Nr. 158. Abonnements- Bedingungen: bonnements. Preis pranumerando: Vierteljabrl 3,30 m, monatl 1,10 m möchentlich 28 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 6 Big. Sonntags nummer mit illustrierter Sonntags Beilage Die Neue Welt" 10 Pig. Bost bonnement: 1,10 Mart pro Monat Eingetragen in die Bost- Zeitungs Preisliste. Unter Areuzband Deutschland und Desterreich. Ungarn 2.50 Mart, für das übrige Ausland 4 Mart pro Monat Bostabonnements nehmen ant: Belgien, Dänemart, Holland, Italien, Luxemburg, Portugal, Rumänien, Schweden und die Schweiz. Ericheint täglich. für SW use of mind med sid Vorwärts Berliner Volksblatt. 31. Jahra Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel zeile oder deren Raum 60 Pfg., für bolitische und gewerkschaftliche Vereins. und Bersammlungs- Anzeigen 30 Big. ,, Kleine Hnzeigen", das fettgedrudte Sort 20 Pig.( zuläffig 2 fettgedrudte Worte), jedes weitere Wort 10 Pig. Stellengesuche und Schlafstellenan zeigen das erste Wort 10 Pfg., jedes weitere Bort 5 Bfg. Borte über 15 Buchstaben zählen für zwei Borte. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 5 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist bis 7 Uhr abends geöffnet. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". sw Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt Morigplatz, Nr. 1983. Sonnabend, den 13. Juni 1914. Sturz des Ministerium Ribot! Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt Moritzplatz, Nr. 1984. wurden. Der Schluß der Rede wurde vom Zentrum und einem Teil der Linken mit Beifall aufgenommen. Darauf begründete der geeinigte Radikale Puech seine Interpellation über die allgemeine Politik. Die Beratung der Interpellation. Die Abgeordneten Pucch, Augagneur und Dal.. mier bemühten sich, zu beweisen, daß das Ministerium Ribot nach Wahlen, bei denen die Parteien der Linfen Size gewonnen hätten, eine Unmöglichkeit sei, und gaben die Erklärung ab, daß ihre Gruppen gegen das Kabinett stimmen würden.( Beifall auf der äußersten Linken und der Linken). Darauf bestieg Ribot die Tribüne. In seiner Antwort auf die Interpellation erklärte der Ministerpräsident, er verleugne seine politische Vergangenheit nicht, dann gedachte er unter sehr lebhaften Beifall in der Mitte der Umstände, unter denen er die Regierung übernommen habe und gab seinen Willen kund, eine Politik der Linfen zu treiben. Die Sozialisten unterbrachen den Redner häufig. Eine Ohrfeige für Poincaré.- Ein Sieg über Chauvinismus und Militarismus. Paris, 12. Juni. Nach einer sehr bewegten Aber so freudig wir die Haltung der französischen Debatte wurde die von den geeinigten Ra- Rammer begrüßen, an der unsere Parteigenossen einen so herdikalen Dalimier und Genossen eingebrachte vorragenden Anteil haben, so große Genugtuung wir darüber Mißtrauenstagesordnung mit 306 gegen empfinden, daß die freche Lüge unserer Chauvinisten von der 262 Stimmen angenommen. Das Ab- Feindseligkeit des französischen Volkes gegen das deutsche so stimmungsresultat wurde von der ganzen Linken gründlich zerstört wird, so wenig verkennen wir die Größe mit stürmischem Beifall begrüßt, die Mi- und Schwere der Aufgabe, die dem französischen Volfe bevornister verließen sofort den Saal, um dem Prä- steht. Parlamentarische Entscheidungen wiegen leicht, entsidenten der Republik ihre Demission zu über- scheidend sind die wirklichen Machtverhältnisse. Und wenn reichen. auch jetzt der bürgerliche Radikalismus standgehalten hat, so Was die Wahlen versprochen haben, das haben die Ge- fragt es sich doch, mit welcher Entschlossenheit er den Kampf wählten heute gehalten. Das Ministerium Ribot ist, ein fortzuführen gedenkt, ob er in der Tat die Kräfte des Volkes bisher unerhörter Fall in der französischen Parlaments- zum Widerstand gegen die Herrschaft des Militarismus und geschichte, ein Eintagsministerium geblieben. Ribot kam, der großen Finanz organisieren wird. Wir haben ihn heute sprach und wurde erledigt. Der Versuch, das französische start und tapfer in der Opposition geschen; wird er es morgen Tonal angewandt werden und fündigte an, daß Gefeßentwürfe über Bolf um die Früchte seines Wahlkampfes zu bringen, war auch in der Regierung bleiben? abgeschlagen. Um nichts Geringes hat es sich heute gehandelt. Wenn die Regierungsfrise in Frankreich so schwer zu lösen ist und jolange dauert, so deshalb, weil es sich diesmal um Größeres handelt, als um einen mehr oder weniger gleichgültigen Personenwechsel. Es handelt sich um eine Macht probe dés Militarismus und der die auswärtige Politik bestimmenden großen Finanz. Es wird Aufgabe' unserer französischen Genossen sein, den Kampf gegen Zagheit und Wankelmütigkeit in den bürgerlichen Reihen zu führen. Wir aber können ihnen helfen bei der großen Aufgabe, vor der sie sich gestellt sehen. Wir fönnen ihnen helfen, indem wir denselben Kampf, den sie drüben führen, gegen unseren eigenen Milita rismus fämpfen. = Ribot kündigt die Notwendigkeit an, demnächst einen Anleihe gesezentwurf einzubringen, dessen Einzelheiten er erörterte. Diese Anleihe sollte noch vor den Ferien aufgelegt werden und er werde den Senat bitten, in das Finanzgesch die Einkommen steuervorlage einzufügen. Ribot erklärte weiter, das Dreijahresgeset würde förperlichen Erziehung der Jugend und Ausbildung der Reserven eingebracht würden. Sodann zollte er dem Bündnis mit Rußland und der Entente mit England Anerkennung und erflärte, die Politik Frankreichs sci niemals aggressiv oder friegerisch gewesen. Sie werde friedlich bleiben, um so mehr als Frankreichs Streitkräfte achtunggebietende sein würden, denn der Friede werde nicht von dem Willen irgendeiner anderen Nation abhängen.( Beifall in der Mitte und auf verschiedenen Das Abstimmungsresultat. Bänken.) Heißer als je durchströmt uns das Gefühl der SoliParis, 12. Juni. Kammer. Nachdem die Kammer der TagesDie französische Volfsvertretung war vor die Frage ge- darität mit unseren Brüdern in Frankreich. Grauenvoller stellt, ob sie ihre Souveränität bewahren oder vor den außer als ie ist uns der Gedanke an Krieg mit unseren französischen ordnung Dalimier mit 306 gegen 262 Stimmen die Priori tät zuerfannt und damit der Regierung ein Mißtrauensvotum parlamentarischen Herrschafts- und Kapitalsorganisationen Freunden. Der Friedenswille der großen fapitulieren solle. Poincaré, der Präsident der Repu- Massen. Deutschlands ist nicht geringer, ist nicht ausgesprochen, hatte, wurde die Tagesordnung Dalimier felbit Völ- Sizung geschlossen. Nächste Sizung Dienstag, blif, der Bertrauensmann der hohen Militärs und des weniger leidenschaftlich, als der Frankreichs. Dies den Völ mit 374 gegen 167 Stimmen angenommen. Darauf wurde die großen Kapitals, hatte unter dem Druck des Generalstabs, lehren an ihren eigenen Willen und an ihre eigene Kraft, so fern immer mehr zum Bewußtsein zu bringen, sie glauben zu unter der Pression der russischen Regierung, unter dem Ein- die Hetze der Chauvinisten zu vernichten und die Furcht vor fluß der französischen Berufsdiplomatie, alles darangefekt, einem unmöglichen Kriege zu bannen, das wird dem Milita- wärts".) ein Ministerium zu verhindern, das eine Verkürzung der rismus seine wichtigste Stüße nehmen. Und für diese Arbeit Dienstzeit vorzubereiten und die Demokratisierung des Die neue Situation. Baris, 12. Juni.( Privattelegramm des Bor Den Beschluß der Kammer, die Tagesordnung Dalimier zuerst Heeres, die Annäherung an ein Milizsystem anzubahnen ver- hat die französische Kammer heute mit ihrer Abstimmung zur Abstimmung zu bringen, nahm die ganze Linke mit brausen. jucht hätte. Als Organ des Militarismus wagte Poincaré einen guten Dienst geleistet. Das Ministerium vor der Kammer. Die Regierungserklärnug. dem Jubel auf. Die Minister verlassen den Saal und begeben sich ins Elysee, um Poincaré, dem Mitgeschlagenen, ihre Demission zu unterbreiten. Ein solcher Regierungssturz, sofort nach Abgabe der Regierungserklärung, war in der französischen Parlamentsgeschichte noch nie dagewesen. Der Regierungssturz schafft eine sehr schwierige Situa feine Präsidentschaft zum persönlichen Regiment auszugestalten. Indem die Kammer sein Ministerium davonjagte, hat sie diesen Versuch wohl für immer vereitelt und das Prinzip des Parlamentarismus gestärkt. Wie anders Paris, 12. Juni. Kammer. Die Tribünen waren Die radikale Opposition führte den Kampf nicht gegen als Deutschlands weiß Frankreichs Bolfsvertretung ihre dicht besetzt und alle Abgeordneten auf ihren Plägen, als Rechte und ihre Macht zu gebrauchen! Ministerpräsident Ribot unter dem Schweigen des Hauses einen besonderen Punkt der Regierungserklärung, sondern vornehm lich gegen die Zusammenseßung des Kabinetts und seine Abhängigkeit Die Abstimmung der Kammer aber befundet darüber die ministerielle Erklärung zu verlesen begann. hinaus den Willen, die Entscheidung des französischen Volkes verlässigen Republikanern bestehe, ihre Eriſtenz nur in Verbindung Fraktion griff Sembat den Ministerpräsidenten an, der vorher Die Erklärung versichert, daß die Regierung, die aus zu- von den reaktionären Parteien. Als Redner der sozialdemokratischen zu respektieren und die Lasten des Militarismus zu ver- mit einer republikanischen Mehrheit in beiden Kammern ringern. Der Kampf gegen das Dreijahrsgesetz muß in dem suchen wolle. Sie fündigt sodann den Entwurf über die Anleihe ſeine Uebernahme der Regierung hauptsächlich mit der schlechten Lande, das seine Bevölkerungszahl nicht mehr vermehrt, not- und die sofort vorzunehmende Prüfung einer durch das Finanz- Finanzlage zu rechtfertigen versucht hatte. Er erklärte, daß die wendigerweise über das Ziel einer bloßen Verringerung der gesez festzusetzenden allgemeinen Einkommensteuer an. Sozialisten nicht die sofortige unbedingte Aufhebung der dreis leber das Gesez betreffend den dreijährigen Dienst jährigen Dienstzeit fordern, aber die ehrliche und unverzügliche JuDienstzeit hinausführen. Er muß durch die demokratische Um- sagt die Erklärung: das Gesetz über die Dauer der Militärdienstzeit, angriffnahme der zur Verkürzung der Dienstzeit nötigen Vorgestaltung der Heeresordnung, deren Verständnis unsere Ge- welches in der vorhergegangenen Legislaturperiode nach langen nossen in einer Kampagne von unerhörter Energie dem Be- Debatten, in welchen alle Meinungen rückhaltlos zum Ausdruck ge- bereitungen. Sembat verlangte zum Schluß eine Regierung, mußtsein der weitesten Bolkskreise nahe gebracht haben, den kommen sind, beschlossen worden ist, ist gerade erst zur Anwendung die sich im Einklang befände mit der Entscheidung des allgemeinen gelangt und fann heute noch nicht wieder den Gegenstand Stimmrechts. Militarismus in seinen Grundlagen angreifen. Die Dialektif bon Erörterungen bilden. Die Militärgeseße müssen des Militarismus, von der wir so oft gesprochen haben, be- von allen Gesezen die größte Stabilität haben. Wenn wir ginnt sich in Frankreich zu erfüllen: Da das stehende Heer bei den Fehler begehen, an diesem neuen Gesez zu rütteln, obgleich nichts tion. Weitere Versuche, pseudo- radikale Ministerien zu bilden, der gleich bleibenden Bevölkerungszahl nicht mehr quan jo verlieren wir zugleich mit der uns nötigen Sicherheit den mo- ziplin der Radikalen als unerbittlich gezeigt. Ebenso unmöglich an dem Gleichgewicht der militärischen Kräfte in Europa fich geändert hat, erscheinen jetzt ausgeschlossen. Denn die Abstimmung hat die Dise titativ wachsen kann, muß die Heeresorganisation qua ralischen Erfolg, den wir der Annahme dieses Gesetzes und feiner wäre eine Berufung Briands. Die neue Regierung wird Iitativ geändert werden, um der Nation das größte Maß Aufnahme im Lande verdanken. Die Regierung wird das Parlament an Wehrfähigkeit zu geben. Indem die Kammer das Mi- um die baldmöglichste Annahme eines Gefeßes über die mili- ausgesprochen. linksradikal sein müssen und in der nisterium des Dreijahrgejeges verjagte, hat sie diesen Kampf tärische Jugenderziehung ersuchen und im Einverständnis Militärfrage zu mindestens einen Schritt weiter gehen müssen mit der Kammer Maßnahmen treffen, um den Reserven, die als Viviani. eröffnet und unsere Genossen werden dafür sorgen, daß er einen wesentlichen Bestandteil der Armee darstellen, eine festere nicht wieder aufhört. Organisation zu geben. Die Regierung wird darüber wachen, daß die Ein radikales Ministerium. Das Dreijahrgejek war zum Dogma nicht nur des Mi- Militärverwaltung aus dem Gesez alles heraushole, was es hervotum. litarismus geworden, sondern auch der auswärtigen Sie Gesundheit unserer Soldaten zu sorgen und eine Verzettelung geben kann, daß sie aber auch nichts unterlasse, um besser für Paris, 12. Juni. Die große Mehrheit, die sich Politik Frankreichs, des Bündnisses mit dem 3arismus der Kräfte, die der Verteidigung des Landes gewidmet sind, zu vergegen das Kabinett Ribot aussprach, hat selbst unter den geund des Gegensatzes zu Deutschland. Der Kampf um die Hüten. Demokratisierung des Heeres gibt zugleich der auswärtigen Geiste wie bisher geleitet werden. Wir werden die Kraft, welche mentarischen Kreisen nimmt man es als selbstverständlich an, Die auswärtige Politit Frankreichs wird in demselben einigten Radikalen Ueberraschung hervorgerufen. In parlaPolitik Frankreichs notwendigerweise eine neue Richtung. Die wir einem unveränderlichen Bündnis und unserer Entente mit einer daß der Präsident der Republik einen der Führer der gefünftige Regierung wird auch in ihrer auswärtigen Politil Nation verdanken, deren kostbare Freundschaft wir erworben haben, einigten Radikalen mit der Bildung des neuen mit dem Willen des Volkes rechnen, und dieser Wille des dazu anwenden, um, soweit es von uns abhängt, zur Erhaltung des Kabinetts betrauen müsse.. Bolkes ist das haben die Wahlen gezeigt und aufs neue der Weltfriedens beizutragen und dabei um so mehr Erfolg haben, wenn unsere Wehrmacht keine Einbuße erleidet. Sturz Ministeriums der entschiedene Die Richtung der inneren Politik läßt sich in drei Worten Friedenswille, der Wille zur Verständigung zusammenfassen: Aufrechterhaltung des Laien charakters des mit Deutschland. Sache des deutschen Volfes wird Staates, Steuergerechtigkeit und soziale Gerechtig es sein, dem Ansporn, den die demokratische und auf Erhalteit. tung des Friedens gerichtete Bewegung aus den Ereignissen Republikaner. Die Stelle über das Dreijahrsgesez entfesselte Die Erklärung schloß mit einem warmen Aufruf an alle Ribot erklärte im Namen des Kabinetts, daß er die in Frankreich erhält, zu folgen und auch seinerseits den auf der äußersten Linken die Rufe„ Nieder mit den Tagesordnung Dalimiers zurückweise und nur die von dem Kampf gegen den Militarismus und gegen brei Jahren!", die von der Rechten, dem Zentrum und Linfsrepublifaner Berger und Genossen beantragte Veralle aggressiven Tendenzen der auswärti- einem Teile der Linken, im ganzen von ungefähr 350 Ab trauenstagesordnung annehme. Hierauf wurde gen Politif mit erhöhter Wucht aufzunehmen! geordneten, durch anhaltende Beifallsrufe übertönt über die Priorität der Mißtrauenstagesordnung Dalimier des Das Mißtrauens Die Mißtrauenstagesordnung Dalimiers hat folgenden Wortlaut: Die Kammer ist, indem sie den Willen der Wählerschaft respektiert, entschlossen, nur einer Regierung ihr Vertrauen zu bewilligen, welche fähig ist, die Einigkeit der Kräfte der Linken zu verwirklichen. abgestimmt, Sie, wie schon gemeldet, mit 306 gegen 262| wirtschaftliche Bedeutung, die den Fideikommissen so häufig zugeschrieben] biete der Fahnenflüchtigen schlägt, fann Sarum niemand befremben, wird, in der Pragis einfach nicht existiert. Rücksichtslos zerpflückte oder höchstens einen preußischen Kriegsminister. Stimmen angenommen wurde. unser Redner all die Halbheiten des ursprünglichen Regierungsentwurfs Vor demselben Kriegsgericht der 16. Division standen dieser Der zufriedene Senat. und legte dar, nach welchen Richtungen hin das Herrenhaus diesen Tage in einer Verhandlung zwei Fälle von Soldatenmißhandlungen Paris, 12. Juni. Senat. Die Senatoren waren zu der Entwurf noch verschlechtert habe. Den Höhepunkt von Hofers Rede durch Unteroffiziere zur Aburteilung. Dabei hielt der Kriegsheutigen Sigung zahlreich erschienen, aber die Tribünen waren bildete der Nachweis, daß die Fideikommißbefizer, aus deren Reihen gerichtsdirektor Walded folgende interessante Anklagerede: nur schwach befeht. Beytral verlas die ministerielle Erfich die geborenen" Gefeggeber des Herrenhauses rekrutieren, in tlärung, die mit einem beinahe einstimmigen Beifall Wahrheit die ungeeignetsten und unfähigsten Führer aufgenommen wurde. Sodann wurde die Sitzung aufgehoben. Nach dem Generalstreik. Unruhen in der Romagna.. 11 Meine Herren, ich bitte, den Angeklagten in eine exempla. rische Strafe zu nehmen. Die Mißhandlungen nehmen wieder des Volkes feien. Die Führer, die das Volk heute braucht, sind im überhand. So sind in den letzten Wochen ebenfalls drei UnterDaseinstampfe erstartte Männer aus Wertstatt und Fabrit offiziere wegen Mizhandlung in Untersuchungshaft geWas es mit den fideikommißschen Führern des Bolles" auf sich nommen worden. Wir müssen daher abschreckend wirken." hat, δας haben erst jüngst wieder die Vorgänge im Es ist etwas sehr faul in der Garnison Trier, Herr KriegsHerrenhause bewiesen. Es sei eine Schande, wie auf das minister! Und Fahnenflucht und Mißhandlungen stehen do chain blöde Scharfmachergestammel diefer Junter hin preußische ursächlichem Zusammenhange. Rom, 12. Juni.( Privattelegramm des„ Vorwärts".) Richter eingeschwenkt feien wie die Unteroffiziere. Das Bluturteil Aus der Romagna treffen beunruhigende Na ch in der Charlottenburger Denkmalsaffäre sei eine Frucht dieser wüsten Scharfmacherhete. Unter ſtürmischer Zustimmung unserer Genoffen Arbeitervertreter richten ein. Die Arbeiter haben zum Teil die Arbeit noch Scharfmacherheße. Unter stürmischer Zustimmung unserer Genossen und unter dem wilden Wutgeheul der Rechten beendete unser Genicht aufgenommen und die Erregung ist infolge der blutigen noffe feine Ausführungen, deren Schlußteil sich zu einer wuchtigen Zusammenstöße start gewachsen. In Ravenna entwaffnete Anklagerede gegen die ganze preußische Wirtschaft dieser Tage aus. die Menge drei Offiziere, darunter einen General. Auch in gewachsen hatte und deren unwiderlegliche Feststellungen zwei In Osnabrüd, der Heimat Windhorsts, hat vor kurzem der Cesenatico Cervia wurden Grenzauffeher und Carabinieri Ordnungsrufe des Präsidenten vor dem ganzen Lande unterstrichen. Berband der Windthorstbunde seinen 15. Vertretertag abgehalten. entwaffnet. Mehrere Städte sind durch Einstellung des Am Sonnabend soll die erste Lesung des Fideikommißgesetzes Dem Generalsekretär der christlichen Gewerkschaften, StegerEisenbahnverkehrs von allen Verbindungen abge- zu Ende geführt werden. Arbeiterverräter. wald, war dabei die Aufgabe zugefallen, den im Windthorstbunde schnitten und völlig isoliert. Die Bewegung in Parma be- Am Beginn der Sigung war die Besoldungsvorlage ohne vereinigten Jungmannschaften des Zentrums das nötige demagogis trifft Zentren, wo gleichzeitig sozialistische und republikanische wesentliche Diskussion in dritter Lesung einstimmig angenommen, sche Rüstzeug zu liefern im Streite um die fünftigen Handelsver und ebenso in zweiter und dritter Lesung der Gesezentwurf überträge. Für einen Gewerkschaftsführer gewiß keine ganz leichte Organisationen vorhanden sind. Die Staatseisenbahn bie Abänderung des Zuständigkeitsgejeges bei Genehmigung gewerb- Sache, gipfelt sie doch in dem Problem, die Interessen arbeiter der Romagna streiten. Zahlreiche sozialistische licher Anlagen debattelos angenommen worden. Abgeordnete haben Ront verlaffen, um sich in die Aufstands- licher Anlagen debattelos angenommen worden. gebiete zu begeben. Die Regierung trifft umfangreiche militärische Maßnahmen. Zusammenstöße in Neapel. Aus Herrn von Lindenaus Garnison. Man schreibt uns aus Trier: Rom, 12. Juni. Nach einer verspätet eingetroffenen Nachricht aus Neapel sind dort gestern abend neue schwere Ausfchreitungen vorgekommen. Ein Trupp von bereits vorbestraften Leuten, der seit langem allerlei Schaden, angerichtet hatte, warf mit Zu den bedeutendsten Garnisonen des Reiches gehört schon seit Steinen gegen einen Bug Bersaglieri. Als aus einem langem die Stadt Trier. Die Nähe der Grenze brachte es mit sich, Hause auf die Truppe gefchoffen wurde, erwiderte diese das daß hier ein starker Stüßpunkt geschaffen wurde. Da anscheinend an Feuer Schuß um ß. Zwei Manifestanten sind dabei ge- zuständiger Stelle die Bedeutung Triers für den Kriegsfall noch tötet worden. Nachdem die Arbeiterverbände den Streit erheblich gestiegen ist, erfolgte im vorigen Jahre eine erhebliche für beenbet erklärt haben, ist die Ruhe zurüdgefehrt. Verstärkung der Garnison. Hier in Trier stand jahrelang Gene- näher nachzuforschen. Auch über die unverkennbaren schweren Ausständige sind an den Ausschreitungen nicht beteiligt gewesen. ral v. Lindenau an der Spize. Man hat im Anschluß an die Die Truppen sind nach achtzehnstündigem Dienst in ihre Kasernen vernichtenden Enthüllungen die hervorragende Tüchtig eingerückt. Aus Mailand, Genua und Turin wird gemeldet, daß dort vollkommene Suhe herrscht. Auch in Neapel war heute vormittag alles ruhig. In der Umgebung von Ravenna find Telephon- und Telegraphendrähte sowie die Eisenbahnlinie von Ausständigen beschädigt worden. Zu ihrer Berfolgung sind Truppen entjandt worden. Gegendemonstrationen. feit Lindenaus in allen Tonarten gepriesen, um die Verfehlungen in einem milderen Lichte erscheinen zu lassen. Wir möchten im Nachstehenden aber auf etwas hinweisen, das die hervor ragende Tüchtigkeit des Generals in einem anderen Lichte erscheinen läßt. Ein Mann, der über einige tausend Soldaten zum Führer bestimmt ist, hat sicherlich darüber zu wachen, daß in dem ihm unterstellten Truppentontignent teine Erscheinungen zutage treten, die in einer Grenzgarnison doppelt bedenklich sind. der durch die Segnungen" der nationalen Wirtschaftspolitit schwer geschädigten christlichen Arbeiter zu vereinbaren mit den Wünschen der für schärfere Ausplünderung der Konsumenten schwärmenden Zentrumsagrarier. Aber Herr Sfegerwald hat seine Aufgabe glän zend gelöst, so glänzend, daß sogar ein geborenes natürlich ultramontan gefärbtes Mitglied der preußischen Herrenduma ihm seine volle Zufriedenheit aussprach. Allerdings fonnte der Oberstratege der christlichen Gewerkschaften das schöne Resultat nur dadurch erzielen, daß er den Kernfragen des ihm gesteckten Themas in weitem Bogen aus dem Wege ging. Herr Stegerwald hütete fish wohl, den Wirkungen der von seiner Partei protegierten Wuchersollpolitik auf die Lebenshaltung der breiten Maffen und besonders. auch der in den christlichen Gewerkschaften bereinigten Arbeiter Schädigungen, die die auf der Basis des Bülow- Tarifes abgeschloffenen Handelsverträge der weiterverarbeitenden. Industrie zugefügt haben, hüpfte Stegerwald mit elegantem Schwung hinweg. Dafür wußte er aber um so schönere Zielpunkte" für die Neurevision der deutschen Zoll- und Handelspolitit aufzustellen. Zunächſt- forderte er„ eine weitere Kräftigung des Inlandmarktes durch Landwirtwirtschaft und Konsummassen", wobei er es leider unterließ, diese etwas dunkle Redensart näher zu erklären. Denn mit Redensarten, wie: es muß ein möglichster Ausgleich angestrebt werden zwischen den Produzenten- und Konsumenten- Interessen", oder ..es ist auf eine Sicherstellung der einheimischen Fleischproduktion hinzuwirken, zu Preisen, die auch für die breiten Massen erschwing bar find," wird auch der gelehrigste Schüler der M.