem:„ Das Gebären von Kindern dürfen wir auch nur dann, ab und hat auch in demfelben Augenblick beinahe die tot- das Deutsche Theater das Werf diesen Herbst herausbringen will. wenn die vom Staate beute so sehr erfchwerten Existenzmöglichkeiten bringende Waffe gerichtet und abgefeuert. Wenn man ihm Eine Deutsche Gesellschaft für künstlerische ernähren, richtig zu erziehen und allen was lernen zu fönnen, damit einen Hafen Buch, das nur das wirkliche Leben schildert, lesen. Egeleben überwacht ALL es schießen. Der Hafe läuft dir ja fort! Notizen. derartige sind, daß es uns möglich ist, hinzukommende Kinder zu glauben soll, ist eigentlich leichter, einen Löwen als Boltserziehung ist ins Leben getreten, die sich die Aufgabe fie selbst wieder durchs Leben kommen." Und weiterhin:" Für die Ber- Aber der Löwe kommt auf dich zu! Und auf fünf Meter Entfernung stellt, das moderne Volksbildungswesen in künstlerischer Beziehung nichtung zahlloser Frauenleben und Kinderleben, welche der dem Volle wirst du doch das großmächtige Tier mit der breiten Stirn nicht zu ergänzen und häusliche, wie kommunale Stunstpflege zu fördern. Glüdlicherweise hat das Volf" auf diese späte Gründung nicht aufgedrungenen Unwiffenheit zum Opfer fallen, mache ich diejenigen fehlen! Das weibliche Geschlecht hält Herr Tjader sich allerdings verantwortlich, welche die so notwendige Aufklärung über das The weiter vom Leibe. Es erscheint dem Spartaner als das gefährlichere. erst gewartet und seine künstlerische Bildung längst selber in die Hand genommen. und Familienleben zu unterbrüden fuchen und, ungerührt vom Elend Bon zwei Löwen, die auf ihn eindringen, erschießt er zunächst das Was man unter Freiheit verstehen kann. der Zeit, burch gefeßliche Zwangsmaßregeln unterdrüden wollen." Beibchen, dann( nachdem er erst geknipst) das Männchen icon dicht Der Barmer Bolizeichef hat das Streifpoftenstehen verboten, weil es Go auf eben derfelben Rüdieite. Auf den Borderseiten aber wird vor sich. Nashörner zu schießen, scheint ihm die beste Gelegenheit, einen Eingriff in die persönliche Freiheit des Unternehmers darstelle. mit beredten Worten das ichöne Leben der modernen Arbeiter gewenn fie schon den Kopf gesenkt haben, um das Horn zum ge. Das erinnert mich daran- schreibt uns ein Leser, wie ein reicher rühmt und forich dafür eingeir- ten, daß die Bolizei auch das intimite waltigen tobringenden Siebe auszuholen. In größerer Entfernung, ruifiicher Fabrikant einmal in eine Diskussion über die Zustände von wegen der Geburtenbeschränkung, die plaudert Herr Tjader mit einem Anstrich gelaffener Sachlichkeit, feiner Heimat eingriff und behauptete, Rußland sei das freieste Das alles aber nur für 75 mal 60 ober trifft man leicht das harte Horn, das dann den dahinterliegenden Land. Ich will Ihnen zum Beweise eine Geschichte erzählen. fonit weiterhin bleibt. weiteren Schädel schützt. Tiere zu schießen, ob es nun Elefanten, auch 80 Pfennige! Es geht doch nichts über die schöne Gepflogenheit bürgerlicher Löwen. Flußpferde o er Nashörner fein mögen, scheint diesem Nimrod Eines Tages lam ich dahinter, daß mein ältester Sohn mit unserer „ Viel mehr Bergnügen macht es", erzählt er uns, zum Gouverneur und 24 Stunden später war das Fräulein jenseits deutschen Gouvernante ein Techtelmechtel hatte. Ich ging fofort Blätter, die rechte Hand( in der Inseratentasse) nicht wiffen zu eine Kleinigkeit. „ und viel schwieriger ift es. Tiere au photographieren als sie der Grenze Wo haben Sie solche Freiheiten?" lassen, was die linte Hand( im Redaktionstüble) tut Die gesetzlich zugelassene Gebetsheilung hießen"... nn er jo in ieiner anspruchstoien Wenie obne jebe geffen und das Interesse der Gesellschaft und der besseren Blätter beloenpoie die unglaublichsten Ein e berausplaudert, dann wird allers Erst türzlich batte sich die Deffentlichkeit mit dem traurigen Schicksal dings hemlich im Grunde unieres Herzens die Frage wach: Ist das nicht doch etwa Jägerlatein?" Aber dann erscheint als Bekräftigung als Opfer von Gefundbetern in den Tod gegangen find. Trotz der zweier bekannter deutscher Bühnentünstlerinnen zu beschäftigen, die seiner Darstellung an der weißen Band eine Photographie, die lügt nicht, und die fagt: Sier spricht kein Münchhausen, sondern ein Opposition der Aerzte stehen die Staatsbehörden und die geſetzanger Mann! Und dann tommt eine andere, die uns durch ihre gebenden Körperschaften von New York jetzt im Begriff, die Christian Schönheit überwältigt und fügt hinzu: Und dieser Mann ist ein Science, die Gesundbeterei, durch ein Gesetz als Heilmethode für vollwertig und zulässig zu erklären. Der amerikanische Unab hängigkeitsjinn beharrt dabei, dem Bürger unverfürzt und unvers fümmert das Recht zu lassen, fich nach seiner Art und seinem Gefchmad heiten oder töten zu lassen". Miffie und Meris. Die„ Mörderin" Caillaug ist schon verlonzentriert sich jetzt auf Missie. Wer ist Missie? Eine Jung bor beren„ Salon" fich täglich die Creme aus Berlin W. und W. W. brängt. Man will Miffie unter die Haube bringen, aber sie lehnt den Bräutigam mit rümpfendem Räschen ab. Und es soll sich gar nicht, wenn man dem„ Cotal- Anzeiger" glauben darf, um eine Bernunftehe handeln. Missie soll dem Zug ihres Herzens folgen. Ihr Bräutigam," erzählt die Morgenpost, ist eine Erscheinung in ben beften Jahren. Zip- tap vom Scheitel bis zur Sohle." Moris Künstler! Das Londoner Museum für Medizin. Aus London wird berichtet: fein Rame. Die Bemühungen der ehrlichen Waller," erzählt Roch im Laufe des Mai wird die britische Hauptstadt um ein eigen geführt und durchgehalteir wurde. Den steigenden Lohn als Treiberlohn eingeführt zu sehen, tnitz- billigt die Vereinigung auf das entschiedenste; aber zulässig und berechtigt hält dieselbe eine stellenweise je nach der Betriebseigenart gewährte Sondervergünstigung in den Löhnen. In der Dauer dieses Konfliktes istesnochnie zu einer Verhandlung des Verbandes mit dem Trans- Portarbeiterverband aufBeieitigung derDiffe- renzen gekommen. Die bisherigen Verhandlungen des Vereins Berliner Krafldroschkenbesitzer mit dem genannten Verband können doch nicht so urteilslos mit dem Verband der Kraft- droschkenbesitzer identifiziert werden. In der Erkenntnis also, daß seitens des Verbandes nichts geschehen ist, um auf friedlichem Wege eine Regelung der Löhne herbeizuführen, und in der Ueberzeugung, daß die Betriebe, welchen die höheren Löhne un- bequem geworden sind, auch, wie eine ganze Anzahl von Betrieben eS erreicht hat, in der Lage sind, dieselben wieder abzuschaffen, lehnt es die Einkanfsvereinigung der Kraftdroschkenbesitzer Gro� Verlins ab, dem Beschlüsse der Versammlung von Verbands Mitgliedern an? 3. d. M. beizutreten. Ebenso widerspricht die Vereinigung der jetzt dominierenden Absicht, den Verband der Kraftdroschkenbesitzervereine zu einer ein- seifigen Unternehmer- Trustorganisation mit entsprechender Kasse umwandeln zu wollen. Aus dieser Zuschrift einer Unternehmerorganisation ist ersichtlich. daß eS sich bei dem den Chauffeuren aufgezwungenen Kampfe um das von einem großen Teil der Automobildroschkenbesitzer nicht ge billigte Vorgehen einer Scharfmacherclique handelt. Die Zuschrift beweist auch ferner, was es mit dem Geschrei der auSsperrungS lüsternen Unternehmer auf sich hat, daß die hohen Betriebskosten eine Herabsetzung der Löhne notwendig machen. Mit der Absicht. dem Publikum Sand in die Augen zu streuen und es gegen die Chauffeure einzunehmen, dürfte bei weitester Bekanntgabe des Standpunktes des Einkaufsvereinigung nichts erreicht werden Denn besser konnte die Profitlüsternheit der Scharfmacher kaum gekennzeichnet werden._ Der Verband der Kraftdroschkenbesiyervereine Groß-Berlins sendet uns unter Bezugnahme auf unseren gestrigen Bericht über die Ber sammlung des Verbandes eine Zuschrift, ist der es heißt: „Es ist in dem letzten Satz Ihrer Ausführung angegeben, daß das Vorstandsmitglied Herr Hans Schwandt vom Verein der Äraftdroschkenbesitzer Groß-BerlinS die Erklärung abgegeben haben soll, daß der Verband der Krastdroschkenbesitzetvereine Groß-Berlins die Unterstützung des Polizeipräsidiums hinter sich habe. Wir geben mit Rücksicht darauf die Erklärung ab, daß unser Vorstandsmitglied Herr Franz Schwandt in seinen Ausführungen eine derartige Redewendung niemals getan hat." Deutsches Reich. Die Hanülungsgehilfen uitü Sie Sonntagsruhe. Der Zentralverband der Handlungsgehilfen bat in einem weiteren Rundschreiben an die anderen Gehilfcnverbände folgende Vorschläge gemacht: „Zunächst wäre eine Verständigung der beteiligten Organi- sationen notwendig, in welcher Weise das Herantreten an die Prinzipalität erfolgen soll. Es könnte in der Weise gehandhabt werden, daß in den einzelnen Orten die dortigen Vertrauens- männer zusammentreten und noch Lage der örtlichen Verhältnisse das weitere Vorgehen im Einverständnis mit den Zentral- Verwaltungen der beteiligten Verbände festsetzen. Alsdann könnte es Ausgabe der örtlichen Verbandsleitungen sein, nach ihren in den einzelnen Geschäften vorhandenen Mitgliederbeständen bei den Prinzipalen vorstellig zu werden. Den Geschäftsinhabern würde eine Aenderung des Dienstvertrages mit ihren Angestellten der- gestalt nahezulegen fein, daß sie ab 1. Juli— also unter voller Wahrung der Kündigungsfrist— auf die SonntagSarbeit gemäß der Programmforderungen der Handlungsgehilfenverbände der- zichten. Von der Stellungnahme der Prinzipale hängt dann das Weitere ab. Den widerstrebenden Geschäftsinhabern würde ge- gebenenfallS, soweit in den betreffenden Betrieben eine hinreichend« Zahl von organisierten Angestellten beschäftigt ist, von den An- gestellten die Kündigung auszusprechen sein. Sosern durch diese Aktion einzelne Gehilsen geschädigt werden sollten, hätte die Or- ganisatio» für eine angemessene Entschädigung zu sorgen. Wir glauben, daß bei einem solchen Borgehen die Unterstützung durch das kaufende Publikum in keiner Weise fehlen wird. Ferner halten wir auch eine gegenseitige Vereinbarung für zweckmäßig, daß über den 1. Juli hinaus Stellen für HandlungS- gehilfen mit SonntagSarbeit nicht mehr vermittelt werden.' Streiks im Dachdeckergewerbe. In O st e r o d e a. H. haben die Dachdecker die Arbeit ein- gestellt. Während die Gesellen eine Ausbesserung der Löhne um ß Pf. in drei Jahren beanspruchten, wollten die Unternehmer nur g Pf. in zwei Jahren zugestehen. Ferner wolllen sie umer keinen Umständen einen anderen Ablauf des Termins als zum 1. April Iglb, also den Termin, den das übrige Baugewerbe ebenfalls hat. Von zwei in Betrachl kommenden Unternehmern hat sich der eine Meister mit der Gesellenorganisation dahin geeinigt, daß 3 Pf. so- fort, weitere 2 Pf. Lohnerhöhung pro Stunde 1915 erfolgen. Bei diesem wurde die Arbeit wieder aufgenommen. In Königslutter wurde ebenfalls die Arbeit eingestellt. Auch hier wollten die Unternehmer nur das bewilligen, was im übrigen Baugewerbe beim vorjährigen Abschluß festgesetzt worden ist Nach eintägigem Streik wurde ein neuer Tarif abgeschlossen. qiiltig bis 1917. Neben einigen anderen Verbesserungen steigt der Stundenlohn sofort um 6 Pf., in den späteren Jahren um noch- mals 5 Pf._ Aussperrungen wegen üer Maifeier kündigt auch der Arbeitgeberverband der Saarindustrie in einer öffentlichen Publikation wle folgt an: „DaS unerlaubte Fortbleiben der Arbeiter von der Arbeit am 1 Mai zur Teilnahme an der sozialdemokratischen Maifeier wird in der qewerbe- und landgerichtlichen Praxis übereinstimmend als Entlassungsgrund im Sinne des§ 123 der Gewerbeordnung an- aesehen; eS bedarf, nach sinngemäßer Auslegung des Gesetzes. daher auch nicht einer vorherigen Bekanntmachung an die Arbeiter des Inhalts, daß diejenigen, die am 1. Mai von der Arbeit fem- bleiben, sich als entlassen zu betrachten hätlen. Im Hinblick darauf, daß die Veranstaltung der sogenannten Maifeiern lediglich eine mit der Absicht der Agitation verbundene «eußerung sozialdemokratischen Machrdllnkel» darstellt, ist es im Interesse der Erhaltung des Wirfichaflsfrieden« wünschenswert, derartigen Veranstaltungen nachdrücklich entgegenzutreten, zumal die Erfahrung gelehrt hat, daß die Maifeier nur dort durch- aekübrt wird, wo sie auf keinen Widerstand stößt. ES ist daher durchaus zu empfehlen, in Anwendung des Z 123 der Gewerbeordnung diejenigen Arbeiter, die am 1. Mai seiern, ,u entlassen und nicht vor einem bestimmten Termin wieder in Arbeit zu nehmen."_ Sie Maler und Anstreicher sind bei einem Teil der Unternehmer ... Koblenz ausständig geworden. Die Unternehmer weigern sich. stinen Tarifvertrag abzuschließen, der bereiis im vorigen Jahre mit rintt Anzahl Unternehmer vereinbart worden ist. Jede Unter- bändluna wurde von den Unternehmern abgelehnt, sie stützen sich nnt den Unternehmerverband für das Malergewerbe in Rheinland- «Beitialen der bekanntlich wegen seines larisbrüchigen Verhaltens mit dem Hauptverbandc der Unternehmer ausgeschlossen werden mußte. Zuzug von Malern und Anstreichern nach Kobleuz ist fernzuhalten. fluslanö. Grünuagsbestien in Amerika. Blutige Zusammenstöße zwischen StaatSmiliz und ausständigen Bergarbeitern haben in dem Kohlenrevier bei L u d l o w im Staate Colorado stattgefunden. Ausständige Bergleute wurden aus den Kohlenzechen gehörigen Häusern exmittiert und hatten in Zelten Unterkunft gefunden. Zwischen den Streikenden und den Staats Milizen kam es zu blutigen Konflikten. Letztere benutzten Maschinen gewehre(I) und zündeten auch die Zeltstadt an. Elf Arbeiter, ein Milizsoldat und rin Unbeteiligter wurde» erschossen. Wahrscheinlich gab es auch zahlreiche Schwerverwundete. Der Streik wählt schon Monate. Die Gruben sind im Besitze der RockefellerS und G o u l d s.______ Zünfter verbanöstag öer /lfphalteure. Der Zentralverband der Asphalteure und Pappdecker hielt in der letzten Woche in München seinen fünften Verbandstag ab, der von 16 Delegierten und 2 Mitgliedern des Vorstandes beschickt war. Der Rechenschaftsbericht des Vorstandes, der sich auf die Zeit vom 1. Januar 1912 bis 31. Dezember 1913 erstreckt, weist eine erfreuliche Entwicklung der Organisation auf. Die Mit- gliederzahl ist trotz der Krise gestiegen. Der Verband zählte am Schlüsse der letzten Geschäftsperiode 1196 vollzahlende Mitglieder, Ende 1912 waren es 1249, und im 3. Quartal 1913 stieg diese Zahl auf etwas über 1599. Die ungeheure Arbeitslosigkeit verursachte einen Rückgang, so daß am Jahresschluß 1913 noch 1275 voll- zahlende Mitglieder gezählt wurden. Der Zuwachs beträgt also 169 Mitglieder. Der Verband hat in der Berichtszeit sein Tätig- keitsgebiet erweitert, es wurden in Augsburg, Duisburg, Frank- furt a. M., Stuttgart, Reichenbach i. V. und in Metz Vcrwaltungs- stellen errichtet. Für die Verbesserung der Lohn- und Arbeits- Verhältnisse der Mitglieder hat der Verband sehr günstig gewirkt. In der Geschäftsperiode fanden 14 Streiks und Lohn- bewegungen in 13 Orten mit 52 Betrieben und 1623 Beschäftigten statt. Durch diese Bewegungen wurde erzielt: für 1581 Personen eine Lohnerhöhung von 4942 M. pro Woche und eine wöchentliche Arbeitszeitverkürzung für 236 Arbeiter um 688 Stunden. Die Streiks und Lohnbewegungen kosteten den Verband insgesamt 6175.32 M. Unter den Ausgaben steht die Erwerbslosenunterstützung im Vordergrunde. In den beiden Jahren wurden an arbeitslose und kranke Mitglieder 6485 M. Unterstützung gezahlt. Hier zeigt sich die wirtschaftliche Depression des Jahres 1913 ganz besonders scharf: während 1912 nur 42 Arbeitslose zu unterstützen waren, sind es im Jahre 1913 132 gewesen. An Maßregelungsunter- stützung wurden 386 M., an Sterbeunterstützung 289 M. und für in Not geratene Mitglieder 249 M. ausgegeben. Die Bilanz der Hauptkvsse schließt mit einem Mehr an Einnahmen von 9853 M. ab. Das Vermögen des Verbandes betrug am Jahresschluß 29,77 Mark pro Kopf der Mitglieder. Der Verbandstag hieß diesen Bericht des Vorstandes ohne wesentliche Debatte gut und erteilte einstimmig dem Vorstand und der Redaktion Entlastung. Von den weiteren Verhandlungspunkten nahm die Erweiterun« der Erwerbslosrnunterstüyun« einen großen Teil der Zeit in An- spruch. Es lagen hierzu zahlreiche Anträge vor, die teils eine Er- böhung der Sätze und der Bezugsdauer, teils die Verkürzung der Karenzzeit verlangten.'Der Vorstand bezeichnete diese Anträge als zu weitgehend, und die Statutenberatungskommission schloß sich dieser Ansicht an. Die Herabsetzung der Karenzzeit wurde schließlich auch abgelehnt und nach dem Vorschlag des Vorstande» die Bestimmungen festgesetzt. Die Unterstützung beträgt nun je nach der Dauer der Mitgliedschaft 21 bis 49 Tage lang 1 bis 1,29 Mark pro Tag. Bei Beratung der verschiedenen Anträge wurden die Anträge, ioelche einen eventuellen Anschluß an einen größeren e r b a n d verlangten, nach kurzer Begründung durch die An- tragsteller ohne Debatte einstimmig abgelehnt. Dann nahm der Verbandstag ein kurzes Referat über Lohnbewegungen entgegen. Es wurde dabei besonders betont, daß die dieSbezüg- lichen Beschlüsse deS letzten VerbandStage« unter allen Umständen eingehalten werden müßten. Am letzten Verhandlungstage folgte ein Referat über:„Der Arbeiter schütz im Asphaltgcwerb e". An der Hand einer statistischen Erhebung, die der Verbandsvorstand im Herbst 1913 in den Verwaltungsstellen veranstaltet hatte, konnten geradezu 'kandalöse Zustände über die Beschaffenheit der Arbeitsstellen in änitärer wie hygienischer Beziehung festgestellt werden. Hier Ab- änderung zu schaffen, müsse für die Zukunft mit eine der Ausgaben der Organisation werden. Eine entsprechende Resolution fand ein- stimmige Annahme. Den letzten Punkt der Tagesordnung bildete ein Referat über: „Das Koalitionsrecht und die Gewerkschaften". Der Referent zeigte, was die Gewerkschaften von der Gesetzgebung zu erwarten hätten. Gegenüber dem, was der Arbeiterschaft bevor- stehe, sei die ZuchthauSvorlage da» reine Kinderspiel gewesen. Es gelte alles einzusetzen, um das heiligste Grundrecht de» Arbeiter» zu schützen. Zu fordern sei Beseitigung des§ 153 der Reichs- gewerbeordnung und vollständige Koalitionsfreiheit für alle Ar- beiter und Angestellten, ob Land- oder Industriearbeiter, ob Privat- angestellter oder Staats- und Gemcindearbeiter. Der BerbandStag nahm da» Referat beifällig auf. Die bisherigen Verbandsfunktionäre wurden einstimmig wiedergewählt. Damit waren die Arbeiten de» Berbandstages beendet; nächste findet im Jahre 1916 statt. der Die Entführung öer Javanerin. Gestern begann vor der 2. Strafkammer des Landgerichts III unter Vorsitz des Landgerichtsdirektors Hesse jener bereits angekündigte Entsührungsprozeß, in dessen interessantem Mittelpunkt die 13jährige blonde Javanerin Agnes G o r o d i S k i steht, die ihrer Mutter mit List geraubt sein soll. Der Prozeß ist reich an psychologisch fesselnden Einzelheiten und kriminalistisch spannenden Vorfällen. Das psychologische Haupträtsel bildet die Seelenanalyse der beiden mit auf der Anklagebank sitzenden jungen, sehr intelligent aus- sehenden Madchen, welche durch alle wirtschaftlichen Hemmnisse hindurch beide das Mädchengymnasium bis zur Prima absolviert haben und sich jetzt zum Abiturienteneramen vor- bereiten. Angeklagt sind der seit dem 15. Juni v. I. in Untersuchung«- hast sitzende Kaufmann Friedrich Holzke, ein S2jShriger Mann, der schon recht oft mit dem Strafgesetzbuch in Konflikt gekommen ist; dessen Ehefrau Margarete Holzke; deren Töchter Ella und Marga- rete Holzke. Der Hauptangetlagte wird beschuldigt: die minderjährige Agnes GorodiSki durch List ihrer Mutter und Bormünderin. Frau Alexa Menke geb. Neys entzogen zu haben; ferner wird ihm Unterschla- gung von zwei Brillantringen und einer Summe von 659 M. und 1999 M.. Betrug und Beleidigung des Rechtsanwalts Dr. Benjamin zur Last gelegt. Tie drei weiblichen Angeklagten stehen unter der Anklage der Beihilfe an einzelnen dieser Delikte. Friedrich Holzke wird vom Rechtsanwalt Dr. Philipp, die Ehefrau und die beiden jungen Mädchen vom Rechtsanwalt Dr. Herbert Fuchs verteidigt. Die Anklage vertritt Staatsanwalt Steiner.» Den der Anklage zugrunde liegenden Tatbestand haben wir in großen Zügen