Nr. 130. blissed it usitadaday Abonnements- Bedingungen: bonnements Breis pranumerando: Bierteljahri 3,30 L, nionafl 1,10 M., wöchentlich 28 Pig. frei ins Haus. Einzelne umuter 5 Bfg. Sonntags. murmer mit illustrierter Sonntags. Beilage Die Rene Belt" 10 Bfg. Post, bonnentent: 1.10 Mark pro Monat Eingetragen in die Bost- Zeitungs. Treisliste. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2,50 Marf, für das übrige Ausland 4 Mart pro Monat. Bostabonnements nehmen cat: Belgien, Dänemart, Holland, Italien, Luremburg, Bortugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz. Eriscint täglich. • Vorwärts Berliner Volksblaff. 19 sub! son bue 96 31. Jahrg. Die Infertions- Gebühr Beträgt für die sechsgespaltene Kolonel zeile oder deren Raum 60 Pig., für politische und gewerkschaftliche Bereins und Bersammlungs- Anzeigen 30 Big. ,, Kleine Anzeigen", das fettgedruckte Wort 20 Big.( zulässig 2 fettgedruckte Borte), jedes weitere Wort 10 BigStellengesuche und Schlafstellenan zeigen das erste Wort 10 Pig., jedes weitere Wort 5 Pig. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Borte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt Morigplas, Nr. 1983. Jo I Bülows Nachfolger. dem Donnerstag, den 14. Mai 1914. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt Morikplats, Nr. 1984. steigenden Imperialismus, der Grinnerung an die nationalen militia Heldentage vor hundert Jahren und der Schaffung der größten Militärvorlagen die Sozialdemokratie jolish hoben politischen Ein. Der sozialistische Wahlfieg in Frankreich. fluß bat". Wieder einmal hat sich ein großer Politikus gefunden, der zur Wie überzeugend würde solch„ nationaler" Theaterdonner Sammlung der bürgerlichen Parteien gegen die Sozialdemokratie wirken, wenn uns der wadere Herr Matthias nicht aus der Veraufruft. Im roten„ Tag" veröffentlicht, Herr Matthias Ergangenheit als ein ganz anderer bekannt wäre. War nicht gerade berger einen Artikel über das große Problem". Womit aber er es, der 1906, bei den Blockwahlen, jene hübsche Kolonialnich tetwa das Problem der Herstellung vorzüglicher Giernudeln broschüre veröffentlichte, die schonungslos die Interessenwirtschaft gemeint ist. Nein: Herrn Erzbergers Sinnen geht auf Höheres, des Rüftungstapitals bloßlegte und die profithungrigen Kapitalistener will einen schönen runden Blod zur Vernichtung der Sozial cliquen an den Pranger stellte? demokratie herstellen, er will die rote Notte unter dem gemeinals diudapnit Paris, 11, Mai.( Eig. Ber.) Partei einen Sieg gebracht, der auch die Erwartungen der Der geftrige Stichwahltag hat der geeinigten sozialistischer Optimisten übersteigt. Die sozialistische Fraktion der neuen Stammer wird 102 Mitglieder zählen. Nur die deutsche Sozialdemokratie hat unter allen nationalen Seffionen der Internationale eine noch stärkere parlamentarische Vertretung. gewonnen worden. Der größere Teil ist also Stichwahlgewinn. Die Verlierenden sind alle bürgerlichen Parteien, von Gewinn ist vor allem der Organisation und dem glühenden der Rechten angefangen bis zu den geeinigten Radikalen. Der Lebenswillen der Partei zu danken, der nie zuvor sich mit solcher Macht und mit einer so vollkommenen, brüderlichen Einheit und Einigkeit in allen Teilen des Landes fundgegeben hat. Die hämischen Redensarten, womit heute die„ Bataille Syndikaliste" den Triumph der Partei kommentiert, fann nichts an der Tatsache ändern, daß die französische Arbeiterklasse die Bedeutung des Kampfes um die politische Macht o Der ehemalige Enthüller der Kolonialforruption, der Beute- tlar erfaßt und sich mit Vertrauen und Begeisterung an die Herr Erzberger weiß aus Erfahrung, daß es mit einem politit der Tippelstirch, Wörmann und Konsorten, ist ja längst sozialistische Partei angeschlossen hat. Man muß nur die Blod, der sich bis auf den Freifinn erstreckt, nicht geht. Auzuviele zum mitschuldigen Hehler der stinkendsten Korruptionsstandale weit über Mitternacht in der Rue Montmartre vor dem Haus Tausende gesehen haben, die gestern im strömenden Regen bis Köche verderben den Brei, und wenn die Regierung sich auf eine geworden. Mag die Sache der Krupp, der Goerz, der Lindenau der„ Humanité" ausharrten, unt jede neue Siegesnachricht, allzu starte Mehrheit und allzuviel Barteien stüßen kann, wird sie noch so faul, noch so forrupt sein Herr Erzberger, der wilde die ihnen durch Projektion bekanntgegeben wurde, mit subelwählerisch und malfontent, wie ja gerade das Blodabenteuer Gegner der Tippelsfirch und Wörmann von ehemals, wirft sich für rufen und dem immer wieder angeftimmten Refrain der Bülows bewiesen hat. Zentrum und Junker allein können aber sie in die Schranken! Sage mir, für wen Du Dich ins Zeug legit, Internationale" zu begrüßen. Und nicht geringer war die im Reichstag das Geschäft auch nicht machen. Deshalb geht Herr und ich will Dir sagen, wer Du bist! Bolfsbewegung in den einzelnen Stadtvierteln, vor den Mairien, als die Wahlergebnisse des Bezirks verkündet wurden. Freilich, das war einmal. Und Herr Matthias Erzberger samen Frontangriff aller bürgerlichen Parteien zusammenhäutet sich ja so schncu! Wie blies er noch vor Jahresfrist seine stampfen. Aber er will cs traft seiner höheren Intelligenz und Eiernudelbacken auf, um gegen eine etwaige Bertuschung des Von diesen Mandaten waren 40 im ersten Wahlgang feiner tieferen Kenntnis der bürgerlichen und insonderheit Krupp skandal's zu protestieren, gegen jede Einsegung einer der Zentrumskorruption pfiffiger und wirksamer anfangen Kommission, der nicht vollste Untersuchungsfreiheit Fürst Bülow. Der glaubte Karpfen und Kaninchen zugesichert sei. Als es dann aber zum Klappen und zum Entscheid paaren, Junker und Fortschrittler vor einen Starren spannen zu darüber kam, ob es sich bei der Kommission entweder um eine fönnen. Natürlich nicht auf die Dauer, sondern nur zu dem ernsthafte Untersuchungskommission oder um eine geradezu lach 3wed, der Sozialdemokratie zu schaden und das Zentrum firre hafte Bertuschungstommission handeln follte, da zu machen. Und das Zentrum fand infolge dieser Lettion so rajch purzelte der tapfere Herr Erzberger prompt auf die Nase. Sein wieder den innigsten Anschluß an das Junkertum, daß es schleu- wüstes Geschimpfe auf den„ Vorwärts", der wiederholt dies Heldennigst wieder den Freifinn von der Krippe wegbiz und zur Re- stücklein des komischen Matthias festgenagelt, beweist am besten das gierungspartei avancierte, während sein Erzieher Bülow in die freffende Schuldbewußtsein dieses jammervollen Renegaten! Wüste gestoßen wurde. Erzberger den Nationalliberalen um den Bart, buhlt er Mag Herr Erzberger fortfahren, sich und seine Sammlunge um ihre Unterstützung bei einem Block gegen die Sozialdemokratie. politik zu tompromittieren. Der glorreiche Sozialistentöter Bülow Natürlich tut der Biedermann so, als ob er auch den Fortschritt nur blieb inmitten seines Feldzuges auf der Strede. Herrn Erzberger zu gern mit in die famose Waffenbrüderschaft einbezöge; allein hat die Lächerlichkeit schon erledigt, bevor er seine Kampagne bedas ist nur Mache, aur demagogische Spiegelfechterei. Denn wenn gonnen. der Fortschritt ebenjogut den politischen Nothelfer spielen könnte, wie die schwarze Garde des Herrn Erzberger, so könnten ja die Beiten eines Bülow wiederkehren, jene 3eiten, vor denen sich die Zivilisationsarbeit Bentrumschriften befreuzigen. od Jing and Ace 17 Mit dem industriellen Proletariat hat sich aber gestern auch das ländliche mit unerwartetem Elan für den Sozialisunis erhoben: Die Holzfäller der Yonne und die Taglöhner und Halbpächter des Departemens Nièvre, aber auch die Eleinen Bejißer im Süden, die Winzer des Gard und Herault und bis in die Südostecke des Var. Abgesehen vom stockflerifalen Nordwesten und den chauvinistisch präparierten Grenzdeparteinents im Osten gibt es feine Gegend, wo der im belgischen Kongo. Sosialismus nicht Siege errungen bat: im Norden und im Ein Lentuant als siebzehufacher Mörder. Bas- de- Calais, in der Haute- Vienne, die überhaupt das„ rote Departement" werden will, in der Isère, im Jura und in den Bezirken von Lyon, Firming und St. Quentin. dies Sehr schön macht sich bei alledem die grundehrliche Entrüftung des Herrn Erzberger über die verheerenden Folgen einer Waffenbrüderschaft mit der Sozialdemokratie. Der Freifinn liefere fich, Brüssel, 12. Mai.( Eig. Ber.) nur um die Junter" zu ärgern und zu schädigen, dem Todfeind Das hiesige Obergericht für den belgischen Kongo befaßte sich Wohl ist das lichte Bild nicht ganz frei von Schatten. der bürgerlichen Gesellschaft" aus. An die verruchten Zeiten, wo heute als Appellationsgericht mit dem Fall des Leutnants Martin, Zehn Verluste hat die Partei zu verzeichnen. Darunter drei Herr Müller- Fulda mit Singer über ein gemeinsames Zuber im Dezember vorigen Jahres vom Gerichtshof in Elisabeth in Paris. Auf Montmartre unterlag Rouanet, einer sammengehen von Zentrum und Sozialdemokratie für die Wahlen bille im belgischen Kongo zu 12 Jahren Strafhaus der ältesten sozialistischen Parlamentarier Frankreichs, gegen von 1907 fuhhandelte, erinnert Herr Erzberger natürlich aus an- verurteilt wurde, weil er ohne jeden Grund inner- einen Nationalisten, nach einer Campagne, die von Skrupelgeborener Schamhaftigkeit nicht. Ebensowenig an den föstlichen halb weniger Tage siebzehn Reger, darunter losigkeit der Bürgerlichen wohl das äußerste geleistet hatte. Wahlpatt, den der heutige Erzbischof von München und dem Frauen und Kinder, niederschießen ließ. Die An- Rouanet hatte einen Vorsprung von über 3000 Stimmen nächstige Kardinal Dr. Bettinger mit der bayerischen So- flage berichtet unter anderem von dem humanen Solonisator, der über seinen republikanisch- sozialistisch- patriotischen" zialdemokratie seinerzeit beschworen hatte. Nicht etwa in den Offizier der öffentlichen Gewalt in Dilolo im Ratanga war, folgenden der affichierte Barfeititel!- Gegner. Aber ein sozialistiCouloirs des Parlamentes oder in einem Wirtshaus, sondern Vorfall: Der Offizier ließ eines Tages den Häuptling verhaften scher Republikaner" und ein unabhängiger Sozialist" hatten unter dem Vorwand, daß er Soldaten der öffentlichen Gewalt zugunsten des Reaktionärs verzichtet. Rouanet unterlag mit Bas aber zwingt denn eigentlich den Voltsmann und General- bedroht hätte. Er beauftragte dann den Sergeanten der schwarzen 9112 gegen 9542 Stimmen. Etwas mitgespielt mögen in Bache, den Häuptling niederzuschießen. Der Sergeant lam zurüd diesem Bezirk auch noch die Wahlenthaltungstendenzen der Zähltandidat des Zentrums zu seinem Sammel- und Kriegsruf und erzählte, es wären drei Neger bei dem Häuptling, die ihm Effen Anarchisten haben. Trok einer furchtbar leidenschaftlichen gegen die Sozialdemokratie? Steht es etwa mit der Sozialgebracht hätten. Der Offizier geriet darüber dermaßen in Zorn, Wahlagitation sind immerhin noch 8000 von 27 000 Wählern politik in deutschen Landen so glänzend, daß man jest„ Schluß" daß er dem Sergeanten befahl, auch diese drei Neger mit der Urne ferngeblieben. sagen könnte? Jedermann, auch jeder einfichtige 3entrums- niederzuschießen. Was denn auch, nicht ohne Zögern des arbeiter, weiß, daß gerade das Gegenteil der Fall ist. schwarzen Soldaten, mit Hilfe eines Korporals ausgeführt wurde. Martin ist ein gebürtiger Genter und war früher Leutnant in Hat doch der Sturmlauf der Junter und Schlotbarone gegen das an geweihter Stelle, in der Krypta des Doms zu Speher! Beklagenswert ist weiter namentlich der Fall Colly im 12. Arrondissement, der gegen einen unifizierten Radikalen unterlag, für den auch die Progressisten stimmten. Die eigent Koalitionsrecht selbst die christlichen Gewerkschaften zu Abwehr- der belgischen Armee. Er ging, wie die Verteidiger geltend liche Schuld an seiner Niederlage trägt aber die saubere demonstrationen genötigt. Und mit den uhrmann und machten, mit der guten Abficht nach dem Kongo, sich dort im Sinne Arbeiterpresse" Alle manes, die ihren Kandidaten auf Röchling zusammen will Herr Erzberger Politik machen, einer humanen Kolonisation" zu betätigen. Woran rechterhielt. Colly bekam 8105, der Radikale 8238, der Mann will er den Kampf führen gegen die Partei, der 4½ Milli- diese Absichten gescheitert sind, vielmehr dazu führten, den Offizier des Parti Ouvrier" 142 Stimmen. Genau auf gleiche Art onen Proletarier sich angeschlossen haben! lls " Aum 17fachen faltblütigen Mörder zu machen, sollen jent die vom hat der Berichterstatter über die dreijährige Dienstzeit a té Gericht mit der Untersuchung des Geistes zustandes beauftragten im 11. Arrondissement sein Mandat retten fönnen, weil Oder ist die durch den Wechsel in preußischen Polizeiministe- Aerzte aufklären helfen. Vorläufig ist nur bekannt, daß der An Allemane bei seiner Kandidatur blieb und so dem von den So riunt wieder aufgerollte Frage der preußischen Wahl- getlagte mit einer Syphilis behaftet nach dem Stougo gereist ist. zialisten unterstützten Radikalsozialisten onion, den Sohn auf Unzurechnungsfähigkeit plädieren des berühmten Stanzelredners Hyacinthe Loyjon und Heraus reform ein Grund für Herrn Erzberger, der Sozialdemokratie Die Verteidiger wollen fie mit den Folgen der Krankheit begründen. begründen. geber des Wochenblattes Les Droits de l'Homme" Stimmer fo grimmige Fehde anzusagen? Gibt es einen zuverlässigeren und und energischeren Anhänger der angeblichen Zentrumsforderung auf Aber sollen die Richter in Elisabethville ganz blind gewesen sein? entzog. Der dritte Verlust betrifft das bisher vom Genossen Uebertragung des Reichstagswahlrechts auf Preußen, als die So- Es ist immerhin bemerkenswert, daß fie in ihrer Urteilsbegründung Lavaud innegehabten Mandat des zweiten Wahlkreises des zialdemokratie? Und gibt es unversöhnlichere und tudi zwar das häufige Vorkommen von verbrecherischen Gewalten seitens 11. Arrondissements. Hier siegte ein Dentofrat" mit radi schere Feinde der Zentrumsforderung, als Konjer- der europäischen Kulturverbreiter mit dem Tropenkoller zu erklärent faler Hilfe. bative und Rationalliberale? Aber gleichviel: Gerade in dem und einigermaßen zu entschuldigen versuchen, aber doch der Auf Verloren wurden weiter unter anderemt zwei Mandat fajfung entgegentreten, die Erklärung mit dem Tropenfoller in einen Augenblid, wo die preußische Wahlrechtsfrage wieder aktuell wird, Freibrief für das Austoben der schlimmsten Instinkte zu verwandeln wirbt der„ Demokrat" Erzberger um die Waffenbrüderschaft von und die Betreffenden von der Berantwortlichkeit für ihre Kraut- und Schlotjunkern, um die Anhänger des gleichen Wahl- Handlungen freizusprechen. Bemerkenswert ist auch, was der Vertreter des Ministeriums rechts zu Paaren zu treiben! Welch konsequenter Voltsmann, als öffentlicher Aufläger in dieser Beziehung sagt. Er wünschte, daß im dieser Protektor der Eiernudelfabrikation! werden. im Allier( Genossen Mille und Charles Dumas). I der Bariser Umgebung( St. Denis IV) ging der bisher vo Dr. Meslier vertretene Wahlkreis verloren. Unerfreulichy Affären des bisherigen Vertreters tragen die Schuld. Troß dieser Mißerfolge kann mit vollem Recht von einer gewaltigen Siege gesprochen werden. Ueber dessen politijd * Aber wir wollen Herrn Erzberger nicht unrecht tun. Wenn Interesse der Zivilisation" der Angeklagte als nicht zurechnungs- Folgen und die Probleme, vor die er das Land und di er alle demokratischen Ideale, alle Voltsrechte, alle sozialen Forde fähig erkannt wird. Wenn dies aber nicht gelingt, ja„ tvenn Bartei stellt, wird noch gesprochen werden müssen. rungen preisgibt, so wahrlich nur schweren Herzens. Denn über auch nur auf teilweise zurechnungsfähigkeit erlannt wird, muis ein berartiger Bandit ohne Nachficht gerichtet aller Sozialpolitit, über allem Arbeiterschuh, über allen Voltsrechten Der angeklagte Offizier benahm fich unauffällig und ruhig und steht ihm das nationale Interesse: die Wehrhaftigkeit der Ration! Und weil die Sozialdemokratie auch die lekte Milliarden zeigte sich während der ganzen Verhandlung eher empfindungslos. Von den bei den letzten französischen Hammerwahlen g Die Verhandlung wurde, wie erwähnt, zum Zwed der Unterwählten Sozialdemokraten sind 55 Arbeiter und Angestells forderung der Behrvorlage abgelehnt hat, erregt vor allem seine 15 Aleinbauern und Heine Weingutsbesitzer, 5 Lehrer, 6 Medizin baterländische Entrüftung, dog im Zeitalter des gewaltig empor- fuchung des Geiftes auftandes des Angeklagten vertagt. Die Berufsstellung der fozialdemokratischen Kammermitgliede in Frankreich. Nr. 130. 31. Jahrgang. 1. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Bonerstag, 14. Mai 1914. Gewerkschaftliches. Arbeitervertreter oder Arbeiterverräter? Wie schon berichtet, fand vor einigen Tagen eine Versammlung der Berliner städtischen Straßenbahnangeſtellten statt, in der Stellung genommen wurde gegen Verschlechte rungen der Arbeitsbedingungen. Erwähnt wurde dabei namentlich der nicht mehr gewährten Fahrzulage bei Reservedienst oder für den von Wagenwäschern geleisteten Fahrdienst. In dieser Versammlung wurde der Ausschuß aufgefordert, sein Amt niederzulegen, weil er nach Ansicht der Versammelten seine Pflicht nicht erfüllt habe. Das zu tun weigerte sich der Ausschuß mit aller Entschiedenheit und es tam zu Auseinanderseßungen, die damit endeten, daß die Versammlungsbesucher den Saal verließen. Hiervon waren nun die Stüßen der Betriebsleitung" sehr unangenehm berührt und sie fannen sofort darüber nach, wie man die Unzufriedenheit der Mitarbeiter am besten beseitigen fönne. Der Ausschuß begab sich zur Betriebsleitung und ersuchte unt deren Schuh. Namentlich die zwölf Unterzeichner, des Antrages, welcher sich gegen den Ausschuß richtete, wurden der Direktion mit voller Namensangabe zur eventuellen Abstrafung preisgegeben. Ja diese wird von diesen sonderbaren ,, Arbeitervertretern" direft in Form der Entlassung gefordert. Ueber den Verlauf der Angestelltenversammlung berichtet der Ausschuß u. a: Der Schaffner G. gab an, es müsse unbedingt etwas geschehen; Tarifgedanken. Diese Hezereien haben auch bereits ihre gemeindie Verwaltung mache mit den Leuten, was sie wolle. schädlichen Früchte gezeitigt! So wurde in der Gesellenversammlung Es wurde daraufhin eine Kommission gewählt. Soweit von mehreren Seiten mitgeteilt, daß besonders Bäckermeister aus das wieder hinzugekommene Arbeiterausschuß dem Westen und den westlichen Vororten bei jedem Gesellenmitglied Salm feststellen konnte, gehören folgende wechsel Lohnabzüge machen. Selbst hervorragende Mitder Kommission an: B., G., K., M., M., Pr., Sch." glieder der Innung entblöden sich nicht, pochend auf die jetzt beDer Schluß des interessanten Dokuments, in dem diese sonders große Arbeitslosigkeit, Wochenlöhne von 10 Mark und darunter geradezu prächtigen Vertreter der Arbeiterschaft die Aufgabe anzubieten, während in den Vororten und außerhalb 5 Mark Wochenlohn erfüllen, sich ihrer Kollegen anzunehmen, lautet wörtlich: bei Wohnung und halber Kost bezahlt werden. Die Scharfmacher Die Unterzeichneten erflären, daß die Verheßung durch wittern Morgenluft! Deshalb macht die Bäckerinnung auch sozialdemokratische Umtriebe innerhalb der Angestellten der geradezu verzweifelte Anstrengungen, um Goldacker und Weidner, Städtischen Straßenbahn auf einen Höhepunkt gelangt ist, der Firma Hante u. Co., in ihrem Versuch, den 36stündigen Ruhetag kaum noch übertroffen werden kann und daß die Hauptagitatoren, 3u rauben, die Arbeitszeit zu verlängern und Lehrlingszüchterei zu die Angestellten Br., B., Kl., Sch. und Fr. durch ihre andauernde treiben, tatkräftig zu unterstützen. Wenn auch die Leitung der Gesellenbewegung der Bäcker, geVerhehung das Personal nicht zur Ruhe und die inneren Angelegenheiten des Betriebes nicht zu einer gedeihlichen Entwickelung wizigt durch frühere Vorgänge, die Beteuerungen der Innungsleitung gelangen lassen. nie ernst genommen hat, so ist es doch nur zu begrüßen, wenn die Wir, die gewählten Vertreter des Betriebspersonals erklären, Herren jetzt die Maske ganz fallen lassen. Ihre Freude an dem gedaß erst wieder Ruhe eintreten wird, wenn die Vorbenannten sich lungenen Streich bei Golda der sowohl als bei Haute u. Co. nicht mehr im Dienst der Städtischen Straßenbahn befinden. Unter dürfte wohl ein wenig verfrüht sein. Einstweilen wird der Kampf der ewigen Verhebung leidet naturgemäß die Dienstfreudigkeit in beiden Firmen mit ungeschwächten Kräften weitergeführt. und die Kollegialität. Die unterzeichneten Mitglieder des Arbeiterausschusses erklären, Achtung, Töpfer! Hiermit verhängen wir wieder über die daß sie die Verhältnisse des Dienstes genau so kennen, wie die Firma Karl Lüdtke, Kameruner Str. 9, die Sperre. Wir waren Hetzer und geben an, daß von Mißständen im Betriebe nicht die hierzu gezwungen, weil Herr Lüdtke sein gegebenes Wort nicht geRede sein kann, da die Verkürzung des Dienstes vom Verkehrs- halten hat. Er verpflichtete sich am 24. April schriftlich, von diesem ausschuß noch nicht zugestanden ist, kann die Dienstdauer nicht Tage ab wieder nach dem alten Lohntarif zu zahlen, hielt dieses ohne weiteres als mangelhaft bezeichnet werden. Ueber weitere jedoch nicht inne. Darüber zur Rede gestellt, erklärte er unserem Mängel, wie Bestrafungen usw., sind Beschwerden einzelner oder Vertreter gegenüber:" Ich habe schon manchen A... wisch untermehrerer dem Arbeiterausschuß noch nicht zugegangen. schrieben." Dies kennzeichnet wohl so recht, wes Geistes Kind Herr Lüdtke ist. Man muß sich wundern, daß sich der Herr so auf das hohe Pferd setzt; er sollte lieber für pünktliche Lohnzahlungen sorgen. Auf dem Bau Spandau, Tiefwerder Weg, konnte Lüdtfe am 25. April und am 2. Mai nicht mal Löhne zahlen. Auch stehen heute noch von ihm zirka 400 M. Löhne aus. Ju Anbetracht all dieser Vorkommnisse erwarten wir, daß sämtliche Kollegen, auch die unorganisierten, jetzt diese Firma meiden. Es muß dem Herrit ge= zeigt werden, daß er auch Arbeitern gegenüber sein gegebenes Wort zu halten hat. Darum Kollegen, übt Solidarität! Die Verbandsleitung. Die Unterzeichneten, die die Verhältnisse des Diensies genau so kennen, wie Br. und Genossen, bekunden, daß Mißstände nicht bestehen. Berlin, den 10. Mai 1914. V. g. 11. gez. Eugen Sinal. gez. Richard Salm. gez. Ferd. Naffin. gez. Richard Hegelow. gez. Karl Otto I. gez. Paul Orth. gez. Mag Marktscheffel. Aufgenommen gez. Nürnberger. Man mag mit diesen Mitgliedern des Arbeiterausschusses " Nachdem der Vorsitzende Sinal dem Besizer des Saales erflärt hatte, die von ihm einberufene Versammlung sei geschlossen und die neue Versammlung sei eine sozialdemokratische, in der Agitation betrieben würde, erhob der Wirt bei Br. Einspruch, worauf Br. antwortete, es sei lediglich eine Betriebsbesprechung und die Verantwortung für sie übernehme die„ Ver bandsleitung". Br. erklärte alsdann der Versammlung, daß die Direktoren der Straßenbahnen im ganzen Deutschen Reiche einen Ring geschlossen hätten, nach welchem die Dienstdauer überall gleichmäßig aufgestellt werden solle und möglichst gleiche Verhältnisse Die Kohlenarbeiter der Firma Gebrüder Schack in Halensee, zu schaffen und daß dies eine Veranlassung sei, sämtliche Straßen in der Versammlung nicht gerade glimpflich umgesprungen Güterbahnhof, befinden sich zurzeit in Lohndifferenzen. Der zwischen bahnangestellte, insbesondere die Teilnehmer der Versammlung, sein. Aber selbst wenn der eine oder andere der denunzierten dem Verband der Berliner Kohlengroßhändler und dem Deutschen zum Eintritt in den Transportarbeiterverband zu veranlassen. Br. Redner, wenn die ganze Versammlung in ihrem Auftreten Transportarbeiter- Verband bestehende Lohntarif schreibt vor, daß ab und B. verteilten Aufnahmeſcheine für den Werband auch an über die Stränge geschlagen haben sollte, was sie taten wird 1. April d. J. der Stundenlohn für die Kohlenarbeiter sich von 47% die noch anwesenden zwei Arbeiterausschuß- Mitglieder Drth und Hegeleger, gleichzeitig wurde„ Der Straßenbahner" glänzend gerechtfertigt durch dieses nachträgliche Auftreten des stohlengroßhändler nicht angehört, zahlte bisher seinen Arbeitern Pfennig auf 50 Pf. erhöht. Herr Schack, der dem Verband der verteilt. Daraufhin übertrug Br. das Wort einem Gewerk- Arbeiterausschusses. Als die von ihnen selbst cinberufene ebenfalls den tariflichen Stundenlohn von 50 Pf. In der verihaftsführer namens Hillger. Herr Hillger erklärte, Versammlung nicht den gewünschten Verlauf nimmt, werfen gangenen Woche ließ er aber durch den Betriebsinspektor erklären, daß der Arbeiterausschuß an den Verhältnissen keine Schuld trage, sie die Brocken hin. Und als die Versammelten die Er- daß er von nun ab nicht mehr 50 Bf. Stundenlohn zahle, sondern sondern lediglich das System; es sei Pflicht jedes Straßenbahners, ledigung der brennend gewordenen Fragen nun doch vor- nur 45 bezt. 47 Pf. pro Stunde. Zu Verhandlungen mit seinen sich der Organisation anzuschließen, ließ aber in seiner Rede doch nehmen wollen, gehen diese Arbeitervertreter" hin und Arbeitern ließ sich Herr Schack nicht herbei. Die Arbeiter stellten durchblicken, daß zweckmäßig der gelbe Arbeiterausschuß verschwinden müsse, ein roter auch viel mehr Hinterhalt habe. Er denunzieren die Fortsetzung der Versammlung als sozial- daraufhin die Arbeit ein und befinden sich bereits seit einer Woche erklärte, daß der Verband die Sache aufgreifen werde, jedoch demokratisch". Dann suchen sie die Betriebsleitung auf, nicht im Streit. Herr Schack hat Arbeitswillige angeworben, die er mit müsse der Verband erst Geld fehen( welcher Unsinn! als Verkünder der Klagen, die ihnen in der Versammlung 45 f. pro Stunde entlohnt. Die Firma gilt als tarifuntreu und Die Redaktion.) und erst mehr Straßenbahner der Stadt vorgetragen werden, nicht als Vertreter der Arbeiter, sondern ist für organisierte Arbeiter gesperrt. Berlin der Organisation sich angeschlossen haben; als als Verräter derselben, als Denunzianten an ihren Stollegen, Beispiel erklärte er die Straßenbahnverhältnisse in Köpenick deren ganzes Verbrechen darin bestand, daß sie kein Vertrauen als Muster gegen die Berliner. Der Verband habe sich in zu solchen Ausschußmitgliedern zu heucheln vermochten. Köpenid an die Deffentlichkeit gewandt, und als Herr Bürgermeister 2 angerhaus diese Zeitungsnotiz las, habe er sofort den Direktor der Straßenbahn zu sich rufen lassen, und ihm gehörig den Kopf gewaschen", daß er ohne seine Zustimmung den Dienst verschlechtert und das Personal schlecht behandle; die Verhältnisse seien auf Veranlassung des Herrn Bürgermeisters Langerhans sofort geändert worden. Herr Hillger erklärte, daß, wenn Herr Oberbürgermeister Wermuth Kenntnis davon erhielte über die Verlängerung des Dienstes und über die BeHandlung des Personals der städtischen Straßenbahnen, so würde er die Betriebsleitung ebenso zur Verantwortung ziehen, wie es in Köpenid geschehen sei. Db es die Herrschaften wohl noch fertig zu bringen bermögen, einem ihrer Kollegen gerade ins Gesicht zu sehen? Berlin und Umgegend. Die Bewegung in den Großbäckereien. Zu unserer Notiz„ Der Obermeister als Streitheßer" vom 12. Mai wird uns aus Bädermeistertreisen geschrieben: prangen. Deutscher Transportarbeiter- Verband. Bezirksverwaltung Groß- Berlin. Achtung, Gastwirtsgehilfen! Nachstehende Betriebe sind für Dre ganisierte gesperrt: Restaurant zum Zelterhaus", Inh. Porte, Neue Schönhauser Str. 4/5; Lokal von Götz, Friedrichstr. 207. Herr Porte, Inhaber vom Restaurant zum Zelterhans, veranlaßt den Stellenbermittler Gründel, organisierte Kellner für sein Geschäft anzuwerben, um den Schein zu erwecken, daß in seinem Geschäft alles in Ordnung sei. Verband der Gastwirtsgehilfen. Berlin I. Fabrifarbeiter- Verband. Die Wahlen zum Stuttgarter Verbandstag am Sonntag, den 10. Mai, zeitigten folgendes Resultat: Obermeister Schmidt ist wohl ernstlich nie ein Freund des Abgegeben sind im ganzen 2173 Stimmen. Gewählt sind: Konrad Tarifgedankens gewesen. Wohl ist er 1911 in den Bezirksvereinen Bruns, Frida Knobbe, Paul Lange, Gustav Mitschke der Bäckermeister als großer Tariffreund aufgetreten; aber wer ihn und Wilhelm Reimann. Die Wahlfommission. Nach Beendigung der Rede des Herrn Hillger erklärten die und die Taktik der Bäckerinnung genauer fannte, setzte hinter seine Achtung, Schneider, Schneiderinnen und Wäschearbeiter! Bei Angestellten der Städtischen Straßenbahn K., G., S. und M., daß Beteuerungen schon damals ein großes Fragezeichen. Jetzt hat er der Arbeiterausschuß nicht in der Lage sei, die Interessen richtig die Maste endgültig abgeworfen; jest hetzt er in seinen Konventikeln, der Wahl zum Gewerkschaftstongreß wurden insgesamt 2233 Stimm zu vertreten, und er müsse unter allen Umständen beseitigt werden. I den Bezirksvereinen der Bäckermeister mit aller Schärfe gegen den zettel abgegeben. Hiervon waren 107 ungültig und einer weiß. Deckeln der Messengermügen in farbigen Buchstaben eine Reklame-| Scheffel der schädlichen Insekten ausgefeßt, den man auf dem ankündigung V's Kraft- Ertrakt Alten Markte vor dem Rathause ablieferte. Ein Bauer vom Nicht nur die Arbeitskraft verlangt man von den Messenger- Boys, Harz las das in der Zeitung, und da er gerade nach Magdeburg man beutet die Jungen auch noch des weiteren aus- als wandelnde fahren und Korn holen mußte, so wollte er nicht gern mit leeren Reklametafeln. Ein Wunder eigentlich in unserer kapitalistischen Ge- Säcken hinfahren. Er machte sich also mit seinen Leuten daran, Night wetten! Man tann„ wetten", daß diese Aufforderung sellschaft, in der man schon alles fauft, daß man nicht auch die Ge- die Bäume zu schütteln, und bald waren die zwölf Säde voll von bielen, besonders jungen Menschen nicht angenehm flingt sichter der Burschen mit Reklamen verschandelt. Wie wäre es mit den Krabbeltieren, mit denen unser Bäuerlein wohlgemut zur Gemiß, die Gerechtigkeit" der heutigen sozialen Ordnung der Eintätowierung eines Reklameschreis auf den Wangen oder auf Stadt zog. Dort wollte man begreiflicherweise die Hörzker Maiüberschüttet Euch nicht mit Bergnügungsmöglichkeiten. Und der Stirn? Also da hat mal wieder ein ganz Schlauer ein Mittel fabels" nicht mit guten Magdeburger Groschen bezahlen. Aber der doch sucht Eure Jugend fieberhaft nach Spannung und biedere Landmann erklärte, er brauche seine Säcke, um Korn zu zur Hebung der Rentabilität der Boys entdeckt. Aufregung. Zu dem Wenigen, was Euch erschwinglich Ob den Boys wohl das Tragen der Reklamen durch Entschädi- holen; es bleibe ihm nichts anderes übrig, als die Maikäfer fliegen blieb, gehört der Sport. Ihr habt Euch mit aller Wir bezweifeln es. zu lassen. Als die Magdeburger Herren dies hörten und sich vorin erhöhten Löhnen zugute kommt? gung Straft in ihn hineingeworfen. Und das ist gut, wenn er in Grenzen Jenen Dienst beansprucht die Geſellſchaft von ihren" Boys wahr- stellten, daß auf einmal„ millionentausend" Maikäfer auf dem Alten bleibt, wenn er Euch nicht von dem Besseren und Wichtigeren, der fcheinlich so gratis nebenbei. Bei dem großen Angebot an Arbeits- Markt losschnurren und ganz Magdeburg verdüstern würden, da beErkenntnis Eurer sozialen und politischen Aufgaben abhält. So träften wird es den Unternehmern bequem gemacht, von ihren fiel sie ein solcher Schauder, daß sie dem schmunzelnden Bauern seine acht Taler auf der Stelle auszahlten. jeid Ihr auf die Rennplätze gekommen und habt Pferde, Fahrräder Arbeitern heute alles zu verlangen. Kleines Feuilleton. Notizen. " - Die Sicherung des Künstlertheaters ist nunmehr auf der Basis des Eintritts der Frau Tilla Durieug in die des Theaters ihre Hilfsbereitschaft abhängig. Das Theater kann eitung erzielt worden. Von diesem Eintritt machten die Geldgeber Wagner und ohne Else Lehmann und Emanuel Reicher wird diese Arbeit etwas anderes sein als im verflossenen Spielwinter. Professor Roethes Schwager, der Wiener und Autos im nervenzerpeitschenden Endspurt zum Ziele rajen Der Radiumblikableiter. Bon vielversprechenden Versuchen über jehen. eine Verbesserung des Blizableiters wissen die„ Naturwissenschaften" Da tam die Wettwut! Die Wettwut, die bald von einer( Verlag von Julius Springer, Berlin) zu berichten. Bei dem ge= ganzen Schar sonderbarer und verstedter Gristenzen äußerst gewöhnlichen Blizableiter durchströmt die Elektrizität, des Blizes die schäftsmäßig ausgenutzt wurde. Wie teuer bezahlt Ihr die kleine für sie angelegte Leitung nur dann, wenn sie vom Blizze erreicht Sensation um zwei, fünf und zehn Markstücke! Bedenkt, daß die wird, und damit dies geschieht, bringt man zahlreiche sehr feine Rennwette ein Lotteriespiel ist wie jedes andere auch, und daß Spigen an. Bedingung ist dabei, daß die Potentialdifferenz zwischen also seine Arbeit fortsetzen, aber mit Tilla Durieur und Baul dem Blizableiter und der Luftschicht darüber größer ist, als gegen bei ihr immer tausende verlieren müssen, damit ganz wenige über irgend einem in der Nähe befindlichen Leiter. Durch die Angewinnen. Bedenkt, daß Ihr mit Euren sauer erworbenen Silber- wendung von Radium kann nun diese Bedingung fünstlich geschaffen stücken auch hierbei letzten Endes nur die immer dicker anschwellen- werden, wie B. Szilard durch Versuche nachgewieſen hat: durch den Taschen des Kapitalismus füllt. Und ist es nicht im Radium wird die Luftschicht über dem Blizableiter leitend gemacht, Grunde unwürdig, daß die Jugend der Geringbemittelten in einer und so wird die Entladung an dieser Stelle erzwungen, da das jchier lächerlichen Form das nachzuäffen sucht, was die Geldjäde Entladungspotential hier herabgedrückt wird. Literaturprofeffor Walter Brecht, dementiert die Nachricht, er sei als Begleitstern Roethes für den noch immer unbesetzten Lehrstuhl Grich Schmidts ausersehen. Ihm ist nicht das geringste von solchem Plan bekannt geworden. finden. Es wurde ein Versuchsblizableiter hergestellt, indem auf ein am Hazardtisch, am Totalisor, an der Börse und in Monte Carlo 31 Meter hohes Messingrohrgestänge ein Ring von kleinen Spizen Der Kampf gegen die Typhusbazillen. Dem ihr in Riesensummen vermachten, weil sie es sich leider leisten und darunter eine Stupferscheibe von 250 Millimeter Durchmesser amerikanischen Arzt Dr. Harry Plots soll es gelungen sein, ein unfönnen? Nein, Ihr solltet nicht die Kraft Eures Scharfsinnes an angebracht wurde. Die Kupferscheibe trug einen 28 Millimeter fehlbar wirkendes Mittel zur Vernichtung der Typhusbazillen zu die„ Tips" öder Sportblätter verschwenden und Eure Groschen auf breiten Kreisring, der von zwei Milligramm Radiumbromid gebildet Noch ein Mittelpunkt Deutschlands". Es Barijer, Baden- Badener, Wiener und Epsomer Gäule seßen, die war. Damit dieser dem Regen und dem Temperaturwechsel wider- dürfte wenig bekannt sein, daß es außer dem fürzlich hier erIhr nicht einmal selbst zu sehen bekommt! Ihr vergeudet Stunden stehen kann, muß er entweder elektrolytisch niedergeschlagen oder wähnten, amtlich festgestellten geographische u Mittelpunkt stumpfsinnigen und sinnlosen Refordhekereien schließlich nur auf zeigte sich sowohl im Laboratorium wie auch im Freien bei ver Deutschlands" gibt, und zwar liegt dieser in der fleinen Stadt Eure Kosten treiben können. Wenn in 4 bis 5 Metern Ab- Spremberg in der Niederlaufiz. So besagt wenigstens ein stand eine kleine elektrostatische Maschine von 5 Zentimeter FunkenNein, Ihr solltet wirklich nichtwetten"! Die Welt hat in dieser Zeit der heftigsten Kulturfämpfe wahrhaftig für jeden der einätigkeit geſetzt wurde, to zeigte ein an das Gestänge des Stein, der an der Stelle des angeblichen Mittelpunktes auſgeſtellt ist. Blizableiters angelegtes Elektrometer Ausschläge von 350 Volt. Deutschland hätte demnach zwei„ Mittelpunkte". Ein Riefenteleskop. In Svanhill auf der Vansinnvolleren Sensationen genug! Vierundzwanzig Scheffel Maitäfer. Den hübschen Scherz, den couverinsel ist ein astronomisches Observatorium errichtet worden, Messengerboy- Reklame. wie Sklavereit abgeschafft, die Ver- unter dem Titel„ Wennt er je odder wennt er se nit?" jemand als das ein Teleskop mit einem Durchmesser von 73 Zoll erhalten soll. Der zersprengte Billettrust. Die Petersburger stlabung ist geblieben. Man gab dem Diener seine Livree, demi aus der letzten" Zeit der großen Maitäferplage erzählt, hat der Wreffengerboy seine Uniform, um sie äußerlich als Bedienstete zu alte R. Knoche bereits vor fast 50 Jahren in seinem Büchlein Behörden haben dem Truft der Theaterbilletthändler in absolutistischer fennzeichnen. Das liegt nun einmal heute in der Natur der Sache." Niu luſtert mol!" ebenso gut plattdeutsch erzählt. Das pläfierliche Art das Handwerk gelegt. Sie haben furzerhand 25 der größten ( Weil eben ein Mensch dem andern„ untertan" ist.) Jezt hat aber Stückchen heißt dort Bierundzwanzig Scheffel Maikäfer", und sein Billetthändler auf drei Jahre aus Petersburg ausgewiesen und alle ein ganz Genialer heraus- Schauplas ist in das Magdeburgische verlegt. Die Geschichte be- Unteragenten bei Fortführung des Billetthandels mit der gleichen wenigstens hält er sich wohl dafür volls- wie naturkundlich bemerkens- Strafe bedroht. Sie hatten nämlich sogar mit den Billetts der gefunden, daß an so einer Messenger- Uniform noch so manche Stelle ginnt mit der seltsamen Behauptung, daß es in Schaltjahren stets viele faiserlichen Theater einen wilden Schacher getrieben und das rückist, die sich noch trefflich ausnutzen ließe, etwa für Reklame. Wozu werten ist z. B. der Deckel einer Kappe da? Läßt er sich doch trefflich für Reklame Maitäfer gäbe. Und in einem solchen Jahre habe der Magdeburger ſichtslose Hochnehmen der zarischen Privilegierten, das sich daraus verwenden. Und so sieht man denn seit einiger Zeit auf den flachen Magistrat einen Preis von zehn Silbergroschen auf jeden Berliner ergab, wurde nun rücksichtslos gerochen. Von den 2125 gültigen Stimmen haben erhalten: Fräulein Joseph 579, Kunze 1818, roll 662, Perleberg 547, Frau Reimann 927, Ritter 1404, Schmidt 317. Gewählt sind hiernach Kunze und Ritter, Stichwahl findet statt zwischen roll und Reimann. Die Ortsverwaltung. Deutsches Reich. Die Bewegung der Speditionstutscher in Hamburg beendet. Ueber die Mitgliederbewegung wird mitgeteilt, daß am 1. Januar 1912 der Bestand 13 918 betrug, darunter 932 weibliche; am 31. Dezember 1913 wurden gezählt 14 979 männliche und 1046 weibliche, insgesamt 16 025 Mitglieder. Aus dem Die Zahl der Lohnbewegungen und Streifs hat in der Berichtsperiode eine erhebliche Steigerung erfahren. Es waren insgesamt 406 Lohnbewegungen an 49 Orten zu verzeichnen, die sich auf 963 Betriebe und 8908 Personen erstreckten. Ueber die Erfolge der Lohnbewegungen wird berichtet, daß für 6298 Personen eine Lohnerhöhung von 21 571 M. pro Woche durchgesetzt wurde. Eine Der Angriff der Unternehmer fann als abgeschlagen gelten. Berkürzung der Arbeitszeit fonnte von 685 Personen erreicht werden, Sie sind in den Verhandlungen mit dem Transportarbeiterverband und zwar von insgesamt 8738 Stunden pro Woche. Außerdem von der Absicht, die Roll- und Speditionskutscher in das Arbeits- fonnten in 343 Fällen für 6581 Stunden sonstige Verbesserungen nachweissystem der Unternehmer zu pressen, zurückgetreten, wie sie der Arbeitsbedingungen erzielt werden. Als solche kommen bor auch die Organisation als Vertragskontrahenten anerkennen mußten. allem in Betracht: Abschaffung der vielfachen Abgaben, die im Der alte Vertrag soll ohne Aenderung ein Jahr fortlaufen. Im Gastwirtsgewerbe immer noch dem Personal zugemutet werden, zweiten Vertragsjahr sollen einige Verbesserungen eintreten. Der ferner Abschaffung der Bruchgelder, Auslagen für anderes HilfsWochenlohn wird dann um 50 Bf. erhöht. Die Ferien sollen nach personal usw. Von den Lohnbewegungen verliefen 352 ohne Eineinjähriger Beschäftigung drei Tage währen und jedes Jahr um stellung der Arbeit. Tarifverträge konnten in den zwei einen Tag bis auf sechs Tage nach vierjähriger Beschäftigung ver- Jahren 315 für 6863 Personen abgeschlossen werden. längert werden. Vom zweiten Vertragsjahre ab sollen die Kutscher nicht mehr jeden dritten, sondern jeden zweiten Sonntag gänzlich frei haben, wobei die in die Woche fallenden Feiertage als Sonntage gerechnet werden. Die bon den Kutschern an gestrebte Beseitigung der sogenannten neutralen halben Stunde nach der regulären Arbeitszeit war nicht zu erreichen. Diese Bestimmung, die oft umgangen ist, wurde lediglich schärfer präzisiert. Im dritten Vertragsjahr soll der Wochenlohn abermals um 50 Bf. erhöht werden. Zum erstenmal sind die Arbeitsbedingungen der Schuppenarbeiter geregelt. Ihr Lohn soll bei zehnstündiger Arbeit in den drei Vertragsjahren von 29,50 auf 30,50 M. steigen. Für jede halbe Stunde, um die die tägliche Arbeitszeit 10 Stunden übersteigt, soll sich der Wochenlohn um 1,50 M. erhöhen. 50 Proz. der Streifenden sollen innerhalb der ersten zehn Tage und der Rest nach Bedarf eingestellt werden. Maßregelungen dürfen nicht erfolgen. Die Streifenden haben diesen Vereinbarungen am Dienstag abend bereits zugestimmt. Die Versammlung der Arbeitgeber wird ben neuen Vertrag voraussichtlich am Mittwoch annehmen. Kassenbericht, Parteifeftion finden, daß aber die Verhältnisse in Süditalien einen ganz besonderen Charakter aufweisen, weshalb die süditalienische Frage das wichtigste Problem im wirtschaftlichen und politischen Leben des Landes darstellt; in Erwägung, daß es der größte Irrtum der italienischen Politik ist, diesen besonderen Charakter der süditalienischen Frage und der Mittel zu ihrer Lösung zu verkennen, und daß jetzt die sozialistische Partei im Begriff steht, diesen Irrtum zu begehen; in Erwägung, daß es im Interesse der schnelleren und besseren Entwidelung der sozialistischen Bewe gung in Süditalien liegt, wenigstens zeitweise das Recht der Selbstbestimmung zu besigen, die Bewegungsfreiheit und das Sammeln von Erfahrungen erlaubt: erklärt die sozialistische Parteisektion von Neapel, fünftighin als selbständige Organisation zu wirken und vertraut darauf, in dieser Weise den Sozialismus in Süditalien zu fördern, um in der Folge stärker und zahlreicher zur italienischen Gesamtpartei zurückzukehren." Unter den Ausgetretenen befindet sich Genosse Lucci, Abge= ordneter von Neapel, und Genosse Sandulli, Abgeordneter von Torre Annunziata. An Parteiabgeordneten bliebe somit in Süditalien nur noch der Abgeordnete von Gallipoli, Genosse en ape, doch auch dieser dürfte wegen des Votums gegen den Freimauerorden unserer Partei den Rücken kehren. Die anderen sozialistischen Abgeordneten von Neapel, Prof. Effore Ciccotti und der Rechtss anwalt Ito belli stehen schon seit Jahren außerhalb der Partei. Auch in Norditalien haben mehrere Sektionen wegen vorher übernommener Verpflichtungen für den bevorstehenden Wahlkampį ihren Austritt aus der Partei beschlossen. den Ströhlinger erstattet, jei folgendes hervorgehoben: Die Einnahmen des Verbandes betrugen in der Berichtszeit 930 736,48 M., die Ausgaben 829 687,71 M. Die Steigerung ist eine ganz beträchtliche, denn in den Jahren 1910/11 waren nur 590 480,44 M. an Einnahmen und 557 389,57 M. an Ausgaben zu verzeichnen. Das Verbandsvermögen betrug am 1. Januar 1912 insgesamt 171 973,67 M., am 31. Dezember 1913 insgesamt 273 022,44 M.; es ist demnach um 101 048,77 M. gestiegen. Das Die italienische Parteifraktion und die Freimaurer. Vermögen beträgt pro Mitglied 17,03 M. Für die Fachzeitung Nom, 11. Mai.( Eig. Ber.) In zwei Sitzungen hat sich die mußte in den beiden letzten Jahren ein Zuschuß von 56 000 italienische Parlamentsfraktion mit der Frage beschäftigt, welche aus der Hauptkasse geleistet werden. In der vorhergehenden Berichtsperiode war nur ein solcher von 44 000 m. erforderlich. In Maßnahmen sie in Gemäßheit der Beschlußfassung von Ancona in der Hauptsache ist diese Erhöhung des Zuschusses auf die Steigerung bezug auf die dem Freimaurerorden angehörigen sozialistischen der Auflage zurückzuführen. Von den Ausgaben entfallen in Abgeordneten treffen sollte. Nach längerer Diskussion hat man sich den zwei Berichtsjahren auf Krantenunterstübung 90 000 dahin geeinigt, daß die Fraktion in der Frage nicht zuständig sei, Mart, auf Arbeitslosenunterstübung( die erstmalig im da jedes eventuelle Ausschlußverfahren von der Parteisektion ausAchtung, Zimmerer! Seit dem 28. April stehen unsere Kame- gangenen Winterhalbjahr Oktober bis März ausgezahlt wurde) gehen müsse. Daher sind die der Fraktion angehörigen Freimaurer 11 958 M., auf Reise- und Notfallunterstützung 15 000 raden in Ludwigshafen, soweit sie bei den Zimmer- und Baumeistern Mart, auf Sterbegeld 7500 M., auf Rechtsschu½ 10 107 m., aufgefordert worden, der Sektion, der sie angehören, dieſe ihre beschäftigt waren, welche der Zimmermeistervereinigung angehören, auf Streit und Gemaßregelten unterstützung 17 494 Eigenschaft bekannt zu geben und gleichzeitig zu erklären, ob sie im Streif. Wir ersuchen sämtliche Zimmerer, Ludwigshafen zu Mart. Für Agitation wurden 39 425 M. aufgewendet. Flug- aus dem Orden austreten wollen oder nicht. Es heißt, daß 14 Abmeiden. Von seiten der Zimmermeistervereinigung werden die schriften zum Zwecke der Agitation unter den der Organisation geordnete Freimaurer sind, von denen aber 12 bereit wären, ihren größten Anstrengungen gemacht, Streifbrecher von allen Richtungen noch Fernstehenden wurden in großen Mengen verteilt, in einer Austritt aus dem Orden zu erklären. herbeizuholen. Anzahl von 171 000; dazu Berichte, Kalender usw. in einer Auflage Die Rutscher treten in ihre alten Rechte wieder ein. Zentralverband der Zimmerer. Zahlstelle Ludwigshafen. Verbandstag der Lederarbeiter. bon 36 500. bereitelt worden ist. Polizeiliches, Gerichtliches usw. Gerichtszeitung. Die Tagesordnung wird ergänzt durch den Punkt:„ Das Roalitionsrecht". Den Bericht der Revisionsfommission Eine neue Anklage gegen die Genossin Luxemburg! gibt Hegewald, der beantragt, dem Kassierer Decharge zu erDer Militarismus kann sich nicht beruhigen. Er hat nicht Am Mittwoch wurde die Diskussion über den Bericht des Re- teilen. Hierauf erfolgte Schluß der Vormittagssitung. dakteurs fortgesetzt und nach Beendigung desselben beschlossen, daß Ausschuß und teilt mit, daß nur belanglose Beschwerden eingelaufen und im Reichstag von der Sozialdemokratie holt. Soeben hat In der Nachmittagssigung berichtet Reiter- Hamburg vom genug an den Schlappen, die er sich täglich in den Gerichtssälen Berichte beleidigender Art im Verbandsorgan nicht aufzunehmen sind. Durch diesen allgemein als selbstverständlich bezeichneten Be- feien. Sodann wird in die Diskussion über den Rechnungsbericht der Kriegsminister von Falkenhayn einen neuen Der Hauptverwaltung eingetreten. schluß soll der Redakteur ein für alle mal gedeckt sein gegen VorStrafantrag gegen die Genossin Luxemburg würfe von Mitgliedern, die sich dadurch beschwert fühlen, daß un- stellten Anschluß der Stewards an den Verband und bedauern, Freiburger Riefenversammlung vom 7. März getan hat. Der Verschiedene Redner beschäftigen sich mit dem in Aussicht ge- gestellt, und zwar wegen einer Aeußerung, die sie in der vorsichtig abgefaßte Berichte, in denen Beleidigungen enthalten sind, zurückgewiesen werden. Weiter wurde ein Beschluß gefaßt, welcher daß dieser durch das Dazwischentreten einer anderen Gewerkschaft Herr Kriegsminister fühlt sich im Namen des gesamten Offiziersdie Herausgabe der Frauenbeilage gutheißt. Den nächsten Punkt der Tagesordnung Baumeister- Berlin wünscht im Organ mehr politisch- wirt- und Unteroffizierskorps der deutschen Armee" beleidigt durch die schaftliche Artikel. Unter den Köchen und auch unter den weiblichen Behauptung unserer Genossin, daß in der deutschen Armee SoldatenLohnbewegungen und Tarifvorschläge Angestellten müsse eine lebhaftere Agitation betrieben werden, eben- mißhandlungen auf der Tagesordnung stehen. Dadurch sei nach behandelte der Verbandsvorsitzende Mahler in einem längeren so unter den Hoteldienern. Das weibliche Hilfspersonal, das in den der Meinung des Kriegsministers der schwere und beleidigende Referat. Er führte unter anderem aus: In beruflicher Hinsicht gastwirtschaftlichen Küchen beschäftigt ist, gehöre in den Verband der Vorwurf der Pflichtvergessenheit bei der Unterdrückung der Soldatenhaben sich die Verhältnisse in der Loh- und Chromgerberei wesent- Gastwirtsgehilfen. Redner bedauert, daß die sozialdemokratische mißhandlungen gegenüber den Vorgesetzten in der deutschen Arince lich verändert, während sie in der Handschuhmacherei im allge- Reichstagsfraktion in der letzten Session nicht genügend für die gast erhoben. Eine bessere Gelegenheit, das dunkle Kapitel der Soldatenmeinen unverändert geblieben sind. In organisatorischer Hinsicht wirtschaftlichen Angestellten eingetreten sei. Es sei aber auch nicht mißhandlungen, der„ Dramen in der deutschen Kaserne", wie sich iſt gegen früher insofern eine Aenderung eingetreten, als es die verwunderlich, denn es herrsche gegen die Gastwirtsgehilfen eine ge- bie Genossin in jener Versammlung ausgedrückt hat, vor Gericht Lederarbeiter jetzt mit einem gut organisierten Unternehmertum wisse Animosität und ein großes Mißtrauen. Thomaszu tun haben, das den Arbeitern bei Lohnbewegungen geschloffen Hannover macht ähnliche Ausführungen. Hegewaldt- Berlin ins volle Licht zu rücken, konnte uns gar nicht geboten werden. Aber daraus ergibt sich nicht, daß die Arbeiter verbreitet sich über die gelbe Cafékellner- Bewegung. Diese werde Wieder einmal: Es leben unsere Freunde die Feinde! gegenübertritt. nichts mehr erreichen können. Es handelt sich vielmehr darum, lediglich von den Hamburger und Berliner Cafetiers ausgehalten. daß die Taktik bei Lohnbewegungen den Verhältnissen angepaßt Die Gelben arbeiten mit Denunziationen und haben eine regelwird. Wo das geschieht, da sind auch Erfolge zu erwarten. rechte Streifbrechervermittelung eingerichtet. Trotzdem werde es In der Handschuhindustrie sind in den letzten Jahren eine Reihe diesen Stüßen des Staates nicht gelingen, die Bewegung der freierfolgreicher Lohnbewegungen geführt worden. Das ist nicht nur organisierten Caféhaus- Angestellten zu unterdrücken. auf die gute Konjunktur in der Handschuhindustrie zurückzuführen, sondern auch auf die guten organisatorischen Einrichtungen, welche die Handschuhmacher im Lederarbeiterverbande vorgefunden haben. dehnten Debatte. Es wird berichtet, daß 93 Delegierte, 5 Kollegen Eine Entführungsaffäre, die nahe an Mädchenhandel -In der Weißgerberei macht die Einführung von Waschinen immer von der Hauptverwaltung und Redaktion, einer vom Ausschuß und grenzt, beschäftigte gestern die erste Straffammer des Landweitere Fortschritte. Dadurch werden die gelernten Arbeiter mehr 8 Gauleiter anwesend find. Sodann beantragt der Berichterstatter gerichts III unter Vorsitz des Landgerichtsdirektors Bahr. und mehr aus der Gerberei verdrängt. Sie suchen Unterkunft in das Mandat eines Berliner Delegierten für ungültig zu erklären. Wegen Entführung zweier minderjähriger Frauenspersonen der Zurichterei oder auch in anderen Berufen. In der Loh- und Es seien dort bei der Wahl Manipulationen vorgekommen, die man mit der Absicht, sie zur Unsucht zu bringen, ferner wegen Chromgerberei verschwinden die Kleinbetriebe nach und nach von keineswegs gutheißen könne. Ein Teil der Mandatsprüfungsder Bildfläche. Die Großbetriebe, Aktiengesellschaften, die mit Groß- Kommission sei übrigens dafür gewesen, sämtliche Berliner Dehlerei und schwerer Urkundenfälschung war der dreißigbanken in Verbindung stehen, beherrschen das Feld und führen alle Mandate für ungültig zu erklären. Die ganze Angelegenheit steht jährige, zulegt in Charlottenburg wohnhaft gewesene ihnen nüßlichen technischen und organisatorischen Neuerungen ein. in unmittelbarem Zusammenhang mit den bekannten Differenzen Kammerdiener Heinrich Mai angeklagt. Das Taylorsystem herrscht in diesen Großbetrieben schon bis zu in Berlin. Nach langer zum Teil sehr erregter Diskussion wird einem gewissen Grade. Alles das muß bei der gewerkschaftlichen schließlich das Mandat anerkannt, die betreffenden Vorkommnisse halten, daß die wilden Bewegungen verschwinden. Die, statuten- Es wird nun in der Diskussion über den Bericht der Hauptvermäßigen Bestimmungen über die Bewilligung von Lohnbewegungen waltung fortgefahren Ströhlinger( Sauptverwaltung) recht find in jedem Falle zu beachten. Bei den Lohnbewegungen der fertigt die angeblich vielen Beamtenbersetzungen, die er im einletzten Jahre hat der Verband wegen der herrschenden Leuerungs- zelnen als durchaus notwendig nachweist. Poetsch tritt der Aufverhältnisse das Schwergewicht auf Lohnerhöhungen gelegt. Die Ver- faffung entgegen, als ob die Reichstagsfraktion gegenüber den Gast fürzung der Arbeitszeit konnte infolgedessen weniger berücksichtigt wirtsgehilfen ihre Pflicht nicht getan hätte, weil eine gewisse Aniwerden. Es ist jetzt in gewerkschaftlichen Kreisen eine Streitfrage, mofität gegenüber den Gastwirtsgehilfen bestünde. Es sei dies ein ob in erster Linie die Verkürzung der täglichen Arbeitszeit oder Vorwurf der Pflichtverletzung, der jeder Berechtigung entbehre. Freigabe des Sonnabend nachmittag durchgesetzt werden soll. Der Nur unglücklicher Zufall habe verschuldet, daß der betreffende AbRedner steht der letzteren Forderung sympathisch gegenüber, weil geordnete, der den Arbeiterschutz im Gastwirtsgewerbe behandeln sie namentlich für die Arbeiter der Großstädte erhebliche Vorteile wollte, nicht mehr zum Worte gekommen sei. Die übrigen Redner bietet und eine volle Ausnutzung des fonntäglichen Ruhetages ge- bringen mehr oder weniger kleine Wünsche und Anregungen vor. währleistet. Der Bericht der Mandatsprüfungs- Kommission, der jetzt gegeben wird, gibt Veranlassung zu einer sehr ausgeTaktik natürlich berücksichtigt werden. Vor allem ist darauf zu aber werden verurteilt. Aus der Partei. Entführung. Als das Der Angeklagte ist unter anderem in England wegen einer seiner Ehefrau gegenüber begangenen Zuhälterei vorbestraft. Schon damals stand er in dem Verdacht, Bekanntschaften mit jungen Mädchen zu machen, sie unter einem Heiratsversprechen zu verführen und sie dann auf die Straße zu schicken. Schließlich geriet er auch in den Verdacht, als internationaler Mädchenhändler tätig zu sein. In der jetzt zur Anklage stehenden Sache handelt es sich um folgendes: Im August v. J. machte Mai die Bekanntschaft der damals 14jährigen Erna Koch, deren Bater in der Wallstraße in Charlottenburg ein Friseurgeschäft betrieb. junge, gerade aus der Schule gekommene Mädchen klagte, daß sie zu Hause zu streng gehalten werde, schlug ihr der Angeklagte vor, mit ihm zusammen nach London zu fahren, wo er sie heiraten und sich eine Stellung suchen wolle. Die Koch war auch sofort damit einverstanden. Der Plan kam aber nicht zur Ausführung, da ihnen die nötigen Geldmittel fehlten. Als die St. ihrer 15jährigen Freundin Emmi Eisemuth von jenem Plan erzählte, war die etwas abenteuerlustige G. sofort damit einverstanden und versprach, auch das nötige Geld sofort zu beschaffen. Die E. entwendete an demselben Tage die ihrer Mutter und ihren beiden Brüdern gehörigen Sparkassenbücher über zusammen 3803 M. Sie traf dann, am 6. September verabredungsgemäß mit Mai und der Koch auf dem Wilhelmsplatz zusammen, wo sie Mai die drei Bücher aushändigte. Nachdem sie zusammen 1000 M. abgehoben hatten, fuhren fie in derselben Nacht nach Köln ab, wo Mai mit den beiden Mädchen in einem Hotel übernachtete. In Aachen äußerte Mai zu der K., als sie in einem zweifelhaften Lokal das Interesse eines Herrn erregte:„ Siehst Du, da kannst Du schon Geld verdienen!" Noch deutlicher wurde er einige Tage später in Paris, wo er den auf die ungünstigen wirtschaftlichen Verhältnisse nicht geplant ist, Genosse 3. Leder sendet uns im eigenen Namen sowie in dem Mädchen den Rat gab, die Männer ordentlich hoch zu nehmen", so dürfen auch die Finanzverhältnisse des Verbandes nicht dadurch der anderen Mitglieder der Pariser Untersuchungskommission, der da sie dann ein sehr vergnügles Leben führen könnten. verschlechtert werden, daß Erweiterungen des Unterstüßungswesens Genossen Edischerow, Frankel, Lunetfcharsky und Pawlowitsch eine bemerkt worden und der Telegraph spielte nach allen WindInzwischen war hier das Verschwinden der jungen Mädchen verlangt werden. längere Erwiderung auf die Erklärung des Hauptvorstandes" der Die Diskussion, in der bis zum Schluß der Sitzung erst ein Sozialdemokratie Bolens und Litauens. Es wird darin zunächst richtungen, da der dringendste Verdacht vorlag, daß sie von Mai Redner zu Worte tam, wird am Donnerstag fortgesetzt. erklärt, daß der„ Hauptvorstand" heute nichts als eine auswärtige Am 12. September wurde dann auch das Kleeblatt von der Pariser in ein öffentliches Haus im Auslande verschleppt werden sollten. Vertretung einer Gruppe" der polnischen Sozialdemokratie darstelle. Berichtigung Von den Gesamtausgaben des Verbandes Dagegen sei die Pariser Kommission die Bertreterin aller Zentral- Polizei verhaftet. Weil Mai ein erblich belasteter, stark minderwurden nicht ein Drittel wie im gestrigen Bericht zu lesen ist instanzen der russischen Partei. Trotz der Autonomie der polnischen wertiger Mensch ist, nahm das Gericht von der Verhängung einer sondern zwei Drittel für Unterstüßungszwecke ausgegeben. Sozialdemokratie habe sie das moralische Recht zur Ueberprüfung 1 Jahr 3 Monaten Gefängnis, unter Anrechnung von 3 Monaten Zuchthausstrafe Abstand und verurteilte den Angeklagten nur zu eines Urteils gehabt, das von einem unregelmäßigen Feldgericht" der Untersuchungshaft. gefällt worden sei. Dann wendet sich die Erwiderung der Kommission in längeren Ausführungen gegen den Vorwurf, ohne genügende UnterWas die Tarifverträge betrifft, so ist zu beachten, daß in der Weißgerberei 74 Proz., in der Handschuhindustrie 67 Proz., in der Loh- und Chromgerberei aber nur 6 Proz. der Arbeiter im Tarifverhältnis stehen. Der Tarifgedanke hat in der letzten Geschäftsperiode erhebliche Fortschritte gemacht. An diese Darlegungen Aus der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion. fnüpfte der Redner eingehende Grörterungen interner Art über Die sozialdemokratische Fraktion wählte als Vertreter der die Taktif beim Ablauf von Tarifverträgen sowie bei Lohnbewe- Fraktion zum Internationalen Kongreß in Wien die Genossen gungen übehaupt. Die Frage, ob der Abschluß eines Reichstarifs edebour, Bock, Richard Fischer und Dr. David. Als in der Weißgerberei sowie in der Handschuhindustrie zu erstreben Griableute die Genossen Hofrichter, Hüttmann und Bernsei oder nicht, stellte der Referent zur Diskussion. Schließlich be- stein. Der Parteivorstand wird vertreten sein durch die Genossen tonte er, daß der Verband es selbstverständlich für seine Saupt- Gbert, Scheidemann und die Genoffin 3ie. aufgabe hält, die Lohn- und Arbeitsverhältnisse der Berufsangehörigen zu verbessern. Da eine Beitragserhöhung mit Rücksicht * Zum Fall Radek. Verbandstag der Gastwirtsgehilfen. lagen zu dem frelſprechenden Urteil gelommen zu fein, und führt Hamburg, 12. Mai. Heute wurde im hiesigen Gewerkschaftshaus der 8. Verbandstag des Verbandes deutscher Gastwirtsgehilfen eröffnet. Anwesend find 93 Delegierte. Von ausländischen Bruderorganisationen ist erschienen Bauernfeind- Kopenhagen vom dänischen Kellnerverbande. Der Bericht der Hauptverwaltung, der gedruckt vorliegt, wird vom Genossen 3eiste gegeben. Mir entnehmen demselben das Folgende: die Dokumente und Zeugenaussagen an, die berücksichtigt wurden. Schließlich fordert es vom polnischen Hauptvorstand die Veröffentlichung seines Anklagematerials. Die Neapolitaner Sozialisten treten aus der Partei aus. Nom, 11. Mai.