Nr. 33. Erscheint täglich außer Montags. Breis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 mt, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Belt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 8,30 Mt.pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. DefterreichUngarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingers. in der Voft- Zeitungs- Breislifte für 1894 unter Nr. 6919. Vorwärts 11. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Bfg., für Vereins: und Beriammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inferare für die nächie Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in Der Grpedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochentagen bis 7 Ubr Abends, an Sonne und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I, 1508. Telegramm- Adresse: nezialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die Kamerunschande. Zu sagen ist da nicht viel- eigentlich gar nichts. Man hat nur die Thatsachen theils zusammen, theils einander gegenüberzustellen, und sie reden so laut und so deutlich, ja schreien so grell, so markerschütternd, daß auch der Schwerhörigste hören, der Gefühlloseste fühlen muß. Das Geschehene ist sehr einfach und allgemein bekannt. Am 15. Dezember des vorigen Jahres erhoben sich in Kamerun die eingeborenen Schuttruppen gegen die deutschen Behörden, bemächtigten sich der Regierungsgebäude und waren zehn Tage lang im Besitz der deutschen Kolonie, bis deutsche Kriegsschiffe den alten Zustand wieder her stellten. Die Meuterei, für die in den ersten Berichten gar kein Grund angegeben ward, erschien um so räthselhafter, als die Schutztruppe aus Dehomehern bestand, die unter den Afrikanern für besonders zuverlässig und treu gelten und sich sogar durch eine gewisse Ritterlichkeit auszeichnen. Es mußte irgend etwas ganz außerordentliches vorgekommen sein. Allmälig gelangte die Wahrheit, stückweise, an die Deffentlichkeit. Schlechte Bezahlung schneidige" Behandlung, deutschjunkerliche Prügel und öffentliche Auspeitschung der Soldatenweiber unter Umständen, die den Beweis liefern, daß die Veranstalter jeder Menschlichkeit nicht nur, sondern auch jeder Scham bar sind, und die in Europa und Amerika sofortige Lynchjustiz hervorgerufen hätten. Wir erwähnten bereits der unter dem Jubel der Welt von den Brauknechten in London an dem Weiber peitscher" Haynau vollstreckten Züchtigung. Und die Hyäne von Brescia" war wenigstens so anständig ge wesen, die Frauen und Mädchen nicht entkleiden zu lassen! Die amtlichen Entschuldigungsberichte aus Kamerun liegen nun vor. Hören wir, was über die Ursachen der Meuterei gesagt wird. Der stellvertretende Gouverneur Leist, der HauptVerantwortliche, schreibt: Freitag, den 9. Februar 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. ersten zwei Jahre garnicht gelöhnt wurden, jedenfalls in moralischem Sinne des Wortes. Man zog hatte ich mehreren von ihnen vor kurzem etwas 2öhnung be ihnen das für ihren Loskauf aus der Sklaverei gezahlte Geld willigt und allen fagen lassen, daß ich auch andere, welche an der Löhnung ab. Das war an sich schon höchst verwerflich. fich das Lob des Schutztruppenführers erwürben, auf dessen mit den losgekauften Sklaven soll fein Geschäft gemacht Antrag löhnen würde. Auch sind aus vielen Anlässen( Weihnachten, Raisers Geburtstag, Puschexpeditionen u. f. w.) den werden, oder sollen etwa blos solche Stlaven losgekauft Dahomeh- Soldaten Geschenke und andere Vergünstigungen zu werden, die durch ihre Arbeit das Lösegeld ab verdienen theil geworden. So wurden die aus der Anwerbung Graven- fönnen? Dann dürfte man ja Schwache und Alte überhaupt reuth's und Expeditionen stammenden Gouvernemen tsweiber gar nicht loskaufen. Und wir sind doch als„ Christen" nach fast ausschließlich mit Dahomehs verheirathet. Wer wie ich Afrika gekommen die Bibel in der einen Hand". Freilich gesehen hat, wie diese verthierten, ausgehungerten in der anderen abwechselnd die Flinte, die Schnapsflasche und mit den widerlichsten Krankheiten behafteten Sklaven und die Nilpferd Peitsche! Gouvernements fich und zu freien, gesunden un= durch den Lostauf Gravenreuth's und die Pflege des Der Herr stellvertretende Gouverneur ging offenbar träftigen Soldaten entwickelten, der mußte glauben, von der Ansicht aus, daß die Dahomeher Sklaven durch daß diese Leute im Dienste des Gouvernements sich wie im den Loskauf die Sklaven der Loskäufer geworden Himmel hätten vorkommen müssen. Aber der Neger lebt nun seien. Der Loskauf war in seinen Augen nur ein vereinmal fiets in der Gegenwart und vergißt die Vergangenheit. deckter Sklavenkauf. Sollte er sich hiergegen ver Die Löhnung der als Soldaten angeworbenen freien Neger wahren, so erinnern wir ihn an die in Amerika und auf war für die Dahomehs ein Gegenstand fortwährenden den englischen Kolonien bestehenden Gesetze, nach welchen Neides. Leider fanden sich auch Personen, wie der in Deutsch alle Verträge, die einen Arbeiter auf eine be land erzogene Alfred Bell, welche die Unzufriedenheit der Dahomehs stimmte Dauer von Jahren an einen Arbeit künstlich schürten und aus derselben Kapital schlugen. Der Neid der Dahomehe auf ihre schwarzen Kameraden wurde noch geber binden, der dem betreffenden Arbeiter einen dadurch erhöht, daß lettere wegen ihrer hohen Löhnung Vorschuß für Reisegeld, Abtragung von Schulden zwar häufiger mit Geldstrafen aber weniger mit u. s. w. gezahlt hat, als un moralisch und ein Pügelstrafen belegt wurden. Wahrscheinlich haben Verhältniß der Sklaverei bilbend, auch die Dahomehweiber zur Revolte auf- giltig und mit strenger Strafe belegt sind? gereizt. Dieselben waren als Gouvernements- Arbeiterinnen Das Loskaufsgeld für ehemalige Sklaven enspricht genau Dem Ingenieur Drees in erster Linie unterstellt und von den Vorschüssen an Kulis u. f. w. Letzterem dem Gärtner Walter zur Beschäftigung im Gouvernementspark überwiesen. Drecs und Welter flagten beständig über die maßlose Faulheit der Dahomehweiber, Losgekauften versicherten, war ganz in der Ordnung. Aber welche nicht arbeiten wollten und stets die Arbeit verließen, man mußte sie ordentlich bezahlen und menschenwürdig bewenn der Weiße den Rücken kehre. Alle über sie verhängten handeln; und dabei hätte die Kolonie ein vortreffliches GeStrafen feien wirkungslos. Da die männlichen Arbeiter für schäft gemacht, während jetzt das Hundertfache des schwere, namentlich die Kai- Hinterfüllungsarbeiten, verwandt Lostaufsgeldes an Werth zerstört worden ist von der wurden, und deshalb außer einigen Knaben die Soldaten Schande und dem Frevel ganz abgesehen und ganz abweiber die einzigen Arbeiter des Gärtners bildeten, empfand gesehen davon, daß der stellvertretende Herr Gouverneur letzterer die Faulheit der Weiber bitter. Auch am 15. v. Mts. Die theuere" Waare hat todtschießen und„ aufbaumeln" wiederholten sich die Klagen über die Trägheit der Dahomeh weiber, so daß ich beschloß, selbst die letzteren bei der Arbeit lassen. zu kontrolliren. Eine Stunde nach Beginn der Arbeitszeit fand ich dieselben noch in ihren Hütten. Ich trieb sie nunmehr zur Arbeit an. Doch als ich eine halbe Stunde später wieder zum Arbeitsplatz zurückkehrte, waren sämmtliche Weiber in ihre Hütten zurückgekehrt, so daß ich mich genöthigt sah, den Faulsten von ihnen einige Siebe ( Minimalzahl fünf, Maximalzahl zehn) er theilen zu lassen. Daß die Behörden in Kamerun sich der Dienste der Zweitens: Die Weiber der Dahomeher Durden gepeitscht unter den empörenden ÜmStänden, die wir kennen. Und wir wissen auch, daß der stellvertretende Herr Gouverneur zusah. " Die Faulsten" bekamen„ einige Hiebe( Minimalmaß fünf, Maximalmaß zehn)." Die Hiebe wurden verabreicht mit gedrehten Peitschen aus Nilpferdhaut, wie sie dort im Gebrauch sind! Wir haben einige Gremplare hier, die gelegentlich im Reichstag auf den Tisch des Hauses niedergelegt werden Die Dahomehs sind frühere Sklaven des Häuptlings Behanzin von Dahomeh und durch Baron Gravenreuth im Jahre 1891 freigekauft. Sie bildeten den stabilen Theil der Bolizeitruppe. Als älteste Soldaten derselben hatten sie in verschiedenen Kämpfen des Gouvernements gegen eingeborene Stämme eine gewisse Kriegserfahrung und vor allen Dingen zu schießen und die Gefchüße zu bedienen gelernt. Der Bei den plumpen Bertuschungs- und widerlichen Mora Grund der Revolte, welche auch nach Ansicht des Führers und der Unteroffiziere der Polizeitruppe jedenfalls feit langem gelisirungsversuchen des Herrn stellvertretenden Gouverneurs plant gewesen, dürfte vor allem in der Unzufriedenheit halten wir uns nicht auf sie haben blos ein psychoDer Dahomeh3 mit ihrer Bezahlung zu suchen logisches Interesse zur Kennzeichnung des Mannes; wir sollen. Jeder Schlag mit diesem fürchterlichen Foltersein. Die Löhnung der sonstigen Polizeifoldaten( während der wollen nur die zwei hervorspringenden Punkte aus der instrument zerreißt die Haut- und nun gar die Refrutenzeit 20 und später 30 M. pro Monat) tonnte den Phrasenumhüllung herausgreifen: Dahomehsoldaten zur Zeit noch nicht zu theil werden, da sie um einen theuern Preis aus der Stlaverei losgetauft waren. Während dieselben die Feuilleton. Helene. Nachdruck verboten.] Erstens: Die Dahomeher wurden um ihre Löhnung betrogen. Vielleicht nicht in juristischem, Augen und sicheren Händen, eine bewundernswerthe Ruhe bewahrend. Ein junger Arzt, Fedor Jwanowitsch Stachow, dem ( Alle Rechte vorbehalten die blonde Stirnlocke, die er der Scheere nicht überantworten [ 88 wollte, immer wieder in die Stirne fiel, so oft er sie auch mit einer energischen Bewegung des Kopfes zurückwarf, sah höchst ungeduldig aus. Roman in zwei Bänden von Minna Kautsky. In dem Sortirungs- und Verbandsraum, der von Lampen genügend erhellt war, arbeiteten indeß die Aerzte und Feldscherer unter Aufbietung all' ihrer Kräfte; galt es doch rasch zu sein, bei dieser Musterung. Nach dem Grade ihrer Verwundung wurden die Verwundeten mit Betteln versehen, worauf die Nummer und, wo möglich, auch der Name vermerkt wurde. Die Schwerverwundeten waren die rothen, gelb und weiß die der mittleren Rategorien, blau die Leichtverwundeten. Die Rothen schickte man in das Hospital, die Gelben wurden an Ort und Stelle verbunden, damit sie nach furzer Etappe den Weitertransport ertragen tönnten, die Blauen wurden gespeist, dann sollten sie sehen, daß sie weiter fämen, wie, das war unter den herrschenden Um ständen ihre Sache. Alle hatten unter dem eiligen Transport unsagbar gelitten und die jungen bärtigen Gesichter sahen völlig leichenhaft aus. Er suchte nach interessanten Fällen, und die Burschen, die ihm unter die Hände kamen, entsprachen nicht seinen Erwartungen. " Da haben wir was Schönes," brummte er, die Rerle find halb verhungert, das hat sie so heruntergebracht, nicht die Paar Tropfen Blut, die sie verloren haben.... find denn das für Verwundungen frakturen die allergemeinſten-anderes!" nackte Haut! und zieht eine fingerdicke blutende Strieme. Würde Herr stellvertretender Gouverneur Leist die Probe an sich selbst machen lassen, so würde das„ MinimalUnserem armen Fedor Jwanowitsch klebte die blonde Locke jetzt an der Stirne fest, seine Beine zitterten, er ver mochte sich kaum mehr auf den Füßen zu halten, aber seine Hände arbeiteten mechanisch immer noch weiter. " Seid Ihr von Sinnen?" schrie er die Träger an, seht Ihr denn nicht, ich kann nicht mehr, ich kann nicht, und da bringt Ihr mir auch noch die Halbverreckten der Kerl ist ja schon todt fort mit ihm- fort!" " Als nun aber der Jüngling die Augen zu ihm aufschlug, mit einem unfäglich traurigen Blick, mit jener stummen Resignation des gänzlich Verlassenen, da überwog die Regung des Mitleids. Was" Her mit ihm, hol ihn der Teufel," und er riß ihm gemeine Schuß das Hemd auf. Gypsarbeit, nichts Eine Brustwunde mitten durch die Lunge!" rief er und in seinen erschöpften Zügen malte sich Befriedigung. Kleine Wundöffnung geringe -grader Kanal Berste rung- ein Schuß wie ein Stich- und dabei durch und durch. Das ist das neue Gewehr, ich kenne das," dann dem Verwundeten zulächelnd: Beruhige Dich, mein Sohn. Du bleibst in meiner Behandlung. Wir wollen mit einander den Beweis liefern, daß man mit einer durch schossenen Lunge noch leben kann." " Bitte, Schwesterchen," wendete er sich an Sofia, die eben dabei war, einen Gypsverband anzulegen, wenn Ihnen eine Brustwunde unterkommt oder sonst was Besonderes, Elegantes, denken Sie an mich, schanzen Sie mir das zu. Wenn ich schon diese gräßliche Plage auf mich nehme, dann möchte ich doch was davon haben." Das fahle Licht des Tages drang durch die Fenster und die Temperatur sant noch tiefer herab. Auch in der Sortirungsbaracke war es empfindlich falt geworden; aber die Aerzte hatten die Röcke abgeworfen und arbeiteten wie * Die Sonne war roth aufgegangen und verschwand wieder in einem immer dichter werdenden Nebel. Einige waren so gänzlich erschöpft, daß sie selbst im Fieber. zum Sterben zu schwach schienen; Andere blickten, um ihr Der Belegraum des Hospitals war längst überfüllt, Die Unordnung und Verwirrung in Bulgareni aber Loos besorgt, mit bangen, fragenden Augen die Aerzte an. man legte die Verwundeten zwischen die Betten auf den hatten mit der Nacht keineswegs ihr Ende gefunden. Sie „ Echickt uns nicht fort!" stammelten sie und ver- Boden, man suchte sie in den Häusern des Dorfes unterschienen ihren Höhepunkt zu erreichen, als am Morgen fuchten, ihre Hände zu heben, habt Erbarmen, laßt uns zubringen, man hatte Zelte für sie errichtet, aber es fehlte Tausende von Maroden und Leichtverwundeten, die sich zu hier!" an Stroh, sie zu lagern. Vergebens bot man einen halben Fuß auf den Weg gemacht hatten, zu Gruppen gesellt, nach Einige Operationen sollten sofort ausgeführt werden, Imperial für ein Bund Stroh, es war keins mehr aufzu- einander hier eintrafen. aber man fonnte sich nur im äußersten Nothfall dazu betreiben. Die Mehrzahl befand sich in einem desolaten Zustande; Und da lagen die Unverbundenen gehäuft und immer die Schuhe waren zerrissen, die Monturen hingen in Fetzen Sofia arbeitete an der Seite der Männer mit festen noch neuer Zuzug... Es war zum Verzweifeln. von ihnen herab, Gesicht und Hände waren blutig und von quemen. maaß fünf" ihn auf einige Wochen am Sigen verhindern - jedoch nur am buchstäblichen. M wenn es ihnen den Willen thut. Wenn nicht, nicht. Bundesrath. In der heutigen Sigung des Bundes-| Kinderspott wird, und der Rechtsboden" zu dem rathes wurde der Beschluß des Reichstages, betreffend die goldenen Boden des Handwerks" auf den Kehrichthausen Die weiteren Berichte fügen dem des stellvertretenden Kaiserlichen Verordnungen vom 29. Juli und 17. August geworfen werden muß. Indeß- für die Männer des Gouverneurs in Bezug auf die Ursachen der Rebellion 1893 wegen Erhebung eines Zollzuschlages für die aus Sozialistengesetzes ist das ja kein großes Unglück. Im nichts Wesentliches hinzu, bemühen sich nur etwas weniger, Rußland und Finnland kommenden Waaren durch den Be Gegentheil. Mit dem Gesetz geht es ihnen wie den zu vertuschen. schluß des Bundesraths vom 20. Dezember 1893 für er- preußischen Junkern mit dem absoluten König Und nun blos noch zwei Thatsachen: ledigt erklärt. Den Bericht des IV. und VI. Ausschusses das Gesetz ist gut, Die Dahomeber, durch die schimpfliche Behandlung, die über den Handels- und Schifffahrtsvertrag zwischen dem ihnen und ihren Weibern zu Theil geworden, auf's Aeußerste Reich und der Republik Uruguay wurde die Zustimmung gereizt, brechen in Meuterei aus. Sie bemächtigen sich der ertheilt und die Eingabe der General Anwaltschaft länd Die neueste That der sächsischen Sozialistengesetler Regierungsgebäude, und der ganzen Kolonie. Sie zerlicher Genossenschaften für Deutschland zu Neuwied a. Rh.,( ohne Sozialistengeset") ist das in der gestrigen Nummer stören nichts. Sie tödten einen einzigen betreffend die Aenderung des Verbandsstatuts zur Kenntniß schon von uns erwähnte Vorgehen der Chemnizer Menschen, und diesen, weil sie ihn irrthümlich für den stell- genommen. Polizei gegen die sozialdemokratische Partei, die vertretenden Gouverneur Leist halten. Ein deutscher durchaus unter das Vereinsgesetz gestellt, und in Unteroffizier, der krank im Hospital liegt und den Die Zurückziehung der Weinsteuer- Vorlage und Meuterern in die Hände läuft, wird von ihnen geschont: wohl auch der Tabafsteuer Borlage steht be- dessen Echlingen gefangen und erdrosselt werden soll. Go back, you are sick, we want to kill only the Governor vor, denn, wie nun auch offiziös zugestanden wird, wird man könnte in bellem Born auflodern, wäre es nicht gar lächerlich. Die Sozialdemokratie mit dem -Gehen Sie( in's Spital zurüd), Sie find frank, ein neues Weinsteuer- Gesetz im Reichs- Schazamite aus Netz des Vereinsgefezes fangen- ebenso gut mit Spinne wir wollen blos den Gouverneur( Leist) gearbeitet. Der Gesezentwurf bezicht sich nicht blos aufweben fie fesseln- oder mit Zwirnsfäden, wie die LilipuSchaumwein und Kunstwein, sondern will auch die Flaschen- taner den Guliver. Man lese es bei Swift nach. Guliver weine" beim Verkauf von einer gewissen Werthgrenze ab" be- taner den Guliver. Man lese es bei Swift nach. Guliver steuern, und zwar mit nach dem Werth propressiv auf- zerriß die Zwirnsfäden, und lachte. Und so machen wirs. steigenden Säßen. tödten! Das waren die Wilden. Und die Vertreter der christlichen Kultur? Als sie dank den Schiffskanonen wieder oben auf waren, ging's an die Verfolgung der Meuterer, die in den Busch geflüchtet waxen: Im freiere nicht zu haben, werden Üm Aussicht Tokodorf, Jostdorf und Mitakodorfniedergebrannt." " Von Hunger getrieben, kamen die Dahomeher theilweise selbst. Alles was tommt, wird auf gehängt." Wieder a cht Dahomeher aufgebaume It." Das sind die Thatsachen. Kein Wort des Kommentars. Nur zwei Fragen: Wer sind die Wilden, die Barbaren? Die Dahomeher oder die Leist und Konsorten? Daß das neue aber eine Majorität im Reichstage finden Es ist gut, daß wir das alte Weinsteuergesetz los find. wird, ist damit noch lange nicht gefagt. die Spätestens am 20. März muß der deutsch russische Handelsvertrag Gesetz sein, denn dieser Zeitpunkt ist als äußerster Termin für die Ratifikation des Vertrages festgesetzt.des Identitätsnachweises hat, dem Vernehmen der Nordd. Identitätsnachweis. Der Entwurf über Aufhebung Allgem. 8tg." nach, die Sanktion des Raisers erhalten und wird alsbald dem Bundesrath zugehen. Und was thut die Regierung, um diesen Schandfleck vom deutschen Namen abzuwischen, und der Wiederkehr ähnlicher Greuel vorzubeugen? Vor allem bedarf es ausreichender Sühne. In der Budgetkommission des Reichstags hat der Vertreter der Regierung„ strengste" Bestrafung des Leist in Aussicht Kommission in Aussicht genommen ist, davon in Kenntniß gestellt. Wir wollen an dem Worte nicht deutelu. Hervorgesetzt und um schleunige Mittheilung, ob sie dem Rufe zu heben müssen wir aber, daß Leist nicht der einzige folgen gewillt find, crsucht worden. Erst nachdem die Schuldige ist, und daß die Anschauungen des Herrn Antworten vorliegen, fönnen die weiteren Schritte Regierungsvertreters, der die Prügelstrafe in den Rolonien für nothwendig erklärte, uns be zweifeln lassen, ob die Bestrafung der Schuldigen der Schwere der Schuld entsprechen wird. Es gilt den Nährboden dieser kolonialen Bestialitäten zu beseitigen. Freilich dann bleibt von unseren Rolonien nichts übrig. Politische teberlicht. 10 Sächsische Ausweisungspraxis. Aus Leipzig wird telegraphirt: beg Mehrere czechiſche Anarchisten, helften und wegen Ubfürzlich wegen Verbreitung revolutionärer Schriften sendung von Drohbriefen an die Prager Richter im Omladinaprozeß verhaftet worden waren, wurden nunmehr aus Sachsen ausgewiesen und unter sicherer Bedeckung an die österreichischen Behörden ausgeliefert. Auch drei in Zittau verhaftete czechische Anarchisten, welche wegen Hochverraths in polizeilichen Gewahr sam genommen waren, wurden über die österreichische Grenze geschafft. Die Ausweisung und Abschiebung an die österreichische Grenze fommt einer Auslieferung gleich. Hiergegen ist mit Die deutsche Silber- Enquete. Ueber den Zeitpunkt, aller Entschiedenheit zu protestiren. Wenn man schon die an dem die sogenannte Silberkommission ihre Arbeiten be cute ausweist, so hat man ihnen die Wahl der Grenze, ginnen soll, ist noch nicht bestimmt, doch dürfte die Kom- auf der sie das Landesgebiet verlassen wollen, zu überlassen. mission in der letzten Woche des Februar zusammentreten. Das wäre aber freilich nichtsächsisch. Zunächst sind die Sachverständigen, deren Berufung in die Eine Reminiszenz aus der Zeit des Sozialistengesetzes. Genosse Dr. Crohn in Halberstadt schreibt uns: In der Unmerkung 4) zu dem Artikel: Noch etwas vom Reuß" in Nr. 28 des Vorwärts" erwähnte der Vorwärts" auch den Ehrenblatte des Jahres 1879. Als der in diefer Anmerkung genannte mann" Nonne und die Geschichte von dem revolutionären Flugerfolgen. Um übrigens Mißverständnisse auszuschließen, frühere Student bin ich in der Lage, etwas mehr über diese mag darauf hingewiesen werden, daß die Rom- Affäre mitzutheilen und einen leinen Frrthum aufzuklären. Man missien berufen sein soll, die Frage zu prüfen, wird daraus ersehen, mit welcher Infamie die Lockspitzel vorob und welche Maßregeln zur Hebung und Befestigung zugehen pflegen. Eine Anzahl jüngerer Studenten, die trotz des Gilberpreises zu ergreifen sind. Die Kommission soll Sozialistengefeh treu zur Fahne der Sozialdemokratie hielten, hatten aus je vier Vertretern der Goldwährung und der Silber- fich 1878 und 1879 in Berlin wöchentlich ein Mal zusammengefunden, währung bestehen, während acht weitere Mitglieder einer um sich über Politik und Nationalökonomie zu unterhalten, und, neutralen Richtung in Aussicht genommen find. Genannt wo es nöthig war, der fämpfenden Partei behilflich zu sein. Bu diesem kleinen Kreise von ca. 12-15 Studenten gehörte auch werden als Mitglieder die Herren Dr. Arendt, Graf Nonne, der auch Fühlung mit dem damaligen Berliner Zentralv. Mirbach, v. Kardorff, Prof. Lexis, Prof. Lot, Bamberger, Romitee hatte. Am 26. Dezember 1879 foute ein Flugblatt in Büsing. Berlin verbreitet werden, das fast ausschließlich Nonne Der Bund der Landwirthe kann durch den deutsch-( später am Révolté" in Paris) und zwei Genossen gesetzt verfaßt hatte und von dem Schriftseter E. Werner Aus dem Reichstage. In Fortsetzung der Be- russischen Handelsvertrag schwere Einbuße erleiden. In worden war. Am 24. Dezember bat mich Nonne, da er rathung über den Etat des Reichsamtes des Innern brachten glieder des Bundes gefordert, daß Beschlüsse über den an seiner Stelle einen Theil des Flugblattes von Werner abWürttemberg haben eine Anzahl der einflußreichsten Mit- eiligst nach Hannover zu seinen Eltern Eltern reisen müßte, heute bei der Position Reichs- Versicherungsamt" die Abgeordneten unserer Partei Schmidt( Berlin), Dr. Schönlant, Tragweite beurtheilt werden kann. Nun, der Bund bezw. abzuliefern. Niemand weiter aus unserem Kreise hatte vorher geordneten unserer Partei Schmidt( Berlin), Dr. Schönlant, Handelsvertrag erst dann zu faffen seien, wenn seine ganze zuholen und an die mir namhaft gemachten Vertrauensmänner Wurm und Ulrich eine Reihe Beschwerden vor über die Wurm und Ulrich eine Reihe Beschwerden vor über die weil wir ger Art der Handhabung der Rentenbemessung bei Unfällen seine Leitung in Berlin bat ununterbrochen, freilich oft das Manuskript zu diesem Flugblatte gelesen, weil wir alle seitens vieler Berufsgenossenschaften und über Entscheide gegen den Wunsch seiner Anhänger in der Provinz, Be- Nonne für einen ehrlichen Genossen hielten. Als ich am Morgen des Reichs- Versicherungsamtes. schlüsse gegen den Handelsvertrag gefaßt. Der Gegensatz Wohnung des Werner erschien, wurde ich von zwei Geheimdes zweiten Weihnachtstages in der am Planufer gelegenen der Gouvernementalen und nichts als Schutzöllner im polizisten in Empfang genommen und In letzterer Beziehung wurde besonders die neueſte Bunde