Nr. 30. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Viertele jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfc. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Bfg. Sonntags: Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzs band: Deutschland u. Defterreiche Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland s Mt.pr.Monat. Eingert. in der Boft Beitungs- Breistifte für 1894 unter Nr. 6919. Vorwärts 11. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Beriammlungs- Anzeigen 20 Vig Inferate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Grpedition abgegeben werden. Die Erpedition ift an Wochentagen bis 7 Ubr Abends, an Sonnund Fefttagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I. 1508. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Dienstag, den 6. Februar 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. gesehene Persönlichkeit" soviel Unsinn zusammenschwätzen Dies benützte der Abgeordnete Bebel, um die bekannte" Hinterkreppen- Politik.. So lange wie der Exhausmeier in Deutschland seine Beschwerden über die Verzögerung der Ausführungsbestim Seit Monaten rumort es in den konservativen Gesell- Gewalthe haft führte und Tag aus Tag ein einen be- mungen vorzubringen und zugleich die Frage zu stellen schaftsschichten. Alle Leute, denen eine gute Einnahme aus trächtlichen Theil seiner Zeit mit der Unterfertigung von wann denn endlich die Sonntagsruhe für die industriellen Grundbesitz und wirthschaftlichen Großbetrieben aller Art Strafanträgen wegen Beleidigung seiner werthen Persön- Betriebe eingeführt werden soll? Herr Bötticher wußte die Ueberzeugung verschafft hat, daß sie die unentbehrlichen lichkeit hinbrachte, so lange es noch Denunziationen wegen tausend Gründe dafür beizubringen, warum das bischen Stützen der Gesellschaft sind, fühlen sich in ihren heiligsten Majestätsbeleidigung regnete und die Denunzianten als Sonntagsruhe noch nicht durchgeführt sei; den einzigen Empfindungen gekränkt, seitdem die Wirthschaftspolitik des patriotische Ehrenmänner von den Hurrahphilistern gefeiert wirklichen Grund, der die Durchführung verzögert, nämlich neuen Kurses eine Ermäßigung der Bölle auf Lebensmittel wurden während dieser ganzen Zeit hat der briefschreibende den Widerwillen der Unternehmer-wollte der Minister in Aussicht stellt. Führt eine solche Politik doch eine Schmä- getreue Ekkard in Wohlfein geschwelgt. Da hat er teine nicht gelten lassen. Lerung des Tributs herbei, den besagte Gesellschaftsstügen trüben Ahnungen von bevorstehenden Ratastrophen gehabt. Die Herren Stumm, Möller und Rösicke versicherten durch geschickte Handhabung der Klinke der Gesetzgebung für Jetzt aber, da wenigstens der eine ungeheure Fortschritt das Haus wiederholt ihrer und ihrer Erwerbsgenossen sich aus den Taschen der Steuerzahler zu erpressen wußten. So gegen früher zu verzeichnen ist, daß die Vertreter der Sympathien für Arbeiterschutz, Gewerbe- Inspektion u. s. w. murmelt und grummelt es denn unaufhörlich in der kleinen, Reichsregierung ihre Gegner nicht mehr mit vergifteten Wenn in dieser Beziehung bei uns noch nicht mehr ges aber mächtigen Partei, die um Thron und Altar geschaart, Waffen bekämpfen und ihnen in bezug auf die Form des schehen, so liege das an der Abneigung der Arbeiter allen anderen Leuten ohne Ar und Halm mit zürnendem politischen Kampfes nur vorzuwerfen wäre, daß sie hin und gegen alle derartigen Maßnahmen. Von den anderen Parteien monirten nur die Redner Eifer das Evangelium von der denkscheuen Unterthanen- wieder durch Beleidigungsklagen in die üblen Gewohnheiten haftigkeit zu predigen pflegt. Doch wie sehr sie auch ihrer Vorgänger zurückverfallen, jetzt stoßen die Palastreptile des Zentrums die standalöse Verzögerung der Durchführung murmeln und grummeln, die Privilegirtesten des Landes, ihre Unkenrufe aus. Wir wissen nicht, ob dieser jüngste Unken- der Bestimmungen über die Sonntagsruhe. Der Versuch des Abgeordneten Wurm, die Fabrikin ihrer angeborenen und anerzogenen Lakaienhaftigkeit zuf die gewünschte Wirkung ausüben wird, und es ficht uns bemühen sie sich unablässig durch Hintertreppen- Intriguen bas jedenfalls herzlich wenig an. So oder so: für den Ver- inspektoren- Berichte bei dieser Position zur Sprache zu ihre Intereffen zur Geltung zu bringen. Mag der lauf unserer Bewegung ist es recht nebensächlich, was die bringen, scheiterte an der Geschäftsordnung. Aufgeschoben König absolut sein, so lange er ihnen nur den Palastintriguen zu stande bringen, das jedoch können wir ist indeß nicht aufgehoben, und was unser Genosse heute Willen thut. Von Beit zu Zeit fommt von diesen Hinter dem Urheber des Unkenrufs versichern: die Katastrophe, die nicht vorbringen fonnte, bleibt deswegen dem Reichstage treppenmanövern etwas an das Tageslicht. So veröffent er fürchtet, tommt unter allen Umständen einmal. Wäre doch nicht geschenkt. licht jetzt die N. Bayer. Landesztg." einen Brief, den eine aber die Bismarckerei weiter gegangen, so wäre die Friktionen sollen im preußischen Ministerium vor„ in Preußen angesehene Persönlichkeit" kürzlich an den Ratastrophe früher und in gewaltsameren Formen ein- gefallen sein, der Justizminister sollte durch den UnterrichtsPrinzen Albrecht gerichtet und den dieser zur Kenntniß des getreten, und eine solche Möglichkeit würde wieder herauf- minister, dieser durch den Grafen Udo von StolbergKaisers gebracht haben soll. Der Brief enthält u. a. beschworen werden, wenn es zu einer Bismarckerei in zweiter Wernigerode ersetzt werden. Jetzt wird alles wieder folgende Säge: Auflage täme. dementirt, kann aber deshalb doch wahr gewesen sein. " Politische teberlicht. barunter Anbetung des goldenen Kalbes und der RaketenBerlin, den 5. Februar. Ueber Mannesmuth vor Königsthronen leitartikelt jetzt das nationalliberale" Preßtosakenthum und versteht tifte und Bauchrutscherei vor dem deutschen Kaiser mit der in Demuth ersterbenden Bitte, er möge doch als„ Rönig absolut" die Raketenkiste zum Altar des goldenen Kalbes machen, und ein Knebelgesetz einführen, das den„ mannesmuthigen" Anbetern des goldenen Kalbes„ vor Königsthronen" Ruhe gewährt. Es scheinen in der Umgebung Seiner Majestät Männer nicht vorhanden zu sein, die Seine Majestät über die geradezu erbitterte Stimmung der weitesten tonservativen und nationalen Kreise aufklären mögen, oder es nicht zu thun wagen. Wenn es Euer Königlichen Hoheit nicht gelingt, Wandel zu schaffen, so tann eine Ratastrophe früher oder später nicht ausbleiben. Wo ist der Retter zu finden in unserer Aus dem Reichstag. Was seit Jahren nicht das Zeit, die leider nicht viel nach fittlichen Grundfäßen fragt, gewesen, geschah heute, das Gehalt des Staatssekretärs des umsomehr sich aber vom augenblicklichen Schein und Vortheil Innern, Minister von Bötticher, wurde ohne jede Disblenden läßt!? Vergnügt ist in Deutschland lediglich das fussion bewilligt. Trio der Juden, Freisinnigen und Sozialdemokraten. Die Um so lebhafter gestaltete sich die Debatte über den Landwirthschaft steht vor dem Ruin; in der Justiz ist das Antrag Stumm, den von der Kommission abgelehnten neuen in einem ausführlichen Artikel seine Schilderung eines Kamerun. Das Berl. Tageblatt" veröffentlicht heute Judenthum in erschreckender Weise eingedrungen, die evangelische Direktor für das Reichsamt des Junern zu bewilligen. In deutschen Kolonisten über die Unruhen in unserer Kolonie, Kirche ist geschwächt, wenn nicht machtlos. Die Majestätsbeleidigungsklagen mehren sich in bedenklicher Weise. Selbst der Kommission wurde der Posten durch Konservative und mord und Wahnsinn nehmen überhand. Und das alles wollen Bentrum zu Falle gebracht, heute fielen die Konservativen die vollkommen bestätigen, was wir schon früher auf grund gewisse Leute als künstliche Mache, als Demagogie bezeichnen. wieder um, und so wurde der Posten mit großer Majorität englischer Berichte veröffentlichten. Wir entnehmen dem interessanten Artikel die folgenden Stellen: Der Herzenserguß dieser in Preußen angesehenen angenommen. Persönlichkeit" kann auf uns nur einen erheiternden Ein- Beim Eintreten für die Position wies der Minister druck machen. Betrübend kann es höchstens auf unsere Bötticher auf die Häufung der Arbeiten im Reichsamte Musterpatrioten wirken, wenn sie sehen, daß eine an- durch die Vorarbeiten für Einführung der Sonntagsruhe hin. Feuilleton. Nachdruck verboten.] Helene. ( Alle Rechte vorbehalten [ 85 Und bald dachte sic an nichts anderes mehr, als sich immer verführerischer vor diesen Männern zu entfalten, obwohl sie ihre Verworfenheit kannte. Wie sie das innerlich verwüstete und verdarb! Sie warf die Hände vor ihre Augen, streckte sie aber sofort mit einer Geberde des Abscheus weit von sich. Roman in zwei Bänden von Minna Kautsky. Pfui, ihre Hand, die der Alte mit den welken, zitternWeshalb brennen die Kerzen in jener Ecke? den Lippen berührt hatte, roch nach Verwesung... Sie Woher rührt dieser fade, widerliche Geruch, der ihr rieb mit dem Tuche darüber hinweg,- wird sich das entgegenströmte? jemals verwischen lassen? Da sind Blumen- Blumenduft ist's. Aber weshalb sollte sie so empfindlich sein? War es Sie will sich beruhigen, aber ihre Beine beginnen zu zittern, während ihre Augen unverwandt nach dem nicht flüger, die Lüfternheit des Ministers zu benutzen, tleinen schwarzen Kasten blicken, der von Blüthen fast über- um deckt ist. Damit einem Satz ist sie an der Stelle und beugt sich darüber. Da ruht ihr Kind Blumen? es schläft warum unter Sie sieht in das kleine Gesicht. Es ist so grau- ein nichts- lebloser als eine Puppe. Langsam hebt sie die Hand und streicht darüber hinweg falt, todt! daraus für den eigenen Mann Vortheil zu schlagen? Er erwartete es von ihr, die er als ein völlig unnüzes Geschöpf betrachtete, daß er bisher umsonst gefüttert pfui pfui, pfui!" Ein blendender, das ganze Firmament in Feuer tauchender Blitz fuhr im Zick- Bad hernieder, dem ein dröhnender Donner folgte, und sich duckend vor dem Bliz, erzitternd unter dem Donnerschlag streckt sie doch die Hände gegen den Himmel empor: ,, Tödte mich", ruft sie wie im Wahnsinn, sonst muß Sie weiß es, aber sie kann es nicht faffen und immer ich es thun!" noch blickt sie darauf, bis Schauer sie überrieseln, bis die Todestälte ihr bis ans Herz dringt und sie bewußtlos zu Boden stürzt... Langsam rollt ihr die Thräne über die blaffe Wange fie wischt sie nicht ab. Wie war sie damals so unglücklich, so innerlich gebrochen gewesen, die fürchterlichste Leere im Herzen. Aber dieses Herz war noch jung und es erwachte zu neuer Kraft und verlangte nach Freude und Glück. Glück? wo dachte sie's denn zu finden? Sie ward in die Gesellschaft eingeführt... Theater, Bälle, Konzerte- welch' neue Lockungen und Reizungen! Sie sieht sich in Put und Schimmer, mit nackten Schultern und Armen sie war schön und freute sich dieser Schönheit. Sie kann nicht länger leben- fie will nicht sie fühlt sich zu tief entwürdigt- der Ekel ist da, der Etel vor anderen und vor sich selbst... Sie ist eine Schuldige, oder will sie's ableugnen, daß Morre's flammende Blicke ihr Blut entzündet haben? Das deutsche Gouvernement hatte auf gehört zu existiren, wenigstens auf der Joßplatte. Hier hausten jezt die Rebellen und plünderten und raubten nach Herzenslust. wer wird überhaupt nach einem solchen Nichts fragen, wie sie es gewesen!? Und warum will sie auch nur einen Augenblick länger dies erbärmliche Dasein ertragen? Einige Schritte von hier, in ihrem Schranke, verwahrt fie ein Fläschchen mit Morphium, 10 Tropfen hat ihr der Arzt verordnet, sie wird es auf einmal leeren und alles ist vorüber. Sie will sich erheben, aber ihre Glieder sind von dem inneren Kampfe wie gelähmt, und sie bringt es nur zu einer händeringenden Geberde der Verzweiflung. Ihr Stuhl schaukelt leise, und in plöglicher Ermattung läßt sie sich wieder in denselben zurückfallen. Ja, so hatte sie sich bisher immer einlullen lassen von Trägheit und Feigheit wird es jetzt auch so sein? Blöglich zuckt fie zusammen, ihre Augen vergrößern sich, sie beugt sich vor und horcht. Sie hat leise, vorsichtige Schritte vernommen und wie fie jetzt aus ihrem dunklen Winkel durch ein auf den Balkon gehendes Fenster in die erleuchtete Stube hinein blickt, sieht fie einen Schatten die Wände entlang gleiten. Es ist Morre. Ihr stockt das Blut. So weit ist's gekommen! Nächtlicherweise schleicht man sich zu ihr, wie zu einer Dirne das ist das Ende von Allem. Die Schritte nähern sich der Thür- im nächsten Augenblick wird er an ihrer Seite sein. Sie denkt nicht mehr und folgert nicht, in Wellen fluthet Sie fühlt ihn wieder, wie er sich über sie hinbeugt, fie es ihr zum Herzen, ein Zittern überfällt fie, sie erivartet fühlt seinen Athem- und sie sträubte sich nicht denn verlangte nach ihm... fie er Und Er hat es gesehen Konrad!! Wie schlecht muß jetzt von ihr denken! Wie tief fie verachten-! Ihr Gesicht verzerrt sich in bitterster Seelenqual. Dann wirft sie wie im wildesten Troy, der nach nichts mehr fragt, den Kopf zurück. Was liegt daran! Wenn sie todt ist, wird sich niemand darum bekümmern, ob sie gut oder schlecht war, ihn wie ein Berurtheilter den Todesstreich. Da zuckt ein rothflammender Blitz gerade vor ihr gera nieder, und Blitz und Schlag sind eins. Das Haus erzittert in seinen Mauern, während sie in halber Bewußtlosigkeit in den Sessel zurückstnkt. mit ge= schlossenen Augen. Aber gleich darauf reißt sie sie wieder auf, von dem Feuerschein geblendet. Ter Blitz hat eingeschlagen und gezündet. Das war der denkwürdige 15. und 16. Dezember 1893.1 Eine Empörung nicht der eingeborenen Kameruner, sondern der eignen Leute! aber es fonnte nicht aus bleiben. Die Folgen der Mißregierung der Herren Assessor Weblau und Leist kommen jetzt zum Vorschein. Kanzler Leist war schon lange unbeliebt, überall, bei den Beamten, den Kaufleuten und den Schwarzen. Die Form der Regierung war quasi Despotie. sänftigt. Diese Aufgabe zu erfüllen, ist Sache eines aus- heute kennt, die sozialdemokratische Bresse hat es wahrlich gebildeten Arbeitsnachweises, dessen Organisation sich nicht an deutlicher Charakterisirung dieses Ehrenmannes nicht auf einzelne Gewerbe, nicht auf einzelne Orte beschräntt, fehlen lassen. Im übrigen ist es interessant, daß das sondern sich in organischer Gliederung über das ganze Land Blatt schreibt: erstreckt, eines Arbeitsnachweises, dessen Ausbau im letzten Stadium eine internationale Gestaltung anstreben muß." " Wir wissen, daß Personen mit einer ähn lichen schmutzigen Vergangenheit auch heute noch in der Bewegung stehen und sich sogar darin hervorzudrängen suchen. Nettes Pack! B Das ist ja ganz vernünftig und würde ja schließlich zur internationalen sozialistischen Regelung der Arbeit So hatte es diesem Herrn auch am 15. Nachmittags gegen führen, also zum Sozialismus. Der„ Darmstädter General 5 Uhr gefallen, die Weiber der schwarzen Soldaten Anzeiger" ist beiläufig ein nationalliberales Organ, das bei öffentlich peitschen zu lassen, weil sie ihm zu jeder Gelegenheit auf die Sozialdemokraten schimpft, und Herr Reuß und der 18. Januar. In unserer wenig gearbeitet hatten. Während die Soldaten Sonnabend Nummer haben wir durch Abdruck einer 3 um zuschauen in Reib und Glied angetreten nach diesem lichten Augenblick auch wieder schimpfen wird. New- Yorker Depesche die auffallende Thatsache konstatirt, waren, erhielten ihre Weiber jedes zehn Die unsterblich blamirten 42" aus der Umgegend daß ein Berliner Korrespondent der amerikanischen Bresse Siebe mit der Flußpferdpeitsche und Herr von Dresden glauben, sich noch nicht genug blamirt zu bereits am 17. Januar in der Lage war, nach Amerika zu Leist stand dabei und fah ber Grefution 31. haben. Wenigstens der Herr Lembke aus Pieschen. Dieser telegraphiren, fürdie Arbeitslosenversammlung am 18. Januar Weithin tönte das Geschrei und Geheul der Ge züchtigten. Es läßt sich denken, daß die Wuth der Herr behauptet jetzt in einer öffentlichen Erklärung, er besei Militär und Polizei konsignirt und die Kommandeure Soldaten durch all dieses aufs höchste ge- reue seine Unterschrift unter der Angstpetition nicht. hätten den strengen Befehl erhalten, in allerschärfster Weise stiegen war, und der lang verhaltene Grimm Unsere Genossen vom Gemeinderath bezeugen jedoch mit vorzugehen. Der Korrespondent wußte des weiteren auch darüber, daß sie teinen Lohn, sondern vom ihrer Namensunterschrift, er habe in der Gemeinderaths- noch zu erzählen, es feien im Publikum Drohbriefe Gouverneur nur Schläge friegten so hatten fie fich Eikung seine Zerknirschung sehr deutlich ausgedrückt. Die verbreitet worden, von denen natürlich auch die wiederholt geäußertfam endlich zum explosiven Ausbruch. Cache steht also so: vor Sozialdemokraten bereut der Polizei Kenntniß erhalten habe, während bis zur Am Abend desselben Tages gegen 7 Uhr erbrachen Lemble, vor seinesgleichen nicht der richtige Typus des Stunde in Berlin keine Menschenseele davon auch fie die Munitionskammer und bemächtigten fich aller Munition sowie der vier Geschütze. Unteroffizier Steinede, rückgratlosen Philifters, der auf zwei Achseln trägt. Der zur Zeit frank im Hospital lag, eilte auf Neuestes königlich sächsisches Ausnahmegesetz. den Lärm herbei, meinend, es handle sich um einige Betrunkene; er wurde aber von den Soldaten mit den Worten Der Leipziger Amtshauptmann verbot das Singen und zurückgewiesen: go back, you are sick. we want kill only Spielen der Arbeitermarseillaise bei öffentlichen Lustbarkeiten the governor!