Kr. 148. flbcnnentcntS'Bcdingungen: Jttormementä. Pieiz Irmumcrmbo: StrrtcIjä�tL S�O Mk, mortail. 1,10 M! wöchemlich 28 Psg, frei WZ SauS. Einzelne Nnmmer 5 Pfg, Eonma-is. nummet mit illuslriertci Sonntaai. SrKagc.Die Neue Seif 10 Pfft, Poil. Sffitmncmem: 1,10 Mark vro Monat. Enigctragm in die Pojl- Zeitunas. v cr Kreuzband iüt Ä Ccftcrtci�. Ungarn * i: r das übrige ilusland tyJhmri�0!1Xon�L Poftabonnements r,"'!'- Zelgicn. Dänemark, c'r1, Luxemburg, Portugal. Swntanien, Echiueden und die �chiueiz. cklcheii» lggliid. 31. Jahrg. *>■ Verlinev Volksbleltk. Die TnfertionS' Gebühr Eehägt für die sechsgespaltene Kolonel» zcile oder deren Raunt«0 Pig., für poliiiiche und gcwcrlichaftliche Verein!» und Vcrsiunnilungs-Anzeigcn l« Pia „ix leine Hn-eig-n", das feilgedrurkle Wort 20 Psg.(zulässig 2 settgedruckie Worte), jedes weitere Wort �10 Ptg. Stellengesuche und Schlafstellenalt. zeigen das erste Wort 10 Psg., jede!- weitere Wort ö Psg. Worte über ISBu». stoben zählen sür zwei Worte. Inserate ftr die nächste Nummer müiseu bis k» Uhr nachmittags in der llrveditioil udgcgeben werden. Die Exveditioll iji bis 7 Uhr abends geöffnet, Telegramin- Adresse: „SoziuliUmokrat Berlia" Zcntralorgan der rozialdcmokratifchcn Partei Dcutfchlands. Redaktion: ÖHI. 68, Lindcnstrassc 69. Fernsprecher: Amt Morinplak, Nr. 1S83. Mittwoch, den 3. Jnni 1.N14. Expedition: 8Äl. 68, I�indenstrasse 69. Fernsprecher: Amt MoritsPlat!, Nr. 1384. Streikpoftenverbot in Sachsen! Als der kürzlich geschlossene Landtag zusamnientrat. brachten die Konservativen einen Antrag ein, nach dein die sächsische Regierung im Bundesrat dafür ein- treten soll,„daß baldmöglichst durch Ausbau der Reichs- gesctzgcbung ein ausreichend er Schutz der Arbeits- willigen und der Freiheit des Gewerbes geschaffen werde". Ter Sinn des Antrags ist das Verlangen nach einem Aus- nahmegesctz gegen Streikende! Die Nationallibcralcn waren in Rücksicht ans die solchem Verlangen entgegengesetzte Haltung nichtsozialdemokratis.cherBerufsorganisationen etwas v or sichtiger. Sielvolltcn aus einem anderen Wege aber imGrundedoch dasselbe. Sic fragten in einer Interpellation die Regierung, ob diese eine besondere Instruktion der Be- Hörden für ihr Verhalten bei Streiks und zum Schutze der Arbeitswilligen für nötig erachte. Die sozialdemokratische Fraktion aber forderte gegen diese Bestrebungen eine größere Sichc rung für Ausübung des gesetzlich gewähr- leisteten Äoalitionsrechts. Ende Januar wurde die Angelegenheit in der Zweiten Kammer vorbcraten. Es stellte sich dabei— wie nicht anders zu erwarten— heraus. haß alle bürgerlichen Parteien in der Hauptsache einig in dem Bestreben waren, die Ausübung des Koalitions- rechts noch mehr einzuengen, besonders streikende Ar- beitcr so viel wie möglich daran zu hindern. Besonders robust in diesem Bestreben gebürdeten sich auch die Fort- schritt! er. Der Minister des Innern kam in einer schriftlich fixierten, also wohl vorbereiteten Rede diesen Scharfmachcrwünschen Weit entgegen. Zwar lehnte die Regierung die u. a. geforderte Landesstreikpolizei ab, und auch ein direktes Verbot des S t r c i k p 0 st.c n ft e h c n s wurde zurückgewiesen, weil das ungesetzlich sein, würde, wie der Minister ausdrücklich erklärte. Er versprach aber, daß die sächsische Regierung bei der Reform des Strafgesetzes dafür eintreten würde, daß man die Wünsche des koalierten Unternehmertums berücksichtigen solle. AuchdicvonnationaIIibcralerSeitegewilnschtc„Jnstruktion"an die Polizeibehörde wurde halb und halb in Aussicht gestellt.— Die Kämpfe zwischen Sozialdemokraten und Bürgerlichen zogen sich durch zwei Plenarsitzungen hin. Dann wurde die ganze Materie an die Gesctzgtbungsdcputation verwiesen. Dort ist sie stecken geblieben, die Kammern.haben also keinen Be- schluß fassen können. Unsere fünf Genossen, die in der Deputation vertreten sind, sorgten für eine außerordentlich gründliche Beratung. Sie wehrten sich dagegen, daß in der Deputation ein durchaus arbeiterfeindlicher Antrag an das Plenum gelange. Sic verhinderten schließlich, daß es zu einem Beschluß des Landtags käme. Die letzten Sitzungen der Deputation, die sich mit der Sache befaßten, verliefen außerordentlich stürmisch. Der konservative Vorsitzende, der sonst immer den Schein der Sachlichkeit und Unparteilichkeit wahrte, fiel ganz aus der Rolle. In der letzten Sitzung legte die Regierung der De- putation eine Verordnung vor, die sie zu erlassen gc- denke, um doch etwas zustande zu bringen. Die bürgerliche Mehrheit erklärte sich damit einverstanden, die Sozialdemokraten protestierten heftig und verließen schließlich die Sitzung. Die in Aussicht gestellte Verordnung lvird nun gegen- wärtig lebhaft in der Presse aller politischen Parteien be- sprachen. Und mit Recht wurde darauf hingewiesen, daß die Absichten der Regierung— entgegen den Ausführungen des Ministers in der Kammer— auf ein Verbot d c S Streikposten st ehcns hinauswollen. Gegen diese Be- hauptung wurde, wie wir bereits erwähnten, die Denicnticr- spritze in Bewegung gesetzt und in einer längeren Halbamt- lichen Beschwichtigung jene Absicht der Regierung bestritten. Gegenwärtig hält die letztere noch eine Umfrage bei den Be Hörden der größeren Städte und Jndustricbczirkc, wie sie darüber denken. Wir sind in der Lage, diese Verordnung, die zur amtlichen Jöckaiintniachung bereit liegt, schon jetzt zu veröffentlichen,«ic lautet wörtlich 1 Verordnung, das Verhalten der Polizeibehörden bei gewerb« lichen Streitigkeiten lStreiks, Aussperrungen) betreffend, vom.... Da MeinungsverschiedeiiHeite» und Zweifel über die Befug- niste und Obliegenheiten der Polizeibehörden bei gewerblichen Sireiligkeiten, insbesondere bei Streiks und Aus- s p e r r u n g e n, entstanden sind, sieht sich das Ministerium des Innern veranlaßt, hierüber folgendes zu bestimmen: § 1. Die Polizeibehörden haben sich in solche Streitigkeiten selbst nicht einzumischen, sondern nur mit strengster Unparteilichkeit darauf zu sehen, daß die öffentliche Ordnung nicht gestört wird, insbesondere niemand an Leben und Gesundheit beeinträchtigt wirb, EigcntumSbeschädigungen und andere strafbare Handlimgen ver- : hindert werden und die Freiheit und Sicherheit des öffentlichen Verkehrs, insbesondere nach und von der Arbeits- stelle in jeder Hinsicht geschützt wird 8 2. Gegen Ausschreitungen, welche die öffentliche Ordnung stören oder gefährden, mögen sie im übrigen von Streikenden � oder Ausgesperrten oder auch von Unternehmern oder Arbeits- willigen ausgehen, ist mit Ruhe und Zurückhaltung vorzugchen, aber auch mit derjenigen Energie und Nachdrück- l i ch k e i t, die durch die Umstände geboten sind, um keinen Zweifel darüber aufkommen zu lasten, daß die Staatsgewalt den Willen und die Macht hat, die Ordnung aufrecht zu cr- halten und Gesetzesverletzungen zu verhindern. § 3. Die Ausstellungen von sogenannten Streikposten auf öffentlichen Wegen, Straßen, Plätzen und Wasserstraßen ist dann nicht zu beanstanden, wenn sie den freien Verkehr nicht beeinträchtigen, ins- besondere sich darauf beschränken, die Arbeitsvcr- Hältnisse zu beobachten, ohne hierbei Personen zu be- lästigen. Z 4. S 0 f e r n Streikposten oder andere Personen in Be- tätigung eines Interesses am Ausgange einer gewerblichen Streitigkeit die öffentliche Ordnung oder Sicherheit, die Bequem- lichkeit oder Ruhe auf den öffentlichen Wegen, Straßen, Plätzen oder Wasserstraßen stören, insbesondere Arbeitswillige oder andere Personen belästigen oder in bedrohlicher Weise auf- treten, sind sie von dieser Stelle des Bcrkehrsraumes cinschließ- lich Einfahrten und HauSeingängen fortzuweisen und nötigenfalls zu entfernen. Als Belästigung ist auch anzusehen, wenn solche Personen wider ihren ausgesprochen oder erkennbaren Willen auf öffentlichen Straßen oder Plätzen angesproche,n oder augenfällig begleitet werden. § ö. Müssen Streikposten wegen derartiger Belästigungen sortgewiesen werden, oder ist durch Streikposten eine unmittelbare Störung der öffentlichen Ordnung zu erwarten, so kann die Polizeibehörde nach Lage des Falles die Ausstellung von Streikposten vorübergehend oder für die Dauer der betreffenden Streitigkeit ganz verbiete». § 6. In allen Fällen, in denen wegen Verletzung der öffent- lichen Ordnung und damit zusammenhängender Zuwiderhandlung mit Strafe einzuschreiten ist, hat die Polizeibehörde das nötige Bewejsmaterial auch dann, wenn e? sich nicht um Hastsachen handelt, so rasch und gründlich als möglich zu sammeln und an die zuständige Behörde gelangen zu lassen. Wir haben die Stellen dieser Verordnung, aus die es ankommt, besonders hervorgehoben. Es kann kein Zweifel darüber bestehen, daß durch diese„Instruktion" Streikende und Streikposten einfach der Willkür der ini t c r e n Polizeiorgane ausgeliefert würden. So harmlos dieses Ding scheinbar aussieht und so sehr die „Parität" zwischen Unternehmern und Arbeitern gewahrt scheint, so arbeiterfeindlich ist sie. Ter ganze Sinn der Regierungsaktion ist: D i c A r b c i t c r h a b c n z w a r theoretisch das Recht des Streikposten- st c h e n s, aber praktisch ausüben dürfen sie es nicht. So müßte und würde es kommen bei der Art, wie auch in Sachsen die Polizei auf streikende Arbeiter dressiert ist. Tic§§ 4 und 5 bringen sogar ein direktes, ivcnn auch etwas bedingtes und ver- klausulicrtes Streikpoftenverbot, das als glatt ungesetzlich zu bezeichnen ist und den Puttkanierschen Streikerlaß von 1887 noch übertrifft. Welchem schneidigen Polizisten oder Streikbrecher wäre es unter dem Einfluß der Unternehmer noch nicht gelungen, eine„Belästigung" oder„Störung der öffentlichen Ordnung" zu provozierend Tann aber ist dir Voraussetzung zum Streikpoftenverbot gegeben. Solche Situation herbeizuführen wird nicht schwerfallen, und selbst der ruhigste Streikposten wird es nickst hindern können: es sei denn, cr steht stumm und steif wie ein Mauerblümchen in einer Ecke und—„beobachtet". Das„Beobachten� ist am Ende das einzige, was nach dieser Verordnung ein Streikposten noch tun darf. Man könnte glauben, die Regierung wolle die Arbeiter foppen, wenn es sich nicht um eine so bitterernste Sache handelte. Wenn diese Verordnung herauskommt, woran nicht zu zweifeln ist, dann werden die sächsischen Arbeiter noch schärfer als bisher den Kampf um das Koalitionsrecht zu führen haben. Bemerkenswert ist, daß selbst bürgerlichen Kreisen Be- denken.gegen dieses Vorhaben der Regierung aufsteigen. So schreibt das nationallibcrale„Leipziger Tageblatt" in einem längeren Artikel, daß der Polizei durch die Verordnung zu viel Gcivält eingeräumt tverdc und daß der K 5 wahrscheinlich vom Reichsgericht im Streitfalle als ungesetzlich erklärt lucrden würde.— Die Ratiouallibcralcn scheinen also das Kind per- leugnen zu wollen, dem sie so geschäftig Geburtshilfe leisteten. Damit werden sie jedoch die Verantwortung nicht von sich ab- wälzen können. Die Ministerkrifis in Krankreich. Die politijche Lage. Paris, 1. Juni. Bierbaß oder Ouetschtenor, die Strenggläubigen wie die modernistisch verseuchten Kirchenchristen liberaler Couleur. JndenKreisshnoden derStadt Berlin nämlich, die in der Woche vor dem Feste der Ausgießung des heiligen Geistes stattfanden. Da mir die positive wie liberalisiercnde kirchliche Glaubensstärke völlig abhanden gekommen ist. kann ich nicht beurteilen, ob nach dem andächtig und einträchtig gesungenen Ein- gangslicde der heilige Geist tatsächlich in den Herren Synodalen Wohnung genommen har, was aber nachher in wilder Redeschlacht dem Gehege ihrer Zähne entfloh, will mir wenig heilig erscheinen. Jedenfalls waren die Herren nicht so„einmütig beieinander", wie das Evangelium deS PfingstsonntageS von der ersten christlichen Ge- meinds erzählt, nnd auch von dem Frieden, von dein die Pfingstepistel spricht, war blutwenig bei ihnen zu spüren, lind das, was sie in Zungen redeten, das klang zwar feurig, aber eS war das Feuer deS Zornes und der Unduldsamkeit. Es sind wahrlich keine feinen und lieblichen Brüder, diese Positiven und Liberalen, und sie wohnen gar nicht eiiiträchtiglich im Hause der evangelischen Landeskirche bei- einander. Was haben sie sich nicht alles vorgeworfen: Fälschung und Be- spitzclung, Mangel an AnstandS- und sittlichem Gefühl. Vom Kampf bis aufs Messer war die Rede und vom„Durchziehen der positiven Geistlichen durch die Zähne". Von parteiisch aufgestellten Wähler- listen und von Kirchenwahlen, zu denen die Wähler aus Destillen herangeschleppt werden. Und trotz alledem glaubt jeder der feindlichen Brüder das unfehlbare Mittel zu besitzen, den Kampf gegen den Unglauben zu sühren und einen Damm gegen die KirchenauStrittsbewcgung zu errichten. Die einen mit einer kritiklosen Anerkennung der so- genannten biblischen Offenbarungen und einer wortwörtlichen Hin- nähme des ApostolikumsViUi Schmidt Urbanstr. 5, am 29. Mai an Stirnhöhlenentzündung. Ehre ihrem Audenken! Rege Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. Verband der Maler, Lackierer, Äastreicher usw. Filiale Berlin. Bezirk Gesundbrunnen. Am 30. Mai verstarb unser Kollege, der Maler Paul EiudHfec Koloniestr. 78, nach langem Leiden ain Keblkops, im Alter von 32 Jahren. Ehre seinem Andenke«! Die Beerdigung findet heute Mittwoch, nachmittags S1/, Uhr, van der Halle deS Sophien- Kirkhhoses, Zreienwalder Stratze, ans jlalt. 137/2 Zahlreiche Beteiligung erwarldt Tic Lrtsvermaltui'.g. Verband derBötteber.Weinkiiler und Hilfsarbeiter Dentscblands. fillale Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, datz unser Kollege, der Böttcher �uxust Siemon (letzteBeschäjtignngKaiserbrauerci) am Sonntag, den 31. Mai, im Alter von 46 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenke»! Die Beerdigung findet am 3. Juni, nachmittags Jä'S, Uhr, von der Halle des spmtdaucr GcmeindesricdhosS(Püschcln) aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Z2/4 Der Borstand. Leckster Wahlkreis. Oeflentl. Kommunalwähler-Versammlung am Freitag, den o. Juni 1914, abends 8Va Uhr, für den 34, Kommmml- Wahlbezirk iin„Swinemünder Gesellschaftshaus", Swinemünder Str. 42 .. 9 c....„„. 9 Auf zuf Stadtverordneten-Wahl! Referent: Gewerkschaftssekretär Genosse Karl Hetzschold. �reie Diskussion._ 228/6*__ Das sozialdemokratische Wahlkomitee. Achtung! Achtung! Krankenkassenvorstands- Vertreter! Arbeitnehmer! Die Wahl der Versichertenvertreter— Arbeitnehmer— als Beisitzer zum Versicherungsamt der Stadt Berlin findet am SaNNaböNd, dtN 9..�NNi, Nnrmittags 11 Uhr bis nachm. 2 Uhr, statt. Die von den vereinigten Krankenkassen- vorständen der Arbeitnehmer aufgestellte und dem Versicherungsamt Berlin eingereichte Liste trägt die amtliche Bezeichnung wr Lifte„C" � Wir ersuchen alle Arbeitnehmer- Vorstandsvertreter ihr Wahlrecht auszuüben und ihre Stimme für die abzugeben. WM" Lifte„0" 300/4* Arbeitersekretariat Berlin. Frauen• Sterbekasse von Mitgliedern der Zentral- Kranken- und Sterbekasse der deutschen Wagenbauer. Ortsverwaltung Berlin 18. Am Freitag, den 29. Mai, der- schied plötzlich unser Mitglied Frau Berta Guhl. Die Beerdigung findet heute Mittwoch, den 3. Juni, nach- mittags 2 Ubr, von der Leichen- Halle des Zenlral-Fricdhojes in FriedrichSselde aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 257/16 D«r V orstand. Für die sreuudliche Teilnahme und Kranzspende bei der Beerdigung meines lieben Mannes, des Bildhauers Wafter Lenius sage ich seinen Geschästskollegen, der Möbelsirma„Stern" sowie dein Zentralverband der Bildhauer meinen herzlichen Dank. 22848 Witwe A. Hcnius. MohrenstrJü Kolonnaden. Qr franKfur+erstr 115 Trauer- Magazin Kleioer, hüte de w Au(i erste Preise"Mr „ farbige Konfektion in größtem Maßitabe zu billigsten -Preisen— Westmann Haben Sie Stoff? davon Anzug od. Paletot ass, schick, dauerh. Zutaten Markau. Moritz Labend� Promenade 8, iL(Stadtb. Börs.j ro< 1 iten) Z) Zentralverband der Lederarbeiter. ■ Filiale Berlin I.— Tonnerstag, den 4. Juni, abends 8 Uhr: W Versammlung in Schmidts Jestsäle». Prinzenallee Nr. 33. Tagesordnung: 1. Bericht von der Generalversammlung.— 2. Wahlen. Um zahlreichen Besuch ersucht(434/13/ Der Borstand. Sozialdemohratikher&lal)lvmin furd. 2. Berl. IRclchstagswahlkrcis Tonntag, den 7. Juni 1914, vormittags von 8 Uhr ab: Urwehl des Vorstandes und der Kommissionsmitglieder für Grotz- Berlin U, Serf. Nofttzstr. 2S H. Dhomse«. Gneisenauftr. 30 W. Keilig, Gitschiner Str. öl Karl Riebke, Planuser 75 Rode, Äestenbachstr. SS in folgenden Lokalen: Fr. Seiler, Stemmetzftr. 29 A. Mühl, stemmetzftr. 67 PH. Zickenrott, Zimmerstr. 59 Nanjokat, Markgraienstr. 85 St. Kenfuer, Hagelbcrgerstt. 20 a Zentrale: Thomscn, Gneisenauftr. 30. 0«- Wahlberechtigt ist jedes Mitglied, das de« Bettrag für Februar 1914 bezahlt hat. Das Wahlrecht kann in irgendeinem der vorgenannte« Lokale ausgeübt werden. Die Wahl beginnt«m S Uhr vormittags und wird um 12 Nhr mittags geschlossen. 206/8� Der Borstand. 1 1 iiier Deut Terwaltnng Berlin. Freitag, den 5. Juni, abends S Uhr, in der Alhambrtt, Wallner-Xheaterstr. 15: MitgUederversammwng der Holzbildhauer. Tagesordnung: Bericht der Berhandlungskommisfion. Do oller Vorausficht nach sehr wichttge Beschlüsse über die Fortsetzung unserer Bewegung zu fasten sind, so ist es unbedingte Pflicht erncS jede» organisierten Kollegen, in dieser Versammlung zu erscheinen. — Mitgliedsbuch legitimiert. 20/12* Die Branehenkommlsslon. Vemattuvgsstklte Serti«. N 54, linirnftr. 88—85. Telephon: Amt Norden 185, 1239. 1987, 9714. Halfan schläger l Donnerstag, den 4. Juni 1914, abends Uhr: Svan eben»Versammlung -im Gewerkschaftshause, Engelufer 1», Saal 3. Tagesordnung: 119/12 1. Verbands- und Brauchenangclegcnheite«. 2. Verschiedenes. » Mitgliedsbuch legitimiert! Zahlreiches Erscheinen erwartet Die Drtsverwaltonat. Unnshmtilelleii für„Kleine Anzeigen' Berlin C. A. Hahnisch, Zlckerslr. 174. O. Bogel, Koppensireße 82. *o. X. xw. sw, s. so. Renl, Barnimftr. 42. Fischer, Basttanftratzc 6. I. Hönisch, Müllersir. 34a. Jnvalidenstr. 124. Petersburger Platz 4. Gustav 31. Wenzels, Markusstr. 36. L. Zucht. Jmmanuclkirchstr. 12, I. Zl. Wolgast, Wattstraßc 9. H Karl Mars, GreisenhagenerStr. 22 H. Bogel, Lortzingstr. 37. A. Tieü. Solomon Joseph, WilhclmShavener Str. 48. <8. Schmidt. Bärwaldstr 42. Dach», Hagclberger Str. 27. St. Frist, Prinzenftr. 31. H. Lehmann, Kottbuier Damm 8. Paul Böhm, Lausitzer Platz 14115. P. Harsch, Engeluser 15. �dlernliok. Karl Schwarzlose, Bismarckstr. 28. B»v»n»el>iilei»vex. H. Hornig. Maricnthaler Str. 13, 1. Dor»jx«»lde. Paul Kieuast, Rüuschstr. 10. t!t>»rIottei»l»»rK. Gustav Scharubcrg, Sescnbeimer Str. 1. Fricdrictashageii. Ernst Wertmanu, Köpenick er Str. 18. Orünan. Franz Klei», Friedrichstr. 10. .Ioli»iiiii»thn.I. Max Gonschur, Parkstr. 6. Karlstaorst. Richard Küter, Rödclstt. 9, II. Köpenick. Emil Wistler, Kictzcrstr. 6, Laden. I-iektenders. Ltto Seikcl, Wartcnbergstr. 1. Xieder-bieiiöneveide. Wilh. Unruh, Brück enstr. 10. Bfowawea. Wilhelm Joppe, Lutherstr. 2. Dver-Sekönevelde. Alfred Bader, Ailhelmincnhosstr. 17, Lade». Donkov». Otto Ristinann, Mühlenstr. 30. BelnlekendorK. P. Gursch, Provinzstr. 56, Laden. \Teakölln. M. Heinrich, Zieckarstr. 2. Conrad, Hermannftr. 50. C. Rohr, Siegsriedstr. 28/29. Boinpieludprs. A. Rosenkranz, Zllt-Boxhagen 56. «ekönekerA. Wilhelm Lnumler, Marttn-Luther-S»? 69 im Laden Spandan, Koppen, Brcitestr. 64. ktzrexlitr. H. Berusee, Alsenstr. 5. Deaipelkoi. Iah. Krohn, Borussiastr. 62. Ireplov. Rodert Gramenz, Kiejbolzstr. 412, Laden. Weitteaaee. Fuhrmann,«edansn. 105. Schillert, Berliner Allee 253. Wilmersdorf. Paul Schubert, Wilhelms aue 27. i n geringer Nenze de« Waschwasser zugesetzt, gibt ein erprobtes Haarwasser, das in seiner Wirkung die teuren Spezialitäten weit übertrifft. Grüne Flaschen in weiller Hülle von 65 Pf. an. Wer Stoff hat. fertige Anzug nom zum. Fest 16,00. Kaczvniki. Lichtenbergerstratze 9 72/18 LKKstV. Redakt.: Ilsred Wielepp« Feukölls. LnseraMtnI verantw.- TH.Glocke.Bczllta. Trnck y.Verlaa:BlZrwärtSBuchdr.L. Verlagsanstalt PaukStngezSiCo�Berltn LW. Hierzu Z Beilagen u-UnterhaltungSti. » i«->-»«» i. MM des Jutmärts" öttlinct MksM Gewerkschaftliches. /lrbeiterverhältniffe- zufrieüenstellenö! Tic Handelskammer zu Berlin beobachtet das gesamte Gebiet des Wirtschaftslebens. Ihr engeres Beobachtungsfeld umfaßt rund 4 Millionen Einwohner. Als selbstverständlich in vorauszusetzen, daß die Handelskammer alle wichtigen Erscheinungen des Wirtschaftslebens würdigt. Man könnte sich daher nicht wundern, wenn der Bericht der Handelskammer über das Jahr 19lZ. der nun vorliegt, ein Sammelwerk von klagen über die Slot der Unternehmer und den Tcrrorismus der Arbeiter darstelle, wenn auch nur ein kleiner Teil von dem wahr wäre, was die Scharfmacher glauben machen möchten. In dem Bericht wird allerdings sehr oft auf die Arbciterverhältnisse Bezug genommen. Aber man muß schon sehr feinhörig sein, um �lagetönc über gewerkschaftliche Aus- schreitungen herauszuhören. Man gewinnt vielmehr den Eindruck. daß die Unternehmer sehr zufrieden sind, vornehmlich die Tarifverträge, deren Voraussetzung starke Gewerkschaften sind, geradezu als einen Segen betrachten. Regierung und Scharfmacher werden sich wohl oder übel mit dem, was die bedeutendste Handelskammer in dieser Be- ziehung festgestellt hat. auseinandersetzen müssen. Aus diesem Grunde registrieren wir die Feststellungen als Material, das angesichts der Hetze gegen das Koalitionsrecht gewürdigt werden muß. Wir folgen der Handelskammer und geben ihre Bemerkungen zu den einzelnen Bmnchcn und zwar im Wort- laut wieder: Bierbrauerei:.Die Beziehungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern waren im allgemeinen gut"... Holzindustrie:.Die Beauftragten beider Parteien hatten viele Mühe, die Unternehmer von der Notwendigkeit der Durch- fnhruug der Lenragsbestiminungen zu überzeugen...* Im allgemeinen sind beide Parteien mit der Tätigkeit der Schlichtungs- kommission zufrieden gewesen: die Nützlichkeit dieser Einrichtung ver- dient... volle Anerkennung. Hochbau:„Das Verhältnis zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern ist tariflich geregelt..." Aiegeleiunrer nehmen:.Die Beziehungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern waren,.. zufriedenstellend." Eisenwaren:.Die Arbeiterverhältnisse waren besser als im Vorjahre". Eisenguß waren:„Differenzen... dürsten im Berichts- jähre kaum in die Erscheinung getreten sein..." Werkzeuge:„Die Arbeiterbewegung hat... nicht auf die Branche eingewirkt." Baubeschläge:.Die Beziehungen... waren gute, nur dadurch, daß die Arbeiter sich auch dazu verstanden, weit unter den Tarispreisen zu arbeiten, waren Aufträge hereinzuholen." Eisengießereien:.Die Beziehungen... blieben in den meisten Betrieben ungestört." Eisenkon st ruktionen:„Bis auf geringfügige Differenzen, die sofort beigelegt werden konnten, sind Lohnstreitigkeitcn... nicht vorgekommen." Holzbearbeitungsmaschinen:.Das Verhältnis zu den Arbeitern war durchweg gut." Kunst-- und Bauschlos screi:„Die Lohnverhältnisse waren durch Tarifverträge geregelt, die bis 1915 gelten." � Chemische Großindustrie:.Das Augebot an Arbeits- krästen gestaltete sich im Anfang des Jahres erheblich schwächer als im Vorjahre.... Wesentliche Lohnerhöhungen wurden nicht vor- genommen." Chemisch-pharmazeutische Produkte:.... Das Verhältnis zu den Arbeitern kanir im allgemeinen als dauernd gut bezeichnet werden..." Wollene Garne:.... Die Arbeitsverhältnisse dürfen auch für die Zukunft als gesichert angesehen werden. Die Löhne blieben unverändert..." Kleines Feuilleton. Der Feind als Freund. Der Junker von Puttkarner, der im Herrenhaus gegen uns loslegte, gehört zu jenen Instrumenten der Vorsehung, die cven der Sache, die sie vernichten möchten, schätz- bare Dienste leisten. Nicht bloß, indcni sie durch borniertes und maßloses Hetzen wertvolle Empörung wecken und ihre ganze Partei kompromittieren, sondern auch im einzelnen. Nämlich so. Dem Genossen Göhrc sagte dieser Puttkamcr nach, er habe dazu aus- gefordert, im Namen Gottes Bomben auf die Straße zu werfen. So hat der Mann es in seinen Zeitungen gelesen, so steht es wieder in allen Zeitungen, die seine Rede bringen. Daß seine Zeitungen lügen, will ihm nicht in den Kops. Er ist so beschränkt, dieser Wirkliche Geheime Oberregierungsrat v. Putttamer, daß er tatsächlich glaubt, Göbre sei so blöd, derartiges Zeug zu reden. Er weiß so wenig Bescheid, daß er den Redakteuren seiner Blätter zutraut, sie glaubten selber an die kindischen Schauergeschichten, die sie doch nur austischen, um die Sozialdemokratie zu verleumden und zu schädigen. Aber nun begibt sich folgendes. Der konservative Leser sieht diese Dinge in seiner Zeitung. Er liest auch die Brandreden der Puttkamer und Genossen. Tie Fußtritte für die säumige Staats- anwaltschaft. Aber— es geschieht nichts. Was tut der konser- vative Leser? Entweder— das soll vorkommen— er denkt nach und sagt sich: da die Staatsanwaltschaft nichts tut, muß die Ge- schichte sich wohl anders verhalten, es mutz irgend jemand gc schwindelt haben, der Redner, der Redakteur, der Gewährsmann— vielleicht alle zusammen. Oder— das ist die Regel— der Leser sagt sich: also das darf ein Sozialdemokrat sagen, so weit sind wir gekommen! Welche Macht muß diese Partei schon haben, daß so etwas möglich ist! Man wagt sich nicht mehr an sie heran! Damit ist für uns viel gewonnen, denn die Macht zieht un- gezählte Halbe und Schwache zu sich heran. Zu denen gebort der Junker von Putttamer freilich nicht, aber er zählt zu jenen Schwach. köpfen, die wirklich solche albernen Geschichten wie jene über Göhrc glauben. Daran glauben und sie weiterverbreiten, um sich, da nichts dagegen geschieht, heillos zu blamieren. Ulkig, wie die wütendsten Reaktionäre einlenken müssen, wenn sie Minister sind. Sie berichtigen zwar nicht den Jrrium oder den Schwindel ihrer Parteifreunde, aber sie erklären, in der Srche lasse sich nichts tun. Warum erklären sie das? Weil sie längst, mit lechzenden Zungen, hinter der Affäre hergelaufen sind, aber nichts, gar nicht? gefunden haben, wo sie hintcrhaicn könnten. Sic sind nicht ehrlicher, diese Minister, aber weniger dumm als ihre unverantwortlichen Parteifreunde. Aber die einen wie die andern sind im Grunde unsere Parteifreunde Das Museum für Völkerkunde in Dahlem. Der in der Nähe des Unlergrundbahnhofs Taklem-Torf in Dahlem gelegene mäch- tige, etwa 80 000 Quadratmeter große und jetzt noch zum größten Teil mit Feldfrüchten bestandene Baublock ist dazu bestimmt, zwei große Neubauten für das WIkerkunde-Museum aufzunehmen. Nach Bollendung dieser Bauten verbleibt in den fetzigen Räumen des Museums für Völkerkunde in der Koniggratzer Straße in Berlin jua die vor- und friihgeschichtl'.che(prähistorische) Abteilung, Stick-, Wirk- und Industriewaren:.... Dank der Tarifverträge können die Lohnverhältnisse für längere Zeit als' gesichert gelten..." Linoleum:„Die Beziehungen... haben durch die seitens der Arbeiter... gegebene Aufkündigung des bestehenden Lohn- tarifs eine kleine Kollision erfahren, die aber durch Zulage von etwa ö bis 10 Prozent der bisherigen Löhne ihre Regelung für weitere zwei Jahre erfuhr." Wäsche:..... ebensowenig haben Arbeitsstörungeu statt- gefunden." Weißwaren:„Die Beziehungen... blieben gut. Lohn- streitigkeitc:: kaineu kaum vor." D a m p s w ä s ch e r c i:„Arbeitskräfte waren genügend zu haben; sie waren mit den bisherigen Löhnen zufrieden." Herrenkonfektion:„Differenzen mit den Arbeitnehmern haben im Berichtsjahre in größerem Umfange nicht slattgesimden... Durch die abgeschlossenen Tarifverträge sind geregelte Arbeitsverhält- niffe festgelegt..." Pelzkonfektion:„Ein längerer von de» Arbeitern sehr euergisch betriebener Streik... trübte die Beziehungen..... Da aber das Geschäft um diese Zeit an sich ruhig war, bereitete der Ausstand de» Fabrikanten sehr wenig schaden." Damenhüte:„Das Verhältnis... war zufriedenstellend." Sonnen- und Regenschirme:„Die Beziehungen... waren im allgemeinen gute." Kartonnagen:„Die Beziehungen... waren im ganzen gut, dank dem neuen Tarif.. Schreibhefte und andere Lernmittel:«Die Be- Ziehungen... waren ungestörte." Drcifarbeu-Buch druck:.... Im Sommer ist es ge- lungeu. einen neuen Tarif auf weitere fünf Jahre zu vereinbaren, der hoffentlich wie bisher Ruhe und Frieden im Gewerbe erhalten wird." K u p f e r d r u ck:„... In beiden Arten des Kupferdrucks gelle» die Arbeitsverhältuisse für absehbare Zeit als gesichert." Merkantile Lithographie:„Das Verhältnis zu den Arbeitern ist im Berichtsjahre zufriedenstellend gewesen...." Chromolithographie:«Die Beziehungen... waren durchaus normale und gute." Schriftgießerei und Messinglinienfabrikation: „Das Verhältnis... lvar infolge der... geschlossenen Tarif- Verträge ein gutes... Buchdruckerei: Wesentliche Streitigkeiten... oder Arbeits- einstellungeu kamen nicht vor...." Musikverlag und Musikalienhandel:„Die Be- Ziehungen... waren in den VerlagSgcschäften durchaus friedlicher Natur...." » So spiegeln sich die Verhältnisse im Urteil der Unter- nehmcr in ihrem sozusagen amtlichen Bericht. Können sie sich noch bequemere Axbeiterverhältnisse tvünschcn, als sie hier selbst feststellen? Und man muß sich fragen: Ivoher nehmen die Scharfmacher den Mut zu ihrem Terrorgeschrei? Weiter darf ausgesprochen werden: die Feststellungen im Handels- kamnierbericht können durch pikant gemachte, von der Polizei gesammelte, scharfmacherisch garnierte Einzelfälle nicht erschüttert werden!