Nr. 125. Abonnements- Bedingungen: Mbonnements. Preis bränumerando: Wierteljährl. 3,30 m, monatl. 1,10 M wöchentlich 28 Pig. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags. nummer mit illustrierter Sonntags, Beilage Die Neue Welt" 10 Bfg. Post. Abonnement: 1,10 Mart pro Monat Eingetragen in die Post- Zeitungs. Preisliste. Unter Kreuzband Deutschland und Desterreich Ungarn 2.50 Mart, für das übrige Ausland 4 Mart pro Monat. Bostabonnements nehmen att: Belgien, Dänemart, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz. Erichcint täglich. SW Tür Vorwärts Berliner Volksblaff. 31. Jahrg. Die Infertions- Gebühr und beträgt für die sechsgespaltene Kolonel zeile oder deren Raum 60 Big.. für politische und gewerfichaftliche Vereins. und Versammlungs- Anzeigen 30 Big. ,, Kleine Hnzeigen", das fettgedruckte Wort 20 Pig.( zulässig 2 fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 10 Big. Etellengesuche Schlafstellenan zeigen das erste Wort 10 Pig., jedes weitere Wort 5 Bfg. Borte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Juserate für die nächste Nummer müssen bis 5 1hr nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Erpedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt Moritplatz, Nr. 1983. Vor den Stichwahlen. Paris, 6. Mai.( Eig. Ber.) Sonnabend, den 9. Mai 1914. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt Moritsplatz, Nr. 1984. V unmoralische, vaterlandsverräterische Koalition, sondern auch staate ist die Kommandogewalt, wie sie sich just in Preußen ausder Wahlaufruf der Radikalen verkündet ausdrücklich die gewuchert hat, und wie sie in Bayern, Württemberg und Sachsen Parole: Blod wider Block"! Daß Genosse Hervé im unbekannt ist, unvereinbar. Eo lange die bürgerlichen Parteien siebenten Himmel ist, versteht sich von selbst. diese Kommandogewalt nicht unter das Joch der Geseze zwingen, Nun muß aber, um arge Mißverständnisse zu verhindern, nügt alle ihre Rederei nichts. Ueber zwei Fünftel der Mandate werden diesmal im festgestellt werden: Ein Block, wie ihn viele Radikale und die blanke Macht, und Hier handelt es sich um zweiten Wahlgang vergeben. Das allein sichert diesem eine vereinzelte Genossen ersehnen, besteht nicht, und die Seite unentwegt zu beteuern, daß man die Kommandogewalt nicht es ist lächerlich, auf der einen ungewöhnliche Bedeutung. Dazu kommt aber etwas noch Stichwahltaktif der geeinigten Partei ist nicht die Aufhebung einschränken wolle, auf der anderen aber von ihr Einschränkung zu Wichtigeres. Der erste Wahlgang hat, abgesehen von dem des Beschlusses des Parteitages von Amiens, der den Bloc in Mandatgewinn der geeinigten Sozialisten, keine deutliche aller Form abgelehnt hat, sondern im Gegenteil seine volle verlangen. Nirgends tritt die Kläglichkeit unseres Verfassungslebens Verschiebung in den parlamentarischen Kräfteverhältnissen Anwendung. In Amiens hat die Partei beschlossen, die so deutlich in die Erscheinung wie gerade bei der Beratung des ergeben. Diese wird also erst durch die Stichwahlen möglich Stichwahltaftif im Interesse der sozialen Republik, zunächst Militäretats. Seit Jahren wird der Militärverwaltung im Reichsund darum übersteigt die Leidenschaft der Agitation und aber im Hinblick auf die Militärfrage, die Finanzreform und tage immer wieder vorgehalten, daß sie systematisch die Verfassung Diskussion jetzt ganz auffallend die der ersten Periode. Tas die Schulfrage zu regeln. Darin lag eingeschlossen, daß den verletze, daß sie die Gesetze zum Kinderspott mache. Und was ist merfwürdigste aber ist, daß die Wahltaktik, die im ersten Radikalen Hilfe gegen die sie bedrohenden Briandisten, Ge- die Antwort, die jeder Kriegsminister, er sei, wer er wolle, darauf Wahlgang bei den bürgerlichen Parteien im ganzen und mäßigten und Reaftionäre geleistet werden müßte, und zwar gibt? Er pfeift sich eins! Ein Bursch wie ich, was macht sich großen einen opportunistischen, von lokalen Verhältnissen ab- um so entschiedener, je entschiedener der Kandidat in den er sich der daraus! gestimmten Charakter trug, auf einmal ein prinzipielles Ge- wähnten Fragen aufgetreten jei. Genau, nach diesen Regeln ficht bekommen hat. Wenn in anderen Ländern die Stich haben nun die Föderationen der Partei ihr Berhalten ge- nichtbeförderung der Juden zu Offizieren verfassungswidrig sei. Herr v. Falkenhahn gab gestern offen zu, daß die systematische wahlen das Terrain des„ Kuhhandels" sind, so zeigt in Frank regelt und die Parteizentrale hai teine Veranlassung ge- Er tat sogar noch mehr, der Gute: er„ beklagte diesen verreich diesmal just der zweite Wahlgang, von Ausnahmen funden, ihre Befugnis zur Intervention geltend zu machen. natürlich abgesehen, ein Vorwiegen allgemeiner taktischer Vereinzelte Konflitsfälle sind allerdings nicht ausgeblieben. fassungswidrigen Zustand! Auf ein paar Worte kommt es Grundsäße. Der alte Belletan hat dieser Tage die Radi. Im allgemeinen aber ist die Regelung in der Weise erfolgt, ihm nicht an! Gewiß, meine Herren, beim Militär wird die Verfalen gerüffelt, weil sie im ersten Wahlgange das Programm daß dort, wo die Kandidaten der Partei an dritter oder fassung gebrochen! Wenn's Ihnen Spaß macht, will ich's Ihnen von Bau preisgegeben haben. Sie waren keine Partei mehr späterer Stelle standen und die Gefahr vorlag, daß ein An- gern bescheinigen! Aber was nun weiter! Ja was denn nun? - denn so kann man füglich nicht eine Ansammlung von hänger der Rechts- Konzentration gewählt werden würde, Die bürgerliche Linke quittierte mit entzüdten Hört! hört! Rufen Leuten mit zwei Gesichtern nennen, die unter dasselbe Etikette der sozialistische Kandidat zurücktrat und zwar entweder dieses wertvolle Zugeständnis", das doch in Wahrheit nur eine und im Namen derselben Organisation entgegengesezte Bro- ausdrücklich zugunsten des geeinigten Radikalen zynische Verhöhnung ihres ganzen Verfassungs ,, wustes" war. gramme vertreten." Belletan behauptet, daß das Anwachsen oder mit einfacher 3urüdziehung der Kandidatur der sozialistischen Stimmen aus dieser Jämmerlichkeit der je nach der Zuverlässigkeit des betreffenden Radikalen und die Sozialdemokratie gerichtet und stand auf der Höhe einer KriegerIm übrigen war Falkenhayns Rede, wie sich gebührt, gegen radikalen Taktik zu erklären sei. Die Wähler seien zu den nach dem Grad der Loyalität, womit er den Wahlkampf gegen vereinspaule, wie sie der Vorsitzende zu Kaisersgeburtstag nachts Sozialisten übergegangen, die ihre Disziplin und ihr Pro- die Sozialisten geführt hatte. Die Situation hat es in einigen um Zwölf halten mag, wenn alle Stagen grau sind und die Teller und gramm, das die Reformbestrebungen von Bau enthalte, be- Fällen mit sich gebracht, daß die Partei ihre Kandidaten jogar Gläser das Tanzen lernen. Auch auf Fichte fam er zu sprechen und wahrt hätten. Die Erklärung ist findlich. Sie wiederholt die zugunsten recht gemäßigter Radifaler zurückgezogen hat, die bei den bürgerlichen Fortschrittlern aller Länder beliebte selbst für das Dreijahrgejet ceſtimmt haben. Das Interesse, wünschte, er, der Minister, wäre 100 Jahre früher geboren und Blattheit, das Anwachsen der sozialistischen Bewegung auf den im Barlament die Barteien und die Politik der Reaktion hätte zu Füßen dieses Patrioten fizen und seinen Reden über die Bustrom unzufriedener Mitläufer zurückzuführen. Gegenüber möglichst gut schwächen, mußte für den zweiten Wahlgang ent- deutsche Nation laufchen können. Was Herr v. Falkenhayn getan der erfünstelten Siegerfreude, die die radifale Preise nach icheidend sein. Dagegen ist gerade der für die Blockidee enthätte, wenn er 100 Jahre früher gelebt hätte, wissen wir freilich dem ersten Wahlgang zur Schau trug, hat indes Pelletans scheidende Grundsak, daß zwischen Sozialisten und Radikalen nicht, wohl aber wissen wir, was seine Standeskollegen damals traurige Weise zweifellos recht. Aber man muß den Radifalen fein Kampf geführt werden dürfe, bei dem reaktionär Hilfe wirklich getan haben: sie haben den schuftigsten Landesverrat geGerechtigkeit widerfahren lassen und anerkennen, daß sie sich entscheiden könne, nicht durchgedrungen, und zwar bei den trieben, und solche Patrioten wie Fichte und Stein mit glühendem aufgerafft haben, im zweiten Wahlgang ohne Furcht vor der Radifalen ebensowenig wie bei den Sozialisten. Servé ent- Sajie verfolgt. reaktionären Demagogie, die den Interessen der fort rüstet sich natürlich darüber, daß einige Genossen, die mit geschrittenen Reform- Demokratie entsprechende Wahltaktif ihrer Stimmenzahl hinter dem Radikalen kommen, nicht zueinzuhalten. In ganz Frankreich werden am Sonntag die ridgetreten sind, um nur ja nicht im zweiten Wahlgang die zuspringen, brachte es aber nicht über ein paar antisemitische Wize, unifizierten Radikalen, die sozialistischen Republikaner" von Stimmen von Wählern zu bekommen, die im ersten reaktionär um die der verstorbene Ahlwardt ihn beneidet hätte. Und gerade der Augagneurschen Richtung und die geeinigten Sozialisten gewählt haben. Aber die Radikalen machen es genau so, ein Weſtarp sollte sich vor jeder Antisemiterei hüten, hat doch das einander Stichwahlhilfe leisten. wogegen sich gar nichts sagen läßt und an manchen Orten gräfliche Haus Westarp selber der„ Jüdischkeit" seine Fortpflanzung noch viel ärger. Vor allem in Var, wo sie einem Briandisten zu verdanken. Wozu antisemitische Wizze, wenn das Judengerippe gegen den an der Spize stehenden Genossen Renaudel bei- im Schrank steht? springen und von Clemenceau im Namen des Dreijahrgejeges und des heiligen Bezirkswahlrechts hierfür den Segen bekommen haben. Graf West arp fühlte sich gedrungen, dem Kriegsminister bei. Diese Stichwahltaktik wird das Ergebnis ohne Zweifel entscheidend beeinflussen. Die geeingten Sozialisten werden vielleicht dreißig Mandate gewinnen, aber auch die Genosse Schöpflin übernahm es, dem Kriegsminister auf seine geeinigten Radifalen werden als eine so starke Partei ins Mätzchen zu antworten. Er tat es mit Geschick, und Wizz. Eine Barlament einziehen, daß sich der von der gemäßigten Presse erhofften Konzentration der Mittelparteien wenig Aussichten besonders peinliche Stunde bereitete den Herren mit den Siegellad Alles in allem genommen, fann sich aller der französische hosen die Nede ihres früheren„ Kameraden", des Zentrumsabgeord bieten. Das bedeutet aller Voraussicht nach die Sprengung Radifalismus in bezug auf Charakterfestigkeit und politischen neten und Generals aeusler. Er band sich das Intendantur der Kompagnie Barthou- Briand und sehr wahrschein Verstand schon sehen lassen und dürfte dem fortschrittlichen" wesen vor, und in der prägnanten, scharf geschliffenen und von lich die Fortsetzung der Versuche Briands, den Anschluß nach Bürgertum anderer Länder wohl als Beispiel dienen. In der Sachkenntnis getragenen Redeweise, die Herrn Haeusler auszeichnet, links wiederzufinden. Damit sind aber auch die Aussichten Kandidatenliste, die der Vollzugsausschuß der radikalen und auf eine Einkommensteuer verbessert, die die Besitzenden radikalsozialistischen Partei für die Stichwahlen empfiehlt, machte seine bitterböse Kritik den tiefsten Eindruck im ganzen Hause. stärker heranzieht als es die Koalition der gemäßigten und stehen 51 gegeinigte Sozialisten, davon 51 in Paris und im Nicht zulegt auf die Regierungsvertreter, die gerade das am allerreaktionären Parteien erhofft hat, und wenn auch in der Seine- Departement. wenigsten vertragen können, wenn ein Kamerad, so„ uns Militärfrage auf eine sofortige Rüdfehr zur zweijährigen fameradschaftlich" iſt und ihnen den Spiegel vorhält. Dienstzeit in keinem Falle gerechnet werden kann, würde eine Herr Falkenhayn war unflug genug, mit schnoddrigen Nedensarten dem Abgeordneten zu antworten. Das aber betam ihm schlecht. Denn nun pacte Herr Haeusler erst mal aus und trug Einzelmaterial vor. Und siehe: da wurde es ganz Stonfolidierung der radikalen Linfen und eine befestigte Ein Bursch wie ich, was macht Eristenz radikaler Regierungen der Reformarbeit der repubifanischen Offiziere zugutekommen, die die Umwandlung der Heeresorganisation in der Richtung der bewaffneten Nation sich der daraus! 4 studieren. Endlich würde der Sieg der Linksparteien den Eine Dauerfizung von 10 llhr vormittags bis ein Viertel nach ſtille! Herr Falkenhayn schwieg in sieben Sprachen. Abschied vom Chauvinismus und von der mit ihm fofettieren- 7 Uhr abends vereinigte gestern den Reichstag. Man drängt mit Das vom Kriegsminister verlangte Pressebureau wurde den und operierenden Auslandspolitik bedeuten, also auch Gewalt zum Schluß, denn noch sind wichtige Teile des Etats nicht Titel Militärseelsorge brachte Genosse Schulz einen charalteden Beschlüssen der Kommission entsprechend abgelehnt. Beim bessere Bedingungen für die deutsch- französische erledigt, und man will Ende nächster Woche die Halle der Wieder- Titel Militärseelsorge brachte Genosse Schulz einen charakteholungen schließen. Db's gelingt, steht noch dahin. Gestern wurde ristischen Fall über die Art und Weise vor, wie beim Kommiß Annäherung. allen möglichen Beschwörungen versucht. Da mußte ein Brief brave Mann in der Generalsuniform, der jetzt gerade Striegs- Rennwettgeseh und Sozialdemokratie. Man versteht darum die maßlose Wut der reaktionären nach Erledigung Kleiner Dinge die Generaldebatte des Militäretats ab- föniglich preußisches Christentum par ordre du multi verzapft wird. Bresse, die mittels der aufgerührten Standale und der in die gefchloffen, nicht ohne daß es noch zu sehr interessanten Debatten Zum Schluß der Sitzung setzte Genosse Hofrichter beim Titel Massen der kleinen Sparer getragenen Panik die demo- fam. Die Abgeordneten Gothein, Müller- Meiningen und Gröber Militärjustizverwaltung höchst interessante Lichter über Fahnenflucht, kratische Reformpolitik zu vereiteln glaubte und die nun ihre führten in teilweise außerordentlich wirksamen Ausführungen- was besonders bei der 16. Division, Trier, auf. Felle davonschwimmen sieht. Sie hat es in diesen Tagen mit besonders von der Rede des Abg. Gröber gilt- einen Feldzug Die Verhandlungen werden am Sonnabend um 12 Uhr forts des pflaumenweichen radikalen Parteigreises Bourgeois gegen die verfassungswidrige Stellung, die das Militärkabinett sich gelegt. herhalten, der noch immer bei der antiflerifalen Predigt hält in den letzten Jahren zu schaffen verstanden hat. Und was der und eine„ republikanische" Mehrheit mit„ sozialem" Bro- brave Mann in der Generalsuniform, der jetzt gerade Kriegsgramm unter Ausschluß der Revolutionäre" möchte. Und minister ist, auf diese Ausführungen zu erwidern hatte, war fläglich während man den einen Tag die Radikalen mit selbstloser genug. Das heißt, vom Standpunkt des Juristen und StaatsrechtsEntrüstung darauf aufmerksam machte, daß die Sozialisten lehrers fläglich. Vom Standpunkt des Kommißsoldaten machte er in mehreren Wahlkreisen flerifale Stimmen befommen seine Sache sehr brav. Er erklärte forsch wie Reuter: hier hört Das Rennwettgesetzt ist vom Reichstag an eine Kommission verwürden, also schnöde Verräter an der Sache der weltlichen" alle Juristerei auf und Mars regiert die Stunde. Wörtlich sagte er: wiesen worden. Sein Schicksal ist reichlich ungewiß, da die Parteien Republik seien, beschvor man sie am nächsten mit nicht ge- Ueber das Verhältnis zwischen Militärkabinett und Kriegsministerium in der ersten Lesung eine flare Stellungnahme vermieden haben. ringerer Selbstlosigkeit, im eigenen Interesse, um nur ja nicht haben sich viele Juristen den Kopf zerbrochen; mir ist es nicht ge- Und doch hätte man annehmen sollen, daß eine flare Stellung unter das„ Joch" der Sozialisten zu geraten, in den Bund lungen, mich durch diesen Wust hindurchzuarbeiten. nahme für alle Parteien und besonders für die Sozialdemokratie mit den Klerikalen gegen den gemeinsamen Feind, die vater- lungen, So ungefähr fagte der Kamerad Reuter in Zabern auch, nur benen mindestens das eine erfreulich ist, daß sie ohne Umschweife nicht schwer sei. Die Vorlage gehört nämlich zu denjenigen, bei landslosen Revolutionäre, einzutreten. So spricht man denn seit ein paar Tagen von nichts mit ein wenig anderen In der Tat kann der und ohne Winkelzüge sagen, was sie wollen. anderem als vom„ Block", der von den geeinigten Radikalen heutige Militarismus die schönsten verfassungsrechtlichen Argu- In der Sache geht der Zweck bekanntlich dahin, die Buchund den geeinigten Sozialisten wiederhergestellt worden sei. mente gegen seine lebergriffe faltlächelnd als„ Wust" bei ma cher von Staats wegen zu konzessionieren, um aus den Wetten Und nicht allein die heuchlerischen Wahlaufrufe der verschiede- Seite schieben, so lange die bürgerlichen Parteien vor dem Popanz eine möglichst hohe Einnahme für den Staat heraus Ren reaftionären und gemäßigten Gruppen zetern über diese der Kommandogewalt" Kotau machen. Mit einem Verfassungszuholen, Das, was dann herausgeholt worden ist, soll zur GutWorten. widelung und Berbesserung der deutschen Landepferde zucht verwandt werden, und in diesem besonderen Falle zunächst für die von allen Parteien angenommene Besoldungsvorlage und für die Aufbesserung der Altpensionäre. Diese lettere Absicht ist ein sehr geschickter Trid der Regierung, um die Vorlage zu fördern. Man glaubi, daß die Parteien sich aus mahltattischen Rüdsichten hüten werden, eine Vorlage abzulehnen, die die Mittel für eine andere Vorlage bringen soll, welche die Abgeordneten und ihre Wähler gleichmäßig wünschen. Der 3wed soll die Mittel heiligen, selbst wenn diese Mittel aus Quellen fließen, die Regierung, Abgeordnete und Wähler, wenigftens öffentlich, gleich mäßig berurteilen. Es versteht sich, daß solche wahltaftischen Manöver die Sozialdemokratie nicht einfangen fönnen. Wenn die Quelle der Mittel, aus denen die Ausgabe für die Besoldungsvorlage und die Altpensionäre bestritten werden sollen, unsere Billigung nicht findet, so müssen eben andere, bessere Quellen geöffnet werden. Solche besseren und einwandfreien Quellen zu finden, ist nicht schwer, wenn nur der Wille dazu da ist, und wenn die Regierung sieht, daß sie auf dem traurigen Wege, auf dem jie will, ihr Ziel doch nicht erreichen kann. ein = Vereine, welche sich die Verbesserung der Landespferdezucht durch Hervorzuheben ist aus der Debatte weiter die Beratung der Prüfung und Brämiierung der Leistungsfähigkeit zum Ziele ge- Notwendigkeit der Schaffung der Einheitsschule durch den Abg. jetzt haben, erheblich verbessert. Dies aber bedeutet einen wesent- Ernst( Bp.), die berechtigten Beschwerden des Polen Styczynski lichen Vorteil für die Vollblutzucht und damit für die deutsche über die Schulzustände in der Provinz Posen, vor allem aber die Landespferdezucht überhaupt, ganz besonders aber für die zwed- eingehende Schilderung des preußischen Schulelends durch den entsprechende Remontierung der Armee." Die Vereine aber, die Genoffen einert, der, gestützt auf reichhaltiges amtliches heute die Verbesserung der Landespferdezucht auf diese Art mit Material, nachwies, wie ungeheuer viei auf dem Gebiete des gesündigt und wieviel noch zu Rennsport und Wetten betreiben, setzen fich aus Vollblut- Agrariern| Schulwefens tun übrig zusammen und aus ein paar Snobs der Plutofratie. Diese Areise bleibt, bis auch nur einigermaßen fulturwürdige Zustände geschaffen zu alimentiern, ist gewiß auch nicht Aufgabe der Sozialdemokratie,| sind. Großen Nachdrud legte unser Redner auf eine vernünftige so sehr sie an sich auch ihrerseits für die Hebung der Landes- Schulgesundheitspflege, auf die Beseitigung des noch immer in Blüte pferdezucht eintreten würde. Auch auf diesen Buntt hat Singer stehenden Systems der Sütekinder, auf die Herbeiführung einer 1904 hingewiesen und betont, daß die Sozialdemokratie für jede niedrigeren Selassenfrequenz, und aufs schärfste tabelte er den Mißgesunde direkte Steuer zu haben sein würde, um die Landespferde- brauch der Volksschule zu politischen Zwecken. Vielleicht wird der zucht zu heben. Er sagte damals: Aber, meine Herren, eine Ein- Minister, der es nicht für nötig hielt, während der Ausführungen richtung für die Förderung der Landespferdezucht zu fruffifizieren, unseres Genossen im Saale zu sein, die Rede nachlesen und die welche dem Spiel und der Wette Tor und Tür öffnet, es so darzu wohlgemeinten Ratschläge Leinerts beherzigen. Oder aber sollte er stellen, als ob zugunsten der Landespferdezucht alles erlaubt sei, sich absichtlich entfernt haben, weil er des Glaubens ist, daß Vorwas man sonst auf das entschiedenste befämpft, fich in eine Beschläge zur Hebung des Volksschulwesens ihn nichts angehen? Bei geisterung für den Totalisator hineinzureden, wie es der Herr einem preußischen Stultusminister ist ja alles möglich. Die Debatte wird am Sonnabend fortgescht. Minister getan hat, den Totalisator als das einzige Rettungsmittel für die Landespferdezucht hinzustellen, meine Herren, das zeigt nur, wie tief das Niveau ist, von dem aus man heute in Preußen und in Deutschland allgemeine Landesinteressen zu befriedigen.bestrebt ist." Das Buchmachen ist bekanntlich nur eine Abart des Totalijators und die Worte Singers lassen sich deshalb genau so auf den vorliegenden Gesetzentwurf anwenden, wie auf den damaligen über den Totalisator, den die Sozialdemokratie 1904 glatt ablehnte. Wir glauben nicht, daß man jezt auf einmal zu einem anderen Resultat tommen kann. Der mysteriöse Zuwachs der Militärtauglichen. Wir erhalten folgende Zuschrift: Sehr geehrte Redaktion! Der Weg, auf Kosten der Spiel und Weitleidenschaft zu Mitteln für Staatszwede zu fommen, ist in der Tat denfbar traurigiter. vor Genosse Singer hat schon zehn Jahren bei der Beratung des Totalisatorgesezes am 4. Mai 1904 erfläri:„ Wir jagen, die Mittel zur Erfüllung der öffentlichen. Aufgaben sollen und dürfen nicht aufgebracht Ich freue mich immer, mich mit einem alten Kameraden werden aus Ouclien, die sonst als unittlich bezeichnet werden." 3 in Uebereinstimmung zu befinden und will darum besonders hieße in der Tat auch jezt nicht nur die Buch hervorheben, daß der Striegsminister in der Sitzung des Reichsmacher fonzessionieren, sondern auch Spiel und tages vom 7. Mai erklärt hat, daß im Jahre 1905 die ErsatzWette, wenn die Vorlage Gesez wird. Richtig ist gewiß, daß behörben angewiesen wurden, alle Tauglichen auf die Spiel und Wette gegenwärtig in ziemlich allen Schichten der BeTauglichkeitslisten zu sehen. Tatsächlich geschieht das übrigens völkerung verbreitet sind, und es ist ebenso gewiß eine traurige bereits seit dem Jahre 1903( also noch) 2 Jahre früher, als Tatsache, daß es auch Arbeiter gibt, die sich auf Kosten höherer der Kriegsminister angab). Somit enthalten die von mir in Interessen der Organisation, der Familie und der eigenen Ausder Bescheidenen Anfrage" vom gleichen Tage für die Jahre bildung diesem Leichtsinn hingeben. Es bedarf aber feiner 1908-1912 angegebenen Zahlen in der Tat sämtliche Tauggroßen Beweisführung, daß diese immer weiter unt fich lichen, die nach der Einstellung damals noch überzählig blieben. greifende Spiel- und Wettleidenschaft eine Ausgeburt des Am Freitag begann im Abgeordnetenhause die allgemeine Be Es ist um so unerklärlicher, daß der Minister behaupten konnte, Kapitalismus ist. Diese Leute frönen nur auf eine besondere sprechung über das Elementarunterrichtswesen. Daß man habe im Jahre 1913 nicht weniger als 103 000 Mann Art der allgemeinen tapitalistischen Gier, auf jede nur mögliche das Haus bei diefer Gelegenheit noch schwächer als gewöhnlich befest mehr Taugliche gefunden, während schon im Jahre vorher der Art zu Geld zu kommen. Es ist mehr wie naiv zu glauben, daß war, ist geradezu standalös. Von den 200 Mitgliedern der Rechten ganze Ueberschuß hätte aufgebraucht sein müssen. Niemand man diese Leute bessert, wenn man ihre Methode, Geld zu suchen, und den 100 Zentrumsabgeordneten waren zusammen zeitweise laum wird verpflichtet sein, dem Minister zu glauben, daß dieser " gesehlich macht. Ebenso töricht ist es, etwa anzunehmen, daß da- 10 Mann anwesend. Offenbar wollten die Mehrheitsparteien auch Mehrbedarf ohne Herabfezung des bisher an die Tauglichdurch, daß an den großen Rennpläßen, jagen wir zehn oder zwanzig äußerlich ihrer Anschauung über die geringe Bedeutung, die sie der feit gelegten Maßstabes gedeckt worden sei. Der Herr Buchmacher. fonzessioniert werden, also mit Erlaubnis des Staates Volksschule beimessen, Ausdrud verleihen. Minister selbst, der doch immerhin schon einige militärische die Leute um ihr Geld bringen dürfen, die nichtfonzessionierten Erfahrung bejizt, dürfte es eigentlich nicht glauben. heimlichen Buchmachet verschwinden werden. Viel eher fann man Mit vorzüglicher Hochachtung das Gegenteil annehmen. Politische Uebersicht. Späte Einficht. Die Debatte unterschied sich wesentlich von der der letzten Jahre. 3og fich früher wie ein roter Faden der Schrei nach Konfessionalifierung des Volksschulwesens hindurch, so ist dieser Schrei allmählich verstummt. Nicht etwa, weil die konservativ- kleritale Gesellschaft anderer Meinung geworden ist, sondern weil sie ihr Ziel in greifbare Nähe gerüdt sieht. Der fonfeffionelle Charakter der Volksschule ist gefeglich festgelegt, und was zu tun noch übrig bleibt, das geschieht auf dem Verwaltungswege. 19 R. Gädfe. Es ist auch nicht wertlos darauf hinzuweisen, daß man in Deutschland den Verleitern zu Spiel und Wette die staatliche AnKulturfeindschaft des Militarismus. erkennung verleihen will zu einer Zeit, wo andere Kulturländer Vor jetzt 100 Jahren wurde die Stadt Erfurt mit ihrer damals gerade das Gegenteil tun. In Frankreich hat man die Buch französischen Besazung durch preußische Truppen belagert. macher abgeschafft, nebenbei bemerkt, ohne daß darunter der ernstdieser Gelegenheit wurde ein hervorragendes Kunstwerk der romani hafte Rennsport zu leiden gehabt hätte. In England sind große Daß die Volksschule ihren Zwed nicht erfüllt, zu dieser Er- fchen Bauepoche, die Peterskirche, in Brand geschossen. Nachdem die Organisationen aus allen Parteien entstanden, um das Wetten fenntnis sind, wenn auch reichlich spät, endlich sogar die Konier- Franzosen aus der Stadt abgezogen waren, ließ die preußische durch Aufklärung und Erziehung zu bekämpfen. In den Vervativen gekommen. Oder tann man sich ein vernichtenderes Urteil Militärverwaltung die innen ausgebrannte Stirche in ein Provianteinigten Staaten geht man mit einer dort üblichen robusten über unser Schulwesen denken als den Ausspruch des fonservativen amt umwandeln. So wurde das schöne Gebäude ein Aufbewahrungs Energie gegen die Wettpejt vor. Einige Staaten haben dort alle Abgeordneten Mallée, der im Brivatleben Streisschulinspektor ist: ort militärischer Bedarfsgegenstände und ist es bis auf den heutigen Pferderennen verboten, nur um die Spiel- und Wettleidenschaften Die Kinder lernen heute auf der Volksschule nicht einmal einen Tag geblieben. In lezter Zeit ist es den Bemühungen eines Vereins nach Möglichkeit auszubrennen. Mit Recht spottet die Frant- ordentlichen Brief schreiben oder eine einfache Rechnung machen." zur Wiederherstellung der Peterskirche gelungen, daß die Restau furter Zeitung", daß demgegenüber nun auf einmal Deutschland, Das sind die Früchte nicht zum mindesten der fonjervativen Schul rierung des alten Gebäudes wegen seines bedeutenden kunstgeschicht das einste Deutschland, das Land der Dichter und Tenter tomme politik und wir wollen wünschen, daß Herr Mallée sein Bestes ein- lichen Wertes in Angriff genommen wird. Doch nur gegen 3 ahlung und den Buchmachern die behördliche Weihe geben" wolle. jest, um seinen Parteifreunden das Berwerfliche ihres bisherigen pou 400000 Mart will der Militarismus es dulden, daß Es liegt tein Grund vor, daß die Sozialdemokratie bildungsfeindlichen Berhaltens flar zu machen. Wir fürchten das von ihm verwüstete Gebäude wieder seinem ursprünglichen eine solche Sache mitmacht oder auch nur toleriert. Für die Sozial- nur, baß er damit fein Glüd haben wird. Die Schule 3wed zugeführt wird. Und so muß denn der öffentliche Bettelsac demokratie kommt aber auch noch ein anderes, wie uns scheint, sehr soll eben nach dem Wunsche der Mehrheitsparteien fein in Form von Sammlungen, Veranstaltung einer Lotterie usw. ges gewichtiges Moment hinzu, die Vorlage glait abzulehnen. Es ver- Bildungsinstitut, sondern Drittel zum 3wed jein, um die Kinder schwungen werden, um die Mittel für die Wiederherstellung des Ges ſtedt sich nämlich in dieser Vorlage auch eine weitere Liebesim Geiste der herrschenden Kreise zu erziehen. Darauf fommt bäudes zu erlangen. In einer Stadtverordnetenversammlung wurden gabe für die Agrarier. Die Begründung der Vorlage weist ja legten Endes die Forderung des Abg. Biered( ft.) auf Ein für den 3wed ebenfalls 60 000 M. bewilligt. Als einige Stadtväter selbst darauf hin; es heißt in ihr: Die gesteigerte Wettlust ist auf führung des staatsbürgerlichen Unterrichts hinaus. An sich eine sehr ver- ihren Unmut über das Verhalten des Militarismus äußerten, ers der einen Seite nicht ohne günstige Wirfung geblieben, indem sie nünftige Forderung, aber nach Ansicht des Herrn Viered foll der widerte der Oberbürgermeister, wenn es bedauerlich gefunden werde, unter Benutzung des Totalisators der deutschen Pferdezucht Kapi- staatsbürgerliche Unterricht nicht nur feiner selbst willen erteilt daß der Militärfisfus für das funstgeschichtliche Interesse nichts tue, talien in einem Umfange zugeführt hat, wie sie ihr früher nicht werden, sondern um gute Staatsbürger heranzuziehen, und was fo wolle er darauf hinweisen, daß in dieser Beziehung nichts zu er zu Gebote standen. Es haben sich dadurch die Einnahmen derjenigen man in Preußen darunter versieht, das ist ja zur Genüge bekannt. reichen gewesen sei. Der Fall Roethe. Meinung" warnte und sie für die„ preußische Zucht" zu begeistern juchte; oder wenn man sich gar seine schöne Rede vor Augen hält, die Roethe, der Politiker, vor wenigen Wochen erst auf dem Kommers des Vereins deutscher Studenteit hielt, in der er in seiner„ urleber ein Jahr ist es jest her, daß Prof. Dr. Erich Schmidt, wüchigen, ferndeutschen" Art gegen die drei P wetterte, als da find Presse, Parlament und Böbelherrschaft Herr Professor der ordentliche Professor für neuere Literaturgeschichte an der Ber- Dr. Roethe ist ein Mann, wie ihn das Haus Hohenzollern braucht, liner Universität, aus dem Leben schied. Noch immer aber ist sein ber es noch besser versteht, als es Erich Schmidt schon wußte, die Lehrstuhl unbefeht. Obgleich es in Berlin viele Hunderte gibt, die deutsche Literaturgeschichte in die richtige preußische Zucht" zu Literaturgeschichte studieren, hat man jich noch nicht entschließen nehmen. Warunt soll Herr Prof. Dr. Roethe da nicht imstande tonnen, einen ordentlichen Professor als seinen Nachfolger zu befein, vorderhand auch zwei ordentliche Professorate an der größten rufen. Vorläufig besorgt sein früherer Kollege, Geheimer Rat Prof. Deutschen Universität zu versehen? Dr. Roethe, die Vorlesungen mit, die ehedem Erich Schmidt ob- Borderhand. Der preußische Kultusminister hat es wenigstens lagen. Gustav Roethe murde zwar nur bestellt als Lehrer der mittel- ausdrücklich versichert, daß die heutige Regelung nur ein Provialterlichen Biteratur und Sprachkunde. Aber das macht nichts; er sprium sei; man würde ihm schon längst ein Ende gemacht haben, fann neben Wolfram von Eschenbach auch Johann Wolfgang von wenn die Schwierigkeiten nicht gar so groß wären: nicht nur in Goethe erläutern, und neben der Literaturgeschichte der Karolinger- Berlin, sondern auch in Wien, dessen Lehrstuhl für neuere Literatur zeit auch die Literaturgeschichte des 19. Jahrhunderts darstellen. durch den Tod Minors verwaist wurde, sei es außerordentlich schwer, Prof. Dr. Roethe ist eben ein vielseitiger Mann. Ja, bei Lichte Scherer und der dadurch herbeigeführten Arbeitsüberhäufung von Professor Schröder mit Amtsgeschäften. 