Nr. 32. Erscheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Viertei jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Big. frei in's Haus. Einzelne Nummer Pfg. Sonntags- Nummer mit tluftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter freuz band: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Breisliste für 1894 unter Nr. 6919. Vorwärts # 11. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Big., für Vereins: und Versammlungs Anzeigen 20 Pfg Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Grpedition in an Wochentagen bis 7 Ubr Abends, an Sonn und Fefttagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Quittung. Donnerstag, den 8. Februar 1894. rothen Jungens 2,-. Gesammelt bei einer rothen GeburtstagsS. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. feier 8,80, Ga. 5,80. Frohburg i. S., G. Sch. 5, Falten- Das deutsche AuswanderungsV 60,-. wesen im Jahre 1893. Bei der Parteikasse gingen im Monat Januar folgende berg( Oberschl.) 2,-. Finsterwalder und Nehesdorfer Genossen Beiträge ein: 10, Forst i. 2., v. Genossen 200,-. Forst i. 2., rother GeburtsApolda, gesammelt in der rothen Büchse des Restaurants tag in Berge 1, Von R. H., Riefengebirge 1,50, Sa. 2,50. Vorwärts 21,32. Auerbach i. V., Börse-50. Adlershof Glauchau, amerit. Auktion Gesangv. Vorwärts 1,50. Gersdorf Dem Reichstage ist soeben der Bericht über die ThätigRöpenick, internationaler Prisenverein 14,-. Berlin, Beiträge bei Zwickau R. G.-, 60. Gotha 100,-. Gera, Beitrag der keit des Reichskommissars für das Auswanderungswesen der Wahlkreise: 1. Kreis 260,-( darunter gemüthliches Familien Genoffen 50,-. Gersdorf( Hohenstein- Ernstthal), gezeichnet von den während des Jahres 1893 zugegangen, der eine Reihe anfest Tempel's Festfäle 15,-. Schidzichowsti 8,-) 3. Kreis luftigen Heringsbändigern 15,- Grafenstaden i Elsaß 1, 1,-. 200, bewegung bietet. 4. Kreis( D) 500,-( darunter Andreas B. 81, Hohenstein- Ernfitbal, Ueberschuß der Sylvesterfeier 5,-. Hagen, ziehender Thatsachen zur Erkenntniß der überseeischen WanderBelling u. Hirsch 4,50. Tischlerei Kümmel, Kleine Frank- Ueberschuß der Volkswacht"; 2. Rate 100,-. Hannover 500,-. furterstraße 12,-. Gesammelt durch Fix 3,-). Es wird nicht viele Leute geben, die an die Nichtigkeit 4. Kreis Halberstadt 50,-. Hamburg, v. e. sozialdem. Staatsbeamten 20,-. ( Südost) 700,-( darunter Gesangverein Sanges Echo 20,-, Stat Hamburg, Geburtstag bei Meyer, Theilfeld 49 1,60. Hannover- des Bismarckischen Wortes glauben, daß die Wohlständigflub Tournee 5,-, drei Porzelliner 0,55). 6. Kreis( Wedding) Münden, vom Metallarbeiter Stiftungsfest 4,80. Ilmenau, feit die Ursache der zunehmenden Auswanderung sei. Es 200,-( darunter eine Apfeljine bei Haferland 1,20, Neujahrsbär, Uebersch. v. Zigarrenkonsum der Weißgerber 10,30. Stiel, zu steht fest, daß die Flucht über das große Wasser zwar der Gesundbrunnen 1,43, durch Raschte 3,-). 6. Kreis( Rosenthaler Weihnachten v. B. 10,- Köpenick, Uebersch. der Laffalleseier haarscharfe Ausdruck der Unzufriedenheit mit den heimischen Vorstadt) 151,80( darunter eine abgelehnte Unterstützung 1,80). 70,-. Sellinghusen 31,29. 2. Fr. G. 225, Lübeck, Wahlkreis Buständen und die naturnothwendige Wirkung bestimmter 6. Kreis( Moabit) 160,-( darunter Gesangverein Steinnelfe 200,- Leipzig, Gefangverein Bollsfreund 50,- Langenbielau, wirthschaftlicher Vorgänge ist. Aber der Deutschlandmüde, 2. M. 300,-. 10,-, Vereinte Sangesbrüder 11,60, Sylvesterabend gesammelt bei amerit. Auft. 3,25. Luckenwalde, Wahlkreis Minden der jenseits des Meeres sich eine neue Heimath gründen Hermerschmidt 7,-). Berlin, div. Beiträge: P. S. 50,-. A. B. 50,- Bauch Belzig Jüterbogt Luckenwalde Dr. 2. A. 20,-. Ges. auf einer Kneiperei in Schöneberg 2,60. Lübbecke, aus dem Wahlkreis durch den den Vertrauens will und der Zug nach Westen, nach den Gestaben der 2. S. B. 20,- Saba 3,-. von einer rothen Hochzeit 8,81. nordamerikanischen Union ist auch heute noch am stärksten Mastenball, Swinemünder mann 20,-. München, Gesellschaftshaus 3,-. Tischlerwerkstatt von Heinrich und Marburg, langer und runder Tisch 3,05. Mylau, Weihnachts- muß in der Regel über einen Mindestbetrag von Mitteln Brandenburger, Bergmannstr. 91, mit zwei Ausnahmen 6,75. geschenk von einem rothen Schuster 3,-; empfangen bei Jetwet verfügen, die ihm die Möglichkeit gewähren, nicht blos die Tanzlehrer- Berein Solidarität" 5, M. B. 75,-. J. B. 25,-1,05; amerit. Auktion eines Stehkragens 2,55; Summa 6,60. Fahrkosten zu bestreiten, sondern auch für den Anfang Luther- Worms 30,-. Lokal Freischütz", Fruchtstr. 36a, ob. Saal, Mannheim S. V. 50,-. Nordische Wasserfante 20,000. Neu amerik. Auktion einer Wurst 2,25, amerit. Auktion eines Wand- damm, zielbewußte Genossen 6,- Neu- Trebbin, Ueberschuß wenigstens eine wenn auch noch so geringe Baarschaft mit herüberzunehmen. tellers 11,90, Sa. 14,15. Bur Feier des 27. Januar von einer Versammlung durch Salomon 4,30. Derlinghausen, von einer Lehrerin 2,-. Durch F. für einen Vortrag 10,-. Drei den rothen Gesellen 2,-. Pforzheim, rothe Fahne 6,-. Die ländliche Bevölkerung und die Gruppen der Arv. Frege'sche grüne Jungens aus Moabit 3,-. Rauchflub„ Graue Prenzlau, gesammelt auf einer rothen Rindtaufe 2,-. Pohliz, beiterschaft, die noch geschickte Arbeit verrichten, stellen das Wolfe" 25,- Personal von Maurer u. Dimmick 45,-. Rontobuch gesammelt durch F. N. bei H. am 29. Januar 3,-. Quariz, Hauptontingent der Auswanderer. Kleinbauern des Ostens, arbeiter Rochstr., 5, Geächtet 5,- Personal des Vorwärts" gemüthliches Kartenspiel-, 50. Quedlinburg, B. 2, Schwedt Landarbeiter aus Pommern, Posen, Schlesien ziehen in 150, Bading'sche Druckerei, Werkabtheilung 30, Rothe a. D. 100,-. Stuttgart, aus Schwaben 300,-. Sonnenburg hellen Schaaren aus dem paradiesischen Gebiete altBuchbinder, Grünstraße, 5, Technisches Personal Lessing-( Neumark) Volksversammlung 8, Steglitz, In 30,-. Treuen, preußischen Junkerthums, um sich in Amerika von den theater 1,50. Pfeiffer's Bäckerei 1,20. Gesangverein Liedes rothe Hochzeit 2,-. Tempelhof, Ueberschuß vom" Wahren Segnungen patriarchalischer Zustände zu erholen. Im freiheit 30,-. Gießerei Oranienstr. 9 mit einer Ausnahme 4,30. Jakob" durch den Vertrauensmann 10,-. Vorwärts" 4. Quartal Amerif. Auft. Gesangverein Freiheit 4,10. Ein kleiner fräftiger 1893 8644,05. Berther 3000,-. Wandsbeck 500,-. Wands- Königreich Preußen betrug der Durchschnittssaß der AusRother, Nettelbeckstraße, 10,-. R. W. 1,50. Student Tieckstraße beck, amerikanische Auftion bei 2. C. 3,50. gewanderten im Jahre 1892 vom Tausend 2,49 der Bevöl 3,-. Puterkolonne Poppe 3,- Puberkolonne Poppe 5,-. Student 167 1,-. Gesammelt In der Quittung vom 10. Dezember 1893 Nr. 290 des ferung. Wenn wir dagegen die einzelnen Provinzen be am runden Zisch bei Nebelin-, 60. Budiker, BreiteBreite Vorwärts" muß es unter den Beiträgen der Berliner Wahl- trachten, so ergiebt sich, daß aus Westpreußen 9,33, aus firaße, 3,- Gefangverein Moabit, amerikanische Auftion 4,30. freise, 6. Kreis( Moabit) nicht heißen Theaterverein Nord 7,30, son- Posen 8,63, aus Pommern 6,44 vom Tausend der Bevölkerung S. C. W.( darunter Sylvesterseier 1,15) 5,15. Tugendbund 10,50. dern Vergnügungsverein Nordwacht 7,30, abgeliefert durch Lewan- über deutsche, belgische und holländische Häfen ausgewandert Tießgen" 25,-. Amerikanische Auktion Pianoforte- Fabrik Hörs dowsky. Ferner muß es in der Quittung vom 9. Januar 1894, find. Wo die größten Kartoffeln der armen Bauern" u. Ko. 3,50. Pfropfenverein Wedding 3,50. Fembeling 2,-.- Nr. 6 des„ Vorwärts", unter den diversen Berliner Beiträgen wachsen, da ist der Trieb, sich von der Scholle zu lösen, Beuth., Oberschl., gemüthl. Beisammensein 3,15. Bremen, nicht heißen G. U. in Ch. d. d. 30,-, sondern E. Gl. in Ch. am allerſtärksten. Leider aber sind es nicht die SchnapsB. C. 5,-. Bielefeld, von organisirten Maurern 10,-. d. Hd. 0,30. Breslau, rothe Hochzeit, Sonnenstraße, 1,50. Bremen, vom Die Genossen von Fermersleben und Westerhüsen haben im brenner, Buckersieder, Stärkemehlmacher und Koruwucherer, rothen Jatobinerklub durch A. v. Gappeln 4,50. Bremerhaven Juni vorigen Jahres 100 M. zum Wahlfonds beigesteuert. Diese die den Staub von ihren Pantoffeln schütteln; die beste 100,-. Cottbus, Stammtisch Höger's Restaurant 10,-. Grim Kraft des platten Landes, fleißige Bauern, tüchtige Landmitschau, Picknick des Gesangvereins Vorwärts 10,-. Coburg 5,-. arbeiter mit Weib und Kind gehen Deutschland verloren, Charlottenburg, rothe Geburtstagsfeier Wallstr. 6, 2,60. Dresden, dank dem herrschenden System der Massenauspowerung, vor Theaterproletariat 5,50. Dresden- Altstadt, E. Messing 300,-. der eben die Flüchtlinge entweichen. Im Jahre 1893 das Tresden- Pieschen, gesammelt v. Harder'schen Genossen am Hohen selbe Bild! Es wanderten aus Preußen insgesammt Neujahr 1,20. Durlach, von sozialdemokratischen Arbeitern 30,-. 46 361 Personen aus, davon aus Westpreußen 6024, aus Eimsbüttel Hamburg, Sparklub Proletaria 8,-. Eving, von den " Feuilleton. Nachdruck verboten.] Helene. " [ Aе Rechte vorbehalten [ 87 Roman in zwei Bänden von Minna Kautsky. Wjerotschka ließ fort und fort ihre Signale erschallen und auch die übrigen Schwestern erhoben sich. Nur Schwester Helene, die ihrer Freundin zunächst lag, rührte sich nicht. Sie schlief fest, in übergroßer Ermattung, die sich in dem jungen Gesichte, das blaß und schmal geworden war, deutlich aussprach. Sofia schenkte ihr einen mitleidigen Blick, dann faßte sie sie an der Schulter, und ihr das wirre Haar aus der Stirne streichend, rief sie:" Steh' auf Helene, wir müssen uns fertig machen, steh' auf." Die Deutsche fann wieder nicht zu sich kommen," brummte die barmherzige Wittwe, die eine orthodore Russin war, und eben, nach Often gewendet, ein furzes Gebet vollendet hatte. Schütten Sie ihr nur recht viel taltes Wasser in's Gesicht," fügte sie hinzu, indem sie sich nach russischer Art betreuzte. Sofia begnügte sich, sie stärker zu rütteln.. Hörst Du, der Transport wird gleich da sein, es ist 3eit, auf, auf!" Helene seufzte tief, streckte sich, seufzte wieder und wollte sich auf die andere Seite legen, aber Sofia hörte nicht auf fie zu rütteln. " Summe befindet sich unter den von der Expedition des Vorwärts" gesammelten Geldern und ist quittirt in Nr. 145 des Borwärts" vom 23. Juni 1893. " Berlin, den 7. Februar 1894. Für den Parteivorstand A. Gerisch, Razbachstr. 9, I. Sie ist todtmüde," entschuldigte Sofia, sie konnte gestern Abend kein Glied mehr rühren." ,, D, wir auch nicht, wir alle nicht." " Gewiß, aber der Dienst ist für sie noch neu und der Jammer greift ihr ins Herz." Von Chriftus tommt uns die Kraft und er verleiht sie Denen, die zu ihm beten," bemerkte Schwester Wierotschka in ihrer verdrossenen Art, indem sie sich abermals bekreuzte. Sofia antwortete nicht, sie stand bereits vor dem Waschtisch und begann ihre Toilette. Auch in den Tagen der anstrengendsten Arbeit fand sie die Zeit, sich sorgfältig zu reinigen. Sie bürstete ihre Hände und Nägel und kämmte aufmerksam das blonde, seidenweiche Haar, das sie jetzt furz verschnitten trug. Sie zog ihr Kleid aus dunkler Wolle an, das stramm um ihren vollen Körper sich schmiegte, und am Arme, Allen erkenntlich, die weiße Binde mit dem rothen Kreuze zeigte. Als ein weiteres Abzeichen trug fie ein goldenes Kreuz an einem blauen Bande am Halse. nehm aus. Sie sah in dieser ernsten Tracht schön und vorJetzt trat die Oberin, Schwester Maria, aus ihrem Belte hervor. Alle begrüßten sie. In ihrer Tracht unterschied sie sich in nichts von den Anderen, aber sie imponirte durch ihre ruhige Würde. Sie war nicht jung und nicht hübsch, ihr Haar war früh ergraut und ihre Haut gelb und runzlich geworden, aber aus ihren grauen Augen sprachen hohe Klugheit und Welterfahrung, und der strenge Mund war meist durch ein liebenswürdiges Lächeln verschönt. Sie war von einigen Laß ja ja ich komme schon," hauchte Helene, Schwestern gefürchtet, von vielen geliebt, von allen geehrt. dann mit einer gewaltsamen Anstrengung über sich selbst, Sie wendete sich Helene zu und kniete an ihrer Seite erhob sie sich und langte nach ihren Kleidern. Taumelnd nieder. Sanft streichelte sie das blaffe Gesicht, dann sagte that sie einige Echritte, stolperte über die Matraße, fiel fie ruhig, aber entschieden: darauf und blieb liegen. Sie war sofort wieder einge Schlafen. Stehen Sie auf, Schwester Helene." Und Helene riß die müden Augen gewaltsam auf und " Ein wahrer Mehlsack," entschied Schwester Wjerotschka, erhob sich von ihrem Lager. die ihre Kutte bereits umgeworfen hatte und nun mit ihren Es fröstelte sie; als sie aber das eiskalte Wasser plumpen Füßen über die Echlafende hinwegstieg. Sie hat über Gesicht und Nacken goß, fühlte sie sich merklich ergar keinen Ehrgeiz." frischt. Sofia Alexandrowna war zum Fenster getreten und sah nach dem Thermometer. " „ Es hat zwölf Grad Kälte und die schlechten Wege. die armen Verwundeten!" rief sie bekümmert. " Gott stehe ihnen bei," bemerkte die Oberin, wir werden doch nur ein Viertel davon behalten können... sie müssen weiter nach Sistowa." Dort soll bereits eine furchtbare Anhäufung von Kranken und Verwundeten sein." Dann müssen sie über die Donau." D, Schwester Maria, wie Viele werden da unterwegs zu Grunde gehen!" rief Helene, sich der Oberin nähernd diese Transporte sind mörderisch!" Die Oberin nickte: Leider." zu " Wir haben keine Eisenbahnen, um die Verwundeten befördern, wir befinden uns in einem wilden, unzivilisirten Lande." " In dem man mit den Waffen der Zivilisation kämpft, es ist entseglich!" " Die Oberin schüttelte lächelnd den Kopf, als könne sie diese Erregtheit nicht billigen. Wir werden heute noch viel zu thun bekommen, Schwester Helene, es ist unsere Pflicht, faltes Blut zu bewahren." Sofia trat auf sie zu und schloß die Freundin in ihre Arme. Muth, Helene, stähle Deine Nerven, wir müssen das Schlimmste ertragen lernen." Und sie drückte sie an sich und sah ihr mit einem so festen Blick in die Augen, als wolle sie in ihr die Heldin erwecken. Es polterte über die hölzerne Treppe, zwei Schwestern traten herein. Sie schüttelten sich. Ach, die Kälte draußen, und hier ist es auch nicht warm, warum heizt Ihr nicht besser, wir erfrieren!" Sie warfen sich, wie sie waren, in ihren Kutten und ohne die schweren Stiefel auszuziehen, auf die Matratzen und blieben da liegen. Zwanzig Stunden waren sie ununterbrochen auf ihrem Posten geblieben und hatten die schwerste Arbeit geleistet. Die Oberin hatte sich mit dem Samowar beschäftigt. GO Pommern 5680, aus Posen 6987, aus Brandenburg mit Ehren! Jedoch seine Ansprüche an das, was wünschens-| Ulrich wies seinen nationalliberalen Landsmann Osann Berlin 6091. werth, find wirklich nicht hoch. Und dann fragt sich immer, zurecht und beleuchtete die Wahlbeeinflussungen in Hessen. Im Jahre 1893 ist die Beförderung von Auswanderern was und wie viel er trotz aller Gründlichkeit seiner Die deutsche Dahomey- Schande ist durch die amt über deutsche Häfen gegen die vorhergegangenen Jahre er- Revisionen gesehen hat. Er hat ein viel zu großes lichen Berichte, mit deren Veröffentlichung nicht länger gebeblich zurückgegangen. Während im Jahre 1890 243 288, Beobachtungsgebiet, ein Mangel, woran alle fozial- zögert werden konnte, in ihrer ganzen Ausdehnung feſtge1891 289 228, 1892 241 595 Personen befördert wurden, politischen Behörden-man denke nur an die Ge- ftellt worden. Es ist fein Zweifel mehr: Beamte des betrug die Zahl der Auswanderer im Jahre 1893 nur werbe- Aufsicht kranken, und er vermag nicht Alles zu Deutschen Reichs, angebliche Träger der Kultur", haben 168 272. Die Ursachen dieses Rückgangs", so führt der beaufsichtigen. Und wie ist's mit den Vorkommnissen auf sich schlimmer benommen, als die schlimmsten Barbaren; sie amtliche Bericht aus, besonders so weit er Hamburg der Fahrt? Wer kehrt sich an die Beschwerden der Ge- haben ein Verbrechen an der Menschheit verfibt und dem betrifft, dürften hauptsächlich in den Nachwirkungen landeten? Ruf Deutschlands einen schweren Schlag versetzt. Augeder Cholera Epidemie des Jahres 1892, der allgemein Es wurden im Jahre 1898 über deutsche Häfen fichts dieser Thatsache, haben wir zu fragen: warum ha gedrückten Lage der Geschäftswelt und in dem aus 168 272 Personen befördert. Davon gingen über Bremen bie Reichsregierung mit der Veröffentlichung der amtlicher gesundheitlichen Rücksichten erlassenen Verbote des Ham- 109 400 und über Hamburg 58 872 Personen. Berichte so lange gewartet? Und welche Schritte hat fi burger Senats, russische Auswanderer über Hamburg zu Unter den über Brement beförderten 109 400 Personen, gethan, um die Urheber und Mitschuldigen dieses Ver befördern, zu finden sein." Tas Verbot blich bis gegen von denen 39 852 Deutsche, 69 548 Ausländer waren, be- brechens und dieser beispiellosen Beschimpfung des deutscher 69548 Schluß des Jahres in Kraft, ist jedoch inzwischen für die fanden sich 66171 Personen männlichen und 43 229 Per- Namens zur Berantwortung und Strafe zu ziehen? russischen Auswanderer, die die in Rubleben bei Spandan sonen weiblichen Geschlechts. Hiervon waren 92 387 Ererrichtete Untersuchungsstation und Desinfektionsanstalt wachsene, 13 898 Rinder im Alter von 1 bis 10 Jahren Ueber den deutsch- russischen Handelsvertrag äußert passirt haben, aufgehoben worden. Der Ausfall war be- und 3120 unter 1 Jahr alt. Von den Auswanderern reisten sich die konservative Bresse ziemlich fleinlant. Die Konser trächtlich, da die russischen Auswanderer einen großen Be- einzeln 46 171 Männer, 18447 Frauen, ferner 44781 Pervativen scheinen den Glauben daran verloren zu haben, daß standtheil der gesammten über Hamburg gehenden Aus fonen in 12 865 Familien. Die hohe Zahl allein aus die Annahme des Vertrages sich noch verhindern läßt. wanderung bilden, z. B. im Jahre 1892 fünfzig Prozent wandernder Frauen läßt sich daraus erklären, daß die erreichten. heutige Wirthschaftsweise immer mehr die Frauenarbeit Der Bund der Landwirthe scheut die DeffenIndeß, auch wenn man diese zwei Ursachen, die Nach entwickelt und das Weib auf sich selbst stellt, sie selbst- lichkeit. Die Herren, welche für die nicht geheime Stimmwirkung der verheerenden Seuche und das Russenverbot, ständig macht und in das Getriebe der Produktion hinein abgabe ihrer" Landarbeiter eintreten, halten die diesausschaltet, jo bleibt als eine bebentſame die Aussenverbot, Auswanderungs- reißt. macht und in das Getriebe der Produ jährige Generalversammlung des Bundes hinter verschlossenen ziffer beeinflussende Erscheinung der wirthschaftliche Nieder- Unter den über Hamburg beförderten 58872 Personen, Thüren ab, sie laffen keine Berichterstatter zu und muther gang übrig. Es haben sich die sozialen Verhältnisse im von denen 30 510 Deutsche und 28 362 Ausländer waren, den Zeitungen zu, einen von ihnen selbst redigirten Bericht Jahre 1893 dermaßen verschlechtert, die chronische Krisis befanden sich 34 325 Personen männlichen und 24 547 Per aufzunehmen. Die Herren fürchten wohl nach unseren Inlastete so schwer auf den meisten Erwerbszweigen, der Noth- sonen weiblichen Geschlechts. Hiervon waren 47 244 Gr formationen nicht mit Unrecht, daß der Entrüstung stand, den die Herren am Bundesrathstisch durch ihre wachsene, 8986 Kinder zwischen 1 und 10 Jahren und gegen die Leitung des Bundes, speziell gegen den Herri gegeben und fapitalistische Brille gar nicht oder nur" theilweise" sehen, 2642 Kinder unter 1 Jahr alt. Von den Auswanderern Plötz und Suchsland offen Ausdruck gegeben hat fo um fich gegriffen, daß selbst die Zahl derjenigen, reiften einzeln 20 817 Männer, 7452 Frauen, ferner 30 603 daß über die Agitation gegen den deutsch russischen Handelsvertrag sehr abfällig geurtheilt werden wird. welche durch die Nothlage zur Auswanderung veranlaßt Personen in 9087 Familien. werden, aber noch so viel besitzen, um die Kosten der AusDazu kommt noch die Opposition der Antisemiten und der alten Bauernbündler. Die Geheimnißkrämerei wird den wanderung erschwingen zu können, in nicht geringem Maße Herren nicht viel nützen, sie wird nur das allgemeine Ge zurückgegangen ist. Endlich kommt hinzu der ganz außer fühl, daß der Bund der Landwirthe den Höhepunkt seines ordentliche Nothstand in den Vereinigten Staaten, dem Einflusses überschritten hat, bestärken. Die geplante Hauptziele unserer Auswanderung, der jeden überlegenden bie Auswanderung Deutschlandmüden veranlassen wird, Gründung eines neuen Bauernbundes und die zahlreichen Angriffe aus den Kreisen der Mitglieder auf die Leitung des Bundes lassen diese Auffassung berechtigt erscheinen.Auf der Tagesordnung der Generalversammlung stehen folgende Bunkte. auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Hier reden die Thatsachen eine gar überzeugende Sprache; auch der Regierungsbericht kann sich dieser Beredsamkeit nicht völlig entziehen. Unter den liber die deutschen Häfen insgesammt beförderten 168 272 Personen tamen 70 362 aus Deutschland. Von diesen gehörten ihrem Berufe nach an: ter Landwirthschaft " Industrie dem Handel und Verkehr der Arbeiterschaft anderen Berufen( freien Berufen, öffentlichem Dienst) 6 985 oder 15 181 5 890 21 154 " 9,8 pбt. 21,4 8,3 " " " 30,5 " 1 630 2,3 0 " 19 572 zufammen 70 362 • 27,7 " " 100 pt. chne Beruf bezw. ohne Berufsangabe. = Hervorzuheben ist das, was der Bericht über die Zustände auf den Auswandererschiffen mittheilt. In der Presse und im Parlament sind die Leiden der Zwischendeck. Die Wirthschaftspolitik kann aus diesen Zahlen lernen. reisenden, das heißt der erdrückenden Mehrheit der Passa: Die Arbeiter der Industrie und der Arbeiter, stand" übergiere, oft und eindringlich genug dargestellt worden. Es haupt, wie sich das amtliche Schriftstück ungenau ausdrückt, hat sich herausgestellt, daß die Unternehmer die altbewährte gemeint find doch gewerbliche und ländliche Arbeiter Geldsackpolitik, aus den Armen den höchstmöglichsten Gestellten den höchsten Prozentsatz Auswandernder. Es ist eine winn herauszuschlagen, mit Erfolg anwenden, daß die Lust zu leben in Deutschland. Leistungen, was die Unterbringung, die Kost, die Schlafräume, die Behandlung betrifft, nur zu oft sehr viel zu wünschen übrig laffen, und daß die bitteren Klagen, die hierüber laut werden, zumeist gerechtfertigt sind. Während die Reisenden der ersten und zweiten Kajüte in Prunkräumen untergebracht sind, und die Leckerbissen der Saison auf ihrer Tafel haben, geht es dem armen Teufel, der mit Hunderten im Zwischendeck zusammengedrängt ist, um so betrübender. Der Bericht aber sagt: Politische Iteberlicht. Berlin, den 7. Februar. Jm Reichstage fand heute eine Art Generaldebatte über die Vorgänge bei den Reichstagswahlen statt. Beraulaßt wurde die Debatte durch die vom Zentrum und der Freisinnigen Vereinigung gestellten Anträge auf Abänderung Wahlgesetzes. Die zwar nicht 1. Begrüßungswort vom ersten Vorsitzenden, Herrn v. Plöh. 2. Geschäftsbericht, erstattet vom Herrn Direktor Dr. H. Suchsland. 3. Kassenbericht, erstattet durch die hierzu bestimmte Kommission, und Decharge für das Rechnungsjahr 1893. 4. Beschlußfassung über die Abänderungen der Sayangen, wie solche in dem an die Herren Bezirksvorsteher vertheilten Entwurfe enthalten sind. Referent der 2. Vorsigende Herr Dr. Rösicke.