wird sich nicht mehr lange verhüllen lassen. Kommen voigtei begleitet, wo sich auch schon Werner und in die StadtPraxis monirt, nach der die Renten für Hinterbliebene diese Gegensäge offen zum Ausdruck, dann ist es um den beiden Genossen befanden. seine ( Wittwen) nur auf die, wenn der Unfall nicht eingetreten Einfluß des Bundes der Landwirthe geschehen. In dieser Untersuchungshaft wäre, muthmaßliche Tauer der Lebenszeit des Verunglückten blieben wir bis zum 14. August 1880. Die Untersuchung wurde ausgesetzt wird. geführt wegen Vorbereitung zum Hochverrath, Majestätsbeleidi Sozialistengesetzlich ohue Sozialitzengeset das gung, Gotteslästerung und Vergehens gegen das Sozialistengeset. Leider war auch heute vom Reichs- Versicherungsamt ist das Problem, welches die kapitalistische Reaktion Bum Glück für uns war Werner an jenem Weihnachtstage mit Niemand am Bundesrathstisch. Der Minister v. Bötticher Deutschlands jetzt beschäftigt, und an dessen Lösung zunächst dem Drucke des Flugblatts noch nicht fertig geworden, weil eine gab aber die Erklärung ab, daß er die vorerwähnte Praxis in Sachsen, diesem Versuchsfeld der Sozialreaktion, mit Walze seiner Handpresse versagt hatte, sonst hätten wir einer für falsch und mit dem Geiste des Unfallgesetzes in Wider- brennendem Eifer gearbeitet wird. Die Aeußerungen, zu spruch erachte. Für die Berufsgenossenschaften hielt Herr Rösicke, wie 42 Blamirten begeistert ward, sind unseren Lesern im Ge denen der sächsische Ministerpräsident durch die Adresse der seit Jahren, so auch heuer wieder seine bekannte Rede. dächtniß. Nach Erledigung der Statsposition fand die AbstimBerlin, den 8. Februar. " • worden war wurden wir Blatt noch nicht verbreitet hohen Strafe gewärtig sein tönnen. Da aber das Blatt noch nicht verbreitet vom Reichsgericht, vor dem der Prozeß wegen HochDer Sinn war: wo möglich, Sozialistengesetz mung über die Vorlage betr. die Abänderung des Unter- wo nicht straffe, strenge Anwendung der vorhandenen Gestüßungs- Wohnsizes statt. Der Antrag des Zentrums, die feye!" Daß unsere Gesetze, wenn straff und streng" Alimentationspflicht auf Eltern und Geschwister zu begegen die Sozialdemokraten angewandt, das schränken, wurde gegen das Zentrum und die Linke ab- Sozialistengesetz überflüssig machen, haben wir schon unter gelehnt, dagegen der Antrag Molteubuhr, welcher die dem Sozialistengesetz wiederholt gesagt und nachgewiesen. faffer Nonne und einen anderen Studenten, dessen Name Korrektionshausstrafe ausschließt, angenommen. Dasselbe geschah in der Schlußabstimmung mit dem ganzen Gesez. Die Sache ist nur, daß, wenn dies ge schieht, die Justiz eine Posse, das gemeine Recht Bulver geschwärzt, und sie schrien vor Hunger und Kälte nicht vertragen konnte, und zusammenschreckte, wenn ein und verlangten zu essen. Gegenstand zu Boden fiel, oder ein Mädchen mit den Tellern verrathsvorbereitung geführt werden mußte, außer Berfolgung gesetzt. Die Geheimbündelei- Prozesse waren damals noch nicht an der Tagesordnung. Als ich nun im Untersuchungs- Gefängniß das Flugblatt durchlas, war mir sofort flar, daß dieses Blatt nur von einem Lodspißel verfaßt sein konnte: so sehr stroßte es von den unsinnigsten Majestätsbeleidigungen, Gotteslästerungen 2c. und ich stand nach meiner Entlaffung nicht an, die beiden Verhier ungenannt bleiben möge der Lockspigelei für dringend verdächtig zu zu erklären. Der zweite Verfasser konnte sich rechtfertigen, Nonne aber verschwand bald darauf, um nach Paris zu gehen. Kurz nachdem wir verhaftet waren, wurde auch war, aufgehoben und verhaftet. Nonne wurde nach einigen bas Zentralfomitee bei einer Sitzung, in der auch Nonne zugegen Tagen entlassen, die anderen( darunter Ewald Brandenburg) blieben verhaftet und wurden später zu kurzen Freiheitsstrafen verurtheilt. Die weiteren Ereignisse, die zur schließlichen Entlarvung Nonne's führten, find bekannt. Das Kriegshospital vertheilte sein lektes Brot unter klapperte. sie und schickte fie weiter nach Sistowa, da es in Bulgareni für sie kein Obdach mehr gab und in der Küche des KriegsAlle ihre Sinne waren tapfer geworden, wie ihre Hände. Und sie trat zu denen, die in Schmerzen sich wanden, hospitals auch kein Essen. Aber die Kraufen und Er- deren blutige zertrümmerte Gliedmaßen durch die zerfetzte Von anderer Seite wird uns noch mitgetheilt, daß nach der schöpften fielen um und blieben auf der Straße liegen; Kleidung hervorragten, und sie hüllte die vor Kälte Bittern Verhaftung Werner's, Crohn's und Genoffen ein Schiedsgericht mochten sie doch erfrieren, dann waren ihre Leiden zu den in die Mäntel, die sie den Todten abgenommen, und über den der Lockspigelei verdächtigten Studenten tagte, dem über den der Lockspigelei verdächtigten Studenten tagte, dem Ende! Aber die noch am Leben hingen, gingen aus, ihren scheute nicht vor dem Anblick der Verstümmelten zurück, Nonne präsidirte. Hunger zu stillen. Und sie schlichen sich bettelnd in die die, mit zerschmetterten Kiefern, nicht reden konnten und Der Chauvinismus hat sich in Frankreich seit Hütten des Dorfes und kamen in die Küche des Rothen nur mit den Augen um Labung flehten. Und sie versuchte langem nicht so wohl gefühlt, wie jezt, wo er von allen Kreuzes, deren Vorräthe noch nicht gänzlich erschöpft waren. es, sie ihnen einzuflößen, trotz des schaumigen Blutes, das Seiten gepflegt wird. Einerseits die deutsche MilitärAlle Ordnung und Disziplin war aufgelöst und es war sie ihr entgegenspicen, und trotz ihres verpesteten Odems. vorlage, andererseits die reaktionäre Kochtopf- Politik, die unmöglich, die Leute zusammenzuhalten. Die Aufsichts- und mit ihrem schönen, blassen und sausten Gesichte er das Volk nicht zum Denken kommen lassen kann, müſſen die organe vermochten dem Dringendsten nicht zu genügen und schien sie denen, über die sie sich neigte, wie ein Engel des blinden Leidenschaften entfesseln. Da fißt der Chauvinismus die fertig gestellten Transporte warteten vergebens auf ihre Simmels, und war doch so ein erbärmlich schwaches im Schilf und kann Pfeifen schneiden. Die deutsche Armee Abfertigung. Geschöpf, das nur mühsam von einem zum anderen wantte. ist um 50 000 Mann stärker als die franzöfifche! NatürAls gegen 9 Uhr ein neuerlicher Transport von Ver Da, hinter der Scheune leerten die Diener den Unrath lich müssen die Franzosen 100 000 Mann mehr haben! wundeten anlangte, verloren Alle den Kopf, und die Lage aus, die Bütten mit Blut und Wasser, die abgenommenen Die deutschen Eisenbahnen haben etliche tausend Lokomotiven war eine trostlose und verzweifelte geworden. Von Sortirung und Hilfeleistung konnte jetzt keine Todten warfen sie einstweilen dahin. Glieder und Abfälle menschlichen Fleisches, und auch die und etliche zehntausend Wagen mehr als die französischen; die Gefahr ist für Frankreich also eine brennende, und Rede mehr sein. Ohne Erbarmen mußte man selbst die Schwerverwundeten weiter schicken. Die Schwestern, ihre sie wendete sich gegen die Scheune, aber plöglich, vom Helene glaubte ein Wimmern von dort zu vernehmen, mehr Soldaten! mehr Soldaten! mehr Soldaten! Wann werden nun die deutschen Chauvinisten Oberin an der Spitze, hatten ihr Möglichstes gethan, um Schwindel erfaßt, lehnte sie sich an die Wand und blieb wieder Angst bekommen vor den Franzosen? Und wann den immer steigenden Forderungen gerecht zu werden. Die Abgelösten traten abermals in Aktion und auch Wimmern ertönte noch fläglicher. Sie machte eine Anunbeweglich mit herabhängenden Armen stehen. Das unsere nächste Militärvorlage? Tania war, nachdem sie zwei Stunden geschlafen hatte, strengung, fich loszulösen, glitt die Wand herab und blieb auftauchte damals gehätschelt von der französischen Herr Cavaignac, der schon vor Jahresfrist einmal wieder herabgekommen. zusammengekauert am Boden fizzen. Bourgeoisie, weil er gegen die Sozialisten vorging, macht Und sie fing zu weinen an und weinte und weinte jetzt wieder von sich reden, die Freundschaft der Herren über ihre Ohnmacht, weil sie nicht mehr konnte... nicht Bourgeois hat er aber gründlich verscherzt. In einer Rede zu Lyon erklärte er sich nämlich am Sonntag für eine Tania trat zu ihr und versuchte ihre Willenskraft zu progressive Einkommensteuer, ganz im Sinne beleben. Muth," sagte sie, Muth", aber sie fiel neben der Sozialisten. ihr hin und weinte wie sie. Helene hatte ihren Dienst unermüdlich versehen. Inmitten des sie umgebenden Jammers hatte sie Ruhe und Festigkeit erlangt. Sie war über sich selbst hinausgehoben und jede Weichlichkeit war geschwunden, in jener großen Hingebung an andere. fonnte. Das war nicht mehr die sensible Dame, deren Nerven so empfindlich waren, daß sie gewiffe Gerüche und Parfüms mehr. 1 Wir legen auf diese Kundgebung nur deshalb einen Auch sie war am Ende ihrer Kraft, es ging nicht gewissen Werth, weil Herr Cavaiguac ein sehr findiger ( Fortsetzung folgt.) Mann ist, der die politische Atmosphäre genau- fühlt, Der Art oder Die Abgeordneten Tukaner, Auer haben beantragt, dem Gesetzentwurfe über Abzahlungsgeschäfte folgenden Paragraphen hinzuzufügen: § 6a. wie ein Laubfrosch. Er glaubt also nicht an die Dauer noch in einem Sklavereiverhältnisse befändert. Die dritte Frage der jetzigen Reaktionswirthschaft. gehe dahin: in welchem Verhältnisse die Frauen der Schutztruppe zur Verwaltung stünden? Weiter wünsche er zu wissen: ob der Juterpellation Fabrerot, bezüglich Schließung Gouverneur die Disziplinarstrafen nach Gutdünken, ohne daß Gouverneur die Borschriften gemacht seien, verhänge Wir über den Verkauf einer beweglichen Sache gegen Theil eine heftige Debatte hervorrufen, in welcher alle hervor- und ob das Hängen der gefangenen Dahamehleute zahlung eine Urkunde errichtet, so ist der Verkäufer verpflichtet, ragenden Sozialisten das Wort ergreifen werden. Der erst nach einem prozessualischen Verfahren auf dem Käufer der Sache eine zweite Ausfertigung der VertragsMinister des Innern wird die bisher nicht veröffentlichten unmittelbaren Befehl des Bizegouverneurs geschehen sei. Endlich urkunde auszuantworten und diese im Besitze des Käufers dauernd Schriftstücke über die damalige Bewegung der Arbeitslosen nach Kamerun gesendet und diese dort zur Bekämpfung der wolle er wissen, mit welchen Recht man Marinemannschaften zu belassen. zur Verlesung bringen. Die Aushändigung des zweiten Exemplars der Vertragsr Meuterer verwende. Geh. Rath Kayser antwortet, daß die urkunde an den Käufer hat spätestens bei der Uebergabe de Auch in Belgien rühren sich die Schutzöllner Berichterstattung der Beitungen sehr vorsichtig aufzunehmen sei. veräußerten Sache zu erfolgen. Hat der Verkäufer die AusEine Gruppe der Regierungspartei will gegen den Wunsch Die Dahomehleute feien freie Leute, wie ihre Frauen, aber händigung des zweiten Exemplars der Vertragsurkunde unter der Regierung den Antrag stellen, daß ein Getreidezoll ein- ein jo täglicher gewesen, daß es lange gedauert, ehe fie Menschen nur vorübergehend wieder in den Besitz des dem Käufer zu befee in veutſche Dienste getreten feien, sei laffen, oder segt sich derselbe gegen den Willen des Käufers auch der Zustand, in dem sie geführt werde. Dies bedeutet in Belgien einen Versuch so Solle man denn die Schwarzen Rentner Iassenden zweiten Exemplars, so ist der schriftliche Bertrag zur Aushungerung des Volkes im Juteresse weniger Groß- spielen lassen? Auch die Weiber müsse man zur Arbeit nichtig. gründbesizer, da neun Zehntel des in Belgien verbrauchten erziehen. Dem Gouverneur könne man keine Vorschriften machen, Getreides vom Auslande eingeführt werden müssen.- welche Disziplinar Maßregeln er zu verhängen habe, das fete wurden. M unser belgischer Genoffe, Volders war vorigen es voraus, daß das Hängen der müsse man seinem Gutachten und seinem Takte überlassen. Er vor endisigtnah daß das Hängen der gefangenen Meuterer nicht Darteinachrichten: " Sonntag in Paris, wo ihm die französischen Freunde, ohne gerichtliche Prozedur vor sich gehe. Die Marinemann Die sozialdemokratische Landeskonferenz des Herzogdarunter die Kammerfraktion, einen Ehrenpunsch" gaben, schaften hatten sich freiwillig gemeldet. Abg. Richter bestreitet, thums Braunschweig fand am 4. Februar in Braunschweig bei welcher Gelegenheit es natürlich nicht an Toaften fehlte. daß von einer Freiwilligkeit habe die Rede sein können. Da statt. Vertreten sind 72 Orte durch 91 Delegirte. Der HauptDaß der Gedanke der internationalen Verbrüderung zum gegen spreche, was in den Zeitungen über die Abschiedsszenen verhandlungsgegenstand bildete das allgemeine, gleiche und direkte Ausdruck kam, und namentlich auch der belgischen und geschrieben worden sei. Auch er halte die Heranziehung Wahlrecht für Braunschweig. Das Referat hatte der Reichstagsdeutschen Genossen in Bruderliebe gedacht ward, versteht der Marinemannschaften zu Kolonialzwecken für bedenklich. Die Abgeordnete Wilhelm Blos übernommen. Seinem beifällig sich ebenso von selbst, wie daß diese internationale Kund- Stlaverei, die ganzen Berhältnisse seien bedenkliche; er slimme wurde schließlich folgende Resolution angenommen: Stellung der Dahomehleute sei auch nach seiner Meinung aufgenommenen Vortrag folgte eine lebhafte Diskussion. Es gebung den französischen Bourgeois Chauvinisten ein im wesentlichen dem Abg. Bebel zu. Geh. Rath Kayser will die Die am 4. Februar 1894 im Hofjäger" zu Braunschweig Brenel war.9313 07316i gemachten Einwendungen beantworten, man kommt aber überein, tagende außerordentliche Landeskonferenz der SozialdemoSie zetern wieder von mangelnder Vater der vorgeschrittenen Zeit halber die Verhandlung auf morgen zu tratischen Partei des Herzogthums Braunschweig protestirt landsliebe". Und da Volders jüngst wegen eines vertagen. entschieden gegen die jetzige Zusammensetzung des braunArtikels über das Pariser Kochtopf- Attentat schweigischen Landtags und das bestehende Wahlrecht, welches Gericht stand, heißt es wieder: Die Sozialisten besitzenden Klasse eine Vertretung im Die Wahlprüfungs Kommission prüfte am Mittwoch ausschließlich der Wahlprüfungs- Kommission hätten sich solidarisch mit den Anarchisten er Abend die Wahl des Abg. Grafen Bismard( Jerichow I und II). Landtage sichert. Die Sozialdemokratische Partei fordert flärt. Diese Behauptung ist auch in deutsche Zeitungen Gegen diese Wahl liegt ein Proteft vor, in dem neben amtlichen im Namen der stärksten Partei Braunschweigs das allgemeine, übergegangen, und wir stellen deshalb hiermit nochmals Beeinflussungen besonders gerügt wird, daß in Burg Tausende gleiche, direkte und geheime Wahlrecht, wodurch allein eine wirk fest, daß jener Artikel von Volders sich über Vaillant von Stimmzetteln mit dem Namen des Grafen Herbert Bismard liche Bertretung des braunschweigischen Volkes im Landtage erMarchal und sein Attentat genau so äußert, wie der verbreitet worden seien, welche durch Wasserzeichen äußerlich möglicht wird. erkennbar waren. Die bei den Akten befindlichen Stimmzettel Im Weiteren beschloß die Konferenz, um die für die Vorwärts" es gethan hat, und daß auch die gesammte zeigten indeß das behauptete Abzeichen nicht und lehnte deshalb Braunschweig Sammellisten ausgegeben werden und die ge Agitation erforderlichen Geldmittel aufzubringen, daß von französische Sozialistenpresse, wie das vom sozialistischen die Majorität der Kommission die beantragte Ginforderung der Standpunkt nicht anders möglich, dieselbe Haltung einge in Burg abgegebenen Bettel ab. Ueber einige andere Protest sammelten Gelder nach Braunschweig, als der Zentralftelle der nommen hat und einnimmt. punkte wurden Erhebungen beschlossen und bis zu deren Erledigitation, eingefandt werden sollen. Damit sind die Arbeiten Nachdem wir obiges geschrieben, erfahren wir, daß gung die Entscheidung über die Giltigkeit der Wahl ausgesetzt. gegenseitigen Versprechen, überall in die Agitation einzutreten, der Konferenz erledigt. Die Delegirten trennten sich mit dem etwa 500 Mitglieder der von Anseele befehligten sozialnicht eher zu ruhen, bis das geheime, gleiche Wahlrecht für Semokratischen Partei in Gent, ausgetreten sind und einen In der Stempelsteuer- Kommiffion wurde die Berathung Braunschweig erreicht ist. zu Anarchistenbund gegründet haben". Natürlich gelogen von über die Besteuerung der Rennwetten fortgefeßt. In dem A bis 3. Erstens befehligt" unser Freund Anseele Sigungszimmer war ein Totalisator aufgestellt und wurde den Die polizeiliche Hatz gegen die Chemnizer Parteinicht die sozialdemokratische Partei in Gent oder sonstwo; Mitgliedern von Sachverständigen erklärt, daß bei der Art der zweitens sind aus der sozialdemokratischen Partei in Geschäftsführung ein Betrug fast vollständig ausgeschlossen sei. genossen wird in einer Weise fortgeführt, die recht deutlich an Gent keine 500 Mitglieder ausgetreten; und dritten wir haben nicht die Ansicht vertreten, daß der Totalijator ein eignet sind, der verhaßten Sozialdemokratie den Boden abzuIn der eröffneten Debatte erhält das Wort der Abg. Ginger. Die Zeit des Sozialistengefezes erinnert. Alle Mittel, die geein giebt es in ganz Belgien keinen„ Anarchistenbund". Mittel ist, um zu betrügen, sondern weil durch denselben die Spiel graben, sind recht und werden angewandt. Nachdem es gelungen, In Griechenland streitt ein Theil des Parlaments, feitenfchaft gefördert wird fuchen wir ihn zu bekämpfen und haben von den Chemnitzer Parteigenossen sämmtliche Säle abzutreiben so daß dasselbe beschlußunfähig ist. Das Ministeri um dürfte diefen Gesichtspunkt ausgehend unsern Antrag gestellt. Ich glaube, das und sie auf eins, bas„ Schützenhaus" zu beschränken, hat die deshalb zurücktreten. die Rechtsprechung haben den Totalisator verurtheilt. Im Jahre beshalb verfügt, daß das Lokal nicht eher zu öffentlichen Verindirekte Todtschlagen ist nicht nöthig, denn die Strafgesetze und Polizei auf einmal herausgefunden, daß dieses Lofal nicht den sicherheitspolizeilichen Anforderungen entspreche und 1882 ist durch Erkenntniß des Reichsgerichts die Aufstellung des Totalisators als Glücksspiel bezeichnet. Sie finden das Erkennt fammlungen hergegeben werden dürfe, als bis ein zweiter Ausniß im Band 7 Seite 21-28 Entscheidungen des Reichsgerichts gang, ein" Nothausgang" angebracht ist. Da das betreffende in Straffachen, mitgetheilt. Eine Handlung, die gefeßlich verboten Etablissement von der beffern" Gesellschaft aufs peinlichste ge= schäftigte sich mit der Spezialberathung des Etats für Ostafrika. werden. Hier hat der Staatsanwalt einzuschreiten und der Zweck, den über diesen Stock nicht straucheln, der Mothausgang" wird an Sigung der Budgetkommission. Die Rommission be- ist, kann unmöglich zur Grundlage von Steuergesetzen genommen mieden wird, so gilt diese Fürsorge nur den dort verkehrenden Arbeitern. Nun, die Chemnizer Arbeiter werden auch Geh. Rath Kayser giebt auf eine Anfrage Auskunft über die wir mit unserem Antrag erreichen wollen, wird auf diesem Wege handelspolitischen Zustände der Kolonie und über den Zustand leichter erreicht. zubringen sein. der Plantagen, der der beste sei. Abg. Prinz v. Arenberg wünscht, Graf Posadowsti: Es fann feinem Zweifel unterdaß die Gouverneure land- und menschenkundige Leute feien. Er liegen, daß eine Handlung, welche sich öffentlich unter den Augen bemängelt das hohe Gehalt des Vize Gouverneurs. Geh. Rath der Polizei vollzieht, nicht strafbar sein kann. Der Totalisator Kayser vertheidigt dasselbe mit Hinweis auf die hohen ist nothwendig, weil ohne diefen die Rennen nicht in dem jetzigen Ausgaben, die namentlich für verheirathete Beamte erwüchsen. Umfang stattfinden tönnten. Die Rennen können wir nicht entGraf Arnim spricht sich für die Gehälter aus. Bei dem Titel behren, weil ohne diese die Pferdezucht zurückgehen würde. Würde Pensionswesen wünscht Abg. v. Reibniß, daß dem Reichstag eine der Totalisator todtgeschlagen, dann müßte der Staat, d. h. die Susammenstellung sämmtlicher Kosten für die Schuhgebiete bal- Steuerzahler die Summen hergeben, welche heute die Renn Digst zugehe. Geh. Rath Kayfer sagt eine solche Zusammenstellung vereine aus dem Totalisator ziehen. für die nächste Etatsaufstellung zu. If na Parlamentarisches. = laffen. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. " Die Revision des Genossen Wegker, verantwortlichen Redakteurs der Sächs. Arb. Zeitung", gegen drei verschiedene Verurtheilungen, bie er sich wegen angeblicher Beleidigung eines Obersteigers, ferner wegen Beschimpfung der Dresdener Polizei und schließlich wegen Beleidigung der Pirnaer Amts. hauptmannschaft zugezogen hatte, wurde am 1. Februar vom Reichsgericht verworfen. Genosse etter wird sonach seine Verbrechen" durch eine dreimonatliche Freiheitsstrafe zu fühnen einer Kommission, die eine Einigung zwischen der Direktion einer -Die Drohung mit Boykott, welche der Vorsitzende Brauerei in Apolda und einigen von diesen entlassenen Arbeitern herbeiführen sollte, gegen Erstere ausgesprochen hatte, bildete den Ausgangspunkt einer Klage, die vor einigen Tagen vor der Straffammer zu Weimar verhandelt wurde. Der Staats. Graf Arnim: Der Totalisator ist ein Spiel wie Roulette im Sinne der Kommission geführt, wegen vollendeter und in anwalt beantragte gegen Meyer, der die Verhandlungen Die Forderung von 130 000 m. für einen neuen Lazarethbau und ähnliche Spiele. Beim Roulette entscheidet der Lauf der zwei Fällen versuchter Erpressung 42 Monate Gefängniß und rust eine neue lebhafte Debatte hervor. Mehrseitig, nament Rugel, beim Totalifator der Lauf des Pferdes. Wenn ohne Berlust der Ehrenrechte auf 8 Jahre, gegen die drei anderen Anlich von fonservativer Seite, wird die Forderung bekämpft, es Totalisator die Pferdezucht zurückgeht und um dieses au ver- geklagten 2 Monate. Das Gericht verurtheilte Meyer wegen liege fein Bedürfniß dazu vor, da ein solches Lazareth, geleitet hindern seine Nothwendigkeit behauptet wird, dann scheint es 2 Versuchsfällen zu 6 Wochen Gefängniß! von der Anklage ber von einer Missionsgesellschaft, existire und diese schon in Rückfast, als hätten wir nun die Wahl, zu entscheiden, soll die vollendeten Erpressung wurde er freigesprochen. Die anderen sicht auf den Schutz des Reichs dasselbe zur Verfügung halten Pferdezucht oder die Moralität der Menschen zurückgehen. Ich drei Angeklagten wurden freigesprochen. müsse. Von Seiten der Regierungsvertreter wird die Position denke, bei vernünftiger Gefeßgebung müßte sich beides vermeiden vertheidigt, die Kommission entschied aber schließlich mit Mehrheit für Streichung der Forderung von 130 000 m. Miquel: Als ich Finanzminister wurde, habe ich den Die Kommission geht alsdann zur Berathung des Etats für Totalisator zur Steuer herangezogen, darüber, ob er zulässig ist, Kamerun über. Der Referent Prinz v. Arenberg bringt die hat der Finanzminister nicht zu entscheiden, das ist Sache der Meuterei in Kamerun zur Sprache und verurtheilt die Aus- Verwaltungsbehörden und der Gerichte. So lange er besteht und peitschung der Frauen, die hauptsächlich zur Meuterei geführt von den Behörden geduldet wird, sind wir berechtigt, ihn zu habe. Er ersucht die anwesenden Vertreter der Regierungen um besteuern. Wenn ich überzeugt wäre, daß durch den Totalifator Auskunft über die Vorgänge. Geh. Rath Kayfer erklärt, warum die Spielwuth besonders gefördert wird, dann würde ich haben. erft jezt ein Bericht über die Vorgänge über Kamerun einge- mich feinen Augenblick befinnen und beantragen, daß er gangen sei. Endgiltig fönne aber erst geurtheilt werden, wenn verboten wird. Durch ein derartiges derartiges Verbot würde der Bericht des dorthin gesandten Kommissars vorliege. Der man aber die Spiellust nicht beseitigen, sondern das Geld den Bizegouverneur Leist habe bisher beim Reichsamt des viel gefährlicheren Buchmachern überlassen. Aeußeren weit mehr den Ruf gehabt, mit den Schwarzen zu milde umzugehen, deshalb falle der Vorgang um so mehr auf. Ob die Auspeitschung der Frauen so vor genommen worden sei, wie einzelne Berichte meldeten, wiffe er nicht, sei es geschehen, dann werde diese Handlungsweise die entschiedenste Berurtheilung finden. Ohne Prügelstrafe sei aber nicht auszufommen, auch nicht bei den Weibern der Schwarzen; auch würde zeitweilig auf Prügel erfannt in Fällen, wo die Schwarzen sich über ihre Frauen bei ihren eingeborenen Richtern beschwerten. Endgiltige Erklärungen fönne er nicht abgeben, da die Regierung erst auf weitere Berichte warte. Wegen Beleidigung des Altonaer Mabortigen neuen Branddirektors verurtheilte das Hamburger Landgistrats durch eine Zeitungsnotiz über die Anstellung des gericht den Redakteur des Hamburger Echo", August Heine, zu Gröber: Das gewerbsmäßige Glücksspiel ist auf 600 m. Geldstrafe. Zwei Monate Gefängniß waren beantragt. grund des Strafgesetzbuchs verboten, aber nicht das Glücksspiel an sich. Nach§ 360 des Strafgesetzbuchs tönnen die bestraft Magdeburg eine Protestversammlung mit der Tagesordnung Sedanrummel". Am 2. September 1893 sollte in werden, welche auf öffentlichen Pläßen unbefugt Der Chauvinismus in Deutschland" stattfinden. Zu diesem Glücksspiele veranstalten. Daraus geht hervor, daß die Be- 3wecke wurden Plakate gedruckt, welche die Beile Protestverhörden berechtigt sind, gewisse Glücksspiele zuzulassen. Das Reichsgericht hat in dem von Ginger angezogenen Er- dieser Versammlung enthielten. In diesen Plakaten erblickte die bat von Singer angezogenen Grammlung gegen den Sedanrummel" und eine Einladung zu fenntnisse nicht darüber zu entscheiden gehabt, ob der Totali- Amtsanwaltschaft ein Vergehen gegen§ 360 II, und sie erhob fator ein gewerbsmäßiges Glücksspiel fei, sondern ob die Anklage wegen groben Unfugs gegen die Genossen Vater, der Totalisator ein Glücksspiel sei, zu dessen Betrieb es der Ge- Weber, Ebert, Krause und Buchdruckereibesitzer Arnoldt. Am nehmigung der Behörden bedarf. 7. d. Mts. fand nun die Verhandlung vor dem Schöffengerichte Abg. Bebel erklärt, daß er feine große Debatte über die se agenze nicht Borgänge in Kamerun hervorrufen wolle, er behalte sich vor, höchste Grenze nicht übersteigt. In Preußen hat man in der anwalt hatte gegen unsere Genossen Strafen von 2-6 Wochen Gamp: Es ist zweifelhaft, ob die Steuer von 10 pet. die statt, welches die Angeklagten kostenlos freisprach. Der Amtsim Plenum ausführlich darauf zurückzukommen. Er wolle nur legten Zeit schon seine Noth gehabt, die Loose unterzubringen. eine Reihe von Fragen stellen, um deren Beantwortung er er- Man darf den Bogen nicht zu stramm spannen und die Steuer Saft beantragt. fuche. Dem Geh. Rath Rayfer gegenüber wolle er nur ton so einrichten, daß ganze Bevölkerungsklassen und ganze Gegenden statiren, daß die Vorgänge in Kamerun den peinlichsten Eindruck so gut wie gar nicht getroffen werden. Depeschen. isd sich nung ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Berlin: Der deutsch- russische Handelsvertrag ist gestern im AusKöln, 8. Februar. Die Kölnische Zeitung" meldet aus wärtigen Amte paraphirt worden. Die formelle Unterzeichnung wärtigen Amte paraphirt worden. Die formelle Unterzeichnung findet am Sonnabend statt. findet am Sonnabend statt. in der ganzen Kulturwelt gemacht und Deutschland aufs schlimmste Singer: Die Bedenken, ob der Totalisator strafbar ist, Tompromittirt haben. Die Ausführungen des Geh. Rath Kayfer's find nicht beseitigt. Die Thatsache, daß die Rennvereine sich Eins der Frauense über die Stellung und Behandlung der Frauen der Schwarzen nahmen aus dem Totalisator verschaffen beweist, daß er gewerbsbewiesen ihm, daß man nicht das geringste Verständniß mäßig betrieben wird, es ist gleichgiltig, ob die Leiter desselben für dieselben habe. Die Frauen der Schwarzen nähmen ihren Einnahmen daraus beziehen oder nicht. Wenn die Buchmacherei Männern gegenüber eine viel höhere Stellung ein als man an- ein so gefährliches Gewerbe ist, weshalb duldet die Polizei, daß nehme. Dort sei man eben erst aus sozialen Beziehungen heraus- dieses Gewerbe unter ihren Augen betrieben wird? Auch billige getreten, die eine volle Gleichberechtigung der Frauen, ja eine ich nicht die Ansicht des Herrn Finanzministers, daß wir nicht über die Vorlage, betreffend die Erhöhung der Getreidezölle, Paris, 8. Februar. Deputirtenkammer. Die Diskussion gewisse Vorherrschaft derfelben bedingten. Daher fomme, daß die Quellen zu prüfen haben, aus denen wir die Einnahmen wird auf Sonnabend festgesetzt. Der Deputirte Faberet( Sodie Schwarzen vielfach eine Achtung vor ihren Frauen befäßen, schöpfen. Durch die Reich wird der Totalisator eine Art 3ialist) interpellirt über die Schließung der Arbeiterbörse, die obrigkeitliche Genehmigung und die die er auch die Empörung der Dahomebleute über die unmenschliche staatliche Einrichtung und durch die Legalisirung wird in weiteren nennt. Deputirter Dervillers versichert, die Sozialisten wollten er ungefeßlich findet und eine Herausforderung der Arbeiter Mißhandlung ihrer Frauen. Er wolle erklären, daß, wenn wahr Kreisen die Spielwuth gefördert. fei, was die Berichte über jene Vorgänge meldeten, er die Miquel: Die Polizei verfolgt die Buchmacher. An den die Gesellschaft umgestalten, nicht aber sie abschaffen. Meuterei der Schwarzen vollkommen billige, und daß dieselben fleinen Rennplägen, wo man die Buchmacher an der Ausübung Deputirtentaminer den Antrag eingebracht, den 1. Mai gesetzlich Paris, 8. Februar. Der Deputirte Michelin hat bei der in seiner Achtung bedeutend gestiegen feien, daß sie sich wider ihres Gewerbes hindern kann, wird auch der Totalisator nicht als nationalen Feiertag festzuseßen. die ihnen widerfahrene Behandlung empörten. Redner begründet zugelassen. alsdann unter Heranziehung der verschiedenen Zeitungsberichte Bei der Abstimmung wird der Antrag Gröber angenommen, wird, sind daselbst zahlreiche Balmacedisten verhaftet worden; Paris, 8. Februar. Wie aus Santiago de Chile gemeldet folgende Fragen: Ob der Reichsregierung schon früher Berichte wonach Rennwetten dem Lotteriespiel gleichgestellt werden. Die der Belagerungszustand wurde proklamirt. sli zugegangen seien, die bedenkliche Maßnahmen des Vize- Gouver Anträge Singer, wonach für Rennwetten 50 pCt., und der Anneurs Leist meldeten? Ob der Regierung schon früher bekannt trag Richter, wonach 20 pet. erhoben werden sollen, werden mit gewesen fet, wie bezüglich der Behandlung und Besoldung der allen gegen sechs Stimmen abgelehnt. Beschlossen wird die Lahomehleute verfahren wurde? Die vorliegenden Berichte be- Steuer für Lotterie und Rennwetten auf 10 pet. festzusetzen. tündeten nach Anft des Redners, daß dieselben sich auch heute ( Deveichen des Bureau Herold.) Mährisch- Ostrau, 8 Februar. Der Ausstand der Bergarbeiter in Polnisch- Ostrau dehnt sich weiter aus, die Beleg fchaft von vier Schächten hat bereits die Arbeit niedergelegt. dhab de Für den Inhalt der Injerate über nimmt die Redaktion dem Bublikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Freitag, den 9. Februar. Opernhaus. Gringoire. Slavische Brautwerbung. Cavalleria rusticana( Bauern- Ehre). Schauspielhaus. Prins Friedrich von Homburg. Testing Theater. Madame SansGêne. Neue freie Volksbühne im Wallner Theater. Meister Oelze. Sonntag, 11. Febr.: II. u. III. Abth. Anfang präzise 21/2 Uhr. Der Beitrag von 70 Pf. für diese außerordentliche Vorstellung wird nur im Theater entrichtet. Unfern geliebten Eltern, Schwieger Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter eltern, Großpapa Karl Holzmann und Großmama senden zu der am Sonnabend, den 10. Februar 1894 stattfindenden Alfenide- Hochzeit die herzlichsten Glückwünsche 453/12 1627b Mittwoch, 7. März, Abends 81/2 Uhr: Concert- Aufführung in den Concordia- Festsälen unter Mitwirkung des Gesangvereins der ,, Neuen freien Volksbühne". Rudolf Holzmann nebst Familie Paul Ganowsky und Familie. Unserm Kollegen Hugo Schmauch zu seinem 25jährigen Jubiläum die besten Glückwünsche. 1651b Das Personal der Firma Berlins und Umgegend. Achtung, Vertrauensleute des Nordens! Die Konferenz findet nicht morgen Sonnabend, sondern Montag, den 12. Febr., Abends 8½ Uhr, bei Wilke, Hochstraße 32, statt. 231/20 Der Vorstand. Achtung! Maurer Achtung! Berlins und Umgegend. B. Hochstetter, Oranienstr. 122. Am Sonntag, den II. Februar, Vormittags 10 Uhr, in den Unserm Freund Hugo Schmauch zu seinem 25 jährigen Arbeitsjubiläum Deutsches Theater. Wohlthätigkeits- American- Theater. Die herlichſten Glückwünſche. Vorstellung. Dresdener- Straße 55. Jeden Abend 8/2 Uhr: Lumpensusanne oder: Berliner Theater. Dorf und Stadt. Wallner- Theater. Geschlossen. Friedrich- Wilhelmkädt. Theater. Der Lieutenant zur See. Residenz- Theater. Der Mustergatte. Neues Theater. Jugend. Die Obdachlosen von Berlin. Central- Theater. Wegen der im Deutschen Theater stattfindenden Parodistisch- realistisches Traumbild aus Wohlthätigkeits- Vorstellung für die dem Müllwinkel( frei nach dem VerHinterbliebenen von Karl Meißner brecher- Album) bearb. v. Oskar Wagner. bleibt das Theater heute geschloffen. Lumpensusanne, gen.„ Die Gräfin", ein schon geprüftes Mädchen Morgen: Herr Couliffet. Berlin 1893. Franziska Häser. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Vorher: Die Bajazzi. Die Bombe, Aftervermietherin im Müll Viktoria- Theater. Die Kinder des winkel des„ Sonnenaufgangs" Josephine Delclisseur. mit bewegter VergangenMartin Bendix. Täglich: Auftreten des Kapitän Grant. Alexanderplak Theater. Romeo und Julia. National- Theater. Charley's Tante. Vorher: Der Teufel in Berlin. American Theater. Lumpen- Susanne, oder: Die Obdachlosen von Berlin. Theater Unter den Linden. Der Obersteiger. Wintergarten. Spezialitäten Vorstellung. Reichshallen- Theater.SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Vorstellung. Spezialitäten Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstraße 132. Doppelvorstellung zu einfachen Preisen. Novitäten Novitäten! Brunwald heit • besten Bauchredners d. Jeßtzeit H. Blank. Ferner u. a.: ,, Direktor Hippe" Don Martin Bendix, sowie Hugo Schulz, Alfred Bender. Anfang Wochentags 1/2 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Adolph Ernst- Theater. Charley's Tante. Schwant in 3 Att. v. Brandon Thomas.. Vorher: Die Bajazzi. Parodistische Posse mit Gesang in 1 Aft von Ed. Jacobson u. Benno Jacobson. Musik von Franz Roth. Charley's Tante. In Szene gefeßt von Adolph Ernſt. Große parodistische Posse mit Gesang und Tanz von Hugo Busse. Regie: Mar Samst. Musik von Adolph Wiedecke. Vorher: Der Teufel in Berlin. Große Posse mit Gesang und Tanz in 3 Aften von Eugen Prudens. Musit von A. Wiedeckte. Regie: May Samst. Raffeneröffnung 6/2 Uhr. Anfang 712 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonnabend Nachm. 4 Uhr: Große Kindervorstellung. Im Schlaraffenland. Zaubermärchen in 6 Bildern Eugen Prudens. von Central- Theater. Alte Jakobstraße 30. Wegen der im Deutschen Theater stattfindenden Wohlthätigkeits- Vorstellung für die Hinterbliebenen von Karl Meissner bleibt das Theater heute geschlossen. Sonnabend, den 10. Februar: 13um 13. Male: E Herr Coulisset. Schwank in 3 Atten v. Blum u. Toché. 49. Male: Sierauf zum Berlin 1893. Revue in 2 Abth. von 2. Leipziger. Sonntag: Dieselbe Vorstellung. G ratweil' sche Bierhallen Kommandantenstr.77-79. Aelt. u. größt. Etablissem. Berl. Täglich abwechselnd. Programm bei freiem Entree der ersten Wiener Damenkapelle Mikloska und Auftreten von Künstlern. Spezialitäten 1. Ranges. Anfang 1/2 Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. PassagePanopticum. Im Theater- Saal, 1639b G. T. C. W. J. B. Unserm langjährigen Mitgliede und K. mehrjährigen Ehrenmitgliede, dem Zimmerer Herrn Ed. Würtemberg, zu seinem heutigen 70. Geburtstage die herzlichste Gratulation. Beerdigungsverein Berl. Zimmerleute. Der Vorstand. Danksagung. 1650b Concordia- Festsälen, Andreasstrasse 64: Große öffentliche Versammlung Tages- Ordnung: 445/9 1. Berichterstattung der Einigungskommission. Berichterstatter Kollege Behrend. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Sämmtliche Maurer sind zu dieser Versammlung hiermit eingeladen. Der Vertrauensmann: W. Ueckert, Thurmstr. 28. General- Versammlung des Vereins der Färber, Dekateure, Appreteure, Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen von Berlin und Umgegend Sonntag, den 11. Februar, Vormitt. 91/2 Uhr, im Lokale des Herrn Joël, Andreas- Strasse No. 21. Tagesordnung: 1. Berichterstattung der Revisoren. 2. Vorstandswahl, bestehend aus Mitgliedsbuch legitimirt. Bei der Beerdigung meines lieben unvergeßlichen Mannes Otto Weininger find mir so viele Beweise herzlicher Theilnahme gebracht worden, daß ich 10 Mitgliedern. 3. Verschiedenes. allen denen, welche meinem lieben Mann das letzte Geleit gaben, hiermit meinen herzlichsten Dank abſtatte. Meinen befonderen Dank für die zahl- 469/2 reiche Betheiligung und schönen Kranzspenden dem Personal und den früheren Mitarbeitern der Firmen Rietschel und Neue Mitglieder werden vor der Versammlung aufgenommen. Achtung! Der Vorstand. Achtung! Henneberg, David Grove, Ludwig Löwe Freie Vereinigung der Getreideträger und Speicherarbeiter. u. 1. w. sowie dem Ortsverein 3 der Klempner und Metallarbeiter Berlins. Die trauernde Wittwe Rosa Weininger geb. Haynes. Kaufmann's Variété Vereins- Versammlung Sonntag, 11. Februar, Vorm. 101/2 Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44. Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Vereinsangelegenheiten. Gäste haben Zutritt. Aufnahme neuer Mitglieder. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 199/19 Der Vorstand. Am Stadtbahnhof Alexanderplatz. Freie Vereinig. der Bauarbeiter Berl. Spezialitäten- Vorstellung und Konzert. Ein Stiergefecht in Cadix. Große Ausstattungs- Parodie. Pantomime, ausgeführt von den spanischen Clowns Hermandos. Neu! Frl. Elsa Zeller, RostümSoubrette. The Willon's, DoppelJongleure. Geschw. Gläser, Gesang- u.Instrument.- Duettistinnen. Sonntags 6 Uhr. Wochentags 8 Uhr. Entree Wochentags 50 Pf. Anfang: Nord und Süd, Castan's Liederspiel von R. Linderer. Auftreten fämmtl. Spezialitäten. Alcazar. Dresdenerstr. 52/53( City- Passage.) Echt Berliner Blut. Posse mit Gesang und Tanz. Neue Specialitäten. Wochentags Entree 15 Pf. Refervirter Play 30 Pf. R. Winkler. Panoptikum. Ecke Friedrich- und Behren Strasse. Nur noch kurze Zeit: Märchen- Cyclus. Achtung, Zimmerer! Mitglieder- Versammlung I am Sonntag, den 11. februar, Vormittags 11 Uhr, im Lokal des Genossen Wilke, Andreasßtraße Nr. 26. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. med. Sommerfeld über:„ Die hygienische Lage der Steinträger". 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. 4. Berschiedenes.- Gäßte haben Zutritt. 129/14 " Bu recht regem Besuch ladet ergebenst ein Der Vorstand. Stettiner Sänger: Eine Soiree bei Lehmann's". Vikteria- Brauerei, Lützowstr. 111/112( Freitag). Anf. 8 Uhr. Künstl. Zähne 2 M., Plomben 1,50 M., schmerzloses Zahnziehen u. Nervtödten 1 M. Zahnarzt Robert Wolf, Leipzigerstr. 22, Sprechst. 8-7 Uhr Für ein dreimal wöchentlich erRedakteur 3entral- Kranken- u. Sterbekasse| scheinendes Barteiorgan wird fofort ein der Tischler n. s. w. Mitglieder- Versammmlung Dertliche Verwaltung Berlin F. am Montag, den 12. d. M., Abends 81/2 Uhr, bei Keller, Bergstraße 68. Tagesordnung: Alle Zimmerer, die noch im Besize von Quittungen des Lokal- Verbandes Deutscher Zimmerleute Berlin sind, 1. Abrechnung vom 4. Quartal 1893. werden ersucht, dieselben bis zum 2. Berichterstattung des Delegirten von 20. d. Mts. an folgende Personen der Generalversammlung. 3. Verschie einfenden zu wollen: Ad. Rickert, bene Raffenangelegenheiten. Kurfürstenstr. 41. W. Zippke, Markus- 304/10 ftraße 14. J. Schmidt, Lausitzerstr. 3. H. Elsner, Belle- Alliancestraße 21a. J. Raumann, Rulmſtr. 36. C. Stehr, Nur noch kurze Zeit! Stromstr. 38. A. Scharlet, Bergstr. 60 Die Ortsverwaltung. 500 Gelegenheitstauf gesucht, der gleichzeitig mit der Buch führung und der Verwaltung der Zeitung vertraut ist. Offerten mit Gehaltsansprüchen sind unter Z. 93 an die Expedition des Vorwärts" zur Weiterbeförderung zu richten. 55962* ist. " Ich erkläre, daß Auguste Weber, Schulstr. 104, ein ehrenhaftes Mädchen 1635b F. Schulz. Hiermit nehme ich die Beleidigung gegen Frau Schwent zurück. moderne Frauen- u. Mädchen- 1645b jahrsjaquetts à 5, 6, 7, 8, 9, 10 Mt. Präuscher's anat. Museum. bei Hilgenfeldt. M. Leonhardt, War Regen- Promenaden- Mäntel und FrühNell: Rehlkopftuberkulose, Rehlfopf- ftraße 15. A. Weiss, Bionstirchstr. 32. polyp, Bruftfellentzündung, 472/6 Lungenentzündung, Lunge mit Tubermit Entzündung, mit Geschwüren, Der Vorstand. fuloſe, Herz mit Klappenfehler, Magen Verband der Bauarbeiter und Berufsgenossen Deutschlands. eber- und Milzkrankheiten. Schußkanal durch fünf Körper, Gladiatorenkampf, täglich für erwachsene Herren, Dienstag und Freitag für Damen. Circus Renz, ( karlkraße.) Freitag, den 9. Februar cr., Abends 71/4 Uhr: Wiederholung ( Bahlstelle Berlin.) Mitglieder- Versammlung am Sonntag, den 11. Februar, Vormittags 11 Uhr, bei Saeger, Grüner Weg 29. Tages- Ordnung: 1. Wahl des Schriftführers. 2. VorLandsbergerstraße 48 1. 37 uus anerkannt reelle und 37 billigste Einkaufs-Quelle des Süd- Ostens für Gold-, Silber-, Alfénidewaaren( Eig.Fabr.) goldene u. silberne Uhren empfiehlt sich H. Gottschalk, Goldarbeiter und Uhrmacher, trag. 3. Abrechnung vom 4. Qu. 93. 37 Admiral- Straße 37 4. 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Hierzu zwei Beilagen Verantwortlicher Redakteur: Robert Schmidt in Berlin. Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 33. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 44. Gigung vom 8. Februar 1894, 1 Uhr. Am Bundesrathstische: von Bötticher und Kommissarien. Die zweite Berathung des Spezialetats des Reich 3 amts des Innern wird fortgesetzt beim Kapitel „ Patentamt". Abg. Baffermann( natl.) fragt an, ob die Regierung im Wege der Verwaltungsverfügung oder der Gesetzgebung den großen Beschwerden abhelfen wolle, welche den Juhabern älterer Patente dadurch zugefügt worden seien, daß die Patente wegen nicht Junehaltung der im neuen Patentgesetz vorgesehenen Zahlungsfrist für die Gebühren für verfallen erklärt wurden. Bundeskommissar Geh. Rath Haus: Das Patentgesetz von 1877 bestimmte, daß die Gebühren spätestens 13 Wochen nach dem Beginn jedes Patentjahres fällig werden. Diese Bestimmung ist in dem neuen Patentgesetz ersetzt worden durch die Vorschrift, daß die Frist 6 Wochen währt, nach deren Ab lauf eine Mahnung erfolgt und die Zahlung bei Vermeidung des Verfalles des Patentes nach weiteren 6 Wochen zu erfolgen hat. In dem früheren Patentgesetz war eine Mahnung nicht vorgeschrieben. Die Annahme der Inhaber älterer Patente, daß diese Vorschrift für ihre Patente nicht gelte, ist durchaus rechtsirrthümlich und als solche durch Gerichtserkenntniffe erwiesen. Das Patentamt hat jetzt an die Patentinhaher eine Belehrung in diesem Sinne erlassen, an eine Korrektur in dem von dem Boiredner gewünschten Sinn kann nicht gedacht werden. Abg. Langerhans( Frs. Vp.) schließt sich den Beschwerden des Abg. Baffermann an. In der Patenturkunde stand doch ausdrücklich, daß der Inhaber verpflichtet sei nach 90 Tagen vom Beginn jedes Patentjahres die Gebühr zu entrichten. " Staatssekretär von Boetticher tritt dieser Auffassung entgegen. Die betreffende Vorschrift gehöre nicht zum Inhalt der Patenturkunde, sondern stehe nur auf der Rückseite nachrichtlich angegeben. Freitag, den 9. Februar 1894. 11. Jahrg. beiterwohnungen zu verwenden, Gebrauch gemacht haben, möglichsten Herabminderung der Rente darauf dringt, daß die und ersucht, wenn das noch nicht geschehen sein ärztlichen Untersuchungen der Rentenempfänger öfter vorgenommen sollte, mit allen Mitteln auf diese Verwendung von Amts- werden müssen! Wenn Herr Wörrishofer heute gegen uns wegen hinzuwirken. Redner erhofft von einer Abänderung des angeführt wird, so ist in seinem Jahresbericht für 1891 das Gesetzes eine Erweiterung dieser menschenfreundlichen Be- gerade Gegentheil von dem zu lesen, was Herr Röſické ftimmungen. heute vorlas. Die Unfälle aus angeblicher Unachtsam Geh. Rath v. Woedtke: Von der erwähnten Ermächtigung feit schreibt Herr Herr Rösicke, schreiben aber nicht wir ist bereits in weitgehendem Maße Gebrauch gemacht worden. auf das Schuldkonto des Arbeiters. Schuld ist die Uebers Bis jetzt find über vier Millionen für diese Zwecke bewilligt und arbeitung, die Uebermüdung des Arbeiters, seine Auf eine noch größere Summe zur Verfügung gestellt. In der reibung durch die Affordarbeit, durch Ueberstunden u. f. w. Her Förderung dieser Bestrebungen sind die Versicherungsanstalten Röfice ist mit seiner Auffassung auf dem Holzweg, nicht wir durchaus autonom; das Gesetz kann sie nicht zwingen. Sie Die Anbringung der Unfallverhütungs- Vorrichtungen läßt nach müssen bei der Anlage ficher gehen und haben deshalb sorg- wie vor viel zu wünschen übrig. Wenn es den Arbeitgebern so fältig zu prüfen, ob die bei ihr vorgebrachten Anträge auch alle ernst mit diesen Dingen wäre, würden doch die Maschinen zus Garantien unbedingter Sicherheit bieten. Außerdem muß der gleich mit diesen Schuhvorrichtungen oder an ihnen angebracht Garantieverband seine Genehmigung ertheilen und auch dazu im Handel zu haben sein müssen, was einstweilen noch eine verfann er nicht gezwungen werden. Einen Zwang durch die schwindende Ausnahme ist. Die Arbeitgeber würden mit der Gesetzgebung auszusprechen, begegnet noch lebhafteren Bedenken. allgemeinen Einführung dieser Schuhvorrichtungen ein gutes Ge Abg. Schönlant( Soz.) ersucht um Aufklärung über die schäft machen, da sie ja doch die Unfallrenten zum großen Theil auffallenden Unterschiede in der Zahl der dauernd und der vor- bezahlen müssen. Sorgen Sie dafür, daß die Zahl der Verübergehenden Erwerbsunfähigkeiten im Bereich der landwirth legten abnimmt, dann werden wir Hand in Hand gehen schaftlichen Berufsgenossenschaften. Die Feststellung einer vorüber- tönnen. gehenden Erwerbsunfähigkeit sei ja viel vortheilhafter für die Abg. Ulrich( Soz.): Wir halten für nöthig, daß die Klagen Berufsgenossenschaften, d. h. für die organisirten Unternehmer, der Arbeiter über die Gefeßgebung hier angebracht werden, das aber daraus allein ließen sich die ungemein hohen Differenzen mit die angekündigte Novelle die von ihnen erhobenen Be nicht erklären; die Ursache müsse bei den feststellenden Organen schwerden berücksichtigt; das geschieht in bester Ueberzeugung und und in der verschiedenen Rechtsprechung liegen. Die Zahl der in der Abficht, den Arbeitern zu Hilfe zu kommen. Was wir Versicherten werde verschieden angegeben; nach Herrn heute vom Bundesrathstische gehört haben, läßt nicht darauf von Woedtke sind es 11/4, nach dem Betrage der verschließen, daß bei der Novelle viel herauskommen wird. Wir fauften Marken nur 914 Millionen. Da bleibe nur der Schluß verlangen auch vom Reichs- Versicherungsamt keine Kabinetsjustiz, übrig, daß für 2 Millionen Versicherungspflichtige im sondern wir verlangen gefegliche Garantien gegen die WiederJahre 1892 Marken nicht zur Verwendung famen. Die holung der eingetretenen Unzuträglichkeiten. Herr Rösicke hat sich Tendenz des Reichs- Versicherungsamtes und seine Judikatur habe ja selbst zahlreicher von uns früher vorgebrachter Klagen erbisher die Arbeiter befriedigen können; aber diese Tendenz innert und heute darauf zu antworten gesucht. Die Handscheine jetzt etwas ins Weichen zu gerathen, vor allem durch den habung der Unfallgesetzgebung in Hessen unterstützt durchweg überwiegenden Einfluß der Bureaukratie und des Formalismus. Die von meinen Parteigenossen hier erhobenen Beschwerden. Das Die Praktiker, Aerzte und Technifer kämen allmählich den Juristen Gesetz kann den Verunglückten nicht zwingen, sich in einer begegenüber ins Hintertreffen. Das lasse sich auch an der neuesten stimmten Anstalt von einem bestimmten Arzt, zu dem er kein Rechtsprechung des Amtes nachweisen. Ein Arbeiter, der an Vertrauen hat, behandeln zu lassen; dennoch ist dieser Fall in einer geringen, ihn durchaus nicht störenden geistigen Anomalie Heffen vorgekommen. Was die außerordentliche Koulanz der litt, wurde durch einen Unfall so schwer verletzt, daß er ins Berufsgenossenschaften bei der Bemessung der Rente betrifft, so Irrenhaus gebracht und für unheilbar erklärt wurde. Während lassen sich auch darüber höchst wunderbare Fälle aus der hessinun nach früheren Entscheidungen das Reichs- Versicherungsamt schen Praxis anführen. dem Verletzten eine Rente für die Dauer der Erwerbsunfähigkeit Abg. Echoenlank( Soz.) wendet sich unter großer Unruhe zugesprochen hätte, ist jest entgegengesetzt verfahren worden. des Hauses ebenfalls gegen die Ausführungen des Abgeordneten An der Hand eines ärztlichen Gutachtens, welches sonderbarer Röfice. Auch das Extra- Ordinarium wird ohne erhebliche Debatte bis auf die Forderung für den Bau des Nationaldenkmals für Kaiser Wilhelm I., welche noch der Budgetkommission vorliegt, bewilligt. Bei der Position von 18 600 000 M. für den Nord- OstseeKanal erklärt auf eine Anfrage des Abg. Lorenzen Staatssekretär v. Bötticher, daß für den Transport von mit Pferden bespannten Wagen über den Kanal durch Dampffähren oder Fähren mit besonderen Sicherheits Vorrichtungen gesorgt werden soll. Abg. Lenzmann giebt den verbündeten Regierungen zu erwägen, dem Reichstag Gelegenheit zu geben, die Anlagen des Nord- Ostsee- Kanals durch einen Ausflug fennen zu lernen. Die Berathung des Etats des Reichsamts des Innern ist damit erledigt. Es folgt die dritte Berathung der Novelle zum Unterft übungswohnsiz- Gese. Zunächst ist die Abstimmung über Art. 2 zu wiederholen, welcher die Einfügung einer neuen Strafvorschrift in§ 361 des Str.-G.-B. bezweckt. Die mildere Fassung, welche der Antrag Gröber für die Bestrafung Derjenigen vorgeschlagen hatte, welche Schluß 5 Uhr. Nächste Sigung Freitag 1 Uhr( Postetat). Abgeordnetenhaus. 12. Sigung vom 8. Februar 1894, 11 Uhr. Am Ministertische: von Heyden, Thielen. Die erste Lesung des Gefeßentwurfs über die Landwirth schaftstammern wird fortgefeßt. Abg. Hammacher( natl.) ist derselben Meinung. Redner wünscht eine Erweiterung der Befugnisse des Patentamtes dahin, daß es auch in Fällen, wo staatsanwaltliche Behörden Gutachten erfordern, zur Abgabe derselben berechtigt sein soll. Staatssekretär von Boetticher bemerkt, daß dieser Anregung entsprechend schon vor einigen Wochen eine Verfügung erlassen worden ist. Abg. Baffermann bedauert den absolut ablehnenden Standpunkt der Zentralinstanz gegen seine Beschwerde. Weise besagt, daß der Mann auch ohne den Unfall binnen einem Nach einer kurzen Erwiderung des Abg. Röficke schließt Das Kapitel wird bewilligt. Es folgt das Kapitel Jahre verrückt geworden wäre, hat das Reichs- Versicherungsamt die Diskussion. Das Kapitel wird bewilligt, desgleichen Reichs Versicherungsamt". entschieden, daß der Mann die Nente blos für ein Jahr erhalte. ohne Debatte die Forderung für die Physikalisch- technische Abg. Schmidt Berlin( Soz.) bemängelt die Thätigkeit der Diefer Rückschritt in der Judikatur ist von den weitestgehenden Reichsanstalt. Schiedsgerichte in der Unfallversicherung. Die Prozesse würden Folgen. So lange Herr Bödicker an der Spitze steht, wird es viel zu lange hingeschleppt bis auf sechs Monate und länger. ia nicht so schlimm stehen, aber wir kennen seinen Nachfolger Das Interesse der Versicherten erfordere schnelle Entscheidung nicht. Jedenfalls wird sich hieraus eine neue Quelle für unüber die Zutheilung der Rente oder Abweisung des erhobenen zählige Prozesse und Rekurse ergeben. Um dieses Loch zu verAnspruches. Das Schiedsgerichtswesen müsse auf einer anderen stopfen, sollte das Reichs- Versicherungsamt noch einmal die ganze Basis aufgebaut werden; der Wahlmodus für die Arbeiterver Frage grundsäglich prüfen und wenn irgend möglich, diesen treter genüge den Ansprüchen der Arbeiter absolut nicht. Die Spruch umstoßen. Der Bundesrath weiß doch jedenfalls auch, Arbeiter wollen ihre Vertrauensmänner in diese Schieds- daß es mit der psychiatrischen Ausbildung unserer Aerzte außergerichte wählen, Männer, denen die Mehrheit ihr Ver- ordentlich„ mau" sieht.( Heiterfeit links). trauen schenkt; das sei gegenwärtig weder in den BerufsStaatssekretär v. Bötticher: Bei einer Revision des Gesetzes genossenschaften noch beim Reichs Versicherungsamt der Fall. wird auch in der erwähnten Richtung eine Korrektur vorzuZahlreiche Streitfälle würden bei einer solchen anderweiten Zu- nehmen sein. Zur Zeit muß ich ablehnen, auf das Reichs- Versammensehung der Echiedsgerichte vermieden werden. Heute sicherungsamt, das in seiner Entscheidung durchaus souverain ist, seien die Gerichte zusammengesetzt aus Leuten, die möglichste irgend welche Einwirkung auszuüben. Der vorgetragene Fall Herunterschraubung der Rente als die Hauptsache ansehen, scheint allerdings sehr eigenthümlich zu liegen, doch können wir während doch bei der Abmessung der Rente vor allen Dingen hier über die psychiatrische Befähigung der Aerzte nicht diskutiren. auch der Arbeiter mitzusprechen haben sollte. Die Einrichtung Abg. Rösicke wiederholt seine Bitte um Reichsunterstüßung des Vertrauensarztes verbürge auch nicht die erforderliche un- für das Unfall- Museum. Die Sozialdemokratie behauptet ja bedingte Unabhängigkeit des Urtheils. Auch in ärztlichen Kreisen heute wie früher, daß die Unternehmer lediglich aus Rücksicht bilde sich ja ein Proletariat mehr und mehr aus; je abhängiger auf ihren Geldbeutel die von ihnen selbst empfohlenen Unfallaber die Aerzte seien, umſomehr seien sie geneigt, ihre Urtheile verhütungsvorrichtungen anzubringen unterlassen. Gerade der nach Rücksichten zu bilden, welche sie bei völliger Unabhängigkeit von den Herrn Sozialdemokraten so oft und mit solcher Vorliebe fich der Unterhaltungspflicht ihrer Angehörigen frivol entziehen, und Uninteressirtheit nicht nehmen würden. Mit diesen Mängeln zitirte Gewerberath Dr. Wörrishofer fonstatirt in seinem Buche wird heute abgelehnt, die Fassung der Vorlage mit der Milderung stehe die Mangelhaftigkeit der ganzen Berufsgenossen(? Die Red.) über die Jahresberichte der deutschen Fabrik- Aufsichts- nach dem Antrage Moltenbuhr, welcher die Verhängung von schafts Organisation überhaupt in engem Busammen beamten das Gegentheil; er konstatirt gleichzeitig, daß die Unfälle Korrektionshaft ausschließt, angenommen und in dieser Form hange. Die Schwierigkeit der Abgrenzung des Kreises seit der Zeit, wo die Berufsgenossenschaften sich die Kontrolle das ganze Gesetz. der einzelnen Berufsgenossenschaften habe zu den schlimmsten der Anbringung dieser Schußvorrichtungen angelegen sein Benachtheiligungen der verunglückten Arbeiter geführt. In lassen, eine ganz beträchtliche Verminderung erfahren einem Fall war es streitig, ob die landwirthschaftliche oder die haben. Eine diesem Buche beigegebene Tabelle über das Baugewerks Berufsgenossenschaft pflichtig sei. Nach vielfachen Verhältniß der Unfälle zu ihren Ursachen ergiebt, daß Zürückweisungen durch die eine und die andere, nach mehreren die auf Unachtsamkeit zurückzuführenden Unfälle 29 pet. Der Schiedssprüchen und nach dem Anrufen des Reichs- Versicherungs- Gesammtzahl, die auf das Fehlen der Schutzvorrichtungen zurückamits wurde dem Betroffenen wegen Ablaufs der vorgeschriebenen zuführenden nur 11 pGt. betragen. Die Arbeiter sollten sich Frist überhaupt jede Hente verweigert. In sehr wohlwollender baher etwas mehr auf diese Thätigkeit der Unfallverhütung Abg. von Erffa( t.): Jedenfalls ist diese Vorlage eine Weise hat das Reichs Versicherungsamt durch ein Rund- werfen, man würde dann weiter kommen als bis jetzt, wo die freundlichere Hilfe als das früher gegebene Rezept des Abschreibens, schreiben der Wiederkehr solcher Fälle vorbeugen wollen; Arbeiter das nöthige Intereffe für diese Materie noch nicht welches mir ganz unverständlich ist. Bezüglich der Amortisations= aber solche Vorkommnisse durch eine ander genügend zu besitzen scheinen. Die Inhumanität der Arbeitgeber schulden ist zu bemerken, daß derjenige, der heute seine Zinsen weite Organisation überhaupt unmöglich gemacht werden. bei der Rentenzumessung ist hier schon mehrfach an den Pranger nicht aufbringen tann, erst recht nicht noch eine AmortisationsDas Reichs Versicherungsamt hat sich überhaupt bei den Unter- gestellt worden, obwohl doch die Berufsgenossenschaften weder quote tragen fann. Es sind nicht alle Schulden eingetragen, nehmern, den Mitgliedern der Berufsgenossenschaften, den Ruf human noch inhuman sein dürfen und sein können, sondern namentlich beim bäuerlichen Besiz giebt es viele Personalschulden. viel zu großer Toleranz und Humanität erworben. Aber ver- wie jede andere Behörde nach dem Buchstaben des Gesetzes Richter und Rickert, diese Führer der neuen Ordnungspartei dienen denn nicht gerade die Krüppel, die Opfer der modernen zu entscheiden haben. Dennoch haben viele dieser Genossen- wissen, daß ein fest gebundener, mit der Scholle verwachsener Produktionsweise, die größte Rücksicht und Sympathie, auch schaften große Milde bei den Rentenbewilligungen walten lassen. Grundbesitz konservativ und monarchisch ist( Sehr richtig! seitens der Berufsgenossenschaften? Was aber thun diese? Jahre Nachdem ähnliche Behauptungen der Abgg. Ulrich und Wurm rechts). Mit dem mobilen Besite ist eine größere bürgerliche lang nach Ertheilung der Rente stellt man mit den Krüppeln, auf grund der amtlichen Materialien schon im vorigen Jahre Demokratie verbunden, aher auch eine größere Sozialdemokratie. auch wenn sie sich in sehr vorgerücktem Alter befinden einer zurückgewiesen worden sind, kann die gleiche Behauptung des Deßhalb widersprechen wir den Handelsverträgen, weil wir die von ihnen steht im 75. Jahre eine Nachuntersuchung an oder Abg. Schmidt kaum noch in gutem Glauben ausgesprochen sein. Bauern der Sozialdemokratie fern halten wollen. Daß das Anmuthet ihnen die Tortur der Heilstätten zu, um eine, wenn auch Der Prozentsatz der angefochtenen Bescheide ist gegen das Vor- erbenrecht in manchen Gegenden den Bauern widerwärtig ist, noch so kleine Verringerung der Rente zu erzwingen. Am rich- jahr nur um eine Kleinigkeit größer geworden; die Differenzen mag richtig sein; aber freiwillig thut der Bauer oft das, was ligsten wäre die territoriale Abgrenzung an Stelle der in den Auffassungen der Schiedsgerichte und der Rekursinstanz das Anerbenrecht will. Schwierigkeiten bietet allerdings das AnJezigen Scheidung nach Berufen, welche Scheidung von über die Höhe der Rente sind nur verschwindend geringe ge- erbenrecht, weil man entweder den Anerben zu gut stellt und die Tag zu Tag unhaltbarer wird. Das ganze Versicherungswesen, im schlimmsten Falle hat es sich um einen Unterschied Geschwister benachtheiligt oder umgekehrt. Aber das muß in Rauf wesen sei einheitlich zu gestalten, der heutige kostspielige und von 6 pCt. gehandelt. Die spätere Herabseßung der Rente er- genommen werden; denn beim freien Verkauf nicht nach dem komplizirte Apparat würde durch eine solche Einheitlichkeit mit flärt sich aus der häufigeren Anwendung des§ 65 des Nußungs-, sondern nach dem Verkaufswerth wird schließlich auch einem Schlage überflüssig. Gesetzes, welche eine anderweite Festsetzung der Kente bei der Grundbesitzer Sozialdemokrat, weil er sich nicht halten kann. Erwerbs: und Kommissar Geb. Rath von Wödtke kann nicht zugeben, veränderten Gesundheitsverhältnissen des Herr Richter fürchtet von den weit aussehenden Plänen der Redaß die gewählten Arbeitervertreter für die schiedsgerichtliche Rentenempfängers vorschreibt. Die Aerzte muß ich gegen gierung eine Erschütterung des Staatskredits; er fragt, woher Thätigkeit des Reichs- Versicherungsamtes des Vertrauens der Ar- die Verdächtigung, daß sie ihre Urtheile und Gutachten das Geld kommen soll. Ich verweise auf die Invaliden- Verbeiter entbehrten. Die Grenzstreitigkeiten zwischen den einzelnen nach der Bezahlung einrichten, entschieden in Echutz nehmen, sicherungsanstalten, deren Bestände sich massenhait ansammeln. Berufsgenossenschaften und der Vorwurf der Humanität begrün- Abg. Wurm( Soz.): Herr Rösicke erwartet doch zu viel Warum soll daraus nicht die Landwirthschaft billig Geld zu deten noch nicht die Berechtigung des Wunsches auf Aufhebung von uns, wenn er annimmt, daß wir nach seinen Ausführungen 21/2 pet. erhalten? Der Tadel gegen den Bund der Landwirthe cer ganzen Einrichtung. Bei der Revision des Gesetzes werde die Berufsgenossenschaften von dem gegen sie erhobenen Bor: ist zum Theil berechtigt; das Einholen von Versprechungen, die sen Grenzstreitigkeiten durch eine einfache Vorschrift vorgebeugt wurfe freisprechen würden. Die Unternehmer lassen sich das nachher nicht gehalten werden, ist nicht hübsch. Man sollte sich werden. Von dem Wunsche, den Verunglückten eine möglichst bischen Fürsorge für die verunglückten Arbeiter nur mit stärkstem die Kandidaten ansehen und sich nicht auf ihre Versprechungen ausgiebige Rente zu gewähren, sei die ganze Sozialreform durch Widerstreben abringen. Wenn weniger Prozesse geführt werden, verlassen. Uebrigens enthält jedes Parteiprogramm ein imperawenn die Rekurse nicht zunehmen, was beweist das? Weiß denn tives Mandat und Herr Richter hätte wohl keinem FraktionsAbg. Hüpeden( dt.) regt eine Regelung der Arbeiter Woh Herr Röside nicht, wie schwer es dem armen Arbeiter gemacht genossen gestattet, nach den letzten Wahlen für die Militärvorlage nungsfrage von Reichswegen nach dem Vorbilde der Reichs- wird, überhaupt den Rechtsweg zu beschreiten, sich in den Ge- zu stimmen( Unruhe links). Ich schließe mit dem Wunsche, Kranken- und Unfallversicherung an. Die Schaffung fleiner feßen zurecht zu finden, die selbst die Juristen nicht verstehen? daß die Kommissionsberathung ein gutes Ergebniß liefern möge. Wohnungen durch Reichsgesetz zu fördern, hätten schon Lechler Der Vertrauensarzt verdient thatsächlich das für ihn beanspruchte( Beifall rechts.) Abg. Conrad- Pleß( 3.) führt aus, daß die Landwirthe durch und Echäffle vorgeschlagen; neuerdings habe der Verband Vertrauen nicht. Die Vertreter der Berufsgenossenschaften und evangelischer Arbeitervereine dahin petitionirt, daß die Gelder auch einige Schiedsrichter arbeiten in einer ganz unzu Steuern sehr start schon belastet seien. Um ihnen zu helfen, der Invaliditäts- und Altersversicherungs- Anstalten für diesen lässigen Weise auf eine Einigung hin, durch welche jedenfalls müßte man also teine neuen Steuern auflegen. Gegen die Zweck in umfassendem Maße flüssig gemacht werden möchten. der Geschädigte nochmals benachtheiligt wird. Die Verhandlungen Handelsverträge habe er nichts einzuwenden, wenn nur die GeldIn Hannover sei die dortige Anstalt mit gutem Beispiel vor- des Schiedsgerichts in Hannover werfen auf die Leistungen der verhältnisse geordnet würden. Die Militärverwaltung kauft ausangegangen. Redner fragt, wie weit bis jetzt die Versicherungs- Vertrauensärzte ein sonderbares Ltcht. Wie diese Herren selber ländisches Getreide oder verlangt, daß die deutschen Landwirthe Anstalten von ihrer Befugniß, bis zu 1/4 ihres Vermögens denken, geht aus einer Schrift des Dr. Blasius in Berlin, Unfall- das Getreide so billig liefern wie Rumänien. 60 Millionen im Ganzen 37 Millionen zur Förderung des Baues von Ar- versicherung und Bertrauensarzt" hervor, der im Interesse der Steuern sollen wir für das Militär aufbringen und das Militär ränft. = fauft sein Getreide im Auslande. Da danke ich schön!( Heiter: Einnahmequelle daraus machen, sondern möglichst nur die Unter-| Direktors der städtischen Wasserwerke, Henry Gill, hat sich der teit). Woher sollen wir Landwirthe schließlich das Geld nehmen? haltungskosten erzielen. niedergesezte Ausschuß ausgesprochen und auch die weiteren VorIch will das Gesetz nicht ohne weiteres ablehnen; ich hoffe, Nach einigen kurzen Bemerkungen der Abgg. Mentorp, schläge des Magistrats gutgeheißen, wonach die Büste auf dem daß daraus noch etwas gemacht wird, was der Landwirth Gothein und Hammacher wird die Vorlage der Budgetkommission Grundstück der Müggelwerke aufgestellt, ein Betrag bis zu schaft hilft. Denn sonst sagen uns die Bauern: Bleibt uns mit überwiesen. 10 000 M. für diesen Zweck im Etat für 1894/95 ausgeworfen der faulen Sache vom Halse.( Zustimmung im Zentrum.) und die Ausführung des Ganzen der Deputation für Kunstzwecke unter Buziehung des Kuratoriums der städtischen Wasserwerke übertragen werden soll. muß sich anpassen. Schluß 4 Uhr. Nächste Sigung Freitag 11 Uhr.( Interpellation Knebel, betreffend die Begnadigung wegen Forstfrevels, und Sekundärbahn- Gesez.) und 196 goti Kommunales. Deffentliche Sigung vom Donnerstag, 8. Februar, Stadtverordneten- Versammlung. Nachmittags 5 Uhr. batte bei. Die Versammlung tritt den Ausschußvorschlägen ohne DeBetreffs der Umgestaltung der Verwaltung der städtischen Heimstätten für Genesen de empfiehlt der niedergesezte Ausschuß, den Magistratsantrag: 1. Daß die Heimstätten unter Belaffung ihres Charakters als Wohlthätigkeitsanstalten den städtischen Krankenhäusern angegliedert werden, 2. die Verwaltung der Heimstätten der Deputation für die städtischen Krantenanstalten übertragen und 3. gleichzeitig das durch Beschluß der Gemeindebehörden vom 24./29. Juni 1887 eingefeßte Kuratorium der Heimstätten für Genesende aufgelöst wird, abzulehnen, dagegen zur Beseitigung der in der Verwaltung hervorgetretenen Uebelstände zu beschließen: Abg. Graf Hoensbrocch( 8): Die freien Vereinigungen find an die Stelle der korporativen Organisationen getreten, die früher vorhanden waren. Deshalb muß man freudig zugreifen, wenn es gilt, eine berufsmäßige Organisation zu schaffen. Damit befinden wir uns vollkommen auf dem Boden des Christenthums, welches den Menschen nicht als Einzelwesen, sondern als Glied der Gesellschaft betrachtet. Die Vergleiche zwischen Landwirthschafts- und Handelskammern passen in keiner Weise. Die Landwirthschaft hat ein viel festeres Gepräge nöthig, als die Herren des Handelsstandes; deshalb müssen wir auf einen obligatorischen Charakter der Organisation hindrängen. Die schlechte Form der Verschuldung ist dadurch entstanden, daß Auf der Tagesordnung steht zunächst die Wahl von zwei man den Grundbesitz als Kapital betrachtet hat. Das Kapital Mitgliedern für das Kuratorium für das Bestattungswesen. tann durch die Zinsen vermehrt werden, weil die Zinsen auch Stadtv. Friederici beantragt, die Stadtv. Matterne und Geld find. Der Grundbesitz kann durch die Rente nicht vermehrt Pincussohn durch Zuruf zu wählen; Stadtv. Singer widerwerden. Deshalb muß ein anderes System der Verschuldung spricht, ohne gegen die Vorgeschlagenen etwas einwenden zu geschaffen werden. Ein solcher Systemwechsel bringt Schwierig wollen, dem vorgeschlagenen Wahlmodus. Stadtv. Meyer II feiten mit sich; aber der Wechsel muß vollzogen werden, wie bei beantragt hierauf, die Wahl zu vertagen. Es wird demgemäß 1. Das Kurotorium für die Heimstätten soll mit dem Kuraeinem Kranten eine Operation, um die Gesundung herbeizuführen. beschlossen. torium der Kanalisations- Verwaltung denselben Vorsitzenden Der Gläubiger soll dabei nicht benachtheiligt werden; er steht Weiter steht auf der Tagesordnung die Wahl der Mit haben; 2. es stellt die Aerzte und die Pflegerinnen an, erläßt vielleicht besser da, da er glieder für die städtischen Ausschüsse, für die die Instruktionen und überwacht die Verwaltung; 3. die 3u nicht mehr dem einzelnen Berwaltungsdeputationen und Kuratorien und für die bestehen- en bung der Retonvaleszenten zu den Heimstätten Die sendung Schuldner, sondern der Korporation gegenübersteht. Rorporation, nicht der Staat muß die Garantie übernehmen. ben gemischten Deputationen. ist bei folgenden Punkten zu erleichtern: a) aus den Bezüglich des Erbrechts kann man der Bevölkerung gegen Sitte Stadtv. Meyer II: Ich beantrage, die Wahl der sämmt städtischen Krankenhäusern, b) aus der freien öffentlichen Armenund Gewohnheit keinen Zwang anthun. Gerade das Erbrechtlichen Ausschüsse u. f. w. in einem einzigen Afte vorzunehmen. pflege, e) aus den übrigen Krankenhäusern, d) aus den Vereinen, ( Zustimmung und Widerspruch.) Die Geschäftsordnung steht Krantentassen, Versicherungskassen und der Privatpflege ins Gründe der Billigkeit oder Zweck- besondere dadurch, daß die Kostenfrage nach der Aufnahme zu Die Regierung ist auf der Suche nach Steuern; ich möchte dem nicht entgegen. ihr die Margarine als ein Steuerobjekt empfehlen; davon lassen mäßigkeit eines anderen Wahlmodus find nicht anzuerkennen. erledigen ist. 4. Die Zusendung der Rekonvaleszenten aus den fich 60-80 Millionen Mark gewinnen, wenn man die Fabrikanten Es handelt sich um 70 und einige Wahlen. Die Vornahme städtischen Krankenanstalten erfolgt nach Anordnung des Krankenbesteuert.( Beifall im Zentrum.) dieser Wahlen in gesonderten Wahlgängen würde 24 Stunden haus- Kuratoriums durch die Vorstände der Krankenhäuser. 5. Den Abg. v. Bockelberg( f.): Es ist in liberalen Blättern nicht der 8 dreistündige außerordentliche Sizungen erfordern( Heiter- Entlassung bezw. Verlegung der Pfleglinge geschieht auf direkte feit). Der einzige ernstliche Einwand gegen eine Gesammtwahl, richtig dargestellt worden, daß auch auf unserer Seite man sich der geltend gemacht worden ist, war, daß man Gelegenheit haben Anweisung des Heimstätten- Kuratoriums. fühl bis ans Herz hinan gegenüber der Vorlage verhalten habe, müsse, einen für einen Ausschuß durchgefallenen Kollegen in Der Ausschuß ist in seiner Mehrheit der Meinung gewesen, Wir wollen freudig mitarbeiten. Wenn es gelingt, die Borschrift einem anderen Ausschuß unterzubringen. Ich meine nicht, daß daß an dem bisherigen Verwaltungssystem in der Hauptsache in das Gesetz hineinzubringen, daß bei allen großen wirthschaft die Wahl nach solchen Gesichtspunkten zu erfolgen hat. Vor nichts geändert zu werden brauche, daß es vielmehr, um den lichen Fragen die Kammern gehört werden müffen, so ist viel Repreffalien uns zu fürchten haben wir auch keine Ursache. Beck befferer Belegung der Heimstätten zu erreichen, genüge, gewonnen. Nicht die Neſikaufgelder und die Erbantheile find Aus Gründen der Zweckmäßigkeit, der Geschäftsordnung und die Zusendung der Rekonvalezzenten in der unter 3. angegebenen die Ursache der Ueberschuldung, sondern das Sinken des Nutzung der Würde der Versammlung bitte ich, meinen Antrag au- Weise insbesondere dadurch zu erleichtern, daß die Recherchen merthes infolge der niedrigen Preise für alle landwirthschaftbetreffe der Deckung der Kosten für die Aufnahme der Pfleglinge lichen Produkte. Hoffentlich wird die Vorlage von der Kom- zunehmen. mission so umgestaltet, daß sie zum Segen des Staates gereicht. Geschäftsordnung und der Würde der Versammlung widerspreche erledigen find. Stadtv. Singer: Aus Gründen der Zweckmäßigkeit, der in die Heimstätten erst nach der Aufnahme vorzunehmen und zu Darauf wird die Debatte geschlossen und nach einigen Ausdruck dessen, was im Ausschusse vorbereitet und in geheimer genommen, daß die Versammlung nicht beschließt, sondern nur ich dem eben gehörten Antrage. Was uns hier beschäftigt, ist der Die Ausschußanträge werden mit der Modifikation anpersönlichen Bemerkungen die Vorlage an eine Kommission von Sigung vorberathen worden ist. Thatsächlich ist der Effekt dieser den Wunsch ausspricht, daß die unter 1. genannten Ausschüsse 28 Mitgliedern verwiesen. Der Nachweis über die Verwendung des Dispositionsfonds Berhandlungen der Ausschluß des siebenten Theiles der Ver- denselben Borsigenden haben sollen. sammlung, der sozialdemokratischen Mitglieder aus 12-14 der Bezüglich des Fortbildungsschul Unterrichts der Eisenbahnverwaltung für 1892/93 wird durch Kenntnißnahme für erledigt erklärt, ebenso eine Mittheilung des Finanz- wichtigsten Ausschüsse dieser Stadt. Wir sehen es als eine Ver- an den Sonntagen haben die Stadtvv. Schwalbe u. Gen. nahme für erledigt erklärt, ebenso eine Mittheilung des Finanz- legung der Würde dieser Versammlung an, daß die Versammlung folgenden Antrag eingebracht: ministers und des Eisenbahnministers betr. die Ergebnisse der sich zum Richter über die Wählerschaft macht, indem sie gewisse Umwandlung von Prioritätsanleihen verstaatlichter Eisenbahnen Vertreter der Bürgerschaft ausschließt von der Theilnahme an in konsolidirte Staatsschuld. diesen Ausschüssen.( Buruf: Sehr richtig!) ( Beifall rechts.) Auf Antrag des Abg. Sattler( utl.) hebt das Haus seinen Beschluß bezüglich des Dispositionsfonds auf und verweist den betr. Nachweis an die Budgetfommission. Es folgt die erste Berathung des Vertrages zwischen Preußen und Lübeck betreffend den Elb- Trave Ranal. Abg. Schreiber Nordhausen( sk.) erklärt sich gegen die Vorlage, weil Gelder bewilligt werden für einen Kanal während wichtige Sekundärbahn Anlagen aufgeschoben werden. Redner empfiehlt die Verweisung an die Budgetkommission. Vorsteher Langerhans; Das ist nicht sehr richtig, Sie können von Ausschließung nicht sprechen, bevor die Wahl erfolgt ift. Es fizen schon fozialdemokratische Mitglieder in mehreren Ausschüssen. Die Versammlung ersucht den Magiftrat in anbetracht, daß das Neskript des Konsistoriums der Provinz Brandenburg vom 18. Januar 1894, in welchem das Bestreben fund gegeben wird: den FortbildungsUnterricht von den Sonntagen zu entfernen", ernstlich das fährdet; mit ihr in gemifchter Deputation zu berathen, Fortbestehen dieser segensreich wirkenden Schulen geStadtv. Singer: Ich habe nicht gesagt, die sozialdemo- welche Maßnahmen seitens der Gemeindebehörden zu er fratischen Mitglieder sind grundsäzlich ausgeschlossen, greifen sind, um diesem Bestreben entgegenzutreten. sondern sie sind aus den wichtigsten Kommissionen und Depu Antragsteller Stadtv. Schwalbe: Wenn nicht bis zum tationen ausgeschlossen, was nicht ausschließt, daß sie in einigen 1. Oktober 1894 hinsichtlich der anderweiten Ordnung des Fortweniger wichtigen Ausschüssen als eine Art ornamentaler Schmuck bildungs- Schulunterricht3 am Sonntag Fürsorge getroffen ist, zugelassen worden find.( Große Heiterfeit.) Herr Meyer hält muß dieser Unterricht von diesem Zeitpunkte ab an den SonnAbg. Wentorp( it.): Ich freue mich, daß die Ginwendungen offenbar alles für erlaubt, was nicht in der Geschäftsordnung tagen fortfallen. Die an den Magistrat ergangene Antwort des des Vorredners doch nicht so erhebliche sind, daß er gegen die verboten ist. Aber wenn die Versammlung beschließt, von der Konsistoriums läßt die Fortexistenz dieser so segensreich wirkenVorlage stimmen müßte. Preußen macht ein gutes Geschäft bei üblichen Art der Vornahme von Wahlen abzuweichen, so darf den freiwilligen Fortbildungsschulen sehr gefährdet erscheinen. Dieser Vorlage; deshalb hoffe ich, daß der Vertrag die Genehmigung das nur geschehen, wenn von feiner Seite widersprochen wird. Die angestellten Erwägungen haben ergeben, daß eine Verlegung baldigst finden möge. Der Kreis Lauenburg soll 600 000 W. zu Die Atilamationswahl ist auch von der Geschäftsordnung nicht des Unterrichts auf die Wochenabende gar nicht durchführbar ist, den Kosten beitragen. Wir glaubten, daß ein Beitrag von verboten, und doch wird sie nur dann vorgenommen, wenn kein daß vor allem der Zeichenunterricht des hellen Tageslichts nicht 400 000. genügen würde. Mitglied widerspricht. Ferner ist die Feststellung des Wahl- entbehren kann. Die Ersetzung des freiwilligen Fortbildungs Minister Thielen will furs dem Hause den vorliegenden resultats ein integrirender Theil der Wahl selbst. Diese Fest- unterrichts durch den obligatorischen ist ebenfalls nicht anGefeßentwurf empfehlen und befunden, daß die Regierung ausstellung kann aber unmöglich erfolgen, wenn 70 und einige gänglich. In die Zeit des Sonntags von 10-12 Uhr fallen zwei Gründen die Betheiligung Preußens an den Kosten dieser Wahlen auf einmal vorgenommen werden. Den ferneren Ein- ca. 150 Kurse dieser Fortbildungsschulen, die von mehr als Wasserstraße für angezeigt gehalten hat, erstlich weil diese Wasser- wand, es sei nicht nöthig, die Wahl danach einzurichten, ob 3000 Schülern und Schülerinnen besucht werden; alle dieſe straße für ein großes Stück preußischen Gebietes von großem ein Mitglied in einem früher gewählten Ausschuß gewählt wird würden den Unterricht nicht mehr erhalten können. Andererseits Segen sein wird und zweitens, weil die Erhaltung der Lebens- oder nicht, halte ich ebenfalls für irrig. Ueber die Würde der steht fest, daß die Schüler die beiden Stunden nicht zum Besuch fähigkeit der alten Hansestadt Lübeck, welche ihre alte deutsche Versammlung kann man verschiedener Meinung sein. Ich glaube, der Kirche verwenden werden, wenn man sie ihnen vom Unterricht Gesinnung stets bewährt hat, welche troß der Ungunst der Ver- daß die Art, wie der siebente Theil der Versammlung fern ge- wegnimmt. Ist die Verlegung des Unterrichts nicht möglich, so muß hältniffe einen ehrenvollen Platz unter den deutschen Seeftädten halten werden soll von den Arbeiten in den Deputationen und die Verlegung des Gottesdienstes angestrebt werden. Aber alle aufrecht zu erhalten verstanden hat, von der Herstellung dieses Kuratorien, wo gerade die Intereffen desjenigen Theiles Schritte des Magistrats sind erfolglos geblieben. Eigenthümlich Ranals abhängt. Die preußische Industrie an der Elbe und der ter Wählerschaft erörtert werden, welchen diese Mit ist ja, daß die kirchlichen Bestrebungen bei der Sozialdemokratie Eaale ist an der Herstellung dieser Wasserstraße sehr intereffirt; glieder vertreten, Würde der Versammlung nicht unterstützung gefunden haben. Die Einsegung einer gemischten Lübeck hat allerdings das größte Interesse an dem Kanal. entspricht; ich halte es für eine Krähwinkelei, wenn man Mit Deputation wird uns helfen, Mittel und Wege zu finden, den Abg. Brümel( fri. Wg.): Der Elbe- Trave- Kanal ist eine glieder ausschließt von diesen Arbeiten, weil sie andere wirth- unserem Fortbildungsschulwesen drohenden schweren Schlag ab Lebensfrage für die Stadt Lübeck, deshalb ist auch die Lübecksche schaftliche Ansichten haben. Mit dem Vorurtheil muß gebrochen zuwenden. Bürgerschaft bereit, die Kosten des Baues zu zwei Dritteln zu werden, als ob die städtische Verwaltung ein Monopol des Stadtv. Sütt beantragt, den Magistrat zu ersuchen, übernehmen. 80 000 Köpfe ist die Lübecksche Bevölkerung start Liberalismus ist. Ich bin sehr im Zweifel und behalte mir schleunigst auch fernerhin alle nur möglichen Schritte zu thun, und die Kosten von 15 Millionen Mart, also 190 m. pro Kopf, alle nach der Städte- Ordnung zulässigen Schritte vor, ob nicht um zu erreichen, daß der Unterricht auch nach dem 1. Oktober will das kleine Gemeinwesen auf sich nehmen, während die die Rechtsgiltigkeit der Wahl, wenn sie nach dem Vorschlage 1894 wie bisher fortgefeßt merden kann. preußischen Staatsschulden nur 200 M. pro Kopf betragen. Des- Meyer vorgenommen wird, mit Erfolg bestritten werden kann. Stadtv. Vogtherr: Wir sind von dem Verdacht frei, als halb müssen unsere Sympathieen der Stadt Lübeck zufallen. Das Präjudiz früherer ähnlicher Wahlen kann nicht gelten, wenn ließen wir irgend eine Gelegenheit vorübergehen, die allgemeine Schon die Anlage des Nordostsee Kanals zwingt die preußische ausdrücklicher Widerspruch gegen die Wiederholung dieses Modus und spezielle Bildung der Jugend zu fördern. Wir können Regierung, für die Verbesserung der Hafenanlagen an der Ostsee erhoben ist. Uns liegt nur daran, die Wahl jo vollzogen zu gleichwohl uns nicht damit einverstanden erklären, daß auf Kosten zu sorgen. Die Stadt Rageburg wird geschädigt dadurch, daß sehen, daß an ihrer Giltigkeit fein Zweifel ist. Durch Repreffalien der Sonntagsruhe das freiwillige Fortbildungsschulwefen ge durch die mecklenburgisch- schwerinsche Regierung die Ausführung ein anderes Resultat herbeiführen zu können, rede ich mir durch fördert werde. Wir wollen die Durchführung der Sonntagsruhe des alten Projektes verhindert ist. Mecklenburg scheint sich noch aus nicht ein. Die Vorschläge unseres Ausschusses waren ein nicht selbst durch die Zustimmung zu solchen Schritten beschneiden. nicht in seine Stellung als Glied des Deutschen Reiches fügen Produft gemeinsamer Verständigung; man konnte glauben, daß mir verlangen für Arbeiter und Lehrlinge die volle gewerbliche zu wollen. Redner empfieht die Verweisung der Vorlage an diese Berständigung von den Parteifreunden der Mitglieder des Sonntagsruhe. Ohne die Sonntagsruhe leidet entweder der die Budgetkommission und eine schleunige Erledigung derselben. Ausschusses respektirt werden würde. In diesem Vertrauen sind Fortbildungs- Unterricht oder die Arbeitskraft und ArbeitsAbg. Schweekendieck( natl.) erklärt sich namens der National- wir getäuscht worden und halten es jetzt für das wohl- freudigkeit der beginnenden Woche.( Seiterkeit. Zuruf: Blauer liberalen für die Vorlage. erworbene Recht der Minorität, zu verlangen, daß nach den Be- Montag!) Der blaue Montag herrscht in andern Kreisen viel Abg. Dünkelberg( ntl.) hält es für nohwendig, auch die Stimmungen der Geschäftsordnung verfahren werden soll. Ich mehr als unter den Arbeitern, nur mit dem Unterschiede, daß Elbe zu fanalisiren, damit die Küstenfahrer von Lübeck auf der beantrage, über den Vorschlag Meyer namentlich abzustimmen. er bei den ersteren meistens erst am Sonnabend aufhört.( HeiterElbe bis Magdeburg fommen können. Vorsteher Langerhans: Ich wiederhole, es ist nicht teit.) Für den Fortbildungsunterricht wollen wir einen Nachrichtig, daß die Sozialdemokraten von den Ausschüssen und mittag in der Woche. Man kann die Unternehmer und WerkDeputationen ausgeschloffen sind. Sie wissen außerdem ja gar meister zwingen, den Lehrlingen in den Wochentagen die gehörige nicht, wie die Wahl ausfällt. In den Verwaltungsdeputationen Beit zum Besuche der Fortbildungsschulen zu gewähren.( Zwischens müssen wir toch diejenigen Mitglieder wählen, welche uns als rufe: Und den Gesellen?) Den Gesellen kann dazu auf demselben die passendsten erscheinen. Wege Gelegenheit gegeben werden, vor allem durch eine Verfürzung der Arbeitszeit.( Aha!) Wir stimmen deshalb gegen beide Anträge. M Geheimer Ober- Baurath Keller: Die Kanalisirung der Elbe ist schon früher angeregt, aber gerade in Schifffahrtstreifen abgelehnt worden. Abg. v. Lucke( fons.) erklärt sich namens der Konservativen für die Gewährung eines Beitrages zu dem Kanalbau. Finanzminister Miquel: Die Staatsregierung ist der AnStadtv. Meyer II: Jch bestreite, daß mit meinem Antrage ficht, daß für die Benutzung von Kanälen u. f. w. entsprechende der übliche Rahmen der Abstimmung verlassen wird. Wenn Herr Gebühren erhoben werden; denn dadurch allein wird es dem Singer eine Genugthuung darin findet, daß das Resultat sofort Stadtschulrath Bertram: Gerade derjenige Unterricht, der Staate möglich gemacht mit der Herstellung von Wasserstraßen festgestellt wird, so bin ich zu diesem Opfer bereit. In der Sache nicht obligatorisch gemacht werden kann, der Zeichenunterricht, weiter vorzugehen. felbft bestreite ich, daß irgend eine Rücksicht auf Parteistand ist in Gefahr, denn er fann burch andre Anordnungen garnicht Abg. Gothein( frf. Vg.): Die Gebühren schweben volle punkte in der Städteordnung genommen wird und von uns ge- ersetzt werden. Ein Vormittag außer dem Sonntag fann doch ständig in der Luft; früher hatte das Haus mitzusprechen, man nommen werden darf. Die Wählerschaft entscheidet darüber, wer in feinem Gewerbe für die Lehrlinge nicht nur, sondern auch hat aber die Sache dem Ministerium übertragen, weil man in die Stadtverordneten Versammlung Tommen soll und die Ver- für die Gesellen frei gegeben werden, ohne das Gewerbe selbst meinte, daß diese Gebühren überhaupt aufgehoben werden müssen. fammlung entscheidet darüber, wer in die Ausschüsse tommen soll. zu gefährden. Wird die fruchtbringende Arbeit des ZeichenGeh. Finanzrath Lehmann: Der Vorredner hat die Frage Ginem Eozialdemokraten ist deshalb, weil er Sozialdemokrat ist, Unterrichts jetzt plötzlich unterbrochen, dann wird die glückliche aufgeworfen, ob nach der Ladefähigkeit oder nach der effektiven noch nie die Mitgliedschaft in einem Ausschusse verweigert worden. Epoche des Aufschwungs unseres gesammten Kunstgewerbes auf Ladung die Gebühren zu bemessen sind. Das muß erwogen Ausschuß einzeln zu wählen, bin aber nach Lage der gesetzlichen Stadtv.- Borst. Langerhans: Ich halte für richtig, jeden Jahrzehnte hinaus zurückgedrängt. werden. Stadtv. Meyer II: Gegen die Beweisführung des Stadtv. Abg. Hammacher( natl.): Von der Höhe der Kanal- Bestimmungen nicht im Zweifel, daß, wenn der Antrag Meyer Bogtherr spricht die Erfahrung. Wir wissen, daß gerade gebühren ist das Quantum des Verkehrs abhängig. Sind die angenommen wird, ich danach verfahren muß. bei dem Zeichenunterricht eine besondere Freudigkeit der Gebühren zu hoch, so wird der Berkehr vermindert. Redner Die namentliche Abstimmung ergiebt die Annahme Theilnehmer an demselben herrscht, welche sie für die Arbeit bezweifelt, daß die Feststellung der Gebühren allein Sache der des Antrags Meyer 11 mit 71 gegen 42 Stimmen. Zur am Anfang der Woche stärkt. Wenn Herrn Vogtherr das unRegierung sei. Daß die Elbe nicht immer allen Anforderungen Minorität gehören die Sozialdemokraten, die neue Fraktion der bekannt ist, so beweist dies, daß seine Bekanntschaft mit den entspricht, ift richtig; aber die Kanalisirung der Elbe ist nicht Linken, der Stadtv. Hentig und der Vorsteher Langerhans. Verhältnissen der Arbeiter eine gewisse Schranke findet gerade snehmbar. Es wird darauf die Wahl in einem Afte vorgenommen bei denen, die am höchsten streben. Finanzminister Miquel: Wenn ein Mitwirkungsrecht des und die Ermittelung des Resultats durch 6 Stimmenzähler außer Landtags bei Feffeßung der Gebühren existirte, so würde es der halb des Saales bewirkt. Die Versammlung fährt inzwischen in Regierung übertragen werden müssen, damit die Gebühren richtig der Erledigung der Tagesordnung fort. bemessen werden können. Denn die Regierung will ja teine Für die Aufstellung einer Bronze büste des verstorbenen Stadtv. Spinola spricht sich ebenfalls für den Antrag Hütt aus, desgleichen Stadtv. Virchow. Stadtv. Schwalbe sieht feinen Antrag zu Gunsten des Antrags Hütt zurück. genommen. " 1079 der Die übrigen Gegenstände der Tagesordnung sind von untergeordneter Bedeutung.mp Stadtv. Singer fragt an, ob der Vorsteher gesonnen sei, die Sizung so lange auszudehnen, bis das Resultat sämmtlicher Ausschußwahlen festgestellt ist. Da die Feststellung des Resultats einen integrirenden Theil der Wahlhandlung bilde, erhebe er schon jetzt gegen eine Unterbrechung des Wahlaktes Protest. Vorsteher Langerhans erwidert, daß er sich für berechtigt halte, falls die Ermittelung des Resultats heute nicht mehr voll ständig erfolgen tönne, die Aften unter Verschluß zu nehmen und fie den Stimmzählern s. 3. wieder zu übergeben. Esc misit o Tokales. Achtung, Parteigenossen! sd Stadto. Vogtherr: Jch habe keinen Ausdruck gebraucht, der Eine umfassende Magistratsvorlage bezweckt die Aus- 1 Eine prächtige Illustration zu E3 giebt teinen Herrn Birchow zu seinen Ausführungen bezüglich der kirchlichen Be- dehnung der obligatorischen Fleischschau auf das Noth stand" hatte ich, so wird uns geschrieben, heute Abend firebungen gegen mich berechtigte. Herr Meyer II sprach von für hiesige Gaft und Speisewirthschaften Gelegenheit zu beobachten. Der Arbeiter Herrmann Brasch, mir mit besonderem Akzent als von dem hochgebildeten" Herrn. eingeführte frische Fleisch. Pappel- Allee 39 wohnhaft, brach vor dem Hause Schmidtstr. 22 Nun mein allerwerthefter..( Stürmische Heiterkeit. Glocke des In dem Ergänzungsgejez von 1881 zu dem Gefeße von entkräftet zusammen. Nachdem er durch unsere Bemühungen Vorstehers.) Herr Meyer II( Worsteher Langerhans: 1868, betreffend die öffentlichen Schlachthäuser wird den Ge- wieder zum Bewußtsein gebracht war, erzählte er uns das ewig Wegen des Doppelsinnes dieses Ausdrucks rufe ich Sie zur meindehörden auf grund eines Gemeindebeschlusses unter Anderem alte Lied von der Arbeitslosigkeit. Derselbe war seit Juli Ordnung! Ich weiß nicht, wie ich zu dem Ordnungsruf die Befugniß ertheilt, zu bestimmen, daß alles nicht in öffent vorigen Jahres ohne feste Arbeit, hatte vor dieser Zeit in einer tomme.( Vorsteher angerhans: Dann können Sie ja von lichen Echlachthäusern ausgeschlachtete frische Fleisch in dem Ge- Seifenfabrik der Neuen Königstraße gearbeitet. dem geschäftsordnungsmäßigen Beschwerdeweg Gebrauch machen.) meindebezirke nicht eher feilgeboten werden darf, bis es einer Nach einem uns vorgezeigten Ausweis hatte derselbe am die Schulbildung, die man erwirbt, richtet sich, wie bei jedem, Untersuchung durch Sachverständige gegen eine zur Gemeindekasse 5. Februar 1894 eine 21tägige Haftstrafe verbüßt und lief nun so auch bei mir nach den Schulen, für welche mein Vater das fließende Gebühr unterzogen wird; ferner daß in Gastwirth- ohne jegliche Nahrung nach Arbeit suchend herum. Eine unter Geld hat bezahlen können; in bezug auf die allgemeine Bildung schaften und Speisewirthschaften frisches Fleisch, welches von den Anwesenden vorgenommene Sammlung ergab 2,55 M., und den Anstand glaube ich mich mit Herrn Meyer durchaus auswärts bezogen ist, nicht eher zum Genusse zubereitet werden welche ihm übergeben wurden. messen zu können.( Große Unruhe.) darf, bis es einer gleichen Untersuchung unterzogen ist. Von der Nachdem wir demselben in einer nahe gelegenen Restauration Der Antrag Hütt wird mit 98 gegen 15 Stimmen an legten Bestimmung hat die Stadtverwaltung bis jetzt feinen Ge- Kaffee und Brot hatten geben lassen, mußten wir ihn seinem brauch gemacht. Da aber durch Erfahrung festgestellt worden weiteren Schicksal überlassen. Bon den sozialdemokratischen Stadtvv. Singer u. Gen. liegt ist, daß ziemlich bedeutende Quantitäten frischen Fleisches in Für arme Konfirmanden kann die für den Einsegnungsfolgender Antrag vor: Berlin unmittelbar in die Gast- und Speisewirthschaften von Die Versammlung ersucht den Magistrat, mit ihr in außerhalb eingeführt worden sind, welche nicht zur vor- aft vorgeschriebene schwarze Kleidung durch die städtische Armenagngemischter Deputation über die Schaffung einer Organi herigen Untersuchung bei städtischen Unter- pflege beschafft werden. Mit Rücksicht auf die nächste, zu Ostern Sportſation zu berathen, welche den Zweck hat: 1. durch die suchungsstationen für von auswärts eingeführtes frisches bevorstehende Einſegnung tritt, wie die Armendirektion durch das Aufnahme und Fortführung einer Arbeitslosen Fleisch vorgelegt waren, so beabsichtigt der Magistrat," Gemeindeblatt" bekannt macht, die„ Rommission zur Bekleidung Statistit die thatsächlichen Verhältnisse in bezug auf geftügt auf die bisherigen Erfahrungen über den Umfang und armer Konfirmanden" gegenwärtig wieder zusammen, um die 80s 2. durch die Beschäftigung Arbeitsloser bei hoffuratoriums nunmehr den Untersuchungszwang auch auf diesen würdigen Zusatz:„ In Fällen, wo der regelmäßige Schulbesuch nicht add Umfang und Dauer der Arbeitslosigkeit festzustellen, und die Kontrolirbarkeit des Fleischimports, auf Antrag des Vieh- diesbezüglichen Gesuche zu prüfen. Die Bekanntmachung der Armendirektion enthält wieder, wie in den Vorjahren, den merkstädtischen Arbeiten und in städtischen Betrieben Theil der Fleischeinfuhr auszudehnen. Er unterbreitet zut der in immer wachsendem Umfange hervortretenden diesem Zwecke der Versammlung den Antrag, den jetzt giltigen nachgewiesen werden kann, oder wo die betreffenden Kinder vom Arbeitslosigkeit nach Möglichkeit zu steuern." Gemeindebeschluß und das bestehende Regulativ aufzuheben und Schulbesuch dispensirt sind, um in Fabriken zu arbeiten, oder Stadtv. Singer: Der erste Antrag hat ein allgemeines durch einen neuen Gemeindebeschluß bezw. Regulativ zu ersetzen, als Laufburschen ihr Brot sich zu erwerben fuchen, oder sich öffentliches Interesse, unabhängig von jeder Parteianschauung zu welches die Vorschriften über die Untersuchung des hier feilzubieten- fchon gar im dienenden Verhältniß befinden, können Gesuche um erkennen, welchen Grad die von allen Seiten bedauerte Arbeits- den oder in Gaft- und Speisewirthschaften zum Genusse zubereitenden Ginsegnungs- Bekleidung nicht berücksichtigt werden, da vorausIpfigkeit angenommen hat. Dazu ist eine geordnete Aufnahme Fleisches zusammenfaßt. Zur Feststellung, daß diese Beftim- gesetzt werden muß, daß Eltern solcher Kinder bei ordentlicher einer geordneten Statistik nothwendig, die von Privaten nicht mungen zur Ausführung gelangen, sollen öfter amtliche Kon- Einrichtung die zur Bekleidung erforderlichen Mittel aus dem aufgenommen werden kann. Die Nothwendigkeit einer solchen trollen in denjenigen Gast- und Speisewirthschaften vorgenommen Hilfe beschaffen können." Dieser Zusatz, der wie Spott tlingt, Verdienste der Kinder ersparen und die Bekleidung ohne unfere Statistik wird von dem Berliner Magistrat anerkannt; er hat bereits werden, von denen bekannt ist, daß sie in ziemlich großen denen bekannt ist, daß sie in ziemlich großen den Anfang zu einer Art von Arbeitslosenstatistik gemacht. Aber diese Mengen von außerhalb eingeführtes Fleisch verbrauchen. aber natürlich vollständig ernst gemeint ist, läßt deutlich erkennen, Aufnahme war auch danach. Ich wage nicht, dem Magistrat Das Polizeipräsidium hat sich zu der Abänderung au- wie wenig Verständniß für die Verhältnisse der Unbemittelten zustellen, daß er auch nur der geistige Urheber jenes stimmend erklärt und die Unterstützung durch seine Beamten doch eigentlich am grünen Tische zu finden ist. Auch die läche: ch- blödsinnigen Artikels im Berliner Tageblatt" ist, der zugesagt. Die Unterstützung soll durch städtische Fleischschau- Armendirektion, bei der harmlose Gemüther vielleicht noch am uns darüber Mittheilung gemacht hat; ich habe von der In- beamte ausgeführt und die Mithilfe der Polizeireviere erbeten ehesten einiges Verständniß hierfür voraussehen werden, macht telligenz, Arbeitskraft und Menschenfreundlichkeit des Magistrats werden. Das für die betreffenden Wirthschaften bestimmte augenscheinlich keine Ausnahme. Nur immer hübsch bei der deine viel zu hohe Achtung, als daß ich annehmen könnte, er Fleisch soll 24 Stunden nach dem Eintreffen auf einer der Unter- Schablone bleiben! Wer das thut, der braucht feine blasse würde gestatten, eine so bedauerliche Erscheinung, unter der suchungsstationen zur Untersuchung vorliegen. Ahnung davon zu haben, wie es bei einem Armen zugeht und Die Vorlage wird angenommen. wie einem Armen zu Muthe ist. Hunderttausende leiden, so mit Hohn und Spott zu behandeln. Die Schablone lehrt: wer Auch wird die Arbeitslosigkeit in Berlin ihrem Grade nach nicht arbeitet, verdient Geld, und wer Geld verdient, fann sparen, festgestellt, wenn man im städtischen Obdach die Arbeitslosen ergo fann er sich auch die Einsegnungskleider selber beschaffen. zählt; man würde sich sehr täuschen, daß damit die Aufgabe Es lebe die allein selig machende Weisheit der Armendirektion, der Stadt erschöpft wäre. Uebrigens sind diese statistischen Auf wenn ihre Vorausseßungen" auch den thatsächlichen Verhält nahmen nach dem Tageblatt" unter wenig ermunternden Formen niffen geradezu ins Gesicht schlagen. Die Armendirektion sollte vor sich gegangen. Man hat die Leute einfach in den Baracken doch so gut, wie wir und jeder andere wissen, daß in Berlin stundenlang eingesperrt gehalten, sie dann verhört und schaarenGemeindeschulkinder nur dann vom Schulbesuch dispensirt werden, weise in die Baracken zurückgeführt. Diese Begleitumstände ver um in Fabriken zu arbeiten, wenn eine Noth lage der Eltern mindern den Werth der Untersuchung doch ganz außerordentlich nachgewiesen wird. Sie könnte auch wissen, daß weder diese Den 3000 Unglücklichen, die dort Obdach gesucht haben, stehen Kinder noch die anderen, welche als Laufburschen oder KinderBehntausende entgegen, welche unter der gleichen Noth und Entmädchen ihr Brot sich zu erwerben suchen", so viel verdienen, behrung leiden. Festzustellen, auf welchem Gebiete die Arbeits- Darauf wird die öffentliche Sigung 94 Uhr geschlossen. daß sie noch davon sparen und Einsegnungskleider beschaffen tönnten. Selbstverständlich jammern wir nicht darüber, daß losigkeit sich stark oder schwächer zeigt, ist ebenfalls ein Theil der Aufgabe, die hier zu lösen ist. Bei allem Stolz, Berliner zu durch dieses Verfahren eine Anzahl von Kindern voraussichtlich sem, kann man doch oft den Wunsch nicht unterdrücken, Stuttauch um die Einsegnung kommt. Die Angelegenheit interessirt uns nur als ein garter oder Frankfurter zu sein; denn in diesen Städten weiterer Beitrag zur Kritik der vielgerühmten städtischen anderem Armenpflege, werden folche kommunalen Aufgaben mit die bekanntlich ausganz reichend sein soll um allen an Wohlwollen, auch mit ganz anderem Verständniß gelöst. Die fie herantretenden Anforderungen genügen zu können. Bei ordentlicher EinOrganisation des Städtischen Statistischen Amts ist bei aller Vorzüglichkeit der Leistungen desselben nicht für die Aufnahme Troß eingehender Untersuchung und Beschluß der Ber- richtung", d. h. wenn vorhandene Bedürfnisse einfach wegdiefer Statistit geeignet; es wird daher vorzuziehen sein, in ge- liner Lokalfommission, über das Etablissement, Sanssouci", disputirt werden, kann sie das allerdings. Uebrigens ist die mischter Deputation über den Gedanken selbst erst sich zu be- Rottbuserstr. 4, die Sperre nicht zu verhängen, hat die am nicht sehr groß. Sie geht im allgemeinen immer mehr zurück. Nachfrage nach unentgeltlicher Einsegnungskleidung thatsächlich athen, ihn zu klären, den Rahmen für diese Arbeit festzulegen. vorigen Sonntag stattgefundene Boltsversammlung( siehe gestern Ginen bedeutenden Rückgang erlitt sie besonders in den achtziger Sollten sich andere sozialpolitische Gesichtspuntte an diese Statistit anknüpfen, sollte sich ein städtischer Arbeits- veröffentlichten Bericht) dennoch den Boykott über genanntes Jahren, und erst in den Jahren 1890, 91, 92 ist die Zahl der nachweis daran antryftallifiren, sollte sich aus diesem Lokal ausgesprochen. Da nun nach unserer Meinung der Be- unentgeltlich bekleideten Konfirmanden wieder gestiegen. Kern ein städtisches soziales Amt entwickeln, so würde ich schluß der Volksversammlung zu Unrecht gefaßt, und wir auch 1888: 987, 1884: 955, 1885: 761, 1886: 862, 1887: 748, Zahlen waren( Ostern und Michaelis) 1882: 1164, das nur als werthvolle Bereicherung unserer städtischen Dr- dem Gegner gegenüber strenge Gerechtigkeit walten lassen müssen, 1888: 701, 1889: 702, 1890: 792, 1891: 800, 1892: ganisation ansehen können. Die Gegner haben auch von ihrem Konfirmanden( Knaben und Standpunkte aus alle Veranlassung, diese Statistik aufzunehmen; erklären wir hiermit uns mit dem gefaßten Beschluß der Volks: 832 Mädchen zusammen). es würden dann die Redensarten der Herren von der fatten versammlung nicht einverstanden. Wir sehen uns daher ver- Gine oberflächliche Statistik könnte hieran den Schluß knüpfen, Moral, daß die Arbeitslosigkeit aus Arbeitsscheu, aus Faulheit anlaßt, für nächsten Dienstag, den 13. d. M., eine Protestver- geworden sei, ihren Kindern Ginsegnungskleider zu beschaffen, daß es der ärmeren Bevölkerung Berlins im Allgemeinen leichter herrühre, auf ihren Werth geprüft werden fönnen. Von der Nothwendigkeit unseres zweiten Antrages sind wir nach wie vor sammlung zur endgiltigen Klarstellung der Angelegenheit ähnlich wie der Minister v. Bötticher fürzlich im Reichstage aus durchdrungen, wir müssen eine Organisation verlangen, welche Sanssouci einzuberufen. Parteigenossen! Das Ansehen und dem Rückgange des Verkehrs auf den Leihämtern zu beweisen die Beschäftigung Arbeitsloser bei den städtischen Bauten regelt. Die Ehre der Partei erfordern in diesem Falle eine nochmalige, versucht hat, daß ein Nothstand nicht mehr bestehe. Aber Ich hoffe, daß für die städtischen Behörden allmälig die Er flare Aussprache und ersuchen wir Euch daher um zahlreichen Bericht über die Gemeinde Verwaltung der Stadt Berlin selbst der Magistrat bemerkt zu den obigen Zahlen in seinem Tenntniß dämmern wird, daß von Stadt wegen Mittel und Die Bekanntgabe des Versamm 1882-88": Es mag der Umstand, daß diese UnterWege gefunden werden müssen, der überhand nehmenden Noth Besuch der Versammlung. zu fleuern. Die Nothwendigkeit der Annahme auch des lungslokals findet durch Inserat im Vorwärts" statt. stüßung nicht nur seltener bewilligt wird, was die Folge 3veiten Antrags geht auch aus dem Umstande hervor, Die Berliner Lotal- Kommission. einer größeren Strenge bei der Prüfung des Bedürfnisses daß noch heute bei den Hafenarbeiten am Urban nicht sein tönnte, sondern auch weniger beantragt wird, sich J. A.: H. Gumpel, Barnimstr. 42. mehr wie zehn Arbeiter beschäftigt werden, daraus erklären, daß sonst nicht unterstützte Familienväter durch trotzdem man uns versichert hat, daß der Magistrat nach Möglichkeit In der gestrigen Situng der Stadtverordneten. eine Unterstüßung irgend welcher Art für das betreffende Jahr Arbeiter auf den städtischen Bauten beschäftigen werde. Die Versammlung hat sich die bürgerliche Mehrheit wieder einmal der Wahlrechte verlustig zu gehen besorgen." Das erscheint in Elektrizität haben wir der privaten Ausnutzung überlassen, und einen köstlichen Beweis ihrer Toleranz und Unparteilichkeit ge und trotz ihres vorher bemerkbar gewesenen vermindernden der That sehr glaublich. Wenn jedoch trotz dieser Besorgniß die Folge ist die Entlassung von städtischen Gasarbeitern! leistet. Aengstlich hat sie bisher das Eindringen sozialdemo ( Hört! Hört!) Wenn Sie stets betonen, daß Sie Alles thun, fratischer Mitglieder in die eigentliche Verwaltungsmaschinerie Einflusses auf die Zahl der Unterstüßungsgesuche, in den Jahren um den Frieden innerhalb der Bevölkerung zu fördern, so neh der Reichs- Hauptstadt zu verhüten gewußt; nur in einige minder könnte das daran liegen, daß man, durch die immer weitere von 1890 an wieder eine Steigerung eingetreten ist, so men Sie unsern Antrag an und zeigen Sie damit, daß Sie den wichtige Ausschüsse wurde hin und wieder, mehr zum ornamen: Verminderung der Gesuche stuzzig gemacht, sich bequemt hat, ehrlichen Willen haben, den Umfang der Noth in unserer Stadt talen Schmuck als aus Gründen der ausgleichenden Gerechtigkeit fürderhin bei der Prüfung eine größere Milde walten zu lassen, festzustellen. ein Sozialdemokrat gewählt. In diesem Jahre zum ersten Male Stadtrath Friedel: Der Magistrat bittet um Ablehnung schien sich eine Aenderung anzubahnen; die Vorbereitung der damit wenigstens die nicht um ihr Wahlrecht besorgten Armen ber Anträge. In einer großen Stadt ist der Begriff der Arbeits- Wahlen für diese Ausschüsse wurde einer besonderen Kommission nicht von vornherein gänzlich auf die Konfirmation ihrer Icfigkeit ein außerordentlich dehnbarer, bedenklich auch, wenn Berlin übertragen, in der auch die sozialdemokratischen Stadtverordneten Kinder verzichten. Das ist freilich nur eine Vermuthung, allein mit solcher Statistik vorgeht. Der Antrag auf Einrichtung vertreten waren, und diese Kommission batte sich über Vor- die fich nicht beweisen läßt, weil die Verwaltungsberichte Daß unterzeichnet von Leuten der Berliner Vororte. In gewissem demokratischen Ausschußmitglieder gefunden hatten. In der nicht auch die der abgewiesenen Gesuche angeben. Sinne wäre eine Arbeitsstatistik eine recht dankbare Arbeit, fie geheimen Sigung aber, die über diese Ausschußvorschläge in Be- man thatsächlich an der Konfirmation möglichst aller Kinder ein müßte aber dann über ganz Deutschland aufgestellt und auf Anrathung trat, entdeckte die wadelstrümpflich- freisinnige Mehrheit Interesse hat, geht aus der im vorigen Jahre von der städtischen gebot und Nachfrage für Arbeitgeber und Arbeitnehmer aus- wieder ihr Herz; der Ausschuß fiel mit seinen Vorschlägen Mark Brandenburg getroffenen Verfügung hervor, daß zwar von Schuldeputation im Einverständniß mit dem Oberpräsidenten der gebehnt werden; das kann für Deutschland und vom Deutschen ab und die Fata morgana einer der Möglichkeit wirklich fach den Leitern und Lehrern der Gemeindeschulen ein Zwang zum Reiche geschehen. Eine einzelne Stadt herausreißen, hieße die lichen, von Parteiung unbeeinflußten Führung der städtischen Besuch des Konfirmanden Unterrichtes auf die evangelischen Sache am verkehrten Ende anfassen. Geschäfte verschwand. Auch diesmal war es Herrn Merander Stadtrath Seller: Die statistische Aufnahme im Obdach Meyer vorbehalten, diesem Afte der Vergewaltigung der Kinder nicht ausgeübt werden soll, daß jedoch fünftig in der hat nicht in der Weise stattgefunden, wie Herr Singer es mitgetheilt Minorität seinen Segen zu geben; was er dabei an echt frei- ersten Woche jedes Semesters der Schuldeputation ein Verhat; es ist niemand eingeschlossen worden; wir haben bei offenen finniger politischer Weisheit gegen die sozialdemokratischen Mit- zeichniß derjenigen Kinder eingereicht werden soll, die das Thüren und mit großer Humanität verhandelt. Die Angriffe glieder zum Besten gab, stellt sich würdig seinem Bemühen an die aber nicht angemeldet sind. Wozu diese Maßregel, wenn man 13. Lebensjahr vollendet haben. zum Konfirmanden- Unterricht auf das Obdach und seine Verwaltung, wie sie namentlich von Seite, die Geschäftsordnung zu ändern, um die Minorität mundtodt feinen Zwang ausüben will? Soll das Verzeichniß vielleicht einem Herrn Singer sehr nahestehenden Blatte ausgehen, tönnen zu machen. Vergebens appellirte Singer an das Gefühl der Ver- den Sendboten der Berliner Stadtmission ausgehändigt werden, wir nur entschieden zurückweisen. Die Aufnahme hat allerdings fammlung für ihre eigene Würde; nur die eine Fraktion der damit sie zu den Eltern gehen, um diese entsprechend zu be= einige Ueberraschungen gebracht. Es wird immer( von arbeits- Linken, der Vorsteher Langerhans und Herr Hentig gingen mit damit sie zu den Eltern gehen, um diese entsprechend zu belosen Berlinern gesprochen; die Zählfarten ergeben, daß höchstens ihm; mit 71 gegen 42 Stimmen wurde die Vornahme der Wahl 1/6 Berliner, 5/6 zugelaufen sind. Seit 3, 2, 1 Tagen waren die in einem Wahlakt beschlossen. Gegen den Antrag, den Die Berliner Silfskaffenärzte haben in einer am Mittmeisten erst in Berlin! Und auf die Frage, weshalb sie bei der Magiftrat aufzufordern, schleunigst alle noch möglichen Schritte woch Abend stattgehabten Versammlunges waren 110 von Noth, die hier doch herrschen solle, hergekommen feien, haben zu thun, um die Beibehaltung des Sonntagsunterrichts in den 150 anwesend einstimmig den ihnen vom Vorstande der fie geantwortet: Man hat uns gesagt, in Berlin haben wir es Fortbildungsschulen zu ermöglichen, sprach sich Vogtherr in Vereinigung f. G. zugesandten Vertragsentwurf für unanehmbar beffer, da bekommen wir Obdach und Berpflegung, darum gehen Gemäßheit unferer Stellung zur Sonntagsruhe entschieden erklärt. Da gleichzeitig der Vorstand des großen, etwa tausend wir hin!( Hört! hört!) aus. Auch bei dieser Gelegenheit Gelegenheit bedeckte fich Herr Mitglieder umfaffenden Vereins freigewählter Raffenärzte in einer Stadtv. Gaffel begründet einen Antrag auf Ueber Alexander Meyer in der persönlichen Polemit gegen Resolution die Erwartung ausgesprochen hat, daß seine Mit gang zur Tagesordnung. Bogtherr mit neuer Glorie worüber man das Nähere glieder ebenfalls einen ihnen etwa zugehenden Vertragsentwurf namentlicher Abstimmung wird der Antrag im Bericht lesen möge. Nach dem die Mehrheit nach nicht unterschreiben werden( ein Beschluß, den dieser mächtige Gaffel mit 70 gegen 34 Stimmen angenommen. Damit ihrer Meinung fich schon überlange mit dem bekanntlich gar Verein event durch Zwangsmittel durchzuführen in der Lage ist), nicht vorhandenen Nothstand der Arbeiterbevölkerung gezwungener- fo ist mit Sicherheit zu erwarten, daß sich unter den Berliner Der Vorsteher giebt einige Resultate der vollzogenen maßen bat beschäftigen müssen, war sie heute fest ent- Aerzten feine Streitbrecher finden werden und daß die Berliner Ausschußwahlen bekannt. Von sozialdemokratischen Mit- fchloffen, des grausamen Spiels genug sein zu lassen und sich Hilfskaffen wieder mit ihren alten Aerzten in gütliches Einver gliedern sind gewählt: in den Ausschuß für unbefoldete Ge- wichtigeren Dingen, wie den Thürmen der Gedächtnißkirche am nehmen treten werden. Wie wir hören, beabsichtigt der Vorstand meindebeamten Herzfeldt, in den Ausschuß für befoldete Boologischen Garten u. dgl. zuzuwenden und so verwarf sie denn des Aerztevereins denn auch, demnächst die Vorstände und Dele Gemeindebeamten und für die Wahlprüfungen Singer, in furzer Hand die Anträge Singer, welche auf die Aufnahme einer girten der Kassen zu einer Besprechung einzuladen, in welcher den Petitionsausschuß Bruns, in den Rechnungsausschuß Arbeitslosen- Statistit von Stadt wegen und auf die Schaffung die Grundlagen eines erneuten Vertrages durchberathen werden Borgmann und Bogtherr, in die Armendirektion und städtischer Einrichtungen zur regelmäßigen Beschäftigung Arbeits- follen. Abtheilung berfelben für das Arbeitshaus Dr. 3 adet, in die loser auf den städtischen Bauten hinausgingen, durch Uebergang Die Macht des Boykotts. In dem gesperrten Buggen Laifenverwaltung Zoltsdorff. zur Tagesordnung. shagen'schen Lokal am Morigplay fand am legten Montag eine " B Die eines städtischen Arbeitsamts, der neuerdings einlief, war auch schläge verständigt, die auch die Zustimmung der sozial nicht auch die der abgewiesenen Gesuche angeben. des Magistrates leider nur nur die Zahl der bewilligten, sind die Anträge beseitigt. arbeiten? Titel und Orden. In der Hauptstadt des europäischen Reichs der Mitte hat das Mandarinenthum jetzt auch das Theater angefressen. Die neueste Leistung auf dem Gebiete des Titelwesens besteht darin, daß der Direktor eines hiesigen Theaters seinen Kassirer zum Bureauchef, ernannt" hat. Bei fortdauernder loyaler Führung soll der Bureauchef zum Ritter des bekannten fardinischen Ordens ernannt werden, der in Offenbach's" Pariser Leben" eine so glanzvolle Rolle spielt. der schienen, mittels Droschte nach dem Krankenhause am Friedrichsbain überführt. Zwei der Zuhälter entflohen alsbald, der dritte, der eigentliche Thater, der den Spiznamen„ Trumpf- As" führen soll, wurde, nachdem das auf das Höchste empörte Publikum in des Wortes wahrster Bedeutung Lynchjuftiz an dem Burschen vollzogen, nach der Polizeiwache in der Grenadierstraße geschafft. „ Trumpf- A3" ist ein mehrfach vorbestraftes Subjekt und hat erit vor einigen Tagen eine neunmonatliche Gefängnißstrafe verbüßt. Der schwerverletzte Arbeiter ist bis jetzt noch nicht rekognoszirt worden. Gerichts- Beitung. von der Neuen freien Volksbühne veranstaltete Ronzertaufführung| hälter kennend, vor, sich nicht in den Streit zu mischen, sondern statt. Um trotz der Benutzung des gesperrten Lokals mit dem demselben aus gesicherter Ferne zuzuschauen. Nur ein Arbeiter, Bontottbeschluß in Einklang zu bleiben, wurde unter die Konzert- ein etwa 30 jähriger Mann, trat zwischen die Schläger und Die fromme Germania, die jedesmal ein pharisäisches besucher eine gedruckte Aufforderung vertheilt, fich des Genusses ermahnte dieselben in ruhigem Tone, sich doch anständig zu vervon Speisen und Getränken während der Vorstellung zu enthalten. In demselben Augenblick jedoch war der Vermittelnde Hallelujah anstimmt, wenn in sozialdemokratischen Kreisen ein halten. Die Folge dieser Aufforderung war die, daß die sämmt von den Zuhältern gepackt und einer derselben rief:„ Warte, Schuft entlarvt und ausgestoßen wird, dürfte von einer Berlichen reichlich herbeigeschafften Vorräthe des Wirthes an Speisen Dir A.. werde ich lehren, sich um uns zu fümmern. Mit handlung, die sich vor der II. Straffammer des Landgerichts I und Getränken fast gänzlich unberührt blieben. Die Konzert voller Absicht wurde der Arbeiter nun auf den Fahrdamm, Wegen Vertrauensbrüche schlimmster Art hatte sich der seit am Donnerstag abspielte, nicht besonders erbaut gewesen sein. besucher hatten sich ihre Eßwaaren selber mitgebracht. welchen an jener Stelle gerade zwei entgegenkommende Viehwagen und das Fuhrwerk einer einiger Zeit in Untersuchungshaft befindliche Bankbeamte Georg Der Südweststurm, der seit gestern sich auch in Berlin Gefährte, ein Er war Mitglied bemerkbar macht, hat hier und in der Umgegend mancherlei Brauerei im Schritt passirten, gestoßen und der eine Barten zu verantworten. Barten ist seit mehr als zehn Jahren Spuren hinterlassen. In Thiergarten wurden einige der ältesten Zuhälter warf, wie zahlreiche Augenzeugen ferner bei der Nationalbant angestellt. Bäume zum Theil vollständig umgebrochen, zum Theil ihrer versichern, den Fremden zwischen die beiden Ge- mehrerer katholischer Vereine, bei dem katholischen Hefte beraubt. Das große Transparentschild der Bierhalle Gde fährte. Der Kutscher des Biebwagens fonnte leider nicht mehr faufmännischen Verein, sowie bei dem katholischen LandesBeide sitzenden. Vereine bestehen durch Zuwendungen Weidendammer Brücke und Friedrichstraße, wurde eingedrückt rechtzeitig die Pferde zum Stehen bringen und nun ging das verein bekleidete er die Ehrenämter eines zweiten Vorund heruntergerissen. Auch im Telegraphen- und Telephon- Bewußtlos wurde der Unbekannte auf den Flur des Hauses Angeklagte ein schwere Hinterrad über Kreuz und Rückgrat des Aermsten hinweg. von freiwilligen Beiträgen. Als Bankbeamter genoß der betriebe sind Beschädigungen vorgekommen, die vorübergehend zu Linienstraße 237 geschafft und, nachdem ein Schuhmann er in den Vereinskaffen eine größere Summe angesammelt hatte, ganz besonderes Vertrauen. Wenn sich Störungen des Betriebs geführt haben. in den Vereinskaffen eine größere Summe angesammelt hatte, wurde dafür ein sicheres Papier gekauft und dies dem Ange lagten mit der Weisung übergeben, dasselbe bei der National Depotscheine bei dem Vereinskassirer ab. Im Herbste des vorigen bank zu hinterlegen. Barten lieferte auch Jahre hindurch die Depotscheine bei dem Vereinskassirer ab. Jm Herbste des vorigen Jahres sollte eins der Papiere abgehoben werden, als aber der Schein bei der Bank vorgelegt wurde, stellte sich heraus, daß derselbe gefälscht war. Keiner der beiden Vereine hatte überhaupt ein Guthaben bei der Bank, Barten hatte die Papiere, die ihm nach und nach anvertraut waren, sämmtlich für sich beUeber eine Fastnachts- Zusammenkunft des Bundes der halten und verbraucht. Der durch ihn angerichtete Schaden beLandwirthe bringt die Volts- Zeitung" einen drolligen Bericht, Das Petroleum. Durch eine umgeworfene brennende trug insgesammt 26 200 M. Im Verhandlungstermine zeigte Er behauptete, daß dem wir folgendes entnehmen: Bei Freibier hielt der Bund Petroleumlampe hat am Sonntag Abend die Ehefrau des Töpfers der Angeklagte sich sehr zerknirscht. der Landwirthe des Kreises Teltow gestern Nachmittag in der Wollweber in der Antonstraße 17 so schwere Brandwunden er er durch seinen Wohlthätigkeitssinn zum Verbrecher ge= fei. Als Vorstands- Mitglied des katholischen Viktoria- Brauerei, Lüßowstr. 112, seine dritte Bezirksversamm litten, daß sie im Paul Gerhardstift, wohin sie gebracht wurde, worden lung ab, welche von etwa 200 Personen, Groß und Klein- noch in derselben Nacht unter unsäglichen Schmerzen ge- faufmännischen Vereins sei er täglich von unterstützungsbedürfgrundbesitzern, besucht war. Vor Eintritt in die Tagesordnung tigen Kaufleuten heimgesucht worden und er habe nicht das Herz machte der stellvertretende Vorsitzende, Rittergutsbefizer Beußel, Wegen Tödtung seines Kindes mittelst unerhörter Miß gehabt einen solchen Unglücklichen abzuweisen. Er schäße, daß Haus- Zoffen, die Anwesenden darauf aufmerksam, daß jemand" handlung ist soeben der Schuhmachermeister Brosice von der er täglich etwa 4 m. verschenkt habe und dies sei neun Jahre ein Faß Bier habe auflegen lassen, welches bereits angestochen" Amtsfreiheit" bei Alt- Landsberg verhaftet worden. B. lebte hindurch so gegangen. Staatsanwalt Rizel hielt dem Angesei und nun zum Trinken bereit stehe, bezahlt werde es jeden mit einer Frauensperson in wilder Ehe, aus welcher ein Kind flagten entgegen, daß selbst wenn diese wenig glaubhafte Geschichte falls" schon sein.( Lebhaftes Bravo.) Die Anwesenden ließen hervorgegangen ist, welches ein Alter von fünf Jahren erreicht 12 000 m. übrig geblieben sein. Die vernommenen Zeugen fich dies Freibier denn auch vortrefflich munden. Es wurde nun hat, dem aber das Leben durch die nichtswürdige Behandlung wußten nicht zu befunden, daß der Angeklagte irgendwie über mitgetheilt, daß der Vorsitzende Ring- Düppel noch im Parlament der Eltern zu unausgefeßter Qual geworden ist. Vor einigen feine Verhältnisse gelebt habe. sei, um erst den Herren Rickert und Richter seine Meinung zu Tagen starb das Kind plöglich. Dem Vater wurde nun doch fagen.( Bravo!) Nach Erstattung des Kaffenberichts und erfolgter wohl etwas schwül, er zog zunächst einen Barbier und Heilabre Buchthaus und fünfjährigen Ehrverlust, während der Der Staatsanwalt beantragte gegen den Angeklagten vier Borstandswahl forderte Kleingrundbesiger Rohrbeck alle Klein gehilfen zu Rathe. Dieser fand am Kopfe des Kindes zahlreiche Bertheidiger, Rechtsanwalt Wronter, für Bubilligung mildernder Jahre Zuchthaus und fünfjährigen Ehrverlust, während der grundbefizer auf, das( nur zu berechtigte) Mißtrauen, welches sich erhebliche Verlegungen älteren und jüngeren Datums und den Vertheidiger, Rechtsanwalt Wronker, für zubilligung mildernder jest wieder gegen die Großgrundbesizer geltend machte, schwinden ganzen Körper voller Schwielen, worauf er erklärte, nichts in der Umstände plaidirte. Der Gerichtshof gelangte auch zu einer au laffen, diesen Vertrauen entgegenzubringen, denn die zu ver- Sache thun, auch feinen Rath geben zu tönnen, den Todtenschein milderen Auffassung und erkannte auf 2 Jahre Gefängniß folgenden Interessen seien dieselben(??), aber auch die Groß- könne nur ein Arzt ausstellen. Ein solcher wurde nun auch zu- und 2jährigen Ghrverlust. grundbefizer müßten zeigen, daß sie es ehrlich mit den Klein- gezogen, derselbe erstattete aber nach Besichtigung der Leiche sogrundbesigern meinen, dann werde sich das Mißtrauen von selbst fort Anzeige, weil ein gewaltsamer Tod vorzuliegen scheine. Tegen; zum wenigsten müsse die Kluft zwischen beiden überbrückt Am Dienstag wurde das Kind durch die Gerichtsärzte obduzirt werden.( Bravo!) Der Vorsigende Ring- Düppel war immer und auf grund des Obduktionsbefundes wurde gegen das Elternnoch nicht anwesend und so vertrieb man sich die Zeit mit allerlei paar formell die Untersuchung eingeleitet. internen Angelegenheiten, wobei natürlich immer ein Faß Freibier nach dem andern angesteckt wurde. Inzwischen war es bereits 5 Uhr geworden. Der größte Theil der Anwesenden hatte sich inzwischen entfernt und die anderen warteten immer noch auf den Vorsitzenden Ring- Düppel, welcher überhaupt nicht erschien, so daß man schließlich darauf verfiel, auf Bismarck Hochs auszubringen und alsdann das Lokal räumte. " ftorben ist. In die Spree gestürzt hat sich am Donnerstag Vormittag in der Nähe des Neuen Theaters ein etwa 22jähriges zur Halb: welt gezähltes Mädchen. Obgleich sofort Hilfe von den Spree fchiffern zur Stelle war, so konnte die Rettung des unglücklichen Weibes nur unter Lebensgefahr geschehen, da die Selbstmörderin heftigen Widerstand leistete. Nachdem das arme Weib endlich Polizeibureau. aus dem Wasser gezogen war, brachte man es auf das nächste wahr sei, würden von der veruntreuten Summe immer noch Vermischtes: Eine furchtbare Feuersbrunst hat auf dem Otto'schen Gute in Warbelow, Amt Gnoien, gewüthet. Drei Viehhäuser und eine Scheune sind abgebrannt. Der gesammte Bestand an Schafen, neunhundert Thiere, ist in den Flammen umge fommen. Paris, 7. Februar. Bezüglich des Eisenbahnunglücs bei Compiègne wird gemeldet, daß der Zug 1214 Uhr Nachts durch eine auf dem Geleise liegende Kiste, welche anscheinend von einem Güterzug herabgefallen war, zur Entgleisung gebracht wurde. Ein Laftzug fuhr in den entgleisten Personenzug und zertrümmerte mehrere Waggons. Ein Unfall ereignete fich heute Mittag gegen 1 Uhr beim Antisemitisches Pech. In der in Warschau erscheinenden Aufziehen der Wache auf der Schloßbrücke. Ein bei der Regulirung des Asphalts daselbst beschäftigter Arbeiter wurde infolge antisemitischen„ Rola" stand vor Kurzem folgende Briefkasten. notiz: Wir rathen Ihnen, sich an Herrn Rechtsanwalt Fahrlässigkeit des Kutschers durch eine einspännige Equipage überfahren, indessen nur leicht verlegt. Als die übrigen Arbeiter Theodorowsky zu wenden, er ist ein hochgeschätzter und geachteter den Wagen anbielten, fuhr eine Droschte in demselben Augen- Mann und vollkommen überzeugter Christ. Gegen mäßiges blicke so heftig gegen das eine Vorderrad deffelben, daß es ab- Sonorar wird er Ihnen über Alles, was Sie wissen wollen, brach und die Equipage sich auf die Seite legte. Da die zahl- Auskunft ertbeilen. Möge Gott Sie vor einem jüdischen Rechtszahl- Sonorar wird er Ihnen über Alles, was Sie wissen wollen, reiche Menschenmenge, welche die Unfallsstelle umstand, der Auf- anwalt, der Sie maßlos betrügen würde, behüten." Nach fünf Tagen konnte man im Warschauer Polizei- Anzeiger lesen:„ Auf forderung eines Polizeilieutenants, sich zu zerstreuen, nicht sofort anwalt, der Sie maßlos betrügen würde, behüten." Nach fünf nachkam, so ließ er einige Verhaftungen vornehmen. Anordnung des Oberbürgermeisters wurde der Rechtsanwalt Theodorowsky wegen Betrugs und Unterschlagung verhaftet und sein Bureau geschlossen." Versammlungen: Zentral- Kranken- und Sterbekaffe der Tischler u. f. w. Die Ortsverwaltungen Berlins versammeln sich am Freitag, den 9. Februar, Abends 8 Uhr, bet Quandt, Stralauerstr. 43. Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter. H. 29. ( Filiale Rigdorf.) Sonnabend, den 10. Februar, Abends 8½ Uhr, Bersamm lung bei Filide, Kirchhofftr 26. Tagesordnung: 1. Wahl der Delegirten zur Generalversammlung. 2. Berschiedenes. Sozialdemokratischer Agitationsklub für den Often Berlins. Sonntag den 11. Februar, Abends 6% Uhr, im Lotale Bum Freischüß"( oberer Saal), Fruchtstr. 36a: Große öffentliche Versammlung für Männer und Frauen. Vortrag des Genossen Dr. Joel über:" Die Frau im Spiegel der Geschichte und Wissenschaft." Arbeiter- Bildungsschule. Freitag, Abends von 8%-10% Uhr: Nordschule, mullerfraße 179a: Erste Hilfe bei unglücksfällen. Buchführung. Ditchule, Markusfir. 31: Unterricht in Geschichte un Süd- Ost Schule: Reichenbergerstraße 133. Unterricht in Gefeßgestunde und Buchführung. Betreffend das Damenpensionat, das zur Gewerbesteuer al3 Schantstätte herangezogen ist, können wir zur Aufklärung Folgendes mittheilen: Es giebt hier in Berlin nicht wenige solcher Pensionate, in welche wohlhabende Gutsbesitzer, reich gewordene Bauern, ebensolche Kleinbürger aus fleineren Provinzialstädten ihre schon erwachsenen Töchter, die so etwa 16-18 Jahre alt sind, hinfenden, um gesellschaftliche Umgangsformen zu erlernen. G wird von der Pensionsvorsteherin verlangt, daß sie selbst diese Formen fennt und beherrscht und daß sie die Pensionärinnen in elegante Gesellschaft einführt, um sich hier abzuschleifen. Da es nun schwer ist, diese Elephanten Rüden", wie solche junge Damen, die zum großen Theil aus den deutschen NordseeMarschen stammen, in Gesellschaft zu präsentiren, so muß die Wiederum wird ein Raubanfall vom Schlesischen BahnPensionsvorsteherin im eigenen Hause gesellschaftliche Busammen- hofe gemeldet, wo sich Persönlichkeiten umhertreiben, die auf fünfte, Thees, Tanzabende u. s. w. veranstalten. In der Auswahl polnische Mädchen Jagd machen, die fremd hier eintreffen. des Herrenpublikums für diese Abende fann nicht sehr sorgsam Mittwoch Abend kurz vor 10 Uhr fam die unverehelichte R. hier verfahren werden. Man muß nehmen, was tommen an und wollte nahe am Bahnhofe bei einer Frau Unterkunft wid, gut fizzenden Frack, Lackschuhe und Glacee- suchen. Eine Geldtasche mit 13 M. trug fie in der Hand und Handschuhe besitzt und sich sich einigermaßen einigermaßen passend zu ein Packet auf dem Arm, in dem sich außer den Papieren ein benehmen versteht. Die jungen Damen zahlen zwar grüngestreiftes Kleid und mehrere blau und weiße Schürzen beeine recht hohe Pension, für die die gesellschaftliche Repräsenta- fanden. Dicht am Bahnhofe wurde die K. von einem etwa tion bestritten werden soll, daß aber eine solche Pensionshalterin 30jährigen Manne mit helblondem Schnurrbart und Fliege, und sich auch die getrunkenen Weine noch von den Lebemännern be- rundem frischen Gesicht angesprochen und ausgefragt. Schließlich zahlen läßt, die dorthin kommen, um zu versuchen einen der vor- machte er ihr einen Heirathsantrag. Als die K. sagte, er möge handenen Goldfischchen zu kapern, ist durchaus nicht aus: sie in Ruhe lassen, hieb der Mann sie mit der Faust in das geschlossen. Wir wissen, daß die jungen Mädchen in diesen Gesicht, entriß ihr das Geld, indem er ihr die Hand aufbrach, Pensionen, in welchen sie Bildung" lernen sollen, sehr häufig nahm ihr das Packet ab und floh. Die R. lief schreiend hinter: Erfahrungen sammeln, die ihr ganzes tünftiges Leben verderben. drein, konnte aber den Räuber nicht einholen. Manche der vielen unglücklichen Ehen der reichen Marschbauern Der Zigarrenhändler Rochan hat ein Geständniß abgelegt ist auf diesen Aufenthalt der Frau in solch einem Pensionat und angegeben, daß sein Geschäft so schlecht gegangen fei, er sich und rohes, schaales Gigerlthum als feine Bildung hat mißver- auch in so gedrückter Lage befunden habe, daß er auf den Gedanken der Brandstiftung gekommen sei und geglaubt habe, sich stehen gelernt. Bei allen Unterrichtsfächern fönnen noch Schüler und Schülerinnen, Ein solches Pensionat für„ Elephanten- Rücken" wird auch das mit den 1400 M., mit denen die Ladeneinrichtung und Vorräthe auch jezt im Laufe des Semesters, eintreten. versichert gewesen, helfen zu können. Seine Frau, die von dem Lese- und Diskutirklubs. Freitag. Karl Marr, Abends 8 Uhr, wohl gewesen sein, das jetzt von sich reden macht. Die In- Plan nichts wußte, habe er fortgeschickt. Nachdem er um 10 Uhr bei über Partendorferir. 5. Westen, bei H. Werner, Bülowstr. 69. haberinnen der Pensionate find häufig Wittwen, ja selbst Frauen Die Rollladen heruntergelassen, habe er Papierdüten zusammen- ad. Neumann, Brunnenstraße 130, 2 Tr. Alle Aenderungen im Bering. Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender hochstehender Beamten, Pastorwittwen u. s. w., das gehört zur gefegt und in Brand gefeßt. Dann habe er sich mit einem Meffer, talender find zu richten an Fried. Kortum, Manteuffelfir. 49, d. 3. viites: Netlame für das Institut". Uebungssunde Abends 9 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. Raifer: das zugleich mit anderen auf dem Ladentisch lag, die Verlegungen ich er männerchor, Schönhauser Allee 28, bei Kuhlmey.- Nord, BergBorwärts 1, S.O. Adalbertstr. 21, bet Roll. Uebergeschuappt! Mit sehr originellea„ Scherzen" macht ein an der linken Bruft beigebracht, sei in den Keller gestiegen und straße 68, bei steller. angeblicher Graf H., der noch vor kaczem als Offizier in dabei sei ihm die Fallthür auf den Kopf gefallen. Die Kopf- ummer' scher Gesangverein, Langeftraße 65, bei Tempel. Potsdam gestanden, bis er infolge feines hypernervösen Zu- verlegungen habe er sich nicht absichtlich beigebracht, das Auf- binder Männerchor Berlins, Holzmarttſtraße 3, bet Deter. glödchen, Hochstr. 32a, bei Wilte. standes" den Abschied erhiels, zur Zeit" die Hotels und schlagen der Thür habe ihn betäubt, so daß er die letzten Stufen Restaurants Unter den Binden und in der Friedrichstadt der Kellertreppe hinabgestürzt sei. unsicher. So zum Beispiel ließ der Herr Graf, der sich vor Endlich ist es gelungen, den Stiefelmarder im Städtieinigen Tagen in sinent unserer ersten Hotels einlogirt und der schen Obdach in der Fröbelstraße in der Person eines Kalfaftors neben seiner Dienerschaft eine ganze Meute mit sich führt, aus dem Rummelsburger Arbeitshause zu ermitteln. Dieser hatte von seinen Bienern mehrere Bund Stroh ins Hotel bringen, be- vorgestern im Städtischen Obdach einem Asyliſten ein Paar alte deckte mit demselben die kostbaren Smyrna- Teppiche und Stiefel für 20 Pf. verkauft; lekterer wollte daran verdienen und walzte sich mit seinen Hunden auf dem Stroh umher. Natürlich bot sie dem Bestohlenen in der Wärmehalle zum Kauf an; dieser wurde er, da durch diesen hocharistokratischen Scherz die Teppiche erkannte sein Eigenthum und erstattete Anzeige. und Seidenmöbel beschädigt waren, am nächsten Tage ermittirt. In einem bekannten, meist nur von Englishmen besuchten Polizeibericht. Der angebliche Raubmordversuch gegen Lokal Unter den Linden eskamotirte der Herr Graf den den Zigarrenhändler Rochan, Markusstr. 8, ist von diesem einZylinderhut eines Gastes und setzte denselben zum Gaudium gestandenermaßen erdichtet worden. Er ist wegen vorfäßlicher der ihn begleitenden Kohorte mittels Spiritus in Brand. Brandstiftung verhaftet. Am 7. d. M. Nachmittags wurde Hier mußte er, nachdem er demüthig um Verzeihung gebeten, für in der Linienstraße ein Arbeiter von dem Arbeiter" Giert, mit den beschädigten Hut 20 M. Entschädigung zahlen. Vor dem dem er in Schlägerei gerathen war, vor die Räder eines LastHotel, in dem er logirte, ließ er Ende voriger Woche etwa wagens geworfen und, da der Führer desselben nicht mehr 25 Droschten erster Klasse vorfahren, besichtigte anscheinend mit rechtzeitig anhalten konnte, durch Ueberfahren so schwer verlegt, Rennerblick Pferde und Wagen, und fuhr dann mit dem letzten daß er nach dem Krankenhause gebracht werden mußte, Kutscher auf und davon, den anderen unnüt herbeigerufenen ist verhaftet. Abends wurde im Friedrichshain ein Tischler Kutschern das Nachsehen lassend. In den Chambres separées mit durchschnittenen Pulsadern, bereits ohnmächtig, eines ersten Restaurants zerschnitt er mittels eines Brillantringes gefunden und nach dem Krankenhause gebracht. Es liegt zweifeleinen kostbaren Wandspiegel derartig, daß derselbe nicht mehr zu los Selbstmordversuch vor. Nachmittags entstand in der Wohgebrauchen ist. Hier mußte der Scherzbold" 1000 m. Ent- nung einer Frau, Gubenerstr. 60, dadurch Feuer, daß in AbKrebs. Stattlub Kairo, Abends 8 Uhr bei Flid, Simeonstr. 23. fchädigung zuhlen. Uebrigens wird der exzentrische Graf von wesenheit der Wohnungsinhaberin brennendes Kohlen aus der Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Freitag. Männer- Gesangeinem Hotelier in Leipzig wegen Kontrahirung enormer Bech- Rochmaschine herausfielen und den davorstehenden Kohlenkasten Quartettverein Männerchor schulden schon seit längerer Zeit gesucht. Warum kommt der und eine Kinderbettstelle in Brand sezten. Ein allein in der perein union, Abends 9 Uhr, Berliner Bockbraueret. Wedding, Abends 8 Uhr, bet Schäfer, Steue Hochstr. 49. Mann nicht nach Dalldorf? verschlossenen Wohnung befindlicher fünf Jahre alter Knabe aldesrauschen, abends 9 Uhr, bei Weigt, tartgrafenftr. 87.- Privat wurde, als die Nachbarn auf das Feuer aufmerksam wurden und Theaterverein Crescendo, Abends 9 Uhr, bet Schulz, Punbuferftr. 36. Eine bestialische Rohheit. Vor dem Hause Linienstr. 237 die Thür aufbrachen, fast erstickt und bereits bewußtlos vor- Dusit- Dilettantenverein Tonita, Abends 8% Uhr bei Schent, trautnr. 33, Uebungsstunde. Musikverein Frisch auf, Restaurant Schröder, Reichenhatten am Mittwoch Mittag gegen 1/22 Uhr drei der Zuhälter- gefunden und, nachdem ein Arzt erfolgreiche Wiederbelebungs- bergerir. 24. zunft angehörende im Alter von 18-22 Jahren stehende Burschen versuche angestellt, nach dem Krankenhause am Friedrichshain ge- English Conversational Club Shakespeare. untereinander eine Prügelei veranstaltet. Die Bewohner der be- bracht. Außerdem fanden im Laufe des Tages zwei un Meeting every Eriday at 9 p. m. at Beherns Restaurant nachbarten Häuser jogen es, den gefährlichen Charakter der Zu- bedeutende Feuer statt. Königstr. 62. Lecturer Mr. J. Bloch. Guests are welcome -O " Gierz vor= Butch= Seydelftr. 30. Palme, in Velten, bei Schröder. Morgenroth 4, Köpenick, Müggelheimerstr. 3 bei Held. 1 Mat= Gemüthlich feit Buger, Karthaus'scher Gesang= verein, Lichtenbergerstr. 21, bet Heise. Gesangverein Morgenroth 2, Charlottenburg, Bismarcftr. 75. Typographia, Gesangverein Berliner Buchdrucker und Schriftgießer, Alte Jakobfir. 75.- Gefango. Nord ma t Müllerstr. 7, bei Reichert. Gesango. Frete Sänger in Schmargendorf, Wirthshaus Friedrichs. Butunft 1, Steglih, Ahornstr., im Gambrinus. Gefang Gefangverein Collegia 1, Manteuffelsir. 9 bei Nowiacs. Vereinte Freiheit Moabit, Waldstraße 8 bei Johnte. verein Stromstraße 28 bei Lange. Sangesbrüder Moabit, Sängerverein Sorgenfret, Melchiorftr. 15 bei Stehmann.- Nord- WestStern, Altonaerstraße 27 bei Lipte. Bineta, Swinemünderstr. 3, bei Queitsch.-- Freie Liedertafel, Neue Königstr. 78 bei Hahn. Brandenburger Männer Gefangverein in Brandenburg a. H., Mengert's Boltsgarten. Rothe Fahne, Görligerstr. 52 bei Bogel. BrauerSängerchor der Töpfer, Neue Friedrichfir. 44 bet Röllig. Johanni, Gesangverein Gerste nähre, Alte Satobftr. 83 bei Wienecte. Einigteit 8, Groß- Lichterfelde bei am Ostbahnhof 7 bei W. Schulze. Gefelligteit, Hennigsdorf, Böhmert's Gasthaus. Freiheit 1, Gries, Giesensdorf. Matengruß, Köpenick, Grünstraße 53 bei Gaul. Bülowstr. 65 b. Richter.- Maiglöckchen 2, Reichenbergerstr. 16 b. Bäzold. Oberon, Ratfer Arion, Wittenberge, Thurmftr. 23, Bentralhalle. Fris, Harmonie 2, Weinstr. 11 bei Feind. Franz- Grenadier- play 7. aunynftr. 86 bet Fris gubeil. Felsenfest( gem. Chor), Badstr. 19 bet ul. Freya 2( gem. Chor), Rigdorf, Bergstr. 133, Hoffmann's Festfäle WeLoreley, Grünthalerstr. 5 bei Hemmerling. ( Inhaber Runge). fangverein der Klemper und Berufsgenossen, Siemensstr. 17 bei Wiek.- Lustige Sänger, Potsdam, Brandenburger Kommunifation 16 bei Glafer. Bund der gefelligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. alle Zuſchriften find zu senden an B. Sentel, Bergmannitr. 14, Sof 2 Tr. Freitag: Bergnügungsverein Frisch auf, Abends 9 Uhr, Ohmgaffe 2 bet 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 33. Gerichts- Beitung. 31. Januar. = Gewerbe Gericht. Freitag, den 9. Februar 1894. 11. Jahrg. gehalt von 66 M. nicht aus, er gerieth in Schulden, wurde ge-| Durchführung der Gesetze betreffend die Regelung und Sicherhe Drängt, vergriff sich an den ihm zur Bestellung anvertrauten der Arbeit, die Hygiene der Fabriken 2c. zu sichern und überdies, Geldern, er unterschlug erst eine Postanweisung, dann eine zweite, gemeinschaftlich mit den Polizeikommissären, für die Durchfüh mit welcher er die erste deckte und so weiter, bis er in der Zeit rung des Gesetzes vom 7. Dezember 1874, betreffend den Schuh vom 3. Juli bis zum 16. Dezember insgesammt 267 M. unter der bei herumziehenden Gewerben Gewerben beschäftigten Kinder schlagen hatte. Die Postanweisungen hatte er mit verstellter zu sorgen. Was die Bergwerke, Gruben und Steinbrüche anbelangt, Handschrift selbst quittirt, je nach dem Stande der Adressaten ist die Durchführung der Schutzgesetze ausschließlich Den mit mehr oder weniger steifer oder geläufiger Schrift. Gleich- Sicherheitsdelegirten der Grubenarbeiter anvertraut und darf zeitig machte er faliche Eintragungen in das seiner Führung ihr fires Gehalt nicht niedriger sein als der in der betreffenden anvertraute Buch. Die Geschworenen votirten auf schuldig Regie bestehende Marimal Arbeitslohn. Die Inspektorenunter Zubilligung mildernder Umstände; der Arme wurde zu einer für jeden der durch ein besonderes Gesetz zu bestimmenden ein Jahr sechs Monate Gefängniß verurtheilt. Inspektionsbezirke sind von den in den Fabriken, Werkstätten und auf Bauplägen beschäftigten Arbeitern und Arbeiterinnen zu wählen, die der französischen Nationalität angehören und das 21. Lebensjahr erreicht haben. Sie sind auf drei Jahre zu wählen und erhalten nebst ihren Reisediäten ein fires Gehalt, das gleich dem der Grubenarbeiter- Delegirten Soziale Ueberlicht. GOO Rammer III. Borsigender: Assessor Cuno. Sigung vom 31. Januar. Die Maler Geisler, Bauls und Haller beanspruchen von der Firma Schmieder u. Bay eine Lohnentschädigung im Gesammt betrage von 112 M. Sie sind, ohne gekündigt zu werden, entlassen worden, behaupten aber, auf die gesetzliche Kündigung beim Engagement nicht verzichtet zu haben. Der Beklagte Schmieder behauptet das Gegentheil und überreicht zum Beweise dessen dem Gerichtshof ein Buch, auf dessen erster Seite die übliche Klausel betreffs der Nichtgeltung der vierzehntägigen Kündigungsfrist enthalten ist, während auf den anderen Seiten die Namen der im Betriebe beschäftigten Arbeiter, darunter die der Kläger, folgen. Beklagter giebt an, die Kläger vor Leistung ihrer Unterschrift auf die vorderste Buchseite aufmerksam gemacht zu haben, Zum Formerstreik in Nürnberg wird uns telegraphisch nicht niedriger sein darf als der in der betreffenden was diese entschieden bestreiten. Dieselben stellen vielmehr die mitgetheilt, daß die Nachricht der" Frankfurter Zeitung", der Region bestehende Maximal- Arbeitslohn. In allen IndustrieBehauptung auf, sie hätten von der Aufforderung, in dem be- Streit ſet beendet, auf unwahrheit" beruhe, der Ausstand im städten, in welchen Gewerbegerichte( Conseils de prud'hommes) wußten Buch Namen und Adresse niederzuschreiben, den EinGegentheil unverändert fortdauere. bestehen, sind die Inspektoren von Lokalkommissionen zu unterdruck gewonnen, als handelte es sich um die Anmeldung bei der Kranten Raffe. Unser Nürnberger Partei- Organ, die Fränkische Tag- itüßen, die aus den von den gewerbegerichtlichen ArbeiterDas welches Buch, dem Gerichtshof vorlag, war nach der Ueberzeugung desselben dazu wacht", welches uns soeben zugeht, berichtet über den Stand des Beisigern aus ihrer Mitte zu wählenden Kollegen zu bilden sind, Gerichtshof vorlag, war nach der Ueberzeugung desselben dazu Streits noch folgende Einzelheiten: Die Ausständigen haben in deren Entlohnung von den betreffenden Gemeinden auf grund angethan, leicht dem sich einschreibenden Arbeiter, wenn er die einer Versammlung beschlossen, die Arbeit unter folgenden Be- der lokalen Maximal- Arbeitslöhne zu berechnen ist, wobei jedoch erste Seite bezw. ihren Inhalt nicht kannte, zu der Annahme zu dingungen wieder aufzunehmen: 1. Ginstellung aller Ausständigen die Entschädigung, die sie als Beisiger erhalten, in Abzug zu verhelfen, es handelte sich um eine einfache Notirung und nicht bei ihren bisherigen Unternehmern. 2. Anerkennung der For- bringen ist. Diese Kommissionen haben die Fabriken 2c. zu be um die Unterzeichnung irgend welcher auf das Arbeitsverhältniß derung der Unternehmer, betreffend die Akkordarbeit, unter sichtigen, wobei sie sich, wenn sie es für zweckmäßig halten, von bezüglichen Bedingungen. Deshalb wurde unter Anberaumung Sicherung des Tagelohnes, welcher bisher bezahlt wurde. Der einem Arzte begleiten lassen können. Ihre Mitglieder sind gleich eines neuen Termins den Klägern der Eid darüber auferlegt, daß sie die erste Seite des ominösen Buches nicht gesehen hätten und durch die Affordarbeit bei zehnstündiger Arbeitszeit weniger übung ihrer Funktion zu ihrer Kenntniß gelangenden FabrikationsTagelohn ist auch dann zu bezahlen, wenn die Former den Inspektoren durch einen Eid zur Geheimhaltung der in Aus. auch nicht auf sie aufmerksam gemacht worden seien. Zeiſten ſie verdienen; wird ein höherer Verdienst erzielt, so ist dieser un- geheimnisse und Betriebsverhältnisse zu verpflichten und die Eidden Eid, so ist die beklagte Firma verurtheilt, die Klagesumme geschmälert auszubezahlen. Abrechnung hat an jedem Zahltag brüchigen nach Art. 278 des Code pénal( Str.-G.-B.) zu bestrafen. zu zahlen. oder Wochenschluß zu erfolgen. Für Ueberstunden ist ein Zu Zu Inspektoren lönnen nur diejenigen gewählt werden, die sich Kammer I. Vorsitzender: Assessor Löwe. Sihung vom schlag von 25 pet. zu bezahlen. Bei Merzbacher und Fried, wo einem hierfür festgestellten Konkurse unterwerfen. An der Spize Ein Schneider( Heimarbeiter) flagt gegen den Schneider- bisher in Akkord gearbeitet wurde, ist der eventuell zu bezahlende des Inspektorats steht eine Oberkommission, die ihren Siz im meister Haase wegen zu Unrecht erfolgter Entlassung auf eine Tagelohn der einzelnen Former durch die jüngste Steuerfaffion Handels- und Gewerbe- Ministerium hat und aus 9 für ihre vierzehntägige Lohnentschädigung im Betrage von 50 M. Außer- 3 ermitteln. 3. Es ist eine aus gleichen Theilen der Unter- Thätigkeit zu entlohnenden Mitgliedern besteht. Die Medizinische dem beansprucht der Kläger drei Tage bezahlt, die er während nehmer und Arbeiter zusammengesetzte Beschwerdekommission zu Akademie, die Akademie der Wissenschaften und der Oberste Gedes Arbeitsverhältnisses vom Beklagten ohne Beschäftigung ge- ernennen, welche in Zukunft Streitigkeiten zwischen Unter- fundheitsrath haben hierzu je ein Mitglied, die gewerbegerichtnehmern und Arbeitern zu schlichten hat. 4. Die Ver- lichen Arbeiterbeiräthe zwei und die Arbeiter- Gewerkschaften des laffen wurde. Der Beklagte erhebt den Einwand, daß Kläger einbarungen sind schriftlich niederzulegen und von den Sagungen Seine departements vier Mitglieder zu wählen. Diese Kommission als Hausindustrieller für mehrere Firmen gearbeitet habe und je deshalb nicht Gewerbegehilfe im Sinne der Gewerbe- Ordnung 1e ein Exemplar dem Einigungsamt, dem Industriellenverband hat für eine gleichförmige und wachsame Anwendung der und der Arbeiterorganisation auszuhändigen. Arbeiterschutz- Gesetze zu sorgen; ihre Meinung über die Verordsei; die Kündigungsfrist stehe ihm aus diesem Grunde überhaupt Das Einigungsamt stimmte den unter 2, 3 und 4 aufge- nungen, sowie über alle die geschützten oder zu schüßenden nicht zu. Dann habe aber auch Kläger so schlecht gearbeitet, daß führten Positionen zu, bezüglich des Passus l'wollen die Unter- Arbeiter berührenden Fragen abzugeben und endlich die er demselben immer nur versuchsweise Arbeit mitgegeben hätte, festzusetzen, welchen sich diejenigen in dem Glauben, Kläger würde sich in der Ausführung der nehmer bis Freitag Mittag definitive Antwort ertheilen. Die Konkursbedingungen unterwerfen haben, die zu Inspektoren gewählt betreffenden Aufträge vervollkommnen. Das sei nicht geschehen, unternehmer können mit Leichtigkeit, sobald es ihnen ernstlich zu infolge dessen habe er ihn entlassen müssen. Beklagter macht um Beilegung des Kampjes zu thun ist, fämmtliche Arbeiter werden wollen,- Daß eine gleichförmige und strenge Durchinfolge dessen habe er ihn entlassen müssen. Beklagter macht wieder einstellen. Die Arbeiter haben durch Einwilligung zur führung der Arbeiterschutzgeseze nur von dem Momente an zu einen Gegenanspruch für die an des Klägers Arbeit nöthig ge- Atkordarbeit die Hand zur Versöhnung geboten und damit das erwarten ist, wo die mit ihrer Ueberwachung bertauten Inwesenen Aenderungen in der Höhe von 60 M. geltend, den er spektoren von den Arbeitern gewählt werden, das bedarf wohl im Laufe der Verhandlung auf 30 M. ermäßigt. Ein als eigentliche Streitobjekt überhaupt aus der Welt geschafft. feiner besonderen Darlegung. Gegenwärtig drücken erst die sogenannter Tagschneider beschäftigter Zeuge fagt aus, er habe Ein partieller Streik ist in den Schächten der Nordbahn Inspektoren ein Auge zu und kommt es, wenn die Unternehmer in Polnisch- Ostrau ausgebrochen; die Arbeiter verlangen es gar zu arg treiben, zu gerichtlichen Anzeigen, dann drücken Lohnerhöhung. wieder die Richter ein Auge zu. Sind so die Anzeigen wegen Die Musiker haben das mit verschiedenen anderen Arbeiter- Uebertretung der Arbeiterschutzgesetze nur selten, so die Ber lagegorien gemein, daß ihre- Entlohnung gleich den Kaufleuten, urtheilungen noch seltener oder die Etrafen werden so milde beRellnern. f. 1. in gar feinem Verhältniß zu ihrer Arbeits- messen, daß sie eher einer Prämie auf 11. hetungen als einer leistung steht. Man verlangt von ihnen eine mehr oder weniger Bestrafung gleichen. Das wird eben von der herrschenden Klasse tünstlerische Ausbildung, erwartet von ihnen, daß sie gut bürger- so gewünscht. Und da deren Vertreter die Majorität bilden lich gekleidet gehen und bietet ihnen dann ein„ Salair" von und diese die Regierung ausmachen, darum darf man sich wohl 60-80. pro Monat. Selbst sogenannte bessere Theater feinen Moment der Hoffnung hingeben, daß der Guesde'sche scheuen sich nicht Musiker gegen ein derartiges Trinkgeld zu Entwurf von der Rammer oder gar vom Senat zum Gesetz er engagiren, um dann in ihren Reklame- Anzeigen dem Publikum hoben werden wird. Aber dadurch wird den Arbeitern nur su versichern, daß es ihnen unter schweren finanziellen Opfern aufs neue dokumentirt, daß sie von den Bourgeoisvertretern gelungen, sei die Mitwirkung eines tüchtigen geschulten Orchesters nicht das Mindeste für sich zu erhoffen haben. Und so wird zu erlangen" und so fort. Die Deutsche Musiker- Beitung" also selbst die Verwerfung dieses Gesezentwurfes der sozialistiwarnt in ihrer letzten Nummer Engagements für das Orchester schen Propaganda dienen, Rammer III. Stellvertretender Vorsitzender: Assessor Löwe. für das Musiziren während der Vorstellung, meist Operetten, so des Breslauer Lobe- Theaters anzunehmen. Dort wird Sigung vom 2. Februar. Der Zimmerer 2. batte im Auftrage des Zimmermeisters wie für das Konzertiren vor und nach derselben, einschließlich Reich Blendboden in Afford" gelegt. Er wie sein Mitarbeiter der Proben, die öfter auch mehrere Stunden dauern, eine„ Gage" Der sozialdemokratische Wahlverein für den 6. Ber erhielten bis zur Fertigstellung des Affordes sogenanntes Kost: von fünfundsiebzig Mart pro Monat huldreichst gegeld", pro Stunde 50 Pf. Als eines Sonnabend 3 die Arbeit währt. Trotz der elenden Bezahlung und der schnöden Behand- liner Reichstags- Wahlkreis hielt am 7. b. M. in Moabit fertig wurde, zahlte Herr Reich nicht die Differenz zwischen dem lung, welche sie öfter zu erdulden haben, sind bis jetzt nur( Arend's Brauerei) seine regelmäßige Mitgliederversammlung ab. Wenige dieser Künstler" zum Klassenbewußtsein erwacht, fie Reichstags- Abgeordneter Bue b= Mülhausen i. E. sprach über gezahlten„ Softgelde" und dem vereinbarten Affordsaße aus. Er halten sich nur zu gern für etwas Besseres. Die Logik der That- die politischen Zustände in Elsaß- Lothringen. An der Hand unbehielt sie als" Sicherheit", er wollte erst an einem der nächsten sachen wird indeß auch sie zu der Einsicht bringen, daß nur eine umstößlicher Thatsachen veranschaulichte der Vortragende das Tage die fertiggestellte Arbeit auf ihre Brauchbarkeit prüfen. Das that er am Dienstag, also am dritten Tage nach ihrer organisirte Masse mit Erfolg gegen diese Mißstände anzu- Bestreben der dortigen Regierung, auf alle nur mögliche Weise das Volk, die öffentliche Meinung niederzuhalten und die eigenFertigstellung. Er mußte nacharbeiten" lassen. Er weigerte sich thümliche Art und Weise derselben, den„ neugewonnenen Zwei weiße Raben. Eine Versammlung von Arbeitslosen Brüdern" Liebe zum deutschen Waterlande einzuflößen. Redner nun, 2. und dessen Kollegen den Alfordrest zu verabfolgen. Denfelben rechnete er gegen das Geld auf, welches ihm die Repa in Crimmitschau( Sachsen) wählte einen Ausschuß, der sich veranschaulichte weiter, wie die längst überflüssig gewordenen raturen fosteten. Das Gewerbegericht, an welches sich darauf 2. mit dem Bürgermeister um Beschaffung von Arbeit in Ver: Ausnahmegesetze in den Reichslanden nur aufrecht erhalten würden ein ebenso mit einer Rlage gewandt hatte, verurtheilte Reich bindung fegte. Dieser erklärte, die Stadt wolle sofort eine zur Zahlung von 9,25 M. war der Ansicht, größere Anzahl der Arbeitslosen zum Tagelohn von 1,50 bis sur Niederhaltung der wachsenden Sozialdemokratie Bemühen. Ebenso tieftraurig, wie die daß wenn dem Beklagten ein Schaden 3 M. beschäftigen. Die Auswahl dieser Arbeiter wurde dem vergebliches entstanden ist, er selbst die Schuld daran trägt. Ausschuß der Arbeitslosen überlassen. In gleich entgegens politischen seien die wirthschaftlichen Verhältnisse. Beide haben Er hätte zur rechten Beit, gleich am bewußten fommender Weise hat sich der Bürgermeister von Limbach den Sonnabend, die Arbeit nachsehen und moniren Arbeitslosen gegenüber verhalten. Er selbst war in der Verfollen, was zu moniren war. Erst wenn der sammlung anwesend, ließ Listen auflegen zur Ermittelung der Kläger und sein Mitarbeiter an diesem Tage Bahl der Arbeitslosen und besprach in loyalster Weise mit den die Ausführung der gewünschten Reparaturen Anwesenden die Mittel zur Linderung der Noth. perweigert hätten, wäre er zur Kompensation unter anderm, sich, da die Gemeinde selbst arm sei, an die Amtsseines Schadens durch die Einbehaltung des hauptmannschaft um Bewilligung von Geldmitteln wenden zu Attordrestes berechtigt gewesen; am Dienstag wollen. Dieses Verhalten der beiden Bürgermeister ist für war es zu spät. Weil Reich das Urtheil ungerecht fand Sachsen immerhin bemerkenswerth. und dies laut im Verhandlungszimmer aussprach, nahm der Gerichtshof den Beklagten in eine Ungebührstrafe von 10 M. an einem einzigen vom Kläger gelieferten Rock allein 15 bis 17 Stunden zu ändern gehabt. Allerdings fämen ja immer Aenderungen vor, die zu besorgen die sog. Tagschneider da wären. An der Arbeit des Klägers sei aber außergewöhnlich viel zu ändern gewesen. Der Kläger beeidet, während der Zeit, in der er für Sen Beklagten arbeitete, für fein anderes Geschäft und auch nicht für Kunden thätig gewesen zu sein. Er giebt zu, während der ftrittigen 14 Tage für einen Kollegen einen Paletot gemacht zu Dem Kläger wurde die Lohnentschädigung zugebilligt, jedoch nicht in der Höhe des KlageAntrages; 20 M. für die Woche wurden als angemessener Lohn erachtet. Außerdem brachte der Gerichtshof die 14 M. für den während der fraglichen zwei Wochen gefertigten Ueberzieher in Abzug und rechnete dem Beklagten 16 M. für die von ihm bezahlten Menderungen gut, so daß derselbe statt 40 Mark an den Kläger nur 10 M. zu zahlen brauchte. haben, der ihm 14 M. einbrachte. Rammer I. en fämpfen vermag. " " Er versprach Versammlungen. es in kürzester Zeit dahin gebracht, daß das Volk nicht mehr von den Franzosen, sondern von der Sozialdemokratie Rettung erwartet. Die Darlegungen des Referenten wurden mit großen Interesse und Beifall aufgenommen. Zu Verschiedenem brachte ein Genosse einen Aufruf zur Unterstützung der Kinder- Boltsfüchen zur Sprache, von dem ihm bereits 2 Gremplare zugegangen waren und welches von den Leugnern des Nothstandes und auch von dem Chefredakteur des Berliner„ Lokal- Anzeiger", Herrn v. Kupfer, unterzeichnet ist! Dieses Blatt wird vom 1. April d. J. täglich dreimal erscheinen. Nach einer längeren Debatte über diese Wegen( Baumfrevel wurden bleser Tage in Neu n- Angelegenheiten wurde auf das am Sonnabend, den 10. d. M., tirchen im Sönigreich Stumm ein Forstaufseher und in den Germania- Sälen stattfindende 5. Stiftungsfest des Vereins ein Hilfsjäger zu je zwei Monaten Gefängniß verurtheilt. Sie hingewiesen und wurden den Genossen die Zahlstellen für Moabit Der Schneider Grzestiwicz beansprucht vom Schneidermeister hatten in angetrunkenem Zustande auf dem Wege von Neunbekannt gegeben. Dieselben befinden sich: Calvinstr. 11 bei Sendte eine Lohnentschädigung von 50 Mark. Kläger, welcher firchen nach Spiesen 55 jungen Bäumen mit ihren Hirsch- Köhler, Beusselstr. 62 bei Niz, Alt- Moabit 53 bei Schäfer und Heimarbeiter ist, behauptet, seine Frau habe am 18. Oftober einfängern die Krone abgeschlagen. Wir würden diesen Vorfall bei Hermerschmidt, Perlebergerstraße. Stück an Sendte abgeliefert, habe aber keine Arbeit mitbekommen, In einer gut besuchten Volksversammlung, welche am sondern sei auf einen andern Tag vertröstet worden. Vom nicht besonders erwähnen, wenn man nicht, ähnlich wie in der 18. Oktober ab habe sich dieselbe eine Zeitlang fast täglich bei Umgegend von Dresden, den Versuch gemacht hätte, für Mittwoch Abend im Hensel'schen Lokale tagte, referirte Fräul. diesen tollen Uebermuth einige bekannte Sozialdemokraten verSendle bezw. dessen Zuschneider um Arbeit für ihn, Kläger, antwortlich zu machen. Es scheint, daß unsere Gegner dergleichen liche Vergewaltigung" und fritisirte unter dem Beifall der BerAltmann über: Gesetzliche Gewissensfreiheit und thatsächbemüht, immer vergeblich. Man habe ihn also hingezogen bezw. Berdächtigungen zu einer Art geistiger" Rampfesmittel auszufammlung die bekannten Maßnahmen der Regierung gegenüber entlassen. Der Beklagte bestreitet die angebliche Entlassung des bilden beabsichtigen. Ganz ihrer würdig! den Dissidenten. In der Debatte wurde mehrfach der StandKlägers und giebt an, dessen Ehefrau sei durch seinen Zuschneider Ein zukünftiger Seelenhirt, ein Student der Theologie puntt vertreten, daß es eines überzeugten Sozialdemokraten nicht am 21. und 27. Oktober Arbeit angeboten worden, sie habe diefelbe aber zurückgewiesen. Der Zuschneider Schatzmeister beschwört zu Halle a./S., wurde fürzlich, wie die Preuß. Lehrer- Beitung" würdig sei, der Landeskirche anzugehören; es wurde eine hierauf Gründe: Der meldet, zu 300 M. Geldstrafe verurtheilt. Er hatte im Verein bezügliche Resolution gegen eine starke Minderheit angenommen. dies, worauf der Kläger abgewiesen wurde. Beauftragten des Klägers sei Arbeit für ihn angeboten mit anderen Studenten Laternen zerschlagen, einen hinzukommen- Die Genossen Koopmann und Jansen vertraten den Standworden, sie habe die Ausführung derselben verweigert, womit der den Maurermeister, sowie dessen Frau und Tochter mißhandelt; punkt der Partei gegenüber den unabhängigen Redereien über eventuelle Anspruch des Klägers auf vierzehntägige Lohnentschädie letztere hatte der Theologe zu Boden geworfen und mit Füßen den Programmfaz: Religion ist Privatsache und bestritten die digung gefallen sei. Die Handlungen seiner Ehefrau seien in getreten. Nun, die Schäflein, die er einmal zu leiten haben Kompetenz der Versammlung, in dieser Hinsicht bindende Bediesem Falle als seine Sandlungen zu betrachten gewesen, da wird, dürfen sich freuen. In kurzer Zeit vielleicht schon gehört schlüsse zu fassen. Nach längerer Debatte wurde ein Antrag anfie zugestandenermaßen sich in seinem Auftrage um Arbeit dieser Rowdy zu denen, die über die Verrohung des Boltes" genommen, wonach das Bureau den Auftrag hat, eine Boltszetern und wettern. bemühte. versammlung einzuberufen mit der Tagesordnung: Die SozialGesetzentwurf betreffend die Umgestaltung des franzödie sozialdemokratischen Abgeordneten hierzu einzuladen, wurde, demokratie und ihre Stellung zur Staatsreligion. Ein Antrag, Amte" hatte sich heute der Posthilfs bote May Kern aus fischen Fabrikinspektorats. Gleichzeitig mit den von uns weil Widerspruch erfolgte, zurückgezogen. Bei 66 Mark Monatsgehalt! Wegen Verbrechens im Spandau vor dem Echwurgericht am Landgericht II zu ver- bereits verzeichneten Wahlreform- Anträgen hat, wie man uns Die Arbeiter- Bildungsschule( Nord) hielt am 28. Januar antworten. In Spandau bestellten die Briefträger neben den aus Paris schreibt, Genoffe Jules Guesde Namens der soziaReichstags- Abgeordneter Briefschaften auch die Geldsendungen. Der Angeklagte hatte eine listischen Fraktion einen sich speziell mit dem Fabrikinspektorat eine gutbesuchte Versammlung ab. Braut, wollte zuweilen mit derselben zum Vergnügen und dabei befassenden Gesetzentwurf eingebracht, der aus sechs Artikeln urm hielt einen beifällig aufgenommenen Vortrag über propper angekleidet gehen. Dazu reichte sein tägliches Monats besteht. Darnach sind die Arbeitsinspektoren beauftragt, die" Voltsernährung und Boltseinkommen". In der Diskussion " führte Frl. Löwenherz aus, wie von der Bourgeoisie eine Besse- sammlung ihre Mißbilligung über die Praktiken der Direktion die Regierung von Personen durch direkten Zwang, während der rung der in dem Vortrage gekennzeichneten sozialen Mißstände des„ Münchener Brauhauses" bei Ginstellung von Arbeitskräften Sozialismus zuvörderst nur mit der Verwaltung von Sachen zu nicht zu erwarten ist. Eine vollständige Umgestaltung der wirth- aus und beauftragte die Agitationskommission, mit der Direktion thun haben würde und erst in zweiter Reihe und indirekt mit schaftlichen Verhältnisse sei nöthig, diese kann aber nur von der in Unterhandlung zu treten.- In einer nächsten Versammlung dem persönlichen Verhalten der Gesellschaftsmitglieder. Vielleicht Arbeiterklasse selbst ausgehen. soll die Stellungnahme zur Feier des 1. Mai erfolgen. Am würde sich eine Bearbeitung des Buches in deutscher Sprache 15. Februar findet eine Versammlung sämmtlicher Brauer zwecks und für deutsche Verhältnisse empfehlen. Neuwahl der Arbeitsnachweis- Kommission statt. Die nächste Versammlung findet am 18. Februar in den Germania- Sälen statt. Der Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend hielt am Sonntag, den 4. Februar, Vormittags, im Lotale„ Süd- Ost", Waldemarstr. 75, eine Branchenversammlung der Eisen- und Metalldreher ab, in welcher Genosse C. Hoffmann einen Vortrag über:" Weshalb organisiren wir uns hielt. In der Diskussion bemerkte Kollege Pezold, daß die Arbeiter der Firma Frister u. Roßmann fich bisher sehr wenig um die Organisation bekümmert haben, sich aber jetzt in der Lage befinden, den Verband gern in Anspruch zu nehmen, woran früher niemand gedacht hat, daß auch sie in eine unangenehme Lage gerathen können. Unter Verschiedenem theilten einige Kollegen der Firma mit, daß traurige Mißstände dort vorherrschen, so sind z. B. durch die Neueinstellung von Meister und Direktor die Löhne verschiedener Arbeiten bis zu 3313 pet. herabgesezt worden; ferner wurden ältere Arbeiter durch junge Leute ersetzt und viele müssen mit Gs einem Lohn von 8-12 M. die Woche nach Hause gehen. Es wurde von den dort Beschäftigten angefragt, was da zu thun fei, worauf ihnen die Kollegen Körsten und Pezold antworteten, daß sie sich ja früher nicht um die Organisation gekümmert haben. Um in einen Streit einzutreten, sei die Zeit jetzt nicht günstig genug. Da die Fabrik schon so wie so nicht mehr lebens fähig ist, so könnte ihr eine Arbeitseinstellung nur noch zu gute tommen. Im übrigen wurde diese Angelegenheit dem Vorstand des Verbandes überwiesen. " = # gl. Der Arbeiter- Bildungsverein für Schöneberg und Eingelaufene Druckschriften. Umgegend hielt am 5. Februar cr. eine Versammlung ab, in" Der Sozialdemokrat", Wochenblatt der sozialdemokratiwelcher der Genosse Seidel über das Thema:" Die Arbeits- schen Partei Deutschlands( Expedition in Berlin SW., Benthlosigkeit" sprach. In der sich anschließenden lebhaften Diskussion, straße 2). Bu beziehen durch alle Zeitungsspediteure. Unter an welcher sich die Genossen Schubert, Fischöder, Köster und Kreuzband für Februar- März 1 M. Aus Heinze betheiligten, sprachen sich alle Redner im Sinne des Die Landtags Wahlrechte: I. Braunschweig. Referenten aus. Genosse Bunker stellte folgenden Vorschlag zur Weibliche Sachsen. Frauenstimmrecht in Neuseeland. Diskussion:" Gründung eines freiwilligen Fonds, der es ermög Fabrikinspektoren. Niederknüppelung Arbeitsloser in licht, daß arbeitslose Genossen, welche die Versammlungen bePolitisches. Vom Lande. Parteis suchen wollen, das Bier gratis erhalten." Nach längerer Wie man uns behandelt. Wie man Andere Diskussion wurde der Vorschlag dem Vorstande zur geeigneten Ausarbeitung überwiesen. Genosse Kößer beantragte: Aufnahme einer Statistik darüber, wieviel Mitglieder des Vereins gewerkschaftlich organisirt sind. Der Antrag wurde angenommen. Als Thema für die nächste Versammlung wurde festgestellt: 3ustände in den staatlichen Betrieben", mit Genossen Kleinschmidt als Referenten. Zum Schluß forderte Genosse Röster zur regen als Referenten. Zum Schluß forderte Genosse Köster zur regen Theilnahme an den Gewerbegerichts- Wahlen auf. Literarisches. " Socialism, its growth and outcome.( Der Sozialis= mus, sein Wadsthum und Ergebniß.) Von William Morris und Belfort Bar. London, Swan Sonnenschein u. Co. 1893. an Von New York. nachrichten. behandelt. -O Die Bewegung in Ungarn. Der Kampf um das Wahlrecht in Rumänien. Aus Norwegen. Die Ritter der Arbeit und die Federation.- Die Bergleute in Sachsen. Die Behörden und die Arbeitslosen- Statistik. Kriminal direktor Dambach.- Gewerkschaftliches. Arbeiterversicheder„ Gleichheit", Zeitschrift für die Interessen der Are rung. Todtenliste. Literatur. beiterinnen( Stuttgart, J. H. W. Diet' Verlag) ist uns foeben die Nr. 3 des 4. Jahrgangs zugegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: Her mit dem Wahlrecht für die Frauen! Madame Roland.( Schluß.) Wie es Arbeiterinnen in Dresdener Zigarettenfabriken ergeht. Feuilleton: Kandidaten- Freuden. Von Mark Twain. Die Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer 10 Pf., durch die Post bezogen( eingetragen in der Reichspost- Zeitungsliste für 1894 unter Nr. 2660) beträgt der Abonnementspreis vierteljährlich ohne Bestellgeld 55 P.; unter Kreuzband 85 Pf. Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, " ( Stuttgart, J. H. W. Diet. Verlag) ist soeben das 19. Heft des 12. Jahrgangs er schienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Ein Volksfest der Volksfeele. Eine russische Konstitution. Der Kapitalismus fin de siècle. Bon Karl Kautsky.( Schluß.) Wesen und Entwicklung der Parteien in England. Ein Ausblick auf die kommenden Wahlen. Von Eduard Bernstein. Literarische Rundschau.- Feuilleton: Herwegh und die Pariser deutsche Legion. III. Die Frau. Monatsheft für das gesammte Frauenleben unserer Zeit. Berlin, S. M. Moser, Hof- Buchhandlung. Die Zeitschwingen. Monatsschrift für Volksbildung, Aufflärung und Unterhaltung. Bon Josef Beranck, Reichenberg ( Böhmen), Friedländerstraße 12. Preis für Deutschland: 1/4 jährlich 1,20 M. Die Volks- Unterhaltungsabende, nach Bedeutung, Entwidelung und Einrichtung. Berlin W., Verlag der AbeggStiftung, Maßenstr. 20. Eine öffentliche Versammlung der Brauer tagte_am Der englische Sozialist William Morris, vielen unserer 4. Februar in den Andreas- Festsälen". In einer früheren Ver- Leser als Verjasser des in der Neuen Zeit" erschienenen utopistisammlung war der Agitationsfommission aufgetragen worden, schen Romanes, Nachrichten von Nirgendwo" bekannt, hat im Material über die Arbeitslosigkeit der Arbeiter in der Nahrungs- Verein mit dem sozialistischen Philosophen Belfort Bar ein mittel- Industrie herbei zu schaffen und gleichzeitig über Mittel Werk veröffentlicht, das nach Form und Inhalt augenund Wege zu berathen, wie dem immer mehr um sich greifenden scheinlich dazu bestimmt ist, ein Verständniß für die llebel entgegen zu treten sei. Dieser Aufgabe ist die Kommission sozialistischen Ideen in die Kreise der herrschenden Klassen Engnachgekommen und hat durch Umfrage auf den Arbeits- lands hineinzutragen. Mit Papier und Druck ist in dem wenig nachweisen und den Ortskrankenkassen zunächst festgestellt, daß in umfangreichen Buche so verschwenderisch umgegangen, wie wir Berlin zur Zeit ca. 6000 Echlächtergesellen, gegen 3000 Bäder es in Deutschland kaum bei den theuersten wissenschaftlichen gefellen, etwa 4000 Kellner und ungefähr 400 Brauer Werken, geschweige denn bei volksthümlichen Schriften gewohnt gesellen arbeitslos sind. Der Prozentsatz ist im Verhält sind. Dadurch verbietet sich der Massenabsatz von selbst; andererniß zur Zahl der Beschäftigten in allen Branchen fast feits- und darauf kommt es den Verfassern wohl hauptderselbe, die Gelegenheit, Arbeit zu erhalten, jedoch für den fächlich- nimmt jemand, der an einen gewissen arbeitslosen Brauer bedeutend schwieriger, als für Angehörige Lebenslurus gewöhnt ist, ein solches Wert mit einem anderer Berufe. Auf ihrem Arbeitsnachweis beträgt, wie viele größere Aufmerksamkeit bedingenden Respekt in die Hand, und Redner übereinstimmend bekundeten, oftmals die Wartezeit 6, 7 wollen die Verfasser in die wohlhabende Bourgeoisie eindringen, und 8 Monate. Thatsächlich bestehe, wie Gärtner versicherte, so darf man ihnen die Anwendung solch' äußerlicher durchaus nicht das gute Verhältniß in der gemeinsamen Ver- Mittel, um sich den Zutritt zu erleichtern, nicht verargen. Die waltung des Arbeitsnachweises, wie es Dr. Freund in seinem Sprache des Buches ist, wie das bei der dichterischen Begabung türzlich veröffentlichten Referat hinzustellen versuchte. Die Brauer von Morris nicht anders zu erwarten steht, durchweg gewählt und feien allen Chikanen der Herren Direktoren preisgegeben. Klar. Die Verfasser geben einen geschichtlichen Ueberblick Trozdem den Brauereidirektoren die große Zahl der Arbeitslosen von den Zeiten der Urgesellschaft an, unter Anwendung wohlbekannt sei, fühlten sie sich nicht einmal veranlaßt, während der neueren geschichtlichen Untersuchungen, zu denen die materiader Saison mehr Leute einzustellen, sondern ließen die in Arbeit liftische Geschichtsauffassung den Anstoß gegeben hat. Nach Be Stehenden dann wöchentlich 10 bis 12 Ueberstunden machen, die sprechung der utopistischen Sozialisten und des wissenschaftlichen sie ihnen häufig nicht einmal bezahlen. Folgende Resolution Sozialismus fommen sie auf die gegenwärtigen Kämpfe der gelangte nach längerer Debatte zur einstimmigen Annahme: sozialistischen Parteien zu sprechen und geben schließlich einen AusDie 2c. Versammlung ist nach den Ausführungen der blick in die Zukunftsgesellschaft, wie sie sich ihrer Ansicht nach geAgitationsfommission sich dahin schlüssig geworden, daß die stalten könnte. Im Allgemeinen entsprechen ihre Anschauungen Arbeitslosigkeit in ihrer Branche nur durch Aufhebung des be denjenigen, die auch von der sozialdemokratischen Partei in stehenden Prozentsages verringert werden fann und giebt der Deutschland vertreten werden; einzelne ihrer Anregungen, betreffs Arbeitsnachweis- Kommission den Auftrag, in obiger Weise bei der kommenden Kämpfe und Bestrebungen können indeß Bedenken dem Verein der Brauereien vorstellig zu werden." erregen. So müßte der Versuch, Maximalpreise für die ArbeitsEine weitere Diskussion entspann sich über die Arbeits- produkte festzustellen, an der praktischen Undurchführbarkeit verhältnisse mehrerer Brauereien, namentlich des Münchener scheitern, wenn man nicht die lästigste Kontrolle zulassen will. Brauhauses", dessen Direktion, wie angeführt wurde, wohl ver- Wie vollkommen übrigens Morris und Bay sich mit geffen haben müffe, daß sie ihr gutes Geschäft, welches sie zur den Prinzipien der sozialdemokratischen Partei im Ein Beit mache, lediglich der Berliner Arbeiterschaft zu danken habe flang befinden, geht daraus daraus hervor, daß sie sich die und die jedenfalls sofort hinter den Arbeitern dieser Brauerei Marrsche Definition des Unterschiedes zwischen der gegenstehen würde, wenn die Direktion ihr Verhalten in legter Zeit nicht wärtigen und der zukünftigen Gesellschaftsorganisation zu eigen Die ethische Lebensansicht. Von William M. Salter, überbald ändere. In einer längeren Resolution sprach die Ver- I machen, indem sie sagen, gegenwärtig unternehme die Zivilisation Buchhandlung des„ Vorwärts" Beuthstraße 2. Für jeden Parteiredakteur, jeden Versammlungsredner, jeden Parteigenossen, Jeden, der am öffentlichen Leben theilnimmt, ist unentbehrlich Sozialpolitisches Handbuch von Dr. H. Lux. Groß Oktav, XX und 336 Seiten mit einer Tabelle: Vergleichende Zusammenstellung der Arbeiterschuh- Bestimmungen in den einzelnen Ländern. Preis: brosdhirt 1,50 M., in Bädeckerband geb. 2 M. Nach außerhalb gegen Einsendung von 20 Pfennig Porto extra. Auch in Lieferungen à 30 Pfennig. Einbanddecken 20 Pfennig. FE Das Sozialpolitische Handbuch ist ein gedrängtes Kompendium, das in erster Linie unseren in der Agitation stehenden Genossen, die dem Gegner gegenüber immer schlagfertig und mit Thatsachenmaterial gerüstet sein müssen, ein unentbehrliches Hilfsmittel. 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