( Eig. Ver.) Mit großer Mehrheit hat die Neapolitaner Parteisektion die folgende Tagesordnung angenommen: " In Erwägung, daß die Beschlußfassungen des Parteitages von Ancona, soweit sie eine Rückkehr zu den Grundsäßen des Sozialismus darstellen, die prinzipielle Billigung der Neapolitaner Endlich keine Prämie für Kassengelderhinterziehung. Unsere wiederholte Betonung, daß die Bestrafung mit geringer Geldstrafe gegen die Unternehmer, die die den Arbeitern vom Lohne abgezogenen Raffenbeiträge nicht abführen, wie eine Prämie auf Lohnunterschlagung wirken müsse, hat zu einer Aenderung dieser Praris in mehreren Fällen geführt. Einer dieser Fälle wurde am Dienstag vor dem Reichsgericht verhandelt. Wegen Bergehens gegen die Reichsversicherungsordnung hat das Landegricht Freiberg i. Sa, am 13. November v. J. den Kauf I 4 1 I t t t t bon 600 M. mitgenommenem Gelde noch etwa 500 m. be fanden. mann Georg Hottenstein zu vier Monaten Gefängnis verurteilt. Ein Polizeibeamter als Gesetzesverleßer. Der Angeklagte war seit dem Jahre 1908 alleiniger Inhaber der Vom Landgericht Saarbrücken ist am 9. Dezentber v. J. der Glaswerke Hottenstein u. Co. in Erbisdorf, bis diese mit der neu- Polizeisergeant Joseph Gerlach wegen Körperverletzung im Amte errichteten Sächsischen Glasindustrie verschmolzen wurde, von zu einer Geldstrafe von 20 m. verurteilt worden. In der Nacht Ermordung einer Forschungsexpedition in Südamerika. M. welcher der Angeklagte Direktor wurde. Er beschäftigte in dem zum 7. April v. J. störten mehrere Männer durch Lärmen und Wie französische Blätter melden, ist in Bolivien der Betriebe durchschnittlich 350 bis 400 Arbeiter. Wie ihm nun zur Singen die Nachtruhe. G. trat an einen derselben, einen ge= Last gelegt worden ist, hatte er, der die ganzen Kassengeschäfte wissen H., heran und forderte ihn auf, seinen Namen zu nennen. schwedische Forscher Baron Erland Nordenskjöld mit zu leiten hatte, den auf die Arbeiter entfallenden Teil der Stassen- Als. fich weigerte, dies zu tun, zog der Angeklagte seinen Säbel feiner gesamten Begleitmannschaft von Eingeborenen beiträge zur Kranken- und Invalidenversicherung diesen zwar ab- und schlug damit den H. über den Arm. Dieser pacte nun den überfallen und ermordet worden. Ueber das tragische gezogen, jedoch die Beiträge nicht an die betreffenden Kassen ab- Beamten und hielt ihn mit beiden Händen fest. Nachdem sich G. Ende der Expedition werden folgende Einzelheiten gemeldet: Baron geführt, sondern wieder im Geschäftsbetriebe zu Lohnzahlungen wieder befreit hatte, schlug er den H. über den Kopf, daß H. hin- Nordenstjöld fand seinen Tod in einem unbekannten Teile Boliviens. verwendet. Bei einer vorgenommenen Revision stellte sich heraus, stürzte. Als H. sich wieder erhoben hatte und den Beamten wieder Ein Missionar, der gleichfalls in der dortigen Gegend reifte, erzählte daß er jede der beiden Kassen auf diese Weise um mehrere hundert anfaßte, schlug dieser nochmals auf jenen ein. Erst ein anderer bei seiner Rückkehr nach Beni, daß Nordenskjöld von kriegerischen Mark geschädigt hatte. Gegen das Urteil hatte der Angeklagte Polizeibeamter, der dem H. Handschellen anlegte, machte der Revision eingelegt. Diese wurde vom Reichsgericht verworfen. Szene ein Ende. Das Gericht hat angenommen, daß der An- Indianern aus dem Hinterhalt überfallen und mit seinen sämtlichen geflagte rechtswidrig gehandelt hat, da er nicht nötig hatte, den H. Begleitern ermordet worden sei. Einem Mitglied der Karawane zu schlagen, sondern ihm sogleich Handschellen hätte anlegen Nordenskjöld sei es gelungen, trotz seiner schweren Verlegungen, sich fönnen. Gegen dies milde Urteil legte der Angeklagte Revision bis nach St. Anna zu schleppen. Vor seinem Tode stammelte er Das Reichsgericht verwarf am Dienstag diese Revision. noch einige Worte, aus denen man zu vernehmen glaubte, daß auch ein. Nordenskjöld selbst ein Opfer des Ueberfalles der Indianer geworden ift.Offizielle Bestätigungen vom Tode Nordenskjölds liegen aber bisher noch nicht vor. ,, Dr. Alexander". Aus aller Welt. Ein rätselhafter Mord. Kleine Notizen. Schwerer Schiffszusammenstoft. Im Bristolkanal stieß der Dampfer Stern von Neuseeland" mit einem Dampffutter aus Cardiff zusammen, wobei fünf Menschen ums Leben amen. Das Ablehnungsgesuch des falschen Kösliner Bürgermeisters Alexander- Thormann gegen sämtliche Richter des Landgerichts Köslin ist gestern durch Beschluß des Oberlandesgerichts Stettin ols unbegründet zurückgewiesen worden. Das Ablehnungsgesuch war damit begründet worden, daß Thormann während seiner fünf Monate dauernden Amtszeit in Köslin mit den dortigen Richtern dienstlich und außerdienstlich verkehrt, auch bei einzelnen, unter anderem dem Landgerichtspräsidenten, mit seiner Frau Besuch gemacht hatte, der auch erwidert worden sei. Da sämtliche Richter erflärt haben, daß sie sich nicht befangen fühlen, so liegt nach An- Ein noch nicht aufgeklärtes Verbrechen ist am Montag ficht des Oberlandesgerichts in den von Thormann vorgebrachten auf der deutschen Seite der deutsch- französischen Grenze verübt Umständen die Besorgnis der Befangenheit nicht vor. Ueber das worden. Zwei junge Leute, gut gefleidete Franzosen, die sich gegen den Untersuchungsrichter in Köslin, Landrichter Henschel, als Gebrüder Dupuis aus Paris ausgaben, bestellten Die weiße Beftic. Nach einer Meldung aus Shreveport gestellte Ablehnungsgesuch fonnte noch nicht entschieden werden, bei einem Colmarer Automobilgeschäft ein Auto- im Staate Louisiana ist dort ein Neger, der unter der Beschuldigung, da sich dieser auf einer militärischen lebung befand und sich über mobil, um über die Grenze nach Geradmer zu fahren. sich gegen ein zehnjähriges weißes Mädchen vergangen zu haben, den Antrag bisher nicht äußern konnte. In dem vom Verteidiger gestellten Antrage auf Untersuchung Auf der Rückfahrt von Geradmer, sechs Kilometer diesseits ins Gefängnis geworfen worden war, von der empörten Volksdes Geisteszustandes des Th. wird unter anderem behauptet, daß der Grenze, erschlugen sie den Chauffeur Kohler menge gelyncht worden. Etwa tausend Personen drangen Thormann von der Mutter her erblich schwer belastet sei. Diese und warfen ihn einen steilen Abhang hinunter. Das Auto- am hellichten Tage gewaltsam in das Gefängnis, schleppten den Neger auf die Straße und erhängten ihn an einer dem habe eine Zeitlang an Verfolgungswahnsinn gelitten und sich ein- mobil brachten die Verbrecher bis an den Kirchhof von Col- Gerichtsgebäude gegenüber befindlichen Telephonstange. gebildet, ihre Kinder trachteten ihr nach dem Leben. Die Be- mar, wo ihnen das Benzin ausging. Sie ließen es daSchwere Dynamiterplosion. Innerhalb des im Bau begriffenen abachtung erfolgt durch den Kreisarzt in Röslin. her auf freiem Felde stehen. Die Leiche des Chauffeurs wurde erst 24 Stunden später gefunden. Allem Anschein nach Tunnels Juſeu und Canfrance bei Huesca in Spanien hat sich eine furchtbare Dynamiterplosion ereignet. Drei Arbeiter wurden hatten die Fremden es auf die Summe abgesehen gehabt, die fofort getötet, mehrere andere teils schwer, teils leichter verdie Chauffeure beim Ueberschreiten der Grenze hinterlegen Tegt. Die Arbeiten des Tunnels sind vollkommen zerstört Die Verhandlung gegen Thormann selbst wird im Oktober müssen. Sie müssen aber bei der Durchsuchung ihres Opfers worden. Man befürchtet, daß noch weitere Opfer unter den vor dem Schwurgericht in Köslin stattfinden. gestört worden sein, da sich in der Tasche des Ermordeten Trümmern begraben liegen. Inzwischen hat das Landgericht Köslin auf die vom Rechtsanwalt Brummund eingeleitete Klage der Frau Thormann auf Richtigkeitserklärung der Ehe wegen arglistiger Täuschung Termin auf den 20. d. M. angesetzt. Die bucksnummer der Roten- KreuzLotterie erhält bei mir jeder neue Kunde GRATIS! 30,000 M. umsonst in bar das heisst den Hauptgewinn der am 18. und 19. Juni stattfindenden Ziehung der Roten- Kreuz- Lotterie können Sie eventuell ausgezahlt erhalten, wenn Sia dem Kundenkreise der Firma B. 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St.-A. f. 8.)( Nachdruck verboten) 33 46 137( 500) 78 425 574 835 946 1052( 500) 100 76( 500) 246( 500) 390 2224 681( 500) 88 618 83 801 83( 1000) 3289 399 630 68 720( 3000) 36 4029 75 125 45 331 809 41 929 66 5107 306 37 483 679 703 40( 500) 85 6129 320( 3000) 36 491 508 24 703 83( 1000) 7029 164 604 42 783 91 808 983 8022 114 54 86 221 27 407 516 40 769 8084 129 232 790 821( 500) 10025 135 61 359 532 38 80 707 876( 1000) 11151 423 521 33 661 89 822 35( 500) 901 12007 62 107 200 90 398 482 541 ( 500) 91( 1000) 95 719 13119( 500) 463 638 671 741 67 69( 3000) 920 14060 76 158 77 276 389 15027 248 76( 500) 462 67 99 638 742 16109 772 876.86 17401 8 702 12 60 71 836 18084 131 73 238 333 73 476 88 568 697 738 820 907( 6000) 63 70 87 19005( 1030) 189 248 72 317 985 20053( 500) 173 225 70 354 404 5 710 849 21107 15 16 24 74 361 62 442 44 94 613 37 671 730 22042 163( 3000) 471 638 852 67( 600) 994 23102( 1000) 31 63( 3000) 56 279 464 70( 500) 588 611 17( 500) 33 714 875 96 24228 473 607 28 716 17 858 933 25079 199 226 66 474 85( 1000) 88 519 88 646 74 82 850 923 80 28204 535 54( 500) 776 85 27140 464 610 738 47 931 28090 384 694( 1000) 713 79 918 42 67 98 29030 146 249 495 577 763 30078( 500) 387 403 633 58 72 95 31205 303 627 736 63 83 96 807 82067( 3000) 107 38 60 288 715 63 820 48 92 976 83 33104 25 71 331 39 49 65 408 11 703 6 10 46 76 34036 51 71 ( 500) 303 422 528 57 707 929( 500) 93 85040 337 69 642 622 806( 3000) 93 36058 303( 1000) 39( 5000) 62 438 64 666 793 857 37108 338 606 59 752 90( 500) 92 907 70 38177 95 221 722 918 57( 500) 39002 150 264 420 61 715 46 958 40044 68 98 453 576 655( 500) 873 917 76 83 47110 92 396 475 660 749 827 75 94 925 87 42023 34 54 93 186 307 629 43063 138 378 97 472 678 838 72 980 44063 116 25 534 92 644 805 68 45055( 500) 78 168 83( 1000) 601 66 46073 118 266 83 397 863 951 47334 431 55 70 511 794 48252 313 84 485( 3000) 702 807 84 912 49195 340 42( 1000) 519 720 70 820 913 28 92 50018( 3000) 78 328 501 28 29 33 932 62 51126( 3000) 66 64 674 702 6 60 818 20 52062 158 70 314( 500) 88 90 94 493 550 710 850 57 932 74 53175 78 248 49 391 451 581 606 717 78 916 54067 310 37 924 55 78 55048 49 137 75 213 92 339 435 68 609 871 926 36 56022 253 395 411 806 988 57053 106 16( 1000) 44 435 85( 1000) 530 851 925 91 58002 792 ( 1000) 875 942 50 59190 235 474 94 602( 1000) 838 94 60418 82 99 537 61077( 1000) 95( 500) 220 334( 500) 65 ( 1000) 440 81( 1000) 577 83 691 758 94 860 78 931 82078 234 331 49 515 35 64 742( 1000) 63 800 48 99 955 63059 256 868 ( 3000) 64053 170 309 31( 500) 50 504 731 59 962 65117 469 289 916( 3000) 42 66056 163 82 649 726 52 862 95 929 88 67223( 1000) 68 422 597 610( 500) 35 716 936 68006 12 114 204 21 480( 500) 597 726( 1000) 75 805 35 975 69014 24 30 161( 3000) 205 546 64 69 94 689 93 707 48 67 830 70036 101 258 88 516 22 46 994 71084 116( 500) 55 71 410 16 62 688( 600) 802 72030 60 320 38( 500) 595 708 52 817 88 73005 68( 3000) 84( 500) 176( 500) 348 402 68 94 804 11 968 74077( 500) 83 98 307 415 71 697 685 775 952 58 75035 67( 1000) 77 135 652 764 820 87( 1000) 95 981 76054 121 423 503 12 13 638 77020 73 237 379( 3000) 490 516 808 28 44 77 984 78219 51 542 63 610 933 79023 36 66 93 155 216 73 436 513 95( 500) 622 885 907( 3000) 80054 101 63 265( 500) 367 454 74 504 39( 3000) 64 81176 ( 1000) 437 603( 3000) 81 602 98 741 60 841 64 904 82024 249 361 566 683 33077 252 349 93 679 785.975 84074 198 253 54 335 487 515 614 778 85083 84 315 704 925 88041( 500) 67 90 140 208 555 603( 500) 44 87061 350 78( 1000) 440( 3000) 832 902 88002 65 361 411 19 588 666 86 855 963 39143 399 675 764 802 69 952 90038( 1000) 166 207 86 463 68 609( 1000) 617 808 940 91200 342 418( 1000) 684 611 87 709 21 865( 500) 92015 47 106 23 319 621 27 28 764 837 93013( 500) 20 191 419( 500) 659 739 800 25 85 943 90 84112 440 573 726 843 937 95015 18 178 99 493 601 21 903( 1000) 37 47 74 96051 56 208 81 94 515 26 735 93 836 88 969( 500) 97239 383 415 54 678 712 14 98087 98 216 60 673( 500) 92 90275 517 27 818 39 100168( 500) 327 58 424 701 66 884 905 29( 3000) 65 101085 157 71 98 430( 500) 574 670( 3000) 739( 1000) 44 931 102009 274 77 625 103244 424 639 752 104068 195 289 310 22 442 78 501( 500) 612 786 92 93 814 62 65 0500+ 71( 500) 124 271 522 57 882( 2000) 106070 148 414( 3000) 74( 500) 517 705 88 822 64 107006 51( 500) 63( 500) 114 73 203 365 714 24.998 100162 204 30 315 683 5 707 849 86 924( 0( 9) 109066 89 215 360 73( 1000) 84 87 575 C3 601( 3000) 722 59 881 941 Direktion: Max Reinhardt. Tagl. ab Militär- Konzert. 4 Uhr: Vom 15. Mai 1914 ab: Großes Militär- Doppel- Konzert. Eintrittspreise: Zoo 1 M., von 6 Uhr ab 50 Pf. 10 11 ER 8 6 ARTEN Neues Programm! Rajah in ihren Tänzen Johnson u. Dean Jeanette Denarber mit ihrem RagtimeSextett Ballon und eine Auslese hervorragender Kunstkräfte! Entreeplatz wochentags M. 0,60. Rauchen gestattet! Aquar. 1M. v.d.Str. 50Pf. v.Zoo Apollo- Theater. Kinder unt. 10 Jahr. die Hälfte. 8 Uhr Tel.: Lützow 2757. 8 Uhr Neu! AQUARIUM Otto Reutter 9 Uhr morgens bis 10 Uhr abends. Das Mirakel Berliner Prater- Theater Anfang 8 Uhr. Vorverkauf an der Kasse des Deutschen Theaters, Zirkus Busch und A. Wertheim. Preise der Plätze von 1-10 M. KOCHKUNST- CLOU AUSSTELLUNG Mauerstr. 82 99 Die Küche im Mai" Heute 5 Uhr: Wettkochen der Bühnenkünstler Paulig, Reutter, Rieck Bender, Junkermann Thielscher Täglich 10-9 Uhr. Eintritt 1 Mark. Konzert 4-8 Uhr. Brauerei Friedrichshain. Mittwoch, den 20. Mai 1914, abends 8 Uhr: Vokal- und Sinfonie- Konzert des Gesang Kreuzberger Harmonie Mitgl. des D.-S.-B. vereins und Mitwirkung des Blüthner Orchesters Dirigent( Chor und Orchester): Franz Bothe. Einlaßkarten im Vorverkauf a 30 Pf. bei d. ,, Vorwärts" Spediteuren Zucht, Immanuelkirchstr. 12 und Hanisch, Ackerstr. 174. 110430 627 41 99 912 19 83 111080 91 357 674 870 112023 118 46 307 81( 3000) 433 661 78 92 750( 1000) 963 113136 438 39( 1000) 58 546 639( 500) 769 999 114026 426 69 115197( 1000) 212 317 497 501 68 93( 1000) 779 839 90( 500) 116034 158 519 45 93 767 814 117170 252( 1000) 336 58 90 450 75 977 87( 500) 118227 412 67 521 80 672 718 73 841( 1000) 903 ( 500) 32 119300 777 808 946( 1000) 120021 125 26 572 677 846 63( 1000) 84 121056 124 912 122022( 3000) 128 239 97 301 47( 3000) 475 501 647 767 96 123026 185 231 60 569 672 922( 3000) 124234 73 646 845 969 125065 341 44 401 574 699 916 126186 384 408 13 29 565 705( 1000) 79 86 948 57 75 92 127096 184 288 434 89 636 86 920 23 31 128073 155 87 206 360 551 693 850 129022 241 71 373 99 441 528 612 20 82 702 43 883 130137 42 272 742 131044 88( 1000) 200 392 637 655 733 827 43 961 132063 173 203 30( 500) 434 638( 500) 41 860 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3000) 41 231042( 1000) 151( 3000) C3 223 421 512( 500) 44 53 604( 500) 24 859 67 049( 800) 232183 72 420 34 639 91 729 969 233073 178 237 79 381 426 54 810 59 N, Kastanien- Allee 7-9. Donnerstag, den 14. Mai 1914: Letztes Gastsp.d. Voigt- Theaters. Abschiedsvorstellung f. d. Abonnenten. Don Cäsar oder Der Graf v. Irun. Rom.Schausp.m.Gef.i.4 Aft. v.Friedrich Kasseneröffn. 7 Uhr. Anj. 8 Uhr. Casino- Theater u. das übrige Mai- Varietéprogramm. Rauchen gestattet! Folies Caprice. Täglich 8, Uhr: D er Luftturner. as Karnickel. as Erdbeben. Lothringer Straße 37. Täglich 8 Uhr. Admiralspalast. Bis Montag, den 18. Mai: 115 Der neue Luftspiel- Schlager: Wo die Liebe hinfällt und das große Mai Brogramm. Schluß der Saison: Montag, 18. Mai. Die وو Eis- Arena. Novität Im Tangoklub" und zum 256. Male das effektPuppe". Bis 6 Uhr u. ab 10%, Uhr volle Eisballett ,, Die lustige halbe Kassenpreise. Wein- und Bier- Abteilung. Passage- Panoptikum Reichshallen-Theater. Lebend! Die letzten weiblichen Azteken! Der unfesselbare Rappo, der König der Ausbrecher. Aga, die schwebende Jungfrau. Buddhas Geistertafel. Alles ohne Extra- Entree! Eintr. 50 Pf. Kind. u. Sold. 25 Pf. 4. Preußisch- Süddeutsche ( 230. Königl. Vrenk.) Klaffenlotterie 5. Klasse 5. Ziehungstag 13. Mai 1914 Nachmittag Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I n. II. Nur die Gewinne über 240 m. find in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr A. St.-A. f. 8.)( Nachdruck verboten) 25 314 62 572 751 906 1049 67 79 237 516 57 66( 1000) 74 ( 500) 87 747 49 2037( 500) 227 312 76 418 31 63 572 641 58 59 97 831 3595 660 791 812 35 988 4037 133 87 202 336 583 608 770 82 869 938 5049( 500) 474 684 762( 1000) 881 90 926 73( 500) 6102 350 402 522 98 663( 600) 746 95 7063 220 74 317 715( 1000) 982 8164 365( 3000) 70 439 635 616 61 793 ( 1000) 859 986 9266 94 322( 500) 638( 1000) 56( 3000) 684 760 ( 1000) 79( 500) 848 89 92 10080 229 625( 500) 54 63 70 870 903 99 11152 220 64 318 29 68 488 668 769( 1000) 904 12030 105 271 561 641 726 872( 500) 85 941 13063( 3000) 200 71 310 421 539 712 83 826 28 952 14109 16 96 317 457 67 515 841 965 15069 218( 1000) 62 333 463 666 819 979 16001 425 549 81 17149 59 63 262 399 713 18021 563 638 44 74 19113 266 397 656 64( 2000) 711 911 20368 519 614 738 39 818 21026 163 236 69 86 91 618 713 97( 10 000) 842 22187 470 96 98 614 711 923 23062 273 74( 600) 361 461 82 616 743 84 821( 500) 85 908( 1000) 24174 97 310( 500) 453 503 42 760 867 920 25036 247 80 486 514 673 94 99 23039 192 329 95 475( 1000) 654 82 749 ( 500) 73 903 27215 411 852 82 912 16 28031 277 343 97 569 719 84 85 835 911 29178( 500) 201 8 11 359 82 441 ( 500) 726 39 966 30407 15 603 34 60 927 43 97 31034 411 25 669 79 705 999 32054 163 560 603 32102 21 40 209 16 43 405 41 45 829 34004 199 257 84 385 600 95 656 60 735 845 56 94 35052 119 204 406 67 90 672 715( 1000) 945 36117 364 85 482 666( 1000) 643 869 963 37090 176 241 321( 500) 461 74( 500) 540 624 67 858 946( 1000) 91 38113 200 63 381( 500) 448 696 707 64 96 947 39049 69 78 113 97 402 532( 500) 66 644 908 93 40037 96 113 94 666 744 55( 1000) 892 995 41013 132 ( 1000) 210 401 61 997 42173( 1000) 213 37( 3000) 447 53 549 76 43292 590( 3000) 836 44223( 1000) 34 602 77 796 819 45069 81 148 67 87( 500) 516 79( 500) 640 46007 17 96 405 9( 3000) 40 509 34 626 729 831 47052 91 256 95 489 504 87 748 826( 500) 74 905 44( 500) 90 99 48130 366 476 890 967 49017 38 42 182 235 69 349( 1000) 51( 1000) 404 533 629 863 972 50127 297375 564 809 43 51091( 1000) 249( 1000) 312 ( 1000) 519 33 71 802 52( 3000) 97( 1000) 946 52063 67 84 324( 500) 28 85 402( 500) 76 82 733 66 53163 608 786 54175( 600) 480 562 63 73 678 81 814 61 932 55092 126 200 2 423 76 669 88 746 93 814 17 56080 83 104( 500) 20 48 230 67 315 47 96 508 57 97 833 75 57107 36 226 42 481 663 839 971 63190 247 94 335 45 61 83 400 11 52 641 766 800 937 59024 44 214 352 439 597 649 796 60049 117 414 759 866 907 13 50 61318 479 700( 500) 62033 57 91 109 224( 1000) 519 41 62 85 783( 3000) 981 63372( 1000) 435 576 651 741 68 81 910 20( 3000) 72( 500) 64005 56 99 139 98 285( 500) 357 540 787 861 62 961( 500) 65167 95 262 85 95 413 71 695 731 931 86126 213 306 20 411 73 619 859 67021 613 644 884 68216 27 48 631 45 99 771 240 69003 13 107 2008 14 67 523 9770) 511 57 702 90 934 40 50 67 71198 250 403 51 568 612 772 934 69 72027 263 70 339 72 658 78( 500) 824 73036 114 222 73 352 60 569 700 78 935 74111 44 361 64 573( 1000) 680( 1000) 701 67 75041 139 403 505 666 96 76362 67 645 642 857 954 77076 332 ( 1000) 429 931 47 62 63 78109 42 293 417 547 56 64 874 ( 600) 995 79102 91( 600) 308( 500) 546 722 62 891 985( 1000) 80206 19 77 507( 3000) 895( 3000) 81116 251 66 404 60 69 672 712 49( 1000) 980 82020 332 753 857 97 968 83146 435 639 774 818 71 84236 76( 500) 580 726 817 85156 84 ( 500) 284 356 532 614 765 71 83 960 86005 167 213 319 76 471 600 778( 15 000) 87106 267 73 77 504 54 636 734 51 821 910 21 36 88015 38 493 626 67 925 89008 91 157 304 920 90113 36 276 362 585 690 835 984 91030 127 99 437 46( 500) 95 671 891 901 44 92075 122 316 66 663 84 949 52 93032( 500) 150 496 639 804( 500) 94144 367 80 489( 500) 718 65( 3000) 80 95098 116 332 60 420 31( 500) 555 57 66 726 959 86055 97 177 602 17 81 708 97122 36 258 361 918 75( 500) 98040 237 89 90 425 68 70 537 688 99 704 13 68 92( 3000) 992 09327 671( 600) 806 96 999 100052 215 313 31 413 690 764 893 915 101012 133 46 62 315 93 562( 1000) 63 644 765 818( 500) 972 87 102017 136 283 376 432 623 759 86 851 66( 1000) 103042( 500) 168 274 306 64 668 75 621( 1000) 882 972( 1000) 104050 59 144 331 411( 500) 30 569 796 921 105248 617 601 35 40 978 106011 337( 500) 81 410 574 879 107044 92 351( 500) 463 732 54 ( 500) 949 108043 131 51 218 314( 1000) 79 97 423 70 607 21 825( 1000) 80 929 108014 153 240 57 98 460 572 80 692 719 110271 380 94 517 719 61 827 74 111209( 3000) 510( 3000) 651 59 723 829 231( 500) 112036 46 102 42( 1000) 210 358 91 Stettiner Sänger. Herr D'rektor Kuhlicke Burleste von Mensel. Anjang 8 Uhr, Sonntags 7½ Uhr. Für den Inhalt der Juierate übernimmt die Redaktion dem Vublikum gegenüber feineric Verantwortung. 610 948 113078 448 883 114027 83 122 514( 500) 26 732 80 852 909( 3000) 115075 88 242 326( 1000) 489 774 805 69 82 116046 167 84 89 90 298 390 417 66 81 603 61 734 117009 ( 500) 83 205 68 311 86 408 31 547 775 118007 191 734 823 86 904 14 119109 94 227 67 98 694 717 844( 500) 120138 254 94 305 27 41 97 565 766 90 95( 3000) 121001 45 575 932 42 122166 84 217 680 87 875 123169 513 983 124033 60 236 496 873 97 125048 151 632 853 126181 243 847 98 127308 12 71 401 77 98 534( 1000) 48 611( 3000) 810 39 42 68 960 128021 129 533 700 79 87 843 998 129132 294 315 46 72 86 596 725 836 77 915 34 130027 93 546 673 712 948( 3000) 94 181231 372 444 504 668 704 36 41 46 954 132138( 500) 518 62 631 789 971 133035 229 32 48 305 503 81 87 615 764 980 134057 152 85 246 65 481 673 135057( 500) 80 101( 1000) 66 87 231 53 329 96 646 894 136130 276( 3000) 762 825 970 137087 149 277 334 48 80 574 775 833 56 912 41 96 138048( 500) 93 108 56 234 307 56 68 89 429 513 26 47 750 876 139030 238 310 29 704( 500) 18 52 837 822 932 140000 248 344( 1000) 78( 1000) 476( 1000) 542 87 667 711 ( 3000) 141138 215( 1000) 87 409 47 666 93( 1000) 688 142209 30 341 466 531 650 758( 1000) 143040 637 48 636 832 908 144293 303( 600) 4 50 479 516 56 672 740 82( 500) 85( 500) 145156 61 77 92 299 374 429 94 589 93 669 723 75 930 146309 22 461 70 93 764 878 966 147066 195( 1000) 148440 222( 3000) 40 466 505 26 711 63( 1000) 91 879 85 ( 500) 606 768 149015 229 433 66 546( 3000) 69 643 848 988 150045 172( 500) 410 14 43 613 800 71( 1000) 983 151313 752 94 152150 320 27 45 632 898 153087 268 79 385 733 70 815 981 154247( 500) 63 368 563( 3000) 645 974 155159 228 88 507 692 741 943 45 47 79 156285 92 716 34( 500) 74 816 921 157010 299 306( 3000) 575( 500) 80 693( 1000) 826 961( 500) 96 158132 241 382 411( 500) 26 698 779 842 159050 83( 3000) 221 853 160010 107 96 354 74 582( 500) 668 750 935 161057 214 17 409 731 809 999 102149 282 413 51 592 94 646 75 746 876 163012( 500) 61( 500) 164 226 28 578 754 824 62 988 164048 165183 66 108 22 293 326 90 446 612 36( 3000) 940 51 53 94 247 343 65 770 88 95 888( 1000) 923) 166274 334 431 691 612 59 724 855 93 167122 47 209( 1000) 580 712 168114 276 384 94( 3000) 489 561 89 637 710 29 925 85 169182( 500) 366 500 627 702 81 170000 204 383 95 611 704 31 801 63 66 904 95 171075 87 142 217 516 685 736 69 97 960 172151( 500) 235 41 85 341 412 589 605 37 66( 1000) 928 173084 ( 3000) 96 192 415 607 59 63 85 780 892 922 63 174007 31 250 99 667 805 175093 142 458 90 96 601 702 33 46 807 24 176012 205 89 339 58 73 470 544 725 29 ( 500) 41 826 177139 208 39 320 37 90 505 674 726 896 ( 1000) 178088 95 151 261 352 76( 1000) 440 88 511 46 616 98 904( 1000) 179007( 1000) 344 47 437 598 756 ( 500) 60 840 180001 185 301 415 661 653 710 912 181004 204 75 320 85 890 925 81 182015 28 66 392 420 528 52 691 701 60 76 800 977 183111 40 599 609 20 73 823 911 74 184193( 1000) 324 424 46 81 708 905 185038 71 89 102 47 522 629 761 893 965 186068( 500) 188 323 84 99 446 519 628 187089 124 31 ( 3000) 202( 1000) 309 501 627 83 188190( 3000) 329 89 431 527 639 802 91 966 189046 141 217 41 520 749 592 190081 84 164 657 809( 1000) 30 918( 1000) 191131 35 49 317 93 618 61 77 943 19 2020 254( 500) 513 924 68 193025 301 461 545( 3000) 644 702 69 822 906 194043 171 611 33 749 863 195293( 1000) 302 663 950 196211( 1000) 76( 500) 89 197254 314 427 28 649 70 717 53 848 955 60 198143 46( 500) 217 51 80 488 575 621 24 783 863 71 967 199118 ( 1000) 88( 500) 296 520( 1000) 98 682 713( 600) 810 42 55 961 93 200106 447 535 86( 3000) 98( 500) 680 735 95( 500) 908 201317 31 38( 500) 429 592 793 864 202025 184 257 87 327 520 930 203064 382( 1000) 562 653 56 66 737 948 204208 ( 1000) 319 80 87 728 831 998 205017 242 440 768( 3000) 916 29 72 206023 262( 500) 89 428 847 960 207062 204 39 47 322 47 744 208014 75 120 258 395 409 527 4F 779 870 990 209188( 500) 91( 500) 96 264( 3000) 347 50 850 952 210026 434 79 901 33 75 211127 433( 1000) 568 628 64 85 740 876 995 212052 72 91 130 527( 1000) 62 657 967 213098 111 221 35 439 67 535 826 938 214042( 500) 355 495 502 60 623 215015 68 297 401 22 633 801 47 216145 61 91 363 428 53 604 633 96 712 71 84 867 217085 178 283 460 61 602 722 849 218178 268 307 68 69 73 708 866 922 219059 ( 5000) 86 317 84 484 540( 1000) 80 97 695( 3000) 817 220190 254 69 337 410( 1000) 570 622 27 83 99 221200 29 77 610 662 704 46 59 987 222387 679( 3000) 223027 28 105 306 874 907 18( 15000) 35 60 81 224058 110 22 291 369 86 438 573 759 936 225019 65 223 316 96 418 600( 1000) 944 226027 262 378 485( 150 000) 576 96 720 857 82 89 907 63( 1000) 227177( 3000) 690 99 922 24 94 228032 52 168 309 98 461 514 96 707 229101 370 555 956 230153( 1000) 256 70 329( 1000) 82 410( 500) 18 23 52 61 632( 1000) 88 632 85 231014 100 636 795 920 26( 500) 49 30 232147 64 246 308 435 500 233123 98 336 475 95 512 604 37 73 726 80 837 66 72 946 Jm Gewinnrabe verblieben: 2 Prämien zu 300 000 m., 2 Ge winne zu 500 000 m., 2 zu 200 000., 2 zu 100 000., 2 75 000 m., 2 zu 60 000., 4 zu 50 000 m., 4 zu 40 000 m2. 20 sit 30 000 m., 24 au 15 000., 78 zu 10 000 9., 198 au 5000 M., 2530 zu 3000., 5096 zu 1000 m., 7036 zu 600 m. Bantwortlicher Redekteur: Alfred Wielepp, Neukölln, Für den Injeratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin, Druck u. Berlag: Borwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co, Berlin SW. Nr. 130. 31. Jahrgang. sin suplim 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Parteiangelegenheiten. An die Bildungsausschüsse des Kreises Teltow BeeskowStorkow Charlottenburg. Donnerstag, 14. Mai 1914. Straßenbahnen und Omnibusse jagen vorüber, ihre War- Geschichte und nehmen Sie gefälligst Notiz davon, daß es besser und mingssignale vermischen sich mit den Hupen der Automobile vorteilhafter ist, sein Brot durch ehrliche und redliche Arbeit zu verau einem ohrenbetäubenden, sinnberwirrenden Konzert. Da dienen, als an einem einzigen Tage durch eine solche gesetzwidrige jagt beim Ueberschreiten des Fahrdammes ein elegantes Art und Weise. Sie können nun Klage gegen mich einreichen, wo Vergessen Sie nicht, daß ich Sie dort Brivatauto unmittelbar an uns vorbei, eine junge, schöne es ihnen am besten gefällt. Dame und zwei blühende, glücklich lachende Kinder sigen im entlarven werde. Reise heute abend noch nach Amerifa ab, und Am Sonntag, den 17. Mai findet in den Arnim hallen, Wagen. Vor unser geistiges Auge tritt das andere Bild: wenn ich dort mein Glück gehabt habe, werde ich Ihnen die vorBerlin, Kommandantenstraße 58/59 eine ein Proletarierfnabe, zermalmt und mit Blut besudelt, auf geftredte Sumine mit Zinsen gerne zurüderstatten. Ihnen von der Totenbahre. ganzem Herzen nochmals für Ihre Güte dankend, verbleibe ich Ihr Hieronymus Rs." Konferenz der Bildungsausschüsse mit folgender Tagesordnung statt: Aus der Waisenverwaltung. 1. Die Bildungsarbeit des nächsten Winters. Referent: Richard Die Armendirektion hat eine große Anzahl von dauernd Seidel; 2. Banderausstellungen für Jugendschriften und Wandschmud; 3. Ausgabestellen für Jugendschriften; 4. Bibliothekswesen. Referent: Rudolf Waclawiat Die Konferenz beginnt pünktlich 10 Uhr. Die Vertreter der örtlichen Bildungsausschüsse werden um rechtzeitiges Erscheinen erfucht. Der Kreisbildungsausschuß. Bierter Wahlkreis. Heute abend 8 11hr findet im Lokal Reichenberger Hof", Reichenberger Str. 147. Berjammlung der Jugendfektion des Südosten 3 statt. Tagesordnung 1. Vortrag des Genossen Emil Eichhorn über: Einführung in den wissenschaftlichen Sozialismt u 8. 2. Dis 3. fusion. 3. Verschiedenes. Das Erscheinen aller Jugendlichen im Alter von 18-21 Jahren wird erwartet. 