— Tie Koalitionsrcchtshctzer sind gerichtet durch das Urteil der Unternehmer. Stach ihrer wirklichen Ansicht sind die Arbeiter- Verhältnisse— zufriedenstellend! Serlin und Umgegend. Tie Aussperrung bei der„Treiteilung". Die Aussperrung bei der MüllverwertungSgcsellschast dauert un- verändert fort. Die Gesellschaft läßt zwar erklären, daß der Betrieb jetzt wieder ein geregelter sei. das trifft aber in keiner Weise zu. In der„Berliner Morgenpost" werden immer noch die großen Annoncen, die auch die Charlottenburger Anschlagsäulen zierten, er- lassen, wodurcki stadtkundige nüchterne Leute als Müllkutscher und Schaffner bei sofortigem Eintritt und hohem Lohn gesucht werden. während alle übrigen Abteilungen des Museums nach Dahlem verlegt werden. Diese zwei Museums-Nenbauten erhalten ihre Fronten nach der Arnimallec und sie- werden sich dann um einen großen so- genannten Ehrenbof gruppieren, der l�on der Arnimallce durchschnitten wird. Ter auf der westlichen Seite der verlängerten Arnimallee gelegene Muscumsbau ist bereits in Angriff genommen worden. Dieser Bau ist dazu bestimmt, sämtliche asiatische Ab- tcilungcn des Museums für Völkerkunde aufzunehmen, also die indisch-asiatische Sammlung, die ostasiatische Äbteiüing, die oü- asiatischc Kunstabteilung und die persisch-islamische Sammlung. Man nennt daher diesen Neubau das Asiatische Museum. Der auf der östlichen Seite der Arnimallee gelegene Muscumsbau, der in drei großen Flügeln die amerikanische, die afrikanisch- ozeanische und anthropologische Sammlung aufnehmen wird, soll erst in einigen Jahren in Angriff genommen werden. Bei diesem Neubau wird der Ehsrenhof eine Breite von 100 Meter und eine Tiefe von 200 Meter aufweisen, während der ihm gegenüber liegende Ehrcnhof des asiatischen Museums bei derselben Breite nur eine Tiefe von 35 Meter haben wird. Der gesamte für das asiatische Museum bestimmte Baublock hat eine Größe von 38 520 Quadratmeter; die bebaute Fläche wird 5000 Quadratmeter einnehmen. Ter Entwurf zu dem Bau des asiatischen Museums stammt von Professor Bruno Paul, die Ausführung erfolgt durch die Staatsbauvcrwaltung. Die gesamten Baukosten für das asiatische Museum sind mit Ausschluß der Kosten der Museumscinrichtung auf 2 Millionen Mark veranschlagt. Eine füiiftausendjährigc Zypresse. Der bekannte Baumkundige des botanischen Gartens von Missouri in den Vereinigten Staaten, v. Schenk, hatte gelegentlich eines Ausenthaltes in Mexiko Ver- anlassung genommen, eine Zypresse, die auf dem Kirchhof von Santa Maria del Tille steht, zu untersuchen. Nack einem eingehenden Studium des Baumes kommt v. Schenk zu der Ansicht, daß dieser Baum ein Alter von mindestens süustausend Jahren hat. Dieser Baum, der zuerst für die Wissenschaft durch Alexander v. Humboldt bekannt wurde, hat einen Stammumfang von 38 Meter, also einen Durchmesser von mehr als 12 Meter. Schon Humboldt schätzte nach Vergleichen mit anderen Zypresien das Alter des Baumes auf fünf- bis sechstausend Jahre. Schenk wollte zu einem ganz sicheren Resultate kommen und daher den Baum aushöhlen. Durch ein besonderes Versohren wollte er dann die Jahresringe der Zypresse feststellen. Doch dieser etwas überflüssige Vandalismus wurde verhindert. Der Bevölkerung ist die Zypresse heilig und so mußte der Gelehrte von sciiieni Vorhaben abstehen. Bleibt somit das Alter des Baumes immerhin ein wenig zwcifel- Haft, so ist es doch nicht unwahrscheinlich, daß die Zypresse von Santa Maria del Tille der älteste Baum der Welt ist, der mithin sogar die biblische Sündflut glücklich überstanden hat. Humor und Satire. In st rultionS stunde. Neulich hatte der Unteroffizier JnstruIiionSstunde abgehalten. Heute fühlte ich mal Zahn und kam mit dem Musketier Maier zu folgendem Ergebnis:„Also, der Soldat soll aus seinen Verkehr achten. Wie macht er das?" „Der Soldat soll nur mit anständigen Leuten Verkehren!" „Schön! Wer sind anständige Leute?" Mittivoch. 3.|imil914. Auch ein Anschlag am Eingang des Depots besagt, daß Prämien bis zum 6. d. M. gezahlt werden. Unzweifelhaft geht daraus hervor. daß von einem geregelten Betrieb keine Rede sein kann. Wie der Streikleitung von Arbeitswilligen, die die gastliche Stätte am Sonn- abend verlassen haben, mitgcleilr wurde, sollen bei der Lohnzabluug sich recht eigenartige Vorlonimnisse abgespielt haben, so daß man zum Schutze der Gesellschaft selbst einen Sichxrheitsmaun im Ronlor postiert hat.. Die Nachricht, daß selbst Kontrolleure und sonstige Vorgesetzte mit den Ausgeiperrten sympathisieren, hat der Gesellschaft und im besoirdercu den Direktor derselben sehr verschnupft. Aus diesem Grunde haben einige Vorgesetzte, um nicht in bestimmten Verdacht zu geraten, selbst ihre Frauen in den Dienst der Gesellschaft gestellt. Interessant ist, daß Kinderwagen mit und ohne Kind die Touren- wogen begleiteten, um die Arbeitswilligen zu kontrollieren. Wenn der Fuhrherr Lauterbach in einer Berichtigung sagt, daß er nur aus Unkeiiiitnis seine Wogen zur Verfügung gestellt hat, so haben wir demgegenüber zu erklären, daß der betreffende Harr sogar selbst den Arbeitswilligen gemacht hat. Der Streikleitung sind während der Aussperrung Mitteilungen zugegangen, die das System der„Dreiteilung" bei der Müllver- Wertung besonders in Seegefeld nicht in das beste Licht rücken. Die Aktionäre werden später darüber sehr erstaunt sein, zu erfahren, mit welchen Mitteln operiert worden ist. Die Gesellschaft hat vor einigen Tagen dem Deutschen Transport- arbeiterverband mitteilen lassen, daß der seinerzeit anerkannte Tarif« vertrag seine Gültigkeit verloren habe, die Antwort ist die Organi- salion natürlich nicht schuldig geblieben. Weiter ist zu berichten, daß der Magistrat der Stadt Charlotten« bürg sich bemüht hat. eine Einigung zwischen den Parteien herbei- zuführen. � Wegen des eigensinnigen Verhaltens des Direktors sind diese Versuche bisher ohne Erfolg gewesen. Die Ausgesperrten stehen einmütig zusammen und erwarten nach wie vor die moralische Unterstützung der organisierten Arbeiterschaft. Deutscher Trausportarbeiterverband Bezirk Groß-Berlin. Zum Kasseler Braucreiarbeitcrstreik. Wir weisen darauf hin, daß man auch in Berlin eifrig nach uttorgauisicrrcn Brauern iuchi. Geboten werden 36 M. Lohn pro Woche und freie Reise. Meldungen werden in der Linienstr. 112 im Restaurant entgegengenommen. Wir ersuchen die Kollegen, solche Angebote energisch zurückzu- weisen. Achtung! Kroftdroschkensührer. Die Differenzen im Kraft- droschkc n betrieb Skara, Steglitz. Riugsiraßc, bestehen nach wie vor. Verhandlungen mit der Organisation hat Herr Skora brüsk abgelehnt. Deutsches Neich. Ter Streik der Maler und Anstreicher in Kottbus dauert uu� bereits sechs Wochen. Trotzdem insgesamt 33 Unternehmer mU 140 Gehilfen den Tarifvertrag unterschrisllich anerkannt haben- weigern sich die paar noch übrigbleibenden organisierten Unter- nehmcr hartnäckig, dieselben Bedingungen zu akzeptieren. Von den organisierten Unternehmern haben vier den Tarif unterschrisllich anerkannt und sind aus dem Arbeitgcbcrverband ausgetreten. Es werden jetzt noch 11 Unternehmer, die vor dem Streik eliva 80 Gehilfen beschäftigten, bcsireilr. Die Streikenden sind trotz der schwarzen Liste, die jede Wocbe prompt in der„Westdeutschen Maler- zcitung" veröffentlicht wird, bis aus wenige in Arbeit. Der Streit geht daher weiter bis die Anerkemiuug des Tarises erreicht ist. Die Fernhaltung des Zuzuges ist auch fernerhin dringend geboten! Ter Buchdruckerverband im Jahre tvl.». Es waren am 1. September v. I. 25 Jahre verflossen, seitdem der Sitz des Verbandes sich in Berlin befindet und Emil Döblin au der Spitze desselben steht. Es gibt wohl keine zweite gewerkschaftliche Organisation, die in diesem Zeitraum eine solche Euiwickelung aufweisen kann. Wir sehen da ein Anwachsen der Mitgliederzahl von 12 610 auf 63 015, ein Anschwellen des Ver« bandsvermögcns allein in der Hauptkasse von 270 626 auf 10 658111 „Meine Kameraden und der Herr Leutnant!" „Wer sind unanständige Leute?" „Frauenzimmer und Sozialdemokraten!" „Woran erkennt man Frauenzimmer?" „Sie gehen in Samt und Seide und Iverfen freche Blicke!" „Woran erkennt man einen Sozialdemokraten?" „Er lädt einen zu einem Glas Bier ein und rüttelt am Staat (Aus dem„SimplicissimuS".) Notizen. — Die Arbeiter m übel im GetoerkfchaftShauS sind Montag, Mittwoch und Sonnabend von 6—0 Uhr zu besichtigen. Sachberaler sind stets anwesend. — Vorträge in der Bugra. Schon die vorjährige Lcip- zigcr Ausstellung' bot mit ihren Gratisführuugcn durch Sach- verständige etwas Besonderes. Auf der Buchgewerbeausstellung werden vom Donnerstag au(jeweils zwischen 5 und 6 Uhr) lite- rarische Vorträge und Vorlesungen in der Halle des„Deutschen Buchgewerbes" gratis veranstaltei. — Der 10. Deutsche Geographen tag begann am Dienstag in Straß b u r g unter Beteiligung von etwa 400 Freunden der geographischen Wissenschast. Auf ihm werden alle Hauptgcgcn- stände der neueste» Forschungsreisen und die letzten Erdbeben be- handelt werden. — Uni Wahnfrieds Ehre wird jetzt auch noch ein Zeitungsprozeß entbrennen. Kapellmeister Beidler will das Sprach- rohr der WahnsriedSpartei, die„München-Augsburger Abendzeitung", wegen verleumderischer Beleidigung belangen, weil sie statt seine Berichtigungen abzudrucken, ihn mit Schmähungen überhäuft habe. — Eine B e r n st e i n a u S st e l l u n g. In London haben die königlich preußischen Beriisteinbergwerke eine Ausstellung von Sehenswürdigkeiten veranstaltet, die während der letzten 30 Jahre in diesen Minen gefunden worden sind. Die Bergwerke liegen aus- schließlich in Ostpreußen. Hunderte von Bcrnsteinstücken in roher und geschliffener Form veranichaulichcn die Art des Vorkommens und die Möglichkeiten der Verarbeitung. Die größten Merkwürdigkeiten aber sind die Stücke, die Einschlüsse von Pflanzen, Bogelfedern, Ticrhaaren und Insekten euthallen. — Der karten spielende Hund. Allen Verehrern der rechnenden und denkenden Tiere wird es eine Genugtuung bereiten, nun auch von einer kartenspielendeu Hündin zu hören. Sie ist einem Gärtner im ostpreußischen Flecken Klein-Oletzko zu eigen und spielt mit ihrem Herrn tadellos Sechsundsechzig.(Wer'S nicht glauben will, wende sich an die„Oletzkoer Zeitung", deren Redakteure dabei waren, wie„Arnmi" gewann.) — Der Fernsprecher als Weckuhr. Die Londoner Fernsprechämter führen seit kurzer Zeit eine Liste der„Frühaufsteher", die sich nach besonderer Uebereinkunft mit der Fernsprechverwaltung gegen eine bestimmte Gebühr wecken lassen. Ganz billig ist die Verwendung des Fernsprechers als Weckuhr nicht, denn e§ kostet jedesmal 8 Penee. also rund 25 Pf., wenn man sich wecken läßt. Dafür arbeitet dieser Fernsprecher als Weckuhr aber auch durchaus fehlerlos: man kann sich um 3 oder 4 Uhr morgens wecken lassen. Der Fernsprecher klingelt unermüdlich' weiter, bis der Hörer ab- gehoben ist. Mark. Dabei hat es nur ein einzigcsmal- ein Zurückgehen an Mitgliedern und Vermögen gegeben. Das war im Jahre 1892, als Folge der schweren Niederlage in dem Neunstundenkampse. Tie Fluktuation ist dcni Buchdruckerverband gänzlich unbekannt. Heber 90 Proz. der Bccussgenojscn gehören ihm an.«o reichlich auch der sich eine„christliche" Gcmerkschast nennende Gutenbcrgbund alle Agitationskünste spielen lästt und so sehr auch die Besitzer und Macher der Zentrumspresse, die christlichen Gewerkschasts- und die geistlichen Lberen sich für diese übelduftende„Gewerkschaft" ins Zeug legen, der Perband bleibt unberührt von diesem Treiben. Tie materiellen und ideellen Erfolge in den 25 Jahren können sich recht wohl sehen lassen. Der Lohn wurde im ganzen Verbands- gebiete um 81 Proz. erhöht. Durch die Bestimmungen dcS Tarif- Vertrages, der in' so ausgebauter Form und einheitlicher Durch- sührung seinesgleichen nicht hat, sind für besondere Gruppen(Ma- schinensctzer) noch scststchende Zuschläge geschaffen. Außerdem existieren 022 lokale Teuerungszuschläge(vor 25 Jahren nur 67), die für nicht weniger als 89,1 Proz. aller Gehilfen Geltung haben. Ta die Buchdrucker überdies einen Minimaltarif besitzen, so ent- springt ihnen daraus noch ein anderer Vorteil: 89,4 Proz. werden zum Minimalsatze entlohnt, 58,5 Proz. aber darüber. Unter Ein- rechnung bestimmter Zpczialgruppen würde das Verhältnis noch besser werden. Durch eine allgemeine Arbeitszeitverkürzung um vier Stunden wöchentlich ist jetzt eine Wochenarbcitszcit von 53 Stunden die Regel, die von den Maschinensetzern mit zwei Stunden weniger durchbrochen wird. Dos Lehrlingswesen ist gegen früher bedeutend verbessert; in einigen Gegenden ergibt sich jedoch noch ein merklicher Abstand. Die Tarisgcmeinschaft der Buchdrucker umfaßt nunmehr 8500 Firmen in 2400 Orten und 70 000 Gehilsen, hat also beinahe restlos alles im Gewerbe erfaßt. Im Jahre 1918 ist auf Unternehmcrseite die Scharfmacherei in weiterer Ausbreitung begriffen gewesen, die auf eine erhebliche Umgestaltung der Tinge ubd Zurückdrängung des Verbandes abzielt. Es haben deshalb lebhafte Auseinandersetzungen zwischen der Lei» tung de« Verbandes und den Vertretern der Unternehmer, nament» lich aber zwischen dem Verbands- und dem Prinzipalsorgan statt- gefunden. Es wird aus diesem Grunde den deutschen Buchdruck- Unternehmern vor Augen gcsührt, wie in Oesterreick bei dem langen und schweren Kampfe 1918/14 zur Erneuerung des Tarifcs sich gerade die Vcrmittclung des deutschen Tarifamtes bewährt habe; dort hatten die Unternehmer sick von den großindustricllcn Scharf- mache rn zu stark beeinflussen lassen. Dem Gutenbcrgbund hat die Leitung der Unternehmcrorgani- sation durch Ausstellung eines zweifelhaften Sichtwechsels für die nächste Tarifrcvision(1916) die Sünde gebunden in den Angriffen auf die Tariforganc. Dafür verschärfte diese Afterorganisotion ihre Attacken auf den Verband. Kürzlich hat sie eine Agitationsbroschürc herausgegeben, die mit dem haltlosesten Zeug eher dem Zwecke der politischen Dnunziation bestimmt erscheint. Eine nette„christliche" Gewerkschaft! Tie Arbeitslosigkeit ist bei den Buchdruckern teils durch die wirtschaftlich ungünstigen Verhältnisse, noch mehr aber durch die fjolgen der maschinellen EntWickelung weiter gestiegen: 5,50 Proz Arbeitslose, gegen 4,75 Proz. in 1912. Die durchschnittliche Daner eines icdcn Zolles von Arbeitslosigkeit erhöhte sich von 24,75 auf 26,50 Tage, und zur Unterstützung der Arbeitslosen hatte ein jedes Mitglied im Jahre 1913 22,10 M. beizusteuern gegen 20,80 M. in 1912. Im ganzen mußten im Berichtsjahre 1 518 827 M. zur Unterstützung der Arbeitslosen aufgewendet werden, das sind gegen 1912 rund 186000 M. mehr. Wegen der enormen Belastung wurde im Jahre 1918 die Erhöhung des Verbandsbcitragcs um 10 Pf. vorgenommen. Im ganzen führt die Buchdruckcrorganisation neun Unterstutzungszwcige, unter denen die für Arbeitslose. Reisende, Kranke und Invaliden die wichtigsten sind. Das gesamte Unter- stutzungswesen erforderte 1913 lediglich bei der Hauptkasse eine Ausgabe von 2 997 414 M.. das sind 201 240 M. mehr als 1912. Trotz dieser bei 68 915 Mitgliedern gewiß höchst respektablen Lei- stungen vermochte die Hauptkasse noch 889 820 M. gutzumachen, so daß mit einem Kassenbestande von 10 658 111 M. am Jahresschluß zum etstemnal die zehnte Million Vermögen überschritten werden konnte. Für Unterstützungszwcckc hat seit Bestehen des Buchdrucker- Verbandes allein die Hauptkasse 42 Millionen Mark verausgabt, mit den Gau- und. lokalen Kasten zusammen 64 Millionen Mark. ?tuslanö. Solidaritätsstreik u,it den Tabakarbciterinne»? » �a''®et� Die seit 40 Tagen streikenden Tabakarbeiterinnen wenden sich durch ihr Agitationskomitee an olle Arbelterkammern des LaiideS, um die Prollainierung des Solidari- j�u erzielen. 0ic machen Qeltenb, bafj bic Dicaicruna mehr als 16 000 Arbeiterinnen zum Streik gezlvungen hat. weil sie eme Bestimmung der Arbeitsordnung der staatlichen Tabakfabriken außer acht laßt, die die tatsächliche Arbeitszeit auf siebe» Stunden täglich festletzt, falls nicht die Nachfrage»ach Zigarren den acht- stund.gen Arbeitstag unerläßlich macht. In der gestrigen Kammersitzuiig hat Genoste Merlom die Angelegenheit zur Sprache gebracht und die Befolgung des Reglements gefordert, natürlich erfolglos, denn nur 41 Abgeordnete stimmten für den Antrag Merloni»nd 177 da- gegen. Trotzdem hat eine Solidaritätskundgebung in Form eines Generalstreiks wenig Aussicht auf einmütige Durchführung. In Jtalren wird m den meisten Fabriken zehn Stunde» und darüber gearbeitet. Es ist daher nicht zu erwarten, daß die Masse der Arbefterschaft nch zu großen Opfern versteht, um einer Kategorie den Srebenstundentag zu erringen. « Rom, 2. Juni.(Pribattelegramm des„Vorwärt s".) Der Versuch,� zugunsten der streikenden Tabakarbeiterinnen einen Generalstrelk ,ns Werk zn setzen, den die Konföderation der Arbeit widerraten hatte, ist völlig mißglückt. Der Sympathiestreik wird nur m Neapel, Lucca, Palermo und einigen kleineren Orten durchgeführt. Es ist dabei zu keinerlei Zwischenfällen oc- kommen. In den Warschauer Gasanstalten ist vor einigen Tagen ein Streik ausgebrochen, welcher durch Entlassung eines Mitgliedes des Krankenkasfen-AuSschusfes hervorgerufen wurde. Dies ist bei den Gasanstalten bereits ein dritter derartiger Fall. Die Direktion der Gasanstalten beschloß, sich nach Deutschland zu wenden, um von dort Streikbrecher(Meister) zu holen. ES falle also kein Gasarbeiter auf Arbeitsangebote nach Warschau hinein, denn eS handelt sich um Streikarbeit. Zehnter verbanöstag öes Holzarbeiter- Verbandes. 5. Berhandlungstag. Abendsivung. Dresden, den 29. Mai 1914. Zu der Frage der Krankengeldzufchüffe aus Lokalkassen erklärt Lei pari: Däc Gowerkfchaft sei keine Krantenkastc: eS er- schwere die eigentlich« Aufgabe der Gewerkschaft, wenn für solche Zwecke die Mitglieder durch lokale Zuschläge in Anspruch genommen würden. Es soll dcslx-ld beschlossen werden, daß keine neuen Lokal- beitrüge für die Krankenunterstützung eingeführt werden dürfen. Glocke-Berlin begründet einen Antrag enif Einführung eine« Beirats. Er komme den Wünschen der Mitglieder entgegen, die Entscheidung über wichtige Aktionen werde einer größeren Körperschaft überwiesen. Angenommen wurde folgender Antrag: „Ter BerbandStag erkennt au, daß bisher schon bei allen wichtigen Anlässen i» lwstmöglichster Weis« eine vorherige Verständigung zwischen dem Vorstand, den Gauvorstehern und den beteilig- ten Kollegen stattgefunden hat und kein Anlaß besteht, an diesem Zustand grundsätzlich etwas zu ändern. Um dem vorhandenen'Bedürfnis einer möglichst umsastendcn und schnellen Information in weitergehendem Maße zu entsprechen, wird dem Vorstand zur Erwägung anheimgegeben, solche Konse- rcnzen, wie sie bisher sckon mit den Gauvorstehern statfgesunden Häven, in Zukunft auch mit den leitenden Lokalbeamtcn abzuhalten." Bei dem Punkt„Beschwerden" kam es zu lebhaften Aus- einandcrsetzungen über die von Berlin gestellten Anträge betr. den Bau des VerOandshauses. I tz i n- Hannover erhob heftige Vor- würfe gegen die Zahlstelle Berlin, die von Leipart und Glocke als unberechtigt zurückgewiesen wurden. Tie Anträge fanden Erledi- gung durch Ucbcrgang zur Tagesordnung oder Ablehnung. 6. Vcrhandlungstag. Unter anderem wurde beschlossen, eine Sammelstelle für wich- tiges Material zu schaffen, eine planmäßige Agitation unter den in der Holzindustrie beschädigten Arbeiterinnen zu betreiben, wcirer bei der Generalkommission die Herausgabe eines Gewerkschasts- blattes in französischer Sprache zu befürworten, der Hygiene in den Arbeitsräumen besondere Aufmerksamkeit zuzuivendcu. Eine längere Debatte entspann sich über die Einberufung von Branchcnkonfcrcnzen.— Der vorgerückten Zeit wegen wird das Referat über:„Die wirtschaftliche Bedeutung der Auf- gaben und Ziele des Verbandes" von der Tagesordnung abgesetzt. Es soll jedoch als Flugschrift verbreitet werden. Zustimmung findet ein Antrag des Vorstandes, betreffend Einrichtung einer Unfall- Unterstützungskasse für Vcrbandsfunktionärc. Der nächste Vcrbanbstag wird in Hamburg abgehalten. Vom Vorstand des Mcwllarbeitcrvcrbandcs ist in der An- gelegenhcit des Werftarbeiter st rciks eine Erklärung eingegangen. Leipart berichtet darüber: Ter Vorstand des Metallarbeiter- Verbandes hat aus den Verhandlungen über den Werftarbeiterstreik den Eindruck gewonnen, als ob ihm der Verwurf gemacht werden sollte, er habe die übrigen Verbände majorisicrt. Dazu könne er lLeipartj erklären, daß ein solcher Vorwurf nicht erhoben werden sollte. Alle Beschlüstc seien in gemeinsamen Sitzungen nach vorauf- gegangener Verständigung gesaßt worden. Der Vorstand des Metall- arbeitcrverbandes habe nicht beansprucht, seiner großen Mitglicder- zahl wegen berücksichtigt zu werden. Leivart gibt zum Punkl Gewerkschaftskongreß kurz Aufklärung über das dem Gewerkschaftskongreß vorliegende Regulativ betreffs gemeinsamer Aktionen der Gewerkschaften. Laut Beschluß soll der Vorstand zwei Delegierte entsenden. Uebcr den internationalen Holzarbeitcrkon- grctz referiert Leipart. Das Schwergewicht müßte aus die Fragen der Arbeitszeit gelegt werden. Im Auslände betrage die Arbeitszeit teilweise noch 19 und 11 Stunden. Am internationalen Kongreß nehmen 6 Vertreter des Holzarbcitcrverbandes teil. Mit Rücksicht aus Vorgänge in Hamburg spricht Leipart den Wunsch aus, die Wahl der Vorstandsmitglieder in geheimer Ab- stimmung vorzunehmen. Bei der durch Akklamation vorgenommenen Wahl wurden sämtliche Vorstandsmitglieder und Gauvorsteher c i n- st i m mig wiedergewählt. Nacki einem Schlußwort L e i p a r t s wurde die Gcneralvcr- sammlung in der üblichen Weise geschlossen. verbanöstag öer Gemeinde- und Staatsarbeiter. (Letzter Vcrhandlungstag.) Hamburg, 80. Mai 1914. Am Sonnabend wurde zunächst der Rest der Anträge erledigt. A l t v a t e r- Stuttgart und Genoffen beantragten eine Statuten- bcratungskommission einzusetzen, die jeweils vor dem Verbands- tage alle vorliegenden Anträge durchbcraten soll. Nach kurzer De- batte wurde der Antrag angenommen. Mobs- Berlin berichtete nunmehr über die internationale Verbindung. Tic Beziehungen zwischen den einzelnen Bruderorganisationen Ifaben sich in den letzten Jahren wesentlich gcbeffcrt. Einige Vcr- bände haben sich während der Berichtsperiode neu angeschlossen. Tic Rapporte der angeschlostcnen Organisationen lausen heute prompter und gewiffenhastcr ein. Der gegenwärtige Mit- gliedcrstand der einzelnen Organisationen ist folgender: Diese Zahlen entsprechen dem Mitgliedersrandc zu Ansang des Jahres 1918. Belgien, Gemeindearbeiter...... 