(„ Gehen Sie zurück, Sie sind frank, wir als demonstrativen Unfug. Selbst diese Heldenthat wird die sozialdemokratischen Arbeiter nicht befehren. wollen nur den Gouverneur tödten!") Es war also von Anfang an nur auf Leist abgesehen. Auch aus späteren Aeußerungen ging dasselbe hervor. So hat denn das öffentliche Durchpeitschen der Soldctenweiber den Austok zum Soldatenaufstand gegeben, der so verhängnißvoll für die Kolonie Kamerun geworden ist. Aus dem Teiche des Herrn Thielen. Die Staatsbetriebe sollen Musterbetriebe werden, dieses Wort, das vor vier Jahren vom Kaiser gesprochen wurde, scheint bis zur Stunde noch nicht zu den Ohren des preußischen EisenbahnMinisters gekommen zu sein, oder, wie in den anderen Staatsbetrieben, nur leerer Schall geblieben zu sein, dem die That nicht folgen will. Dies sehen wir z. B. bei der Nachtarbeit der Frauen, die beim Betriebe der Berliner Stadtbahn am Schalterdienste verwendet werden. Die selben haben zweimal im Vierteljahre je eine Woche von 4 Uhr Nachmittag bis Mitternacht und je eine Woche von 7 bez. 9 Uhr Abends bis 8 Uhr Vormittags Dienft. Die Luft in den engen Kaffenräumen ist ganz verpestet, die Augen werden von dem starken Lichte geblendet und die Tem peratur ist oft sehr niedrig. Eine Auzahl Frauen, die diefen schweren Dienst haben, mußten mit einem Anfangs gehalte von 60 M. monatlich beginnen. Wir sehen somit, daß die Frauen im Dienste der Stadtbahn nicht einmal den färglichen Arbeiterschutz genießen, den die GewerbeOrdnung ihren sicherlich nicht beneidenswerthen Schwestern in der Jndustrie gewährt. Nette Musterbetriebe! Da im preußischen Landtage die Sozialdemokratie nicht vertreten ist, fann laum augenommen werden, daß bei Berathung des preußischen Eisenbahn Etats Herr Thielen ob dieser staatlichen Ausbeutung der Frauenarbeit zur Rechenschaft gezogen werden wird, wie er es verdienen würde. Ueber den Nothstand schreibt der Darmstädter General- Anzeiger": W " nur ein Sterbenswörtchen hatte erwähnen hören. Da Herr Reuß der Berliner Vertreter der für die gesammte amerikanische Presse arbeitenden Depeschen- Agentur The united Press" ift, so lag nach allem, was man von Herrn Reuß weiß, die Annahme nicht fern, er sei der urheber auch der fraglichen Depesche. Ohne Mittheilung Herrn Reuß weiß, die Annahme nicht fern, er sei der von Behörden konnte eine solche Depesche doch nicht wohl Der Bund der Landwirthe und die Regierung abgesandt werden und Herr Reuß rühmte sich ja in von Mecklenburg Schwerin. Nirgends, selbst nicht in öffentlichen Erklärungen, zur Entgegennahme von NachSachsen, wird die Versammlungsfreiheit und die Bildung richten ins Reichskanzleramt berufen worden zu sein. In von Vereinen unseren Genossen so erschwert, wie in den einer Zuschrift an die Bossische Zeitung", welche von Ländern, deren Wappen der Ochsenkopf ist; unsere Partei unserer Festnagelung Notiz genommen und die Forderung amtlichen Untersuchung unterstützt hatte, be hat dort mit den größten Schwierigkeiten zu kämpfen, sie der muß sich ohne Organisation behelfen, die in Mecklenburg streitet Reuß, daß er der Urheber dieser Depesche sei; für Bereine und Bersammlungen erforderliche C. ehmigung dieselbe sei überhaupt nicht durch die„ United Preß" verdes Ministeriums wird nur ganz ausnahmsweise ertheilt. breitet worden. Da hat es der frondirende Bund der Landwirthe weit besser. Dessen offizielles Organ veröffentlicht folgende Erflärung: Infolge mehrfacher an das Großherzogliche Ministerium zu Schwerin i. M. gerichteter Anfragen mache ich auf Veranlassung desselben bekannt: Es ist sehr schade, daß Herr Reuß bei seiner genauen Kenntniß seiner Kollegen nicht einen Schritt weiter gegangen und der neugierigen Welt mitgetheilt hat, wer denn eigentlich der Urheber dieser Polizei depesche ist. Es wäre doch interessant, gerade von Herr Neuß zu 1. daß der Bund der Landwirthe, Abtheilung Mecklenburg, erfahren, wer außer ihm noch so gute Polizeiverbindungen als ein politischer Verein für Mecklenburg regierungsseitig hat, um vierundzwanzig Stunden vor den Ereignissen am genehmigt ist, 2. daß von der im§ 1 der Verordnung vom 2. Mai 1877 Friedrichshain so interessante Depeschen nach New- York zu vorgefchriebenen Einreichung von Mit- senden. glieder Verzeichnissen Dispens ertheilt worden ist. Die Wahlreform- Worlage des Grafen Taafe hat die drei großen" Parteien des österreichischen Abgeordneten3. daß es zu Versammlungen von Mitgliedern des Bundes Hauses zusammengeführt; die Wahlreform- Vorlage, welche in den einzelnen Abtheilungen und Gruppen einer regi- ber nene Ministerpräsident Fürst Windischgräß für den minellen Genehmigung nicht bedarf, vielmehr eine einfache Anzeige bei der Orts Polizei- Monat Februar versprochen hat, kann leicht zu einer Ber behörde genügt. splitterung der neuen Majorität führen, wenigstens be Auf Verlangen ist die Landesabtheilung bereit, Abschriften rechtigt zu dieser Annahme das Ergebniß der bisherigen des die Konzession enthaltenden hohen Resfripts mitzutheilen. Verhandlungen des österreichischen Ministerrathes über die Molgow, den 29. Januar 1894. Wahlreform, bei denen eine Einigung sich nicht erzielen Landesabtheilung Mecklenburg. Frhr. v. Malyan. ließ. Man sieht, daß selbst die reaktionären Vereinsgesetze Das Proportional- Wahlrecht hat wieder einen Er den Freunden der Regierung feine Schwierigkeiten bereiten, folg zu verzeichnen. Im schweizerischen Ranton daß selbst das reaktionärste deutsche Vereinsgesetz dem Bund Bug ist eine Verfassungsreform angenommen worden, die Sicherlich giebt es fein furchtbareres Soos als das des ge- der Landwirthe mehr Freiheit gewährt, als irgend ein für alle kantonalen Wahlen, auch die der Richter, ben funden, im Befiße seiner vollen Arbeitskraft befindlichen Ar- anderes Vereinsgesetz in Deutschland gestattet. Die Vereins- Proporz" einführt. Wenn ein Zehntel der Wähler es beiters, dem die Gesellschaft zurust: Hungern, denn die gefeße sind eben keine für alle Staatsbürger gleiche Geseze, verlangt, sollen auch die Gemeindewahlen nach derzeitige Konstellation der geschäftlichen Verhältnisse bietet für sondern einzig dazu da, den Freunden der Regierung, das proportionalem Verfahren stattfinden. deine, Arme keine Verwendung. Diejenigen machen es sich leicht, die die Rüdwärtsrevidirung dieser modernen Ent ist den besigenden Klaffen keine Schwierigkeiten zu bereiten Der Urheber des Pariser Kochtopf Attentats ist widelung aupreisen... bevor die heutige Entwickelung der und den Arbeitern möglichst viel Prügel zwischen die Füße heute Morgen hingerichtet worden. Präsident Carnot hat als würdiger Vertreter der bürgerlichen Die Schwennhagen und Black, die Helfershelfer Gesellschaft aus Feigheit den Muth gehabt, die BeAhlwardt's, werden jetzt von der Staatsbürger Beitung" gnadigung eines durch Noth verrückt gewordenen Schwachenergisch abgeschüttelt. Die bewegte kriminelle Vergangen- fopfs zu verweigern, der ins Irrenhaus gehört hätte, aber heit, die Unterschlagungen, Urkundenfälschungen, Diebstähle nicht unter das Fallbeil. Der schlotternden Angst vor dem ihrer früheren Gewährsmänner werden jetzt vom Ahlwardt- Anarchismus, diesem Schreckgespenst, das die bürgerliche Moniteur zugestanden. Als die Herren nicht gefaßt werden Gesellschaft sich aus ihrem eigenen Schatten verfertigt hat, fonnten wegen ihrer leichtfertigen Verleumdungen, da waren geſellte sich freilich auch die raffinirte Berechnung hinzu, diese Ehrenmänner den Hintermännern der Staatsbürger dem Anarchismus durch den hingeworfenen Kopf eines Beitung" die besten Parteigenossen, jetzt aber, wo die Anarchisten gewissermaßen Fleisch und Blut zu verleihen, Her ren beweisen sollen und nicht können, da entledigt sich und das der Regierung so nothwendige Schreckbild mit Die einer größeren Realität und Wirksamkeit auszustatten. das Antisemitenblatt seiner früheren Freunde. Indufirie jene Revolution bewirkt hat, wurben lediglich zu werfen. die menschlichen Bedürfnisse befriedigt.... Der heutige Gang der Produktion ist ein hastiger, rudweiser, Sebungen und Eenfungen folgen einander, und der Wellenschleg dieser Bewegung zieht weite Streife, die Einen and fichere Land tragend, Die Anderen in ihren Tiesen begrabend. Die heutige Protuktionsweise werden wir nicht mehr redressiren. Es gilt einerseits- diese Forderung ist eine die brachliegende Arbeitskraft in beschleunigter Weise dorthin zu dirigiren, wo ihrer ein fruchtbares Arbeits feld harrt. Es gilt aber auch andererseits- und dieser auffchlebbare Arbeitsgelegenheiten so zu legen und zur Aus. führung zu bringen, daß sie gleichfam als Reserve in die jeweils entstehenden Lücken eintritt, daß sie den unruhig wechseln den Wellenschlag der wirthschaftlichen Bewegung glättet und alte alle " Staatsbürger Beitung" fann sich nicht ausreden damit, Die Hinrichtung dieses unzurechnungsfähigen Menschen daß sie die Vergangenheit eines Schwennhagen erst seit war ein Verbrechen. Darauf pfeift die Politik. Doch An der Straße unweit des Hauses steht eine Tele- die feuchten Tropfen hingen noch in seinen Haaren. Sie graphenstange in Flammen. erhebt sich und sich über ihn beugend, wischt sie sie in leifer Berührung hinweg und streicht ihm das Haar aus der Stirne. Niemand denkt daran, sie zu löschen. Herzueilende umringen einen Wagen, der eben die Straße heraufgekommen war und dicht bei der Stange Halt gemacht hat. Sie rufen einander zu in Verwirrung und Schreck da ist ein Unglück geschehen der Bliz hat getödtet. Sie springt empor. Wille und Kraft ist ihr zurückgekehrt, zugleich mit der herzerschütternden Angst um ein Menschenleben. Ohne Zagen betritt sie die Stube... sie ist leer. Wie ein Dieb hatte sich Morre hereingeschlichen und wie ein solcher davon gemacht, als der Blitzschlag das Haus alarmirte. Er hatte die nicht entdeckt, die er suchte, denn auf dem Balkon, dem Unwetter preisgegeben, hatte er sie nicht einmal vermuthen können. Sie dachte nicht weiter an ihn, sie stürzte gegen die Thire. Sofie tam ihr entgegen. Guädige Frau, erschrecken Sie nicht sie bringen ihn aber das Pferd ist todt." Sie hielt sich bei dem sinnlosen Berichte nicht auf; schon hatte sie die Thür nach dem Vorhause aufgestoßen und befand sich zwei Männern gegenüber, die einen dritten, den sie aus dem Wagen gehoben hatten, in ihren Armen hielten. Es war Max Gebhart. Einige Minuten später befindet er sich in sorgfältiger Lagerung auf dem Bette Helenen's, Da öffnete er die Augen und blickt voll in die ihrigen, die in Thränen stehen, voll inniger Sorge und unendlichem Mitleid. Er hat ein seliges Lächeln. " Jeht möchte ich sterben," flüstert er und erbleicht noch tiefer und ihr ist, als erlösche er vor ihren Augen. Nein, nein, nicht sterben," ruft sie angstoll bewegt und faßt ihn an den Schultern mit beiden Händen, nicht sterben!" Verzeihung, ich quäle Sie auch noch, ich bin so schlecht und erbärmlich." erbirnih Sie sind unglücklich, aber faffen Sie Muth, Helene." Sie schüttelte traurig den Kopf. Sie find jung und gesund, da wirft man das Leben nicht" hin, man fämpft weiter." Wofür? Für mich ist alles dahin," sagte sie leise mit zuckenden Lippen. " Weil Sie in Ihrer Ehe nicht glücklich waren?" " Ist das wenig? Meine Nerven find zerrüttet, mein Herz verbittert mein ganzes Leben ist zerstört und vernichtet." Er nicht und mit einem sanften seelenvollen Ton, der Vor diesem hippokratischen Antlig erscheint ihr der Tod, ihr frankes Herz wundersam berührte, fagte er ernft: den sie gerufen und für sich begehrt hatte, in seiner ganzen. Sie waren zu jung, zu unerfahren, zu wehrlos, als Sie Furchtbarkeit und wie im Gutseyen über ihr eigenes, un- den Bund schlossen, wo bei dem Manne Kraft und Tugend abwendbares Schicksal schlägt sie die Hände vor ihr Gesicht: die Voraussetzung bilden, soll er zu einem sittlichen werden. „ Es ist schrecklich, zu sterben!" " Nicht für den, Helene, der sich untergehen fühlt, bei dem sich das Leben langsam verzehrt." „ Aber für den, der es selbst vernichtet, plötzlich er löschen macht!" ruft sie fast wild, und über das jähe wort erschreckend, bricht sie in ein krampfhaftes Schluchzen ans. Er starrt sie an aber sie läßt den Kopf gegen das Bett finken und schluchzt und schluchzt. Der Leidenszug in seinem Gesicht gräbt sich noch tiefer, aber er bleibt ganz ruhig. Sie haben sich einem Schwächling vermählt und damit haben Sie selbst den Halt verloren. " Aber Sie werden ihn wiederfinden, Helene. Die Liebe zum Manne ist nicht das einzige, das das Leben eines Weibes erfüllen soll, und nicht einmal das Höchste. " Sie sieht ihn an und begegnet dem treuen und festen Blick eines Freundes und sie legt ihre Hand in die seine, die sich ihr hilfsbereit entgegenstreckt. Er hat sie verstanden, er begreift ihre Verzweiflung, die Sie sie zum Aeußersten treibt. Er läßt sie weinen- sie soll sich answeinen. die Aber in Gedanken nimmt er sie an sein Herz und all hier aufgespeicherte Zärtlichkeit strömt über sie hin. Sie suchte sich zu fassen und vermag es noch nicht. Er ist unversehrt. Der vor ihm niederfahrende Bliß schlag, der das Pferd gestreift und getödtet, hatte ihn nur vorübergehend betäubt; sein Herz schlägt schwach, aber ruhig. Bu sernem Haupte brennt eine Lampe mit mattem Glas. Helene ist allein bei ihm, fie sitzt an dem Bette und blickt unverwandt in sein blasses Gesicht, mit den bläulichen Sie hebt den Kopf, von dem das gelöste Haar herabEdhatten um die tief eingefunkenen, geschlossenen Augen. Es wallt, so daß es ihr blaffes Gesicht dunkel und lockig umschien ihr das eines Sterbenden. rahmt, und blickt so magdalenenhaft, mit reuigen Augen Sie hatte ihm mit Essig die Stirne gewaschen und zu ihm auf. " Was soll ich thun?" fragt sie leise. Sie müssen fort." Zu meinen Eltern?" Ihre Kräfte dort an, wo man Ihrer bedarf." Nein, versuchen Sie Selbständigkeit zu erlangen, bieten Wo wäre das?" Er zögerte mit der Antwort, forschend blickte er sie an, fast traurig. " Es ist ein harter und schwerer Dienst, den ich Ihnen in Vorschlag bringen möchte, Helene." Sie sentte demüthig den Kopf. " „ Es kann mir ein solcher sein, ich weiß es wohl, ich befige keine Kenntnisse, ich habe nichts gelernt, ich fann mich nur für die schwerste Arbeit verdingen." war das Verbrechen nicht wenigstens ein kluger Streich? Herr Carnot wird die Antwort bald haben. Das Mitleid, welches selbst innerhalb der bürgerlichen Gesellschaft seit Vaillant- Marchal's Verurtheilung diesem dargebracht worden ist, hätte Herrn Carnot belehren sollen, daß er durch Vers weigerung der Gnade das öffentliche Gefühl beleidigen. würde. Er hat es gethan die Folgen werden nicht ausbleiben. Die bürgerliche Gesellschaft aber wird auf dem Kopf Vaillant's nicht fester sigen, als auf seiner Bombe. freien Menschen. Bum Bürgerfriege aufgereist Soziale Ueberlicht An die Arbeiter und an unsere Berufsgenossen! gu haben, stellte Molinari ebenfalls entschieden in Abrede. Das Thema seines Vortrages haben einige Säße aus Viktor Hugo's Arbeier des Meeres" gebildet, in denen es heißt, daß Werthe Genossen! Wie Ihr wißt, sind infolge des Streits die Religion und die Geseze verwerflich seien, jene, weil sie zum in unserem Gewerbe noch ca. 150 Kollegen mit ca. 350 Rindern Aberglauben führe, diese, weil sie die natürliche Entfaltung der als gemaßregelt zu betrachten und demgemäß zu unters Menschen hemmen. Die Rede sei anarchistisch, aber nicht auf st üzen. Aus den vorhandenen Mitteln ist uns dies absolut reizend gewefen. So, wie die Prozeßverhandlung mitgetheilt unmöglich und so ersuchen wir Euch, die noch in Eurem Besiz wird, läßt sie nicht erkennen, daß des Angeklagten Aussage befindlichen Sammellisten so schnell wie möglich an uns abzu widerlegt worden sei. Auch aus seinen Schriften fann nur liefern. Denn, Genossen, gerade diejenigen Kollegen, die fest und entnommen werden, daß er den Umsturz wünschte, nicht, daß treu zur Sache gehalten und entschlossen waren, bis zum ender zu Verbrechen aufforderte. Andere Beweise für den ursäch giltigen Siege auszuhalten, sind aufs Pflaster geworfen. Des Ganz wie bei uns. Die französischen Groß- lichen Zusammenhang seiner Propaganda mit dem Aufruhr in halb ist es unsere Pflicht, unsere treuen Rämpfer wenigstens vor grundbesitzer haben einen Nothstand der Landwirthschaft der Lunigiana scheinen nicht erbracht worden zu sein. Das der allergrößten Moth zu bewahren. Genossen! Wir entdeckt, welcher nur dadurch geheilt werden kann, daß der hohe Strafmaß erregt deshalb allgemeine Verwunderung. find willens, noch ferner Sammellisten auszugeben, und so richten Getreidezoll auf 8 Frants der Doppelzentner, das Einige Blätter beklagen, daß das Kriegsgericht Märtyrer wir die Bitte an Euch, in diesen Sammlungen nicht nachzulaffen, fabrizire", und viele sprechen die Erwartung aus, daß das sondern nach wie vor Guer Scherflein zur guten Sache bei Doppelte des bisherigen Standes, erhöht werde. Ein Pariser Urtheil abgeändert werde. Blatt rechnet nun aus, daß von den 82 Millionen Grundzutragen. Unsere Kollegen, welche nach Beendigung des Streits Man bedenke: wegen einer Re de dreiundzwanzig und infolge dessen noch außer Arbeit sind, ersuchen wir, sich eigenthümern, die Frankreich zählt, 6750 000 unter zehn Jahre 3uchthaus mit drei Jahren Einzelhaft! Doch fofort im Streitbureau, Schüßenstraße 58, zu melden; denn Heftaren befißen, und von der Steuer gar keinen Vortheil das ist blos grausam, blos barbarisch! Aber- und darin es ist absolut nothwendig, daß wir eine genaue Liste der noch haben; daß 1 420 000, die zwischen 10 und 40 Hektaren liegt der greuliche Justizmord- die Rede, welche Molinari Ausständigen anfertigen. um zu verhüten, daß die Gelder besitzen, nur einen ganz geringen Vortheil haben; und daß diese monströse Verurtheilung zuzog, gehört gar nicht an Unberechtigte ausgezahlt werden. Wir hoffen, werthe Gedie Hunderte von Millionen jährlich, um die das Brot vor das Kriegsgericht. Sie wurde in den Weih- noffen, daß Ihr uns auch fernerhin, wie bisher, zur Seite stehen vertheuert wird, fast ausschließlich in die Taschen von nachtstagen" gehalten und das Standrecht in Massa- Carrara Das Agitationstomitee der Droschkentutscher 90 000 Großgrundbesitzern wandern, die über 40 Hektare murde erst Mitte Januar, d. h. mindestens vierzehn besitzen. VTage später proklamirt. Molinari ist also seinem " " Die Kunst der Polizei ist, daß sie nicht sieht, rechtmäßigen Richter entrissen und willkürlich vor ein was sie nicht zu sehen braucht"- schreibt Tribunal geschleift worden, das ihn wider Gesetz und Recht Napoleon in einem Joeben veröffentlichten Brief an seinen auf die trockene Guillotine" geschickt hat. Nie ist ein Polizeiminister und Spizelgeneral Fouché. Und Napoleon flagranterer Justizmord verübt worden! ( der Napoleon, nicht seine Karrikatur, die bei Sedan Ueber Molinari wird uns mitgetheilt, daß er ein hoch endete) meint, die Polizei sei sehr ungeschickt, und ertheilt gebildeter Mann ist und in seinen politischen Anschauungen ihr in der Person des alten Fouché einen Rüffel, weil sie auf demselben Boden wie die deutsche Sozialdemokratie steht. fieht, was sie nicht zu sehen braucht, und was sie sehen sollte, Er ist Sozialist, nicht Anarchist. Aber gerade das scheint nicht sicht. Daß Napoleon, troh seiner Affenliebe für Fouché ihn den Behörden, die überall in dem Sozialisten den gedie Polizei so richtig beurtheilt hat, macht seinem Scharf- fährlicheren Feind wittern, verhaßt gemacht zu haben. blick alle Ehre. - Aus Italien liegt noch die folgende Depesche vor: Palermo, 3. Februar. Der aus Gibellina gebürtige Soldat Mariano wurde heute vom Kriegsgericht wegen Theil nahme an den Unruhen in Gibellina zu 20 Jahren Militärgefängniß und Tragung der Gerichtskosten verurtheilt. werdet. Berlins und Umgegend. J. A.: H. Schulz. Aufruf an die Haus, Geschäftsdiener, Pacer, Packerinnen, Weinkeller Arbeiter, Markts belfer, Getreideträger, Speicher- und Spedi tions Arbeiter, sowie alle im Handelsgewerbe beschäftigten Silfsarbeiter für Berlin und umgegen d. Kollegen! Die am 29. Oktober v. J. ftattgehabte öffentliche Versammlung obiger Berufe beschloß, zu Pfingsten d. I. einen Kongreß in Halle a./S. abzuhalten. Die am Donnerstag, den 8. Februar, Abends 9 Uhr, in den Armin Hallen stattfindende öffentliche Versammlung soll die für den Kongreß bestimmten Beschlüsse fassen; außer dem wird der Gndesunterzeichnete den Bericht über seine Thätigteit, sowie Abrechnung des Geschäftsjahres 1893/94 geben, und ist es darum nothwendig, daß alle Kollegen ohne Ausnahme zu dieser Versammlung erscheinen. Die Mitglieder des Vereins Berliner Hausdiener sind hierzu besonders eingeladen. Wir bitten den Zuzug strengstens fernzuhalten. Anfragen und Sendungen sind zu richten an riebrich Das Streitkomitee der Augsburger Former. Müller, Former, Gasthaus zum„ blauen Bock", Nr. 147, am Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck geCrispi au der Arbeit. Als ein Justizmord schmachvollster und verbrecherischster Art- so schmachvoll und verbrecherisch wie die Hinrichtung der unschuldigen Anarchisten" in Chicago stellt sich die kriegsgerichtliche Stambulow hat wieder regierungsfreundliche Wahlen Der Vertrauensmann. Karl Alboldt. Verurtheilung Molinari's heraus, deren wir wieder gemacht, er versteht dies so gut wie Crispi. Bei den am Formerstreit in Augsburg. Der Formerstreit in Nürn holt schon erwähnten. Der" Vossischen Zeitung" wird Sonntag vorgenommenen Ergänzungswahlen zur Sobranje berg batte zur Folge, daß die Nürnberger Fabrikanten ihre darüber geschrieben: Rom. 1. Februar. Man kann nicht sagen, daß die in Rom, 1. Februar. Man kann nicht sagen, daß die in dem bulgarischen Parlamente) wurden ausschließlich Re Modelle nach Augsburg fandten, um dort die Arbeit anfertigen gerichte von der im bürgerlichen Strafgerichtswesen, aft infolge von Streitigkeiten, welche durch den heftigen aber mit ihren Nürnberger Kollegen solidarisch und ver den aufständischen Landestheilen eingesetzten Militär gierungsanhänger gewählt. Blos in Razgrad ist der Wahl- au laffen. Der erste Versuch wurde in der Mühlenbau Gesellschaft von Deyle u. Komp. gemacht. Die Former erklärten sich namentlich in den Geschworenengerichten eingeriffenen Empfind- Wahlkampf zwischen den beiden Parteien hervorgerufen weigerten geschlossen die Anfertigung der Nürnberger Arbeit. famkeit angetränkelt feien und die Gesetzesübertreter mit worden sind, unterbrochen worden. Die Wahl soll in acht Als sie dennoch gezwungen werden sollten, die Arbeit zu machen, Handschuhen anfassen. 28 Jahre Zuchthaus mit drei Tagen erfolgen. legten fämmtliche Former die Arbeit nieder. In der Werkstätte jähriger Zellenhaft sind gestern nach einer Verhandlung von Wenn die Stambulow'sche Herrlichkeit einmal ganz arbeiten nur noch der Vorarbeiter und ein Lehrling. Die Zahl wenigen Stunden einem Manne zugesprochen worden, gegen weggefegt sein wird, dann kann der Werth dieser Wahlmache der Streifenden beträgt 12, davon sind 7 verheirathet. Es ist sehr den teine verbrecherische hat, sondern im schlimm auch vom Blödesten beurtheilt werden. wahrscheinlich, daß sich der Streit auch auf andere Werkstätten sten Falle die Aufreizung zu Verbrechen vorliegt. Der Advoausdehnen wird. fat Luigi Molinari, der gestern mit seinem amtlichen Ueber Brasilien. Nach einer Depesche aus Rio de Vertheidiger vor dem Kriegsgerichte in Massa erschien, war an- Janeiro vom 3. Februar sind die Regierungstruppen bei getlagt und geständig, in den Weihnachtstagen in suchten Versammlung ben Anarchismus verherrlicht zu haben. gefallen. Admiral de Mello soll eine Abtheilung von einer von mehreren Hundert Anarchisten der Lunigiana be- Curitiba geschlagen worden und in der Schlacht 200 Mann Die Anklage, die sich für diesen Punkt nur auf die einem 1000 Mann nach einem Orte im Südwesten von Curitiba Polizeikommissar gemachten Angaben eines nicht er- gesandt haben.schienenen Ohrenzeugen stüßen fonnte, behauptete, daß die Rede den Kampf gegen die bestehenden Ordnungen in der Gesellschaft und dem Staate gepredigt und zum Aufruhr aufgefordert habe. Der Angeklagte, der aus Mantua vor geführt worden ist, behauptet dagegen, daß es seiner Partei Parteinachrichten.lich die„ Maitation in Thüringen".- Gtwaige Annicht einfalle, zum gewaltsamen Umsturz zu greifen. Sie Ginen erbitterten Kampf führen jegt unsere Dort stebterstr. 6. 180 gehe lediglich darauf aus, die bestehenden Zustände als ver- mun der Parteigenossen mit der dortigen Polizei wegen Bur Lagerhalter- Bewegung. Die Konferenz der Lagerderblich und verwerflich nachzuweisen und durch Verbreitung der Handhabung des Vereins- und Versammlungsrechts. Die halter von Chemnitz und Umgegend, welche dort am verdiefer Ueberzeugung eine Beseitigung derfelben unvermeid- Polizei verlangt jetzt die Schließung der öffentlichen Versammgangenen Sonntag stattgefunden, war von 15 Lagerhaltern be lich au machen Von seiner Zugehörigkeit zu ver: lungen mit Eintritt der Polizeistunde, wogegen die Sozialdemo- fchickt. Die Sigungen sollen wiederholt werden. Der Zweck brecherischen Verbindungen fönne nicht die Rede sein; traten den Weg der Beschwerde beschritten haben. Die Polizei derselben ist: 1. Gegenseitiger Meinungsaustausch über Gindenn er kenne in Carrara fast niemanden und sei nur auf stützt sich auf eine Entscheidung des Ober- Verwaltungsgerichts. richtungen der verschiedenen Konsum- und ähnlicher Vereine, faſt nur der beber- Benvaltungsgerichts, Einladung von Parteigenossen aus Mantua gekommen, um Die Sozialdemokraten machten den Versuch, während des Haupt welche auf die Verhältnisse der Lagerhalter von Einfluß sind. den Vortrag zu halten. Wir Anarchisten", sagte er, wollen gottesdienstes zu tagen. Die Versammlung wurde jedoch polizei- 2. Anbahnung einer Umänderung oder Beseitigung von Ginallerdings die Familie beseitigen, aber nur, um aus der Ehe lich verboten. Ein spätere Versammlung verfiel der Auflösung, richtungen, welche auf grund praktischer Erfahrung für schwereine lediglich auf das Herz begründete Einrichtung zu machen. als ein Redner behauptete, die Polizei trete das Vereins- und fällig oder überflüssig erkannt werden. 3. Den auf dem LagerWir wollen auch kein Bergehen gegen die Personen; denn Versammlungsrecht mit Füßen. haltertage" gefaßten Beschlüssen durch gemeinsames Handeln unser Ideal ist, daß die Menschen sich wie Brüder lieben. möglichst Geltung zu verschaffen. " Für die Verbrecher unter uns sind wir so wenig verantwort- Gewarnt wird in der Niederrh. Boltstribüne" lich wie andere Parteien für ihre reudigen Mitglieder. Das vor einem Russen, der in verschiedenen Städten des Rhein Eigenthum bekämpfe ich, wie es die Sozialisten und die lands auftaucht und aus der Schweiz ausgewiesen worden Kollektivisten thun. Aber auch von den Universitäts- Lehr- sein will. Der Russe nennt sich Hermann und will Verfasser ftühlen barf gepredigt werden, daß Eigenthum Diebstahl ist einer schriftstellerischen Arbeit über die Peter- Pauls- Festung sein. In Deutschland bilden die Sozialisten eine große Er spricht geläufig deutsch mit fremdländischem Accent, it Partei im Parlamente, und ihre Ansichten sind die mittlerer Statur, trägt einen braunen fog. Raisermantel und hat selben. Das Eigenthum hält den Klaffenzwiespalt einen dunklen Schnurrbart. Als Ausweispapiere hat er ein aufrecht, und wir wollen eine einzige Klasse von Schriftstück, nach welchem er allerdings vor Kurzem aus dem schweizerischen Kanton Basel ausgewiesen ist, sodann weist er noch einige Briefe von den Redattionen des Hamburger Echo", Er ergriff ihre Hand und hielt sie fest. der Büricher Post", sowie des Schweizer Genossen Bürkli vor. Muth, Helene, werfen Sie dies müßige unnüße Leben Die Hauptsache seines Besuches ist überall, Geld zur angeblichen entschlossen von sich, um ein neues zu beginnen. Es wird Reise nach Berlin zu bekommen, da er von der Schweiz aus voll Mühsal und Selbstverlengnung sein, voll Sorge und sich nach Belgien gewandt, dort aber sich literarisch nicht beSingabe für andere, aber die Güte, der Grundzug Ihres schäftigen tönne und nach Berlin wolle, wozu ihm aber das Weseus wird um so herrlicher sich entfalten, Sie werden Reifegeld fehle. Den Schluß bildet dann die Frage, wie er nach wieder fühlen, daß Sie ein Herz haben, das groß und Berlin komme, da ihm das Reisegeld ausgegangen sei. Da diese muthig schlägt, Sie werden sich selbst wieder lieben, Helene, Person in verschiedenen Städten dieselben Manöver wiederholt, und das Leben wieder schön finden." seien die Genoffen auf diesem Wege gewarnt. und hält inne, um die tiefe Bewegung, die seine Sie sprechen " * Bolizeiliches, Gerichtliches 2c. beten. Gine Konferenz der Solzarbeiter Thüringens findet am 18. Februar in polba statt. Zur Berathung gelangt man an August Nehn, Apolda, Herne Mas auf der Landstraße walzt", davon giebt der Jahres Die Reservearmee". Aus Nürnberg wird geschrieben: bericht des hiesigen Wander Unterstüßungsvereins ein Bild. Es wurden im vorigen Jahre mit 5424 m. 4210 Bugereifte unterftüßt, unter denen sich befanden: 494 Raufleute, 401 Brauer, 284 Sattler, 283 Müller, 189 Schloffer, 164 Maler, 164 Drechsler, 159 Gerber, 158 Tapeztrer, 145 Weber, 142 Gärtner, 130 Konditoren, 117 Goldschmiede, 109 Hutmacher. Andere Berufsarten waren mit geringeren Zahlen vertreten. Werkracht ist der Spar- und Vorschußverein in Weimar. Die Unterbilang beläuft sich auf 4 250 000 M. Die Mitglieder des Aufsichtsraths sollen dem Verein über 1½½ Millionen Mark schulden; einer der Herren hat immer für den andern gebürgt". Die Mitgliederzahl beträgt 1100, worunter gegen 400, bie dem Handwerkerstande und Kleinhandel angehören. Auch derartiges Theilen" agitirt für uns. " Die Kommiffion für Uebermittelung von Bes schwerden an den Fabrikinspektor, welche in Nürnberg besteht, fordert die Arbeiter auf, alle Beschwerden mündlich oder schriftlich an sie zu richten. Schriftliche Beschwerden müssen mit Namensunterschrift versehen sein; anonyme Buschriften finden keine Berücksichtigung. Depelchen. " Er Todtenliste der Partei. Aus Werdau( Sachfen) geht Stimme erzittern ließ, nieder zu kämpfen, dann zog er uns die Nachricht zu, daß der Genosse Benj. Friedrich, sie noch ein wenig näher an sich heran und leiser noch ein alter bewährter Mittämpfer, der schon im Jahre 1848 sich lösten sich die Worte von seinen Lippen. Ich habe heute an der Boltsbewegung betheiligte, am 3. Januar verstorben ist. an Sie gedacht, als ich diesen Brief von Frau Dodutoff Sein Andenken wird von allen, die ihn kannten, in Ehren erhielt, lesen Sie ihn. Auf dem Kriegsschauplate verlangt gehalten bleiben. man helfende Hände.- Tausende von jungen Menschen ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) erliegen den Wunden und Krankheiten, aus Mangel an Rom, 5. Februar. Der Agenzia Stefani" wird aus Massa Pflege. Gehen Sie nach Bulgarien. In Freiberg( Sachsen) wurden fürzlich drei Arbeiter gemeldet: Vier der Theilnahme an einer verbrecherischen Gesellruffisch.- Sie fennen Sophia Doduloff. Sie werden wegen groben Unfug und Hausfriedensbruch" zur Gefängnißitrafen schaft angeklagte und schuldig erkannte Individuen wurden vom mit ihr und anderen muthigen Frauen in München zu- verurtheilt. Sie sollen sich nach Aussage des Wirthes, bei dem Kriegsgericht zu Gefängnißstrafen von 2 bis 8 Jahren, verschärft sammen treffen und die Reise gemeinsam machen. Sie ste verkehrten, über die„ rothe Sache" unterhalten haben. Auf durch Zellenhaft von 4 bis 16 Monaten, verurtheilt. die Aufforderung des betreffenden Wirthes, fein Lokal zu ver In Naceto bei Carrara wurde ein Mann namens Nicolini tönnen schon nach einigen Tagen als Schwester des rothen lassen, seien sie nicht gegangen, so daß er habe Polizei holen Kreuzes in Thätigkeit sein. Wollen Sie, Helene?" müssen. Die von den Angeklagten geladenen Entlastungszeugen fagten unter Eid ganz wesentlich anderes aus, als der Wirth und die Schußlente; troßdem erfolgte Verurtheilung. -3u 50 Mart Geldstrafe wurde Genosse Dent. mann, Redakteur der Königsberger Voltstribüne", verurtheilt, weil er die Schuhmannschaft beleidigt haben sollte. 28egen Beleidigung eines Fabritanten wurde Genosse Wilde, Redakteur der Berg. Arbeiterſtimme", zu drei Monaten Gefängniß verurtheilt. Der Gerichtshof tam zu der Ueberzeugung, daß das im inkriminirten Artitel Bebauptete wahr fei, nur die Form" sei beleidigend und das mußte gefühnt werden. Gerechtigkeit muß sein! Sie hatte aufgehorcht und jedes Wort von seinen Lippen genommen, während sanfte, erlösende Thränen langsam über ihre Wangen liefen. Jetzt neigte sie sich über seine weiße, abgezehrte Hand, die noch immer die ihrige hielt, und füßte sie, füßte sie voll inbrünstiger Dankbarkeit, wie ein Unglücklicher die Hand seines Netters tüßt, seines Erlösers. Er hatte sie nicht zurückgezogen. Der Ausdruck eines großen Glückes leuchtete in diesem bleichen Gesichte auf und verlieh ihm eine rührende, fast überirdische Schönheit. Er nahm den warmen Dank dieser Lippen entgegen, wie eine legte Seligkeit, die Lohn bot für alles, was er im Leben entbehrt und gelitten hatte. Ende des ersten Bandes. " Genosse Becker, Redakteur des„ Saalfelder Bolts blattes", wurde wegen Beleidigung eines Oberförsters zu 14 Tagen Gefängniß verurtheilt. Berufung ist eingelegt. mit 32 anderen Indivuduen verhaftet, welche Räuberbanden angehören, deren Anführer Nicolini war und die am 18. Januar in Gastelpoggio geplündert und Gewehre geraubt haben. Die Verhafteten haben bereits sämmtlich Geständnisse abgelehnt. ( Depeschen des Bureau Herold.) Paris, 5. Februar. Der Leichnam Vaillants wurde allen Grwartungen entgegen von der medizinischen Fakultät nicht zur Segirung verlangt, sondern gleich nach der Hinrichtung auf dem Kirchhafe von Jury begraben. Dr. Brouardel hatte sich als Vorsitzender der Fakultät geweigert, an der Leiche die Obduktion vorzunehmen. Eisengießerei Weipert Söhne in Stockerau haben ausnahmslos Wien, 5, Februar. Die Gießer und Hilfsarbeiter der die Arbeit eingestellt. Da ihnen ihre Forderung auf 20 pct. Lohnerhöhung. Einführung der achtstündigen Arbeitszeit und Wiederaufnahme zweier entlassener Arbeiter nicht gewährt wurde. Paris, 5. Februar. Heute stieß beim Fort St. Marie ein Güterzug mit einem Personenzug zusammen. Bier Personen wurden getödtet; 7 schwer und 20 leicht verlegt. 1dlich tradat Für den Inhalt der Inserate über nimmt die Redaktion dem Vublikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Dienstag, den 6. Februar. Alcazar. Dresdenerstr. 52/53( City- Passage.) Echt Berliner Blut. Posse mit Gesang und Tanz. Neue Specialitäten. Wochentags Entree 15 Pf. Refervirter Platz 30 Pf. R. Winkler. Tischler- Berein. Freie Volksbühne. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß das Mitglied, Herr Am Sonntag, den 11. Februar, Nachm. 21/2 Uhr, findet für die Heinrich Dittmann, V. Abtheilung im Lessing- Theater eine Vorstellung statt. Brizerstr. 36, am 2. d. M., im Alter von 49 Jahren verstorben ist. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 6., Nachm. 3 Uhr, auf dem neuen Jacobi- Kirchhofe, statt. Der Vorstand. Danksagung. Für die rege Theilnahme bei der Opernhaus. Mara. Die Buppen Böhmisches Brauhaus, Beerdigung meines Bruders E. Wolgast, fee. Bajazzi. Schauspielhaus. Die Verschwörung des Fiesco zu Genua. Testing- Theater. Madame SansGêne. Deutsches Theater. Der Herr Senator. Berliner Theater. Aus eigenem Recht. Wallner- Theater. Geschlossen. Friedrich- Wilhelmkänt. Theater. Der Lieutenant zur See. Residenz- Theater. Der Mustergatte. Borher: Lolotte. Neues Theater. Jugend. Central- Theater. Berlin 1898. Herr Coulisset. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Viktoria Theater. Die Kinder des Rapitän Grant. Alexanderplak Theater. Vitriol. National- Theater. Charley's Tante. Vorher: Der Teufel in Berlin. American Theater. Lumpen- Sufanne, oder: Die Obdachlosen von Berlin. Theater Unter den Linden. Der Obersteiger. = Wintergarten. Spezialitäten Vorstellung. Reichshallen- Theater.SpezialitätenVorstellung. Landsberger Allee. Dienstag, den 6. Februar: Gr. Fastnachts- Ulk- Soirée Der Stettiner Sänger Anfang 8 Uhr. Entree 60 Pf. Im Vorverkauf 50 Pf. ( siehe Plakate). Nach d. Soirée: Tanzkränzchen HF Tanz frei!! Castan's Panoptikum. Ecke Friedrich- und Behren- Strasse. Nur noch kurze Zeit: Märchen- Cyclus. Nur noch kurze Zeit! Apollo Theater. Spezialitäten Präuscher's anat. Museum. Vorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenBorstellung. Neu: Kehlkopftuberkulose, Kehlkopfpolyp, Bruftfellentzündung, Lungenentzündung, Lunge mit Tuber fulose, Herz mit Klappenfehler, Magen mit Entzündung, mit Geschwüren, National- Theater.chußkanal durch fünf Körper, Große Frankfurterstraße 182. Gladiatorenkampf, Doppelvorstellung zu fleinen Preisen. täglich für erwachsene Herren, Dienstag Novitäten! Novitäten! Charley's Tante. Große parodistische Posse mit Gesang und Tanz von Hugo Busse. Regie: Mar Samst. Musik von Adolph Wiedecke. Vorher: Der Teufel in Berlin. und Freitag für Damen. ratweil'sche GE Zur Aufführung gelangt: „ Das Fallissement" Von Björnstjerne Björnson. Am 11. Februar, Nachm. 22 Uhr, findet für die 1. Abth. 18. " " " 25. " " " " 4. März, " 11. " " " 2. 3. " " " # 4. " " " H } 50 Pfg. Beitrag 5. 60 Pfg. Beitrag " " Kabale und Liebe. fage ich allen Kollegen, Freunden und eine Vorstellung im" National- Theater statt. Zur Aufführung gelangt: Bekannten, sowie dem Gesangvereine Bieber'scher Männerchor, meinen aufrichtigen Dant. 1607b Alb. Wolgaft. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Täglich: Spezialitäten- Vorstellung und Konzert. Ein Stiergefecht in Cadiz Große Ausstattungs- Parodie. Pantomime, ausgeführt von den spanischen Clowns Hermandos. Neu! Frl. Elsa Zeller, KostümSoubrette. The Willon's, DoppelJongleure. Geschw. Gläser, Gefang- u.Instrument. Duettistinnen. Anfang:{ Sonntags 6 Uhr. Wochentags 8 Uhr. Entree Wochentags 50 Pf. Concordia- Festsäle C. Saeger, 64. Andrenstraße 64. Heute, Dienstag, den 6. Februar: Gr. Fastnachts- Ball bei 2 start besetzten Orchestern mit Gratis- Verloosung und sonstigen Ueberraschungen. Jede Dame und jeder Herr erhält beim Eintritt 1 Loos gratis. Anfang 8 Uhr. Donnerstag, 8. Februar: Grosse Extra- Soiree ( oberer Saal) der Bierhallen Norddeutsch. Sänger Kommandantenstr.77-79. Melt. u. größt. Etablissem. Berl. verbunden mit Tanzkränzchen. Auserwähltes Programm. Anfang 8 Uhr. Entree 30 Pf. Große Bosse mit Gefang und Tanz in Läglich abwechselnd. Programm Familien- Billets, Passe- partouts 3 Aften von Eugen Brudens. Musik von A. Wiebecke. Regie: Mar Samft. bei freiem Entree Raffeneröffnung 6½ Uhr. Anfang der ersten Wiener Damenkapelle 712 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Central- Theater. Alte Jakobstraße 30. Zum 10. Male: Herr Coulisset. Schwant in 3 Atten v. Blum u. Toché. Sierauf zum Berlin 1893. 