1888: Drud der Kaiserchronik sehr wenig fortgeschritten, weshalb auch der Druck des von Prof. Strauch bearbeiteten Enentel noch nicht beginnen konnte. 1889: Drud der Kaiserchronit wird vor dem Sommer dieses Jahres nicht zu Ende fommen. 1890: Der oft und längere Zeit unterbrochene Druck der Kaiserchronik geht jetzt endlich seinem Ende entgegen, so daß das Werk Anfang Sommer erscheinen fann. 1891: Jm 1. Band der deutschen Chroniken jind auch die Fortsegungen der von Prof. Schröder bearbeiteten Kaiserchronił gebrudt. 1892: In dem 1. Bande der deutschen Chroniken hat die von Prof. Schröder bearbeitete Kaiserchronik, deren Vollendung seit fünf Jahren erwartet wird, noch immer nicht ausgegeben werden können. 1892: Es fehlen noch Register und Glossar. 1893: Abschluß der letzten Bogen verzögert, daher Chronit noch nicht ausgegeben. 1894: Staiserchronit erschienen. Nach diesem und ähnlichen Ehrenzeugnissen, die Kluge dem Göttinger Kollegen in breitester Oeffentlichkeit vorhielt, schien es doch besser, von seiner Berufung nach Berlin abzusehen. Man kam über besehen beschränkt sich sein Wiffen und sein Interesse auch noch geeignete Nachfolger zu finden. nicht auf einen Lehrstoff, der sonst gemeinhin zwei Dozenten er- Erich Schmibis zu finden, aber alle Versuche scheiterten bislang. Es ist richtig. Man hat sich wirklich bereits bemüht, den Ersak die Schwierigkeiten" eben nicht hinweg. Jedoch, wenn nicht alles trügt, werden sie über furz oder lang fordert; nebenher ist er auch Autorität in Bildungsfragen, eifriger Zunächst dachte man an einen Schüler Schmidts, den Prof. Köster dennoch verschwinden. Am Horizont taucht endlich ein Mann auf, Streiter für das humanistische und Kämpfer gegen das Realgym in Leipzig. Aber da machte, soweit man aus Andeutungen schließen der berufen scheint, ſie ſieghaft zu überwinden und das Katheder nasium. Er hält Vorträge über die Frauenfrage und schließt nicht tann, Herr Prof. Dr. Gustav Roethe Schwierigkeiten. Es scheint, Erich Schmidis besteigen zu dürfen. mur selbst wider Recht und Gesetz die Frauen von seinen Vorlesungen als habe er sich geweigert, dem Huserlorenen gewisse Vorlesungen Ex oriente lux! Aus dem Osten soll die Erleuchtung kommen. aus, sondern befämpit auch theoretisch alles, was Frauenrechten abzutreten, auf die ein Ordinarius für neuere Biteratur nicht gut Bon der Vosener Kaiser- Wilhelm- Akademie. Damit aber keiner gar ähnlich sicht. Er fühlt sich als Politifer von Gottes Gnaden und bat jogar die breitere Oeffentlichkeit schon mehr als einmal mit Stollege zu werden. Darauf hieß es, man habe mit Prof. Edward soll verzichten fönnen. Jedenfalls lehnte es Köfter ab, Roethes zu sehr erschridt, auf einem Umweg. Zum lebhaften Erstaunen weiter Kreise wurde vor kurzem der seinen politisterenden Reden beschäftigt. Kurzumt, Geheimer Rat Schröder in Göttingen Verhandlungen angeknüpft. Gegen diesen Bojener Dozent Dr. Brecht an die Wiener Universität geholt. Be Prof. Dr. Gustav Roethe hat beinahe etwas von einem Universal- Kandidaten hatte Herr Geheimrat Roethe gar nichts einzuwenden; fagter Herr Brecht war bis dahin eine ziemlich unbekannte Größe. genie. Allerdings: die ernsthafteren Bolitiker meinen, die Literatur ganz im Gegenteil. Herr Edward Schröder in Göttingen ist der Sprung nach Wien in seiner überraschenden Schnelle machte wäre seine Stärke, und die Kollegen in diesem Fach sagen: Er wird nämlich ein Schwager Gustav Roethes. Aber jetzt machte die feinen Namen erst in weiteren Streisen bekannt. wohl ein guter Politiker jein Nun hat man so ganz nebenher erfahren, daß auch Herr Prof. Was in ihren Kreisen über Herrn Edward Schröder ein Mann der älteren Literatur und Tertphilo- Brecht öffentliche Stritif Schwierigkeiten. Sic wandte ein, daß doch auch ein Schwager des Geheimen Rates Prof. Dr. Gustav Prof. Roethe als Fachmann gedacht wird, mag man aus dem Zeugnis logie sei und deshalb kein Nachfolger für Erich Schmidt; sie stellte Roethe in Berlin ist. Und manches Dunkle beginnt sich zu erhellen. entnehmen, des ihm der Freiburger angesehene Professor Friedrich ihm überdies auch auf seinem Fachgebiete durch den Mund Der Verdacht steigt auf, daß die Verwandtschaft mit dem BerLuge in der fleinen Zeit- und Streitschrift":" Zur Rachfolge Friedrich Aluges in der schon erwähnten Schrift eine Emp- liner Vertreter der urwüchsigen, ferndeutschen Art bei der Berufung Erich Schmidts" ausgestellt hat. Auch in Fachkreisen", so heißt es fehlung aus, die nicht eben sehr ermunternd war; aus den offiziellen nach Wien keine ganz unwichtige Rolle gespielt hat. Der Verda u. a., hat sich Roethe durch umfangreiche Leistungen seit etwa Berichten der Kommission für die Herausgabe der Monumenta dacht aber auch, daß Wien nur das Sprungbrett sein soll auf 25 Jahren nicht in besonderem Maße hervorgetan, nachdem er Germaniae( Deutschland[ Echrift-] Denkmäler) hatte Kluge z. B. den Lehrstuhl in Berlin. als junger Göttinger Ordinarius 1887 einen mittelalterlichen Spruch die folgende amüsante Blütenlese zur Illustration der Schröderschen dichter mit Kommentar herausgegeben hat. Jedenfalls kann man Arbeitsmethode bei seiner Ausgabe der alten„ Staiserchronik" zu von feiner seiner neuen Arbeiten jagen, daß sie in unserer Wissen fammengesucht: schaft wirklich Epoche gemacht hat: er lebt in seiner„ heiter sich bescheidenden Resignation", die er dann auch rings umher in der ganzen deutschen Philologie wiederzuerfennen glaubt. " Mit Edward Schröder ist es mißglüdi; vielleicht gelingt's mit dem anderen. Ueber Wien. Die Geschichte scheint nicht schlecht eingefädelt. Wenn Zeichen gelten, so beginnen die Schwierigkeiten" für die Wahl des Schmidtschen Nachfolgers wirklich abzuflauen. 1881: Die für den 1. Band der deutschen Chronifen bestimmie Kaiserchronit hat Dr. Roediger geglaubt aufgeben zu müssen, einen Erjasmann aber sofort in Dr. Schröder gefunden, der in nächster Zeit jeine Arbeitskraft gang dieser Aufgabe zuwenden will. 1882: Schröder hofft, die Kaiserchronit im Lauf des nächsten Herr Professor Dr. Roethe wird das Doppelordinariat opfern; Jahres zum Abschluß zu bringen. 1883: Demnächst wird der aber es scheint, als wolle er dafür sorgen, daß die Besehung der Drud der Kaiserchronit beginnen. 1884: Drud durch persönliche beiden Berliner Lehrstühle wenigstens in der Familie bleibt. Verhältnisse des Herausgebers, Dr. Echröder, verzögert.- 1885: Auch dieser Familienfinn gehört ja zweifellos zu der ur Auch in diesem Jahr hat es nicht zum Drud der Kaiserchromit wüchtigen, kerndeutschen Art", wie sie in den„ oberen Schichten" bes fomnien fönnen. 1886: Es wird sicher erwartet, die Kaiser- liebt wird. Herr Prof. Dr. Gustav Roethe ist zwar sehr dagegen, daß die Damen zu der Berliner Universität in Beziehungen treten. Aber bei seinen Schwestern scheint er eine Ausnahme zu machen, wenigstens, wenn fie die Beziehungen durch ihre Männer herstellen. „ Oben" aber scheini Serr Prof. Dr. Roethe sehr gut ange schrieben zu jein. Dort schäzt man ihn, wie man bermuten darf, als Wissenschaftler wie als Politiker und ist, wie der preußische Kultusminister am vergangenen Freitag im Abgeordnetenhause so schön sagte, begeistert von seiner urwüchsigen, ferudeutschen Ari". Das fann nicht wunder nehmen, wenn man bedenkt, daß unter den missenschaftlichen Werken des großen Mannes auch ein Schriftchen ift Die deutschen Kaiser und die deutsche Literatur"; wenn man fich erinnert, wie er bei der Jubiläumsfeier der Berliner Universität chronik im Lauf des Jahres vollendet zu sehen. 1887: Drud der Ob freilich die Wissenschaft von diesem Familienfinn großen Jahre 1910 die Studenten vor dem Druck der öffentlichen deutschen Chroniken unterbrochen durch den Tod von Professor Vorteil haben wird und haben kann, muß dahingestellt bleiben. im " 31 Nr. 125. 31. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt Gewerkschaftliches. Fluktuation. Sonnabend, 9. Mai 1914. Auf ein Mitglied berechnet erhöhten sich die Unter- beitsprozeß, die seit einiger Zeit eingeführt sind, ermöglichen die ſtügungsleistungen beim Fabritarbeiterverband von 10,08 M. Beschäftigung ungelernter und weiblicher Arbeitskräfte, die denn im Jahre 1912 auf 12,12 M. im letzten Jahre. Viel erheb- auch mehr und mehr um sich greift. So macht auf der einen Seite licher stiegen die Ansprüche an die Kassen des Metallarbeiter die Angliederung der Ladiererei an die Großindustrie und der für verbandes. Im Jahre 1912 zahlte er im Durchschnitt auf während der Kleinbetrieb mehr und mehr an Bedeutung veriiert, den Großbetrieb typische Arbeitsprozeß immer weitere Fortschritte, Ein wunder Punkt in der gewerkschaftlichen Organisation jedes Mitglied 14,94 M. Unterstügungen, im Jahre 1913 aber doch noch einen Fattor bildet, mit dem gerechnet werden muß. ( in der politischen ebenfalls) ist die starke Fluktuation. Dieser jedoch 22,50 M. Selbstverständlich stehen den höheren Wenn die Frage aufgeworfen wird, ob der Verband der Maler, Frage muß besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Eine Leistungen der Kassen des Metallarbeiterverbandes auch höhere Lackierer usw. in der Lage ist, diefen eigenartigen Verhältnißen der große Summe agitatorischer und organisatorischer Arbeit wird Leistungen der Mitglieder gegenüber. Zum Schmerze der Badierer Rechnung zu tragen, so muß das unbedingt bejaht werden. zwecklos ausgewendet. Kaum gewonnen geht ein Teil der Scharfmacher bewahren die Gewerkschaften ihre arbeitslosen Die Erfolge, die der Verband für die Lackierer errungen hat, beneuen Mitglieder der Organisation wieder verloren. Mit der Mitglieder vor einer vollständigen Hilflosigkeit, die sie zwingen weisen das. Er hat durch Abschluß von Tarifverträgen die Arbeitsfatalistischen Erklärung„ das ist nun mal so!" kann man sich würde, sich jeder Unternehmerwillkür bedingungslos zu fügen. bedingungen geregelt, und wenn besonders auf Berlin verwiesen nicht begnügen. Um Abhilfe schaffen zu können, müssen zu Nicht zulegt gilt der Haß der Unternehmer, der sich in An nächst die Ursachen der Fluktuation bekannt werden. Sie sind griffen auf das Koalitionsrecht austobt, den Unterstützungsmannigfacher Art. Anscheinend spielt dabei jedoch die wirt- einrichtungen der Gewerkschaften. Wären diese vernichtet, schaftliche Frage eine Haupturfache. Denn gerade in Krisen- dann würden sich mehr Hände um jeden Preis anbieten und zeiten ist der Mitgliederabgang besonders groß. Im letzten mit den schlechtesten Arbeitsbedingungen vorlieb nehmen. Jahre hat sich der Bestand des Deutschen Metallarbeiterverbandes um 16 613 vermindert, obwohl ein Zugang von 146 435 Mitgliedern zu verzeichnen war. Somit stellt sich der Abgang auf 157 048 Personen, von dem nur ein kleiner Bruchteil durch Tod oder Uebertritt in andere Organisationen verloren gegangen ist. Welchen Einfluß die Krise auf die Fluktuation ausübt, das zeigt eine Zusammenstellung des Fabrikarbeiterverbandes, deren Mitgliederbestand sich im letzten Jahre um 213 verminderte. In den letzten 5 Fahren gestaltete sich die Mitgliederbewegung dieser Organisation wie folgt: Eintritte Austritte 1908 1909 47 208 50 458 . • 52 298 43 907 1910 74'496 48 423 · 1911 81 578 59 232 4 1912 78 888 60 734 . 9 58 467 1913 58 680 verband M. Berlin und Umgegend. Beendeter Streit der Maßschuhmacher. Am Donnerstagvormittag hat eine Versammlung die Wiederaufnahme der Arbeit beschlossen. Bereits im Anfang der Bewegung hatten die Schuhmachermeister die Aufbesserung der Grundlögne um 25 und 50 Pf. für ein Paar Böden, den Forderungen der Gehilfen gemäß, anerkannt. Eine besonders wichtige Forderung, die mögallen Geschäften, war jedoch abgelehnt worden, und die Meister lichst gleichmäßige Bezahlung der sogenannten Ertraarbeiten in hatten jede Verhandlung hierüber verweigert. Erst in der fünften Streifwoche ließen sie sich auf weitere Verhandlungen ein. In zwei Sigungen fonnten dann endlich die 66 Positionen der Extraarbeiten durchberaten und bis auf eine den Wünschen der Arbeiter einigermaßen entsprechend geregelt werden. Nur eine Position blieb noch strittig. Da die Saison bald ihrer Höhe zueil, wurde die Wiederaufnahme der Arbeit beschlossen; würde doch ein längerer Ausstand feine besonderen Vorteile mehr in Aussicht stellen. So wurde denn auch die Forderung auf Errichtung von Werkstätten fallengelassen; auch erklärte sich die Versammlung mit einer vierjährigen statt der bisher fünfjährigen Vertragsdauer einverstanden. Agitation im Malerverband. werden soll, so ist es der Verbandstätigkeit auch hier gelungen, die und muß auf diesem Gebiet noch weiter vorwärts gehen. Die VorLöhne zu erhöhen und die Arbeitszeit zu verkürzen. Toch es tan bedingung dazu ist die Stärkung der Organisation, die Heran ziehung der Indifferenten und die Festigung der Mitglieder in den Grundsäßen der modernen Arbeiterbewegung. Der Streit in den beiden Großbäckereien Goldacker, Brunnenstr. 129/130, und den Bäckereien von Hanfe u. Co. wird mit ungeschwächten Kräften fortgeführt! Besonders Goldader scheint das Feuer bereits ziemlich auf den Nägeln zu brennen. Vorgestern rief er einen der Streifposten, einen der Vertrauensleute der Streitenden während ihrer Beschäftigung ins Konter und versuchte denselben durch allerhand, Redensarten zu födern. Anscheinend glaubt er, auf diese Weise fende ließ sich jedoch in teiner Weise einfangen, sondern meldete das Zusammenhalten der Streifenden zu zerstören. Der Beiref= den Vorfall sofort der Verbandsleitung. Diese fragte da Goldacer dem Betreffenden zu verstehen gab, daß jetzt der Verband zu ihm kommen könne sofort an, ob die Firma eventuell jetzt zu Verhandlungen bereit sei. Herr Goldacker antwortete jedoch nur in allerlei gewundenen Redewendungen, und so erklärte die Streitleitung, daß man ja ruhig warten könne, bis die Firma sich bes sinnen werde; daß es Goldader aber niemals gelingen werde, auf solche Art Verwirrung und Uneinigkeit in die Reihen der Streifen= den zu tragen. Muzen arretiert, obgleich jie polizeiliche Erlaubnis zum Verteilen von Betteln auf öffentlichen Straßen und Pläßer bejizen. freilich wird der Eifer bitterwenig. Die Streifenden sind fest entschlossen, die Arbeit nicht aufzunehmen, ehe die Differenzen vollständig beseitigt sind und der neue Tarif anerkannt ist. Sie wissen nur zu gut, daß hinter Goldader und Hante u. Co. die Scharfmachergelüfte der Berliner Bäderinnung lauern. Unsere Kollegen werden nach wie vor dringend vor Zuzug nach diesen beiden Großbäckereien gewarnt. Zentralverband der Bäcker und Konditoren. In Krisenjahren geht die Zahl der Neuaufnahmen zurück, die der Ausscheidenden erhöht sich und wächst schließlich( 1908 Daß die Art, wie brave Arbeiter, die zum Teil viele Jahre und 1913) über die erstere hinaus. Durch Einrichtungen, die im Dienste des Goldacerschen Geschäftes ihre Schuldigkeit getan eine ständige Verbindung zwischen den Mitgliedern, besonders haben, zur Verzweiflung und in den Streif gezwungen wurden, auch die Kundschaft empört, erhellt daraus, daß der Bezug der zur den Neugeworbenen und der Organisation herstellen, dürfte es wohl möglich sein, den Mitgliederverlust wenigstens er- Aus Anlaß der großzügigen Agitation, die der Verband der Bäckerei notwendigen Rohprodukte bis 50 Proz. und mehr einheblich zu vermindern. In welchem Maße und in Maler, Lackierer usw. gegenwärtig in ganz Deutschland veranstaltet, geschränkt wurde. Deshalb ist Goldacer auch geradezu verzweifelt welcher Form eine solche Verbindung hergestellt werden fanden auch in Berlin zwei Versammlungen statt. Die erste tagte bemüht, die Streikenden zu sich heranzuzichen. Stundenlang müssen dunkle verdächtige Gestalten. denen man kann, das ist natürlich eine Frage der Praxis. Die am Dienstag im großen Saal des Gewerkschaftshauses. Referent Verschiedenartigkeit der Verhältnisse in den einzelnen Berufen war der Gauleiter 3 immermann aus Frantjurt a. M. Unter ihre wirkliche Tätigkeit auf den ersten Blick ansicht, das Streitlofal und Orten schließt die schließt die letzten die im vorigen in demselben Anwendung einer allgemeinen Jahre durchgefochtene Lohnbewegung, zeigte er, wie notwendig eine achten. Deshalb werden überall die Zettelverteiler belästigt und Schablone aus. starte Organisation ist. Wenn auch der Malerberuf nicht mit einem Trotz der Mitgliederabnahme und obwohl die Krije er- Großunternehmertum, wie es die Industrie aufweist, zu tun hat. heblich gesteigerte Ansprüche an die Kassen im Gefolge hatte, se ist der Kampf, den die Arbeitnehmer gegen das rückständige fönnen die beiden Organisationen erfreulicherweise doch noch Kleinmeistertum zu führen haben, nicht minder notwendig. Beeine Stärkung des Vermögens nachweisen. Das Vermögen mühen sich doch die Kleinmeister, in Scharfmacherei und Bebetrug Ende: fämpfung der Arbeiterbestrebungen das Beispiel ihrer großen VorMetallarbeiter- Fabritarbeiter bilder in der Industrie und im Baugewerbe nachzurahmen. Die verband jeziale Gesetzgebung, namentlich die Forderung einer ReichsarbeitsM. Iesenversicherung, findet in den Reihen der Malermeister die erbittertsten Gegner. Auch die Organisation der Arbeiter ist ihnen cin Greuel. In der Hoffnung, jich einen fügsamen Nachwuchs heranzuziehen, unterstüben manche Vereine von Malermeistern sogar den Jungdeutschlandbund und andere auf die Verdummung der ArBeim Metallarbeiterverband macht der Zuwachs pro Mit- beiterjugend gerichtete Bestrebungen. Die Gegensäge zwischen Arglied 3,75 M. aus, bet Verband der Fabritarbeiter nur beitern und Arbeitgebern sind also im Malerberuf durchaus nicht 3 Pf. weniger, nämlich 3,72 M. Beträchtlich größer als beim geringer als in anderen Berufen. Es gilt deshalb, daß die Arbeiter, Fabritarbeiterverband ist der Vermögensbestand der Metallum ihre Interessen wirksam vertreten zu können, ihre Reihen Auf jeden organisierten Metallarbeiter entfallen schließen, die Lücken füllen, welche infolge der wirtschaftlichen Krije 34,04 Mart Vermögen, auf jedes Mitglied des Fabriti lezter Zeit entstanden sind, neue Kämpfer werben, um für das arbeiterverbandes 23,56 Mart. In welcher Weise der wirt- Ringen um die materielle und kulturelle Hebung der Kollegenschaft gerüstet zu sein. schaftliche Rückschlag die Ansprüche an die Unterstützungskassen Eine zweite Versammlung, die für die Lackierer bestimmt war, steigern, zeigt die folgende Uebersicht. Es leisteten Unter- wurde am Donnerstag abgehalten. Der Referent Iob zeigte, daß stützungen insgesamt: das Kleinmeistertum im Lackierergewerbe mehr und mehr schwindet, da die Großbetriebe, namentlich die der Metall- und Elektrizitätsindustrie, die für ihre Produkte erforderlichen Ladiererarbeiten in In der Schlesischen Holzindustrie vorm. Uscheweih n. Schmidt eigenen Betriebe herstellen. Etwa die Hälfte aller Berliner Ladierer sind in Großbetrieben beschäftigt. Technische Neuerungen im Ar- lin Langen öls( Bezirk Liegnis) legten wegen unwürdiger Pe. Dornröschen glich, das man nicht erweckt hatte, der Keliner einem| Man amüsiert sich.... Es ist nett.... Ein kleines, ruhiges Urmensch vorgeschichtlicher Zeiten. Café...!" arbeiter. 1912 1913 Zunahme 16 504 020,29 18 550 740,59 2046 720,30 1911 M. Metallarbeiterverband 9723 203 Fabrifarbeiterverband 2151 951 4 012 558, 4 885 818, 773 260, 1912 M. 8 391 513 2 093 830 Kleines Feuilleton. 1913 M. 12 263 212 2515 012 „ Verlaß doch diese stumpfsinnige und vorsintflutliche Kneipe," jagten wir zu Ganglion, so oft wir ihn trafen.„ Deine schöne Jugend versauert in diesem von Gas beleuchteten, unterirdischen Gewölbe. Komme doch mit uns in unsere Stammtncipe am Montmartre, das ist ein helles, geräumiges, luftiges Café, in dem wir vollkommene Rube haben, Karten zu spielen. Such uns dort auf, das wird dich aufrütteln!" Achtung, Gastwirtsgehilfen! Die Sperre über die Stehbierhalle Gierhaus 2"( Inhaber Manschte) in Treptow wird hiermit aufgehoben. Herr Manschke hat den Tarif der Organisation anerkannt. Gleichzeitig feilen wir mit, daß die Differenzen mit dem Lokal Eierhaus 2"( Inhaber 3hlenfeldt) in Treptow durch tarifliche Vereinbarung beigelegt sind. Nachstehende Betriebe sind nach wie vor gesperrt: Hauptrestau rant Gierhaus 3"( Inhaber Stamm I a),„ Stebbierhalle am Varadiesgarten"( Inhaber Ganzberg) in Treptow und das Lokal in Berlin, Friedrichstraße 207( Jnhaber Göz). Die Inhaber dieser Rokale lehnen jede Vereinbarung mit der Organisation ab und beschäftigen Kellner gelber Vereine. Verband der Gastwirtsgehilfen. Berlin I. Deutsches Reich. Notizen. Cosima und Isolde. Richard Wagner hat die in München lebende Frau Isolde Beidler, das Kind der Cosima aus der Zeit, als deren Ehe mit Hans v. Bülow noch nicht gelöst war, für seine Tochter gehalten. Diese Tochterschaft wird aber zurzeit " Ich brauche keine Aufrüttelung," antwortete sanft der gute aus dem Hause Wahnfried bestritten, und der Prozeß, den Isolde Ganglion. Ich habe Ruhe gern, ich bin schüchtern, ich verabscheue Beidler um die Feststellung ihrer Abfunft von Wagner führt, ist jegt bei einem Gerichtsbeschluß gelandet, der Cofimas heimlichste Geschrei und Lärm. " Uns ist die Ruhe auch lieber, wir fliehen den Lärm ebenfalls," Bettangelegenheiten aus dem Sommer 1864 mit Hilfe einer Wirtprotestierten wir energisch.„ Das Café, das wir immer aufsuchen, schafterin aus jener Zeit aufklären foll. Frau Cosima hat sich beist wirklich nett, man hört dort auch nicht das geringste Geräusch. reit erklärt, über Isoldes Herkunft eidlich auszusagen, und sie sollte Friedlich spielen wir unter uns Karten, abseits von dem Lärm der freilich( möchte man meinen) genau Bescheid wissen. Jfolde Beidler sagt, ihr sei es lediglich darum zu tun, ihren Straße. Du wirst, sehen, es ist das Urbild eines kleinen, ruhigen Cafés." Wir draugen so lange darauf, bis Freund Ganglion uns Kindern das Bewußtsein der Abfunft von Richard Wagner zu schließlich dort eines Abends un halb zehn Uhr aufsuchte. Durch sichern. Aber wenn das festgestellt wird, muß das Haus Wahnfried soviel Gehorsam geschmeichelt, machten wir die Honneurs des ihr eine jährliche Rente von 30 000 M. zahlen. So soll Wagner Lokals. Wir ließen ihn die in elektrischem Licht schimmernden, mit verfügt haben. Das mag ein herber Schmerz für Wahnfried sein, Menschen gefüllten Säle bewundern, machten ihn auf die hohen aber herber ist die üble Melodie, zu der dieser Vaterschaftsprozes Spiegel und die Marmortischchen aufmerksam, führten ihn drei sich nur ausspinnt. Hängt sie mit jenem Schmerz zusammen, so Stufen hinunter in einen lebten Saal, in dem sechs Billards wird sie dem Parsifaljahr zur Begleitmujit eines Standals in wenn man den etivas gewagten Vergleich machen Reinkultur. standen, und darf ihre Rasenflächen dem Elfenbein darboten. Wir lobten Gegen Orden und Titel für Künstler wenden fie vor Ganglion ebenso wie das Gläschen Chartreuse, das wir ihm sich die Lehrer der Dresdener stunstakademie in Eingaben an den akademischen Rat und das sächsische Ministerium des Innern. Sie durch den pfiffigen Kellner reichen ließen. " Ja, ja, alles ist schön, wirklich sehr schön," wiederholte unser wollen der Sucht der Künstler nach solchen sogenannten Ausschüchterner Freund und blinzelte mit den Augen, aber es ist zu zeichnungen zu Leibe. Recht haben die akademischen Lehrer natürlich. Um so mehr aber darf man gespannt sein, wie nun die Künstler den hell hier und es sind zuviel Menschen. Weil es gerade die Zeit ist, in der die Cafés am vollsten sind," Schlag in ihr Kontor abwehren werden. Denn Orden und Titel gejagten wir mit Gemütlichkeit, später wird es leerer. Wir wollen hören auch bei ihnen zum Geschäft. Balmström. Von Christian Morgensterns satirischem spielen..." Aber o weh! Kaum hatten wir Plak genommen, als eine tolle Wersbuche Palmström" erscheint eben, um sechs neue Gedichte vers Bande hereintrat. Drei angetrunkene, große, starke Männer, die mehrt, die siebente und achte Auflage bei Bruno Caffirer in Berlin. sechs freischende Frauenzimmer begleiteten, itürmiten gegen die Tür Der Dichter hat das Buch noch in der letzten Zeit vor seinem Tode und stürzten durch den Saal. Der eine der Kerle verfehlte eine einer Bearbeitung unterzogen. Hans Sachs' Geburtshaus, das der Vergessenheit Stufe und fiel hin. Wütend stand er auf und fiel mit geballten Fäusten ohne Grund über den Geschäftsführer her, den die Kellner Sie kann ihm gestohlen bleiben. Die Kultur dem Kriegsminister nämlich. Es scheint doch nicht zu genügen, hierauf:" So sieht er aus" zu erwidern. Wenn unser Kulturfortschritt, spricht jener, es dahin gebracht hätte, daß wir nicht mehr mit derselben Affuratesse zu morden imstande sind wie im Jahre 1870, dann möge man ihm die Kultur stehlen. Das ist ja nun nicht gut möglich, weil er keine hat, aber es ist doch interessant, einen höheren Reichsbeamten so offen auf alles pfeifen zu hören, was uns anderen lieb und teuer ist. Nur müssen die rechten Blätter den Mann nicht immer als kraftvollen das ist Märtyrer hinstellen, denn er gar nicht. Er ist ein ziemlich ungewandter Redner, der so all das herausplaudert, was die vorsichtigen Angehörigen seiner Gilde bei sich behalten, und Kraft hat er auch keine, aber eine feste Anstellung, die gleichzeitig jedes Märtyrertum ausschließt. Diesem deutschen Heer kann also keine Kultur gestohlen werden, und es ist nur dienlich, sich von Zeit zu Zeit daran zu erinnern, daß die unbeschränkte Regierung ehemaliger Bauern burschen in muffigen Kasernenstuben wichtiger ist als alles, was die Königliche Akademie der Wissenschaften jemals publiziert hat. Und das will wahrhaftig nicht viel heißen. Ich glaube, diese preußischen Generale sind die einzigen Menschen auf der Welt, die sich einbilden, an ihnen gehe die Zeit vorüber. Aber schließlich ist Arterienberfaltung fein Symptom des Fortschritts, und die unter schiedliche Gesinnung der deutschen Volksgenossen hört nicht, wie das manche Leute immer wieder hinausschreien, vor dem Feind auf, sondern fängt erst da gerade an. Die ängstliche Sucht, die Kompetenz des Reichstags in allen militärischen Fragen möglichst zu berkleinern, beruht ja allerdings auf der genauen Kenntnis der Majorität, die alles andere täte, als irgendeinem provokanten Säbelträger sein Salär zu streichen. Ueber ein Resolutiönchen fommts nie heraus, und in den preußischen Zuchtkajernen wird weiter gefnufft, gebrüllt und wird weiterhin die Zeit mit unfauberen und überflüssigen Dingen toigeschlagen. Ein anständiger Deutscher sollte sich verbitten, nach diesen militärischen Exemplaren auf seine Zivilisation und kulturelle Höhe abtagiert zu werden. zu verteidigen suchten. In einem Moment wurde der Kampf all- anheimgefallen war, ist nach archivarischen Quellen festgestellt worden. Ein kleines, ruhiges Café. Der französische Schriftsteller gemein. Biergläser flogen mit mörderischem Lärm durch die Luft, liegt in der Brunnengasse zu Nürnberg, befindet sich aber in Frédéric Boutet erzählt: Unser Freund Ganglion war ein braver die Spiegel wurden zerschmettert, die Marmortische fielen um, und einem derartigen Zustande, daß der Nürnberger Kunstausschuß sich Verlegte geniert, eine Gedenktafel anzubringen. Kerl von friedlichen und sanften Gewohnheiten. Er war Beamter zerbrochene Tassen und Gläser bedeckten den Boden. Schillers Räuber erleben an der Weimarer Ho in irgendeiner noch unbekannten Verwaltung, denn er war jemand, heulten, die Kämpfenden schimpften, und einer der Trunkenbolde, der an die Zukunft glaubte; außerdem war er arm und machte der zwischen den Billardtischen stand, ergriff die Kugeln und warf bühne heute die hunderiste Aufführung. Dazu hat die Schillerstadt Berse. Er hielt sich für den dichterischen Beruf für unabweislich sie ohne Ueberlegung auf irgend jemand, während er laute Ver- Ilmathen 130 Jahre gebraucht! Gilig herbeigeholte Schuhleute schoffen bestimmt. wünschungen ausstieß. Der fastrierte Pegasus. Jm Mirabellgarten zu Salzburg steht ein vorden von erzbischöflicher Kunstliebe errichtetes Einsam und züchtig lebte er in einem kleinen, einfachen Stüb- zwischen die Tobenden. Unterdessen lag Ganglion platt ausgestreckt unter seiner Bank. plastisches Wert: ein Dichterroß, dessen Huf den Duell der Musen chen am Linten Seineufer und verbrachte seine Abende in dem in Das Gesicht war ihm von einem Glasscherben zerschnitten und auf aus dem Erdboden stampft. Dem hat jezt ein Sittlichkeitsschnüffler einer n Roll, bas er in wo die Stammgäste aussahen wie prä- der Stirn hatte er eine große Beule, die kam von einer Billard- mit Hammer und Stemmeisen die edlen Merkmale feiner Hengfiſchaft ruhigen Lokal, der Umgebung des Odéon entdeckte historische Altertümer, die Kassiererin einem vertrodneten, kleinen kugel. Er flüsterte vor sich hin:„ Man ist hier gut aufgehoben.... weggehauen. " handlung durch den erst seit furzem in dem Betriebe tätigen eine erfreuliche Vorwärtsbewegung der Partei in diesem von den instanz verwies die Sache aber an die Straffammer zurück. Und Es hier erfolgte nun Freisprechung, da die Richter endlich zu der richtiDirettor Roos und einen neueingestellten Obermeister 500 Be- Libralen mit allen Mitteln heiß umstrittenen Wahlkreis. schäftigte die Arbeit, nieder. Darauf schickte die Betriebsleitung fanden 82 öffentliche Volfsversammlungen unserer Partei und gen Ansicht kamen, daß der Leichenzug durch das Tragen des mit auch die nicht an der Arbeitsniederlegung Beteiligten nach Hause, 341 Versammlungen der örtlichen Parteisektionen statt, deren roter Schleife versehenen Kranzes nicht zu einem außergewöhn= so daß 700 Arbeiter ausständig sind. Der Betrieb ruht vollständig. 3ahl auf 38 angewachsen ist. Daneben wurde eine umfangreiche lichen" geworden sei, umsoweniger, als der Kranz keineswegs Wegen der Behandlung gärte es schon längst unter den Arbeitern. Bildungsarbeit geleistet. Ueber nationalökonomische, kommunal- irgndwie demonstrativ getragen wurde und in Osterholz Kränze mit Am Dienstag fam das Faß zum Ueberlaufen. Schon seit vielen politische, religions- und parteigeschichtliche Themata wurden bunten Schleifen öfter in Leichenzügen getragen würden, nämlich Jahren ist von der Fabrif eine Ausgabestelle für Bier und alkohol- 82 Vorträge gehalten, an denen 3346 Personen teilnahmen. Der von den Kriegervereinen und den Welfen, wie ein als Zeuge verfreie Getränke innerhalb der Betriebsräume eingerichtet worden. Erfolg dieser Agitations- und Bildungsarbeit zeigte sich in einer nommener Pastor aussagte. Am Montagvormittag ließ sich ein Bildhauer eine Flasche Bier Steigerung des Mitgliederstandes der Parteiorganisation von 3008 holen. Direktor Roos, der dazu fam, ließ dem Betreffenden sagen, auf 3574. Frauen gehören der Parteiorganisation erst 123 an. daß während der Arbeitszeit nicht getrunken werden darf. Wer Die Fränkische Voltstribüne" hat in diesem Wahlkreis ihre dem Verbot zuwiderhandele, werde entlassen. Das geschah auch Abonnenten von 4526 auf 5130 steigern können. Außerdem sind sofort zunächst mit dem Mann, der nebenher die Ausgabe der noch 160 Abonnenten des„ Bayerischen Wochenblattes" und 460 Getränke unter sich hat und auf Verlangen die Flische Bier ver- der Arbeiter- Jugend" vorhanden. Bei dem von den Liberalen zum abreichte. Gleich nach Arbeitsschluß beschloß eine überfüllte Be- politischen Kampf gestempelten Ringen um die Verwaltung der im triebsversammlung, daß eine solche kleinliche, schifanöse Behandlung Wahlkreis vorhandenen vier Ortskrankenkassen eroberten die ormit aller Entschiedenheit abgewehrt werden müsse. Dacauf erfolgte gauijierten Arbeiter in drei Kassen sowohl die Vorstands- als auch am Dientsag die einmütige Arbeitsniederlegung. die Ausschußmehrheit. Zum Streif der Roll- und Speditionskutscher in Hamburg. 