3 098 Mitglieder Böhmen. Gemeinde- und StaatSarbeiter. 1 600 Dänemark, Kommunalarbeiterverband.. 2 310 Dänemark, ArbeitSinännerverband.... 3 500 Deutschland, Gemeinde- und StaatSarbeiter 48 021 England, Gemeindearbeiter...... 24 140 Frankreich, Gemeindearbeiter...... 10 000 Holland, Gcmeindearbeiter...... 5 477 Luxemburg, Gemeindearbeiter..... 83 Schweden, Gemeindearbeitcr...... 2 004 Schweiz, Gemeinde- und StaatSarbeiier. 2 800 Zusammen 103 088 Mitglieder. tÄaulcitcr Schön bcrg- Hamburg beantragte, nachdem der Vcrbaudstag beschlossen hat, die Anstellung eines internationalen Sekretärs zu Empfehlen, daß die Kontrolle wie auch die Kasten- sührung des«ckrctariatS dem deutschen Berbandsvorstandc über- tragen werde. M o h s wandte sich gegen diesen Vorschlag und meinte, daß die Kontrolle den Vorständen der angeschlossenen Organi- sationcn zustehe. Tic Versammlruug stimmte aber mit großer Mehrheit dem Antrage Schönebergs zu. Als Delegierte zur nächsten internationalen Konferenz, die 1916 in London stattfindet, wurden bestimmt: 2 Mitglieder des Verbandsvorstandes, der Vorsitzende der Filiale Berlin, Riedel- Hamburg, S c ba l d- München, E h r e t- Nürnberg, Preißler- Dresden und Wcsolowski- Königsberg.— lieber Koalitiiins- und Streikrecht sprach der Vcrvandsredaktcur D i t t m c r. Er schilderte den Ent- wickluugsgang des Verbandes und die Arbeitsverhältnisse in den Gemcindcbctricbcn. Der Gemeindearbeitcr war auch dann immer noch von der Gnade der Stadtverwaltungen abhängig, als in den anderen Berufen die Gewerkschaften bereits einen großen Einfluß gewonnen hatten. Der Verband wurde erst beim Streik der Ber- tiuer Gasarbciter 1896, der die Beseitigung der l8stündigeu Wechsetschicht bezweckte, aus der Taufe gehoben. In den Köpfen der bürgerlichen Stadträie spukt auch heute noch die Idee von der Unterordnung des städtischen Arbeiters. Wenn immer noch ge- mischt-wirtschastlichc Betriebe eingerichtet werden, so geschieht dies mit aus dem Grunde, die Ausbreitung der Organisation und die Vermehrung ihres Einflusses zu hindern. Mit der Verleihung des Beamtcnckmrattcrs versuchen die Stadtverwaltungen den Arbeitern das Koalitions- und Strcikrecht zu nehmen. Das gleiche Ziel streben gewisse Bestimmungen der Arbeitsordnungen an. Die Ge- wcrbeordnung wird noch häufig genug von den städtischen Betrieben gar nicht anerkannt, und nicht selten wird von den Stadtvcrwal- hingen die Zuständigkeit der Olcwcrbcgcrichtc bestritten. Einzelne Behörden geben sogar so weit, in die Arbeitsordnungen Bcstim- mungen einzufügen, die nichts t8eringcres bedeuten als die Ge- meindearbeiter zum Strcikdruch zu zwingen. In neuerer Zeit machen sich nun Bestrebungen bemerkbar, durch Schaffung von gesetzlichen Bestimmungen das KoalitionSrecht der Gemeinde- und StaatSarbeiter, wie auch der Transportarbeiter zu beseitigen. Wenn der Reichstag bisher noch standhielt, so nur deshalb, weil er den offenen Angriff scheut. Auf Umwegen werden aber die Scharfmacher schon ihr Ziel erreichen. Die Politischerklärung der Gewerkschaften ist der Auftakt zu den kommenden Kämpfen. Einige Filialen sind auch schon von dem Schicksal der Politischerklärung ereilt worden. Die öffentlichen Betriebe scheinen, wie auch die Berichte der Auslandsorganisationcn bekunden, ganz besonders zum Erpcrimentierfeld für KoalitionSbeschräntung auserkoren zu sein. Dem muß sich der Verband mit aller Macht entgegenstemmen, den letzten Indifferenten zur Organiscnton holen, �um bei den bevor- stehenden Kämpfen gerüstet dazustehen. Zum Schlüsse seiner Aus» sübrungen empfiehlt Dittmer eine Resolution, in der gesagt wird: Der 7. Vcrbandstag der Gemeinde- und Dtaatsarbciter er- hebt schärfsten Protest gegen die geplanten und neugeschaffenen Koalitionsrechtsbeschränkungeii im Strasgcsctzcntwurf, im Ent- Wurf zum bayerischen Gemeindcbeamtengcsctz sowie in der überaus willkürlichen-polizeilichen Auslegung und Handhabung des Vercinsgcsctzes. Der Verbandstag als die Vertretung von 54 600 organi- sieden Gemeinde- und Staatsarbcitern hält die vollständige An- erkennung des Koalitions- und Strcikrechts aller Arbeiter össcni- lichcr Betriebe für unbedingt erforderlich, sollen nicht die Wirt- schastlichcn, sozialen und kulturellen Fortschritte dieser Arbeiter- kategorien schweren Schaden erleiden. �_ Die beste Gewäbr gegen Streits in öffentlichen Betrieben erblickt der Vcrbandstag in der vollen Anerkennung der Organisation wodurch ein Mitbestimmungsrecht bei Festsetzung und Regelung der Lobn-»nd Arbeitsverhältnisse geschaffen wird. Tie Unterstellung aller Arbeiter öffentlicher Betriebe unter die Bc- stimm, ingcn der Gewerbeordnung ist ferner dazu angetan, den gewerblichen Frieden zu erbalten..........._. Zu dieser Frage liegt noch ein Antrag Duycldorf vor, der will. daß der Vcrbandstag den Verbandsvorstand beauftragt, im Falle eine« ernstlichen Angrifies aus das Koalitions- und Streikrecht der Arbeiter ötsenHicker Betriebe oder einzelner Kategorien derselben unverzüglich einen außerordentlichen Verbairdstag einzuberuseju Tiefer Antrag wird dem Vorstand zur Erwägung überwiesen. Die Resolution fand einstimmig Annahme. Marokc- Berlin referierte nun über den Munchener Ge- wcrkschas ts kon grc ß. Er verbneitetc sich in der Hauptsache über die Grcnzstrcitigkcitcn und über die Frage der Betriebs- organisation. Er wünscht, daß diese strittigen Punfte ,n München ihrer Lösung näher gebracht werden. Die Resolution, die allerdings die Borständckonferenz dem Kongreß unterbreite, bedeute eher eine Verschärfung des seitherigen Zu, tandes. � E o he n- Berlin empfiehlt dem Verbände, mit allen nt Bc- tracht kommenden Hrganisattoncn Fühlung zu nehmen, um eine Verständigung herbeizuführen. Einer endgültigen Losung nach dem Wunsche der Gemeindearbeitcr ständen die zu verschieden- artigen Interessen der anderen Gewerkschaften gegenüber. Die Gencralkommistion betrachte es als eine ihrer vornehmsten Auf- gaben, in diesen strittigen Fragen allen Jntereyen nach Möglichkeit gerecht zu werden..,.... 0.,. Maroke erklärte in seinem Schlußwort, day die Losung der Grcnzstreitigkcitcn im Sinne der Betriebsorgamsahon keme->wegs nur im Interesse der Gemeindearbeiter liege. Sie Betriebs- organisation sei die höhere Form der Organisation. Zum Gewerkschaftskongreß wurden 3 Vor, tandsmitgl, oder und weitere 15 Delegierte gcivählt. � � Zum internationalen Kongreß wurde der 1. Vor- sitzende des Verbandes bestimmt. Hiermit waren die Arbeiten des Berbandsiagc? er,chopft. Der nächste Vcrbandstag findet 1917 in Nürnberg statt. verbanöstag öer Mafthinisten unö Heizer. Leipzig, 31. Diai. In einer am Sonnabend abgehaltenen Eröffnungssitzung kon- stituiertc sick bie Generalversammlung des Verbandes der Viasckn- nisten und Heizer. Aus dem gedrückt vorliegenden Geschäftsbericht des Borstandes führen wir folgendes an: Das Jahr 1918 war sür den Verband ein Shmiijabr im vollen Umfange. Die Organisation stand im heirtcn Kampf in der Binnen- schissahrt, im Hochscefischcreibetriab und war mitbeteiligt an dem unglückseligen Kamps aus den Sccschisfswerftcn. Außerdem hatte sie noch eine größere Zabl kleinerer Kämpfe zu bestehen. Doch nicht nur schwere Kämpfe ivarcn zu oestcheu, welche die Mittel des Verbandes in außergewöhnlichem Maße in Anspruch nahmen, son- dern auch innere Krisen. Doch mit einer gewissen Befriedigung kann konstatiert werden, daß der Verband die schweren Schläge auS- gehalten und ohne Schaden zu nehmen überwunden hat. Hat e? einerseits nicht an Fehlschlägcn gefehlt, so vermochte der Verband aber auch schöne Erfolge zn erringen und bclfend und bessernd in das Lohn- und Arbeitsvertfältnis seiner Mitglieder einzugreifen. Tank der Mitarbeit bieler treuer Kollegen und Vertrauensleute wurden bedeutsame wirtsitzaftlichc Fortschritte erzielt, und die Mit- gliederzahl konnte trotz Krise und anderer Hemmnisse weiter gc- steigert werden.„ �. Die Mitglieder zahl am Jahresschluß 1913 betrug 26 267 und war auch die Beitragszahlung durchschnittlich eine recht gute. Wohl wurden in der Bcrichtzcit an 14 152 Mitglieder ausgenommen, doch blieb die Zunahme nur 1998 gleich 14.1 Proz. Die Fluktuation herrscht also auch in diesem Verbände stark. Angriff st reiks fanden 52 für 466 Betriebe mit 8357 Be- teiligten statt. Erreicht wurden sür 706 Mitglieder 4386 Stunden Arbeitszeitverkürzung pro Wocke und eine Lohnerhöhung von 4075 Mark sür 1496 Mitglieder. Außerdem wurden noch Zuschläge sür Ucberstunden und für Sonn- und Feiertagsarbett erzielt. A b w c h r st r c i k s mußten 8 geführt werden, die 8 Betriebe mit 126 Mitgliedern umschlossen. Es handelte sich darum. Maß- rcgcluiigcn und Lohnreduzierungen abzuwehron. Auch fanden 17 Aussperrungen statt. Von diesen endeten 4 mit vollem und 9 mit teilweisem Erfolg. Ter Erfolg beitand in diesen Fällen in ArbeitSzeiwerkürzung und in Lohnerhöhungen. Lohnbewegungen ohne Einstellung der Arbeit fanden 265 statt. Erreicht wurden dabei 582 192 Stunden Arbeits- zeitverkürzung und eine Lobncrhöbnng von 721 004. Ferner wurde für eine große Anzahl Kollegen Urlaub von 2 bis 14 Tagen heraus- geholt. Tarife bestanden am Jahresschluß 1913 83, mit deren Ab- schluß gute Erfolge betreffs Verkürzung der Arbeitszeit, Erhöhung des Lotuics, Zuschüsse für Ueberstundeu und Sonn- und Feiertags- arbeit, Gewährung von Ferien, sowie Verbesserung der hygienischen Einrichtungen in den Betrieben erreicht wurden. Das Verbau dsver mögen betrug am Jahresschluß 1913 257 972,75 M.. am Jahresschluß 1912 dagegen 372 521.57 M. Dem steht 1913 ei»« Ausgabe von 748 804,53 M., und im Jahre 1912 eine solche van 440 018,76 M. gegenüber. Die Mehrausgabe setzt sich aus Mehrkosten an Streit- und AuSgespcrrtennntcrstützung zu- sammen. Die Verhandlungen begannen am 1. Pfingstseiertag mit der mündlichen Erläuterung des Geschäftsberichts durch den Vorsitzenden Scheffel. Er schilderte, wie 700 bis 800 Deck- lcute 8 Wochen ausgesperrt wurden, weil sie nicht die.Henerbureaus benupten, sondern der tariflichen Bestimmung gemäß, die besagt, daß die Einstellung von Maschinisten durch die Reederei zn er- folgen habe, liandelicn. Auch wurde bei dieser Gelegenheit versucht, für die Maschinisten der Fischdampfer einen gelben Verein zu gründen. Die Regierung gestattete während des Kampfes, daß statt des zweiten Maschinisten ein Oberheizer fahren könne. Nach 26 Wo- chen mußte der Kamps ausgehoben werden und wurde nichts weiter erzielt, als daß die alten tariflichen Bestimniungen aufs neue anerkannt wurden. In flammenden Worten fordedc Redner zum Protest gegen die Hafenpolizei und die Reichsregierung aus, indem er die Schikanen schilderte, womit die Streikposten heimgesucht wurden. Ohne Streikposten sei beute fast jeder Streik verloren, da den Arbeitgebern alle Wege offen ständen zur Anwerbung von Arl>eitstvilligeii. Ter Verbandstag müsse laut und energisch die Beseitigung des 8>53 der Gen>crbeordnung fordern und auf die Ge- Währung eines vollen, freien Koalitionsrechte! drängen. Redner schilderte dann den Kamps in der Binnenschiffahrt. Hierbei wurde scharfe Kritik an der Agitation»form des Tran»- pottarbciterbct&anbo.f geübt. Uebergchend zu. dem Kampf auf den Seeschiffwerften schilderte Scheffel die sorgfältige Vorbereitung der Bewegung seitens der betreffenden Vorstände; doch plötzlich fand in Hamburg die Nicderlegung der Arbeit statt, iveil ein Vertrauensmann gcmahrcgeli wurde, und damit lvar jede Verständigung mit dem Ardeitgeberbund unterbunden. Der Vorstand sah die Arbeit- niederlegung als einen wilden Streit an und verweigerte die Streik- Unterstützung und sperrte auch die Lokalkassen. Tie Sperrung der Lokalkissen hat nun einen Antrag gezeitigt, der will, dost den Orts- gruppcn die alleinige Verfügung über die Lotalkassen zusteht. Durch die starke Inanspruchnahme der Kaste, nicht nur durch Sie Kampfe, sondern auch dura, das Anwachsen der Erwerbslosen- Unterstützung sei eine finanzielle Stärkung der Verbandskasse sehr notwendig. Und ihn freue es, daß Anträge auf Beitragserhöhung vorliegen._ e.er Vorstand sei auch einer minimalen Erböhung der Erwcrbslo,enunterstiitzuiig nicht abgeneigt. « �' 1 cn d c r i ch t wird vom Kassierer Klein, der ?" v b c r i ch t von Becker, der Rcdaktionsbericht vom Redakteur Ä i r s ch n i ck erstattet. Leipzig. 1. Juni. .. 2. Berhandlungstag. In der Debatte über den Borstandsbrricht wurden von den Hamburger Delegierten Ausführungen über den Lverftarbeiterstreik gemacht. Die Redner verurteilten die Mast- nahmen des Vorstandes.— Hunecke- Bremen ist der Meinung, bah der Streik auf den Fischdampscrn nicht lvegen gemachter Fehler, t andern lediglich durch das Verbalten des Transportarbeitcrver- baudes gcschcitcrl ist. Tie Auffassung der Hamburger im Werf»- ?rbelterftreik könne er nicht teilen. Disziplin iiillst'e in der Gcwcrk- lchaftsbcwcgung sein. Doch hätte der Vorstand auch Fehler gemacht, ?tor<,??m durste er, nachdem der Slrcik ausgebrochen war, die Unterstützung nicht verweigern. Von anderer Seite wurde auf du Ltorgcschichtc der Hamburger Werflarbeiterbewegung ciligegaligeii und betont, dast den Maschinisten in diesem Kampfe nichts weiter übrigblieb, als Solidarität gegenüber den anderen Organisationen zu üben und mitzumachen. Die Schwierigkeiten, die dem Porstande «us dieser Bewegung erwuchsen, tvurdcn vielfach anerkannt. Reichel, Vertreter des MctallarbeitervcrbandcS, betont, dast vwn sich nicht mit der Werftarbeiterbewegung als Einzelerscheinung beschäftigen solle, sondern hierbei müsse das ganze Berfaffungs- wesen� der Gewerkschaften behandelt werden. Bei Führung von Ääinpscn dürfe man sich nicht von Gefühlsregungen leiten lassen. Das führt nur zu planlosem Traufgehcn, das die Arbeiter meistens teuer bezahlen müssen. Die Führer haben nichi so gehandelt, weil sie den Arbeitern schaden wollten, sondern sie haben jene Gesetze, die die Arbeiter selbst in ihren Statuten geschaffen haben, respek- ticrt. Man tue den Führern bitter Unrecht, wenn man sie be- schuldige, sie hätten die Fühlung mit den Arbeitern verloren. Dast ikönnc er für alle Vorstände erklären, dast sie sich viel lieber an die Seite der Werftarbeiter gestellt hätten, aber sie konnten es nicht, weih die Arbeiter die Vorstände verlassen hatten, weil sie selbst- gefasttc Beschlüsse und Gesetze nicht achteten. Dieses Vorgehen auf alle Gruppen der Organisation übertragen, würde einfach zur An- archie führen. Im weiteren legte der Redner Verwahrung gegen die Bcbauptung ein, dast der Vorstand der Maschinisten vom Vor- stand der Metallarbeiter abhängig sei. Er könne aber der- sichern, dast die Metallarbeiter stets bestrebt seien, ein brüderliches ".usammenarocitcn mit dem Verband der Diaschinisten zu crmög- lichen. G r u n o w- Düffeldorf wünscht, dast die Grenzstreitigkeiten nicht mit solcher Gehässigkeit geführt werden. Sabrowskc» Berlin plädiert für eine Erhöhung der Beiträge, um die Kampf- fähigkeit des Verbandes zu erhöhen; doch dürfe unter keinen Um- ständen eine Erhöhung der Unterstützungseinrichtungen erfolgen. Nachdem noch allerlei Anregungen betreffs der Kafie und der Agitation gemacht waren, erhielt Sabath als Vertreter der Gcncralfommifjion dos Wort. Die Generalkommission bedauere die hästliche Form, in der oft die Grenzstrcitigkeiten geführt wer- den, und deshalb unterbreite sie dem Gcwcrkschaftskongrest einen Antrag auf Einsetzung eines Schiedsgerichtes, das endgültig ent- icheiden soll und dessen Schiedsspruch sich die Organisationen fügen müssen. Im weiteren beiont er, dast die Generalkommission nach wie vor auf dem Boden der Berufsorganisation steht und deren Entwickclung zu Jndustrievcrbänden fördert. Jugenöliche als /lusbeutungs- Objekte. Nach der Willkür der politischen Polizei gelten Arbeiter und Arbeiterinnen bis zum vollendeten 18. Lebensjahre als„Jugend- liche", nach der Gewerbeordnung gehören nur die 14 bis 18 jährigen zu den Jugendlichen, denn Jugend als Begriff der Schutzbedürftig- keit ist dem Kapital fremd und lästig. Keine Arbeitskraft ist thm zu jung, um nicht seine Ausbeutungslust zu reizen. Von politischen Gedanken, die doch vom Arbciterinteressc geboten werden, hält man die Jugendlichen bis zum 18. Lebensjahre mit allen Mitteln der Staatsbrutalität und der Parteilichkeit fern,' mit zügelloser Gier dagegen zwingt die Politik der Herrschenden die Jugendlichen, ja selbst die Kinder in immer wachsender �jahl in dumpfe, die Gesund- Veit schädigende Fabriken hinein. Und die Jungen und die Jung- sten in den Fabriken finden in den staatlichen Schutzgesetzen oft nur einen schwachen, sehr viel durchbrochenen Damm gegen die lieber- griffe kapitalistischer Ausbeutungssucht. Anscheinend ist die sonst auf Jugendliche so aufmerksame Polizei taub und blind, wenn eS sich um Verletzung des Arbeiterschutzes handelt. Sie bekundet eine aufreizende, empörende Milde und Nachsicht gegen die Unternehmer, die aus Eigennutz die Schutzgesetze ungeniert übertreten. Davon gibt einen neuen Beweis der Bericht der preußischen Gewerbe- inspektoren für das Jahr 1913. Einen Vergleich mit früheren Jahren liefert diese Ucbcrsicht: Es wurden beschäftigt: 1903 1913 Jugendliche von 14 bis 16 Jahren: männliche........ 117 160 190 799 weibliche........ 50 240 80 349 zusammen 167 400 280 148 Kinder unter 14 Jahren: männliche........ 1 844 2 405 weibliche......,„_ 659 1 179 zusammen 2 003 3 584 Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren: 169 403 283 732 Das ist eine Zunahme um fast 7 0 P r o z. In der gleichen Zeit hat die Zahl der beschäftigten erwachsenen Arbeiter nur um 32 Proz. zugenommen. Aber nicht nur die Fabriten bekunden einen unersättlichen Hunger noch jugendlicher Arbeiiskraft, auch die Gruben kapitalisten lieben das gefügige, billige Ausbeutungs- material. Im Jahre 1908 waren aus Bergwerken 18 183 Jugend- liche, darunter 715 weibliche und 98 Kinder, beschäftigt; im Jahre 1913 wurden 30 318, darunter'205 weibliche und 40 Kinder, Jugend- liche gezählt. Die Zahl der kindlichen Bergarbeiter hat demnach abgenommen, die der jugendlichen aber ist um 67 Proz. gestiegen. Die Beamten ermittelten von den Zuwiderhandlungen gegen die zum Schutze der Jugendlichen erlassenen Bestimmungen: 13 409 in 6307 Anlagen im Jahre 1903._ 12 358„ 6017... 1913. Der Respekt der Unternehmer vor den Gesetzen ist nur wenig ge- wacbscn. oder, wa» vielleicht noch eher zutrifft, sie verstehen es besser, die Äussichtsbcainten zu betrügen. Erfährt man doch zum Beispiel aus einem Bericht, dast eine sehr umfangreiche, schwere Gesetz« Sübevtretung 6 Monate lang ganz ungestört und ungeniert j» Schwung« war. Und. der Beamte muß weiter darüber klagen, dast nach erfolgter Anzeige die grobe Gesetzesübertretung nur kurze« Zeit unterbrochen und dann einfach wieder in alter Weise fort- gesetzt wurde. Allerdings, das muß man gestehen, die Unternehmer werden zu solcher Frechheit und Mistachtung der Gesetze zum Schutze jugendlicher Arbeiter durch die Art der Beurteilung, die solche Per- gehen vor der„unparteiischen" Rechtsprechung finden, direkt auf- gcmuntert. Berichtet doch ein Beamter, dast die gnädige Bcur- teilung einer ungesetzlichen Beschäftigung von Kindern in einer Fabrik mehrere Fabrikanten veranlaßt habe, ebenfalls schulpflichtige Kinder zu beschäftigen. Tie Strafe dafür, die vielleicht zu er- warten war, stand in gar keinem Verhältnis zu dem Prosit, den man aus der kindlichen Arbeitskrast herausholte. Es lohnte sich daher auf jeden Fall, sich um die Gesetze nicht zu kümmern. Zu solcher Ucberzcugung, zu solcher Moral erzieht die— Rechtsprechung. Empörend ist es, wenn man liest, wie Jugendliche ausgebeutet werden und wie die Verhöhner der Schutzgesetze— fast könnte man sagen— belöhnt werden. Ein paar Beispiele als Zeichen der Kulturschande mögen hier genügen. Ein Schlossermeister im Be- zirk Arnsberg liest seine Lehrlinge abends bis 10 Uhr und länger nacharbeiten. Er bezahlte 3 M., weil es zufällig berauSkam, und er durste weiter das Gesetz mistachten. Ganze Nächte hindurch in den Ferien und von 4% Uhr früh bis zum Schulansang in der Schulzeit, und nach Schulschlutz wieder bis in die späte Nacht hin- ein liest ein Bäckermeister einen 11 jährigen Knaben zu seinem Vorteil arbeiten und sich abplagen. Und die„Strafe"? Jawohl, die beleidigte Humanität und Rechtsordnung rächte das Vergehen. 5 M.. ganze 5 M., hatte der Kindcrfreund zu bezahlen. Nur für die Uebertrctung des Kinderschutzgesetzes! Wegen schwerer Mist- bandlung desselben Knaben mußte er»och extra 9 M. opfern. Das ist doch sehr hart! Der Ddann hatte das Kind doch nur geprügelt, weil es ihm nicht früh genug aufstand. Es ist doch etwas Wunderbares und Schönes um unsere Humanität und die Rechts- pflege! Gast- und Schankwirte, Fleischermeistcr, die Jugendliche gesetzwidrig des Sonntags und bis nachts 1 Ubr ausbeuten, machten die Geschichte durch Zahlung einer Geldstrafe von 3 bis 20 M. wieder gut. Tic empörte Justitia läßt sich manchmal billig be- sänstigen. Aus Königsberg hört man weiter, dast 119 Personen die Mist- achtung des Kinderschutzgesetzes schwer büßen mußten: aus 3 bis 20 M. lautete das Urteil gegen sie. Dast Inhaber von Rauchwaren- fabriken, die jahrelang Jugendliche an Sonntagen beschäftigt statten, nur 5 M. Strafe zu zastlen hatten, wird aus dem Regierungsbezirk Merseburg berichtet. Der Beamte aus Hildeshcim meldet:- Ein Buchdruckercibesitzer wurde mit 10 M. bestraft, weil er Kinder unter 14 Jahren täy- l! ch neun Stunden beschäftigt hatte. Daß Verstöße gegen das Kindcrschutzgesetz mit Geldstrafen bis hinunter zu 1 M., sowie auch nur inil„Verwarnungen" und„Perweisen" bestraft worden seien, läßt der Beamte von Lüneburg wissen. Ein recht typisches Beispiel kapitalistischer Gesinnung und Achtung vor dem Gesetz enthält der Bericht aus Trier. Er lautet: Eine Kolonne junger Leute von 14 bis 16 Jahren hatte etwa 4 Wochen lang täglich 11� Stunde gearbeitet und zwar ohne Einhaltung der halbstün- digcn Vor- und Nachmittagspausen. Gegen den Direktor und drei Meister wurde das Strafversahren eingeleitet. Bei der Schösfcngcrichisverbandlung glaubte der stellvertretende Amtsan- Ivalt— ein Fabrikbesitzer— unter besonderer Betonung der lln- belicbthcit der Arbeiterschutzbestimmungen hervorheben zu müssen, es müsse ihnen von Gott und Gesetz erlaubt seiix, so lange arbeiten zu lassen, wie es ihnen gefiele. Er beantragte, zwei Meister mit je 3 M. und den Direktor mit einer Mark zu bestrasen. Das Gericht folgte dem Antrage nicht, sondern belegte die beiden Meister mit je 80 M. und den Direktor mit 240 M. Geldstrafe. Diese ber- hältnismähig hohe Strafe läßt auf die Höhe der Verfehlung schließen. Aber für den Fabrikbesitzer-AmtSanwalt müßte solche Ausbeulung„von Gott und Gesetz" erlaubt sein. Wie würde der verständnisvolle Hüter des Rechts wohl gewettert haben, wenn er über eine jugendliche Streiksündc geurteilt haben würde! Selbst die ungesetzlich lange Beschäftigung bei überhaupt verbotswidriger Arbeit wird nur sebr milde bestraft. Ein Molkereibesitzer mußte 28 M. Strafe bezahlen, weil er ein 14 sähriges Kind � als Kessel- Heizer und Maschinisten in der mit einer elektrischen Zentrale per- bimdenen Molkerei wochentäglich s« 15 Stunden, außerdem Sonntags 8 Stunden beschäftigt statte. Aus demselben Bezirk— Osnabrück— wird über zahlreiche Uebertretungen des Kinder- schutzgcsetzes berichtet, die mit nur ganz geringen Geldsiraien gc- sühnt wurden. Schamhaft verschweigt der Beamte die Höhe der Strafe, die einen Werkmeister traf. Dieser beschäftigte in einer Drahtzieherei Jugendliche häufig nachts und tags ununterbrochen 24 Stunden. Wiederholt ergab sich im Verlaufe der eingeleiteten Strafverfolgungen, daß Jugendliche veranlaßt worden waren, die Ilebertrctungen zu leugnen. Auch in solchen Fällen war die Strafe meist sehr gering. Zahlreiche Fälle unmenschlich langer Arbeits- zeit und von Nachtarbeit Jugendlicher in Bäckereien konnten er- mittclt werden. Sehr oft macht die Ausnützung der iugendlichen Arbeitskräfte den Fortbildungsschulunterricht käst gänzlich illu- sorisch. lind überall im Lande das gleiche: Heißhunger nach jugendlicher Arbeitskraft gesellt sich zu der Veraibtuiig und Verhöh. nnng der Schutzgesetze dieser Arbeiter. Und als paffenden Rahmen zu diesem häßlichen Bild findet man überall die gleiche Verständnis- volle Milde der Gerichte, wenn ein Unternehmer das Malheur ge- habt halte, wegen derglcicksin Bagatellen, wie Uebcrirctung von Arbeitcrsckutzgesetzen, angezeigt zu werden. Die Berichte der preußischen Gewcrbcinspektoren zeigen, wie jammervoll es noch mit dem Arbeiterschutz bestellt ist. /Ins öer Partei. Preußisches aus Baden. Den Kreisversammlungcn steht in Baden das Recht zu, die Mitglieder für den Bezirksrat, den kollegialen Beirat der Perwal- tungsbehörde, vorzuschlagen. Von der KreiSversammlung Pforzheim lvaren neben 9 bürgerlichen Kandidaten auch 3 Sozialdemokraten vorgeschlagen worden. Die Regierung hat diese drei Genoffen von der Liste gestrichen und zum BczirkSrat nur durchgängig bürger- liche Männer ernannt.' Aus den Organisationen. Der Sozialdemotratischc Verein für den Wahlkreis Erfurt» Schleusingen- Ziegenrück hielt am Sonntag in Arn- stadt seine diesjährige Krcisgcncralvcrsammlung ab. Aus dem Bericht des Kreisvorstandet ist hervorzuheben, daß die Mitglieder- zahl von 4252 am Ende des vorigen Berichtsjahres auf 5384 (4271 männliche und 1113 weibliche« am 31. März 1914 gestiegen ist. Abgesehen von dem sehr erfreulichen Ergebnis der roten Woche wurden auch �schon in den ersten drei Quartalen des Geschäfts- jahres etwa 550 Neuaufnahmen vollzogen. An zwei Sonntagen im vorigen Herbst und während der roten Woche wurden insge- samt 1500 neue Leser für die Erfurter..Tribüne" gewonnen. Die Zahl der gewerkschaftlich organisierten Arbeiter im Kreise betrögt rund 13 000. Im Berichtsjahre wurden drei neue sozialdcmokratiscke OrtSvereine gegründet, deren Gesamtzahl jetzt 27 beträgt. Es fanden 295 Mitglieder- und 82 öffentliche Versammlungen im Kreise statt. In 16 Orten zählen wir 43 Gemeindevertreter und in den Städten Erfurt(2) und Suhl(7) zusammen 9 sozialdemo- kratische Stadtverordnete. Die Kreiskasse schloß in Einnahm« und Ausgabe mit 13 423 M. und einem Kassenbestand von 1449 M. ab. — Die Kreisgeneralversammlung war von 77 Delegierten aus 24 Orten besucht. Den wichtigsten Gegenstand der Tagesordnung bildete der gemeinsame Antrag des Kreis, und Bezirksvorstandes, der Kontrollkommission und der Ortivereinsvorstände von Erfurt und Suhl auf Anstellung eines Kreissekretärs und Erhöhung des an den Kreis abzuführenden Anteils aus den Bei- trägen der Mitglieder und sonstigen Einnahmen von 50 auf 60 Proz. Nach sehr langer, aber sachlicher Debatte wurde d« schon das dritte > Mal die Kreisgeneralversammlung'beschäfiigendc Antrag bei einer Stimmenthaltung wohl mit 46 gegen 34 Stimmen angenommen. weil aber Zwcidrittclmajorität erforderlich ist, galt er trotzdem als abgelehnt. Von den 32 Erfurter Delegierten stimmten je die Hälfte dafür und dagegen.