14-16 M. Sechfter Wahlkreis. Die jugendlichen Mitglieder des Wedding und der Dranien burger Borstadt veranstalten an den Pfingstfeiertagen eine Tour nach der sächsischen Schweiz. Die Kosten betragen zirka Für die Teilnehmer der Partie findet am Freitag, den 15. Mai, abends 8 Uhr, eine Besprechung bei Thiede, Utrechter Straße 24, statt. Das Erscheinen aller hieran Teilnehmenden wird erwartet. Köpenid. Am Freitag, den 15. Mai, abends 81%, Ubr, findet bei Gollnow, Rosenstraße 10, eine Versammlung der Jugendfektion statt. Die Vertrauensmänner der einzelnen Betriebe werden erjucht, die über 18 Jahre alten Arbeiter und Arbeiterinnen auf diese Verfammlung aufmertjani zu machen. Zoffen. Für den Bezirk Sperenberg findet Sonntagnachmittag 3 Uhr auf unserem Grundstück eine öffentliche Versammlung statt. Die Parteigenoffen wollen eine rege Propaganda für diese Versammlung entfalten. Röntgental- Zepernid. Heute Donnerstag, abends 8 Zahlabend im Lokal von August Lange, Siemensstraße. Bruchmühle. Sonnabend, den 16. Mai, abends 8 Mille: Zahlabend. Berliner Nachrichten. Im Leichenschauhaus. • Nun ist der gute Mann aus Neukölln seine 8000 M. Ios und muß sich noch auslachen lassen. hilfsbedürftigen und in Berlin ortsansässigen Kindern, die der Fürsorge ihrer Eltern entbehren müssen, weil diese durch Der„ Doppelmörder" Lüder, ein wegen Fahnenflucht verur Krankheit, Getrenntleben, Strafhaft und andere Gründe teilter Infanterist, über dessen Selbstbezichtigung mir berichteten, sich um ihre Kinder nicht fümmern können, in Berlin oder wird in den nächsten Tagen hierhergebracht und nach dem Grimeauch außerhalb bei fremden Leuten in Pflege gegeben. wald geführt werden, um die Stelle zu zeigen, wo er angeblich Die städtische Waisendeputation will jekt diese Kinder mit seinem Spießgesellen den ermordeten und beraubten Unbe allmählich in die städtische Waisenpflege übernehmen, gleich Leipzig, in dem dortigen Festungsgefängnis. Alle bisherigen Gr fannten vergraben haben will. Einstweilen befindet er sich noch in viel, ob die Kinder sich in Familien oder Anstalten befinden. mittelungen, die die hiesige Kriminalpolizei zur Aufklärung der Maßgebend ist hierfür, daß die Versorgung und Unter Selbstbeschuldigungen des Soldaten eingeleitet hat, sind ohne Er bringung aller armenrechtlich hilfsbedürftigen Kinder folg geblieben. gleichmäßig gestaltet werden soll, und daß der Waisenverwaltung die zur Beaufsichtigung der Kinder notwendigen Organe zur Verfügung stehen, die der Armendirektion fehlen. Eine falsche Fliegerin und angebliche Schülerin Pégouds, die Es handelt sich hierbei um 725 Kinder. unter verschiedenen Hochtönenden Namen zahlreiche Schwinde leien verübt hat, ist gestern von der Schöneberger Kriminalpolizei zum zweiten Male verhaftet und dem Untersuchungsrichter zugeführt worden. Die Betrügerin nannte sich zuletzt Boronin Fifi Montagne, früher trat sie als Baronin van der Hugh, Frau v. Huk und als Ruffin Abramowicz auf. In Wirklichkeit handelt es sich um die 37 jährige Gunhild Sandberg geborene v. Iwanowski, die Die Waisendeputation hat ferner beschlossen zunächst versuchsweise, die von Dr. Rollier geleiteten Tuberkuloicheil anstalten in Leysin in der französischen Schweiz mit einigen tuberkulosekranken Waisenkindern zu belegen. Leysin bietet durch besondere klimatische Verhältnisse und geschüßte Höhenlage für tuberkulose Kranke besonders günstige Bedingungen. 31 Verhaftung einer Hochstaplerin. Ehefrau eines in Stockholm lebenden Arztes, die schon seit längerer Auf der Hoch- und Untergrundbahn Zeit von ihrem Gatten getrennt lebt. Die Schwindlerin wohnte in fährt sichs manchmal ganz und gar nicht gemütlich. Wer sie öfter vornehmen Pensionen des Berliner Westens, zuletzt in Wilmersdorf. benutzen muß, weiß von der in den Stunden des stärkeren Verkehrs Auf Inserate in den Tageszeitungen hin trat sie mit Geschäftsherrschenden Wagenüberfüllung ein Lied zu singen. Eine leuten in Verbindung, die Teilhaber oder Geldgeber suchten. Natür uns zugehende Klage über diese Zustände nennt besonders die lich wollte die angebliche Baronin nicht Gelder anlegen, sondern Dahlemer Endstrede, auf der meist nur alle 10 Minuten flüssig machen und tatsächlich gelang es der stattlichen und hübschen ein Zug" und gewöhnlich nur ein einziger Wagen fährt. Die Frau in zahlreichen Fällen die Geschäftsleute um erhebliche Beträge Strede fährt durch noch wenig bebaute Gebiete, so anzuborgen. In anderen Fällen hat die S., die auch angab, daß daß die Einschränkung des Betriebes vom Standpunkt einer fie bei Bégoud fliegen gelernt und verschiedene Passagierflüge mit Gesellschaft aus, die für ihre Aktionäre den größtmöglichen dem bekannten Bẞiloten unternommen habe, die Möbel der von ihr Profit herausschnden will, gerechtfertigt erscheinen mag. Dichtere in den Pensionen bewohnten Zimmer für Darlehen verpfändet. Uhr: Zugfolge und längere Züge werden da draußen dann für nötig ge- Schon vor einiger Zeit waren einige Anzeigen bei der Schönehalten, wenn an Wochentagsnachmittagen bei schönem Wetter die berger Kriminalpolizei gegen die Sandberg eingelaufen und die Uhr, bei Bevölkerung von Berlin W und den westlichen Vororten nach Beschuldigte war auch bereits einmal verhaftet worden. Da es Dahlem und Umgebung hinausfährt, um im Grunewald spazieren sich damals aber nur um einige wenige Fälle handelte, in denen zu gehen. Ebenso wird an Sonntagen, wo auch aus minder noblen die Festgenommene nachträglich gezahlt hatte und die Schuld nicht Stadtteilen Berlins Scharen von Erholungsuchenden auf der Unter einwandfrei nachgewiesen werden konnte, war Frau S. wieder grundbahn nach dem Grunewald fahren, dem stärkeren Verkehrs- entlassen worden. Inzwischen liefen aber eine ganze Anzahl Anbedürfnis Rechnung getragen. Dagegen müssen an Wochentagen zeigen von Geschädigten bei der Kriminalpolizei ein und daraufhin die vielen Arbeiter, die bei den Bauarbeiten auf Dahlemer wurde die Schwindlerin gestern abermals festgenommen und in das. Gebiet beschäftigt sind und in der Morgenfrühe hinausfahren, Untersuchungsgefängnis eingeliefert. Mitten im lateinischen Viertel, in der Hannoverschen nur zu oft es sich gefallen lassen, daß die Untergrundbahn. Straße. befindet sich ein aus gelben Mauersteinen aufgeführ Gesellschaft für sie den 8e huminuten verlehr und den nur Zehn Der Billettschwindler, der den Schwindel mit Eintrittsfarten tes Gebäude, das fürzlich erst durch einen Neubau erweitert aus einem einzigen Wagen bestehenden Bug" für ausreichend zum Deutschen Opernhause in Charlottenburg betrieb, der dreißigs wurde. Es ist das Leichenschauhaus Berlins. hält. Da kommt es dann besonders auf der Station Heidelberger jährige Sänger Julius Mendel aus der Babelsberger Str. 17 Die Schauhalle ist geöffnet," besagt ein Schild, das sich play, die den llebergangsverkehr der benachbarten Ringbahnstation in Wilmersdorf, iſt jezt verhaftet worden. über dem Eingang in dem morschen Bretterzaun, der das Schmargendorf aufnimmt, manchmal zu recht tollen Szenen, wenn Ein Sittlichkeitsverbrechen an einem 17jährigen schwächlichen Grundstück von der Straße trennt, befindet. Wir treten ein. ein halbes Schock Fahrgäste bereit steht und in dem einfahrenden Mädchen hat ein Mann in der Grenadierstraße verübt, der sid als Durch einen kleinen, mit Zypressen geschmückten Garten führt Einzelwagen der für die 3. Klasse bestimmte Teil bereits überboll Wäschereisender ausgegeben hat und der die Mutter des Mädchens unser Weg über eine Steintreppe in die öffentliche Schau- bejezt ist. Der andere Teil, der für die 2. Klasse reserviert unter dem Vorwande, ihr in einer Ausweisungsangelegenheit zu halle. Das Oberlicht verbreitet in dem fahlen, ichmudlöfen ist, zeigt gähnende weere, aber wehe dem verwegenen Dritt- helfen, nach einem angeblich ihm bekannten, in Charlottenburg Raum nur eine spärliche Belle, die das inheimliche dieses laffigen, der wegen Raummangel sich hier hinein begibt. Schon alt, hat schwarzes furzgeschorenes Haar, ein bartlofes mageres wohnenden Anwalt fortschickte. Der Bursche ist 25 bis 26 Jahre düsteren Ortes des Jammers und des Schreckens noch erhöht. auf der Station achtet manchmal ein vor dem Abteil der Gesicht und schwarze Augen und trug einen grauen Jadettanzug, An der Rückwand befinden sich die einzelnen Totenfammern, 2. Klasse sich aufpflanzender Beamter strenge darauf, daß nicht weiße Wäsche und eine schwarze Krawatte. In seinem Gebiz fehlt die zum Ausstellen der Leichen dienen. etwa beim Einsteigen die Drittklassigen durch die Tür der Zweits vorn ein Zahn. flassigen gehen. Wahrscheinlich fürchtet man, daß sie durch den Die Abtei, die Neuerwerbung der Stadt Neukölln, ist in der Raummangel der 3. Klasse genötigt werden könnten, während der Nacht zum Mittwoch von einem größeren Feuer heimgesucht worden, ganzen Fahrt in dem Abteil der 2. Klasse zu bleiben. Um das zu das verschiedene Baulichkeiten beschädigte. Gestern vormittag bes verhüten, wird der ganze Schwarm nach der Eingangstür der sichtigten mehrere Mitglieder des Neuköllner Magistrats, dem die 3. Klasse dirigiert und unter reichlichem Zeitaufwand durch sie hin- Insel und die Restaurationsräume gehören, die Gebäude. Es wurde eingedrängt, so weit das überhaupt noch möglich ist. Ist das nicht festgestellt, daß der Schaden nicht so groß ist, wie angenommen mehr möglich, nun, so müssen die Ueberzähligen zurückbleiben und Industriehafens vorgesehene Feier auf der Abtei, bei der die StaatsDie aus Anlaß der Einweihung des Neuköllner auf den nächsten Zug" warten, der nach weiteren 10 Minuten Auf der Bahre rechts ruht ein Mann, der ein Alter von wieder als Einzelwagen ankommt und vielleicht ähnlich überfüllt Bei den beschädigten Baulichkeiten handelt es sich zumeist um Fachbehörden vertreten sein werden, braucht nicht abgesagt zu werden. airfa 40 Jahren erreicht haben mag, eine Wasserleiche. Die Direktion hat einmal öffentlich erklärt, daß die werk und provisorische Holzbauten, die leicht und schnell ausgebessert ist nadt. Um ihn vor profanen Blicken zu schügen, ist er bis Ueberfüllungsflage im allgemeinen unberechtigt sei und es sich meist und ergänzt werden können. Mit der eigentlichen Umgestaltung der zum Halse mit Sadleinwand zugedeckt. Wie die Zeitungs- nur um eine 3ufallsüberfüllung" handle, der man durch Abtei, dem Bau eines modernen Restaurants nebst vorgesehenen berichte meldeten, wurde er lebend aus dem Landwehrkanal abwarten des nächsten Zuges entgehen könne. Gewiß, es ist offen Anlagen, einer Badeanstalt, eines Ruderbootshauses, Baulichkeiten gezogen und ist dann im Krankenhause, ohne die Besinnung bar nur Eigenfinn all dieser Arbeiter, daß sie allesamt aus auf dem Spielplatz usw., ist noch nicht begonnen worden. Diese wieder erlangt zu haben, gestorben. Das hagere, abgezehrte gerechnet dann die Untergrundbahn benußen, wenn sie an ihre Bauten werden im Herbst in Angriff genommen werden. Gesicht des unbekannten Toten redet eine ftumme, eindring- Arbeit gehen wollen. Und nur Zufall" ist es, daß auf dieser visorische Betrieb des Abtei- Restaurants durch die Pächter Retschlag liche Sprache. Allem Anscheine nach hat wohl der Hunger, tomischen Schnellbahn" ausgerechnet dann nur alle zehn Minuten aber durch den Brand verhindert worden. Das gesamte Mobiliar und Hoffmann sollte allerdings heute beginnen. Diese Absicht ist die Sorge um das tägliche Brot, diesen Unglücklichen zu dem ein Einzelwagen läuft. der Bächter ist jedoch gerettet worden. Ebenso haben sich die Keller legten verzweifelten Schritt getrieben. der Abtei als feuerfest erwiesen, so daß das dort untergebrachte große Weinlager unversehrt geblieben ist. In einer solchen Kammer sind zwei unbekannte Zeichen ausgestellt. Sie ruhen auf Zinkbahren, die durch eine me chanische Vorrichtung in eine schräge Stellung von fünfund bierzig Grad gebracht sind, so daß sich die Körper dem Schauenden in möglichst vorteilhafter Stellung präsentieren und ein leichteres Refognoszieren ermöglichen. Um sie vor dem Abrutschen zu bewahren, sind sie über den Leib mit einem Lederriemen festgeschmallt. Wir mustern die zweite Reiche. Eine Welt des Schreckens " 1 Durch Schatzschwindler hineingelegt. Der pro Noch nicht aufgeklärt ist ein Selbstmord, über den vom Gartenufer berichtet wird. Dort sprang Dienstagabend furz vor 10 Uhr eine jüngere Frau, die den bessergestellten Kreisen anzugehören scheint, in den Landwehrkanal und ertrant, ehe es gelang, sie wieder ans Land zu bringen. Die Leiche wurde beschlagnahmt und nach etwa 30 Jahre alt und 1,65 Meter groß, hat schwarzes Haar und trug ein fchwarzes geripptes Kostüm und schwarze Strümpfe. Ihre Wäsche ist M. O. Wien gezeichnet. Für Wagenführer dürfte folgende Bekanntmachung Interesse haben: Die Belauntmachung vom 2. Mai 1908, betreffend den Wagens verkehr am Lessing- heater, wird, wie folgt, abgeändert: 1. Die Anfahrt der Wagen beim Beginn der Vorstellungen er folgt in der Richtung von der Kronprinzenbrücke bezw. von der KarlStraße nach der Unterbaumstraße; die übfahrt nach beendigter Vor2. Die zur Abholung der Theaterbesucher anfahrenden Wagen tut sich auf. Es ist uns, als jeße der Schlag des Herzens Achttausend Mart für eine Moralpredigt zahlte den berüchtigten einen Moment vor Entfeßen aus beim Anblid dieses grau- fpanischen Schagichwindlern ein Mann aus Neukölln, der sich tros figen, erschütternden Bildes. Vor uns liegt die über und über aller Warnungen erst durch Schaden flug machen ließ und jetzt für mit Blut besudelte Leiche eines acht bis neunjährigen den Spott nicht zu forgen braucht. Die Schaßschwindler, die feit Knaben. Er wurde das Opfer des Berliner Straßengetriebes. einiger Zeit wieder sehr rührig sind, wandten sich mit ihrer Unter den Rädern eines Autobus, der ihm die Brust, den herzlichen Bitte um Auslösung des bekannten 800 000 Frant- dem Schauhause gebracht. Die Tote ist noch unbekannt. Sie ist Hals und den Kopf zermalmte, hauchte er in der Botsdamer Stoffers gegen ein Drittel Gewinn auch an ihn. VertrauensStraße sein junges Leben aus, gerade in dem Augenblick, felig nahm der Mann seine ganzen Ersparnisse zusammen, fuhr als er Bassanten Ansichtskarten zum Kaufe anbot. Ihm zu nach Madrid, zahlte dort den Herren, die ihn empfingen einen Füßen liegt die abgenutte Markttaiche mit den noch unver- Sostenvorschus von 8000 Mt. und erhielt dafür einen Gepädfauften starten. Die Not im Elternhaus, vielleicht Krankheit schein und einen Sched. Ueberglücklich, sich nun im Besitz des oder Arbeitslosigkeit des Vaters, war die Triebfeder, die Zauberschlüssels zur Hebung des reichen Schatzes zu befinden, wurde diesen Jungen auf die Straße hezte, um mit diesem arm- er, laum in das Hotel zurückgekehrt, mit einer Depesche aus Neuseligen Handel das fümmerliche Einkommen au vermehren. föln überrascht, die ihn schleunigst und dringend nach Hause Bielleicht auch ist der Vater tot, und nun harrt die Mutter zurückrief. Ein Unglück vermutend, reiste der ahnungslose Mann bergebens auf die Heimkehr des Kindes, in namenlosem fofort ab, um die Angelegenheit mit dem Koffer später zu erledigen. Bangen über das Schicksal ihres Lieblings. Die verschieden. Auf ein paar Tage fam es ja nun auch nicht mehr an, weil er doch stellung erfolgt in umgefehrter Richtung. ſten Gedanken und Vermutungen steigen in uns auf, und alle Papiere in der Tasche hatte. Zuhause wußte man nichts von stellen sich auf: a) fönigliche Wagen vor lnterbaumſtraße immer tiefer frißt sich der Haß gegen die beste aller Welten, einer Depesche. Die Aufklärung aber tam jehr bald aus Madrid. Nr. 1, Richtung Kronprinzenbrücke; b) bestellte Wagen aller die solchen Jammer, solches Elend in ihrem Schoße birgt. Dieselben Herren, mit denen er in Briefwechsel gestanden hatte, Art dahinter vor Unterbaumstraße Nr. 2; c), unbeſtellte Eine furchtbare Anklage ist es, die in den halb geschlossenen, schrieben ihn aus Madrid wie folgt:„ Gerne will ich hoffen, daß Kraftdroschten in der Unterbaumstraße auf der Seite des Sie meine Depesche richtig empfangen haben und glücklich in Neu- Leffing- Theaters, Spige hinter der Theater- Vorfahrtstraße, Richtung berglasten Augen des kleinen Toten ruht. in der Verlängerung in der. Luisenstraße, Die Menschen kommen und gehen, Bassanten, die zu- tölln angekommen sein werden. Ich zögere nun feinen Augenblid, fällig des Weges kamen, Lastfutscher, die Pferd und Wagen Ihnen die vollste Wahrheit zu sagen. Sie find in Ihrer Angelegen Westseite nördlich; d) unbestellte Pferdebroschfen am an der Bordichwelle stehen ließen, meistens Proletarier, fie beit in Spanien ganz einfach betrogen worden und sind die Papiere, Friedrich- Karl- Ulfer, Spiße vor Nr. 1, Richtung Kronprinzenbrüde.. 3. Bei der An- und Abfahrt ist das Umwenden der Wagen in alle schauen mit ſtillem Grauen auf das erichiitternde Bild. die fie fich angeeignet haben, falich, fowohl Scheck wie Gepäckschein. Der Interbaumstraße nicht gestattet. Kleine Gruppen bilden sich, in halblautem Flüstertone wird es egiſtiert ein folch fabelhafter Koffer garnicht. Wenn sie den Sched 4. Den Anordnungen der Aufsichtsbeamten behufs Ausführung die Unterhaltung geführt. nach einer Bank bringen, wird man sie höchstens als Wechselfälscher be dieser Bestimmungen ist bei Vermeidung der Bestrafung in Gemäß trachten und wenn Sie diese Geſchichte ihren Freunden erzählen, heit des§ 132 der Straßenordnung vom 31. Dezember 1899 Folge werden fie sich wohl über Sie luftig machen. Vergeffen Sie diese zu geben. Wir verlassen die Stätte des Elends. Bald umfängt uns das Saften und Bärmen der nahen Friedrichstadt. Stronprinzenbrüde Sigungstage der Stadt- und Gemeindevertretungen. Bruchmühle. Heute Donnerstag, abends 6 Uhr, im Gemeinde Diefe Sigungen find öffentlich. Jeder Gemeindeangehörige ist be Jugendveranstaltungen. = Im Berliner Aquarium macht sich jest auch in der Insetten- 1monierte, daß nur Vorstandsmitglieder zu dieser Versammlung entabteilung der Frühling bemerkbar. Die Bewohner der Bienenstöde, sandt werden. Ein Antrag, drei Delegierte zu entfenden, wurde die durch Glasscheiben bei ihren häuslichen Arbeiten jederzeit zu abgelehnt. Die Jugendbereinigung des Ostens beabsichtigt, auf dem bureau. beobachten find, unternehmen ihre Ausflüge ins Freie und kommen Göttlingichen Terrain an der Hoffstraße durch den Unternehmer Timm mit Blütenstaub beladen wieder heim. Dice Hummelweibchen bauen eine 500 Meter lange Radrennbahn zu errichten. Dem Gesuch auf rechtigt, ihnen als Zuhörer beizuwohnen. ihre Nester im großen Glasflugfäfig, in welchem sich außerdem noch Erlaubniserteilung stimmte die Vertretung zu. Ein Ortsstatut tropische Falter, Maitäfer und deutsche Schmetterlinge in bunter über die Befreiung der Beamten und Lehrpersonen von der KrantenFülle tummeln. Die Ameisen arbeiten an ihren Bauten und bunte versicherungspflicht wurde ebenfalls genehmigt. Zu einer regen Totengräber find am Wert, für ihre Nachkommenschaft eine eigen Debatte führte die nochmalige Beschlußfassung über die Heran- Eine unpolitische Jugend Kundgebung für Charlottenburg, artige Wiege in einem Kadaver zu bereiten. Die fleinen, noch nicht ziehung der Anlieger in der Berliner Straße zu den Pflasterkosten. lange den Eiern entschlüpften Fangheuschreden wachsen tüchtig heran Vor zwei Jahren war beschlossen worden, daß die Anlieger 70 Proz. Schöneberg, Wilmersdorf und Umgegend und find in ihrer Gier nach Fliegen und anderen Insekten schier tragen müssen. Der hartnädige Kampf, den die Grundbefizer da- findet heute, am Donnerstag, den 14. Mai, abends 8 Uhr, unerfättlich. gegen führten, hatte einen Antrag gezeitigt, wonach nur 50 Proz. im Volkshaus", Rosinenstr. 3, nahe Knie, statt. TagesArbeiter Bildungsschule Berlin. Sonntag, den 17. Mai: zur Erhebung gelangen sollten, während die anderen 50 Proz. der ordnung: 1. Arbeiterjugend erwache! Referenten: Reichstags Familienausflug nach Schloßpart Friedrichsfelde. Treffpunkt allgemeine Steuerfädel zu tragen hätte. Unsere Genossen wehrten abgeordneter Dr. Dstar Cohn und Frau K. Bohm Schuch. von 3 Uhr nachmittags ab im Restaurant Lindenpart", an der sich ganz entschieden gegen dieſes Anfinnen; ihr Antrag, es bei den 2. Freie Aussprache, zu der auch die Gegner geladen sind. Endhaltestelle der Straßenbahnlinien 69 und 70. Für Nachzügler: 70 Proz. zu belassen, wurde abgelehnt. Die Ermäßigung auf Lehrlinge, jugendliche Arbeiter und Arbeiterinnen, Schloßpark Friedrichsfelde. Zahlreiche Beteiligung wird erwartet. 50 Proz. wurde angenommen. Zum Schluß brachte Genosse SiebenZeugen, welche gesehen haben, wie am Sonnabend, den 9. Mai, wirth die Geruchsplage, hervorgerufen durch die Fettlochereien, zur Männer und Frauen, erscheint zahlreich in der Versammlung. nachmittags zwischen 2 und 3 Uhr, vor dem Hause Mödernstr. 105 Sprache. Vom Vorfizenden wurde erwidert, daß schon alles mög ein fleiner Snabe von einem Auto überfahren wurde, werden liche gegen diese skandalösen Zustände unternommen worden fei. bringend gebeten, ihre Wahrnehmungen an Guhr, Mödernstr. 105, erhalten; auf ihre eingelegte Berufung seien fie aber vor Gericht Die Inhaber dieser Kochereien hätten Strafmandate bis zu 60 M. linler Seitenflügel IV gelangen zu lassen. freigesprochen worden. Jest liege eine Polizeiverordnung beim Regierungspräsidenten. Falls dieselbe genehmigt würde, wären weitere Maßnahmen möglich. Vorortnachrichten. Wohnungsnot und Kindersegen. " Abermals ist in Spandau es einer Familie mit sieben Stindern trog aller erdenklichen Bemühungen nicht gelungen, eine Wohnung zu bekommen, so daß die Familie in dem städtischen Rotquartier untergebracht werden muß. Zahllose andere finderreiche Familien find gezwungen, dauernd in gesundheitsschädlichen Woh nungen in alten baufälligen Baraden, die längst polizeilich geschlossen werden müßten, zu Hausen. Trotzdem nun auch etwa 150 Dachwohnungen polizeilich zur Bewohnung freigegeben worden find und ein Bostbeamter sogar in einen Betfaal ziehen mußte, hat die Stadt nach der Spandauer Zeitung bis jest doch acht Familien in der früheren Munitionsfabrik am Auguftaufer unterbringen müssen. Allen acht Familien mit einer Anzahl von Kindern steht ein einziger Herd zum Kochen zur Verfügung. An diesem Wohnungsidyl zeigt sich so recht drastisch, daß Kinderfegen oft zum Fluch werden kann. Patriotische Hausagrarier, die sich weigern, Wohnungen an Familien mit Kindern zu vermieten, find die besten Förderer der fünstlichen Einschränkung der Kinderzahl. Wenn auch zum 1. Oftober eine größere Anzahl Wohnungen fertiggestellt werden, so ist vorläufig gar nicht daran zu denken, daß die hier in so trassen Formen auftretende Wohnungsnot beseitigt werden kann. Auf dem Nonnendamm find denn auch jetzt schon in neuen Häufern die Mietspreise für Wohnungen von Stube und Küche von 28 M. auf 31 M. monatlich gesteigert worden. Auffallend ist es, daß der Magistrat unserer Stadtverordnetenfraktion keinen Siz im Vorstand oder Aufsichtsrat der neu gegründeten Attiengesellschaft Waldsiedelung", die den Bau von Wohnungen in städtischer Regie bezweckt, eingeräumt hat. Die sozialdemokratischen Stadtverordneten haben sich zu diesem 3wed mit einem Antrag auf Ueberweisung eines Sizes an die Stadtverordnetenverfammlung gewandt. Gestern war eine Kommiffion der Regierung aus Potsdam hier anwesend, um sich über die Wohnungsnot und die städtische Waldansiedlung zu informieren. Die Kommiſſion besichtigte sowohl das idyllische Ashl für wohnungslose Familien wie auch verschiedene freigegebene Dachwohnungen. Unterlassen hat es aber die Kommission, die vielen gesundheitsschädlichen Wohnungen in der Altstadt zu beaugenscheinigen. Neukölln. An ben schwimmsportlichen Borführungen bei der Eröffnung des Stadtbades Neukölln war nicht der Arbeiter- Schwimmberein Vorwärts"( ein solcher eriftiert am hiesigen Ort nicht), sondern der Arbeiter Schwimmberein Neukölln" beteiligt. In unserem Bericht in der Dienstagnummer war irrtümlich von einem Echwimmperein „ Borwärts" die Rede. Pankow. Zoffen. Ein Bild des Jammers bot sich den Passanten am Sonntag Eine Landarbeiterfamilie, bestehend aus Mann, Frau und zwei in der siebenten Abendstunde in der Nähe des Restaurants Flora". Söhnen im Alter von zirka 10 und 14 Jahren, war auf der Suche nach einer neuen Seimat. Bis jetzt hatten sie auf einem Gutshof in Echentendorf bei Königswusterhausen gearbeitet. Weil der Vater seinen Sohn nicht für billiges Geld bei demselben Gutsherrn arbeiten laffen wollte, wurde er kurzerhand vom Administrator entlassen. Die Mutter, anfangs 50er Jahre, haite unterwegs schon zweimal den Blutsturz gehabt. Hier wurde sie zum drittenmal von einem solchen ereilt, jo daß fie entfräftet zusammenbrach und durch den 3offener Krantenwagen ins Arantenhaus gebracht werden mußte. Bantes Jammern und Weinen des Mannes sowie der Kinder begleiteten den Wagen. Dieses Glendsbild rief selbst bei den Gästen bes Restaurants, hauptsächlich den Frauen, schmerzliche Teilnahme hervor. Sier offenbarte sich wieder einmal die elende Lage des ländlichen Proletariats, das im sogenannten Zeitalter der Humanis tät noch unter den Ketten der Leibeigenschaft jeufat. Reinickendorf- Oft und Weft. Morgen Freitag finden die Gewerbegerichtswahlen statt. Gewählt wird in drei Bezirken. Der erste Bezir!, umfassend den sogenannten Tegeler- und ichbornplan, die Humboldtftrage, ausschließlich Nr. 1-25, und Beltener Müller), Scharnweberstr. 14. Straße, ausschließlich Nr. 3, wählt im Restaurant noblich( früh Veranstaltungen. 4 Berein für Frauen und Mädchen der Arbeiterklasse. Montag, ben 18. Mai, abends 8%, Uhr, in Kellers Neuer Philharmonie, Köpenider Straße 95/97: Bortrag bes Reichstagsabgestoneten Bauer: Das neue Krankenversicherungsgeset". Gáfte willkommen. Briefkasten der Redaktion. Für die Fragen auf einzelnen Rechtsgebieten sind in der Buchhandlung Vorwärts Führer zum Preise von je 20 bis 50 Pf. erhältlich. Die juristische Sprechstunde findet 2tuben# rake 69, born vier Treppen Fahrstuhl, wochentäglich von 4% bis 7% Uhr abends, Sonnabends, von 4½ bis 6 Uhr abends statt. Jeber für den Briefkasten bestimmten Anfrage ist ein Buchstabe und eine Zahl als Mertzeichen beizufügen. Briefliche Antwort mirb nicht erteilt. Anfragen, benen keine Abonnementsquittung beigefügt i, werden nicht beantwortet. Eilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. O. O. 20. Kündigen Sie sofort dem Zwangsverwalter. Ist dieser bis zum 15. im Besik der Kündigung, so wirkt diese per 1. Juni.-B. 35. Ihre Frau hat Anspruch auf die Hälfte des Nachlaffes, ausgenommen die Amtsgericht die Bermittelung der Auseinandersehung beantragen. Haushaltungsgegenstände, die dem Manne verbleiben. Sie könnte beim B. G. 6. 1. Ja. 2. Nein, es müssen mindestens annähernd 3 M. jein. Fr. J. 80. Unseres Erachtens verstößt die Bestimmung über die Vers tragsstrafe gegen die Vorschrift im§ 127b der Gewerbeordnung über die Probezeit, die zwingendes Recht darstellt. Bir halten Sie also für den Fall, daß Sie vor Ablauf der vier Wochen ausscheiden, nicht für zahlungs pflichtig. 2. m. 47. 1. Sie können die Haftung auf den Nachlag be schränken. Zmedmäßiger ist jedoch, für den Fall, daß sechs Wochen nach dem Tode Ihres Baters noch nicht verstrichen sind, der Erbschaft zu ent fagen. Die Entfagung bedarf der notariellen oder gerichtlichen Beglaubi gung und muß beim Nachlaßgericht vor Ablauf der sechs Wochen ein gereicht sein. 2. Ein solcher Uebereignungsvertrag ist an sich zulässig, Der zweite Besir?, umfassend das westlich der Sonntagstraße unterliegt aber beim Vorliegen bestimmter Boraussetzungen der Anfechtung. bis zum Grünen Beg und der Kühleweinstraße belegene Gebiet: Sum- 6 Anfechtungsgründe hier eintreten würden, läßt sich aus Ihrer Dar itellung nicht entnehmen. M. O. 5. 1. Gin derartiger Bertrag be boldstraße 1-25 und 77 bis Ende, Beltener Straße, Siegeleiweg, Leich feitigt nicht das Pfandrecht des Bermieters bezw. seines Rechtsnachfolgers, straße, Graf Rödern Allee, Hauptstraße, Stegemeg, Lindauer Straße, sopenhagener Straße, Flottenstraße, Schönholzer Beg 1, 2 und 60, Rebat also feinen Sved. 2. Wenn nicht im Mietsvertrag das Vorhandensein ndenzstraße, Willestraße 1-10 und 60-68, Sonntagstraße, Friedrich eines Hautlozes vorgesehen ist, können Sie das Aufstellen eines solchen nicht verlangen. 3. Borsigender: Georg Jacob, Embener Straße 45. Wilhelm- Straße, Raschdorffstraße 1-14 und 99 bis Ende, Deutsche Straße, Theaterstraße, Amendeftraße 1-15 und 95 bis Ende, Hausotterstr. 1-19 Patent 111. Anmeldegebühr 20 M., Erteilungsgebühr 30 M. Die und 88 bis énbe. Grüner Weg 2 und 11, Bantomer Adee 1-18 und 52 3nanspruchnahme eines Patentanwalts ift nicht unbedingt erforderte bis Ende, Kühleweinstraße, Zetteallee, Seebad, Martitrage, Holländer. S. Adlershof. Anscheinend ist das Berfahren gegen Sie eingestellt. Straße, Balderfeestraße, Seestraße von ber Mart- bis Justusstraße, Um Gewißheit zu haben, fragen Sie bei der Staatsanwaltschaft an. Hanfaftraße, Justusstraße 1-5 und 54 bis Ende, Brienzer Straße, huner Straße, Rütliftrage, Appenzeller Straße und Schillerpromenade 2. Der Bundesrat beſtimmt, wie die Vorschriften über die bausgeerbli wählt im Restaurant shihenhaus, Residenzstr. 1 B famten Umfange iſt zulässig. W. S. 2. Ja 23. 3. 2. 83. Ja Fichtenau N. 12. Ja. D. D. 88. 1. Ja. Krantenversicherung durchzuführen find. Er regelt insbesondere, wie Stasjen Der dritte Bezirt, umfassend das östlich der Sonntagstraße die Zuschüsse untereinander verrechnen. Bei der Verrechnung fann er die fragen, belegene Gebiet: Geeftraße( öflich ber Justusstraße), Justus- für die Liſten ſeſt und bestimmt die Unterlagen, die zur Rachprüfung ber bis zum Grünen Weg und der Kühleweinstraße, ausschließlich dieser beiden Rechnungsstelle des Reichsversicherungsamts beteiligen. Er stellt die Mufter R. 18. Fri. Eine Privatflage ist zuläffig, it rage 6-53, Gesellschaftsstraße, Aegirstraße, Reptunstraße, Benfestraße, Buschüffe einzureichen find. Banlower Allee 10-51, Brovinzstraße, Holzstraße, Papierstraße, Schwarz- aber nicht anzuraten, da von der Begenseite Biberflage mit Aussicht auf M. R. 66. Ja. 2h. B. 48. 