45. Male: Revue in 2 Abth. von 2. Leipziger. Anfang der Vorstellung 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. American- Theater. Dresdener- Straße 55. Jeden Abend 82 Uhr: Lumpensusanne oder: Die Obdachlosen von Berlin. Parodistisch- realistisches Traumbild aus dem Müllwinkel( frei nach dem Verbrecher- Album) bearb. v. Oskar Wagner. Lampensusanne, gen. Die Gräfin", ein schon geprüftes Mädchen 〃 " Franziska Häser. Die Bombe, Aftervermietherin im Müllwinkel des Sonnenaufgangs" Josephine Delclisseur. mit bewegter Vergangen Martin Bendix. Brunwald heit Täglich: Auftreten des besten Bauchredners d. Jeßtzeit H. Blank. Ferner u. a.: ,, Direktor Hippe" Don Martin Bendix, sowie Hugo Schulz, Alfred Bender. Anfang Wochentags 1/2 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Schwank in 8 Att. v. Brandon Thomas. Vorher: Die Bajazzi. Parodiftische Posse mit Gesang in 1 Aft von Ed. Jacobson u. Benno Jacobson. Mufit von Franz Roth. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. ,, Mikloska" und Auftreten von und Freibillets haben zu dieser Soiree keine Giltigkeit. 65/17 C. Saeger. Hierdurch war ne ich Jedermann, Bürgerliches Trauerspiel in 5 Aften von Friedrich Schiller. Beginn der Verloosung 1/2 Uhr. Mitwirkende: Die Damen Frau Burska, Frau Brehm; die Herren Basil, Direftor Samst, Wesselsky und Rhode- Ebeling. Lant Beschluß der Generalversammlung müssen diejenigen Mitglieder, die nach Beginn der Vorstellung kommen, bis zum Schluß des ersten Aktes warten; die Mitglieder werden also dringend gebeten, nicht nach 2/2 Uhr zu kommen. Der Vorstand der Freien Volksbühne. J. A.: Julius Türk. SW., Golmsstr. 24. 397/10 Sozialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 6. Februar, Abends 8/2 Uhr, im Lokale des Herrn Joël, Andreas Strasse No. 21 377/20 Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Blos über: Die deutschen Arbeiter vor 400 Jahren". 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. 4. Ver schiedenes. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. VI. Wahlkreis( Gesundbrunnen). Dienstag, den 6. Februar, Abends 8 Uhr: Volks- Versammlung in der Adler- Brauerei, Badstr. 67. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Hoffmann aus Pankow( früher Zeit) über: Rampf um's Dasein". 2. Diskussion. 3. Wie stellen wir uns denjenigen Wirthen gegenüber, welche uns ihre Säle zur Versammlung verweigern 354/2 4. Verschiedenes. Die Mitglieder der Vergnügungsvereine sowie Rauchklubs werden zu dieser Versammlung höflichst eingeladen. Der Einberufer. Gr. Volksversammlung für Männer und Frauen am Mittwoch, den 7. d. M., Abends 82 Uhr, in Hensel's Salon, Invalidenstrasse 1. 16095 Tagesordnung: 1. Vortrag des Fräulein Jda Altmann über:„ Gesetzliche Gewissensfreiheit und thatsächliche Bergewaltigung". 2. Distusfion. Um zahlreiches Erscheinen bittet A. Jänicke( Pötting). Achtung, Maurer! Große öffentliche Versammlung der Maurer und Puzer Künstlern. Spezialitäten meinem Sohn, dem Maurer Wilhelm am Mittwoch, den 7. d. M., Abends 8 Uhr, in Gratweil's Bier1. Ranges. Derfelbe wird innerhalb 15 Minuten ein Delgemälde malen, welches nach Schluß der Vorstellung gratis verMr. Kauning, Concertmaler. looft wird. Sonntags Anf. 5 Uhr. Entree 30 Bf. Stunde 60 Pf. 3 Kegelbahnen. 6 Billards, pro C. Koch, fr. Gambrinus. Säle für Versammlungen und Festlichkeiten find noch an verschiedenen Tagen zu haben. PassagePanopticum. Im Theater- Saal, Bartelt( Berlin N) auf meinem Namen zu borgen, da ich für nichts aufkomme. Ferd. Bartelt, Eigenthümer, 1614b] Königsfelde bei Wilhelmsdorf. Die gegen Frau Appoldt, Artillerie straße 2, ausgesprochene Beleidigung nehme ich hiermit zurück und erkläre diefelbe für eine anständige Frau. 1608b 1000 GARN YARDS Beyer. 50582* Bestes Nähgarn! hallen, Kommandantenstr. 77-79( oberer Saal). Tages- Ordnung: Gewerkschaftskommission und Neuwahl derselben. 3. Gewerkschaftliches. Alle Kollegen, welche Interesse an der Einigung der Berliner Maurer haben, werden ersucht, zu erscheinen. 1. Bericht der Einigungskommission. 2. Bericht der Delegirten der 445/8 H. Schigolski, Schwedterfir. 27. F. Gräschke, Stalizerstr. 54. Hilfsarbeiter und-Arbeiterinnen! Oeffentliche Versammlung am Mittwoch, den 7. Februar ds. Js., Abends 82 Uhr, in Hoffmann's Festsälen, Oranienstrasse No. 180. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Hoffmann über:" Das moderne Raubritter thum". 2. Distuffion. 3. Antrag der Delegirten von der GewerkschaftsKommission zum 1. Mai. 4. Verschiedenes. 161/13 Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Alle Gasglühlicht- Arbeiterinnen und Gasanstalts- Arbeiter sind hierzu Empfehle mein Geschäft in frischen freundlichst eingeladen. ohne Extra- Entree: Blumen und Kränzen. 5441 L* Die Agitationskommission. J. 2.: 0. Schüler, Tresdowstr. 30. Nord und Süd, Robert Meyer, Frauen- u. Mädchen- Bildungsverein Liederspiel von R. Linderer. Auftreten sämmtl. Spezialitäten. Circus Renz, ( Karlstraße.) Dienstag, den 6. februar cr., Abends 714 Uhr: Ein Künstlerfest. Ueberraschende Licht- u. Wassereffekte. 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Friedberg( ntl.), ob die verbündeten Regierungen es mit den Interessen des Reiches für vereinbar halten, daß ein Bundesfürst des Deutschen Reiches Angehöriger eines fremden Staates ist. Die Frage ist für uns rein prinzipiell. Reichskanzler Graf von Caprivi: Es ist meinem Dafür halten nach zweifellos, daß der Herzog von Gotha zur Zeit rechtmäßiger Souverän ist. Wir können die Frage bei Seite lassen, ob er jemals aufgehört hat, Deutscher zu sein. Mit dem Augenblick, wo er rechtmäßiger Souverän ist, besteht kein Zweifel dar über, daß er die Eigenschaft als Deutscher wiedererlangt hat. Also erstens: er ist Deutscher. Zweitens ist es zweifellos, daß, da er berechtigter Souverän in Gotha ist, eine Abhängigkeit vom Auslande ausgeschlossen ist. Ein Eingreifen von unserer Seite hat kein praktisches Ziel, sondern wir würden nur hindernd eingreifen in diese Angelegenheit. Dienstag, den 6. Februar 1894. U 11. Jahrg. die die Sonntagsarbeit so weit als möglich aufrecht zu erhalten, I feiner jugendlichen Arbeiter einfach das Licht aus, so daß de während umgekehrt die Arbeitervertreter und die amtlich hin- Inspektor die Revision nicht fortsetzen konnte. Andere Arbeitzugezogenen Fabrikinspektoren in den meisten Fällen überein- geber verlangen, daß die Inspektoren sich erst melden lassen, bevor stimmten. Wenn es nothwendig ist, genaue Enqueten über das sie mit diesen die Promenade in der Fabrik mehr ist es Maß zulässiger Sonntagsarbeit zu veranstalten, dann ist der meistens nicht antreten. Mit Unrecht hat uns der frühere geeignetste, zweckmäßigste und rascheſte Weg der, sämmtliche Ge- Abgeordnete Hartmann vorgeworfen, daß wir gegen die Fabrikwerbe- Inspektoren zu einer Konferenz nach Berlin zu berufen inspektoren hezten. Wir haben diese ganze Institution erst verund durch diese aller sachverständigsten Personen diejenigen Be- anlaßt. Wenn gleichwohl die Arbeiter fein sonderliches Zustimmungen feststellen zu lassen, die auf grund der Gewerbe- trauen haben, so liegt dies an den Arbeitgebern, welche es den Ordnung zu erlassen sind. Arbeitgebern unmöglich machen, sich direkt an die FabrikDieser Weg hätte allen Theilen angenehm sein müssen. Daß inspektoren zu wenden. Eine wirkliche Abhilfe dieses Uebeldie Gewerbe Inspektoren die allerfachverständigsten Leute sind, standes böte nur die Vermittelung von Arbeiterorganisationen. geht aus ihren Berichten hervor, welche sich feineswegs durch Dieser Weg ist auch bereits in Mainz, Hamburg, Köln, Frankeine besondere Begünstigung der Arbeiterinteressen auszeichnen, furt a. M., Gera beschritten worden. Ferner müßten Fabrikvielmehr in einer ganzen Reihe von Fällen durch das Gegentheil. inspektoren auch aus den Reihen der Arbeiter ernannt werden. Von diesem Standpunkte aus hätten die Unternehmer gar keine In England hat sich dies vollauf bewährt. Ebenso erfordert es Ursache, eine Enquete aus den Kreisen dieser Personen als un- die Gerechtigkeit, daß auch weibliche Fabritinspektoren angestellt genügend zu bezeichnen. Ich richte die Frage an den Staats- werden, in verschiedenen Staaten Ameritas find sie längst einfefretär, wann denn endlich Aussicht ist, daß die Bestimmungen, geführt.( Der Vizepräsident v. Buol ersucht den Redner, sich die die Gewerbe- Ordnung vorschreibt bezüglich der Sonntags- an den zur Debatte stehenden zweiten Direktor zu halten.), arbeit, in Kraft treten, ob wir vielleicht im Jahre 1894/95 Aus- tommt nicht blos darauf an, neue Bureaubeamte anzustellen, ficht haben, diefelben zu bekommen, oder ob wir uns gedulden sondern auch darauf, ob die Beamten im Lande ihre müssen bis zum Ende des Jahrhunderts. Pflicht thun. E3 wird vielfach geklagt, daß Staatssekretär v. Bötticher: Es ist niemals der Regierung Polizei Behörden die Fabrik Inspektoren im Stich lassen, eine so schwierige Aufgabe gestellt worden, wie diese; daher rührt ohne daß diese dagegen einschreiten können. Der Schuh auch die Verzögerung der Fertigstellung der Arbeiten. Wenn gegen Unfälle in den Fabriken läßt noch immer viel zu wünschen man sagen will, am Sonntag darf nicht gearbeitet werden, dann übrig. Hier könnte vielleicht der neue Direktor eingreifen( Heiterist die Sache leicht. Aber wenn man Ausnahmen zulassen will, feit) und dafür sorgen, daß die Vorschriften, die bisher auf dem wie der Gesetzgeber festgestellt hat, dann muß man untersuchen, Papier stehen, auch in die Praxis übertragen werden. BesonAbg. Spahn( 3) protestirt gegen die Ausführungen des welche Ausnahmen sind erforderlich im Interesse der Industrie ders gefährlich ist der Webereibetrieb. Seit Jahren trägt man Abg. Friedberg. und der Arbeiter, sodaß aber doch die Sonntagsruhe im größten sich mit der Jdee einer Schutzvorrichtung, aber man läßt ruhig Abg. Richter( freif. Vp.): G3 hat über diese Frage im Umfange aufrecht erhalten wird. Es hat sich herausgestellt, daß die Todten- und Verwundetenliste anwachsen, als daß man Lande gar keine Aufregung geherrscht; nur ein paar national- die Industrie sich so weit entwickelt hat, daß die Enquete über wenigstens einen Versuch mit der neuen Schuhvorrichtung macht. liberale Blätter waren darüber aufgeregt, Im übrigen tönnten die Sonntagsruhe von 1885 nicht mehr verwendbar war. Es Eben deswegen sind wir ewig unzufrieden und die Arbeiter mißwir zufrieden sein, wenn wir feine ernsteren Fragen in Deutsch- mußte von neuem untersucht werden, was nothwendig und was trauisch, weil nicht einmal, was geschehen könnte schon auf grund land hätten, als diese Quisquilie. möglich in dieser Beziehung ist. Die Berufung der Gewerbe- der bestehenden Vorschriften, zur Ausführung gebracht wird. Abg. Friedberg( natl.): In bezug auf das, was das Aufsichtsbeamten zu einer Konferenz hätte auch nicht geholfen; Mangelnde Kräfte, mangelndes Verständniß und die Großmacht Nationalgefühl betrifft, habe ich auch in diesem Falle eine von denn es giebt keinen Menschen, der die Verhältnisse der gesammten der Unternehmer: ist es da ein Wunder, daß nichts Ersprießder des Vorredners abwechende Anschauung, Nach der Erklärung Industrie so überblicken könnte, daß sein Urtheil maßgebend liches geschieht?( Beifall bei den Sozialdemokraten.) des Reichskanzlers müssen wir uns unsere weitere Stellungnahme wäre. Wir glaubten auch im Interesse der Freunde des Vorredners Abg. v. Holleuffer( dk.) erklärt, daß seine Freunde nach vorbehalten. zu handeln, wenn wir nicht blos die Beamten, sondern auch die Ar- den fachlichen Darlegungen des Herrn v. Bötticher sowohl für Bevollmächtigter für Sachsen- Koburg- Gotha Staatsminister beiter befragten. Tendenziös sind wir bei der Auswahl der Arbeiter den zweiten Direktor, wie für den neuen vortragenden Rath von Bonin: Ich bin ausdrücklich zu der Erklärung ermächtigt, nicht verfahren. Bei dieser Auswahl nach dem Parteistandpunkt stimmen würden.( Große Heiterfeit.) daß es selbstverständlich ist, daß der Herzog von Koburg- Gotha zu verfahren, darauf sind wir allerdings nicht gekommen. Das Abg. Möller( ntl): Ich will nicht von der Sache so weit als Souverän und deutscher Bundesfürst in feinem Unterthanen- Reichsamt des Innern hat die Auswahl garnicht vorgenommen, abschweifen, wie der Redner von der Sozialdemokratie; aber verhältniß steht und auch England gegenüber feinerlei Verpflichtung sondern hat die Vorschläge der Bundesregierungen entgegen- einige Worte über die Fabrikinspektoren will ich doch sprechen. hat, welche seiner souveränen Stellung irgend zuwiderlaufen.( Bu- genommen. Der Runderlaß des preußischen Handelsministers Ich habe stets der Vermehrung der Zahl dieser Beamten zu stimmung rechts.) an die Regierungspräsidenten überläßt es diesen, die Fach- genimmt. Daß die Beamten in Preußen die DampffeffelDarauf wird das Gehalt des Reichskanzlers bewilligt, ebenso organisation der Arbeiter zu befragen; es sind ausdrücklich Revisionen übernommen haben, habe ich nicht gebilligt. Was der Rest des Etats. fozialdemokratische Fachvereine, christlich soziale Arbeitervereine Herr Wurm über die Unternehmer gesagt hat, ist durchaus nicht Es folgt der Etat des Reichsamts des Innern. Die u. f. w. genannt worden. Die Zahl der Betriebszweige, für zutreffend. Daß die Fabrikinspektoren Leute von praktischer VorKommission hat die neue Stelle eines Direktors gestrichen. welche die Sonntagsruhe verschiedenartig geordnet werden muß, bildung find, billige ich durchaus. Die weibliche Fabritinspektion Abg. von Stumm beantragt die Bewilligung derselben. beträgt über 100. Hätten wir eine ziemlich gleichartige betriebs. bat aber vorläufig teine Aussicht in Deutschland. Daß die Er weist besonders auf die Vermehrung der Aufgaben hin, technische Thätigkeit in allen Zweigen der Industrie, so wäre die Mehrheit der Industriellen gegen die Fabrikinspektoren einwelche dem Reichsamte des Innern durch die Bestimmungen Sache ziemlich einfach. Aber die Verschiedenartigkeit ist eine so genommen sind, ist durchaus nicht wahr. Sie wollen nur eine über die Sonntagsruhe erwachsen find, Aufgeben, denen das großartige, daß man nicht alles über einen Leisten behandeln gerechte Behandlung. Reichsamt selbst mit Hilfsarbeitern nicht habe genügen fönnen. fann, fondern sorgfältig die Verhältnisse prüfen muß. Abg. Bachem: Die Forderung der Bestimmungen über die Staatssekretär von Bötticher: Ich möchte Sie so dringend Ein Entwurf bezüglich des Bergbaues liegt dem Bundes- Sonntagsruhe in gewerblichen Betrieben ist dringend nothwendig. mie freundlichst bitten, uns diesen zweiten Direktor zu bewilligen. rathe vor. Andere Entwürfe sind fertig und es Wenn nicht für Alle gleichzeitig in kurzer Zeit die Verordnungen Der Reichstag felbst hat uns durch wiederholte Anträge zu immer finden darüber Verhandlungen mit den Interessenten statt. erlassen werden können, dann sollte man für die einzelnen Inintensiverer Thätigkeit gedrängt. Es ist absolut unmöglich, alle Bei vielen Industrieen wird nur für die Saisonarbeit der Erlaß dustriezweige gesondert möglichst schnell vorgehen. diese Sachen so zu fördern, wie sie gefördert werden müßten. von Ausnahmebestimmungen nöthig sein. Einen bestimmten Staatssekretär v. Bötticher: Ich werde die Frage noch Niemand beklagt mehr wie ich, daß wir Aufgaben wie die Aus- Zeitpunkt, wann der Bundesrath mit diesen Beschlußfassungen einmal prüfen; aber es giebt z. B. Hüttenwerke, welche ihre führung der Bestimmungen über die Sonntagsruhe im Gebiete fertig sein wird, kann ich nicht angeben. Das wird davon ab- Nebenprodukte chemisch verarbeiten. Deshalb ist es bedenklich, der Industrie nicht schneller haben lösen können. Hilfsarbeiter, hängen, ob er die einzelnen Theile fertig stellen will oder ob er gesondert für jeden einzelnen Industriezweig vorzugehen, weil mit denen wir uns behelfen sollen, haben weder Muße noch erst die Gesammtleistungen des Reichsamts des Innern vor sich man sonst nachträglich Modifikationen vornehmen müßte. Neigung, fich so in diese Materie einzuarbeiten, wie es im sehen will. Das letztere halte ich für zweckmäßiger, weil bei der Interesse der Sache wünschenswerth ist. Die Budgetkommission späteren Berathung man etwa früher gemachte Fehler verhat die Nothwendigkeit einer Vermehrung der Stellen im Reichs- bessern kann. Wenn der neue Direktor bewilligt wird, dann amt des Innern garnicht bestritten, man hat uns nur aus Spar- wird die Arbeit schneller vor sich gehen.( Heiterteit.) samkeitsrücksichten auf das nächste Jahr vertröstet. Da bitte ich Sie aber doch, uns den Direktor lieber gleich zu bewilligen. Sie dürfen mir glauben, daß wir ihn brauchen, ich habe Ihnen noch niemals ein für ein U gemacht. 4 = Abg. Gröber( 3.): Es wird wohl nicht schneller gehen, wenn ein Direktor mit 15 000 m., als wenn ein Rath mit 9000 M. angestellt wird. Es kommt doch blos auf die neue Arbeitskraft an. In andern Ressorts, wo viel mehr Beamte vorhanden sind, z. B. im Reichs- Versicherungsamt, ist auch nur ein Direktor vorhanden. Gerade in der gegenwärtigen finanzInappen Beit sollte man sich hüten, die Stellen der höheren Abg. v. Stumm( Rp.) bestreitet, daß die Sonntagsruhe, wie fie im Geseze durchgeführt sei, die Unternehmer schädige. Im Gegentheil, die Arbeit werde durch die Sonntagsruhe um so intensiver. Durch meine so oft getadelte Arbeitsordnung ist die Sonntagsruhe besser gewahrt als durch das Gesetz, und ich glaube nicht, dadurch meiner Konkurrenz gegenüber im Nachtheil zu sein.