— Zum deutschen Parteitag werden mit Einschlutz des Rcichstagsabgeordncten Heinrich Schulz drei Delegierte entsandt.— Zum.Kreisvorsitzenden wurde an Stelle de? nach Berlin verzogenen Genossen Ritz Genossen Heinrich Mehr hos gewählt. * Der sozialdemokratische Verein für den Wahlkreis Bielefeld-- Wiedenbrück hielt am Sonntag in Bicleicld seine General- Versammlung ab. Tie Mitgliederzabl konnte im Berichtsjahre um 1600 gesteigert werden. Sic betrug am 31. März 1914 0485(808- männliche, 1398 weibliche«. Tie Zahl der Ortsgruppen stieg von 20 aus 26. Die Einnahmen vclanjcn sich mit dem Kassenbcstand von 2107,68 M. aus 33 467,09 M., die Ausgaben auf 26 927,67 M., so daß ein Kassenbestand von 6539,42 M. verblieb. Tie Zahl der sozialdemokratischen Gemeindevertreter stieg von 45 auf 63. In vier Orten haben wir die ersten Mandate in Gemeindevertretungen erobert, so dast wir jetzt in 17 Gemeinden Vertreter zu sitzen haben, davon besitzen wir in drei Gemeinden die gesamten Mandate der dritten und zweiten Klaffe. Außerdem sind die 15 Stadtverordneten- Mandate der 3. Abteilung der Stadt Bielefeld seit 1905 in unserem Besitz. Die Zahl der ,.Volkswacht"-Abonncnten stieg von 10 730 aus 11 630. Das Parteigeschäst Volkswacht Hai sich gut weiter entwickelt. Die Agitation wurde durch Verbreitung von Flugblättern und Bro- schüren kräftig gefördert. Für Bibilothekszwecke wurden 2000 M. aufgewendet. Bortragskurse, wissenschaftliche Vorträge. Kunstabcnde und Theitcrvorstellungen wurden veranstaltet. Die Abrechnung des Bildungsausschusscs balanziert mit 3203,52 M. Neun Jugendkommissionen bestehen im Kreise und die Zahl der Abonnenten« der „Arbeiter-Jugend" beträgt 622, darunter sind 62 weiblich«. » Zum Kamps um das Landtagswahlrechi in Preusten' wurde folgende Resolution einstimmig angenommen:„Die Genera!- versammlung des sozialdemokratischen Vereins für den Wablkreis Bielefeld-Wiedenbrück erklärt, daß sie von den programmatisckicn Acuherungen des neuen preußischen Ministers des Innern mit Bezug aus das preußische Landtagswahlrechi nichi enttäuscht worden ist Sie erhofft die Initiative zur Aende.rung des Landtagswah!- rechts nicht von irgendeinem Polizeiminister, sondern von den Volks- schichten, die ein Lebensinteresse an einer gcrechlcren Vertretung im Preußischen Landtag haben. Ter organisierte Massenwillc der unteren Volksschichten wird berufen sein, die Bewegung zur Er- ringung eines freien Preustcnwahlrcchts zur siegreichen Beendi- gung zu führen. Die Generalversammlung vcrpslichlci darum ibre Teilnehmer sowie alle anderen tätigen Parteigenossen, für eine weitere Ausbreitung der politische», gewerkschaftlichen und genossen- schaftlichen Organisationen zu sorgen, um schnellstens die notwen- Ingen Voraussetzungen zur Anwendung aller gesetzlichen Kamps- mittel im Streite zur Erringung eines freien PreustenwahlrechlS zu schassen." ♦ Im Agftationsbezirk Frankfurt a. Main schließt die Parteiorganisation ihr Geschäftsjahr mit 32 955 Mitgliedern— darunter 4563 weibliche— ab. Das letzte Jabr brachte einen Zu- wachs von 5187<3916 männliche, 1271 weibliche« Mitgliedern, an dem alle Kreise Anteil nehmen. Die einzelnen Wahlkreisorganisa- tionen weisen nunmehr folgende Mitglicderzahlen auf ldie eingeklammerten Zahlen beziehen sich aus den 1. April 1913«: Frank- furt 11 333<9553«, Hanau 9871<9081«, Höchst 5906«4719«, Wies- «baden 3026> 2626«, Wetzlar 818(510«, Montabaur 447 1400«, Diez- Limburg 422(242), Siegen 337> 202«, Dillkrei» 314(180«, Fulda 243(144), Marburg 238(108). Tic 11 Wahlkreise babcn zusammen 1896 Orte. In 319 Orten(im Vorjahre 259« bestehen Parteinlialen, deren Mitglieder sich auf 448 Orte«Vorjahr 369» verteilen. Die Parteiorganisation faßt mehr und mehr auf dem Lande festen Fuß und dringt erfreulicherweise auch in die christ- lich-sozialcn und Zentrnmsdomänen ein. Die Gegner lassen je- doch kein Mittel— und sei es noch so schäbig— unversucht, um unser Vordringen aufzuhalten; doch vergeblich. 52 Grnvssen«dazu 1 Magistratsmitglied) sind als Stadtverordnete in 12 städtischen Kommunen tätig, ferner 267 Gemeindevertreter und 12 Gemeinde- Vorstandsmitglieder, die sich aus 103 Landgemeinden verteilen. Bildungsausschüffe bestehen in 59 Orten, die Hand in Hand mit dem Bczirksbildungsausschutz eine erbebliche Tätigkeit entfalten. 37 Orte verzeichnen Jugendausschüffe, Kinderschutzkommissionen 6. Die preußische Landtagswahl steigerte im Agitationsbczirk Frank- furt a. Main die sozialdemokratischen Stimmen von 17 733 auf 27 458, die Zahl unserer Wahlmänncr von 536 auf 812. >» Der sozialdemokratische Verein für den Wahlkreis K ö s l i n- K a l b e r g- B n b I i tz hielt am Sonntag seine Krcisgeneralver- sammlung in KöSlin ab. in der über die Arbeit vom 1. Juli 1912 his 81. März 1914 berichtet wurde. Tie Mitgliederzahl ist sich in dieser Zeit ziffernmäßig gleich geblieben, jedoch nur, weil in der Kolbcrger Abteilung viele Papicrsoldaten gestrichen wurden. 558 Mitglieder, davon 75 Genossinnen, wurden gezählt. Die Arbeiter- presse bat nur wenig Eingang gefunden. 42 000 Flugblätter, 11000 Broschüren und 20 000 Volkskalender wurden in der Berichtszeit Verbreitet. In KöSlin stellt der Verein 6 Stadtverordnete, in Kolbcrg dagegen wirkt das Bürgerrcchtsgcld als kommunales Aus- nabincgcsetz gegen die Arbeiter. In Roggow bei Köslin sitzen 3 Genossen in der Gemeindevertretung. Ter Verein vereinnahmte 2229,44 M. und verausgabte 2198,19 M. Nach Erledigung de? gc- schäftlichcn Teils, referierte Bczirkssckrctär Horn über unsere nächsten Ausgaben in bezug auf die Parteiarbeit und Partzsch- KöSlin über den politischen Streik. » Der sozialdemokratische Verein Nürnberg-Altdorf hielt am Sonntag seine Generalversammlung ad. Aus dem Bericht de? Geschäftsführers des Parteiunternehmens Fränkische Berlagsanstalt ging hervor, daß im vergangenen Jahre sämtliche Privatgesellschaf- ter abgelöst und das Unternehmen in den Alleinbesitz der Partei < Wahlkreisorganisationen Nürnberg und Fürth und Partcivorstand Berlin« übergegangen ist Die Rote Woche hat der„Fränkischen Tagespost" 2000 neue Abonnenten gebracht. Aus dem Bericht des Vorstandes ging hervor, dast im vorigen Jahre wegen de? vom letzten Parteitag gcfatztcn Beschlusses auf Ausschluß deS früheren Genossen Schmucker eine Reihe von Austritten und die Gründung einer sogenannten„neuen Partei" erfolgte, dast aber ein großer Teil der Ausgetretenen bereits ihre Wiederaufnahme erbeten haben, nachdem sie eingesehen haben, dast sie von jener Seite falsch be- richtet und gegen das Interesse der Partei mißbraucht worden sind. Als Vorstände wurden wieder die Genossen Dorn und Giermann gewählt. * Der Jahresbericht des Bezirks Oldenburg-OstfrieS- l a n d gibt ein umfassendes Bild über die geleistete OrganifationS- und Agitationsarbeit. Entsprechend dem Beschluß des vorjährigen Bezirkstages wurde der„Nor.dwesideutsck>c Volkskalender" neu herausgegeben, der besonders im 1. hannoverschen und 1. olden- burgischen Wahlkreise Verbreitung fand. Flugblätter und Bro- schüren wurden ebenfalls in größerer Zahl verbreitet. Die Ein- führung jährlicher Gemeindebertretertage hat allgemeinen Anklang gefunden; der erste war von 50 Delegierten aus etwa 20 Orten be- schickt. ES wurden 243 Mitglieder- und 59 öffentliche Versamm- lungen abgehalten. Die„Rote Woche" erbrachte 934 männliche und 298 weibliche Parteimitglieder, ferner 357 neue Abonnenten auf die Parteipresse. Tie Mitgliederzahl liat insgesamt gegenüber dem Vorjahre nur um 504 männliche und 247 weibliche zugenommen und beträgt 7774 resp. 1765, denen 21850 Gewerkschaftsmitglieder und 27 833 bei der letzten Rcichstagswahl abgegebene sozialdemo- kratische Stimmen gegenüberstehen. Die Abrechnung der Bezirk?- «lasse ergibt bei einem Kassenbestand von 5965,92 M. an Einnahmen And Äusgaben 14 512,95 M. Bei den preußischen Lundiagswahlen wurden in allen drei Wahlkreisen Wahlmänner aufgestellt und auch einige gewählt. Von �wei neu zu besetzenden Mandaten zum Olden- burgcr Landtage wurde das eine in Rüstringen behauptet; es war kein bürgerlicher Gegenkandidat aufgestellt worden. Das im Fürstentum Lübeck ging- verloren. Zur Einführung der Verhält- niswahl in den Gemeinden traten, die Genossen in einzelnen Orten mit den Fortschrittlern wegen Ausstellung gemeinsamer Kandidaten- listen in Verbindung; ein Erfolg ist jedoch nur aus der Stadt Barel zu melden. Bon 95 sozialdemokratischen Gemeindcvcrtrctern im Bezirk sind 47 Stadtratsmitglieder, 43 Mitglieder von Land-Gc- meinderäten und 3 MagistratSmitgliedcr. Dem Bildungswesen wurde erhöhte Aufmerksamkeit zugewendet. Zur Förderung der Jugendbewegung bestehen Ausschüsse in zehn, Jugendheime in fünf Orten. Auch die Parteipresse hat eine Weiterentwickelung zu der- zeichnen, befriedigt jedoch noch nicht im Verhältnis zu der Zahl der Gewerkschaftsmitglieder und abgegebenen sozialdemokratischen Stimmen. « Tic Konferenz der sozialdemokratischen Partei des Wahlkreises Mainz-Oppenheim wurde am Sonntag in Mainz ab- gehalten. Die Mitgliederzahl steigerte sich auf 3379, davon sind 599 Frauen. Tie Zahl der sozialdemokratischen Gemeindevertreter beträgt 38, das ist eine Zunahme von 8.— Ueber die voraussichtlich im November stattfindenden hessischen LandtagSwahlen sprach Genosse Adelung. * Die Generalversammlung für den zweiten w e i m a r i- scheu Wahlkreis iEisenach-Termbachs fand am Sonntag in Salzungen statt. Die Mitglicderzahl stieg im verflossenen Geschäfts- jähr um 409 auf 2973(1722 männlich, 351 weiblich). Die Gesamtausgaben betrugen 4435,59 M.; es verblieb ein Kassenbestand von 1553,51 M. Beschlossen wurde, einen Rcichstagswahlfonds zu schassen. Als Kreisvorsitzendcr wurde Genosse Röder iEisenach) gewählt, als Geschäftsführer wieder der Genosse Runcknagel (Eisenach). a>n Wahlkreis Kronach-Lichtensels verzeichnet der an die Wahlkreis-Gcneralversammlung erstattete Bericht des Sozial- demokratischen Vereins einen Fortschritt unserer Bewegung, der um so höher anzuschlagen ist, wenn man die eigenartigen Verhält- nisse dieses Wahlkreises betrachtet, der keine einzige größere Stadt enthält und dessen Bevölkerung aus schwarzen Zentrumsbaucrn und unrer erbärmlichen Verhältnissen lebenden Korbflechtern, Schiefer- brucharbeitern usw. zusammengesetzt ist. Die Mitglicderzahl be- trägt 1421; sie ist damit um 475 gestiegen. Die Rote Woche brachte 398 neue Parteimitglieder � und 369 Leser der Parteipresse. Um noch intensiver für die Presse wirken zu können, lvurde beschloffen, in allen Orten, wo Sektionen bestehen, Prcßkommissionen zu er- richten. Zum deutschen Parteitag wurde Scelmann-Kronach, zum bayerischen Parteitag Reitz-Tctiau und Völk-Schney gewählt. Mus?nöustrie unö Handel. Bon den MetaUmärkteu. Die auffallende Senkung der Zinnpreise an der Londoner Metallbörse lenkt das wirtschaftliche Interesse in besonderem Maße auf die Metallmärkte. Die Ermattung des Zinnmarktes ist ein recht bedenkliches Symptom, das zu Ungunst igen Schlüssen auf die Konjunkturaussichten in der Metallindustrie be- rechtigt, zumal auch der Kupfer-, Zink- und Bleimarlt ähnliche Ten- denzen aufweisen. Die Preisbewegung an den Metallmärlten ist der Reflex des flauen Geschäftsganges der Elektro- und Maschinen- industrie. Im letzten Jahre trug zur Ermattung noch wesentlich die Baukrise bei, die hoffentlich als überwunden gelten kann. ES kostete ein Doppelzentner der nachstehend genannten Metalle durch- schnittlich in Mark: 1911 1912 1913 1914 115,99 149,59 145,25 136,99 115.99 148,99 136,75 136,75 25,89 32,75 35,93 37,13 27.99 34,13 36,75 38,99 48,99 52,25 51,75 45,25 399,99 427,59 474,99 366,99 April Kupfer sElektrolyt).. ,(best seleotedi Blei(rhein., dopp. raff.) .(schles., raff.).. Zink(schles., ab Hütte). Zinn(Banka).... Am Kupfermarkt zeigte sich schon im Jahre 1913 eine merkliche Abschwächung. Auch die Zinkpreise begannen schon im vorigen Jahre zu weichen. Blei hält sich noch immer auf einem ansehnlichen Preis- Niveau, dies hat feine Ursache aber mehr in gewissen Hemmungen des Angebots als in starker Rachfrage. Die deutsche Einfuhr von rohem Blei, Zinn und Zink ist im laufenden Jahre zurück- gegangen, der Import von Rohkupfer weist noch eine Steigerung auf. Es wurden eingeführt: Menge in Doppelzentnern Januar/April Kupfer.. Blei... Zink... Zinn... 1913 728 197 289 564 171415 47 328 1914 788 369 172 648 183 868 47 227 Wert in Millionen Mark 1913 198,29 19,29 7,95 19,31 1914 117,16 6,33 8,54 19,27 Trotz der beginnenden Erholung der gewerblichen Konjunktur wird voraussichtlich die Tendenz der Metallinärkte in der nächsten Zeit noch vorwiegend flau sein. Die Trübung der politi- schen Situatron und die Anhäufung größerer Vor- r ä t e sind zunächst einer kräftigeren Aufwärtsbewegung der Preise hinderlich. Fugenöbewegung. Auflösung der Stuttgarter Jugendorganisation. Durch eine Verfügung der Verwaltung des württem- bergischen Neckarkreises in Stuttgart ist die Stuttgarter Jugendorganisatton für politisch erklärt und auf- gelöst worden._ Jugendtag der«iedcrrheinischen Arbeiterjugend. In den Pfingsttagen fand in Ersfeld der diesjährige Jugendtag der nicderrheinischen Arbeiterjugend statt. Die Teilnehme rzahl wird auf 4999 geschätzt. Die Polizei hat auf An- ordnung des Regierungspräsidenten von Düffel- darf ein Präventtvverbot der Teilnahme jugendlicher Personen unter 15 Jahren an der Versammlung erlassen. Sie konnte aber nicht verhindern, daß trotzdem das Riesenlokol überfüllt war. An den Eingängen übte die Polizei eine scharfe Kontrolle aus. Junge Leute» wurden nicht zugelassen, wenn sie nicht nachweisen konnten, daß sie das 18. Lebensjahr überschritten hatten. Es konnte fest- gestellt werden, daß ein junger Mann trotz Vorzeigung seines Militärpasscs— aus dem hervorging, daß er über 23 Jahre alt war— nicht zugelassen wurde. Die Genossin Luise Zietz- Berlin hielt ein begeisternd aufgenommenes Referat, in dem sie das ungesetzliche Vorgehen der Polizei scharf geißelte. Unterdessen verbrachte die Jugend die Zeit mit Spiel und Unterhaltung in dem das Lokal umgebenden großen Garten. Einen Beweis ihrer Sympathie mit der Arbeiterjugend erbrachte die Düsseldorfer Ar- beiterfchaft. Es waren 1399 Nachtgäste angemeldet, die alle in den Arbeiterfamilien untergebracht wurden und am Abend mel- detcn sich noch Hunderte, die gerne so einen Arbeiterjungen oder -Mädchen ausgenommen bähen. Der Montag brachte herrliche Ausslüge der einzelnen Orts- gruppen in die herrliche Umgebung. Jugcndtag des Bezirks Halle. Wie alljährlich, hielt die arbeitende Jugend des Agitations- bezirks Halle auch au diesen Pfingsttagen wieder einen Jugendtag ab, und zwar in Merseburg, dem Sitze des ärgsten Gegners der Arbciterjugendbewcgung, des Regierungs- Präsidenten von Gersdorss. Es waren weit über 1999 Jugend- lichc zusammengeströmt. Wie auf den vorausgegangenen Jugend- tagen sollte auch diesmal ein Umzug mit Musik mit anschließendem Ausflug ins Freie stattfinden. Doch man hatte die Rechnung ohne den Regierungspräsidenten gemacht, denn der geplante� Festzug tvar wegen— Gefährdung der öffentliche» sicher- heitvcrboten. Da die FcstteiliicHmcr jedoch keine Neigung hatten, auf Geheiß der Polizei in dem Festlokal zu bleiben, in dem Genosse S cb u- mann- Leipzig unter stürmischem Beifall zu der Jugend über die Bedeutung des Festes sprach, wurde eben eine nichtgenehmigte Demonstration veranstaltet. Am zweite» Festtage war aus einem großen Platz in A m m e n d o r s ein Spielfest vorgesehen. Der zuständige Umtsvorsteher glaubte den Spuren seines großen Vor- gesetzten folgen zu müssen und versagte einen, Händler, der auf dem sonnigen Festplatz alkoholfreie Getränke verkaufen wollte, die Genehmigung, da„hierzu ein Bedürfnis nicht v o r l i c g t". Auch hier bat die Behörde dancbengchauen» denn den Jugendlichen fiel es absolut nicht ein, zu verdursten, Sriefkaften üer Neöaktion. Dir iuriftische E»r-chstu»d« findet Linden st raße 6S, dorn vier reevde» — Fastrstustl—, wnchentiglich von diS 7iz Uhr abends, Sonnabends, von«>z bis 6 Uhr abends statt. Jeder für den Nrieftaftr» bestimmten Anfrage ist ein Buchstabe und eine Zahl als Merk, eichen beizufügen. Briefliche Antwort wird nicht ertrilt. Anfragen, denen keine Ad-nnemcntsquittung drigefügt ist, werden nicht beantwortet. Eilige Fragen trage man in der S»rechst»»»e vor. C. B. 32. Leider baben die Kassen zur Zahlung dcS Hebammen- geldes in solchen Fällen keine Verpflichtung.— 1000. CS. JJ. K. 1. Sie können Klage auf Zahlung, eventuell auf Herausgabe der Sachen erbeben. 2. und 3. Magen Sic beim Polizeipräsidium an. 4. und 3. Schcinverträge sind nichtig.— F. SS. 1912. Nein, die Satzungen sind jedoch zu ver- steuern.— Lena 5. Ja, wenn die Räume rcnovierbcdürstig sind, was im Prozesssall nachgewiesen werden müsste.— H. 1984. 1. Erseben Sic aus Ihrem Patz. Vergünstigungen für Freiwillige besteben nicht. 2. Ja, sofern Vermögen oder Verdienst das zulätzt. Die AuSkunitspflicht haben Sie nicht.— A. P. 137. 1. Unseres Erachtcns find die Kinder erbberechtigt. Falls die Geschwister sich nicht einigen können, hinterlegen Sie den Anteil am zweckmäßigsten. 2. Sie können die Erbschaftssteuer bezahlen und von der Erbschastsmasse kürzen.— D. 12. 1. Ja. sofern erwerbsbchindernde Folgen vorliegen. 2. Bei der Berussgenossenschaft oder beim Polizeirevier. 3. Beurteilt der Militärarzt.— i2. L. 93. 1. Ja. 2. Nein. 3. Besondere Vorbildung nicht erforderlich. Es genügen die Elementart ennini"?. — M.<9. 27. Ein Rechtsanspruch bestand nicht. Auch gegen die Be- strafung läßt sich nichts tun.— G. R. 26. Beantragen Sie beim Vorsitzenden der VeranlagungSkommisfion Erlaß der Steuer für die Zeit vom 1. Juli 1913 ab. Bis zu diesem Zeilpunkt sind, falls der Erlatzantrag Er- folg hat. auch nur Kirchensteuern zu bezahlen. Bei der Kirchcnbehördc beantragen Sic die Stundung.— SS. 8. Der Antrag ist beim Polizei- Präsidium zu stellen. Dort erfahren Sie da? Nähere.— Sl. CS. 125. Unseres Erachtens nein.— Paul 81. Ja.— Blt-.Knitri»che«. Soweit ersichtlich, nein.— S. 11. 1?. H. Bei dem genannten Verdienst braucht das Mädchen nichts zu bezahlen.— Schmolle. Norweger Strafte. Eine Klage erscheint aussichtslos.— 8. M. JOO. Die Hergäbe des Geldes be- weist noch nicht Ihr Eigentumsrecht. Das mcldevstichtigc Gewerbe kann aus Ihren Namen angemeldet werden.—». Z. 100. Aus dem Statut der Kasse, der daS Mädchen angehört, ersichtlich.— C. N. 99. Nein. tephdecken größte Auswahl, billigst; auch Ausarbeiten alter Steppdecken. Rsi-iiI»»»»«! 8trohmandeI.* Fabrik Berlin, Wallftr. 72. Sin bevSbrtes keeept gegen schnelles Ermüden ist das Tragen von Continental- Absitzen. Sie ermöglichen einen leichten, elastischen Gang, der den Körper nicht ermüdet und nicht erschüttert. Verlangen Sie aber ausdrücklich von Ihrem Schuhmacher Absätze Continental. Hüten Sie sich vor Nachahmungen! eine bewährte Krankenkost für Erwachsene bei Störungen der Verdauung, bei Schwäche u. Appetitlosigkeit. Garbat Ci�areiten Qualität wm/MM/mMMMMä 12000 Arbeiter Beamte beschäftigen wir heute. Im Jahre 1913 beschäftigten wir 19 000, im Jahre 1893 800 Personen. Diese gegewaltige Vermehrung beweist am besten, daß sich der Continental Pneumatik durch seine Qualität die Gunst des Publikums erworben hat. Confinental-Caoutchauc- und Gutta-Percba-Co., Hannover. Eiitfettungsiee rein natürlich aas Meerespflanzen(Pnons veacofo- sns), deren f ottzehrende Wirkung wissenschaftl anerkannt ist. Total unschädlich. Kein Abführmittel. CroBe Oewlchtaabzialune ohne strenge Diät, einfache Anwendung, naohweisl. hohe Er- foltfe. M. 2. 50. 3 Pak M. 7.—. Otto Reichel, Berlin 43, EitenbmhMlr.4 'Verantwortliche: Redakteur: Alfred Wielepp, Neukölln. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glocke, Berlin. Druck u.VerIag:Dorwätt«Buchdruckerei U. Verlagsanstalt Paul Singer& Co, 1 vertilgt Infekten aller Art, unter Garantie, wenn nicht Erfolg, Betrag zurück. Zu beziehen per Nachnahme von ILO M. 2289h Chem. I-aboratorlnne Otto Wtbsfeld 4fc Ca. Vertreter allerorts gesucht imis. 3i, 3,�««,. 2. mm!lts„NllMiirls" prrlinrt Nsldsdlslt. Mm»,3,z°.i.m, Parteiangelegenheiten. Achtung! Bibliothekarkursus! Der Vortrag am Donnerstag, den 4. Funi, fällt aus. Der nächste Vortrag findet Montag, den 8. Juni,'/.S Uhr. im Saal'> des GcMcrkschaftshauscs statt. Ter Bezirks BildungSausschuß Groß-Bcrlin. cheutc findet leine Versammlung der Jugcndscklion statt; dafür ist ein allgemeines Spielen auf dem Spielplatz Gcyger- straxe. Ecke Äaiser-Friedrich-Straßc. Eharlottcndurg. Die Jugend sektion hält am Donners- tag, den i. Juni, abends 81/, Uhr. im Volkshause. Rosinenstr. 3, rhren Vortragsabend ab. Thema: Die materialistische Geschichts- auffassung. Referent: Redakteur E r n st D ä u m i g.