- Gladbacher Jest suitenschule kaum etwas rechtes anzufangen wissen. Doch halt: Serr Stegerwald hat auch positive Ziele zu weisen. Mit dem Mut echt zentrümlicher Ueberzeugung verkündet er: Selbstverständlich ist auch für die Landwirtschaft ein ango messener 3bIlschuh aufrecht zu erhalten. Daneben ist der! bedeutenden Bodenpreissteigerung des leßten Jahrzehnts mit geeigneten Maßnahmen entgegen zu wirken, weil sonst die Rens. Neapel, 12. Jumi. Infolge einiger Ruhe störungen, die an Die Garnison Trier marschiert heute, und zwar seit Jahren, der Eisenbahnstrecke vorgekommen sind, sind Truppenabtei mit der zahl der Fahnenflüchtigen an der Spize. Hier, Lungen zur Verstärkung von hier abgegangen. Abgesehen von ge- wo in einer knappen Stunde der zur Verzweiflung getriebene Solringen Verspätungen widelt sich der Zugverkehr in aller Ord- dat die Grenze überschritten hat, da muß vor allen Dingen genung ab. Die Straßenbahn verkehrt nicht. Ein Zug von 2000 Stu- fordert werden, daß in der Behandlung der Soldaten alles ver denten hat mit Fahnen die Universität verlassen und zu Ehren des mieden wird, was die Dienstfreudigkeit beeinträchtigt. Nun hat Heeres eine Kundgebung veranstaltet. Gine große Boltsmenge am 8. Wal der Abgeordnete Hofrichter im Reichstage einige Tat30g vereint mit den Studenten in imposantem Zuge unter Beifalls- fachen zur Sprache gebracht, die sich auf das Gericht beziehen, deffen rufen auf den König, auf Heer und Marine und auf Italien nach dem Gerichtsherr gerade in jener Zeit eben dieser General v. Lindenau Plebiscitoplaze, wo eine große Protestversammlung gegen war. Gewiß, wenn man heute hörte, was für geradezu ungeheuer- tabilität der Landwirtschaft überhaupt nicht erhöht und die Konkur die Gewalttätigkeiten der Streifenden abgehalten wurde. liche Geschäfte dieser tüchtige General zu erledigen hatte, kann man rengfähigkeit für das Ausland nicht sicher gestellt werden kann. es schon begreifen, daß er keine Zeit fand, sich auch einmal um das 20s der armen Soldaten zu fümmern. Die rücksichtslose Anwendung der Abschreckungstheorie, das war das Rezept des Gerichtsherrn der 16. Division, des Herrn v. Lindenau; in einem einzigen Jahre hat er seinen stolzen Namenszug unter vier Urteile wegen Fahnenflucht sehen dürfen, die insgesamt 20 Jahre Zuchthaus ausmachten. Auch in Bari fand eine große Kundgebung der Ordnungsparteien statt. In Foligno ist der Eisenbahndienst wieder völlig auf: genommen worden. Lediglich auf der Strecke nach Ancona fährt die Bahn nur bis zum Bahnhof Fossato. Das Fideikommißgeseh vor dem Abgeordnetenhause. Weiter ist das landwirtschaftliche Kreditwesen durch staatliche Maßnahmen unter Selsthilfebestrebungen der Landwirtschaft zu vert bessern, und der Leutenot auf dem Lande durch innere Kolonisation zu steuern. Die oftelbischen großen Güter find mit Kleinsiede lungen zu durchsetzen. Weiter muß die Landwirtschaft in vielen Bezirken noch rationeller betrieben werden. Auch auf dem Gebiete des Lebensmittelverkehrs muß eine Anzahl innerpolitischer Aufgaben in Angriff genommen werden. Für die Industrie ist ein Ausgleich zwischen den Interessen der Rohstoff- und denen der Fertigwaren- Industrie anzustreben. Die deutsche Rohstoff- Industrie verfügt heute über eine ungeheure Kapitalkraft und über unübertroffene technische Errungenschaften. Sie braucht daher nicht mehr durch direkte oder indirekte sollpolitische Maßnahmen begün ftigt zu werden. Auch für die Industrie müssen zollpolitische und innerpolitische Maßnahmen sich gegenseitig ergänzen. Insbesondere Auch in diesem Jahre ist in der Garnison Trier eine außer wird ein Kartellgejes alsbald eine Notwendigkeit. Auf inordentlich hohe Zahl von Deserieuren zu verzeichnen. Der Ver- bustriellem Gebiet ist die handelspolitische Lage in Deutschland eine sehr schwierige und komplizierte. Deshalb müssen alle Kräfte für treter des Kriegsministers hat bestritten, daß die Ursachen der die Lösung dieser komplizierten Lage eingefekt werden. vielen Dejertationen Mißhandlungen seien. Nun fage noch einer, die Arbeiterführer des Zentrums wüßten Wir wollen hier zivei Fälle anführen, die beide so ungeheuerlich nicht den Interessen ihrer Auftraggeber zu dienen! Eine ganze Liste sind, daß wir sie dem Kriegsminister zur besonderen Beachtung von unfehlbar wirkenden Rezepten haben sie zu ihrem Wohle auf empfehlen. Lager. Der Bodenpreissteigerung muß entgegengewirkt werden.und zu diesem Zwecke wird der Landwirtschaft ein angemessener Zollschuh" offeriert, der die Bodenrente noch weiter in die Höhe start einem Jahre nicht weniger als 18 Deserteure abgeurteilt worden.. Im Jahre 1911 sind von seinem Kriegsgericht, wie im Reichs tage der Vertreter, des Kriegsministers ausführte, nur" 36 Fahnenflüchtige abgeurteilt worden. In einem einzigen Nachdem der Donnerstag eines katholischen Festes wegen Regiment sind nach den unwidersprochenen Angaben Hofrichters in fizungsfrei geblieben war, begann am Freitag das Dreiklassenparlament mit der ersten Lesung des Fideikommißgeseges. Der Gesezentwurf war zunächst dem Herrenhause zugegangen, das die wenigen und obendrein fachlich ganz untgenügenden Verbesserungen, die die Regierungsvorlage dem geltenden Rechtszustande gegenüber brachte, im Interesse des Großgrundbesizes nach Kräften wieder rückwärts revidierte. Der so verschlechterte Entwurf fand, wie nicht anders zu erwarten war, am Freitag im Dreiklaffenhause den un geteilten Beifall der Konservativen, beren erster Redner, der Abgeordnete Dr. von Gescher, die vom Herrenhause beschlossenen Zwei Rekruten von einem der neuen Jägerregimenter standen Verschlechterungen eine„ meisterhafte ueberarbeitung des Gesetz vor furzem wegen Fahnenflucht in Komplott unter Anklage. entwurfes" nannte. Im übrigen war die Rede des Herrn Beide Angeklagte waren aus Oberschlesien, der eine ein treibt. Den Verbrauchern von Lebensmitteln, die unter den un von Gescher nichts anderes als ein großes Loblied auf 3sraelit, der andere ein Pole. Beide gehörten also einer aufhörlichen Preissteigerungen seufzen, werden eine Anzahl von das Fideikommißwesen, das„ den Staat konserviere". dessen Nuz- Schicht an, denen man in Preußen- Deutschland besonderes Wohl- innerpolitischen Aufgaben" in Aussicht gestellt, deren Benießer sich„ ftets als Stüyen des Staates bewährt" und dem wollen auch in der Kaserne nicht entgegenbringt. Was lag wohl schaffenheit leider nicht näher angedeutet wird. Auch den verschiede= Vaterlande in schwerer Zeit stets geholfen hätten; es fei, so be- näher, als daß sich zwischen diesen beiden Landsleuten und Leidens- nen Gruppen der Industrie wird neben einem Kartellgeses ein hauptete Herr v. Gescher, einfach eine Legende", wenn immer wieder genossen ein engeres Freundschaftsverhältnis als sonst herausbildete.„ Ausgleich" ihrer Interessen angekündigt, von dem es nur zweifelerklärt werde, daß die Fideikommisie das Bauernland beschneiden; Beiden ging es schlecht, und wenn auch der Pole etwas zurückhalten- haft bleibt, wie er im einzelnen durchgeführt werden soll. Kurz, die Fideikommisse seien im besten Sinne des Wortes eine deutsch der war in seinen Aussagen, so ließen sie doch keinen Zweifel dar- Herr Stegerwald hat für jedermann etwas auf Lager, und man nationale Einrichtung, fie bedeuteten„ einen Segen für unser ganzes über, daß es sicherlich nicht purer Leichtsinn gewesen ist, wenn er wird das Lob als voll verdient erachten müssen, das am Schlusse der Volt". Daß die Geschichte auf jedem Blatt das Gegenteil schließlich zum Deserteur wurde. Aber um so offener war sein Verhandlungen der Reichstagsabgeordnete Gerold dem Redner dessen erweist, was hier der Herr Dr. v. Gescher mit dem Bruſttone Kamerab.„ Du brediger Juden bengel!" war die Anrede, für sein maßvolles Referat" spendete. Damit dieses Referat aber der Ueberzeugung behauptete. genierte den konservativen Redner mit der er von allen bedacht wurde. Man schifanierte ihn auf Schritt auch den rechten Erfolg sichere, gab Herr Herold den versammelten und Tritt, riß ihm heimlich die Achselflappen vom Rode und was Bentrumsmannen noch folgende Aufklärungen" mit auf den bergleichen Quälereien noch sind, bis auch ihm schließlich die Verweiflung tam. Beide gingen über die nahe Grenze. Das Kriegsgericht verurteilte den Polen als den angeblich Verführten zu der Mindest strafe bon 1 Jahr und 6 Monaten und zweite Klasse und den israelitischen„ Berführer" gar zu 1 Jahr und natürlich nicht im mindesten. Vor Herrn v. Gescher hatte der Justizminister Dr. Beseler Vor Herrn v. Gescher hatte der Justizminister Dr. Beseler erklärt, daß die Regierung die Vorlage auch in der ihr vom Herrenhause gegebenen Gestalt afzeptiere. Worüber man sich nicht weiter zu wundern braucht! Denn wann hätte jemals die preußische Regierung agrarischen Wünschen gegenüber ihr„ Unannehmbar" ausgesprochen, mit dem sie so schnell bei der Hand ist, wenn es sich etwa um noch so begründete Forderungen von Unter- und Mittelbeamten handelt! 7. Monaten und zweite Klasse! Weg: Dem Ausland gegenüber mußten wir in der Besprechung der zu erneuernden Handelsverträge größte Vorsicht obs walten lassen. Etwaige Wünsche seien zunächst der Regierung zu unterbreiten; durch ihre vorzeitige öffentliche Erörterung würde unsere Stellung dem Ausland gegenüber nur erschwert. Das Ziel sei: Schutz der heimischen Produktion und Erleichterung der Ausfuhr. Gine gründliche Aenderung des Einfuhrscheinsystems sei nicht angängig. Eine Verständigung zwischen den verschiedenen Berufskreisen ließe sich bei fold magvollen Forderungen, wie sie vom Referenten vorfeiten liegen in den Verhandlungen mit dem Ausland. getragen worden feien, sicherlich leicht bewerkstelligen; die Schwierig Man sieht: die Arbeiter- und Konsumenteninteressen sind bei der Partei für Wahrheit, Freiheit und Recht aufs allerbeste geEin Sergeant desselben Regiments hatte eines Tages, als ein Im weiteren Verlaufe der Debatten hielten Herr Bitta vom Rekrut nicht aufs Pferd konnte, diesem heraufgeholfen. Dann ließ Zentrum und Herr Dr. Lohmann von den Nationalliberalen er ihn ganz nahe an sich heranreiten und versette ihm einen der wieder einmal eine ihrer bekannten„ Einerseits andererseite"-Reden; artigen Schlag ins Gesicht, daß es heftig blutete. Der Mißhandelte zwar verkennen diese Herren nicht die Schädigungen, die das Fidei wollte die Sache sofort melden Da stieß der Sergeant folgende fommißwesen mit sich bringt, aber sie verkennen auf der bezeichnende Drohung aus:„ Wenn Du das meldest, dann anderen Seite natürlich ebenso wenig, daß das Fideikommißwesen ichlage ich Dir die Knochen taput!" Aus Angit meldete auch seine bedeutenden Lichtseiten hat. Aehnlich sprach sich auch der Rekrut es nicht sofort; aber er wartete nicht, wie es vor- wahri! Herr Dr. Schrock von den Freikonservativen aus, während Herr geschrieben ist, bis zum nächsten Morgen, sondern meldete es noch Waldstein von der Fortschrittlichen Volkspartei wenigstens am selben Tag abends dem Rittmeister, einem Herrn b. a efel er. Der angeklagte Sergeant erhielt für die Mißhandlung zwölf etwas schärfere Töne gegen die ganze Einrichtung der FideiTage Mittelarrest, und für die Bedrohung gar nur sechs Tage; kommisse fand. Den Standpunkt unserer Fraktion legte in einer längeren, von und zwar deshalb, weil sich der Mißhandelte dadurch, daß er sich gründlicher Sachkunde zeugenden Rede Genosse Hofer dar. Im sofort beschweren wollte, un militärisch Gegensatz zu dem freisinnigen Redner erklärte Genosse Sofer, daß wir nicht nur die Bildung neuer Fideikommisse verhindern, sondern auch die schon bestehenden Fideikommisse so bald wie möglich beseitigen wollen. Eingehend wies Hofer nach, daß die angebliche volks benommen hatte". Der mishandelte Rekrut erhielt von seinem schneidigen Rittmeister 3 Tage Mittelarrest, weil er mit seiner Beschwerde nicht bis zum anderen Tage gewartet. Daß unter solchen Umständen Trier den Rekord auf dem GePolitische Uebersicht. Die Ausschaltung von Gesezen in der Armee. Ein ehemaliger Offizier schreibt uns: Die Armee wird von ihren Verehrern auch die stärkste und ver läffigfte Stüße der Geseze genannt. Merkwürdigerweise kann mas aber an ihr ein großes Talent zur Ausschaltung von Gefezen beob achten. Ueber die Frage der Berechtigung zum Einjährig- Frei Nr. 158. 31. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 13. Juni 1914. Sonnabend an einer Uebung außerhalb Straßburgs teilge- durch den Beitritt zur Organisation anzufämpfen. Festgestellt nommen. In diesen Tagen fanden bei seinem Truppenteil wurden bei den Näherinnen Arbeitszeiten von 80, 90, ja 118 Berichtigung der Briefe eines Abzug Toten. wurde vielmehr auf dem Kasernenhofe oder dem nahe bei der Stadt befindlichen Ererzierplaz Polygon abgehalten. Die ganzen Schilderungen Hizblechs über die durchgemachten AnWir erhalten vom Kriegsministerium folgende strengungen und das schlechte Leben in dieser Zeit sind mit Buschrift: hin freie Erfindungen. Die Nummer 118 des Vorwärts" vom 1. Mai 1914 brachte einen Artikel , welche Lust, Soldat zu sein!" Ter Artifel gibt den Inhalt einiger Briefe des verstorbenen Musfetiers izblech der 2. Kompagnie Infanterieregiments Nr. 143 in Straßburg wieder. Gegenüber den Angaben Hizblechs über das Mannschaftsessen in der Kaserne ist zu bemerken, daß in jener Zeit Klagen über das Essen, das täglich durch Offiziere geprüft wird, nicht bekannt geworden sind. Kein Mann der Kompagnie kann sich entsinnen, daß Higblech sich beim Anblick des Essens übergeben hat. 5. Unrichtig ist die Angabe in dem Briefe vom 15. März Die Redaktion wird auf Grund des§ 11 des Preßgesezes 1914, daß ein Mann sich aus Verzweiflung aufgehangen bom 7. Mai 1874 ersucht, in der nächsten, noch nicht für den habe. Druck abgeschlossenen Nummer nachstehende Berichtigung der Zwar hat am 11. März 1914 ein Musketier der 2. Komin den Briefen enthaltenen tatsächlichen Behauptungen ab- pagnie einen Selbstmordversuch durch Erhängen gemacht. Die zudrucken, und zwar in demselben Teile der Zeitung und auch Razarettbeobachtung ergab aber, daß der erblich belastete mit derselben Schrift wie der zu berichtigende Artikel: 1. Unzutreffend ist die Angabe des Hizblech in der Karte vom 8. Januar 1914, daß er wegen Ueberfüllung nicht in das Lazarett aufgenommen worden sei. Sizblech hatte sich am 7. Januar 1914, weil er sich am Tage vorher beim Marschieren den linken Fuß wund gelaufen hatte, krank gemeldet und wurde unter Befreiung von Außendienst vom 7. bis 11. Januar 1914 als revierkrank behandelt. 2. Es ist unrichtig, wenn Hizblech in seinem Briefe vom Sonntag, den 18. Januar 1914, behauptet, es sei von Mittwoch an von morgens 5 bis abends 8 immer ins Gelände gegangen und er habe unter den Strapazen dieser Uebungen schwer zu leiden gehabt. 1,50 bis 3 M. für Garn, Seide, Licht usw. Und die Schirmmacher verdienen bei angestrengter Arbeit im Durchschnitt 25 bis 27 M. Wehe dem, der seine Rechte als Arbeiter geltend machen will! Gofort erfolgt seine Entlassung und monatelange Aussperrung auf Grund eines versteckten Schwarzenlistensystems. Besonders komisch wirkt ein Erlaß eines Schirmfabrikanten aus der Provinz, der an= läßlich der Flugblattverbreitung die Revolution bereits kommen sah. Er ließ im Betriebe ein Plakat anheften, in dem er vor„ sozialdemokratischer Hetzerei" warnte und das warme Herz des Chefs für die Beschäftigten besonders hervorhob. Hier spricht ganz unberder Arbeiter und Arbeiterinnen der 20 prozentige Preisaufschlag verblümt die Angst der Kapitalisten, es könnte durch die Organisierung loren gehen. Dabei sind die Schirmmacher und Näherinnen jo genügsam geworden, daß sie auch mit einer Lohnerhöhung von 10 Proz. zufrieden wären. Eine der schlimmsten im Gewerbe ist die Firma Lichtenstein. Vor 2 Jahren nahm sie eine bedeutende Verschlechterung der Lohnund Arbeitsbedingungen vor, und der zwanzigwöchige Abwehrkampf ging leider verloren, weil sich genug Arbeitswillige fanden. Diese Mann geistig nicht normal ist. Nach ärztlichem Urteil und 8 Uhr, mit leberstunden bis 11 Uhr bei Löhnen von 12, 15, 17 bis Aucharbeiter" sind im Betriebe bei einer Arbeitszeit von 8 bis nach dem Ergebnis der abgeschlossenen gerichtlichen inter- 24 M. beschäftigt; in einigen Fällen sollen sogar bei der langen Arbeitssuchung ist der Selbstmordversuch in einem Zustande frank- zeit- 32 M.! verdient worden sei. Und die Lage der Näherinnen ist eine hafter Störung der Geistestätigkeit begangen, irgendein trostlose. Verschulden trifft niemanden. Der Mann wird entlassen. zutreffend ist, daß ein Mann sich geschossen" hat und an dieser Schußverlegung gestorben ist." Es steht aber nicht fest, wie nach dem Briefe angenommen werden muß, daß der Mann sich erschossen" hat. Der Betreffende zog sich vielmehr beim Gewehrreinigen eine Schußverlegung an der rechten Hand dadurch zu, daß das mit einer Plakpatrone geladene Gewehr sich entlud. 6. Zum Inhalt des Briefes vom 1. November 1913 wird festgestellt, daß den Kameraden Hizblechs nichts davon Es haben allerdings am 14.( Mittwoch), 15.( Donners- bekannt ist, daß Hißblechs Beine damals wund und angetag) und 17. Januar 1914( Sonnabend) Uebungen im Geschwollen waren. Aus seiner Darstellung muß man ferner lände stattgefunden, von denen man aber um 1 Uhr nach schließen, daß er sich frank gemeldet habe, diese Krankmeldung mittags bzw. 6 Uhr nachmittags und nur am 17. Januar aber mit harten Worten abgewiesen sei. Das ist nicht zuum 7,33 abends, in letzterem Falle aber mit der Bahn, zurück- treffend. Hizblech hat sich zum ersten Male am 7. November fehrte. Hizblech selbst hat an feiner diefer Uebungen teil- 1913 frant gemeldet und ist dann 4 Tage im Revier behandelt genommen. Am 14. und 15. früh meldete er sich frank, worden. wurde aber erst als dienstfähig befunden, nachdem der Im Auftrage Truppenteil längst zur lebung ausgerüdt war. Hoffmann, Oberstleutnant. Am Freitag, den 16. Januar, fand überhaupt keine 1ebung statt. Die Angaben Hizblechs bezüglich des an diesem Es ist natürlich sehr schwer, diese amtlichen BerichtigunTage besonders schlimmen Dienstes einschließlich des Wacht- gen nachzuprüfen. Der einzige, der dazu aussagen könnte, dienstes, zu dem noch am Abend Mannschaften gestellt feien, liegt seit einigen Wochen unter der Erde. die an der Uebung teilgenommen hätten, sind unrichtig, insbesondere also auch die Behauptung, daß er statt der vorgeschriebenen 2 Stunden 4 Stunden hätte Boften stehen müssen, weil ein anderer Mann der Wache krank geworden und halbtot ins Lazarett geschafft sei, wo er alsbald gestorben wäre. Hizblech war während seiner Dienstzeit überhaupt nur einmal auf Wache, und zwar am 12. März 1914 auf Kasernenwache. Ebenso unrichtig ist die Angabe, daß ein Posten zwischen Gräbern zu stehen habe, und unrichtig sind ferner die Angaben Hizblechs über seine Teilnahme an der Uebung vom 17. Januar. Er wurde an diesem Tage zurückgelassen, weil er über Schmerzen in den Füßen klagte. 3. Unrichtig ist die Behauptung Hizblechs in dem Briefe vom 21. Januar 1914, daß er sich am 20. Januar franfgemeldet habe, unzutreffend, daß er in der vorhergehenden Woche 2 Bachen habe stehen müssen; er ist nur einmal, wie bereits unter 2. hervorgehoben ist, und zwar erst am 12. März 1914 auf Wache geweien. 4. Es entspricht nicht den Tatsachen, wenn Hitzblech in dem Briefe vom Sonntag, den 22. Februer 1914, behauptet, er habe in der vorhergehenden Woche vom Dienstag bis Kleines Feuilleton. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Die Arbeitsverhältnisse in der Berliner Schirmindustrie. Trotz der herrschenden Arbeitslosigkeit in Berlin und troßdem sich genügend Arbeitskräfte auf dem Arbeitsnachweis befinden, sucht Lichtenstein fortgesezt Schirmmacher von außerhalb nach Berlin zu Arbeitern fest versprochen hatte, in erster Linie Berliner Arbeitslose locken. Und das, obwohl der Fabrikant einer Kommission von einzustellen. Unternehmerworte! Mittel zur Verbesserung der Lohn- und Arbeitsbedingungen notZur Besprechung dieser Zustände und zur Beratung, welche wendig sind, hat der Deutsche Holzarbeiterverband zu Dienstag, den 16. Juni, abends 8 1hr, im„ Englischen Hof", Alexanderstr. 27, eine öffentliche Versammlung der Schirmmacher und Näherinnen GroßBerlins einberufen, zu der alle Kollegen und Kolleginnen eingeladen sind. Besonders gebeten werden die Parteigenossen und-Genoſſinnen, die Versammlung aufmerksam zu machen. deren Angehörige in der Schirmindustrie beschäftigt sind, diese auf Zentralfommission für die deutsche Schirmindustrie. Achtung! Maurer und Bauhilfsarbeiter. In Sorau streifen die Maurer und Hilfsarbeiter, um die dortigen Unternehmer zu zwingen den Lohn zu zahlen, der laut Schiedsspruch der Unparteiischen vom 2. Mai 1913 festgelegt wurde. Die Unternehmer gehörten dem Deutschen Arbeitgeberbund für das Baugewerbe an und find angeblich ihrer Organisation untreu geworden, um den färglichen Lohn für Maurer 45 Pf. und Hilfsarbeiter 34 Pf. nicht zahlen zu brauchen. Die Sorauer Unternehmer suchen nun durch Inserat in der Morgenpost" von Berlin Arbeitswillige zu bekommen. Dabei ist ihnen der Maurer Wachner, Berlin, Ofenerstr. 3, wohnhaft, behilflich. Wachner selbst ist in Corau. Die Arbeitswilligen wirbt dessen Frau an. Es ist dies wohl der erste weibliche Arbeitswilligenagent im Bauberufe. Wir ersuchen die Berliner Bauarbeiterschaft strengste Solis darität zu üben und die Zumutungen, Arbeitswilligendienste nach Sorau anzunehmen, zurückzuweisen. Die Bezirksleitung. Achtung! Puter. Auf vielfache Anfragen teilen wir hier Vor etwa einem halben Jahre wurde in der Presse berichtet, durch mit, daß die Differenzen auf dem Schulhausbau Ballas- Ede daß die Schirmfabrikanten zusammengekommen sind und die Preise Elkholzstraße, Unternehmer Firma Lauenburg, noch nicht beigelegt für Schirme ab 1914 um 20 Proz. erhöht haben. Sie gaben als sind. Die Sperre besteht also weiter. Wir erwarten, daß fein Grund die herrschende Teuerung an, die nicht nur die Lebensmittel, Buber, bevor die Verhältnisse geregelt sind, dort in Arbeit tritt sondern auch die Fabrikate, wie Stöcke, Griffe, Stoffe usw. erfaßte. Die Sektionsleitung des Deutschen Bauarbeiterverbandes. Leider denken die Herren dabei gar nicht an ihre Arbeiter und Ar- Aus dem Fleischergewerbe. Der Fleischermeister Anders, beiterinnen, die doch in der jezigen schweren Zeit unter derselben Gerichtstraße 53, weigert sich den Tarifvertrag der Organisation Teuerung noch viel mehr zu leiden haben; fie arbeiten sogar mit anzuerkennen. Der Betrieb ist für organisierte Fleischergesellen verwerflichen Mitteln gegen den Versuch der Arbeiterschaft, einige gesperrt. Ferner ist die Sperre wegen Nichtanerkenang des Tarifvertrags über folgende Firmen verhängt: In Barlin: Holz= Pfennige Lohnerhöhung zu erhalten. Der Deutsche Holzarbeiterverband, der sich der armen, aus- hütter, Putbuserstr. 46; Sperlich, Brunnenstr. 76; Bachgebeuteten Schirmmacher und Näherinnen angenommen hat, ver- mann, Gerichtstr. 11; Pole, Palisadenstr. 29; Koch, Licben= folgte mit einem Flugblatt und zulegt mit vielen Versammlungen walderstr. 16a; in Lichtenberg Rummelsburg: Fenske, im Reiche den Zweck, die Arbeiterschaft dieser Industrie aufzurütteln, Sonntagstr. 1; Schreiber, Kantstr. 20, und Gengel bach, um gegen die schmachvolle Abhängigkeit in ihrem Arbeitsverhältnis Ecke Kant- und Mozartstr.; in Weißensee: Hildmann ,. in die Paukenhöhle und reizt von hier aus den Vorhofapparat. Es Demgemäß wäre auch einem eigenen Darstellungsstil im Glucktommt zu Drientierungsstörungen denn bekanntlich ist der Vorhof schen Sinne das Wort zu reden, wenn dieser Stil für die Gegendas Sinnesorgan des Gleichgewichts zum Erbrechen infolge wart noch genießbar wäre. Das ist aber eine heifle Sache, wer Reizung der Magennerven auf nervösem Wege vom Gehirne her. für die Gesangskünstler, als gerade für unser Publikum, das sich Dabei ist ein voller Magen natürlich gefährlicher als ein leerer. wohl langweilen würde. Burschen heraus!" Es werden in legter Zeit von verschiedenen Man müßte daher, so verlangt Dr. Güttich, Leute mit Trommelfell- Von der Aufführung selbst mag hervorgehoben sein, daß Seiten wieder Versuche gemacht, die Studentenschaft aus ihrer mängel warnen, allzu fühne Kopfiprünge auszuführen oder in zu gerade das große dramatische Spiel und die ihm entsprechende windelweichen Berufssimpelei in den Kampf der Weltanschauung und faltem Wasser unterzutauchen. Ein ins Ohr gesteckter Wattepfropfen Mimit bei Wielanie Kurt, der Vertreterin der Klytemnestra, zumal der Ueberzeugungen zu rufen. Der erste dieser Versuche war wohl ist ein gutes Vorbeugungsmittel gegen die Gefahr, die dem inneren im dritten Akte, diese Rolle zum Mittelpunkt der Handlung erhob ein Artikel von Karlernst Knag im Freien Volt":" Soll der Student Dhre droht. und die ganze Musiktragödie modernem Empfinden ungeheuer nahe Politik treiben?" In seinem Juniheft packt nun der„ Klincker Musik. rückte. Auch die Leistung Paul Hansens als Achilles gravitierte Bote", eine Zeitschrift akademischer Außenseiter, das Thema gleich nach dieser Richtung hin. Lulu se a esser ermangelt bei meist aufdreimal an. Der Herausgeber Defar Kanehl erörtert die Notwendig- Deutsches Opernhaus. Iphigenia in Aulis". fallend schöner Vortragsgabe fast jeder Gebärdensprache. Ihre feit einer Politisierung der Studentenschaft von allgemeineren Ge- Von Christoph Willibald Glud. Man könnte darin, daß Glucks Iphigenia ließ doch wenig Anteilnahme aufkommen. Die Chöre ge= fichtspunkten aus, während Wendorff und Wolfgang Heine als 200. Geburtstag( am 2. Juli) mit dem Jahr der frei" gewordenen langen nicht immer rhythmisch und klangrein. Hübsch machten sich Politiker den jungen Leuten ins Gewissen reden. Wir glauben faum, Werte Richard Wagners zusammenfällt, eine gewisse Vorbedeutung die Reigentänze- obgleich holdes Griechentum nicht gar reichlich daß damit irgendetwas erreicht wird. Die Mehrheit der akademi- erblicken. Gluck, der erste Reformator der Oper, träte uns wieder vertreten war. Die Dekoration bestand öd und ledern genug schen Bürger wird nach wie vor das Stühlchen, auf dem sie später näher und wir gewännen so die längst herbeigewünschte Möglichkeit, zwei Akte hindurch aus einem grauen Vorkang. Erst Artemis und als Oberlehrer und Richter, als Aerzte und Pastoren zum Segen von der Höhe des Wagnerschen Allkunstwerkes aus, die Grenzen phigenia in beleuchteten Wolken bot zum Schluß eine schöne kurze der Gesangbuchlieder, der reichen Patienten, der„ Ordnung" und feines Wertes für die Gegenwart abzuschäßen. Wagner war es auch. Augenweide. Warum folgte man nicht den Vorschlägen, die der Hohenzollerngeschichte figen wollen, für das wichtigste Möbel der Tert und Musik der Iphigenia" einer durchgreifenden Revision Wagner für die Dekoration und Inszenierung gegeben hat? Verhalten. Wenn die studentische Jugend nicht längst jeden Sinn für und Bearbeitung unterzog. Wesentlich in dieser Gestalt tritt uns dienstliches gab das Orchester unter Eduard Mörikes Meisterpolitisches Wollen verloren hätte, so hätte sie sich in den letzten das Werk nunmehr auf der Charlottenburger Bühne entgegen. Leitung. Jahrzehnten nicht so oft von den Studts und Schwarzkopffs," den Betrachten wir zunächst den Text. Diesmal stand Gluck, wenn Althoffs und Trotts die Höschen strammziehen lassen, und sie wäre man absieht von einigen leichten Singspielen und Operetten, Notizen. in dem Rummel um die„ akademische Freiheit" vor einigen Jahren die zubor für ein in Wien gastierendes Parijer nicht feige um die Kernfragen herumgegangen. Die Sache ist Theaterensemble geschrieben hatte, erstmalig einem franzöſiTheaterchronit. Im Schiller Theater Char hoffnungslos. Die Studentenschaft bringt ja nicht einmal soviel schen Librettisten und cinem ernsten Stoff gegenüber, Lottenburg ist am Sonntag, den 14. Juni, nachmittags 3 lihr, Rückgrat auf, der Universität eine wahrhaft unbeschränkte der nach einer Racineschen Tragödie gleichen Namens gefaßt wurde. auf vielfaches Verlangen aus Schulkreisen, noch einmal eine VorLehr- und Lernfreiheit zu erhalten. Man überlasse sie Glud mußte sich vollkommen dem Tertdichter überlassen, der natürlich stellung von Wilhelm Tell" angesetzt. also ruhig der Fachpauferei, dem Verbindungsleben und dem Tennis auf die Befriedigung des französischen Geschmacks hinarbeitete. Weil Die Wedekind Aufführungen der Rein fpiel. Trostlos- aber wahr! man in Paris gewohnt war, eine larmoyante Liebesgeschichte zum hardt Bühnen. Eine Statistik der Aufführungen von Werken Träger der Handlung gemacht zu sehen, so mußten Iphigenia, nach des 50 jährigen Frank Wedekind an den Bühnen, die unter der Der plösliche Tod der Badenden. Nicht selten hört man von dem sie der Opferung auf dem Götteraltar glücklich entzogen war, Leitung von May Reinhardt stehen oder gestanden haben, ergibt, plötzlichen Todesfällen, die sich in Fluß- und Seebädern ereignen. und Achilles ein Paar werden. Welche heillose Verkennung der daß zehn verschiedene Werke von ihm zur Darstellung gelangten Die Erklärung, die man gewöhnlich dafür gibt, ist, daß den Badenden griechischen Mythe! Wie genial und folgerichtig im Geiste der alt- und zwar an 684 Abenden. infolge der Leberanstrengung und Erhizung ein Herzschlag getroffen griechischen Tragiker, des Euripides vor allem, hat hingegen Wagner Im Schiller Theater O. wird Direktor Leopold hat. Auch der volle Magen gilt bisweilen als Ursache, indem man den Schluß umgestaltet! Iphigenia wird von Artemis, die durch Sachse wie im Vorjahre während der Monate Juli und August annimmt, daß der Ertrunkene unter Wasser erbrochen hat. Aber einen Blitzstrahl die Opferstätte vernichten läßt, in Wolfen und somit Opernaufführungen geben. Als Hauptstützen des Ensembles diese Gründe wirken nicht ganz plausibel, wenn man bedenkt, daß selbst zur Göttlichkeit erhoben. Nicht nur in dieser einen Hinsicht hat wurden wieder der Heldentenor Otto Fanger und als I. Bariton die Schwimmer gewöhnlich junge fräftige Leute, häufig auch recht aber Wagner das Rechte getroffen, sondern überhaupt, indem er die Musik Adolf Permann verpflichtet. geübt, bei denen ein Herzfehler sehr unwahrscheinlich ist. Auch von allem opernhaften Ballast und Schnörkelkram der Koloraturen Die Volkssymphoniekonzerte des Blüthners haben die meisten Sektionen der Leichen am Herzen nichts gefunden. befreite, zwischen einzelnen Gesangsstücken, die anscheinend von Gluck orchesters finden in diesem Monat statt: Am 13. und 22. Juni Es ist nun recht interessant, eine Hypothese zu hören, die Dr. A. nur so hineinkomponiert" wurden, musikalische Uebergänge schuf in der Brauerei Königstadt, am 17. und 24. in der Brauere: Güttich- Frankfurt in der Medizinischen Stlinit entwickelt hat. Er zieht usw. Trotzdem ist noch genug an Arien und Monologen ge- Friedrichshain, am 16. und 27. in der Berliner Bockbrauerei, am ben fog. Vestibularapparat( Labyrinthvorhof) des inneren Ohres heran, blieben. 19. und 30. im Moabiter Stadttheater, am 18. und 26. in der Neuen deffen Störungen Schwindel, unwillkürliche Augenbewegungen und Dennoch offenbart sich allenthalben der reformatorische Geist. Welt und am 20. in Obiglos Konzertjälen in der Koppenstraße 29. Erbrechen hervorrufen tönnen. Derartige Erscheinungen treten bei ge- Die Arien, Duette, Quartettsäze, größere Gesangschöre, selbst die Die Konzerte beginnen um 812 Uhr abends, Eintrittspreis 30 Pf. wissen Menschen, besonders solchen, die eine Verlegung des Trommel griechischen Tanzfigurationen sind organische Teile der Handlung, die Die erotische Biographie". Die deutsche Wissens felles haben, aber auch bei anderen, deren Trommelfell unverlegt fie motivieren, fortführen und erklärend begleiten. Dazu tritt die schaft war wieder einmal auf der Höhe. Julius app, der be ist, auf, wenn man ihnen taltes Wasser ins Ohr sprigt. Die plöß- musikdeklamatorische Sprache, das dramatische Element, das kannte Wagner- Spezialist, hat den neuesten Wahnfried- Konflikt, bei lichen Todesfälle im Wasser sind durch solche Reizungen zivanglos Orchester mit seiner charakteristischen Thematik und herrlich dem er auch als Sachverständiger zugezogen ist, schon im voraus zu erklären. Es gibt eine Menge Menschen, die einen alten Riß im melodischen Schönheit. Es ist allerdings schlichte klassische Architektonit, behandelt. Die Ehe Bülows und Wagners mit Cosima Liszt ist in Trommelfell von Jugend an besigen, ohne etwas davon zu spüren. würdiger, feierlicher Hoheit voll. Man muß sich erst in diesen seiner erotischen Biographie" Richard Wagner und die Auch fann es bei einem mißlungenen Kopfsprung zu einem Riß Musikstil hineinfühlen, um scheinbare Marmortühle als blutwarmes rau en ohne jede Boreingenommenheit" dargestellt bersichert führen. Dann bringt faltes Wasser durch den äußeren Gehörgang Leben zu verspüren. der Verleger. er " " ek. 11 us erzl mt s Ger = ld 4. er en 11 or Dic n ta t e WHE Berliner Allee 9. Lothringenstr. 44; Geisler. Rehderstr. 4; Zaubenheim, Serfert doch verschwunden, denn er sagt ja selbst, er habe sich ins Berliner Allee 220; Jessen, Berliner Allee 223; Tischer, Nebenzimmer begeben. Die erheiternde Wirkung des ganzen VorBerliner Allee 236; Alinte, Streustr. 122 und Schreiber, ganges wird durch den Inhalt der sogenannten Berichtigung nur Bei der Firma Koberstein, Echinkensalzerei, Frieden noch erhöht. straße, stehen die Fleischergesellen in einer Lohnbewegung. Die Organisation versucht auf friedlichem Wege eine Einigung zu erDie Tariffommission. gielen. Achtung, Gastwirtsgehilfen! Nachstehende Lokale find für Organi fierte gesperrt: Heideschloß Hohenbinde" bei Erkner, Jnh. Lehmann, genannt zum Gutenberg. Strandrestaurant Richtershorn" in Grünau, Inh. Red. Restaurant Bater Fielig" in Grünheide, Inh. Fielig. Verband der Gastwirtsgehilfen Berlin I. Deutsches Reich. Zur Glasarbeiteraussperrung in der Laufih. Die Industriellen haben, wie wir schon mitteilten, am 6. Juni jämtliche Arbeiter entlassen, nur in zwei Betrieben sind einige Gelbe zurückgeblieben. Rund 1200 organisierte Glasarbeiter, 300 nicht organisierte und 2000 Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen, die ebenfalls nicht organifiert sind, fommen bei dieser Aussperrung in Betracht. Der Verband der Glasarbeiter hat alles versucht, um eine friebliche Regelung der Differenzen herbeizuführen. Der Vorfizende des Berliner Gewerbegerichts, Herr von Schulz, versuchte, die Differenzen durch ein Schiedsgericht zu erledigen, Als dies von den Unternehmern abgelehnt wurde, hat sich Herr Professor France um die Beilegung des Konflikts bemüht. Der Glasarbeiterverband ist den Unternehmern so weit entgegengekommen, daß die für die Aussperrung geltend gemachten Gründe hinfällig wurden. Aber alles war bergebens. Die Unternehmer haben beschlossen, die Aussperrung aufrecht zu erhalten, bis die Gewerkschaft erklärt, daß sie die Forderung auf Verringerung der Arbeitszeit fallen läßt und sich bindend verpflichtet, aus Anlaß der schwebenden Differenzen nirgends Arbeitseinstellungen zuzulassen. Auch die Kinder wehren sich. Wie die meisten seiner Erwerbsgenossen hatte auch der Pächter der Domäne Bilderlohe( Provinz Hannover) aus den umliegenden Dörfern Schulkinder zum Rübenberziehen und Unkrautjäten geworben. Für die anstrengende Arbeit waren den Kindern pro Nachmittag 60 Pf. Arbeitslohn versprochen worden. Tatsächlich erhielten die Jungens aber nur 20; 30 und 40 Pf. Daraufhin erklärten sie den Kutschern, die sie später wieder abholen wollten, sie sollten ihrem Herrn nur bestellen, daß sie für den geringen Lohn nicht mehr arbeiten würden, und unter dem Jubel der Kinder mußten die Wagen leer heind fahren. Ob die streikenden Arbeiterkinder eine Lohnerhöhung durchgesezt haben, ist nicht bekannt geworden. Ihr solidarisches Auftreten verdient jedenfalls Anerkennung. Hoffentlich hält es auch im späteren Leben vor. üben. Verbandstag der Transportarbeiter. Sündigungsverhältnis stehen und möglichst Maßnahmen zur BeſeitiKöln, 10. Juni. Dritter Verhandlungstag.( Abendsizung.) Ueber den Punkt: = ganz Unsere Taktik bei Lohnbewegungen referierte Döring- Berlin. Die wichtigste Aufgabe unserer Organisation ist der Kampf um bessere Arbeitsverhältnisse. Die Taktik des Kampfes muß sich nach den wirtschaftlichen Verhältnissen richten. Die Stabilität unserer Organisation ist hauptsächlich darauf zurückzuführen, daß wir eine große Anzahl wirtschaftlicher Kämpfe erfolg reich abgeschlossen haben. Von gutem Erfolg war unsere Tarifpolitit begleitet. 93 700 Mitglieder sind von Tarifverträgen erfaßt. In unferen Tarifverträgen sind gewiß auch noch Bestimmungen, die verbesserungsbedürftig sind wir sind in mancher Hinsicht in unserer Bewegungsfreiheit behindert- wir haben aber doch schon wesentliche Vorteile für unsere Kollegen errungen. Der Vorteil der Tarifverträge liegt besonders in der dadurch erreichten Stabilität der Löhne. Notwendig ist unter allen Umständen die Tariftreue auf beiden Seiten. In dieser Hinsicht lassen die Verhältnisse noch manches zu wünschen übrig, besonders bei den Unternehmern. Wir müssen aber unbedingt auch von unseren Kollegen die strengste Tariftreue verlangen. In den nächsten Jahren laufen eine Reihe Tarife ab. Die Unternehmer gehen zurzeit ganz systematisch gegen unsere Organifation vor. Da gilt es, bei Kämpfen eine fluge Taktik einzuschlagen, und vor allem die Organisation so auszubauen, daß sie allen Anstürmen gewachsen ist.( Bebhafter Beifall.) Die sich an das Referat schließende Aussprache wurde heute nicht mehr beendet. Um Mitternacht wurden die Verhandlungen vertagt Köln, 11. Juni 1914. Vierter Verhandlungstag. In der Diskussion über Taktik bei Lohnkämpfen stimmten die Delegierten der vom Vorstand bei Lohnbewegungen eingeschlagenen grundsäßlichen Haltung zu. Der Verbandstag gab seiner Meinung in einer Entschließung Ausdruck, die besagt: " Der 9. Verbandstag des Deutschen Transportarbeiterverbandes erklärt sich mit den vom Vorstand bisher angewandten Grundsätzen bei der Taktik im Wirtschaftskampf einverstanden. Er hält eine Verschärfung derselben im Sinne der Ausführungen des Referenten für unbedingt notwendig. Der Verbandstag billigt weiter ausdrücklich die vom Verbandsvorstand bezüglich des Verhaltens der Mitglieder bei Einleitung und Durchführung von Lohnbewegungen und Streifs gegebenen Anweisungen." " Die vor zwei Jahren in Dresden gewählten Delegierten zum Wiener Kongrez, Hammacher, Neubauer und Weise bes halten ihr Mandat. all= Hierauf werden die noch unerledigten Anträge gemeiner Natur erledigt. Ein Antrag des Bezirks 9, in einer Umfrage festzustellen, wieviele Mitglieder in längerem als 14tägigent gung zu treffen, und weiter einen Mustervertrag auszuarbeiten, der eine längere als 14tägige Kündigungsfrist nicht zuläßt, wurde dem Vorstand zur Berücksichtigung überwiesen. Die Filiale Dresden will den Zentralverband Deutscher Konsumvereine und die G.E.G. ersucht wissen, ein Lieferantenverzeichnis aufzustellen, das den Gewerkschaften zugänglich gemacht wird. Nach einer Erklärung Simons, wonach die Konsumvereine gebeten werden, bei Errichtung von Schuhläden sich um Auskünfte und Empfehlungen an den Verband zu wenden, wird der Antrag zurückgezogen. Eine Resolution Stutt= g art fordert lebhaftere Agitation unter den Jugendlichen, damit sie der modernen Arbeiterbewegung nicht durch den bürgerlichen Firlefanz entfremdet werde. Die Debatte hierüber bewegte sich ganz im Sinne der Resolution, und die Versammlung erklärte, den Wünschen, der Resolution Rechnung zu tragen. Internationaler Textilarbeiter- Kongreß. Dritter Berhandlungstag. Bladpool, 10. Juni. Auf der Tagesordnung steht die Frage der Geldstrafen und Lohnabzüge. Ogden( England) begründet eine Resolution, die die Textil verbände aller Länder auffordert, die nötigen Anstrengungen zu machen, um ein Verbot diefer Mißstände von Gesetzes wegen zustande zu bringen. Feinhals( Deutschland) unterstützt die Resolution. In Deutschland gibt es allerdings ein Gesez, das die Abzüge verbietet, aber es wird durch die Arbeitsordnungen, die die Unternehmer den Arbeitern aufzuzwingen verstehen, zunichte gemacht. Es ist den Arbeitern zwar gelungen, in vielen Betrieben Besserung zu schaffen, in andern aber blüht noch ein brutales und raffiniertes System der Lohnabzüge. Bovers( Holland) führt aus, daß in Holland, wo seit 1909 ein Gesetz zur Regulierung des Geldstrafensystems besteht, dieselben Mißstände herrschen, wie sie Feinhals für Deutschland ge schildert hat. Die Resolution wird einstimmig angenommen. Kinderarbeit. Wagener( Deutschland) bringt eine Resolution ein, die die rage grundsäßlich beleuchtet und nach Anführung der in Deutschland bestehenden Kinderschutzgeseze in die Forderung ausläuft: " Jede erwerbsmäßige Beschäftigung von in Auf Vorschlag des Vorstandes beschloß dann der Verbandstag Wir müssen, führt Wagener aus, ein für allemal erklären, daß dern unter 14 Jahren ist geschlich zu verbieten." nach kurzen Grörterungen einen Fonds zur Unterstübung wir jede Kinderarbeit absolut verwerfen und keine Rücksicht auf der im Dienste der Organisation durch Unfall usw. die Eltern nehmen, die auf den Verdienst ihrer Kinder nicht vererwerbsunfähig gewordenen Kollegen zu bilden. Hierzu sollen aus Mitteln der Orts- und der Hauptkasse pro Mitglied und Jahr je 5 Pf. bezahlt werden. Der Vorstand wurde beauftragt, dem nächsten Verbandstag eine detaillierte Vorlage zu unterbreiten. Der Verbandstag behandelte hierauf die Beitragsfrage. zichten wollen. Die Kinder sind nicht der Eltern wegen da, sondern umgekehrt, die Eltern der Kinder wegen. Er hofft auf einstimmige Annahme der Resolution, insbesondere auch von seiten der Engländer, damit kundgetan werde, daß alle Nationen in der Frage des Kinderschutzes mit den Deutschen einig sind. Unternehmerterrorismus. In Frankfurt a. M. hat sich eine Maßregelung abgespielt, die nach Ursache und Verlauf die Aufmersamkeit aller derer verdient, die durch das fortgesette Terrorismusgeschrei der Arbeitgeber die Orientierung darüber verloren haben, welche Arbeitswilligen" in Wahrheit eines besseren gefeßlichen Schußes bedürfen. Von der Firma J. S. Fries Sohn ist ein Ingenieur plöslich entlassen, weil er Mitglied des Bundes der technisch- industriellen Beamten war. Die Maßregelung ift auf eine Denunziation der früheren Arbeitgeberin des Ingenieurs, der Firma Wilhem Stöhr in Offenbach, erfolgt. Samyn( Belgien) schildert den Kampf der Arbeiter gegen Diese hatte von seiner Bundeszugehörigkeit erfahren, und denun- Für die Statutenberatungskommission berichtet Werner- Berlin. die Kinderausbeutung in der Genter Flachsindustrie. Da geſetzzierte ihren früheren Angestellten bei der Firma Fries Sohn als Die Kommission empfahl die Annahme einer Vorlage, die eine Neu- liche Abhilfe nicht zu erlangen war, griffen die Arbeiter zur SelbstBundesmitglied, worauf er dann die Kündigung erhielt mit dem regelung der Beiträge vorsieht. Der wöchentliche Beitrag soll danach hilfe und brachten es durch ihre Agitation so weit, daß die Eltern Bemerken, dieselbe werde zurückgenommen, wenn der Angestellte 75 f. in der ersten Beitragsklasse, 60 Pf. in der zweiten Klasse, 45 Pf. ihre Kinder nicht in die Flachsfabriken schickten. Die Unternehmer seinen Austrift aus dem Bund schriftlich erklärt. Also: Was in der dritten Klasse und 30 Pf. in der vierten Klasse betragen. Bis- holten darauf die Kinder aus den Dörfern der Umgegend, aber not tut, ist: Edus gegen den Terrorismus, den Unternehmer aus- her betrugen die Beiträge 50, 45 und 40 Pf., für jugendliche und auch dort hat die Agitation schon gute Erfolge gezeitigt. Auch er weibliche Mitglieder 25 Pf. Die Zuweisung der Mitgliedschaften in bittet die Engländer, für die Resolution zu stimmen, damit wir Achtung, Erdarbeiter! Die Firma Baum aus Altrahlstedt bei die einzelnen Beitragsklassen richtete sich bisher nach dem örtlichen es nicht wieder erleben müssen, daß sie in dieser Frage eine rüdHamburg führt in Bremen größere Erdarbeiten aus. Die an- Durchschnittswochenverdienst. Auf Beitragsklasse I entfielen bisher schrittlichere Haltung einnehmen als viele Regierungen. fangs beschäftigten polnischen Arbeiter wurden aus Bremen aus- Orte mit mehr als 24 M. Lohn, auf Klasse II Orte mit 21-24 M. W. C. Robinson( England): Die englischen Arbeiterführer gewiesen. Der Unternehmer zog Arbeiter und Arbeiterinnen aus und auf die 3. Klasse Orte mit weniger als 21 M. Nach der Vor- sind so entschieden für die Abschaffung der Kinderarbeit wie die Schlesien und Ostpreußen heran, die 15-20 Pf. pro Stunde weniger standsvorlage sollen die Staffelbeiträge personell durchgeführt deutschen. Aber sie fönnen nicht für die Resolution stimmen, da erhielten als den ortsüblichen Lohn. Der Bauarbeiterverband nahm verden. Mitglieder mit einem Wochenverdienst von mehr als 30 M. sich die große Mehrzahl der organisierten Arbeiter in einer Mrfich der Interessen dieser Arbeiter an. Infolgedeffen tam es zum sollen der ersten Beitragsklasse, Mitglieder mit 24-30 m. der zweiten, abstimmung gegen die Abschaffung ausgesprochen hat. Aber wir Streif. Jetzt sucht die Firma an allen Orten Arbeitswillige. Aus Mitglieder mit 18-24 M. der dritten und Mitglieder unter 18 M. gehen in England vorwärts, selbst gegen den Willen der Mehrheit Hamburg tam eine Stolonne in Stärke von 8 Mann, die angeblich ohn der vierten Klasse angehören. Die Unterstübungen sollen eben- der Textilarbeiter. Dem Parlament liegt eine Vorlage vor, die die durch ein Bureau in der Steinstraße geliefert worden sind. Die falls einer entsprechenden Neuregelung unterzogen werden. Arbeit unter 14 Jahren völlig verbietet und den Schulbehörden das Arbeiter werden gebeten, ein aufmerksames Auge auf alle Anzeigen In der ausgedehnten lebhaften Diskussion waren sich fast Recht gibt, auch die Beschäftigung von Kindern unter 15 Jahren zu richten, durch die Erdarbeiter nach Bremen gesucht werden, oder alle Redner darin einig, daß eine Reorganisation der Finanzen un- zu verbieten, wenn ihre Entwidelung dies erfordert. Redner in denen ein Vermittelungsbureau eine größere Bahl Arbeiter ver- bedingt notwendig ist und eine Beitragserhöhung vorgenommen wendet sich leidenschaftlich gegen die Eltern, die ihre Kinder zwingen, langt. Es ist anzunehmen, daß es sich in diesen Fällen um An- werden muß. Die Vorstandsvorlage wurde ja von vielen Rednern be so frühzeitig Geld zu verdienen; zumeist sind das gar nicht die fürwortet, es machte sich aber auch gegen sie ein starker Widerspruch ärmsten Eltern, sondern die bessergestellten. werbung von Streitbrechern nach Bremen handelt. geltend. Man machte den Vorschlag, an Stelle der personellen Staffelbeiträge eine allgemeine Beitragserhöhung um 10 Pf. in allen Klassen vorzunehmen. Die Unterstübungen sollten dann nicht erhöht werden. Unter dieser Ueberschrift brachten wir am 29. Mai die Schilde- Bei der Abstimmung fand zunächst ein Abänderungsantrag rung einer Szene, die sich im Wirtshause des Dorfes Tentschel bei Annahme, nach dem der Beitrag in der dritten Klasse anstatt Liegnitz zwischen dem dortigen Amtsvorsteher Herfert und einem 45 Pf. 50 Pf. betragen und als Unterstützung die Säße der bisGauleiter des Landarbeiterverbandes abgespielt hat. Bei den Er- herigen Klasse zwei in Anrechnung kommen sollen. Der Verbandstag stimmte dann über die so abgeänderte Vorlage namentlich ab. örterungen zwischen diesen beiden drehte es sich darum, daß der Es erklärten sich 128 Delegierte für die Vorlage, 51 dagegen und Amtsvorsteher dem Gauleiter die Agitation unter den im Orte be- awei enthielten sich der Abstimmung. Die Vorstandsvorschäftigten Drainagearbeitern verbieten wollte, wobei der Amtsschläge sind danach angenommen. vorsteher aber den Kürzeren zog. Wer aus unserer humoristisch Die Unterstützungen werden durch diese Abstimmung anmutenden Schilderung etwa den Schluß gezogen haben sollte, es des Vorstandes neu geregelt. Jun wesentlichen ist es nur die neue erste handle sich um eine ganz oder teilweise erdichtete Darstellung, der Beitragsklasse, für die neue Säße aufgestellt wurden. Die Erwerbs wird jetzt durch den Amtsvorsteher Herfert selbst belehrt, daß der losenunterstüßung beträgt nun in der ersten Klasse je nach der Dauer der Mitgliedschaft 7-12 M. auf die Dauer von 6-12 Wochen. In geschilderte Vorgang in allen wesentlichen Punkten der Wahrheit der Beitragsklasse 11 werden die Säße der bisherigen Beitragsklasse I entspricht. Herr Herfert bestätigt nämlich den von uns geschilderten bezahlt, und in der Klasse III die Säße der bisherigen Klasse II. Vorgang durch ein Schreiben, das er als„ Berichtigung" aus- Für die vierte Klasse kommen die bisherigen Unterstübungsfäße für gibt. Es lautet: weibliche und jugendliche Mitglieder in Betracht. Die Streitunterstübung beträgt nun für Mitglieder, die dem Verband bis zu einem halben Jahre angehören, in der ersten Klasse 12 M., zweiten Klasse 10 M., dritten Klasse 8 M. und vierten Klasse 6 M. Für Mitglieder, die über ein halbes Jahr dem Verband angehören, gelten diese Säße: 16, 14, 11 und 8 W. pro Woche. Die Gemaßregeltenunterstützung ist fünftig die gleiche wie die Streifunterstützung. Der Verbandstag vertagte sich dann auf Freitag. Ich bin der Herr Oberleutnant!" Bei meiner Auseinandersetzung mit dem Gauleiter des Landarbeiterverbandes habe ich mich diesem weder als Oberleutnant nach als Amtsvorsteher vorgestellt, sondern lediglich als Vorsteher der Drainagenoffenschaft. Der Herr Gauleiter nahm freilich fort gesetzt auf den„ Herrn Amtsvorsteher" und meine sonstige Eigen aft Bezug, worauf ich aber wiederholt betonte, daß ich nur in meiner Eigenschaft als Genossenschaftsvorsteher vor ihm stände und ihm als solcher das Aufwiegeln der Arbeiter verBiete. unwahr ist, daß ich zu dem Gastwirt gesagt haben soll: Benn Sie diesen Mann in Ihrem Lokal dulden, verbiete ich den Leuten im Dorf Ihr Lokal". I habe den Gastwirt nur darauf aufmertfam gemacht, bag teint Tentschler Besizer weiter in feinem otale berlehren würde, wenn er den Agitator beisi bulde. Nachdem ich bem Herrn Gauleiter zu verstehen gegeben hatte, bon unseren Arbeitern, der für den sozialdemokratischen Zandarbeiterverband agitieren werde, entlassen würde, habe ich weber die Türklinke gesucht, noch bin ich verschwunden, sondern habe mich habe fogar noch längere Zeit im Rebenzimmer aufgehalten und noch den Herrn Gauleiter fortgehen fehen. erfert Verbandstag der Schuhmacher. Hamburg, 11. Juni 1914. Bierter Verhandlungstag. In der heutigen Vormittagsfizung hielt zunächst der Reichstagsabgeordnete ilden brand einen informatorischen Vortrag über das verfchaftlich- genossenschaftliche Versicherungsunternehmen Bolt fürsorge". Zum Münchener Gewerkschaftsfongreß machte Simon einige Ausführungen, besonders zu dem geplanten Unterstützungsregulativ und den Grenzstreitigkeiten. leber den Internationalen Schuhmacher- und Lederarbeiterfongreß, der dieses Jahr in Wien statt findet, berichtet ebenfalls Simon. In der Hauptsache würde die Vorsteher der Genossenschaft Drainage. Frage der einheitlichen Lederorganisation behandelt werden. Es sei Also Herr Serfert hat das Aufwiegeln der Arbeiter" verboten geradezu unverständlich, daß die Lederarbeiter die Errichtung eines und er hat dem Gastwirt geschäftliche Nachteile in Aussicht gestelt internationalen Lederarbeitersekretariats beschlossen, obwohl doch befür den Fall, daß dieser den Agitator in seinem Lotal dulde. reits ein internationales Sekretariat der Schuh- und Lederarbeiter Damit ist ja alles wesentliche in unserer Schilderung bestätigt. D6 cristiert. Da in vielen ausländischen Organisationen, wie in der Schweiz, Frankreich und in den skandinavischen Ländern die SchuhHerr Herfert in die alle in seiner Eigenschaft als Genossen macher und die Lederarbeiter in einer einzigen Gewerkschaft gu Gt als Amtsvorsteher aufgetreten ist, darauf sammengeschlossen sind, werden diese Organisationen durch zwei vor an, als auf die hochwichtige Tatsache, ob er schiedene Sekretariate auseinander gerissen. Ebenso verwunderlich sei, mit dem Gauleiter die Türklinke gesucht daß der Vertreter der Generalfommission den Beschluß des Lederwo die Unterredung stattfand, ist Herr arbeiterverbandstages billigte, schaftsvorsteher und tommt es ebenso wen nach der Unterredung hat. Aus dem Zimme Die englischen Tertilarbeiterführer sind sich fast alle einig darüber, daß dieser Krebsschaden vollständig beseitigt und die englische Arbeiterklasse von dieser Schmach befreit werden müsse. Sie werden auch alles daran jezen, um ihre Mitglieder zum Verständnis dieser Frage zu erziehen. Ben Turner( England) spricht für die Wollindustrie von Porfshire, wo das Halbzeiterwesen so gut wie unbekannt ist, außer in der Kammgarnindustrie von Bradford und Halifar, wo auch die niedrigsten Löhne herrschen. Die Wollarbeiter von Yorkshire haben auch eine Urabstimmung vorgenommen, die überwiegend zu gunsten des Verbots der Beschäftigung von Rin der n unter 14 Jahren ausgefallen ist. Redner appelliert an die Arbeiterführer von Lancashire, in dieser Frage auch wirklich energisch zu führen, wie fie es in manchen auderen Fragen den Mitgliedern gegenüber zu tun verstehen.( Beifall.) Nachdem Schwarz( Ungarn) die empörende Kinderausbeutung in den ungarischen Tertilfabriken geschildert, wird die Distussion auf Freitag vertagt. Aus der Partei. Differenzen im Agitationsbezirk Frankfurt a. M. Auf der Kreisgeneralversammlung des Sozialdemokratischen Vereins für den Wahlkreis höchst Usingen ist über die Haltung des Parteiorgans, der, Frankfurter Voltsstimme" Beschwerde geführt worden. So hat der Bezirkssekretär. Genosse Dißmann, erklärt, daß die Preßkommission schon vor Jahresfrist der Redaktion aufgegeben habe, mehrere Mitarbeiter aus dem linken Flügel heranzuziehen, daß aber diesem Beschlusse enigegen die andere Richtung auffallend poussiert wurde. Weiter ist über die Art und den Inhalt der Arbeit des Gen. Dr. Duard für die„ Boltsstimme" Alage geführt worden. Er soll seine Arbeit im Reichstage in der Boltsstimme" zu sehr in den Vordergrund stellen; außerdem wurde ihm vorgehalten, daß er in einem Artifel bem Genoffen Brühne, Reichstagsabgeordneten für den Streis Höchst Usingen zu nabe getreten sei. Die Verhandlungen der Generalversammlung des Kreises Höchst- Usingen über diesen Punkt endeten mit der Annahme folgender Entschließungen: " 1. Die heutige Generalversammlung verurteilt aufs entfchiedenste das Gebaren eines politischen Rebalteurs, seine perfönliche Tätigkeit im Reichstage fortgesezt in den Vordergrund zu stellen, um so mehr, da die Prezłommission dieses Gebaren schon wiederholt verurteilt und mißbilligt hat. 2. Die heutige Generalversammlung beschließt, bei der Brezfommission über den Artikel in Nr. 118, 1. Beilage, Vom Frants furter Telegraphenamt" betitelt, der sich mit einer Rede des Ges noffen Bruhne im Reichstage befaßt, Beschwerde zu führen. Dieser Beschluß wurde in der Frankfurter Voltsstimme" in auffälliger Form veröffentlicht. Die Generalversammlung des sozialdemokratischen Vereins Frankfurt a. M. vom letzten Dienstag, die fich gerade mit dem Bericht der Breßkommission beschäftigte, hat gleich zu dem ungewöhnlichen Borgehen der Generalversammlung Nr. 158. 31. Jahrgang. Quittung. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 13. Juni 1914. schlagen wir nunmehr nach links ein. Es ist das sogenannte Haupt- forderungen voll entsprechen. Obwohl die Schiffe doppelt so viel gestell des Brieselang, das uns nach einer schönen Waldwanderung zu Personen wie ein Dampfer fassen, erzeugen sie bei gleicher Gedieser viel besuchten Ansiedelung bringt. Nach genügender Raft fann schwindigkeit nur halb so hohe Wellen als das Dampfschiff und man den Rückweg verschieden gestalten. Ist das Wetter nicht zu bieten durch ruhigere Fahrt größere Sicherheit für das fahrende trocken, so bietet die Chaussee nach Finkenkrug, die auf der rechten Publikum sowie für die anderen Wasserfahrzeuge. Hiervon weitere Seite ständig von Wald begleitet wird, eine angenehme Ab- Kreise zu überzeugen, hatte die Bauverwaltung zu Donnerstag eine Fahrt für die Groß- Berliner Presse veranstaltet, die zu volltommener Zufriedenheit endete. Vom städtischen Schulwesen. " Bemerkenswert war auch eine bei dieser Gelegenheit vorgenommene Besichtigung der Schokoladenfabrik Sarotti" in Tempelhof sowie die des Bauhofes in der Nähe der Machnower Schleuse. beiden Fällen konnte man sich von der ungeheuren Entwicklung der Technik überzeugen. So sehr auch die Teltower Kanalverwaltung noch wirtschaftlich zu kämpfen hat, so ist doch vorauszusehen, daß die Schiffahrt auf dem Teltowkanal Handel und Industrie fördert; auch der Personenverkehr wird mit der Zeit ein recht in Betracht kommender Faktor im Groß- Berliner Verkehr werden. Die neue Stadtbibliothek und das Oberbürger meisterhaus. Die Reichshauptstadt soll nun auch eine Stadtbibliothek und eine Jm Monat Mai gingen bei dem Unterzeichneten folgende Parteibeiträge ein: 1. Hennig- Argentinien 5,-; Süßmann Argentinien 2, 2. Meste- Schlachtensee 50,-. 6. A. 2. Falkenberg D.-S. 15,-; wechselung. Bez. Oberrhein f. Binnenschiffer IV. Qu. 262,40. 9. Sanger hausen- Edartsberga 220,-. 11. Bez. Westl. Westfalen IV. Qu. Reft v. Dortmund- Hörde 132,30; Bez. Erfurt IV. Qu.( Erfurt Die städtische Schuldeputation hat in Erfahrung gebracht, daß 841,36, Mühlhausen- Langensalza 323,79, Nordhausen 271,18, Heiligen Vorsteher von privaten Handelsschulen( Pressen) sich von Gemeindestadt 6,-) Sa. 1442,33. 14. Bez. Pommern IV. Du.( Anflam- schülern und Schülerinnen die Adressen ihrer abgehenden Mitschülern Demmin 24,51, Randow- Greifenhagen 546,81, leckermünde- Usedom und Mitschülerinnen verschaffen und an diese dann Prospekte ver153,40, Stettin 543,84, Pyriz- Saaßig 13,50, Naugard- Regenwalde 22,20, Greifenberg- Rammin 12,60, Stolp- Lauenburg 34,77, Bütow senden, um einen Anreiz zu geben, diese privaten Schulen zu beSchlawe 7,20, Kolberg- Köslin 70,89, Dramburg- Belgard III. u. suchen. Die Rektoren der Berliner Gemeindeschulen sind daher von IV. Qu. 5,64, Neustettin 9,96, Stralsund- Rügen 196,74, Greifswald- der Schuldeputation ersucht worden, den Schülern und Schülerinnen Grimmen 83,10) Sa. 1725,16. 15. Lübed IV. Qu. 1253,60; eie Mitteilung der Adressen ihrer Mitschüler zu verbieten, und die Bez. Westl. Westfalen IV. Du.( Arnsberg- Olpe 13,80, Ahaus- Stein- abgehenden Schüler und Schülerinnen zu belehren, daß der Besuch furt 17,84) Sa. 31,64;. L. Bern 50,-. 19. Bez. Oberrhein jener privaten Handelsschulen durchaus nicht von der Verpflichtung IV. Ou.( Köln Stadt u. Land 1726,30, Mülheim- Wipperfürth 300,- zum Besuch der Pflichtfortbildungsschulen befreit und daß sich Aachen Land 125,16, Saarbrüden 104,90, Bonn- Rheinbach 93,30, Aachen Stadt 90,40, Fürstent. Birkenfeld 84,-, Trier 52,50, Koblenz- St. Goar also, wer in solche privaten Schulen aus dem Grunde eintritt, 52,28, Kreuznach- Simmern 39,36, Neuwied 29,-, Bergheim- Euskirchen Befreiung vom Pflichtschulbesuch zu erlangen, in einem bedauer30,26, Dttweiler- St. Wendel 24,-, Düren- Jülich 19,-, Siegburg- Wald- lichen Irrtum befindet. In den Pflichtfortbildungsschulen wird im broel 18,30, Verein ob. Rheinproving 6,64) Sa. 2795,40. 20. Berlin, allgemeinen alles das unentgeltlich geboten, wofür die Privat Amtswohnung für ihr Stadtoberhaupt erhalten. Die loftbaren Machetes 10,-. 22. Bez. Hannover a fonto IV. Qu.( Limmer schulen hohes Schulgeld erheben. In ihrer letzten Sizung be- Amtswohnung für ihr Stadtoberhaupt erhalten. Die kostbaren 421,60, Hildesheim 627,62, Goslar 252,24) Sa. 1301,46. 23. Bez. schloß die städtische Schuldeputation, daß die Kinder der Schätze unserer Stadtbibliothek sollen mitten im Zentrum von Berlin, Württemberg a tonto IV. Du.( Cannstatt 1463,54, Mühlader 286,93, Silfsschulen und Vorklassen regelmäßig halbjährlich in der da wo noch vor kurzem die Ruine des Inselspeichers stand, eine Reutlingen 253,23, Schwenningen 332,83, Hall 81,90, Ulm 336,07, Schule gemessen und gewogen werden sollen. Zwei würdige Stätte mit einem großen Lesesaal am grünen Strand der Blaubeuren 23,46, Biberach 31,39, Ravensburg 36,74, Hechingen 2,42) Gesichtspunkte waren bei diesem Beschluß bestimmend; ein praftischer Spree erhalten. Hübsche Anlagen mit prächtigen Ausblicken auf die Sa. 2830,51. 30. Bez. Görlig IV. Qu.( Grünberg- Freistadt 128,05, Sagan- Sprottau 147,32, Bunzlau- Lüben 174,06, Löwenberg und ein wissenschaftlicher. Die genannten Stinder find fast aus- Spree, das Rolandufer, die Schleusen am Mühlendamm, die Waisen27,76, Görlig- Lauban 569,38, Rothenburg- Hoyerswerda 233,-) Sa nahmslos schwächlich. Da ist es sehr wichtig, Stillstände oder gar brücke, Stadtbahn, das Märkische Museum, auf Köln am Wasser und 1274,57; Berlin Dr. 2. A. 100,-, Berlin.. 50,-, Groß- Berlin Rüdgänge der körperlichen Entwidelung durch regelmäßige Kontrolle den Schiffahrtsverkehr werden das vom Geh. Baurat Dr. Ludwig a tonto 15000,-( darunter: Heinz Bleil für Direktion des Gesanges 6. d. festzustellen. Nur auf diese Weise wird man rechtzeitig durch Ge- Hoffmann im einfachen Renaissancestil entworfene, der ganzen Gegend Maifeier im Boigt- Theater 15,-, Schlächtermeister d. Lambrecht 20, währung von Frühstück und Mittagspeisung helfen können. Bei den zur Zierde gereichende vornehme Gebäude umrahmen. Endlich wird A. B. Miſter 1, Dr. Moses für Referat 6, öppner 2, Ruß schwachbegabten Kindern ist aber die Sorge um ein gutes törper- dem höchst unbefriedigendem Zustande an der Fischerbrücke ein Ende d. Fuß 10,-, Tränengericht d. Fuß 15,-, Pahr Jugend- Sektion 15,-liches Gedeihen besonders nötig, da hierdurch allein die bestmögliche D. Replow, Neue Hochstr. 12 5,-, Gutenberg 23,60, M. S. 40,- geistige Entwidelung gewährleistet wird. Auch in wissenschaftlicher schmuder Nebenbau soll sich an die Stadtbibliothek anschmiegen, die Ein auf der Spize des dreieckigen Baugeländes vorgesehener Ungenannt d. Fuß 10,-. Hinsicht werden diese Wägungen und Messungen nicht ohne Wert sein. Es ist nachgewiesen, daß die geistige Leistungsfähigkeit der Geschlossenheit des Ganzen erhöhen. Schüler in direttem Verhältnis zu ihrer Größe und zu ihrem Gewichte steht. Das ist aber nur für normale Kinder festgestellt; für geistig schwache Kinder fehlen bisher die zum Vergleich notwendigen Zahlen. Berlin, den 12. Juni 1914. Für den Parteiborstand; Otto Braun, Lindenstr. 3. Parteiangelegenheiten. Tempelhof- Mariendorf. Die Jugendsektion veranstaltet am Sonntag, den 14. Juni, eine Wanderung durch den Blumenthal. Treff punkt für Mariendorf 16 Uhr an der Kanalbrücke. Abfahrt vom Bahnhof Tempelhof 6 Uhr. Fahrgeld hin und retour 1,40 m. Am Montag, den 15. Juni, findet bei Benfched, Mariendorf, Chausseestraße 27, ihre nächste Zusammenkunft statt. Vortrag des Genossen Hinge: Arbeiterbewegung seit dem Sozialistengesetz. Alt- Glienicke. Sonntag, den 14. Juni, vormittags 8 Uhr, findet eine Flugblattverbreitung in üblicher Weise statt. Im 3. Bezirk ( Dristeil Falkenberg) findet die Flugblattverbreitung vormittags 8 Uhr Schönwalde- Schönerlinde. Der Zahlabend für beide Drte heute abend 8 Uhr. Für Schönwalde bei Schulz, für Schönerlinde bei Schieffle; in legterem Wortrag:„ Krantentassen". Die Kollegen vom Landarbeiterverband wollen sich an diesen Veranstaltungen zahlreich beteiligen. bom Lokal Meier aus statt. Berliner Nachrichten. Jm Bredower Luch. bereitet. Als das„ Rote Haus" an Stelle des Berlinischen Rathauses er baut werden sollte, es war Anno 1851, da plante man im Erdgeschoß Läden und im ersten Geschoß im Anschluß an die Festräume eine Dienstwohnung für den Oberbürgermeister einzurichten. Daraus wurde nichts. Es stellte sich nämlich schon bald darauf heraus, daß Persische Rechtspflege in Berlin. Eine Arztwitwe, Frau Dr. das„ Rote Haus" für die Bedürfnisse der Verwaltung viel zu flein" Sch., deutsche Reichsangehörige, die bei einer Offiziersfamilie in wurde. Damals bestand noch das Köllnische Rathaus am Köllnischen einem westlichen Berliner Vorort als Gesellschafterin tätig war, hat Fischmarkt. Dieses verschwand, ein neues Stadthaus an der Jüdens fich unter Mißbrauch des Namens ihres Arbeitgebers umfangreiche straße erstand. Auch dieses erwies sich als zu klein. Jedesmal wurde Betrügereien zuschulden kommen lassen und verschwand, ais die die Frage nach einer Amtswohnung für das Oberhaupt der Sache zur Entdeckung fam. Infolge erstatteter Anzeige stellte die Stadt erörtert, jedesmal wurden Wünsche laut, aber stets blieb es Polizei fest, daß schon der Sohn der Arztwitwe das Berliner Ver- dabei. Weder Seydel noch v. Fordenbeck und Hobrecht erhielten brecheralbum ziert, und ermittelte die Straffällige in der Dienstwohnungen. Auch Zelle und Kirschner mußten mit MietsBerliner persischen Gesandtschaft, two fie neue Stellung gefunden hatte. Strafverfahren und Verhaftung Vorsitzenden der vielen Versicherungsanstalten, die Präsidenten der inzwischen eine wohnungen vorlieb nehmen. Der Polizeipräsident, die Minister, die wurde aber abgelehnt, weil die Schuldige sich auf persischem Parlamente und viele andere Personen in leitenden Stellungen verBoden befindet und weil Persien wegen der in Betracht kommenden fügen über Dienstwohnungen. Auch städtische Beamte haben solche Straftaten nicht ausliefert. Die Strafverfolgung fann also erst in größerer Zahl angelviesen erhalten. Der Stadtälteste Haug und eintreten, wenn die Betrügerin nicht mehr unter dem Schuge andere wollten durch Stiftungen eine Aenderung herbeiführen. Es eines Arbeitsvertrages mit der persischen Gesandtschaft steht und, ist ihnen aber nicht geglückt. Die Kosten für die Bauten an der da die Gesandtschaftshotels als ausländischer" Grund und Boden Fischerbrücke sind auf rund 1 850 000 m. veranschlagt, davon werden gelten, Persien in Berlin wieder verläßt. Ein etwas merkwürdiger rund 1 550 000 m. auf den Bau der Stadtbibliothek entfallen. Rechtszustand! Arbeiter Sportfest am 14. Juni. Kohlenschwindler Zu diesem zweiten allgemeinen Arbeiter- Sportfest in Weißensee haben die Groß- Berliner Arbeitersportler eifrig gerüstet, um ihren Gästen machen seit längerer Zeit Groß- Berlin und die Vororte unsicher. Wir fahren vom Lehrter Hauptbahnhof mit dem Vorortzug nach am Sonntag einen genußreichen Tag zu bereiten. Trotz der schwierigen Ihre Opfer suchen und finden sie durchweg unter den kleinsten Leuten, Finkenkrug und zwar je früher je besser.( Anwohner der Stadt- Plazverhältnisse erwartet uns ein auserlesenes Sportprogramm, das die jeden Verlust schmerzlich empfinden. Jegt fahren in allen straße oder Jungfernheide oft bequemer erreichen.) Vom Bahnhof machen sich diesmal die Radfahrer, die auf einem neuen, von dem damit, daß sie nur noch ein paar Kästen hätten, und diese lieber und Ringbahn können den Zug durch Umsteigen auf Bahnhof Butlig für jede Leibesübung etwas übrig hat. Ganz besonders bemerkbar Stadtvierteln zwei Männer umher, die kleinen Leuten von ihrem Wagen Kohlen unter dem Marktpreise anbieten. Sie erklären das Finkenkrug nach rechts heraus, dann links am Waldrande neben der Lokalinhaber Schilling erbauten Seepodium allein zwölf VorWiese hin, die hier zwischen Bahn und Wald liegt. Wir kommen so führungen zeigen werden. Darunter befindet sich ein in Berlin von Beim Abtragen wissen die Gauner es so einzurichten, daß einer billiger verkaufen möchten, als sie noch einmal zu verstapeln. im Halbkreise nach zehn Minuten wieder an das Gleis heran, friechen ihnen zum ersten Male gefahrener Zweiunddreißiger- Reigen. unter den herabgelassenen Barrieren durch( wenn kein Zug in Sicht Nicht weniger interessant dürften die Staffetten ausfallen, die zählt, der andere aber die Hausfrau durch ein Gespräch so ablenkt, ist), überschreiten auf diese Weise die Echienenstränge und der 1. Streis des Arbeiter Wassersportverbandes, rund um den See, daß sie auf die Lieferung und das Zählen nicht genügend achtet. gehen dann auf schmalem Pfade rechis ab weiter, so daß die Gleise zum Austrag bringt. Zu spät entdeckten die Frauen, daß sie immer bedeutend rechts unter uns und neben uns bleiben. Nach wenigen Minuten Die Turner bringen zu diesem Fest nur rein Turnerisches, worin weniger Stohlen erhalten haben, als sie fauften und bezahlten. Viele mündet dieser Pfad in den breiten Waldfahrweg, der von Falfen auch das weibliche Element vertreten ist. Eine Barrenriege wird von Anzeigen von Betrogenen veranlaßten die Kriminalpolizei zu bes hagen nach Bredow und Rauen führt. Wir gehen ihn nach links Mitgliedern der Frauenabteilungen des Turnvereins" Fichte" gestellt fonderen Ermittelungen; es ist aber noch nicht gelungen, der weiter. Im Schmuck des durch die andauernden Regengüsse frisch werden. Es versteht sich, daß auch die Männer ihr Können an Ge- Schwindler habhaft zu werden. Man weiß nur, daß die Schwindler und schmuck erhaltenen Laubes ist dieser Waldweg einer der schönsten räten zeigen. sich bald hier, bald dort Kohlen zum Vertrieb übergeben lassen, sie in der Umgebung Berlins, besonders dort, wo er aus dem NadelEine Aenderung gegen das Vorjahr bemerken wir im Programm mit einem gemieteten Fuhrwerk umberfahren und dann verschwinden, holz und Birkenbestande plöglich in die schattigen Hallen des Buchen der Athleten. Zwar fehlen auch die Spezialitäten nicht, die ja so oft um bald anderswo wieder aufzutauchen. Die Hausfrauen können hochwaldes übergeht. In ungefähr dreiviertel Stunden, vom Bahn bei Arbeiterfestlichkeiten gezeigt werden, doch sind auch Heber und vor den Gaunern nur dringend gewarnt werden. hof ab, erreichen wir die idyllisch gelegene Försterei Bredow, an der Ringer vorgesehen." 10000 Sigpläge find gegen das Vorjahr Händlern, die sie nicht kennen, scharf auf die Finger sehen. man nur schwer vorbeigehen kann, ohne an den Tischen unter den Nicht weniger als Waldbäumen eine Erfrischung einzunehmen. Wie bei den Rosen mehr vorhanden! Kaffeeküchen sind verdoppelt, die Spielwiese wird die Dornen, so stehen bei diesen schönen Waldbäumen leider die nur für Kinderspiele freigegeben. Müden, die infolge der wassergefüllten Gräben, die sie zu ihrer Wenn der Himmel ein Einsehen hat und seine jezt nur zu oft ständigen Wiederauferstehung brauchen, heuer nicht gerade schlecht geöffneten Schleusen zuhält, dann dürfte dieses Fest wieder zu einer geraten sind.( Wem sie etwa arg zusehen, der bekommt im Forst- gewaltigen Demonstration werden gegen die Vorenthaltung des hause ein Fläschchen Salmiakgeist; das Einreiben eines Tropfens in Stadions! die Stichstellen beseitigt den Reiz.) Wir gehen in gerader Richtung denselben Weg weiter. Wo er sich teilt, gehen wir rechts ab. einen zur Der 9U91! Teltower Kreisschiffahrt. Sie sollten Der neue Untergrundbahnhof Nollendorfplatz. Der Bau eines umfangreichen zweigeschossigen Untergrundbahnhofes auf dem Nollendorfplatz unter dem jetzt bestehenden Hochbahnhof scheint nach den Verhandlungen, die zwischen den beteiligten Gemeinden Charlottenburg, Wilmerss dorf, Schöneberg und der Hochbahngesellschaft geführt worden sind, nunmehr unmittelbar bevorzustehen. Der Bahnhof soll Wald wird zu beiden Seiten immer schmäler, denn er streckt sich hier Der Bau des Teltowkanals und die Organisation der Schiffahrt gemeinsam von der Stadtgemeinde Schöneberg und der Hochals schmale Zunge in die Bredower Luchwiesen hinein. Wo er auf dem Kanal ist eine Tat des verstorbenen früheren Landrats von bahngesellschaft erbaut werden. Nach der Ausführung dieses schließlich aufhört, flantieren Pappeln den Weg, von denen einige Teltow, Herrn v. Stubenrauch. Derr an sich stramm konservative Gemeinschaftsbahnhofes und des zweiten Gleispaares, das die mit Mistelbüschen besetzt sind, eine davon in überaus auffälliger Mann war in wirtschaftlichen Fragen recht weitsichtig. Er ging von Hochbahngesellschaft vom Gleisdreieck aus durch den neuen Weise. Nun begleiten uns Felder, und wir haben auf dem Gedanken aus, im Kreise Teltow Industrieansiedlungen zu Bahnhof hindurch zum Wittenbergplag führt, werden rechten Hand aus dem Getreide heraus- fchaffen, indem er den Kreis mit Wasserstraßen durchzog. Mit hohen schr geschaffen wichtige Durchgangslinjen und Die Tommenden Weg zu achten, der in etwas spizem Winkel Kosten ist der Teltowkanal geschaffen worden. Die Schiffahrt wird jezigen provisorischen Umsteigeverhältnisse fallen dann einmündet. Wir verfolgen und passieren bald darauf einen durch den Kreis betrieben. Privatgesellschaften famen erst gar nicht fort. Da fünftighin die Züge der Schöneberger Bahn auf Bahnübergang. Der Weg geht nun, rechts und links von Gräben dazu, sich der vom Kreise geschaffenen Wasserstraßen zu bemächtigen. Das Netz der Hochbahn direkt übergehen werden, brauchen die mit üppigem Weidengebüsch und Bäumen eingefaßt, über das Die Laftkähne werden durch elektrisch angetriebene Motoren gefördert. Schöneberger Fahrgäste, die nach der Stadt und nach Oste Bredower Luch. Auf den weiten Wiesen blühen gelbe Ranunkeln zu Auch die Bersonenschiffahrt wird vom Kreise betrieben. Bornehmlich fahren wollen, nicht mehr in der jetzt etwas beschwerlichen Myriaden und zahlreiche anders gefärbte Blütenpflanzen sorgen für kommt der Ausflugsverkehr in Frage. Der Teltowkanal führt durch eine Weise am Nollendorfplatz umzusteigen, sondern können nach Abwechselung. In den Gräben haben die Schwertlilien ihre großen ganze Reihe Seen und berührt geradezu prächtige Naturanlagen, die für Osten durchfahren oder am Gleisdreieck bequem in Stadtzüge gelben Blumen entfaltet. Bald hier bald dort huscht ein Vogel aus jeden Naturfreund ein Genuß sind. Die Kanalverwaltung des umsteigen. Die Züge vom Kurfürstendamm, die jetzt bis zum dem Buschwert über den Weg. Muntere Elstern fliegen über die Streises ist bemüht, den Ausflüglern die Fahrten möglichst angenehm Wittenbergplatz pendeln, werden dann ebenfalls über das Wipfel. Von den Wiesen her aber umkreist uns ein Pärchen des und sicher zu gestalten. Sie hat deshalb viele Mühe und erhebliche Gleisdreied nach Osten durchgehen, während nach Charlottengroßen Brachvogels, unserer größten Schnepfenart. Die Tiere haben Kosten aufgewendet, um einen Schiffstyp zu erhalten, der eine burg und Wilmersdorf- Dahlem Stadtzüge wie bisher durch die Größe einer Haushenne und wenn sie bei einer Wendung möglichst geringe Wassermenge verdrängt, ein ruhiges sicheres Fahren geführt werden. Sobald die noch ausstehenden Genehmidicht bei uns und niedrig vorbeifliegen, sehen wir ihren langen und auf den Motorschiffen verbürgt und die Wellenerzeugung gungen der Stadtgemeinden Charlottenburg, Wilmersdorf und bogig herabgekrümmten Schnabel. Unter andauerndem melodischem auf das mindeste einschränkt. Das hat wiederum den Vorzug, Schöneberg und der zuständigen Behörden erteilt sind, soll der Bfeifen jagen sie im Fluge über die weiten Wiesen, unter Umständen daß der starke Motor- und Nuderbootsverkehr nicht beein- Bau eingeleitet werden, und es ist damit zu rechnen, daß die stundenlang, bis unser Weg endlich den Brieselang- Wald erreicht und trächtigt wird. Seit Jahren sind Versuche gemacht worden, neuen Bahnanlagen im Laufe des Jahres 1916 in Betrieb wir die eigenartigen Tiere hinter uns lassen. Das zweite Gestell, um einen solchen Schiffstyp zu Dieser Tage genommen werden können. Der Magistrat der Stadt Schöne das wir im Walde schneiden- es ist auf der uns zugewandten fonnte die Kanalverwaltung zwei neue Motorschiffe in den Dienst berg hat dem Bau des Gemeinschaftsbahnhofes bereits zuSeite des Gestellsteins mit o bezeichnet und als Fahrweg kenntlich stellen, die durch drei Schrauben angetrieben, den gewünschten An- gestimmt. bekommen. Selbstmord eines Geisteskranken. übereinstimmend festgestellt, daß die Jugendorganisationen allentGestern nachmittag gegen 2 Uhr erhängte sich in seiner Wohnung, halben einen sehr erfreulichen Aufschwung zu verzeichnen haben. Das Jugendorgan La Voir des Jeunes", das anfangs mit Schöneberg, Grunewaldstraße 34, der 56jährige Portier Hermann großen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte, steht gegenwärtig auf geEngelmann. E., der vom 12. Februar d. Js. bis vor zirka 8 Tagen ficherter Basis. Der Verkauf des Blattes ist gestiegen; die in der Landesirrenanstalt in Sorau interniert war, wurde auf Wunsch Abonnentenzahl hat sich gehoben. Der Kongreß nahm folgende Reseiner Frau in der vorigen Woche entlassen und wohnte mit der solution an: Gattin zusammen. Am heutigen Nachmittag verließ die Ehefrau ihren Mann, um Einkäufe zu besorgen und als sie nach einer Viertelstunde zurückkehrte, fand sie ihren Gatten am Ofen erhängt vor. Ein sofort herbeigerufener Arzt konnte nur noch den bereits eingetretenen Tod feststellen. Die Leiche wurde nach dem Schöneberger Schauhause gebracht. Dachstuhlbrände. Gestern nachmittag furz vor 6 Uhr fam in der Charlottenfiraße 50/51, Ecke Französischefstraße, ein gewaltiger Dachstuhlbrand zum Ausbruch. Als die Feuerwehr eintraf, stand der Dachstuhl des Hauses schon fast in ganzer Ausdehnung in Flammen. Erst nach einstündiger Tätigkeit konnte das Feuer gelöscht werden. Der Dach stuhl ist fast vollkommen niedergebrannt. Die Aufräumungsarbeiten zogen sich bis in die Abendstunden hin. Ueber die Ursache des Feuers ist nichts ermittelt. Ein zweiter Dachstuhlbrand wütete gestern nachmittag in der Wissmannstr. 20 in der Kolonie Grunewald. Die dortige Drtswehr hatte längere Zeit mit den Löscharbeiten zu tun. Arbeiter- Bildungsschule. Der Unterricht im Fortschritte turfus fällt am Sonntag, den 14. Juni, wegen der General versammlung von Groß- Berlin aus und findet dafür am Montag, den 15. Juni, abends 8 Uhr, Lindenstr. 3, 2. Hof links 3 Treppen, statt. Die Teilnehmer werden gebeten, pünktlich und vollzählig zur Stelle zu sein. Jugendbewegung. Jungdeutsche Lyrik. Die bürgerliche Jugendbewegung charakterisiert ihre geistige Höhe“ am treffendsten immer selbst. Denn wes das Herz voll ist, des geht der Mund über". Und so dürfen auch die lyrischen Ergüsse dieser Jugend und ihrer Führer als Dokumente gelten, aus denen der Geist spricht, den die bürgerliche Jugend pflegt. Eben druckt die, Bayrische wehrkraftzeitung", das offizielle Organ des bayrischen Jungdeutschlands, einiger folcher Inrischer Proben ab, die der Phantaste einiger bedauernswerter Opfer dieser Jugendbewegung entsprungen find. Darunter ein wunderschönes Behrkraftlieb, in dem es heißt: Unseres Herzens größte Luft, Wenn auch Wolken ohne Zahl Sich zusammen ziehn. Wenn das Vaterland uns ruft, Wenn die Stund ist da: In den Kampf! In den Tod! Dir zum Schutz wir ziehn Germania! Die sozialistische Jugend der Seine, vereinigt auf ihrem Kongreß zu Paris am 7. Juni, richtet an die jungen Arbeiter aller Länder ihren brüderlichen Gruß und bekräftigt aufs neue ihre Gefühle der internationalen Solidarität. Sie erklärt, mit ganzer Kraft tätig sein zu wollen, um ihrerseits zu einer freundschaftlichen Annäherung der Völker beizutragen. Die Jugend ist mit den älteren Genossen der Internationale Anhängerin jeder Maßnahme, die zur Befestigung des Friedens dienen kann. Am 15. Juli d. J. findet in Paris ein allgemeiner Kongreß der Arbeiterjugend Frankreichs statt. Versammlungen. Die Gewerkschaftskommission für Berlin und Umgegend tagte am Donnerstag im Gewerkschaftshaus. Mit dem Bericht der Setretäre begannen die Verhandlungen. Sie verwiesen in der Hauptsache auf den ausführlichen gedruckten Jahresbericht, aus dem wir bereits das wesentlichste mitgeteilt haben. Zu den Angaben des gedruckten Berichts machten die Sekretäre Alm in Kör sten, Adolf Ritter und Gustav Link erläuternde und ergänzende Ausführungen. Alwin Körst en behandelte die Gestaltung der Kaffenverhältnisse und des Mitgliederbestandes. Am Schluß seines Berichts bemerkte er: Eines sei zu betonen: wie die Dinge ständen, sei Vorsicht am Plaze. Die Beiten seien nicht geeignet zu starken Angriffen. Es gelte jezt namentlich, das Errungene zu verteidigen. Mit Stolz fönnten die beteiligten Gewerkschaften auf ihren Etat bliden, der eine Jahreseinnahme von 16 000 000 M. und eine Ausgabe von 15 000 000 m. aufwies. Adolf Ritter wies in seinen Ausführungen darauf hin, daß in bürgerlichen sozialpolitischen Kreisen lebhaft die Frage erörtert werde, die Arbeitsnachweisangelegenheiten dem Gesez zu unterstellen, in einem höheren Maße, wie es durch das Stellenvermittlergeseh von 1910 geschehen sei. Man werde sich in der nächsten Zeit damit zu beschäftigen haben. In anderer Hinsicht werde der Plan berfolgt, die Arbeitsnachweisfrage für GroßBerlin beffer zu segeln. Die städtischen Deputationen in Berlin ständen auf dem Standpunkt, daß die Vororte, die bisher wenig getan hätten, mehr herangezogen werden müßten. Die Vorarbeiten jeien im Gange. Was die von auswärts manchmal von kleinen Kartellen kommenden Gesuche um Boykottierung bestimmter Waren angehe, so werde beim Gewerkschaftskongreß in München darauf hinzuwirken sein, daß die Generalfommission der Gewerkschaften Deutschlands die Befugnis erhalte, im allgemeinen mitzusprechen und nicht bloß dann, wenn Konsumgenossenschaften als Abnehmer der Lieferanten in Frage fämen, welche mit ihren Arbeitern Streitigkeiten hätten. Diese beschränkte Befugnis bestehe jetzt und sei auch für München wieder beantragt. An ihre Stelle müsse die allgemeine Befugnis der Generalfommission zur Genehmigung aussetzung ins Leben trete, werde er weit wirkungsvoller sein. Gustav Lint gab den Bericht des Arbeitersekretariats. Er hob hervor, daß durch die Reichsversicherungsordnung, die für die Verletzten erheblich ungünstiger sei als das ältere Recht, eine größere Tätigkeit erforderlich wurde. Bei der Zahl der Auskünfte stehe die Arbeiterversicherung in erster Linie. An der Hand von Erfahrungen aus der sozialen Rechtspflege zeigte Redner, daß die Berufsgenossenschaften nicht auf die Qualität von Gutachten sähen, sondern von einem Arzt zum andern gingen, um recht viel un günstige Gutachten zusammenzubringen. Und in einem anderen Gedicht" geberdet sich der Völkerhaß usw. des Boykotts treten. Wenn ein Boykott unter diefer Vornoch wütender: Deutsche Jugend, dir alleine, Dir gilt unser Mahnen; Wahre dir dein ganzes Sein Und den Geist der Ahnen! Wetterwolfen ohne Zahl Ziehen sich zusammen, Drüben über dem„ Kanal Brennt der Haß in Flammen. Und im Westen glimmt die Nache Nie berlöschend fort. Und die Feinde„ deutscher Sache" Sprechen manches böse Wort. Daß sich junge Leute schlechte Verse zuschulden kommen lassen, ist nichts Neues, daß aber ein Organ der bürgerlichen Jugend bewegung diese Verse, an denen die schlechte Form immer noch beffer ist als der Inhalt, abbrudt, hat schon eher was zu sagen: aus ihnen spricht Geist von jenem Geiste, den diese Bewegung pflegt und von dem allein sie lebt. Die Jugendbewegung in Frankreich. Die sozialistische Jugend des Seine- Departements hielt am Sonntag zu Paris einen Kongreß ab. In den Berichten wurde Die Versammlung entlastete dann Körsten als Kaffenführer und den Ausschuß der Gewerkschaftskommission. Die Neuwahl des Ausschusses hatte folgendes Resultat: Czech( graphische Gruppe), Maaß( Holzarbeiter), Cohen ( Metallarbeiter), Gruh!( Bekleidungsgewerbe), Sekschold ( Nahrungsmittelgewerbe), Uthes( Handels- und Verkehrsgewerbe), Mie( Baugewerbe), Schulze( Bederindustrie), Bruns( allgemeine Gruppe). Zu Revisoren wurden Schmidt, Leopold und Schuldt gewählt. Unentschuldigt fehlten die Vertreter der Burequangestellten, der Glasarbeiter I, der Hutmacher, der Landarbeiter, der Musiker, der Steinarbeiter, der Hausangestellten, der Xylographen, der Schiffszimmerer, und von den Unterkommissionen: Erfner, Pankow, Reinickendorf, Tegel, Groß- Lichterfelde und Hennigsdorf. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Lindenstraße 69, vorn vier Treppes Fahrstuhl, wochentäglich von 4½ bis 7 Uhr abends, Sonnabends, von 4½ bis 6 Uhr abends statt. Jeder für den Briefkasten bestimmten Anfrage ist ein Buchstabe und eine Zahl als Mertzeichen beizufügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. Anfragen, denen keine Abonnementsquittung beigefügt ist, werden nicht beantwortet. Eilige Fragen trage man in der Sprechstunde vor. 5. W. 40. 1. Die Hausha Itungsgegenstände gebühren Ihnen ganz Der etwa sonst noch vorhandene Nachlaß, von dem die Beerdigungskoste zu fürzen sind, fällt zur Hälfte an Sie und zur anderen Hälfte an die E. 5. 100. Die Schwiegereltern. 2. St. Elisabeth- oder Zionskirche. Turbine. Kündigung war noch im Laufe des ganzen Tages zulässig. E. B. 19. Führen Sie Beschwerde beim Versicherungsamt Neukölln( Rathaus). 3. 11. 70. 1. Ja. 2. Das muß 1. Nein. 2. Leider nicht. • angegeben werden, da sonst die Wartezeit nicht erfüllt sein, dürfte. Eine Schmälerung der Rente tritt dadurch nicht ein. Die Höhe der Rente läßt fich nur berechnen nach Kenntnis der Anzahl der in den einzelnen Klassen geleisteten Beiträge. Schd. Toni. 1. An das Polizeipräsidium. 2. Bis zur Vollendung des 30. Jahres erfolgt die Anstellung. Vorher die Aus bildungs- und Wartezeit, so daß die Meldung nur zu empfehlen ist, wenn noch einige Jahre an der Vollendung des 30. Lebensjahres fehlen. 3. Erfahren Sie nach der Meldung. Es werden die Elementarkenntnisse verlangt. 4. 300. E. G. 100. Amtsgericht Berlin- Schöneberg. Grunewaldstr. 66/67. 2. M. 47. Ja. Karst. 8. Bei Lage der Sache empfehlen wir, bei der Landesversicherungsanstalt einen Antrag auf Anordnung des Heilverfahrens zu stellen, auch der Anstalt bekannt zu geben, .S. 43. 1. Nein. 2. Ja. Elsa. Ja. daß Sie Rassenmitglied sind. 5. P. 86. 1. Durch Vorladung zum Offenbarungseid. 2. Beim Amtsgericht. 3. Falls Ihre Frau in der Invalidenversicherung ist, Antrag bei der Landesversicherungsanstalt. R. St. 48. 1. Ja. 2. Nein. 3. Zu der feststellung fehlt uns die Zeit. M. S. 75. Unseres Erachtens ja. A. E. 25. Eine Klage beim Kaufmannsgericht erscheint erfolgversprechend. R. M. 49. Das Testament kann durch eigenhändige mit Drtsbezeich nung, Datum und Unterschrift versehene Niederschrift errichtet und auch in der Wohnung aufbewahrt werden. Nach dem Ableben des Testators muz R. R. 29. das Teftament dem Amtsgericht sofort eingereicht werden. 1. Ja, 6 Wochen zum Duartal. 2. Buchbesprechungen fönnen im Brief tasten nicht erfolgen. 3a. 1471 bis 1528. b. Deffen Bilder an diesem Ort zu besprechen, ist nicht angängig. 2. H. 28. 1. Nein. 2. Ja. H. 15. Erscheint aussichtslos. D. 3. 34. Wenn die Behauptungen beweisbar find, erscheint eine Klage auf Bertragslösung und auf Herabminderung für die Zeit bis zur Vertragslösung durchführbar. A. H. 76. 1. und 2. F. S. 100. 1. Der früher geschlossene Vertrag unseres Erachtens nein. ist auch nach Uebergang des Eigentums auf einen andern rechtsgültig. 2. Nein. H. 2. 77. Falls Sie im Besitz der vollstrecbaren Urteilsausfertigung find, fann der Gerichtsvollzieher nicht mehr vorgehen. Andernfalls ist er zu dem angedrohten Vorgehen berechtigt. Ihre Wirtschafterin müßte beim Amtsgericht die Bollftredungsgegenklage erheben. 3. 4. Eine Uebermittlung der Kündigung vor dem im Vertrage vorgesehenen Termin ist zulässig. Diese Kündigung wirkt zu dem vertraglichen Termin. C. C. 100. Falls der Mietzins nach Monaten bemessen ist, nein. 100 K. Sch. Die Kündigung ist allmonatlich zulässig bis spätestens am 15. mit Wirkung zum darauffolgenden Erſten. B. H. 65. Falls Sie sich im Zahlungsverzug befinden, haben Sie die Kosten zu tragen. Es empfiehlt sich, auch die Kosten vor dem Termin zu deden, da durch Wahrnehmung des Termins noch erhebliche Mehrkosten entstehen. R. R. 85. Ja. 0. 5. B. Falls das Kind ein Mädchen ist, verbleibt es Ihrer Tochter, andernfalls dem Manne. Der Mann ist in beiden Fällen in erster Gif. 1. Falls der Vertrag in der dem Er Linie unterhaltspflichtig. werber bekannten Benachteiligungsabsicht geschloffen ist, ist er anfechtbar. 2. Die Frau fann intervenieren. 3. Das eingebrachte Vermögen haftet nicht. Ein Uebereignungsvertrag von Vermögensobjekten, die dem Manne gehören, ist bei der unter 1. erwähnten Voraussetzung ebenfalls anfechtbar. . St. 30. Japanische Mädchen, die in Gasthäusern und Teewirtschaften die Gäste durch Gesang und Tanz unterhalten. D. R. Ja Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 14. Juni, vormittags 9 Uhr, appelallee 15-17; Neukölln, Idealpassage"; Tegel, Bahnhofstr. 15, und Ober- Schöneweide, Klarastr. 2: Freireligiöse Borlesung. Vormittags 11 Uhr, Kleine Frankfurter Str. 6: Vortrag von Herrn M. H. Baege: Die Entstehung der Dentformen". Damen und Herren als Gäste willkommen. Allgemeine Kranken und Sterbekaffe der Metallarbeiter. ( V. a. G.), Hamburg. Filiale Berlin 9. Sonntag, den 14. Juni, vor. mittags 10 Uhr, außerordentliche Mitgliederversammlung bei Liehr, Berlichingenftr. 14, Neuwahl der Drisverwaltung. Filiale Berlin 11. Sonnabend, den 13. Juni, abends 8 Uhr, Mitgliederversammlung bei Meyer, Lükowstr. 7, Neuwahl der Driss berwaltung. Marktpreise von Berlin am 11. Juni 1914, nach Ermittelungen des fönigl Bolizeipräsidiums. Mais( mixed), Natal 00,00-00,00, Donau 0,00-0,00. Mais( runder), gute Sorte 15,40-15,70. Richtstroh 0,00. eu 0,00-0,00. Martihallenpreise. 100 Stilogr. Erbsen, gelbe, zum Kochen 34,00-50,00. Speisebohnen, weiße 36,00-60,00. Rinjen 40,00-80,00. Startoffeln( Steinbdl.) 5,00-8,00. 1 Silogramm Rindfleisch, von der Keule 0,00-0,00. Rindfleisch, Bauchfleisch 0,00 0,00. Schweinefleisch 0,00-0,00. sealbfleisch 0,00-0,00. Hammelfleisch 0,00-0,00. Butter 2,20-2,80. 60 Stüd Gier 3,20-5,40. 1 Kilogramm Starpfen 1,40-2,20. Aale Bander 1,60-3,40. Hechte 1,40-3,20. Barche 0,80-2,40 1,40-3,20. Schleie 1,60-3,20. Bleie 0,80-1,60. 60 Stüd rebie 3,00-44,00. Stiller Gegr. 1867 Potsdamer Straße Nr. 2| König Straße Tr. 25= 26 Tauentzien Straße 19 a Rofenthaler Straße Nr. 5 Tauentzien Straße 7 b Chauffee- Straße 114-115 Friedrich Straße Nr. 75 Schönebg., Haupt- Str.146 Oranien Straße Nr. 161 Teukölln, Berg- Straße 25 6r. Frankfurter Str. 123 Charl., Wilmersdorfer Straße 54 e 3entrale: Berlin 3weigniederlaffungen: Hamburg Lübeck Roftock Stettin Danzig Königsberg Bromberg Pofen Görlitz Dresden Halle Magdeburg Caffel Allein- Derkaufs- Stellen an vielen anderen Plägen. • . 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Das Gegenteil hat sich doch oft genug erwiesen. Die halten also gar nicht einmal die Familien in Glanz und Herr Fideikommisse sind ein Ausnahmerecht für einen gewissen lichkeit! Kompleg von Menschen, und dabei ein Mißtrauensvotum Im vollen Widerspruch gegen die verfassungsmäßige Gleichheit gegen die Tüchtigkeit der alteingesessenen Familien in der faller Staatsbürger ragen die Fideikommisse als Erhaltung ihres Besizes. Das Gesetz vermehrt den Großgrundbesitz rudimentäre Organe vormärzlicher Zeit noch weiter. Das Herrenhaus hat den Stempel so herabgesezt, als handle es sich um eine Finanzreform zugunsten der Großgrund- in unser heutiges Zeitalter hinein. Dem Schaden, den die Fideibefizer. Die Vorlage wird die innere Kolonisation empfindlich kommisse der Allgemeinheit zufügen, steht aber ein wirklicher schädigen, denn die zunehmende Bindung des Bodens treibt den Nutzen gar nicht gegenüber. Nur der sehr reiche FideikommißGrundpreis in die Höhe. Die Vorliebe des deutschen Volkes für befizer wird den Wald ausreifen lassen, der andere kann das den Wald wird als Vorspann für die Errichtung neuer Geld aus dem Holzschlag nicht entbehren. Und während der Fiskus Fideikommisse benutzt, obgleich die Fideikommisse keineswegs aus dem Hektar Wald 344 Festmeter herauswirtschaftet, trägt der Fideikommißwald nur 3,04 Festmeter pro Hektar, die Fideifommisse sind also gar nicht der bessere Waldwirt. Während aber der Staat nur solches Land aufforsten wird, welches sich nicht für Justizminister Dr. Beseler Für uns ist die Vorlage un annehmbar. 3war bringt sie höhere landwirtschaftliche Zwecke eignet, forsten die Fideikommig begründet die Vorlage unter Hinweis auf die starke Ver- einige Verbesserungen gegen früher, aber nur, um der ganzen ber- herren auf, um einen möglichst großen Waldpark zu besitzen. alteten Institution noch eine weitere Gnadenfrist zu verschaffen. Manche Nahrungsquelle der Allgemeinheit wird dadurch eingeengt. mehrung der Fideikommisse in den letzten Jahren, von der eine Der Landwirtschaftsminister hat ja in der Herrenhauskommission Die Fideikommißherren könnten viel billiger produzieren, wie der Störung der freien wirtschaftlichen Entwicklung zu befürchten sei. seine Ueberzeugung von der Nüßlichkeit und Notwendigkeit und daher übrige Grundbesitz, denn sie sind den Bodenpreisschwankungen nicht Auch erscheine eine Vereinfachung des Fideikommißrechtes an- von der Erhaltung der Fideikommisse verkündet, in deren Interesse man unterworfen, sie tönnten ihre Landarbeiter besser stellen, aber sie gebracht. Die Fideikommisse sind für ihren Umkreis bon hoher Bedeutung, die schärfsten Mißstände beseitigen müsse. Man behauptet, die Fidei- tun weder das eine noch das andere, sondern es sind bloß ihre weil fie alle Neuerungen praktisch im Großbetrieb kommisse seien urdeutsch, unbefangene Sachverständige aber leiten sie profite größer! Das Interesse der Fideikommißbesizer an erproben können, aber mehrere fleine Fideikommisse können als Musterbetriebe mehr leisten wie ein großes. Gebräuchen ab. Sei dem, wie ihm wolle: in das Recht, das mit Caprivischen Handelsverträgen nur 117 Fideikommisje neu geaus dem Römischen Recht, ja, sogar aus arabischen der Lebensmittelteuerung beweist die Tatsache, daß unter den Die Regierung will in erster Linie Waldflächen fideikommissarisch bilden lassen, damit können aber auch Ader bau- uns geboren ist, in die moderne Zeit paßt diese Einrichtung nicht gründet wurden, in den Jahrzehnten vor- und nachher 163 und Geldfideikommisse verbunden werden. Eine Höchst mehr hinein. Mit dieser Privilegienwirtschaft muß gebrochen werden. Wenn es auch Ausnahmen gibt, so arbeiten die Fideikommißgrenze foll eingeführt, die Rechte der Familienmitglieder neben in Frankreich ist das Fideikommiß seit der großen Revolution denen des Fideikommißbesizers sollen geschützt werden. Die Ver- abgeschafft, auch in Preußen hatte die 48er Revolution damit auf- befizer hauptsächlich doch mit Ausländern und verstehen nicht, pflichtungen, die ein Fideikommißbesiger eingeht, sollen nur dann geräumt, erst die Reaktion von 1852 führte die Fideikommisse wieder heimische Landarbeiter durch gute Löhne und Behandlung sich zu als Fideikommißlasten betrachtet werden, wenn sie im Interesse des ein, deren Zahl heute 1277 mit 1160 Inhabern beträgt; fie um erhalten. Man rühmt die Arbeiteransiedlung der FideikommißFideikommisses liegen, nur in besonderen Fällen kann das Stamm fassen 2 Millionen Hektar, 7 Prozent der gesamten preußischen befizer, aber den Vorteil haben ja nur sie selbst davon, bleiben vermögen angegriffen werden. Von nun an soll zur Fideikommiß- Fläche und in 37 Kreisen sind mehr wie ein Fünftel des Landes ihnen doch ungeheure Ländereien, auch wenn sie nur ein paar hundert gründung die königliche Genehmigung erforderlich sein, was die gebunden. Außerdem noch einige Hunderttausend Hektar als Kron, Worgen besiedeln, dabei rauben sie durch diese Ansiedlung den ArBahrnehmung der Staatsinteressen garantiert. fönigliche Familien-, Staatsgüter, Domänen und Forsten, sowie beitern das Recht der Freizügigkeit. Die eigentliche Aufsicht hat das Oberverwaltungsgericht. Ich bitte das vom Herren- Güter der Gemeinden, Universitäten, Kirchen und Stiftungen In der Viehhaltung stehen die Fideikommisse erheblich schlechter hause zwar recht bedeutend, aber nicht grundsäglich abgeänderte zusammen Gesetz anzunehmen. Abg. Dr. v. Gescher( f.): 11 Janod Abg. Dr. Lohmann( natt): und 161. vielmehr den als der übrige freie Großgrundbesitz.( Der Redner weist dies zahlen30 Proz. des Bodens find gebunden mäßig nach. Bei den Ausführungen des Redners zu dieser Sache und dem freien Verkehr entzogen.( hört! hört! bei den Soziald.) ruft Abg. v. Osta u Dregel( f.): Die Kühe fressen eben feine Abg. Ad. Hoffmann( Soz.): Es gibt auch Ochsen, Der vorzüglich gearbeitete Entwurf hat im Herrenhaus eine Dieser Prozentjaz steigt von Jahr zu Jahr rascher und das ver- Bäume! meisterhafte Heberarbeitung erfahren. teuert ständig die Bodenpreise durch Verringerung des Angebots die kein Heu frefien! Stürmische Heiterleit.) Befreit vom Kons Die Familienfideikommisse und zusammen mit der Zollpolitik und dem Ostinarkensystem. Jeder, furrenzkampf, trachten sie gar nicht, ihre Betriebe auf die größte konservieren den Staat, ihre Besitzer haben sich stets als ber es gut meint mit der Zukunft unseres Landes und mit der Höhe zu bringen. Das feudale Leben der zukünftigen FideiStüßen des Staates bewährt, dem Baterland in schwerer Landwirtschaft, weiß, daß die zunehmende Bodenteuerung unsere fommißbefizer dient natürlich auch nicht der landwirtſchaftlichen AusZeit geholfen, und das werden sie hoffentlich auch in Zukunft tun. Die Fideikommisse sind deutschnational, seine alten Rechtsformen( Sehr wahr! links, Unruhe rechts). Landwirte schweren Katastrophen entgegen führt. bildung. Und so hängt die Wirtschaftlichkeit schließlich von der Güte Statt eines Gesetzentwurfes, der Beamten ab; oft genug fümmert man sich ja garnicht um den aber sind verwelscht. Die alteingesessenen Bauern empfinden die der neue Fideikommisse vermindert und die bestehenden auflöst Besiz. Natürlich sind auch die industriellen Fideikommißbefizer keine Fideikommisje gar nicht als Fremdkörper und würden sich gegen ihre Aufhebung entschieden wenden. Es ist eine Legende, daß die Fidei- und so den Boden verbilligt, bringt man einen Gesezentwurf ein, guten Bodenwirte. Der eigentliche Wesenszweck der Fideikommißder durch Beseitigung der größten Uebel das Fideikommißsystem besizer ist weder, der Allgemeinheit zu nüßen, noch wirts kommisse das Bauernland beschneiden. Der Entwurf ſollte auch verewigen soll. 10 Broz. des Bodens sollen in jedem Kreis ge- fchaftlich zu arbeiten, sondern der Familie Glanz zu Bestimmungen über die Bildung bäuerlicher Fideikommisse enthalten. bunden werden dürfen, ganz unbeschränkt bleibt die Bindung verleihen und zu erhalten; um die Augen und gesunden Das Gesetz ist ein Glück für das ganze Volk. Man überweise es von See- und Forstboden. Wenn aber schon 10 Proz. im Kreise Sinne des Volkes zu blenden.( Sehr wahr! bei den Sozialan eine 28gliedrige Kommission.( Beifall rechts.) gebunden sind, so bleibt doch die Widmung zulässig, wenn sie öffent- demokraten.) Abg. Bitta( 3.) lichen Zweden dient! Damit ist die Höchstgrenze durchbrochen, man Aus den Fideikommißfamilien sollen nun unsere militärischen, erörtert die geschichtliche Entwickelung des Fideikommißrechts. Die wird einfach erklären, daß man Persönlichkeiten für politischen, sozialen und kommunalen Führer kommen! Weder Stein Fideikommisse dürfen aber nicht zur groß und namentlich dürfen öffentliche Ehrenämter braucht, darüber hinaus aber hat und Hardenberg, weder Scharnhorst noch Blücher, das Herrenhaus beschlossen, daß wenn ein Kreis in der Bindung nachhinkt, weder York noch Gneisenau stammen aus solchen Familien. zerstreut liegende Grundstücke nicht durch einen Kapitalisten ge- im benachbarten Kreis entsprechend über 10 Proz. hinaus ge- Die Fideikommißleute aber führen das Volk alleweil nach rüď. bunden werden. Bei aller Anerkennung des Wertes der inneren Kolonisation ist eine zu weit gehende Zersplitterung doch zu verbunden werden darf.( Hört! hört! b. d. Soz.) Besig, der sich wärts. Das mündig gewordene Wolk bedankt sich für solche Führer; meiden und der Großgrundbesig ist im Interesse der Landwirtschaft feit 50 Jahren im Mannesstamm der Familie befindet, darf auch alle Aufstrebenden, auch in der Kunst, Wissenschaft und Technit müssen nicht zu entbehren. üger die 10 Proz. hinaus gebunden werden, ein Hieb gegen die Kommerzienräte, Kampf gegen den herrschsüchtigen Fideikommißadel die sich ein Fideikommig zulegen wollen, um bald geadelt zu die sich ein Fideikommig zulegen wollen, um bald geadelt zu burchfechten. Sie nehmen dem Fideikommißanwärter jede Gelegen Jede Bestrebung auf Rechtsgleichheit hat das Verlangen nach werden. Der Abel will seinen Stand vor den Juden bewahren, heit, sich zum tüchtigen Mann heranzubilden, indem Sie ihn Aufhebung der Fideikommisie gestellt, selbst die preußische Verfassung aber er hat ja schon genug jüdisches Blut in feinen Adern und schon vor seiner Geburt sicher stellen. Die heutigen Führer bon 1850. Es ist richtig, daß die Fideikommißbesiger für Ehren- jüdisches Geld in seinem Portemonnaie, die häufigen Heirats- des Volkes stammen aus der Werkstatt, aus den ämter sich eignen, aber ihre Familien tönnen einen besonderen Schuß gesuche von Adligen setzen dieses Bestreben fort.( Sehr gut! links, massen, und so kommen die Tüchtigen nach oben. Auf welcher durch den Staat nicht verlangen. Wohl sind die Fideikommisse ein Unruhe rechts.) leistungsfähiger Großgrundbesiz, aber wir haben doch auch noch die Nun könnte doch derjenige, der sich ein solches Privilegium ver- Höhe aber die geborenen Gesetzgeber stehen, das beweisen die Ober Domänen, die Befizungen der großen Städte und die Erbſtammaüter. fchafft, wenigstens einen anständigen Batzen dafür zahlen, aber häuser der verschiedenen deutschen Vaterländer, in denen diese alten Die Grundbesitzankäufe des Großkapitals zu dem Zweck, sich das Ansehen die Stempelgebühr beträgt höchstens 3 Proz. und bis 400 000 W. Herren ab und zu das Bedürfnis fühlen, die moderne Ent. der Landaristokratie zu erfaufen, treibt die Grundpreise in die Höhe. Bert fogar nur 1½ Proz. Da ist von Beschränkung der Fidei ide lung totzuschlagen, wie erst legthin York und Buttkamer im preußischen Herrenhause. Wir allerdings spotten dieser AusVielfach versucht man jetzt, bevor die Vorlage noch Gesetz wird, kommißbildung gar keine Rede. Die Höchstgrenze für landwirtbrüche einer ohumächtigen Wut; ob sie auch zehnmal dekretieren, Fideikommisse zu errichten. Es ist bedenklich, daß der Entwurf die schaftlich genugte Fläche ist 2500 hektar oder 10 000 Morgen die Erde habe stillzustehen fie bewegt sich doch! Mit Vermehrung des gebundenen Bejizes auf das Doppelte er- biel zu biel, denn einen solchen Betrieb kann ein Besizer der Toga des Staatsanwalts fönnen Sie die Sonne nicht vers möglicht. Dadurch wird die innere Kolonisation nicht gefördert. Der gar nicht mehr übersehen. Und dazu fann noch Redner polemijiert dann gegen die Vergleiche des Herrenhaus eine unbegrenzte Wald- und Seenfläche treten! Auch in bezug aufhängen. Freilich die Gerichte schwenken auf die wüsten Hezereien mitgliedes Fürst Salm zwischen Stapital und Fideikommissen. Wir die Sicherung der Gläubiger von Fideikommigherren bringt der im Herrenhause ein, wie die Unteroffiziere, das haben wir neulich wünschen Erschwerung der Fideikommißbildung und sind für Gesezentwurf noch eine Verschlechterung infoforn, als nur ein Teil erst erlebt, als feile und pflichtvergessene Richter haben, da hier die fittlichen Gründe der ländlichen Fideikommisse gelten sollen. Wie oft werden schon heute Staufleute, Handwerker usw., das Bluturteil in dem Charlottenburger Denk fehlen. Das Herrenhaus hat die Stempel und Kosten der Er- die dem gnädigen Herrn ehrfurchtsvoll stundeten oder Geld vormalsprozeß gefällt haben.( Wütendes Geschrei rechts. richtung von Fideikommissen so herabgesetzt, daß man an das Wort streckten, um ihre Groschen gebracht und da soll ihre Sicherheit Stürmische Zustimmung der Sozialdemokraten. Erregter denkt: Wer das Kreuz hat, segnet es."( Sehr wahr! links.) noch verringert werden! Was kann denn so einem Fideikommißherrn Ordnungsruf des Präsidenten.) Durch solche Urteile müſſen geschehen, wenn er sich überschuldet? Sein Besigtum kommt die Gerichte den letzten Rest von Vertrauen im Volt zur Administration, er selbst aber bezieht nach wie vor seine standes- verlieren.( Erneute lebhafte Zustimmung b. d. Soz, und neuer bedauert die späte Einberufung des Landtags, die ein Weitertagen gemäße Rente.( Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) Ist das Lärm rechts.) Präsident Graf v. Schwerin- Löwiz: Ich rufe der Kommissionen ohne Fühlung mit den Fraktionen erfordert. Uns gleiches Recht für alle, wenn ein verschwenderischer Fideikommiß- Sie zur Sache, wir sprechen hier über die Fideikommisse und nicht find Fideikommisse erwünscht, weil sie den Besitz befestigen. Durch befizer ganze Familien ins Elend stoßen kann, während er selbst über die Justiz, an der ich mir eine derartige Kritik verbitte!) Erfüllung des weitgehenden Wunsches nach Bestimmungen über standesgemäß weiter lebt? Wenn dem kleinen Bauern, der vielleicht wir lachen natürlich nur über das blöde Gestammel im Bauernfideikommisse könnte das ganze Werk in Frage gestellt werden. aus Not Schulden gemacht hat, seine Besigung verkauft wird und er Herrenhause und wir hoffen, daß bald die Zeit kommen wird, wo Wir sind bereit, das vom Herrenhaus verbesserte Gesetz anzunehmen. mit seiner Familie davonwandern muß, während der Fideikommis- dieser Unfug des Herrenhauses der Vergangenheit angehören wird! ( Beifall rechts.) besitzer im gleichen Falle standesgemäß als Drohne weiter( Großer Lärm rechts, stürmischer Beifall der Sozialdemokraten, der Abg. Waldstein( Vp.): unterhalten wird?( hört! hört! bei den Sozialdemokraten, Präsident erteilt dem Redner einen zweiten Ordnungsruf. Bei der Beratung des Bürgerlichen Gesetzbuches hat man die große Unruhe rechts.) Auch für die Familienmitglieder des Fidei- Abg. Hofer wird beim Verlassen der Tribüne von den sozial Fideikommisie ausgeschaltet, und zwar aus Abneigung gegen den kommißbesizers ist das gleiche Recht ausgeschaltet, denn der Antvärter demokratischen Abgeordneten demonstrativ beglückwünscht.) Reichstag. Wir haben im Reichstag beantragt, der Bundesrat möge erbt den Löwenanteil, alle übrigen Geschwister gehen leer aus. Die Weiterberatung wird auf Sonnabend 10 Uhr vertagt. der weiteren Bildung von Fideikommissen entgegentreten die Ant Das ist wohl der Grund für das frühe Aussterben der gräflichen wort ist diese Vorlage! Weiß man denn, ob der Besizer eines jetzt Geschlechter, denn die nichtbegünstigten Kinder heiraten ver- Schluß: 5 Uhr. Geldfideikommisse unter feinen Umständen zu der Früchte des Fideikommiß als Eigentum des Fideikommißherrn Abg. Dr. Schrock( ff.) KAISER Das beste, heizkräftigste BRIKETT und billigste The Hausbrandbrikett Gross- Berlins Allgemeine Ortskrankenkasse für Berlin- Tempelhof. Bekanntmachung. Bei der am 8. Juni stattgefundenen Wahl der Arbeitgeber und Verficherten für den Vorstand der Allgemeinen Dristrantentasse für BerlinTempelhof wurden von den Wahlberechtigten der Arbeitgeber 13 Stimmen abgegeben. Auf Lifte I entfielen 14 Stimmen. II " Als Vorstandsmitglieder sind gewählt: 4 Von Liste I die Herren: Sustav Thielide, Installateur, Tempelhof, Berliner Straße 46. Gustan Betschte, Broturist, Tempelhof, Borussiastr. 50. Jakob Flieg, Installateur, Tempelhof, Theodorstr. 5. Als Ersagmänner sind gewählt: Bon Liste I die Herren: Gustav Schölste, Kaufmann, Tempelhof, Kaiser Bilhelm Straße 74. Otto Lorking, Direktor, Tempelhof, Schönburgstraße 7. Ernst Ariegler, Buchhalter, Tempelhof, Friedrich Franz Straße 15. Wilhelm Neutranz, Proturist, Tempelhof, Friedrich- Wilhelm- Straße 91. 1 Von Liste II die Herren: Karl Schmulling, Buchdruckereibefizer, Tempelhof, Friedrich- Wilhelm Straße 15. August Müller, Elettrotechnifer, Tempelhof, Friedrich Wilhelm Straße 6. Bon den Wahlberechtigten der Arbeitnehmer wurden 28 Stimmen ab gegeben, von denen: und auf Liste I- 25 Stimmen II 3 entfielen. Als Vorstandsmitglieder sind gewählt die Herren: Mag Beder, Lagerhalter, Tempelhof, Albrechtstraße 41. Otto Zunter, Schleifer, Neukölln, Kaiser- Friedrich- Straße 82. Adoh Günther, Dreller, Neukölln, Heidelberger Straße 80/81. Artur Müller, Dreher, Neuföln, Brufendorfer Straße 6. Hedwig Bitte, Arbeiterin, Berlin, Jordstraße 53. Karl Hempel, Steinmez, Tempelhof, Berliner Straße 86/87. Als Erjazmänner find gewählt die Herren: Joseph Beder, Arbeiter, Berlin, Rüdersdorfer Straße 29. Auguſt Fleischbauer, Arbeiter, Neukölln, Mariendorfer Weg 6. Anna Apelt, Botenfrau, Tempelhof, Berliner Straße 86/87. Ernst Slodski, Konditor, Neukölln, Beserstraße 167. Otto Kloth, Borzeichner, Berlin, Bellermannstraße 92. Der von den Vorschlagsvertretern der Rifte I seitens der Arbeitnehmer aufgestellte Maurer Karl Graul, Tempelhof, Robbestr. 18, wußte gestrichen werden, da Genannter versicherungspflichtiges Mitglied der Allgemeinen Ortsfrankenkasse Neukölln ist. Die Gültigkeit der Wahl lann innerhalb einer Woche nach der Bekannt. gabe des Ergebnisses angefochten werden. Anfechtungen sind bei dem Borstand der Allgemeinen Ortskrankenkasse für Berlin- Tempelhof oder bei dem Bersicherungsamt anzubringen. Berlin- Tempelhof, 12. Juni 1914. Der Vorstand der Allgemeinen Ortskrankenkasse für Berlin- Tempelhof. Albert George, erster Vorsitzender. Verkäufe. B 0 275/2 Betamabel Bellmanns verbesserte Tamburier- Maschine gesetzlich geschüßt fowie Holemeyer Tamburier Ma schinen, alleiniger Fabrikant Bell mann, Gollnowitaße 26, bei Teil zahlung fulanteste Bedingungen. Teppich Thomas, Dranienstr. 44 farbfehlerhafte Teppiche spottbillig; Gardinen, Steppdeden, Tischbeden Geld! Geld! Sparen Sie, wenn halben Preis. Borwärtslejern 5 Prozent Sie im Leibbaus Rosenthaler Tor, Egtrarabatt. 7858 Linienstraße 203/4, Ede Rosenthaler Bettenstand 9,- Brunnen itrage, nur 1 Treppe, fein Laden! ftraße 70; im Keller. 1200 faujen. Anzüge 9, Ulster, BaleGardinen! Steppdeden! Bortieren! dene Damenuhren 8,-, Goldwaren, tots 5,-, Silberuhren 3,-, gol Tischdeden! außergewöhnlich billig! Brillanten, Betten, Freischwinger, Borwärtslejer 5 Prozent Rabatt ertra! Gardinenhaus Brünn, Hade- ühren dreijährigen Garantieschein. Fahrräder. Alles enorm billig. Auf scher Markt 4( Bahnhof Börje): Eigene Berkstatt. Sonntags geöffnet. 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In den Artikeln 14 und 15 vom Jahre 1912 wurden die Verhältnisse in der Spandauer Militärwäscherei scharf fritisiert und der Inspektor Wasselmann wurde als ein franker Mann geschildert, der den Leuten das Leben sauer mache. Diese Artikel und andere haben seinerzeit auch den Anlaß Sparen, sparen, sparen! Das war die Devise, unter der die zu einer zeitweisen Warnung vor einer Beteiligung im MilitärStadtverordnetenversammlung am Mittwoch arbei- In der letzten Mitgliederversammlung des Wahlvereins sprach arbeiterverbande in den Militärwerfstätten gegeben. In der VerDer Magistrat beantragte 41 442,13 M. Ueberschrei- Genosse Heinig über die Schädigung der Arbeiterfamilie durch Unter- handlung erklärte schold durch seinen Rechtsbeistand, daß er den tungen des Voranschlags für 1913 zu bewilligen. Etats- nehmerkartelle. Beim Bericht von der Kreisgeneralversammlung ent- Beweis der Wahrheit antreten wolle. Es wurden darauf über überschreitungen sollen zwar nicht vorkommen, laſſen ſich aber oft- widelte sich eine lebhafte Distuſſion um die Reorganisation Groß- 20 zeugen vernommen. Berlins und wurde von den Genossen Pant, Fechner und Tantow Das Gericht fam nach dieser umfangreichen Beweisaufnahme die Schwerfälligkeit des Verwaltungsapparats bemängelt. Unser zu einem Schuldig. Es sah nicht den Beweis erbracht für die BeSonntagsausflug findet am 12. Juli statt. Abmarsch 1 Uhr mittags hauptungen, die in den Artikeln aufgestellt worden waren. Es er. nach Richtershorn". Daselbst Staffeekochen und gemeinschaftliches tannte auf einen Monat Gefängnis. Spielen auch für Kinder. Im September findet an zwei Abenden ein Lichtbildervortrag mit einem naturgeschichtlichen Thema statt. Eintrittspreis pro Abend 20 Pf. Die Genossen werden ersucht, für beide Veranstaltungen rege Propaganda zu machen. An Stelle des Genossen Nitschke wurde Genosse Hanulet zum Bezirksführer gewählt. fen bor. Nowawes. " Licbet cure Feinde. Da die Heilsarmee als eine staatlich anerkannte Religionsgemeinschaft betrachtet wird, wurde auf die erstattete Anzeige hin Anklage wegen Bergehens gegen den§ 166 St.- G.- 2. erhoben, welcher nur Gefängnisstrafe zuläßt. Mit Rücksicht auf die damalige starke Angetrunkenheit des Angeklagten erkannte das Gericht nur auf 3 Tage Gefängnis. Ein Zeichen werftätiger Riebe ist das Vorgehen der so reklamebaft für Wohltätigkeit aus fremden Taschen auftretenden Heilsarmee sicher nicht. Wie ein Leutnant a. D. ichiebt". mals nicht vermeiden. Das war wohl auch die Auffassung des Stadtv. Hirschfeld, der nach langem Hin und Her ersuchte, dem Magistratsantrage zuzustimmen. Daran knüpfte er aber die väterliche Mahnung, der Magistrat möge nur ja recht sparsam mit den städtischen Finanzen umgehen. Dabei brachte er es fertig, über großen Kohlenverbrauch in den Gemeindeschulen zu zetern. In dasselbe Horn tutete ein anderer Stadtvater, der sogar verlangte, den Schulheizern, ähnlich wie den Lokomotivheizern, Kohlen Die Heilsarmee hat wenig nach diesen Worten gehandelt, sparprämien zu gewähren. Der Kämmerer Rohde beeilte sich als sie gegen den Schiffer Wilhelm Lieder Anzeige der aufhorchenden Versammlung fund und zu wissen zu tun, daß erstattete. 2. hatte sich gestern unter der Anklage des Verder Magistrat den Schulfohlensparwünschen der Vorredner bereits Rechnung trage. Sparprämien werden allerdings noch nicht gegebens gegen den§ 166( Störung eines Gottesdienstes) vor mährt. Die Vernunft siegte aber auch schließlich über diese eng- In der Mitgliederversammlung des Wahlvereins machte der der 5. Straffammer des Landgerichts III zu verantworten. herzigen Spießbürger. Ein Stadtverordneter setzte ihnen ausein- zweite Vorsitzende auf den vom Vorstand in Aussicht genommenen Der Angeklagte erschien am 5. Februar d. J. in etwas angeander, daß bei dem Prämiensystem die Schulen schlecht geheizt Lichtbildervortrag Aus russischen Kerfern", dessen Abhaltung leider trunkenem Zustande in ciner Heilsarmeeversammlung in der werden würden, worunter Lehrer und Schüler leiden. Diese Logit erst Anfang Juli oder noch später möglich sein werde, aufmerksam. Biegower Straße in Charlottenburg. Er sprach fortwährend laut schlug denn auch bei dem Kämmerer durch, der sich nunmehr diesen Die diesjährige Maifeier erforderte einen Zuschuß von 45,80 M. vor sich hin und trieb allerlei Unfug. Aufgefordert, sich ruhig zu Ausführungen anschloß. Der Nachtragsetat wurde bewilligt. An Aufnahmegesuchen lagen drei vor. Zum Beisiger im Vor- verhalten, lärmte er weiter, bis er schließlich mit Gewalt entfernt Das am 17. Dezember 1913 beschlossene Orts statut über stande wurde an Stelle des Genossen Karl Gruhl, der das Amt wurde. die Errichtung einer städtischen Anstalt für niedergelegt hatte, Genosse Wutte gewählt.- Den Bericht über die zweite Sypotheken", hat nicht die Genehmigung der Re- am 7. d. M. in Berlin abgehaltene Generalversammlung des Kreisgierung gefunden. Sie verlangt, daß die Beleihungsgrenze von wahlvereins gab Genosse Kirsch. In der Diskussion wurde das 80 auf 75 Broz. des Grundstückwertes herabgesezt wird. Bei Ge- Verhalten der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion beim Kaiserbäudegrundstücken, deren Bebauung nach dem 1. April 1914 bau- hoch anläßlich des Sessionsschlusses als völlig berechtigt anerkannt. polizeilich genehmigt ist, soll der Betrag der bewilligten zweiten Bedauert wurde hingegen, daß zwei Abgeordnete nachträglich in den Hypothet 50 000 nicht überschreiten, und der allgemeine Tilgungs- Soz. Monatsheften" einen ihrer ursprünglichen Haltung entgegenfaz bon 1 auf 1½ Broz. erhöht werden. Außerdem nahm die Re- geschten Standpunt vertreten. Eine derartige Absonderung müsse gierung eine Verschärfung der Tilgung voreingetragener Hypothe- auf das Ansehen unserer Reichstagsfraktion schädigend wirken. Gen. Obwohl allerhand Bedenten gegen diese Regierungs- Herrmann beantragte die Wahl zweier Mitglieder zum ständigen wünsche laut wurden, stimmte ihnen die Versammlung doch zu, Besuch der Generalversammlungen des Keiswahlvereins und des um das Scheitern der Hypothekenanstalt zu verhindern. Verbandes der Kreiswahlvereine von Groß- Berlin auf die Dauer Das Regulierungsprojekt für den Seepart cines Jahres, um dem örtlichen Wahlverein eine bessere Inforsieht vor, daß bei Bebauung der den Park begrenzenden Straßen, mation über die Vorgänge in den genannten beiden Organisationen Ein starkes Betrugs- und Schiebungsstück lag einer An5 Meter tiefe Vorgärten angelegt werden. Die faiserliche Geneh zu ermöglichen. Genosse Zöllner wünschte eine Einschränkung des flage wegen Betrugs zugrunde, welche den Leutnant a. D. migung zu dem Fluchtlinienplan war nur erteilt worden unter Antrags dahin, daß menigstens ein Vorstandsmitglied zum regel- Eduard Soenke und den Kaufmann Gustav Bahlsen der Bedingung, daß die Anlegung der Vorgärten unter allen Ulm- mäßigen Besuch der Generalversammlung verpflichtet werden soll. vor die vierte Straffammer des Landgerichts II führte. ständen sichergestellt und durchgeführt wird. Der Berliner Polizei- Die Angelegenheit wurde ner nächsten Funktionärsizung zur Erledi- Im Jahre 1910 brauchte der Angeklagte Soente zu einer ges präsident wurde von dem Minister der öffentlichen Arbeiten noch gung überwiesen. Unter Berschiedenes" wurde von einem Red schäftlichen Transaktion 5000 Mart. Er setzte sich mit einer Frau besonders angewiesen, auf die Anlage der Vorgärten hinzuwirken. ner auf den im hiesigen Postamt bei der Auszahlung der Invaliden. Dr. Jaspis, jebiger Frau St., in Verbindung, die sich in der HoffDie Berlinische Bodengesellschaft hat es nun abgelehnt für ihr und Altersrentenbezüge oft beobachteten großen Andrang hinge- nung, bei dem Geschäft 300 m. zu verdienen, bereit erklärte, die Gelände zwischen Kaiserallee und Prinzregentenstraße, in einem wiesen und im Interesse der alten und tränflichen Rentegempfänger 5000 Mart als Darlehen zu geben. Soente gab zwei Wechsel über Privatvertrage die Durchführung der Magistrats- und Regierungs- eine schnellere Abfertigung als notwendig bezeichnet. An die 3000 und 2000 m., die er aber am Verfalltage nicht einlösen fonnte. wünsche zuzusagen. Der Magistrat will nun auf dem Wege des anwesenden Gemeindevertreter wurde die Anfrage gestellt, ob die Am nächsten Tage erschien S. bei der Frau Dr. J. und bat sie, die öffentlichen Rechts, die Anlage der Vorgärten durchsetzen. Den Gemeinde in dem dicht bebauten Neuendorfer Ortsteil nicht einige Wechsel selbst einzulösen. Als Sicherheit fönne er, wenn sie jich Stadtverordneten war daher eine neue Vorlage zugegangen, die Kinderspielpläbe schaffen könne. Von einem anderen Redner wur- bereit erfläre, noch 15 000 m. zuzuzahlen, eine Hypothek über nach fürzer Debatte einem besonderen Ausschuß überwiesen wurde. den die auf dem südlichen Teil des Plantagenplages angelegten 20 000 m. auf ein Grundstüd in der Lorenzstraße, welches dem 3ur baulichen Erschließung der Württembergischen zwei Buddelpläge als völlig unzureichend bezeichnet und eine Ver- jeßigen Mitangeklagten Bahlsen gehörte, geben. Frau Dr. J. erStraße und eines Teiles des Fehrhelliner Plazes, ist der Ma- größerung oder Vermehrung derselben gefordert. Genoffe Singer Flärte fich auch damit einverstanden und gab für die Hypothek einen gistrat mit dem Kommerzienrat Aschrott einen Regulierungsvertrag stellte die baldige Schaffung eines Spielplazes auf der Wiesen jüd- Wechsel über 15 000 m, der laut drüdlicher Vereinbarung ein eingegangen. Ferner suchte der Magistrat die Genehmigung der lich der Großbeerenstraße in Aussicht; die Anlage mehrer SpielStadtverordneten nach, zum Erwerb eines Schulgrundstücks plätze sei jedoch nicht möglich, weil die Gemeinde in diesem Orts- Depotwechsel sein sollte. Wie sich später herausstellte, war diese auf dem Aschrottschen Gelände zwischen Düsseldorfer und Vom teil keinen passenden Grundbesiz habe und die Bachtung von Pri- Sypothet gar feine reguläre Hypothet, sondern eine sogenannte merschen Straße. Beide Vorlagen wurden dem Finanzausschuß vatgrundstüden sich wegen des hohen Preises und der eventuell Erbbau- Hypothet". Außerdem war das Grundstück weit über den überwiesen. plöblich notwendig werdenden Räumung zu Bebauungszweden Schornstein hinaus mit Baugeld- und anderen Hypotheken in Ge= Als Frau Dr. J. Bedenken Eine Spardebatte gab es dann wieder bei der Frage der Re- nicht empfehle. Die Unzulänglichkeit der Buddelpläge auf dem famthöhe von 34 000 m. belastet. gulierung und gärtnerischen Anlegung des Hochmeisterplates. Der Plantagenplak erkenne auch er an. Auf den Hinweis, daß die Ge- wegen des Wortes„ Erbbaurechts- Sypothet" aufstiegen, verstanden Magistrat verlangte die Bewilligung von 20 800 m. Stadtverord- meinde vielleicht vom Forstfiskus, der ja dem Beamten- Heimstätten- es beide Angeklagte, diese Bedenken zu zerstreuen, indem sie verneter Heinrich kritisierte die Vorlage in Grund und Boden, wobei verein und dem Golfklub in Klein- Glienice so großes Entgegen- ichwiegen, daß diese Art Hypotheken, die eigentlich so gut wie gar er Unterstüßung von anderen Stadtvätern, wie Drocie usw. fand. kommen gezeigt habe, passendes Gelände auf längere Zeit pachten nicht mehr vorkommen, dem Hypothekengläubiger nur ganz geringDen in Anjab gebrachten Preis für Boden fand er viel zu hoch. fönnte, entgegnete Genosse Zöllner, daß hierzu wenig Aussicht vor- fügige Rechte einräumen und die übrigen Hypothekengläubiger Das Grundstück kam Statt der norgesehenen vier Hydranten genügten zwei, und statt handen sei. Der Forstfiskus habe wohl dem zum großen Teil aus unter allen Umständen bevorrechtigt sind. 50 Sizbänken würden 12-15 genügen. Auch ist nicht einzusehen, adligen Mitgliedern bestehenden Golfklub das gewünschte große zur Zwangsversteigerung und wurde von dem Restkaufgeldhypoweshalb eine Warnungstafel zum Preise von 50 M. angebracht Gelände auf 99 Jahre gegen 1 M. Anerkennungsgebühr bacht thefeninhaber erworben, während Frau Dr. J. mit ihrer Sypother werden muß. Bürgermeister Peters verteidigte den Magistrat weise" überlassen, der Gemeinde gegenüber würde er jedoch nach völlig ausfiel. Sie ist, da die Angeklagten wider die Abrede den gegen die Angriffe. Der vorläufige Effekt war die Ueberweisung den bisherigen Erfahrungen nicht so wohlwollend sich zeigen. Zum Wechsel weitergegeben hatten, um die vollen 20 000 m. geschädigt. der Vorlage an den Finanzausschuß. Bweis dessen wies er darauf hin, daß die Gemeinde sich vergeblich Der Staatsanwalt beantragte, da es sich hier um eine recht ge= Neukölln. bemüht habe, für den Bau einer Badeanstalt ein passendes Gelände fährliche Schiebung handele, je 2 Monate Gefängnis. Das Gericht zu erhalten, während der Ortsausschus für nationale Jugendpflege erkannte diesem Antrage gemäß. Die Stadtverordnetenversammlung erledigte am Donnerstag die verhältnismäßig leicht Grundstück und Genehmigung für den Bau Beratungsgegenstände ihrer ganz furzen Sizung ohne Debatte; derfelben bekommen habe. Genosse Reipert bedauerte, daß die Geeinziger Redner war der Stadtverordnetenvorsteher. Beschlossen meinde fich seinerzeit das an den Friedhof grenzende Baldgelände wurde, die projektierte Straße 204a zwischen der Neuen Jonas- und auf der kleinen Sandscholle, das der Forstfiskus zu billigem Preise der Schierkestraße sowie die projektierte Straße 207d zwischen der Kopf dem Beamten- Heimstättenverein überlassen hat, nicht gesichert habe. straße und dem Mittelweg zu regulieren. Der Beschaffung von Say- Eine Erweiterung des Friedhofs an der Goethestraße sei jest nicht material für die Städtische Druckerei im Betrage von 5000 m. mehr möglich, und die Gemeinde werde später gezwungen sein, ein und dem Bau von zwei Zweifamilienhäusern auf dem Rieselgut viel teureres Gelände zu erwerben. Genosse Singer schob die Waßmannsdorf( Kosten 29 000 M.) stimmte die Versammlung zu. Schuld hicran dem Forstfistus zu, der absolut auf dem zu hohen In die Hochbaudeputation wurde an Stelle des ausscheidenden Kaufpreis bestand und von Verhandlungen wegen Herabsehung desStadtv. Emmeluth der Stadtv. Kabermann und als Sachverständiger im selben nichts wissen wollte. Dem Beamten- Heimstättenverein habe Mobilmachungsausschuß für die Unterverteilung von Landlieferungen er das Gelände dann zu viel günstigeren Bedingungen überlassen. Stadtv. Soltmann gewählt. Eine sich anschließende nicht öffent- Genossin Reipert erklärte, daß die organisierten Frauen nicht so liche Sigung räumte ebenso schnell mit ihrer Tagesordnung auf. lange warten wollen, bis die Gemeinde Spielpläte errichtet; sie wollen bereits in der nächsten Zeit Ferienspiele und fleinere AusDie Beleuchtung der Hafenheide. Seit einiger Zeit schweben flüge für Kinder arrangieren. erhandlungen zwischen den Magistraten von Berlin und Neukölln er die Einrichtung einer Starflichtbeleuchtung in der Hasen- Die Leiter des Arbeiterjugendheims, das sich seit Februar de. Es wird beabsichtigt, die zu Neukölln gehörige Straßenseite d. J. in einem gemieteten Raum des Parteilokals Deutsche Festelektrischem Starflicht auszustatten. Die Direktion der städtiWerte von Neukölln hat den Auftrag erhalten ein Projekt mit tanschlag auszuarbeiten und dem Magistrat vorzulegen. eberg. au g Ferienausflüge der Halbtagsfolonie sezen mit Beginn der die schulferien wieder ein. Das Ziel ist der Grunewald. Alle ver Kinder, die mit den städtischen Ferienkolonien nicht mit perden können und gewillt sind, sich an diesen Ausflügen Webs len, wollen ihren Vor- und Zunamen sowie Alter entMarie Bezirksleiter oder Leiterinnen, oder an die Spedition, Eberser- Str. 69, die Genossen Maurer, Golzstr. 2, Stüter, gadene Anoblauch, Gothenstr. 22, und Genossin Lazer, Berchtes abend,.22/ 23, abgeben. Anmeldungen werden nur bis SonnGen? Juni, entgegengenommen. tage, ale ne, die gewillt sind, täglich, mit Ausnahme der SonnAdresse bereiterinnen mit hinauszufahren, werden gebeten, ihre Genoisin Lazer abzugeben. Lankwis. Ende eines Dauerprozesses. In dem Betrugsprozeß gegen den Direktor der Sparia"-Ges selichaft Adolf Sübener, der, wie berichtet, seit zwei Monaten die 10. Straffammer des Landgerichts I unter Vorsitz des Landgerichtsdirektors Schnitzker beschäftigt hat, wurde gestern das Urteil verkündet. Der Hauptangeflagte Hübner, gegen den der Staatsanwalt 7 Jahre Zuchthaus beantragt hatte, wurde unter Zubilligung mildernder Umstände zu sechs Jahren Gefängnis und sechs Jahren Ehrverlust unter Anrechnung von einem Jahre der erlittenen Untersuchungshaft verurteilt. Die übrigen 30 Angeklagten wurden zu Gefängnisstrafen von 6 Monaten bis zu 4 Wochen herunter verurteilt, sechs Angeklagte wurden freigesprochen. Mittäterschaft beim Anheften von Plakaten. Der Genosse Will war im vorigen Sommer furz vor der Reichs= tagswahl im Kreise Ragnit- Billfallen auf Landagitation gefahren. Dabei heftete Will auch Zettel mit der Einladung zu einer Versammlung an Straßenbäume. Er wurde wegen Uebertretung des§ 10 des preußischen Preßgefeßes verurteilt, weil er ohne polizeiliche Er laubnis Platate öffentlich ausgehängt habe. Sein Begleiter, Kunstgärtner Borries, der den Wagen an die Bäume heranfuhr, erhielt eine Strafe wegen Mittäterschaft. sale"( Eingang Friedrichstraße) befindet, sind eifrig, bemüht, der Jugend den Aufenthalt in dem Heim so behaglich wie möglich zu machen, sie hoffen dadurch den Kreis der Jugendlichen im Laufe der Zeit erweitern und festigen zu können. Durch Vorträge belehrender Art, oft unterstüßt durch Lichtbilder mittels eigenen Projet tionsapparates, durch Vorlesungen ernsten und heiteren Inhalts Borries legte Revision beim Kammergericht ein. Das Kammers. werden die Jugendlichen zu selbständig denkenden Menschen herangebildet. Aber auch die Pflege des Unterhaltungs- und Gesellig- gericht vertvarf dieser Tage das Rechtsmittel. Es führte aus: Wenn feitstriebs laffen die Leiter nicht außer acht und sorgen durch An- auch in der Wahlzeit das Verteilen von Druckschriften zu Wahlschaffung neuer Spiele und allerhand Kurzweil für Abwechselung sweden auf öffentlichen Straßen gestattet gewesen sei, ohne daß es an den Zusammenkunftsabenden. Eine kleine, aber gut zusammen dazu einer Erlaubnis bedurfte, so doch nicht das Anheften von gestellte Bibliothet, sowie Zeitschriften unterhaltenden und popu- Blakaten. Es handele sich allerdings um Platate, die naay§ 9 dez lär wissenschaftlichen Inhalte dienen zur Befriedigung des Lese- preußischen Preßgesezes zulässig seien, weil es sich um die Anzeige bedürfnisses. In neuerer Zeit wird auch auf gemeinsame Sonn- einer nicht verbotenen Versammlung gehandelt habe. Der§ 9 regele tagswanderungen erhöhter Wert gelegt. Schon diese furze Dar nur die Frage, welche Blafate überhaupt zulässig jeien nach ihrem ftellung dürfte zur Genüge bemeijen, daß die Arbeiterjugend sich in Inhalt, während der§ 10, der die Erlaubnis zum Anheften vorvielfach geübte Zurückhaltung der Jugendbildungsbestrebungen heften treffen wolle. Da cine Erlaubnis nicht vorgelegen habe, so sei guter Obhut befindet. Die Arbeitereltern sollten daher die noch schreibe, die persönlichen Voraussetzungen für das Anschlagen, Angegenüber ablegen und ihre der Schule entwachsenen Kinder dem das Anheften strafbar. Jugendheim zuführen. Die Zusammenfünfte finden jeden Mitt1 Bahlsereins nie, außerordentliche Generalversammlung des mochabend von 8 bis 10 Uhr im obengenannten Total statt. Auch Die gut Bildungsausschu großem Beifall m zunächst die Wahl einiger Funktionäre und des und der erweiterten Lokalfommission vor. Mit ein Vortrag des Genossen Barwich über„ Bile" aufgenommen. Hierauf nahm die Verdung und Soziali jammlung die Berk des Bildungs- und Jugendausschusses entgegen. Aus ersterenar leider zu entnehmen, daß einige Ver anstaltungen recht sen Besuch aufzuweisen hatten. Gin gutes Resultat brachte der her- und Jugendschriftenverkauf bei der Erwachsene haben Zutritt. Gerichtszeitung. obale todalana rodno Bestrafte Kritik. anex Ein Erpresser.. Vor wenigen Jahren erregte in Breslau der tragische Tod zweier dortiger Persönlichkeiten das größte Aufsehen. Durch die fortgesetzten Erpressungen der als Homosexuelle befannten Verbrecher Heuer und Urming wurde zunächst der Breslauer Landgerichtsdirektor Dr. Haffe in den Tod getrieben. Nachdem die Verbrecher bereits gegen 40 000 Mart expreßt hatten, dann aber nach weitere Summen als Schweigegelb berlangten, griff Landgerichtsdirektor Dr. Sasse zur Pistole und Weihnachtsfeier, wo für o M. an Büchern usw. verkauft wurden. sich gestern der 3entralvorsigende des Deut. Das zweite Opfer der genannten Verbrecher war der Breslauer beging, um endlich Ruhe vor seinen Beinigern zu haben, Selbstmord. Der Mitgliederbestand unzer Jugendlichen ist erfreulicherweise ichen Militärarbeiter Verbandes, Mittel angewendet wurden, die Jugend zu fesseln. Zur bebeutend gestiegen, froßde yon bürgerlicher Seite Die schäbigſten hold aus München, wegen Beleidigung zu berant des verfolgten Geistlichen alle geworden waren, die Expreſſungen zu dem letteren ebenfalls zu andauernden Erpressungen. Als die Gelder Verbandsgeneralversammlung in Souseng, an ich au feff. Ben worten. Die Beleidigung wurde in zwei Artikeln in dem aber fortdauerten, griff der Geistliche ihm vom Fürfibischof Dr. Kopp mu Senoffen Jaruſget und Scheffer boter 14. juni, en Organ des Verbandes erblidt, deisen verantwortlicher Re- anvertraute Gelder an. Der Expreſſer Heuer, ein 40 Jahre alter, in wurden 5 neue Mitglieder. Nomals aufmerisam gemacht werden dafteur Uschold iſt. Vor dem Schöffengericht in Spandau hatte Rari Dresden geborener Raufmann erhielt für seine Schandtaten insgesamt 9 Jahre 9 Monate Gefängnis. Die letzte Strafe verbüßte er in Höhe von 4 Jahren 9 Monaten Gefängnis in Berlin. Unter einer Schlackenhalde begraben. Sic or in bac Auf der Aplerbecker Hütte bei Dortmund hat sich am Im April 1914 kam Heuer wieder nach Dresden und nahm bei Freitagmorgen ein schweres Unglüd ereignet, dem vier seiner Mutter Wohnung. Der Dresdener Polizeidirektion war er bereits abisiert worden, und diese hatte hinfort ein wachsames Auge Menschenleben zum Opfer fielen. Der Bauunternehmer auf den Verbrecher. Heuer war bald in den Homosexuellenfreisen in Leube in Hörde hatte den Auftrag erhalten, eine alte Als die Dresden eine bekannte Persönlichkeit. Man nannte ihn dort Schlackenhalde der Aplerbecker Hütte abzutragen. " Wanda". Er verfügte anfänglich über erhebliche Barmittel, als Arbeiter im Begriff waren, einen Block zu unterhauen, aber diese auf die Neige gingen, legte er sich wieder auf Erpressungen. gaben die Schlackemajien plöglich nach und 11. a. verlangte er von einer Persönlichkeit aus der Dresdener Gesell- stürzten in den entstandenen Hohlraum, fünf Arbeiter unter schaft nicht weniger als 50 000 M. Schweigegeld und hatte in einem an diese Persönlichkeit gerichteten Briefe die Niederlegung des Geldes sich begrabend. Vier der Leute waren sofort tot, während in einem Verſted auf der Brühlschen Terrasse verlangt. Der Er- der Fünfte schwer verletzt wurde. presserbrief gelangte jedoch sofort zur Kenntnis der Polizei, die in den Schriftzügen als Schreiber des Briefes den Breslauer Verbrecher Heuer erfannte. Als er abends das Schweigegeld an Ort und Stelle Ein Bombenattentat, das allgemein auf das Konto der Suffraabheben wollte, wurde er verhaftet. Das Dresdener Landgericht verurteilte den Erpresser zu 2 Jahren Zuchthaus, 8 Jahren Ehrenrechts- getten gejezt wird, wurde Donnerstagnachmittag 6 1hr gegen die verluft und zur Stellung unter Polizeiaufsicht. ,, Antwort: Hoch die Sozialdemokratie." Zu unserem Bericht vom 10. d. M., in dem wir auf den Prozeß Mähler und Genossen aus dem Jahre 1888 hinwiesen, tragen wir noch nach, daß zu den Verurteilten auch der Genosse Tischler Gustav Hoffmann gehörte. Er wurde zu sechs Wochen Gefängnis berurteilt. Aus aller Welt. Aus dem südwestafrikanischen Paradiese. Ein Bombenattentat der Suffragetten? berühmte Westminsterabtei in London verübt. Die Erplosion erfolgte in der Nähe des Hochaltars, doch wurde nur geringer Sachschaden angerichtet. Als die Explosion erfolgte, befanden sich etwa hundert Personen im Innern der Abtei. Sie befürchteten infolge der Erschütterung eine Katastrophe und drängten sich nach dem Ausgange. Eine Frau wurde dabei ohnmächtig. Die Explosion verursachte starte Rauch- und Staubwolten. Mörtel fiel von der Decke und von den Wänden. Die Polizei war schnell zur Stelle und hielt einige Anwesende zurüd, um sie zu vernehmen. Im Zusammenhang mit der Bombenerplosion in der Westminsterabtei sind zwei Frauen verhaftet worden. Eine weitere Ausschreitung begingen in der Nacht zum Freitag mehrere Suffragetten in Chipstead( Grafschaft Surrey). Dort versuchten sie eine aus dem zwölften Jahrhundert stammende Pfarrkirche in Brand zu stecken. Explosionskatastrophe auf einem Flugplatze. Von der schwierigen, im letzten Augenblid erfolgten Errettung des Bohrgehilfen Thieme vom schrecklichen Tode des Verdurstens in der wasserlosen Namibwüste Deutsch- Südwestafritas berichtet die Lüderizbuchter Zeitung". Thieme war am Dienstag, 14. April, von Garub auf einem schlappen Maultier weggeritten, um sich nach Eine folgenschwere Explosion, bei der vier Soldaten feiner Arbeitsstelle bei dem Bohrtrupp Kief im Kuichab Revier zu begeben. Unterwegs war ihm das Maultier bei einer Naft entlaufen, getötet wurden, hat sich Freitagmittag auf der Fliegerund bei dem Versuch, zu Fuß sein Ziel zu erreichen, hatte sich Thieme station in Graudenz ereignet. Beim Abfüllen von Benzin verirrt. Nachdem die Versuche der Nächstbeteiligten, den Vermißten aus dem Tank explodierte ein Benzinfaß. Vier mit dem Abaufzufinden, fehlgeschlagen waren, wurde eine Polizeipatrouille auf- füllen beschäftigte Militärpersonen, der Unteroffizier Bertram geboten, der sich Angehörige der Schutztruppe anschlossen. Aber auch aus Gevensleben, Kreis Helmstedt, Sergeant Nahrstedt diese mußten, nachdem sie die Spur längere Zeit verfolgt hatten, aus Sandau, Kreis Jerichom 2, Gefreiter Kühnlein aus wegen Erschöpfung und Wassermangel erfolglos umfehren. Erlangen und Gefreiter Müller aus Stettin wurden geNur der Wachtmeister Streibel und die beiden Bohrmeister Rief und tötet. Die Leichen sind entseglich verstümmelt. Der Hagen entschlossen sich, unter eigener Lebensgefahr die Spur bis tief Materialschaden ist erheblich. hinein in die Namib zu verfolgen. Müsselig und langsam fam man vorwärts, immer darauf bedacht, die Spur nicht aus dem Auge zu verlieren. Mit dem nur noch geringen Wasserborrat mußte man äußerst sparsam umgehen, wenn für den Verirrten noch genügend übrig bleiben sollte. Die Spuren wurden immer frischer. Am Montagnachmittag wurde das Hemd Thiemes gefunden, der übrigen Kleidungsstücke hatte er sich schon borher entledigt, wie das Verdurstende zu tun pflegen. Auch wurde beobachtet, daß sein Urin nur mehr aus einigen Tropfen Blut bestanden hatte, daß er Zweige von dürren Namibbüschen zerfaut ,, aber wieder von sich gegeben hatte, alles Anzeichen, daß der Vermißte seinem Ende nahe war, und daß nur noch schleunigste Hilfe Rettung bringen konnte. Gegen nachmittag kamen die Reiter auf einer Anhöhe an, von welcher man einen ziemlich weiten Umblid hatte. Während Streibel die Gegend mit dem Fernglas absuchte, fand Bohrmeister Hagen einen Lagerplas des Thieme, an welchem dieser mit den Fingern die Worte Thiemes letzte Stunde" in den Sand gegraben hatte. Thieme lief schon längere Zeit barfuß und hatte schon begonnen, den Boden in der bei Verdurstenden typischen Weise aufzuwühlen. " Kleine Notizen. Ein jugendlicher Lustmörder. Am Donnerstagnachmittag wurde in Hamburg ein dreijähriges Mädchen namens Irma Parz in der Wohnung ihrer Eltern ermordet aufgefunden. Am Freitagvormittag wurde der sechzehnjährige Techniferlehrling Kuhn 3 verhaftet, der auch geständig ist, die kleine Barz mißbraucht und dann ermordet zu haben. Eine Greisin als Spionin. In Wien wurde die 66 Jahre alte Baronin Johanna Murmann unter dem Verdacht, für Rußland Spionagedienste verrichtet zu haben, verhaftet. Die Baronin war bereits vor zwei Jahren in einen Spionageprozeß verwidelt, der gegen ihren Sohn, Baron Alexander Murmann von Marchfeld, einen früheren österreichischen Offizier, angestrengt worden war. Dieser wurde seinerzeit zu einer längeren schweren Kerkerstrafe verurteilt. Eine Automobilkatastrophe. Jn Toulouse stürzte Freitag früh ein mit fünf Angehörigen der Familie des Arztes autre bejegtes Automobil infolge Einbruch seiner Brüde in einen Graben. Alle fünf infassen wurden getötet. " Ein Dampfer vermißt. Nach einem aus Halifar( Neu- Schottland) eingetroffenen Telegramm wird dort der Dampfer Montmagny" vermißt. Man fürchtet, daß er mit seiner ganzen vierundzwanzig Mann starken Besaßung untergegangen ist. Drei Arbeiter in einem Salzbergwerk ertrunken. In dem Zentralschacht der Bachmuter Salzbergwerte stießen am Donnerstag Arbeiter während der Arbeiten auf eine Wafferader, welche den Schacht überschwemmte. Drei Arbeiter sind er trunken, die übrigen 297 Arbeiter wurden gerettet. Da deutlich erkennbar war, daß die Spur vom selben Tage stammte, faßten die schon fast am Ende ihrer Kräfte angelangten Sucher frischen Mut. Die letzten Kräfte wurden angespannt, die Pferde, die schon den zweiten Tag ohne Wasser waren, mußten das Legte hergeben. Kurz vor Abend erblickte Streibel den Thieme, der, im Sande liegend, auf sein lautes Hurra nur den Arm heben konnte. Thieme war in einem schrecklichen Zustande. Die Augen waren weit aufgerissen, glasig und fast gebrochen. Er war völlig nackend und aum felett abgemagert. In seinen Durstqualen hatte er versucht, sich die Pulsadern mit einem Stein aufzuklopfen. Auf der Schöneberg. Sonntag, den 14. Juni, findet in Mariendorf, Restaurant Bruft hatte er sich mit scharfen Steinen tiefe Risse in der Haut beis gebracht. Er war so schwach, daß er ohne Zweifel die Nacht nicht überlebt hätte. 62 Tage batte er ohne einen Tropfen Wasser und ohne jegliche Nahrung in dem glühend heißen, schattenlosen Dünengebiet umhergeirrt. Nach schweren Mühfalen gelang es den Rettern mit dem fast Berdursteten an die nächste Wasserstelle zu gelangen. Jugendveranstaltungen. zum Schweizerhaus, Großbeerenstraße, Inh. Strigte, ein Gartenfest mit Mandolinentonzert, Unterhaltungsspielen, turnerischen Vorführungen und Tanz statt. Abends Gartenbeleuchtung. Treffpunkt 22 Uhr Staiser- WilhelmPlaz. Wetterprognose für Sonnabend, den 13. Juni 1914. Warm und vielfach heiter, aber noch veränderlich mit etwas Gewitter: neigung und lebhaften südöstlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Warum kaufen alle Herren und Damen i. Süden Berlins ihre Garderobe. Kredit bei Hugo Udo Cohn Kottbuser Damm 13 Weil Preise billig! Weil Auswahl gross! Weil Bedingungen kulant! Weil Bedienung zuvorkommend, kurz dort alles weil vereint ist, was man von grossem Kredith. verlangt. Schon mit 10 M. Anzahlung kmpl. Wohnungseinrichtg. 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Anf. 4% 11hr Volks- Sinfonie- Konzerte Di hat au grundio die ihr daß fie system tag die jomie scheine icheine redafte 933 bes Blüthner- Orchesters Solot Sonnabend, 13. Juni, BrauereiKönigstad geftalt Dirigent: Max Wachsman Dienstag, 16. Juni, Berl. Bockbrauerel Dirigent: Eugen Sauerborn Beginn 8, Uhr. Entree 30 Bi Für den Inhalt der Jujerate übernimmt die Redaktion de Publikum gegenüber feinerle Verantwortung. Berantwortlicher Redakteur: Alfred Wielepp, Neukölln. Für den Inseratenteil verantw.: Th. Glede, Berlin, Drud u, Verlag: Borwärts Buchdruderei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Schmi gaten Genof eineschl ederw. entier. ickerei reises gegen den Abgeordneten des Nachbarwahlkreises der Winterthurer Arbeiter- Zeitung" von der angeblichen Be- jagt, glaubte man, daß die genossenschaftliche Bautätigkeit das große genommen. Von dem Borstand und den Frankfurter Mit- leidigung des Renegaten, den sie Judas" nannten und dessen Bedürfnis an Kleinwohnungen befriedigen würde. Doch auch darin der Preßkommission war der Generalversammlung, die sehr Lumpereien sie scharf geißelten, vom Bezirks- und Obergericht erlebt man Enttäuschungen. Obwohl die bürgerlichen Baugenossens ucht war, eine Entschließung vorgelegt, in der es heißt: freigesprochen wurden. Dem Bechota wurden außerdem GerichtsDie Bersammlung des Sozialdemokratischen Vereins Frank- fosten, Staatsgebühr von 100 Frant und Entschädigung an die schaften von Staat und Kommunen im weitgehendsten Maße unterIh.Str.18 a. M. erblickt in der Stellungnahme der Kreisgeneralber- Freigesprochenen auferlegt. h.Str.74 lung des Höchst- Usinger Wahlkreises gegen den Abgeordneter Der Präsident des Gerichts in Olten, das unsern Genossen Frankfurter Reichstagswahlkreises eine den allgemeinen Schmid verurteilte, Adrian v. Arr, ist Züchter von Gelben im eigenössischen und politischen Rüdsichten Kanton Solothurn und Intimus von Pechota. ersprechende Handlungsweise." nstr.10. linorsts4 sehr langer Debatte, an der sich die Genossen Brühne, ann, Hammer, Drtlepp, Quard und Zielowsti ten, wurde die Entschließung mit großer Mehrheit an-Wrsiv. men. äferstr. erstr.98. belgesch -Wrstw. Str. 2a. igstr. 37. et stützt worden sind, haben sie das Wohnungselend kaum lindern können. Ja, es hat sich gezeigt, daß es bedenklich ist, diese Genossenschaften so ohne weiteres zu fördern. In Königsberg i. Pr. stand der Allgemeine Wohnungsbauberein bereits vor dem Konkurs. Nur durch eine Sanierung mit Hilfe der Stadt ist die Aus Industrie und Handel. leite vermieden worden. Dabei hat der Staat als Hauptgläubiger Die neue französische Anleihe. Der Finanzminister hat dem eine recht bedeutende Summe eingebüßt. Nicht weniger als 96 000 m. Ministerrat einen Gejegentwurf unterbreitet, der die Aufnahme haben die Hauptgläubiger von ihren Forderungen gestrichen. Wäre einer 3 prozentigen Anleihe im Betrage bon es zum Konkurs gekommen, so hätten viele Ar= Aus den Organisationen. Sozialdemokratische Verein für den Wahlkreis Naum- 900 Millionen Frank vorsieht, die in 25 Jahren amortifiert beiter und kleine Beamten ihre legten Erspar Denn jeder Mieter in den Häusern des Beißenfels- Zeit hielt am Sonntag seine Streis- werden soll. In der Begründung des Anleihegefeßentwurfes wird nisse verloren. z ab. Aus dem Geschäftsbericht ist zu entnehmen, daß die mitgeteilt, daß die bisher emittierten Renten die ihnen von früheren Wohnungsbauvereins ist verpflichtet, Genosse mit einem GeschäftsMöbel. derzahl im verflossenen Jahre von 5454 auf 6389 gestiegen Gefeßen zugebilligte Steuerfreiheit auch fernerhin ge- anteil von 300 M. zu werden und außerdem kann er mit einem nießen werden. hat also um fast 1000 zugenommen. Die Zahl der weibDie neue Anleihe ist für außerordentliche Aus- weiteren Garantieguthaben von 300 M. in Anspruch genommen Mitglieder beträgt 1808, ein verhältnismäßig hoher Prozent- gaben des Heeres und der Marine sowie zu außerordentlichen werden. Es wären also auch den Arbeitern, wenn sie die 600 m. n bergangenen Jahre fonnte das 50jährige Bestehen der Krediten für Marokko bestimmt. Bemerkenswert ist, daß nunnd. 82. eine von Zeit und Weißenfels gefeiert werden. Der Verein mehr auch Frankreich an dem dreiprozentigen Typus für seine An- nicht bar hätten bezahlen können, die entbehrlichen Habseligkeiten gerie Militarismus und Kolonial- gepfändet worden, so daß die Beteiligung an solchen Streise 47 Verwaltungsstellen. In 37 Drten hat die Bartei leiben nicht mehr festhalten fann. Baugenossenschaften bürgerlichen fehr bemeindevertreter, davon fünf in der zweiten Klasse. In Beig. politif ruinieren auch den besten Staatskredit. rankenfels, Hohenmölsen und Teuchern ist die ganze dritte großes Risiko für die Arbeiter ist. Die Leitung dieses tel. nung mit Sozialdemokraten besetzt. Die Arbeiter Jugend" Der Arbeitsmarkt im Handelsgewerbe verschlechtert sich, ganz Wohnungsbauvereins hat versagt. Die Wirtschaft ist eine unheil572 Abonnenten; Bildungsausschüsse bestehen an 8 Orten, abgesehen von den Konjunkturschwankungen, von Jahr zu Jahr. volle gewesen. thefen an 19 Drten. Die Einnahmen der Hauptkasse und der Das Angebot an Buchhaltern, Kontoristen, Verkäufern, Korrespons Die Stadt Königsberg hat nun zusammen mit Privatleuten altungsstellen belaufen sich auf 49 268 9., die Ausgaben auf denten und sonstigen faufmännischen Angestellten ist gegenwärtig eine Gesellschaft für gemeinnügigen Wohnungs" Volksbote" hat sich in den 3 Jahren feines etwa dreimal jo groß wie die Nachfrage. Dementsprechend herrscht bau gegründet, die für 4 Millionen Mark vom Allgemeinen Gr.St.19 ens erfreulich entwickelt; er erscheint jetzt in einer Auflage natürlich in diesen Streifen eine ganz anormale Arbeitslosigkeit. Im Wohnungsbauverein eine Anzahl Häuser und auch unbebautes Terrain Durchschnitt der Jahre 1906 bis 1913 tamen auf je 100 offene Stellen erwirbt und nunmehr selber den Wohnungsbau betreibt. Auf diese Der Streistag beschloß die Anstellung eines neuen Barteisekretärs. durchschnittlich Bewerber: 1. St. 91. Leopoldt gewählt. 37. Borsigenden des Zentralvorstandes wurde wiederum Genosse toL..Verein ng. 1. Str. 78 Dorfstr.51 BM. 2000. Der er fozialdemokratische Verein für den Reichstagswahl. Jerichow I und II hatte eine Mitgliederzunahme von 513 md. Bergzeichnen. Die Jahreseinnahme belief sich auf 19 705,54 M., it, Gemüse Ausgabe auf 19 193,49 M. u. Gemüse, Allee188. ansstr.14. eißst.11. nallee12 ptstr. 28 auptstr.12 an, * Jahr 1906 Arbeitsuchende 92,99 1907 • 95,64 1908 1909 168,87 • 278,08 Jahr 1910 Arbeitsuchende 247,40 1911. 233,17 1912 1913 265,09 306,60 Jm Mai 1913 erreichte die Andrangsziffer sogar die bisher nie bagewesene Höhe von 372,84. In dieser zunehmenden lieberlastung des Arbeitsmarktes liegt die Erklärung für die ungünstigen Gehaltsverhältnisse in den meisten faufmännischen Berufen. ein Weise soll der Wohnungsbauverein, nachdem man ihm die Hauptobjekte abgenommen hat, lebensfähig erhalten werden, während die neue Gesellschaft mit Hilfe der Stadt und des Staates dem Bau Die Stadtverordnetenvon Kleinwohnungen nachgehen wird. bersammlung hat diese Vorlage des Magistrats mit großer Mehrheit angenommen, obwohl von verschiedenen Seiten erklärt wurde, ,, ein Schritt in daß der Antrag des Magistrats den Zukunftsstaat" fei. Aber von bürgerlicher Seite mußte Der sozialdemokratische Verein für den Wah Itreis Minden eingestanden werden, daß die Stadt sich dem Kleinwohnungsbau zu bede steigerte seine Mitgliederzahl von 1420 auf 1582; unter widmen hätte, da Wohnungen unter allen Umständen beschafft werden d- Str.17, befinden sich 105 Genossinnen. Fünf neue Ortsgruppen Bensee en im verflossenen Geschäftsjahre gegründet. In zwölf Drten Vom Arbeitsmarkt der Metallarbeiter. 98 müßten. Unsere Genossen fezten auch einen Antrag durch, daß die Fast noch stärker als in den meisten anderen Gewerben macht wohnungen nur mit der Maßgabe zu vermieten seien, daß in dem abstr. 70 tage nahm die Generalversammlung des Streifes eine sich in der Metall- und Majchinenindustric jeit geraumer Seit ant Mietsvertrag jede Bezugnahme auf den Arbeitsin der gefordert wird, daß das Interesse der Massen fortschreitende Verschlechterung der Arbeitsmarktlage bemerkbar. vertrag, den ein Mieter mit einem Gesellschafter abgeschlossen hat. Groberung des freien Wahlrechts in Preußen deutlicher in Neben der teilweisen Verflauung des Beschäftigungsgrades spielt unterbleibt. reißstr.36. en ein freieres Preußen zu erwarten ist. Erscheinung tritt, da nur von der politischen Initiative der hier zweifellos auch die wachsende Konkurrenz der weiblichen Ar- Auch in Osterode hat die Wohnungsnot die Stadtverwaltung beitstraft eine große Rolle. Nach den Krisenfahren 1908/09 zeigte veranlaßt, dem Kleinwohnungsbau näher zu treten. Man hat besich zunächst eine etwas günstigere Tendenz am Arbeitsmartte. Der schlossen, vorläufig Wohnungen für die städtischen Arbeiter zu erIm Wahlkreise Rothenburg Hoyerswerda stieg Andrang ging jedoch nicht so fräftig und rasch zurück, wie in frühe- bauen. Zunächst sollen 50 Arbeiterfamilien in solchen Häusern unterHauptst. 20 Mitgliederzahl um 125, auf 1188; darunter befinden sich mannigfachen Hemmungen auf politischem und wirtschaftlichem Geren Jahren steigender Konjuntiur. Das Jahr 1913 mit seinen gebracht werden. Hauptstr. Frauen. Die Zahl der Leser der Parteipreffe ist um 100 gebiet brachte einer Rückschlag, der die Besserung der drei voran= Man sieht sich gezwungen, sozialdemokratische Forde gen. In 19 Orten sind 56 sozialdemokratische Gemeindebertreter gegangenen Jahre zunichte machte. Es kamen nämlich auf je 100 rungen, die man noch vor wenigen Jahren verlacht und verhöhnt tagt 5654, die Ausgabe 4400,81 m. Die Kreisfonferenz über- offene Stellen durchschnittlich Arbeitsuchende: 1910: 222,21, 1911: hat, nach und nach zu verwirklichen. Borsigenden des Glas- des Jahres ohen beiterberbandes, die Reichstagskandidatur. Der bisherige Kandidat 1909 berechnete sich die Andrangsziffer auf 334,19. noffe Neumann( Groß- Räschen) legte seine Kandidatur wegen Der Bertrauensposten mit 40 M. Gehalt. berbürdung mit Vertrauensämtern und aus Gesundheitsrücksichten| Die Aussichten für das Zustandekommen des Kohlensyndikats In welch schreiendem Mißverhältnis die Entlohnung oft zu ben scheinen von den maßgebenden Kreisen sehr pessimistisch beurteilt zu werden. Jedenfalls hören die Vereinigungen von großen Zechen verlangten Leistungen steht, das zeigte sich in einer Verhandlung, sch. Der Parteitag für die Probing Bofen fand am mit Kohlenhändlern, die besonders auffällig sich im legten Balbjahr die vor der britten Kammer des Berliner Kaufmannsgerichts statttag in Poſen ſtatt. Bertreten waren is Ortsvereine durch bemerkbar machten, noch nicht auf. Jebe Kohlenzedje von einiger fand. Dort klagte die 15jährige Handlungsgehilfin Delegierte und eine Genoffin. Anwesend war ferner u. a. als Bedeutung sucht die Organisation ihres Kohlenhandels zu stärken, Irene B. gegen den Kaufmann kalischer, Inhaber eines treter des Parteivorstandes Genosse Benge Is Berlin. Se- um für den Fall der freien Konturrenz gut gerüstet au jein. Die Perrenwäschegeschäfts. Das junge Mädchen war vom Beklagten mit ar Genosse Hartwig- Bromberg erstattete den Geschäftsbericht, Firma Raab, Karcher u. Co., hinter der die Geljentirchener einem Monat 3gehalt von 40 Mart eingestellt worden. dem der„ Vorwärts" schon das wichtigste mitgeteilt hat. Bergwerfs- Gesellschaft steht, vervollständigt die Reihe der Fusionen, wurde ihm auch bald der Posten der Kassierierin übertragen. rborzuheben aus der mündlichen Berichterstattung ist nur noch, die sie in letzter Zeit durchgeführt hat, soeben durch Antauf der Mangels jeglicher Vorkenntnisse im Kaffieren hatte sie einige Diale es gerade in der Stadt Bojen die Gewertschaftsführer Firma Geldner, die ihre Geschäfte in Mannheim und Basel ein Manto von je 1 M., das sie zuletzt auch aus ihrer Tasche beder Mitarbeit für die Partei fehlen laffen. betreibt. Da die Firma weder Lagerplätze noch einen eigenen zahlte. Da sie befürchtete, von dem kleinen Gehalt unter Umständen arauf ist wohl auch der große Unterschied zwischen der Zahl der Schiffspart bejist, aber als sehr gut eingeführt gilt, will offenbar eine noch größere Differenz deden au müſſen, bat fie, als Bertschaftlich und der der politiſch organisierten Arbeiter zurüd- die Gelsenkirchener Gesellschaft ihre Einflußsphäre in Süddeutsch eine Kundin einmal 70 D. bezahlte, den Chef in höflicher Weise, land erweitern, um allen Situationen, die beim Scheitern des Shn- er möchte doch das Geld selber an sich nehmen. Das sah dieser ditate eintreten fönnen, vollkommen gewachsen zu sein. S nopol ters ardt. 68/19 ce. n. Fr. ns. h. Der. führen. Eine längere Aussprache fand statt über einen Antrag auf robing Posen, die schließlich mit der Annahme folgenden Antrages haffung eines eigenen Agitationsorgans für die ren Abschluß fand: " 3ur systematischen Aufklärung und Erziehung der Genossen und unserer Anhängerschaft in der Provinz Posen ist ein Agitationsorgan zu schaffen, das mindestens monatlich zweimal erscheint und gratis zur Verbreitung fommit." Der Soziales. Bom kommunalen Wohnungsbau. Die wirtschaftliche Entwickelung treibt die Gemeinden immer Bezirksvorstand wurde beauftragt, in dieser AnDa die legenheit mit dem Parteivorstand, in Berbindung zu segen. Eine mehr zum Eigenbau von kleinwohnungen. private Bautätigkeit in vielen Kommunen bereits seit Jahren verder Ortsvereine benio lange Debatte rief ein Antrag Bojen, Rawitsch und Obersigto hervor, der die SitBoien fordert, weil alle Wahlkreise von Bojen aus besser erreicht| werden können. Der Antrag fand mit übergroßer Mehrheit An-| Nach der Mittagspause hielt Genofie Stößel Bromberg nahme. ein Referat über die politische Situation mit besonderer| Berücksichtigung der Verhältnisse in der Provinz Posen, das für alle Delegierten wertvolle Anregungen enthielt. An das Referat Inüpfte| fich eine kurze Aussprache über taftische Fragen. Ungenommen wurde ein Antrag mit Vornahme einer die ganze Broving Posen umfassenden Agitation für die Breslauer St Ein weiterer Antrag auf Herausgabe einer polnischen MonatsBolts wacht"; Menderungent im Organisationsstatut der Partei. Beitschrift, in der Tages- und Zeitfragen in gemeinverständ uber Weise behandelt werden sollen, soll, wenn möglich, dem deutschen Barteitag in Würzburg unterbreitet werden. Als Sitz der Kontrollkommiffion wurde Posen und als Vorfigender derselben Genojie Matusczewski gewählt. Der Siz des Parteisekretärs| bleibt bis zur Entscheidung des Parteivorstandes in Bromberg. lett Uhr ang er hen Von der schweizerischen Sozialdemokratic. hat auf ihrem am Sonntag in Grenchen abgehaltenen Parteitag| Die sozialdemokratische Partei des Kantons Solothurn grundsäßlich ihren Anspruch auf eine Vertretung in der Regierung, daß sie diesen Anspruch unter dem herrschenden Majoritätswahldie ihr ihrer Stärke nach gehört, aufgestellt, aber zugleich erklärt, system vorläufig nicht geltend machi. Ferner beschloß der Parteilag die Schaffung eines ständigen fantonalen Arbeiterfekretariats uh jomie die Verschmelzung der in Grenchen wöchentlich dreimal crscheinenden Volkswacht vom Jura" mit der in Olten täglich erNeuen Freien 3tg." wobei Grenchen einen LokalTan sial te rs. stadt erei ra 31. Cate le " scheinenden redafteur erhält. Wie reaktionär und unerträglich sich die Dinge im Kanton Solothurn unter der Herrschaft des gewaltigen Schlotjunfertums gestaltet haben, mag die Tatsache zeigen, daß Redakteur Genosse Schmid von der N. Fr. 3tg." wegen" Beleidigung" des Rene gaten Pechota empfindlich verurteilt, im Kanton Zürich aber die Genossen Professor Dr. Gasser und Redakteur Schmaßman von IM. wöchentl. Teilzahlung liefere elegante HerrenModen fertig und nach Maß Garantie für tadellos. Sitz und feinste Verarbeitung J. Kurzberg do Maß- Schneiderei Gegründet 1893 Rosenthaler Straße 36 1. Etage Wir bitten genau auf Hausnummer 36 zu achten, da wir keine Filialen unterhalten. Monats- Garderobe! 4-500 getragene Anzüge für Herren: Smoking, Frad- und Gehrod Anzüge( auch zu verleiben), Sommerpaletots sowie v. Stabalieren getragene, fast neue Sachen( a.Seibe), f. jed. Figur paff. in größter Auswahl 3. unübertroff. billigen Preisen. 1Tr., deshalb billiger wie im Laden. WassertorHirsch Kieferbaum, straße 12/13 1 Metallbetten, Holzrahmenmatratzen, Kinderbetten billigst an Private. Katalog frei. Eisenmöbelfabrik, Suhl i.Thür| Es als Arbeitsverteigerung an und entließ das junge Mädchen auf der Stelle. Das Kaufmannsgericht erklärte bie sofortige Entlassung für unbegründet. Einem so jungen Mädchent bertraue man nicht einen solchen verantwortlichen Posten an, da nehme man eine ältere Persönlichkeit und erfahrenere Kraft. Es liege hier ein großes Verschulden des Prinzipals vor, wenn er ein halbes Kind mit dem Posten der Kassiererin betraue, das Gehalt stehe in gar keinem Verhältnis zur aufgeladenen Verantwortung. Die Bitte der Klägerin, ihr das Stassieren abzunehmen, war nach Lage der Sache durchaus berechtigt. Freie Volksbühne. Heute Sonnabend, abends 8%, Uhr: Ordnersitzung im Gewerkschaftshause. Die Wichtigkeit der Tagesordnung macht das Erscheinen 244/8 aller Ordner nötig. Der Vorstand. J. Vertr.: G. Winkler. Wo? ist der schönste Ausflugsort? 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Mts. verschied nach langem Leiden unser Prokurist Herr Bruno Brav. einen treuWir verlieren in dem Verstorbenen bewährten und schaffensfreudigen Mitarbeiter, dessen Heimgang wir schmerzlich betrauern. Wir werden das Andenken des Verstorbenen stets in Ehren halten. Berlin, den 13. Juni 1914. Aufsichtsrat und General- Direktion der Haasenstein& Vogler A.-G. Nach langem Leiden verschied am 11. d. Mts. Herr Bruno Brav. Wir beklagen den Verlust eines treuen Freundes und Kollegen, dem wir stets ein ehrendes Andenken bewahren werden. Berlin, den 13. Juni 1914. Die Prokuristen der Haasenstein& Vogler A.-G. Durch das am 11. d. Mts. nach längerem Leiden erfolgte Hinscheiden unseres Prokuristen Herrn Bruno Brav beklagen wir den Verlust eines durch seinen Pflichteifer vorbildlichen Vorgesetzten, der uns in allen Lebenslagen ein treuer Berater war. Berlin, den 18. Juni 1914. Die Geschäftsführer und Beamten der Haasenstein& Vogler A.-G. der Zentrale und Filialen: Berlin, Breslau, Chemnitz, Dresden, Frankfurt a. M., Halle a. S., Hamburg, Hannover, Karlsruhe, Kassel, Köln a. Rh., Königsberg i. Pr., Leipzig, Lübeck, Magdeburg, Mannheim, München, Nürnberg, Straßburg i. Els., Stuttgart. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Bodenleger Albert Eikmann Camphausenstr. 4 im Alter von 51 Jahren ge storben ist. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonnabend, den 13. Juni, nachmittags 3 Uhr, von der Halle des Heiligkreuz- Kirchhofes in Mariendorf aus statt. Den Mitgliedern ferner zur Nachricht, daß unser Kollege, der Polierer Hellmuth Heller Weinstr. 29 im Alter von 24 Jahren gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute Sonnabend, den 13. Juni, nach mittags 3, 1hr, von der Halle des Bartholomäus- Kirchhofes in Weißensee aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 88/19 Die Ortsverwaltung. Deutscher Buchbinder- Verband. ( Zahlstelle Berlin.) Den Mitgliedern die traurige Nachricht, daß einer unserer Mitbegründer der Zahlstelle und des Berbandes, der Kollege Alfred Schneider nach furzem Krankenlager gestorben ist. Der Verstorbene hat jederzeit in seiner stillen Art den Drganisationsgedanken weiter verbreitet und fast ein Menschenalter treu zur Arbeiterbewegung gestanden. Wir werden sein Andenken in Ehren halten. Die Beerdigung findet Montag, den 15. Juni, nachmittags 4 Uhr, auf dem städtischen Friedhof in Friedrichsfelde statt. Zahlreiche Beteiligung erwartet 23/29 Die Ortsverwaltung. ... 98 Pf. Kartoffelmehl erben Im W egunge erfügte nä Pfund 22 Pt. Pfund 13 annichaft erausgab C Reis Pfund 16, 20, 25. hören, Pudding- Pulver( gefarbt).. 5 Pack 28 rember( Rote Grütze( gefärbt)...... 5 Pack 28 PL und die W Vanille- Saucen- Pulver( gefärbt) 3 Pack 20 rbeiterabt Kunsthonig. ca. 3- Pfund- Glas 98 Pin Räucherwaren Flundern Bücklinge ur meh it maßg Nach Pl. Dieber ein Pfand 35 5 Stück 20Ptibt zuga Dorsch geräuchert..... Stack 15, 20 Pt. Lachs geräuchert........ ½ 55 Pf. Matjes- Heringe Pfd. 95, 1.30 Rotzungen Kabeljau ohne Kopf, im Ganzen Pfund 16PL Makrelen Seelachs ohne Kopf, im Ganzen Pfund 15P Heilbutt Schellfische..... Pfund 18, 22 P. Deutscher Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Goldschmied Franz Stetz ( Warschauer Str. 63) am 10. Juni an Lungenleiden gestorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 18. Juni, nachmittags 2, 1hr, von der Leichenballe des St. Pius- Kirchbofes in Hohenschönhausen Wilhelmsberg aus statt. Für die Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes 103a Hermann Schubert jage ich allen Freunden und Befannten, insbesondere dem Wahlverein, meinen herzlichsten Dant. Martha Schubert. Rege Beteiligung wird erwartet. 120/2 Die Ortsverwaltung. Am 10. Juni verstarb mein lieber Bruder, der Metallschleifer Emil Dowe. Beerdigung heute Sonnabend, nachmittags 5 Uhr, auf dem Sophien- Kirchhof, Freienwalder 126a Straße. Ida Krüger gcb. Dowe. Schwager Ferd. Krüger, zurzeit in Köln zum Berdandstage. Paul Krüger als Neffe. Pf. Tafel- Lachs Am Donnerstag, den 11. Juni, abends 8, Uhr, entschlief sanit nach furzem Stranfenlager mein lieber Bruder, Schwager, Dnfel und Großonkel, der Buchbinderei werfführer Alfred Schneider im 58. Lebensjahre. Um stilles Beileid bitten Paul Schneider und Familie nebst Verwandten. Die Beerdigung findet am Montag, nachmittags 4 Uhr, voit der Leichenhalle des städtischen Friedhofes in Friedrichsfelde aus statt. Danksagung. Herzlichen Dant allen, die meiner lieben Frau und meiner teuren Mutter die legte Ehre erwiesen haben. Albert Rostin und Tochter. Weißensee, Berliner Allee 251. Spezialarzt Dr. med. Wockenfuß. Friedrichstr. 125( Oranienb. Tor) für Syphilis, Harn- u. Frauenleiden Ehrlich- Hata- Kur( Dauer 12 Tage). Blutuntersuchung. Schnelle, sichere schmerzicse Heilung ohne Berufsstörung. Mäßige Preise. Sprechst. v. 8-8. Sonntags 9-11. ofortis Abteilu Pfund er die Stück 8, 12P geftelt Pfund 18, 25 PL Stück 14 Pf. breibt vo ichen Ehr Dürfen, den Be Fälle, in Arbeiterab Pfund 55 PL Filitärber Pfund 55 Pre Rame Reine Filialen. arifden S lieben, ift Sur Auch hier ewalt i intreten ilitärge bteilung 1 Mark wöchentliche Teilzahlung liefere elegante Herren Moden taten o werben. Wie Bejegen eie bo indigte, tig- fe ilitärg prochend fertig and nach Masst d Garantie für tadellosen Sitz Jonas De Druder Kurzberg Oranienstr. 160 tifhe Oranienplatz zwischen Moritz- u. 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Deutlicher und offener on besprochen worden, es feien aber hier noch einige Talentproben Wert der Organisation an den Profiten der Agrarier abfann nicht bestätigt werden, was bisher sorgfältig vor der Oeffentmessen. lichkeit geheimgehalten, was sonst immer eifrig von den LügenUrsprünglich bestimmte die Disziplinarsirafordnung für das fabriken der Regierung dementiert worden ist. Die Knute muß che Heer, daß nur Soldaten zweiter Klaffe nach den, politischen Gefangenen erhalten bleiben! htloser Anwendung der Disziplinarstrafen( mittlerer oder strenger Zu den bevorstehenden Gerichtsverhandlungen gegen Die Knute ist das einzige Strafmittel, das ihnen reft) in eine Arbeiterabteilung eingestellt werden sozialdemokratische Redakteure wegen angeblicher Beleidigung gegenüber als wirksamerscheint!- das ist der Kern ften. Die Verfezung in die zweite Klaffe des Soldatenstandes bes Kriegsministers und anderer militärischer Instanzen bieten der Ausführungen des Ministers. aber nur durch Richterspruch erfolgen. Der§ 37 des einige Soldatenselbstmorde bezeichnende Beiträge, Die neue blutige Tragödie in Pstow bietet wie so viele andere, litärftrafgesezbuches bestimmt in dieser Hinsicht: die sich in den letzten Wochen in westfälischen die bereits an uns vorüber gegangen sind, eine Illustration zu Auf Versegung in die zweite Klaffe des Soldatenstandes Truppenstandorten zugetragen haben. Es will doch diesem Regierungsprinzip des Ministers, der die Mißhandlung und rsdo teste, wenn die Dauer dieses Verluftes drei Jahre nicht über eines beidhränkten Gebietes von wenigen Meilen über fünf wichtigsten Bestandteile des Programms der russischen Regierung erkannt werden neben dem Verlufte der bürgerlichen Ehren wirklich schon etwas heißen, wenn in furzer Zeit innerhalb förperliche Züchtigung der politischen Gefangenen zu einem der 18-11 teigt. Auf Berfegung in die zweite Stlaffe des Soldatenstandes; Soldatenselbstmorde berichtet werden muß. Ueber die Ursachen erhebt. fann erkannt werden: 1. in wiederholtem Rückfalle wenn die Verurteilung wegen Diebstahls, Unterschlagung, dieser Tragödien ist bisher sehr wenig in die Deffentlichkeit Raubes, Grpreffung, Hehlerei, Betruges oder Urkundenfälschung gedrungen. In Hörter erschoß sich ein Unteroffizier oder erfolgt, auch wenn der Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte nicht Feldwebel aus Furcht vor Bestrafung wegen Mißhandlung von Soldaten. In Detmold erschoß sich ein Musketier; durch se Außerdem kann beziehungsweise muß die Versehung in die Vorhaltungen wegen des Verlustes eines Seitergewehrs war der Griechen in Kleinasien trop der wiederholten Zusiche the Staffe des Soldatenstandes bei schweren Verfehlungen er in eine verzweifelte Stimmung gekommen. Ein anderer rungen der Pforte andauern, ist heute der Ministerrat 60bie Disziplin eintreten( Aufruhr, Fahnenflucht, Selbſtver- Musketier aus Detmold griff, zum Strid. In Büdeburg er zuſammengetreten, um die kritisch gewordene Lage zu prüfen. immelung, Vorschützen von Gebrechen usw.). 95bteilung versetzt werden, die vorher von einem Militär Fall, nicht mitgeteilt. Jetzt hat sich in Bückeburg auch ein Ursprünglich konnten also nur Solbaten in eine Arbeiter- bataillons. Die Ursache wurde, ebenso wie in dem anderen Benizelos und der Marineminister dem König die gefaßten 68ericht entweder wegen schwerer Verstöße gegen die Disziplin Oberjäger desselben Jägerbataillons erschossen. Angeblich der Kammer: Die Regierung weiß, daß die Leiden der äußerst erregt. Ministerpräsident Venizelos erklärte in 35 egen fehr ehrenrühriger Verletzungen des Reichsstrafgesetz wegen Liebeskummer. des verurteilt worden waren. Somit mußten best im mie 35ickliche Vorausjegungen erfüllt fein, che torps. Will der Kriegsminister etwa diefe traurige Tatsache Opfer su milbern. Ich glaube erklären zu müſſen, daß, abFünf Selbstmorde innerhalb kurzer Zeit in einem Armee Griechen kein Ende nehmen, und daß sie sich nicht damit begnügen fann, Tränen zu trocknen und das Elend der Golbat einer Arbeiterabteilung überwiesen auch mit einer Stlage aus der Welt schaffen? teen, daß, abgefehen von Verlusten unserer Landsleute, tein Tag vergeht, ohne daß die Verträge und Rechte der Griechen und die internationalen Geseze verletzt werden. 63 45 35P te 22 PL eintritt." erden tonnte. Empörende Kasernenbarbarei. Ein empörender Fall von Soldatenpeinigung beschäftigte das webel Henning von der 4. Kompagnie des Infanterie- Regiments Im Winter 1887 wurde das durch einen Aft der Kommandobalt, d. H. durch eine Kabinettsorder plötzlich geändert, und zwar burden durch fie die erwähnten gefeglichen Voraus. fügte nämlich, daß die kommandierenden Generale fünftig auch 13Pannschaften, die nicht zur zweiten Klasse des Soldatenstandes erausgabe der erwähnten kabinettsorder braucht ein femman Berenber General Soldaten seines Befehlsbereiches nur für„ ehrlos beiterabteilung verjeßen. Damit find aus der ganzen& me elegenheit alle bisherigen alle bisherigen geichlichen Be= immungen und auch die Gerichte ausgeschaltet! Bett gebracht. 25 PL 28PL 28 20PL 98 Pf. Die griechisch- türkische Spannung. Athen, 11. Juni. Da die fyftematischen Verfolgungen Beschlüsse vor. Die öffentliche Meinung ist Die Abendblätter geben der Regierung in lebhaften Ausdrücken den Rat, nichts zu vernachlässigen, um den durch die ständen ein Ende zu bereiten. Aus Mytilene wird Grausamkeit der Türken unhaltbar gewordenen Zugerüchtweise gemeldet, daß imali in Flammen stehen soll. Die Forderungen Griechenlands. Athen, 12. Juni.. Die griechische Regierung hat in Oberfriegsgericht des 4. Armeekorps zu Magdeburg. Der FeldMr. 93 zu Dessau war wegen Mißbrauchs der Dienstgewalt und vorschriftswidriger Behandlung eines Untergebenen, des Musketiers Regner, angeklagt. Regner war bei einer Turnübung über bas Sprungbret: gestolpert und dabei so schlimm zu Fall gekommen, daß er sich einen Dbericenterbrug mag. Als er fintro, ba Befehls eines Unteroffiziers nicht vom Woden erheben fonnte, Ronstantinopel eine in sehr entschiebenem Tone gehaltene wurde er von anderen Soldaten auf seine Stube und ins Rote überreichen lassen, in der sie fordert, daß die Vers Ein Lazarettunteroffizier, der ihn unterfuchte, folgungen des griechischen Elements eingestellt t maßgebend. finden und gab ihm ben Rat, sich andern Tags werden und der verurfachte Schaden erfegt wird. Die öffentliche zum Revier zu melden. Wegen des Schmerzgestöhns des Ver- Meinung ist überaus erregt und verlangt, daß die Regierung un Bieber eine Ausschaltung eines Gesetzes. Wie sie im Reichstag Henning. Dieser erschien auch bald und forderte den Kranken auf, ach unserer Vermutung plant die Militärverwaltung jet legten meldeten seine Kameraden nun den Fall dem Feldwebel berzüglich und energisch einschreite. Verschärfung der Situation. 20Pbft augab, erwägt sie eine Henderung der Bestimmungen über die aufzustehen. Diefer antwortete: Jah fann nicht!" Ein noch Konstantinopel, 12. Juni. Aus bester griechischer diplomatischer Quelle verlautet, daß der griechische Gesandte dent Großvefir ber die Fälle, in denen Refruten sofort in eine Arbeiterabteilung Reguer aus Angst aus seinem Bette herauszuflettern. bteilung. In dem schon erwähnten Reichsmilitärgesetz find Darauf verlangte der Feldwebel, daß ihm jemand eine lopfmündlich erklärt hat, daß die Beziehungen zwischen Griechenland und 12 Pt& ut id in die Stadt, einbringen und sich dort unliebſame Vorfälle ereignen reibt vor, daß Militärpflichtige, die nicht im Befiz der bürger n 35 20 Pt. 55 Pf. 25 PL 14 PL. 35 ur Bette herauszuflettern. Als ihn ein irregulären türkischen Truppen, die Aiwali einschlöffen, ichen Ehrenrechte sind, einer Arbeiterabteilung überwiesen werden gewiesen. Mit Mühe und Not tam der geplagte Mann aus seinem sollten. Dürfen, wenn sie vor dem Ablauf ihrer aktiven Dienstzeit wieder Bett heraus und wurde nun von dem Feldwebel mit den Worten: den irischen ber Stärkung der griechischen Regierung. Athen, 12. Juni. In einer heute abgehaltenen Bersammlung rung gecharterte Dampfer sind ununterbrochen mit dem Transport Athen, 12. Juni. Wie die Agence d'Athenes" meldet, hat die " alle, in benen bie fofortige Einstellung Militärpflichtiger in eine 8ulaufen. Unter wahnsinnigen Schmerzen versuchte der arme beschloffen die Mitglieder der Opposition, die Regierung in der rbeiterabteilung zulässig ist, fennt das Geies nicht. Die Mensch, den Befehl auszuführen, mußte fich aber dabei mit den gegenivärtigen Arise zu unterstüßen. Sechs große von der Regie 35 pt. he kameraben einen üblen und entſtitlechenden Einfluß" ausüben Bett gebragt neben. Bilt ärztliche Hilfe wurde erst am anberen Streisen die Frage erörtert, ob nicht auch Rekruten, die auf Feldwebel untersagt, damit es besser gehe". Natürlich brach von Flüchtlingen nach den Aegäischen Inseln beschäftigt. der Gepeinigte nun zufammen und mußte wieder ins mürben, fofort in eine Arbeiterabteilung eingestellt werden sollen. Echließung der Börje in Athen. Athen. bei Tage gesorgt. Regner fam ins Zagarett und wurde später ift durchaus nicht ausgeschloffen, daß die Militärverwaltung fich all liegt fchon fünfviertel Jahre zurület wegen völliger Dienst. Regierung nach Berständigung mit der Nationalbank und dem uch hier auf den Standpunkt stellen wird, daß die Kommando- unfähigkeit unter Querkennung einer monatlichen Rente von 20,50 M. Börsenrat die Schließung der Börse in Athen angeordnet, solange ewalt ihon allein befugt sei, in dieser Sache eine Aenderung ilitärgefeges, foweit er von der sofortigen Einstellung in eine Arbeiter aten ohne weiteres in die Uniform des Arbeitssoldaten geftect| teilung handelt, ausgeschaltet. Dann fönnen auch Sozialbemo Beiprochen worden. Dort wie jest in der Berufungsinstang, die len. rk zahlung nte intreten werden. zu lassen. Tut sie es, dann wäre auch der§ 18 des Reichsvom Militär entlassen. In der ersten Instanz war der angeklagte Feldwebel frei. sich damit, daß er den verlegten Musketier für einen Simulanten gehalten die Lage unsicher wäre. Rumänien. Nieder mit dem Zarismus. habe; ihn irgendwie vorschriftswidrig behandelt zu haben, bestritt er. Bukarest, 12. Juni. Die sozialdemokratische Partei Bejegen erbaut sind, geht daraus hervor, daß das Reichsmilitars handelte ihn aber auch mit gang außergewöhnlicher Milde. Es er- Brotestversammlungen einberufen. Die unter den Arbeitern pie wenig die maßgebenden Kreiſe der Armee überhaupt von Das Oberkriegsgericht sprach den Angeklagten zwar nicht frei, be- hat wegen des Besuches des Baren in Konstanza in ganz Rumänien Bejeg vont 2. Mai 1874 in seinem§ 14 ausdrücklich ein Gesetz an indigte, welches die Vorbedingungen regeln sollte, die zum einenrig- freiwilligen Dienst berechtigen. Seit der Schaffung des Reichsilitäraejeges find jetzt 40 Jahre verflossen, aber das von ihm ber enomene Gejeg betreffs Einjährig- Freiwillige ist noch immer Massit da!. Sen Sitz erg 160' mienplatz er u ten. tannte auf fünf Tage Mittelarrest. Gefängnisgreuel und kein Ende. Unter den zahlreichen Mitteilungen über die fortgesetzten Greuel in den russischen Gefängnissen ragt folgende latonische Zeitungsmeldung aus den letzten Tagen empor: " Pitow, 3. Juni. Im Katorgagefängnis haben 150 poliund Bürgern des Landes verteilten Aufrufe enthalten heftige Ausfälle gegen den 3aren und schließen mit den Worten: Nieder mit dem Sarismus Es lebe die russische Revolution! Südafrika. Die störrische Regierung. Rapitadt, 12. Juni. Die Regierung hat beschlossen, trob ihrer gestrigen Niederlage im Parlament im Amte zu bleiben. Sie Wie Sozialdemokraten verleumdet werden. Der tonservative Redakteur des„ Wehlauer Tageblatts", Drudereibefizer Scheffler, hatte in seiner Zeitung dem sozialdemo- tische Gefangene den Hungerstreit begonnen. Sie fordern die Ent- begründet ihr Verbleiben im Amte damit, daß sie, wenn sie auch die atischen Reichstagskandidaten für Labiau- Wehlau, Parteisekretär fernung zweier Aufseher, die die Gefangenen geprügelt und ge- Schwere ihrer Niederlage nicht verkenne, im Falle ihres Rücktritts Genossen Linde, der in Wehlau ein Grundstück besitzt, nachgejagt, foltert haben. Der Gehilfe des Staatsanwalts lehnt diese Forde zum Nachteil für das Land viel wichtige Gesezesarbeit un ab er feine Mieter unmenschlich behandle. rung kategorisch ab, indem er die Mißhandlungen der Gefangenen der Gefangenen in Pskow berichtet folgendes Telegramm bom Diefer Vorwurf ging natürlich seinerzeit durch die nationale Hez- überhaupt bestreitet." Presse. Linde flagte und in der ersten Instanz wurde Scheffler au bequemen, folgende Erklärung abzugeben: er Ueber den Ausgang des verzweifelten Todestampfes 7. diejes Monats: " Der siebentägige Hungerstreit der politischen Gefangenen im erledigt lassen müsse. Letzte Nachrichten. 12 Poincaré nimmt die Demission des Eintragskabinetts an. Baris, 12. Juni. Der Präfibent der Republik hat die Des Angeklagter ertiärt, daß er bei Abfaffung des Artikels im Behlauer Tageblatt" vom 11. Dezember 1918, wie er nachträglich Katorgagefängnis hat aufgehört. Gestern hat einer der Gefange miffion des Rabinetts Ribot angenommen. eingesehen, von seinem Gewährsmann falsch unter- nen sich mit Hilfe seiner eisernen Fesseln erhängt. Ein raße 46 itet gewesen sei, nimmt die im Artitel ent- anderer hat einen Selbstmordversuch unternommen." auft allNe 6. st altenen Behauptungen bezüglich des Privat lägers mit Bedauern zurüd und verpflichtet sich zur Uebernahme jämtlicher Kosten. In Militärboykott in Baden. Einer erhängt, ein anderer aus der tödlichen Schlinge gezogen das ist alles, was wir zurzeit über die neue blutige Tragödie im Kerker zu Pstow erfahren haben. 150 Gefangene haben sieben Tage lang gehungert, um den Mißhandlungen im Kerker ein Ende zu feben. Bei von ihnen haben noch zu stärkeren Mitteln gegriffen, um gegen die bestialische Behandlung zu protestieren und durch frei Die Epiroten vor dem Ultimatum. Wien, 12. Juni. Die„ Albanische Korrespondenz" meldet aus Durazzo: Hier verlautet, der Ministerrat habe beschlossen, an die Aufständischen ein Ultimatum zu richten, in welchem diese aufgefordert werden, fich binnen 24 Stunden bedingungslos au unterwerfen und die Waffen abzuliefern. Im Falle der Nichterfüllung der Forderung soll am Sonnabend von allen Seiten Karlsruhe wurde über einen Wirt der Militär bontott verhängt, weil in einem Nebenzimmer feines willigen Tod aus dieser Hölle zu scheiden. Man vergesse nicht, daß ein fonzentrischer Angriff auf die Aufständischen erfolgen.- Ferner Totals der Zentralverband der Handlungsgehilfen diese Vorgänge fich in dem Kerter abspielten, wo politische Ge- verlautet, daß die fürstentreuen Truppen gestern Jichmi erobert feine Bereinsfigungen abhielt. Der preußische Militarismus geht ganz rücksichtslos vor. München und. Stuttgart sind für die Soldaten nur etwa fangene wochen und monatelang in eisernen Käfigen gehalten werden, wo sie taum aufrecht stehen können. Man vergeffe nicht, bag in diesem Kerker 1911 Waffendurchpeitschungen der politischen und die Aufständischen von dort vertrieben haben. Die Tragödie eines Unteroffiziers. ein Dugend Lokale gesperrt, in Karlsruhe aber zirka 50. Die Gefangenen vorgenommen wurden, daß nach offiziellen Statistiken| ichaftliche Schädigung ihrer Stadtverwaltung der badischen Residenz läßt leider diese wirt in diesem Kerter Tausende von Knutenschlägen im Jahr an poli- lung der Liegnizer Königsgrenadiere hat heute seine Braut und St. Militarismus darf kein Haar gekrümmt werden. Organisiert Eucha Die Verfolgung der Suffragetten. Lont.n, 12. Juni. Die Polizei hat bei einer Razzia im Norden von London ein neues Sauptquartier der Anhängerinnen des Staatsanwalts bestreitet die Existenz dieser Mißhandlungen. Er schoffen, weil der Heirat große Hindernisse entgegenstanden. wagt sie zu bestreiten, obgleich 150 Gefangene sich bereit erklärten, ihr Leben und ihre Gesundheit zu opfern, um gegen diese MißHolsteinischen Junker In Segeberg fand dieser Tage die Tagung der schleswig- handlungen anzufämpfen. Der amtliche Vertreter der russischen statt. Der als Gaft anwesende Gerechtigkeit in Bstom magt au bestreiten, was jedem Stinde in RußBundeshäuptling Dr. Röside sagte bei dieser Ge- land bekannt ist, was tausendstimmig aus all den Kasematten und Frauenstimmrechts entbedt und Schriftstüde beschlagnahmt. legenheit über den Wert der Organisation: Wir stehen in Sertern uns entgegenschault, was in einem offiziellen Dokument Aufhebung des Baszwanges in Rußland. einem Zeitalter der Organisation. Wer sich nicht or des Ministers des Innern Mallaton noch in diesen Tagen ungvei Petersburg, 12. Juni. Die Kommission der Reichsduma für ganisiert, wird überfahren. Initiativanträge schloß sich dem Vorschlage der Finanzfommission Custommen mit Parteiorganisationen, wir müssen eine Drordneten eingebrachte Vorlege über die Abschaffung von Körper an, die Auslandspässe aufzuheben. Sie beschloß ferner, die Paß forbert, und das ist die wirtschaftspolitische Organisation. Gutachten erklärt, er müsse sich für die Aufrechterhaltung der Regierung sprach sich gegen eine unverzügliche Aufhebung der AusDie politischen und wirtschaftlichen Fragen Körperstrafen in den Gefängnissen aussprechen, da dies die, ein- landspässe aus und erklärte, die Regierung sei mit der Reform des laffen sich heute nicht mehr trennen. Wir sigen Strafmittel gegenüber Leuten sind, die sich Strafen morali- Bassystems beschäftigt und werde in dem neuen Baßgesek wahrs das Proletariat und vor allem auch die Landarbeiterschaft Strafmittel befonders notwendig sind bei der Unterdrüdung von führen. müssen sie im Zusammenhang behandeln." Also muß sich ichen Charakters gegenüber unempfindlich erweisen, und da diese scheinlich die Aufhebung der Inlands- und Auslandspäffe durch Deutscher Metallarbeiter- Verband.) Verwaltungsstelle Berlin. N 54, Linienstr. 83-85. Telephon: Amt Norden 1987, 1239, 9714, 185. Montag, den 15. 1914: Bezirks- Verfammlungen für die gesamte Verwaltungsstelle Berlin in folgenden Lokalen: Norden: Pharus säle, Müllerstr. 142, abends 8, Uhr. „ Verfassungskämpfe in Deutschland." Ref. Stollege H. Wücke. Norden: Büttners Festsäle, Schwedter Straße 23, abends Vortrag des Genossen Dr. R. Breitscheid. 8 Uhr. Norden: Frankes Festsäle, Badftr. 19, abends 8, Uhr. Moabit: Prachtsäle Nordwest, Wiclefftr. 24, abends 8%, Uhr. Charlottenburg: Volkshaus, Rosinenftr. 3, abends 8, Uhr. Vortrag. Vereinshaus, Schöneberg, Tegel: Müllers Festsäle, Berliner Straße 84, abends 6 Uhr. Westen und Schöneberg: Sauptstr. 5, abends 8%, Uhr. Osten: Comeniussäle, Memeler Str. 67, abends 8%, Uhr. Vortrag. Lichtenberg: abends 8, Uhr. Restaurant Kurkowski, Pfarrstraße 74, „ Die Scharfmacher auf dem Kriegspfade." Ref. Ad. Wuschick. Stralau- Rummelsburg: Café Bellevue, Hauptstraße 3, abends „ Das Koalitionsrecht und seine Gegner." Ref. Fritz Carl. Weißensee: Prälaten, 2chberstr. 122, abends 5%, Uhr. Bericht und Neuwahl der Bezirksleitung. Südenbezirke: Hohenstaufen- Säle, Kottbuser Damm 76, abends 8, 1hr, und im Rotal Südost, Waldemarstraße 75, abends 8, Uhr. Neukölln: Bartschs Festsäle, Hermannstr. 48/49, abends 8 Uhr. Vortrag des Genossen Th. Leipart, Vorsigenden des Deutschen Holzarbeiter- Verbandes: ,, Was haben die Arbeiter von den Tarifverträgen zu erwarten?" Restaurant LindenSteglitz: Schelhases Festsäle, Ahornftr. 15a, abbs. 8%, Uhr. Köpenick und Friedrichshagen: garten, Friedrichs. Oberschöneweide, Niederschöneweide, Johannishagen, Friedrichstr. 74, abends 8, Uhr. thal u. Umg.: helminenhofstr. 44 a, abends 8, Uhr. Spandau: Restaurant Dertz, Spandau, Kurstr. 21, abends Restaurant George, Oberschöneweide, 120/1 8 Uhr. Tagesordnung in allen Bersammlungen: Bericht von der ordentlichen Generalversammlung. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt! Bünktliches und zahlreiches Erscheinen wird erwartet. Die Ortsverwaltung. Deutscher Holzarbeiter- Verband Ortsverwaltung Berlin. Mittwoch, den 17. Juni 1914, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshause, Engelufer 15: Anzuo Woche Dauer vom 10. bis 16. Juni Ausnahme- Preise moderner Jackett- Anzüge für Herren und Jünglinge Einige Beispiele: Herren- Jackett- Anzüge Neueste Ausmusterungen, ein- und zweireihig ... Neueste Pepita- Muster, modernste Form Ausnahmepreis 1225 Ausnahmepreis 2200 27.00 Oliv und flaschengrün Cheviot.... Ausnahmepreis Blau Cheviot und lederfarbene PepitaMuster.. Kammgarn und Cheviots. Ersatz für Maß... Ausnahmepreis 36° 0 Ausnahmepreis 45°° Herren- Jackett- Anzüge für große, starke und kleine, untersetzte Bauchfiguren, sowie für extra große und schlanke Figuren zu Ausnahmepreisen! Jünglings- Anzüge Buckskins, neueste Muster, Größe 40 Ausnahmepreis Jede weitere Größe 50 Pf. mehr Neueste Pepita- Muster, Größe 38.. Ausnahmepreis Jede weitere Größe 1 M. mehr Cheviots, oliv. braun, grau, Größe 38 Jede weitere Größe 1 M. mehr 1125 2075 Ausnahmepreis 2950 BAER SOHN Spezialhaus größten Maßstabes für Herren- u. Knaben- Kleidung Chausseestraße 29-30 BERLIN 11 Brückenstraße 11 Gr. Frankfurter Straße 20 Schöneberg, Hauptstr. 10 Sonntag nur von 8-10 geöffnet! Gegr. 1891 Zentralverband der Maschinisten, Heizer u. Berufsgen. Bureau: Engelufer 14/15. Deutschlands. Gefchäftsstelle Groß- Berlin. Tel.: Amt Morigpl. 13261. Einladung zu der am Sonntag, den 14. Juni 1914, vormittags 10 Uhr, in Berlin im Gewerkschaftshause stattfindenden General Versammlung. Kombinierten Versammlung Tagesordnung: 1. Stichipahl von vier unbesoldeten Mitgliedern für den Hauptvorstand. 2. Diskussion über den Bericht vom Verbandstage. 3. Wahl der Preßfommiffion. 4. Wahl der Revisoren für die Haupttasse. 5. Wahl des Gauvorstandes. 6. Bahl eines Revisors für die Rofalverwaltung. Schirmarbeiter und-Arbeiterinnen! Dienstag, den 16. Juni 1914, abends 8 1hr, int ,, Englischen Hof", Alexanderstr. 27c: Oeffentliche Versammlung. Tagesordnung: 1. Unsere Lage und wie verbessern wir dieselbe? 2. Diskussion und Verschiedenes. Branche der Vergolder. Montag, den 15. Juni 1914, abends 6 Uhr, im Lofal von Max Hedmann, Engelufer 1: Versammlung aller in den Grundieranstalten und Belegereien beschäftigten Personen. Zagesordnung: 1. Barum find in unserer Branche die Löhne so niedrig und die Arbeitszeit zu lang? 2. Verbands- und Werkstattangelegenheiten. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung werden alle Kollegen und. Kolleginnen dringend ersucht, in der Versammlung zu erscheinen. Achtung! Bibliothek. Achtung! Vom Montag, den 15. Juni, ab werden teine Bücher mehr ausgegeben. Bis zum 30. Juni müssen alle noch ausstehenden Bücher wegen Inventur eingeliefert sein. 88/4 Die Ortsverwaltung. Möbel- Angebot. Solide Möbelfirma liefert Spezial- Ein- und Zweizimmer. Einrichtungen sowie Einzelmöbel gegen mäßige Zinsner. gütung bei kleiner Anzahlung und geringen monatlichen Raten: zahlungen. Anfragen: Boftlagerkarte 124. Poftamt 27. Keine Kassierer. Größte Kulanz. der Zahlstellen Groß- Berlin, Nowawes und Herzfelde. Tagesordnung: Ergänzungswahl des Verbandsvorstandes. Anschließend an die kombinierte Versammlung findet dann sofort eine Außerordentliche Generalversammlung der Geschäftsstelle Groß- Berlin statt mit folgender Tagesordnung: 1. Bericht vom Verbandstag in Leipzig. 2. Diskussion. Mitgliedsbuch legitimiert. Der Verbandsvorstand. MARKE ANDER GALAM Die Ortsverwaltung. Jn unferer ftändigen Abteilung für zurückgefetzte Salamanderffíefel N.Müllerstraße 4 verkaufen wir jedes Paar für Damen Mk- 7.50 für Herren Mk.8.50 Berlin JOE LOE Salamander Schuhgef. m.b.H. Berlin Allgemeine : Orts Krankenf Berlin- Lichtenbe Einladung zur Sikung des Ausschu am Montag, den 22. Juni abends 8, 1hr, im Rofal( jaal) des Herrn Richard Arn Schwarzer Adler", Fran Chaussee 5, zu Berlin- Lichten Tagesordnung: P 1. Wahl eines Ausschußvorfi an Stelle des durch Krankheit hinderten Borfizenden Herrn G für die Zeit der Behinderung. 2. Borlegung der Dienstord und Beschlußfassung darüber. 3. Beschlußfaffung über die schädigung der ärztlichen Ro ( 3qhlung von 5 Bf. pro Kopf Jahr der Mitglieder). 4. Statutenänderung: a) Herabsehung der Beiträg Dienstboten, b) Aenderung des§ 67 Kaffenjagungen. 5. Kassenangelegenheiten. Der Vorstand. C. Seifel, Vorsitzender 1 Mark wöchentliche Teilzahlung liefere elegante Herren Moder fertig und nach Maß! Julius Fabian Schneidermeister Gr. Frankfurter Str. 37 Turmstr. 18, I, kein Lade Kottbuser Strasse 14, 2. Etage. Vorzeiger dieser Annonee erhält 5 Prozent Pabatt! Centralhaus mod. Herrenbeklei I.: Neue Friedrichstr. an der Zentral- Markthalle II.: Turmstr. 67, 1. Gag liefert an jedermann elegante Herren- Garderobe an nach Maß unter( Barantie für tadellosen gegen wöchentliche Teilzahlu Don 1 Mark Zuschneidereiu. Werkstatt im Hau Auf Wunsch Besuch des Reisend mit neuesten Stoffmustern Sonntags 8-10 geöffnet. Bilanz der Möbelfabrik..Fortun Eingetragene Genossenschaft mit schränkter Haftpflicht vom 31. Dezember 1913. Staffatonto Aktiva. Kautionstonto Bankkonto Inventartonto. Barentonto Kontotorrenttonto Passiva. Kapitalfonto Reservefondsfonto Hilfsfondskonto Atzeptfonto Untoftenfonto. Darlehnstonto. Kontoforrentfonto Reingewinn. 15 44 9.06 11 327 11 008 26 415 Ca. 58 41 20 2500 37 738 11 606 162 23 020 17 055 1495 Ca. 38 418 Mithin betrug Mitgliederzahl am 31. Dezember 1 10. Die Haftfumme hat sich um erhöht und beträgt 5000 M. Geschäftsguthaben beträgt 2500 Mitgliederzahl: 3. Eingetrete Ausgetreten Der Vorstand. 500 Gustav Berger. Fris Wol Monats- Garderobe! Unübertrefflich billiger Verkauf von hohen Herr schaft., Kavalieren. Reisenden abonniert. 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