( Bu= ſtimmung rechts). Die gesonderte Regelung der Sonntagsruhe für die verschiedenen Industriezweige ist wegen des Jneinanderarbeitens derselben nicht durchführbar. Daß in bezug auf die Sonntagsruhe die Regierung sich an die organisirten Arbeiter wenden solle, würde unberechtigt gewesen sein; denn in diesen Organisationen sind nur sehr wenig Arbeitervertreter. Uebrigens sind die berufenen Arbeiter meistens von den Fabritarbeitern selbst bezeichnet worden. Abg. Bebel( Soz.): Irgendwie einen Termin anzugeben, Herr Abg. Bebel: So peinlich es mir ist, befinde ich mich dies mal in Uebereinstimmung mit Herrn von Stumm. Meine Parteigenossen in der Budgetkommission haben für den Direktor: posten gestimmt und wir werden auch hier im Plenum dafür Beamten zu vermehren. ftimmen, nicht aus Begeisterung für die Vermehrung des Beamten- Abg. Leuzmann( frf. Vp.) erklärt, daß seine Freunde für personals, sondern weil wir die Stelle für nothwendig halten. Die zweite Direktorstelle stimmen würden. Das Reichsamt des Innern hat vorwiegend Kulturaufgaben Abg. Wurm( Soz.): Vielfach hört man die Klage, auch auszuführen. Diese sind wir zu allen Zeiten nach Kräften zu von den Beamten selbst, daß die Fabrikinspektoren durch die wann die Bestimmungen des§ 105 der Gewerbe- Ordnung verunterstüßen bereit. Es wäre endlich einmal Zeit, daß die Ge- ihnen übertragene. Kesselrevision überlastet sind. Die Unter- wirklicht werden, ist also noch nicht möglich! Das wird bei den werbe Inspektion gemeinsame Reichsfache würde und von einer nehmer treten zwar vielfach eigenen Kesselrevisions- Verbänden Arbeitern ein erhebliches Ropfschütteln erregen. Bei feiner Zentralstelle des Reichs aus geleitet würde. Leider sind alle bei, wo es ihnen aber bequemer und vor allem billiger ist, über- anderen Gesetzesmaterie brauchte man so jahrelange Unterunsere Anträge hierauf abgelehnt und haben auch von seiten lassen sie die Revision staatlichen Behörden. Die Fabritinspektoren suchungen und Enqueten. Wenn unter diesen Umständen die der Regierung kein besonders freundliches Entgegenkommen ge- in Kaffel und Düsseldorf sprechen es offen aus, daß die Be- Arbeiter glauben, daß sie als Staatsbürger dritter Klasse anfunden. Herr von Stumm begründete seinen Antrag damit, daß freiung von den Dampffeffel- Ueberwachungsarbeiten im Intereffe gefehen werden, so ist das gar nicht zu verwundern und wenn endlich einmal die Frage der Sonntagsarbeit in den gewerblichen des übrigen Dienstes zu begrüßen sein würde. Wenn die eigenen ich sehe, daß ein vor Jahren in der Deutschen voltewirthschaftBetrieben erledigt werden müßte. Es ist allerdings in höchstem Beamten des Staates sich zu solchen Protesten aufschwingen, lichen Korrespondenz" erschienener Artikel jezt vielfach in den Grade dringend, daß diese Aufgabe zu einem befriedigenden Ende dann muß es gewaltig schlimm aussehen. Die Fabrifinspektoren offiziösen Beitungen, wie in der Norddeutschen Allgem. Zeitung" geführt werde. Bereits in früheren Sessionen haben wir uns sind in der That die geplagtesten Beamten. Auf der einen abgedruckt worden ist, der die Ueberschrift trägt: Bitte um darüber beschwert, daß diese Frage verschleppt zu werden scheint: Seite Ueberlastung, auf der andern Uebelwollen und Feindschaft Schonzeit", d. h. man solle die Unternehmer eine Zeit in Ruhe sie hätte längst erledigt werden müssen. Die Frage der Regelung der Unternehmer. Der badische Fabrikinspektor Wörrishofer ist auch laffen, ehe man wieder neue Arbeiterschutzgesetze giebt, dann beder Sonntagsarbeit beschäftigt den Reichstag schon an fünfzehn in diesem Jahre in tattlosester Weise von den Unternehmern greife ich die Haltung der Regierung vollkommen. Jahre. 1885/86 haben wir von Reichswegen eine umfang- angefeindet worden. Die Fabrikanten wollen es nicht dulden, von Bötticher hat schon einmal bei einem Festessen des Vereins eiche Enquete gehabt, aber die Resultate sind so gut wie daß die Arbeiter sich an die Fabrikinspektoren wenden; thun es der westfälischen Großindustriellen gesagt:„ Meine Herren, nuglos geblieben. Auch die neue Gewerbe- Ordnungs Novelle die Arbeiter doch, so werden sie entlassen. Der Fabrikantenverein wir arbeiten nur für Sie", und das kommt nun heute von 1890/91 wurde die Frage abermals nicht geregelt, heute steht in Mannheim hat ein Rundschreiben erlassen, in dem es heißt, die wieder. Er hat ferner gefagt, die Enquete von die Sache noch faft ganz auf dem alten Flect. Die Herren im großherzoglich badische Fabritinspektion habe fortgefeßt eine Vor- 1885/86 sei gar nicht brauchbar. Ich bestreite das und Reichsamt sind zu gründlich, sie können nicht Enqueten genug eingenommenheit gegen die Arbeitgeber zu erkennen gegeben; frage: Warum hat man sie dann überhaupt berufen? Ich habe anstellen. Durch die Reichsenquete von 1885/86 wurden Zustände die Arbeitgeber würden im Interesse der Aufrechterhaltung ihrer die Berichte der Enquete genau studirt. Es ist ein sehr reiches festgestellt, daß das Reichsamt des Innern auf Grund dieser Er- Autorität manche Arbeiter entlassen müssen infolge der un- Material dafür vorhanden, wo und in welcher Weise eine Befahrungen die Bestimmungen in§ 105 b, c, d der Gewerbe- geeigneten Intervention der Behörden.( Hört! hört! bei den schränkung der Sonntagsarbeit eintreten kann. Daß man von Ordnung hätte reguliren können. Statt dessen hat man be- Sozialdemokraten.) Natürlich, jeder der Herren ist so ein kleiner den einzelnen Gewerbe- Inspektoren Gutachten hätte einholen gonnen, die Vertreter der einzelnen Industriezweige in das König für sich, ein Vater" und Patriarch seiner Arbeiter. Viele follen, habe ich gar nicht verlangt. Vielmehr hätte man KonReichsamt des Innern zu berufen, hat weitläufige Berathungen Unternehmer verrammeln sich förmlich vor den Fabrikinspektoren ferenzen der Gewerbe- Inspektoren abhalten sollen, auf denen sie gepflogen, um für die einzelnen Industriezweige diejenigen Be- und öffnen erst, nachdem alles in der Fabrit in Ordnung ge- ihre Erfahrungen hätten austauschen tönnen. Durch die gegen stimmungen festzustellen, die dann endgiltig durch Erlaß des bracht ist. Da ist es doppelt nothwendig, den Fabrit seitigen Aussprechungen hätte man in der gründlichsten Weise Bundesraths festgestellt werden sollten. Aber nicht allein, daß inspektoren die erforderliche Autorität zu geben, auch von dieser ein Bild über die Lage der Industrie und in bezug auf die man mit einem Uebermaß von Enqueten vorgeht, auch die Art Stelle aus. Auch die Geringfügigkeit der verhängten Strafen Frage, was man ihr zumuthen kann, erhalten. Wir erkennen derselben hat bei uns die größte Mißstimmung hervorgerufen. trägt nicht dazu bei, das Pflichtbewußtsein der Arbeitgeber zu an, daß die Sonntagsarbeit überall und durchaus zu verbieten Während man alle Unternehmerorganisationen berücksichtigt und stärken. Ein Unternehmer, der Jahr aus Jahr ein seine jugend- nicht möglich ist. Auch wir meinen, daß man da, wo die ganze Vertreter aus ihnen wählt, hat man die Arbeiterorganisationen lichen Arbeiter zur Lüge verleitete, sie veranlaßte, bei den Revi- Natur der Industrie eine vollständige Sonntagsruhe nicht ers unberüdsichtigt gelassen. Wenn es bei irgend einer Frage noth- fionen den Beamten unwahrheiten zu sagen( Hört, hört!) und möglicht, fich damit begnügen muß, Bestimmungen über die Abwendig ist, gegenüber den Vertretern der Unternehmerorganis die dazu Ungeschickten bei Seite schaffte, wurde zu einer Geld- lösung der Arbeiter und dergleichen zu erlassen. Auf meine Anfationen auch Arbeiterorganisationen heranzuziehen, so ist es bei strafe von 300 m. verurtheilt! 10 m. werden für fortgesette klage, daß man bei der Auswahl der Arbeiter einseitig verfahren solchen Enqueten nöthig. Die Vertreter der Arbeiter werden auf Bergehen verhängt; das sind im Verhältniß zu den Delikten sei, hat der Staatssekretär ein Rundschreiben des preußischen einem Wege, der uns bis jetzt noch nicht näher bekannt geworden geradezu lächerlich niedrige Strafen. Die Arbeitgeber hüten sich Handelsministers für die chemische Industrie verlesen, wonach ist, ausgewählt. Man holt Leute heran von da und dort, nach wohl, Einrichtungen zu treffen, welche ihren Geldbeutel an- die Arbeiter auch aus den Fachvereinen entnommen werden Gutdünken; wie man diese Personen als geeignete Arbeitervertreter greifen. Diesem Beweggrunde entspringt auch die Be- sollten. Ich möchte wissen, ob das Rundschreiben nur für die fennen gelernt hat, wissen wir nicht. Neulich fand eine Enquete schäftigung weiblicher Arbeitskräfte, wie fie besonders chemische Industrie erlassen war oder auch für die anderen über die Verhältnisse in der Metallindustrie statt, zu der auch im Königreich Sachsen hervorgetreten ift. Gerade in und zwar deshalb, weil die chemische Industrie nur sehr wenig zwei unserer Parteigenossen hinzugezogen waren, aber vier Ber- einer Zeit, wo so viel über den Nothstand geklagt in die Fachorganisation eingedrungen ist. Wohl aber besteht sie treter aus dem Hirsch- Dunder'schen Gewerkverein. Aus den Mit- wurde, ist die Bahl der männlichen Arbeiter herunter, die der in der Metallindustrie, auch in der Eiſenindustrie, freilich nicht theilungen über die Verhandlungen haben wir erfahren, daß die weiblichen bedeutend in die Höhe gegangen. Die Arbeitgeber im Gebiete des Herrn von Stumm, ich hoffe aber, daß sie auch Unt nehmervertreter auf das lebhafteste bemüht waren, die Be- thun alles, um den Fabrikinspektoren ihren Beruf zu verleiden. noch da hinkommen wird. Die Fachvereine zählen einige stimmungen der Gewerbe- Ordnung so eng als möglich au aieben, Ein Buchdruckereibefizer löschte bei einer nächtlichen Revision Hunderttausend Mitglieder, eine volle Biertelmillion; die Hirsch • " muß nur wollen! es = = " mit ſchaft " 11 dem Dunder'schen dagegen nur 50 000. G3 ist doch auffallend, daß| Städten. Dergleichen sei hier nicht so ohne weiteres, wenigstens| Schmerzen hatte. Er ordnete Bleiwasser- Umschläge an und ent uns von feiner einzigen Seite die Nachricht gekommen ist, daß nicht in größerem Maßstabe durchzuführen, schon deshalb nicht, ließ den Patienten mit den Worten, daß in einigen Tagen ein Arbeiter aus einer Fachorganisation genommen ist. Es ist weil Geld tofte. Also wieder das alte Lied, Besserung eintreten werde. Als aber die Wirkung ausblieb, mir garnicht eingefallen, zu verlangen, daß die Arbeiter nach das schon so oft in der Stadtverordneten- Bersammlung wurde gestern( Sonntag) ein zweiter Arzt zu Rathe gezogen, der ibrer politischen Parteistellung gewählt werden sollten. Ich bin am Magistratstisch, wie wie auf auf den Bänken der bürger einen Bruch des Schlüffelbeins feststellte und die Erklärung ab. nicht der Meinung des Staatssekretärs, daß der Bundesrath lich gesinnten Stadtverordneten gepfiffen worden ist. gab, daß das Kind Beit seines Lebens schief geblieben sein warten sollte mit dem Erlaß der Bestimmungen über die Die Hauptredner Oberbürgermeister Witting Posen und würde, falls nicht eine sachgemäße Behandlung eingetreten wäre. Sonntagsruhe, bis die Berichte über alle Industrieen vorliegen, Prof. Dr. Angerstein Berlin, die die Bedeutung der ich meine vielmehr, daß man schon jetzt für einzelne Industrieen Jugend- und Voltsspiele vom Standpunkte der nationalen Wohl- marke veröffentlichten wir in der Nummer vom 1. Februar eine Ein sogenannter Gesammtvorstand. Unter dieser Spits Die bezüglichen Bestimmungen erlassen sollte, wenn ich auch zu fahrt" behandelten, nahmen den von den Ministern angefangenen Notiz. Zu derselben geht uns die folgende Berichtigung zu: gebe, daß später in manchen Industrieen in denselben Alende Faden auf und betonten gleichfalls die Förderung der Wahr- Notiz. Bu derselben geht uns die folgende Berichtigung zu: rungen werden eintreten müssen: Gehen thut sehr vieles, man haftigkeit. Witting- Posen erkannte es besonders an, daß die der Freien Vereinigung der Stereotypeure und Galvanoplaſtik. Der am Sonntag, den 4. Februar 1894 tagende Vorstand preußische Militärverwaltung diese Seite der Frage zu würdigen Berlins und Umgegend erklärt, daß der Bericht im Intelligenz Die Gewerbe- Jufpektoren flagen ja selbst über diese Ver- gewußt habe und jetzt der Sache ihre Unterſtüßung leibe. Blatt" vom 28. Januar 1894 nicht von einem sogenannten und quidung der Geschäfte. Die Kesselrevisionen müssen sie vorher Dieser Redner betonte außerdem, daß man durch solche fingirten Vorstand, sondern thatsächlich von dem gesammten Voranmelden. Dadurch erfahren die Industriellen am Ort, wann Spiele auch den sozialen Frieden fördere. Er ent der Revisor erscheint. Gr fann also andere Untersuchungen nicht warf ein anmuthiges Zukunftsbild davon, stand der Freien Vereinigung beschlossen wurde. Zu bemerken wie durch dabei vornehmen. In kleinen Betrieben muß bei der Kessel gemeinsames Spiel, ist hierbei noch, daß zu der Vorstandssigung ordnungsmäßig an dem nicht blos die Jugend, revision der Betrieb eingestellt werden. Er kann also auch da sondern auch die Erwachsenen, sogar die Arbeiter theilnehmen sämmtliche Mitglieder eingeladen waren, nur der 2. Borsigende nicht untersuchen, weil die Arbeiter nicht zur Stelle sind. Warum würden, unsere verbitterte, verärgerte, verhette Zeit" wieder war durch Arbeit verhindert zu erscheinen, erklärte sich jedoch follen wir über die Fabrikinspektion nicht debattiren; da brauchten furirt werden könne. Er vergaß jedoch, hinzuzufügen, daß nachträglich mit dem Beschluß einverstanden. Berlin, den 4. Februar 1894, svir überhaupt feine Zusammenstellung der Berichte. Wir wollen Arbeiter zum Spielen teine Zeit haben. Oder erwartet er vieldoch nur Kenntniß nehmen, ob unsere früheren Beschlüsse über leicht, daß die Arbeitgeber fünftig die Arbeitszeit so einschränken der Freien Vereinigung der Stereotypeure und Der Vorstand bie Gewerbeordnung gewirkt haben und gehandhabt werden. werden, daß ihren" Arbeitern noch Zeit und Frische genug übrig Sonst würden die ganzen Debatten beim Reichsamt des Innern bleibt, um Abends oder Sonntags das Ballspiel, den Barlauf H. Schimansky, 1. Vorsitzender; H. Knoch, 2. Vorsitzender; Galvanoplastiker Berlins und Umgegend. so gut wie einschlafen. Ob die Mehrheit der Industriellen günstig und dergleichen schöne Dinge zu pflegen? Daß die Herren dadurch H. Schimansky, 1. Vorsitzender; H. Knoch, 2. Vorsitzender; über die Gewerbe- Juspektoren denkt, kann man nicht behaupten, die Sozialdemokratie bekämpfen und die fortgesetzte Verschlechterung T. dadurch. Werlig, 1. Raffirer; G. Gleiche, 2. Rassirer; 2. Pusch, denn diese Mehrheit läßt sich nicht feststellen, aber ein der törperlichen Beschaffenheit der alljährlich zur Armee ausgehobenen 1. Schriftf.; G. Remmé, 2. Schriftf.; A. Neumann, Beisiger. fehr großer Theil der Unternehmer Denkt ungünstig Männer aufhalten zu können meinen, ist entschieden komisch, noch von ihnen. Hierzu erkläre ich, daß der zweite Borsigende, Herr Knoch, Bei einer vernünftigen Sonntagsruhe profitirt tomischer aber, daß man dabei anf eine Mitwirkung der ArDer Unternehmer selbst, weil die Arbeiter besser werden. Ge ist beiterflaffe selber rechnet. Eo billig stärkt man nicht die Bolts- und der erste Schriftführer, Herr Pusch, vor der Erklärung des harakteristisch, daß gerade bei der Enquete von 1885/86 ein be- gesundheit, und so bequem schafft man sich nicht den„ sozialen Gesammt"-Vorstandes unaufgefordert zu mir tamen und in deutender Theil der Unternehmer sich nicht nur für die Sonn- Frieden". Wir wollen es gern glauben, daß gewissen Leuten der Beugengegenwart die Erklärung abgaben, all und jede Gemeintagsruhe aussprach, sondern auch eine Regulirung der Arbeits- Schreck in die Knochen gefahren ist, als sie merkten, wie der Strafehl ablehnen zu müssen. vom ersten Vorsitzenden angezettelten zeit in der Woche wünschte man wegen der großen Gefahr, preußische Grenadier von Jahr zu Jahr kleiner und schwächlicher zweite Vorsitzende nach der Publitation des Gesammt". Kratehl ablehnen zu müssen. Diese Erklärung hat der daß infolge der Beschränkung der Sonntagsarbeit manche wird. Aber um ihn wieder größer und stärker zu bekommen, zweite Vorsitzende nach der Publikation des Vorstandes einem feiner Kollegen mit dem Hinzufügen Unternehmer die Arbeiszeit in der Woche ausdehnen könnten. wird wohl etwas mehr angewendet werden müssen. Erfüllt die Herr v. Stumm behauptet, bei der Enquete seien die Arbeiter Forderungen des sozialdemokratisch gesinnten Proletariates und wiederholt, daß er der betr. Sigung gar nicht beigewohnt mit ihnen Forderungen noch hinter denen der Unternehmer beseitigt den Kapitalismus, dann habt ihr die Volksgesundheit. habe. Bom ersten Schriftführer liegt vor mir die krause schriftzurückgeblieben. Das läßt sich bei den nichtöffentlichen Verhand- Dann wäre aber freilich auch der Grenadier überflüssig, um den liche Erklärung, daß er wohl seine Einwilligung zur Veröffentlungen schwer feststellen, aber in einem Fall, bei den Unter- es den Herren allein zu thun ist. lichung der Resolution, nicht aber zu der blöden Aurempelung des Vorwärts" gegeben habe. Letztere mußten die Herren vom suchungen über die Metallindustrie, haben die Fabrikinspektoren Für gleiche Arbeit gleichen Lohn ist eine so selbst Gesammt"-Borstand nothgedrungen verüben, um Gnade vor und die Arbeiter zusammen gegen die Unternehmer gestanden. Wir müssen wiederum die Einführung weiblicher Fabritiuspek- verständliche Forderung, daß der ganze Widersinn unserer den Augen der Redaktionen des Organs des Königl. Polizeitoren verlangen, mit denen man in England sehr gute Er- heutigen Wirthschaftsordnung dazu gehört, derfelben nicht Mech- Präsidiums, sowie der übrigen von ihnen mit ihrer Mohrenfahrungen gemacht hat. In den Vereinigten Staaten find seit nung zu tragen. Rauft ein privater Unternehmer die Arbeits- wäsche in Anspruch genommenen bürgerlichen Blätter zu finden. längeren Jahren sehr viele weibliche Fabrifinspektoren angestellt. traft so billig als er es vermag, so ist dies wohl begreiflich, Gine Hand wäscht die andere. Heute haben in allen Industriezweigen in tollossalem Maßstabe schlägt aber ein Gemeinwesen wie die Stadt Berlin die gleichen Arbeiterinnen Eingang gefunden. Die weiblichen Fabrit Pfabe ein, wie das profitwüthige Unternehmerthum, so verdient inspektoren würden viel mehr hinter Uebel in der Beschäftigung ein solcher Fall besonders hervorgehoben zu werden. Als Beider weiblichen Arbeiter kommen, als die männlichen. Das ist spiel der Lohnpolitik des Berliner Magistrates sei der folgende hier gerade so, wie bei den weiblichen Aerzten, gegen welche man fall deshalb erwähnt. Diejenigen Lehrerinnen, welche in nur hier bei uns in Deutschland einen Horror hat. Wenn wir städtischen Schulen vertretungsweise unterrichten, erhalten für auch die Einführung weiblicher Fabritinspektoreen nicht gefeßlich die Stunde Vertretung eine Mart, während Lehrer, welche in Ein auffälliger Selbstmordversuch. Am Sonnabend festseßen fönnen, so müssen wir diese Forderung doch immer Bertretung Unterricht geben, 1 M. 25 Pf. für die gleiche Arbeit Abend gegen 7 Uhr bemerkten Passanten auf der Weidendammer erhalten. Diese leinlicher wie fleinen Ersparniffe genügen doch Brücke einen elegant gelleideten Herrn, der unausgesetzt in die Staatssekretär v. Bötticher: Daß es der Regierung im faum für ein bescheidenes Festeffen, so daß es nicht abzusehen Spree starrte. Plöglich stürzte sich der Unbekannte mit einem Interesse für das Wohl und Wehe der Arbeiter nicht fehlt, be- ist, warum nicht hier für gleiche Arbeit gleicher Lohn ge- markerschütternden Schrei in das Wasser. Es fehlte nicht an weift die Versicherunge Gesetzgebung: der Aeußerung: Wir ar- zahlt wird. Männern, welche sich sofort mittelst eines Handkahnes an das beiten nur für Sie!" entfinne ich mich nicht. Wenn ich ste Bismarck- Brücke. Jm Morgenblatt vom„ Lokal- Anzeiger" Rettungswerk machten. Sie sahen auch bald einige Meter von gethan habe, so halte ich sie aufrecht; denn ich rechne zur( Sonntag- Nummer) macht im Abonnement allen Ernstes den der Brücke entfernt den Unglücklichen wieder auftauchen, der Industrie nicht blos die Arbeitnehmer, sondern auch die Arbeitgeber. Vorschlag, die jetzige Waisenbrücke nach ihrer Neugestaltung mit dann unausgesetzt Hilferufe ausstieß und das Rettungswerk da ( Zustimmung rechts.) Sie würden dem Frieden mehr dienen, dem Namen„ Bismarck- Brücke" oder„ Versöhnungs- Brücke" zu durch erleichterte, daß er auf den Kahn zu schwamm. Die Revier wenn Sie die Gemeinsamkeit der Interessen auch anerkennen belegen. Auch die„ Redaktion des„,.