11 Kommunalwahlsieg in Mainz. Aus aller Welt. Selbstzerfleischung eines Geisteskranken. Der frühere Polizeikommissar Selle aus Myslowih, der wegen Bestechung in einem Obernigker Sanatorium verhaftet wurde, wurde Donnerstagabend aus dem Beuthener Untersuchungsgefängnis wegen Geistestrankheit entlassen. Er begab sich zu dem Bauführer Langer in Beuthen, den er um Unterkunft bat, die ihm auch gewährt wurde. Freitag früh brachte nun Selle sich Die Mainzer Stadtverordnetenwahl vom 4. Dezember v. 3. 15 Stiche in den Unterleib und drei Messerstiche hatte der Sozialdemokratie einen großen Erfolg gebracht. Von in die Herzgegend bei, außerdem hat er sich beide Puls ihrer Liste waren sieben Sozialdemokraten und sechs Bürgerliche adern geöffnet. Er wurde sofort ins Krankenhaus geschafft, gewählt worden, während die vereinigten Ultramontanen, Ratio- doch dürfte er infolge des großen Blutverlustes kaum mit dem Leben nalliberalen und Freisinnigen nur drei Kandidaten durchbrachten. davonkommen. Die Gegner fochten die Wahl an. Der Kreisausschuß lehnte die Anfechtung ab, aber der Provinzialausschuß erklärte dann die Der Fusel. Die einmütige Arbeitsniederlegung und die sich mehrende Zahl der geregelten Betriebe ist auf den Arbeitgeberverband nicht ohne Wirkung geblieben. Es haben Vorbesprechungen stattgefunden und Verhandlungen waren auf Freitag, 8, Mai, angesetzt. 300 Streifbrecher, die der bekannte Agent Hesberg aus Essen herangeschleppt hat, haben die Zuversicht der Streifenden nicht beeinträchtigen Wahl für ungültig. Am Donnerstag fand nun die erneute Wahl Im russischen Kreise Boronesch wurde von den fönnen. Als Rollkutscher sind diese Gestalten nicht zu gebrauchen. statt, sie endete mit einer vernichtenden Niederlage des schwarz- Schulbehörden eine Untersuchung über den Alkoholgebrauch Da ein Teil der Streifbrecher bereits mit Revolvern ausgerüstet blauen Blocks. Die Sozialdmokraten gingen gemeinsam mit den bei den Zöglingen angestellt, die zu einem entsetzlichen Erwurde, liegen andere Vermutungen näher. Doch ist Vorsorge ge- fintsgerichteten Fortschrittlern, die sich inzwischen von ihren rechtsgebnis führte. Es wurden in 21 Schulen 1144 Zöglinge troffen, daß etwaige Provokationen ihren Zweck verfehlen. Die stehenden Parteigenossen getrennt hatten, vor und es gelang ihnen bürgerliche Preffe möchte den Erfolg der Streifenden verkleinern so, nicht nur den Erfolg vom 4. Dezember zu behaupten, sondern ausgefragt und da erwies sich, daß unter den Knaben und verbreitet die Meldung, daß Störungen in der Güterabfuhr auch noch die drei Blockangehörigen hinauszubringen und durch drei 96 und unter den Mädchen 95 Prozent dem bisher nicht vorgekommen seien. Es wird aber verschwiegen, daß Linksliberale zu ersetzen. Die Stimmen der Gegner gingen von Alkoholgenuß fronten. Man hat selbst Kinder von die Zahl der unter geregelten Bedingungen arbeitenden Betriebe 6321 auf 5660 zurüd, während sich unsere Stimmen von 6555 auf 7 bis 8 Jahren sinnlos betrunken gesehen. bis Freitag auf 51 mit 371 Beschäftigten angewachsen ist. Unter 6716 vermehrten. Da aber noch etwa 350 zersplitterte Stimmen Schüler und selbst die Schülerinnen pflegen nicht nur diesen Betrieben befindet sich auch das bahnamtliche Rollfuhrunter- unserem Kandidaten zugerechnet werden müssen, so ist die Stimmen- Schnaps, Bier und Wein, sondern a uch nehmen. Im Großgüterverfehr machen sich dagegen bereits ganz differenz zwischen dem mindestbestimmten Kandidaten unserer Liste Spiritus zu trinken. Es heißt, daß die Regierung empfindliche Störungen bemerkbar, die auf die Bereitwilligkeit des und dem höchstbestimmten der Gegner voraussichtlich etwa 1000 gegen das entsetzliche Trinklaster in den Schulen strenge MaßArbeitgeberverbandes zu Verhandlungen gewiß nicht ohne Einfluß Stimmen. Die Sozialdemokratie auf dem Stadthause wird von gegen das entsetzliche Trinklaster in den Schulen strenge Maßnahmen ergreifen will. den 52 Mitgliedern demnächst 17 haben. geblieben sind. Aus der Partei. Aus den Organisationen. Der Sozialdemokratische Verein Königsberg- Stadt Wieder ein Nichtbestätigter. In Arbergen, einem preußischen Dorfe unweit der Stadt Bremen, wurden vom Gemeindeausschuß zwei Bürgerliche und ein Sozialdemokrat in den Schulvorstand gewählt. Während jene die berjagt. Kleine Notizen. Die Schweres Bootsunglück. Bei Rheinsberg fenterte auf dem Rhein ein mit vier jungen Leuten besetztes Segelboot. 3 wei der Insassen ertranten. hat im letzten Halbjahr troß der schlechten wirtschaftlichen Ston- landrätliche Bestätigung erhielten, wurde diese unserem Genossen Taunus- Höhenfahrt schlug ein mit Vertretern der Preise Polizeiliches, Gerichtliches usw. Straffonto der Parteipresse. Im Monat April dieses Jahres fanden 18 Prozesse gegen unsere Parteipreffe statt. Berhängt wurden 6 Monate, 2 Wochen Gefängnis und 3315 M. Geldstrafe; einmal erfolgte Freisprechung, einmal Einstellung des Verfahrens wegen Verjährung. Im gleichen Monat des Vorjahres fanden 32 Prozesse statt, die 18 Monate, 3 Wochen Gefängnis und 4290 M. Geldstrafe nach sich zogen. Im Laufe des ganzen ersten Quartals 1914 wurden der Parteipreſſe an Strafen 7 Monate, 3 Wochen Gefängnis und 3605 M. Geldstrafen auferlegt. Der staatsgefährliche Krauz. Automobilunfall während der Taunusfahrt. Bei der Wiesbadener besetztes Automobil um. Der Chefredakteur der Rheinischen Volkszeitung" in Wiesbaden, Dr. Geulde, geriet unter den Wagen. Er erlitt schwere Verlegungen und mußte ins Krankenhaus gebracht werden. Das Automobil wurde vollständig zertrümmert. Ein Feffelballon durch Blisschlag zerstört. Freitag mittag ist der Blig in einen unbemannten Feifelballon, mit welchem das Telegraphenbataillon Nr. 5 bei 3offen eine Funterübung machte, eingeschlagen und hat ihn zerstört. Menschen sind dabei nicht verlegt worden. junktur einen Aufschwung genommen. Ant 31. März 1914 zählte Der Verein 3952 männliche und 1480 weibliche, zusammen 5432 Mitglieder. Der Zuging betrug 1048, der Abgang 572 Mitglieder. Mehr als die Hälfte der neuen Mitglieder wurden in der roten Woche gewonnen. Die Einnahmen betrugen 18 855,20 W., die Ausgaben 10 502,56 M. Für die Sterbekasse wurden 473 M. mehr ausgegeben als eingenommen. Am 31. März 1914 paren 403, darunter 66 weibliche Abonnenten der Arbeiter- Jugend" vor handen. Für die Arbeiterjugend sind im Berichtsjahr 14 Versammlungen mit 1827 Besuchern, 10 Ausflüge mit 527 Teilnehmern, gestrigen Anwesenheit des Kaisers in Kolmar hat sich ein beSchwerer Unfall beim Kaiserempfang in Kolmar. Während der 5 Besichtigungen von Museen usw. mit 1215 Teilnehmern und dauerlicher Unfall in der Nähe der Stadt ereignet. Durch das 6 Feste mit 983 Besuchern veranstaltet worden. Die ZentralSingen von Pfadfindern wurden die Pferde eines bibliothek wurde an 125 Bibliothekstagen von 7455 Personen beWagens scheu und gingen durch. Ein elfjähriger Knabe sucht, die 12 059 Bücher entnahmen. Es sind vom Arbeiter- Bilkonnte die Landstraße nicht mehr rechtzeitig verlassen und wurde dungsausschuß ein Refrutenabschiedsabend, ein Kunstabend als Bebel- Gedächtnisfeier, Sondertheatervorstellungen für Erwachsene In Osterholz bei Scharmbeck, an der Bahnlinie Bremen- von den Pferden zu Boden geworfen. Die Räder des und Kinder, sowie eine Wandschmuck- Ausstellung verbunden mit Geestemünde gelegen, wurde im letzten Herbste bei der Beerdigung Wagens gingen über ihn hinweg und brachen ihm beide einer Jugendschriften- und Klassiker- Ausstellung veranstaltet eines Parteigenossen im Leichenzuge auch ein Kranz mit roter Beine. Er wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Schwerer Bauunfall. In einem Vorort von Madrid stürzte worden. Die Partei hat mit Hilfe des Parteivorstandes eine Schleife getragen. Die Ortspolizei geriet in Aufregung und beeigene Druckerei errichtet, die 83 Personen beschäftigt. dachte den Kranzträger mit einem Strafmandat. Das Schöffen am Freitagmorgen das Gerüst eines Speicherneubanes ein. Ein Der Sozialdemokratische Verein für den Reichstagswahlkreis gericht in Osterholz bestätigte die Strafe und ebenso die Straf- Arbeiter wurde getötet, siebzehn sind schwer Bayreuth zeigt in seinem soeben erschienenen Jahresbericht fammer in Verden. Das Oberlandesgericht in Celle als Revisions- verletzt. Ausnahme- Preise bis 18. Mai für moderne Herren- u. Jünglings- Anzüge Nur einige Beispiele: Herren- Jackett- Anzüge neueste Ausmusterungen, 1- und 2- reihig.. Ausnahmepreis 12.25 Herren- Jackett- Anzüge neueste Pepita- Muster, modernste Form.. Ausnahmepreis 21.50 Herren- Jackett- Anzüge braun, grau, oliv und flaschengrün Cheviot. Ausnahmepreis 27.Herren Jackett- Anzüge blau Cheviot und lederfarb. 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M. besteht seit Jahren ein bürgerlicher Ausredakteur des„ Berliner Tageblatts", Dr. Karl von Tyszka, ver- schuß für Volksbildung, dem auch unsere Gewerkschaften angemuten, wenn nicht innere Gründe dagegen sprächen. Dr. schlossen sind. Die Aufgabe dieses Ausschusses ist politisch und relivon Tyszka ist nachweislich ein Statistifer, wenigstens war er auf giös neutrale Vortragsturje, Lehrgänge und sogenannte öffentliche den ſtatiſtiſchen Aemtern der Städte Charlottenburg und Leipzig Freitagsvorlesungen zu arrangieren, die für alle Schichten der Vebeschäftigt. Wer aber unter seiner Verantwortung Dinge veröffent: völkerung zugänglich sind. Auch die Gewerkschaften haben seit Belicht, wie sie im Leitartikel des„ Berliner Tageblatts" vom 8. Mai stehen dieser Einrichtung davon Gebrauch gemacht. As im Jahre 1914 über die Elektrizitätsversorgung der englischen Großstädte ent- 1906 der Arbeiterbildungsausschuß ins Leben.trat, wurde zwar ein halten sind, der kann kein Statistiker jein, oder er veröffentlicht Teil der Bildungsarbeit von diesem übernommen, doch änderte sich Dinge gegen sein ſtatiſtiſches Gewissen. Da wir nicht annehmen an dem Verhältnis selbst nichts, obgleich von verschiedenen Seiten fönnen, daß Dr. von Tyssla gegen besseres Wissen Behauptungen in dafür Stimmung gemacht wurde. Auch jetzt, nach achtjährigem Vedie Welt sendet, so bleibt nichts anderes übrig als der eine Schluß: stehen unseres Bildungsinstitutes, denkt man in den Kreisen der hinter den Buchstaben T. v. T. verbirgt sich eingang Gewerkschaften nicht an eine Aenderung. Natürlich sind sie in der underer. In der Zeit der Thormann- Alexander tauchen aller- Auswahl der Vorträge kritischer geworden; bestimmte Fächer lassen and naheliegende Vermutungen auf.... Sollte am Ende gar heute die Gewerkschaften lieber durch die Vermittelung des Arbeiterwäre gar nicht zum Ausdenten! bildungsausschusses behandeln. und Selbst doner habe es mit seinen städtischen Werten" zu tun, Das Laugenossenschaftswesen hat einige bemerkenswerte Anist ein Unterfangen, deffen Kennzeichnung wir wohl, um die Emp- läufe gemacht. Die gemeindliche Förderung des KleinwohnungsLeser und jeder unbefangene Mensch wird wissen, was er davon zu das Wohnungselend abschaffen, dafür ist die Gebundenheit dieser Gebiete tönnen naturgemäß nur Schäden beschneiden, nicht aber Bestrebungen an kapitalistische Vorausseßungen und Einflüsse biel zu stark und unlöslich. Die Grundrente für das meist recht teuere Bauland lastet dauernd auf der Wohnung; den Unternehmern, die das Baumaterial liefern, muß tapitalistischer Tribut gezollt werden. Auf dem Gebäude ruht weiter die Last der Zinsen für das Baugeld usw. Trogalledem sind die von Genossenschaften oder sonst auf gemeinnüßiger Grundlage geschaffenen Wohnungen in den meisten Fällen erheblich billiger als die vom gewerbsmäßigen Wohnungsvermieter. Diese Tatsache hebt den Mietwucher schärfer heraus. Die Werkswohnungen kann man hierbei nur sehr bedingt in Betracht ziehen, weil der Unternehmer sich durch niedrige Löhne für die niedrig bemessene Wohnungsmiete reichlich entschädigt. Wohnungsvermieters schildern wir nachfolgend durch wörtliche Die Verhältnisse unter der Herrschaft des gewerbsmäßigen Bitate und tatsächliche Angaben aus den Berichten der Gewerbeinspektoren des vorangestellten Regierungsbezirkes. verständlich müssen wir uns dabei auf eine Auslese beschränken. Danzig:.. Im übrigen sind alle die kleinen Wohnungen ( in Dirschau) knapp und die Mieten verhältnismäßig hoch. In Elbing herrschte schon im Vorjahre ein solcher Mangel an Aleinwohnungen, daß. eine Anzahl von Familien obdachlos wurde Bau einer Barade brachte auch feine ausreichende Abhilfe...." .. in einer Turnhalle untergebracht werden mußte. Der Potsdam:„ Ein empfindlicher Mangel an Arbeiterwohnungen Als wir uns neulich mit der einzig und allein die A. E. G. Diese Tatsache, die natürlich einen Rückgang der Gewerkschafts. herrscht besonders in Wittenberge.... Viele der vorhandenen begünstigenden Haltung des„ Berliner Tageblatts" in Sachen der vorträge zur Folge hatte, gab in der diesjährigen Jahresversammt. Wohnungen genügen nur wenig den Ansprüchen.... Ueber mangelBerliner Elektrizitätsversorgung zu beschäftigen hatten, versuchte lung den Gelehrten und den sonstigen Mitarbeitern Stoff zu einer hafte Unterbringung von Gehilfen und Lehrlingen im Handwerkspas Blatt einen nicht ungebräuchlichen Trid: es erklärte sich durch grundsäßlichen Aussprache. Von Gewerkschaftsseite wurde dabei bebetriebe lagen mehrere berechtigte Beschwerden vor. Schlafräume irgendeinen Ausdruck für tief beleidigt, überschüttete uns mit einer tont, daß zwar jede Bildung wertvoll ist, daß aber die Zeit und die in feuchten Kellern, in fensterlosen Dachverschlägen und direkt auf Fülle von finnlosen Schimpfworten und behauptete, mit uns Kräfte des Arbeiters beschränkt sind, er sich namentlich als Lohn dem Backofen mußten mehrfach bemängelt werden." Frankfurt a. Oder:" Vielfach dienen( in Werksnicht diskutieren zu fönnen. Eine sehr bequeme Methode! Aber arbeiter gezwungen sieht, mit seinen Kräften gut hauszuhalten und daß sie nicht zum Biel führen kann, scheint das„ Berliner Tageblatt" fie auf das Notwendigste zu konzentrieren. Dies Notwendige ist wohnungen) die Küchen gleichzeitig, als Wohn- und gelegentlich selbst eingesehen zu haben. Wenigstens nimmt es in den mit aber das Wert seiner eigenen Befreiung, die nur durch die Er- auch als Schlafraum, namentlich bei Familien mit großer KopfE. b. T. gezeichneten Säßen Bezug auf eine Notiz des Vorwärts", ziehung und Befreiung seiner Klasse möglich ist. Für den Arbeiter Berlin: Von je 1000 Wohnungen find 447 Hofwohnungen. freilich ohne unser Blatt zu nennen. Es heißt da, die Anhänger muß also das Erfassen jener Kenntnisse, die von den Männern der Damit überragt Berlin alle anderen Großstädte in unerfreulicher der Berstadtlichung exemplifizierten gern auf England und London, Wissenschaft gefunden werden, denen proletarisches Empfinden Weise Es muß betont werden, daß es sowohl in Berlin als auch in das mit der Bevorzugung des Kommunalbetriebs angeblich so gute innewohnt, als erste Voraussetzung gelten; erst dann kommen den Vororten noch recht viele Wohnungen gibt, die mit großen Erfahrungen gemacht habe. Wir haben in einem früheren Artikel weitere Bildungsmöglichkeiten in Betracht. Mängel behaftet sind. Viele Wohnungen sind überfüllt.... 3ahleinmal Bezug auf England genommen, aber nicht in dem Sinne, Jedenfalls müssen die Arbeiter auch die Bildungsarbeit als reiche Kellerwohnungen sind noch vorhanden." In Berlin tamen toie das B. T." behauptet, sondern einzig und allein, um darauf einen Teil ihres Befreiungstampfes betrachten. Deshalb müssen die auf 1 Heftar 646 Einwohner, in Neukölln jogar 845. hinzuweisen, daß der Londoner Grafschaftsrat sich bei der Behand- Unterrichtsturse für sie, sei es nun Philosophie, Kunstgeschichte oder lung der Elektrizitätsfrage insofern vorteilhaft von dem Berliner Technik, dieses Biel im Auge behalten. Auch in solchen Fächern kann Magistrat unterscheide, als er das von ihn eingeforderte Sachver- man verkehrte Anfichten und Auffassungen entwickeln, wenn man die ftändigengutachten sofort veröffentlichte, die ganze Frage Vorträge auf den Ton abstimmt: Geht wie wir es so herrlich weit also der öffentlichen Diskussion unterstellte. In teinem anderen gebracht haben, oder: wie hat diese und jene Einzelperson gewirkt Busammenhang haben wir auf England Bezug genommen, haben und geschafft, so daß der Hörer eine ganz verkehrte Ansicht über auch nicht gefehen, daß irgend jemand in einem anderen Berliner die Bedeutung des Einzelindividuums im Entwidelungsprozeß beBlatt etwas Aehnliches getan hätte. Die Behauptung des B. T.", tommt. Das fann aber nicht Aufgabe der Arbeiterbildung fein. daß sich die Freunde der Verstadtlichung der B. E. W. auf England Unser Bestreben muß bielmehr dahin gehen, in allen Lehrfächern und namentlich auf London berufen hätten, weil dort angeblich die wirtschaftlichen Kräfte bloßzulegen, um zu zeigen, daß alle gute Erfahrungen mit dem Kommunalbetrieb gemacht worden feien, geistige Rultur legten Endes ein Spiegelbild materieller Brobut. stellt sich also als eine objettibe unwahrheit heraus. tionsverhältniffe ift. Daß alle Stultur dem zeugungskräftigen Boden, Die unwahre Behauptung, daß sich irgend jemand in der bieber verebelnden Kraft der Arbeit entspringt, daß aber die Kunst herigen Erörterung über die B. E. W. auf englische und besonders und alles andere versagt, wenn dieser Boden verlassen wird. Das auf Londoner Verhältnisse berufen habe, um die Forderung der ist ein wichtiges Moment der Arbeiterbildung. Berstadtlichung zu stüßen, dient dem 3wed, einen gang oberfläd lichen Artikel über die„ Elektrizitätsversorgung der englischen GroßStädte" als Beweismaterial einzuführen. Vorwveg sei bemerkt, daß fein unparteiischer Beurteiler der britischen Elektrizitätsverhältnisse und Glektrizitätspolitik die schottischen Städte außer Betracht laſſen barf; eine Beschränkung auf die englischen Städte erivedt bereits den Verdacht der tendenziösen Darstellung. Erst wenn sich der Arbeiter innerlich so gefestigt hat, baß er das Wissen als ein Teil seiner Befreiung betrachtet, dann erst kann er ohne Gefahr sein Urteil auch an anderem Bildungsstoff prüfen. Aber auch hier müssen Grenzen gezogen werden. Was nüßt einem Arbeiter, der die einfachsten Dinge im Gewerkschaftsleben überschlägt, der keine Ahnung von den wirtschaftlichen Zusammenhängen großer Lohnbewegungen und politischer Strömungen hat, etwa ein Nun wird sich fein Kenner der Elektrizitätsverhältnisse gerade turfus über die Kunstgeschichte des Jelams oder über Klassisismus auf die Zustände in Großbritannien berufen, wenn er die Vorteile und historische Kunst? Er wird den Kopf voller Wissen bekommen, des Kommunalbetriebes illustrieren will. Die Elektrizitätsindustrie mit dem er im praktischen Leben nichts anfangen tann, das ihn jenes Landes hat eine ganz eigenartige Entwickelung durchgemacht. zur Halbbildung brängt und ihn von der notwendigen KonzentraMan tann fie mur berstehen, wenn man nicht nur( was Dr. Stoch tion an seiner eigenen Befreiung abhält. Die Gefahr wird noch böllig außer acht läßt) die Einflüsse der englischen Patentgesetz- größer, wenn die Methode des Unterrichts nicht auf dieses Ziel gebung berücksichtigt, sondern wenn man daneben auch die ber hinausgeht. Natürlich bekamen die Vertreter dieser Ansicht in der betreffen schiedenen Elektrizitätsgeseße vom Jahre 1882( 45 11. 46 Vict. c. 56; nicht 1883, wie Dr. Koch behauptet) ab herangicht. Die gange den Sigung von den bürgerlichen Gelehrten fein Recht; wir meinen Elektrizitätsindustrie Englands, namentlich auch die Versorgung ber jedoch, baß bie aufgestellten Grundsäge beshalb nicht schlechter Bevölkerung mit elektrischer Energie gu Licht und Kraft sweden, werben. Wissen ist Macht" ist doch nicht so zu verstehen, daß nun fann mit der Deutschlands oder Nordameritas teinen Vergleich aus. wahllos alles Wiffen hingenommen werben soll, sondern daß man halten. Dabei ist es vollfommen gleichgültig, ob wir die fommunalen fich nur mit dem Wiffen beschäftigt, das auch wirklich Macht verBetriebe ober die privaten, gleichgültig, ob wir die Fabrikation Leibt, das in der Vorausseßung gegeben wird, seinen Teil an der elektrischer Apparate oder die Herstellung elektrischer Energie ing Befreiung der Arbeiterklasse aus geistiger und wirtschaftlicher Rot Auge faffen. Das ist so bekannt, daß man sogar in der Rebattion mitzuhelfen. des B. T." und bei dem schönsten Eifer, der A. E. G. zu dienen, bermeiden sollte, sich auf englische Verhältnisse kritiklos zu berufen. Wie Arbeiter wohnen. I. Einen großen Teil des Lebens verbringt das Proletariat in unfreundlichen, ungefunden, lichte und luftlosen Räumen. Diese sollen ein" Heim" bilden, das Goldes wert sein soll. In dumpfen, ftidigen Löchern reift das Kind seinem Schicksal, der Lohnstlaverei, entgegen, hier vertrauert die Arbeiterfrau ihr Leben, hier bleibt bem in schwerer Berufsarbeit zermürbten Körper die erforderliche Grholung versagt. Die Quelle der Erfrischung, der Ort beglückenden Kulturgenießens, des geistigen Erbauens sollte das beim eines jeden Menschen auch das des Proletariers sein. Dem Arbeiter bringt das Seim oft genug den ganzen Jammer proletarijchen Daseins zum Bewußtsein: Armseligkeit, Glend, Not in allen Eden, franke Kinder, ein von Arbeit und Sorge niedergedrücktes Weib, das sind die Herrlichkeiten", die dem Arbeiter und seinen Andas seine Welt sein soll von Tag zu gehörigen das Heim Tag in trostloser Gleichförmigkeit barbietet. 14134 Wenn man sich nun schon einmal auf fremde Verhältnisse beziehen will, um in der Frage bes städtischen ober privaten Betriebs bon Elektrizitätswerten eine Entscheidung zu treffen, dann muß man mit dem Bergleich natürlich in demselben Lande bleiben, aljo 3. B. möglichst gleichartige englische private mit englischen städtischen Werken in Beziehung setzen. Ganz und gar unsinnig und den elementarsten Regeln der Statistik widersprechend ist aber der Versuch, kritikios irgendeine Zahl aus England irgendeiner Zahl aus Deutschland gegenüberzustellen und daraus Schlüsse abzuleiten. Das aber tut das„ B. T.", welches angeblich einen Statistiker zum kommunalen Chefredakteur hat. Groß- London wird, wie es in dem Artikel von Soch heißt, von 64 Zentralen aus mit Strom versorgt; allein in der Stadt London gibt es 38 Bentralen, die sich in den Händen von 14 kommunalen Behörden und von 13 Aktiengesell schaften befinden. Aus diesen Angaben ergibt sich, daß für London ganz unmöglich eindeutige Zahlen zu gewinnen sind, die sich etwa mit den Verhältnissen und Ergebnissen der B. E. W. in Vergleich stellen ließen. Alles, was darüber in den 8. T." bom 8. Mai Auf diese Armseligkeit der Arbeiterwohnungen werfen die letzten 1914 mitgeteilt worden ist, entspringt entweder einer beschämtenden Berichte der preußischen Gewerbeinspektoren ein bemerkenswertes schaffen, oder es dient der bewußten Jrreführung der öffentlichte hin einige buntele Punkte beleuchtet. Leider haben sich die Beamten Meinung. Der geschätzten Redaktion des B. T." steht die Auswahl allzuschr darauf beschränkt, die Bestrebungen der Unternehmer auf unter diesen Urteilen vollkommen frei. Als eine besonders unerhörte Schaffung von Werlswohnungen herauszustellen und diese Bauten Leistung ist aber ein Sak in dem mit C. v. T. gezeichneten Artikel als sozialen Segen erscheinen zu lassen. Allerdings, einige Beamte zu bewerten, der da lautet:" Der Londoner Konsument muß im tonnten ihre Bebenten gegen das Werkswohnungssystem nicht unterDurchschnitt für die Kilowattstunde 19,53 Pf. seinen städti- brüden. So vorsichtig jie auch find, ihre Aeußerungen lassen boch schen Werten zahlen, der Berliner den Berliner Elektrizitäts- erkennen, daß es sich hier um ſehr bedenkliche Erscheinungen handelt. werfen 15,86." Reine zehn Zentimeter von der Stelle, an der diese Vielfach lassen die Werkswohnungen sogar das verruchte Trud Worte gebrudt sind, steht in den Darlegungen des Ingenieurs fyftem in verſtedter Form wieder aufleben. In gang außerordent licher Weise erhöhen die Werkswohnungen die Abhängigkeit vom Koch ausdrücklich, daß es sich in London nicht um städtische Werke Unternehmer. Dieses Wohnsystem überliefert ihn der Willkür des handelt, sondern um ein ungeordnetes Stonglomerat von bald städtials Sauspascha auftretenden Arbeitgebers. schen, bald privaten Werfen, die sich, ohne Rücksicht auf die Möglich- Immer wieder steht man, daß die Arbeiter ihr Wohnbedürfnis feit der Rentabilität, jeweils auf einem enghegrensten Areal recht bie tief unter das Minimum zurückschrauben inüffen. In allund schlecht zu betätigen suchen. Nach dieser Feststellung auf der gemeinen ist eine Wohnung, die den Mindestanforderungen genügt, einen Spalte in der anderen Spalte zu behaupten, der Sons für den Proletarier unerschwinglich teuer, " zahl. im Transmissionsfeller eine Wohn- und Schlafſtube für die GePromberg: Der Besizer einer größeren Mahlmühle hatte hilfen eingerichtet. Viele Wohnungen mußten„ als unmittelbar gesundheitsschädlich bezeichnet werden". In vielen Fällen bewohnen Arbeiterfamilien ein fleines Zimmer und eine leine Küche;„ besteht die Familie aus vielen Köpfen, so schlafen mehrere in einem Beit zusammen". Viele an sich gesunde Wohnungen sind in gesundheitsgefährdender Weise überfüllt und die Abortverhältnisse ipotten geradezu jeder Beschreibung." Manchmal find 10 Familien und mehr auf die Benugung nur eines Abortes angewiesen". Bei den gewerblichen Anlagen, die nur für die Kampagnezeit Hunderte bon Manderarbeitern einstellen, muß für die Unterbringung in Rajernen Sorge getragen werden." " Breslau: Nach Auskunft der Wohnungsinspektion liegen von 1000 Wohnungen 25 im Keller. Die dunklen Vorräume und Kabinette, die häufig die Stelle der Küche vertreten und in die nie ein Sonnenstrahl dringt, die auch nie gründlich gelüftet werden fönnen, müssen den Kindern vielfach als Schlafräume dienen." Die gleichzeitige Verwendung von Wohnungen zu gewerblichen Sweden( Schneiderei, Schuhmacherei, Hausarbeit verschiedener Art) findet schäßungsweise bei mindestens der Hälfte aller Arbeiterwohnungen statt." Nach amtlich statistischen Feststellungen entfallen auf einräumige Wohnungen 2,19, auf zweiräumige 1,75 und auf breiräumige 1,33 Bewohner."„ Nach alledent sind die Wohnungsverhältnisse der Breslauer Arbeiter recht übel." Daß jeche Köpfe auf einen Raum entfallen, gehört nicht zu den Seltenheiten."„ In den Städten des Aufsichtsbezirtes Brieg liegt ein beträchtlicher Teil der Wohnungen im Keller." In der Grafschaft Glas verfügen nach einer ungefähr 5000 Familien umfassenden Erhebung 78 Proz. ... Durchschnittlich fommen auf die über eine Ginzimerwohnung. einzelnen Räume vier bis sechs Personen." In Reichenbach besteht die Wohnung vielfach aus einem Raum, nicht nur für kleine Hausfecha und mehr Köpfen in einem Raume haujen." Infolge der haltungen, sondern auch für kinderreiche Familien, die zu fünf, Ueberfüllung der Wohnungen ist besonders in Langenbielau die Säuglingssterblichkeit groß. In den legten sechs Jahren schwankt diese zwischen 22,1 bis 38 Bros. Quartiergängerhaltung findet sich in fajt allen Orten mit industrieller Bevölkerung." In Waldenburg iit infolge der Wohnungsüberfüllung die Säuglingssterblichkeit ebenfalls sehr hoch und nach amisärztlicher Auskunft:„ Sittlichkeitsverbrechen und unjittliche Handlungen jüngerer Leute in häufiger Wiederkehr." Oppeln:„ Der Fußboden der Küche und Stube ist in den Werlearbeiterwohnungen meistens gebielt...." In den Privathäusern demnach meistens nicht! Arnsberg: Nach dem Urteil der Beamten befinden sich viele Arbeiterwohnungen im fläglichen Zustand", sie leiden unter Schmutz, Feuchtigteit, mangelhafter Beseitigung von Unrat und Abwäffern und sind zudem überfüllt". " Gaffel: Schlecht liegen die Arbeiterwohnungsverhältnisse in der Stadt Bad Orb. In eng aneinandergebauten, uralten Häusern mit niedrigen, schlecht belichteten, oft kaum zu lüftenden Räumen leben dort die Leute eng eingepfercht, genau so wie es wohl im Mittelalter in solch fleinen Städten üblich war. In diesen engen, niebrigen Räumen wird obendrein noch oft Zigarrenhausarbeit betrieben." Düsseldorf:" In den Arbeitervierteln Düsseldorfs fommen z. B. durchschnittlich 1,64 Bewohner auf einen Raum, wobei Fälle, in denen Einzimmerwohnungen mit 4, 5, 6, ja bis zu 9 Personen belegt find, nicht zu den Seltenheiten gehören. Auch ist das Kostund Quartiergängerwesen start ausgebildet. Durchweg steht die Zahl der Schlafgänger und der Wohnräume in argem Mizverhältnis." Röln: Der Aufwand an Miete beansprucht einen verhältnismäßig großen Teil des Einkommens. Trotzdem tragen die Wohnungen der Arbeiter bielfach nicht den Ledürfnissen Rechnung." 8120 Wohnungen von 53 293 in 9461 Häusern wurden von der Trier: Siegeleien unterhalten Massenquartiere, die„ pielfach zur Anwendung von Zwangsmaßnahmen Veranlassung" geben. Aachen: Im Jahre 1910 wohnten noch 6752 Personen in 4341 Ginzimmerwohnungen, 37 228 in 1077 3weizimmerwohnungen und 38 149 in 8404 Dreisimmerwohnungen. Erfurt: Wohnungen wurden besonders mangelhaft bei den Hausarbeitern angetroffen. Die Uebelstände treten um so schärfer hervor, weil Wohn- und Schlafraum... gleichzeitig als Arbeitsraum au bienen pflegt." Hildesheim: zu beanstanden waren vielfach die Wohn- und Schlafräume der Gesellen und Lehrlinge. Häufig schlafen mehrere Personen in einem Bett. Drei Lehrlinge schlafen in einem Sargmagazin." Dieje wenigen Streiflichter aus verschiedenen Teilen des Reiches lassen erkennen, daß die Arbeiter fast überall unter mijerablen Wohnungsverhältnißen au leiben haben. 1133 Arefe Soziales. Holdalo Bundesratsverordnung über die Großeisenindustrie. Der„ Reichsanzeiger" veröffentlicht in seiner gestern abend erschienenen Nummer einen Bundesratsbeschluß, betreffend den Betrieb der Anlagen der Großeisenindustrie. Die neue Verordnung des Bundesrats verbessert die Verordnung vom 19. Dezember 1908 über die Ueberstundenarbeit in durchaus unzureichender Weise. Die Aenderungen gegenüber dem heutigen Zustand find folgende: 1. Das Verzeichnis über die Daner der regelmäßigen Arbeitszeit soll fünftig auch die Dauer der Arbeit an Sonn- und Festtagen anführen. Als Arbeit an Sonnund Festtagen gilt dabei alle Arbeit, die innerhalb der nach§ 105b Abs. 1 der Gewerbeordnung in jedem Werfe zu gewährenden 24- oder 36ftündigen Ruhe zeit geleistet wird. lichungen; die Beklagten hatten vielmehr in dem Verhalten Ser| aufgeklärten Kreisen, behüten will, und daß man also aus politis Betriebsleitung der Brauerei nach dem Ergebnis der Beweis- schen Gründen die Reichsversicherungsordnung dehnt und streckt, bis aufnahme zu ihrer Kritik genügend Anlak. Es lag neben anderem sie dem reaktionären Verlangen der Agrarier und anderen„ Herreine Maßregelung von zehn Arbeitern vor, die ihren Grund, da schaften" entspricht. irgendwie nennenswerte Belästigungen der nichtorganisierten Arbeiter nicht vorgekommen sind, nur in dem Unwillen der Betriebsleitung darüber hatte, daß man sie zur Einleitung der Verhandlungen mit den Sekretären nötigen wollte." Auf Grund dieser Entscheidung wurde dann die Klage der Brauerei abgewiesen. Armenverwaltung und Wohnungsnot. In Duisburg macht sich die Errichtung eines städtischen Asyls für Obdachlose notwendig. Die Verwaltung machte dem Stadtverordnetenkollegium eine Vorlage, die der Dezernent des Armenwesens, Beigeordneter Schenk, begründete. Der Herr, der als ein sar frommer Mann bekannt ist, führte u. a. auch aus: Sind die Kreisärzte als Stadtverordnete wählbar: Das Oberverwaltungsgericht bejahte dieser Tage diese Frage mit folgender Begründung: Bolizeibeamte im Sinne des§ 17 der Städteordnung sind nach Ansicht des Oberverwaltungsgerichts allerdings nicht nur Exekutivbeamte, sondern auch Beamte, denen einzelne Zweige der Polizei überwiesen sind. Aber der Senat ist weiter der Meinung, daß nicht darunter fallen diejenigen, die nur ausnahmsweise oder nur geringe polizeiliche Befugnisse haben, sondern nur diejenigen, bei denen die polizeilichen Funktionen überwiegen. Letzteres ist bei den Kreisärzten zweifellos nicht der Fall. Gerichtszeitung. Verspäteter Strafantrag. Eine Kleine Komödie hatte die Schauspielerin Klara Röthfe aufgeführt, gegen die das Schöffengericht BerlinMitte eine Anklage wegen Diebstahls, Betruges und Unterschlagung zu verhandeln hatte. ,, Modern werden die Näume des Asyls nicht. Wir haben gar feinen Grund, den Leuten dort das Leben so angenehm wie möglich zu machen, damit sie sich dort wohl fühlen." 