1. 30. traße, Grüner Weg( außer Str. 2 u. 11), Granatenfiraße, Sausotterstr. 20 Erfolg erhoben werden lann. bis 87, farftrage, Berlängerte Stolonieftrage, Bürgerftrage, Winterstraße, 2. Strafmaß 1 Tag bis 6 Monate Gefängnis. 3. Eine Klage gegen die Wirtin orb bahnitrage, Seebeditrage, Bubbetrage, Frühlingfirage, Schönholzer Söhe der often richtet sich nach der Höhe des Dbjekts, welches has Bericht feffekt Hobbestraße, Haufotterblas, Rameleftraße, Herbststraße, Sommerftrage, auf Berausgabe der Pfandscheine erscheint nicht ausfichtslos.- E. G. 4. Die Beg 20-31, Milteftr. 11-59, Raschdorffftr. 15-98 und Amendeftr. 16-94 Pfandleihe A. 2. Das Ablommen ist rechtsgültig, Sie können allo wählt im Restaurant.eigla nb, Rorbbahnstr. 22. dementsprechend handeln. R. B. 33. Die Beschlagnahme in bem ge 2. H. 1. In der Regel nicht. 2. Ber Die Wahlen der Arbeitgeber finden nachmittags von 3 bis jährung ist nicht eingetreten. F. R. 92. Rein. 4 Uhr und die Wahlen der Arbeitnehmer pon 4, bis 7 Uhr statt. A. B. 101. Ja Mag 333. Sie find gablungspflichtig. 8u den Arbeitgeberwahlen hat der sozialdemokratische Wahl-.. 17. Die Stirchengemeinde ist berechtigt, ein folches Ablommen ab berein folgende Kandidaten aufgestellt: Im ersten Bezirk: In zulehnen und würde dies voraussichtlich auch fun, menn fie Senntnis da Bater. Mit 1008 Stimmen gegen 112 Stimmen für den bürgerlichen stallateur Johann Schneider und Fabrikant Rudolf von hat, daß der Betreffende der Konfession nicht angehört. Kandidaten ist bei der am Sonntag und Montag stattgefundenen hielen; im zweiten Bezirt: Bäder Robert Engel und ore Angaben reichen nicht aus, lommen Sie in die Sprechstunde. Barbier R. R. 34. Falls Sie einen Lobn bezogen haben, nach dem sie in die Wahl zur Gemeindevertretung im 4. Bezirk unser Genosse Eichler Schneidermeister Max Fuchs; um dritten Bezirk: 6. Stlaffe gehörten, haben Sie Anspruch auf Sablung des Krankengeldes fir gewählt worden. Die Hoffnung der Gegner, jemals diesen Bezirt Baul Toft. Zu den Arbeitnehmerwahlen hat die Gebie 6. Stlaffe. War Ihr Lohn geringer, so fönnen Sie nur für bie fragliche für sich zu erobern, dürfte nach diesem Resultat wohl für immer wertschaftskommission folgende Kandidaten nominiert: Jm ersten Beit den zuviel geleisteten Beitragsanteil zurüderstattet verlangen vorbei sein. Am 8. und 9. März wurden für unseren Genossen Bezirk: Dreher Gustab Scharff; im zweiten Bezirk: EinSchindler 1112, für den Gegner 197 Stimmen abgegeben. Berüd- feber ilhelm Fey; im dritten Bezirk: Dreher Franz Ladner und Widler Reinhold Lorenz. sichtigt man, daß nahezu 300 von unseren Wählern am 1. April Wahlberechtigt ist, wer das 25. Lebensjahr vollendet hat, in berzogen sind, die diesmal nicht wählten, so können wir mit dem dem der Wahl voraufgegangenen Jahre feine Armen unter Resultat wohl zufrieden sein. Wie überall im politischen und wirt- it üßung bezogen oder diefelbe zurüderstattet hat. Die Gewährung schaftlichen Leben zeigte sich auch hier, daß die Gegner ihre Macht einer Arbeitslosenunterstügung durch die Gemeinde gilt stellung nur noch Brivilegien zu verdanken haben. Wenn allein der auch dann nicht als Armenunterstüßung, wenn die Unterstügung Wille der Mehrbeit entscheiden würde, wäre es mit ihrer Herrlichkeit noch nicht zurüdgezahlt ist. längst vorbei. Unsere Aufgabe muß es jest sein, für weitere Stärfung unserer Drganisation au forgen, um allen fünftigen Anforderungen ebenso erfolgreich gewachsen zu sein. Nieder- Schöneweide. Marktpreise von Berlin am 12. Mai 1914, nach Ermittelungen des tönigl. Polizeipräfidiums. Mais( mixed), Natal 00,00-00,00, Donau 0,00-0,00. Mais( runder), gute Sorte 15,30-15,50. Nichtstroh 5,00. eu 7,20-8,50. Martiballenpreise. 100 Stilogr. Erbsen, gelbe, zum Rothen 34,00-50,00. Speiſebohnen, meiße 35,00-60,00. Rinien 40,00-80,00. Kartoffeln( Kleinbbl.) 4,00 7,00. 1 Rilogramm Rindfleisch, von der Keule Die Arbeitgeber müssen in einem 0,00-0,00. Rindfleisch, Bauchfleisch 0,00 0,00. Schweinefleif 0,00-0,00. Sammelfleisch 0,00-0,00. Butter 2,40-8,00. der borgenannten drei Bezirke wohnen oder ihre gewerbliche Stalbfleisch 0,00-0,00. Niederlassung haben, bie Arbeitnehmer müssen in 60 Stud Gier 3,00-4.80. Aale 1 Kilogramm Starpien 1,20-2,20. einem Betriebe beschäftigt fein, Bander 1,60-3,40. Bete 1,40-2,60. Bardhe 1,00-2,20. Betriebe beschäftigt sein, der in einem der drei 1.60-3,20. Bezirke liegt oder in einem dieser Bezirke wohnen. Jeber Schlete 1,40-3,20. Bleie 0,80-1,60. 60 Stud Strebje 3,00-42,00. Wahlberechtigte wählt in dem Bezirk, in dem er wohnt oder in dem sein Gewerbebetrieb oder seine Arbeitsstelle belegen ist. Mitglieder von Zwangsinnungen oder die von ihnen beschäftigten Arbeitnehmer find nicht wahlberechtigt. Wahlsdorf an der Dstbahn Stationen Barometer Witterungsüberficht vom 13. Mai 1914. fland mm richtung Wind Windstärke 7648 Better Temp. n. T. 5° C.= 4° R. Stationen Barometer fland mm richtung Bind Windstärke 3 beiter 8 Haparanda 764 DGD 6 Betersburg 763 ORD Better Temp. n. E. 2 halb bb. 5 7 1 molfig 5 Scilly 771 8 3 mollig 7 Aberdeen 760 7 In der lesten Gemeindevertreterfisung erfolgte die Einführung der neu bezw. wiedergewählten Gemeindevertreter. Die Sozial demokratie ist jetzt in der 3. Abteilung durch drei Genossen ber= Wir fordern alle in Betracht kommenden Arbeitgeber und treten. Herr Dr. Kunheim hat der Gemeinde für ihr Altersheim Arbeitnehmer auf, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen und weitere 10 000 M. gestiftet. Für dieses Geschenk verlangt die ben vorgenannten Kandidaten ihre Stimme zu geben. Als LegiSteuerbehörde eine Stempelsteuergebühr von 500 M. Gegen diese timation dient für die Arbeitnehmer eine Bescheinigung der Veranlagung hat die Gemeindevertretung Einspruch erhoben. In Arbeitgeber oder der Polizei, für die Arbeitgeber die letzte Swinemde. 762 23 die Schuldeputation wurden die Herren Gemeindevertreter Knappe Gewerbesteuerquittung oder die Anmeldung des Gewerbebetriebes zur Samburg 764 Regen und Heinrich gewählt. Für das zur Verbreiterung der Grünauer Gewerbesteuer. Berlin 3 bebedt Franff. a. 768 29 2Dunst 3 bebedt 11 Straße erforderliche Gelände von ungefähr 7000 Quadratmeter München 768 29 3 bededt 5 Baris 770 Still bebedt verlangt der Eisenbahnfistus 158 000 2. Bisher ist es noch zu Wien 763 N 2 Regen 7 feinem endgültigen Beschluß gekommen. Den Bericht der Besol Zur Verschönerung von Arbeiterfesten war bisher die hiesige Wetterprognose für Donnerstag, den 14. Mai 1914. dungstommission gab Herr Dr. Lange. Die Anträge der Kommission Organisation immer noch auf die gütige Mitwirkung auswärtiger Kühl und veränderlich, vorherrschend wolkig bei ziemlich frischen nord wurden von der Gemeindevertretung angenommen. Danach erhalten Arbeitergesangvereine angewiesen. Diese Unterſtüßung auswärtiger die Nachtwächter ein Anfangsgehalt von 1650 M.( bisher 1500 M.) Genossen ist zwar immer freudig begrüßt worden, indessen könnte westlichen Binden; keine erheblichen Niederschläge. Berliner etterbureau mit sechs Zulagen bon je 120 M. von drei zu drei Jahren; die die hiesige Arbeiterschaft selbst die erforderlichen Kräfte für gefang Gemeindediener: Anfangsgehalt 2050 M.( 1900 M.), sechs Zulagen liche Leistungen hervorbringen, wenn sie den seit langem am Ort Wetterausfichten für das mittlere Norddeutschland bis Freitag von je 150 M.; Assistenten: Anfangsgehalt 2200 M.( 1900 M.), sechs bestehenden Gesangverein Freiheit" durch tätige Mit etwas wärmer, zunächst größtenteils trübe, im Südwesten nur vereinzelte, Zulagen zu je 200 M.; Oberassistenten: Anfangsgehalt 2500 m. wirtung mehr unterstüßen würde. Dieser Gesangverein wurden weit verbreitete, obichon im allgemeinen geringe Regenfälle. Später im Westen beginnende Aufheiterung. ( 2400 M.), jechs Zulagen von je 250 M.; Sekretäre: Anfangsgehalt bisher von einigen Mitgliedern unter erheblichen petuniären 3000 M.( 3000 M.), sechs Zulagen von je 350 M.; Obersekretäre: Opfern am Leben erhalten, weil sie meinten, daß sich unter den Anfangsgehalt 3300 M., sechs Zulagen von je 350 M. Ein beson- 250 Parteigenossen am Orte soviel stimmbegabte Mitglieder finden derer Antrag von drei Beamten auf Erhöhung ihres Grundgehaltes, würden, um einen leistungsfähigen Chor zu schaffen. Der Verein der Landesanstalt für Gewäfferhunde, mitgetett vom Berliner Betterbureau das jetzt 3000 m. beträgt, wurde abgelehnt; ebenso der Antrag zweier auf Privatdienstvertrag Angestellten, ihnen die Beamten eigenschaft zu übertragen. Der Antrag, die Bureaudiätare mittels Privatdienstvertrag anzustellen, wurde angenommen. wurde ein Beitrag von 200 m. für die Ferienkolonie bewilligt. Der Antrag eines Großunternehmers, im Ort einen Zeitungsfiost zu errichten, wurde deswegen abgelehnt, weil jest noch einige ältere Beute sich durch den Zeitungsverlauf einen fleinen Nebenverdienst verschaffen, was bei Errichtung eines Riostes in Frage gestellt sein dürfte. Alsdann hält seine lebungsstunden jeden Freitag von 9 bis 11 Uhr in Anders Gesellschaftshaus", Bahnhofstraße, ab. Freunde des Arbeitergesanges sind hier willkommen. Nowawes. Waferstands- Nachrichten cm³) Wafferftand am feit 12.5. 11.5. cm cm³) 108-4 45+ 1 Saale, Grochlik Havel, Spandau) Rathenow) 50 Spree, Spremberg) 92+2 Beeston -10 80 0 Bafferstand Memel, Silfit Bregel, Insterburg Dber, Ratibor Krossen am feit 12.5. 11.5. em 208 +5 54 0 169-11 144+8 100-3 107-3 28+2 162<-4 258 0 14 26+2 +3 Rhein, Marimiliansau 578 +29 311 +1 Köln 318 -114 7 137 4-7 Redar, Heilbrom 100 168 1 98 Frantiurt Landsberg 39 Bordamm warthe, Schrimm ese, Befer, Münden Minden Raub Der hiesige öffentliche Arbeitsnachweis, der im Herbst v. J. ei gjel, Thorn ins Leben gerufen wurde, hat sich, wie in der kürzlich stattgehabten Sigung des Arbeitsausschusses mitgeteilt wurde, in der furzen Beit seines Bestehens zur Zufriedenheit entwidelt. Bis Ende April dieses Jahres fonnten von 215 offenen Stellen für männliche Ber jonen 200 und von 194 offenen Stellen für weibliche Personen 110 bejezt werden. Von den Sigungsteilnehmern wurde dem Wunsche Elbe, Zeitmeris Aus der Gemeindevertretung. Zur 11. Hauptversammlung des Ausdrud gegeben, es möchten in Zukunft noch mehr Arbeitgeber, Verbandes der preußischen Landgemeinden wurden Gemeindevorsteher besonders Fabrikanten, den Arbeitsnachweis in Anspruch nehmen, König und Schöffe Gensler delegiert. Von sozialdemokratischer Seite um denselben allmählich zu einer Zentralstelle für sämtliche Stellenwar dazu noch Genosse Rehher vorgeschlagen. Genosse Thiele suchende ausgestalten zu können. Berantwortlicher Redakteur: Alfred Wielepp, Neukölln. Für den Inseratenteil becantiv.: Th. Glode, Berlin. Drud u.Berlag: Borwärts Buchbruderei u. Verlagsanstalt Paul Ginger& Co, Berlin SW. Hohen Schönhausen. Dresden Barby Magdeburg 106+8 )+ bedeutet Buchs, Fall Main, Hanau Mosel, Trier Unterbegel 31 3 I. 9 b Nr. 130. 31. Jahrgang. Quittung. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 14. Mai 1914. Jm Monat April gingen bei dem Unterzeichneten folgende Parte Beiträge ein: 60 1. Hennig Argentinien 5,-; Berlin, Mitgl. d. 1.-Dr. 1,55. 3. Meste- Schlachtensee 50,-; Paris, deutscher soziald. Leseklub I. Qu. 50,-. 6. A. 2. Faltenberg D.-S. 3,- 15. Köln Reg. W. 20,- 25. Kranzüberschuß v. d. Arb. d. Firma Harimann, Gitschiner Str. 65, 13,45. 28. P. 2. Bern 50,-; Verbandsmitglieder i. d. Vorwärtsdruckerei 50,-. 29. Berlin, Machetes 20,-; Dr. 2. A. 100,-; Mitgl. d. 1. Dr. 2,95. 30. Gr.- Berlin a fonto 10 000,-. Darunter: König d. Adermann 1.-; Gen. Fuß 3,-; Ruz d. Fuß 10,-; Ungenannt 10,-; Höppner 2,-; A. B. Mister 1,-; Knabe 2,-; Wert, Parteifonds 10 ,; Gutenberg 20,20; Tellersammlung Neue Welt 21. 4. 14. 72,22; Berlin H. H. 50,-. Berlin, den 14. Mai 1914. V Für den Parteivorstand: Otto Braun, Lindenstr. 3. freilich nicht mehr zur Verfügung stellen. Die Enteignung der Duala läßt sich nicht vermeiden, aber die Eingeborenen müssen voll ent schädigt und möglichst schonend behandelt werden. 11 " 1 eine Gemeinheit. enta Gegen derartiges verteidige ich mich nicht. Es tut mir leid, daß der Eindruck entstanden ist, als wollten wir Herrn Halpert sein Honorar vorwerfen. Die Stelle follte Abg. Dr. Braband( Vp.): lediglich zeigen, daß die Duala nicht die bemitleidenswerten Leute So sehr ich auf dem Boden der Beschlüsse der Budgetkommission sind, als die man sie immer hinstellt, sondern daß es Leute sind, die ſtehe, so muß ich doch zugeben, daß bei dem ganzen Enteignungs- fchnell 8000 M. flüssig machen können, um jemanden nach Berlin verfahren eine Reihe von Ungeschicklichkeiten vor- zu schicken, der hier ihre Interessen vertreten soll. Mit gekommen sind. Aber diese Ungeschicklichkeiten hätten dem Vorder Verhaftung des Negers Dhin in Hamburg hat, wärts" keinen Anlaß geben dürfen zu den plumpen und geschmack gegen der Behauptung des Abg. Wels, das Kolonialamt gar losen Angriffen auf die Kolonialverwaltung und den ungeheuerlichen nichts zu tun. Es ist auch nicht richtig, daß seine Briefs Beschimpfungen aller bürgerlichen Parteien des Reichstages. In schaften von der Post zurückgehalten sind. Aus Anlaß bezug auf die 8000- Mark- Affäre des Rechtsanwalts Halpert wird der Enteignung haben nur zwei Bestrafungen stattgefunden, im Bortvärts" gesagt:„ Die moralische Fäulnis stinkt zum nicht Hunderte, wie Herr Wels fagte. Woher weiß er denn das? Himmel." Nun, wir haben das Sprüchwort: Wer's zuerst ge- Etwa auf demselben Wege fann er diese Kenntnis erlangt haben, rochen, hat's verbrochen."( Große Heiterkeit.) Eine große Üngeschid wie die geheimen Aften, von denen er sprach, durch Heinzelmännchen lichkeit war es, den Eingeborenen zu erschweren, sich mit von der Farbe der Klientel des Herrn Halpert. Es sollte Beschwerden hierher an den Reichstag zu wenden. Dahin gehören daraus hervorgehen, daß der frühere Gouverneur Gleim auch die Verhaftungen von Manga Bell und Dhin. Aber von anderer Ansicht über die Enteignung gewesen ist. Er hat in der diesen Ungeschicklichkeiten dürfen wir nicht die Beurteilung der Tat gewisse Bedenken gegen den früheren Plan gehabt, materiellen Frage abhängig machen. Die Enteignung muß im denen vom Kolonialamt auch Rechnung getragen worden ist, Interesse der Entwickelung der Kolonie und im sanitären Interesse nur seinem Vorschlage auf Herabsetzung der Mittel zur Durch in großem Umfange durchgeführt werden. Freilich müssen die führung der Enteignung haben wir im Interesse der Gesundheit der Eingeborenen voll entschädigt werden, aber es muß auch energisch Duala nicht entsprochen. Herr Wels führte auch ein Telegramm jeder Agitation entgegengetreten werden, die die politische Ruhe ge- an, das zwar nicht eristiert, dessen Inhalt aber einer tatsächlich fährdet. Die Sozialdemokraten finden sich mit dieser Ge- existierenden Aeußerung entspricht, die er so deutete, daß fahr sehr leicht ab, wie mit allen ihnen unbequemen Tatsachen. die Gedrücktheit der Duala benutzt werden sollte, um ihnen ihr Sie sagen einfach Joja und Manga, Bell seien durch schwarze Land billig abzukaufen. Ju Wirklichkeit handelt es sich nicht um Spigel der Regierung aufgepeitscht, ganz nach ihrem sonstigen Vor eine finanzielle Gedrücktheit, sondern um Mißmut, der bei Vor Eintritt in die Tagesordnung erhält zu einer Erklärung Denkmals behaupteten, sie sei das Wert von Spigeln gewesen.( Un- fo war ein Bankeinbruch mit einem Verlust von 60 000 m. gehen, wie sie ja auch bei der Schändung des Kaiser- Friedrich- ihnen über viele Diebstähle und Einbrüche entstanden war, ruhe bei den Sozialdemokraten.) Um Ungeschicklichkeiten in 3u zu auch eine Eigenschaft der Duala Abg. Dr. Liebknecht( Soz.): kunft zu vermeiden, sollte man zu Bezirksleitern nur erfahrene( Burufe bei den Sozialdemokraten: Auch bei Weißen fommt eute machen. Eine gefunde Entwicklung der Kolonie wird aber das vor!), jawohl, aber diese bemitleidet man dann nicht! Diese nur möglich sein durch Ausführung eines großartigen Bahnbau- gedrückte Stimmung der Duala erweckte die Hoffnung, sie würden programms.( Bravo! bei der Volkspartei.) für die Enteignung geneigt sein, von einer Ausnutzung ihrer finanziellen Schwierigkeiten war gar keine Rede. Bei unserer Enteignung handelt es sich darum, den Duala Stammeseigentum zu Es ist sehr erfreulich, daß alle bürgerlichen Parteien bei nehmen, und ihnen Individualeigentum zu geben; Sie( zu den dieser Enteignung Sozialdemokraten) würden es umgekehrt machen.( Heiterfeit.) Reichstag. 256. Sizung. Mittwoch, den 13. Mai, nachmittags 2 Uhr. Am Bundesratstische: Dr. So If. das Wort: In der gestrigen Sizung hat Abg. Erzberger als Berichterstatter in meiner Abwesenheit, und ohne mich vorher zu benachrichtigen, erklärt: die Staatsanwaltschaft hätte ein Einschreiten gegen die Firma Goerz zweimal abgelehnt und ich hätte davon kein Wort gesagt. Ich stelle demgegenüber fest: 1. Das Verfahren schwebt noch bei der Staatsanwaltschaft des Landgerichts Berlin I unter dem Zeichen I. J. 502/12. Staatsanwaltschaft sich bisher geweigert hat, Anklage zu erheben. 3. Alles, was ich angeführt habe, war wörtlich den eidlichen Aussagen der im Vorverfahren gegen die Firma Goerz vernommenen Zeugen entnommen. Dies Herrn Erzberger.( Lebhaftes Bravo! bei den Sozialdemokraten). Abg. Erzberger( 3.): Abg. v. Böhlendorff- Kölpin( f.): verzeichnen 2. Ich habe am Montag aus drüdlich gesagt, daß die eiti& fint. Aber in der Dentichrift findet, fich manches, was beffer Det Normuff bes Dr. Stant, bag wit feds wochen, auf pi herausgeblieben wäre, so die Herabsetzung der Eingeborenen Denkschrift haben warten lassen, ist unberechtigt. Die Aften find wegen ihrer Unzufriedenheit mit der Enteignung, ebenso die erst am 21. April hier angekommen, und schon 8 Tage darauf haben 8000- Mart- Affäre. Für die Eingeborenen verlangen wir eine ge- wir die Dentschrift abgeliefert. Beleidigungen des Herrn Rechtsrechte, aber feine übermäßige Entschädigung. Das durch die Ent- anwalts alpert, wie man uns vorwirft, find darin nicht enteignung verfügbar werdende Land soll im Sinne der Landordnung halten.( Abg. 2edebour[ Soz.]: Bewußte unwahrheit soll keine von Kiautschou verwaltet und verwertet werden, damit der Beleidigung sein!) Das ist von den Duala gesagt, die ich persön Fiskus an der Wertsteigerung teilnimmt. Die Autorität der lich kenne; Herrn Halpert tenne ich nicht. Man beleidigt doch nicht Regierung muß unbedingt aufrecht erhalten werden, wenn wir den einen Anwalt, wenn man sagt, sein Mandant ligt. wertvollen Kolonialbesitz in günstiger Weise weiter entwickeln wollen. ( Bravo! rechts.) Abg. Dr. Arendt( Rp.): Ich halte aufrecht, daß die Staatsanwaltschaft troß dieser Zeugenaussagen zweimal abgelehnt hat, das Verfahren wegen Aftenbeieitigung, Betrug und Bestechung gegen die Firma Goerz zu eröffnen. Auf der Tagesordnung steht die zweite Lesung des Kolonialetats Kamerun, Dualaenteignung. Abg. Frhr. v. Rechenberg( 3.): Die Anregungen des Herrn Rechenberg will ich gern prüfen. Wenn man eine so schwierige Sache wie die Enteignung eines ganzen Volkes durchführen will, dann geht es hart auf hart. Schon Anfang 1906 ist auf meine und des Vorredners Anregung, die wir 1905 in Kamerun persönlich waren, in der Budget- Wenn die Duala erst gehorcht haben, wird man auch Ausnahmen tommission der Antrag auf Enteignung gestellt worden. Damals machen können; dann kommen wir über die Härten hinweg, die haben auch die Sozialdemokraten zugestimmt, was ja eigent- jezt eigentlich nur durch die Hartnäckigkeit der Duala entstanden lich auch natürlich ist. Ich bin auch sehr verwundert über die gestrige find. Gewiß sind die sanitären Gründe allein nicht durchschlagend. Die Enteignung der Duala hat hier und in der Kolonie Aeußerung des Herrn Wels, daß Enteignung zivar zulässig sei, aber wenn wir eine neue Stadt schaffen, die nicht wie in Europa aber nicht mit Gewalt.( Heiterfeit.) Für die Enteignung eines mit alten Stadtteilen und alten Schlössern zu rechnen hat, dann erhebliche Aufregung hervorgerufen. Um so ruhiger will ich sie be- Teiles des Landes, die wir damals ohne jeden Widerspruch können wir doch gleich vorausschauend auf 30 oder 100 Jahre für handeln. Die Regierung begründet ihre Enteignungsanfichten mit beschlossen, waren lediglich materielle Gründe maßgebend, die Gesundheit der Stadt vorsorgen. Eine solche weitschauende ender angeblichen Rotwendigkeit der Malariabekämpfung. Die Ansichten für die heutige Enteignung dagegen find fanitäre Gründe maßgebend, Jdeenpolitik verdient doch Ihren Dan.( Sehr wahr! bei den Der Winjenichaft über die beste Methode dazu haben sehr star fie ist angeregt worden ausschließlich von den Medizinalbehörden. bürgerlichen Barteien.) geschwankt und sehr rasch gewechselt. Der jezt vorgeschlagene( hört! hört! rechts.) Mit der Enteignung geschieht nur das, was hygienische Schusstreifen von einem Kilometer Breite zwischen den auch die Engländer, die Franzosen, die Holländer mit Erfolg getan Regierungsforderungen annehmen, werden Sie in wenigen Jahren Meine Herren! Seien Sie gewiß: wenn Sie heute die Schwarzen Seuchenträgern und den weißen möchte vielleicht ein haben, um die Gesundheit ihrer Kolonien zu heben. wirtsames Abwehrmittel der Ansteckung sein, aber er wird doch von Sanierungsplan, der jetzt durchgeführt werden soll, hat der Budget- den Sozialdemokraten), denn Sie haben ihnen heute Licht über ihre Derfelbe dafür eine Dantpetition der Duala erhalten( Lachen bei Tausenden täglich überschritten werden. Ich könnte verstehen, fonimission auch früher schon vorgelegen.( Abg. Le debour[ Soz.]: famosen Führer aufgesteckt und haben ihnen neue Wohnsize eröffnet, daß man die unhygienischen Eingeborenenhütten niederreißt. Aber Ein ganz anderer!) Nein, derselbe. Und Widerspruch wurde damals in denen sie ihr Familienleben glücklich weiter entwickeln können. auch in den steinernen Häusern, die erhalten bleiben sollen, dürfen nur erhoben gegen die Höhe der Entschädigung, und zwar von frei- Vor allem aber werden die Weißen in Kamerun diesen Tag mit Eingeborene fünftig nicht mehr wohnen, sie sollen gezivungen sein, diese Häuser zu vermieten, da es für die Gesundheit inniger Seite. Mißgriffe find in der Angelegenheit gemacht worden, goldenen Lettern ins Buch der Geschichte dieses Landes eintragen, das muß betont werden; es ist nicht mit der nötigen Ent- denn er gründet den größten Welthafen an der afrikanischen Küste. der Weißen gefährlich wäre, wenn in diesen Häusern weiter iloiienheit ohne jedes Schwanken vorgegangen worden. Da und darüber soll die deutsche Flagge wehen und fein Duala soll schwarze Kinder geboren würden.( Heiterfeit.) Offenbar war hier durch ist Gelegenheit zu spekulativen Terraintäufen gegeben worden. sie herunterholen.( Lebhafter Beifall bei den bürgerlichen Parteien.) mehr die Soweit ist man nämlich auch schon in Afrika. Deshalb soll an der Absicht der Trennung der Raffen Wertsteigerung nach dem Vorbild von Kiautschou der Fiskus teilnehmen.( Bravo! rechts.) 310 maßgebend, als das hygienische Bedürfnis. Das bedenklichste an der Enteignung ist die Abdrängung der Duala vom Fluß. Die Regierung verspricht, den Flußlauf auch an ibren neuen Wohnsitzen zu korrigieren. Aber die Uebersiedlung wird ichon jetzt vorgenommen und es werden Jahre vergehen, ehe dort der Fluß schiffbar wird. Was sollen die Dualas bis dahin tun? Die neue Europäerstadt soll den ganzen Raum der alten Dualaſtadt einnehmen. Aber wenn die Zahl der Europäer zunimmt, was dann? Dann muß man die Eingeborenen wieder ents cignen. Darin liegt die Gefahr. Wir 9 Die Beratung wird wegen der namentlichen Abstimmung über die Forderung beim Militäretat betreffend die Verwendung des Grundstücks in der Viktoriastraße für den Neubau des Militärkabinetts unterbrochen. Die Forderung wird mit 268 gegen 75 Stimmen bei einer Stimmenthaltung abgelehnt; dafür stimmt nur die Rechte und etwa 15 Nationalliberale. Die unterbrochene Beratung wird fortgejezt. Staatssekretär Dr. Solf: Daß Bedenken gegen manche Landansprüche der Westafrikanischen Handelsgesellschaft bestehen, ist richtig, und wir werden bei der Abwägung der Rechte der Eingeborenen gegen die der Gesellschaft so rigoros, wie es möglich ist, gegen die Gesellschaft vorgehen. #Abg. Davidsohn( Soz.): apysa Die Rede des Staatssekretärs hat von den Hauptpunkten mehr abgelenkt als auf sie zugelenkt.( Sehr wahr! bei den Sozialdemo fraten.) Ich werde in den gleichen Fehler nicht verfallen. Darum nur ein paar furze polemische Vorbemerkungen. Abg. Freiherr v. Rechenberg hat scharfe Kritik an der Regierungspolitik geübt und trotzdem damit geschlossen, wir sollten um des Ansehens der Weißen willen der Enteignung zustimmen. Eine solche Parteipolitit des Kolonialamts machen wir Sozialdemokraten nicht mit. ( Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) Jedes Reichsamt hat seine besonderen Prestigeforderungen. Würden wir uns dem fügen, dann ginge das Prestige des Reichstags völlig zum Teufel.( Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) Dann fäße Frau Hamm, dem Prestige der Justiz zuliebe, noch heute im Zuchthaus.( Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) den Liberalen.) Die Regierung führt in ihrer Dentschrift Klage, daß die Eingeborenen auf den Wertzuwachs spekulieren und überhaupt sehr anspruchsvoll sind. Nun, die Eingeborenen zahlen nach Ausweis des Etats jährlich drei Millionen Steuern, genau so Herr Braband hat sich gewaltig über den heutigen ,, Vorgut wie die Europäer. Mehr kann man von ihnen nicht verlangen. Die Neuerwerbungen in Neu- Kamerun haben mindestens gleich Auslaffung mit Haut und Haaren herunterzuschlucken, aber gerade tvärte" entrüstet. Ich denke nicht daran, diese temperamentvolle Daß jemand auf den ganzen Wertzuwachs verzichtet, ist ein Opfermut, den man auch in Deutschland felten trifft.( Seiterfeit.) gute, zum Teil bessere Ländereien wie Alt- Kamerun. Freiden Fortschrittlern und besonders ihrer Im übrigen galt bisher auch qualifizierte Frechheit nicht als Ent- lich ruht auf diesem Gebiet die Hypothef der Schlaffrant eignungsgrund.( Große Heiterkeit.) heit, diese schwer zu bekämpfende Seuche. Aber beim Erwerb der freiwilligen Hamburger Rettungstolonne Auch die Absicht der Regierung, den Neger Dhin wegen ver- Kolonien dürfen wir nicht an uns in erster Reihe denken, sondern an unsere Braband, Heckscher u. Kompagnie( Heiterkeit) könnte in paffenden botener Auswanderung zu bestrafen, berührt uns sehr merkwürdig. Kinder und Kindeskinder und diese würden uns gerechte Vorwürfe machen, Fällen ein wenig mehr Temperament und empörtes Rechtsgefühl i: Ostafrika hatten solche Auswanderungsverbote nicht, wenn wir wegen einer Seuche ein Land aufgeben würden. Jede nicht schaden.( Sehr gut! bei den Sozialdemokraten. Lachen bei weil sie nie die Auswanderung, sondern immer nur Seuche überschreitet ihren Höhepunkt und sinkt dann wieder. Des die Rüd wanderung verhindern.( Sehr gut!) Aber Dhin ist wegen würden wir das mit ihr behaftete Gebiet auch dann erWas die Verteilung der Denkschrift des Rechtsanivalts gar nicht ausgewandert, sondern fämpft gerade für die alten Wohn- werben, wenn wir die Schlaftrantheit nicht bekämpfen könnten. Man Dr. Halpert angeht, über die wir gestern am Schluß der fize. Seine Bestrafung wäre ungerecht. Der Reichstag hätte muß aber blind sein gegen die Erfolge der Medizin, wenn man Sigung gesprochen haben, so möchte ich nur ein Wort hinzufügen: nach alledem das Recht, die Summe abzulehnen und bessere nicht zugibt, daß wir in der Bekämpfung der Schlafkrankheit große wir werden uns darüber nicht verständigen. Wir haben ganz andere Vorarbeiten zu fordern. Troydem bitte ich Sie, nach dem Antrage Fortschritte gemacht haben. Wir werden die Schlafkrankheit Auffassungen als Sie über das, was gegenüber einem Angegriffenen der Budgetkommission die Position anzunehmen, weil die Auto auch in Neu- Kamerun überwinden. fair ist und welche Beleidigungen" diesem erlaubt sind. Bir find rität der Regierung und auch die der weißen Privatpersonen Jm vorigen Jahre, als ich in Duala war, lehnte ich ab, die stolz darauf und glücklich darüber, daß wir in diesen im Schutzgebiet durch ein plögliches völliges Einstellen der Ent- Audienz der Duala häuptlinge zu bewilligen, dagegen wollte Punkten so grundverschieden von Ihnen, meine Herren von der Reeignungsaktion aufs schwerste leiden müßte. Wir fordern aber ich mit dem Duala volke verhandeln. Ihr Vertreter war Menga ichon heute für das nächste Jahr genaueste Regierungsauskunft BeII, ein Mann von außerordentlichem glatten, polierten Wesen. gierung und den bürgerlichen Parteien, denken.( Sehr gut! bei den über Stand und Methode der Eingeborenenenteignung in Duala. Am Schluß der Unterredung fagte er:" Was immer du sagen Nun zu dem Kern der Frage! Wir haben in diesen Tagen viel Ich weiß, daß du zu entscheiden mögest, wir werden gehorchen. ( Lebhafter Beifall im Zentrum.) hast, ich werde gehorchen und dafür sorgen, daß auch mein Bolt von der Rechtmäßigkeit der Enteignung sprechen hören. Aber wir Abg. Keinath( natl.): Jezt glaubte ich doch, daß die schwere Sache der Ent- werden mitsamt unseren Resolutionen leeres Stroh gedroschen haben, wenn wir nicht endlich nach der Wir brauchen für Kamerun eine großzügige Eisenbahnpolitik.| eignung sich würde glatt durchführen lassen. Gerechtigkeit, Menschlichkeit, Ich ritt am nächsten Das Schutzgebiet, das sich bisher wirtschaftlich und finanziell so er Tage hinaus und fah mir die neuen Ländereien an, die den Dualas Humanität und Zivilisation bei unseren kolonialen Maßregeln frager ( Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) Herr Seinath macht sich freulich entwidelt hat, wird aber jetzt durch die Kautschuttrije angewiesen werden; sie sind reichlich so wertvoll wie die, die sie die Beantwortung solcher Fragen leicht: er macht einen Wig über und den Erwerb von Reutamerun schwer belastet. Ausnahmsweise bisher inne hatten. Auf die Verhandlung in der Kommission unsere sozialistische Stellung zur Enteignung. Weiß denn Herr wird also das Reich die Eisenbahnanleihen für Kamerun selbst über- war ich vorbereitet, dagegen nicht auf die Angriffe des nehmen und die Zinsen zahlen müssen. Rechtsanwalts Halpert. Das sich daraus ergebende Nicht- Steinath nicht, daß gegenüber den Duala ganz andere, viel schärfere Enteignungsgesetze Unser Kampf gegen die Kolonialfrankheiten muß inter- wissen hat der Kommission leider nicht genügt, national geführt werden; anders fommen wir zu feinem Erfolg. hat zunächst ab irato ihren ersten Beschluß auf Hemmung gelten als gegenüber den Europäern?( Hört! hört! bei den SozialDie Enteignung der Duala ist eine Staatsnotwendigkeit der Enteignung gefaßt. Wenn ich, der ich die Dual a demokraten.) Wollen Sie die Enteignungsgeseze auf DeutschIhr rücksichtsloses Grundbefizmonopol muß ein für allemal und fenne, mich von ihnen habe täuschen lassen, so habe ich land übertragen, die Sie jetzt gegen die Duala anwenden, so vollständig beseitigt werden. Die Sozialdemokratie hat doch sonst Verständnis dafür, daß auch die Kommission sich täuschen ließ, werden wir nicht bremien.( Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) nicht solche Scheu vor Enteignung und alten Papieren. Wie tönnte zumal Rechtsanwalt Halpert ihre Angaben in geschickt advoka- Aber wenn dann nach diesen Gefeßen der Bergwerksbefizer Kein ath sie sonst Berstaatlichung des Bergbaus fordern.( Huruf bei den torischer Weise zusammenstellte. Später zeigte sich Herr Halpert enteignet würde, wie würden dann er und alle Bergwerksbesitzer Sozialdemokraten: Das ist doch etwas ganz anderes!) Nein, das allerdings als mittelmäßiger Disputiertünstler, da schreien!( Heiterkeit.) Hier freilich handelt es sich nur um arme ( Buruf.) Ich meine natürlich Eingeborene und da wird je de Frage nach Gerechtigkeit ist genau dasselbe.( Burufe: Unfinn. Bräs. Kaempf rügt den ist er handgreiflich geworden.( Buruf.) unparlamentarischen Zuruf.) Die Eingeborenen sind lange genug geistig, verhauen hat er mich nicht.( Heiterfeit.) Wenn ich das unterdrückt. Dafür ein kleines formales Beispiel. Die Reermahnt worden, friedlich nachzugeben; aber sie haben sich hart- Telegramm über die Aufstandsgefahr wirklich bestellt hätte, so gierung macht: Herrn Rechtsanwalt Halpert einen Vorwurf Barauf, daß er das Abkommen von 1884, durch das Deutschland nädig geweigert. Ein schiffbarer Fluß, läßt sich den Eingeborenen wäre das prag till ett gehorcht". und fie Sozialdemokraten.) Kamerun erwarb, falsch zitiere. EZ stände nicht darin, daß daZ Land im Besitz der Eingeborenen bleiben müsse, sondern nur e-z solle in ihrem Besitz sein. Das ist eine philosophische Spielerei mit dem englischen Text. Aber am ll). September 1818 hat der Gouverneur Ebcrmaier selbst„bleiben" übersetzt und in der Regierungsmitteilung an den Reichstag im �ahce 1884 heißt es auch»bleiben".(Heiterkeit und Hört! hört I) Trotzdem der �v/rwurf gegen Dr. Halpert! Auf derselben Höhe der Beweiskraft stehen die Bilder der Denk- schrift. Abscheulich nehmen sich die z e r f a I l e n e n E i n g e b o« renenhütten zwischen den stattlichen Europäerhäusern aus. Nur, daß man den Eingeborenen zwei Jahre lang nicht erlaubt hat, ihre Häuser auszubessern, steht nicht darunter.(Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Ich bin sehr erstaunt, daß Sie ebensowenig Gründe der Pietät zugunsten der Eingeborenen anerkennen wie Gründe der Gerechtig' keit. Sie setzen sich darüber mit dem Scherz hinweg, die Duala seien auch nur ein Räubervolk, das nach Kamerun eingebrochen sei. Aber das war vor mehr als 280 Jahren! Wenn wir hier einmal das Recht ein paar hundert Jahre zurückrevidieren könnten, dann wären die Herren Junker hier schon längst alle enteignet. (Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) Seit mehr als 200 Jahren pflegen die Duala in Kamerun ihre religiöse Sitte, die Toten unter ihren Wohnstätten zu begraben. Trotzdem verweist man sie einfach auf die neuen, angeblich gesünderen Aohnstättcn. Von der Verletzung der PietätSgefühle— kein Wort! Die Abdrängung der Duala vom Meere hat schon Freiherr v. Reche n berg hervorgehoben. Man hat den Duala eine Straßen- bahn zur Verbindung mit dem Wasser versprochen, aber die Regie- rung verweigert jede Auskunft darüber, wer den Bau bezahlen soll. Die Enteignung wird mit der von den Negern herrührenden Gesundheitsgefahr für die Europäer begründet: aber die Weißen dürfen in umschlossenen Räumen sich bis zu 50 schwarze Arbeiter, Zöglinge oder Pfleglinge halten. Ihr Profit- und BequemlichkeitS- mteresie bleibt also unter allen Umständen gewahrt. Bei solchen Ausnahmebestimmungen müsten natürlich die Duala jeden Glauben an die Berechtigung und Vernunft der Maßnahmen der Regierung verlieren. Die Regierung macht Duala Mango für die angeblichen Hetzereien seines Bruders verantwortlich. Der Vater des Duala Manga(Rudolf Bell) hatte 15 bis 20 Frauen und rund 30 Kinder, darunter etwa 20 Söhne, und da soll Rudolf Bell der Hüter seiner Brüder sein? Ebenso haltlos sind die Vorwürfe gegen den Reger D h i n. Die Regierung hat jetzt herausgefunden, daß er zwei Jahre Kettenhaft wegen Unterschlagung verbüßt hat. So hängt man ihm einen Klecks an, genau wie man dem Rechtsanwalt Halpert gern einen angehängt hatte. Aber unmittelbar, nachdem Dhin aus dem Gefängnis entlassen worden war, hat ihn die Regierung als B e a m t e n angestellt. Der Staatssekretär sagte in der Kommission achselzuckend: l-rnto de mioux, wir hatten keinen Besseren. Hoffentlich sind nicht alle anderen Beaniten in Kamerun nur Lückenbüßer für die fehlen- den Besseren. Dhin war bei seiner Verurteilung 21 Jahre alt. Er ist dann sechs Jahre deutscher Reichsbeamter gewesen und schließlich auf seinen eigenen Wunsch aus dem Dienste mit einer außer- ordentlichen Prämie von 300 M. entlasten worden. So furchtbar schlimm kann dieser Dhin also nicht sein. Von seiner Verfolgung hatte das Bezirksamt Duala die Kriminal- Polizeibehörden in Berlin, Bremen, Hamburg usw. in Kenntnis gesetzt. Alle wußten von seiner Verhaftung, nur das Reichskolomalamt hatte keine Ahnung. ES war genau so unwissend wie daS Reichsschatzamt bei den Protesten des Auslandes gegen den Wehrbeitrag der Aus- I ä n d e r.(Sehr gut!) Das wirst bezeichnende Lichter auf die Schwerfälligkeit der deutschen Bureaukratie. Der Staatssekretär stützt seine Angriffe gegen die Duala Haupt- sächlich auf die in der Denkschrift enthaltenen Protokolle. Unter Protokoll denkt man sich in Deutichland sofort«in vollwerttaes amtliches Schriftstück mit v. g. u.(vorgelesen, genehmigt und unter- schrieben). Aber den Eingeborenen gibt man nicht einmal auf ihren Wunsch Protokollabschriften zur Kenntnis. Alle diese Protokolle find Potemkinsche Dokumente.(Hört I hört! bei den Sozial- demokraten.) Gerade deshalb haben wir mit allem Nach- druck die Vorlegung der Originaldokumente verlangt und unser schärfstes Mißtrauen gegen die Untersuchungen ausgeiprochen, die dort drüben in Afrika geführt werden. Ohne die Vorlegung der Originaldokumente ist vor allen Dingen die Geschichte des Tele« grammS vom 15. Januar 1813 nicht aufzuklären. Seine Beschlag- nähme soll angeblich auf Grund einer Verfügung erfolgt sein, die den Eingeborenen unwahre Beschwerden an den Reichstag verbietet. Diese Verfügung hat sich der Postmeister einen Tag vorher b e st e I l t. Als dann am nächsten Tage der Beschlagnahmebeschluß des Gerichts noch nicht vorlag, hat er ihn telephonisch eingeholt. Gibt eS in Deutschland auch unterschriebene Strafblankette im Ver- fahren wider Unbekannt?(Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) Seit 1800 find sechs derartige Besd&lagnahmefälle vorgekommen. Wir möchten von ihnen allen die Originalalten kennen lernen. Der Staatssekretär hat zweimal ermahnt, der Reichstag solle kein Mitleid mit den Duala haben. In der Denkschrift steht zweimal der Satz zitiert:„ITortiter in re, suaviter in modo, entschlossen in der Sache, entgegenkommend in der Form. Dieser Grundsatz des Jesuitengenerals A q u a v i v a kündigt den DualaS in der Sache die rücksichtsloseste Härte der Regierung an. Die Duala haben das wohl empfunden. In der Denkschrift findet sich ausnahmsweise ein ehrliches Protokoll, in dem die Neger sich darüber beschweren, der Staatssekretär habe nicht zu ihnen ge- sprochen, wie der Vater zu Kindern, sie hätten geweint, wenn sie nicht A n g st vor ihm gehabt hätten, und möchten den Kaiser persönlich sehen. In dieser naiven Form hat sich da» ganze, gedrückte Herz der Duala Luft gemacht, und ihr Wunsch, nach Berlin zu kommen, ist durchaus nicht unberechtigt. Die angebliche Rebellion hat sich ganz harmlos aufgeklärt. Schon aus der Denk- schrift geht hervor, daß die Neger vor Monaten erklärt haben, nach- dem Deutschland den Verttag mit ihnen gebrochen hätte, �hätten sie ihrer Auffastung nach daS Recht, sich an andere europäische Völker zu wenden. Darin besteht ihr ganzer Hochverrat, der schließlich nur Naivität ist. Im übrigen haben sie in diesem ganzen Kampfe soviel Taktgefühl verraten, wie man nur manchen Herren im Deutschen Reiche wünschen könnte. Eine besondere Schuld an der sogenannten Rebellion tragen die deutschen Kolonial- bureaukraten in Kamerun, die. wie aus der Denkschrift ganz klar hervorgeht, den Negern einreden wollten, der Reichstag könne ihnen gar nicht helfen, weil nur die Regierung für solche Fragen zuständig sei. Wir müssen uns entschieden verbitten, daß man in Kamerun den Eingeborenen jeden Widerspruch gegen RegierungS- maßnahmen als Aufruhr ankreiden möchte. Dieses geistig hochstehende Volk— so nennt es die Regierung selbst wiederholt— muß seinen Standpunkt in rechtmäßiger Form zur Geltung bringen können, und wenn Sie ihm das verweigern, so beweisen Sie ledig- lich. daß das Herz der Zivilisatton und Kultur in Deutschland nur mehr in unserer Brust schlägt.(Sehr gut! bei den Sozialdemokraten, Unruhe recht?.) Erfüllen Sie wenigsten? den einen Wunsch der Duala aus der Petition, die Sie nach den Anträgen der Kommission für erledigt erklären sollen, daß sie ihre Ver« trauensleute für ihr eigene» Geld nach Deutschland schicken können, um ihren Standpunkt in der Enteignungsftage klarlegen zu können. Es ist ein durch nichts begründete» Unrecht, den Duala und ins- besondere dem Rudolf Bell auf Grund einer Verfügung gegen den Sklavenhandel die Reise nach Deutschland verbieten zu wollen. ES handelt sich bei den Duala um arme Leute, die nur lügen, weil sie noch Kinder find, und Sie sollten wenigsten» so viel mensch- lichcS Verständnis für fi« aufbringen, daß Ei« ihnen erlauben, ihre Schmerzen hier in Deutschland vorzuwagen.(Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) Was nun die Resolutton betrifft, so können wir nicht für fie stimmen wegen der Ziffer 4, in der jede Agitation gegen die Enteignung»erboten wird, durch welche die politische Ruhe gefährdet wird. Kautschuk ge- hört ja zum Titel: KolonialstaatSsekretär, und dieser Pasfu» ist gründlich Kautschuk. Wir wisten ja, waS alle» die politische Ruhe der Regierung stört. Lehnen Sie wenigsten» diese Ziffer 4 ab, damit man sagen kann, daß der Reichstag nicht ganz da» Interesse der Eingeborenen im Sttch gelassen hat.(Lebhafter Beifall bei den Sozialdemokraten.) Ein Antrag auf Schluß der Debatte wird angenommen. Abg. Ledeboor(Soz.) fpersönlichj: Der Staatssekretär hat die EnteignungSmethod« der Regierung so präzisiert: Sie enteigne Stammeseigentum und gebe den Leuten Jndividualeigentum. Wir Sozialdemokraten, meinte er, wollen es umgekehrt machen. Ich habe den Unterschied in der Budget- kommission so präzisiert: die Regierung enteignet Gesamteigentum zum Nutzen einiger weniger weißer Ausbeuter, während wir einige weiße Ausbeuter zum Nutzen der Gesamt« h e i t enteignen wollen und werden.(Lebhafte Zustimmung bei den Sozialdemokraten. Präsident Kaemps versucht mehrmals, die Be- merkung al» nicht persönlich zu unterdrücken, wa» große Erregung hervorruft und ihm eine scharfe Zurückweisung feiten« Ledebour» zuzieht.) Mit der Verdrehung meiner Worte hat der Staat»- sekretär Solf hier nur schlechte Advokatenmanieren eingeführt. Präs. Kaempf: In einer persönlichen Bemerkung dürfen Sie auf«inen Angriff nicht mit einem Gegenangriff antworten.(Lachen bei den Sozialdemokraten.) Abg. Frhr.». Rechenberg(Z.): Ich habe die wirtschaftlichen Berhältnisie der Duala geschildert, wie ich fie kannte. Ich konnte nicht vermuten, daß sie in dem halben Jahre, seit ich fort bin, einen so völligen Umschwung er- fahren haben, wie ihn der Staatssekretär schildert.(Heiterkeit bei den Sozialdemokraten.) Der Etat und die Resolutionen werden gegen die Stimmen der Sozialdemokraten angenommen. Hierauf vertagt sich da» Hau» auf Donnerstag 11 Uhr.(Kleine Etats, Handelsvertrag mit Japan, Etat des Auswärtigen Amt» und des Reichskanzlers.) Schluß»U8 Uhr._ Rosa Luxemburg über Militarismus unö /lrbeitertlasse. Der sechste Kreis hatte zu Dienstag eine öffentlich« Versammlung nach den„Germania-Sälen" einberufen. Der Zustrom war ungeheuer. Schon lange vor 8 Uhr sind die Räume abgesperrt worden, denn der gewaltige Versammlungsraum sowohl, wie die geräumigen Galerien und die Bühne waren besetzt, soweit sich irgend ein Fleckchen darbot. Bald drängten sich die Mafien auch auf der Straß« in weitem Umkreise. Sie all« konnten keinen Einlaß mehr finden und wollten nun wenigstens die Ankunft der Referentin erwarten. Diese erschien auch wenige Minuten nach �8 Uhr, von der vielhundertköpfigen, harrenden Menge mit stürmischem Jubel begrüßt. Willig wurde ihr ein Weg durch die lebendige Mauer gebahnt. Auch im Saal wurde ihr ein begeisterter Empfang bereitet. Genossin Luxemburg führt« dann etwa folgende« au«: Vor noch nicht einer Woche hat der berufene Vertreter de« deutschen Militarismus, F a l k e n h a h n, im Reichstage erklärt, wenn man sich künftig auf da« deutsche Militär nicht mehr so verlafien könnte, wie da« früher der Fall war, dann könne ihm die ganze Kultur gestohlen bleiben. In diesem Wort ist der Geist de» heutigen MilitariSmu« trefflich charakterisiert. Und mein lieber Staatsanwalt in Frankfurt hat das große Wort gesprochen: Ein Sozialdemokrat, der gegen.Krieg und Militarismus agitiert, muß auf lange Zeit in» Gefängnis gesperrt werden, denn das sei ein Attentat auf de« Lebensnerv de» Staates. Also der blinde Gehorsam de« Soldaten ist der Lebensnerv des Staate«; wenn aber der Soldat anfängt über die Zweckmäßigkeit der Befehle nachzudenken, statt al» blinde» Werkzeug allen Befehlen von oben Gehorsam zu leisten, dann wird es um den Lebensnerv geschehen sein und die Herrlichkeit des heutigen MtlitärstaateS bricht zusammen. Man bezeichnet den unbedingten sklavischen Gehorsam als den Lebensnerv deß Staates. Dagegen ist man unbesorgt um die Nahrungsmittelversorgung de» darbenden Volke«. Seit Jahrzehnten regt sich in den Massen de» deutschen Volke» der Hunger näch Bildung und Wissen. DaS ist eine Frucht unserer Aufklärungsarbeit. Aber die herrschenden Klassen denken nicht daran, die Volksschulen auszugestalten, denn die Volksschulen sind ja nicht der Lebensnerv de« Staates. E« sind keine Sozialdemo- kraten, die das sagen, sondern wohlbestellte Vertreter de« heutigen Klassenstaates. Staatsanwalt wie Kriegsminister haben uns aber auch vorgeworfen, schlechte Patrioten zu sein, und speziell auf meiner kleinen Person lastet das Odium, heimatlos zu fein. Wenn jemand das Recht hat, das Wort Vaterland im Munde zu führen, dann sind wir eS. Wir, daS arbeitende Volk, durch dessen Hände die gesamte Gesellschaft erhalten wird. Freilich sind wir nicht der Meinung, daß all« Völker gegeneinander wie reihend« Bestien zum Sprunge bereit stehen müssen, und daß der schließlich recht behält, der die größten Leichenhiigel auftichtet. Wir glauben vielmehr, daß e» den Interessen der Menschheit besser entspricht, daß alle Völker ohne Unterschied der Rasse, der Sprache und de« Glauben? in völligem Frieden und in Freundschaft miteinander leben und in der Erfüllung von Kulturaufgaben wetteifern. Wir geben uns natürlich nicht der Täuschung hin, dieses Ideal könne verwirklicht werden, solange der Kapitalismus noch besteht. Darin unterscheiden wir uns auch von den bürgerlichen Friedensfreunden, die, kaum von der Berner Konferenz heimgekehrt, in Frankreich wie in Deutschland für die ungeheuersten Militärvorlagen stimmten, die je erlebt wurden. Damit, daß wir sagen, solange der Kapitalismus herrscht, find Kriege unvermeidlich, wollen wir keineswegs da» Volk wehrlos machen. Im Gegenteil wollen wir ja gerade den ge- samten wehrfähigen Männern die Waffe in die Hand geben. Dann wird allerdings auch die Entscheidung über Krieg und Frieden in der ehrlichen Hand de» Volke« ruhen. Handelte es sich bei den Bestrebungen de« heutigen Militari». mus wirklich um die Verteidigung des Vaterlandes, dann brauchte man nicht da» verwerfliche System der Soldatenmiß. Handlungen. Oder glaubt ein Mensch im Ernst, der malträ- tierte Soldat werde mit besonderer Begeisterung in den Kampf ziehen? Die Mißhandlungen gehören zum eisernen Bestand der militärischen Erziehungsmethoden. Sie find nötig, willenlose Sklaven au» den Soldaten zu machen, die sich zu jedem Verbrechen kommandieren lassen, die sich gebrauchen lassen, jene Scheußlich- leiten zu begehen, die wir im Chinafeldzug, in dem Kampf gegen die Herero erleben mußten. Sie find aber auch nötig, damit der Soldat, ohne mit der Wimper zu zucken, bereit ist, auf seine Arbeitsbrüder, auf Vater und Mutter zu schießen. Von welcher Seite wir also den Militarismus betrachten, wir müssen dem Frankfurter Staatsanwalt recht geben: da« Militär ist der Lebensnerv des heutigen Staates. Und gerade gegen diesen müssen wir unsere ganze Kraft richten. Macht man un? auch zum Vorwurf, daß wir die Entscheidung über Krieg und Frieden in die Hände des Volkes legen wollen, obwohl davon nichts in der Verfassung stünde, so antworten wir darauf mit den trefflichen Worten unseres Meisters Lassalle: Die wirkliche Verfassung ... das sind die totsächlichen Machtverhältnisse. Und die arbeitenden Massen haben die Macht, wenn sie sie nur zu gebrauchen wissen. Es wird kein Krieg mehr stattfinden, sobald die Massen erilären: Wir wellen keinen Velkermerd! Lächerlich aber ist eS, zu glauben, wir würden etwa bis eine halbe Stunde vor Beginn der Schlacht warten, um dann den Soldaten am Aermel zu zupfen und ihm zu sagen, er solle nicht schießen. Wir wissen, daß das Herz de? Arbeiters die Ideale des Friedens mit der ganzen Menschheit nicht verraten wird, auch wenn der Proletarier des Königs Rock trägt. Wie der kluge Landmann beginnen wir deshalb frühzeitig mit der Aussaat. Der Militarismus jedoch und die herrschenden Klassen haben den Glauben an sich selbst verloren. Taraus erklärt sich die Angst vor unserer Agitation. Der Militarismus und der auf ihm auf- gebaute heutige Staat sind eben durch und durch morsch. Wir aber sind die moralische Macht. Und die Verfolgungen, denen wir ausgesetzt sind, sichren uns immer neue Massen zu. Mit zehnfacher Lust und Freude müssen wir in den Kampf ziehen, wenri� solche aufklärenden Worte, wie die des Kriegsministers und des Staats- anwaltes fallen. Die Ausführungen waren vielfach von lebhaftem Beifall be- gleitet worden, und als die Rednerin geendet hatte, brach geradezu ein Sturm der Zustimmung loS. Nach einem anfeuernden Hin- weis des Genossen S t ä f f l e r auf die Notwendigkeit des organi- satorischen Zusammenschlusses stimmte die Versammlung in ein begeistertes Hoch auf die Sozialdemokratie ein. Erneute Ovationen wurden dann der Genossin Luxemburg beim Verlassen des Saales dargebracht. Ihr war von Genossinnen ein herrlicher Fliederstock überreicht worden. Auch auf der Straße wurde sie von nicht endenwollendem Jubel umwogt, bis fie davonfuhr. Mus Industrie unö tzanöel. Die Angst vor der Salinovelle. Die Erhöhung der Kaliabgaben von 60 auf 80 Pf. pro Doppel- zentner und die Abführung von 45 Pf. pro Doppelzentner al? Kalisteuer an die Reichskaff«— wie sie die Kaligesetznovelle der Regierung plant— hat die Kaliinteressenten in so große Aus- regung versetzt, daß sie selbst eine Einschränlung der Neugründun» gen vornehmen wollen, um ein gesetzliches Eingreifen zu verhindern. Von 168 Werken, die zum Kalishndikat gehören, haben sich 136 Werke in der Nacht von Dienstag zu Mittwoch zu einer fverwilligen Bindung verpflichtet. Der wesentliche Inhalt de» Bindungsvertrages geht nach der .Post" dahin, daß die Vertragschließenden verpflichtet sind, bis zum 31. Dezember 1818 neue Kaliwerke außer den besonders im B i n d u n g S v e r t ra ge vorgesehenen Anlagen nicht zu beginnen und bei einem nicht gebundenen Unternehmer sich weder zu beteiligen, noch dasselbe geldlich oder technisch mittelba: oder unmittelbar zu unterstützen. Auch eine Veräußerung von Feldern und Beteiligungen darf nur unter Vorbehalt der Bin- dung erfolgen. Ausgenommen ist lediglich Ersatz für durch elemen- tare Ereignisse erliegende Unternehmungen. Untersagt ist serner Teilnahme an irgendeinem ausländischen Kalifabrikations-Unter» nehmen. Bei ausländischen Kalibergwerks-Unternehmungen dür- fen sich Vertragschließende nur unter Ausschließung des Weit- bewerbs mit dem Kalishndikat beteiligen. Für Verletzungen des Vertrages sind Konventionalstrafen bis 1 Million Mark vorgesehen. Es kann gar keinem Ztveifel unterliegen, daß dieser Vertrag seinen Zweck, einer weiteren Vergeudung von Kapital und Arbeit in volkswirtschaftlich völlig überflüssigen Neugründungen zu wehren, nicht erfüllen wird. Die Zeit der Bindung ist viel zu kurz, auch läßt der freiwillige Vertrag zu viel« Ausnahmen zu. Ganz abgesehen davon, daß noch nickst alle Werke sich zur Ein- schränkung verpflichtet haben— wer bürgt dafür, daß nicht zurzeit außerhalb des Syndikat« stehende Finanzgruppen neue Werke ins Leben rufen werden? Ein« gesetzliche Neuregelung wird also durch diese freiwillige Bindungsaktion keineswegs überflüssig. Nach d«m Geschäftsberichte de« KalifyndikateS für daS Jahr 18lS hat der Absatz wieder nicht unerheblich zugenommen. Der Gesamtabsatz an reinem Kali belief sich im Jahr« 1813 auf 11,10 Millionen Doppelzentner gegen 10,08 Millionen Doppelzentner im Jahr« vorher. Besonder» bemerkenswert ist die verhältnismäßig starke Zunahme des Absatzes in Deutschland selbst und des Exports nach den Bereinigten Staaten. Allerding» hat der Export nach den Vereinigten Staaten die Höhe de? Jahres 1811 noch nicht erreicht. Er betrug im Jahre 1811 2,51 Mill. Doppelzentner, im Jähre 1813 2,48 Millionen Doppelzentner. Der Absatz in Deutschland fft von 5,26 Millionen Doppelzentner im Jahre 1812 auf 6,04 Millionen Doppelzentner im Jahre 1813 gestiegen. Wenn also«ine recht an- sehnlich« Zunahme de» Absätze» zu konstatieren ist, so muß doch ge- sagt werden, daß dies« Zunahme in gar keinem Berhältni« zu der Werksvermehrung in der Gegenwart und in der Zukunft steht. Der Außenhandel der Vereinigten Staate»»an Amerika im Jahre 1813 betrug in der Einfuhr 1783(im Borjahre 1818) Millionen Dollar, in ber Ausfuhr 2484,2(2383,1) Millionen Dollar. Mithin eine Abnahme der Einfuhr um rund 25, ein« Zunahme der Ausfuhr um 85,1 Millionen. Auf die einzelnen Warengruppe» verteilten sich dies« Summen: a«« Ausfuhr Pfiff. Doll. Mill. Doll. Rohmaterialien zu Fabri- Leb�nsnsttteh'rvh: Tiere zur LeteSeiaanzoder.� � Wo) � w�e verarbeitet... 188.4(11.06»,.) 324.8(13.07»,.) Halbfabrikat«.....»40.6<18.88«/.) 387.2(15.88»� Sabrikate. verbrauchsferttg 418,4(23,06»/„) 780,2(31,41%) .' 1*3( 0,88%) 8,1( 0,32%) Auslandtsche Waren.. 35.7( 1,44%) 1793(100,00»,«) 2484,2(100,00%, Dies« Zahlen zeigen, wie die Union fich au« einem Siohstoffe au4*.!in£'1*! einführende« Agrarstaat zu einem Industriestaat entwickelt Hai Bei rohe« Lebensmitteln und Tieren überwiegt bereits die Einfuhr, während bei verarbeiteten Lebensmitteln und Rohmaterial, en zur Fabrikation noch ein erheblicher Ausfuhr- Uberschuß besteht,«m größten ist der SuSfuhtübenchuß jedoch bei Den Fttdninten. Winifttr 8. 8wb«a als Aufsicht»»««. Die Rheinische Metall- waren- und Maschinenfabrik läßt durch die„Düsseldorser Zeitung" bekannt machen, daß der jetzige preußffche Minister de» Innern v. �oedell infolge seiner Ernennnng zum Minister au» dem Auf- �-«»scheidet.»«kfionär wird er feldftverftändlich blechen. Aus der Frauenbewegung. Vorwärts" Nr. 130. Donnerstag, den 14. Mai 1914. Unsere Kinderferienspiele. Fortschritte gewerkschaftlicher II. Diese Absicht, die Kinder völlig von dem Druck des Alltags zu befreien, muß unsere ganze Arbeit beherrschen. Das ist vor allem von den Leiterinnen der Spiele zu beachten. Nichts darf hier die Kinder an den gestrengen Schulmeister oder an die in nervöser Abgespanntheit vielleicht einmal schlecht gelaunten Eltern erinnern. Allerdings sollen wir nicht vergessen, daß wir eine große Kinderschar zu führen haben, in der Ordnung vorhanden sein muß. Die Leite: rinnen müssen auf jeden Fall ihre Autorität wahren. Das darf aber nicht durch nervöses Poltern und Kommandieren geschehen, sondern durch ruhige, tattvolle Energie. Auch aus einem Mahnwort muß das Kind den wohlmeinenden Freund herausfühlen. Dann folgt es auch. Rezepte lassen sich dafür natürlich nicht geben. Soweit so etwas zu lernen ist, mögen es die Genoffinnen aus den ihnen sicher bekannten Kleinen Schriften über Erziehungsfragen von Heinrich Schulz, Ernst Elmsloh, Rühle, Räte Dunder u. a. m. lernen. Wir haben aber die Gewißheit, daß fich unter unseren Genoffinnen viele befinden, die das nicht erst zu lernen brauchen, und die auch gern mittun. Das beste Mittel, den Kindern nahezukommen, ist, mit ihnen spielen. Wir dürfen nicht daneben stehen und Anweisungen austeilen, sondern müssen uns unter die Kleinen begeben, um wenigstens zeitweise an ihrem Spiel teilzunehmen. Dann ist sofort die Fühlung und das Vertrauen seitens der Kinder da und wir treffen beim Spiel den Ton, in dem wir mit den Kindern zu reden haben, viel besser, als in bornehmer Zurückhaltung. worden. Heute betrachte man die Mitgliedschaft von Frauen in derartigen Kommissionen als eine Selbstverständlichkeit, ja, in vielen Erziehungsarbeit. Fällen als eine Notwendigkeit. Die jebige Lage, in der die Frauen in Der Deutsche Tegtilarbeiterberband fann in der Politif eine attive Rolle spielen und dennoch nicht wählen dürfen, sei unhaltbar.„ Können Sie," so führte Lord Courtney aus,„ noch feinem Jahrbuch für das Jahr 1913 die erfreuliche Tatsache buchen, weiterhin in politischen Frauenorganisationen Reden halten und daß die Zahl der Arbeiterinnen, die sich in den Verwal- die Frauen Ihrer Partei auffordern, zur Zeit der Wahl hinaus tungen der Filialen, in den verschiedenen Kommissionen und in der auf die Straßen und Gassen zu gehen, um die Wähler herbeiAgitation für den Verband betätigen, von Jahr zu Jahr im Steigen zuschleppen, sie zu überzeugen, zu bitten, zu beschwören und faſt begriffen ist. Am Schluß des Jahres 1913 waren nach dem Er- zu zwingen, hineinzugehen und zu stimmen, und dann noch jagen, daß gebnis einer Umfrage insgesamt 1802 Kolleginnen für den Aus- die Frauen unfähig sind, selbst hineinzugehen und selbst zu stimmen?" bau der Organisation tätig. Dadurch beginnt der früher so oft Der Earl of Lytton wandte sich namentlich gegen die Begehörte Ausspruch, es finden sich keine Kolleginnen für die Mit- hauptung, daß die Mehrheit der Frauen das Wahlrecht nicht arbeit, allmählich zu verschwinden. wünsche. Er erklärte:„ Es ist unbegreiflich, daß ein menschliches Es fungieren als Filialvorsitzende 2, als stellvertretende Vor- Wesen glauben kann, daß die Bewegung in den letzten paar Jahren fißende 9, als Kassiererin 6, als stellvertretende Kassiererin 3, als feinen Fortschritt gemacht hat. Der Fortschritt ist phänomenal Schriftführerin 40, als Beisiberin im Vorstand 34 und als Re- und hat in feiner anderen Bewegung des Landes ein Beispiel. bisorin 61 Kolleginnen. In den Arbeiterausschüssen sind 144, in In keiner anderen Bewegung haben wir denselben Grad der BeBranchenkommissionen 60, in Lohnkommissionen 166, in Agitations- geisterung, des Eifers, der Hingebung, der Selbstaufopferung und fommissionen 211 Kolleginnen tätig. Besondere Frauenagitations selbst der geistigen Macht gesehen. Wo auch die Frauen beruflich kommissionen, in denen 129 Kolleginnen tätig sind, bestehen in organisiert sind, haben sich diese Organisationen für das Frauen22 Orten. Als Kartellbelegierte fungieren 107, im Ausschuß der stimmrecht erklärt. Kann man sich vorstellen, daß es irgendeine Ortskrantentassen 306 und 4 als Stellvertreterinnen, in den Ve- Frage gäbe, die die Männer betrifft, von der man sagen könnte, triebskrankenkassen 368 und als Ersatpersonen 7 Kolleginnen. Als daß alle beruflichen Organisationen der Männer dafür sind, und Unterkassiererin sind 17, als Vertrauensperson ihres Betriebes oder daß einem dann im Parlament vorgehalten würde, daß die Männer einer Abteilung desselben 115 Kolleginnen tätig. Je 1 Kollegin das Geforderte nicht wünschten? 