- A." ist damit einverstanden, polizei schaffte den inzwischen aus Land gezogenen Herrn nach wollten.( Bustimmung rechts; Widerspruch bei den Sozialdemo- nur flingt ihr der Name„ Versöhnungs- Brücke" etwas zu mar- einem nahen Krankenhause, wo in dem Lebensmüden der 33 Jahre fraten.) Tie Schwierigkeiten, welche der Regelung der Sonntags- fant, und giebt daher den ersteren den Vorzug! Nun, wes- alte Dr. Otto Bring heim festgestellt wurde, der Beethovenstr. 2 ruhe entgegenstehen, werden vom Vorredner bestritten. Der halb soll tenn überhaupt der Name verändert werden?-Aller- wohnt. Pringsheim, der einzige Sohn eines in Breslau wohnenStaatssekretär verliest darüber einen Bericht des Geheimraths dings ist es ja bekannt, daß dem Bourgeois Noth, Elend und den Millionärs, hält sich in Berlin wissenschaftlicher Arbeiten Wilhelmi, der bei der Bearbeitung dieser Materie seine Gesund. Waisen recht unliebfame Worte find, und es hat fast den An- wegen auf und hat Nationalökonomie studirt. Es muß, da keinerlei heit geopfert habe, wonach die Untersuchungen von 1885 nicht schein, als ob die Ovationen, welche dem Säfularmenschen bei Gründe für seine That aufzufinden sind, vorläufig angenommen mehr ausreichend sind. Die neue Untersuchung ergab eine noch seinem Besuche Berlins von den Hurrah Patrioten gebracht werden, daß er den Selbstmordversuch in einem Anfall von Jrrweitere Bielgestaltigkeit der Betriebsweise als 1885 und die worden sind, noch nicht genügen und ein weiteres nothwendig finn ausgeführt hat. sämmtlichen Technifer haben geurtheilt, daß man nicht anders sei. Jedenfalls wäre dem Alt Reichstanzler sein Namenszug in habe verfahren tönnen. Wann die Sache fertig gestellt sein Brillanten lieber, als am Geländer der Brücke. Heber einen zweiten räthselhaften Selbstmord wird wird, ist nicht voraus zu bestimmen; denn es haben nicht berichtet: Am vorgestrigen Sonntag Abend furz vor 10 Uhr lief blos die Beamten des Reichsamis des Innern, sondern auch die Die Fuhrherren der Tagameter- Droschken triumphirten eine ältliche feingekleidete Dame vom Mariannenplatz aus nach Eachverständigen und der Bundesrath mitzuwirken. Unverbind- in ihrer letzten Zusammenfunft nicht wenig über ihre Macht im dem Luisenstädtischen Kanal und stürzte sich kopfüber in die lich kann ich die Hoffnung aussprechen, daß wohl bis zum eigenen Hause, und hoben mit Stols hervor, daß von den alten Fluthen. Der Vorgang war bemerkt worden, das Wasser wurde 1. Januar 1895 die Arbeit vollendet sein wird. In bezug auf Kutschern nech 175 brotlos feien und das neue Kutschermaterial fogleich abgefischt und man brachte die Dame endlich an der die Zuziehung von Arbeitern fann nicht mehr geschehen, als was sich aus nur brauchbaren Leuten rekrutire. Das erste wollen Adalbertbrücke an das Land. Wiederbelebungsversuche blieben der preußische Handelsminister angeordnet hat. Ich hoffe, daß wir gern glunben, das lettere aber ganz energisch bezweifeln; ohne Erfolg. Die Leiche wurde später als die des 71 Jahre etwas Brauchbares und Gutes herauskommen wird, aber nicht denn bei den jezigen Rosselenkern kann man täglich ungeschick alten Fräuleins Minna Hörning erkannt, die bei ihrem Neffen, blos für die Arbeiter, sondern für die Industrie überhaupt. lichkeiten beobachten, deren sich ein tüchtiger Rutscher schämen dem Fabrikbesitzer Blau am Mariannenplay 18 wohnte. Abg. Nöficke( wild) bestreitet, daß die Industriellen ein würde. Das öffentliche Intereffe erheischt es vielmehr, daß die Interesse an der Verzögerung dieser Angelegenheit haben; im alten Rutscher ihre Pläge wieder einnehmen, um den ewigen Gegentheil, sie wünschen nicht blos mit Rücksicht auf die Verkehrsstörungen, welche durch die neuen Kutscher herbeigeführt Konkurrenz, sondern ihren ganzen Betrieb danach werden, abzuhelfen. ordnen zu können, einen baldigen Erlaß dieser Vorschriften. Daß auch Arbeiter zur Fabrikaufsicht herangezogen werden und daß die Dampfkesselrevision den Aufsichtsbeamten abgenommen werte, billigt Redner, weil dadurch die Berichte der Aufsichts. beamten mehr Glauben finden würden. wieder stellen. Das Gehalt für den zweiten Direktor wird be: willigt, ebenso die weitere Besoldung für das Reich samt des Innern und das Kapitel" Allgemeine Fonds", nachdem beim letzteren auf eine Anregung des Abg. Lenzmann( freif. Bp.) der Staatssekretär von Böttich er erflärt hatte, daß die Auszahlungen der Unterstüßungen an die Familien der übenden Reservisten und Landwehrmänner, obgleich die Kreiskaffen als die Verpflichteten bezeichnet sind, fehr wohl durch die Gemeinden und zwar mit Hilfe der Post ausgezahlt Darauf wird die weitere Berathung des Etats bis Dienstag 1 Uhr vertagt. werden können. Tokales. Wenn troydem der Gesammtvorstand endlich unter einen Sut gebracht ist, so bleibt der angezogene, fowie der anderweit veröffentlichte Bericht dieses Vorstandes ein einseitiges und tendenziöses Machwerk, lediglich darauf berechnet, die Leser im Interesse eines Einzelnen irrezuführen. Carl Rosen. Sozialdemokraten will der Wirth des Elysium, Taubenfiraße 38, nicht als Gäste haben. Ein Gast, der am Sonntag anläßlich der Frage nach der Kontrollmarke mit einem Rellner fraße 38, nicht als Gäste haben. Ein Gast, der am Sonntag in Differenzen gerathen war, wurde von letterem dem Wirth Um generelle Verlängerung der Polizeistunde für denunzirt und dieser hatte nichts Giligeres zu thun, als den Gaft- und Echankwirthschaften, sowie auch für öffentliche Ver- Gast mit der Begründung des Lokals zu verweisen, daß er gnügungslokale von 11 auf 1 Uhr, mindestens aber bis 12 Uhr feine Sozialdemokraten in seinen Räumen bulde. Danach zu Nachts haben nunmehr auch die beiden großen Berliner Ver- richten. bandsvereine, der Verein der Berliner Gastwirthe" und der " Verein der Berliner Weißbierwirthe" eine Petition an den Mi- ist der Registrator Ewald Brack. Er beschäftigte sich mit dem Wegen Betruges und Unterschlagung festgenommen nister des Junern gerichtet. Ordnen von Registraturen, Archiven und Bibliotheken. Es wird mister des Innern gerichtet. ihm zur Last gelegt, daß er unter Mitnahme werthvoller Atten und Bücher zu verschwinden pflegte. Für den Teufel in Berlin, dem harmlojen Stück, das gegenwärtig im Nationaltheater aufgeführt wird, schlagen, einer uns vorliegenden Zuschrift des Direttors Samst zufolge, die Die Frau des Schleifers Hermann Hubert ist seit dem Berliner Mucker ganz gewaltig die Lärmtrommel. Durch Ver: 31. Januar aus ihrer Wohnung, Glogauerstr. 30, verschivunden. theilung von Trattatschriften, sowie durch einen anonymen Brief Die Frau, die als geistig gestört bezeichnet wird, war bekleidet an den Direktor erheben die Dunkelmänner Einspruch gegen die mit einem schwarzen Kleide, türkischen Shawl und grünseidenen Ausführung des Stückes. Der Direktor des Nationaltheaters hat Unterrock. Ihr Trauring ist gezeichnet H. H. 6. 72 Mit alle Ursache, der schwarzen Gesellschaft für diese Reklame dank- theilungen über den Verbleib der Verschwundenen sind dringend bar zu sein. an obige Adresse erwünscht. Die Frage, wer die Kosten der Anbringung der neuen Straßenschilder zu tragen hat, ist in einem zwischen Magistrat und Polizeipräsidium vor dem Bezirksausschuß geführten Prozeß zu Uugunsten des Polizeipräsidiums entschieden worden. Der Eisenbahnfiskus soll sich besonnen haben und von der Absicht abgekommen sein, dem Zentralverein für Arbeitsnachweis die Miethe für die Wärmehallen zu steigern. Kaum Der erste deutsche Kongreß für Jugend und Volks spiele ist am Sonnabend und Sonntag in Berlin abgehalten worden. Er erhielt dadurch ein gewisses Interesse, daß in den ( öffentlich geführten) Verhandlungen am Sonntag einige Ver- glaublich! treter staatlicher und städtischer Behörden die Stellung dieser BeDas Bestreben der Radanantisemiten. Zu der Notiz, die wir unter dieser Stichmarke am Sonntag brachten, geht uns die Mittheilung zu, daß der ze. Röber in feiner Beziehung zu der früher Beckerath'schen Weinstube steht. Röber sei jedoch Vertreter der Weingroßhandlung Leon v. Beckerath in Rüdesheim. Der Hunger. Am Sonnabend Nachmittag brach in der Düppelstraße in Steglit ein anständig gekleideter junger Mann chumächtig zusammen. Man glaubte anfangs, der Unglückliche Wie man höhere Töchten bildet. Seltsame Vorgänge trinken, daß er hastig trant. Bald stellte sich aber heraus, daß Seltfame Borgänge fei von Strämpfen befallen worden, und gab ihm Wasser zu Die Ansprachen dieser Vertreter haben gezeigt, daß unsere bereits find aus einem Damenpensionat in der Friedrichstadt lautbar geder Hunger den Armen seit mehreren Tagen gequält hat. Er vor längerer Zeit dargelegte abwartende und mistrauende Hal: den besten Familien ist wegen unbefugten Betriebes Töchter der tung zu der ganzen Sache berechtigt war. Der Minister v. Bötticher Schankwirthschaft zur Anzeige gebracht und bestraft quickt und konnte dann erzählen, daß er seit einigen Tagen aus bezeichnete die Bestrebungen des Kongreffes als echt vaterländisch im worden. Sie erhob Einspruch dagegen, allerdings ohne Erfolg, losigkeit zu seiner Mutter nach Stettin zurückkehren müsse. Das dem Krankenhause entlassen sei und wegen gänzlicher Mittelbesten Sinne des Wortes. Sie würden eine Stärkung der vaterländischen und hat einschließlich der Kosten 108 m. zu zahlen. Bei den Geld zur Reise habe er von einem in Potsdam lebenden Ver Wehrkraft herbeiführen, und für diese Stärkung Sorge zu tragen, Beugenvernehmungen hat sich nun ergeben, daß das Pensionat wandten zu erhalten erhofft; dieser habe ihm jedoch, da er selber sei in erster Linie„ unsere Aufgabe".( Aufgabe des Kongresses einem Stelldiche in der jeunesse dorée diente, und frant und mittellos war, nichts geben können. So sei es ge oder der Regierung?) Der Kultusminister Dr. Bosse sprach es sollen daselbst mehrfach wöchentlich Champagner fommen, daß er seit mehreren Tagen nichts zu essen gehabt habe. in ähnlicher Weise davon, daß erst die Stärkung des Körpers pfropfen geknallt haben. Die Eltern der in jenem Erzur rechten Wahrnehmung der Berufe befähige, wobei er den Propfen geknallt haben. militärischen Beruf zwar nicht nannte, aber augenscheinlich mit ziehungsinstitut untergebrachten Töchter dürften wenig erbaut Wie viele Arbeitslose mögen in letzter Zeit elend im Graben der im Sinne hatte. Wenn diese Ausführungen der beiden Minister von dem Treiben sein. Ob sich an den unbefugten Schant noch Landstraße zu Grunde gegangen sein? ein weitergreifendes Gerichtsverfahren knüpfen wird, läßt sich Aus Friedrichshagen wird ein Bergsturz gemeldet, der erst Farte in die Verhandlungen brachten und selbstverständlich noch nicht übersehen. sich bei der sogenannten Sandschurre an den fleinen Müggelvom gesammten Stongreß mit jubelnden Beifall aufgenommen wurden, so wirkten die Worte des im Austrage der Stadt Dr. Eisenbart Nachst. Uebel daran sind die Einwohner bergen vollzogen hat. Das Ereignis trat glücklicherweise in den Abendstunden ein, als die Arbeiter den Platz bereits verlassen sprechenden Stadtverordneten Dr. Schwalbe wie ein falter eines Berliner Vorortes in bezug auf einen Arzt, der daselbst hatten. Diesem Umstand ist es zuzuschreiben, daß der Bergstura Wasserstrahl. Dieser Redner Redner leistete sich in der Lob- seine Praxis betreibt. Vor einiger Zeit erkrankte eine Dame preifung der Fürsorge der Stadt Berlin für Gesundheit und schwer und wies einen hohen Fiebergrad auf. Der Arzt erklärte eine ernſtere Statastrophe herbeigeführt hat. Erholung der Berliner Bevölkerung aller Gesellschaftsschichten, aber die Krankheit, die sich bei sofortiger anderweiter Behandlung Polizeibericht. Am 3. d3. Mts. Morgens wurde an der vor allem der Berliner Jugend, wieder einmal das Wienschen- und auch später in einem Berliner Krantenhause als lebens Adalbertbrücke die start verweste Leiche einer Frauensperson aus mögliche. Er erklärte dann aber, was die Jugend- und Volts gefährlich herausstellte, einfach für Nervosität. In den letzten dem Waffer gezogen. Um diefelbe Beit erhängte sich ein Schuhspiele und die hierfür zu beschaffenden Spielpläge angehe, so Tagen hat derfelbe Maun der Wissenschaft einen Knaben unter- macher in femer Wohnung in der Prenzlauerstraße. Eine in liege hier in Berlin die Sache doch anders, als in anderen sucht, der beim Spielen gefallen war und an der Schulter heftige der Ackerstraße wohnhafte Frau machte gegen Mittag den Ber such, sich zu vergiften. Sie wurde nach Anwendung von Gegen-| That gut und nur deshalb so billig sei, weil sein Chef sich erst nahmt und paradirte gestern auf dem Gerichtstische. Der Sach mitteln in das St. Hedwigs- Krankenhaus gebracht. Abends einführen wolle. Schließlich bestellte der Bäcker 50 Pfund, als verständige, welcher über die Farbe des Kleides vernommen sprang ein Mann von der Ebertsbrücke ins Wasser. Er wurde er aber das Faß öffnete, entströmte demselben ein pestilenzialischer wurde, erklärte diefelbe aber weber für rosa, noch für roth, noch lebend wieder herausgezogen und nach der Charitee gebracht. Geftant. Da sich Joseph weder telephonisch noch brieflich und sondern höchstens für rothbraun. In der gestrigen Verhandlung Am 4. d. M. wurde ein dem Trunke ergebener Handlungsdiener mündlich zur Zurücknahme bewegen ließ, gelangte eine Probe der ergaben sich nun unerklärliche Widersprüche in den Zeugenaus in dem von ihm bewohnten Hause in der Müllerstraße an der Butter in das Laboratorium des Polizeichemiters Dr. Knöfler, dessen sagen. Dr. Riedel beschwor, daß jene zweite Begegnung mit Kellertreppe erhängt vorgefunden. Abends explodirte fin der Gutachten die Anklage und die Bestrafung zur Folge hatte. Der An- der Angeklagten in der Linienstraße thatsächlich stattgefunden Wohnung eines Kaufmanns am Luisen- Ufer eine Hängelampe. geklagte suchte seine Berufung damit zu begründen, daß er die Butter habe und jeder Irrthum seinerseits völlig ausgeschlossen sei. Mit Das ausfließende brennende Petroleum fügte einem Dienstmädchen garnicht zu Gesicht bekommen. Einzeln, wie er die Fässer ab- derselben Bestimmtheit beschwor Frau Seidel- die übrigens für folche Verlegungen am Kopf und Oberkörper zu, daß es nach dem fete, nehme er dieselben der Firma Karl Strohtopp in der Zeitversäumniß s. 3. 3 M. von Dr. Riedel erhalten hat- daß sie Krankenhause gebracht werden mußte. An der Adalbertbrücke Neuen Friedrichstraße ab, mit der er einen diesbezüglichen Ab- Die Angeklagte f. 3. mit dem Dr. R. in der Linienstraße gesehen habe Sprang eine 70 Jahre alte Frau in den Kanal und ertrant. Die schluß gemacht habe. Er habe im Laufe eines Jahres und sich absolut nicht darin irre. Dieses Gehen mit einem Leiche wurde nach dem Schauhaufe gebracht. In dem Wirthshause mehrere hundert Fässer von derselben Marte fremden Mann in welchem sie sofort den Dr. R. wiedervon Schütte, Alte Schönhauserstr. 23/24, versuchten drei italienische vert auft und außer diesem einen Falle sei nie erkannt habe sei ihr besonders aufgefallen, da die Angeklagte Gipsfigurenarbeiter in ein anderweitig besetztes Vereinszimmer eine klage gekommen.( Die Bäcker haben daher an sich immer mit ihrem Eheglück brüste. So bestimmt diese Beeinzubringen. Als sie aus demselben entfernt wurden, schoß standslos den billigen Schmutz verbacken. Der Berichterstatter.) schuldigungen flangen, so bestimmt erklärte die Entlastungszeugin einer von ihnen mit einem Revolver auf die Vereinsmitglieder, Chemiker Dr. Knöfler erklärte, daß die„ Butter" abscheulich gerochen Frl. Rinner sie für falsch. Diese erklärte nämlich unter ihrem glücklicherweise ohne jemanden zu treffen. Die flüchtenden und nicht ein Atom Butterfett enthalten habe. Das Gemisch habe ledig: Gide, daß nicht die Angeklagte, sondern sie selbst die Italiener wurden festgenommen.-Im Laufe des 3. und 4. b. lich aus thierischem Fett, Talg oder Schweinefett, bestanden und sei Person sei, welche Dr. Riedel an dem fraglichen Tage zur Schnei Mts. wurde die Feuerwehr sechsmal alarmirt, darunter einmal nur als hochgradig verdorbene Margarine zu bezeichnen. Nachdem derin in der Auguststraße( nicht Linienstraße) begleitet habe. Das nach Charlottenburg und einmal nach der Treschowstr. 13, wo noch Frau Gutknecht und ein anderer Zeuge befundet hatte, daß Haus der Schneiderin habe in der That einen 2. Ausgang, durch welim Keller eines Materialwaarenhändlers Petroleum in Brand bei der Bestellung der Butter nur von Naturbutter, nicht aber chen sie sich entfernt habe. Die Zeugin erklärte, daß, als Dr. R. ihr gerathen war. von Margarine die Rede gewesen sei, wurde die Berufung an jenem Tage seine Begleitung anbot, sie ihn sofort wieder fostenpflichtig verworfen. Der Gerichtshof war sogar der erkannt, sich selbst aber nicht zu erkennen gegeben und wie von Meinung, daß ein Betrug vorliege, für den aber nicht der An- ungefähr das Gespräch selbst auf ihr früheres Abenteuer mit getlagte, sondern der Reisende verantwortlich zu machen sei. einem gewissen Dr. Riedel gebracht habe. Sie gab die Einzelheiten dieses Gesprächs in aller Bestimmtheit wieder und berief sich auf ihre Schneiderin, welcher fie sofort bei ihrem Besuch an jenem Tage erzählt habe, daß der Zufall ihr den Dr. R. in die jenem Tage erzählt habe, daß der Zufall ihr den Dr. R. in die Arme geführt habe, daß derselbe vor der Thüre stehe, sie demfelben aber ein Schnippchen schlagen und aus der anderen Thür sich entfernen werde. Sowohl die Schneiderin als auch deren Ehemann entfernen werde. Sowohl die Schneiderin als auch deren Ehemann ganz einwandsfreie Leute bestätigten dies durchaus auch. Frl. Pinner hatte ihr damals getragenes Kleid mitgebracht, Fr. Pinner hatte ihr damals getragenes Kleid mitgebracht, welches allerdings auch nicht rosa- sondern pencé- farben war. Troß aller ernstlichsten Vorhaltungen des Vorfißenden beschworen beide Parteien ihre Aussagen, die mit einander gar nicht zu ver einigen sind. Bei dieser Sachlage beantragte sowohl Staatseinigen sind. Bei dieser Sachlage beantragte sowohl Staatsanwalt v. d. Reck, als auch Rechtsanwalt attermann die Freisprechung der Angeklagten, auf welche der Gerichtshof auch erfannte, da nicht erwiesen sei, daß der Angeklagte etwas Falsches Theater. Gerichts- Beitung. " " Mag Halbe's Schauspiel:„ Der Amerikafahrer", ist Vorfähliche Gefährdung eines Eisenbahn- Transportes Fei seiner Aufführung am Sonnabend zu Grunde gezischt und aus rachsüchtigen Motiven führte am Montag den getrampelt worden. Ob das Publikum recht hatte mit seinem 18jährigen Bimmergesellen Wilhelm Meier aus Charlottenerbarmungslosen Urtheil? So leicht ist diese Frage nicht zu be- burg vor das Schwurgericht am Landgericht II. Die That jahen. Es kommt zunächst in Betracht, daß die Neugierigen des charakterisirt sich nach dem Verhalten des Angeklagten vor dem Neuen Theaters sich stellten, als ob ihnen die 3ötchen und derben Bericht als richtiger Dummerjungenstreich", vor Heulen und Schwantworte, die im Stück zuweilen vom Stapel gelassen werden, Bähneklappern kann der Angeklagte kaum ein Wort verständlich anstößig und unpassend erschienen; die unglückseligen Knittel sprechen. Der Angeklagte fonnte sich, nachdem er ausgelernt verse und die recht oft dürre Sandlung schien man weit weniger batte, zur industriellen Reservearmee scheren und nahm deshalb unangenehm zu empfinden, als die im schlechten Meistersingerton Beschäftigung bei dem Bau der neuen Zweigbahn an, welche losgelassenen Fastelabendderbheiten, die Halbe in dem Wahn für von Rezin nach Nauen führt. Am 27. September stellte er mit angebracht gehalten hatte, daß sein Publikum sich auch einmal in eine drei anderen Genossen die Eisenbahnarbeit wieder ein. Die vier naive Stimmung hineinempfinden könnte. Der arme Dichter, wie hat Entlassenen wollten mit einem abgefertigten Kieszuge nach Nauen er sich in der Zeit geirrt. Ja, vor vierhundert Jahren. Da zurückfahren, der Zugführer verweigerte dies mit dem Bewäre vielleicht der hochselige Kurfürst Johann Cicero felber zur merken, daß nur Leute mitnehmen dürfe, welche noch Première gekommen und der beglückte Dichter hätte sich der bei der Bahn in Arbeit ständen. Der Zug bestand aus einer naiven Empfänglichkeit seines Publikums freuen und in der kleinen Lokomotive, sechs beladenen Ries- und einem Mannschafts- Eine angenehme Temperatur scheint im Gemeinderathe frohen Erwartung leben können, daß er aus allerhöchfter Hand wagen. Auf dem ganzen Zuge befinden sich 25-30 Personen. von Nieder- Schönweide zu herrschen. In einer Sitzung desselben das jährliche Dichterreis, das einzige, erhalten würde in An. Als derfelbe bei dem Dorfe Merkau eine Weiche passiren sollte, ergriff der Fabrikant und Fabritbefizer Steinfeld außerhalb der betracht des dem Stücke entströmenden anheimelnden Pferdestallduftes, bemerkte der Zugführer anderthalb Wagenlängen vorher, daß Rednerliste das Wort, der Gemeindevorsteher rief ihm jedoch zu: den furfürstliche Hoheit so sehr liebten. Ach, im Neuen Theater die Weichenzungen nicht schlossen. Es wurde sofort Contredampf Halten Sie das Maul!" Steinfeld replizirte: Wenn wir uns ging es anders zu; es saß da ein vieltöpfiges Ungeheuer, das gegeben und gebremst, der Bug ging aber doch über die Weiche, anderswo befänden, würde ich Ihnen darauf ein Paar herunter widerhaarig grunzte, sobald es sah, daß der Dichter der drei Wagen entgleisten, der Zugführer wurde vom Zuge ge- bauen!" Der Gemeindevorsteher fühlte sich dadurch beleidigt, Jugend auch einmal Wege gehen wollte, wollte, die abseits schleudert und erlitt eine Verftauchung der Beine, die übrigen ftellte Strafantrag, das öffentliche Verfahren wurde eingeleitet vom breitgefahrenen Geleise der Moderne lagen. Hatte der Infassen des Zuges wurden tüchtig durcheinander geschüttelt, und Steinfeld vom Schöffengericht in Köpenick zu 50 M. GeldDichter sich auch gehütet, den in trauriger Weltverlassenheit famen aber sonst ohne nennenswerthe Verlegungen davon. Daß ftrafe verurtheilt. Er legte Berufung ein und beantragte am schlummernden Wald der Romantik aufzusuchen, so mochte ihm doch größeres Unglück verhütet wurde, war nur dem Umstande zu Sonnabend vor der ersten Straftammer am Landgericht II. Romso etwas von mittelalterlicher Fröhlichkeit und Ausgelassenheit danken, daß vor der Weiche die Bremsen schon halb angezogen pensation der gegenseitigen Beleidigungen. Da der Angeklagte gefchwant haben, in der der nordische Bär wenigstens zur Fast- und die Fahrgeschwindigkeit erheblich herabgesetzt worden war. es unterlassen hat, widerflage zu erheben, so mußte- weil eine nachtszeit einmal mittanzen sollte. Aber die Melodie, die dem Bei näherer Untersuchung stellte sich heraus, daß nicht Rompensation unmöglich auf Verwerfung der Berufung erkannt Lichter luftig schien, gellte dem Publikum in die Ohren und statt allein bei bei dem Dorfe Merkau die Weiche gewaltsam werden. des fröhlich- harmonischen Reigens gab es mörderisches Fuß- verstellt worden war, dasselbe war auch bei dem Dorfe Marte geschehen, hier war Einen humoristischen Beigeschmack hatte die Vernehmung getrampel. Ganz unschuldig ist der Poet nun auch nicht an öllige Bohle über die Echienen gelegt worden. A13 muthmaß- welcher gestern der vierten Straflammer des Landgerichts I obendrein noch eine fünf- eines schweren Verbrechers, des Schuhmachers Friz Kubasch, Liefem unerwarteten Ereigniß. Seine Reime taugten nicht viel und seine Späße waren dürr trotz ihrer Slobigkeit. liche Thäter mußten zunächst zwei unschuldige Arbeiter die Qualen vorgeführt wurde. Der bereits acht mal wegen schweren DiebAber alles das wäre vielleicht nicht so verhängnißvoll geworden, der Untersuchungshaft durchmachen, bis es einem Gendarm ge stabis vorbestrafte Angeklagte war beschuldigt, in der Nacht zum wenn die Menschen die er vorführte, derart wären, daß lang, in Meier den wirklichen Thäter zu ermitteln. Meier hat stahls vorbestrafte Angeklagte war beschuldigt, in der Nacht zum 8. Dezember v. J. einen Einbruchsversuch auf dem Potsdamer die Höflichen mit ihnen hätten fröhlich sein tönnen. Aber ihr zugestanden, daß er aus Merger, weil er nicht mitfahren durfte, Bahnhofe gemacht zu haben. Präs.: Was wollten Sie denn Gebahren hatte, sowohl in der Komik wie in der Rohheit, gerade die Weichengrenzen von der Mutterschiene abgebogen und durch eigentlich auf dem Bahnhofe? wie die Reime und die Wortspäße, etwas Gezwungen- Dürres an Rieselsteine verhindert habe, in die richtige Lage zurückzukehren. einen guten Freund, der mit der Bahn kommen sollte. eigentlich auf dem Bahnhofe? Angetl.: Ich erwartete Präs. Wann sollte er denn kommen? fich, das auch den Wohlgesinnten nicht zum Behagen kommen ließ. In der heutigen Hauptverhandlung vor den Geschworenen gab einen guten Freund, der mit der Bahn fommen sollte. Kurz, es drängte sich alles zusammen, um den Meistersinger mit er nur zu, die Bohle über die Schienen gelegt zu haben, die Ver- wußte ich es nicht, ich mußte stundenlang warten, aber er fam Präs.: Wann sollte er denn kommen?- Angefl: Genan noch weniger Wig und noch mehr Behagen, als ihm selber stellung der Weichen beftritt er mit der Behauptung, daß er nicht.- Präs.: Ja, das kommt vor. Nun hatten Sie wohl eigen, zum Bodmesser zu stempeln. Auf den Stolzig werden die diesen Theil seines Geständnisses nur aus Angst abgelegt habe. Langeweile? Anget I.: Jawohl.- Präs.: Was wollten Die Beweisaufnahme schließt zunächst jeden Zweifel aus, daß die Sie denn oben in der zweiten und dritten Etage, wo sich die Leute von heute aber noch lange warten können. Weichenverstellungen auf mechanischem Wege hätten herbeigeführt Bureaus und die Wohnung des Präsidenten v. G. befanden? werden können, es bedurfte dazu der Gewalt und des Vorsatzes Angek I.: Ich wollte mich dort nur ein bischen umsehen. eines Menschen, dem die Konstruktion der Weichen bekannt war. Bras.: Merkwürdig, es war dort ja stockfinster. Man geht Aus dem am Schlusse der Beweisaufnahme abgegebenen doch auch nicht so ohne Weiteres durch die erste beste Thür. Gutachten eines Eisenbahnbetriebs- Inspektors ging hervor, daß Ein Anarchistenprozeß beschäftigte am Sonnabend die die Verstellung der Weichen abfolut zu einer Katastrophe führen ngetl.: Die Thür zu dem Aufgange war ja offen. Pras.: Es befand sich wohl ein Schild baran zweite Straftammer des Landgerichts I bis gegen Abend. Der mußte, deren größerer oder geringerer Umfang von den begleiten mit der Aufschrift: Bitte, treten Sie näher?" Wie kommt Schlossergeselle Emil Brandt( kürzlich bekanntlich als" Spigel" den Umständen abhing. In diesem Falle hat die Aufmerksamkeit es denn aber, daß die Thür zum Bureau offen gefunden in Berdacht gerathen), der Klempnergeselle Arthur Ellendt des Zugführers ein größeres, vielleicht unabsehbares Unglück ver- wurde?- Angefl.: Das fann ich nicht wissen.- Präs.: und der Druckereibesitzer Wilh. Werner befanden sich wegen hütet. Die Bohle, die außerdem über das Geleise gelegt war, Nun sehen Sie mal her, was für Sachen bei Ihnen gefunden Ausreizung verschiedener Bevölkerungsklassen gegen einander auf fei ungefährlich gewesen. Die Geschworenen bejahten die Schuld find. Rennen Sie die?- AngetL: Ja, es ist mein Handder Anklagebank. Es handelte sich um einen Artikel Aufruf anfrage nur in bezug auf die Verstellung der Weichen, bezüglich der wertszeug. Bräf.: Sie sind ein gewerbsmäßiger Ginbrecher die revolutionären Metallarbeiter Berlins", der am 28. Oktober Bohle wurde die Frage verneint. Der Gerichtshof zog auf der und dazu gebrauchen Sie wohl diese Sachen? Angel.: 1898 im„ Sozialist" erschienen war. In diesem Aufruf wurden einen Seite die Ruchlosigkeit des Verbrechens und die Möglich- Nein, ich bin Schuhmacher. Bräs.: Sie wollen doch nicht die Metallarbeiter aufgefordert, sich zu vereinigen, um die feit, daß ein unabsehbar großes Unglück entstehen konnte, behaupten, daß Sie Stiefel mit Hilfe von Dietrichen machen? Stlavenketten zu brechen, ernstlich ihre Unzufriedenheit zu zei- andererseits die Jugend des Angeklagten sowie den Umstand in wie in dem Wortlaut dieses Aufrufs das Vergehen der Auf- und erkannte auf die niedrigste zulässige Strafe von einem Jahre macher? Sie sollten doch die thörichten Ausreden laffen, Sie gen" u. f. w. Die Anklagebehörde erblickte in dem ganzen Sinn Betracht, daß derselbe gereist und etwas angetrunken gewesen Hier ist ein Stück Wachs, hier eine Feile, hier sind Schlüffel von Holz und Eisen, nennen Sie das Handwerkzeug für Schuhreizung. Der Aufruf war geständlich von dem Angeklagten Buchthaus. Brandt verfaßt und von dem Angeklagten EIIendt werden eingepackt wie noch nie. Der eine Dietrich paßt außer Der Eid des Mädchenjägers. Einer jener sonderbaren dem genau zu der Bureauthühr, die offen gefunden wurde. als damaligen Redakteur des Sosialist" nach Kenntnißnahme aufgenommen worden. Werner, in dessen Druckerei der Sozialist" Straffälle, bei denen man sich den Kopf darüber zerbricht, wer Nachdem die Zeugen vernommen waren, beantragte der Staatshergestellt wird, bestritt, daß man ihm für den Inhalt der den offenbar vorliegenden Meineid geleistet hat, beschäftigte vor anwalt eine Zuchthausstrafe von drei Jahren.-Präs.: Nun, Beitung irgend eine Verantwortung aufbürden könne. In der kurzem die 7. Straffammer des Landgerichts I. Der Dr. phil. Angeklagter, was sagen Sie dazu?- Angeft.: Jch beantrage weitläufigen Verhandlung traten einige überaus merkwürdige Riedel stand s. 3. unter der Anklage des groben Unfugs vor meine Freisprechung, da ein ausreichender Beweis nicht gegen Erscheinungen zu Tage. Ein Kriminalfommissar Röber ließ den dem Schöffengericht. Er sollte zwei junge Mädchen, die damals mich erbracht ist.-Präs.: So, so, der Grund läßt sich hören. Das Urtheil lautete nach dem Antrage des Staatsanwalts. Anschein aufkommen, als ob er in die internen Geschäfts- 17 jährige Helene Dedert, jezige Frau Reichenbach und beziehungen Werner's zum Sozialist" eingeweiht sei. Er be- deren Freundin, Frl. Rinner, in der Friedrichstraße durch ein Der Angeklagte erklärt, fich dabei beruhigen zu wollen. zeichnete die für das Blatt zeichnenden Personen als vorgeschobene gewisses Ansinnen belästigt haben, wurde aber freigesprochen. Prag, 3. Februar. Omladina- Prozeß. Bei der heutigen Eigredakteure und nannte Werner den einflußreichen spiritus in der Berufungsinstanz wurde aber das erste Urtheil auf Verhandlung wurden die Zeugen vernommen über die Straßen. rector, der den inkriminirten Aufruf und den Inhalt gehoben und Dr. N. zu 50 M. Geldbuße verurtheilt. Er hatte bei der Exzesse, über den Vortrag, welcher gegen das Kapital, den Großaller übrigen Nummern des Sozialist" im Voraus ge- zweiten Verhandlung die Wahrheitsliebe der jetzigen Frau Reichen tannt habe. Wie der Kriminalpolizist zu dieser Meinung bach bestritten und behauptet, daß er gar nicht diese, sie grundbesitz und die Geistlichkeit aufreizte und über die nicht wiederzugebenden Aeußerungen und Thaten in Luzec, bei welchen gekommen ist, geht aus dem vorliegenden Bericht nicht hervor. vielmehr ihn angesprochen habe. Nach seiner Behauptung babe Sokol belastet ist. Das Protokoll des nach London geflüchteten Selbfiredend wird der Mann sich darüber auch nicht vor Gericht er in der Zwischenzeit wieder Frau Reichenbach in der Friedrichgeäußert haben. Der Staatsanwalt Dr. Benedix stellte sich auf straße getroffen, sie angesprochen und sie habe, ohne ihn wieder Uhrmachers Hoch betrifft eine aufrührerische Rede. Am Montag den Standpunkt des Kriminalbeamten und gebrauchte außerdem zu erkennen, sich ruhig seine Begleitung gefallen laffen. Er habe wird das Zeugenverhör fortgesetzt. noch die eigenthümliche Argumentation, daß wenn der Gerichts- fie bis zum Hauſe ihrer Schneiderin in der Auguststraße- später hof den Angeklagten nicht als Theilnehmer verurtheilen wolle, meinte er, es sei die Linienstraße gewesen begleitet, fie fei er ihn als Gehilfen ansehen könne, weil er seine Druckerei zur dann aber durch einen zweiten Ausgang des Hauses verVerfügung gestellt habe. Er halte Werner fogar für den am schwunden. Als Frau Reichenbach im Termin diese Behauptung schwersten zu Bestrafenden und beantrage gegen ihn ein Jahr für erfunden erklärte, ergänzte Dr. R. seine Bekundung dahin, daß Gefängniß, falls er als Theilnehmer, se ch 3 Monate Ge- er noch ganz genau wiffe, daß die Beugin an jenem Tage Die Kollegen der Firma Schilling, hier, find durch die in fängniß, falls er als Gehilfe angesehen werde. Gegen Brandt ein rofafarbenes- oder rothes- Kleid getragen habe. Frau beantragte der Staatsanwalt vier, gegen Ellendt sechs Monate Reichenbach beschwor nun, weder von dem Dr. Riedel in der letzter Zeit besonders gedrückten Affordpreise, bei denen es nicht Gefängniß. Zwischenzeit begleitet worden zu sein, noch ein Kleid der gedachten möglich war, den festgesetzten Minimallohn zu erzielen, gezwungen Art besessen zu haben. Dieser Gid soll nach der Behauptung worden, folgende Forderungen an die Firma zu stellen: 1. Nur des Dr. Riedel falsch sein und Frau Reichenbach, welche als noch im Tagelohn zu arbeiten; 2. die Forderung eines Minimalminderjährig noch nicht vor das Schwurgericht gehörte, hatte sich lohns von 6 M. Die Rommission, die diese Forderungen unterbreitete, wurde wegen Meineids vor der Straffammer zu verantworten. seiner Verurtheilung setzte Dr. Riedel Himmel und Hölle in Be- furz abgewiesen. Die Kollegen, 20 an der Bahl, sämmtlich Mitwegung, um die Strafe wieder los zu werden, die er nicht glieder des Zentralvereins, erklärten nun, einmüthig die Arbeit verdient zu haben vermeinte. Er stellte deshalb sehr ein- niederzulegen, wozu der Gauverein Berlin nur seine Zustimmung Einen Einblick in die Geheimnisse der Bäckerei ge- gehende Recherchen nach den Verhältnissen und namentlich geben fonnte. An ein Gelingen des Streits ist bei dem Geifte, ber die Kollegen beseelt, kaum zu zweifeln, und gelingt es uns währte eine Verhandlung, welche vor einigen Tagen vor der auch nach den Kleidern der Zeugin an und hatte das bei dieser Firma, so ist allgemeine Lohnarbeit für Berlin ge zweiten Straffammer am Landgericht II stattfand. Der Kauf- Glück, u. a. an eine Frau Seidel gewieſen zu werden, welche sichert. Es wird gebeten den Zuzug der Stein- Bildhauer nach mann Ernst Josef aus Berlin, Oranienburgerstr. 11, war vom mit einem phänomenalen Gedächtniß begabt ist. Als sie Dr. R. Berlin fernzuhalten. Charlottenburger Schöffengericht wegen fahrlässigen Berkaufs nach Frau Reichenbach ausforschen wollte, kam ihm Frau Seidel Der Vorstand verdorbener Nahrungsmittel zu 30 M. Geldstrafe verurtheilt auf halbem Wege entgegen, indem fie ihm sagte: Herr Gott, Unterstützungs- Vereins der Bildhauer worden und hatte dagegen Berufung eingelegt. Der Reisende Sie sind wohl der Herr, mit dem ich Frau R. vor einigen Wochen So wenigstens behauptete Deutschlands, Gauverein Berlin. des Angeklagten tam am 12. Juli v. J. zu dem Bäckermeister Gut- in der Linienstraße gesehen habe." Ein neues Kartell in Sicht. Zwischen vier großen Enecht in Charlottenburg und offerirte gute Badbutter" zum Fran Seidel gestern vor Gericht. Als Dr. Riedel hierüber sehr Preise von 50 Pfennig pro Pfund. Der Bäder refüfirte, da er der erfreut, weiter nach dem Kleide fragte, konnte ihn Frau Seidel Dampferlinien und zwar zwischen der Hamburg- Amerikanischen wohlberechtigten Ansicht war, daß sich für 50 Pfennig einschließlich weiter verrathen, daß die Reichenbach fast immer ein Packetfahrt- Aktien- Gesellschaft, dem Norddeutschen Lloyd in Der Geschäftsspesen und Transportfosten nimmermehr eine rothes Kleid trage ja, der Bufall soll fogar während Bremen, der Red- Star- Line zu Antwerpen und der niederländischbrauchbare Badbutter liefern laffe. Der Reisende schlug alle dieses Gespräches Frau R. gerade in diesem rothen Kleid amerikanischen Dampfschifffahrts- Gesellschaft zu Rotterdam ist Bebenten mit der Bersicherung nieber, daß die Butter in der vorüberaeführt haben. Das Kleid wurde polizeilich beschlag- ezüglich Frachten nach Amerita eine Wereinbarung getroffen " " " Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Biber, stellte in Frage, ob der Aufruf durch Wortlaut und Geist wirklich aufreizender Natur sei, ev. plädirte er für eine weit niedrigere Strafe. Der Vorsitzende erklärte nach langer Berathung, daß das Urtheil am Sonnabend, den 10. d. M., Mittags 1 Uhr, verkündet werden soll. Nach des Soziale ebericht: Achtung, Stein- Bildhauer! BIG worden. Dieselbe bezweckt eine bessere Regelung der Fracht-| raten" und ein gemeinschaftliches Borgehen gegen etwaige Dutfide- Fracht- Dampfer. Das soll heißen, gegen Dampfer, die ihre Frachtfäße erniedrigen sollten. Mit einem Worte, die Güterfracht nach Amerika soll erhöht, oder wenigstens in der bestehenden Höhe erhalten werden. Unfälle in Arbeitspausen. Der Schmied Pries in Ham burg, welcher bei der Fuhrwerks- Berufsgenossenschaft versichert war, erlitt am 17. November 1892 einen merkwürdigen Unfall. Es war Mittag; er nahm seine Speisen zu sich und setzte sich darauf auf den Schmiede Ofen, um ein Schläfchen zu wagen. Pries schlief auch ein, wachte aber nach einiger Zeit wieder auf und bemerkte, daß seine Kleider Feuer gefaßt hatten. Es gelang ihm bald, den Brand zu löschen, trotzdem aber hatte Pries einige Wunden davongetragen, die ihn theilweise erwerbsunfähig machten. Der Verletzte wandte sich darauf an die FuhrwerksBerufsgenossenschaft und beantragte eine Entschädigung. Die Berufsgenossenschaft lehnte aber jede Entschädigung ab, da Kläger den Unfall nicht im Betriebe erlitten hatte. Hiergegen legte sodann Pries Berufung beim Schiedsgericht in Hamburg ein und bat um zubilligung einer Entschädigung. Das Schiedsgericht hielt aber die Berufung für nicht begründet und wies den Kläger mit seinen Ansprüchen ab. Das Schiedsgericht nahm an, es würde zu weit gehen, wenn die Unfälle, welche die Arbeiter während der Mittags- oder sonstigen Arbeitspaufen erleiden, entschädigungspflichtig wären.[ Mag auch eine gewisse moralische Verpflichtung der Arbeitgeber, dafür zu sorgen, daß die Leute während der Arbeitspausen gut untergebracht werden, anzuerkennen sein, so läßt sich doch nicht hieraus ein den Arbeitern gegen die Berufsgenossenschaft zustehender Rechtsanspruch des Inhalts ableiten, daß diese für die Folgen aller Unfälle ein zustehen hätte, von denen die Arbeiter während der Arbeitspausen betroffen werden. Hiergegen legte Pries Mours beim ReichsVersicherungsamt ein; dasselbe wies jedoch 29. Januar den Refurs nach§ 57, I des Unfall- Versicherungs- Gesetzes als unzulässig zurück. Versammlungen: Die Volksversammlung, die Jam Sonntag, den 4. Febr. in Charlottenburg tagte, hörte zunächst einen Vortrag des Genossen Jahn Berlin über:" Gewerbegerichte". Der Referent erklärte den zahlreich erschienenen Genoffen, wie langsam die Idee, die gewerblichen Streitigkeiten vor einem besonderen Gericht zu verhandeln, vorwärts gekommen ist, bis dann endlich vor einigen Jahren der Deutsche Reichstag infolge des fortwährenden Drängens der Sozialdemokraten diese Materie gefeggeberisch verarbeitete. Leider entspricht dieses Gesetz in wesentlichen Punkten nicht unseren Wünschen; die Arbeiter haben aber trotzdem die Verpflichtung, allerorts wo Gewerbegerichte nochnicht bestehen, solche zu verlangen, um dann nicht nur die Liste der Arbeitnehmer, sondern auch die der Arbeitgeber mit unseren Parteigenossen zu besetzen. Den Bericht des WahlTomitees erstattete der Genosse Schaumberg. Die Babi findet am 17. Februar statt; es sind hierzu in sechs Bezirken 9 Kandidaten nominirt. Am kommenden Sonntag früh 7 Uhr beginnt die Flugblattvertheilung beim Genossen Wernice, Krumme str. 19. An der Debatte nahmen noch theil die Genoffen Schiller, Gede und Schall, worauf die Versammlung in einer einstimmig angenommenen Resolution den Magistrat und die Stadtverordneten von Charlottenburg ersucht, in anbetracht, daß die Lebensbedingungen denen Berlins gleich sind, ebenfalls die Entschädigung für die Beisiger auf sechs Mark( bisher vier) festzusetzen. Das am Sonntag, den 11., zur Ausgabe gelangende Flugblatt enthält die Namen der Kandidaten und Sonstige wichtige Mittheilungen. Die Genossen werden ersucht, fich an der Verbreitung recht rege zu bethätigen. -H Verein der Bureau- Angeftelten und verwandten Berufsgenossen. Jeden Dienstag nach dem 1. und 15. des Monats, Abends 9 Uhr, MitgliederBersammlung bei Golisch, Lothringerstr. 63. Freie Vereinigung der Flumen- und Putfeder- Arbeiter und Arbeiterinnen. Heute Dienstag, den 6. Februar, Abends 8 Uhr, bei Ehrenberg, Annenftr. 16, Bersammlung. Tagesordnung: Borlesung aus der Gleichheit" über:" Friede auf Erden." Arbeiter- Bildungsschule. Dienstag Abend von 8%-10% Uhr. NordEchule, Müllerstraße 179d: Unterricht in: Kaufm. Rechnen. Korrespondenz. Dft Schule, Martusstraße 31: Unterricht in: Deutsch( unt.). Südost= Schule, Reichenbergerstraße 153. Unterricht in: Mathematit. bet Momber. -W Ginigteit á Gefangverein Gerechtigteit Westen, Bülowstr. 56 B Jeinzige Mitglied der englischen Königsfamilie, welches tätow Damm 74 bei. Hilfe. Kreuzberg, Sichterfelderstr. 7-8 bet Winter. Alte Linde, Mariannenstraße 48 bet Gütler. athenow, Restaurant Zur Erholung bei W. Friesecke. Vorwärts4, ist; in dieser künstlerischen" Bethätigung hatte er einen Voreinstraße 11 bei Feind. Gefangverein der Böttcher Steineihe, gänger in seinem Oheim, dem Herzog von Edinburgh, der Südenstr. 55 bei Trieschmann. Borwärts 8, Marwig, bei Wilhelm Nötte. jetzt in Sachsen Coburg Gotha das Scepter führt; auch straße 191 bei Boge. Silarta, Frankfurterstr. 30 bei Haberecht.- Wiederball, köpenicker- der Schwager des letteren, der Großfürst Alexis von Borwärts 3, Friedrichsfelde, Wilhelmstraße 10 Einige der hervorragendsten Mitglieder Gefangverein Rothe Melte 2, bei Rabe, Ruppiner- und Rußland, ist tätowirt. Schönholzerstraßen- Ede. Schneeglöden 1, Rirdorf, Karlsgartenstraße des Hauses der Lords haben sich nach dem Beispiel des kürftigen bei Silpert. Gefangverein Eintracht, Nieder- Schönweide, Restaurant Herrschers gleichfalls tätowiren lassen; die Einen ließen sich einStreitler, Grünquerstr. Mohr'sches Doppelquartett, Neue Königstr. 73 bet Sahn.- Gesangverein Frohsinn in Stralau, Gräfl. Reischach' sche Brauerei. fach die Anfangsbuchstaben ihrer Namen„ eingraviren", die AnDeutsche Liebertafel, Grüner Weg 29 bei Säger.- Gängergruß, deren ihre Wappen, Adelskronen 2c." Friedrichshagen, Blant's Restaurant.- Epheu, Gerichtsstr. 10 bet Gebrandt. Nun, es ist nichts verwunderliches, daß die höchsten HerrGefangverein Echo 2 9 Uhr Abends Uebungsstunde bei Reimann, Alle Schöne schaften auf solche Liebhabereien verfallen; haben die Sitten der beerner. Gefang und Theaterverein cacte"( gemisch. Chor). Wilden doch schon vielfach Eingang bei ihnen gefunden, z. B. das Beugboffir. 8 bet Behlendorf.- Arbeiter- Gefangverein Freiheit 2, Adlers: Tragen von Gigerl Keulen, das Veranstalten von Stier, hof, Restaurant Ruble. Freies Lied 1, Friedrichsberg, FriedrichWacht auf Schwedterstraße 23 bei Hahnen- und auch Menschenkämpfen. Karlstraße 11 bet Heinede. Freiheit 3, Blumenlese, Sebastianftr. 3, bei Meier. Nagels. Die Kalender Feiertage der verschiedenen Nationen. Bernau, im Schützenhaus. Freie Gloden, Mariannenstraße 31-32 bei Doberstein. Genefelder, landsbergerstr. 31 bei Geehausen. Echo 3, Die Zahl der jährlichen kalendermäßigen Arbeitstage ist bei den Babenbrofantur. 115 bei Hermann Sonntag. – Männergesangverein„ Gichen Zusammenstellung des Zentralblattes für die Textilinduſtrie" Männergefangverein Wach Auf", verschiedenen Völkern sehr verschieden. Sie beträgt nach einer trans". Prenzlau, im Kaisergarten.-Männergefangverein„ köttbuferbar für das Innere von Rußland 267 Tage, während Kanada 270, monte", Böthfiraße 8 bet Albert Möwes. Müllerftr 7.- Gefangverein der Klempner und Berufsgenossen Schottland 276, England 278, Portugal 283, Russisch- Polen Siemensstr. 17 bet 2. Biet. bei Ferd. Krause. Harmonie Rixdorf, Bergfir. 120 bei Bartha( Deutsches Italien 298, Bayern, Belgien und Luxemburg 300, bie Männerchor Nord- Ost, Landsberger- Allee 288, Spanien 290, Desterreich und die Ostseeprovinzen 295, Wirthshaus). Heimathtlänge, Ropenia, Rosenstraße bei Troppenz. daz Königreich Sachsen, Gräfeftraße 34 bei Plög. Sängerfreiheit sächsischen Herzogthümer 301, und Almenrausch, 302, Württemberg, Arion, Wittenberge, Thurmftr. 23, Bentral Russisch Finnland Naunynftr. 86 bei Zubeil. Dänemark 303, Liedesfreiheit 2, Strausberg, Wilhelmstraße, Weber's Kaffeeund Schweiz, Schweden Norwegen -3u= haus. Froh' Hoffnung( B. W.) Kulmftr. 36 bet Raumann. Edelweiß 1, im Restau: 340, Preußen und Irland 305, die Vereinigten Staaten von unit 1, Steglis, Ahornstr. im Gambrinus. rant Kasch, Branienstr. 190. Gleichheit, Lothringerstraße 81 bei Nordamerika 306 und Holland 308 jährliche offizielle Arbeitstage Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Dienstag. Gesangverein haben. Die meisten Arbeitstage, nämlich 312, finden wir in Anatreon, Abends 9-11 Uhr, bei Keßner, Annenstraße 16.- Gesangverein Ungarn. Wie man sieht, gestattet die Zahl der Kalenderfeiertage Mufitverein feinen Schluß auf Fleiß und Wohlstand eines Volkes, da EngRottbufer armonie, Boedhftr. 8 bei Albert Möwes. Nord 8-11 Uhr, Wriesenerstr. 6, bet Sendte. Musikverein Osiris, land und Rußland die meisten, Holland und die Vereinigten Mariannenstr. 31-32 bei Doberstein. Staaten nächst Ungarn die wenigsten haben. Es kommt eben darauf an, ob, was und wie an den als Arbeitstagen angestrichenen Tagen gearbeitet wird. Zehlendorf, halle. Weddinger Harmonie, 8-10% Uhr in der Zurnhalle des Leffing- Gymnasiums, Bantſtraße 9-10. Zurnverein Gesundbrunnen. Die 1. Männer- Abtheilung turnt von Berliner Turngen offenfchaft. Die 9. Männerabtheilung turnt jeden Dienstag und Freitag in der Gemeindeschule, Blumenftr. 63 a. " Touristenklub Ver Frankreich Briefkaffen der Redaktion. Theater- Verein Othello 2 Abends 9 Uhr, bei Tägers, Gartenstr. 13-14. Privat- Theater- Gesellschaft Berliner humor, Abends 9 Uhr, Köpnicer ftraße 158 bei Buchs. Privattheaterverein Crescendo. Abends, bei Nicolay, Elisabethkirchfir. 14.- Theaterverein Vultania, Abends 9% Uhr, bet Schütte, Alte Schönhauserstr. 23-24, Sigung mit anschließendem Tanz. Theaterverein Vultania 2, Abends 9% Uhr, Ackerfer. 144, Borstädtisches ,, Altes Haus" in Berlin. Sie haben recht, mit dem Kasino. Theaterverein Freundestreis", Siguig 9 Uhr, Restaurant Razorke, Solmsstr. 1. Theaterverein Morgenroth zu Friedrichsberg Nilpferd ist uns eine kleine Verwechselung passirt. Es ist so tagt mit Damen, Abds. 9 Uhr im Bereinslokal bei Chriften, Friedrich Karlstr. 26 lange her, daß wir das Lied nicht gesungen! Und da die umVergnügungsverein Amicitia, 8% Uhr, bei Schönnagel, Barnimftr. 47. Bergnügungsverein Nordwacht, Abends 9 Uhr, im Lotale bet Hermer: getanzten Pyramiden am Nil lagen oder noch liegen, so dachten schmidt, Berlebergerstraße 28. Geselliger Verein Brüderschaft, wir mit ganz natürlicher Ideenassoziation an ein Nilpferd. Es abends 9 Uhr, im Restaurant Dittmann, Berlebergerstr. 9.- Bergnügungs war also fein Nilpferd, sondern ein Krokodil, und sintemalen Saturnalia, Abend 9 Uhr, Andreasstr. 3, Sigung.- Bergnügungsvereinterio, benne a lbr Gigung mit Damen bet Seifert, das Krokodil zu den Reptilien gehört und das Elend der MenschOranienstraße 21.-- Geselliger Verein Mehr Licht", Abends 9 Uhr, heit zwar beweint, aber mit Krokodilsthränen, so paßt es in diefe Große Frankfurterftr. 133 bei Golds." Wander- Stöcker, Böckel- und Zimmermannsgesellschaft noch viel besser Abends 9 Uhr, Fransectstr. und Schönhauser- Aüee- Ecke. Tuft Gefelliger Arbeiterverein Hoffnung. Vereinslokal bei Bittler, Mariannen- als ein Nilpferd. Im Punkte des Tanzens werden sich die zwei straße 48. Alle 14 Tage Dienstags, Abends 8 Uhr. Gefelliger Verein intereffanten Thiere ja wohl so ziemlich die Waage halten. Regina Gigung mit Damen Oranienstr. 153 bei Schönwalder. O. 2. W. 97. Um alle Ihre Fragen zu beantworten, Sigung bei Haberecht, Große Frankfurterstraße 30, gnügungsverein& una. Fidelitas. Männerchor Waldesrauschen im Restaurant Hohen müßten wir ein ganzes Lehrbuch über märkisches Erbrecht zollern", Seydelstraße. Bergnügungsverein Berolina Abends 9 Uhr schreiben. Kommen Sie in die Sprechstunde. im Restaurant Pros, Annenftr. 9. Geselliger Verein unter uns", 235. 1. Erst Antrag auf Sühneversuch beim Amtsgericht I, Abends 8 Uhr, bei C. Fischer, Beuffelstr. 66, Moabit. Orientalischer Rauchtlub Spar- und Kreditverein, Abends 9 Uhr, Neue Friedrichstr. 13, nach dem Termin Klage beim Landgericht I, Reichenbergerfiraße 24, bet Schröder.- Rauchtlub Dammermolte, Jüdenſtr. 59. Zu beiden Heirathsurkunde mitbringetest Bur Böchstr. 51. Bücklerstr. 49.- Rauchtlub 3eitgeist, Abends 9 Uhr bei Raspar, Restaurant Klage ja, doch wird Ihnen, wenn Sie ein Armuth attest haben, Rauchtlub Unverzagt bei E. Ruppin, einer vom Gericht beigeordnet. 3. Nein. Kohn, Wrangelstraße Nr. 136. Rauchtlub Gemüthlichkeit 2, verpflichtet. Rauchklub Blaue Luft, Abends 9 Uhr bei Achsel, Köpenickerstraße 161. Rauchklub Abguß, 8 Uhr, abends 9 uhr bei Bredlow, Bülowstr. 65. ,, Grüne Qua ft e", Abends 9 Uhr Münchebergerstr. 29, Restauration Schmeist Rauchflub Gibo rado Abends 8% Uhr bei Gayer, Ballisadenstraße Nr. 66-67. Rauch flub Zabats blüthe, Gigung, Abends 9 Uhr, Blumenftr. 19. flub Columbus, abends 8 Uhr, bet A. utte, Oppelnerftr. 23. Rauchflub Gut geftnnte Freunde, Georgentirchfir. 65 bei Müller. Rauchflub Sumatra, Abends 8% Uhr, bei Strauſe, Gitschinerstr. 93. Stattlub Eintracht Abends 9 Uhr bei Grande, Lausigerstr. 50. Stattlub other gunge, Sigung alle Dienstage nach dem 15. und Spielabend alle Dienstage von 9-11 Uhr im Restauraut Boechstr. 7, bet Herrn Serrath. Büglerverein„ Norben". Jeden Dienstag, Abends 9 Uhr, Sigung, Kastanien- Allee 40, im Restaurant. Charlottenburg. Wahlverein. Die für Dienstag in der Brauerei Gambrinus angezeigte versammlung findet Mittwoch, Abends 8 Uhr, bei Heinrich Krause, Bismarckstr. 74, ftatt. -Abends 9 bei Stabernac, um Beitgeist, Bernauerstr. 72. Rauchtlub Portorico, Abends 9 Uhr, bei W. 18. Wenn nichts anderes im Vertrage steht sind Sie Blumenstraße 49. bei Schulze, Weberstr. 10. Rauchklub Vermischkes. Rauch A. W. 37. Wochentags Abends 71/ 2-81/ 2, B. R. 15. 1. Vom Restaurateur. 2. Nein, Sie können ihn auf Herausgabe verklagen, aber inzwischen hat er Sie längst auf Zahlung verklagt und pfändet den Paletot. Also einigen Sie sich. Friedewalt 103. 1. Ja, wenn sie bewiesen werden kann. 2. Nein. 3. Zehn Jahre. 4. u. 5. Der Antrag auf Todeserklärung ist beim Amtsgericht des letzten Wohnsizes durch die nächsten Berwandten zu stellen, die ihr Verwandtschaftsverhältniß durch Geburtsurkunden und die Abwesenheit auf andere Art glaubhaft zu machen haben. 6. Abgesehen von den Auslagen für Porti, Dokumente u. dergl. etwa 14 M. Oswald. Ja. Hase. 1. Dem Worte„ Der Bien muß" liegt eine von Wilh. Fanghausen gab 1818 illustrirte Anekdote zu Grunde, nach der ein Ruffe erzählt haben soll, es gebe in seiner Heimath Bienen von der Größe eines Schafes, während die Bienenkörbe nicht größer gewesen wären, als die in der Heimath. Auf die Frage wie die Bienen denn hinein kämen, hat er obige Antwort gegeben. 2. Der Schimmel von Bronnzell ist sprichwörtlich für Bei dem eine moralische Niederlage nach großem Anlauf. fuldaischem Dorf Bronnzell stießen am 8. November 1850 preußische und Bundesexekutionstruppen zusammen. Hierbei soll einzig ein Trompeterpferd getödtet sein. 3. Wissen wir nicht. Sprottan, 5. Februar. Die Regierung hat zwecks ein Bei allen Unterrichtsfächern fönnen Schüler und Schülerinnen auch jeßt, gehender Untersuchung der hier grassirenden Typhus epidemie den im Laufe des Gemesters, eintreten. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Professor Fluegge, Direktor des Bakteriologischen Instituts in Alle Buschriften, den Bund betreffend, find zu richten an B. Sentel, Breslau, nach hier gesandt. Die Garnison errichtete KriegsBergmannstraße 14, of 2.2r. Dienstag. Louisenftädtischer Theaterverein baracken, da sich die Zahl der Kranken fortdauernd vermehrt. Frohsinn bei Möhring, Admiralstr. 18c. Musikverein Hoffnung, bei Dreßler, Eisenbahnstraße 6. Geselliger Musikdilettanten Verein Ein tätowirter Throufolger. In der feinen Londoner Münstermann, bei Wilte, Hochstr. 32a. Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Theaterverein Freundschaft, Abends 9 Uhr beim Gesellschaft, so lesen wir in den Blättern, gilt gegen wärtig als M. J. 1. Wenn das Gericht als erwiesen annimmt, daß Anhaltiner, Tempelhofer Ufer. Theater- Gesellschaft 2iberte, Rottbufer sicheres Zeichen zur Erkennung eines wahren Edelmannes die Damm 103 bei Meier.-Theaterverein Frete Kunst, Blumenstraße Nr. 46 Tätowirung, nachdem sie durch den Herzog von York, den der Reisende mit Absicht getäuscht worden ist, ja. 2. Anmeldung bei Went, 8 Uhr. Schützenverein Freitugel, Staligerstr. 34 bei Hente Gefangverein Alpenrose Abends 9 Uhr bei Tschentfcher, Schönlein. Sohn des Prinzen von Wales und fünftigen König von England, beim Amtsgericht mit Einreichung des Musters. Es kostet Geftraße 25. Rauchtlub Gut geftante Freunde, Abends 9 Uhr, bet hof- und gesellschaftsfähig gemacht worden ist. Der Gemahl der bühren, die nicht hoch sind. 3. Wenn die Schule wesentlich Müller, Georgenftrchstr. 65. Arbeiter- Sängerbund Berlins u. Umg. Alle Aenderungen im Bereins- lieblichen Prinzessin May ist tätowirt wie der gewöhnlichste gewerblichen Charakter trägt, also mit der Arbeitskraft der Bög falender find zu richten an Friedr. Kortum, Manteuffelfir. 49, v. 2 Tr. Dienstag, Matrose der englischen Marine, Seine Tätowirung besteht in linge etwas verdient werden soll, so ist eine Genehmigung überAbb 3.0 Uhr, Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Freundschaft 1, englischen Wappen und Flaggen, die kunstvoll auf seine Oberhaupt nicht erforderlich. 4. Wir wissen nicht, was wir Ihnen bei Dewald Berliner, Brunnenstr. 114. Olympia, Adalbertstr. 8 bei arme gezeichnet sind. Die Haut der königlichen Hoheit wurde darin für Auskunft geben sollen. Alagbar sind solche Ver Sauermann.-Schildhorn, Usedomstr. 33 bei Mielte. Allegro, von dem Professor(?) Williams bemalt, dem Tätowirungssprechungen nicht. Wrangelfir, 141, bei Schmidt.- Alpenglode, Grüner Weg 29, bei Gaeger. 8. C. Schalke. Darin tönnen wir keinen Rath ertheilen. Bruberbera, Andreasstr. 26 bei Wilte Ihn'scher Humor, Strauß- Spezialisten, der augenblicklich in London im Schwange ist und bergerstraße 3 bei Birt.- unverzagt 2, Moabit, Jagowostr. 20 bei Linte. albtapelle, Reichenbergerfir. 19 bet Roscher.- Arbetter mat für eine solchef Operation sich nicht weniger als 50Lstrl.( 1000 M.) Das ist eine nach§ 288 des Strafgesetzbuchs mit Gefängniß bis bund, Nowawes, Wallstraße bet Gärtner. Gängertette, Rottbuser bezahlen läßt. Der Herzog von York ist übrigens nicht das zu 2 Jahren bedrohte Handlung. Roh- Tabak A. Goldschmidt, 44851 am biesigen Plage wie bekannt grösste Auswahl! Garantie für sicheren Brand. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabate sind am Lager. A. Goldschmidt, Oranienburgerstr. 2. 500 Gelegenheitskauf moderne Frauen- u. 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Reuthstraße 2.