2. In Fortfall gekommen ist die in§ 3 der Verordnung Diese sonderbare Auslassung gewinnt noch an Schärfe durch vom 19. Dezember 1908 der höheren Verwaltungsbehörde die Tatsache, daß in Duisburg sich ein empfindlicher Wohnungseingeräumte Befugnis, fürzere als einviertelstündige mangel bemerkbar macht, der es tinderreichen Familien selbst unter Pausen auf die Bausen von einer Gesamtdauer von zwei verhältnismäßig bohen Mietpreisen oft nicht gelingen läßt, eine Stunden bei den Arbeitern anzurechnen, die in Schichten von Wohnung zu bekommen. Die Verwaltung ist diesen Zuständen länger als 8 Stunden beschäftigt werden. Die Befugnis der gegenüber so gut wie untätig geblieben. höheren Verwaltungsbehörde ferner, unbeschadet der GesamtDie Krankenkassenbeamten unter der Fuchtel der Reaktion. Die Angeklagte war längere Zeit bei Jarno in Wien tätig. dauer der Pausen von 2 Stunden zu gestatten, daß die Mittags oder Mitternachtspause statt einer Stunde nur eine Die Reichsversicherungsordnung hat es nun glüdlich so weit als sie ihr Engagement verlor, hielt sie sich noch längere Zeit in halbe Stunde betrüge, ist auf den Fall beschränkt, in dem gebracht, daß alle Kassenbeamten mehr und mehr in eine Zucht Wien auf, in der Hoffnung, durch einen dortigen Agenten ein neues genommen werden, die der Kasernenkultur wie ein Ei dem anderen Engagement an einer Berliner Operettenbühne zu erhalten. Zu in unmittelbarer Nähe der Arbeitsstelle gut eingerichtete gleicht. Nachdem die Verwaltungen der Kassen bereits zu einem dieser Zeit lernte sie dort den Schauspieler Gruder kennen, der fich Räume zum Einnehmen der Mahlzeiten sich befinden. guten Teile von all den Personen gereinigt wurden, die in der ihr, wie die Angeklagte vor Gericht behauptete, als„ Chevalier Die Minimalruhezeit von 8 Stunden ist durch Oeffentlichkeit irgendwie eine nicht gern gesehene Rolle spielen, geht habe. Da eine Klara Böthfe nicht zu einem„ Chevalier" paßte, so de Gruder" vorgestellt und als päpstlicher Kammerherr bezeichnet folgende Fassung des§ 4, der auch für die eberarbeit man nun daran, auch dem großen Heere der anderen Angestellten so gab sich die Angeklagte als„ Komtesse Isa von Hohenberger" aus. eine winzige Einschränkung einführt, auf 10 Stunden flar zu machen, was die neue" Ordnung“ zu bedeuten hat. So Sie erzählte, daß ihre Mutter eine geborene Gräfin Baudissin sei, erhielten in den letzten Tagen die Angestellten der Münchener Orts ihr Bruder sei zurzeit aktiver Rittmeister bei dem Potsdamer frankenkasse folgenden Utas zur Kenntnisnahme und Unterschrift Gardeulanenregiment. Im Falle ihrer Verheiratung erhalte fie ein Mitgift von 30 000 kronen; außerdem habe sie später eine groß An Herrn Erbschaft zu erwarten. Zwischen dem„ Chevalier" und der„ KomDer Kaffenvorstand hat in seiner Sizung vom 22. April be- tee" entspann sich ein Liebesverhältnis, welches zu einer Verlobung schlossen, private Betätigungen der Kassenangestellten, gleichviel führte. Die Angeklagte verstand es nun, die Rolle der Komtesse welcher Art, innerhalb der Kassenstunden streng zu verbieten. ein ganzes Jahr lang zu spielen. Als Gruder bei einer hiesigen Hierunter fallen auch alle Arbeiten für Verbandszwecke, wie Agi- Bühne ein Engagement annahm, folgte ihm die Angeklagte auch tationen, Einladungen zu Versammlungen, Verteilung von Flug- nach hier. Wie die Anklage behauptet, soll sie nun ihren Verlobten schriften, Gintassieren von Beiträgen, Verwahrung von Verbands- rährend der ganzen Zeit fortgesezt bestohlen haven, und zwar soll geldern usw. Ferner hat sowohl die private Zustellung der Tages- sie Brillantnadeln, Ringe und selbst ein Paar Unterhosen entwendet presse an Beamte innerhalb des Kaffengebäudes, wie auch die haben, um sie sofort zu versehen. Einmal erbat sie sich von G. Kolportage von Wizblättern und anderen Zeitschriften zu unter- essen wertvollen Gehpelz, da ihr Bruder, der Rittmeister, ihn zu bleiben. Das Duplikat dieser Verfügung ist mit Unterschrift reden verstand sie es dann, die Tatsache zu verdecken, daß sie den einem Begräbnis tragen möchte. Mit Hilfe aller möglichen Aus bersehen sofort wieder im Einlaufbureau abzugeben. ausgedehnt: § 4. Jedem Arbeiter, dessen regelmäßige Schicht länger als acht borgelegt: Stunden dauert, ist nach Beendigung seiner Arbeitsgeit eine ununterbrochene Rubezeit von mindestens zehn Stunden zu gewähren, bevor er wieder beschäftigt werden darf. Abgesehen von den regelmäßigen Wechselschichten darf die Arbeitszeit, die zwischen zwei solchen Rubezeiten liegt, auc durch eberarbeit nicht über sechzehn Stunden einschließlich der Pausen ausgedehnt werden. Zu einer vierundzwanzigstündigen Wechselschichi dürfen Arbeiter nur berangezogen werden, wenn sie zwölf Stunden vorher und zwölf Stunden nachher von jeder Arbeit frei gelassen werden. Jst von der höheren Verwaltungsbehörde eine Genehmigung zur Verminderung der Pausen gewährt, so muß fünftig eine Abschrift der Verfügung der höheren Verwaltungsbehörde an einer der beteiligten Arbeitern leicht zugänglichen Stelle aushängen. Die neue Verordnung tritt mit dem 1. Dezember 1914 in Kraft. Gegenüber den schweren Mißständen in der Großeisenindustrie fotoie der außerordentlich langen und schweren, gesundheitsschählichen Beschäftigung ist die vom Bundesrat getroffene Verordnung völlig unzulänglich. Die in der Presse und im Reichstage so oft und eindringlich vorgetragenen Beschwerden über rücksichtslose Ausnußung der Arbeitskraft in der Eisenmdustrie haben so gut wie feine, die Profitinteressen des Großfapitalsolle Berücksichtigung beim Bundesrat gefunden. god München, den 30. April 1914 Krankenkassenangestellte. Ein am 3. d. M. abgehaltener Krantentassenangestelltentag für Berlin, Brandenburg und Medienburg faßte folgende Resolution: " Der am 3. Mai in Berlin für Berlin, Brandenburg und Mecklenburg abgehaltene Kassenangestelltentag lehnt den in der amtlichen Musterdienstordnung vorgesehenen Prüfungsausschuß in der Art seiner Zusammensetzung im Interesse der Selbstverwaltung und der Angestellten ab. Des weiteren erflären die Anwesenden im Prinzip, daß ihnen an der Uebertragung der Rechte und Pflichten als Staats- oder Gemeindebeamte nichts liegt und sie daher jede Einführung von ruhegehaltsberechtigter Anstellung ablehnen und, soweit ein Rechtsanspruch darauf bereits besteht, im Einverständnis mit den Kassenvorständen darauf verzichten wollen." Dienstbotenkaffen aus politischen Gründen. Für Arbeiten in Notfällen sollen jedoch§ 4 und Allgemeine Ortsfrankenkasse München( Stadt). Belz längst versezt hatte. Als sie befürchten mußte, daß ihr ganzes die Vorschriften über Pausen feine Anwendung finden. Die Anzeige über Notfälle( die wie alle Anzeigen fortan dem Ge- Vorsitzender des Vorstandes: Gift, Gewerbegerichtsaffesor." Lügengebäude zusammenbrechen würde, befam fie es fertig, die Aufmerksamkeit des G. von diesen Dingen abzulenken, indem sie werbeaufsichtsbeamten, nicht der Polizei zu erstatten sind) soll Biele Privatunternehmer jind toleranter; durch Vereinbarung ihm die für G. höchst erfreuliche Mitteilung machte, daß er durch fünftig aber die Betriebsabteilung und die Gründe für ist in ihren Betrieben vielfach die Verteilung der gewerkschaftlichen sie demnächst Vaterfreuden genießen könne. Da bem 3. der fortdie Notstandsarbeiten sowie die Zahl der da- Fachblätter und das Kassieren der Beiträge gestattet. währende Geldmangel der„ Komtesse" schließlich auffiel, stellte er bei beschäftigten Arbeiter enthalten. Erfundigungen an und erfuhr zu seinem Erstaunen, daß die angeb liche Komtesse von Hohenberger die Tochter einer Waschfrau war. Gruder brach daraufhin die Beziehungen zu der Angeklagten ab, erstattete aber zunächst keine Anzeige. Sturze Zeit später wurde G. von der Angeklagten telephonisch angerufen, die ihm mitteilte, daß sie inzwischen Mutter geworden sei. Am nächsten Tage suchte sie G. auch mit einem rosigen kleinen Baby auf dem Arm auf und präs sentierte ihm den fleinen Kerl als feinen Sprößling. Der glüc liche". Vater nahm das strampelnde Etwas auch mit sauerfüßer Miene auf den Arm, gab es aber gleich wegen einer jich plöblic entwickelnden Feuchtigkeit zurück. Sein Aerger über die Fleder auf seinem neuen Cutaway war doppelt groß, als er einige 3ei später, nachdem er der Angeklagten für sein" Kind größere Geld beträge gegeben hatte, die Mitteilung erhielt, daß sie sich das Baby geborgt hatte, um es ihm als sein eigen zu präsentieren und Geld zu erhalten. Das Gericht erfannic auf Freisprechung, weil der Strafantrag In Erfurt, das ja schon länger durch seine kommunalsoziale zu spät gestellt war und es sich um Verlobte, also„ Angehörige" im Rückständigkeit bekannt ist, hat der Magistrat völlig überraschend Sinne des Gesetzes handele, gegen die Diebstahl, Unterschlagang eine Verschlechterung des Krankenkassenwesens in die Wege ge- und Betrug nur auf Antrag zu verfolgen ist. Der Strafantrag leitet. Im Dezember 1912 wurde die Errichtung einer allge- hätte, um rechtsgültig zu sein, innerhalb drei Monaten nach Kennt Wir berichteten kürzlich, daß das Aachener Landgericht eine meinen Ortskrantenfasse beschlossen, von der Errichtung einer nis von den Straftaten gestellt sein müssen. Echadenersantlage der im vorigen Jahre boykottierten Brauerei Landfrankenkasse wurde abgesehen, weil ein Bedürfnis dahin nicht „ Rothe Erde" gegen die Vertreter des freien und des christlichen anerkannt wurde. Jetzt nun, nachdem der preußische Minister für Gewerkschaftskartells fostenpflichtig abwies. Infolge der sich häufen- Sandel und Gewerbe infolge des agrarischen Vorstoßes im Dreiden Erpressungs-, Nötigungs- und Boykottsklagen hat das Urteil klaffenhause eine Verfügung erlassen hat, wonach es sich sehr wohl In Augsburg veranstalteten am 16. Februar die Tertilarbeiter allgemeine Bedeutung; wir entnehmen ihm folgende Stellen: ermöglichen lasse, eine Landfrankenkasse lediglich für Dienstboten im Anschluß an eine große Versammlung einen Demonstrations„ Die Beklagten haben mit dem Boykott den berechtigten zu errichten, hat nach kaum 1½ Jahren auch der Erfurter Magi- zug vor das Rathaus, um gegen den ihnen an Stelle des geforderten Zwed verfolgt, die Klägerin zu dem Abschluß eines neuen Tarif- ftrat seine Ansicht geändert und er beantragt bei den Stadtverord- freien Sonnabendnachmittags aufgezwungenen Montag- Feiertag zu vertrages zu veranlassen oder sich doch wenigstens in Verhand- neten die Errichtung einer solchen Landfrankenkasse nur für Dienst- protestieren. Der Zug verlief ohne Zwischenfall; auch das Eingreifen lungen mit den Vertretern der organisierten Arbeiter einzulassen; boten. Es geniert weder den Minister, noch den Erfurter Magi- der Polizei änderte daran nichts. Wegen Veranstaltung eines Sie haben in zweiter Linie die Wiedereinstellung der von der strat, daß diese Auslegung dem klaren Wortlaut des§ 235 der polizeilich nicht angemeldeten Aufzuges wurden nun drei Teil Alägerin entlassenen Arbeiter angestrebt. Auch der zweite Klage- Reichsversicherungsordnung stracks zuwiderläuft. grund, daß die Schädigung der Klägerin und der von ihr das Daß aber neben Geldsadsinteressen auch politische Gründe da- nehmer mit Strafmandaten von je 50 M. bedacht. Neben dem Gaus Bier beziehenden Wirte zu dem von den Beklagten verfolgten bei mitspielen, geht mit erfrischender Deutlichkeit aus der Be- leiter des Deutschen Textilarbeiterverbandes hatte die Polizei gunz Ziele in einem auffälligen Mißverhältnisse stehe, muß versagen. gründung der Vorlage des Erfurter Magistrats hervor. Es heißt willkürlich zwei andere Teilnehmer herausgegriffen, den ParteiDie Tatsache, daß auch unschuldige Dritte, nämlich die Wirte, nämlich darin, es sei dringend erwünscht, daß die Dienstboten und sekretär und einen Schuhmachermeister, die mit der Veranstaltung durch den Boykott geschädigt worden sind, kann diesen nicht zu Herrschaften vor den Aufregungen der Wahlen verschont bleiben, nicht das geringste zu tun hatten. Während der Gauleiter den einem fittenwidrigen machen. Fast jeder Boykott wird mittelbar und daß die bei den Wahlen einsetzende Wählerei und Wühlerei vor Strafbefehl annahm, beantragten die beiden anderen richterliche auch unbeteiligte Dritte treffen. Wenn die Beklagten das Ver- der häuslichen Gemeinschaft Halt mache. Das" patriarchalische Entscheidung. Das Schöffengericht Augsburg sprach dann halten der Klägerin fritisierten und mitteilten, daß die Klägerin Verhältnis", das in der modernen Zeit mehr und mehr gelodert auch beide unter Ueberbürdung der Kosten auf die Staatskaffe einen Teil ihrer Arbeiter ausgesperrt, zehn Arbeiter, die zum werde, durch die Wahlen mehr oder minder politischen Charakters Teil jahrelang im Betrieb beschäftig gewesen seien, aufs Straßen- immer wieder zu trüben, erscheint ivenig zweckmäßig". frei, da das Vereinsgesetz nur die Veranstalter, nicht pilaster geworfen habe und nun Regelung der Lohn- und Arbeits- Daraus erhellt, daß man die unter der Zuchtrute der Gesinde- aber die Teilnehmer eines nicht genehmigten Umzuges mit verhältnisse verlangen, so sind das keine fittenwidrige Veröffent- ordnung stehenden Dienstboten auch ferner vor jeder Berührung mit Strafe bedroht. Der berechtigte Zwed des Boykotts. Borbeigelungene Polizeiaktion. 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St.-A. f. 8.)( Nachbrud verboten) 176 217 98 99 429( 500) 30 62 65 647 616 26( 1000) 824 1086 122 71 258( 1000) 405 10 863( 1000) 931 2058 526( 1000) 80 845 52 909 3027 156 93 358( 500) 85 664 969 78 4222 344 ( 600) 665 700 60 810 960 81 96( 500)$ 129 68 309 424 62 66 76 647 607 49( 500) 69( 800) 808 908( 1000) 6012 218 74 919 42 61 73 7076 144 256 363 476 571 85 624 62 856 57 949 71 99 8115 70 270 459 68 641 606 752 921 28 9275( 600) 343 810 90 938 10046 120 26 328 438 739 816 951 11110 30 203 354 610 29 42 883( 1000) 96 12021 109( 500) 13 70 203 83 364 621 717 73 80 13023 50 227 826 32 984 14054( 500) 82 90( 1000) 319 97 590 666 856 15030 247 643 714 16021 41 55 435 567( 500) 617( 500) 71 768 813 81 966 17117 235 42 326 439 611 776 819( 500) 953 18027 182 433 82 800 19149 82 283 338 65 524 624( 600) 703 20062 128 670( 2000) 922 28 96 97 21037 66 214 378 477 87 629 929 22147 70( 600) 367 487 608 38 42 48 609 64 ( 1000) 95( 500) 23076 89 235 360 98 491 600( 500) 778 838 ( 3000) 24014 62 63 247 875 725 835 79 934 25191 220 97 367 668 80 962 68 26016 70 116 384 641( 1000) 712 83 85 888 27018 68 270 576 672( 1000) 96 796 860 28178 463 658 85( 500) 91 888 960 29097 142 93 223 97 385 644 765 802 85 48 56 30193 250 308 449 625 619( 600) 739 93 31084 147 75 620 32 48 673( 600) 809 26 985 82007 118 20 31 635 943 33027 197 269 315 488 525 622 31 701 7 17 40 79 86 864 34040 90 189 267 488 686 85 645 776( 500) 933 85338 63 91 638 601 98 726 61 818 962 88080( 1000) 216 32 392 540 812 25 810.48 37063 234 61 58 326 440 721( 1000) 30 913 38158 266 85 ( 3000) 492 648 643 734 926 28 77 38046 172 680 639 713 30 62 86 840 40086 207 313 440 54 722 854 83( 1000) 982 41100 205 66 99 374 454 734 42067 366 449( 500) 576 89 636( 5000) 95 816( 600) 64 43177( 500) 610 44063 146 238( 600) 55 541 ( 1000) 43 78 760( 3000) 89 45008 12 49 113 299 824 67 474 626 770 885 46004 30 84 228 420( 1000) 654 58 706 04 852 928 47006 34 89 176 217 430 522 83 850( 1000) 867 88 48117 19 70 245( 8000) 358 672 607 709 17 930 49197 326 82 94 494 677 776 98 802 27( 600) 985 835 50002 65 211 68 67 339 74 567( 3000) 60( 3000) 600 744 51061 102 32 65 344 507 11 12 741 889 52013 85 300 449 68 92 748 52048 201( 1000) 6 313 85 473 603 7 49 907 54098 161 275 986 65010 24 165 314 667 684 767 83 915 56054 95 114 307 440 74 622 768 815 57036 92 132 257 99 361 437 62 633 767 70 76 805 955 62 68 58073 99 351 415 602 767 818( 500) 910 69063 142 224 84 355 552 89 643 759 860 927 69 60013 27 222( 1000) 35 492 603 778 823 61 939( 1000) 61104 7 60 288 643 784 811 28 905 62063( 600) 110 48 74 ( 1000) 278( 500) 69 430 56 87 63006 290 321 703 84072 317 500 58 629 733 934( 500) 65163 248 315 71 620 623 49 56 86 767 849 68076( 1000) 111 230 33( 3000) 426 32 36 682 631 781 817 914 68( 600) 67097 160 261 338 484 608 687 703 49 851 520 52 68235( 6000) 318 558 744 906 69032 81 250 371 488 525 82 850 910 90 70043 94 404 606 66 805 7 93 71032 187 207 300 5 8( 500) 35 639 712 71 970 72102 54( 500) 391 633 80 934 61( 1000) 63 73009 64 162 209 342 456 552 860 986 74057 129 62 614( 1000) 67 781 75156( 1000) 73 223 340 41 836 76 631 750 861( 2000) 952 78152 294 97 725 833( 600) 979( 600) 77243 448 657 78290 315 468 620 732 854 79244 89 433 653 73( 1000) 80068 112 91 238 46 442 73 736 68 73( 1000) 81285 306 462 635 85 736( 800) 95 82016( 500) 193( 500) 338 570 93 725 26 32 912( 800) 83089 117 48 398 400 70 84( 3000) 549 69 81 647 798 842 963 84054 112 217 93 410 679 890( 500) 85014 43 243 311 77 670 71 942 86040 86 252 490 648 87006 60 188 228 407 69 63 888 998 88278 23 716 27 97 89014 64 ( 3000) 164 288 322 87 90 97 438 500( 1000) 57 72 602 804 34 941 80 20472( 1000) 97 91088 672 86 708 838 42 57 92049( 600) 99 512 48 607 727 908( 3000) 93001 106 224 51( 500) 395 519 81 644 56 772 810 29 67 930 91 94207 20 312 686 644 813 95084 187 316 611 944 96138 280 466 613 705 44 809 87028 126 234 91 328 47 79 439( 600) 639 627( 500) 94 785( 500) 883 98009 44( 600) 60 253 601 69 657 822 99038 50 200 ( 1000) 3 375 567 809 90 980 100017 42 200 871 101263 64 374 456 859 941 95 102276 363 81 480 563 66 70 99 633 99 774 803 943 65 68 103180 234 64 498 624 37 619( 1000) 60 90 708 98 921 37 104: 04 25 518 67 638 63 704 23 817( 600) 942 87( 1000) 105063 183 284 700 1 98 827 106002( 500) 18 108 318 98 693 708 33 86 87 107108 69( 600) 79 81 323 76 416 61 66( 1000) 67 636 692 902 Durch Ihr Mittel ist mein 20 jährig. Flechtenleiden geheilt worden. Auf- beitnel richtigen Dant. Georg Eign., Schtvan werbe dorf. zufüge Die werde find u Die Die Tonner Snnigften Dank für gründliche find. Heilung meines 25 Jahre alten Haut leidens. May Neidhardt, Obernzell. fbäteit Die patentamtlich geschützten Spa find wie folgt zn haben: Hautpillen Generalbepot u. Verjand: Bismard Apotheke Berlin, Bablu Wrangelftr. 47, ferner in den Apotheken: Charlottenstr. 51, Bots bamer Str. 84a, Landsberger Str. 39, Raftanien Allee 2, Auguftftr. 60, Königsberger Str. 21, Belle- Alliance straße 12. Wilmersdorf, Wilhelms aue 110. Schöneberg, Hauptftr. 151. Spandau, Bichelsdorfer Straße 14. Friedrichsfelde, Zentral- Apotheke. Charlottenburg: Bismardstraße 81. Rhenania, Fabril chemischpharmaceutischer Produkte, Bonn. 66 108025 447 852 109012 68 99 213 405( 3000) 54 92 528 62( 3000) 629 61 63 65 824 948( 500) 110025 130 79 409( 530) 603 84 853 81 943( 1000) 111090 171( 1000) 78 480 706( 1000) 861 997 112024 184( 500) 65 321 420 91 628 816 113227 62 364 462 675 918( 500) 114140 313 460( 1000) 543 92 627 87 89 717( 1000) 21 898 115073 128 52 254 302 63 66 404 659 69 623 75 87 927 91 116109 60 270 72 81 349 65 424( 500) 59 77 516( 600) 660 97 98 863 117414 509 730 837 66 89 118067 180 88 380 662 81 707 809 119002 257 341 87 409 596 601 31 69 749 62 98 813 im S Drian hof, 8 bis eingef Ber All 120295 437 611 736 821 72 985 121028 30 247 4 85 603 11 612 70( 3000) 704 921 122018 172 284 342 947 62 78 123107 233 426 644 756 804 9 124393 652 814 125015 169 276 398 638 914 72 93 126074 155 74( 1000) 75( 3000) 318 27 573 84 842 127003 274 87 306 665 700( 1000) 44. 128569 662 83 831( 1000) 129073 108 14 550 681 787 130063 378 418 660 844 67 131171 217 348 85 421 37 ( 1000) 86 687 602 854 55 900 21 182026 248( 1000) 643 92 726 942 49 138032 199 423 859( 500) 60 813 986 134023 147 295 509 664 80 737 135153 73 390 406 666 727 63 856 978 ( 500) 138196 339( 1000) 410 32 617 54 99 600 39 818 137167 207 99 562 697 803 07( 600) 50 944 138044 279( 500) 416 61 ( 600) 627 736 77 877 946 139022 222 65 403 623 32 140087 111 43 56 252 367 552( 600) 79( 500) 606 141012 78 369 664 707 63 882 941 142112 809 67 465 600 85 864 996 143000 47 79 134( 500) 488 510 608 80 823 46 144043 245 87 376 86 469 687 720 145094( 3000) 121 212 313 634 66 636 746 76( 500) 78 801 6 83 146038 49 70 173( 3000) 220( 600) 491 583 673 98 709( 3000) 77 99 904 19 90 147001 40 109 83 370( 8000) 457 643 88 98 811 904 148122 38 99 275 149012 ( 1000) 90 131( 800) 246 321 95 459 635 720 31 150217 37 67 489 680 605 69 151166 397 466 92 607 22 79( 500) 902 90 38 152068( 500) 112( 600) 86 211 425( 600) 89 648 612 41 731 946 153011( 1000) 90( 1000) 504 18 664 710 813 66 68 997 154014 37 188 202 380 96 441 612 785 862 90 155003 89 164 73 200 543 879 156155( 500) 378 637 90 653 84 761 924( 1000) 157053 279 867 421 619 850 15803679 188 207 62 429( 1000) 786 843 901 61 159142 241 307 ( 500) 80( 5000) 691 607 737 843 76 943 160017 268 88 330 503 680 713( 1000) 41 840 41 161200 22 86 363 79 884 85 904 182035 130( 600) 301 15 42 567 617 ( 800) 44 883 900 163206 320 24 46 409 662 692 762 842 164042 283 371 480 660 795 165150 99 233( 500) 356 417 46 996( 600) 166088 115 220 80 91 381 428 83 826 65 167036 120 96 263 457 67 69 681 612 774 863 969 168023( 3000) 90 116 233 81 373 623 877 933 79 169127 337 487 645 863 170352 415 680 804 171183 428 64 606 815 43 901 8 37 172025 83 74 199 233 96 727 960 90 173234( 3000) 432( 500) 541 627 776( 1000) 978 174078 80 183 458 602 58 787 809( 500) 73 927 60 175006 6 126 246 396 413 97 572 20 604( 500) 97 917 73 179083 127 318 743 99 882 177071 90 126 89 220 358 450 656 178067 131 286 391 663 742 939 66 83( 3000) 94( 1000) 179018 158( 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203052 200 45 203 600( 1000) 604 949 58 209097 258 469 684 41 603 27 762 809 210137 487( 800) 696 709 45 962 2110036 148( 500) 221( 1000) 347 90 532( 500) 38 955( 500) 212056 202 35 47 99 386 643 634 768 213191 200 304( 1000) 24 83 431 505 881 214381 85 406 41 90 98 599 709 63 808 936 41 98 215188 202 331 39 818 66 912 216045 98 196 255( 1000) 676 727( 500) 43 860 217160( 500) 66 76 98 622 741 866 941 64 218027 ( 500) 721 935 81 219046 239 76 304 55 542 608 30 768 82 847 220117 374 80 6: 3 832 64 998 221203 300 18 66( 500) 69 71 466 60 91( 3000) 686 696 743 222335 60 99 426 572 ( 1000) 942( 1000) 49 83 223669 979 224235 308 28 77 682 687 783 993 225073 121 28 72 684 778 903 226024 141 89 ( 500) 225 49 384 410 566 72 500) 601 38 43 839( 500) 40 96 900 64 227243 72( 600) 640 844 923 228070 115 29 32 70 72 649 605( 500) 60 76 83 982 229049 64( 3000) 110 409 33 624( 600) 70 800 63 230114 66 450 610 902 231147 210 78 522 635 705 42 232231 731 233150 62 81 230 446 656 06 75 76 641 733 865 951 Jm Gewinnrabe verblieben: 2 Brämien au 300 000 m, 2 e inite git 500 000 R 2 3 200 000 1, 2 150 000 3,2 ju 100 000 9., 2 gu 75 000 2 8 60 000., 4 gu 50 000 9, 6 x 40 000 10, 24 gu 30 000 St., 36 u 15 000 SR., 98 ju 10 000 R 230 au 6000 m, 3078 ga 8000 9, 6200 g 1000., 6476 500 Berantwortlicher Redakteur: Alfrey Wielepp, Reukölln. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin, Drud u. Berlag: Borwärts Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW. Albe Or B Mo findel Berli mit 1. 2. 3. 4. nu Iber iten den geb fid de belgesch. Str. 2a. Möbel. igstr. 37. ng. .Verein Wahlausschreiben der Allgemeinen Orts- Krankenkasse filr Berlin- Tempelhof. Gr.St.19 Auf Grund des§ 76 der Kassen akung sind für die Wahlperiode 914/1917 von dem Ausschuß der d.Berg.2 Arbeitgeber- Vertreter 3 Borstands Gemüse. itglieder und 6 Ersaßmänner, der Gemüse, Arbeitnehmer- Bertreter 6 Vorstands: nitglieder und 12 Erjagmänner zu pählen. Bensee Den Vertretern im Ausschuß zur lerstr. 2. tenntnis, daß die Wahlen am 1.- Str. 17, Juni 1914, nachmittags von 5 bis asstr.14. Uhr, im Restaurant Rich. Schauer, Ad.St. 17 Berlin- Tempelhof, Moltkestr. 5, statt Betr. 70 finden. Die Wahlen der Arbeitgeber nd Arbeitnehmer werden in gcrennter Wahlhandlung vorgenom ibair.36. ment. iẞst.11. Die Arbeitgeber wählen in der Zeit allee12 on 5 bis 6 1hr; dic Arbeitnehmer tstr. 28 in der Zeit von 6%, bis 8 1hr. aptstr.12 Bir fordern daher beide Gruppen apist.20 bon Vertretern auf, schriftliche Wahluptstr.8 borschläge einzureichen. Jeder Wahlborschlag darf nicht mehr als die vor genannte Anzahl von Bewerbern 1opol entbalten und muß von je 3 Wahl( 9 Arbeitgeber und 18 Arbeitnehmer) hen berechtigten unterzeichnet sein. Auch muz in jedem Wahlvorschlag der Bertreter sowie ein Steävertreter des Wahlvorschlages ersichtlich gemacht Haut werden. In den Wahlvorschlägen sind die gutes einzelnen Bewerber unter fort laufender Nummer aufzuführen, welche die Reihenfolge ihrer Benennung ausdrückt und nach Zuund Vornamen, Beruf und Wohnung zu bezeichnen sind. meinen Sollein ährig. Mit den Wahlvorschlägen der Ar Aufbeitnehmer ist ferner von jedem Bechiban werber eine Erklärung darüber beizufügen, daß sie zur Annahme bereit bliche find. Haut Die Wahlvorschläge müssen bis zell. fpätestens 25. Mai 1914 eingereicht werden. ütten haben: Ber Später eingereichte Wahlvorschläge find ungültig. Die Stimmenabgabe ist an diese erlin, Bahlvorschläge gebunden. #den Bots Die zugelassenen Wahlvorschläge fönnen von den Ausschußmitgliedern im Rajjenbureau der Allgemeinen ance Ertstrantentasse für Berlin- Tempelbof, Theodorstr. 5a, in der Zeit von 8 bis 1 1hr vormittags wochentäglich eingesehen werden. helms r. 151. Be 14. othere. ße 81. mifch I. 92 528 111090 65 821 40 313 128 52 270 72 14 Berlin- Tempelhof, im Mai 1914. Der Vorstand der Allgemeinen Ortskrankenkasse für Berlin- Tempelhof. Albert George, criter Vorsitzender. Allgemeine net. 10 Uhr Sonntags nur von 8. C.WACHSMANN& C 15 Reinickendorfer Sir. 15 neben der Feuerwache parterre u. I. 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Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Genosse, der Kohlenhändler Fritz Leskow Reichenberger Str. 31, gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 10.Mai, nachmittags 21 1hr, von der Halle des Thomas- Kirchhofes in Neutölln, Hermannstraße, aus statt. 213/8 Der Vorstand. Dr. R. Friedeberg ( früher Berlin) praktiziert wieder Bad Kudowa. 65/5 Sonnabend, 9. Mai 1914. Anfang 5 Uhr. Passage Theater. Kino- Varieté. Anfang 6%, Uhr. Cines Nollendorf: Theater. Histoire d'un Pierrot. Anjang 7 Uhr. Deutsches Opernhaus. Die Meistersinger von Nürnberg. Anfang 7%, llor. Kgl. Opernhaus. Die Zauberflöte. Kgl. Schauspielhaus. Die Jungfrau von Drleans. Deutsches. König Lear. Anfang 755 Uhr. Metropol. Die Reise um die Welt in 40 Zagen. Anjang 8 Uhr. Deutscher Metallarheiter- Verhand Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Schlosser Fritz Leskow ( Reichenberger Straße 31) am 7. Mai an Lungenleiden gestorben ist. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonntag, den 10. Mai, nachmittags 2, 11hr, von der Leichenhalle des Thomas- Kirchhofes in Reutölln, Hermanstraße, aus statt. Rege Beteiligung erwartet 118/2 Die Ortsverwaltung. Verband der freien Gast- und Schankwirte Deutschlands. Zahlstelle Adlershof. Am Mittwoch, den 6. Mai, verstarb unsere Kollegin, Witwe A. Blume im Alter von 52 Jahren. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 10. Mai, nachm. 4%, Uhr, vom Trauerhause Bismardstraße, aus statt. 74/6 Die Ortsverwaltung. 317 Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß unsere liebe Tochter und Schwester Elisabeth Kliemke nach langem, schwerem Leiden am Donnerstag früh verstorben ist. Familie Kliemke. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 10. Mai, nachmittags 5 Uhr, vom Bohnsdorfer Ge1139 meindefriedhof aus statt. Danksagung. Für die Beweise herzlicher Teilnahme und die reichen Stranzipenden bei der Beerdigung meines einzigen Sohnes, unseres Schwagers und Bruders 74A Gustav Meyer Sozialdemokratischer Wahl verein f. d. 5. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Am Montag, den 4. Mai, schied unier langjähriges Mitglied, der Monteur Paul Hornung Linienstr. 241a, Bezirk 448, nach langem Siechtum aus dem Leben. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Sonnabend, nachmittags 1,5 Uhr, von der Leichenhalle des Bartholomäus Kirchhofes, Weißensee, 223/8 aus statt. 11m rege Beteiligung ersicht Der Voritand. 9 Deutscher Transportarbeiter- Verband. Bezirksverwaltung Groß- Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Arbeiter Am 7. Mai verstarb nach langem, schwerem Leiden unser lieber Kollege, der Schriftseker Hermann Benz aus Winnenden( Württemberg) im Alter von 64 Jahren. Sein biederer Charakter und fein aufrichtiges Wesen sichern ihm jederzeit cin chrendes Andenken. Berlin, den 9. Mai 1914. Die Kollegen des Berliner Tageblatts". Die Beer digung findet morgen Sonntag, nachmittags 5 Uhr, von der Halle des St.- MichaelKirchhofes in Neuköün, Hermannstraße, uns statt. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die zahlreichen Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes Heinrich GriepenBekannten sowie dem Wahlverein, dem Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegers und Großmutter Wilhelmine Patzker geb. Kuntze am 7. Mai im Alter von 70 Jahren an Lungenleiden verstorben ist. Dies zeigt tiefbetrübt an Gottlieb Patzker nebst Kindern. Die Beerdigung findet am 10. Mai, nachmittags 2 Uhr, auf dem alten Thomas- Kirchhof, Neufölln, Hermannstraße statt. 109A + Bruchbandagen Leibbinden, Geradehalter, Irrigateure, Spritzen etc., Suspensorien, sowie empfiehlt trog sage ich allen Verwandten und alle Artikel z. Krankenpflege Paul Hornung Zentralverband der Masinister Fabrikant Pollmann, am 4. Mai im Alter vont 63 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 9. Mai, nach mittags 4%, Uhr, von der Leichenhalle des Bartholomäus- Friedhojes in Weißensee, Fallenberger Straße, aus staff. Im rege Beteiligung ersucht 64/14 Die Bezirksverwaltung. Sozialdemokratischer Wahlverein f. d. 6. Berl. Reichstagswahlkreis. 13. Abt., Bezirk 674. Am Mittwoch, den 6. Mai, ver. starb unser Genosse, der Drcher Paul Marx Calvinstr. 6. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Sonnabend, den 9. Mai, nachmittags 4 Uhr, von der Leichen balle des St.- Johannis- Kirchhofes in Blögensee, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 227/11 Der Vorstand. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meines 19926 sagen wir allen, besonders dem Ge- lieben Wannes und Vaters fangverein Borwärts jowie Stollegen unseren besten Danf. Frau Wwe. Meyer. den Johann Käsehagen sage ich hiermit allen Freunden und Bekannten, dem Soz. Wahlverein, insbesondere den Kollegen der Firma E. Bernsdorf und Familie.. Silberblait meinen aufrichtigen K. Philipp und Familie. Dank. Bw. M. Käsehagen. und Heizer und den Kollegen Anhaltischen herzlichsten Dant. Vorwärts- Bibliothek Die Heiteretei Eine humoristische Erzählung von Otto Ludwig. Me us, to In minister rieges den Mün rung am fähig mitte amte Gut gebunden 1 Mark. nicht Stell bor Buchhandlung Vorwärts inic Lindenstraße 69. nachi bewe gehö Das Kranzspenden sowie sämtliche Linie Maschinenfabrit meinen jetzt Berlin N., Lothringer Str. 60. Blumenarrangements aus 19986 Eigene Werkstatt. Lieferant für liefert schnell und billig Paul Krankenkass. Fachgem. Bedienung. Gross, Lindenstr. 69, Tel. pl. 7208 Diese Frau Emilie Griepentrog. Sport Facken allen Farb 7.50 Invergleichlic Geisha Bluse Reine Seide Junikrock 6.50 in allen Farben 5.90 in Auswahl und Preiswürdigkeit durch Selbstfabrikation Kostüme nur schicke Fassons 13.50 22.- 34.75 bis 75 M. 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Hierauf: Liebe. Nachher: Lottchens Geburtstag. Schiller- Theater Charlottenburg. Sonnabend, abends 8 Uhr: Heiligenwald. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Rosenmontag. Sonntag, abends 8 Ubr: Urania. Zum Hochfien der Jung. Ueber unsere Kraft( I. Teil). frau. Lefing. Pygmalion Kammerspiele. Der Snob. Deutsches Künstler Theater. Schneider Wibbel. Berliner. Wie einst im Mai. Königgräger Straße. Mr. Wu. Theater des Westens. Bolenblut. Theater am Rollendorfplay. Der Jurbaron. Kleines. Marys großes Herz. Thalia. Wenn der Frühling tommt. Trianon. Die Notbrücke. Komödienhaus. Kammermusit. Montis Operetten. Jung- England. Lustspielhaus. Die spanische Fliege. Schiller O. Das große Licht. Schiller Charlottenburg. Heiligenwald. Roje. Die Tochter des Heimgefehrten. Kajino. Bo die Liebe hinfällt. Reichshallen. Stettiner Sänger. Herrnfeld. Ein Reinfall. Heut' ist übermorgen. Klabrias- Partic. Wintergarten. Spezialitäten. Apollo. Otto Reutter. Palast Theater. Das Mirakel. Zirkus Busch. Das Mirakel. Anfang 8%, Ubr. Residenz. Ein Walzer von Chopin. Friedrich Wilhelmstädtisches. Die Förster- Chriftl. B Theater an der Weidendammer Brücke. Der müde Theodor. Walhalla. Die Dollarprinzessin. Luisen. Ein feltsamer Fall. Montag, abends 8 Uhr: Des Meeres und der Liebe Wellen. Theater in der Königgrätzer Straße Täglich 8 Uhr: Mr. Wu. Komödienhaus. 8 Uhr: ,, Kammermusik“. Berliner Theater. 8 llhr: Wie einst im Mai. Theater an der Weidendammerbrücke. Täglich 81%, Uhr. Ende 10% 2: Zum 57. Male: Der müde Theodor. Sonntag 3( tleine Preise) u. 8 lthr: Der müde Theodor. Theater am Nollendorfplatz 3 Uhr: 4. Opern- Aufführung, des Sternschen Konservatoriums. Der Juxbaron. 8 11hr: Residenz-Theater. Anfang 8 Uhr. Folies Caprice. Der Luftturner. Ein Walzer von Chopin. Das Karnidel. Das Erdbeben. Aniang 8, Ulbr. Neues Volks- Theater. Die Haubenlerche. Momiralspalast. Im Tangollub. Anjang 9 Ubr. Amor auf Urlaub. Schwant in 3 Atten von Henri Kéroul und Albert Barré. Morgen und folgende Tage: Ein Walzer von Chopin. Theater des Westens. Berliner Eispalast. Eisballett. 8 Uhr: Polenblut. Sonntag 3 Uhr: Der Biberpelz. Sonntag, 8 Uhr: Schneider Wibbel. Walhalla-Theater Weinbergsweg 19/20. Gastspiel des Operetten- Ensembles v. Große Frankfurter Str. 132. Letzte Wochentags- Aufführg. Die Tochter des Heimgekehrten. Anfang 8 Uhr. Sonntag, nachm. 3 Uhr: 3. lezzi. Male: Die Tochter des Heimgekehrten. Rose- Theater. Dirett. Bernhard Roje. Casino- Theater Täglich 8 Uhr: Die Dollarprinzessin. Trianon- Theater. Täglich abends 8 Uhr: Die Notbrücke. Lothringer Straße 37. Täglich 8 Uhr. Litke Carlsen in Der Glückspilz". Juana, 3 Tauberts, Mile. Lolitta. Hierzu der große Lustspiel- Schlager Wo die Liebe hinfällt. Stürmischer Lacherfolg. Zirkus Busch Gastspiel des Deutschen Theaters Direktion: Max Reinhardt. Das Mirakel Antang 8 Uhr. Vorverkauf an der Kasse des Deutschen Theaters, Zirkus Busch und A. Wertheim. Preise der Plätze von 1-10 M. Kochkunstausstellung ,, Die Küche im Mai" Heute: Prunkschüsseln. Clou Täglich 10-9 Uhr. Eintritt 1 Mark.. Konzert 4-8 Uhr. Brauerei Friedrichshain. Sonnabend, den 16. Mai 1914, abends 8 Uhr: III. Sinfonie- Konzert. Ausführende: Blüthner- Orchester, Dir. Erich Ochs, und der Berliner Liederkranz. Solisten: Therese Gindra, Gesang, Felix Robert Mendelssohn, Cello-Virtuose. Entree 50 Pf. Im Vorverkauf 30 Pf Tägl. ab Militär- Konzert. 4 Uhr: Vom 15. Mai 1914 ab: Großes Militär- Doppel- Konzert. Eintrittspreise: Zoo 1 M., von 6 Uhr ab 50 Pf. Aquar. 1M. v.d.Str. 50Pf. v.Zoo Kinder unt. 10 Jahr. die Hälfte. Neu! Neu! AQUARIUM 9 Uhr morgens bis 10 Uhr abends. 10 11 ARTEN ER GA Neues Programm! Rajah in ihren Tänzen Johnson u. Dean Jeanette Denarber mit ihrem Ballon RagtimeSextett und eine Auslese hervorragender Kunstkräfte! Entreeplatz wochentags M. 0,60. Rauchen gestattet! Apollo- Theater. 8 Uhr Tel.: Lützow 2757. Taubenstraße 48/49. 8 Uhr: Zum erstenmal: Reic 50 Lag Ber eing Biff wid bei hab ichu is Stand Zum Hochfirn der werde Jungfrau. Metropol- Theater. Abends 7 Uhr 55 präzise: Die Reise um die Erde in 40 Tagen. Morgen nach Ein Blitzmädel. mittag 3 Uhr: Passage- Panoptikum. Lebend! Die letzten weiblichen Azteken! Der unfesselbare Rappo, der König der Ausbrecher. Aga, die schwebende Jungfrau. Buddhas Geistertafel. Alles ohne Extra- Entree! Eintr. 50 Pf. Kind. u. Sold. 25 Pf. Voigt- Theater Badstraße 38. leine Bildu aljo die tags lobu zum Den S erfic hat Bi pref entf mög hab höh Ver tei ge hin ben wei Sonntag, 10. Mai 1914, nachm. 3 Uhr: Eri Der stolze Heinrich. Abends 7 Uhr: 8 Uhr Prinz und Bettlerin Otto Reutter u. das übrige Mai- Varietéprogramm. Rauchen gestattet! Reichshallen- Theater. Stettiner Sänger. Sensationslomödie in 6 Bildern. Kaffeneröffn. 10 Uhr, Anf. 3 u. 7 11br. Folies Caprice. Anfang 8 814 Uhr Zum 1. Male: Der Luftturner jowie Das Karnickel. Das Erdbeben. 11111 die Taja jeb cin ge ne wi G po Herr D'rektor Kuhlicke Admiralspalast. 6 Burleske von Mensel. Anjang 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Die Eis- Arena. Novität Im Tangoklub" und zum 250. Male das effektvolle Eisballett ,, Die lustige Puppe". Bis 6 Uhr u. ab 10%, Uhr halbe Kassenpreise. Wein- und Bier- Abteilung Berantwortlicher Redckteur: Alfred Wielepp, Neukölln. Für den Injeratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin, Drud u.Berlag: Borwärts Buchdruckerei u, Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. be tig thek lei 18 Man sieht, Herr v. Falfenhahn sprach vor einigen Tagen nur us, was ist: Dem Militarismus fann alle Kultur gestohlen werden. Preußisch- sächsischer Eisenbahukrieg. In der heutigen Sigung der Zweiten Rammer fam der Finanzminister Eeydewig auch auf die Frage des sogenannten Eisenbahnrieges zwischen Preußen und Sachsen zu sprechen und führte aus: Borgestern wurden unter anderem auch die Verhältnisse auf den Linien Leipzig- Hof- München und Berlin- ProbstzellaMünchen einer Stritit unterzogen. Es wurden dabei auch die Aeußerungen erwähnt, die vom Präsidenten des Reichseisenbahnamtes am 25. und 26. Februar im Reichstage über die Leistungsfähigkeit der genannten Linien gefallen sind. Hierzu kann ich mitteilen, daß die sächsische Regierung mit dem Reichseisenbahnamte in Verbindung getreten ist und dieies mitgeteilt hat, daß es Mark. nicht beabsichtige, für oder gegen eine der genannten Linien Stellung zu nehmen. Die sächsische Regierung nimmt nach wie bor mit aller Entschiedenheit die Stellung ein, daß die sächsische värts Vinie in ihrer Leistungsfähigkeit der preußischen in feiner Beife nachsteht. Wenn von einer Konkurrenz und unlauterem Wettbewerb Preußens gesprochen wurde, so muß ich gegen diese Auflen faffung entschieden Widerspruch erheben. Der Eisenbahnkrieg gehört in das Reich der Fabel.( Große Unruhe. Zuruf: Das stimmt nicht!) Das ist ein Wettbewerb in durchlents aus loyalen Grenzen. Ferner wurde bemängelt, daß auf der Paul Linie Berlin- Oberberg- Wien von der preußischen Verwaltung Rpl. 720 dieselben Fahrpreise erhoben würden, wie auf der fürzeren Linie Berlin- Dresden- Wien. Dieses Verfahren wurde mit der Reichsverfassung in Widerspruch stehend genannt. Die sächsische Regierung wendet dieses Verfahren aber auch an, und es existiert feine Bestimmung der Reichsverfassung, die es verbietet. Eine Schädi gung Sachfens findet demnach durch die Linie über Oberberg nicht statt. Die fächsische Regierung ist erfolgreich bestrebt, sich den Durchgangsverkehr zu sichern. A der er. Erde 1. del. 0, au. Pf. er rin . 116r. er Der Bildungsausschuß ein politischer Verein. Das Syftem Dallwig wirkt auch nach dem Abschiede seines Titelbelben weiter. Nach der Politischerklärung der Jugendausschüsse, der Arbeiter- Sportvereine und der Gewerkschaften find nunmehr die Bildungsausschüsse an der Reihe. Diesmal gibt der Breslaver Polizeipräsident den Ton an, der dem Genoffen Löbe folgenbent Utas übermittelte: Breslau I, den 5. Mai 1914. Nach den amtlichen Feststellungen dient der hiesige sozial demokratische Arbeiter- Bildungsausichus wegen(!) seiner Einrich tung, Bestimmung und Tätigkeit nicht nur der linterhaltung und Belehrung, sondern auch und zwar in der Hauptsache dazu, die Jugendlichen durch planmäßige Aufklärung auf verschiedenen wissenschaftlichen Gebieten(!) für die Zwede der sozialdemotratischen Partei zu gewinnen und in der Zugehörigkeit zu ihr zu erhalten und zu festigen. Der Ausschuß bezweckt somit eine Einwirkung auf politische Angelegenheiten. feinen Wenn er auch in einem gewissen Abhängigkeitsverhältnifie au dem hiesigen Sozialdemokratischen Verein steht und Beisungen zu folgen hat, so hat er doch seither, insbesondere durch Berapitaltung öffentlicher Versammlungen und durch Auswahl und Durführung der in diefer zu erörternden Gegenstände, eine selbftär.dige Vereinsbetätigung entfaltet. Er ist somit ein politischer Verein. Als dessen Vorsitzenden fordere ich Sie deshalb gemäß§ 3 Reichs- Vereinsgejeges auf, zur Vermeidung von Geldstrafe von 50( fünfzig) Mart, an deren Stelle im Ünvermögensfalle fünf Tage Haft treten würden, mir binnen zehn Tagen ein Verzeichnis Der Vorstandsmitglieder des Ausschusses und dessen Sagungen einzureichen. Auch gebe ich Jhneu, unter Hinweis auf§§ 17, 18, Biffer 5, 6 Reichs- Vereinsgefeges, bekannt, das hiernach verbote widrig in von dem Ausschusse veranstalteten Versammlungen an wefende Jugendliche ihre polizeiliche Entfernung zu gewärtigen haben. b. Oppen." Der Breslauer Bildungsausschus hat, da er eben nur ein Ausschuß und fein Verein ist, bisher weder Eagungen noch einen Vorstand. gehabt. Beides müßte der Polizei zuliebe erst geschaffen werden. Dazu haben die Breslauer Genossen vor der Hand noch leine Veranlassung, um so mehr, als die Amtsdauer des bisherigen Bildungsausschusses jetzt gerade abgelaufert war. Man verzichtete also borläufig auf die Neuwahl eines Bildungsausschusses und die Polizei wird auf die Beantwortung ihrer Wünsche etwas warten müjjen. Reichstagsneuwahl in Koburg. Der Saalezeitung" zufolge wurde dem nationalliberalen Reichstagsabgeordneten Regierungsrat Dr. Duard die Chefstelle der loburgischen Ministerialabteilung angeboten, wodurch eine Nachwahl zum Reichstag für Koburg notwendig würde. Dr. Duard hat nach Den Meldungen Koburger Blätter angenommen. Die Wehrbeiträge der Agrarier. Der gauze reis Ost Sternberg, in dem eine erfleckliche Anzahl großer Grundbefizer rejibiert, hat nur 215 000 art, also noch nicht mal eine Biertelmillion Wehrsteuer eingebracht. Die LofalPresse nennt dies ein berblüffendes Resultat" und nimmt entschuldigend an, daß viele reiche Leute des Kreises ihr Verschaftsstuben und las es vor, bebor die Matrosen an Land gingen. Bastor auch feine Kurkarte verkauft würde, damit er nicht in die Der Besuch gewisser Kolonialwarenhändler, Friseure, Wirte Lage fomme, für sein Halsleiden die Brunnentur zu wurde, genau wie beim Landheer, berboten. Das traf einmal gebrauchen. Sozialdemokraten und zweitens Leute, die dänischer Die gut driftlich und patriotisch gefinnte Einwohnerschaft ist Gesinnung verdächtig waren. Das gleiche wurde bei dem über diese Willfür derart empört, daß es in der jüngsten Gemeindes Schiff„ Osttfriesland" in Apenrade getan. vertretung des Ortes äußerst lebhaft herging. Da aber die wirtschaftliche Macht des Fürsten den ganzen Ort beherrscht, wird der vergewaltigte Pastor wohl faum Genugtuung erhalten. Die Lage in Mexiko. Meine Herren, stellen Sie sich vor, wie das auf die Bevölferung wirfen muß! Im August vorigen Jahres hat der Handelsverein in Apenrade unter dem Vorsiz eines Stadt verordneten Zink, der der nationalliberalen Partei angehört, eine Protest resolution dagegen angenommen. Stellen Sie sich vor, wie weit es gefommen sein muß, bis eine nationalliberale Protestresolution gegen Armee und Marine vor= Washington, 8. Mai. Kriegssekretär Garrison empfing geschlagen wird.... Gerade an diesem Falle mögen Sie sehen, was die Militärverwaltung, was die Marineverwaltung tut, gestern eine lange chiffrierte Depesche vom General welche Verwüstungen fie im Vollebewußtsein anrichtet! Und wie unston. Er berief daraufhin den gesamten Generalstab, muß das auf das Ausland wirfen! Wie muß in Dänemark von mit dem er eine Beratung abhielt, die fast bis Mitternacht dem großen Deutschen Reich gedacht werden, das Angst hat, wenn dauerte. Garrison erflärte, General Funston habe ihm Mitdie Soldaten bei dem oder jenem Kolonialwarenhändler etwas teilungen von Flüchtlingen über die Lage in der Stadt einkaufen, weil der Kolonialmarenhändler nicht die vorge Merito übermittelt. Die Flüchtlinge hätten erklärt, der schriebene Gesinnung hat!" 3usammenbruch der Herrschaft Huertas fönne jeden Augenblid erwartet werden; dann würde Anarchie eintreten. Als Vertreter der Militärverwaltung äußerte der preußische Generalleuinant v. Wandel u. a.: Wie bekannt wird, ist das Kriegsamt darauf bedacht, in bis 60000 Mann Truppen aufzustellen, welche Veracruz oder auf Tansportschiffen in der Nähe 50000 Ein Sieg der Konstitutionalisten. Washington, 8. Mai. Dem Staatsdepartement ist eine Meldung zugegangen, daß San Luis Potosi von den Konstitutionalisten genommen worden sei. Italien. 19291 Was nun die 2otalverbote betrifft, so sagen die Bestimmungen ganz klar: sie sollen nur erlassen werden lediglich injoweit, als sie durch den Schutz der militärischen Disziplin bedingt sind, und niemals aus irgendwelchen ande ren allgemeinen politischen Gesichtspuntten. erforderlichenfalls nach der Hauptstadt vorrüden Das sind die Direktiven, wie sie von der Zentralstelle gegeben sollen. find... Sie hat sich bereit erklärt, sowohl in der Budget= tommission als bei verschiedenen Gelegenheiten hier im Plenum, alle diejenigen Fälle, in denen nach der Meinung der Herren Verstöße gegen diefen allgemeinen Grundfas vorgekommen sind, zu untersuchen und Abhilfe eintreten zu lassen. Ein Boyfott, der in der Absicht, einen Gewerbebetrieb zu schädi. gen, oder aus irgendwelchen anderen Gründen, die nicht mit der Lage für die Aufrechterhaltung der Disziplin zusammenhängen, von einer Militärbehörde ausgeübt werden sollte, würde den der Bestimmungen widersprechen und auch von Kriegsverwaltung nicht als zulässig erachtet werden." Wien, 8. Mai. Die„ Neue Freie Presse" meldet aus Venedig: Der sozialdemokratische Antrag wurde von der Mehrheit nicht Gestern abend fanden auf dem Markusplage wegen der antiangenommen, und die Verhinderung des Militärboykotis auf dem italienischen Demonstrationen der Slowenen in Triest vom 1. Mai Wege der Gejezgebung war damit vereitelt, aber der Reichstag große Kundgebungen statt, zu welchen auch Studenten aus nahm am folgenden Tage mit einer Mehrheit von 2: 1 cine eso Padua gekommen waren. Zuerst wurde eine Bersammlung in der Iution an, in der der Reichsfangler aufgefordert wurde, dafür Handelsakademie abgehalten und dabei eine schwarz- gelbe zu sorgen, daß der Militärbontott von Gewerbetreibenden aus poli.abne verbrannt. Die Demonstranten zogen dann unter tischen Grürden aufhöre. Schmährufen gegen die Slawen auf den Markusplag. Die Polizei versuchte die Demonstranten zu zerstreuen und nahm mehrere Ber haftungen vor. Aber von alledem weiß die Militär- und Marineverwaltung icheinbar nicht das geringste. Jedenfalls haben sich bei einem Besuch von vier oder fünf Kriegsschiffen in Apenrade die oben geschilderten Vorgänge genau in derselben Weise wieder holt. Bei einer Strafe von drei Tagen Arrest ist es den Matrosen verboten worden, die auf einer Liste aufgeführten Geschäfte zu besuchen. Wo bleibt da die Disziplin, die doch fonit immer ausschlaggebend sein soll, wenn die nachgeordneten Militär- und Marinebehörden in dieser Weise auf die Direktiven der Zentralstellen pfeifen können?! Oder ist die Disziplin nur für die Gemeinen da? Ob jetzt wohl die Marineverwaltung Beit finden wird, die Sache zu untersuchen" und ob wohl bis zum nächsten Flottenbesuch in Apenrade„ Abhilfe eingetreten" sein wird? Wir werden sehen. Beihilfen an Altpensionäre. Dem Reichstag ist der Gefeßentwurf über die Gewährung von Beihilfen an Altpensionäre und Althinterbliebene zugegangen. Das Gejeg bestimmt: Antiösterreichische Demonstrationen. Auch in Udine und Florenz fanden gestern Versammlungen statt, in deren Verlauf heftige Reden gegen die Slawen und gegen die Politik gegenüber dem österreichischen Italien gehalten wurden. Rußland. Der Kampf um die Immunität. Petersburg, 8. Mai. Die Reichsduma beriet den Antrag der Kadetten, eine Kommission zu ernennen, die innerhalb dreier Tage eine Gesegesvorlage über die Unverant. ortlichkeit der Abgeordneten für ihre Reden in der Duma einbringen soll. Mtt erdrückender Stimmenmehrheit wurde gegen einige Stimmen der äußersten Rechten der Antrag angenommen, eine Kommission zu ernennen, die einen Bericht binnen sieben Tagen vorlegen soll. Albanien. Die internationale Vermittlung. Den zu oder vor dem 1. April 1908 pensionierten Beamten und Offizieren ist auf Antrag im Falle des Bedürfnisses eine Paris, 8. Mai. Nach einer anscheinend offiziösen Meldung wird Internationale, Bensionsbeihilfe zu gewähren, die bei Benfionen bis zu 1500 m. die Kommission in Albanien 20 Broz, von mehr als 1500 bis 3000 92. 15 Prog. und von mehr folgende Vorschläge zur Lösung der Epirusfrage machen: als 3000 M. 10 Broz. beträgt. Pension und Beihilfen dürfen zu Epirus soll in zwei Bezirke, Koriza und Argyrocastro, eins sammen den Betrag von 6000 M. nicht übersteigen. geteilt werden. Jeder Bezirk werde einen von der Bevölkerung ge Witiven und Waifen der genannten Bersonen jolie der vorwählten Rat und einen von dem Fürsten ernannten dem 1. April 1908 verstorbenen attiven Beamten und Offizieren Gouverneur erhalten. Der Gebrauch der griechischen wird auf Antrag im Falle des Bedürfnisses eine Hinterbliebenen beihilfe von 10-20 Broz. gewährt. Das Witwengeld und die Beihilfe darf zusammen aber den Betrag von 2400 W., bei Bollmaisen 800 m., bei Halbwaisen 480 M. nicht übersteigen. Sprache im Verkehr zwischen dem Gouverneur und den Be wohnern werde gestattet sein, und ferner werde jede Gemeinde das Recht haben, den Unterricht in griechischer Sprache erteilen zu Das Vorhandensein eines Bedürfnisses ist bei dem Pensionär lassen unter der Bedingung, daß die Kinder in den Volksschulen ohne weiteres anzunehmen, wenn er verheiratet oder Angehörigens auch die albanische Sprache erlernen. Der Sicherheite= unterbaltspflichtig ist, und wenn fein jährliches Einkommen dienst soll durch eine in Epirus rekrutierte und von holländischen weber 8000. bei Unterbeamten 1500 m. noch die Summe Instrukteuren ausgebildete Gendarmerie versehen werden. bon 6000 M. übersteigt." In der Begründung wird ausgeführt, daß die Altpensionäre mit den Neupensionären nicht als gleichberechtigt anerkannt werden fönnen. Es entspreche nur der Billigkeit, wenn bei den zweifellos bestehenden Teuerungsverhältnissen ein gewisser Ausgleich herbei geführt wird. Lehte Nachrichten. angenommen. Die Personen der Unterklasse des Soldatenstandes Die Arbeiterversicherungsgeseze von der belgischen Kammer werden von dem Entwurf nicht betroffen, sie werden vielmehr nach wie vor auf die Unterſtügungs- und Dispositionsfonds verwiesen. Brüffel, 8. Mai. Die Kammer hat die Kranken- und In. Das Gesetz soll noch in Straft treten, ehe der Reichstag in die validitätsversicherungsgeiche und das Gefeß, durch welches Alters. Ferien geht. 1 Bom agrarischen„ Notstand". penfionen geschaffen werden, mit 83 Stimmen bei 57 Enthaltungen angenommen. Die Versicherungspflicht ist obligatorisch für Arbeiter und Angestellte beider Geschlechter, deren Jahresverdienst schlossen, da am 24. Mai Neuwahlen für die Hälfte der Kammerfize stattfinden. mögen und Einkommen größtenteils anderen Drtes versteuern, wechielte in wenigen Jahren viermal feinen Befiger. Die Landbanf 2400 Frank nicht übersteigt. Die Kammer wurde hierauf ge Das Ritteigut Luppe in der Kreishauptmannschaft Baußen habe doch auch der Generalpardon keine nennenswerte Er Berlin gab das Rittergut für 250 000 W. an einen Forstmeister Belter höhung der steuerpflichtigen Vermögen ergeben. Eine naive ab. Nach taum zwei Jahren verlaufte Zelter das Gut an die Holz Bermutung, wenn's teine Heuchelei ist! Die Dpferwillig handlung Stupich u. Seidel in Berlin, die sich daran machte, die feit der Agrarier ist stets und allerwärts er bärmlich Waldbestände wegzurafieren. Aus dem gefchlagenen und verkauften gering, und selbst. der Generalpardon für frühere Steuer Solz löfte sie über 200 000 M. Jetzt hat ein Leipziger das Gut für hinterziehungen vermag die echtpreußischen Patrioten nicht zu 210 000 92. übernommen. bewegen, in Zukunft mehr zu zahlen. Aus einem fürstlichen Badeort. Eine erneute Niederlage der Albanier. Saloniti, 8. Mai. Die vereinigten epirotischen Streitkräfte haben, laut einer Melbung aus Kastoria, die Albanier unter empfindlichen Berlusten über Morwas zurüdgedrängt. Der griechische Führer Melas wurde dabei am Kopfe verwundet. Der Streik in der spanischen Handelsmarine. Madrid, 8. Mai. Ministerpräsident Dato hat der Streit. Aber ebenso winzig, wie sie den Beutel aufmachen, ebenso weit reißen sie den Mund auf. Sie spielen sich als die Ein ganz einzigartiger Borgang wird uns aus dem schlesischen Bade. Uhr: Erhalter des Vaterlandes auf, während sie in Wirtlichkeit nur ort Salzbrunn geschildert. Das Bad gehört dem Fürsten Bleß und unverhältnismägig viel von seinen Erträgnissen einheimsen, von diesem wird auch ein großer Teil des gesamten Wirtschafts die besten Stellen in einer Art Erbpacht haben und die Herr lebens, das sich aus der Fremdenindustrie ergibt, beherricht. Vorausschuß der Offiziere der Handelsmarine in Bilbao telegra schaft führen. Sie räfonnieren über die großen Städte bei einigen Jahren wurde für den Ort eine allgemeine Sammlung ver- phisch ersucht, nach Madrid zu kommen, um über die Bei jeder Gelegenheit, aber selbst zum Wehrbeitrag steuern sie nur anstaltet, um eine Stirche zu bauen. Das Geld tam zusammen und legung des 3mistes zu verhandeln. Der Streifausschuß ein Beniges bei, obwohl die Heeresvermehrung von ihnen die Kirche wurde auf Pleßzichem Grund und Boden erbaut. Die hat diese Aufforderung unbeantwortet gelaffen. Man begefordert wurde und namentlich ihren Angehörigen wieder Einwohner, die hauptsächlich die Mittel aufgebracht hatten, glaubten fürchtet in Bilbao, daß die spanische Regierung die infolge des neue Offiziersposten schafft. Dagegen leisten die Großstädte nun, daß ihnen die Kirche auch dann zur Benuzung frei stehen Streifs in England zurüdgebliebenen spanischen Schiffe mit Hilfe wieder den Löwenanteil. Der vielgeschmähte Wasserkopf" würde, wenn feine Surgäfte im Orte weilen. Von dieser Auf englischer Mannschaften nach den spanischen Häfen zurüdbringen Groß- Berlin bringt über 144 Millionen. fassung hat sie die fürstliche Verwaltung bald furiert. Die Kirche werde. In diesem Falle würde der Ausstand auch auf die im wurde im Winter geichlossen und nur im Sommer für die Kurgäste afrikanischen Dienst beschäftigten Schiffe ausgedehnt werden, wogeöffnet. Gegen diefe Maßnahme bäumten sich die frommen Einwohner durch die Verproviantierung der spanischen Truppen in Marokko Zum Kapitel Militärboykott. auf. Mit ihrem Pfarrer Goebel an der Spitze führen sie seit einem In der Reichstagsfizung vom 19. Juni v. J., wo der Boykott politisch migliebiger Gewerbetreibender durch die Militär. Jahr einen heftigen Kampf gegen ihren Gutsherrn" und KirchenBastor Goebel wurde von der fürstlichen Verwaltung das Betreten der behörden zur Verhandlung stand, führte der Abg. Dr. Frant, patron. Dieier Kampf hat jest folgenden Zwischenakt herbeigeführt. Dem Soldatenmezeleien in Serbien. der den von sozialdemokratischer Seite gestellten Antrag zur fünf- sturanlagen und sämtlicher Wege, die dem Fürsten Sofia, 8. Mai.( Meldung der Agence Bulgare.) Nach hier tigen Verhütung der Militärwillfür durch gesehliche Bestimmungen gehören, verboten. Ja, die Verwaltung des Fürsten, die eingetroffenen Meldungen find fürzlich in Ristovac 18 mazedonische motivierte, unter zahlreichen anderen Fällen auch folgenden an: unter der Leitung des bekannten Regierungsrats Keindorf steht, tat Rekruten, die den Hahneneid verweigerten, bei einer aus diesem „ Es wird mir mitgeteilt, daß in penrade wiederholt noch ein übriges. Sie instruierte alle Angestellten des Sturparks Anlaß entstandenen Schlägerei getötet worden. Ferner ist eine folgendes vorgekommen ist: Das Kriegsschiff Westfalen" legte für zipei oder drei Tage dort an, und die erste Sorge war: wenn dahin, den Pastor Goebel aus den Anlagen hinaus Kompagnie Rekruten aus Iftip, die ebenfalls den Fahneneid verDie Soldaten und Matrosen an Land gehen, müssen sie behütet au meifen und ihm an den Stonzerttajien teine Einweigert hatte, nad) Stragujevac gebracht und von serbischen Soldaten werden vor der Infizierung mit gefährlichen been. trittskarten zu verlaufen. Und um allem die Strone niebergemekelt worden. Die Meldungen haben hier große Erregung Man stellte ein I anges Verzeichnis auf für alle Mann- laufgujegen, verfügte die fürstliche Verwaltung weiter, daß dem hervorgerufen. t. b" ektge Thr start erschwert werden würde. Jandorfs Strumpf- u. HandschuhTom Woche Erprobt gute Qualitäten zu wirklich billigen Preisen A.Jandorf& C Spittelmarkt Belle- Alliancestr. Gr. Frankfurterstr. Brunnenstr. 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Mitgliedsbuch oder Karte ist mitzubringen. Mit mehr als 8 Beitragsresten darf niemand wählen. 56/ 19* Bezirk Norden: Die Ortsverwaltung. Wahllokale: 1. Döhling, Brunnenstr. 79 2. Hoffmann, Pasetvalter Str. 3 Bezirk Schönhauser Vorstadt: 3. Gliesche, Kopenhagener Str. 74 Bezirk Nord- West: 4. Bürgerfäle, Beusselstr. 9 5. Schröder, Stromstr. 36 Bezirk Osten: 6. Rott, Straßmannstr. 29 7. Schmidt, Gubener Str. 13 Bezirk Süd- Ost und Süden: 8. Schulze, Forster Str. 17 9. Weiße, Waffertorstr. 67. 10. Kleinfe, Arndtstr. 35. Bezirk Lichtenberg: Bezirk Tegel: 18. Sorrer, Schlieperstr. 80 19. Schulze, Borsigwalde, Schubartstrage 39 20. Schweizerhaus, Waidmannslust, Dianastraße Bezirk Reinickendorf: 21. Lüning, Scharnweberstr. 37 Bezirk Spandau: 22. Daerz, Kurstr. 21 23. Wind, Pichelsdorfer Str. 5 24. Gnädig, Staaten, Berliner Str.41 Bezirk Köpenick: 25. Rief, Grünauer Str. 7 26. Schröder, Friedrichshagen, Secftraße 103 Bezirk Adlershof: 11. Ritter, Lichtenberg, Schillerstr. 26 27. Tempel, Kronprinzenstr. 46 12. Berner, Wilhelmstr. 86 Bezirk Oberschöneweide: 13. Rabe, Wilhelminenhofstr. 43 Bezirk Johannisthal: 14. Gobin, Roonstr. 2 Bezirk Neukölln: 15. Weigelt, Steinmehstr. 93 Bezirk Charlottenburg: 16. Volkshaus, Rosinenstr. 3 Bezirk Weißenfee: 17. Peutert, Berliner Allee, Ede Streustraße 28. Dürre, Alt- Glienide, Köpenider straße 6 Bezirk Schöneberg: 29. Haendel, Borbergstr. 9 Bezirk Niederlehme: 30. Roch, Niederlehme, Jägersruh 31. Knorr, 3ernsdorf Bezirk Teltow: 32. Bonow, Berliner Str.-16 Bezirk Blankenfelde: 33. Staab, Blankenfelde Bezirk Erfner: 34. Degebrodt's Gesellschaftshaus Reederei Kahnt& Hertzer stonin 2062 Königft. billige Dampfer- Extrafahrten bis auf weit. Sonntags. 216 Waisenbrücke nad Wendenschloß Krampenburg, Grünau Abfahrt nuchm. 2 Uhr. Hin und zurüd 59 Bf., Kinder 25 Bf. Außerdem Ben Frühlingsfahrt Zere Mart 50 B1.15in u. auf vielf. Wunsch: d D Zernsdorf 90 Bf.) zur. hin u. zur. 2 M. Abf. 7 6. mit Rundfahrt auf der idyllischen Lante. 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Bir müssen deshalb die Frage häufige Lehrerwechsel ist bedauerlich; am besten wäre es, wenn die deren schredlichen Folgen und über deren Zunhme jich der Bericht an die Unterrichtsverwaltung richten: Was geschieht mit den Lehrer lebenslänglich in der gleichen Schule blieben.( Beifall der Gewerbeinspektoren jower beklagt. Im Streise Rees hatte Pehrern, die sich so gegen die Schuljugend versündigen? Werden rechts.) der Landrat an Stelle des Naturiunde und Turnunterrichts einen sie beriezt oder entlassen oder nicht? Aus der Schule iſt feine Abg. Kesternich( 3.): ,, praktischen Landwirtschaftsunterricht" Anjiali geworden zur geistigen und Körperlichen Ausbildung der eingeführt, der unter Ausschaltung des Lehrers von dem Großkapitalismus herangezogen. Es ist dahin gekommen, daß der Kinder. Es werden dort nur Arbeitsfräfte für den fnet eines Gutes erteilt wurde. Als die Eltern ihre Kinder Lehrer nicht selbständiger Bildner der Jugend ist, sondern ein in nich zu mehritündiger Gutsarbeit bergeben wollten, wurden sie den Beamtenförper eingepreßter Lohnarbeiter für die kapitalistische vom Schöffengericht wegen Schul verjäumnis verurteilt, erst die Gesellschaft. Straffammer sprach sie frei, weil die Verordnung rechtswidrig war. Der Landrat aber, der die Interessen der Schule und der daß der Unterricht unentgeltlich ist und Schulspeisun Wir fordern die Trennung der Schule von der Kirche, weiter, Kinder so gering achtele, ist der Zentrumsmann Gragen stattfinden. Wir verlangen auch die unentgeltlichett Spee!( Sört! hört! linta.) Die vor 12 Jahren begonnene Sta Serebrmittel. Die Schulbücher befinden sich in jetgejeler istit über die Werbearbeit von Schultindern wird noch immer ge- Umwandlung, und darum haben auch die Verwaltungen der einheim gehalten; statt dagegen vorzugehen und für Kräftigung der seinen Schulgemeinden große Ausgaben für die Beschaffung der Kinder zu jorgen, rebet man umsomehr von„ Ertüchtigung der Schulbücher für Minderbemittelte. Abgeordneter Dr. Seß hat, Jugend". Wir wissen, zum Teil aus eigener Erfahrung, daß der als er hier gegen das Schulprogramm meines Parteigenossen Schulz Unterricht an übermüdeten Kindern vorbeigeht.( Zu einigen sich auftrat, gejagt, unsere Forderung der Unentgeltlichkeit der LehrSie darüber lachen, dann lassen Sie doch Ihre Kinder gewerblich Etaat diese Lehrmittel in großen Mengen beschafft, werden sie doch unterhallenden und lachenden fonservativen Abgeordneten.) Wenn mittel würde 30 Millionen Mart im Jahre fosten. Aber wenn der arbeiten und dann werden Sie nicht mehr lachen, sondern ent- Lilliger sein. Uns fehlen nicht nur diese 30 Millionen Mart, uns rüstet sein darüber, daß man Echuffinder ausbeutet. fehlen mindestens 20 000 vernünftige Schulhäufer Wir haben schon so viel Lehrerinnen im Besten, daß die Gefahr eines Rehrerinnenproletariats besteht. Die Schüle rinnen müssen auch in den höheren Klassen von Lehrerinnen unterrichtet werden. Deshalb sind wir Gegner der gemeinsamen Erziehung beider Geschlechter. Die Kreisschulinspektoren behandeln die Lehrer vor der ganzen Klasse manchmal nicht mit dem genügenden Zatt. Nur echt religiöse Männer dürfen Seminarlehrer und Kreis: shulinspektoren werden. Religion, Deutsch und Nechnen dürfen nicht gegen eichnen und Turnen zurüdtreten. Die Bejebücher follten billiger sein. Schließlich rendet sich der Redner gegen die Anzweiflung der nationalen Zuverlässigkeit des katholischen Lehrerverbandes durch einen Schulrat in Posen.( Beifall im Zentrum.) Abg. Viereck( ff.): Ter Religionsunterricht muß sich dem Alter, Verstand und der Empfänglichkeit des Schülers anpassen: Saupijad it die Bildung des Charotiers auf religiofer Grundlage, damit die Kinder den Gefahren des Lebens gefestigt gegenüberstehen. Der staatsbürgerliche Unterricht foll gute Staatsbürger heranziehen. Unjer Antrag über die Schulunterhaltungspflicht im Often will, daß die Beamten, Geistlichen, Lehrer usw. dort nicht schlechter gestellt sind als in anderen Landesteilen. Abg. Dr. v. Campe( natl.) unterschreibt die Worte des Vorredners über den Religionsunter richt und wünscht, daß mit der Beseitigung der überfüllten Schultlassen nicht auch die Lehrerzahl vermindert werde, sowie, daß den Lehrern in der Nordmark eine Nordmarkenzulage gegeben werde. Von der Beitragsleistung für die Kosten der Sozietätsschulen in Posen sind die Großgrundbesiser befreit, während die Ge: meinden, die Beamten, Lehrer, Geistlichen usw. zahlen müssen. Mit diefem Unrecht will unser Antrag ein Ende machen.( Beifall bei der Volkspartei.) Abg. Styczynski( Bole) " erzählt von einem Lehrer, der die Kinder Gassenhauer à la Buppchen" fingen fäßt und greift dann das Germanisierungswert bon Schule und Kirche im Osten an den Kindern als verwerf Minister Dr. v. Trott zu Soiz. lich an. Ichnt es ab, auf die Vorrede cinzugehen und erklärt, die Abschaf fung des polnischen Unterrichts in Poſen nicht angeordnet zu Abg. Leinert( Soz.): haben. 8 klassige Schulen besuchen, nur 448 entlassen, die das volle Lehr- schulen in den Etat eingesetzt hat, ist geradezu fläglich. In diesem, Nach der amtlichen Statistik werden von je 1000 Kindern, die und Lehrer. Daß man jest 6. Millionen mehr für die Volks. ziel erreicht haben, die übrigen gelangen nicht so weit. Ueber die nächsten und übernächsten Jahre wird der Wehrbeitrag erhoben. 33 000 Schulen, die weniger Klassen haben bis zu der einklassigen In Preußen wird er 200 bis 300 Millionen Mark pro Jahr ein agrarischen Idealschule, werden die Ergebnisse nicht veröffentlicht bringen. Im ganzen werden in Preußen also 800 Millionen Mark offenbar aus einem gewissen Schamgefühl. Gine herausgeholt werden. Machen Sic aus dem Behr, einen LehrStatistik darüber, wie die Süte- und Arbeiterfinder das Lehrziel beitrag und verwenden Sie die Mittel demgemäß, dann werden erreichen, wäre eine wirkliche Kulturitatiitif über das Sie in 10 Jahren ein anderes Geschlecht haben. Die Bestrebungen Elend der Proletarierfinder und der Volksschule.( Schr wahr! der Rechten und der Nationalliberalen gehen dahin, für jeden Stand bei den Sozialdemokraten.) 1912 bat der Kultusminister den Ge- in der Bevölkerung eine eigene Edie zu schaffen, die Volksschule fundheitszustand der Schulkinder für gut erklärt. Bericht über das Gesundheitswesen befundet aber, daß zahlreiche wahr! bei den Sozialdemokraten.) Tas ganze Berechtigungswesen Der amtliche als das verächtlichste ruenschulsystem hinzustellen.( Sehr Schulgebäude den gesundheitspolizeilichen Anforderungen nicht fat fein anderes Ziel, als die Volksschule herabzudrücken und zu entsprechen, daß auch das Trinkwasser oft schlecht, das Inventar in degradieren. Für jede Soulart müssen besonders vorgebildete traurigem Zustand ist. Die Unterernährung zahlreicher Schulkinder Lehrer sein, und schließlich wird es dahin kommen, daß es heißt: Armenschule und Armenlebrer. Man hat die Volksschule absichtlich auf einem niedrigen Stand ist allbekannt. Wir berlangen deshalb Ernährung der Kinder in der Schule und der Bericht über das Gesundheitswesen rechtfertigt gehalten, um zu verhindern, daß dieje Schulen jemals den gemeine auch diese Forderung durch ausführliche Angaben, namentlich auch famen Interbau für das gesamte Schulwesen abgeben können. über den schlechten Gesundheitszustand der Kinder gerade im viel- Der Minister hat ja die Einheitsschule abgewiesen. Aber das gepriesenen Often. In katholischen Gegenden beeinträchtigt die ganze Ziel der Wolfsbildung ist doch die Einheitsschule, Unfitte, die Kinder vor der Schule noch in die Kirche zu fchiden, wenn man nicht nach dem Geldjad, sondern nach der Bildung ihre Nachtruhe und schädigt jie gesundheitlich, fie fönnen auch den fragt. Anitatt alles, was dem entgegensteht, zu beseitigen, richtet unterricht dann slecht folgen. Selbstverständlich fönnen unter- man das Schulsystem so ein, daß der arme Mann seine Kinder ernährte Atinder in überfüßten Klassen und in schlechten Schul- nicht gered its wir der Ansicht, daß auch in der Bolfsschule höheren Schulen bringen fann. Im Gegensah zum häusern der Anstedung durch Iuberfulöse meniger wiber- bg. stehen als unter besseren Umständen. An der Verbreitung der bereits Religionsgeschichte gelehrt werden muß. Es ist dies auch zubekuloje ist darum die Unterrichtsverwaltung, die folge Mig- möglich, weil in der Voltsschule dreimal so viel Religionsstunden stände duldet, mit schuldig. Es wird eben auf die Gesundheit der gehalten werden, als in den andern Schulen. Der Abg. KesterKinder und auf die Interessen des Unterrichts weniger Bert ge- Rechnen und Schreiben legge, die Schule wird also nicht als eine nich verlangte, daß die Volksschule in erster Linie Religion, legt, als auf den Geldjad der Agrarier. Wenn Ihre Jugendpflege statt des Ziels, die Arbeiterfinder Bildungsanstalt für das Volf hingestellt, sondern soll nur dazu für Ihre Interessen einzufangen, wirklich dem Wehl der Jugend dienen, ein gottesfürchtiges, König und Vaterland liebendes Gedienen wollte, dann müßten Sie zuerst in der Schule Wandel schlecht heranzuziehen. Weiter wurde gejagt, die Schule solle wahrschaffen und dazu würden wir in den Gemeindevertretungen er haft christliche Menschen heranbilden. Nach unserer Auffassung heblich beitragen fönnen. Sie aber befehlen schon den Kindern: sollen die Schüler zu wahrhaftigen Menschen erzogen Beie und arbeite!"( Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) Ju werden. Es ist nicht mehr angängig, den Kindern zu erklären, Interesse der Gesundheit der Kinder, ihres geistigen und füittlichen daß Christus nach drei Tagen mit Haut und Knochen auferstanden Wohls und der Schule fordern wir überall Anstellung von it. Das wird aber heute noch den Kindern als Tatsache gelehrt. Schulärzten. Wir halten den Beruf des Lebrers für einen In der Volksschule muß einmal der Lebrer im naturwissenschafts außerordentlich schäbenswerten und eblen, deshalb verdammen wir liden Unterricht die Entstehung der Erde vom Standpunkt der den politischen Mißbrauch der Lehrer zur Agitation gegen die Naturwissenschaft aus erklären, in der Religionsstunde der Eltern der von ihnen zu unterrichtenden Kinder, wie das im Osten gleiche Lehrer die Schöpfung der Erde nach der Bibel. Beides gegen die Polen, im ganzen Staat aber gegen die Sozialdemokratie fann er nicht als miteinander vereinbar hinstellen ohne innere geschicht. Es ist ein Standal, daß die Lehrer, die Agitatoren der wahrhaftigkeit. Und deshalb verlangen wir, daß der Religions. Konservativen, des Zentrums, der Nationalliberalen, der Fort Schulbildung besonders schlecht und ein 15jähriger Bäderlehrling unterricht aus der Schule beraus tommt. Jut Often ist die ichrittler, aber niemals Sozialdemokraten sein dürfen, die überhaupt zur eine von der Schulverwaltung gestattete politische konnte z. B. nicht einmal das große B schreiben.( hg. v. PappenMeinung baben dürfen, zu Ausbildungs" Aurien des Reiche: wird wohl in den Schufen der östlichen Gefilde feine Ausnahme Nein, Herr v. Pappenheim, das berbandes gegn die Sozialdemokratie beurlaubt werben. Richt, das fein! Der Zentrumsrebner hat gejagt:„ Ruhe wollen wir in der uns die reichsverbändlerische Agitation der Lehrer schaben fönnte. Bolteschule." Dicje Ruhe aber besteht schon seit den Faltschen Eraber fie untergräbt ihre Autorität und auchtet ein Streber= tum. Wird doch vielfach schon bei der Beschung von Lehrerstellen lassen, und da verlangen Sie Ruhe vor den von draußen herans auf alles andere mehr Rüdicht genommen als auf die pädagogische Stürmenden Mächten, die Sie in ihrer Entwickelung gar nicht Befähigung, und in einem Ort des Streises Fischhausen wurde hemmen können. Wir verlangen, daß Sie angekündigt, daß Eignung zur Jugendpflege, Sarmo niumspiel und Militärzeugnisse beborzugi werden!( Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Wir werden für den fortschrittlichen, eventuell für den nationalliberalen Antrag stimmen, den konservativen Antrag aber ablehnen, weil wir wissen, daß, wean crit den Beamten im Osten die Schullasten abgenommen werden, dann sie sich überhaupt nicht mehr um die Regelung der Schulunterhaltung fümmern würden. Bezeichnend ist, daß, als in der Budgetkommission der konserbative Abg v. d. Often verlangte, daß die Schulstunden unter Rücksichtnahme auf die landwirtschaftlichen Bedürf nisse angejezt werden sollten, der Minister dies Verlangen nicht etwa zurüdivies, sondern erklärte, daß die Bezirksbehörden an gewiesen seien, solchen Wünschen zu entsprechen und daß man sich, wenn das nicht geschehe, nur an ihm wenden soll. Dieses Verlangen wird im Interesse der Großgrundbesizer gejtcut, das mit sie die Kinder ausbeuten können.( Widerspruch des Abg. b. d. Often.) Daß die Konservativen in diesem Hause für die Interessen armer Leute eintreten, gibt es ja gar nicht!( Sehr wahr! lints.) und Ihre Worte waren nur dazu da, um Ihre Gedanten zu verbergen!( Sehr gut! linfe.) Vor 15 Jahren ist der Ministerialdirektor Kügler gegen derartige agrarische Forde rungen aufgetreten und er erflärte damals, daß den Kindern in den ländlichen Schulen des Ostens nur das Ilernotmen digite beigebracht werden und man diesem fümmerlichen Unter richt nicht auch noch vermindern fönne. Der jezige Minister aber denit anders; mit den Konservativen und dem Bentrumt ist er bereit, den fürmmerlichen Unterricht in den einflajfigen und Halbtagsschulen noch durch land wittichaftliche Arbeit der Kinder zu schmälern! Er hat ja auch angeordnet, daß bei der Ansehung der Ferien auf die wirtschaftlichen". d. 5. auf die agrarischen Notwendigkeiten Rücksicht genommen werden soll. Obgleich im Unterricht der Sütetinder schwere Mißstände cine mahre Bildungsanstalt für das Volk bestehen, ist weiter nichts getan worden, als daß man die Erteilung schaffen, um des Unterrichts und der Bildung selbst willen, nicht von Hütescheinen auf das Alter von 11 bis 13 Jahren beschränkt aber eine Anstalt, um Menschen für die kapitalistische Ausbeutung hat. Von: 1. Mai bis zum 1. November sollen die Hütefinder Wenn mir hier immer hören, unsere Schulen hätten sich be in Landwirtschaft und Industrie heranzuzieher. Wir verlangen eine gemeinsam mit den übrigen wöchentlich 12 Stunden Schulunter- deutend verbessert, die Zahl der überfüllten Stlassen sei zurüd. Erziehung, deren ganzes Ziel nicht auf diejenige Welt gericht erhalten davon 6 in Religion! Kann man die wirt gegangen, was hat das zu bedeuten, wenn man erit eine überfüllte richtet ist, von der niemand etwas weiß, sondern eine Erziehung zu schaftlichen Verhältnisse denn noch mehr berücksichtigen? Wenn Klasse annimmt, wenn jie mehr als 80 Sinder zählt. Bei dem vortrefflichen Menschen für die Freiheit und die zukünftige sozia der Minister dann aber kein Wort der Abwehr für das Hebelwollen gegen die Volfsschule muß man sich nur wundern,| listische Ordnung.( Lebhafter Beifall bei den Sozialdemokraten.) b. d. Ostensche Verlangen findet, dann fann man nicht sagen, daß daß die Ueberfüllung bei 80 Kindern angenommen wird; cs hätte Die Weiterberatung wird auf morgen vertagt. bei der Unterrichtsverwaltung und bei der Landtagsmehrheit das doch gesagt werden können von 90 ab, dann wäre das Resultat noch Bestreben testünde, die Volksschule vorwärts zu bringen.( Sehr günstiger gewesen. Die Echluß 6 Uhr. guie heim: Das sind Ausnahmen!) 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Б TWEES ! 21.1A 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Reichstag. 252. Sizung. Freitag, den 8. Mai, vormittags 10 Uhr. Am Bundesratstische: valkenhayn. Kurze Anfragen. Abg. Dr. Müller- Meiningen( Vp.) fragt, ob es richtig ist, daß zur Verhütung von Ehen von christlichen Regermädchen mit nichtchristlichen Männern auf gewissen Missionsstationen Deutsch- Ostafrikas heiratsfähige Mädchen geprügelt werden, und was der Reichskanzler dagegen zu tun Ministerialdirektor Gleim: gedenkt, Wir haben wegen dieser Nachricht in Daressalam augefragt. Sollte sich die Tatsache bewahrheiten, so wird Vorsorge getroffen werden, um solchem gejezzwidrigen Verfahren vorzubeugen. Abg. Wendel( Soz.) Sonnabend, 9. Mai 1914. richtig! rechts.) leber den Ton und die Taktik im Kampfe gegen beklage ihn auch. Indessen handelt es sich um einen tatsäch den Militarismus bestehen gewiß in der Sozialdemokratie Meinungs- lichen Zustand. Daß er verfassungswidrig ist, muß ich verschiedenheiten. Dr. Südekum und Noske finden vor den natürlich zugeben. Daß er aber durch irgendwelche ver Samtaugen der Rosa Luxemburg feine Gnade mit fassungswidrigen Maßnahmen veranlaßt ist und aufrecht erhalten ihrer Art der antimilitaristischen Propaganda und auf der wird, bestreite ich.( Gelächter links.) Es ist zweifellos, daß ein anderen Seite findet das Draufgängertum Dr. Lieb- Israelit, sobald er die für alle Reserveoffiziersafpiranten ganz gleichfnechts unche Widerstände. Dies ermöglicht der Sozial- mäßig vorgeschriebenen Bedingungen erfüllt, anstandslos zum demokratie eine Politik und eine Agitation mit doppeltem Boden. Offizier befördert werden würde.( Große Heiterfeit links.) Aber das kann auf uns als ernste Menschen natürlich keinen Ein- Graf West arp sprach von unserer Jugendbewegung. In der druck machen. Für die antimilitaristische Propaganda ist die ganze ersten Lesung sprach ein Herr von der äußersten Linfen gegen die Bartei verantwortlich. Die Kasernenpropaganda ist allerdings von Jugendbewegung. Es war derselbe, der meinte, es wäre besser geden Parteitagen abgelehnt. Abgelehnt aus guten Gründen aus wesen, ich wäre 100 Jahre früher geboren. Ich verstehe den Wunsch. Borsicht, denn eine solche Propaganda wird schwer bestraft, selbst in( Große Heiterkeit.) Ob die Behauptung des Herrn, der übrigens unserer Zeit der manchmal so schwächlichen Ur- 20 Jahre jünger ist als ich, zutrifft, kann erst die Zukunft beweisen. teile.( Lachen bei den Sozialdemokraten.) Deshalb kommt es der Allerdings würde ich ganz gern 100 Jahre früher geboren sein. Sozialdemokratie darauf an, von vornherein den jungen Leuten den( Heiterfeit.) Es wäre mir lieber gewesen, vor 100 Jahren zu Militärdienst zu verekeln. Auf dem Parteitage 1907 hat Abg. Füßen Fichtes zu ſizen und dessen von glühender Liebknecht ausdrücklich gesagt: Wir wollen den Soldaten Vaterlandsliebe durchwehten Reden lauschen zu können( Buruf bei Den Kasernendrill verefeln.( Buruf bei den Sozialdemokraten: den Sozialdemokraten: Lesen Sie sie!), als jezt Reden anhören zu Kasernendrill!) Ihr Ziel ist es eben, den militärischen Geist zu müssen, denen nicht nur diese Eigenschaft fehlt( Uns zersetzen, zu zermürben; davon kommen Sie nicht los.( Sehr ruhe bei den Sozialdemokraten), und ich wäre wirklich lieber vor richtig! rechts.) Die Leipziger Volkszeitung" hat 1908 auch offen 100 Jahren mit der deutschen Jugend mit Friesen und Körner hinansanerkannt, daß die sozialistische Jugendorganition in der Kunst unter- gezogen zum offenen Kampf gegen den Dämon, der damals das richtet werden müsse, wie man das stärkste Bollwerk der nationalen Vaterland zu erdrosseln suchte, als daß ich jetzt hier Redeübungen Sicherheit heimlich zu unterminieren hat.( Hört! hört! rechts.) Die halten muß, die keinem unangenehmer sein können, wie mir selbst. Erfolge dieser Tätigkeit sind ernst genug. Der Geist, der dadurch( Große Heiterkeit und Bravo! rechts.) Aber wenn mich in dieser in den jungen Leuten großgezogen wird, trägt auch dazu Gegenwartsmisere etwas tröstet, so der Blick auf die Bebei, daß es immer wieder zu den tief zu bedauernden wegung, die jetzt durch die deutsche Jugend geht. Sie fühlt wieder Soldaten mißhandlungen tommt.( Sehr richtig! einen Dämon, der dabei ist, ihr die Kraft auszusaugen, rechts, Lachen links.) Die Militärverwaltung muß alles der sie bedarf, um einst den Herd der Väter zu verteidigen, der die Bei der Veranstaltung des Hilfsbundes gegen die Fremden- tun, um die antimilitaristische Propaganda vom Heere fern- Ideale, die vor 100 Jahren deutsche Herzen erfüllt haben, hämisch legionen am 19. April im Eispalast wurde u. a. die Wacht am Rhein zuhalten. Im Falle Stöder hat der Kriegsminister grundsäßlich in den Staub zieht. Das ist der Dämon.. ( Zuruf bei den in Form lebender Bilder dargestellt. Den sich freiwillig mel- durchaus das Richtige getroffen. Die Kriegervereine Sozialdemokraten: Der echtpreußischen Leute! Große Heiterfeit) des denden Mannschaften ist gestattet worden, an den Bildern, deren sind nicht Stätten würdeloser Kriecherei; dort werden die Grund- verschwommenen Weltbürgertums, des unklaren Internatio= näherer Inhalt nicht bekannt war, mitzuwirken. Angestellte des lagen militärischer Tüchtigkeit und Vaterlandsliebe gepflegt. Daher nalismus und Materialismus. Die Jugend macht ihr Natur Gispalastes haben in einer der Fremdenlegion ähnlichen Uniform der Haß der Sozialdemokratie gegen die Kriegervereine. Aber es recht auf Freude an dem herrlichen Land, in dem sie geboren ist, mitgewirkt. Die Reichsleitung hat schon früher Anlaß genommen, mußt ihnen nichts; sie werden sich die Zähne daran ausbeißen. geltend, trotz aller Versuche, es ihr systematisch zu verekeli. Sie zieht den Gebrauch von fremdländischen Uniformen bei solchen Anlässen zu( Bravo! rechts.) hinaus ins Freie, in Feld und Wald zum Wettbewerb, zum Sport, berbieten, und wird erneut und allgemein sich angelegen sein lassen, zum Kampf und Spiel, um Körper und Seele zu stärken gegen die day. soweit die gesetzlichen Bestimmungen eine Handhabe bieten, da- beschwert sich über die Behandlung polnischer Soldaten; ein Rekrut, Bersuche, sie durch Betonung einseitigsten geistigen Fortschritts zu um nach verfahren wird. Die französische Regierung hat ähnliche Be- der das Sprachverbot in der Kaserne nicht kannte und polnisch nebeln und zu verweichlichen, und sie verlacht die falschen Propheten stimmungen getroffen. sprach, hat dafür die unmenschliche Strafe von 29 Tagen Landes.( Zuruf bei den Sozialdemokraten: Gibts ja gar nicht!) der internationalen Verbrüderung auf Kosten der Stärke des eigenen strengen Arrest erhalten.( Hört! hört! bei den Polen.) Das Sprachenverbot stellt die polnischen Soldaten den Zucht- Endlich findet sie sich auf ihrem Wege zu den alten deutschen häuslern gleich. In feiner anderen Armee besteht etwas Derartiges. Idealen, zur Armee. Wenn wir diese Jugend nicht hätten, ( Sehr richtig! bei den Polen.) Die Gehässigkeit der Militär- müßten wir sie schaffen. Gott sei Dant haben wir sie, und in verwaltung gegen die Polen muß bei diesen ähnliche Gefühle aus- ihrem gesunden und frischen, ihrem nationalen Fühlen und Denken und ihrem Streben nach Idealen gehört sie zur Armee, wie die lösen.( Beifall bei den Polen.) Armee zu ihr gehört.( Lebhafter Beifall rechts.) fragt an: Ist dem Reichskanzler bekannt, daß bei einer in Berlin veranstalteten theatralischen Aufführung des Hilfsbundes gegen die Fremdenlegionen, die in Frankreich große Mißstimmung erregt hat, attive Angehörige des deutschen Heeres in Uniform mitgewirki haben, und was gedenkt er zu tun, um solchen Vorkommnissen in Zukunft vorzubeugen. Ministerialdirektor Lewald: Militäretat. Abg. Gothein( Vp.): Abg. v. Trampcynski( Pole) Generalmajor v. Langermann: Die Entscheidung darüber, wer als Kriegsveteran zu betrachten steht nicht dem Kriegsministerium zu. Abg. Schöpflin( Soz.): Den Dffizieren, die das Abiturienteneramen bestanden haben, wird das Patent vordatiert. Dasselbe sollte bei den Sanitäts: offizieren geschehen. Die Preiseabteilung halten wir für notwendig. Aber nicht für notwendig halten wir es, sie mit Abg. Rupp- Marburg( Wirtsch. Vg.) attiven statt mit inattiven Offizieren zu besetzen. Daß mit der Bresseabteilung Mißbrauch durch Verbreitung eines unerhörten begründet eine Resolution seiner Partei, eine Nachprüfung und ErFlugblattes getrieben worden ist, kann kein Grund sein, die Ein- höhung der Vergütungssätze für Vorspannleistungen für die berichtung selbst abzulehnen. Mit welcher guten Sache wäre noch nicht waffnete Macht vorzunehmen. Das sei im Interesse der Landwirt- ist, Mißbrauch getrieben worden! Das Unterbringen verabschiedeter schaft dringend geboten. Ebenso sei eine Vermehrung des ErnteOffiziere im taufmännischen Berufe gehört aber urlaubs wünschenswert. Bei der Vergebung von Arbeiten für die nicht zu den Aufgaben dieser Abteilung. Wenn die Be- Bekleidungsämter sollten die Handwerker mehr wie bisher berüd- wenn aber der Kriegsminister als sein Ideal aufgestellt hat, Das schweizerische Milizsystem ist keineswegs unser Jdeal. zirks offiziere aufgefordert werden, zu Versammlungen des Wehr sichtigt werden. Auch sollten die Militärhandwerker den Zivil- daß die Truppen die Offensive ergreifen müssen, so verlangen bereins zu gehen, so ist das eine direkte Unterstügung handwerkern nicht in so starkem Maße Konkurrenz machen. wir im Gegenteil ein für die Verteidigung geeignetes der Bestrebungen dieses Vereins, von dem abzurüden die Militär- Das jüdische Volt hat viele Fähigkeiten, aber andere als das verwaltung allen Anlaß hat.( Sehr richtig! bei den Sozialdemo- deutsche Volf, der militärische Geist fehlt den Juden. Des- Heeressystem, Offenſivkriege lehnen wir ab. Der Striegsminister meint weiter, die Armee müsse auch Rückschläge ertragen förtnen. Bei fraten.) Die Stellung des Chefs des Militärkabinetts hat der Kriegs- halb haben wir keine aktiven jüdischen Unteroffiziere, und deshalb den stehenden Heeren war das stets in geringerem Maße der Fall, minister als eine ihm foordinierte bezeichnet, was feiner seiner haben wir auch keine jüdischen Reserveoffiziere. Würde der Kultur- wie bei Milizbeeren; ich brauche nur an das französische Heer int Amtsvorgänger getan hat. Die Ernennung eines Offiziers ist ebenso fortschritt sich in einer Vermehrung der jüdischen Offiziere zeigen, jo Striege von 1870 und an das preußische Heer von 1806 erinnern. ein Regierungsaft wie die eines Staatsbeamten, und daher bedarf tönnte mir die ganze Kultur gestohlen bleiben.( Bravo! Unsere Forderungen bezüglich der Wehrverfassung erheben wir zum fie der Gegenzeichnung eines Ministers. Geschicht das nicht, so ist bei der Wirtschaftlichen Vereinigung und deutsch- völlischen Partei.) das eine Verlegung der Verfassung, die darum nicht minder eine Verfassungsverletzung bleibt, weil sie ständig geübt wird. Nicht wir verlangen Erweiterung unserer Rechte über die Ver- fagt möglichste Berücksichtigung der vorgebrachten Wünsche der fassung hinaus, sondern vom Militärkabinett und den verschiedenen preußischen Ministern ist ständig an den Grundpfeilern der Verfassung gerüttelt worden.( Sehr richtig! bei der Volkspartei.) führt einzelne Fälle an, in denen Leute, die die Berechtigung hatten, Wir haben das Recht, Stellen, die wir nicht für nötig halten, auch Veteranenbeihilfe zu erhalten, sie nicht bekommen haben. Die Solim Veilitäretat zu streichen, und werden uns dieses Recht nicht datenmißhandlungen würden seltener werden, wenn die geistig nehmen lassen. Durch schneidiges Auftreten schafft man Minderwertigen, die oft die Vorgesetzten zur Verzweiflung bringen, flare Rechtsverhältnisse nicht aus der Welt. Schneidigkeit ist höchstens rascher entlassen werden. cin Sorrogat der Tüchtigkeit ( Sehr gut! bei der Volkspartei), und nur Tüchtigkeit imponiert, Handwerker zu. Generalmajor v. Schoeler Abg. Frhr. v. Scheele( Welfe) Striegsminister v. Falkenhayn: Nugen des deutschen Wolles; sie sind früher auch von glänzenden militärischen Namen vertreten worden. Wenn er meint, wir wollen damit die Art an die Wurzel der Macht des Reiches legen, so ist das wirklich eine Auffassung, die allenfalls für eine Krieger bercinsversammlung paßt.( Sehr gut! bei den Sozialdem.) Gerade wenn unsere Auffassung in bezug auf militärische Eins richtungen verwirklicht würde, so würde die Macht des Reiches wesentlich wachsen. Seine Vorwürfe über unsere Phantasterei, von denen das deutsche Volt sich abfehren werde, haben wir seit 45 Jahren noch von allen Striegsministern gehört: aber wir sind nach jedem Kriegsminister nur stärker geworden.( Sehr richtig! bei den Sozialdemo fraten.) Der Kriegsminister erklärt es ferner für die Pflicht der Militärverwaltung, die Jugend bei ihrem Bestreben zu unterstützen, Polnische Soldaten kenne ich nicht, sondern nur deutsche. in Wald und Wiese, in die freie Natur hinauszuziehen und den nicht Schneidigkeit. Der Reichstag hat das Recht, die gesamten( Lachen bei den Polen.) Es ist die Frage der Miliz gestreift Stöper zu stählen. Das verlangen auch wir, gerade wir legen Kosten für das Militärkabinett zu streichen und er hat die Pflicht worden. Unsere deutsche Wehrverfassung beruht ja auf dem Haupt- auf die körperliche Ertüchtigung der Jugend den hierzu, wenn das Militärkabinett den obersten Kriegsherrn dauernd merkmal der Miliz, darauf, daß jeder waffenfähige Mann auch waffen- größten Wert. Dann solite der Kriegsminister aber mit uns lo unrichtig informiert über den Inhalt der Verfassung, wie es der pflichtig ist. Wir haben also eigentlich eine Miliz, freilich eine, die dafür eintreten, daß durch die soziale Gesetzgebung Fall zu sein scheint. Eine andere Verfassungsbestimmung erklärt unseren Verhältnissen angepaßt ist. Die Herren der äußersten Linken alle Preußen vor dem Gesetze für gleich und verlangt, daß das haben sich aber ein Milizideal aus dem Ausland geholt, die ein wirksamer Jugendschut religiöse Bekenntnis zu einer Zurückſegung nicht führen darf. Auf Schweizer Miliz, die den dortigen Verhältnissen angepakt ist. möglich ist( Sehr gut! bei den Sozialdemokraten), dann soll er uns unsere Resolution, die die Beachtung dieser Bestimmung verlangt, Die Schweizer Wehrverfassung unterscheidet sich von der helfen, die Jugend zu schützen vor der kapitalistischen Auserhielten wir die Antwort: Seiner religiösen Ueberzeugung wegen deutschen wesentlich dadurch, daß die Leute nicht längere Zeit beutung. Wir propagieren die Wanderungen der Jugend. Aber bird beim Heere niemand zurückgesetzt. Dabei hat sowohl der bei der Fahne gehalten werden, sondern versucht wird, fie in häu- wenn wir sie in die Natur hinausführen, kommt die Polizei, Kriegsminister v. Ein em 1909 als der Striegsminister v. See- figeren furzen üebungstursen auszubilden, und zweitens dadurch, tommen die Organe des Kollegen des Herrn Kriegsministers ringen im Jahre 1911 hier ganz offen zugegeben, daß Beförde- daß im Frieden verschwindend geringe Kaders für die Truppen erster und hindern uns daran. Sie wollen eben nicht nur Ertüchtigung Jungen von Jiraeliten zu Reserveoffizieren, lediglich weil sie Linie bestehen. Ich beabsichtige feineswegs, Stritik zu üben an der der Jugend, Sie wollen vor allem Gesinnung haben. Der Juden sind, nicht stattfinden. Uebrigens findet diese Zurücksetzung Schweizer Verfassung. Aber die flare Folge dieser Umstände für Kriegsminister v. Einem fagte ganz offen, der Soldat soll nicht nur der Juden nicht bloß im Heere, sondern in allen Reichsämtern statt. jeden Sachverständigen ist, daß der Uebergang aus dem Frieden zum schießen können, sondern auch den Herrgott im Herzen haben. us geschieht dort, was Gneist einmal bezeichnet hat als ständige Striegszustande, die Mobilisierung, sehr viel langsamer erfolgen So wollen auch Sie, der junge Mann soll nicht nur durch Wald und Umkehrung der Verfassung durch die Verwaltung; der Reichskanzler muß, als bei unserem System und dem System unserer Nachbarn, Wiese wandern, sondern eine Gesinnung haben, die dem Kricas. und seine Stellvertreter haben die Pflicht, über die Verfassung zu wachen, mit denen wir doch möglicherweise wir hoffen, noch minister oder Herrn v. Jagow gefällt. fie tun aber ihre Pflicht nicht.( Vizepräsident Dove ersucht lange nicht aber doch einmal brechen müssen. Und die Woher stammt das Material, auf Grund dessen dem Redakteur den Redner, folche unparlamentarischen Ausdrücke nicht zu gebrauchen.) zweite Folge ist, daß derartige Truppen nicht so geeignet sind zu Stöder die Berechtigung zum Einjährigendienst entzogen worden Man schließt die jüdischen Einjährigen jetzt überhaupt vom schnellen entscheidenden Schlägen im feindlichen Lande wie unsere ist? Soviel ich weiß, wurde dem jungen Manne die moralische Offiziersunterricht aus.( Heiterkeit links.) Merkwürdig ist nur, daß Truppen. Troßdem behauptet man, wir fönnten das Schweizer Qualifikation auf Grund des Gutachtens der Kölner Polizei alle militärischen Eigenschaften über den jüdischen Soldaten kommen, Syſtem annehmen, obgleich doch der Charakter des Schweizer Landes abgesprochen. Die Kölner Polizei ist in den letzten Wochen unliebsobald er vom Laufwasser berührt ist.( Heiterkeit und Sehr gut und Volkes ganz verschieden von dem unsrigen ist, obgleich Deutsch- fam genannt worden, es mußte dort ein großes Reinemachen erfolgen. links.) Bor mehr als hundert Jahren waren wir in Preußen weiter land infolge seiner militärischen, geographischen, politischen und auch Dieſe Kölner Polizei ist die richtige Auskunftsstelle über moralische in der Kultur. Da sagte Hardenberg, er fenne nur ein Gesetz wirtschaftlichen Lage unbedingt gezwungen ist, jeden ihm Qualifikation, sie, die in der letzten Zeit bis auf die Knochen gleiche Rechte, gleiche Pflichten. Damals hatten wir blizichneller Offensive blamiert worden ist, und auf das Gutachten einer solchen Polizei aufgezwungenen Krieg mit allerdings aufgeflärte Staatsmänner( Heiterkeit), womit ich führen AU und dennoch Truppen zu haben, die wird einem anständigen jungen Manne die moralische Qualifikation nicht sagen will, daß die heutigen Minister Staatsmänner sind. Rüdichläge ertragen können. Und obgleich endlich nachgewiesen zum Einjährigendienst abgesprochen.( Unerhört! bei den Sozial( Heiterkeit.) Auch Männer wie Jork v. Wartenburg, der ist, daß finanzielle Erleichterungen durch den Ueber demokraten.) Bater des jezigen Herrenhausmitgliedes, sind für volle Gleichberech gang zum Milizsystem bei uns nicht zu erhoffen sind, im Gegenteil Für das Pressedezernat scheint ja eine Mehrheit zu sein. tigung der Juden eingetreten. In Desterreich find Juden in hervor- Erschwerungen. Es ist zweifellos, daß ein solches Experiment für wenn es so arbeitet, wie jetzt, wo es den Kriegsminister mit dem ragenden Stellen im Heere. Der Kriegsminister jagte vorgestern Deutschland unheilvoll sein würde.( Sehr richtig! rechts.) Wenn Material aus der„ Tägl. Rundschau" hineingelegt hat, so können selbst: Wir sind verpflichtet, jeden Einjährigen zum Unteroffizier oder die Herren es trotzdem empfehlen, so natürlich nicht aus mili- wir uns noch auf schöne Dinge gefaßt machen. Am 5. November Dffizier auszubilden. Aber diese Pflicht wird den jüdischen Ein- tärischen Gründen, denn die gibt es nicht, auch nicht aus politischen ist an die Kommandeure ein Erlaß ergangen, Leute, welche wegen jährigen gegenüber nicht erfüllt, falls sie nicht getauft find. Wir Gründen, denn ein Politiker im rechten Sinne fann nicht die Wehr- Bergehen oder Verbrechen bestraft sind, sollten von vorn müssen diesen beispiellosen Ungerechtigleiten gegenüber immer haftigkett seines Vaterlandes beeinträchtigen wollen, sondern lediglich herein wieder verlangen, daß das Palladium der Verfassung hochgehalten aus Parteigründen.( Lachen bei den Sozialdemokraten.) Um wird.( Beifall links.) Abg. Weſtarp( f.): den Einfluß der Partei zu heben, versucht man die Stüße werden.( Lebhaftes Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Wer des Staates zu erschüttern, legt man die Art an die Wurzeln der bürgt uns nach alledem, was wir erlebt haben, dafür, daß nicht der Abg. Liebtht machte die Unterscheidung: wir bekämpfen nicht Macht des Reiches.( Sehr richtig! rechts.) Ein solches Beginnen Versuch gemacht wird, junge Leute, deren sozialdemokratische Ge-. den militärischen, sondern den militaristischen Geist. Eine solche muß ich von meinem Standpunkt aus verwerflich nennen, und sinnung bekannt ist, deshalb von vornherein als Arbeitssoldaten ausUnterscheidung fann nur jemand machen, der in seinem Blute eine angesichts der Verlängerung der Dienstzeit in unseren Nachbar- zuheben. Ich bitte den Kriegsminister um eine Auskunft hiergewisse Veranlagung zum Verständnis der Rabulistik des Talmud staaten finde ich es unbegreiflich. Freilich Theoretiker und über. Dann bitte ich auch um Auskunft, ob der General Siman bat.( Heiterkeit rechts.) Die Sozialdemokraten verlangen doch Fanatiker vertreten manchmal unbegreifliche Dinge.( Heiterkeit v. Sander, der in türkischen Diensten ein hohes Gehalt bezieht, böllige Beseitigung des jetzigen stehenden Heeres und seine Grießung links. Zuruf: Fanatiker des Wilitarismus) Unser Volt aber wird von uns etwa auch eine Pension bezieht. durch die Miliz, sie wollen auch die monarchische Grundlage unieres sich in den Bann dieser Anschauungen nicht begeben( Buruf Die faliche Behauptung des Grafen Westarp, wir seien von Heeres beseitigen, das bedingt, daß jeder Soldat in ein Treueverhältnis bei den Sozialdemokraten: Sie haben ja gar feine Ahnung!), man Haß gegen das Militär erfüllt, ist hier schon hundertmal erhoben zum König tritt. Daher ist es nur ein Spiel mit Worten, wird einsehen, daß hier nur irngespinste vorgebracht werden. und zurückgewiesen worden. Wir haben keinen Haß gegen das Heer, wenn man zwischen militärischem und militaristischem Geist unters Der Zustand, daß seit Jahren tein israelitischer Soldat, auch dessen größerer Teil aus Söhnen des Volkes besteht; wir haben scheidet. Die Ernennung und Entlassung der Offiziere ist nach der wenn er tüchtig ist, zum Reserveoffizier befördert wird, verstößt auch feinen Haß gegen die Offiziere. Wir hassen den Militarismus Verfassung ein Recht des Königs, in einer Mitwirkung des gegen die allerhöchsten Bestimmungen.( Lachen und Zurufe lints.) und feine Folgeerscheinungen, die sich aus der Heeresverfassung Parlaments dabei würden wir eine schwere Erschütterung Daß der gegenwärtige Zustand mit Recht von den israe- ergeben. Die Schimpflichkeit der Soldatenmißhandlungen ist der Grundlagen unseres Staatslebens jehen.( Schr litischen Mitbürgern beflagt wird, wird jeder begreifen, und ich hier schon oft dargelegt worden. Ein Heeressystem, auch als Arbeitssoldaten ausgehoben 85 nicht die innere Kraft bat, folche Scheußischfeiten zu be- gefagt, denn damit fest er sich ja selbst herab. Und ist denn das verzögert hat, fonnte ich nicht ändern, ich mußte bie Bedenken, die feitigen, brauchte man nicht in so bohen Tönen zu loben, Treueverhältnis der bayerischen und sächsischen Difiziere weniger sich mir bei ihrem Studium aufdrängten, zu beheben fuchen. In wie es hier geschehen ist. Immer wieder wird rühmend auf die innig, weil dort der Kriegsminister die Verantwortung übernimmt? der Intendantur ist vor allem nötig men, not mensures( Männer, Disziplin und den Gehorsam hingewiesen. So bleibt denn dieie 3u welchen Sonflitten zwischen Kriegsminister und Militärkabinett nicht Maßregeln). Der Abg. Haeuslez ist ja sehr ausführlich vielgerühmte Disziplin und dieser Gehorsam, da doch Kriegs- der gegenwärtige Zustand in Preußen geführt hat, beweist die gewesen.( Ünruhe im Zentrum.) Gewiß ist die Verpflegung der minister und Generale vor aller Ceffentlichkeit diese Mißhandlungen preußische Geschichte. Nicht aus Herrichfucht, sondern im Interesie Truppen eine schwierige Aufgabe, aber niemand zweifelt, daß fie als Standal bezeichnen?! Gras Be starp sprach von der jüdischen der militärischen Dinge selbst muß das Parlament die Berant im Kriege von unserer Intendantur gelöst werden were.( Beifall rechts.) Beimischung im Blut des Abg. Liebknecht. Bei den legten wortlichkeit des Kriegsministers fordern.( Bravo! im Zentrum.) Wahlen schickte dieser stolze Aristotrat einen offenen Brief an einen Ariegsminister v. Falkenhayn: Abg. Hacusler( 3.): jüdischen Lehrer in Meierig. worin er sich dagegen ber ipahrte, antisemitische Reigungen zu haben.( hört! Ueber das Verhältnis zwischen Militärkabinett und Kriegs- Der Kriegsminister, der mir zu große Ausführlichkeit vorwarf. hört! bei den Sozialdemokraten.) Es handelte sich eben um die jüdischen minister haben sich viele Juristen den Kopf zerbrochen, mir ist es ist selbst leider sehr wenig ausführlich gewesen.( Sehr Wahlstimmen. Wenn übrigens in einer solchen degenerierten nicht gelungen, mich durch diesen Bust hindurchzuarbeiten. richtig! im Zentrum.) Gewiß find Männer wichtiger wie Mat gräflichen familie nicht manchmal ein fräftiger sammer-Seitert.in) e Säule der preußischen Mat babe i be regeln. Aber den Vorwurf mache ich der Militärverwaltung, daß diener oder geibjäger gewesen wäre, würde es um diese zeichnet die Verfassungsbestimmung, das der Kövig freie Verfügung sie, wenn sie die geeigneten Männer hat, sie nicht zu finden weiß. Familien oft noch schlimmer aussehen.( Heiterkeit und Sehr gut hat über das Geer innerhalb der Gefeße. Ein Geheimerlaß. Der Redner führt Fälle an, wo bei der Expedition nach China eine bei den Sozialdemokraten.) Haß empfinden wir nicht gegen das wie ibn Abg. Müller- Meiningen andeutete, egiftiert nicht. Abteilung ausschließlich Tag für Tag Rindfleisch erhielt, eine Militär, sondern gegen die Folgeerscheinungen des Militarismus.( Bravo! rects.) Graf Bestarp aber meinte, unier Haß gelte den monarchischen Damit schließbie Debatte Einrichtungen. Nun, im Jahre 1813 hat der bekannte Marich all Vorwärts geschrieben, man müsse die Nation zu den Waffen aufrufen und, falls die Fürsten sich dem entgegensegen, jie samt dem Bonaparte zum Teufel jagen. verlangt. Es folgt der Titel: Offiziere des Kriegsministeriums. Abg. Dr. Oertel( f.) Abg. Schiffer( natl.) Abg. Stücklen( Soz.): bringt einen Fall vor, in dem ein Retrut, der Dissident war, moralisch gezwungen wurde, beim Divisionsprediger zum Kon firmandenunterricht zu gehen.( hört! hört! bei den Sozial demokraten.) Ich frage den Kriegsminister, ob dies Vorgehen etwa auf einer generellen Verfügung beruht und wie eine solche Ausnutzung des Vorgeseztenverhältnisses mit der verfassungsmäßig garantierten Glaubensfreiheit vereinbar ist. Ich erinnere dabei an den bekannten Fall, wo der Kaiser einen Rekruten unter Erlaß des Fahnen. eides burch Handschlag verpflichtete. General Wandel: andere ausschließlich echt einefleisch ohne jede Abwechselung. ( Zuruf: Nach der Konfession. Große Heiterfeit.) Es ist in der Ju Das Gehalt des Kriegsministers wird bewilligt. tendantur noch gerade so wie 1870, wo es vor Me nur Erbs. Angenommen wird ein Antrag Graf West arv( t.) auf wurst gob. vor Paris mur Hammelfleisch. In China blieb gleichmäßige Durchführung der Grundläge des Besoldungsgefeges eine Dereiche mehrere Tage einfach liegen, weil niemand sie übervan 1908 über die Anzenung der Militär- und Marinedienstzeit ießen tonnte.( Lebhafies Hört! hört!) Wie viele Intendantur der Miliaranwärter auf das Befölbungsdienstalter und gefegliche beamte haben die Doimetscherprüfung bestanden? Mit Lateinisch ( Lebhaftes Hört! hört! bei den Sonaldemokraten.) Die Generale hung diefer Boriazisien für die Militäranwärter bei den und Griechisch und mit dem Corpus juris fommt man in FeindesKommunal und sonstigen Verwaltungen; sowie ein Antrag land nicht weiter.( Sehr richtig!) Boyen und Scharnhorst wurden von den junterlichen Offizieren als Behrens( wirtsch. Vg.), der eine Nachprüfung und Erhöhung der Die Debatte schließt. Es folgt das Kapitel Jakobiner bezeichnet, das hieß damals mindestens soviel wie Bergütigungsfäße für Vorspannleistungen für bie bewaffnete Macht Militärseelsorge. heute Sozialdemokrat. Der Seriegsminister sprach seinen Abschen vor Soldatenmizhandlungen aus, aber er hatte doch auch EntAbg. Schulz( Soz.) Tchuldigungen, indem er von allgemein menschlicher Schwäche sprach Die Unteroffiziere, die folche Neigungen zur Mißhandlung haben, hören nicht die Worte des Abscheus, sondern nur die Entschuldigungsgrunde. Vor dem Kriegsgericht gilt ja ihr besonderer Dienst eifer auch stets als Entschuldigungsgrund. Durch bloge Worte begründet einen Antrag, die für die Presseabteilung geforderten wird man eine Einschränkung der Mißhandlungen nicht erreichen. neuen Stellen, die die Kommission gestrichen bat, zu bewilligen. Mir ist kein Fall bekannt, daß man mit einem Offizier oder Unter Alle bürgerlichen Blätter haben den Beschluß der Kommission als offizier, der Soldatenmißhandlungen begangen oder geduldet hat, unverständlich bezeichnet. birklich Fraftur gesprochen hat. Einen Erlaß wie den des Bayerischen Kriegsministers gibt es sonst in der ganzen Armee nicht. Aber auch er genügt nicht. Es müste von höchster Stelle flar ausschließt sich dem Antrage an. gesprochen werden, daß jeder Vorgesetzte, der sich SoldatenDie Militärgeistlichen treten den Lenten als Freunde und Be migyandlungen zuschulden lommen läßt, mit ilimtem Ab. fied entlassen wird.( Bravo! bei den Sozialdemokraten.) Nicht die ganze deutice Bresse, sondern nur die offiziöse rater nahe auch außerhalb der Kirche. Einen Zwang fönnen sie Der preußische Kriegsminister fann ja selbst gegen die Mi teise bat sich gegen den Beidlus der Bud etkommission ge- nicht ausüben, da sie nicht vorgelegte sind. Sollte von militärischen handlungen gar nichts tun; er ist nur Berwaltungsbeamter, in die wandt. Niemanden ist es eingefallen, zu bestreiten, daß das Kriegs. Borgefeg.en ein Zwang ausgeübt worden sein, so wäre das zu ber Trippen ührung hat er gar nicht bereinzureden. Ueber die Beförderung ministerium eine Ausfunitsstelle haben muß, die fie übrigens bereits urteilen. Beim Kapitel der Offiziere enticheidet nicht er, sondern das Militärtabinett hat. Aber bei dem Wunsch nach der Verstärkung wurde auf die Militärjustizverwaltung Wohl hätte er die Möglichkeit des Vortrages beim Kaifer. Hier Marine- Rundschau" hingewiesen, und gerade das mußte une ftuzig ein ähnliches Organ Aur macht Tönnte er fagen, fein Verantwortungsgefühl erlaube ihm nicht, das machen, daß der Kriegsminister Abg. Hofrichter( Soz.) Amt weiter zu führen, wenn die Soldatenmißhandlungen nicht be- Stimmungsmade haben will. Vor allem aber, wer trägt feitigt würden. Aber das bringt ein preußischer Kriegsminister nicht die Verantwortung für das Pressebureau. Ich zweifle, ob der darauf aufmerksam, daß bei der 16. Division auffallend viele fertig, denn er fühlt sich in erster Linie als Soldat, der Reichskanzler diese Verantwortung übernehmen will oder kann. Ich verurteilungen wegen Fahnenflucht stattfinden. Die stramm au stehen hat, und nicht als Minister. Das aber bitte daher, es bei den Beichlüssen der Kommission zu belassen. Nähe der Grenze in Trier erleichtert die Durchführung der Fahnens wäre seine Pflicht; er hat nicht bloß für die Schlagfertigkeit der( Bravo! bei den Sozialdemokraten.) Armee zu forgen, sondern auch für die Ehre der Armee. Weil er das nicht tut, müssen wir in der Presse und in Versamm sungen mit der Agitation emfezen. Würde man gegen die KomWir werden der Forderung des Pressereferats zustimmen in der mandeure energiich einidheiten, in deren Truppenteilen systematische offnung, daß es nicht zu einem politischen Organ gemacht Mizhandlungen vorkommen. so würden sie bald beseitigt sein. So wird. Für die Leitung des Bureaus jolie man bei einem Stellen viel Macht hat ein Kommandeur.( Sehr richtig! bei den Sozialdem.) wechsel auf einen inaktiven Offizier zurüdgreifen. Wir beantragen Leider gibt es in der deutschen Armee eine große Anzahl pflicht- deshalb, statt der zwei nur einen Offizier zu bewilligen. vergessener Regiments fommandeure und andere Vorgesezten, das beweisen die zahlreichen Selbstmorde infolge von Mißhandlungen. Die Verantwortung über die Tätigkeit des Prejsereferates, falls Auf ben Agitationsstoff, den uns diefe ekelhaften Mihhandlungen es mir bewilligt wird, Lernehme ich; ich werde auch dafür sorgen, au fuchen, man braucht nur an die entseglichen Soldateret bieten, würden wir mit Freuden verzichten. Möge der Kriegs, daß diese Stelle nicht parteipolitische Tendenzen betätigt. minister uns endlich Zaten statt Worte zeigen.( Lebhaftes Bravo! bei den Sozialdemokraten.) " Abg. Liesching( Vp.): Ariegsminister v. Falkenhayn: Der Antrag Westarp Baffermann auf Wiederherstellung der Regierungsvorlage wird mit den Stimmen der Sozialbemo fraten, des Zentrums und der Volkspartei abgelehnt, ebenso der Antrag Liefching mit den Stimmen der Sozialdemokraten und des Zentrums, nur etwa 6 Zentrumsabgeordnete stimmen dafür. Der Kommissionsantrag wird angenommen. Beim Kapitel Militärintendantureu Abg. Kunert( Soz.): Abg. Müller- Meiningen( Vp.): Serrn Rupp möchte ich sagen: Der Zionismus und der Antisemitismus sind Früchte von demselben Boden des religiösen oder Rassenfanatismus. Nach Südwestafrifa und China find eine ganze Anzahl jüdischer Freiwilliger gegangen. Die Aeußerungen des Kriegsministers zu der Frage der jüdischen Reserveoffiziere waren rein negativ. Aber ist denn der Einfluß des obersten fragt Kriegsherrn wirklich so gering, daß er nichts Positives gegen den heutigen Zustand tun tann! Die Herren vom Behrverein können Warum ist die früher versprochene Denkschrift über die Redurch die Sympathieerklärung, die tatsächlich in den Worten des organisation der Intendantur noch nicht veröffentlicht worden? Striegsministers lag, nur ermutigt werden. Die Fenster, die durch Jedenfalls hat der jezige Kriegsminister die unter Herrn v. See joiche Redewendungen eingeworfen werden, zahlt schließlich tas ringen bearbeitete Dentichrift vorgefunden, hält fie aber in einigen Auswärtige mt.( Sehr gut! links.) Der Reichskanzler Punkten nicht für geeignet zur Veröffentlichung. Dann müssen diese follte gegen eine solche Störung seiner auswärtigen Politit, wie sie Bunfte neu bearbeitet werden. Aber die Frage der Reorgani jeitens des Wehrvereins ständig erfolgt, auf das schärfste protestieren. iation der Intendantur darf nicht auf die lange Bant geDer Wehrverein wirft der Heeresverwaltung vor, sie habe 1912 schoben werden, denn davon hängt in einem zufünftigen Kriege Sein ibre Suldigfeit nicht getan und der Kriegsminister oder Nichtsein der Armee ab. Auch der Generalstab gibt in einem billigt trozdem die allgemeinen Ziele des Wehrvereins! Da Werke zu, daß die Verpflegung der Truppen immer schwieriger wird. Wir bewilligen von der geforderten Summe teinen Pfennig.( Bravo! bei den Sozialdemokraten.) fann von einer einheitlichen Bolitik nicht mehr die Rede sein. Ueberhaupt hat sich der Kriegsminister die Bolemit in den legten Tagen recht leicht gemacht; er ist um die Kernpunkte fiets herum gegangen. Ich muß dabei bleiben, daß die heutige Ehrengerichte ordnung ein Hohn auf jede Gerechtigkeit Abg. Haensler( 3.): Stellen 4 flucht, erklärt aber nicht den Entschluß der Fahnenflucht. Die Fälle der Fahnenflucht in Trier sind besonders häufig in zwei dort liegenden Regimentern. Die Versuche sogenannter leichtfertiger Fahnenflucht dürften angesichts der shweren Folgen, der dauernden Trennung von Heimat und Familie sehr selten sein. Fast regel mäßig ist die Fahnenflucht der Ausfluß einer ganz verzweifelten Stimmung, in der der weniger Energische zum Selbst mord greift. Auch die Selbstmordverfuche find in nicht der Trierer felten. Garnison Die einer Ursache braucht folden verzweifelten Stimmung man nicht lange mißhandlungen zu denken, von denen durch die verschüchterten Refruten nur der geringste Teil zur Anzeige fommt. Selbst wo Meldung und Kriegsgerichtsverhandlung erfolgt, tomint die volle wahrheit nicht immer an den Tag. Redner führt einzelne Fälle als Beleg an. In einem Falle bestritt ein Unteroffizier unter feinent 3eugeneid an einer Mißhandlung beteiligt gewefen zu fein und erft als ihm die anderen Zeugenausfagen vorgehalten wurden, änderte er feine Ausfage.( Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Wenn es sich um Verhandlungen gegen Offiziere handelt, wird so gut wie immer die Deffentiileit ausgeschlossen. Das ge ihah sogar in einem Falle, als ein Leutnant angeflagt war, Spazen gefchoffen zu haben von einer Stelle aus, da auch Menschen in Gefahr tamen.( Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Als Grund wurde angeführt: Wahrung militärischer Interessen und Schutz des berechtigten Ehrgefühls des Angeklagten.( ört! hört! bei ben Eozialdemokraten.) Angesichts der schrecklichen Soldatenmißhand lungen, die immer wieder vorkommen, muß man sich wirklich wundern, daß die in ihrem Ehrgefühl gefränkten Soldaten nicht in der Rouwehr zum Faust recht gegriffen haben.( Sehr wahr bei den Sozialdemokraten.) Zum mindesten müssen die Strafen für Soldatenmißhandlungen sehr erhöht werden, wenn den Soldaten das Notwehrrecht nicht gegeben werden soll. Bis 1872 wurden in Bayern Soldatenmishandlungen mit nicht unter sechs Monaten Gefängnis bestraft. Eine Revision des heutigen Militärftrafgese buchs in diefer Nichtung wäre dringend notwendig. Wichtig ist auch eine gründliche Aufklärung der jungen Leute Mit neuen Militärvorlagen ist man immer sehr fig bei der über die rembenlegion, die für abenteuerlich veranlagte Hand. aber im größten Gegenias dazu steht die unglaubliche junge Burschen heute noch große Anziehungskraft hat. Die ift. Die Weigerung des Kriegsministers, die neue Verfügung über werfälligteit, die die Geeresverwaltung bei der so lange lucht bon elruten zeigt. daß die Erziehungsarbeit in die Grenzen von Zivil- und Militärgewalt irgendwie auszulegen, geforderten Reform des Intendanturwesens beweist. Die Ein- unserem Heere völlig versagt. Mit den Abschredungsstrafen wird unferer Intendantur find iit der Eat im man die Fahnenflucht nicht bermindern. Im Gegenteil, die Strafe ist sehr bedauerlich im Interesse der Rechtssicherheit des richtungen rückständig.( ört! hört!) Sie deutichen Voltes. isi der Verfezung in die zweite Stlafie des Soldatenstandes, auf die bei Ich erblicke darin lediglich den Ausdrud höchsten Maße der Schwäche seiner ganzen Stellung. In dem Geheimerlag, nach ihrer Aufgabe, der Verpflegung von Millionenbeeren, durch Fahnenflucht regelmäßig erkannt wird, muß geradezu zur ieder Die meisten. aus nicht gewachsen. dem ich gefragt habe, sollen merkwürdige Anweisungen enthalten in der holung des Versuchs der Fahnenflucht anzeigen; denn fein gegenüber staatsfeindlichen und politischen Klubs Intendantur find mit Juristen befezt. Ein bekanntes Wort fagt, durch den Verlust der Kofarde wird der davon Betroffene gebrand und Vereinen sowie vor allem gegenüber der Preise und mit Bandelten läßt sich nicht die Welt regieren. Aber noch weniger markt, und zwar nicht nur bei seinen Kameraden, sondern gang all nicht bloß der fojialdemokratischen. Zu der Frage der Soldaten lassen sich mit Bandetten hungrige Soldaten und Pferde jatt machen. gemein, er ist überall, wo er sich sehen läßt, an den Pranger mihhandlungen stimme ich dem Vorredner zu. Möge der( Große Heiterkeit und Sehr richtig links.) Die einzelnen Kategorien gestellt. Die ganze Strafe past nicht mehr in unsere Zeit. oberste Kriegsherr einfach bestimmen: nicht bloß jeder Offizierter Intendantur steben sich vollkommen fremd gegen.( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Die gründliche Reform oder Unteroffizier, der Soldaten quält, fliegt aus der Armee über; das fameradschaftliche Verhältnis reigt beim Herrn Assessor des Militärftrafgefezes darf nicht länger aufgeschoben werden.( Bei oder Unteroffizier, der Soldaten quält, fliegt aus der Armee ab.( hört! hört!) Im Striege fann sich das bitter rächen. Die fall bei den Sozialdemokraten.) heraus, sondern aud jeder, der foldje Mißhandlungen Generalmajor v. Langermann iu feinem Truppenteil geschehen lägt. Dann werden Schuld trägt ein verfehltes Eystem, eine falsche Organisation; die die Soldatenmißyandlungen bald verschwinden.( Sehr wahr! links.) Berantwortung trägt das preußische Kriegsministerium, das innerDie Stellung des Kriegsministers gegenüber dem Militärfabinett halb dreier Jabre nicht einmal eine Dentichrift bat fertigstellen bestreitet, daß die Fälle von Fahnenflucht in der Regel durch Soldaten Im übrigen beweise die und auch gegenüber dem Reichskanzler und seine Verantworts fönnen. Ein Oberintendanturrat schildert die Verhältnisse sehr richtig mißhandlungen verursacht würden. lichfeit dem Parlament gegenüber muß endlich laro, daß unter den Beamten die denkbar größte Unselbständig. Statistit, daß die Mißhandlungsfälle fich feit 1901 erheblich ver gestellt werden. Alle Kriegsminister sind bisher im Anfang leit, der größte Mangel an Selbstvertrauen und mindert hätten. Die Weiterberatung wird berta gt auf Sonnabend 12 Uhr. fimmer sehr forich aufgetreten gegenüber dem Militärfabinett, bis sie nitiative berricht. Infolge der frankhaften Geheimhaltung schließlich einschen mußten, daß sie nur die Schluß 7 Uhr. parlamentarischen Prügelknaben des Militärkabinetts felbst der unwichtigsten für den Krieg getroffenen Vorbereitungen find die Beamten ohne jede Kenntnis der ihnen bei Ausbruch eines Krieges zufallenden Aufgaben. Man sollte solche Zustände nicht für find. Herr Kriegsminister. Ihr Vergleich mit den beiden Löwen in möglich halten bei einer Armee, für deren Striegsbereitschaft bas der Wüste stimmt nicht. Sie sind kein Löwe.( Große Heiter deutiche Bolt die größten Opfer bringt.( Sebr wahr! im Zentrum feit.) Sie sind, um beim Vergleich zu bleiben, das andere und links.) Liegt hierin nicht eine viel größere Gefahr als alle die Tier, bas aufgefressen wird.( Ernente große Heiterfeit.) Gefahren, die der Behrverein an die Wand malt.( Lebhafte zu Der Kriegsminister hat heute Fichte zitiert. Das freut uns, denn ſtimmung im Zentrum und lints.) Alles was gesehen ist, ist, daß man eine Fichte war einer derjenigen, die vor allem auftraten für die Kommission eingeiezt hat, die lebhaft erinnert an die Reorganisationsmanzipation der Armee gegenüber einer fommission von 1797, deren Tätigkeit 1806 bekanntlich ein fo jähes feudalen Kaste, die damals bereits allmächtig regiert hat. Ende fand.( Heiterfeit.) Eine gründliche Reorganisation der Er möge auch denken an das Wort Ernst Moriz Arndts: Sie meinen, Soldatenehre sei ein anderes Ding als birgerliche Menschen ehre; das aber ist sicherlich nicht wahr." Soldie goldenen Worte müge der Kriegsminister beherzigen und fich fernbalten von allen untlugen politischen Scharfmachereient.( Lebhafter Beifall links.) Abg. Gröber( 3.): Abgeordnetenhaus. 73. Sigung. Freitag, den 8. Mai, vormittags 11 Uhr. Am Ministertisch: v. Trott zu So! z. Der Kultusetat. Die Volksschule. Anträge der Wolfspartei, der Nationalliberalen und der Frei fonjervativen fordern eine Regelung der Volksschulunterhaltungs pflicht in den Provingen Posen und Bestpreußen, nament ich in bezug auf die Heranziehung der Beamten, Geistlichen, Lehrer, Kirchendiener, Militärpersonen und Gendarmen zu den BoltsIntendantur fut dringend not. Daß jeit 1870 auf diesem Gebiete nichts geschehen ist, bedeutet eine schwere Belastung der verantwort lichen Stellen. Der fünftige Krieg stellt nicht nur sehr gesteigerte Anforderungen an die Führung, sondern noch viel gewaltigere an die Verwaltung. Es ist ein widerfinn, das Seer fort. gefegt zu vermehren, ohne auch die Garantie dafür zu bieten, daß schull aften, die Solbaten im Kriegsfalle ausreichenb ernährt werden. Ebenso benachteiligt wie die jüdischen Einjährigen, werden Bon der guten Ernährung der Soldaten hängt der gute die Einjährigen, von denen man annimmt, daß sie sich dem Geist in der Armee ab.( Beifall im Zentrum und lints.) Duellawang nicht unterwerfen werden. Die Behauptung bes Grafen 28 estarp, daß die Anstellung und Entlassung der Difiziere vom König ohne Gegenzeichnung des Ministers erfolgen befürwortet gleichfalls eine Reform des Intendanturwesens. dürfe, entbehrt jeder verfassungsrechtlichen Unterlage. Der Kriegsminister meinte, durch die fehlende Gegenzeichnung des KriegsAbg. Werner- Hersfeld( deutsch- bölf.) Striegsminister v. Falkenhayn. ministers fämen die Offiziere in ein besonderes Treue wendet sich gegen die vom Abg. Saeusler am Intendanturwesen berhältnis zum König. Ich hätte das in feiner Stelle nicht geübte Kritik. Daß die Denkschrift über die Reorganisation fich Abg. Mallée( f.) wünscht unter anderem eine andere Abgrenzung der Schulverbände, Damit viele Kinder nicht mehr so weite Bege zur Schule zurüd Tegen müssen. Wir wünschen vor allem amedmäßige Schulgebäude, die nicht zu teuer sein sollen, aber deswegen nicht unschön 3 fein brauchen. Für die Itpensionäre unter den Lehrern mus etwas gefchehen. Es muß mehr Handarbeitsunterricht für die späte ren Bedürfnisse in der Hauswirtschaft getrieben werden. Der ganze Unterricht muß prattischer werden; heute tönnen viele Ediler bie ter, ic ber fie all if. ehr t ag ig. ine ine ng. 34 ieb urs e ich ar, ITal ng ten ten 11Be te jeit I' ele Die Die ort ger est els ten in ner ige 22# text wo Ile als ent and ent, 17.) jo Jes ent ist nb cs ent ich er en fr ert in ent te te ic t It Nr. 125. 31. Jahrg. Bezirks- Beilage des Vorwärts" für Süden Weffen. Parteiangelegenheiten. Bierter Wahlkreis. Am Sonntag, den 10. Mai, veranstaltet die 36. Abteilung eine Besichtigung des Krematoriums in Baumschulenweg. Treffpunkt um 8 Uhr früh in den Bezirkslokalen, für Nachzügler um 10 Uhr bei Erbe, Baumschulenweg, Baumschulenstraße 14. Die Besichtigung beginnt pünktlich um 10 Uhr. Adlershof. Heute Sonnabend, abends 8%, Uhr, im Lokal von Raul, Bismardstraße 45: Jahres- Generalversammlung des Vereins Arbeiter- Jugendheim. Berliner Nachrichten. „ Die Küche im Mai". Eine Ausstellung zum Aufessen- das ist in der Tat mal etwas Neues. Bisher dauerten solche Ausstellungen, auf denen die Beherrscher des Kochtopfes und der Bratpfanne ihre Kunst zeigten, gewöhnlich nur zwei oder höchstens drei Tage, weil sonst die Speisen ihr gutes Ansehen verloren. Hier ist man von der Idee ausgegangen, an zwölf Tagen hintereinander jeden Tag neue leckere Gerichte zur Schau zu bringen und in dieser Abwechselung die Nationalgerichte sämtlicher Kulturvölker vorzuführen. Um dieses Arrangement praktisch und noch mit einem Nußen durchzusetzen, wird allabendlich die Kochkunstausstellung, die vom 6. bis 17. Mai im Clou" stattfindet, in der ehemaligen Markhalle an der Mauer- und 3immerstraße, faktisch aufgegessen. Die„ Platten", darunter solche von Meterlänge, können im ganzen gekauft werden; es wird aber auch portionsweise zu„ mäßigen Preisen abgegeben. " Süden- Weften. 9. Mai 1914. ohne Kurznamen überhaupt nicht mehr nicht mehr möglich ist. waren, griff er in der Verzweiflung zum Strid und erhängte sich. Was hat man in Berlin nicht schon an derartigen Seit ungefähr 14 Tagen hatte man ihn im Hause nicht mehr geAusstellungsnamen erlebt! Da gab es eine Damuka( Deutsche sehen. Als jetzt aus seiner Stube ein Verwesungsgeruch wahrArmee-, Marine- und Kolonial- Ausstellung), eine Pia( Papier- genommen wurde, öffnete man seine Behausung. Die Leiche wurde Industrie- Ausstellung), eine Aba( Allgemeine Baufach- Aus- beschlagnahmi und nach dem Schauhause gebracht. ftellung), eine Augur( Ausstellung umfassend Geschäftsausstattung und Reklame) usw. usw. Der letzte hier angeführte Ueberfall in der Jungfernheide. Name verdient besondere Beachtung. Dieser Fall zeigt, daß Das Dpfer eines dreisten Räubers wurde gestern mittag in der man jogar vor Verwaltigungen unserer Sprache nicht zurück- Jungfernheide die Reisebegleiterin Anna 2. aus Reinickendorf. Als scheut, um den längeren Namen dem Kurznamen anzupassen. das Mädchen um 12 Uhr durch die Jungfernheide nach der CharMuß man denn aber überhaupt immer und überall und lottenburger Brücke zu ging, wurde es von einem Mann von etwa namentlich bei Ausstellungen die englische Sitte oder vielmehr 25 Jahren angesprochen. Der Unbekannte fragte die Alleingehende, aie Unfitte der Kurznamen nachahmen? Bei einigem Nach- ob sie auch in der Gegend Bescheid wisse und bot ihr seine Bedenken laffen sich recht hübsche und treffende Benennungen gleitung an. Die Angesprochene lehnte diese aber ab. Jetzt stürzte ausfindig machen, die mindestens ebenso zugkräftig sind wie sich der Mann auf sie, würgte sie am Halse und entriß ihr die Kurznamen. die Handtasche, die 25 M. bares Geld enthielt und ein Sparfaffenbuch über 800 M. Dann versuchte er auch noch die UeberDie städtischen Heimstätten fallene zu vergewaltigen. Das Mädchen setzte sich aber energisch sind dazu bestimmt, Refonvaleszenten und tränklichen Personen zur zur Wehr und verhinderte den Burschen an seinem Vorhaben. schnelleren Wiedererlangung ihrer Erwerbsfähigkeit, sowie Wöchne Schließlich ließ dieser auch von seinem Opfer ab und verschwand. rinnen mit ihren Kindern aufzunehmen und ihnen für einige Zeit Er ist besonders dadurch leicht erkenntlich, daß er viele Kragwunden Aufenthalt zu gewähren. Vorhanden sind gegenwärtig in allen im Gesicht hat, die zum Teil bluteten. Auf seine Ergreifung hat die Heimstätten zusammen etwa 650 Betten. Die Verpflegungskosten Kriminalpolizei eine Belohnung von 300 M. ausgesetzt. Mitteilungen betragen für den Tag und Kopf 2,50 M. Es sind indessen auch über ihn nimmt jedes Polizeirevier und die Kriminalpolizei im eine Anzahl Freistellen in den Heimstätten vorhanden. Die Zinsen Bimmer 103 entgegen. Das überfallene Mädchen beschreibt den der im Jahre 1892 der Stadt zugefallenen Auguste- Emilie- Schlößer Täter als mittelgroß und untersetzt. Er hat einen kleinen, dunklen Stiftung sind dazu bestimmt, bedürftigen Personen beiderlei Ge- Schnurrbart und trug einen schwarzen, steifen Hut, ein etwas zu schlechts ohne Ansehung der Religion in den städtischen Heimstätten großes, braunes Jackett, eine schwarze Hose, ein weißes Chemisett kostenfreie Aufnahme und Verpflegung zu gewähren. Gesuche um und Kragen und eine lange, dunkle Krawatte. Berücksichtigung aus dieser Stiftung sind im Bureau der städtischen Heimstätten, Stadthaus, Stralauer Straße 15/22, III, 3immer 315/16, unter Beifügung eines ärztlichen Attestes nach einem bestimmten Formular, das von dem Bureau kostenfrei verabfolgt wird, schriftlich oder mündlich anzubringen. Von der Arbeit der Gegner. Auf dem Grundstück des früheren Inselspeichers. Hoffmann ausgearbeitete Projelt für die Bebauung des ehemaligen Der Magistrat Berlin hat am Freitag das vom Baurat Ludwig Mit diesem Charakter der Internationalen KochkunstInfelipeicher- Grundstücks nach einem Vortrag des Stadtbaurats geausstellung haben die maßgebenden deutschen Kochbereininehmigt. Das an der Spree und Inselstraße beztv. Fischerbrücke gungen, die Köche- Innung zu Berlin", der Verband deutbelegene Grundstück soll nach dem Mühlendamm zu mit einem kleinen scher Köche", der Zweigverein Berlin des Internationalen Gebäude und dahinter mit einem größeren nugbar gemacht werden. Verbandes der Köche" und die Vereinigung der Küchen- find seit dem 17. Januar vorigen Jahres zu einem Arbeitsausschußstädtische Gemäldesammlung aufnehmen und einen großen Lesefaal Die bürgerlichen Jugendvereinigungen des Ostens in Berlin Das größere Gebäude soll die Stadtbibliothet, das Stadtarchiv, die meister", das auf früheren ähnlichen Ausstellungen Gebotene vereinigt, der ein Glied der staatlichen Jugendpflege darstellt. Bei mit einer prächtigen Aussicht auf die dortige Spree und Alt- Berlin weit überholt. Aber auch die Art der Zubereitung und Gar- Wahrung der Selbständigkeit und Eigenart der einzelnen Vereine erhalten. Das kleinere in demselben Stil recht geschmackvoll mit nierung der Speisen hat, wie Fachleute jagen, noch niemals soll der Arbeitsausschuß den angeschlossenen Organisationen Mittel ruhiger Faffade ausgestattete Gebäude wird eine Amtswohnung des bei öffentlicher Schau eine derartige fünstlerische Höhe er- und Wege weisen, um sowohl Hilfskräfte als auch Jugendliche der Oberbürgermeisters enthalten. Das Grundstück ist groß genug, um reicht. Es läuft einem tatsächlich das Wasser im Munde zu- bürgerlichen Jugendpflege zuzuführen. Seine Tätigkeit erfolgt in noch mit gärtnerischen Anlagen ausgestattet zu werden. jammen und man zweifelt im ersten Augenblick, ob denn diese enger Fühlung mit dem Hauptausschuß für Leibesübung und herrlichen fulinarischen Gebilde auch wirklich zum Essen sind. Jugendpflege. Der Kalbsbraten und der Rehrüden, die Gans und das Huhn, überhaupt alle landläufigen Gerichte haben unter der Hand des modernen Rochkünstlers ihre in Kleinhaushalt übliche Form völlig verloren, find faum nach ihrer Herkunft zu erkennen. Das ist ja eben der Zweck dieser wahrhaftig nicht für das Volf beſtimmten„ Küche im Mai", die Speisen so zu frisieren, daß auch der verwöhnteste Gaumen, ja selbst der franke Magen, noch einen hohen Anreiz erhält. Freilich wird dieser Reiz für den Beschauer immer nur so lange vorhalten, als die Platte im ganzen vor uns steht. Mit den ersten zerstörenden Meſſerſchnitten ist die Illusion vorbei, die Zunge des Feinschmeckers kommt zu ihrem Recht. " Ein Handtaschenräuber ist wieder einmal im Tiergarten aufDer Rechnungsabschluß des Arbeitsausschusses weist in Gin- getreten. Einer Modistin aus Charlottenburg wurde eine Handtasche nahme und Ausgabe 1840,49 M. auf; barin find 500 M. vom Ober- entriffen, worauf der Täter entfloh. Auf seine Ermittelung hat die präsidium und 1340 M. aus Schenkungen und Veranstaltungen Polizei eine Belohnung gesetzt. enthalten; u. a. hat Sausbefizer Meinide 500 M. und Direttor Für die Besetzung der Innen- und Außenplähe der StraßenbahnRose des Bernhard- Rose- Theaters den Ertrag einer Theater- wagen gelten, wie der Polizeipräsident bekannt gibt, bis auf weiteres vorstellung überwiesen. Die vom Ausschuß getroffenen Beranjtal- folgende Bestimmungen: 1. Die bisher auf allen Straßenbahnlinien tungen umfassen 3 Konzerte, 3 Theatervorstellungen, 1 Kriegsspiel, nahmsweise gestattete Beförderung von Fahrgästen über die zu bestimmten Zeiten und bei außergewöhnlichen Anlässen aus. 1 Volksversammlung, Verkauf von Jugendschriften auf dem Weih- festgesezte Normalzahl hinaus( und zwar je einer Person auf der nachtsmarkt und die Teilnahme an der Huldigung Wilhelms II. Border- und Sinterplattform jedes Wagens, sowie zweier Personen bei der Einweihung des Stadions im Grunewald. Der Ausschuß im Innern der Wagen mit Langfißen und dreier Personen in erfreut sich einer besonderen Gnade Wilhelms II., der ihm zur solchen mit Querfigen) wird fünftig allgemein während der ganzen Dauer der Betriebszeit sowohl an Wochenbahnlinien zugelassen. tagen als an Sonn- und Feiertagen auf allen Straßenwerden jezt die nach Biffer 1 allgemein zugelassenen für die Bes 2. Statt der bisherigen Normalzahlen fegung der Innen- und Außenpläge fortan allein maßgebenden Höchstzahlen im Innern und auf den Blattformen sämtlicher Straßen bahnwagen angeschrieben. Eine Ueberschreitung dieser Zahlen ist auch in Ausnahmefällen nicht gestattet. 3. Die Bestimmungen über Stimmungen treten am 15. d. Mts. in Kraft. Gleichzeitig werden die Mitnahme von Schulkindern bleiben unberührt. Diese Bes bie bisher geltenden Bestimmungen über die ausnahmsweise zulässige Mehrbefegung der Straßenbahnwagen über die Normalzeit hinaus hiermit aufgehoben. Jahrhundertfeier das Kgl. Schauspielhaus kostenlos überlassen hat, und auf dessen Allerhöchsten Befehl Kolberg", von Paul Seyfe, aufgeführt wurde. Für die einzelnen Arbeitsgebiete hat der Ausschuß Kommissionen gebildet; es bestehen eine Leichtathletiffommission, eine Fußballfommiffion, ein Vorturnerkursus, eine Wanderfommission, eine Schwimmabteilung. Ferner wurden Vorträge und Vortragende nachgewiesen und vermittelt, Führer durch Museen und Kunststätten gestellt, Preisermäßigungen für Theater und ongerie usw. erwirtt, Lichtbilderapparate besorgt, Anschaffung von Bibliothefsbüchern, Instrumenten usw. durchgeführt, Samariterfurje sowie Unterrichtsfurje in Laute- und Mandolinenspiel abgehalten. Die Beteiligung an diesen Kursen ist für Jugendliche unentgeltlich. Man hofft, daß die Ausgebildeten sich in den Dienst der Jugendpflege stellen werden. " Im einzelnen muß man den Leistungen hohe Anerkennung zollen vom Gesichtspunkte der Handarbeit und des Geschmad's im künstlerischen Sinne. Das ist nicht mehr nur Kochen und Braten, es ist Kochkunst. Krebse und Hummern, Forellen und Hechte, Rebhühner und Schnepfen sind zu wunderbar schönen Aufbauten vereinigt. Einen fräftigen Unterschied findet man aber bei aller Appetitlichkeit doch heraus beim Vergleich der Darbietungen der gewerbsmäßigen Köche und derjenigen des Lettevereins, der Fröbelschule und ähnlicher Kochschulen für Damen". Sehr viel Wert hat man allenthalben darauf gelegt, die Kunst der modernen Kocherei zunächst auf das Auge, dann erst auf den Magen wirfen zu der Boltsfürsorge", gewerkschaftlich- genossenschaftliche Versicherungs10.000 Bersicherungsanträge hat die Rechnungsstelle 1, Berlin lassen. Der Schmuck der Tafeln und Platten geht heute, vom Attiengesellschaft, bis zum 30. April d. J. abgeschlossen. Ein erfreu Erfindungsgeist und von den Forderungen raffinierten Ge- Wie wir bereits in der Dienstagnummer mitteilten, hat der liches Resultat in Anbetracht der wirtschaftlichen Krise, das der regen schmads getrieben, ganz neue Wege. Da sieht man täuschend Ausschuß am Sonntag einen Spielplatz in Hohenschönhausen er- und gemeinnüßigen Tätigkeit der Vertrauenspersonen der„ Voltsnaturähnliche meterhohe Rosensträuße, die vollständig aus öffnet. Das 4 Morgen große Gelände wurde ihm vom Besitzer, fürsorge" zu danken ist. Freunden der„ Volksfürsorge" diene zur Fett hergestellt sind. Andere Blumenarrangements mit allem Kaufmann Göttling, fostenlos zunächst auf 5 Jahre überlassen; Mitteilung, daß Auskunft über Aufnahmen, Tarife, VersicherungsZubehör bestehen nur aus gezogenem Ruder. Große Be- außerdem ſtellten bas Oberpräsidium 2000 D. und andere Gänne bedingungen usw. in den Gewerkschaftsbureaus und Berkaufsstellen Zubehör beſtehen nur aus gezogenem Zucker. Großere zur M. der„ Konsumgenossenschaft für Berlin und Umgegend" bereitwilligst wunderung erregt ein täglich wechselndes Stilleben" zum weitere Mittel zur Herrichtung des Platzes und Errichtung von gegeben wird. Die Rechnungsstelle befindet sich SO. 16, Engelufer 18111, Essen. Der Maler fann hier vom Koch lernen. Aus breitem Umkleideräumen usw. zur Verfügung. geöffnet von vormittags 9 bis abends 8 Uhr. Schriftliche Anfragen Goldrahmen quellen zum Zugreifen die kulinarischen Spe- Durch eine„ Gesellschaft der Freunde der Jugend" hofft der werden umgehend in prompter Weise erledigt. zialitäten des Wonnemonats hervor. Eine Klasse für sich Ausschuß insbesondere die befizenden Kreise für seine Bestrebungen bilden die vielerlei paprizierten Vorspeisen, die Vorposten der zu intereffieren und zur Leistung von Unterstübungen heranziehen biele Stunden dauernden Lurusdiners. Sehr nett ist eine zu können. Der Ausschuß hat ferner am 1. April eine GeschäftsSalat- Rüche" sowie eine Aufmachung von etwa hundert ver- stelle errichtet, die regelmäßig ein Nachrichtenblatt herausgibt. schiedenen Sülzen arrangiert, und unter den ganz wenigen Schließlich plant er die Gründung von Jugendheimen. Ausstellungsgegenständen für einfache Kost finden wir als neue Spezialität billige Hühnerbouillon pürfel. Troß aller Anerkennung des Dargestellten hat die Ausstellung den Fehler, eben nur ein Vorbild der„ höfifchen und herrschaftlichen Stüche" zu sein und wohl auch sein zu wollen. Wenn das große Aufessen beginnt, find prompt die gemästeten Feinschmecker zur Stelle. Sie haben irgendein für den gewöhnlichen Europäer undefinierbares Gericht vor sich und bergessen dabei die ganze übrige Welt. Diefen Gaumen fünstlern zuzusehen, ist ein besonderer Genuß. Man vermißt also die Stochkunst im Haushalt des„ kleinen, Mannes", die unter den durch die heutigen Zeitverhältnisse gebotenen Ein schränkungen hätte dargestellt werden sollen, um auch auf diesem Gebiete die sozialen Klüfte zu demonstrieren. Dann wäre die Ausstellung von höherem Magenfulturwert gewefen als durch die Komposition von Zurusschüsseln, die nur für die befizenden Atlaffen bom Roch gedichtet" sind und den Milli onen ein Rührmich nichtan bleiben. oldodge.wa Eva. Man sieht, daß unsere Gegner eifrig am Werke sind, die jugendlichen Arbeiter und Arbeiterinnen durch Gewährung möglichst großer materieller Vorteile der proletarischen Jugendbewegung zu entziehen Alle gleißnerischen Veranstaltungen find natürlich nur Mittel zum 3ivece, die Arbeiterjugend im Sinne der bürgerlichen Weltanschauung festzuhalten und den Durchbruch des Klaffenbewußtseins bei den jungen Arbeitern und Arbeiterinnen zu hindern, damit sie sich nicht der modernen Arbeiterbewegung an schließen. Der Arbeitsausschuß der Jugendvereinigungen des Oftens betont nachorüdlichst, daß seine Arbeit in der Ausführung der ministeriellen Grlasse erfolgt, womit also der arbeiterfeindliche 3wed feiner Bestrebungen deutlich nachgewiesen ist. Junge und Alte der Arbeiterschaft sollten die Jugendlichen aufklären, damit fie nicht ins Garn der Gegner laufen.. Dem Arbeitsausschus sind sämtliche bürgerlichen Jugendbereine des Oftens angegliedert. Ihm gehören an: der HirschDundersche Gewerkverein, Lezirt Ost und Nordost; Jungdeutschlandbund, Bezirk XII; 21 Anabenschulklubs, 15 Mädchenschulklubs mit allein 1858 Mitgliedern; der Bund deutscher Jugendvereine; der Ostdeutsche Jünglingsbund; der Katholische Jünglingsverein; der Evangelische Jungfrauenverein; die Jugendabteilungen der Nach der biblischen Geschichte hieß das erste weibliche Königlichen Eisenbahniverkstätten Ila und Ia; das PfadfinderWesen, das es überhaupt jemals auf der Erde gegeben hat, torps XII. Kompagnie; die V. Pflichtforibildungsschule mit dem Eva. Denselben Namen führt die Erste Varieté Aus- Sportverein" Friesen" und dem Wanderverein" Frischauf"; die stellung, die an diesem Sonnabend in den Ausstellungs- Sportvereine; die Turnvereine und der Wandervogel. Hallen am Berliner Zoologischen Garten eröffnet wird, als fogenannten Kurznamen, der, wie man sieht, auch in diesem Ploso 150 Falle aus den Anfangsbuchstaben des längeren Namens bei Aus Not in den Tod. Warnung vor einem Billettschwindler.] folgende Zuschrift: Ein Billettschwindler, der sich unter Mißbrauch Von der Direktion des Deutschen Opernhauses erhalten wir des Namens unseres ersten Heldenbaritons, F. E. Schüller vom Deutschen Opernhause" nennt, treibt seit einiger Zeit in Charlottenburg und den angrenzenden Teilen von Berlin und den anderen Vororten sein Unwesen. Er stellt Billettanweisungen in der Form von Wechselblanketts aus, die dahin lauten, daß bei deren S. Dinkelsbühler reserviert feien, gratis ausgefolgt würden. Vorzeigung an der Kasse vier Billette, welche auf den Namen diese Anweisungen läßt sich der Schwindler 8 M. bezahlen. Es ist schwer zu begreifen, daß es Leute gibt, die auf einen so plumpen Schwindel hereinfallen; und dennoch ist es Tatsache, daß während der letzten Tage eine ganze Reihe solcher Anweisungen an unseren Kassen präsentiert worden sind. Natürlich mußten die Betroffenen unverrichteter Sache heimkehren. Es kann dem Publikum nur trugsversuch unternehmen, sofort von der Polizei feststellen au bringend angeraten werden, Persönlichkeiten, die einen solchen Bes laffen. Die juristische Sprechstunde fällt heute aus. Lichtenberg. Vorortnachrichten. Für Aus der Stadtverordnetenversammlung. Infolge der Verhinderung des Stadtverordneten- Vorstehers Plonz, der seinen Erholungsurlaub angetreten hat, und seines Stellvertreters, des Genossen Grauer, der durch schwere Erkrankung von seinem Posten ferngehalten wird, war die Stadtverordnetenver jammlung berwaist. Mit ihrer Leitung wurde Genosse John be traut, der zum Stadtverordneten- Vorsteher gewählt wurde. Die steht. Diese" Eva" ist aber nicht die erste Ausstellung ihrer Stellungs- und Mittellosigkeit haben den 28 Jahre alten bürgerlichen Frattionen gaben unbeschriebene Stimmzettel ab. Auf der Tagesordnung standen vornehmlich Dechargierungen Art, auch nicht einmal die erste Ausstellung, die den Namen Fensterpuker Hermann Sowade aus der Petersburger Straße 37 von Jahresrechnungen der verschiedenen Verwaltungszweige für " Eva" führt, denn vor einigen Jahren gab es in Berlin schon in den Tod getrieben. Der junge Mann, der für sich allein eine 1912. In der Jahresrechnung der Stadthaupttasie für den ebenfalls Stube bewohnte, war schon seit drei Monaten ohne Arbeit. Da Ortsteil Lichtenberg stellen sich die Einnahmen auf 26 325 746 Eba" nannie. Es scheint, daß eine Ausstellung seine Bemühungen, neue Beschäftigung zu finden, ohne Erfolg die Ausgaben auf 24 450 597 M., sie schließt also mit einem Webern eine„ Erste " die Vorort Ausstellung", 9 fich 23 schuß von 1875 149 M. ab. Der Ortsteil Rummelsburg hatte das| Form der Papierstimmen, sind diesmal die Sieger" noch völlig| meindeschöffen Bein ins Gefängnis bringen würden, wenn sie Sas gegen bei 6 647 954 M. Ginnahme und 6913 628 M. Ausgabe eine ftumm. Durch das Freiwerden zweier Mandate der dritten Klasse Bewußtsein einer Wahlbeeinflussung, die durch das Versprechen Unterbilanz von 265 674 M. Diese ist jedoch, wie Genosse John sind die Wahlmacher wieder neuer Hoffnung, und da die einer Gegenleistung erfolgt ist, zugeben würden. Der Gemeinde nachwies, nur als buchmäßige zu betrachten, denn der Rummels- Sozialdemokraten am Drt feinen Hausbefizerfandidaten stellen vorsteher gab zu, daß der ungerechtfertigte Abzug des Kinder burger Etat war aufgestellt, che die Gingemeindung vollzogen wurde. fönnen, so meinen sic, fann der Sieg nicht zweifelhaft sein. Unter pribilgs nicht nur bei einzelnen Wählern vorgekommen ist, sondern Deshalb find 135 Proz. Gemeindesteuerzuschlag in Einnahme gestellt, der Führung der„ Ortspresse" zieht nun das Bäckerdugend bürger- zum mindestens größere Kreise der Wählerschaft betroffen hat. aber nur 100 Broz. zur Erhebung gekommen, wodurch ein Ausfall licher Helden in den Wahlkampf. Jedoch, was nügen alle geist- Er bestritt aber, daß der ungerechtfertigte Abzug grundsätzlich in von 156 000 m. entstanden ist. Von den Mehrüberschüssen der reichen" Artikel, wenn vom Rathause der Ortspresse nicht einmal der ganzen Linie durchgeführt worden sei. Die Gemeindever Wasserwerke für 1912 entfallen auf das Rummelsburger Werk die amtlichen Bekanntmachungen zur Verfügung gestellt werden. Das tretung machte sich nicht die Mühe, hier werden müßten. 59 493 M., die von der obengenannten Summe auch abgezogen ist schmerzlich. Da ist doch die benachbarte Gemeindeverwaltung fordern. Die bürgerlichen Gemeindevertreter Untersuchung zu Jahre etwa 25 000 W. Ueberschuß zu erwarten sein. in Der Schlußaft. waren ohne weiteres Indes muß hervorges Zu einer längeren Aussprache fam es bei der fulanter. Unsere Genossen haben sich entschlossen, nach der Wahl bereit, die Mandate für gültig zu erklären. Dechargierung der Jahresrechnung für das Rieselgut Tas- dem Bürgermeister gehörig den Text zu den Text zu lesen und ihn hoben werden, daß der Gemeindevertreter Forthmann es unum dorf. Im Etat für 1912 waren 28 000 M. Ueberschuß eingestellt. auf seine Pflicht der Ortspresse" gegenüber hinzuweisen. wunden aussprach, ein Gemeindeschöffe dürfe das nicht tun, was Die Abrechnung schließt jedoch nur mit 17 838 M. Mehrertrag ab. Bis dahin müssen die Genossen auf dem Posten sein, damit unsere der Gemeindefchöffe Pein getan hat. Aber Herr Forthmann legt um deswillen feinen großen Wert darauf, weil der Protest von Da aber in den Inventurbeständen der Wert von 35 neu an- Kandidaten den Sieg erringen. geschafften Milchkühen enthalten ist, die mit 18 685 M. aus dem Zu wählen sind der Ersazwa hI Architekt Frizz Leuten ausgeht, die angeblich eine„ wüste Agitation" gegen den Wenn andere Leute proErtra- Ordinarium bezahit sind, sind tatsächlich 847 M. Unterbilang Voutta, in der Verstärkungswahl Restaurateur Hermann Gemeindevorstand entfaltet haben. testiert hätten, so sagte er, würde er die Sache mit anderen Augen vorhanden. Das Rieselgut hat bisher stets Zuschüsse erfordert. Wittig. Diese Tatsache hat auch die Deputation veranlagt, zwei Kapazitäten Die Wahl findet morgen Sonntag von 9-3 Uhr im ansehen. Demgegenüber wies der sozialdemokratische Vertreter Radite darauf hin, daß diese Auffassung einen Mangel an Objekfür Landwirtschaft um Gutachten zu ersuchen. Auf Grund dieser Realgymnasium statt. Gutachten und der gegebenen Anregungen ist jetzt die Deputation Parteigenossen! Rüttelt die Lauen auf, die Mandate der 3. Klasse tivität verrate. Deswegen wurde er zur Ordnung gerufen. Radite führte weiter aus, daß, wenn der Gemeindevorvorsteher die Sache dazu gekommen, eine andere Bewirtschaftungsmethode in Anwen- gehören der Sozialdemokratie. anders beurteilte, wohl auch die Gemeindeverordneten eine andere dung zu bringen. Interssant war, daß die Mehrheit der Deputation Haltung einnehmen würden. Da erfolgte der zweite Ordnungsruf. bisher immer den Standpunkt eingenommen hat, aus dem Boden Lankwit. des Rieselgutes sei absolut nichts herauszuholen, obwohl privatRadife wies ferner darauf hin, daß die Gemeindevertretung vor wirtschaftlich betriebene Güter mit gleicher Bodenbeschaffenheit nachAuf die Tagesordnung der am Donnerstag stattgehabten Ge- sechs Jahren die sozialdemokratischen Mandate mit faden gewiesenermaßen ihren Besitzern gute Erträge liefern. Wenn den meindevertretersizung hatte der Gemeindevorsteher die Beschluß- scheinigen Gründen für ungültig erklärt habe, ſoday die höheren Borschlägen der Fachleute gefolgt wird, sollen schon im nächsten fassung über die Wahl der Gemeindevertreter Marchand und Sted Instanzen den Beschluß der Gemeindevertreter aufheben mußten. zu dem und deren„ eventuelle Einführung" gesetzt. Der sozialdemokratische Vor zwei Jahren wurde ein angefochtenes bürgerliches ManBrandenburgischen Städtetag in Guben sollen neben zwei bürger- Vertreter Radike beantragte, die eventuelle Einführung der Ge- dat von der Gemeindevertretung für gültig erklärt. Die oberen lichen Stadtverordneten die Genossen Sander und Linke, zu dem nannten auf die nächste Sihung zu verschieben, falls die betreffen- Instanzen erklärten es für ungültig. Der betreffende GemeindeDeutschen Städtetag in Köln a. Rh. neben Herrn Rott Genosse den Mandate in der heutigen Sikung für gültig erklärt werden vertreter übe aber noch heute sein Amt aus. Aus diesen beiden Aug. Becker delegiert werden. Die Sonntagsruhe im würden. Wenn der Gemeindevorsteher die Einführung so eilig Fällen gehe hervor, daß die Geemindevertretung durch den GeHandelsgewerbe betreffend lagen zwei Petitionen vor. Eine habe, hätte er die Wahl nicht so weit hinausschieben oder schon früher meindevorsteher nicht gut beraten gewesen sei. Mit Recht sagte verlangt, daß die Orte mit verschiedener Einwohnerzahl gleichmäßig eine Gemeindevertretersizung anberaumen sollen. Sei es nun, Radike, aus dem Umstande, daß der Gemeindeschöffe Bein zunächt behandelt werden sollen, d. h. auch solche Orte mit mehr als 75 000 daß der Gemeindevorsteher diese Ausführungen nicht verstanden sein Schreiben an die Forensen abgeleugnet habe, gehe hervor, daß Einwohnern sollen künftig nicht das Recht haben, die völlige Sonn- hat oder nicht verstehen wollte, der sozialdemokratische Vertreter er sich über den unfairen Charakter seiner Handlungsweise klar tagsruhe einzuführen. Und deshalb verhielt sich auch der Petitions- Radike mußte deutlicher werden, um ihm begreiflich zu machen, geworden sei. Als Radike das Wort„ Wortklauberei" gebrauchte, ausschuß ablehnend zu der anderen Petition, die von der Sozialen auf was es anfomme. Radike jagte darum wörtlich, es sei eine rief ihn der Gemeindevorsteher zum dritetn Mal zur Ordnung und Arbeitsgemeinschaft der kaufmännischen Verbände" eingegangen war Taftlosigkeit, daß der Gemeindevorsteher die Neugewählten in der entzog ihm das Wort. Damit endete die sozialdemokratische Mit und völlige Sonntagsruhe forderte. Es war im höchsten Maße be- selben Sigung, in der über ihre Mandate befunden werde, ein- wirkung im Gemeindeparlament. In der Abstimmung wurden die lustigend, zu ſehen, mit welch fadenscheinigen Argumenten die führen wolle, denn dann sei es ja notwendig, daß die jetzt aus- Wahlen für gültig erklärt, worauf der Gemeindevorsteher meinte, Kleinkrämer den bisherigen Zustand zu verteidigen versuchten. scheidenden Vertreter mitten aus der Sizung hinaus bugfiert daß man dem Gemeindeverordneten Radite keine Abschiedsworte Diese Angelegenheit wurde, da eine weitere Petition eingegangen würden. Man muß annehmen, daß der Gemeindevorsteher für widmen könne, da dieser den Sigungssaal bereits verlassen habe. Um die an der Haupt- folche Dinge kein Verständnis hat, denn er hat doch gewiß nicht Nun wurden die Neugewählten eingeführt. Als besonders flug fann man das Auftreten des Gemeindevorstehers in dieser straße und Cöpenicker Chaussee gelegenen Anstalten der Stadt Berlin die Tagesordnung so aufgestellt, um sich an dem Abzuge der sozial- Sizung nicht bezeichnen; wahrscheinlich haben auch die bürger und die gewerblichen Betriebe an die Kanalisation anschließen zu demokratischen Vertreter während der Sibung zu weiden. fönnen, ist zur Aufnahme der beträchtlichen Abwässermengen der Die Wahl der Herren Marchand und Sted war angefochten lichen Gemeindevertreter die Aufassung gehabt, daß seine Schneidig Bau eines neuen Kanals notwendig. Dieser soll den Eisenbahn- worden, weil der Gemeindeschöffe Pein sich eine größere Anzahl feit bei der lehmaligen Anwesenheit des Sozialdemokraten übel förper direkt gegenüber der Pumpstation durchqueren. Mit Rück- Forensenstimmen verschafft hatte, indem er den betreffenden Wahl- angebracht war. Nachdem die Gültigkeit der Mandate Marchand ficht auf die erforderlichen umfangreichen Arbeiten hat nun die berechtigten versprochen hatte, seine Tätigkeit bei etwaigen Ver- und Sted ausgesprochen worden war, konnte das vom Bürger Bau- und Verkehrsdeputation den Beschluß gefaßt, gleichzeitig einen handlungen mit der Gemeindebehörde zur Verfügung zu stellen. meister aufgestellte Programm ordnungsgemäß abgewidelt werden. Fußgängertunnel im Zuge Fischerstraße Seeweg zu bauen. Außerdem war Einspruch gegen die Wahl erfolgt, weil die Wähler- Das Zusammensein der Bürgerlichen unter sich wird diesmal nicht Dieser Beschluß ist sehr zu begrüßen, denn auf der ganzen Strecke liste systematisch falsch angelegt war, indem man allgemein den so schnell geendet haben: Im Nebenzimmer standen auf festlich ges deckten Tafeln die Teller und Weingläser bereit. zwischen Schlichtallee und Blockdammiveg, d. h. auf 2,7 Kilometer, Wahlberechtigten unzulässigerweise das Kinderprivileg vom fehlte es bisher an der Möglichkeit, von dem Gebiet nördlich der Bahn nach der Südseite zu gelangen. Der Tunnel wird etwa 150 Meter lang, 3,5 Meter breit und 2,5 Meter hoch werden. Kosten merden ca. 120 000 m. verursacht. Die StadtverordnetenversammJung stimmte dem Projekt zu. Mariendorf. mar, nochmals an den Ausschuß verwiesen. " ur= sprünglichen Steuerbetrage abgezogen hatte. Der Gemeindevorteher legte dar, daß es auf so ein bißchen Wahlbeeinflussung gar Jugendveranstaltungen. nicht antomme, zumal ihm die Forensenstimmeninhaber, die der Gemeindeschöffe Pein bei der Wahl vertreten hat, ihm auf seine Arbeitende Jugend von Niederbarnim. Anfrage mitgeteilt hätten, daß sie sich durch das Schreiben des Gemeindeschöffen Pein nicht wahlbeeinflußt fühlten. Daß der Am Sonntag, den 10. Mai, Kreisausflug nach Dranien Gemeindevorsteher auf diese Auskünfte irgend einen Wert legt, ist burg. Sammelpunkt mittags 1 Uhr im Walbhaus, Sand Wie die betrübten Lohgerber, die ihre besten Felle fortichwimmen ein Zeichen dafür, daß ihm der Abschnitt des Strafgesetzbuches über hausen, Schüßenstraße. sehen, ziehen die bürgerlichen Wahlmacher in den Gemeindewahl die Verbrechen und Vergehen in Beziehung auf die Ausübung Kampf. Während vor der Hauptwahl im März schon einige Kandi- staatsbürgerlicher Rechte" unbekannt ist. Denn sonst müßte er Es wird auf Massenbesuch gerechnet. Alle Arbeiter daten großsprecherisch den Sieg in der Tasche hatten, natürlich in wissen, daßdie Forensenstimmeninhaber sich selbst und den Ge- eltern und Freunde der Jugend find freundlichst eingeladen. Tipp Butter billiger! Garantiert reine Naturbutter! VOLLER ERSATZ für MAASS dieser Anzug. Da ich denselben im, eigenen Betriebe herstelle, die Stoffe dazu aus ersten Lausitzer Tuchfabriken sehr günstig erstanden habe, kaufen Sie diesen besonders billig u. unlibertroffen. Neugrün- Pepifa, grau und braun 45.- 36.- 29.- 25.Sonntag nur von 8-10 Uhr geöffnet! Gottlieb Weiss Schöneberg HAUPTSTR 161 ECKE STUBENRAUCH Tafel- Butter, hochfein .. jetzt Pid. 120 Pf. Molkerei- Butter, extrafein.. jetzt 130" Schweizerkäse, hochfein und vollsaftig Tilsiter Käse, eine Delikatesse • garantiert reines Braten- Schmalz, Schweineschmalz. Roh- Schmalz, dito, ohne Gewürz 33 99 100/ 80 19 60, . 99 60% 99 *** Rabatt auf alle Waren!*** Butter- Handlung Loreley Berliner Str. 47/8 Ecke Boddinstr. 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Vormittags 11 Uhr, Kleine Frankfurter Str. 6: Vortrag von Herrn A. Taesler ( Görlig): Grundlinien einer natürlichen Sittlichkeit". Damen und Herren als Gäste willkommen. Eingegangene Druckschriften. " Der Kampf." Sozialdemokratische Monatsschrist. Wien, Jahrg. VII, Heft 8. Otto Bauer: Die Wurzeln des Absolutismus. Karl Renner: Marr Kapital" in Volksausgabe. Siegmund Kunfi( Budapest): Klassent und Nationen in Ungarn. J. Köttgen( London): Die sozialistische Taktik in Großbritannien. Hermann Diamand( Lemberg): Auswanderungspolitik Auswanderungsstandale. Richard Woldt( Berlin): Maschine und Arbeiter im industriellen Produktionsprozeß. Franz Lill: Das Koalitions recht der Verkehrsbediensteten. Gustav Sleton: Ürzeugung und Weltanschauung. Josef Luitpold Stern: Karl Hendell. Stationen Barometer stand mm Witterungsübersicht vom S. Mai 1914. Windrichtung Windstärke Better Temp. n.. 5° C. 4° R. Stationen Barometer stand mm Wind richtung Windstärke Wetter Temp. n. E. 5°.= 4° N. Lichtenberg. 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Die Anfechtung der Ehelichkeit durch Erhebung der Klage ist zulässig innerhalb eines Jahres von dem Zeitpunkt ab gerechnet, zu dem der Mann Kenntnis von der Eristenz des Kindes erhalten hat. Gefeßliche materielle Nachteile haben die Kinder für den Fall der Ehescheidung nicht.- 2.2. 123. 1. Die Aufforderung durch Einschreibebrief genügt. 2. Bestimmte Friit ist nicht gefekt. 3. Durch 2. erledigt. 4. Zwischen 9 und 3 Uhr. 5. Dürfte als Scheidungsgrund nicht ausreichen. S. 23. Sie sind 1,65 Meter groß, Brustmaß 88/96, Körpergewicht 69,5 Kilogramm, tauglich zur Infanteric; die anderen Zeichen beziehen si auf die Sehschärfe. F. D. 9. 1. Ja. 2. Jm allgemeinen bis 10 Uhr, ortspolizeiliche Verordnungen fönnen darüber Näheres bestimmen. 3. Mitteilung an die Polizeibehörde, eventuell Klage beim Amtsgericht. Der Verband der Inhaber und Inhaberinnen der Damen- Rheinfall 100. 1. Etwa 40 M. 2. Bis zur Großjährigkeit, falls das Konfektionswerkstätten Deutschlands für Blusen und Kleider" hält Kind nicht etwa schon früher seinen Untervalt selbst verdient. 3. Eine Montag, den 11. Mai, abends pünktlich 9 Uhr, in Groß- Berlin folgende Unter haltspflicht gegenüber der Schwiegermutter bestände nicht. Der BeBezirksversammlungen ab: Jm Bezirk Norden Hand- trag würde sich um etwa 10 M. ermäßigen. 4. Der Mann ist berechtigt, terlerjäle, Sophienstr. 18/19, Referent Herr W. Falkenstein; Thema: das Kind zu sehen. Wenn die geschiedenen Eheleute sich über Zeit und Das Krantentassengeset". Ueber„ Die Bedeutung der Verbände im Dit nicht einigen, bestimmt das Vormundschaftsgericht das Nähere. wirtschaftlichen Leben" werden sprechen: im Bezirk sten, Restaurant M. H. 15. Der Autobesizer haftet für den Schaden, falls nicht dem Rose, Gr. Frankfurter Str. 17, Herr Redakteur Hans Weber; im Bezirk Kinde das alleinige Verschulden beizumessen ist. Für die Beurteilung, wie Südosten, Restaurant Felsmann( oberer Saal), Oranienſtr. 180, Herr hoch der Schaden ist, reichen Ihre Angaben nicht aus. O. 11. 107. Redakteur Georg Udo; im Bezirk Neukölln, Restaurant Waidmannslust, Es kann beim österreichischen Gericht geflagt werden. Die Kosten richten Münchener, Ede Erlanger Straße, Herr Stadtverordneter Paul Dupont; fich nach dem Objett. B. S. Boston. Sie haben Anspruch auf Fortim Bezirk Weißensee, Restaurant Peutert, Berliner Straße, Ede Streu- zahlung des Gehalts für die Dauer von 6 Wochen. Machen Sie Ihren straße, Herr Stadtverordneter Robert Drescher. Die gesamte Kollegen Anspruch schon jetzt geltend, eventuell fönnen Sie beim Kaufmannsgericht schaft ist hierzu dringend eingeladen. Kelage erheben. Person 34. 1. Strafantrag erscheint aussichtslos. der Landesanstalt für Gewässertunde, mitgeteilt vom Berliner Betterbureau Bund freier Vereinigungen ſelbſtändiger Handwerker, und Gewerbevereine Berlins und Umgegend. Montag, den 11. Mai, abends 8, Uhr, Brunnenstr. 140: Vortrag und Diskussion Warum müssen fich die freien Handwerkervereine zu einem Bunde vereinigen?" Briefkasten der Redaktion. 2. Bis zum 31. Mai d. J. müssen die Anträge gestellt jein. Reuhs T. Sie können ein Zeugnis verlangen, eventuell im Alagewege beim GewerbeP. 2. 100. 1. Die Frage, gericht. Das Zeugnis ist stempelpflichtig. ob ein neuer Unterstügungsfall vorliegt oder nicht, ist vom ärztlichen Gutachten abhängig. 2. Die Sache ist streitig, wir empfehlen eine Beschwerde beim Versicherungsamt. Die juristische Sprechstunde fällt heute aus. Für die Fragen auf einzelnen Rechtsgebieten sind in der Buchhandlung Vorwärts Führer zum Preise von je 20 bis des tönigl. Polizeipräsidiums. Mais( mired), Natal 00,00-00,00, Donau 50 Pf. erhältlich. H. N. Nein. 2. G. D. 59. Geben Sie die Erklärung auf dem Polizeirevier ab.. 80. 1. Ja. 2. Auch das ist zulässig, wird aber nicht mehr erforderlich sein. 8. 10. b. 1. In größeren Cafés, z. B. im Café Bauer. 2. 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Wasserstands- Nachrichten Wasserstand 80 am jeit am ſeit Wafferstand Memel, Tilfit Bregel, Insterburg Weisel, Thorn Dder, Ratibor 7.5. 6.5. 7.5. 6.5. cm cm³) cm cm¹) 191 -2 Saale, Grochlit 98 12 -3 Havel, Spandau³) 52 156 120 +5 103 " 107 28 0 254 4-8 Landsberg 48 Rhein, Maximiliansau 518 +30 23 0 265-2 1+9 -129-12 126 Köln 267+2 Nedar, Heilbronn 0 Main, Hanau 155+1 Mosel, Trier Krossen Frankfurt Warthe, Schrimm Nee, Bordamm Ibe, Leitmerit " Dresden Barby Magdeburg 100-5 1)+ bedeutet Wuchs, Rathenow) 78+1 Spree, Spremberg³) 84 Beestom Beser, Münden 162+3 Minden Kaub Fall.) Unterpegel. 94+2 92+14 M. Schulmeister einer 000 Dresdener Straße 4 KottbuserTor Elegante Anzüge in neuen Schnitten, Formen und Farben stets fertig in 24 Grössen am Lager Saçço- Anzüge 2350 2550 2750 29-32-364246-48-52-5456-60-62- 65-6870-75-78-82-85Verlangen Sie bitte Die neuen Moden" porto und kostenfrei Sonntag von 8-10 Uhr geöffnet. 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