is 9, E uberc er Fra 5 Pof 2294 t. Heirat her rage Haber Stlavie Rieme ter G Regl ter Tati Wolle Bolier Siler g 88/1 rnau en ür fner. rshor 11. 3 tom. mare - 15. cide. spart piot. gehilf N. 32 Nr. 157. Abonnements- Bedingungen: bonnements Preis pranumerando: BierteljährL 3,30 m, monafl. 1,10 ML, wöchentlich 28 Big. frei ins Haus. Eingelne Nummer 5 Big. Sonntags. mummer mit illustrierter Sonntags Beilage Die Neue Welt" 10 Bfg. Bost Abonnement: 1,10 Mar! pro Monat Eingetragen in die Post- Zeitungs. Breisliste. Unter& reuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2,50 Mart, für das übrige Ausland 4 Mart pro Monat. Bostabonnements nebmen att: Belgien, Dänemark, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Smeden und die Schweiz Erideint täglich. Vorwärts Berliner Volksblatt. 31. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel zeile oder deren Raum 60 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Bereins. und Bersammlungs- Anzeigen 30 Pfg. Kleine Anzeigen", das fettgedrudie Wort 20 Pig.( zulässig 2 fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 10 Pig. Stellengesuche und Schlafstellenan zeigen das erste Wort 10 Bfg., jedes weitere Wort 5 Pfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm- Adresse: ,, Sozialdemokrat Berlin" Zentralorgan der fozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt Moritzplatz, Mr. 1983. Teile und herrsche! Freitag, den 12. Juni 1914. Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt Moritzplatz, Nr. 1984. faffung ist es, daß die moderne Gefechtsweise einer Die Regierungserklärung. Individualisierung des Soldaten förderlich sei. Vielmehr verParis, 11. Juni. Die Minister und Unterstaatssekre. gleicht treffend ein anonymes Schriftchen Zur Psychologie des täre befprachen heute abend in einem Kabinettsrat die ReMilitarismus" die in der Masse aufgehende Tätigkeit des gierungserklärung, deren Wortlaut morgen vorSoldaten mit der des modernen Fabrikproletariers: mittag in einem Ministerrat unter dem Vorsiz des. PräsidenBesteht die Tätigkeit des Artilleristen nicht darin, ein Geschützten der Republick endgültig festgesetzt werden wird. Die Rezu bedienen", ist es im Jufanteriedienst nicht ein stehender gierung wird in der Erklärung ihren Entschluß verkünden, Ausdruc: so und so viele Gewehre" in die Feuerlinie daß sie sich nur auf eine republikanische Mehrbringen? Ganz wie man im Fabritantenjargon von heit stüßen, werde. Falls eine solche Mehrheit fehle, werde hands"( Händen) statt von Arbeitern sprach! Man sieht: die sie sich zurückziehen. Analogie der Entwicklung drückt sich schon naiv Der heutige Ministerrat hat beschlossen, daß der nächste " " Ein Fahnenflüchtiger. Die Gözendiener des Militarismus pflegen gern viel Wesens davon zu machen, daß eine der kostbarsten Blüten des militärischen Dienstes die Pflege der Kameradschaft sei. Aber die Behauptung ist nicht zutreffender als die Lobpreisungen anderer, angeblicher guter Seiten des militaristischen Systems. Vor wenigen Tagen erst hat eine Verhandlung vor dem Oberkriegsgericht des Gardekorps ein bezeichnendes Licht darauf geworfen, wie wenig sich preußische Soldaten wirklich im Sprachgebrauche aus und ist darum nicht ohne Anleihegefeßentwurf sofort nach der Debatte über die allge als Kameraden fühlen. In einer Wirtschaft war es zwischen weiteres von der Hand zu weisen. Die Vervollkommnung des meine Bolitik im Anschluß an die Regierungserklärung auf Unteroffizieren und Soldaten einmal des Regiments Garde- Gerätes nimmt dem Menschen hier wie dort eine Arbeit nach der dem: Bureau der Deputiertenkammer niedergelegt werden duforps und zum anderen des Gardejägerbataillons zu einem anderen aus der Hand", macht ihn überflüssiger, erseglicher, ent- wird. heftigen Zusammenprall gekommen und zwar floß der Anlaß behrlicher, nimmt ihn immer mehr partiell und immer weniger des Streites aus teiner anderen Quelle als der traditionellen innerlich in Anspruch und läßt ihn schließlich zu dem abFeindschaft, die seit je und je zwischen den Angehörigen beider hängigen Bedienten des von ihm selbst geTruppenteile besteht. In diesem Zusammenhang erfuhr man, schaffenen, funstvollen Mechanismus. herabdaß sich Gardeulanen und Gardefeldartilleristen zuweilen ein finten... beim Artilleristen. Damit sein Schuß zustande regelrechtes Säbelgefecht zu liefern pflegen, daß sich die tomme, müssen mehrere zusammenwirken: hierin ist er der Mannschaften. des Gardetürassiers- und des Augusta- Garde- Prototyp des industriellen Arbeiters im Großbetriebe. Grenadierregiments heftig befehden und daß sich auch Garde- Aus gleichen Voraussetzungen ergeben sich gleiche Folgedragoner und Franzer wie Hund und Kaze gegenüberstehen. rungen, und wie in der Fabrit, so wird auch in der Armee taner faßte einen Beschluß, in welchem sie sich für AufrechtDie 57 Mitglieder zählende Gruppe der Linksrepubli Wer die inneren Verhältnisse des preußischen Heeres fennt, aus der geisttötenden, rein mechanischen Zusammenarbeit der erhaltung des Dreijahres gefeges und für Schaffung weiß, daß sich derartige korporative Zwiftigkeiten nicht vielen die Solidarität erwachsen. auf das Gardekorps beschränken, sondern daß in allen Armeeeiner rein republikanischen Mehrheit ausspricht, welche es der Re Zumal zur Hälfte schon, gleichfalls durch die innere gierung ermöglichen soll, ihre Aufgaben ohne den Beistand ver forps gewisse Truppenteile in einem ernsten Pautverhältnis" Dialetit des Militarismus, ein Moment in Wegfall gekommen dächtiger Stimmen durchzuführen. Den Mitgliedern der Gruppe zueinander stehen. Wehe! wenn Angehörige dieser Truppen- ist, das der Errichtung von Scheidewänden zwischen den wurde für die morgige Debatte zwar vollständige Freiheit gelaffen teile auf dem Tanzboden oder in der Kneipe aneinander ge- Truppenteilen diente: die bunte Uniform. Indem man ge- boch glaubt man, daß dieselbe einmütig für das Ministerium Dann fliegen Säbel und Seitengewehre aus den zwungen ist, sich der modernen Tattit und der gesteigerten stimmen wird. Scheiden, und es seht Hiebe, und Blut fließt, und das Nach- Wirkung der Feuerwaffen durch das Feldgrau anzupassen, raten! spiel findet vor dem Kriegsgericht statt. H Baris, 11. Juni. Der neuernannte Staatssekretär im Kriegsmisterium Margaine hat seinen Austritt aus der Gruppe i bot sprechen die Hoffnung aus, daß das Beispiel Margaines bei der geeinigten Radikalen angemeldet. Die Anhänger des Ministeriums manchen Mitgliedern der Gruppe der geeinigten Radikalen Nachahmung finden werde. Aber es wäre ein Irrtum, anzunehmen, die Vorgefekten zwischen den einzelnen Secreseinbeiten und Waffengattungen: Das Ende des Generalstreiks. der Draufgänger ständen in einem solchen Falle den Aus- auf zwanzig Schritt schon ist in er feldgrauen Uniform ein schreitungen anders als mit einem nassen und einem trockenen Gardeduforps von einem Mann des Telegraphenbataillons " Rom, 11. Juni.( Privattelegramm des Vor Auge gegenüber. Im Gegenteil! Sie sorgen wohl dafür, nicht mehr zu erkennen, der Anlaß zu Eifersüchteleien und wärts") daß die Kerls" in den Kasten fliegen, aber sie sind im Sticheleien fällt weg und die ganze Armee rinnt in der Tat Nachdem der Parteivorstand und die Konföderation der innersten Herzen doch fast stolz darauf, daß die Ehre des su einer gleichaussehenden Maise zusammen. Alten Gamaschen Arbeit das Ende des Streits für Mitternacht beschlossen hatten, Regiments" durch träftige Streiche gewahrt wurde. Es hängt knöpfen ist das Bedenkliche dieser: Entwicklung nicht entgangen. bollzieht sich die Wiederaufnahme der Arbeit im nämlich mit der ganzen Psychologie unseres Militarismus Als die Einführung der feldgrauen Uniform noch zur Dis- allgemeinen ohne Zwischenfälle. Nur in Mailand. zusammen, wenn derart die Ehre" eines Regiments gegen tussion stand, schrieb der militärische Fachmann der Kreuz- Neapel und Ancona dauert die Bewegung fort. die eines anderen ausgespielt wird. Die militärischen Macht- zeitung" mit Sorgenfalten auf der Stirn: Erst heute läßt sich die gewaltige Größe der Kundgebung haber eines so ausgesprochenen Slajsenstaates, wie es Deutschland ist, stehen der Masse des Heeres gegenüber wie die Engländer den zweihundert Millionen des indischen Volkes: als fremde Herren und in erschrecklicher Minderzahl. Wenn es einmal gelingt, die zweihundert Millionen Inder unter einen Hut zu bringen, so werden die Briten wie ein Häuschen Spreu aus dem Lande gefegt, und wenn alle Soldaten des preußischen, des deutschen Heeres einmal eines Sinnes sind und eines Morgens fröhlich Diesem psychologischen Moment" hat man denn auch- infingend aus allen weit geöffneten Kasernentoren hinaus- sofern Rechnung getragen, als für Paradezivecke und den AusDie Situation in Mailand. marschieren, ohne sich um die entsetzten Vorgesetzten zu füm- gehanzug die alte bunte Uniform mit Troddeln, Spigen und die Einstellung des Ausstandes beschlossen hat, hat die Arbeiter Mailand, 11. Juni. Obgleich der Allgemeine Arbeiterverband mern, dann ist's zu Ende, dann kann der Klassenstaat ein- Helmbändern beibehalten wurde. packen. Darum gibt es für die militärischen Machthaber tammer und die Union der Syndikate beschlossen, im Aber das ist ein Verlegenheitsmittelchen, mit dem sich aus stand zu verharren und am Nachmittag eine Verfammfeinen schreckensvolleren Begriff als das Wort: Solidarität. die Entwicklung der militärischen Massen zum Solidaritäts- lung abzuhalten. Die 3 eitungsseger haben die Arbeit wieder Kameradschaft à la bonheur! Das paßt in die Staserne, bewußtsein nicht aufhalten läßt. Mit der Verschiebung des aufgenommen, und die Zeitungen sind erschienen. Der Eisendas ist die Sangesgemeinschaft beim Alkohol, die Bereitwillig Bahlenverhältnisses zwischen städtischer und ländlicher Bevölke- bahnbetrieb vollzieht sich ordnungsmäßig. Von den Arbeitern feit des Musketiers Lehmann, dem Musketier Müller feine rung kommen die Refruten mit jedem Jahre mehr aus Kreisen, find nur noch diejenigen der Straßenbahnen, der Gasanstalt und Waschbürste zu leihen, und die Möglichkeit für die Unter in denen das Gefühl der Solidarität schon mit der Mutter- der industriellen Unternehmungen im Ausstande; jedoch ist die offiziere, auf dem Umwege des heiligen Geistes" indirekte milch eingesogen wird und nicht danach, ob man Sporen an Gasversorgung der Stadt gesichert. Die Stadt ist ruhig, alle Läden Soldatenmißhandlungen zu begehen. Aber Solidarität- pfui den Stiefeln hat oder nicht, wird man sich dann im Heere find offen. Teufel! Das riecht nach Sozialdemokratie und Streit, das scheiden, sondern danach, ob man zu den Unterdrückern oder ift ein gefürchteter, unheimlicher Gaft in den Mannschafts- zu den Unterdrückten gehört. stuben, es ist der Feind für den Militarismus, und der Militarismus tut denn auch alles, um den Geist der Solidarität in den uniformierten Massen wie ein giftiges Unkraut auszurotten. Das geschieht einmal dadurch, daß er innerhalb einund desselben Truppenteils Zwietracht zwischen den Mannschaften verschiedener Jahrgänge sät: sie Baris, 11 Juni.( Privattelegramm des Vorwurden durch Ausständige an der Arbeit verhindert. ziehen den wärts".) Schleier von einem besonders traurigen Kapitel des „ fröhlichen Morgen wird sich das Ministerium der Kammer vorstellen, Soldatenlebens", die Prozesse, Rom, 11. Juni. Heute vormittag fand in Neapel die Beibrutale Mißhandlungen von Refruten durch alte Leute" zur und die ganze Presse diskutiert leidenschaftlich seine Aussichten. Der fezung des bei den gestrigen Zwischenfällen getöteten Arbeiters Verhandlung stehen. Zum zweiten aber sucht der Militaris Radical" hält die Niederlage für sicher. Die gemäßigten Blätter Sabatelli statt. Der sehr lange Trauerzug wurde durch die mus den Zusammenschluß aller Soldaten zu einer gleich dagegen, wie der" Temps" und" Journal des Debats", tun recht zu- Sahnen der in der Arbeitsbörse eingezeichneten Vereinigungen erdenkenden, gleichfühlenden und schließlich auch gleichhandelnden versichtlich. Tatsächlich ist die Stimmung der Reaktionäre und Lucci hielten Reden. Auf dem Wege zum Friedhof warfen öffnet. Die sozialistischen Abgeordneten Labriola Masse dadurch zu verhindern, daß er nach dem Prinzip: Teile ziemlich gedrückt, doch hoffen sie, daß nicht alle Radikalen mit Stöden bewaffnete Sträflinge, die sich unter die Teilnehmer und herrsche! zwischen Truppenteil und Truppenteil Schranken Disziplin halten werden und weisen darauf hin, daß die Geeinigte am Trauerzug gemischt hatten, Steine gegen Laternen und Läden und errichtet. Die reitenden Waffengattungen Alles, was raditale Partei bisher ihre Mitgliederliste noch nicht veröffentlicht versuchten in die Waffenläden einzubringen. Ein sozialistischer Abgeord= Sporen hat, ans Büfett!" rief bei dem oben erwähnten Streit hat. Andererseits aber besteht bei einem Teil der Briandisten neter mahnte zu Ruhe. Inzwischen ging aber Kavallerie vor und der Chargierte der Gardeduforps schauen mit Verachtung die Neigung zur Stimmenthaltung, weil sie wegen der Uebergehung zerstreute die Manifestanten. Es kam an verschiedenen Stellen zu auf die" Sandhafen" der Infanterie, aber daneben entwickeln ihrer Gruppe bei der Kabinettsbildung verstimmt sind und ganz Busammenstößen zwischen Manifestanten und Kavallerie, tvosich noch besondere, in der Ueberlieferung sorgfältig gepflegte Swiftigteiten zwischen den einzelnen Truppenteilen. Daß der gerne Anschluß nach links finden möchten. Es ist auch zweifelhaft, bei es auf beiden Seiten Verwundete gab. Einige Verhaftungen Militarismus eifrig mit der Spekulation auf findische Eitel ob die Rechte für das Ministerium stimmt, wenn die Regierungs- wurden vorgenommen. Ein alter Mann geriet unter die Pferde feiten arbeitet, trägt viel zu diesem Zustand bei. Dieses erklärung die Weltlichkeit der Schule betont. Die Regierung ist so in und wurde dabei getötet. Regiment hat Troddeln, Ligen, Helmbänder, die jenes ent- einer 3widmühle. Eine mehr radikale Erklärung kann die Kleribehren muß, und so entwickeln sich aus nichtigen Aeußerlich feiten Eifersüchteleien und Spötteleien and daraus entsteht wieder bittere Feindschaft. Das alles, wie gesagt, ist plan boller Zwed, um der Solidarität aller Unterdrückten die Burzeln abzugraben. Nun ist es unstreitig richtig, daß die Pflege des Geistes der annähernd übersehen. Leider hat der Streit auch viele Opfer Zusammengehörigkeit in einer Truppe, der Verpflichtung für die gefordert. Bei den Demonstrationen in Florenz wurden drei Aufrechterhaltung der Ehre ihres Namens, der Pflege ihrer Tra- Demonstranten getötet und 50 verwundet. Todesditionen eine nicht geringe Unterstüßung erhält durch eine opfer sind auch in Neapel, Turin und Bari zu verzeichnen. Uniform, die sie über die große Maffe der Armee In Imola wurde der Bahnhof verwüstet. In vielen Städten heraushebt, ihr den Charakter einer in sich abgeschlossenen versuchten Nationalisten und Klerikale Gegendemonstrationen. Familie aufprägt. Man wird bei Reformen daher auch dies Diese konnten aber der Wucht des proletarischen Protestes pihologische Moment berücksichtigen. teinen Eintrag tun. 3. in denen Das Ministerium Ribot. talen, eine mehr gemäßigte auch die nicht geeinigten Radikalen verstimmen. Wahrscheinlich wird daher die Regierung das Festhalten an der dreijährigen Dienstzeit in den Vordergrund schieben, um die Radikalen zu spalten. Die sozialistische Fraktion beschloß, morgen gegen die Aber zu seinem lebhaften Entfehen muß der Militaris. mus sehen, wie auf der Grundlage seiner eigenen dialektischen Regierung zu stimmen, und überließ dem Fraktionsvorstand die Ent Entwicklung die Soldaten immer mehr zu einer grauen, scheidung, ob sich die Fraktion auf eine bloße Erklärung beschränken gleichförmigen Masse zusammenfließen. Eine irrige Auf- oder einen Redner eingreifen lassen wird, Fortdauer des Streits in Neapel. Neapel, 11. Juni. Der Streit dauert an, doch ist die Stadt ruhig, und die Hälfte der Läden ist geöffnet. Die Leitung der Straßenbahn hat den Betrieb heute noch nicht wieder aufgenommen, um Zwischenfälle zu vermeiden. Die Werftarbeiter beim Armstrong Die gestörte Trauerfeier.. in der der Beschluß des Arbeiterbundes, den Streit zu beenden, In Mailand fand eine Versammlung von Ausständigen statt, fritisiert, aber die Befolgung desselben beschlossen wurde. Bestrafung des Präfekten von Ancona. Rom, 11. Juni. Der Minister des Innern hat den Vizevor den Disziplinarrat gestellt, weil er am 9. Juni nach präfekten von Ancona Cossu Cossu vom Amte suspendiert und mittags die Oberleitung der Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung ohne Ermächtigung durch seine Vorgesezten der Militärbehörde übertragen hat. Seine Amts Geschäfte werden, wie schon, gcnieldei, durch den Präfekten von Perugia wahrgenommen. Die heutigen Morgenblätter sind wieder erschienen. Die Ausständigen sind zur Arbeit zurückgekehrt. Das Mißtrauensvotum abgelehnt. Rom, 10. Juni. lKammer.) Der Republikaner Mazzolani brachte eine» Antrag ei», in dem die Regierung aufgefordert wird, eine Vorlage einzubringen über die Einsetzung einer p a r l a-> m e n t a r i s ch e n U n t e r s u ch u n g s! o m m i s s i o n, welche die Verantwortlichleiten für die Ereignisse des 7. Juni in Ancona feststellen solle. Der Sozialist C a l d a befürwortete einen Antrag, in dem der inneren Politik der Regierung die Mißbilligung ausgesprochen wird. Der Radikale A l e s s i o brachte einen Zusatz- antrug ein, in dem erklärt wird, daß die Kammer allein die Achtung vor den verfassungsmäßigen Freiheiten als besten Schutz der öffent- lichen Ordnung und als wirksamstes Werkzeug des sozialen Friedens betrachte. �Ninisterpräsident Salandra erklärte, er wünsche ein ausdrück- liches feierliches Votum, weil die Regierung nicht an ihrem Platze bleiben könne, wenn sie nicht durch das Votum der Majorität unterstützt werde. Die liberale Richtung der inneren Politik, die von den vorhergehenden Kabinetten verfolgt worden sei, wolle er nicht aufgeben. Das Rundschreiben, in dem er die antimilitaristi- schen Versammlungen am Nationalfeiertag verboten habe, sei voll- kommen gesetzmäßig und opportun gewesen, denn da die Ver- sammlungen gerade am Nationalfeiertag stattfinden sollten, hätte» sie eine wirkliche Kundgebung gegen die Em« richtungen des Staates dargestellt. Das Rundschreiben an die Präfekten habe er deshalb � geschickt, damit diese zusammen mit den gutgesinnten Bürgern auf die Beendigung der Bewegung hinwirkten, die nicht ein Ausdruck politischen Denken?, sondern ein Ausfluß gewalttätigen Geistes aus den Tiefen der Gesellschaft sei. Er rufe alle Kollegen auf, mit ihm an der Widerherstellung der Ruhe zu arbeiten. Wenn diese erst einmal wiedergekehrt sei, sollten sie über seine Maßnahmen urteilen, für die er volle Verantwortung übernehme in dem Bewußtsein, voll-- kommen seine Pflicht getan zu haben. sSehr lebhafter anhaltender Beifall.) Ministerpräsident Salandra erklärte, den A b<> änderungsantrag annehmen zu wollen als eine feier- liche Bestätigung der Achtung der ganzen Kamnier vor den ver- fassungsmäßigen Freiheiten.(Sehr lebhafter Beifall.) Infolge dieser Auslegung zogen die Radikalen ihren Abänderungsantrag zurück und erklärten, sie würden für den An- trag C a l d a stinimen. Schließlich wurde der Antrag Calda, den Salandra nicht angenommen hatte, in namentlicher Abstimmung bei einer Stimmenthaltung mit 2o4 gegen 112 Stimmen abgelehnt und darauf die Sitzung geschlossen. Wie es in üen Strafkompagnien zugeht. Aus Rom wird uns geschrieben: Eine Vorstellung von den mittelalterlichen Zuständen, die noch in den italienischen. Straftompagnien herrschen, gibt der„Avanti". Die Straf- kompagnien fallen mit den Militävgefängnissen zusammen unter den Begriff der militärischen Strafanstalten. In dem Reglement für diese heißt es, daß den Offizieren und dem Regierungspersonal ein besonderes Strafsystem zur Verfügung steht, tun jeden ltebcrgrifs zu verhindern. Diesen Kompagnien werden die Soldaten über- wiesen, die ivegen ehrloser Ding-s verurteilt wurden, so wegen Not- zuclü. Päderastie, Kamorra und wegcn�,.Bekämpfung„der vatex- ländischcn Institutionen". Den Vorschriften nach genügt die Tat- fache der Zugehörigkeit zu einer verfassungsfeindlichew Organi- sätion/ um die Ueberwcisung. an eine' Straskompagnie zu recht.,, fertigen, doch findet diese barbarische Bch'timNiüng nur in den selten- sten Fällen Anwendung. Was nun die Strafmittel betrifft, über die die Offiziere verfügen, so besteht wirtlich nur die Schwierigkeit der Auswahl. Bei Disziplinlosigkeit kann erkannt werden: 1. auf völlige Entziehung des freien Ausgangs; 2. auf Kommandierung schweren Dienstleistungen in der Kaserne; 3. auf einfachen Arrest von 3 bis zu 60' Tagen; 4. auf schweres Gefänguis von 3 bis zu 40 Tagen sbei Brot und Wasser);'3. auf schweres Gefängnis mit Ketten von 3 bis zu 10 Tagen. Die Ketten sind für das erste Drittel der Strafzeit lang, so daß sie einige Bewegungsfreiheit Takt unö taktlos. Wir sind, als ein hilfloser Greis im Parlamentssaal ein Hoch auf Wilhelm II. hervorstotterte, beharrlich sitzen geblieben. Wenn uns deshalb Junker und Junkergenossen als überzeugte Republikaner und stramme' AntiMonarchisten Gott und der Welt denunzieren, so stimmen wir dem freudig zu: Wir sind überzeugte Republikaner! Wir wollen nichts anders fein als stramme Anti- Monarchisten) Wenn aber biedere Fortschritts onkel uns deshalb entrüstet des Mangels an Takt beschuldigen und wenn nationalliberale Würde- bären zum gesellschaftlichen Boykott gegen uns auffordern, so haben wir für solches Tun nichts als ein herzliches uüd kräftiges Gelächter. Das weinerliche Gezeter über den„mangelnden Takt", den„fehlenden Anstand" und den„schlechten Ton" der Sozialdemokratie—„mit solchen Leuten kann man doch nicht verkehren!"— ist nämlich so alt wie die Sozialdemokratie selber, und wenn es auch meist von zarten liberalen Seelen angestimmt wird, so fallen gelegentlich auch die Junker mit ein, deren Vertrauensmann v. Diest-Daber einst empfehlend die Rockschöße hob: Die Minister können uns sonst was! und die jede Flegelei, ausgeübt von den alten Schnurrbärten der echt preußischen Legende,. wie Blücher oder Wrangel, als „göttliche Grobheit" in den Himmel heben. Ja, abgesehen von der Sozialdemokratie hat cS sich noch nie eine aufstrebende und kämpfende Klasse nehmen lassen, die Dinge beim rechten Namen zu nennen, und jene Einladung der Franzosen vor der Schlacht bei Crvcy:„Meine Herren Engländer, schießen Sie zuerst!" ist eine Höflichkeit, die man auf dem Schlachtfeld des Klassen- kampfes verzweifelt selten antrifft. Noch keiner Klasse aber ist bei ihrem Kampf der Vorwurf der„Taktlosigkeit" oder des„schlechten Tones" erspart geblieben. Schon einer der ersten Vorkämpfer des deutschen Bürgertums, Martin Luther, wußte mit den Fürsten seiner Zeit, die allerdings selbst im bengalischen Lichte der„patrio- tischen" Geschichtsschreibung als das verächtlichste Gesindel dastehen, wuchtige Fraktur zu reden, und verteidigte sich, der„Taktlosigkeit" geziehen, recht geschickt mit einem Hinweis auf den„Sauherdentvn" der Bibel: Ich habe wol scharf angegriffen, doch in der Gemein hin, etlich unchristlich Lehre, und aus meine Widersacher beißig ge- wesett, nit umb ibres bösen Lebens, sondern umb ihrer unchnst- lichen Lehre und Schutzs willen. Welchs mich sogar nichts be- reuet, daß ich mirs auch in Sinn genummen Hab; in solcher Emsigkeit und Schärf zu bleiben, unangesehcn, wie mir desselb Etlich auslegen; so ich hie Christus Exempcl Hab, der auch seine Widersacher aus scharfer Emsigkeit nennt: Schlangenkinder(Mach. 23, 33), Gleisner(v. 15. segg.), Blinde(v. 17. 24. 26.), des Teufels Kinder(Joh. 8. 44). und. lassen, für- daS zweite Drittel kurz, für das letzte Drittel wieder lang..Gefängnis ist immer Einzelhaft. Wer sich während der Ge- fängniszeit etwas zuschulden kommen läßt, für den können die Zeitgrenzcn des schweren Gefängnisses und der Fesselung verlängert werden! Kann man sich wundern, wenn gegen derartige schmachvolle Verhältnisse das Volk am Berfassungstage in öffentlichen Vcrsamm- lungen Protest erhebt? Glaubt die Regierung im Ernst, daß diese Schandbestimmungen weniger aufreizend wirken, wenn sie diese Protestversammlungen verbietet? Tie Folge davon waren die blutigen Ereignisse in Ancona und der deshalb einsetzende Protest- streik. Gegen Sie polizeiliche Knebelung öer Kunst. Auch der Goethe-Bund legt nunmehr Protest gegen das Verbot von Rosenows„Die im Schatten leben" ein. Der Bor- stand des Goethe-Bundes Berlin hat einstimmig folgende Eni- schlicßung gefaßt: „Das kürzlich ergangene Urteil des Oberverwaltungsgerichts, wodurch daS Verbot des Rosenowschen Schauspiels„Die im Schatten leben" endgültig bestätigt worden ist, und ganz be- sonders die Begründung dieses Urteils, nötigt den Berliner Goethe- Bund, sich öffentlich gegen eine neuartige Rechtsprechung zu wenden, deren Einbürgerung den Tod aller dichterischen Freiheit bedeuten müßte. Das Oberverwaltungsgericht glaubte ein Zugeständnis zu machen, indem es sagt:„Zwar fehlt es in dem Stück an groben Ausbrüchen der Leidenschaft und überhaupt an äußerlich schroffen, als Störung der öffentlichen Ordnung sich darstellenden Handlungen und Reden." Nach dem Zusammenhang kann hier der Ausdruck„Störung der öffentlichen Ordnung" kaum auf etwa zu befürchtende Exzesse des Pu b li kum s, sondern nur auf die im Stück geschilderten Vorgänge bezogen werden, und so stellt sich selbst dieser einschränkende Satz als eine schwere Ver- kennung der Grundbedingungen poetischen Schaffens dar. Denn Ausbrüche der Leidenschast und Stö- rungen der öffentlichen Ordnung sind das ewige Thema der dramatischen Dichtung. Wie man aber auch diesen Satz auffassen mag, jedenfalls geht aus ihm hervor, daß in Text und Ton des Rosenowschen Schauspiels ein ordnungspolizeilicher Anlaß zu behördlichein Einschreiten nicht gegeben ist. DaS Urteil sieht sich daher ausschließlich darauf an- gewiesen, Licht und Schatten der Charakterzeichnimg zu kon- trollieren, sich auf unerweisbare Mutmaßungen über die Absichten des Dichters einzulassen und sogar aus der überraschenden und eindringlichen Wir- kung einzelner Züge eine unerlaubte Tendenz zu folgern. Obgleich ausdrücklich festgestellt wird, daß in dem Stück die Arbeiter keineswegs einwandfrei erscheinen, sondern Fehler zeigen, wird, behauptet, sie seien den Unternehmertypen gegenüber in ein zu günstiges Licht gestellt. Hier wird also dem Dichter die Freiheit der typische ir und individuellen Charak- teristik bestritten und bei Strafe des Interdikts eine offiziell genehmigte Ausgestaltung der Personen zum Gesetz gemacht. Rosenows Schauspiel schlirtzt dapiiß daß Frau Lückel unter dem Eindruck der Katastrophe zur Bibel greift. Das Urteil gibt zu, daß dieser Zug durch den Charakter motiviert sei, interpretiert aber dennoch, daß damit die Handlungsweise der Arbeiterfeau als„un- verständig und unverständlich" gekennzeichnet werden solle. Hier wird demnach einenr künstlerisch motivierten Charakterzug ohne weiteres eine unkünstlerische Nebenabsicht unter st ellt. Der Dichtung wird weiter zur Last gelegt, daß sie die Arbeiter- schutzgesetzgebuug unserer Tage nicht berücksichtige— ein Vorwurf, der, folgerichtig augewandt, jede historische Darstellung auf der Bühne unmöglich machen würde. Und zuletzt wird die Frage auf- geworfen, ob die angeblich tendenziös� Färbung bewußt vorgenomnien Sanct Paulus den Megum beisset ein Kind des Teufels, und der voll Bosheit und Triegerei sey(Apg. 13, 10.), und etlich falsche Apostel schilt er Hunde(Phil. 3, 2.), Betrieger(Tit. 1, 10.) und Gotts Wort Verkehrer(Gal. 1, 7.) Wenn die weichen zarten Ohren solchs hätten gehöret, sollten sie auch Ivohl sagen, es wäre niemand so beißig und ungeduldig als Sankt Paulns. Und wer ist beißiger denn die Propheten? Aber zu u n s e r n Z ei t e n sehn unser Ohren sogar zart und weich worden, durch die Mennige der schädlichen Schmeichler, daß, sobald wir nit mit allen Dingen gelobet werden, schreien wir, man sey bißig; - und dieweil wir uns sonst der Wahrheit»it erwehren mügen, entschlagen wir uns doch derselben durch erdichte Ursach der Beißig- keit, der Ungeduldigkeit und der Unbescheidenheit. Was soll aber das Salz, wenn es nit scharf beißet? Was soll die Schneide am Schwert, wenn sie nicht scharst st zu schneiden? Stets beim harten Zusammenprall zweier Klassen besaß die untergehende Klasse die„zarten, weichen Ohren", über die der GotteSmann MartinuS mit Recht spottet, und klagte gar wehleidig- lich über die Schneide am Schwert, mit der die aufsteigende Klasse zuschlug,. und über daS scharf beißende Salz, das sie in die Wunden des Gegners streute. In der großen bürgerlichen Revolution, die mit dem durchaus„taktlosen" Bastillensturm begann, fiel das adlige Hofgesinde von Versailles vor Entsetzen schier in Ohnmacht, als die Abgesandten der Nationalversammlung nicht in Schnallenschuhen, wie es die-Etikette vorschrieb, sondern in Stiefeln vor dem sech- zehnten Ludwig erschienen: Stiefel, hundsgewöhnliche, bürger- liche, derbe Stiefel auf dem geheiligten Hofparkett des weiland Sonnenkönigs— das kam gleich hinter Hochverrat und Majestäts- verbrechen, das war das Ende der Welt, das glich dem Sitzenbleiben beim Kaiserhoch! Aber das Rad der Geschichte wälzte sich gleich- mütig über die Herrchen mit den Schnallenschuhen hinweg, und die Kerle, deren Stiefel für ihren„schlechten Ton" zeugten, wurden die Herren in dem Frankreich, dem die Revolution den Charakter des bürgerlichen Staates aufgeprägt. Noch immer sind eben, wenn die Weltgeschichte ihre großen Tage hatte, die Zercmonienmeister des„guten TonS" kläglich unter den Schlitten geraten und haben nur den fatalen Ruhm der Lächerlichkeit auf ihre Stirnen gehäuft. Aus dem Sturmjahre 1830 gibt es da ein kostbares Bildchen:„taktlos", wie es nun einmal war, hatte in den Julitagen das Volk von Paris auf die Ordonnanzen Karls X. mit Barrikaden und scharfen Schüssen geantwortet, und der letzte Bourbone zog es vor, diesen allzu stürmischen Kundgebungen seines geliebten Volkes durch die Flucht zu entgehen. Auf dem Wege nach Cherbourg— von dort ging es zu Schiff nach England!