179 Stadt- und Gemeinderäte betätigt sich im Jugendausschuß, in der Beschwerdekommission, im haben zugunsten der Vorlage petitioniert, desgleichen 50 Gewerk Kreiswahlverein, als Leiterin der Vortragsabende, in der Kinder- fchaftskartelle, 35 Gewerkschaften und der Gewerkschaftskongreß und schukkommission und in der Aufsuchungskommission. Von den das Prinzip wird von der Arbeiterpartei und der J. L. P.. die 13 Gauleitungen haben nur 5 je 1 Kollegin im Vorstand. Es sind die ganze Arbeiterwelt des Landes umfassen, unterstützt. Auch bei der Auswahl der Spiele müssen die Kinder mittun. also gegenwärtig einschließlich 2 weiblicher Angestellter 1802 tätige gibt 53 Frauenwahlrechtsvereine im Lande, die sich aus Frauen Hier natürlich alle. Wir müssen ihnen das Recht geben, Spiele vor- Kolleginnen vorhanden. Am Schluß des Jahres zählte der Wer- und Männern zusammenseßen. zuschlagen. Dadurch beantworten wir auch am leichtesten die band 54 113 weibliche Mitglieder. Leider haben nur 143 von Gesellschaften für Frauenstimrecht hat 480 angefchloffene GefellFrage: Was sollen wir spielen? Das schließt natürlich 316 Filialen über die Tätigkeit der Kolleginnen berichtet. schaften mit 53 000 Mitgliedern, und wenn man die Personen dazu Der Gau Berlin, der auf Beschluß der Arbeiterinnenton- rechnet, die ihre Politik unterstüßen, aber keine Beiträge zahlen, nicht aus, daß auch die Leiterinnen Spiele vorschlagen, vielleicht auch die Kinder neue Spiele lehren. Dabei mag ihnen Böttchers ferenz bom Januar 1913 Frauenagitationskommissionen eingesetzt hat die Union 100 000 Mitglieder. Sie hat ein Ginkommen von Spielbuch helfen, auf das schon in der Frauenbeilage Nr. 106 des hat, berichtet, daß 14 Berwaltungsstellen 110 weibliche Mitglieder 45 000 fund. Die Sozialpolitische Union der Frauen, die Vorwärts" hingewiesen wurde. Auch unser Leipziger Bildungs- in den Frauenagitationstommissionen haben, die im Berichtsjahre Gesellschaft der fämpfenden Frauen, hat 15 000 Anhänger und ein 55 Sizungen abhielten. An den von den Kommissionen vorge- Einkommen von 36 000 Pfund. Im Jahre 1912 hielt sie 25 000 ausschuß hat ein sehr nüßliches Spielbüchlein herausgegeben.") Die Vorschläge der Kinder bei der Auswahl der Spiele werden nommenen Hausagitationen beteiligten fich 183 Kolleginnen, durch Versammlungen ab und in den letzten 2 oder 3 Jahren hat sie welche 725 weibliche Mitglieder der Organisation neu zugeführt regelmäßig 200 bis 300 Versammlungen in der Woche das ganze uns auch zeigen, daß wir um die Teilung der Kinder nach wurden. Im allgemeinen beschränkt sich die Tätigkeit dieser Kom- Jahr hindurch abgehalten. Wenn einem gejagt wird, daß kein BerAltersstufen und Geschlecht gar nicht herumkommen. miffionen auf die Betreibung der Hausagitation unter der weib- langen nach dem Stimmrecht besteht, so ist es absolut notwendig, Wir werden sehen, daß sich die verschiedenen Altersstufen für ganz lichen Arbeiterschaft. Die Berliner Kommission hat aber ihre daß man diese trockenen Tatsachen und statistischen Angaben ververschiedene Spiele ins Zeug legen, daß Knaben ganz andere Tätigkeit dahin erweitert, daß sie sich in jeder Branchenversammlieft. Mehr als 2000 Bittschriften mit mehr als eine Million UnterWünsche äußern als Mädchen. Nehmen wir die Teilung nicht vor, lung durch eins ihrer Mitglieder vertreten läßt. schriften sind dem Parlament überreicht worden. dann fühlen sich die Kinder der einen oder anderen Altersgruppe Gegner des Frauenstimmrechts statistische Angaben aufweisen, die nicht wohl beim Spiel. auch nur im entferntesten mit diesen zu vergleichen sind?" Doch Argumente, Beredsamkeit und selbst der verlodende Ginweis der Redner, daß diese Vorlage nur der konservativen Partei nüßen fönne, fruchteten nichts. Das letzte Argument bestimmte auch den Vertreter der Regierung Lord Crewe, gegen die zweite Lefung zu stimmen. Aber die Geistlichen stimmten Mann für Mann dafür. Das sollte auf ihre Kollegen des Festlandes anfeuernd wirken. Neue Bücher. Ein solches Unbehagen äußert sich dann leicht dadurch, daß sich einige von den Kindern stillschweigend aus dem Kreise der Spielenden zurüdziehen. Solche Absonderungen find immer gefährlich. Stillere Kinder stehen gelangweilt beiseite und werden verdrießlich, lebhaftere werden meist auf eigene Fauft etwas unternehmen, was dummen Streichen oft recht ähnlich fieht. Darum müssen die Genossinnen solche Erscheinungen sofort energisch unterdrücken, denn sie können zur Auflösung des ganzen Zusammenhaltes führen. Natürlich helfen auch hier strenge Worte wenig. Man muß die Ursache der Erscheinungen zu finden und zu beseitigen suchen. Große Dienste tönnen uns Epielgeräte leiften. Wo irgend möglich, sollte man sie anschaffen. Springseile und Reifenspiele für die Mädchen, Schleuderball für Knaben. Damit vergeht schon manche Stunde in angenehmster Weise. Die Geräte erleichtern den Genoffinnen die Arbeit erheblich, da sie die Auswahl der Spiele bereichern. Bei großem Mangel an leitenden Genoffinnen fann auch die Frage auftauchen, ob man nicht die jüngste Altersstufe, etwa alle vorschulpflichtigen Kinder, ganz von der Teilnahme an den Spielen ausschließen sollte. Sicher ist, daß fie die größte Arbeit verursachen. Troßdem sollten wir nirgends ohne absolut aivingende Gründe zu dieser Ausschließung fommen. Sie würde nicht nur eine große Härte für die kleinen bedeuten, sondern auch vielen größeren Kindern, die oft die Kleinen hüten müssen und sich nicht von ihnen trennen dürfen, die Teilnahme an den Spielen unmöglich machen. Sie find es aber gerade, die Sonnenschein und Lebensfreude am nötigften brauchen. Wir wollen die Aleinen also mitnehmen und sie einigen besonders geschickten Genoffinnen anbertrauen. Die Nationale Union der Können die Di Der Gau Hannover bat Schulungsabende für Arbeite rinnen eingerichtet. Solche Abende fanden im Jahre 1913 127 statt gegenüber 45 im Jahre 1912. Außerdem fanden im Gau in der Berichtszeit noch 11 Frauenversammlungen statt, to neben wirtschaftlichen auch Erziehungsfragen behandelt wurden. In den Schulungsabenden wurden alle einschlägigen Fragen der Agitation und Organisation, Betriebsangelegenheiten, wirtschaftliche und wissenschaftliche Beitfragen behandelt. Durch diese systematische Schulungsarbeit wird erzielt, daß die Arbeiterinnen bie Verhältniffe, unter denen sie leiden, richtig würdigen lernen, erkennen wie notwendig es ist, mitgulämpfen gegen die Ausbeutungssucht der Bist Du eine der Unferigen? Ein Mahnwort an die Frauer Unternehmer, deren willigste Ausbeutungsobjekte ja leider die Ar- und Mädchen des arbeitenden Volkes. Von Luise Ziek. Vor beiterinnen sind. Das Versammlungsleben erfährt auch eine Bereicherung dadurch, daß im Gegensah zu früher fich an der Dis. dieser kleinen, frisch geschriebenen Agitationsbroschüre ist eine neue fussion mehr und mehr Kolleginnen beteiligen. Immerhin ist noch Auflage erschienen, die in einigen Buntten ergänzt wurde. viel Gleichgültigkeit und Vorurteil zu überwinden; ist doch die Broschüre hat einen guten propagandistischen Wert und es ist ih Bahl der Arbeiterinnen noch groß, die ihren Kolleginnen, die sich in 8 wünschen, daß auch die zweite Auflage eine recht weite Ber den einzelnen Verwaltungstörperschaften im Interesse der Arbeite- breitung findet. Der Einzelpreis ist 10 Bf. Organisationen er rinnen betätigen, nicht das Verständnis entgegenbringen, welches balten bei Abnahme größerer Bartien erheblich ermäßigte Preis bom Verlag: Buchhandlung Vorwärts Paul Singer G. m. b.§. aum gedeihlichen Zusammenarbeiten Borausseßung ist. Berlin SW. 68. Zwei weitere Gaue haben ebenfalls beschlossen, Schulungsabende für Arbeiterinnen einzuführen. Einige Orte treffen auch befondere Veranstaltungen für Arbeiterinnen, um deren Interesse für die Organisation zu beleben. So hat 3. B. Hamburg im Be richtsjahr 39 Arbeiterinnenversammlungen veranstaltet. 3wvidau hält allmonatlich eine Arbeiterinnenversammlung ab und läßt die Einladungen dazu den organisierten weiblichen Mitgliedern durch die Mitglieber der Agitationstommiffion ins Haus tragen. Wir schreiten also vorwärts! beiterinnen am gewerkschaftlichen Leben hindernd in den Weg Sind auch die Schwierigkeiten, die sich der Betätigung der Ar. stellen, noch nicht behoben, so haben doch die 1802 Kolleginnen bewiesen, daß man tros aller Hemmniffe für die Organisation wirken Wichtig ist es auch, daß sich die Leiterinnen rechtzeitig nach fann, wenn man nur will. Es besteht auch begründete Hoffnung, einem Unterschlupf bei etwa eintretendem Unwetter um daß das gute Beispiel in Zukunft mehr Nachahmung findet. Er. schauen. Mit dem Inhaber eines in der Nähe des Spielplates be- weitert sich doch das Betätigungsfeld für die Kolleginnen mit der findlichen Botales müssen sie deshalb in Verbindung treten. Dort Zunahme der weiblichen Mitgliedschaft immer mehr. Die Fortfönnen sie mit den Kleinen bei Borlesungen von Märchen, Rätsel- schritte der letzten Jahre haven bewiesen, daß die Arbeiterinnenraten und gemeinsamen Gesängen das Ende des Unwetters ab- tonferenzen des Jahres 1910, die die Kolleginnen im gesamten Verwarten. Auf feinen Fall dürfen die Kinder unbeschäftigt und bandsgebiet zur Mitarbeit aufriefen, erfreuliche Erfolge gezeitigt ängstlich umberfiben. Auch eine bescheidene Reiseapotheke für fleine baben. Die wachsende Beteiligung der Kolleginnen am geverf Unfälle muß vorhanden sein, an Nadel und Zwirn darf es vor schaftlichen Leben ist die sicherste Gewähr dafür, daß sie selbst die allem nicht fehlen. Notwendigkeit ihrer Mitarbeit erkannt haben. Warnen möchten wir vor einer zu langen Ausdehnung Kann das Ergebnis dieser Entwickelung auch befriedigen, so der Spiele. Die Kinder müssen vor Uebermüdung bewahrt bleiben, muß doch darauf verwiesen werden, daß da, wo es bisher noch nicht damit sie noch genügend Kraft zum Rüdmarsch haben. Fröhliche geschah, ebenfalls Arbeiterinnen zur Mitarbeit herangezogen Lieder werden diesen erleichtern. Die Anzahl der Spielwerben. Es liegt im Interesse jeder Organisation mit weiblichen tage in einer Woche wird von den vorhandenen Mitteln und Mitgliedern, fich agitatorische Mitarbeiterinnen aus den Reihen Kräften abhängen. Wir werden die Kinder selbstverständlich so ihrer weiblichen Mitglieder heranzubilden. Ist doch die gut organihäufig wie nur möglich zusammenrufen und hinausführen, aber fierte Kleinarbeit, von vielen Personen ausgeführt, bas befte und wir wollen und dürfen uns auch nicht mehr vornehmen, als wir sicherste Mittel, jede Organisation vorwärts zu bringen. ausführen können. Wir müssen dafür sorgen, daß auch unsere Das Frauenstimmrecht im englischen Kräfte nicht erlahmen. Das ist bei den Vorbereitungen sehr zu bedenken. Oberhause. M. H. Mutter Aus einer Kinderstube. Tagebuchblätter einer Bearbeitet von Toni Meher. Teubner, Leipzig 1914. Preis 2 M Diese Aufzeichnungen über die Entwidelung dreier Geschwister ettva vom dritten bis zehnten Lebensjahre verdienen durchaus di Veröffentlichung. Wir sind allerdings der Meinung, daß die syste matische Ordnung und die dürftigen berbindenden Bemerkunger der Herausgeberin besser unterblieben wären, denn es liegt gerad der Vorzug des Buches darin, daß es ein ganz unsystematische 17 Kapitel ertvedt nur falsche Erwartungen, als handele es sich un Spiegel einer wirklichen Kinderstube ist. Die Rubrizierung in ein pädagogisches Lehrbuch. Dagegen aber verwahrt sich die Ber fafferin der Tagebücher selbst; fie sagt, damit den Wert ihrer Arbei genau bestimmend:„ Es handelt sich hier also nicht um eine kon ftruierte Klein- Kinder- Pädagogik mit fünftlichen Musterbeispielen sondern um Geschehnisse, wie sie der Alltag und der Festtag, da Daheim und das Dadraußen tatsächlich entstehen ließen." Liegt also im Tatsächlichen der Wert der Aufzeichnungen, i sollen damit gewiß nicht die Bemerkungen als unwesentlich be zeichnet werden, in denen die Verfafferin sich selbst über ihre er sieherische Tätigkeit Rechenschaft gibt. Beides, Bericht und Urteil stehen auf einem sehr hohen pädagogischen Niveau. Jedes klein Erlebnis, das diese Mutter erzählt, verrät ihr raftloses treues Be mühen, in der Erziehung ihrer Kinder jede Schablone zu ver meiben und trok fester Grundfäße in jedem einzelnen Falle, de der Tag mit sich bringt, bon neuem den besten Weg zu suchen. Ge rade diese fortgesette Arbeit der Erzieherin an sich selbst ist vor bildlich. Wir müssen es uns leider verjagen, Ginzelfälle abzu bruden, die beleuchten fönnten, wie diese Mutter taftvoll die Er ziehung zu Pflichtgefühl und sozialem Verhalten mit der weit gehendsten Rücksicht auf die individuellen Wünsche und Neigunge ihrer Kinder bereinigt. Arbeiterfrauen müssen freilich von vornherein, um das richtig Verhältnis zu dem Buche zu gewinnen, bebenten, daß es fich hie um ein hochgebildetes, wohlhabendes Bürgerhaus handelt. Diese Wenn das Ende der Ferien naht, müffen toir auf die EinLondon, 7. Mari 1914.( Eig. Ber.) Kindern stehen alle Spiel und Berngelegenheiten und alle gesunt richtung eines schönen Schlußfeftes bedacht sein, zu dem wir Daß die Frauenstimmrechtsbewegung unaufhaltsame Fort- beitlichen Vorteile wie Selbstverständlichkeiten zu Gebote. A auch die Eltern der Minder einladen. Ein solches Fest tann mit den bescheiden Mitteln ausgestattet werden. Das Bro- schritte macht, ift wohl nie beffer bewiesen worden als durch die schwersten aber wiegt, daß die Mutter in ständiger Fühlung mi ihren Kindern stehen kann, teine Sorge und Arbeit sie ablenkt un gramm soll nia dwa durch künstlerische Darbietungen ausgefüllt weitägige Debatte über eine Frauenftimmrechtsvorlage im werden. Sollen die Kinder an dem Fest in seinem ganzen Verlauf Hause der Lords. Wenn einmal eine Bewegung bis an diesen fie nicht nur, wie die meisten proletarischen Mütter, für, sonder regen Anteil nehmen, dann müssen sie bei allem, was sich dort zu- Sort aller muffigen, abgelegten Kleidungsstüde vorgedrungen ist mit ihren Kindern lebt. Noch ein zweites Moment muß betont werden. Die Verfasseri trägt, selbst tätig mitwirken. Höchstens fönnte ein Rasperle- und selbst die Bischöfe der Staatskirche, diese hohen Briefter det stedt bollständig in der bürgerlichen Ideenwelt. Nicht nur, daß si Hauptsache denten an fonservativen mit fich Bettlaufen, Berlofung, Fadelaug und dergleichen mehr. Reigen- nahen Siege nicht mehr aweifeln. Es gibt eigentlich zwei Lords- noch ganz unnötigerweise bei sonst vernünftiger ferueller G tänge, von den Kindern aufgeführt, Staffeetafel, gemeinsame Gelammern: die eine die größere fest fich aus den inter- aiehung das Storchmärchen benußt und verteidigt, sie gewöhnt ihr sänge und vor allem noch einmal einige unserer Spiele werden wäldern zusammen, aus den Nachkommen bedeutender oder reicher Kinder von früh auf ans abendliche Beten, und religiöse Unter ebenfalls die Zeit in angenehmster Weise vertürgen helfen. Auch Bäter, aus der Ariftokratie, bei der, wie bei den Startoffeln, der eisungen spielen in der Erziehung eine große Rolle. Der Wer die kleinere die des Buches liegt eben nicht in dem, was den Kindern an Wisse fann eine furze Ansprache an die Kinder und Eltern gehalten befte Teil unter der Erde ist; die andere da ist unsere Welt eine andere die Debatten führt, besteht aus tüchtigen ehemaligen Vizelönigen beigebracht wird - sondern i werden, wenn eine geeignete Kraft dafür vorhanden ist. Anregungen und Winte, wie wir fie hier gegeben haben, und Staathaltern, die die um ihre Macht besorgten liberalen und der Methode der Behandlung jüngerer Kinder. Zum Schluß noch eine Bemerkung. Das Buch und diese B tönnten natürlich in weit ausgiebigerem Maße erteilt werden, fonjervativen Parteiführer die Treppe hinaufgeworfen haben, um sie unschädlich zu machen. Die von Lord Selborne eingereichte ſprechung tönnen vielleicht proletarische Eltern zu ähnlichen Au wenn eine Bentralstelle für die Ferienspiele in Borlage wurde zwar in zweiter Lesung mit 104 gegen 60 Stimmen seichnungen anregen, deren besonderer Wert dann in der gan Groß- Berlin geschaffen werden würde. ein höchst wertvoller Beitrag zur proletarischen Bädagogik werden Rindersubtommiffion einen Unterausschuß, dem fie bermorfen; aber die Stärke der Opposition stand in feinem anderen Klaffenlage der Verfaffer läge. Eine solche Arbeit tömi Berhältnis zu der Ueberzeugungstraft ihrer Argumente. biese Aufgabe zuweift. Die besten Reben wurden von dem Lord Courtney und dem die in den letzten Jahren sich rasch entwickelt hat, vorausgefeßt, da Earl of Lytton gehalten. Lord Courtney wies auf die gewaltigen folche Tagebücher mit Ueberlegung und Ausdauer durchgefüh Fortschritte hin, die die Frauenbewegung in den letzten 50 Jahren gemacht habe. Der alte, von allen geachtete Staatsmann zeigte, Aussprüche bedeutender Bersönlichkeiten zur Frage der pol baß fich noch alle schlimmen Prophezeiungen über die Wirkungen tischen Gleichberechtigung der Frau. 44 Seiten. Preis 60 P des Frauenftimmrechts als falsch erwiesen hätten. Als man im Die Schrift, die im Auftrage des Deutschen Verbandes für Frauer Jahre 1870 den Frauen das Wahlrecht zu den Schulverwaltungen ftimmrecht von Sophie v. Harbon zusammengestellt worden ist, fan gegeben habe, hätte es geheißen, daß die Frauen nach den An- infolge ihres geringen Umfanges nur eine sehr zufällige Auswal ordnungen ihrer geistlichen Ratgeber stimmen würden. Die Er- treffen. Doch findet sich mancher Sah, für dessen Heraushebun fahrung habe dieses Argument widerlegt. Bor noch weniger als man dankbar sein fann. Bei einer Neuauflage würden wir emp *) Bas jollen wir spielen? Leipzig 1913. Allge- 40 Jahren sei der Vorschlag, eine Frau zum Mitglied einer fönig- feblen, genaue Quellennachweise zu geben; in der vorliegende meines Arbeiter Bildungs- Institut. Vielleicht bilbet die Vor allem aber müffen wir in den Orten und reisen ans Wert gehen. Die chriftlich- bürgerliche Welt hat von ihren reichen Mitteln nichts für die Kinder des Proletariats übrig. Für das Wort ihres Erlösers: Laffet die Kindlein zu mir kommen!" ist fie taub. Die gottlose Sozialdemokratie muß die Gebote des Christentums und der Menschlichkeit zu retten suchen. R. S. werden. f. E. lichen Rommiffion au ernennen, als ungeheuerlich verworfen Ausgabe fehlt oft jeder Hinweis, wo der zitierte Sak zu finden if Ornamenten der Kulturzeiten wuchsen, zur ampang********* Deutscher Metallarbeiter- Verband Steinarbeiter! Deutscher Holzarbeiter- Verhand Verwaltungsstelle Berlin. N 54, Linienftr. 83-85. Telephon: Amt Norden 185, 1239, 1987, 9714. Heute Donnerstag, den 14. Mai, abends 6 Uhr: Versammlung aller in der Bierdruckbranche beschäft. Kollegen im Gewerkschaftshause, Engelufer 15( Saal 3): Tagesordnung: Donnerstag, den 14. Mai 1914, abends 8 Uhr, in den ,, Arminhallen", Kommandantenstr. 58/59: Verwaltung Berlin. Donnerstag, den 14. Mai, abends 6 Uhr, im Lokal von Wilke, Sebastianstraße 39: Kombinierte Versammlung. Außerordentliche Branchen- Versammlung Tagesordnung: 1. Schlußbericht der Streikkommission. 2. Antrag des Vorstandes der auf Erhöhung der Unterſtütung für die noch nicht untergebrachten Perlmutter-, Horn- und SteinKollegen. Kein Kollege darf fehlen! Ganz besonders sind die in Arbeit stehenden Kollegen eingeladen. Zentralverband der Steinarbeiter. Ortsverwaltung Berlin. 172/3 118/9 1. Bericht über den gegenwärtigen Stand des Streiks. Dir Ortsverwaltung. 2. Diskussion. Zahlreichen Besuch erwartet Kennst Du das Land, wo dicke Eichen stehn? Hast Du den fleinen Spreewald schon gesehn? 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Währe nd seiner G e sä n g n i S h a s t stellte sich der be> -»fffende zum Einjährig-Freilvilligendienst, und der Polizeikom- »>lslär des Grotzherzoglich Badischen Bezirksamtes Mannheim stellte ''w am 31. Mai 1897 ein Leumundszeugnis aus, worin es unter "Nderetn heiht: ...... wird zum Zwecke des Eintritts als Ein- lährig-Frei williger bescheinigt, dcch er sich vom 28. Mai >891 bis 21. Juli 1892 und vom 3. September 1892 bis 24. April dieses Jahres in hiesiger Stadt aufgehalten hat und während dieser Zeit wie folgt bestraft wurde: Im Laufe des Frühjahrs dieses Jahres wegen Nichincnnung eines Gewährsmannes in eiirem ZeugiySzwangsveriahren..ein Artikel in der.BolkSwacht" betreffend", vom grobherzoglichen Untersuchungsrichter hier mit M M., ferner durch Urteil der Strafkammer Mülhausen am -4. April d. Ii wegen Beleidigung durch die Presse angebl.§ 188 R.-Str.-G.-B. mit fünf Monaten Gefängnis, sonst •fber nichts Nachteiliges gegen denselben hlcr bekannt geworden ist. Gussenbühler. . Am 39. September 1897 wurde der Pressesünder aus dem Ge- iongnisse entlassen. Schon am nächsten Tage, am 1. Oktober 1897, iog er als Einjährig- Frenvilliger den Rock des König? oder, wenn »ion will, den Rock des GrossherzogS an, und diente sein Jahr bei iz. Kompagnie des 2. Badischen Grcnadierregiments Kaiser 2 �'Ihelm l., Nr. ll9. Man denke: der Beleidiger des Offizier- -j wurde sogar in einem Regiment zugelassen, da? den Namen "ilhelms des Großen trägt. Wie benahm sich der Verbrecher während seiner Dienstzeit? darüber gibt das Führungszeugnis Aufschluß. daS vermeldet, daß f�üch.während dieser Dienstzeit recht gut geführt hat". Er ist Ehrend seiner Dienstzeit nie bestraft worden. Man war 'o gut mit ihm zufrieden, daß man ihn nachher sogar zum » i o r o f f i z i e r, also im Sinne des Herrn v. Falkenhahn zum "luhcer" beförderte und auch in dem Militärpah, der dem Unter- 'iiizier ausgestellt wurde, ivebt als Führung während der Uebungen oh r gut" und.keine Straf e". So geschehen im Jahre 1898, an einem mit fünf Mo- /»len bestraften sozialdemokratischen Redakteur. Sechzehn pire später aber wurde einem völlig unbescholtenen �»gen Menschen wegen seiner sozialdemokratischen Gesinnung die irechtigung zum einjährigen Dienst entzogen. Wo liegt hier die �rklärung des Widerspruchs? Es kann nichts anderes sein, als wachsende innere Schwäche des Militarismus und die daraus �rührende Furcht vor der sozialdemokratischen„Zersehiing". Zwei schöne Seeleu. � K«l««r, 18. Mai. Da» Schöffengericht verhandelte heute in StC( Privatklage de« Abgeordneten Abbö Wetterls. deS Direktor» »Nouvelliste d'Alsace-Lorraine'. und des Redakteur» Sidel von '"i'elbcn Blatte gegen den Vorsitzenden de» Allgemeinen deutschen j�hrverein», General a. D. Keim, wegen des von diesem j?-Tag" veröffentlichten Artikels.Schwöb und Elsäsier". Der Klagte wurde wegen öffentlicher Beleidigung zu 299 M. Geld« jj*'« bezw. 29 Tagen Haft verurteilt. Das Gericht hat die von gebrauchten Ausdrücke als beleidigend angesehen, wenn auch »«ererseitS der Beweis al» erbracht angesehen wird, daß Wetterlö Der Vertreter des Beklagten hat Berufung eingelegt. Ei« Rausch— ei» Fahr! z>!®or dem Kriegsgericht der S. Division in Küstrin n stand der W Paul Krüger II wegen Bedrohung, schwerer Beleidigung, �«Ungsverletzung und Tätlichkeiten gegenüber einem Borgesetzten. JjWl man die dein Angeklagten zur Lost gelegten Bergehen horte. i»hn' man glauben, er sei ein ganz gefährlicher Kerl. Wo» war« Ii,,!'™ i» Wirklichkeit? Ein ganz gewöhnliches Kasernen- J,-°(mmni«. Der Soldat hott«— wie«S ja zuweilen sogar höher- iio tt Kriegsmännern passiert— viel zu viel hinter die Binde Itj,. und sich einen Kanonenrausch geholt. In diesem �irischen Zustande machte er auf der Stube den übliche» Lärm � al» ihm da« von einem vorgesetzten untersagt wurde, schimpfte «ta biesen und ließ sich sogar zu Tätlichkiten hinreißen, die weniger für den Borgesetzten, als für ihn selbst üble � gen harten. Er erhielt nämlich für sein sinnlose« Tun eine zz�'ängnisstrafe von einem Jahr und einer ni�che! Dos Gericht erkannte seinen Rauich wohl an. kam aber jiu. der Ueberzeugung, daß er mächtig genug gewesen fei, um hg�freie WillenSbestimmung seine» Inhabers ausgeschlossen zu z,®uch dieser Mann wird gleich vielen seiner unglücklichen . weroden von der militärisch- patriotischen Begeisterung, die der � 1« g» m i n i st e r dieser Tage im Reichstag so gewaltig rühmte, � uernd kuriert werden, wenn er darüber nachdenkt, daß er wie ein tz, Lecher über ein Jahr hinter Mauern und Gittern stecken muß jjL* einer Lappalie, die ihm im Zivilleben höchstens ein paar �..'hcn Strafe gebracht hältte, wahrscheinlich ober gar nicht paifiert hzst-— Ja. schön ist das Soldatenleben. Man muß aber einen »in. e 1 e n Rang einnehmen. Dann erreichen auch die Räusche >»»/ Zusprechend hoben Grad, so daß man straffrei ausgeht, Man mal aus der Rolle fällt. Reaktionäre Mahnahmen in Bayern. zr. Die Münchener Polizeidirektion hatte den Aestzug des bayrischen in Uter-DängerbundeS, der zu Pfingsten stattfinden soll, bereits h,?"cn Einzelheiten genehmigt. Infolge der Hetze der Zentrums- * hat die Polizcidirektion jedoch neuerdings abgeänderte Vor- �.stten über den Festzug gemacht, der im Gegensatz zu allen der- ii�.gin, in München sehr häufigen. Veranstaltungen nicht den Weg nehmen, sondern durch fast menschenleere Gegenden werden soll. Infolgedessen hat der Münchener Gewerk. is!,. verein nach einer lebhaften Debatte beschlossen, sich an diesem f�öug der Arbeitersänger nicht zu beteiligen, da er e» für unter tu,, f Würde hält, sich den polizeilichen Schikanen zu fügen. Da- '''£ der Aestzug selbst in Frage gestellt. L'Bon einigen Seiten wurde befürwortet, angesichts der L.,»digen Zustände, die unter dem jetzigen schwarzen Regiment fc"ichen, das Münchener Sängerfest an einen anderen Ort zu »Uegen. Doch sind die Vorbereitungen schon zu weit gediehen. ß Sängerfest selbst findet, wie bekannt, im Städtischen Aus- �ungspark statt._ Ei« Arbeiter mcistbietend ausgeboten. ... Äm preußischen Ort« Blumenthal sim Begesacker Industrie- existiert«in christliches.Heimatblatt", in dem folgende Be- "imachung der Gemeindeverwaltung zu lesen war: .„Ein 83 Jahre alter, aber noch durchaus rüstiger Arbeiter !?ll durch die Gemeinde untergebracht werben. Entschädigung ... noch der Arbeitsleistung zu zahlen. Reflektanten wollen sich i 8'0rt Rathaus, Zimmer Rr. 2. melden. *, S» Deutschland ist nach einem bekannten Ausspruch für den bi« in« hohe Alter gesorgt: er wird unter Umständen 'ftfich meistbietend versteigert. der mexikanische Konflikt. Ter Kampf um Tampico. Washington, 13. Mai. Wie Konteradmiral Badger meldet, hat das Bombardement von Tampico gestern abend noch an- gedauert. Washington, 13. Mai. Nach einer Tepesche des Admirals Mayo wurde das heftige Fcuergefecht bei Tampico um Mitternacht wieder aufgenontmen. Tie Konstitutio- nalisten erwarten, daß Tampico heute fallen wird. Kämpfe bei Mazatlan. Washington, 12. Mai. Admiral Howard telegraphierte aus Mazatlan, daß 29 Meilen von Acapulco zwischen Bundestruppen und Zapatisten ein Gefecht stattgesunden hat, bei dem 16 Zapatisten getötet wurden. Der Kampf bei Mazatlan dauere an. Hurrta am Ende. Washington, 13. Rai.(Meldung der„Associated Preß".) O'Shaughnessy, der amerikanische Geschäftsträger in Mexiko, hat heute dem Vernehmen nach dem Präsidenten Wilson in einer längeren Besprechung berichtet, daß die unter Huertas per- sönlichem Besohl stehenden Truppen weit überschätzt würden und tatsächlich nur pier-bis sechstausend Mann stark seien. DieS stimmt mit Nachrichten aus anderen Quellen überein. nach welchen Huerta Gold über See schickt, um für die Möglichkeit einer Verbannung gerüstet zu sein. O'Shaugh- nessy scheint auch das letzthin verbreitete Gerücht gehört zu haben, daß Huerta die Hauptstadt zu verlassen plane, um den Rebellen den letzten verzweifelten Widerstand in Pucbla, halbwegs nach Vera- cruz. zu leisten, und bereits begonnen haben, diesen Platz zu be- festigen und mit Lebensmitteln zu versehen. Der Geschäftsträger habe auch die Meinung geäußert, daß jede Regierung in Mexiko Bestand haben werde, welch« von den Bereinigten Staaten gestützt würde. Der Fall Rodke. Kol», 13. Rai. Die„Kölnische Zeitung" meldet au» Berlin: Mitte April wurde aus Mexiko gemeldet, daß im Staate Sonora ein Deutscher, namens Radle, von Aufständischen gefangen und nach Norden gebracht worden sei. Nach neuerdings eingelaufenen Berichten befindet sich Radke in Freiheit. Arbeiterpartei und Liberalismus. Aus London wird uns geschrieben: Fast regelmäßig taucht beim Ableben der alten Bergarbeiter- sührer in scharfer Form die Frage deS Verhältnisses der Arbeiter- Partei zum Liberalismus auf. Vor 14 Tagen verschied der Vize- Präsident der Bergarbeiterföderation Harvey, der dem Namen nach al» Arbeiterparteiler den Wahlkreis Nordost-Derbyshire ver- trat. Durch die nun notwendig gewordene Nachwahl sind wieder einmal sonderbare Berhältnisse geschaffen worden. Die Berg- arbcitervertreter nehmen in der Arbeiterpartei eine eigenartige Stellung ein. Im Parlament sitzen 17 Vertreter der Bergarbeiter. Fünf von ihnen gehören der Arbeiterpartei nicht an, nämlich die drei Vertreter der Bergarbeiter Durhams und Northumberlands, die es in der liberalen Partei zu Amt und Würden gebracht haben, und zwei aus Mittelengland, von denen der eine vor kurzem aus der Arbeiterpartei ausgeschlossen wurde; der andere trat aus der Partei aus. nachdem er provisorisch ausgenommen worden war. Die übrigen gehören der Arbeiterpartei an, sind aber in Wirklichkeit meist Liberale und bilden. für die Partei beständig eine Quelle der Sckiwäche. Bor fünf Jahren gelang e» den Sozialisten in der Bergarbeiterföderation, unter Anführung de» jetzigen Vorsitzenden d«S großen Verbände» den Anschluß der Bergarbeitervertreter an die Arbeiterpartei durchzusetzen. DaS war, wie manchen damals erschien, ein sehr bedenklicher Erfolg. Die Bergarbeitervertreter. die liberal waren und deren Wahl von den liberalen Wahlvereinen betrieben worden war, sträubten sich gegen die Einverleibung und suchten kurze Zeit vor der Urabstimmung der Bergarbeiter, die sie zum Anschluß an die Arbeiterpartei zwang, den drohenden Schlag dadurch zu parieren, daß sie eine gewerkschaftliche Arbciterfraktion im Parlament ins Leben riefen, die aber zu keiner Bedeutung ge« langte. Nach der Urabstimmung ergaben sie sich jedoch in ihr«chick- sal, ohne aber die Fäden zu zerschneiden, die sie an die liberale Partei fesselten. Nach wie vor ließen sie sich durch liberale Wahl. organisationcn wählen, erstatteten diesen Bericht, sprachen in libe- ralen Persammlungcn und benahmen sich im Parlament wie libe- rale Abgeordnete. Die Proteste, die die Arbeiterpartei bei der Bergarbciterföderation gegen dieses Gebaren einlegte, hatten wenig Erfolg. Die Bcrgarbeiterföderation konnte keine wirksamen Mittel anwenden, wenn sie nicht Gefahr lausen wollte, die wirtschaftliche Macht, die sie dank ihrer geschlossenen Organisation ausüben kann, durch politische Konflikte in ihren Reihen zu untergraben. Dazu kam, daß die Wähler der gezwungen als Arbeiterparteiler auftretenden liberalen Bergarbeiterführer fast durchweg Liberale sind und daß die Arbeiterpartei in ihren Wahlkreisen noch nicht nennenS» werte Organisationcn besitzt. Die Situation veränderte sich etwas, als vor zwei Jahren der Präsident der Bergarbeiter, Edwards, starb und die Liberalen der Arbeiterpartei den bi» dahin von Edwards vertretenen Wahl» kreis Hanlch mit spielender Leichtigkeit abnahmen. Nun wurde ein stärkerer Druck auf die Bergarbeitervertreter ausgeübt, damit sie ihre Rechnung mit twr Arbeiterpartei ins Reine brachten. Doch der Druck erzeugte Gegendruck. Di« liberalen Bergarbeiterführer schlössen sich enger zusammen und, ermutigt von der liberalen Partei, trotzten sie der Arbeiterpartei in ihren Reden und Handeln. Einer von ihnen, der etwas zu weit ging, wurde ausgeschlossen. Der Tod eine« anderen(Harvey) stellt die Arbeiterpartei vor eine schwierige Aufgabe. Es sind eigentlich nur die mittelenglischen Bcrgarbeitersükrer, die der Arbeiterpartei Schlvierigkeiten machen. Der eine schottische Bergarbeitervertreter im Parlament ist gegen einen Liberalen in einem Wahlkreise gewählt worden, wo sich die sozialistische Bewegung kräftig entwickelt, und die walisischen Berg- arbeitcrvertreter haben heute mit einer Wählerschaft zu rechnen, die in ihren Versammlungen liberale Redner nicht mehr duldet. Nach dem Tod« Harvey« beschloß der Bergarbeitcrvcrband von Derbyshire, das erledigte Mandat einem anderen seiner Vertreter zu übergeben. Es wurden zwei Personen in Vorschlag gebracht: der sozialistische Sekretär de« Verbandes, Frank Hall, und der liberale Präsident Martin. Die Wahl des hohen Rats des Ber- band eö fiel auf den liberalen Martin, obwohl Genosse Hall der weitaus fähigere Kops ist. Man gab an, man könne den Sekretär in Derbyshire nicht entbehren. Solange der Sekretär ein Liberaler war, hat man ihn stet» entbehren können und als Parlaments- Mitglied nach London geschickt. Martin, bisher Mitglied der libe- ralen Parteiorganisation, nahm die Wahl an. Di« Kandadatur wurde von dem Vorstand der Bergarbeiterföderation Grotzbritan- mens gutgeheißen, nachdem Martin diesem seinen Wahlaufruf unterbreitet und sich verpflichtet hatte, sich streng als Arbeiter- parteiler auszuführen und die Liberalen zu ignorieren. Das paßte nun den Liberalen nicht in den Kram. Sie erklärten, daß ibk Parteifreund Martin nicht die geeignete Person sei, und stellte»« einen Gegenkandidaten, den liberalen Grubenbesitzer Houston, aus. In seinem Wahlaufruf sagt Martin:„Wenn die Berg- arbciter, für die ich mein ganzes Leben gearbeitet habe, eineir Grubenbesitzer einem aus ihrer eigenen Klasse vorziehen, so werden sie es mit offenen Augen tun. Sie kcniicu mich und mein Werk und sie kennen den Grubcnbesistcr und sein Werk. Sic müssen ihre eigene Wahl treffen." Noch schwieriger als den liberal erzogeneir Bergarbeitern Derbyshires wird die Wahl den mittclenglischen Berg- arbcitervcrtrctern im Parlament fallen. Werden sie den Mut haben, sich zu weigern, wenn sie die Bergarbeiterföderation auf- fordert, in Nordost-Terbyshirc für den Arbcitcrparteiler und gegen den Liberalen zu sprechen? Es scheint, als ob durch diese Wahl endlich eine Klärung herbeigeführt werden foUte. ldeflerreich. Ter Rrichsratsabgeordnrtr als Polizeispitzel. Am Mittwoch begann vor dem P rage r�Echwurgericht die Verhandlung in der Beleidigungstlagc, die der ehemalige Reichs- rat«- und Landtagsabgeordnete und Obmann des reichSrätlichen Klubs der tschechisch-nationalsozialistischen Partei, Dr. Karl S v i h a gegen den verantwortlichen Redakteur der Prager„Narodni Listy", Dr. Servaz Heller angestreugt hat. Das Blatt hatte den Abgeordneten beschuldigt, daß dieser unter dem Namen„Wiener", sei cS für ein Monatsgehali von 899 Kronen, sei es für besondere Entlohnungen, vom Jahre 1919 an der Staatspolizei Spitzeldienste leistete, durch die er zum Scbadcn der tschechischen Politik vertrauliche Beschlüsse tschechischer politischer Parteien verraten habe. Dr. Heller erklärte, er wolle den Wahrheitsbeweis dahin führen, daß der Kläger in Verbindung mit der Polizei gestanden habe. und daß die Beschuldigung vom Standpunkt der politischen Moral wahr sei. An Hand der Nachlaßakten des Abg. Anhz, früherer Redakteur der„Narodni Listy", erklärt« der Angeklagte, daß ein tschechischer Jurist in der Redaktion die vertrauliche Mitteilung ge- macht, daß Sviha Vertrauensmann der Staatspolizei sei. Er habe hierfür 9899 Kronen jährlich bezogen. Ueberdies habe er für de- sondere Nachrichten Extrohonorar« erhalten. Dem Antrage des Verteidigers entsprechend, sollen eine Reihe von Zeugen, darunter die Mitglieder de» Geheimtribunals, das den Schuldspruch über Sviha im Nationalrat aus Grund der vorgelegten Beweise gefällt hat, als Zeugen geladen werden. Frankreich. Bcrkitrzung der Dienstzeit? Pari», 13. Mai. In parlamentarischen Kreisen verlautet, daß der radikale Deputterte und ehemalige Kriegsminister M e s s i m y die Absicht habe, einen Antrag auf Einführung der dreißig monatigen Dien st zeit, der im vorigen Sommer bei der Beratung des DreijahrgesctzeS von der Kammer abgelehnt worden war, von neuem einzubringen und dessen baldige Erörterung zu verlangen. Der„Figaro" weist darauf bin, daß der Ministerpräsident Doumergue. Kriegsminister Noulens und Untcrstaatssekretär des Krieges Maginot wiederholt erklärt haben, daß das Dreijahrgesetz aufrecht erhalten werden müsse, und daß bei dem gegen- wärfigen(Stande der Dinge in Europa nicht die Rede davon sein" könne, es abzuschaffen oder abzuändern. Es sei also möglich, daß gleich zu Beginn der nächsten Kammersitzung zwischen dem Ministerium und der Mehrheit, auf die dieses sich stützen wolle, ein ernster Zwist ausbrechen werde. England. Der Endkampf um Homerule. London. 12. Mai. Im Laufe der Debatte wies Lloyd George darauf hin. daß der Abänderungsentwurf die bereit» vön ASquilh angebotenen Zugeständnisse umfassen würde. Er wie« die Ber- mutung zurück, daß die Einführung des Abänderungsentwurfes be- deute, daß daS ursprüngliche Gesetz Fehler enthalte. I o h u R e d in o n d erklärte, er sympathisiere aufrichtig mit ASquiths Hoffnungen auf eine friedliche Beilegung, und der Abänderungsentwurf sei eine« der besten Mittel, diese Hoffnung zu verwirklichen. Aber Asquith habe versprochen, daß. auch wenn die Verhandlungen aus eine Beilegung scheiierien, der AbänderungSentwurs eingebracht werden würde, und dies sei eine ernste Ankündigung. Er könne sich nicht zu ihrer Billigung hergeben und wenn die Bill unter diesen Umständen eingebracht würde, so müsse er freie Hand behalten.(Beifall bei den Ikationalistcn und einigen Mini- steriellen.) Am Schlüsse seiner Rede erklärte R e d m o n d noch- mals, daß Homerule in wenigen Wochen triumphieren würde. Albanien. Differenzen bei der internationalen Erenzkommissio». Wien. 13. Mai. Wie der„Neuen Freien Presse" aus Durazzo gemeldet wird, bat die international« Kommission zur Festsetzung der Nordgrenze Albaniens infolge von MeinungSvcrschiedenhcileu zwischen dem Delegierten Italiens und demjenigen Franlreick,«, der sich übermäßig zugunsten Montenegros verwandte, ihre Arbeiten eingestellt. Die Kommission soll bereits nach Skutari zurück- gekehrt sein. Letzte Nachrichten. Feuerfunken auf dem Balkan. Wien. 13. Mai.(W. T. B.) die„Neue Freie Presse" meldet au« Saloniki: Bulgarische KomitatschiS versuchten in D o i r a n einen Putsch und warfen Bomben gegen öffentliche Gebäude, die stark beschädigt wurden. Starke bulgarische Banden haben eine serbische Truppenabteilung an- g c g r i f f en und ihr erhebliche Verluste beigebracht. Der Aufstand in Albanien. Wien, 13. Mai. Die„Neue Freie Presse" meldet aus Tu- r a z z o: Der Mirditanfürsr B i b D o d a Pascha irt hier eingetroffen. 4099 Mann seine« Stammes besinnen sich aus dem Marsche nach dem Süden. Die Geistlichen begleiten die Freiwilligen in den Krieg. Weitere 8999 Nordalbanescn werden dieser Tage nach dem Süden gehen._ Untergang eine» englischen Dampfers. London, 13. Mai. Der Dampfer„T u r r e t Hill"«ut New- castle ist auf der Höhe von Southlvold untergegangen. Der erste Maschinist wurde gerettet. Es wird befürchtet, daß die übrigen vierzehn Mann der Besatzung ertrunken find. 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Bahlstelle Berlin. Branche der Drechsler. Allen Kollegen zur Nachricht, daß unser langjähriges Stommiffionsmitglied, unser ehemaliger Obmann, der Kollege Karl Hetzel am 10. Mai an Herzschwäche gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Freitag, den 15. Mai, nachmittags 5 Uhr, von der Halle des ZentralFriedhofes in Friedrichsfelde qua statt. 87/16 Um rege Beteiligung ersucht Die Branchenkommission. Blumen- und Kranzbinderei von Robert Meyer, Inh.: P. Golletz Mariannenstr. 3. Tel. Mpl. 346 Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Drechsler Karl Hetzel Stallschreiberstraße 12 im Alter von 43 Jahren ge storben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Freitag, den 15. Mai, nach: mittags 5 Uhr, von der Halle des Zentralfriedhojes in Friedrichsfelde aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 87/15 Die Ortsverwaltung. Den Mitgliedern ferner zur Nachricht, daß unser Kollege, der Tischler Ernst Jäger Mariendorf, Chauffeestraße 296 im Alter von 52 Jahren gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 17. Mai, nachmittags 14 Uhr, von der Halle des Mariendorfer Kirchhofes aus statt. Die Ortsverwaltung. Hiermit die traurige Nachricht, daß unsere liebe Kollegin, Frau Luise Elge 116A Wir werden ihr ein ehrendes Andenken bewahren. sanft entschlafen ist. Die Botenfrauen der ,, Vorwärts". spedition Wedding, Müllerstr. 34 a. Die Beerdigung findet am Donnerstag, nachmittags 4 Uhr, von der Halle des Philippus auf bem Apostel Kirchhofes städtischen Friedhof, Müllerstraße, Ede Seestraße, aus statt. Allen Berwandten und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, unser guter Bater, der Ladierer A Hermann Leben nach langen, schweren Leiden sanit entschlafen ist. Dies zeigt tiefbetrübt'an Die trauernde Witwe nebst Kindern. Die Beerdigung findet am Frei tag, den 15. Mai, nachm. 2 Uhr, auf dem Neuköllner Friedhof, Mariendorfer Weg statt. Beraniw. Rebatt.: Alfred Wielepp, Neukölln. Injeratenteil berant Zentral- Kranken- u. Begräbniskasse für Textilarbeiter etc. Verwaltung Berlin. Am 12. Mai berschied nach langem Leiden unser lieber Mit arbeiter, der Schriftseger Am 11. Mai verstarb unser Julius Krause. Mitglied August Kessel. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Donnerstag, den 14. Mai, nach mittags 4 Uhr, vom Krankenhause Friedrichshain nach dem Georgen Kirchhof, Landsberger Allee statt. . Rege Beteiligung erwünscht. 195/9 sid Der Vorstand. Allen Freunden und Belannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, unjer guter Bater, der Bierverleger Hugo Kadach nach lurzem Stranfenlager im 70. Lebensjahre verstorben ist. Dies zeigen tiefbetrübt an Die trauernde Gattin und Kinder Neukölln, Elbeftr. 35. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 14. d. M., nachmittags 3 Uhr, von der Halle des Gemeinde- Friedhofes, Mariendorfer Beg, aus statt. 113 Deutscher Transportarbeiter- Verband. Bezirksverwaltung Groß- Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unsere Kollegin, die Botenfrau Luise Elge von der Firma Singer u. Co. („ Borwärts") am 11. Mai im Alter von 58 Jahren verstorben ist. Ehre ihrem Andenken! Die Beerdigung findet heute Donnerstag, den 14. Mai, nachmittags 33 Uhr, von der Leichenhalle des Philippus- ApostelKirchhofes, Müller. Ede SeeStraße, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 64/17 Die Bezirksverwaltung. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die vielen Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben Sohnes Erich jage ich allen Freunden und Be fannten, meinen Kollegen und den Genoffen der 11. Abteilung der Be airte 632/633 des 6. Streises unseren 50a herzlichsten Dant. Otto Moeser nebst Sohn. Ein ehrendes Andenken bewahrt ihm 20535 Das Personal der Buchdruckerei sich ,, Deutsche Tageszeitung". Die Beerdigung findet statt am Freitag, nachmittags 1,5 Uhr, von der Leichenballe des Neuköllner Friedhofes, Mariendorfer Weg. Hiermit sage ich allen Freunden und Verwandten, besonders dem Wahlverein des VI. Berliner WahlPreises, sowie dem Gesangverein Alte Eiche und dem Berein der freien Gastwirte meinen tiefgefühltesten Dant. 126A Anna Walter nebit Kindern. Spezialarzt f. Hauts, Harn, Frauenleiden, nerv. Schwäche, Beinkranke jeder Art, Ehrlich Hata Kuren in u. Co. fonz. Laborat. f Blut untersuchung., Fäden i. Harn usw. Dr. Homeyer Friedrichstr. 81, gegenüber Banoptikum Spr. 10-2, 5-9, Sonnt. 11-2. Honorar mäßig, auch Teilzahl. Separates Damenzimmer. le din saisen tehoades o els Am 11. Mai verstarb unser Bruder und Schwager, der Haus. diener Gustav Legel. Die Beerdigung findet am Freitag, nachmittags 5 Uhr, von der Halle des Heilig- KreuzKirchhofes in Mariendorf aus ftatt. 2051b Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß die Händlerin Frau Klara Kempke geb. Machineck KrankenunterfügungsSterbekallenvereinu Berlin Friedena Sonntag, den 14. Juni 1914 nachmittags 4 Uhr: M nis Außerordentliche General- Versammlu bei Klabe, Friedenau, Handjerh Tagesordnung: Antrag des Vorstandes: lösung der Kaffe". 2851 Hermann Müller, Ernst Reich Kaffierer. 1. Vorsitzende am 12. Mai verstorben ift.Benoährt- brozehr am Die Beerdigung findet Freitag, den 15. Mai, nachmittags 4, Uhr, von der Halle des ㄓ Zentral Friedhofes in Friedrichsfelde aus statt. 20505 Restaurant Schwarzer Adler Werder a. H., Fischerstr. 98. Telephon Nr. 189. Erstes freies Lofal, am Baffer gelegen. Eigener Dampfer anlegefteg. Herrlicher Garten. Saal 800 Perf. fassend. Bereinen Vorzugspreise. Kaffee in Kannen. Familien fönnen Kaffee lodhjen. Bej. Karl Neinert. Reuters Werte Größtes 3 Bäude 4 Mart Buchhandlung Vorwärts Spezial- Geschäft sämtlicher GastwirtsArtikel. L. Katz& Co., Spandauer Str. 20 markt. am MolkenFilialen: Neukölln, Bergstraße 65, am Ringbahnhof u. 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Sonnabend, abends 8 Uhr: Das große Licht. Schiller- Theater Charlottenburg. Donnerstag, abends 8 Uhr: Zum ersten Male: Klein Eva. Freitag, abends 8 Uhr: Zum Hochsirn der Jung- Ueber unsere Kraft( I. Teil). Lessing. Pygmalion. Kammerspiele. Wetterleuchten. Deutsches Künstler: Theater. Schneider Wibbel. Deutsches Opernhaus. Die Königin von Saba. Berliner. Bie einst im Mai. Königgräter Straße. Mr. Wu. Theater des Westens. Bolenblut. Theater am Nollendorfplatz. Der Jurbaron. Kleines. Marys großes Herz. Thalia. Wenn der Frühling fommt. Trianon. Die Notbrüde. Montis Operetten. Jung- England. Lustspielhaus. Die spanische Fliege. Schiller O. Das große Licht. Schiller Charlottenburg. Klein- Eva. Rose. Die Kino- Königin. Kasino. Wo die Liebe hinjällt. Reichshallen. Stettiner Sänger. Herrnfeld. Ein Reinfall. Heut' Sonnabend, abends 8 Uhr: Klein Eva. Theater in der Königgrätzer Straße Täglich 8 Uhr: Mr. Wu. 8 Uhr: Der Juxbaron. Residenz- Theater. Anjang 8 Uhr. Ein Walzer von Chopin. Schwank in 3 Alten von Henri Rerout und Albert Barré. Morgen und folgende Tage: Ein Walzer von Chopin. Theater an der Weidendammerbrücke. Abends 7 Uhr 55 präzise: Die Reise um die Erde in 40 Tagen. Deutsches Künstlertheater The ater- Sozietät. Nürnberger Straße 70/71, am Zoo. Kasse: Nollendorf 1383. Donnerstag, 8 Uhr: Taubenstraße 48/49. 8 Uhr: Zum Hochfirn der Jungfrau. ZOOLOG Täglich Anf. 8. Ende 10% Der Schneider Wibbel. ischer Garten müde Theodor. Zirkus Freitag, 8 Uhr: Der Raub der Sabinerinnen. Trianon- Theater. Täglich abends 8 Uhr: Die Notbrücke. Busch Gastspiel des Deutschen Theaters Direktion: Max Reinhardt. Tagl. ab Militär- Konzert. 4 Uhr: Vom 15. Mai 1914 ab: Großes Militär- Doppel- Konzert. Eintrittspreise: Zoo 1 M., von 6 Uhr ab 50 Pf. 11 TERI CARTEN 8 6 Neues Programm! Rajah in ihren Tänzen Johnson u. Dean Jeanette Denarber Ragtime- mit ihrem Sextett Ballon und eine Auslese hervorragender Kunstkräfte! Entreeplatz wochentags M. 0,60. Rauchen gestattet! Aquar. 1M. v.d.Str. 50Pf.v.Zoo Apollo- Theater. Kinder unt. 10 Jahr. die Hälfte. AQUARIUM 9 Uhr morgens bis 10 Uhr abends. Komödienhaus. Das Mirakel Berliner Prater- Theater 8 Uhr: ,, Kammermusik“. Berliner Theater. 8 11hr: Wie einst im Mai. Theater des Westens, 8 Uhr: Polenblut. ift übermorgen. Klabrias- partic. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Wintergarten. Spezialitäten. Apollo. Otto Reutter. Balast- Theater. Das Mirakel. Zirkus Busch. Das Mirakel. Anfang 8, Ulbr. Komödienhaus. Kammermusit. Residenz. Ein Walzer von Chopin. Friedrich Wilhelmstädtisches. Die Förster- Christl. Theater an der Weidendammer Brücke. Der müde Theodor. Walhalla. Die Dollarprinzessin. Luisen. Ein feltsamer Fall. Folies Caprice. Der Zuftturner. Das Karnidel. Das Erdbeben. Anjang 8, Uhr. Neues Volks- Theater. Haubenlerche. Die Admiralspalast. Im Zangollub. Anjang 9 Uhr. Berliner Eispalast. Eisballett. Amor auf Urlaub. Anjang 8 Uhr. Die Förster- Chriftl. DOSE= THEATED Große Frankfurter Str. 132. = Die Kino Königin. Operette in 3 Aften von Dfontowsti und Freund. Musik von Jean Gilbert. Anjang 8 Uhr. Freitag: Die Kino- Königin. Walhalla-Theater Weinbergsweg 19/20. Täglich 8 Uhr: Gastspiel des Rose- Theater- Ensembles Die Dollarprinzessin. Operette in 3 Atten von Willner und Grünbaum. Musik von Leo Fall. 4. Preußisch- Süddeutsche Anfang 8 Uhr. Vorverkauf an der Kasse des Deutschen Theaters, Zirkus Busch und A. Wertheim. Preise der Plätze von 1-10 M. KOCHKUNST- CLOU AUSSTELLUNG Mauerstr. 82 ,, Die Küche im Mai❝ Heute Wettkochen der 5 Uhr: Bühnenkünstler Pauli, Rutter, Rick Bender, Junkermann Thielscher Täglich 10-9 Uhr. Eintritt 1 Mark. Konzert 4-8 Uhr. Brauerei Friedrichshain. Mittwoch, den 20. Mai 1914, abends 8 Uhr: Vokal- und Sinfonie- Konzert des Gen Kreuzberger Harmonie Mil, de. vereins D. A.-S.-B. und Mitwirkung des Blüthner= Orchesters Dirigent( Chor und Orchester): Franz Bothe. Einlaßkarten im Vorverkauf a 30 Pf. bei d. ,, Vorwärts" Spediteuren Zucht, Immanuelkirchstr. 12 und Hanisch, Ackerstr. 174. ( 230. Königl. Preuß.) Klaffenlotterie 13136 438 39( 1000) 58 546 639( 600) 769 999 114026 425 69 5. Klasse 5. Biehungstag 13. Mai 1914 Vormittag Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I u. II. Nur die Gewinne über 240 M. find in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr A. St.-A. f. 8.)( Nachdruck verboten) 33 46 137( 500) 78 425 574 835 946 1052( 500) 100 76( 500) 246( 500) 390 2224 681( 500) 88 618 83 801 83( 1000) 3289 399 630 68 720( 3000) 36 4029 75 125 45 331 809 41 929 66 5107 306 37 483 679 703 40( 500) 85 6129 320( 3000) 36 491 508 24 703 83( 1000) 7029 164 604 42 783 91 808 983 8022 114 54 86 221 27 407 516 40 769 8084 129 232 790 821( 500) 10025 135 61 359 532 38 80 707 876( 1000) 11151 423 521 33 661 89 822 35( 500) 901 12007 62 107 200 90 398 482 541 ( 500) 91( 1000) 95 719 13119( 500) 463 638 671 741 67 69( 3000) 920 14060 76 158 77 276 389 15027 248 76( 500) 462 87 99 638 742 16109 772 876 86 17401 8 702 12 60 71 836 18084 131 73 238 333 73 476 88 668 697 738 820 907( 6000) 63 70 87 19005( 1000) 189 248 72 317 985 20053( 600) 173 225 70 354 404 5 710 849 21107 15 16 24 74 361 62 442 44 94 613 37 671 730 22042 163( 3000) 471 638 862 67( 500) 994 23102( 1000) 31 53( 3000) 56 279 464 70( 500) 588 611 17( 500) 33 714 875 96 24228 473 607 28 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83 98 307 415 71 697 685 775 952 58 75035 67( 1000) 77 135 652 764 820 87( 1000) 95 981 76054 121 423 503 12 13 638 77020 73 237 379( 3000) 490 516 808 28 44 77 984 78219 51 542 63 610 933 79023 36 66 93 155 216 73 436 513 95( 500) 622 885 907( 3000) 80054 101 63 265( 500) 367 454 74 504 39( 3000) 64 81176 ( 1.000) 437 503( 3000) 81 602 98 741 60 841 64 904 82024 249 361 566 683 33077 252 349 93 679 785 975 84074 198 253 64 335 487 515 614 778 85083 84 315 704 925 86041( 500) 67 90 140 208 555 603( 500) 44 87061 350 78( 1000) 440( 3000) 832 902 88002 65 361 411 19 588 666 86 855 963. 39143 399 675 764 202 69 952 90038( 1000) 156 207 86 463 63 509( 1000) 617 808 940 91200 342 418( 1000) 684 611 87 709 21 865( 500) 92015 47 106 23 319 621 27 28 764 837 93013( 600) 20 191 419( 500) 659 739 800 25 85 943 90 94112 440 573 726 843 937 95015 18 178 99 493 601 21 903( 1000) 37 47 74 96051 56 208 81 94 515 26 735 93 836 88 969( 500) 97239 383 415 54 578 712 14 98037 98 216 60 673( 500) 92 90275 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Donnerstag, den 14. Mai 1914: Letztes Gastsp.d. Voigt- Theaters. Abschiedsvorstellung f. d. Abonnenten. Don Cäsar oder Der Graf v. Irun. Rom.Schauip.m.Gef.i.4 Aft. v.Friedrich Kasseneröffn. 7 Uhr. Anf. 8 Uhr. Casino- Theater 8 Uhr Tel.: Lützow 2757. 8 Uhr Otto Reutter u. das übrige Mai- Varietéprogramm. Rauchen gestattet! Folies Caprice. Täglich 8, Uhr: D er Luftturner. as Karnickel. as Erdbeben. Lothringer Straße 37. Täglich 8 br. Admiralspalast. Bis Montag, den 18. Mai: Der neue Lustspiel- Schlager: „ Wo die Liebe hinfällt" und das große Mai Programm. Schluß der Saison: Montag, 18. Mai. 1 Passage- Panoptikum Lebend! Die letzten weiblichen Azteken! Der unfesselbare Rappo, der König der Ausbrecher. Aga, die schwebende Jungfrau. Buddhas Geistertafel. Alles ohne Extra- Entree! Eintr. 50 Pf. Kind. u. Sold. 25 Pf. 4. Preußisch- Süddeutsche ( 280. Königl. Preuß.) Klaffenlotterie 5. Klasse 5. Ziehungstag 13. Mai 1914 Nachmittag Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I u. II. Nur die Gewinne über 240 M. find in Klammern beigefügt. ( Ohne Gewähr A. St.-A. f. 8.)( Nachdruck verboten) 25 314 62 672 751 906 1049 67 79 237 516 57 66( 1000) 74 ( 500) 87 747 49 2037( 500) 227 312 76 418 31 63 572 641 58 59 97 831 3595 660 791 812 35 988 4037 133 87 202 336 583 608 770 82 869 938 5049( 500) 474 684 762( 1000) 881 90 926 73( 500) 6102 350 402 622 98 663( 500) 746 95 7063 220 74 317 715( 1000) 982 8164 365( 3000) 70 439 635 616 61 793 ( 1000) 859 986 9266 94 322( 500) 538( 1000) 56( 3000) 684 760 ( 1000) 79( 500) 848 89 92 10080 229 625( 500) 64 63 70 870 903 99 11152 220 64 318 29 68 488 668 769( 1000) 904 12030 105 271 661 641 726 872( 500) 85 941 13063( 3000) 200 71 310 421 639 712 83 826 28 952 14109 16 96 317 457 67 515 841 965 15069 218( 1000) 62 333 463 666 819 979 16001 425 549 81 17149 59 63 262 399 713 18021 563 638 44 74 19113 266 397 656 64( 3000) 711 911 20368 519 614 738 39 818 21026 163 236 69 86 91 618 713 97( 10 000) 842 22187 470 96 98 614 711 923 23062 273 74( 600) 361 461 82 616 743 84 821( 500) 85 908( 1000) 24174 97 310( 500) 453 503 42 760 867 920 25036 247 80 486 514 673 94 99 23039 192 329 95 475( 1000) 654 82 749 ( 500) 73 903 27215 411 852 82 912 16 28031 277 343 97 569 719 84 85 835 911 29178( 500) 201 8 11 359 82 441 ( 500) 726 39 966 30407 15 603 34 60 927 43 97 31034 411 25 569 79 705 999 32054 163 560 603 33102 21 40 209 16 43 405 41 45 829 34004 199 257 84 385 600 95 656 60 735 845 56 94 35052 119 204 406 67 90 672 715( 1000) 945 36117 364 86 482 666( 1000) 643 869 963 37090 176 241 321( 500) 461 74( 500) 540 624 67 858 946( 1000) 91 88113 200 63 381( 500) 448 696 707 64 96 947 39049 69 78 113 97 402 632( 500) 66 644 908 93 40037 96 113 94 666 744 55( 1000) 892 995 41013 132 ( 1000) 210 401 61 997 42173( 1000) 213 37( 3000) 447 53 549 76 43292 590( 3000) 836 44223( 1000) 34 602 77 796 819 45069 81 148 67 87( 600) 516 79( 500) 640 46007 17 96 405 9( 3000) 40 509 34 626 729 831 47052 91 256 95 489 504 87 748 826( 500) 74 905 44( 500) 90 99 48130 366 476 890 967 49017 38 42 182 236 69 349( 1000) 51( 1000) 404 533 629 863 972 50127 297375 564 809 43 51091( 1000) 249( 1000) 312 ( 1000) 519 33 71 802 52( 3000) 97( 1000) 946 52063 67 84 324( 600) 28 86 402( 500) 75 82 733 66 53163 508 786 54175( 500) 480 562 63 73 678 81 814 61 932 55092 126 200 2 423 75 669 88 746 93 814 17 56080 83 104( 500) 20 48 230 67 315 47 96 508 57 97 833 75 57107 36 226 42 481 663 839 971 63190 247 94 335 45 61 83 400 11 52 641 756 800 937 59024 44 214 352 439 597 649 796 60049 117 414 759 866 907 13 50 61318 479 700( 500) 62033 57 91 109 224( 1000) 519 41 62 85 783( 3000) 981 63372( 1000) 435 576 651 741 68 81 910 20( 3000) 72( 500) 64005 66 99 139 98 285( 600) 357 540 787 861 62 961( 500) 65167 95 262 85 95 413 71 695 731 931 86126 213 306 20 411 73 619 859 67021 613 644 884 68216 27 48 631 45 99 771 840 69003 13 107 209 14 67 623 977 70095 205 61 74 312( 500) 66 427( 500) 511 57 702 90 934 40 50 67 71198 250 403 61 568 612 772 934 69 72027 263 70 339 72 658 78( 500) 824 73036 114 222 73 352 60 559 700 78 935 74111 44 361 64 573( 1000) 680( 1000) 701 67 75041 189 403 505 666 96 76362 67 645 642 857 954 77076 332 ( 1000) 429 931 47 62 63 78109 42 293 417 547 55 64 874 ( 600) 995 79102 91( 600) 308( 500) 546 722 62 891 985( 1000) 80206 19 77 507( 3000) 895( 3000) 81116 251 66 404 60 69 672 712 49( 1000) 980 82020 332 753 857 97 968 83146 435 639 774 818 71 85156 84 84236 76( 500) 580 726 817 ( 500) 284 356 532 614 765 71 83 960 86005 167 213 319 76 471 600 778( 15 000) 87105 257 73 77 504 54 636 734 51 821 910 21 36 88015 38 493 626 67 925 89008 91 157 304 920 90113 36 276 362 585 690 835 984 91030 127 99 437 46( 500) 95 671 891 901 44 92075 122 316 66 663 84 949 52 93032( 500) 150 496 639 804( 500) 94144 367 80 489( 500) 718 65( 3000) 80 95098 116 332 60 420 31( 500) 555 57 65 726 959 86055 97 177 602 17 81 708 97122 36 258 361 918 75( 500) 98040 237 89 90 425 68 70 637 688 99 704 13 68 92( 3000) 992 09327 671( 500) 806 96 999 100052 215 313 31 413 690 764 893 915 101012 133 46 62 315 93 562( 1000) 63 644 765 818( 500) 972 87 102017 136 283 376 432 623 759 86 851 66( 1000) 103042( 600) 168 274 306 64 558 75 621( 1000) 882 972( 1000) 104050 59 144 331 411( 500) 30 669 796 921 105248 517 601 35 40 978 106011 337( 500) 81 410 574 879 107044 92 351( 500) 463 732 54 ( 500) 949 108043 181 51 218 314( 1000) 79 97 423 70 607 21 825( 1000) 80 929 108014 153 240 57 98 460 572 80 692 719 110271 380 94 517 719 61 827 74 111209( 3000) 510( 3000) 651 69 723 829 931( 500) 112036 46 102 42( 1000) 210 358 91 Die Eis- Arena. 99 Novität Im Tangoklub" und zum 256. Male das eff Puppe". Bis 6 Uhr u. ab 10%, Uhr effektvolle Eisballett ,, Die lustige halbe Kassenpreise. Wein- und Bier- Abteilung. Reichshallen-Theater. Stettiner Sänger. Herr D'rektor Kuhlicke Burleste von Mehsel. Anjang 8 Uhr, Sonntags 7%, Uhr. Für den Inhalt der Jnierate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber teineric Verantwortung. 610 948 113078 448 883 114027 83 122 514( 500) 26 732 60 852 909( 3000) 115075 88 242 326( 1000) 489 774 805 69 82 116046 167 84 89 90 298 390 417 66 81 503 61 734 117009 ( 500) 83 205 68 311 86 408 31 547 775 118007 191 734 823 86 904 14 119109 94 227 67 98 694 717 844( 500) 120138 254 94 305 27 41 97 565 766 90 95( 3000) 121001 45 575 932 42 122166 84 217 680 87 875 123169 513 983 124033 60 236 496 873 97 125048 151 632 853 126181 243 847 98 127308 12 71 401 77 98 534( 1000) 48 611( 3000) 810 39 42 68 960 128021 129 533 700 79 87 843 998 129132 294 315 46 72 86 596 725 836 77 915 34 130027 93 546 673 712 948( 3000) 94 181231 372 444 504 658 704 36 41 46 954 132138( 500) 518 62 631 789 971 133035 229 32 48 305 503 81 87 615 764 980 134057 152 85 246 65 481 673 135057( 500) 80 101( 1000) 66 87 231 63 329 96 646 894 136130 276( 3000) 762 825 970 137087 149 277 334 48 80 574 775 833 56 912 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Prämien zu 300 000 m, 2 Ge winne u 500 000 m., 2 au 200 000., 2 su 100 000., 2 75 000 m., 2 zu 60 000 W., 4 zu 50 000 9., 4 zu 40 000 m, 20 30 000 m., 24 au 15 000 U., 78 au 10 000 9, 198 au 6000 2530 zu 3000., 5096 zu 1000 m., 7036 zu 600 m. Bantwortlicher Redekteur: Alfred Wielepp, Neukölln, Für den Injeratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin, Drud u. Berlag: Vorwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW.