Nr. 143. Abonnements- Bedingungen: bonnements. Preis prānumerando: BierteljahrL 3,30 m, monatl. 1,10 ML, wöchentlich 28 Big. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Big. Sonntags nummer mit illustrierter Sonntags Beilage„ Die Neue Welt" 10 Big. Bost Abonnement: 1,10 Mart pro Monat. Eingetragen in die Bost- Zeitungs. Preisliste. Unter Kreuzband Tur Deutschland und Desterreich Ungarn 2.50 Mart, für das übrige Ausland 4 Mari pro Monat. Bostabonnements nehmen un: Belgien, Dänemart, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz Ericheint täglich. Vorwärts Berliner Volksblaff. 31. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel. zeile oder deren Raum 60 fg., für politische und gewerkschaftliche Vereinsund Bersammlungs- Anzeigen 30 Big. ,, Kleine Anzeigen", das fettgedruckte Wort 20 Pig.( zulässig 2 fettgedrudte Worte), jedes weitere Wort 10 Pig. Stellengesuche und Schlafstellenanzeigen das erste Wort 10 Pfg., jedes weitere Wort 5 Bfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 1hr nachmittags in der Ervedition abgegeben werden. Die Erpedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm- Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt Moritplak, Nr. 1983. Neue Vorstöße der Herrenhausjunker. Donnerstag, den 28. Mai 1914. " Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt Moritzplatz, Nr. 1981. befindet sich ein gewisser Rudolf Berger, angeblich aus Die Aktion der Großmächte. als Erzeugnis der Schundliteratur" zu beschimpfen wagte, den Toten mochte Herr von Buch das Schreckgespenst an die Wand Schlesien. es hohen( oder höchsten? oder allerhöchsten?) Hauses malen, daß aus den Barlamenten der Einfluß in die Massen London, 27. Mai. Wie das Reutersche Bureau erfährt, hat die rutscht", mochte sich der eine Redner über Adolf Hoffmanns englische Regierung bis heute mittag noch eine Entfiebenstündige Abwehrrede gegen eine präsidiale Anmaßung scheidung auf den Vorschlag, eine Abteilung der internationalen Die Politik brutalfter Scharfmacherei, die das Herren- entrüsten, der zweite den Jungdeutschlandrummel verherrlichen, Truppen von Stutari nach Durazzo zu senden, getroffen. Petersburg, 27. Mai. Die Petersburger Telegraphen- Agentur haus am Dienstag bei der Beratung der Däneninterpellation mochte ein dritter die gelben Arbeiterzersplittererorganisationen ein vierter über die Vermögensfonfistation" erfährt, daß die russische Regierung nicht beabsichtigt, so glorreich begonnen hatte, setzte es am Mittwoch bei der feiern, die im vorigen Jahre der Reichstag fich an der Landung internationaler Truppenförper in Albanien Etatberatung wacker fort. Das Ereignis dieser Sizung ſtöhnen, vorgenommen habe und feierlich den Eingriff in zu beteiligen, gegen eine Beteiligung Frankreichs und Englands war eine große Programmrede des neuen Ministers des Innern, eine Rede, die diesen Minister die Finanzhoheit der Einzelstaaten" zurückweisen, der damit aber gegebenfalls teine Einwendungen zu machen hat. und das, was das preußische Volt von ihm zu erwarten hat, begangen worden sei, mochte ein fünfter Redner die„ demonoch weit greller beleuchtete als die Einführungsrede, die kratische" Vielschwäßerei beklagen, die im Dreiklassenhause die Herr v. Loebell am 18. Mai im Abgeordnetenhause gehalten rechtzeitige Fertigstellung des Etats verhindere( die Herrenhatte. Damals hatte er sich darauf beschränkt, unter dem hausjunker brauchen zu der Etatsberatung in der Lat nur Beifallstoben der Junker zu versichern, daß er in seiner etwa den vierzigsten Teil der Zeit!!), mochte ein Jahraus jahrein kehrt bei den Militärdebatten des ReichsFeindschaft gegen das freie Wahlrecht der sechster Regierungsmaßnahmen gegen den parla tages das gleiche Rede- und Antwortspiel wieder: Alle Uebergriff einer gründlichen Etatberatung kritischen Vorstöße gegen das gegenwärtige militaristische würdige Nachfolger des Herrn von Dallwig sein werde mentarischen Uebergriff jetzt im Herrenhause bekannte er sich zu einer Politik fordern, es war im Grunde doch immer die gleiche System werden von dem jeweiligen Kriegsminister mit EinEs war immer dieselbe Offenbarung des wendungen abgewiesen, die zum eisernen Bestand des KriegsDallwigschen Rückschritts und Dallwigscher Herrschaftsmarimen Melodie! auf allen Gebieten. Diese Herrenhausrede des Herrn engherzigsten und engstirnigsten junkerlichen Staftengeistes, ministeriums gehören und die in dem militaristischen Glaubensvon Loebell, die nach seiner einleitenden Versicherung keine immer dieselbe Offenbarung einer nicht der Zukunft bekenntnis gipfeln: Bei unserem herrlichen Kriegsheer ist Programmrede sein sollte, war in der Tat eine so deutliche und nicht einmal der Gegenwart, sondern einer längst ber alles auf das beste bestellt, an den Grundfesten der Armee und flare Entwickelung der politischen Grundsäße dieses sunkenen Vergangenheit zugewandten Weise des Denkens und darf nicht gerüttelt, in die Kommandogewalt des allerhöchsten lind immer wieder überkam einen dabei die Striegsherrn darf nicht hineingeredet werden. Schwingt sich neuen preußischen Polizeiministers, daß wir unfererseits voll- Fühlens. Ios wesentlich begabtere Herr v. Roebell ein Reaktionär Gewitter in die unerträglich dumpfe Stickluft dieser ganzen -w " Orthodoxe Ketzereien. auf mit der reinen Bahn, die diese Rede geschaffen hat, zu Empfindung: das sind nun die Herren Preußens, diese der Reichstag zu einer Resolution auf, in der irgend eine frieden sein können. Herr v. Locbell hat nach dem alten, Gespenster der Feudalzeit dürfen sich anmaßen, heute, im Reform gewünscht wird, so gibt der vom echten Preußengeist guten Lassalleschen Grundsatz das ausgesprochen, hellen Tageslichte des zwanzigsten Jahrhunderts auf Preußens beherrschte Bundesrat eine ablehnende Antwort, die schon in was ist. Das heißt: Alles bleibt beim alten in politischer Bühne ihr Wesen zu treiben und über das Wohl ihrem Ton die Nichtachtung verrät, die jeder Epaulettenträger Preußen! War Johann v. Dallwitz ein junkerlicher und Wche eines der bedeutendsten Kulturvölker der Erde zu und Wirkliche Geheimrat den Volksvertretern gegenüber im Reaktionär im wesentlichen aus Instinkt, so ist der zweifel- entscheiden! Es ist wirklich höchste Zeit, daß ein reinigendes Herzen trägt. Trogalledem scheint auch im Lager der orthodoxen Miliaus Anpassung. Und das ist das Gefährlichere! altpreußischen Herrlichkeit hineinfährt! Und dringend wäre zu tariften her Glaube an die Vollkommenheit der HeereseinrichDieser fonftitutionelle Staatsmann begann mit der Er wünschen, daß die Demonstrationsversammlungen, die in diesen tungen ins Banken gekommen. Auch hier werden mehr und klärung, daß er ein Minister Seiner Majestät des Königs Tagen überall in Preußen stattfinden nur der Anfang mehr Stimmen laut, die das, was unsere Stritit vom Milivon Preußen, meines allerhöchsten Herrn" sei diesem und sind in einer neuen, verschärften Periode des Wahlrechts- tarismus so oft behauptet, unfreiwillig bestätigen; ja, es seinem Gewissen sei er verantwortlich. Schon damit sprach fampfes! Den Herrenhausjunkern zum Trot, von denen werden sogar Anschauungen geäußert, die der sozialdemokratiHerr Loebell dankenswerterweise sehr deutlich aus, wie es einer am Mittwoch die frohe Erwartung aussprach, daß die schen Milizforderung bedenklich nahe kommen. So gaben um das preußische Verfassungsleben heute, fechsundfechzig ganze preußische Wahlrechtsfrage nun endlich aus der anläßlich der Auseinandersetzungen über die letzten Heeresvermehrungen eine ganze Anzahl schriftstellernder Offiziere ohne Jahre nach der Märzrevolution, noch bestellt ist. Und dann aktiven Politif ausgeschaltet" werden möge! Erwähnenswert ist aus den Mittwochsverhand- weiteres zu, daß die kurze Ausbildungszeit der Ersazreserve folgte eine Selbst- und Sachenthüllung auf die andere. des Parlaments der preußischen Granden zur Ausbildung brauchbarer Feldsoldaten vollständig ausSaluß mit der Sozialpolitit die Unternehmer lungen noch, daß mehrere Redner in durchaus gereicht habe. Es sei hierbei auch an das Buch des Generalmajors sind an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit angekommen! im übrigen noch, daß mehrere Redner Weise Fragen der 3ollgese- 3. D. von der Lippe„ Gedanken über eine neue Wehrverfassung" Schärfste Maßnahmen gegen die dänische Agitation ungenierter und der auswärtigen Politit vor erinnert, in dem die Möglichkeit, ja jogar Notwendigkeit in Den Dänen ,, unseren Nordmarten"! Dänen gegenüber gebung das Forum des Herrenhauses zogen. Das sind dieselben einer Milizorganisation nachgewiesen wurde. Das Buch ist 3 u müssen wir unser Hausrecht mit allen uns wahren". Zum Herren, die sonst nicht genug über" Anmaßung" und trotz seiner durchaus reaktionären Grundanschauung und der Gebote stehenden Mitteln bis eine Kompetenzüberschreitung" zu zetern wissen, ivenn im stranim monarchischen und religiösen Weltanschauung seines Schuße der Arbeitswilligen werden, neue gesetzliche Regelung gefunden ist, die bestehenden Geseze Reichstag einmal über die Angelegenheiten eines Bundes- Verfassers von der militaristischen Zunft völlig totgeschwiegen nnachsichtlich zur Anwendung gebracht werden". Stets staates, besonders über die Frage des preußisch en worden. wird dafür gesorgt werden, daß beim Ausbruch eines Wahlrechts gesprochen wird! Streits aus den nicht betroffenen Gegenden in die gefährdeten Bezirke die nötigen Polizeifräfte geworfen werden können"; dies wird geschehen Einzelheite ( Es ist, als ob man Herrn v. Buttfamer seligen Angedenkens wieder über ,, nach einem bis in die durchgearbeiteten Plane". Die Wirren in Albanien. Es enthielt eben zu viel Stegereien gegen die Glaubenssätze des heutigen Militarismus. Jezt gesellt sich zu diesen Kegern ein neuer. Coeben ist ein Buch erschienen, betitelt" Sechzehn monatliche Dienstzeit, die Antwort auf Frankreichs dreijährige."( Verlag von Karl Prochaska, Teschen, Wien, Die Forderungen der Aufständischen. Leipzig.) Der Verfasser ist ein deutscher Offizier, der mannOurazzo, 27. Mai. Die Aufständischen haben an die haft seinen Namen verschweigt. Aber daß es einer vom Bau die Hydra der Revolution reden hörte, die hinter jedem Streit Kontrollfommission eine 3uschrift gerichtet, in der sie ist, geht aus jeder Zeile seiner Schrift hervor. Er scheint einer Iauere!) Gegen die Sozialdemokratie ist ein ber als 3wed der Boltsbewegung folgende Wünsche anführen: Erstens: alten Soldatenfamilie zu entstammen, denn er erzählt, daß sein schärfter Stamps notwendig;„ alle Streise der bürgerlichen der Souverän Albaniens möge den Religionsunterricht, der Vater in den siebziger Jahren als Offizier zum KriegsGesellschaft müssen sich zusammenschließen, diesen Grundlage des Glaubens ist, heben. Zweitens: die Persönlichkeiten, ministerium kommandiert war. Auch er ist fönigstreu bis er ist sogar eine Art Ueber- Reim, Stampf aufzunehmen, uns doch denen der Souverän die Regierungsgewalt übertragen hat, auf die Knochen, in nicht erspart bleibt". Und dieser angenehmen find Leute, welche seit langem die Bevölkerung verfolgten denn die imperialistische Eroberungslust ist der Grundton seiner Reformvorschläge. Er verlangt, daß JungTonart geht's weiter bis zu der üblichen Schlußder letten um Endes Und doch verphrase von den dealen des deutschen Volfes", für die und noch verfolgen. Während wir diese unsere einzigen Wünsche deutschlandbund und Kriegervereine zu stramm reglementiertent dieser große Kampf durchgefochten werden müsse. Hätte Herr auseinandersetzen wollten, verwandte die Regierung gegen uns Staatseinrichtungen werden. Er will feine Miliz, denn v. Loebell ſeine schöne Dffenheit doch nur bis zum Kanonen und erschütterte badurch unsere Sicherheit und unser eine solche fann feine Angriffstriege führen. Wir wollen, Schlusse beibehalten! Hätte er statt der Redensart von Vertrauen. Infolgedessen wünschen wir die Herrschaft und herausgefordert, diesen energisch betreiben". den Idealen doch lieber gleich rundheraus gesagt: wir fämpfen Verwaltung des ottomanischen Reiches, zu dem wir langt er eine Herabſekung der gegenwärtigen Dienstzeit. für unsere Geldschränke, wir kämpfen für den Brot- und ſeit jeher gehören. Drittens: sollte die Erreichung dieses Zieles Infanterie, Feld- und Fußartillerie, Maschinengewehrschüßen Fleischwucher! Wir kämpfen für die unbeschränkte Aufrecht nicht möglich sein, legen wir unsere Sache in die Hände der und Train sollen in Zukunft nur noch 16 Monate dienen; erhaltung unserer Herrschaft und unserer Ausbeutervorrechte Großmächte, um vor der gegenwärtigen Re- Festungsinfanterie( eine Waffe, deren Neubildung er vorDann wäre der neue preußische Polizeiminister ganz ehrlich gierung gerettet zu werden. Wir bitten, danach zu handeln schlägt) und Jäger 19 Monate; Pioniere, Meldereiter, reifende Artillerie, Verkehrstruppen 22 Monate; Kavallerie und Marine gewesen. ! den selbst der entschiedene Liberalismus" von der Färbung uns vor jeder Art Bedrückung durch die Regierung und ihre Häupter verlangte Dienstzeit hinaus auf eine Verfürzung der gegen Unnötig zu sagen, daß die Rede dieses Ministers, auf und einstweilen, bis unsere Forderungen zu einem Ergebnis führen, 28 Monate. Im großen und gangen läuft also die hier schügen. Monate. wärtigen zwei- und dreijährigen Dienstzeit um ach t Gegen Zugeständnisse. Durazzo, 27. Mai.( Meldung des Wiener 1. t. Telegraphen- Wir können uns hier nicht in einzelnen mit den ReformKorrespondenz- Bureaus.) Bei der internationalen Kontrollkommission vorschlägen des Deutschen Offiziers" näher beschäftigen. des Herrn Dr. Pachnice vor anderthalb Wochen noch so über zu schwengliche Hoffnungen gesetzt hatte, den lebhaftesten Beifall der Herrenhausjunker auslöste. Und wahrlich: dieser Beifallsjubel war redlich verdient! Mochte Die Loebellsche Rede bildete das Mittelstück der Herren- find Telegramme aus der Bevölkerung von Elbassan, Berat, Koriya Jedenfalls Täßt sich sagen, daß eine Verkürzung der Diensthaussigung. Aber der Rahmen war dieses Writtelstückes und Balona eingelaufen, welche dringend vor 3uge standzeit schon heute durchführbar wäre ohne Verwirklichung seiner Es tritt immer mehr extremen Forderungen, wenn in dem heutigen Heeressystem mun Freiherrnissen an die Aufständischen warnen. in jeder Hinsicht würdig. von Richthofen in dem Striegsminister von Falkenhayn zutage, daß die Rebellen hinsichtlich ihrer Forderungen nicht eines eine ganze Menge Dinge ausgemerzt würden, die die Dienstseinen Gesinnungsgenossen feiern und ihm den Dank des Sinnes find, sondern in verschiedene Gruppen zerfallen, deren jede pflicht umötig belasten und verlängern. Der„ Deutsche Herrenhauses dafür zu Füßen legen, daß er sich kein Beschwerden hat, die von denen der anderen Gruppen mehr oder Offizier" plaudert aus seiner Fachkenntnis heraus eine Menge Zitelchen von der Stommandogewalt des Kaisers weniger abweichen, und daß die ganze Bewegung zwar eine musel Dinge aus, die unsere bisherige Kritik des Militarismus abhandeln" lasse, mochte der gleiche Redner über den Terro- manische, daß jedoch die Person des Fürsten erst nachträglich hinein- nur bestätigen. So schreibt er über die Arbeits- und Burschenrismus" zetern und mit Ausnahmegeseßen gegen die Sozial- gezogen worden ist. tommandos bei den Truppenteilen: demokratie und die Gewerkschaften drohen, mochte Herr Durazzo, 27. Mai. Die Verluste der Aufständischen bon Bissing über das Sigenbleiben unserer Reichsund nach in den letzten Kämpfen mit den Regierungstruppen sollen ziem tagsfraktion beim Staiserhoch sich entrüsten und ciner polizeilichen Unterdrückung der Arlich bedeutend sein. Obwohl die Aufständischen darüber strenges beiter Jugend"( 1) schreien, die der Mann viele Stillschweigen bewahren, dürften sie mehr als hundert Tote Dantworte ehrendster Anerkennungen dieses trefflichen Blattes und Verwundete gehabt haben. Die Regierungstruppen und die Freiwilligen zählten an zwanzig Tote und Verwundete. Unter auch aus bürgerlichem Munde einfach bei Seite schiebend " Die Verluste. " Jeder genaue Kenner der Armee muß wissen, welche Arbeiterzahlen von den diensttuenden Mannschaften abgingen. Sturz vor den Besichtigungen erschienen bisher bei der Kompagnie usw. plöglich 15-20 Mann mehr zum Dienst. Niemand außerhalb der Armee hat die richtige Borstellung von dem Umfange disses Arbeitsdienstes." Ueber den militaristischen Bureaukratismus äußert sich der Offizier folgendermaßen: „ Das Schreibwesen in der Armee ist veraltet und in jedem Truppenteil verschieden; außerdem vielfach Selbstato e d geworden. Schreiber aller Kategorien oder Rangstufen stehen in hohem Ansehen, während das nach Arbeit, Anstrengung und Leistungen dem Frontsoldaten zustände." Ganz und gar keßerisch ist das, was der Deutsche Offizier" über den Paradedienst, das heiligste, wo die deutsche Armee hat", sagt: „ Auch die Armee opfert dem Gözen des Scheins. Ein dargebrachtes Opfer ist der übertriebene Parademarsch, der leidende Teil ist der Opfernde... Mit aller Entschiedenheit ist gegen folgende zivei Parademärsche Stellung zu nehmen: Wer Der Parademarsch in Regimentskolonne muß fallen. weiß, wie es in dieser Kolonne dabei wirklich aussieht und aussehen muß, da dieser Vormarsch geordnet eine mathematische Unmöglichkeit ist, lächelt über die erzielte Täuschung des Publikums und dessen, der sonst betrogen sein will. Der Parademarsch in Linie in Rompagniefront muß ber schwinden. Dieser ist der Stolz der deutschen Armee, und doch möchten viele darauf hinzuweisen sein, daß dieser Gipfel der Vortrefflichkeit von der Garde des Kaisers Nikolaus noch übertroffen wurde, das war vestigia terrent( das Beispiel schredt) zur Zeit des Krimtrieges. Auch dieser Vorbeimarsch ist eine mathematische Unmöglich. teit.... Schon damals( vor 1888) war der Parademarsch mit Gewehr über gefürchtet, jezt ist er der Alleinherrscher. Fort mit diesem schädlichen Blendling!" Noch größere Sünden gegen den heiligen Kasernengeist begeht der Deutsche Offizier" mit seiner Kritik dessen, was er Egerziermanie nennt. Er sagt da u. a.: 11 Tausende von Gemeinen können und wisien! fungsbeamten zur Einhaltung des Gesezes zwingen werden können. mehr, als manche Einjährige; es ist selten, daß Denn die nach dem Gesche wahlberechtigten Arbeiter werden einen ein Einjähriger wirklich mehr leistet, als ein zähen Kampf durchfechten müssen, um ihre Wahlberechtigung auch guter anderer Soldat." durchzusehen. Sehr kezerisch klingt auch, was der Deutsche Offizier" Die erste Etappe des Wahlkampfes spielt sich jeht ab: die Prü über die Einschränkung des Wacht und Ehrendienstes fungen zur Erlangung eines Zeugnisses über Lesen und Schreisagt. Sein loyales Herz macht sich u. a. folgendermaßen ben. Die meisten Behörden haben diese Prüfungen für Wochentage Luft: und Arbeitsstunden anberaumt, um auf diese Weise durch den „ Der hohen Einsicht und weisen Entscheidung Seiner Majestät 2ohnverlust die Arbeiter von diesen Prüfungen zurüdzuhalten. wäre das Eingehen des militärischen Sicherheits- Es gab auch Ortschaften, wo die Behörde ein persönliches Erscheinen und Wachtdienstes vor und in den Schlössern in bei der Anmeldung verlangte also zwei verlorene Tage für die aller Ehrfurcht vorzuschlagen. Ein gleicher Borschlag fönnte Arbeiter. Da nun sekte die Aktion der sozialdemokratischen Barici allen anderen Souveränen unterbreitet werden. ein und es gelang ihr, diese unsozialen Bestimmungen rüdgängig " Die Residenzgarnisonen, deren Deutschland mehr zu machen und den Minister des Innern zur Erlassung einer Verbefigt als irgendein anderes Land der Erde, leiden in ihrer ordnung zu bewegen, welche die Behörden anweist, die Prüfungen Kriegsbrauchbarkeit unter diesem Wacht und fünftig für die Abendstunden anzuberaumen. Außerdem gelang ps Ehrendien ji." uns durchzusehen, daß die Anmeldungen nicht nur individuell, sonRecht interessant ist auch, was der Deutsche Offizier" dern kollektiv durch unsere Parteisetretariate erfolgen über die Massenpensionierung von Offizieren fönnen. Die Durchführung dieser Arbeit war nun die erste größere sagt, die seit Jahren den Pensionsfonds zu riesiger Höhe an- Aktion der neugegründeten sozialdemokratischen es war die rote schwellen lassen: Wahlvereine. In der ersten Maiwoche ,, Machen wir der Farce ein Ende, als ob alle ab- Woche in Ungarn und brachte mehr als 4000 neue Abonnenten der als ob gehenden Offiziere nicht mehr felbdienstfähig Nérpszava wurden in allen Städten, die für die sozialdemokra= find; ich hoffe als ganz Eingeweihter feinem Wider- tische Partei in Betracht kommen, die Wahlvereine gegründet. In spruch bei Fachleuten zu begegnen. Wie es kommt, daß die den 22 Budapester Wahlvereinen meldeten sich zur Agitationsarbeit Militärärzte ein Zeugnis in einen bestimmten Augenblid 5000 Genossen und diese besorgten in der zweiten Maiwoche die mit gutem Gewissen ausstellen lönnen, darüber an anderer Agitation und sammelten die Meldungen für die Prüfungen. Daß Stelle." diese erste politische Wahlfunktion von Erfolg begleitet war, dafür Diese Stichproben mögen genügen, um darzutun, daß zeugt der Umstand, daß die Zahl der sich selbständig Meldenden jir der fezerische Geist auch in den Reihen unserer Wilitaristen ganz Budapest nicht einmal 1000 betrug, während das sozialdemo die geheiligten Traditionen unseres Heeresgebäudes unter fratische Parteisekretariat bis zu dem 17. Mai mehr als 30000 miniert. Die sozialdemokratische Kritit wird durch solche Anmeldungen, an die Bezirksvorsteher ablieferte. In allen Bekenntnisse nur bestätigt, sie liefern uns Waffen in unserem Kreisen der Arbeiterschaft gibt sich ein außerordentlich reges InKampfe um die Miliz, der allerdings nicht allein auf der teresse für alles, was mit dem bevorstehenden Wahlkampf irgendwie militärischen, sondern auch auf der politischen Walstatt ent- zusammenhängt, fund. So wurden aus einer kleinen Werbeschrift des Gen. Zoltán Rónai:„ Wer besißt das Wahlrecht", in einer Woche mehr als 30 000 Eremplare verkauft; alle Versammlungen sind sehr gut besucht, überhaupt scheint ein neuer Geist und neue Lust gedrückte Arbeitermassen zu beleben.. " Dem Exerzierdienst find bei allen Waffen, am meisten bei der Infanterie, Hekatomben von Opfern gebracht worden. Man schieden werden muß. tann sagen, das Egerzieren ist der Koller des Friedensfoldaten. Unzählige wurden von ihm befallen. Die Majorität in der Minorität. bie burd bie politische Niederlage und wirtſchaftliche Kriſe niederUnd nun rückt er mit neun Reformvorschlägen an, von denen nur einige hier herausgegriffen werden sollen. Er sagt: müssen fallen: 1. Dapenfatteren bes Gewebrs.- Gs toilet, Brüssel, 26. Mai.( Eig. Ber.) Das Phänomen, daß die Regierung zwar über die Majorität der Size, aber nicht mehr über die Majorität der Stimmen im ein Phänomen, das die berühmten Chinesereien des belgischen Wahlrechtes bestätigt- ist nicht neu. 1. Das Präsentieren des Gewehrs. Es Lande verfügt mit Stellung nachsehen, jeder deutsche Fachmann wird verstehen, etwa 1-2 Monate in 2 Jahren. Das Gewehr ist zum Schießen da! Die Ehrenbezeugung sei fortan:„ Augen rechts" beziehungsweise„ lints". Die bürgerlichen Parteien rechnen schon jetzt überall mit dem Umstand, daß die sozialdemokratische Partei in den Wahlkampf eingreifen und damit der ganzen Wahlbewegung, die sich bisher unter den einzelnen Fraktionen der befizenden Klassen abspielte, ein neues Schon die Wahlen von 1910, wo die Regierung mit einer ge- Gepräge aufdrücken wird. Sie rechnen alle damit, daß die sozialfchwächten Majorität von ganzen 6 Stimmen ins Parlament zog, demokratische Partei in den nächsten Wahlen in das Abgeordnetenzeigten folgende Situation: Opposition( Sozialisten, Liberale haus einziehen wird. Als Zeichen dieser Auffassung ist zu be Allen Kommißfeelen werden sich ob dieser Rekerei die und die christlichen Demokraten): 1240 880 Stimmen. tradhten, daß der Forderung unserer Partei, im 8entralaua Regierungstleritale 1194 620 Stimmen. Außer dusse, der sämtliche administrative Vorbereitung der Wahlen Haare sträuben. In der Sache hat der„ Deutsche Offizier bem gab es noch 9000 atveifelhafte Stimmen und 30 000 Stimmen besorgt, und der von den Stadtverwaltungen gewählt wird, eine vollkommen recht. 2. Der Sondergriff der Garde, welcher, aus dem von katholischen Diffidenten, die man aber kaum nicht der Vertretung zu besitzen, dieses Jahr zum ersten Male Folge geleistet 18. Jahrhundert wieder erweckt, bei derselben ipulend umgeht. Regierung zuzählen kann, da diese Wähler doch der Regierung wurde. Und so wurden in den Zentralausschuß von Budapest, die Dieser Griff ist sehr schwierig und wird nur selten gut aussehen. das Vertrauen verweigert und eigene Kandidaten aufgestellt haben. Genossen Emanuel Buchinger, und Jakob Weltner gewählt. Dieser hätte nie wieder eingeführt werden dürfen, wenigstens In jedem Fall aber war die Regierung auch damals in bezug auf die Stimmenzahl beträchtlich in der Minorität. nicht bei Truppen, welche ins Feld rüden sollen." " Die Wahlen vom Sonntag zeigen mun folgendes Bild: Der loyale Deutsche Offizier" vergißt hierbei, daß seine Opposition( Liberale, Sozialisten, Daeniften): 755 039 Stimmen, Respektlosigkeit sich gegen einen Att der allerhöchsten Kom Regierungsflerifale: 546 405 Stimmen. mandogewalt richtet, die diesen Sput aus der Zopfzeit im 20. Jahrhundert wieder lebendig machte. Das 9. Anathema des Deutschen Offizier" richtet sich ebenfalls gegen eine geheiligte Tradition des Erergierplages, gegen den h Politische Uebersicht. Der Nachfolger Kopps. Die Opposition hat demnach einen Vorsprung von Das Breslauer Domkapitel wählte gestern den Bischof 206 634 Stimmen in den vier von den neun Provinzen, D. Adolf Bertram von Hildesheim als Nachfolger des ber die diesmal zur Wahl standen Wie anders aber würde sich storbenen Kardinals Kopp zum Fürstbischof von Breslau. D. Bertram, noch bas Berhältnis gestalten, wenn man ftatt der Plural belien Babl natürlich vorher zwischen der preußischen Regierung stimmen die Wähler zählte! Man weiß, daß das und dem Batilan vereinbart worden war, wurde am 14. Märg 1839 jezige Wahlrecht derart ist, daß es besonders die ländlichen als Sohn eines Kaufmanns in Hildesheim geboren. Im Jahre 1906 a 5 Ibezirle begünstigt, wo die Klerikalen hauptsächlich ihren wurde er Bischof von Hildesheim. Im Gegensatz zu Sardinal nhang haben und die das Hauptkontingent der Pluralwähler stellen. Ropp soll D. Bertram ein Gönner der christlichen Gewerkschaften sein. ( So haben z. B. die städtischen Teile der Brüffeler Wahlkreise leber die Stellung der Kurie zu den christlichen Geweri 44 Proz. Pluralstimmen, die ländlichen, wo die Katholiken ihren Anschaften liegt übrigens eine neue Kundgebung des Papstes vor. Jit hang haben, 64 Proj. Pluralstimmen.) einer Ansprache an die neuernannten Kardinäle lagte nämlich der Bapst, einem Telegramm aus Rom zufolge, sehr beweglich über die Gefahren, denen die Kirche ausgesetzt sei und fuhr dann fort: Warsch mit durchgebrüdten Knien und über trieben herabgesezten herabgesetten Fußipien.( Strengstes Berbot nötig.) Zur Zeit seiner Einführung war er ein sehr praktisches Mittel, Die preußischen Uebertreibungen nötigen jeden fremden Soldaten, der sie zum erstenmal sab, ein Schütteln des Kopfes ab. Tausend mal find die preußischen Offiziere besonders aufhauender" Truppen Zu fagen ist ferner, daß die Regierungspartei bei einem ge von Fremden gefragt worden: Mein Gott, ich verstehe rechten Proporz- denn auch dieser ist dem Klerikalismus auf nicht, sollen die Antipoden herabfallen, Sie den Leib zugeschnitten worden bei einer Anzahl von rund haben Ihre Feinde doch hier in Europa?" 546 000 Stimmen nur ein Anrecht auf 41 Size hätte. Sie hat deren 47! Ihre Kammermajorität betrüge alsdann nur 6 Stimmen und nicht 12. Was in der Armee noch geschehen, um den Donnerhall preußischer Tritte zu verschärfen, darüber sei der Mantel der Liebe gebreitet. Den Rückzug des Klerikalismus auf der ganzen Linie fann man Der straffe Marsch fördert nichtdie Disziplin, am besten aus einem Vergleich mit den Wahlziffern von 1912 erwer hätte wohl musterhaft marschierende Truppen gesehen, welche tennen. Die Kleritalen erhielten damals in den entsprechenden vier teine gute Disziplin hatten, und umgekehrt? Provinzen 592 920 Stimmen gegen 446 405 Stimmen am Sonntag. Weiter verlangt der„ Deutsche Offizier" die Beseitigung des In knapp der Hälfte des Landes also ein Verlust von 46 516 Egerzierens im Umberziehen.( Sachsengängerei auf Stimmen. Die Wählerzahl hat sich indes seither vermehrt: die dem Exerzierplate.) Sinn und zwecklos wanderte, trabte, Opposition hat gegen 1912 58 886 Stimmen mehr er galoppierte, zog und fuhr die Truppe, bald mit lits, bald halten, die sie den Klerikalen abgenommen hat. Der wirkliche mit rrrechts, da schwenkend, dort einschwenkend, Tritt fassend, Verlust der flerifalen Stimmen beträgt also in den vier Provinzen ohne Tritt, beziehungsweise deutsch oder englisch trabend in großen über 58 000 Stimmen. oder kleinen Bikettern umher. Gelangweilt, angelangweilt, veranlangweilend, fura es war eine furchtbare Zeit. Fort mit den Kunststücken und den Helden der Ererzierpläge. Mit vollem Recht zieht der„ Deutsche Offizier" auch gegen den übertriebenen Anzugspus vom Leder: Selbst das Wahlrecht der„ bier Infamien" hält den Zusammens bruch des Klerifalismus nicht mehr auf und ein gesundes Wahlrech wird seine Scheinmacht vollends hinwegspülen. Der erste Wahlkampf der Arbeiter. Budapest, 24. Mai.( Eig. Ber.) Nach aufgestellten, sorgfältigen Berechnungen können wir in der Dienstzeit von zwei bis drei Jahren allein sechs Wochen bis zwei Monate sparen, wenn alles Blanke, Putzbare fortfällt.... Wir haben ferner rund 25 Besichtigungs- und 20 Vorbesichtigungstage im Jahre. Da bei der ersteren ein vor- Das ungarische Abgeordnetenhaus nahm in der züglicher, bei lepterer ein guter Anzug angelegt wird, fann ein Gigung vom 15. Mai die Ministerialverordnung über die Neuein Kenner der Armee, der mit den fabelhaften Anzugsvorbe- teilung der Wahlbezirte zur Kenntnis und damit ist das neue reitungen in derselben vertraut ist, nicht, erstaunen, wenn die da- Wahlgesez des Grafen Tisza in allen Stüden fertiggestellt zu aufgewendete Zeit für Besichtigungen mit 15-18 Stunden, für und die Wahrscheinlichkeit sehr groß, daß die spätestens im Mai Vorbesichtigungen mit 3-4 Stunden berechnet wird. nächsten Jahres erfolgenden Neuwahlen auf Grund des neuen Wahlrechts stattfinden werden. Das ist sehr knapp gerechnet. Ein Helm wird z. B. 10-15 mal berpaßt, ehe er zur Besichtigung er scheint und genügt selbst dann noch taum den Anforderungen." Inmitten so vieler Gefahren habe ich niemals versäumt, das Leben vorzuzeichnen, das ein Christ führen soll. Aber meint flares und deutliches Wort ist nicht immer bernommeit und richtig ausgelegt worden; im Gegenteil war die Zahl derjenigen nicht gering, die sich nicht vor willkürlicher Auslegung der Worte des Bapstes scheuten. Da bedarf ich Eurer Mitarbeit. Prediget es aller Welt, besonders aber den Gläubigen, daß nichts dem Herrn und daher auch seinem Statthalter so mißfällt, wie 3 wieipalt in der Lehre; denn Satanas fann alles dabei gewinnen und zieht seineit Nutzen daraus, Treffet Vorsorge, daß die Priester in nicht zu lebhaftem Verkehr mit Leuten stehen, deren Glaubens trene verdächtig ist, verhindert die Lektüre nicht nur der ganz schlechten geitungen, sondern auch derjenigen, welche nicht die volle Billigung der Kirche haben. Wenn Ihr Leute trefft, die sich ihres Glaubens und ihrer Ergebenheit für den Papst rühmen, aber es ablehnen, fich flerifal nennen zu lassen, so sagt ihnen, ergebene Söhne des Pontifer feien diejenigen, die ihm und seinem Willen gehorchten. Höret nicht auf, immer von neuem zu sagen, daß der Papst die fatholischen Gesellschaften liebe, die das materielle Wohl ihrer Mitglieder zum Zwede haben, aber saget auch, daß der Papst erklärt habe, das geistliche Wohl müsse bei ihnen immer an Konerster Stelle stehen. feffionell gemischte Vereinigungen und Bündnisse mit Nichtkatholiken sind erlaubt, aber der Bapst bevorzugt die Vereinigungen, die sich unt die Fahne drängen, die ruhmreicher ist als alle anderen, nämlich die der Kirche. Das ist das Feld, auf dem Ihr Euren Eifer betätigen sollt. Der Papst hält also an seinem Standpunkt fest, daß die christ lichen Gewerkschaften nur erlaubt sind, der Vorzug aber den rein katholischen Vereinigungen gebührt. Und die Worte, die sich gegen die willkürliche Auslegung richten, sind ein deutlicher Zadel der Kölner. Das ungarische Wahlrecht gehört auch in seiner reformierten Gestalt zu den volksfeindlichsten und reaktionärsten Gesehen von ganz Europa und kann nicht einmal eine Karikatur des in drei Bodenpreissteigerung und Zolltarif. Auch die Spielleute der Fußtruppen will der Thronreden des Kaisers Franz Josef versprochenen allgemeinen Vor ein paar Jahren ist durch eine Untersuchung RothDeutsche Offizier" abschaffen.„ Die Spielleute sind völlig Wahlrechts genannt werden. Aber wie jede Fraße für den Gott fegels über die Kaufpreise ländlicher Besitzungen in überflüssig und nach jeder Richtung hin erfetlich. zeugt, den sie entstellt: so bedeutet auch diese elende Verhunzung Preußen der Nachweis geführt worden, daß die Steige Die berittenen Waffen haben keine ähnliche Einrichtung." des demokratischen Gedankens einen gewiffen Fortschritt dem bis- rung der Bodenpreise wesentlich durch die Zollpolitik verursacht Als Ersatz dafür verlangt er eine andere Verwendung der herigen Zustande gegenüber. In 63 städtischen Wahlfreisen wird worden ist. Mehrere Arbeiten über die„ Preisbewegung landHoboisten. die geheime Abstimmung eingeführt, und ein Bruchteil der Arbeiter wirtschaftlicher Güter in einigen Teilen Bayerns"( in den schaft der größte Teil der des Lesens und Schreibens kundigen Schriften des Vereins für Sozialpolitif, Band 148) bringen über dreißig Jahre alten bekommt zum ersten Male die Gelegen- jetzt eine ausführliche Bestätigung. In dem genannten heit, mit seiner Stimme im Wahlkampf mitsprechen zu können. Bande, dessen ausführliche Besprechung wir uns vorbehaltet, Der Grad der Entrechtung der Arbeiter fann mit einer 3iffer ftellt Profeffor Brentano- München zunächst die Tatsachen illustriert werden: die Zahl der über 24 jährigen Arbeiter in Buda feft. Danach fand in allen untersuchten Gebieten in den pest beträgt 99 247, die Zahl der Wahlberechtigten 42 000. Die Jahren 1900 bis 1910 ein sehr starfer EigentumsUeber die Einjährig Freiwilligen fagt der Wucht des proletarischen Angriffes, die in der großen Zahl der wechiel ſtaft, der seit dem Jahre 1903 besonders auffällig " Deutsche Offizier": Arbeiterstimmen besteht, ist mit dieser Wahlreform gebrochen, aber anstieg. So wuchs in sechs von Dr. Hörenz untersuchten Die Einrichtung des Einjährigenwesens in seiner jezigen die Arbeiterschaft wird doch den Versuch machen, in das letzte Rentämtern im Jahre 1903, alio nach Bewilligung der er Form ist eine Ungeheuerlichfeit geworden.... 3 ift fozialistenfreie" Barlament Europas einzubringen. Ob böhten Zölle, die Zahl der Kaufabschlüsse von 92 auf 273, tatsächlich eine Bevorzugung der Reichen und einer dieser Versuch glücken wird, steht noch dahin und hängt hauptsächlich um dann immer noch mehr zu steigen. Mit dem Empor ziemlich niedrigen Stufe höherer Schulen geworden. ¡ davon ab, ob die sozialdemokratischen Organisationen die Verwal- schnellen der Befizwechſelfälle ging ein erhebliches An Lassen wir fünftig den 3iviltapellen die Pflege ebelfter Mujit; etwas nachlassen bei den Militärkapellen an musikalischen Anforderungen, erhöhen wir dafür die militärischen. Bei den berittenen Waffen fehlen die Spielleute, und der Trompeter ist dort der ganze Musiker, der ganze Soldat, der ganze Mann und meist auch dazu ein guter Reiter." Nr. 143. 31. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Gewerkschaftliches. Innungsgelder für die Gelben. irgendein lebenslustiger Kapitalist einer Dienerin der Venus aus bem Palais de danse für die Wonnen einer Nacht zu bezahlen pflegt. Ein Gegenstüd: Ein 39 jähriger Beamter der Firma Drenſtein u. oppel, der seit mehreren Jahren dort tätig ist, Gatte und Vater Dreier Kinder, der das fürstliche Einkommen von 160 M. monatlich bezieht, wird aus Verwaltungsgründen gekündigt. Schluchzend liest der Mann das Schriftftüd; er weiß, welch trauriger Sommer bei der Lage des Arbeitsmarktes ihm bevorsteht. Die Triebfeder dieser Kündigungen ist ein junger Direktor ( Namens Drenstein), dessen organisatorische Fähigkeiten sein soziales Verständnis taum übersteigen dürften. Denn um die Personalmengen entbehren zu können, will dieser Herr das sogenannte Eingangsjournal beseitigen, ein Organ, das bei einer Firma, die täglich zentnerweise Briefeingänge hat, für einen geordneten Betrieb un entbehrlich ist. Was tut das? Hauptsache- 14% Der Kundentischler" Oberländer. Donnerstag, 28. Mai 1914. Streng vertraulich! Charlottenburg, den 26. April 1914. P. S. Jm Interesse der Sache ist strengste Diskretion erforderlich. Desgleichen wird höflichst erersucht, bei Beantwortung diesbezüglicher Schreiben keine Postfarten zu benutzen. Herrn 2. 2... C... N. Ich bestätige den Empfang Ihres geehrten Schreibens vom 25. cr. und bitte Sie, mich' telephonisch zu einer Besprechung zu bestellen, da es stets besser ist, die Bedingungen den Verhältnissen entsprechend zu vereinbaren. Mit Hochachtung Paul Oberländer. Jm vorliegenden Falle hat es der Unternehmer vorgezogen, sich von Oberländer sein Portemonnaie nicht erleichtern zu lassen. Die Arbeiterschaft wird aber gut tun, den„ Kundentischler" Oberländer im Auge zu behalten. Differenzen bei der Firma Achtung, Tapezierer! Die Mit Entrüstung hat bisher der gelbe Bund der Bäcker ständig den Vorwurf zurückgewiesen, er werde von den In nungen ausgehalten und sei von diesen völlig abhängig. Bei der Gründung des gelben Bundes im Jahre 1906 wurde zwar die Form geändert, aber das Schwergewicht blieb nach wie vor in den Händen der Bäckerinnungen. So paradierte überall im Lande bei jeder Gesellenversammlung der Obermeister mit einem großen Stab seiner Innungsmitglieder. Nun hat ein Buchdruckereibesizer Wilhelm Hartmann, den man wohl als den geistigen Vater des gelben Bäckerbundes beDie edle Zunft der Streifbrecheragenten will nicht aussterben. zeichnen kann, den schlüssigen Beweis erbracht, daß der ganze gelbe Bund der Bäder sich von allem Anfang an im Schlepp- Es finden sich immer wieder zweifelhafte Existenzen, die sich auf tau der Bäckerinmungen, besonders aber des Zentralverbandes dieses unsaubere Handwerk zu legen verstehen, wohl wissend, daß es Schmischte, Pallasstr. 1, sind beseitigt. Die Schlichtungsfommission. Deutscher Bäckerinnungen befunden hat! In der„ Internatio- noch immer genügend Unternehmer gibt, die sich gern den GeldAus dem Fleischergewerbe. Der Fleischermeister Lötsch, Ede nalen Rundschau für Bäckerei und Konditorei", herausgegeben beutel auf diese Weise erleichtern lassen. Mitleid für solche Untervon dem genannten Wilhelm Hartmann, sagt er, es sei seine nehmer, die auf den Leim der Streitbrecheragenten gehen, braucht Reichenberger und Forster Straße, Fleischzentrale, hat den TarifDie Sperre ist aufAnregung gewesen, daß es 1906 zur Gründung des gelben man nicht zu haben. Uns leitet das Intereſſe für die organisierte vertrag der Fleischerorganisation anerkannt. Die Tariffommission. Bundes kam, der ein Gegengewicht gegen den sozialdemo- Arbeiterschaft, wenn wir wieder einmal einen diefer Spezies vor der gehoben. Achtung, Gastwirtsgehilfen! Die Differenzen im Reftaurant kratischen" Verband sei. Ehrenobermeister Bernard, der Deffentlichkeit an den Pranger stellen. Im Hause Schillerstraße 4 zu Charlottenburg betreibt an- Pferdebucht"( Jnh. Wolter) in Köpenick sind durch die OrganiVorsitzende des Innungsverbandes, schrieb ihm damals: „ Gebe Gott Ihnen die Kraft, daß Sie das Werk, welches scheinend ein biederer Tischlermeister eine sogenannte Kunden- fation geregelt und die Sperre ist hiermit aufgehoben. Nachstehende Lokale bleiben nach wie vor für Organisierte geSie bis jetzt zum Segen des Handwerks führten, auch weiter tischlerei. Der Inhaber dieser Werkstatt ist kein anderer als der Streit- sperrt:" Restaurant Vater Fieliz"( Jnh. Fieliz) in Grünheide; führen können." Oberländer ist kein Neuling Strand Restaurant Richtershorn"( Jnh. Red) in Grünau; Weiter teilt Sartmann mit, welche Summen aus In- brecheragent Baul Oberländer. Vor einigen Jahren Hauptrestaurant Eierhaus 3"( Inh. Kammla) in Treptow und nungsfreisen ihm damals zugeflossen sind, nämlich: durch den in seinem Hauptfach als Streitbrecheragent. Innungsverband 2000, vom Innungsverband Nordwest( San- betrieb er am Maybachufer ein Zigarrengeschäft und hat damals Stehbierhalle am Paradiesgarten"( Jnh. Gangberg) in Treptow. Verband der Gastwirtsgehilfen Berlin I. besonders bei dem der Leiternover- Oldenburg) 1000 m., von der Innung Königsberg bei verschiedenen Streits, Achtung, Friseurgehilfen! Wegen Maßregelung für Verbands. 300 M., von der Innung Dresden 120 M., insgesamt 3450 gerüstbauer 1910 in Charlottenburg und beim Streit der Mark. Trotzdem klagt Hartmann sehr darüber, daß man Fensterputzer der Berliner Glaserinnung eine Gastrolle als mitglieder gesperrt: Vieth, Soldiner Str. 112; Müller, Bellermannihn seinerzeit nicht viel ausgiebiger unterstützt habe, was Streifbrecherlieferant gegeben. Er hatte aber bei seinem damaligen Straße 92. Bewilligt haben ferner: Hente, Huffitenstr. 45; Hofmann, Prinzenallee 11; Heinrich, Wienerstr. 56. Charlottenburg: Senger, er doch so reichlich durch Gründung des gelben Bundes sowie Auftreten seine Rolle so ungeschidt gespielt, daß die Unternehmer Spreestr. 7; Winkler, Amalienſtr. 3. Berband der Friseurgehilfen. besonders durch Gründung der gelben Gesellenzeitung im froh waren, Oberländer mit samt seinem Anhang schleunigst aus Dienste der vielen tausend Bäckermeister verdient habe. Doch ihren Betrieben verschwinden zu sehen. Seit dieser Zeit hat man! damit mag Hartmann sich mit seinen Innungsschüßlingen von Oberländer nichts mehr vernommen. Nunmehr, wo sein größter abfinden. Uns interessiert lediglich, daß Hartmann hier mit Ronkurrent Reiling hinter schwedischen Gardinen stedt, glaubt Oberziemlicher Klarheit ausplaudert, was allein einige Bäder- länder in Keilings Fußstapfen treten zu fönnen. Er hat sich dem innerung gebracht: " " Deutsches Reich. Glasarbeiteraussperrung in der Lausių. innungen und der Verband der Bäckerinnungen für seine da- Unternehmertum in diesen Tagen wie folgt in empfehlende Erarbeiter in Halbau, Hartmannsdorf, Kohlfurt, Penzig, Rietschen, malige Schöpfung, die gelbe Bundeszeitung", für Summen geopfert haben. Dabei erwähnt er nichts davon, daß die Berliner Bäderinnungen seinerzeit ein Pflichtabonnement fir ihre Mitglieder einführten und andere Innungen dem BeiSpiel folgten. Der bündige Beweis ist unseres Erachtens hier wieder einmal dafür gebracht, daß der gelbe Bund der Bäcker ausgehalten wird von den Bädermeistern und den Bäckerinnungen. Berlin und Umgegend. Die umfangreichen Personalfündigungen bei der Aktiengesellschaft Drenstein und Koppel, die wir schon vor mehreren Tagen melden konnten, find nunmehr zum großen Teil von der Firma ausgesprochen worden und weitere Kündigungen sind bis zum Monatsschluß zu erwarten. Mehr als 10 Proz. des rund 2000 Personen umfassenden kaufmännischen und technischen Personals werden am 1. Juli auf die Straße gefeßt, damit für die Aftionäre statt 12 Proz. wie in früheren fetteren Jahren 14 Proz. herausgewirtschaftet werden fönnen. Wieder einmal fat grausame fapitalistische Selbstfucht viel Die Glasindustriellen drohen mit einer Aussperrung der Glass Wiesau. Die Glasarbeiter in Rauscha haben den Tarif gekündigt, Euer Hochwohlgeboren! Bei dem gewaltigen Aufschwung, den die gewerkschaftlichen der am 1. April ablief, und sie haben eine Erneuerung des Tarifes Arbeitnehmer- Organisationen in den letzten Jahren unter An- verlangt. Geringe Lohnforderungen und eine Verkürzung der wendung der verwerflichsten Mittel genommen hat, fühle ich mich Arbeitszeit von 9% auf 9 Stunden waren die Forderungen der veranlaßt, die Herren Arbeitgeber auf mein seit bereits 6 Jahren Arbeiter. Die Verkürzung der Arbeitszeit wurde aber abgelehnt, bestehendes Unternehmen aufmerksam zu machen. weil die Industrie angeblich eine solche nicht vertragen könne. Da bei muß bemerkt werden, daß die Arbeiter bereits am 1. April nur noch neun Stunden gearbeitet haben. An diesem Tag verlangten die Industriellen, daß die Arbeit nicht mehr wie bisher um 126 Uhr früh, sondern erst um 6 Uhr beginnt. Sie erklärten, zu diesem Prima Referenzen und Zeugnisse, sowie laufende Ver- Verlangen durch die am 9. März 1913 herausgegebene Bundesrats. träge mit städtischen Behörden und privaten Unternehmungen, berordnung veranlaßt zu sein. Nach dieser Bundesratsverordnung lege ich gern zur Einsicht vor. Ich bin in der Lage, bei vorkommenden Streitfällen jeden Betrieb mit absolut tüchtigen Handwerkern und Arbeitern zu be fegen. Die Bedingungen über die Herbeischaffung der zu stellenden Handwerker und Arbeiter werden in jedem Falle den örtlichen Verhältnissen entsprechend vereinbart. Mit näheren Informationen stehe ich jederzeit zur Verfügung und bin ich auf Wunsch gern bereit, unverbindlich für Sie, zu Ihnen zu kommen. Mit vorzüglicher Hochachtung ergebenst Paul Oberländer. Ein Unternehmer, der mit seinen Leuten in Differenzen zu geTränen. Wie wir richtig voraussagten, sind nicht etwa die ge- raten schien, wandte sich schriftlich an Oberländer, um dessen Bewaltigen Bezüge der tantiemenerbenden Oberbeamten irgendwie dingungen bezw. Referenzen auf diesem Wege näher kennen zu lernen. gefürzt worden, sondern aus Verwaltungsgründen" hat man zum allergrößten Teil Heine Rulis, die 60 bis 80 M. Monatsgehalt bezogen, Der Kundentischler" Oberländer ist aber zu gerissen und gibt auf fich als Opfer auserforen. Ein Aktionär, der für 50 000 M. Anteile der schriftlichem Wege ſeine Geschäftskniffe nicht preis, wie aus lufrativen Firma in Händen hat, würde im laufenden Jahre monatlich nachfolgender Antwort auf die Anfrage des Unternehmers hervoretwa 80 m. weniger erhalten haben, also nicht ganz soviel als geht: Kleines Feuilleton. dürfen jugendliche Arbeiter unter 16 Jahren nicht mehr vor 6 Uhr morgens beschäftigt werden. Dafür sollte aber am Nachs mittag eine halbe Stunde länger gearbeitet werden. Die Arbeiter weigerten sich, am Nachmittag länger zu arbeiten, weil in den Glashütten gerade an den Nachmittagsstunden eine Gluthize herrscht. Als sie nicht länger arbeiteten, wurden die Arbeiter in Rauscha und Sohlfurt am 8. April ausgesperrt. Die Arbeiter verlangten sofort die Entschädigung, da sie ohne Kündigung hinausgeworfen wurden. Sie erklärten sich aber damit einverstanden, daß die Entscheidung in dieser Sache dem Magistratsrat Dr. v. Schulz in Berlin übertragen wird. Die Entscheidung ist gefallen und die Arbeiter haben die Entschädigung zugesprochen erhalten. Die Unternehmer öffneten ihre Betriebe; aber die Arbeit wurde nur bis 25 Uhr fortgesetzt. Das Auf den Bergen ist Freiheit? Die Nachricht, daß ein Architekt davon betrifft den Wert der starken Individualität. Im Laufe den Großglodner angefauft habe und nun, angeblich weil er eines Gesprächs über dieses Thema äußerte sich Jbsen, daß er die er dort Wild ansetzen wolle, die Berggruppe den Alpentouristen zu starke Individualität über alles stelle. Da müssen Sie ein bes sperren beabsichtigt, hat die allgemeine Betrachtung auf die Frage geisterter Bismarck- Verehrer sein!" wurde ihm zugerufen.„ Dho" Das Deutsche Theater bringt in der Zeit vom Das Kulturtheater. Innerhalb der ausübenden Künstlerschaft gelenkt, wem eigentlich" unſere" Berge gehören. Und da ergibt sich war die Antwort des Dichters,„ der muß zuerst totgeschlagen macht sich mehr und mehr das Gefühl dafür geltend, daß das nun, daß sie durchaus nicht, wie es die Ansicht vieler iſt, gleich dem werden, weil er die anderen hindert, sich ihrer Individualität gemäß Theater als Geschäftsbetrieb seine Kulturaufgabe nicht erfüllen kann. Deere, niemandem gehören, sondern Eigentümer haben. Sie stehen zu entwickeln." ist ein Vortrag, den der Präsident der Bühnengenossenschaft, Ridelt, berrschaften. Die österreichischen Alpen und Karpathen gehören zum 31. Mai bis 14. Juni innerhalb von 2 Wochen sämtliche zehn NeuBemerkenswert für solche Strömungen innerhalb der Bühnenwelt im Besige von Staaten, Gemeinden, fürstlichen Häusern und Standesauf dem Brandenburgischen Städtetag hielt. Rickelt bezeichnete das guten Teile dem österreichischen Kaiserhaus und der Linie Efte, einstudierungen des Shakespeare 3yklus in der OriginalTheater als einen Kulturfaktor allerersten Ranges, dem man darum und Erzherzog Franz Ferdinand kauft noch fleißig Berge auf und Der Böhmerwald ist so beseßung. Die denkenden Pferde im Film. Im Cines aber auch nicht den Charakter eines Geschäftsunternehmens geben entzieht sie dem allgemeinen Verkehr. Ge gut wie ganz Eigentum der Fürsten Schwarzenberg, in das Riefengebirge teilen sich die Grafen Schaffgotich und Clam- Gallas. Nollendorf- Theater bringt das neue Programm am Freitag unter jolle. Mit Kultur dürften keine Geschäfte gemacht werden. jei darum tief bedauerlich, daß unsere Theater bis hinauf zum Die Schneekoppe gehört jedem zur Hälfte; der Kynast dem preußisch- anderem einen Lichtbildvortrag von Erich Reinide über die klugen Der größte Teil des Harzes ist Pferde von Elberfeld. föniglichen Opernhaus mit dem Geschäftsprinzip verknüpft seien. schlesischen Standesberrn allein. Die schönen Thüringischen Berge sind fast Wenn heute eine Stadt ihr Theater an einen Unternehmer verEmanuel Reicher, der aus dem Deutschen Künstler. Ab und zu pachtet, dann sei es doch so, daß dieser, natürlich auf Kosten der Stollbergischer Besitz. Kunst und der Künstler, vor allem sein Geld herauszuwirtschaften durchweg Domänen der thüringischen Herrscherhäuser. tommt es vor, daß Gemeinden oder Hotelaftiengesellschaften, wie in theater ausscheidet und vorläufig kein Engagement übernimmt, wird jucht. Dadurch würden aber die idealen Zwecke des Theaters in St. Moritz, große Bergflächen auftaufen, um die Niederlassung von seine Memoiren schreiben. Er blickt auf eine vierzigjährige Bühnendas Gegenteil verkehrt. fleineren Städten, die sich kein eigenes Theater leiſten fön- ftrenunternehmungen zu verhindern. Der Operateur Billroth laufbahn zurück und hat das Aufſteigen des modernen Dramagnen nen, die Segnungen dieses Kulturfaktors zu verschaffen, empfahl aufte tener Alpenbilleggiatur alle vorhandenen Baupläße auf, die wichtigste Epoche des naturalistischen Stils von Anfang an inte Kunstankäufe der Stadt Charlottenburg. Rickelt die Gründung von Städtebundtheatern. Mehrere Städte um die Entstehung neuer Villen zu hintertreiben. Da es nun meist erlebt. Wechsel im Bejizz sehr selten. Die Stadt Charlottenburg erwarb ein Gemälde von Ulrich Hübner schließen sich zusammen und übernehmen das Theaterunternehmen sehr reiche Persönlichkeiten sind, die Berge innehaben, so ist ein Die aber, die über die Naturschönheiten verfügen, können da Industrie und Hafen", das in der Freien Eezession ausgestellt war. in isetega init ben Echauspielern Jahresverträge ab. Abwech mit schalten, wie sie wollen, vor allem fie den anderen Sterblichen Die Stadt faufte ferner auf der Großen Berliner Kunstausstellung Regie. Sie stellen einen tüchtigen Leiter an die Spike scind spielt dann das Ensemble in den beteiligten Städten. But entziehen. Freilich haben die Alpen- und sonstige Touristenvereine die aus Holz geschnitte Gruppe„ Madonna mit Kind und jugendRedung entſch die Ausbildung der Schauspieler in besonderen die dort lieber Wild als Menschen wollen. Aber manche noch ganz Künſtler wurde als armer Bauernjunge im Detztal geboren, fam Tedung entstehender Defizite muß auch der Staat Mittel füffig viele Gebiete erschlossen, vielfach im Kampf mit den großen Herren, lichem Johannes" des jungen Bildhauers Franz Scheibler an. Bewegung zur Hebung und Besserung der Theaterverhältniffe urwüchsige, fast unberührte Täler und Höhen sind in den Alpen und dann zu einem Herrgottsschniger in die Lehre und hungerte sich dann Bildungsanstalten regeln muß. Schon jetzt fönnten die Städte die unterstügen, indem sie allen unfünstlerischen Theaterbetrieben die 1onstwo( man dente nur an die thüringischen Duodezfürsten, die durch die Münchener Kunstakademie hindurch. Um nun auch den mittleren und Konzession versagen. Die Mittel zur Durchführung der geplanten Reform sollen herbeigeschafft werden durch Gründung eines großen deutschen Theatervereins. In der Debatte trat der Direktor des„ Märkischen Wandertheaters" dem Grundgedanken Ridelts bei. Dieser faßte dann noch einmal seine Reformziele in den Worten zusammen:" fort mit dem Geschäftstheater, denn es verdirbt den Charakter; her aber mit dem Kulturtheater, sonst bleiben Werte ungenußt liegen, die für die Volksbildung und Bolksveredelung in hervorragendem Maße nubbar gemacht werden können." Staatswälder für ihre Jagdzwede reservieren) jedem Wanderer geiperrt. Die Privateigentümer scheuen sich aber andererseits gar nicht, Landschaftsreize rücksichtslos zu zerstören, sei es durch Bergbau oder industrielle Betriebe oder auch durch Zerstückelung, sobald genügender Profit Iodt. Die Freiheit, die auf den Bergen wohnen soll, muß erst in den Tälern errungen werden. Der Die Beteiligung der deutschen Kunst an der Weltausstellung in San Francisco ist nunmehr gesichert. Der Borstand der Gesellschaft für deutsche Kunst im Auslande hat einstimmig die Beteiligung beschlossen, nachdem eine Anzahl Spender Mittel zur Verfügung gestellt hat. - Die Absperrung des Großglodnergebietes. Für die anderen. In einem Zuge, der nach Lüttich fährt, fizzt Bei der in Klagenfurt abgehaltenen Hauptversammlung des Landess Arbeiter und ein Pfarrer, der fein rundes, rosiges Gesicht ins verbandes für Fremdenverkehr in Kärnren brasste der Präsident die Brevier stedt. Er hat aber wie fo mancher Reisende das Bedürfnis, Nachricht über die drohende Absperrung des Großglocknergebietes ein Zur Verwirklichung dieser Bestrebungen ist nun freilich meh- feine Nachbarn mit einer Unterhaltung zu beehren. Und so begin baß die politischen Behörden alles versuchen werden, um eine Der andere: Man " „ Sehr schön", erwidert der geht wohl an die Arbeit?" Und es geht gut?" ,, Aus Sehr gut." Das hör " Sehr zufrieden. Man verDa schaut anderen." führte u. bietes Schädigung der Interessen des Fremdenverkehrs zu vermeiden. - Direkte drahtlose Verbindung mit Amerika. Bei einer Erprobung der Station Eilvese( Provinz Hannover) der Hochfrequenzmaschinen- Gesellschaft ergab sich am 26. Mai, daß in wenigen Stunden eine Depesche von über 3000 Worten zusammenhängender Text ohne jede Wiederholung von Tuderton( Vereinigte Staaten) gesendet und in Eilvese fehlerfrei aufgenommen werden fonnte. Die lleberbrückung der großen Entfernung von rund 6500. Kilometer ist also mit großer Betriebssicherheit möglich. Die erste Das Recht der Individualität. Jbsen- Anekdoten drahtlose Verbindung zwischen Deutschland und Amerila wird nun werden in der Zeitschrift Die deutsche Bühne“ aufgefrischt. Eine wohl bald dem regelmäßigen Verkehr übergeben werden. „ Schönes Wetter heute, was?" reres erforderlich, das ganz abseits von Vereinsgründungen und er tieffinnig: der Unterstübung des deutschen Kaisers( die auch erhofft wird) liegt. Zunächst muß in die Gemeindeverwaltungen die Demokratie ein- Angeredete. „ Der Lohn ist gut?" ziehen, die allein die Verfolgung von Kulturaufgaben ermöglicht. Jeden Tag um dieselbe Stunde." Sodann aber muß der Arbeiterschaft gebührender Einfluß auf das gezeichnet." Staatswesen verschafft werden; denn gerade sie will ein Kultur- ich gern. Sie sind also zufrieden?" theater und feine Bühne schaler Vergnügungen, womit weite bürger- dient einen Haufen Geld für die liche Kreise zufrieden sind. Damit aber das Theater eine wahrhaft der Pfarrer wieder ins Brevier. soziale und damit im Schillerschen Sinne eine moralische Anstalt werde, sind Bedingungen erforderlich, die über den Gesichtsfreis der bloßen Theaterreformer hinausgehen; Bedingungen, die nur bre Sozialismus schaffen kann. G Notizen. Im Kölner Dachdecker- und Bauklempnergewerbe wurde nach mehr als sechswöchigem Streit der Dachbeder- und Klempnergehilfen die Arbeit wieder aufgenommen. Die Verhandlungen vor dem Gewerbegericht führten zu dem Ergebnis, daß ein neuer Tarif zustande Der Tarif fam, der bis zum 31. März 1916 Gültigkeit hat. abschluß bedeutet für die Gehilfen einen vollen Erfolg, da die Innung alle den Gehilfen zugedachten Verschlechterungen fallen geLassen hat und auch in der Lohnfrage wesentliche Bugeständnisse machtc. mit war für die Arbeiter die neunstündige Arbeitszeit erreicht. Da schaftswelt sich immer mehr ausbreitenden Sozialismus darstellen werden müsse. Es ginge nicht an, daß bei Aftionen wie in Stettin, aber die Lohnforderungen nicht bewilligt wurden, fündigten die sollen. Der Erzbischof erflärte einleitend, daß man mit den Ge- die so sehr die Verbandskaffe in Mitleidenschaft ziehen, das VerIn der Agitation müßten größere Arbeiter in Rauscha die und legten am 19. Mai Arbeit werkschaften als solchen keinen Streit habe. Ein Herr Burns bandsstatut ignoriert werde. führte aus, daß die Sozialisten nur deshalb an der Spike der Anstrengungen gemacht werden. Bedauerlich sei, daß neben der nieder. Auch vor der Arbeitsniederlegung hat Magistratsrat britischen Gewerkschaftsbewegung stünden, weil die katholischen Ge- Bekämpfung der gegnerischen Organisationen und sogenannten neuDr. v. Schulz seine Vermittelung angeboten und vorgeschlagen, werkschafter teilnahmslos seien. Die katholischen Arbeiter wollten tralen Vereinen in sehr unlauterer Weise von Freigewerkschaftlern, daß sich beide Parteien einem Schiedsspruch fügen möchten. Die nur ihrer eigenen Opposition gegen den Sozialismus Ausdruck ver- besonders von Fabrik und Metallarbeitern gegen den GemeindeWie ein roter Faden zogen Arbeiter waren damit einverstanden, während die Unternehmer dies leihen und beabsichtigen nicht, mit anderen Feinden des Sozialismus arbeiterverband gearbeitet werde. ablehnten und erklärten, daß die 91ftündige Arbeitszeit in Rauscha zusammenzugehen. Der Arbeiterbewegung täten Männer not, die sich die Klagen über Grenzstreitigkeiten und auch für alle übrigen Betriebe der Lausitz gefordert wird und ihren Katholizismus, wenn angegriffen, berteidigen würden, sonst die Arbeiter sich zu fügen haben. Darauf erfolgte die Arbeits- aber ihren Glauben nicht erwähnten. Es sei nicht die Absicht, etwas durch die Debatte. Da mehrere Redner das Verhalten einzelner einstellung in Rauscha, der jetzt die Aussperrungsandrohung für die in die Arbeiterbewegung einzuführen, sondern von ihr etwas fern- Gewerkschaften als nicht im Einklang mit der Resolution des Hambereits genannten Drte folgte und die am 6. Juni vollzogen werden zuhalten, was nicht hinein gehöre. Erst wenn es den Katholiken burger Gewerkschaftskongresses über die Grenzregulierungen besoll. Es werden rund 3500 Arbeiter ausgesperrt, darunter befindet hin anzugehören, würden katholische Gewerkschaften nötig sein. Der zeichneten, ergriff der Vertreter der Generalfommission, sich der größte Teil Hilfsarbeiter, die leider organisationslos find. Stadtverordnete Saunders, der im Birminghamer Gemeinderat die Cohen- Berlin, das Wort und führte aus: Üm die immers Organisierte Glasarbeiter werden rund 1200 von der Aussperrung Arbeiterpartei vertritt, meinte, es sei gefährlich, in die Gewerk. währenden Grenzstreitigkeiten etwas einzudämmen, hat die Genebetroffen. Allerdings werden die Industriellen in einiger Zeit sicher schafsbewegung religiöse Fragen einzuführen. Im gewertschaft- ralfommission im Einverständnis mit der Vorständekonferenz ein zu weiteren Aussperrungen greifen. Die Organisation rechnet damit, lichen Kampfe habe er stets mit Sozialisten und Freidenkern Schiedsgericht gebildet, dem alle Grenzstreitigkeiten zwischen den Organisationen überwiesen werden. Das Urteil ist für beide daß in 4 bis 5 Wochen die Glasarbeiter in ganz Schulter an Schulter gestanden. Er sei nicht dafür, daß man sich Sachsen, Schlesien und Brandenburg ausgesperrt mit einem Menschen zante, mit dem man in 99 aus 100 Punkten streitenden Parteien bindend. Nun muß sich die Generalkommission in den Sibungen wenigstens nicht mehr mit so hochwichtigen Fragen werden. Aber auch dieser Aussperrung sieht der Berband der Glas- übereinstimme und von dem man nur in einem Punkte abweiche. wie die, ob die Viehtreiber zum Fleischer- oder zum TransportSchließlich wurde eine Resolution angenommen, mit der beschlossen arbeiterverband gehören, beschäftigen. Der nächste Gewerkschaftsarbeiter mit Ruhe entgegen. wurde, eine Vereinigung fatholischer Gewerkschafter in Birming- arbeiterverband ham zu gründen; in jedem Kirchsprengel sollen Zweigvereine ins fongreß in München muß sich wohl oder übel wieder mit der Frage der Grenzstreitigkeiten befassen. Aber eine glatte Lösung darf man Leben gerufen werden und ein Zentralverwaltungsausschuß soll auch dort nicht erwarten. Es wird genau wie in Hamburg wieder die ganze Bewegung überwachen. Dies ist nicht der erste Versuch der katholischen Geistlichkeit zu einem Kompromiß kommen. Der heutige Zustand, bei dem z. B. der Metallarbeiterverband in einer Lohnbewegung mit weiteren Großbritanniens, entweder Einfluß auf die Gewerkschaftsbewegung 28 bis 30 Organisationen zu tun hat, ist auf die Dauer unhaltbar. des Landes zu gewinnen oder sie zu sprengen. Mit der Gründung Daher neigt auch der Metallarbeiterverband, dem ich angehöre, zu katholischer Gewerkschaften hat der Klerus bisher keine gute Ge- der Auffaffung der Gemeindearbeiter, der Betriebsorganisation schäfte gemacht. Er hat deshalb den direkten Angriff aufgegeben zugunsten des Flankenangriffs. Birmingham ist nicht die erste gegen der Berufsorganisation den Vorzug zu geben. Vorläufig Stadt, in der versucht wird, im Interesse der katholischen Geistlich besteht aber für uns die Hamburger Resolution und die Misere Zimmererstreit in Groß- Gerau( Hessen). Seit dem 1. April keit die katholischen Arbeiter im Busen der Gewerkschaftsbewegung fann lediglich durch Kartellverträge etwas gemildert werden. Aufstreiten die Zimmerer von Groß- Gerau. Der bis zum 31. März zu organisieren. Doch das Neue an dieser Sache ist, daß man hier gabe der Gemeindearbeiter ist es, durch eine maßvolle Propaganda gültige Tarifvertrag war ordnungsgemäß gekündigt worden. zum ersten Male mit dem Plane an die Oeffentlichkeit tritt. Bisher für die Idee der Betriebsorganisation zu wirken Wunsch nach Verhandlungen über eine neue Vereinbarung wurde hat man sich damit zufrieden gegeben, im Dunkeln zu operieren. zweifellos die Unterstützung anderer Gewerkschaften haben mit der Entlassung der organisierten Zimmerer beantwortet. Be- Man verabredete sich in gewiffen Gegenden des Sonntags in der dadurch eine Abänderung der Hamburger Resolution auf dent Be- Man Münchener Kongreß anzustreben.( Beifall.) sonders durch ein rigoroses Vorgehen zeichnete sich die Firma Kirche oder der Kaplan übernahm die Verständigung, und manche Gauleiter Strunt Brandenburg- Pommern J. W. Diehl, Hofzimmermeister, aus. Die Unternehmer nehmen gewerkschaftliche Abstimmung und Wahl ist durch derartige Mittel gewiß an, die Zimmerer würden sich durch dieses Vorgehen ein- start beeinflußt worden. Diese Methode mag in Großstädten nicht scharf das Verhalten der Stettiner Stadtverwaltung bei dem dorschüchtern lassen, wie es vor einigen Jahren leider noch der Fall gut anwendbar sein, und das hat vielleicht bei dem Klerus den tigen Streif. Ein Vertreter der dortigen Stadtbehörde bezeichnete war. Von den Unternehmern werden alle Mittel angewendet, um Entschluß gereift, mit dem Vorhaben an die Oeffentlichkeit zu es als eine„ fittliche Pflicht", Frau und Kind mitarbeiten zu lassen, den Arbeitern eine Niederlage zu bereiten. Durch schwarze Liſten treten. Doch der Erzbischof Jlsley kann sicher sein, daß es mit falls der Mann nicht genügend verdient.( Bewegung.) soll es den Streifenden unmöglich gemacht werden, anderwärts feinem Traume bald aus sein wird, wenn der erdrückenden Mehr- Schilderung von ihrem Streif. Die Hafenarbeiter, die unter dem Der Stettiner Delegierte Mauen gab eine ausführliche Arbeit zu bekommen. Streifbrecher find nicht zu bekommen. Mit heit des Landes die arbeiterfeindlichen Pläne des herrschsüchtigen Lehrlingen und Hilfsarbeitern wird versucht, die notwendigsten Ar- katholischen Klerus einmal flar zum Bewußtsein tommen. Bis jetzt felben Drud leiden, hatten sich mit den Streikenden solidarisch beiten fertigzustellen. Leider hat dieses System schon ein Opfer ge- ist das Treiben des Klerus von den Gewerkschaftsführern nur still erklärt; allein ihre Organisationsleitung, der Transportarbeiterfordert. Am Bau der Nahebrücke in Bingerbrück bei der Firma berfolgt worden; sie glauben anscheinend, daß sie im Ernstfalle verband, vereitelte den Solidaritätsstreik. J. W. Diehl stürzte der 16 Jahre alte Lehrling von der 12 Meter eine Fronde ohne Mühe niederschlagen können. Doch wie start sich hohen Namme und war sofort tot. Durch den Sturz des Lehrlings der Einfluß der katholischen Geistlichkeit in der Gewerkschaftswurde auch ein unten stehender Hilfsarbeiter schwer verletzt. bewegung schon geltend gemacht hat, beweist der Beschluß des GeZuzug von Groß- Gerau und den Baustellen der Firma J. W. Diehl werkschaftstongresses, die Frage der religionslosen Erziehung von bei Gießen in Hessen und in Bingerbrück ist streng fernzuhalten. der Tagesordnung abzuseßen. Ob diese echt englische Tattit, dem Gegner durch einen Rückzug den Wind aus den Segeln zu nehmen oder zu besänftigen, gegen die katholische Geistlichkeit Erfolg haben wird, dürfte sehr zweifelhaft sein. Allem Anschein nach wird der Leidenstelch der religiösen Bersplitterung auch an der britischen Gewerkschaftsbewegung nicht vorübergehen. Der Die Arbeiter in den Ziegeleien um Nürnberg- Fürth befinden sich feit einigen Tagen im Streit, der noch an Ausdehnung gewinnt. Bis jetzt kommen ca. 250 Arbeiter in Betracht. Die Unternehmer Legen eine außerordentliche Hartnäckigkeit gegenüber den bescheidenen Forderungen der Arbeiter an den Tag. Das Arbeitsamt Nürnberg erschwert den Streifenden den Kampf durch Zuweisung von Arbeits fuchenden nach den bestreiften Ziegeleien, ohne von der Tatsache des Streits Mitteilung zu machen; die Streifenden müssen sich dann bemühen, die Zugewiesenen wieder abzuschieben. Auch Streitbrecher agenten sind eifrig am Werke, um Arbeitswillige von allen Seiten heranzulotsen. Ein solcher Herr, namens Johann Moser aus Defter reich, darf sich erlauben, mit geladenem Revolver gegenüber den Streifenden zu manipulieren. Die Polizei, die die Ausständigen mit Argusaugen überwacht, hat gegen solches Auftreten nichts einzuwenden, obwohl der Streit ruhig verläuft und kein Anlaß gegeben ist, die letteren mit Niederknallen zu bedrohen. Ausland. Streit an Bord des ,, Vaterland"? Die bürgerliche Bresse meldet, daß an Bord des„ Vaterland" eine Bewegung der Mannschaften ausgebrochen sei. Die Leute verlangten bessere Behandlung und höhere Löhne. Aus den sehr unflaren Mitteilungen der Presse geht hervor, daß die Mehrzahl der Mannschaften für die Rückreise von New York wieder anmusterten. 80 Stewards aber wurden gegen ihren Willen von der amerikanischen Polizei gezwungen, an Bord zu bleiben. Sie sollen angeblich dem Hamburger Seemannsamt vorgeführt werden. Mit welchem Recht, ist aus den wirren Mitteilungen der Sensationspresse nicht ersichtlich. Das Fahrzeug wird von Kapitän Ruser befehligt, der auch den " Imperator" führte. Es ist bemerkenswert, daß auch die Mannschaft dieses Schiffes auf seiner ersten Ausreise Anlaß zu Beschwerden fand. am wobei sie und brandmarkt Gauleiter Hedmann- Mannheim übte scharfe Kritik an demi gedruckten Bericht des Vorstandes. Sebald München schloß sich der Kritik an dem Vorstands bericht an. Die Bearbeitung des statistischen Materials sei unzulänglich. Die Broschüre des Vorstandes Arbeiter und Beamtentum" würde am besten eingeftampft. Den Gauleitern müsse mehr Selbständigkeit eingeräumt werden. Um die Agitation zu erleichtern, sollen die Lichtbildervorträge mehr als bisher in den Filialen eingeführt werden. Ehret Nürnberg beflagt sich besonders über die unlautere Konkurrenz der Metallarbeiter. Großmann- Aschersleben polemisierte gegen die Gauleiter Heckmann und Sebald, deren Art der Kritik nicht im Interesse des Zehnter Verbandstag des Holzarbeiter- Berbandes liege. Verbandes. Dresden, 26. Mai 1914. In der weiteren Debatte über den Vorstandsbericht wurden Grenzstreitigkeiten behandelt; auch die letzte Gehaltserhöhung für den Vorsitzenden, der Bau des Verbandshauses, das Ehrendiplom ust. regten die Gemüter auf. Lanz- Hamburg ist mit der Tendenz des Jugendblattes nicht zufrieden. Zu rügen ist, daß Lehrlingen in der Konsumvereinsbewegung die Zugehörigkeit zu Jugendorganisationen nicht erlaubt wird. Robert Schmidt- Berlin: Die letzten Gehaltserhöhungen waren berechtigt. Wir legen dem Vorstand große Werte in die Hand. Es ist wichtig, daß sie gut verwaltet werden. Unser Vorsigender macht von seiner großen Macht einen sehr guten Gebrauch. Das berechtigt zu der Gehaltserhöhung. Die Kritik wegen des Verbandshauses halte ich nicht für ganz unberechtigt. Der Kontrast zwischen Vorderhaus und Hofwohnung tritt zu stark hervor. Ich halte es auch für falsch, aus Verbandsmitteln Woh nungen herzustellen, die nicht für Arbeiter in Betracht kommen. Auf die Herausgabe des Jugendblattes fonnte man verzichten, die vorzügliche Arbeiter- Jugend" reicht aus. Wir wollen doch auch einen Kontakt mit der übrigen Jugendbewegung behalten. ( Beifall.) Pappe vom Vorstand weist darauf hin, daß die Mitglieder des Fabritarbeiterverbandes, im Gegensatz zu den heutigen Kritiken, der Ansicht sind, daß ihre Organisation durch Startellverträge mit den Holzarbeitern geschädigt werde. Die Debatte wird geschlossen, obgleich 16 Redner noch eingezeichnet sind. = Wuzky- Berlin sieht in der Resolution, die dem Münchener Gewerkschaftskongreß zur Regelung der Grenzfragen vorgelegt wird, eine Verschärfung des heutigen Ausnahmezustandes, in dem der Gemeindearbeiterverband sich befindet. Ob durch die„ maßvolle" Propaganda für die Betriebsorganisation, wie sie Genosse Cohen empfiehlt, hier etwas zu erreichert sei, müsse als sehr fragwürdig bezeichnet werden. Nur durch die Unterstüßung großer Verbände, wie z. B. der Metallarbeiter, fönne in München etwas erreicht werden. In seinem Schlußwort ging der Verbandsvorsitzende Mohs hauptsächlich auf die Bemängelungen Hedmanns und Sebalds ein. Wenn der letzte Jahresbericht einige Flüchtigkeit aufweise, so hätte das seinen Grund darin, daß gleichzeitig mehrere Angestellte des Verbandsvorstandes erkrankt waren. Daneben habe die Zuverlässig feit der Bearbeiter einiger besonderer Refforts zu wünschen übrig gelaffen. Bei der Abstimmung über die vorliegenden Anträge fanden folgende Annahme bezw. Ueberweisung an den Vorstand: Unter den Arbeitern der Bekleidungsämter und Militärbetriebe eine regere Propaganda zu entfalten, für die Frauen ein besonderes Flugblatt herauszugeben und zur Agitation in dunklen Orten besondere Mittel zur Verfügung zu stellen. Auf einer einzuberufenden Konferenz der in Straßenreinigungsbetrieben, Müllabfuhr, Grubenentleerung und Kanalwesen beschäftigten Kollegen soll ein Vortrag über die Schädlichkeit dieser Berufe und über die notwendige Hygiene gehalten werden. Von dem Reichstag soll das gesetzliche Verbot der 24stündigen Wechselschicht gefordert werden. Die Sigung wurde nun auf Mittwoch vertagt. Aus der Partei. Rotschen über den Tod hinaus. Gewerbliche Saisonarbeiter in der Schweiz und ihre Pflichten gegenüber der Arbeiterbewegung. Die schweizerische Fremdenindustrie hat ihre diesjährige Saison eröffnet, zahlreiche Fremde haben in den bekannten Vergnügungs- Leipart führt im Schlußwort aus: Der Vergleich der und Erholungsorten, Bädern und Berghotels ihren Einzug gehalten heutigen mit früheren Debatten zeigt, daß der Verband in dieser und weitere Hunderttausende werden in den nächsten Monaten Hinsicht teine Fortschritte gemacht hat. Ich wünschte, die Kritiker folgen. Ihren Einzug haben in den Fremdenorten auch zahlreiche hätten tiefer geschürft. Der erste Redner wußte aus der Fülle des Als am 31. Dezember 1913 die große Sturmflut die pommersche gewerbliche Saisonarbeiter aus anderen Teilen der Schweiz und Materials anderes nicht herauszuholen als das Ehrendiplom. In Küfte verheerte, raffte sie auch drei Fischer aus Ahlbeck in das kühle aus dem Auslande gehalten, so namentlich Schneider, Schuh- der Ausgesteuertenunterstübung müßte der Vorstand wegen der Wellengrab, unter ihnen den langjährigen Parteigenossen Weber. macher, Tischler, Sattler, Tapezierer usw. Soweit es fich großen Zahl der Arbeitslosen eine Wartezeit zwischen Verbands- Ende voriger Woche trieb die See deffen Leiche wieder zum Strand um unorganisierte Arbeiter handelt, muß es Sache der unterstüßung und Ertraunterstützung einfügen. Im weiteren be- und am Sonntag wurde sie ins Grab gesenkt. Der Ahlbecker FischereiDrte vorhandenen organisierten Berufsgenossen fein, handelt der Redner Einzelbeschwerden. Bei der Wahl des Plazes verein, in dem neben dem dortigen Amtsvorsteher Schoepe der fie für ihre Gewerkschaft als Mitglieder zu gewinnen, und für das Verbandshaus ist den Wünschen der Berliner Lokalver- tonservative Reichstagsabgeordnete v. Böhlendorf eine große Rolle soweit es bereits organisierte Arbeiter sind, ist von waltung Rechnung getragen worden. Das gilt auch von der spielt, verweigerte dem auf so tragische Weise aus dem Leben geihnen zu verlangen, daß sie ihre freie Zeit nicht nur dem Sport, Schaffung der sogen. Hintertreppe und der Bauausführung. Mit riffenen Berufskollegen die letzte Ehre, weil es sich dessen Parteiinsbesondere dem Bergsport, widmen, sondern daß sie auch der der heutigen Erklärung der Hamburger Kollegen in der Gehalts- freunde nicht nehmen ließen, seiner Babre zu folgen und einen Arbeiterbewegung gegenüber ihre Pflichten erfüllen. Sie sollen sich frage tann ich mich zufrieden geben. Kranz mit roter Schleife auf feine Gruft zu legen. Unsere Freunde bei ihrem Eintreffen sofort bei der vorhandenen Gewerkschaft an- Wendt bemängelt den von der Holzarbeiterzeitung" ver- gaben dem verstorbenen Genossen um so zahlreicher das Geleit zum melden, prompt die Beiträge bezahlen und auch das Verbandsorgan öffentlichten abfälligen Artikel zum letzten Parteitag. legten Ruheplatz und so gestaltete sich sein Begräbnis zu einer lesen, um über alle Verbandsangelegenheiten unterrichtet zu werden Reichmann Zürich als Gast bemerkt: Es freut mich, daß Demonstration sozialistischer Kameradschaftlichkeit gegenüber konserund danach zu handeln. Andererseits soll allerdings die Gewerkschaft Sie die Taktik befolgen, die gegnerischen Organisationen wenig vativer Herzensroheit. auch auf die Wünsche und Bedürfnisse der Mitglieder Rücksicht nehmen zu beachten. Wir haben ihnen früher in der Presse große Aufund ihnen z. B. den ja gewiß sehr schönen, gefunden und bildenden merksamkeit geschenkt und sie dadurch erst bekanntgemacht. Jest Bergsport nicht erschiveren oder unmöglich machen. Man fann im erwähnen wir die gegnerischen Organisationen kaum noch. Mit 2 Sommer die Versammlungen etwas einschränken, solche etwa alle dieser Taktik machen wir die beste Erfahrung. 4 Wochen nur statt alle 14 Tage abhalten und man kann Sonnabend und Sonntag freilassen, also die Versammlungen an einem der übrigen fünf Wochentage abhalten. 1445 = Endres- Frankfurt: Mit dem Parteitagsartikel wird die Mehrzahl der Kollegen einverstanden gewesen sein. Die Massenstreitdebatte ist zu einer sehr ungeeigneten Zeit geführt worden. Ein Antrag, die Sterbetafel wieder einzuführen, wurde anDann aber darf umsomehr von den Saisonarbeitern die Erfüllung ihrer Pflichten der Arbeiterbewegung gegenüber verlangt genommen. werden, die übrigens auch in ihrem eigenen Interesse liegt. Denn je stärker und leiſtungsfähiger die Gewerkschaften find, desto erfolg 7. außerordentlicher Verbandstag der reicher fönnen sie an der weiteren Verkürzung der Arbeitszeit und Erhöhung der Arbeitslöhne arbeiten und so mehr freie Zeit und reichliche Mittel für den Bergsport schaffen. Und darum Saisonarbeiter aller Berufe, hinein in eure Gewertschaften zur regen Mitarbeit an der weiteren Verbesserung aller Arbeits- und Lohnverhältnisse! Gemeinde- und Staatsarbeiter. 2. Berhandlungstag. Hamburg, 26. Mai. Zu den Geschäftsberichten liegen eine Reihe Anträge vor, die in der Hauptsache die Agitation berühren und zum Teil eine andere Gaueinteilung anstreben. Gründung eines Barteiorgens für die Westpfalz. Nachdem die vor einigen Jahren ins Leben gerufene Genoffenschaft zur Gründung eines eigenen Parteiorgans für die Weftpfalz, die drei Wahlkreise Kaiserslautern, Zweibrücken und Homburg umfassend, die nötigen Mittel aufgebracht hat, wurde jezt die Firma Westpfälzische Verlagsanstalt und Buchdruckerei, Gesellschaft m. b. H." mit dem Siz in Kaiserslautern errichtet. Die Vorarbeiten sind soweit erledigt, daß im Laufe des Herbst mit dem Erscheinen des neuen Blattes gerechnet werden kann. " Aus den Organisationen. Der sozialdemokratische Verein far den Wahlkreis Königs. berg( Land)- Fischhausen hielt am 17. Mai seine Jahresgeneralversammlung ab, die von 72 Delegierten besucht war. Der Reichstagskandidat des Kreises, Genoffe Borowski, hielt zunächst ein Referat über die politische Lage. Danach erstattete der VorKatholische Gewerkschafter in Großbritannien. sigende, Genosse Krüger, den Geschäftsbericht über das verflossene Jahr. Es sind abgehalten worden: 47 Mitglieder, 3 öffentliche London, 25. Mai 1914.( Eig. Ver.) In der Diskussion über die Geschäftsberichte gingen meh- und 7 Frauenversammlungen. Verteilt wurden 45 300 Flugblätter, Bor etlichen Tage fand in Birmingham eine Versammlung rere Delegierte auf den Stettiner Streit ein, der dem Ver- Kalender und Broschüren. Die Agitation wurde durch den Mangel Bei der tatholischer Gewerkschafter statt, die unter dem Vorsiz des Erz- band ein schönes Stück Geld gekostet hat und doch ergebnislos ver- an Versammlungslokalen außerordentlich gehindert. bischofs Jlsley tagte. Die Versammlung hatte den Zwed, über die lief. Man stellte sich allgemein auf den Standpunkt, den auch der Landtagswahl wurden im Kreise 1543 sozialdemokratische Stimmen Gründung fatholischer Gewerkschaftsvereine in Birmingham zu be- Borsigende Mohs bereits in seinem mündlichen Bericht schon ein- abgegeben. Zum erstenmal gelang es, auch auf dem Lande eine raten, die ein Gegengewicht gegen den in der britischen Gewert. nahm, daß in Zukunft unbedingt das Streifreglement eingehalten nennenswerte Beteiligung zu erreichen. 10 Wahlmänner wurden in ländlichen Bezirken gewählt. " * Der Sozialdemokratische Verein Nürnberg- Altdorf verzeichnet in seinem Jahresbericht einen Mitgliederstand von 21 227, davon 2481 weibliche. Die Mehrung gegenüber dem Vorjahr beträgt 676 Mitglieder, die natürlich die an andere Fortschritte gewöhnten Nürnberger Parteigenossen nicht befriedigt, doch ist zu berücksichtigen, daß gerade in dem hochindustriellen Nürnberg die wirtschaftliche Krise am heftigsten wirkte und noch jetzt wirft. Außerdem mußten 163 Mitglieder im Bezirk Gartenstadt an den Wahlkreis Ansbach- Schwabach abgegeben werden, da dieser Bezirk zwar in Nürnberg eingemeindet ist, aber einen Bestandteil des leßtgenannten Wahlkreises bildet. Wenn auch die Mitgliederzunahme allzu optimistische Genossen enttäuscht, so ist doch auf jeden Fall wieder der Beweis geliefert, daß der Jubel der Gegner über einen Niedergang" der Sozialdemokratie auch in Nürnberg nicht am Blaze ist." 1. die„ Volksfürsorge" verwende etwa 33% Proz. des Geldes ihrer Versicherten, um politische Demagogen zu besolden; 2. in sozialdemokratischen Blättern sei zu lesen gewesen, die Voltsfürsorge" stelle 45 000 Beamte ein, die sie besolden müffe; Die Mitgliederzahl stieg von Der sozialdemokratische Verein für den Wahlkreis Mois- Joder zwedmäßig aufzuwendende Zeit ftets erachtet werden. 1561 auf 1571, darunter sind 269 weibliche Mitglieder. Von den Rees hielt am 21. Mai in Mois jeine Kreiskonferenz ab. Der Reinesfalls hat der Chef das Recht, den Handlungsgehilfen Mitgliedern wohnen 681 auf dem Lande. Allmählich gelingt es, Kreis, in dem sich in den letzten Jahren eine rapide Industriali in der bestmöglichsten Art zur Verdingung seine Arbeitskraft auch auf dem Lande immer mehr Genossen zur Mitarbeit heran- fierung vollzieht, die in der Zukunft noch bedeutend schneller und in der bestmöglichsten Art zur Verdingung seine Arbeitskraft zuziehen. Aus dem vom Genossen Reiher erstatteten Kaffenbericht umfangreicher vor sich geht, hat demgemäß auch in der Organisation einzuschränken. ergibt sich eine Gesamteinnahme von 6825,89 M.( darunter Bei- und Presse gute Fortschritte gemacht, so daß zu Anfang des vorigen träge: 4522,40 m.) und eine Ausgabe von 5773,22 M. Der Kassen- Geschäftsjahres ein Parteisekretär sowie ein Filialleiter für die Ein gelber Verdächtiger der„ Volksfürsorge" verurteilt. bestand betrug am Jahresschluß 5773,22 M. Zum Kreisvorsißen- Beitung angestellt werden konnte. Aus dem Jahresbericht des VorDer gelbe Arbeitersekretär Edmund Fichtner in Waldenburg den wurde Genosse Arbeitersekretär Krüger wiedergewählt. Ent- standes ist zu entnehmen, daß die Partei in 15 Orten des Kreises( Schlesien), ein Helfershelfer der Kappschen Oeffentlich- Rechtlichen, gegen einem gestellten Antrage wurde beschlossen, an dem System, Organisationen hat, gegen 11 im Jahre 1913. Mitglieder sind am hatte ein gehässiges Flugblatt gegen die" Boltsfürsorge" herausdie Generalversammlung durch Delegierte zusammenzusetzen, im Jahresschluß 1281, darunter 309 Frauen, vorhanden; gegen 1913 gegeben und sowohl unter der Arbeiterschaft verbreiten lassen, als Interesse der ländlichen Mitglieder festzuhalten. ein Mehr von 387. Ohne die Rote- Woche- Agitation wären doch 161 auch an die Unternehmer Schlesiens versandt. Das Flugblatt ope Mitglieder mehr gegen 1913. Die Organisation hat sehr darunter rierte ganz nach reichsverbändlerischer Manier mit der sozial Der gedruckt vorliegende Geschäftsbericht des Sozialdemokrati zu leiden, daß in vielen Orten des Kreises keine Lokale für öffent- demokratischen Volksfürsorge", und war so gehässig, daß der Vorfchen Vereins für den 8. sächsischen Reichstagswahl- liche und zum Teil auch für Mitgliederversammlungen zur Ver- stand der Volksfürsorge" dem guten Mann durch eine Klage auf treis( Pirna- Sebnih) verzeichnet auf allen Gebieten der fügung stehen. Grund des§ 14 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb Arbeiterbewegung ein langsames, aber stetiges Fortschreiten, das Gelegenheit gab, den Beweis für seine Behauptungen zu erbringen. der reichen agitatorischen und organisatorischen Arbeit zu danken Die Verhandlungen wurden lange hingezogen. Der Beklagte brachte ist. die die Genossen leisteten. In den 18 Gruppen des Vereins immer neue von Kapp ihm zur Verfügung gestellte Zeitungsaus ist die Mitgliederzahl von 5890 auf 6201 gestiegen. Darunter sind schnitte bei, aber alles waren keine Beweise für die erhobenen Le= 580 weibliche Mitglieder. Der Zugang betrug 1854, der Abgang schuldigungen. Am letzten Freitag verurteilte nun das Schöffen1540. Die Zahl der Leser der Pirnaer Volkszeitung" ist gericht in Waldenburg den Beklagten, die Behauptung und Vers zurüdgegangen, zum Teil, weil in dem unmittelbar an Dresden breitung folgender Tatsachen: angrenzenden Bezirke vielfach die" Dresdener Volkszeitung" gehalten wird. Eine lebhafte Hausagitation und der Gewinn von 500 neuen Abonnenten in der Roten Woche wetten die Scharte wieder aus. Es sind jetzt 4487 Abonnenten der Arbeiterpresse insgesamt vorhanden. Wie viel im Kreise noch zu tun ist, zeigt der Umstand, daß erst in 148 von den 218 zum Gebiete des Vereins gehörenden Orten Mitglieder vorhanden sind. An Versammlungen wurden. 49 politische, 197 für Mitglieder und 22 für Frauen abgehalten, Flugblätter und Broschüren in einer Gesamtauflage von 108 000 Exemplaren verbreitet. Der Kassenbericht verzeichnet in Einnahme und Ausgabe 27 202 M. An den Wahlfonds konnten Der Sozialdemokratische Verein für den Wahlkreis Ser 946 M. abgeführt werden. Der Kreisbildungsausschuß, ford- Halle hielt am Sonntag in Herford seine Generalverdem vier örtliche Bildungsausschüsse untergeordnet sind, kann nur sammlung ab. Der Verein hat trok lebhafter Agitation im verüber geringe Fortschritte berichten. An zwei Kursen des Genossen flossenen Jahre infolge der schlechten Geschäftslage in der Otto Rühle über Nationalökonomie nahmen im Durchschnitt 35 Bigarrenindustrie nur wenig zugenommen. Die Tabalarbeiter und 97 Personen teik. Die verschiedenen Bibliotheken im Kreise, sind vorherrschend im Kreise. Er zählte am 31. März 2061 Mitfür die drei Kommissionen eingefeßt sind, enthalten ca. 4000 Bände. glieder( davon 123 weibliche) gegen 2019( davon 72 weibliche) im Ihre Benukung ist durchschnittlich gestiegen. Im ganzen Kreise Borjahre. Die Abonnentenzahl der" Volkswacht" stieg von 2914 sind Kinderschußtommissionen eingesetzt, die in der auf 3035. In 3 Städten und 15 Dörfern zählen wir 42 sozialfurzen Zeit ihres Bestehens in den heimindustriereichen Gebieten demokratische Gemeindevertreter oder Stadtverordnete. An Einschon wesentliche Erfolge zu verzeichnen haben. Die Tätigkeit und nahmen konnte der Verein mit einem Kaffenbestand von 330,29 M. der Ausbau dieser Kommissionen wird als dringend notwendig be- 6907,54 M. buchen, denen 5381,70 M. an Ausgaben gegenüber zeichnet. Die Arbeit der Jugendausschüsse wird vielfach standen. noch durch den Widerstand einzelner Organisationen erschwert, doch wurden die für die Jugend getroffenen Veranstaltungen gut be= sucht. Die Arbeiter- Jugend" wird in 600 Exemplaren im Kreise gelesen. Als Kandidaten für die fünf im Kreisbereich liegenden Landtagswahltreise wurden von einer Kreistonferenz die Genossen Fräßdorf, Ewald Hensel, Albert Schwarz, Robert Fischer und Johann Schirmer aufgestellt. * An Polizeiliches, Gerichtliches usw. Breßsünder. Soziales. Gegen Einengung des Frauenschußes. Die Straffammer in Elberfeld verurteilte die Genossen Merter und Christmann von der, Bergischen Arbeiter ſtimme" zu 75 reip. 200 m. Geldstrafe; ein mitangeklagter Arbeiter erhielt vier Monate Gefängnis. Der Arbeiter hatte beAus dem Geschäftsbericht des Niederrheinischen hauptet, auf der Polizeiwache mißbandelt worden zu sein. Agitationskomitees sind folgende Angaben von besonderem Vorgang war dann in unserem Solinger Parteiblatt behandelt Interesse: Der Mitgliederbest and betrug am 31. März worden. Die als Zeugen vernommenen Schußleute beschworen, den 1914 zusammen 48190, darunter 8819 Frauen, was eine Gesamt- Arbeiter nicht mißhandelt, sondern nur etwas energisch auf den Die gleiche Straffammer berurteilte den zunahme gegen das Vorjahr von 6800 Mitgliedern entspricht, und Siuhl gefezt zu haben. 3war 4841 Männer und 1959 Frauen. Diese erfreuliche Zunahme Genoffen rante Köln zu 30 W. Geldstrafe, weil er einen Gerichtswar im wesentlichen der Erfolg der Roten Woche, welche im Monat beschluß über die Solinger Arbeiterjugend vorzeitig veröffentlicht März dem Agitationsbezirk 9151 neue Parteimitglieder, darunter haben soll. 1906 weibliche, und der Parteipreffe 8606 neue Leser brachte. Außerdem wurden noch 1678 neue Bezieher der über den ganzen Bezirk verbreiteten Monatsschrift Morgenrot" geivonnen. politischen Versammlungen wurden im Bezirk in der Zeit vom 1. April 1913 bis 31. März 1914 veranstaltet 3050. Darunter waren 2527 Mitglieder-, 459 öffentliche und 64 öffentliche Frauen- Durch die Gewerbeordnungsnovelle vom 9. Dezember 1908 ift bersammlungen. Was die schriftliche Agitation anbe für die Zeit vom 1. April 1912 ab bestimmt:" Arbeiterinnen dürfen langt, so wurden 87 200 Broschüren und 3 384 550 Flugblätter ver- nicht in Kokereien und nicht zum Transport von Materialien bei teilt. Außerdem 250 400 Agitationskalender und 8000 polnische Bauten aller Art verwendet werden"(§ 137 Abs. 7). Diese SchutzKalender. Die Parteipreffe des Bezirks hat gegen das Vorjahr feine Aenderung erfahren. Es erscheinen im Bezirk 7 Partei- vorschrift legte die Straftammer des Landgerichts Breslau ohne blätter. Der Abonnentenstand ging in den ersten drei Quartalen Rücksicht auf die Entstehungsgeschichte und dem klaren Wortlaut zurüd. Die Rote Woche machte aber nicht nur den Verlust wieder des gesetzlichen Verbots dahin aus, Frauen dürften zu leichteren, wett, sondern erhöhte die Gesamtabonnentenzahl noch um 3473 der Individualität der einzelnen Arbeiterin angepaßten Arbeit gegen das Vorjahr. Alle sieben Parteiblätter haben aber die Ver- bei Bauten verwendet werden. Es erachtete das Herausschaufeln folgung durch Polizei und Staatsanwalt in hohem Maße gespürt. von Sand und Kies, mit denen Frauen bei Eisenbahnerdarbeiten Es wurden zwar an Freiheitsstrafen nur 5 Monate Gefängnis verhängt, aber 11 319,73 M. Geldstrafen und Gerichtsstrafen waren beschäftigt wurden, für eine besonders leichte und daher erlaubte zu zahlen. Die Wahlkämpfe um die Size in den Gemeinderats- Beschäftigung und sprach den Tiefbauunternehmer Witt und den tollegien gestalteten sich äußerst erbittert. Einem Gewinn von sechs Schachtmeister Plynd von der Anflage des Vergebens gegen§ 137 neuen Sizen steht ein Verlust von 19 Sißen gegenüber, so daß Abj. 7 der Gewerbeordnung frei. Die Staatsanwaltschaft legte am Niederrhein 13 Mandate eingebüßt wurden. Am 1. Januar gegen das unverständliche Urteil Revision ein. Der Reichsanwalt d. J. hatte der Bezirk 196 sozialdemokratische Gemeindevertreter beantragte Aufhebung des Urteils und Zurückverweisung der Sache gegen 209 im Vorjahre. Der Bezirkskassenbericht schließt mit an die erste Instanz. Das Reichsgericht entsprach gestern diesem 71 174,70 M. Einnahmen und 60 665,77 M. Ausgaben ab. Antrage. Verminderung der Arbeitsgelegenheit. Eine 3. die Volfsfürsorge" habe für den Posten eines General agenten 30 000 M. ausgesetzt; zu unterlassen. Da auch andere Gegner der„ Boltsfürsorge" mit den Fichtner schen Behauptungen trebjen gegangen sind, werden sich die Herren den Fichtnerschen Reinfall wohl merken und die„ Volksfürsorge" jetzt mit derartigen Verleumdungen verschonen. Ein oberpfälzischer Schulpalaft". Durch eine Verhandlung vor dem Amtsgericht Waldmünchen, die eine Beleidigungsklage zum Gegenstand hatte, wurden eigen artige Schulhausverhältnisse beleuchtet. In dem Orte Tiefenbach ist vor einigen Monaten ein neues Schulhaus gebaut worden. Kurz nach dem Bezug erzählten Lehrer und Schüler, daß das neue Schüler schrieb darauf für ein Lotalblatt einen Artikel, in dem er Schulhaus gemadelt" habe. Ein in Ferien befindlicher Hochdie Sache behandelte und dem Erbauer des Schulhauses, dem staatlichen Bezirksbaumeister, einige Liebenswürdigkeiten fagte. Bezirksamt ließ den jungen Mann verklagen. In der Verhand lung wurde nachgewiesen, daß das Schulhaus tatsächlich verschiedene schwere Mängel aufweist; ein Sachverständiger erklärte, wenn er etwas zu bestimmen hätte, würde er das Schulhaus schließen. Manche Familienväter wollen sich weigern, ihre Kinder weiter in den gefährlichen Schulpalast zu schicken. Das Gericht verurteilte den Verfasser zu 30 M. Geldstrafe, weil er in der Form zu weit Nationale Arbeiterpolitik. Die pommerschen Bündler waren am Sonnabend in Stettin zusammengekommen und haben sich dabei aufs neue gelobt, einig und geschlossen gegen die ttt Sozialdemokratie zusammenzustehen. zur gleichen Zeit gab auf dem Gute Cavelsdorf bei Stralsund der Wirtschafter einem polnischen Schnitter eine Ohrfeige, weil er seine Anordnungen nicht sofort befolgte. Die Landsleute des Mißhandelten eilten diesem zur Hilfe und der Wirtschafter mußte froh sein, daß er mit einer tüchtigen Tracht Prügel davontam. Währenddem schied nicht weit von Cavelsdorf entfernt ein deutscher Landarbeiter freiwillig aus dem Leben, weil er keine Arbeit fand und so für seine acht Kinder kein Brot herbeischaffen konnte. Billige ausländische Arbeitskräfte, die sich unter Umständen auch mit Ohrfeigen traktieren lassen, das ist eben das Jdeal der pommerschen Agrarier, und ihrem Nationalismus verschlägt es gar nichts, wenn dadurch deutsche Arbeiter zum Strick getrieben werden. Angesichts solcher Tatsachen wird die Sozialistenvernichtung der pommerschen Landbündler„ durchschlagenden Erfolg" haben. Gerichtszeitung. Zur Hammerstein- Reminiszenz. Flora Gaß, die frühere Geliebte des Chefredakteurs der Kreuzzeitung" und Reichstagsabgeordneten Freiherrn v. Hammerstein, wurde am Sonnabend vom Strafgericht in Basel( Schweiz) zu fünf Jahren Zuchthaus und zehn Jahren Ehrverlust wegen Gra preffung verurteilt. Ueber die Vorgeschichte der Anklage haben wir bereits in Nr. 62 des Vorwärts" vom 4. März d. J. berichtet. Als Anklagematerial lagen dem Gericht mehr als 250 ErpresserDer sozialdemokratische Verein für den Wahlkreis Hammbriefe vor, die von Flora Gaß an einen angesehenen Baseler Arzt Soest hielt am 24. Mai in Rünthe seine Generalversammlung ab. gerichtet waren. Der betreffende Arzt hat sich Anfang d. J. verDer Vorstand konnte über einen Mitgliedergewinn von 481 berichten, Ein auffällig unsoziales und dem Gesez widersprechendes giftet und in seinem Abschiedsbrief auf die Erpressungen der so daß der Verein jetzt in 35 Orten 2537 Mitglieder zählt, worunter Urteil fällte das hiesige Kaufmannsgericht in seiner legten Flora, deren er sich nicht mehr erwehren konnte, hingewiesen. Er 487 Frauen sind. Die Zahl der Neuaufnahmen betrug 949. Wenn Sigung. hatte im Jahre 1911 die Bekanntschaft der Flora Gaß gemacht. In die Fortschritte nicht größer find, so liegt das an der Abwanderung Eine Kontoristin verlangt von der Beklagten, der Deutschen einem Brief an den Arzt schrieb sie, sie habe eine Beschuldigung in verschiedenen Orten. In Soest gingen allein durch die Stillegung Verlagsgesellschaft( Bürenstein), als Schadenersaß das Gehalt eines wegen Abtreibung gegen ihn ferngehalten, dafür verlange fie von Glasfabriken 81 Mitglieder verloren. Der Kassenbericht weist Monats, weil sie durch die Schuld der Firma teine Stellung ge- Unterstützung. Der Arzt hat dann auch nach und nach 10 000 eine Einnahme von 8215,94 M. und eine Ausgabe von 6401,32 M. funden habe. Es sei ihr nicht erlaubt worden, zum Verband hin- Franken( 8000 M.) an Flora Gaß gezahlt, welche Summe ihr neben und einen Gesamtbestand von 4060,25 M. auf. Durch einen Ein- zugehen und dort nach vakanten Stellen zu fragen. Es wurde ihr anderen Einnahmen ein recht flottes Leben gestatteten. Strafbruch wurde die Kasse um 913 M. geschädigt. An Hausagitationen gleichzeitig angedroht, daß, wenn sie etwa dem Verbote zuwider erschwerend kam in Betracht, daß die Verurteilte megen ähnlicher wurden 85, an öffentlichen und Mitgliederversammlungen 198 ver- doch in der Geschäftszeit zum Verbande gehen sollte, fie sich als Delifte schon wiederholt das Baseler Zuchthaus bezogen hatte. anstaltet. An Schriften und Flugblättern sind insgesamt 119 165 sofort entlassen betrachten fönne. Die beklagte Gesellschaft wendete Als Untersuchungsgefangene gab sich die Flora auffallend Exemplare verbreitet worden. Die Zahl der Abonnenten ist nicht ein, daß sie der Klägerin jederzeit Urlaub zum Vorstellen gegeben religiös, fie ließ sich eine Bibel geben und predigte ihren Mitunerheblich gesteigert worden, läßt aber immer noch zu wünschen hätte, wenn diese die Bestellkarte vorgezeigt hätte. Daß Klägerin fangenen. Schade, daß Freiherr von Hammerstein sie nur als übrig. Die Kommunalwahlen haben wieder einen Fortschritt ge- aber aufs Geratewohl zum Verbande hingehe, hielt die Beklagte junge... und nicht auch als alte Betschwester gekannt hat, bracht. Insgesamt sind im Kreise 22 sozialdemokratische Vertreter nicht für erforderlich. Fräulein B. hätte sich ebensogut die Vain 14 Gemeinden vorhanden gegen 17 in 11 Gemeinden im Vor- tanzen schriftlich oder telephonisch mitteilen lassen können. Die Geschäftspraktiken eines Detektivinstituts. jahre. Die Generalversammlung beschloß die Veranstaltung un- vom Kaufmannsgericht eingeforderte Auskunft der Verbandes Welchen Wert das von den Detektivinstituten für Ehe entgeltlicher Kurse für die Gemeindevertreter. Abgelehnt wurde lautet dahin, daß es sich für Stellensuchende empfehle, in der Woche die vom Vorstand beantragte Beitragserhöhung. Als Reichstags- ein- bis zweimal im Verbandsbureau persönlich vorzusprechen. Bei scheidungsprozesse gelieferte Material hat, bewies wieder einkandidat wurde, da Genosse Husemann die Kandidatur niedergelegt dem großen Angebot haben diejenigen, die die Vakanz persönlich mal eine Verhandlung, welche gestern unter Vorsiz des Amtshat, der Redakteur der" Bergarbeiter- Zeitung", eimpeters, im Stellennachweis erfahren, einen gewissen Vorteil. Sie sind in gerichtsrats Weßling des Schöffengericht Berlin- Schöneberg aufgestellt. Der deutsche Parteitag wird durch einen Delegierten der Lage, sich sofort bewerben zu können, während die anderen in beschäftigte. bejchickt. Die Generalversammlung nahm schließlich noch einen Betracht kommenden Gehilfinnen erst die schriftliche Nachricht ab= Als Kläger frat der Redakteur Mag Großmann aus CharVortrag des Genossen Mehl ich- Dortmund über die Organisation warten müssen. Oft ist in der Zwischenzeit die Stelle schon besetzt. lottenburg gegen die Inhaberin des Detektivinstituts Wolff in der Das Kaufmannsgericht tam nach langer Beratung zur Ab- Bülowstraße, Frau Refi Pfeiffer, auf des Bildungswesens entgegen und beschloß einen geharnischten ProDer Kläger war durch test gegen die Wahlrechtsfeindlichkeit der preußischen Regierung. weifung der Klage. Das Gericht habe, so sagt es begründend, an sich geringfügige Ursachen mit seiner Frau in Differenzen gelange geschwankt, sei aber schließlich doch zu einer die Klägerin ab- raten, die dazu geführt hatten, daß sich die Eheleute trennten. Da Als Vorfigender wurde Schönfelder- Heeren wiedergewählt. weisenden Entscheidung gefommen.. Denn in der Auskunft des Frau G. Anlaß zu haben glaubte, an der ehelichen Treue ihres Die Generalversammlung des Sozialdemokratischen Vereins Verbandes heiße es nur, daß persönliche Anfrage erwünscht sei. Mannes zweifeln zu fönnen, beauftragte sie bzw. ihr Bruder die für den Wahlkreis Schwarzburg- Sondershaufen tagte Diejenigen, die zum Verband hingehen, haben nur einen gewissen jetzige Angeklagte Bfeiffer mit der Beobachtung ihres Gatten. Die am Sonntag in Arnstadt. Aus dem Geschäftsbericht ist zu ents Borteil, damit ist aber noch nicht gesagt, daß die anderen Bewerber Angeklagte, die wie sie vor Gericht angab früher als Polizeia nehmen, daß die Mitgliederzahl am 31. März d. 3. 1670( 1543 eine wesentlich geringere Chance haben. Gå führe auch nach Ansicht agentin für das Berliner Polizeipräsidium tätig war, ist Inhaberin männliche und 127 weibliche) beträgt, gegen 1596( 1480 männliche des Gerichts zu weit, einer Firma zuzumuten, den im Kündigungs- des Detektivinstituts Wolff, in welchem neben mehreren Defeftiven und 116 weibliche) am Schluffe des vorigen Geschäftsjahres. Die verhältnis befindlichen Angestellten außer den direkt verlangten auch ihr Ehemann beschäftigt ist. Frau G. mußte vor allen Dingen Mitglieder verteilen sich auf 27 Ortsgruppen. Die Zahl der ge- Vorstellungen noch ein- bis zweimal in der Woche für einen Besuch werkschaftlich organisierten Arbeiter im Kreise beträgt 3667, bie beim Verband freigeben zu müssen. Es würde das eine ungewöhnZahl der Abonnenten des Parteiorgans 2651. Die Kreiskasse hatte liche außergeschäftliche Inanspruchnahme des Gehilfen zur Folge eine Einnahme von 4108,44 m., die Ausgabe betrug 4052,67 M. haben, deren Notwendigkeit doch nicht auf der Hand liege. In der Debatte wurde die heimtüdische, denunziatorische Kampfes. Das Kaufmannsgericht hat bei dieser Entscheidung nicht weise der„ chriftlichen" Gegner, die hauptsächlich in den kleinen berücksichtigt, daß nach allgemeinen Rechtsgrundsäßen und in sielen Orten von ben Gegnern betriebenen Terrors und ihrer Gesetzbuchs„ nach der Kündigung eines dauernden Dienst Orten im Trüben zu fischen versuchen, gekennzeichnet. Tros bes nach der ausdrücklichen Vorschrift des§ 629 des Bürgerlichen Zahl der in Stadt- und Landgemeinden in den Gemeindeber. berhältnisses der Dienstberechtigte dem Verpflichteten auf haben. Wie der Frau G. weiter mitgeteilt wurde, sollte sich ihr groben Berstöße gegen die gefeßlichen Bestimmungen gelang es, die tretungen tätigen Genoffen auf 48 zu steigern. Mit der Neu- Verlangen angemessene Zeit zum Aufsuchen eines an- Mann mit der Frau K., die demnächst Mutter würde, obgleich sie gestaltung des Organisationsstatuts wurde eine Kommission be- deren Dienſtverhältnisses zu gewähren" hat. Als angemessen schon längere Zeit von ihrem Manne getrennt lebe, buzen und fie muß über die zum Vorsprechen beim Verband erforderliche auch wiederholt gefügt haben. Als sich dann in der Verhandlung auftragt erst einmal 300 m. bezahlen, und dann wurde der Detektiv, per 17jährige frühere Diener Felix Goek, an die Fersen des zu beobachtenden Klägers geheftet. In den nun folgenden Berichten, welche Frau G. im Vertrauen auf ihre Zuverlässigkeit in dem Ghescheidungsprozeß verwendete, wurde u. a. mitgeteilt, daß Herr G. sich nachmittags mit einer in der Fuldastraße in Neukölln wohnsollte der Kläger zu einer Frau von S. in Beziehungen gestanden haften Frau A. St. getroffen habe und diese dann ihm in seiner Wohnung einen einstündigen Besuch abgestattet habe. Ferner bor fcct Ehesch Vorwärtsleser erhalten 10"A, extra.=---■ j Kerautwortlicher Redakteur: Alfred Wiclepp, Neukölln, Für den Inseratenteil verantw,: Th-Glocke, Berlin, Druck u. Verlag: Borwärt« Buchdruckerei u. Berlageanstalt Paul Singer& Co* Berlin SW. Feigen der Bodenbreife parallel. So ffiegen in den efwähnten Rentamtsbezirfen die Durchschnittspreise für ic ein Seftar: in Gütern ven 2-5 Heftar mäßiger Boden 1900/02 1905 1906 1909 100 117,8 134,8 184,1 von 5-20 Hektar mäßiger Boden 100 115,7 118,3 149,6 über 20 Hektar guter Boden 100 142,9 156,1 nur die inländischen Abnehmer, die Eisenbahnschienen dem italienischen Staat für 220 Lire pro Natürlich follen Tonne zu liefern, während unlängst zum Beispiel die preußische durch den Eisenzoll an dem Materialbezug aus dem Aus. Regierung den Preis von 118 Mart( 147 Lire) pro Tonne lande gehindert werden, die hohen Preise weiter zahlen. Der Verals zu teuer ablehnte. Die drei italienischen Firmen Terni, lauf nach dem Auslande, wo man der durch keine Bölle geschützten Odero, Orlando haben gemeinsam mit der englischen Firma Eisenindustrie konkurrieren muß, darf ausdrücklich zu niedrigeren Vickers Brothers in Spezia eine Fabrik für Artilleriematerial Breifen geschehen. gegründet. Die Genueser Werft Ansaldo hat die allerengsten Die Konjunktur auf dem Eisenmarkt ist nach wie vor schlecht Geschäftsbeziehungen zur englischen Firma Armstrong und zur und bietet der Preispolitik der Verbände keine Stüße. So muß der 183,2 französischen Fabrik Schneider. Die Firma Whitehead von Stahlwerksverband in seinem Situationsbericht erneut eingestehen, Mit Infrafttreten der Zölle wurde die Steigerung der Fiume läßt jetzt in Neapel im Verein mit der Societa Italiana daß die Abfazverhältnisse rubig" liegen und feinerlei Neigung für Breise also besonders rapide. In weiteren Ausführungen Ferramenta De Luca eine Torpedofabrik bauen, in der Sta- langfristige Verträge vorhanden ist. Der Roheisenverband sieht sich weist Brentano auf Grund der von ihm veröffentlichten Arweist Brentano auf Grund der von ihm veröffentlichten Ar- pitalien der Häuſer Armstrong und Vickers stecken. Dem fogar genötigt, auch Preisnachläffe für das Inland zuzulassen, falls beiten nach, daß die Preissteigerung nicht etwa durch die Namens baut, gehören zur gemeinsamen Ausnügung eines Einfuhrzolles auf Roheisen kann also das Ausland auch in Deutschbeiten nach, daß die Preissteigerung nicht etwa durch die französischen Konsortium Deport, das die Kanonen gleichen die ausländische Konkurrenz dazu zwingen sollte. Troz des hohen Güterhändler wie die Agrarier behaupten ver- Patents der französischen Stahlwerke von Chatillon Commentai land noch billiger liefern, als es der Roheisenverband tut. ursacht worden ist, sondern daß auch die Nichthändlerpreise in die italienischen Stahlwerte Terni und eine piemontesische gleicher Weife gestiegen find. Der Güterschacher findet erst da Gruppe von Eisenindustriellen an. Vorsitzender dieser Spanien. Iglesias gegen die Marokkoabenteuer.. Vierprozentige Renten in Frankreich. Der Handel Englands mit den Hauptverkehrsländern. Nach einer Zusammenstellung der Handelsamts betrug die Einfuhr des VerVerkehr mit folgenden Ländern( in 1000 Pfd. Sterl. zu 20,43 M.): *** Einfuhr Ausfuhr Kanada Australien Neuseeland Südafrika 30 488 88 066 20 388 12 301 .28.706 88 589 12 891 22 940 Boden, wo die Preise infolge allgemeiner Ursachen steigen. Gruppe ist der Ingenieur Dante Ferraris von Turin. Auch in dem Rentnerstaat Frankreich sieht sich die Regierung Der Einfluß des Zolltarifs ist also unverkennbar. Dr. Hörenz Dieser patriotische Herr hat 145 000 Lire für die nationa- angesichts des Kurssturzes der französischen Anleihen gezwungen weist im einzelnen nach, daß von der durchschnittlichen Ge- liftische Tageszeitung gezeichnet, die demnächst in Rom den Käufern einen größeren Anreiz durch Erhöhung des Binsfuzes samtpreissteigerung in Höhe von 44 Proz. mindesten erscheinen soll. Der Mann hat offenbar Interesse daran, zu bieten. In der französischen Presse wird mitgeteilt, daß die von 19 Proz, also die Sälfte, unmittelbar auf den Zolltarif entfallen. Die Zollerhöhung treibt daß Italien in der Welt voran" geht, denn er hofft, daß in der franzöfifchen Regierung garantierte marollanische Andie die leihe, die im Laufe der nächsten Woche zur Ausgabe gelangent eben notwendig auf dem Umwege über die Getreidepreise auch diesem Vormarsch Kanonen gebraucht werden, die Bodenpreise in die Höbe. Leuten Endes werden durch französische Firma, mit der er im Bunde steht, zu liefern hat. wird, eine vier prozentige sein und etwas unter de m Wenn es auch nicht durch das nationalistische Gebrülle zu Nennwert angeboten werden wird. Wenn diese Anleihe auch die Zollerhöhung nicht nur die Konsumenten ausgebeutet, Krieg und Blutvergießen kommt, so gelingt es doch immer, nicht einer direkten französischen gleichgestellt werden könne, so scheine sondern auch die Entwickelung der Landwirtschaft geschädigt. eine fleine Panit heraufzubeschwören, die eine vorzügliche es doch unmöglich, daß das französische Publikum sich betreffs Einen Vorteil hatten nur die damaligen Befizer, wenn man Gelegenheit zum Durchsetzen neuer Rüstungen ist. Und das der geplanten Anleihe mit einem geringeren als vierprozentigen nicht dem Geschrei der heutigen agrarischen Interessenten international vertruftete Mordkapital wartet geduldig auf die Binsfuße begnüge. Auch müsse die Anleihe unter dem Nennwert folgt, von neuem den Zollwucher zu erhöhen! Gelegenheiten, die ihm der nationale Koller diesseits und ausgegeben werden und den Zeichnern die Bürgschaft gegeben werden vid. 1921 jenseits der Alpen, diesseits und jenseits der Vogesen, im baß die neue Rentenanleihe feiner Steuererhebung ausFaule Ausreden des Dr. Ludwig. Balkan und am Mittelmeer bietet: thm ist es gleich, wo es gesetzt sein werde. In seiner Rechtfertigung hat der erste Geschäftsführer des losgeht; die Hauptsache ist, daß man Kanonen braucht und Reichsverbandes gegen die Sozialdemokratie behauptet, daß alle die Mordinstrumente, die das internationale Stapital in er„ nur aus Gefälligkeit auf Wunsch eines mir bekannten patriotischer Bereitwilligkeit jedem liefert, der sie bezahlt. einigten Königreiches im Jahre 1913 und die Ausfuhr 1912 in Arztes Erkundigungen eingezogen" und dann gutgläubig weitergegeben" habe. Demgegenüber stellt nun die„ Volkswacht" in Breslau fest. daß Herr Dr. Ludwig seine Opfer systematisch durch Inserate in der kleinen und Madrid, 27. Mai. Kammer. Der Sozialist Pablo Iglesias mittleren Provinzpresse anlockte und durch das gemeinsame Interesse an der Diskretion" an sich zu fesseln erklärte, daß das Vorgehen Spaniens in Marotto für das Land fuchte. Die Spekulation mißglückte und Herr Ludwig tut von Nachteil sei. Wenn Spanien Marotto aufgebe, so würde das gut, nachdem die Bombe geplakt ist, die weitere Entwicklung Gleichgewicht im Mittelmeer nicht erschüttert werden, aber wenn das der Dinge im Ausland abzuwarten. Der nun entlarvte Gleichgewicht einmal, aus gleichviel welchem Grunde, einmal auf Herr ist derselbe, der eine Menge sozialdemokratischer Blätter hörte, so würden die Arbeiter einen Weltkrieg zu verbor den Kadi zerrte, weil sie seinen Verband einen Reichs hindern wissen. Iglesias meinte, daß Spanien sich durch Frankreich lügenverband" genannt hatten. Das konnte der wahrheits- und England habe verleiten lassen, nach Maroffo zu gehen und fügte hinzu, er habe sagen hören, daß die Besetzung von Zeluan einzig licbende Dr. Ludwig nicht vertragen. Zusammen mit Desterreich- Ungarn, Italien, Spanien, China, auf den Willen des Königs zurückzuführen sei.( 3wischenruf Japan war der Gesamtverkehr: Einfuhr 7977 Mill. M., AusMauras: Niemals!) Iglesias warf dem König vor, die fuhr 4983 Min. M. Von dieser Gesamteinfuhr von rund Die Frage, wie in einem Mobilmachungsfall die Ernährung der internationale Politik zu beeinflussen, und sagte: Jedermann wisse, 10 045 Mill. M. waren nur 638 Mill.( 6,3 Pro 3.), von der AusBevölkerung sicher gestellt werden kann, bilde schon seit einiger Zeit was nach der portugiesischen Revolution geschehen fuhr 4446 min.( 62,8 Pro 3.) 30llpflichtig. Das heißt: Engden Gegenstand eingehender Erwägungen. Die periodische Aufnahme sei. Der König gebe und nehme den Ministern die Macht.( Wider- land läßt fast sämtliche eingehenden Waren zollfrei ein, trotzdem als der Vorräte an Getreide soll die nötigen Unterlagen schaffen. Mit spruch.) Da Iglesias seine Aeußerungen wiederholte, so tam es zu Abnehmer feiner Ausfuhrartitel fast nur Länder mit Hochschutzzoll in Betracht kommen. diejer wichtigen Frage hat sich der Wirtschaftliche Ausschuß dieser lebhaften Zwischenrufen der Ministeriellen, worauf Ministerielle, SoTage unter dem Borfis des Staatssekretärs Dr. Delbrück befaßt. sialisten und Republikaner wild durcheinander schrien. Es herrschte An den Verhandlungen nahmen auch Sachverständige aus Handel, ein ohren betäubender 2är m. Einige ministerielle AbgeordIndustrie und Landwirtschaft teil. Ueber die streng vertraulichen Beratungen ist ein knapper Bericht der Deffentlichkeit übergeben nete verliezen ihre Pläge und schrien den Republikanern zu: Es fonderen Ausschusses für Fragen der wirtschaftlichen Mobilmachung Es lebe die Republit! Der Präsident hob die Sigung auf. worden, der u. a. besagt, daß von der Bildung eines be- lebe der König! Die Republikaner antworteten mit dem Rufe: Abstand genommen worden sei, die einschlägigen Fragen sollen viel Der Lärm setzte sich noch eine Zeitlang in den Wandelgängen der mehr für den Bedürfnisfall in dem für die Begutachtung wirtschaft Stammer fort. licher und handelspolitischer Fragen bereits seit 1897 bestehenden Wirtschaftlichen Ausschuß erörtert werden. Wirtschaftlicher Generalstab. Erweiterung der Arbeiterausschüsse in den staatlichen Eisenbahnbetrieben. Der preußische Eisenbahnminister v. Breitenbach hat an die Eisenbahndirektionen einen Erlaß gerichtet, in dem es heißt: Amerika. Die Mindestlohngefengebung. Vereinigte Staaten Deutsches Reich Frankreich Argentinien Rugland. " 101 228( 2068 Will. W.) 102 626( 2096,6) a 141 652 • • 80 411( 1642,6 46 353 40 271 outs -42 485 56 862 41 429( 846,4) 41 936 23 728 15 026 = Der Aufschwung des deutschen Schiffsbaues. Die Leistungsfähigkeit der deutschen Werften hat in den letzten 15 Jahren eine Steigerung erfahren, die gegen Ende des vorigen Jahrhunderts Auch wenn man nicht gerade technische Rekordleistungen, wie den Bau der Hapagdampfer Imperator" und" Vaterland" zum Mázauch optimistische Beurteiler wohl nicht für möglich gehalten haben. tab nimmt, sondern die Gesmtproduktion des deutschen Schiffsbaues in den Jahren 1898 bis 1913 aufmerksam verfolgt, wird man zu überraschenden Ergebnissen lommen. Nach den statistischen Aufstellungen des Germanischen Lloyd" ergeban fich nämlich für diejen Zeitraum folgende Vergleichsziffern über Zahl und Bruttoraumgehalt der auf deutschen Werften im Bau befindlichen Schiffe: Kriegsschiffe Kauffahrteischiffe Flugschiffe Zahl Reg.- Tons Zahl Reg.- Tons Sahl Reg.- Tons 424 090 184 885 832 Jahr 1898 55 82 820 1911 52 183 434 1912 45 176 532 54 1918 289 1076 39 551 182 25 202 1 286 468 1 345 877 176 168 19 731 22 310 1 180 161 780 1216 Demnach waren im Jahre 1913 insgesamt 1438 Schiffe mit einem Raumgehalt von zusammen 1 529 967 Register- Tons im Bau, gegen 528 Schiffe mit 546 461 Register- Tons im Jahre 1898. Die Steigerung war bei weitem am stärksten bei den St a uffahrteiichiffen. Der Aufschwung der deutschen Werften ist die un mittelbare Folge der fräftigen Entwickelung des deutschen Ueberseehandels und Seeverkehrs. Die Aufträge ausländischer Besteller Der erste Bericht der Mindestlohnkommission von Massachusetts ( über das zweite Halbjahr 1913) gibt eine Darstellung der Entstehung und des Inhalts des in der Union zuerst von diesem Staate erlassenen Gesetzes. Im Jahre 1911 wurde auf die Der in den Eisenbahndirektionsbezirken Altona, Breslau, Köln, Betitionen von Vertretern einer Reihe an sozialen Problemen Danzig, Erfurt und Saarbrüden gemachte Versuch, auch den interessierten Vereinen von der Staatslegislatur( Landtag) die EinArbeitern der fleineren Dienststellen ohne eigenen Arbeiterausschuß fegung einer Kommission von fünf Mitgliedern beschlossen, die die Vorteile der Ausschußvertretung zuteil werden zu lassen, ist zufriedenstellend ausgefallen. Der Eisenbahnminister bestimmt deshalb, die Lohnverhältnisse der Arbeiterinnen und jugendlichen Arbeiter daß die Einrichtung beibehalten und nach folgenden Grundsätzen all- prüfen und über die Ratsamkeit der Einsetzung von Lohn zur Untersuchung Der Lohnverhältnisse und Festgemein eingeführt wird: 1. Die Arbeiter einer Dienststelle ohne eigenen ämtern Arbeiterausschuß haben das Recht, Anträge, Wünsche und Beschwerden, setzung von Mindestlöhnen Bericht erstatten sollte. Die Kom die nicht lediglich die Angelegenheiten einzelner betreffen, sondern mission untersuchte die Arbeitsbedingungen in Konfektionsfabriken, die Arbeiter der Dienststelle oder einzelne Arbeitergruppen im ganzen Wäschereien und Detailgeschäften und stellte fest, daß„ eine große Amtsvorstand zur Sprache bringen zu lassen. Die Arbeiterausschüsse Bahl achtzehnjähriger und älterer Frauen zu sehr niedrigen Löhnen haben sich der Zahl nach in den letzten 15 Jahren auch vermehrt, berühren, durch einen ihnen bezeichneten Arbeiterausschuß bei dem beschäftigt sind. Es iſt unbestreitbar, daß ein großer Teil eine Behandeln. 2. Auf jeder nicht durch einen eigenen Arbeiterausschuß zahlung erhält, die für die notwendigen Lebensunterhaltungskosten Auf ausländischen Werften befanden sich im Jahre 1913 für deuliche Sie empfahl die Ginseßung einer ständigen Rechnung 132 Schiffe mit 48 804 Register- Tons im Bau, gegen bertretenen Dienststelle ist den Arbeitern der zu ihrer Vertretung be- nicht ausreicht." rufene Ausschuß nebst den Namen der Ausschußmitglieder durch Mindestlohnkommission von drei Mitgliedern, die überall, 58 Schiffe mit 103 496 Register- Tons im Jahre 1898. Berücksichtigt Anschlag bekannt zu machen. Ebenso find dem Arbeiterausschuß die wo ihr die Löhne einer beträchtlichen Anzahl weiblicher Angestellter man den ungeheuer gewachsenen Bedarf der deutschen Reedereien, Dienststellen zu bezeichnen, deren Arbeiter sich nach der vorhergehenden nicht ausreichend für einen gefunden Lebensunterhalt erschienen, so ergibt sich, daß es den inländischen Werften gelungen ist, die Bestimmung an ihn wenden können. 3. Bestehen für einen Amtsbezirk Untersuchungen veranstalten solle. Erforderlichenfalls solle sie dann ausländische Konkurrenz hier fast vollkommen aus dem Felde zu mehrere Ausschüsse, so bestimmt die Eisenbahndirektion den Wirkungs- oh nämter, bestehend aus je sechs Vertretern der Arbeiter und der schlagen. bereich eines jeden; ist nur ein Ausschuß vorhanden, so dient er als VerNach den gemachten Erfahrungen bedeuten diese staatlichen Ausschüsse für die Eisenbahnbehörden nichts anderes als eine Dekoration; denn wirkliche Rechte haben sie nicht. Diese Rechte müssen den Ausschüffen der Staatsbetriebe erst noch ertämpft werden, und das geschieht nachdrücklichst nur durch die sozialdemokratischen Vertreter im Letzte Nachrichten. Die neueste Kundgebung des Papstes. Rom, 27. Mai. In der Rede des Papstes hatte nach dent mittelungsstelle für den ganzen Amtsbezirt. Ausgeschlossen von der Unternehmer und mehreren Unparteiischen, einsetzen, die der Kommission Nach Billigung dieser durch die ganzen Einrichtung sind die Arbeiter der Aemter, in denen über- Lohnvorschläge machen sollen. haupt kein Ausschuß besteht. 4. Aktives und passives Wahlrecht zum Lohntommission sollen sie als Mindestlohne für die Betreffende Die Legislatur erließ ein Ausschusse besitzen die ihm zugeteilten Arbeiter nicht. An den Aus- Branche bekanntgegeben werden. Eine wesentliche Abschußsigungen nehmen sie nicht teil, jedoch sind ihnen die Sigungs- Gesetz im Sinne dieses Vorschlages. schwächung erfolgte dadurch, daß an Stelle der für zuwiderhandelnde tage durch Anschlag bekannt zu machen. Arbeitgeber vorgesehenen Strafen die öffentliche Nennung der Osservatore Romano" die Stelle über die katholischen Vereine Namen gelegt, mithin der Vollzug des Gesetzes in den guten Willen folgenden Wortlaut:„ Höret nicht auf, zu wiederholen, daß der der Unternehmer und einen etwa von den Konsumenten auszuübenden Papit die katholischen Vereine liebt und anerkennt, die auch das Druck gelegt wurde. Aehnliche Gesetze wurden 1913 in weiteren acht materielle Wohl im Auge haben, daß er aber immer betont, daß die Staaten erlassen. Davon haben California, Colorado, Minnesota, moralischen und religiösen Güter dabei den Vorrang haben und Nebraska, Oregon, Washington, Wisconsin ebensolche Kommissionen daß das berechtigte und lobenswerte Bestreben, das Los der Arwie Massachusetts eingefest, während 11 ta h Mindestlöhne für Frauen beiter und Mitbürger zu bessern, immer mit der Liebe zur Gerech In dem westpreußischen Dorf Praust war ein Arbeiter und Jugendliche durch Gesez vorgeschrieben hat. In Connecticut, tigkeit und dem Gebrauch geseglicher Mittel Hand in Hand gehen beschuldigt, in der Zuckerfabrit einen Diebstahl ausgeführt zu Michigan und New York sind vorbereitende Untersuchungskommissionen müssen, um die Harmonie und den Frieden unter den verschiedenen haben. Der Amtsdiener Pollakowski lud den Mann nach dem eingesetzt worden, während in mehreren anderen Staaten solche Vor- sozialen Klassen aufrechtzuerhalten. Sagt ferner, daß die gemischBureau des Magazinverwalters und stellte dort ein Verhör Tagen abgelehnt wurden. Hinsichtlich des Bollzugs begnügt ten Bereine und Verbindungen mit Nichtkatholiken zweds Bessemit ihm an. Der Verdächtigte bestritt die Tat und nun sich auch Nebraska mit der Veröffentlichung der die Bahlung des rung des materiellen Loses unter gewissen determinierten BedinBei der Mindestlohnes verweigernden Unternehmer, während die übrigen gungen gestattet sind." traftierte der Amtsdiener ihn mit Ohrfeigen. Barlament. Eine, oftelbische Vernehmung". Fortsetzung der Vernehmung" zog der Mann der Gefeßlich diesen Ungehorsam als ergeben behandeln. In California, Svuren des Nordpolluftschiffers Andree? us Induſtrie und Handel, Der Arbeiter ließ sich diese Dregon und Washington führen die Kommissionen die Bezeichmmg: feit fogar einen Säbel Stockholm, 27. Mai. Wie dem schwedischen Ministerium des Behandlung nicht gefallen, und so fam der Amtsdiener vor Gewerbliche Wohlfahrtskommission. In letzterem Staate gehört zu die Danziger Straffammer. Der Staatsanwalt beantragte ihren Aufgaben auch die Regelung der sonstigen Arbeits- Auswärtigen von der schwedischen Gesandtschaft in Petersburg eine Geldstrafe von 50 M. gegen den Amtsdiener; die Richter bedingungen, jedoch nicht der Arbeitszeit. In den beiden unter dem 25. d. M. mitgeteilt wird, ist dort von Jakutsk int anderen Staaten haben sie auch die Höchstdauer der Arbeit fest östlichen Sibirien folgendes Telegramm eingegangen:„ Teile mit, erfannten auf 100 M. Strafe. zusetzen. daß Spuren des Nordpolfahrers und Luftschiffers Andree gefunden find. Ich habe in einem entfernt liegenden Urwald Reste eines alten Die Internationale des Mordkapitals. Luftballons gefunden und sehe die Untersuchung fort. Wer in Aus Rom wird uns geschrieben: Der bürgerlich- radikale Schweden interessiert sich für diese Sache? Bergingenieur GroAbgeordnete Giretti hat in der Kammer dargelegt, daß fowsky." Die Zeitung Goeteborg Handels och Sjoefartsidning" auch die italienischen Lieferanten für Heer und Marine dem internationalen Rüstungstrust angeschlossen sind. So haben Die drei wichtigsten Verbände der Eisenindustrie, der Stahl- hat sich an Professor Otto Nordenskiöld gewandt, der den Inhalt des die Stahlwerke Terni, die die Kanonen und die Panzerplatten werksverband, der Roheisenverband und der Walzdrahtverband, haben Telegramms anzweifelte, da der Ort, des Ballonfundes zu weit von Kiefern, seit Jahren innige Beziehungen zur Firma Krupp und sich gestern mit der Preisfestießung für das dritte Quartal 1914 be- dent Aufstiegplatz Andrees in Spitzbergen gelegen sei. Wenn die zum italienischen Eisentrust. Terni und Trust sind wieder schäftigt. Troydem die Konjunktur auf dem Eisenmarkt bekanntlich Ballonreste im westlichen Sibirien gefunden worden wären, wäre mit den Werften Orlando und Ddero im Einvernehmen, und eine schlechte ist, der Abfaz stockt und die Produktion zurüdgeht, es wahrscheinlich gewesen, daß es sich um Andrees Ballon handelte. gleichzeitig hat der italienische Eisentrust ein Spezialabkommen haben alle drei Verbände beschlossen, keine Preisherabsehung Eine direkte Unmöglichkeit, daß der Ballon in Ostsibirien gelandet mit dem deutschen Eisentrust, das den Zweck verfolgt, die vorzunehmen, sondern die Preise unverändert au lassen. ist, besteht jedoch nach der Ansicht des Professors Nordenskiöld nicht. Trok schlechter Konjunktur keine Preisermäßigung. " 0.62 Verband der sozialdemokrat. Sechster Wahlkreis. Wahlvereine Berlins u. Umg Heute Donnerstag, den 28. Mai 1914, abends 82 Uhr: General- Versammlungen der sechs Berliner Wahlkreise. Erster Wahlkreis: Corona- Prachtsäle, Kommandantenstr. 72. Tagesordnung: 1. Geschäfts- und Kassenbericht, Bericht der Revisoren. 2. Diskussion. 3. Wahl des Gesamtvorstandes und Bestätigung der Abteilungs- und Bezirksleiter. 4. Bericht der Kommissionen und Neuwahl derselben. 5. Anträge zur Verbandsgeneralversammlung und Bestätigung der Delegierten. 6. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Zweiter Wahlkreis: Hofjäger- Palast, Hasenheide 52/53. Tagesordnung: 1. Geschäfts- und Kassenbericht des Vorstandes, sowie Bericht der Kommissionen. bildungsausschusses sowie des Zentralwahlkomitees. 4. Wahl der Delegierten zur Verbands2. Aufstellung der Kandidaten zum Vorstand und zu den Kommissionen. 3. Wahl des Kreisgeneralversammlung. 5. Vorschläge der Delegierten zum internationalen Kongres in Wien. 6. Verschiedenes. 31 Dritter Wahlkreis: Arminhallen, Kommandantenstr. 58/59. Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes, Kassenbericht, Bericht der Revisoren und Kommissionen. 2. Wahl des Vorstandes und der Mitglieder zu den Kommissionen. 3. Bestätigung der Delegierten zur Verbandsgeneralversammlung. 4. Streisangelegenheiten, unter anderem ein Antrag der Funktionäre auf Anstellung eines Kassierers refp. Sekretärs. Vierter Wahlkreis: Urania, Wrangelstraße 10/11. Tagesordnung: 1. Vorstands, Kassen-, Revisions- und Kommissionsberichte. 2. Aufstellung der Kandidaten zum Vorstand und zu den Kommissionen. 3. Stellungnahme zur Verbandsgeneralbersammlung. 4. Beratung und Beschlußfassung über eingegangene Streisanträge. 5. Verschiedenes. Nachstehende Anträge stehen zur Verhandlung: Zu§ 10 der Ausführungsbestimmungen ist einzufügen: 1. Sind für die einzelnen Posten nur soviel Personen in Vorschlag gebracht, als zu wählen sind, dann findet die Wahl in der Generalversammlung statt. 2. Für die Hauptbibliothek ist alljährlich eine siebengliedrige Kommission zu wählen. 3. Der Vorwärts" ist im Wochenabonnement von 25 Pf. zu liefern. " 1 Fünfter Wahlkreis: Musikersäle, Kaiser- Wilhelm- Straße 31. Tagesordnung: 1. Geschäftsbericht des Vorstandes. 2. Kassenbericht, 3. Diskussion. 4. Antrag auf Einrichtung eines Bestattungsfonds im 5. Kreise. Sechster Wahlkreis: Germania- Säle, Chausseestraße 110. Tagesordnung: 1. Bestätigung der Delegierten zur Verbands- Generalversammlung. 2. Geschäfts- und Rassenbericht. 3. Bericht der Revisoren. 4. Wahl des Gesamtvorstandes und der Kommissionen. 5. Erledigung der gestellten Anträge. 6. Vorschlag der Delegierten zum Internationalen Rongreß. Die Besetzung der Versammlungen im vierten und sechsten Wahlkreise erfolgt durch Delegierte. 193/16 Die Versammlungen werden pünktlich eröffnet. Mitgliedsbuch resp. Delegiertenkarte legitimieren. Die Vorstände. Oeffentl. Kommunalwähler- Versammlung am Freitag, den 29. Mai 1914, abends 8 Uhr, für den 34. Kommunal- Wahlbezirk in den Borussia- Festsälen, Ackerstraße 6-7. 228/ 14.* Tagesordnung: Wen wählen die Wähler des 34. Kommunalwahlbezirks am 7. Juni ins Rathaus? Referent: Stadtverordneter Karl Zeid. Freie Diskussion. Aufstellung eines Kandidaten. Das sozialdemokratische Wahlkomitee. Zentral- Verband der Töpfer und Berufsgenossen Deutschlands. Filiale Groß- Berlin. Am Freitag, den 29. Mai 1914, abends G½ Uhr, in P. Obiglos Festsälen, Koppenstraße 29: Allgemeine Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Unser neuer Lohntarif. 2. Verschiedenes. In dieser Versammlung werden gegen Vorzeigung des Mitgliedsbuchs die neuen Tarife unentgeltlich ab gegeben; später nur gegen Bezahlung. 192/ 7* Das Verbandsbureau wird am Pfingstfonnabend mittags 1 Uhr geschlossen. Die Bureaustunden beginnen wieder am Mittwoch, den 3. Juni. Das Einschreiben der Arbeitslosen erfolgt am Mittwoch, den 3. Juni, von 10-12 Uhr. Der Vorstand. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. N 54, finienftr. 83-85. Telephon: Amt Norden 185, 1239, 1987, 9714. Der Feiertage wegen ist der Arbeitsnachweis am Sonnabend, den 30. Mai, nachmittags geschlossen. Am Montag, den 1. Juni, und Dienstag, 2. Juni, bleibt der Arbeitsnachweis den ganzen Tag geschlossen. Die Ortsverwaltung. 119/8 Wo machen wir unsere Partien hin? Nach Fangschleuse Bequem von Ertner durch den Wald oder per Wasser zu erreichen. 22356 Das älteste und größte an Wald und Basser gelegene Gartentotal Fr. Kerolewski. Rest. am Werlsee. 5 Jahre Garantie! Tel. Amt Eriner 23. Vertrieb v. Erzeugnissen sächs. Gardinen- Fabriken Johann Pellot u. Co., Kommanditgesellschaft. Unser Original- Preise sind verbürgt nur: C. Rosenthaler Straße 2, am Rosenthaler Platz. S. Oranienstraße 37. nahe Oranienplatz. S. Kottbuser Damm 65, Neukölln, nah. Hermannpl. C. Neue Königstr. 61/64. Zentrale und Versand. 0. Frankfurter Str. 5/6, Ecke Fruchtstraße. 0. Niederbarnimstraße 13, Ecke Boxhagener Straße. 0. Grüner Weg 28, gegenüber der Markthalle. N. Schönhauser Allee 83, nah.Hochbahnst.Nordring. Gardinen- Reste Einzelne Fenster Künstler- Gardinen, bunte Etamine- Garnituren, Bettdecken ganz besonders preiswert. 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Bersing, 28 Mai 1914. Parteiangelegenheiten. Lichtenberg. Am ersten Feiertag veranstaltet die Jugendfettion für alle Arbeiterinnen und Arbeiter von 18-21 Jahren eine Pfingstpartie nach Birkenwerder- Wandlitsee. Treffpunkt: Pfingstsonnabend abends 10 Uhr im Versammlungslokal Piecenhagen, Scharnweberstraße 60. Abmarsch pünktlich 10 Uhr. Gäste will tommen. Steglis. Die Genossen werden aufgefordert, sich heute abend noch einmal zahlreich zur Schlepparbeit bei der Gemeinde wa h I zur Verfügung zu stellen und zwar möglichst früh. Beginn des Schleppens 5 Uhr. Schlepplokal bei Clement, Düppelstr. 7. Berliner Nachrichten. staben fünfzig Mart monatlichem Gehalt und freier Wohnung, Deckung auch der Ansprüche, die bisher geltend gemacht worden bestehend aus Stube und Küche im Gartenhaus Große Frankfurter find, schon lange nicht aus. Deshalb wird über das Vermögen der Straße 19, Keller, engagiert. Schwindelfirma der Konkurs verhängt werden. Alle Geschädigten, Derselbe verpflichtet sich die Kontrolluhr alle die sich gemeldet haben und noch melden, werden aus diesem Grunde von der Kriminalpolizei auch gleich an das Amtsgericht Berlin5 Minuten zu stechen. Sollte derselbe seinen Verpflichtungen Wedding gewiesen. Wieviel bei der Verteilung durs, das Konkurs nicht nachkommen, fortbleiben, sich auf kurze Zeit entfernen oder verfahren für den einzelnen herauskommen wird, läßt sich noch nicht sich irgend etwas anderes zu schulden tommen lassen, so wird er entfernt übersehen. Viel dürfte es nicht sein. erstens sofort entlassen und geht zweitens seiner Kaution von 50 m. verlustig. Er hat wochentags von 9 Uhr abends und Sonn- Das Märkische Museum bleibt am 1. Pfingstfeiertag geund Feiertags von 3 Uhr nachmittags bis 7 Uhr morgens zu wachen. schlossen, dagegen ist es am Pfingstmontag, wie an allen Sollte es Herrn.... nicht gefallen, tann er vom 15. zum 1. des Tagen von 10 bis 3 Uhr geöffnet. Monats tündigen. Die Wohnung ist bei Kündigung oder Entlassung zum 1. des Monats zu räumen. Die städtische Blindenanstalt empfiehlt auch in diesem Sollte Herr.. in der Zeit krank werden und er mir teine Jahre zur bevorstehenden Reisezeit die von ihren Zöglingen haffende Vertretung stellt, tann ich mir auf seine Kosten einen in allen Größen und Preisen gefertigten Hängematten,- von Bächter von der Wach- und Schließgesellschaft nehmen. Die Vor- 2.75 M. an. Die Matten sind aus bestem Rohstoff gefertigt jäße von den Schaukästen in der Koppenstraße müssen jeden Morgen und stehen in der Anstalt Oranienstraße 261, werktäglich von abgehängt und jeden Abend angehängt und abgeschlossen werben. 8 bis 3 Uhr zum Verkauf. Gleichzeitig wird auf die in allen Herr... verpflichtet sich, während der Dienstzeit sich mit Größen vorrätigen Korbwaren, insbesondere auf verschließbare niemand zu unterhalten. Ferner hat er jeden Wochentag Reiseförbe hingewiesen, wie auf die umfangreiche und Auf schriftliches um 14 Uhr nachmittags anzutreten und fleine Reparaturen, leistungsfähige. Stuhlflechterei der Anstalt. Malerarbeiten auch Messingpuzen usw., die ihm ange- oder telephonisches Ersuchen( Amt Magistrat 266) werden Voran der Gemeindevorstand. Er hatte eine besonders wiesen werden bis 6 Uhr abends zu machen. Eine ertra Vergütung Stühle aus der Wohnung abgeholt und wieder zugestellt. sinnige Ehrung des Jubiläumsbataillons erdacht. Eine Straßen wird hierfür nicht gezahlt. Während des Dienstes ist eine Dienstmüße zu tragen. Auch Die unbelehrbare Armendirektion. taufe. Zu Ehren des jezigen Kommandeurs, Gelieu, der Gardeschüßen wurde der Wurmfortsat der Steglizer Straße, müssen Revolver und Riemen sichtbar getragen werden. Wäsche darf Wenn sich's für die Armendirektion der Stadt Berlin um eine nämlich der Lichterfelder Teil der Schüßenstraße, umgetauft. in der Wohnung, Küche nicht gewaschen oder getrodnet werden, Kosteneinziehung handelt, dann entwidelt sie einen nicht geringen Gestern in aller Frühe, um 5 Uhr, machten sich einige Arbeiter sondern in der Waschküche auf dem Trockenboden. Herrn Freundlich Eifer. Von ihm weiß mancher Erstattungspflichtige zu erzählen, dem unter Assistenz eines Schuhmanns daran, die neuen Straßen- steht das Recht zu mittels Nachschlüssel zu jeder Zeit die sie ihre Kostenrechnung überreichen ließ. Von ihm erzählt uns auch schilder anzubringen, und als die Lichterfelder Einwohner sich Wohnung zu öffnen und zu betreten. ein Mann, den die Armendirektion irrtümlich für erstattungspflichtig hält und trotz seinem Widerspruch weiter mit ihren den ersten Schlaf aus den Augen rieben, wohnten sie in der Gelieustraße. Aufforderungen belästigt. Zu Waffer geworden. Ein großer Tag sollte er werden, der 27. Mai, in der Geschichte des Bororts Lichterfelde. Die Hundertjahrfeier des Gardeschüzenbataillons war die Ursache, die alles mobil machte, was patriotisch angehaucht war. 50,- Mark als Kaution empfangen. Wenn Herr... sich nichts zu schulden kommen lassen hat, erhält Das Lichterfelder Ortsblatt tat ein übriges. Es erschien er bei seinem Abgang die fünfzig Mart nebst 4 Proz. Zinsen zurüd mit einer Ertranummer auf dem Plane. In den Artikeln Herr... verpflichtet sich, in den nächsten Tagen die 50 M. wird die ganze Geschichte des Bataillons erzählt unter genauer Angabe der jeweiligen militärischen und zivilen Größen Kaution zu stellen. Im Nichtfalle tann Herr Freundlich bei der und es werden natürlich ihre Tugenden in das hellste Licht 1. Gehaltszahlung die 50 M. als Kaution abziehen." gerüdt. In den höchsten Tönen wird das gute Einvernehmen zwischen dem Bataillon und den Lichterfeldern besungen. Kuntel. Man muß den Vertrag, den Herr Freundlich schließt, zweimal Ein bekannter Schöffe hat sogar die Brandchronik des Ortes lesen, um sich über die Aufgaben des Wächters, Portiers usw. Klar der legten 30 Jahre durchstöbert, um an einigen Fällen zu werden. Dann kann man erst die fürchterlich hohe Bezahlung freudetrunken den Lichterfeldern vor Augen zu führen, wie recht würdigen. Und dann noch 50 M. Kaution, die bei der gedie Schützenmannschaft unerschrocken und mutig bei schwerer ringsten Kleinigkeit verfällt. Herr Freundlich ist doch zu menschenGefahr der Zivilistengarde Hilfe geleistet hat. Der Festschrift freundlich. folgt der Inseratenanhang, der natürlich die Kosten für den Ausbruch der patriotischen Begeisterung decken muß. Es muß sich eben alles bezahlt machen. Mehrung der Notleidenden. Namens " Es handelt sich er wünscht ausdrücklich die Nennung seines um einen Schriftseger Paul Fetttenhauer, der in Neuköln wohnt. Eines Tages im Januar brachte er so schildert uns den Sachverhalt, der Postbote ihm, einen Brief, der an einen Paul Fedkenheuer" adressiert war und die Wohnungsangabe Berlin, Wallstr. 81" trug. Dieser Brief war schon längere Zeit unterwegs gewesen und hatte dem wohl unauffindbaren Fedkenheuer in Berlin nicht zugestellt werden können, bis einer vermutlich ein Postbeamter in dem Neuköllner Fetttenhauer den Richtigen gefunden zu haben glaubte. Den Brief nahm Fettkenhauer an, ohne auf die abweichende Schreibung des Namens und auf die ganz unzutreffende Wohnungsangabe( er hatte niemals in Berlin, Wallstr. 81, gewohnt) viel zu achten. Daß nicht er der gesuchte Adressat war, wurde ihm erst flar, als er den Inhalt der Zuschrift kennen lernte. Die Armendirektion der Stadt Berlin Die Armenpflege der Stadt Berlin ist im Ver- schrieb, der Adressat habe für seine Tochter Margarete noch KrankenUnd dann die Feststraße in carmoisinroter Ausstattung! waltungsjahr 1913 erheblich mehr als in dem vorhergehenden Ber- hauskosten zu bezahlen und solle zunächst mal seine Arbeitsstelle Alles war großartig vorbereitet. In Erwartung des Kaisers waltungsjahr 1912 in Anspruch genommen worden. Zwar hat die angeben. Fetttenhauer antwortete der Armendirektion schriftlich, er Weiß gekleidete Zahl der regelmäßigen Unterstützungen, die man den Almojen- und habe mit dieser Angelegenheit und überhaupt mit der Armendirektion nahmen die Kriegervereine Aufstellung. Schulkinder bildeten ebenfalls Spalier. Da fekte der Regen den Pflegegeldempfängern gibt, sich nicht nennenswert geändert. nichts zu tun, niemals babe er in Berlin Wallstraße 81 gewohnt, ein, unaufhörlich öffnete der Himmel seine Schleusen. Das Beträchtlich gestiegen ist aber die Zahl der außerordentlichen unter und er heiße auch nicht Fedkenheuer, ſondern Fettenhauer. Wasser floß in Strömen ohne Unterlaß; es war fein Ende fügungen, die bei auftretender Not als vorübergehende Beihilfe Einige Wochen darauf brachte der Postbote ihm ein zweites Schreiben der Berliner Armendirektion, das diesmal mit seiner abzusehen. An manchen Stellen bildeten sich Bäche, an einmal oder einige Male gewährt werden. In den beiden Verwaltungsjahren 1912 und 1913, d. H. in den richtigen Adresse genau so, wie er sie der Armendirektion anderen entstanden Ueberschwemmungen. Fahnen, Embleme, Zeiträumen vom 1. April 1912 bis 31. März 1913 und vom in seiner Antwort genannt hatte Girlanden hingen schwer vom Wasser frauernd herab.. versehen war. Zu seiner Die braven Kriegervereinler und die leichtgekleideten Stinder, 1. April 1913 bis 31. März 1914, wurden für die ganzen Jahre teberraschung wiederholte die Armendirektion ibre die schon stundenlang vor Erscheinen des Staisers Aufstellung 427 042 und 433 174 Almosenportionen gezählt, macht im Aufforderung, ihr zum Zwede der Eintreibung von Stoften genommen hatten, trieften, waren teilweise bis auf die Haut Durchschnitt pro Monat 35 587 und 36 098. Für 1913 belief das der Krankenhausverpflegung seines Kindes Margarete seine Arbeitsburchgeweicht. Ein alter Striegervereinler erzählte, daß er lus gegenüber dem Vorjahr sich auf nicht ganz 1 Prozent. Anstelle anzugeben. Man hatte also in den Bureaus der Armenund seine Kameraden zwei Stunden lang in diesem Wetter gesichts des von 1912 zu 1913 eingetretenen Rüdganges der Besdirektion aus seinem Schreiben zwar die richtige Adresse entnommen dagestanden und gewartet hätten. Um 12 Uhr erschien der völkerungszahl hätte man erwarten können, daß es bei den Almofen und gewissenhaft in die Aften eingetragen, dagegen war seine ErKaiser, der das Spalier passierte und auf dem Kasernenhofe empfängern überhaupt nicht zu einer weiteren Mehrung gekommen lärung, daß er mit dieser Angelegenheit gar nichts zu tun habe, Bei den Pflegegeldempfängern find Anzeichen einer Minde- wirkungslos geblieben. Tatsächlich hat keines der Kinder Fettfenhauers Die Feier war bald beendet; sie ist in des Wortes rung zu bemerken, was im Hinblick auf den seit langem ans den Namen Margarete, auch von seinen bereits verstorbenen Kindern wahrster Bedeutung zu Wasser geworden. Das Hohenzollern. dauernden Rüdgang des Kinderiegens" nicht zu verwundern ist. In hieß feines fo, und niemals ist ein Kind von ihm in einem Stranfen den beiden Jahren wurden 155 620 und 155 504 Pflege geldhaus, weder in Berlin noch sonst wo, untergebracht worden. Fettkenhauer Der große Lag" war verpfuscht, genau so wie der portionen gezählt, das ergibt einen Monatsdurchschnitt von schrieb jetzt der Armendirektion, es liege hier ein Irrtum borhergegangene, der die Einweihung eines Sportplates für 12 968 und 12 959. Aehnlich verhält es sich mit den außerordents vor, man solle ihn in Ruhe lassen, er werde auf weitere lichen Unterstützungen, die manchen dieser Empfänger regelmäßiger Studenten im Grunewald unter Beteiligung des Kaisers zum Unterſtügungen noch gezahlt werden. Die außerordentlichen Unter den an Fedtenheuer und den an Fettfenhauer, padte er mit ein, so Zuschriften nicht antworten. Die beiden Briefe der Armendirektion. stügungen für Almojenempfänger mehrten sich pro Jahr von 24 099 Berufsvormund und Taufe. auf 24 910, im Monatsdurchschnitt von 2008 auf 2076. Etwas daß die Armendirektion sie zu ihren Akten nehmen und diese bes richtigen konnte. Drei Monate gingen hin, und schon hatte er die stärker mehrten sich die außerordentlichen Unterstützungen für Pflege- Sache fast wieder vergessen, da kam jetzt im Mai ein dritter Brief geldempfänger, pro Jahr von 9204 auf 10 326, im Monatsdurchschnitt von der Berliner Armendirektion, auch dieser mit richtiger Adresse. von 767 auf 861. Ein ganz anderes Bild erhält man aber bei Betrachtung der Fettkenhauer war sprachlos vor Staunen, als er las, daß er immer Deülter, Dieſer Aufforderung nachzukommen, so droht derjenigen außerordentlicher interfügungen bestattungspflichtiger geführt wurde.„ Unterſtügungs Berufsvormund, dem Vormundschaftsgericht Mitteilung zu sonst nicht weiter unterſtützte Personen gezahlt wurden. Bom Ber- fache, betrifft Ihr Kind Margarete" stand über dem Schreiben, bas eine furze Ansprache hielt. wetter war ausgeblieben. Biel hatte. Fortgesetzt gehen uns Klagen zu über die städtischen Berufsvormünder, welche den Wüttern der von ihnen bevor mundeten Mündel Zuschriften in das Haus senden mit der Aufforderung, die Kinder taufen zu lassen. Weigern sich die machen, welches dann das weitere veranlassen wird. wäre. waltungsjahr 1912 zum Verwaltungsjahr 1913 schwoll die Zahl noch in den Akten der Armendirektion als ein Er. Wir finden die Art, in der hier verfahren wird, direkt dieser Unterſtügungen von 98.003 auf 117 109 an, im Monats- ihn aufforderte, binnen 14 Tagen für„ Kur und Verpflegung im ungehörig und nicht geeignet, die Sympathien für die sonst durchschnitt von 7750 auf 9759. Jn 1913 belief sich das Mehr gelangen zu laffen. Wie zum Hohn ivar auf besonderem Zettel das Der Berufs- gegenüber 1912 für das ganze Jahr auf reichlich 24000, Ersuchen beigefügt, bei der Geldsendung die Geschäftsnummer 10623 gute und nigliche Einrichtung zu heben. bormund hat in erster Linie die Pflicht, die Rechte des pro Monat durchschnittlich auf 2000. Das bedeutet eine Zunahme A 11 anzugeben, damit der Einzahlende mit Mahnungen nicht bes Die Zahl dieser außerordentlichen UnterMündels zu wahren; die Taufe ist ein Aft der religiösen um 26 Prozent! Auffassung. Die Bestimmung der Religion des Kindes, also stügungen ist im Laufe der Monate eines Jahres großen Schwanauch die Entscheidung, ob eine Taufe stattfinden soll, steht fungen unterworfen. Sie steigt mit Beginn des Winters und erlichen Kostenanspruchs der Armendirektion wiederholt mit Mahausschließlich der Mutter zu. Wenn schon der Berufsvormund reicht bei Ausgang des Winters ihren höchsten Stand. Diese Erhelligt" werde. Fettkenhauer, der trotz wiederholter Zurückweisung des irrtüm nungen behelligt" worden ist, will den Kampf mit der offenbar unEin Familiendrama in Charlottenburg. Eine blutige Ehetragödie hat sich gestern nachmittag gegen auf die Taufe hinweisen zu sollen glaubte auf Grund von Scheinung ist alljährlich immer wieder zu beobachten, aber im legten belehrbaren Armendirektion aufgeben und nicht mehr antworten. Ec bestimmten Vorgängen des Vorjahres, so muß er es doch der Winter trat sie besonders deutlich hervor. Im Februar z. B. mußten fragt uns, ob man ihm nun den Gerichtsvollzieher auf den Mutter überlassen, zu tun, was sie für richtig hält, der um 4118 außerordentliche Unterſtügungen mehr verteilt werden als als schiden wird. Wer weiß-!? Berufsvormund fönnte sich an der Erinnerung genügen lassen. für November, 12 667 gegenüber 8549. Auch das Plus gegenüber Aber die Drohung mit dem Vormundschaftsgericht ist ein Ver- denselben Monaten des Borjahres ist diesmal besonders für die fahren, das gemißbilligt werden muß und mit dem Geseze Bintermonate sehr bedeutend gewesen. Im Verwaltungsjahr 1912 nicht im Einklang steht. Wir wollen nicht hoffen, daß auf waren in den( schon zum Kalenderjahr 1913 gehörenden) Monaten Grund solcher Meldungen ein Vormundschaftsrichter sich etwa Januar, Februar, März 9052, 9609, 9746 außerordentliche Unter- 4½ Uhr in dem Hause Wilmersdorfer Straße 42 zu Charlotten= hätte bestimmen lassen, einer Mutter das Erziehungsrecht zu stügungen ausgezahlt worden. Im Verwaltungsjahr 1913 mußten burg abgespielt. Dort wohnte im dritten Stockwerk des Seitennehmen. Das wäre ein frasser, ungefeßlicher Eingriff in die in denselben( hier schon zum Kalenderjahr 1914 gehörenden) Monaten flügels der 34jährige Bahnarbeiter Gustav Baßler mit seiner unt Gewissensfreiheit. Würde das wirklich der Fall sein, so dürfte das Januar, Februar, März 12 241, 12 667, 12 427 außerordentliche brei Jahre jüngeren Ehefrau. Zwischen dem Ehepaar war es in den letzten Jahren ständig zu Streitigkeiten gekommen, da der städtische Vormundschaftsamt Berlin sich dem Vorwurf aus- Unterstützungen ausgezahlt werden. Die Ursache dieser Steigerungen ist bekannt. Sie erklären sich Mann häufig trank und dann seine Frau mißhandelte. Schon feßen, in einem Sinn geleitet zu werden, wie es bei der Gründung nicht beabsichtigt war. Die Berufsvormundschaft nicht aus größerer Freigebigleit der Armenpflegeorgane, sondern aus wiederholt hatte Frau B. ihrem Manne gedroht, daß sie, wenn er fann feine Zutreiberin der Kirche werden, darf es auch nicht 3unahme der Not. Angesichts der Mehrung von Hilfesuchenden seine Roheit nicht ablege, ihn eines Tages niederschießen werde. sein, wenn sie das Vertrauen der Bevölkerung nicht verwurden im vorigen Jahre die Armenkommissionen sogar darauf hin- Vor einem halben Jahre hatten sich die Gatten auf einige Wochent gewiesen, daß sie bei der Bewilligung von Unter- getrennt, doch war die Frau schließlich wieder zurüage: hrt, da stügungen möglichst vorsichtig sein sollten. Hätte nicht dieser Wint seine Wirkung getan, so wäre es im legten Winter wohl noch zu ganz anderen Steigerungen der Unterſtügungsziffern gekommen. lieren will. Eine fette Pfründe. In der Großen Frankfurter Straße 19 wohnt ein sehr menschen freundlicher Mann, der Goldschmiedemeister Philipp Freundlich. Diefer Mann ist glücklicher Hausbefizer und braucht für sein Haus ein Fattotum, das alles machen kann. Portier, Nachtwächter, Schlosser, Maler, selbst Meffingpuzer muß der Adlerweltsmann sein, den Herr Freundlich gebrauchen kann. Ein solcher Mann findet bei Herrn Freundlich eine fette Pfründe. Aus dem nachstehenden Vertrag dürfte alles Nötige hervorgehen, es heißt darin: Herr.. : geb. wird von mir, vom Die Maffenschwindeleien des Hausdieners und Landarbeiters Dürkopp und seine Brehmefche unterstügungstaffe werden nicht nur die Strafbehörden weiter beschäftigen, sondern auch noch den Konkursrichter. Noch immer melden fich Leute bei der Kriminalpolizei, die sich durch die Aussicht auf reichen Gewinn verleiten ließen, mit dem Schwindler in Verbindung Besserung versprach. Gestern nachmittag tam der Bahnarbeiter wieder angetrunken nach Hause, schlug seine Frau und legte sich sich zu einem in der Nähe wohnenden Waffenhändler, wo sie einen dann schlafen. Die Frau verließ hierauf die Wohnung und begab Revolver faufte, den sie scharf laden ließ. Dem Verkäufer fiel das aufgeregte Wesen der Frau auf, doch erklärte diese auf sein Wes fragen, daß sie abends oft sehr spät allein nach Hause käme und die Waffe deshalb zu ihrem Schutz bei sich führen wolle. Mit dem Revolver kehrte Frau B. in die Wohnung zurück und feuerte aus nächster Nähe auf den schlafenden Mann sechs Schüsse ab, die dem zu..... wohnhaft jetzt zu treten, und jezt den Verlust ihres Geldes bellagen. Die Arbeiter in die Brust und in die linke Seite drangen. Trok seiner . ab, mit 50 M. in Buch- 15 000 M., die beschlagnahmt und sichergestellt wurden, reichen zur schweren Verlegung schleppte sich B. auf den Hausflur, rief laut um Hilfe und brach dann zusammen. Nachbarn brachten den Charlottenburg. 1 Kleine Notizen. aus Schivelbein, an den er sich in seiner Not zuerst wandte, foll Schwerverletzten auf die nächste Unfallstation, von wo aus der be Pflichtstundenordnung für die Lehrkräfte an den Charlottenburger zwar 500 Mart gekostet haben, aber gegen den Teufel verhandelnde Arzt ihn in das Krankenhaus Westend schaffen ließ. Hilfsschulen. Für die Lehrer an den Charlottenburger Hilfsschulen folle es noch einmal mit dem Herenmeister U. aus Labes versuchen. mochte auch er nichts auszurichten. Da riet man denn Nehls, er Frau B. wurde durch einen hinzugerufenen Schuhmann verhaftet galt bisher eine von den Gemeindeschulen abweichende Pflicht Gesagt, getan. Der besichtigte auch die Kuh, schüttelte bedenklich das und in das Charlottenburger Polizeipräsidium gebracht. stundenordnung. Nach einem Beschluß des Magistrats ist fünftig für weise Haupt und erklärte, daß die Kuh verhert sei und zwar die Lehrkräfte an den Hilfsschulen dieselbe Pflichtſtundenordnung höchst wahrscheinlich von den Nachbarn. Zu helfen sei da aber nicht. Einbrecher an der Arbeit. Einbrecher aller Art waren auch in wie für die Gemeindeschulen maßgebend. Danach beträgt die der gestrigen Nacht wieder eifrig tätig. Geldschrankfnader suchten Pflichtstundenzahl für Rektoren bis zum 50. Lebensjahre 12, vom Darauf erhielt der Herenmeister die krante Kuh und eine das Grundstück Große Frankfurter Straße 123 heim. Zuerst drangen 51. Lebensjahre ab 10, für Lehrer bis zum 30. Lebensjahre 27-29, von dannen. Nehls aber lebt seitdem mit seinen Nachbarn in bitteriter fie mit Nachschlüsseln in die im zweiten Stockwerk des Quergebäudes bis zum 40. Lebensjahre 26-28, bis zum 50. Lebensjahre 25-27, belegenen Kontorräume der Möbelhandlung von Neukirch ein, er vom 51. Lebensjahre ab 24-26, für wissenschaftliche Lehrerinnen in Feindschaft. brachen das Geldspind, fanden darin aber nur ungefähr 100 Mart. den entsprechenden Altersstufen 24-25, 23-24, 22-23, 20-22 und Nachdem sie dann in dem Privatkontor des Geschäftsinhabers eine für Handarbeitslehrerinnen 25-26, 24-25, 23-24, 22-23, wobei Abe, Gläubiger! Der Inhaber der Rauchwaren- Kommissions Flaiche Wein getrunken und mehrere Havannas geraucht hatten, die nach Möglichkeit die Mindeſtſtundenzahlen zugrunde gelegt werden firma Simon Ebenstein in Leipzig ist unter Hinterlassung sie dort vorfanden, begaben sie sich neu gestärkt nach dem dritten einer Schuldenlaft von etwa hunderttausend Mart seit Stod, fantelten die Bureauräume des Tischlermeisters Hecht auf und Montag flüchtig. Seine Frau ist am Dienstag früh ebenfalls abmachten sich auch hier an den Geldschrank. Ihre Arbeit war aber gereist. Es wird vermutet, daß sich beide nach Holland begeben ohne Erfolg. Sie vermochten den schwer gepanzerten Schrank nicht haben. Ebenstein, der erst kürzlich wegen Hehlerei zu vier Wochen zu überwältigen und zogen schließlich nach mühevoller Arbeit un Gefängnis verurteilt worden war, foll umfangreiche Wechselschiebungen belohnt" davon. Reiche Beute machten Geschäftseinbrecher am Nollendorfplatz 7 begangen haben. in der optischen Zentrale von Hermann Richter. Hier erbrachen die Diebe eine Flurtür und nahmen außer der Wechselfasse für ungefähr 5000 M. Bare, Operngläser, Kneifer, Fernstecher und allerhand andere optische Instrumente mit. In der Salzburger Str. 10 zu Schöneberg schnitten fie ein Loch in die Glasscheibe der Ladentür, öffneten diese und drangen so in die Zigarrenhandlung von Klemte ein, aus der sie einen größeren Posten Zigarren und Zigaretten stablen. Schaufenstereinbrecher schlugen das Schaufenster der Blusen- und Stickereihandlung von Gebrüder Katz in der Turmſtr. 20 ein und angelten aus dem Fenster Blusen, Kragen und Stickereien. Für ungefähr 1000 M. Lederwaren, besonders Damenhandtaschen, erbeuteten Einbrecher in der Ritterstr. 92 bei der Firma Ludwig Jakoby. Mit einem Nachschlüssel verfchafften sie sich hier Eingang in die im dritten Stockwerk belegenen Räume. sollen. Elternverein für freie Erziehung. Dienstag, den 2. Juni( dritter Feiertag), findet ein großer Familienausflug nach Finkenkrug statt. Treffpunkt vormittags 9%, Uhr pünktlich vor dem Bahnhof Jungfern beide. Kinder der Mitglieder erhalten freie Fahrt. Für Nachzügler ur Kaffeepauſe im Reſtaurant zum Lindenpart am Bahnhof Finken rug. Auch Richtmitglieder und deren Kinder können an dem Ausflug teilnehmen. Steglitz. Für die Gemeindewahl ist heute der zweite und legte Wahltag. Die Hausbesitzerpartei arbeitete schon gestern mit Hochdruck und Sie wird sogar von wird heute ihre Anstrengungen verdoppeln. der Polizei unterstützt, die das Herumtragen eines Blatats mit einer Empfehlung unserer Kandidaten Krug und Leimbach verbot. Parteigenossen! Versäume niemand die Wahl. Jede Stimme ist nötig. Bis gestern abend war das Ergebnis: Sozialdemokraten 661, Hausbefizerpartei 611 Stimmen. Weißenfee. Absturz vom Baugerüft. Auf dem Neubaugrundstüd hinter dem Der Raubüberfall in der Kochstraße, über den wir in unserer Realgymnasium hat sich vorgestern nachmittag ein folgenschwerer Montagsnummer berichteten, hat gestern zu der Verhaftung der beiden Unfall zugetragen. Ein Bauarbeiter, der auf dem Gerüst in der Burschen geführt, die die Kassiererin Fräulein Emma Studt am Höhe des zweiten Stockwerks zu tun hatte, beugte sich während der Sonntagabend überfielen und zu berauben versuchten. Es handelt Arbeit etwas zu weit über die Brüstung hinweg, verlor plößlich das sich um einen früheren Fürsorgezögling Karl Lange und um den Gleichgewicht und stürzte in die Tiefe. In besinnungslosem Zu Schlächtergesellen Rudolf Hübner. Legterer trug sich mit dem stande wurde der Berunglückte, der schwere Verlegungen erlitten Plane, Fräulein Studt zu berauben, schon seit Februar 1913. hatte, vom Blaze getragen und nach dem Krankenhause gebracht. Damals war er in einer Schlächterei in dem Hause Kochstraße 2 beschäftigt gewesen und hatte bei der Gelegenheit Rofenthal. Unfall eines Freiballons. Am Mittwochmittag ging sechs Kilo meter von Bansin ein anscheinend bemannter Freiballon auf See nieder. Der Lotsentommandeur ist auf die See hinauscur iſt auf die gefahren, um näheres zu ermitteln. Eisenbahnunglück auf Neu- Seeland. Ein Erpreßzug aus Wellington, der mit voller Geschwindigkeit fuhr, iſt vierzig Meilen von Auckland mit einem Güterzug zusammengestoßen. 3wei Passagiere wurden getötet und sieben verlegt. Der Schmiergelderprozeß in London. In dem Bestechungs prozeß im Zusammenhang mit Armeelieferungen wurden am Mittwoch sieben Zivilisten zu Geldstrafen von fünfzig bis fünfhundert Pfund Sterling verurteilt. Ueber acht Offiziere, die aus dem Unteroffiziersstande hervor gegangen sind, verhängte das Gericht einstweilen teine Strafe, verpflichtete fie dagegen, bei einer Strafe von fünfzig Pfund Sters ling, einer etwaigen Ladung vor Gericht zu folgen und das Urteil entgegenzunehmen. Ein Angeklagter, der frühere Oberst hitater, wurde zu sechs Monaten Gefängnis ver urteilt. Teute unter hereinbrechende Gesteinsmassen beBergmannslos. Auf Zeche„ Vollmond" wurden zwei Berggraben. Der Bergmann Krah fonnte nur als Reiche geborgen werden, sein Kamerad wurde schiver verletzt ins Krankenhaus gebracht. Frauen- Leseabende. Sachfendamm 42. Bortrag der Genoffin Böhm:„ Warum find wir SozialSchöneberg. Freitag, den 29. Mai, abends 8%, Uhr, bei Ende, Fräulein Studt und deren Gepflogenheiten fennen gelernt. Es Wegen Liebeskummer unternahm die hier bedienstete 25jährige T. fehlte ihm aber immer der Mut, die Tat allein auszuführen. Jetzt aus der Fontanestraße einen Selbstmordversuch. Nach Empfang eines Abschiedsbriefes des Geliebten vergiftete sich das Mädchen mit hatte er in Lange einen Helfershelfer gefunden, mit dem zusammen Salmiat; sie wurde bald darauf in leblosem Zustande aufgefunden er die Tat verabredete. Lange hatte sich in einer Stafchemme durch und nach dem Reinidendorfer Krankenhause gebracht, wo sie demokraten." ein die Tat berührendes Gespräch verdächtig gemacht und die hoffnungslos daniederliegt. Kriminalpolizei, auf ihn aufmerksam gemacht, verhaftete ihn sowohl wie Hübner in dem Augenblid, als sich beide ein Stelldichein gegeben hatten. Der Mörder der Witwe Mahler aus der Weberstraße ist noch immer nicht ermittelt worden. Das Polizeipräsidium hat jezt eine Belohnung in Höhe von 2000 m. ausgesetzt. Es liegt sehr daran, daß sich die drei Leute, zwei Männer und eine Frau, die den ersteren am Freitag, den 15. d. M., eiligen Schrittes folgte, als fie das Grundstück Weberstr. 15a verließen, noch melden würden. Die Tat muß furz nach dem Einnehmen, der Mittagsmahlzeit verübt worden worden sein, denn die Dbduktion der Leiche ergab, daß die Greisin vorher Nahrung zu sich genommen hatte. Der Täter hat lediglich nach barem Gelde gesucht und solches auch wahrscheinlich bei der Frau Mahler gefunden. Außerdem hat der Täter ein grünes Quittungsbuch der Armendirektion Berlin, lautend auf Frau Juliane Mahler, geb. Gleßmann, 25. 7. 37 in Glowno in Rußland geboren, mitgenommen. Alle Personen, be sonders die Bewohner der Weberstraße, werden ersucht, Mitteilungen, Sie sie über den Verkehr der Mahler und über die Person des Täters machen können, unverzüglich der nächsten Polizeibehörde mitzuteilen. Meldungen werden auf dem Bolizeipräsidium am Alexanderplas und auf jedem Polizeirevier entgegengenommen. Das Berliner Aquarium hat fürzlich eine brütende Riefen schlange von der bekannten Reptilienfirma Scholze u. Pöhichte erworben. Das Tier, eine sogenannte dunkle Tigerschlange, war mit anderen Artgenossen vor etwa zwei Monaten aus Staltutta eingeführt worden und hatte sich am 3. Mai zum Eierlegen angeschickt, worauf es sofort die Bebrütung begann. Um die Schlange bei der Ueberführung von der Alexanderstraße nach ihrem neuen Heim mög lichst wenig zu stören, wurde sie mit samt ihrem Behälter in das Riesenschlangen- Terrarium gebracht. Die brave Mutter hat sich in ihrem Brutgeschäft nicht stören lassen, so daß Hoffnung besteht, daß die jungen Schlangen in etwa fünf Wochen die Eihüllen sprengen. Arbeiter- Bildungsschule Berlin. Sonntag, den 31. Mai( erster Feiertag): Ausflug nach Strausberg. Abfahrt des Zuges nach Strausberg: Alexanderplatz 7.13, Schlesischer Bahnhof 7.19. Treffpunkt für Nachzügler bis 10 Uhr Restaurant Hungriger Wolf"; von 12 Uhr mittags ab Restaurant Spigmühle"( Inh. J. Gärtner) am Böziee; von 3 Uhr ab Treffpunkt bei A. Bennewiß, Jägerstr. 10, im Annatal gelegen. Zahlreiche Beteiligung der Mitglieder nebst Angehörigen wird erwartet. Der Gefangverein Freier Männerchor Wilhelmsruh"( M. d. D. A.-S.B.) veranstaltet am 1. Pfingsttage im Lokal von Gustav Milbrodt ein Konzert unter Mitwirkung der Kapelle des Herrn Leißring. Für die Kinder finden Beluftigungen aller Art statt. Da der Gesangverein sich stets bereit erklärt hat, bei Parteiveranstaltungen mitzuwirken, ist ein reger Besuch der organisierten Arbeiterschaft erwünscht. Eintritt 25 f. Situngstage der Stadt- und Gemeindevertretungen. Reinickendorf. Heute, abends 5%, Uhr, im Rathause, Hauptftraße 38/40 II. Spandau. Heute Donnerstag, nachmittags 5 1hr, im Sigungsinal des neuen Rathauses. sikungssaal, Adolfftr. 25. Kaulsdorf. Donnerstag, den 28. Mai, abends 7 Uhr, im Gemeinde Diese Sigungen find öffentlich. Jeder Gemeindeangehörige ift be. rechtigt, ihnen als Zuhörer beizuwohnen. Aus aller Welt. Altmärkische Intelligenz. Ein Stendaler Blättchen, das sich stolz„ Altmärkisches Intelligenzund Leseblatt" nennt, tischt seinen Lesern in seiner Nummer vom 27. Mai folgende rührselige Geschichte aus dem Wahlkampfe in Stendal Osterburg auf: Jugendveranstaltungen. Treptow- Baumschulenweg. Sonntag, den 31, Mai, Pfingstpartie, Zweitagefour nach Medlenburg, Chchen, Fürstenberg. Tagestour nach Shausberg, Tiefensee. Fahrgeld 1,05 M. Treffpunkt Schlesischer Bahnhof 5% Uhr. Führer Ruß. Neustrelit, Stargard, Neubrandenburg. Abfahrt Sonnabend abend 10.15 3weitägige Pfingsttour: Wanderung durch Medlenburg, vom Stettiner Bahnhof. Treffpunkt in Ranfwik 9 Uhr an der Kirche. Kaiser- Wilhelm- Straße, Ede Bittoriastraße. Kosten( Fahrgeld und Logis) für Jugendliche 3,75 W., für Erwachsene 6 M. Für Kochproviant usw. hat jeder zu sorgen; Kocher stehen zur Verfügung. Lankwik. Mittwoch, den 3. Juni, abends 7 Uhr: Spiele auf dem Felde hinter der Ziethenstraße. Sonntag, den 7. Juni, nachmittags Uhr: Spiele. Abends 8 Uhr: Unterhaltung bei Schulz, Kurfürstenstr. 37. Briefkasten der Redaktion. 8. 8. Die Beigerung ist zulässig. 2. N. 2. 20 bis 30 m., außer dem 1,50 für jeden Wochenbesuch R. R. 5. Die Abfindung ist un zulässig, sofern Sie Deutscher find. Die Unfallrente muß Jonen auch im Ausland weifer gewährt werden. Sie müssen jedoch Ihren Aufenthalt der Berufsgenossenschaft bekannt geben und den etwaigen Berordnungen wegen der ärztlichen Untersuchung bezw. Meldung beim Konsulat Folge leisten. G. G. 38. 1. Nein. 2. Die Anfündigung in der Form fönnte zu einem Strafverfahren führen. und eine Landwehrübung. 3. Nein. Das ist schon deswegen unmöglich, 6. G. 85. 1. und 2. 3mei Referve weil eine Meldung der Mitglieder nicht erfolgt. 4. Dhne nähere Sa darstellung nicht zu beantworten. B. J. Berlin. Ihre Braut soll bei der Staatsanwaltschaft Strafantrag wegen wörtlicher und tätlicher Be leidigung stellen. F. N. 26. Ihre Angaben reichen nicht aus. Stommen „ Leider hat der Wahlkampf ein Menschenleben gefordert. Sie mit dem Urteil in die Sprechstunde. 5. A. 43. 1. In solchen Als eine alte Freundin der konservativen Sache, die 78 Jahre Fällen wird in der Regel die Befreiung verweigert. 2. Jn 10 Jahren. alte Frau Oppermann, Heinrichstraße 9, am Vormittag bei.. 27. Sie sind schadenersatzpflichtig in der Höhe des Wertes des uns anfragte, wie es stände, und wir ihr sagten, daß die Sozial- Badefts, falls die Dame sich mit einer Reparatur nicht zufrieden gibt. Sie demokratie anscheinend restlos für Wachhorst de Wente können nach Erstattung des Wertes die Herausgabe des Jadetts verlangen. Proletarier Süd- Ost. 2. Nein, sofern die Töchter auch kein Vermögen haben. A. S. Berlin. 1. und 2. Ja. 3, Nein. Marktpreise von Berlin am 26. Mai 1914, nach Ermittelungen des fönigl. Polizeipräsidiums. Mais( mired), Natal 00,00-00,00,-Donau 0,00-0,00. Mais( runder), gute Sorte 15,40-15,70. Richtstroh 0,00. heu 7,00-8,20. eintrete, regte fie fich so start auf, daß sie, zu Hause ange- ta 30 m. monatlich. 5. S. 100. 1. und 3. Rein. 2. Ja. tommen, einem Herzschlag erlag." Wieder ein Opfer des Terrorismus der Sozialdemokratie. Die alte Freundin der konservativen Sache ist durch das rücksichtslose Vorgehen der sozialdemokratischen Wähler direkt hingemordet worden. Ein neuer Beweis, wie notwendig im Interesse der Erhaltung der bestehenden bewährten Zustände es ist, den sozialdemokratischen Wählern das Stimmrecht zu nehmen oder es wenigstens dahingehend einzuschränken, daß sozialdemokratische Stimmen von vornherein dem tonservativen Kandidaten zugezählt werden. Intvetter in Frankreich. Martiballenpreise. 100 Kilogr. Erbsen, gelbe, zum Kochen Kartoffeln( leinhbl.) 4,00-7,00. 1 Stilogramm Rindfleisch, von der Steule 34,00-50,00. Speisebobnen, meiße 35,00-60,00. Linien 40,00-80,00. 0,00-0,00. Rindfleisch, Bauchfleisch 0,00 0,00. Schweinefleisch 0,00-0,00. Stalbfleisch 0,00-0,00. Hammelfleisch 0,00-0,00. Butter 2,40-2,80. 60 Stud Gier 3,20-5,00. 1 Kilogramm Karpfen 1,40-2,20. Male 1,60-3,00. Bander 1,60-3,40. Hechte 1,40-2,80. Barche 1,00-2,20. Schleie 1,40-3,20. Bleie 0,80-1,60. 60 Stüd Strebje 3,00-48,00.. Witterungsübericht vom 27. Mai 1914. Barometer ftand mm 761 N Verkehrsbeschränkungen am Paradetage.os Aus Anlaß der am 29. Mai d. J., bormittags 9 Uhr, auf dem Ein heftiger Nordweststurm, begleitet von Schneefällen Tempelhofer Felde stattfindenden Barade, werden von etwa 7 Uhr und starten Regengüssen, wütet seit vorgestern nachmittag in ganz morgens an bis zur Beendigung der Parade, die Tempelhofer Südfrankreich, besonders an den Küsten des Mittelmeeres. Chaussee sowie die nach dem Paradefelde führenden Straßen für Eine ganze Anzahl von Schiffsunfällen wird gemeldet. In der den Fuhrwertsverkehr nach Bedarf gesperrt. Während dieser Zeit Nähe des Hafens von Marseille scheiterte ein Fischerdampfer. Drei wird der Betrieb der Straßenbahnen auf den vorgenannten Straßen von der zwölf Mann starken Besatzung ertranten. Mehr als abgelenkt oder eingeschränkt. Ebenso erleidet mit Beginn des Rüd 50 Fischerbote sind an verschiedenen Stellen der Küste gesunken marices der Truppent der Omnibusverkehr gewisse Be- und eine ganze Anzahl Menschenleben dürfte dabei den Tod ge- Swinembe. 7590 schränkungen. Auf das Paradefeld östlich der Tempel hofer Chaussee werben nur solche Kutschen zugelassen, deren funden haben. Ein Gewitter bon furchtbarer Gewalt ist über Hamburg Inhaber mit polizeilichen Paffierfarten versehen sind. Diefe Nizza niedergegangen. Die berühmte Promenade von Anglais Franti. a. Wagen haben ihre Zufahrt durch die Bellealliancestraße zu nehmen wurde vollkommen von den Wellen überspült und schwer beschädigt. München und durch die Schwiebuser Straße anf das Feld einzubiegen. Für An verschiedenen Stellen Südfrankreichs fant die Temperatur auf Bien die Tribünenbesucher gelten die auf den Karten aufgedruckten be 4 Grad. Man hegt lebhafte Befürchtungen für den Ausfall der sonderen Bestimmungen. Marketenderei und Restaurationsbetrieb Ernte. Die höher gelegenen Departements liegen fast gänzlich wird auf dem Tempelhofer Felde nicht geduldet. Das Aufstellen von unter Schnee. Stühlen, Handwagen und ähnlichen Mitteln zum besseren Sehen ift nicht gestattet. Sollte sich die Zeit des Beginnes der Parade ändern, so finden die vorstehend erwähnten Zeitangaben finnentsprechende Henderung.. Spandau. Vorortnachrichten. Der Teufel und die Kuh. Berlin 7589 Wind 758 NO 757 929 richtung Windstärke Better Ba 149 Temp. n. G. 4 bededt 10 Il Stationen Barometer fland mm Wind Bunzipp Windstärke Better Haparanda 761 N 4 wolfig. Temp. n. 6. Hot Dog 1 bebedt 16 768 NMD 2 heiter 769 Still bebedt 762 NND 3 Regen 11 7 9 3 bededt 10 Betersburg 761 4 bededt 10 Scilly 2 Regen 9 Aberdeen 5 bededt 8 Paris 758 SSD 8bebedt 18 Wetterprognose für Donnerstag, den 28. Mai 1914. Ein wenig wärmer, veränderlich, vorwiegend heiter mit geringerent Regenfällen und mäßigen nordwestlichen Winden. Berliner Betferbureau. Wetterausfichten für das mittlere Norddeutschland bis etwas fühler und vielfach starte Regenfälle. Im Besten langsame G Freitagmittag: Deftlich der Oder noch größtenteils trübe. Anfangs wärmung und zeitweilige Aufheiterung des Wetters. Dazwischen nur noch geringe Niederschläge. Wasserstand Memel, Tilsit Bregel, iterburg eiel. Thorn Wafferstands- Nachrichten Wasserstand Saale, Grochlik Havel, Spandau Rathenow) am feit 26.5. 25.5. cm cm) 86+4 446 14+10 83+3 Daß der leibhaftige Teufel am hellichten Tage in eine Stub schlüpft, wenn man ihn mit Knüppeln verfolgt, das wollen unsere aufgeflärten Zeitgenossen nicht mehr glauben, weil sie überhaupt nicht mehr den rechten Glauben haben. Aber wenn sie mal nach Pommern fommen, da wo Gottesfurcht und fromme Sitte noch am besten gedeihen, in dem hinterpommerschen Dörfchen Gließig bei der Landesanstalt für Gewässertunde, mitgeteilt vom Berliner Betterbureau Labes, dann fann ihnen der stolonist Nehls erzählen, was ihm Die Wahlen der Beisiger zum Versicherungsamt Spandau finden und feiner Kub in diesem Frühjahr passiert ist, und er wird Stein heute, am 28. Mai, nachmittags von 5-6 Uhr statt. Die Wahlen und Bein darauf schwören, daß alles ganz und wahrhaftig wahr ist. Eines Tages hat seine Frau laut aufgeschrien, so laut, daß erschrocken felbst find geheim und es ist Pflicht eines jeden wählenden, seine die Nachbarin herbeieilte; ein fleines Etwas wollte sie zur Küchentür Stimme der Liste C zu geben, die Garantie bietet, daß die haben hereinkommen sehen, das habe sich in der Stube unter die Intereffen der Arbeiter vor dem Versicherungsamt vertreten werden. Wiege gefegt und sei immer größer und größer geworden. Dder, Ratibor Atroffen Tue also jedermann seine Pflicht, damit die Liste C gewählt wird. Wie aber die Frau geschrien hat, ist das Etwas schnell in den Keller Frantiurt Wahlzettel vor dem Wahllokal. gelaufen. Nun ist aber Nehls mit seinen beiden mutigen Söhnen arthe, Schrimm Landsberg fnüppelbewaffnet in den Keller eingedrungen und haben gerade noch Schöneberg. feben Tönnen, wie das geheimnisvolle Wesen durch das Steller- eye, Bordamm Die Zweigstelle I der Schöneberger Sparkasse wird heute, am fenster entschlüpfte. Das fonnte Elbe, Leitmerig nur der Teufel gewesen Dresden 28. Mai, von Hohenstaufenstr. 49 nach Mogstr. 34, Ede Bamberger jein, Stund war die Kuh an und verheyt Barby Straße, verlegt, sie ist deshalb für den Vertehr mit dem Publikum gab teine Milch mehr. Die blieb innen, denn die Magdeburg geschlossen. Am 29. Mai wird die Kaffe im neuen Geschäftslokal trank der Teufel, der in die Kuh gefahren war. Für den wieder eröffnet werden. Kolonisten Rehls war das eine böse Sache, denn der fluge Mannl denn von am jeit 26.5. 25. 5. cm cm³) 144 4 -18-2 179 96 95-5 101+1 6+4 11+4 1 +76 Rhein, Marimilians au 218 -2 289+7 276 3 Spree, Spremberg³) Bejer, Münden Beeston Minden 80 3 228 120+6 142-11 116-10 Raub Köln Nedar, Heilbronn Main, Hanau, 253 168 +120 +19 Mojel, Trier + bedeutet Buchs, J Sall) Unterpegel. $ 1 f e 6 Nr. 143. 31. Jahrgang. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 28. Mai 1914. Scharfmacherversammlung im Herrenhause. 11. Sigung. Mittwoch, den 27. Mai 1914. Am Ministertisch: Dr. Lenze und v. 2oebell. Der Etat. Frhr. v. Richthofen: Freiherr v. Bissing: fähigkeit heranreichen. Vor allen Dingen wird es Dr. Graf v. Zieten- Schwerin: notwendig sein, eine Sozialpolitik zu treiben für den Mittel- Die nicht rechtzeitige Fertigstellung des Etats ist leider fchon zu fstand, der vielfach unter viel schwereren Bedingungen seine einer chronischen Krankheit geworden. Wir, im Herrenhause, be Fristenz findet, wie der Arbeiterstand. Ich werde mich nach finden uns in einer Gewissensnot, denn wir haben einen Eid Möglichkeit des Mittelstandes annehmen. Der Nordmart auf die Verfassung geleistet, die bestimmt, daß der Wir müssen lebhafte Beschwerde über die Verzögerung der politit werde ich meine vollste Aufmerksamkeit widmen. Wir Etat zum 1. April fertiggestellt werden muß. In der weiteren Debatte tritt Direktor v. Gwinner dafür Etatsfertigstellung führen. Die jetzigen Zustände entsprechen weder fönnen es nicht verhindern, daß die Dänenführer in Nordschleswig der Verfassung noch der Würde des Hauses. Die Regierung muß über die Grenze gehen, um sich mit ihren Gesinnungsgenossen dort ein, daß der Ausgleichsfonds nicht zu sehr angegriffen werde und Wir müssen es auch hinnehmen, daß von der wünscht eine stärkere Schuldentilgung. Finanzminister Dr. 2 enge dafür sorgen, daß Besserung eintritt. Wir bedauern, daß die Re- zu begegnen. gierung gegenüber den Eingriffen des Reiches in die dortigen betörten Bevölkerung Massenausflüge nach Dänemark wendet sich gegen diese Ausführungen. preußische Finanzhoheit nicht fest geblieben ist. Wir erkennen es unternommen und dort Verbrüderungsfeste gefeiert werden. aber dankbar an, daß es der Reichsregierung gelungen ist, den Aber wir haben das Recht und die Pflicht, das Hausrecht Ich hoffe, daß die bürgerlichen Parteien weit abriden Frieden zu wahren und den Dreibund zu befestigen. Wir danken im eigenen Lande zu wahren, und werden dies mit allen uns zu werden von der Sozialdemokratie, seitdem diese Partei dem Kriegsminister, daß er kein Titelchen von der Gebote stehenden Mitteln tun. Ausländische Agitatoren werden in dem Kaiser die gebührende Achtung im Reichstag versagt hat. Die Kommandogewalt des Kaisers abhandeln läßt.( Beifall.) Die Monarchie ist unser höchstes Jdeal, an der wir mit Treue festhalten. der Nordmark nicht geduldet werden. Ich stimme durchaus mit Sozialdemokratie hat dort nicht mit dem Kopfe demonstriert, sondern der Politik überein, die meine beiden Amtsvorgänger in der Nord- mit dem Gegenteil.( Heiterkeit.) Den neuen Minister des Innern bitten wir, den mark befolgt haben. Nach wie vor wird es Aufgabe der Regierung Es ist eine Schande für das deutsche Volt, solche Vertreter im Reichstage zu haben. energisch zu führen. Wir danken ihm, daß er die Unter- sein, der dänischen Agitation entgegenzutreten und den Deutschen in stellung, er sei ein Minister der Wahlreform, zurück- Nordschleswig reiche Mittel zu kulturellen und wirtschaftlichen Zweden gewiesen hat. Die Frage der Wahlreform muß aus der aktiven zu geben, wo es immer not tut.( Bravo!) Politik ausgeschaltet werden. Wir wünschen, daß unsere bewährte Wirtschaftspolitik aufrechterhalten wird. Wir werden alle Maßregeln unterstützen, die geeignet sind, unsere Monarchie zu stär ken. Hier wird das Herrenhaus nie versagen.( Beifall.) Kampf gegen die Sozialdemokratie Finanzminister Dr. Lenge: Ich bin aufgefordert worden, den Am gefährlichsten ist die sozialdemokratische Jugendpreffe. Man begreift nicht, wie solche Blätter im Genusse der Preßfreiheit sein dürfen. Die Verbreitung diefer Blätter, namentlich auf dem Lande, müßte verhütet werden. Herr v. Buch: Kampf gegen die Sozialdemokratie aufzunehmen und mir den Schutz der Arbeitswilligen anDie Grundursache der späten Erledigung des Etats liegt in der gelegen sein zu lassen. Ein verschärfter Schuß der Arbeits- bedentlichen Entwidelung unseres Parlamen willigen, das hat erst im Dezember der Reichskanzler ausgeführt, ist tarismus. Die Parlamente werden gemißbraucht, um Ich habe schon im Abgeordnetenhause erklärt, daß ich eine neue eine Notwendigkeit. Aber gerade die Feststellung des Begriffs Wahlreden zum Fenster hinaus zu halten. Das Abgeordnetenhaus Steuernovelle nicht einbringen werde und wiederhole das hier. Die" Terrorismus" würde die größten Schwierigkeiten bereiten. Da ist mußte fich eine siebenstündige Rede Adolf Hoffmanns geSteuerzuschläge fönnen wir nicht entbehren, solange es um so mehr unsere Pflicht, die bestehenden Gesetze unnachfichtlich fallen lassen. Wenn es dagegen fein Mittel gibt, dann ist der kein Erjazz dafür vorhanden ist. Eine gesetzliche Regelung der Abgrenzung zwischen den Eisenbahn- und den allgemeinen Finanzen zur Anwendung zu bringen und in erster Linie dafür Sorge zu Parlamentarismus überhaupt nicht mehr lebensfähig. Mit läge wohl im Interesse der Finanzverwaltung, aber es sprechen doch tragen, daß bei Ausbruch von Streits genügend Polizeikräfte vor allen Mitteln versucht man, auf uns hier einzuwirken. Mir wurden in der Debatte über Beamtenfragen sogar Prügel angedroht. erhebliche Bedenken dagegen. Es ist doch nicht ausgeschlossen, daß handen sind. Deshalb wurde auch bereits in den großen Industrie-( Seiterkeit.) Bis jetzt habe ich sie zwar noch nicht bekommen, aber der Ausgleichsfonds einmal leer ist. Da wäre dann eine gefegliche bezirken, z. B. in Essen, die fommunale Polizei in eine königes ist doch bezeichnend für unsere Zustände, daß so etwas passieren Bindung außerordentlich schädlich. Es wäre deshalb wünschens- liche umgewandelt. Unsere Maßregeln haben sich bei den großen tann. Die Parteien sollten dafür sorgen, daß der Etat rechtzeitig tvert, daß das Herrenhaus auf eine solche gesetzliche Bindung nicht Streits im Ruhrtohlengebiet bewährt. fertiggestellt wird, selbst wenn der einzelne seine Reden hinunterhindrängt. schluden muß.( Beifall.) Herzog zu Trachenberg: Der Siz und der Kern des Uebels ist aber nicht in den Ausschreitungen bei Streits zu suchen, sondern in der fortgefeßten Freiherr v. Rheinbaben: An unserem gegenwärtigen Wirtschaftssystem müssen wir fest agitation, die in den Arbeitsstätten von den sozialdemokratisch Ich will wieder über die Finanzfrage sprechen, denn ein halten, wenn sich auch über einzelne Positionen des Bolltarifs reden läßt. Die oberschlesische Industrie sieht mit organisierten Arbeitern ausgeübt wird. Dort muß vor allen Dingen altes Kavalleriepferd reitet gern die Attade mit, wenn das Besorgnis auf die bevorstehende Gröffnung des Stettiner Groß- von den Arbeitgebern darauf gehalten werden, daß der Signal ertönt.( Heiterfeit.) Als flaifischer Zeuge kann ich beschiffahrtsweges; die Fracht für englische Kohle nach Berlin wird Terrorismus verhütet und ein wirksamer Schutz für die Arbeiter ge- stätigen, daß die Steuerzuschläge immer dauernd gedacht waren, da dadurch noch mehr verbilligt werden. Wir müssen daher darauf dringen, schaffen wird. Je mehr die Gefahr der Sozialdemokratie wächst, fie doch bestimmt waren, um dauernde Ausgaben zu deden. Provis daß Oberschlesien die in Aussicht gestellten Kompensationen erhält, um so mehr ist es Pflicht, daß sich alle Kreise der bürgerlichen Gesell- forisch follte nur ihre Form sein. Eine einmal eingeführte Steuer wirkt auch nicht so peinlich wie eine neue. Die Steuerzuschläge und zwar auf dem Wege der Eisenbahntarife. Unser Etat schaft zusammenschließen, um den Kampf aufzunehmen. Dieser mögen schon deshalb erhalten bleiben, weil uns große Mehrausgaben ist glänzend, aber drohend erhebt sich das Gespenst der Kampf fann nicht nur geführt werden vom Staate, beborstehen, z. B. für den Ausgleich der Schullasten. Für die Vermögenszuwachs steuer, das die finanzielle Selbständig nicht allein durch Geseze und durch die Polizei, Förderung der Jugendpflege sollte mehr gefchehen. teit der Einzelstaaten bedroht. Ich bedauere, daß der Finanzminister sondern er muß getragen werden bon dem Willen Wenn wir unsere Jugend vor der Sozialdemokratie schützen nicht dagegen aufgetreten ist, und daß auch der Bundesrat so passib aller Kreise, die in unserem Staatswesen, unserer Monarchie wollen, so müssen wir früh anfangen. blieb. Sehr zu bedauern ist es, daß demokratische Strö mungen sich geltend machen und daß bürgerliche Parteien sich und unserer Religion die höchsten Güter sehen. In diesem immer mehr taftisch mit der Sozialdemokratie ver- Kampfe werden wir ſiegen, weil unsere Sache gerecht, unfere binden. Die Zeiten sind vorbei, wo Eugen Richter ein Buch gegen Waffen rein und scharf sind und weil wir für Ideale kämpfen, die Sozialdemokratie schrieb. Die Ablehnung der Erb die noch immer unserem Volte zum Siege verholfen haben..( Lebfchaftssteuer hat verhängnisvoll gewirkt.( Sört! hafter Beifall.) hört!) Die bürgerlichen Parteien hätten die Pflicht, gemeinsam die Sozialdemokratie zu bekämpfen. Die Hüter unseres Staatsschazes müßten ihr Ziel nicht in Plusmacherei und Thefaurierung sehen, sondern in einer gerechten und möglichst wenig drückenden Verteilung unserer Steuern. Graf v. Mirbach: beratung. Damit schließt die allgemeine Aussprache. Es folgt die EinzelBei der Beratung des Etats für Handel und Gewerbe tommt es zu einer neuen Scharfmacherei. Graf v. Hoensbroech: Die wirtschaftsfriedlichen Verbände müssen im Gegenfaz zu den Kampfverbänden, wie sie auch die christlichen Gewertschaften darstellen, vom Staat besser unterstützt werden. Handesminister Dr. Sydow: Selbst in den Theatern, die unter föniglicher Aufsicht stehen, werben Stücke gegeben, die eine Verhöhnung von Sitte und Anst and sind. Ich bitte den Minister, hier mit bessernder Hand einzugreifen. Die heutige Lage Deutschlands ist noch immer sehr bedrohlich; neue Bündnisse tun uns not. Es wäre besser um uns Minister des Innern v. Loebell: Die wirtschaftsfriedliche Arbeiterbewegung ist eine natürliche Erwarten Sie von mir ein Programm. Programme bestellt, wenn wir einen Mann von der internationalen Bedeutung Entwickelung gegen die Auswüchse der Gewerkschaftsbewegung Bismards hätten. Der Sozialdemokratie muß und ein Schuß gegen den von den Sozialdemokraten ausgeübten haben erst Wert, wenn Sie ausgeführt werden, nicht bei der Ankündigung. Ich werde mein Amt so führen, wie ich es vor meinem energijo entgegengetreten werden, sonst kommt sie der Koalitionszwang. Die nationalen Bereine sollten sich nicht bekämpfen, Erfüllung ihres Programms immer näher. Unsere sozial- sondern sich gemeinsam gegen die Sozialdemokratie töniglichen Herrn, mir selbst und dem Lande verantworten politischen und steuerlichen Geseze bedürfen der Revision, namentlich wenden. fann. Von der Notwendigkeit und Rüglichkeit der Sozialpoliti! muß die Vermögenssteuer beseitigt werden. An ihre Nach Erledigung Kleinerer Etats wird die Weiterberatung auf bin ich überzeugt, aber die Kosten find doch jetzt so hoch ge Stelle muß eine zweckmäßige Reform der Matrikularbeiträge treten. Donnerstag 11 Uhr vertagt. worden, daß fie vielleicht an die Grenze der Leistungs-( Beifall.) Todes- Anzeigen Sozialdemokratischer Wahlverein Kreis Niederbarnim. Bezirk Reinickendorf- ft. Am 20. Mai verunglüďte töd lich bei der Arbeit unser Genosse, der Kupferschmied Franz Dudschuß Bankower Allee 36. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Donnerstag, nachmittags 4%, Uhr, bon der Leichenhalle des GemeindeFriedhofes in der Humboldtstraße 241/5 aus statt. Zahlreiche Beteiligung erwartet Der Vorstand. Hiermit die traurige Nachricht, daß am Dienstag, den 26. Mai, mein lieber Mann, unser guter Bater, Sohn, Bruder, Groß- und Schwiegervater, Schwager und Dntel, der frühere Buzer Albert Schadow im Alter von 55 Jahren nach langem, schwerem Leiden sanft 1199 entschlafen ist. nebst am Dies zeigen tiefbetrübt an Emilie Schadow indern. Die Beerdigung findet Freitag, den 29. d. M., nachmittags 3 Uhr, von der Halle des Südwest- Friedhofes, Stahnsdorf, aus statt. Abfahrt 1.54 Uhr nachm. Bahnhof Charlottenburg. Danksagung. Allen Kollegen, Genossen und Befonnten für die aufrichtige Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes meinen herzlichsten Dant. Die trauernden Hinterbliebenen Witwe Marie Schultz geb. Zech. 139A Deutscher Transportarbeiter- Verband. Bezirksverwaltung Groß- Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der DroschtenChauffeur Wilhelm Kuske 65/7 von der Firma Lennert, Chausseestraße, am Montag, den 25. d. M., im Alter von 46 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 30. b. M., nachmittags 5 Uhr, von der Leichenhalle der Evangeliſten- Gemeinde in der Barfußstraße aus statt. Nachruf! Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Industriearbeiter Johann Schmolke am 20. d. Mis. im Alter von 51 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Bezirksverwaltung. Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Mechanifer Hans Böhme Michaelfirchplatz 8, am 25. Mai an Lungenleiden gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Freitag, den 29. Mai, nachmittags 41, 1hr, von der Leichenballe des alten St. Thomas- Kirchhofes in Neukölln, Hermannstraße, aus statt. Rege Beteiligung erwartet 119/9 Die Ortsverwaltung. Am 25. Mai verstarb nach langen schweren Leiden meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwieger und Großmutter, die Gastwirtin 123A Martha Worbs geb. Lemberg im Alter von 49 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen. Max Worbs und Söhne. Die Einäscherung findet am Freitag, den 29. Mai, nachmittags 5 Uhr, im Krematorium, Gerichtstraße, statt. Verband der freien Gast- und Schankwirte Deutschlands. Zahlstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß die Frau des Kollegen Worbs, Martha geb. Lemberg, Emdener Str. 6, Bezirk 1, verstorben ist. Ehre ihrem Andenken! Die Einäscherung findet am Freitag, den 29. Mai, nachmittags 5 Uhr, im städtischen Krematorium, Gerichtstraße 37/38, statt. 74/12 Um rege Beteiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Danksagung. Für die herzliche Teilnahme somie die schönen Stranzspenden bei der Beerdigung meiner lieben Frau, unserer guten Mutter Helene Thomas Verband der Kupferschmiede Deutschlands. Filiale Berlin. Am 21. Mai verstarb plötzlich und unerwartet im Alter von 61 Jahren unser langjähriges Mitglied, der Kollege Franz Dutschuß an den Folgen eines Betriebsunfalles. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 28. Mai, nach, mittags 4, Uhr, von der Halle des Reinickendorfer Friedhofes in Reinidendorf, Humboldtstraßejaus statt. Zahlreiche Beteiligung erwartet Der Filialvorstand. Straßenbahn Nr. 32, 35. Zentral- Krankenkasse der Goldund Silberarbeiter. Zahlstelle Neukölln. Unseren Mitgliedern zur Nachricht, daß der langjährige Kassierer Otto Görcke verstorben ist. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Donnerstag, den 28. Mai, nachmittags um 5 Uhr, auf dem neuen Salobi- Kirchhofe in der Hermann straße statt. 285/20 Der Vorstand. Danksagung. Für die rege Beteiligung bei der Beerdigung meines lieben Baters sagen wir allen Verwandten, Freunden Gustav Lahmann und Bekannten sowie den Mitgliedern des Arbeiter- Radfahrerbundes„ Soli- sage ich allen Freunden und Bedarität", Ortsgruppe Berlin, und der kannten meinen herzlichsten Dank. Lehrerin nebst Schülerinnen der 5 O- Klaffe, Waldenser Str. 33, unseren herzlichen Dank. 123A Albert Thomas, Söhne u. Töch ve 126 Schluß 6 Uhr. Am Dienstag früh verstarb plößlich mein lieber Mann, unser 22416 guter Bater Johannes Kunz im 47. Lebensjahre. Dies zeigen tiefbetrübt an Elisabeth Kunz geb. Peters und Söhne. Dunderstraße 83. Die Beerdigung erfolgt am Freitag, den 29. Mai, nachm. 4 11br, von der Halle des HimmelfahrtsFriedhofes, Nieder- SchönhausenNordend, aus statt. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die schönen Kranz spenden bei der Beerdigung meines lieben Sohnes Karl und meines lieben Mannes Karl Pöschel jage ich hiermit allen Verwandten und Bekannten, sowie dem Wahlverein des 4. Kreises, dem Verband der Gastwirte, Bezirk 4, den Lagerhaltern, den Mietern des Hauses Graudenzer Straße 10, dem Theaterverein„ Lustig. und Fidel" und dem Genossen Melle Bau- und Erwerksgenossenschaft „ Vorwärts" Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. Nachtrag. Die Zahl der Genossen am 31. Dezember 1913 betrug 194. 22386 Der Vorstand. 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Fin Chid die Kinder getan. wie die weiße Sflavin" brachte den Aufschwung der dänischen Deswegen bin ich der Meinung, daß wir nicht darauf warten Filmindustrie. Sechs Siebentel jedes normalen Programms tomsollen, bis sich unsere Gemeinden auf ihre Pflicht besinnen, schon men auf Dramen und Humoresten, nur ein Siebentel auf dic im Interesse der Kinder, aber auch im Interesse unserer Be Naturaufnahmen, die eigentlich nur Lückenbüßer sind und dem Die liebevolle und aufopferungsfreudige Tätigkeit Filmfabrikanten, der auf seine Dividende schaut, als" Lurus" cr= unserer Genossinnen bei den Ferienspielen und Ausflügen ist scheinen, den er sich ungern leistet. Dramen mit dem schönen immerhin bei den Indifferenten eine Empfehlung für unsere Be- Titel„ Der Schrei nach dem Lebensglüd",„ Der Leidensweg einer Be- scheinen, wegung. Das, was bis jetzt überhaupt von den Gemeinden geleistet Frau"," Die eine " " Die einwöchigen Arbeiten des internationalen Frauentongresses, der soeben in Rom getagt hat, dürften den meisten Teilnehmerinnen die Ueberzeugung beigebracht haben, daß bei dem heutigen Grade der Ausreifung der Probleme von der artigen Massenveranstaltungen kaum eine Förderung zu erder Mutter", werden von der weiblichen BevölVerhältnis zwischen Kraftaufwand und Nußen. Je mehr auch wird, ist doch auch nur ein Tropfen Kommunalsozialismus. Es ferung, wie eine Mannheimer Rundfrage zeigt*), besonders bes die bürgerliche Frauenbewegung das rein deklamatorische reicht noch lange nicht aus; denn die nicht schulpflichtigen Kinder vorzugt, und das gibt uns einen Fingerzeig, was denn die Frauen Sie wollen sich entweder ihre eigene Stadium überwindet und зи tonkreten Forderungen fommen ja hierbei gar nicht in Frage.( In Berlin werden auch in diesen Etüden suchen. tommt, um so mehr muß sie in verschiedene Rich nicht schulpflichtige Kinder, wenn ältere Geschwister sie mitbringen Lebenssphäre in sentimentaler Beleuchtung vorführen oder sich in und die Aufsicht übernehmen, zu den Gemeindeferienspielen zu- die Welt der ihnen fremden vornehmen Gesellschaft versehen lassen. Das tut fie tungen zerfallen. in wohl jedem Meist handelt es sich", sagt die Veranstalterin dieser Rundfräge, cinzelnen Lande. Wenn dann aber die Vertreter der gelassen und auf Gemeindekosten gespeist. Die Redaktion.) Aber auch für sie ist ein Spielen im Freien sehr notwendig, um das Schicksal einer Frau aus dem Volke, die nach vielen Jrinternationalen Frauenbewegung einander auf internationalen auch sie sind den Gefahren der Straße ausgesetzt. rungen mit dem moralischen Untergange oder in einem stillen Kongressen treffen, wo ein jedes Land seine verschiedenen Diese Erkenntnis veranlaßte vor acht Jahren die Schöne Glück" endet." Sie suchen also, wenn sie sich nicht nur einfach Richtungen mitbringt, dann ist die Folge meist eine folossale berger Genossinnen, auch für diese kleinen etwas SommerKonfusion. Es gibt Damen, die in der ganzen Frauen- freude zu schaffen. Sie fuhren im ersten Jahr mit 70 bis gedankenlos unterhalten wollen, eine phantastische Ergänzung der bewegung nichts als eine Wohltätigkeitsfrage sehen, für andere 80 Kindern nach Eichkamp und ließen sie im Walde spielen. Die schalen Wirklichkeit. Da haben die aufgeklärten Arbeiterinnen die heilige Pflicht, gipfelt alles im Stimmrecht, wieder andere sehen den Brenn- Milch für die Kinder nahmen die Genossinnen gleich in Kannen punkt in der Bekämpfung der Prostitution und des Mädchen mit. In den nächsten Jahren beteiligten sich aber immer mehr sich einer solchen Gefühlsduselei mit aller Kraft entgegen zu handels- usw. Bei derartig grundverschiedenen Ausgangs- Kinder daran, so daß sich die Genoſſinnen mit der elektrischen stellen. Wer einem Hungernden statt nahrhaften Brotes beraupunkten tann eine internationale Zusammenkunft taum Straßenbahn in Verbindungen ſekten und nun während der schenden Schnaps gibt, damit er den Hunger vergißt, handelt geFerien tagtäglich nach dem Grunewald fuhren. Dort befamen wissenlos. Die sensationellen Liebesgeschichten mit" sozialem" gegenseitige Anregung und Belehrung, geschweige denn kon- dann die Kinder in einem Lotal abgefochte Milch und abends in fretere Resultate zeitigen. Man hat des Langen und Breiten Walde Kaffee oder Katao und Butterbrot. Die Hinfahrt geschah Einschlag bedeuten dasselbe auf geistigem Gebiet. Sie täuschen über die Armut diskutiert, ohne sich darüber einig mittags um 1 Uhr, die Rückfahrt abends gegen 8 Uhr. Wenn über ein Bedürfnis hinweg und machen zum wirklichen Verständzu werden, was als Pauperismus zu gelten hat. Gerade auf in den ersten Jahren 2 bis 3 Wagen genügten, so ist die Beteili- nis des Lebens unbrauchbar. Wo das Kino das Interesse bediesem Gebiet ging es sehr moralinsauer zu, indem man immer gung so start geworden, daß in den letzten Jahren 7 bis 8 Wagen herrscht, ist für die Propaganda der Befreiung des Proletariats durch eine sozialistische Umgestaltung der heutigen Welt kein wieder die Notwendigkeit betonte, die Armen sittlich zu heben, benutzt wurden. Es gehört eine aufopferungsfreudige Tätigkeit der Ge- Boden. ohne daß recht einzusehen gewesen wäre, woraus sich die nofsinnen zur Durchführung der Ferienausflüge. Denn es ist Darum seid nicht gleichgültig gegenüber der Kinogefahr! Sollte Fähigkeit zu dieſer Hebung bei der besitzenden Klasse eigent feine leichte Aufgabe, neben der häuslichen Beschäftigung fünf lich ableitet. Man hat auch lange über die Heimarbeit Wochen lang tagtäglich sich der Ferienkolonie zu widmen. Aber diskutiert und schließlich auch eine ganz vernünftige Lages. die vor Freude glänzenden Augen der Kinder bringen ihnen den ordnung angenommen, die die Einführung der australischen Dank für ihre Tätigkeit. Schutzgesetze für die Heimarbeiter fordert, Wenn man steht, mit welcher Lust und Liebe die Kinder getrost sagen, daß die Mehrzahl derer, die für spielen, so bedauert man immer, daß es noch Tausende von die Tagesordnung stimmte, sie nicht verstanden hat. Kindern gibt, denen auch das bißchen Ferienfreude nicht ver- gabe, auf ihre Kinder zu achten. Je geringer die elterliche BeaufWährend des ganzen Kongresses tauchte das Thema der gönnt ist. Wenn nun Genoffe.. schreibt, dazu gehören Mittelsichtigung, desto häufiger der Kinobesuch. Nach der oben erwähnten Heimarbeit in verschiedenen Sektionen wieder auf, ohne daß und aus den Wahlvereinskaffen kann nichts genommen werden, Mannheimer Untersuchung richtete sich das Interesse der ungees je gelungen wäre, Hausfleiß und Handwerk von der Heim- denn deren Geld dient dem politischen Kampf, so ist das wohl lernten jugendlichen Arbeiter auf die Darstellungen, in denen arbeit zu trennen. Obwohl auch in Italien die moderne richtig Aber wo ein Wille vorhanden ist, da finden sich auch Ringkämpfer, Seiltänger, Indianer oder der„ Verbrecherkönig 3iMittel und Wege, diesen Willen in die Tat umzusetzen. gomar" auftraten, ja, es wurden lüsterne Stücke erotischen Inhalts Heimarbeit mit Schwißsystem stets an Ausdehnung gewinnt, In Schöneberg gibt die Stadt, auf Anregung unserer Ge- wie die„ Asphaltpflanze" oder„ Sündige Liebe" genannt. Das ist besonders im Umkreis der norditalienischen Fabritstädte, nossen im Stadtparlament, einen Zuschuß zur Ferienkolonie, der nicht der Ideenkreis, der sich für unseren Nachwuchs schickt. In glauben die meisten italienischen Damen noch durch Verkaufs sich von Jahr zu Jahr erhöht und jetzt die Höhe von 2300 M. er- einer Zeit vor allem, wo der Bildungsarbeit der Partei und der fäden für Spigen und Stickereien alle Mißstände der reicht hat. Hoffen wir, daß diese Summe im nächsten Jahre. Heimarbeit zu beseitigen. Eine Tochter Lombrosos, die jetzige wieder größer wird. Das noch fehlende Geld wird auf Listen für Gewerkschaften auf Schritt und Tritt Fußangeln gelegt werden, Frau des Historifers Ferrero, hatte sogar dem Stongreß die Ferienkolonie gesammelt. Da gibt jeder gern sein Scherflein muß umso energischer und zielbewußter im proletarischen Hause selbst die Juged im Sinne der proletarischen Emanzipationsbeein Schreiben Schreiben übersandt, in dem es hieß, daß das aum Besten der Kleinen. Da wir auch nicht schulpflichtige Kinder zur Ferienkolonie wegung beeinflußt werden. beste: Mittel gegen das Elend der Frauen die Einführung des Und Gott sei Dant, wir brauchen troß der gewaltigen Macht Schwigsystems wäre! Geradezu grotesk wirkt diese Ver- mitnehmen, will ich das Bedürfnis dafür mit ein paar Zahlen kennung der großen ökonomischen Tatsachen bei der Dis- beisen. Im vorigen Jahre war die Beteiligung bei jedem täg- des Kinos, das schon wegen des riesigen in ihm verkörperten sta kussion über den wirtschaftlichen Wert der weiblichen Tätigkeitlichen Ausflug nach Altersstufen geordnet wie folgt: im Hause. Da fand eine Gräfin Rohan, daß es eine ungemeine Ersparnis für das Familienbudget wäre, wenn sich aber man Jahre: 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 Bahl: 32 38 41 39 46 50 56 55 47 48 35 23 " wirklich zutreffen, was die schon oben zitierte Beobachterin schreibt: Während die Männer in Wahlversammlungen sind, gehen die Frauen in das benachbarte Lichtspieltheater, und nach der Vorstellung holen sie dann ihre Männer wieder ab"? Und die proletarischen Mütter haben noch die besondere Auf" Das F. E. pitals nicht von heute auf morgen zu reformieren, geschweige denn nennenswert einzuschränken ist, nicht verzweifeln. Wo wissen= schaftliche, künstlerische, gesunde sportliche Interessen herrschen, ist für das Kino fein Raum. Jedenfalls nicht für die Teile des Prodie Damen. ihre weißen Handschuhe selber wüschen! alfo 150 Kinder im vorschulpflichtigen und 360 im schulpflichtigen gramms, die man" Schundfilm" nennt. Mit einfachen Verboten Es ist zu bedauern, daß diese Lösung der sozialen Alter auf je einem Ausflug. Wie froh waren alle diese großen und kleinen Kinder, ist bei der Jugend nichts auszurichten, und das sollten sozialdemo Frage der Menschheit erst nach so vielen Umwegen zu teil geworden ist. Man denke: wie mancher Ar- mehrere Stunden des Tages im Freien verbringen zu fönnen. kratische Eltern um so mehr bei den älteren Kindern vermeiden, beiterin wachsen die Ausgaben über die Einnahmen hin- nur selten mischen sich die Genofsinnen in das Spiel, nur wenn als doch der zukünftige Proletarier so früh wie möglich unbegrünaus: wie leicht kann da abgeholfen werden, wenn sich die es von den Kindern verlangt wird. Ginige beschäftigen fich mit beten Zwang als Unbill zu empfinden lernen soll. Es gilt intmer Reigen- oder Ballspielen; auch Tau wird gezogen, woran fich wieder auf unsere sportlichen und Bildungsveranstaltungen, auf Frau ihre weißen Handschuhe selber wäscht! Wie mancher Knaben und Mädchen beteiligen. Hier hat sich eine Turnabteilung unsere Jugendheime hinzuweisen, um Ersak für das Kino zu brauchte nicht zu betteln, wenn seine Frau von Anfang an gebildet, dort wird gesungen, sogar ein Theater fehlt nicht; frei- schaffen. die löbliche Gewohnheit der Gräfin Rohan gehabt hätte. Es lich ist es recht primitiv; jeder trägt vor, was ihm gerade einfällt, Und dann weckt die Kritik der Jungen und Mädels! ift gar nicht auszudenken, wie anders es in der Welt aus- auch luftige und heitere Gedichte werden beftemente berget Schlechteste ist auch meistens das Dümmste, und man kann so leicht sähe, wenn die Frauen, namentlich die aus dem Arbeiter die Zeit bis zum Abend, um dann mit frohem Sang heimwärts stande ihre weißen Handschuhe nicht immer zu Spindler zu ziehen. Auch in diesem Jahre werben sich eine große Bahl das Kino lächerlich machen. Wa aber die Jugend verlacht, das Kinder im Walde erholen können. Da nun beim Spiel im freien meidet sie, und wir haben gewonnenes Spiel. Dem gegenüber kann schickten! Walde auch mal ein Kind hinfällt oder über eine Baumwurzel und soll man das Gute ruhig hervorheben: schöne landschaftliche Natürlich bewegte sich nicht der ganze Stongreß auf diesem stolpert und sich verlegen kann, so darf der Verbandkasten nicht Bilder, vortreffliches Mienenspiel, eine echt komische Szene. Wir Niveau. Ueber die Verhütung der Geschlechtskrankheiten und fehlen. Eine Genoffin, die an den Kursen der Arbeiterfamariter raten also den proletarischen Müttern und Vätern, zu prüfenüber den Alkoholismus wurde manches Vernünftige gesagt, folonne teilgenommen hat, ist hilfbereit zur Sand und sorgt für gesprächsweise, was ihre Kinder an Vorstellungen und Einebenso über den Kinderschuk. Auch von den einzelnen Ländern fachgemäße Behandlung. Auch stellt sich ein praktischer Arzt bei brüden aus dem Kino heimbringen. wurden interessante Berichte über die wirtschaftliche Tätigkeit ernsteren Fällen unentgeltlich zur Verfügung. Wenn es auch nur wenige Kinder von den Tausenden sind, der Frau vorgelegt. Aber allein die Tatsache, daß diese Berichte nur selten die verdiente Beachtung und die verdiente benen bas echte, fröhliche und geistanregende Spiel bergönnt ist, wenn auch noch ganz andere Mittel und Wege notwendig sind, so Diskussion fanden, beweist, daß das Milieu zur Durch gibt doch die Tätigkeit unserer Genoffinnen bei den Ferienspielen Die Arbeiterinnenpresse in Rußland. Am 5. Mai feierten die arbeitung von Anregungen fehlte. Hieran waren nicht etwa ben Gemeinden Winte und Fingerzeige, was auf diesem Gebiete russischen Arbeiter ihren roten Prefie- Tag", das Bestehen Organisationsfehler schuld, obwohl es auch an diesen nicht noch zu leisten ist. der Umstand, daß Hoffen will ich, daß diese kurze Schilderung andere Ge- der seit 2 Jahren täglich öffentlich erscheinenden Arbeiterpresse. Die gebrach, einfach sondern wollte, nofsinnen anregt, auch in ihren Orten ähnliche Einrichtungen zu russischen Arbeiter haben es soweit gebracht, daß sie sich nicht beumfassen Gebiet Rongreß ein breites zu und daß auf ihm Frauen zusammenkamen mit grund- treffen, um unseren Kindern jetzt schon etwas Ferienfreude zu anügen, sozialdemokratische Monatsschriften, Gewerkschaftsblätter und Tageszeitungen herauszugeben, sondern sie haben es sich jetzt auch Da waren bereiten. verschiedenen Ausgangspunkten und Zielen. zur Aufgabe gestellt, die Arbeiterinnen aufzuklären, fie für die Bestockklerikale, denen bei dem bloßen Gedanken an ein Einwegung zu gewinnen. Seit dem 8. März( Frauentag) erscheint zweimal monatlich die populär verfaßte Beitschrift, Arbeiterin", greifen des italienischen Staates graute; daneben evangelische und seit dem 10. Mai das, Arbeiterinnenblatt", das eine Damen, die den echt religiösen" Sinn als Heilmittel empNicht alles, was erklärlich ist, ist darum vernünftig. Erklär- Monatsbeilage der Nord- Arbeiter- Zeitung" bildet. Beide Frauenfahlen, und auf der anderen Seite französische und italienische Sozialistinnen. So mußte die geleistete Arbeit in keinem lich und verständlich iſt es gewiß, daß verheiratete und unber- blätter räumen den Korrespondenzen aus verschiedenen Orten jesiel Verhältnis stehen zu dem Kraftaufwand. Will man derartige heiratete Arbeiterinnen einen beträchtlichen Teil der Kinobesucher Blag ein, damit die fraffen Weißstände, die im geben un e Kongreffe aufrecht erhalten, um persönliche Beziehungen an bilden. Ist doch diese Unterhaltung berhältnismäßig billig, bequem der Arbeit ber ruffischen Proletarierfrau herrschen, endlich einmet Juknüpfen, so mag das hingehen. Um ernste Arbeit zu leisten, und zu jeder Zeit zu erreichen, und was ba geboten wird, ist so in die große Deffentlichkeit bringen.- Vis jezt find 4 Nummern c muß man sich auf eine begrenzte Zahl von Eyemen beschränken allgemein und leicht verständlich, daß es reiner großen geistigen Arbeiterin erschienen( Nr. 3 ist konfraziert) und eine Nummer und Leute zusammenberufen, die durch ein gewisses Minimum Anstrengung bedarf, um den dargestellten Vorgängen zu folgen; von Vorkenntnissen und eine ungefähre Uebereinstimmung babei sind diese Vorgänge größtenteils so spannend", daß auch Rebaktion der beiden Blätter wird von den Arbeiterinnen selbst über das Ziel die Möglichkeit gegenseitiger Förderung bieten. die abgeftumpftesten und ermüdetsten Nerben immer noch aufge. Unsere Ferienspiele. der peitscht werden. Kino und Arbeiterin. M. B. bes Die proletarische Frau in der Partei. bei Die Es ist zu hoffen, daß es mit Hilfe dieser Blätter, die ein Symptom des erwachenden Klassenbewußtseins der russischen Damit aber berühren wir gerade schon eine der großen Ge- Arbeiterinnen vorstellen, gelingen wird, auch in Rußland eine großfahren des„ Kientopps". Die Grholung, die er zu bieten scheint, zügige sozialdemokratische Arbeiterinnenbewegung ins Leben zu besteht eigentlich in nichts als in einer Ablenkung des ermüdeten rufen, die die breiteren Schichten der Frauen umfassen wird. Und halb der Tageserlebnisse der Proletarierin stehen. Was diese Ab. Sträfte wird es dem lämpfenden Heere ermöglicht, in raicherem denen wir die Diskussion schließen wollen: ein Ende zu machen. A. Kollontan. Mit Recht hat Genosse R, S. die Förderung der Kinderferien- lentung an Erfrischung bedeutet, wird hundertmal wieder durch die Regio zu dem ersehnten Biel zu gelangen: dem abfolutiſtiſchen spiele als eine besondere Aufgabe der Frauenbewegung respektive Erregung weft gemacht, in die das Verfolgen der flimmernden Tod einer Parteigenossin. Unsere Partei, und vor allem die es bisher( mit wenigen Ausnahmen) unterlassen, für die Erholung wechselndes Programm verfekt. Ginen Taler dem, der nach einem italienische Landarbeiterbewegung, hat soeben einen schweren Verder Kinderschutzkommiffionen bezeichnet. Die Gemeinden haben Bilder und die Zersplitterung der Aufmerksamkeit auf ein buntzweieinhalbstündigen Programm noch weiß, was er gesehen hat! lust erlitten. Im Alter von kaum 30 Jahren ist die Genossin Ines der Kinder in den Ferien zu sorgen. Wenn nun Genosse K. 2. in Nr. 137 des„ Vorwärts" dar- Sollten jene Beute recht haben, die da meinen, der Oberflächlichkeit Bitelli infolge einer Operation plöblich an Bauchfellentzündung legt, in welcher Weise die Stadt Berlin für die Ferienspiele ein, der Frau", der es mehr an der Fülle als an der Tiefe der Ein- gestorben. Die Verstorbene war Volksschullehrerin und hat auf tritt, wenn er ferner erklärt, daß es Pflicht unserer Genossen in brüde liege, jei das Filmbild gerade angemessen? Jedenfalls be- dem Gebiet der Organisation der Landarbeiter unermüdlich und erfolgreich gewirkt. Sie war eine vorzügliche und gewandte den Stadtparlamenten ist, dafür einzutreten, daß die Gemeinden Jahren leitete Frau Bitelli das sozialistische Wochenblatt von Und nun der inhaltreiche Wert" der Kinodarstellungen! Es Gallarate:" La Lotta di Classe". Sie gehörte jener fleinen Gruppe zwar am Schluß,„ man kann es verstehen, daß in Orten, in denen soll nicht geleugnet werden, daß hin und wieder einmal eine Boffe von Syndikalisten an, die immer in der Partei geblieben ist. She die Gemeinde bisher versagt hat, unsere Genoſſinnen sich um die mit wirklich hübscher Situationskomik mit unterläuft, ja auch ge- Mann, Giovanni Bitelli, ist Generalsekretär des Syndikats der Die Partei schuldet der flugen, tapferen und beTegenlich ein sogenanntes Drama" Ferienspielfrage fümmern". In Wirklichkeit laufen seine Ausscheidenen Frau ein dankbares Andenken. führungen darauf hinaus, daß es besser sei, die Genossinnen überließen das den Gemeinden. Er vergißt aber dabei, daß ſehr ſtraße" oder Echnißlers„ Liebelei" häufig erst durch die Tätigkeit unserer Genoffinnen die Gemeinden fchmack zusagt. Die Geschichte des Kinos aber lehrt, daß sein auf die Notwendigkeit solcher Ferienausflüge hingewiesen werden. Siegeslauf damit begann, als das erste Sensationsdrama von der Zu diesem Thema gehen uns noch folgende Zeilen zu, mit Geistes auf eine Fülle der verschiedenartigsten Dinge, die außer durch die Zunahme der Kämpferzahl, durch solche Verstärkung feiner in diesem Sinne wirken, so ist sein Artikel doch nicht dazu andeutet eine Ainovorstellung nur scheinbar eine Erholung für Körper Rednerin, mit einem scharfen Sinn für das Wesentliche. Seit bielen getan, die Genoffinnen anzufeuern, in noch größerem Maße wie und Geift. bisher für die Kinderferienspiele einzutreten. Genosse K. 2. meint " wir nennen Lindaus„ Landauch einem geschulteren GeEisenbahner. *) Bur Soziologie des Kino. Von Emilie Altenloh. Jena 1914, MON¡¡¡ Theater und Vergnügungen Donnerstag, 28. Mai 1914. Anfang 5 Ubr. Paffage Theater. Kino- Varieté. Potsdamer Naturtheater. Potsdam. Anfang 7 Uhr. AltKgl. Chernhaus. Lohengrin. Kgl. Schauspielbaus. Peer Gynt. Cines Nollendorf: Theater. Lichtspiele. Anfang 7, Uhr. Deutsches. Was ihr wollt. Lessing. Peer Gynt. Anjang 755 Uhr. Metropol. Die Reise um die Welt in 40 Tagen. Anfang 8 Uhr. Schiller- Theater O. Theater a.d. Weidendammerbrücke. URANIA ( Wallner- Theater). Donnerstag, abends 8 Uhr: Klein- Eva. Freitag, abends 8 Uhr: Ueber unsere Kraft( I. Teil). Sonnabend, abends 8 Uhr: Klein Eva. Schiller- Theater Charlottenburg. Donnerstag, abends 8 Uhr: Krieg im Frieden. Freitag, abends 8 Uhr: Klein Eva. Sonnabend, abends 8 Ubr: Krieg im Frieden. Urania. Zum Hochfirn der Sung- Theater in der Königgrätzer Straße frau. Deutsches Opernhaus. Zigeunerbaron. Kammerspiele. Sumurûn. Schiller 0. Klein- Eva. Der Schiller Charlottenburg. Krieg im Frieden. Dentiches Künstler: Theater. Schneider Wibbel. Berliner. Wie einst im Mai. Königgräßer Straße. Mr. Wut. Theater des Westens. Bolenblut. Kleines. Ariadne auf Naros. Täglich 8 Uhr: Mr. Wu. Komödienhaus. 8 Uhr: ,, Kammermusik". Berliner Theater. 8 Uhr: Wie einft im Mai. Thalia. Wenn der Frühling tommt. Deutsches Künstlertheater Roie. Die Dollarprinzessin. Montis Operetten. Jung- England. Lustspielhaus. Die spanische Fliege. Herrnfeld. Ein Reinfall. Heut' ist übermorgen. Klabrias Partic. Theater am Nollendorfplan. Der Jurbaron. Apollo. Zehn Weltattraktionen. Wintergarten. Spezialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Palast Theater. Das Mirakel. Aniang 8%, br. Komödienhaus. Kammermusik. Residenz. Jeannettes Dunkeltammer. Friedrich Wilhelmstädtisches. Die Förster- Christl. Zirkus Busch. Das Mirakel. Theater an der Weidendammer Brücke. Der müde Theodor. Walhalla. Zwischen Himmel und Sozietät. Nürnberger Straße 70/71, am Zoo. : Kasse: Nollendorf 1383. Donnerstag, 8 Uhr: Täglich 8, Uhr. Ende 10%, Uhr. Zum 79. Male: mit sensationellem Lacherfolge: Der müde Theodor. Residenz- Theater. Anjang 8%, Uhr. Jeannettes Dunkelkammer Schwant in 3 Akten von Benedikt Lachmann. Morgen und folgende Tage: Jeannettes Dunkelfammer. DOSE= THEATED Große Frankfurter Str. 132, Die Dollarprinzessin. Anfang 8 Uhr. Freitag: Die Dollarprinzeffin. Sonnabend, zum erstenmal: Das Rätsel- Weib. Passage- Panoptikum. Lebend! Die letzten weiblichen Schneider Wibbel. Azteken! Freitag, 8 Uhr: Der Raub der Sabinerinnen. Walhalla- Theater. Weinbergsweg 19/20. Täglich abends 81%, Uhr Zwischen Himmel und Erde. Fliegerkomödie in drei Aften von Ernst Landt. Erde. Ein Baar Damenhösen. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Luisen. Nur ein Traum. Folies Caprice. Der Luftturner. Das Karnidel. Das Erdbeben. Aniang 8 Ubr. 0 Die letzten 6 Tage Anfang Die Förster- Christl. 8 Uhr. Neues Volks Theater. Sans Theater am Nollendorfplatz 5. Hudebein. Admiralspalast. Im Tangoflub. Sternwarte, Invalidenstr. 57-62 8 Uhr: Der Juxbaron. 4. Preußisch- Süddeutsche ( 230. Königl. Preuk.) Klaffenlotterie 5. laffe 16. Biehungstag 27. Mai 1914 Vormittag Auf jede gezogene Nantmer find zwei gleich hohe Geivinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I u. II. Nur die Gewinne über 240 Mt. find in Klammern beigefügt. ( Nachdruck verboten) ( Ohne Gewähr A. St.-A. f. 8.) 43 179 212 435 40 64( 3000) 691 98 634 893 1046( 1000) 205( 500) 700 2135 209 14( 1000) 66 373 75 87 681 902 3386 614 19 21 66 74 707( 1000) 949 4040 123 448 575( 1000) 706 846 933 46 5064 123 47 83 418 46 737 966 6078 223 582 778 ( 1000) 7188 241 305 623( 1000) 92 727 960 93 8052 179 302 487 607 64( 500) 86 918 9075( 500) 197 262 78 87 473 94 664 89 602 13( 500) 716 78 819 25 30 64 95 907 10076 98 119 97 243 377 408 85 686 642 924 11175( 1000) 270.338 421 24.65 602 702 46 941 12069 796 871 13032 120 97 231 47 88 615 33( 5000) 66( 1000) 708 19 951 14038 55( 500) 165 277 434( 1000) 679 87( 500) 823 49 923 96 15122 611 47( 1000) 15763 840 69 924 86 17001 277 366( 500) 419.67 63 625 723 825 70 89 984 18077 100 663 91( 1000) 711 833 81 927-73 19105( 1000) 876 778.99 20315 474 719 62 21282 322 28 516 703 41( 500) 802 16 933 72 22115 92 331 50( 500) 67 646 628 23101 241 433 ( 1000) 47( 500) 561 657( 500) 89 717 24017 309( 1000) 16 428 609( 500) 22 930 25067 257( 500) 421 634 61 700 35 71 880 908 60 88 20047 128 207 84 668 708 813 27100 15 242 28023 62 128 233 94 380 416 604 673 82 775 87 808 56 96 672 776 978 20046 66 184( 500) 328 62 444( 500) 719 897 945 30211( 500) 69 409( 1000) 664 783 31123 367 491 667 867 32046 701 997 33242( 3000) 61 79 344 67 74 747 882 956 34029 61 110 363 68 89 316 31( 600) 604 69 722 69 875 38230 654 99 684 786 36004 208 316 449 60 99 563 86 858 753 61 98 837 68 921 99 37048 322 429 638 67 611( 500112 21( 1000) 787 876 993 97 38039 230 61 438 42 532 716 36 820 30067 125 85 274 96 459 550 712 888 903 31( 500) 71 40143 214 65( 3000) 446 81 991 41001 23( 500) 106 14 359 64 508 621 68 883 904 62 42188 239( 15 000) 41 308 69( 500) 486 88 94 638 98( 3000) 707 99 829( 1000) 86 991 43066 294 341 509 53 609( 600) 61 776 806 67 84 941 62 44124 28 90 206 82 845 49 907( 500) 15 45087 95 172 86 ( 1000) 98 316 607 43 97 610 43 61( 1000) 748 49 866 917 25 40 46050 65 601 48 834 48( 500) 916( 3000) 47065 213 314 21 72 696( 500) 798 926 48077 86 113( 500) 269 81 306 477 652 67 769 49049 415 76 602 50024 94 227 91 383 407 625 667 69 774 51013 33 43 138 362 431 66 737 67 895( 1000) 52023 340 83 412 591 638 56 53159 309 601 616 37 97 776 812 70 54223 96 431 94 ( 1000) 688 870 55011 66 188 411 720 863 96 973 56001 51 175 221 344 68 419( 1000) 965 57031 431 717 58017 28 164 304 59028 50 339 628 721( 3000) 36 80 87( 500) 891 929( 30 000) 60146 234 347 698 768 828 64 963 61104 363 71 533( 500) 777 800 66 62474 610( 500) 764 950 93( 1000) 63096 175 240 65 377 99 475 524 71 630( 1000) 61 743 58 995 64097 162 380 418 67 514 74 690 700 823 74 927 63. 65091 116 20 289 306 83( 3000) 639 711 28 816 66 72 980 66127 39 49 75 224 99 683 67107 34 99 208 323 433 713 68062 252 95 359 83 444 546 686 738 838 G9259 351 496 924 70024 123 47 62 377 638 42 68 724 843 71076 356 75( 500) 637 60 96 745 77( 500) 850 930 72303 422 616 764 94 958 73035 161 274 97 2000) 462 70 631 71 872 91 983( 1000) 74093 326 469 628 838 904 13 99 76069 378 462 717 824 68 76438( 600) 667 750 907 91 77037( 1000) 62 78 81( 600) 101 47( 1000) 91 208( 600) 72( 500) 320 66 423 707( 600) 991( 500) 78041 42 188 279 357 441 640 959 79132 47 290 340 418 681 674 726 80148 61 227 64 364 66 455 712 81194 209 81 514 80 ( 1000) 838 944 83031 82013 182 277 389 543 684 780 984 48 100 270( 500) 405 30 82 664 771 819 47 98 84008 91 283 326 47( 3000) 426 89 683 609 45 90 896 992 85624( 500) 80 86455 72 76( 500) 96( 500) 674 707 926 28 87284 64 458 89 602 636( 500) 751 65 900 88007 22 64 235 366( 500) 558( 500) 867 958 89218 69 710( 500) 874 90039 68 74 132 298 351 633 64 78 760 01055( 500) 68 183 84 305 494 632 638 708 898( 1000) 92008 189 265 360 602 761 93072 140 344( 5000) 407 545 601 806 90 99, 989 94097 248 645 85123( 600) 256 94 789 96013( 3000) 22 343 44 603 10 959 94 97021 167 426 760 98183( 600) 210 382 452 639( 500) 612 765 89111 25 249( 600) 479 544 656( 500) 60 64 893( 1000) 971 100054( 500) 117 66 101123 289 334 416 912 33 102184 97 217 46 73 499 617 57 824( 1000) 934 41 58 103152 255 668 630 81( 3000) 710( 500) 941 49( 500) 104131 323 494 611 ( 500) 93 740 892 105191 265 370 73( 1000) 721 69 908 22 106497 678 824 34 63 986( 500) 107026 110 311 48 59 668 ( 500) 720( 1000) 51 59 984( 1000) 108006 305 37 688 704 918 ( 5000) 100182 258 314 72 471 90 537 623 97 924 Der unfesselbare Rappo, der König der Ausbrecher. Aga, die schwebende Jungfrau. Buddhas Geistertafel. Alles ohne Extra- Entree! Eintr. 50 Pf. Kind. u. Sold. 25 Pf. Taubenstraße 48/49. 8 Uhr: Zum Hochfirn der Jungfrau. Theater des Westens. 8 Uhr: Polenblut. Ab 3. Juni: Gastsp. Pawlowa. Metropol- Theater. Abends 7 Uhr 55 präzise: Die Reise um die Erde ZOOLOG Zirkus Busch. ischer Garten Täglich ab 4 Uhr: Großes MilitärDoppel- Konzert. Eintrittspreise: Zoo 1 M., von 6 Uhr ab 50 Pf. Aquar. 1M.v.d.Str. 50Pf. v.Zoo Kinder unt. 10 Jahr. die Hälfte. Neu! Neu! AQUARIUM 9 Uhr morgens bis 10 Uhr abends. in 40 Tagen. WINTE Folies Caprice. Täglich 8, Uhr: D er Luftturner. as Karnickel. as Erdbeben. Reichshallen-Theater. Stettiner Sänger. Herr D'rektor Kuhlicke Burleste von Meysel. 8 11 7 65 4 ARTEN Nenes Programm! Gastspiel des Deutschen Theaters Direktion: Max Reinhardt. Das 68/ 19* Mirakel Antang 8, Uhr. Vorverkauf an der Kasse des Deutschen Theaters, Zirkus Busch und A. Wertheim. Preise der Plätze von 1-10 M. Radjah EVA in ihren Tänzen Johnson u. Dean Jeanette Denarber RagtimeSextett mit ihrem Ballon und eine Auslese hervorragender Kunstkräfte! Entreeplatz wochentags M. 0.60. Rauchen gestattet! ERSTE VARIETE AUSSTELLUNG Ausstellungshalle am Zoo Verlängert b. Pfingst. Täglich bis 11 Uhr abds. große Vorführungen auf 5 Bühnen mit reichem Progr. Sensat.: Looping hunderte. Publikspieler- Könige d. theater, F. W. Conradi, Otto Salzer. Anjang 8 Uhr. Apollo- Theater. the Loop Der Tanz durch d. JahrSonntags 8 Uhr Tel.: Lützow 2757. 8 Uhr Luft u. v. a. m. Horsters Zauber71, Uhr. Brauerei Friedrichshain. 1. u. 2. Pfingstfeiertag Große Früh- Konzerte 2. Pfingstfeiertag: Sommerfest d. Männerges.- Vereins Namenlos. M. d. D. A.-S.-B. Dir. Thilo. Vokal- Konzert u. Tonkünstler= Orchester. Spezialitäten-Vorstellung. U. a. Die Truppe Blackwells vom Zirkus Busch. Anfang 4 Uhr. 110022 108 15 33 36( 3000) 226 651( 3000) 655 880 953 111035 46 172 440 875 112003 64 69 131 216 432 73 684 643 875 960 113016 31 105 7 25 226 45 69 658( 500) 609 729 801 34 989 114101 226 307 429 946 115179 459 542 92 674 721 842 89 982 110338 404 31 65 88 692 926 40 206 616( 1000) 35 82 774 820 934 65( 3000) 118020 46 140 276 355 91 425( 500) 785( 1000) 984 119117 80 277 80 473 650 65 735 882 954( 500) 62( 1000) 925440 117072 120158( 1000) 94 211 505 654 57 700 15 973 121022 193 225 354 446 576 601 6 723 68 965 92 122013 36 195 307 424 566 638 77 724 804 6 123014( 500) 118 63 235 499 857( 500) 916 124101 242 68 326 43 404 19 78 525( 500) 654 943 82 125083 143 74( 1000) 211 39 416 24 126400 20 45 528 40 746 824 127292 354 427 552 701 847 128031 112 496-616 701 847 128031 ( 500) 97 653 129706 35 917 56 130085 98( 500) 141 412 669 611 757 838 70 74 131035 341 613 27( 1000) 45 700 07 82 817 958 132121 46 92 265 385 547 683 133131 226 31 336 83 426 738 814 932 134000 ( 500) 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Schluß der Saison! Sonntag, 31. Mai. Rauchen gestattet! Voigt- Theater Badstraße 58. Geschlossen bis 30. Mai! Eröffnung der Sommers Admiralspalast. faifon am 31. Mai( 1. PfingſtDie Eis- Arena. Novität Im Tangoklub" und das effektvolle Eisballett ,, Die lustige Puppe". Bis 6 Uhr und ab 10, Uhr halbe Kassenpreise. Wein- und Bier- Abteilung. 4. Prensisch- Süddeutsche ( 230. Königl. Preuß.) Blaffenlotterie 5. Safe 10. Biehungstag 27. Mai 1914 Nachmittag Auf jede gezogene Nummer find zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose II. gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I u. Nur die Gewinne über 240 M. find in Slammern beigefügt. ( Ohne Gewähr A. St.-A. f. 8.)( Nachdrud verboten). 3 228 43 81 488( 1000) 554 752 59 868 78 917 18 20 96 1123 343 49 88( 500) 430 541 93( 500) 772 920 48 2647 764 866 76 973 3035 83 155 435 528 43 69 634 759 4023 124 215 67( 1000) 84 438 5062 100 207 22 491 553 708 813 66 6015 85 280( 500) 349 625 742 51 85 858 62 937 71 7027 136 264 390 457 667 73 601 701 48 8024 135 628 721 881 903 9054 189 203 313 92( 1000) 680 724( 500) 10096( 3000) 116 327 664 741 801( 500) 17 11032 40 62( 10 000) 82 94 186 290 311 401 19 51( 1000) 90 668 646 ( 500) 741 916 62 12040( 1000) 262 324 28 540 60 624 48 935 13012 83 294 326 70 549( 1000) 67 792 816 41 919 32 37 70( 3000) 14236 384 631 812 913 15258 631 712 52 964 98 16226 375 ( 3000) 452 686( 500) 707 17222 671 90 772( 1000) 835 968 18091 153 270 406 67 530 38 643 744 811 86 909 19071 142 73( 500) 215( 1000) 512 31 62 684 755 906 25 88 92 feiertag). Für den Jubalt der Juiezate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber teinerle Verantwortung. 110042 54 85 210 57 69 83 365 418 504( 500) 703 932 111231 75 475 634 58 731 890 112132 237 350 480 638 64 694 765 85 808 940( 500) 62( 500) 113081 86 191 95 286( 500) 94 323 83 95 446 510 684 735( 500) 74 89-891 949 114044 110 245 334 645( 1000) 739 68 94( 500) 813 964 115366 687 617 45 776( 500) 804 55 913 25 62 116370 88 447 79 627 46.70 90 997 117125 364 505 797 118044 118 86( 1000) 379 482 704 828 35 90 925 38 99 119164( 5000) 221 22 38 51 80( 1000) 883 670 709 65 861( 1000) 74 957 94 120088( 3000) 290 331 623( 1000) 813 80 961( 1000) 121020 26 112 284 636 710 828 122027 81( 1000) 241 96 374 ( 1000) 78 530 62 854 123032 102 40 244 95 382 468 728( 3000) 97 831 54 75 967( 3000) 124311 19 511 635( 3000) 50 125376 907( 500) 63 126008 9 79 106 14 43 225 497 695 837 127204 ( 500) 13 302 488 500 64 754 802 123027 240 335 442 530 98 726 852 129037 180 217 529 856 130087 118 29 274 426 68 738 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Berantwortlicher Redakteur: Alfrey Wielepp, Neukölln. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Gloce, Berlin. Drud u. Verlag: VorwärtsBuchdruckerei u. Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW.