Nr. 111. Abonnements- Bedingungen: Abonnements. Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 t, monatl. 1,10 ML, wöchentlich 28 Big. frei ins Haus. Einzelne Nummer 6 Big. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags. Beilage Die Neue Welt" 10 Bfg. BostAbonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Bost Zeitungs. Preisliste. Unter Kreuzband Tur Deutschland und Desterreich Ungarn 2.50 Mark, für das übrige Ausland 4 Mart pro Monat. Bostabonnements nehmen ant: Belgien, Dänemart, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz. Ericheint täglich. Vorwärts Berliner Volksblatt. 31. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Rolonel. zeile oder deren Raum 60 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Bereinsund Bersammlungs- Anzeigen 30 Pfa. ,, Kleine Anzeigen", das fettgedrückte Wort 20 Pig.( zulässig 2 fettgedrückte Worte), jedes weitere Wort 10 Big. Stellengesuche und Schlafstellenan zeigen das erste Wort 10 Pfg., jedes weitere Bort 5 Bfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für amei Borte. Inseraie für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Ferusprecher: Amt Moritzplatz, Nr. 1983. Genossen und Genossinnen! Das arbeitende Volk muß gerade in diesem Jahre die Maifeier zu wuchtigen Kundgebungen gestalten, denn die Reaktion wütet schlimmer als seit langer Zeit. Mit Hohn sind in den letzten Jahren die Forderungen nach mehr Schuh und Hilfe für die Arbeiter, ihre Witwen und Waisen zurückgewiesen worden. Freitag, den 24. April 1914. Der mexikanische Krieg. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt Morikplah, Nr. 1984. gen Merikanern zu unterscheiden und hoffe, daß die Konstitutio= nalisten seine Handlungen nicht mißdcuten würden. Abbruch der diplomatischen Beziehungen. Washington, 23. April. Der merikanische Geschäftsträger Algara hat seine Bässe erhalten. Er wird heute Nacht oder morgen früh abreisen. Die Amerikaner haben drei Meilen von Veracruz landeinwärts befindliche Schanzwerke eingenommen. Die Stimmung in Merifo. Mexiko, 23. April. Die Nachricht von der Landung der Die Rebellen gegen die amerikanische Invasion. Wenn Herr Wilson sich der Hoffnung hingegeben haben sollte, es nur mit Huerta zu tun zu bekommen, so hat diese Hoffnung getrogen. Ob aus eigenem Entschluß oder nur durch die den Amerikanern feindliche Stimmung in ihrem Lande gezwungen, müssen sich auch die Rebellenführer Jum fünfundzwanzigsten Male rüstet das klaffen- gegen die amerikanische Invasion wenden. Der Rebellen- Amerikaner in Veracruz und das Gerücht von der Langeneral Carranza hat an den Präsidenten Wilson eine dung in Tampico hat hier lebhafte Bewegung und einen bewußte Proletariat zur Feier des 1. Mai. Erklärung gesandt, in der er den Standpunkt der Insurgenten tiefen Eindruck hervorgerufen. Gestern nachmittag wurden alle Geschäfte geschlossen, weil ernste Ereignisse befolgendermaßen kennzeichnet: Während die Stellungnahme des Kongresses zu der Botschaft fürchtet werden, Manifestanten durchziehen mit o chWährend die Stellungnahme des Kongresses zu der Botschaft Wilsons erwartet wurde, jeien gewisse feindselige Alte in rufen auf Huerta die Straßen der Stadt und rufen: Veracruz vorgekommen, welche die Insurgentenregierung nicht Tod den Amerikanern! Bisher ist die Bevölkerung dem merikanischen Volte Frieden zu halten, Ausdrud gegeben habe. neter Macht bewacht. von einer Regierung erwartete, die wiederholt ihrem Wunsche, mit ruhig. Die amerikanische Gesandtschaft wird von bewassneter Macht bewacht. Die amerikanischen Konsuln habent ihre Landsleute aufgefordert, abzureisen; auch mehrere Carranza erklärt weiter: mit der Uebersendung dieser Note Deutsche haben die Stadt verlassen, indessen besteht kein erfülle er eine patriotische Pflicht, indem er kein ehrliches Mittel Grund zu Befürchtungen für die europäischen unversucht lasse, bebor beide Völker ihre friedlichen BeKolonien. ziehungen abbrächen. Das merikanische Volk erkenne den Die Verlustlijte. Usurpator Huerta nicht an. Dieser jei nicht befugt, Genugtuung zu fordern oder zu verbürgen. Seine ungeseßlichen Handlungen der Einnahme von Veracruz seien 12 amerikaner ge New York, 23. April.. Konteradmiral Badger berichtet: bei würden von den konstitutionalistischen Gerichten unbeugiam verfolgt werden. Der Einfall in unser Gebiet, fährt Carranza fort, tötet und 50 verwundet worden. und das Verbleiben Ihrer Truppen in Veracruz sind eine VerFlüchtlinge. Washington, 23. April. Wie aus Tampico gemeldet wird, Leung unserer Unabhängigkeits- und Souve ränitätsrechte. Sie wird uns in einen ungleichen Krieg sind im Laufe des heutigen Tages 1200 amerikanische verwickeln, den wir bis heute zu vermeiden wünschten. Am Schlusse Flüchtlinge an Bord der amerikanischen Schiffe gebracht wor fordert er den Präsidenten Wilson auf, die Feindseligkeiten ben. Die Ankunft weiterer Flüchtlinge wird für morgen erwartet. einzustellen, den amerikanischen Truppen die Räumung von Veracruz zu befehlen und seine Forderungen für die Vorgänge in Tampico der konstitutionalistischen Regierung von Veracruz zu formulieren, welche sie im Geiste der Gerechtigkeit und Versöhnung prüfen werde. Wo immer die Forderung auf Verkürzung der Arbeitszeit gestellt worden ist, stets erfolgte schroffe Ablehnung. Die wirtschaftliche Krise hat Zehntausende zur Arbeitslosigkeit verurteilt und dadurch zahllose Familien der ärgsten Not ausgeliefert. Die geforderte Arbeitslofenfürsorge wurde von der Reichsregierung und der bürgerlichen Reichstagsmehrheit unter nichtigen Vorwänden abgelehnt. Die Gewerkschaften, die Helfer und Schützer der Arbeiter, werden in der gehäfigsten Weise verfolgt. Die Unterstellung der Gewerkschaften unter das Vereinsgeseh und die Verfolgung der Arbeiterjugend find ebenso deutliche Zeichen des Wirkens der Reaktion, wie die gewaltsame„ Erhebung" der Krankenkassenangestellten in den„ Beamtenstand" und die in den Parlamenten aufgestellte Forderung der Zertrümmerung des Koalitionsrechts. die 0 Die neue Vorschrift über den Waffengebrauch. II. Diese Erklärung hat in Washington begreiflicherweise eine sehr unangenehme Ueberraschung herborgerufen. Handeln die Rebellen nach ihrer Erklärung, so In einem gefitteten Staatswesen dürften für den WaffenAusdehnung eines großen Krieges annehmen müssen, zu den gebrauch des Militärs lediglich und ausschließlich die Bewürde die ursprünglich geplante Intervention sehr rasch die die Vereinigten Staaten zunächst auf keine Weise gerüftet ſtimmungen der Geseze gelten, mit der Maßgabe, daß diese sind. Und fast scheint es, als würden die Rebellen ihren in jedem Falle einschränkend auszulegen sind und daß schlechthin jede Ueberschreitung seiner gesetzlichen Befugnisse den Worten entsprechend bereits handeln. Das amerikanische Täter wie den Befehlenden strafbar macht. Es bedarf daher Kriegsamt teilt mit, daß sich die Rebellen bei Zam besonderer Ausführungsbestimmungen nicht, ja dieje find immer pico bereits mit den Anhängern Huertas gefährlich, weil sie leicht den Wortlaut, den Geist, die Ausgegen die Amerikaner vereinigt haben. Das legung der Geseze fälschen können und in diesem Falle dem muß nun allerdings die bisherigen Pläne der Vereinigten Richter gegenüber ungültig sind. Unter Umständen können fie Schwere Bestrafungen ehrlicher Arbeiter, Staaten über den Haufen werfen. Statt als die Herren auf- sogar denjenigen, der für sie verantwortlich zeichnet, als AnStreikbrecher beleidigt haben sollen, sind an der zutreten, die im merikanischen Bürgerkriege die Entscheidung stifter selbst strafbar machen. für die eine oder die andere Partei fällen könnten, sehen sich In Preußen wählt man aus leicht erklärlichen Gründen Tagesordnung. Die Freisprechung von Streikbrechern, die Herren Wilson und Bryan nun selbst vor die Entscheidung für das Heer diesen Weg nicht; denn man will eben, daß Offizier und Soldat sich letzten Endes nicht vom Geseze die organisierte Arbeiter erschossen oder erstochen gestellt, ob sie dem imperialistischen Treiben der Truſt- sondern vom Befehle abhängig und nicht dem Richter, magnaten nachgeben und ihr Land in einen langwierigen sondern dem Vorgesetzten verantwortlich fühlen. Wenn in haben, ruft immer von neuem Empörung hervor. und opfervollen Krieg für rein kapitalistische Raubinteressen dem vornehmen England der leitende Minister offen aus Die Militärdiktatur wird immer dreister. Das stürzen oder ob sie im letzten Moment sich aus dem leichtsinnig sprechen durfte frei von jeder Besorgnis, damit die ZuchtGeschrei nach weiteren Rüstungen immer unerträglicher. begonnenen Abenteuer zurüdziehen wollen. Ein Rück- losigkeit im Heere großzuziehen, daß der Soldat nur verzug, der ihnen und ihrer Partei die Herrschaft kosten fann, nünftigen Befehlen zu gehorchen habe, so kommt dem Bis an die Zähne bewaffnet stehen die europäischen aber der immer noch ehrenvoller und für das Land segens- preußischen Militarismus dieser Gedanke ganz ungeheuerlich Großmächte in zwei Dreibünden sich gegenüber, und reicher wäre, als der Krieg für die Trustmagnaten. Für vor. Der deutsche Soldat hat auch dem gefeßwidrigen und in der gewissenlofesten Weise wird die Verhegung der Herrn Wilson ist es freilich ein hartes Erwachen aus seinen dem ehrenrührigsten Befehle stumin zu gehorchen Friedensträumereien. Aber so ist nun einmal die kapitali- dem, einen Spudnapf auszusaufen. Völker durch die kapitalistischen Kriegsinteressenten stische Wirklichkeit. und ihre Söldlinge betrieben. Arbeiter, heraus zum Protest! Wuchtig und eindrucksvoll müssen am 1. Mai die Arbeiter demonstrieren für durchgreifenden Arbeiterschutz, für Erweiterung des Koalitionsrechts, für Demokratisierung des Heeres, für gleiches Wahlrecht, für den Völkerfrieden! Der Eindruck in Washington. sogar Von diesem Gedanken ebenso wie von dem des unbedingten Vorranges des Uniformträgers gegenüber den einfachen Bürger und dem„ Volfe" ist der erste und zweite AbWashington, 23. April. Die Nachricht, daß Car- schnitt der neuen Vorschrift erfüllt. In dem ersten Teile wird zunächst das Gesek vom 20. März ranza die Besetzung von Veracruz als einen feindlichen 1837 fajt wörtlich wiedergegeben allein ein Beweis für die Akt gegen die merikanische Nation betrachtet, hat in hiesigen Ueberflüssigkeit dieser Verordnung. Man hat viel darüber amtlichen Areisen sehr überrascht, da Präsident Wilson zuvor erklärt hatte, daß die Feindseligkeiten nicht gestritten, ob dieses Gesez angesichts des Artikels 36 der gegen das merikanische Volf gerichtet jeien. Die ameri- preußischen Verfassung noch giltig sei ich bin der Ansicht, fanische Regierung hatte gehofft, daß die merikanischen In- daß man hierüber hinweggehen darf, weil es nichts liversurgenten sich nicht in die Verwickelungen einmengen würden. nünftiges sondern im wesentlichen Selbstverständliches bestimmt, Abgesehen von der Besetzung von Veracruz beabsichtigt die nämlich, daß das Militär- wohlverstanden, wenn es zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung, Ruhe Regierung kein Vorgehen, doch geben Persönlichkeiten, gegen einen tätlichen oder ernstdie das Vertrauen der Regierung besigen, zu, daß ein 3u- und Sicherheit austritt sammenwirken Suertas und Carranzas jeder- lich drohenden Angriff zu den Waffen greifen darf, und zeit die Pläne der amerikanischen Regierung daß auch die Schildwachen zum Schutze ihrer Bewachung anbollständig ändern kann. In amtlichen Streifen dienen dürfen. Hiernach ist zum Beispiel feineswegs jeder, In amtlichen Streifen vertrauten Personen" sich der Waffen nötigenfalls beMillionenstimmig muß es den Herrschenden am wird der Umstand, daß Huerta D'Saughnessy seine dienen dürfen. Hiernach ist zum Beispiel feineswegs jeder, Bässe zustellte, als einleitender Schritt zu einer Kriegs- bor einer Stajerne stehende, Posten berechtigt, gegen randalierende und selbst gegen schimpfende Ansammlungen einzuschreiten. erklärung ausgelegt. Somit stellt sich der erste Teil inhaltlich zunächst lediglich als Ein Beschwichtigungsversuch. eine Ergänzung des zweiten und des dritten Teils dar-Washington, 23. April. Die Note General Carranzas hat eine man sieht, welche Konfusion in der Arbeit des unfähigen VerMitteilung des Staatsjetretärs Bryan hervorgerufen, in fassers dieser Verordnung herrscht. Sehr bedenklich ist die der es heißt: Präsident Wilson habe nicht gewünscht, daß eine im Gesetz von 1887 fehlende, aber recht scharfmacherische Be Resolution angenommen werde, die als eine Ermächtigung zum ſtimmung, daß der Soldat keine Entschuldigung für die NichtBeginn eines Arieges gedeutet werden könnte. Ferner betont erfüllung seiner Pflicht finde, wenn er den gesetzlich bestimmten Bryan darin von neuem Wilsons Freundschaft für die Gebrauch von seinen Waffen nicht rechtzeitig und Megitanefund sagt: Präsident Wilson fei sorgfältig darauf bollständig gemacht hat. Natürlich liegt für den bedacht gewesen, zwischen den Anhängern Huertas und den übri- Militarismus der Nachdruck auf diesen beiden Morten.( Es 1. Mai erneut in die Ohren gellen: Her mit dem Achtstundentag! Es lebe der Völkerfrieden! Berlin, den 23. April 1914. Der Parteivorstand. 4 mehr befremdend als erleuchtend. So taumelte Ber Holt von einer Ecke zur anderen in Dichtungen von seiner Hand, feinen neuem seine Wanderung. Wir haben feine Zeile seiner Brief von ihm und nur einen einainen an ihn. und der ist ein Bettelbrief Seine Unterschrift in feidene des Säufers zu ergözen, Kleider steden laßt, uv wil un 11130 31 manfaat 10 hat nichts vom sozialen Antläger, ein und ging in den Straßen umher. Biffer 121 bestimmt nämlich: durch die Wachen geschieht außerdem: " Die Festnahme einer Militär- oder Zivilperson in Deutschland seinen Wohnsiz hat und der deutschen Be1. auf Befehl der Wachtvorgesezten; 2. auf schriftlichen Befehl eines militärischen Gerichtsherrn oder eines Gerichts; 3. auf Antrag der Polizeibehörde oder anderer Beamten, denen die Pflicht obliegt, Straftaten nachzuforschen, insbesondere von Polizeibeamten, Gendarmen usw." Staatsminister Der Hoffammerpräsident v. Bafiewit hat Ende der vorigen Woche, ohne von seiner Absicht dem Staatsministerium Mitteilung zu machen, dem Herzog in Monsummano Vortrag gehalten. Der Herzog hat ihm nach dem Vortrag eine hohe Auszeichnung verliehen. Diese Entschließung ist an sich für die Deffentlichkeit und den Staatsminister gleichgültig. Unter den vorliegenden Ilmständen muß sie aber den Eindruck erwecken, daß in den Angelegenheiten, in denen in letzter Zeit namentlich auch im Landtag von Angehörigen aller Parteien Beschwerden gegen die Handlungsweise der Hoffammer erhoben sind, der Herzog auf alleinigen Vortrag des Hoffammerpräsidenten den Standpunkt der Hofkammer zu dem seinigen machte, ohne auch nur den politisch verantwort lichen Staatsminister vorber zu hören und daher die Gewähr zu baben, daß auch die Rechte und die Interessen der Bevölkerung dieser gegenüber zur Geltung gebracht werden. Der Staatsminister hat es abgelehnt, die verfassungsmäßige Berantwortung für einen solchen Schritt und seine politischen Folgen ganz gut, wenn jetzt Blut fließt," meinte Herr v. Reuter 13 utage bauernd zwei militärische Dienst Staatsanwaltschaft in Riel merkwürdigerweise Zabern.") vorschriften bei sich tragen und auch auf dem eine Beleidigung der Angehörigen des preuUnd dann folgt num noch einmal die berühmte Be- laufenden erhalten, um immer nachschlagen Bischen Heeres, insbesondere der Offiziere und Unterstimmung über die Notwehr, die jeder ,, Militärperson" 3u tönnen, welche Rechte jeder Offizier, ja offiziere. Der Kriegsminister stellte Strafantrag; und soBustehe. Natürlich muß der Leser denken, daß sie nur der feber Soldat über seine Freiheit und über wohl gegen den Redakteur des Rieler Parteiblattes, den GeEMilitärperson oder diesen doch vorwiegend zustehe, während sein Leben besitzt. nossen König, wie auch gegen den Genossen Sarsfi wurde statsächlich der Soldat und vor allen Dingen auch der Offizier Denn das bürgerliche Gesez gibt ihm darüber keine Aus- ein Verfahren eingeleitet. Während des ErmittelungsverSicht das mindeste höhere Recht der Notwehr hat als jeder funft; im Gegenteil: die Garnisondienstvorschrift widerspricht fahrens wurde der Genosse Karsti plöblich verhaftet, Bürger dieses Staates. Die Ueberhebung des Militarismus in zwei wesentlichen Buntten einem flaren Reichsgeseze; Un- und zwar lediglich deshalb, weil er russischer StaatsangeSnag für die Uniform ein höheres Recht beanspruchen als für wissenheit oder gar Absicht? höriger ist. Diese Berhaftung ist schon deshalb aufs schärfste Ben einfachen Rock des Bürgers- das Gesez erkennt es zu verurteilen, weil Genosse Karski schon seit vielen Jahren hr nicht zu. Daher ist es sehr angreifbar, wenn unter der otwehr die Verteidigung der Ehre schon ganz besonders erwähnt wegung fast seine ganze Kraft widmet. Troßdem ist der Haftvird, die im Strafgeset selbst keine ausdrückliche Aufnahme entlassungsantrag, den die Rechtsanwälte Dr. Kurt Rosengefunden hat. Mindestens hätte dann erklärend hinzufeld- Berlin und Spiegel- Riel gestellt haben, abgelehnt efügt werden müssen, daß der Gebrauch der Waffe na ch worden. Nicht einmal gegen Kaution will man unseren GeNatürlich ist Beendigung einer Beleidigung eine Ueberschreitung der nossen von der Untersuchungshaft befreien. Notwehr darstellt und dem so Angegriffenen seinerseits das Recht gegen diese Entscheidung Beschwerde eingereicht worden, und der Gegenwehr verleiht. Doppelt gefährlich ist die kautschutes ist zu erwarten, daß Genosse Karski, der sich nun schon Ertige Bestimmung, wenn man die militaristischen AufSajjungen fennt, wie sie z. B. in dem Kommentar des Nach diesem Wortlaut ist das Recht der Wachtvorgesetzten ei Wochen in Haft befindet, endlich auf freien Fuß gefegt wird. Striegsgerichtsrats Endres( also eines Juristen) zur Festnahme einer Persönlichkeit in feiner Weise begrenzt; vorliegen. Da es nicht zulässig erscheint, solche Angriffe im da aber die Vorschrift über den Waffengebrauch hierüber Hofintrigen in einem Kleinstaat. Wortgefecht zurückzuweisen, kann sich wohl für den Offizier ebenfalls feine bestimmten Erklärungen gibt, so hängt Bunkt 1 Aus Gotha fommt eine schnurrige Kunde. Sicher ist nur, daß jede Wache bedie Notwendigkeit ergeben, von der Waffe zur Abwehr der völlig in der Luft. gegen feinen Stand gerichteten Angriffe Gebrauch zu machen finnungslos und prüfungslos dem Befehl ihres Vorgesetzten Dr. v. Richter hat am 21. d. M. fein Entlassungsgefuch überreicht, in Fällen, welche sich mit den Boraus zu folgen hat, auch wenn dieser völlig gesetzwidrig ist. Hat Der Herzog hat sich die Entscheidung bis nach seiner Rüdlehr aus ehungen des Begriffs der Notwehr des nun der ungerecht festgenommene Bürger demgegenüber das Italien vorbehalten. Ueber die Gründe hat der Minister der Reichsstrafgesetzbuches nicht decken, dieselben Recht der Notwehr? Es wäre wahrhaftig weit notwendiger," Gothaer Zeitung“ eine Erklärung übermittelt, in der es heißt: nicht völlig erfüllen. Ein gelegentliches Mehr bei der Ver- eine Vorschrift über dieses Notwehrrecht des Bürgers Eteidigung wird aber dem Interesse des Standes und seiner gegen die Ausschreitungen des Militärs herauszugeben, als Angehörigen besser entsprechen als ein zu Wenig. Zudem ist iene Vorschrift über den Waffengebrauch des Militärs. vohl jeder, welcher solche Angriffe unternimmt, sich bewußt, der Militärstrafgerichtsordnung vom 1. Dezember 1898( eines Punkt 2 ist noch weit bedenklicher. Nach§ 186, Absatz 4, daß er bei solchen Angriffen den Waffengebrauch zu erwarten hat, Reichsgefees) haben nämlich weder der militärische und kann sich daher nicht betlagen, wenn er hierdurch zu Schaden tommt. Volentinon fit Gerichtsherr noch das Militärgericht das Recht, Zivilpersonen durch die Wachen festnehmen zu lassen, sondern Sinjuria.