( Der Entwurf wird auch auf besonderen Wunsch den Herren Ortsvertrauenmännern zugesandt, woselbst ihn die einzelnen Mitglieder einsehen können. Die Einsichtnahme und Abhebung des Entwurfs steht den Mitgliedern in unserem Bureau offen.) wird. 5. Vorträge: a) Der russische Handelsvertrag und die Wäh rung. Referenten die Herren: Dr. von Frege, Lutz und Lucke. b) Die organische Reform der Börse. Referenten die Herren: Oberamtmann Ring und Dr. Diederich Hahn. e) Die Presse und der Bund. Referenten die Herren: Freiherr von Wangenheim, Dr. Plönnis und Telge. Und all' dies soll in vier Stunden erörtert werden. Geschwindigkeit ist wohl keine Hererei, aber hier sicherlich Eine erhebliche Verbesserung im Betriebe der Auswandes einschneiden- Boltsbetrug. Unsere Leser können übrigens versichert sein, dererbeförderung ist darin zu erblicken, daß vielfach bei un den, aber einige Verbesserungen ermöglichenden Vorschläge daß troß der Vorsicht der Leitung des Bundes der Landvollständiger Besetzung der Schiffe, sofern dies nach der Bauart wurden in Abwesenheit des Bundesrathes vermöglich ist, eine nicht belegte Abtheilung des Zwischendecks als Speisesaal für die Zwischendecks- Passagiere eingerichtet wird. handelt. Die Vertreter des Zentrums, der Polen und der wirthe uns ein Bericht über die Versammlung zugehen Auch hinsichtlich der Verpflegung geschieht zur Zeit mehr als freisinnigen Gruppen traten für die vorliegenden Anträge früher, wenigstens auf den nach Nordamerika gehenden ein. Der Sprecher unserer Partei, Blos, legte dar, daß sie Echiffen. Die Rhedereien gehen darin überall weit über ihre zwar auzunehmen seien, aber keineswegs genügten, alle Mißgefeßlichen Verpflichtungen hinaus. So erhalten die Zwischen- bräuche unmöglich zu machen, er wies auch auf eine Reihe decks Passagiere zum Frühstück und ebenso des Abends faltes sonst nothwendiger Menderungen des Wahlgesetzes, wie die VerFleisch oder Wurst bezw. warmes Essen über den gesetzlich mehrung der Wahlkreise, und die Festsetzung des Sonntags als vorgeschriebenen Proviant. Den Wünschen des Reichs- Wahltag hin. Die rüpelhaften Angriffe des Antisemiten tommiffars hinsichtlich Einführung einer oder der anderen Verbesserung ist seitens der betheiligten Rhedereien in der Gräfe auf unsere fächsischen Genossen und die Erklärung Regel auf das Bereitwilligste entsprochen worden, wie auch Möller's, daß seine Wahl ohne Wahlbeeinflussung stattjeder Ausstellung, die etwa zu machen war, stets sofort abge gefunden habe, forderten Genossen Auer zu einer ebenso holfen wurde." fräftigen wie überzeugenden Klarstellung der Verhältnisse in Sachsen und im Dortmunder Revier heraus. Genosse Der gute Wille des Herrn Neichskommissars in allen Die Echülerin Petrowna Nikolajewna, ein junges, adeliges Fräulein, deren Begeisterung nur durch ihre Ungeschicklich feit übertroffen wurde, stellte die Tassen zurecht. In ihrem Eifer, gutes zu thun und sich möglichst nüßlich zu machen, gab sie sich übergeschäftig. Bei allem wollte sie dabei sein, und stand überall nur im Wege. Dieses kleine, überzarte Wesen war Tania Michailowna, eine Studentin der Medizin aus Petersburg. Sie hatte ein schmales, brünettes Gesichtchen mit scharf und kühn gezeichneten Brauen. Die etwas aufgestülpte Nase, die vorstehenden Backenknochen, gaben ihr ein echt slawisches Gepräge. Sie wurde schön, sobald sie die Augen aufschlug. Jetzt hielt sie sie noch immer geschlossen und das rabens schwarze Haar, das kurz geschnitten in dicken Büscheln ihr in die Stirne fiel, ließ sie unheimlich blaß erscheinen: sie Erschreckt bückte sie sich nach derselben, wobei sie den glich einer Sterbenden. Krug umstieß, der welch ein Bech noch ziemlich Helene hatte sie angstvoll umschlungen, während Sofia gefüllt war. Wie gut, daß der dicke Teppich das Wasser ihr eine Tasse Thee zum Munde führte. Sie hatte soeben eine Tasse herabgefegt, die unglücklicherweise auf den Wasserkrug aufgefallen war, den sie zufällig-hier stehen gelassen hatte. so völlig aufsog; auch die Tasse zeigte nur einen Sprung. Sie schlürfte ihn gierig, obgleich sie den Mund kaum Sie erhob sich aus ihrer gebückten Stellung mit einem pfiffigen Lächeln. öffnete. Zur wirthschaftlichen Nothlage. In der vorgestrigen Nummer des Dresdener Anzeiger", eines Amtsblatts, finden sich zwei Notizen: " Chemnitz, 2. Februar. Daß das Jahr 1893 für die Wirkwaaren- Industrie nicht erfreulich war, ist schon wiederholt gemeldet worden. Einen sprechenden Beweis dafür lieferte namentlich auch die Zusammenstellung der Ausfuhrergebnisse aus dem Bezirke des hiesigen amerikanischen Konsulates. Die deutsche Reichsstatistit, die jetzt vorliegt, verzeichnet im Jahre 1898 folgende Ausfuhr an Strumpfwaaren gegenüber dem vorhergegangenen Jahre. Es wurden ausgeführt: Geleise dahin, unter dem Geschrei und Gestöhne der Verwundeten, die pêle mêle, wie man sie vom Schlachtfelde aufgelesen hatte, darin zusammengeworfen lagen. Jeder Stoß brachte ihnen die entseßlichsten Qualen, und sich gegenseitig bedrängend, war einer von dem Blute des andern besudelt. Die Wagen fuhren an die Zelte des Kriegshospitals heran und an die Sortirungsbaracken der Ambulanz des rothen Kreuzes, eine doppelreihige Quene bildend. Der Platz vor der Baracke war mit Fackeln erleuchtet, und als die Schwestern ankamen, fanden sie die Aerzte und Feldscherer und das gesammte Unterpersonal um die zuerst Angelangten versammelt. Die Diener hoben die Verwundeten von den Wagen, um sie auf die bereit gestellten Bahren zu legen und zur Sortirung zu bringen. Einige waren bereits gestorben, andere hauchten unter den fie aufnehmenden Händen den Man warf sie bei Seite, ohne sie genauer zu unter Wahrhaftig, man hatte genug und übergenug mit Denen zu thun, die man noch retten konnte. Die Schwestern durften nicht länger bei ihr verweilen Ein Sprung, der fann schon früher dagewesen sein," und so war Petrowua Nikolajerna, die indeß die ganze dachte sie. Apotheke in Unordnung gebracht hatte, um stärkende Tropfen Schon lange brodelte das Wasser, sie schenkte den Thee zu finden und sie doch nicht fand, angewiesen, sich weiter letzten Seufzer aus. ein, aber da sie sich sofort die Finger verbrannte, mußte um sie zu bekümmern. sie alles Uebrige Helene überlassen, und die Schwestern Aber Sie dürfen ihr kein Medikament eingeben," suchen. fonnten somit, ohne weitere Unglücksfälle, ihr Frühstück einnehmen. Da wurde Peitschengeknall und laute Nufe vernehmbar. Männer mit Fackeln, deren slackerndes Licht an der Zimmerdecke ersichtlich ward, rannten die Straße auf und nieder. Sie fommen!" hieß es. Die Oberin trat an das Fenster und öffnete, um hinaus zu sehen. Da ward die Thüre aufgerissen und eine kleine, mädchenhafte Gestalt wankte, taumelnd vor Erschöpfung, herein. „ Geht helft Wagen an Wagen faft alle un verbunden wir haben sie nur so aufgeladen Ihre Stimme war rauh und heiser, fie tlang taum menschlich. 1 Tania!" rief Sofia, Du hast den Transport begleitet?" Tania war in einen Sessel gesunken. " Thee!" rief fie mit trockenen, schier verdurstenden Lippen, ich sterbe!" Sie lehute sich in den Sessel zurück und schloß die Augen. lautete die strenge Verordnung der Oberin. Eine kleine Vergiftung war bei Petrowna's Herzensgüte und Hilfsbereitschaft durchaus nicht ausgeschlossen. Es fehlte an Bahren und Trägern. Die SortirungsNoch glänzten die Sterne am Himmel, als die Schwestern baracke war überfüllt und man legte die Verwundeten vor's Haus traten, und der volle Mond neigte sich gegen einstweilen um dieselbe herum auf den kalten, gefrorenen das Kuppeldach der kleinen Moschee, die sammit dem Boden. schlanken Minaret sich dunkel abhob von dem klaren, stern- Schon hieß es, daß die Mehrzahl wieder aufgeladen hellen Himmel. Die Luft war kalt, von den Bergen wehte werden müsse, um nach Sistowa weiterzufahren. es scharf herüber. Die Schwestern achteten nicht darauf, aber sie ver- Sie könnten nicht weiter, sie könnten nicht! Da möge man spürten die belebende Wirkung. fie lieber gleich umbringen, als ihre Leiden verlängern. Und Alle wimmerten und flehten um Wasser, weil sie verschmachteten. Die Straße war angefüllt mit schreienden Menschen, die den Sortirungsbaracken entgegeneilten; die Schwestern schlossen sich ihnen an. Auf der Landstraße sah man eine ganze Kolonne von Wagen herankommen. Zumeist Telegas, das landesübliche Dreigespann, das man, da die Sanitätswagen nicht im entferntesten aus reichten, von den Einwohnern entlehnte. Da erhob sich lautes Geschrei, Weinen und Flehen. Die Labemittel waren zur Stelle und die Schwestern eilten von Einem zum Anderen, um sie mit Thee und Wein zu erquicken. Und sie begaben sich in die Wagen, zu den Erschöpften, oft gräßlich Verstümmelten, die einen entseglichen Geruch verbreiteten, um ihre verdurstenden, fieberheißen Lippen zu nehen. Aber auch die Telegas wurden zu wenig und man mußte zu schwerem Fuhrwert seine Zuflucht nehmen. Die Wagen hatten die fünfundzwanzig Werst rasch geish zurückgelegt. Šie polterten über die gefrorenen ausgefahrenen ( Fortsetzung folgt.) 1892 1893 an Strumpfwaaren Doppelzentner Doppelzentner baumwollene seidene halbseidene 1893 Ausfuhrwerth| Delisch, der gar keine Ahnung davon gehabt hat, was gesprochen hatten. Wir hätten dies früher gethan, wenn wir für eine Schlange es war, von der er seine national- von der Notiz im„ Correspondent", der uns nicht zugestellt wird, fonomische Harmonie- Weisheit bezogen! Kenntniß gehabt hätten. 86 366 BO A 88 00252.801 000 m. 718 1 836 656 4 592 000 " wollene, unbedruckt bedruckt 38 963 285 1402 35 290 503 3 365 000 29 997 000 " " 478 000 " " 125 853 Summa 127 663 91 233 000 . Es ist also ein Rückgang in der Ausfuhr um 1810 Doppel gentner oder 1,4 pet. eingetreten. Die beiden Haupt- Abfabgebiete find England und die Vereinigten Staaten, und zwar gingen im Jahre 1893 an Strumpfwaaren nach England 20 855 Doppelzentner oder 16,3 pCt. und nach den Vereinigten Staaten 44 788 Doppelzentner oder 35 pt. der GesammtB. im noch nach Nordamerika versandt " * Scherz bei Seite: bei der fundamentalen Ideen und Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Anschauungsgemeinschaft des Kapitalismus und des AnFreigegeben, nachdem sie 7 Monate beschlagnahmt archismus ist es selbstverständlich, daß die Ideologen des gewesen, wurde die Schrift des Genossen A. Hoffmann: Kapitalismus und des Anarchismus sich vielfach begegnen Die Sozialdemokraten kommen." Die Beschlagnahme wurde und dieselbe Form für denselben Grundgedanken finden. von der Staatsanwaltschaft Naumburg beantragt. Das Wer Zeit hätte, könnte leicht den Beweis führen, daß alle, Landgericht sowohl als das Oberlandesgericht lehnte jedoch die als spezifisch anarchistisch geltende Säße nur Plagiate Verfolgung ab. kapitalistisch- manchesterlicher Originale sind. gentner baumwollene Birtwaaten 1899 70 44 967 Doppel. Darteinachrichten. Soziale Uebersicht: An die Vorstände der Gewerkschaftskartelle Deutschlands. Sollen die der Diesem Beschluß ist bis Dato auch nicht im geringsten nach gekommen worden, und ersuchen wir nochmals dringend, uns in unserem Kampfe zu unterſtüßen. Unterzeichnete Kommission richtet an die Vorstände und Verworden waren, sind im Jahre 1893 davon nur 42 241 Doppel- Die sächsische Polizei sucht ein neues Mittel in Antrauensleute das dringende Ersuchen, doch dafür zu sorgen, daß gentner dahin gegangen. Nach dem flauen Geschäftsgange, der wendung zu bringen, die Sozialdemokratie zu in Städten, wo noch feine Kellnervereine bestehen, welche auf in den Fabriken herrscht, hätte man noch ungünstigere Gr- vernichten. Sie versucht nichts mehr und nichts weniger, dem Boden der modernen Arbeiterbewegung stehen, Vereine ge= gebnisse erwarten können. Daß der Rückgang nicht auffallender als die ganze sozialdemokratische Partei als einen gründet werden. Zum Wenigsten dafür einzutreten, daß in den lit, liegt nur daran, daß die ersten Monate des vergangenen Verein im Sinne des fächsischen Vereinsgesetzes zu betrachten größeren Städten öffentliche Kellnerversammlungen mit der Sabres ein ziemlich lebhaftes Geschäft gebracht hatten. und in Zukunft als solchen zu behandeln. Die Chemnizer Tagesordnung: Der im März stattfindende Kongreß der im Dieses ziemlich lebhafte Geschäft" gründete sich auf sozialdemokratischen Parteigenossen halten in kurzen Zwischen Gastwirthsgewerbe beschäftigten Personen" abgehalten werden. die ins Wasser gefallene Hoffnung, die Mac Kinley- Bill räumen Parteiversammlungen ab, in denen sie wie dies eben Es ist sehr bedauerlich, daß uns auch nicht aus einem Orte werde fofort abgeschafft werden. überall gehandhabt wird ihre Angelegenheiten ordnen und zu Deutschlands eine Zuschrift in dieser Sache zugegangen Aus dem Industrie bezirke Klingenthal und diesem Behuse wohl auch Komitees oder Kommissionen wählen. ist, trotzdem im„ Korrespondenzblatt" wie auch in sämmtAus dem Industrie bezirke Klingenthal und es besteht aber feinerlei Organisation zwischen den Angehörigen lichen Partei- und Gewerkschaftsblättern unser Aufruf Umgebung schreibt man: Die Erwerbsverhältnisse der sozialdemokratischen Partei im Sinne des Vereinsgefeßzes. gestanden hat. tes Bezirks weisen seit einiger Zeit wieder einen ständigen Jeder, der unsere Ideen für richtig hält und für diefelben ein Gewerkschaften sein? Wir verweisen hier auf den Beschluß des Kellner das Stieftind Die Mufifwaaren Industrie ist un fritt, ist Sozialdemokrat, ist Parteigenosse. Der Ginzige, der die Halberstädter Gewerkschaftskongresses: beschließt der Kongreß, genügend beschäftigt, weil sie allzufehr auf den Abfab Parteigeschäfte fortlaufend leitet, ist der Vertrauensmann. daß die Vertrauensmänner der organisirten Gewerkschaften in nach Amerika angewiesen ist. Alle Anstrengungen, andere Gegen diese Art unserer Organisation wurde bisher noch von fürzester Zeit dafür zu sorgen haben, daß die Kellner in allen Abfahgebiete zu erschließen, so ermuthigend von Zeit zu Zeit feiner Behörde vorgegangen. Jetzt plötzlich aber sendet der Städten, wo es möglich ist, Kellnervereine gründen und ist hierauch die Erfolge sind, können den Niedergang des Ge- Chemnizer Polizeidirektor dem Vertrauensmann Genossen über dem nächsten Kongreß Bericht zu erstatten." schäft 3 nicht aufhalten, sobald die amerikanischen großen Aufträge fehlen. Und das ist wieder einmal der Fall. Die Frischer ein Schreiben folgenden Wortlauts: Wie sich aus dem Polizei- Amte vorliegenden Berichten mit Hoffnung auf Aenderung des Bollaefezes, die Krisis in Nordamerika und die südamerikanischen Wirren sind es hauptsächlich, genügender Sicherheit ergiebt, besteht hier unter Ihrer Leitung welche den Gang des hiesigen Geschäfts ungünstig beeinflussen. öffentlichen Angelegenheiten befassen und zu diesem Behufe in eine Bereinigung von Personen, welche sich gemeinsam mit Die Hoffnungen, welche fich an den Präsidenten Berfammlungen, wie folche zuletzt am 30. Juli, 1. Oktober, J. A.: R. Hoffmeyer, Große Prinzenstr. 40, Altona. wechsel in den Vereinigten Staaten Enüpften, 12. November und 9. Dezember vorigen Jahres abgehalten worden An unfere Berufsgenossen! Bezugnehmend auf unseren haben sich ganz und gar nicht erfüllt. Unsere Musikwaaren- Industrie ist jetzt und bleibt es auch ein Spielball sind, einen Vertrauensmann, Rechnungsrevisoren, Kommissionen, Aufruf in der Fahrzeitung" vom Sonntag, den 4. Februar, und Komitees, Delegirte wählen, sich von den Gewählten Berichte im Vorwärts" vom Dienstag, den 6. Februar, theilen wir unamerikanischer Einflüsse. Für die fortwährende erstatten lassen, über Ausschluß und Wiederaufnahme von Mit feren Kollegen hierdurch mit, daß wir nur diejenigen Kollegen, Beunruhigung des Handels forgt doch schon die geringe gliedern Beschlüsse fassen und zu einer gemeinschaftlichen welche sich bis jetzt im Streitbureau gemeldet haben, als solche Stabilität der Regierungsform. Bu alledem kommt noch, daß Rasse steuern, über welche von Zeit zu Zeit Rechnung abge- betrachten können, welche nach Beendigung des Streits und die hiesige Industrie nur noch auf Massenbetrieb und Wlaſſen- legt wird. infolge desselben noch außer Arbeit, und daher unterproduktion eingerichtet ist, daß selbst große Aufträge mit Hilfe aller erdenklichen Maschinen in unglaublich schneller Zeit be Gesetzes vom 22. November 1850 anzusehen.. Diese Vereinigung ist als ein Verein im Sinne des§ 19 des stüßungsbedürftig sind. Wir müssen annehmen, daß die Zahl der aus oben angeführtem Grunde arbeitslofen Kollegen teine wältigt werden. Bleiben diese großen Aufträge aus, was jetzt Es wird daher Ihnen als dem Leiter dieses Vereins hier größere ist, und können daher auch die später sich Meldenden der Fall ist, so tritt sofort eine geschäftliche Strists ein. Selbst mit aufgegeben, binnen vier Wochen von Empfang diefes an- nicht weiter berücksichtigen. Am Sonnabend den größere Betriebe laffen nur noch halbe Tage arbeiten, gerechnet die Statuten des Vereins und ein Verzeichniß der 10. Februar, werden wir die in unserem Besitz befindliche Sie gänzliche Ginstellung der Arbeit ist, wenn fämmtlichen Mitglieder desselben unter genauer Angabe des Summe an die obigen Kollegen zur Auszahlung gelangen lassen, nicht bald eine Aenderung eintritt, nur noch eine Frage vollen Namens, des Standes und der Wohnung der Mitglieder und ersuchen wir daher dieselben, sich an diesem Tage im Lokal der allernächsten Beit. Schwere Schädigung der anger einzureichen Jevon Riesel, Schüßenstr. 58, einzufinden. Das Agitationskomitee der Droschtentutscher Berlins und Umgegend. J. A.: H. Schulz. Das Polizei- Amt. Siebbrat. Arbeitgeber und bittere Noth der Arbeiter ist die stetige Folge derartiger Perioden. Die Erfahrungen der letzten Jahre er fordern gebieterisch die Einführung noch eines anderen Wir sind gewiß starke Stückchen von Sachsen gewöhnt, Industriezweiges, damit bei ähnlichen Stockungen wie im dieses neueste Attentat auf das Vereins, r e ch t" ist selbst im Jahre 1891/92 und jeht nicht jede Gelegenheit zum Erwerbe Lande Bliemchen3 etwas Unerhörtes. Wir enthalten uns abgeschnitten ist. Die Folgen der 1891/ 92er arbeitslosen Beit vorläufig jedes weiteren Kommentars und warten ab, welche find noch nicht überwunden, möge eine gleich schwere Periode Schritte die Chemnitzer Parteigenossen unternehmen werden. nicht schon wiederkehren. Bemerken wollen wir nur noch, daß es selbst in Sachsen schwer halten dürfte, einen Gerichtshof zu finden, der das Vereinsgesetz in dem Sinne des Chemnizer Polizeidirektors interpretiren würde, so daß eine Partei, die in ganz losem Busammenhange steht, dem Vereinsgesetz unterstellt werden könnte. " * " Die Kongreßtommission. 10 Uhr, findet Johannisstr. 20 eine Versammlung fämmtlicher Achtung, Kutscher! Am Freitag, den 9. d. M., Abends Rutscher Berling statt, in der Genoffe Näther über das Thema: Was lehrt uns der letzte Droschtentutscher- Streit?" referiren wird. Kollegen! Wir ersuchen Euch, in dieser Versammlung recht zahlreich zu erscheinen, um gemeinsam zu berathen, wie solchen Niederlagen für die Zukunft vermieden werden. Ein Jeder wird wohl das Gefühl haben, daß wir an einem Wendepunkt in unserer Bewegung angelangt find, daß das patriarchalische Verhältniß zwischen Kutscher und Herrn aufgehört und wir fast vollständig in die Gewalt unserer Arbeitgeber verfallen. Hier kann nur ein solidarischer Ausbau unserer OrganiGines Rommentars bedarf diese Notiz so wenig wie die andere. Sie bestätigt Alles, was unsere Vertreter voriges Jahr in der Nothstandsdebatte über die thörichten Hoffnungen, die man damals auf Amerika setzte, gesagt haben. Was die Einführung eines anderen Industriezweigs" betrifft, der mit der Spielwaaren- Industrie ab- Die Agitationskommission der Provinz Schleswig Techfele, gewiffermaßen die Pausen derselben ausfüllen soll, Holstein, des Herzogthums Lauenburg, des so ist das ein frommer Wunsch, der nur großer Naivetätürstenthums Lübeck und der Hansestadt Samsationen helfen und um den herbeizuführen, ist es Pflicht eines oder Geschäftsunkenntniß entspringen fonnte. Die eine burg macht bekannt, daß laut des Beschlusses des letzten ieben Rutschers, in welcher Branche er auch thätig sei, in der oder Geschäftsunkenntniß entspringen konnte. Die eine Provinzial Parteitages die Kommission sich in Neumünster obigen Versammlung zu erscheinen. Industrie wartet nicht mit ihren Pausen, bis für die andere konstituirt hat. Alle für die Kommission bestimmten Briefe find eine flotte Zeit" anfängt in 9 Fällen von 10 werden zu richten an. Linau, Johannisstr. 7, alle Geldsendungen die Baufen" der zwei Industrien gleichzeitig eintreten und nur an W. Voß, Vicelinstr. 19, beide in Neumünster. die flotte Zeit" wird vermuthlich für beide ganz ausbleiben. Derartige Luftschlösser zeigen so recht deutlich die Rathlosigkeit der kapitalistischen Geschäftswelt. # tag Abend stattfinden, sollen Stellung nehmen zu der Hamburger burger Parteigenoffen einberufen haben und die alle am Freis In 15 öffentlichen Versammlungen, welche unsere Sam In der Nummer des" Dresdener Anzeiger", die obige Verfassung, die neuen Steuervorlagen und den Nothstand. Durch 2 Notizen enthält, sind außerdem 68 Konkurse, d. h. amt- Verbreitung von einigen tausend Flugblättern ist, wie wir gestern liche Zahlungseinstellungen aus dem deut bereits mittheilten, die Hamburger Bevölkerung auf die Versammschen Reich verzeichnet. Genug für einen Tag!-lungen vorbereitet worden. Die internationale Sanitäts- Konferenz ist heute in von Hamburg geht uns folgendes Schreiben zu: 1 benn Otto Rang. Wenigstens sollen die Herren Aerzte, bie von fo bohem" Ein Streik der Leipziger Ortskaffenärzte ist in Sicht. Standesbewußtsein erfüllt sind, daß sie den Verkehr eines ihrer ftand der Ortskasse nicht davon Abstand nimmt, zwei Bertrauens. halten, mit einem solchen Streit gedroht haben, falls der VorKollegen mit Naturheilkundigen für eine Kränkung ihrer Ghre ärzte anzustellen, deren Aufgabe es wäre, die ärztliche BehandTung zu kontrolliren. war Gegen das Innungsschiedsgericht, welches die Glaserinnung von Frankfurt a. M. errichten wollte, seitens der Arbeiter mit großer Entschiedenheit protestirt worden. Der Magistrat verweigerte seine Zustimmung, weshalb die InParis zusammengetreten. Hamburg, 6. Febr. Die Berliner Anarchistisch- nung sich an den weiter zuständigen Bezirksausschuß in Die Fälschung der Emser Depesche wird jetzt von unabhängigen scheinen in letzter Zeit versuchen zu wollen, Wiesbaden wandte, der aber ebenfalls für Ablehnung fich einigen, auf die Unwissenheit spekulirenden Bismarc auch in Hamburg für ihre fonfuſen Ideen Propaganda oder aussprach, da die Arbeitnehmer nur unwillig bei auch nur Geld zu machen. So war zum Freitag voriger dem Innungsschiedsgericht mitwirken würden, wodurch die ArReptilien versucht in Anknüpfung an einen Artikel, den der Woche eine Versammlung hier in Tüdtgen's Etablissement an- beiten erschwert und der Vortheil illusorisch gemacht werde.| Der französische Orleanist Keratry im Figaro" veröffentlicht gekündigt, in welcher Herr W. Werner aus Berlin als Standpunkt erscheint uns sehr richtig; es läßt sich nach Errichhat. Dieser Artikel, deffen Zweck es ist, Napoleon und Referent erscheinen sollte. Diese Versammlung wurde leider von tung der Gewerbegerichte erst recht tein vernünftiger Grund feine Leute als Verderben Frankreichs hinzustellen, bringt der Hamburger Bolizeibehörde nicht gestattet, weil sie befürchtete, mehr beibringen für die Privilegien der Junnungsbrüder. feine einzige neue Thatsache, und bestätigt die öffentliche Nuhe möchte gestört werden". Darauf wurde von Arbeiterrisiko. In einer Sandgrube bei Brück( Kreis obendrein ausdrücklich, daß die Emser Depesche den betreffenden hiesigen Hintermännern zu demselben Abend Mühlheim a. Rh.) wurde ein etwa 60jähriger Arbeiter durch gefälscht war. Dies genügt zur Kennzeichnung des eine andere Versammlung in demselben Sokal mit einem Herrn eine an der Arbeitsstelle abrutschende Bodenmasse bis an die nenesten Versuche, die Bismarc'sche Depeschen Spohr- Berlin angemeldet. Doch auch diese wurde aus dem Bruſt verſchüttet. Als ein Mitarbeiter hinzufprang, um ihn aus selben Grunde von der Behörde inhihirt. Nun wendeten seiner gefährlichen Lage zu befreien, folgte ein zweiter Abrutsch fälschung wegzufä If che n. bie unabhängigen Anarchisten ihre Schritte nach Altona. und bald darauf ein dritter. Der verschüttete Arbeiter war Der österreichisch ungarische Handelsvertrag. Dort hat auch gestern Abend in Metscher's gänzlich von dem Sande bedeckt; er wurde als Leiche ans TagesDie Antwort auf die österreichischen Handelsvertrags- Vor- Klub- und Ballhaus eine öffentliche Versammlung ftatt: licht geschafft. Der zweite Arbeiter hatte einen Beinbruch er feläge ist bereits fertig gestellt und geht in diesen Tagen gefunden, in welcher Herr Spohr aus Berlin als Referent litten. Aus der Notiz geht hervor, daß an der Arbeitsstelle nach Wien ab, so daß der Abschluß des russisch österreicht erschien. Das von dem Einberufer vorgeschlagene Bureau wurde alle Schutzmaßregeln fehlten. von der Versammlung kurzer Hand abgelehnt und dann ein von der Versammlung furzer Hand abgelehnt und dann ein Arbeiterstatistik im Bäckergewerbe. Zur Erläuterung schen Handels- Vertrages bereits Anfang März erfolgen solches unsrer Parteigenossen installirt. Es war ein Leichtes, das und Ergänzung der ausgegebenen Fragebogen wird am 14. Fe= dürfte. fla von Sp. vorgetragene alberne und tonfuse 3eug zu widerlegen, bruar im Reichsamt des Innern eine Konferenz abgehalten Der Landtag des kleinsten österreichischen Kronlandes, was benn auch in gründlicher Weise von sozialdemokratischen werden, zu welcher verschiedene Innungen Vertreter senden des ultramontanen Vorarlbergs, hat in seinem Wehr Rednern geschah. Dadurch war in Hamburg Altona der wollen. Wie die Bäder- und Kombitor- geitune erfart, it Anarchismus für dieses Mal eingefargt. Das durch ausschusse die Landwehrnovelle der Regierung in einer Weise Entree erhobene Geld sollte laut Beschluß der Versammlung Ver- die Einladung an den Verband der Bäcker und die Zentralauf Veranlassung des Ministerialdirektors D. Rottenburg auch amendirt, die erwähnenswerth ist; er hat nämlich beschlossen, wendung zur Unterstützung der Arbeitslosen finden. Es bedurfte Krankenkasse in Dresden ergangen, welche ersucht sind, ihrerseits daß diejenigen Landwehrmänner für unfähig erklärt werden einiger Mothigung, bis die Einberufer sich dazu bequemten, dem ebenfalls je zwei Delegirte zu schicken. sollten, Offiziers- oder Unteroffiziersstellen zu erhalten oder Wunsche der Versammlung nachzukommen und den Ueberschuß beizubehalten, welche Soldaten mißhandelt haben oder herausgaben. sich an einem Duelle betheiligen. Die österreichische Regierung wird natürlich alle Hebel in Bewegung setzen, um in unserer Nr. 18 vom 23. Januar eine Notiz, in der es mit Zum Boykott der Stuttgarter Liederhalle brachten wir ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) einen gleichlautenden Beschluß des Landtages zu verhindern. Bezug auf die Buchdrucker hieß, daß namentlich sie es feien, die Wien, 7. Februar. Heute fanden hier zwei von SozialGehört doch trotz aller Ableugnungen Soldatenschinderei nach wie vor diese Räumlichkeiten benutzen". Die Notiz war demokraten einberufene Versammlungen Arbeitsloser statt, die und Duell zum militärischen System. einem längeren Artikel der Frankfurter Beitung" entnommen; eine derselben verlief ruhig, die andere wurde wegen der Ausfälle Einen fürchterlichen Anarchisten hat unser fran- jedoch enthielt auch die Schwäbische Tagwacht", unser Stutt eines Redners gegen die derzeitige Gesellschaft von der Behörde zösisches Bruderorgan, der Parti Ouvrier" entdeckt Barter Parteiorgan, eine ähnlich lautende Notiz. Es ist nun aufgelöst. von dem Stuttgarter Buchdruckerverein weder uns eine ( Depeichen des Bureau Herold.) einen schrecklichen Menschen, der in der zynischsten Weise Richtigstellung zugegangen, noch ist uns eine solche in oben ge- Wien, 7. Februar. In einer heute Nachmittag im Vororte das Recht des Individuums gegenüber der Gesellschaft be- nauntem Parteiblatt begegnet. Erft durch Bufall erlangten erchenfeld stattgefundenen Arbeitslosen- Bersammlung schilderte tont, der mit einer, eines Ravachol würdigen Rohheit das wir Kenntniß von einer Art Berichtigung, die im Corre- der Arbeiter Kautsky die jammervolle Lage der Arbeiter und Gesetz als das abscheulichste Mittel der Vergewaltigung fpondent"( Organ der deutschen Buchbrucker) vom 31. Januar wies statistisch nach, daß die Zahl der Arbeitslosen in Niederund der Ausbeutung denunzirt und das Gesetz einen Feind enthalten ist, und zwar erst, nachdem bereits in demselben Blatt österreich allein 350 000 Mann betrage; in Wien seien des Gemeinwohle nennt, weil es den Raub zum Recht, vom 4. Februar wir an die Richtigstellung gemahnt worden 100 000 Arbeiter ohne Beschäftigung. Rautsky behauptete, diesen Zuständen feien die befizenden Klaffen und die Abwehr des Raubes zum Verbrechen gestempelt waren. In besagter Berichtigung unserer Notiz wird aus- an geführt, daß die Gewerkschaft der Stuttgarter Buch schuld und es tönne nicht eher Besserung herbeigeführt hat". Und dieser abscheuliche Missethäter? Bu seinem Bruder als solche mit der Nichtachtung des Boykotts nichts zu werden, bis nicht die gegenwärtige Gesellschaftsordnung vollGlück ist er schon todt, so daß man ihn nicht mehr ins Bucht thun habe, sondern daß das nur zutreffe auf die im Gesang ständig geändert sei. Hierauf ergriff der Arbeiter Ritter das haus oder auf's Schaffot bringen fann. Er heißt Basti a t. verein" Gutenberg" befindlichen Buchdrucker. Wir Wort zu einer höchst aufregenden Rede. Die Versammlung Wie Bastiat? Ja, der Bastiat, der Apostel des nehmen von dieser Richtigstellung gern Notiz, obwohl wir ja wurde schließlich von dem anwesenden Regierungsvertreter auf Manchesterthums und Nährvater des biederen Schulze thatsächlich nur von„ Buchdruckern" nicht von der Geivertschaft" gelöft ? " Depelchen: Für den Zuhalt der Juferate über nimmt die Redaktion dem Bublikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Donnerstag, den 8. Februar. Opernhaus. Die Zauberflöte. Schauspielhaus. Donna Diana. Leffing- Theater. Ohne Geläut. Deutsches Theater. Der Senator. Berliner Theater. Aus eigenem Recht. Herr Wallner- Theater. Geschlossen. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Lieutenant zur See. American- Theater.„ Der Sozialdemokrat" Dresdener- Straße 55. Jeden Abend 81/2 Uhr: Nr. 2 Lumpensusanne langt für die Berliner Spediteure am oder: Ein kräftiger Junge ist angekommen. Sigmund Kohn und Frau. 1621b Montag, Nachm. 5 Uhr, erlöste der Tod meinen unvergeßlichen Gatten, unsern Vater, den Bezieher Auguft 1628b Die Beerdigung findet am Freitag, Mengel, von seinen Leiden. Donnerstag, Nachmittags 4 Uhr, Die Obdachlosen von Berlin.usgabe. Nicht wie ursprünglich am Freitag früh. in der Expedition, Berlin SW., Beuthstrasse 2, Hof 2 Tr., zur den 9. d., Nachm. 5 Uhr, von der Halle des Thomas- Kirchhofs aus, statt. Dies allen Kollegen und Freunden Parodistisch- realistisches Traumbild aus Beileid. Die trauernde Frau u. Töchter Amalie, Emmy, Grete. Montag früh 3 Uhr verschied nach schweren Leiden meine liebe Frau dem Müllwinkel( frei nach dem Ver- Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. zur Nachricht mit der Bitte um ſtilles brecher- Album) bearb. v. Oskar Wagner. Lumpensusanne, gen.„ Die Gräfin", ein schon geprüftes Mädchen Franziska Häser. Die Bombe, Aftervermietherin im Müllwinkel des Sonnenaufgangs" Josephine Delclisseur. Brunwald mit bewegter Vergangenheit Martin Bendix. Täglich: Auftreten des Residenz- Theater. Der Mustergatte. beften Bauchredners d. Jektzeit Neues Theater. Gisela. Central- Theater. Berlin 1893. Herr Coulisset. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Viktoria Theater. Die Kinder des Kapitän Grant. Alexanderplat- Theater. Die Rönigstochter als Bettlerin, oder: Die Schule des Lebens. National- Theater. Charley's Tante. Vorher: Der Teufel in Berlin. American Theater. Lumpen- Susanne, oder: Die Obdachlosen von Berlin. Theater Unter den Linden. Der Obersteiger. Wintergarten. Spezialitäten Vorstellung. N Reichshallen- Theater.SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitäten Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 182. Doppelvorstellung zu bedeutend erNovitäten! mäßigten Preisen. Novitäten! Charley's Tante. Große parodistische Posse mit Gesang und Tanz von Hugo Busse. Regie: Mar Sam ft. Mufit von Adolph Wiedecke. Vorher: H. Blank. Ferner u. a.: ,, Direktor Hippe" Don Martin Bendix, sowie Hugo Schulz, Alfred Bender. Anfang Wochentags 1/2 Uhr, Sonntags 62 Uhr. Kaufmann's Variété Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Heute: Grosse Versammlung Y am Sonntag, 18. Februar, Vorm. 10 Uhr, bei Ehrenberg, Annenstr. 16. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Jahn über: Die französischen Arbeiter- Assoziationen und das Recht auf Arbeit. 2. Aufnahme neuer Vereine. 3. Bundesangelegenheiten und Fragekasten. 4. Ausgabe der Einlaßkarten zum 3. Stiftungsfest, das im Schweizergarten Sonnabend, den 14. April, stattfindet. Deutscher Holzarbeiter- Verband ( Zahlstelle Berlin). Am Sonntag, den II. Februar cr., Vormittags 91/2 Uhr, in Arendt's Brauerei, Thurmstrasse 26: Bezirks- Versammlung für Moabit. Zages Ordnung: 1. Vortrag des Rollegen Sigg über:„ Gewerkschaftstämpfe". 2. Dis fuffion. 3. Vorschlag zu einem Beitragsammler. 4. Verbandsangelegen. heiten. Um rege Betheiligung ersucht Die Ortsverwaltung. 432/7 Achtung! Kutscher. Achtung! Am Freitag, den 9. Februar 1894, Abends 9 Uhr, in Müller's Saal, Johannisstraße Nr. 20: Benefiz- Vorstellung Große öffentliche Versammlung für den beliebten Humoristen G. Cordes. Passagealler Kutscher Berlins und Umgeg. Tages- Ordnung: 1. Bericht des Delegirten der Gewerkschaftskommission und Neuwahl desselben. 2. Wahl eines Vertrauensmannes. 3. Vortrag über:" Was lehrt uns der letzte Streit der Tayameter- Rutscher? Referent Genosse Otto Näther. 4. Diskussion. Um recht zahlreichen Besuch bittet Der Einberufer. 143/10 Auguste Wollweber geb. Neukirch, im 31. Lebensjahre. [ 5600L Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 8. Februar, Nachm. 3 Uhr, vom Paul Gerhardstift, Müllerstraße, aus,' ftatt. Die trauernden Hinterbliebenen. Wollweber, Antonstr. 17. Allen Kollegen zur Nachricht, daß mein lieber Mann, der Tischler Karl Kanthee, am 5. Februar verstorben ist. Die Beerdigung findet am Donnerstag, Nachm. 3 Uhr, auf dem St. JohannisKirchhof in Plößensee statt. 1630b Die trauernde Wittwe nebst Kindern. Parteigenoffe( Inval.), bis jetzt in Stellung, Sudjt zum 1. März resp. April Stell. in fein. Hause. Adr. unt. E. N. 44, Postamt 62, Kurfürstenstr. Umsonst Anfangsmonate Klavier, u. Violin- Unterricht. Offerten Musik" Postamt 79. Kleiderſpind n 633M u. Vertikov sof. spottb. Oranienstr. 153,8 Tr. r. Kohlengeschäft, gutgehend, wegen Auswanderung billig zu verkaufen. Bu 80. Panopticum. Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter. fragen Stettinerſtr. 30, Im Theater- Saal, ohne Extra- Entree: Am Sonnabend, den 10. Februar 1894, im ,, Elysium", Nord und Süd, Liederspiel von R. Linderer. Auftreten sämmtl. Spezialitäten. Alcazar. Dresdenerstr. 52/53( City- Passage.) Der Teufel in Berlin. Echt Berliner Blut. Große Posse mit Gesang und Tanz in 3 Atten von Eugen Prudens. Musit von A. Wiedecke. Regie: Mar Samft. Rasseneröffnung 6/2 Uhr. Anfang 71/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonnabend Nachm. 4 Uhr: Große Kindervorstellung. Im Schlaraffenland. Posse mit Gesang und Tanz. Neue Specialitäten. Wochentags Entree 15 Pf. Refervirter Play 30 Pf. R. Winkler. Central- Theater. Castan's Alte Jafobftraße 30. 3um 12. Male: E Herr Coulisset. Ecke Friedrich- und Behren- Strasse. Panoptikum. Schwant in 3 Atten v. Blum u. Toché. Sierauf zum Berlin 1893. 47. Male: Revue in 2 Abth. von L. Leipziger. Nur noch kurze Zeit: Märchen- Cyclus. Anfang der Vorstellung 7/2 Uhr. Nur noch kurze Zeit! Morgen: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Tante. Schwank in 8 Art. v. Brandon Thomas. Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gefang in 1 Att von Ed. Jacobson u. Benno Jacobson. Musik von Franz Roth. In Szene gesetzt von Adolph Ernst. Anfang 7/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. G E Landsberger Allee 40-41: Gr. Wiener Maskenball. Mujit von der Freien Bereinigung der Berufsmusiker". Billet à 50 Pf. Anfang 8 Uhr. Damaskirung 12 Uhr. Billets find für den Süden beim Kollegen Ernst Koch, Gräfeftr. 12, Hof 2 Tr.; für den Süd- Osten im Restaurant Rohr, Naunynstraße 78; für den Osten beim Kollegen P. Scholz, Am Ostbahnhof 7, vorn 3 Tr., und im Restaurant von Wilte( Zur Gleichheit"), Andreasstr. 26, zu haben. Die Kollegen werden höflichst ersucht, für recht zahlreichen Besuch zu agitiren. Der Vorstand. 474/11 Zentral- Kranken- und Begräbnißkasse der Buchbinder und verw. Geschäftszweige.( E. H.) Verwaltungsstelle Berlin. Sonnabend, den 10. Februar 1894: Großer Wiener Maskenball in den Festsälen des Industrie- Gebäudes, Beuthstraße 20. Ein Paar eleg. Damen- MaskenKostüme sind zu verleih. b. Köhler, Mendelssohnstr. 10, Quergeb. 2 Tr. 86699 pink pan sv v uafnv чалари равон аши -pvad ja 9'9 anu - po Maffen- Ausverkauf. In der 5590L* Cohn'schen Hosenfabrik 7 Pallisadenstr. 7 sollen die Waarenbestände bestehend in Herren- und Knaben- Garderoben, sowie Stoffresten werktägig von 9-1 und 2-8 Uhr, zu Zagpreifen außverfauft werden. Musik von den Mitgliedern der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker. Homöopath. Arzt Dr. Hösch, LinienAnf. 82 Uhr. 12 Uhr: Demastirung. Nachher: Gr.Blumen- Polonnaise. 7, Sonntags 8-10 Uhr. Da der Ueberschuß zum Besten franker, ausgesteuerter Mitglieder bestimmt ist, so wird um zahlreiche Betheiligung ersucht. 458/10 Billets à 50 Pf. intl. Zanz sind in den Zahlstellen der Kasse, des Verbandes, im Arbeitsnachweis, Annenstr. 16, im Restaurant zur Neuen Post", Beuthstr. 21, sowie in den mit Plakaten belegten HandDas Komitee. lungen zu haben. Verband der im Vergoldergewerbe beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands.( Filiale Berlin). Neu: Rebitopftuberkulose, Kehlkopf- Sonntag, den 11. Februar 1894, Nachmittags 4 Uhr, Präuscher's anat. Museum. polyp, Bruſtfellentzündung, Lungenentzündung, Lunge mit Tuberin Joël's Festsälen, Andreas str. 21: tuloje, Herz mit Klappenfehler, Magen 4. Stiftungsfelt. Roh- Tabak A. Goldschmidt, 4485L am biesigen Plage wie bekannt grösste Auswahl! Garantie für sicheren Brand. Streng reelle Bedienung, billigſte Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabate sind am Lager. A. Goldschmidt, mit Entzündung mit Geschwüren, Grosses Vokal- u. Instrumental- Concert. Oranienburgerstr. 2. Leber- und Milzkrankheiten. Schußkanal durdy fünf Körper, Gladiatorenkampf, täglich für erwachsene Herren, Dienstag und Freitag für Damen. Fettrede gehalten vom Kollegen A. Hoffmann( Pankow). Auftreten von Spezialitäten, Gesangsvorträge. Ein grosser Posten Steppdecken unter Mitwirkung des Gesangvereins Liedesfreiheit( Mitgl. des A.-S.-B.) Die Musik wird von der Fr. Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker ausgeführt. Billets à 30 Pf. find zu haben in den Zahlstellen von Emil Köpnik, Schillingstr. 30a; Günther, Josephstr. 10; Petersohn, Veteranenstr. 22 und bei echt Wollatlas( reine Wolle) Die Vertrauensmänner werden ersucht, die nicht umgefeßten Grösse 150x200, Stück 7,50 M. circa 1000 Stück schwere buntfarbige Zahlreichen Besuch erwartet Das Komitee. Circus Renz. Dieke, gothringerstr. 67.- Herren, die am Tanz theilnehmen zahlen 50 Pf. nach. ( Karlstraße.) Donnerstag, den 8. Februar cr., Billets am Sonntag mitzubringen. Abends 714 Uhr: 100 Pferde in der Manege. ratweil'sche Grande soirée équestre. Bierhallen u. a.: Blondel und Monstre- Tableau von 60 Pferden, vorgeführt v. Direktor Fr. Renz. Hurdle Race mit zwanzig Kommandantenstr.77-79. Pferden. Die Post mit 12 Pferden, Welt. u. größt. Etablissem. Berl. ger. v. Herrn Gustav. Maöstoso und der Steiger Alep, ger. von Frl. Oceana Täglich abwechselnd. Programm Renz. Die Trapeztünſtlerinnen Geschw. bei freiem Entree der ersten Wiener Damenkapelle Mikloska" und Auftreten von Künstlern. Spezialitäten 1. Ranges. Mr. Kauning, Concertmaler. Derselbe wird innerhalb 15 Minuten, Hoffmann. Der Imitator- Klown Mr. Ybbs 2c. Zum Schluß: Ein Künstlerfest. Ueberraschende Licht- u. Wassereffekte. Grosses Pracht- Feuerwerk. Freitag: Wiederholung der ParadeFestvorstellung. Preise wie gewöhnli dj. Fr. Renz, Direktor. Empfehle den Genossen mein reich55722* ein Delgemälde malen, welches nachhaltiges Lager in Schluß der Vorstellung gratis verlooft wird. Sonntags Anf. 5 Uhr. Entree 30 Pf. 3 Kegelbahnen. Stunde 60 Pf. Bildern, Rahmen und Büsten. Besonders empfehlenswerth: 6 Billards, pro Der 1. Mai, Lassalle, Marx u. a. C. Koch, fr. Gambrinus. Lager von Stahl- u. Kupferstichen, Glaserei und Bildereinrahmung. Säle für Versammlungen Landschaften, zu ſoliden Preiſen. und Festlichkeiten sind noch an verschiedenen Tagen zu haben. Achtung, Schöneberg. 356/7 Große öffentl. Volts- Versammlung am Freitag, den 9. Februar, Abends 8 Uhr, im Saale der Schloß- Brauerei, Hauptstraße 112-114. Tages Ordnung: 1. Vortrag über: Die gegenwärtige Geschäftslage". Referent Genosse Stormal- Schlafdecken mit kleinen Maschinenflecken, in reizenden Jacquard- Mustern, Grösse 150 x 200 cm. Sonstiger ver Stück 4,50 M. Breis 9 M. Meine illustrirte Preisliste über hochfeine Stepp- und Schlafdecken gratis und franto. Metzner. 2. Disfuffion. 3. Wahl eines Romitees zur bevorstehenden Steppdecken- Emil Lefèvre, Gemeinderathswahl und Verschiedenes. Fabrik Sämmtliche Arbeiter und Arbeiterinnen Schönebergs find zu dieser Berlin S., Oranienstraße 158. frdl. Word.- Wohn. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Bersammlung eingeladen. 479/7 Der Einberufer. Achtung! Cöpenick. Achtung! Am Sonntag, den 11. Februar 1894, Mittags 1 Uhr, im Saale des Herrn Scheer( Wilhelmsgarten): Große öffentliche Versammlung für Männer und Frauen. Tages- Ordnung: G 1. Bortrag des Genossen Ad. Hoffmann über:" Wann beginnt die Revolution". 2. Diskussion. 3. Wie tönnen wir die Gewerkschaften für Köpenick und Umgegend einheitlich und wirksam gestalten? 4. Verschiedenes. Es ist Pflicht eines jeden Arbeiters, in dieser Versammlung zu er Zur Deckung der Unkosten wird ein Entree von 10 Pfennig erhoben. Der Einberufer. Carl Scholz, fcheinen, insbesondere ſind sämmtliche Maurer hierzu eingeladen. Wrangelstraße 32. 479/8 Wrangelstr. 72, von 90-96 Thlr. Arbeitsmarkt. Provisionsreisende zum Verkauf eines 10 und 30- fg.Artikels in Kolonial, Material-, Drogen- 2c. 2c. 2c. Geschäften gegen Pro1632b vision gesucht. Carl Emil Jemm, Berlin W., Goltstr. 21. Der heutigen Nummer unseres Blattes liegt die gestrige Gewinnliste der preuß. Lotterie bei. Berantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen 1 Beilage zum„Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 32. Donnerstag, den 8. Februar 1894. 11. Jahrg. VetvlÄttrenkslrevWile. Deutscher Reichstag. 43. Sitzung vom 7. Februar 1894, 1 Uhr. Auf der Tagesordnung stehen Initiativanträge und zwar zunächst die gleichlautenden Anträge des Zentrums und der Freisinnigen Vereinigung auf Abänderung des Wahlgesetzes. Die Anträge sind die wörtliche Wiedergabe der Kommissions- beschlüsse und emes früher von der deutschfreisinnigen Partei eingebrachten Antrages, wonach das Wahlgesetz eine Reihe von Aenderungen im Interesse größeren Schutzes der Wahlfreiheit für die Wähler und eines größeren Schutzes namentlich des Wahlgeheimnisses erfahren soll. Nach den Anträgen soll kein einzelner Wahlbezirk weniger als 125 Einwohner enthalten, die Stimmzettel sollen in amtlich gestempelten Kouverts abgegeben werden, deren Beschaffenheit vom Bundes- rathe vorgeschrieben wird. Es sollen ferner Vorrichtungen im Wahllokal getroffen werden, welche dem Wähler ermöglichen, unbeobachtet seinen Stimmzettel in den amtlichen Umschlag zu legen; die Wahl soll von 10 Uhr Vormittags bis 7 Uhr Nach- mittags(jetzt 6 Uhr) dauern. Abg. Gröber: Der Einwand, daß gerade die öffentliche Stimmabgabe das verantwortliche Gefühl des Wählers schärfe, erledige sich schon dadurch, daß das Gesetz eine solche Verant- wortnng gar nicht wolle. Die Verantwortlichkeit gegenüber einem anderen Wähler, etwa dem Arbeitgeber oder dem vorgesetzten Beamten, erkenne das Gesetz eben nicht an. Redner nimmt Bezug auf die Vorgänge bei der letzten Wahl in Essen, wo mit größter Kunst alle Möglichkeiten, das Geheimniß der Wahl zu wahren, illusorisch gemacht wurden, wo links und rechts von der Thür des Wahllokals die Beamten der Krupp'schen Werke postirt waren, wo Beamte die Persönlichkeilen der Wähler feststellten, wo andere Beamte ihnen die Krupp'schen Stimmzettel übergaben und andere streng daraus achteten, daß nur der über- gebene und kein anderer Zettel den Wahlvorstehern, die wiederum fast ausschließlich Krupp'sche Beamten waren, überreicht wurden. Auch in einer großenAnzahl anderer Wahlkreise war derselbeModus derWahlbeeinflussung in derBeseitigung des Wahlgeheimnisses in den eingegangenen Wahlprolesten behauptet, so bei der Wahl in Wanzleben, wo Herr v. Benda gewählt wurde, ebenso bei der Wahl des Abg. Görtz. Häufig seien auch die Fälle, wo der Wahlvorsteher die Stimmzettel öffnet; auch die schwierige Frage, ob der Stimmzettel weiß sei oder nicht, tauche in zahlreichen Wahlprotesten wieder auf. Allen diesen Uebelständen werde durch die vorgeschlagenen Aenderungen abgeholfen. Die Zwerg- Wahlbezirke müßten beseitigt werden. Zu jeder Wahl seien Wahlchargirte erforderlich; in Wahlbezirken, die nur gerade 6 oder nicht viel mehr Wähler hätten, sei die Wahrung des Wahlgeheimnisses die reine Komödie. Die vorgeschlagene Zahl von 125 Seelen entspreche etwa 25 Wahlberechtigten. Die gleiche Größe der Stimmzettel sei eine unabweisbare Forderung, wenn man die perfiden Machinativnen gewisser Par- teien. namentlich in den westfälischen Groß-Jndustriebezirken Bochum, Dortmund u. s. w. unwirksam machen wolle. Die Couverts und die sogenannte Dunkelkammer seien eben unent- behrlich. Kouverts seien schon in den 70kr Jahren von den Nationalliberalen gefordert worden. Tie ganze Entwicklung der öffentlichen Verhältnisse verlange mit zwingender Gewalt diese Veränderung, denn nicht blos der Druck von oben, sondern auch der von unten beeinträchtige die Wahlsreiheit und das Wahl- geheimniß gleich stark; um jeden Terrorismus abzuwehren, müsse man die gemachten Vorschläge annehmen, es stehe nichts im Wege, auch die zweite Lesung sofort heute stattfinden zu lassen. Abg. Rickert: Der Schutz des Wahlgeheimnisses muß ver- stärkt werden. 1375 stellten die Nationalliberalen Völk u. Gen. ganz ähnliche Anträge; da war man mit dem Argument bei der Hand, daß der Wähler sich nicht gefallen lassen würde, eine halbe oder gar eine ganze Meile nach dem Wahllokal zu gehen. Aber schon damals hat Herr Völk geantwortet, daß an der Stimmabgabe desjenigen, der sich scheue, eine halbe oder eine ganze Stunde weit zu gehen, das deutsche Volk kein Interesse habe. Wir stehen nicht ganz aus dem Voden der Kominissions- beschlüsse, wir hätten die Mindeftzahl des Wahlbezirks lieber auf 400 Seelen festgesetzt gesehen, denn auch bei 25 Wählern wird die Geheimhaltung der Wahl bedenklich in Frage gestellt. I'auto cko rnieux(In Ermangelung von etwas Besserem) empfehlen wir aber gleichfalls zur Zeit ein Eingehen auf dieses Kompromiß, desgleichen aus die übrigen Vorschläge der Kom- Mission. Abg. v. CTzarlinski(Pole) spricht sich für die Annahme der Anträge aus. In der Provinz Posen habe ein hochgestellter Beamter, der über den Parteien stehen sollte, sich aus den Weg gemacht, sei bei der Wahlbewegung in der ganzen Provinz herum- gereist, habe an Wahlversammlungen theilgenommen und die Er- bitlerung des Wahlkampses geschürt. Deshalb begrüßen die Polen die gemachten Vorschläge mit großer Befriedigung und werden für sie stimmen. Die alten Bestimmungen hätten in ihrer neuerlichen Handhabung zu ganz schauerlichen Verhält- niffen geführt. Man müffe der Wahltyrannei von oben und von unten entgegenarbeiten. Seien doch auch Versetzungen von Be- amten, natürlich„im Interesse des Dienstes", für mißliebige Wahlen ein sehr beliebtes Auskunftsmittel: obwohl doch angeb- lich die Wahl geheim vollzogen werde, wisse die betreffende Be- Hörde die nach ihrer Meinung Schuldigen mit unfehlbarer Sicher- heil zu finden. Auch das Ansehen der Arbeitgeber wie der Beamten wird steigen, wenn dieser Antrag angenommen wird; wer dieses Ansehen auch seinerseits hoch halten wolle, müsse für diesen Antrag stimmen, und das würden die Polen thun. (Beifall.) Abg. Lenzmau»(frs. Vp.): Da Gegner der Anträge bisher das Wort nicht ergriffen haben, dürfte» wohl im Hause solche nicht mehr vorhanden sein. Das wäre an sich nur natürlich, den» die Tendenz des Gesetzes läust einfach auf ein Gebot der Ehrcnhasligkeit und des politischen Anstandes hinaus. Früher habe einzig Herr v. Meyer sich gegen das geheime Wahlrecht direkt ausgesprochen, weil es den Mannesmuth verleugne» heiße, seine Stimme nrcht öffentlich abzugeben. Dieser Mannesmuth ist im Munde der Standesgenoffen des Herrn v. Meyer ganz gut ausgehoben; der abhängige Arbeiter aber kann nicht anders um seiner Existenz willen, als seinen Mannesmuth zurückzustellen. Im Wahlkreise Dortmund, der jetzt durch Herrn Möller vertreten wird, ist zu der Zeit, als ich ihn hier verlrat, mancher Arbeiter zum Selbstmord getrieben, weil ihm. da er mich gewählt hatte, keine Arbeit mehr gegeben wurde; mich zu wählen war noch schlimmer, als einen Sozialdemokraten zu wählen. In dieser Beziehung ist zwischen den Feudalbaronen und den Schornsteinbaronen, den Schlot- junker», nicht der geringste Unterschied; die gegen die letzteren er- hobeneu Vorwürfe sind voll und ganz berechtigt. Der Unfug, der dort mit Pappdeckel- und Löschpapwr-Stimmzetteln getrieben wurde, ist ja noch in aller Erinnerung. Daß sich in dieser Auf- saffung des Wahlgeheimniffes bei den Liberalen_ des industriellen Westens viel geändert hätte, kann man nicht lagen, denn noch bei der letzten Wahl des Herrn Möller haben sich dieselben schlimmen Geschichten, wie sie früher in Hörde unter der Leitung des Herrn Direktors Massencz passirten, in Castrop wiederholt, und nur ihnen verdankt Herr Möller seinen Sitz im Reichstage. Man habe zwar gesagt, ein verständiger Abgeordneter würde doch solche gesälschte Wahl nicht anerkennen, ein erschlichenes Mandat nicht annehmen; aber er sei doch nicht gezwungen zu glauben, dast diese Vorkomninisie wirklich geschehen seien. So habe Herr Möller in der vorigen Legislaturperiode das Mandat angenommen und behalten, bis es drei Tage vor der Auflösung kassirt wurde; so habe er es auch jetzt wieder angenommen, ob- wohl ihm die Ueberlegung der Thalsachen sagen müßte, daß er sich irre, wenn er glaube, der Wahlkreis Dortmund werde durch einen Mann vertreien, den dieser Wahlkreis gewollt habe. Auch solchen betrübende» Ergebnissen des angeblich geheimen, direkten, gleichen, allgemeinen Wahlrechts werde die Aenderung des Wahlgesetzes ein Ende machen. Die Stimmzettel müßten bezüglich ihrer Beschaffenheit noch genauer voni Gesetz vor- geschrieben werden; es seien z. B. bei der Wahl des Abg. Grafen Bismarck Stimmzettel mit einem Wasserzeichen aufgetaucht. Die Verlängerung der Wahlzeit sei ein erfreulicher Fortschritt; besser aber wäre noch die Verlegung der Wahl auf einen Sonntag, der auch das Zentrum nicht widerstreben sollte. Die Opposition gegen den Antrag stehe geradezu auf dem Standpunkt einer be- wußten und gewollten Gesetzesübertretung. Stimmzettel, welche nach Gewicht und Größe erheblich von den vom Bundesralh erlassenen Vorschriften abweichen, müssen für ungillig erklärt und die Anträge dahin ergänzt werden. Redner bittet ebenfalls, die zweite Lesung sofort vorzunehmen. Abg. Blos(soz.): Wir wollen die Form der Anträge, welche für die Antragsteller gewisserniassen ein Kräutlein Rührmich- nichtan zu bilden scheinen, nicht antasten, aber doch unsere be- sonderen Wünsche bei dieser Gelegenheit vorbringen. Die Konservativen sprechen zwar heute über die Sache nicht, aber man kennt doch aus ihrer Presse ihre Meinung. Herr v. Stumm wünscht ein neues Sozialistengesetz, Herr v. Kardorss schärfere Anwendung der Freiheitsstrafen gegen uns. Diese Herren wer- den kaum ein erweitertes und verbessertes Wahlrecht unter- stützen. Herr v. Kardorff hat ja sogar das Gespenst einer sozialdemokratischen Mehrheit erst jüngst an die Wand ge- malt. Eine absolute Wahlsreiheit giebl es unserer Meinung nach nicht, so lange es abhängige Menschen giebt. Bei uns können die Wähler zwar keinen Minister stürzen wie in Frankreich, aber aus der Arbeit entlassen werden sie gerade wie dort. Mit der Wahlsreiheit ist es namentlich auf dem Lande charakteristisch bestellt. Auf gewissen Gütern wird gar nicht untersucht, wie der einzelne gestimmt hat, sondern es wird einfach die Zahl der abgegebenen sozialdemolratischen Stimmen gezählt, und eine entsprechende Anzahl von Leuten wird entlassen, und zwar wird diese Absicht vorher ganz offen den Leuten verkündet. Von Feigheit ä U Meyer-Arnswalde unter solchen Verhältnissen zu reden grenzt doch an Uebermulh. Die maßgebenden Faktoren für den Ausfall der meisten Wahlen sind Amtsvorsteher, Landrälhe, Arbeitgeber und Kriegervereine, Reformbedürftig ist vor allem die Wahlkreis-Eintheilung, und eine nothwendige Konsequenz daran die Vermehrung der Wahlkreise. Man hat sich aber bisher immer gescheut, diese Frage anzuschneiden. Der Sitzungssaal des neuen Reichstagsgebäudes ist nicht größer als der jetzige; man denkt also offenbar an die Verwirklichung dieser dringenden Forderung weniger denn je. Man könnte doch auch einmal daran denken, die Gefäße sorgfältiger auszuwählen, in welche die Stimmzettel Hineingelhan werden. Im Gesetz ist immer schlechthin von„Wahlurne" die Rede; man sieht aber höchst eigenthümliche Urnen, wie Zigarrenkisten, Suppenschüsseln und noch sragivürdigere Gesäße bei der Wahl als Wahlurnen in Verwendung. Am meisten bedauern wir. daß die Wahl nicht am Sonntag stattfinden soll; wir unterlassen trotzdem, einen be- sondern Antrag deswegen einzubringen, da er ganz aussichtslos wäre. Hinweisen müssen wir aber darauf, daß die kirch- lichen Wahlen, welche doch nicht heiliger als die Reichstagswahlen sind, auch an Sonntagen und nur an Sonntagen vorgenommmen werden. Die Wahl in der Woche macht den abhängigen Arbeiter namentlich auf dem Lande völlig von dem Belieben, von der Willkür des Arbeit- gebers abhängig, die Verweigerung der Erlaubniß zu wähle» kommt dann ungemein häusig vor; selbst in Staalswerkstätten, z. B. in den Essenbahn-WerlstäUen in Hannover, hat nmn sich mehrfach veranlaßt gesehen, die Leute nicht zur Wahl gehen zu lassen. Hieraus allein folgt die Nothwendigkeit der Verlegung des Wahltages aus den Sonntag. Die Hauptsache bei der ganzen Angelegenheit ist übrigens, wie die Regierung sich dazu stellen wird. Wir glauben nicht, daß die Anträge bei ihr günstige Ausnahme finden werden. Wir stimmen dennoch dafür, weil wir sie als eine Demonstratio» ansehen; eine prallische Bedeutung können wir ihnen nicht beilegen. Abg. Merbach(Rp.): Es ist auffallend, daß die Sozial- demokratie diesen Anträgen weniger Werth beilegt; sie versügen über eine Parleidisziplin wie keine andere Partei; sie brauchen sie nicht. Wir stimmen gegen den Antrag. Wir wollen auch die Wahlfreiheit und das Wahlgeheimniß.(Lärm und Unter- brechung bei de» Sozialdemokraten.) Wir verfügen nicht über den Parteiterrorismus wie Sie.(Rufe bei den Sozialdemokralen: von Plötz! Unruhe-Bomst!) Wir erkennen die Tendenz des An- träges vollständig an. aber wir lehnen den Antrag ab wegen seiner praktischen Undurchsührbarkeit. Mit der Festsetzung einer Mindestseelenzahl für die Wahlbezirke, mit den Kuverts, mit der Dunkelkammer, mit der Verlängerung der Wahlzeit, werden den Wählern und gerade den Arbeitern nur Unbequemlichkeiten und keine Vortheile bereitet. Die Zahl der Proteste beweist nichts; die Ordnungsparteien begehen eben den großen Fehler. denn, wenn sie Sieger geblieben sind. sich um die unglaublichen Ans- schreitungen der unterlegenen Parteien nicht weiter zu kümmer» und dagegen keine Proteste zu erlassen. Abg. Osann(natl.) wundert sich über die Stellungnahme der Sozialdemokraten, die dem Antrag als einer Demonstration zustimmen, und protestirt gegen die Unterstellung des Abg. Lenzmann, der icden Abgeordneten für unehrenhaft und unanständig erklärt, der diesem Antrage nicht zustimme. Er werde sich durch solche Drohungen und Pressionen ebenso wenig wie der Abg. Merbach einschüchtern lassen, er vertrete dabei einen großen Theil seiner Freunde.(Lachen links.) Ja natürlich, wir haben eben nicht die Gabe, alle in ei» Horn zu blasen.(Große Heiterkeit.) Wenn früher ähnliche Anträge von natwnallibcraler Seite gekommen seien, so hätten sich eben die Zeilen geändert. Die Mehrheit seiner FrenndeD hält die vorgeschlagenen Wege zur Erreichung des Ziels für sehr wenig zweckmäßig. Die Beeinflussung des Wählers liege nicht auf der kurzen Strecke in das Wahllokal, sondern in der vor- hergegangenen Bearbeitung des Wählers, bei den katho- lischen Wählen» z. B. die durch Geistliche, diese geborenen Agitatoren, von denen Herr Gröber allerdings nicht gesprochen habe. Und wie würde erst bei den Sozialdemokraten durch die Agitation die Wahlfreiheit zur Unfreiheit in der höchsten Potenz! Gerade diese beiden Beeinflussungen seien die verderb- lichsten(Unruhe links und im Zentrum; Zuruf: Unsinn!) Ich bitte den Herrn, der eben„Unsuin" gerufen hat, das Wort nicht weiter zu gebrauchen, sonst würde ich in anderer Weise mit ihm sprechen. Die Zusammenlegung der Wahlorle würde sehr zahl- reiche Wähler zwingen, weite Wege zu machen und das würde nur den Effekt haben, daß bei schlechter Witterung die Wähler nicht zur Wahl gehen würden und darüber würde man sich dann nicht zu wundern haben. Abg. Gräfe(Antis.) stellt sich mit seinen Freunden von vornherein auf den Boden des allgemeine» Wahlrechts; die Partei sei aber sowohl gegen die Wahl am Sonntag und zwar aus religiösen Gründen, als auch gegen die Herabsetzung des Alters sür die Wahlberechtigung. Das bestehende Wahlrecht aber und namentlich das Wahlgeheimniß zu schützen hält auch sie für dringend geboten. Die amtlichen Beernflussungen haben besonders in Sachsen einen so hohen Grad erreicht, daß dem entschieden entgegengetreten werden müsse. Man geht in Sachsen schon wieder mit dem beliebten Mittel der Sammlung von Unter- schristen vor, die der abhängige Mann ganz wider Willen gebe, und die dann in den Zeitungen veröffentlicht werden; bei der Wahl werden dann diese Veröffentlichungen als die schlimmsten Proskriptionslisten wirken. Auf diese Weise sucht man einerseits in Sachsen die Wähler wieder in die Arme der alleinselig- machenden deutschkonservativen Partei zurückzutreiben, anderer- seits aber herrsche in Sachsen ein Terrorismus der Sozialdemo- kratie, der ganz unglaubliche Zustände erzeugt habe und neuerdings in dem Rothschrei der Petition der 42 Gemeinden (Lachen bei den Sozialdemokraten) seinen Ausdruck gefunden habe. Abg. Hilpert(wild, bayerischer Bauernbündler) tritt sür die Anträge gleichfalls ein. Abg. Träger(sreis. Vp.): Die Ausübung des allgemeinen Wahlrechts darf nicht zur Machtfrage werden. Herr Osann hat die Frage ans das Gebiet der intellektuellen Beeinflussung hinüber- gespielt. Tie beschästigt uns hier gar nicht, die wollen wir nicht verhindern. Wir wollen die Anwendung der materiellen Mittel der Beeinflussung ausschließen. Die Regierung steht sicher dem Antrage nicht unfreundlich gegenüber, hat sie sich doch der heutigen Verhandlung taktvoll fern gehalten,(Große Heiterkeit) uns den Schutz der Wahlfreiheit überlassend und in der nn- zweiselhasten Meinung, daß das von uns beschlossene gut und von ihr ohne weiteres angenommen werden wird.(Beifall links.) Abg. Möller(natl.) hält die Tendenz der Anträge für eine gute, sie enthielten auch einen guten Kern, dessen nähere Prüfung in einer nochmaligen Kommissionsberathung vorgenommen werden müßte. Weiler verwahrt sich Redner gegen die feine Person und seinen Wahlkreis gemachten Ausführungen des Abg. Lenzmann. Es sei diesmal keine Beeinflussung durch verschieden geformte Stimmzettel vorgekommen. Eine Nicderlegung des Mandats vor der Entscheidung durch die Wahlprüsungskommission wäre das vorige Mal eine Pflichtverletzung gegen die Wähler gewesen und würde es diesmal sein, deshalb lege er sein Mandat nicht nieder. Abg. Auer(Soz.): Herr Merbach und Herr Osann wundern sich über unsere Zustimmung zu dem Antrage, den wir angeblich gar nicht ernst nehmen. Der Abg. Blos hat aus- geführt, daß der Entwurf von der Regierung nicht angenommen werden würde; wenn wir trotzdem dafür stimmten thäten wir es, um die Gegner bloß zu stellen. Wir meinen es mit dem Antrage durchaus ernst, und ich, der ich jener Kommission selbst angehört habe, unterlasse heute, wie ich damals es unterließ, Anträge auf Ausdehnung der Vorlage zu stellen, um die gewonnene Uebereinstimniung nicht zu zer- stören. Wir sehen allerdings einen ganz ivesentlichen Forischritt in der Annahme der Vorlage; wenn auch nach dieser Annahme von einer absoluten Wahlfreiheit nicht die Rede sein kann. Wenn die Nationalliberalen und Konservativen den heutigen Zustand als mangelhaften, verbesserungsbedürftigen bezeichnen, warum bringen sie denn nicht ihrerseits eine Vorlage mit ihren Vorschlägen ein? Mit ihrer platonischen Liebeserklärung für Wahlgeheimniß und Wahlfreiheit ist es doch eine sehr merk- würdige Sache! Beeinflussung geschieht von jeder Seite, auch von unserer, das geben wir zu; der Unterschied ist nur der, daß die Beeinflussung unsererseits ausgeht von den Aermere», Schwächeren, sozial niedrig Postirten, während Sie die Vertreter der reichen und einflußreichen Schichten sind und Ihre Beeinflussung entsprechend wirksamer ist. Den alten Kalauer, daß die Sozialdemokraten die ärgste Wahlbeeinflussung trieben, hätten Sie sich doch sparen sollen(Widerspruch rechts). Es glaubt Ihnen ja doch kein Mensch, daß derjenige, der am Boden liegt, dem Sie auf der Brust knien, eigentlich derjenige ist, der Sie maltraitirt und chikanirt(Widerspruchs rechts); wenn Sie unter sich sind, lachen Sie ja doch darüber! Herr Merbach beweist mit seinen Ausführungen nur, daß er von den wirklichen Tingen in unserer Partei keine Ahnung hat. Disziplin herrscht bei uns, das ist richtig, darauf sind wir stolz, das ist ein Produkt unendlichen Fleißes in langen Jahrzehnten. Diese Disziplin ist der Ausdruck des Klassenbewußtseins, das in den Arbeitern zu ihrem großen Segen vorhanden ist.(Lärm rechts); sonst würde man mit den Arbeitern noch mehr Schind- luder spielen als bisher.(Präsident v. L e v e tz o w rügt diesen Ausdruck.) Ich bin gern bereit, das gebrauchte Wort zurückzu- nehmen. Wunderbar hört es sich an, daß eine Stelle, die dem Bunde der Landwirthe nicht fernsteht, uns den Vorwurf des Terrorismus macht! Diese Partei, die Herrn v. Plötz in ihrer Mitte hat, der den eigenen Kollegen die Pistole auf die Brust setzt, sie auffordert, das Mandat niederzu- legen, die Partei, die das imperative Mandat bei uns eingeführt hat in einer Weise, wie es bei den Sozialdemokraten nie der Fall, will uns das aufreden? (Rufe: Jawohl! Gewiß! rechts). Die Nothwendigkeit der Vorlage wird schon durch die Vorgänge in Bochum und Dortniund begründet. Reichstag und Wahlprüsungs- Kom- Mission sind heute, im Gegensatz zu früher, darin einig geworden. daß eine Beeinträchtigung der Wahlfreiheit des Arbeiters seitens des Unternehmers unzulässig ist. Das letzte Beispiel dafür war der Kollege Möller. Ebenso sind wir dahin gekommen, die Stimmzettel sür giltig zu erklären, auf welchen der gedruckte Name durchstrichen und ein anderer aufgeschrieben war. Beide Vorgänge beweise», wie man auf diesem Wege allmälig die Nothivcndigkeit der besseren Wahrung der Wahl- freiheil und des Wahlgeheinmisses anerkannt hat. Die Vorlage giebt einige weitere werthvolle Garantien. In einigen Praktiken ist uns ja immer noch das Königreich Sachsen das Musterland. Im Wahlkreise Dortmund hat ja nicht etwa Herr Möller den Unfug verschuldet, der mit den Stimmzetteln getrieben wird; das ist niemals behauptet worden. Es sind immer dieselben Leute, die Oberbeamten der Werke, die Steiger u. s. w., welche im Austrag« der Werkbesitzer und unter Anführung der Direktoren diese Manipulationen vollführten. In anderen Fällen ist die verschiedene Größe der Stimmzettel benutzt worden, um die sozialdemokratischen Mitglieder von Kriegervereinen zu ermitteln und ihre Ausschließung zu be- wirken; solches ist in einem Falle gerichtlich festgestellt worden. Den Vorschlag, die Wahlzeit um eine Stunde zu verlängern, verwirst Herr Merbach auch, weil die natürliche Faulheit der Wähler sie verhindern würde, sich diese Begünstigung zu Nutze zu machen. Das mag in einzelnen Fällen zutreffen. aber allgemein die Rücksicht auf die faulen Bürger soweit aus- zudehnen, daß man der großen Mehrzahl das Wahlgeheimniß nicht garantiren helfen will, das geht doch wirklich zu weit. Von einem Schwinden der Lust am Wählen kann übrigens, wenn man die Statistik der Reichstagswahlen ansieht, kerne Rede sein. die Stimmenzahl zeigt im Gegentheil eine absolute und relative Zunahme. Herr Gräfe hat heute die berüchtigte Petition der tretung und für den Kredit würde es genügen, wenn den vielen Punkten; von ihnen ist aber auch gar keine Rede. Wen 42 Gemeindevorsteher in der Umgebung Dresdens erwähnt. Die Bauern der landschaftliche Kredit eröffnet würde. Auch eine 530 000 Landwirthe wahlberechtigt sind, dann fällt die Hälfte Petition bat bereits ihre Geschichte; fie nimmt bei der Beurthei- Regulirung des Erbrechts ist wünschenswerth. Man will mit der selbständigen Landwirthe schon überdies beim Wahlrecht aus. lung der Arbeiterschaft in der Umgebung Dresdens den Mund sehr der Vorlage ein Stück der sozialen Frage lösen. Da hätte man was berechtigt diese eine Hälfte im Namen der ganzen landvall, sie stellt sie als die reinste Schinderhannes- Bande dar. aber die Handelsvertrags- Politit nicht machen sollen, wirthschaftlichen Bevölkerung zu sprechen? LandwirthschaftsWunderbar ist, daß in diesen Bezirken die Antisemiten gewählt dann sollte man an die Währungsfrage herantreten. Mit einem fammern und Vereine können nicht neben einander existiren, find. Wollen die Letzteren etwa als die Guten erscheinen und solchen Gesetze wie es hier vorliegt, sollte man mindestens noch fie müffen einen Kampf auf Leben und Tod führen. uur die Anderen als die Schlingel hinstellen?( Buruf des Abg. ein Jahr warten. Hoffentlich wird es in der Kommission ein Minister meinte heute, die Zentralvereine tönnten sogar be Gräfe: Dort haben Sie die Majorität erhalten!) Dnein, gehend geprüft und erheblich verbessert. stehen bleiben, während in den Motiven das Gegentheil Damit schließt die erste Berathung. Die§§ 6, 10 und 11 des Wahlgefehes werden in der von ten Antragstellern vorgeschlagenen abgeänderten Form ohne Debatte angenommen. Vor der Berathung des§ 11a, welcher von den Umschlägen handelt, wird auf Antrag Gröber die Vertagung angenommen. Schluß 5/2 Uhr. Nächste Sigung Donnerstag 1 ( Etat.) Abgeordneteuhaus. hr. lieber folite man doch und teinen Der Die ich bedaure sehr, daß diese Bezirke gerade von Antisemiten ver- Abg. Lamprecht( f.) hat sich gegen die Vorlage zum Wort gesagt und sogar behauptet wird, daß die Kammern das treten sind; aber daß gegen die sozialdemokratischen Arbeiter gemeldet, obgleich er derselben im Allgemeinen sympathisch gegen- ganze landwirthschaftliche Vereinswesen aufsaugen werden. diese Beschuldigungen erhoben werden, ist eine niederträchtige übersteht. Sie werde, wenn auch nicht augenblicklich, so doch für Ich bin der Meinung, die freien Vereine werden das stärkere Berdächtigung gemeinster Art.( Unruhe rechts.) Nachträglich die Zukunft der Landwirthschaft große Dienste leisten. Aber der Element sein, wenn nicht die Subventionsfrage wäre. Wenn die haben schon einige Gemeindevorsteher erklärt, sie bereuten ihre Vorlage stehen auch erhebliche Bedenken entgegen, namentlich sind Subvention den Vereinen entzogen wird, dann erhält die amtUnterschrift und wüßten überhaupt nicht, wie sie unter die die Vorschriften nicht bestimmt genug; es heißt immer:„ es liche Organitation eine Ueberlegenheit. Bezüglich der Wahl hat Petition gekommen feien. Die Sache sei noch nicht aufgeklärt; tann:" das muß erheblich schärfer gefaßt werden. Herr Sattler recht, daß sich beim Landrath einige Gemeindejedenfalls müßten die Sozialdemokraten gegen diese Unter- Man fagt, die Landräthe sind die Hebeammen der fon vorsteher und Rittergutsbesitzer einfinden werden, um die Wahl schiebung auf das Entschiedenste protestiren. fervativen Wahlen gewefen. Das bestreite ich; aber wenn es zu vollziehen. Es werden also nur dieselben Personen gewählt Abg. Barth( fr. g.) tritt den Ausführungen des Abg. wahr wäre, so wäre die Geburt bei uns immer noch ziemlich werden, die im Provinziallandtag fizen. Dieses Wahlſyſtem Djann entgegen. Eeine Besorgniß, daß sich in dem umfriedeten von statten gegangen; bei den Freifinnigen war es schwieriger; übertrifft das Landtags= Wahlsystem noch an Glendigdem Landrath Raume jemand festsetze und dadurch das Wahlgeheimnis verba mußte der Doftor helfen und zur Bangengeburt fchreiten. feit; Tegen könne, stehe auf der gleichen Stufe mit der Möglichkeit,( Große Heiterkeit.) Daß eine Verschiedenheit der Intereffen Ernennung der Mitglieder übertragen.( Heiterkeit. Ich daß ein Wähler mit einem Knippel die Wablurne zerschlage oder zwischen großem und kleinem Grundbesitz besteht, erkennen wir wünschte, man ließe die Landwirthschaftskammern bei Seite dem Wahlvorsteher ein Tintenfaß an den Kopf werje. Solche nicht an.( Bustimmung rechts.) und firebte darnach, die landwirthschaftlichen Vereinigungen noch Möglichkeit groben Unfugs tömnne doch kein Grund sein, im unabhängiger zu machen. Wie sehr die landwirthschaftlichen Abg. Graf Strachwin( 3.) ist im allgemeinen mit der Bor Vereine Politit getrieben haben, wiffen wir; jest kommt das übrigen als nothwendig erkannte Maßregeln zu unterlassen. Auch nochmalige Kommiffionsberathung sei überflüffig; nach Lage der lage einverstanden, wünscht aber, daß den Landwirthschafts- Stammergericht und stellt die Bereine unter das Vereinsgesetz. Geschäfte würde dann überdies in der gegenwärtigen Session fammern eine größere Bedeutung beigelegt würde, als die Der Minister will die Kammern schaffen, um sie von der AufVorlage es thut. Die Befugnisse der Kammern sind nicht wiederum nichts zu stande kommen. groß genug. Die Nothlage der Landwirthschaft ist ent- reformiren und namentlich die Verbindung von Vereinen unter Die Mothlage der Landwirthschaft ist ent- ficht der Polizei zu befreien. Man sollte lieber das Vereinsrecht Abg. Ulrich( Soz.): Herr Ofann sollte doch wissen, daß man auch in Hessen sich neuerdings daran gewöhnt hat, den ganzen kosten decken. Deshalb ist die Vorlage teine Abhilfe für jekt. baran bekommen, dann wird das leicht zu erreichen sein. Namentstanden daraus, daß die Einnahmen nicht mehr die Betriebs- einander frei geben. Wenn erst die Konservativen ein Interesse Beamtenapparat gegen die Sozialdemokraten spielen zu lassen und offizielle Beamtenkandidaturen aufzustellen. Bei uns in Diefem entgegen zu treten hat die Regierung die Verpflichtung, lich sollten sich aber die landwirthschaftlichen Vereine von den Hessen sind die Nationalliberalen von demselben Fleisch und Blut weil sie ihn zum großen Theil verschuldet hat. Durch das Landräthen mehr emanzipiren. Die Landräthe beherrschen solche wie in Preußen die Konservativen und machen ganz ebenso in sie hat unseren Wieherport zerstört, sie hat die gemischten Transit Kenntnisse, noch wegen ihrer Persönlichkeit das verdienen; Aktiengeset hat die Staatsregierung das platte Land entvölfert; Bereine, welche weder wegen ihrer landwirthschaftlichen Wahlbeeinflussungen. Der Kreisamtmann und die weiteren Beamten bis herunter zum Nachtwächter und Schweinehirten läger eingeführt, und was ist der russische Handelsvertrag anders fie besigen Teinen Ar Halm( Heiterkeit) werden amtliche Agitatoren; ihnen leisten die sonstigen Beamten als eine Begünstigung ter ausländischen Landwirthschaft. Des- und ihre Anpflanzungen beschränken sich auf ein Paar die nöthige Hilfe. Natürlich nicht in amtlicher Eigenschaft, fon- halb glaube ich, daß diese Vorlage noch nicht das letzte Wort Blumentöpfe auf dem Balkon ihrer Kreishäuser( Große Heiterkeit). dern als Wähler. Von einem Eldorado der Wahlfreiheit in der Regierung sein wird. Je schneller sie vorwärts geht, desto Gegen Parzellirungen und Rolonisationen liegt ein ganzes Bündel hindernder Maßregeln vor. Die jungen Leute vom Lande Heffen kann daher nicht im geringsten die Rede sein; es wird mehr wird sie sich den Tank der Landwirthe verdienen. vielmehr bei uns nach und nach immer preußischer. Minister v. Heyden: Die Staatsregierung denkt in feiner kommen in die Garnisonen und wenn sie zurückkehren, sehen sie Schon fangen die hessischen Gensdarmen an, Die Wah! Weise daran, die Thätigkeit der landwirthschaftlichen Vereine, fich verurtheilt zu demselben Loos, welches thre Eltern hatten; versammlungen zu verbieten, wie es die preußischen dürfen. Was namentlich der Lokalvereine, zu beeinträchtigen. Ebenso ist gar es ist ihnen nicht möglich, Grund und Boden zu erwerben. hier vorgeschlagen ist, ist das Mindeste, was der Reichstag an- fein Zweifel darüber, daß die jetzt bestehenden Zentralvereine Wenn nicht nach Amerita, geht er in die Stadt, wo er sich nehmen muß. Die Besorgnisse des Herrn Ofann über die Un- nicht gegen ihren Willen aufgehoben resp. den Landwirthschafts- wenigstens frei fühlt, und anstatt diese Gebundenheit zu ver zulänglichkeit der spanischen Wand find wirklich nicht ernsthaft fammern inkorporirt werden können. Es ist nur als wünschen mindern, will man fie vermehren. Man spricht von der Verwerth hingestellt worden, daß die beiden Organisationen nicht allgemeinerung der landschaftlichen Kreditorganisationen. Diese zu nehmen. neben einander bestehen bleiben. Die Nothlage der Landwirth past eigentlich nur für die größeren Grundbesitzer. Bei den Nach dem Echlußwort der Abgg. Gröber und Ridert wirthschaft beruht zum Theil auf der großen Ronkurrenz und Landwirthen gehört der größte Theil des Gutes den Gläubigern; wird der Antrag Möller, die beiden Anträge an cine Kommission den entwickelten Verkehrsverhältnissen. Daneben tommt die der Reft hat alle Echwankungen der Ernten und Konjunkturen von 14 Mitgliedern zu verweisen, gegen die Mehrheit der Verschuldung in Betracht. Der steigenden Verschuldung muß zu tragen. Damit ist der Ruin vorhanden. Die Landwirthschaft Ich Nationalliberalen abgelebut, ebenso ein Antrag auf Vertagung entgegengewirkt werden. Der Landwirth soll nicht blos der hat nicht genug Kredit, sondern zu viel Kredit. ob die ländlichen Kredit- Institute gegen die Stimmen der Nationalliberalen, der Reichspartei und Verwalter feiner Gläubiger fein; er soll so unabhängig bin wirklich zweifelhaft, er nicht gleich zusammenbricht, wenn des größten Theiles der Deutschkonservativen. Das Haus tritt sein, daß eine wirklich die geseglichen Begünstigungen verdienen, die ihnen zu somit in die zweite Berathung ein. ungünstige Konjunktur eintritt. Die Echuldengefehgebung theil werden. Die stärkere Amortisation der Schuld erinnert ist bisher nur vom Standpunkt des Kapitalisten aus gemacht mich an den Rath, sich an dem eigenen Zopf aus dem worden. Das war bisher fnatürlich. Es läßt sich aber darüber Sumpf zu ziehen. Die Freiheit des Grund und Bodens muß Wenn dann den Grundbefizern zu helfen ist, nachdenken, ob man nicht die Verschuldung reguliren fann vom verstärkt werden. Standpunkte des Schuldners. Auch die Frage der Menderung so kann das ja auch durch Abverkauf von Land geschehen. Eine des Erbrechts ist wichtig; fie beschäftigt die landwirthschaftlichen Zwangsorganisation würde ein großes Unrecht sein gegen die Kreise seit Jahrzehnten. Es bricht sich immer mehr der Gedanke kreditwürdigen Besitzer gegenüber den anderen. Verwahren muß Bahn, daß das jetzige Erbrecht am Grund und Boden nicht so ich mich gegen den Gedanken einer Benachtheiligung der Gläubiger, bleiben tann wie es ist, sondern geändert werden muß. Die ersten wie fie Herr v. Manteuffel im Herrenhaus in Aussicht gestellt Versuche sind gemacht durch die Höfe- Ordnungen, die allerdings hat. Das ist eine Konftstation des Eigenthums. Es tann nichts in manchen Landestheilen nicht zum Ziele geführt haben, weil verhängnißvolleres gedacht werden, als daß man solche GrundSigung vom 7. Februar 1804, 11 hr. die Sitte nicht mehr dafür sprach. Aber die Sitte besteht zum fätze aus solchen Kreisen heraus zum Ausdruck bringt. Besonders Am Ministertische: von Heyden, Miquel, Thielen, Theil noch und mit dieser Sitte muß man die Rechtsinstitution in aber widerspreche ich dem Gedanken, den Staatskredit dafür in v. Berlepsch. Verbindung bringen. Wenn man diese Frage in die Hand nehmen Anspruch zu nehmen. Wozu würden die besiglosen Arbeiter be Die erste Berathung des Gesetzentwurses über die 2 and will, hat die Regierung jetzt nicht die erforderlichen Organe, um rechtigt sein, wenn man ihn für die besitzenden Klassen die Berufskreise zu befragen. Es muß mit bäuerlichen Kreisen in Anspruch nimmt? Der Staatstredit wird schon für wirthschaftstammern wird fortgesetzt. Abg. Nickert( frf. Wgg.): Nach der gestrigen Debatte fann schon bei der Vorberathung der Geseze in Fühlung getreten werden. die eigentlichen Staatszwecke in bedenklicher Weise geman wohl annehmen, daß die Vorlage nicht in der Form an- Von der Umwandlung der Hypothekenschuld in eine Rentenschuld braucht. Hüten wir uns Hüten wir uns, auf solche Dinge einzugehen. genommen wird, wie sie vorgelegt ist. Alle Redner und auch und anderen Plänen ist gar keine Rede; es handelt sich nur um Ich bedaure, daß der Landwirthschaftsminister nicht gegen diese Ser Minister waren der Meinung, daß von dieser Vorlage eine eine Verhütung der weiteren Verschuldung. Wenn Deutschland drei Gedanken Widerspruch erhoben hat. Wenn das nicht geBeseitigung der Nothlage der Landwirthschaft nicht zu erwarten heute blos ein Agrikulturstaat ohne Handel und Industrie wäre, schieht, dann wird eine gewaltige Erschütterung des Realkredits sei. Die Landwirthschaftskammern sind eine fomplizirte Schöpfung, so würde er nicht die Stelle einnehmen, die er jetzt inne hat. Die Folge sein und daraus folgt wieder eine Erschütterung des beruhend auf einem noch elenderen Wahlrecht als dem Land- Bisher hat die Gesetzgebung Handel und Industrie allein ge- Personaltredits. Ich erkläre mir die Vorlage auch nur daraus, tags- Wahlrecht. Mehr Arbeit, mehr Wahlen und mehr Steuern fördert, jedenfalls ist das der Erfolg geblieben. Die Landwirth daß man wegen des russischen Handelsvertrages eine gewiffe werden dadurch nothwendig. Die Listen müssen geführt werden schaft ist zurückgeblieben und es soll jetzt der Versuch ge- beffere Stimmung bei den Agrariern erzeugen will.( Buruf: für die Wahlen zc., der Landrath muß die Wahlgeschäfte leiten. macht werden, die Landwirthschaft wieder hoch zu bringen.( Bei Speck!) Speck fann ich es nicht einmal nennen; es sind nur geSollen die 40 Köpfe starten Kammern Rentenbriefe zu billigen fall rechts.) malte Gerichte für den agrarischen Hunger, über deren BetrachAbg. Richter( freif. Vp): Mit Herrn von Butikamer, wohl tung die Agrarier den russischen Handelsvertrag vergeffen. Binfen ausgeben? Wer übernimmt die Garantie? Wie denkt fich der Minister die Sache? Die ganze genossenschaftliche meinem schärfsten politischen Gegner, stimme ich diesmal voll( Beiterkeit). Der ruffische Handelsvertrag ist so gut, daß er für Thätigkeit der freien Vereine wird vernichtet. Den Land: ständig überein. Es handelt sich darum, ob amtliche Formen sich allein marschiren fann; er wird sich die Annahme erzwingen, wirthschaftskammern fann eine Mitwirkung bei der Verwaltung oder freies Vereinswesen zur Vertretung der Berufsintereffen. Ich weil er eine politische Nothwendigkeit ist. Deshalb kann ich nur der Produktenbörse und bei den Preisnotirungen übertragen stehe mit Herrn von Puttkamer auf dem lehteren Stand bitten, gegenüber dem Handelsvertrag den Degen einzustecken und werden. Das ist ein schönes Gericht, welches den Kammern punkte. Ich könnte den Landwirthschaftskammern nur nicht soviel damit herumzufuchteln, weil Sie sich dadurch immer aus Bosheit gegen die Agrarier; aber dies noch mehr Blößen geben( Widerspruch rechts). Die Kette Ihres vorgesetzt wird. Wie denkt man sich das eigentlich? Es handelt zustimmen Wenn Widerstandes wird gebrochen werden, weil sie gebrochen werden fich blos um eine Konzession an den Bund der Landwirthe, das ist doch kein Standpunkt für die Gesetzgebung. geht aus den Motiven deutlich hervor, wo es beißt: Nur durch Sie ein Vorbild haben wollen, wie wenig die Landwirth muß( Bustimmung links, Bischen rechts). eine Busammenfassung aller auf die Hebung der Landwirthschaft schaftskammern bedenten werden, so vergleichen Sie die Be Abg. Knebel( natl.) bedauert, daß die Landwirthschaftsabzielenden Bestrebungen können die Landwirthschaftskammern deutung des Landesökonomiekollegiums gegenüber dem deutschen fammern an die Stelle der Zentralvereine treten follen. Der eine wirkliche Gesammtvertretung der Landwirthschaft bilden Landwirthschaftsrath, dem Verein der Steuer- und Wirthschafts- größere und Ileinere Befih haben nicht gleiche Interessen. Der und von der Gefahr befreit bleiben, einseitige Agitations reformer und dem Bund der Landwirthe. Diese Vereine ge- größere Besitzer sieht bei seiner Viehzucht auf den Milchertrag, verbände zu werden." Es ist schade, daß Herr von Plöß nicht fallen mir nicht in ihrer Thätigkeit, aber sie bedeuten politisch der kleinere auf die Arbeitskraft. Der größere Besitzer hat bei hier ist. Ich hätte gern mit ihm darüber diskutirt. Er hält es das hundertfache deffen, was das Landesökonomiekollegium be- feiner Feldwirthschaft andere Interessen, als der kleine Besizer, nicht einmal für nothwendig, fich zu dieser Vorlage zum Wort deutet. Was ist aus den Gewerbekammern geworden? Sie be- welcher Obitzucht treibt. Bei den Landwirthschaftskammern zu melden. Herr von Plög gewinnt auch schon Einfluß auf die stehen in den meisten Provinzen nicht mehr, weil den Provinzen werden die fleinen Landwirthe felten vertreten sein. Wenn ein Mandate; dem Herrn Uhden hat er das consilium abeundi die Arbeit der Gewerbekammern die Kosten nicht mehr werth fleiner Landwirth überhaupt gewählt wird, so wird es ihm schwer gegeben; er hat ihm ergebenst anheimgestellt, sein Mandat niederschien. Und wo ist der vielgerühmte Volkswirthschaftsrath ge- werden, gegenüber den größeren Landwirthen mit ferner Meinung zulegen. Von den landwirthschaftlichen Zentralvereinen haben sich blieben? Die Regierung fann garnicht gezwungen werden, aufzutreten. 10 gegen 4 für Landwirthschaftskammern ausgesprochen; 2 blieben folche Rorporationen zu befragen. Die Eisenbahn- Berstaatlichung, Abg. Ring( f.): Die Landwirthschaftskammern müßten mögunentschieden. Der Antrag auf fakultative Landwirthschaftskammern die neue Bollpolitik, die sozialpolitische Gesetzgebung u. f. w. licht selbständig sein, damit fei der Regierung gegenüber unwurde im Landes- Defonomiekollegium mit 18 gegen 8 Stimmen an hat man durchgeführt, ohne die Handelskammern zu fragen. abhängig bleiben. Die Staat wird eine Form finden müssen, genommen und unter den 18 waren 8 vom Minister ernannte und wenn die Handelskammern sich aufbäumen, dann werden sie um einen Theil der Hypothekenschulden in Rentenschulden zu Mitglieder! Es findet sich auch nirgend in der Landwirthschaft unter Benfur gestellt und dürfen keine Berichte mehr drucken verwandeln; denn nicht bloß der Besitzer, sondern der unverMan schuldete Besizer ist die beste Abwehr der Sozialdemokratie. große Neigung für die neue Einrichtung, nicht einmal bei den laffen, die nicht vorher ein Geheimrath zenfirt hat. Großgrundbesizern. Man hat allerdings erkannt, daß es ein wundert sich über das Auflösungsrecht, welches die Vorlage Namentlich würde leicht beim Rentengutsgesetz eine Aenderung Fehler ist, eine Echeidung zwischen Groß und Kleingrundbesitz beabsichtigt. Eine solche Bestimmung steht im Handelskammer- dahin herbeigeführt werden können, daß kleinen Leute von den vorzunehmen. Das ist ein Fortschritt, vielleicht nimmt man nun gefeß nicht, aber die Regierung hat doch mit der Auflösung ge- Rentengutsbanken Geld gegen Rentenschuld gewährt werde. Um 4 Uhr wird darauf die weitere Berathung bis auch Anlaß, die Sonderrechte des Großgrundbesitzes bei der droht, und eine Handelskammer, die Görliger, hat sich infolge Kreisordnung zu beseitigen. Das wäre beffer als die Annahme deffen in eine Privatvereinigung umgewandelt. Die Landwirth: Donnerstag 11 Uhr vertagt. der Vorlage. schaftskammern sollen die öffentliche Meinung bearbeiten. Dazu Der gestrige Tag wird start angestrichen werden in der sind sie zu schwerfällig, dazu müssen sie zu viel Rücksichten Weltgeschichte; denn ein Handelsvertrag mit Rußland ist ein nehmen, ebenso wie die Handelskammern, über deren Köpfe weltgeschichtliches Ereigniß. Ich kann der preußischen Regierung hinweg man die verschiedenen freien Vereine gegründet hat, In uur Glüd wünschen dazu, daß sie den Reichskanzler unterstützt welche weit mehr bedeuten als die Handelskammern. Der Ausschuß der Stadtverordneten Versammlung hat. Der Handelsvertrag wird am anderen Ende der Leipziger die Handelskammern fommen die Träger der ersten Firmen, Straße nicht abgelehnt werden; er tann nicht abgelehnt werden. ruhige, behäbige, gesättigte Existenzen( Heiterkeit), die nur in für Vorberathung der Vorlage des Magistrats, betreffend die Sie haben Regelung der Dienstalterszulagen der städti. Der Handelsvertrag liegt im Interesse der Landwirthschaft und nähere Beziehung zu den Behörden fommen wollen. die Landwirthe, welche ihm entgegenwirkten, haben keine Ahnung allerlei fleine Wünsche( Heiterkeit). Der Adler auf dem Dienstschen Beamten, beschäftigte sich in seiner heutigen Sibung von dem kolossalen Echaben, den sie dem Deutschen Neich und siegel der Landwirthschaftskammern hat nicht so viel zu bedeuten hauptsächlich mit den Gehaltsverhältnissen der Gemeindeschullehrer. der Landwirthschaft zufügen. Herr v. Minnigerode hat furz den als der Adlerorden( Heiterkeit). Man wird dann neue Titel für Es wurde namentlich die unzulängliche Besoldung dieser Bewestpreußischen Landwirthen gerathen, nicht so viel zu flagen; die Mitglieder der Landwirthschaftskammern finden: Agrikultur- amten hervorgehoben, die einen Lehrer selbst in vorgerückten der Ehelosigkeit verurtheilen. Bom Magistrat andere Leute hätten noch mehr Grund dazu. Darin liegt viel- räthe und Geheime Agrikulturräthe( Heiterkeit). Was bleibt von Jahren leicht der Schlüssel dafür, daß Herr v. Minnigerode nicht mehr der der Thätigkeit der Handelskammern? Die Berichte und Statistik! wurde hauptsächlich die finanzielle Belastung des Stadsäckels in Führer der Konservativen ist. Auch Herr v. Schorlemer hat erklärt, Ja die find so gut wie die Handelskammersekretäre, und be- den Vordergrund gerückt, die es nicht erlaube, den Forderungen daß die Lage der Landwirthschaft noch nicht zum Verzweifeln ist. foldete Sekräte können freie Vereine auch stellen. Die Landwirth- der Lehrer gerecht zu werden. Wenn die etwas hochfliegenden Geben Sie also Ihre Agitationsreifen mit Herrn v. Plöß gegen fchaftskammern haben gar feine Legitimation, für die Arbeit Bläne einzelner Mitglieder des Ausschusses verwirklicht werden Wenn man sollen, müßte für das nächste Jahr der Zuschlag zur Staatsden russischen Handelsvertrag auf. Sie werden nichts erreichen! nehmer der Landwirthschaft mitzusprechen. Berzagen Sie nicht und hüten Sie sich vor allen Experimenten, von Amts wegen Korporationen organisirt, einkommensteuer 115 pt. betragen. Dem gegenüber wurde müssen die Arbeiter doch auch gehört werden darauf hingewiesen, daß man nicht immer nothwendige Ausgaben, welche nur neue Steuern foften.( Große Heiterkeit rechts.) Kommunales. 09 bg. Klose( 3.) ist für die Vorlage gemeldet, macht aber Bei den Fachgenossenschaften der Handwerker die eine gerechtere Forderung dieser Beamtenkategorie erfüllen verschiedene Bedenten geltend. Das Wahlrecht sei nicht gerecht, ist auch ein Gehilfen Ausschuß vorgesehen. sollen, nur deshalb aus dem Etat streichen folle, um einen mögdenn die fleinen Gemeinden erhalten dasselbe Stimmrecht wie warum werden hier die Arbeiter außer Be- lichst niedrigen Zuschlag zu erheben. Es ist nur zu verwundern, tie großen. Die Vertretung der Landwirthschaft in den land- tracht gelassen? Die Wirthschaftsbeamten, die Inspektoren daß gerade hier, wo es sich um die Aufbesserung der Gehälter wirthschaftlichen Vereinen sei vielleicht besser als die neue Ver- auf den größeren Gütern überragen doch die Grundbesiger in für Lehrer der Kinder der arbeitenden Klassen handelt, diese was anders. Tokales: " " Frau Alma Palm ersucht uns zu konstatiren, daß nicht fie es war, welche uns damit drohte, aus der Partei auszutreten, wenn wir die Berichterstattung über die Antikonsum und freuen uns, auch gleichzeitig mittheilen zu können, daß der Schreiber jenes Briefes uns sein Bedauern über jene Aeußerung ausgedrückt hat. Aus dem Briefe der Frau Balm theilen wir noch die folgende Stelle mit: finanzielle Frage fo in den Vordergrund gerückt wird, zurückgeblieben ist." Der Bericht weist den von ihm behaupteten, Geschäftskniff, der heute feinem Unternehmer zu verdenten set so während die finanziellen Verhältnisse der Stadt im glänzendsten Einfluß der ungünstigen wirthschaftlichen Lage auf den Gas- würde angewendet, um die Konsumenten zufrieden z Lichte geschildert werden, wenn es sich um Projekte à la König- verbrauch an den einzelnen Stadttheilen eingehend nach. Der filllen, und zwar dahin, daß man die Flaschen fleiner machen ftraße und Schloßplah handelt. Verbrauch ist auch da zurückgegangen, wo noch feine Rabel der läßt, daß, anstatt wie vielfach behauptet wird, eine bestimmte Volksschullehrer und Schloßplatja, Bauer, das ist ganz Berliner Elektrizitätswerte, wohl aber größere industrielle Eta- Anzahl Flaschen nicht 0,4, sondern nur 0,37 Liter Inhalt haben, blissements zu finden sind, z. B. in der Luisenstadt jenseits des womit bei einem größeren Quantum schon zu rechnen sei." Diese Kanals und in der Oranienburger Vorstadt. Und wenn haupt- Thatsache ist jedenfalls recht interessant zu hören, und wir sind sächlich die nördlichen und nordwestlichen Außenbezirke, dem Herrn Happoldt sehr verbunden, daß er uns mit diesem die Stadttheile Friedrich Wilhelmstadt, Thiergarten und Geschäftskniffe" der Brauereien bekannt gemacht hat. Nur Moabit, Wedding und Rosenthaler Vorstadt noch eine Gr- möchten wir bezweifeln, daß die Konsumenten hierdurch thatDer Sozialdemokrat Nr. 2 gelangt heute, Donnerstag, höhung des Gasbedarfes, wenn auch nur eine bedeutend geringere fächlich zufriedengestellt werden. Weiter meinte Herr Happoldt Nachmittag zur Ausgabe. Die Berliner Spediteure werden er als in den Vorjahren, aufweisen, so erklärt der Bericht das wir folgen auch hier dem gedachten offiziellen Berichte in Nachmittag zur Ausgabe. Die Berliner Spediteure werden er daraus, daß in diesen Gegenden wenigstens noch eine leidliche bezug auf die Bierverleger:"... In den meisten Fällen würden fucht, ihre Exemplare Nachmittags von 4 Uhr ab in der Er- Bauthätigkeit geherrscht hat, die neue Wohnhäuser und damit die Etikettes auf Flaschen so täuschend seitens der Bierverleger pedition des Sozialdemokrat", Beuthstr. 2, Hof 2 Treppen, neuen Bedarf an Gas schuf. In diesen Ausführungen liegt das nachgemacht, daß das Publikum glauben müsse, das Flaschenbier abzuholen. nachträgliche Eingeständniß, daß im vorigen Winter und sogar sei direkt von der bezeichneten Brauerei bezogen..." Also auch Das Gewerbegericht hat schon so manches jener modernen auch in dem vorhergehenden Sommer in Berlin eine große Bahl ein Geschäftskniff"! Man sieht, es hat einer dem andern nichts Echusterle's, die namentlich im Baufach vom gemeinsten Raube, von Arbeitern arbeits- und brotlos gewesen ist; denn wenn die vorzuwerfen. Ueber die Manipulationen der Gast- und Schankdas liebe Publikum über dem Raube des Arbeitslohns, schlemmen und demmen, so gut es Bauthätigkeit im allgemeinen darniederlag, wenn die Geschäfts- wirthe als Dritte im Bunde, gehen wollte, Mores gelehrt. Weil das Gewerbegericht die thätigkeit in den Fabriken u. f. w. eine geringe war, dann den Löffel zu barbieren, schweigt sich der Bericht aus. Wenn felbstverständliche Pflicht, die Arbeiter vor der Ausbeutung durch ständniß ist um so werthvoller, als es von dem Magistrat selber bedauert, daß die Angelegenheit so öffentlich in der Presse haben viele Tausende von Arbeitern feiern müssen. Dieses Ge- der Bericht sodann weiter meldet, daß Kollege Laffe jenes Gesindel zu schützen, meistens nach Kräften erfüllt und sich tommt, der ja bekanntlich seit mehreren Jahren und bis in die besprochen würde", so wollen wir ihm das gerne glauben. Ge auch im übrigen möglichster Objektivität befleißigt hat, erfreut allerjüngste Zeit das Vorhandensein eines durch allgemeine Ar- mag nicht angenehm sein, Geschäftsgeheimnisse und Geschäftses fich, trotz diefer oder jener Fehler, in Arbeiterfreifen eines un- beitslosigkeit hervorgerufenen größeren Nothstandes in Berlin niffe so öffentlich an den Pranger gestellt zu sehen. verkennbaren Vertrauens und sogar gewiffer Popularität. Be- beitslosigkeit tanntlich kann man dies von allen anderen Gerichtsinftitutionen, entweder überhaupt nicht oder doch nur in bescheidenen Grenzen in denen ausschließlich Bourgeois zu urtheilen berufen sind, er anerkannt hat. Dieses Geständniß ist jedoch nicht neu. Es hieß bereits in dem vorigen( Anfang Januar 1898 herausgegebenen) tlärlicher Weise nicht sagen. Im Gegensatz zu dem Vertrauen, das die Arbeiter den Magistratsjahr über die Verwaltung der Gasanstalten, daß das Gewerbegerichten meistens entgegen bringen, steht die oft bis zur Handels und der Gewerbe, folglich auch für die Gasanstalten, Muth gesteigerte Mißachtung und Voreingenommenheit, die man in Unternehmer- und namentlich in gewissen Handwerkerkreisen nicht günftig gewesen sei. Es wurde in jenem Bericht sogar tiefen Juſtitutionen gegenüber einzig deswegen hegt, weil in angegeben, daß der Rückgang in der Geschäftsthätigkeit sich zum ihnen Arbeiter mit zu Gericht fizen, die durch die freie Wahl habe, also in jenem traurigen Winter, in dem der Oberbürger die Konsum- Vereine einnimmt, ich bin gegen die Konsum- Vereine Theil bereits gegen Ende des Jahres 1890/91 bemerklich gemacht Mir ist es gleich, welche Stellung der Vorwärts" gegen von Jhresgleichen zu diesem Ehrenamt berufen sind. Es will iefen verbohrten Köpfen immer noch nicht in den Sinn, daß meister v. Fordenbeck unter dem Beifall der bürgerlichen Majorität wie eine große Menge zielbewußter Sozialdemokraten, und bin Der Arbeiter, dessen Jdeal fie der Stadtverordneten Bersammlung zum ersten Male das sich vorstellen als cin Wesen, auf das von Wort aussprach:„ Es giebt keinen Nothstand in Berlin!" ich der Ansicht, daß jeder Sozialdemokrat betreffs solcher Privatrechtswegen das Ausnahme und die Berichte über die Gasanstalten sind nicht die einzigen, dem Kopf nidt, weil der Vorwärts" nicht gegen solche Vereine Ausbeutungssysteme auch seine freie Meinung hat, und nicht mit zeht der Gesinde- Ordnung verallgemeinert werden müßte, in denen solche Eingeständnisse zu finden sind. Der Berliner über ihre von Gott" eingesetzten Herren" in Gewerbeftreitig. Magistrat liefert in den Berichten über fast alle Zweige der Stellung nimmt." teiten mit zu Gericht figen und die von uns gekennzeichneten städtischen Verwaltung Material sur Beurtheilung der Frage, profeftirten blos dagegen, daß der Kampf gegen die KonsumWir geben darin Frau Palm vollständig Recht, wir Persoren mit Fug und Recht aburtheilen sollen. Bei dem verbohrten Kleinmeisterthum liegt natürlich nichts näher, ob Gewerbe und Industrie in Berlin darniederliegen und ob ein als daß es der Sozialdemokratie den für sie übrigens höchfi Rothstand herrscht. Er liefert das Material freilich immer erst vereine unter sozialdemokratischer Flagge geführt wird. ehrenvollen Vorwurf macht, daß sie die Schuld an den vielen, so spät( die Berichte erscheinen 6-12 Monate und noch später Hunde- und Menschenfutter. Unmittelbar unter den tem Unternehmerthum im höchsten Grade unbequemen Urtheilen nach Ablauf des Berichtsjahres), daß man daraus höchstens noch Augen der Väter unserer Stadt", am östlichen Eingange des des Gewerbegerichts trage. Die Herren haben bei ihrem Groll beweisen kann, wie groß der Nothstand des Vorjahres war, Rathhaustellers, spielen sich alle Morgen Szenen ab, die das gegen die bisherige Rechtsprechung des Gewerbegerichts selbst- herumgekommen ist. Deshalb fann auch jedes Jahr in aller Gine lange Reihe von Personen der unteren Stände, rüftige um deffen Linderung die städtische Verwaltung bereits glücklich Berleugnen eines Nothstandes als trassen Unsinn brandmarken. verständlich eine Heidenangst vor einem weiteren Vordringen der Sozialdemokratie und rüsten fich angesichts mindesten von einem Nothstande, der außergewöhnliche" Maß- 8 und 9 Uhr wie vor dem Postschalter aufgepflanzt, um das Gemüthsruhe die Behauptung aufgestellt werden, daß zum Männer, Frauen, Greise und Kinder, steht Vormittags zwischen der im September d. J. stattfindenden Neuwahlen zum Gewerbegericht schon jetzt zum Widerstand gegen den verhaßten regeln zu seiner Linderung erheische, gegenwärtig" nichts zu ausgekochte Bouillonfleisch, welches der Pächter des bezeichneten Feind. Ein Rundschreiben, daß die Gewerbekommiffion des merken sei. Etablissements nicht mehr verwerthen fann, aufzufaufen. Regen, Eereins selbständiger Handwerker( gez. Heitchen) von Berlin ver Ein Kulturbild. Zur Beschaffung von Revolvern für die Schnee, Kälte hat hier auf die Nachfrage feinen Einfluß, diese bleibt stets stärker als das Angebot. Beamten, welche den Aufsichtsdienst über die auf den Riesel- Restaurants vergeben ihre Küchenabfälle im ganzen an Hundefendet, hat folgenden Wortlaut: Verschiedene größere Die Erfahwahlen der 70 ausscheidenden Arbeitgeber- Beisitzer feldern beschäftigten Korrigenden versehen, sind in den neuen futterhändler, diese sortiren sie wiederum und verkaufen Fleischdes Gewerbegerichts zu Berlin finden laut§ 11 des Ortsftatuts Gtat 1500 M. eingestellt worden. Es sind 30 Revolver erforderim September d. I. statt. Bei der hohen Wichtigkeit diefer lich. Begründet wird diese Forderung mit den Widersetzlichkeiten, reste à Pfund 15 Pfennig an Arme, deren Magen alles ertragen Wahlen für den Handwerker- und Gewerbestand ist es allen be- bie die Häuslinge aus Gründen, über die nichts verlautet, be tann und muß. theiligten Kreifen dringend geboten, dahin zu wirken, daß die gangen haben sollen. Wir haben es herrlich weit gebracht in fozialdemokratisch gefärbten Glemente, wenigstens der preußischen Kultur. nicht auch als Arbeitgeber- Beisiger wiedergewählt werden, und Fabrikantenfürsorge. Eine kleine Jllustration des Hochmuths und Dünkels gewiffer Kreise liefert folgende Episode. verhindert wird, daß bei der Zusammensetzung des Gerichts, wie Die Errichtung eines Berliner Stadtgesundheits- Gin hiesiger großer Fabrikant läßt seit vielen Jahren, wahrjetzt diese Partei häufig die Majorität erhält, was amtes für hygienische und Nahrungsmittel- Untersuchungen ist scheinlich der billigen Arbeitslöhne wegen, einen Theil seiner noch den bekannt gewordenen Gerichtsentscheidungen vielfach die vor längerer Beit beschlossen worden. Wie die Pharm. Btg." Baumwollenfabrikate durch Hausindustrielle im sächsischen Grznech den bekannt gewordenen Gerichtsentscheidungen vielfach die vernimmt, wird die Anstalt nunmehr in allernächster Zeit ins fertiger Arbeit abzuliefern hatte, wollte einer dieser Weber, der gebirge anfertigen. Weil er zufällig einen größeren Posten unangenehmsten Konsequenzen für den beklagten Leben treten. Arbeitgeber nach sich gezogen hat. alt und grau geworden war, ohne die Residenz gesehen zu haben, Infolge der starken Inanspruchnahme des Gewerbegerichts. girta 4000 Klagefachen pro Quartal wird die Betheiligung jedenfalls eine bedeutend stärkere als bei der ersten Wahl werden und erachten wir es daber für eine ernste Pflicht aller Gewerb treibenden, nach besten Kräften dahin mitzustreben, daß das Resultat für den Gewerbestand ein befriedigenderes wird. 3mm Zweck einer Besprechung und eventl. Theilnahme an ten Vorbereitungen zu diefer Wahl ift im Hanse des Vereins selbständiger Handwerker, Weberstraße 17, eine Berfammlung auf Montag, den 12. Februar cr., Abends 71/2 Uhr angesetzt worden, wozu wir Sie ergebenst erfuchen, ein oder mehrere Mitglieder Ihres geehrten Vereins zu belegiren, um die gemeinsamen Maßnahmen mitzuberathen. Wir brauchen diesem Produkt verbissener Wuth wohl weiter nichts hinzuzufügen, als die Mahnung an die Berliner Arbeiter fchaft, auch ihrerseits rechtzeitig das Möglichste zu thun, damit Leute nach dem Herzen der Gewerbefommiffion nicht ins Gefprechung ist eine energische Agitation ie eher, je besser am werbegericht hineintommen. Im Interesse einer gesunden Recht Playin Blaty! da Mehr Menschlichkeit und weniger Bureaukratismus die Gelegenheit benügen, um sammt seiner Frau die Großstadt dürfte nach den Klagen, die uns mehrfach zugegangen sind, auch zu besichtigen. Unser Fabrikant labet großfpurig das Ehepaar einigen Inftitutionen zu empfehlen sein, von denen der Unbefangene zu einem Besuch des Nathstellers ein, was von den einfachen denken sollte, daß sie sich in erster Linie berufen fühlen müßten, Leuten nach längerem Sträuben angenommen wird. Nachdem den Menschen menschlich zu behandeln. Wir meinen die Ortsman Bier getrunken hat, stellt der Appetit sich ein und großtaffen oder vielmehr deren Verwaltungen und ihr Verhalten denjenigen Mitgliedern gegenüber, die frank geworden und dem gemäß in die Lage versetzt sind, die ihnen zukommenden Untertügungen aus ihrer Kasse in Anspruch zu nehmen. haben.a um am gliedern gemacht werden, auch nur zum Theil zu, so sind es die Treffen die Schilderungen, die uns von Ortskaffen- MitMitglieder der in betracht kommenden Krantentassen ihrer eigenen Würde als Arbeiter schuldig, daß sie im weitesten Sinne des Wortes für frische Luft sorgen. müthig, wie er nun einmal ist, bestellt der splendide Herr Fabrifant für sich einen Braten und für seine beiden Gäste, vielleicht, damit sie sich an dem ungewohnten Fleisch nicht den Magen verderben sollten, je eine Portion- Linfen!!! Das war unserem biedern Sächser aber doch zu start. Ohne ein Wort zu verlieren, nahm er seine Frau am Arm und ließ den Progen sammt Braten und Linsen unter den ironischen Bemerkungen der Zuschauer fißen. Jetzt kam der Reviervorstand, Polizeilieutenant Hennig hinzu und veranlaßte die Festnahme Haller's, Polizei erschien, wurde der Thäter vom Publikum durch eine ge= sowie einer zweiten der Behilfe verdächtigen Person. Bevor die hörige Tracht Brügel vorbestraft". Es ist wirklich staunenswerth, so berichtet man uns, mit welcher unendlichen Geduld die armen franken und schwachen Menschen auf dem Bureau ihrer Kaffe oft stundenlang warten, bis man ihnen mit wenig höflichkeit die paar Pfennige Kranten geld hinreicht, die sie mit Fug und Recht zu fordern haben. Ein Mitglied der Allgemeinen Ortskaffe, welches an Lungen- Aufsehen erregten zwei Streifzüge, welche die Sittenpolizei entzündung frank darniederliegt, fonnte nicht selber gehen und am Montag Abend gegen das von zweifelhaften Männlein und mußte seine Frau auf das Bureau schicken. Es ist empörend, Weiblein besuchte Lotal Berolina in der Zimmerstraße, sowie für erträgliche Luft und für die erforderlichen Sitzpläge in ge beiderlei Geschlechts wurden nach der Polizeiwache in der Lindenfo berichtet diese Dame, daß im Raffenraum nicht wenigstens gegen die neben diesem Lokal belegenen und im gleichen Ruf stehende Freund'sche Wirthschaft unternahm. Sämmtliche 50 Gäste nügender Menge gesorgt wird. Die Peſtluft, sowie ferner der Die städtischen Gasanstalten haben dem Magistrat, wie Mangel an Gelegenheit zur Verrichtung gewiffer Bedürfnisse hat straße geführt und dort nach Aufnahme ihrer Personalien bis er in feinem neuesten Bericht über deren Verwaltung eingesteht, manchmal die peinlichsten Szenen im Gefolge, und auch ich auf fechs verdächtige Männer wieder entlaffen. Anlaß zu dem im Jahre 1892/93 recht wenig Freude bereitet. Während seit wart schon zwei Frauen ohnmächtig geworden waren, troß meiner nehmende Belästigung der Passanten in dieser Stadtgegend war nach zweistündigem Warten, und nachdem in meiner Gegen- Borgehen gegen die beiden Wirthshäuser soll die überhandeiner langen Reihe von Jahren, sagt der Bericht, die Gasproduktion alljährlich erheblich gegen das Vorjahr gesteigert starken Konstitution nahe daran, besinnungslos zu werden. Und gegeben haben. die Kassenbeamten? Als einer Krankengeld- Empfängerin übel werden mußte, ist im Betriebsjahre 1892/93 eine Verminderung geworden war und alles nach Waffer schrie, fchallte es hinter Artisten Ernst Haller aus Hannover am heutigen Mittwoch Ein dreister Dieb ist in der Perfon des 25 Jahre alten eingetreten. Die gesammte Gasproduktion betrug in 1891/92: dem Tische her: Na, na, habt Euch man nicht so! Nichts feltenes Morgen um 10%, Uhr an der Ecke der Schüßen und Charlotten103 400 000 Rubikmeter, in 1892/93: 102 524 000 Rubifmeter, ist es auch, daß auf dem Schein, den man vorzeigt, irgend ein straße festgenommen worden. Der Milchhändler Babendererde also in 1892/93 876 000 Rubikmeter( das heißt um Strich fehlt und dann fann man losziehen natürlich ohne aus Lankwitz befand sich in einem Geschäftsladen und hatte sein mehr als 4 pet.) weniger als in 1891/92. Die Ver das minderung ter Gasproduktion ist nothwendig geworden, erhalten zu haben zu Hause oft sehnsüchtig erwartete Krantengeld Fuhrwerk draußen steben lassen. Dies benutzte Haller, um sich weil sich eine Verminderung des Gasbedarfes gezeigt hat. Qual wieder stundenlang über sich ergehen zu lassen. nach, Babendererde hielt das Gefährt in der Charlottenstraße am nächsten Tage dieselbe auf den Bock zu schwingen und davonzufahren. Man setzte ihm Die gesammte Gasabgabe betrug in 1891/92 103 423 000, in Wie leicht erklärlich sollen die uns geschilderten beschämen- feft; der Dieb sprang herunter und versette dem Besitzer einen 1892/93 102 432 000 Kubikmeter, also in 1892/93 um 991000 den Buständen schon mehrfach die Ungeduld der Warten Schlag mit einem Stock über den Kopf, daß er blutete und am Kubikmeter( b. b. um faft 1 pet) weniger als in 1891/92. den entfeffelt und zu recht unerquicklichen Lärmszenen geführt Auge verlegt wurde. tit dies feit 1878/79 das erste Mal, daß sich eine Minderung des Gasbedarfes gezeigt hat. Sie hat sich jedoch schon in den letzten Jahren angekündigt; denn wenn die Gasproduktion im Jahre 1889/90 noch um mehr als 61/2 pet. gesteigert werden konnte, fting fie in 1890/91 nur noch um 4-44 pet. und in 1891/92 1 etwas über 81/4 pet., während sie in 1892/93, wie oben bemeift, bereits um mehr als 3/4 pet. eingeschränkt werden mußte. Tie Verminderung des Gasverbrauches ist dadurch herbeigeführt worten, daß die Verwendung des Gases zur Beleuchtung bei den worten, daß die Verwendung des Gases zur Beleuchtung bei den Privatabnehmern bedeutend zurückgegangen ist. Auf dieses Gas fällt mehr als 3/4 des Gesammtverbrauches an Gas, sodaß hier eine Verminderung des Bedarfes sofort auf den Gesammt Geschäftskuiffe. In dem Bierkriege, den die verbündeten haftet worden. Das wesentlichste Entlastungsmoment bestand verbrauch merklich einwirken muß. Das zu Beleuchtungszwecken Gast- und Schankwirthe und Bierverleger gegen die Brauereien darin, daß er sich die Kopfgeschwulst wohl nicht selbst zugefügt an Private abgegebene Gasquantum betrug in 1891/92: 76182 504, und deren Flaschenbierhandel mit so großer Bravour unter- habe. Es scheint aber, daß dies durch das ſelbſtverschuldete zu= in 1892/98: 74 294 866 Rubikmeter( d. h. 77/4 bezw. etwas übernommen hatten, haben sich die Verbündeten eine klägliche Nieder- fchlagen der Fallthür entstanden ist, während Rochan auf der 76 pet. des Gesammtquantums), also in 1892/93 um 1887 638 lage geholt. Unsere s. 3. ausgesprochene Erwartung ist im Treppe stand, indem er dabei von einer Leiste der Thüre geRubikmeter weniger als in 1891/92. Diese Verminderung wird vollsten Maße eingetroffen: die Brauereien haben die Forderungen troffen wurde. durch die Steigerung des Gasverbrauches für die öffentliche der Verbündeten, welche diese den Brauereien einfach diktiren zu Der Schwindler, der in Wirthshäusern plötzlich die HerausBeleuchtung, für die Beleuchtung in Anstalten und für gewerb- tönnen glaubten, rundweg abgelehnt. Wir freuen uns hierüber, gabe von Geld verlangte, ohne daß er bezahlt hatte, ist jetzt verliche Zwecke bei Privaten um zusammen 1517 705 Rubikmeter nicht etwa im Interesse der Brauereien, sondern im Interesse der haftet wordem, nachdem er durch sein bestimmtes Auftreten nur theilweise wieder ausgeglichen. Für den Rückgang Arbeiter. Herr Happoldt hatte sicherlich nicht zu viel gefagt, wenn meistens Erfolg gehabt hat. Er ist der Bildhauer Hugo B., der des Gasverbrauches zur Beleuchtung bei Privaten führt der Be- er in der Bierkommissions: Sigung", über welche die Deutsche selbst zugiebt, in mindestens 25 Fällen seinen betrügereischen richt als Urfachen an: Die Vermehrung der elektrischen Beleuch- Gastwirthe- Beitung" einen offiziellen Bericht veröffentlicht, diesem Zweck erreicht zu haben, die Orte aber, wo dies geschehen ist, tung, die ausgedehntere Anwendung von Brennern, die eine zufolge fagte: Wegen der Lieferung von Flaschenbier an nicht angeben fann. Sein Thätigkeitsfeld lag hauptsächlich in bessere Ausnutzung des Gases ermöglichen, die Sonntagsruhe, Fabriken und größere Arbeitsstätten seien es gerade die Arbeiter der Alten Jakobstraße. nach deren Einführung der Gasverbrauch an den Sonntagen selbst, welche dringend die Lieferung von Flaschenbier aus der fofort erheblich gesunken sei, und-die nunmehr seit mehr als Brauerei direkt verlangen mit der Angabe, das Bier vom GaftWegen Verdachts der vorsäglichen Gefangenen. zwei Jahren andauernde ungünstige Lage in fast allen Zweigen wirth zc. sei schlecht" Der gedachte Bericht der Deutschen befreiung wurde in Leipzig ein 34jähriger Schlosser in Berlin, Der Jndustrie und der Gewerbe, welche in dem jest ab- Gastwirthe- Zeitung" über die„ Bierkommisions- Sigung", in welcher der früher Gefängnißauffeher in Halle war, infolge Requisition gelaufenen Jahre( das heißt bis 1. April 1898) in feiner Vertreter beider Parteien mit einander verhandelten, enhält der Kgl. Staatsanwaltschaft verhaftet und an die genannte Bes Weise eine Besserung erfahren hat, indem die Geschäfts übrigens einige nicht uninteressante Stellen, die wohl verdienen, hörde abgeliefert. thätigkeit in dem größten Theile der Fabriken, wie in etwas mehr in das Licht der Deffentlichkeit gerückt zu werden. Ein schwerer luglücksfall ereignete sich am gestrigen ben verschiedenen Zweigen bes Handwerks und der So sagte z. B. Herr Happoldt, dem Berichte zufolge, nachdem er( Mittwoch) Nachmittag in der Fabrit von Siemens ud Reinindustrie diejenige früherer Jahre nicht erreicht hat, und den Flaschenbierhandel der Brauereien deren Widersachern gegen alste in der Markgrafenstraße. Ein Fahrstuhl, der Maer auch die Bauthätigkeit erheblich hinter den früheren Jahren über vertheidigt hatte, gewissermaßen zu deren Beruhigung: Ein hähne bis in das Erdgeschoß gebracht hatte, feyte fich hier feft, Zu dem Vorfall in der Markusstraße wird jetzt mitVielleicht tragen diefe Mittheilungen dazu bei, das Interesse getheilt, daß die Kriminalpolizei, die zwar den Ueberfall und die der Arbeiterschaft für ihre Krankenkassen wieder etwas aufzu- Brandstiftung für erdichtet ansah, indeß gestern noch nicht gleich wecken; ohne lebhaftes Verlangen der Mitglieder nach Besserung zugreifen zu sollen glaubte, nunmehr die Ueberzeugung gewonnen werden die Uebel von heute noch lange andauern. hat, daß die Darstellung Rochan's erfunden, und daß dieser selbst der Brandstifter ist. Rochan ist daher auch bereits verphida 11 " Männer während die Kette weiter ablief. Ein Arbeiter trat mit dem In der folgenden Debatte wird Klage über den Geschäftsführer| Drieschner.- Rauchklub Elvira, Abends 9 Uhr bei Cringborn, Madal. Fuß auf den Stuhl, um ihn in das Kellergeschoß hinabzustoßen, der Firma Eisenberg u. Strud geführt und es als uner- ftraße Nr. 12. Sumuriftſcher Klub Univerfum. Betevane... 18, bet Schulz. Brüderlichkeit, Püdlerstr. 49 bei Stabernac. glitt dabei aus und stürzte mit dem Fahrstuhl in den Schacht läßlich bezeichnet, an dem Tarif festzuhalten. Für die am Gesang-, Turn- und gefellige Vereine. Donnerstag. hinab. Er zog sich einen Bruch des rechten Oberschenkels und 14. Februar im selben Lokal stattfindende Ortskassen- Versamm- Gesangverein Alt- Dessau, Abends 9 Uhr, bei Kind, Wrangelſtr. 91. Verlegungen am Kopf und den Armen zu, so daß seine Ueber- lung ist im Interesse der sehr wichtigen Tagesordnung zahlreicher Gesangsabtheilung des sozialdemokratischen Arbeitervereins für führung nach der Klinik in der Ziegelstraße erfolgen mußte. Besuch erwünscht. -G Aus dem Fenster gestürzt hat sich in der Nacht zum Mittwoch gegen 24 Uhr der 54 Jahre alte Arbeiter Hermann Dahms, der im Seitenflügel des Hauses Möckernstr. 71, 4 Tr., hoch wohnte. Als Motiv der That wird Schwermuth bezeichnet. Polizeibericht. Am 5. d. M. Abends fiel ein Schlosser von dea Treppe des von ihm bewohnten Hauses in der Liegnitzer straße und erlitt so schwere Verlegungen am Kopfe, daß er am nächsten Vormittage verstarb.- Am 6. d. M, Vormittags wurde vor dem Hause Königgrägerstr. 140 ein Mann durch einen Geschäftswagen überfahren und im Gesicht so bedeutend verletzt, daß er nach der Charitee gebracht werden mußte. Abends versuchte eine Frau in ihrer, in der Beusselstraße belegenen Wohnung, sich mittels Schweinefurtergrün zu vergiften. Sie wurde nach dem Krankenhause Moabit gebracht. In der Nacht zum 7. d. M. sprang ein Arbeiter aus dem Fenster seiner im vierten Stock eines Hauses der Möckernstraße belegenen Schlafstelle auf den Hof hinab und fand auf der Stelle den Tod. Im Laufe des Tages fanden sieben kleine Brände statt. Gerichts- Beifung. Ein höchst gefährlicher Flatterfahrer mit seinen Helfershelfern stand gestern vor der zweiten Straffammer hiesigen Landgerichts I, um sich wegen 21 Bodendiebstähle bezw. Beihilfe und gewohnheitsmäßige Hehlerei zu verantworten. Der Einbrecher, der mit Stemmeisen und Dietrich die festesten Thürschlösser zu öffnen versteht, ist der erst 19jährige Tapezier Buttgereit, neben ihm saß sein 14jähriger Bruder Hans Buttgereit und die Mutter der Beiden, Frau Buttgereit. Im September vorigen Jahres tamen in Berlin zahlreiche Bodendiebstähle vor, die mit der äußersten Frechheit ausgeführt waren und den Dieben reiche Beute brachten. Die Einbrüche fanden zumeist am hellen Tage statt und der Spitzbube, der zweifellos noch Romplizen gehabt hat, hat häufig große Säcke und Körbe voll gestohlenen Gutes ohne jede Echeu aus den Häusern, denen er einen unliebsamen Besuch abgestattet, hinausgetragen. Kriminalkommissarius Müller, der die Recherchen in diefer Sache leitete, stellte fest, daß zahlreiche, offenbar gestohlene Waaren bei dem Preußischen Leihhause von einem Knaben auf eine bestimmte Legitimation verseht worden waren. Es wurden Kriminalbeamte in der Nähe des Leihhauses postirt und diese faßten eines Tages den Knaben Buttgereit in dem Augenblicke ab, als er einen foftbaren Pelz versehen wollte. Zur Legitimation diente die polizeiliche Anmeldung eines Studenten, der bei der angeklagten Frau Buttgereit wohnte. Infolge deffen wurde bei letzterer eine Haussuchung abgehalten, Die überraschende Ergebnisse zu Tage förderte. Es wurden nicht weniger als 47 Pfandscheine über versetzte Waaren vorgefunden, außerdem ein so großes Lager gestohlener Waaren, daß zum Transport derselben nach dem Polizeigewahrsam ein ganzer Möbelwagen nöthig war. Kriminalkommissar Müller mußte eine öffentliche Aufforderung an alle diejenigen erlassen, die das Opfer von Diebstählen geworden waren. Es meldeten sich ca. 50 Personen, die zahlreiche der bei der Polizei aufbewahrten Sachen als ihr Eigenthum erkannten und infolge dessen nun als Beuge figurirten. Der Hauptangeklagte gab 18 Fälle des Einbruchsdiebstahls zu, der Knabe wurde überführt, in 7 Fällen mit am Thatorte gewesen zu sein und den Versatz der gestohlenen Waare besorgt zu haben. Die angeklagte Mutter bestritt troß des erdrückenden Beweises ihre Schuld. Nach siebenstündiger Berhandlung verurtheilte der Gerichtshof den ersten Angeklagten zu 2 Jahren 6 Monaten Gefängniß, den Knaben zu 3 Monaten Gefängniß, die Mutter zu 3 Jahren Zuchthaus. Gartenstr. 162. Sonnabends Donnerstags und Abend; Weißensee und umgegend. Männer Gesangverein bei Müller( Pfeifenmüller), Königs Chauffee. Tyrolienne, Abends 9 Uhr bei Faustmann, Reichenbergerstr. 73a. Die Schmiede waren am 6. Februar in Hensel's Salon Sejangverein Síodenrein, gemischter Chor, Abends von 9 bis 11 Uhr versammelt und hörten mit Aufmerksamkeit einen Vortrag des bei knapp, Kaftanien- Allee 95/96. Theaterverein Fideler Geist 2, Abends 9 Uhr, Große Frankfurter: Genossen Fr. Theiß- Hamburg über die wirthschaftliche Lage. Straße 99 bei Martini. Theaterverein Freundestreis 9 Uhr im RestauRedner behandelte eingehend die in allen Berufen überhand- rant Bräuer, Solmsfir. 47.- Theaterverein Grescendo bei Maißner, Theaterverein Maiglöckchen, Englischer Hof, Neue nehmende Arbeitslosigkeit, während die Entlohnung der noch Roßstr. 3.- Theater- Gesellschaft Harmonie, Donnerstag Abends 9% Uhr, Arbeitenden eine durchaus unzulängliche genannt werden müsse Chorinerstr. 55. Geselliger Klub Blau Veilchen, Abends 9 Uhr, bei Schönwälder, und schließt mit dem Ausdruck der Hoffnung, daß die Kollegen Dranienstr. 135. Verein ehem. 22. Gemeindeschüler, puntt es nunmehr an der Zeit finden mögen, sich allesammt um das uhr bei Schröder, Stegligerstr. 18.- Pfropfenverein Wedding, Abends Vergnügungs- Verein Renata 9 Uhr, Banner der Berufsorganisation zu schaaren.( Beifall.) Kaiser 8% Uhr, bei Selterhoff, Antonftr. 5. und Ladner ergänzen die Ausführungen des Referenten; der Abends im Restaurant Göz, Oranienſtr. 153. Gefangverein Broletariat Möwes, Böckhstr. 8. Kollege Bosin regt die Gründung einer Arbeitslosenunter:( gem. Chor) Abd. 9 Uhr, Uebungsstunde b. GeselligerBerein univerfum, Sigung mit Damen Abends 9 Uhr Geselliger ftüßung an, welche ein Aequivalent darstellen soll gegenüber den bei Hagemann, Lothringerstraße 81. Borträge, Fidelitas. Lasten, welche den verheiratheten Kollegen durch die Reise- Verein üniverfum, Gigung Abends 9% Uhr, im Restaurant Neumann, Linienstr. 19: Vorträge, Fidelitas. Verein Gemüthlichkeit und Klub unterstützung erwachsen. Eine speziell für diesen Zweck einzu umor, Abends 9% Uhr, Lothringerstr. 105: Geselliges Beiſammenſein mit, Männergesangverein Sangesfreunde, berufende Versammlung soll endgiltig zu dieser Frage Stellung Damen, Fidelitas und Tanz. 9-11 Uhr, Pazenhofer Ausschant, Landsbergerstraße Nr. 82. nehmen. Ein weiterer Punkt der Tagesordnung war die Be- Abends Geselliger Verein bertha", Donnerstag, Sigung bei Roll, Adalbertstr. 21, Abends 9 Uhr. sprechung über die Zustände in der Innungs- Herberge MulackVerein Wanderflub( Norden), Sigung jeden straße 9. Der sogenannte Hausvater Milde soll zu wieder: Donnerstag von 9 Uhr Abends im Restaurant C. Baatsch, Hennigsdorferstr. 24.holten Malen das Fauftrecht in Anwendung gebracht und fichaldesgrün, Abends 9 Uhr Sigung bei Nebelin, Langestraße 108. Beschimpfungen der organisirten Kollegen erlaubt haben. Von Bitbertiub Gleichheit, 9 Uhr Abends, bei H. Reimann, Alte Schön hauserfir. 42.- Geselliger Club der Alten Moabiter: Jeden Donnerstag Seiten der Kollegen Kaiser und Schmidt wird das Ersuchen an Abend von 9-10 und jeden Donnerstag nach dem 15. Sigung mit Damen in Geselliger Arbeiterverein Hoffnung die Versammlung gerichtet, jeden einzelnen Fall unter Bei der Emdenerstr. 47 bei Schirmer. bet Gittler, Mariannenstraße 48. bringung von Zeugen den Vertrauenspersonen mitzutheilen. Rauchtlub Kollegia, Abends 9 Uhr, bei Hermann Rohr, Naunyn ftraße 78. Rauchflub Waldesgrün, Abends 8% Uhr, Restaurant A. Gaspar, Reichenbergerstr. 118a. Rauchflub Ohnesorge, Abends 9 Uhr, bei Jakob, Borchstr. 21. Rauchflub Kernspige, Abends Uhr, bei A. Böhl, Rüdersdorferstr. 8. Rauchtlub Arabi Pascha, Abends 9 Uhr, b. Restaurateur Schröder, Stephanstr. 45.- Klub Ohneftreit, Rauchflub Baus- und Geschäftediener, Backer, Backerinnen, Weinkeller- Arbeiter, Abends 9 Uhr Springstubbe's Restaurant, Manteuffelstr. 67. martthelfer, Getreide Träger, Speicher- und Speditions- Arbeiter, sowie Süd- West, Abends 9 Uhr, Simeonstr. 23 bei Flick. Rauchklub Brüder: alle im Handelsgewerbe beschäftigten Hilfsarbeiter Berlins und Umgegend. Iich feit, von 9 bis 11 Uhr bei Stabernack, Bücklerstraße 49. Rauch= Donnerstag, den 8. Februar, Abends s uhr, Große öffentliche Versammlung lub Nordstern, jeden Donnerstag nach dem 15. im Monat bei in den Arminhallen, Kommandantenftr. 20( großer Saal). Tagesordnung: E. Seinide, Friedrich Karlstraße 11, Friedrichsberg. 1. Bericht der Beisiger im Berliner Gewerbegericht über thre Thätigkeit. Fidelio, Abends 8½ Uhr im Restaurant Heine, Eisenbahnstr. 23. 2. Bericht der Agitations- Kommission über den diesjährigen Kongreß zu Rauchflub' Pfeifendedel, Sigung Abends 8 Uhr, bet Jeratsch, Lange salle a. S. 3. Bericht, sowie Abrechnung und Neuwahl des Vertrauens- ftraße 24. Vorwärts, Donnerstag bei Salomo, Oppelnerstr. 29. mannes. 4. Wahl eines Delegirten zur Gewerkschafts- Kommission. 5. Ber- bguß 1, Abends 9 Uhr, bei F. Nawrodt, Marfusstr. 25. Statflub Tournee, Abends 8% Uhr, bei Ullrich, Wrangelfir. 84. Versin Berliner Wohnungsmiether. Donnerstag, den 8. Februar, flub Rüd wärts, Abends 8 Uhr bei Arndt Pallisadenstr. 47.-- Stat Abends 8 Uhr, im Neuen Klubhause, Kommandantenstr. 72, Vereinsversamm: tlub Gordischer Knoten Abends 9 Uhr, bei Schilling. lung. Tagesordnung: Vortrag des Vorfizenden Redakteur H. Horn über: Schießtlub Tell, Abends 8 Uhr bei Nagel, Schwedterstr. 23. Die Umgestaltung der Gemeindefteuern." Außerdem Wahl einer Kommission Tambour Berein Ginigteit bei Haupt, Staligerstr. 102. um 9 Uhr zur Vorbereitung der Borstandswahl. Uebungsstunde, nach derselben Sigung. Aufnahme neuer Mitglieder. Privat- Theater- Gesellschaft Philharmonis". Sigung alle Donnerstag Fach verein der Klempner Berlins und Umgegend. Arbeitsbei Nowad, Manteuffelstr. 9. ausgabe Abends 8-10 Uhr. Sonntag 10-12 Uhr bei Stramm, Ritterstraße 123. Freis Vereinigung der Kaufleute, Donnerstag, den 8. Februar, abends 8% Uhr, Mitgliederversammlung bei Norbert, Beuthstr. 22 1 Tr. Referent: Reichstags- Abgeordneter Genoffe Bueb. Vortrag über: Die politischen Parteten und die Handlungsgehilfen." schiedenes. 1 Geselliger Vereinertha". Donnerstag, den 8. Februar, Abends 9 Uhr, Sigung bei Roll, Adalbertstr. 21. Aufnahme neuer Wittglieder. Arbeiter- Radfahrer- Persin Berlin". Donnerstag, den 8. Februar, Außer Abends 8½ Uhr, im Restaurant" Zur Gleichheit", Andreasstr. 26. ordentliche Generalversammlung." Tagesordnung: Ergänzungswahl des Vorstandes und Verschiedenes. Arbeiter- Bildungsschule. Donnerstag, Abends 8-10% Uhr: NordMartusfir. 31: Erste Hilfe bet Unglüdsfällen. Südost Schule, Reichen Schule, Müllerstr. 179a; Unterricht in Deutsch( unt.) Ost- Schule, bergerstr. 133: Unterricht in Kaufmännischem Rechnen, Korrespondenz und Gefchichte( alt). Süd- Ost, bei Toltsdorf, Sorauer- und Görligerstraßen Ecke. = Vermischkes. Rauchklub Stat 1 war einer der vielseitigsten Chirurgen der Gegenwart. Größere chirurgische Eingriffe an den Organen der Brusts, Bauchund Schädelhöhle galten vor ihm als Kuriosa. Er war nicht nur ein genialer Operateur, sondern auch ein tüchtiger Mikro. ffopifer, ein scharfsinniger Forscher hinsichtlich der physiologischen Fragen, welche bei der Chirurgie in Betracht kommen, und durch seine großen chirurgischen Erfahrungen auf dem Schlachtfelde eine Autorität auf dem Gebiete der Kriegs- Heilin aller Welt bekannt gemacht: Die Erstirpation des Kehlkopfes tunde. Zwei Operationen besonders haben Billroth's Namen und die Resektion des Magenpförtners. Auf dem Gebiete der häuslichen Krankenpflege hat Billroth geradezu reformatorisch eingewirkt. des Schnellzuges, welcher gestern Abend 10 Uhr 3 Min. von hier Eisenbahnunfälle. Bonn, 7. Februar. Die Lokomotive nach Köln abgehen sollte, explodirte vor der Abfahrt des Zuges. Bet allen unterrichtsfächern fönnen Schüler und Schülerinnen auch jezt Wie der„ Generalanzeiger" meldet, wurde dabei der Maschinist im Laufe des Semesters, eintreten. Sele- u. Diskutirklubs. Donnerstag. Dießgen, Abends 8% uhr, schwer verletzt, der Heizer rettete sich durch einen Sprung; auch bei Schröder, Wiesenftr. 39. Neue Beit, Abends 8 Uhr, Boyenstr. 40, bei ein Schaffner erlitt Berlegungen, dagegen blieben die Passagiere unverletzt. Siesheit. Klub der Freunde bei Gnadt, Swinemünderstraße 120. safenelever, Abends 8 Uhr, Restaurant Bischof, Baumschulenweg Professor Billroth, der berühmte Chirurge, ist in der Treptow.- Sosialistischer Lese- und Distutirtlub Abends Nacht zum Dienstag in Abazzia gestorben, wo er von einem Bonnerstag nach dem 1. und 16. des Monats bet Tempel, Langeftr. 65, Abends in Bergen auf Rügen. Billroth, der seit 1867 in Wien lebte, Reichenbergerstr. 157, Sigung. Distutirflub3eitgeist" jeben Herzleiden Heilung suchte. Geboren ist er am 26. April 1829 8 Uhr. Distutirklub Gleichheit"( Weißenfee) bei lebs, Char lottenburger- und Roellefstraßen Ecke, Abends 8½ Uhr.- August Geib Abends 9 Uhr im Reſtaurant Zubeil. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Alle Aenderungen im sereinstalender find zu richten an Friedr. Kortum, Manteuffelſtr. 49, v. 2 Tr. Donnerstag. Uebungsstunde Abends 9 Uhr. Aufnahmel neuer Mitglieder. t. Urban, unnenstr. 9, bei Prog.- Kornblume, Gr. Frankfurterstr. 133 b. Gold. Frühlingsluft, Bülowstr. 59, bei Werner.-Bregelschluß, Annenstr. 16, bet Ehrenberg.- Weiße Rose, Reinidendorf, Geeschlößchen bei Böttcher.- Morgenroth 1, Rummelsburg, Berlinerstraße 9, bei Friefecte.Dorf glödlein, Wilmersdorf, Berliner- und Augustfir.- Ede bei Schulz. Tempelhof, Dorfstr. 10, bet Gerth. Ost- und Westpreußischer Männer Einigkeit( Sutmacher), Pappel- Allee 3/4. b. A. Meinhardt.- Harmonie, Gesangverein, Neue Königftr. 73, bei Hahn.-Edelweiß 2, Potsdam Brandenburger Kommunikation 16 bei Glaser. Borar, Reichenbergerstraße 134 bei Schult. Freie Sänger, Krautstraße 6, bei Rudolf. Butunft 3, Belten, bei W. Grunow. Kreuzber ger har monie, Hafenhaide 52-53, Kurth's Salon. Morgengrauen,( Bäcker), 4-5 Uhr Nachmi., Königstr. 73 bei Hahn. Steinfeger Sängerchor Kastanien Allee Nr. 28 bet Maiwald. Liebes Echo, ReichenbergerLiedertafel Westend, Blumenthal Die Arbeiter und Arbeiterinnen der Filzschnhbrauche Straße Nr. 24 bei Tauschte. Borwärts 9, Charlottenburg, Bismard hielten am Montag, den 5. Februar, eine öffentliche Versamm- straße 5 bei Behrendt. ftraße 80. Abendroth in Deutsch Wilmersdorf bei Mölter. lung bei Seefeldt ab, um Stellung zur diesjährigen Maifeier zu Gefangverein der Stucateure Berlins und Umgegend, Sendelftr. 30 bei nehmen. Opis führte in seinem einleitenden Referat die Preußer.- Arbeiter- Gefangverein Spandau Bynarstraße Restaurant Kiefers. Vorwärts 2 Schönhauser Allee 28 bei Kuhlmey. 2yra 2, Charmangelhafte Feier im vorigen Jahre auf die schwankende Hallottenburg, Wauftr. 54.-- Gesangverein der Kürschner, Landsbergerstr. 31 tung der Arbeiter in den verschiedenen Fabriken zurück und hielt bei Seehausen. Glodenrein( gemifchter Chor) Kastanien- Allee 95/96. Frohsinn 2, Friedrichs= ein entschlossenes Vorgehen um so mehr geboten, als in der Gängerrunde, Rottbuserstr. 6 bei Braun. Treu und Fest, Filzschuhbranche voraussichtlich ohne besondere Schwierigkeit berg- Sichtenberg, Frankfurter Chauffee bei Müller. Lebuferstr. 5 bei Nemig.- Brüderschaft Stallschreiberstraße 29" Bum fich eine stritte Arbeitsruhe durchführen lasse. Redner hält ein eichenen Stab".- Freundestreue( gem. Thor), Landsbergerſtr. 31 bei Zusammengehen mit anderen Gewerkschaften für unpraktisch, da man Seehausen.- Gintracht 2, Neu- Glienice, Rudowerstraße bei Hasdorf. Briefkaffen der Redaktion. dann schwerlich kontrolliren tönne, ob die Kollegen sämmtlich sich Waldesgrün( gem. Chor) Böckhir. 8 bei A. Moewes. verein Oranienburger Borstadt, Hochstraße 32a bei Wite. Feld= Kreuznach. Sie werden uns doch nicht zumuthen, den an der Demonstration betheiligen. Kollege Steffen macht den blume Lübbenerfir. 30 bei Wilhelm Meyer.- Liberté 1, Cuvryftr. 24, Raum des Blattes mit einer Beleuchtung des Dr. Prieger zu Vorschlag, Listen zur Unterschrift für die Arbeitsruhe in den bei Thielsch. Flöter'scher Gefangverein, Roppenstr. 43 c bei Sorenz. Eintracht 3, Eberswalde, Eisenbahnstr. 77 bei Düball. Eitanta, verschwenden. einzelnen Fabriken zirkuliren zu lassen, um den Konflikten mit Cuvryfir. 48 bet Zielsch. Morgenroth 4 in Köpenick, Müggelheimer- 2. R. 100. Eine ähnlich lautende, aber nicht ganz so dem Arbeitgeber möglichst vorzubeugen und die Stollegen zur Straße 4 bei Held. Alpenrose, Forsterstr. 22. Arion 2, Chorinerschroffe Aeußerung, wie die von Ihnen erwähnte, that Graf flaren Stellungnahme zu veranlassen. Dagegen erklären sich die straße 27 bei Sailand. meisten Redner, da eine solche schriftliche Zusage von vielen Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Caprivi in der Reichstags- Sigung vom 30. Januar 1892. Kollegen doch nicht für bindend erachtet würde. Bei der Ab- ale zuschriften den Bund betreffend find zu richten an: Hentel, Bergmannstr. 14, Hof 2 Tr. Donnerstag: Bergnügungsverein Bruder= Briefkaffen der Expedition. Rauchtlub Graue Wolte, Krautstr. 48. stimmung wird sodann die Resolution für strikte Arbeits- bund, Andreasstr. 3 bet Noll. Verein Grüne Eiche( vor dem halle'schen Thor), Solmsstr. 1 bei Razorte.ruhe am 1. Mai einstimmig angenommen. Die AgitationsVon der Expedition der Volksstimme" in Magdeburg Vergnügungsverein Jugendlust, Ohmgaffe 2 bei Krebs. Rauchtlub 25,72 M. für die streikenden Schuhmacher dahier erhalten und tommission erhielt den Auftrag, in öffentlichen Versammlungen Fris auf, Koppenfir. 43 bei Lorenz. Rauchklub Dezimalwaage, für die allgemeine Durchführung dieses Beschlusses zu agitiren. Strautstraße 36 bet Infinger. Rauchflub Erholung, Wienerfir. 13 bei heute abgeliefert. Derlammlungen. Buchhandlung des Vorwärts" Berlin SW, Beuthstrasse 2. Soeben ist erschienen: Sozialdemokratie und Antisemitismus. Von A. Bebel. Preis 20 Pf. Wiederverkäufer hohen Rabatt. ( Bei Einzelbestellungen bitten wir 3 Pf. für Porto beizulegen.) Die höchst zeitgemäße und von Seiten der Genossen längst erwartete Schrift empfehlen wir zur Massenverbreitung angelegentlich. Künstl. Zähne 2 M., Plomben 1,50 M., schmerzloses Zahnziehen u. Nervtödten 1 M. Zahnarzt Robert Wolf, Leipzigerstr. 22, Sprechst. 8-7 Uhr 1 Arbeiter- GesangWarschau, 6. Februar. Jm Raukasus, in Transkaspien und an der Wolga haben starke Schneestürme den Verkehr faft völlig abgeschnitten. Längs der sibirischen Eisenbahn und am Nordrande der Kirgisensteppen sollen artesische Brunnen angelegt werden. Paris, 7. Februar. Der Eisenbahnzug nach Belgien, welcher gestern Abend 11 Uhr Paris verließ, entgleiste in der Nähe von Compiègne. Wie verlautet sind 7 Personen getödtet und etwa 20 verlegt. Presskohlen. Marke Centrum, anerkannt beste Heizkraft, wenig Asche gebend, durch Frachtersparniß billigste Feuerung. 618M 6 Boll= 16 cm lang 5,- M. pro Tausend, <= 18 6,25 frei Keller, mit Fuhrlohn und Paden.- Probekohlen gratis frei Haus. Kottbuser Ufer No. 30. Frischeisen& Co., Romtoit: Wienerstr. 18. Grosse Berliner Schneider- Akademie. Berlin C., Rothes Schloß Nr. 1. 5768L* 37 18 anerkannt reelle und 37 billigste Einkaufs-Quelle des Süd- Ostens für Gold-, Silber-, Alfénidewaaren( Eig.Fabr.) goldene u. silberne Uhren empfiehlt sich H. Gottschalk, Goldarbeiter und Uhrmacher, Größte und einzige Fachschule, welche nach der verbesserten und 37 Admiral- Straße 37 vervollkommneten Methode des verstorbenen Herrn Direktors Kuhn unterrichtet. Garantie für gründlichste theoretische und besonders praktische Ausbildung in Herren-, Damen- und Wäscheschneiderei. Unentgeltlicher Stellennachweis. Prospekte gratis. Empfehlenswerth: Lehrbuch zum Selbstunterricht in der gesammten Damenschneiderei. Man beachte genau unsere Firma und Hausnummer 1. Die Direktion. Metzner's Korbwaaren- Fabrik, Berlin, Andreasstr. 23, Hof part., vis- à- vis d. Andreasplat größtes Lager Berlins. Muster !! Roh- Tabak!! Sämmtl. in- u. ausländischen Sorten, gute Qualität, tadelloser Brand, in billighter Preislage, empfiehlt RahtabakHeinr. Franck, andlung, Brunnenstr. 185. 1 Formen( Bockfoorn) wieder Kinderwagen, bücher gratis. Theilzahlung vorräthig. gestattet. 500 Mark zahle ich Jedem, der mir nachweist, daß ich nicht das größte Pfandleihe, Invalidenstr. 15, I. Kinderwagen- Lager Berlins ha be. F. Metzner. Jede Uhr Masken- 500 500 Gelegenheitslauf au repariren ( außer Bruch) 2 unter Garantte toftet bei mir 1,50 Mk. moderne Prauen- u. Mädchen- Rleine Reparaturen entsprechend billiger. 55732* Regen- Promenaden- Mäntel und Früh- Uhren, Gold- u. Silberwaaren und Theater Garderobe billigst empfiehlt Werbelow, Große Hamburgerstraße 34, I. jahrsjaquetts à 5, 6, 7, 8, 10. C. Wunsch, Landsbergerstraße 48 1. Verantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Druck und Verlag von Mag Badina in Becom s., Beuthstraße 2. 2. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 32. " " zu der Versammlungen. " " " Donnerstag, den 8. Februar 1894. " 11. Jahrg. Kreises, Börner, festgestellt hatte, daß Genosse Friz und er Hoffmann( Pankow) über das Thema: Der Kampf ums das Lokal von Buggenhagen( Dekonom F. Müller) am Dasein", mit Beifall entgegen. Ohne Diskussion wurde hierauf 19. Januar gemiethet hatten und diesem auch keinen Zweifel eine Resolution angenommen, die ihre Zustimmung zu dem Eine Volksversammlung, ein berufen von der gelassen haben, daß sie die Vertrauensleute des 3. Kreises find Referat ausspricht. Berliner Lotaltommiffion, tagte am 4. Februar im und den Saal zu einer Arbeitslosen- Versammlung haben wollen, RATI großen Saale der Konkordia" Andreasstr. 64. Die wurde ein Schlußantrag angenommen. Ueber die beantragte Ein Vortrag des Stadtverordneten Frit Wilfe über: Tagesordnung betraf 1. Die Stellungnahme der Berliner Arbeiter Sperrung aller drei Lokale wurde getrennt abgestimmt. Den Unsere Waffen im Kampf ums Dafein" bildete die Tagesschaft gegenüber den Wirthen, welche ihr Lokal zu Arbeitslosen Boykott über die Konkordia" zu verhängen wurde mit geringer ordnung einer seitens der Frauen Agitationskommission am Bersammlungen verweigern und 2. das Verhalten des Vereins Majorität abgelehnt. Mit großer Mehrheit wurde montag nach dem Böhmischen Brauhaus einberufenen BoltsBerliner Hausdiener" gegenüber den Beschlüssen über die ge- hierauf die Sperre über„ Sanssouci" und einstimmig auch versammlung. Der Redner legte die Folgen des Konkurrenzsperrten Lokale. Das einleitende Referat zum ersten Bunkt der über" Buggenhagen's Etablissement" am Morigplay ausgesprochen. tampfes auf wirthschaftlichem Gebiete klar und kritisirte die Tagesordnung hielt Genosse Jo st. Wie bekannt, hätten die Ueber die Frage der Tauer des Boykotts entspann sich eine Mittel, deren sich die Kapitalistentlaffe gegen ihre Arbeiter beBertrauensleute unserer Partei sofort nach den Vorgängen vom längere Geschäftsordnungsdebatte, die mit der Annahme eines An- dient, um sich mühelos zu bereichern. Infolge der fortgesetzten 18. Januar in ihren Wahlkreisen große Arbeitslosen- Verfamm- trages Grauer endete: Der Lokalkommission wird aufgegeben, inner- Serabdrückung der Arbeitslöhne, die sich besonders bei einer lungen einberufen, um gegen die Uebergriffe der Polizei am halb eines Jahres in dieser Frage keine Versammlung einzuberufen, Krise bemerkbar macht, geht auch die Koufumfähigkeit der ArFriedrichshain und die Haltung der Behörden zur Arbeitslosig- Gine Frage, ob Lokale, welche vor dem Boykott zu Ver- beiterklasse zurück. Es entstehen Absatzstockungen, sogenannte teit Protest einzulegen. Diese fünt großen Versammlungen gnügungen gemiethet wurden, beizubehalten sind, beantwortete Krisen, und die Unternehmer spielen dann die Rolle der betrogenen fanden am 22. Januar( Montags) Vormittags statt. In den die Versammlung dahin, daß dies unzulässig ist und alle Ab- Betrüger. Die Arbeiterklasse, welche in erster Linie unter den Versammlungen gingen bereits Gerüchte umher, die Inhaber der machungen mit den betr. Wirthen rückgängig zu machen sind. wirthschaftlichen Krisen zu leiden hat, ist berufen, bessere Zustände Lotale Konkordia"," Sanssouci" und Buggen Ueber den 2. Punft der Tagesordnung referirte Genosse herbeizuschaffen. Die den Arbeitern von den Besitzenden anempfohlene hagen's Etablissement" hätten ihre Säle zu diesen Versamm Raßler. Die Parteigenossen Berlins haben mit Argusaugen Spartheorie ist einfach widerfinnig. Welche Mittel haben nun die lungen, ohne triftige Gründe mitzutheilen, verweigert, und würden zu wachen, daß alle Organisationen und auch der einzelne Ar- Arbeiter zur Erringung befferer Zustände in Anwendung zu wohl demzufolge ihre Lokale gesperrt werden müssen. Die Lokal- beiter, der vorgiebt, auf dem Boden der modernen Arbeiter- bringen? Als erstes nannte der Redner die Organisation, tommission habe sofort Untersuchungen angestellt, deren Resultate bewegung zu stehen, den Beschlüssen der Volksversammlungen die Bereinigung der Berufskollegen zu Gruppen, wie es auch er furz in folgendem zusammenfasse. Herr Säger, Defonom Rechnung zu tragen und gesperrte 2Lokale unter allen Umständen seitens der Kapitalisten geschieht. Durch die Organisation wird der Konkordia" habe nachweislich seinen Eaal schon längst für zu meiden hat. Dies thut beispielsweise der Verein Berliner der Ausbeutungssucht der Kapitalisten ein Bügel angelegt; ohne diesen Tag an den Raucherbund" vermiethet gehabt, der auch ausdiener" nicht. Mit Fahne und Vereinsschleifen habe der dieselbe würde auch die Arbeitslosigkeit noch viel schlimmere bereits Morgens mit der Dekoration der Lokalitäten begann. felbe schon früher wiederholt bei Vergnügungen anderer Vereine Früchte zeitigen, als es gegenwärtig schon der Fall ist. Ein Bei Rücksprache mit dem Vorsitzenden resp. dem Komitee des in gesperrten totalen theilgenommen. In einer Sigung der weiteres Mittel ist die Presse. Aufgabe der Bundes die aber leider unterblieb hätte sich das Dekoriren Lokalkommission habe der Vorsitzende auf Vorhaltungen hin Arbeiterpresse ist es, bei Streits die Heranziehung der Streitvielleicht bis zum Nachmittag verschieben lassen. Herrn Säger versprochen, daß dies nicht wieder vorkommen solle. Dessen un brecher zu verhindern, welche häufig nur in Unkenntniß der Vertreffe somit keine Schuld, weshalb die Kommission die Differenz geachtet hat der Verein am 27. Januar in der" Philharmonie" hältnisse den Lockungen der bürgerlichen Soldſchreiber Gehör für beigelegt erklärte. Herr Dahms, der Besitzer von Sans- einen Maskenball abgehalten und will auch am 24. Februar verleihen die Bestrebungen ihrer Berufsgenossen auf souci", schützte bei Verweigerung des Saales die nothwendigen wieder einen solchen in dem noch gesperrten Feenpalast abhalten. Besserung ihrer Lebenslage illusorisch machen. Den ZusammenReinigungsarbeiten vor. In der Eihung der Kommission, Dieses indifferente Verhalten schädige die Bestrebungen der hang der wirthschaftlichen Verhältnisse tennen zu lernen, ift er eingeladen war, sprach er sein Bedauern organisirten Arbeiterschaft aufs schwerste. Deshalb möge die außer der Preſſe die sozialistische Literatur über das Vorkommniß aus. Er will nicht gewußt Volksversammlung durch Annahme der ihr von ihm unterbreiteten eine weitere Quelle zur Bereicherung des Don der haben, daß die Versammlung die Versammlung von sozialdemokratischer Resolution erklären, daß sie derartige Handlungsweise entschieden Schule in diesen Fragen abfichtlich vernachlässigten Wissens. Partei ausgehe, sonst hätte er dennoch seinen Saal hergegeben. verurtheile und es jedem Genossen zur Pflicht macht, die Be- Die Fürsorge für die weitere Entwickelung der Jugend ist eine Auch bei ihm wollte die Kommission von einer Sperre des Hauptwaffe für unseren Nachwuchs. Wir haben, so schloß Lokals absehen. Ueber Herrn F. Müller, den Dekonom des schlüsse der gesammten Berliner Arbeiterschaft zu respektiven. Der Redner gab noch weitere Beweise des unkollegialischen Sledner, im Kampf ums Dasein nur solche Waffen zu benützen, Etablissement Buggenhagen" zu entscheiden, werde Verhaltens namentlich der Vorstandsmitglieder des genannten die ein Bolt sittlich heben, dieses sind die von ihm empfohlenen der Versammlung nicht schwer fallen. Derfelbe hatte anfänglich Vereins dem„ Verband der Geschäftsdiener 2c." gegenüber, die und damit werde die Sozialdemokratie fiegen.( Lebhafter feinen Saal den Vertrauensleuten des dritten Kreiſes, den Genossen der nachfolgende Redner Runge zu widerlegen nicht im stande Beifall.) An der Debatte betheiligten sich Frl. a ader, Frau Friz und Börner, deren Eigenschaft als solche ihm längst war. Nach längerer Debatte fand die Resolution gegen etwa engels und die Genossen übsch und Lahrson. Ein bekannt ist, vermiethet resp. zugesagt und dies in seinem Buch 10 Stimmen( Angehörige des Vereins) Annahme. Ebenso fand Antrag, eine einheitliche Gewerkschaftspresse ins Leben zu rufen vermerkt. Das war am 19. Januar. Am andern Tage er ein Antrag Annahme, die Redaktion und Expedition des Vor- und die Bildung eines festen Gewerkschaftsbundes anzuftreben, hielt Genosse Börner einen eingeschriebenen Brief, worin wärts" zu ersuchen, ferner feine Berichte und Inserate dieses wurde, nachdem einige Redner die Versammlung zur Entscheidung ihm der Bruder des Herrn F. Müller mittheilte, daß Wereins in seine Spalten aufzunehmen. Ebenso folle die Lokal- derartiger Fragen für inkompetent erklärt hatten, von Lahrson er den Saal nicht zu einer Arbeitslosen Versammlung fommission alle ihre Erklärungen, den Verein und überhaupt zurückgezogen. Nach einem beifälligen Schlußwort des Genossen bergeven tönne, es könnten sich sehr leicht diefelben alle Angelegenheiten betreffend, nicht mehr im Sprechsaal, i Ike schloß hierauf Frl. Emma Schulz die Versammlung Vorgänge wie am 18. Januar abspielen. Die Diskussion sondern an der Spitze des lokalen Theiles veröffentlichen. mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie, gestaltete sich äußerst lebhaft, Grauer sucht den Grund für mebluse sid s diefe Firlejanzereien der Herren Wirthe in der Taktik der Lokal- einrich ersuchte, auch die kleineren Säle bei Vergnügungen und Versammlungen zu berücksichtigen. Im Jntereffe der Arbeiter Bildungsschule fand am tommission, die gewöhnlich nach kurzer Zeit eine ausgesprochene 5. d. M. im 6. Wahlkreise( Germania- Säle) eine von Frauen Sperre zurücknehine. Dadurch verliere der Boykott an Kraft und Jm G. Wahlkreise tagle am 6. d. Mis. im Saale der und Männern außerordentlich stark besuchte Voltsversammlung Ansehen. Gerade der Buggenhagen'sche Saal war lange Adler- Brauerei eine öffentliche Boltsversammlung. statt, für welche ein Vortrag des Reichstags- Abgeordneten WilZeit für uns nicht zu haben und zwar erst dann, als es mit Zu dieser Versammlung waren alle Wirthe, welche ihre Lokale helm Liebknecht über das Thema:" Die Geschichte als dem Wirth schief" stand. So scheine es auch jetzt mit dem verweigern, ebenso die Vorstände der Rauchklubs, Vergnügungs- Erzieherin" vorgesehen war. Nachdem vor Eintritt in die TagesFeenpalast der Fall zu sein. Er war der Ansicht, daß alle Fälle vereine 2c. eingeladen. Dis Versammlung erörterte zunächst die ordnung der Vorsitzende Ludwig die etwa anwesenden Berichtgenau zu prüfen wären, dann aber auch der Boykott, wenn er Frage: Wie stellen wir uns den Wirthen gegenüber, welche erstatter aufgefordert hatte, der Wahrheit entsprechende Berichte ausgesprochen, so lange aufrecht erhalten werden müsse, bis der ihre Lokale zu Versammlungen uns verweigern?" Von allen abzufassen, lief wiederum der Antrag ein, den Berichterstatter betreffende Dekonom aus dem Lofal raus- und kein anderer Rednern wurde es als unerhört bezeichnet, daß auf dem des Berliner Lokal- Anzeiger" auszuweisen. Diesem Antrage wieder reingeht.( Lebhafter Beifall.) Heinrich war der Gesundbrunnen, wo so viele Säle vorhanden sind, nicht einer zu trat sowohl Ludwig wie auch Liebknecht entgegen, letterer unter felben Ansicht. August Schweizer drückte feine Ver- Versammlungen zu haben sei. Den Genossen wurde die meiste Hinweis auf die bislang von ihm befolgte Tattit, sich um das wunderung darüber aus, daß die Lokalkommission erklärt, Schuld hieran beigemessen, welche trotzdem die Lokale besuchen. Geschreibsel der Gegner nicht im geringsten zu fümmern, außer die Angelegenheit mit den ersten beiden Wirthen sei ge- Ebenso den Vergnügungsvereinen 2c., welche dort ihre Festlichkeiten soweit es belehrend ist. Mögen sie schimpfen und regelt, solfe sie der Volksversammlung überlassen. abhalten. Es wurde allen Genossen zur Pflicht gemacht, die schreiben, so viel und was sie wollen, une fann es nichts Die Entschuldigung des Wirthes von Sanssouci" fei lenden Lokale zu meiden, auch die Vergnügungsvereine nicht zu unter: schaden. Ich habe das Geschimpfe auf mich nie beachtet, und lahm. Würde er sowcyl als Herr Säger ohne uns fertig stüßen, welche in bontottirten Lokalen ihre Feste feiern, ebenso mich stets wohl dabei befunden. Es hat mir viel genügt und werden, dann würden uns diese Lokale kaum zur Verfügung wurde den Genoffen nahe gelegt, auch solche Lokale zu meiden, nie geschadet. Und jedenfalls müssen wir, die wir die absolute stehen. Herrn Müller waren die Vertrauensleute befaunt; er in denen Piakate zu Festlichkeiten in boykottirten Lokalen aus Freiheit der Kritik für uns fordern, sie auch Andern zuerkennen. fei dafür, daß alle 3 totale 1-2 Jahre gesperrt würden.( Bei hängen, der ganzen Berliner Arbeiterschaft wurde zur Pflicht ge- Der Antrag ward zurückgezogen. Hierauf hielt Liebknecht einen fall.) Otto erklärte, betreffs der Konkordia" habe der macht, die Boykottliste wohl zu beachten. In der Macht der anderthalbstündigen Vortrag, welchen er selbst als einen einVertrauensmann Mattutat einen Irrthum selbst zu Arbeiterschaft liege es, die Wirthe zur Hergabe ihrer Lofale zu leitenden bezeichnete. Das eigentliche Thema gedenke er in dem gestanden. Vertraumsmann Schulz theilte mit, daß er zwingen. Kurzer Hand nahm die Versammlung einstimmig von ihm schon längere Zeit geplanten Zyklus von historischen Vorsich selbst durch Einsichtnahme des Buches überführt habe, folgenden Antrag an:" Dem Bureau der heutigen Volksversamm trägen zu behandeln. Da die Versammlung im Intereffe der Arbeiterdaß die„ Kontadia" von früh früh an vermiethet war. lung wird zur Pflicht gemacht, in Gemeinschaft mit der Lokal- Bildungsschule stattfand, so schickte er einige diese betreffende Herr Müller fucte sein Verhalten mit den Vorfommnissen im fommission ein Flugblatt auszuarbeiten, welches den Arbeitern Worte seinem Vortrage voraus. Die Arbeiter- Bildungsschule, Friedrichshain am 18. Januar, die er aus dem Lokal- Anzeiger" und Genossen des Gesundbrunnens klar machen soll, daß sie so so äußerte sich Liebknecht, hätte infolge der Schwierigkeiten der erfahren habe, zu entschuldigen, er stelle nach wie vor seinen Saal lange alle Lokale zu meiden haben, bis dieselben zu allen Ver- Ausführung eine schwere Krisis durchzumachen gehabt. In der zu allen politischen und gewerkschaftlichen Versammlungen zur Vers sammlungen zu haben sind." Nach Erledigung dieser Angelegen- legten Generalversammlung sei der Antrag gestellt worden, die fügung. Nachdemder stellvertretende Vertrauensmann des dritten heit nahm die Bolksversammlung einen Vortrag des Genoffen Arbeiter- Bildungsschule in ihrer jetzigen Gestalt aufzulösen, um " " M Albert Dilk's sämmtliche Dramen. ( Schluß.) unter den Willen Gottes beugt. Zugleich ist in diesem heißen Joseph's von Arimathia Gehör, fich vollends in ein ein Streite mit sich selbst noch ein anderes in ihm zum Durchbruch ſames idyllisches Thal für den Rest seines Lebens zurückzuziehen. gefommen. In seinem extatischen Zustande erscheint es ihn. Auf dem Delberge nimmt Jesus von seinen Jüngern Abschied. In dem Drama Dult's berichtet Maria ihrer jungen als ob nicht er, sondern ein Anderer aus ihm spreche, als ob die Die Sonne fämpft mit Nebeln, die bald den Gipfel des Berges Freundin Magalena auf hochpoetische Art, daß sie auf einer erhabenen Gedanken, die seinen Geist wie ein Sturm erfassen, einhüllen, bald sich lichten. Als Jesus nun den Gipfel erreicht, Reise mit ihren Verlobten zu dessen Mutter in dem Bezirk nicht aus seiner eigenen Seele quellen, als ob er auf dem ihn Joseph erwartet, weichen die Nebel zur Seite und der Essäer eine weißgekleidete Gestalt erschaut, deren Schönheit das willenlose Werkzeug eines Höheren, das Gefäß die Sonne wirst sein Bild auf die Nebelwand. Im nächsten den tiefsten Eindruck auf sie gemacht habe. Durch die ihr neuen Gottes sei. In diesem Augenblice serreißt in ihm das Augenblicke ist alles verschwunden. Das ist die Himmelfahrt Reize der Lanschaft hoch erregt, hielt sie die Erscheinung für Band der Vernunft als der Einheit alles mensch- Christi. Der Dichter hat sich hier einer Naturerscheinung be einen Engel. Es war der Essäer Joseph von Arimathia, der sie lichen Denkens und der Glaube, daß Gott sein Vater und er dient, die auf dem Brocken und dem Rigi häufig beobachtet dann später u einem visionären Bustandę zwischen Träumen deffen eingeborener Sohn sei, gewinnt unerschütterliche Gewalt worden ist. GRT மம்பவை so der Vater von Jesus wurde. über ihn, der Widerstreit zwischen Materie und Geist ist geboren So läßt Dult auch das letzte Wunder in der dramatischen Weiter läßt der Dichter Jesus, der schon als Knabe eine un- und der Spiritualismus ergreift das Szepter. Darstellung natürlich geschehen. Nur wenn Widervernunft und gewöhnliche gabung zeigt, von seinem natürlichen Vater in Der psychologische Prozeß, der sich in den Wüstenszenen voll- Widernatur, welche bisher", so sagt er, an das höchste Sittliche dem geläuterta Glauben nicht nur, durch den die Essäer von den zieht, ist vielleicht zu vielfach verschlungen und zu fein, um von und Heilige unserer Erkenntniß unaufhörlich sich fetten, aus den anderen jüdichen Setten fich unterschieden, sondern auch dem Publikum eines Voltsschauspieles in allen Einzelheiten Grundbegriffen der Religion schwinden, nur wenn das Christenin ihrer Geeimwissenschaft von der Natur und ihren genau verfolgt und verstanden zu werden. Jedenfalls offenbart thum, das sich selbst für ein Wunder ausgiebt, und das in der Heilträften unterrichten. Diese Geheimwissenschaft, ein sich aber in ihnen das dichterische Vermögen Dult's und sein That eine weltergreifende Geistesflamme in die Menschheit forgfältig ghüteter Befih der Priesterkasten bei den Tiefsinn am glänzendsten. eintrat, fich, ohne an geistiger Kraft, oder an alten Völlern, fett Jesus in den Stand, die von dem Es bleibt noch das letzte Wunder von dem Nimbus des sittlicher Würde einzubüßen, als erwachsen aus dem allMessias prophzeiten Wunder zu thun, um dadurch seine gött- Uebernatürlichen zu befreien. Die jüdische Priesterschaft, in täglichen und geschichtlichen Boden des wahren und wirkliche Sendung zu erhärten. Er heilt alle möglichen Krankheiten. deren Fanatismus der starre Buchstabenglauben mit sehr lichen Menschenlebens darstellt, nur dann vermag dasselbe Nur die Todinerweckung schließt Dulk aus, weil, wie er im materiellen Befürchtungen zusammenfließt, hat Jesum an das eine Religion der Menschheit zu werden." shady Borworte sagt, dieses Wunder gar zu offenbarlich märchenhaft" Kreuz geliefert. Maria hat seinen Vater zur Hilfe gerufen, und Es bleibt noch ein Wort über den Verrath des Judas übrig, ist, und so laß er auch Jesus selbst nicht von den Todten auf- Joseph von Arimathia hat den Schwamm, welcher dem Ge- den Dult anders und tiefer motivirt als die Evangelien. Nicht erstehen. Doch davon später. freuzigten gereicht wird, mit einer Effenz getränkt, die verhindert, Habsucht bewegt ihn. Er verehrt Jesus in solchem Maße, daß Nicht als in fehlerloser, idealer Mensch, sondern bis zum daß die bei dieser Art von Todesstrafe eintretende Blutstockung er seiner Liebe zu Magdalena, die in dem Drama immer bedeu Hochmuth stolz auf seine geistige Begabung und seine reinere einen Herzschlag verursacht, und welche zugleich den Gequälten tender sich entwickelt, entsagt, als er entdeckt, daß ihr Herz dem Erkenntniß von den göttlichen Dingen, tritt Jesus in das Leben. betäubt. Auch verlangt Joseph von Pontius Pilatus die Er- Nazarener gehört. Aber er vermag diefen nicht blos als einen Da ist er Zeue, wie die Juden, welche von dem römischen laubniß, Jesus bestatten zu dürfen, ohne daß demselben zuvor Religionslehrer aufzufassen. Er glaubt, daß Jesus sich zum Gewaltherrsche in den ihnen heiligsten Gefühlen verlegt sind, wie den beiden Schächern die Glieder mit Keulen zerschlagen weltlichen König machen und Israel von der römischen Herrlieber zu sterber fich bereiten, als daß sie von ihren Sagungen werden. In dem ihm gehörigen Felsengrabe, zu welchem ein schaft befreien werde. Durch seinen Verrath will er den nach weichen. E3 eine ergreifend große Szene, wie sie den verborgener Eingang in die Tiefe führte, gelingt es der ärztlichen feiner Meinung zu lange Zögernden zur That treiben. Als diese drohenden Möierwaffen gegenüber auf die Knie sich Kunst Joseph's, das nur noch schwach glimmende Leben in Jesus auch jetzt nicht erfolgt und ein Zufall seine Absicht vereitelt, werfen, Jehoah anrufen und ihre Hoffnung auf auzufachen, worauf die Essäer von innen den versiegelten Stein Jesus mit Hilfe der verschworenen Zeloten auf dem Wege von den verheißener Messias seßen. In diesem Augen vom Grabe wälzen, und während die Wache, die sie in ihren Delberge aus der Gefangenschaft zu befreien, da giebt er sich den Tod. blicke sprüht uerst in Jesu Seele der Funken auf, leuchtend weißen Gewändern für Engel hält, entsegt die Flucht Es ist dieses eine Szene voll dämonisch- wilder Verzweiflung. Und ob er nicht etwa ser erwartete Retter, der Chriftus seines Voltes ergreift, führt Joseph mit einem anderen Essäer den Patienten wahrlich, die Führung der Handlung, sowie die Zeichnung nicht sei? Dieser Gebnte treibt ihn in die Wüste, und in ihren davon. nur der einzelnen Personen, sondern auch der Massen, der in Schrecken, die de Dichter mit den naturtreuen Farben seiner Aber die Lebenskraft des auf diese natürliche und keineswegs ihrem Glaubensfanatismus starren Juden, der hochrnüthigen, eigenen Anschaung schildert, tritt ihn der Versucher an. Aber beispiellose Art von den Todten Auferstandenen war erschöpft, frivolen, unſittlichen Römer, sind von einem solchen energischen der Teufel ist nht außer ihm, sondern in ihm. Es hebt ein feine Mission erfüllt. Nachdem er noch einige Male in dem ab- dramatischen Leben, von einer solchen Plastik, sodaß man diesem gewaltiges Minger zwischen ihnen an, aus dem Jesus zuletzt als gelegenen Galiläa mit seinen Jüngern zusammengekommen war Volksschauspiele die höchste Anerkennung gollen muß. Eieger hervorgeht indem er feinen geistigen Hochmuth demüthig und sie in seiner Lehre befestigt hatte, schenkt er den Vorstellungen Webei" wären in der deutschen Literatur das einzige Stück, das Die müßten. " Die fie auf anderer Grundlage umzugestalten. Er freue fich, feine Heroen. Und doch war Fortschritt. In hunderttausendjähriger besonders erwähnenswerth zu entnehmen, daß die Mitglieder daß nicht dieser Antrag, sondern der auf Reorganisation Fortentwickelung hat der Mensch sich zu seiner heutigen Höhe zahl um 200 gestiegen ist. Der Bericht des Kassirers ergab eine angenommen worden sei. Herausgebildet, so ist die Menschheit durch die Arbeit, die Mutter Einnahme von 917,83 m. und eine Ausgabe von 704,46 M., Alle Bildungsanstalten der bürgerlichen Gesellschaft, von der aller Kultur", durch das Zusammenwirken Aller das geworden, was mithin ist ein Bestand vorhanden von 213,37 M. Die Einniedersten Volksschule" an bis hinauf zu den höchsten Bildungs- sie ist. Alle sogenannten„ Erlöser der Menschheit" haben ent- nahmen des Kassirers der Fachkommission betrugen 219,32 M., instituten erforderten große Buschüsse feitens des Staates und der weder gar nicht gelebt oder aber sie waren nicht Träger der denen eine Ausgabe von 124,95 M. gegenübersteht, es verbleibt Gemeinden. Keine Schule, die Mittellose erzieht, fann sich finanziell Kultur, vielmehr von dieser getragen. Die Kollektivarbeit tritt mithin ein Bestand von 94,37 M. Jm Arbeitsnachweis wurden aus den Beiträgen der Schüler allein decken. Für die Arbeiter besonders anschaulich zu Tage bei den sogenannten Erfindungen. 882 Adressen abgegeben, arbeitslose Kollegen waren 604 eingeBildungsschule müsse eine beffere finanzielle Grundlage geschaffen Reuleaux sagt: Die Geschichte der Werkzeuge ist die Geschichte schrieben, mithin blieben unerledigt 299 Adressen. werden. Allein auf die Beiträge der Schüler gestützt, könne die der Menschheit." Dies ist richtig und entspricht der materia- Bibliothek ist auch im vorigen Jahre wieder bedeutend Arbeiter- Bildungsschule fich unmöglich halten, zumal die Bei- listischen Geschichtsauffassung, wie die Sozialdemokratie fie lebrt, vergrößert und im ganzen 180 Mal in Anspruch genommen träge naturgemäß sehr niedrig sein, oft ganz wegfallen und Karl Mary sie wissenschaftlich begründet hat. Die Staatsform ist worden. Die Abrechnung von der Ertra- Vorstellung in der Es sei nothwendig, daß die Massen der Arbeiter, abhängig von den ökonomischen Verhältnissen, ist deren Produkt, Urania ergab einen Ueberschuß von 36 M., wovon 20 M. den ohne ihnen einen schweren Tribut aufzuerlegen, heran- und ändert sich mit ihnen. Der Vortragende veranschaulichte streifenden Schuhmachern und 16 M. den Droschkenfutschern gezogen werden, die Schule zu unterstützen und damit dieses an dem Zerfalle des römischen Reiches und des Feudal- überwiesen wurden. Verschiedene Beschwerden gegen den ArbeitsSem Partei Interesse zu dienen. Zu diesem Zwecke seien staates. Heute befinden wir uns an einem gleichen Wendepunkt. vermittler des Ostens wurden der Fachkommission zur Erledigung größere Vorträge in Aussicht genommen, auch die gegen- Der Staat tann, auch nachdem seine ökonomische Grundlage zer- überwiesen. wärtige Versammlung diene zu diesem Zwecke. An dem Interesse bröckelt ist, sich noch eine Zeitlang selbständig erhalten und dem Ein Antrag des Kollegen H. Suitner betr. Gründung einer der Berliner Arbeiterschaft würde es liegen, inwieweit sich die Abgestorbenen noch ein Scheinleben verleihen. Allein der Staat mit Werkstatt- Kontrollkommission wurde dahin erledigt, daß die Bildungsschule einzuwurzeln vermöge, inwieweit sie in den all seinen Machtmitteln vermag nur bis zu einem gewissen Punkte bereits bestehende Fachkommission die Wertstattkontrolle mit überStand gesetzt werden könne, denjenigen, die den Drang nach dem unaufhaltsamen Fortschritte Widerstand zu leisten und die nicht nimmt und wurde dieselbe aus dem Grunde um fünf Mitglieder Bildung, und die Befähigung, sich zu bilden, in sich fühlen, die mehr existenzberechtigten Einrichtungen aufrecht zu erhalten. verstärkt. Befriedigung dieses Bedürfnisses zu ermöglichen. Redner kam Aber nur bis zu einem gewissen Punkte; ist dieser erreicht, dann Der Verein zur Wahrung der Interessen der nunmehr auf die Lehrfächer der Bildungsschule zu sprechen, be- ist keine Macht der Erde im stande, den Zusammenbruch des 3 int gießer und Stürzer Berlins und Umgegend zeichnete und erläuterte, wie er bereits beim dritten Stiftungs- Alten, die Neugestaltung der Verhältnisse, wie der Stand der hielt am 30. Januar seine ordentliche GeneralversammBinkgießer und Stürzer Berlins und Umgegend fefte der Arbeiter- Bildungsschule gethan, die Nationalökonomie, ökonomischen Entwickelung fie fordert, zu hintertreiben. die Naturwissenschaft mit besonderer Berücksichtigung der Hygiene Laune, Willkür und Zufall giebts nicht in der Geschichte. lung ab. Der Saffirer Kollege Kühn erstattete zunächst den und Gesundheitslehre, Gefeßeskunde für das praktische Leben as Individuum ist nichts für sich allein- Alles in der 43,80 M. zu verzeichnen ist, der eine Ausgabe von 11,20 m. Alles in der Kassenbericht vom letzten Vierteljahr, wonach eine Einnahme von und die Geschichte als die hauptsächlichsten Lehrfächer der Gemeinschaft. Eine abzugrenzende, individuell persönliche Arbeit 43,80 M. zu verzeichnen ist, der eine Ausgabe von 11,20 m. Arbeiter- Bildungsschule und kam somit auf sein eigent- giebt es nicht, Alles ist Kollektivarbeit: das lehrt die Welt gegenübersteht, so daß ein Ueberschuß von 32,60 m. erzielt wurde. liches Vortragsthema zu zu sprechen. Nach dem Falle geschichte. Und das gefält den Machthabern nicht und die Ge- Der ganze Kaffenbestand beträgt sonach 234,45 M. Außerdem des Sozialistengesetzes sei der Rampf mit geistigen schichte wird deshalb planmäßig gefälscht. Es ist darum nothwendig, ist noch ein Fonds von 120,25 M. vorhanden. Nachdem die Waffen" zur Ausrottung der Sozialdemokratie gepredigt eine selbständige unabhängige Anstalt zu haben, in der die Revisoren die Richtigkeit der Kasse bestätigten, wurde dem Als eine Hauptwaffe erachtete man, daß dem Weltgeschichte gelehrt wird und gelehrt wird, was die Kassirer Decharge ertheilt. Kollege Wagner ertheilte den Bericht Kinde in der Schule die Geschichte so gelehrt werde, daß es Weltgeschichte lehrt: die Gleichbeit der Menschen, des Vorstandes, wonach in dem Vierteljahr 6 Vereins- und Hierauf begründete gegen sozialdemokratische Irrlehren gefeit sei. Ja, wenn man die Solidarität des Menschengeschlechts die Nichtigkeit der Vorstandssizungen abgehalten wurden. Dies in einem Kollege R. Gürtler den Antrag des Vorstandes, wonach jedem das will, muß man die Geschichte fälschen. Da die Geschichte materialistisch sozialistischen Weltanschauung. alles umfaßt, ist es von höchster Bedeutung, daß die Jugend fortseßenden Vortrage, der mit dem jetzigen zufammen gedruckt arbetslofen Kollegen 15 M. bewilligt werden sollten, und er in die Geschichte, d. h. in die wahre Geschichte eingeführt werde. werden soll, noch des näheren auseinanderzusehen, behielt sich suchte um die Annahme des Antrages. Der Antrag wurde einDie Geschichte ist die Zusammenfassung alles Geschehenen und Liebknecht vor, dessen Darlegungen die Anwesenden lebhaften stimmig angenommen. Alsdann fand die Vertheilung der Billets zum Maskenball statt. Nachdem noch verschiedene WerkstattsGewordenen. Sie soll sein der Jubegriff alles Wissens, die Beifall zollten. worden. 0 = B Vor der geschriebenen Geschichte liegt eine hundert- Der Verband der Möbelpolirer für Berlin und tausendjährige Geschichte der Entwickelung des Menschen aus der Umgegend hielt am 21. Januar eine Versammlung ab. Thierheit bis zur Schwelle der Geschichte im engeren Sinne. Aus jener Aus dem sehr ausführlichen Bericht des Kollegen Weber über Borgeschichte kennt man tein Individuum, keine großen Männer, die Thätigkeit des Vorstandes im vorigen Jahre ist als 5 Summe des Ergebnisses aller Kulturarbeit, die Wissenschaft aller Nach einer Pause, die zur Anwerbung von Mitgliedern für Angelegenheiten geregelt waren, wurde die Versammlung geWissenschaften. Was ist aber die Geschichte, wie sie allgemein die Arbeiter- Bildungsschule benutzt wurde, trat die Versammlung schlossen. Nächste Versammlung Dienstag, den 18. Februar 1894, gelehrt wird? Nach Voltaire's bekanntem Worte: eine fable in eine Diskussion ein. Täger, Kontrolleur der Arbeiter- Abends 81/2 Uhr, bei Stabernack, Pücklerstr. 49. convenue, eine Fabel nach Uebereinkunft, oder um einen modernen Sanitätskommission für den Norden, führte aus seiner reichen Die Schaftarbeiter hielten am 3. Februar eine öffentliche Ausdruck zu gebrauchen, eine tonventionelle Lüge, höf- Praris verschiedene grelle Streiflichter auf die bestehenden Versammlung ab, in der Genosse Jahn in einem längeren licher ausgedrückt eine Legendensammlung. Vor der Kritik hygienischen Mißverhältnisse vor. 3id, ein Schüler der interessanten Vortrage die französische Arbeiterassoziationen einzerfällt aber die Geschichtslegende in nichts, ebenso die Großthaten Arbeiter Bildungsschule, trat in warmer und beredter gehend besprach. Vom Kollegen Baumgart wurde in der Dis Einzelner. An verschiedenen als Beispiele vorgeführten Größen, Weise für diese ein, an das Liebknecht'sche Wort er- fuffion angeregt, zur Gewerkschaftskommission einen Delegirten wie Friedrich dem Großen, Napoleon, Bismarck, Luther, an verinnernd: Macht ist Wissen, Wissen ist Macht. Wagner zu entsenden. Dem wurde von der Versammlung zugestimmt schiedenen hervorragenden geschichtlichen Ereignissen, wie der widerlegte die Legende bestehender Gegensätze zwischen der und der Kollege Köhler mit diesem Amt betraut. Zum Schlusse Reformation, dem dreißigjährigen Kriege, sowie an verschiede- Arbeiter- Bildungsschule und den Parteigenossen bezw. Partei- wurde nach längerer Debatte über die Organisationsfrage vornen Beispielen aus der alten Geschichte veranschaulichte führern und nahm Veranlassung, darauf hinzuweisen, daß der geschlagen, unter den Berliner lokalen Vereinen der verwandten Um diesen der Vortragende, wie der Einzelne nichts sei in der Geschichte, Antrag auf Auflösung der Arbeiter- Bildungsschule von ihm nicht Berufe eine lose Zentralisation herbeizuführen. wie die Großen" nur die Firma abgeben für die Leistungen der gestellt worden sei zu dem Zwecke, dieselbe zu stürzen, sondern Punkt eingehender zu besprechen findet am Montag eine VereinsBielen, d. h. der Massen; wie vor der Kritik die Größe nur zu dem Zwecke, diefelbe zu reorganisiren, den allgemeinen versammlung statt; Pflicht aller Kollegen und Kolleginnen ist es, der sogenannten Großen in blauen Dunst zerfließt, das Wünschen entsprechend. Im übrigen richtete er einen dringenden in derselben zu erscheinen. Verdienst der Kleinen und Kleinsten zur Geltung fommt, Appell an die Parteigenossen, die Bildungsschule mit allen Polizeilich aufgelöst wurde am Sonntag, den furz wie die Dinge thatsächlich ganz anders liegen, Kräften zu unterstützen. Nachdem auch Ludwig in demselben als die Geschichte sie uns lehrt, die Geschichte gleich der Sinne gesprochen, wurde die imposante Versammlung mit einem 4. Februar, eine öffentliche, gut besuchte Schlächterversammlung. Der Referent Schwarze gab theologischen Weltanschauung stellt im wesentlichen die dreifachen Hoch auf die Arbeiter- Bildungsschule geschlossen. in feinem Vortrage ein ergreifendes Bild von der Lage der Linge alle auf den Kopf. Wie nicht die Götter die Menschen, Die Generalversammlung der Arbeiter Bildungs: Schlächtergesellen und resumirte sich dahin, daß genau wie in sondern die Menschen die Götter geschaffen, so haben nicht ein- schule vom 4. d. M. hat, nachdem der Antrag Wagner auf anderen Gewerben auch hier alle Kleinbetriebe durch das Großzelne Menschen die Bölker groß gemacht, sondern die Völker ein Auflösung der Schule abgelehnt worden war, die Reorganisation fapital aufgezehrt werden. Die Schlächtergesellen sind die zelne Menschen. Die Kritik zerstört die Heroen. Was man als der Schule in der von Flatow beantragten Weise beschlossen. schlechtgestelltesten Arbeiter. Bei 18- bis 20 stündiger Arbeitszeit Geschichte in der Schule lehrt, ist nichts als eine Reihe von Die Elementarfächer, Buchführung und Rechnen, werden somit wird ihnen ein monatlicher Lohn von 9,50 M. zugestanden. Faft Mythen. Der Einzelne vermag teinen maßgebenden Einfluß auf vom 1. April an nicht mehr gelehrt werden, und soll der Unter- durchgängig leiden alle Schlächter an Rheumatismus, was zur die Geschicke der Völker auszuüben und die Großthaten der Gericht von diesem Datum an nur noch in Sozialen und zwar Folge hat, daß 25- bis 30jährige Schlächtergesellen nicht mehr schichte, soweit fie nicht Dichtung, sind Kollettivarbeit blos in Nationalökonomie, Geschichte, Naturwissenschaften, arbeiten tönnen. Nicht beffer rgeht es den Schlächtermamselle, der Völker. Die Weltgeschichte ist deshalb die beste Lehrerin der Deutsch ertheilt werden, daneben sollen Distutirübungen ab von Morgens 4 auch 5 Uhr 63 Abends 10 bis 11 Uhr müssen Demokratie. Alles, was die Menschheit im Laufe von Jahr gehalten werden. Durch diese Beschlüsse hat man sich die Gunft sie für ein Monatsgehalt von 15 M. arbeiten. Der einzige taufenden errungen, ist nicht das Werk Einzelner, sondern die derjenigen Parteigenossen wieder erworben, welche der Schule Weg, hier endlich Wandel zu schaffen, ist die Organisation. vieltausendjährige Arbeit der Gesammtheit, wie gewegen der in ihr gelehrten Glementarfächer mehr oder weniger Pflicht aller im Schlächtereibetriebe beschäftigten Arbeiter und sagt, Kollektivarbeit in des Wortes weitester Be unsympathisch gegenüberstanden. Die Schule wird Die Schule wird, da ihr Arbeiterinnen ist es, sich der neugegründeten Vereinigung anzudeutung. Nicht entartet ist die Menschheit von heute Finanzstand, wie vom Vorsitzenden Flatow des öfteren betont schließen. A13 in sich hieranschließender Diskussion Wiener wie man uns vorschwindelt die Entwickelung geht stetig vor. wurde ein guter ist, weiter bestehen und bemüht sein,| zum zweiten Male das Wort nahm, einmal um gegen den Vorwärts, nicht rückwärts. Das Paradies liegt vor, nicht hinter die Ansprüche der Berliner Arbeiterschaft zu befriedigen. wärts" zu Felde zu ziehen, dann aber, um mit bekanntem Revouns. Nicht schlechter und schwächer sind die Menschen geworden, Vor der eigentlichen Verhandlung wurden noch die elenden lutionsgeschnatter die alten Phrafen von Selbsthilfe u. s. w. sondern besser und stärker. Der Mensch hat sich aus der Thier. Lügenberichte der Berliner bürgerlichen Preffe über die letzte wieder aufzuwärmen, erfolgte die Auföfung der Versammlung. heit heraufgearbeitet, die Lebewesen bilden eine organische Generalversammlung, des edlen Lokal Anzeigers" natürlich an Kette, von dem niedersten aufsteigend bis zum höchften: dem der Spitze, einer herben Kritik unterzogen. Braun kam im Laufe Eine öffentliche Bauarbeiter- Versammlung tagte am Mensch, der selbst von dem niedersten, sich fortentwickelnd, empor der Diskussion noch einmal auf diesen Bunkt zurück und erklärte, 4. Februar in Scheffer's Lokal in der Inselstraße. Da bei Gr gestiegen ist. Der fundamentale Unterschied zwischen Mensch und daß es ihm ganz und gar nicht eingefallen set, als Vertreter der öffnung derselben der Referent noch niat anwesend war, gab Thier besteht längst nicht mehr für die Wissenschaft. Die höher Bartei gesprochen zu haben, wie die bürgerlichen Organe sich zu zunächst der Vertrauensmann Giese die Abrechnung der Listen. schaften wie wir, nur in geringem Grade. Sie gleichen geistig über die Schule entwickelt habe. entwickelten Thiere haben dieselben seelischen und geistigen Eigen- sagen erdreisteten, sondern daß er nur seine persönliche Meinung Das Gesammtergebniß betrug 88,15 M. Eine lebhafte Debatte rief die Bestimmung über die Verwendung diefer Summe hervor. den unentwickelten Menschen: den Kindern. Einige Redner waren der Meinung, davon die Kosten für die Einklagung der Gelder zu bestreiten, die die derzeitigen Ber trauenspersonen auf Liften gesammelt und bis heute, nach zwei Jahren, noch nicht abgeliefert haben, troy viefacher Aufforderung. Rollege Rennthaler beantragte, die Angelegenheit mit den Restanten einer dreigliedrigen Kommission 31 überweisen, mit dem gesammten Gelde aber den Verpflichtungen gegenüber dem ihm an die Seite gesetzt werden könnte, wenn Gerhard Haupt- seiner Stärke. Wohl tritt der Versucher wieder an sie heran, Kollegen Jutsch nachzukommen. Nach längere Discussion wurde mann wie Dulk die Boltsbühne im Auge gehabt hätte. Wäre doch sie wiedersteht und denkt nur daran, fortan ihrer Liebe zu der Antrag Rennthaler angenommen, und die Kollegen Jaße3 nicht eine würdige Aufgabe des Vereins Freie Bolfsbühne", leben. Aber sie hat bei der Göttin Astaroth, deren Priesterin mann, klinge und Giese in die Kommission gewählt. eine wirkliche Boltsbühne zu schaffen, wie sie Devrient und Dult sie ist, den Fürsten der Philister geschworen, Simson in ihre Hände Nunmehr nahm der unterdeffen erschienene Deferent Dr. med. vorschwebte? zu liefern, und es bleibt ihr keine Wahl als ihren Schwur zu er- eymann zu seinem Vortrage über die Nevenschwäche des Das Nachspiel zu Jesus der Christ", welches die Leiden der füllen, wenn sie das Schlimmste von Simson abwenden will. Menschen und die moderne Gesellschaftsordumg" das Wort. Jünger und das wüfte gegenseitige Morden der Juden und Die Fürsten geloben ihr, seines Lebens zu schonen und daß beide Eine Diskussion folgte den mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Griechen zur Zeit des Kaisers Claudius vorführt, möchten wir frei auf ein Landgut sich zurückziehen dürfen. Da fallen Simson's Vortrage nicht. Zum Schlusse forderte der Vorigende auf, die gern entbehren, da es doch nur in dem allerlockerſten Zusammen- Locken, über die nie eine Scheere gekommen, weil er ein Ge- nächsten Sonntag in der Andreasstraße stattfindende Versammlung hange mit dem Hauptdrama steht. Sollte es aber ein Nachspiel weihter des Herrn war. geben, so hätte die Darstellung näher gelegen, wie Jehovah hat seine Hand von ihm abgezogen, weil er sich der freien Vereinigung der Bauarbeiter recht zahleich zu besuchen. das Christenthum durch die Berührung mit der selbst verlassen hat. Wie oft er geklagt und gegrollt, daß seine griechischen und römischen Welt, die in ihrer Ber- Heldenthaten nicht im stande feien, fein Bolt zum bewaffneten sehung und fittlichen Fäulniß nach einem Neuen, einer Widerstand gegen die Philister zu ermuthigen! Als dann aber Rettung sich sehnt und nun sich dem Spiritualismus in die fein Volk endlich sich aufrafft und ihn rust, da verpaßt er den Arme wirst, zur Herrschaft gelangt. Freilich hätte dann auch günstigen Augenblick in den Armen Delilah's. Das ist seine gezeigt werden müssen, wie aus derselben Wurzel, aus der das Schuld. Delilah büßet die ihrige, indem sie der Ueppigkeit von Christenthum entstand, gleichzeitig auch der Gäfarismus er Gaga entfagt und mit ihrer ehemaligen Sklavin Achfa hart für wuchs. ihren Lebensunterhalt arbeitet. Eines Tages führt der Zufall Den ferneren Inhalt des zweiten Bandes bildet Simson. den blinden Simson in die Nähe ihrer Hütte; der boshafte Knabe, Ein Bühnenstück in fünf Handlungen." Auch zu der ihn führte, entläuft fund er bleibt hilflos zurück. Delilah, diesem für die Kunstbühne geschriebenen und ihren Anforderungen die ihr Gewand nach Knabenart ordnet, wird seine treue entsprechenden Drama ging dem Dichter die Jdee im Orient auf, Führerin, bettelt für ihn und sorgt in jeglicher Weise für ihn. deffen glühende Farben es mit Jesus der Christ" gemein hat. In dieser Demuth der Liebe erhebt sie sich höher als es der EhrDer Herausgeber nennt es mit vollem Rechte ein Meisterwerk geiz vermocht hätte. Beglückt durch seine Verzeihung, die er sich der dramatischen Technik. In rasch fließender Handlung führt schwer abringt, fängt sie den nach ihm geschleuderten Speer des es uns den heißen Ringkampf des Weibes mit dem Manne, Philisterfürsten mit ihrem Leibe auf und stirbt in heiterer Delilah's mit Simson um die Palme der Größe vor. Der Seelengröße zu den Füßen des Geliebten, der sich selbst und Ruhm Simson's, den seine gewaltigen Thaten zum Schrecken damit feine Kraft wiedergefunden hat, und über sie und sich den der Philister gemacht haben, läßt Delilah teine Ruhe. Festpalast der Philifter in Trümmern stürzt. Wird sie nicht größer sein als er, wenn sie, das Weib, Die Schwierigkeit, welche der Bühnenkunst dieser unerläßliche den übermenschlich Starten überwindet, was die Fürsten Zusammenbruch des Palastes am Schluß des Stückes verursacht, ihres Volkes mit aller ihrer Heeresmacht nicht vermochten? Und und die Gefahr für die Darsteller, die damit verbunden ist, so verräth sie Simson, den ihre Schönheit mit heißer Liebes- mögen wohl der Grund sein, warum das Stück bisher noch gluth erfüllt, zweimal, und wird beide Male getäuscht von nirgends aufgeführt wurde, denn dankbarere Aufgaben als es die ihm, weil er in den Beweisen ihrer Gunst das Herz vermißt. Darstellung dieser beiden in sich gefestigten, leidenschaftlich großen Nun will er sie auf immer verlassen; allein die Demüthigung und doch so menschlichen Charaktere Simson's und Delilah's ihres Stolzes, die Fehlschläge ihres Ehrgeizes werfen sie auf das sind, könnte sich die Schauspielkunft nicht wünschen. Das aber Krantenlager. Dieser Umstand bewegt ihn, dessen Stärke von hat" Delilah" mit„ Jesus der Chrift" gemeinsam, daß, wie hier feiner unglücklichen Liebe gelähmt ist und der sich deshalb von so dort, in den Menschen hereingenommen ist und allein durch Jehovah verlassen wähnt, zu ihr zurückzukehren. Sie ist jetzt in seine Wefenheit bedingt wird, was der jugendlichere, noch un ihrem Schwächezustand lieb und sanft und die Liebe zu Simson, erfahrenere Menschengeist aus sich heraus in das Uebersinnliche die wir von Anfang an in leisen Zeichen sich ankündigen sehen, verlegte und als Willen oder Schickung, Gnade oder Born gewinnt Macht in ihr. Jetzt vernimmt er die Sprache ihres Jehovahs auffaßte. Herzens, jetzt glaubt er an sie und vertraut ihr das Geheimniß Silf R. S. Briefkaffen der Redaliton. A. L. Herzberg. Richten Sie die Mitteilung an den Braunschweigischen Vollsfreund" oder sonst en Parteiblatt in Ihrer Nähe. J. S. Frankfurt a. M. Wenden Sie fig an den Verleger des Werkes, J. H. W. Dietz in Stuttgart Vielleicht selt Herr Dich Sie mit dem Autor in Verbindung. E. M. Der Restaurateur haftet nicht, wen. Sie ihm kein mäßiges Versehen nachweifen können. G. 500. Die Söhne allein find die Even, wenn die Eltern nicht von Neuem die Ehe mit einander gschlossen hatten. Proletariat. Sie können die für den Areitgeber veraus lagten Strankenfaffenbeiträge eintlagen. W. 65. Die Mutter und die Geschwister, venn der Bruder tinderlos verstorben. Fr. Macrinus. Das ist zweifelhaft. Wetter Ruhr. Die Verfassung können Sie gegen Gins fendung von 2,20 m. durch uns beziehen. E. 6. Das„ C. d. G." ist zu beziehen durd E. Legien- Hams burg, Bollvereins- Niederlage, Wilhelmsstr. 13, and kostet 50 f. pro Quartal. Desterreicher M. R. 102. Antrag beim Polizeipräsidium. Die Uebungen stehen nicht im Wege. H. F. Nein. Zeigen Sie den Briefträer aber nicht an, denn die Unannehmlichkeiten, die er hat, find ine zu harte Strafe für seine harmlofe Nengier. M. W. im Allgäu. 1. Das sind diellmlagen, die das Reich von den Einzelstaaten jährlich erheh 2. Berlin, Alte Jakobstraße 91. 3. Beauftragen Sie den Geichtsvollzieher Otto in Pirna mit Zwangsvollstreckung. 4. Das kann bis 10 Wart toften, wahrscheinlich aber weniger. B. 100. Nein. Berantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Drud und Verlag von Mag Bading in Berlin, SW, Beuthitraße 2.