schon mitgeteilt. Der al« junger Mann vor 29 Jahren nach Java ausgewanderte Zahnarzt Dr. Ludwig Gorodiski kehrte im Jahre 1899, nachdem seine Ehe in Niederländisch-Jndien geschieden worden war, mit seinen beiden Kindern, der Tochter Agnes und dem «ohn Hans, nach Deutschland zurück und eröffnete mit einem Sozius ein zahnärztliches Institut. Er wurde mit der Familie Holzke bekannt und gab seine Kinder zu ihnen in Pension. Agnes schloß bald innigste Freundschaft»fit den beiden Töchtern und auch Dr. Gorodiski gewann letztere sehr lieb und es bildete sich zwischen ihm und den Mädchen ein Verhältnis des väterlichen Freundes zu jugendlichen Mädchen heraus. Die beiden Töchter waren mit der Agnes vielfach bei Dr. G.; sie waren auch in dessen Wohnung, als er infolge der Auslösung einer von ihm kurz vorher geschlossenen Verlobung und schlechtgewordcner finanzieller Verhältnisse in der Silvesternacht unter dem Klange der Silvesterglocken Selbstmord beging, indem er sich eine Kugel durch den Kopf jagte. Testamen- tarisch hatte er den Holzkeschen Töchtern verschiedene Kostbarkeiten vermacht. Er soll auch— was von den Angeklagten bestritten wird — für die nächste Zeit für seine Kinder gesorgt haben. Bald nach seinem Tode stellte sich heraus, daß der Nachlaß überschuldet war. Zum Vormund war der Bruder des Dr. G., Zahnarzt Dr. Abraham Gorodiski, zum Testamentsvollstrecker Rechtsanwalt Dr. Benjamin bestellt worden. Es muhte der Konkurs eröffnet werden. Rechts-, anwalt Dr. Silberschmidt wurde zum Konkursverwalter ernannt. Die geschiedene Frau des Dr. Gorodiski in Jckva hatte sich inzwischen dort mit einem reichen Plantagenbefitzer Menke verhei- ratet. Da letzterer sich verpflichtete, ffir die Kinder zu sorgen, wurde Frau Menke zum Vormund ihrer Kinder bestellt. Im März 1913 meldete sich Frau Menke durch Brief aus Lugano zum Besuch bei Holzkes an und traf am 25. März 1913 in Berlin ein. Sie logierte sich mit ihrem Ehemann die ersten Tage ihres hiesigen Aufenthalts in einem Hotel ein, dann nahm sie Wohnung bei der Familie Holzke. Sie wurde vom Rechtsanwalt Benjamin darauf aufmerksam gemacht, daß die Familie Holzke keine geeignete Pension für ihre Kinder sei. Frau Menke faßte darauf den Entschluß, die Kinder in den Schulserien mit nach Harzburg zu nehmen, um sie dann ganz zu sich zu nehmen. Holzke, der das merkte, soll nun die Agnes ganz planmäßig der Mutter entzogen und im Verein mit Frau und Töchtern Erpressungsversuche gegen Frau Menke begangen haben. Diese Attacken begannen schon, als am 25. Juni 1913 Frau Menke wieder nach Berlin kam und sich zur Familie Holzke begab. Da traten die Eheleute sofort mit der Erörterung von Geldange- legenheiten hervor, die Töchter mischten sich ein und die eine be- schimpfte sogar Frau Menke und nannte sie: „Alte indische Schlange!" Bei dieser Auseinandersetzung war der Schlußeffekt der, dag Agnes erklärte, nicht mitgehen zu wollen, während Hans mit der Mutter ging. Rechtsanwalt Benjamin forderte dann telephonisch die Agnes auf, in sein Bureau zu kommen. Dieser Aufforderung wurde aber nicht entsprochen.- Darauf rief Frau Menke durch Vermittelung des Rechtsanwalts Benjamin die Hilfe des Vor- mundschaftsgerichts an. Es kam zu einem Familienrat bei den Holzkes, und in der Nacht erhielt die hier in einem Hotel logierende Frau Menke eine angeblich von der Agnes selbst verfaßte Depesche folgenden Inhalts:„Warst telephonisch unerreichbar, fahre nach- mittags 3.55 mit Dir. da mich erst überall verabschieden mutz. Vorher aber einige Dich, bitte, gütlich mit Frau Holzke. Agnes." Wer aber nicht kam, war Agnes und der an ihrer Statt erschienene Angeklagte Holzke verhandelte mit Frau Menke und verlangte 3090 M. für allerlei angebliche Forderungen. Er forderte von ihr. sie solle einen Wechsel oder eine andere Verpflichtungsurkunde unterzeichnen, nur dann werde Agnes mit ihr kommen. Frau Menke war in der Folge nicht imstande, ihrer Tochter habhaft zu iverden, denn diese wurde verborgen gehalten, bis sie schließlich durch den Detektiv Graeger in Michelau in Bayern entdeckt wurde. Der Angeklagte Halzke bestreitet die Anschuldigungen der An- klage und behauptet, daß die Agnes, die ein sehr halsstarriges und eigenwilliges Mädchen sei und innige Freundschaft mit seinen Töchtern geschloffen habe, sich selbst absolut geweigert habe, mit der Mutter zu ziehen. Die Forderungen, die er an Frau Menke gestellt, seien ganz berechtigt gewesen und er habe keinerlei Er- Pressungen beabsichtigt. Der Vorsitzende stellt fest, daß der An- geklagte gerade zu jener Zeit sich in mißlicher wirlschastlicher Lage befunden, zum Offcnbarungseid geladen war und 27mal den Besuch vom Gerichtsvollzieher erhalten hatte. Bei der eingehenden Vernehmung des Angeklagten Holzke sucht dieser mit großer Redegewandheit allerlei ethische Momente hervor, die ihn bewogen hätten, die AgneS. die durchaus nicht zu ihrer Mutter habe gehen wollen, seinerseits an diese nicht auszuliefern und es der Mutter zu überlassen, ob sie ihre Tochter zum Mitgehen bewegen könnte. Unter Anderem behauptet er, die Agnes habe nach einer Andeutung der Mutter einen alten 65jährigen Mann in Java heiraten sollen. Alles, was er in der Affäre getan, seien Schritte» um der Mutter die Vormundschaft gerichtlich entziehen zu lassen; seine Stellungnahme zugunsten der Agnes usw. sei alles aus selbst- loser Liebe und väterlicher Zuneigung zu dem Mädchen geschehen. Der Borsibende hält ihm dagegen eine ganze Reihe von Momenten vor, die deutlich zeigen müßten, daß dieser Heiligenschein nicht be« rcchtigt sei, da alle Schritte, die er unternommen, doch ein stark metallisches Motiv verraten. Nachdem»er Versuch, auf dem Potsdamer Bahrtbof von Frau Menke 3999 M. zu erhalten, mißlungen war. begab sich Holzte mit seinen beiden Töchtern und der Agnes zum Rechtsanwalt Masse und beauftragte diesen, den Antrag aus Entlassung der Frau Menke al» Pormünderin zu stellen. Bei dem RechtSanwal: erklärte Agnes. sie gehe nicht zu ihrer Mutter, außer wenn dieje sich mit Holzkes einige. Holzke rechnete nun wohl mit Zwangsmahregeln seitens der grau Menke, imö so fuhr denn die Angeklagte Ella Holzte mit der Agnes zunächst nach Potsdam, wo sie in einem Hotel übernachteten. Bon dort schrieb Agnes— es wird behauptet, nach Diktat— an ihre Mutter zwei Karten. In der einen heißt es unter anderem:„Wenn Du verlangst, ich soll fort, warum regelst Du die Sache mit Holzte» nicht gütlich?" In der anderen Karte heißt eS unter anderem:„Liebe Mutti! Bezahle doch, was Holzkes bekommen, sonst kostet eS Dich noch Geld." Gleichzeitig schrieb der Angeklagte Holzke an Frau Menke einen Brief, in welchem er ihr sehr nahe legte, sich mit ihm zu einigen, und hinzufügte:»So viel sage ich Ihnen aber jetzt schon, daß, wenn Sie nicht zahlen, an dem Betrage von 5999 M. sicherlich nicht» fehlen wird. Wenn Sie also umgehend geeignete Vorschläge machen, läßt sich noch alle» in geordnet« Bahnen lenken." Da die Lust rein zu sein schien, ließ die Mutter die Tochier mit der Agnes wieder nach Berlin zurückkehren. Durch daß Vormundschaftsgericht war inzwischen der Polizei der Austrag zur Zuführung der AgneS an ihre Mutter erteilt worden. Als am Morgen des 1. Juli 1913 zwei Schutzleute in der Holzkeschen Wohnung erschienen, erklärte ihnen Holzke, daß AgneS in der Schul« sei und von dort zu Verwandten nach Potsdam fahre. Agnes befand sich aber noch im Hanse, und zwar in einer eigentümlichen Situation. Agnes Gorodiski und die Margarete Holzke schliefen nämlich in zwei nebeneinander stehenden Betten» Ella Heizte auf einem Divan. AI» die ischutzleute in Sicht waren, legte sich Ella rasch in da« Beti der Agnes, während dir Agnes unter dem Kissen sich quer über dir beide« Bette» an da» Fußend« legte. Die beiden Beamten unterließen mit Rücksicht auf die Töchter HolzkeS eine Untersuchng der Betten, so daß AgneS nicht entdeckt wurde. Das geschah dann noch ein zweitesmal. Nach dem Fortgang der Beamten wurde Agnes zunächst in eine Nachbar- wohnung und dann, als et dunkel wurde, in ein« Pension am Bayerischen Platz gebracht. Inzwischen war Frau Menke in ihrer Aufregung nach Harzburg gereist, um sich mit ihrem inzwischen dort eingetroffenen Gatten über die weiter zu ergreifenden Maß- nahmen zu besprechen. Nun erwirkte Holzke mittels eidesstattlicher Versicherung zwei«mftbefehle gegen Frau Menke über insgesamt 3179 M. und eilte, mit diesen bewaffnet, nach Harzburg." Dort übergab er dem Gerichlsvollzieher Boges die beiden Arrcstbefehle mit der Bitte, recht scharf vorzugehen. Der Arrest wurde aber durch Hinterlegung der Summe abgewendet. Nun wandte sich Holgfc in Harzbur� an einen Detektiv und beauftragte diesen, gegen Ver- jprcchung einer Provision von 19 Proz., die Summe von 8000 M. von Menke beizuireiben; im Notfall sollte er aber aus 1500 M. heruntergehen.— Am 14. Juli wurde dann Holzke in Harzburg verhaftet. Ter Angeklagte bleibt dabei, daß die Geldforderungen, die er »eltend machte, durchaus berechtigt seien: er habe mindestens 3000 Mark von Frau Menke zu fordern. Er habe im Hinblick auf die beiden Kinder des Dr. G. eine grötzere Wohnung genommen; als- dann habe er aber auch, weil Frau Menke aus London geschrieben habe, sie wolle bei ihrem Berliner Aufenthalt bei Holzies wohnen und hoffe, es dort recht gemütlich und schön vorzufinden, für über 1200 M. neue Möbel angeschafft, deren Ersatz er verlange; endlich müsse Frau Menke auch das Dienstmädchen bezahlen, welches er ihretwegen angenommen habe. Der Angeklagte Holzke bestritt auch, die weiteren ihm zur Last gelegten Delikte. Richtig sei es, daß er zwei Brillantringe, die der Tr. Ludwig Gorodiski der Angellagten Margarete Holzke ge- schenkt habe, für sich verwertet habe. Ebenso sei es richtig, daß er in einem Briefe an Frau Menke einmal den Ausdruck gebraucht habe: Der Rat, den ihr ihr Rechtsanwalt erteilt habe, müsse einem „blödsinnigen Hirn" entsprungen sein. Es handle sich dabei aber um eine auf der Stelle erwiderte Beleidigung. Die 1000 M., um die es sich weiter handelt, habe seine Tochter Margarete von Dr. G. zur weiteren Ausbildung der Margarete und der Ella als Geschenk erhalten. Als Beweis, in welchem hysterischen Milieu die beiden angeklagten jungen Mädchen leben, hob Rechtsanwalt Dr. Fuchs gelegentlich die Tatsache hervor, daß in der einen Pension, in welche die zu verbergende kleine Javanerin gebracht worden war, zwischen ihnen und der Tochter der Penfionsinhaberin ein heißer Streit über die Bedeutung des Achilles in der Jlias sich entwickelt und solche Dimenstonen angenommen habe, daß Knall und Fall das Pensionsderhältnis aufgelöst wurde. Die � Angeklagte Ehefrau Holzke bestritt unter reichlichen Tränen jede Schuld. Sie will nichts getan haben, was man als Entführung einer Minderjährigen auslegen könnte. Sie habe sich nach.Harzburg seinerzeit begeben, um die Haftentlassung ihres dort verhafteten Ehemannes zu erwirken. Wie der Vorsitzende zur spräche brachte, war der Detektiv Graeger, an den sich die Familie Menke gewandt hatte, auch nach Harzbura gefahren. Dort näherte er sich Frau Holzke unter dem falschen Namen Korn und bot ihr 500 M. für die Angabe der Adresse der isgnes. Diese ging auch auf � das Anerbieten ein und ließ sich von Graeger einen Vorschuß von 100 M. zahlen. Sie soll dann wahrhcitswidrig gesagt haben, daß sie vorläufig die Adresse noch nicht angeben könne. Agnes Gorodiski und Margarete Holzke hatten nun aber schon an die Angeklagte von Probstzella aus eine Postkarte geschrieben, woraus diese ersehen mußte, daß die Mädchen schon auf der Reise nach Michelau waren. Diese Karte siel Graeger in die Hände, worauf er unverzüglich nach Probstzella reiste und schließlich die Agnes in Michelau ermittelte. Frau Holzke bestritt, sich eines Be- truges gegen Graeger schuldig gemacht zu haben. Mit aller Entschiedenheit bestritt die Angeklagte Ella Holzke jede Schuld. Sie habe geglaubt, daß sie durchaus berechtigt sei, die Agnes davor zu bewahren, daß sie in die Hände ihrer Mutter fiele. Sie und ihre Schwester hätten dem Vater versprochen, die AgneS nicht zu verlassen und dafür zu sorgen, daß sie der Mutter nicht anheimfiele, wenigstens nicht bis zu ihrem sechzehnten Lebens- .fahre. Sie habe den Dr. G. durch eine Annonce kennen gelernt, in welcher Tr G. eine Begleiterin für seine Tochter zunächst auf acht Tage suchte. Dr. G. habe sofort einen tieferen Eindruck auf sie gemacht,„er war ein eigenartiger Mensch" und„hatte eigen- artige Augen". Agnes habe sie gleich sehr gern gehabt, so daß sie trotz des Altersunterschiedes schon nach drei Tagen das trauliche „Du" miteinander wechselten. Auch Dr. G. habe sie sehr gern gehabt und sich mit ihr viel unterhalten; es hahe sich daraus ein freundschaftliches, väterliches Verhältnis zwischen ihm und ihr ent- wickelt. Das Töchterchen AgneS sei dann nach Dresden in Pension gekommen und Dr. G. sei. wie er später erzählte, nach Kairo usw. gereift. AlS er zurückkehrte, habe er an sie die Aufforderung er- gehen lassen, ihm doch täglich ein paar Stunden Gesellschaft zu leisten. Sie entsprach dieser Bitte und brachte dann auch ihre Schwester Margarete mit. Diese habe sofort einen tiefen Ein- druck auf Dr. G. gemacht, sein Wesen veränderte sich und das Bild der Scbwcster konnte er nicht mehr vergessen. Auch die Schwester habe ihn sehr gern gehabt und ihn immer mehr lieb gewonnen. Sie seien fast jeden Tag mit Agne» und ihrem Vater zusammen gewesen und schließlich habe Dr. G. die Agnes zu ihnen in Pension gegeben. Dr. G. sei infolgedessen auch vielfach zu ihnen gekommen, sei immer sehr nett gewesen und das gegenseitige Verhältnis sei reizend gewesen. Er sagte mehrfach: sie erinnerten ihn an seine eigene Jugend, und die Mädchen konnten mit ihm über viele wissen- schaftliche und schöngeistige Dinge sprechen, wie sie zu ihrem Vater eS nicht konnten. Entschieden sei zu bestreiten, daß dies Verhältnis über das erlaubte Maß hinausgegangen sei. Dr. G. habe ihr und der Schwester mehrfach kleine Geschenke gemacht, sie mit inS Theater genommen usw. Agnes habe sich in ihrer Häuslichkeit außerordentlich wohl gefühlt, sie lebten mit ihr zusammen wie Schwestern, und in den drei Jahren ihres Aufenthalt» bei ihnen habe sie oftmals gesagt:„Ella und Grete sind uns die liebsten auf der Welt." Agnes habe ihren Vater sehrAieb� gehabt, die Stellung zu ihrer Mutter sei nicht gut gewesen. Sie selbst, die Angeklagte, habe einen sehr ungünstigen Eindruck von der Mutter empfangen, sie habe aber in keiner Weise die Tochter sstkgen die Mutter auf- gestachelt. Auch habe sie absolut nicht irgendwelche materiellen Gesichtspunkte bei dieser intimen Freundschaft mitspielen lassen. Als ihr die Agnes eines TageS gesagt, die Mutter wolle sie weg- nehmen und den Holzkes 1000 M. geben, sei stc sehr empört ge- wesen und habe der Agne« zugerufen:»Wo denkst Du hin? Uns ist doch nicht? am Geld gelegen! Denkst Du. Geld macht unZ gluck- lich?" Agnes habe nicht zu ihrer Mutter-gewollt, und dies habe sie begünstigt, denn nach ihrer Ansicht habe die Mutter, die eine Indianerin sei, nur Toiletten im Kopf und die Tochter wäre bei ihr schlecht ausgehoben gewesen.„Wir waren empört darüber, daß die Sache auf den Geldpunkt gedreht werden sollte.— Vorsitzender. Ihr Vater scheint aber doch nicht sehr empört gewesen Z» Die Angeklagte bestreitet, zu irgendeiner strafbaren Handlung Beihilfe geleistet zu haben. Ter B-rsitzendc bemerkte, daß es doch ein recht ungewöhnliches Freundschaftsverhältnis gewesen, in dem der viel ältere Dr. G. er war damals 39 Jabre und die Madchen waren 20 bczw. 17 Jahre alt— zu den beiden jungen Mädchen gestanden. Zur Jllustrierung der Innigkeit dieses Freundschaftsverhältnisses uberreichte Rechts- anwalt Tr. Fuchs eine Anzahl von Briefen de- Dr. G. an die jungen Damen.— Vorsitzender: Eigenartig ,st doch auch, daß der Dr. G nacb-s 12 Uhr in der Silvesternacht unter dem Glockcnklang der Kaiscr-Wilhelm-GedächtniSkirchc eine Kugel sich durch den Kopf jagt und Sie dazu eingeladen hat. Wie war dieier Vorgang? Anacklagle Ella H-lzke: Dr. G. war in mißliche VermogenSver- hällnissc geraten und als seine Verlobung mit einer reichen Dame aufaclöst worden war, faßte er den Plan,, aus dem Leben zu den Er war sehr nervös geworden und sprach mit uns wiederholt über sein Scheiden aus der Welt. Er hatte uns schon so weit gcbracbt, rn.ch zu sterben. Denn er erklärte uns oft dag das Leben doch schal und nichtig und nicht lebenswert ,e. Er wc.nte sehr viel»nd ventilierte den Plan, icine K.nder m.t.n den Tod zu nehme». Wir haben'du schl-.cgl.ch davon abgebrach. Zum Sil- vesterabend hattc er uns. unter- Mutter uns ferne b-'den Kind-r gebeten, mit ihm zu Abend zu essen. Wahrend der Unlerhallu.ia im Saal sprach er wieder vom Sterben, wir bedauerten ihn u„& er gab jedem von unS einen Kuß. vor 1� Uhr sah» nach der Uhr w.r gratulierten uns und er sch.ck-e uns auf den Bolkon um den NeujahrStrubel auf der Straße anzukehen Es trat eine eigenartige Still- ein und als wir uns umdrehten, fanden w r meine Schwester Margarete bitterlich we.nend vor, sw ze.gte auf den erschossen am Boden liegenden Dr G. nnd sagte. Er ist t. Seine Tochter Agnes rief ihm we.nend zu: Papchen, warum hast Tu mich nicht mitgenommen?" In dem,elben Augenblick öffnete er vor übergehend noch einmal die Augen und ,oh fein« Tochter eigentümlich an.- Bor seinem Tode hatte Dr. ffl°n S«unde und Bekannte wertvolle Geschenke verteilt; uh hatte ein« goldene Kette erhalten, meine Schwester, mit der ihn besonders innige Beziehungen verbanden, zwei Brillantringe und 1000 M. zur Vollendung unserer Ausbildung.— Rechtsanwalt Dr. Philipp: Es steht fest, daß der Dr. G. allen seinen Bekannten vorher von seinem bevorstehenden Tode Kenntnis gegeben hatte. Die Angeklagte Margarete Holzke bestätigte im allgemeinen die Angaben ihrer Schwester und bestritt nicht, daß sie ein Jnter- esse daran gehabt habe, daß die Agnes nicht ihrer Mutter zugeführt werde. Das hätten sie dem Dr. G. versprochen. Alles, was unter- nommen worden sei, sei geschehen, um das Kind vor den Nach- forschungen der Behörde und der Detektivs zu sichern. Dr. G. sei ihr liebster Freund und sie seine Freundin gewesen.— Auch hier wies der Vorsitzende darauf hin, daß es doch ein ungewöhnliches Verhältnis eines 3Sjährigen Mannes zu einem 17jährigen Mädchen gewesen sei. Die Angeklagte bestritt, daß Dr. G. ihr die Ringe mit dem Auftrage gegeben habe, sie seinen Kindern später auszu- händigen: er habe ihr diese Ringe geschenkt, ebenso die 1000 M., die sie zur Bestreitung der Kosten ihres weiteren Studiums ver- wenden sollte und verwendet habe. Hierauf wurde die Sitzung auf heute 9 Uhr vertagt. /tus öer Partei. Die volksfreundlichen Stadtväter in Halle. Die Angst vor der Sozialdemokratie treibt oft sonderbare Blüten. So hatten die Stadtverordneten in Halle dem Pächter des Stadttheaters in voriger Woche die Berechtigung zugesprochen, daß er für Vereine und Gesellschaften Privatvorstellungen ohne be- sondere Genehmigung des Magistrats veranstalten kann. Der Magistrat versagte dem Beschluß die Zustimmung unter folgender Begründung: „Der Antrag schafft die Möglichkeit, daß sich Theatervereine gründen, welche durch große Zahl von Mitgliedern und vielleicht auch durch erhebliche Geldmittel in die Lage kommen, den Theater- direktor zu häufigen Nachmittagsvorstellungen zu nötigen und schließlich aus ihnen eine Regel zu machen.... Ganz nahe lugt diese Möglichkeit gegenüber sozialdemokratischen Ver- einen und Verbänden, die ohnedies an Mitgliederzahl und Geldmitteln stark sind, und in deren Interesse ausschließlich der Antrag gestellt worden ist.... Vereinigungen dieser Art würde es dann ein leichtes sein, die Zahl der Nachmittagsvorstellungen, die dafür zu leistenden Pauschalsummen und die aufzuführenden Stücke vorzuschreiben, den Theaterdirektor von sich abhängig zu machen und das Stadttheater in ihre Gewalt zu bekommen." Diese Begründung hatte die gewünschte Wirkung: am Montag hoben die bürgerlichen Stadtväter nahezu einstimmig ihren Beschluß wieder auf._ Der bayerische Parteitag tg14 wird nach Beschluß deS Landes« Vorstandes am lt., 12. und 18. Juli in Neustadt a. d. H. sRhein- pfalz) abgehalten. Die vorlmisige Tagesordnung enthält u. a. fol- gende Punfte: Parlamentarischer Bericht: a) Allgemeine Politik, b) Sozialpolitik.— Die bevorstehenden Gemeindewahlen.— Gesetz- entwürfe im bayerischen Landtage: a) Armengesetz. b) Novelle zum Polizeistrafgesetzbuch, c) Novelle zum Gebührengefctz.— Agitation und Presse, Der ZentralbildungSauSschuß mahnt die örtlichen Bildungs- ausschüsse um die sofortige Einsendung deS Fragebogens über die örtliche Bildungsarbeit. Gleichzeitig werden die Bibliotheksverwaltungen, soweit sie noch nicht die Fragekarte wegen deS örtlichen BibliothekS- Wesens beanttvortet haben, ersucht, die Beantwortung umgehend vorzunehmen, weil mit der Bearbeitung der Umfrage begonnen werden soll._ Aus den Organisationen. Im sozialdemokratischen Perein für den ersten sächsischen ReichStagSlvahlkreis Zittau stieg im abgelaufenen Geschäfts- jähre die Mitglicderzahl von 1919 auf 2304; darunter befinden sich 345 weibliche. Frauenabende finden jetzt in drei Orten statt. Die Zentralbibliothet vermehrte ihren Bestand von 1710 auf 1S48 Bände. Der Kreisbildungsausschuß traf 08 Veranstaltungen, davon 35 auf wissenschaftlichem und 21 auf künstlerischem Gebiete. Die Jugend- bewegung hat in sechs Orten Fuß gefaßt. Die Einnahmen be- trugen 8871,27 Mk. Die am Sonntag stattgefundene Generalversammlung beschloß, einen Antrag an die Landcsversammlung zu richten, wonach die Landesinstanzen mit der Redaktion und dem Verlag der„K o m- munalen Praxis" in Verbindung treten sollen, um eine bessere Ausgestaltung der Zeitschrist zu erreichen. Alljährlich sollen zwei Gemeindevertreterkonferenzcn stattfinden. Die Zahl der sozialdemokratischen Gemeindevertreter stieg von 95 auf 102. Ali Kreisleiter wurde Genosse Heinrich S ch n e t t l e r wiedergewählt. Ms Industrie und Handel. Neue Pumpversuche von Hugo Stinnes. Die Deutsch-Luxemburgische Bergwerks- und Hüttengesellschaft. deren treibende Kraft H u g o S t i n n e S ist. braucht Geld und abermals Geld. Die Banken, die die Gesellschaft bisher unterstützt haben, wollen mit ihren Vorschüssen Einhalt tun und verlangen ihr Guthaben zurück. Die Pumpversuche beim Allgemeinen Knappichafts- verein in Bochum sind vor einem halbe» Jahre fehlgeschlagen. Stinne» sollte 15 Millionen M. Knappschaftsgelder aus die Zechen Tremonia und Kaiier Feiedrich erhalten. Doch im letzten Augen- blick schritt die Auffichtöbthörde ein. Ihre Beamten stellten fest, daß die Psandobjette. die Zechen Tremonia und Kaiser Friedrich nur mit 2'/, beziehungsweise 6 Millionen M. belastet werden könnten, was die Hälfte der Summe war, die StinneS verlangt halte. Mittlerweile ist der Geldbedarf noch größer geworden. Die Deulsch-Luxemburgiiche Berg- und Hüttengesellschaft verlangt von dem breiten kapitalislischen Publikum ein Darlehen von 2b Millionen Mark, geteilt in Schuldverschreibungen zu 2000, 1000 und 500 M. Als Pfandobjekt dienen die Mülheimer Werke der Friedrich-Alfred- Hütte, deren Buchwert mit 10,4 Millionen Mark angegeben wird, und die Zecke Kaiser Friedrich mit 17.2 Millionen Mark. Die Be- lanung eine» Objektes von 31 Millionen Mark mit 25 Millioiie» Marl Schulden ist für normale Sicherheit des Geldes riskant, be- ionder«. da bei Vergleich der Bilanz mit anderen ähnlichen Werken der Buchwert kolossal hoch ericheinl. Ist doch auch die Zeche Kaiier Friedrich von den sachverständigen Bergbeamten in ihrem Wert be- deutend niedriger eingeschätzt worden. Dieser Anleiheveriuch an der Börse wird von den Banken ver- mitielt, die bisher SliniieS unterstützt haben. Es sind dies nach dem «usicheidcn der Deiiische» Bank: die Bank für Handel und Industrie, Dresdner Bank. Disconto-Gesellschaft und Nationalbank, ftveck der Anleihe ist, die Bankschulden zu rilgen. die bei den riefen- haften Ilm- und Neubauten rapid angewachsen sind. aber, wie cS scheint, sich höchst img-nügend rentieren. Glückt es also den Instituten, die Anleihe beim großen Publikum uiiterzubrtngen. so haben sie, die de» Stand des Unternehmens genau beurteilen löniien, ihr Geld wieder heraus und alles Risiko fällt auf die Masse der Kleinkapitalisten zurück, von denen nicht einer sich ein genaues Bitd über den Wert der Pfandobjekte machen kann. Ausschluß von Zechen. In der nächsten Zechenbesitzerversammlung de« K o h l c n s y n d i k a t s soll über einen Antrag Beschluß gefaßt werden, die kleinen Kohlenzechen Alle Haase, Admiral und Barmen nicht in das Syndikat aufzunehmen. Die drei Zechen gehören zurzeit nicht dem Syndikat an. Man will sie aber bei der Erneuerung de» Syndikat«, dem sonst alle Zechen de» Ruhrkohlen- revier» beitreten werden, von vornherein ausschließen. Der Grund für diese Maßnahme ist nach der»Rhein.-Westf. Ztg." darin zu suchen, daß die finanzielle Lage der Zechen sehr schlecht ist. Es sei zu erwarten, daß bei anhaltender Unterbilanz die Zechen ihre Be- teiligungsziffer zwecks Stillegung des Betriebes verkaufen werden. Um einer eventuellen Agitation gegen die Stillegung den Boden zu entziehen, sei eine Nichtaufnahme der Zechen empsehlenS- wert. Dividende» von Pulverfabriken. AlleS, was zur Rüstungsindustrie gehört, erfreut sich der Hochkonjunktur. So zahlen die Bereinigten Köln- Rottweiler Pulverfabriken A.-G. eine Dividende von 20 Proz., die Rheinisch-Westsälische Sprengstoff A.-G. und die Sie gener Dynamit A.-G. 15 Proz. Alle drei Gesellschaften stehen mit den deutschen Waffen« und Munitionsfabriken in Beziehung. Soziales. Eine„Ucberraschung". Von einer„angenehmen Ueberraschung" für die Agrarier berichtet die Feldarbeiterzentrale. Den Arbeitern, besonders den Arbeitslosen, dürfte sie viel eher Mißbehagen verursachen. Die„angenehme Ueberraschung" eröffnet manchem Arbeiter die Aussicht, noch länger ohne Beschäftigung zu bleiben oder auch von einem Genügsameren aus der Arbeitsstelle verdrängt zu werden. Noch nie war nämlich der Import fremder Ar- beitskräfte so groß, so überreich groß wie in diesem Jahre. Die Feldarbeiterzentrale meldet ein„riesiges, noch nie dagewesenes Arbeiterangebot". Um Massen- an'sammlungen an den Grenzübergängen „zu verhindern", mußte ein Teil der Leute«zur Heim- kehr bewogen" werden, obwohl sich die„Landwirtschaft zu vorzeitiger Arbeitereinstellung entschloß". Weiter wird be- richtet, daß auch der Strom der ohne feste Arbeitsverträge hereinflutenden Italiener von dem industriellen Becken nicht aufgenommen werden konnte,„weil Hoch- und Tiefbau noch nicht voll in Tätigkeit, Gruben und Hüttenwerke und andere von den Italienern gesuchte Betriebe noch nicht aufnähme- fähig waren".— In Deutschland herrscht Arbeitslosigkeit in den allermeisten Berufen, trotzdem holt man in erweitertem Umfange rück- ständige Arbeitskräfte aus den Nachbarländern. Mit der künstlich vergrößerten Reservearmee kann- man erfolgreicher dem Geschäft des Lohndruckes frönen, dem einheimischen Arbeiter die Theorie vom„Schutz der nationalen Arbeit" nach kapitalistischen Grinidsätzen sehr gründlich verständlich machen. Wer nicht artig ist, nicht willenlos dem Gebot der Unter- nehnier gehorcht, der fliegt aufs Pflaster! Und das so verfahrende Unternehmertum schreit auch noch nach Knebelgesetzen gegen die Arbeiterbewegung. Das letzte Restchen von Wider- standsmöglichkeit gegen kapitalistische Willkür soll vernichtet werden. Unter der Politik des Unternehmertums leiden auch viele Gemeinden in den Jndustriebezirken. Das Kapital überschwemmt sie mit oft sehr kinderreichen Familien, die an die Gemeinde große Anforderungen für Schulen usw. stellen. Aber die Leute sind wenig steuerkrästig, sie sollen ja Lohn- drücker sein. Viele von ihnen, die kein Unterkommen finden oder nach einiger Zeit den Arbeitsplatz verlassen, nehmen zu- dem auch noch Armenunterstützung in Anspruch. Das alles kümmert die Unternehmer nicht. Sie wollen billige Arbeits- kräste haben, alles andere ist ihnen gleichgültig. Aus dem Jnnungsschiedsgericht. Ein Dienstmädchen beanspruchte gestern im«lagewege 25 Mark Restlohn von dem Restaurateur Gannow. Die Klägerin soll trotz wiederholter Verivarnung unvorsichtig mit glühender Asche umgegangen sein und dadurch einen Teppich sowie den Fußboden beschädigt � haben. Dafür wurde ihr beim Weggange 25 M. ein- behalten. Diese Summe war das Weihnachtsgeschenk. Die Klägerin gibt zu. ihr sei das Malheur passiert. Der Beklagte entschließt sich nach längerem Zögern aus Anraten des Gerichts den Betrag anzu- erkeiiueiu Ter Vorsitzende machte ihm klar, daß ihm gegen die Ge- werbegehilfin weder das Recht auf Lohneinbehaliung noch auf Rück- forderung des WeihnochlSgeschenkes zusteht. Die ihm vom»Lokal« Anzeiger" erteilte, anderslautende Auskunft war irrig. Gerichtszeitung. Polizeiliche Gewaltanwendung. In Neukölln kam es am 29. Juli 1913 vor und in der Polizei- wache in der Leykestraße bei der Sistierung eines Händlers Felix Mauerhoff zu stürmischen Auftritten, aus denen Mauerhoff Ver- letzunge« heimtrug. Gegen die beteiligten Schutzleute reichte er An« zeige lpegen Mißhandlung ein, zunächst mußte er aber selber auf die Anklagebank. Er tollte den Polizeibeamten bei rechtmäßiger Ausübung ihres Amtes gewaltsam Widerstand geleistet haben, indem er vor der Polizeiwache sich nn einem Laternenpfahl fest« gehalten habe, so daß man ihn unter Gewaltanwendung habe loS« reißen müssen. Das Schöffengericht Neukölln sprach ihn im Januar 1914 frei, weil bei dem Widerspruch der Zeugenaussagen der Sachverhalt nicht hinreichend geklärt scheine. Da die SlaatSanwaltschaft sich von der BerusungSinstanz mehr Erfolg versprach, so hatte gestern das Land« gericht Berlin II sStraskammer 3 unter Vorsitz des LandgerichtSrat» Derlei) die ganze Angelegenheit in langdauernder Verhandlung noch- mals zu prüfen. Unter den 22 Zeugen, die vernommen wurden, waren 3 Polizeibeamle, an ihrer Spitze der Neuköllner Polizeipräsident Becherer. Der Angeklagte Mauerhoff bestritt, Widerstand geleistet zuhaben. Weil er durch eine gesperrte Straße gefahren war, habe Schutzmann Gladöki, dem auf seine Frage nach dein Namen der Hinweis auf das am Wagen angebrachte Firmenschild«Walter Mauerhoff" nicht ge- niigte, ihn zur Wache gebracht. Nachdem hier Mauerboff von seinem Wagen abgestiegen war. habe Gladski ihm einen Stoß ins Genick gegeben. Von zivei anderen aus der Wache herbeieilenden Schutz- leuie sei er gepackt und wie ein Ball hiiieingeworsc» worden, und in der Wache habe eine Reihe Schutzleute förmlich„Spalier ge« bildet" und auf ihn eingehauen. Er habe Verletzungen im Genick und an dem zum Schutz vorgehaltenen Arm erlitten und infolge der Schläge auf den Kops werde er noch jetzt von Kopfweh geplagt. Ueberdie» seien ihm„auf der Wache 80 Mark ver- schwunden". Die Beweiserhebung brachte vor der Strafkammer dieselben Widersprüche wie vor dem Schöffengericht. Die Polizeibeamten sagten übereinstimmend aus. daß Mauerhoff sich renitent benommen habe Und nur durch Gewaltaiiwendung habe gebändigt werden können, und bestritten übereinstimmend, daß er durch Schläge mißhandelt worden sei. Demgegenüber bekundeten Zivilpersonen, Gladski habe Mauerhoff sofort im Genick gepackt und vorwärts gestoßen, so daß er siolperte und taumelte, und nachher seien auS der Wache Rufe und Schreie gedrungen, die_ auf Mißhandlungen deuteten. Schutzmann Gladski gab nur zu, daß er„selbstverständlich kräftig zugefaßt" habe. Schutzmann Hshmami hatte Mauerhoff„festgekriegt" und muhte„alle Kraft anwenden", ihn von dem Laterncnpfahl loszureißen.� Heber die Borgänge auf der Wache sagte dieser Zeuge:„Selbstverständlich kann man ihn nicht mit G ncähaiidschiihcn anfassen, wenn er sich sträubt." Wachtmeister Burchhardt sprach von„geioaltsamer Lisitierung". Daß dem Mauerhoff auf der Wache Geld weggekommen sei, habe dieser nachher bei der Entlassung beauptet, doch sei da« unmöglich. Geschrei ans der Wache hatten mehrere Zeuginnen gehört, auch klatschende SchüssK waren deutlich unterschieden worden, ferner Sngstrufe, wie:„Mein Ropf, mein Kopf!" und Schlagt mir doch meinen Kopf nicht fo!" aus seiner Wohnung behängt. Unter diesen Bildern befand sich| Lohn abgezogen werden müssen. Und wer ist der Selb, der foldes Einige Zeuginnen nannten die Schmerzensschreie fürchterlich", auch eine Reproduktion des bekannten Kunstwerks von Fenner vollbracht? Sein Name soll der Mitwelt nicht verfchwiegen werden. markerschütternd"," herzzerreißend". Auch zu anderen Zeiten ist aus Behmer" Blue China"( Meißner Porzellan). Dieses Bild stellt Es ist Otto Hirschel, Redakteur der„ Neuen Tageszeitung", derselben Polizeiwache schon öfter Geschrei zu Hausbewohnern ge- ein am Morgenkaffeetisch sisendes junges Mädchen mit entblößtem Führer des Bundes der Landwirte im Areife drungen, das zum Teil auf Mißhandlungen habe schließen lassen. Oberkörper dar. Daß Mauerhoff geschlagen worden sei, behauptete vor Gericht auch Frau Mauerhoff. Während sie vor dem Hause der Polizeiwache wartete, sei eine Frau herausgetreten mit den Worten:" Gehen Sie doch rein, die Beamten schlagen ja Ihren Mann so furchtbar!" Drinnen sei ihr das bestritten worden, aber sie habe ihn jetzt selber stöhnen und schreien hören, und nachher habe sie ja dann gesehen, daß er zerschlagen war. Auch anderen Personen hatte auerhoff gezeigt, wie sein Arm aussah, vor allem auch dem Polizeipräsidenten Becherer, bei dem er sich ersönlich beschwerte. Der Polizeipräsident befundete vor Gericht, er habe eine Reihe von braunen und blauen Flecken gesehen, über die er feine Verwunderung ausgesprochen habe. Vielleicht seien sie nur durch scharfes Zufassen entstanden, doch sei ja auch denkbar, daß man sie aus Schlägen mit der Fauft zu erflären habe. Er müsie sagen, daß er zuerst erschrocken" war, denn die Fleden hätten ,, keinen guten Eindruck" gemacht.. Ihm seien Zweifel aufgestiegen", ob die Beamten jich wirklich vorschriftsgemäß benommen" hätten. Er habe fofortige Untersuchung versprochen und unverzüglich angeordnet. Daß dem Beschwerdeführer auf der Wache Geld abhanden gekommen sei, halte er für unmöglich. Dem Staatsanwalt togen alle Aussagen der Zivilzengen federleicht gegenüber den Aussagen der Beamten. Auf der Straße hätten nur fie die Vorgänge, den Widerstand" des den Laternenpfahl umflammernden Mauerhoff, richtig. beobachtet. Selbstverständlich hätten sie, wie auf der Straße so auch auf der Wache, fest und derb zu fassen" und Gewalt anwenden müssen. Dabei seien blaue Flede" entstanden, die man ebenso wenig wie die angeblichen Schmerzens schreie des aufgeregten Mannes auf Mißhandlung zurüd führen dürfe. Man würde doch den Beamten nicht einen Meineid zutrauen können. 40 Mark Geldstrafe beantragte er gegen den Angeklagten. Der Berteidiger Rechtsanwalt Oskar Cohn führte aus, die Sistierung zur Wache sei unnötig gewesen, es liegt also feine rechtmäßige Amtsausübung vor, mithin fönne von strafbarem Widerstand nicht die Rede sein und es sei Freisprechung geboten. Die Aussagen der beteiligten Beamten seien unzuverlässig, weil die Beamten naturgemäß den Wunsch hätten, ihr Verhalten als forrett hinzustellen. Ueberbies laste auch der Druck des gegen sie noch schwebenden Strafverfahrens auf ihnen. Zu den blauen Fleden" bemerkte der Verteidiger, daß das Arztattest auch von einer bier Zentimeter langen Hautabschürfung am Arm sowie von einer geröteten Stelle in der Nackengegend spricht, die man selbst aus einem stärksten„ Griff" nicht hinreichend erklären fönne. Der Staatsanwalt erwiderte, fehr wohl tönne auch das auf einen„ notwendigen Griff" oder auf Selbstverlegung zurückzuführen sein. den der Staatsanwalt zurückgewiesen hatte. Ueber die Frage einer Anklageerhebung gegen die Beamten wird in dem Strafverfahren gegen sie, das nunmehr feinen Fortgang nimmt, dieselbe Staatsanwaltschaft sich schlüssig zu machen haben. Mitte Dezember v. J. erschien in dem Geschäft des S. eine Friedberg, Geschäftsführer der vereinigten Landwirte von Frank. ältere Dame und verlangte von dem Inhaber ziemlich kategorisch, furt a. M. und Umgegend und ehemaliger Direktor der elend verdaß das Bild sofort aus dem Schaufenster entfernt werden sollte. frachten Hauptgenossenschaft. Wahrhaftig, ein Ehrenmann vom Der Angeklagte erklärte zuerst höflich, daß er keine Veranlassung Scheitel bis zur Sohle! dazu habe, das Bild zu entfernen, da es ein Kunstwerk sei, außerTragischer Tod eines Touristen. dem gehörten zu seinen Kunden Staatsanwälte, die doch gewiß etwas daran gefunden hätten, wenn das Bild irgendwie Anstoß Ein tragisches Geschid ereilte den 19jährigen Handlungs. erregen könnte. Als die Dame bei ihrer Forderung bestand, wurde angestellten Felix Engländer, der mit einem Begleiter in ganz sie von dem Angeklagten höflich, aber entschieden hinausfomplimentiert. Einige Tage später wurde das Bild von einem ungenügender Ausrüstung eine Tour auf den Untersberg im SalzPolizeibeamten beschlagnahmt. Der Angeklagte erfuhr nun, daß fammergut unternommen hatte und von einer Schneewächte über eine jene Dame die Frau Geh. Medizinalrat Schlegtendal war, die der Felswand abgestürzt war. Als eine Rettungeegpedition dem schwer Verlegten sofort zu Hilfe eilte und er bereits aus seiner geZentralstelle zur Bekämpfung unzüchtiger Drudwerke" angehört. Gegen S. wurde daraufhin Anklage erhoben, die sich auf ein Gut- fährlichen Lage beinahe aufgefeilt war, rig plöslich das Trage achten des Herausgebers der Zeitschrift Der Türmer", Dr. Karl feil und mit einem gellenden Aufschrei stürzte der schwer Ver Stord, stüßt. In diesem Gutachten meint Dr. Stord: Fenner- legte, sich überschlagend, in eine mehrere 100 Meter tiefe Behmer jei nur ein geschicter Roulinier, ein Kunsthandwerker oder Felsschlucht, aus der er bis jetzt noch nicht geborgen werden Kunstindustrieller. Seine Arbeiten seien„ befferer Kitsch", ebenso fonnte. untünstlerisch wie zwei Drittel der Werke, die alljährlich im Moabiter Glaspalast ausgestellt werden. Demgegenüber erklärte Professor Hans Herrmann, Mitglied der Königl. Akademie und VorWie die„ Prager Bobemia" meldet, wurde die in der Brager sitzender der Jurh der Großen Kunstausstellung, als Sachverständiger: Fenner- Behmer sei ein durchaus anerkannter Künstler, der in Staatspolizei angestellte Frau Boldan, die Tochter Berlin und München die große goldene Medaille erhalten habe und eines Hofrates und die Witwe eines höheren dessen Bilder gewöhnlich in dem sogenannten Ehrensaal gehangen Staatsbeamten, aus dem Dienst entlassen. Frau Boldan, hätten. Der Staatsanwalt beantragte die Berurteilung des An- welche diffizile Arbeiten der Staatspolizei erledigt und daher einen geklagten, während R.-A. Grünspach die Freisprechung für geboten Einblid in streng gehütete Geheimnisse hatte, soll der hielt. Das Gericht kam zu der Ansicht, daß es sich um ein ernit Redaktion der„ Narodni Listy" das Material geliefert haben für die zunehmendes Kunstwerk handele, das nur auf denjenigen unzüchtig wirken kann, der unzüchtig hineinguden will und auch hineingudt. Enthüllungen des Blattes über die Verbindung zwischen dem Unter Aufhebung der Beschlagnahme des Bildes erkannte das Ge- früheren nationalsozialen Abgeordneten und Bezirksrichter Sviha und richt auf Freisprechung des Angeklagten auf Kosten der Staatskaffe. der Staatspolizei. Aus aller Welt. Ein Heldenstück. Ein befferer" Spürhund. Kleine Notizen. Jm Streit erstochen. In Marten( Westfalen) wurde bel einer aus geringfügiger Ursache entstandenen Schlägerei der Fuhr mann Schulte durch mehrere Messerstiche getötet. Der Fuhrmann Baumgärtner erhielt gleichfalls mehrere Mefferstiche, wodurch er erheblich verlegt wurde. Es gelang den Tätern, in dem entstehenden Tumult unerkannt zu entfliehen. Die offene Eisenbahnschranke. Bei dem Bahnübergang in der Nähe des Bahnhofes in Wesel ist am Montagabend ein Fuhr werf, das mit drei Pferden bespannt war, bom 3uge über fahren worden. Der Fuhrmann wurde jofort getötet, zwei Pferde völlig zermalmt. Der Bahnwärter, der schon 40 Jahre den Dienst versteht, hatte die Schranke nicht geschloſſen, wodurch das Unglüd geschah. Durch Gase erstickt. Ein Fabrikarbeiter des Schalter Gruben und Hüttenvereins verunglüdte in der Gießerei dadurch tödlich, daß er beim Anzünden eines Gasofens zu viel Gas ein at mete. Er fiel mit dem Oberkörper in die Oeffnung des Ofens hinein und erftite. Aus Friedberg wird dem Heffifchen Volksfreund" geschrieben: Ein lange Jahre bei der Firma Vender u. Schwarz dahier beschäftigt gewesener Arbeiter zog sich infolge Infalles ein Rüdenmarksleiden zu, das ihn dauernd invalide machte. Leider war versäumt worden, rechtzeitig Unfallrentenansprüche geltend zu machen, Das Gericht fam zu einer Freisprechung. Der Schußmann so daß diese verjährten und der Mann nur Invalidenrente erhält. Gladski habe korrekt gehandelt, indem er Mauerhoff fiftierte. Mauer- Mit dieser allein läßt sich eine Familie nicht ernähren und da der hoff habe aber vielleicht nur unbewußt nach dem Laternenpfahl ge- Arbeiter es verschmäht, dauernd die öffentliche Armenpflege in Anfaßt, um nicht zu fallen. Wovon Mauerhoff hätte fallen sollen, spruch zu nehmen, so suchte und fand er noch Beschäftigung bei der fagte die Urteilsbegründung nicht. Sie erwähnte auch mit feinem Wort den gegen die Beamten erhobenen Vorwurf der Mißhandlung, Stadt zu einem Stundenlohn von anfänglich 20, jest 25 f. Es ist selbstverständlich, daß man für dieses Geld nicht die Leistungen verlangen kann, die von einem vollbezahlten Arbeiter verlangt werden. Jedermann, der den ehemals so fleißigen und Die Granate im Schlafzimmer. Durch einen gewaltigen Anall fräftigen Mann fannte, wird von Mitleid gepadt, wenn er jetzt diesen durch das Rüdenmarksleiden so start entstellten Körper sieht wurde am Dienstagmorgen in Auteuil ein auf der Hochzeits. reise sich befindendes englisches Ehepaar aus seinen füßen Träumen und beobachtet, wie der Mann fich trotzdem abmüht, noch nach gemedt. Wie sich herausstellte, war ein Geschoß, wie es zum Kräften seine Pflicht zu erfüllen. Man sollte meinen, daß bfeuern aus Flugzeugen benutt wird, durch das Recht befremdliche Anschauungen über den fünstlerischen es teinen Menschen auf Erden geben könnte, der nicht diefem Fenster gedrungen, wenige Zentimeter über den Schlafen Wert der„ Großen Berliner Kunstausstellung" offenbarte ein franten Körper ab und zu einige Minuten der Ruhe gönnen würde. den weggegangen und hatte den Kamin zertrümmert. Wie durch Sachverständiger, der in einer Verhandlung auftrat, die und doch gibt es einen. Bei dem Bürgermeister der Stadt lief ein Wunder sind die Eheleute dem Tode entgangen. Eine nähere gestern die 3. Strafkammer des Landgerichts III unter Vorsik nämlich ein Schreiben ein des Inhalte, daß der Arbeiter G. an Untersuchung nach der Herkunft der Granate und dem etwaigen des Landgerichtsrats allervorden beschäftigte. einem bestimmten Tage nach der Uhr festgestellte Attentäter ist sofort in die Wege geleitet worden. In Bozen ift auf Ver. Berhaftung einer Hochstaplerin. Wegen Sittlichkeitsvergehen( öffentlicher Ausstellung einer bier Minuten niats gearbeitet habe, und da anlaffung des Statthalters die Angestellte eines großen Geschäfts unzüchtigen Abbildung) war der Tapetenhändler Reinhold Schirmer der Mann aus den Groschen der steuerzahlenden Bürger bezahlt hauses, die unter dem Namen einer Gräfin v. Clermont verschie aus Wilmersdorf angeklagt. Der Angeklagte betreibt in der Pariser Straße in Wilmersdorf ein größeres Tapetengeschäft. verde, so möge der Bürgermeister das Notwendige veranlassen. Dene Betrügereien verübte, verhaftet worden. Um die Wirkung der verschiedenen Tapeten besser hervortreten zu Es fehlt nur noch, daß der Nachweis geführt wird, daß die hatte nach berühmten Mustern es verstanden, von verschiedenen lossen, hatte der Angeklagte sein Schaufenster in der Form eines Steuerzahler durch das Nichtarbeiten bei 25 Pf. Stundenlohn Geschäftsleuten in Bozen Beträge von über 50 000 kronen heraus. eleganten Zimmers dekoriert und auch die Wände mit Bildern um genau berechnete 2,6 Pfennig geschädigt sind, die dem Mann am zuloden. 2190 Kunst unter Anklage. Mohrenstr.37% Kolonnaden. Gr. Frankfurterstr. 115 TrauerMagazin Kleider Hüte ek Außerste Preise Farbige Konfektion in größtem Maßstabe zu billigsten -PreisenWestmann Man meide Nachahmungen! 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Nach Ablauf von 6 Monaten nach der Entlassung bei der man sich dann allerlei denten fönnte. So stehen die des Regierungspräsidenten eine größere Anzahl von oder dem Tode des betreffenden Sohnes ist die Geltendmachung Dinge aber denn doch nicht. Das Verlangen des Abg. Wels Beamten des Polizeipräsidiums disziplinarisch bedes Anspruches ausgeschloffen. Die Einrichtung, ist bereits mit dem war durchaus nicht unerhört", sondern durchaus im straft worden. Ueber mehrere Polizeikommissare 1. Ottober 1913 in Straft getreten, so daß also für die MilitärRahmen des Budgetrechts. Das empfanden sowohl die Re- jinb wegen schwerer dienstlicher Verfehlungen, nämlich weil sie pflichtigen, die nach dieser Beit noch gedient haben und auf die gierung wie ihre sonstigen freiwilligen Kommissare, die Ston- ohne Genehmigung Geschenke von Privatpersonen im Zusammen- die aufgeführten Voraussetzungen zutreffen, die Prämie erstmalig servativen, und darum schwiegen sie beide. Nachher hang mit ihrer amtlichen Tätigkeit angenommen haben, empfind zur Auszahlung kommt. allerdings konnte Herr Dr. Dertel es nicht unterdrücken, in liche Geldstrafen verhängt worden. Alle in dieser Weise velasteten feinem Blatte sein Bedauern darüber auszusprechen, daß die Polizeifommissare sollen versetzt werden. Der durch den Prozeß fozialdemokratischen Vertreter in der Budgetfommission sich schier bloßgestellte Polizeiinspektor Botsch ist, ebenso wie sein auch über die Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Re- Chef, Polizeipräsident v. Beegmann, in den Ruhestand getreten. gierung ganz genau informiert zeigten. Eine Aeußerung, die Polizeiinspektor Staub, ein jettfideles Haus, soll nach Breslau ber doch auch nur dazu angetan ist, die Ausführungen des Abg. sezt werden. Er soll anscheinend die dortigen rauhen Polizei Bels zu unterstützen und seinen Antrag mit zu begründen. fitten durch rheinische Gemütlichkeit mildern. Der Polizeiinspektor Giben wird zur Abhärtung aus Köln nach Danzig versett. Eine größere Zahl von Kriminalbeamten sind unter Berüdfichtigung mildernder Umstände mit einem disziplinarischen Verweis bestraft worden. Vorgänge nicht auf Grund der Vorschriften prüfen tann, ist Polizei und einen Sieg der Sozialdemokratie bedeutet. Im An- nochmals nachprüft. Preßfämpfe im klerikalen Lager. Die jüngste Nummer des„ Katholischen Deutschland"( Nr. 16) befaßt sich unter der Ueberschrift: Wie man fatholische " Blätter totschlägt" mit dem Eingehen des„ Koblenzer Boltsfreunds", eines sich offen zur Zentrumspartei bekennenden Blattes, das aber gewagt hatte, hier und da eine eigene Meinung zu vertreten. Das Blatt hat sich angeblich gezwungen gesehen, twegen schwerer Erkrankung seines Redakteurs das Erscheinen einzustellen"; doch nun flagt in der lezten Ausgabe der Redakteur über all die Unbilden und Widerwärtigkeiten, die er unter der strengen Fuchtel der Zentrums berren als Barteiredakteur erdulden mußte". In dem Abschiedsartitel heißt es weiter: Wichtiger noch ist die offizielle Bekanntgabe, daß sich eine Reihe von Reformmaßregeln auf dem Gebiete der Aufsicht und des Geschäftsbetriebes als notwendig erwiesen haben. Diese Reformen find also direkt auf das Eingreifen der Sozialdemokratie zurückzuführen trotzdem aber wurde der Redakteur, der den Schlendrian aufdeckte, verurteilt. Besonders hart ist, daß man ihm die ganzen Kosten aufhalste, obwohl das Urteil in einer Reihe von Fällen den Wahrheitsbeweis für erbracht erklärte. Zeugniszwangsverfahren. Von dem Braunschweiger Amtsrichter Brandes wurde gelegentlich einer Bernehmung im Vorverfahren Genosse Bunge zu 100 m. Geldstrafe oder acht Tagen Haft verurteilt. In den letzten Wahlrechtsversammlungen in Braunschweig waren Zettel verteilt worden, in denen zu einem Demonstrationszuge aufgefordert wurde. Die Polizei will nun gegen einige Genossen wegen Verbreitung der Bettel und Veranstaltung der Züge, bei denen die Polizei schachmatt gelegt wurde, vorgehen. Sie weiß jedoch nicht, wer die Misfetäter" find. In dem deswegen eingeleiteten Ermittelungsverfahren sollen nun Arbeiter durch das Zeugniszwangsverfahren gezwungen werden, der Polizei Dienste zu leisten. Ber nur irgendwie im Vordergrunde der Arbeiterbewegung steht, wird gerichtlich vernommen. Genosse Bunge ist staffierer der Ortsparteiorganisation. Bon dem ZeugnisBettelgeheimnisses. Gegen seine Bestrafung ist Beschwerde erhoben zwangsverfahren gegen ihn erhofft die Behörde die Enthüllung des worden. Oesterreich. Eine Aktion für die Verfassung. Aus Wien wird uns geschrieben: Die Reichseinnahmen an Zöllen und Steuern Die deutschen, polnischen und italienischen sozialdemo Was uns am meisten befümmert, das ist die Behandlung, die wir so oft von unseren Brüdern erfuhren. Wir wollen nicht sind im vergangenen Rechnungsjahre, das vom 1. April 1913 bis fratischen Abgeordneten des österreichischen Barlaments haben bie ganze traurige Geschichte der Koblenzer legten März 1914 läuft, um 5 millionen hinter dem Voranschlag an den Präsidenten des Abgeordnetenhauses einen Brief gefatholischen Preise schreiben, obwohl sie sehr lehrreich zurüdgeblieben. Das ist an sich kein nennenswertes Defizit. Aber richtet, in dem sie die schleunige Einberufung einer wäre; man würde uns geschwind vorwerfen, wir beschmutzen das hätten nicht einzelne Steuern eine ganz überraschende Steigerung Konferenz der Obmänner aller Parteien fordern, um das eigene Nest. Die meisten älteren Bürger wiffen aus eigener gegenüber dem Voranschlag erfahren, würde die Situation wesentlich brecherische Regierung zu verteidigen, die die tschechische Recht des Abgeordnetenhauses gegen die verfassungsErfahrung, wie es den verschiedenen katholischen und zentrums- gegenüber dem Voranschlag erfahren, würde die Situation wesentlich Recht des Abgeordnetenhauses gegen die verfassungspolittichen Blättern ergangen ist. Alle haben. der anders aussehen. Die Zölle, die im Voranschlag mit 721 470 000 m. Parteithrannei weichen müssen. Nicht weil sie eingelegt waren, baben nämlich nur 681 792 821. M. gebracht. Obstruktion als Vorwand genommen hat, um sich des feinen Eingang im Bublifum gefunden hätten, sind sie verschwunden; Auch eine Anzahl anderer Steuern weisen Mindereinnahmen Parlaments zu entledigen und ein absolutistisches Regime jedes hat seine Spezialität und für alle war Raum, wenn man auf, so die Branntweinverbrauchsabgabe 193 248 443 2. statt aufzurichten. Die Einberufung der Konferenz sei um so notwirklich Wahrheit, Freiheit und Recht liebte. 195 455 000 m., die Schaumteinsteuer 9 816 283 M. wendiger, da die bisherige provisorische Geschäftsordnung des Gewisse Leute, die den Handwerkern stets vorwerfen, fie feien 10 685 000 M., die Stempelsteuer von Stauf- und Anschaffungs- Abgeordnetenhauses am 15. Mai abläuft und die alte Gekonkurrenzneidisch und gönnten einander nichts, fönnen nicht einen geschäften 18 295 786 m. statt 20 580 000 m., der Versicherungs- schäftsordnung jegliche Obstruktion, auch noch so kleiner einzigen Konkurrenten neben sich vertragen. Unter dem Vorwande des Schutzes der Einigkeit in der Partei sollen sogar die Geftempel 6829 411. ftast 7.500 000 m., die Erbschaftssteuer Gruppen, außerordentlich erleichtert. danten reglementiert und uniformiert werden. 45 421 619 M. statt 47 Millionen, Grundstücks- und lebertragungsDarum müssen alle Stonkurrenten auf geistigem Gebiete weichen." stempel 34 200 393 m. ftatt 39 200 000 M., Schedstempel 3 031 964 Jim Anschluß bieran schreibt das Katholische Deuti Mart statt 8 136 000 M., Leuchtmittelfteuer 15 196 124 m. statt Iand auf Grund seiner eigenen Erlebnisse: 15 846 000. " statt Dieselbe Totschlägerpolitit übt man am Statholi- Diesen Mindereinnahmen stehen Mehreinnahmen gegenüber aus schen Deutschland". der Budersteuer von zirka 16 Millionen, fie brachte 173 768 682 m. Bie, unier Blatt hier verfolgt wird, können wir gar statt 157-600 000 M.; die Zigarettensteuer brachte ein Mehr von nicht schildern. Vor allem durch fortwährende 6 Millionen, 42 626 706 M. statt 36 469 000 m., die Biersteuer überSlagen und Anzeigen. Unsere fatholischen Inserenten und stieg um 4 Millionen den Voranschlag, fie brachte 128 507 884 9. Abonnenten fucht man durch Drohungen mit geichäftstatt 124 780 000. M. lichen Nachteilen uns abwendig zu machen, und nicht immer obne Erfolg. Mit welchen Mitteln der Kampf gegen unseren * Herausgeber, einen fatholischen Priester, geführt wird, wagen wir gar nicht zuiagen, um den fatholischen Namen nicht mehr als nötig ausschädigen. Die Lenker der Zentrumsgeschide werden einmal ein furchtbares Gericht zu bestehen haben Insgesamt betragen die Einnahmen an Zöllen, Steuern und Gebühren im abgelaufenen Rechnungsjahre 1.664 360 463 m. Der Boranschlag beziffert sich auf 1 669 782 900 m. Die Ueberschüsse der Reichspost- und Reichseisenbahnverwaltung find noch nicht festgestellt: bout dere Höhe türde es abhängen, wie hoch das schließliche Defizit der Reichstaffe ist. Daß das Katholische Deutschland" nicht übertreibt und der bachemitische Terror fich nicht auf Koblenz und Oberschlesien beschränkt, ist bekannt eriottid festgestellt wurde z. B. daß die herrschende Zentrumsflique in Bonn gegen die Befizer der Gefährdung der Arbeitslosenversicherung in Bayern. dortigen Deutschen Reichszeitung". geradezu Erpressungs- Der Ausschuß des Reichsrats hat den von der Abgeordneten manöver verfibt hat. Die Herren, in deren Händen sich die fammer befchloffenen Staatszufchuß von 75 000 m. für gemeindliche Bolizeigewalt in Bonn befand, wollten die Reichszeitung" au einem Arbeitslosenversicherung mit acht gegen drei Stimmen abgelehnt. Spottpreise in den Besitz einer von ihnen zu gründenden Aktien Die Summe selbst ist zwar nicht gestrichen worden, soll aber nur gejellichaft bringen, und als die. Befizer, die Brüder Hauptmann, fich für allgemeine Arbeitslosenfürsorge verwendet werden. Wiederholt nicht willenlos fügten, erklärte man, den einen von ihnen, den Pro- sich diese Ablehnung im Plenum, so wird sie zu einer schweren Verfeffor Hauptmann, nicht wieder als Landtagskandidaten failungskrisis führen, die die organisierte Arbeiterschaft entschlossen aufstellen zu wollen. Ein Zeuge befundete, in einer Ausschuß- ist, mit allen Mitteln durchzufämpfen. Das Ziel fann nur sein, den figung habe der Vorsitzende gesagt:„ Wir haben jezt Hauptmann in Reichsrat selbst, der eine rein privattapitalistische Interessenvertretung der Hand; wenn er nicht will, wird sein Bruder nicht mehr ist, arbeitslos zu machen. aufgestellt!" Unter diesen Umständen sprach das Schöffengericht den Geschäftsführer der Reichszeitung" von der Anklage, die flagenden Leiter der örtlichen Zentrumspartei durch den Vorwurf der niederträtigen Erpressung" beleidigt zu haben, frei, und. die Straftammer stellte sich auf den gleichen Standpunkt. nt fich. Es lohnt sich. Kardinal Kopp hat, wie sich bei Eröffnung des Testamentes ergab, ein Privatvermögen von 7 Millionen Mart hinterlassen. Als Unibersalerbe ist das Breslauer Domtapitel eingeiezt, außerdem erhalten die Beamten des Domkapitels. sowie die Mitglieder des Domchors Legate im Betrage von 300 bis 500 M. Durch diese Zuwendungen soll etwa eine Million von der Erbschaft abgeben. Die katholische Kirche kann also immerhin noch mit dem„ Sparsinn" des Kardinals Kopp zufrieden sein. Ropp war, bevor er den geistlichen Beruf ergriff, Telegraphengehilfe. Wie die katholische Presse bei seinem Tode rühmte, hat er sich aus verhältnismäßig ärmlichen Berhältnissen bis zum Kardinal hinaufgearbeitet. Grerbt bat er demnach diese 7 Millionen nicht. Sie sind der Ertrag feiner Tätigfeit als„ Diener des Herrn". Wieviel weiter haben es doch diese Gottesdiener der heutigen Zeit gebracht als Chriftus, dem fie dienen wollen, und der nach der biblischen Erzählung kein Plätzchen hatte, wo er sein Haupt hinlegen konnte. Die Aufwandsentschädigung für militärische Dienst leistungen. Der gegenwärtige Reichshaushaltetat fieht bekanntlich zum erstenmal eine größere Summe vor, die zu Soldatenprämien verwendet werden soll. Die Sache ist nicht durch ein Reichsgesetz geregelt worden; vielmehr hat sich der Bundesrat vorbehalten, das Nähere über die Ausführung anzuordnen. Da im Bublifum noch viel Unkenntnis über die neue Einrichtung herrscht, sei einiges darüber mitgeteilt. Die nunmehr erlassenen Bestimmungen besagen folgendes: Familien, von denen eheliche oder diesen gleichstehende Söhne durch Ableistung ihrer gesetzlichen zwei- oder dreijährigen Dienstpflicht im Reichsheer, in der Marine oder den Schuztruppen als Unteroffizier oder Gemeine eine Gesamtdienstzeit von sechs Jahren zurückgelegt haben, erhalten auf Verlangen Aufwandentschädigung. in Höhe von 240 m. jährlich für jedes weitere Dienstjahr eines jeden seiner gesetzlichen Dienstpflicht genügenden Sohnes in diesen Dienstgraden. Es handelt sich also nicht um die Zahl der Söhne, die gedient, sondern um die Dauer der Dienstzeit, die sie zurüdgelegt haben. Es wird auch keine für alle Fälle feststehende einmalige Summe gezahlt, sondern die Entschädigung ist eine fottlaufende. Sie jetzt mit dem Augenblick ein, an dem die Söhne eine Gesamtdienstzeit von sechs Jahren zurüdgelegt haben, und erlischt mit der Entlassung oder mit dem Tode des Sohnes, dessen Herr v. Liebert als Reichsverbandssprenger. In Stuttgart ist es in einer Beriammlung des Reichsverbandes Dienst den Entschädigungsanspruch begründet. Sie lebt auch von gegen die Sozialdemokratie, in der der Oberstkommandierende, neuem wieder auf, wenn noch weitere Söhne eintreten sollten. Die Generalleutnant v. Liebert über„ die Macht der Sozialdemokratie" Gesamtdienstzeit wird vom Tage der Einstellung des ersten Sohnes sprach, fast zu einer Steilerei zwischen den Konservativen und an gerechnet, jedoch mit folgenden Maßgaben: Eine Beurlaubung Nationalliberalen gekommen. Herr v. Liebert äußerte sich nämlich aur Disposition bleibt außer Betracht, soweit sie drei Monate überrecht verächtlich über die nationalliberale Bartei. Das erregte bei ichreitet. Für Mannschaften, die in der Zeit vom 1. Oftober bis den anwesenden Nationalliberalen heftigen Widerspruch. In ihrem 31. März eingestellt sind, gilt die gesetzliche Dienstzeit am bestim Für MannNamen ergriff daher ein Redakteur Dr. Bikes das Wort zur Er- mungsmäßigen Herbstentlassungstage als erfüllt. widerung. Als dieser erklärte, daß die Nationalliberalen fich immer schaften, die vom 1. April bis 30. September eingestellt sind, ist igrer nationalen Pflicht bewußt geweien feien, wurde er durch die Dienstzeit tageweise vom Einstellungstage ab zu berechnen. Auf die Aufwandsentschädigung haben Anspruch die Eltern, störende Zurufe unterbrochen. Als endlich der Redner gar davon sprach, daß Baffermann kein sozialdemokratisches Stichwablabkommen ohne daß dabei nach einer etwaigen Bedürftigkeit gefragt wird. unterzeichnet habe wie Dr. Nübling, der Parteigenosse Herrn Leben die Eltern getrennt, so kann der Anspruch von jedem Teile b. Lieberts, ging ein Radau los, der den nationalliberalen Redner geltend gemacht werden; es kann dann eine Verteilung der Entzeitweise am Weiteriprechen hinderte. Und dieser Lärm steigerte fid schädigung eintreten. Sind Eltern nicht mehr vorhanden, so fann schließlich dermaßen, daß er in ein wüstes Toben ausartete. Die der Anspruch von den Großeltern geltend gemacht werden; aber nur, wenn diese erwerbsunfähig sind und der Sohn sie dauernd meisten Nationalliberalen verließen darauf den Saal. T unterstützt hat. Stiefeltern können den Anspruch wie richtige Eltern geltend machen, wenn sie vom Stiefsohn dauernd unterstützt wurden. Die Säuberung des Kölner Polizeipräsidiums. Wer nichts verlangt, erhält nichts. Der Anspruch ist bei der Im Kölner Polizeiprozeß ist bekanntlich der angeklagte Re- Gemeindebehörde des Ortes, in dem die Eltern ihren gewöhnlichen dakteur zu einer hohen Geldstrafe verurteilt worden. Die weit- Aufenthalt haben, anzumelden. Die Gemeindebehörde prüft. den gehenden Folgen, die der Prozeß für die Kölner Polizei hat, be- Anspruch und füllt für jede familie ein Formular aus. Diese weisen aber immer mehr, daß der Prozeß eine Niederlage ber Anträge werden an die untere Verwaltungsbehörde eingesandt, die Ein zweites Schreiben fordert die Obmänner der anderen Parteien auf, ihre Zustimmung zu der Konferenz auszusprechen. So schroff die Gegensäge sind," heißt es in dieſent Schreiben, die Ihre Partei von der unseren scheiden, so müssen wir doch annehmen, daß Sie mit uns eins sind in der Ueberzeugung, daß in dieser Stunde, in der die Verfaisung zerstört, die ganze Zukunft des österreichischen Parlamentarismus bedroht ist, alle Parteien zusammenwirken müssen, um das verfassungsmäßige Recht des gesamten Volkes und seiner Vertretung zu verteidigen." Ob dieser Versuch Erfolg haben wird, steht dahin. Verweigern aber die bürgerlichen Parteien ihre Mitwirkung, dann wird wenigstens festgestellt sein, daß fie die Mitschuldigen des Absolutismus sind. Die Erkrankung Franz Josephs. defen Wien, 21. April. Die Abendblätter melben übereinstimmend, daß bie merfliche Befferung im Befinden des Kaifers den gangen heutigen Tag üben in verstärktem Maße angehalten habe. England. Zusammenstöße im Unterhaus. London, 21. April. Im Unterhause fam es heute nachh mittag zu einem scharfen Wortwechsel zwischen dem Premierminister Asquith und Bonar Law über das militärische Vorgehen der Regierung gegen die Ister= bewegung und eine Viertelstunde hallte das Haus von Beifalls. und Protestrufen wider. Bonar Law forderte eine gericht= liche Untersuchung der von der Regierung im Zusammens hang mit der Ulsterfrage ins Auge gefaßten Flotten- und Heeres= bewegungen. Asquith lehnte das ab, forderte aber Bonar Laiv auf, seine Beschuldigungen im Hause vorzubringen. 2am erwiderte mit der Behauptung, daß sich die Erklärungen der Minister als falsch erwiesen hätten und betonte die Notwendigkeit einer Untersuchung unter Eid. Asquith entgegnete, daß diese Behauptung gegen die Ehre der Minister gehe und daß der einzige Ort, wo eine solche Behauptung erörtert werden könnte, dieses Haus sei. Bonar Law sagte zum Schluß, er werde die Veröffentlichung weiterer Dokumente der Regierung abwarten, bevor er sich entscheiden wolle, welche Haltung die Opposition in dieser Angelegenheit einnehmen werde. Lehte Nachrichten. Reichstagserfahwahl in Marienwerder- Schweb. Schwetz( Weichsel), 21. April. Bei der durch die Mandats nieberlegung des Abgeordneten von Salem( Schweb) im Wahltreise Marienwerder 5 notwendig gewordenen Reichstagserfakwahl wurden heute bis 10 Uhr abends für von Halem( Rp.) 8490, für von Saß- Jaworski( Pole) 7282 und für den sozialdemokratischen Kandidaten 107 Stimmen abgegeben. Caftbergs Nachfolger im norwegischen Ministerium. Kristiania, 21. April. Jm heutigen Elaatsrat wurde das Abschiedsgesuch des Staatsrates Cast berg genehmigt und der Präfibent des Odelsthings Friis Peterjen zu seinem Nach nachfolger als Chef des Sozialdepartements ernannt. Ein schwedischer Offizier erschossen. Teheran, 21. April. Heute ist hier die Meldung eingetroffen. daß der schwedische Instrutteur Graf Lewenhaupt in der Nähe von Hamadan auf einem Streifzuge gegen eine persische Räuberbande erschossen worden ist. Die Revision" Pussy Uhls" verworfen. Leipzig, 21. April. Vor dem Reichsgericht fand heute die Revisionsverhandlung in dem Prozeß gegen die Gräfin von Treus berg statt. Die Angeklagte ist vom Landgericht Berlin I am 16. Dezember v. J. wegen Wucher, Beleidigung und Betrug zu einer Gesamtstrafe von 1 Jahr und 3 Monaten Gefängnis und 1500 M. Geldstrafe verurteilt, dagegen von der Anklage des Konkurs vergehens freigesprochen worden. Gegen das Urteil hatte sowohl die Angeklagte, soweit sie verurteilt worden ist, wie auch die Staatsanwaltschaft, soweit Freisprechung erfolgt war, Revision eingelegt. Das Reichsgericht hat beide Revisionen als un. begründet verworfen. MASSANFERTIGUNG vornehmer Herren Kleidung Künstlerischer Schnitt Neuzeitige Moden Tadelloser Sitz Problem Cigarettes Sakko- Anzüge nach Maß 60, 70, 75, 80, 90, 95 M. Cutaway u. Westen nach Maß 50, 60, 65, 72, 78, 84 M. Beinkleider nach Maß 16, 18, 20, 23, 27, 32 M. HRE BAER SOHN Berlin Chausseestraße 29-30 Gr. Frankfurter Str. 20 Gegr. 1891 11 Brückenstraße 11 Schönebg, Hauptstr. 10 Der Haupt- Katalog( Neues'e Moden) Kostenfrei Die reellsten und solidesten:: MÖBEL :: Reichenberger liefert anerkannt Möbelfabrik von Schulz, Straße 5, seit 36 Jahren die mit langjähriger Garantie zu äußerst billigen Kassenpreisen ..und gegen Zinsvergütung auch auf Teilzahlung. Größte Auswahl in moderner Ausführung in allen Preislagen von 240 bis 10 000 M. am Lager. 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Mittwoch, abends 8 Uhr: Heiligenwald. Donnerstag, abends 8 Ubr: Hierauf: Wann wir altern. Liebe. Nachher: Lottchens Geburtstag. Freitag, abends 8 Uhr: Heiligenwald. Schiller- Theater Ubr: Charlotten8 Uhr: Der Regimentspapa. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Anfang 81% 116r. burg. Die Förster- Chriftl. Theater am Nollendorfplatz 5. Des Meeres und der Liebe Wellen. Donnerstag, abends 8 Uhr: Das große Licht. Freitag, abends 8 Uhr: Des Meeres und der Liebe Wellen. 8 Uhr: Der Juxbaron. Taubenstraße 48/49. 8 Uhr: Mit dem„, Imperator" nach New York. ROSE- THEATED Große Frankfurter Str. 132. Anfang 8 Uhr. Die Dollarprinzessin. Operette in 3 Aften von Willner und Grünbaum. Musik von Leo Fall. Morgen: Die Dollarprinzessin. Metropol- Theater. Abends 7 1hr 55 präzise: Die Reise um die Erde in 40 Tagen. Vereinigte Berliner Volksbühnen. Luisen- Theater. Theater in der Königgrätzer Straße 8, 5: Los von Muttern! Täglich 8 Uhr: Mr. Wu. Komödienhaus. 8. Uhr: Kammermusik". Berliner Theater. 8 Uhr: Wie einst im Mai. Theater des Westens. 8 1hr Polenblut. Sonntag 3, Ubr: Der liebe Augustin. Reichshallen- Theater Walhalla- Theater. 8 Uhr: Tangofleber. Gr. Ausstattungspoffe m. Gelang u. Gr. Posse m. Gef. u. Zanz in 3 Aften von E. Urban. Mufit v. Hugo Hirsch. Ballett in 4 Aften. Brauerei Friedrichshain. Sonntag, den 3. Mai: 2. Konzert des Männer- und Frauenchors Neukölln. Mitwirkende: Blüthner Orchester( 60 Musiker). Herr Gustav Thümler- Walden, Bariton. Zur Aufführung gelangen außer Männer- u. Frauenchören Die Hekatoncheiren( Die Hunderthändigen) von Ernst Eloeßer für Baritonsolo, Männer- und Frauenchor und Orchester.( Dichtung von Karl Weiser.) Zum ersten Male in Berlin aufgeführt. Anfang pünktl. 7 Uhr. Eintritt 60 Pf. Saa löffnung 5%, Uhr. Steiner Sänger Clou":: Berliner:: Unsere lüßen Dienstmädels Urtomische Burleske von Mensel. Anjang heute& Uhr. 99 Mauerstraße 82 Konzerthaus Zimmerstraße 90/91. Gastspiel des Prager Tonkünstler Orchesters. 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Für den Jugaut der Ju erate abernimmt die Redaktion dem Bublikum gegenüber feinerlet Verantwortung. Berantw. Redakt.: Alfred Wielepp, Neukölln. Inſeratenteil verantw. Th. Gløde, Berlin. Druď u. Verlag: Borwärts Buchdr. u. Berlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungs Nr. 109. 31. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt Mittwoch, 22. April 1914. Arbeiter, Parteigenossen! Rüstet zur Maifeier! Die Schwindelkarriere des zweiten Kösliner Bürgermeisters. becken, das wäre an dieser Stelle zuviel des Guten und würde die Illusion schöner Jugendträume schnell zerstören. Der Kanal, dessen Gesamtbaukosten 43 Millionen Mark betragen, das heißt pro Kilometer 435 000 M., erforderte den Bau von acht Schleusenanlagen: bei Blögensee, Spandau, Lehnik, Niederfinow Nur die seitlichen großen Skulpturen in den versteckten ( 4 Schleusen) und Hohenfaaten; letztere sowohl wie die bei Plögensee vier Nebengängen finden nach wie vor wenig Beachtung. sind doppelte Anlagen. Ferner waren zu errichten 40 Brücken, drei Vielleicht liegt es an der nicht gerade günstigen gärtnerischen Durchlässe, zwei Düfer. Die Brücken haben fast alle eine lichte Anordnung, die auf sehr beengtem Raume das große BildWeite von 52 bis 57 Metern. Die Schleusenanlagen sind teilweise werk fast erdrückt, vielleicht auch daran, daß die Figuren des jehr groß. So wurden z. B. bei Hohensaaten Schleppzugschleusen Menschenfressers, Ribezahls, des Rattenfängers von Hameln Eine Aufsehen erregende Berhaftung wurde in der gestrigen von 215 Metern Länge und 19 Meter Breite gebaut, die einen ganzen und der Riesendame in ihrer eigenartigen Stilisierung den Nacht auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft von Köslin durch die Schleppzug von sechs 600 Tonnen Kähnen mit Schlepper aufnehmen Beschauern zuviel zum Raten aufgeben. Sie fehren, gewollt hiesige Kriminalpolizei vorgenommen. In einem Hotel der Friedrich- können. Das interessanteste Bauwerk ist die Ueberführung des oder ungewollt, etwas zu Düsteres hervor, das von der anstadt wurde der zweite Bürgermeister von Röslin, der dort seit fünf Stanals über die Berlin- Stettiner Eisenbahn nördlich von Ebers- regenden Belichtung der übrigen herrlichen Anlage merklich Monaten unter dem Namen Eduard Alexander angestellt walde. Hier ist ein Begegnen von drei Schiffen möglich. Auch der absticht. Der jagenhafte Beherrscher des schlesischen Gebirges war, durch den Kriminalkommissar Rahn verhaftet. Als vor längerer spätere biergleisige Ausbau der Eisenbahn ist bei der Anlage dieses in hohe Hecken eingezwängt, das mag ja so etwas wie stilZeit die Stelle eines zweiten Bürgermeisters von Köslin aus Brüdentanals bereits berücksichtigt, wie überhaupt in mancherlei gerecht" sein, aber auch in Rübezahls Revier wachsen Blumen. geschrieben wurde, meldeten sich über 700 Bewerber. Da der Hinsicht auf zukünftige Verkehrsentwicklungsmöglichkeiten Bedacht Im Banne der Jugend, die nimmer wiederkehrt, werden 29jährige Assessor Eduard Alexander nicht nur über gute Zeugnisse genommen ist. Das bezeugen die geplanten großen Hafenanlagen abermals die Fremden stehen, die eine Fahrt nach dem verfügte, sondern sich auch warmer Empfehlungen von der Stadt Berlin bei Köpenick, der Ausbau von großen Liegestellen Friedrichshain nicht scheuen. Leider beschränken sich ja viele einflußreichen Persönlichkeiten erfreute, ging er als seitens der Stadt Eberswalde usw. Besucher Berlins auf die zum Teil recht fragwürdigen Sieger aus der Wahl hervor und trat im November v. J. die Stelle bildnerischen Sehenswürdigkeiten der Innenstadt. Sie beals zweiter Bürgermeister in Stöslin an. fritteln die zusammengewürfelte patriotische Denkmalszüchterei und nehmen nach Hause einen ganz einseitigen Eindruck mit, dem das Schönste fehlt. Geht hinaus vor die Tore, wo echtes Berliner Leben in reinerer Kultur gedeiht. Seht städtischen Parkanlagen lebendige Gestaltung findet. Und euch das Treiben des wahren Volkes an, wie es in den vorerzählt in eurer Heimat, daß die Volfspoesie sich unvergleichlich schön verkörpert am Berliner Märchenbrunnen. Parteiangelegenheiten. Zur Lokalliste. Der Festgenommene, dessen wirklicher Name nicht Aleyander, sondern Thermann ist, war zuerst Schreiber auf dem Landratsamt Niederbarnim und dann dreisausschußassistent. Durch Schiebungen bei der Veräußerung von Kreisgrundstücken machte er sich Betrügereien schuldig, die ihm im Jahre 1909 eine Gefängnisstrafe von 400 Tagen wechselt; der jetzige Inhaber weigert sich entschieden, uns sein Lokal In Grünau T.-B. hat das Lokal Bellevue" den Besizer geeinbrachten. Diese Strafe verbüßte er jedoch nicht, er verschwand zur Verfügung zu stellen; es ist daher von der Lokalliste zu streichen vielmehr und wurde nun gesucht. und für die organisierte Arbeiterschaft als gesperrt zu betrachten. Die Lokalkommission. Er hatte es, wie sich jetzt ergibt, verstanden, durch Fälschungen von Papieren unfenntlich zu machen. In Brandenburg a. H. spielte er zunächst den„ Referendar Thormann". Schon munkelte man da von, daß dieser Referendar der flüchtige Assistent Thormann sei. Aber der Referendar verließ dann Brandenburg, die Gerüchte verstummten damit und die Sache verlief sich. Wo nun der Schwindler überall geweien ist, bedarf im einzelnen noch der Aufklärung. Fest steht einstweilen, daß er unter dem Namen Assessor Dr. jur. Eduard Alexander • " 1 Steuermagistrat und Metropol- Theater. Neukölln. Heute abend bei Bartsch, Hermannstr. 49, VersammUnter dem Vorsiz des Präsidenten Wagner beschäftigte sich gestern lung der Jugendiektion. Auf der Tagesordnung steht der abermals der Bezirksausschuß für den Stadtkreis Berlin mit der des Reichstages. Außerdem sind in dieser Versammlung die Vor- Magiftrat. Die Vertreter des Theaters Justizrat Dr. Jossel und zweite Vortrag des Genossen Zeuner über: Die bürgerlichen Parteien Berliner Luftbarkeitssteuer in Sachen des Metropol- Theaters fontra bereitungen für die am Sonntag stattfindende öffentliche Versamm Dr. Höniger brachten in der Aussprache neue Gesichtspunkte vor. lung zu treffen. Alle jungen Arbeiter und Arbeiterinnen über Sie behaupteten u. a. daß die Pauschalsteuer eine vertappte Miets18 Jahre müssen daher in der Versammlung anwesend sein. steuer sei und daß dadurch, sowie durch einzelne ungültige BeFriedenau. Heute Mittwoch, abends 8 Uhr, im Kaiser Stimmungen der Steuerordnung diese so durchlöchert sei, daß die bei den Magistraten in Weißenfels und Bromberg war. Wilhelmgarten, Rheinstr. 65, Generalversammlung des Wahlvereins. ganze Lustbarkeitssteuer für ungültig erklärt werden müsse. Die Er hatte Tagesordnung: Bericht des Vorstandes und der Funktionäre. 2. Neu- Vertreter des Magistrats Justizrat v. Gordon und Magistratsrat irgendwie verstanden, sich Kenntnis von den Personalien des wahl des Vorstandes und Verschiedenes. Die Ausstellung des Dr. Korn baten, die Klage abzuweifen. Die von den Gegnern beDr. Alexander zu verschaffen, der jetzt als Rechtsanwalt in Friedenau Vereins gegen Alkoholmißbrauch findet nicht, wie vor einigen Tagen mängelten Einzelbestimmungen der Steuerordnung seien längst vom wobut. Unter diesem Namen bewarb er sich in Weißenfels und irrtümlich berichtet, vom 16.- 19. April, sondern vom 19.- 26. April Oberverwaltungsgericht als gültig anerkannt worden und auch der Bromberg um die Stellung als Magistratsassessor, und später in der Aula des Realreformgymnasiums in der Homuthstraße statt. Bezirksausschuß habe die ganze Steuer für gültig erklärt. Das in Köslin um den Posten des zweiten Bürgermeisters. Grünau. Heute abend 8 Uhr im Lokal von Joh. Franz, Promenoir des Metropol- Theaters, so führte Justizrat v. Gordon aus, Schon als Referendar, dann als Assessor und erst recht als Stöpenider Str. 88, Mitgliederversammlung. Tagesordnung: Vor- gehöre unbedingt zum Theater- und Zuschauerraum. Magistratsrat Bürgermeister verkehrte er in den ersten Gesellschaftstreifen. trag des Genossen Start Müde über Verfassungsfragen. Diskussion. Dr. Korn schloß sich diesen Ausführungen an und fügte noch hinzu, Seine Fälschungen kamen durch einen Zivilstreit ans Licht. Vereinsangelegenheiten. Die Bücherausgabe der Bibliothek findet daß im Promenoir auch geraucht würde und daß man von dort die Vorführungen auf der Bühne hören und sehen könne. Der BezirksThormann hatte früher ein Verhältnis mit der Tochter einer Freitags von 19-9 Uhr im selben Zotal statt. ausschuß erkannte dahin, daß das Metropol- Theater nicht zu den Bürgerfamilie und erhielt auf das Cheberiprechen hin Am Donnerstag, den 23. April, abends pünktlich Rauchtheatern zu rechnen sei, weil im Verhältnis zum Theater zu von seinem fünftigen Schwiegervater auf die Mitgift einen Bor- 8 Uhr, Mitgliederversammlung bei Salzmann, Basdorferstraße. wenig von der Rauchfreiheit im Promenoir Gebrauch gemacht würde, fang von 2000 m. Als er dann die Tochter eines hohen Staats- Bortrag der Genoffin Dölz:„ Ist Kinderschuh Kulturarbeit?" Jahres- Bon dem Streitgegenstand in Höhe von 17 000 m. habe demnach Bernau. F bericht. Verschiedenes. Berliner Nachrichten. Am Märchenbrunnen. das Metropol- Theater nur 12 000 m. zu zahlen für den Monat April 1918. In einer zweiten Sache Handelte es sich um die Steuerpflicht der Vorstellung der Stettiner Sänger im Reichshallen- Theater. Direktor Mehsel bestritt, daß diese Borstellungen unter die steuerpflichtigen Veranstaltungen der Berliner Steuerordnung fallen könnten, da es sich weder um Spezial- noch um Theatervorstellungen handele. Der Bezirksausschuß wies nach den Ausführungen und Gegens ausführungen der Vertreter die Klage ab, da es sich in jedem Fall um Theatervorstellungen handele und im Zuschauerraum unbestritten geraucht und getrunken werden konnte. Eine teure Andacht. beamten aus Bromberg kennen lernte, die er später auch Heiratete, ließ er feine Braut im Stich. Nun verlangte deren Vater die 2000 m. zurüd. Die Auseinandersetzungen führten dahin, daß der Borschußgeber die Zivilflage einreichte. So tam es denn, daß der zweite Bürgermeister von Köslin, Eduard Alexander, als Heinrich Thormann berklagt wurde. Er behauptete, daß er mit Thormann, dem Berlöbnis und den 2000 M. gar nichts zu tun habe. Der Kläger Es jährt sich bald am Brunnen der Märchen. Zum ersten möge sich seinen richtigen Thormann suchen, er fei es Male webt der Lenz seinen leuchtenden Schimmer um die herrjedenfalls nicht. Die Angelegenheit erregte aber bei der Staats- lichste, sinnigste Brunnenanlage der Weltstadt an der Spree. anwaltschaft in Röslin doch Verdacht und der Staatsanwaltschafts- Die reichen Wasserkünste, vom Frühlingssonnenschein überassessor Dr. Luckwald wurde nach Berlin gesandt, um den Dingen flutet, springen so hell und klar und lustig, als ob sie sich mitWährend der Morgenandacht bestohlen wurde der Kaufmann auf den Grund zu gehen. Vorgestern fam nun Bürgermeister freuen des Wiedererwachens der Natur. Jit den toten Steinen " Alexander" mit dem ersten Bürgermeister Dr. Pusch von Köslin nach plößlich Leben eingehaucht? Schreitet nicht der gestiefelte Felix 8., Friedeberger Straße 5. 3. hatte die Christkirche in der Berlin, um wegen eines Flugplatzes zu verhandeln. Hier waren Stater tapfer aus, plappern nicht allerliebst zu Schneewittchen Thorner Straße besucht und seinen Mantel, der ein Portemonnaie unterdessen die Ermittlungen soweit gediehen, daß die Staatsanwalt- die Zwerge, hebt und senkt sich nicht des schlafenden Dorn- mit etwa hundert Mark enthielt, etwas abseits aufgehängt. Als er schaft zur Berbaftung des zweiten Bürgermeisters schritt. Es war röschens jungfräuliche Brust? Ja, es ist Leben, das da aus ihn später wieder anlegen wollte, war er verschwunden; ein Gefestgestellt worden, daß sich Thormann den Namen Eduard Alexander den herzigen Märchenfiguren zu uns spricht, das Leben der legenheitsdieb hatte ihn inzwischen entwendet. beigelegt hatte und daß es ihm unter diesem Namen gelungen war, Kindesseele, das sich in unserer idealarmen Zeit noch immer durch besondere Fürsprache den Bürgermeisterposten zu erlangen. am alten lieben Märchen berauscht. Der Verhaftete wurde vom Hotel nach dem Polizeipräsidium ges bracht. Er besaß Visitenkarten und auch Ausweispapiere auf den beigelegten Namen, mußte aber bald zugeben, daß er Heinrich Thormann ist, der unter anderem bei großen Grundstücksverkäufen in der Nähe von Berlin seine Hand im Spiel hatte und mehrfach gefucht wurde. Abgesehen davon, daß es dieser Hochstapler verstanden hat, weite einflugreiche Kreise zu düpieren, tritt hier wieder einmal mit aller Teutlichkeit die in Preußen herrschende Günstlings- und Betternwirtschaft fraß in die Erscheinung. Unter den 700 Bewerbern wurde dieser Schwindler infolge der Empfehlung einflußreicher Proteltoren zweiter Bürgermeister von Röslin. Großschiffahrtsweg Berlin- Stettin. Reiche Beute machten Einbrecher in der vergangenen Nacht auf dem großen Geschäftsgrundstüd Kommandantenstr. 39, dem Echaus Sind es wirklich nur Märchen, nur Phantasien aus dem am Dönhoffplatz und an der Leipziger Straße. Auf die dortige Frühling des Lebens? Ach nein, es gibt zum Glück auch in Wollwarenhandlung hatten die Einbrecher es abgefehen. der geschmähten Großstadt noch übergenug Kinder, denen der fie im Flur im ersten Stod eine Tür erbrochen hatten, gelangten harte Stein, von des Künstlers begnadeter Hand zum Leben sie in die Räume der Blusen- und Servierkleiderhandlung von gemeißelt, die Poesie der Wirklichkeit vortäuscht. Sie glauben ließen sich in die Geschäftsräume von Neumann hinab. Hier Inadten M. Spieker u. Co. Dort brachen sie ein Loch in die Decke und was sie hier mit ganz anderen Augen vor sich sehen als auf fie das Geldipind, in dem sie ungefähr 8000 m. bares Geld fanden. den Blättern des Märchenbuches, und wir Großen lassen Dazu nahmen sie noch für fast ebenso viel Waren aller Art mit. ihnen den schönen Kinderglauben, weil das wahre Leben nur auf dem Rückwege suchten sich die Einbrecher dann bei Spieker u. Co. zu bald die Kehrseite des holden Märchenglüds offenbart. Wir ebenfalls noch für 3000 M. Blusen und Kleider aus. berauschen uns mit an den Zauberbildern der Kindheit und Tätern fehlt bisher noch jede Spur, ebenso von dem Verbleib ihrer werden im Herzen wieder jung. Beute. Von den Die ersten warmen Frühlingstage haben die Großstadt- Der Selbstmordversuch eines Dienstmädchens wird in der Wein jugend in hellen Scharen in die Parkanlagen geführt und meisterstraße viel besprochen. Im Hause Weinmeisterstr. 11 gezeigt, daß die Anziehungskraft des Märchenbrunnens un- diente bei dem Kaufmann Lewy seit 1. April ein 18jähriges verändert geblieben ist. Da stehen sie unter der lachenden Dienstmädchen, dessen Eltern in Bromberg wohnen sollen. Schon in Lenzfonne wieder zu Hunderten rings um das rauschende den ersten Wochen gab es Zerwürfnisse zwischen dem Mädchen und Wasserbecken, sich Hier gab es Werden, fönen fit faum trennen von dem entzückenden der Herrschaft, so daß am 15. April das Mädchen zum 1. Mai Anblick und raten meist mit Treffsicherheit, wer Aschenbrödel, fündigte. Das soll die Herrschaft so verdrossen haben, daß es zu leber die Leistungsfähigkeit des Großichiffahrtsweges Berlin- Rotkäppchen oder Hans im Glück ist. Und siehe da die erregten Auftritten fam. Einmal rief das Mädchen zum Fenster Die Gesamt- Ruhebänke an der umschließenden Mauer sind zur Lesehalle im hinaus laut um Hilfe. Schließlich erklärte Herr Lewy, sie könne Stettin werden nunmehr folgende Angaben gemacht. leistungsfähigkeit des Abstieges bei Niederfinow ist für den doppelten Freien geworden. Hier sizen die Wissensdurstigen und lesen noch vor dem 1. Mai und fofort gehen. Sie mietete daraufhin in Ausbau bet 16itündigem Betriebe zu rund drei Millionen. Tonnen, zum soundsovielten Male die Geschichten von Hansel und der Nachbarschaft eine Schlafstelle, ging aber nochmals nach der bei 24stündigem Betriebe zu rund 4,9 Millionen Tonnen ermittelt. Gretel, von Brüderchen und Schwesterchen, stellen Vergleiche Wohnung zurüd, um ihre Sachen zu holen. Der Berkehr auf dem Finowlanal hat an der Schleuie bei Ebers an mit des Künstlers Schöpfungen und kritisieren auch wohl neuen Streit, wobei sie beschimpft worden sein soll. Man hörte fie walde im Jahre 1912 rund 2,2 Millionen Tonnen betragen. Durch altflug. Oben auf der Balustrade duften in langer Reihe gelbe angitvoll rufen:„ Bitte, lassen Sie mich raus!" Kurz darauf lief sic die schnellere Beförderung der Waren in 3%, fach so großen Kähnen Hyazinthen, eine gärtnerische Neuheit, unten auf der Sand- in ihr Zimmer, riß das Fenster auf und stürzte sich, der Stredens wie früher werden die Fractlosten sich wesentlich billiger stellen als steinbank duftet und blüht der Lebensfrühling aus der be- rufe eines vom ersten Stodwert aus zuschauenden Mädchens nicht bisher, und in dieser Frachifostenverbilligung für Maffengüter liegt glückenden Phantasie der reinen Seele des Kindes. Und wohl achtend, vom dritten Stockwerf aus auf den Hof hinab. Hausbewohner feins der Kinder weiß, daß ihr bester Freund, der den Stein bemühten sich um sie, die stöhnend auf dem Hofe lag. Von der in wirtschaftlicher Hinsicht der Zwed des Unternehmens. Runmehr sind auch die Schleusenarbeitergebühren vom Re- zum Leben weckte, steif und starr ist wie der Stein selbst. Familie Lewy soll niemand heruntergekommen sein, um nach der Bon Schiffen Ignatius Taschner, der zartsinnige Schöpfer der volkstüm- Schwerverlegten zu sehen. Polizei brachte sie nach dem Hedwigs. gierungspräsidenten in Potsdam festgesezt worden. find an entrichten: a) in Fürstenwalde: über Finow- Maß 22 Bi., lichsten Märchenfiguren im Friedrichshain, hat nicht mehr er- trantenhaus, wo sie in hoffnungslosem Zustande daniederliegt. von Finow- Maß( 40,2 mal 4.60) bei Einzelichleufung 15 Bf., ionit leben sollen, wie die Kinderwelt sich für sein schönstes Werk je 10 f.; b) in Schleuse. Lehnig: über Finow- Mag 40 Bf., von begeistert. Sochauf sprikt der meiße Gischt aus der großen Fontäne, Finow- Maß bei Einzelichleniung 25 Pf., fonit je 20 Bi.( für Boote über die Bottsichleppe 30 f.); c) in Schlenie 1 bis 4 des Abstiegs in dicken Strahlen speien die Riesenfrösche aus breiten bei Nederfinow, an jeder Schleuse: über Finow- Maß 50 Pi, von Mäulern, wie ein Serensabbat quirlt und brodelt es im Bu der fünftägigen Gesellschaftsreise Bornholm- Kopenhagen, die Finow- Maß bei Einzelichyleniung 80 Bf., ionit je 20 f.; d) in Bassin zwischen den Märchenfiguren. Das müßte ein feines Hohenfaaten( Ortsschleuie): Einzelschleufung 50 Bi., zwei Fahrzeuge Freibad ſein", plaudert ein zehnjähriger. Glaub's schon, der Deutsche Metallarbeiterverband, Zahlstelle Berlin, für ſeine Mitje 80 Pf., drei je 25 Pf., vier und mehr je 20 Pf. Die Entrichtung Kleiner! Aber nein soweit geht die Munifizenz des Ma- glieder am 30. Mai bis 4. Juni veranstaltet, sind eine Anzahl gistrats denn doch nicht. Der Märchenbrunnen als Plansch Karten frei geworden. Reflektanten fönnen daher noch Teilnehmer erfolgt an die Schlenienarbeiter. Mitglieder der Freien Volksbühne! Die im letzten Vereinsheft in einer Voranzeige angelündigte Generalversammlung, die für den 28. April( Donnerstag) geplant war, fällt nach dem Beschluß des Borstandes und der Ordnerkommission aus und wird im Juni abgehalten. farten zum Preise von 65 M. einschließlich Eisenbahn, Dampfer- Tag 12,50 M., für auswärtige 18 M.; in Klaffe II zahlen hiesige Bohnsdorf. und Motorfahrten, Verpflegung( Frühstück, Mittag und Abendessen, 7. und auswärtige 10 M.; für Säuglinge, die mit der Mutter sowie Logis ine guten Hotels) erhalten. In der Generalversammlung des Wahlvereins gab Genosse Booch Da die Zahl der Teil aufgenommen bezw. in der Anstalt geboren werden, find bis zum den Jahresbericht. Demnach sind 134 männliche und 67 weibliche nehmer eine beschränkte ist, wird um baldige Anmeldung gebeten. Alter von 4 Wochen in der 1. Klaſſe 3,50 M. und in der II. Klaſſe Mitglieder vorhanden. Nachdem die neuen Wohnungen der Arbeiter Aufnahmen werden an folgenden Stellen entgegengenommen: Moabit, 2,50 M. zu entrichten. Außerdem sind von Patienten I. und II. Klaſſe Baugenossenschaft bezogen sind, fonnten noch 14 Neuaufnahmen und Johann Döring, Gogowskystraße 14; Norden: Schurzmann, für die Verpflegung einer Extra- Tag- und Nachtschwester 3 M., einer 30 Neuüberweisungen verzeichnet werden. Von neun Gemeindes Jasmunderstraße 8, Nebel, Marstraße 13 b; Charlottenburg: Tagschwester 2 M., einer Nachtschwester 1 M. zu entrichten. Wein 3. Richter, Häfelerstraße 11, Wernide, Bismardiiraße 39; wird, falls er nicht als Heilmittel verordnet ist, nach den Selbst Charlottenburg- Westend: Schellbach, Genossenschaftswirtshaus, tosten berechnet; auch find sonstige Barauslagen zu erstatten. Königin- Elisabeth- Straße; Nonnendamm( Siemensstadt), August Alsdann wurde der Regulierung, Aiphaltierung und der BeMarsand, Nonnendamm- Allee, Ede Märkischer Steig; Ober- Schönes festigung des Rathausvorplazes zugestimmt und die auf 50 000 m. weide Walter, Zigarrengeschäft, Wilhelminenhofstr. 45; Konsum- veranschlagten Kosten bewilligt. verein E. P. Goerz; bei Wilhelm Schmidt; Verbandsbureau: Charlottenburg. Sintenſtr. 83-85, vormittag&.9-1 Uhr, nachmittags 4-7 Uhr, Zimmer 9. vertretern find drei sozialdemokratische. Vom Bildungsausschuß wurde der Wunich ausgesprochen, daß die Beranstaltungen besser besucht werden mögen. Genosse Bölfe vom Jugendausschuß mußte berichten, daß dem Lesebedürfnis der Jugend aus Mangel an Mitteln nicht in genügendem Maße Rechnung getragen werden fonnte. Gemeindevertreter Schiffte fonnte mitteilen, δαξ der Bau eines neuen Schulhauses von der Regierung genehmigt worden sei; außer einer Turnhalle, die gleichzeitig als Aula benutzt werden kann, seien noch vier Brausebäder vorhanden. Die Neuwahl des Vorstandes ergab als 1. Bor izenden Hermann Bachmann, 2. Vorsitzenden Karl Schönfeld, Staffierer Glazer, Beifizer Artur Franz. Schriftführer Heinrich fommission: Porsch, Wille, Paul Eckelmann; Agitationskommission: Weißenfee, Steiniz, Päzold, Schulz, Häse und Treblow; Bildungsausschuß: Dubid, Offenborn, Oppenborn und Hamann: ZeitungsSpediteur Baul Gentich. Die Maifeier soll in dem Lokal zu den vier Jahreszeiten", Inhaber Wilhelm Wirt, Bahnhofstraße, begangen Aus dem Fenster der dritten Etage gestürzt ist gestern nach Auch für die zweite Reise, die am 27. Juni bis 1. Juli er- mittag im Hause Joachimsthaler Str. 9 der im selben Hauſe anfolgt, werden an diesen Stellen Anmeldungen entgegengenommen. gestellte Maschinist Brehme. Er war im Hinterhause mit dem Ausführliche Prospekte für die Reise werden gratis verabfolgt. Anmachen einer Martise beschäftigt, als er plöblich in die Tiefe Die Konsumgenossenschaft Berlin und Umgegend ersucht une, türate und tot liegen blieb. Die Leiche wurde nach dem Schauhauje Wolf; Revisoren: Bliesener, Dorner und Brinkmann; Lotal mitzuteilen, daß der Unfall, der am Sonnabendabend in der Fehr gebracht. Brehme war verheiratet. belliner Straße jich ereignete und wo ein Knabe von einem Last Steglit. automobil überfahren wurde, nicht von einem Automobil der Konjumgenossenschaft veranlaßt ist, da um die genannte Zeit die Wagen der Genossenschaft bereits auf dem Hofe der Zentrale waren. Bemerkt sei, daß auch die Wagen der A. E.- G. Aufschriften wie " Konsum" tragen. Großfeuer brach gestern vormittag gegen 11 Uhr auf dem Lagerplatz der Dachpappens, Teerprodukte- und Aiphaltfabrik E.. Weber A.-G. in der Schildhornstraße aus. Durch den Wind war eine Flamme des unter einem Steffel brennenden Feuers in diesen geschlagen worden, und wenige Augenblice später brannte der LagerFür Ertaubte und Schwerhörige beginnen am 23. April in der play fast in seiner ganzen bedeutenden Ausdehnung. Die Rauchfönigl. Charité- Ohrenpoliklinik die neuen Kurse im Absehen der entwickelung war so groß, daß sie weithin gesichtet wurde und neben Sprache und zur Sprach erhaltung unter fachärztlicher der alarmierten Stegliger Feuerwehr auch die von Wilmersdorf Die Löscharbeiten zogen sich sehr in die Leitung. Meldungen dazu werden Montags, Dienstags, Donners- und Dahlem anrückten. tags und Freitags von 12-1 Uhr daselbst entgegengenommen( Eingang Luifenstraße 11). Die Teilnahme ist für Unbemittelte unentgeltlich. Das Walhalla Theater beschließt am 30. April mit der 109. Auf führung von„ Tangofieber" seine Winterfaison. Es finden also nur noch wenige Vorstellungen des erfolgreichen Stüdes statt. Jm Luisen- Theater schließt die Spielzeit erst am 31. Mai. Vom 1. Mai ab wird hier täglich das große englische Sensationsstück Ein seltsamer Fall" in erster Besetzung gegeben. Länge. Lichterfelde. Wie die vornehme Gemeinde Lichterfelde um den Neubau einer Gemeindeschule herumzukommen sucht, wird in folgender, aus Lehrerkreisen stammenden Zuschrift dargelegt: Bor etwa Jahresfrist brachte der Vorwärts" einen Artikel über die Zustände im Armenhaus des reichen Villenvorortes Lichterfelde mit dem Erfolge, daß der Armenetat plöglich um 450 Proz in die Höhe schnellte. Deutscher Arbeitersängerbund, Gau Berlin. In der am Daß die Volksschulen in diesem Orte nicht auf der Höhe sind, legten Sonntag stattgefundenen Ausschußfizung wurden zunächst drei Vereine und zwar aus Zossen, Beeliz und Treuenbriegen, die ist zu beklagen. Schon seit Jahren ist der Neubau einer Gemeindelängere Zeit paufiert hatten, wieder aufgenommen und da dieselben schule eine dringende Notwendigkeit. Ausbauten halfen bisher ihren Verpflichtungen bis zum Schluß nachgekommen waren, in ihre darüber hinweg. Für dieses Jahr hat man ein anderes Mittel alten Rechte eingefeßt. Ferner hat fich der Verein„ Luisenstädtischer gefunden, um dem steigenden Schulbedürfnis zu entsprechen. Man Männerchor" in corpore dem Berliner Sängerchor angeschlossen. legt nach einem Bericht des gefinnungstüchtigen. Lichterfelder ,, LokalZur Maifeier wurden die Vereine ersucht, bollzählig zu erscheinen Anzeigers" Klassen zusammen und spart dadurch Lehrkräfte und und sich auch, soweit möglich, gesanglich bei den Vormittagsversamm Räume. Nach einer Besucherliste einer Lichterfelder Gemeinde- Schullungen der Gewerkschaften zu beteiligen. Zur Mitwirkung beim Sängerfest haben sich bis jetzt sehr wenig Bereine gemeldet. Die laffe schwankte in diesem Jahre die Besucherzahl zwischen 52 and 55. Vereine werden daher ersucht, fich noch im Laufe dieser Woche zur Die durchschnittliche Besucherzahl mit 52 pro klasie ist wohl nicht zu Mitwirfung zu entschließen und dem Vorsitzenden umgehend Mit- hoch bemessen. Wie man bei dieser hoben Ziffer Klaffen zusammen teilung zu machen. Ein Antrag des Vorstandes, sich dem Kartell legen will und fanm, ist geradezu unerfindlich! Wo ist hier für Sport und Körperpflege anzuschließen, wurde nach längerer die Potsdamer Regierung? Es ist eine schon oft gemachte ErDebatte bis zur nächsten Ausschußßigung vertagt, um den Bereinen fahrung, daß die Schulverhältnisse eines Drtes einen sicheren Gelegenheit zu geben, fich hierzu Au äußern. Ferner wurde mit Rückschluß auf die Zuſammenſegung seiner Gemeindevertretung zu geteilt, daß am Sonntag, den 8. Mat, in Haverlands Festfälen eine läßt. Sind die niederen Schulen unterm Niveau, so halten die VerVersammlung stattfindet, in welcher Redakteur Däumig einen Vortrag überarbeitergefang und Bildungsbeftrebungen der Arbeiter" treter- im gesellschaftlichen Jargon jeder Auskunft stand. halten wird. Zu dieser Bersammlung ist die Teilnahme wie bei den Treptow- Baumschulenweg. Generalversammlungen des Gaues( Vereine bis zu 20 Mitgliedern 1 Delegierten, 21 bis 40 2 Delegierte uit.). Zur Teilnahme am Stiftungsfest des Groß- Lichterfelder Männerchors haben sich 18 Vereine gemeldet, davon 8 Vereine aus Berlin. Ober- Schönetveide. Bermißt wird seit Montag, den 20. April, nachmittags 125 Uhr, Bei der am 19. April stattgefundenen Gemeindevertreterwahl der 78 Jahre alte Kohlenhändler August Gericke, Dudenarder Straße 10, wohnhaft. Derselbe ist zirfa 1,60 Meter groß, von wurde Genosse Wilhelm Rams brod mit 559 Stimmen als Ver Die Katholiken erhielten unteriezter Figur, hat volles, graues Kopfhaar und eben folchen treter der III. Abteilung gewählt. Vollbart. Bekleidet war G. mit dunkelgrauem Jadettanzug, schwarz- 67 Stimmen. Damit ist die III. Abteilung wieder vollzählig von und weißgestreiftem Barchenthemd, weißer Bardentunterhose, der Sozialdemokratie besetzt. braunen Strümpfen, schwarzen Schnallenstiefeln und blauer Deckel müge. Etwaige Nachrichten über den Verbleib des Vermißten bitten dessen Angehörige an obige Adresse gelangen zu lassen. Vorortnachrichten. Schöneberg. Adlershof. werden. Sigungstage der Stadt- und Gemeindevertretungen. Glienicke( Nordbahn). Donnerstag, den 23. April, abends 7, Uhr, im Gemeindebureau, Hauptstr. 18. Rosenthal. Donnerstag, den 23. April, abends 6 Uhr. in der Aula der Gemeindeschule, Schillerstraße. Tempelhof. Donnerstag, den 28. April, nachmittags 5%, Uhr, im Gemeindefizungszimmer, Dorfstr. 42. Hermsdorf bei Berlin. Freitag, den 24. April, nachmittags 5 Uhr, im Gemeindehaus. Diefe Sigungen find öffentlich. Jeber Gemeindeangehörige ist be rechtigt, ihnen als Zuhörer beizuwohnen. Frauen- Leseabende. Schöneberg. Mittwoch, den 22. April, 8, Uhr, bei Ende, Sachsendamm 43. Referent: Genosse Dr. Bernstein.. Jugendveranstaltungen. Brit. Donnerstag, den 23. d. M., 8%, Uhr, Vortrag des Herrn Dr. Hanauer über: Die deutsche Ballade". Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet inden traße 69, vorn vier Zreppen - abrkahl, wochentäglich von 4% bis 7% Uhr abends, Sonnabends, on 4% bis 6 Uhr abends statt. Jeder für den Briefkasten bestimmten Anfrage i ein Buchstabe und eine Bahl als Mertzetchen betzufügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. Anfragen, denen teine Abonnementsquittung beigefügt i, verden nicht beantwortet. Ellige Fragen trage man in der Sprechstunde vo%. Briefkasten der Redaktion. Vorwärts erhältlichen„ Führer" dienen zur Information über Die zum Preise von 20 bis 40 Pf. in der Buchhandlung Fragen auf den verschiedensten Rechtsgebieten. Witterungsübersicht vom 21. April 1914. Aale Genoffe W. in Bingen a. Mh. Der Geistliche fann ebenso wenig zur Die Hühnerdiebe treiben seit einiger Zeit in den weit aus- firchlichen Beerdigung gezwungen werden, als die Kirche den Verstorbenen gedehnten Laubenkolonien zwischen den beiden Ortsteilen und nach in den langen Jahren hat zum Kirchenbesuche zwingen fönnen. Die Stirchender Neuköllner Grenze zu ihr Unwesen. Vor kurzem erst wurde in steuer spielt hier keine Rolle. Der Kirchenaustritt loftet in Geffen 6 Mart Stempelgebühr. 199. Nach überwiegender Rechtsprechung ist die einer Nacht in einer Kolonie in der Nähe des Dammweges an Lohnfürzung zulässig. 9. 25. Nein. G. R. 18. Die Bermendung Wer ist die Tote? Am 17. April nachmittags gegen 3 Uhr, zwei Stellen eingebrochen. Einer der Langfinger, der feine Beute von Marken in niedrigeren Lohnllaffen ist zulässig. Die Entwertung mus wurde vor dem Hause Solsteiner- Ufer 27/28, die Leiche einer unbes über den Bahnhof Baumichulenweg in Sicherheit beingen wollte, in der Beitiolge gefcheben. C. 109. 1. Ja. 2. Eine Verpflichtung. $. R. 27. 1. ur gunten Frau aus der Spree gelandet. Die Leiche, welche ichon geriet dabei an die Unrechten und ging hoch". Dann wurden sich einer Oberation zu unterziehen, besteht nicht. langere Zeit im Waffer gelegen haben muß, tann die einer zirfa 30 einem Kohlenhändler in der Baumschulenstraße aus seinem an sich dann, wenn Sie beim Eigentumsübergang bereits bort gewohnt haben. 2. Es fann Klage erhoben werden. 2. 1. 100. 1. Sa. fofern der Ber bis 40 Jahre alten Berfon fein. Die Verstorbene ift 1,65 Meter gut verwahrten Stall Hühner und zahlreiche Tauben abgeichlachtet bienit über ben Betrag, der sum eigenen Unterhalt benötigt wird, hittaus. groß, unterlegt und hat blondes Haar. Bekleidet war fie mit weißem und gestohlen. Und jetzt sind in der Nacht von Sonntag zu Montag geht. 2. Es kommt die gefeßliche Kündigungsfrist zur Anwendung, die zum Hemd und Unterhoje gez. M. W., blauem Unterrod, schwarzem Ober- in der Kolonie Marienthal aus Lauben, die nach dem Damme der 15. eines Monats mit Wirkung zum darauffolgenden Grften zulässig ist. tod, blauer Bluje mit Sammettragen, braunem Ulster, ichwarzen Görliger Bahn liegen, wiederum Hühner gestohlen worden. Dem G.. 88. 1. 5 Milliarden Frant. 2. Birla 1800 000 m. 3. Rein. durchbrochenen Strümpfen, hohen, schwarzen Schuhen mit Gummi- einen Züchter ging dabei sein ganzer Besitz von 25 Hühnern ver- 3. R. 12. 1. Ja. 2. Nein. Alice. 2. Ja, sofern Befreiung von der abjäzen. Berfonen, welche Angaben über die Person der Toten loren, während bei den anderen deren nur acht den Dieben zum Altersvorschrift erfolgt. Der Befreiungsantrag ist beim Zuftizminister zu stellen. G. 32. Strafbar würden Sie sich dadurch nicht machen. machen tönnen, werden gebeten, dies bei der Kriminalpolizei oder Opfer fielen. M. M. Tilsiterstraße. 18-20 M., falls Sie unverheiratet sind; etwa in einem Polizeirevier zu den Aften 1513. IV. 55. 14 zu tnn. 25 M., falls Sie verheiratet find, müssen belassen werden. Sp. B. 1908. Unferes Erachtens bat der Betreffende Anspruch auf den Gewinnanteil. Sermannstraße 12. 1. Ja 2. Die Hälfte des Nachlaffes, aus. genommen die Haushaltungsgegenstände, die dem überlebenden Ehegatten sämtlich verbleiben. 3. Ja, die Kosten find aber geringfügig. C. 2. 3. Die Auseinandersetzung bezüglich des Baterteils fann verlangt werden. 23. M. 765. 1. und 2. Ja. 3. Nein. Marktvretie von Berlin am 20. April 1914. nach Ermittelungen ,, Wann erfolgen die Vorstandswahlen zur Allgemeinen Orts- des tgl. Polizeipräsidiums. Mais( mired), gute Sorte 0,00-0,00, Donau Mais( runder), gute Sorte 14.90-15,20. Rightſtroh 0,00. frankenkaffe Adlershof und Umgegend?" Ueber dieie Frage entipann 0,00-0.00. fich in der Sigung des Gewerkschaftskartells eine sehr erregte Debatte.eu 0,00-0,00. Warttballenpreise. 100 Kilogr. Erbien, gelbe, zum Stochen Die Vertreter der Gewerkschaften geißelten in scharfen Worten das 34,00-50,00. Speifebohnen, weiße 35,00-60,00 Sinien 40,00-80,00. Verhalten der Versicherungsbehörde, die, obwohl die Wahlen des Startoffein( Kleinbbl.) 4,00-7,00. 1 Ailogramm Rindfleisch, von der Keule Ausschusses schon vor acht Wochen stattgefunden haben, fich noch nicht 0,00 0,00. Rindfleisch, Bauchfleisch 0,00-0,00. Schweinefletic 0,00-0,00. entichließt, die Wahlen des Vorstandes auszuschreiben. Die Ver Stalbfletic 0.00-0.00. Sammelfleisch 0,00-0,00. Butter 2,40-3,00. 1 Kilogramm Starbten 1,20-2,40 ficherungsnehmer der Krankenkasse verlangen, daß die Versicherungs- 60 Stud Eier 3,00-4.80. Bander 1.60-3,40. bechte 1.40-2,80. Barthe 1.00-2,20. behörde nach den gefeßlichen Bestimmungen der Reichsversicherungs- 1.80-3.20 Aus der Stadtverordnetenverfammlung. Da der neue Sigungs- ordnung die Kasse durch einen Vorstand und den Ausschuß ver- Schlete 1,60-3,20. Bleie 0,80-1.60. 60 Stud Strebie 3,50-24.00. faal immer noch seiner Bollendung harrt, mußten die Beratungen walten läßt und nicht selbst die so wichtigen Geschäftsangelegenwiederum in der Ausstellungshalle stattfinden. Das Oberverwaltungs- heiten einzig und allein dem Geschäftsführer übertrage. Selbst wenn gericht hat in der Streitfache Knauer- Treugebrodt entschieden. daß der Geschäftsführer fein Bestes für die Kasse und die Versicherungsdie Wahl des Stadtverordneten Treugebrodt als gültig zu ernehmer leisten wollte, so scheitere letzten Endes doch vieles Ilären ist. an der Energielofigkeit des ersten Beamten, der als Angestellter der Kaffe nicht so die Wünsche der Versicherten vor dem Versicherungsamt bertreten fönne, wie dies notwendig iei. Die Verwaltung der Kasse müsse in Unordnung geraten, wenn man Die Militäranwärter verlangten eine Vordatierung des gegen bedenkt, daß in den verschiedenen Zahlstellen infolge der neuen Bewärtigen Besoldungsdienstalters. Der Magistrat unterbreitete eine ſtimmungen der R.-V.-D. eine erhebliche Mitgliederzunahme statt- Hamburg Borlage, wonach diejenigen Beamten, die mindestens 12 Jahre im gefunden habe, deren Bearbeitung weitere Arbeitskräfte erfordere. Berlin Heere oder in der Marine gedient haben, im Besoldungsdienstalter Bisher habe man zu den entstandenen Mehrarbeiten nicht etwa neue Franti. a. 77238 um ein Jahr vorrüden sollen. Die Kosten belaufen sich jährlich auf auf dem Gebiete der Krankenversicherung erfahrene Kräfte eingestellt. Münden 772 Still 15 000 M. Stadtb. Lachmann( rechislib.) erklärte, abwarten zu fondern man laffe die alten Beamten der Kaffe täglich bis in die Bien wollen, wie die Regierung diese Angelegenheit regelt; davon hängt späten Abendstunden hinein Ueberstunden leisten. Eine Bezahlung Wetterprognoie für Mittwoch, den 22. April 1914. das fernere Verhalten seiner Fraktion ab. Die beiden liberalen für diese Mehrleistung an die Beamten habe wahrscheinlich das VerBarm und vielfach beifer, zeitweise nebelig bei meist schwachen südwest Gruppen scheinen sich hierbei den Rang ablaufen zu wollen, um sicherungsamt abgelehnt, denn wie in Erfahrung gebracht worden lichen Winden; feine wesentlichen Niederschläge. bei den nächstjährigen Wahlen genügend Schlepper haben. sei, erhalten die Beamten für die anhaltende Ueberarbeit feine Berliner Betterbureau. Nunmehr wurde als umbefoldeter Stadtiat Senatspräsident Entschädigung. Wenn man bedenkt, daß die Angestellten Fleischhauer gewählt. Als Dezernat sol dem neuen Stadt- schon seit Januar dieses Jahres ununterbrochen Wetteraussichten für das mittlere Norddeutschland bis Donners rat das Arbeitsamt übertragen werden. erheblicher Weise Ueberstunden verrichten müssen, io tönne ichon jetzt tagmittag: Warm und vorwiegend heiter, nur im Westen und an der Ohne Debatte angenommen wurden die neuen Aufnahme nicht mehr verlangt werden, daß dieselben infolge der übermäßigen Rüste vorübergehend stärker bewölft und etwas nebelig, font froden. bedingungen für das Auguste- Bittoria- Strankenhaus sowie der Tarif Anstrengung für ihre Tätigkeit die Verantwortung tragen. Bedauerfür die Kur- und Verpflegungstoften, lich sei es, daß fogar noch am 1. April d. J. ein erfahrener HilfsNach den Aufnahmebedingungen gelangen zur Aufarbeiter ohne jeglichen Grund entlassen worden sei. Die Versicherungs- der Landesanstalt für Gewässertunde, mitgeteilt vom Berliner Betterbureau nahme männliche und weibliche Strante ohne Unterschied der Kon- nehmer hätten ein Recht, zu verlangen, daß die Verwaltungsgeschäfte fession. Gesunde, Sieche oder Altersschwache scheiden aus, da mur ordnungsgemäß geführt und die Angelegenheiten der Versicherten wirklich Stranke behandelt werden. Runächst wird jeder Krante auf famellftens und fachgemäß erledigt werden. Für den Fall. daß die genommen, sofern der Aufnahmearzt es für erforderlich hält und eine Behörde sich nicht dazu entschließt, umgehend die Wahlen bekannt Bescheinigung der Armendirektion oder einen Ueberweisungsschein des zu geben, sollen laut Beschluß der Kommision große ProtestveriammRasienarztes einer Stranfenfasse beigt oder vom Polize präsidenten lungen ein berufen werden. überwiesen wird oder die Pflegefoiten auf eine vierwöchige Dauer Tegel. als Barborschuß hinterlegt weiden. Die Kur- und Werpflegungskosten betragen in der Ein schwerer Straßenunfall ereignete fich gestern nachmittag An dem Hinterperron eines Straßenbahnwagens Wartbe, Schrimm 3. Klasse für im Orte wohnende Kranke pro Tag 3 M., für aus- gegen drei br. Landsberg wärtige 3,50 m., für auswärts wohnende Mitglieder der hiesigen der Linie Schulzendorf- Heiligensee hatte sich der 20jährige Reisende Ortstrankenkasse betragen die Kurkosten ebenfalls 3 M. Für Säug- Paul Rieter aus Heiligensee, der auf einem Zweirade fuhr, fest Rege, Bordamm linge, die mit der Mutter aufgenommen bezw. in der Anstalt ge- gehalten, um sich von der Straßenbahn mitziehen zu lassen. Plöß- Elbe, Leitmeriz boren werden, find bis zum Alter von vier Wochen Kosten nicht lich tam er an der Ede der Berliner und Hermsdorfer Straße zu zu erheben, soweit dieselben nicht selbst Patient find. Falle und zog sich einen komplizierten Schädelbruch zu. Jm bewußt Außerdem können Krante gegen Zahlung aufgenommen lofen Zustande wurde N. nach dem Reinickendorfer Berbandskrankenwerden. Die Pflegefosten betragen in Klaffe I für hiesige Krante pro hause gebracht. Infolge übertriebener Sparfamfeit waren erhebliche Ueber fchreitungen vorgekommen, die nunmehr nachgefordert und bewilligt wurden. in ganz Stationen Barometer stand mam Wind Swinembe. 771 29 772 SD 7720 Bunzipp 771 Still Windstärke Better Il Stationen 5°.= 4° R. Temp. n. 25 alb bb. 12 babaranda 1 Rebel 1 bebedt Dunit Barometer stand mm Wind richtung Windstärke 760 Better 2 halb bb. 1 bebedt Temp. n. T. 5°.= 4°. 3 3 1 molten! 13 1 molten! 11 11 11 Betersburg 764 12 Scilly 770 DND 12 Aberdeen 770 N 771 SSD 1 heiter 2 wollenl 8 Paris Dunst Wafferitands- Nachrichten am jeit am feit Baflerstand Wemei, Tilft Bregei, niterbury Beich ei. Zborn Dber. Raribor 20 4. 19.4. cm cm³) 347 -15 Bafferstand Saale, Brochlig 20 4. 19.4. cm cm³) 180 109 11 babei. Spandau 102 292 -12 Rathenow 124 155 10 Spree. Spremberg 88 Aroijen 158 Beestow 121 Frankfurt 159-6 Befer. Münden 186 110-10 160-7 82-6 Minden 288 bein, Marimiliansan 496 Raub 40 306 325 -74 Barbn Magdeburg 221-10 Main, Hanau 172 + bedeutet Wuchs, Ball Unterpegel Dresden Röln Redar, Heilbronn 105 Mosel. Trier 190 98 Dr. 109. 31. Zadrgllns. 3. KilM des Jotniirtii" Kcrlim KlksdlÄ. Mitwochs ZA M ISlt. Mgeorönetenhaus. so. Sitzung. Dienstag, den 21. April 1914. mittags 12 Uhr. Am Ministertisch: v. B r e i t e n b a ch. Vizepräsident Dr. Lorsch begrüßt die Herren,„soweit iie bereits erschienen sind": hoffentlich hat man sich gut erholt, denn die nächsten Wochen werden an- strengende Arbeil bringen. Auf der Tagesordnung steht üas Eisenbahnanleihegesetz. Gefordert wird eine Anleihe von 506 211000 M. Minister v. Breiteubach erläutert die Vorlage. In dem Bestreben, die Staatsbahnen den Verlehrsbediirfnisscn entsprechend auszubauen, wird sich die Ber- waltung auch durch eine wirtschaftliche Depression nicht irre machen lassen. Es wird in den nächsten Jahren der Aufwendung sehr erheblickier Mittel bedürfen, um die Staats- bahnen auf die nötige Leistungsfähigkeit zu bringen. Zum Bau von Haupt- und Nebeneisenbabnen sind 117 473 000 M. gefordert. 174 823 000 M. werden benötigt zur Herstellung von zweiten und weiteren Gleisen, und etwa dieselbe Summe ist not- wendig zur Beschaffung von Fahrzeugen für die bestehenden Staatsbahnen. Endlich werden 6 500 000 M. gefordert zur weiteren Förderung des Baues von Kleinbahnen. Die Vorlage umfaßt acht neue Haupt- und zehn Nebenbahnen. Der Zeiipuiikt. in dem man mit den Eisenbahnforderungen wird zurückgehen können. läßt sich noch gar nicht bestimmen. Die Eisenbahnverwaltung wird ihn jedeniallS erst dann tür gekommen ansehen, wenn daS Netz wirklich ihren Plänen gemäß voll ausgebaut ist.(Beifall.) Abg. v. Quast(k.) begrüßt die Vorlage im allgemeinen. Abg. Wallenborn(Z.) bleibt auf der Tribüne unverständlich. Abg. Marco(natl.): Die Einzelheiten der Vorlage werden in der Kommission zu prüfen sein. Ebenso spezielle Wünsche, die in Eingaben an uns ge- richtet sind. Dazu gehört vor allem das Projekt der Fehmarn- Linie, das uns eingehend beschäftigen wird. Ich kann heute schon sagen, daß meine Freunde diesem Projekt große Aufmerksamkeit schenken werden. Abg. Dr. v. Woyua(fk.): Bei dem Bau von neuen Nebenbahnen darf die sofortige Rentabilität nicht das ausschlaggebende Moment sein. Die Ent- Wicklung unseres Eisenbahnwesens' ist größer als die irgend eines ausländischen. Die Hochbauten der Ersenbahnverwaltung sollten so schnell wie möglich in Angriff genommen werden mit Rücksicht auf die schlechte Lage des Baumarkles. Abg. Münsterberg(Lp.): Der Betrag zum Ausbau der Icebenbahnen, dieser Zubringer der Hauptbahnen, ist diesmal erfreulicherweise höher als im Bor- jähre. Dringend wünschenswert ist die Umwandlung der Kleinbahn im östlichen Teil von Rügen in eine Vollbahn. Die von vielen Seiten gewünschte Verbindung nach Dänemark über Fehmarn scheint mir nicht so günstig zu sein, als sie vielleicht im ersten Augenblick erscheinen mag. Der Minister hat sich mit Recht verschiedentlich dagegen ausgesprochen. Abgesehen von den ungewöhnlich hohen Kosten einer solchen Linie würde die Linie Kiel— Korsör dadurch auf da» schwerste geschädigt, vielleicht ganz vernichtet werden. Die Handels» kammern von Altona, Flensburg und Kiel haben sich im Interesse Schleswig-HolsteinS entschieden gegen die Fehmarn-Linie aus- gesprochen. Durch die neugeplante direkte Linie Altona— Reumünster soll eine Verkürzung der Reisedauer über Korsör nach Kopenhagen um zwei Stunden herbeigeführt werden. Ein solcher Ausbau einer bestehenden Strecke ist viel besser als die kostspielige Errichtung einer neuen Linie.(Sehr richtig!) Abg. Dr. Wolff-Gorki(k.) wünscht bessere Eisenbahnverbindungen in Posen, überhaupt einen größeren Ausbau des Netzes von Nebenbahnen. Abg. Graf v. Moltke(fk.): Im Interesse unserer Beziehungen zu Skandinavien ist eine Verbesserung der Eisenbahnverbindungen nach dem Norden drrngend geboten.— Was das Projekt der Fehmarn-Linie anlangt, so ist ein abschließendes Urteil vorläufig für uns deshalb nicht möglich. weil Zahlen, auf die wir uns mit Sicherheil berufen können, nrcht vorliegen. Vielleicht erhallen wir sie in der Kommission. 24 west- liche und süddeutsche Handelskammern außer Lübeck und Hamburg haben sich für die Febmarn-Linie ausgesprochen. Sie bezeichnen pe als die unübertreffliche Diagonale zwischen Hamburg und Kopen- Hägen. Gewiß wird eine Verkürzung der Reisezeit dadurch erreicht, aber es ist doch sehr zweifelhaft, ob die Nachteile dadurch ausgehoben werden. Wenn die 24 Handelskammern dem preußischen Staate eine Garantiesumme von etlichen Millionen zur Verfügung stellen würden, wäre es etwas anderes. Borläufig muß das Projekt auch nach der technischen Seite hin genau geprüft werden. Was die Konkurrenzlinie Alrona-Neumünster anlangt, so wird zu prüfen sein, ob die Interessen von Elmshorn dadurch nicht allzusehr geschädigt werden. Minister v. Breiteubach betont, daß die Interessen Elmshorns nach Möglichkeit berücksichtigt werden sollen. Die direkte Verbindung Altona-Neuinünster sei im Interesse einer besseren Verbindung mit Dänemarck dringend geboten. Abg. Waldstein(Lp.) bält den viergleisigen Ausbau der Strecke Altona-Elinshorn, sowie die Verbejserung der polizeiwidrigen Zustände des Bahnhofes Elms- dorn für wichtiger als die Herstellung einer direkten Linie Altona- Ncumllnsler, zumal dabei der Hauptbahnhof Altona ganz aus- geschaltet werde.„.„„ Minister v. Brertenbach bestreitet, daß von einer Schädigung der Stadt Altona die Rede sein könne._„ Vizepräsident Dr. Porsch schlägt vor. Mr die Spezialberatung. zu der 90 Redner gemeldet find, die Redezeit auf 10 Minuten zu beichränten. Abg. Hoffmaun(Soz.): Wir müsien einer solche» Beschiänk mg der Redefreiheit prnsipicll wider'pi ecken. Wir möchten keinen Präzedenzfall schaffen. Wenn jeder sein Möglichstes tut. wird eö auch io gehen. Vizepräsident Dr. Porsch: Der Präzedenzfall ist ja schon im vorigen Jahre bei der dritten Lesung geschaffen worden. Abg. Dr. Wiemcr(Vp.): Auch wir halten grundsätzlich eine solche Beschränkung der Rede- zeit für bedenklich: sie wäre versas'ungSwldrrg. Abg. Hoffwann(Soz.): Wenn es im vorigen Jahre zu einem Uebereinkonunen in dieser Mchwng gekommen ist. so. weil die Fraktionen nicht von dem Bor- haben vorher unterrichtet waren. Wir müssen jedenfalls protestieren gegen einen solchen Beschluß, der der Verfassung und der Geschäfts- ordnung widersprechen würde.(Sehr wahr! bei den Sozialdemo- kraten.) Abg. Schröder-Kcffsel(natl.): Wir würden uns einem Uebereinkommen gern anschließen, halten es aber für zweifelhaft, ob durch einen Beschluß des HauseS eine Verkürzung der Redezeit festgesetzt werden kann. Vizepräsident Porsch: Wenn von drei Seiten Zweifel an der Zulässigkeit meines Bor- schlages geäußert werden, will ich dem insofern entgegenkommen, als ich morgen bei Beginn der Sitzung meinen Borschlag wiederholen will. Dann haben die Fraktionen Zeit, sich die Sache zu über- legen. Das Haus vertagt hierauf die Weiterberatung auf Mittwoch 11 Uhr. Schluß 5 Uhr. Iugenöbeweguns- „Arbeiter-Juzend". Tie soeben erschienene Nr. 9 des sechsten Jahrgangs hat u. a. folgenden Inhalt: Der erste Mai und die Jugend.— Fritzens Himmelfahrt.— Ideale und Alaffenkamps.— Der vorgeschichtliche Mensch. Von Gg. Engelbert Gras.(Mit Abbildungen.)— Vom Kriegsschauplatz. Aus der Jugendbewegung. Tie Gegner an der Arbeit usw. Beilage: Fischer. Erzählung von Johan Böser.— Ter Tag der Tat. Gedicht von Klara Müller.— Schülermai.— Wie ein plastisches Kunstwerk entsteht. Von Adolf Bruno.(Mit Ab» bildungen.)— Ein Dichter der Jugend. Bon Konrad Haenisch. — Bücker für die Jugend.— Kreuz und quer durch den Balkan. Besprechung von Curt Aiging. Die Arbeiterfrauen unö der Weltfrieden. Unter sehr starkem Andrang, besonders zahlreich von weiblichen Teilnebmern besucht, tagte gestern abend in der„Neuen Welt" eine von der Groh-Berliner Parteiorganisation einberufene öffentliche Fraucnversammlung. Bekannte Vertreterinnen des klassenbewußten Proletariats aus verschiedenen Ländern be- handelten das Thema:„Tie Arbeiterfrau und der Weltsrieden". Nach Eröffnung der Versammlung erteilte der Vorsitzende Eugen Ernst der Genossin Klara Zetkin das Wort. Sie sagte, die Bedeutung der beutigen Ovation wird dadurch unter- strichen, daß das Polizeipräsidium eine Ueberwackung hergeschickt hat, was eine Ausnahme ist. Es ist uns mitgeteilt, daß die Polizei den Gebrauch fremder Sprachen nicht ge- stattet. Wir werden nicht nur deutsch sprechen, sondern uns Mühe geben, preußisch zu reden. Es ist nicht meine Ausgabe, über das Thema des heutigen Abends zu sprechen. Als internationale Sekretärin habe ich die ehrenvolle Aufgabe, die Genossinnen, welche hier als Rednerinnen auftreten werden, einzuführen. Wir hatten jetzt in Berlin eine Sitzung eines Komitees, welche die dritte inter- nationale Frauenkonserenz vorzubereiten hat. Diesem Umstand verdanken wir es. daß wir so viele ausländischen Genossinnen unter uns sehen, welche den Haß gegen den Militarismus und der Friedensliebe des internationalen Prole- t a r i a t s Ausdruck geben werden. Unter uns weilen die Ge- nossinnen Po p p und B o s ch e k ans Oesterreich. Genossin Anker- s m i t t. die den Verband sozialdemokratischer Frauenklubs in Holland vertritt, Genossin Mary L o n g m a n ausEngland, die Vertreterin der Liga der Arbeiterfrauen und des sozialistischen Frauenrats in Großbritannien. An unserer Konferenz hat auch eine Vertreterin der russischen Arbeiterinnen. Genossin D a v i- d o s s, teilgenommen. Aber die durch den Geist Jagows geschaffenen Verhältnisse haben die Genossin Davidoff vera nl aßt, gestern schon abzureisen. (Pfui!)— Genossin Zetkin schilderte in warmen Worten die Tätigkeit und die Verdienste der genannten Genossinnen in der Bewegung des klassenbewußten Proletariats. Sie bedauerte, daß die russische Genossin nicht unter uns weilen kann, denn das russische revolutionäre Proletariat ist eine der sichersten Friedensbürg- schasten.(Sehr loahr!) Wir Frauen kämpfen gegen den Militaris- mus, weil er Sand in Hand geht mit den: das Volt bedrückenden Imperialismus. Ist doch in Zabern durch den Stiesel eines frechen Militärs das bürgerliche Recht zertreten worden. Tie Verurteilung der Genossin Luxemburg in Frankfurt hat gezeigt, daß die Herr- schende Klasse hofft, auch aus dem Boden des gemeinen Rechts mit der Sozialdemokratie fertig zu werden. Aver das wird ihr nicht gelingen. Der Staatsanwalt Hai diq Agitation der Genossin Luxemburg als staatsgefährlich bezeichnet. Dank für diese Ouit- lung, Herr Staatsanwalt. Wir werden uns bemühen, noch hundert- mal staatsgesährlichcr zu werden.(Starker Beifall.) Wir wirken mit den Genossen und Genossinnen aller Länder zusammen, durch- drungcn von der llebcrzeugnng, daß nur das k l a s s e n- bewußte Proletariat den Weltfrieden verbürgt. Deshalb wollen wir das Proletariat zu einer Macht gestalten, die das Wort Schillers lebendig werden läßt:„Nur der Starke wird das Schicksal zwingen, wenn der Schwächling unterliegt."(Leb- hafier Beifall.) Genossin Z i e tz verlas die Schreiben der nicht anwesenden Genossinnen. Die sinnländischc Genossin Hilja P e r s i n n e n schreibt: Auch die sinnischen Genossinnen verstehen, was die Zeit von ihnen fordert. Wir stellen uns mit Euch in Reih und Glied und drücken Euch die Bruderhand. Vorwärts unter dem Banner des klassenbewußten Proletariats. Die französische Genossin Luise S i m o n a y sendet herzlichste Grüße. Die russische Genossin Davidoff verweist auf den russisch- japanischen Krieg und die Greuel, welche er über Taufende ver- breitet hat. Auch die Frauen haben unter den Folgen des Krieges gelitten und haben alle Ursache, den Krieg zu verabscheuen und für den Frieden einzutreten. Der russisch-japanische Krieg hat viele Frauen veranlaßt, an der russischen Revolution teilzunehmen. Gegen die Kriegshctzerei ist die Solidarität des Proletariats die wirksamste Waffe. Hier hören Sie» nur immer von den Greueln in Rußland. Ich kann Ihnen die erfreuliche Mitteilung machen, daß es in Rußland mit der Arbeiterbewegung vorwärts geht. (Bravo!) Wir haben eine Arbeiterpresse, eine Klaffenbewegung und den Ansang einer Frauenorganisaiion. Ten Kriegsdrohungen von oben setzen wir die Solidarität der Arbeiter entgegeii. Nur dann wird es einem sungen Herrn unmöglich werden:„Immer feste druss" zu telegraphieren, wenn in Rußland die Polilik.-feste druss" ausgehört hat. und dann wollen wir von unten..feste druss" gehen.(Lebhafter Beifall.) Die schwedische Genossin Lindhagen gibt der Erwartung Ausdruck, daß eine Zeit kommen wird, wo alle Völker dem Frieden cntgegenschreiten.(Beifall.) ?inn kamen die anwesenden Bertreterinnen des Auslandes zum Wort. Genossin A n k e r s m i t h(Holland): Trotz der Kleinheft meines Heimatlandes Holland wird dort nicht weniger dem Militarismus geopfert als bei euch in Deutschland. Ebenso müssen auch wir un- geheure Summen für die Kolonien aufbringen, wenn wir auch nicht einen Phantasie-Dattelkaston haben. Wenn die angeblichen Vor- teile jener Ausgaben genannt werden, dann vergessen die Herr- sehenden hinzuzufügen, daß die soziale Fürsorge, der VolkSuntcr- richt und selbst die wirtschaftliche EntWickelung im eigenen Lande zurückstehen müssen. Man vergißt auch zu sagen, daß Heer und flotte gegen das cigeneVolk dienen müssen. Bei jedem Vcrbesserungsvorschlag klagen die Besitzenden, wo soll nian das Geld hernehmen, aber für den Militarismus sind die Mittel im Handumdrehen da. Auch bei uns in Holland steigt das Kriegs- budger, wird der Dienst schwerer, das Kontingent größer. Dafür haben wir aber den F r i e d c n s p a l a st! Doch regen sich im Proletariat die Kräfte auch unter den Frauen. Es wäckift die Kraft. bis der Tag kommt, wo alle Länder sich brüderlich vereinen werden. Streit dem Streit! Hoch der Frieden!«Stürmischer Beifall.! Genossin L o n g m a n(England) spricht ihre Freude aus, der Kundgebung beiwohnen zu dürfen, TaL Proletariat ist in der Internationale geeint. Nur der Sozialdemokratie ist es gelungen. eine Partei um die ganze Erde herum zu bilden. Wohl hat jedes Land seine eigenen Probleme, doch empfinden wir ebenso die da- hinterliegende Einheit. W i r s i n d e i n s. Ich selbst� habe die Internationale als Faktum erlebt, als ich hier in Deutschland in den letzten Tagen überall fteudig bewillkommnet wurde. Weil wir aber Brüder und Schwestern sind, hassen wir den Krieg. Wir haben keinen Grund zu Gewalttaten gegen Brüder und Schwestern. Frauen, die selbst Söhne haben, können sie nicht aus- senden, um die Söhne anderer Mütter töten zu lassen. Niemand kann sagen, Engländer seien doktrinär.' Aber aus diesem praktischen Sinn beraus haben wir auf der letzten Jahresversammlung des Arbeiterinnenvereins den Protest gegen den Krieg als ersten und wichtigsten Punkt aus die Tagesordnung gesetzt. W i r können den Krieg verhindern, wenn wir stark sind und uns zusammenschließen. Selbst die Waffen» industrie ist international. Aber wir sind die Stärkerem Unsere Feinde sind nicht die Leute mit fremder Sprache, sondern die Unter- drücker. Hoch der Sozialismus! Es lebe die Internationale! (Langanhaliender Beifall.) Genossin Boschek(Oesterreich): Wir haben ztvei Jcchre der: Kriegshetze hinter uns und können deshalb über ihre Schäden sprechen. Wenn die Soldaten monatelang an der Grenze standen« siird inzwischen Tau sende von Familien umge- komme n. Wir sind mit gotwerlassenen Ministcrn beglückt, Vi« uns jedes Jahr in Kriegsgesahr gebracht haben. Tie Folge dee letzten Hetze war. daß wir den Balkanmarkt verloren haben. Wir Umstürzler haben ani meisten für den Weltfrieden getan. Wir Vaterlandslosen haben allein unsere Brüder unterstützt, die die Leiden der Kriegssolgen zu tragen hatten. Durch Organisation werden wir dahin kommen, daß der Brudermord unmöglich wird. Proletarier, liebt Euch!(Stürmischer Beifall.)! Genossin Popp(Oesterreich): Obgleich wir Frauen nicht in schimmernder Wehr am Kriege teilnehmen, leiden wir doch anc schwersten unter den Folgen des Krieges. Nicht nur als Gat- tinnen und Mütter, sondern auch als Arbeiterinneu. Als die jungen Männer an der Grenze standen, wurden Jiie Fabriken auch für die Frauen geschlossen. Sie wurden devc Hunger preisgegeben. Diejenigen, die von dem Krieg und den! Rüstungen als einer Staatsiwtweirdigkcit sprechen, verhärteten ihre Herzen, als es sich darum handelte, die Rot zu lindern. Unsere Organisationen haben allein Sie Folgen der Mobilisierung lindern müssen. T-ie Regien, ng und die große Kommune Wien gaben keinen Kreuzer für eine Arbeitslosenversicherung. Wenn wir Frauen auch nicht reis für das Wahlrecht sind, so werden wir doch die Bewegung vollenden, die jede Rüstung unmöglich macht. Oesterreich ist ein acmeS Land, seine Industrie steht nickt auf der Höhe, die soziale Fürsorge ist weit zurück. Angeblich ist kein Geld dafür vorhanden. Aber in der Presse klagt die Regie» rung schon wieder über die Mangelhaftigkeit der Rüstungen. So» gar für die neue Monarchie Albanieu. Als ber Krieg begann« war das Bürgertum iu Hurrastimmuug. Man feierte Orgien der Hetzerei gegen die Sozialdemokratie. Jetzt gehe» auch den anderen die Augen auf, da immer neue Kosten kommen und vielen Fa- brikanten dauernder Bankrott droht. Heute noch hält man an den Grenzen Hundertausende von Arbeitslosen fest, aus Furcht, das; sie sich der Dienstpflicht entziehen könnte». Aber Arbeit gibt man ihnen nicht. Wenn wir Frauen Revolutionärinnen sind und Euch zurufen: Schließt Euch unseren Reihen an, dann tun wir das beste, lvas wir tun können. Wir wollen das Vaterland so ein» richten, daß es allen Ivohlgeht. Der Dreieinigkeit: Militarismus, Kapitalismus, Klerikalismus, die die besten Kräfte versumpfen, setzen wir die Macht der roten Internationale entgegen.(Stür» Mischer Beifall.) Luise Zietz: Sie werden mit mir beglückt sein, daß unser« ausländischen Genossinnen zu uns reden konnten. Wenn den Polizeipräsident geglaubt hat, durch Anwendung des sprachen» Paragraphen unsere Kundgebung zu stören, so ist ihm das wieder einmal vorbeigelungen. lBeisall.) Die Genossinnen habe» uns ihren unüberwindlichen Knegsabschcn bekundet. Tie Männer und Frauen der Arbeiterklasse sind immun gegen die Kriegshetzerei. Die sozialistischen Ideen sind es, die sie immun machen. DaS sozialistische Ideal weckt und stärkt in den Arbeiterfrauen den Willen, sich mit ganzer Begeisterung gegen den Krieg einzusetzen. Die Mutterschaft ist es,, die die Frauen mit dem warmen Mitgefühl beseelt. Wie kann es da anders sein, als daß wilder Zorn und Verzweiflung die Frauen packt, wenn sie sich vorstellen, wie ihre Söhne, für die sie sich gesorgi, denen sie das Leben gegeben und den Geist geformt haben, eines Tages im Kriege hingemordet werden sollen. Da kann es nicht andere sein, als daß die Arbeiterfrauen nicht nur den Krieg hassen, sondern auch seine Voraussetzungen. Tie Kriegsrüstnnaen sind eine große Gefahr für das Poll. Sie hemmen die Weiterentwickelung der Kultur. Zweitausend Millionen Mark jährlich bat man in Deutschland übrig für Kriegsrüswngen, die das Leben zerstören, aber man bat keine 80 000 M. übrig für das Leben erhaltende soziale Einrichtungen. Nichts geschieht für den Mutier- und Säuglingsschutz. Viele? wäre zu tun auf dem Gebiet der Schule. Vieles wäre zu tun. um den Frauen ihre Pflicht als Mütter und Hausfrauen zu erleichtern» Nichts geschieht für diese Kulturaufgaben.— Die Kriegsrüstungen richten sich ja nicht nur gegen den äußeren Feind, sondern der Mili- tariSmus soll auch in Aktion treten gegen den„inneren F«ind", er soll zur Unterdrückung der aufftrebenden Arbeiterklasse dienen. Also müßten wir ja Toren sein, wenn wir den Kampf gegen den Militarismus nicht mit aller Energie führen wollten. Wir freuen»nS, chatz die Bertreterinnen der anderen Länder mit uns dem�Abschen gegen Krieg und Militarismus Ausdruck gegeben hoben. So rufen wir: Nieder mit dem Militarismus, nieder mit dem Kapitalismus!(Großer Beifall.! Der Poriitzende E r n st gab der Freude darüber Ausdruck, daß so viele Vertreterinnen des internationalen Proletariats sich an dieser Temomstration in dankenswerter Weise beteiligt haben. Er ersuchte die Antvesenden, die hier gehörten Gedanken hinaus- zutragen in weiterre Kreise und schloß die Versammlung mst einem Hoch auf die internotionake Sozialdemokratie, Martha Thomack Werner Müller Verlobte. Unserem Genossen Wilhelm Lamprecht au zur Silberhochzeit die besten Glückwünsche! Die Genossen des 516. Bezirks 17845( 6. Streis). 88A Sozialdemokratischer Wahlverein f. d. 4. Berl. Reichstagswahlkreis. Stralauer Viertel. Bezirk 317. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genosse, der Tuchmacher Wilhelm Busdorf Königsberger Str. 17 gestorben ist. Ehre feinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Mittwoch, den 22. April, nach mittags 4, Uhr, von der Halle des Zentral- Friedhofes in Friedrichsfelde aus statt. Ulm rege Beteiligung ersucht 212/13 Der Vorstand. Deutscher Textilarheiter- Verband Filiale Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Teppichweber Wilhelm Bustorf am 19. April im Alter 66 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenken! bon Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 22. April, nach mittags 41, Uhr, von der Leichenhalle des städtischen Zentral- Friedhofes in Friedrichsfelde aus statt. Rege Beteiligung wünscht 195/4 Die Ortsverwaltung. Sozialdemokratischer Wahlverein I. d. 6. Berl. Reichstagswahlkreis. 21. Abt. Bezirk 768a. Am Sonntag, den 19. April, ver starb unser Genosse Karl Auerswald Utrechter Str. 10. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 22. April, nachmittags 4 Uhr, von der Reichen balle des Städtischen Friedhofes in der Müllerstraße, Ede Seeftraße, aus ftatt. Rege Beteiligung erwartet 227/2 Der Vorstand. Deutscher Metallarheiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, aß unser Mitglied, der Metallarbeiter Karl Auerswald Utrechterstr. 10 gestorben ist. am Die Beerdigung findet Mittwoch, den 22. April, nachm 4 Uhr, von der Leichenhalle des Städtischen Kirchhofes in Seestraße aus statt. der Ferner starb unser Mitglied, der Schloffer Richard Bettin Neukölln, Bergstr. 27, am 20. April an Darmleiden. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 23. April, nach mittags 3 Uhr, von der Leichen balle des Gemeinde- Friedhofes in Neukölln, Mariendorfer Weg, aus statt. Ferner starb unser Mitglied, der Silberschleifer Otto Kühne Stallschreiberstraße 64 am 19. d. Wits. an Gehirnschlag. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 22. April, nach: mittags 1, Uhr, von der Leichen halle des Luisen- Stirchhofes in Neukölln, Hermannstraße, aus ftatt. Nachruf für die am 17. d. M. gestorbene Arbeiterin Margarete Erdmann Laufiger Straße 33. Ehre ihrem Andenken! 117/1 Die Ortsverwaltung. Verband d.Gemeinde- u. Staatsarb. Filiale Groß- Berlin. Unseren Mitgliedern zur Nachht, daß der Kollege Otto Brettschneider welcher bei der 10. Revier- Inspektion der städt. Gaswerte be fchäftigt war, verstorben ist. Wir werden ihnt ein ehrendes Andenken bewahren. Die Bestattung findet am April, nachMittwoch, den 29. mittags 3 Uhr, von der Leichenballe des Zentral Friedhofes in Friedrichsfelde aus statt. 33/20 9 Die Ortsverwaltung. Sozialdemokratischer Wahlverein Charlottenburg. Gruppe IV. Nachruf. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genosse, der Maurer ( Buzzer) Ernst Bussewitz Friedbergstr. 11, am 17. April in Neustettin bei seiner Berufsarbeit im Alter von 42 Jahren berunglüdt ist und einen Tag darauf starb. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung fand am 21. April, nachmittags 5 Uhr, in Neustettin stati. 250/13 Der Vorstand. Am 19. April cr. verstarb plöglich meine inniggeliebte Frau, unsere liebe, herzensgute Mutter Johanna Langecker geb. Rasch 17905 am im 52. Lebensjahre. Um stille Teilnahme bitten Karl Langecker nebst Kindern. Die Beerdigung findet Mittwoch, nachmittags 4 Uhr, von der Kapelle des Nazareth- Kirchhofes, Reinickendorf- West, Kögelftraße, aus statt. Verh.d. Schneider, Schneiderinnen u. Wäschearbeiter Deutschlands. Filiale Berlin. Unseren Mitgliedern hiermit zur Nachricht, daß die Kollegin( Branche Damentonjektion) Johanna Langecker am 19. April im 52. Lebensjahre verstorben ist. Ehre ihrem Andenken! Die Beerdigung findet am 22. April, nachmittags 4 Uhr, bon der Halle des Nazareth- Kirchhofes, Reinidendorf West, Kögelstraße, aus ſtatt. 163/4 Die Ortsverwaltung. Nach kurzem aber schwerem Leiden verschieb am 20. d. M. meine innigitgeliebte Frau, Mutter, Tochter und Schwester Anna Hildebrand geb. Hensel im 27. Lebensjahre. Dies zeigen tiefbetrübt an Otto Hildebrand nebst Kindern u. Familie Albert Hensel. Die Beerdigung findet am Donnerstagnachmittag 3 Uhr von der Leichenhalle des ZentralFriedhofes in Friedrichsfelde aus statt. 1794b Sozialdemokratischer Wahlverein f. d. 2. Berl. Reichstagswahlkreis. Bezirk 125a. Am 20. April verstarb unser Mitglied Anna Hildebrand Hasenheide 50. Ehre ihrem Andenken! Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 23. April, nachmittags 3 Uhr, von der Leichen halle des Zentralfriedhofs in Friedrichsfelde aus statt. Um rege Beteiligung bittet Der Vorstand. Verband der freien Gast- und Schankwirte Deutschlands. Ortsverwaltung Neukölln. Am 18. April verstarb die Frau unseres Kollegen Bobkiewicz, Nedarstr. 12, Frau Antonia Bobkiewicz. Ehre ihrem Andenken! Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 22. April, nachmittags 4 Ubr, auf dem Katho lischen Kirchhof der Neuköllner Gemeinde, Mariendorfer Weg, ſtatt. 73/20 Die Ortsverwaltung. Am 19. d. M. starb mein guter Mann, der Buchdruckerinvalide Albert Moritz. Die Beerdigung findet heute nachmittag 4 Uhr von der Leichen halle des Nazareth Friedhofes, Reinidendorf, Kögelstr. 8, aus statt. Um stilles Beileid bittet Bive. Luise Moritz geb. Baumann, Müllerstr. 24a. Am Sonntag, den 19. April, starb nach langem, mit Geduld ertragenem Leiden meine herzensgute Mutter Johanna Wilke geb. Krause im 51. Lebensjahre. Dies zeigt mit der Bitte um stille Teilnahme hierdurch an 132 Willi Wilke. Die Beerdigung findet heute Mittwoch, den 22. April, nachmittags 4 Uhr, von der Kapelle des Zentralfriedhofes in Friedrichsfelde aus statt. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme anläßlich des Hinscheidens meines lieben Mannes und Baters Richard Pahl sagen wir hiermit allen Freunden, Berwandten und Bekannten unteren innigsten Dank. Klara Pahl und Sohn. A Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme anläßlich des Hinscheidens meiner lieben Frau und Mutter Marie Welschke fagen wir hiermit allen Berwandten, Freunden und Bekannten, besonders dem Stadtv. Walded Manasse für die trostreichen Worte, sowie dem Berband der Freien Gastwirte unseren 116A besten Dank. August Welschke und Sohn. Verband der Maler, Lackierer, Anstreicher Bureau: Melchiorstraße 28, part. Fernsprecher Amt Mpl. Nr. 4787. Filiale Berlin. USW. Arbeitsnachweis: Gormannstraße 13. Fernsprecher: Amt Norden 3791-97, Donnerstag, den 23. April, abends 8 Uhr, in der„ Neuen Philharmonie", Köpenicker Straße 96-97: Mitgliederversammlung. Tagesordnung: Bericht und Neuwahl des Filialvorstandes.( Fortsetzung.) Nur Mitgliedsbuch legitimiert. Zahlreichen Besuch erwartet 136/18 Die Ortsverwaltung. Jn Charlottenburg findet am 30. April die Wahl des Gehilfenausschusses statt. Kollegen, die bei Charlottenburger Jnnungsmeistern arbeiten, müssen sich von diesen eine Einladung zu dieser Versammlung geben lassen, ohne Einladung können die Kollegen nicht wählen. D. D. Deutscher Metallarheiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. N 54, Linienstr. 83-85. Telephon: Amt Norden 1987, 1239, 9714, 185. Achtung! Metalldrücker. Achtung! Donnerstag, den 23. April 1914, abends 6 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engelufer 15, Saal 3: Gruppen- Versammlung aller in Kronen- und Beleuchtungsfabriken beschäftigten Drücker Berlins und Umgegend. sape Tagesordnung: 1. Branchenangelegenheiten. 2. Verschiedenes. Kollegen! Ganz besonders sind die Kollegen der Kundenbetriebe dazu eingeladen. Donnerstag, den 23. April 1914, abends 81 Uhr: Versammlung der in den Eisengießereien beschäftigten Former und Berufsgenossen in den Borussia- Sälen, Ackerstraße 6/7. Zagesordnung: 1. Der Streit bei der Firma Siemens& Halske. 2. Branchen. angelegenheiten und Verschiebenes. Mitgliedsbuch legitimiert! Donnerstag, den 23. April 1914, abends 8%, Uhr: Mitglieder- Versammlung der Klempner in den Andreas- Festsälen, Andreasstraße 21. Tagesordnung: 2. Dis 1. Bericht über den Streit in der Bierdruckbranche. fussion. 3. Die diesjährige Maifeier. 4. Branchenangelegenheiten. Die Kollegen von Frister, Ober- Schöneweide, Franke, Beteranenftrage, Kufferow& Becker, Lautenschläger, Chauffeeſtraße Vintſch, Andreasstraße, Peters Nachfolger, Wilhelmstraße, Bupel, Elsaffer Straße, Rumpler, Johannisthal, Siemens, F. F. A. Schulze, Fehrbelliner Straße, und Weiß& Sonneck, Wilmersdorf, find hierzu ganz besonders eingeladen. Mitgliedsbuch legitimiert. Donnerstag, den 23. April 1914, abends 8%, Uhr: Branchen- Versammlung der Drahtarbeiter= im Botal von Brinkmann( früher Merkowski), Andreasstr. 26. Tagesordnung: 1. Branchenangelegenheiten. 2. Verschiedenes. Donnerstag, den 23. April 1914, abends 8% Uhr: Mitglieder- Versammlung für Baumschulenweg= im Lokal von Paul Boche, Baumschulenweg, Baumschulenstr. 67. Tagesordnung: Bericht von der ordentlichen Generalversammlung und Stellung nahme zur außerordentlichen Generalversammlung. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Bünftliches und zahlreiches Erscheinen wird erwartet. Die Ortsverwaltung. 160/20 Zentral- Verband der Zimmerer. Deutscher Tabakarbeiter- Verband Zahlstelle Berlin und Umgegend. Donnerstag, den 23. April 1914, abends 81%, Uhr, in der„ Alhambra", Wallner- Theaterstraße 15: Allgemeine Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: Die foziale Cage der Zimmerer u. wie ist diefelbe zu verbessern. 255/7 Referent: Kamerad A. Schönfelder- Hamburg. Das Erscheinen aller Mitglieder ist Pflicht. Der Vorstand. Westmann Mohrenstrasse 37a( Kolonaden) Gr. Frankfurter Str. 115( nahe Andreasstrasse) Verkauf Mittwoch von 10 bis 8 Uhr Donnerstag v. 10 bis 8 Uhr} mit { 50% Ermässigung für Modelle regulär Die apartest. Kostüme for twoch und Donnerstags in Kammgarn; Eolienne, schwarz- weiss, grau, tango, reizende Fassons..... 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Vertrauensmänner- Versammlung Tagesordnung wird in der Versammlung bekanntgegeben. Eine jede Firma, wo Holzbildhauer beschäftigt sind, muß vertreten sein, ganz gleich, ob ein Vertrauensmann vorhanden oder nicht. Die Agitationstommiffion. Anarchistische Vereinigung Berlin. Donnerstag, den 23. April, abends 8%, Uhr, im Andreasgarten, Andreasstr. 26: Vortrags- Abend. Tagesordnung: 1. Theoretische und brattische Unterscheidungen zwischen Anarchismus und Sozialdemokratie. Referent: Hans Loos. 1796b 2. Freie Aussprache. Zahlreiches Erscheinen erwünscht. Der Vorstand. Akademische Unterrichtskurse für Arbeiter. Unterricht in Deutsch, Schreiben, Rechnen, Erdkunde. Einschreibegebühr 50 Pf. Lekte Anmeldungen: Sonnabend, den 25. April, abends 8-10 Uhr, im Zentral- Arbeitsnachweis, Gormannstr. 13. Dort wird auch nähere Auskunft erteilt. 17916 Berantwortlicher Redakteur: Wifech Wielepe, Reun. Für den Inseratenteil verantw.: Zb. Glode, Berlin, Drud u. Berlag: Borwärts Buchbruckerei u. Verlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW. Wher He find samt 829 Aar hent wwwwww no Bornehmen Seine Lordfchaft ins Schloß bringen und hänen speisen? Danhmahn Er bedachte sich nur einen Augenblid, dann trat er in die Stabt mol A das Hausmittel. Erscheint 2 mal wöchentlich. Bäcker- u. Conditoreien Josef Kreil, Weserstr. 179 Alb. Kratky, Cadinerstr. 19. Landbr.- Bäck.Kröcher, Saalestr.35 C. Kunze, Liebigstr. 1. Langestr. 40. Allgemein- Verſchiedenes Karl Kunerle Torten. Altdeutsche Grunow's Kaffee- Versd. Dresdnerst.70 Lindenstr. 105 C. Kisch Speck- und Schinkeusalzerei. Alkoholfreie Getränke Franz Abraham Hamb. Messina- u.Römertrank- Kell. C.25 Bartelstr. 8a, Fernsp. Kgst.13708 Arbeiter- Berufskleidung Keiner, Otto, Gerichtstraße 86. Partiewareng., Tegel, Brunowst.49 F. ZiHat, Waldemarstr. 64 a. Auto- Fahrichule Centr. Auto Technikum Norden Prinzen- Allee 42/43 Chauffeurschule Tages- und Abend- Kursus Eintritt jederzeit. Prospekte gratis. 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