— Gäste willkommen Hermsdorf bei Berlin. Sonntag, den 7. Juni: Besichtigung des Wasserwerks und der neuerbauten Turnhalle. Für die Mitglieder des Wahlvcreins Treffpunkt vormittags Punkt 8l/2 Uhr am Kaiserplatz. Potsdam. Heute abend Wahlbereinsversammlung bei Haus- mann, Kaifer-Wilhclm-Straßc. öerliner Nachrichten. Zur Fürsorge für schulentlassene geistig Schwache will der Berliner„Erzichungs- und Fürsorgevercin für geistig zurückgebliebene Kinder" ein Ausbildungs- und Be- f ch ä f t i g u n g s h e i m schaffen, das geistig schwachen Jung- stngen und Mädchen ihr Fortkommen erleichtern oder ihnen dauernd eine Zufluchtsstätte sein soll. Wir haben über den Plan der Errichtung einer solchen Anstalt, deren Notwendigkeit angesichts der beklagenswert traurigen Lage so vieler nur schwer oder gar nicht erwerbsfähig werdenden geistig Schwachen ohne weiteres einleuchtet, schon mehrfach berichtet. Daß nicht sogleich die Gemeinde an die Lösung dieser wichtigen Aufgabe herangeht, sondern sich wieder mal zunächst durch einen Verein ihre Pflicht abnehmen läßt, ist der leider übliche Gang der Dinge. Ilm vorerst die Frage nach dem Bedürfnis zu beantworten und sich auch ein ungefähres Bild von der Kostenaufbringung ZU machen, hat vor etlichen Monaten her genannte Verein durch öffentliche Bekanntgabe seines Planes sich an die etwa in Betracht kommenden Eltern gewandt und um einst- chcilige Meldungen gebeten. Er legt jetzt das Ergebnis vor sh einem Bericht, den der Rektor A. Fuchs. Leiter der Fortbildungsschule für schwachbeanlagtc Jünglinge und Mädchen, erstattet hat. In dem kurzen Zeitraum von nur drei Wochen hatten sich schon Angehörige von 219 Personen gemeldet, für die cntivcder ein vorübergehender Anstaltsauscnthalt zur Ausbildung oder eine dauernde Anstaltsunterbringung zur Boschästigung für nötig gehalten und dringend gewünscht wurde. Inzwischen haben die Meldungen sich noch weiter gemehrt, aber sicherlich wird, wie auch der Bericht hervorhebt. hiermit die Zahl der in Berlin vorhandenen nicht erwerbsfähig werdenden geistig Schwachen noch tcincswcgs erreicht. Vielen Familien und zwar besonders den minderbemittelten dürfte die Aufforderung, sich zu melden, gar nicht bekannt gc- worden sein. Der Bericht macht nur Angaben über die ersten 219 Gemeldeten. Darunter waren 199 Jünglinge und 113 Mädchen, 198 aus Berlin und 31 von außerhalb lwohl hauptsächlich aus der nächsten Umgebung), im Alter von 14— 29 Jahren 193, von 21— 25 Jahren 08, von 29—39 Jahren 19. Ihre Schulbildung hatten erhalten in einer Hilfsschule 133, in einer normalen Gemcindeschule 49, wovon 32 aus unteren Klassen und 17 aus oberen Klassen abgegangen waren, ferner in höheren Schulen 10, im Privatunterricht 8. Aus einer Jdiotenanstalt waren 9 gekommen, und 5 hatten bisher überhaupt keinen Unterricht gehabt. Die meisten, nämlich 132, hatten sich noch gar nicht oder nur unbedeutend in Stellungen versucht, die übrigen 87 waren nach vielen Versuchen doch nicht zu dauernder Erwerbstätigkcit gelangt. Es erklärten fast sämtliche Familien, daß ihre geistig Schwachen arbeitsfähig waren und im Hause leichte Arbeiten und Hilfeleistungrn verrichteten. Gewünscht wurde vorübergehender Anstaltsaufenthalt für 31 Auszubildende, dauernde Unterbringung für 180 in der Anstalt zu Beschäftigende. Die Frage nach der Kostendeckung wurde von den Familien fast stets so beantwortet, daß man. sagt der Bericht. die besondere Fürsorge für das schwache Kind herausfühlen und die Bereitwilligkeit zu dem höchstmöglichen Opfer be- werken konnte. Die Eltern von 70 Kindern erklärten sich außerstande zu jeder Zahlung für den notwendigen dauernden Aufenthalt, und bei 12 Kindern konnte auch für vorüber- gehenden Aufenthalt nebst Ausbildung keine Zahlung vcr- sprachen werden. Wir Vennuten gerade bei diesen beiden Gruppen, daß noch viele Zahlungsunfähige leider von vornherein auf Meldung verzichtet haben werden. � Die übrigen wollten teils monatliche Beiträge, teils einmalige Ab- findungen(zum Einkauf auf Lebenszeit) zahlen. Das Heim soll nämlich allen Gcsellschaftsschichten dienen, toll sowohl Zahlungsfähige gegen Entgelt als auch Unterstützungsbedürftige in Freistellen aufnehmen. In Aussicht sind gestellt an Einkaufsgcldcrn zusammen 199 000 M.. an Pcnsionsgcldern pro Jahr etwa 10000 M. Wieviel Zuschuß da noch erforderlich wäre, sagt der Bericht nicht. Als erreicht bezeichnet der Verein die Absicht, durch diese Umfrage zunächst mal das Bedürfnis nachzuweisen. Schon mit den bisher eingegangenen Meldungen sei ein für arm und reich bestehender Notstand, der Mangel an derartigen Anstalten für schulentlassene geistig Schwache, aufgedeckt. Die Verwirklichung dieses Planes würde vielen bekümmerten Eltern eine schwere Sorge abnehmen und vielen bedauerns- werten Jungen'und Mädchen ihr trauriges Los erleichtern. Tie Welt ist uns bekannt. Am zweiten Pfingstfeiertag schritt ich durch die Felder hinter dem Flugplatz bei Johannisthal. Ein wunderschöner Morgen war. Tic. Lerchen kletterten singend in die Lüfte. Im Grase zirpte und piepste es: die Natur sprach in tausend «blichen und feinen Lauten zum Herzen. Schweigend ging ich dahin. Als ich in die Nähe der Brücke kam, die über den Tcltowkanal führt, hörte ich von der staubigen Landstraße her Gesang. In Reih und Glied marschierte eine Abteilung Jung- d'eutschlandbündlcr daher. Jetzt hörte ich den Refrain des Liedes, das wahrscheinlich ein dichterischer Genius aus dem Jungdcutschlandbund verfaßt hat: Tic Well ist ixuä bekannt; Wir ziehen durch das Land. Als ich in die Nähe des Trupps kam, löste sich ein halb- wüchsiger Bursche davon loZ. Er trug im Gegensatz zu den anderen Jungcns eine Art Offiziersmützc. „Sic. he. Sic--" rief er mir zu. Ich sah mir das Bürschchen lächelnd an und meinte: „Na, junger Mann, ich halt'S damit: Mit dem Hut in der Hand kommt man durch's ganze Land". Der Bursche wurde rot und sah auf eine Karte, die er in der Hand hielt. Aber er schien sich nicht zurechtzufinden. Etwas bescheidener sagte er deshalb:„Ich wollte nur fragen, welcher Weg nach Rudow führt?" „Dann müßt Ihr rechts abgehen über die Brücke", antwortete ich. Ter junge Bursche kehrte zu seiner Schar zurück und kom mandicrte mit schnarrender Stimme:„lieber der Brücke rechts abschwenken!" Fort ging es wieder in Schritt und Tritt. Ter Gesang bob wieder an. Die Lerchen waren verstummt. Tic Natur hüllte sich in Schweigen. Nur der Refrain des Liedes traf mein Ohr wieder: Die Welt ist uns bekannt; Wir ziehen durch das Land. Um den Platz des Kolonialkricgerdenkmals. Aus dem Rathause wird geschrieben: „Durch einige Zeilungeu geht die Nachricht, daß statt des in der Ausschreibung für die Errichtung des Kolonialkriegerdenkmals in Aussicht genommeneu Baltenplatzes in Berlin ein anderer Platz, etwa im Treptower Park, gewählt werden solle. Wenn die Nach- rickil tatsächlich di» Gefährdung einer Errichtung des Denkmals auf dem Baltenplatz bedeuten sollte, so würde das der Berliner Bevölkerung ganz unerwartet sein. Der Balten- platz ist ein groß angelegter, schöner, freier Platz, der allen Anforderungen entspricht, den ein Kunstwerk für seine volle Wirkung beanspruchen kann. Sieben breite Straßenzüge strahlen von ihm aus, darunter der prächtige Boulevard der PetcrS- burger Straße. In der Nähe des Baltcuplatzcs befindet sich der Fricdrichshain mit dem herrlichen Märchenbrunnen. Die städtischen Körperschaften haben es mit Freude begrüßt, daß der Osten des Berliner Weichbildes einen Schmuck von nationaler Bedeutung erhalten soll. Die grundsätzliche und nicht verdiente Zurücksetzung gerade dieser Stadtteile wäre der Gesamtentwickelung unserer Großstadt überaus abträglich. Eine Acndcrung des GemeindcbeschlusseS, der die Wahl des Baltenplatzes guthieß, würde auf große Schwierigkeiten stoßen, Insbesondere war die Wahl eines Platzes im Treptower Park wiederholt, und auch innerhalb der Berliner Stadlgemeinde, er- wogen worden; aber es wurde damals schon festgestellt, daß dieser Park nicht die Vorzüge für die Errlchtnng des Kolonial-Krieger- Denkmals biete wie der Baltenplatz mir seinem ungemein regen TagesverkchrZ Wir finden durchaus nicht, daß es ein Unglück wäre, wenn der schöne Balteuplatz von der Aufstellung eines neuen Kolonial-Krieger- Denkmals verschont bliebe. Im Gegenteil! Die Stadt sollte über- Haupt die Hergabe eines Platzes für Zwecke, wie das ein Krieger- dcnkmol ist, ablehnen. Platz da, die Polizei kommt! Man kennt die keinen Widerspruch duldende Art, in der die Polizei auf der Straße zu fordern pflegt, daß„Platz gemacht" wird. Ein Hausbesitzer, auf dessen Grundstück ein Polizeiburcau untergebracht ist, hat nach einen: anderen Verfahren für die Polizei„Platz zu machen" sich bemüht, weil eine Erweiterung der Bureauräume nötig wurde. Im Hause B eu s s cl st r a ß e 26- dessen Ouergebäude da? 8t. Polizeibureau beherbergt- erschienen gegen Anfang April in zwei neben den Räumen dcS Bureaus liegenden Arbeiterwohnungen ein paar von dem Verwalter deS Hauses begleitete Polizeioffiziere, um diese Wohnungeir zu be- sichtigen. Die Mieter fragten sich, waS denn das zu bedeuten haben könnte, aoer sie beruhigten sich dabei, daß einer der Offiziere, der wohl einer etwa aufsteigenden Besorgnis vorbeugen wollte, un- aufgefordert die Versicherung gab:„Haben Sie keine Angst, wir wollen Sie nicht ausmieten." Es verging dann der April und der Mai kam heran, da mußten beide Familien wegen augenblicklicher Geldknappheit, wie sie ja in einem Arbeiterhaushalt leicht eintritt, einen Tkil ihrer Miete schuldig bleiben, Sie hatten selbftverständ- lich die Absicht, den Rest baldigst nachzuzahlen, und waren auch fest überzeugt, daß der Hausbesitzer sich mir der Verzögerung zufrieden geben würde. Als aber eine der beiden Familien zu den: Vcr- Walter von der Restzahlung sprach, sagte der:„Sie wissen doch, daß die Polizei das hier nimmt." Die Polizei!? Wenn sie noch daran gezweifelt hatten, daß sie nun doch ihre Wohnungen würden räumen müssen, so wurden sie eines anderen belehrt durch die— Exmissionsklagen, die bald darauf den beiden Familien zu- gingen. Der Hauswirt, ein Architekt Schmidt, hatte gegen sie infolge der ihm sehr gelegen kommenden UnPünktlichkeit der Mictezahlung eine Handhabe erhalten, die noch laufenden Mietsvcrträge jetzt durch Exmission sofort aufzuheben und hiermit die für die Erweiterung deS Polizeibureaus nötigen Räume schon zu Anfang Juni frei zu kriegen.. Nach den Bestimmungen der Verträge war für die Mietsschuldncr jeder Widerstand aussichtslos, darum zogen sie zum Zweck der Kostenersparnis eine gütliche Einigung vor und räumten „freiwillig" das Feld. Platz da, die Polizei kommt! Der ausgegrabene Sarg. Auf dem katholischen St. Sebastianlirchhofe in Reinickendorf erregte am Montag die Ausgrabung einer Mim beerdigten Leiche nicht geringes Aussehen. Die AngehörigW einer verstorbenen 68 Jahre alten Frau H. waren zur Beerdigung gekommen; sie hatten sich im Leichenkeller die Leiche aiigeicheu und gingen in die Kapelle, um hier die Leichenfeier abzuwarten. Als ihrer Meinung »ach der Sarg der Verstorbenen in die Kapelle befördert wurde, legten die Trauernden die miigebrachten Kränze auf den Sarg, als ihnen von den Leichendienern bedeutet wurde, die Leiche sei die eines Fräuleins. Die Trauernden nahmen ihre Kränze wieder an sich in der Meinung, sich in dem Sarg vielleicht geirrt zu haben. Als aber die nächste Leiche als die der Ver- storbenen Frau ihnen bezeichnet winde, protestierten die Angehörigen. da der ausgestellte Armensarg ganz bestimmt� nicht der der alten Frau sein konnte. Es stellte sich in der Tat heraus, daß die erste Leiche diejenige war, weshalb die Trauernden er» schienen waren, daß aber diese Leiche schon unter der Erde war. Es gab lange Auseinandersetzungen mit dem Kirchhofsinspcktor, dann mit dem Kaplan, die alle Schuld den Leichcnträgern zuschoben. Schließlich wurde dem Verlangen, die Leiche wieder auszugraben und erneut zu beerdigen, stattgegeben. Sarg mit Leiche wurde nach der Kapelle gebracht und nunmehr mit Gefolge beerdigt. Man sollte meinen, daß derartige Verwechslungen bei einiger- inatzen gewissenhafter Besorgung der Geschäfte nicht vorkommen könnten. So groß ist die Zahl der auf dem Sebastianlirchhofe zu beerdigenden Leichen nicht, um da Ordnung zu schaffen. Der Vor- fall hatte auf dem Kirchhose großes Aufsehen und Aufregung hervor- gerufen und Anlaß zu den abenteuerlichsten Gerüchten gegeben. Eine Planichwicsc im Friedrichshain wird gegenwärtig nach dem Vorbild derjenigen in Neu-Tcmpelhof und im Schillerpark angelegt. Sie liegt in der Nähe der Elbingcr Straße, inmitten einer größeren.Rasenfläche, hat eine Grundfläche von Kopfsteinen und ist mit Zement verkleidet. Das Wasser wird höchstens ein Drittelmcter hoch stehen. Für den kinderreichen Osten ist diese Neuerung als sehr willkommen zu begrüßen. Im nächsten Jahre tvird hoffentlich auch der Humboldthaiu, wo genügend geeignete Rasenflächen vorhanden sind, in gleicher Weise bedacht. Schreckenstat eines abgewiesenen Liebhabers. Aus Rache darüber, daß er verschmäht wurde, hat gestern nach- mittag der 24jährigc Malergchilsc Joseph F a b i s ch seine Braut, die LOjäbrige Arbeiterin Sophie StoinSla in ihrer Wohnung erschossen und sich dann selbst mit seinem Revolver eine tödliche Verletzung beigebracht. Wir erfahren darüber folgendes: Die LOjährigc Sophie Stoinska, die in einer Schololadenfabrik angestellt ist, hatte vor einigen Monaten den 24jährigen Malcrgehilfen Joseph Fadisch, der bei seiner Mutter in der Sophienstraße wohnte, kennen gelernt. Das junge Mädchen empfand jedoch leine Neigung für den Maler und wies dessen LiebeSantrLge mehrmals zurück. Fabisch bat die von ihm Geliebte wiederholt um eine Zusammenkunft, doch weigerte sich das Mädchen, ihn zu sehen, da es von Bekannten vor F., der als jähzornig bekannt war, gewarnt wurde. Gestern nach- mittag gegen ö Uhr ersckie» der Liebhaber in der Wohnung des Mädchens in dem Hause Nostizstr. 14. Die alle Frau ließ den Maler eintreten und bat ihn zu ivarteu, da ihre Tochter bald aus dem Gc- schäit zurückkommen müsse. Als die St. gegen Ep/z Uhr nach Hause zurückkehrte, bat der Maler das Mädchen um eine Unterredung. Die Mutter entfernte sich und wartete in der Küche. Zwischen den beiden juiigeu Leuten fand eine erregte Auseinandersetzung statt, die damit endete, daß Frl. Stoinska den Maler aus der Wohnung wies. Plötzlich zog der verschmähte Liebhaber einen Revolver hervor und ftucrte auf das Mädchen zwei Kugeln ab, von denen eine der Ueberraschten ins Herz drang, während die zweite sie in der rechten Brust ver- wundcte. Die Getroffene sank lautlos zu Boden und verstarb nach wenigen Augenblicken, Daraus richtete Fabisch die Waffe gegen sich selbst und tötete sich durch einen Schuß in den Mund, Als Frau St. die Stube betrat, waren beide bereits tot. Die Leichen wurden ins SchauhauS geschafft. Die Mutter des unglücklichen jungen Mädchen? versuchte sich in ihrem Schmerz ans den, Fenster zu stürzen, konnte aber von Nachbarn noch im letzten Augenblick zurück- gehalten werden.___ Gefährliches Spielzeug. In einer Reihe von Geschäften werden als Zugabe bei Ein- läufcn mit Reklameaufdruck versehene Rumpier- Tauben abgegeben. Dieses Spielzeug wird an einer Schnur, die an einer kleinen Stange befestigt ist, im Kreise durch die Luft geschwungen, wobei der kleine Melallpropeller durch sein lustiges Surren den kleinen„Flugzeug- führern" viel Freude macht. Natürlich findet dies Spiel bei den Kindern großen Anklang, und so kann man denn alltäglich die schönsten„Gleitflüge" und gefährliche„Stürze" bewundern. Wie zwei Unfälle beweisen, ist aber auch dieser Zweig deS Flugsportes nicht ohne Gefahr für die Ausübenden. Am Sonn- abend nachmittag wurde ein 6jähriger Knabe in Neukölln aus der Weserstraße ö6 durch die Unachtsamkeit eines Spielkameraden da- durch schwer verletzt, daß ihm der Metallpropeller ins Auge drang, so daß es sofort auslief. Wenig später wurde ebenfalls durch eine lleine Luftschraube ein 7jährigeS Mädchen am Ohr nicht unerheblich verletzt. Zlus Furcht vor geistiger Umnachtung in den Tod. Aus Furcht vor geistiger Umnachtung hat der Vorsteher der Exekutive von, Polizeipräsidium von Neukölln, Polizeiral Dr. Welsch, in seiner Wohnung in der Fröaufstr, 6 zu Friedenau Hand an sich gelegt und eins seinerKinder in den Tod mit genommen. Dr. Welsch war früher in Charlottenburg und dann in Stettin angestellt. Von dort kam er vor zehn Jahren nach Neukölln, wo er zunächst das Bau- und dann das Personal« und Presse-Dezernat verwaltete. Er war jetzt 44 Jahre alr und lebte in glücklicher Ehe, aus der zwei Töchtcrchen von jetzt sieben und fünf Jahren hervorgingen. Schon seit einiger Zeit äußerte Dr. Welsch wieder- holt, daß er fürchte, in Geisteskrankheit zu verfallen. Gestern nach« mittag überredete er seine nichtsahnende Gattin, den Tennisplatz auf« zusuchcn, während er mit den beiden Kindern zu Hause blieb. Nachdem er eine Weile mit ihnen gespielt hatte, gab er den Kindern Bonbons, in die er Zyankali gemischt hatte. Das siebenjährige Töchterscheu nahm sie auch, das fünfjährige nicht. In seinem Sessel im Arbeits- zimmer sitzend vergiftete sich dann Dr. Welsch ebenfalls mit Zyankali. Das jüngste Tvchterchen eilte nun nach dem Tennisplatz und holte die Mutter. Diese fand ihren Mann bei der Rückkehr tot im Sessel sitzend. Neben diesem lag ebenfalls tot das älteste Kind. In einem Briefe, den die Amtspolizei von Friedenau an sich nahm, hatte der Polizeirat sich über den Beweggrund zu seinem unseligen Schritte dahin geäußert, daß Furcht'vor geistiger Umnachtung die Ursache sei.__ Gekentert. Bei dem gestern früh herrschenden starken Winde und böigem Wetter kenterte auf dem Schwielowsce bei Gänsehorn hinter Potsdam ein mit sechs Personen besetztes Segelboot„Ortraud" beim Wenden, Während es vier Personen gelang, sich zu retten, sind ein Fräulein Gertrud Bau», aus Leipzig— die hier zu Besuch weilte— und ein Herr Gustav Beermann aus Berlin- Charlotte l, bürg unter das Großsegel geraten und ertrunken. Die Leichen sind noch nicht geborgen. Ihren Verletzungen erlegen ist die von ihrem Liebhaber an» geschossene Frau Anna Schweigert. Die Obduktion der Leiche ergab, daß von. den vier abgegebenen Schüssen drei eine tödliche Wirkung hatten. Umleitung bei der Straßenbahn. Tic Straßenbahn leitet wegen Gleisarbeiten in der Alexanderstraßc in den Nächten vom 3. zum 4. und 8. zum 9. von 1 Uhr an die Änie» i, 11, 35, 36, 68, 168 über Rosenthaler Straße Hackescher Markt, An der Spandauer Brücke, Neue Zriedrichstraße, Rosenstraße, Kaiser-Wilhelm-Straße, Spandauer Straße und Köniqstraße, 6t) und 61 über Neue Königstraße, Königstor, Friedenstraße und Prenzlauer Tor um. Im Kindcrhaus Blumenstr. 97 findet im Juni wieder un- entgeltlicher Unterricht in Säuglingspflege statt mit praktischen Uebuitgen, wöchentlich einmal. Meldungen, schriftlich oder niündlich, von 1—5 Uhr im Bureau des Kindcrhauses, Blumenstr. 97. Das Polizeipräsidinm teilt mit: Warnung. In der beißen Jahreszeit pflegen durch Zeitungsinserate und gedruckte Rund- schreiben allerlei chemische Präparate, meist unter Phanlasienamen und ohne Angabe der Znsammensetzung, als Zusätze zur Milch, um deren Gerinnung zu ucrzögern, empfohlen zu werden. Vor dem Ankauf und der Verwendung dieser Mittel wird gewarnt. Es ist keine chemische Substanz bekannt, die imstande wäre, die Milch frisch zu erhalten und vor dem Gerinnen zu bewahren, ohne ihr gleichzeitig gesundheitsschädliche Eigenschaften zu der- leihen. Das einzig empfehlenswerte Verfahren, um im Haushalt die Milch vor dem Sauerwerden möglichst lange zu schützen, ist: die Milch so frisch wie möglich zu kaufen, sofort nach dem Ankauf L— Ist Minuten— etwa bis zum Kochen— zu erhitzen und sie als- dann schnell abgekühlt an einem kühlen Orte in einem Gefäß mit überfasscndem Deckel, und ztvar am besten ohne Umgießen in dem Gefäß, das zum Aufkochen diente, aufzubewahren. Milch, die kleineren Kindern gegeben wird, sollte vor Berabfolgung an sie jedes- mal erst von einem Erwachsenen gekostet werden, um festzustellen, ob sie auch nicht sauer oder bitter schmeckt. Wer Milch, die mit chemischen Konservierungsmitteln versetzt ist, einführt, seilhält oder verkauft, hat Bestrafung auf Grund von§ 3k der Polizeiverordnung vom 15. März 1302 und Verfolgung auf Grund des Nahrungsmittelgesetzcs zu gewärtigen. Kleine� Nachrichten. Erschossen hat sich gestern früh der Sstjährige Schneider Max Schmolinsky.— Ans dem Wasser gelandet wurde gestern morgen die Leiche eines unbekannten Mädchens, welche nach dem Schauhuuse übergeführt wurde. Die Tote ist etwa 18 bis 25 Jahre alt, schlank und blond und trug schwarzweiß gestreiften Rock und blaugestreifie Schürze. Vorortnachrichten. Neukölln. Bon einem Kraftwagen überfahren und getötet wurde der 61 Jahr alte Steinmetzmeister Schulz aus der Lehkestr. 5. Als Schulz gestern gegen 2'/? Uhr die Hermannstraße entlang ging, übersah er vor dem Hause 63/70 einen Autowagen der Hochbahnlinie Hcrmannstraße— Prenzlauer Allee und geriet unter die Räder. Dem Unglücklichen wurden beide Beine zermalmt. Er starb im Krankenhaus in Buckow gleich nach der Aufnahme. Aus Anlaß der Eriiffiiuirg des Itadtbadcs findet am Donnerstag, den 4. Juni, abends 8�/2 Uhr, bei Bartsch, Hecmaitlistr. 49, eine öffentliche Versammlung statt. Stadtverordnetel Gen. Dr. S i l b e r- st e i n spricht über das Thema: Der Wert deS Schwimmens für die werktätige Bevölkerung. Charlottenburg. Für die Organisierung der Ferienspicle findet eine Besprechung am Donnerstag, den 4. Juni, abends"»3 Uhr. im Volkshause, Rosincnstr. 3, statt. Steglitz. D.e Nochwahl zur Gemeindevertretung hat nfit der Wieder- eroberuug de: beiden von der Mehrheitspartei durch einen Gewalt- streich kassierten sozialdemokratischen Mandate geendet. Die knappe Mehrheit beweist, wie richtig die Gegner kalkuliert hatten, als sie hofften, uns bei einer Nachwahl zu schlagen. Zwischen den beiden Wahlen log der April-UmzugStermin, der unserer Partei eine große Anzahl Wähler durch Verzug nach außerhalb entzogen hatte. Auch der Wohnungswechsel im Orte selbst war für uns sehr nachteilig, indem er die Agation sehr erschwerte. Mit vieler Mühe mußten die neuen Adressen der Verzogenen ermittelt werden, was übrigens nicht immer gelang. Hierdurch gingen uns gleichfalls ein Teil Stimmen verloren. Hinzu kam die Verkürzung der Wahlzeit um eine Stunde gerade in der für die Arbeiterschaft günstigsten Zeit, von 8 auf 7 Uhr abends. Die Engherzigkeit des bürgerlichen Wahlvorstandes kostete uns ebenfalls eine Anzahl Stimmen. Eine ganze Anzahl Wähler hatten nämlich die amtliche Wahlkarte nicht erhalten und mußten sich anderweit legitimieren. Dabei stellte sich heraus, daß die Wählerliste ungenau war, indem teils die Vornamen, teils die Straße oder die Haus- nummern nicht stimmten. Trotzdem diese Fehler der Behörde zur Last fallen und obendrein die Identität zweifelsfrei feststand, wurden diese Wähler abgewiesen. Auch die Polizei glaubte durch das Ver- bot eines Wahlplakats etwaö zur Bekämpfung der roten Gefahr bei- trogen zu müssen. Berücksichtigt man nun noch das miserable Wahlrecht nach„Rixdorfer System", das außer Steglitz kein Vorort aufzuweisen hat, und die Tatsache, daß das Beamtentum in Steglitz dominiert, so ergibt sich ohne weiteres, daß die Aussichten für einen Sieg wenig günstig waren. Durch den Schachzng, einen liberalen und einen konserva- t i v e n Kandidaten onfzustellen, hofften die Gegner das gesamte Bürgertum gegen den Umsturz zu sammeln. Diese Sammlungs- Politik wurde durch unsere Flugschriften vereitelt. Die herrschende Mehrheit ist bis weit in das Bürgertum hinein verhaßt. Der von uns geführte Nachweis, daß diese Mehrheit hinter den Kandidaten stecke, hielt manchen Bürgerlichen von der Wahl fern und veranlaßt« andere, für die Sozialdemokraten zu stimmen. Die Steglitzer Arbeiter aber standen treu zu den hinausgeworfenen Kandidaten, viele von ihnen erlegten sich durch früheren Arbeitsschluß noch pekuniäre Opfer aus, um den reaktionären Anschlag abzuwehren. So errangen wir trotz aller Hemmnisse den Sieg dank der eifrigen Mitarbeit einer großen Zahl von Parteigenossen und der anerkennenswerten Unterstützung durch den„Demokralischen Verein", dessen Mitglieder sich die tzlelegenheit nicht nehmen ließen, durch tatkräftige Mitarbeit sich für die ihrem Kandidaten bei den Märzwahlcn zuteil gewordene Unterstützung zu revanchieren. Weißcnsee. Sehr geringes Jntcrcffc für die letzte Gemeindevertretersitzung haben die bürgerlichen Vertreter bewiesen. Um die Sitzung über- Haupt stattfinden zu lassen, mußten erst einige Vertreter lelephonisch herangeholl werden. Der kurzen öffentlichen Sitzung, welche nichts Bemerkenswertes enthielt, folgte eine geheime, welche sich mit Grund- stücksankäufen und Angelegenheiten der verkrachten Bank beschäftigte. Adlershof. Bon einem Eiscnbahnzug überfahre« und getötet wurde gestern nachmittag gegen 4 Uhr ans dem hiesigen Bahnhof der Weichen- steller Reinbold Klee. Ä. hatte einen Defekt an einer Weiche der Ferngleise festgestellt und begab sich an Ort und Stelle, um den Schaden sofort auszubessern, da sonst«ine Verkehrsstörung entstanden wäre. Mit seiner Arbeit beschäftigt, übersah er das Rahen eines Güterzuges. Ter Lokomotivführer erkannte erst im letzten Augenblick die Gefahr, vermochte jedoch seinen Zug nicht mehr recht- ''ig zum Halten zu bringen. Klee geriet unter die Maschine. Räder ihm beide Beine vom Rumpf trennten. In hoffrningS- 1 losem Zustande wurde K. in das Krankenhaus Bethanien gebracht. wo er im Laufe des Nachmittags seinen Verletzungen erlag.' Johannisthal. Gemeindevertretersitzung. In der Sitzung wurde zunächst die Wahl zweier KreistagSdelegierten vorgenommen und die Schöffen Frömmelt und Schulz hierzu gewählt. Der neugewählte Schöffe Malermeister K. Müller wurde in sein Amt eingeführt.— Der vom Landrat und der Gemeindeverwaltung wiederholt gestellte Antrag, die Beamten, Lehrer und sonstigen Gemeindeangestellten von der Krankenversichcrungspflicht zu befreien, wurde angenommen. Das hierzu erlassene Ortsstatut gewährt den Beteiligten von der Ge- mcinde im Erkrankungsfalle den anderthalbfachen Betrag der ana- logen Krankenkassenlcistungen.— Die Vorgärten in der Kaiser- Wilhelm-Straße zwischen Friedrich- und Dorkstroße sollen beseitigt werden.— Nach dem Bericht des Schularztes mußten von den neu eingeschulten 73 Knaben und 42 Mädchen 13 vom Schulbesuch zeit- weise befreit werden, darnn'er 7 wegen Skrophulose. In 48 Fällen wurden die Eltern über Erkrankungen ihrer Kinder unterrichtet, und 23 Knaben und 26 Mädchen standen unter besonderer ärztlicher Be- obachtung. Durch die zahnärztlichen Untersuchungen mußten 807 Zähne gezogen und 86 plombiert werden. Ein besonderes Merk- blatt soll der Bekämpfung der Zahnsäule dienen. Im nächsten Etat sollen Mittel bereitgestellt werden, um kranke oder schwächliche Kinder zur Kur nach außerhalb zu schicken. Nowawe«. Uebcrfahren und getötet. Gestern nachmittag vier Uhr wurde in der Dorkstroße in Nowawes der elfjährige Sohn des Postschaffners Hoffmann von einer Automobildroschke überfahren und sosörl getötet. Potsdam. Autounfall. Von einem Auto überfahren und getötet wurde gestern früh gegen 3 Uhr der Zivilmusiker Engel auf der Chaussee nach Bornim. Engel hatte in Grube zur Tanzmusik gespielt und fuhr auf seinem Zweirad nach Potsdam. Er ist verheiratet und Vater von zwei Kindern. Das Auto konnte noch nicht ermittelt werden. Eberswalde. Das Opfer einer unsinnigen Wette ist am gestrigen Tage der Drogist Walter Felm aus Eberswalds geworden. F. hatle mit einigen Freunden eine Rudertour auf dem Werbellinses» gemacht. Im Laufe des Gespräches erklärte der junge Mann, der etwas an- geheitert war, daß er imstande sei, von der Mitte des Sees aus bis ans Ufer zu schwimmen. Da die anderen seine Worte be- zweifelten, entkleidete sich F., sprang ins Wasser und fing zu schwimmen an, während seine Freunde ihm»mit dem Ruderboot folgten. Etwa 200 Meter vom Ufer entfernt, versank der junge Mann plötzlich in den Fluten und kam nicht wieder zum Vorschein. Erst nach längerer Zeit konnte die Leiche geborgen werden. F. ist, wie die Untersuchung ergab, einem Herzschlag infolge Uebermüdung erlegen._ Sitzungstage der Stadt- und Gemeindevertretungen. Lichtenberg. Donnerstag, den 4. d. M., abends S Uhr, im Sitznngs- saal de§ Rathauses, Möllcndorffstraßc. Rosenthal. Donnerstag, den 4. Juni, nachmittags 6 Uhr. in der Aula der Gemsindeschule, Schillerstraße. Diese Sitzungen find Sssentlich. Jeder Gcmeindeangehönge ist be- rechtigt, ihnen als Zuhörer beizuwohnen. Mus aller Welt. tzerrfcherforgen! Fürst Wilhelm von Albanien kennt zurzeit sicher keine größere Sorge als die, wie er sich auf seinem. wackeligen Thrönchen be- haupten soll. Seinen Kollegen im Deutschen Reich sind solche Sor- gen recht fremd. Daß sie sich aber— wie die Kriegervereinsredner behaupten.— von früh bis spät mit dem Gedanken quälen, wie sie „ihr" Volk glücklich machen können, ist gewiß nicht zutreffend. Jedenfalls gibt ein Dokument, das uns ein günstiger Wind zu- wehte, davon Kunde, daß sie sich auch über andere— und für sie sicher nicht weniger to-ichtigerel— Dinge Kopfschmerzen machen. Das- interessante Schriftstück hat folgenden Wortlaut: Vertraulich. Seine Hochsiirstliche Durchlaucht der Fürst haben gelegentlich der musikalischen Abendunterhaltung im Fürstlichen Residenz- schlösse am 30. v. M. die Wahrnehmung gemacht, daß die meisten Damen im falschen Anzug erschienen tvaren, d. h. nicht ausgeschnittene Kleider trugen, w-ie es vorgeschrieben war, sondern halbhohen Ausschnitt. Seine Durchlaucht der Fürst haben das Hosmarschallamt be- austragt, dies zur Kenntnis der bei Hofe verkehrenden Damen zu bringen und haben Sich dahin ausgesprochen, daß Damen, welche in Zukunft nicht in der auf der Einladung vermerkten Toilette erscheinen, durch die Herren Kammerherren pp. aus den falschen Anzug aufmerksam gemacht werden. Seine Durchlaucht der Fürst verlangen nicht den sogenannten Berliner Ausschnitt, wohl aber, daß z. B. die A! r m c l ganz kurz gehalten und aus alle Fälle ohne Futter sind. Es muß unter allen Umständen ein sichtbarer Untersch'ed zwischen halbhoher Toilette und ausgeschnittener Toilette bestehen. Mickeburg, den 6. Dezember 1313. Fürstliches Hofmarschall-Amt. Glücklicher Bückeburgerl— kann Wilhelm von Albanien mit vollem Recht sagen. Grubenkatastrophe in Südruhland. Wie ein Telegramm aus B a ch m u t(Schwarzcs-Meer- Gebiet) meldet, brennt auf dem L y d i a b e r g w e r k der südrussischen Dnjepr-Metallurgie- Gesellschaft ein Kohlenschacht. Da auch der Schachtüberbau in Brand steht, ist die Heraufbesördorung der unten befindlichen Kohlenborgleutc zur Zeit unmöglich und ihr Leben ist gefährdet. «* * Ein anderes schweres Grubenunglück wird aus dem Ruhrgebict gemeldet. Auf der Zeche„Urenberg" wurden Dienstag vormittag durch Einsturz von Gesteinsinassen drei Bergarbeiter getötet und einer s ch w c r verletzt. Drei weitere Arbeiter sind noch unter d e n T r ü m m e r n begraben, dochchofft man, sie noch lebend anS Tageslicht befördern zu könncm � Freisprechung der Gräfin Tiepolo. DaS Schlourgericht von O n e g li a hat am Dienstag nach wochenlanger Verhandlung die Gräfin Tiepolo, Gattin des italic- nischen Hauptmann« Oggwne, von der Anklage des Mordes frei- gesprochen. Die Gräfin hatte am 8. November v. I. einen Burschen ihres Mannes, namens Polimante, erschösse n. Wie die Gräfin nach der Tot angab, habe sie in Notwehr gehandelt, um ihre Ebre, die der Bursche bedrohte, zu retten. Die Anklage be- hauptete, daß Polimanre der G e l i e b l e der Gräfin gewesen sei und daß sie ihn vorsätzlich getötet habe, um ihn als Mitwisser ihres Fehltrittes zu beseitigen. Die Geschworenen stellten sich im Gegen« satz zu dem Staatsanwalt, der die Gräfin für eine Mörderin er- klärte, auf den Standpunkt, daß fie in Notwehr gehandelt hätte. Tie Katastrophe auf dem Lorenzffcom. Gegen die Führung der„Empreß of Jreland" erhebt der Kapitän H oll d u n g von dem norwegischen Kohlendanrpfer„Aden" schwere Beschuldigungen. Wie Holdung behauptet, sei sein Dampfer etwa 30 Meilen oberhalb der Unglücksstelle der„Empreß of Jreland" begegnet. Der Lotse und der zweite Offizier waren auf der Kommandobrücke der„Aden" und seien bereit, die folgende eid- liche Aussage zu inachen: Die„Empreß of Jreland" fuhr den St. Lorenzstrom abwärts, als sie ihr begegneten. Sie näherte sich dem Kohlendampfer in einer so ziellosen Fahrt, daß der Lotse und der Offizier ernstlich besorgt wurden. Ihr Kurs war so ziellos, daß man bald das grüne Licht, bald die rote Laterne sehen konnte. Ihr Kurs war Zickzackkurs. Die amtliche Untersuchung über die Ursachen der Katastrophe wird in Quebec stattfinden und soll am 9. Juni beginnen. Die Regierung hat im Unterhause eine Bill zur Einsetzung einer S p e z i a i k o m m i s s i o n zur Untersuchung des Unglücks der „Empreß of Jreland" eingebracht. Gottes Segen beim Mausergewehr. Vor einigen Tagen ist der Kommerzicnrat Paul Mauser gestorben. Die bürgerliche Presse war in ihren Nekrologen voller Lobeserhebungen für den Rkann, der sich um die Mordtechnik so hohe Verdienste erworben hat. Etwas anders klingt das, was unser Stuttgarter Parteiblatt an der Bahre des berühmten Mannes zu. sagen hat. Wir lesen da: „Mauser war der eigentliche Beherrscher von Oberndorf(in Württemberg). Mit den Mausergewehren ist sein Name in die ganze Welt getragen worden. Die Nationallibcralen rühmen den Toten, noch mehr aber das Zentrum, dem er nach seiner AS» kehr von der Nationalliberalen Partei noch eine Reihe von Jahren angehörte. Gegenüber dem überschwenglichen Lob, das insbesondere die Zcntrumspresse dem Verstorbenen spendet, sind einige ein- schränkende Bemerkungen am Platz. Die Lorbeeren des Zentrums hat Mauser zu Lebzeiten reichlich bezahlt. Sehr bedeutende Summen und seinen ganzen großen Einfluß als Unternehmer in einer sonst industriearmen Gegend hat Mauser dem Zentrum zur Verfügung gestellt. Daneben hatte er gegen die katholische Kirche eine sehr offene Hand: er stiftete Altäre, Kirchenf'.ster usw. Die Ruhmreden der Zentrumspresse haben also eine sehr materielle Unterlage. Ist es nicht. Blasphemie, zu sagen, der Segen Gottes habe sichtlich auf seiner Arbeit geruht? Ter Gott des Frieden». der den Menschennlord als scheußlichstes Verbrechen unter schwere Strafe stellt— so lehrt wenigstens die Kirche—. der das Töten verbietet, spendet seinen Seflen der Fabrik von Mordwaffen, Sie Millionen Gewehre in alle Welt sandte, und der also gesegners Unternehmer sucht durch besondere Frömmigkeit Hand in Hand Mit einer möglichst, gesteigerten Ausbeutung den Segen zu vermehren. Mit dem Segen mutz es eine ganz besondere Bewandtnis ge- habt haben. Wir erinnern an das Vorgehen eines Sohnes von seinem früher verstorbenen Bruder Wilhelm Mauser. Der Nesse machte seinem Onkel die schwerwiegendsten Vorwürfe; dieser habe. sich angeeignet, was den anderen gehörte; selbst das Erfinder- recht gehöre eigentlich dem verstorbenen Bruder usw. Die bürger- liche Presse suchte damals diese Sache raschmöglichst zuzudecken. Die großartige soziale Fürsorge für die Arbeiter haben wir in einem ganz anderen Lichte kennen gelernt. Dem Unternehmer kaiu es zuguk. daß. ihm halbbäuerllchc Arbeitskräfte stets in zroßcm Maße zur Verfügung: standen, die froh waren, überhaupt Arbeit zu habess und deshalb"kemen Kampf' wagten.:Die Tausende, die vorüber» gehend'-beschäftigt waren, hatten schwer genug darunter zu leiden. Sö bekommt das Bild eine andere Farbe. Mauser war ein Unters nehmer wie die anderen. Cr lebte in einer der kapitalistischen Eni- Wickelung und namefitlich der Wasfenfabrikation günstigen Zeit� Ihn in den Himmel zu heben, besteht kein Anlaß." Echt amerikanisch. Ein sonst ganz normales Blatt, der Londoner„Daiky Tele- graph", meldet aus New Aork. daß ein bedeutender Arzt in Massachusetts es fertiggebracht hat, da« Gewicht der menschlichen Seele festzustellen. Nach seinen Experimenten. die an einem sterbenden Mann vornahm, wiegt die menschlich« Seele 2 1 G r a m m. Wer'S nun noch nicht glaubt, muß selbst nachwiegM- Kleine Notizen« Schweres Automobilunglück. Auf einer verbotenen Spritztour, die der Chauffeur Dettmann des in Dessau zu Besuch weilenden Bergwerksdirektors Hiddemann aus Sollstedt unternahm, wurden in- folge Umkippens des Automobils eine Ve rläukeriu sowie ein zweiter Chauffeur getötet. Dettmann erschoß sich an der Unfallstelle. Ein Licbesdrama. In Hersfeld tötete der auf Besuch weilende Schlächtergeielle Mohr aus Frankfurt a. M. in der Woh- nung des Maurers Becker dessen zwanzigjähr-.ge Tochter durch einen Schuß in das Herz. Der gleiche Schuß durchbohrte auch einem kleinen Kinde, das die Erschossene aus dem Arme trug, den Oberarm. Nach der Tat brachte sich der Mörd»r mehrere tödliche Schüsse bei. Das Mesicr. Nach Beendigung des PftiigstwiartteS in Friesoythe bei Oldenburg kam es zu einer Messerstecherei, bei der zwei Arbeiter tödlich verletzt wurden. Die Gen- darmerie hat fünf der als Täter in Frage kommenden Personen verhaftet.__ Hri-fkaften der Redaktion. Det soi'-Aogische Sin« der Lehre vo« Karl Marx. Don Dr. M. Adler. iö.Ach. 80 Pf. C. L. Hirschseld. Leipzig. Studenteuichaft und Jugendbewegung. Aufsätze von H. Reichen- bach, Dr. A. Schwab, J. Birnbaum. I. Kaiser. Herausgegeben vom Vorort der Deutschen Freien Studentenschaft. M. Stcincbach. München. 130 M. Tchnlduernot. Von Dr. E. Karlcmebcr u. F. Holzknechr. Brosch. IM. — Die Vorzüge des Hochgebirge« für Gesunde und Kranke von Dr. Anrrsm-Arosa. Brosch. 80 Pj.— Aus der Mietskaserne in» eigene Helm von E. Kalkschmidt. Geh. 2 M. E. Migt, Wiesbaden.' WtttcrungSüberüchr vom 3. Juni 1914. Slatwncn ffi■5' ■Z Werter i ÖSl H» £2* ti io Swinemde. T58 33 Hamburg 761® Berlin 760 NW Frantt.a.M 763 N München 176) W Wien]758S 1 3 wollig I 1 bedeckt-- i 1 t-deck: 1 bedeckt i Scheitel' Srnolteni Stationen K-ff Havaranda 749 N $etcrsbncgi75ö SO Scilly 763 N Aberdeen 761NNW Pari» 765 NNO 2 bedeckt 7 ü wolkig| 14 Swolkig � 12 1 bedeckt 10 4 wölken! 11 ! i Wctterproguoie für Mittwoch, de» 3. Juni 1914. Kühl und veränderlich, vorherrschend wolkig mit leichten Rcgeniällm und ziemlich frischen nordwestlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Wctterausnchtcn für das mittlere Norddeutschland bis Donnerstagmittag: Ucbcrall ziemlich kühl, zeitweise ausklarend, doch lehr veränderlich, mit öfter wiederholten, im Westen meist geringe«, im Osten zeitweise starken Regensällcn. Nr. 148. 31. Iahrgimg. 3. Keiloze!>» Jimärts" Knlim WllisdlM. Wmch�Z ZuilSlt. Soziales. Ii. ordentlicher Genoffenschaftstag. Der 11. ordentliche Genossenschaststag des Zentral- derbandes deutscher Konsumvereine findet vom 14.— 16. Juni 1914 in der Zentralhalle in Bremen statt. Am 17. Juni wird im Anschluß hieran die Ä). ordentliche Generalvcrsamm- lung der Großemkaufs-Gescllschaft deutscher Konsumvereine. am 1?. Juni die 2. ordentliche Generalversammlung der Lcr- lagsgesellschast deutscher Konsumvereine abgehalten. Seit Bestehen des Zentralverbandes deutscher Konsum- vereine ist die Zahl der ihm angeschlossenen Organisationen von 683 auf 1297 gestiegen, die Zahl der diesen Vereinen an- ?�.İssenen Mitglieder ist gewachsen von 575 449 auf 1 668 644. Der Gesamtunisatz der Konsumvereine betrug im �ahrc 1903 176 400 000 M. und ist bis zun: Jahre 1913 an- gewachsen auf 674 Millionen Mark. Der Wert der in eigener Produktion hergestellten Waren erfuhr eine Steigerung von 14 700 000 M. auf 125 Millionen Mark. Das eigene Kapital vermehrte sich von 18 Millionen Mark auf 68 Millionen Mark. das fremde Kapital von 22 Millionen Mark ans 154 Millionen Mark. Zur Landslucht. Von einem nach Zwanzig Jahren aus Amerika nach Teutschland zurückgekehrten Mann wird uns geschrieben: Nach einem rund zwanzigjährigen Aufenthalte in Ucbersec- löndcrn zurückgekehrt, durchstreifte ich letztbin Deutschlands Gauen nach allen Himmelsrichtungen und hatte dabei in Städten w:c ans dem Lande sehr ausreichende Gelegenheiten, vergleichende Beob- achtungen anzustellen. Dabei muhte ich konstatieren, daß diese auf dem Lande nicht zugunsten Teutschlands ausfielen und auch nichl ausfallen konnten. Tic Knechte und Mägde, sowie die Tagelöhner auf den Gütern leben durchweg heute noch in Wohnungen, welche einen auf- strebenden Arbeiter sicherlich nicht zu befriedigen vermögen. Häufig find es regelrechte Hütten, wie ich selbst solche nur in Amerika bei den Hochlandsindiancrn in Peru, Bolivien, Ecuador usw. noch gefunden habe. Ebenso oft muhten Knechte beim Vieh im Stalle schlafen und liehen Betten und Bettwäsche meist alles zu wünschen übrig. Die unabhängigen Tagelöhner, welche ihre eigenen kleinen Bc- fitzungen im Dorfe haben, sehen-sich wiederum durchweg gezwungen, bei den Gutsbesitzern oder Grohbauern Arbeit zu nehmen. Das geringste Vorkommnis, welches nun solch Arbeiter mit seinem Ar- bcitgeber hat, bringt meist ersteren in unangenehme Schwierigkeiten. Er verliert entweder zeitweise seine Arbeit, welche er aber nicht entbehren kann, oder die Hüte- und Strcugerechtsamen, die ihm Meist von dem Arbeitgeber zugestanden worden sind, werden ihm Kur Strafe entzogen; mit einem Worte: er wird regelrecht„ge- zwiebelt". Mitunter mögen nun ja derartige indirekte Strafen uolwcndig sein, aber mindestens ebenso häusig ist dies eben nicht der Fall. Ein Fall ist mir bekannt geworden, wo eine solche-Strafe nur deshalb v:rfügt wurde, weil das.Haupt der Familie„soziali- fiiich" gewählt haben sollte. Zwei seiner Söhne waren zur Zeit beim Militär. Ter Vater verlor also die Arbeit aus dem Gute und war gezwungen, sich andere suchen zu müssen. Solche fand er in der nächsten Stadt in einer Fabrik. Täglich muhte er wun 114 Stunden bis zu seinem Arbeitsplätze gehen und am Abend von dort wieder zurückkehren. Da der Verdienst in der Fabrik gut und ständig war, verkaufte er sein kleines Anwesen und zog mit seiner Familie ganz nach der Stadt. Durch diesen geringfügigen Umstand verlor der Ort drei erwachsene und zwei halbenvachscne arbeits- träftigc Personen. Solche und ähnliche Vorkommnisse sind nicht etwa die Ausnahmen, sondern viel häufiger als allgemein ange- nommm wird. Auch die Knechte und Mägde gehen aus ähnlichen Gründen sehr oft dem Lande verloren. Wer je unser Landleben aus eigener.Anschauung kennen ge- lernt hat, weih, dah die Landarbeit durchweg ebenso schwer wie verhältnismästig schlecht bezahlt ist. Dabei ist besonders das Dienst- personal noch? auhcrordcntlich unfrei, d. h. steht fast fortgesetzt Tag und Nacht unter Ausiicht und Kontrolle. Vergnügungen irgend- welcher Art, die als Erholungen angesehen loerden könnten, sind aver geradezu unbekannt. Im Gegen satze dazu sehen sie die Guts- Herrschaften das Lebm gcniehcn und im vollendete» Komfort lebe», der mit der fortschreitenden Zivilisation gleichen Schritt hält; von ihnen selbst aber wird auch heute noch verlangt, dah sie genau so bescheiden leben sollen wie einst ihre Groheltcrn. Es ist doch selbstverständlich, dah solche Zustände nicht von Be- stand sein können, denn jeder, und sei es der geringste Ackerknecht, sieht mit eigenen Augen, dah die Welt fortschreitet, und trotzdem wird von ihm selbst Stillstand verlangt. Auch die Häuslichkeiten auf dem Lande entbehren durchweg noch heute den allerkleinsten Komfort, wohlgemerkt nicht Luxus. Ver- gleicht man z. B. die Wohnungseinrichtungen der Arbeiter und Bauern auf dem Lande in Deutschland mit denen in Kanada, den Vereinigten Staaten und anderen Ueberseeländern fortgeschrittener Kultur, so muh man staunen, wie wenig das Leben auf dem Lande in Teutschland fortgeschritten ist...... 1 Bekannte aus meiner Jugendzeit, die selbst Gutsbesitzer sind, denen ich meine Ansichten über die Landflucht mitteilte, antworteten mir durchweg:.Unsere Arbeiter und Bauern benötigen keinen Komfork." Solange derartige rückschrittliche Ansichten in Deutsch- land vorherrschen, wird die Landflucht nicht aus hören, sondern sogar zunehmen. Die Behauptung vieler, dah unsere allgemeine Militärpflicht die Landflucht fördert, trifft zweifellos zu, nur ist dieselbe nicht die Ursache, sondern nur die Wirkung. Ter zum Militärdienst ein- gezogene junge Mann hat dadurch Gelegenheit, kennen zu lernen. dah es noch ein anderes komfortableres Leben gibt, �ilS jenes, welches er in seiner Heimat gezwungen ist zu führen,»starke, ar- beitswilllge Arme werden aber überoll gesucht und benötigt, und so cntschliehen sich eben viele, in der Stadt zu bleiben und sich dort ihr Brot zu verdienen. Wohl ist zutreffend, dah die Arbeit in den Städten meist schwer, verhältnismähig auch nicht besser als auf dem Lande bezahlt wird; aber es ist dem Arbeiter dennoch die Gelegenheit geboten, ein Zimmer zu mieten, in dem er zweifellos besser aufgehoben ist und sich gemütlicher fühlt als in dem heimatlichen Pferdestalle oder den üblichen dumpfen, kahlen Arbeiterhütten auf dem Lande. Ebenso anziehend aber wirkt auf ihn auch der Umstand, dah er noch Feierabend vollständig sein freier Herr und nicht auch in seinem Privatleben noch gezwungen ist, auf die Gewohnheiten oder Launen seines Brotherrn oder Arbeitgebers Rücksichten zu nehmen. Niemand macht ihm Vorschriften, was er nach Feierabend mit seiner Zeit beginnt, wenn er nur wieder am anderen Tage seinen Arbeits- platz voll ausfüllt. Im krassen Gegensätze dazu üben die Arbeit- geber, und ganz besonders noch die Gutsherrfchaften, auf dem Lande läufig genug eine scharfe Kontrolle über ihre Arbeiter, die sich bis auf deren intimstes Privatleben erstreckt. Der Drang nach persönlicher Freiheit, iwlcher nun einmal die stärkste Triebfeder unseres Fortschrittes ist, kann und muh daher zweifellos als die Hauptursachc der Landflucht betrachtet werden, welche noch dadurch unterstützt wird, dah jedes Individuum danach strebt, von den Errungenschaften des modernen Fortschrittes seinen Anteil zu erhalten. Die Landflucht wird dabcr auch so lange anhalten und ständig zunehmen, bis diese Grundursachen fortgeräumt worden sind. Man sieht, wie auck) ein Nichtsozialdemokrat bei vor- urtcilsloser Anschauung der Verhältnisse im welcntliclien zu denselben Gründen für die Landflucht gelangt, die wir wieder- holt dargelegt haben. Zu erwähnen wären außer den vom Einsender hervorgchobcncit Momenten der Mangel eines hin- reichend geschützten Koalitionsrechts und die Verkümmerung der persönlichen Jrcibeit durch das Gesetz vom April 1854 und durch eine Unzahl„Gcsindeordnungen". Gerichtszeitung. Kindcrviißhandlung. Brutale Mißhandlungen eines Kindes durch den eigenen Vater lagen einer Anklage zugrunde, welche gestern unter Vor- sitz des Amtsgerichtorats L e p e n a u das Schöffengericht Berlin-Mitte beschäftigte. Wegen gefährlicher Körperverletzung verbunden mit grausamer Behandlung und boshaftem Quälen war der Kaufmann Hans Wichmann und dessen Ehefrau Johanna, geb. Lange, angeklagt. Der Angeklagte, welcher in zweiter Ehe verheiratet ist, ist Vater eines aus der ersten Ehe stammenden, jetzt 7jährigen Knaben. Wie Hausbewohner wiederholt wahrnahmen, drang aus der Woh- »ung des Angeklagten häufig das jämmerliche Geschrei des kleinen Karl hervor, welches erst verstummte, als ein Geräusch wahrnehm- bar wurde, als wenn jemand mit dem Kopf gegen die Wand oder gegen einen festen Gegenstand gestoßen wird. Der in dem Hause wohnhafte Landwirt Tcßmcr beobachtete eines Sonntags, wie der Angeklagte den kleinen Karl im Genick packte und mit dem Gesicht mehrmals kräftig auf dl, Uhr. Lebend! Die letzten veiblieben Azteken! Der unfesselbare Rappo, der König der Ausbrecher. Aga, die schwebende Jungfrau. Buddhas Geistertafel. Alles ohne Eztra-Entree! Eintr. 50 Pf. Kind, u. Sold. 25 Pf. Neue Welt Arnold Scholz Hanenheide 108/114 Hente SHttwocb, den 3..Toni 1014 1. Oroßes Kinderfest! Hauptgewinn für Knaben und Mädchen je 1 silberne Uhr. Neu! Kinderspielplatz! Neu! Fackelzug, Bonbonregen, Puppeptheater und große Gratis- verlosung von wertvollen Gegenständen. Anfang; Konzert 4 Uhr, Variete 6 Uhr. Im neuen Saale: CiroBcr Ball. Voranzeige I Morgen Donnerstag, den 4. Juni, Elite-Tag. 1. Großes Brillant-Feuerwerk. ZOOLOG ischer Garten Täglich ab 4 Uhr: Großes AWitär- Doppel-Konzert. Eintrittspreise: Zoo 1 M.. von G Uhr ab 50 Pf. Aqnar. IM. v.d.Str., 50Pf. vZoo Kinder unt. lO.Tahr. die Hälfte. \ea*ci«■_ AQUARIUM 9 Uhr morgens bis 10 Uhr ajiends_ Metropol-Theater. ZlbendZ 7 Uhr 55 präzise: Die Reise um die Erde in 40 Tagen. Admiralspalast. Eis- Arena. Novität ,Jm Tangoklub" und das effektvolle Eisballett „Die lustige Puppe". Bis 6 Uhr und ab 10'/, Uhr halbe Kassenpreise. Wein- und Bicr-Abteilnng. Folies Caprice. Täglich 8'/. Uhr: Die LelbwÄschcrin. Die Amordrnffoner. Das Bett Xapolcons. Ah— da staun" ich. Voigt-Theater Badftraste 58. Heute, sowie täglich: Tas Mitternachtsmädchen. Gr. Ausstattungsstück m. Ges. u. Tanz in Z Akten u. Auftreten von Spezwli- täten allerersten Ranges. Kasfencröffnung 2 Uhr. Ans. 4'/. Uhr. Zirkus Busch. Gastspiel des Deutsehen Theaters Direktion: Max Reinhardt Anfang 8'/, Üb]*. Vorverkauf an der Kasse des Deutschen Theaters, Zirkus Busch und A. Wertheim. Preise der Plätze von 1— 10 M. Xcnos Programm! Radjah in ihren Tänzen Johnson u. Dean JeanetteOenarber Kagtime- mit ihrem Sextett i Ballon sowie 10 bervorrapde Kunstkräfte Entreeplatz Wochentage M. 0,60. — Rauchen gestattet!— Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaltton dem vublikum gegenüber tetnerlei Berantworrung. 4. Preußisch-Süddeutsche (230. Köttigi. Vreuß.) Klasseulotterke 5. Klasse 20. ZiehungStag 2. Juni 1914 Bormittag Stuf jede gezogeue Slumuier find zwei gleich hohe Gewinn« gesalle», und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in de» beiden Abteilungen 1 u. II. Stur dt« Gewinne über 240 M. find in Klammem beigefügt. (Ohne Bewähr A. St.-A. f. Z.)02 897(3000) 10 8051 223 1600) 28 318 648 tt 83 742(1000) 822(3000, 993 1 0 9002 621 899 923 45 110084 173 342 432 510 674 722 47 64 637 872«1010 139 621 863 112030 72(1000) 79 100 43(600, 396 426 504 27 M 664 936 113240 306 40 95 669 740 932 114032 41 50 166 306 412 714(3000) 808 62 916 50(600) 1150,6 48 136 68 89 27S 591 633 765 960 66 116041 203 354 72 648 988 117168 279 407 700 894(1000) 918 113080 1,6 87 306 423 46 582 829(3000, 65(600) 883 96(1000) 960«9138 229 316 418 841 640 66 733 801 928 33 12 0060 136 361 670 730 928 1 21014(1000) 255 68 331 (500) 413 629 734 38 49 926 1 2 2044(600, 87 469 69« 811 (1000) 123105 280 366 96«11 77 92(1000) 637«7 622 124023 235 64 81 368 607 36 726 970 1 2 5 079 125 32 85 220 326 32 461 76 627 923 1 2 8094 110 39 61 205 97 373 87 61« 12 7 019(1000) 79(1000) 148 391 742 829 94 1 28110 67 364 69 82 440£30 85 713 62 1 20128 71 337 67 64 439(1000) I30C67 187 216 323 486 647 636 47 703 89 840 131087 145 264 93 322 529 63 73 835 1 8 2039 65 760 852 963(500) 138308 401 944 5« 134440(1000) 91 948 1 3 5 233 337(1000) 883 1 3 6094 298 655 644 763 538 1 8 7 032 227 4,9 69 508 17 37 718 43 845 1 3 8081 378 413(600) 610 37 600 21 90(1000) 943 1 39132 221(1000) 30 320 424 30 611(3000) 670 735(1000) 831 76 989 140146 85 268 318 74 413 49 620 822(1000) 926 141009 238 39 397 636 774 818(1000) 14 2078 286 333 85 71(1000) 413 602 637(600) 794 822 927 1 43166 63 64 603 810(600) 91 055 00 1 44164 314 63 441 632 814 70 72 913 1 4 5068 74 (1000) 221(500) 03 305 24' 94 467 661 63 73 761 936 148148 (600) 68 242 340 411 625 906 14 7 024 433 666 647 77 849 962 148232 63 328 456 609(500) 819 62 937 72 1 48025(600) 139 694 616 20 833 917 180007 74 105 238 642 765 816 991(3000) 96(1000) 181011 93 114(1000) 37 240 80 309 640 63 72 637 61 68 719 23 914 80 83 1 5 2076 147 339 899(1000) 15 3067 73(600) 271 423 522 30 666 1 64066 85 246 439 661 766 941 78 98 1600) 155111 200(6000) 69(600) 301 7 540 702 6 8« 894 964 1 5 802« 132 319 47 43 609 647 1 67144 236 341 425 34 627 899 936 15 8024 260(600) 473 500 61 61 967 1 69179 80 225 62 321 91 614 58(3000) 867 16 0003 19 182(1000) 935(500) 693 782 902 1 61005 140 206(SCO) 433 60 79(500) 534(1000) 700 655 1 8 2016 23(1000) 95 120 67 216 344 682 700 40 78 86 870 1 63070 82 196 211 60 70 461 622 759 86 849 1 84092 236 73 307 23(BOO) 687 960 165010 ISS 213 76 85 602 22(600) 63 769 803(1000) 16 6207 610 641 167141 63 265 596 667 60 82 717 852 85 998 188116 273(3000) 91 4/8 636 753 968 1 69240 469 83 679 783 827 170136 46 331(1000) 641 710 11(1000) 954 1 71096 267 97 373 411 537 664(500) 703 821 49 938 87 1 7 2051 83 132 237 90 311 699 842 1 7 3212 13 46 75 329(500) 643 47 76 17 4069 188 423 71 787 857 86 1 7 8060 62(3000) 167 543 (500) 908 1 7 8006 421 646 619 775 873 916 1 7 7 036(1000) 162 90 93 240(600) 61 467 614 925 27 1 7 6032 494 570 609 13 21 609 925 1 7 9005 79 161 266 316(1000) 643 626 766 93 98 834 900 18 0028 69 98 476 957 181063 197 266(600) 464 703(1000) 821 900 1 6 2031 246(10 0 0 0) 613 772 614 964 79 1 8 3 272 443 646 61 62 SS 793 104066(500) 627 890(600) 903 26 18 5466 688 655 774 1 8 6002 64 141 275 715(1000) 95 896 903 63 1 8 7 075(500) 77 223 577 623 911 26 95 1 8 8062(600) 65(500) 80 118 71 94 206 10 86 338 79 409 602 716 98 831 18 6063 93(600) 200 313 20 59 432(10 0 00) 97 623 729 817 59 74 79 190166 299(1000) 316 30 42(600) 84 561(1000) 653 1 91383 334 99 786 834 76(3000) 192162 309 636 61 67 633 798 823 79 915 69 1 9 3030 131 207 304(3000) 441(500, 641 670 729 19 4031 152(1000) 266 85 351 411 20 24 631 43 67 710 44 67 803 82 1 95146 00 208 411(500) 44 676 739 61(500) 64 98 937 19 6 020 362(600) 436 78 590 703 22 963 1 9 7346(3000) 417 660 94 786 090 1 9 3021 159 98 355 86 400 22 678 335 67 19 9054 70 194 266 99 380 427( 600) 34 955 2 0 0946 373 613 731 946 2 01167 205 88(1000) 327 29 43 65 89 407(1000) 609 741 74 922 42 76 2 0 2066 390 99( 500) 619 31 606 33 712 2 0 3033 08114 15 460 601 4 24 46 2 0 4 241 78(500) 442 607 50 90 703 839 2 0 5167 262 4SI 684 06 763 85 806 78 901(600) 208034 143 74 86 262 371 4! 6 631 42 655 78 748 809 2 0 7197 269 308 478 573 825 916 2 0 8204 445 99 619(1000) 641 95 717 99 914 29 2 0 9014 216(3000) 30 396 463 619 74 947 74(500) 210077(3000) 179 248 383 488 645 79 691(500, 947 211039 189 363 78 652 776 076 80(10 000) 212138 318 956 213000 88 140 263 94 464 81 628 63 741 880(1000) 969 21 4034 160 98 509 83 859 833 927 21 5010 33 119 48 71 237 363£68 73(1000) 708 898 920 22 39 218041 354(3000) 91 434 53 691 643 21 7003 185 94 649 79 83 735 83 2 1 8235 64 92 337 658 744 48 21 9160 72 337 38 510 24 658 752 841 2 2 0004 388 866 83 985 2 21046 63 363 436 576 625 54 975> 500, 2 2 2055 133 222 26 33 45 80 90 466 76 866 SS 616 69 853(1000, 223083 203(600) 32 62 305 067 924 224041 42 238(600, 580 621 822 2 2 5013 3, 3.0 74 423 BIS(3000, 623 856 226 713 25 74 812 19 2U 24 76 2 2 7 236 82 463 97 812 21 859 2 2 8(05 22 226 346 439 616 BIXl) 27 603 63 99 764 967 (600) 229002 16 79 ISS SO 502 666 so 713(600) 42 605 45 815 91(500) 2 3 0022 63(600) 106 368(10001«43 90 637 861 896 948 75 231076 171 379 437 88 603(50O> 74 693 723 67 66 92 632 919 232120 30 233<1000) 70 398 443(600) 92 038 2 3 3050 164 243 49 307 4SI 534 862 90(1020) 03« 4. VreuMch-Suddentsche (230. Könkgl. Pr-uli.) Klassenlotterle 5. Klasse 20. ZiehungStag 2, Juni 1914 Nachmittag Auf ied« gezogen« Nummer sind zwei gleich hob« Gewinne gefallen,»nd zwar je einer ans die Lose gleicher Nummer in de» beiden Ableilnngen 1«. 11. Nur die Gewinne über 240 M. sind in Klammern beigefügt. Whne Bewähr A. St.-A. f. Z.)(Nachdmck verboten) k» 120 213 324 522 613 26 807 78 1198 234 81(560) 303 547 730(600) 83 684(1000) 2314 47 412 656 736 805 3160 82 272 318 69 624 76 740 982 4076 226 80 377 86 90 437 64 716 (600) 63 882 5008 121 210 362 77 435 87(BOO) 658 884 910 27 6166 318 466 661 7260(3000) 308 86 430 679 780 8 060 137 83 299 382 626 730 809 972(1000)«036 421 34 61 672(3000) 846 10083 101 273 91 312 21 603 680 765 841(500) 47 11010 43 478 611 84 668 918 35(1000) 12094 143 46 539 661 756(600) 79 858 82 1 3063 10« 320 423 31(600) S4 84 531 810(1000) 14101 27 211 64 612 15062 124 268 356 415 614(600) 23 887 1 8076 121(1000) 49 201(1000) 367(600) 95 890 939 94 (600) 98 1 7014 102 97 467 705 31 79 877 1 8008(1000, 30 97 206 316 618 718 37 90 951 10266 422 25 613 63 721 888 947 20173 340 653 692 773 880 916 98 21166 260 365(3000) 84 600 33 75 646 937 2 2343 414 563 729 49 816 816 20 23080 228 93 301 444( 600) 620 56 708 79 929 2 4001 23 166 (600) 380 424 46 66 86 620 37 630 803 83 907 23 2 6 098 344 • 407 670 764 86 862 2 8 073 368(600) 718 905 8 3 2 7001 98 248(3000) 303 38 696 660 746 940 28126 329(500) 82 461 668 721 811 26(1000) 33 85 2 8 066 79 82 11««0 226«90 678 740 45 974 78 3 0435 62 686 935 81016 30 150 56 760 808 8 2162(1000) 264 356 439 556 60 98 671 803 3 8085 108 362 461 82(50U, 500 31(500) 649 886 935(10 0 0 0) 3 4 251(600) 660 06 620-54 (500) 715 3 5005 439 679 737 65 809(600) 38113 234 63 52 322 616 785 833 73 983 3 7009 661(500) 762 833 026 76 8 8020 ,500, 84 120 66 69 615 21 60 80 766 68 3B119 63 363 93(600) 654 827 87 40054 64 389 517 19 936(1000) 41095 223 456 603 810 26 928 4 2114 50 69 316 617 60 826 945 4 3029(500) 65 78 90 463 607 639 77(3000) 921 44062 288(1000) 448 665 728 47 605 77 68 910(600) 45116 19 202 28 62 427 607 64 (10 000) 771 966 68 46011 167 319 616 61 766 990 47042 84 93 149 90 410 664(500) 638 64 88 880(1000) 936 63(600) 94 4 8243 86(600) 738 70 822 53 976 4 8034 60 102 215 716 87ß 939 6 0097 309 517 74 609 16 40 43(1000)76 707 811 976 B1C00 (500) 47 81 243(600) 30 3 468 656 84 775 997 6 2027 63 354 (5C0) 601 7 877 92» 60 6 3102 217 26 62 344(3000) 699 771 54289 347 403 22 47 48 87 529 746 901 5 6 033(600) 89 138 (500) 223 391 446 606 85 811 994 5 0063 189 343 691 600 794 803 5 7127 95 99 220 374 696(3000) 738 73 5 8 008 106 221 43 326 84 43» 666 621 28 822 24 946 6 9012 72 140 301 428 636 42 722(1000) 951(BOO) 60 «0169 210 67 337 841 79 83 802 926 97 81079(1000) 192 274 305 617 27 866«2,93 632 670 734 94 889 6 3024 80 187 218 308 409 694 963« 4164(600) 246 66 493 664 860 909 33 41 96« 5013 14(3000) 9« 405 25(1000) 661(3000) 808 8 6071 167 232 39 47(1000) 67 65 330 89 453 96 603 706 41 936 71 75 6 7431 767 822 069 6 5052 120 94(600) 298(500) 312 650(BOO, 604(1000, 62 700 69 09 852(500) 80 68035 276 308 536 659 725 29 30 39 7 0054 123 ,3000) 65(3000) 349 62 689(500) 711 908 71257 76 380(500) 404 17 90 719 85 820 62 956(1000) 53 7 2024 226 32 336 418 60 616 16 643 945 7 3063 72(.600) 147 316 93 436 96 631 748 813(600) 7 4246 407 609 66 792 97 934 7 3 091 184 90 259 677 797(1000) 935 7 6091 156 59 77 231 311 476£57(600) 630 7 7 091 123 228 68 70 73 631 43 45 763 7 8 014 100(3000) 231 461 505 29 613 702 35 827(1000) 92 976 7 9003(500U) 103 236 49 356 673 86024 215 746(3000) 81312 686 906 8 2140 79 234 419 602 720 83 990 8 3069 166 451 687 640 701 838 8 4560 627 730 79 894 912 51(1000) 70 8 5096 141 43 338 62(1000) 468 637 951 86255 69 76(3000) 402 575 96 98 624 54 0 7164 ,500) 92 579 086 69 806 3 B0B7 104 72 426 64 8 9044 660 760 68 63 9 0037 229 334 48 458 607 607 785 847 64 949 63 81034 221 321 57 407 84 606 10 99 889 955 97 9 2110(500) 45 225 ,500) 63 81 444 518 39 661 72 702 18 811 81(500) 917 9 3 097 463 65(3000) 84(600) 662 677 806 938«4049 83 260 304 9 559 76 791 803 78 916 26 32« 6004 49 158(500) 264 342 583 808 832 9 6199 568(800) 688 762 99 9 7 220 621 009 753 059 63 9«050 144 207 9(600) 95 381 90 487(1000) 682 619 803 80 9 9004 104 21 218 48 412 664 89 100074(600) 298 33« 789 803 910 36 82 1 01342 63 460 682 97 773 76 96 686 1 02034 140 391 624 69 72 98 865 932 10 3008 115 331 44 649 711(3000) 39(3000) 03 606(1000) 992 194013 194 98 213 393 410(1000) 44 54 735 1 0 5 080 122 35 233 333 454 755 72 73(1000) 868 1 06196 254 498 510 641 727 57 1 07160 97(600) 257 666 66 747 62 1 0 0070(1000) 82 206 560( 500) 616 66 790(600) 977(3000) 109016 133 346 80 601 33(1000) 46 711 110023 27 93 358 428 44«1000«36 661 63 68 82 9« 748 841 71 936 112088 224 318 636 780 994 99 113141 292 416 66 620 23(600) 961 114085 39« 443 662 860(1000) 119417 680 619 92 116009 221(600) 64(500) 93 304 94«63 66 694 709 63 117173.1000) 234 76(3000, 331 538 71« 815 920 118012 26 48(1000) 208 9 530 6 8 692 723 811 62(1000) 61«8090. 201 406 507 32 700 915 61 71 120117 66 71 79 314 58 402 829 97(600) 121369(3000) 10 731 817 36(500) 12 2002(600) 40 174 335 48 86 423 582 673 84 877 91 920 22 1 2 3041 99 174 91 209 352 433 75 657 785 880 1 24344 69 594 610 68 767 76 868 125066 1U3 63 92. 385 664 617 24 713 891 934 1 2 6 034, 3000) 92 189 430 56 (600) 618 771 97 971 12 7 081 116 17 56 86 346 48 420 676 v» 861 12 8032 III 266 79 97 323 422 46(1000) 854 919 1 2 829? «79 663- 130016 22 298 310 68 86 400(1000) 22 65 630 61? 32 67 943 1 31090 167 73 258(3000) 70 433 600 744 132118 48 69 226 468 664 894 907 08 92 1 3 3025 414 75 772 977 1 34017 128 288 361 474 629 810 81 98 1 8 5 024 38 89 277 344<500» 61 448(3000) 508 61 777 989 97 1 3 8039(500)93 418 689(3000) 733 007 84 1 3 7 015 103 337 46(600) 477 602 628 707 67 835 978 1 3 8050 60 219 54 336 463 609 831 41 61 956 1 38119 584 734 930 141)017 69 230 488 632 72 630 779 835 60 926 1 41061 204 332(3000) 449 07 634 67 847 962 1 42002 56 IIS 295 313 (3000) 21 634 663 93 886 912 143 054 121(600) 62 67(600) 238 481 609 12 702 66 144038 113 204 347 400 95 671 905 (500) 46 94 145059 327 34 54 406 60 548 706 979 93 14 6214 380(500) 603 29 147120 278 305 33 694 705 863 148(53 66 96 314 466 86 723 S00 33 47 903 149024 34(olM> 147 225 300 506 64 97 716(600, 97 IbQOlS 230 334 430 83£30 630 745 984 1 51018 365 424 45 680 833 IS2113 340(1000) 691 962 1 5 3 228 48 945 54 87 91 154059 164 904 15 5011 17 137 310 653 845 61 IS«036 48 122 201 613 24 616 78 721 32 1 67u31 168 296 303 72 61® 43 61 660 802 63 91 18 8019 22 491 627 73 86 718 628 15 9274 432 690 606 34 36 802 968(500) 96 160127 32 231(3000) 66 460 695 8!1 955(BOO) IBI04S 414 27 75(1000) 627(1000) 617 34 735 974 85 1B2017(600) 64 67 77 97 478 672(1000) 832 49(3000) 973 1B3287 328 65 593 632 813 961 184251(3000) 837 972 1 06137 43 245 300 648(1000) 64 668 87 837 1OS033 118 223 361(600) 74 442 667 820 906(600) 9« 137051 118 97(1000) 98 208 610 61 SS» 93(1000) 758 93 942 72(600) 1D8136 303 423 35 42(3000, 817, 60(1) 746 914(3000) 13 0015 24 132 449(600) 63 98 604 755 999 17«010 276 866 91 797(1000) 171329 472 634 53 1 7 2338 674 773 919 70 87 1 7 3052(1000) 98 130(1000) 47« 660 76» (500) 928 1 74120 298 351«33 573 644 769 903 17 96 1 78162 325(600) 408 43 1 7 6231 60 780 905 1 7 7 046 143(1000) 20» 321 70 604 48 64 627 770(600) 823 1 78174 216 360 81 415 633 96 667 713 828 1 7 0030 109 36 313(1000) 844 91» 180693 195 220(1000) 663 778 1 81288 365 93 690 616 87» 18 2030 186 282 561 84 674 87 806 65 69 972 78(500) 8« 16 3043 172 269 318 184099 168 290 376 446 72(1000) 608 97 854 188136 48(600) 96 273 305 86 469 623 608(3000) 90» 42(600) 1B6237 62 1 8 7 070 260 311 59 771 817 24 96?(3000) 42 1 88109 99 207 376 462(600) 641 BOO 20 63 852 988 98(1000) 186322 345 56 493 578 618 630 72 68 90 922 180128(600) 466 652(500) 84 676 768 1 91055 124 69 8« 242(1000) 469(1000) 648 792 897 1 9 2410 83 93 696 794(500) 894 946 66(1000) 193102(600) 66 299 509 606 20 36 733 78 804 60 194004 13 31 688 820(1000) 977 80 1 9 8013 76 151 268 460 664 731 806 15 911 59 1 9 0 019 114 66 228 73 336 603 21 51 713 37 633 986 1 9 7218 20 311(600) 422 81 99 624 29 84 777(500) 96 1 9 8040 168 671 97 685 737 696 933 43 79 99 198061 77 721 35 399 979 200108 283 402 3 18 660 739 945 78 301065 302 39 64 821 74 82(1000) 20 2075(600) 161 61 238 312 80 86 464 98 609 99(1000) 602 816 2 0 3385 437 60 96 603 618 80 2 0 4061 76(500) 213 50 311 416 602 806 70 2 0 8069 160 340 646 985 2 0 8147 225 355 413 629 66 92€07 207064 414 26(1000) 65 836(600) 20 8074(600) 165 210 11 334(500) 617 819 978 2 0 8051 71 186 373 543 63 68 641 736 694(600) 939 86 210775(1000) 872 211003 78 191 387 406(500) 7 27 82(3000) 648 21 2050 III 23 216 77 325 798(3000) 802 77 906 44 49 21 3020 183 667 967 21 4111 72 91 228 664 781 809(600) 65 21 6334 63 607 623 82 703 93 21 6112 94 414 570;E00) 693 790(600) 979 21 7488(1000, 527 625 92 759 922 2 1 8006 625 75 618 26 36 724 42 71 830 927 53 97 219082 107 81 205 66 63 401 750 833 933 93 220001 263 447 746 BS3 909 44 2 21117 98 240 408 90 (600) 566 611 12 35 86 726 88 2 2 2063 148(600; 299 306 47 606 46(BOO) 51 93 768 653 223003 i500) 10 23 26 122 349 633 90 94 707 802 922 40 46 59 2 2 4022 102 262(600) 369 611 IS 39(500, 715 820(600) 2 2 5072 401 13 34(600) 691(600) 72» 925 2 2 6089 301 28(600) 444 82 632 789 851 227023 184 295 373 667 652 724 967 90 2 2 8220 484 558(660) 638 41 893 2 2 91,4(500) 405 62 561 66 652 790 230243 73 336 427 31 693(600) 621 721 96 872 231026 31 124 58 309(1000) 412 95 669(3000, 803(3000) 759 816 24 27 63 2 3 2365 420 91 557 BIO 64 82 701 43 55(500) 894 914 63 233,11 III 16 65 72 416 670(1000) 92 771 876 Im»ewinnrade oerillebn,: 2 P-Imiin zu 300000 JB., 3 Fe. >»(>»,- zu 75000 M.,2zu 40000«?., 2 zu 30 000«?.. 2 zu 15000 W? 8 zu 10 OOO(D!., 20 zu 6000 II)., 236 zu 3000 36,«7ö zu 1000 S|_ 664 zu 600 R. � Verantwortlicher Rchakleur: Alfred Wirlepp, V«uWn. Für feeg Inseratenteil verantw,: Th. Glocke, Berlin, Druck u,Verlag:Vorwärt»Buchdruckerei u, Verlagsanstalt Paul Singer& Berlin SK, ÄilseRteiR-Usrichleu&nas Truüreie CigaretieniaoriH. [ Erscheint 2 mal 'wochcrttltch. ßezugsq|ii3llen"�ere�®ichnisa Untenstehende Geschäfte empfehlen sich b. Einkauf. FREDY HARRY WALDEN Cigaretten :: Überall erhältlich Manoli-Zigaretten Dandy 3 Pf lllilllllllllllllllllllllllllllllllllillllllllllllllKtllülllll Jetzt auch mit und ohne Mundstück phängmen Ä 11 Ciaarßttßn verbürgen WMte Qualität 'aäcHsr- u. conditoreien Wilh. Godt, Emdencrstr. 59. O.Gorfc.Wie sf nstr.S I. br.n.gnine Rbm. E. Großberadt. Wittstockerstr.7. Großc-RhodeRemickendorferst. 95 Groß-Bäckerei„Rerolina" i.West. A.Großbinsky, Boxhagener8t.27. PauIGrisardtPankow,Flora8tr.lö Paul Gärtner, Treskowstr. 44 A. Günther, Gr. Frankfurterstr.79 IsiiläikFj SfotlMerei GescHMfte in allen Stadtteilen Berlins sowie in Neukölln u. Treptow Hanke, Verir.W.Mcline iaricnbargerit.? R. Haude, Lynarstr. 4. KarlHeidenrcIchjMGn ch nerst.44 j Karl Hennig, Steinmetzstr. 74 Gust. Hemtschel.Havelberg�r. tr. 26.; G.Henning, Schmidtstr. 8. Otto Hoff, Chorinerstr. 13. Job. Hildebrandt, Rvkestr. 32 P.Husgeu, Herfarthr, E. Lif hlearaderst. I L. Ihle, Gerichtsstr. 53. ijertramrei,, Blemms.: fünSfl empfiehlt WWMM ersten Ranges. I Akt.-Brauer.Potsdam.Eig.Nicderl. Berlin SW, Tcmpelhofcr Ufer. 15 BraDdenbcrg a. IL�Vilbelinsdorferst.UO Spez. Potsd. Stangenbicr j Berufner Bierbrauerei- : Gssellecbaft in. b. tt.; Ansscbk. BriiDDeg3lr.o.]Cas{snieDaIIce 63. A.Doil�V�ißb. Ss!f.. i'?rauseJGräfc.ur. 8 Hempel, E., Möllerstr. 138 d. Luisenbranerei Weißensee. Ender's Huratts- Cigarettten Fordert mir 0 I Haucht ßerhstoii■ Agafetten S ftüssmein-iterTchiEdenes Grun&w'sKaffee-Versd.Dresdnersl�O Cllionh Lindenstr. 105 > nidüill Speck- bfldSchintengAlzerei. .SüROL' •ESSBG überall z, haben u|o-f8iiriüJiüir" Alifn'TedmllnimBerllntWuster- yiillü hausenerst. 16. Honorar mäBig. Admfralsaarten-Bad Älexanderplat* 3, ueiaickendorforitr. 3 iaiso.üTifer 22. Fnalstr. fi, I.ü'-zowslr. 74. Xrkona-Bad, AnJclamor- ötr. 34. "----------- Liefr allcr \ Krank.- Kass. ClUL � Landsberger Str. 107, Gollnowstr.41,Liofer. _ sämtlich. Krankenk. aa Börse, Dirksenstr. 50. lentrai-Hafl Diana-Bad SfÄÄr. Kalser-Friedrichs-Bad.Charl.a.Bb, Kur-Bad Treptow, Bouöbdstr. 18 linrfnnh���ndGnstr. 109 Soolqnolle LlilUSNtJdU Friedricüst 8. Lief. a. Kai». Motion al-Lad, Brunnenstr. 9. Katurheilbad, Stephanstr. 40 Bad Ostend "TiFiginal Lohtannin-Bad Waügtr..70/71 früh. MUnsel Smtl. Bäder, auch. f. Krankenk. Bernh.iahn, Residenzst. 75, T.582 Reinickendorf, Hauserstj. 3. ?ani Jarrasch, Sprengelstr. 33 Jendroyko, Immanuelkirchstr. 10 Fr. Jendr�yko, Ohm6tr.*9. O. Je�re, Libauerstr. 1 Fr.>sung, Elbestr. 6 Neukölln 2#. Kanthak, Lichtenberg erstr. 21 A. Kelb, RostocKerstr. 31. F. Kiese weiter, 5chiT«lbelnerstr. 16. R.Künke, Weißens., Lehderst.120. '.Kludi, Residenzst. 155, Reinkkend. carifficWsjÄSs» Gmei KöiM | feinste Qualitätsbiere.| Q roter ja n Malzbier, ftIkm-JUIm 7», so. Mb. 6768 B f. n«GCN 2 2 Verfca ufsstctlon 22 PÜE mi SrsfeßHilg. j Berlin O. 27, Alexandorst. 12 �(IlackeschcrIIoOFerDsp.A.NoTJ.38S7� Kosmaüa, E.. 4gf9J"iftc Fritz Muth, Butterhandiung. j Lankw(fzRiccI(inann,K.-W1!helm8t.25. 1 Lencu-Drogi, NM In. Lenaustr.22. i Maie Xcl'f.,Iania.Qiielkircbst.29,B-Winsst. i Alfr. Märschi Culmstr. 37. Rathaus-Drogeric, Ükiln.DonaBstr. 24. ! Hathaus�Drogerie, Pankow, Breilest. ScÜivelbeincr-Drogerie.Schivelb.�t.aö i Franz Rick- Schliemannstr. 18. „SSerdstern" „i�ercMg*1'' rm WM."T., Berlin 8.59. T.AmtMoritzpl.21b(i| Pirckterlmport. Lieferant viel, j Konsum- Vereine. VcrLSieOuerteJj Hugo Schwlti, MMlörsiV. 166a.. Hyg.Guminiw., Photogr.- Artikel. Werdcr-Dregerfe, Britz.Rndowerst. 5a Schröter, R. 43 Verkaufsstellen 43 IQ Str. G5 Eier, Käse. Mi ilaiert I SiEiiisdieia ühly&Volfram Em, Sisniuiaren, Waffen, ........ ,,,,,,1,��"�,,,, ,M„ W. Allner, Mulackstr. 24. K.Uauniann,Reinickcndorferst.llG Herrn. Braun, Landsbg. Allee 149. Grüner1 Wog 49 Wrangolstr. 59. Emil Braun, Aadreasst. 75 Ecke Br«sl- G. Brucklacher, S0«, A. Elbertin, Ackerstr. 132. FInck, E., Spandau, ßehönewalderstr. 34. Crrl Jung, Stromstr 31. A.ibold, Tempolh., Berlinerst. 119 W.Knot£i,Wiclefst.,E.01dcnbgst. Kuiint,P.emickend.-W.Scliarnwcb.-St.I47 OltoLehmaun,Neuk.,Friedelst.9. Carl Pagel, winsstr. 63 H, Palme, Frankf. Chaussee 6Ic-d RühJniann,P.,MGIlerst.40b,E.SGest. F.Sdiubelt,Voigtst.lO,E.ScIireiüorstr. G. WemiSe S-c�.S: leijcli-«. ypstwaren August Lincke, Alte Jacobsir. 26. Locbmann, Malplaquotstr. 32. A.Maar, KeinlckM Paul Schröder, lleiniersdorferstr. 27 E. Sdiön, Kniprodci-ötr. 8 W. Schönwiese, Roraintenerst. 54 Carl Schulz« Neukölln, Ilsestr. 26 P.Schulz,Llchienbg.>GriineberflcrBtr.l8 Paul Schunert, Stolpischestr. 35, Adolf Schulz, Florastr. 78 Pank. Fr. Schulz, Dunkerstr. 78. Paul Schürer, Tileiterstr. 12. Reinb.Sdiurwanz.Kait&uieii-AUeetß Karl Schwarz, Tha erstr. 21 P, Schwarzbeck, Wiclefstr. 27. Bruno Schwarz, Andreasplatz 3. Walt. Schweiger, Köllnischcs Ufer 7 2 Sdiwencke. Herrn. Rjkestr. 23 E. Seeländer, Lenauetr. 7. Ernst Seifert, Reuterstr. 75 Robert Seil, alainzcrstr. 15 Reinhold Sperling, Jahnstr. 19. E.S()lettstößer,CharTottb.rKantst.83 Otto Stieler, Warschauerstr. 69. P. Sygusch, Schönh. Allee 150 Georg Tank, Christburgerstr. 30 Cari Täniges, Wildenowstr. 17 Carl Tennert, Schlcsiechestr. 19. E.Tessraer.UeKidenJst. 125, Reinkkend. Johann Troffer, AUeestr. 46 Turban F. Tzschotzsch, W rangelst. 15 A Unkrodt, Nklln., Weserstr. 47. Otto Wagnitz, Müllerstr. 28 Ludwi�ältsr.Hufeiaiitlstr. 37. C.Wackerbagen, r«nli.Krchnies!r.0 1 Max Waller, Sebnstianstr. 82 E. Weber, l'roriozsI.SO. Hiinktenil.-O. Karl Weinliolz, Kameruncrstr. 57 ff.Wcllnlli.K«i)enilm!st.9WIUl«ctal.fJ ArlburWesscr, Setilltrpromciiadeji) Clemens Weise, Jabionskistr. t Otto Winkler, Kannynstr. 73. Fr. Wittig, Nordbausenorstr. 23. Otto Wolff, Treptow, Krüllst. 16 O. Wolschcndorf, Wslienssntr. SJ. Zachau. Gr.-Licbterf.,tluiisMcst.8j« Paul Zastrow, Stromstr. 33. M.Zeese, Immanuelkirchstr. 29 J.ZIndler, üschwg., Behringstr.O. ZSÜkViOlatieretr.T, Gurteist. S2a MOncliener ßrauiians Berlin und Örnnienburg grauerer PienfitiierB. O. Damerlus, Maxstr. 13c. Drescher jr.,Lan(Isbergcrstr. 116 H.Dürkop,SchÖBliaiiä.AllcM54.N.o448 Ju!. Grober, Pankow, Florastr. 94 M. Klinkow, Triftstr. 69 Menzel.NeuKÖIln.Bergstr. 110/111 A.JiisUU,S5batnsebfr,t.3,Belaiclnnd.W A.Sclmeider,Bsc3*g.,I!»aniscli.St.'J6' Toniasic\vski,WfifieÄ!i.,LichleBbg8t.l2. R.Wüaner�aoklx.Wollankstr.lU W. Düke Friedenstr. 98 acöo.Scl)GKola!!.,CO!i{ltlir. I Adler's Konditorei, bTmgel,tr.87 |üle Qualität ist t)eruorragend| in�i U'qnnTnWtiier! l?E[8i!is-BranerEiTeotonia.flW87". Meissbier, C, Breithaupt, Pnlisaden8tp.97. Toi-A. VII. 2634. Fordern S9e Wesen t»ers �ssioiafiriHen ßlagow 8 Stöwalie ÄT TimneivEsslg fiberall erhältilchl ia!iprlIE71EEIci$IEir Ofto Mm, Bffidienili. 6. A. Migge, K»«i(leatstt. 125, KelnitkraJorf PSiÄSl! Alb- Beilke.Warschenersk 66,Bärichw. Max Fisabn, Adalbertstr.'IS. Hoffmann. Cottb.St.17, Bioritz. 11399 Ott rto?Tia!:n,Räacherv.,Gr.Fr8Dkf.St.133 P.Staeki'jFiscnlidig.Käuchcrwar. Weidenweg 19 Fil. Frankfnrt. Alleei51/ß2 pBröereieiitÄ Grofi-Üämpfv/äscherei „Sproenixo" Berlin SO.r Forst erstr. 5 6 Tadellose Wäsche! Billigste Preise O. INaefie Färberei u. ehem. Wäscherei 1 ! f. Herren- u. Daraongarder. Läden in allen Stadtteilen{ I Berlin, Rixdorf, Schöneborg( n»« Mier C. Landre Akt.- Oos. WeißbierGebr.Morx,Zo,sener,tr.Sl Cyliax,G.,s | Sf iH'ert, E., i'ilialeni.all Stadtteilen. Fi ieüch- u. Uiurltutaren Filial. in Berlin und Vororten Franz Ahr�haiu Herab. Mesäina-u.l�ömcrtrank-Koll. 1 C.25 Bartslslr. 8», Fernap. Kgst. 13708 JUHL pan�leirMini waren R. Bauke, Stralauer Str. 56. Berkbolz, Köpenickeretr. 70. J. Kabelidi, Hosenthalerstr. 25. A. E. Lange, Bruönenstr. 166 Liepe, Schöneberg, ürunewaldstr.SO. Mever.P.,NkIUi.,Borlinerstr.49— 50. H, Ncusch, Breitest. 24, Spandau,. Nicolai Nf. Linfeastr. 127. J. Ct. Pollmann. LotbriDO�tr. 60. �itr' � 253nESCH»kFTE rnan7 Ahinnn GoDtardst.Stadibabnbog �( fi ullZiliill u|i vhä vis Paaoraraaslraß� S( Ft.Au8t,ATeiantlrlncn-.>:.Wasser(crgir R. Bachmann Gerichtsstr. 11 N. 11641. " W. ßecK'" Inh.; Herrn. Gorhsch Charlottonburg, Berlin erst. 68-69. Fleisch- und Wurstv/arohfabrik. ■«p.■■■■■■■■ Cr. Kaphün Verkaufsstellen in allen Stadtteilen, Jl Beeriiiggsanlt. Saromagz. Berl.U.-Sargfabr.A.LehiT»aun,Gcrich,.8st.35 J. Liszczinski, Gorichtstr. 80. MaXFOlllSÖuÄnec 170 F. Hertzog, Kottbuscrstr. 7. ? lipflPmlt'Bbri-Christtaenst-U Pankow, Berlin. St. 13 Mildo.Heinlcke|d»rf-W.Aug.-Tikl.-All.85 W. Pade, Reinickendorf erstr. 119 F. Fetsrmeier, ätrclitzerstr. 8. Theoü.Poe8cJike,LlIaBplsi.,Gr.R.-Allce A.Sprinkmann�bschönew Raibaus,st.47 C. Flartienzen tisarrcn-Faiirik Filialen in ailea Slaiitleileii. Z. Mcumann 200 Niederlage!�_ IH Kliicr.str.83TT�-M»riizpil87 3 W.UCiUdl Cigarrehhändl. cinpf. i Fritz Becker, Lüderitzstr. 60 A. Bentele, rhaerstr. 21. R. Bergmann, Föratbrsir. 10 I Rldi. Beust, Kastanien- Alice 103. 1 C.Billerbeck, Charlotlb., Krumme 8t.l9 1 X. Biskupski, Pflügst�. 17 1 Max Bormann, Manteuffelstr. 22 j Franz Qoruslak, Lübeckerstr.26. i Fr.Brauor, Neukölln Ayaltcrstr.56 Willy DorFmann, Wien erstr. 62. TJiilo Dorgerlob, Lifhnuorstr, 23 : Gustav Döbbol, Frenzlauerst. 40 Bruno Dörr, Manteuffelstr. 39 |B8riBiffloBre!«rst0adtbÄg.n Jlnnct Wrnngel 54 Bnmnen 29 Ul Uul Frankfurter Allee IJ3. ,aontard8tr. 2 Eingang vom Flur. A. Engel, Grelfswalder Str. 150. A. Fahl, Nklln., Llberdastr. 16 P.Fenglcr.Cöi)., riommmgstr.33 E. Fensdi, Allonsteiner Str. 12. 11. Flcge, Ruppinorslr. 32. Fanny Baumert. Lindoworst. 23 Blankenburg, Rclcitbcndorrcr, lt. IIS E. Dorsch, Tankow, Broitcstr. 40. H. Franz, Secstr. 49. _____ O.Klose, Reinickendorf erstr. 36 peiQucmungsoegenianfle j f. jahoD, mUllerstr. 12. BvUliSllHrwViiiii iHntixaflB c �ublemann, Turmstr. 47. O. Kunze, Reinickendorfer St. 14 Carl Lange, Lindenstr. 2. F.Laufmanu,Uoinickondorfer9t92 O.Quies,Holl. 1 17tReinickend.-0. WlllyRosenow.Oamphausenat.t. K. Schotte, Tankow, Florastr. 94 M.Torge,Schünoberg,KoloilacQat.66 Cb.Vosgerau.Pauk.Bei-linerst.ll. WandarlichTleiser-J.OrätUt.-E.Ireptow R. Winter, Cotheniusstr. 12 Fleischerei, franlfnricr Allee 150 O Friedrldi, Melchiorstr. 27 Paul Friedrichs, Stephanstr. 44. Oskar Gabler Fie schwaron u. Wurstfabrik Berlin N., Oranienburgerstr. 6. K. Nerger, Nklln., Friedolstr. 21 Jos. OUo,Ov Scham weboratr.ß 7. 1 Odo Prause, ßresösuerslr. 17. P. Prenxel, Chorinerstr. 50. Th.Prcnzlow.Naunynstr. 6 Curt Passow, SchultenJerrersti. 3j. O. Peitz, Andreasstr. 77b. QustavPIeunig, Golzkowskyst.l? M.Pletsch, Xklln.'.Kaeiekckstr. 153 O. Prauae, Filial. 1. all. Stadtteil. Jos. Rachfahl, Adalbortstr, 83. Herrn. Raudiheld, Ziethenstf. IS HermannRauhut, El issbothstr.34 Frltj Heichelt, Emdencrstr. 45 O. Hohloff, Nannynstr. 8 W.Roloff.rrA. Haffer, Kutan.-Allee 12 E. Rummclandt, Thacrstr.»0. Alfr. Richter, Stralauorstr. 10 Jos. Ritzke, Stralauor Allee 31a H.Rose, Trstnwd. 1 1, Jfjrklktllenkof. Leh credit Schröder, Waldst. 48. Seyfort, Gr.-Liohtorf., Chansseest. 84. Hermann Schmidt, Thaerstr. 18. K. Sdiöffier, Ghodowickistr. 23 P. Schmatzhagen, Belfener Str. 11 Gebr. Siogert, Wiener Str. 65. PSüiSaliieUiliöiliaEAllekSA J, Suchorcky, O., Libauerstr. 12 E. Schubort, Pankow, Florastr. 25. Julius Schulz, Lithauerstr. 7. WiiTi Schwai'ZyKönigsbergerst�S E.Schrrzberir. HolBickcBd/.. HaUÄast 9. Otto Sdinetder, Rostockerstr. 30 Otto Schreiber FaulSonaabend, Grossen erstr. 35 PaulSpenn, Kopcnhageiiorstr.35 StiHrg4rd.fleisch-Zenlrale.Starglrdor8t.62 Gustav Stolz, Hussifceustr. 44. P. Tauciic, Wrangolstr- 129. Rcataarant und Cafe Kuhstail" (invalidens Ecke Chausseestr. | Taglich Küastier-Konzerte. Kotoiualwirih VfnBBHHBBB G. Bohrens, SchöneborgAkiiieirrtr.® F. Bcllo, Schäneborg. Xompelhoferit. 10 J.Beda, SpandaHjPinhclsdovfcrs'ü 96 C.Böse.Provinzat.lOOjßftinicteafl.-Ost W.Bera»feld,LiebenwaJderstr.4i A.Buchhoiz.G.frkfrlstlO.Süclt.ßaekw. A. Crono, Liobcnwaldorstr. 50. Gg. Feist, Nkl., Wfisorstr. 4. Fr. Fischlör, Hoidenfeldtstr. 6. Franz Guadladi, Putbuöserstr.48 Job. Hauke, Berlichingen Str. 6. R. Härtung, Berlinent. 124, Eeinickd.-W. MaxHeedcr, Neukölln, Panniorat.oS rijg 1 E. Höhne, Residenzst. 80, Reinickd. H.P.Biedermannk!X'°3s m Ocnne, Karl Chorinerstr. 36. EierStordb engros-en del.Admiralst.5 Bruno Trecbe AW'e DS KenleMlon AI. Brößling.lleiCeiisee.ljiglitnHt.uo Otto Qülle, Prenzlauer Allee 27 i MarlaJahn.Spand., Potsdam erst. 46 •Walciiiinsiait IrifiQl Reinickendorf lUGöl Haupte tr. 25-27. Kronen- Wüsdierei, Nostizstr. SO. Sclmumlöffei& Co., Neukölln, Zoitzcr Str. 5. Tel. 833 Neukölln. Er8(eTiept.Dafiipfwilsßii..II©l(leka!np,Tr.2I 0 40 Filialen G V in Berlin und Vororten O August Holtz ElSö. Hubertus, Butterhdlg. Slraussbcrg Herrn. K-Jncrt, Culnietr. 29 A.Liepold,Antoiistr.l,Milehhdlg. s 48 eigene Detailgeschäfte O. Earkow, Weidenweg 72. �Beussel-Drogcrle Scocr, Bcusselst.Sb E. Beckmann, Woldenborgstr. 10 M. Burkert, Friedcnaü.Bcckcntr,!? Progerie Lippehneratr. 33 Drogerie Sudrow, Ebertystr. 28. Portuna-Drogcr. Oanckelmannst. 20 Alt-GlicHickc,H,Kioska>Köpeü.Str.46. ALGüricb, Dro£r.,SchönfUoßerst.ll G. Jürgens, Winsstr. 32. W. Kleeinann, Berg-Droflcrift.Bergs'vr.S/ F. Kullmalm, Prinzen-Allee 87. OtloKrctzsch!iiarRosenthaler9t.6-7 KrehPs Drogerie, Fennstr. 51. Kröning« Adler-Drogerie, ßimlwlx.? 1 Emil Getzlaff, Treskowstr. 48 i Rudolf Galle, I'auliow, Florastr. 43. Wilh.Gcisler, Veilieiisoc. Lchdcrslr.i. O. Göriug, Greifswalderstr. 163 WillyGerTcko,Petorflburgcrstr.31 Albert Colz, Frankf. Alice 121 Fr. Gerlach, Täuroggouoratr. 1 a. K. Germann, Schröinerstr. 22 M.Gninwald,Koponbagenerst.68. F. Gutechmtedt, Kolouiestr. 33. E. Harzäecher sÄ Rudolf Hemann, Aokerstr. 62 G. Herrmann, Lichtnbg.,Odorst.4 P. Hindemi th, Cadinerstr, 14 C. Heintciikor, Lynarstr. 13 A. Hönisch, Kniprodestr. 18 R. Hoffumnn,Potor8burger3tr.74 R. Holzhßttor, Putbussorstr. 4G. V. Hubalovsky, Zellorstr. 10 Hubridi, Ramlerstr. 23. Fr. Jaiie, Dornholmorstr. 79. Janik, C. Ka�1°k<"- {. januchov/ski, Bornholmerstr. 15 "r.iÄntsclj.KQtlbR.DanilBSS�IciRch.Want. H. Junge, Pastourstr. 13 R. Just, Memelerstr. 6. Robert Kauor, Woinbergsweg 6 W. Kessncr, Czar»uekauer9tp.22. C. ESoschke, Kreüzbergstr. 18. Th. Klapper,'Ackerstr. 107. R. Klötzer, fr.iig. Miolis.Oranienslr.SO? Emil Kiügor, Skalitzorstr. 21. Emst Kolbe, 0.112.Wclch8ölstr.l5 H. Röpke, Raumerctr. 30. Krumm, P.elnli., Grcifenhagener Str 16 Wilh« Kurij, Wrangolstr. 83 O. Lange, Lübeck erstr. 30. ILLcibnltz, Nklln.»Schönstedtst. 16 Rob. Lifldner�foÄVg. IcWawStaai's™ KopgrBiimM'.r. 10. Siricrümiiicmr. 10. Fritz Hühner, Sehlicmannstr. 11. Jf j0l,nl/nS:3rbriirkfrsI.!fi,MeU.r«L3i n.uullimt! Weiltabergtrslr. Ii. MPritnRFf Speiselolnöi,-Marli« . Ulli!, öle Sprcewäldcrm i. Beel». A. Lange, Wcinons.,Ecrl.Ailcc258. P. Lange, Waldomaralr. 40 B.Lndwtg, Uehirnw.-St. 65, Rckd.-W. Franz Müws, Muskauerstr. 34 Fr. PawHtzki. Provinzst. 103, Rckd. O. Pötssch, Schwedcnstr. 18. A. Rambold, Prinzen-Allen II. Alfred Richter, Stromstr. 2t. FronzRichter.Malplaquetstr.M 2» Runge, Otto.Sklln.Heraiannst 55. A. Sägebarth, Fsirbelliser Str.24. Fritz Scheel, Schwedterstr. 47. Schienther, Emil, Huttenatr. 7. . A.S!liiiuat.Silclihcllg.Reltic![«ä.St.i08 Erich Thiel, Wei0ä.,Lai!glians3(r. 139. H.Vogel,Iiih.E.Srhreiier.WillieIiMtr 11 Aug. Würke, Müllerstr 165. ohisü, Kohs, Holz, ürikens "'hürlng. Fleisch- n. IVurst-Fftbr F. SoMimernuina, BoxIiaflsnsrst.S» Tscherbuer, S�raßm.innstr. 8. E.Thar»t.Reinickott�rr,Srharnwebsrst.34 MaxTQmmel,Chri8tburger5tr.24. H. Thomas, Köpenickcrstr. 64 a G. Vettin gr7ttn- w5e| F. Wendt, Simon Dachstr. 37. W.Wiese, Lichtenborg, Kroinerst.Su.ß P. Wunderlich, Bötzowstr. 38. Paul Zwarg, Land sberg- Alloe 1 36. L. Zimmermann, Kottb. Damm 94 H« Geiko. Gnesoiierstf.!. B, Elbingcrst; Otto Müller, O.. Roniint.cnerat.o2 Franz Rciehert, Maxstr. 18/19. CRlchterJnkAVsßlclUerUisplst.OTSlSS Fcrd, Wre e, Rcni cken d o rf e r st.86 K urz-, UJBfS-,«JoHwsreo vritojeaeii �las, Porzellan G. Kröger, Weißenburgerstr. 79 R. Laub, KeaköIlB.üerlin.St. 103(Tlern.- FI.)ll.Gt»;li. Belle- Alllaac.5t.95(5'f„Ral).) HTNIxddr+.FranliriinerAII. 197,0'".Uli). im- n.! DrowickejSoif.a.Biirolw!, Reinickd. St. 165 G. Geiger, Schleif orei.Müllorst. 7 FfL(ia!iierowskynÄTug.8;u; Alb. Bork, Pankow, Florastr. il Herm.Engol, Tegel, Schlieperst.iS Bcusselstraßo 76 . UdlUeta Tauroggcnerst. Ii Hoppe» E.» Scharnweberstr. 52. Carl Klein, Höchstestr.lCt N.O.18 Hermann Meyer, SchiTclboinerSt. 21. H. Poch, 0. 112, ScUarnwoberstr.49. W.Pirwih,N.65jlcinickcnd«rfor«»r.44 Ro.scnthal)R?i!iick<,ntliVSchaniwf,o-8,..12l Albert Vogt �oöcrHandjung H. Schwarz, Petersburgerstr. 51. oppen G Cohnheini, Röinickend. Str. 8. Wraiiplsir.45 W.Ssniller miou« Badstr. 26, Ecke •K. Mittel rrinzon-Alloe. Pahicrh 2 Tn Rosenthalerstr. 3 rdUlSUI ß Iw. Eckhaus Linienstr. W. Fcchner, Osnabrückerstr. 5. A.Hannemnpp, Tegel. Berl.yt.8S. Eeike ASlupccki, äcVöali.-Allefi 70 c S. Rosenberg", Röinickend. St. 118.' Otlo MigÄÄthMi« MMUMU A. Dlerko�FrzrAfarler ChnnsDCt 115. yotBl», Feiiiilo' vis-a-vis Stettiner Bahnhof. N., Invalidenstraße 126 und Hotel Deutscher Hof S., Luckniierair. 15. nm MoritzpL Bethke, Georg, NenköIlH, Ms,1r.?Z, Kaispr-Friedr.- Str. 04, WMewtr. ISO, Friedalatr. 23.. Treptow. Grätz-Slraße 64. t'rese, Ernst 5<7mcsofte Gaeg« bürg. Wilfi.GraMra'ke�'oinstr. ek# Ernst Hoftniann Korn, flu so Srr�f7eV E.Janotischek.XköllniHarzorstr 30 iA.'i.AH.ii!!.!l!'U!WK Mi\ M- Mauke, Cr, Münzstr. 12 Nd. 3249 R. Mal, Kaiser Friedrichstr. 233. F. Pflugmacfaer, Colonnonstr.43. PaulSchönberg.(harl..Pcslaloziist07 f.w.»rfcoÄ";. M. Wolter, Wrangolstr. 8._ C. Braun, Eldenaerstr. 25 H Brückner, Friodensst.üjAdlorsh. Catl Braune, Stoimnetzstr. 42 Wilhelm Freier, Bouchcstr. 80. H. Friedrich, Straßburgerstr. 43a F. Galle, Metzerstr. 38. A. Koppe, Pronzl.auer Allee 230. Isl Hoppe, spamläu Fopfsettzeing des Bezugsqueiien-Verzeichnisses B enranftalien Ba!ll!e�RüfSOSckeend..|et"r üsiH-Lefira�alten ja Seh w ollenst r 31. Gewisr-enh. Ausbld. Rossiee�- KKVdsI Kastanien-Allee 57 Qustav fSichier j Köpenick, Gr-'hiaunrstr.'.) jj Cleiii8.§t8iiike,BiiSEliiiiprst2B Tiefe rvehf. Zahlungr.crleichterung Ackerst.t2C> P.Bock, Klosterstr. 8 3, Spandan. Daeiine.F.,Ri., Neue Jonasstr.SS. Geppert, Paul, Zossonerstr. 32. SfiFT A�TTTnirrnTi; Ü'JI' in neuen o- gebr. Möbeln. Bellen Gardinon nmi l��rtieron. Moabit ' Turmstr. 45 Lange, Max�rKÄI6 Ferd. lonshitn Haclifolg. Gneisen an Str. 15. 33 Jahre bestehend Auch Za hin n pae> I oi c I) ter un g. Belimami, E.. Ed.Hnida. Krister i- RnHmann äl i m:? sch in en, R osent Ii alerstr. 1 9 Littauer Nidirnnsch"." Span d au Jnlire Garantie, Teilzahlung N'ä!iiii.-Spz.-GPM'h.,PKlsdaiiier8ir.ll). LiltaucrFerIuier,WeiüMs.,öerI.AIL254 Alb. Ruhnkc, Berlinerst. Ii;, Bank. HälimassMaea Läden in allen Stadtteilen. ©ELES C. Batt, NW., Tnrniatr. 64. KisineflarMiiailStakÄub Fri� Wulff, Naugarderstr. 46. �ptTHerrMhatiiHer Oase* Paul« N. Müilerstr. 174. K. Groä, O., Frankfurt. Allee 16 Groß, Paul, Warschaueratr. 66. Leop. Patocka, Bnndenbnrgslr, 45. Schubert, Carl. rfklln.Bergstr. 148 W. Zaplctal, Frankfurter Allee 168. 3Cf5tSEJÜPGS. DelDHtiUS I Gustav Frank, Ackerstr. 135. ! NpiopQp Bmitnenstr. 155 llulduUI Nord 2020, allerbÜligst. ! F.Wildhagen, A.O J 5. W insst.26v. I H. Kahlbrock, Danzljrerstr. 49. E. Weidlich, Sleilitr. Lindcnstr.4I. RSSeSSE rifcinHagEi.iilintrJB l IMlöbcl-Pich Neukölln, Kottbnscr Damm 73 l Zionskirchstr. 38 39. , Teilzahlung gestattet. I Wilh.StrohstheerBltf.n�ir/ R, Theuer, Elsaßerstr. 78. �artiEuiaren u. Reltsiager i G. Claaß, Weißens� Berl. AlleeSö �atentanwaitF ! A. Kuhn, Dipl.-Iag., Gilfchinerstr. 106a MänöTeTlißrT" D.Danlelsobn, KottbuserdamraS. M. Kielov/, Prin/ensir�Zj�eanderstr.S. K. Opalfce, Pankow, F�orastr. 14 Fritz Wildenhayn, Elsaßerstr.? ��rierstlcHe""~ P. Knappe, Goebenstr. 9. Rieb. Blume, I'aakoWjFlorastr. lt. O. Prochnow,!vk!ln Hermannslr. 69 Gg. Velten, Pankow, Florastr. 21 Fidelack, Lief. d.K.,KanierBneritr.2. A.Hadcbarth,riiarl.,PeGtalozzistr.92* Ernst Hoffmann, Pank., FIorastr.9. Wllb. Hitschbe, Skalitzerstr. 13. Willy Kusetj, Hasenhcide 48. K. Liicb, Charl., Taoroggenerstr. 49. Emil Mierisch, Florastr. 31 Pank. Petersohnr Osk., Müilerstr. 156. J.Petrahn.Marisnbg.Str.lO. 5% V. Smiejkowski, Zorndorferitr. 19 M. Ruda, Pankow, Drehmestr. 63 Tsdiecks'Schuhw.,Mflblensl.44,0stl7 B.Wolff,Pankow,Wollankstr.ll7. 1 G. Kerger, O.. Grünbergerstr. 15 Kniehusch, W., Frft..Chauasee96 H. Kühn, N.-Schönhans., K.-WUh.-St.85. i Lehmann, Alb., Frankf. Allee40 | Schrammck, G.Frkftst.? n.N.Jacobst.19 W. Schroeder, Immannelkirchstr. 35 Ü.Schnrig.Drcsdn.-St.SOZ.Wecker-Zeutr. ' F. Seifner Mf.«, Max Storch, Elbingerstr. 100. Georg Weigel, Wrangolstr. 47. IMWUMM| Maschinisten-u.He;zerausbildg. i.elktr.Licht-.Kraftanl.. Fahrstuhlführer, ZcnUarneiz., Urbanstr64. ,,Hapnt3Bcr£tLurnant Müllerstraße Ecke Scestr. E iPitz Im ßriginal-HaötEpeter Eduard Martin, Münzstr. 20. Schöneberg Hauptstr. 1Ä. l'atzenhofer-Aus- schank. Brunnenst.77 Kino, Reichenbergerstr. 150. Ww. E. Koloski, Stendalerst. 11 G.Le[inann�Äru.nEdcke Lindentheatcr. Lindeiistr. II". EmilGoid,Bwlifr«i.(jennäiii«-!Tni!iM.8 E.PaseiJ'ald.FIfisrhetei Kndoirmtas E.Schröder, Bii ck.Cliansscest.lOIzn.jei St.Suröwka, Bäckerei. Rudowerst,S4a Fr.Tzsrhfintke.Bäft!-''htaitersir.Tä. i E.Kegel, KziJ.Eriedr.Str.SO Bäckerei MaSeljTrcptowerst.USsliweiiiesciil ! Fr.Pannedc, Bergst 135, Lederw. E. Schüler, Heriztiergpi. Fwmntiere. ieüer-scticnüäüseo dlErshol Ph.t.-t!el.R.KIietmann,Bismarckst.l4i Kaufhaus Jiiüus Weil Nachtl. Deutschland" Berlin : Arbeitcrversichernng— Schützen- j Sterbe kassenversicltcrg. straBe 3 llie erste selbstspiel. Doppelgeioej I PatsenhoSer j j. Guggetiherger. Ko-sentalefstr.54.| B2SS1 C.SchfilerHind-u.Sehweinemetzg ■peöersdort .Iduna'zu Halle a.S. Berlin, Charlottenstr. 82 Volks- und Lebensvereic.herufg. F. M. Höppner, Ritterstr. 95. Conrad. Grnfidestillat.0raiiitiist.;D7 Groß-Destillat. Schiefe Haube Großd-, Zur Sonne*, P.Freudenberg. (1 pn-itilnoFnnkrurter Alle», EcVe UiUbliall;! Krentjijerstr. litöre, Weine Fr3nkf.AlIeel22.Einteivk.t.engrosPrei3. OlioAMSsImlZ"SSTSr Patzenhof er- Ausscb., Koltbnscrat.b Patzenliofer Ätisscltook: Gr-Frankfnrterstr.iot AmStniiSbii.riat l'.PieckenhaqcH, N.-Srhönh.. K.Wilh.St, iO* Oiöiinteülts�'��d:; Riet>ecK- Aus«clianK; Aloxanderstr. 55- Tä�l. Konzort] Riebeck-Ausschauk, gr. Frki>i.:!4. ST.Rohloff�'fertt.�Bra'ierpiK�i! inst alt Ofigioal-SdiQitlieiQ-Jiostcliaßk Alexanderpl., Rieh. Scfaloßnies. RieDscK-Bier-güsscnanH Brunnenstr. 76, Ecke- T.ortzingstr. CarlSchieBer,Brot-n. Feinbäcker. Gust. Sdiöofeld, Schuhw. u. Rep. Carl Tehel, Brot- u. Feinbäckerei pWsitiiJltsrTflülsii Buinniiüiiig üionopß! G. Hübscher. rätCE,"«I(ltr.,Bahjiärst. 20 Haumaus Etnii Beromsnn Max Schnitte, Setze, leis.Wilk.Str.H O.Stietn,Sch!äeliter.,Keii.Willi.Str.74 K.Wilke. Schlächt..Lindenätr.lO. E. Schelier, Arh.-,Berf»kl.B«rli»»r«i84 MM' Awisguf.Sehönwildst�B.Flsck.-.Wrs'v. Karl Heinrich, Bäck.. Schaferstr- W.Lutter, Fahrr.,Piek?lsdorf«rätr.98. O. Rauer,PichelsdTfr8t.ll7. Möbelgesch. Schcuerlein, Breitest. 35.F!s«h.-.Wrstw. O. Wenzel, Pich Olsdorf er Str. 2a. W. Hühner, Bülowstr. 61 Möbel- O.Kurzv. e�, Lch nhm�Fsvrigztr�ZT. Otto Krusche, Fris., Koltbnser Str. 54 '-[pelz waren, Hüte, Mützen __________ I Herrenartik. Gegr. 1867 Franz Puschner,H?tn8- n.Kücnenmag: OttoSdiampe,Eisenha!:_ artilcel, Hans- n. Knohong�rate SSS�SEE M. Sdiladensky« Krautstr..50. [eilen Schmidt, Fennstr. 3 iielograpliitGtie Ateliers F.Bode, Fssiq. Mostrich.(Inrliheritr.61. ßlesow ä StiiwaHs MESS?..........~ F. Bartels, Gcrirh{3slr.50Bc3t.T.2527 C. Berner,(löbenst. 29 Tel. Lüttow 9603 OFahrenkr«g,\enküllnWiiItorstr. 31 Paul Schur, G m b.II..Dirkscnslr.Bg.82. R. Maerz, Badstrasso 6-">. i�Hgnon*', Belle- Aüi.ince-Str. 25. Rua.Obigt,N.Iieinickendorferst.'2 hotegr. Apparate | Scimeewittcben- Bleichseifenpulver |Alleinfnbrikt.:Grublh,Pot3dam iS d"e."pau A.Kra»chin8ki.Panli.,Brehmostr.4. CI.S chumann, Tegel ,Schlieperstr.25 F. Schwericke, Florastr. 91 Pank. Hgpm. ineyer&Go,�: ca.550Yerk8nfsstell. Sr:-Berl Sprit- und EiKörfaeriK Ringfrei m.* lü. Itlülkr Buckowerstr. 7 8. Yoghurt-Milch- Kakao wirkt blutreinig. 100 Tass.M. 3.-- Für Korpulente Zehr-Yoghurt. Paul Hahn, 0. 3i,War.sch.-Str. 83 yaMeifpF Groß. Destillation, Ausschank. Z. SchultheiB-Quellc, Frkf. AiieelS. FgriinaBdSctißnickeHetostr.l: WsSS- [sri Sm?-höneberg Herbertetr. 4. ulixallen u. instruniente A. Ax,H.Weigel, Nach IL ASchulstr.fEcke Maxstr. A. Groll, Henningsdorferstr. 10. GroBdest. z. Sonne,.StranStergeritrSi LH GroBdestiilation Zum Afrikaner Inh. Bernhard Tiedmann. Großdcslill. G.Wolf, Kastsn-Alice 50-51 Max Alm, Franseckistr. 15 P. Barein. Steinmetzstr. 30. F. Bernart, Blumenst.! lI.KAlexandcrst. W Best,.Skalitzeralr.ÖJE.Wrangelitr. J. Bläck, Berlinentr.l OSCharlottenborg F. W. Briese, Cöpenickerstr. 79. M.Dresler, Orätzstr.70I, Treptow. Düby, H.,Ncnkö!lD,Berg8t. 4SN-K.1179 FalkenRtcin.Kais. Ang. Allee 82. fharltibg. H.Frey, gegr 1661, Landsbcrgcrst. 83 1. Goctzc, Kais.-Frieilr.-Sr. 193H.N.-KöHh. >11 t 1 H V 1, Xl.tUQ- t>, � V n.8>»»tt«.Z-kIiicIilefMif.F»li><>»»er»r schioßjrogene Rieb. Scholl, Häck�rpi u.Konditor. W. WertonnS�S" E. Stark, Bäckerei, Berlmerstr.26. RMffnSI�Tfr Schuhwaren u. b Reparaturen. E522E"" Königsbcrser A Co.I.ankwitzerstr.l Herrcnartlkel und Konfektion. A. Behne, Zigurr.. Nonnend. 85. Sicmenssladt- Drogerie Nonnendaram 81. �lg.,Bau-' Lieferung sämtlicher Kranken- 1 kassen. Bandagen, Photo- und K o n s e r v ierun�a rt i k e 1. jj�iaiilsflort Rud. Bruiiow aitiÄ"� Lcbnhardt, Back.-Conditorei Bahnhofstr. 2. Weh!ig,Eise'jw..Werkzenge,Bahnhof8t.44 Frau A. Pagel, Kolonialwaren. A. Schwarz, Cigarren, Tabake. (Institut Hafke, Fchrbdl i nerst. 24 1.] {Amt.\"d.376 1. Sp. Zabnzieh. m. Betäub.Mk. t j E. Junk. Blumenstr, 88Kgst. 13846; H. Lindeke, Warschauerstr. 9. R.Mende, Schulstr.117, EckeMaxstr. M. Moser, Alcxacdorst.itbE.Schicklerst. Zahn-Atel.Volkswohl,MälleMt.l26ab Reimmann, Residen.'ft. 1 15. Rcinickcnd. E. Sager, N.-Kölln, �ergst.öS, Tel. 9594. Hermann Schnitze, Beusselstr.15 FüllI Caim Große Frankfurterst. 4 Llllil JU tili Ecke Frucbtstraße. Karl Sommer, Frankfurter Alleel 04. Siraucumann�fÄ6"« W.Thiedt, Reinickendorferstr. 7. Woioo Mo v EeiniclenJrfrst.llO II u lo 9, in u AToilzlzi.zett. B»rl 0% P. Schnitze, torffi.Wieihtnick.FMiisl.I. Witta SScsv""äkauerstr. 18 nuits, und A Ecke Maotealteleir. Zaiiii|!nii8,S.r4eg',)letierst.�2,TeiI>lil3.| M'JSS" il Dfirl-mson ü.irtnerei».Ssmenluniilg. H.DUQilllQHSi Fil.Nklln.UennacnM.lie FerdinaiidTite!,Chaussecstr.217 Konfitüren.WeberCliauaseo.t.tä H. Krull, Bäckerei, Kaiserstr. I. E. Tietz, Bäck., Gr.-Reereuet. 128. H. Wagner, Koniflei. 11, t'ltiscb.-Wantw. SBrüMsro Gewkseilftshs.V.w. Haznas e«pf. iTereii C. Klopfer, MöbelhandJung. Rottkovsky. Flei tri»-, Wat'ttr. ,Gr. St. 1 9 mjjgnot- ,J.Hohmann,Bärk.IFriedr.-Wilh.-8t-27, G. Riesling, �Bäck., Berlin. St. 91. H. Loth, Molkerei. Berlin. Str. 78 Sanitas-Drog.yW.Froese�orfstr.Sl Beerdigaiigs-Inst.Stawfnow,SpaBd.Bcrg-2 O.Kammer", 8poiid ßcrg21,0bi K.Zarthc,Har i8t,Gcraäse. telerst.Üc.Obstn. Gemusw. P.Jürgen, Kolon w. Berl. AlleelSS. Wilh.Kocb« Schlächter, Lelidcrstr. 2. Mehlhdlg. Pastonno,Gi!rt..Ad.'Str.l7, Thüßing's DrogerienWeiOensee E.GIeisingFl.u.Wurstw.laEgbansfiMi. Kaiser&Roxlsu.Maßschn.Gnst.Ad.SLn Otto Obst, Fl. u. Wursiw.SlsaSitT. 70 m elßSUT CarlGahLSchlächJerci.FdÄlweißjtr.BG. J.Laslhlnskl.Bä'' k.. Edel weißst. 11. P.NeioWjMilcbgsch. Lindcnallecl2 W. Silladf, Sargmagaz., Hauptstr. 28 A.Treflner,Thrpn ii.Goldw.,Hauptitr.l2 Wendler ÄRutl>pnberg,Knl«nw.Haiiptst. 20 R. Wo 1 s d o r», Kolon i a 1 w.. Hau pt a t r. 8 yossen _____________.. Bmisriianfliyng wanopin Spcz.: Geflögelfutter.| WarenHaus S. Cohen. E- GroßaPflügeralr. 57Bäck.lKondit, HolGbar,Bfcker-n.l\onditorci.Nicmetz8tr.3 B.Jaenichen, Bäckerei. HcnnaEn8tr.45. K.Karpinann,Pap.,Schrbw.}Em88rst.l03 C.Kanipfer,Borgst.137,Uhr..GIdw. Kaufhaus Felix Levy Nchfl. Hermann9t.52.Eck.HerrfnrthStr. Krause,K»i!*.Priedr.St.79Schweineschl R.fiersliaii Bcr?st" 122 Fo-urago Jedes Wort 10 Pfennig. Das fettgedruckte Wort 20 Pfg.(zulässig 2 fettgedruckte Worte). Stellengesuche und Schlafstellen-Anzeigen 5 Pfg.: das erste Wort(fettgedruckt) 10 Pfg. Worte mit mehr als IS Buchstaben zählen doppelt. Klein© Anzeigen ANZEIGEN für die nächste Nummer werden in den Annahmestellen für Berlin bis I Uhr, für die Vororte bis 12 Uhr, in der Haupt-Expedition, Lindenstrasse 60, bis 5 Uhr angenommen. Siopphingcn, Kinderwagen. Zei!- zaHIung Ü.öi) wöchentlich, ipoltbillig, Meiseis. AudreaSsttatze 4 fSdilcsischer BaHnHos). Filiale: Belleallianeesi!'.(O, Ecke Gneisenanstraße. 24'24K ■Horirtlirige eiegameHerrcnanzüge und Paiewis au-Z iewsten Magitofien 2Z— 60 Mari, Haien S— 18 Mari. Verlan dbnus Germania, Unter den Linden-21.________' Kinderwagen! Teilzaftiung 0,30 Iröchentlich an. Ziiejenauswahl. Tpottbillig! Richard!, Warschauer- prasie 80. l.'3KSK' TepPiOi-TIiomaS, Oranienitr. 44 serbichlerhastc Teppiche ipottbilliz; Gardinen,«icpvdccken. Tiichdeckcn halben Preis. Borwärtslejern SProzent Extrarabati. 78öK4 � Äetrenstand 9,—. Brunnen» (Unfee TO. im Keller.__ 1W0K- ~ Teppiche! tichlcrhasic) in allen Erätzen, fast für die Hälste des Wertes. Zcppichlager Biünn, Hacke- scher Mari! 4, Balinhos Börse, siiescr des..Vorwärts" erhallen S Prozent Rabnü.i ZonchtagS geöisnet! � In F-rrieu Stunden. Äschen» schrill für das arbeilcndeVolt. Romane und Erzählungen. Abonnements wöchentlich 10 Ps. nebmen alle Ans- gabestelleu dcS„Vorwärts" entgegen. Probeheste gratis. Gchlcndcrverkauf! Psandleih- baus Hermanliplay S. Ansamm- lungcii'verichicdener Warenbestände nicrdcn spottbillig, viclsach halb- Iimionst oertausl. RieienauSwahl Jackeitanzilge, Gehrockanzüge, Herren- .paietots. Herrenhosen. Dnmengarde- roben, Pclzfachcn, GoldsachcN, Uhren- verkaus. Tcppichvertauj, Wäschevcrtaus. Gardinenveriaui, Bctlcnverkails, Ver- mietungsbett, Brautvclicn. Aussteller- lachen. Steppdecken, Tischdecken, Wand- bildcr. Passende Fcstgcjchente..Icder- wanns allerbilligsle Käusgelegenheit, nur Hcrniannplatz 0. � Gardinen! Steppdecken I Portierenl Tischdecken! auxcrgewöhnlich billig! Borwärtsleser 5> Prozent Rabatt crira! Gardinenhaus Brünn. Hacke« scher Markt 4(Bahnhos Börse). sonntags gcössne:. � Monarsanzuge und Sonnner- ulslcr von ö Mar! sowie Hosen von I,ö0, Gcbrockanzügc oou lü.DV, Fracks von 2.50. sowie für iorvureme Figuren. Neue Garderobe zu staunend billigen Preiien. aus Psanülcioen ver. salleue Sachen taust man am billigsten bei Nag. Mrüackstraße 14.___* Ohne Anzahlung, 50 Pfennig ZLochenrale an, liefere Bildcr, Wand- ubrcn. Teppiche, Gardinen, Portieren, Tischdecken, Steppdecken. Strengste Tislretion zugesichert. Aus Wunsch Auswahljendung. Bestellungen erbilte .Postiagcrinrlc S", Postamt 102." KtistrincrplaN 7, Psandleihhaus, allcrbilligster Bettenvcriauf, Wäsche- verkauf. Teppichverkaus, Gardinen, Wandnhrcn. Steppdecken. Plüschdeckcn. Anzüge, Goldsachen, Silbersachen.* Monatsanzngc, Palelots, großes Lager, jede Figur, kauft man am billigsten beim Fachmann; jede Acndcrung nach Wunsch in eigener Wcrkstaii. 5 Prozent billiger sür Vorwärtsleier. Fürstcnzelt, Schneider- mcislcr. Rosenthalerstrajje 10. 157gK Künstlcrgardinen k Wundervolle Neuheiten! Fenstcrgarn itur 3,85, 4,50 bis 15,00, Shaw Igardinen, Paar I,S5, 2,50 usw. Vorzichgardincn 1.35, 1,65 usw. Walss Tcppichhaus, Drcsdcncrstrage 8(Kottbusertor) Aboiinciiten 10 Proz. Rabatt!' Geld! Gold! Sparen Sie, wenn Sie im Leihhaus.Rosenlbalcr Tor", Linienstrage i>0Zs4. Ecke Roscntbaler- strasze, nur 1 Treppe, kein Laden! lausen. Anzüge g,—, Ulster, Pale- lots 5,—, Silberuhren 3,—, gul. dcnc Samenuhren 8,—, Goldwaren, Brillanten, Betten, Frcischwinger. Fahrräder. Alles enorm billig. Zluf Uhren dreijährigen Garantieschein. Eigene Werkstatt. Sonntags geöffnet. Monatsgarderobe spottbillig, große Geldcrsparnis. Paletots, Facketlanzüge, Gchrockanzügc, Jüng- Inrgsanzügc, Hosen sür jede Figur. Getegcirbcitskäusc: Uhren, Ketten, Ringe, nur Psandleihe Prinzen- stras>c 34, eine Treppe, neben Wertheiin, kleiner Eingang. Fahr- geid vergüte. LSälK" QssciiÄktsverksure. Existenz. Verkaufe mein alt- eingesührte» Seisenkellergeschäst mit Rolle sür 300 Mark wegen Zurruhe- sehung. Brolhage, Berlin, Näunhn- strafte 3.___ 273/6* Grk rcsiaurant. Eharlottenburg, Bismarcksirage 38, Ecke Sesenheimer« strafte, direkt am Deutschen Opern- Hause, gutgehend, 12 Fähre in einer Hand, will Witwe preiswert ver- lausen.___-j-SO Zigarrcnnliale der G.-E.-G. jetzt oder 1. Oktober zu verlausen. Köper- niknsitraftc II. LZSSb Obst-, Geniüse-, Kolonialwaren- Geschäst mit Rolle verkaust preiswert Baftianstrage 8.'.'135 �jlgarrengcschäst, gut eingeführt, in lcdhajtcr Gegend, trankheitShalber josvrt billig zu verlausen. Offerten P. 1, Hauptexpcdition.Vorwärts" erbeten. LgSüb Kolonialwaren-, Obst- und Gc- müsegcschäsl umständehalber preiswert zu verlausen. AuSkunst gibt Böllgcrslrafte 23, Obslgcschäsl. 1-33 Möbeltcilzahlung. 10 Mark An- zahlung, kleinste Ziaicn. Bringen Zic beini Einkaus dieses Inserat mit.(15 Prozent der Anzahlung Gntschrist.) Gute bürgerliche Wohnungsmöbcl. Ehrlich, Zlltc Schön- hauscrtrafte W. 23lTK Privatleuten verlause völlig neue Nilßbaumwirtschait zum Spottpreis. lGeivcrbiich.) Händler unerwünscht. Neue Schöiihauscrsiraftc 1t, II. Kleine Wirtschast billig. Rosen- balerslrasze 57 bei GlaS.(Gewerblich.) Händler verbeten. 73/11* Tischlermeister gibt Möbel aus Teilzahlung bei beücbiger Anzahlung zum Kassenpreis, stets Gclegenheits- käusc in gebrauchlcn und zurück- geletzten Möbeln. auch aui Teil- Zahlung. Nachweis von Kunden wird gut honoriert. Offerten Post- amt 00„Lagerkarte 44". Geldheirat nicht mehr nötig. Ich lieserc zu Kassenprcisen bei geringster Anzahlung und llcinstcn Raten nach Dorschlag der Käufer komplette Woh- nuugseinrichtungcn sowie Einzelmöbel unter langjähriger Garantie. Stube und Küche 180.— an, zlpci Stuben und Küche 230,— an. Gebrauchte und zurückgesetzte Möbel, säst neu, besonders'billig. Bei Krankheit. Arbeitslosigkeit, Aussperrung. Streik selbstverständliche Rücksicht. Lieferung und Ausstellung srci Wohnung. Nicht- gesallendes Umlausch gestattet. Julius Gabbcrl, Tischlermeister, Acker- straffe 54. Kein Warenlreditgeschäst.- Sparen Sic bei den schlechten Zeiten. Sie erhalten von mir gegen ganz kleine 9ln- und'Abzahlung nach Ihrem Wunsche ganze Wob- nnngScinrichtungci! und einzelne Möbelstücke. Kausen�«je also beim Jnnungsmitglied. Spezialität: Vor- bildliche Mustcrwohnungcn sür Hand- werker. Arbeiter und Beamte.'Auch gebrauchte, guterbalicne Möbel sehr billig. Gewcrkschasismitgliedcrn simf Prozent Rabatt. Bekannte Rückffchi bei Krankheit, Arbeitslosigkeit, Streik uiw. A. Schatz, seit 1865 Brunnen- strafte 160, Eingang Antiamer Straffe. Kein'Abzahlungsgeschäft. 246/10- Kolossal günstiger Verlaus von modernen'Arbeiter- Wohnungs-Ein richlungen und Küchen Reichenbergcr straffe 5. Wegen Umbau meiner Ge schöstsräume findet bei äuffcrst billigen Kassenprcisen und 10 bis 15 Prozent Skonto bis zum 1. Juli statt. 75/>2" Allerdilligst! Erstklastig gc- arbeitete Schlaszimmct, echt Mahagoni, in den modcrmicn Aussübrungcn zu besonders billigen Preisen! Ve- sichligung gern gcstatlcl i„Möbelhaus" M. Hirschowitz, nur Südosten. ikalitzerstraftc 2626K" Möbel. Kinberdrahtbctt. Joachim. Frank. surler Allee 128, vorn III. 76/10 Möbel sdiskrct» aus Teilzahlung und Möbcltausch. Änsragc luhnl. Ich lieserc solide, gut gearbeitclc Ein- richtung bei kleinster Anzahlung und bcgucmste» Ratenzahlungen. Acitere, unmoderne Möbel werden in Zahlung genommen und bar verrechnet. Post- lagcrkartc 3. Postamt 22. 2188,«* vi obei uont Gewi Bei lwuicr Anzahlung geben Wirtschaslcn und einzelne Stücke aus Kredit unier äußerster Preisnotierung, auch Waren aller Art. Ter ganze Osten laust bei uns. kretschmann u. Eo.. Koppen- strafte 4. iSwlesiiwer Bahnboi./' Möhelkredit. Kompieltc Einrichtungen von 15,—, einzelne Möbel- stücke von 3,— Anzahlung an. Bc- quemstc Abzahlung. Kreditbaus Llliscnsladt, Köpcnickcrstraffe 77/78, Ecke Brückenstraffc, am Bahnbos Jannowitzbrücke. 26325t Achtung k Möbel aus Kredit. An- zahlung 3 Mark an, Abzahlung 1 Mark an. Riesenanswahl, billige Preise! Größte Rücksicht bei Krank- bcit und Arbeitslosigkeit. Kulantestes Kredithaus Berlins. Inserat mit- bringen, Wert 5 Mark. Sonntags 8—10 geöffnet. Möbelhaus Konsum, Kotlbiiserstraffc 14. 2116K* Musikinstrumente. PiauinoS- mehrere neue, 360,00, 420,00. 430,00. F. Mantheh u. Co.. Possdamcrslraffe 3t. 219/5 Kein Pianoläuser scheue den Weg zur Neuköllner Pianosabrik, Julius- straffe 59. llllau staune über die herab- gesetzten Prejse: Nene Garanlicpianos 300,— auswärts, gebrauchte 100,— auswärts, Spiclapparatc 250,—. Teil- zahlung. 76/9" k�sdrrStler. Fahrräder 15,— bis zu scinsten Garanticradern. Leihhaus Rosen- thalcr Tor. Linienslraffe 203/4. Ecke Roscnthalcrstraffe. 2636K- Kauigesucke. Zahngebiffe, Koldsachen, Silber- iawen.VIatinabsälle, sämtliche Metalle höchstzahlend. Schmelzere! Ehristionat, Kövenickerstraffc 20 a(gegenüber Mameuffelstraffe). 48/ lO� Kupfer, Messing, Zink. Zinn. Blei, isiannioipavier, Goldsachcn. Silber- fachen, Platin. O.uecksilber, Zahn- gcbisse...lfficiallschmelze" Eobn Biunnenftraffe 25. 58/9" 'Btatinahfälle. Gramm 5.60,'illl- goiö, Silber. Zahngebiffe. Stanniol, lÄühstrumpfasche, Ouecksilber laust hüchstzahleno Blümel, Schmelzerei, August strafte 19 III. Goldschmelze kaust höchstzahlend Zahngebisse, alle Metalle. Witwe Mcper. nur Köpenickcrstraffe 157. Plattna, alte Goldsachen, Bruch- gold, eoilber, Gebisse, Kebrgold. Gold- walten, Quecksilber, photographische Rückstände, sowie sämtliwe gold-, iilber-, platinbaltige Abiällc taust Edelmetallschmeizc Broh, Berlin, Kövenickerstraffc 29. Telephon Moritz- Platz 3476. 75/1 Wäscherei Hermann Kubasch. Köpenick. Grünauerfteaffc 45. wäscht schoncndft Laken, Leibwäsche, vier Handtücher 0,10. Kein Vertauschen. ?lbbolung Donnerstags. 2286b Biolinunterricht, sehr fördernd durch bewährte Methode zur reinen Tongabc und Vortragsweise bis zur Meislerschast. Ebenso vorzüglichen Unterricht im Klaoierspiel und in der Kompositionslehre. Per Lektion re spcktivc stunde je nach Tageszeit von I Mark an. steigend mit 25 Pfennig bis 2 Mark im Abonnement. Fleißige, talentierte Unbemittelte werden er- hcblich berücksichtigt. Näheres per Erpedition des„Vorwärts" unter Cr. i. Briefmarken, Münzen kaust Groffmann, Spandaucr Brücke Ib. Fahrradankauf, Linienstraffc 27. höchstzablcnd. <6/11* Unterricht. Unterricht in der englischen Sprache. Für Anfänger und Fort- geschrittene, einzeln oder im Zirlcl, wird englischer Unterricht erteilt. Auch werden Uebersctzungen an- esertigt. G. Swienth< Liebknecht ' arlotlcnöurg.«luttgarterplatz 9 Gartenhaus III. 44K- gef Eh Verschiedenes. Vatentanwalr Müller, Gitschiner- straffe 16. NäHmaschinenreparaturon fach- gemäß, schnell, billigst, in eigener Werkstatt, auch außer dem Hause. Bellmann, Gollnowstraffe 26," nahe der Landsbergerstraffe. 292 K* Strumpfanstriekerci. Zum An- stricken von Strümpscn sowie Verkaus neuer Strümpse, Wolle. Trikotagen cinpsiehlt sich Marie Element, Ramier- Pratze 27. Speziaiilii!: Schivciftwollc. Stalurblcicho. Handwäscherei wäscht sauber. Laken, Leibwäsche, vier Hand- lüchcr 0,10.'Abholung Dounerslags Elise Lustig, Köpenick, Grünauer- straffe 51._ 2285b deuierhschaftshaus Kamburg G. m. b. H. 105/5 Hiermit zur gefl. Kenntnisnahme, daß für den Posten eines kaufmännischen Leiters unseres Betriebes der Genosse Koym- Mannheim gewählt worden isl. Die VerwgltunZ. Kcffelbrunnen- Reparatur über- nimmt wer? Offerten unter„Gehren- berg", Postamt 12. 22806 Vermietungen. Rcstauratiou, Laden mit Wob- nung zu vermieten Neue Jakob- straffe 28. 236/5 Zimmer. Möbliertes Zimmer vermietet Frau Jaeck,'Antonstraffe 1, vorn III. Möbliertes Zimmer, 15 Mark, bei Frau Sorgcr, Schwedterslraffe 236. vorn I. 2281b Schlafstellen. Möblierte Schlafstelle sür einen Herrn oder Dame. 1 Ansicht abends. Frau Levange, Forsterstraffe 7, vorn 4 Treppen. �rheitsmarkt. Stellengesuche. Parteigenosse, 25, Stenotypist. gewandter Korrespondent, sucht Stellung. Angebote B. 88, hauvi- postlagernd Berlin. 227Sb Stellenangehote. Zur dauernden zeitweffcn Aus- Hilfe suche nur zuverlässigen Mann. welcher das Anschrauben kleiner Appa- rate nach Bedarf übernehmen will. Bedingung■ Wohnung Wcdding. Offerten„Sparrstraffc",„Vorwärts"- Ausgabeslellc, Müllerstraffe 34».-j-132 für sesiielit: ew Lackmrlh'�"' Mr Kranken- ein Schweis/cr I hausmobcl, einige Kupferschmiede aus'Auto- klaven usw., einige Mechaniker der clcktro» medizinischen Branche. Es wollen sich nur solche Personen obiger Berufe melden, welche sich über mehrjährige, erfolgreiche Tätig- keil in genannter Branche ausweisen können.» Offerten erbeten unter ST. 1 an die Expedition des„Vorwärts". Oes&acht für L st o n Weber sür kllöbel- I'oe-amenten. Bedingungen durch Bonrdin- Coindoz, 5, Rue du _________________ Chalet, Lyon.Villeurbamie(F'vanfreich.) KerasLwsMchsr Bebskteur: Älkreh WirjeU», Aeuköllv. Für des Lnferatenteilverantw.: TH-Glocke, Berlin. Trucku, Verlag: VorwärtsBuchdruckerei u, Berlägsänjtält'Paul Singer" L- Cö.TÄerlin'