— hielten die Flüchtlinge, die eine ganz stattliche Kavalkade mit Karossen, Kammerherren und Lakaien bildeten, in dem Ort Laigle Rast. Unglück über Unglück! Als Karl sich zum Frühstück niederlassen wollte, stellte sich heraus, daß nur ein runder Tisch vorhanden war, und da er den Vorsitz an der Tafel führen mußte, konnte ein König von Frankreich sich nimmer sei, und durch den Hinweis darauf bejaht, daß der vcrstorbcue Autor als sozialde m'o kratischerAbgeordnerer und Redakteur die Rechtslage kenneu mutzte. Also auch Person und Partei st ellung des Dichters werden in die Urteilsgründe hineingezogen, obgleich doch einzig und allein über das Werk und seine objektive Gefährlichkeit zu entscheiden war. Mit ganz analoger Begründung könnte man einen großen Teil unserer klassischen Schau spiellitcratur, insbesondere die meisten Werke Schillers, sowie alle modernen Dramen, die an die tieferen Probleme der Ge- sellschast und des Staats rühren, verbieten. Gegen eine solche Rechtsproxis muß daher von Anfang an nachdrücklich Verwahrung eingelegt werden, und der Berliner Goethe- bund spricht die Erwdrtung aus, daß alle Freunde der Kunst und der Gedankenfreiheit sich diesem Protest anschließen werde n." politische Ueberflcht. Tas Bekenntnis zur Klassenjustiz! Unter dem vielsagend triumphierenden Titel„Es h a t£ e- s essen" bringt die nationalliberale„Magdeb. Zeitung" einen Rechtfertigungsartikel über den„Denkmalschäilduligs"-Pcozcß, der als naiv-unversrorenes Bekenntnis zur Klassenjustiz niedriger gehängt zu werden verdient. Heißt es doch tu dem Artikel des nationalliberalen Blattes: „Ebenso entstellend ist der Versuch, auch bei dieser Gelegenheit irgend etwas wie Klassenjustiz oder den Geist der Ausnahmegesetze zu finden. Das Blatt spricht von einem Tcndenzurteil, weil die Zugehörigkeit oder einseitige Zugehörigkeit zur sozialdemokratischen Partei erschwerend ins Gewicht gefallen ist: die Strafe habe sich doch nach der Tat und nicht nach der politischen Gesinnung des Angeklagten zu bemessen. Dagegen ist zu sagen, daß es sich, wenn die Täter nicht sozialdemokratisch gewesen wären, vielleicht wirklich nur, wie der„Vorwärts" behaupten möchte, um eine Unbcsviincn- heit, eine Ulkstimmung, einen groben Unfug gehandelt hätte, da aber f e st g e st e l l t ist, daß Sozialdemokraten den Streich ausgeführt haben, so hat man mit Recht in der Tat ein planvolles und bösartiges Vorgehen gesehen. In solchen: Falle wird bei der Urteilsbemessung stets die Gesinnung in Betracht gezogen, auch wenn es zufällig eine politische Gesinnung ist. Außer Betracht zu bleiben hat vor Gericht nur diejenige Gesinnung, die mit der abzuurteilenden Tat nicht in Zu- sammenhang zu bringen ist. In einem Prozeß wegen Diebstahls zum Beispiel wird kein Richter den Angeklagten nach der Zugehörigkeit oder Nichtzugehörigkeit zur Sozialdemokratie fragen." Das Eingeständnis ist allerliebst. Die Denkmalsbeschmutzunz .wäre also wirklich nur grober Unfug, geboren aus Un» besonnenheit und Ulkstimmung, gewesen, wenn die Verüber keine Sozialdemokraten gewesen wären I Sie wären dann, so ergänzen wir das Geständnis der„Magdeb. Ztg.", wohl auch mit 20 oder 50 M. Geldstrafe als hinreichend gesühnt erachtet worden, wenigstens wenn es sich um einen„Bruder Studio" gehandelt hätte! Nun aber waren die Täter Arbeiter und Sozialdemokraten und deshalb war ihre Tat„planvoll" und„bösartig". DaS Planvolle ist ja nicht erwiesen, aber selbst wenn es erwiesen wäre— bedeutete dann der Plan ohne weiteres eine Ver« ruchtheit? I Man wollte für die„Rote Woche" größere Aufmerksam- keit erlvecken. Ja, war denn dos nicht das gute Recht der Au» geklagte»? Nicht für diese ihre Absicht konnte man sie doch be» strafen, sondern einzig und allein für den Fehlgriff ihres Mittels. Bestrafte man ihre Absicht gleichwohl, so verübte man die ver» werflichste Tendenz- und Klassenjustiz! „Bösartig" aber konnte ihr Vorgehen nur dadurch werden, wenn man ihnen für ihre Handlung ganz unbegrllndeterweise völlig fern- liegende Gedanken unterschob, nämlich den Gedanken böswilliger Sachbeschädigung oder einer Majcstätsbeleidigung. Etwas derartiges hat selbst das Gericht, das das Schreckensurteil fällte, nicht einmal zu unterstellen gewagt. Dafür stellte es die Tat als„bodenlose Frechheit" hin, die ans„ParteisanatiSnruS" geschehen sei. Wenn also ein paar Lümmel aus„gebildeten" Kreisen die Beschmutzung lediglich aus Mutwillen verübt hätten, statt aus dem Drang, einer an sich ernsten und guten Sache zu nützen- so wären sie unendlich viel billiger davongekommen! an einen runden Tisch setzen, da hier niemand die Spitze ein« zunehmen vermochte. Aber die Höflinge wußten Rat. Sägcn her! Und während das Volk von Paris die Füße des Thronsessels durch» sägte, sägten sie im Schweiße ihres Angesichts den runden Tisch zu einem viereckigen zusammen, und die verflossene Majestät konnte majestätisch frühstücken. Das Land war verloren, die Krone ver- loren, die Ehre verloren, alles war futsch, nur die Etikette gerettet! Wir aber wären lächerliche Gesellen, wenn wir den Lakaien des Byzantinismus helfen wollten, Tische so zurechtzusägen, daß Potentaten unter Betonung ihres Ranges daran frühstücken können» und wenn wir bei KaiserhochS auf die„zarten, weichen Ohren" und die zarten, weichen Gefühle der anderen Parteien Rücksicht nehmen wollten. Es ist der Krieg ein rauh', gewaltsam' Handwerk, und so wollen wir weder unsere republikanische Ueberzeugung unter den Scheffel stellen, noch aufhören, weiter eine Metze eine Metze und Rollin einen Schuft zu nennen, in der sicheren Erkenntnis, daß das Schlachtfeld de? Klassenkampfes kein Salonparkett ist. Das hat für seinen Teil auch ein zweifellos bedeutender deutscher Historiker eingesehen, als er schrieb: „Kann die Ucberlcgcnhcit de? geselligen Anstandes den Ans- schlag geben in großen historischen Kämpfen? Die Sklavenbarone von Birginien und Karolina zeigten bei flüchtigem Berlchc sicherlich angenehmere gesellige Formen, als die harten Farmer und busiusü-msa des Nordens oder gar die Neger. Und doch wird es immer eine frohe Erinnerung des deutschen Volkes bleiben, daß lvir uns nicht, wie die Engländer, durch ober- flächliche Vorliebe für die G e n t I e m e n des Südens ver» führen ließen, eine nichtswürdige Sache zu verteidigen, sondern mit sittlichem Recht da- bessere Recht des Nordens anerkannten. Nun haben allerdings die Engländer nicht aus irgendwelchen formalen Sympathien, sondern um ihrer Tcxtilfabrikation willen für die amerikanischen Banmwollbarone Partei ergriffen, aber im Haupt« Punkt hat Heinrich v. Treitschke— denn er ist der Verfasser dieser Zeilen!— zweifellos Recht: daß nämlich niemals die lieber» legenhenheit des geselligen Anstandes in großen historischen Kämpfen den Ausschlag gibt. Darum wollen wir auch auf all die poliiisckien Aiistandstanteu fröhlich pfeifen, die uns„Taktlosigkeit" vorwerfen und uns lediglich an jenen Takt halten, der unser Millionenhcer in den ungestümen Rhythmus weltgeschichtlichen VorwärtSdrängcn? einfügt und den in seinem prachtvollen Arbeitermarsch Björn so» verkündet: Takt! Takt? Auf Takt habt acht I Der ist mehr als halbe Macht. Nabu im Takt wir einige hundert, ist da keiner der sich wundert: nah» im Takt wir einige tausend, wird sein Ohr schon mancher recken; nahn im Takt wir hunderttausend— ja, dies Dröhnen wird sie wecken! KarlLudwig. # 3 t e I I t e t 5 e 379 40 2722 T t 3 L B F n Nationalliberale Zwischenträger. Die nationalliberale Fraktion des preußischen Abgeordneten hauses erläßt in der„ Nationalliberalen Korrespondenz" am 11. Juni folgende Erklärung: " England. Kein Flottenabkommen mit Rußland. Südafrika. wbyst Kapstadt, den 11. Juni. Abgeordnetenhaus. Bei der Abstim Die Schwere der Tat konstruierte also das Gericht lediglich eine innere deutsche Angelegenheit betrachtet werden soll, so ist die aus der politischen Gesinnung der Angeklagten heraus. Dieje dänische Regierung doch bereit, mitzuwirken zu der Lösung dieser Gesinnung enthält an sich absolut nichts Strafwürdiges, aber sie ist den Sache unter der Voraussetzung, daß die Frage ganz aus der Richtern als Angehörigen der Bourgeoisie ärgerlich, an- Welt geschafft wird. Man hat nicht geglaubt, es verant- London, den 11. Juni. Im Unterhause fragte der Liberale stößig und verhaßt! Aus dieser politischen Voreinge- worten zu fönnen, daß alle Staatenlojen als dänische Staatsbürger King, ob irgendein Flottenabkommen zwischen Rußland und nommenheit und Befangenheit heraus fällten sie ihr aufgenommen werden, aber man hat sich für willig erklärt, ge- Großbritannien geschlossen oder ob irgendwelche Verhandlungen Urteil! Und die ,, Magdeburger Zeitung" unterstreicht und wissen Kategorien von ihnen das Bürgerrecht zu bewilligen, zum 3wede eines solchen Abkommens jüngst gepflogen worden seien. berherrlicht diese ungeheuerliche Tatsache! falls Preußen die übrigen naturalisieren sollte. Die frühere dänische Staatssekretär Grey führte in seiner Antwort auf beide AnRegierung war erbötig, das Bürgerrecht solchen Staatenlosen zu fragen aus, daß ähnliche Anfragen im vergangenen Jahre bezügbewilligen, die einen diesbezüglichen Wunsch äußerten, und sie er- lich der militärischen Streitkräfte gestellt worden seien. Premierlärte sich weiterhin bereit, in Erwägung zu ziehen, solche Staaten- minister Asquith habe damals erwidert, daß, wenn zwischen den losen zu naturalisieren, von denen man annehmen könnte, daß sie Mächten Europas ein Krieg ausbräche, teine geheimen Abin besonderem Grade an Dänemark geknüpft sind, weil ihre beiden kommen beständen, die die Regierung oder das Parlament in Eltern dänisch find oder weil sie Kinder unehelicher dänischer Mütter ihrer Entschlußfreiheit beschränken oder behindern könnten, ob " Das Berliner Tageblatt" erhält fortgesetzt von angeblich nationalliberaler Seite Mitteilungen über innere Vor- find. Als Antwort hierauf hat die preußische Regierung im letzten Großbritannien an dem Krieg teilnehmen solle oder nicht. Diese gänge in der nationalliberalen Fraktion des Winter den Wunsch ausgesprochen, daß Dänemark auch solchen Erklärung gelte heute so gut wie vor einem Jahr. Wederseien Landtages. Die strenge Vertraulichkeit der Graftions- Staatenlosen das Bürgerrecht bewilligen sollte, deren Großeltern folche Verhandlungen abgeschlossen worden, noch in verhandlungen verbietet uns unter allen Umständen, jene Mit- aus Dänemark nach Schleswig eingewandert sind, und sie hat ferner der Schwebe, noch sei, soweit er beurteilen könne, wahrscheinlich, daß teilungen zu bestätigen oder zu dementieren. Reine Provokation erklärt, daß ein eventuelles Trattat nur jene Staatenlosen um- solche Berhandlungen aufgenommen werden. Wenn aber, schloßz irgend welcher Art wird uns bewegen, diesen Boden zu verlassen. faffen könne, die Dänemark naturalisieren wolle, daß sie aber Grey, irgendein Abkommen geschlossen werden sollte, welches es Wenn jene Mitteilungen wirklich von nationalliberaler Seite herrührten, so würde sich der Einsender, wie es in iht irgendwelche Verpflichtung übernehme, die nötig machte, Asquiths Erklärung zurüdzuziehen oder einzuschrän der Fraktion unter allgemeiner Zustimmung ausgesprochen übrigen Seimatlosen als deutsche Staatsbürger ten, so müßte es meiner Meinung nach dem Parlament vorwurde, eines groben Vertrauensbruchs fchuldig& u naturalisieren. Die dänische Regierung muß nicht allein gelegt werden und das würde, wie ich vermute, auch geschehen. machen. Wir müssen es dem Berliner Tageblatt" über- aus der Betrachtung heraus, daß man hier in Dänemark das Verlaffen, ob es sich weiter zur Ablagerungsstätte für solche ständnis für den Abschluß eines Traktats auf dieser Grundlage verVertrauensbrüche machen will. Die befreundete Presse, dessen sind mißt, sondern schon weil man die Hoffnung auf eine vollständige vir sicher, wird sich tros der angeblich aus nationalliberaler Lösung dieser Frage auf diesem Wege nicht teilen kann, der And Die Niederlage der Regierung Botha.? nichtteilen Quelle" stammenden Mitteilungen des" Berliner Tageblatts" von schauung sein, daß die Sache unter diesen Umständen sich nicht jedem Versuch, die strenge Vertraulichkeit der Fraktionsverhand- vorwärtsführen lassen kann. Der deutsche Reichsfangler mung über einen Zusazantrag zum Einkommensteuergeses, nad lungen zu durchbrechen, fernhalten." Das„ Berliner Tageblatt" hatte bekanntlich mitgeteilt, daß in betonte während der Verhandlungen im preußischen Herrenhause welchem die Premiermine unter das Gesetz gebracht werden sollte, der preußischen Landtagsfraktion der nationalliberalen Partei 22 Alt- den Wunsch nach einem gutnachbarlichen Verhältnis zu Dänemark. unterlag die Regierung mit 43 gegen 40 Stimmen. Bei nationalliberale fäßen, die ihre ständigen Sonderkonferenzen ab- Dieser Wunsch wird, wie ich schon früher Gelegenheit hatte zu be- einer zweiten Abstimmung im Zusammenhang mit demselben Anhielten, ihre eigenen Mitglieder für die Kommerfen, vollauf von der dänischen Regierung geteilt, trag unter Lag die Regierung wiederum mit 44 gegen missionen wählten usw. Das scheint der fraktionellen Dis- und ich bin überzeugt, daß man in allen Parteien hier zu Lande die ziplin nicht zu widersprechen aber eine öffentliche Bekanntgabe große Bedeutung dieses Wunsches versteht. Man kann nicht die dieser Zustände gestattet diese Disziplin nicht! Auch wir finden es Augen verschließen davor, daß gegenwärtig in Verbindung mit dem nicht schön, daß sich Nationalliberale in die freisinnige Bresse flüchten. Nationalitätenkampf eine wachsende Agitation in gewissen Kreisen bu Die Bestechungsaffäre. Tokio, 11. Juni. Die Gerichtsverhandlung gegen den Ver Aber durch ein krampfhaftes Vertuschungssystem wird in Deutschland gegen Dänemark besteht. Von dieser Seite aus sucht man es oft so hinzustellen, als ob die private Tätigkeit, die hier treter der Siemens- Schudert- Werke, Hermann, man solche Seitensprünge faum verhüten! im Lande für die Bewahrung der dänischen Sprache und den ehemaligen Korrespondenten des Reuterſchen Bureaus, Booley, und mehrere Japaner aus Anlaß der Marineſtandale Kultur bei dänisch sprechenden Nordschleswigern entfaltet wird, mit Gedanken politischer Natur verbunden wäre. hat heute begonnen. Eine ganze Anzahl ausländischer und japaniDie Teilnehmer an dieser Tätigkeit werden bestimmt einen solchen scher Verteidiger waren erschienen: das britische und das deutsche Verdacht zurückweisen. Aber um dieses Vertrauen zu befestigen, ist Konsulat waren vertreten. Hermann wurde in der Vormittagses nicht genug, daß Regierung und Reichstag bei sich bietender Ge- fizung eingehend vernommen. legenheit ihren Willen fundgeben, eine solche Politif zu führen; es ist Tofio, 11. Juni. In der heutigen Gerichtsverhandlung erklärte auch notwendig, daß man von allen Seiten in unserem der Vertreter der Siemens- Schuckert- Werke Hermann, er habe wolte mitwirkt, um das Verständnis dessen zu belangten, nicht für wichtig gehalten, aber er habe gewußt, daß sie in selbst die Papiere, die in den Besitz des Angestellten Richter ge= festigen, daß alle Kreise des dänischen Volkes da die Hände des Korrespondenten des Neuterschen Bureaus gelangt von überzeugt sind, daß eine Neutralitätspolitit feien, welcher seiner Meinung nach ständig die deutschen Interessen ohne Neigung nach irgend einer Seite eine Be- zu schädigen suchte. Deswegen habe er es für gefährlich gehalten, die dingung ist für die Sicherung der Selbständigkeit des dänischen Papiere in solchen Händen zu lassen. Er behauptete, sie hätten Staates, die das Ziel unferer auswärtigen Politik ist. nichts über Bewilligungen von Zahlungen von Kommissionent an japanische Seeoffiziere oder Beamte enthalten. Er habe sich an die deutsche Regierung gewandt mit der Bitte, bei der englischen Regierung darauf hinzuwirken, daß das Reutersche Burcau die Papiere nicht vröffentliche. Seine Bitte sei aber in Berlin abschlägig beschieden worden. 11 Ein Königreich für einen Einfall. Die Freisinnige Zeitung" möchte gern etwas Geistreiches und Schlagkräftiges auf unsere gestrige Notiz antworten, aber sie leidet wieder einmal an ihrem alten chronischen Uebel: es will ihr nichts einfallen. Und wenn sie's wie der Grabbesche Schulmeister machte und sich mit einem Stiefelstein gegen die Hirnkapsel hämmerte: ihr fällt wieder mal nichts ein! So bleibt ihr denn nichts anderes übrig, als zu der Verlegenheitsausrede ihre Zuflucht zu nehmen, deren sich nachgerade der letzte Reichsverbandskuli zu bedienen schämt, nämlich zu der Erklärung, daß sie die Diskussion mit einem Blatte ablehnen" müsse, das sich eines derartigen Sauherdentons bedient". aber " 1 Diese Ausrede ist zwar über die Maßen armselig, das muß man ihr wieder zugute halten fie fällt damit wenigstens nicht aus dem Rahmen des Blattes heraus. und 50 Stimmen. 16 Japan. Japan. 67109 Der Abgeordnete Hammerich( Rechte) sprach seine volle Befriedigung über die Mitteilungen des Ministers aus und schloß sich namentlich den Bestrebungen der Regierung an, ein gute 3 nach barfreundliches Verhältnis zu Deutschland aufrecht zu erhalten, indem er betonte, daß dieses Verhältnis ein Verhältnis sein Während des Verhörs von Hermann wurde ein Brief an die Reine Aenderung in der preußischen Polenpolitik. müsse, wie zwischen gleichberechtigten Nationen. Ebenso erwarte Deutsch- Asiatische Bank in Yokohama vorgelegt, in welchem diefe er= Der Berliner Lokal- Anzeiger" meldet, daß für den durch er, daß der Minifter. Deutschland gegenüber an der Auffassung fest- mächtigt wird, an Pooley 250 000 Yen zu zahlen. Hermann gab auch ben Tod des Oberpräsidenten D. Schwarzkopff verwaisten halten werde, daß es das Recht eines jeden dänischen zu, fünfzigtausend Jen bei der Songtong- Shanghai- Bank in Yoko Posten des Oberpräsidenten von Posen der Unterstaatssekretär Bürgers jei, private Bestrebungen für die Erhaltung hama eingezahlt zu haben, als Pooley ihm die Papiere aushändigte. m preußischen Staatsministerium v. Eisenhart Rothe aus der dänischen Sprache und Kultur in Nordschleswig ersehen ist. Das Regierungsorgan bemerkt hierzu:„ Die au stüben, ein Recht, das das deutsche Volf in vollem Maße Bahl des Unterstaatssekretärs v. Eisenhart- Rothe für" den für sich beanspruche, wenn es sich um die Erhaltung und Berwichtigen Pofener Posten bietet die Gewähr, daß die Ost. breitung deutscher Sprache und deutscher Kultur in nichtmarkenpolitik in den bisherigen Bahnen fortgeführt werden deutschen Ländern handle. 3 I e wird." 3 Die bayerische Justizverwaltung und die Presse. Unserem Münchener Parteiblatt wird geschrieben: " gegen seinen zu Die Wirren in Albanien. Uneinigkeit unter den Aufständischen. 3200 Letzte Nachrichten. 3 Die Beendigung der serbischen Ministerkrise. Belgrad, 11. Juni. Das serbische Pressebureau veröffentlicht über die Beendigung der Ministerkrise folgendes Bulletin: Nach dem die Oppositionsparteien in der Stupschtina einen parlamen tarischen Block gebildet hatten und auf diese Weise die parlamen tarischen Arbeiten behinderten, fand sich die Regierung bewogen, dem König die Demission des gesamten Rabineits zu überreichen. Am 21. Januar war in der Fränt. Voltstribüne" ein Artikel Durazzo, 11. Juni. Im Lager der Aufständisch en über Zabern und das Militär mit" ber Ueberschrift erschienen: Wie von Schia befinden sich gegenwärtig nur Banden mit die Rosalen in den Straßen Petersburgs. Als verantwortlicher Re- ihren Führern, die in Erwartung fünftiger Ereignisse gegen Da aber die Verhandlungen, welche im Palais geführt wurden, zu batteur zeichnete Redakteur Hacke. Nicht gegen den Verant- Entlohnung unter den Waffen geblieben sind. Die übrige teinem Resultat geführt haben, weil es unmöglich war, a us wortlichen erhob man aber Anklage, sondern Bevölkerung ist zum größten Teil in ihre Dörfer zur den den Block bildenden Parteien infolge des Verfalls Mitrebatteur Puta. Als Grund für diese neubayerische eldarbeit zurückgekehrt. In Tirana befinden desselben ein Kabinett zu bilden, forderte der König, sich Maßnahme wird angegeben, daß er der politische Rebatteur ich nur etwa 300 Mann unter den Waffen, mit denen die an den parlamentarischen Brauch haltend, das alte Stabinett auf, sei und daher bestimme, was in den politischen Teil der Zeitung übrige Bevölkerung, die gleichfalls die Feldarbeit aufnahm, weiter im Amte zu verbleiben, was im offiziellen Wege durch das aufzunehmen ist. Er sei daher für den politischen Teil der nicht gemeinsame Sache macht. Die unter den Aufständischen Amtsblatt bekanntgegeben wurde. Das Kabinett Pafchitsch bleibt Beitung verantwortlich. ausgebrochene Uneinigkeit tritt auch dort zutage. Die also in unveränderter Zusammensehung im Amte, Dieses Borgehen ist geradezu ungeheuerlich und Hoffnung auf eine Verständigung zwischen den fordert den schärfsten Widerspruch heraus. Der Versuch des Staats- Aufständischen und der Regierung ist somit noch immer voranwalts Seiz, neben dem verantwortlich Zeichnenden aus der handen. Die Haltung Italiens und Desterreichs. Die Drahtzieher der Suffragetten. London, 11. Juni. Unterhaus. Jm Verlauf der Beratung des Etats des Reichsamts des Innern gab der Staatssekretär des Innern Mc Kenna eine Erklärung ab, in welcher er die Politik der Regierung gegenüber den Ausschreitungen der Anhängerinnen des Frauenstimmrechts verteidigte. Er fagte, er tönne sich nicht an einer Politit beteili Mitte der Redaktion ein Mitglied Herauszugreifen, verstößt in offenfundiger Weise gegen das Preßgefeß, das den verantwortlich Rom, 10. Juni. In der Kammer erklärte der Minister des AusZeichnenden für den Gesamtinhalt der Zeitung haftbar macht. wärtigen Marchese di San Giuliano, die italienische und Für zwei politische Artikel gleichen Charakters, die eine Woche aus- die österreichisch- ungarische Regierung feien übereingefommen: einanderliegen und von demselben Redakteur gezeichnet werden, will 1. Ihren Vertretern in Albanien gleichzeitige und entschiedene die Bayreuther Staatsanwaltschaft zwei verschiedene Redakteure unter Weisungen zu geben, damit sie im Einvernehmen vorgehen. gen, die die Frauen im Gefängnis sterben lassen Anllage stellen. Damit wird das Breßgefeß einfach über den Haufen 2. Das Möglichste zu tun, um den Fürsten in der Macht zu wolle, und er glaube nicht, daß solche Politit sich selbst für das geworfen und die Verfolgung der Preise der staatsanwaltlichen Will- erhalten. 3. Jede Bevorzugung Italiens oder Desterreich- Ungarns englische Bolt empfehle. Er sei der Meinung, daß Frauen, die für ausgeliefert. in Wirklichkeit sowohl als auch dem Anschein nach zu vermeiden und derartige Verbrechen begingen, bezahlte Agentinnen feien, ebenso die größte Rücksicht auf die Internationale Kontrollkommission zu nehmen. 4. Die anderen bier Mächte zu ersuchen, sobald als möglich ein Kriegsschiff für jede Macht nach Durazzo zu entsenden. 5. Schritte zu unternehmen, damit alle Mächte den an Albanien grenzenden Staaten die ausdrückliche Erklärung abgäben, daß Europa einmütig und fest ist in seinem Beschlusse, die Unversehrtheit, Neutralität und Unabhängigkeit Albaniens gemäß den Beschlüssen der Londoner Konferenz aufrechtzuerhalten. Die bayerische Justizverwaltung und die gesamte bayerische Bresse haben die Pflicht, diefem nnerhörten Vorgehen mit aller Entschieden heit entgegenzutreten." ял Die Kämpfe in Mexiko. und er hoffe, man habe jetzt den Beweis, der die Regierung er. mächtige, den Unterzeichnern der Sammlungsaufrufe für den Agitationsfonds der Frauenrechtlerinnen den Prozeß zu machen. Ins folge der Prozesse würden diese Unterzeichner persönlich für allen Schaden verantwortlich werden, der angerichtet werden würde. Ferner überlege er es sich, ob man gegen die Unterzeichner nicht auch auf strafrechtlichem Wege vorgehen könne. McKenna schloß mit den Worten: Die Unterzeichnenden waren in der Hauptsache reiche Frauen, die ihren Reichtum gegen die Interessen der Gesellschaft be= nuhen und ihren unglücklichen Opfern Geld gaben, damit sie sich den Schrecken eines Hunger- und Durststreits im Gefängnis unterziehen sollten. McKenna wandte sich scharf gegen diese reichen Frauen, welche Der Großherzog von Mecklenburg- Strelik gestorben. Gestern abend verstarb nach längerer Krankheit der Großherzog Adolf Friedrich von Medlenburg- Strelik im Alter bon faft 66 Jahren. Adolf Friedrich hat nur eine zehnjährige Regierungszeit hinter sich gehabt, denn erst am 30. Mai 1904 folgte er jeinem Bater auf dem Throne. Der Verstorbene stand bei einem Teil des Bürgertums in dem Ruf eines liberalen Fürsten, was besonders damit motiviert wurde, daß er seinem Lande die ihm neben Mecklenburg- Schwerin als einzigen deutschen Bundesstaat noch New York, 11. Juni. Nach einem Telegramm aus Saltillo hat fehlende Berfassung zu geben beabsichtigte. Maßgebend hierfür war Carranza die Nachricht erhalten, daß die Konstitutionalisten die Ausführung von Verbrechen veranlaßten und Frauen im Stiche aber wohl mehr die drückende Geldnot, in der sich sein Hof befand. gestern den Angriff auf Bacatecas begonnen haben. Die ließen, die mit vielleicht dreißig oder vierzig Schilling in der Woche Die Junker, welche das Obotritenland mit dem symbolischen Ochsen- Bundestruppen zögen sich unter Gewehr- und Artilleriefeuer bezahlt würden, um Verbrechen zu begehen und eine Strafe auf sich lopf beherrschen, drehten ihrem Herrn" aber eine Nase und lehnten langsam zurüd. Es wird erklärt, daß der Versuch der Bundes- zu nehmen, während sie selbst in Lurus lebten. es ab, andere außer ihnen über die Zustände im Lande mitsprechen truppen, mit einer großen Menge Munition abzuziehen, den An- der Regierung in Aussicht genommene Vorgehen den Erfolg haben griff veranlaßt habe, an dem zehntausend Konstitutionalisten beteiligt werde, die Quellen der Einnahmen der Frauen der weiblichen Kampforganisation zu zerstören, würde das Ende der Macht der Frau Pankhurst und ihrer Freunde sehen. zu lassen. Das deutsch- dänische Verhältnis und die Staatenlofen. Aus Kopenhagen wird vom 10. Juni gemeldet: seien. Die gefährdete Bermittelung. Niagarafalls, 11. Juni. Es berlautet an maßgebender Stelle, daß die Vermittler, über die Verzögerung der AntIn der Sitzung des Folfething stellte Poul Christensen( radikal) wort Carranzas ungeduldig geworden, die Korrespondenz mit namens des Abgeordneten Boulsen, der verhindert war, an den ihm für abgeschlossen und den Vorfall für erledigt betrachten. Minister des Aeußern die von Poulsen am 4. Juni angemeldete An- Der völlige Unterschied in den Ansichten der Vermittler und frage betreffend die Staatenlosen in Nordschles der amerikanischen Delegierten bezüglich der Wahl des promig. Der Minister des Aeußernb. Scavenius erklärte: visorischen Präsidenten führte beinahe zu einem Dögleich die Frage betreffend die Verhältnisse der Staatenlosen als Br u dj Falls das von Der Streik in den russischen Naphthamerken. Baku, 11. Juni. Den Streifenden haben sich die Arbeiter der Bibieibater Naphthawerfe angeschlossen. Insgesamt streifen 15 000 Arbeiter. Ein Erdrutsch und seine Folgen. Siaratow, 11. Juni. In der Umgebung der Stadt find infolge eines Erdrutsches drei Häuser eingestürzt, wobei ein Knabe getötet wurde a.Wertheim Leipziger Straße Königstraße Rosenthaler Straße Moritplat Frisches Fleisch Rindfleisch Pfund Schmorfleisch mit Knochen 90 Pf. Schmorfleisch ohne Knochen 1.00 Pfund Brust m. Querrippe Pfund 70 Pf. Kamm Pfund 75 Pf. Kalbfleisch Kamm u. Bug..... Pfund 75 Pf. Brust .. Pfund 75 Pl. Spitze 3-4 Plund Pfund 95 Pf. Keule im Ganzen... Pfund 1.00 Keule geteilt. Pfund 1.05 Wurstwaren Zervelat- u.Salamiw, Pfund 1.15 Schinkenwurst..... Pfand 1.25 Rollschinken, 6-8 Ptd. Pfund 1.45 Schinkenspeck in Stückend. 1.10 Magerer Speck *** Pfund 85 Pf. Fetter Speck...... Pfund 70 PL v. 1-4 Pfd. Aus eigener Wurstfabrik Bauernmettwurst.. Pfund 1,10 Jagdwurst.... Pfund 1.00 Pastetenleberwurst Pfund 1.05 Landleberwurst... Pfund 85 PL. Rotwurst..... Pfund 45, 65 Pf. Billige Lebensmittel Butter und Käse Koch-, BackbutterPia.1.00, 1.10 Tischbutter Pfd. 1.15%-Pfd.- St. 58 Pt. Schmalz........ Pfund 60 Pf. Limburger Käse.. Pfund 40 PL. Tilsiter Käse *** Pfund 68 Pf. Ramadour Stück 20 Pf. Harzer Käse Kiste 100 Stück 1.05 Geflügel Junge Hühner. 90 Pf. bis 1.35 Suppen- Hühner. 2.10 bis 2.90 Brat- Hühner. 2.10 u. 2.65 Fische Pfund 30 Pf. *** Stück 15 Pf. Kabeljau i.ganz.Fisch., o.Kopf, Pid. 18 Pf. Seelachs i ganz.Fisch., o.Kopf, Pfd. 15 Pt. Schellfisch in ganz. Fischen, Pid. 15 Pf. Limandes- Zungen. Makrelen... Lachs in ganzen Fischen, Pfund 45 Pf. Zander.. ... Pfund 60 Pf. Lebende Aale. Pfund 85 Pf. bis 1.50 Lebende Krebse Mal. 45 Pf. bis 4.00 Solo- Krebse.. Stück 40, 50, 60 Pf. Räucherwaren Ahlbecker Flundern Pia. 28, 40 PL. Schleibücklinges St. 20 Pf., 2 st. 10 Pt. Neue Matjes- Heringe 3 St. 20 Pf. Obst und Gemüse Erdbeeren...****. Pfund 65 PL Spargel..... Pfund 10 bis 55 PL. Werdersche Kirschen Ptd. 30 Pl Junge Karotten.. 3 Bund 10 Pla Kanarische Bananen Pid. 28 PL. Stachelbeeren zum Schmoren 25 PL Blumenkohl.. Kopf 15 bis 30 PL Kohlrabi.... Mandel 20 PL Gurken *** Stück 10, 15, 20 PL Salat... Radieschen. 2 Pfund 16 Köpfe 10 Pt. 6 Bund 10 PL **** Pfund Grüne Bohnen.... Pfund 30 PL Rhabarber.. 5 Bund 10 Pt. Zentral- Verband der Zimmerer. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Spezialarzt Zahlftelle Berlin und Umgegend. In der Zeit vom Sonntag, den 14., bis Donnerstag, den 18. Juni, tagen im Zahlstellengebiet 37 Bezirks- Versammlungen. Tagesordnung: 1. Vortrag über: Die Berliner Zimmererbewegung in den letzten 10 Jahren“. Referenten sind die Mitglieder des Vorstandes. 2. Bezirksangelegenheiten. 254/9 ( Alles Nähere über Ort und Zeit der Versammlungen, wird durch Flugblätter bekannt gemacht.) Wir ersuchen die Mitglieder, in diesen Versammlungen Mann für Mann zu erscheinen! Zentral- Kranken- u. Sterbekasse d. Zimmerer ( Ersatzkasse.) Oertliche Verwaltung Berlin. Freitag, den 12. Juni, abends 8%, Uhr, im Gewerkschaftshans, Engelufer 15: Mitglieder- Versammlung Tagesordnung: 1. Abrechnung vom ersten Quartal. 2. Verschiedene Kaffenangelegenheiten. 253/ 3* Der Vorstand. Richard Schröder, Berlin O, Titjiter Str. 7, b. IV. Der Vorstand. Speise- EisFabrikanten u.Händler die Reichels EisAroma- Essenzen verarbeiten, erhöhen ihren Absatz durch die vollendet teine Qualität. Sämtl. Sorten in Himbeer-, Erdbeer-, Ananas-, Zitronen-, Vanillegeschmack usw. und alle sonst zugehörigen Substanzen billigst. Erprobte Rezepte gratis. Otto Reichel, Berlin SO43, Eisenbahnst.4 Verwaltungsstelle Berlin. N 54, finienftr. 83-85. für Syphilis, Harn- u. Frauenleiden Telephon: Amt Norden 185, 1239, 1987, 9714. Sonntag, den 14. Juni 1914, vormittags 10 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engelufer 15, Saal 1: Branchen- Versammlung Emaillierer Berlins u. Umgegend. der Tagesordnung: 119/19 1. Branchenangelegenheiten und Beratung von Anträgen. 2. Dis kussion und Verschiedenes. 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Schiller- Theater Charlottenburg. Freitag, abends 8 Uhr: Krieg im Frieden. Sonnabend, abends 8 Uhr: Ueber unsere Kraft( I. Teil). Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Wilhelm Tell. Sonntag, abends 8 Uhr: Krieg im Frieden. Metropol. Die Reise um die Belt Theater in der Königgrätzer Straße in 40 Tagen. Anfang 8 Uhr. Urania. Zum Hochfirn der Jungs frau. Deutiches. Der Kaufmann von Venedig. Deutsches Künstler Theater. Jeppe vom Berge. 1 8 Uhr: Mr. Wa Berliner Theater. 8 Uhr: Wie einft im Mai. Kammerspiele. Marquis von Steith Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Leffing. Das Märchen vom Wolf. Theater an der Weidendammer Brücke. Der müde Theodor. Schiller 0. Klein- Epa. Anfang 8%, Uhr. Die Scheidungs- Ehe. Schiller Charlottenburg. Strieg Deutsches Künstlertheater im Frieden. Berliner. Wie einst im Mai. Königgräger Straße. Mr. Wu. Kleines. Jettchen Gebert. Thalia. Wenn der Frühling kommt. Moje. Das Rätsel: Beib. Sozietät. Nürnberger Straße 70/71, am Zoo. Kasse: Nollendorf 1383. Freitag 8 Uhr: Montis Operetten. Als ich noch Jeppe vom Berge. im Flügelfleide. Wintergarten. Spezialitäten. Reichshallen. Stettiner Sänger. Sonnabend, 8 Uhr: Jeppe vom Berge. Palast- Theater. Barieté und Right Theater am Nollendorfplatz 5. spiele. Berliner Prater- Theater. Grigri. Anfang 8%, Ubr. Theater am Nollendorfplat. Der Jurbaron. Lustspielhaus. Die spanische Fliege. Friedrich Wilhelmstädtisches. Die Scheidungsehe. Zirkus Busch. Das Mirakel. Luijen. Der wilde gelbe Mohn. Folies Caprice. Die Leibwäscherin. Die Amordragoner. Das Bett Napoleons. Ah da staun' ich. Anfang 8%, Ubr. Neues Volts. Theater. Maria Friedhammer. Residenz. Die verfligte Liebe. Admiralspalast. Jm Tangoklub. Sternwarte, 3nvalidenstr. 57-62 814 Uhr: Der Juxbaron. Theater a.d. Weidendammerbrücke. Täglich abends 8 Uhr und Montag, den 15. Juni: 3um 100. Male: Der müde Theodor. Vorher Auftr. d. engl. Tanzkünstlerin Miss Mac Keen in ihren Drig.- Tänzen. Sonntagnachm. u. abends: Dies. Vorft. Metropol- Theater. Abends 7 1hr 55 präzise: Die Reise um die Erde in 40 Tagen. Große Frankfurter Str. 132, Das Rätfel: Weib. Anfang 8 Uhr. Morgen zum ersten Male: Zwischen Himmel und Erde. Auf der Gartenbühne Rund um die Spree. Gr. Revue. Borh: Konzert, Spezialit. Anf. 4%, Uhr Stettiner Sänger. Zum Schluß: URANIA Taubenstraße 48/49. 8 Uhr: Herr D'rektor Kuhlicke Zum Hochfirn der Urtom. Burleste von Meysel. Anjang 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. LEIPZIG 1914 Jungfrau. ZOOLOG ischer Garten Täglich ab 5 Uhr: Großes MilitärDoppel- Konzert. Eintrittspreise: Zoo 1 M.; von 6 Uhr ab 50 Pf. Aquar. 1M.v.d.Str., 50Pf. vZoo Kinder unt. 10 Jahr. die Hälfte. Neu! Neu! AQUARIUM 9 Uhr morgens bis 10 Uhr abends. Friedrichstr. 125( Oranienb. Tor) Ehrlich- Hata- Kur( Dauer 12 Tage) Blutuntersuchung. Schnelle, sichere schmerzlose Heilung ohne Berufs störung. Mäßige Preise. Sprechst. v. 8-8, Sonntags 9-11 Maßschneiderei eleg. Herrenmoden beste Stoffe, schick. Schnitt Ia Verarbeitg., pa. Zutaten enorm billig. E. Sommermeier Schönhauser Allee 136 Tel. Norden 2195. In Freien Stunden Die Wochenschrift für Arbeiterfamilies Wöchentlich 1 Heft für 10 Pi Zirkus Busch. Gastspiel des Deutschen Theaters Direktion: Max Reinhardt. Das 68/ 19* Mirakel Antang 8, Uhr. Nur noch 3 Vorstellungen. 11 Folies Caprice. WINTER CARTEN Täglich 8, Uhr: Die Leibwäscherin. Die Amordragoner. Das Bett Napoleons. Ah da staun' ich. Admiralspalast. Eis- Arena. 8 6 Neues Programm! Radjah in ihren Tänzen Novität Im Tangoklub" Johnson u. Dean Jeanette Denarber MAI. OKTOBER Die Weltausstellung für das BUCHGEWERBE und die GRAPHISCHEN KÜNSTE Eigene Gebäude fremder Staaten SONDER AUSSTELLUNGEN Festliche Veranstaltungen Grosser Vergnügungspark 99 und das effektvolle Eisballett Die lustige Puppe". Bis 6 Uhr und ab 10% Uhr halbe Kassenpreise. Wein- und Bier- Abteilung. Passage- Panoptikum. Lebend! Die letzten weiblichen Azteken! Der unfesselbare Rappo, der König der Ausbrecher. Aga, die schwebende Jungfrau. Buddhas Geistertafel. Alles ohne Extra- Entree! Eintr. 50 Pf. Kind. u. Sold. 25.Pf. RagtimeSextett sowie mit ihrem Ballon 10 hervorragende Kunstkräfte Entreeplatz wochentags M. 0,60. Rauchen gestattet! Voigt- Theater Das Badstraße 58. Heute, sowie täglich: Mitternachtsmädchen Gr. Ausstattungsftüd m. Gej. u. Zanz in 3 Aften u. Auftreten von Speziali täten allerersten Ranges. Kaffeneröffnung 2 Uhr. Anf. 4, U Für den Inhalt der Juierate übernimmt die Redaktion den Publitum gegenüber feinerle Verantwortung. Berantw, Redakt.: Alfred Wielepy, Neukölln. Inseratenteil verantwo. Th. Glode, Berlin. Drudu. Verlag: Borwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsbl th 113 li te et 一 11. ed If M Nr. 157. 31. Jahrgang. 1. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Gewerkschaftliches. Unternehmergelder für die Gelben. auch eine erdrückende Mehrheit gegen nur 55 Stimmen für folgenden Beschluß: In allen Betrieben, wo Holzbildhauer beschäftigt sind, sollen heute nochmals die Forderungen einer achtstündigen Arbeitszeit. und einer sechsprozentigen Lohnerhöhung unterbreitet werden. Wenn diese Forderungen nicht bis zum Abend bewilligt sind, wird die Arbeit am nächsten Morgen nicht wieder aufgenommen. " 1 Man nehme irgend ein Preßorgan der gelben Werkvereine zur Hand: Stets findet man, womöglich an mehreren Stellen, die mit größter Dreiftigkeit aufgestellte Behauptung, die gelben Vereine seien vollkommen selbständige und unabhängige Vereine, bestehend aus Arbeitern, die sich ganz aus cigenem Antriebe, sozusagen einer besseren Einsicht folgend, der Tischler Otto Haad, Berlin, Schönfließer Straße 22 wohnAchtung Holzarbeiter! In der Berliner Boltszeitung" fucht von den Roten abgewandt haben, um unter gelber Flagge haft, Arbeitskräfte für die Firma Liebe Nachfl, in Bernau. Wir die Interessen der Arbeiter zu vertreten. Solche Behaup- berweisen darauf, daß die bei der Firma Liebe Nachfl. in Bernau tungen fehren immer wieder, so oft den Gelben auch schon beschäftigten Holzarbeiter im Streit stehen, und daß diesbezügliche nachgewiesen ist, daß ihre ganze Bewegung ins Leben ge- Arbeitsangebote abzulehnen find. rufen wurde von Unternehmern, daß sie ausgehalten wird mit dem Gelde der Unternehmer und daß sie schon allein aus diesem Grunde nicht Arbeiterinteressen vertreten kann, sondern Unternehmerinteressen vertreten muß. Ein bezeichnendes Beispiel dafür, wie mit Unternehmergeldern die gelbe Bewegung gefördert wird, ist folgende Mitteilung: Deutsches Reich. Der Gauvorstand. Tarifbewegungen im Bäckergewerbe. Freitag, 12. Juni 1914. -außerdem noch die sofortige Entlassung angedroht wurde, kehrten diese den Spieß um und stellten, indem sie sich mit ihrer Entlassung einverstanden erklärten, geschlossen die Arbeit ein. Ein dritter Fall wird aus Barmen 2angerfeld berichtet. Dort haben jämtliche technischen Angestellten der Firma Wilhelm öll mann, G. m. b. H., wegen der unsozialen Arbeitsverhältnisse, die dort herrschen, solidarisch ihre Kündigung zum 1. Juli eingereicht. Die Angestellten beklagen sich über die zu lange Arbeitszeit, die regulär 9 Stunden beträgt, durch mangelhafte Organisation aber wochenlang auf 10 Stunden verlängert wird, sowie über schifaBundes der technisch- industriellen Beamten beteiligte, führten zu nöje Behandlung. Die zur Erzielung einer gütlichen Einigung ces pflogenen Verhandlungen, an denen sich auch der Gauleiter des feinem Ergebnis, da die Firma es augenscheinlich darauf abgesehen hatte, die Entscheidung über den drohenden Kündigungstermin hinauszuzögern. Dieses Manöver ist von den Technikern rechtzeitig durchschaut worden und sie haben deshalb einmütig ihre Stellungen zum 1. Juli gekündigt. Der Betrieb ist selbstverständlich für alle technischen Angestellten gesperrt. zu erklären. Ausland. Ausstand in der Naphthaindustrie. So treibt die Entwicklung auch die Privatangestellten dazu, den Kampf gegen den Kapitalismus mit immer schärferen Mitteln aufs Mit der Bäckerinnung in Bad Reichenhall und Berchtes zunehmen. Wenn sie nicht vollständig unter die Räder kommen gaden wurde auf fünf Jahre die Regelung der Lohn- und Arbeits- wollen, bleibt ihnen auch gar nichts anderes übrig. berhältnisse durch einen Tarif vereinbart, der innerhalb der Tarifdauer eine Lohnerhöhung von wöchentlich 2,50 M. vorsieht. Die In Magdeburg erscheint feit geraumer Zeit ein gelbes Blatt, Forderung des wöchentlichen Ruhetages konnte nicht durchgeführt auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft bei dem Bezirksleiter des Zur Politisch- Erklärung der Gewerkschaften. Am Dienstag fand die„ Tageszeitung", die sich offiziell als Organ der Wert werden. An dessen Stelle wurden Ferien von 6 bis 9 Tagen ver- Transportarbeiterverbandes Ernst Trappe in Beuthen eine Hausvereine gibt und in bekannter Manier die Sozialdemokratie einbart. Die Arbeitszeit wurde täglich um eine Stunde verkürzt und suchung statt. Es wurden dabei eine Menge Briefe und Bücher und die freien Gewerkschaften bekämpft. Es war bekannt, daß das die darüber hinausgehende Arbeitszeit wird pro Stunde mit 60 Pf. beschlagnahmt, im ganzen 115 Gremplare. Veranlaßt ist diese MaßBlatt durch Zuschüsse aus Industriellenkreisen über Wasser gebezahlt. regel durch das Bestreben der Polizeibehörde, den Ortsverein halten wurde. Jetzt ist darüber näheres an die Deffent- Tarif abgeschlossen, nach dem jeder Arbeiter eine wöchentliche LohnMit den Bäckermeistern in Penzberg wurde ebenfalls ein Stattowitz des Transportarbeiterverbandes für einen politischen Verein lichkeit gekommen. Vor einigen Monaten wurde das Blatt erhöhung von 2 M. erhält. Die Ueberstunden werden mit 50 Pf. und der Druckereibetrieb, in dem es hergestellt wurde, von einer bezahlt, der Kostzwang im Hause des Meisters wurde beseitigt; die neugegründeten Gesellschaft übernommen, die sich„ Saronia- Gehilfen haben jede dritte Woche einen 36stündigen Ruhetag. Druckerei Leistner und Drewfs G. m. b.." nennt. Ein ehe- In Lohnbewegung stehen noch die Bäcker in Ludwigshafen, maliger Abteilungsvorsteher des Krupp- Grusonwerkes ist Geschäfts- Mülhausen i. E., Freiburg i. Br. und die Arbeiter in den industrie im Bezirk Balakhany in den Streit. Sie fordern die achtBaku, 11. Juni. Gestern traten 5000 Arbeiter der Naphthaführer geworden. Das Gesellschaftskapital beträgt 109 000. Brotfabriken des Wuppertals. In den Brotfabriken stündige Arbeitszeit und das Recht, den 1. Mai zu feiern. Heute ist Die Gesellschafter find fast ausschließlich große industrielle Werke bestand bereits ein Tarifvertrag. Nach der Stimmung, die im und zwar find beteiligt: Friedrich Krupp Grufoniert mit ager der organisierten Brotfabrikanten herrscht, wird dort mit die Zahl der Ausständigen auf 10 000 angewachsen. 30 000 M., Eisenhüttenwert Thale mit 20 000 M., Schäffer und Mülhausen haben die Junungen jede Unterhandlung mit der Dr einem Kampfe gerechnet werden müssen. In Ludwigshafen und Bubbenberg mit 15 000 M., R. Wolf mit 10 000 M., D. Schiering aanisation ber Väder abgelehne or angeit versucht, but Die mit 10 000 m., Maschinenfabrik Budau mit 5000 M., A. W. Allen- Einzelverträge die Forderungen der Arbeiter, die Beseitigung des dorf mit 4000 M., Wilhelm Zuckschwerdt mit 3000 M., Gewert Kost- und Logiszwanges im Haufe des Unternehmers, durchzusetzen. schaft Burbach- Behndorf mit 3000 M., Patronenfabrik Polte mit Teilerfolge sind jetzt schon zu verzeichnen. 3000 M., Otto Gruson mit 2000 M., C. Untucht u. Co. mit 2000 M., G. H. Blume mit 1000 M. und Kurt von Alten, Polizeipräsident von Magdeburg, mit 1000 m. Seit dem 1. Mai stehen die Musterzeichner des thüringiAlso auch ein leibhafter Polizeipräsident steuert sein schen Industriestädtchens Greiz im Streit. Diese Angestellten Scherflein zur Förderung des gelben Organs bei. Allerdings leben unter ganz erbärmlichen Einkommensverhältnissen. Ein bernimmt sich sein Geschäftsanteil neben den nach Zehntausenden heirateter Patroneur verdient etwa 27 M., wenn es hoch kommt zählenden Anteilen der großindustriellen Unternehmer recht 22 M. wöchentlich! Wie schließlich auch den Langmütigsten einmal innerlich feftigten, desto mehr ließ auch der Mitgliederrüdgang in den bescheiden aus; aber man sieht doch die Liebe zur guten die Geduld reißt, so haben auch die Greizer Musterzeichner den Mut Arisenzeiten nach. Im vergangenen Jahre drückte eine sehr schwere Sache", die um so höher zu bewerten ist, weil doch auf einen gefunden, nach langen vergeblichen Verhandlungen den Streit zu zahl der Gewerkschaften nur unbedeutend zurüd. Ja, man kann Krise auf das gesamte Erwerbsleben und doch ging die MitgliederGewinn aus dem gelben Unternehmen kaum gerechnet erklären. Von 35 in Betracht kommenden Berufsgenossen stehen seit sagen, fie ift fast stabil geblieben. Ein gutes Zeichen für die innere gerechnet erklären. Von 35 in Betracht kommenden Berufsgenossen stehen seit dem 1. Mai 31 im Ausstand. Außer einer allgemeinen Gehaltsaufbesserung wird eine Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit von eftigteit der Gewerkschaften. Der joeben erschienene Jahresbericht der Gewerkschaftskom54% auf 504 Stunden und die Gewährung bezahlter Ferien verlangt. Die betroffenen Unternehmer wenden natürlich alle möglichen miffion Berlins und umgegend gibt ein Bild von der Berliner Gehaben sich die Zeichner jedoch sehr gut gehalten und sind auch gegen- Wir entnehmen dem sehr ausführlichen Bericht die folgenden AnMittel an, um die kämpfenden Angestellten zu entmutigen. Bisher werkschaftsbewegung, welches dem vorstehend Gesagten entspricht. wärtig noch voll Zuversicht, sodaß durchaus mit der Möglichkeit eines Sieges gerechnet werden kann. werden kann. Berlin und Umgegend. Kriegsbeschluß der Holzbildhaner. In der gestrigen Versammlung der Holzbildhauer, die noch stärker besucht war als die früheren, sollte die Antwort der Unternehmer entgegengenommen werden. Aber, obwohl sie eine achttägige Frist erhalten hatten, sich auf den weit entgegenkommenden Vorschlag der Arbeitnehmer zu äußern, teilten sie lediglich mit, sie werden erst am nächsten Montag zusammenkommen. Sie haben also eine klipp und flare Antwort vermieden. Anscheinend suchen fie die Sache nur hinauszuzögern. Damit war die Stellungnahme der Versammlung flar vorgezeichnet. Die Abstimmung ergab denn Kleines Feuilleton. | Streifende Privatangestellte. Die Berliner Gewerkschaften im Jahre 1913. In Zeiten wirtschaftlicher Krise- haben die Gewerkschaften immer Mitgliederverluste erlitten. Aber doch hat sich im Wandel der Zeiten In früheren Jahren brachte ein wirthierin manches geändert. schaftlicher Niedergang so erhebliche Weitgliederverlufte, daß die Gegner der modernen Gewerkschaftsbewegung davon die überschwenglichsten Hoffnungen auf einen dauernden Rüdgang der Gewerkschaften fnüpften. Doch je mehr die Gewerkschaften erstarkten und sich gaben: In der Gewerkschaftskommission sind 47 von den der Generalfommission angeschlossenen Zentralverbänden vertreten. Diese hatten am Schluß des Berichtsjahres Zu einer ganz spontanen Arbeitsniederlegung kam es fürzlich bei der Heizungsfabrik von Liebold in Dresden. Der Bureau302 052 Mitglieder. chef liebt es noch, seine Lehrlinge zu verprügeln und die übrigen Angestellten mit den gröbsten Schimpfworten zu trattieren. Als den Da das Vorjahr mit einem Mitgliederbestand von 311 996 abschloß, Technifern für den Fall fernerer Widersezlichkeit punkt der Differenzen bildet der Protest der Angestellten gegen eine deutet einen Mitgliederverlust von 3,12 Proz., was im Hinblic den Ausgangs- so ist die Zahl im Jahre 1913 um 9944 zurückgegangen. Das bes willkürlich angeordnete Verschiebung der neunstündigen Arbeitszeit auf die wirtschaftliche Arise feineswegs erheblich ist. Der Verlust der Stadtarzt durch Messungen und Wägungen nachgewiesen, daß die Schüler der Volksschulen durchschnittlich um 1-2 Broz. kleiner und leichter seien als die gleichaltrigen Schüler der Mittel- und Bürgerschulen, und daß diese wiederum um ebenso viel hinter den Schülern der höheren Schulen zurückständen. Die Einführung der Stuttgarter Messungen und Wägungen wurde daraufhin auch für das übrige Land beschlossen." Die Presse läßt sich füttern! Die Hamburg- Amerika- Linie hat fürzlich zirka 150 Vertreter der deutschen Presse, zum Teil mit ihren Frauen, zur Teilnahme an der ersten Reise des neuen Dampfers Es müssen recht unbefangene Herren gewesen sein, die in Stuttgart Vaterland" eingeladen. Es wurde kostenfrei geboten: freie beisammen waren. Nachdem ein schwedischer Arzt mit den hier geFahrt bis Southampton und zurüd, eine glänzende Bewirtung, nannten Messungen und Wägungen den Anfang gemacht hatte, wird Bordfeste usw. Alles unter der stillschweigenden Voraussetzung, daß fie in fast allen Kulturländern vorgenommen werden und überall für die Hapag eine gehörige Reflame herausfomme. Nun, mit dem Stuttgarter Resultat, das die Herren in Staunen versezt das das ist ist nichts Besonderes, bielmehr an der zu haben scheint. Auch in einer Reihe von deutschen Städten ist Tagesordnung. Soweit wir wissen, nimmt einzig die sozial- man durchaus zu den gleichen Ergebnissen gelangt. So entsetzlich demokratische Presse solchen Veranstaltungen nicht teil. es auch flingt: die Klassenlage macht sich bereits vor der Und wie führte sich mancher Vertreter der sechsten Großmacht, die Geburt geltend. Die Armut rächt sich am Kind im Mutterleibe. doch wohl auch Würde wenigstens zu markieren haben sollte, bei solchen Anlässen auf! Dem Zeitungsverlag", dem offiziellen Drgan der deutschen Zeitungsverleger, wird über diese Englandfahrt berichtet: ant 11 Daß sie durchaus der Tante gleichen, Die auf dem Sofa übelnimmt! Zwar ist es gröblich ungezogen Und schlechterdings nicht zu verstehn, Daß Dichter, Schreiber, Demagogen Die Welt so durchaus boshaft sehn. Mit Schmerzen muß man auch bekennen, Daß die Natur ein Vorbild gibt, Indem zum Beispiel seine Hennen Der Hahn ganz ohne Bettschirm liebt! Doch giemt es sich wohl den Subjekten, Daß ganz respektlos sich ihr Hohn Bergreift an Polizeipräfetten, Ministern, Staat und Religion? Ist das noch die von Gott entstammte Weltordnung( wie die Faust mir juckt!), Wenn selbst das Lama auf Beamte Genau so, wie auf Bengels spudt?! Kurzum die Sache ist sehr brenzlich! Und dieses Faktum macht mir schwül: Soweit die Welt nicht preußisch gänzlich, Berlegt sie stets das Ehrgefühl! Notizen. Anag Gehirngröße und Intelligenz. Seitdem es Untersuchungen über Größe und Gewicht des menschlichen Gehirns gibt( jeit etwa 1835), wurden allerlei Hypothesen fiber Beziehungen zwischen Gehirngröße Die Szenen, die man hier beobachten konnte, waren geradezu des Gehirns maßgebend sei für seine Leistungsfähigkeit. Man stellte und Intelligenz aufgestellt. Vor allem glaubte man, daß die Größe beschämend! Im Ritz- Carlton- Restaurant hatten gewisse Presse- nun den Menschen an die Spige aller Säugetiere( heute wissen wir, bertreter" ihr Tag und Nachtquartier aufgeschlagen, ließen dort den daß einige fleinere Säugetiere relativ, d. h. im Verhältnis zum Gratisjett( natürlich die teuerste Marke) buchstäblich in Strömen Körpergewicht, mehr Gehirn haben). Vor allem rangierte der fließen", aßen( ebenso buchstäblich!) Kaviar mit Löffeln, stopften die Europäer vor allen anderen Nassen, die weniger Gehirn haben Taschen mit Importen und was ähnliche Aeußerungen guter sollen, und der Mann vor der Frau, deren durchschnittliches GehirnLebensart" mehr waren! Man mußte sich vor den Ausländern gewicht hinter dem des Mannes zurüchsteht. Hervorragend begabte ant Bord schämen, bei denen natürlich diese Aufführung Menschen follten das größte Gehirngewicht aufweisen und dergleichen deutscher kommandierender Generäle" nicht unbeachtet blieb! Die mehr.( Tatsächlich tommt das höchste festgestellte Gehirngewicht einem Vorfälle waren derart skandalös, daß bereits der Landesverband Münchener Handarbeiter zu!) Medizin und Reklameheilmittel. Die von der Hamburg des Reichsverbandes der deutschen Presse" sich damit beBerliner Medizinischen Gesellschaft unternommene Diskussion, die sich faßt hat." Alle diese Schlußfolgerungen waren übereilt, und vorsichtige mit Friedmanns neuem Tuberkuloseheilmittel befaßte, wurde am Abwäger haben denn auch von vornherein vor Ueberschätzung dieser Mittwoch beendet. Eine Korrespondenz bemerkt dazu: Die Ablehnung des Mittels war eine all Zahlen gewarnt. Durch die in dem vorstehenden Berichte geschilderte Ausnutzung Gehirnteile nicht besser unterrichtet sind, solange das Wesen der Sie mit Ehrlichs Namen mißbräuchlich für das Mittel gemacht werde, Solange wir über die Bedeutung der einzelnen gemeine. Prof. Lydia Rabinowitsch wandte sich gegen die Reklame, der ohnehin nicht ganz unbedenklichen Gastfreundschaft hat die ganze Begabung( und dazu der Einfluß des Milieus) nicht umfassender und verlangte, daß zukünftig rechtzeitig von den maßgebenden Einladung einen Trinkgeldharakter bekommen. Für die erkannt ist, vor allem solange nicht viel mehr exaktes Beobachtungs- Stellen vor der Anwendung reflamehaft angepriesener Heilmittel geHapag bedeutete die Bewirtung der Pressevertreter zweifellos nichts material über die ganze Frage vorliegt, ist keine tiefere Einsicht in warnt werde, wenn die amtliche Prüfung die Gefährlichkeit des weiter als eine reine Reklameangelegenheit. Nimmt man die hier vorliegenden Zusammenhänge möglich. ant, daß sie bei 150 Teilnehmern pro Kopf 200 Mart Unkosten Raffen und vor allem die Frauen lönnen also inzwischen guten Die anderen" Mittels ergeben hat." ( Each gerechnet) gehabt habe, ergibt sich ein Auf Mutes fein und Leute mit fleinem Schädel brauchen nicht zu ver- händler schildert die Dortmunder Bürger als Bücherkäufer alon Bürgerliche Kultur. Ein früherer Dortmunder Buchwand von 30 000 Mart. Dem stehen ungezählte Feuilletons, zweifeln. Beim Gehirn wird es wie bei vielen anderen wichtigen es werden in Dortmund spottwenig gute Bücher gekauft; ein bißche Berichte und so weiter über die deren Reklamewirtung auf dem Wege des Inferats auch für einige Dr. Rudolph, der eine Preisaufgabe der Leipziger medizinischen alles! In manchen vornehmen und reichen Kreisen sieht es mit dem Breffefahrt" gegenüber, Dingen mehr auf die Qualität als auf die Quantität ankommen. billige Romanware und ein bißchen aktueller Broschürenkram, das ist Hunderttausend Mart schwerlich zu erzielen ist. Es ist zu befürchten, Fakultät über„ Hirnvolumen, Hirngewicht und Schädeltapazität" ge- Bibliothekstram sehr traurig aus: Eine Kleine Kinderbibliother mit daß die Einladung der Hapag Nachahmung findet. In der breiten löst hat, faßt" denn auch( in der Umschau") das Ergebnis der bis- ein paar gerfesten Heften und einigen Bänden Goethe, Schiller und Deffentlichkeit kann dann sehr leicht eine falsche Auffaffung herigen Untersuchungen dahin zusammen: von der Stellung der Presse zu den großkapitalistischen Lessing, das ist alles! Aber man hat ein eigenes Billard und ein Normale Gehirne von beträchtlicher Gewichtsverschiedenheit eigenes Auto und ist im Sommer auf den Bergen. Schlimm ist auch, Unternehmungen Platz greifen. Für den Teil der Bresse, die noch auf Selbstachtung und Un- Beistungen fähig. Es ist daher falsch, das etwas fleinere weibliche genommen werden, so daß dem armen Buchhändler fast die Puste find in gleicher Weise zu durchschnittlichen oder außergewöhnlichen daß die paar Bücher, die noch gekauft werden, auf langen Pump abhängigkeit hält, gibt es natürlich nur eine Verhaltungs Gehirn für geringwertig gegenüber dem männlichen Hirn zu ausgeht. maßregel: fich nicht bewirten laffen und feine Reklameartitel halten. Wie der weibliche Körper überhaupt zarter organisiert ist zum Teil fleißig billige und gute. Bücher, soweit es ihre Mittel Im Gegensatz zu diesen Kreisen kaufen die Arbeiter bringen. als der männliche, so mag vielleicht die geringere Gehirngröße erlauben. substanz bedingt sein." durch eine besondere Feinheit der markhaltigen Fasern in der Hirnfo Schule und Arzt. Vom ersten April vorigen Jahres an ist der Schularzt für alle Schulen in Württemberg obligatorisch geworden. Der Deutsche Verein für Schulgesundheitspflege" beschäftigte sich auf einer Tagung, die in Stuttgart stattfand, mit den bisher gesammelten Erfahrungen. Dabei wurde unter anderem ausgeführt, daß gesundheitliche Unterschiede zwischen den einzelnen Schulsystemen fich nirgends ergeben hätten. Nur in Stuttgart habe " Humor und Satire. Die Aera der Beleidigungen. Die Herrn vom grünen Tisch erreichen, Wozu das Schicksal sie bestimmt:\ Was der britische Löwe wicht tun wird. Eine köstliche Redeblüte, die sich ein Redner im englischen Unterhause im Feuer der Begeisterung leistete, wird in einer Londoner Wochenschrift wiedergegeben:„ Der britische Lötve, mag er nun in den Wüften Indiens brüllen oder in den Wäldern Kanadas klettern, er wird nicht seine Hörner einziehen und fich in seinem Gehäuse berfriechen... betrifft 27 Verwaltungsstellen. Bei drei Gewerkschaften, den Hut- machern, Schuhmachern und Schiffszimmerern, ist die Mitgliederzahl gegen das Vorjahr unverändert geblieben. In 17 Gewerkschaften ist noch eine Zunahme von 5120 Mitgliedern zu verzeichnen. Da die 27 Verwaltungsstellen einen Verlust von insgesamt 15 064 Mitgliedern haben, so beträgt, unter Berücksichtigung der erwähnten Zunahme der tatsächliche Verlust 9944 Mitglieder. In den einzelnen Gruppen, männliche, weibliche und jugendliche, ist das Verhältnis wiederum sehr verschieden. In der absoluten Ziffer nahmen am meisten die männlichen Mitglieder ab, nämlich um 8854 oder 2,83 Proz. In Prozenten ausgedrückt ist mit 19,5 Prozent eine Zunahme bei den Jugendlichen zu verzeichnen; die Zahl derselben stieg von 3847 auf 4746 Mitglieder. Bei den weib- lichen Mitgliedern erfolgte eine Abnahme von 29 986 auf 28 195 Mit- glieder, absolute Abnahme 1781 oder 5,97 Proz. Wie bereits in früheren Jahren ist auch im Berichtsjahre wieder- um eine Abnahme der Mitglieder im Baugewerbe und den damit verwandten Gruppen zu verzeichnen; ein Zeichen, daß die seit Jahren eingetretene Krise besonders in diesen Gruppen mit unver- minderter Schärfe anhält. In den größeren Organisationen des Baugewerbes beträgt der Rückgang 8— 15 Proz., während er in den Gewerkschaften der kleineren Bauberufe erheblich höher ist. In der Metallindustrie ist der Rückgang als sehr gering zu bezeichnen; er beträgt bei den Kupferschmieden 3 Proz., bei dem Metallarbeiterverband 3V Proz. In der T e x t i l- und Bekleidungsindustrie sind die Prozentziffern des Rückganges ein klein wenig höher; die Ziffer beträgt bei den Textilarbeitern 9,3, Kürschnern 15, Schneidern und Wäschebranche 7,9, Tapezierern 5,6 Prozent. Mit Ausnahme des Verbandes der Buchbinder, der einen Ver- lust von 420 Mitgliedern oder 4,6 Proz. aufzuweisen hat, ist in den übrigen graphischen Branchen eine Zunahme zu ver- zeichnen. Sie beträgt bei den Lithographen 325(8,7 Proz.), bei den Buchdruckereihilfsarbeitern 432(8,3 Proz.) und bei den Buchdruckern 212(1,7 Proz.).— Die Fleischer erhöhten ihren Mitgliederbestand um 166 oder 9 Proz., die Tabakarbeiter um 224 oder 14,9 Proz. Die Maschinisten und Heizer erreichen mit 831 Mitgliederzunahme oder 30,7 Proz. den Höhepunkt. In absoluter Ziffer nimmt bei der Zunahme der Transportarbeiterverband die erste Stelle ein, der seine Mitgliederzahl um 1833 oder 3,4 Proz. steigern konnte. Die Mitgliederzahlen der zehn größten Gewerkschaf- ten sind folgende: Der Situation des Berichtsjahre? entsprechend ist auch die Werbearbeit für die Gewerkschaften gewesen. Es wurden 1913 neu aufgenommen 73 412 Personen, gegen das Vorjahr weniger 38 516 oder 34 Proz. Von den Aufgenommenen waren 56 186 männliche, 14 456 weibliche und 2770 jugendliche Per- sonen. Durch die weniger erfolgten Neuaufnahmen ist auch die Fluk- tuation, dieses alte Uebel auf dem Gebiete der Gewerkschaftsbewe- gung, nach einer günstigen Seite hin beeinflußt worden. Im Be- richtsjahr 1912 betrug die Durchschnittsziffer der Aufgenommenen 35 Proz. Im Jahre 1913 ist diese Ziffer auf 24V gesunken. Natürlich ist das Prozentverhältnis bei den einzelnen Organi- fationen sehr verschieden. Während einige den Durchschnitt sehr erheblich übersteigen, bleiben andere weit unter demselben. Finanzielle Leistungen. Die Gesamteinnahmen der Berliner Gewerkschaften betrugen 16 539 917 M., gegen das Jahr 1912 ein Mehr von 1 383 821 M. oder 8 Proz. Der genannten Einnahme steht eine Gesamtausgabe von 12 313 613 M. gegenüber. Gegen das Vorjahr sind 1 296 645 M. oder 10,5 Proz. mehr ausgegeben worden. Tie Mehrausgaben verteilen sich, mit Ausnahme der Streikunter- stützung und Gewährung von Rechtsschutz, auf alle übrigen Ausgabe- Posten. Es wurden ausgegeben für Ausgabe Gegen das Vorjahr In Es verblieb am Jahresschluß den Berliner Gewerkschaften ein Kassenbestand von 4 226 304 M. gegen 4 146 387 M. am Schluß des Vorjahres oder inehr 1,98 Proz. Unter den klusgaben für Unterstützungen interessiert an erster Stelle, wegen ihrer sozialpolitischen Bedeutung, die Ausgabe an Arbeitslosenunterstützung. Nur acht Gewerkschaften, die Bauarbeiter, Dachdecker, Hausange- stellten, Landarbeiter, Maler, Musiker, Notenstecher und Schneider und Wäschearbeiter, haben im Berichtsjahre kein« Arbeitslosen- Unterstützung gezahlt. Die Arbeitslosenunterstützung beträgt allein 52,6 Proz. von der Gesamtsumme für Unterstützungszwecke. Das Krisenjahr 1913 hat enorm hohe Ausgaben bei einzelnen Gewerk- schaften notwendig gemacht. Bei den Metall- und Holzarbeitern stiegen die Ausgaben von 661 149 bezw. 515 266 M. des Vorjahres auf 870 198 bezw. 1118 613 M. im Berichtsjahre. Bei den Holz- arbeitern betrug die Erhöhung mit 354 932 M. 40,8, bei den Metall- arbeitern mit 527 473 M. 49,4 Proz. Die Verbände der Buch- binder, Buchdrucker, Fleischer, Glaser, Lederarbeiter(Vcrwaltungs- stelle II), Lithographen und Töpfer zahlten im Berichtsjahre wem- ger an Arbeitslosenunterstützung wie im Vorjahre. Bei den Glasern und Töpfern ist der sehr erhebliche Mitglicderrückgang die Ursache, im graphischen Gewerbe ist die Aussteuerung vieler Mitglieder und die noch nicht wieder eingetreten« Bezugsberechtigung die.Ursache der Minderung der Ausgaben. Eine Reihe von Gewerkschaften, auch solche von geringerer Mitgliederzahl, haben prozentual ihrer Einnahmen und Ausgaben außerordentlich hohe Aufwendungen für Unterstützung ihrer Ar- beitslosen machen müssen. Es betrug die Ausgabe bei den Alle übrigen nicht besonders ausgeführten Gewerkschaften, die Arbeitslosenunterstützung zahlen, kommen mit ihrem Anteil unter 30 Proz. der von ihnen gemachten Gesamtausgabe. Die vorge- führten Zahlen führen den Beweis, wie aus dem Gebiet der Selbst- Hilfe die Gewerkschaften Aufgaben erfüllen, die eigentlich den Ge- meinden, dem Staat und dem Reich oblägen. Lohnbewegungen. Im ganzen fanden 71 Angriffsstreiks, 72 Abwehrstreiks, 18 Aussperrungen und 260 Lohnbewegungen ohne Streiks statt, die sich auf insgesamt 4643 Betriebe mit 64 285 Beschäftigten verteilen. Unter diesen Beschäftigten waren 11 902 weibliche Personen. An den Angriffs st reiks waren 6975 Personen beteiligt, darunter 867 weibliche; bei den Ab wehr st reiks 5194, darunter 286 weibliche. Unter den 18 Aussperrungen nimmt die der Maler als Folge der im Berichtsjahre bestandenen Tarifstreitig- ketten mit 2914 Beteiligten die erste Stelle ein. Insgesamt waren an den Aussperrungen beteiligt 4524 Personen, darunter befanden sich 366 weibliche. Die größte Zahl von Beteiligten weisen die Lohnbewegungen ohne Streik auf, nämlich 47 682, wo- runter sich 9593 weibliche Personen befinden. Die Resultate aller Lohnbewegungen sind diese: bei den Angriff st reiks waren 51 erfolgreich, 26 teilweise er- folgreich, 29 ohne Erfolg; bei den Abwehr st reiks 64 erfolg- reich, 25 teilweise erfolgreich, 39 ohne Erfolg, in einem Fall blieb das Resultat unbekannt. Ter Ausgang der Aussperrungen war in 7 Fällen von Erfolg begleitet, in 4 mit teilweisem Erfolge, in 6 ohne Erfolg. Am Jahresschluß waren nicht erledigt drei Angriffsstreiks, ein Abwehr- streik und eine Aussperrung. Die Lohnbewegungen ohne Arbeitsein- stellung ergaben dieses Resultat: erfolgreich 223 Fälle, erfolg- los 7 und teilweise erfolgreich 38. Betrachtet man das Gesamtbild des Geschäftsjahres, so ergibt sich, daß die Berliner Gewerkschaften große Summen aufgewandt haben, um durch Unterstützungen die durch die wirtschaftliche Krise verursachte Not zu lindern, daß aber auch trotz der Ungunst der Verhältnisse nicht versäumt wurde, wo es not tat für bessere Ar- beitsbedingungen zu kämpfen oder geplante Verschlechterungen ab- zuWehren. Daß es den Gewerkschaften möglich war, in schwerer Zeit ihren Mitgliederbestand ziemlich stabil zu erhalten, das zeugt für die innere Festigkeit der Gewerkschaftsbewegung und berechtigt zu der Erwartung, daß sie auch in Zukunft allen Stürmen trotzen wird. * Das Arbeitersekretariat Berlin hat, wie gewöhnlich, seinen Jahresbericht dem der Gewerkschafts- kommission angefügt. Auch das Arbeitersekretariat hat im ver- flossenen Jahre eine gegen das Vorjahr vermehrte, sehr nützliche Tätigkeit im Interesse rechtsuchender Arbeiter entfaltet. Das©dre- tariert wurde im Jahre 1913 von 26 929(25 596 im Vorjahr) und 586 selbständigen Personen bezw. Gewerbetreibenden, Behörden und Ver- einen, insgesamt von 26 615 Ratsuchenden aufgesucht; an diese wurde in 32 968 Fällen Auskunst erteilt. Von den Auskunftsuchen- den gehörten 25 324 dem männlichen und 1188 dem weiblichen Gc- schlecht an. 25 536 waren Mitglieder gewerkschaftlicher Verbände. Insgesamt wurden 8491 Schriftsätze(5652) angefertigt, davon entfallen auf die Arbeiterversicherung 5164, auf den Arbeits- und Dienswcrtrag 265, auf Bürgerliches Recht 391, auf Strafrecht 66, auf Gemeinde, und Staatsangelegenheiten 429, auf die Privat- angestelltenversicherung 21 und auf sonstige Sachen 2155.— Von den Auskünften entfallen auf die Arbeiterversicherung 25 259 oder 76,64 Proz. aller Auskünfte, hiervon entfallen auf die Unfallver- sicherung 15 664 oder 61,21 Proz., auf die Krankenversicherung 2956 oder 11,70 Proz., auf die Invalidenversicherung 6317 oder 25 Proz. Die Unfallversicherung steht mit der Zahl der Auskünfte an erster Stelle.— Die persönliche Vertretung erfolgte in 475 Fällen mit 611 Terminen. Davon entfallen vor dem Oberversicherungsamt 76, vor dem Rcichsversicherungsamt 333, vor den Amtsgerichten 39 und vor den Versicherungsämtern 13 Fälle. Der Ausgang des Rechtsstreites wurde dem Sekretariat in 772 Fällen bekannt. Das Ergebnis war folgendes: 619 Fälle waren für die Arbeiter bezw. Arbeiterinnen erfolgreich und 152 Fälle erfolglos. Den erfolglosen Fällen sind die am Jahresschluß noch nicht erledigten Fälle(49) zugezählt. Von den mit Erfolg vertre- tencn Rechtsfällen entfallen auf die Unfallversicherung 471, auf die Invaliden- und Hinterbliebenenvcrsicherung 91, auf die Kranken- und Knappschastsversicherung 47, auf den Arbeits- und Dienstvertrag 7 und auf Schadenersatz 18 Fälle. verbanöstag öer Transportarbeiter. Köln, 10. Juni. Dritter BerhandlungStag. Die Diskussion über den Schiedsspruch in Sachen der Biersahrer war sehr lebhaft und ausgedehnt. Alle Redner verurteilten den Schiedsspruch, der für den Verband unerträgliche Konsequenzen nach sich ziehe, sehr entschieden. Für die Anerkennung des Schiedsspruchs erklärte sich nur ein Redaier, die übrigen wollen ihn strikte ab- lehnen oder den Gewerkschaftskongreß zur Entscheidung anrufen. Die hierzu vorliegenden Anträge wurden der Redaktionskom- Mission überwiesen. Diese unterbreitete später dem Verbandstag folgende Erklärung: Die zum 9. Verbandstage erschienenen Delegierten haben mit Befremden und Bedauern Kenntnis genommen von der am 9. April 1914 in Berlin getroffenen Entscheidung des Schiedsgerichts in Sachen der Grenzstreiligkeitcn des Transport- arbeiterverberndes mit dem Brauerei- und Mühlenarbciterver- bände. Zweck dieser schiedsgerichtlichen Verhandlung und Ent- scheidung sollte es sein, die vom Brauerei- und Mühlenarbeiter- verbände seit Jahren, allen gewerkschaftlichen und beruflich or- ganisatorischen Grundsätzen zum Trotz, provozierten Grenz- streitigkeiten zu schlichten und eine der Grenzstreitigkeitsresolution des Hamburger Gewerkschaftskongresses von 1998 lohalerweise Rechnung tragende Abgrenzung des beiderseitigen Organisations- gebicteS in den Brauereien, Biernicderlagen. Kellereien und Mineralwasserbetrieben vorzunehmen. In dieser Erwartung durfte der Verbandsvorstand sich dem schiedsgerichtlichen Verfahren unterWersen. Das Schiedsgericht hat aber eine völlig unbegründete, in der Sache verfehlte und die in der Hamburger Resolution ausge- stellten organisatorischen Rechtsgrundsätze mißachtende Entschei- dung gefällt, die praktisch undurchführbar und in ihren Kon- sequenzen unhaltbar ist, da sie sich sowohl gegen die Berufs- wie auch gegen die Betriebsorganiscrtion wendet und die Frage der Jndustrieorganisation unerörtert läßt. Die weder durch die bestehenden Betriebs- noch Berufsver- Hältnisse bedingte Entscheidung des Schiedsgerichts muß deshalb als eine sich ausschließlich gegen den Deutschen Transportarbeiter- verband richtende VerlcgenhcitSentscheidung bezeichnet werden, die um so bedenklicher ist, als gegen dies« Entscheidung jede Ein- spruchsmöglichkeit genommen sein soll. Dieses den Parteien gegenüber unbegründet gebliebene Ur- teil geht von den organisatorischen Grundsätzen aus, die bisher noch keine Geltung in der deutschen Gewerkschaftsbewegung hat- ten. Deshalb trägt es nicht nur das Merkmal einer Vergewal- tigung unseres Verbandes, sondern auch der umstrittenen Ver- bandsmitglieder. Die Delegierten richten an den im Jahre 1914 in München tagenden Gewerkschaftskongreß die Aufforderung, zu erklären, ob die von Gewerkschaftskongressen aufgestellten organisalori- sehen Grundsätze auch für schiedsgerichtliche Entscheidungen dieser Art maßgebend und bindend sind. Ferner halten es die Delegierten für absolut erforderlich, daß für derartige schiedsgerichtliche Entscheidungen ein Be« rufungsverfahren gesichert wird. Der Berichterstatter der Kommission, Paul Müller(Ber- lin), begründete diese Erklärung in scharf pointierter, längerer Rede gegen Legten. Unsre Kritik, sagte Müller, ist eine absolut zwingende Notwendigkeit. Wir greifen nicht die Schiedsrichter an, sondern den Schiedsspruch, den wir als ein Monstrum bezeichnen müssen. Der Schiedsspruch ist sachlich verfehlt, rechtlich unhaltbar und in seinen Konsequenzen ungeheuer!(Lebhafte Zustimmung.) Er würde nicht den Frieden, sondern neue Zwistiykeiten bringen. Auch wir haben den Streit satt, wünschen den Frieden, aber nicht den Frieden um jeden Preis.(Sehr richtig!) Der Schiedsspruch zertrümmert die Berufsorganisation, er schafft uns gegenüber ein Ausnahmegesetz, das durch nichts begründet ist. Er ist eine Rechts- beugung, verstoßt gegen den Beschluß des Hamburger Gewerk- schasiskongresses. Wir verlangen, daß gegen derartige Schicds- sprüche ein Berufungsrecht besieht. Der.Gewerkschaftskongreß muß eine Nachprüfung des Schiedsspruches ermöglichen.(Stür- Mischer Beifall.) Der Vertreter der Generalkommission, Legion, erwiderte darauf: Nehmen Sie diese Erklärung an, dann wird wahrscheinlich auf dem Gewerkschaftskongreß eine Differenz zwischen allen Ge- Werkschaftsorganisationen und dem Transportarbeiterverband ent- stehen. Daß der Schiedsspruch von den Brauern vorzeitig ver- öffentlicht wurde, finde ich auch als ungehörig. Nach den Aus- führungen Müllers wundere ich mich nicht mehr, daß die Disfe- renzen mit den Brauern solche Schärfe erhielten. Das Ent- scheidende in dieser Sache ist: Zum ersten Male sind wir in der Gewerkschaftsbewegung dazu gekommen, uns eine Instanz einzu- setzen, die in einem strittigen Falle eine Entscheidung fällt. Und in diesem ersten Falle kommt die eine Partei und sagt, diese Eni- scheidung gilt für uns nicht. Es dreht sich nicht um den Inhalt des Schiedsspruchs, nicht um die Verletzung irgendwelcher Grund- sätze, sondern daß die Entscheidung der Instanz, die wir selbst eingesetzt haben, anerkennen. Sind Sie sich nicht bewußt, daß, wenn Sie dies nicht tun, Sie sich damit in Gegensatz zu allen anderen Organisationen stellen? Von einer Revisionsinstanz ist bei Einsetzung der Schiedsgerichte nicht die Rede gewesen. Dann brauchten wir doch keine Schiedsgerichte. Deren Entscheidung muß endgültig sein. Sie nehmen uns mit dieser Erklärung die Mög- lichkett, weitere Grenzstreitigkeiten durch die«Schiedsgerichte zu erledigen. �Wollen Sie die Verantwortung dafür auf sich nehmen?� Ich kann Sie an der Ablehnung des Spruchs nicht hindern, muß aber auf die Konsequenzen aufmerksam machen, die daraus ent, stehen. Legien ging nun auf die Erklärung näher ein, deren scharfe Redewendungen er bedauert. Ich muß Sie, sagte dann der Red- ner, auf die Tragweite dieser Redewendungen aufmerksam machen. Ich würde eS auf das lebhafteste bedauern, wenn Sie die Erklä- rnug so annehmen würden. Müller nimmt eine eventuelle Treu- nung von der Gesamtorganisation unserer Gewerkschaften sehr leicht.(Müller: Nein, sehr ernst!) Wenn er diese ernst nehmen würde, dann hätte er den Verbandstag vor Annahme einer solchen Erklärung warnen müssen. Ich bin überzeugt, der Gewerk- schaftskongreß wird daran festhalten, daß, wenn zwei Organi» sationen sich über die Einsetzung eines Schiedsspruchs verständigen, sie sich nach der Entscheidung dieses Gerichts richten müssen. Dana stehen Sie aber außerhalb des Rahmens unsrcr Organisationen, falls Sie cS nicht vorziehen, nachträglich noch den Schiedsspruch anzuerkennen. Ueberlegen Sie Ihren Beschlutz wohl: ob Sie wirk- lich den ersten Schiedsspruch desavouieren, ob Sie diese Erklärung dem Gewerkschaftskongreß unterbreiten wollen. Im Schlußwort bat Döring um Annahme der Erklärung. VcrbandSvorsitzendcr Schumann erklärte vor der Abstimmung, daß Müller bis jetzt mit den Differenzen mit den Brauern nichts zu tun hatte. Legten habe gemeint, durch diese Erklärung sei zum Ausdruck gebracht, daß damit der Schiedsspruch abgelehnt sein solle. Dieser Meinung müsse er entgegentreten. Ter Absatz 3 der Erklärung sage, daß der Verbandstag� die Handlungsweise des Vorstandes(der die Entscheidung des Schiedsgerichts als bindend anerkannte) sanktioniere. Der Gewerkschaftskongreß solle nur zum Ausdruck bringen, ob Grundsätze, die von Gewerkschaftskongressen aufgestellt sind, durch Schiedsgerichte über den Haufen geworfen werden können. Die Erklärung wurde hierauf ein st immig an- genommen. Ueber die gesetzliche Regelung der Sonntagsruhe hielt Rcichstagsabgeordneter Bender(Elberfeld) ein kurzes Referat. Er gab eine Schilderung der Beratung der Regierungs- Vorlage über die Sonntagsruhe, die bekanntlich durch den Schluß des Reichstags erledigt ist. Die Ouintessenz der Ausführungen deS Referenten ist in einer von ihm vorgelegten Entschließung nieder- gelegt, in der es heißt: Der von der Regierung im Herbst 1913 dem Reichstag vor- gelegte Gesetzentwurf, die Neuregelung der Sonntagsruhe im Handelsgcwcrbe betreffend, dessen Verabschiedung durch den Schluß der Reichstagssession vsrhindert worden ist, entsprach in keiner Beziehung den Wünschen der Handelsarbeiter aus Gc- Währung des freien Sonntags und wurde den dringendsten sozial- politischen Forderungen unserer Zeit nicht gerecht. Die Reichs- tagSverhandlungen und die Beschlüsse der Reichstagskommission haben gezeigt, daß die bürgerlichen Parteien des Reichstags in ihrer Mehrheit den Forderungen der Handelsarbeiter auf einen völlig freien Sonntag nicht entsprechen wollen. Die Geschäftsinhaber haben eine umfassende Gegenaktion eingeleitet, um die Durchführung der vollen Sonntagsruhe auf gesetzlichem Wege zu vereiteln. Ihre Klagen fanden willig Ge- hör bei der Regierung und den bürgerlichen Parteien. � Die volle Sonntagsruhe ist für die Handelsarbeiter eine Lebensfrage, der Kampf für sie mutz �energisch weitergeführt werden. Wenn den Gegnern der vollen Sonntagsruhe die Pro- fitinteressen höher stehen als die körperliche und geistige Gesund- heit der HandclSarbeitcr und von der Regierung und dem Reichs- tage in ihrem volksschädigenden Tun unterstützt werden, so haben wir uns dagegen zu wenden. Der Verbandstag erblickt in der Stärkung der Organisaton das beste Mittel, uns unsre Forde- rung:»Einführung der vollen Sonntagsruhe", die nur die Gesetz- gebung bislang versagt hat, zu verwirklichen. Die Entschließung fand einstimmige Annahme. Der Verbandstag vertagte sich dann. Es findet eine Abend- ätzung statt, in der in geschlossener Sitzung die Taktik im Wirt- wirtschaftlichen Kampf« erörtert wird. verbanöstag öer Schuhmacher. Dritter BerhandlungStag. Hamburg, 10. Juni 1914. Vor der Abstimmung über die Anträge, die zu dem Geschäfts- bericht vorliegen, ging der Vorsitzende dcS Berbandsausfchusses, H a u p- Magdeburg, noch auf verschiedene in der Debatte vor- getragene Beschwerde� ein und wies vor allem die Forderung, die Hilfskräfte in den Bureaus größerer Zahlstellen aus der Haupt- kasse zu bezahlen, als unbillig zurück. Darauf wurden mehrere Anträge, die sich mit mehr internen Verwaltungsfragen beschäftigten, dem Vorstand zur Bcrücksichti- gung überwiesen. Bezüglich der Agftation erhielt der Vorstand Auftrag, zu prüfen, ob im Erzgebirge sich die Anstellung eines be- sonderen Beamten notwendig macht. Sodann soll auf Antrag der Zahlstelle Nürnberg daS Lichtbild mehr wie bisher in der Agita- tion Verwendung finden. Ncugewählte Ortsbeamte müssen in Zukunft einen vierwöchentlichen UnterweisungskursuS im Zentral- bureau absolvieren. Ueber die Lohnbewegungen die von der Generaldiskussion über den Geschäftsbericht abgetrennt waren, wurde nunmehr jn geschlossener.Sitzung, die die ganze Tagungszeit ausfüllte, berhandelt. Der Vorsitzende Simon hielt unter der Bedingung gewähren, daß in den Verbandsvorstand drei mehr zu. Die Einfeßung eines Ausschusses wird beschlossen. hierzu ein längeres einleitendes Referat. Nachdem er einige for- Mitglieder der städtischen Behörden( ein Stadtrat, zwei Stadt- Im Hause Stralauer Straße 44/45 will der Magistrat melle Angelegenheiten besprochen hatte, die bei der Anmeldung verordnete) aufgenommen werden, die von dem Kuratorium für auf 10 Jahre Räume im ersten und zweiten Stock zur Unterbringung und Genehmigung, sowie auch bei Beendigung von Lohnbewegungen das Rettungswesen zu wählen sind. Die Einrichtung eines eigenen der aus dem Stadthause zu verlegenden Bureaus der städtischen unbedingt zu beachten sind, wies er auf die ungeheure technische Krankentransportwesens von Stadt wegen hält der Magistrat nach Polizeiverwaltung V und der Heimstätten für jährlich 17 220 Entwicklung hin, die in der Schuhindustrie immer schneller vor sich stattgehabter eingehender Prüfung der einschlägigen Verhältnisse mieten. gehe. Bei der immer größeren Verwendung neuester schnellaufen- gegenwärtig für untunlich. der Maschinen, müssen die Arbeiter und Arbeiterinnen ihre ganze Stadtv. Modler: Wir empfinden das größte Bedauern über diese Stadtv. Dr. Weyl( Soz.): Wir werden für die Vorlage häufigen und kostspieligen Mietsanträge. Wir zahlen heute jährlich Aufmerksamkeit und Nervenkraft auf ihre Arbeit konzentrieren. stimmen. Wir begrüßen es, daß die Einrichtung eines eigenen 197 000 M. für Bureaumiete; welches schöne Dienstgebäude hätten Es sei daher völlig absurd, wenn die Fabrikanten wielfach noch be- städtischen Transportwesens vom Magistrat nicht mehr prinzipiell, wir z. B. im Scheunenviertel errichten können, wenn wir diesen haupten, daß es den Arbeitern von ihrer Organisation aus ver- sonder bloß für jetzt abgelehnt wird. Wir freuen uns auch des Betrag fapitalisieren! Die Vorlage nehmen wir an, aber für ein boten ſei, über ein bestimmtes Quantum hinaus Arbeit zu leisten; ersten Schrittes, der zur Verstadtlichung getan wird, indem die solches ferneres Dienstgebäude, möglichst im Scheunenviertel, sollte benn es liege gar nicht in der Macht des Arbeiters, bei diesen mo- städtischen Behörden in die Verwaltung des Verbandes Sik und der Magistrat doch endlich das nötige Interesse aufbringen! dernen Maschinen sein Arbeitspensum selbst zu bestimmen. Durch Stimme erhalten sollen. Wir sind nach wie vor der Auffassung, diese äußerst intensive und nervenzerrüttende Arbeit werde ein daß ein städtisches Rettungswesen ohne ein städtisches Transport- einverstanden, will aber hinsichtlich der Plakfrage nicht schon heute Stadtv. Rosenow ist grundsätzlich durchaus mit dem Vorredner völliger Raubbau an der Gesundheit des Arbeiters getrieben. Eine wesen gar nicht lebensfähig ist. Ob der„ Verband für erste Hilfe" Vorschläge machen. Das sei Sache des Magistrats und späterer ganz natürliche Folge dieser Entwidlung seien die zahlreichen oder die Privatunternehmungen nach jeder Richtung einwandfrei Beschlußfassung. Lungen-, Nerven- und Herzkrankheiten. Die Zahl der Jugend- find, will ich heute nicht weiter erörtern; zugestanden werden muß Stadtv. Hinge: Wir können der Kritik des Kollegen Modler lichen, die an diesen Maschinen beschäftigt werden, nehme immer jedenfalls, daß ein Privatunternehmen auch beim besten Willen nur vollkommen beitreten. Schon vor drei Jahren ist der Magistrat Wenn einzelne besonders gewandte und träftige Ar- für die ärmere Bevölkerung die Kostensäße nicht so herab- ersucht worden, Vorschläge für ein drittes Verwaltungsgebäude zu beiter bei solcher Ausnußung ihrer Arbeitskraft einen verhältnis- mindern kann, um ihr die Benutzung seiner Einrichtungen zu er- machen; bis jetzt ist er darauf nicht eingegangen. In demselben mäßig hohen Lohn verdienen, so das völlig gerechtfertigt. Mit möglichen. Werzte und Krankenhausverwaltungen haben wieder- Grundstück, wo wir jetzt wieder für 17 000 M. Räume mieten wollen, aller Entschiedenheit müsse den Bestrebungen er Fabrikanten holt darauf hinweisen müssen, daß leider immer noch mit an- haben wir bereits für 25 000 M. Mietsräume inne; so kommen entgegengetreten werden, aus diesem Grunde die Akkordlöhne zu steckenden Krankheiten behaftete Bersonen, namentlich Kinder, mit wir anscheinend doch stückweise in den Mietsbesitz des ganzen Grundreduzieren. Die intensive Ausnutzung der Arbeitskraft müsse aus allen möglichen öffentlichen Transportmitteln in die Kranken- ftüds, was vor einigen Jahren von der Versammlung abgelehnt geglichen werden durch eine entsprechende Verkürzung der Arbeits- häuser geschafft werden. Auch aus diesem Grunde treten wir für wurde. Wenn wir mit dem dritten Verwaltungsgebäude auch nicht zeit. Auf keinen Fall dürfe die Einführung des freien Sonnabend- die Verstadtlichung ein, die auch der Direktor des städtischen nach dem Scheunenviertel gehen werden, weil dieses nicht zentral nachmittags durch eine Verlängerung der täglichen Arbeitszeit er- Rettungswesens noch jüngst nachdrüdlich in einer Dentschrift genug liegt, so ließe sich doch vielleicht das Grundstück der freis fauft werden. Schließlich besprach der Redner an der Hand be- empfohlen hat. Die heutige Vorlage sehen wir als eine Abschlags- werdenden Zentralmartthalle in Betracht ziehen. sonderer Fälle eingehend die Taktik bei Lohnkämpfen. An das Referat schloß sich eine sehr lebhafte Diskussion, in zahlung an. Stadtrat Selberg: Ein eigenes Verwaltungsgebäude würde uns der die Lohnkämpfe der letzten Jahre eingehend besprochen wurden. Die Vorlage wird darauf einstimmig angenommen. nicht billiger zu stehen kommen als Mietsräume. Das Terrain des Bon vielen Seiten wurde ebenfalls auf die erschreckende Zunahme Fleischgroßmarkthalle an der Landsberger Allee kommen. Der spezielle Entwurf für die Errichtung einer Scheunenviertels ist doch zu entlegen, um ernsthaft in Betracht zu der Jugendlichen in den großen modernen Schuhfabriken hinge ist der Versammlung am 5. Juni zugegangen. Der Kostenanschlag Stadtv. Solmis( Fr. Fr.): Wir haben es als selbstverständlich wiesen. So werden zum Beispiel in einer der größten Schuh- schließt mit 4% Millionen Mart ab, davon sollen als erste Baurate angesehen, daß der Magistrat sich jetzt ernsthaft mit der Errichtung fabriten beschäftigt: Arbeiterinnen im Alter von 14 bis 20 Jahren 800 000 M. aus der Anleihe von 1912 zur Verfügung gestellt eines dritten Bureauhauses beschäftigt; aber eine bestimmte örtliche 860, bon 21 bis 25 Jahren 400, von 26 bis 30 Jahren 130, von 31 werden. bis 40 Jahren 125 und über 40 Jahren 10; männliche Arbeiter Direktive sollten wir dafür nicht geben. Es muß dem Magistrat im Alter von 14 bis 20 Jahren 700, von 21 bis 25 Jahren 370, bald und billig zu einem neuen Geschäftsgebäude für unsere Verüberlassen bleiben, in geeigneter Weise dafür zu sorgen, daß wir bon 26 bis 30 Jahren 300, bon 31 bis 40 Jahren 370 und über waltung kommen. 40 Jahre 150. Die Zahl der Jugendlichen beträgt also 25 Broz. der in diesem Betriebe Beschäftigten. Die Mehrzahl der Redner Schloß sich dem Referenten an und ergänzte deffen Ausführungen. Vielfach wurde über die hohen Preise der Furnituren, die von den Arbeitern bezahlt werden müssen, geklagt. Im Schlußwort unterstrich Simon besonders die Notwendig feit der Verkürzung der Arbeitszeit. Die Verhandlungen wurden auf Donnerstag vertagt. Internationaler Textilarbeiter- Kongreß. Bladpool, 9. Juni. Zweiter Verhandlungstag. Aus dem Finanzbericht ist ersichtlich, daß der Bestand des internationalen Streitfonds sich jetzt auf rund 240 000 m. ftellt. Im lebten Finanzjahre sind an Beiträgen zu diesem Fonds rund 45 000 Mark eingegangen, wovon auf England rund 20 000, auf Deutschland rund 11 000 und Oesterreich rund 3000 m. entfielen; die übrigen Länder haben nur geringe Summen beigesteuert. Unter den Ausgaben figurieren 16 000 M., die zur Unterstübung des Schweizer Streits verwendet wurden. Schon jetzt jei das Bedenten aufgetreten, daß die Struktur der Stadtv. Düring( Fr. Fr.) befürwortet Ausschußberatung. Vorlage dem derzeitigen Bedürfnis nicht genüge; auch sei über die Anschlußgleisfrage noch keine Klarheit vorhanden. der Magistrat die Vorlage nicht mit der Beschleunigung an uns Stadto. Hinge( Soz.): Trok unserer dringenden Bitten hat gebracht, die schon im Interesse einer Meinderung der herrschenden wären wir an sich zufrieden, aber auch uns will es scheinen, daß Arbeitslosigkeit erwünscht gewesen wäre. Mit der Vorlage selbst damit doch vielleicht zur Deckung des Bedürfnisses nicht das Genügende geschieht. Mit Ausschußberatung sind wir auch wegen der Frage der Kühlhalleneinrichtung einverstanden. Bezüglich der Kältezuführuig liegt noch kein bestimmter Vorschlag des Magistrats vor. Wir halten es für durchaus erforderlich, daß die Stadt eine eigene Anlage für diesen Zweck errichtet. Wir wünschen aber vor allem eine solche Beschleunigung der Beratung, daß die Vorantragen daher, den Ausschuß schon heute durch den Vorstand er= lage noch vor den Ferien verabschiedet werden kann. Wir bes nennen zu lassen. Möglichkeit beschleunigt; die langivierigen Verhandlungen mit den Stadtvat Fischbeck: Der Magistrat hat die Vorarbeiten nach Staatsbehörden haben die Verzögerung verursacht. Ausschußberatung und der Ernennung des Ausschusses durch den Stadtv. Bäfell( 2.) und Rosenow( N. 2.) stimmen der Borstand zu. Stadtv. Rosenow: Ich gebe zu, daß wir zur Miete billiger waltung nicht an. Wir müssen unsere Bureaus zentralisieren und wohnen würden, aber darauf kommt es bei der städtischen Vers brauchen ein drittes Verwaltungsgebäude notwendig. Wir ers wir wieder vor dem alten Notstande. warten auch bald eine entsprechende Vorlage, denn sonst stehen Stadtv. Modler: Ich habe nicht ein Gebäude à la Stadthaus im Auge, sondern ein einfaches, würdiges( Vielfache zurufe: helles!") Gebäude. Wir werden kein billigeres Grundstück in ganz Berlin bekommen als gerade in dem Scheunenviertel, deffen Jammer endlich einmal ein Ende gemacht werden sollte Die Vorlage wird angenommen. Schluß der öffentlichen Sißung 48 Uhr. Geschmierte Feldwebel. Bor dem Spandauer Schöffengericht hatte sich am Mittwoch der Schneidermeister Otto Leopold Jahnke regiments zu Fuß zu verantworten. wegen Beleidigung des Unteroffiziertorps des 5. Garde Jahnte soll zu einem ments der getan haben, in der er die Unteroffiziere des 5. Garderegis Grenadier, der bei ihm einen Anzug bestellt hatte, eine Aeußerung paffiven Bestechung Den Vorsiz des Gerichtshofes führte Amtsrichter Eroß( England) beantragt, alle weiteren Grhebungen für die Streiftasse einzustellen und das sofort ernannten Ausschuß gehören auch die Stadtbv. Drescher, Die Versammlung beschließt demgemäß. Dem vom Vorstand gegenwärtige Vermögen der Kasse zur Förderung der Organisation inhe, Schulz III und Wilte( Soz.) an. in bedürftigen Ländern zu verwenden. Die Engländer sind der Unsicht, führte er aus, daß die Streitkasse feinen Bwed habe. Sie Schönhauser und Pappel allee sowie in der Greif 3- beschuldigte. Zur Verhütung der Ueberschwemmungen in der ſei biel zu gering, um irgendwelchen Eindruck auf das internatio- walber Straße beabsichtigt der Magistrat, im Zuge der Sirschfeld. Die Antlage vertrat Amitsanwalt Wolff. Die hale Unternehmertum zu machen. Die Statuten beschränken auch Danziger Straße einen besonderen Regenwafferfanal Verteidigung führte Rechtsanwalt Dr. Karl Liebknecht- Berlin. die Berausgabung des Geldes durch allerlei Bedingungen, und nebst Stichleitungen zu bauen, der 700 000 Wt. fojten wird; ferner Der Angeflagte bestritt, die ihm zur Last gelegte Aeußerung deshalb kommt die Hilfe meist zu spät. Streitfonds mindestens 10-12 Millionen Mark betragen müßte, Gee( England) unterstützt den Antrag und meint, daß der um auch nur den geringsten Eindruck auf die Unternehmer zu machen. Boogsgeerd( Holland): Gestern haben wir so viel von dem großen Fortschritt der englischen Arbeit, und namentlich auch der Textilarbeiter auf wirtschaftlichem wie politischem Gebiete gehört. Ist dieser Antrag ein Beweis dafür? Daß der Streitfonds für die leinen Länder keine Kleinigkeit ist, das hat sich beim belgischen Zegtilarbeiterstreift vor 4 Jahren gezeigt. soll auch die Gaudystraße durch einen solchen Kanal entlastet die auf 30 000 m. veranschlagten Kosten decken. werden, falls beim Bau des Hauptkanals Ersparnisse eintreten, die getan zu haben. Im übrigen wolle er den vollen Beweis der Wahrheit führen. Es werde fein Militärlieferant geduldet, wenn er nicht den Feldwebel und die Unteroffiziere schmiere. Bei der Zeugenvernehmung befundete Grenadier Schuster Ertraanzug bestellt und 60 m. dafür angezahlt. Als der das als Zeuge: Er habe sich bei dem Schneidermeister Jahnke einen malige Sergeant, jezige Feldwebel Schicht die Quittung jah, sagte er: Wissen Sie nicht, daß kein Mann sich einen Extraanzug mann habe? Gehen Sie zu dem Schneidermeister und lassen machen lassen darf, wenn er nicht die Erlaubnis des Haupta Sie sich das gezahlte Geld wiedergeben." Der Zeuge erklärte weiter, er habe dem Befehl sogleich Folge geleistet. Da jagte Jahnte: „ Es werden allerdings Militärlieferanten nicht geduldet, die nicht an den Feldwebeln und an die Unteroffiziere Geschenke machen. Schuster befohlen, vom Angeklagten die Anzahlung von 60 M. Feldwebel Schicht erklärte: Er habe allerdings dem Grenadier die Erlaubnis des Hauptmanns nicht hatte. Daß die Feldwebel zurückzufordern, da Schuster zur Anfertigung eines Ertraanzuges und die Unteroffizere von Militärlieferanten Zuwendungen erhalten, Unterofifzieren zur Pflicht gemacht, von niemandem Geschenke an müsse er als grobe unwahrheit bezeichnen. Es werde den zunehmen. Dieser Befehl werde alle vier Wochen bekannt gemacht. angeben. Er habe aber die Vermutung, daß so etwas vorkomme. könne etwas Bestimmtes über Zuwendungen an Unteroffiziere nicht Der frühere Unteroffizier Sollow befundete als Zeuge: Er bekundet: Es seien vielfach an Feldwebel und Unteroffiziere von Der tommissarisch vernommene frühere Sergeant Wiese hat Lieferanten 3 uwendungen gemacht worden. Stadtv. Modler( A. L.) begrüßt die Entschließung des Magistrats, Hannid( Belgien) bekämpft den Antrag. Er würde alles Kanalbauten für die Zukunft vorzubeugen, beantragt aber, auch die den andauernden Wettertalamitäten in jenen Gegenden durch diese zerstören, woran die Internationale seit 20 Jahren gearbeitet hat. Gaudystraße an den geplanten Kanal anzuschließen, ohne Rücksicht Hanusch( Oesterreich): Es waren gerade die Engländer, die darauf, ob eventl. die erhofften Ersparniffe gemacht werden. auf den internationalen Kongressen immer gegen die Erhöhung flein, es müsse erschlagen werden. nun sagen sie, das Kind sei zu von ihm Vorgeschlagenen dem aufgetretenen Bedürfnis genügen zu Stadtbaurat Krause: Der Magistrat glaubt, im Rahmen des Wenn die Engländer logisch können. wären, müßten sie jetzt die Erhöhung der Beiträge fordern. Gewiß hat der Fonds für die Engländer keine direkten Vorteile, aber Wir stimmen der Anregung des Kollegen Modler zu. Stadtv. Rosenow: Man soll hier sofort ganze Arbeit machen. dasselbe gilt auch für die Desterreicher und Deutschen. Der Fonds mar ja auch in erster Linie nur zur Unterstützung der kleineren Die Vorlage gelangt mit dem Antrage Modler zur Annahme. Rationen gedacht, und von deren Standpunkt sind die Summen, für Betrieb, Regulierung und Unterhaltung der öffentlichen Die Feldwebel verlangen 5 Proz. vom Kaufpreis, die Unteroffiziere Die Gesellschaft Normalzeit- G. m. b. H." hat vertraglich um die es sich handelt, keineswegs zu verachten. Diese Nationen uhren zu sorgen. Der Vertrag, der mit Ende dieses Monats die Lieferung eines Koppels, einer Müße oder Handschuhe." sollen ein Recht auf die Unterstützungen haben, und nicht von Fall abläuft, soll auf 5 Jahre verlängert werden. Außerdem ist die zu Fall bei den großen Nationen um Hilfe betteln müssen. Wir Aufstellung von find nicht nach Blackpool gekommen, um die Arbeit von 20 Jahren einem Kostenaufwand von zirka 50 000 m. vorgeschlagen. 16 weiteren Säulenuhren mit zu zertrümmern. Stadtv. Wurm( Soz.): Auch die Vorlage fommt viel zu spät an uns; der bestehende Vertrag läuft am 30. Juni ab, und wird still. Von dem vor Jahresfrist vorgelegten Projekt der Tiefbauverer nicht verlängert oder erneuert, so stehen die öffentlichen Uhren waltung betr. eine städtische zentrale Uhrenanlage ist diesmal in der Begründung kaum die Rede. Die Gesellschaft Normalzeit" Hübsch( Deutschland): Die Engländer sollen nicht glauben, Bostverwaltung, ist also auf die Gnade der letteren angewiesen. arbeitet bei dem Betriebe der Uhren mit den Reservefabeln der daß die Deutschen für die Streikkasse eintreten, weil sie selbst Die vorjährige Denkschrift hatte dementsprechend die Anlage einen Vorteil von ihr erwarten. Die Engländer mit ihren zer- eines eigenen städtischen Kabelnebes für zwedsplitterten lokalen und Branchenorganisationen können noch leichmäßiger und vorteilhafter erklärt. Jezt kommt dicht vor Torester in die Lage tommen, die Hilfe der Internationale anrufen schluß diese Vorlage und stellt uns wieder einmal vor eine Zwangszu müssen, als der zentralisierte deutsche Verband. Freilich, wenn die Kaffe weiter ausgebaut wird, mag sie auch den großen Nationen lage; wir sollen den Vertrag mit der" Normalzeit" nicht etwa auf Grtraanzüge geliefert. Er habe aus diesem Anlaß dem Feldwebel Schneidermeister 3 witted: Er habe an verschiedene Soldaten zugute kommen. Aber wir dürfen nicht vergessen, daß der Fort- ein Jahr, sondern gleich auf 5 Jahre abschließen! Wir beantragen einen Säbel und an alle Korporalschaftsführer Zuwendungen schritt der kleinen Nationen ein direktes Interesse der großen ge= Ausschußberatung. wesen ist. Deshalb hat auch der deutsche Verband aus eigenen daß die definitive Regelung der Sache wieder auf unbestimmte Zeit wenn er ins Geschäft kommen wolle, dann müsse er an die Stadtv. Dr. Glavel( Fr. Fr.): Auch wir müssen sehr bedauern, Biebknecht, bemerkte der Zeuge: Sein Vorgänger habe ihm gesagt, gemacht. Auf Befragen des Verteidigers, Rechtsanwalt Dr. Karl Mitteln 100 000 m. zur Unterstützung des Streits in der Schweiz hinausgeschoben werden soll. Wir wünschen ebenfalls Ausschuß- Interoffiziere Geschenke machen. beigesteuert. Die Engländer ziehen sich darauf zu einer kurzen Be= beratung. Es sei ihm von ratung zurüd. Marsland verteidigt die Engländer vor den erfart att dem Geschäftsgange beim Magistrat. Das Projekt zahle ſtets 5. Prod. Stadtrat Hamburger: Die bedauerliche Verzögerung der Vorlage Feldwebeln mehrfach gesagt worden, der Lieferant Sprecher Angriffen der letzten Redner und teilt dann mit, daß die englische der Tiefbauverwaltung ist durch das elektrische Bureau nachgeprüft Sie fönne nicht sagen, ob Feldwebel Hahn Prozente verlangt habe, Delegation nach Anhörung der Reden der festländischen Delegier- worden; dabei haben sich Weiterungen ergeben, die dazu führten, er habe sie aber bestimmt erhalten.( Sahn selbst bestreitet das.) Zeugin Frau Jahnte( Gattin des Angeklagten) bekundete: ten den Beschluß gefaßt habe, ihren Antrag zurüdzuziehen. die Angelegenheit von der Tiefbauverwaltung auf dieses Bureau zu Es sei in ihrem Laden von Feldwebeln oftmals gesagt worden: ( Großer Beifall.) Nach längerer Diskussion wird ein Antrag, wonach das Inter- übertragen; die Sache ist also in der städtischen Verwaltung zweimal nationale Komitee beauftragt wird, in allen Ländern statistisches bearbeitet worden. Der Magistrat hat die technischen und die wirt- Feldwebel Denter habe ausdrücklich gesagt:" Ihr Mann könne Material zu sammeln über die Arbeitsbedingungen und Löhne schaftlichen Gesichtspunkte eingehend geprüft; die Vorredner haben Lieferungen nicht erhalten, weil er teine Prozente zahle der Arbeiter aller Branchen der Textilindustrie, einstimmig annur von den wirtschaftlichen Momenten gesprochen. Man hat dem Reguliersystem den Vorzug gegeben und deshalb geglaubt, mit Der Angeklagte bemerkte: Feldwebel Denter habe ihn ge= der Normalzeit" abschließen zu sollen. beten, ihn nicht als Zeugen anzugeben. Stadt. Dr. Levy II( A. 2.) und Stadtv. Ladewig( N. L.) halten mebel der ersten Kompagnie für seine Bemühungen einmal Zeuge Lieferant Schuppler- Berlin: Ich habe dem Feldfich dem Antrage auf Ausschußberatung an. genommen. ,, Wer keine Prozente gibt, erhalte keine Lieferungen." Stadtverordnetenversammlung. die Sache durch diese Ausführungen nicht für geklärt und schließen 20 Mart gegeben. Der Feldwebel hatte mit der Abnahme der Zeuge: Auf 300 bis 400 Marf. 19. Sigung vom Donnerstag, den 11, Juni 1914, der ebenfalls sofort vom Vorstand ernannt wird. Die Versammlung beschließt die Einfeßung eines Ausschusses, gelieferten Sachen sehr viel Mühe. Vors.: Wie hoch beliefen sich die Lieferungen? Vors.: Haben nachmittags 5 Uhr. Die 30 Uraniasäulen sollen eventl. noch vor dem 1. Juli Sie bei anderen Kompagnien auch Geldgeschenke gemacht? Beuge: Borsteherstellvertreter Caffel eröffnet die Situng nach 5% Uhr 1916 anderweit verpachtet werden, da die bisherigen Alle Feldwebel waren nicht zugänglich, so der Feldwebel bei der mit einem Nachruf auf den gestern im 87. Lebensjahr verstorbenen Bächter ihren Verpflichtungen nicht nachgekommen und bereits in zweiten Kompagnie. Vors.: An welche Feldwebel haben Sie noch Journalisten und Schriftsteller Professor Dr. Karl Frenzel, zwei Instanzen zur Räumung verurteilt worden sind. Der neue Zuwendungen gemacht? Zeuge: Dem Feldwebel der Der als geborener Berliner in seiner ganzen Hochbedeutsamen Bachtvertrag ist mit Herrn Richard Fröhlich in Wilmersdorf ab- liebenten Kompagnie habe ich bei einer großen Lieferung literarischen Wirksamkeit ein besonders hervorragender Vertreter geschlossen; er soll 10 Jahre gelten und die Bacht zunächst 18 000, 30 bis 40 Mart gegeben. Es sind schon mehrere Jahre her, dez echten Berliner Geiſtes gewesen sei. Die Versammlung hat nach 4 Jahren 19 000, nach weiteren 3 Jahren 20 000 m. jährlich ich weiß es nicht mehr genau. sich während der Ansprache des Vorstehers von den Plätzen erhoben. betragen. In den Ausschuß für die Vorlage wegen Schaffung einer Stadtv. Justizrat Hahn( A. 2.) beantragt Ausschußberatung, da Friedhofsinspektorstelle in Friedrichsfelde sind auch die gewisse Punkte des Abkommens besser im engeren Areise erörtert Stadtov. Leid, Manasse und Zubeil deputiert worden. würden. Dem Verband für erste Hilfe will der Magistrat Stadtv. Labewig meint, die Stadt habe nach den gemachten Erfür das Rechnungsjahr 1914 eine städtische Beihilfe von 7000 m.fahrungen allen Grund, mit größter Borsicht vorzugehen. Vors.: Haben Sie auch an Unteroffiziere Zuwendungen gemacht? Zeuge: Ich habe den Unteroffizieren, die bei Abnahme der Rekrutenmüßen usw., beim Anpaſſen, viel Mühe hatten, gesagt:„ Wenn Sie etwas faufen wollen, dann so; ten Sie es zu billigeren Preisen erhalten. Amtsanwalt Wolff beantragte einen Monat Gefängnis. Berteidiger Rechtsanwalt Dr. Jart ternet: Ja muß dem in Verbindung bringt. Der Bundesausschuß hatte, Richtlinien statutengemäß die Vorbereitungen zur Wahl zu erledigen hatte. Herrn Amtsanwalt widersprechen, daß der Wahrheitsbeweis miß-[ der Werkvereine" vorgeschlagen, die nach eingehender Debatte an- Die Kommission, in deren Namen Siering berichtete, schlug aus de glückt ist. Es ist bewiesen worden, daß Geld und andere Zuwen- genommen wurden. In diesen Richtlinien wird unter anderem be- großen Zahl derjenigen, die sich beworben hatten, 6 Mann zur bungen gemacht worden sind, und e siftoffen gesagt worden: ftimmt, daß bei den politischen Wahlen in erster Linie Auswahl vor, von denen dann die Mitglieder bei der Urwahl die Der Lieferant, der keine Prozente zahlt, fann nicht ins folche Kandidaten zu unterstützen seien, die der wirtschaftsfriedlichen zwei geeignetst Erscheinenden aussuchen können. Die Generalver Geschäft tom men. Es ist ja ungemein schwer, in solchen Arbeiterbewegung freundlich gegenüberständen; ausgeschloffen sammlung stimmte dem Vorschlag der Kommission zu. Dingen den Wahrheitsbeweis zu führen, da die Schmiererei natur- ist ein Eintreten des Bundes für die Sozialdemokratie." Nun folgte die Erledigung der eingelaufenen Anträge und eines gemäß nicht vor Zeugen geschieht und die Lieferanten aus sehr be= Die gelben Wertvereine wollen fich also mit politischen Wahlen Antrages auf Einführung der Hauskassierung, der noch unerledigt greiflichen Gründen mit der Wahrheit nicht heraus wollen. Wäre beschäftigen; sie wollen also ausgesprochenermaßen eine politische geblieben war in der letzten Generalversammlung. Der Antrag auf Der letzte Zeuge unterrichtet gewesen, worüber er vernom- Tätigkeit entfalten. Dabei wollen sie aber auch die Orga- Einführung der Haustassierung war vom Bezirk Moabit gestellt, men werden solle, dann wäre seine Aussage wahrschein- nisation der Jugend fördern und gelbe Jugendabteilungen und wurde auch von einem Vertrauensmann des Bezirks Moabit lich etwas anders gewesen. Daß nicht der Feldwebel, bilden. Wie reimt sich das zusammen? Wie soll das mit begründet. Der Kollege führte kurz gedrängt nochmals alle Gründe sondern der Kompagniechef die Bestellungen macht, ist selbstverständ- dem Reichsvereinsgefes in Einklang gebracht werden, bor, die seinerzeit schon einmal der Generalversammlung zur Bes lich. Der Feldwebel hat aber eine sehr einflußreiche, beratende welches politischen Vereinen die Aufnahme jugendlicher Mit- fürwortung der Hauskassierung unterbreitet waren. Die General Stimme, ebenso wie das faufmännische Personal, obwohl der Chef glieder berbietet? Die Gelben wollen zwar reaktionäre bersammlung beschloß mit überwältigender Majorität die Einfüh die Bestellungen macht. Jedenfalls hat die Behandlung einen argen Politik treiben und die Sozialdemokratie bekämpfen. Aber das rung der Hauskassierung.( Von mehr als 2000 Anwesenden haben Krebsschaden aufgededt. Wenn der Angeklagte auch nicht Vereinsgefes hat leider noch die Lücke, daß es reaktionäre politische etwa 150 gegen die Hauskassierung gestimmt.) Des weiteren wurde alles bewiesen hat, so ist doch Vereine nicht von den für oppositionelle politische Vereine vor- aber noch beschlossen, bei der Wichtigkeit der Angelegenheit die Frage das Wesentliche erwiesen gesehenen Beschränkungen ausnimmt. Für die hochmögenden Freunde endgültig den Mitgliedern zur Urabstimmung zu unterbreiten. Aud und Gönner der gelben Bewegung gibt das eine harte Nuß. Die ist der Beschluß gefaßt, daß, um in Bezirks-, Betriebs- und Der Angeklagte hat zweifellos in Wahrnehmung tgl. Regierungsstellen, die soeben den Gelben ihre volle Sympathie Branchenversammlungen den Mitgliedern vor der Urabstimmung berechtigter Interessen und in gutem Glauben ge- versichert haben, werden nicht umhin können, die gesetzlichen Be- ausreichend Gelegenheit zu geben, sich über die Frage der Haus handelt. Ich beantrage daher prinzipiell die Freisprechung. Nach längerer Beratung des Gerichtshofes verkündete der Vor- wendung zu bringen. Bekanntlich ist die strengste Pflichterfüllung, die Haustassierung erit in etwa 4 Wochen erfolgen soll. Mit der stimmungen gegen die ihnen so sympathische Bewegung in An- tassierung auf das Genauste zu informieren, die Abstimmung über fizende, Amtsrichter Hirschfeld, folgendes: unbeeinflußt von Sympathien und Antipathien, das Kennzeichen Abstimmung über die Hauskassierung soll auch die endgültige Wahl unferes Beamtentums. Wir werden deshalb wohl bald hören, daß der Beamten vorgenommen werden. Das letztere aus Sparsam die gelben Wertvereine als politische Vereine dem teitsrücksichten. Reichsvereinsgefeß unterstellt wurden. Oder sollte unser Vertrauen Der zur Generalversammlung neu eingebrachte Antrag be in die Unparteilichkeit der Behörden in diesem Falle getäuscht werden? traf gleichfalls die Beitragskassierung und war mit dem Beschluß Wir wollen's abwarten. auf Einführung der Hauskassierung erledigt. Damit war die Tagesordnung der Generalversammlung ev ledigt. worden. Urteil: Der Gerichtshof hat den Angeklagten der Beleidigung des Unteroffiziertorps des 5. Garderegiments für schuldig erachtet und ihn deshalb zu 100 Mark Geldstrafe, eventuell 20 Tagen Gefängnis berurteilt. Der vom Angeklagten angetretene Wahrheitsbeweis ist voll# tändig mißlungen.(?!!) Es ist nicht nachgewiesen worden, baß auch nur ein Unteroffizier einen Untergebenen beeinflußt hat, einen Anzug bei einem Schneider zu bestellen, von dem der Unteroffizier Prozente erhält. Deshalb ist dem Angeklagten der§ 193 des Strafgesetzbuchs( Wahrnehmung berechtigter Interessen) versagt worden.(!) Dagegen muß anerkannt werden, daß tatsächlich Misstände aufgedekt worden sind. Dies und der Umstand, daß der Angeklagte noch unbestraft ist, und wohl in gutem Glauben gehandelt, haben den Gerichtshof veranlaßt, von einer Freiheitsstrafe Abstand zu nehmen. Allein mit Rücksicht auf die Schwere der Beleidigung konnte die Geldstrafe keine geringe sein. Die Deffentlichkeit wird auch dies Urteil nicht verstehen! Aus der Partei. Aus den Organisationen. Als Delegierten zum Internationalen Kongreß wählte der Agitationsbezirt Breslau, zu dem die beiden Breslauer Bahltree, Breslau- Land und zehn weitere Wahlkreise gehören, burch Urabstimmung den Genosse obe- Breslau. Für Brestau- Land wurde als Delegierter zum deutschen Barteitage der Parteisekretär Genosse Srowig gewählt. Srowig hat übrigens am Montag eine zweimonatige Gefängnis ftra fe antreten müssen, weil er einen Gemeindeborsteher in seiner Eigenschaft als Gemeindevertreter durch eine Beschwerde an den Sandrat beleidigt haben soll. Jm Sozialdemokratischen Verein des 17. Hannoverschen Reichstagswahltrerjes ftieg die Mitgliederzahl von 7606 auf 8286. Jm Areise befiehen 15 Ortsvereine gegen 11 im Vorjahre. In den ländlichen Drten wurden erfreuliche Fortschritte gemacht. Bei den Landtagswahlen wurden 9104 sozialdemokratische Stimmen gegen 3124 bürgerliche abgegeben. 206 fozialdemokratische Wahlmänner ftanden 278 bürgerlichen gegenüber. Aus Industrie und Handel. Soziales. Lehrlingsklage. Aus aller Welt. Schweres Grubenunglück im Rheinland. Einem Lehrling der Firma Döring war die Spannschraube vom Support einer Drehbank abgebrochen. Er sollte den Schaden nach der regulären Arbeitszeit ausbessern. Das zu tun Durch den Absturz eines Förderkorbes hat sich Donnerstag untersagte ihm sein Vater. Die Firma entließ hierauf den Lehr morgen auf der Grube Petersbach bei Altenkirchen ein ling und machte, auf Schadenersatz verklagt, gestern vor dem Ge- schweres Unglück ereignet. Beim Schichtwechsel stürzte eit werbegericht beharrliche Arbeitsverweigerung Förderkorb, in dem sich vier Bergleute befanden, i geltend. die Tiefe. Die Unglücklichen wurden durch den Fall voll Das Gericht verurteilte durch Zwischenurteil die Firma ständig zerschmettert und waren auf der Stelle dem Grunde nach zur Erstattung des Schadens. Eine grobe Fahr- tot. Die verunglückten Bergleute waren sämtlich Familien. Fahr- tot. läffigkeit sei dem Lehrling nicht nachgewiefen und deshalb fonnte bäter. auch nicht von ihm gefordert werden, nach Feierabend tätig zu sein. Folglich liegt auch teine Arbeitsverweigerung vor. Hitewelle in Amerika. Die Staaten des mittleren Westens und das Gebiet der großen Seen werden gegenwärtig von einer Hizewelle heimgesucht, die be Zur Abschaffung der 24- Stundenschicht. reits über 50 Todesfälle verursacht hat. Fast überall ist die wirkungen der überanstrengenden Arbeiten auf den Hütten- und berte von Krankheitsfällen werden in den Hofpitälern behandelt. S Die Reichstagsverhandlungen über die gesundheitsschädigenden Temperatur auf über 32 Grad Celsius im Schatten gestiegen. Hun Walzwerken haben auf Anregungen der sozialdemokratischen Abge- Detroit, wo die Schattentemperatur 33 Grad erreichte, find ordneten dahin geführt, daß eine Kommission die Frage der Ab- 15 Personen an Higschlag gestorben. Chicago hat eine Schatten fchaffung der 24- Stundenschicht zu prüfen hat. Die Kommission temperatur von 34 Grad. In manchen Teilen des südlichen Kansas besteht aus einer Anzahl Vertretern der Regierung, von Arbeitgebern ist die Temperatur auf 36 Grad gestiegen. Aus Chicago werden und Arbeitnehmern. Sie bereist jetzt zu Studienzweden das 11 Todesfälle und aus Pittsburg 12 Todesfälle an Hizschlag rheinisch- westfälische Industrierevier. An die Besichtigung schließt sich gemeldet. In New York find während der letzten Tage vier Per die protokollarische Vernehmung der Beamten und Arbeiter. Das fonen der Hige zum Opfer gefallen. Die Leute schlafen in den Park auf diese Weise gesammelte Material soll dem Reichstag vorgelegt anlagen und auf offenen Plägen. werden. Vor einigen Tagen wurden die Gute Hoffnungshütte in Oberhausen und die Hütte Phönig in Duisburg Ruhrort befichtigt. 9 Sind Telephonschädigungen Unfälle? # Ein Millionenbetrüger vor Gericht. der In Brüssel begann anfangs dieser Woche vor dem Straf gerichtshof der Prozeß gegen den Finanzier Nestor Wilmart und feine Komplizen. Nestor Wilmart hat die Obligationen bet Das Reichsgericht hat am Dienstag die Frage, ob Stö- Eisenbahn Gent- Terneuzen gefälscht, indem er mehr Obligationen rungen des Nervensystems durch außergewöhnliche Geräusche drucken und in den Handel bringen ließ, als zulässig war. Die im Telephonapparat zu den erfaßpflichtigen Unfallfolgen ge- Sache kam dadurch an das Tageslicht, daß ein Angestellter ber hören, bejaht. Der Entscheidung liegt folgender Prozeß zu- Bahn 50 Obligationen unterschlug und floh. Bei Feststellung bet Nummern der gestohlenen Papiere erfuhr man, daß Obliga grunde: Berspekuliert. An der Donnerstagbörse erregte der Kurssturz Der Kläger war bei dem Allgemeinen Deutschen Ber: Die weiteren Nachforschungen ergaben, daß eine sehr große Anzahl tionen von denselben Nummern im Verkehr waren Der Aftien der A.-G. Ohles Erben in Breslau Sensation. Die sicherungsberein gegen Unfallschäden versichert. Am 15. Juni von doppelten Obligationen im Umlauf waren. Wilmart wurde z Aftien, die im Jahre 1912 auf 250 standen und noch Anfang Juni 1909 erlitt er bei einem gefchäftlichen telephonischen Gespräch durch erst als Zeuge vernommen, weil man nicht glaubte, daß er der über 200 notierten, in den letzten Tagen schon um ca. 50 Proz. ge- Knad- und Knattergeräusche im Telephon eine schwere Schädigung, beber der Fälschungen sein könne. Als aber immer mehr belastendes funden waren, gingen am Donnerstag bis auf 90 Proz. zurück. Er behauptet, das Gefühl gehabt zu haben, als würde ihm elek- Material gegen ihn fich sammelte, floh er und wurde erst am Bei dem Unternehmen sind Unregelmäßigkeiten der Di- trischer Strom zugeleitet; dadurch sei er vollständig neurrettion aufgedeckt worden. Ohne vom Aufsichtsrat ermächtigt zu asthenisch 12. März 1913 in Laon in Frankreich verhaftet. geworden. Da der beklagte Versicherungsverein, fein, hat der Direktor Löffler große spekulative Geschäfte in Zinn von dem der Kläger Entschädigung In der Gesellschaft galt Wilmart als ein sehr ehrentverter Mann für Ganzinvalidität in London vorgenommen, die zu großen Verlusten geführt haben. fordert, Simulation des Klägers behauptet und sich auch darauf freilich, wer ihn näher kannte, wußte, daß er ein skrupelloser Get Es heißt, daß nicht nur die Dividende, die im Vorjahr 16 Proz. beruft, daß gewöhnliche Ertrantnngen oder psychische finanzieller Art nicht zurückschreckte. Doch tat das feiner sozialen schäftsmann war, der vor betrug, ausfallen wird, sondern, daß auch die Reserven verloren Einwirkungen nicht als Unfälle im Sinne der Versicherungs- Stellung feinen Abbruch. In den industriellen Betrieben, denen find. Genoffenschaftliche Selbsthilfe der Bankbeamten. Wie uns die allerhand Versuche angestellt haben. Das Ergebnis davon ist, er sehr freigebig gegen jene Damen, die in der besseren Gesellschaft ber Allgemeine Verband der Deutschen Bant- daß der Kläger allerdings neuraithenisch prädisponiert war, daß für ihre Liebe auf horrende Preise halten. Auch sonst gab er beamten mitteilt, wird er in kürzester Zeit eine Spar- und andererseits aber durch das Telephon Geräusche entfeine Vergnügungen Unsummen aus. Seine Jagden tofteten ihm Darlehnskaffe in der Unternehmungsform einer Genossenschaft erit eben tönnen, die auf die Gehörnervenenden des Telephonieöffnen, deren sozialer Bwed ist, die Bankbeamten mehr als bisher renden fo einwirken, daß eine Schädigung des Nervensystems einbor Bewucherung zu schüßen. Die Erhebungen, welche den Grün- treten kann. Sungsanlaß gaben, haben Verhältnisse bloßgelegt, die mit zwin- Im Gegensatz zum Landgericht verurteilte das Kammergender Notwendigkeit schleunige Abhilfe auf den vom Verband gericht den Versicherungsverein. Es führte zu der Frage, ob ein eingeschlagenen Wege erfordern. Die Beteiligung an der Kapi- versicherungspflichtiger Unfall vorliege, aus: talszeichnung ist eine erfreuliche, so daß dieser auf Selbsthilfe angewiesenen Organisation ein voller Erfolg zu wünschen ist. Jugendbewegung. ST t 1 E δ Fi m di be 6i 25 1 53 ge au E be ti fid fiu 22 pr zu W br Ni pr 19 Tip 207 Tio geg far Ni hat 1217 Be 385 Fle Sej gra fub auj Ni der Die 14: fir rur Un liftischen Beutejägers, der vor leiner Ausbeutung, feinem Betrug jährlich allein 350000 Fr. Wilmart war der Typ eines kapita feiner Mitmenschen zurückschreckt, um sich zu bereichern, und der die expreßien Summen in einem tollen Leben vergeudet. Sein Schloß Morialmé in den Ardennen war der Schauplay luguriöser Feste, toller Ausschweifungen. jo er Fini 23 lich übe Ju Ge Και Als Unfälle im Sinne der Versicherungsbedingungen gelten nur Außer dem, was er sich durch verbrecherische Ausbeutung der ärztlicherseits sicher erkennbare förperliche Beschädigungen, Arbeiter und Arbeiterinnen seiner industriellen Unternehmungen welche der Versicherte durch unfreiwillige äußere Einwirkungen warb ein Verbrechen, das in der kapitalistischen Gesellschaft ja ( auch durch elektrische Schläge) erlitten hat. Das Leiden des Klägers nicht strafbar ist ist durch ein Geräusch im Telephon entstanden, welches der Kläger babnobligationen, die er bruden ließ und in den Verkehr brachte hat er sich durch die Fälschungen der Gijen als lautes nattern wahrgenommen haben will. Nunmehr 17 Millionen Frank ergaunert. Dieses Verbrechen schädigte die tommt es darauf an, ob der Kläger nur die Vorstellung gehabt Gelbe Jugendbewegung und politische Betätigung. Auf der Hauptversammlung des hat, einen elektrischen Schlag zu erhalten und ob er durch diese kapitalistischen Interessen; seinetwegen steht Nestor Wilmart gegen Wertvereine, die Ende Mai in Saarbrüden tagte, war Geräusch in physischer Weise eingewirkt habe und ein förperdes Bundes deutscher Einbildung allein einen Nervenchoc erlitten hat, oder ob das wärtig vor Gericht. Der Prozeß wird längere Zeit dauern. Heber den Ausgang des Prozesses wird noch berichtet. eine ganze Korona beamteter und nichtbeamteter Förderer der gelben liches Mißbehagen des Klägers hervorgerufen hat. Das Gericht ist Sumpfpflanzentultur erschienen, um den braven Kindern ihre Sym- auf Grund des Sachverständigen E. zu der letzteren Auffaffung gepathie zu versichern. Unter anderem begrüßte der Oberbürger- fommen und hat deshalb die Frage, ob ein versicherungspflichtiger meister Mangold die Gelben im Namen der Stadt Saarbrücken. Unfall vorliegt, bejaht. Der Oberregierungsrat v. Dulzig vertrat den OberDas Reichsgericht hat die vom Versicherungsverein einpräsidenten der Rheinproving und den Regierungspräsidenten von gelegte Revision zurüdgewiefen. Trier und versicherte die Gelben der vollen Sympathien der tönigl. Regierungsstellen". " " Der Kommerzienrat Versammlungen. Kleine Notizen. F Και hin die Eisenbahnunfall. Auf dem Bahnhofe Barmen Ritter hausen fuhr am Mittwochabend ein rangierender Güterzug einem Personenzug in die Flanke. 8wölf Reisende wurden bei den Busammenstoß verlegt, darunter drei schwer. Liebestragödie. Der zwanzigjährige Schneidergefelle Heinrid Herde erschoß Mittwochabend in Glogau die 16 Jahre alt Weisdorf, Generaldirektor der Burbacher Hütte, Tochter Toni seines Meisters Heller und gab darauf einen Schu befannte namens der Industriellen des Saargebietes, offen auf sich selbst ab. Das Mädchen war fofort tot, während und ehrlich", daß die Industrie" den gelben Bestrebungen de Die Verwaltungsstelle Berlin des Deutschen Metallarbeiter- Herder schwere Verlegungen davontrug und fofort ins ſympathisch gegenübersteht". Zu den Freunden der Gelben, verbandes hielt am 8. Juni ihre gutbesuchte Generalversammlung Krankenhaus gebracht wurde. Der Grund zur Tat soll Liebes zie die an diese freundliche Worte richteten, gehört neben für das erste Quartal 1914 ab. Aus dem Kassenbericht, der ge- fummer gewesen sein. vielen anderen auch der Abg. Bassermann, der die Tagung der brudt vorlag, ist zu entnehmen, daß im ersten Quartal 1914 889 117 Der Herr Graf. Das Pariser Zuchtpolizeigericht hat den au Werkvereine als den geeigneten Ort hält, sich über Arbeiterfragen zu Beiträge a 70 Bf., 106 657 Beiträge a 30 Pf., 5865 Beiträge a 10 Bayern gebürtigen Grafen Maximilian von Montgela informieren. Pfennig eingegangen sind. Die Gesamteinnahme betrug in der zu drei Jahren Gefängnis und zur Ausweisung aus Ein Begrüßungsschreiben hatte der Generalfeldmarschall Hauptkasse intl. eines Kassenbestandes von 376 M. 845 111,96 M. Frankreich verurteilt. Montgelas war das Haupt einer inter v. d. Golz gesandt. Dieses Schreiben ist infofern interessant, als Unter Ausgaben der Haupttasse sind unter anderem folgende Sum- nationalen Diebesbande, die im vergangenen Monat April versucht darin der Hoffnung Ausdrud gegeben wird, daß sich zwischen den men verzeichnet: Unterstützung bei: Arbeitslosigkeit 445 277,20 M., hatte einen Juwelier, der für 600 000 Fr. Juwelen bei sich trug Gelben und dem Jungdeutschlandbunde ein erfprießliches Krankheit 201 291,50 M., Streits 43 549,90 M., Maßregelungen zu berauben. Ein Mitschuldiger wurde zu zwei Jahren Gefängni Zusammenarbeiten ergeben möge. Zum Schluß bittet Herr 20 033,10 M., in besonderen Notfällen 4385 M., Hinterbliebenen- und alle übrigen Leute der Bande zu vier Jahren Gefängnis v. d. Golz, die Jugendvereine der gelben Vereine dem Jung- unterstüßung 6450 M., Unterstübung beim Umzung 1195 M., Reise- verurteilt. deutschlandbunde zuzuführen. Diesem Wunsche fam die Versamm unterstüßung 3740 M., Rechtsschutz 4306,03 M. Folgenschwerer Einsturz. In einem Minenschacht in Courrières lung bereitwilligst nach; einstimmig wurde folgende Entschließung Die Einnahmen der Lokaltasse betrugen inkl. eines Stassen- ist eine Brücke aus Eisenbeton infolge einer durch Regengüsse ber angenommen: bestandes am 1. Januar 1914 von 1 562 323,63 M. die Summe von ursachten Bodensentung zusammengebrochen. Acht Arbeiter „ Der Bund deutscher Werkvereine steht nach wie vor auf dem 1 860 461,04. Unter den Auslagen der Lokalkasse befinden sich wurden mitgeriffen, von denen einer getötet, zwei schwe Standpunkte, daß der Zusammenschluß der Jugend folgende Poften: Unterstüßung an Arbeitslose 100 551,85 M., an und fünf leicht verlegt wurden. in Jugendabteilungen der Werkvereine gefördert Streifende 42 682,95 M., an Gemaßregelte 8231,50 M., in beson- Reisebeihilfen zum Besuch der Bugra. Zum Besuch der Inter werden muß und empfiehlt allen Jugendabteilungen den engen deren Notfällen 3550 M. Der Kassenbestand der Lokaltasse betrug nationalen Ausstellung für das Buchgewerbe in Leipzig hat Anschluß an den Jungdeutschlandbund." am Schluß des Quartals 1393 092,36 M. Monitas über den Stadt Mannheim den Arbeiterorganisationen im graphischen Ge Dieser Beschluß wäre an sich gleichgültie wie die gesamte gelbe Kassenbericht wurden nicht erhoben und dem Kassierer einstimmig werbe einen Beitrag von 2000 m. gewährt. Einzelnen Reife Werkvereinsbewegung, die es trog des Terrorismus, mit dem ihr die Entlastung erteilt. teilnehmern soll ein Reisezuschus bis zu 35 m. gegeben verben Unternehmer Zutreiberdienste leisten, nach eigener Angabe nur auf Der weitere Punti der Tagesordnung betraf die Erfahwahl Hoffentlich folgen andere Städte dem vernünftigen Beispiele. D 140 000 Mitglieder gebracht hat. Diese Jugendresolution wird erst für zwei im März dieses Jahres verstorbene Angestellte. In der Berliner Magistrat, der an der Spike der größten deutschen Drud intereffant, wenn man sie mit anderen Beschlüssen der gelben Tagung liegten Generalversammlung war eine Kommission gewählt, die stadt steht, hat ja bekanntlich leider eine solche Beihilfe abgelehnt. Berantwortlicher Redakteur: Alfrey Wielepp, Neukölln. Für den Inferatenteil verantw.: Th. Glode, Berlin, Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdruderei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. bli Be ge au fül lid bic jul mi ber alf fest ags ein ein in II. Ile hen bes die Suns Ju find tten nfas rden hlag Ber Bark raf art der onen Die ber Der ga. te Die ers лез igt muf llt, bit nde Bes cal üh ben rde age und ung 11 ber Der Sabl be Luf et Nr. 157. 31. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Groß- Berlins Fleischverbrauch. Freitag, 12. Juni 1914. die nötigen Vorbereitungen zum Fest besonders vermehrt unter eine Haustüre geflüchtet. Vor mir lag die Wuhlheide, wurde. Der Hausvater hatte alle Hände voll zu tun, um und Blitz auf Blizz schien hineinzuschlagen in die ragenden zur bestimmten Zeit alles Nötige heranzuschaffen, was dem Eichen. Manch harter, furzer Schlag verkündete auch, daß der Die Fleischteuerung der letzten Jahre hat weite Kreise der Milchfeste erst den rechten Inhalt gibt. Bliz einen Stamm gefällt hatte. Plöglich kamen aus dem Bebölferung zu einer Einschränkung des Fleischverbrauchs genötigt. Unser Schiff wurde mit Freudenschüssen begrüßt. Und Walde drei Gestalten hervor. Das Halbdunkel, das hereinWie start in dem durch besonders hohe Fleischpreise ausgezeich- manchem wurde es weich ums Herz, als er die vielen armen, gebrochen war, ließ nicht unterscheiden, wer diese Gestalten neten" Jahr 1912 die Verbrauchseinschränkung war, davon gibt fab. Wer selber aus Proletarierfamilien hervorgegangen ist, die Haustüre zu, unter der ich stand. Es waren zwei aus den elendesten Verhältnissen gekommenen Kinder dastehen waren. Nicht einmal schnell, langsam tamen sie auf jezt eine in den Statistischen Monatsberichten Groß- Berlins ver- wer sich noch genug soziales Empfinden bewahrt hat und wer Männer und eine Frau. Die beiden Männer waren bereits öffentlichte Arbeit Dr. Ad. Henningsen's über:„ Die Sch I a cher öffentlichte Arbeit Dr. Ad. Henningsen's über:" Die Schlach etwa in seiner Jugend frühzeitig seine Eltern verloren hat und alt; graue Stoppelbärte bedeckten Kinn und Wange. Die tungen in Groß- Berlin in den Jahren 1909 bis in der Welt herumgestoßen wurde, der muß beim Anblick alten Hüte hatten sie tief in das Gesicht gezogen, so 1912" ein ungefähres Bild. Sie berücksichtigt aus 46 Beschau- dieser Kinder ein starkes Mitgefühl empfinden, das sich paart daß man ihre Gesichtszüge nur schlecht erkennen konnte. Der bezirken mit 89 Ortschaften( Berlin samt umliegenden Städten, nlit einem gewissen Gefühl der Befriedigung, daß hier doch eine trug einen alten Ueberzieher, der andere ein turzes Dörfern, Gütern) die Schlachtungen von Rindern, Kälbern, wenigstens für die Kinder gesorgt ist. Schweinen, Schafen, auch von Ziegen und Pferden; doch sind für Sackett. Das Wasser floß an ihnen nur so herunter. Die die Verbrauchsberechnung nur die Schlachtungsziffern der Rin in blizsauberer Kleidung mit fröhlichen Gefichtern hatten bald Beine waren bis über die Knie hinauf nackt; die Füße stacken Schnell war unser Schiff gefüllt. 170 Knaben und Mädchen Frau hatte ihren dünnen Rock über den Kopf gezogen. Ihre der, Kälber, Schweine, Schafe benutzt worden. Das Ergebnis ist, daß für 1912 die Ziffer der Fleischproduktion entgegen, nicht ohne daß uns die zur Wartung der franten Hausflur den Rock herunterwarf, sah ich, daß sie auf dent Das Ergebnis ist, daß für 1912 die Ziffer der Fleischproduktion ihre Plätze eingenommen, und hinaus ging es, unferem Ziele in einem Paar weiten Gummizugstiefeln. Als sie unter dem Groß- Berlins einen ganz außerordentligen Rüdgang Kinder zurückbleibenden Schwestern Abschiedsgrüße nachwinkten. Stopf einen zerweichten schwarzen Strohhut trug, den eine fast wieder bis auf die Produktionsziffer von 1909- zeigt. Die Musif setzte ein und bald stieg die Stimmung. Die große rote Blume schmückte, von der aus rotgefärbte Tropfen Die Schlachtungen von Rindern und Kälbern minderten Rinder wedten immer mehr auf, sie wurden zutraulicher und auf den Boden fielen. Die Frau hatte das Aussehen einer fich von 1909 bis 1912 ununterbrochen; die Schafschlachtungen schließlich hörten wir Kinderstimmen, fröhliche Wanderlieder Fünfzigjährigen. Ich glaube jedoch, daß sie kaum dreißig mehrten sich von 1909 zu 1910 und minderten sich dann bis 1912; schmetternd. Inzwischen hatte auch Jupiter Pluvius ein Ein- Jahre in Wirklichkeit war. die Schweineschlachtungen mehrten sich von 1909 bis 1911 und minberten sich dann zu 1912 gleichfalls. In diesen vier Jahren 1909 Waisenkindern ein besonders freundliches Gesicht zeigen. sehen und zog die Wolfenschleier fort, als wollte er den Verlegen und mit ängstlichem Wesen, als fürchteten sie, bis 1912 wurden in Groß- Berlin geschlachtet 245 213, 237 390, 230 073, 216 743 Rinder, 213 087, 200 438, 196 175, 186 872 Kälber, 1219 020, 1 275 974, 1 441 900, 1 437 962 Schweine, 532 858, 547 255, 532 306, 522 326 Schafe. In 1912 hat die gegenüber 1909 eingetretene Minderung um 28 470 Rinder, 25 215 Kälber, 10 532 Schafe nicht durch die gleichzeitige Mehrung um 218 942 Schwein: ausgeglichen werden können. 10 bald wieder. photographiert. Jedes Kind wird zum Andenken an das Zum Schluß wurde die ganze Gesellschaft mit den Kindern Milchfest ein Bild erhalten. wieder heim. Und um das Fest voll zu genießen, war der Nicht mehr wie Sie!" Dann ging auch ich meines Weges. Ich war empört und schrie den Mann an:„ Gefindel!? Sch folgte den Dreien, die vor mir her dem Orte zugingen, langfam, triefend und mit dem müden Schritt der Elenden, Ausgestoßenen und Gejagten. Und doch! Eine Straße gibt es in Berlin, um die sich weggejagt zu werden, stellten sich die Drei in den Hausflur begrüßt, landeten wir in Schmöckwik. Noch fehlten zehn Zigarre im Munde, kam plöglich aus einer korridortür heraus. Nach zweistündiger Fahrt, unterwegs von vielen Seiten hin. Und es geschah. Ein dicker Kerl, hemdsärmelig, eine Minuten an der Uhr. Der Kaffee war noch nicht fertig. Er schaute die Drei grimmig an und schrie:„ Na, wat fällt Unser Schiff machte erst eine kleine Rundfahrt und landete denn Euch ein!? Den janzen Hausflur überschwemmt Ihr. pünktlich im Festlokal. Hier stand für unsere kleinen Aus- mich. Ich bin doch nich da, um Eure Schweinerei ufzufegen!" flügler alles bereit. Mit gutem Appetit wurde dem Kaffee Die Frau nahm ihren Rock wieder über den Kopf und Die Fleischmenge wird vermittelt durch Umrechnung in und vor allem dem großen Kuchenpaket zugesprochen. ging in den strömenden Regen hinaus. Zögernd folgten ihr Schlachtgewicht, wobei der Umstand, daß in den vier Jahren das Musil ging es in den Wald. Die Jungen veranstalteten mir um und sagte mit einer grollenden und doch leisen Dann begann das ungebundene Leben, das Spiel. Mit Sie Männer. Der eine drehte sich beim Vorbeigehen nach Schlachtgewicht( abgeleitet aus dem von der Vich- und Schlachthof- Schießen nach der Scheibe, Ballwerfen, die Mädchen andere Stimme:" Wie die Ratten! Draußen jagt uns der Herrgott verwaltung durch Wägungen festgestellten Lebendgewicht) sich ver- Spiele. Geschenke, Bonbons wurden verteilt. Die Freude mit seinem Sauwetter aus dem Wald und hier der Hauswirt ringert hat, das Ergebnis noch weiter herabdrückt. Danach belief war allgemein. Auch die Erwachsenen wurden angesteckt und aus seinem Flur! Wie die Ratten!" Und auch er ging hinfich die in Groß- Berlin produzierte Fleischmenge in Ailogramm machten mit. Lehrer, Schwestern, Erziehungsdirektoren, alles aus in den Gewitterregen. Auch ich schichte mich an zu für 1909 bis 1912 auf etwa 207/10 Millionen, 210/10 Millionen, war in Bewegung und förderte dadurch den Frohsinn. Nur gehen. Doch freundlich und fett lächelnd meinte der Haus. 220/10 Millionen, 207/10 Millionen. Die Steigerung der Fleisch ein kleiner beriwachsener Junge heulte. Er hat mit dem Ball herr:„ Bitte, bleiben Sie ruhig hier. Nur dies Gefindel probuftion von 1909 zu 1911 ist allein den Schwein schlachtungen besonders gut getroffen und erzählt nun auf Befragen, warum zu danken, die in diesen drei Jahren 103/10 Millionen, 114/10 er weine, daß seine Kameraden ihm den Sieg nicht gönnten. Millionen, 1275/10 Millionen Kilogramm ergaben. Das Jahr 1912 Er hatte doch ganz ehrlich gesiegt. Er beruhigte fich aber brachte aber auch hier wieder einen Rüdgang, auf 122/10 Millionen Kilogramm. Ununterbrochen und sehr stark verringerte sich die produzierte Fleischmenge aus Rindern und Kälbern, von 1909 zu 1912 aus Rindern von 78%/ o Veillionen Kilogramm auf 628/10 Mil lionen, aus Kälbern von 13/10 Millionen Kilogramm auf 118/10 Die Straße Am Tempelhofer Berg. So bergingen die Stunden im Fluge. Der Abend nahte Millionen. Bei Schafen schwankte die Ziffer; sie war 11/10 Mil- heran. Mit Musik ging's wieder nach dem Festlokal, um Berlin wird nicht mit Unrecht als eine saubere Stadt gelobt. Tienen in 1909 und 10%/ 10 Millionen in 1912. Das Jahr 1912 schloß bas Abendbrot einzunehmen, das aus Brötchen, warmen Ein Heer von Straßenreinigern, mit den notwendigen ArbeitsGegenüber 1911 für alle Vichſorten mit einem Minus ab, im Ge- Würstchen und Limonade bestand. Gesang und Tanz be- geräten ausgerüstet, sorgt Tag und Nacht für die Reinlichkeit der famtergebnis mit einem Minus von ziemlich 12%/ 10 Millionen endeten die Feier. Vergnügt ging es mit dem Dampfer Straßen und Plätze der Reichshauptstadt. Kilogramm. Bei dem Versuch einer Berechnung der Verbrauch 3 barauffolgende Tag ein schulfreier, damit alle jungen Fest- fcheinbar niemand kümmert, wo fein Besen, kein Sprengdiffer pro Kopf der Bevölkerung Groß- Berlins teilnehmer sich ganz ausschlafen können. Es ist den Stindern wagen, feine Kehrmaschine hinkommt. Dieses Stieftind unter den het Henningſen unter Außerachtlaſſung der gewiß nicht zahlreichen zu gönnen. Zu wünschen wäre nur, daß Berlin die große Berliner Straßen heißt die Straße Am Tempelhofer Berg und geht und Sped berücksichtigt. Die Einfuhrmenge belief sich für Groß- in eigene Dbhut nähme. ausschlachtungen wenigstens noch die Gisenbahneinfuhr von Fleisch Zahl seiner Watsenfinder nicht hinausgebe zur Pflege, sondern von der Fidicinstraße bis zur Bergmannstraße. Die eine Seite wird von Hinterhäusern gebildet, deren Borderfront nach der BelleBerlin in den vier Jahren auf 27/10 Millionen, 35/10 Millionen, 88/10 Millionen, 35/10 Millionen. Man beachte, wie auch hier trob Rummelsburger Waisenhaus, wie es früher war. Es eingänge zu den Gebäuden sich befinden, die zum Teil von Das Milchfest ruft zu start die Grinnerung wach an das Alliance- Straße zugehen, während auf der anderen Seite die VorderFleiſcheinfuhr aus Rußland das Jahr 1812 mit einem Minus ab- wieder auf die damalige Höhe zu bringen, ist eine Aufgabe, freundlichen Gärtchen und alten, schattigen Bäumen umgrenzt geschlossen hat. Die Fleischmenge pro Kopf berechnet sich in Kilo beren baldige Lösung sehr erwünscht wäre und der Stadt Die Straße selbst, das heißt der Damm, befindet gramm für 1909, 1910, 1911, 1912 aus den Schlachtungen samt Ein- Berlin wieder zur großen Ehre gereichen würde. sich in einemt geradezu troftlosen Zustande. Er bildet fuhr auf 65,75, 67,15, 68,31, 62,30, aus den Schlachtungen allein ads Troffersschon seit Jahrzehnten die Ursache ständiger Klagen und auf 58,14, 57,54, 58,15, 53,24. Das Jahr 1912 hat einen jo jähen Aus der Stadtverordnetenversammlung. Petitionen. Man sollte es nicht für möglich halten, daß ZuRückgang der Verbrauchsziffer gebracht, daß diese noch unter derjenigen von 1909 blieb. Immer wieder wird die Berliner Stadtverwaltung vor stände, wie sie in der genannten Straße bestehen, solange sich die Frage gestellt, ob nicht gewisse dem Allgemeininteresse erhalten können. Der halbe Fahrdamm ist mit holperigem schlechten sind. Und immer wieder erleichtert der Magistrat es der frei- Ein Dorado für Kinder, die dort buddeln, desgleichen für dienende Unternehmungen in eigene Regie zu bringen Pflaster versehen, der übrige Teil besteht aus loser schwarzer Erde. finnigen Stadtverordnetenmehrheit, Entscheidungen hierüber- Spaßen und Hunde. Sie alle tommen auf ihre Kosten. sei es in wichtigen Dingen, jei es in minder wichtigen hin- Stroh, Bapier, alte Schuhe und Kleider, Konſervenbüchsen, große auszuschieben. Gestern wurde diese Frage bei zwei Vorlagen Saufen Pferdebünger usw. bilden die Ausstattung dieser von allen gestreift, bei den Magistratsanträgen über eine dem Verband guten Geistern verlassenen Straße. Die Krönung dieses Jdyas ist für erste Hilfe zu leistende bare Unterstüßung und über den mit jedoch eine verfaulte Sprungfedermatraße, die daselbst langsam ihrer Die verrosteten, wirr durcheinander der Gesellschaft„ Normaluhr" zum Weiterbetrieb der öffentlichen Auflösung entgegengeht. der Wind darüberstehenden Sprungfedern zittern, wenn Uhren neu abzuschließenden Vertrag. Dem Verband für erste Hilfe soll die Möglich streicht, die Spazzen holen von dem fauligen Seegras als feit geschaffen werden, sich ungehemmt weiter zu entwideln". Baumaterial für ihre defekten Nester und mit der OberDer Stadt ein eigenes Krankentransportwesen zu geben, hält schicht vergnügen sich Kinder und Hunde, die von Zeit zu Zeit einen findet am heutigen Freitag, abends 8%, Uhr, im„ Kaiser. Der Magistrat zurzeit für„ untunlich". Um ihr aber für die Fezzen davon loszotteln. Alles in allem, eine Stalamität, die Bilgelm Garten", Friedenau, Rheinstr. 65, eine öffent. Hergabe von Geld wenigstens mehr Einfluß auf die weitere bringend schnellste Abhilfe heischte. Leider ist dies leichter geliche Versammlung statt, in welcher Genosse Dr. Karl Liebknecht Ausgestaltung des Krankentransportwesens zu sichern, sollen fagt als getan. Die Straße ist nämlich Privatterrain der anüber das Thema: Denkmalsfrebel und preußische ein paar Vertreter der Stadt in den Vorstand des Verbandes liegenden Grundbefizer aus der Belle- Alliancestraße und das ist der Just iz" sprechen wird. hineingewählt werden. Genosse We hI begrüßte das als eine Grund, warum auch der Magistrat diesem Uebelstande bislang Vorbereitung auf das, was doch einmal tommen müsse, auf machtlos gegenüberstand. Ja, selbst der allmächtige Polizeigewaltige Fangschleuse, Bergluch, Gottesbrück und Alt- Buchhorst. Die die im Interesse der Bevölkerung dringend zu wünschende Jagow, dessen Eingreifen gefordert wurde, konnte bis zur Stunde Genossen treffen sich Sonnabendabend 8 Uhr bei Genossen Walz, llebernahme in eigene Regie. Die Unterstügung wurde be- nichts ausrichten, er hat sich neuerdings felber an den Oberpräsidenten Sangschleuse, zum Zahlabend. willigt. gewendet. Zu dem Vertrag über den Uhrenbetrieb stellte Ge- Mag dem sein, wie es will, jedenfalls ist die Straße in einer nosse Wurm fest, daß ein von der Tiefbauverwaltung schon geradezu standalösen Berfassung und es ist die höchste Zeit, daß im vorigen Jahr ausgearbeitetes Projekt, die Uhren in eigene hier eingeschritten wird. aren zall И ndes t am Cann Ge ngen talen So hat der Freischwucher gewirft! Daneben hatte man die Tatsache, daß in denselben vier Jahren die Zahl der Pferdeschlachtungen in Groß- Berlin fich auf 15 696. 11770, 15 143, 18 552- belief. Von 1911 au 1912 eine starke Minde ung der Schlachtungen von Rindern, Kälbern, Schweinen, Schafen! Und in derselben Zeit eine starke Mehrung der Pferte flachtungen! Soll man sich darüber wundern? et et tpat chaft für ihm pita etrug r die chloß Sefte ber t er ft ja Sifen achte die egen leber r8 inem dem inrid alte Schuß Grend ins es aus las aus inter cfucht trug gni gnis ères ber iter chiver Enter t bie Ge Reife erben Der Drud nt. Parteiangelegenheiten. = Für die westlichen Vororte " Berliner Nachrichten. Milchfest der Waisenkinder. " Verwaltung zu nehmen, einfach beiseite geschoben worden ist. Das miserabelste Pflaster in Berlin liegt vor der NikoDer Magiftrat legt den neuen Vertrag mit der Gesellschaft, lai tirche. Es sind faustgroße, spize Feldsteine, über die es der diesmal sogar auf den langen Zeitraum von fünf Jahren sich nur unter Beschwerden laufen läßt. Das müssen doch Es ist eine alte historische Einrichtung: die Veranstaltung abgeschlossen werden soll, erst im allerlegten Augenblick vor. auch schon die kommunalfreisinnigen Stadtväter empfunden des Milchfestes für unsere Berliner Waisenkinder. Alljährlich Stadtrat Hamburger versuchte die Verzögerung zu ent haben, die mit Vorliebe die Nikolaikirche zu öffentlichen Bittziehen unsere Waisenkinder aus dem Rummelsburger Waisen- schuldigen. Die Vorlage ging an einen Ausschuß. hause hinaus in die freie Natur, um sich ungetrübter Freude und Betgängen im Interesse des Gottesgnadentums benutzen. Einem Ausschuß überwiesen wurde auch der spezielle Diese Kirchengemeinde ist schwerreich. Sie unterhält, obwohl hinzugeben, Das ist schon so seit 1858. Damals wurden Bauentivurf für die Fleisch großmarkthalle an der in ihrem Sprengel die Zahl der Gemeindemitglieder von die Baisenkinder nach den Köpenicker Wiesen geführt, wo nach Landsberger Allee. Bedenken mancherlei Art, die eine Aus- Jahr zu Jahr finkt und nur noch nach Hunderten rechnet, Herzenslust geschwelgt" wurde, Milch war in Hülle und schußberatung erfordern, wurden von dem Stadtverordneten nicht weniger als vier fette Pfründen für Geistliche. Zu einem Fülle vorhanden: also ein Milchfest in des Wortes wahrster Düring und auch von unserem Genossen inte vorgebracht. neuen Pflaster auf dem als öffentlicher Straßenweg benutzten Bedeutung. Hinge rügte zugleich die Verzögerung, die auch diesem Projekt breiten Streifen vor dem Kircheingang ist aber kein Geld da. Seitdem hat sich manches geändert; das Milchfest ist ge- beschieden gewesen ist. Stadtrat Fisch bed meinte, infolge blieben, nur mit dem Unterschied, daß heute unter dieser der Verhandlungen mit verschiedenen Behörden habe man nicht Bezeichnung lediglich ein Ausflug verstanden wird, bei dem schneller fertig werden können. gegessen und getrunken, gesungen und gespielt wird. zuholen. den Die Verbotskrankheit. Zu längeren Erörterungen kam es auch bei der Vorlage Gegen den„ Trieb, zu regieren", das heißt gegen die Eucht, In diesem Jahre bestand das Milchfest in einem Dampfer- über Bau bezw. Erweiterung von Nottanalanlagen alles mögliche zu verbieten, wendet sich nun sogar das ehemals ausflug nach Schmödwig. Am Mittwoch, um 12 Uhr mittags, für die Gegend der Schönhauser Allee und der Scherliche Regierungsblatt, freilich recht bescheiden nur in der Unterführte uns das Dampfschiff in Gemeinschaft mit einer statt- Greifswalder Straße, die vor Schädigungen durch haltungsbeilage des„ Berliner Lokal- Anzeiger". Vielleicht hat da lichen Zahl von Freunden unserer Waisenpflege von der Ueberschwemmung bei Regengüssen besser geschützt werden bloß ein sogenannter Sommerredakteur einen Schwupper gemacht, Baiſenbrücke zunächst nach Rummelsburg, um die Kinder ab- sollen, sowie bei der Vorlage über die Mietung von Bureau- der nachträglich mit einem regierungsrätlichen Donnerwetter ges räumen, die als ein nur durch Erbauung eines dritten rochen wird. Das Blatt schreibt, es sei noch vor vierzig Jahren In freudiger Erwartung standen Jungen und Mädchen Rathauses zu beseitigender Notbehelf empfunden wird. mit Lehrern, Aerzten und Schwestern am Dampfersteg, um Ausflug antreten zu können. Wie lange schon hatten sich Menschliche Ratten. alle auf den Tag gefreut. Tagelang vorher bildete das Milch- Es regnete nicht, es goß nicht es schüttete aus den jest blauschwarzen Wolten herunter auf die Erde. Ich hatte mich gelungen, durch Straßenabsperrungen z. B. am Sedantage lebensgefährliche Verkehrsstörungen fünstlich hervorzurufen. Bor dreißig Jahren habe irgend ein übereifriger Beamter in öffentlichen Part anlagen das Photographieren von Bäumen feierlich untersagt. Der alte Raiser Wilhelm sei sehr erstaunt gewesen, als er eines Tages bemerkte, daß in seinem Schloßpart Babelsberg bas Rauchen verboten sei, und habe befohlen, die Verbotstafeln fortnehmen zu laffen. Durchwandere man heute Feld, Flur und Wald, so stoße man überall auf Verbotstafein, to oft taum etwas zu verbieten ist. Selbst wer nicht einmal die eigene Muttersprache beherrsche, möchte seinen Mitmenschen gern Vorschriften machen, weil alles tranft an dem Trieb, regieren zu wollen. Seine Geliebte erstochen. morgen gegen 9 Uhr die Bewohner der Königsberger Straße in Aufregung. In dem Hause Königsberger Str. 26/27 erstach der 23 Jahre alte Tischler J. Plüschte seine 21jährige. Verlobte, Agnes Prieste mit einem Taschenmesser. Das Mädchen war auf der Stelle tot. Auch die Mutter des Mädchens, die der Angegriffenen zu Hilfe tommen wollte, verlegte er durch mehrere Messerstiche. Doch ehe der Mörder verhaftet wurde, nahm er Gift. In hoffnungslosem Bustande wurde er in das Krankenhaus am Friedrichshain eingeliefert. " Wie Studenten hausen. " Die Charlottenburger Neue Zeit" bringt unter der Spigmarke: Studentischer grober Unfug" folgende Notiz: In der Nacht von Sonnabend zu Sonntag gegen 4 Uhr morgens wurde von etwa 10 Studenten in der Sesenheimer Straße der Deckel zum Sanalisationseinstieg herausgehoben und die vor dem Opernhaus in der Bismardstraße stehenden Lorbeerbäume auf die Straße geworfen. Der Inspektor Seger von der Nachtwach- Gesellschaft, der die Leute hierbei beobachtet hatte, veranlaßte die Feststellung derselben durch die Schußmannschaft. Vielleicht befinden sich unter diesen gebildeten Bandalen Personen, die später als Richter über törichte Taten ungebildeter Arbeiter zu Gericht ſizen. Stadtv. suchern noch ein„ Geschenk" mache. Die Preiserhöhung wurde de treten bei Premieren und allen Wagneropern, mit Zustimmung mit großer Mehrheit beschlossen. Erhöhte Preise sollen eins des Magistrats auch bei sonstigen großen Opern und tantieme erhöht werden dürfen. Für die Galerie gilt die Erhöhung allgemein. Pflichtigen Opern. An Sonntagen foll in Ausnahmefällen, wenn berühmte Künstler gastieren, mit Magistratszustimmung nochmals einigen Menderungen zuzustimmen, anderenfalls würde das Opern haus, wie der Ausschußberichterstatter, Stadtv. Dund, ausführte, dem 2. und dem 3. Rang sollen pro Billett 20 Pf. mehr gezahlt das Spieljahr 1914/15 mit Unterbilang abschließen müssen. Auf werden, 50 Pf. mehr bei Vorstellungen zu erhöhten Preisen. Noch über die Forderungen der Direktion und den Antrag des Magistrats ist der Ausschuß hinausgegangen, indem er den Preis des Gale rie plates bis auf 1,25 M. hinaufschraubte. Begründet wurde Wie wird Ihnen da, Herr v. Jagow? So etwas müssen Sie diese Verteuerung mit dem Hinweis, daß die Freie Wolfsbühne sich von dem mit Ihren eigenen Nachrichten gefütterten Regierungsfür die Vorstellung im Deutschen Opernhaus 1,30 M. nehme und blatt fagen lassen! Und das gerade jezt, wo Sie uns nach mancher Besucher bei der Verlosung doch auch nur einen Galerie Ihrer Rückkehr von der albanischen Sommerreife gleich wieder mit Personal mußte herhalten, die Notwendigkeit einer Preiserhöhung zu plak erwische. Auch die Steigerung der Ausgaben für technisches zwei Verbotsverordnungen beglückt haben. Es ist nicht um einen beweisen. Gegen die Ausführungen des Stadtv. Dund wandle fi Deut besser als vor dreißig und vierzig Jahren, aber noch schlimmer geworden. Die Sucht, zu reglementieren und zu verbieten, laun unser Genosse lid. Bei aller Anerkennung der Leistungen des faum unangenehmer bekannt, schon seit Die Treptower Bebauungspläne. Den Magistrat beschäftigt, wie Opernhauses könne man der Preiserhöhung nicht zustimmen, uning weil sie es der minderbemittelten Bevölkerung erschwere, sich aug Polizeiregiment, und diese Verbotskrankheit wirkt ansteckend auf besondere der für die Erschließung als Baugelände in Betracht mal den Genuß einer Oper zu gönnen. Zu dem von dem Aus alles Private, das im Polizeifahrwasser schwimmt. Es fehlt nur tommende im Eigentum von Berlin stehende mittlere Ortsteil, der hußberichterstatter gemachten Versuch, die" Freie Volksbühne noch eins, Herr Polizeipräsident: Verbieten Sie doch auch mal das an die Anlagen des Parks und Plänterwaldes angrenzt. Im Be- Scharnberg darauf hin, daß man dort für 1,30 M. auch beffere die Verteuerung auch der Galeriepläge auszuspielen, wies Genoffe Hurragebrüll! streben, hier ein den modernen städtebaulichen Anschauungen entsprechendes Werk zu schaffen, hat der Magistrat die bekannten und beste Plätze erlosen kann. Das technische Personal des Städtebauer Jansen und Eberstadt mit der Aufstellung von Ent- Opernhauses werde auch jetzt noch bei einem Anfangseinkommen Die Bluttat eines eifersüchtigen Liebhabers bersegte gesternwürfen für die Bebauung beauftragt. Die Tiefbau- und Grund- Neumann fand, daß das Opernhaus selbst bei 1,25 M. den Be bon monatlich 114 M. nicht auskömmlich bezahlt. eigentumsdeputation haben die Pläne bereits begutachtet, der Wagistrat hat sie zweds nochmaliger Durchprüfung einer Kommission überwiesen, die unter Vorsiz des Oberbürgermeisters gestern tagte. Da die Verfasser in der gestrigen Tigung ihre Entwürfe selbst vor trugen, hatten sich auch zahlreiche andere Mitglieder des Magistrats eingefunden. und bei der vorgerückten Zeit fonnte die Beratung gestern nicht zu Mit Rücksicht auf die Bedeutung der Angelegenheit Ende geführt werden, doch wird die Kommission zur endgültigen Stellungnahme in der nächsten Woche nochmals zusammentreten. Zu einer lebhaften Debatte kam es bei dem Ausschußbericht über die Magistratsvorlage betreffend die Verstärkungg des Dis Der Leistungsfähigkeit der Polizeihunde stellte der Leiter der positions fonds. Berichterstatter Stadtv. Wöll mer beans Im dritten Stodwert eines Seitenflügels des Hauses Königs- staatlichen Polizeihund- Bucht- und Dreſsuranstalt Grünheide( bei tragte, in Uebereinstimmung mit der Vorlage, die aus Provinzial berger Straße 26/27 wohnt seit mehreren Jahren die 52jährige Berlin), Polizeileutnant Most, in einer Verhandlung vor dem Pots- steuern ersparten 137 000. dem schon im ersten Quartal von Lehrerswitwe Frau Anna Prieske mit ihrer 21jährigen Tochter damer Schwurgericht, bei der es sich um Brandstiftung handelte, 1914 start zusammengeschrumpften Fonds voll zu überweisen. Für Agnes. Das junge Mädchen, das in einem Bureau in der Nähe Polizeihunde lassen in ihrer Brauchbarkeit für triminelle Er- Stadtvo. Granita, Byk usw. einen Vorteil herauszuschlagen. fein sehr günstiges Zeugnis aus. Er führte u. a. aus: Die die notleidenden Haus befiber suchte ein Antrag der ihrer Wohnung beschäftigt ist, hatte vor etwa einem halben Jahre mittelungen noch sehr viel zu wünschen übrig. Die in fie gefeßten feien, führte Stadtv. By k aus, ohnedies durch Erhöhung der Kanali den in einer Fabrik als Tischler beschäftigten 23 jährigen J. Plüschte Erwartungen haben sie nicht erfüllt. Tennen gelernt. Bor furzer Zeit erfolgte die Verlobung des jungen freuzungen sind sie nicht spurenrein, sondern verfolgen häufig Ermäßigung der Müllabfuhrgebühr jetzt bewilligen und hierzu die Besonders bei Spuren- sationsgebühr überlastet, da sollte man ihnen die bisher abgelehnte Paares. Plüschke, der als ein ordentlicher aber sehr zorniger Mensch nebenherlaufende fremde Fährten und neigen dazu, stets der frischen Hälfte der 137 000 m. verwenden. Stadtv. Meyer riet ab, weil geschildert wird, war auf seine Braut sehr eifersüchtig und bewachte Spur nachzugehen, da die frischer duftet". Eine große Rolle in der infolge der durch die allgemeine Wirtschaftslage ungünstig beein fie unablässig. Das junge Mädchen versuchte mehreremals die Ver- Ausarbeitung der Fährte durch die Hundenase spielen Windrichtung flußten Finanzlage der Stadt kein Geld drüber sei. Stadtv. Ne us lobung zu lösen, vertrug sich dann jedoch wieder mit Plüschte. Vor- und Wetterverhältnisse und Bodenbeschaffenheit. Bei fünf bis mann hielt die Sonderbelastung des Grundbesizes für weder ge sechs Stunden alten Spuren stößt der Spirfinn der Tiere schon auf recht noch liberal. Der Ausschußanirag wurde angenommen. gestern abend traf Fräulein Prieste einen Bekannten auf der Straße erhebliche Schwierigkeiten, in älteren Spuren wird der Hund völlig zur Kenntnisnahme teilte der Magistrat mit, daß er teine obl und wurde von dieſem bis an die Haustür gebracht. Zufälligerweise unzuverlässig, da er start wechselt und nicht selten Leute verbellt, gatorische Fahr- und Fachschule für Kutscher errich fam in diesem Augenblick auch der Tischler hinzu, der seiner Braut die mit der Tat nichts zu tun haben. Ueberhaupt ist der Hund fen wird. Zugestimmt wurde der Vorlage betreffend Bau einet zurief:„ Warte, wir rechnen ab!" Das Mädchen legte dieser Drohung nicht imftande, allein, ohne Einwirkung des Führers, an den er Gemeindedoppelschule in der Samminer Straße kein Gewicht bei und wollte sich heute morgen um 39 Uhr ins gewöhnt ist, eine Spur selbständig aufzunehmen. Immer ist eine Die Begründung, muß den längst fühlbar gewesenen Schulenmangel Geschäft begeben. Auf dem Treppenabsatz des zweiten Stockwertes unwillkürliche Beeinflussung durch den Führer, der durch Stimme des Stadtteils nördlich der Spree zugeben. Mit dem Notbehelf der trat ihr jedoch Plüschte entgegen, der sie erregt aufforderte, ihm zu und Geste dem Tier seinen Willen zu verstehen geben kann, in Be- fliegenden Klassen und der Schulbaracken ist da nichts mehr zu erklären, wer der Herr gewesen sei, den er am vergangenen Tage in tracht zu ziehen. Das Aufsuchen von Wohnungen durch Hunde machen. In der Stadtratswahl wurden die bisherigen ihrer Begleitung gesehen habe. Als sie ihm antwortete, daß ihn dies find. Bei einer Vorführung von dressierten Hunden auf der Karls- Sachs, Penzig, Spiegel, Röthig wiedergewählt. befagt ebenfalls nichts, da das gewöhnlich leberbleibsel der Dressur befoldeten Stadträte Mayer, Schliemann, Cassiren nichts angehe, zog der junge Mann ein Meffer hervor und versezte Horster Rennbahn, die im März und April d. Js. im Beisein des Damit seiner Geliebten zwei Stiche in die rechte Brust und den Ministers des Innern stattfand, wurden neun Spuren angelegt, und rechten Oberarm. Hilferufend entfloh die Getroffene und eilte die nach fünf bis sechs Stunden lonnten bei bestem Wetter und vollTreppe hinauf. Frau Prieste, die die Hilferufe gehört hatte, tam ständiger Absperrung die Hunde durchaus nichts mehr leisten. ihrer Tochter entgegen und stellte sich zwischen diese und den Tischler, der mit dem Messer in der Fauft seine Verlobte verfolgte. Der Rasende stach auf die überraschte Frau ein und verletzte fie an der rechten Hand und am Oberarm. Während die Mutter besinnungslos zu Boden sank, versetzte der Täter seiner Braut sechs Stiche in den Rücken, die die Lunge und das Herz durchbohrten. Die Verletzte brach leblos zufammen. Plüschte begab sich hierauf in sein Zimmer und trant eine Flasche Lysoform aus. Mörder als Polizeigefangener nach dem Krankenhaus am FriedrichsBald darauf wurde der hain gebracht. Die Entvölkerung Berlins " Neukölln. Sie et Б Te fi 9225 2 tr eu be di 40 w Ба jet Sto ist id tve ип de be fte mi ge tra Das vom Hochbauamt der letzten Sigung der Schuldeputation alte Knabe Hans Galewsti, aus der Glogauer Straße, ist gestern ulgebäudes in der Emser Straße nebst Turnhalle, Jugen Im Kanal ertrunken. Der seit dem 4. Juni bermißte 7 Jahre vorgelegte Projeft des Baues eines 18t1affigen Gemeinde, an der Kottbuser Brüde als Leiche aus dem Kanal gelandet worden. pflegeraum und Dienstwohnung soll den städtischen Körperschaften Die Vermutung, daß der Knabe mit Kindern am Rottbuser Ufer ge- zur Annahme empfohlen werden. Der zur Erteilung von Schwimm spielt hatte und dabei in den Kanal gestürzt und ertrunken ist, hat stellte Betrag von 2000 m. soll in der Weise Verwendung finden, unterricht und zur Gewährung von Freibädern zur Verfügung sich danach leider bestätigt. Da nicht nur hier, sondern auch in beim Spiel ertrinten, sollten die Eltern sowohl wie auch vorüber. Hälfte Knaben und Mädchen 600 M., b) zur täglichen Benutzung anderen am Waffer gelegenen Straßen jährlich zahlreiche Kinder daß a) für Erteilung von Schwimmunterricht an 150 Schüler je au merksam machen. gehende Personen am Basser spielende Kinder auf die Gefahren auf Schwimmbaſſins im Stadtbab durch. 300 ſchwimmlundige Schüle und Schülerinnen während der Sommerferien 600 W., c) für gut 1. Juni 1918). bel des 1914 Verfügung gestellte 16 000 Einzel- Freifarten zur Benuzung Auf der Treptow- Sternwarte finden folgende gemeinverständliche Schwimmbasins im Stadtbad während des Rechnungsjahres Filmborträge statt: Am Sonntag, den 14. Juni, nachmittags 5 Uhr: durch Schüler und Schülerinnen der Gemeindeschulen 800 M. a Mit Schnellzug und Ozeandampfer von Berlin über Bremen nach das Stadtbad gezahlt werden. hat in den Frühlingsmonaten von 1914 weitere Fort New York"; abends 7 Uhr: Interessante Bilder aus Italien"; am fchritte gemacht. Die Berechnungen des Berliner Statistischen Montag, den 15. Juni, abends 8 Uhr: Kinematographische VorMit der Freigabe der Schulhöfe Boddinftraße Amts, soweit fie bis jetzt vorliegen, ergeben für die Monate März führungen; am Dienstag, den 16. Juni, abends 8% Uhr, spricht Strage als Spielpläge während der Sommerferien erflärte fi und April wieder recht starte bnahmen der Bevölkerungszahl. Direktor Dr. F. S. Archenhold über: Astronomie mit dem Opern die Deputation unter den üblichen Bedingungen einverstanden. Nachdem der März mit 2 081 475 begonnen hatte, stellte zu Anfang glas und kleinen Fernrohren" unter Borführung zahlreicher LichtApril die Bevölkerungszahl sich nur noch auf 2 072 258 und bis An- bilder; am Mittwoch, den 17. Juni, abends 8 Uhr, wird Dr. Die Einwohnerzahl Neuköllns betrug nach Feststellung des Sta fang Mai fant sie weiter auf 2061 783. Das bedeutet für die beiden 2. Ebert, Privatdozent an der Wiener Universität, einen Lichtbilder- tistischen Amts am 1. Juni d. Js. 276 246( gegen 271 189 a Frühlingsmonate März und April zusammen einen Bevölkerungs- vortrag über Jupiter und Saturn" halten. Mit dem großen Fernrüdgang bon faft 20 000, genauer: 19 742. Für die Zu- oder Ab- rohr werden am Tage die Benus und abends Sternhaufen und nahme der Bevölkerungszahl ist in Berlin der Ertrag der Zu- Doppelsterne beobachtet. ausschuß einen Ausflug nach Grunewald- Havelberge- Bichelewerber Familienausflug. Sonntag, den 14. Juni, veranstaltet der Spiel und Wegzüge des Frühlings und des Herbstes von besonderem und Wer sind die Toten? Am 6. Juni, nachmittags 634 Uhr, ist vor( zum Alten Freund). Fahrgeld 40 Pf. Außerdem wird gebeten, geradezu ausschlaggebendem Einfluß. März und April zusammen Bergstr. 37 eine anscheinend bem ürbeiterftande angehörende grau Stindern 10 f. und etwas gemahlenen Kaffee zum Kaffeelochen mi hatten diesmal( nach eingegangenen Meldungen samt üblichen Zu von einem Kraftwagen überfahren worden und am 7. Juni im zugeben. schlägen) 62 461 Bugezogene und 83 533 Weggezogene, mithin ergab Lazarus- Krankenhause verstorben. Bisher ist es nicht gelungen, die Abfahrt 7 Uhr pünktlich vom Bahnhof Neukölln. fich aus Wanderungen ein Verlust von 21 072. In den Persönlichkeit der Verstorbenen festzustellen. Sie ist etwa 40 Jahre mittags 2 Uhr Wildenbruchplatz( Elfensteg). Mittwoch, den 17. Juni: Spielen in Treptow. Treffpunkt nach felben beiden Monaten des vorigen Jahren waren noch 64 249 3u alt, 1,60 Meter groß, fräftig, hat längliches volles Geficht, ges Schöneberg. gezogene und andererseits 83 271 Weggezogene gezählt worden, so neigte Stirn, braunes graumeliertes Haar, sehr dünne Augenbrauen, baß der Wanderungsverluft sich auf 19 022 ftellte. Aus Wanderungen über dem rechten Auge Warzenanfag, verhältnismäßig fleine Füße wurden in diesem Jahre um reichlich 2000 mehr eingebüßt, weil und schmale Hände. Bekleidet war sie mit grau- braun fariertem Innsbrucker, Ede Freiherr vom Stein- Straße. Ein Automobilunfall ereignete fich gestern nachmittag in ber die Zahl der Zugezogenen um ungefähr so viel geringer als im Reiberrod, gelblicher Blufe, blaugestreifter Wirtschaftsichürze, Droschlenautomobil gegen einen Ranbelaber. Der Anprall war vorigen Jahr war. Gegenüber solchen Verluften ist der Getvinn, ben schwarzen Strümpfen und schwarzen Schnürschuhen. Um auflärende heftig, daß die große Bogenlampe des Kandelabers herabgeschleu der Geburtenüberschuß brachte, verschwindend klein. Sieht Nachrichten bittet der XII. Kriminalbezirt, Zimmer 349 III au 2269. wurde und auf eine im Auto figende Dame fiel. In verlegtem man von den Totgeburten ab, so wurden im März und April dies- IV. 55. 14, auch nimmt jedes Polizeirevier solche entgegen. mal zufammen 6420 Kinder geboren und es starben 5090 Personen. stand wurde die Dame zu einem Arzt gebracht. Der Geburtenüberschuß belief fich für die beiden Monate auf nur graben 4 ein anscheinend dem dienenden Stande angehörendes, etwa Lichtenberg. Am 7. Juni abends gegen 10% Uhr sprang bor Kupfer1330, wodurch von dem hohen Wanderungsverlust nur ein winziger 20 Jahre altes Mädchen in den Spreekanal und ertrant. Die Leiche Teil ausgeglichen wurde.( Wanderungsverlust 21 072, Geburtenüber- fonnte noch nicht geborgen werden. Am Ufer ließ die Unbekannte fchuß 1830, also Bevölkerungsrüdgang 19 472.) 3m vorigen Jahre einen grau- grünen Mantel ohne Taschen mit schwarzem Samttragen, hatten März und April zusammen noch 7202 Geburten gebracht, zwei Drudinöpfen sowie einem großen Perlmutterknopf, und eiren gegenüber 5246 Sterbefällen, so daß ein Geburtenüberschuß von buntelgelben Strohhut, hinten und vorn mit roten Kirschen garniert 1956 blieb. Diesmal hat im März und April zu der Erhöhung des und mit einem lila- blauen Kinnband zurück. 29. und 30. Juni festgesetzt. Nieder- Schönhausen.. Die Stadtverordnetenwahlen find vom Magiftrat auf den 28 Aus der Gemeindevertretung. Eine vom Zweckverbandsausschu Wanderungsverlustes die durch Minderung der Geburten verursachte Sachen können im XII. Kriminalbezirk, Zimmer 349 III des bahngesellschaft der Bau einer Wartehalle am bisherigen Endpunt Die genannten Groß- Berlin eingegangene Mitteilung besagt, daß von der Siemens Abschwächung des Geburtenüberschusses sich gesellt, die den Bevölke Polizeipräsidiums in der Zeit von 8 Uhr vormittags bis 2 Uhr nach der Bahn an der Platanenstraße nach Verlängerung der Linie bis genannte Dienststelle zum Aktenzeichen 2251. IV. 55. 14, auch nimmt Um aufflärende Nachrichten bittet die fedes Polizeirevier solche entgegen. rungsrüdgang noch beschleunigte. Selbstverständlich wird er nicht in mittags besichtigt werden. den folgenden Monaten so fortdauern, wie er in den Frühlingsmonaten war. Der Sommer bringt in der Regel nur geringe Aenderungen in der Bevölkerungszahl. Schwerlich wird aber der Herbst gut machen, was der Frühling verdorben hat. Im Fahrstuhl getötet gr hä bo bin un des die Star fan im bel der nid St Ve ber am bei die Bü der mi Na TEQ STATUS 2012 Ge Dort fuhr ei der ab gef Bu die pre Stä der ein der Be bis an gri 100 Ba Gin vorliegender Na Ort hie ber Die Arbeiten und Liefe Be min 15. be Bä am be 2 Ба Charlottenburger Verbindungskanal am Südufer in der Nähe des Johannisstifts eine unbekannte männliche Leiche aus dem Wasser gebracht worden. Personalbeschreibung: Größe 1,70 M., Alter un Am 9. Juni d. J. gegen 6 Uhr nachmittags wurde aus dem nommen. Ebenso ein erneuter Antrag an den Oberpräsidenten um Antrag an das Landratsamt, die unhaltbaren Zustände bei der nach Rosenthal nicht gefordert werden kann. Genehmigung einer Gemeindesparkasse. rungen für den Umbau des Realprogymnasiums wurden an 66 727 m. vergeben. den gezogen. Sie ist auf dem Gemeindefriedhofe in Plößensee unter destbietenden Unternehmer A. Schmidt aus Pankow für den Preis von Eine Umpflasterung der Bismardstraße wurde gestern morgen in einem Warenhause am Alexanderplatz der gefähr 50 Jahre, dunkles Haar, Glaze, rötlicher Schnurrbart, An zwischen Zingergraben und Bismarcplab muß vorläufig unter Führer Johann Rieselbach, der dort seit sechs Jahren angestellt war. flug von Vollbart. Kleidung: schwarze Hose, schwarzes Jadett, bleiben, da der Gemeinde untersagt wurde, aus Anleihemitteln bi schwarze Schnürstiefel, rotes Taschentuch. schwarze Wefte, weiß schwarz gestreiftes Barchendhemd, Am Königsgraben stehen nebeneinander mehrere Lastenaufzüge, die Strümpfe, die Waren in die Stockwerke hinauf- und herabbefördern. Gestern morgen stand ein Stuhl oben im vierten Stock. Hier stellte sich in nun Kieselbach auf den Fahrstuhl und schmierte das Seil und die Führung. Jm Stuhl befand fich fein Kollege Born gräber, den um Aufzug herunterzulaffen, je nachdem Kieselbach eine Strecke abgeschmiert hatte. Die beiden Männer sahen nicht, daß der Fahrstuhlführer Muhs, der unten in dem Nebenstuhl stand, auffahren wollte. Als nun Muhs einschaltete und sein Stuhl fich aufwärts bewegte, sentten Vorortnachrichten. graue Kosten zu deden. Nur die größten Schäden sollen ausgebeffert un die Regenrohrleitung verlängert werden. Der von der Rentral Aus der Charlottenburger Stadtverordnetenversammlung. für Wohlfahrtspflege gestellte Antrag, einen Zuschuß zum Boll feft" zu bewilligen, wurde, nachdem Genoffe Siege fich energij dagegen ausgesprochen hatte, einstimmig abgelehnt. Zum Schluß der Sigung wurden noch Wünsche auf Verbesserung des Vertebr erörtert. So wurde eine Verlängerung der Linie 44 bis Nieder schönhausen verlangt, eventuell Zusammenlegung dieser Linie Linie 23 zu einem Ring. Ferner soll eine größere Zahl von mit Ueber den Beschluß der Stadtverordneten zu dem Fall Rich- bahn in der Schönhauser Allee nicht mehr verkehren. Auch fol fich oben die Gewichte, faßten Kieselbach und quetschten ihm den ter im Hinblick auf die Ankündigung gerichtlicher Entscheidung versucht werden, Zubringerlinien bis zum Bahnhof Nordring 3 Kopf und ein Bein ab. Der Kopf des Unglücklichen blieb der Interpellation unserer Genossen erneut zu vertagen, berich weiter eine abwartende Stellung einzunehmen und die Besprechung im Gestänge hängen, während der Körper herunter fiel. Die teten wir in Nr. 156. Feuerwehr wurde gerufen, um die Leiche zu befreien. Diese wurde über den aus dem Ausschuß zurücgelangten Magistratsantrag: im In derselben Sißung wurde beschlossen bann von der Polizei beschlagnahmt. Der Verunglüďte ist verheiratet Deutschen Opernhaus die Eintrittspreise zu er und Bater von drei Kindern. erhalten. ge ge Um diese Wünsche energisch zu fördern, soll in der dr G de B zu M nächsten Sigung eine Verkehrstommission gewählt Lübars- Waidmannsluft. werden. höhen. Der Ausschuß empfahl, den geplanten Erhöhungen mit mal mit dem Erlaß einer Beitragsordnung zur Dedung der Kanal Die lette Gemeindevertreterfibung beschäftigte sich zum dritte te, pch its C De te" nd ies es 311 ich es 11, ich 13 r ffe ere ten tv. Be ins ng пе als in. ber 111 als on Für Der Sie alis nte die eil in ge I is idh et Be ge! ber зи Ch Selbstmord im Gerichtsgefängnis. fationsfosten; dieselbe fand nunmehr mit unwesentlicher Abänderung| Bergnügungsfahrten für das bessere" Bublifum ist Geld das für Biergegen erhoben beide Einspruch. Das Schöffengericht Hirsch die Zustimmung der Vertretung. Unsere Genossen stimmten wieder Arbeiter aber, welche ihr Wissen bereichern wollen, nicht. Allerdings berg sprach selbstverständlich beide frei. Der Staatsanwalt legte um dagegen, da ihnen direkt verweigert wurde, sich über die Höhe hatte damals der Männergesangverein Fürsprecher im Rathause; aber Berufung ein. Darum hatte sich jetzt die Straffammer der entstandenen Kosten zu informieren. Die Kosten für den fer- denn ihm gehören auch einige Stadtverordnete an, während die Hirschberg mit dieser welterschütternden Begebenheit zu beschäfs tigen Ausbau der Kanalisation find insgesamt auf 2 964 000 M. ber- Buchdrucker, wie die Arbeiterschaft überhaupt, noch keinen Für- tigen. Der Staatsanwalt behauptete, beide wären waschechte Soanschlagt. Als Kosten sind nach der Beitragsordnung pro laufender sprecher im Rathause hat. Meter Grundstücksfront für Bauklasse I 33,50 M., Bautlasse C 24 M. zialdemokraten. Das traf aber leider noch nicht zu, beide sind nur gewerkschaftlich organisiert. Nach der Beweisaufnahme zog der und Bauklasse D 22 M. vorgesehen. Zu decken sind jetzt nur die Staatsanwalt selbst seine eingelegte Berufung zurück. Damit war Kosten des ersten Ausbaues von zirfa 820 000 m., der ein Fünftel des Gemeindebezirks umfaßt. Da nach den Beschlüssen der Ge- 22jährige Hausdiener Ferdinand Schiemenz erhängt. Er war am Im Gefängnis des Potsdamer Gerichts hat sich vorgestern der die große Staatsaktion erledigt. meindevertretung aber nur 700 000 M. zur Verfügung stehen, so Sonnabend von der Potsdamer Straffammer wegen RückfalldiebEin von Gott Auserwählter". ist mit einer Ueberschreitung von 120 000 M. zu rechnen. Nähere stahls zu 1½ Jahren Gefängnis verurteilt worden. Am 6. April wahre Anhänger der christlichen Kirche", nennt sich eine Art Reli,, Vereinigung der rechten Forscher vom Diesseits und Jenseits, Aufklärung hierüber konnte in der Sizung nicht gegeben werden. war er nach Verbüßung einer wegen Fahrraddiebstahls verhängten gionssette, die sich um den Heilmagnetiseur Josef Weißenberg ge= Dann teilte der Gemeindevorsteher mit, daß durch die infolge der Gefängnisstrafe entlassen worden. Am 20. April berübte er in bielen Einsprüche wiederholte Abänderung der Beitragsordnung sich Potsdam einen neuen Diebstahl. Auf dem gestohlenen Rade wurde schart hat. Diese ein Gemisch von Gesundbeterei und Spiritisdie Aufnahme eines weiteren Darlehens von 100 000. nötig er in Wannsee verhaftet. mache. Die Aufnahme desselben soll bei der Streissparkasse mit Gefängnis hat sich Schiemenz so zu Herzen genommen, daß er sich Vorsiz des Landgerichtsdirektors Schulz beschäftigte. Das strenge Urteil von 1½ Jahren die gestern die 4. Straftammer des Landgerichts II unter dem mus darstellende Sekte, spielte in einer Verhandlung eine Rolle, 4½ Proz. Verzinsung erfolgen. Dieser Antrag wurde ebenfalls in der lekten Nacht in einer Zelle des Gerichtsgefängnisses erhängte. Vorsiz des Landgerichtsdirektors Schulz beschäftigte. Sigungstage der Stadt- und Gemeindevertretungen. Steglit. Heute Freitag abends 6 Uhr, im Rathause. Diese Sitzungen find öffentlich. Jeder Gemeindeangehörige ist be netiseur Josef Weißenberg auf, der behauptet, imstande zu sein rechtigt, ihnen als Zuhörer beizuwohnen. gegen die Stimmen unserer Genossen angenommen. Lettere vertraten die Ansicht, daß, wenn die Kostenverteilung in gerechter Weise in der Beitragsordnung vorgenommen wäre, feine Einsprüche gegen dieselbe erfolgt wären; mithin hätte sich die Aufnahme weiterer Anleihen erübrigt. Lankwitz. Der Bildungsausschuß veranstaltet am Sonntag, den 14. Juni, einen Familienausflug nach Seehof. Treffpunkt nachmittags 2 Uhr bei Giell, Kaiser- Wilhelm- Straße 34; um 3 Uhr bei Erpl, Lichterfelde, Berliner Straße, Kaffeekochen; um 4 Uhr Spiele im Walde für jung und alt. Bohnsdorf. Aus russischen Kerkern. Am Sonnabend, den 13. Juni, abends 9 Uhr, findet im Lokal von Wilh. Wirt ein Lichtbildervortrag statt. Bortragender: Genosse Ernst Reuter. Eintritt beträgt 20 Pf. Der Ueberschuß wird dem Deutschen Hilfsverein für die politischen Gefangenen Rußlands überwiesen. Wannsee. Gerichtszeitung. Angeklagt wegen Beleidigung des Pastors Wildenhagen in Seegefeld und des Gerichtsassessors Ganz in Spandau, war der Buchdruckereibesizer Gotthelf Schmidt aus Tempelhof. Die Anklage hat folgende Vorgeschichte: Vor einigen Jahren tauchte in Seegefeld der frühere Maurergeselle, spätere HeilmagEin gebrandmarkter General- Anzeiger. Im März dieses Jahres wurde in Duisburg der Gattenmörder Wunderheilungen vorzunehmen. Er behauptet auch, mit„ geistigen Trancezustand sich in dem Jenseits aufhalten zu können und seine Erlebnisse wiedererzählen zu können. Schließlich behauptet er auch noch, daß er von Gott als Auserwählter gc= zeichnet sei, da seine innere Handfläche das Stigma eines Kreuzes Staatsgefährliche Ohrringe und Manschettenknöpfe. aufweise. Tatsächlich scharten sich zahlreiche Anhänger um ihn, so Schon wieder haben die Gerichte auf dem polnischen daß sich schließlich der Pfarrer Wildenhagen veranlaßt fah, dem stürmt, von denen aus Kriegsschauplas außerordentlich gefährliche Festungen er- Konsistorium eine Meldung zu machen. Zwischen dem Propheten" Weißenberg und dem Gemeindevorsteher Rönecke kam es zu DiffeDeutschland vernichtet man höre und das altpolnische Reich wiederhergestellt werden sollte. führten. In der Eißung des Schöffengerichts Spandau unter Vorrenzen, die schließlich. zu einer Beleidigungsklage gegen Nönecke Furchtbar, entseßlich! Diesmal waren es nicht Paradehandsiz des Assessors Ganz trat R. den Wahrheitsbeweis für seine tücher mit einem weißen Adler und einer Jungfrau. Mit Behauptung, daß es zu Unittlichkeiten und anderen Dingen genoch viel gefährlicheren Waffen waren die Gegner ausgerüstet. fommen, an. Das Gericht hielt diesen Beweis für geführt und Doch dem mutvollen Draufgängertum der gegen die„ pol- sprach den Gemeindevorsteher frei. Bald darauf erschien ein von Aus dem Gemeindeparlament. Der letzten Sigung lag ein An- nische Gefahr" in Bochum: aufgestellten Vorposten und dem dem Angeklagten, der jener Sette angehört, gedrucktes und veranttrag vom Kreise Teltow vor auf llebernahme und Unterhaltung faiserlichen Hauptquartier in Leipzig gelang es, dem Feinde der Vorwurf der parteiischen Prozeßführung erhoben und der wortlich gezeichnetes Flugblatt, in welchem gegen den Assessor Ganz einer Straße in Kohlhasenbrück. Bekanntlich hat der Kreisausschus sämtliche Waffen, als da waren Ohrringe, Manschettenknöpfe, 3. als Zeuge vernommene Pastor Wildenhagen als" Baalspfaffe beschlossen, drei Bahnübergänge bei Stohlhafenbrüd zu fassieren und Strawattennadeln, Berlocke, zu entreißen. Dank den braven bezeichnet wurde. Diese Flugblätter hatten die jetzige Anklage zur die Kreischaussee durch Böckmannshof zu führen. Wannsee soll mit 40 000 m. zu den Kosten herangezogen werden, weil für die Be Helden, die mit todesmutiger Verachtung aller Logik und Folge. Der Staatsanwalt beantragte gegen den Angeklagten 300 wohner des unteren Ortsteils ein fürzerer Weg zum Bahnhof Neu- aller Wirklichkeit den furchtbaren Feind zur Strecke brachten. Mark Geldstrafe. Das Urteil lautete auf 200 M. Geldstrafe. babelsberg geschaffen werden soll. Es wird beabsichtigt, die pro- Heil den Helden! Heil den Weisen! Ueber die Schlachten jettierte Straße im früheren Bäkebett auszubauen und geht uns folgender Kriegsbericht zu: Kohlhasenbrück mit der neuen Chauffee zu verbinden. Sie Am 21. und 22. Juli v. J. fand im Schüßenhause zu Bochum it 10 Meter breit gedacht und soll Reihenpflaster auf Kies- eine Polnische Gewerbeausstellung statt, in der u. a. eine gewisser Nowac hingerichtet. Tags zuvor ersuchte der Chefredakteur Burschüttung erhalten. Auf beiden Seiten sollen Linden gepflanzt Josef Pendowski Schmudsachen, wie Manschettenknöpfe, Kra- gardt des dortigen„ General- Anzeigers" persönlich den Ersten werden; die Entwässerung nach dem Teltowkanal ist vorgesehen. vattennadeln, Ohrringe, Uhrkettenanhängsel und dergleichen aus- Staatsanwalt um eine Zulaßkarte. Die Litte wurde jedoch abgeDie Uebernahme resp. Unterhaltung der Straße wird vorläufig mit gestellt hatte. Alle diese Gegenstände waren verziert mit Emblemen, schlagen. Trotz alledem wußte das genannte Blatt seinen Lesern eine der Begründung abgelehnt, daß die Herstellungsart und Breite dem die teils den weißen polnischen Adler auf blauem oder roten Unter eingehende Schilderung von der Enthauptung des Mörders zum Drtsstatut nicht entspreche. Die Freiwillige Feuerwehr des Ortes grunde, teils das polnische Wappen in verschiedenen Farben, teils ersten Frühstück vorzusehen. Wie kam die Zeitung dazu? Herr beantragt die Anschaffung eines Feuerwehrautomobils und die Auf- einen polnischen Ritter mit einem Schwerte in der Hand darstell- Burgardt traf in der Nacht den königl. Architekten v. Wicheren, der stellung mehrerer Trausparente. Die Anträge werden einer Kom- ten. Da diese Darstellungen nach Ansicht der Polizeibehörde auf von Zeit zu Zeit das Gerichtsgebäude auf seinen baulichen Zustand mission überwiesen, welche das Löschwesen des Ortes einer ein- reizend wirkten, wurden die Schmucksachen, insgesamt 440 Stüd zu untersuchen hat. Mit dessen Hilfe gelang es dem Redakteur gehenden Prüfung unterziehen soll. Zur Ablehnung fam ein An- beschlagnahmt und von der Staatsanwaltschaft ein Strafverfahren früh morgens unt 4 Uhr in das Landgericht einzudringen, nachdem trag der deutschen Gartenstadt- Gesellschaft, welche beabsichtigte, eine eingeleitet. Da es unmöglich war, dem Aussteller nachzuweisen, die Frau eines Heizers den Torschlüssel zum Fenster herausgrößere Fäche bei Steinstücken mit zirka 70 fleinen Einfamilien- daß er die aufreizende Wirkung der Schmuckgegenstände kannte, gereicht hatte. Der Architekt und der Redakteur begaben sich dann häusern zu bebauen. Im Projekt ist aber keine Entwässerungsanlage so wurde nur gegen die Schmuckstücke selbst ein hochnotpeinliches in ein Zimmer, von wo aus man der Enthauptung bequem zuborgesehen und die Straßenbreite entspricht nicht dem Drtsstatut. Verfahren eröffnet. Das Landgericht in Bochum gelangte in sehen konnte. In dem Raume befanden sich noch mehrere GerichtsSpandau. seiner Sizung vom 6. Dezember zu der Ansicht, daß die beschlag- personen mit ihren Frauen. Ein Gerichtsdiener hatte jedoch die nahmten Schmucksachen wegen der auf ihnen befindlichen Embleme unbefugt eingedrungenen Personen bemerkt. Er ließ mit Hilfe Meble Folgen des letzten Gewitters. In Haselhorst sind neuer- geeignet seien verschiedene Klassen der Bevölkerung in einer den der Polizei das Zimmer räumen. Statt sich nun zu entfernen, dings von der Gemeindeverwaltung zwischen der Konservenfabrik öffentlichen Frieden gefährdenden Weise zu Gewalttätigkeiten ge- fchlichen sich Burgardt und v. Wicheren in ein Zimmer einer andeund dem Gutshof Straßenlaternen aufgestellt worden. Während geninander anzureizen". Denn die Darstellungen sollten in den ren Etage. Von hier aus beobachteten sie dann unbehelligt die des letzten schweren Gewitters wurden durch den starten Sturm alle Beschauern polnischer Nationalität die Erinnerung an das einstige Blutarbeit. diese Laternen bis auf zwei ausgelöscht, so daß in der nun ent- Bolenreich und die Hoffnung auf die Wiedererrichtung dieses Gegen den Redakteur Burgardt, v. Wicheren und den Gerichtsstandenen Finsternis verschiedene Personen in der Straße zu Fall Reiches neu beleben und wachhalten und alle daran erinnern, was heizer wurde später Anklage wegen Hausfriedensbruches erhoben. famen und sich zum Teil erheblich verletzten. Die Zerstörungen, die ihre Vorfahren mit Waffengewalt erreicht haben. Dadurch werde, Die Anklage stand am Freitag vor dem Duisburger Schöffenim westlichen Bürgersteig der Schönwalder Straße unweit des Fehr- so hat das Gericht gemeint, der polnischen Bevölkerung, die gerade gericht zur Verhandlung. Während seiner Vernehmung schilderte belliner Tores durch Unterspülungen während des Gewitterregens in in jener Gegend besonders hervortrete, ein starker Anreiz zu Ge- der als Zeuge vernommene Grfte Staatsanwalt Rust drastisch, wie der Dienstagnacht verursacht wurden, waren gestern vormittag noch walttätigkeiten gegen die deutschen Mitbürger gegeben und hierin ihm bereits um 6 1hr früh, als die Hinrichtung noch gar nicht vollnicht vollkommen beseitigt. Das Erdreich gab an verschiedenen liege das Tatbestandmerkmal eines Vergehens gegen§ 130 des zogen war, ein Blatt des General- Anzeigers" in die Hände kam, Stellen im Laufe des Tages noch weiter nach und es bildeten sich Strafgesetzbuchs. Gegen das Urteil hatte der Aussteller als Ein worin schon ein langer Bericht darüber enthalten war. Einige Vertiefungen bis zu 1 meter. Die Kanalrohrleitung wurde in un- ziehungsinteressent Revision eingelegt mit der Begründung, daß Stunden später kam dann ein zweites Blatt genannter Zeitung bersehrtem Zustand vorgefunden. den Darstellungen auf den Schmucksachen zu Unrecht ein auf- mit den genauesten Einzelheiten heraus. Der Zeuge fuhr dann reizender Charakter beigemeffen worden sei. Manschettenknöpfe wörtlich fort: Der traurige Vorgang ward von dem Generalund Busennadeln mit derartigen Darstellungen, so hieß es in der Anzeiger", um das Sensationsbedürfnis feiner Leser zu befriediRevision, feien nicht geeignet, Thron und Reich zu erschüttern und gen, in einer sensationslüfternen, aufgebauschten Art und Weise den öffentlichen Frieden zu gefährden, ebensowenig der polnische ausgebeutet, daß ich Anstoß daran genommen habe. Gerade wie der Adler, der ia sogar das Rathaus in Posen ziert und auch bis General- Anzeiger" die Sache schilderte, ist der beste Beweis für jest noch von keiner Behörde als den öffentlichen Frieden gefähr- bie zweckmäßigkeit, befonders den General- Anzeiger" bei solchen bend, beanstandet worden sei. Die Darstellungen auf den Schmuck- Anläffen fernzuhalten." fachen seien lediglich dazu bestimmt, die polnische Bevölkerung daran zu erinnern, dankbare Erinnerung den Vorfahren zu pflegen, gleich 30 wie man die Erinnerung an Verstorbene pflegt. Gemäß dem Antrage des Reichsanwalts erfannte indessen das Reichsgericht am Mittwoch auf Verwerfung des Rechtsmittels, da auf Grund der tatsächlichen Feststellungen der Vorderrichter ohne Rechtsirrium ion e nd ten ge bent Bur bes Filer AUT des 914 all Be id fig ta am 醬 Cel Der Dell er to ert Ein großes Waldfest veranstaltet der Arbeiterbildungsausschuß am 12. Juli auf der" Bürgerablage". Da das vorjährige Waldfest bei starfer Beteiligung zu allseitiger Zufriedenheit verlief, so ist in diefem Jahre auf noch größere Beteiligung zu rechnen, zumal die Bürgerablage zu derartigen Volksfesten wie geschaffen ist und von der Stadt auch anstandlos allen Vereinen zur Verfügung gestellt wird. Jegt find für den Aufenthalt auf der Bürgerablage noch Naturbänke aufgestellt worden. Oranienburg. Mit Maßnahmen der hiesigen Bäckermeister hatte sich die letzte Generalversammlung des Konsumvereins zu beschäftigen. Nach einem den einer für habe. " " M. Geldstrafe. Der Heizer wurde freigesprochen. Das Urteil lautete gegen Burgardt und v. Wicheren auf je Und dennoch findet sich ein Leserkreis für solche General- und Lokal- Anzeiger. bor wenigen Wochen gefaßten Beſchluß der Bäderzwangsinnung, iſt es die Borausfebungen eines Bergehens gegen§ 130 des Strafgese- Spiel und ab 15. Juni d. J. bei Verabfolgung von Backwaren Konsummarken zu Wenn Lächerlichkeit tötet, so wären die Reichsgerichtsräte geben. Genoffe Strobel geißelte das Verhalten der Bäckermeister, in Leipzig durch die Busennadeln und die Ohrringe jett die um so weniger Anlaß zu solchem Vorgehen hatten, als die Mehl völlig durchbohrt und vom weißen Adler zerfressen. Damit preise usw. in gar keinem Verhältnis zu den getroffenen Maßnahmen der polnische Adler in Bosen fein Unheil anrichtet, sollen ständen. Er erachte dieses Vorgehen lediglich als einen Gewaltsatt, der auf die letzten Stadiverordnetenwahlen zurückzuführen sei. Durch fünftig bei einem Einzug des Kaisers die Geheimpolitisten ein Abkommen mit dem Konsumverein in Welten, welcher eine eigene, dies gefährliche Tier besonders bewachen. " 1 Agrarier und Knecht. der Neuzeit entsprechende Bäckerei unterhält, sei es gelungen, den Bedarf der Konsumvereinsmitglieder an sämtlichen Badivaren zu den bisher gehabten Vorteilen zu decken. Außer dem bisherigen Rabatt an Konjummarten haben die Mitglieder auch die Gewähr, daß sie Das Schwurgericht Liegniz, das am Montag einen größere Backware erhalten, und sie ihren Bedarf dort entnehmen, Agrarier von der Anklage der körperlichen Mißhandlung mit wo geordnete Lohn- und Arbeitsverhältnisse bestehen. Genosse Todeserfolg bei einem Landarbeiter unter der Annahme von Bapte betonte noch, daß die Maßnahmen der Bädermeister sehr bald Notwehr" freisprach, beschäftigte sich am Tage darauf mit Nachahmung finden würden, wenn die Mitglieder des Konsumvereins einem Knecht unter derselben Anklage. Dieser wurde zu hier nicht energische Abwehrmaßregeln ergreifen wollten. Schon heute 31 Jahren Gefängnis verurteilt, obwohl hier die Gebersuchten verschiedene Kolonialwarenhändler durch Zugaben und schworenen mit viel größerem Recht hätten Notwehr annehmen Schleuderpreise die Konsumenten zu täuschen. Einmütig stimmte die Bersammlung dem Vorschlage der Verwaltung zu, von Montag, den fönnen. 15. Juni d. J., sämtliche Backwaren inklusive Brot von dem Konjum einem Tanzlokal beschimpft und bedroht wurde, zum Messer und Dieser Knecht, ein Bole, griff, als er von den Deutschen in berein in Velten zu beziehen. Den Mitgliedern wird die Backivare morgens ebenso rechtzeitig zugestellt, wie dieses bei den hiesigen stach einen Stellenbefizer so, daß dieser nach 14 Tagen an der er Bäckern der Fall war. Das zehnjährige Bestehen des Vereins soll littenen Verlegung starb. Wir nehmen von dem Urteil nur desam 27. Juni 5. J. durch ein Vergnügen in„ Dobats Gesellschaftshaus" halb Notiz, um nochmals darauf hinzuweisen, daß am Tage vorher begangen werden. vor demselben Schwurgericht ein Agrarier unter der gleichen Anflage stand, der aber von der fast nur aus Agrariern gebildeten Geschworenenbank freigesprochen wurde. Potsdam. Eine verpuffte Staatsaktion. Zweierlei Maß. Die Buchdrucker und Schriftgießer Potsdams hatten an den Magistrat und die Stadtverordneten eine Eingabe gerichtet, worin sie um einen Zuschuß zu einer Reise nach Leipzig Bei der Musterung schmücken sich in Schlesien die zum zur Besichtigung der Bugra ersuchten. Eine ganze Reihe von Militär ausgehobenen jungen Leute mit Blumen, Bändern, Städten hat sich zur Bewilligung eines Beitrages bereitgefunden. Schleifen usw., auf denen die Truppengattung gedruckt steht, Die Buchdrucker rechneten in Potsdam um so eher auf ein Ent- zu denen die zukünftigen Objekte gewisser Soldatenerzieher gegentommen, als in der Stadtverordnetenversammlung die Klein ausgehoben sind. Diese Geschmacklosigkeit machten auch zwei gewerbetreibenden start vertreten sind und in ihr auch drei Buch gewerkschaftlich organisierte Arbeiter aus Runnersdorf im druckereibefizer vertreten sind. Der Magistrat aber lehnte das Gesuch der Buchdrucker ab und die Stadtverordneten schlossen sich Riesengebirge mit. Beide kauften sich solche Bänder, aber dem an, ohne daß es der stellvertretende Stadtverordnetenvorsteher rote. Daran nahmen in Kunnersdorf einige besonders Pauli überhaupt erst für notwendig hielt, das betreffende Schreiben rotscheue Einwohner Anstoß und machten die Polizei auf die zu berlesen. Und kein Stadtverordneter rührte sich! Wie ganz fozialdemokratische Demonstration" aufanders war es doch im vergangenen Jahre, als der Potsdamer merksam. Männergesangverein eine Vergnügungsreise nach Frank- Die Polizei war selbstverständlich auch der Meinung, daß es sich furt a. M. unternahm, um an dem Gängerwettstreit teilzunehmen. Hier um eine Gefahr für die öffentliche Ordnung und Sicherheit Mit welcher Einmitigkeit wurden damals 500. bewilligt! Fürl handelte und schickte beiden ein Strafmandat wegen groben Unfugs, Sport. Radfahrer. Arbeiter- Radfahrer.Bund, Solidarität". Mitgliedschaft Ber! tn. Tourenplan zum Sonntag, den 14. Juni. Ausflug zum Arbeiter- Sportfest.( Beißensee, Schloß.) Alle Abteilungen starten um 12 Uhr an den bekannten Stellen, müssen um 1 Uhr die Greifswalder Straße passieren. Billetts borzeitig zu entnehmen. Mitgliedschaften von der Umgegend Groß- Berlin 3 werden ersucht, ihren Start um 12 Uhr anzuleben, von den bekannten Stellen, müssen 1 hr Stönigstor, Greifswalder Straße paſſieren. Für Räderstand ist bestens gesorgt. Wilmersdorf. 8um Sportfest, Weißensee, Start mittags 12 hr am Denkmal. Treffpunkt im Restaurant Schützenhaus, Hundekebleftr. 20. Schmargendorf Sonnabend, den 13. Juni, abends 9 Uhr: Sonntag, den 14. Juni, zum Sportfest in Weißensee. Start: Mittags 1 Uhr, Café Türt, Hubertusbader Straße. dorf, Abfahrt 10%, Uhr abends, Vereinslokal. Lichterfeld e. Sonnabend, den 13. Juni: Tour nach Schmargen 11 Sonntag, den 14. Juni: Tour nach Weißensee zum Sportfest. Abfahrt Uhr, Bereinslokal. Arbeiter- Radfahrer Verein Groß- Berlin". Sonntag, den 14. Juni, früh 4 Uhr, nach Eberswalde( Bur Mühle). 50 Kilometer. Befichtigung der Kanalunterführung und der Treppenschleuse. Anschlußstart Bhf. Welßensee, Nachm. 1 Uhr: Wilhelmshagen( Neuer Krug). Anschlußstart Bhf. Treptow. Turner. Freie Turnerschaft Wilmersdorf- Schmargendorf. Zum Sport fest Beißenfee. Treffpunkt aller Abteilungen: Wittags 12 Uhr bei Reuter, Gasteiner Straße. Arbeiter- Sportfest: Sonntag mittags 12 Uhr, Schlesisches Tor( Hochbahn). Turnverein„ Fichte". 2. Männerabteilung. Treffpunkt zum Spielbereinigung). Sonntag, den 14. Juni, ab nachmittags 3 Uhr: Arbeiterturnerbund( Nordgruppe des 4. Bezirks der Märkischen 16 8ugball fourniere in Mariendorf, Beffemerstraße( Blante Hölle) auf dem Fußballspielplatz des Schöneberger Arbeitervereins. Wanderer. Deutscher Arbeiter- Wanderbund„ Die Naturfreunde" und Arbeiter- Touristenverein„ Die Naturfreunde". Zu dem am Sonntag, den 14. Juni, ftattfindenden Sportfest in Weißensee Treffpunkt für sämtliche Groß- Berliner Ortsgruppen in der abmarsch 1 Uhr. Saarbrüder Straße unterhalb der Brauerei Bökom um 12%, 1hr. Rinder nicht statt. Statt dessen findet folgende Tour statt: Frehnau Infolge der schlechten Witterung findet die angesezte Nachttour für Birkenwerder. Treffpunkt Sonntag, den 14. Juni, 7 hr früh Steffiner Vorortbahnhof. Jugendveranstaltungen. Arbeiter Wanderverein Berlin. Sonntag, den 14. Juni: Lichtenberg. Sonntag, den 14. Juni: Erlursion nach den MüggelI. Wanderfahrt nach Trebbin- Löwendorfer Berge- Glauer Bergebergen unter wissenschaftlicher Leitung des Herrn Gottschar. Treffpunkt: Blankensee- Seddiner See- Seddin- Michendorf. Abfahrt 5.35 Anhalter 6 Uhr Bahnhof Stralau- Rummelsburg. Fahrgeld 40 Pf. Bahnhof. Weglänge zirka 23 Stilometer. Sonnabend, den 20. Jnni: Sonnwendfeier. II. Oberspreewaldfahrt durch die schönsten Bunfte des Spreewalds: Lübbenau- Lehde- Leipe- Königl. ErlenwaldKanomühle- Watschofsta- Lübbenau. Teilnehmerfarten a 5,75. für Bahnfahrt 3. Klasse und Kahnfahrt( feine Fußwanderung) find in unseren Zahlstellen F. Wählisch, Stalizer Str. 22, und G. Weihnacht, Grünstr. 21, zu haben. Schwimmer. Arbeiter Schwimmverein Berlin". Alle Abteilungen treffen sich Sonntag, den 14. Juni, 21 Uhr in der Brauerei Friedrichshain. Arbeiter- Schwimmverein„ Delphin", Tegel. Zu dem am Sonntag, den 14. Juni, in Weißensee stattfindenden Sportfest treffen sich die Mitglieder um 1 Uhr am Bahnhofsplay. Abfahrt 1.09. Fußball. R. B. C. 06 Reinickendorf. Zur Einweihung feines neuen Sportplates findet ein Propagandaspiel zwischen R. B. C. I., II. und I. Jugend gegen selbe Mannschaften der Freien Turnerschaft Waidmannsluft statt. Spielbeginn 2.15. Umkleidelokal und Play befindet sich von jetzt ab Reinickendorf- Dft, Graf- Rödern- Allee 50 bei Freyerr. Sportkartell für Ober: und Nieder- Schöneweide. Sonntag, den 14. Juni, mittags, zum Sportfest im Schloßpark Weißensee. Treffpunkt 12 Uhr im Wilhelminenhof. Abfahrt 12.20 Uhr von Nieder- Schöneweide nach Schlesischen Bahnhof, von dort zum Königstor. Athleten. Kraft- und Artistenverein Jugendkraft Wilmersdorf. Zum Sportfest Weißensee. Treffpunkt: Mittags 12 Uhr, bei Schilling, Lauenburger Str. 20. * Arbeiter- Samariierbund, Kolonne Groß- Berlin. Lehrabende finden in der nächsten Woche( Beginn 8%, Uhr) statt: Berlin. 2. Abt. Montag, den 15. Juni, Gesellschaftshaus, Swinemünder Str. 42. Berlin. 6. Abt. Dienstag, den 16. Juni, Restaurant Haberland, Neue Friedrichstr. 35. Neukölln. 5. Abt. Freitag, den 12. Juni, Weichselstr. 6( IdealCharlottenburg. 7. Abt. Mittwoch, den 17. Juni, Bismardstraße 38, Restaurant Wernice. passage). Alle aktiven Mitglieder haben sich Sonntag, den 14. Juni, an dem Sportfest in Weißensee zu beteiligen. Treffpunkt: Pünktlich 12 Uhr mit Tasche und Labeflasche. 1., 6. und 7. Abt. Alexanderplatz( Berolina); 4. u. 5. Abt. Landsberger Tor; 2. und 3. Abt. Prenzlauer Tor. Arbeiter- Samariterbund. Kreis Brandenburg. Lehrabend haben in nächster Woche, abends 82 Uhr: Spandau. Mittwoch, den 17. Juni, bei Danneberg, Pichelsdorfer Straße 5. Mariendorf. Mittwoch, den 17. Juni, bei Hennig, Manteuffelstraße 45. Nowawes. Dienstag, den 16. Juni, in der Fortbildungsschule. Köpenid. Montag, den 15. Mai, bei Stippekohl, Schönerlinder Friedrichshagen. Donnerstag, den 18. Juni, Friedrichstraße 60, Straße 5. 2. of. Todes- Anzeigen Sozialdemokratischer Verein f. d. 5. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Am 9. Juni verstarb unser Mitglied, der Genosse Schlächtermeister Matthias Karalus ( I. Abt., Bez. 439). Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Freitag, den 12. Juni, nachmittags 3 Uhr, auf dem Katholischen Friedhof in Weißensee, Wörthstraße, statt. 223/10 Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein f. d. 6. Berl. Reichstagswahlkreis. 20. Abt. Bezirk 797. Am Dienstag, den 9. Juni, ver starb unser Genoffe, der Restaurateur am Karl Balster Reinidendorfer Str. 29. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Freitag, den 12. Juni, nachmittags 24 Uhr, von der Leichenhalle des städtischen Fried: hofes in der Müllerstraße Ede Seestraße aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Bahlstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Tischler Johannes Frey Aderstr. 104 im Alter von 24 Jahren ge storben ist. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonnabend, den 13. Juni, nachmittags 4 Uhr, von der Halle des Sebastiankirchhofes in Heiniden dorf aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 88/18 Die Ortsverwaltung. Deutscher Transportarbeiter- Verband. Bezirksverwaltung Groß- Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser langjähriger Kollege, der Packer am Paul Kers 8. d. Mts. im Alter von 49 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Freitag, den 12. Juni, nachmittags 4 Uhr, ber Leichenhalle des Zentral- Friedhofes, Friedrichsfelde, aus statt. Zahlreiche Beteiligung erwartet 65/15 Die Bezirksverwaltung. bon Deutscher Metallarheiter- Verhand Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, die Arbeiterin Luise Sowade ( Forster Str. 56) am 8. Suni an Lungenentzündung gestorben ist. Ehre ihrem Andenken! Die Beerdigung findet heute Freitag, den 12. Juni, nachmittags 5, Uhr, von der Zeichen halle des Auferstehungs- Kirchhofes in Weißensee aus statt. Ferner starb unser Mitglied, der Dreher Otto Rutt ( Schönfließer Str. 2) am 10. Juni an Lungenleiden. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonnabend, den 13. Juni, nachmittags 4 1hr, von der Leichenhalle des Paul- Gerhardt- Friedhoses in Nordend aus statt. Rege Beteiligung wird erwartet. 119/20 Die Ortsverwaltung. Deutscher Bauarbeiterverband. Zweigverein Berlin. Am 9. Juni starb unser Mitglied, der Bauarbeiter Friedrich Klatte ( Bezirk Neukölln). Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Freitag, den 12. Juni, nach mittags 4 Uhr, von der Halle des Jakobi- Kirchhofes in Neukölln, Hermannstraße, aus statt. 143/3 Der Vorstand. am Verband d. Brauerei- u. Mühlenarbeiter u. verw.Berufsgenossen. Zahlstelle Berlin. Den Kollegen diene zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Flaschenkellerarbeiter Wilhelm Scholz nach langer schwerer Krankheit verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung erfolgt heute nachmittags 32 Uhr von der Halle der Elias- Gemeinde in Nordend aus. Rege Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. 43/8 Vor einigen Tagen noch in unferer Mitte weilend verstarb plöblich am 10. d. Mts. unser lieber Kollege, der Goldschmied Franz Stetz. In aufrichtiger Trauer teilen wir den Schmerz seiner Gattin, unserer lieben Kollegin, und werden dem Verstorbenen ein ehrenvolles Andenken beivahren. Das Personal der Goldschmiedewerkstatt der Firma Jonaß& Co. Brit- Buckow. Die arbeitende Jugend beteiligt sich an dem Sportfest am Sonntag, den 14. Juni, in Weißensee. Treffpunkt 1, Uhr Germaniapromenade, Ecke Chausseestraße. Fahrgeld 40 Pf. Der Preis der Nummer ist 10 Pf. Brobenummern sind jederzeit durch allen Buchhandlungen und Kolporteuren zu beziehen. den Berlag J. H. W. Dich Nachf. G. m. b. H. in Stuttgart sowie von 0,00-0,00. Heu 7,00-8,60. Marktpreise von Berlin am 10. Juni 1914, nach Ermittelungen des fönigl. Polizeipräsidiums. Mais( mired), Natal 00,00-00,00, Donau Mais( runder), gute Sorte 15,40-15,70. Richtstroh 4,80. Martihallenpreise. 100 Stilogr. Erbsen, gelbe, zum Kochen 34,00-50,00. Speisebohnen, weiße 36,00-60,00. Rinien 40,00-80,00. Kartoffeln( Kleinbdl.) 5,00-8,00. 1 kilogramm Rindfleisch, von der Keule 0,00-0,00. Hindfleisch, Bauchsleifa 0,00-0,00. Schweinefleisch 0,00-0,00. 5. Kreis. 1 und la Abteilung. Die Genossinnen des Leseabends 60 Stüd Gier 3,20-5,40. Kalbfleisch 0,00-0,00. Hammelfleisch 0,00-0,00. Butter 2,20-2,80. veranstalten am Sonntag, den 14. Juni, einen Familienausflug mit Kaffee1 Kilogramm Karbien 1,40-2,20. Aale kochen nach dem Restaurant„ Waldschenke" in Sadowa. 1,40-3,20. Treffpunkt und Zander 1,60-3,40. Hechte 1,40-3,20. Barche 0,80-2,40 Abfahrt pünktlich mittags 12 Uhr: Bahnhof Alexanderplak. Schleie 1,60-3,20. Bleie 0,80-1,60. 60 Stud Strebje 3,00-18,00. Veranstaltungen. Landsmannschaft der Crossener( Oder) nnd Umgegend. Sigung Sonntag, den 14. Juni, abends 8 Uhr, bei Abendroth, Adalbertstr. 61. Allgemeine Kranten und Sterbekasse der Metallarbeiter. ( V. a. G.), Hamburg. Filiale Baumschulenweg. Den Mitgliedern, welche in Treptow wohnen, zur Kenntnis, daß am Sonnabend, den 18. Juni, abends 8-10 Uhr, im Lokal von Wolfram, Elsenstr. 101 ( Ede Stiefholzstraße) kajsiert wird. Filiale Tegel. Sonnabend, den 18. Juni, abends 8, Uhr: Außerordentliche Mitgliederversammlung bei H. Sorrer, Schlieperstr. 80. Eingegangene Druckschriften. Bon der„ Neuen Zeit" ist soeben das 11. Hejt vom 2. Band des 32. Jahrgangs erschienen. Aus dem Inhalt des Heftes heben wir hervor: Scharfer Wind. Die gewerkschaftliche Organisationsform. Von Xaver Kamrowski( Berlin). Sozialdemokratie und Berstaatlichung. Bon H. Laufenberg.( Schluß.) Taylorsystem und Arbeiterschaft. Von Ernst Meyer. Bürgerliche Sozialpolitiker, Gewerkschaften und Klassenkampf Bon Paul Lange. Innere Kolonisation in Oldenburg. Von Joseph Kliche. land. Von G. E. Notizen: Die Frage der friminellen Fruchtabtreibung in RußFeuilleton: Der Impressionismus. Bon Friz Th. Schulte. Literarische Rundschau. Stationen Witterungsübericht vom 11. Juni 1914. stand mm Barometer Wind Bunjpia Windstärke Wetter Temp. n. E. 5° C. 4° N. Stationen Barometer stand mm Wind richtung 2wolfig 20 2bedect Haparanda 7685 15 Betersburg 774S60 Windstärke Better Temp. n. C. 5° C.4° R. C 4 wollenl 9 1 molten! 15 3 bedeckt 3 heiter 19 16 1halb bd. 15 1wolkig 18 Scilly 759 DND Aberdeen Paris 3 halb bd. 14 766 Still 757 NND wolfen! 3bededt 6 13 11 12 Swinemde. 761 ND Hamburg 760 NND Berlin 759 Franks. a.M 757 ND Bien München 756 SS 757 DSD Wetterprognose für Freitag, den 12. Juni 1914. regen und mäßigen jüdlichen Winden; nachher etwas fühler. Warm und schwül, zeitweise heiter, aber sehr veränderlich mit Gewitter Berliner Wetterbureau Wetteraussichten für das mittiere Norddeutschland bis Sonnabend mittag: Im Nordosten meist heiter, troden und sehr warm. In den übrigen Gegenden veränderliche Bewölkung und verbreitete, nordwärts ziehende Gewitter mit vorübergehender Abkühlung. Wafferstands- Nachrichten Die Neue Zeit" erscheint wöchentlich einmal und ist durch alle Buch handlungen, Postanstalten und Kolporteure zum Preise von 3,25 M. pro Quarial zu beziehen; jedoch kann dieselbe bei der Post nur pro Quartal der Landesanstalt für Gewässertunde, mitgeteilt vom Berliner Wetterbureau abonniert werden. Das einzelne Heft fostet 25 Pf. Von der ,, Gleichheit", Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen, dieser Nummer heben wir herbor: Dritte Internationale Konferenz sozia ist uns soeben Nr. 19 des 24. Jahrgangs zugegangen. Aus dem Inhalt listischer Frauen und Arbeiterinnenorganisationen. Gebärstreif. III. Gebärzwang und Die Entwicklung der industriellen Frauenarbeit in Sachsen. Von-1.-e. Aus der Praris der Fürsorgeerziehung. Bon C. L. Fortschritte gewerkschaftlicher Mitarbeit der Frauen im Deutschen Textilarbeiterverband. Von Martha Hoppe. Vorbereitungsarbeiten für die Internationale Sozialistische Frauenkonferenz zu Wien. Aus dem klassi schen Lande der Konservenindustrie. Von E. B. Die Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer 10 Pi., durch die Post bezogen beträgt der Abonnementspreis vierteljährlich ohne Bestellgeld 55 Pf.; unter Kreuzband 85 Pf. Jahresabonnement 2,60 M. Vom Wahre Jacob ist soeben die 13. Nummer des 31. Jahrganges 16 Seiten start, erschienen und bringt u. a. einen warm empfundenen Nach ruf für den verstorbenen Bergarbeiterführer Wilhelm Schröder, dem ein gutes Porträt desselben beigegeben ist. Am Mittwoch, den 10. Juni, vormittags 114 Uhr, entschlief nach kurzem Krantenlager mein lieber Mann und unser lieber Vater und Großvater Wilhelm Kampfmeyer im 71. Lebensjahre. Um ftilles Beileid bitten Dora Kampfmeyer. Fritz Kampfmeyer und Familie. Hermann Kampfmeyer und Familie. Die Beerdigung findet am Sonntag, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des neuen Jakobi Kirchhofes( Bahnhof Hermannstraße) aus 2366b Am 10. Juni, nachmittags 23 Uhr, verstarb nach langem schweren Leiden meine liebe Frau, unsere gute Mutter Luise Werner geb. Subklewe im 48. Lebensjahre. 133A Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 13. d. Mis., nachmittags 4, Uhr, von der Leichenhalle des St. Georgen- Kirchhofes, Landsberger Allee, aus statt. Dies zeigen tiefbetrübt an August Werner. Paul Salpeter und Frau geb. 2öhn. Mehr als 20000 Aerzte empfehlen und verordnen Wasserstand Memel, Zilfit Bregel, Insterburg eichsel, Thorn Dder, Ratibor Krojjen arthe, Scrimm Frankfurt Landsberg g le 11 am 10.6. feit am feit 11 cm 9. 6. cm³) 134-5 -21-4 114+2 107 Wafferstand Saale, Grochlik 10.6. 9.6. cm cm³) ti di 112 +2 m Havel, Spandau) 70+12 Rathenow) 34+5 111 23 +9 7372+1 84 246+46 be -12 284+20 da 5-1 +11 B 8 ei -15+1 139 Nedar, Heilbronn 140+25 126 -6 164 6 un 65+2 SUS 1)+ bedeutet Buchs, Fall. 3) Unterpegel. Neze, Bordamm Elbe, Leitmerig 18 Dresden Barby Magdeburg 106 1001 Spree, Spremberg) 84+2 Beestow) Bejer, Münden Minden Rhein, Marimiliansau 530 Kaub Köln Main, Hanau Mosel, Trier 297+7 287+2 Hackethal- Draht- und Kabel- Werke Aktiengesellschaft. In der außerordentlichen Generalversammlung vom 29. Mai 1914 ift Hafernahrung für Magen- und Darm- die Erhöhung des Grundfapitals unserer Gesellschaft auf nom. 02. 5600 000 frante, Blutarme, Bleichsüchtige, Zucker- durch Ausgabe von 1350 auf den Inhaber lautenden Aftien über je M. 1000, frante, Wöchnerinnen und Refon- welche für das Geschäftsjahr 1914 zur Hälfte dividendenberechtigt sind, be valefsenten. Kein anderes Hafer- schlossen worden. präparat übertrifft an Wohlgefchmad, Die neuen Aftien find von einem Banktonsortium mit der Verpflichtung Nährwert, Leichtverdaulichkeit und übernommen worden, den Aktionären der Gesellschaft ein Angebot zu machen schneller, einfacher derart, daß mit einer Frist von mindestens 2 Wochen auf je nom. m. 4000 Zubereitung alte Aftien eine junge Aftie bon nom. M. 1000 bezogen werden kann. Do And Weil Hafermark und Von nur allerbestem, gereinigtem Hafer hergestellt, ist Dr. Rud. Weil's Hafermart selbstverständlich auch ein vorzügliches Blut Musteln bildendes Kraftnährmittel für Gesunde jeden Alters. 273/ 7* Gebrauchsvorschrift auf den Paketen. Originalpaket 1 Pfd. 40 Pf. General- Depot: D. Mader, Prinzenstr. 86. Zu haben in den Filialen der Konsumgenossenschaft Berlin und Umgegend. Tod u. Teufel ttt Reichel's Reichel's Wanzen- Schwaben99 Fluid ,, Radikal" tötet die Spezialpulver Poudre Wanzen auf der Stelle u. ist ab Martial, unfehlbar sicher zur solut nicht fleckend. Flasche 50 Pi., Schwaben- Ausrottung, Pad. 50 f., 1, 2, 3, Literflasche 5050 Bi. und 75 Pf. 1, 2, Pfund 4,-, Verstäuber Sprühapparat 50 Pf. und 1,50. Totale restlose Vernichtung der Brut. A ether, wohlriechend, L. 75 Pf., 1,50 und 2,50. Pulver, unvergänglich, Bad 50 Pf., 1,-, 2-, Pfund 3,-. Reichel's MottenSeit über 20 Jahren als sicherer Mottenschutz bewährt. Reichel's Spezialmittel sind von ungeheurer Stärke und übermächtiger Wirkungskraft. in nur Reichel's Original: Man Taufe Drogerien Badungen und meibe unwirt fame Rach. Einzig echt uitate Tod u. Teufel. Alleiniger Otto Reichel, Eisenbahnstr. 4. Mpl.4751-53. ahmungen. Fabrikant Wo? Jeder nur Marke Anerkennungen aus aller Welt. Fernspr. ist der schönste Ausflugsort? Immer noch Pichelswerder, an der neuen beim Alten Freund.] Heerstraße Arbeiter, jeder Nachdem der Erhöhungsbeschluß und gleichzeitig die erfolgte Durchführung am 6. Juni 1914 in das Handelsregister eingetragen worden sind, fordern wir die Aktionäre auf, das Bezugsrecht unter folgenden Bedingungen auszuüben: 1. Die Anmeldung zur Ausübung des Bezugsrechtes hat bei Vermeidung des Ausschlusses vom 11. bis 26. Juni 1914 einschließlich bei der Commerz- und Disconto- Bank in Berlin, Hamburg und Hannover oder bei dem Banthause Ephraim Meyer& Sohn in Hannover innerhalb der bei jeder Stelle üblichen Geschäftsstunden zu erfolgen. 2. Bei der Anmeldung sind die alten Attien, auf welche das Bezugsred geltend gemacht werden soll, ohne Dividendenbogen, unter Beifügung von zwei gleichlautenden, mit arithmetisch geordnetem Nummernverzeich nis versehenen Anmeldescheinen zur Abstempelung einzureichen. Ents sprechende Formulare find bei den oben erwähnten Stellen kostenfrei crhältlich. Die alten Aktien werden abgestempelt zurüdgegeben. bi 6 Ar er te B ift un ein tü Jau un 28 ent för Kr nel bea eig fie füh pri be feir füg güt hat An Ar ihr Gd аш 3. Der Bezugspreis von 148%, sowie der Schlußscheinstempel sind bei der Anmeldung in bar zu entrichten. 4. Beträge von weniger als nom. M. 4000 bleiben unberücksichtigt, jedoch ist jede Bezugsquelle bereit, die Verwertung oder den Zulauf von Bezugsrechten zu vermitteln. Die Aushändigung der bezogenen neuen Attien erfolgt nach Ablauf der Bezugsfrist bei derjenigen Stelle, bei welcher die Anmeldung erfolgt ist. Brint bei Hannover, den 8. Juni 1914. Hackethal Draht- und Kabel- Werke Aktiengesellschaft. = ur allein der große Umsatz ermöglicht meine billigen Preise und die Tatsache, daß ich trotz meiner sehr niedrigen Preise auch auf Teilzahlung verkaufe Deshalb kaufen Tausende Ihre Möbel Berlin N Brunnenstr.120 aus den regulären Magazin Otto Piehl jeder praktisch Handwerker, ltenbe Mann der für seine Arbeit, für seinen Beruf, besonders vorteilhaft geeignete Kleidung nötig hat, fauft diese bei der bekannten Firma un tic Zu Lu Bel lich dea 56 Hei fra Rei Ab geb Allr 281 bal bre jud 10 Lai bi feh die ein Kohnen& Jöring, Arbeitskleidung Berufskleidung Größtes Spezialgeschäft dieser Art. Alexanderftr. 12. Rosenthaler Str. 53- Landsberger Allee 148• Neukölln: Bergstr. 66. Reelle billige Preise, erprobte solide Qualitäten, guter Sih, richtige Machart, beste Verarbeitung, größte Auswahl. Verantwortlicher Redakteur: Alfred Wielepp, Neukölln. Für den Inseratenteil berantw.: Th. Glode, Berlin, Drud u.Berlag: Vorwärts Buchdruderet u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Se gri in Rä der 23 io Be 953 die 28i St ber Lie Ur Nr. 157. 31. Jahrgang. 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Freitag, 12. Juni 1914. ) 2 6 57 132 ft 0 0, g 050 g g t g ci h Aus der Frauenbewegung. Die Wurzel des Uebels. standes in den Gemeindevertretungen hat, daß man nicht wagt,| Reform des Gefängniswesens, Verbesserung der Arbeitsverhältnisse mit einer gefunden Bodenpolitik und mit dem Häuserbau in großem der Schreiber und Lehrlinge, Anstellung von Frauen im Staatsdienst, Auf der 18. Generalversammlung des Deutschen Zentralfomitees Stil vorzugehen, weil man den Vorwurf der Hausbefizer fürchtet, Werbefferung der Lage der weiblichen Eisenbahnangestellten, Aus zur Bekämpfung der Tuberkulose erklärte Professor Dr. Roepte in daß die Stadt ihnen Konkurrenz mache. Darunter müssen die gestaltung des Wanderschulunterrichts für Haushaltungslehre, Tiers feinem Referat, so notwendig es sei, dem Geburtenrüdgang Einhalt Armen leiden, und die Zahl der Tuberkulofeerkrankungen und der schuk, Fürsorge für verkrüppelte Kinder, Anregung zu einer amtlichen zu tun, dürfe doch nicht verkannt werden, daß eine große Kinder- Tuberkulosesterblichkeit besonders bei den kleinen bleibt er- Untersuchung über die Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsindustrie char das Wohnungselend erhöhe, den Lebens- schreckend hoch. und Heimarbeit, Unterstützung der Gewerkschaft der Dienstboten in unterhalt schädige und dadurch die Erkrankungen Wollen wir unsere Pflicht gegen die Allgemeinheit erfüllen, Helsingfors usw. an Tuberkulose vermehre oder wenigstens die Heilung so müssen wir das soziale Gewissen unserer Kommunalvertretungen Aber außer dem Einbringen dieser besonderen Frauenwünsche erschwere. Der enge Zusammenhang von Wohndichtigkeit erweden oder schärfen, und wo die Angst vor der möglichen arbeiten die weiblichen Abgeordneten in enger Verbindung mit ihren und Tuberkuloseverbreitung wurde weiter in einem Vortrag Schädigung des Bautapitals alle besseren Regungen überwuchert, männlichen Parteigenossen an der Ausgestaltung der Rechtslage in des Charlottenburger Stadtrates Seydel festgestellt, in dem es hieß, muß der Kampf auf der ganzen Linie aufgenommen werden. Ein Finnland. Wie man sieht, leisten die Frauen hier im finnischen je mehr Menschen sich in einer Wohnung aufhalten, zumal wenn Reichswohnungsgesetz könnte uns viel helfen, aber es wird nicht Parlament ein gut Teil positiver Arbeit. das lebel des Schlafgängerwesens hinzufomme, desto größer sei die Anstedungsgefahr. kommen. Was wir von Preußens Parlament zu erwarten haben, ist sicher nicht viel; aber die Kommunen müssen zu umfassender Tätigkeit auf dem Gebiete des eigenen Wohnungsbaues angespornt werden, und auch das ist eine Arbeit, bei der die Frauen viel mithelfen können. Ein liberales Musterblatt. In seiner Wut über die gewaltsame Propaganda der * 48 Jahre Enttäuschung. Am 7. Juni 1866 brachte John Stuart Mill im englischen Unterhause die erste von vielen Frauen unterzeichnete Frauenwahlrechtspetition ein. Bis zum Jahre 1905 folgen 1747 weitere Petitionen, 1909 wird dem Unterhaus eine von 280 000 Wählern unterzeichnete Petition vorgelegt. Zahllose Resolutionen und Kundgebungen im ganzen Lande beschäftigen sich mit der Frage. Jm Parlament finden sich mehrfach starke Mehrheiten für das Frauenwahlrecht; die liberale Regierung verhindert jedoch unter Anwendung aller nur denkbaren Mittel die Durchführung. Libe tale Minister zweifeln an dem ernſten Willen der englischen Frauen, das Wahlrecht zu erkämpfen, da sie noch nicht zu Brandfämpfe der Männer begleitet haben. Die Suffragetten befolgen den stiftungen und Zerstörungen übergegangen feien, die die VerfassungsWint. Brandstiftungen und dergleichen werden ausgeführt, zuerst vereinzelt, dann häufiger und seit furzer Zeit hört man fast in jeder Woche von irgendwelchen Taten" der Women's social and political Union. Es ist nur zu begreiflich, daß dort wo biele Menschen zusammen mit ein oder mehreren an Tuberkulose Erkrankten auf einen und denselben Raum angewiesen sind, häufig genug Krante und Gefunde dasselbe Bett, dieselben Trinkgefäße und dergleichen benußen, mit der Uebertragung der Krankheit als etwas ganz ficherem unentrinnbarem gerechnet werden muß. Aber leider gibt es Taufende von Familien, die nicht mehr als einen noch dazu höchst unzulänglichen Raum zur Verfügung haben, ja die noch Suffragetten ist das ehriame linksliberale„ Berliner TageFremde, Schlafburschen, aufnehmen, weil sie sonst nicht die Miete blatt" ganz aus dem Häuschen geraten. In einem Leitartikel erichwingen können. Und weiter gibt es viele Familien, die eine malt der Bondoner Rorreſpondent was„ furchtbare Wüten der größere Wohnung nehmen möchten, die aber nicht imſtande find, ihr Suffragetten" in den schwärzesten Farben und stimmt KlageBorhaben auszuführen, weil Wohnungen zu dem Preis, den sie anlegen können, nicht vorhanden sind. Viele Gemeinden treiben eben lieder darüber an, daß selbst der König es nicht mehr wagen noch immer eine Wohnungspolitik, die sich von einer direkten dürfe, seinen gewohnten Morgenspaziergang zu machen, weil Unterstützung des Bau- und Bodenwuchers faum unterscheidet, sie er befürchten müsse, den Schlachtruf der Suffragetten zu verfümmern sich nicht darum, ob die gesundheitlichen Anforderungen, nehmen. Aber das„ Berliner Tageblatt" beschränkt sich nicht die an die Wohnungen gestellt werden müssen, auch nur einiger auf Klagelieder, es macht auch praktische Vorschläge, wie man Diefe Frauen führen eine Art Guerillafrieg. Sie tauchen plötz maßen erfüllt werden. Wie es in solchen Orten aussieht, wird hin den Frauenrechtlerinnen und wieder durch die Berichte der Wohnungsinspektionen bekannt. Notabene den Klassengenossen lich auf, wo man sie nicht vermutet, sie wollen die Regierung ermüden und zum Nachgeben zwingen. Ob sie ihren Zwed erreichen, ist mehr Bahrhafte Schreckens- und Glendsbilder werden da entrollt, so der Tageblattleser zu Leibe gehen könne. Von mehreren wie fraglich. Die Dinge find soweit gediehen, daß keine Partei nach wenn es in dem Bericht der Wohnungsinspektion von Auerbach Vorschlägen, die in England zur Bekämpfung der Suffragetten geben kann, ein ehrenvoller Friede ist kaum noch möglich; so muß heißt, daß ein im übrigen vernünftiger Gemeindeborstand nichts aufgetaucht sind, erscheint dem gemütvollen linksliberalen wohl bis zur völligen Niederlage eines Teils gekämpft werden. Wir darin fand, daß in einer Küche 12 Personen in vier Blatte nur einer akzeptabel. Bisher hat man die verhafteten find nicht der Meinung, daß die Suffragettentaftif der letzten Jahre Betten schliefen"; wenn in Wolfsschütz eine Küche und Suffragetten immer wieder aus dem Gefängnis entlassen die Frauen ihrem Ziele näherbringt, aber begreiflich ist es, wenn ein ein Bodenraum bon 17 Personen, Großeltern, Eltern, müssen, weil sie in den Hungerstreif eintraten und das Gesetz bier erwachsenen Töchtern, einem erwachsenen Sohn, acht Kindern die Verwaltung strafbar macht, wenn sie einen Gefangenen, unter 14 Jahren bewohnt wurden, die nur fünf Betten und eine der sich weigert, zu essen, im Gefängnis verhungern läßt. Biege aur Verfügung hatten. Ein anderes Bimmer von 2X4 Meter Der Liberalismus schwärmt ja stets für Verfassungsreformen Größe beherbergt 14 Personen. Ein Sag Federbetten und gemeinschaftliche Heubucht dienten als und so vertritt das Berliner Tageblatt" die Auffassung, daß Ramtlager! man die Verfassung ändern solle. Man möge der GefängnisMan mache sich einmal llar, was das bedeutet. Die ganze verwaltung das Recht geben, die Gefangenen auszuhungern. Arbeit, die auf die Tuberkulosebekämpfung verwendet wird, muß Es heißt darüber: ergebnislos bleiben, wenn solche Zustände nicht beseitigt werden können. Nur bei peinlicher Sauberkeit, bei vollkommener Trennung der Kranken von den Gefunden, bei forgfältiger Behütung vor allem der Säuglinge vor den Krankheitsfeimen ist ein Weiterschreiten der Tuberkulose zu verhindern, aber wir fragen uns, wie soll eine Wohnung sauber gehalten werden, wenn sie aus einem oder zwei mit Menschen überfüllten Räumen besteht. tüchtigste und reinlichste Frau wird diese Aufgabe nicht bewältigen tönnen, ganz abgesehen davon, daß natürlich die gräßlichen Wohnungszustände und der nie endende und erfolglofe Kampf gegen UnJauberkeit auf ihr lasten, sie zermürben und sie schließlich stumpf und gleichgültig machen müssen. Wachsen kleine Kinder in solchen Wohnlöchern heran, so ist es ein Wunder, wenn sie der Tuberkulose eine entrinnen. Die „ Entweder eine Suffragette verhungert: dann wird durch ihr Marthrium die Bewegung idealisiert, sie wird eine Heilige, und wenn auch die Führerinnen stubig werden, das ganze hat Stoßkraft gewonnen. Oder die gnfangene Suffragette zieht es vor, zu leben und fängt im letzten Augenblick zu effen an: dann wird ihr Beispiel und die Aussicht auf jahrelanges Gefängnis die Schar der Kämpferinnen sehr rasch lichten. Statt sie zu ernähren, lasse man fie deshalb verhungern". Man kann es getrost riskieren, die Haltung dieser Frauen bürgt dafür, daß sich nicht eine opfert!" Frauenwahlrecht. Teil der Frauen nach einer über vierzig Jahre währenden erfolglosen gefeßmäßigen Propagandaarbeit, deren Erfolg einzig und allein an scheitert, die Geduld verloren hat und zu gejezwidrigen Mitteln seine Ser Hartnäckigkeit des Ministerpräsidenten und seiner engeren Freunde Zuflucht nimmt. Wie gesagt begreiflich, wenn auch nicht gutzuheißen. Die Frau in der Gesetzgebung. Man muß bedenken, daß auch ein Systemwechsel, die durch Wahlarbeit herbeizuführende Niederlage der Liberalen, den Frauen das Wahlrecht zunächst nicht bringen wird, da eine starke Niederlage der Liberalen, so wie die Dinge heute in England liegen, den Sieg der Konservativen und die Uebernahme der Regierung durch diese bedeutet. Die Frauen müssen sich ohne Zweifel noch auf einen längeren Rampf gefaßt machen. Sie werden erst dann mit ihrer Forderung durchdringen, wenn die Arbeiterpartei so stark geworden ist, daß sie einen fräftigen Drud auf die Regierung ausüben fann. Bis dahin werden sicher noch einige Jahre vergehen, aber pas bedeuten menige Jahre gegenüber der langen Wartezeit, die die englischen Frauen hinter sich haben! Sie wissen jeßt, welchen Weg sie zu gehen haben, und abgesehen von den militanten Suffragetten sind sie ja auch entschlossen, den Schwerpunkt ihrer Arbeit auf die Beeinflussung der Wähler zugunsten der Labour Barth zu legen. Daß dabei nichts freundlichen und freiheitlichen Grundfäße ließen uns, als wir recht wachzuhalten und dort, wo sie noch nicht vorhanden ist, au Die in dem ganzen Artikel ausgesprochenen menschen- unterlassen wird, um die allgemeine Stimmung für das FrauenwahlKinder spielen und beschäftigen sich mit allem, was sie erreichen den Artikel mit dem Namen udwig gezeichnet fanden, weden, ist selbstverständlich, und in der Arbeiterpartei finden die tönnen. Sie friechen auf dem Fußboden herum, auf dem sich die vermuten, daß der bekannte Reichsverbändler Franz Ludwig englischen Frauen auch bei dieser Aufgabe ihre zuverlässigste und Krankheitsfeime fammein, ihre Stleider, ihre Hände, die Lungen sein Domizil von Böhmen nach London verlegt habe und zum eifrigste Stütze. nehmen den Krankheitsstoff auf. Prof. Dr. Langstein- Berlin meinte Mitarbeiter des„ Berliner Tageblattes" avanciert sei. Doch beshalb, Säuglinge aus Familien mit Tuberkulosetranten müßten wir befinden uns im Irrtum. eigentlich fofort nach der Geburt aus der Familie entfernt werden, um Den skandalösen Artifel hat der liberale" Entil Ludwig fie vor der Ansteckung zu schüßen. Allerdings hält er selbst die Aus- auf dem Gewissen, der den Tageblattlesern schon des öfteren Columbia( Vereinigte Staaten von Amerika) wurde durch Bundes Achtstundentag für Arbeiterinnen in Columbia. Für den Distrikt führung dieses Gedankens für sehr schwierig, auf das sonst so ge- die englischen Politik vom Standpunkte des Kaffeehauslite- gefeß vom 24. Februar d. Js. der Achtstundentag und die Achtundprieiene Muttergefühl braucht scheinbar teine Rücksicht genommen zu werden. Sollte es nicht wirklich richtiger und zwedentsprechender raten aus serviert hat. Bei ihm nimmt auch die neueste vierzigstundenwoche für Arbeiterinnen aller Kategorien vorgeschrieben. ein, dafür einzutreten, daß billige gesunde Wohnungen zur Ver- Leistung kein Wunder. Diefer Marimalarbeitstag gilt nicht nur für die Industrie, sondern fügung gestellt werden, so daß auch Familien, die nicht mit Glücksfür alle gewerblichen und faufmännischen Unternehmungen, Wäsches gütern gesegnet sind, genügend Raum für sich und ihre Kinder reien, Hotelbetriebe, Post, Telephon-, Telegraphen- und Transporthaben könnten? Selbstverständlich ist auch dann die Gefahr der unternehmungen. Für alle diese Betriebe besteht strittes Ber Das Frauenstimmrecht in Desterreich. Die Frauen Böhmens bot der Nachtarbeit( 6 Uhr abends bis 7 Uhr morgens) für Anstedung nicht ausgefchloffen, und es bedarf noch vieler erzieherischer besiken das Landtagswahlrecht, wovon fie infolge der tatkräftigen Frauen unter 18 Jahren. Die Unternehmer haben für alle ArArbeit, um den Eltern begreiflich zu machen, wie leicht sie durch Propaganda der tschechischen Frauenführerinnen bei den letzten beiterinnen Register mit Angabe der täglichen Arbeitszeit und des ihre eigene Unvorsichtigkeit und Nachlässigkeit den Kindern dauernden Wahlen fast durchweg Gebrauch machten. Diese Propaganda erzielte gezahlten Lohnes zu führen. Zur Durchführung der gefeßlichen Schaden an der Gefundheit zufügen. Aber es hat taum Zweck, die Wahl der Frau Vit- Kuneticta. Frau Vit- Suneticta fonnte jedoch Bestimmungen sollen drei Inspektoren, davon zwei weibliche, angedort mit einer Erziehungsarbeit anzufangen, wo die Befolgung ihr Mandat nicht ausüben, weil der Statthalter die Ausstellung des stellt werden, denen das Gesez ben Unternehmern gegenüber weit auch nur der wichtigsten Ratschläge tatsächlich unmöglich ist. Bertifikats mit der Begründung verweigerte, daß der Wortlaut gehende Befugnisse einräumt. Uebertretungen des Gefezes werden Neben der allgemeinen Verbesserung der Lebenshaltung der des Gesezes als mur für die Männer gültig ausgelegt werden könne. mit Geldbußen bestraft, die in Wiederholungsfällen rasch anunbemittelten Schichten ist die Behebung der Wohnungsnot die wichtigste Vorbedingung für einen aussichtsreichen Kampf gegen die gleichfalls Bestimmungen, die den Frauen einiger Wählerklassen, beDie Landtagswahlordnungen aller übrigen Kronländer enthalten steigen. Luberkulose. Wir haben in Deutschland eine große Anzahl von fonders den Großgrundbesizerinnen, das Landtagswahlrecht einLungenheilstätten, die hervorragendes leisten und für die ärmere räumen. Dieses kann zumeist nur durch Vertretung ausgeübt Bevölkerung sicher eine Wohltat bedeuten. Bei einem durchschnitt- werden. In Görz und Gradiska, wo die Frauen vom allgemeinen lichen Aufenthalt von drei Monaten fönnen dort nach einem Bericht Wahlrecht nur in der allgemeinen Wählerklasse ausgeschlossen sind, des Stomitees zur Belämpfung der Tuberkulose in jedem Jahre etwa müssen sie persönlich wählen. Ausnahmen sind nur in der Wähler56 000 Stranke in ständige Heilbehandlung genommen werden. Die klasse des großen Grundbefizes zulässig Heilstätten nehmen jedoch nur die Leichtkranten auf; die Schwer- In Dalmatien befizen die Frauen auch das Wahlrecht in franten, die auf etiva 500 000 gesägt werden, und aus deren der Wählerklasse der Städte, müssen dieses jedoch ebenso wie die Reihen nach Pütter jährlich 60000 sterben, bleiben in ihren Frauen in Galizien, Istrien, Kärnten, Krain, Mähren, Oberösterreich Bohnungen und bilden die größte Gefahr für ihre Umgebung. und Steiermart, wo die Frauen bloß in der Klasse des Großgrund- ein Münchener Ärzt, Dr. Reinach, in der„ Münchener Medizinis Aber auch dem Leichtkranken tönnen die Heilstätten nur vorüber- befizes wahlberechtigt sind, nur durch Vertretung ausüben. In gehend helfen. Nach einiger Zeit muß der eben Genesene wieder Niederösterreich ist nicht ausdrücklich bestimmt, daß die Frauen Aurück in den Beruf und was schlimmer ist zurück in die enge in der Klasse des Großgrundbesizes durch Bevollmächtigte mählen Bohnung, wo er nicht frei atmen kann und wo das alte Leiden müssen. In Salzburg, Schlesien und Tirol besitzen die bald wieder zum Ausbruch kommen muß. Frauen auch das Wahlrecht in den Wählerklassen der Städte und In wie starkem Maße die Wohnungsverhältnisse auf die Ver- Landgemeinden, in Vorarlberg, wo 1909 ein neues Wahlgejeiz breitung der Tuberkulose einwirken, haben die verschiedensten Unter- geschaffen wurde und wo die Klasse des Großgrundbesitzes nicht suchungen einwandfrei ergeben. In den Ginzimmer eritiert, haben die Frauen in allen Wählerklassen das direkte wohnungen einer kleinen süddeutschen Stadt mit vorwiegend a hIrecht. Nur die in ehelicher Gemeinschaft lebenden Frauen Landwirtschaft treibender Bevölkerung wurden fast doppelt so müssen durch Bevollmächtigte wählen. Aus den Bestimmungen über biel Zuberkuloienerkrankungen gezählt als in den das passive Wahlrecht geht ebenso wie in Böhmen auch in der größeren Wohnungen. Ueberall da, wo der besondere Schlafraum Bukowina, Galizien, Kärnten, Krain, Oberösterreich, Niederösterreich, lehlt, häufen sich die Krankheitsfälle. Ph. M. Blumenthal schreibt Steiermart und Tirol nicht ausdrücklich hervor, daß die Frauen ausbie starte Abnahme der Tuberkulosesterblichkeit in England, die zu geschlossen sind. Ausdrücklich ausgeschlossen sind sie in Görz und Graeiner Zeit einſegte, wo es noch feine Arbeiterversicherung und wenig bista, in Salzburg und in Vorarlberg. In Triest sind die Frauen Heilstätten gab, dem Umstand zu, daß eine„ gewaltige und durch vom aktiven und passiven Wahlrecht ausgeschlossen. Auch in Städten greifende Reform der öffentlichen Gesundheitspflege und der mit eigenem Statut wie Wien, Prag, Reichenberg besitzen die Frauen Wohnungsfürsorge" einfegte. teinerlei Wahlrecht. Durch die Gemeindewahlreform im oberösterRun haben ja auch in Deutschland die Kommunen mit der reichischen Landtag sind die Frauen, die direkte Steuern zahlen, in Wohnungsfürsorge begonnen. Aber diese Fünforge beschränkt sich den Landgemeinden dieses Landes nun wahlberechtigt. Ueberall find in der Hauptfache auf die Wohnungspflege. Die Schließung und die bescheidenen politischen Rechte nur für die Frauen der behenden Räumung überfüllter," ungefunder, zum Teil felbit verfallenerlassen vorhanden, die Besizlojen gehen leer aus. Wohnungen fann oft genu nich durch eicht werden. Was tell denn aus den Armen werden, wenn ihnen tatsäctlich feine befieren! * * Mutter und Kind. ,, Babybündel". So wichtig die Säuglingsfürsorgestellen auch find, so genügen sie doch allein nicht. Es gibt viele Mütter, die die Beratungsstelle wohl aufsuchen, die aber das nicht praktisch durchführen können, über das sie theoretisch belehrt werden, weil ihnen die petuniären Mittel fehlen. " Vor längerer Zeit haben wir auf diese materielle Notlage bereits hingewiesen, und wir knüpften hierbei an eine Arbeit an, die schen Wochenschrift" veröffentlichte. Wenn ein Säugling jeden Tag 15 bis 20 Windeln braucht," schrieb er, und die Mutter besiẞt diese Zahl nicht, so bleibt er entweder naß liegen, oder die Windeln werden in halbgewaschenem und halbgetrocknetem Zustande wieder verwendet, zum Schaden des Kindes. So geht es mit der übrigen Körper- und Bettwäsche. Andere zur Pflege und Wartung des Kindes notwendigen Utensilien sind oft nur in einem Gremplar vorhanden. Ganz besonders in Tagen der Krankheit fehlt es am Nötigsten zur Durchführung der ärztlichen Verordnung." Hier und dort dienen diesem Zwecke ja schon private Vereine, doch genügen diese Maßnahmen nicht. Auch das hat Dr. Reinach feinerzeit ausgeführt. Auf Grund praktischer Beobachtungen hielt er es für notwendig, eine weitere Verbesserung der Pflege des Säuglings anzubahnen dadurch, daß man die dauernde systematische Unterstützung mit Wäsche und anderem Pflegematerial einführt. an Als wir seinerzeit auf die Frage eingingen, haben wir betont, daß solch eine systematische Versorgung des Säuglings nur möglich ist, wenn diese Versorgung ein Stück der kommuna len Säuglingsfürsorge ist, und wir regten deshalb die Gründung von kommunalen Depots für Säuglingspflegematerial und Säuglingswäsche, vielleicht im Anschluß an die Fürsorgestellen, an. In Samburg hat man diese Idee jetzt zur Wirklichkeit gemacht. Die weiblichen Abgeordneten in Finnland. Finnland ist eines der man hat dort beschlossen, armen Wöchnerinnen, denn es glücklichen Länder, in dem die Fanen das pajise und aktive Wahl- Wäsche für Neugeborene fehlt, ein gen." Babybündel" zu o oder ähnlich rief eine Wohnungspflegerin in öffentlicher recht besitzen. Ueber die Arbeit der weiblichen finnländischen Ab- gewähren. Unzweifelhaft bedeutet d.se Neuerung einen wesentBersammlung vor etwa einem Jahre aus. Gewiß, an dem geordneten in den letzten Jahren liegt jetzt ein zusammenhängender lichen Fortschritt auf dem Gebiete praktischer Säuglingsfürsorge, doch Bericht vor. In folgender Weise können sich die Abgeordneten an der und man fann nur wünschen, daß der Gedanke nun bald auch in bieſer Wohnungsmangel muß nicht bauernd fortbestehen. Gesetzgebung beteiligen: Sie können entweder Adressen an den 3ar den anderen Städten zur Durchführung gebracht wird. An der Bir haben es in der Hand, Abhilfe zu schaffen, wenn wir die richten oder Entschließungen annehmen oder Betitionen einreichen. Notwendigkeit der Einrichtung ist doch nicht zu zweifeln, und die Städte zwingen, selbst zu bauen, und die Häuser den Minder- Diese Anregungen der Abgeordneten haben dann natürlich noch die Kosten sind so minimal, daß es wahrhaftig nichts als eine Rüd. bemittelten zu angemessenen Preisen zur Verfügung zu stellen. Hier parlamentarische Behandlung durchzumachen, che fie Geses werden. iicht& lofigfeit gegenüber den armen armen Müttern hegt der große Fehler unserer städtischen Wohnungspolitik, der seinen Die Petitionen und Entschließungen, die in den letzten Jahren von bedeuten würde, wenn man diese Neuerung nicht alleroris zur EinUrsprung in bem mumerischen Uebergewicht des Hausbefizer weiblichen Abgeordneten eingebracht wurden, beziehen sich u. a, auf führung brächte, G. H. 7777 35 Ohne Geld das heißt ohne Anzahlung und mit bedingungslosem Rücksendungsrecht senden wir unser gutes, aber billiges, für Reise, Sport, Theater, Jagd u. 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