( Dem Wollenden geschieht kein Unrecht.)" Wer darf sich wundern, wenn bei derartigen An- sie haben sich hierzu der Vermittelung des Amtsrichters bezw. der schauungen die Ueberschreitung der Notwehr vor einem Kriegs- Polizei zu bedienen. Die Festnahme durch die Wachen ist somit egericht feine Sühne findet. Man beachte auch die Stedtheit, schlechthin widerrechtlich und jeder ist berechtigt, sich einer solchen Emit der die Beleidigung eines Offiziers ohne weiteres als zu widerſegen. Nur während des Belagerungszustandes würde Beleidigung des Standes hingestellt wird. Die gesamte hierin eine Henderung eintreten. Das gleiche gilt von dem Reaktion war sich ja allerdings im Zaberner Falle in hellster Eindringen in die Wohnungen, was in Babern gleichfalls geschehen ist. Sogar zu Haussuchungen in der Redaktion des Begeisterung darüber einig, daß die Beleidigungen der nicht im Dienst befindlichen- Leutnants eine Be- Baberner Anzeigers" hat sich der von Reuter bekanntlich für zu übernehmen. leidigung der Uniform und des Heeres gewesen seien. Auch befugt erachtet und hat auch dafür keine Strafe gefunden. Herr v. Falkenhayn vertrat in sittlicher Entrüstung die gleiche Nach dem Wortlaute der Garnisondienstvorschrift ist nun aber Bitte, tein Druckfehler! Die scharfmacherische Vertreterin der Auffassung im Reichstage und drohte mit der" furchtbaren tatsächlich das Recht der Wachen, in die Häuser einzuWaffe" des Heeres. Natürlich bedeutet diese Auffassung eine dringen, nicht etwa auf den Fall des Belagerungszustandes fartellierten Schwerindustrie erklärt sich grundsäglich für Ex-. lleberhebung über jedes Gesetz und jedes andere Recht. Das oder auf die Uebernahme der Polizeigewalt durch dieses propriation. Sie schreibt wörtlich: und sondern ganz unbeschränkt unbedingt Strafgeset buch will, daß die Ehre des Bürgers den gleichen hingestellt. Und auch in der Vorschrift über den WaffenAn sich wäre ein solcher Eingriff in Privatrechte, wenn auch außergewöhnlich, so doch aus überwiegenden Gründen Schutz genieße wie die des Soldaten. Nur wenn dieser i m gebrauch ist einfach auf die Garnisondienſtvorschrift des öffentlichen Wohls zulässig." öffentlichen Dienste ist und also die Staatsgewalt verwiesen, ohne klar auszusprechen, unter welchen Man könnte sich noch mehr wundern, wenn man hört, daß diese vertritt, hat er rechtlich einen höheren Schutz zu beanspruchen, Voraussehungen die Wachen dieses Recht ausüben scharfen Worte sich gegen das Privat monopol der Ueberaber auch dann nur im gleichen Maße wie der Richter, wie der dürfen. Ich frage nochmals: Flüchtigkeit oder beabsichtigte landzentralen in der Elektrizitätsindustrie richten, also meiſt Polizeibeamte. Tatsächlich war nach dem„ Ehrennotwehrrecht"( das ja so- Unklarheit? Nach dem Wortlaute können sich die brutalen gegen Tochtergesellschaften der Allgemeinen Elektrizitätsgesellschaft gar zu einem„ Ehren- Putativ- Notwehrrecht" durch dreifte Szenen von Zabern in jedem Augenblicke und in jedem Drte und des Siemens- Schudert- Konzerns. Bahlreiche Gemeinden übertragen nämlich privaten Gesellschaften für lange Zeit, oft 30 Jahre, Deutung erweitert wurde) der gesetzwidrig verhaftete Mann Preußens erneuern. das ausschließliche Recht, innerhalb des Kommunalbezirks in Zabern, den der gesittete Oberst v. Reuter als„ Du Lump" anredete, nach diesem Begriff der Ehrennotwehr zur sofortigen elektrische Leitungen zu legen. Dagegen wendet sich die„ Post": „ Ein Gesez, daß die Einräumung solcher Monopolrechte Tätlichkeit gegen diesen und, falls er im Besige einer Waffe über einen bestimmten Umfang hinaus schlechtwegs verbietet, ist gewesen wäre, zu deren Gebrauch vollkommen berechtigt. eine dringende Notwendigkeit." Wir erkennen, wie bedenklich die Aufnahme solcher BeEin solches Gesez foll fogar rü dwirkende kraft haben, stimmungen bei dem Geiste unserer Militärgerichte in eine also eine Expropriation von Befiz- und Vertragsrechten vorgenommen Borschrift über den Waffengebrauch ist, anstatt einfach das werden. Was bringt bie gute Bost" so in Harnisch? Natürlich ist Gesetz selbst anzuführen und für maßgebend zu erklären. es ihr wenn man die Sache näher anschaut nicht darum zu Wir erkennen aber des weiteren, welche bedenklichen tun, allgemeine Interessen zu fördern, sondern sie wünscht die BeFolgen für die Rechtsordnung und den Frieden unseres Landes Es ist unglaublich, wieviel Bahnen es in Preußen gibt, ichränkung des Elektrizitätsmonopols zugunsten der freien Ausdie Unterstellung des Militärs unter die besonderen Kriegs- die erst noch gebaut werden sollen, und noch unglaublicher ist dehnung der übrigen Industrien. Besonders das Wohl der BergbauVerbrechent gerichte bei gemeinen Ver es, wieviel Abgeordnete es im Dreiflassenparlament gibt, von und Hüttenindustrie liegt ihr am Herzen. Jetzt werden die großen gehen haben muß. Es herrscht dort ein anderer Geist, eine denen selbst der fleißigste Besucher des Hauses bisher keine Unternehmen leicht in ihrer Expansion gehindert, wenn die Legung andere Rechtsauffassung, eine andere Einschätzung des Bürgers Ahnung hatte. Sie alle fühlen sich berufen, Kleinbahn- eigener Straftleitungen durch bestehende Ueberlandzentralen geund des Soldaten! So wird das Heer zum Fremdkörper, wünsche vorzutragen. Kein Wunder, daß die erste Lesung hindert wird. zum Staat im Staate; und es ist eine dreiste oder eine der Sekundärbahnvorlage auch am Donnerstag, trotz der Aber: mögen die Absichten der" Post" auch andere sein als die törichte Entstellung der Sachlage, wenn man es trotzdem ein Ausdehnung der Sizung auf 8 Stunden, noch nicht beendet unferen, ihrer Forderung fann man zustimmen und ihre grundsätzVolksheer" zu nennen wagt. wurde. Es soll auch am Freitag noch weiter gewünscht liche Stellungnahme gegen Privatmonopole soll nicht vergessen Nun aber hört die neue Vorschrift auf einmal auf, vollwerden. Vorher aber will man die Etatsberatung noch bleiben. ständig zu sein; sie verweist über die Befugnis der zum etwas fördern. Wachtdienst kommandierten Offiziere und Mannschaften zur Festnahme einfach auf die ,, Garnisondienſtvorschrift 118-133"; fie tut also so, als handle es sich hier lediglich um eine innere Angelegenheit des Heeres. Tatsächlich aber handelt sich auch dort um die Festnahme von Zivilpersonen und über das Recht zum Eindringen in die Wohnungen bei Tage ind bei Nacht. Der arme Bürger muß also heut und „ Gut" und„ genügend". beschränkt, In einem Schlußaufsah werde ich den Abschnitt II der neuen Vorschrift besprechen und einige Rückblicke auf den Geist werfen, der sie durchzieht. Richard Gädke. Politische Uebersicht. Immer noch Kleinbahnwünsche. Genosse Karski verhaftet. | Die„ Post" für Expropriation. " 7 Demonstrierende Offiziere. Generalmajor Keim sprach dieser Tage in der Straßburger Am 19. Januar erschien in der Schleswig- Holsteinischen Ortsgruppe des Wehrvereins über Weltlage und Wehrfragen". Die Boltszeitung" ein Artikel des Genossen Sarsfi über die Bivilbehörden sowohl, als auch die eingeladenen bürgerlichen ParlaVorgänge in 3abern, in dem der Militarismus kritisiert und mentarier waren dieser politischen Versammlung ferngeunsere Milizforderung vertreten wurde. In diesem Artikel, blieben. Dagegen war das Straßburger Dffizierder lediglich das herrschende System kritisierte, erblickte die torps, mit dem General von Deimling an der Spige, faul im Staate Falkenhayn. Beide zusammen aber drängen jedem| lichen Vorschriften auf einmal in ein harmloses Nichts; dafür war Unparteiischen die Gewißheit auf: Es ist wirklich höchste Zeit, daß in Berlin die Steuer der Dummheit, wie sie ein luger Buchdas Buchmachergeses kommt. Nicht etwa der Wettlustigen wegen, macher von Portotassentavalieren und fauren Arbeitergroschen eindenn wetten kann man schließlich überall, sondern der Poliei wegen. zieht, ohne jede behördliche Beschwerung freigegeben. Die Zensuren der Gendarmen. Es wäre doch zu schad, wenn den armen Buchmachern das Geschäft Sind das Einzelfälle, oder bilden diese rasch aufeinander Es ist zu befürchten, daß es in absehbarer Zeit als straf- weiterhin in der Weise verteuert würde, wie es in Starlshorit ge- folgenden Storruptionsprozesse ein Symptom, aus dem man den fällige Beleidigung gilt, wenn man von einem staatlichen Gebilde schehen ist. Besonders die Buchmacher mit dem Prädikat„ gut" moralischen Gesundheitszustand der königlich preußischen Polizei erals einem Polizeistaat spricht. Die Regierung hat zwar alle mußten diesen privaten Wehrbeitrag, den die Gendarmen von ihnen tennen tann? Es fällt vor allen Dingen angenehm auf, daß die Sympathien für ein wohlgeordnetes, bis in die hintersten Hinter- erhoben, bitter empfinden, wenn sich auch in der Höhe ihrer Spenden gestrauchelten Untertanen von Dallwik und Falkenhayn sich immer gründe der Familie und des Einzellebens schnüffelndes Polizeiwesen, eine sympathische Hochachtung vor dem Schußmannsrod ausdrüdte. mit Elementen verbündeten, mit denen ein anständiger Mensch nach und es ist mehr als bezeichnend, daß da teine höfische Angelegenheit Daß fie Strach schlugen, als sie tros ordnungsgemäßer Bestechung, Möglichkeit nichts zu tun haben will. Das ist erklärlich, denn gerade vor sich gehen kann, ohne daß Herr v. Jagow, Berlins oberster auch noch wegen Hausfriedensbruch bestraft oder gar berhaftet folche Elemente bedürfen der menschlich schönen Nachsicht kluger Bolizist, sich unter den Gästen befindet. Frühere Zeiten hatten werden sollten, versteht sich von selbst. Es wirft ein schlechtes Polizisten am meisten. Eigentlich unterhalten wir die Polizei venigstens den guten Geschmack, den Polizisten vor der Tür zu Licht auf die drei Gendarmen, die jetzt vor dem Kriegsgericht doch aber gerade gegen solche Elemente und nicht dafür, daß sie laffen. Heute ist er und seine Dentart hoffähig geworden. Nach fizzen, daß sie sich so wenig an Treu und Glauben fehrten, und hinter anständigen Menschen dreinschnüffelt. Man sieht, die Privatbem aber in Köln, Breslau und Frankfurt und jetzt auch noch die Verträge mit ihren Bestechern in durchaus ungehöriger Weise interessen der Herren Polizeidiener widersprechen auf eine betrübende Berlin sich Dinge ereignet haben, die den Begriff brachen. Aber sie sind ja auch jetzt dafür bestraft. Das Wort des Art und Weise unseren Interessen und bedürfen daher einer ener Bolizei bedenklich nahe an die Bevölkerungsschichten rüden, einen von ihnen: Bei dem Geschäft fönnen wir alt werden! ist gischen Abhilfe. negen die die Polizei eigentlich tätig sein soll, muß zuschanden geworden. Sie hätten dabei alt werden können, wenn Wenn ein armer Teufel einmal entgleist und dann wieder man erwarten, daß auch das Wort Polizeistaat seinen Sinn wechselt. fie sich wie Ehrenmänner benommen hätten und nie an die band mit der Polizei in Berührung kommt, dann ist es nicht angenehm Es bedeutet dann nicht mehr einen Staat, wo selbst das Kinder- gelegt hätten, die ihnen so viel in ihre Hand gelegt hatten. Als zu sehen, wie der Vorbestrafte" von den Polizisten behandelt friegen polizeilich geregelt ist, und neben jedem Bürger ernst und sie sich freventlich über dieses Gebot des Anstandes hinwegfesten, wird. Nun ist es wahrhaftig ein noch unangenehmerer Gedanke, drohend der Schuhmann steht, wo die Witwe Hermann um ihren fielen sie selbst herein. daß die Schutzmannshand, die diesen Abschaum der Menschheit am erschlagenen Mann mit dem Fiskus prozessieren muß und Polizei- Darf man jetzt allmählich, nachdem im Norden, Süden, Westen Kragen padt, sich eben um den Goldfuchs einer Bordellwirtin oder abel die Hände der Steuerzahler abhauen, sondern unter Polizei- und Often eine Polizeiforruption ohnegleichen aufgedeckt worden eines Animierkneipeninhabers geschlossen hat. Das Volk, dem doch staat wird man das verstehen, was man einst unter Balkanstaat ist, sich ein Urteil über die Gesamterscheinungen erlauben? Natür- der Glaube an die Polizei erhalten werden muß, kommt nach verstand: ein Gebilde, wo eine Hand die andere wäscht, und die lich mit aller gebotenen Vorsicht, denn eine Beleidigung der Polizei solchen Vorkommnissen leicht zu der Ansicht, hier pade der größere Menschen in zwei Gruppen eingeteilt sind, die einen mit dem geht noch über eine Beleidigung des Kronprinzen. In Köln haben Lump den fleineren an der Krawatte. Das scheint für das Ansehen Prädikat„ gut"( in der Bestechung), die anderen mit dem Prädikat sich die Hüter der Ordnung von den Wirten auf die ausgiebigste einer staatlichen Institution viel schädlicher als ein offenes Wort genügend"( bei der Beamtenbeeinflussung). Art schmieren lassen. In Frankfurt haben die Hüter von Zucht über den preußischen Polizeigeist, bei dem die Staatserhaltenden Man darf allerdings nicht so ungerecht sein, parteiisch den und Sitte sich beide Augen von den Bordellwirtinnen mit Gold- sofort nach dem Staatsanwalt schreien. Oder ist es am Ende Leuten von der Polizei allein das Verdienst zuzuschieben, fie ftüden zudrücken lassen. In Berlin waren die Augen des Gesetzes gar das Ideal polizeilicher Denker, daß das deutsche Volf von Hätten den Bankerott der Sicherheitsorgane enthüllt. Ihre Bruder so freundlich, den Buchmacher auf einmal dann nicht zu sehen, dem Auge des Gesetzes in" gut" und" genügend" eingeteilt wird organisation, die Gendarmerie, die unter der obersten Kommando-| wenn er Miete" gezahlt hatte, wie die Herren unter sich so neckisch und der Erwerbsfleiß sich nur unter dem Gesichtspunkt fieberhaft netvalt des Herrn Kriegsministers steht, teilt das Verdienst: auch sagten. Dafür regnete es in Köln Konzessionen, vor allem an steigert, weil jeder es als Ehrenpflicht betrachtet, aus der Kategorie jie hat den Beweis geführt und erbracht, es sei außerordentlich viel Animierkneipen; dafür zerflatterten in Frankfurt die fittenpolizei- genügend" in die Kategorie" gut"( Tage: 20 M.) aufzurüden? 17 Br. 111. 31. Jahrgang. 1. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Gewerkschaftliches. Freitag, 24. April 1914. sind, haben jekt, nachdem ihr Tarif abgelaufen war, Forderungen arbeiter statt, an welcher 41 Vertreter aus allen in Betracht kommenan die Unternehmer gestellt, die sich mit den Forderungen des Stein- den Werftorten teilnahmen. Der einzige Punkt der Tagesordnung arbeiterverbandes deden. In den Geschäften, welche diese Forderungen lautete:„ Unsere Aufgaben in der Werftbewegung". nicht bewilligen, werden auch die Kunststeinversezer die Arbeit Das einleitende Referat hielt Dammer Bremen. Dem schloß niederlegen. Mitgliedern Gerichtlich sanktionierter Koalitionszwang. bis jet 131 in 51 Geſchäften zu ben Bedingungen des sich eine sehr gründliche Aussprache über die letzte Werftarbeiterarbeiten Kommt der Arbeiter auch nur in den leisesten Verdacht, neuen Tarifs. Die Bewegung macht ständige Fortschritte, so daß in bewegung und ihre Folgen an, in welcher Leipart und Neumann Berlin die Haltung des Verbandsvorstandes in der Werftauf seinen unorganisierten Kollegen eingewirkt zu haben, daß absehbarer Zeit ein voller Erfolg zu erwarten ist. arbeiterbewegung vertraten. dieser sich der Organisation anschließen soll, so faßt der Zum Streik der Maßschuhmacher. Die Vertreter der Werftarbeiter gaben der in den Kreisen der Staatsanwalt ihn am Kragen und ein weises Richterkollegium Besohlanstaltsinhaber als Arbeitswillige für Hoflieferanten! Mitglieder Herrschenden Mißstimmung sehr deutlichen Ausdruck. Sie verhängt über den„ Terroriften" auf Grund des§ 153 der G.-D. eine Freiheitsstrafe. Daß der Koalitionszwang aber Das ist eine neue Erscheinung im Lohnkampfe der Maßschuhmacher. find fiberzeugt, daß die Haltung der Zentralvorstände bei der auch eine andere Beurteilung erfährt, wenn er nicht in Ar- Der Hofschuhmachermeister Breitsprecher, Neue Wilhelmstraße, Werftarbeiterbewegung den berechtigten Wünschen der Arbeiter nicht läßt seine Arbeit jetzt in der Besohlanstalt von Borchardt, beiterkreisen, sondern in anderen Bevölkerungskreisen in Berlin O, Müggelfir. 1/2, anfertigen. Das ist sehr bezeichnend für entsprochen habe. Von den Vertretern ihres Verbandsvorstandes Uebung ist, ist hinlänglich bekannt. Den Zwangsinnungen die Herren Hofschuhmachermeister, die es sonst weit von sich weisen, berlangen sie das Zugeständnis, daß auch er Fehler begangen habe, ist schon gewissermaßen gesetzlich der Koalitionszwang gewähr mit den Besohlanstalten auf eine Stufe gestellt zu werden. Der denn nur aus einem solchen Zugeständnis könnten die Werftarbeiter leistet. Und auch die Herren Juristen können über den so- Kampf, der jegt bereits drei Wochen währt, dauert unverändert fort. die Hoffnung schöpfen, daß ihre Interessen fünftig von der Organigenannten Terrorismus, der die Organisationspflicht verlangt, Die Herren Schuhmachermeister stellen nun in einem Rundschreiben fation nachdrücklicher gewahrt werden würden als das bei der Beganz anders denken und urteilen, wenn es sich nicht um Ar an alle im Streit befindlichen Gehilfen die Sache so dar, als wenn wegung im Jahre 1913 der Fall war. die Ursache des Streits die Forderungen der Werkstätten wäre und Gegenüber diesen Vorwürfen wurde von den Vertretern des beiterorganisationen und deren Mitglieder handelt. Ja, sie das Anliefern und Abholen der Arbeit ebenfalls als Forderung in Verbandsvorstandes darauf hingewiesen, daß die Mitglieder des erteilen sogar dem Stoalitionszwange ihren richterlichen Segen, Betracht fäme. wie nachstehender Fall beweist. Die Streifleitung stellt demgegenüber fest, das die Ursache des Holzarbeiterverbandes nur etwa acht Prozent der insgesamt an der Vor einiger Zeit hatten sich vor dem Landgericht I in Streits nicht die Werkstattforderung ist, sondern das minimale Lohn Bewegung beteiligt geweſenen Werftarbeiter ausmachen. Wenn auch Berlin drei Mineralwasserfabrikanten wegen Vergehen gegen zugeständnis des Arbeitgeberverbandes. Auch das Anliefern und der Vorstaub auf dem Gebiete der Lohnbewegungen eine reiche Erdas Gesetz zum Schutze der Warenbezeichnung zu verant- Abholen der Arbeit ist nicht als Forderung eingereicht, sondern fahrung besitzt und zur Genüge bewiesen hat, daß er es versteht, worten. Der Tatbestand der Anflage interessiert hier nicht, lediglich in einer Aussprache mit den Arbeitgebern als wünschens auch schwieriger Situationen Herr zu werden, so konnte er doch nach mehr dagegen die Erledigung der Sache. Es kam nämlich wert für die Firmen bezeichnet worden, wo Werkstätten bestehen, die Lage der Dinge bei dieser Bewegung nicht die Führung beanspruchen. Wenn man die einzelnen Maßnahmen noch einmal Revue passieren in dieser öffentlichen Sigung der Straftammer ein Vergleich weit vom Geschäftslokal liegen. Die Hauptursache des Kampfes ist der ablehnende Standpunkt läßt, fann man allenfalls zugeben, daß es vielleicht besser besser zustande, wonach unter Uebernahme der Kosten die Angeklagten der Herren Schuhmachermeister gegenüber der Forderung, die Extra- gewesen wäre, wenn man die bekannte Erklärung der Zentralsich verpflichten: arbeiten einer Regelung entgegenzuführen, wie diese bereits in vorstände vom 21. Juli 1913, in welcher die voreilige Arbeitsmehreren Geschäften seit Jahren besteht. niederlegung gebrandmarkt und den Streifenden die Unterstützung der Organisationen versagt wird, nicht erlassen hätte. Im allgemeinen jedoch steht der Vorstand des Holzarbeiterverbandes noch heute auf V " Die Bauarbeiter Rüftrins stehen seit dem 2. April im Streit. ſchläge wurden nach einer sehr gründlichen Durchberatung auch ein. Deutsches Reich. Eine Konferenz an den Verband der Mineralwasserfabrikanten eine Buße von 200 M. zu zahlen; die Angeklagten verpflichten sich weiter, so- Für die Friedensliebe der Arbeiter und die Möglichkeit, ihre Lange fie den Handel mit Selterswasser und ähnlichen Produkten Forderungen zu bewilligen, spricht die Tatsache, daß der Zentralbetreiben, ihre Wagen und ihre Fabrik durch die verband der Schuhmacher bereits mit 18 Firmen, die den ArbeitgeberKontrolleure oder sonstigen Beauftragten des verbande nicht angehören und die rund 120 Gehilfen beschäftigen, mit dem Standpunkt, daß er bei der Werftarbeiterbewegung nicht anders obigen verbandes einer Durchsicht unterziehen einer Ausnahme ohne Streif Tarife abgeschlossen hat, durch welche die handeln konnte, als er gehandelt hat. zu lassen bei Meidung einer Konventionalstrafe Forderungen anerkannt sind. Wir sind daher der Auffassung, daß Ungeachtet der Schärfe des Meinungsaustausches über die Ervon 30 M. für jeden Fall der Zuwiderhandlung, die Herren Schuhmachermeister, die dem Arbeitgeberverbande an- fahrungen bei der vorjährigen Bewegung war aber doch die Stimund endlich verpflichten sich die Angeklagten, innerhalb einer gehören, feinen Schaden erleiden, wenn sie unseren Forderungen mung vorherrschend, daß die Suche nach dem schuldigen Teil nicht Frist von zwei Wochen nach erfolgter Aufforderung des oben ebenfalls entgegen fommen. erwähnten Verbandes bei Meidung einer Konvens An unsere Kollegenschaft richten wir das Ersuchen, uns eventuell der Hauptzweck der Aussprache sein dürfe. Jezt kommt es darauf tionalstrafe von 300 M. für jeden von ihnen Arbeitswillige", die als Heimarbeiter oder Besohlanstaltsinhaber in an, die Bahn frei zu machen für ein erfolgreiches Weiterarbeiten der cinem der drei zu dem Verbande gehörigen Frage fommen, namhaft zu machen. Organisation. In diesem Sinne war auch das Referat von Dammer Selterswasserfabrikanten Vereine I n GroßZentralverband der Schuhmacher Deutschlands. gehalten, der der Konferenz bestimmte Vorschläge für die Gestaltung der Berlin beizutreten. Ortsverivaltung Berlin. Agitation und Organisation auf den Werften unterbreitete. Diese VorWie wird uns denn! Preußische Richter legen jemanden unter Androhung einer Strafe von 300 M. die Verpflichtung stimmig angenommen. Wesentlich Neues bringen sie nicht. Sie auf, einer Organisation beizutreten? Wenn immer es sich Buzug ist fernzuhalten. legen jedem einzelnen Werftarbeiter die Pflicht auf, in harmonischem hier um die Wahrung von Standesinteressen oder GeschäftsZusammenarbeiten mit ihren Mitarbeitern für eine Ausbreitung der interessen handelt und wenn von unserem Standpunkte da Organisationen auf den Werften zu wirken. Eifersüchteleien zwischest gegen nichts einzuwenden wäre von einem Richterkollegium den verschiedenen Drganisationen müssen natürlich unterbleiben. muß eine solche Sanktion zu einem ausgesprochenen Koalitions- der Holzarbeiter auf den Seeschiffswerften. Das Vertrauensmännersystem als wichtigster Stüßpunkt der Orgazwang doch wunder nehmen. Wir wünschten nur eine gleiche Der verunglückte Werftarbeiterstreit im vorigen Jahre hat in nisation muß ausgebaut werden. Ueber die Art des Ausbaues und Auffassung den Arbeiterfoalitionen gegenüber. Der Tarif- den Streisen der beteiligten Arbeiter viel Erbitterung zurüdgelassen. die den Vertrauensmännern zugewiesenen Funktionen find Bebrecher, der Streifbrecher, auch der Unorganisierte in Arbeiter enn auch nicht direkte Mitgliederverluste zu verzeichnen waren, so ftimmungen getroffen. Um ein harmonisches Zusammenarbeiten der kreisen wirkt den Standesinteressen seiner Klasse entgegen. hat doch vielfach bei den Werftarbeitern das Gefühl Plaz gegriffen, verschiedenen Verbände zu erzielen, find an jedem Werftort besondere Würde ihn ein preußischer Richter bei einer Konventionalstrafe von ihrer Organisation im entscheidenden Moment in Stich gelassen Kommissionen zu bilden, denen die Vertreter der einzelnen Verbände im verpflichten, nein auch nur ins Gewissen reden, daß er seine worden zu sein. Die Mißstimmung richtete sich natürlich in erster angehören; daneben besteht die Zentralwerstkommission in Ham schädigende Sonderstellung aufgeben und sich der Organisation Linie gegen die Verbandsvorstände und sie fand in den Versamm burg. welche die gemeinsamen Interessen aller Werftarbeitsp anschließen soll, um etwa den Schutz der Organisation und lungen furz nach Beendigung des Streits oft sehr drastischen Aus- wahrzunehmen hat. Waren diese Kommissionen auch sher schon den des Tarifvertrages zu genießen? Nein, ein solcher Außen brud. Wenn seither eine gewisse Beruhigung eingetreten ist, so ist vorhanden, so sollen die Vorstände der Verbände sich bemühen, sie seiter wird von den Herren Richtern als das nütlichste Element damit das alte gute Einvernehmen zwischen den Werftarbeitern und für die Zukunft aktionsfähiger zu gestalten. im Staate gepriesen, sein Verhalten wird gesetzlich geschützt ihrer Organisation doch noch nicht wieder hergestellt. Das fühlten Die Vertreter des Verbandsvorstandes erklärten sich mit den und die etwa an ihn ergangene Mahnung zur Koalition wird besonders die Funktionäre der Verbände in den Werftorten und nicht aufgestellten Leitfäßen einverstanden, sie versprachen auch dafür einan dem gestraft, der sie an ihn richtete. Wie doch in unserer zutreten, daß dem zum Schluß der Leitsäße an den Verbands. Juristerei immer wieder die gleiche Handlung nicht die gleiche aum wenigften trifft das auf die Holzarbeiter zu. Der Vorstand des Deutschen Holzarbeiterverbandes hat deshalb vorstand gerichteten Ersuchen, den Bestrebungen der Werftarbeiter ist, wenn zwei dasselbe tun. gern einem aus den Kreisen seiner Verbandsmitglieder auf den auf Besserung ihrer Lage jede Förderung angedeihen zu lassen, nach Hierbei wurde insbesondere vom Werften an ihn herangetretenen Gesuch, eine Aussprache mit den Möglichkeit entsprochen wird. Vertretern der Werftarbeiter herbeizuführen, Folge geleistet. Am 18. Verbandsvorsitzenden Leipart in seinem Schlußwort betont, daß und 19. April fand im Gewerkschaftshause zu Hamburg eine es nicht in der Hauptsache auf die Worte antommt, in welche die Konferenz der im Deutschen Holzarbeiterverband organisierten Werft- Leitfäge gekleidet find. Wenn man nur die Worte liest, dann kann m Stile der Sittlichen folgende Warnung vor Goethes" Faust", an habe kein Recht, anderen Nationen ein abschreckendes Beispiel zu die heute nützlich zu erinnern ist. Da kommt die Nachricht, daß die englischen Waffen geben. Steven eilt ins Parla„ Der Inhalt dieser unfittlichen Schrift ist folgender: Ein be- bie erste Schlacht verloren haben. er seine Rede hält, die aber Juur auf Feindreits ältlicher Arzt( Dr. med.) ist seiner Studien müde geworden ment, wo Die Erbitterung. In Breslau haben sie wieder einmal einem und sehnt sich danach, sich in fleischliche Lüfte zu stürzen. Zu seligkeit stößt. Wenige Tage später erklärt ihm eine Deputation diesem Zweck verschreibt er sich dem Teufel. Dieser führt ihn nach seiner Wähler, daß er seine gegnerische Haltung aufgeben müsse und Arbeitersängerbund Schwierigkeiten gemacht und ein Fest untersagt. verkündet Steven im ganzen Lande seine unangenehmen, stets un Aus der Begründung:" Am Pfingstsonntag pflegen sich viele Tausende verschiedenen niederen Vergnügungen, welche z. B. darin be- versucht, ohne Erfolg, ihn mundtot zu machen. Sechs Wochen lang stehen, halbtrunkene Zecher völlig berauscht zu machen, von Spaziergängern in den... Anlagen zu ergehen, die in Ruhe einer jungen Bürgerstochter, welche Faust( der Doktor) fo- populärer" terdenden Wahrheiten, die stets nur mit Steinhagel befort zu verführen beginnt. Einige Zusammenfünfte bei einer lohnt werden. Aber jogar seine Frau ist ihm inzwischen ganz feinem Zweifel unterliegen, daß diese Streise die sozialdemokratische alten Supplerin bahnen den Weg. Da die Verführung jedoch fremd geworden. Sie versucht, ihn von seinen Ideen abzubringen Veranstaltung mit Unruhe, ja mit Erbitterung aufnehmen würden." nicht schnell genug glückt, übergibt der Teufel Faust ein Schmud- und für die populäre" Kriegsidee zu gewinnen, indem sie ihm ihre Steven bleibt jedoch fest. Als die britischen Also Gefährdung der öffentlichen Sicherheit usw. Man wird dem verstaubten Hauptmann a. D., der als Amisvor- kästchen, um es dem Mädchen zu schenken. Außerstande, dieser Gabe Liebe verspricht. Berlin und Umgegend. Zur Lohnbewegung der Steinarbeiter. Die Kunststeinversezer, welche im Bauarbeiterverband organisiert Kleines Feuilleton. ihren Feiertag und Erholungsgang genießen wollen. Es kann zu steher diese fadenscheinige Begründung hat herausgehen lassen, sagen zu widerstehen, also nicht einmal verführt, sondern erkauft, ergibt Truppen einen Sieg errungen haben, entartet der Pöbel gänzlich, müssen, daß die Anlagen des Parkes weder den ruhigen Spaziergängern ich Gretchen Faust, und um desto ungestörter mit ihrem Galan ver- dringt in Mores Haus ein, und ein halbwüchtiges Mädchen ersticht allein, noch den Arbeiterfängern allein gehören. Sie gehören eben allen fehren zu tönnen, läßt sie ihre alte Mutter einen Schlaftrunk nehmen, den unbequemeu Wahrheitsverkünder. Das Ende ist von bitterer zu gleichen Teilen, und wenn es tausend Bürgern Spaß macht, auf einem der jene tötet. Nachdem sie dann auch Schuld an der Ermordung Fronie: einige Zeit nach Steven Mores Tode wird ihm von seinen Fleď zusammenzustehen und Lieder zu fingen, so wird man das wohl nur ihres Bruders geworden ist, tötet sie das in Unzucht empfangene Kind. überlebenden Mitbürgern eine Statue errichtet als einem Manne, dann verhindern müssen, wenn der Verkehr gestört wird. Das ist im Gefängnis singt sie schmutzige Lieder; eins derfelben beginnt mit der feinen Idealen treu geblieben"! Notizen. hier nicht der Fall. Der Hauptmann a. D. beruft sich aber auf die den Worten:" Meine Mutter, die Hur'". Daß ihr Verführer sie gänzlich Erbitterung der Paffanten, die durch die aufreizenden Lieder in ihrer im Stiche läßt, fann nicht verwundern, wenn man seine religiösen - Das verhinderte girtustheaterprojekt. Das Rube gestört werden würden. Ganz abgefehen davon, daß die Gefeine Donna ihn ausfragt, fein Christ, er scheint jogar überhaupt Projekt des Erwerbes und Umbaues des Zirkus Schumann schichte mit den aufreizenden Liedern eine Unwahrheit ist, geht weder an feinen Gott zu glauben, wenn er auch, um seinen vollständigen für die Pläne Reinhardts ist nicht zur Ausführung gelangt. den Amisvorsteher noch die Sänger die Erbitterung der Passanten Unglauben zu verdecken, nach einer Anzahl leerer Ausflüchte greift. Grundlage des Projektes war, daß am 1. April der Zirkus überetwas an. Man wird dieser herrschfüchtigen Gesellschaft flarzumachen Da dies widerwärtige Buch troßdem, wie wir zu unserer Ver- nommen werden sollte. Diese Bedingung konnte aber nicht erfüllt haben, daß sie keinerlei Vorrechte genießt. Den sozialdemokratischen wunderung hören, Lejer, ja fogar Leserinnen findet, so fordern wir werden und so zerschlug sich das Projekt. Steuerzahler erbittern auch Fürstenempfänge und Paraden, ohne daß alle Familienväter auf, auf ihrem Posten zu sein." Der Zirkus Schumann wird aber trotzdem umgebaut werden, es zu gewaltsamen Szenen kommt, und wenn der Herr Amtsdaß seine Manege nach Bedarf als Parkett verwandt werden kann. vorsteher seine guten Breslauer so einschäßt, daß sie in der patriotischen Der neue Galsworthy. Aus London wird uns geschrieben: Die Durchfahrt unter dem Zirkus wird wegfallen. Der dadurch Erbitterung gleich zum Stock greifen, so wird er ja seine Erfahrungen ge- Dem tüchtigen Miß- Horniman- Ensemble des Gaiety Theatre in gewonnene Raum wird als Foyer und Nebenbühne Verwendung macht haben, aber uns geht das nichts an. Es wäre danneben seine Pflicht, Manchester, das bereits zahlreiche zeitgenössische Dramatiker gespielt finden. Inzwischen wird Reinhardt seine Mirakelaufführungen im Ausschreitungen zu verhüten, nicht aber, seine Unfähigkeit dazu und hat, gebührt das Verdienst, John Galsworthys neuestes Drama Zirkus Busch veranstalten, der aber auch bald vom Zirkus Schumann die Unerzogenheit von Breslauer Bürgern zum Verbot auszunuzen. The Mob"(" Der Pöbel") in vier Aften in London am Coronet übernommen wird. In einem geordneten Staatswesen haben sich politische Differenzen Theatre aus der Taufe gehoben zu haben. Der Dichter zeigt uns- Die deutsche Shakespearegesellschaft, die nicht durch Schlägereien zu erkennen zu geben, vor allen Dingen darin nicht allein den Böbel, fondern demonstriert uns, wie zur Zeit sich zur Aufgabe gemacht hat, Shakespeare zu erforschen und volkssollte man aber Verwaltungsbeamte, die ihr Amt so einseitig auf eines Krieges( gemeint ist damit unverkennbar der Burenkrieg) die tümlich zu machen, feiert in Weimar auf ihrer diesjährigen Tagung fassen, sofort entfernen. Der Hauptmann a. D. wird Krieger Mob"-Gefühle, worunter Galsworthy den nationalen Chauvinismus das Fest ihres 50 jährigen Bestehens. Der Shakespearephilologic vereinen jeden Festzug gestatten und das mit Recht. Er wird sich versteht, die ganze Bevölkerung erfassen und sie für jede gegnerische hat die Gesellschaft 50 Jahrbücher gewidmet, die sehr viel Gleichmit Recht nicht um jene andere Gesinnung in den Arbeiterkreisen Ansicht, die in dem Krieg nur einen blutigen Schreden erblidt, taub gültiges und Mittelmäßiges enthalten. Volkstümlich ist an ihrem fümmern, und er fann das umsomehr, als hier keine Ausschreitungen und blind machen. Im Mittelpunkt des Werkes steht der Inter- Wirken einzig eine preiswerte Ausgabe von Shakespeares Werken. zu befürchten sind. Man ist hier bei Kaisers Geburtstag nicht er- staatsiefretär Steven More, der an Dr. Stockmann aus dem Man will jetzt Shakespeares Quellen zu jedem einzelnen Drama in bittert, sondern zuckt nur gleichgültig die Achseln. Erbittert ist man Eine internationale Gesellschaft für experis nur, wenn ein preußischer Verwaltungsbeamter es an der Einsicht" Volksfeind" erinnert, und dessen Streben, mit der Wahrheit durch- billigen Heften erschließen. England steht im zubringen, zu seinem Verhängnis führt. und Gerechtigkeit fehlen läßt, für deren Anwendung man ihn an Begriffe, eine leine Nation mit Krieg zu überziehen. Am Vorabend mentelle Bhonetik( Erforschung der Laute) mit nationalen seinen Blag gestellt hat. hat sich Steven More entschlossen, eine Rede zu halten, in der er die Untergesellschaften wurde im Anschluß an den gleichnamigen Kongreß Aber schon in in Hamburg begründet. Eine Schweinerei. Der funftpolizeiliche Unzuchtsteufel geht wieder Handlungsweise seines Heimatlandes verdammt. Saharaschnee auf den Alpen. Während der Osterum. Schändlich, daß er vergessen hat Paul Henies Grab zu befeinem eigenen Haufe fieht er sich von Gegnern umringt. Sein suchen und empört die Stränge hover und allerhöchster Herrschaften Schwiegervater, der General ist und einer Soldatenfamilie ent- woche wurde in dem höher gelegenen Teil des Berner Oberlandes fortzunehmen. Einst, als Heyses Berliner Roman Kinder der Welt" stammt, jagt Steven, was er zu erwarten hat. Selbst seine Frau ist ein seltsam dunkelgelber Schein in der Atmosphäre wahrgenommen. erichien, wurde er als der schamloie Wüstling der Literatur be- gegen ihn. Der Krieg müsse im Interesse des ganzen Britenreiches Diefes eigenartige Phänomen findet seine Erklärung darin, daß der schimpft. Als aber ein norwegischer Stritifer, der Goethes ausgefochten werden. Steven werde sich durch seine Opposition die vermeintliche gelbe Schnee seine Färbung durch Wüstensand erhalten Faust" übersetzt hatte, das Publikum vor der Heyfeschen Un- ganze Karriere abichneiden. Der Wahrheitsapostel läßt sich jedoch hat, den der Sirocco über das Mittelmeer und Italien auf die fittlichkeit warnen zu müssen glaubte, entwarf Georg Brandes nicht abbringen. Ein derartig zivilisiertes Reich wie Großbritannien Alpengipfel getragen hat. " moa wohl au der Meinung kommen, daß eigentlich nur Selbst- Verständlichkeiten beschlossen wurden. Wichtiger aber als die Worte. sei der Sinn, in dem sie geineint seien. Die«igentliche Bedeutung der Leitsätze ist in der eingehenden Besprechung deutlich zum AuS- druck gekommen. ES steht zu erwarten, daß sich die Wirkung der Kouferenz bald zeigen wird. Bei den Holzarbeitern auf den Werften bestand daS Bedürfnis nach einer deutlichen Aussprache mit dem Verbands- vorstand. Diesem Bedürfnis ist Rechnung getragen worden; das Verhältnis zwischen der Verbandsleitung und den Mitgliedern auf den Werften ist jetzt geklärt. Man darf sich nach dem Verlauf der Konferenz der Hoffnung hingeben, daß nun die Nachwehen deS ver- miglückten Werftstreiks bald überwunden werden und die Bahn frei- gemacht wird zu einem einmütigen Arbeiten der Gewerkschaft gegen den Nebermut des Unternehmertums auf den Werften. Huslanö. Schmidersteeik tu der Schweiz. In den Städten Basel, Luzern, St. Gallen, Zürich, Herisau und Gösau stehen die Schneider in Streik. Nachdem die Schneidermeister sich bei früheren Lohnbewegungen bereits zweimal vergeblich bemühten, die Arbeiter durch eine Aussperrung niederzuzwingen, versuchen sie eS diesmal, wie aus einem in unsere Hände gefallenen vertraulichen Schreiben des Meisterverbandes hervorgeht, überall Streik- arbeit unterzubringen und Streikbrecher anzuwerben. An die Schneider Deutschlands ergeht deshalb der dringende Ruf, die Schweiz unter allen Um- stände« zu meiden. Arbeiterblätter werden unr Abdruck gebeten. Di« Streikleitung. Der Arbeiterbund Basel. Staötverorönetenversammlung. lt. Sitzung vom Donnerstag, den 23. April ISI-l, nachmittags 5 Uhr. Der Vorsteher Michclet eröffnet die Sitzung nach 5% Uhr. Der Abschluß eines Vertrages auf acht Jahre mit der Firma Gebr. Krause über die Stellung von Kraftwagen für die städtische Desinfektionsanstalt I ist in der Ausschuß- beratung gutgeheißen worden, nachdem ein Antrag der Sozial- demotraten auf Ucbernahmc in eigene Regie mit 4 gegen 3 Stimmen abgelehnt worden war. Das Referat erstattet Stadtv. Brh (A. L.). Tiadtv. Dr. Weftl(Soz.): Wir bringen unseren im Ausschüsse abgelehnten Antrag heute wieder ein. Wir wollen auf allen Ge- vieten und bei jeder Gelegenheit, wo es möglich ist, den Einfluß der Privatkapitalisten brechen. Wir haben nachgewiesen, daß auch i.us finanziellen Gründe» die Ilcbernahme des Transports in städtische Regie vorteilhaft erscheint. Die Kostenfrage ist nicht aus- ichlaggebend, wichtiger ist die absolute Sicherstellung des Betriebes. Warum sollen die sicherlich eintretenden Vorteile deS Krafiwagen- bctriebeS nicht der Stadt zugute kommen? Ohne weitere Diskussion wird die Vorlage nach dem Ausschuß- antrage angenommen. In der Zeit vom 3. bis 7. Mai d. I. wird eine größere Anzahl von amerikanischen Hotelbesitzern, nämlich„The Hotel Wen'S Mutual Bencfit Association os thc United States and Eanada" auf einer Europareise in Berlin anwesend sein. Diesen amerikanischen Gästen und dem Vorstände des Vereins Berliner Hotelbesitzer soll im Festsaale des Rathauses ein kurzer Empfang vcrcitet werden, deffen Kosten auf 2000 M. veranschlagt sind. Tie Versammlung bewilligt den Betrag ohne Debatte. Mit den Beschlüssen der Versammlung zur Stadtschuld- buchordnung hat der Magistrat sich einverstanden erklärt. Dem wiederholten Beschluß der Versammlung zur Regelung der An g e st el l t e n v e r s i ch c r u n g der im Wege des Privat- dienstvcrtrageS beschäftigten städtischen Angestellten hat der Magistrat nicht zuzustimmen vermocht; er hält an seiner An- ficht fest, daß die Ilcbernahme der vollen Beiträge auf die Stadt- kaffe nicht angängig erscheint. Er gibt aber die Erklärung ab, daß bei den schwebenden Erörterungen über eine allgemeine Gehalt«- revision auch die Lage der durch die Zahlung solcher Beiträge bc- »asteten städtischen Angestellten Berücksichtigung finden wird. Die Versammlung nimmt von dieser Mitteilung ohne DiS- kussion Kenntnis.> Am 45. und 16. Juni findet in Köln der IV. Deutsche Städtetag statt. Berlin entsendet dazu neun Magistrats- Mitglieder und 1t Stadtverordnete. Letztere werden heute aus Bor- ichlag des Vorstehers nominiert; die sozialdemokratische Fraktion wird durch Bruns, Hermann, Dr. Wehl und Wurm vcr- treten sein. Es folgt die erste Beratung der Vorlage betr. den Linden- t u ii n e l, die Ausgestaltung des städtischen Straßen- b a h n ne tz c s und neue Linien der Großen Berliner Straßenbahn. Tie Kosten des Tunnels werden 3 270 OOO M. betragen; für die Herstellung der neuen Strecken des städtischen StraßenbahiinetzeS, für die Wagenbeschaffung und für die Vergrößerung des Norddepots sind 1 535 000 M. erforderlich. Stadtv. Souncnfeld(A. 2.): ES wird heute unnötig sein, daß wir uns eingehend über diese so bedeutungsvolle Angelegenheit beraten. Die Begründung wird bei uns allen den Eindruck her- vorgerufen haben, daß die„Große" gar zu günstig wegkommt, bei der Verteilung der Kosten sowohl wie bei der Zahl der ihr zuge- standenen neuen Linien. Diese Fragen lassen sich im Plenum nicht erledigen, bedürfen aber dringend einer gründlichen Ausschuß- beratung. Wir beantragen, einen solchen aus 15 Mitgliedern niederzusetzen, den der Vorstand sofort ernennen soll. Stadtv. Brun«(Soz.): Wir werden diesem Antrage zustimmen. Auch in unseren Reihen sind lebhafte Zweifel ausgetaucht, ob das, >oas hier der Stadt gegenüber der„Großen Straßenbahn" ge- boten wird, auch ausreichend erscheint, oder ob nicht mehr für die Stadt herausgeschlagen werden könnte. Stadtv. Niisenow(?>. L.): Aiidh wir find für Ausschuß- beratung. Wir warten ja auf die Vorlage schon lange Zeit, und es ist zu begrüßen, daß wir uns endlich ernstlich mit ihr bc- schäftigen können. Die Vorlage geht an einen Ausschuß. Dieser wird vom Bor- stände sofort ernannt; ihm gehören auch Bruns, Glocke, Hoff mann, Leid und Ritter an. Das neuzuschaffende, der Deputation für das städtische Unter- snchungsamt zu unterstellende M e d i z i n a I a in t soll eine Zentral- stelle für die Beaufsichtigung des Gesundheitswesens der Stadt bilden; als Etappen auf diesem Wege sind die Einrichtung des UntersuchungsamtS und die Wahl eines Stadtmedizinalrats anzu- jehen. Der Magistrat schlägt vor, die Deputation m Zukunft als „Deputation für das städtische Untersuchung?- und Medizinalami" zu bezeichnen und sie zu diesem Zwecke um vier Mitglieder(ein MagistratSmitglicd, zwei Stadtverordnete, einen Bürgerdeputicr- ten) zu vermehren; der Deputation wird ein Mediziualamt, bestehend aus dem Stadt medizinalrat und zwei Medizinalhilfs- kräften, unterstellt. Für die eine dieser Hilfskräfte soll die Gehalts- skala der MaaistratSbauräte, für die andere die der Stadtbau- meister zugrunde gelegt werden. Es wird Ausschußberatung beantragt. Stadtv. Dr. Wepl(Soz.): Mit diesem Antrag könnte die An- gelegenheit für heute erledigt sein; aber man ist es der Sache selbst und der Person des städtischen Medizinalrats schuldig, schon jetzt bestimmte Gesichtspunkte für die Beurteilung der Vorlage vorzutragen. Wir unsererseits halten diese für den ersten Schritt zu einer organischen Regelung d«S städtischen Gesundheitswesen». Wir haben schon vor 20 Lyhren die Einrichtung einer städtischen Zentral- stelle für die Beauffichtigung des Gesundheitswesens verlangt, das zu einem Untersuchungs- und zu einem Gesundheitsamt ausgestaltet werden müßte. In England bestehen solche Gesundheits- ämter längst. Damals aber wollte die Mehrheit der Versammlung und der Magistrat nichts davon wissen. Das Prädikat, das wir der Vorlage geben können, lautet nur:„Zum Teil befriedigend". ES werden hier tastende, vorsichtige erste Schritte vorgeschlagen, mit denen wir nicht zufrieden sein können; die Begründung klingt zum Teil wie eine Entschuldigung dafür, daß man es überhaupt so weit gebracht hat. Die Vorlage stellt nur«inen halben Schritt dar; wir werden versuchen, ganze Arbeit zu machen. Das neue Amt soll nach der Vorlage nur eine beratende und begut- achtende Fachbehörde sein; eine wirkliche Geschäftsführung soll es nicht haben.(Zuruf.) Für uns ist das nicht selbstverständlich. Eine lediglich begutachtende Tätigkeit ist nicht geeignet, die Arbeits- sreudigteit der Mitglieder der Deputation wie der Hilfskräfte zu erhöhen. Wir wollen, daß das neue Amtz die Oberaufsicht, die ständige Kontrolle aller hygienischen Einrichtungen Berlins habe und selbständig arbeite. Wir halten ferner den rechten Augenblick jetzt für gekommen, behufs Uebernahme der Berliner Wohlfahrts- und Gesundheitspolizei auf die Stadt an den Staat heranzutreten. Die bestehende Sanitätsiommission, ein ganz kurioses Gebilde, Hot seit etwa drei bis vier Jahren überhaupt nichts von sich hören lassen. Tie weitere Wirksamkeit dieser Kommission neben dem Ge- sundheiteamt ist eigentlich überflüssig. Wenn wir mit städtischen Geldern ein Gesundheitsamt schaffen und einen städtischen Medizinal- rat haben, muß uns auch die Gesundbeitsvolizei übertragen werden; denn einem Gesundheitsamt ohne Exekutive fehlt der Rückhalt. Die Vermehrung der Deputation um zwei Stadwerordncte ist zu gering; es müssen vier fein. Dem neuen Amt sollte auch ein Beirat zugesellt-werden, aus der Zahl aller Aerzte. die in sanitären Ein- richtungen der Stadt tätig sind. Die zwei Polizeiärztc, die unser« städtischen Beamten unterstützen, könnten in Wegfall kommen; damit würden 16 000 M. erspart werden. ReibungSslächen, Kompetenz- konflikte werden bei der neuen Einrichtung nicht ausbleiben; bei gutem Willen und feinem Takt werden sie aber möglichst vermindert werden können. Wir wollen jedenfalls im Ausschuß dazu beitragen, das öffentliche Gesundheitswesen zu fördern und das neue Amt zu einem Muster für andere Gemeinden auszugestalten. Stadtv. Pros. Dr. Landau(A. L.): Wir begrüßen die Vorlage mit großer Freude, wenn wir auch nickt verkennen, daß Unsftmmig- ketten in ihr vorhanden sind. lieber die Kritik der Borlag« durch den Vorredner werden wir uns im Ausschuh zu unterhalten haben. Stadtv. Dr. Jsaae(N. L.): Wir akzeptieren gern den guten Kern der Vorlage. Unsere Bedenken richten sich nur gegen den Umstand, daß die Regelung der Kompetenzen Konflikte und Ret- bungsflächen nicht ausschließt. Darüber muß im Ausschuß eine gründliche Erörterung gepflogen werden. Wundern müssen wir uns, weshalb man die Einrichtung nicht an die Krankenpflegedepu- tation angegliedert hat. Nachdem auch noch die Stadtvv. Dr. Herzberg(A. L.) und Dr. Ritter(Fr. Fr.) sich für Ausschußberatung erklärt haben, wird demgemäß beschlossen. »Schluß der öffentlichen Sitzung%7 Uhr. /tus öer Partei. Zum Parteitage. Die Konferenz des Wahlkreise» Ansbach- Schwabach beschloß, an den Parteitag in Würzburg folgende Anträge zu stellen: t. Der Parteikalender(Lrbeiternotfzkalender) soll in Zukunft nicht mehr al« JnsertionSorgan für kopitolistiiche Betriebe verwendet werden, damit in ihm nicht Firmen empfohlen werden, die mit der Arbeiterschaft im bittersten Kampfe stehen und über deren Produkte die Sperre verhängt ist. 2. Der Parteitag wolle sich grundsätzlich grgen die Abonnentenversicherung aussprechen. Einen schweren Verlust hat die t s ch e ch o s l a w i s ch e Sozial« demokratie durch den Tod ihres Organisators und Partei- sekretärs Anton Bruha erlitten. Seinem Begräbnis in Prag wohnten viele Tausende Proletarier bei. pottzeiliche», Gerichtliches usw. Der beleidigte Amtsvorsteher. Einen Monat Gefängnis erhielt der verantwortliche Redakteur Genosse Franz von der„Schlestichen Bergwachl" in Waldenburg. In unserem schlesischen Parteiblatt war behauptet worden, der AmtSvorsteher de» Breslauer Landkreises habe einem sozialdemokratischen Zeitungskolporteur eine ehrenrührige Frage vor- gelegt. Der Amlsvotsteher bestritt diese Aeußerung unter seinem Eid und infolgedessen erfolgte die Verurteilung. Jugenöbewegung. Berufojugendpfleger. Ein Artikel des Amtsgerichtsrats Landsberg in der„Kölnischen Zeitung"(Nr. 300) verlangt die vermehrte Anstellung von Berufs- jugendpflegern, da die Lehrer nun schon so überlastet seien, oaß ihnen keine freie Stunde mehr zur Erholung und zur Fort- bildung bleibe. ES wird für jede Stadt von über 10 000 Einwohnern mindestens ein BerufSjugenopfleger verlangt. Als Musteranstalt für die Ausbildung wird das„Seminar für Jugendpflege" in Traben an der Mosel empfohlen. Tort wird sowohl körperliche(Spiel, isport, Turnen, Wandern) Jugendpflege wie geistige(Kunst, Gesang, Musik, Biloer, Theater, Vor- trag, Bücherei, Geselligkeit und Erholung) theoretisch und praktisch geübt. Die ganze Ausbildung dauert drei Jahre. Aus diesem Seminar sind schon eine ganze Anzahl Jugendpflegcr in den Dienst von Kirchengemeinden, von Städten und von großen industriellen Werken getreten. Selbstverständ- Uch soll sich die ganze Tätigkeit dieser Jugendpslcger y e g c n die Sozialdemokratie r-chten. In dem Artikel heißt eS: „Denn der Staat kann nicht oulden, daß große Massen junger Arbeiter planmäßig zu einer Gesinnung herangezogen werden, welche unser Land nach außen wehrlos machen würde. Vorläufig hat nun der Staat im großen und ganzen indirekt gearbeitet.... Der Staat wird weiter gehen müssen. Er wird dafür positiv Sorge tragen müssen, saß die Erziehung zum Haß gegen Mitbürger und Staat, welche destruktive Arbeit ein großer Teil der sozialdemokratischen Jugendpflege leistet, a u f h ö r t." Tic Berufsjugendpfleger sollen also das leisten, was der «taat mit seinen Geivaltmitteln bisher nicht fertig bekommen konnte. Das ist selbstverständlich ausgeschlossen, aber als Merkmal für die Enitoickelungslinie der bürgerlichen Jugendvflege verdient diese planmäßige Ausbildung von Jugendpflegern immerhin Beachtung._ Ms ZnSustrie und Kandel. Die Ävuzcntratiou iu der Kaliiudnftrie. Dem Kalisyndikat gehörten am 1. Januar ISU insgesamt 167 Werke an, deren BeteiligungSziffer zwischen 12.2139 Tausendstel für Werk Vienenburg II deS preußischen FiSkuS und 0,3860 Tausendstel für Werk Ransbach schwanken. Scheinbar ist demnach in der Kali- Industrie eine sehr starke Zersplitterung der Werke vorhanden. In Wirklichkeit sind aber die meisten Werke untereinander zu Konzernen und Interessengemeinschaften verbunden. So gibt eine Zusammen- stellung der Mitteldeurschen Privatbank in Magdeburg in ihrem eben erschienenen„Kali-Handbuch 1913* unter Berücksichtigung der mehr als 20 Tausendstel Beteiligung umfassenden Konzerne folgende» Bild: Beteiligung Deutsche Kaliwerke(Südharz-Konzern) 18 Preußischer Fisku*....... 11 Westeregeln-Konzern...... 11 Wintershall-Konzern...... 12 Wilhelmsball-Konzern...... 10 B urbach-Konzern........ 8 Heldburg-Könzern....... 8 Neu-Staßfurt-Konzern...... 7 Ronnenberg-Konzerns...... 3 Glückauf- Sondershausen..... 5 Solvay-Werke......... 5 «nhaltischer Fisku«....... 4 Alexandershall-Konzern..... 3 Aschersleben-Sollstedt...... 3 Salzdetfurth......... 4 Hugo-Konzern........ 3 Zusammen: 16 Konzerne 115 714.2749 Tausendstel Bon insgesamt 167 am Kalisyndikat beteiligten Werken beherrschten alio 16 Konzerne(mit 115 Werken) rund drei Viertel der Kaliproduktion.___ Keine Besserung der Konjunktur. Der Stahlwerkverband berichtet über die Geschäftslage: Im Jnlandgeichäft von Halbzeug sind seit dem letzten Berichte erhebliche Aenderungen nicht eingetreten. Die Beschäftigung der Verbraucher läßt noch immer zu wünschen übng. Der Auslandsmarkt liegt ruhig. In Großbrilannien sind zwar die Schiffswerften und Konslruknonsanstalttn noch gut mit Arbeit versehen. Dagegen stockt das Geschäil in verzinkten und Weißblechen, da noch im Abruf Vorsicht und Zurückhaltung be- obacktet wird. An Eisenbahnmaterial hoben die preußischen Staats- bahnen weitere Mengen Klemeisenzeug für das Rechnungsjahr 1914 nachbestellt. Von deutschen Kleinbahnen find verschieden« Aufträge eingegangen. Weiter« sind in nächster Zeit zu erwarten. DaS Geschäft mit den südamerikanischen Staaten ist infolge der dortigen mißlichen Finanzverhälmisse gegenwärtig etwas st i l l e r. Das Auslandsgeschäft in Grubenschienen wird nach wie vor durch den belgischen Weit- bewerb in den Preisen scharf u m st r i t t« n. In Rillenickienen gingen sowohl für das Inland wie für das Ausland in den letzten Wochen größere Bestellungen ein.- Dos Formeliengeslbäst im In- lande wurde von März ab lebhafter und der Versand zeigte unver- kennbare Besserung Die Bautätigkeit ist nach den vorliegenden Berichten reger geworden; eS hat auch den Anschein, al» ob die Verwaltungen der größeren Gemeinden nunmehr in größerem Um» fange als bisher die Beschaffung billigerer Baugelder, namentlich für zweite Hypotheken, sich angelegen sein lassen, um die Bautätigkeit zur Beseitigung der vielfach bestehenden Wohnungsnot anzuregen. Im Auslande hat der Absatz ebenfalls eine Zunahme t-.-ahren. Aus dem Petroleuwkouzeru der Deutscheu Erdöl-A.-G. Die rumänischen Gefellschaften.Credit PetroliferV Gesellschaft zur Förderung der Entwicklung der rumanischnt Petroleumindustrie und.Bega*, rumänische Petroleumraffinerie Aktiengesellschaft, Bukarest, von denen die Deutsche Erdöl-Sktien- gesellichast die Majorität de» Aktienkapitals befitzt, erhöhen ihre Dividende. Der„Credit Petrolifer* erzielte einen Reingewinu von 919 850 Lei Kohlen, die zu einem Mieter gebracht werden sollten. Als der Kohlen Händler sich gegen 6 Uhr mit seinem Handwagen aufmachte, um die Bestellung auszusühren, stellte sich heraus, daß die betreffende Mieterin niemand beauftragt hatte, in ihrem Namen Kohlen zu be stellen. Als der Händler wieder auf der Straße erschien, war sein Handwagen verschwunden. Der Gauner dürfte sein Treiben Zweifel los wo anders zu wiederholen suchen. Z! Vorortnachrichten. Stürmische Szenen in üer Charlottenburger Staütverorönetenversammlung» In der Stadtverordnetenversammlung am Mittwoch ging es ungewöhnlich stürmisch her. Anlaß dazu bot freilich nicht der zur Beratung stehende Gegenstand, die MagistratSvorlage betreffend Ausgestaltung des Witte nbergplatzes, sondern die von dem Kommunalen Frauenverein entfaltete Agitation gegen die geplante Aufhebung des Wochenmarktes auf diesem Platze. Der Magistrat hatte bei den Stadtverordneten die Genehmigung der gärtnerischen und künstlerischen Ausgestaltung des Wittenbergplatzes und in Verbindung damit die Aushebung des Wochenmarktes beantragt- Der zur Vorberatung eingesetzte Ausschuß hatte die Annahme der Vorlage empfohlen. Gegen diesen Beschluß hatte der Kommunale Frauenverein die ganze bürgerliche Presse mobil gemacht, wobei er es an maßlosen llebertreibungen nicht fehlen ließ. So wurden die Anhänger der Magistratckborlage als unselbständige und von Bor- urleilen befangene Männer hingestellt und die Behauptung in die Welt hinausposaunt, daß der Wochenmarkt in dieser reichen Gegend eine volkswirtschaftliche Einrichtung von höchster Bedeutung sei, die zur Erleichterung der Lebenshaltung der Bevölkerung beiträgt. Die Plenarberatung wurde eingeleitet durch den liberalen Stadtverordneten Bergmann, der namens der Mehrheit seiner Freunde für die Beibehaltung des Marktes eintrat und gegen den Magistrat den Vorwurf erhob, daß er in der Presse die Nachricht verbreitet habe, die Polizei sei auch ohne Zustimmung der Stadt- verordnetenversammluug berechtigt, aus verkehrspolizeilichen Gründen den Markt aufzuheben. Die liberale Fraktion sei über die Art und Weise, wie der Magistrat die Presse einseitig unterrichtet Hab«, sehr verstimmt. Stadtverordneter Granitz« von den Unpolitischen fuhr das schwerste Geschütz für die Magistratsvorlage auf, indem er u. a. gegen die Presse zu Felde zog, die falsche D a r st e l l u n g e n ge- bracht habe und die zum großen Teil eine seile Dirne sei. lieber diese Bemerkung, die, wenn sie auch in ihrer Allgemeinheit nicht zutrifft, so doch einer gewissen Berechtigung nicht entbehrt, war die bürgerliche Mehrheit recht ungehalten. Ihre Erregung, die sich in lärmenden Zwischenrufen Luft machte, legte sich erst, nach- dem der Vorsteher dem Redner, der seine Aeußerungen nicht zurücknehmen zu können erklärte, einen Ordnungsruf erteilt hatte. In die Debatte griff auch Genosse Dr. Borchardt ein. Er erklärte, daß seine Freunde geteilter Ansicht seien. Auf keinen Fall aber sei die Frage der Aufhebung oder der Ausgestaltung des Platzes geeignet, eine derartige Erregung hervorzurufen. ES handle sich um eine reine Zweckmäßigkeilsfrage, die man so oder so beurteilen könne, bei der man es aber vermeiden solle, diejenigen, die anderer Meinung sind, beinahe zu beschimpfen. Nach weiterer kurzer Debatte, die dem Bürgermeister Dr. Mai er Gelegenheit gab, den Rechtsstandpunkt auseinanderzusetzen, wonach der Magistrat berechtigt sei, allein mit Zustimmung der Polizei- behörde den Markt aufzuheben, ohne die Stadtverordnetenversamm- lung zu hören, wurde die MagistratSvorlage abgelehnt. Das gleiche Schicksal hotte ein Antrag, der die Annahme der Magistrats- vorläge mit der Maßgabe wünschte, daß die Aufhebung des Wochen- marlteS so lange unterbleibt, bis ein anderer zur Unterbringung des Marktes geeigneter Platz gefunden worden ist. Der Markt auf dem Wittenbergplatz bleibt also erhalten. Vorher hatte die Versammlung eine dringliche Vorlage be- treffend Begebung der zweiten Abteilung der Anleihe vom Jahre 1912 genehmigt. Der Magistrat hat hierdurch die Ermächtigung er- halten, die zweite Abteilung der Anleihe im Betrage von tO OOO 900 M. zum Kurse von 96,17 Proz. freihändig an ein unter Führung der Deutschen Bank stehendes Konsortium zu begeben. In der nichtöffentlichen Sitzung vollzog die Versammlung eine Reihe von Wahlen, darunter die des Genossen Borchardt in die Schuldeputation. Borchardt war bereits vor Jahren einmal in die Schuldeputation gewählt, aber nicht bestätigt worden._ Das Schöneberger Grtsstatut zum Schutze öes Staötparks für ungültig erklärt. In zwei bemerkenswerten Enlscheidungen, wobei eS sich um die Frage handelte, ob die Stadt Schöneberg das Recht hat, durch Orts- statut die Anlage von Gartenlokalen in unmittelbarer Umgebung jwS Schöneberger Stadtparks zu verbieten, hat der Bezirksausschuß Berlin zu u n g u n st e n des S ch ö n e b e r g e r Magistrats erkannt. Die betreffende grundlegende Bestimmung des Ortsstatuts -um Schutze des Stadtparks wurde für ungültig erklärt. Die Besitzerin eines Cafes in der Freiherr-vom-Slein-Stroße am Schöneberger Stadtpark hat die auf der andern Seite der Straße, Ecke Jnnsbrucker Straße unmittelbar am Sladtpark gelegene Fläche auf acht Jahre gepachtet, um dort ein selbständiges Garreneafö an» -uleaen. Um die Anlage eines CafSgartenS an dieser Stelle unter llen Umständen zu verhindern, beschlossen die städtischen Behörden Sckvnebcrgs in geheimer Sitzung am 28. Oktober v. I. auf Grund �es Gesetzes gegen Verunstaltung ein Ortsstatut, wonach in �er unmittelbaren Umgebung des Stadtparkö Gartenlokale nicht errichtet>v e r d e n dürfen. vim 29 Oktober wurde dies OrlSstatut bereis genehmigt unb am 30. Oktober trat es in Kraft. Infolge dieser Sachlage untersagte der Schönebergcr'Polizeipräsident den' Bau der großen Gartenhalle. Der Bezirks auSschuß erkannte aus Klage dahin, daß das Projekt dem Charakter einer Wohngegend nicht widerspreche. Seine Ablehnung durch den Polizeipräsidenten und Magistrat sei eine ungerechtfertigte Schädigung des Eigentümers. Ueberdies hat, wie es in der Entscheidung beißt, der Schöneberger Magistrat früher selbst die Errichtung eines eigenen C a s e s am Stadlpark geplant. Der Bezirksnusichuß hob infolge- dessen die Verfügung des Schöneberger Polizeipräsidenten auf. In der zwenen Verwallungsstreitklage über dieselbe Sache hob der Bezirksausschutz gleichfalls die Verfügung des Schöneberger Polizeipräsidenten auf, durch die eine bereits früher erteilte Bau- genehinigung zurückgenommen wurde. In den Gründen heißt es: „Die Ausführungen, die Klägerin über Entstehung und Zweck dieses OrtsstatutS, die Schnelligkeit, mir welcher es erlasse» ist. die unterlassene Befragung der Anwohner macht, sind unerheblich, weil sie die Gültigkeit des Orlsstatuts vom 28. Oktober 1913 und seine Anwendbarkeit für den Verwaltungsrichter nicht berühren. Allein es mußte trotzdem der Klage stattgegeben werden, weil die Rücknahme der Baugenehmigung sich ausdrücklich und ollein auf eine Bestimmung des Ortsstatnis stützt, welche nicht für gültig erachtet werden konnte. Das Ortsstalut stützt sich auf den Z 4 des Gesetzes gegen die Verunstatiung von Oltschaften vom 15. Jult 1907. Wenn auch mit Zustimuliing der Stadlverordnetenver'ammlung ergangen, vom BeziikSauSschuß zu Potsdam genehmigt, so hält es sich doch nicht an die Besltm- mungen des§ 4 dieses Gesetzes in allen seinen Teilen. Es ist nicht ersichilich, woraus die Gemeinde die Befugnis herleitet, ohne Rück- ficht auf die A r t d e r B e b a u u n g Gast- oder Schankivirrschaflen zu verbieten. Nirgend ist aus dem Gesetz erkennbar, daß Eingriffe in die BenutzungSart an sich nicht verunstaltender Gebäude gestattet iverden sollten. Es ist serner anS dem Gesetz ersichtlich, daß eine allgemeine Verhinderung gewerblicher Be- lätigung innerhalb der Bauten nicht Gegenstand des Orlöstatuts sein kann. Das Ortsstatul könne nur solche baulichen Maßnahmen bekämpfen, die störend auf das Auge wirken. Es kann in dieser Hinsicht auf die Ausführungen des OberverwaltungSgerichis in der Entscheidung vom 19. Mai 1911 hingewiesen werden, wo ein- gehend aus Inhalt und Entstehungsgeschichte des Gesetzes dargeton ist. die Absicht sei dahin gegangen, für LandhauSbezirke der Aesthetik des Auges einen weiteren Schutz zu gewähren. Deshalb hat dort der höchste Gerichtshof ein Statut, welches die Errichtung gewerb- blicher Anlagen, die durch ihren Betrieb schädliche Dünste, üble Ge- rüche und starken Rauch verbreiten oder die Umgebung durch großen Lärm und ungewöhnliches Geräusch belästigen, als nicht dem Gesetze eutspiechend erachtet. Ebenso hat es eine ähnliche Bestimmung in der Entscheidung vom 27. Juni l9ll bezüglich eines Ortsstaiuis für ein Landhausviertel für ungesetzlich erklärt. Der beklagte Polizeipräsident hat bei Erteilung der Bauerlaubnis dies zutreffend beachtet, da er eine besondere Bedingung dahin gestellt habe, daß. falls der Betrieb auf dem Grundstück zu berechtigten Klagen über Geräusche, Gerüche. Rauchbelästigung usw. Veranlassung gebe, seitens der Inhaberin sämtliche Maßnahmen zur Abstellung zu ireffen seien, die das Polizeipräsidium für erforderlich erachte, und da er ferner den Berkehr der Angestellten über die Straße nach dem Cafvgarten unter allen Umständen untersagt hat." Da der Magistrat Schöneberg gegen diese Entscheidung deS Bezirksausschusses Berufung eingelegt hat, wird die Frage demnächst noch das Oberverwaltungsgericht beschäftigen. Neukölln. Sonntag, den 26. April, findet die erste VormitlagSspielpartie nach dem Plänterwald statt. Treffpunkt morgens 3 Uhr am Rathaus (Erkstraße). Mittwoch, den 29. April nachmittags: Spielausstug nach Treptow. Treffpunkt nachmittags 2 Uhr am Wildenbruchplatz. Um rege Beteiligung, wird ersucht. Köpenick. „Der gemeinnützige Wohiiungsbau zur Linderung der WohnungS- not" lieber dieses Tbema wird in einer heule Freitag, abends 8�2 Uhr, von der Baugenossenschaft„Selbsthilfe", Köpenick, nach dem Stadtthealer einberufenen öffentlichen Versammlung Herr Schriftsteller Roberl Breuer referieren. Die Einberuferin ersucht die Bevölkerung um regen Besuch der Versammlung. Steglitz-�riedenau. Die vom Arbeitrrgesangverein Steglitz-Friedenau für Sonntag- vormittag 19 Uhr einberufene öffentliche Propagandaversammlung kann, da die Polizei Einspruch dagegen erhoben hat, nicht um 10, sondern erst um 12 Uhr mittags im Katser-Wilhelm-Garten abgehalten werden. Es wird um rege Beteiligung ersucht. Rernickendork. Welch schmerzliche Gefühle die Prügel auslösten, die sie von unseren Genossen in der letzten Gemeindevertretersitzung erhielten, verraten die„Bürgerlichen" in dem von ihnen neuerdings als Sprachrohr benutzten Reinickendorfer Amtsblättchen. Die von unseren Genossen durchgesührte Entlarvung findet in der Einwohnerschaft lebhaftesten Widerhall. Es regnet jetzt den Herr- schaften stark in die Pude. Am Sonsttag erschien bereits in der Reinickendorfer Rundschau" eine Aufforderung zur Sammlung gegen die Bürgerliche Fraktion. Und eine Versammlung der Vor- stände aller kommunaler Vereine, in der die Stellungnahme der Bürgerlichen Fraktion aufs schärfste verurteilt wurde, beschloß, die Vertreter der 2. Wählerklasse aufzufordern, aus der Bürgerlichen Fraktion auszuscheiden. Tie in Frage kommenden Gemeindever- treter waren eingeladen worden, um ihre Stellungnahme zu recht- fertigen. Um ihre Mitglieder aus dieser peinlichen Situation zu befreien und ihr Fernbleiben als genügend begründet erscheinen zu lassen, berief die Fraktion zur gleichen Zeit eine Fraktionssitzung ein. In dieser sollte zu den Ereignissen der letzten Gemeindevertreter- sitzung eine entsprechende Erklärung beschlossen werden. Schon jetzt wird, um den Aufruhr zu beschwichtigen, der Oeffentlichkeit vor- gelogen, daß schwerwiegende interne, mit der Eingemeindung zu- sammenhängende Gründe die Stellungnahme der Fraktion bedingt haben. Unsere Genossen hätten die Absicht gehabt, einen Konflikt mit dem Gemeindcvorstand herbelzuführen oder in die Bürgerliche Fraktion einen Keil zu treiben, um der Eingemeindung Schwierigkeiten zu bereiten. Genau wissen eS also die Herren noch nicht, welche von den beiden Möglichkeiten ihren dema- gogischcn Zwecken nützlicher zu werden verspricht. ES wird sich schon noch herausstellen, wem wir die Eingemeindung„verekeln" wollten. Diese lächerliche Behauptung ist denn auch von der Oeffent- lichkeit mit der gebührenden Heiterkeit aufgenommen worden. Die Einwohner Reinickendorfs sind über die wahren Motive der Ab- stmmung�der Bürgerlichen Fraktion hinlänglich genug informiert. Sie wissen auch, daß die Sozialdemokraten die eifrigsten, konsequentesten und vor allen Dingen uneigennützigsten Vorkämpfer für die Eingemeindung nach Berlin sind. Im übrigen hat die Affäre der Bürgerlichen Fraktion bereits das erste Opfer gekoster. Herr Bankbeamter Nikolaus hat sein Amt als Ge- meindevertreter niedergelegt. Er wurde vor zwei Jahren mit Hilse der„Alten" gegen die bürgerliche Opposition gewählt, schloß sich auch der Bürgerlichen Fraktion an, geriet aber, ie länaer, je mehr, mit ihr in Widerspruch. Tegel. Aus der Gemeindevertretersioung. Zunächst wurden die wieder» resp. neugewählten Verordneten vom Bürgermeister Stritte in ihr Amt eingeführt, darunter unsere Genossen M a s s a und Meyer. ö daß nunmehr mit den bisherigen Genossen Halses, Rentner und Radunz die gesamte 3. Klaffe durch unsere 5 Genossen vertreten wird. Nach einer Begrüßungsrede teilte der Bürgermeister mit, daß er in Verfolg einer früheren Anregung mit den Militärbehor- den Fühlung genommen habe, um eventuell Soldaten nach Tegel zu bekommen. Die Anforderungen,' die hierbei zu erfüllen k wären, seien ziemlich groß: für ein Bataillon etwa 2t,i bis 3% Hektar Land. Wie jedoch vom Kriegsministerium unterm 39. März 1914 mitgeteilt worden� sei dort zurzeit eine Hierherverlegung einer Garnisonsabteilung nicht beabsichtigt. Herr Stritte hat hier- aus jedoch geantwortet, daß die Gemeinde wünsche, für später berücksichtigt zu werden. Weiter gab der Bürgermeister von dem Schreiben eines Tegeler Maurers Kenntnis, in dem auf die große Arbeitslosigkeit Bezug genommen und eine größere Berücksichtigung Tegeler Einwohner gewünscht wird, wie es z. B. Berlin tue. Herr Stritte anerkannte die Berechtigung der Forderung des Petenten, jedoch werde dem schwer Rechnung zu tragen sein; er wolle indessen daraus bei den Unternehmern hinwirken, wie auch jetzt schon bei einem bestimmten Vertrage(Schühler) darauf Rücksicht genommen sei. Bei anderen am Orte befindlichen Firmen wolle er dieserhalb vorstellig werden und eventuell in der Zeitung eine entsprechende Notiz veranlassen. Genosse Halses kam a»f seine früheren Anregungen zurück. Damals sei ihm stets der freie Wettbewerb als maßgebend entgegengehalten worden. Er verwies besonders auf die neueren ausgeführten Bauten, wo fast ausschließlich andere als Tegeler Arbeiter beschäftigt worden seien. Die. in Aussicht gestellte Anregung sei anzuerkennen und mit dem nötigen Nach- druck könne auch Abhilfe erreicht werden.— Eine längere Debatte riefen die Anträge der Gemeinden Reinickendorf, Wittenau und Pankow aus Leistung von Zuschüssen zu den S ch u l- lasten hervor. Pankow motiviert seinen Anspruch mit dem Hin- weis auf die Notwendigkeit, jetzt bereits 23 Klassen mehr unter- halten zu müssen, als es selbst brauche; dies mache einen Betrag von 4774 M. pro Klasse oder insgesamt 199 799 M. aus, auf Tegel käme hiervon ein Anteil von 3528 M. Auch Reinickendorf und Wittenau haben gleichlautende Anforderungen gestellt. ErstereS fordert nicht weniger als 31 819 M., letzteres(besonders sür Borsig- walde) 31 944 M., so daß von Tegel allein sür Schulzuschüsse plötzlich rund 79 999 M gefordert werden. Der Bürgermeister empfahl zunächst, diese Anträge glatt abzulehnen uns abzuwarten, was darauf geschehen werde. In Angemessenheit des geforderten Be- träges nach§ 53 des Kommunalabgabengesetzes empfehle es sich, einen Beschluß des Kreisausschusses herbeizuführen Auch dürfte es sich' nötig machen, eine Gegenrechnung, besonders Wittenau- Borsigwalde gegenüber, auszumachen, und endlich, wenn nötig, auch nicht davor zurückzuschrecken, die großen Firmen wie Borsig zum Beispiel zu veranlassen, ihre Arbeiter zu Massen-Wohnungskündi- gungen in den beregten Orten aufzufordern. Es seien Repressalien in Erwägung zu ziehen, da zu befürchten stände, daß noch andere Anforderungen gestellt werden könnten. Direktor U n g e r vom Borsigwerk schloß sich dem an und empfahl, der Ablehnung eine Begründung beizugeben. Genosse Halses meinte, die angeregte Gegenrechnung würde ausgleichend wirken. Im übrigen wandte er sich gegen die Androhung der Massenabwanderung der Arbeiter. Auch Genosse M a s s a hielt diese Massenflucht für praktisch un» möglich und unwirksam. Er erwarte einen Ausgleicki der Schul- lasten durch den Kommunalzweckverband von Groß-Berlin. Tie drei Anträge wurden denn auch von der Vertretung abgelehnt.— Zum Schluß der öffentlichen Sitzung erging sich der Bürgermeister noch in längeren, allgemein beifällig aufgenommenen Ausführungen über die Einsetzung von sogenannten Verwaltung?- k o m m i s s i o n e n. um auch in Tegel das schon anderwärts prak- tizierte kollegiale Verwaltungsprinzip in Anwendung zu bringen. Obwohl die Landgemeindeordnung derartige Kommissionen nicht vorsehe, dieselben auch besondere Berwaltungssunktionen neben dem Gemeindevorstand nicht erhalten sollen, wäre es doch nötig, daß diese Kommissionen die wesentlichsten Dinge vorberaten, ihre Beschlüsse sollten dann der Verwaltung als maßgebende Unter- lagen dienen. Vorgesehen waren eine ganze Reihe Kommissionen, doch einigte sich die Vertretung nach kurzer Debatte, zunächst auf einen Wahlausschuß von drei Personen, dem aus jeder Wähler- klaffe ein Vertreter, und zwar die Herren v. Borsig, Kittkc und Genosse Halses angehören, zu denen als Vorsitzende zwei Herren deS Gemeindevorstandes hinzutreten. Dieser Ausschuß soll dem- nächst Vorick'läge für die einzelnen Kommissionen machen und zur nächsten Sitzung einen genaueren Arbeitsplan feststellen. Diese Neuerungen dedeuten einen beachtlichen Umschwung, wie das von unseren Genossen besonders anerkannt wurde, da bisher die Ver- tretung allzu häufig ver vollendete Tatsachen gestellt worden ist.— ES folgte noch eine längere vertrauliche Sitzung. Der Verein„Arbeiterjugendheim" für Tegel und Borsigwalde hält am Donnerstag, den 39. April, eine Generalversammlung ab. Tagesordnung: Geschäftsbericht und Wahl deS Vorsitzenden. Bernau. Am Sonnabend, den 25. April, abends 8'/, Uhr, findel im Re- staurant Geiellschaftshaus(Inhaber Modisch), Kaiserstraße, ein Eltern» abend, bestehend aus Festrede, Rezitationen, Gesang(Männer- und gemischter Jugendchor), sowie darauffolgendes Familienkränzchen statt. Die Arbeiterschaft von Bernau wird ersucht, sich mit ihren er« wachsenen Töchtern und Söhnen zahlreich einzufinden. Progranim für Erwachsene 29 Pf. Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Eintritt. Pankow. Dir Nachwahl, welche sich durch die Ungültigkeitserklärung der Wahl uniereS Genossen Schindler im vierten Bezirk no>wendig ge- macht hat, findet wiederum an zwei Tagen, und zwar am Sonn- tag, den 19. Mai, vonmittagS 12 bis abendS5Uhr undamMontag. den 11. Mai, von mittagSl2biS abends 7 Uhr statt. Die Wähler erhalten noch besondere Ein- ladunge». Wer einige Tage vor der Wahl noch nicht im Besitze derselben ist. kann sie im RalhauS, Zimmer 25. persönlich in Empfang nehmen. In einer kurzen Sitzung wurde am DienStag von der Gemeinde- Vertretung die Einführung der neu- reip. wiedergewählten Gemeinde« Vertreter, sowie die Wahl von Schiedsmännern und Schiedsmanns- stellvertretern, zweier Mitglieder der Schuldeputation und eines Mit- gliedes der GeiundheitSkommiision vollzogen. In seiner Ansprache an die neu eingeführten Gemeindevertreter hielt Herr Bürgermeister Kühr es für geboten, erster« zu ermahnen, dem von einem der ausgeschiedenen Vertreter in der Wahlbewegung zum Ausdruck ge- brachten Grundsatz der Bindung der Gewählten an eine bestimmte Marschroute nicht zu folgen, sondern dem Interesse der Allgemein- heit zu dienen. Diese interessante Wendung war an die Adresse der Bürgerlichen gerichtet.— Nach voraufgegangenen wiederholten Be- ralungen im Plenum wie in den Kommissionen entschied sich dann die Vertretung für Verwendung von Kupierschlackensteine als Pflastermateriol für die Schulzestraße. Der öffentlichen folgt- noch eine geheime Sitzung. Pankow-Niederschönhause». .®c,rc'" SM'itojugMiblleiBt veranstaltet am Sonnabend, den 25. Aprrl, abends 8 /, Uhr, im Restaurant Meißner, Pankow. Schloß- üroge 2, emen geselligen Abend mit Rezitation. Vorträgen und Tanz. Die Mitglieder werden ersucht, recht zahlreich sich hieran zu beteiligen und die Arbeiterjugend auf dies« Beranstallung ausmerliam zu machen. Die Mitgliedskarten sind al« Legitimation vorzuzeigen. Eintritt fre,. Spiel und Sport. Radfahrer. Arbeiter-Radfahrer-Buntz.Solidarttöt». Mitgliedschaft Serl«» Tourenplan zum Sonntag, den I6. April. SUst Frühtouren fallen au»! TrefspunN zur A g i t a t i o n srüb S llbr an den bekannten Stellen NachnnttagStouren der 1.. L.. 5., 7., 9 Mt. nach Potsdam(zriedrich». garlen am Bhs. Charlottenhos). Sö Ps. Fahrgeld Ä Siadtbahn. Start«: 12'/, Uhr an du» dctmoleu Nr. 111. 31. Jahrgang. Organisationszwang 3. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. und Organisationsfreiheit. Freitag, 24. April 1914. erklärte:„ Rein, das tue ich nicht, lieber nehme ich mir das Leben!" Der Angeklagie Ergleben wird von der Anklage der Bestechung Ein Fräulein Fadel, mit der Dr. Gorodisti bis ein Jahr vor freigesprochen. seinem Tode in freundschaftlichem Verkehr gestanden, hatte Kennt- In der Begründung hob der Verhandlungsleiter hervor, daß nis davon erhalten, daß Dr. G. mit den beiden Schwestern Holzte das Gericht auf Grund der Beweisaufnahme zu der Ueberzeugung in sehr freundschaftlichen Beziehungen stand. Als sie eines Tages der Schuld der beiden ersten Angeklagten gelangt ist. Es gingen in Abwesenheit des Dr. G. aus einem Schrank etivas heraus- schon seit Jahren die Gerüchte, daß die Beamten auf den RennDie Gesellschaft für soziale Reform veranstaltete am Mittwoch nehmen wollte, fiel ihr ein Brief der Grete Holzke in die Hände, pläßen parteiisch verfuhren. In der frechsten und schamlosesten abend in Berlin eine öffentliche Versammlung mit dem oben in dem sie dem Dr. G. Liebeserklärungen machte und sich bereit Weise gingen die Buchmacher in nächster Nähe der Angeklagten genannten Thema, der auch Geheimrat Sinfart vom Reichsamt erklärte, in intime Beziehungen zu ihm zu treten. Vorsitzender: zu Werke, und sie wurden nicht festgenommen. Den Angaben des Innern beiwohnte. Der erste Referent, Professor France Na, da waren Sie wohl eifersüchtig, das ist ja begreiflich. Friedländers hat das Gericht geglaubt. F. hat offen den Er von der„ Sozialen Pragis", erinnerte unter anderem daran, daß Beugin: Ich habe ihm Vorhaltungen gemacht; er erflärte aber: Beamten ins Gesicht gesagt, daß sie bestochen worden seien. cin nicht zustandegekommener Gesezentwurf Bismards" Das ist ja ganz ausgeschlossen; die Holzkeschen Mädchen sind sehr verlangte eine Klage wegen Beleidigung. Dies geschah nicht. Auch nette Mädels und die Agnes versteht sich mit ihnen vortrefflich. 1876 das volle Koalitions- und Streifrecht nicht nur den gewerb- Vorsißender: Dr. Gorodiski hatte wohl überhaupt viel Damen- Glauben. Besonders hat Schulz in dem Falle, in dem ihm von den Aussagen des Wachtmeisters Schulz schenkt das Gericht vollen lichen, sondern auch den landwirtschaftlichen Ar- verkehr und Mädchen sehr gern? Zeugin: Das weiß ich nicht. den Buchmachern Geld zugesteckt wurde, im ganzen 160 M. erhalten. beitern und Dienstboten geben wollte.... In milder Später wurde ihm in zwei anderen Fällen Geld zugesteckt. Damals Form, aber um so schärfer in der Sache, legte er dann die planmuß Haneberg geschen haben, wie dem Schulz Geld zugesteckt wurde. mäßig vom Staat geübte Rechtsungleichheit gegenüber Arbeitern Er muß auch gesehen haben, wieviel ihm zugesteckt worden ist. Die und Unternehmern dar; man habe noch nie gehört, daß noch so Tatsachen, die von Schulz aufgestellt worden sind, bleiben bestehen, politisch arbeitende Unternehmerverbände für politisch erklärt mag er sich auch vielleicht in der Person der einzelnen Buchmacher worden sind! Alle möglichen Institutionen und Kammern für täuschen. Es sind insgesamt dem Schulz 240 M. von Buchmachern zugesteckt worden. Das ganze Bild, das wir nach dieser Richtung Unternehmerinteressen hat der Staat geschaffen, die ganze gesetzhin gewonnen haben, die zweifellos einwandfreien Aussagen des liche Arbeiter vertretung sind Beugen Isaak, die Angaben des Schulz usw. zwingen zu der Annahme, daß sich die die Gesellenausschüsse bei den Innungen! Keine Organisation kann ohne einen gewissen Zwang nach innen und außen auskommen, am wenigsten die größte Organisation: der Staat, der tausendfach oft sehr lästig empfundenen Zwang zur Erreichung seiner Zwecke übt. Und welcher 3wang besteht für die Zugehörigkeit zur Innung! Vom Zwang, ja Terrorismus der Berufs- und Standesehre siehe den gesezwidrigen Duellzwang wird aber nie gesprochen, sondern nur vom Gewerkschaftsterrorismus. Professor France verurteilt natürlich den sogenannten Werkstättenterror, den er so schildert, daß man unwillkürlich an die Väterlichkeiten in den Kasernen denken mußte. Freilich erkläre das mindere Recht der Arbeiter und der Unternehmerterror sehr viel und lasse es milder erscheinen.„ Streitbrecher", von Arbeitern gerufen, koste Gefängnisstrafe, von Aerzten gebraucht ist es strafloser Ausfluß berechtigten Standesbewußtseins! Eine Verschärfung des Ausnahmerechts gegen die Arbeiter würde nicht bessern, wohl aber revolutionäre Geheimbündelei züchten. In freierer Entwidelung liegt der Weg zum Heil. Fiele§ 152 der Reichsgewerbeordnung( strafloser und erfahloser Rücktritt von Lohnverabredungen usw.) fort, so wäre die Bindung an die Organisation staatlich sanktioniert und der 3wang verschwände. Der Ausnahmeparagraph 153 sieht die sonst im Strafgeses als milderud geltende Wahrnehmung eigener und berechtigter Interessen als erschwerend an und läßt nur Gefängnisstrafe zu. Dieses Ausnahmegesch müßte beseitigt werden. Gegen Roheitsdelikte reicht das Strafgesek. Aber vergessen wir doch nicht die große Kulturtatsache der Arbeiterbewegung, die dem Staat wertvoll sein müßte als Gegengewicht gegen die oft ihm selber unheilvoll gewordene Sapitalstonzentration. Hoffnungsvoll sieht Professor Frande in eine Zukunft der Organisationsfreiheit. Soll sie uns von dieser Regierungsmethode kommen? Rechtsanwalt Dr. Fuchs: Ist der Zeugin bekannt, daß Dr. G. wertvolle Geschenke an Leute, die er gern hatte, zu machen pflegte? Hat die Zeugin nicht auch wertvolle Ringe von Dr. G. erhalten? Zeugin: Ja, er hat mir auch einmal einen Brillantring geschenkt. Borsitzender: Welchen Wert hatte denn der Ring 1000 M., 1500 M. oder wieviel war er wohl wert? Zeugin: I bewahre! Er mag vielleicht 240 M. wert gewesen sein. Bor: fizender: Haben Sie den Ring vielleicht jetzt an Ihrem Finger? Zeugin( etwas verschämt): Ja! Borsitzender: Dann zeigen Sie ihn doch mal her!( Heiterkeit.) Auf weiteres Befragen bestätigte die Zeugin, daß Dr. G. sich manchmal ungünstig über den Angeklagten Holzke ausgesprochen und ihn auch„ Schuft" genannt habe. Bezüglich seiner Brillantringe habe Dr. G. öfter gesagt, daß diese Ringe nur seine Kinder haben sollten. -Wenn die Gendarmen ſyſtematiſch pflichtwidrig benommen haben, und daß sie bestochen worden sind. Haneberg und Suchland sind wegen fortgesetter Bestechung zu verurteilen, Der Zeuge Karl Tippenhauer, ein früherer aktiver Offizier, denn solche Anzeigen liefen systematisch ein. Es ist aber nicht erfür den der Angeklagte Holzte geschäftlich tätig war, hatte es wiesen, daß mit hohen Summen bestochen worden ist. Wir haben auf dessen Ersuchen übernommen, der Frau Menke einen Ver- keine positiven Unterlagen für die Höhe der Bestechungsgleich mit Holzke vorzuschlagen. Dieser hatte dem Zeugen vor- gelder, und wir haben, um den Angeklagten gerecht zu werden, eine gerechnet, daß er nach seiner Meinung 3000 M. noch von der Frau Summe von 300 M. als beschlagnahmt angenommen. Die KorMenke zu fordern habe. Der Zeuge hat ihm gleich gesagt, daß ruption spottete, nach den Bekundungen einzelner Zeugen, jeder er in dieser Höhe wohl kein Glück haben werde und darauf hat Beschreibung. Wenn die beiden Angeklagten auch nicht hohe SumHolzte gesagt, daß er sich auch mit 1500 M. begnügen würde. Auf men bekommen haben, so befanden sie sich doch in der Gewalt der Grund des Anspruchs in dieser Höhe hat der Zeuge dann mit Buchmacher, sobald sie überhaupt etwas annahmen. Frau Mente auf dem Potsdamer Bahnhof verhandelt, als diese Bestechungen auch jahrelang gedauert haben, so hat das Gericht doch bergebens auf die Agnes zur Fahrt nach Harzburg wartete. Frau noch mildernde Umstände angenommen. Die Verführung war zu Menke, die auch von Holzke selbst bei dieser Gelegenheit ange- groß für Haneberg. Und Suchland ist das Opfer der Versuchung sprochen wurde, hat dies abgelehnt und sich schließlich nur zur und Verführung des Haneberg geworden. Bei der Strafausmessung Bahlung von 600 M. bereit erklärt. Nach Ansicht des Zeugen hat war dies zu berücksichtigen. Haneberg hat Suchland auf dem Ges Holzte an die Rechtsbeständigkeit seiner Forderungen geglaubt und wissen, und das mußte bei ihm strafschärfend in Betracht gezogen wiederholt darauf hingewiesen, daß der ganze Zuschnitt seiner werden. Die Angeklagten haben ihr Amt in der schnödesten Weise Lebenshaltung während des Aufenthalts der Frau Mente in mißbraucht. Sie hatten dafür zu sorgen, daß dem Buchmacherseiner Behausung sich sehr verteuert habe. gewerbe entgegengetreten wurde, doch haben sie es in gewissenloser Weise geduldet. Sie haben gezeigt, daß sie ihrer Stellung als Gendarmen unwürdig sind. Sie mußten daher degradiert und aus der Gendarmerie entfernt werden. Gegen den Angeklagten Ergleben liegen allerdings eine Reihe von Verdachtsmomenten vor, doch konnte das Gericht zu einem Schuldigspruch in diesem Falle nicht kommen. Wohl haben eine Anzahl von Buchmachern bezüglich seiner Person die Aussage verweigert. Mangels hinreichenden Schuldbeweises sei er jedoch freis gesprochen worden. Unter den weiter vernommenen Zeugen befand sich auch der Privatdetektiv Graeger, der von dem Rechtsanwalt Dr. Benjamin Verbleib der Agnes zu forschen. Er ist nach Harzburg gefahren bziv. dem Kaufmann Mente beauftragt worden war, nach dem und hat sich dort unter dem Namen Korn in demselben Hotel einquartiert, wo Frau Holzte und Ella wohnten. Er hat sich dann an beide gewandt und ihnen vorgestellt, daß es für sie doch am besten sei, wenn sie den Aufenthalt des Kindes angeben würden und es bezüglich ihrer Ansprüche auf eine Ziviltlage ankommen ließen. Er versprach ihnen 500 M., wenn sie die Tochter Agnes Die recht milde Verurteilten wollen gegen das Urteil Der zweite Referent, Magistratsrat Dr. Wölbling- Berlin, herausgeben würden, und sie erklärten sich auch bereit, taten aber wies ergänzend darauf hin, daß sonst nur Bedrohung mit einem so, als ob sie den Aufenthalt nicht wüßten. Frau H. erhielt von Berufung einlegen. Die Berufung geht an das OberkriegsVerbrechen strafbar ist bei Koalitionen( lies: bei Arbeitern) 400. sofort erhalten würde, sobald sie die Adresse des Kindes Reichsmilitärgericht zulässig. dem Zeugen 100 M. mit dem Sinzufügen, daß fie die anderen gericht. Vom Oberkriegsgericht ist alsdann Revision an das aber schlicht und einfach jede Drohung und wäre es eventuell die, angeben würde. Der Zeuge hat den Verdacht gehabt, daß sie die Die Militärgerichte bestehen im Gegensatz zu den Strafeinen Richtzahler auszuschließen! Die Zwangsmittel der Organi Adresse doch recht gut wußten und hat ihnen die 100 M. gewisser- gerichten der Zivilgerichte in der überwiegenden Zahl aus fationen stehen also auf sehr schwankendem Boden. Die Unter- maßen als Lockspeise hingegeben, und sie auf die Folgen der Ent- Nichtjuristen. Es sind aber in den Gerichten als Laien nur 19 nehmerberbände helfen sich mit Weitergabe der Dedungswechsel an führung, auf welche Strafe ſtehe, aufmerksam gemacht; fie blieben Offiziere vertreten, so daß diese Gerichte in noch schrofferer " gutgläubige" Einzieher. Die staatliche Bekämpfung des Verrufs aber dabei, daß sie den Aufenthalt des Kindes nicht wüßten. hält Dr. W. für richtig, denn Ehre und wirtschaftliche Interessen Der Zeuge ist dann mit Ella nach Berlin gefahren und bei dieser Weise als die Zivilgerichte gegenüber den einfachen Soldatent sollten nicht so zusammengeworfen werden. In seinen rechtlichen den Kriminalbeamten im Bett versteckt worden sei. Der Zeuge Gelegenheit hat lettere ihm erzählt, wie seinerzeit die Agnes vor als Klassengerichte wirken müssen. Das Gericht erster Instanz, das Kriegsgericht, Darstellungen berichtete der Redner auch, daß das österreichische ist dann in Berlin in die Pension der Frau Riepel gefahren, hat besteht aus einem Kriegsgerichtsrat und vier Gesetz Teuerungsverabredungen verbiete( wonach drüben natürlich dieser 20 M. gegeben und versucht, den Aufenthalt der Agnes zu Offizieren. Diese Offiziere bestehen, wenn der Anfein f. f. Sahn träht). Auch dieser Redner forderte mindestens ermitteln. Das war vergeblich, dagegen war bei Frau Riepel geklagte ein Gemeiner oder Unteroffizier ist, aus einem Major, eine Milderung des§ 153 der Gewerbeordnung, ein Tarifgefeß, aus Probstzella eine Karte von Margarete H. und der Agnes mit einem Hauptmann oder Rittmeister und zwei Oberleutnants. das den Tarifschiedsrichtern die Rechtsfindung erleichtere und ein den Worten„ Glüdlich angekommen" eingetroffen. Der Detektiv Arbeitsnachweisgesetz. Ganz utopisch schloß Dr. Wölbling mit der fuhr mit dem nächsten Zuge nach Probzella, stellte dort feit, dakit der Angeklagte ein Leutnant, Hauptmann oder Rittmeister, Forderung einer Zusammenfassung des ganzen Organisations die beiden jungen Mädchen noch in derselben Nacht nach Michenau werden als Offiziere ein Oberstleutnant, ein Major, ein gefahren seien. Der Detektiv eilte mit dem Nachtzuge dorthin und Hauptmann oder Rittmeister und ein Oberleutnant berufen. wesens durch den Staat( der würde es wohl am liebsten in einer ermittelte die Mädchen, die bei einem Herrn Stamberger, einem Ist der Angeklagte ein höherer Offizier, so werden nach§ 50 Dunkelzelle zusammenfassen) und nach gemeinsamer Arbeit des Verwandten der Frau Holzte, sich einquartiert hatten. Als der der Militärstrafgerichtsordnung näher bezeichnete höhere Staates mit den Organisationen.(?!) Eine Diskussion folgte, Beuge mit der Agnes nach Leipzig fuhr, soll diese gesagt haben, Chargen als Richter genommen. Ist der Angeklagte ein in der u. a. auch der Reichstagsabgeordnete Robert Schmidt daß die ganze Sache von Holztes inszeniert worden sei. Die General oder ein im höheren Range stehender Offizier, so sprach, der darlegte, wieviel schwieriger der Stand der Arbeiter- Aussage dieses Zeugen über die Bedingung, unter welcher er die werden als Richter von den Offizieren zwei Generale und Klasse in den Wirtschaftskämpfen ist. Er wies auch auf den 100 M. hingegeben, jezte die Angeklagte Ella H. in hochgradige Er„ modernen Rechtszustand" der Prügelstrafe für das„ Gesinde" hin. regung. Nachdem sie mehrmals laut geschrien:„ Ich ermahne Sie, zwei Generalleutnants zugezogen. Als Berufungsinstanz fungiert das OberEr tadelte Exzesse der Arbeiter, die die Arbeiterbewegung schädigen, die Wahrheit zu sagen!", bekam sie einen hysterischen Anfall. Sie die aber begreiflich sind aus der Erbitterung darüber, daß die schrie und weinte und erklärte fortgesezt mit erhobener Stimme: triegsgericht. Dies besteht aus 7 Richtern, und zwar „ Es ist nicht wahr!" Sie war nicht zu beruhigen; von ihrer Er- aus 2 Oberkriegsgerichtsräten und 5 Offizieren. Der Rang Arbeiter als minderen Rechtes behandelt werden, An einigen regung wurden auch die Mutter und die Schwester Margarete an- der Offiziere richtet sich in ähnlicher Weise wie bei den Kriegsfrassen Urteilen illustriert der Redner die heutige Rechtsgleichgestedt; es entwidelte sich ein dreifaches Weinen und Ausbrüche gerichten nach dem Rang des Angeklagten. Ist der Anheit" zwischen Arbeitern und Unternehmern in ihren modernsten der Verzweiflung, so daß nichts übrig blieb, als die Verhandlung geflagte ein Gemeiner oder ein Unteroffizier, fungiert ein preußisch- deutschen Erscheinungsformen und forderte für alle Or- auf einige Zeit zu unterbrechen und die erregten Angeklagten zu Oberstleutnant, 2 Majore, ein Hauptmann oder Rittmeister ganisationen der Arbeiter und Angestellten das Recht freier Ent- ihrer Beruhigung auf den Wandelgang führen zu lassen. faltung. Staatsanwalt erklärte, daß er die Anklage wegen Betruges in diesem Falle nicht aufrechterhalte. Die Verhandlung wurde hierauf auf Sonnabend vertagt. Im weiteren Verlauf sprach neben vielen anderen auch Herr Dr. Tewis, und stellte sich einleitend etwa als Vertreter( oder so ähnlich) des Gesamtverbandes der Metallindustriellen Deutschlands vor. Herr Dr. Tewis machte Der und ein Oberleutnant. Die Revisionsinstanz ist das Reichs militärgericht. Die Senate dieses höchsten militärischen Gerichts entscheiden in der Besetzung von vier militärischen und drei juristischen Mitgliedern. Nur wenn lediglich prozessuale Beoder Verlegung Ausführungen zur Frage des Stoalitionsrechtes sowie zur Frage Das Urteil in dem Bestechungsprozeß bürgerlichen Rechts in der Revision geltend gemacht werden, der gelben Werkvereine, die den Genossen Cohen vom Metallarbeiterverband veranlaßten, entschieden dagegen aufzutreten. Unter anderem bestritt Herr Dr. Tewis ausdrücklich, daß bei den organisierten Metallinduſtriellen ſatzungsgemäß Strafen verhängt werden können, deren Einziehung durch Sichtwechsel gesichert sei. Da die Zeit hernach zu weit vorgeschritten war( es war bereits Mitternacht vorüber), erklärte der Genosse Cohen, den Nachweis durch eine Veröffentlichung in der Presse führen zu wollen. Die Entführung der Javanerin. In der gestrigen Verhandlung bekundete das Dienstmädchen Gertrud Späth, daß Frau Holzte der Agnes zugeredet habe, doch lieber zu ihrer Mutter zu gehen; Agnes aber weigerte sich und Kreuzstern. + gegen die Gendarmeriewachtmeister. sind die Juristen in der Mehrzahl: Es entscheiden dann die Senate in der Besegung mit vier juristischen und drei miliNach sechstägigen Verhandlungen hat gestern nachmittag der tärischen Mitgliedern. Die militärischen Mitglieder des ReichsBestechungsprozeß gegen die Gendarmeriewachtmeister Haneberg, militärgerichts sollen mindestens im Range von Stabsoffizieren Suchland und Errleben vor dem Kriegsgericht der 2. Gardedivision stehen. sein Ende gefunden. In der Mittagsstunde wurde das Urteil durch Außer diesen regulären drei Instanzen bestehen bein den Verhandlungsleiter, Striegsgerichtsrat Dr. Bernhold, verkündet. Militär noch die Standgerichte. Diese bestehen nur Es wurde folgender Urteilsspruch gefällt: Die Angeklagten Haneberg und Suchland werden wegen Bestechung, und zwar Saneberg zu einem Jahr 6 Monaten Gefängnis, Degradation, Suchland zu einem Jahr Gefängnis, Degradation und Aus. stokung aus der Gendarmerie verurteilt. Entfernung aus der Gendarmerie; Je 300 M. werden von den Angeklagten eingezogen. aus drei Offizieren( einem Stabsoffizier, einem Hauptmann und einem Oberleutnant). Die Standgerichte sind für die sogenannte niedere Gerichtsbarkeit zuständig, das Gericht für die nur mit Arrest bedrohten militärischen Vergehen, für Uebertretungen und für solche Anklagen, bei denen keine höheren Strafen als Freiheitsstrafen bis zu sechs Wochen und 150 M. Geldstrafe zu erwarten ist. MAGGI Bouillon- Würfel 5 Würfel 20 Pfg., einzelne Würfel 5 Pfg. MAGGI BouillonWürfel zeichnen sich durch feinen, natürlichen Fleischbrühgeschmack aus und werden wie hausgemachte Fleischbrühe verwendet zu Bouillon- Suppen, Saucen, Gemüsen usw. ,, MAGGIS gute, sparsame Küche" Blusen- Morgenröcke Spezial- Angebote unseres Stammhauses Am Oranienplatz Blusen Blusen Blusen aus Wasch- Voile, reizende 390 475 550 Millefleur- Muster, auch in weiß, Neuheiten 650 875 1050 Morgenröcke aus guter Waschseide, 590 850 1050 hübsche Sportiassons, Sten- Nethel 1250 1450 1650 Morgenröcke Saison- Neuheiten aus Waschstoffen, Sport- 290 375 475 fassons, auch in BackfischGrößen 590 675 750 Matinées früher 1 Posten Kostüme für Promenade u. Reise 32-50 Jetzt Untertaillen schwarz und weiß von 125 an Jedes Wort 10 Pfennig. in Waschstoffen, reizende 450 550 690 Muster, in allen Größen 825 1050 1350 in Wollmusselin, neue 850 1075 1275 Fassons, in allen Größen 1450 1650 1875 in Waschstoffen, hübsche Fassons, selten preiswert 19⁰⁰ früher 45-65 jetzt R. MAASSEN M. Das fettgedruckte Wort 20 Pig.( zulässig 2fettgedruckte Worte). Stellengesuche und Schlafstellen- Anzeigen 5 Pfg.; das erste Wort( fettgedruckt) 10 Pfg. Worte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. Verkäufe. Borjährige elegantegerrenanzüge and Baletots aus feinften Magftoffen 25-60 Mart, Hoien 6-18 Mart. Beriandbaus Germania, Unter den Linden 21. Teppiche( fehlerhafte) in allen Größen, fast für die Hälfte des Bertes. Teppichlager Brünn, Hadeicher Markt 4, Bahnbof Börje.( Lejer des Bortvärts" erhalten 5 Prozent Rabatt.) Sonntags geöffnet! Brunnen Gardinen! Steppbeden! Bortieren! Tischbeden! außergewöhnlich billig! Borwärtslejer 5 Prozent Rabatt extra! Gardinenhaus Brünn, Hadescher Marft 4( Bahnhof Börje). Sonntags geöffnet. Bettenstand 9, ftraße 70, im Steller. Teppich Thomas, Dranienſtr. 44 farbfehlerhafte Teppiche spottbillig; Gardinen, Steppdeden, Tischdecken halben Preis. Vorwärtslejern 5Prozent Extrarabatt. 7858* 12008 Teilzahlung 0,50 wöchentlich, Gar dinen, Portieren. Teppiche, Deden, Bilder, Uhren, Möbel, Betten, Wäsche, Herren, Damen- Garderobe, Kinderwagen. Meisels, Andrasstraße 4, Schlesischer Bahnhof. Filiale Bellestraße. 2296* Kleine Anzeigen Kinderwagen! Teilzahlung 0,50 wöchentlich an. Riesenauswahl. Spottbillig! Richardi, Warschauer straße 80. 2366 Teppiche, Farbenfehler, Bortieren, Gardinen, Tüllstores, Diwandeden, Steppdeden, Sojabezüge, Räufer stoffe, spottbillige Gelegenheiten. Botsdamerstraße 109, Conrad Fischer. Borwärtslejern Extrarabatt. Woche 1,-! Riefenauswahl Spott Anzüge, Paletots, Teilzahlung billig! Richardi, Warschauerstr. 80. Schleuderverkauf! PfandleibMöbel Lechner, 1. Geschäft Brunnenstraße 7, am Rosenthaler Blaz, 1. Eingang im Laden, 2. Ein gang Hof parterre. 2. Geschäft: Müllerstraße 174, Ede Fennstraße, 1. Gtage. Bichtig für Brautleute! 1 Stube und Stüche 170 Mart, An zahlung 10 Mart, wöchentlich 1,50 Mart. 1 Stube und Küche 200 Mart, Anzablung 15 Mart, wöchentlich 2 Mart. Große Auswahl in befferen von 50 Mart an, wöchentlich 4 art. ohnungs- Einrichtungen, Anzahlung Herren- und Speisezimmer, Anzah lung von 40 Mark an, wöchentlich haus Hermannplag 6. Aniamm 3 Mart, monatlich 12 Mart. Einzelne lungen verschiedener Barenbestände Möbelstüde, Anzahlung von 4 Mart werden spottbillig, vielfach halb: an, wöchentlich von 1 Mart an. umsonst verkauft. Riefenauswahl Liefere auch nach auswärts. BorJadettanzüge, Gehrodanzüge, Herren zeiger des Inferats erhält bei Kauf paletots, Herrenhofen, Damengarde einer Wohnungs- Einrichtung 10 Mart roben, Belajachen, Goldfachen, ühren gutgeschrieben. 5 Jahre Barantie! verlauf, Teppichverkauf, Wäscheverlauf, Statalog auf Wunsch gratis! Sonntag Gardinenverlauf, Bettenverkauf, Ber- von 12-2 Uhr geöffnet. 22979 mietungsbett, Brautbetten, Aussteuerbilder. Passende Festgeschenke. Jeder fachen, Steppbeden, Tischdecken, Wandmanns allerbilligfte Staufgelegenheit, nur Hermannplatz 6. Geschäftsverkäufe. * tausch. Anfrage lohnt. Ich liefere folide, gut gearbeitete Einrichtung bei fleinner Anzahlung und bequemften Ratenzahlungen. Weltere, unmoderne Möbel werden in Zahlung genommen Boftamt 22. und bar verrechnet. Bostlagerkarte 3, 21888 Geldheirat nicht mehr nötig. Ich liefere zu Kassenpreisen bei geringster Anzahlung und fleinsten Raten nach Vorschlag der Käufer fomplette Bob nungseinrichtungen sowie Einzelmöbel unter langjähriger Garantie. Stube und Küche 180,- an, zwei Stuben und Stüche 230,- an. 125 275 390 450 650 800 00 früher 29⁰⁰ G. m. b. H. 65-120 jetzt 39⁰⁰ Große Auswahl in Knaben Mädchen. Bekleidung ANZEIGEN für die nächste Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis 1 Uhr, für die Vororte bis 12 Uhr, in der Haupt- Expedition, Lindenstrasse 69, bis 5 Uhr angenommen. Bildschöne Wohnungseinrichtung für jeden annehmbaren Preis Rojen thalerstraße 57 bei Glas( gewerblich). Handler verbeten. 58/ 2+ Musikinstrumente. Schlafstellen. Möblierte Schlafstelle, separater Gingang, bei Teichner, Nostizstraße 29, born 2 Treppen. +82 Möblierte Schlafstelle. Heinze, Hagenauerstraße 9, born III( von Gebrauchte Nukbaumpianino, Brachtinstru- 7 Uhr abends). +93 und zurüdgejezte Möbel, jast neu, ment, verkauft, da in Zahlung ge Saubere Schlafstelle, Herrn, ver besonders billig. Bei Strankheit, nommen, sehr preiswert. Ingenieur mietet Fiege, Staligerstraße 72, born I. Arbeitslosigkeit, Aussperrung, Streit Grigat, Auto- Reparaturwerkstatt, und Aufstellung frei Wohnung. Nicht selbstverständliche Rüdficht. Lieferung Rigaerstraße 26. gefallendes Umtausch gestattet. Julius Gabbert, Tischlermeister, Ader 58/14 Kaufgesuche. ftraße 54. Kein Warenkreditgeschäft. lich billig. Nußbaum- Wirtschaften unglaub Kupfer, Messing, Zint, Zinn, Blei, Moderne Schränke mit Stanniolpapier, Goldfachen, Silbermit Matragen 35 Mart. Bildschöne gebiffe. Bukenscheiben 55 Mart. Bettstellen fachen, Platin, Duedjilber, Zahn Küchen 60 Mart. Metallschmelze" Cohn, Enorm große Bunnenstraße 25. Auswahl in vier Etagen. Hans Lennert, Spezialhaus für Gelegen beitsfäufe, Lothringerstraße Nr. 55, Rosenthaler Plak. 23608 Moderne Büfetts! mußbaum, 165 Mart; dito reich geschnitt mit innen eiche, 98 Mart, 145 Mart, 195 Mart; auch in mahagoni, eiche Säulen 178 Mart; extra schwer große Auswahl! M. Hirschowik, nur Staligerstraße 25. Möbelhaus" Brautleute fönnen sich schon mit Arbeitsmarkt. Stellengesuche. Klavierstimmer. Fast erblindeter Genosse empfiehlt sich als Slavier stimmer. Hasselbach, Neukölln, Niemey ftraße 10. Arndtstraße 21. Aufwartung sucht Frau Wezel +82 Stellenangebote. 58/ 9* fachen, Blatinabfälle, jämtliche Metalle Zahngebiffe, Goldfachen, Silber höchftzahlend. Schmelzerei Christionat, Stopenideritraße 20 a( gegenüber Manteuffelfrage). 48/ 10* Blatinaabfälle, alte Goldfachen, Flotte Berläuferin für FabrikStanniol, sowie fämtliche Gold, heimerstraße 1. Bruchgold, Silber, Gebisse, alte Uhren, tonjum zum 1. Mai verlangt. Diferten Rebrgold, Goldwatten, Duedfilber, A. B. Borwärtsausgabestelle Sesen +79 Silber, platinbaltigen und photo Pleureusen- Knüpferinnen werden graphischen Rüdstände lauft Broh, Edelmetallschmeize Berlin, Ropes angelernt und erhalten sofort Arbeit bei Gebrüder Nelson, Leipzigermid ertrage 29. Telephon Morig2451 ftraße 71/72 18085* bias3476. Verläuferinnen, tüchtige, für Mel Schuhwaren, sofort gesucht. dungen 1 bis 2 Uhr mittags oder 7 bis 8 Uhr abends. A. Jandorf u. Co., Spittelmarkt 16/17. 24818 Lehrmädchen im Alter von 14 bis Babngebisse, alle Metalle. Goldschmelze fauft höchftzablend Rieper, nur Röpeniderstraße 157. Bitme Platinabfälle, Gramm 5,60, Altgold, Silber, Babngebije. Stanniol, Blühstrumpfafche, Quedfilber taust höchftzablend Blümel, Schmelzerei, 16 Jahren aus achtbarer Familie gegen monatliche Vergütung sofort Auguftitrage 19 III. gesucht. Meldungen in Begleitung Fahrradankauf, höchstzahlend, ber Eltern oder des Vormundes 55/10 Linienstraße 27. 12-1 11hr mittags. A. Jandorf u. Co., Kaufe Zeitungspapier, neuweiß, Wilmersdorferstraße 118/119. 24738* hellbunt, Kammgarn, alle Schneiderabfälle, höchstzahlend. Schermer, Grünerweg 86, früher Rüdersdorferstraße 21. + 108* Unterricht. Mobel oone Geld! Bet flemer Anzablung geben Wirtschaften und äußerster Breisnotierung, aud Baren einzeine Stüde aui Aredit unter Mon atsgarderobe lohnt nur bei uns. Kretidmann u. Go.. Robben aller Art. Der ganze Diten fauit bei Mag Weig, 88, Große Frankfurter ftrage 4.( Edleider Bahnboi.) faufen. Man wird reell und billig be straße 88, altbekannte Firma, zu Möbel( diskret) und Möbeldient. Wenig getragene, teilweise auf Scide, von Navalieren nur furze ganz geringer Anzahlung und bei allianeestraße 90, de Gneisenan- Beit getragene Jadettanzüge, Rod einer wöd entlichen Rate von 2 Mart anzüge, Gebrodanzüge, Fradanzüge, fie fich an untenftebende Adressen gediegen und gut einrichten, wenn Rüstrinerplat 7, Pfandleibhaus, Hojen, einzelne Frads und Smokings Smokinganzüge, Baletots. Ulfter, menden und dort die toloffalen Läger allerbilligster Beitenverlauf, Wäsche werden zu billigsten Preisen verkauft. in neuen und auch zurückgesetten verkauf, Teppichverkauf, Gardinen, Die elegantesten Sachen sind auch Brautleute Möbel auf Kredit! Möbeln besichtigen. Preise sehr billig. Wanduhren, Steppdecken, Plüschdecken. leibweise sehr billig zu baben. Bitte Der richtige Weg ist nur zu Tannen- Aufmerksame Bedienung. Strengste Anzüge, Goldsachen, Silbersachen. im eigenen Interesse auf die Firma zapf, Blumenstraße 2, Ede Wallner Diskretion. Wohnungseinrichtung Teppiche( Farbenfehler), Gelegen zu achten, 2 große Fenster. 59/6 theaterstraße. Moderne Arbeiter Nr. 1, bestehend aus Stube und beitslauf. Fabriklager Mauerhoff, möbel Bettenverkauf! Brachtteppiche, Nur bei mir faufen Sie auf be- Wohnungseinrichtung Nr. 2, bestehend in Eiche und Nußbaum. Küche, Anzablung nur 15 Mart. Große Frankfurterstraße 9, Flurein Gardinenauswahl! Plüschportieren! gang. Borwärts" lesern 10 Prozent Tischdecken, Steppdeden, Aussteuer queme An- und Abzahlung. Ein aus Stube und Küche, Anzahlung Extrarabatt. zelne Möbelstüde 3, Anzahlung, 25 Mart. Wohnungseinrichtung wäsche! Herrenanzüge, Baletots, Bochenrate 1,- eventuell ohne An Nr. 3, bestehend aus Wohnzimmer, Steppdecken billigst Fabrik Große Ubrenverkauf! Schmucjachen! Wand- zahlung. Stube und Küche schon Schlafzimmer und Küche, Anzahlung Frantjurterstraße 9, Flureingang. bilder! Spottbillig! Leihhaus Warmit Wochenrate bon 1,50 an. 35 Mart. Ferner einzelne Möbel mit Gardinenhaus, Große Frantichauerstraße 7. 2356 Zimmer zu 80,- 100,-, 120, Anzahlung von 2 Mart an. In furterstraße 9. Kein Laden! Sobelbänke, Werkzeug, Zink 150,- uft. Einrichtung bis 800 großer Auswahl Teppiche, Gardinen, Chne Anzahlung, 50 Bjennig böcke, Knechte, Zwingen, Furniere. Mart. Sturze Zeit verliehen gewesene Bortieren, Deden usw. Borzeiger Wochenrate an, liefere Bilder, Wand- Schumann, Markusstraße 48.+108 Möbel spottbillig. Meine Wagen haben diefes Inserats erhält einen Frei uhren, Teppiche, Gardinen, Portieren, feine Firma und sind Sie bei mir jeder schwinger gratis und nach vollzogeTischdecken, Steppdeden. Strengste Diskretion ficher. Inserat mitbringen, nem Kauf 2 Prozent gutgeschrieben. Diskretion zugesichert. Auf Wunsch bei Wohnungseinrichtung 10 Mart Achten Sie auf blau- weiße Firmen- Unterricht in der englischen Auswahlsendung. Bestellungen erbitte gutgeschieben. Auf rote Schilder schilder und auf einzig dastehende Sprache. Für Anfänger und FortPostlagerkarte 9", Bostamt 102.* genau achten. 24778 Firma: Sredit- Feder. Hauptgeschäft: geschrittene, einzeln oder im Birtel, Teppich- Spezialhaus Emil Lefèvre, Möbelteilzahlung. 10 Mart An- Norden, Brunnenstraße 1; Filiale wird englischer Unterricht erteilt. mir Dranienstrgae 158, Riefenteppich zahlung, Kleinste Raten. Bringen Often: Frantjurter Allee 89; Filiale Auch werden Uebersezungen ane lager 4,35, 6, 10 bis 1500 art, Sie beim Einkauf dieses Inserat Süden: Kottbuferdamm 103; Filiale gefertigt. 6. Swienty Liebknecht fehlerhafte Teppiche spottbillig. Rata 5 Prozent Gutschrift dafür. Westen: Charlottenburg, Scharren Charlottenburg, Stuttgarterplag 9 helmshavenerstraße 48. log gratis. 2255 St 24688 Bartenhaus III. Gute bürgerliche Wohnungsmöbel. ftraße 5. Material:, Obsts, Gemüsegeschäft, Ehrlich, Alte Schönhauserstraße 32, Möbelkredit. Leihhaus Morinplan 38a! Komplette Ein Laufen Sie ſpottbillig von Savalieren ohnung, billige Miete, besonderer eriftenzfähig, schöne anschließende 4. Haus von der Münzstraße. 2317 richtungen von 15,-, einzelne Möbelwenig getragene jowie in Berjag ge limstände wegen mit Barenbestand tüde von 3,-Anzahlung an, BeSparen Sie bei den schlechten Sadett, Rodanzüge, Ulster, für 850,00 jofort verläuflich. Kredithaus quemite Abzahlung. Reu- Seiten. Sie erhalten von mir gegen Quisenstadt, Stöpeniderstraße 77/78, Baletots, Serie 1: 10-18, Serie II: föln, Hermannstraße 176 I, rechts. ganz leine An- und Abzahlung Ede Brüdenstraße, am Bahnhof Pfandleihe, Heinersdorierstr. 14, 20-30 Mart, größtenteils auf Seide. Restaurant, großer Parteiverlehr, nungseinrichtungen nach Ihrem Wunsche ganze Bob Jannowizbrüde. Gelegenheitsfäuje in neuer Maggarderobe, enorm billig. Hiejenposten feit 20 Jahren bestehend, au ver. Möbelstüde. Staufen Sie also beim Großer Räumungsverkauf! Stleider, Kostüme, auf Seide, laufen. Zu erfragen Wilhelmsnnungsmitglied. Spezialität: Borwegen ausumbau! Plüschauszug früher bis 150, jest 20-35 Mart habenerstraße 48,„ Vorwärts" Ausbildliche Musterwohnungen für Sand fofa 40,00, 45,00. 55,00, SleiderExtra- Angebot in Lombard gewesener gabestelle. werfer, Arbeiter und Beamte. Auch spinden 24,00, 30,00, 33,00, Bett Teppiche Gardinen, Portieren, gebrauchte, guterbaltene Möbel, sehr ftellen 20,00, 25,00, Matragen, Chaile ftrage 946. Betten, Bäide, Ubren, Brillanten, Möbel. billig. Gewerkschaftsmitgliedern fünf longue, Spiegel, Schlafzimmer räu Golbwaren enorm billig nur MorinAchtung! Möbel auf Stredit. An- Brozent Rabatt. Befannte Rüdficht mungshalber billigst. Dresdener plaz 58a I. zahlung 3 Mark bei Strankheit, Arbeitslosigkeit, Streit ftraße 107. an, Abzahlung Monatsanzüge und Sommer- 1 Mart an. Riefenauswahl, billige usw. A. Schat, feit 1866 Brunnen ulster von 5 Mart jomie hojen Preise! Größte Rüdsicht bei Strant- traße 160, Gingang Antlamer Straße. von 1,50, Behrodanzüge von 12,00, beit und Arbeitslosigkeit. Stulanteftes Stein Abzahlungsgeschäft. 246/10 Frads von 2,50, jomie jür forpulente Seredithaus Berlins. Injerat mit Plüschsofa, Kleiderschrant, Trumeau, Figuren. Neue Garderobe zu ftauneut bringen, Bert 5 Mart. Sonntags englische Bettstellen, Kücheneinrichtung Billigen Breijen, aus Bjandleiben ver geöffnet. Möbelhaus Konsum, Stott filbergrau, billigst. Tapezierer Walter, fallene Sachen fanit man am billigsten buferstraße 14. 21168* Stargarderstraße 18. bei Ray, Muladstraße 14. Klappiportwagen, Sinderwagen, Art, me ene nagelnene, fbottbillig rake 84, Fufitaeichäft 1948* Zeifengeschäft verkauft billig megen Verzug nach außerhalb, mit Rolle 850,00. Stargarderstraße 33. und Waschmaschine Preis fragen Borwärts- Ausgabestelle il mit. Milchgeschäft verläuflich. 3ut er +96 +96 und einzelne 2420s * farbige Küchen, Komplette Garnituren, Sofas, Chaiselongues, Aleiderschränke, Bertitos, Bettstellen mit Matraßen, Waschtoiletten mit Marmorplatten, Stiche, Stühle, Nachtschränke usw., die mur furze Zeit in 24368 Gebrauch) waren und noch wie neu Mariannen aussehen, werden zu fpofibilligen Blijhgarnituren, jpottbillig. ftrage 25, billige Breije. Teilzahlung Breifen nur gegen bare Stajje ber Bermietet gewesene Möbel aller Möbelhandlung 448* Verschiedenes. an der Greifswalderstraße. höchste Beleibung. 24168 Batentanwalt Rüller, Gitschiner Batentanwalt Bejjel, Bitininer. traße 16. Nähmaschinenreparaturen fach gemäß, schnell, billigst, in eigener Bertftatt, auch außer dem Hause. Bellmann, Gollnowstraße 26, nabe der Landsbergerstraße. 2928 Vermietungen. Zimmer. Möbliertes Zimmer, ein oder Eisenbahn Ratenzahlung. Möbel Bermietungs- geftattet. Borwärts lefer 3 Brozent fauft. Besichtigung Weinbergsweg 28,3zwei Personen, Gitschinerstraße 64. +21 Sentrale, Buromitraße 95. 56/20 tabatt. 890 born 1. Etage finis 24698 Bitme Bagner. +114 Zentralverband der Steinarbeiter. Gesperrt sind folgende Grab fteingeschäfte: Stahl& Herzog, Hermannstr. 196; 171/17 Neukölln, Breitkreuz, Neukölln, Hermannstraße 73 und 122; Neumann, Friedrichsfelde, Am Zentralfriedhof; Schröder& Laurin, Friedrichs jelde, Am Zentralfriedhof; Krause, Berlin, Aderstr. 38; Röseler, Berlin, Am Bahnhof Gesundbrunnen; Bräuer, Berlin, Badftr. 9; Günther, Reinidendorf, Scharnweberstraße; Vogt, Hohenschönhauſen; Spielvogel, Purps Nachf., Berlin, Landsberger nee 151; Woitscheski, Berlin, Landsberger Allee 17; Macher, Bestend, Neuer Fürstenbrunner Beg; Lange, Schöneberg, Marstraße; Lübsen, Wilmersdorf, Berliner Straße; Jäkel, Beißensee, Röllestraße. Schneider, Berlin, Bergmann straße 69; Janetzke, Berlin, Bergmanns straße 70; Bader, Berlin, Riesenstr. 10. Die Ortsverwaltung. erantwortlicher Stapaftus: Rijen 10 Beach Bun ben inferatentat sesenta, E. Glade, Berlin, Drud u, Bering: Borwärts Budbruderet u Berlagsanstalt Saul Ginger& Co., Berlin SW, મા DG Nachmittagstouren der 2., 4., 6., 8., 10. Abt. nach Wannsee( Fürstenhof| Siegern aber feine Medaillen und Ehrenpreise winten, steht ein genußhim). Bahnverbindung bis Bbf. Wannsee, 45 Bf. ab Stadtbahn. Starts: reicher Abend bevor. Gönner und Freunde der Artistik sind willkommen. 122 Uhr an den belannten Stellen. Anfang 4 Uhr. Eintritt 30 Bf. 11. Abt. Am 29. April: Schöneiche. Start: 9 Uhr Verbandshaus, Gr. Hamburger Str. 18/19. Schwimmer. 12. Abt. Motorfahrer früh 9 Uhr nach Möllensee. Start: Steuerhaus Sonnabend, dert 25. April, begeht der Arbeiter Schwimm Tempelhofer Feld. Gäste willkommen. berein Neukölln( b. A.-S.-B.) ſein 10. Stiftungsfest in den Neukölln. Straußberg- Tiefensee. Abfochen. Start: 6 Uhr Hermann- Baffagesälen, Bergftr. 151/52. Der Eintrittspreis ist 50 Bf. inkl. Zanz. blag. Nachmittags 1 Uhr: Abrensfelde( Schneider). Start: Hohen- Freunde und Gönner des Vereins sind eingeladen. zollernplay. Schöneberg. Werder( Schwarzer Adler). Start: 5%, Uhr Kaiser. Wilhelm- Play. Nachmittag nach Wannsee( Fürstenhof). Start: 2 Uhr bei Dbit. Charlottenburg. Raputh b. Potsdam. Start: Früh 8 Uhr Boltshaus, Rofinenstr. 3. Bernau Hohenschönhausen( Haller). Start: 10 Uhr vormittags ab Bereinslokal Zemmler, Wallstr. 2. Lichtenberg. Früh 5 Uhr: Werder. Früh 8 Uhr: Bernsdorf ( Snorrs). Nachm. 12, Uhr: Schöneiche( Mann) 1. u. 2. Abt. Start: Pfarritr. 74. Tegel. Früh 5 Uhr: Werder. Wanderer. Deutscher Arbeiter- Wanderbund„ Die Naturfreunde. Am Sonntag, den 26. April, werden folgende Touren unternommen: Drtsgruppe Berlin: Birkenwerder, Briefe, Dammsmühle, Gorinfee, Buch. Abf. Stettiner Borortbbf 6.25 Uhr vorm. Ludwigsfelde, Saarmund, Rehbrücke. Abfahrt Anhalter Bhf. 6.15 Uhr bormittags Meldham, Nonnenflieg, Melchow. Abfahrt vom Stettiner Fernbahnhof 5.59 Uhr vorm. Faltenberg, Teufelssee, Baasee, Brunnental, Sternebed. Abfahrt Stett. Hennigsdorf, Schwante. Abfahrt Stettiner Borortbhf. 6 Uhr vorm. Buch. Treffpunft Pankow( Kirche) 2 Uhr nachm. Kindertour. Baidmannslust, Tongruben, Mönchsmühle, Nordend. Treffpunkt Stettiner Bahnhof( Normaluhr) I. 7 Uhr vorm.( Anf. 7.20 Uhr). II. 8 Uhr vorm.( Abf. 8.20 Uhr). Treptow Baumschulen weg. Tegel. Start: 8 Uhr Treptow Fernbahnhof 5.59 Uhr vorm ( früher Kimmel). Pantow Niederschönhausen. Mühlenstr. 31. Bergfelde. Start: 1 Uhr Reinidendorf. 2. Abt.: Eichwalde( Witte). Pflichttour. Start: 8 Uhr früh Abteilungslokal. Gäste rillkommen. Wilmersdorf. Sonntag, den 26. April, vormittags 9%, Ubr: Ablochtour nach Hirschgarien( Tappert). Start: Am Denkmal. Bilhelmsaue. Lichterfelde. Sonntag, den 26. April: Tour nach Sadowa. Start: 12 Uhr Vereinslokal. Dberiöneweide. Sonntag, 26. April, früh 7 Uhr: Königs: wusterhausen, Friedersdorf. Start: Th. Schüffler, Siemensstr. 28. Ortsgruppe Berlin. Heute abend 8%, Uhr: Generalversammlung in Obiglos Festfälen ( früher Seller), Koppenstr. 29. " Arbeiter Radfahrer Verein Groß- Berlin". Sonntag, den 26. April, früh 6 1hr, nach Ludenwalde( Bipterlein, Buchtstr.), 60 Stilometer. Anschlußstart: Bbj. Tempelhof. Nachm. 1 Uhr: Wannsee( Fürstenhof). Anschlußstart: Biftoriapart. Freitag, 1. Mai: Johannisthal( Strüger). Anschlußstart: Bhf. Treptow. Turner. Turnverein Fichte", Am Sonntag, den 26 April, beranſtaltet der Verein zur Weihe seines neuangelegten Sportplages leichtathletische Bettlampje. An ang nachm. 2 Uhr. Eintrittsgeld 10 Bf. Am gleichen Tage findet vorm. 9 Uhr auf demselben Blaze das Anturnen der Männer- Abteilung statt. Eintritt frei. Der Platz befindet sich an der Köpenider Landstraße in der Nähe des Bahnhojes Baumschulenweg. Arbeiter Turnverein Adlershof. Am Sonntag, den 26. April, nachmittags 2 Uhr, findet auf dem Turnplay an der Rudower Chauffee unser Anturnen statt, bestehend aus einem Fünfkampf der Männerabteilung und einem Dreikampf der Frauenabteilung. Außerdem werden noch Wett und Gesellschaftsspiele ausgetragen. Freie Turnerschaft Nowawes- Drewis, Abt. I. Sonntag, ben 26. April: Spielpartie nach Lichterfelbe. Abmarsch 7%, Uhr vom Vereinslotal. Nachzügler 12.27 vom Bahnhof Nowawes. Waidmannsluft. Sonntag, den 26. April, nachmittags 2 Uhr: An turnen auf dem Dianaplat, gegenüber dem Schweizerhäuschen. Schöneberg. Um auch älteren Arbeitern, welche Luft zu Leibes. übungen haben, Gelegenheit bazu zu geben, bildet der Arbeiter- Turnverein jezt dafür besondere Riegen. Uebungsabende find jeden Freitag von 9-10 Uhr. Für die 1, Abteilung in den Neuen Rathaussalen, für die 2. Abteilung in Rapps Festsälen, W., Dennewigitr. 13. Sonntags auf dem Turnplay Rubensstraße( hinter dem Helmholz- Gymnafium). Fußball. Schöneberg. Die 1. Jugendmannschaft bes Arbeiter- Turnvereins beranstaltet Sonntagvormittag 10 Uhr bei Fintel( Blanke Hölle) ein Propaganda- Fußballwettspiel gegen den Berliner Sportklub Norden. Athleten. Naturwissenschaftliche Abteilung: Exkursion unter fachmännischer Leitung nach Erkner, Dahmsdorf, Müncheberg. Abf. Schles. Bhf. 6.23 Uhr. Drtsgruppe Neukölln: I. Chorinchen, Brodowin, Baariteiner See, Oberberg. Abfahrt Sonnabend, 25. April, 6.39 Uhr Bhf. Neutöln, Stettiner Bhf. 7.46 Uhr. II. Frohnau, Mönchsmühle, Niederschönhausen. Abfahrt Neukölln 6.28 Uhr, Stettiner Bhf. 7.03 Uhr. 9 Arbeiter Samariterbund, Kolonne Groß- Berlin. Freitag, den 24. April, abends 8, Uhr: Außerordentliche Geneval Bersammlung. Näheres darüber in heutiger Zeitung unter Versammlungen. Jugendveranstaltungen. Pankow- Nieder- Schönhausen. Am Sonntag, den 26. April, mittags 2 Uhr, findet im Restaurant Mahnke in Nieder- Schönhausen, Beuthftraße, Ede Charlottenstraße, eine öffentliche unpolitische Jugendversammlung statt. Tagesordnung: Arbeiterjugend erwache! Referent: Herr Rich. Limm. Treffpunft mittags 1 Uhr Pantow, Kirche. Arbeiterjugend, er scheint alle zu dieser Beranstaltung, bringt Bekannte mit. Lichtenberg. Sonntag, den 26. April, Tagespartie nach Sadowa, Pferdebucht, Köpenid, Friedrichshagen, Schöneiche, Münchehofe, Bollens dorf, Neuenhagen. Fahrgeld 40 Bi. Treffpunkt: Bahnhof StralauRummelsburg 6 Uhr morgens. Abfahrt des Zuges 6 Uhr morgens. Quittung: Bon dem Fahrpersonal der Konsumgenossenschaft sind an den Jugendausschuß 5 M. Ueberschuß vom Märzkranz eingegangen. ( V. a. G.), Samburg. Filiale Baumschulen weg. Sonn Allgemeine Kranken- und Sterbefaße der Metallarbeiter. abend, den 25. April, abends 8, Uhr, Mitgliederversammlung im Lokal von Boche, Baumschulenstr. 67. Eingegangene Druckschriften. Bon der Neuen Zeit ist soeben das 4. Heit vom 2. Band des 32. Jahrgangs erschienen. Aus dem Inhalt des Heftes heben wir hervor: Der sozialpolitische Maigedante. Organisationsmacht und Staatsgemalt. Bon Rudolf Hilferding. Die Bedeutung des Parlaments. Bon Rudolf Breitscheid. Der Wahlkampf in Frankreich. Bon Ch. Rappoport( Paris). Fünfundzwanzig Jahre Wahlverein. Bon Eugen Ernst. Anzeigen: Wir Bollsschullehrer und die Sozialdemokratie. Adolf Braun, Bewert schaften und Sozialdemokratie. Maifestschrift der deutschen Sozialdemo fratie in Desterreich. Literarische Feuilleton: Weltbummler. Bon Gustav Edstein. Rundschau: Adolf Braun, Die Gewerkschaften, ihre Entwidelung und ihre Drtsgruppe Steglit: Melchow, Schwärze, Nonnenfließ, Melchow. Abfahrt Bhf. Wilmers dorf- Friedenau 5.06 Uhr vorm., Stett. Fernbbf. 5.59 Uhr vorm. Drtsgruppe Friedrichshagen Köpenid: Rahnsdorf, Rüdersdorf, Stienissee, Münchehofe, Friedrichshagen. Ab. Kämpfe. Von A. Winnig. Dr. Li Fischer- Eckert, Die wirtschaftliche und foziale Lage der Frauen in dem modernen Industrieort Hamborn in Rheinland. Bon W. Häusgen. Zeitschriftenschau. Bon Dda Dlberg. fahrt Stopenid 7.18 Uhr vorm. Probenummern stehen jederzeit zur Verfügung. Gäste stets willkommen. Arbeiter Touristenverein„ Die Naturfreunde". Drtsgruppe Berlin. Sonntag, den 26. April. Wanderungen: I. Eriner, Kl. Ball, Ertner. Abf. nach Ertner: Schles. Bf 6.33. II. Gr. Bebnik. Forsth. Uhlenberg, Berger Damm. Abj. nach Gr. Behnik: Lehrter Hauptbhi. 7.09 ( IV. RL). Freitag, den 24. April, abends 8%, Uhr, im Berliner Klubhaus, Ohmstraße 2: Sigung der geologischen Settion. Dienstag, den 28. April, abends 8 Uhr, in Huths Vereinshaus, Bar fchauerstraße 61: Kompaktunde. Donnerstag. den 30. April, abends 8 Uhr, im gleichen Lokal: Uebungsstunde für Bollstänze. Gäfte stets willkommen. Arbeiter Wanderverein Berlin. Sonntag, 26. April: I. Bander fahrt nach Neu- Babelsberg, Drewis, Bergholz, Saarmund, Gröben, Siethen, Ludwigsfelde. Abfahrt 6.45 Potsdamer Hauptbbf. Beglänge airta 26 km. II. Baumblütentour. Abfahrt 5.35 Potsdamer Hauptbbf. bis Berber. Nach kurzem Rundgang durch die Anlagen Weitermarsch nach Bezow, Schwielowsee, Mittelbusch, Ferá, Lienewißfee, Michendorf. Weglänge girla 21 km. Spreewaldfahrt. Am Sonntag, den 10. Mai, findet die erste Ausführliche Prospette und Teilnehmerkarten Spreewaldfahrt statt. a 5,75 M. für Bahnfahrt III. Klaffe und Kahnfahrt find in unseren Zahl. ftellen Fris Bählisch, Stalizer Str. 22, und Georg Beihnacht, Grünstr. 21, bis drei Tage vor der Tour zu haben. Arbeiter Samariterbund, Kreis Brandenburg. Lebrabende haben in nächster Woche abends 8%, Uhr: Reinidendorf Rosenthal Montag, den 27. April, bei Anders, Reinidendorf, Hauptstr. 51. Nowawes. Dienstag, den 28. April, in der Fortbildungsschule. Dber Schöneweide. Montag, den 27. April, bei Schulz, Siemensstr. 12. Montag, den 27. April, bei Bahr, Köpenider Friedrichshagen. Donnerstag, den 30. April, Friedrichstraße 60, Alt Glienide. Straße 45. Der Arbeiter- Athletenbund( Kreis Groß- Berlin) veranstaltet für feine Mitglieder auch in diesem Jahre, und zwar am fommenden Sonntag, den 26. April, in den Konkordia Festsälen, Andreasstr. 64, einen Bettftreit. Da 16 Programmnummern zu diesem Wettbewerb gemeldet find, den 2. Hof. Stationen Witterungsüberücht vom 23. April 1914. stand mm Barometer richtung WindWindstärke Swinemde. 766 SD Hamburg Berlin Frank. a. München Bien 767 S 76728 Better Temp. n. C. 5° C.= 4° N. Stationen Barometer stand mm Wind richtung 2wolfen! 14 Haparanda 761 S 2 halb bd. 12 Betersburg 762 NW 3 wolfen! 13 Scilly 7719 Windstärke Better 2 wollent Temp. n. E Fobac 5.4° R. 1 woltenl 3 wollig 10 4 wolfen! 8 771 Still wolfen! 11 Dunst 15 Aberdeen 762 769 Still 770 N 3 heiter 12 Paris 769 Still Dunst 11 Wetterprognose für Freitag, den 24. April 1914. Etwas Mbler bei ziemlich frischen südwestlichen Binden und anfangs zunehmende, später wieder abnehmende Bewöllung: teine erheblichen Niederschläge. Berliner Betterbureau. Wetteraussichten für das mittlere Norddeutschland bis Sonnabendmittag: Bunächst oftwärts fortschreitende Abkühlung, ziemlich trübe und windig; an den meisten Drten, besonders des Küstengebiets, etwas Regen. Nachher im Westen beginnende nene Aufheiterung. Sonnabend nacht sehr talt, am Tage aber etwas wärmer. Briefkasten der Expedition. Batienten in Beelik, Buch und anderen Heilstätten. Diejenigen unferer Abonnenten, die noch während des ganzen nächsten Monats in der Heilstätte bleiben, wollen ihrem bisherigen Spediteur wegen der Ueberweisung von Freiexemplaren fofort ihre Adresse einsenden, da bei berspäteter Bestellung die ersten Nummern des neuen Monats von der Bost nicht geliefert werden. Ile breffen müssen jeben Monat neu eingesandt werden. A. Conrad Tack& Cie A G. Schuhwarenfabrik Fordern Sie neue Frühjahrspreisliste Burg bei Magdeburg Unsere neuen Reklame- Schlager! Unübertroffen in Qualität, Eleganz und Preiswürdigkeit Hausschuhe für Damen: schwarz und braun Leder, Ledersohle und Absatz Bequeme Formen! für Damen: Lasting- Zugschuhe, Ledersohle und Absatz. 90 2 35 für Herren: schwarz und braun Leder, Ledersohle und Absatz. 375 34/35 690 36/39 775 Mädchen- und Knaben- Schnürstiefel 25/26 40 27/28 540 29/30 590 29/30 590 31/33 640 34/35 690 Aparte Mode- Halbschuhe für Damen: Lak, zum Knöpfen, mit beigefarbigen oder braunen LeberEinsätzen für Herren: schwarz Chevreau mit Lackkappen 790 790 Damen Damen Damen Damen Herren Herren C, Spittelmarkt 15 C, Rosenthaler Straße 14 W, Potsdamer Straße 50 Chromleder, Derby, Lackkappen 450 braun echt Chevreau Derbyschnitt Chromleder, Derby, Lackkappen 490 490 Reform- Sandalen Grösse 25-26 27-28 225 29-30 31-33 braun echt Chevreau Derbyschnitt 590 Chromleder, Derby, Lackkappen 5 Wunderbar bequem. Braun Rindleder, durchgenähte Ledersohle und Absatz Damen 34-35 250 280 320 350 375 Herren 450 Probieren Sie unseren von Condor- Patent- Herren- Schnürstiefel ohne vielen Tausenden gepriesenen zu D. R. P. 174 209 Modeformen und Spezialformen für leidende Füsse.:: Kein lästiges Schnüren mehr! 90 braun echt Chevreau od. schwarz. Boxleder 5 Reform- Sandale 144 Verkaufsstellen im Reich, davon 21 in Berlin und Umgegend: W, Schillstraße 16, NW, Turmstraße 41 NW, Wilsnacker Str. 22 I NW, Beusselstraße 29 N, Friedrichstraße 127 N, Müllerstraße 3 N, Reinickendorfer Str. 23 N, Brunnenstraße nur 37 N, Danziger Straße 1 O, Andreasstraße nur 50 O, Frankfurter Allee 125 60, Oranienstraße 2a SO, Oranienstraße 32 SO, Wrangelstraße 49 SW, Friedrichstr. 240-241 Charlottenburg: 90 Spartuches nur Wilmersdorfer Straße 122-123 Neukölln: Bergstr. 30-31 Potsdam: Brandenburger Str. 54 Rheumatismus Gicht, Gliederreißen, Nerven und Körperschmerzen, Hüftweh, Geschwulst usto. sind oft unerträglich, daher gebrauche mar: Reichel's Elektricum ( Echtes Fichtennadelwaldwollöl) ein reines unschädliches Naturprodukt ohne Alkohol. Elektricum wirft nicht nur oberflächt. wie spirituöse Einreibungen auf den Körper, sondern ist von träftig durchgreifender, schmerzstillender Wirkung. nchine nur Seht ,, Elektricum". Flaschen 60 P, 1.- Mark u. 2.- Mark. Wenn in Drogerien nicht erhältl.: d. Otto Reichel, SO 43, Eisenbahnstr. 4. Freitag, den 24. April 1914. Anjang 5 Uhr. Passage Theater. Kino- Varieté. Anjang 6 Uhr. Cines Nollendorf: Theater. Was mir die Wildnis gab. Anfang 7 Uhr. Kgl. Schauspielhaus. Peer Gynt. Deutsches Opernhaus. Parsifal. Anjang 7, Uhr. Kgl. Opernhaus. Bohème. Deutsches Künstler Theater. Schneider Wibbel. Deutsches. Romeo und Julia. Leffing. Nach Damastus. Anjang 755 1hr. Metropol. Die Reise um die Welt in 40 Tagen. Anfang 8 Uhr. Urania. Mit dem Imperator nach New York. Sammerspiele. Die gelbe Jade. Berliner. Wie einst im Mai. Königgräßer Straße. Mr. Wu. Theater des Westens. Bolenblut. Theater am Nollendorfplas. Der Jurbaron. von Kein Kredithaus! Teilzahlungen erhöhen diese Prelse in keiner Weise. Fon Komplette Einrichtung schon 230 230 Mk. von Moderne an Küche in jeder gewünschten Farbe schon 48 von 48 Mk. an Möbel Bessere Wohnzimmer 250 bis 625 Mk. Bessere Schlafzimmer 295 bis 8003 Otto Piehl Berlin N. BrunnenStr. 120. Bedentendstes Möbelhaus im Norden Berlins Bettstellen... 21-72 M. Tische..... 650-65 M. Stühle...... 2-21 M. Kleiderschränke 19-165 M. Vertikos.... 38-72 M. Büfette... 125-450M. Garnituren 100-350 Mk. Schlafsofa 75-120 Mk. Chaiselongues 21-65 Mk Theater und Vergnügungen Lichtbilder- Vortrag am Sonntag, den 26. April, abends 7 Uhr pünktlich, im großen Saal von Obiglo( fr. Keller), Koppenstr. 29: Landtagsabgeordneten u. Volkszukunft 1. Einleitender Vortrag des Adolf Hoffmann Volksernährung 2. Wissenschaftlicher Vortrag mit farbigen Lichtbildern und kinematographischen Vorführungen: Die deutsche Hochseefischerei❝ 1. Die Entwickelung der Fischerei. 2. Die Fischerei an der Unterelbe. 3. Die Hochseefischerei. 4. Auf hoher See. 5. Rückkehr in den Hafen. 6. Das Rettungswesen zur See. Referent: Herr 0. Roth. 54/9 Nach den Vorträgen: Gemütliches Belsammensein und Tanz. Eintrittspreis 20 Pf. Der Einberufer: A. Harndt, Pappel- Allee 15-17. Residenz- Theater. 8 Uhr: Der Regimentspapa. Thalia. Benn der Frühling tommt. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. leines. Jettchen Gebert. Trianon. Die Notbrüde. Komödienhaus. Kammermujit. Lustspielhaus. Die spanische Fliege. Schiller O. Heiligentvald. Schiller Charlottenburg. Des Meeres und der Liebe Wellen. Montis Operetten. Jung- England. Residenz. Der Regimentspapa. Raie. Die Dollarprinzessin. Kajino. Wo die Liebe hinfällt. Reichshallen. Stettiner Sänger. Herrnfeld. Die von oben und umteit. Wintergarten. Spezialitäten. Apollo. Der Stolz der 3. Kompagnic. Balait- Theater. Spezialitäten. Friedrich Wilhelmstädtisches. Die Förster- Christl. Anfang 8% Ubr. Theater an der Weidendammer Brücke. Der müde Theodor. Walhalla. Tangojieber. Luisen. Freie Bahn. Folies Caprice. Tohuwabohu. Das Starnidel. Das Erdbeben. Aniang 8%, Ubr. Neues Volts- Theater. Warrens Gewerbe. Anjang 9 Ubr. Anjang 8% Uhr. Die Förster- Christl. Komische Oper. Anf. 81, Uhr. Der müde Theodor in der Titelrolle mit Henry Bender. Sonntag 3 11hr und 8%, Uhr: Der müde Theodor. DOSE= THEATED Große Frantiurter Str. 132. Anfang 8 Uhr. Die Dollarprinzessin. Morgen: Die Dollarprinzessin. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die Königin der Detektei. TO 12 3 Winter Garten Frau Ein Admiralspalaft. Jin Tangoflub. Berliner Eispalajt. Amor auf Urlaub. Eisballett. Cines Nollendorf- Theater. Was mir die Wildnis gab. Sternwarte, Invalidenftr. 57-62 Schiller- Theater Ballner 0. Theater. Freitag, abends 8 Uhr: Heiligenwald. Sonnabend, abends 8 Uhr: Die beiden Leonoren. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Geschäft ist Geschäft. Sonntag, abends 8 Uhr: Die Maschinenbauer. 76 beispielloser Erfolg der von Publikum und Presse glänzend beurteilten April- Attraktionen! Entreeplatz wochentags M. 0,60. Rauchen gestattet! Schiller- Theater Charlotten- Apollo- Theater. 8 Uhr burg. Freitag, abends 8 Uhr: Des Meeres und der Liebe Wellen. Sonnabend, abends 8 Uhr: Das große Licht. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Rosenmontag. Sonntag, abends 8 1hr: Heiligen wald. 8 Uhr Tel.: Lützow 2757. Nur noch 7 Tage! Der Stolz d. 3. Kompagnie mit Hartstein. Vorher das große Varieté- Programm. Rauchen gestattet! Theater in der Königgrätzer Straße Metropol- Theater. Täglich 8 Uhr: Mr. Wu. Komödienhaus. 8 11hr: ,, Kammermusik". Abends 7 Uhr 55 präzise: Die Reise um die Erde in 40 Tagen. Berliner Theater. Deutsches Künstlertheater 8 11hr: Wie einft im Mai. Theater des Westens. 8 Uhr: Polenblut. Sonntag 3, Ubr: Der liebe Augustin. Theater am Nollendorfplatz 5. 8 Uhr: Der Juxbaron. Sozietät. Nürnberger Straße 70/71, am Zoo. Kasse: Nollendorf 1383. Freitag, 7, Uhr: Zum 1. Male: Schneider Wibbel. Komödie in 5 Bild. v. Müller- Schlöffer. Sonnabend, 8 1lor: Erziehung zur Liebe. Trianon- Theater. Täglich abends 8 Uhr: Die Notbrücke. Sonntags Nm. 3 Uhr: Die Notbrücke. Berantwortlicher Redakteur: Alfred Wielern, Mentaln. Für den Brauerei Friedrichshain. Sonntag, den 3. Mai: 2. Konzert des Männer- und Frauenchors Neukölln. Mitwirkende: Blüthner- Orchester( 60 Musiker). Herr Gustav Thümler- Walden, Bariton. Zur Aufführung gelangen außer Männer- u. Frauenchören Die Hekatoncheiren( Die Hunderthändigen) von Ernst Eloeßer für Baritonsolo, Männer- und Frauenchor und Orchester.( Dichtung von Karl Weiser.) Zum ersten Male in Berlin aufgeführt. Anfang pünktl. 7 Uhr. Eintritt 60 Pf. Saalöffnung 5%, Uhr. 99 66:: Berliner:: Clou" Mauerstraße 82 Konzerthaus Zimmerstraße 90/91. Gastspiel des Prager Tonkünstler Orchesters. Dirig.: Kapellmeister und Komponist Julius Fucik. Anfang 8 Uhr. An allen Wochentagen: Eintritt 50 Pf. Anfang 8 Uhr. Gr. Nachmittags- Konzert bei freiem LEIPZIG 1914 Eintritt. ... rbad MAI. OKTOBER Weltausstellung für das BUCHGEWERBE und die GRAPHISCHEN KÜNSTE Eigene Gebäude fremder Staaten SONDER AUSSTELLUNGEN Festliche Veranstaltungen Grosser Vergnügungspark Werder a. H. Restaurant Schwarzer Adler Fischer Straße 98. Parteilokal Inhaber C. Neinert. Billige Parzellen! direkt am Bahnhof, westlicher Vors ort, zum Bau von Eigenheimen besonders geeignet. Kleine Anzahlung. Geringe jährliche Teilzahlung. Guter Boden. Bauparzellen v. 2000 M. intl. Straßenpilaster. Prospeft, Bläne 2c. fostenlos. Schreiben Sie sofort, da nie wiederkehrende Gelegenheit. M. F. Buchholz, Berlin NO. Kniprodeftr. 19.[ 39132* Abessinier Brunnen zum Selbstaufstellen für 3 m Tiefe schon von 12 Mart an. Hofvumpen, Garten- u. Druckpumpen usw. 5 Jahre Garantie. Illustrierte Preisliste gratis. Koblank& Co., Pumpenfabrik, Berlin N. 820/3 Reinidendorfer Straße 95. Vereinigte Berliner Volksbühnen. Luisen- Theater. 8 Uhr: Freie Bahn. Walhalla- Theater. Nur noch acht Aufführungen! 8 Uhr: Tangofieber. Komödie in 4 Atten von Paul Bliß. Gr. Posse m. Gej. u. Lanz in 3 ten. ,, Sänger- Chor Wedding" M. d. D. A.-S. Chormeister Emil Thilo. Sonntag, den 26. April, in der Singakademie: KONZERT. Mitwirkende: Hoforganist Prof. Otto Becker( Orgel u. Klavier) Frau Bianca Becker- Samolevska( Violine) Vortragsfolge: 1. Vorspiel zu Parsifal v. Wagner 2. a) Weihe des Gesanges( m. Orgelbegl.) v. Mozart b) Abendfeier c) Nachtzauber 3. Romanze für Violine und Orgel 4. Vom Rhein 5. Variationen v. Attenhofer v. Storch v. Beethoven v. Bruch v. Händel ( für Orgel bearb. v. Sigfried Karg- Ebert.) 6. a) Am Strom v. Uthmann b) Russischer Vespergesang, bearbeit. v. K. Kämpf 7. a) Adagio. b) Perpetuum mobile J 8. a) Wie's daheim war • b) Vom Naschen. für Violine und Klavier v.Wohlgemuth von Fr. Ries • • v. Mozart . 19 v. Kurz c) Wiegenlied. Billetts bei den Mitgliedern und an der Kasse 75 Pf. Anfang des Konzerts präzise 7 Uhr. 5919 Männer- und Frauenchor Neukölln. M. d. D. A.-S.-B. Chormeister Joseph Vieth. Zwei Konzerte Sonntag, den 26. April, im großen Saal der Neuen Welt, Sonntag, den 3. Mai, im großen Saal der Brauerei Friedrichshain. Mitwirkende: Blüthner- Orchester( 60 Musiker). Herr Gustav Thümler- Walden, Bariton. Zur Aufführung gelangen außer Männer- und Frauenchören Die Hekatoncheiren( Die Hunderthändigen) Ernst Elsaesser, für Baritonsolo, Männer- und Frauerchor und Orchester ( Dichtung von Karl Weiser). Zum ersten Male in Berlin aufgeführt. Anfang pünktlich 7 Uhr. Eintritt 60 Pf. Saalöffnung 52 Uhr. Kinder unter 10 Jahren haben keinen Zutritt. URANIA Casino Theater Taubenstraße 48/49. 8 Uhr: Lothringer Straße 37. Täglia 8 11hr. Wieder ein großer Theater- Erfolg! Der neue Lustspiel- Schlager Mit dem„, Imperator" Wo die Liebe nach New York. hinfällt. Borher das neue April- Programm. Tauberts! Selma Wallis! Willi& Wiwi! Sonntag 4 1hr: Papas Seitensprung. Folies Caprice. Reichshallen-Theater. 8¼ Tohuwabohu Das Karnickel Voigt- Theater Badstraße 38. Freitag, den 24. April 1914: Das Geheimnis von New York. Antispirit. Drama in 3 Alt. von Manz. Kaffeneröffnung 7 Uhr. Auf. 8, Nächste Freitag- Abonn.- Borstell. der Maifeier wegen Donnerstag, 30. April. Passage- Panoptikum. Der englische Riese Teddy Bobs. Der größte Mensch, der je gelebt! 160 mm größer als Machnow! 19 Jahre alt. 20 Säle mit Sehenswürdigkeiten Alles ohne Extra- Entree! Eintr. 50 Pf. Kind. u. Sold. 25 Pf. Stettiner Sänger. Herr D'rektor Kublicke Burleste von Metsel. Anjang 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Admiralspalast. Die Eis- Arena. Novität Im Tangoklub" 99 und zum 233. Male das effektvolle Eisballett ,, Die lustige Puppe". Bis 6 Uhr u. ab 10% Uhr halbe Kassenpreise. Wein- und Bier- Abteilung. Berliner umor- Quartett W. Wutzky Oderberger Str.38 Fur den Juhait der Ju erate abernimmt die Redattion dem Bublikum gegenüber feinerlei Verantwortung. Herrlicher Garten direkt am Wasser. Eigener Dampfersteg. Großer Tanzsaal. Jeden Sonntag von 3 Uhr ab: Tanz. Für gute Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. Familien können Kaffee kochen. Es ladet freundlichst ein C. Neinert. Inferatenteil beranim.: Th. Glede. Berlin. Drud u. Verlag Normärts Buchdruckerei u. Verlageanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW.