e L, 7= D, A. : nt L's et tg Nr. 159. Abonnements- Bedingungen: bonnements Breis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 m, monatl. 1,10 m ohentlich 28 Big. frei ins Haus. Ginzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags munumer mit illustrierter Sonntags Beilage Die Neue Welt 10 Pfg. Bost bonnement: 1,10 Mart pro Monat Eingetragen in die Boft- Zeitungs Unter Areuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2,50 Mart, für das übrige Ausland Mart pro Monat. Bostabonnements nebmen ant: Belgien, Dänemart, golland, Italien, Luxemburg, Portugal, Sumänien, Schweden und die Schweiz Breisliste. ts et ir IF 15 B Ericheint täglich. Vorwärts Berliner Volksblaff. 31. Jahrg. Die Infertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Kolonel zeile oder deren Raum 60 Pfg., für politische und gewerkschaftliche Bereins und Bersammlungs- Anzeigen 30 Pfg. ,, Kleine Hnzeigen", das fettgedruckte Bort 20 Pig.( zulässig 2 fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 10 Big. 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Ebenso festhält, würde die Linke durch den Sieg just die Einigkeit, die hat der Redner des Zentrums, Abg. Giesberts, im Anschluß ihnen der Sieg gab, einbüßen. Zweifellos wirkte Poincaré für Die Reichsverwaltung gibt bekannt, daß das Deutsche an die Ausführungen unserer Genossen sein außerordent- die Lösung der Krise durch Viviani. Dies aber wird den KonReich seine Beteiligung an der internatio- liches" Bedauern darüber ausgesprochen, daß sich unsere Re- flikt zwischen der Linken und dem Präsidenten veralen Zusammenfunft zugesagt hat, die am gierungsvertreter auf der Zusammenkunft im vorigen Jahre schärfen. Schon heute fragte Jaurès in der„ Humanité": Will 3. September dieses Jahres in Bern stattfinden soll, um ein nicht dazu aufichingen fonnten, das Schutzalter für die Poincaré Mac Mahon spielen? Die Stellung der Sozialisten internationales Uebereinkommen über das Verbot der indu- ugendlichen, wenigstens für die Nachtarbeit, zu erhöhen". definiert Jaurès dahin, daß sie jede Berwirklichung des Programms triellen Nachtarbeit der jugendlichen Arbei- Gegen ein ernsthaftes Verbot der Nachtarbeit der jungen von Bau unterstüßen, dagegen gegen eine Politik der Schwäche und ter und über die Festießung einer Höchst arbeitszeit Arbeiter bis zu 18 Jahren aber hat Herr Dr. Caspar im 3weideutigkeit mit jener Straft eintreten werden, die das Mifür die in der Industrie beschäftigten Arbeiterinnen Reichstage fein Wort gesagt, und es läßt sich auch nichts Be- nisterium Ribot vernichtete. und jugendlichen Arbeiter abzuschließen. Damit rechtigtes dagegen sagen. aber ja feine Soffmungen oder Befürchtungen aufkommen, Dafür hat der Herr die Schuld an dem kläglichen Erwird in der Mitteilung auch darauf hingewiesen, daß das be- gebnis der Beratung im vorigen Jahre den Vertretern der Combes hat abgelehnt. verurteilen die Haltung der Kammermehrheit aufs schärfste. Der Paris, 13. Juni. Die konservativen und gemäßigien Blätter Figaro" erklärt: Es ist eine bekannte revolutionäre Erschei nung, daß die politischen Parteien ihre eigenen Führer verschlingen. Gegenwärtig scheinen die Sozialisten und die radifale Partei Herren der Lage. Sie übernehmen die Verant wortung für die Finanzen des Landes, für die äußeren Beziehun en Frankreichs, für die militärische Kraft und für die Ordnung im Innern. Wir werden sie am Werke sehen. Paris, 12. Juni. Viviani hatte auch Emile Combes cint feine Verschärfung der Schutzbestimmungen bringen wird. absichtigte Uebereinkommen für die deutsche Industrie anderen Regierungen zugeschoben. Die Angriffe der Redner Portefeuille angeboten, doch dieser hat es abgehnt, weil er mit Das ist im Reichstage richteten sich jedoch gegen das Auftreten der Viviani in der militärischen Frage nicht über instimmt, sondern leider richtig. Leider! Denn eine Ver- deutschen Vertreter. Sie hatten die Pflicht, für die treu an der Forderung nach Verkürzung der Dienstbefferung unserer Schutzbestimmungen für die jungen Arbei- Ausdehmung des Verbos der Nachtarbeit einzutreten und nicht seit festhält. fer und für die Arbeiterinnen ist dringend notwendig. Des mit besonderem Eifer dagegen zu wirfen. Eine andere balb ist der Schluß einiger bürgerlichen Blätter, daß wir Saltung unserer Vertreter hätte vermutlich zur Annahme Die Presse über die Kammersißung. stolz sein können auf den hohen Stand unserer Arbeiterschutz- der Ausdehnung des Verbots geführt. Wie dem aber auch gejezgebung, ganz und gar nicht angebracht. immer sei, weshalb haben unsere Regierungsvertreter jene Dazu kommt aber noch ein anderer Umstand, den wir Forderung befämpft, während sie sie im Jahre 1890 gegen die Lobhudeleien nach oben, die sich auch bei dieser Ge- befürwortet haben, trotzdem damals die Aussichten für legenheit wieder bürgerliche Blätter leisten, ins Gedächtnis die Annahme der Forderung viel schlechter als im vorigen aurückrufen müffen: die beabsichtigte Uebereinkunft soll näm- Jahre waren? Auch darauf ist Herr Dr. Caspar dem Reichslich die Durchführung der Grundsäße sichern, die die Re- tage die Antwort schuldig geblieben. gierungsvertreter auf einer internationalen Zusammenkunft im vorigen Jahre beschlossen haben. Damals handelte es nehmen, die der Zentralverband Deutscher Industrieller vor Sollen wir die Antwort aus den guten Ratschlägen entfich ganz besonders um das Verbot der Nachtarbeit auch für der Zusammenkunft im vorigen Jahre den Regierungsverdie jungen Arbeiter vom 16. bis zum 18. 2cben 3- tretern gegeben hat, dann ist fi die ablehnende Stellung zu fabre. der Forderung, die Furcht davor maßgebend, der weiter Dies ist eine Forderung, die bereits die Regierungsver- gehende Schutz der Arbeiterkinder könnte den Profit der Großtreter auf der internationalen Arbeiterschutzusammenkunft in fapitalisten schmälern, also den Profit der Leute, die aus Berlin im Jahre 1890 also vor 24 Jahren beschäftigt der furchtbaren Ausbeutung der Arbeiter Reichtum auf Reich hat. Damals traten die Vertreter des Deutschen Reichs ent- tum häufen. schieden für diese Forderung ein, leider blieben sie in der Minderheit. Inzwischen haben sich in allen Ländern mit einer starf entwidelten Großindustrie immer deutlicher die Schäden der Nachtarbeit auch bei den jungen Arbeitern von 16 bis 18 Jahren gezeigt. Daher war zu erwarten, daß sich die Regierungsvertreter endlich auf der vorjährigen Zulammenkunft 23 Jahre nach der Berliner Zusammenkunft über das Verbot der Nachtarbeit der Arbeiter bis zum 18. Lebensjahre verständigen werden. hafteste Genugtuung zum Ausdruck: Jaurès schreibt in der In der sozialistischen und der radikalen Presse kommt die leb umanité": Durch diesen beispiellosen Sturz des Ministe riums und durch die mit ungeheurer Mehrheit angenommene Tagesordnung, welche die amtliche Gewalt zur Achtung vor der Wählerschaft auffordert, werden alle Böller erfahren, daß der republikanische Geist in Frankreich erwacht ist, und daß das republikanische und sozialistische& rank= Dieser Grund darf aber nicht für die Gesamtheit maßreich imftande ist, seine Wahlen im Sinne sozialer Gerechtigkeit gebend fein. Die Sorge um einen tüchtigen Arbeiternach und internationalen Friedens durchzusetzen. wuchs, die Rücksicht auf eine ungehemmte Entwickelung der wird nun das Elysée tun? Wird Poincaré den hartnädigen förperlichen, geistigen und sittlichen Anlagen der Arbeiter Präsidenten spielen wollen und sich selbst vor die furchtbare Alterfinder muß uns höher stehen als die Gier der Großfapitalisten native stellen: Interwerfung oder Rüdiritt? Er muß nach einem möglichst großen Profit. jeht ohne Aufschub Männer berufen, die entschlossen sind, mit einer Mehrheit der Linken furchtlos das in Pau vorgezeichnete finan zielle und militärische Programm zu verwirklichen. Die Sozialisten werden diesem Programm ihren vollen Beistand gewähren. Ein Ministerium Viviani. Herr Poincaré hat Viviani mit der Neubildung des KabiWas glaubt, daß die neue Rammer Ribot ertragen werde; er hat sich barin getäuscht. Aber jetzt besitzt der Präsident einen bestimmten Fingerzeig. Die gestrige Abstimmung beweist, daß nur ein den Gruppen der Linken entnommenes Ministerium lebensfähig ist. Das Abstimmungsresultat. Die Lanterne" schreibt: Präsident Poincaré hat ge= Paris, 13. Juni. Die 306 Stimmen der Mehrheit in der Aus diesem Grunde forderte unsere Partei im Reichstage, daß die Vertreter des Deutschen Reichs wenigstens auf der Zusammenfunft in diesem Jahre nachträglich ihre Fehler Aber der Zentralverband deutscher Industrieller erhob gut machen und für einen besseren Schuß der jungen Arbeiter Einspruch gegen die Forderung und mutete den Vertretern eintreten. Der Zentrumsredner schloß sich dieser Forderung des Deutschen Reiches zu, jetzt dieselbe Forderung zu bean. Werden die Regierungsvertreter dem Rechnung tragen? fämpfen, die die Vertreter des Deutschen Reiches vor 23 Jahren schon als berechtigt und notwendig anerkannt hatten. Und in der Tat kamen im vorigen Jahre die Vertreter des Deutschen Reichs den Wünschen des Sentralverbandes nach. Sie gaben auf der vorjährigen Zufammenkunft gleich bei dem Beginn der Verhandlungen die Erklärung ab, daß fie iebt gegen jene Forderung sind. Dies neue Kabinett zu bilden. Das Ministerium hat folgende Zu- Dalimier setzten sich zusammen aus 101 geeinigten Sozia Erklärung ab, daß sie jetzt gegen jene Forderung sind. Dies netts betraut, und diesmal ist es überraschend schnell gelungen, das entscheidenden Abstimmung über die Priorität der Tagesordnung war ausschlaggebend dafür, daß die Mehrheit der Regierungsbertreter die Forderung ablehnte. Die Vertreter des ſammenſegung: Ministerpräsidentschaft und Ministe- listen, 23 unabhängigen Sozialisten, 178 geeinigten Radikalen Deutschen Reichs tragen daher die Berant- rium des Aeußeren: Viviani, Inneres: Malvy, Krieg: und Radikalen und 4 von verschiedenen Gruppen. wortung dafür, daß die bevorstehende Messimy, Marine: Gauthier, Finanzen: Noulens, internationale Uebereinfunft nicht einmal Justiz: Bienvenu Martin, Unterricht: Augagneur, Bienvenu- Martin, das so dringend notwendige Verbot der Oeffentliche Arbeiten: René Reno ult, Landwirtschaft:& er Nachtarbeit den jungen Arbeitern vom 16. nand David, Handel: Thomson, Post und Telegraphen: bis 18. Lebensjahre bringen soll. Constant, Arbeiter- und soziale Fürsorge: Couhba, Kolonien: Raynaud. Im Reichstage haben unsere Genossen selbstverständlich das Verhalten unserer Regierungsvertreter besprochen. Darauf antwortete einer der beteiligten Herren, der Direktor im Reichsamt des Innern, Dr. Caspar: Zu Unterstaatssekretären sind bestimmt für das Die 262 Stimmen der Minorität waren: 2 geeinigte faner, 55 Progressisten, 31 Mitglieder der Action Liberale, 13 von Radikale, 63 Radikale, 3 Unabhängige Sozialisten, 59 Linksrepubli der Rechten und 36 Unabhängige, die fast alle auf das Programm der Rechten gewählt worden waren. 31 Abgeordnete enthielten sich der Stimme. Standalöse Einmischung. Kriegsministerium& auraine, für die schönen Künste DaliParis, 13. Juni.( Meldung der Agence Havas.) Ein Artikel, mier, Inneres Jacquier, Handelsmarine Ajam. ivelchen die„ Birshewija Wjedomosti" heute abend verMorgen vormittag werden die Erlasse über die Zusammen- öffentlichen soll und der dem Kriegsminister General Suchom jebung des Kabinetts amtlich veröffentlicht werden. Tinow zugeschrieben wird, erklärt unter Hinweis auf den Sturz des Ministeriums Ribot: Rußland werde sich niemals irgendeine Das neue Ministerium entspricht in seiner Personenzusammen- Einmischung in die Angelegenheit eines fremden Staates erlauben, jebung wesentlich den Anforderungen, die die Kammermehrheit ge- aber es könne fein gleichgültiger Zuschauer bei der langen Krise stellt hat. Charakteristisch ist, daß ihm Dalimier, der gestern das bleiben, welche die Regierung des befreundeten und verbündeten Mißtrauensvotum beantragt hatte, und Augagneur, der Landes durchmache. Wenn das französische Parlament sich für Führer der radikal- sozialistischen Gruppe, angehören. Ein defini- berechtigt gehalten habe, gegen eine rein innere Angelegenheit tives Urteil wird sich allerdings erst fällen lassen, sobald die Re- Rußlands aufzutreten, wie jene der militärischen Bestellungen, so gierungserklärung insbesondere über die Stellung zur dreijährigen Dienstzeit Klarheit geschaffen haben wird. Die Lösung der Zweideutigkeit. Zunächst flingt es sehr einleuchtend, wenn bedauert wird, daß die deutschen Regierungsvertreter nicht in der Lage gewesen sind, sich für das Verbot der Nachtarbeit auch der jungen Arbeiter von 16-18 Jahren auszusprechen. Die Sache liegt aber so, daß man wirklich recht ziveifelhaft sein kann, ob nicht unser voll tommener Schuh bis zum 16. Jahre für die jungen Arbeiter wichtiger und richtiger ist als das, was andere Staaten getan haben, nämlich den Schutz bis zum 18. Jahre auszudehnen, dann aber eine große Zahl von Ausnahmen auch für die unter 16 Jahre alten Arbeiter damit zu verbinden, so daß dann für diese ein schlechterer Schuh herausfommt, als wir ihn jetzt haben, und dafür mit zahlreichen Ausnahmen auch ein gewisser könne die Frage, welche einen Streitpunkt zwischen den Parteien Schutz für die Arbeiter von 16-18 Jahren. Nach den Verhältdes französischen Parlaments bildet, aus einem viel triftigeren nissen in Deutschen Reiche mußten sich die Regierungsvertreter Grunde für Rußland nicht gleichgültig bleiben. Diese Frage ist die dahin aussprechen, daß es vorzuziehen sei, an unserer Regelung festzuhalten. Sobald man anfängt, mit sehr zahlreichen Ausnahmen dreijährige Dienstzeit, welche jekt in Frankreich aufgezu arbeiten, wird die Durchführung schon im eigenen Lande Paris, 13. Juni.( Privattelegramm des Vorwärts".) Meinung haben: Wir haben alles getan, wozu unser Bündnis mit worfen wird. Bezüglich dieses Punftes fönne Rußland nur eine schwierig, im Auslande aber sogar sehr zweifelhaft, da man im Der Optimismus, dem Jaurès und die Kommentar: Frankreich verpflichtet, und wir haben selbstverständlich das Auslande auf die Ausnahmen, die einen ziemlichen Spielraum in der linksradikalen Presse Ausdruck gegeben haben, wird durch Recht, zu erwarten, daß auch unser Bundeslaffen müssen, gar keinen Einfluß hat. Schließlich kommt dazu, die Tatsache nicht ganz bestätigt. Der" Radical" forderte genosse seine Verpflichtungen erfülle. Man kennt daß im allgemeinen für die jugendlichen Arbeiter weniger gut gejorgt ist, als es jetzt nach unserer Gesetzgebung geschieht, wo die die Berufung von Combes und die Realisierung des Programms im Auslande die ungeheuren Opfer sehr gut, die wir gebracht Jugendlichen in der Nacht nur noch in Glashütten und in Walz- von Pau. Combes Berufung hätte die offene Absage an die drei- haben, um unserer Allianz eine außerordentlich imponierende und Hammertverken der Eifenindustrie beschäftigt werden dürfen. jährige Dienstzeit bedeutet und die Eröffnung des Kampfes mit Macht zu verleihen. Der Artikel betont, daß dieje Reform alles Die Worte, die hier der Regierungsvertreter gemacht dem Generalstab. Vivianis Regierung ist vielleicht nicht viel übersteigt, was in dieser Hinsicht jemals anderwärts getan wurde: bat, zeigen am besten, wie wenig die Herren ihr Verhalten mehr als ein Ministerium Ribot ohne Ribot. Eine Vermehrung des jährlichen Kontingents um 130 000 Mann, rechtfertigen können. Denn alles, was der Regierungsver- Es ist möglich, daß sich Viviani zeitweilig hält. Die Radikalen Verlängerung der Dienstzeit in der Weise, daß gleichzeitig vier treter gesagt hat, trifft an dem ihm gemachten Vorwurf hatten sich gestern, indem sie Puech, der Anhänger der dreijährigen Jahresklassen unter den Waffen stehen, wodurch die Friedensstärke Dienstzeit ist, vorschickten, den Rückzug in der Militärfrage freige- der Armee auf 2300 000 Mann erhöht wird. Diese Ziffer beWer hat denn verlangt, daß die deutschen Regierungs- halten. In der Frage der Einkommensteuer profitiert Viviani von dürfe teines Kommentars. Das ist ein Lurus, wie sich ihn blog bertreter für ein durch zahlreiche Ausnahmen dem Intermezzo Ribot, da dieser durch seine eigene Erklärung nun- das große und mächtige Rußland gestatten darf. Im weiteren borbei. Frankreich eine Ziffer von 770 000 Mann zu er halten. sein wird. Vergleicht der Artikel die Kontingente der deutschen Armee( 880 000| aber sehr jungen Datums: erst wenige Stunden vor der gebilde nicht das Geringste zu erwarten ist. Rießers Au Mann), der österreichisch- ungarischen Armee( 500 000, Vann) und Sonnabendsigung des Abgeordnetenhauses war sie ihm führungen waren das übliche Einerseits- Andererseits- Gere der italienischen Armee( 400 000 Mann) und erklärt: Gs ist deshalb gekommen und offenbar nicht ohne kräftige Nachhilfe seiner Partei- der Nationalliberalen. Er ist gegen einen lückenlosen 30 nur natürlich, wenn wir uns für berechtigt halten, von freunde. tarif, aber für den notwendigen Zollschutz der landwirtschaf warten. Aber dieses Kontingent fann nur unter der Bedingung im Hause verteilt worden, auch ein gegen Liebknecht schwebendes politik, aber auch gegen die Fortführung in dem bisherige Am Freitag war nämlich der Antrag unserer Frattion lichen Industrie. Gegen den völligen Stillstand der Sozial erreicht werden, daß die dreijährige Dienstzeit auf- Strafverfahren einzustellen. Diesen Antrag, der gleichfalls auf der Tempo, denn vor allem anderen komme die Konkurren rechterhalten wird. Der Artikel hebt sodann die von Ruß- Tagesordnung der Sonnabendsigung des Hauses stand, wollten die fähigkeit der Induſtrie. Er ist für die Reform des preußische land durchgeführte Verbesserung der Mobilisierung und den zu Konservativen unter allen Umständen zu Fall bringen; es war aber ahlrechts, aber die Einführung der direkten und geheime diesem Zwed unternommenen Bau eines Neges von strategischen unmöglich, im Fall Liebknecht die parlamentarische Immunität Abstimmung würde ihn schon völlig zufrieden stellen. Un Schienenivegen hervor, welche es gestatten würden, gleich zu Be- außer Kraft zu setzen, nachdem man sie fünf Minuten vorher dem dieser Mann, der einst auszog, um die Agrardemagogie ginn des Krieges die ganze Armee nach dem Konzentrationspunkt Abgeordneten Hammer zugebilligt hatte. Damit man den bekämpfen und das liberale Bürgertum zum Sieg und zu zu werfen. Wir verlangen von Frankreich die Gegenseitigkeit, und verhaßten Liebknecht treffen könne, mußte man also Herrn Hammer Macht zu führen, ist jetzt bereit, sich billig zu vergleichen. je mehr Truppen es in Friedenszeiten haben wird, desto leichter preisgeben. Man konnte sich diesen komödienhaften Lurus einer Staatsleitung soll, paritätisch" aus Mitgliedern der beide wird es dieses Ziel erreichen. Darum hoffen wir auch, daß es der scheinbaren„ Unparteilichkeit" in diesem Falle um so cher Teisten, als fonservativen Parteien, des Zentrums und der beiden libe französischen Regierung gelingen wird, den für Frankreich so es sich bei Herrn Hammer um ein ganz belanglofes Privatverfahren ralen Barteien zusammengesetzt werden. Dann will auch He notwendigen Dreijahresdienst aufrechtzuer- handelt, während bei dem Verfahren gegen Liebknecht ein It Rießer mit gesammelter Kraft über die Sozialdemokratie her brutaler politischer Verfolgungssucht in Frage fallen. Mit dieſem dummen Wit endet der Mann, der ein Der Artikel schließt mit folgendem, in fetten Lettern ge- fommt. Es ist nämlich noch immer die alte Denunziation wegen als eine neue Hoffnung des Liberalismus begrüßt wurde. druckten Saz: Frankreich und Rußland wollen den Krieg nicht, Barenbeleidigung, die Liebknecht vor vier Jahren auf dem Magde- Von allen seinen Ausführungen flang nichts entschieden, als aber Rußland ist bereit und es hofft, daß Frankreich es gleichfalls burger Parteitag von 1910 begangen haben soll. Diese an die öde Scharfmacherei gegen die radikalen Angestelltenber gebliche Beleidigung hatte damals ein ehrenwerter Berufs- bände. Alles übrige war müde Resignation. follege Liebknechts, ein gewisser Herr Schwabe, zum GegenNicht eine Jubiläums-, sondern eine Leichenrede stande einer Denunziation bei den den ehrengerichtlichen hat Herr Rießer gehalten. Instanzen gemacht zu dem erhabenen Zweck, Liebknecht aus dem Anwaltstande zu entfernen. Der Reichstag hat seinerzeit ein Das Urteil im Mülhauser Polizeiprozeß. stimmig die Einstellung des Verfahrens für die Dauer der Session Am Freitag in später Abendstunde wurde der angeklagte Die Verfolgungen der griechischen Bevölkerung in Klein- widerspruch der Konservativen- das Abgeordnetenhaus selbst schon nach fünftägiger Verhandlung zu drei Monaten Ge beschlossen und ebenso hat sogar- allerdings gegen den lebhaften Redakteur der Mülhauser Volkszeitung", Genosse. Gailer, ajien haben die griechische Regierung zu Maßnahmen ver- einmal entschieden, nämlich in einer Sigung vom 4. Mai 1911. fängnis verurteilt. In der Urteilsbegründung wird aus anfaßt, die nur zwei Möglichkeiten offen zu lassen scheinen: Damals war die Frage staatsrechtlich und juristisch nach allen Rich- geführt, daß die Arbeiter zu ihrer Ansicht über die Firma entweder rasches Ein lenken der türkischen Re- tungen hin auss gründlichste erörtert worden. Es lag daher jetzt Berger und die Gültigkeit des Mülhauser Lohntarifs he gierung oder Eröffnung der Feindielig- nicht ber allerminbeste Grund vor, die Angelegenheit, rechtigt gewesen, daß aber auch der. Firma Berger kein Bor feiten. Da die Türkei und Griechenland keine gemeinsame in der das Haus bereits einmal materiell entschieden hatte, noch wurf zu machen sei, wenn sie annahm, daß sie auswärtige Landgrenze mehr besiken, würde der Krieg als Seefrieg mals der Geschäftsordnungskommiſſion au überweisen. Trotzdem Firma den Mülhauser Lohntarif nicht zu zahlen brauche. Die geführt werden. Die griechische Regierung hat die Gelegen- ftellten die Konservativen einen entsprechenden Antrag, und sowohl Gendarmerie hätte sich ruhig und mäßig verhalten, dasselbe heit zunächst benutzt, um die Türkei in der bisher noch un- die Freikonservativen wie auch die Nationalliberalen und das Ben- fönnte von der Polizei gesagt werden. geregelten Insel frage vor eine vollendete Tatsache zu trum ſtimmten bieſem Antrage zu. Der offensichtliche Zweck der einige Ausnahmefälle bei der Polizei zu verzeichnen. Athen, 13. Juni. Das Amtsblatt veröffentlichte heute aus zu verschleppen, damit inzwischen das Ver- Polizei und Bevölkerung aufreizend gewirkt. Dem Angeklagten Uebung war, die ganze Sache über den Sommer hin- Die rohe und ungezähmte Sprache in dem Artikel habe bei der das Gesetz über die Abtretung der Insel Sasseno an Albanien und fahren gegen Liebknecht ein Königliches Dekret über die Annexion der Inseln Chios und Fortgang nehmen könne. ungestört feinen müsse zugute gehalten werden, daß er geglaubt habe, für eine Unsere Genossen Adolf gute Sache zu fämpfen. Der Angeklagte wird in Berücksichti Mytilene durch Griechenland. Soffmann und Haenisch geißelten dies Verfahren der gung dessen wegen öffentlicher Beleidigung des Mülhauser Mehrheit in scharfen Worten und es tam zwischen ihnen und den Bolizeipräsidenten und seiner Beamten zu drei Monaten Ge Rednern der bürgerlichen Parteien zu heftigen Zusammenstößen. fängnis und Tragung sämtlicher Kosten verurteilt. Det Als bösartigster Reaktionär bewährte sich auch hier wieder Herr Polizeipräsidenten wurde die Publikationsbefugnis in fünf Mül hauser Zeitungen zugesprochen. Die griechisch- türkische Spannung. stellen. Ein Telegramm meldet: Außerdem hat die griechische Regierung hahe Entschädigungsansprüche gestellt und für den Fall der Nichterfüllung die Verantwortung für die Folgen abgelehnt. Die Forderungen Griechenlands. Stonstantinopel, 13. Juni. An zuständiger Stelle verlautet, daß die griechische Gesandtschaft gestern abend der Pforte eine Erklärung übermittelt habe, nach der die griechische Regierung für die an der Küste Kleinasiens weilenden griechischen Flüchtlinge bei Rüdfehr in ihre Dörfer die Rüder stat tung ihrer Güter sowie materielle Unte'r it übung verlangt habe, widrigenfalls die griechische Regierung die Ver= antwortung für die Folgen ablehne. Ferner hat die griechische Regierung als Entschädigung für die Verluste des hellenischen Staatsangehörigen Eritupis 10 000 und für Parissis 1000 Pfund verlangt. schiltnerez sri Die Flüchtlinge. Athen, 13. Juni. Gegenüber der türkischen. Behauptung, daß mur tausend Griechen aus eigenen Antriebe gegen den Willen der türkischen Behörden ausgewandert seien, stellt die Agence d'Athènes fest, daß 20 000 Griechen sich bereits auf Chios und Mytilene befänden und 50 000 andere an der fleinasiatischen Küste auf eine Gelegenheit warteten, um den Verfolgungen der türkischen Behörden zu entgehen. Türkische Meldungen Konstantinopel, 13. Juni. Der Tanin" meldet aus Smyrna: Die griechischen Einwohner des Dorfes KaraBurun haben die 3ollwächter und Gendarmen ange griffen, welche gemäß dem Ausfuhrverbot den Transport einer Sammelherde nach der Insel Chios verhindern wollten. Ein Zollbeamter und zwei Gendarmen wurden getötet, zwei andere berwundet; sieben Beamte werden noch vermißt. Ein in der Nähe freuzendes griechisches Torpedoboot setzte Boote aus, welche das Vich und die Angreifer nach Chios brachten. Ein türkisches Kanonenboot wird nach Kara- Burun abgehen. Eine schwere Anklage. Aus Mytilene erhalten wir folgendes, im Namen von 30 000 Flüchtlingen abgesandets Privattelegramm, das wir mit Vorbehalt wiedergeben: 11 Allerdings feien v. Kröcher, der ehemalige Präsident, der sich sonst monatelang auf den Plan trat, wo es galt, einen unbequemen politischen Gegner an den Verhandlungen des Hauses nicht beteiligt, aber hier sofort materiell aufs schwerste zu schädigen. Schließlich wurde gegen die Mahnworte des Kölner Kardinals. Stimmen unserer Fraktion, der Polen und der Freisinnigen in der prunkvolle Feste zu berauschen. Diesem Zweck diente auch die Hein Die katholische Kirche versteht, die Herifalen Waffen durch Tat im Sinne des fonservativen Antrages beschlossen, das heißt mit fehr des in Rom zum Kardinal ernannten Kölner Erzbischofs berselben Mehrheit, die unmittelbar vorher im Falle Hammer die mann. Seine Rheinfahrt glich einem Triumphzug, und in Köln felbie oben gekennzeichnete Baritäts" tomödie aufgeführt hatte. " v. Sart 2obe der blinden Gehorsam mimenden Zentrumsführer hinreißen. Nur Mahnungen zur Glaubenstreue flangen an ihr Chr Am Schlusse der Sigung kam dann die Angelegenheit Liebknecht hungen versicherten die Führer der„ Kölner" Richtung, der der dauerten die Kardinalsfeiern mehrere Tage. In großen Festveranstal einbart, am Sonnabend schon die sachlichen Beratungen des Hauses Trimborn und Marr, daß sie ihren Oberhirten wie ihrer noch einmal zur Sprache. Die Mehrheit hatte nämlich unter sich ver- Kardinal nicht gerade sympathisch gegenübersteht, die Abgeordneten zu schließen, den Montag sigungsfrei zu lassen und am Dienstag Bater lieben und verehren, für ihn beten" und sich einer nur noch eine rein formelle Schlußfizung abzuhalten. Gegen diese getting anvertrauen wollen". Aber der Kardinal lich Abficht erhoben unsere Genossen den schärfsten Widerspruch. Genosse sich auch zwischen den berauschenden Cuationen nicht zur einem . Hoffmann verlangte in einer schneidigen und durch Ordnungsrufe des Präsidenten ausgezeichneten Geschäftsordnungsrede im Namen der Fraktion, daß sowohl am Montag wie auch am Dienstag noch verhandelt wide. Sind doch einige der allerwichtigsten Materien einfach unter den Tisch gefallen! Vor allem der Wahlrechtsantrag der Fortichrittler( unsere Fraktion ist bekanntlich zu flein, um selbstän dige, materielle Anträge zu stellen!), dann der Dissidententinberantrag der Nationalliberalen zahlreiche sehr wichtige Petitionen und vieles andere! Es braucht kaum gefagt zu werden, daß die Mehrheit weder für die Behandlung des Wahlrechtsantrages noch des Dissidentenantrages zu haben war. Auch der Freisinn schlug sich hier wieder einmal auf die Seite der Reaktion. Sein Wortführer Lipp= mann bewies die unglaubliche Bescheidenheit( um keinen schärferen Ausdruck zu brauchen), sich mit der Versprechung der Rechten abspeisen zu lassen, daß der Wahlrechtsantrag im Herbst verhandelt werden solle. Und so stimmte denn der Freifinn dagegen, daß fein eigener Antrag schon" jezt auf die Tagesordnung gesetzt würde!! Es gelang nur, durchzusetzen, daß am Dienstag noch die Angelegenheit Liebknecht vor der offiziellen Vertagungszeremonie erledigt werden soll. Der Hauptteil der Sigung war ausgefüllt worden durch die Beendigung der ersten Lesung des Fideikommißgefeges. Es sprach Alle Christen aus den Distrikten von Edremit( an der klein- die zweite Garnitur der bürgerlichen Fraktionsredner; trotzdem die asiatischen Küste) haben sich nach Verwüstung ihres Landes meisten von ihnen unseren Redner vom Freitag, den Genossen Hofer, durch Baschiboschufs nach Mytilene geflüchtet. Ihre Kirchen sind scharf angegriffen hatten, wurde diesem, der allein noch auf der entweiht, ihre Häuser geplündert, Frauen und Mädchen Rednerliste stand, das Wort zur Erwiderung abgeschnitten. So geschändet und friedliche, Einwohner mit Zustimmung der tür- blieb das Haus bis ans Ende seiner üblen Gepflogenheit treu, die tischen Behörden niedergemeßelt worden. Schmerzlich bewegt stärkste Partei des Landes mundtot zu machen. Die Vorlage wurde verkünden wir der zivilisierten Welt diese türkischen Grausamkeiten fchließlich einer Kommission überwiesen. und protestierten im Namen der Menschlichkeit gegen diese unge. rechtfertigten barbarischen Verfolgungen. Wir bitten um das energische Eingreifen der europäischen Regierungen, die allein die christliche Bevölkerung, ein wichtiges Element für den Fortschritt der. Zivilisation im Orient, vor einer vollständigen Katastrophe be= wahren können. Sturmszenen im Dreiklassenparlament. Politische Uebersicht. Der Lebensnerv des Staates. Lassen wir uns dieses kostbare Gut, das fostbarste, was wit haben, nicht rauben und nicht beeinträchtigen. Wir jind vor dieser Gefahr gesichert, wenn wir uns innig anschließen an den Heiligen Vater, seinen Worten lauschen, seinen Mah nungen folgen als treue, gehorsame Söhne. Dan jagt wohl An einem Königswort soll man nicht deuteln; das gilt erit recht von einem Papstwort. Der Papst spricht flat und deutlich. Und wenn wir ihm folgen, gehen wir nicht in die Irre; dann stehen wir auf dem Felsen, der nicht wanft und weicht, wenn auch Sturm und Wetter toben, dann stehen wir auf dem Felsen, an dem das Narrenschiff der Zeit zerscheilen wird. Legen wir darum heute abend, wie der verehrte Herr Festredner uns aufgefordert hat, zu den Füßen des Statthalters Chrifti das Gelöbnis nieder: Heiliger Vater, was du lehrst, das glaus ben wir mit unerschütterlicher Festigkeit, was du uns be fiehlst, das beobachten wir mit kindlicher Folg samkeit; dir sind wir ergeben mit Herz und Mund bis z letzten Augenblick unseres Lebens. Das Gelöbnis wird dem Hei ligen Vater Freude machen, und er wird seine Kölner Kinder dafür jegnen." Diese Mahnungen sind am Zentralsize des„ Kölner" Zentrums und der christlichen Gewerkschaften klar und deutlich. Und nicht minder deutlich ist die folgende Mahnung: ,, Kindlein, liebet einander." Dies Wort fönnte man heute auch manchem katholischen Christen zurufen. Bergesset in den Meinungsverschiedenheiten und in den Geistes kämpfen der Gegenwart die christliche Nächsten liebe nicht, vermeidet alles Persönliche, Bitter Gehässige. Das baut nicht auf, das zerstört. Im Sturm ist nicht der Herr sondern im sanften Wehen des h. Geistes. Im Zentrumsstreit und im Gewerkschaftstrach ist wahrlich vont sanften Wehen des heiligen Geistes" wenig zu spüren, und die „ Kindlein" Oppersdorff und Stegerivald bedürfen sehr des Wortes „ Liebet einander". Eben erst ist der„ Volksfreund" in Trier, ein Zentrumsblatt Kölner Richtung, verurteilt worden, weil er det Berliner" Zentrumsabgeordneten Stoßmann etles Gewürm genannt hat. Das ganze Zentrum darf singen:„ Komm, heil'ger Geist, fehr bei uns ein", und doch wird man von seinem„ sanften " Zur Entscheidung über die Revision, die gegen das Frankfurter Urteil gegen die Genossin Dr. Rosa Luxemburg eingelegt worden ist, hat das Reichsgericht Termin Wehen" nichts merken. auf den 27. Juni anberaumt. Es handelt sich unt die empörend hohe Verurteilung zu einent Jahre Gefängnis, Die Reichstagserfahwahl in Koburg die erfolgte, weil die Genossin nach der vor der Frankfurter findet in vier Wochen, am 10. Juli, statt. Die rechtsstehenden Par Straffammer vorgetragenen Ansicht des Staatsanwalts durch teien suchen unter dem Deckmantel„ Nationalliberal" im trüben zu zwei Reden den Lebensnerv des Staates" beinahe völlig fischen. Der Amtsgerichtsrat Dr. Stoll in Koburg ist national zerschnitten habe. liberaler Kandidat. Was für eine Art Liberalismus er aber vers Unmittelbar vor der großen Sommerpause ist es im preußischen Junterparlament noch einmal zu heftigen Zusammenstößen zwischen Zwei Tage später, am 29. Juni, soll sich die Genossin tritt, zeigt sich in der Bekämpfung seines fortschrittlichen Gegens unseren Genossen und der reaktionären Mehrheit gekommen. Den bor der hiesigen Straftammer verantworten, weil kandidaten, des Puppenfabrikanten Arnold aus Neustadt, der wieder Anlaß dazu boten zwei Anträge auf Einstellung von Strafverfahren. fie Begleiterscheinungen des Lebensnervs des Staates", näm einmal das Opfer des Durchfalls auf sich nimmt. Der Herr Arnold Im ersten Fall handelte es sich um ein Strafverfahren gegen den lich Militärmißhandlungen, abfällig kritisierte. Sie ist ganz unglüdlich darüber, daß er beinahe jetzt mit den Sozis in tonservativen Abgeordneten Hammer. Der alten parlamentarischen soll geäußert haben. Soldatenmißhandlungen einen Zopf geworfen wird, wo er doch vor einigen Jahren, zum Pragis entsprechend hat die Geschäftsordnungskommission beantragt, feien in Deutschland an der Tagesordnung. Gaudium für die Bizblätter, alleruntertänigst dem Herzogspaar das Haus möge die Einstellung des Verfahrens für die Dauer der Dadurch sollen alle Offiziere und Unteroffiziere, denen Unter- seine Glückwünsche für den Erbprinz darbrachte, der erst einige Session beschließen. Gegen diesen Antrag wandten sich die gebene Gehorsam schulden, beleidigt sein. Weshalb beleidigt, Tage später geboren wurde. Und nun kommt noch dazu, Konservativen! Herr von Ditfurth beantragte in ihrem Namen, das ist uns noch ein Rätsel. daß die Bürgerlichen sich schon jetzt dahin verständigt haben, das Verfahren gegen den eigenen Parteigenossen nicht einzustellen, zwar getrennt. zu marschieren, dann aber wenn es nämlich sondern der Gerechtigkeit ihren Lauf zu lassen". Diesem Antrage Abgesang. zur Stichtvahl kommt! die Sozialdemokratie vereint zu schlagen. schlossen sich nicht nur die Freitonservativen, sondern auch das Eine Jubiläumstagung der Hansabund besteht fünf Das soll sogar so eine Art nationale Geburtstagsgabe für den Herzog Zentrum und die Nationalliberalen an. Zu Begründung" dieses Jahre! hat Herr Rießer in Köln arrangiert, um sich werden; deshalb will man die Stichwahl schon am 17. Juli statt feltsamen, allem parlamentarischen Brauch ins Gesicht schlagenden und seinen Hansa bund in Erinnerung zu bringen. Der finden lassen, damit man ihm dann den Sieg der nationalen Sache Verfahrens führten die Herren an, daß Herr Hammer selbst Hansabund hat, seitdem er auf die Koalitionsrechtshebe der auf den Geburtstagstisch legen kann. Vorläufig haben die Herr den Wunsch zu erkennen gegeben habe, das Verfahren gegen ihn Ronservativen hereingefallen war, auch den letzten Rest feines schaften aber noch eine Höllenangst, weil sie befürchten, das Stoburger möge seinen Fortgang nehmen. Diese auffallende Sehnsucht des Ansehens in den Angestelltenkreisen verloren und die Rede Bolt tönnte in seiner Mehrheit als Quittung für die absolutistischen Herrn Hammer, vor den Schranken des Gerichts zu erscheinen, ist seines Präsidenten bestätigt nur, daß von diesem Bwitter. Reigungen, die ja die Veranlassung zu dieser Ersazwahl gegeben Cred Boll haft ige Cen cher me Un 234 Di iden Tibe Derr her rdc als Der 9 -de agte Se na be Bor ige Die Ibe ien en. der ten ine ti fer Be ent ül rd rtbit al= Dec est Feit ci it 210 ent id Cit It 3 6 % habent, fich diesmal gleich für den Kandidaten der Sozialdemokratie, Rechtsanwalt W. Hofmann in Hof, entscheiden. Was von uns getan werden kann, in diesem Sinne zu wirken, das wird jedenfalls geschehen, unbeschadet der Gytraladungen von Schmutzkübeln, die die bürgerlichen Barreien sich zum Wahlkampf verschrieben haben und von denen sie schon jetzt den reichlichsten Gebrauch machen. Bom Organisationszwang. Zu diesem Thema bringt die„ tölnische Zeitung"( Nr. 635) einen Artikel des Berliner Magistratsrats Paul Wölbling, der in einer für dieses Scharfmacherblatt bemerkenswerten Weise eingesteht, daß Organisationszwang auch in Unternehmerorganisationen ausgeübt wird und Repressivmaßregeln zwecklos foien: Sie bedienen sich eben des Organisations zwanges genau so wie die Kartelle, einer natürlichen Fähigkeit, die mit den Organisationen untrennbar verbunden ist, vie der Schatten mit den Körpern. Vermöge dieses Zwangs bringen sie die Massen wie die gewerblichen Betriebe zusammen und halten sie bei der Fahne, oft mit bedenklichen und gesezwidrigen Mitteln, weil eben die Gesetzgebung ihrer natürlichen Kraft die Anerkennung versagt, während sie diese Kraft gebrauchen müssen, um die Lebensfähigkeit, die sie besitzen und die ihnen feiner abstreitet, zu betätigen. So lesen wir täglich von Streiks, Sperren, Boykotts, schwarzen Listen, Arbeitsnachweisen mit Ausschluß Richtorganisierter, Preisunterbietung, Vermittlung und Aufkauf von Außenwerken, Verrufserklärung von Arbeitgeber- und Arbeiterseite. Parteiliteratur. Der mexikanische Konflikt. Im Berlage der Vorwärts Buchhandlung Berlin Niagara Falls, 13. Juni. Die Friedensvermittler und ist soeben eine Broschüre erschienen, die den Bruderkrieg im Zendie Delegierten der Vereinigten Staaten und Mexikos haben den trumslager zwischen der„ Kölner" und der„ Berliner" Richtung zunt Borentwurf des Friedensplanes gemäß der gestern er- Gegenstande hat. Genosse J. Meerfeld hat unter dem Titel: zielten Verständigung zu Papier gebracht. Der Krieg der Frommen" Materialien zu diesem Zentrumsfrieg zna Präsident Wilson hat mitgeteilt, daß seiner Ansicht nach der ſammengetragen und den bisherigen Verlauf des flerifalen GewerfVerlauf der Vermittelungskonferenz in Niagara Falls das Beste schaftsstreits geschildert. Genoffe Meerfeld führt in der Schrift den offen ließe. Der Präsident erwarte ein befriedigendes Nachweis, daß der erbitterte Zwist ein ideologisch verbrämter Prozes Ergebnis binnen wenigen Tagen. der Klassenscheidung im Klerikalismus ist, der den Zerfall des Zentrums im Gefolge haben wird. Der Preis der Broschüre beträgt 40 Pfennige. Ein Schiff der Aufständischen zerstört. New York, 13. Juni. Nach einer Meldung aus Mazatlan hat das mexikanische Truppentransportschiff„ Guerrero" den armierten Dampfer der Rebellen„ Culiacan" nach einem Gefecht auf der Hohe von Guaymas gestern abend zerstört. Serbien. Verschleppungsmanöver der Regierung. Aus Industrie und Handel. 61 Millionen Mark Ausfuhrprämien! Gerade jetzt, wo die Frage des Einfuhrscheinsystems besonders brennend geworden ist, muß ein Hinweis auf die Steigerung der Getreideausfuhr und der damit in Verbindung stehenden Plünderung der Reichstasse interessieren. Mittels Einfuhrscheins wurden Zölle beglichen im Betrage von Mark: Januar- April 1912 1914 11 " . ". Belgrad, 12. Juni. Skupsch tina. Anläßlich der Festsehung der Tagesordnung der nächsten für Montag anberaumten 41 964 296. Sizung protestierte ein Sozialdemokrat namens seiner Partei 61 274 652 gegen die Bertagung der Wahlen für die große natio- ragend ist dabei Weizen und Hafer beteiligt. Danach stieg die Getreideausfuhr um rund 50 Proz. Hervornale Stupichtina. Ministerpräsident Paschitsch erklärte, daß in der Zeit vom 1. August bis 30. April ausgeführt in DoppelEs wurden nämlich diese Vertagung durch das Verhalten der Opposition verschuldet gentnern: worden sei. Die Frage der Verfassungsrevision werde deshalb erst von der neu zu wählenden normalen Stupschtina zu lösen sein. Fortdauernde Obstruktion. Es muß rückhaltlos anerkannt werden, daß der Zwang der Organisationen bisweilen zu, Auswüchsen führt, die dem gemeinen Wohl durchaus unzuträglich sind. Deswegen aber den 3wang allgemein zu verbieten, hieße das Kind Belgrad, 13. Juni. Die dem oppositionellen Bloc angehörenden mit dem Bade ausschütten. Wir bedürfen der Organi- drei Parteien beschlossen, an der passiven Obstruktion fationen und zwar natürlicher, aus dem Boden herausgewachsener Verbände und Vereine, um die immer lebhafter sich betätigende festzuhalten und an den Beratungen der gegenwärtigen Produktion zu gliedern und zu regeln. Diesen für unser Wirt- Stupichtina nicht teilzunehmen. In politischen Kreisen wird desschaftsleben notwendigen und nüglichen Organisationen gegenüber halb die Auflösung der Stupichtina für die nächste darf sich der Staat nicht auf die Repression von llebergriffen beso che erwartet. schränken, sondern er muß fie als nützliche, von ihm beherrschte, aber in genügend freie Bahnen zu lenkende Glieder seinem Drganismus einverleiben. Er darf ihnen nicht ohnmächtig gegenüberstehen, er braucht aber nicht Jagd zu machen auf Streitposten und andere Uebeltäter des Organisationsawanges. Aus der Partei. Kommunalwahlerfolge. Die Stadtverordnetenwahlen in vier Bezirken der Stadt NeuWölbling fordert cinen Rechtsboden" für die Orga- stadt( Herzogtum Koburg) brachten unseren Genossen einen schönen nisationen, auf dem sie gedeihen können. Erst dann könne Erfolg. Genosse Stüpfert wurde im ersten Wahlgang wiedergewählt, man mit Erfolg verlangen, daß sie diesen Rechtsboden nicht berlassen. Ein tüchtiger Polizeikommissar. " während Genosse Kirchner, der in einer freisinnigen Hochburg kandidierte, das Mandat im zweiten Wahlgang wieder eroberte. Weiter fonnte der bisherige bürgerliche Stadtverordnete Westerburg mit Unterstüßung unserer Genossen sein Mandat gegen den Ansturm der Schüßenclique behaupten. Das Wachstum der finnischen Arbeiterpresse. Roggen Weizen Hafer • 1911/12 1913/14 7 438 759 8 940 806 4 196 076 • 3 376 401 6 862 333 6 478 239 Mit Hilfe des Einfuhrscheinsystems bringt man große Mengen Getreide aus Deutschland auf den Weltmarkt, wofür noch Brämien gezahlt werden! Und das geschieht, um im Vaterland die Preise zu Ein- und Ausfuhr gegenüber, dann ergeben sich für die Zeit Auguſt steigern! Deutsche Sozialpolitik! Stellt man von Roggen und Hafer bis April følgende Resultate: 1911/12 Roggen Hafer Einfuhr in Dz. 2744 217 4 298 264 Ausfuhr 7 438 759 3 376 401 Ausfuhrüberschuß 4 694 512 Einfuhrüberschuß 921 865 1918/14 Roggen Hafer 3046 004 2 887 585 8 940 806 6 478 233 5 894 802 3 590 648' überschuß von 3 772 647 Doppelzentner auf 9485450 Doppel Für Roggen und Hafer zusammen erhöhte sich der AusfuhrAusfuhrprämien gezahlt werden, sind in den letzten 9 Monaten zeniner. Da auf die Tonne Ausfuhrüberschuß glatt 5 M. allein für die Ausfuhr von Roggen und Hafer nicht weniger als Mart aus. 47 427 250 Mart Die Ungiltigleitserklärung der Gemeinderatswahl in dem Vor aus der Reichskasse geopfert worden! Wohlgemerkt: dieser Betrag orie Dorita ch bei Mülhausen i. E., wodurch der ganze Gemeindeergibt sich nach Abzug der für das eingeführte Getreide bezahlten rat der oberelsässischen Industriestadt bis auf weiteres des Amtes Zollbeträge! Im gleichen Zeitraumt 1911/12 machte die absolute enthoben ist, erfolgte auf Grund von Fehlern bei Ausstellung und in Finnland bildet das rapide Wachstum der sozialdemokratischen Einen guten Maßstab für die Entwickelung der Arbeiterbewegung Ausfuhrprämie auf Hafer und Roggen erst 18,8 Millionen Auslegung der Wählerliste, die von demselben Polizeikommissar Bresse, die zurzeit in Finnland den stärksten Einfluß auf die breiten Trogdem, was man sich besonders merken muß, traten magGropengießer begangen worden sind, welcher in dem Streit- Massen der Bevölkerung ausübt. Dierbel iſt dieſe Breſſe taum bei gebende Zentrumsabgeordnete auf dem in der vergangenen Woche Krawallprozeß gegen die Mülhäuser Bolts atg." Jahrzehnte alt. Das Zentralorgan der finnischen Sozialdemokratie, abgehaltenen Vertretertag der Windthorstbünde ganz entschieden für der Hauptzeuge der Anklagebehörde war. Zur Bekräftigung des der in Helsingfors erscheinende, Työmies", begann erst im Jahre die Beibehaltung des Einfuhrscheinsystems ein. bom Präsidenten des Dornacher Kriegervereins eingelegten Wahl- 1895 als selbständiges Arbeiterorgan von margistischer Richtung zu einspruchs bescheinigte Polizeikommissar Gropengießer auch gleich erscheinen, zuerst als Wochenblatt und von 1898 an als täglich erschriftlich die von ihm selbst begangenen Inkorrektheiten! scheinendes Blatt. Seit 1899 wird das Blatt in eigener Druckerei herDie gewählten jozialdemokratischen Gemeinderatsmitglieder ver- gestellt und seit 1906 find 6feitige Notationsmaschinen in den Betrieb einzichteten durch ihren bevollmächtigten Reichstagsabgeordneten Emmel gestellt. Interessant ist das Wachstum der Abonnentenzahl unseres jofort auf den Returs, um den neuen Wahltermin zu beschleunigen. Jahre 1895 wurde das Blatt in 1800 Exemplaren hergestellt, 1900 finnischen Zentralorgans.. ersten Jahr seines Grscheinens, lim in 4500, 1905 in 11 000 und heute beträgt die Auflage des Blattes Nach dem Generalstreik. 30000 remplare, eine Zahl, die von keinem bürgerlichen Blatte in Finnland erreicht wird. Der Reingewinn, den das Blatt abwirst, beläuft sich auf zirka 30 000 finn. Mark im Jahr. Ancona, 13. Juni. Der Verband der Eisenbahner hat beschlossen, die Arbeit sogleich wieder aufzunehmen. Offiziöse Anklagen. pflanzt. " 1 Letzte Nachrichten. Stellung des neuen Kabinetts zum Dreijahrsgefek. Paris, 13. Juni. Bon den Mitgliedern des neuen Kabinetts Viviani haben fünf, und zwar Viviani, Malvy, gagner, Raynaud und Renould gegen die dreijährige Dienstzeit geftimant. Der neue Kriegsminister Außer dem Työmies" wurden in den Jahren vor 1905, dem Messi my hat, wie bekannt, als Deputierter während der großen Aufschwung der Arbeiterbewegung, noch givet fozialdemo- Debatten über das Dreijahrsgefeh einen Antrag auf eine Kansam Lehti" im Jahre 1899 in Tammerfors und der das Dreijahrsgefes gestimmt. fratische Blätter in den größten Industriezentren gegründet: der dreißigmonatige Dienstzeit eingebracht, aber schließlich für dieses Blattes in Sofia listi"-umgeändert). Lansisuomen Työmies in Abo( feit 1906 ist der Name Die meisten der 11 17 Arbeit anstatt der Landesfarben gehißt und Freiheitsbäume ge- Drudereien Wilmanstrand. 15 von diesen Blättern werden in eigenen Auflösung des Landsthings auch die Mitglieder, welche vom König geht aus Ravenna, 13. Juni. Die Stadt ist anscheinend ruhig; in einigen Orten der Provinz hält die anarchistische Bewegung an. Stirchen und städtische Gebäude werden in Brand gestedt, Brücken abgebrochen und Telegraphen- und Eisenbahnlinien zerstört. jezt erscheinenden Blätter wurden nach 1905 gegründet. So wurden Drohende Ministerfrise in Dänemark. Auch dauert die Plünderung von Dörfern und die Besitz- seitdem außer den bereits genannten noch 13 Parteiblätter, von denen sich mit einer vom Ministerpräsidenten dem König überreichten Kopenhagen, 13. Juni. Der heutige Ministerrat beschäftigte ergreifung von Privateigentum an. In den fleinen Gemeinden die meisten täglich erscheinen, ins Leben gerufen, und zwar in Dentschrift über die Auflösung des Landsthings. In Cervia, Santa Agata und Conselice hat man örtliche Re- Wiborg, Kotka, Lachtis, Uteaborg, Wafa, Björneborg, Nicolaistadt, gierungskomitees gebildet, Fahnen mit den Abzeichen der Tavasthus, Kuopio, Juvasküla, Servobol, St. Michel, Borgo, der Dentschrift spricht das Ministerium sich dafür aus, daß bei der hergestellt, einen Reingewinn werfen aber nur auf Lebenszeit ernannt sind, einbegriffen sind. Der König erwenige von ihnen ab. Ancona, 13. Juni. Der gestrige Tag verlief hier ruhig. Ernste Abonnentenzahl ist, Wie start das Wachstum der ffärte: Unter Bezugnahme auf meine und des Ministerpräsidenten folgenden Zahlen hervor: im Staatsratsprotokoll aufgenommene Erklärung betreffend die Bortommnisse werden aus dem Städtchen Senigallia am 31. Dezember 1906 belief sich die gesamte Abonnentenzahl der mögliche Auflösung des Landsthings und meine dabei gegebene Zugemeldet, wo Kirchen verbrannt und die Röhren der Wasserleitung finnischen fozialdemokratischen Preise auf 82 900, zum 31. Juli 1918 fage, die in der Denkschrift angeführten Gründe in Erwägung zu abgeschnitten wurden. In dem Flecken Fabriano wurden gestern ist diese Zahl. auf 142 650, oder fast um das doppelte ge- ziehen, itimme ich hiermit zu, daß das Landsthing aufgelöst wird, und vorgestern die Getreidemagazine gestürmt, das stiegen. Getreide wurde zu Spottpreisen verkauft. Dort fand auch ein noisen noch ein besonderes Organ für die Arbeiterinnen und eine Gesebentwurf betreffend die Aenderung der Verfassung im LandsAußer den genannten Parteiblättern geben unsere finnischen Ge- indem ich den Wunsch ausspreche, daß die Entscheidung über den Kampf zwischen Karabinieris und Manifestanten für die Arbeiterjugend heraus. Neben der politischen Presse sorgen thing auf der Grundlage des Ausfalls der Wahlen erfolgen soll. statt, bei dem es auf beiden Seiten Verwundete gab. gestern abend, wurde eine Patrouille von fünf Karabinieris sammenschluß der Arbeitermassen auf dem Boden der gewerkschaft- bit, daß die Auflösung des Landsthings die vom König auf Bornoch 11 Gewerkschaftsorgane dafür, daß der organisatorische Zu Ich wünsche aber gleichzeitig festzustellen, daß ich der Auffassung und 50 Soldaten von 300 Streifenden angegriffen, welche die Aus- lichen Tätigkeit hinter der politischen Aufklärungsarbeit der Tages- Lebenszeit ernannten Landsthingsabgeordneten nicht einbefferungsarbeiten an der Eisenbahnstrecke und an den Telegraphen presse nicht zurückbleiben soll. leitungen verhindern wollten. Ein Storporal der Karabinieris wurde entwaffnet, ein Karabinier durch einen Dolchstich und einen Schuß berwundet. Die Streifenden gaben mehrere Revolverschüsse ab, welche die Soldaten erwiderten. Auch bei diefem Stampfe gab es einen Toten und mehrere Verwundete. Ruhe in Ancona. Das sozialdemokratische Familienblatt. letzte sozialdemokratische Parteitag zu Jena beschloß, wird Das illustrierte Familienblatt, dessen Herausgabe der mit dem Namen " In allen Gassen" will es für die schließen fann, Ministerpräsident 3 ahle erwiderte darauf: Im Namen des Ministeriums muß ich daran festhalten, da die Auflösung mit Rücksicht auf das von den konservativen Mitgliedern des auch die vom König ernannten Mitglieder des Landsthings umfasse. Landsthings angewandte Vorgehen ist es eine Notwendigkeit, daß das Landsthing aufgelöst wird und neue Wahlen sofort ausgeschrieben werden, damit die Verfassungsangelegenheit unverzüglich weiter gebracht werden kann. Sollte es für das Ministerium notwendig Lebenszeit ernannten Mitgliedern vorzuschlagen, um die Absicht der Auflösung zu erfüllen und der geschmäßigen Entscheidung Achder Auflösung zu erfüllen und der geschmäßigen Entscheidung Ach ben Stand an jeben, die Verfassungsfrage zu Ende zu führen, und tung zu verschaffen, sowie um die Regierng und den Reichstag in Ancona, 13. Juni. Heute nahmen die Eisenbahner die seinen Weg in die proletarische Welt antreten. Ueberall Arbeit wieder auf. Am Nachmittag fand in der Arbeiter- in allen Gassen des arbeitenden Volkes also fammer eine stark besuchte Versammlung statt, die eine Tages- Ruhestunden des Kampfes Männern und Frauen und ihrem werden, dem König eine Veränderung in den vom König auf dnung zugunsten der Einstellung jeglicher Agitation jungen Nachwuchs ein willkommener Gefährte, werden, ser zur Wiederaufnahme der Arbeit zustimmte. Die zur Sammlung der Kräfte aus dem Engen ins Weite, dem Stadt nimmt wieder ihr gewöhnliches Aussehen an. Dunklen ins Helle, den Wüden ins Erfrischte zu führen Die Wirren in Albanien. In der verversteht. Jede der vierzehntägig erscheinenden Nummern wird follte bis zu dieser Zeit es nicht gelingen, den König dahin zu Valona, 13. Juni. Die Stadt Luscinia hat sich er- phischen Aufnahmen vom Leben der unmittelbaren Gegen-/ liegende politische Notwendigkeit zu teilen, wird der Standpunkt mit zahlreichen, durch Tiefdruck wiedergegebenen photogra- bringen, die Auffassung des Ministeriums über die dann vorgangenen Nacht und heute mittag find Freiwillige aus Valona wart zeugen. Das Bild wird ein hervorragendes Element des Königs zur Dentschrift für das Verbleiben des Ministeriums mit zwei Kanonen nach Luscinia abmarschiert. dieses Hausblattes der Arbeiterschaft sein. Jede Nummer entscheidend sein. bringt ein Romanwerk, fürzere Erzählungen und durch Wieder eine Verhaftung. Bilder unterstüßte Aufsäße zu Fragen des Wissens, die im Durazzo, 13. Juni.( Meldung der Agenzia Stefani.) Heute Fluß sind; iede wird ein Ratgeber sein, dem alles wichtig ist, nachmittag forderte die Lokalpolizei den Bürgermeister was den einzelnen und feine Familie im Sinne einer guten Bicorastowitsch auf, sich dem Gendarmerieposten zu stellen. Lebenspflege fördern fann. Die gefunden Stulturkräfte, die Dann führte sie ihn in seine Wohnung. Es wurde eine aus- im Proletariat aufwärts in Bewegung sind, will die neue luchung vorgenommen, die nichts den Bürgermeister Belastendes Beitschrift beschäftigen, daß fie im kleinen wie im großen gab. Dieser wird in seinem Hause festgehalten, wo er sich einem ihres hohen Wertes bewußt werden. Die Gefte der Zeitfdrift Berhör unterziehen mußte. Die Polizei soll sich bei mehreren werden mindestens 32 Seiten start sein und 20 Pf. foſtent. muselmanischen Zeugen erfundigt haben, ob es wahr sei, daß der Die redaktionelle Leitung wurde dem Genossen Dr. Franz Bürgermeister gesagt habe, die Aufständischen hätten ein Recht Diederich übertragen, der deshalb mit Ablauf dieses darauf, die Erfüllung ihrer Forderungen zu verlangen. Die Zeugen Monats aus der Feuilletonredaktion des Vorwärts" auslollen geantwortet haben, sie wüßten nichts davon. Der russische scheiden wird: Die erste Nummer der Zeitschrift wird als Delegierte der internationalen Kontrollkommission hat sich zu Werbenummer gegen Mitte September erscheinen.BuIu urkhan Paich a begeben und lebhaft gegen das Vorgehen der schriften an Redaktion und Verlag sind nach Berlin SW. 68, holländischen Gendarmerie protestiert. Lindenstraße 69, zu richten. Wieder ein tödlicher Fliegerunfall. Toul ein Fliegerunteroffizier und der ihn begleitende Pionier aus Toul, 13. Juni. Heute nachmittag sind auf dem Flugstüßpunit fünfzig Meter Höhe abgestürzt und unter dem sich überschlagenden ipparat gequetscht worden; der Unteroffizier ist tot, der Pionier tödlich verwundet. Bootsunglüd in Wilhelmshaven. boote tenterte heute nachmittag 5 Uhr eine Werftvinaffe. Wilhelmshaven, 13. Juni. Beim Verholen zweier Minensuch Bootsführer Brütgam und der Heizer Schulz sind dabei ertrunken. Der Schredenstat eines wahnsinnigen Schiffspassagiers: Dampfers Canopic" wurde plötzlich wahnsinnig und verlegte durch Ponta Delgada, 13. Jum. Ein Passagier dritter Klasse das Messerstiche 25 Passagiere, darunter 5 schwer. B I Neu eröffnet! Charlottenburg Wilmersdorferstr. 118-119 Unser A.Jandorf& C Spittelmarkt Belle- Alliancestr. Gr. Frankfurterstr. Brunnenstr. Kottbuser Damm Wilmersdorferstr. 118-119 Verkauf nicht an Wiederverkäufer Saison Ausverkauf Abendbrotteller.......... beginnt Montag den 15. Juni Porzellan Tafel- Serien- Geschirr Festonform, mit Goldrand und Linie 20 PL 096 IIF weiss 12 Pf. Kompotteller... 6 Pf. Speiseteller tief..... 33 Pf. Saucieren mit Teller 38 Pl. Speiseteller flach 28 Pf. Kaffeekannen für 6 Personen... 38 PL. Teekannen ca. 4 Tassen Inhalt.. 25 Pf. Kompotteller Untertassen 2 Pf. Grätenteller Abendbrotteller........... 18, 23 18, 23 P. 15 Pf. 12 Pf. Saucieren........... 85, 98 Pf. Suppenterrinen hohe od. ovale Form 2.95 Kartoffelschüsseln mit Deckel.. 2.45 Bratenplatten gross........... 95, 1.65 Salatieren gross 95 Pf. 10.000 12,15 Speiseteller stick 10.000 10.000 Milchtöpfe Stück 5 ..Stück Pf. in diversen Gröss., Stück 5. Pf. Pt. Steingut Bratenplatten oval 15, 28 PL. Küchengarnitur ,, Memel" Butter- o.Schmalzdosen Majolika 58 Pf. Waschserviceschüsseln gross 95,1,25 Waschservicekannen gross 45, 68 Pt. Abendbrotteller in verschied. Grössen, 4 Pf. Blumenkübel gross, tief o. flach Stück weiss oder bunt imitiert Terrakotta **** 800 95 Pf. mit modernem blauen Dekor 42 Pf. 15 Pf. 42 Pl. Vorratstonnen Gewürztönnchen Essig- oder Oelflaschen Salz- oder Mehlmesten....... 68 Pf. Milchtöpfe......... versch. Gröss. Stück Satz 6 Stück 1.65 dekoriert Kuchenteller mit Blumendekor.. Rand, moderne Dekore Obstkörbeval, m. durchbrochenem 95 PL Teekannen für 6 Personen, 85 mit reichem Golddekor Milchtöpfe ca. 3 Liter Inhalt.... 22 Pf. 10.000 Speiseteller 3000 Abendbrotteller 10.000 Kaffeetassen 1000 Bratenplatten 50.000 Speiseteller 5,7 15.000 Kummen 2,4 1000 Satz Schüsseln Pf. Pf. Bade- Artikel Bade- Trikots für Damen oder Herren 1.75, 1.95, 2.25 schwarz- weiss gestreift. Bade- Trikots für Damen oder Herren 1.50, 1.70, 1.95 schwarz oder marine oder gestreift. .. Bade- Trikots für Kinder, einfarbig 65, 75, 95 Pf. Bade- Anzüge für Damen aus gestreiftem 1.45, 1.7, 10 1.7.10 Perkal Spitzen ca. 45 cm breit, für Blusen 48, 95, 1.95 Spachtelstoff der Einsätze....... Meter Makraméstoffe eorü, neue Muster........... Meter 1.95 Leinene Klöppelspitzen imitiert Handarbeit Muster........... Meter 12, 20, 28 Pf. Meter imitiert HandBaumwoll- Klöppelspitzen niet ter 3, 5, 8 PL -Ein- od. Ansatz Schweizer Stickerei in vielen Breiten 75, 95, 1.45 und Mustern.... ...... ca. 4.10- Meter- Kupon für Volle- Volants Kinderkleideteler 1.45, 1.95 Volle- Volants reich bestickt, ca. 120 cm breit Meter 2.95, 3.95 weisser mit Bade- Mäntel off 3.50, 4.95 6.50,7.50 Frottier- Laken für Kinder 1.25, 1.65 Frottier- Laken aus weissem Kräuselstoff, für Erwachsene 2.2, 2.70, 3.95 Frottier- Handtücher mit Jacquard- Kante, 85 PL. ca. Gardinen weiss oder creme, Gardinen Fenster, 2 Flügel 2.45, 3.95 Künstler- Gardinen 2 Flügel, 1 Querbehang.. moderne Muster, 3.85,5.25 ca. 160x200 cm... Satin- Steppdecken doppelseitig, 7.95 Kattun- Steppdecken...... 2.95, 3.85 Wachstuch- Barchent- Tischdecken Grosse ca. 98 Pf. 1100 × 115 cm ca. 90 cm 1.35 ca. 67 cm Linoleum Läufer Meter..98, Meter.. Ein Posten Gardinen- Muster u.- Abschnitte Stick 68 P ganz m.reichem Goldstempel- Dekor Stück m.reichem Goldstempe- Dekor Stück hohe Form, m. Goldband u.Linie, Paar 22. Pf. 18.. 20 95 Pf. oval, m. reich. Goldst.- Dek., bis ca. 40 cm Pf. 8eck. Form, hübsch dek., Satz 6 Stück 98 PL. PL Frottier- Laken aus bunt. Kräuselstoff 2.95, 3.75, 4.50 Frottier- Handtücher......... 45, 65, 75, 95 PL Bade- Kappen aus Gummistoff... 45, 55, 75, 95 Pf. Bade- Kappen Satin, garniert. 95, 1.35, 1.50 Herren- Artikel Oberhemden gewaschen, weiss, mit Piqué- Falten- 1.95 Einsatz.. Oberhemden farbig, durchgehend Perkal, mit festen Manschetten, mod. 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Glode, Berlin. Drud u. Berlag: Borwärts Buchdr. u. Verlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 5 Beilagen Nr. 159. 31. Jahrgang. 1. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt Gewerkschaftliches. Sonntag, 14. Juni 1914. Arbeitgeber endlich überzeugt haben, daß die Bildhauer entschlossen Arbeiterschaft wird davor nicht zurückschrecken. Zunächst aber wird Beth find, alles an die Durchsetzung dieser so notwendigen Forderung, der die Betriebsleitung Gelegenheit bekommen, durch Verhandlungen achtstündigen Arbeitszeit, zu sehen. die begangenen Fehler wieder gut zu machen. Niederlage der Gelben. Die Arbeiterausschußwahl in den städtischen Gaswerken in Charlottenburg brachte nach einem mit beispielloſer Heftigkeit geführten Wahlkampf den Gelben eine vollständige Niederlage. Bei einer Wahlbeteiligung von 75 Proz. er hielten die Kandidaten des Gemeindearbeiterverbandes 381 Stimmen, der schwarz- blau- gelbe Mischmasch 184 Stimmen. Der ArbeiterDer große Saal im Gewerkschaftshause war am SonnabendDas Arbeitsbuch als schwarze Liste. vormittag mit Streifenden gefüllt, um die zur Durchführung des Wer in das Arbeitsbuch Eintragungen zur Kennzeichnung Streits nötigen Bestimmungen zu treffen. Die Kontrolle der eindes Arbeiters macht, wird bestraft. Dennoch wird im Zwidauer zelnen Werkstätten zu erleichtern, werden 14 Bezirksbureaus in den Bergbau das Arbeitsbuch in der angedeuteten Weise miß verschiedenen Stadtteilen eingerichtet, in denen sich die streikenden braucht. Um aber den Strafbestimmungen eine Rase zu Kollegen am Montagvormittag von 9-10 1hr zu melden haben. drehen, haben die Unternehmer einen schlauen Sniff erdacht. Lebhaften Beifall löste die Mitteilung aus, daß bereits 15 Werk ausschuß befindet sich jetzt vollständig in den Händen der organis Bekanntlich muß das Arbeitsbuch Eintragungen über die Art stätten, darunter 2 Tischlereien, die volle Forderung befierten Arbeiter. Die Gelben verloren seit Dezember zirka der Beschäftigung, über Antritt und Austritt aus der Be- willigt haben. Mit zwei großen Betrieben dürfte ebenfalls in 100 Stimmen. Das Resultat ist um so erfreulicher, als gewisse schäftigung enthalten. Die gelben Bergknappenvereinler den nächsten Tagen eine Einigung erzielt werden. Stellen der Verwaltung mit aller Energie für die Dreifarbenleute eintreten. schnüffeln nun in allen Grubenecken herum, um jede Die Kollegen werden noch einmal aufmerksam gemacht, daß Arerlauschte, gegen die Arbeiter etwa zu verwertende beitgeber, welche die Forderung anerkennen wollen, stets an die Aeußerung zum Gegenstand einer Denunziation bei der Be- Streikleitung im Gewerkschaftshause, Engelufer 15, Saal II, Teletriebsleitung zu machen. Die Opfer dieser Gesinnungsriecherei phon Nr. 6230, Moritzplatz, zu weisen sind, da die Bezirksbureaus irerden dann als Tagearbeiter weiterbeschäftigt. Bei dieser nur der Kontrolle dienten. Arbeit wird ein bedeutend niedrigerer Lohn erzielt als in der Grube. Und wenn dann der Arbeiter diese Strafarbeit verWie in anderen Gewerbezweigen benutzen auch die Unternehmer läßt und in einer anderen Grube Beschäftigung zu finden der Damenhutbrauche die schlechte wirtschaftliche Ronjunktur, um sucht, dann findet der neue Obersteiger, daß der Mann als Lohnabzüge vorzunehmen. Diese Abzüge betragen zum Teil bis zu Die Ausgesperrten selbst erklären, daß sie gewillt sind, eben so Grübenarbeiter eingestellt und als" Lagearbeiter" entlassen 50 Broz. Der Verband der Hut- und Filzwarenarbeiter mußte inworden ist und der dadurch als Agitator und Verbandsfreund folgedessen eingreifen und es haben dieserhalb Verhandlungen stattgebrandmarkte Arbeiter wird bei der Nachfrage nach Arbeit gefunden mit den betreffenden Unternehmern. Es wurde hierbei auch ein Resultat erzielt, mit dem die in Betracht kommenden abgewiesen. Arbeiter aber nicht zufrieden sind. Vornehmlich ist es die Firma Cohn, Köpenider Str. 126, wo die Differenzen an der Tages Arbeiter sich durchaus nicht begnügen wollen, da die Reduktionen ordnung sind, und mit deren Zugeständnissen im jetzigen Falle die bei weitem noch nicht ausgeglichen sind. Lohnbewegung in den Damenhutfabriken. Saison leine Klebehüte unter 30 Pf. gemacht werden dürfen. Zuletzt beschloß die Versammlung einstimmig, daß in dieser Saison keine Klebehüte unter 30 Pf. gemacht werden dürfen. Kein soziales Verständnis. Zur Aussperrung bei der Dreiteilung". in ihrem Betriebe gehe jekt alles seinen geregelten Gang, so beWenn die Geschäftsleitung auch heutigen Tages noch erklärf, merken wir, daß dieses nicht zutrifft. Hat man sich doch in der lehten Woche wiederholt bemüht, einige der alten Arbeiter zu verdaß anlassen, wieder in den Betrieb hineinzukommen; ein Zeichen dafür, das jie nicht in der Lage ist, mit den zurzeit Beschäftigten ihren Betrieb aufrecht erhalten zu können. geschlossen die Arbeit wieder aufzunehmen, als wie sie aufs Straßenpflaster gesetzt wurden. In den einzelnen Stadtvierteln liegt in viclen Häusern das Wüll immer noch so, daß es wirklich doch mal Zeit wäre, dort abholen zu lassen. Wundern müssen wir uns, daß die Hauswirte der betreffenden Häuser sich diese unhaltbaren Zustände so lange beiter, die die Firma schon glaubte vor vierzehn Tagen abweisen zu gefallen lassen. Es scheint demnach so, als wenn die kräftigen Armüssen, immer noch nicht eingetroffen sind. Die Arbeitswilligen selbst sind mit den neu eingeführten Bedingungen nicht zufrieden. In der letzten Zeit haben dieselben Arbeitsverhältnissen Stellung zu nehmen. Daß dieselben auch das wiederholt Sizungen abgehalten, unt zu den jebigen Lohn- und mit nicht zufrieden sind, geht daraus hervor, daß eine große Anzahl derselben den Betrieb schon wieder verlassen, hat. Weiter ist uns mitgeteilt worden, daß der Herr Direktor auch in Zukunft nicht mit einem Arbeiterausschuß sprechen will. Dem= gegenüber erklären wir, daß in der Magistratsvorlage Bedingungen enthalten sind, die besagen, daß ein Arbeiterausschuß vorhanden sein muß. Der gute Herr wird sich in Zukunft dem wohl oder übel fügen müssen. Die Ausgesperrten halten weiter in dem ihnen aufgezwungenen Auf einem Reinsdorfer Werke war ein junger Berg arbeiter von einem gelben Denunzianten belauscht worden, wie er seinen Arbeitskameraden fragte, ob er nicht auch im Verband sei. Als Strafe dafür wurde der junge Mann ,, übertags" verlegt, damit er durch knappen Lohn zur Räson In einer Versammlung. Die am Freitagabend stattfand, kam und zur gelben Gesinnung gebracht werde. Er zog aber die ganze Empörung über die Maßnahmen der Arbeitgeber zum bor, diese Erziehungskur abzuschütteln und ging. Er fand Ausdruck und sämtliche Redner erklärten, daß man sich Abzüge auf feine Arbeit im Bergbau und arbeitete darum in einer feinen Fall gefallen lassen werde. Es müsse heißen: bis hierher Ziegelei. Nach einiger Zeit versuchte er sein Glück, Arbeit und nicht weiter! im Bergbau zu finden, aufs neue. Als er auf einem Schachte dem Obersteiger sein Arbeitsbuch vorlegte, wies ihn dieser nicht turzerhand ab, sondern beging die Unflugheit zu fragen, warum er( der Arbeiter) übertags" verlegt worden sei, was er denn getan habe. Als der Arbeiter ihm Das im höchsten Grade unioziale Verhalten der Betriebsleitung sagte, er ſei überzählig in der Grube gewesen, sagte der den Arbeitern gegenüber wurde in einer zahlreich besuchten VerObersteiger, daß er das nicht glaube und erst telephonisch Er- sammlung der in der Laternenfabrik von F. F. A. Schulze, Fehrbelliner Straße, beschäftigten Arbeiter scharf gebrandmarkt. Wie fundigung einziehen müsse. Daraufhin wurde der Arbeiter aus den Ausführungen der Redner hervorging, hatte die Firma an Kampfe aus und ersuchen die organisierte Arbeiterschaft Großdann abgewiesen. So ist der Zweck der Uebung bekannt ge- eine Abteilung das Ansinnen gestellt, sich mit einer Preisredut- Berlins um moralische Unterſtüßung. Der Betrieb„ Dreiteilung" tion einverstanden zu erklären. Dieses eigenartige Verlangen be- in Charlottenburg ist noch weiterhin für organisierte Arbeiter geDer mißliebige oder rot anzukreuzende Arbeiter wird gründete sie damit, daß gegenwärtig ein flauer Geschäftsgang sperrt. übertags" verlegt. Wird er gelb, kommt er wieder in die fei, die Firma aber einen größeren Auftrag von der MilitärDeutscher Transportarbeiterverband, Bezirksverwaltung Groß Grube, hat er aber Charakter und geht seiner Wege, dann verwaltung bekommen könne, wenn sie billig liefere. Natürlich dient das durch das Wort„ Tagearbeiter zum Uriasbrief lehnten die befragten Arbeiter dieses Anerbieten ab, zumal ihr der Verdienst wegen gewordene Arbeitsbuch zu seiner Kennzeichnung. Die voll schon dürftig genug ist. Die Betriebsleitung aber schritt nun zu zut niedrigen Breistaltulationen jährigen Arbeiter aber, die das Arbeitsbuch nicht mehr brauchen, Arbeiterentlassungen. Anstatt, wie es von einem Firmenfönnen dieser Boykottierung ebenfalls nicht entgehen, denen inhaber richtig wäre, der sich wiederholt schon seines sozialen wird sie auf den Abkehrschein geschrieben. So Empfindens gerühmt hat, durch Verkürzung der Arbeitszeit über die wird der Arbeiter gezwungen, die ihn ächtende schwarze Liste selbst in der Tasche herumzutragen und ahnungslos den Unternehmern das Material gegen sich selbst in die Hände zu geben? worden. Den Leuten, welche nach gesetzlichen Maßnahmen gegen den Terrorismus schrean, sei dieser Fall, der ja nicht vereinzelt dasteht, zur Beachtung empfohlen. Berlin und Umgegend. Der Streit der Holzbildhauer ist zur Tat geworden. Mit derselben Einmütigkeit, mit der der Streit beschlossen, ist er auch durchgeführt worden, und dürfte die Kleines Feuilleton. viel flaue Zeit ohne Entlassungen hinwegzukommen oder doch nur zeit weise die momentan überflüssiger Sträfte aussehen zu lassen, greift man zu dem rigorosesten Mittel. Was aber als ganz besonders rücksichtslos empfunden wird, ist die Tatsache, daß Arbeiter entlassen Firma geopfert haben. wurden, die zum Teil schon zehn Jahre ihre besten Kräfte der Die Krone setzt jedoch Meister Haase dem verwerflichen Gebaren auf, indem er nur Organisierte hinauswirft. Und doch hätte dieser Herr alle Ursache, recht viel kluge Zurüdhaltung zu üben. Berlin. Deutsches Reich. Bauarbeiteraussperrung in Celle. wird man gewiß beipflichten müssen; denn wenn nicht einmal die Lehrer in der Lage sind, sich die Schreibweise der einzelnen Worte zu merken, so fann man das erst recht nicht von den Schülern verlangen." Notizen. V Die Unternehmer haben sämtliche Bauarbeiter entlassen. Bei den Vorverhandlungen zum Tarifabschluß hatten die Geller Unternehmer in den örtlichen Verhandlungen ihre Zusage in fast bestimmter Form gegeben, daß im neuen Vertrage eine wöchentliche Arbeitszeit von 59 Stunden festgelegt werden sollte. Bei den allgemeinen Verhandlungen wurde dieses Abkommen nicht berücksichtigt, erst bei den späteren örtlichen Verhandlungen sollte die Sache erledigt werden. Aber auch hier wurde keine Einigkeit erzielt, wie denn überhaupt die Unterzeichnung des Vertrages immer wieder hinausgeschoben wurde. Dieser Verzögerung überdrüssig, haben schon die Zimmerer seit mehreren Wochen ohne weiteres Sonnabends Alle diese Dinge und viele Einzelheiten dazu wurden in der die Arbeit eine Stunde früher verlassen. Als jetzt nun aber die Versammlung scharf gegeißelt und in einer einstimmig gutgeheißenen Maurer und Bauhilfsarbeiter fich den Zimmerern anschlossen und Resolution wurde unverblümt zum Ausdruck gebracht, daß die Ar- lebenfalls eine Stunde früher Feierabend machten, erschien der beiterschaft der Firma nicht willens ist, länger in stummer Duld- Unternehmerverband auf dem Plane. Zunächst wurde den Zentralsamkeit zu verharren. Wenn die Firma den Kampf will, die verbänden nahegelegt, ihre Mitglieder zur Räson zu bringen. tat es. Dafür übertönte seine Stimme, als er mich anklagte, den Kossog zog hieraus den Schluß, daß es höchste Zeit sei, in dem preußischen Staat um ein Hundebillett geschädigt zu haben, das Formelkram unserer Rechtschreibung gehörig aufzuräumen. Dem Knattern der Propeller von zwanzig Flugzeugen, die in diesem Augen blick durch die Luft flogen. Er gab seinen Posten an der Sperre auf. Der Orden. Nun kann es dem Fürstentum Albanien, ob es auch Er wollte mich feststellen lassen. Ich ging mit. Aber fein Beamter in allen Fugen und Nähten kracht, an nichts mehr fehlen. Der Fericht fam, um ihn zu unterstützen, denn es war der lebhafteste Betrieb an den Sperren. Der Menschenauflauf war groß. Endlich ließ der hat sich aufgerafft, sich ermannt und eine Tat getan, mit der er energische Beamte von mir ab. Mit dem Verzweiflungsschrei: alle albanischen Herzen im Sturme nehmen wird, denn er hat ,, Also ich kann den Mann nicht feststellen lassen", brach er innerlich Musikchronit. Das nächste Volfskonzert des doch man höre, wie es der Telegraph dem erstaunten Europa ver- zusammen und kehrte zu seiner Sperre zurüd. Philharmonischen Orchesters findet am Montag, den ündet:„ Dem im Kampfe gegen die Rebellen durch einen Schenkel- Ich erhielt von dem umstehenden Publikum zwanzig Er- 15. Juni, in den Kontordia Festsälen statt. Das Proschuß verwundeten albanischen Oberleutnant Meld Bey ist vom wachsene"-Fahrkarten und sechs Kinderfahrkarten. Die Besitzer dieser gramm bietet: Duvertüre zu„ Coriolan" von Beethoven, Les Fürsten der Orden vom weißen Sterne Skanderbegs verliehen Fahrkarten passierten während der Zeit, wo der Beamte mich fest Préludes von Liszt, Konzert für Flöte von Winkler, Sinfonie Nr. 6 worden." Heil uns! Da hatten die demokratischen Lästerzungen stellen lassen wollte, ohne die Billetts abzugeben die Sperre. Diefe( pathétique) von Tschaikowsky. Eintrittskarten Engelufer 15, in Deutschland schon böse gehöhnt, daß der preußische Gardeoffizier Starten stehen dem Eisenbahnfiskus als Ersatz für das entgangene immer 13( vormittags von 9-11 Uhr und nachmittags von Hundebillett zur Verfügung. als Mbret" eine flägliche Rolle spiele, und gar, als er sich harmlosen 4-18 Uhr, außer Sonnabend nachmittags) und bei Horsch, Engelufer 15. Sinnes jein Durazzo einmal von Bord eines italienischen Kriegs- Esprit und Sprit. Die Fortschritte der abstinenten Bewegung schiffes betrachten wollte, wurde über seine Feigheit" und" Un- scheinen in besonders weinfrohe Gemüter dunkle Schatten geworfen ausstellung am Lehrter Bahnhof ist der 14. Juni ein billiger Kunst chronik. In der Großen Berliner Kunst fähigkeit" gezischelt. Aber es brauchten nur die Tage der Not zu und allerhand geistige Verheerungen augerichtet zu haben. In einer Sonntag. Eintrittspreis von nachmittags 2 1hr an 25 Pf. tommen, und Mbret Willem bewährte sich höchst königlich, Zoll für Blütenlese, die der Kunstwart" seinen Lejern serviert, erfährt man davon recht ergögliche Dinge. Wie eine Seuche", heißt es in Zoll ein Gottesgnadenmann aus dem glücklichen Lande, in dem dem Blatt„ Ergo bibamus", wird die Welt von einer Bahnidee" geſtäupte Direktor des Münchener Boltstheaters Schrumpf, hat seine die Ordenskommission sogar eine Nachtklingel an ihrer Tür hat angetränkelt und die Zeitgenossen werden aufgefordert, der univürdigen Stonzession fahren lassen( sonst wäre sie ihm entzogen worden). Er für Ordenslüsterne, die es gar nicht mehr aushalten können. Mbret Bewegung" einen Danim entgegenzusetzen, was selbstverständlich Verlangen der Genossenschaft Deutscher Bühnenangehöriger hat der wollte seinen Regisseur Denzel zu seinem Nachfolger machen. Auf Willem hat, seiner preußischen Gardetraditionen eingedent, eine am besten durch einen ausgiebigen Abendschoppen geschehen könnte. Tat getan, er hat einen Orden verliehen, Orden tun dem albanischen In dem Vorwort eines Buches„ Osteria" aber werden die Polizeipräsident von München Denzel jedoch abgelehnt und das Bolte am ehesten not, nun muß sich alles, alles wenden. Abstinenten ein Geschlecht von Homunculi genannt, eine Gesell- Zentralausschußmitglied Schwent unter Erteilung der Notkonzession mit der Leitung des Theaters beauftragt. Die Münchener Jour Nur daß man just einen weißen Stern an Albaner verleiht, schaft von Untermenschen, von Knotikern, von wahnsinnigen Asfeten, nalisten- und Schriftstellervereine haben die 1000 M.- Stiftung des von unwissenden Bilderstürmern usw. Die Marmorgötter und deren Seifenverbrauch auch unter dem Mikroskop bisher eine nicht Bacchusaltäre wollen sie zerstören, um dafür ein großes Spital für verflossenen Direktors( die er als eine Art Beruhigungsgelder aufwahrnehmbare Größe geblieben ist, will uns nicht unbedenklich er- den Normalmenschen der Zukunft zu errichten. Die ehrwürdigsten gefaßt zu haben scheint) nunmehr zurückgeschickt. scheinen. Ein feldgrauer oder schmuziggrauer Stern hätte sich der Güter der Menschheit scheinen bedroht zu sein, und dieses ganze 21. d. Mits. wird im preußischen Kultusministerium wieder eine Deutsche Einheitsstenographie. Am 20. und ortsüblichen Farbenstimmung sicher besser angepaßt. Elend soll über uns fommen, weil tatsächlich einige Germanen an- Sigung der Vertreter der größten deutschen stenographischen Schulen Das Hundebillett. Ich bin in großer Gewissensnot. Habe ich gefangen haben, ihren Durst mit Wasser zu stillen. Man fann sehr wohl begreifen, daß das andauernde Wasser- stattfinden, um den Bericht des Unterausschusses für die Prüfung den preußischen Eisenbahnfiskus um 10 Bf. betrogen? Bewußt habe trinken auf trintfrohe Herzen einen erschütternden Eindrud machen verschiedener Syfieme auf ihre Geeignetheit für eine Einheits. ich ihn ja nicht betrogen; denn mir fehlte die Absicht und das Bewußtsein der strafbaren Handlung. Die Sache kam so. Ich habe muß; man kann sich persönlich einen bescheidenen Tropfen noch stenographie in Empfang zu nehmen. Auch Vertreter' aus Destereinen Hund. Der Hund ist sehr klein. Er hat nicht den Umfang offenbar nicht immer beisammen wohnen. immer gönnen und muß doch aussprechen, daß Sprit und Esprit reich sind in dem Ausschuß. Die gute alte 3eit. Das Reisen war in der Zeit der cincs Schließtorbes, nicht den eines zusammenklappbaren Kinderseligen Postfutiche so schwierig, gefahrvoll und teuer, daß man da wagens, nicht den eines Propellers. Der Hund ist noch nicht steuer- Die Fußangeln der Rechtschreibung. In der„ Köln. 3tg." Lefen mals das Testament machte und das Abendmahl nahm, bevor man pflichtig und hat noch nicht das vierte Lebensjahr erreicht. Mit diesem wir: Der Oberkorrektor einer großen rheinischen Zeitung hat sich auf die Reise ging, und daß nur wenige reisten. Haben doch sogar Hunde ich steckte ihn in meine Rodtasche fuhr ich neulich auf vor mehreren Monaten den Spaß gemacht, einer Reihe von Re- im Jahr 1900 noch dreimal so viel Leute die Post benust als vor den Vorortbahnen Berlins herum. Die Billettknipser streichelten, wenn dakteuren des Blattes den Sag zu diktieren: Gib mir bloß ein Beginn des Eisenbahnzeitalters, wo man doch auf dieses einzige ich durch die Sperre ging, den Kopf des Hundes, der aus meiner bißchen Grieß. Er schmunzelte nicht schlecht, als er feststellen fonnte, Mittel des Verkehrs angewiesen war! Rocktasche herausfah. Eine Reihe von Sperren passierte ich so, daß nur ein einziger aus der Zahl diesen Satz, so wie er hier steht, Aus der amerikanischen Bevölkerungsohne im Besitz einer Hundekarte zu sein. In Johannisthal erreichte geschrieben hatte; alle anderen batten einen, zwei und mehr Fehler" statistit. Nach den nun vorliegenden amtlichen Statistiken des mich das Verhängnis. Ein gehobener Kartenknipser er trug eine besser wäre zu sagen: Verstöße gegen die amtlich vorgeschriebene amerikanischen Volkszählamtes betrug die Zahl der in den Vergoldene Verschnürung auf der Achsel stand am Ausgang. Als ich Orthographie gemacht( gieb, blos, bischen, Bischen, Gries). einigten Staaten lebenden Weißen von ausländischer Abstammung den Mann sah, beschlich meine Seele eine Ahnung. Aber feines- Nun ist ja schließlich fein Zeitungsmann verpflichtet, die amtliche im Jahre 1910 32 244 382 bei einer Gesamtbevölkerung von wegs die: er könne wegen meines Taschenbundes eingreifen. Rechtichreibung genau zu fennen dazu sind eben die Korrektoren 81 731 957 Menschen. Unter dem fremden Element werden Der Mann hatte an der Spitze der Nase einen roten da. Etwas anders liegt die Sache bei den Lehrern. Aber auch diese 10 037 420 Personen gezählt, deren Muttersprache Englisch ist. Das Punkt. Ich fühlte es, in diesem roten Punkt ist Energie beherrschen die amtliche Rechtschreibung nicht vollständig. So er deutsche Element steht an zweiter Stelle mit 8817 271 Köpfen fonzentriert. Meine Ahnung betrog mich nicht. Als ich zählte der Lehrer Kossog auf der deutschen Lehrerversammlung in oder 10,8 Proz. der Gesamtbevölkerung. In weitem Abstande folgen " Das Ende des Theaterpaschas. Der vor Gericht meine Fahrkarte abgab, schrie er:" Hundebillett!" Ich starrte Stiel, in einer Lehrerkonferenz, an der 50 Lehrer teilgenommen die Italiener mit 2 151 000 oder 2,61 roz., die Polen mit 1770 000 in der Welt umher, Ivent der Mann wohl damit meinen hätten, seien die vier Worte Bloß ein bißchen Grieß" diftiert oder 2,1 Proz., die Juden mit 1 676 000 oder 2,1 Proz., die Schweden tönnte. Doch ein fester Griff am Arm belehrte mich, daß er mich worden, und nur ein einziger von den 50 habe bloß einen Fehler mit 1445 000 oder 1,8 Proz, die Franzosen mit 1357 000 oder meine. Ich bat eneraiich und höflich, mich sofort loszulassen. Er gemacht, während die übrigen 49 je zwei Fehler gemacht hätten. 1,7 Proz. und die Norweger mit 1009 000 Köpfen oder 1,2 Proz. Aber die Celler Bauarbeiter stellten sich auf den Standpunkt: Wir berlangen nur das, was uns von den Unternehmern zugefichert worden ist. Auf Veranlassung des Nordwestdeutschen Arbeitgeberbundes, Sit Hannover, wurde nun an allen Arbeitsplägen in Celle eine Bekanntmachung angeklebt, wonach sich jeder als entlassen zu betrachten habe, der am Sonnabend eine Stunde früher Feierabend mache, als nach dem alten Tarife statthaft sei. Die Arbeiter aber blieben dabei und verließen ihre Arbeitspläge an Sonnabenden eine Stunde früher. Die Folge davon war, daß am Montag 200 Bauarbeiter und 40 Zimmerer entlassen wurden. schlagen. Der Verbandstag hält es für selbstverständlich, daß die Ge- die einheimischen Löhne zu drücken, holen sich unsere Agrarier noffenschaften, die bisher höhere als im Tarif vorgesehene Löhne billige Arbeitskräfte aus dem Auslande. Im übrigen besagen bezahlt haben, den§ 13 des neuen Tarifs nicht dazu benußen, die politischen Bemerkungen am Schluß des Berichts mit aller die bestehenden Löhne herabzusehen. Ein solches Beginnen würde Deutlichkeit, daß weder fachliche noch wissenschaftliche Gründe allen sozialen und gewerkschaftlichen Grundfäßen ins Gesicht für die Stellungnahme des Herrn Prof. Stier- Somlo ma Der Verbandstag nahm noch eine Neuregelung der fakulta- gebend gewesen sind. Es geht doch nichts über solche„ vor. tiven Unterstüßungseinrichtungen des Verbandes urteilsfreie Wissenschaft". nach dem Vorschlage des Vorstandes vor. Bisher hatte der Verband folgende fakultative Unterstübungseinrichtungen: Rechtsschuß- und Rentenquetscherei gegen einen jugendlichen Arbeiter. Haftpflicht, Invaliden- und Pensionszuschuß-, Witwen- und Waisen= und eine Zuschußunterstützung bei Todesfällen. Aus Das Bestreben der Berufsgenossenschaften, mit der AnDrohender Streit in der Haynauer Papierfabrit. Wegen fort die Volksfürsorge" werden die Invaliden- und Pensionszuschußnahme der berüchtigten Gewöhnung" die Renten Unfallvergejezter Lohnabzüge und Maßregelungen beschlossen am Freitag in und die Witwen- und Waisenunterstützung fallen gelassen. Neu ist, letter herabzudrücken, erfuhr am Mittwoch vor dem Obergeheimer Abstimmung die Arbeiter genannter Fabrit, die Sündigung daß Rechtsschutz in privaten Angelegenheiten für einen Wochenbei- bersicherungsamt Erfurt eine geradezu erschüteinzureichen. Gelingt bis zum Ablauf der Kündigung eine Vertrag von 10 Pf. gewährt werden kann. ternde Beleuchtung.. ständigung nicht, so wird die Belegschaft am 27. Juni den Betrieb Bei der Beratung erhob sich gegen diese Unterstübungskaffe Ein minderjähriger Glasmacherlehrling aus Schleusingerverlassen. Es besteht wenig Aussicht, daß es noch zu einer Bei- Widerspruch. Der Beitrag sei zu gering, es werde für die 10 Pf. neundorf flagte gegen die Glasberufsgenossenschaft auf Weiterlegung der Differenzen kommt. Reben dem Fabrikarbeiterverband zu viel geleistet. Verbandsvorsitzender Schumann sagte, der Rechts- zahlung einer Unfallrente von 30 Proz., die ihm kürzlich wegen und den Maschinisten und Heizern sind auch die Metallarbeiter und schuh in privaten Fällen sei ein Bedürfnis. Der Verbandstag angeblicher" Befferung" auf 20 Proz. herabgesetzt worden war. Transportarbeiter sowie die verschiedenen Hirsch- Dunderschen Ge- stimmte dann auch der Vorlage zu, lehnte jedoch die in der Vorlage Der Verlegte hatte ursprünglich die Vollrente bezogen. Sie war werkschaftsgruppen am Stampf beteiligt. Zuzug nach der Haynauer borgesehene Beerdigungsbeihilfe ab. dann auf 70, später auf 30 Broz. herabgesezt und sollte nun noch Papierfabrik ist fernzuhalten. Bei der Wahl der Verbandsleitung wurden die be- weiter gefürzt werden. Vor dem Oberversicherungsamt wurde nun soldeten Vorstandsmitglieder wiedergewählt. festgestellt, daß aus einer Verlegung des rechten Fußgelenkes sich Damit waren die Arbeiten des Verbandstages beendet. erst eine Versteifung und dann ein Klumpfuß entwickelt hatte. Neuerdings war noch ein Geschwür am Fuß entstanden, das die Benuzung des Beines unmöglich machte. Alle Gelenke waren steif. Der Leherling war zu jeder Arbeit unfähig. Vor dent Oberversicherungsamt, wo er in Begleitung des Vaters erschien, bot er ein Bild des Jammers. Der Arzt des O.V.A., der den Verletzten vor dem mündlichen Verhandlungstermin untersucht hatte, stellte die Erwerbsunfähigkeit auf 100 Broz. fest. Und angesichts dieser Sachlage wollte die Berufsgenossenschaft die armselige Rente noch fürzen. Das Oberversicherungsamt gab dem Antrag auf Weiterzahlung von 30 Proz. statt. " Ich bin der Herr Oberleutnant!" Verbandstag der Schuhmacher. Hamburg, den 12. Juni 1914. Fünfter Verhandlungstag. Wir müssen uns schon noch einmal mit ihm beschäftigen, dem Amtsvorsteher, Oberleutnant und Vorsteher der Drainagegenossenschaft, Herrn Herfert in Tentschel. Nicht weil es uns Spaß macht, sondern weil er durch seine gestrige Berichtigung" den Anlaß dazu gibt. Wenn schon durch die famose„ Berichtigung“ alle wesentlichen Punkte unserer Darstellung bestätigt worden sind, so teilt uns heut unser Gewährsmann mit, daß er seine Schilderung in allen Zu Beginn der heutigen Verhandlung wurden zunächst die Punkten aufrecht erhält. Besonders betont unser Gewährs- Wahlen zum Gewerkschaftstongreß vorgenommen. mann, daß Herr Herfert den Gauleiter des Landarbeiterverbandes Für jeden der zehn Bezirke wurde ein Delegierter bestimmt. mit den Worten anredete:„ Ich bin der Herr Oberleutnant!" Erst dadurch erfuhr der Gauleiter, daß Herr Herfert diese Würde befleidet und konnte erst hierauf betonen, daß ihm ein Mann mit dem Range eines Oberleutnants nicht höher stehe wie jeder andere ehrenwerte Mensch. Ferner erklärt unser Gewährsmann, zu dem Gastwirt fagte Herr Herfert wörtlich: Wenn Sie diesen Mann in Ihrem Lokal noch weiter dulden, berbiete ich den Tentschler Einwohnern Ihr Lokal." Hoffentlich können wir damit die Atten über das Auftreten des Herrn Oberleutnants schließen. " Ausland. Der französische Gewerkschaftskongres fordert alle angeschlossenen Organisationen auf, sofort in besonderen Versammlungen zu der Frage der Verkürzung der Arbeitszeit und des freien Sonnabendnachmittags bis widerruf des Geseges über die dreijährige Dienst pflicht und einer Amnestie für sogenannte gewerkschaftliche und politische Bergehen Stellung zu nehmen und ihre Stellungnahme der Bandeszentrale innerhalb 14 Tagen mitzuteilen. Die Antworten sollen als Sondernummer des Bundesorgans die erste große Kundgebung sein, die gefolgt sein wird von einer allgemeinen Kampagne und weiteren Kungebungen aller Art, die ihren Höhepunkt am 1. Mai nächsten Jahres erreichen sollen. = Das Gewähren" der Mittagspausen. 11 Hierauf nahm die Versammlung das Referat des Reichstagsabgeordneten Bod- Gotha über die Bedrohung des Koali tionsrechts entgegen. Es ist kein Zufall, daß sich die Gewerkschaften auf ihren diesjährigen Kongressen fast ausnahmslos mit der Für die Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter in offenen Verkaufsgeplanten Erdrosselung der Gewerkschaften beschäftigen. Man kennt stellen und den dazu gehörigen Schreibstuben und Lagerräumen den tiefen Ernst der Situation, man weiß, daß die Unternehmer- fchreibt§ 139c der Gewerbeordnung im Abfaz 3 vor, daß ihnen organisationen nicht nur eine wirtschaftliche, sondern auch eine innerhalb der Arbeitszeit eine angemessene Mittagspause gewährt große politische Macht bedeuten und diese mit großem Erfolge aus- werden müsse. Für solche, die ihre Hauptmahlzeit außerhalb des nußen. Die Arbeiterschaft ist sich völlig darüber klar, daß es bei der die Verkaufsstelle enthaltenden Gebäudes einnehmen, muß dieſe beabsichtigten Politischerklärung der Gewerkschaften und der Ein- Bause mindestens eine und eine halbe Stunde betragen. Wegen engung oder besser Beseitigung des Koalitionsrechts aufs Ganze Uebertretung dieser Bestimmung u. a. war Rost, der Inhaber eines Ein geht. Und daß man diesen kommenden Dingen nicht mit verschränt- Blumenladens, vom Landgericht Berlin verurteilt worden. ten Armen entgegensehen will, sondern zum Kampf aufruft, das ist junges Mädchen, das in seinem Laden als Verkäuferin und das Bemerkenswerte bei den Aussprachen über die den Gewerkschaf- mit dem zurechtmachen von Sträußen beschäftigt ten drohenden Gefahren. Von dieser Kampfesstimmung war auch wurde und das mittags zu ihren Eltern essen ging, war während das Referat Bocks getragen. Redner gab eine anschauliche Dar- des Oktober des Mittags immer nur eine Stunde oder 1 Stunde stellung von der Entwicklung des Koalitionsrechts und zeigte dann, fortgeblieben. daß auch ohne Ausnahmegeseze, mittels des gemeinen Rechts den Das Kammergericht verwarf dieser Tage die Revision des Gewerkschaften Handschellen angelegt werden können. Wenn in 3u- Angeklagten. Es führte zutreffend aus: Die Auffassung, daß Anfunft die Arbeiterschaft zu politischen Kämpfen aufgerufen wird, geflagter nur bestraft werden könnte, wenn er es verboten hätte, dann gelte es für jeden Gewerkschafter seinen Mann zu stellen. Nur anderthalb Stunden Mittagspause zu machen, sei falsch. Der Bes dioten könnten sich dem Wahne hingeben, daß auch ohne politische griff des Gewährens" im Sinne des§ 139c fei so zu verstehen, Freiheiten die gewerkschaftliche Freiheit möglich sei. Es genüge daß der Arbeitgeber direkt Maßnahmen treffen müsse, daß die Anfeineswegs, sich in den Gewerkschaften auf die statutarisch festgelegte gestellten die anderthalb Stunden Mittagspause auch wirklich machten. Tätigkeit zu beschränken. Der Ernst der Zeit fordere Tatkraft und Er dürfe es gar nicht darauf ankommen lassen, daß die Angestellten Freiheit und das Leben, der täglich sie erobern muß! Ganz unbegreiflich fei es, daß sich die Revision darauf Der Referent faßte seine Ausführungen, die häufig von Beifall berufe, daß der Titel VII der Gewerbeordnung und der§ 1890 nur unterbrochen wurden, in einer Resolution zusammen, die einstimmig von Gehilfen, Lehrlingen und Arbeitern spreche, nicht aber von Annahme fand, wobei ausdrücklich festgestellt wurde, daß der Ver- weiblichen Personen. Ganz selbstverständlich seien die weiblichen bandstag die von einigen Bersonen den Gewerkschaften empfohlene Personen damit einbegriffen. Auf sie beziehe sich der Arbeiterschutz Tattit der Zaghaftigkeit ablehnt. erst recht. Verbandstag der Transportarbeiter. Entschloffenheit eingebent des Dichterwortes: Nur der verdient fich Vierter Verhandlungstag. Köln, 12. Juni. Die Delegierten, die gestern für die Vorlage des Vorstandes für die Festseßung der Beiträge stimmten, vertreten rund 137 000, bie Gegner 72 500 Mitglieder. Die neuen Säße wurden also mit übergroßer Mehrheit beschlossen. Statutenberatung Es folgte sodann die Statutenberatung. Im Namen der Statutenberatungstommission berichtete Bendig. Berlin. Alle Anträge, die eine Neuſtaffelung der Unterstüßungsfäße zum Ziele haben, bat er abzulehnen, ebenso die, welche verlangen, daß den Ortsverwaltungen von den Beiträgen ein größerer Prozentsaz verbleiben soll. Zum Schlusse weist er das Begehren, den Verbandstag anstatt alle zwei, alle drei Jahre stattfinden zu laffen, als undemotratisch zurück. Bei der fortgesezten lehnte der Verbandstag mit allen gegen sechs Stimmen die Einführung einer Umzugsunterstübung ab. Die Bestimmungen über die Gewährung von Rechtsschutz wurden etwas erweitert. Nach dem§ 3 des Statuts fönnen alle im Handels-, Transportund Verkehrsgewerbe zu Wasser und zu Lande beschäftigten Bersonen dem Verband beitreten. Diese Bestimmung wurde durch die Von den 63 zum Statut gestellten Anträgen wurden nur 30 unterstützt. Einfügung ergänzt sowie die in den Handelsabteilungen und Lagereien industrieller Betriebe tätigen Personen". Die nun einseßende Debatte wurde vorzeitig abgebrochen, weil Der Berichterstatter der Statutenberatungstommission erklärte hierzu be- die Delegierten die neuen Anlagen der Verlagsgesellschaft Deutscher gründend, der Zusatz sei in Rücksicht auf die Grenzstreitigkeiten und Konsumbereine besichtigen wollen. deren Erledigung notwendig. werden. Soziales. Noch ein Anhänger des Kathederkapitalismus. Wenn man die Scharfmacherhezze gegen die Gewerkfelber die Bauſe verkürzten, um sich etwa feine Gunft zu erringen. Ein Bolksbildungsheim in Frankfurt a. M. Der Plan, in Frankfurt a. M. ein Volfsbildungsheim zu er richten, ist seiner Berwirklichung etwas näher gekommen. Gine Kommission von Stadtverordneten und Magistratsmitgliedern hat ein Bauprogramm ausgearbeitet, das ein großes Gebäude mit vielen Sälen, Unterrichtszimmern, Bureauräumen, Restaurant u. a. vorsicht. Die Kosten für den Bau und die Einrichtung( ohne die für den Bauplas) sind auf zwei Millionen Mark veranschlagt. Die Stadtverordnetenversammlung hat sich im großen und ganzen einverstanden erklärt und die Ausschreibung eines Wettbewerbs zur Erlangung von Bauplänen genehmigt und die hierzu erforderlichen Kosten bewilligt. An dem Wettbewerb tönnen alle Architekten Deutschlands teilnehmen. Das Boltsbildungsheim soll seinen Platz an der Hohenzollernallee neben der Festhalle, also im Bruntviertel" Frankfurts haben. Jugendbewegung. Jung- Zentrum. и P Zu den Bestimmungen über die Erwerbslosenunter= stützung fanden noch Anträge Annahme, die aussprechen, daß die Erwerbslosenunterstüßung innerhalb fünf aufeinanderfolgender Beitragsperioden a 60 Wochen insgesamt nur dreimal in voller Höhe ausgezahlt werden darf. Mitglieder, die der Art ihrer Beschäftigung wegen im Winter nach ihrem Wohnort resp. ihrer Hei- schaften verfolgt, die ja in allerlegter Beit unter dem Schlagmat reisen, erhalten während der ersten acht Wochen feine Arbeitswort Arbeitswilligenschutz" die sonderbarsten Blüten treibt, Von allen politischen Parteien Deutschlands haben nur das Iosenunterstüßung. Diese Zeit ist jedoch beitragsfrei. Vor und nach dieser Zeit ist Arbeitslosenunterstüßung unter der Vorausseßung merkt man eigentlich recht wenig von der Müdigkeit, die sich Bentrum und die Sozialdemokratie kraftvoll ausgebaute Drganizu beziehen, daß die örtlichen Bedingungen für den Bezug erfüllt der Arbeitgeber bemächtigt haben soll. Dafür wird aber auf fationen. Der scharfe Wettkampf zwischen beiden bewirkt nicht selten, der anderen Seite mit um so größerem Nachdruck gegenüber daß fast zur gleichen Zeit in jedem der feindlichen Lager dasselbe Die Satzungen über die Streikunterstübung fanden den Forderungen der organisierten Arbeiterschaft der Still- neue Arbeitsgebiet in Angriff genommen wird. Burzeit ist dies die Agitation unter den Achtzehnjährigen". Das Bisher wurde stand der Sozialpolitik" propagiert. Vor allem mehrt sich die Zentrum hat zwar seit länger als einem Jahrzehnt eine politische verschiedene Aenderungen und Erweiterungen. Streitunterstüßung an Mitglieder gewährt, die mindestens sechs Bahl der Nationalökonomen, die sich dazu hergeben, den Jugendorganisation, die Windthorstbünde", aber es zeigte Wochen dem Verbande angehörten. Künftig muß der Streifende mindestens 13 Wochen Mitglied sein, um in den Genuß der Unter- Zielen der Scharfmacher ein wissenschaftliches Mäntelchen um- fich, daß deren Arbeit die Altersklasse von etwa 18 bis 23 Jahren stüßung zu gelangen. Doch ist der Verband berechtigt, in beson- zuhängen. In allerletzter Zeit hat sich den unrühmlich be- nicht genügend heranziehen konnte. Also ein ähnlicher Mangel, wie deren Fällen, bei Abwehrstreits, Aussperrungen oder Maßregelun- fannten Professoren Ehrenberg, Bernhard, Krückmann und er neuerdings mit wachsendem Nachdrud auch von unserer politischen gen auch solchen Mitgliedern Unterstügung zu gewähren, die noch Genossen auch Professor Stier Somlo, der Direktor Organisation behauptet wird. Die Windthorstbünde gingen daher feine 13 Verbandsbeiträge entrichtet haben. Ueber die Höhe der an der Kölner Akademie für kommunale und soziale Verartiger Unterstübungen entscheidet der Vorstand von Fall zu Fall. waltung, zugesellt. Er benutte eine Tagung der BetriebsBei Beratung der allgemeinen Pflichten und Rechte der Mit- frankenkassen, um sein reuiges, früher soziales Herz aus glieder wurde einem Antrag zugestimmt, daß Mitglieder, welche zuschütten. Unter dem Titel:» Ist eine Arbeitslosen zwei Verbänden angehören, nur von einer Organisation Unterftüßung erhalten können. Es steht diesen jedoch frei, von welchem berſicherung erforderlich?" veröffentlicht nun die Verbande sie diese Unterstüßung beziehen wollen. Zeitschrift„ Die Betriebskrankenkasse" den Hauptinhalt seines Referats. Herr Professor Stier- Somlo verrät zunächst eine wenig gründliche Kenntnis der tatsächlichen Verhältnisse, in dem er den Umfang der herrschenden Arbeitslosigkeit noch start unterschäßt. Zu den Sagungen über die örtliche Verwaltung wurde auf Vorschlag des Vorstandes mit großer Mehrheit beschlossen, daß in Verwaltungsstellen mit mehr als 5000 Mitgliedern die Befugnisse der örtlichen Generalversammlung einer Delegiertenverfammlung übertragen werden muß. Bisher war das Delegiertensystem wohl gestattet, aber nicht zwingend. Zur Verschmelzungsfrage liegen eine Reihe Anträge vor, die einen Zusammenschluß mit den Verbänden der Fabrikarbeiter, der Gemeindearbeiter, der Maschinisten und Heizer und der Brauereiarbeiter anregen. Der Ver bandstag überwies alle diese Anträge zur weiteren Behandlung dem Vorstand, mit der Maßgabe, daß dieser berechtigt sein soll, ge= gebenenfalls die ihm notwendig erscheinenden Schritte zu tun. Der Wunsch auf Einführung einer Effektenversicherung für Seeleute wurde dem Vorstand zur Berücksichtigung überwiesen. Dann trat der Verbandstag in die zurückgestellte Diskussion über den Tarifvertrag mit den Genossenschaften ein. Der Tarifentwurf wurde zum Teil scharf kritisiert. Die erzielten Erfolge seien zu gering, vor allem hätte an einer Arbeitszeitvrkürzung festgehalten werden müssen. Kritisiert wurde auch die lange Tarifbauer. Staffellöhne auf 5 Jahre festzulegen, sei ein Unding. Einige Redner wollen den Vertrag ablehnen, die große Mehrzahl ist aber der Ansicht, daß, wenn auch die Erfolge nicht groß seien, man doch die Verantwortung für die Ablehnung nicht übernehmen könne. Von den Mitgliedern der Verhandlungskommission wurde erherausgeholt worden sei. flärt, es wäre nicht möglich gewesen, mehr herauszuholen, als Bei der Abstimmung wurde der Tarif gegen wenige Stimmen angenommen, ebenjo die folgende Erklärung: " " 1 die A WA im bergangenen Jahre an die Gründung von Jugendabteilungen für die Altersklasse bon 18 bis 28 Jahren und schufen dafür auch eine fchienenen Nummern den Zwed verfolgt, die schwarze Jugend zum eigene Monatszeitschrift Jung- Zentrum", die nach den bisher erAngriff auf die Sozialdemokratie zu brillen. Um die Stampfluft der Jüngsten des Zentrums anzustacheln, wird mit Vorliebe von dem Rüdgang" und dem„ Altern" der Sozialdemokratie gesprochen. Wie auf dem Vertretertag der Windt horst bunde vor einigen Tagen in Osnabrück mitgeteilt wurde, zählt ungen trum" jest 5000 Bezieher. Der Vertretertag beschloß, in Jugendbereine einen Verband der Jung Zentrums Vereine" zusammenzufassen, der aber dem Nach den Ermittlungen sei die Arbeitslosigkeit im allgemeinen Berband der Windthorstbünde eingefügt ist. Zur Heranholung so gering, daß deswegen keine besondere Versicherung eingeführt des jüngsten Nachwuchses soll demnächst eine großzügige werden dürfe, daß man vorher versuchen müsse, den Mangel auf Werbearbeit durch ganz Deutschland einsetzen. Da die Zahl der anderem Wege, insbesondere durch Ausgestaltung der Arbeitsnachweise, mitglieder der neuen Jugendabteilungen nur mit etwa 1500 zu beheben. Die aufgebauschten Mitteilungen der parteipolitisch angegeben wird, ist also der Abonnentenstand des Jung- Zentrum" bestimmten Zeitungen seien mit aller Vorsicht aufzunehmen. Sie fein Grabmesser für den Umfang der Bewegung. Um der Jugendbewiesen schließlich auch, daß die Verteilung der Arbeitskräfte bewegung des Zentrums eine Art theoretische Unterlage zu geben, innerhalb des Deutschen Reiches nicht in der gewünschten Art vor soll ein politisch- pädagogisches Handbuch" ausgearbeitet werden. sich gegangen ist. Die Landwirtschaft müßte ausländische Arbeiter in größtem Umfange heranziehen. Eine Arbeitslosenversicherung würde auch den Zug nach der Stadt noch vergrößern und die LandDie Pfadfinderbewegung hat ihren Ursprung in England, oder wirtschaft in eine schwierige Lage bringen. Gegen eine Reichsarbeitslosenversicherung sprächen auch die Erfahrungen, die bisher eigentlich in Südafrika. Dort verstand es der englische General in den Städten gemacht worden sind, welche ergeben, daß die geld- Baden- Powell bei der Belagerung von Mafeting im Burenkriege, liche Tragweite der Arbeitslosenversicherung gar nicht düster eine Schar Knaben zum Kundschafterdienst heranzuziehen. Dann genug angesehen werden könne. Besonders warnt Prof. Stier- berbreitete sie sich unter dem Namen Boy- Stoute- Bewegung sehr Somlo vor Einführung des sogenannten Genter Systems, wodurch rasch in England. Von hier aus wanderte sie dann auch nach Deutschland hinüber. in der Hauptsache nur die organisierten Arbeiter Borteile hätten. Die sonst für die Arbeitslosenversicherung von den Gewerkschaften bezahlten Unterstügungen würden dann auch für Streifzwede frei. Mit dem Genter System fördere man also gleichzeitig die Sozialdemokratie, was jedenfalls nicht Aufgabe einer öffentlichen Berficherung fein fönne." nügend einheimische Arbeitskräfte bekommen fann, wird natür Der alte Ladenhüter, daß die Landwirtschaft nicht gelich durch diese neue Wiederholung auch nicht wahrer, denn nicht aus Mangel an deutschen Landarbeitern, sondern um Ein Pfadfindertag. bestehen. Dieser Bund, der ja dem Jungdeutschland- Bund sehr nahe Es sollen augenblidlich 210 Ortsgruppen mit 45 000 Pfadfindern steht, hat es sich nach seiner Angabe zur Aufgabe gemacht, die Knaben und jungen Leute in die freie Natur hinauszuführen und ihnen praktische Belehrung naturwissenschaftlicher und landwirtschaftlicher Art zuteil werden zu lassen. Zu diesen naturwissenschaftlichen im Gelände, der Signaldienst und das Kriegsspiel überhaupt. Nur und landwirtschaftlichen Kenntnissen gehören dann das Zurechtfinden nennt mans jezt vorsichtiger: Geländespiel. Diefer Bund hielt für Westsachsen in Aue im Erzgebirge feinen Berliner Theater. Allabendlich: Wie einst im Mai.( Anf. 8 Uhr.) Theater in der Königgräter Straße. Allabendlich: Mr. u. ( Anfang 8 Uhr.) Theater ait der Weidendammerbrücke. Sonntagnachmittag Uhr: Der müde Theodor. Allabendlich: Der müde Theodor.( Anfang 8 Uhr.) 3 Deutsches Opernhaus. Lustspielhaus. Allabendlich: Die spanische Fliege.( Anf. 8 Uhr.) 3 Sonntagnachmittag Uhr: Thalia Theater. Charleys Tante. Allabendlich: Wenn der Frühling kommt.( Anfang 8 Uhr.) Deutsches Künstler- Theater. Allabendlich: Jeppe vom Berge. ( Anfang 8 Uhr.) Sonntagnachmittag 3 Uhr: Die lustigen Weiber Windsor. Abends: Der Zigeunerbaron. Montag: Parsifal. ( Anfang 7 Uhr.) Dienstag: Der Zigeunerbaron. Mittwoch: Die Meisteron simbiote finger von Nürnberg.( Anfang 7 Uhr.) Donnerstag: Undine. Freitag: Iphigenia in Aulis. Sonnabend: Der Zigeunerbaron. Sonntag: Manon Rescaut.( Anfang 8 Uhr.) Neues Volkstheater.( Neue Freie Volksbühne.) Sonntagnachmittag ( Anfang Berliner Prater: Theater. Allabendlich: Grigri.( Anfang 8 Uhr). Cines Nollendorf: Theater. Eine tolle Nacht.( Anfang 7 Uhr.) Urania Theater. Sonntagnachmittag 4 Uhr: Mit dem Imperator" nach New York. Sonntag: zum Hochfirn der Jungfrau. Montag: Mit dem Imperator" nach New York. Dienstag und die folgenden Tage: zum Hochfirn der Jungfrau.( Anjang 8 Uhr.) Boigt Theater. Täglich: Das Mitternachtsmädchen. 4, Uhr.) Die AmorPaffage Theater. Allabendlich 5 Uhr: Kino- Barité. Folies Caprice. Allabendlich: Die Leibwäscherin. dragoner. Das Bett Napoleons. Ah- da staun ich.( Anfang 8% Uhr.) Zirkus Busch. Sonntag: Das Mirakel.( Anjang 8 Uhr.) 19xiePfadfindertag ab. Da zeigte sichs, was von den schönen Reden, die in Stuttgart gegen die militärischen Spielereien vom Stapel gelassen wurden, zu halten ist. An 1000 Pfadfinderlein 600 in Uniform hatten sich dort ein Stelldichein gegeben und betrieben eifright landwirtschaftliche und Naturstudien. Der Lehrer im naturwissenschaftlichen Unterricht war der Hauptmann Behwell vom Zwickauer Infanterieregiment Nr. 133. Früh um 6hr wurde die ganze Geschichte eingeleitet durch ein großes Wecken, das durch Spielleute und Pojaunenchöre ausgeführt wurde. Dann teilte sich die„ landwirtschaftliche Versuchsabteilung" in eine blaue und eine rote Armee und es ging zum Haupttreffen, das bei Lößnih stattfand. Im Schlachthof gabs großes Erbsjuppenessen für die ermüdeten Krieger. Aber auch die Geistlichkeit fehlte nicht. Ein feierlicher GottesMarktpreise von Berlin am 12. Juni 1914, nach Ermittelungen dienſt( Gottesdienst und Kriegsspiele scheinen nun einmal unzerdes fönigl. Polizeipräsidiums. Mais( mixed), Natal 00,00-00,00, Donau trennlich zu sein) mit Festpredigt des eigens zu diesem Zwecke aus 0,00-0,00. Mais( runder), gute Sorte 15,40-15,70. Richtstroh 0,00. Leipzig herübergekommenen Pastors Sattlow wurde den Teilnehmern Martthallenpreise. 100 Kilogr. Erbsen, gelbe, zum Kochen geboten. Auch bei der abendlichen Feier, die in zwei großen 20- 3 Uhr: Hans Hudebein. Abends: Hans Hudebein. Montag bis Donners eu 7,00-8,40. Linien 40,00-80,00. Speisebohnen, weiße 36,00-60,00. falen abgehalten wurde, gab es neben anderen Festreden noch die tag: Hans Hudebein. Freitag: Maria Friedhammer. Sonnabend bis bon nicht weniger als fünf Geistlichen. In jedem Saal wurden außer- Montag: Hans Huckebein.( Anfang 8, Uhr.) Residenz- Theater. Täglich: Die verfligte Liebe.( Anfang 8, Uhr.) Startoffeln( seleinhdl.) 5,008,00. 1 Silogramm Rindfleisch, von der Keule dem noch drei gleichlautende Ansprachen gehalten über: 1. Allzeit Sonntag bis Donnerstag: Jettchen Gebert. 0,00 0,00. Rindfleisch, Bauchfleisch 0,00-0,00. Schweinefleisch 0,00-0,00. Hammelfleisch 0,00-0,00. Butter 2,20-2,80. Kalbfleisch 0,00-0,00. Aale bereit zum Dienst fürs Vaterland. 2. Allzeit bereit zum Dienste für( Anfang 8 Uhr.) Freitag bis Montag: Der Klecks.( Anfang 8 Uhr.) 60 Stüd Gier 3,20-5,40. 1 Kilogramm Karpfen 1,40-2,20. den Nächsten. Warum die Kriegsspiele? 3. Allzeit bereit zum Dienste Luisen Theater. Sonntagnachmittag 3 Uhr: Wenn edle Herzen 1,40-3,20. Zander 1,60-3,40. Hechte 1,40-3,40. Barsche 1,00-2,40 für Gott. öluten. Allabendlich: Der wilde gelbe Mohn.( Anfang 8, Uhr.) Hoffentlich haben die bedauernswerten jungen Leute die vielen Schiller- Theater O. Sonntag: Im weiße: t Rößl. Montag: Jugend- Schleie 1,60-3,20. Bleie 0,80-1,60. 60 Stüd Strebje 3,00-48,00, Reden auch verdauen können. freunde. Dienstag: Klein- Eva. Mittwoch bis Montag: Mein erlauchter Ahnherr.( Anjang 8 Uhr.) Auch ein Unglücksfall fehlte nicht. Ein zehnjähriger Knirps Schiller Theater Charlottenburg. Sonntagnachmittag 3 Uhr: wollte durchaus die lebungen noch im Saale fortjeßen und erWilhelm Tell. Abends: Krieg im Frieden. Montag und Dienstag: Ueber fletterte die oberen Räume des Saales. Er fiel dabei so unglüd- nnjere Straft. I. Teil. Mittwoch: Heiligenwald. Donnerstag: Klein- Eva. lich, daß er schwer verletzt weggetragen werden mußte. Dieser be- Freitag: Heiligenwald. Sonnabend: Klein- Eva. Sonntag: Heiligenwald. dauerliche Unglücksfall gehört auch mit zu den Folgen einer solchen Montag: Klein- Eva.( Anfang 8 Uhr.) famosen„ Ertüchtigung der Jugend. Es ist interessant genug, Worte und Taten dieser Leute mit einander zu bergleichen. Sie gehören zu denen, von welchen das Bort gilt: Man muß ihnen auf die Fäuste schen und nicht aufs Maul. Kleines Theater. = A Friedrich Wilhelmstädtisches Scheidungsebe.( Anfang 8, Uhr.) Theater. Allabendlich: Die Montis Operetten Theater. Allabendlich: Als ich noch im Flügeltleide.( Anfang 8 Uhr.) 34,00-50,00. Stationen Wochen- Spielplan der Berliner Theater. Zwischen Himmel und Erde. Montag: Das Rätsel Beib.( Anfang 8 Ubr.) Bränden Königl. Opernhaus. Sonntag: Der Rosenkavalier.( Anfang 7 Uhr.) Von Montag ab geschlossen. Bon Montag ab geschlossen. Königl. Schauspielhaus. Sonntag: Peer Gynt.( Anfang 7 Uhr.) Deutsches Theater. Sonntag: Ein Sommernachtstraum.( Anfang 8 Uhr.) Von Montag ab geschlossen. Kammerspiele. Sonntag: Franziska.( Anjang 8 Uhr.) Bon Montag ab geschlossen. Leffing- Theater. Sonntagnachmittag 3 Ubr: Professor Bernhardi. Allabendlich: Das Märchen vom Wolf.( Anf. 8 Uhr.) Witterungsübersicht vom 13. Juni 1914. Barometerstand mm richtung Wind. Windstärke Wetter Temp. n. T. 5° C. 4° R. Stationen Haparanda Barometer stand mm Wind. richtung Windstärke Betersburg 766 D Scilly 2 wolfen 3halb bd. 17 19 4 bedeckt 16 758 D 758 SW 758SSD 3 wollig 20 Aberdeen 4 Regen 12 Paris 1halb bd. 17 Swinembe. 763 NND Rose Theater. Sonntag und Montag: Zwischen Himmel und Erde. Hamburg 762 ND 761D Dienstag: Das Rätsel Weib. Mittwoch und Donnerstag: Zwischen Himmel Berlin und Erde. Freitag: Philippine Welser. Sonnabend und Sonntag: Frant. a. Theater am Nollendorfplatz. Allabendlich 8 Uhr: Der Jur- Bien Metropol. Allabendlich: Die Reise um die Welt in 40 Tagen.( Anfang 7.55 Uhr.) Wintergarten. Allabendlich: Spezialitäten.( Anfang 8 Uhr.) Reichshallen Theater. Allabendlich: Stettiner Sänger.( Anfang 8, Sonntags 7, Uhr.) baron. Admiralspalast. Sonntagnachmittag 42 Uhr und allabendlich 8 Uhr: Jm Tangoklub. Palast am 300. Varieté und Lichtspiele.( Täglich: 8 Uhr, Sonntag 4 Uhr.) 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Glocke, Berlin, Drud u.Verlag: Borwärts Buchdruckerei u. Verlagsanstalt Baul Singer& Co., Berlin SW. Nr. 159. 31. Jahrgang. 2. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Denkmalsjustiz und andere Justizdenkmäler. Wahlvereins. Sonntag, 14. Juni 1914. gegen den Herrn v. d. Goltz. Weil er verschuldete, daß eines der Rudow. Am Dienstag, den 16. Juni, abends 8 Uhr, im Lokal " Geschäftsgeheimnisse" einer Kanonenfirma in unrechte Hände geriet, von Balm: Mitgliederversammlung des Wahlvereins. Tagesordnung: jei eine Gefährdung des Deutschen Reiches eingetreten. Was habe er Vortrag fiber Privatversicherungsgesellschaften und Volksfürsorge. dafür bekommen? Drei Monate Festung! Ehrenhaft! Hierher gehöre Berichte von der Kreis- beziehungsweise Verbands- Generalweiter die lange Reihe milde ster Bestrafungenschlimmsten versammlung. Studentenunfug 3. Bei der in einer süddeutschen Stadt bor- gliederversammlung des Wahlvereins im Gesellschaftshaus Tegel, Tegel. Am Dienstag, den 16. Juni, abends 81%, Uhr, Mits Das Schreden surteil gegen die Denkmalsgekommenen Gemeinheit, einen öffentlichen Zierbrunnen mit Kot zu Schloßstraße. anpinseler hat in den Streisen der Parteigenossen einen Sturm besudeln, seien zwei Kaufleute, zwei Studenten und ein Referendar der Entrüstung geweckt. Sie kam zum Ausdruck in einer für die als Beteiligte ermittelt worden. 5 Mart habe jeder bekommen. Hier 81%, Uhr, in den Borsigwalder Festsälen, Mitgliederversammlung des Borsigwalde- Wittenau. Am Dienstag, den 16. Juni, abends West- Vororte einberufenen Voltsversammlung am Freitag in 5 Mart, dort 12 Jahre Gefängnis!( Stürmische Pfui!-Rufe.) Und Friedenau( Kaiser- Wilhelms- Garten"). Lange vor Beginn der dann die Bonner Boruffen! Für den bekannten Eisenbahnunfug sind sie Spandau. Den Partei- und Gewerkschaftsgenossen zur Kenntnis, Versammlung war der große Saal bis auf den letzten Platz zu einigen paar Wochen Gefängnis verurteilt worden, die danach in daß die Bibliothek wegen Renovierung des Ladens vom 14. bis gefüllt, und draußen warteten noch Hunderte, die keinen Einlaß Feftungshaft umgewandelt und schließlich erlassen wurden. Und da fommt 21. Juni geschlossen ist; während dieser Zeit können keine Bücher fanden. Landgerichtsdirektor Seelert und erzählt uns etwas über die ausgewechselt werden. Sozialdemokratie! Gegen die Sozialdemokratie hagelt es Ver urteilungen. Aber jeder Prozeß ist ein neuer Schuß, bei dem die Kugel auf den Schüßen zurückprallt. Verurteilt" sind wir alle ja schon längst von der preußischen Verwaltungspragis. Gin Sozialdemokrat darf feinen Unterrichtserlaubnisschein erhalten, weil er„ unittlich ist, hat das Oberverwaltungsgericht gefagt. Das Reichsgericht hat entschieden, die Zugehörigkeit zur Sozialdemokratie mache politisch minderwertig. Und der Kriegsminister von Falken hahn will unter den Einjährigen nicht Sozialdemokraten haben, weit fie fittlich minderwertig feien. Das Referat unseres Genossen Karl Liebknecht war eine flammende Anklage gegen die preußische Justiz ,, die solche Urteile und andere fertig bringt. Eine einleitende Betrachtung wies hin auf die Entwicklung der Sozialdemokratie zur Macht. Sie fezt in unserem ganzen Staatsund Verwaltungsleben sich durch, indem sie, die in den Barlamenten noch Minderheit ist, Rüdficht erzwingt und Kampf hervorruft. Und in diesem Sinne ist es richtig, daß nicht mehr nur für die gefeß gebenden Gewalten, sondern für alle Gebiete des öffentlichen Lebens die Sozialdemokratie die Achse ist. Begeisterte Freude entstand bei allen bürgerlichen Parteien, als im vorigen Jahr sich ihnen ein Abflauen" der Sozialdemokratie zu zeigen schien. In diesem Jahr entschloß sie sich, zu besonderer Agitation eine Note Woche" zu beranſtalten. Mit Wut und Haß sahen die bürgerlichen Parteien ihr entgegen, aber sie hatte Erfolg. " = t Berliner Nachrichten. Ohne eine einwandfreie Wasserversorgung ist ein geDie Berliner Wasserleitung. fundes Leben in der modernen Großstadt heute nicht mehr denkbar. Die neuzeitliche Hygiene ist im wesentlichen erst möglich geworden durch reichliche, systematische Wasserzufuhr. Mit der Entrüstung über das Urteil im Denkmalsprozeß dürfe, Sauberes Wasser ist neben reiner Luft der Todfeind jedwelcher schloß Genosse Liebknecht, es nicht genug sein. Dieses Schreckensurteil, Krankheitserreger. Die furchtbaren Seuchen der früheren dieser Art der Klassenjuftig und die von der bürgerlichen Bresse dazu Zeit: Pest, Typhus und Cholera, wurden in der Regel haupteingenommene Haltung müsse die Ueberzeugung stärken, daß der fächlich verursacht durch Fehlen gefunden Wassers. So wurde Kampf gegen die heutige Gesellschaftsordnung auch Berlin in den Jahren 1348, 1500, 1598, 1640-1648 mit rüdsichtsloser Schärfe zu führen ist.( Stürmischer,( Dreißigjähriger Krieg) durch verheerende Seuchen heimgeanhaltender Beifall.) sucht, die infolge andauernder Unsauberkeit entstanden. Seit dem die Städte eine hinreichende Wasserleitung und Kanalifation besitzen, sind diese mörderischen Plagen der Menschheit ausgerottet. Redner kennzeichnete dann die Mittel des Kampfes der bürgerlichen Parteien gegen die Sozialdemokratie. Die bisher gescheiterten Versuche, im Gesetzgebungswege vorzugehen, seien unnötig, weil sich In der Diskusson erhielt als erster Redner ein Gegner das schon im Verwaltungswege vieles machen lasse. Der Polizei- Wort, der Stegliger Wollsschullehrer Weigel, der im Stampf gegen berordnungskampf gegen die Strettposten, die polizeiliche und geseg die Sozialdemokratie ein großer Held zu fein glaubt. Er trug ein lose Bekämpfung der Sozialdemokratie finden Widerspruch bei wunderliches Durcheinander von allem Möglichen vor. Nach kurzen Ueber diese Dinge berichtet in gründlicher und populärer leiner bürgerlichen Partei. Auch beim Liberalismus habe der Ausführungen des Genossen Basler( der Ueberweisung des Teller Weise Heft 6 der Berliner Heimatbücher( A. Ebel,„ Die BerGegensatz zur Sozialdemokratie sich schärfer zugespigt, das fammlungsertrages an die Verurteilten empfahl) und der Genossen liner Wasserleitung", Berlag Quelle u. Meyer, Leipzig, Breis zeige das Verhalten der liberalen Preffe zur Kaiserhoch- Affäre. Inger und Bachmann tam Genosse Liebknecht in seinem 50 Bf.). Die Geschichte der Berliner Wasserleitung ist verUnd wie denkt, fragte Liebknecht, über die Sozialdemokratie unsere Schlußwort zu dem Ergebnis, daß auch dieses neueste Schredens hältnismäßig furz, rund 50 Jahre. Bis dahin begnügten Bureaukratie? Was weiß ein preußischer Richter über sie? urteil des Denkmalsprozesses, den man zum Schaden der Sozial- sich die Berliner mit Brunnen, die Abwässer und anderer Leider absolut gar nichts! Noch weniger als nichts! Seine Vor- demokratie gegen sie ausspielen möchte, wieder nur der Sozial Schmuß wurden in die Rinnsteine befördert, und begreiflicherstellung von ihr ist ein Berrbild! Solche Richter tönnen zu demokratie nüßen und sie stärken wird. weise gab es auch nicht die heute so beliebten Wasserklosetts. einem Urteil über die Sozialdemokratie nicht berufen fein. Als Vertreter bestimmter Klasseninteressen Gegner rührte sich bei der Gegenprobe Folgende Resolution wurde einstimmig feiner der Nach mancherlei vorhergegangenen Erwägungen wurde auch tönnen sie, auch wenn sie persönlich die beste Abficht haben, aus heutige öffentliche Versammlung der westlichen Vororte protestiert versorgung für Berlin brennend. Der Magistrat stand der -angenommen:" Die im tollen Jahre 1848 die bedeutungsvolle Frage der Wasserihrer Haut nicht heraus. Diese Tatsache berechtigt die Sozialdemo- gegen das ungeheuerliche Charlottenburger Tendenzurteil, fratie zu dem allgemeinen Vorwurf der Klassenjustia. Der einen besonders trassen Fall der Klassenjustiz bildet. das Angelegenheit ablehnend gegenüber, namentlich der hohen Die Kosten wegen. Da nahmen zwei Engländer, For und Crampartige Richter werden natürlich von irgend einer Heze gegen die immer schärfer auftretende Klassenjustiz ist ihrerseits aber nur ton, die Sache in die Hand. Sie brachten praktische ErfahSozialdemokratie mitergriffen. Auch der Richter bleibt ein Mensch, ein Teil der allgemeinen Reaktion, die heute in Deutschland wütet rungen aus London mit. Ihr Plan ging dahin, ein Bumpder in den Interessen der bürgerlichen Interessen befangen ist. und weitgehende Unterstützung durch das liberale Bürgertum findet. Der Gedante der Roten Woche hatte, so fuhr der Referent fort, Diese Reaktion kann nur durch einen energischen Ansturm seitens bei den bürgerlichen Barteien und bei den Behörden Erregung herbor- des Proletariats niedergeworfen werden und muß die Arbeiterschaft gerufen. Polizeipräsident von Jagow verbot die Anheftung der auf dazu alle ihr zu Gebote stehenden Mittel in Anwendung bringen. die Rote Woche hinweisenden Platate. Nun gefchah, was wir Eine planmäßige Erziehung der Arbeiterklasse in diesem Sinne ist bei Wahlen alle Parteien tun sehen. Man erinnerte sich, wie die Vorbedingung des endgültigen Sieges." Namen der Wahltandidaten überall angeklebt und angemalt Der Vorsigende Genoffe agen schloß mit einem Hoch auf werden. Da wurden überall 8ettel für die Rote Woche an die Sozialdemokratie. geflebt. Und nun die berühmte Denkmalsanpinselung! Wahrhaftig. bie Sozialdemokratie hat alle Hochachtung vor öffent lichen Denkmälern.( Sehr richtig!) Selbst patriotischer Kitsch steht ihr unter öffentlichem Schutz. Niemals hat die Sozial. demokratie Vandalismus gepredigt. Sie erzieht die Massen in der Achtung öffentlichen Eigentums auch da, wo es einen demonstrativen Charakter gegen sie hat. Wir sind die Schützer der Gefittung und Ordnung, wir fördern die Selbst erziehung der Massen.( Beifall.) In einer Gastwirtschaft war's, wo zu später Abendstunde der Gedanke auftauchte, die" Note Woche" an das Denkmal zu schreiben. Dachte einer daran, das Denimal zu beschädigen? Das ist einfach lächerlich. Diese sonst gewiß durch aus anständigen Leute haben einen Unfug begangen, den wir aufs tiefste bebauern. Selbstzucht und Besonnenheit waren bei ihnennicht so fortgeschritten, wie die Sozialdemokratie es wünschen muß. Somit ändern sich auch die Ziffern für den Jahresdurchschnitt Waffer für die Bevölkerung ist. Schließlich wurde der GesellWir bedauern das, weil Denkmäler unter allgemeinem 1905 92 800, 1906 111 500. Schutz stehen. Wir bedauern es auch deshalb, weil dergleichen gegen die Sozialdemokratie ausgenugt wird. Man fühlte, hier Parteiangelegenheiten. Berichtigung der Reorganisationskommission. In dem Bericht der Reorganisationskommission betreffend die über bie Auflage des„ Borwärts" die Ziffern des 2., 8., 4. Quartals Borwärts" angelegenheit sind auf Seite 16 in der Jahresübersicht 1905 und des ganzen Jahres 1906 unrichtig angegeben, insofern als durch ein Versehen die Auflagen der damaligen Vorortbeilagen zur Gesamtauflage zugezählt find. Die Ziffern müssen also lauten: 1905... 89 400 1906 1. Quart. 2. Quart. 3. Quart. 4. Quart. 91 500 92 600 97 500 110 700 113 100 118 800 103 400 Zur Lokalliste. werf an der Spree zu bauen und durch ein Rohrnek die Stadt mit Spreewasser zu versorgen. Die Kosten der Anlage wurden auf eine Million Taler veranschlagt. Die beiden Engländer gingen nun ans Werk, gründeten eine Aktiengesellschaft, aber weder die Stadt noch ein Hausbesitzer oder sonst ein Kapitalist wagten es, eine der Aktien zu kaufen. Darauf wurde das Unternehmen mit englischem Rapital ins Leben gerufen; mit technischen Sträften und Rapital aus England wurde also das erste Berliner Wasserwerf geschaffen! Die Konzession wurde 1852 erteilt. Die englische Gesellschaft wußte sehr gut, welche glän zende Zukunft ihrem Unternehmen winfte. Sie erklärte sich bereit, alles Wasser zum Spülen der Rinnsteine und zum Löschen des Feuers gratis zu liefern, verlangte jedoch als produktion in Berlin für 100 Jahre! Das wäre eine nette Gegenleistung dafür das Privilegium der alleinigen WasserGeschichte geworden, hätte Berlin seine Wasserversorgung für 100 Jahre der Ausbeutungsgier eines privatkapitalistischen Monopols ausgeliefert. Wir hätten dann heute nicht allein gegen das Elektrizitätsmonopol zu fämpfen, sondern auch gegen das Wassermonopol, wobei zu beachten ist, um wieviel wichtiger das schaft dennoch für 25 Jahre das Privileg überlassen. Die Wasserlieferung begann 1856. Das Pumpwerf stand am Stralauer Tor. Die vorhandene Maschinenkraft Jn 2antwit steht uns das Lokal Gesellschaftshaus, Inhaber reichte nur hin, die in der Ebene gelegenen Grundstücke mit läßt sich etwas gegen die Sozialdemokratie machen. Eine wütende Brochaska, Viktoriaftr. 41-43, wieder zur Verfügung. Dasselbe ist Wasser zu versorgen, die höher gelegenen erreichte es nicht. Seze begann. Beitungen logen von dauernder Zerstörung. Die Tat in der Lokalliste nachzutragen.s Das Hauptübel bestand jedoch darin, daß ungereinigtes Spreewar so dumm, so vortrefflich geeignet, unseren Gegnern waffer gepumpt wurde. Die Aerzte machten ein recht bedenkWaffer auf die Mühle zu führen. Sehr nahe lag da der Erfter Wahlkreis. Montagabend 7 Uhr Flugblattverbreitung von liches Gesicht, wenn sie von der Berliner Wasserleitung Gedanke, daß Spizel die Täter seien. In Preußen, wo ein Keiling Weihnacht, Grünftr. 21, und Löwe, Holzgartenstr. 6. sprachen. Hatte man doch in jenen Tagen schon Fabriken unter besonderem Schutz der Polizei stand, glauben wir alles 3. Wahlkreis. Versammlung der Jugendlichen von 18 bis an den Fluß gebaut, die sein Wasser noch mehr verunreinigMögliche.( Unruhe bei den anwesenden Gegnern.) Spigel haben 21 Jahren am Mittwoch, den 17. Juni, abends 8 Uhr, im Ge- ten als die Abwässer der Wohnungen." Zu Trink- und Kochschon ganz andere Dinge gemacht. Zu Dugenden haben wir die werkschaftshaus, Engelufer 15. Tagesordnung: 1. Vortrag des Ge- awecken konnte das Leitungswasser überhaupt nicht verwendet Photographien entlarvter Spigel.( Lärm bei den Gegnern, die ein nossen Adolf Ritter über Organisationsfragen der werden. Das Geschäft der Gesellschaft ging bald sehr gut; Partei. 2. Neuwahl der Leitung für 1914. Zwischenruf als„ Radaupatrioten" bezeichnet.) Der Verdacht traf Die älteren Genossen wollen die Jugendlichen auf die Bersammlung 1860 zahlte sie zum erstemmal 1 Broz., 1872 waren es schon nicht zu. Arbeiter waren es gewesen, unter ihnen befand sich auch aufmerksam machen. Gäste im Alter von 18-21 Jahren haben 114 Proz. Dividende. ein organisierter Sozialdemokrat. Aber daraus folgt nicht im Zutritt. 3. Verschiedenes. Bellevue, Hauptstr. 2: Außerordentliche Generalversammlung. Tages Lichtenberg. Dienstag, den 16. Juni, abends 81%, Uhr, im Café ordnung: Bericht von der Verbandsgeneralversammlung. Stellung nahme zur Stadtverordnetenwahl. Verschiedenes. Danach wurde im Magistrat der Gedanke wach, die mindesten, daß sie von der Sozialdemokratie Neukölln. Dienstag, den 16. Juni, abends 8%, Uhr, findet in Wasserwerfe möglichst schnell zurückzubekommen. Die Hauptinspiriert waren. Das war nicht Geist vom Geist der Sozial Bartschs Festsälen, Hermannstraße 49( großer Saal), die General schwierigkeit blieb indes immer noch die Beschaffung genießdemokratie, sondern vom Geist der Bügellosigkeit, wie er in unserer versammlung der Vereinigung Jugendheim statt. baren, hygienisch einwandfreien Wassers in großen Mengen. heutigen Gesellschaft als Ausdruck dieser Gesellschaft herrscht. Da für, daß die Sozialdemokratie beteiligt wäre, ist vor Gericht weder drängte zur Schaffung eines solchen Werkes. Baumeister und insbesondere der berühmte Arzt und Gelehrte Rudolf Virchow bon einem der Angeklagten noch von einem der Beugen etwas vor ngenieure gingen nun daran, geeignete Wasserquellen ausgebracht worden. Und doch hielt der Staatsanwalt eine Rede, wie man sie etwa von dem Januschauer erwarten könnte! Und doch bes antragte er 2 Jahre Gefängnis( Stürmische Pfuirufe) und 3 Jahre schaftlicher Besuch des Arbeitersportfestes Schloß Weißensee. Treff Bersuche ergaben, daß reichlich gutes Waffer vorhanden war. Jugendfektion. Heute Sonntag, den 14. Juni, gemein- findig zu machen. Am Tegeler See wurde mit den Bohrungen begonnen, und bald darauf auch am Müggelsee. Treffen Diese Ehrverlust! Ehrlosigkeit leitete der Staatsantvalt daraus her, punkt 1 Uhr bei Piekenhagen, Scharnweberstraße. 16. Juni, Als einziges und großes Hindernis stand nun wieder das daß Sozialdemokraten bas Denkmal beschmußten. Das abends 1/29 Uhr, Versammlung im gleichen Lofal. Gericht erkannte auf 12 Jahre! In der Urteilsbegründung des Schöneberg. Ein Lichtbildervortrag: Aus russischen Kerfern", 25jährige Monopol der englischen Gesellschaft im Wege, 1883 Landgerichtsdirektors Seelert wurde so nebenher die Sozialdemo- findet am Mittwochabend 8% Uhr im Gesellschaftshaus des Westens, lief es erit ab. Aber Kapitalisten geben nach, sobald der Der Vorstand. Goldstrom mühelos in ihren Beutel fließt. Und so zahlte die tratie mit„ berurteilt", von der ein Richter keine Ahnung hat. Sie auptstr. 30/31, statt. Eintrittspreis 20 Pf. Adlershof. war ein Beweis, mit welcher grenzenlosen Boreingenommenheit Dividendenausfall die respektable Summe von 13 845 000 M. Stadt 1872 an die findigen Engländer für den eintretenden die Richter urteilen, sobald die Rede auf die Sozialdemokratie Mit diesen Riesensummen waren die Kapitalistenseelen zufriedengestellt. Diese Vorgeschichte der Berliner Wasserwerke ist zweifellos ein lehrreicher Beitrag zum Wesen und Werden des Kommunalbetriebes. tommt. findet in dem zur Gastwirtschaft Ziege gehörenden Garten, Bismard Am Dienstag, den 16. Juni, abends 81%, Uhr, straße 29, eine öffentliche Versammlung unter freiem Himmel statt. Tagesordnung: Die Justiz im Dienste der Politit". Referent: Genosse Adolf Wuschick. Bei ungünstiger Witterung wird die Versammlung im Saale abgehalten. Sorgt für Massenbesuch. Britz- Buckow. Dienstagabend 8 Uhr von den Bezirkslokalen " 1 Auf die Angriffe gegen die Sozialdemokratie antwortete Liebnecht mit Anlagen gegen die preußische Justiz. Gerade die Seelertsche Straftammer bietet dazu Material. Er be Das erste Wasserwerk wurde nun am Tegeler See or Teuchtete ben fürzlich vor ihr verhandelten Prozeß gegen den aus: Handzettelverbreitung. richtet; 1877 gab es das erste Waffer. In Charlottenburg Beltheimschen Förster Groß und die darin gemachten Feststellungen Alt- Glienicke. Montag, den 15. Juni, abends 8 Uhr: Deffent- und später an verschiedenen anderen Stellen wurden Verüber die Taten des Oberleutnants v. Veltheim, der Kinder ver- liche Versammlung im Lotale von Bohne, Grünauer Straße. Tages teilungswerke gebaut, die das Wasser besonders in die höherprügelt und Leute angeschossen habe. Als Liebknecht in seiner Verordnung: Vortrag: Unsere Stellungnahme zur Kommunalpolitik". gelegenen Grundstücke befördern. Der Wasserverbrauch der teidigungsrede für Groß das erwähnt habe, sei er vom Landgerichts. Diskussion. Berschiedenes. direktor Seelert unterbrochen worden:" Ich kann Sie ja nicht des Wahlvereins im Lokale von Schäfer, Schirnerstr. 64. Tages 106 Liter kamen pro Tag auf eine Person. Diesen AnfordeMittwoch, den 17. Juni, abends 8 Uhr: Mitgliederversammlung Berliner war während der ersten Zeit außerordentlich starf; hindern, aber ich werde nachher bei der Urteilsverkündung das Er- ordnung: Bericht von der Kreis und Verbandsgeneralversammlung. rungen konnte das Tegeler Wert auf die Dauer bei dem forderliche fagen." Was v. Veltheim getan, sei nach unserer Auf- Anträge. Parteiangelegenheiten. Verschiedenes. Es wird von den enormen Bevölkerungszuwachs nicht gerecht werden. Da fassung viel schlimmer als die Denkmalsbepinselung. Hierher gehöre Genossen erwartet, daß sie für guten Besuch beider Versammlungen wurde 1878 in jedem Haufe die Kontrolle des Wassermessers auch der gleichfalls vor der Seelert- Stammer verhandelte Prozeß Sorge tragen. eingeführt, und in furzer Zeit fant der Verbrauch auf 67 Liter. Obgleich daS Wasser aus Tegel ollen bygienischen An- forderungen genügen schien� wurden des öfleren unsaubere Beimischungen entdeckt. Es war die braune Alge, die das Wasser verunreinigte. Diesem gesährlichen Ucbel wurde ab- geholfen, indem daS Wasser über riesige Filter geführt wurde, die auch den geringsten Schinutz absondern. Später mutzte noch eine andere sinnreiche Vorrichtung, sogenannte Ricselcr, gesckwfcii werden, um den hohen Eisengehalt emS dem Wasser nit entfernen. Auf diesem Wege wenden in Tegel täglich 182 Kilogramm oder jährlich 70 Tonnen Eisen ausgeschieden. 1888 waren die vcrgrötzerten Tegeler Werke imstande, täglich 141 000 Kubikmeter Wasser zu liefern. Diese Menge reichte wohl augenblicklich hin. den Bedarf zu decken, konnte aber schon in der nächsten Zukunft nicht mehr genügen. Darum ging man sogleich an die Errichtung der Werke am Müggelsee, heute die grötzten. Im Sommer und Herbst 1893 wurde der Betrieb eröffnet, 1896 wurde eine dritte Abteilung vollendet. Damit waren nun Anlagen geschaffen, die vollkoinnren genügten, eine Millionenstadt wie Berlin hinreichend mit Wasser zu spei fem In gewaltigen Kanälen rauscht das Wasser von der Quelle der Stadt zu. wo es in Tausenden und aber Tausenden Röhren und Röhrchen seiner Bcstim- mung zugeführt wird. Sehr eingehend und sachlich wird weiter in dem kleinen Büchlein die technische Einrichtung der Wasserwerke und Ver- teilungStvcrke. wie überhaupt der weitverzweigten Bcfördc- rung erörtert. Durch gute Zeichnungen und Photographien wird dao Verständnis der Darlegungen erleichtert. Das billige Büchlein ist ganz vortrefflich geeignet, jeden über die Geschichte und das Wesen der Berliner Wasserversorgung zu unterrichten._ Gebote für Ausflügler. Das schöne ÄusflngSwetter mahnt die Ausflügler zur Inn«- Haltung folgender Gebote: 1. Tu sollst die Natur, die Dich durch ihre Schönheit erfreut, nicht mit Undank lohnen, indem Du sie schädigst. 2. Tu sollst die Natur nicht durch weggeworfene Blumen, Papier oder sonstige Abfälle verschandeln. Denke daran, daß nach Dir andere ebenfalls an einem sauberen Platz sich erfreuen wollen. Wenn Du keine Lust hast, Papier und Abfälle mit nach Hause zu nehmen, suche es zu vergraben. 3. Du sollst nicht mutwilligcrwcise Blumen und Pflanzen am Wege zertreten und von Bäumen und Sträuchern Zweige und Aeste abbrechen oder Blumen ausreißen, um sie am Abend, weil verwelkt, fortzuwerfen. Denke daran, daß andere darauf treten und zu Falle kommen können. 4. Tu sollst die Rinde der Bäume nicht als Stammbuch be- nutzen. 5. Du sollst Deine Mordlust nicht an unschuldigen Käfern und kleinen Tieren auslasten. b. Tu sollst weder Scherben noch Glas inS Waffer oder auf Wege werfen. Denke daran, daß ander« sich daran verletzen können. 7. Tu sollst im Walde nicht rauchen, auch nicht über Wiesen und Felder gehen. 8. Du sollst, wenn Du auf dem Waffcr fährst, größte Vorsicht üben und Dich und andere nicht in Gefahr bringen. v. Du sollst beim Andrang iy der Bahn stets auf alte Leute Jltzd Kinder Rücksicht nehmen und nicht rücksichtslos einen Platz zu «robern suchen. 10. Du sollst Kinder und unverständige Erwachsene zur möglichsten Nachsicht anhalten.— lind schließlich sollst Tu Dich immer mit der Lokallifte versehen, um gewiß zu sein, beim Einkehren in ein Lokal keinen Wirt zu besuchen, der sonst den Arbeitern den Stuhl vor die Türe setzt. Fürfllichcs Gehalt. Eine begehrenswerte Stelle hat der Amtsvorsteher von Groß- Köris sKreis Teltow) zu vergeben. Er sucht einen Beamten, der auf allen Gebieten beschlagen sein soll und setzt flir die Tätigkeit daS horrende Monatsgehalt von 4b bis 50 Mark aus. Um zum Ziele zu kommen, will der Amtsvorsteher einen pensionierten Beamten haben, der den Posten versehen soll. Er hat sich zu diesem Zwecke nach Berlin gewendet, wo man dem Herrn auch behilflich sein will. Dieser Tage ist nun in sämtlichen Polizeirevieren Graß- Berlins ein Befehl bekannt gegeben worden, der folgenden In- halt hat: ..Der Amtsvorstcher von Groh-Köris, Kreis Teltow, sucht zum 1. Oktober 1914 einen pensionierten Beamten als Bureaugchilfcn. Es wird Wert daraus gelegt, daß der betreffende Mann einiger- maßen mit der Bearbeitung von Gewerbe- und Straffachen, Ver- sicberungs-, Gesinde- und Meldeangelegenhcitcn vertraut ist. Es laun sich»ur um einen älteren zuverlässigen Beamten handeln. Tienststunden 8 bis 3 Uhr. Entschädigung monatlich 45 b i s 50 Mark. Bekanntgabe an die pensionierten Beamten bat nach Möglichkeit zu erfolgen. Bewerber, die für geeignet gehalten wer- den, sind�dcm Kommando binnen 8 Tagen namhaft zu machen." Die stelle ist eine recht begehrenswerte. Der Beamte soll „einigermaßen" mit der Bearbeitung von Gewerbe- und Strafsachen vertraut sein, soll Versicherungs-, Gesinde- und Melde- angelegenheiten kcnncn, und vor allem ein älterer zuvcrläffiger Bc- amtcr sein. Aelterc Beamte werden aber doch nur dann pensioniert, wenn sie verbraucht sind. Ein verbrauchter Beamter kann aber n cht gut die verlangte Tätigkeit ausüben. ES wäre schon richtiger, zur Bewältigung der geforderten Arbeiten einen ganzen Mann ein- zustellen und natürlich dafür ein ongemeffencS Gehalt zu zahlen. Aus der städtischen Krankenhausverwaltung. Ju der gestrigen Sitzung der Krankenhäusdeputation.wurde über die Einrichtung und Belegung des LeichtkrankenhaaseS, das in dem ehemaligen Johannisstift bei Plötzensee untergebracht ist. berichtet. Die Anstalt ist ein Krankenhau« mit moderner Ein- richtung und Ausstattung und nach ihrer besonderen Lage in einem schönen alten Park besonders dazu bestimmt, leichteren Kranken und Kranken, welche aus dem Wege der Besserung sich befinden, die aber noch der Krankenhauspflege und der ärztlichen Behandlung und Auf- sicht bedürfen, Aufnahme zu gewähren. Femer beschäftigte sich die Deputation mit der Verteilung der •iir die städtischen Krankenanstalten zur Verfügung stehenden sechs» hundert Milligramm radioaktiver Substanzen. Diese waren bisher in der Hauptsache dem Virchvw-KrankenhauS überwiesen. Da für den dortigen Bedarf 300 Milligramm genügen, so sollen je 100 Milligramm den Krankenhäusern Moabit, am Friedrichshain und am Urban überwiesen werden. Geduldete Fuhgänger. Die.Bossische Zeitung" veröffentlicht folgende Zuschrift: .Wer in den Morgenstunden vom Zoologischen Garten, am Hippodrom vorbei, zur Stadt gehen muß, wud sich gewiß de« farbenfrohen Bildes fteuen. däs sich hier auf der Reitbahn der oberen Zehntausend entwickelt. Weniger erfreut wird er über die Rücksichts- losigkeit sein, mit der einzelne Reiter, ohne den Galopp ein« zuschränken, über die Wege, auf welche die Fußgänger angewiesen find, hinwegstürmen, trotzdem das Auge der Polizei in Form eine» Schutzmanns zu Fuß Über die Ordnung wacht, allerdings ohne dazu imstande zu sein. Denn auf wiederholte Beschwerden bei den Schutz- lernen wurde die Tatsache der Tefobr für die Fußgänger zwar an- erkannt, aber einer der Hüter der Ordnung erklärte, daß der Weg .für Fußgänger nur geduldet" sei, ein zweiter hingegen gab die treffende Erklärung, was soll ich tun, wenn ich den wilden Jäger fassen will, ist er längst über alle Berge. Daß ich in der letzten Zeit drei führerlose Pferde, die das Beispiel ihrer Reiter be» folgten, über die Fußpfade dahinstürmen sah, sei nur erwähnt, denn die Pferde bewährten ihren Pferdeverstand. Nur ein einziges war eine Dame um, die ihr Kind vor dem Ueberrittenwerden beschützen wollte." Das sind ja ganz nette Zustände. Für Pferde und Reiter muß Platz sein, Fußgänger sind nur geduldet. „Ter reingefallene Schlauberger". Ein lustiges Stückchen ist von einem jungen Schöncberger Kauf» niann Fritz K. auf dem Potsdamer Bahnhof verübt worden. Etwa 10 Minuten vor Abgang eines Sonderzuges betrat da ein junger. sehr elegant gekleideter Herr den Bahnsteig und spähte eifrig in jede» Abteil— natürlich dritter Klasse— um noch einen Platz für sich zu ergattern. Leider aber war alles besetzt und die gemütlich- schadenfrohen Zurufe der Glücklichen, die ein Unterkommen gefunden hatten, ließen in dem Reisenden keine besonders frohe Stimmung auskommen. Plötzlich aber kam dem Suchenden eine Erleuchtung. Er eilte an den letzten Wagen des Zuges und rief mit.Amtsstimme':.Alles aussteigen, der Wagen bleibt hier!' Unter den Reisenden, die in diesem Waggon Platz gefunden hatten, erhob sich natürlich ein Sturm des Unwillens und der Entrüstung. Da aber bis zur Abfahrt des Zuges nur noch wenige Minuten fehlten, raffte jeder sein Gepäck zusammen und stürmte in die anderen schon besetzten Abteile der vorderen Wagen. Der.Schlauberger" aber bestieg in Seelenruhe eine» der freigewordenen CoupvS, steckte sich behaglich eine Zigarette an und erwartete, sich des so glänzend gelungenen SpatzeS froh, die Abfahrt des ZugeS. So verging eine Biertelstunde, ohne daß die Wagen sich in Bewegung setzen wollten. Als der junge Reisende sich schließlich unwillig über die Verspätung bei einem Bahnbeamten erkundigen wollte, wann denn eigentlich die Abfahrt stattfinden werde, tauchte plötzlich der Stationsvorsteher am Fenster auf und fragte den ungeduldigen Reisenden so recht gemütlich und freundlich: .Sie find wohl der Herr, der vorhin bekannt machte, daß der letzte Wagen nicht mitgenommen werde?' AlS der junge, elegante Mann, vergnügt lächelnd, bejahte, antwortete der Beamte:.Dann folgen Sie mir bitte inS Bureau, damit ich Ihre Personalien feststellen kann. Den Zug haben Sie sowieso verpatzt, denn der letzte Waggon ist tatsächlich von dem Zugpersonal abgehängt worden, da man in Ihnen einen höheren Beamten vermutete." Dem.Schlauberger' dürfte sein so glänzend gelungener Spaß allerdings infolge un- berechtigter Anmaßung einer Beamtenwürde ein wenig teuer zu stehen kommen. Reiseeinbrecher an der Arbeit. Die.Reiseeinbrecher', Spitzbube«, die die Reisezeit benutzen, um in unbewachte Wohnungen einzudringen, treiben e» auch in diesem Jahre wieder sehr arg. Die Einbrüche dieser Art nehmen wieder erschreckend zu. Die Warnungen, die jahraus, jahrein in der Preffe erscheinen, fruchten leider nur wenig. Immer noch hinter- lassen die Verreisten selbst geradezu ein Aushängeschild, da« die Verbrecher auf ihre Wohnung aufmerksam macht. Bei der Abreise lasten sie die Rollvorhänge der Fenster herunter und beauftragten niemand, ab und zu in der Wohnung einmal nach» zusehen und die Borhänge den Tag über aufzuziehen. Die.Spe- zkalisten" beobachten das auf ihren ErkundungSgängen sehr genau und schließen au« anderen Umständen auch bald, wo etwas zu holen ist. Weil sich wochenlang niemand um solche Wohnungen kümmert, so kommt es nicht selten vor, daß sie mehr oder weniger vollständig ausgeplündert werden. So geschah eS erst kürzlich wieder bei einem höheren Beamten in Charlottenburg. In dessen Wohnung hatten sich die Einbrecher, wie bei der Rückkehr des Inhabers der Befund ergab, förmlich eingenistet. Ungestört schafften fie ein Wertstück nach dem anderen weg, um eS zu Geld zu machen: das ganz« Silber» zeug, bares Geld, darunter auch JubiläumS-Drei- und Zweimark- 'tiicke, eine Münzensammlung. Bettzeug. Chaiselongue» und Stepp- decken, kurz alles bis auf die Möbel. Alles, was noch vorhanden war, lag bei der Rückkehr der Familie wüst durcheinander. Ter Vertrauensmann von„Jungdeutschland', Herr von Hülsen, Oberst und Kommandeur des 4. Garderegiments z. F., läßt uns eine Berichtigung zugchen zu einer Meldung, die wir am 2. Juni unter der Ueberschrift:.Das Opfer eine« JungdeutschlanbSbündlers' ver» öffentlicht hatten. In dieser Notiz war mitgeteilt, daß am zweiten Psingstfeiertage in der Grünauer Forst unweit des Lokal«.Marienlust" ein junger Mensch, der nach seiner Angabe dem Jungdeutschlanb» bund angehörte, einen fünfzehnjährigen Knaben in die Brust ge« schössen habe. Der Herr Oberst ersucht, unsere Notiz dahin be- richtigen zu wollen, daß zwar der Verletzte dem Jungdeutschland- bunde angehört, nicht aber der von der Polizn ermittelte Täter. Im Jungdeutschlandbund sei da« Tragen von Feuerwaffen Verbote». Wir möchten dazu bemerken, daß unsere Mitteilung von einem Augenzeugen deS bedauerlichen Vorfalles stammt, daß der schieß- lustige junge Mensch gleichfall» die Uniform der Jungdeutschland- bündler getragen hat und daß er ferner auf den ihm gemachten Borwurf: Wie könnt Ihr denn hier im Walde Feuer anmachen? geantwortet hat:.Wir können daS, wir find vom Jungdeutschland- bund!' Wenn der Herr Vertrauensmann von Jungdeutschland darauf hinweist, daß im JungdeutschlondSbund das Tragen von Schußwaffen verboten ist, so kann dieser Hinweis aber nichts daran ändern, daß in sehr vielen Fällen das Verbot übertreten wird, wie schon frühere von uns berichtete Vorkommnisse dargetan haben. Vergiftet anfgcfunden wurde gestern in einem Zinuner der Herberge des Gewerkschaftshauses der Kaufmann Reinhold Hanne- bohm, der im Adressenverlag von TeSmer gearbeitet hat. In seinem Portemonnaie befanden stch noch 33 Pfennige. Dachstuhlbrand. Gestern früh um 6 Uhr, al» die Hausbewohner noch schliefen, stand der große Dachstuhl des Seitenflügel« de« Hause« Lietzenburger Straße 37 in Wilmersdorf in ganzer Ausdehnung in Flammen. Erschreckt eilten die Bewohner auf die Straße. Die Wilmersdorfer Feuerwehr war mit zwei Löschzügen unter Leitung ihres Branddirektors schnell zur Stelle. Die Flammen hatten schon daS Zwischengebälk des oberen Geschosse», die Dach- lonstruktion, die Bodenkammern mit Inhalt erfaßt. Mit 6 Schlauch- leitungen der Dampfspritzen wurde angegriffen. Um 9 Uhr war die Macht deS Feuers gebrochen. Die Auftämnung und Ablöschung nahm dann aber noch viel Zeit in Anspruch. Durch einen Sturz vom Wagen schwer verungliickt ist gestern abend der 37 Jahre alte Arbeiter Emil Abendrot aus der Röntgenstrahc 5 zu Charlottenburg. Der Mann, der bei einem Asphaltierungsgcschäst angestellt war, benutzte nach Feierabend einen Wagen dieses Geschäfts, um damit nach Haus« zu fahren. AIS der Wagen von der Hannoverschen Straße am Oranienburger Tor in die Friedrichstraßc einbog, fiel Abendrot, der hinten saß, plötzlich aus noch nicht aufgeklärtem Grunde auf das Pflaster, und schlug mit dem Kopf so heftig aus, daß er besinnungslos liegen blieb. Der Kutscher hatte den Unfall gar nicht bemerkt und mußte erst von anderen Leuten darauf aufmerksam gemacht werden. Ein Schutz- anann brachte den Verunglückten mit einem Automobil nach der Charit«« wo. er. schwer daniederliegt. Gesperrt. Die Zossener Straße vom Waterloo- bis zum Plan- ufer einschließlich des KreuzdammeS wird wegen Pflasterarbeiten vom lS. d. M. bis auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt werden. Vorortnachrichten. Neukölln. Urbcr dir Verhandlungen des Preußischen Landtag» erstattete � am Freitag in einer gutbesuchten Versammlung m „Kliems Festsälcn" der Abgeordnet« von Neukölln-Schöneberg, Genosse Otto H u e, seinen Wählern Bericht. Einleitend bcmcrttc Redner, daß wir vor Jahren, als die Beteiligung an den Land- tagswahlen diskutiert wurde, uns in einem großen Irrtum bc- fanden, wenn wir annahmen, daß dieses Junkerparlament in sich selbst verfaulen würde. Heute müsse man sehen, daß seine Bc- deutung eine immer größere werde und daß die Koalition der dort vertretenen Kraut- und Schlotjunkcr immer mehr einen geradezu verhängnisvollen Einfluß auf die Reichsregicrung ausübe. Dos mach« auch erklärlich, wenn Minister v. Delbrück einen vorläufigen Abschluß der sozialen Gesetzgebung ankündigen konnte, obgleich gerade auf diesem Gebiete noch bedeutende Verbesteningen nötig feien. Habe die Tätigkeit der 10 sozialdemokratischen Abgeordneten unter 445 so auch keine wirklich positiven Erfolge aufzu- weifen, so dürfe doch die reichlich in Antvcndung gekommene Kritik von der Tribüne des Landtags herunter nicht unterschätzt werden. Auf unsere Haltung zu den einzelnen Etats des preußischen Hau»- haltS übergehend, der mit seinen 4845 Millionen Mark ein größeres Budget ausweise als selbst das Reich, kommt Redner zunächst aus den Ag rar etat zu sprechen. Hier müsse ausgesprochen werden, daß wir der Frage der Landwirtschaft in Zukunft weit mehr Bc- achtung schenken müssen als bisher. Es sei ein geradezu gcfähr- lichcr Zustand, daß sich bereits der siebente Teil des preußischen BodenS als gebundener Fideikommißbesitz in den Händen einer kleinen Anzahl von Agrariern befinde,, durch deren Ausbeutungs- sucht der Ernährung des Volkes schwerster Schoden zugefügt werde. — Beim E t a t d e s Verkehrswesens habe bei aller An- erkennung des vorhandenen Guten die Sozialdemokratie Beran- lassung genommen, die skandalöse Behandlung des Arbeiter- und Beamtenpersonals gebührend zu geißeln und auch für wirtschaftliche Besserstellung dieser Schichten einzutreten, wie fie auch beim K u l t u s e t a t den Verblödungsbestrebungen der Regierung in be- zug auf die Jugend mit aller Macht entgegengetreten fei. Besonder« ungünstige Stunden ergaben sich für die Regierung beim P o l i- zci- und Justizetat. Der Dust der hier aufgedeckten Kor- ruption verbreite Unbehagen bis weit in bürgerliche Kreise hinein. Und wenn das Geschäft des Kloakenreinig�rS auch ein ange« nehmes fei, so habe eS dennoch von der Sozialdemokratie über- nommen werden muffen. Auch beim Handels-, Gewerbe-, Berg- und Hüttenetat habe sich Gelegenheit geboten,«in- mal gründlich abzurechnen mit den Vertretern de« industriellen Großkapitals, den Speisern und Aushältern der Gelben, dieser Verluderung der deutschen Arbeiterbewegung, wie auch beim Justizetat, die herrschende Klasseniustiz in ihren schönsten Farben gemalt werden mußte. Konnte die Tätigkeit der sozial- demokratischen Vertreter so in der Hauptsache auch nur in der Kritik bestehen, so müsse doch eins festgehalten werden: Vom preußischen Landtag aus wer de die deutsche Poli- ti? gemacht. Deshalb müsse mit dem Sturz des Dreiklassen- Wahlrechts der Anfang gemacht werden zur Besserung allxr poli- tischen Vevhältniffc im Reiche. Nicht durch Resolutionen oder Massenversammlungen lasse sich- das Bollwerk der preußische» Junker beseitigen. Unermüdliche Aufklärung und Organisation allein seien die Mittel, mit denen es gelingen müsse, auch in Preußen den Weg-frei �u machen für eine freiheitliche Entwicke- lung.— Stürmischer Bei fäll folgte den eineinhalbstündigen Ausführungen des Referenten.— In der Disknsftiw sprach zu nächst der Führer der Neuköllner.Demokraten, Herr Roß, dem Referenten den Dank seiner Freunde aus für dessen Tätigkeit. Auch weite bürgerliche Kreise feien mit der Haltung der sozialdemokratischen Fraktion vollkommen einverstanden. Und wenn diese kleine Frak- tion auch viele und lange Reden halte, so sei man auch hierfür dankbar und nehme einen gelegentlichen falschen Zungenschlag durchaus nicht tragisch Redner schloß mit der Versicherung, daß die Demokratie auch bei weiteren Schritten zur Rioderringung der Junkermacht an der Seite der Sozialdemokratie zu finden sei» werde.— Genosse Emil Barth erkennt im großen und ganzen den schweren Kampf der Fraktion an. Er erklärte sich ober auZ taktischen Gründen gegen die Stellung derselben zur Erhöhung der Beamtengehälter. Wenn auch gegen solche produktive Arbeit leistenden Beamten nichts einzuwenden sei, müßten sie für die Polizei, die Prätorianergarde der Reaktion, entschieden abgelehnt werden. Man solle endlich auch aufhören, die Beseitigung deS DreiklossenwahlrcchtS als heiligste Aufgabe deS Proletariats zu be- trachten und zu diesem Zwecke die erstmalige Anwendung des Massenstreiks zu propagieren. Dieser werde notwendiger und wirkungsvoller angewendet werden müssen zur Erhaltung bestehen- der, aber schon sehr gefährdeter Rechte, Koalitionsfreiheit usw.— Gen. K l ü ß bezeichnete die Tätigkeit der Fraktion als außer- ordentlich lobenswert, obgleich bcft'piclswwise bei Beratung des Kultusetats noch ganz ander« Worte gesprochen werden mußten. Der Kampf gegen die Religion müsse auch im Parlament geführt werden. Unser Programmsatz könne nicht ausschkießen, daß wir gegen diese schlimmste Feindin deS Kulturfortschritts entschieden Front machen. Ohne die Wichtigkeit des Wählrechts zu verkennen, müsse eS als Irrtum bezeichnet werden, wenn von ihm der ganze Kulturfortschritt abhängen sollte. Unablässige Berbreiwng und Vertiefung unserer Ideen seien die Mittel, die ein geistig erstarktes Proletariat auch über die Junker zum Siege führen werde.— Genosse Feiler ist der Ansicht, daß mich in der vom Genossen Klüß bemängelten Angelegenheit die Fraktion ihre volle Schuldigkeit gc- tan habe. In dieser Beziehung ließen die Reden des Genoffen Adolf Hoffmann an Deutlichkeit wirklich nichts zu wünschen übrig. In der Frage des Wahlrechts, die seiner Ansicht nach die Kernfrage darstell«, dürfe nicht wilder, ungezügelter Tatendrang die Ober- Hand gewinnen, sondern müsse zielbewußter, entschiedener Wille bc- tätigt werden.—. Im Scklußwort bemerkte Genosse Hue gegen- über den Ausführungen Barths, dptz die von diesem gewünscht« Stellungnahme gegenüber der Polizei nicht durchzuführen sei. DaS Gehalt des Ministers selbst werde ja ständig abgelehnt. Gegenüber Klüß erklärte er: Wir haben unseren Kampf nicht gegen die Reli- gion als solche zu führen, sondern gegen die V e r f ä l s ch u n g der Religion, wie sie durch die kapitalistische Kirch« geschehe. Was den Massenstreik anbelange, so sei seine Proklamierung sicher leicht. Man müsse aber auch wissen, was dahinter stehe. Wir seien keine frivolen Putscheure, sondern tragen die Verantwortung vor der Geschichte. Deshalb werden wir zur Anwendung dieses Mittels dann kommen, wenn es uns paßt und wir eS für notwendig halten.— Nach einigen kurzen Worten des Dankes an Genossen' Hue durch den Borsitzenden fand die Versammlung-Jodann ihr Ende. Gefunden wurde in der Versammlung bei Kliem am 12. Juni ein Portemonnaie mit Inhalt. Abzuholen im Bureau deS Wahlvereins, Neckarstraße 3. Zenzen grfucht. Am 6. Mai, abends gegen 10 Uhr, ist e» in der Gegend Schönftedtstraße oder Fuldastraße zwischen mehreren Männern zu einem Streit gekommen. Einer der Männer lief dann weg und wurde von zählreichen Personen verfolgt. Er hat darauf vier Schüsse abgegeben, nach seiner Behauptung in der Notwehr, und ein in der Fuldastraßc wohnender Schankwirt ist durch zwei Schüsse verletzt worden. Personen, die den Vorfall beobachtet haben, werden gebeten, sich mit dem Verteidiger Rechtsanwalt Dr. Oskar Cohn in Berlin, Landsberger Straße 58, in Verbindung zu setzen.. Steglitz. Schwere Folgen hatte«in Zusammenstoß, der sich in der Schloß- praß« in Steglitz zwischen einem Wogen der Straßenbahn und ant iten errt in Se : fte nd= be= sich Beort ezu Das gen zich itig ten Bu= itif € 11. reg ruf en, Be hrjen ner g&= de. In m nd che im betrå in. geerinen jer im en er m If let ent Ich fe er en te ent f= ir g ic n It 3 r it c t t Erweiterungsbau der Charlottenburger Boltsbadeanstalt. Mit dem Abbruch der Häuser auf den für den Neubau der Volksbadeanstalt bestimmten Grundstücken Krummestr. 6-9 wird Anfang Juli begonnen werden, sobald die Mieter die Räume verlassen haben. Die Abbruchsarbeiten sollen so gefördert werden, daß der Neubau bereits im August in Angriff genommen werden kann. Die Bauleitung liegt in den Händen des Regierungsbaumeisters Kühne. Ober- Schöneweide. Versammlungen. Zentralverband der Dachdecker. Am Freitag hielt die Verwal inem Eisgefährt ereignete. An der Kreuzung der Wrangelstraße er mit seinem Ausschluß einverstanden sei und sein Mitgliedsbuch wurde der Eiswagen, der gerade den Fahrdamm der Schloßstraße schon verbrannt habe. Gegen den Genossen Wohlfeil, bei dem milüberqueren wollte, von dem Motorwagen erfaßt und vollständig zer- bernde Umstände vorlagen, hatte der Bezirksvorstand wegen Boykottftört. Der Wagenlenter wurde im Bogen auf die Straße gebruch auf eine scharfe Rüge erfannt. Nach langer Debatte wurde schleudert und schwer verlegt. Das Pferd wurde ebenfalls derart folgender zu der am 5. Juli stattfindenden Kreisgeneralversammlung tungsstelle Berlin eine Vertrauensmännersihung, ab, um zu der zugerichtet, daß es der Abdederei überwiesen werden mußte. gestellter Antrag gegen fünf Stimmen angenommen:" Die Kreis- gegenwärtigen Situation im Dachde'dergewerbe Charlottenburg. generalversammlung wolle beschließen, um eine bessere Finanzierung Stellung zu nehmen. Der Vorsitzende Görnig sagte: In allen der Kasse herbeizuführen, und um den Mitgliederbestand zu halten Vertrauensmännerfizungen, die nach der Lohnbewegung stattgeund zu heben, die Hauskassierung in sämtlichen Orten des Kreises funden hatten, haben wir uns mit der Frage beschäftigt: Wie ist es sofort einzuführen. Die Kosten hierfür übernimmt die Kreiskasse. Die möglich, wieder zufriedenstellende Verhältnisse in der Organisation Gegner des Antrages führten an, daß durch die Einführung der und im Gewerbe herbeiführen zu können? Um die Organisation Hauskassierung die Zahlabende überflüffig werden bzw. der Besuch zu stärken wurden die verschiedensten Mittel angewandt. Der Erderselben sehr zurückgehen würde. Die Befürworter des Antrages folg war leider nicht der, den sich alle hiervon versprochen hatten. vertraten demgegenüber den Standpunkt, daß die Zahlabende nach Die Ursachen lagen in der Hauptsache in den schlechten wirtschaftEinführung der Hausfassierung feineswegs aufgehoben werden lichen Verhältnissen. Diese mußten die Unternehmer natürlich zu sollen, sondern vielmehr ausgebaut werden müßten. Eventuell ihren Gunsten aus. Es ist ja hinreichend bekannt, daß die Untermüßten an Stelle der Zahlabende Abteilungsversammlungen ab- nehmer nach der Lohnbewegung von 1912 eine gelbe Organisation In der letzten Gemeindevertretersisung teilte der Bürger- gehalten werden. Der Kreisvorstand wurde bis auf den 2. Kassierer, gründeten. Genügend bekannt sind auch die Mittel, die die Arbeitmeister mit, daß 73 Bewerbungen für den Posten eines befoldeten der aus Spandau verzogen ist, wieder zur Wahl vorgeschlagen. Als geber anwendeten, um die Dachdecker in die gelbe Organisation hinSchöffen eingegangen find. Die von den größeren Vororten ge- 2. Kassierer wurde der Genosse Strehlte in Vorschlag gebracht. Als einzuzwingen. Wenn wir uns diese Umstände erneut vor Augen plante Kollektivversicherung gegen Feuersgefahr mit der Berliner Delegierte zur Kreisgeneralversammlung wurden gewählt die Ge- halten, dann dürfen wir uns auch weiter nicht wundern, wenn die Feuerwehr, bei recht mäßigen Prämiensäßen, ist durch Einspruch noffen Köppen, Albetti und Guth sowie die Genossin Strehlte. Ge- Organisation teine Fortschritte machen konnte. Erinnern möchte der Gemeinde Weißensee als gescheitert zu betrachten. Eine Vr- mäß einem Antrag des 12. Bezirks wurde ein in früheren Jahren ich auch noch an die tieftraurigen Arbeitsverhältnisse im vergangegebung von zinsfreien Darlehen an Arbeitslose soll nach dem Be- gefaßter Beschluß, daß Parteigenossen, die in den Vorstand gewählt nen Jahre. Ich will nicht übertreiben, es ist aber Tatsache, daß schluß des kollegialischen Gemeindevorstandes nicht mehr erfolgen, werden, zwei Jahre dem örtlichen Wahlverein angehören müssen, die Mehrzahl der Berliner Dachdecker im vergangenen Jahre keine meil hierzu kein Bedürfnis mehr vorliege. Ausgezahlt wurden bis aufgehoben, da dies bei dem häufigen Wohnungswechsel eine Un- 20 Wochen gearbeitet hat. Von diesem Jahre läßt sich nun sagen, her 1975 M. an 300 Antragsteller. Von unseren Vertretern wurde gerechtigkeit gegen zuziehende Genossen, die oft in anderen Orten daß sich seit Ostern ein kleiner Aufschwung bemerkbar gemacht und tont, daß die Zahl der Arbeitslosen sich durchaus nicht verringert schon Parteifunktionäre gewesen sind, sei. In derartigen Fällen sich bis jetzt noch gesteigert hat. Wenn diese Periode anhält, dann habe; es wäre daher zu wünschenswert, die Darlehen weiter zu ge- wurde es dem Vorstand überlassen, von Fall zu Fall zu entscheiden. können wir auch hoffen, daß es bei uns wieder vorwärts geht. währen. Dem Eigentümer der im Bau befindlichen keramischen Zum Schluß wurde noch mitgeteilt, daß der Magistrat dem Bildungs- den gegenwärtigen Verhältnissen zu tun? Die Unternehmer im Fabrit wurde gegen eine jährliche Anerkennungsgebühr von 100 m. ausschuß Schwierigkeiten bereitet, das Waldfest auf der Bürgerablage Gewerbe versuchen noch immer an ihren Abmachungen festzuhalten, gestattet, ein Wasserzuleitungsrohr in den Straßenzug einzulegen. abzuhalten. Eine aus dem Wasserlieferungsvertrag mit der Gemeindeverwal- Ferienspiele. Auch in Spandau foll in diesem Sommer mit den einer ganzen Zeit das Gerücht, daß Abweichungen hiervon mit einer nur Gelbe in ihren Werkstätten zu beschäftigen. Es geht schon seit tung Rummelsburg erzielte Rente von 4208 M. wurde dem Wasser: Ferienspielen begonnen werden. Die Frauenabteilung des Wahl- Strafe von 150 M. geahndet werden. Mögen die Dinge aber nun merkbaufonds zugeführt. Zu einer längeren Debatte kam es bei vereins ist gewillt, während der Ferien mit denjenigen Kinder, welche auch stehen wie sie wollen, vorwärts müssen wir auf jeden Fall. dem Punkt:„ Errichtung einer Pflichtfortbildungsschule für Mäd- keine Gelegenheit zu verreisen haben, an den Wochentagen, nach- Aller Kleinmut muß bei unseren Kollegen endlich verschwinden. Da die Sigung aber nicht gut besucht war, wurde von mittags, mit ihnen hinaus in den schönen Stadtwald zu wandern Die gegenwärtigen Verhältnisse sind zum Handeln angetan. Wir bürgrlicher Seite ein Vertagungsantrag gestellt, und auch mit 14 und sich ihnen im Spiel und der Unterhaltung zu widmen. Da fordern Sie deshalb zur tatkräftigen Mitarbeit auf. Welchen Weg gegen 6 Stimmen angenommen. Auch über die Einrichtung eines für genügende Aufsicht durch Erwachsene gesorgt werden wird, so der Vorstand zu tun gedenkt, darüber kann ich Ihnen im Augenblic bon der Gemeinde auf eigenen Grundstücken zu errichtenden Spiel- tönnen alle Eltern ihre Kinder ohne jedes Bedenken anvertrauen. noch nichts Bestimmtes sagen. plates, tam es zu einer längeren Debatte. Den bürgerlichen Her- Den Eltern entstehen dabei keinerlei Unkosten. Es find folgende Ziel im Auge: Stärkung unserer Organisation, Befferung der Verren waren einmal die Kosten zu hohe, auch paßte ihnen das Ge- Stellen, eingerichtet, wo die Kinder unter Angabe der Adresse und hältnisse im Dachdeckergewerbe. lände zu„ Kriegsspielen" nicht; außerdem wollten sie so lange des Alters zur Teilnahme an den Ferienspielen angemeldet werden marten, bis der erst von Berlin in der Wuhlheide projektierte Spiel- fönnen: E. Köppen," Vorwärts- Ausgabestelle, Breitestr. 64; Otto plak eröffnet würde, um dann den Magistrat von Berlin zu er- Arendt, Seifengeschäft, Lynarstr. 7; Wilh. Pieper, Zigarrengeschäft, juchen, denselben auch hier für einige Tage den Kindern und Ver- Pichelsdorfer Straße 11; Frau Strehlte, Pichelsdorferstr. 5, Garteneinen unseres Ortes zu überlassen. Dieser Antrag wurde abgelehnt; haus II. die Vereine bekommen also jest schon einen Sportplay. Briz. den." Ein bedauerlicher Unglücksfall ereignete sich am Donnerstagnachmittag um 5% Uhr in der Neuendorfer Straße. Die vierjährige Unter falscher Flagge. Versicherungsagenten gehen seit einiger Tochter des Genossen Ramin wurde vor dem Hause Nr. 79 bon Zeit in unserem Orte von Haus zu Haus, um Versicherungsverträge einem Break überfahren und erlitt am Rückgrat so bedenkliche Ver= abzuschließen. Damit ihnen das besser gelingt, geben sie an, fie legungen, daß sie vielleicht zeitlebens Krüppel bleiben wird. Zwei famen von der„ Volksfürsorge". Kürzlich passierte allerdings einem Männer hoben das Kind auf und brachten es nach der elterlichen dieser Agenten das Mißgeschid, daß derselbe bei der Frau eines für Wohnung. der Führer des Breats folgte mit seinem Gefährt die Boltsfürsorge" tätigen Funktionärs vorsprach. Leider gelang Lynarstraße und entfernte sich dann unerkannt. Zeugen des Vorfalls, his dorthin. Ulst Alsdann fuhr derselbe in langsamem Tempo bis zur es nicht, den Agenten festzustellen. Solche Vorkommnisse geben insbesondere die beiden Männer, die das Kind aufhoben, werden geVeranlassung, darauf hinzuweisen, daß Auskunft über die Bolte beten, zivede Untersuchung der Schuldfrage ihre Adressen bei Ramm, fürsorge" der Lagerhalter des Konsumvereins, Werder Ede Surstr. 21, abzugeben. Mungiusstraße, jederzeit unverbindlich erteilt. Steglitz- Friedenau. Nieder- Schönhausen. Ich möchte nun die Frage aufwerfen: was gedenken wir unter Behalten wir aber das eine zugestimmt. Alle Redner brachten zum Ausdruck, daß die gegen In der Diskussion wurde den Ansichten von Görniß allgemein wärtige Zeit auch voll ausgenutzt werden müsse. Sie verlangten vom Vorstand tatkräftiges Handeln. Zum Schluß wurden noch einige Organisationsfragen erledigt. Frauen- Leseabende. Pantow. Montag, den 15. Juni, abends 8 Uhr, für den Nords bezirk bei Schröder, Floraftr. 5; für den Südbezirk bei Heinze, Berliner Straße 78. In beiden Bezirken: Bortrag. straße 4, Vortrag des Genossen Julian Borchardt: Frauenfrage und Steglit. Montag, den 15. Juni, abends 1,9 1br, bei Mocekat, Floras Sozialismus. Grpel, Berliner Str. 129, Vortrag des Schriftstellers Kurt Heinig. Nachdem Besprechung über Stinderferienspiele. Groß- Lichterfelbe. Dienstag, den 16. Juni, abends 8 Uhr, bei Bezirt Röntgental, Zepernick und Buch. Montag, den 15. Juni, im Lokal des Herrn August Lange, Röntgental, Siemensstraße, Vortrag der Genoffin Anna Matichte über Sozialistische Kindererziehung." Wilmersdorf. Montag, den 15. Juni, abends 8, 1hr, bei Schilling, Briefkasten der Redaktion. Die letten Vorgänge im Junterparlament und die ArbeiterDer Männerchor Friedenau- Steglik hält heute Sonntag im flaffe" lautete das Thema, welches Landtagsabgeordneter Genosse Lauenburger Str. 20, Vortrag der Genoffin Käte Dunder über: Wie Restaurant Stadtpark" in Wilmersdorf sein diesjähriges Sommer- Adolf o fer am legten Freitag in einer von Männern und Frauen erziehen wir unsere Kinder im sozialistischen Sinne? Diskussion. Verfest ab. Da der Verein sich der organisierten Arbeiterschaft bei allen gut besuchten öffentlichen Bolksversammlung behandelte. Anlässen, wo es notwendig ist, zur Verfügung stellt, werden die geißelte alle Vorgänge in und außer dem Parlament in vorzüglicher Redner schiedenes. Genossen ersucht, diese Veranstaltung durch ihren Besuch zu unter- Weise. Das Proletariat habe es in der Hand, mit Junterherrschaft tüßen. Billetts find bei den Bezirksleitern und bei den einzelnen und Junkerübermut gründlich aufzuräumen. Gejangvereinsmitgliedern zum Preise von 20 Pu haben. Bei der geschlossenen Masse selbst entstehend, sei imstande, den steinernen Der Massenstreit, aus ichlechtem Wetter findet das Fest eine Woche später statt; die Stolog auf tönernen Füßen, die preußische Junterreaktion hinweg Billetts behalten dann Gültigkeit. Friedrichsfelde, Ueber den neuen Kurs gegen die Arbeiterbewegung referierte im lehten gemeinſamen Zahlabend Genoſſe Friz Tarnow. Scharf geißelte er die Attentate gegen das Koalitionsrecht der Arbeiter. Die verschärfte Justiz, das sichtbarste Zeichen gegen die Arbeiter bewegung, werde indeffen nicht imfiande sein, dieselbe zu vernichten, sondern fester zusammenzufügen. Reicher Beifall lohnte dem Redner für seine Ausführungen. zufegen. Nur der Wille dazu müsse vorhanden sein. In der Disfuffion Betonte Genoffin Matschte, daß auch die Frauen ein Intereffe am Wahlrecht haben. Die Frauenleseabende sollten dieselben mit ben Lehren des Sozialismus vertraut machen und zu Mitkämpfern für unsere Sache erziehen. Auch Genoffe Maake unterstrich die Ausführungen und meinte, gerade die Angestellten, welche in mancher Beziehung schlechter geftelt feien als die Arbeiter, sollten sich unserer Bewegung anschließen. dann die noch nicht organisierten Anwesenden auf, die ausliegenden Der Vorsigende Genosse Effing forderte Aufnahmescheine für den Wahlverein auszufüllen, um unsere Reihen Alsdann erstattete Genosse Schwent den Kreisbericht. Im immer mehr zu stärken. übrigen wurden Vereinsangelegenheiten erledigt. Der Gefangverein Zukunft" trug vor Zum nächsten gemeinsamen Zahlabend ist ein Bortrag über die Beginn und am Schluß der Versammlung je ein Kampflied vor. Reichsversicherungsordnung vorgesehen. Spandau. In der außerordentlichen Generalversammlung des Wahlvereins gab zunächst Genosse Köppen das Urteil des Bezirksvorstandes in dem Ausschlußverfahren gegen die Genossen Polzin und Wohlfeil bekannt. Der Bezirksvorstand hatte dem Antrage zugestimmt, den Genossen Bolzin wegen Boykottbruch und Nichtbeteiligung an der Stadtverordnetenwahl aus der Partei auszuschließen. Genosse Polzin, der zu der Susschlußverhandlung nicht erschienen war, hatte mitteilen laffen, daß Tegel. Einbrecher hatten dem Gemeindevorsteher von Stolpe an der Nordbahn einen nächtlichen Besuch abgestattet und ihre Diebesbeute in Baketen glücklich weggebracht. Im hiesigen Ort wurden fie jedoch von einem Bolizeibeamten, der ihr auffälliges Wesen beobachtet, festgenommen. Situngstage der Stadt- und Gemeindevertretungen. meindehause. Zeuthen. Dienstag, den 16. Juni, nachmittags 5%, Uhr, im GeTegel. Montag, den 15. Juni, nachmittags 5 Uhr, im Rathause. Bahlen te diese fofort und achten Ste darauf, daß ohne Vorbehalt F. M. 100. Ein Recht zur Einbehaltung der Miete hatten Sie nicht. quittiert wird. Alsdann stellen Sie dem Vermieter eine Frist zur Be feitigung des Uebelstandes unter der Androhung, daß Sie nach Ablauf der Frist Klage erheben werden. Eine solche Klage erscheint durchführbar. A. S. 99. Die Invalidenrente Tann zur Dedung der Kosten beschlagnahmt werden. C. R. 1119. Sie können unter Segung einer Frist bie Einlöſung verlangen und androhen, daß Sie nach Ablauf der Frist die Sie durch einen Gerichtsvollzieher oder öffentlich bestellten Auktionator die Bersteigerung veranlassen werden. Berstreicht die Frist erfolglos, so können Bersteigerung vornehmen lassen. B. W. 71. 1. und 2. Der Bes Stoften nicht erheblich. fähigungsnachweis muß erbracht werden. An die Handwerkskammer. T. B. 25. Wenden Sie sich an das Kaiserlich deutsche Konsulat in Paris. Mt. S. 73. Ja, das wäre möglich. Auch die Pfändung von Ihnen gehörigen Wirtschaftssachen, soweit sie entbehrlich find, ist zulässig. 2. Eine solche Uebereignung ist anfechtbar, insbesondere in dem Zeitraum von 2 Jahren. 3. Leider find wir darüber nicht informiert. O. R. 17. 1. Unseres Erachtens haben Sie Anspruch auf den Urlaub. Die spätere Lohnrüdforderung halten wir nicht für statthaft. 2.3a. Jedoch ist für den Fall, daß die Ürfunde bei Gericht eingereicht wird, eine Stempelstrafe wahrscheinlich. G. 1914. 1. Ihre Tochter kann Angehörigenunterstützung beanspruchen. Shrer Tochter bei der Berufsgenossenschaft geltend zu machen. Die Höhe 2. Der Anspruch ist seitens des Betrages richtet sich nach den Sagungen der Krankenkasse. 3., 4. und 6. Ja. 5. Ja, sofern Sie dort Ihren Wohnsitz haben. A. 5. 27. Staatseinkommensteuer ja, Gemeindeeinkommensteuer nicht. E. K. 5/26. Ihre Veranlagung ist unzulässig. Sie können bei der Kirchenbehörde reflamieren. Falls die Steuer von Ihrer Frau nicht eingezogen werden fann, find Sie haftbar. Saison- Ausverkauf Unter anderem Paletots Damen- Konfektion aus Stoffen engl. 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Juni 1914, vormittags 10 Uhr. Sonntag, 14. Juni 1914. Abg. Pohl( Vp.) Es folgt der Antrag Braun( Soz.) auf Einstellung des vor Sem Ehrengerichtshof der Rechtsanwälte in Leipzig behandelt die Fideikommißfrage vom rechtshistorischen Standpunkt ich webenden Verfahrens gegen den Abg. Dr. Lieb- und verurteilt die weitgehenden Rechte des Stifters über den Tod fne( 503) für die Dauer der Session. hinaus. Der Zweck, den Familienbesitz auf Sohn und Enkel zu vererben, wird am besten durch das Anerberecht erreicht. Abg. v. Ditfurth( f.) Am Ministertisch: Dr. Beseler. Der Antrag der Staatsregierung, die Zustimmung zur Ver- veantragt, gemäß der Praxis des Hauses Ueberweisung des Antrages tagung des Landtags vom 16. Juni bis zum 10. No- an die Geschäftsordnungskommission. bember, während welcher Zeit aber mehrere Stommissionen weiter arbeiten sollen, zu erteilen, wird angenommen. Abg. Dr. Schifier( natl.) Der Präsident teilt dazu mit, daß die Kommissionsmitglieder stimmt zu, wünscht jedoch, daß diese Kommiffion noch heute zu die Tagegelder von 15 M. weiter beziehen werden. sammentrete, damit bestimmt noch das Haus in dieser Sache entscheiden könne. Abg. Waldstein( Vp.): Abg. Lippmann( Vp.) Durch einen Schlußantrag wird dem Abg. Hofer( Soz.), dessen gestrige Ausführungen von fast allen Rednern auf das heftigste angegriffen wurden, das Wort abgeschnitten! Die Vorlage geht an eine Kommission von 28 Mitgliedern, nachdem auf Wunsch des Abg. v. Heydebrand( f.) der Zentrumsantrag zurüdgezogen worden war, der der Kommission die Weisung geben wollte, ein bäuerliches Fideikommißrecht hineinzuarbeiten. Eine Anzahl Petitionen, zu denen keine Wortmeldungen vorliegen, werden fonstatiert unter dem Gelächter der Rechten, daß die Sozial--Der Präsident teilt mit, daß die demokraten zu dieſer Vereinbarung der Parteien nicht zugezogen der 3 ar beleidigt worden sein soll. Die Anwaltskammer Berlin Geschäftsordnungskommission Montag mittag die AngelegenEs handelt sich um eine Parteitagsrede Liebknechts, durch die ohne Debatte erledigt. worden sind und wünscht dann, daß die Kommiſſionsmitglieder auch hatte ein Berfahren auf die Denunziation hin abgelehnt; bas beit Liebknecht beraten wird, ihr mündlicher Bericht soll event. für die Reisetage Diäten erhalten sollen. Man will das jest durch Kammergericht pronete das Verfahren an, das einen Verweis ergab. Dienstag um 11 Uhr beraten werden. Dienstag nachmittag werden eine einfache Verfügung des Präsidenten regeln. Ich halte aber die Es liegt gar tein Interelle pot, ber zweiten Instanz jezt in beiden Häusern Sizungen zur Entgegennahme der BertagungsZustimmung des Hauses hierzu für erforderlich. die Wege zu ebnen und von dem seinerzeit gefaßten Beschluß des Hauses abzugehen, dieses Verfahren für die Dauer der Session einzustellen. Abg. Ad. Hoffmann( Soz.): Präsident Graf Schwerin- Löwik erklärt, daß sein Vorgehen durchaus der Praxis des Hauses entpreche. Dies wird von einem Regierungskommissar bestätigt. Abg. Lippmann( Vp.) hält daran fest, daß nicht der Präsident, sondern das Haus mit der Regierung über die Diätenzahlung für die Reisetage zu entscheiden hat und wünscht, daß in die Verfügung des Präsidenten ausdrücklich der Satz aufgenommen werde, daß für jeden Tag der Teilnahme in den Kommiſſionssizungen, auch für die Tage der Zu- und Abreise die Diäten gezahlt werden. Abg. Ad. Hoffmann( Soz.) order stattfinden. Wo bleibt das Wahlrecht? Abg. Ad. Hoffmann( Soz.): ( Lachen Ich beantrage, Montag und Dienstag noch wirkliche PlenarSchon aus den vom Vorredner angeführten Gründen muß das Haus die Verfolgung einstellen, aber auch dann, wenn man nicht ſigungen abzuhalten, denn wir haben noch eine Reihe dringender will, daß ein Aft persönlicher Rachsucht der Mehrheit soll Sachen zu erledigen, vor allem, worauf das preußische Voll wohl angenommen werden können. Der Reichstag hat einstimmig die Ein- den größten Wert legt, den Wahlrechtsantrag ſtellung des Verfahrens beschlossen und das gleiche hier zu tun, rechts.) So lange wir kein anderes Wahlrecht haben, tönnen Sie einfach eine Anstandspflicht. Nach einer Vereinbarung der bürger- freilich lachen, aber wir wollen, daß endlich einmal die wichtigste lichen Parteien haben wir heute unsere legte Sigung, in der eine Aufgabe der Gegenwart erfüllt wird und das Volk sein Recht betommt. Ihr Lachen beweist Ihre fachliche Verhandlung möglich ist, die Ueberweisung der Sache an die Kommission würde also nur ein Begräbnis bedeuten, wogegen wir als eine politische unanständigkeit Berwahrung einlegen.( Sehr wahr! bei den Sozialdemokraten.) die Auffassung des Vorredners, daß die Zustimmung des Abgeordneten Die Abg. Dr. Schiffer( natl.) und Herold( 8.) wenden sich gegen zu seiner Verfolgung die Hauptbedingung sei. Abg. Haenisch( Soz.) stellt fest, daß seine Fraktion von der ganzen Vereinbarung nicht verständigt wurde( Lachen rechts). Sie lachen jetzt über die Mitionen preußischer Bürger, die hinter uns stehen( Lachen rechts). Sie, Herr Abgeordneter Schulze- Pelfum, sollten als Mitglied des Bureaus doch nicht das Kommando zum Lachen geben( Abg. Schulze Bellum: Ich habe kein Kommando gegeben, ich verbitte mir solche unverschämtheit!). Ich überlasse es dem Hause, festzustellen, weist nochmals scharf darauf hin, daß nach dem Arbeitsplan der ob Ihre Unverschämtheit größer ist oder die meine.( Der Präfi- bürgerlichen Barteien eine nochmalige Beratung dieser Sache ausdent ruft den Redner und dann auch den Abg. Schulze- Pelfum geschloffen erscheine. Er zitiert die Reden des Zentrums und der zur Ordnung!) Halten Sie Ihre Konventifel nur ruhig allein Nationalliberalen, als das Haus 1911 die Einstellung des Verfahrens ab, uns schaden Sie dadurch nicht! gegen Liebknecht beschloß und beweist daran die totale Schwenkung dieser Parteien. Abg. Waldstein( Vp.) Nach weiteren Auseinandersetzungen erklärt sich der Präsident bereit, die Verfügung dahin zu ändern, daß die Tagegelder auch für die Reisetage gezahlt werden. Im Laufe der weiteren Geschäftsordnungsdebatte erwähnt Abg. Dr. v. Campe( natl.), wünscht, daß das verhandle. Haus am Dienstag über den Kommissionsbericht Abg. Ad. Hoffmann( Soz.) daß sein Barteigenosse Hausmann, der Vorsitzende der Fischerei beantragt, daß die Kommiffion noch heute beraten soll. fommission, der heute nicht anwesend sein kann, durch ihn den Bunsch übermitteln läßt, daß diese Kommission schon möglichst bald zusammentrete. Abg. Frhr. v. Zedlik( ft.) meint, daß die Sache noch am Dienstag beraten werden könne. Präsident Graf v. Schwerin- Löwig: Abg. Dr. v. Pappenheim( f.) macht dazu den Vorschlag, daß der der Kommission gar nicht angehörende Abg. Dr. v. Campe als Hausmanns Vertreter die Kommission eben bald einberufen soll. Ueber die Einberufung der Kommission hat nur ihr Vorsigender Genehmigung zur Strafverfolgung des Abg. Hammer( f.) in nicht anwesend. Es folgt der Antrag der Geschäftsordnungskommission, die zu entscheiden, es ist das der Abg. Mathis( natl.), er ist aber einem Privatbeleidigungsprozeß zu versagen. Abg. v. Ditfurth( f.) beantragt, die Genehmigung zu erteilen. Es sei eine Unfitte des Hauses, die Genehmigung stets zu versagen; daß das Haus diesmal vertagt und nicht geschlossen werde, sei ja nur ein Zufall, der der Justiz nicht in den Arm fallen dürfe. Ueberdies habe Abgeordneter Hammer selbst den Wunsch. den Prozeß beendigt zu lehen. Abg. Hengsberger( ft.) schließt sich an. Abg. Dr. Schiffer( natl.): Dem Wunsche des Abg. Hammer foll man stattgeben, wenn feine zwingenden Gründe dagegen sprechen. Der Prozeß kann ihn auch während der viermonatigen Vertagung nicht in seiner parlamentarischen Tätigkeit beeinträchtigen. auf Abg. Waldstein( Vp.) Abg. Ad. Hoffmann( Soz.) ersucht nochmals, die Sache nicht ins Wasser fallen zu lassen. Mißachtung und Berhöhnung des Volkes, es ist die schlimmste Herausforderung. Wozu denn jetzt zwei freie Tage, wo doch seit Jahr und Tag die Initiativanträge aus dem Regierungsvorlagen erledigt. Legen Sie selbst so wenig Wert auf Hause nicht mehr zur Verhandlung kommen und der Landtag nur noch Ihre eigenen Anträge? Nicht nur die Sozialdemokratie, sondern auch die bürgerlichen Freidenfer verlangen dringend die Beratung beratung mit Recht eine Pflichtverletzung des Landtages erblickt wird, des Antrages über die Dissidentenkinder, in dessen Nichtderetwegen bereits der Breslauer Freidenkertag und die Monisten große Summen zur Förderung der Kirchenaustrittsbewegung bewilligt haben.( Abg. Busch( 3.): Borfrüchte der Sozialdemokratie!) Alles, was Ihnen nicht in den Kram pagt, alles, was vernünftig ist, nennen Sie sozialdemokratisch! Uns kann's recht sein! Das Petitionsrecht des Boltes steht bei dieser Geschäftsführung des Landtages ebenfalls auf dem Papier. Für das Wahlrecht haben Sie keine Zeit, für die Beseitigung des Gewissenszwangs auch nicht; auf das Petitionsrecht des Volkes wird hier gepfiffen, nur für Regierungsvorlagen und zur Vertretung Ihrer Interessen haben Sie Zeit.( Großer Lärm rechts.) Die Fragen, die das Volt tief aufwühlen, wollen wir auf die Tagesordnung gesetzt sehen. Tun Sie es nicht, dann beweisen Sie, daß Sie das Volk verhöhnen und verspotten.( Lebhafter Beifall bei den Sozialdemokraten. Lärm rechts. Ordnungsruf des Präsidenten.) Abg. Dr. v. Heydebrand( k.) protestiert namens der bürgerlichen Mitglieder des Hauses gegen diefe Rede Hoffmanns. Wir haben unsere Pflicht gekannt und getan, che Das Haus beschließt gegen die Sozialdemokraten, Fortschrittler noch die Sozialdemokraten hier hereinkamen und die Geschicke des und Polen, die Angelegenheit der Geschäftsordnungs- Landes find dabei nicht schlecht gefahren. Eine Belehrung von den tommiffion zu überweisen. Sozialdemokraten lehnen wir ab. Die bürgerlichen Parteien haben daß die Kommission noch heute zufammentrete, erflärt Nachdem Abg. A d. Hoffmann( Soz.). nochmals verlangt hatte, fich geeinigt, in der nächsten Woche nichts Materielles mehr zu erledigen. Wir figen seit 5 Monaten hier und eine Anzahl von uns hat auch noch etwas anderes zu tun. Das Haus ist nur noch schivach besetzt, da ist es nicht richtig, schwierige und zweifelhafte Dinge zu erledigen. Herr Hoffmann wird sich mit seinen wichtigen Fragen der Dissidentenkinder und des Wahlrechts begnügen müssen, bis auf den Herbst zu warten, um dann die ihm ge bührende Antwort zu bekommen.( Großer Beifall rechts.) Abg. v. Kröcher( f.) daß die Kommissionen ebenso souverän sind als das Haus und daß das Haus in ihre Dispofitionen nichts hineinzureden habe. Abg. Ad. Hoffmann( Soz.): Ich stelle fest, daß Abg. v. Kröcher diese Erklärung nicht schon vor der Abstimmung abgegeben hat. Jetzt weiß man wenigstens, wo es hinaus will. Die erste Beratung des Fideikommißgesetzes. Abg. Delbrück( f.) widerspricht dieser Auffassung, denn jeder Abgeordnete kann bei den Kommissionsarbeiten als Mitglied oder als Berater seiner Parteigenossen gebraucht werden. Die Willensänderung des Abgeordneten Hammer gestern wurde in der Kommission ausdrücklich erklärt, daß er nicht ausgeliefert werden wolle,( Hört! hört! wünscht Ausdehnung des Gesetzes auf den bäuerlichen Besitz und lints; Burufe rechts:„ Unwahr"!, die Abg. b. Pappenheim aber bringt dann die bekannten Argumente für die Fideikommisse, den angebliche Zurufe der Sozialdemokraten bezieht)- scheint uns Zusammenhalt der Familien und dergleichen mehr vor. Zum im Hinblick auf den Fall Liebknecht erfolgt zu sein( Sehr wahr! Schluß erklärt er die gestrige Nede des Abg. Hofer für ord= bei den Sozialdemokraten). Nicht der Wunsch des Abgeordneten, nungswidrig und für eine Gehässigkeit, der sich nur jemand sondern das Recht des Parlaments ist maßgebend. schuldig machen könne, der infolge ständiger Arbeit in einer fanatischen Bewegung blind geworden sei.( Beifall rechts.) Abg. Graf v. Spee( 3.) Abg. Adolf Hoffmann( Soz.): Ein Recht des Abgeordnetenhauses darf nicht aufgegeben werden. der Session aus. Kein Barlament liefert feine Mitglieder während begreift den Widerstand der Sozialdemokraten gegen die FideiWir haben die Rechte des Parlaments au fommiffe aus ihrer Vorliebe für einen gleichmacherischen Zukunftsschützen, und Hammers Willensänderung darf auf die Mehrheit staat. Die altgermanische Einrichtung der Fideikommiſſe ſon deshalb keinen Eindruck machen; sie ist übrigens erst eingetreten, als auch auf die Bauern ausgedehnt werden können. unser Antrag auf Einstellung im Falle Liebknecht vorlag.( Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) 20 Jahre lang haben Abg. Dr. v. Campe( natl.) protestiert ebenfalls gegen die Rede Hoffmanns, beteuert, daß es feiner Partei mit der Verhandlung dieser Fragen ernst sei, aber sie wolle parteiagitatorischen Bestrebungen nicht dienen, und um die nötige Zeit zu gewinnen, müßten fürzere Reden gehalten werden. Abg. Frhr. v. Zedlitz( ft.) führt dasselbe aus. Abg. Ad. Hoffmann( Soz.): Beispiel Diederich Hahn, und heute erst hat der freikonservative Wer hat denn hier agitatorischere Reden gehalten, als zum Graf Moltte eine übermäßig lange Rede gehalten. Nicht belehren wollte ich, sondern darstellen, was nach unferer Ueberzeugung die Pflicht des Hauses ist. Füllen wir doch mindestens noch die Tage aus, die wir zur Verfügung haben. Wir müssen wohl mehr für unser Brot arbeiten als die Konservativen, wir verlangen nicht, daß die Seſſion verlängert werden soll, aber es ist unsere Pflicht, die Sigungszeit auch auszunutzen. Die bürgerlichen Parteien. werden doch vollzählig hier sein, um die allerhöchste Botschaft in Empfang zu nehmen( Heiterkeit bei den Sozialdemokraten). Oder die Stonservativen gegen die„ Unfitte" des Hauses teinen Ein- Das wäre ja gewiß erwünscht, aber das Fideikommißrecht ist zu meinen Sie, daß alle ausrücken, um ihre Fahrtarten herpruch erhoben, und jetzt, wo der Fall Liebknecht vorliegt, tun sie kompliziert, um auf jeden mittleren und kleineren Besitz angewendet 3uschiden, damit sie doppelte Reiseipesen bekommen? es auf einmal. Nach außen tönnen Sie sich so dumm stellen, wie werden zu können. In Rheinland und Westfalen besteht bei den( Lärm rechts. Ordnungsruf des Präsidenten wegen unwürdiger Sie wollen, das kann uns nur angenehm sein, aber wir stellen fest, Bauern leider sehr wenig Neigung, ihren Besitz für alle Zeiten fest- Unterstellungen.) Eine zweifelhafte Frage ist uns das Wahlrecht daß Sie jetzt einen Präzedenzfall schaffen wollen, nachdem Sie später zulegen. Wir erscheint die Auslegung des Anerbenrechts geeigneter. nicht, aber man darf das Volt nicht immer wieder hintanhalten und handeln können. Kein Abgeordneter, dem es mit den Rechten des Wir stimnien alle darin überein, die Festlegung des Grundbesiges nicht ihm das Petitionsrecht illuforisch machen. Wenn es agitatorisch ist, Barlaments ernst ist, kann diese Absicht mitmachen.( Beifall bei den allein der Großgrundbesizerkaste zu ermöglichen. Sozialdemokraten und der Freifinnigen Boitspartei.- Widerspruch nen hen rechts.) Landwirtschaftsminister Frhr. v. Schorlemer: Abg. Ecker- Winsen( natl.): von der wichtigsten Aufgabe der Gegenwart zu sprechen- diese Parole ist doch von sehr hoher Stelle ausgegeben und wir verlangen, daß ihr Folge geleistet wird.( Bravo! bei den Sozial demokraten.) Abg. Lippmann( Vp.): Abg. Herold( 8.): Die innere Kolonisation muß um so mehr gefördert werden, als wir nicht mehr so wie früher auf russische Landarbeiter Der Wunsch des Abgeordneten selbst ist von wesentlicher Berechnen können. Es muß eine Gewähr dafür gegeben werden, daß deutung. Das Haus hat seinerzeit auch auf Wunsch meines Partei- der Großgrundbesitz nicht zu stark überhand nimmt, und es muß die der Wahlrechtsfrage einverstanden erklärt, die ja erst letthin hier Wir haben uns in dem losen Parteikonvent mit der Vertagung genossen Underberg die Genehmigung erteilt. Auflösung bestehender Fideikommiffe erleichtert sowie den Rechten besprochen wurde und, wie wir erwarten, im Herbst vor einem Abg. v. Ditfurth( f.) der Fideikommißbefizer entsprechende Pflichten gegenübergeſtelit stärker besetzten Haus behandelt werden wird. Die Art und Weise werden. Wir dürfen der Kommission nicht eine beſtimmte Richt des Abg. Hoffmann mißbilligen wir aufs äußerste.( Beifall bei Bauernfideikommisie in das Gesetz hineinzuarbeiten, für formal unschnur geben, und deshalb erscheint uns der Zentrumsantrag, auch den bürgerlichen Parteien.) zulässig. Das foftbare Gut des Bauerntums müssen wir erhalten. ( Lebhafter Beifall bei den Nationalliberalen.) bestreitet, daß Hammers Willensänderung unter irgend welchem Zureden erfolgt jei. Hammer sei solchem Zureden gar nicht zu gänglich. Abg. Ad. Hoffmann( Soz.) stellt nochmals fest, daß die Zustimmung Hammers zur Verfolgung erst nach der Einbringung des Einstellungsantrags in Sachen Liebfnecht gegeben wurde. Die Genehmigung zur Strafverfolgung Hammers wird gegen die Fortschrittler, Polen und Sozialdemokraten erteilt. Abg. Graf Moltke( ft.) Auf Antrag Herold( 3.) wird die Geschäftsordnungsdebatte geschlossen; in persönlichen Bemerkungen setzen sich die Abgeordneten Ad. Hoffmann( Soz.) und Lippmann( Vp.) noch auseinander. Bei der Unterstützungsfrage erheben sich für den Antrag lobt die Sachlichkeit der Debatte, von der nur die Sozial- Hoffmann nur die Sozialdemokraten, es bleibt somit bei dem Vorde motraten eine Ausnahme gemacht hätten. Der Versuch schlag des Präsidenten. eines reichsgesetzlichen Fideikommisses ist bisher immer gescheitert. 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Charlottenburg: Rosinenstr. 3. Teleph.: Amt Wilh. 4157. Oeffentl. Volksversammlung Sektion IV: Kraftdroichtenführer. am Dienstag, den 16. Juni 1914, abends pünktlich 8 Uhr, in den Germania- Prachtsälen, Chausseestr. 110 Tagesordnung: Aus russischen Kerkern. Ein Hilferuf! Die Leiden der politischen Gefangenen Rußlands. Vortrag des Schriftstellers Ernst Reuter mit erläuternden Lichtbildern. Am Montag, den 15. Juni 1914: für Nachtfahrer früh 6 Uhr, für Tagfahrer abends 7 Uhr, in den„ Musikerfälen", Kaiser- Wilhelm- Straße Nr. 31: Versammlung. Tagesordnung: Die Ablehnung des Schiedsspruchs der Unternehmer und unsere Stellungnahme dazu. Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, in diesen Versammlungen zu erscheinen. Nur Mitgliedsbuch legitimiert und wird an der Kontrolle abgestempelt. 65/16 Zu der Versammlung werden Eintrittskarten zum Preise von 20 Pf. verausgabt, Orts- Krankenkasse die in nachfolgenden Ausgabestellen zu haben sind: Bigarrengeschäft Schröder, Hagelbergerstraße 54/55. Bigarrengeschäft Horsch. Engelufer 15. Zigarrengeschäft Baumann, Rungestraße 30. Bureau des 4. Wahlkreises, Stralauer Plaz 10/11. Von 9-1 und 5-7 Uhr. ,, Borwärts"-Spedition, Petersburger Platz 4. Bigarrengeschäft Schneider, Hufelandstraße 30. Restauration Dieseler, Brunnenstraße 150, im Hof. Restauration Friedrich, Gerichtstr. 19. Restauration von Paersch, Oldenburger Straße 10. Die Branchenleitung. S..: M. Leising. der Schloffer Deutscher Metallarbeiter- Verband. und verwandten Gewerbe zu Berlin. Bekanntmachung. Am Montag, den 22. Juni d. J., abends 8 Uhr, findet im Lokale von G. Wollschläger, Der Ueberschuß wird dem Deutschen Hilfsverein für die politi- Berlin, Landsberger Straße 89, 275/3 schen Gefangenen Rußlands zugewendet. 199/ 17* Der Einberufer: Eugen Ernst, Lindenstraße 2. Deutscher Holzarbeiter- Verband Ortsverwaltung Berlin. Mittwoch, den 17. Juni 1914, abends 8 1hr, im Gewerkschaftshause, Engeluser 15: General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Stichwahl von vier unbesoldeten Mitgliedern für den Hauptvorstand. 2. Diskussion über den Bericht vom Verbandstage. 3. Wahl der PreßTommission. 4. Wahl der Revisoren für die Hauptkasse. 5. Wahl des Gauborstandes. 6. Wahl eines Revisors für die Lofalverwaltung. Schirmarbeiter und-Arbeiterinnen! Dienstag, den 16. Juni 1914, abends 8 Uhr, im ,, Englischen Hof", Alexanderstr. 27c: Außerordentliche Verwaltungsstelle Berlin. N 54, Linienstr. 83-85. Telephon: Amt Norden 1987, 1239, 9714, 185. Montag, den 15. Juni 1914: Bezirks- Versammlungen Ausschuß- Sigung für die gesamte Verwaltungsstelle Berlin statt. Tagesordnung: Beratung und Beschlußfassung über ordnung für die Angestellten unserer Allgemeine Ortskrankenkasse bie nath 851 ber Reichsversicherungsfür Nowawes und Umgegend. Strantentaffe auszustellende Dienstordnung. Am Montag, den 22. Juni ,, abends 8, 1hr, findet im Lokale 8 355 der Reichsversicherungsordnung Die Beschlußsassung erfolgt nad des Herrn Wolfgramm, Bilhelm für Arbeitgeber und Versicherte gestraße 41, eine Ausschuß- Sitzung statt, zu der die Mitglieder des Ausschusses hierdurch ergebenst eingeladen 1. Wahl des Vorfikenden des AusTagesordnung: schusses. werden. 2. Beschlußsassung über die Dienstordnung für die Angestellten ge mäß§351 R.-B.-D. 3. Stafienangelegenheiten. 4. Verschiedenes. Nowawes, 12. Suni 1914. Der Vorstand. Kersten, Borsigender. trennt. Die Mitglieder des Ausschusses werden ersucht, zahlreich zu erscheinen. Die übersandte Legitimation ist am Eingang vorzuzeigen. Der Vorstand. J. A.: Alb. Polzin, Borsigender. Prima Stadtgasthof, goldsichere Eristenz, gute Gebäude, 275/4 1300 Ruten der u. Wieje, bedeutender Umfag an Bier, Spirituosen, Zig., 2 Bereine, Ausspannung, für 45 000 bei 6000 Anz. Mah. Max Post, Fürstenberg i. Meckl. in folgenden Lokalen: Norden: Pharussale, Müllerstr. 142, abends 8%, Uhr. " Verfassungskämpfe in Deutschland." Ref. Kollege H. Wücke. 8 Uhr. Norden: Büttners Festsäle, Schwedter Straße 23, abends Vortrag des Genojjen Dr. R. Breitscheid. Norden: Frankes Festsäle, Babjir. 19, abends 8%, Uhr. Leben und Leiden im Zuchthaus. Referent P. Pawlowitsch. Moabit: Prachtsäle Nordwest, Wiclefftr. 24, abends 8%, Uhr. Charlottenburg: Volkshaus, Rojinenstr. 3, abends 8%, Uhr. Vortrag des Arbeitersekretärs Genossen Gustav Link. Vereinshaus, Schöneberg, Tegel: Müllers Festsäle, Berliner Strake 84, abends 6 Uhr. Westen und Schöneberg: aut. 5, abends 8%, Uhr. Osten: Comeniussäle, Memeler Str. 67, abends 8½ Uhr. Vortrag. 2117 Lichtenberg: Restaurant Kurkowski, Pfarrstraße 74, Oeffentliche Versammlung. Deutscher Bauarbeiter- Verband. Tagesordnung: 1. Unsere Lage und wie verbessern wir dieselbe? 2. Diskussion und Berschiedenes. Branche der Vergolder. Montag, den 15. Juni 1914, abends 6 Uhr, im Lokal von Max Hedmann, Engelufer 1: Versammlung aller in den Grundieranstalten und Belegereien beschäftigten Personen. Tagesordnung: 1. Warum find in unserer Branche die Löhne so niedrig und die Arbeitszeit zu lang? 2. Verbands- und Werkstattangelegenheiten. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung werden alle Kollegen und Kolleginnen dringend ersucht, in der Versammlung zu erscheinen. Maschinenarbeiter. Zweigverein Berlin. abends 8, Uhr. " Die Scharfmacher auf dem Kriegspfade." Ref. Ad. Wuschick. Stralau- Rummelsburg: Cafe Bellevue, Hauptstraße 3, abends Das Koalitionsrecht und seine Gegner." Ref. Fritz Carl. Weißensee: Prälaten, Rehderstr. 122, abends 5%, Uhr. Bericht und Neuwahl der Bezirksleitung. Hohenstaufen- Säle, Rottbufer Damm 76, Uhr. Sektion der Fliesenleger u. Hilfsarbeiter. Südenbezirke: Hohens, up, Montag, den 15. Juni 1914, abends 8 Uhr: Mitglieder- Versammlung im Saal 5 des Berliner Gewerkschaftshauses, Engelufer 15. Tagesordnung: Tangieren die Anträge zum Gewerkschaftskongreß die Berliner Fliesenleger? Vollzähliges Erscheinen aller Mitglieder erwartet Die Sektionsleitung. Sektion der Steinholzleger und Helfer. Dienstag, den 16. Juni 1914, abends 8%, Uhr: 8 Uhr. Südost: Südost- Festsäle, Waldemarstr. 75, abends 8%, Uhr. Neukölln: Bartschs Festsäle, Hermannstr. 48/49, abends Vortrag des Genossen Th. Leipart, Vorsizenden des Deutschen Holzarbeiter Verbandes: " Was haben die Arbeiter von den Tarifverträgen zu erwarten?" Steglitz: Schellhases Festsäle, Ahornstr. 15a, abbs. 8½ Uhr. Restaurant Mitglieder- Versammlung Köpenick und Friedrichshagen: auront Lindenbei Wilke, Sebastianstr. 39. Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gemacht und trokdem ist es Pflicht aller Mitglieder, bestimmt und pünktlich zu erscheinen. Die Sektionsleitung. Montag, den 15. Juni, abends 8 Uhr, in den Andreas: 143/4 Festsälen, Andreasstr. 21: Branchen- Versammlung. 1. Die Lage der Maschinenarbeiter. 2. Verbandsangelegenheiten. Wegen dieser wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht eines jeden Kollegen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Verband der Schneider, Schneiderinnen und hagen, Friedrichstr. 74, abends 81, Uhr. garten, Oberschöneweide, Niederschöneweide, Johannisthal u. Umg.: helminenhofstr. 44 a, abends 8%, Uhr. Restaurant George, Oberschöneweide, Vortrag des Kollegen Max Horn. Spandau: Restaurant Dertz, Spandau, Kurſtr. 21, abend3 8 Uhr. Tagesordnung in allen Bersammlungen: Wäschearbeiter Deutschlands. Filiale Berlin. Bericht von der ordentlichen GeneralSebastianstr. 37/38. Telephon: Amt Morigplatz 9737 Modell- und Fabriktischler. Herren- und Stapelkonfektion. Montag, den 15. Juni, abends 8 Uhr, im Rofenthaler Hof, Rosenthaler Str. 11-12: Branchen- Verfammlung Tagesordnung: 1. Bericht von der Branchenkonferenz. 2. Verbands- und Branchen. angelegenheiten. Kammacher. Dienstag, den 16. Juni, abends 7 Uhr, findet bei Hermel, Holzmarktstr. 21, eine Vertrauensmänner- Verfammlung statt. Achtung! Bibliothek. Achtung! Montag, den 15. Juni, abends 8% Uhr, bei Schulz, Königsgraben: Oeffentliche Versammlung. 201 Tagesordnung: 1. Der Ablauf des Tarifs in der billigen Konfektion am 31. Dezember d. Js. und was gedenken unsere Kollegen zu unternehmen? Referent: Kollege Krienke. 2. Die lezten Borgänge in unferer Branche. 3. Bericht von der Generalversammlung. 4. Verschiedenes. Vollzähligen Besuch erwartet Die Kommiffion. Wäsche- u. Krawatten- Branche. Donnerstag, den 18. Juni, abends 8%, Uhr, im ,, MusikerVereinshaus", Kaiser- Wilhelm- Str. 31: Außerordentliche Verfammlung versammlung. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt! Pünktliches und zahlreiches Erscheinen wird erwartet. Dienstag, den 16. Juni 1914, abends 6 Uhr: Versammlung aller Operationsmöbelschloffer im Lokale von Hummel, Sophienstraße 5. Tagesordnung: 1. Bericht aus den Betrieben unserer Gruppe. 2 Wie stellen wir uns zu dem von der Generalversammlung angenommenen Antrag auf Einführung der Hauslassierung. Mittwoch, den 17. Juni 1914, abends 6 Uhr: Vom Montag, den 15. Juni, ab werden keine Bücher mehr aller Wäschenäherinuen, Plätterinnen, Wäscherinnen und ausgegeben. Bis zum 30. Juni müffen alle noch ausstehenden Bücher wegen Inventur eingeliefert sein. Stärkerinnen, Wäsche, Blusen-, Krawatten Zuschneider. Der berpachten. 69/1 Die Ortsverwaltung. Laubenland. 50 Morgen sehr guter Boden und 3 große Sportplätze billig zu kraße 19. Telephon: Rein. 425. Näheres F. Lange, Reinickendorf( West), Eichborn: Tagesordnung: 1. Die Situation der Lohnbewegung. Ref.: Rollege W. Eue. 2. Diskussion. Die Kollegen und Kolleginnen der Wäsche und Krawattenbranche werden gebeten, zahlreich diese für sie wichtige Versammlung zu besuchen. 163/9 Die Kommission. Versammlung Zinn-, Zink- und Bleigießer im Lokale von Müller, Alexandrinenstraße 32. Tagesordnung: 1. Branchenangelegenheiten.- 2. Verschiedenes. Mitgliedsbuch ist zweds Kontrolle mitzubringen. Die Ortsverwaltung. 120/4 Für nur NJSRAEL 33Spandauerstraße 16 Berlin C Königstraße 11-14 Saison- Ausverkauf Große Preis- Herabsetzungen in fast allen Abteilungen Große Posten Teilweise bis zu Damen- u. KinderKonfektion, Damen- Wäsche, Stickereien, Tischund Haus- Wäsche 40% ermässigt Große Posten Kleiderstoffe und Seidenstofle, Trikotagen, Strümpfe, Gardinen, Teppiche Möbelstoffe Besonders beachtenswert: Pariser-, Brüsseler- u. 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Verlag: Borwärts Buchdruderei u. Verlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Soud#Bering: Boris Gu 1 C 2 4 2 NO 6 L I 3 6 L 9 9 b i g 1 f 11 a b d D 7 1 S g e E C f Ar. 159. 31. Jahrgang. 4. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Wirtschaftlicher Wochenbericht. dies Börsenkrisen. von Unternehmungen noch heute sehr leiden. Sonntag, 14. Juni 1914. die Verkäuferin, die hinter dem Ladentisch stand, zwei Schüsse ab. Die eine Kugel drang in den Hinterkopf ein, gelangte in den Mund und wurde von der 3. ausgespien, die zweite Kugel sitzt noch jetzt im Genick der 3. fest. Die Schwerverleßte ist aber, wie gestern die Aerzte bekundeten, ohne eine für die Zufunft zu befürchtende Schädigung geheilt. die hohe Rente nicht tragen fonate. Um so mehr als die Getreidepreise eine Abschwächung erfahren hatten. So sant der kanadische Weizenpreis in London von Anfang 1910 bis Anfang 1914 um etwa 15 Proz. Biel stärker wirkte speziell auf Brasilien der zeitweilige Rüsgang des Kaffeepreises und der sehr starke Preissturz von Seit Wochen dauern die Börsenkrisen in Frankreich und Auß des Durschnittspreises von 1901/1905 gesunken und rief eine heftige Kugel in die Schläfe. Bormann, der infolge des auf sich selbst Gummi. Der Gummipreis war nämlich von 190 Proz. auf 78 Proz. Nach der unseligen Tat jagte der Angeklagte fich selbst eine land an und halten die Börsen auch der übrigen Länder in Atem. Baris hat schon lange nicht mehr eine solche Erschütterung erlebt rise auf dem Gummimarkte hervor, unter der eine große Reihe abgefeuerten Schusses die Schkraft auf dem einen Auge fast vollwie heutzutage. Frankreich, das sich als Weltbankier aufgespielt und ständig verloren hat, fam als Polizeigefangener in die Charité. die niedrigsten Zinssätze aufgewiesen hat, leidet jetzt unter einer Truſt nicht halten, er mußte vielmehr seine Werte an Londoner folgenden Inhalt hatte: Unter diesen Umständen konnte sich auch der amerikanische Vor der Tat hatte er eine Karte an seine Eltern gerichtet, die Geldverspannung, während in Berlin und London eine relative Geldflüssigkeit eingetreten ist. Kapitalisten abtreten. In seinem Sturz zog er auch französische „ Liebe Eltern! Auf den ersten Blick scheint Banken mit sich. In Frankreich sammelten sich füdamerikanische Bitte, verzeiht mir diesen Schritt, aber ich konnte nicht anders! eine Folge der wirtschaftlichen Schwäche Frankreichs Effekten für 1½ Milliarden Mart, beim Baukhaus de Neufille allein Ich bin unschuldig eines Vergehens unverhohlen frohlocken schon die deutschen über dreihundert Millionen Frank an, die nicht zu realisieren verdächtigt, so daß mich Hedwig nicht mehr liebt. Ich will das Imperialisten. nicht überleben, ich gehe folgedessen mit Hedwig freiwillig in den Ift doch die französische Kapitalmacht im Tod. Euer Sohn Otto. internationalen Wettbewerb ein sehr ins Gewicht fallender Faktor. waren. Die Verluste an diesen Werten sind sehr groß. - P. S. Gorgt für die Kleinen." Darunter leidet aber nicht Frankreich allein. In noch viel Vor Gericht erklärte der Angeklagte gestern, er habe keine ErDie finanzielle Kriegsrüstung ist heute nicht minder entscheidend für größerem Umfange England, das nach einer Berechnung der Frank- innerung an die Tat und trat mit der im ersten Augenblick überden Ausgang eines Krieges wie die militärtechnische. Deshalb zerraschenden Behauptung auf: in der Zeit vom 15. bis 21. Januar brechen sich auch seit Jahr und Tag die deutschen Imperialisten den furter Zeitung" an zentral- und südamerikaniſchen Effekten ungefähr sei er von der Charité wiederholt mit Urlaub auf 6 Stunden ents Kopf, wie man diese schwache Seite der Kampfbereitschaft Deutschlands Kurse mit den letzten höchsten Kursen vergleicht. Dazu gesellen sich wieder in die Charité zurückgekehrt. Der Stabsarzt, die Stations= zwei Milliarden Mark verloren hat, wenn man die jetzigen laffen, habe sich im„ Clou" amüsiert und sei erst in der Nacht verbessern könnte, und nun erweist es sich, daß es auch mit Frant- noch Verluste an kanadischen Werten, so daß auch in England zwei schwester und die Krankenwärter erklärten, die Angabe des Angereichs finanzieller Kriegsbereitschaft nicht viel besser stehe. Abgesehen davon, vermochte Frankreich, auf feine Kapitalmacht angesehene Bankhäuser, die Firma Chaplin, Mine, Grensel u. Co. flagten beruhe auf Phantasien. In jener Zeit lag der Angeklagte, gestützt, sich in den fremden Ländern wertvolle Konzessionen zu verund die Canadian Agency insolvent geworden sind. dessen Schädel trepaniert war, transportunfähig im Bett. schaffen. Neuerdings erlangte es allein dadurch, daß es der Türkei als der Pariser, so erklärt sich dies nicht nur aus dem viel größeren Morgen als sein Erlebnis. Wenn aber der Londoner Geldmarkt trotzdem viel flüssiger ist phantasierte stark in der Nacht und erzählte ähnliches wie jetzt ant Die Erinnerungslosigkeit des AngeGeld zu borgen versprach, eine feste Stellung in Syrien, wo es Bahn Reichtum Englands, das als Industrieland rascher akkumulieren fann flagten könnte ebenso wie sein irrtümlicher Glauben, er sei in tonzessionen erhielt. Mit Neid schauten die hungrigen deutschen als der Rentnerstaat Frankreich, sondern auch aus dem Umstande, Imperialisten auf Frankreich, weil sie manche wertvolle Konzessionen aus Mangel an Kapital nicht erlangen konnten. Auf diesem Gebiet daß Frankreich schwer mit russischen Werten belastet ist. war Frankreich Deutschland überlegen. Wie hoch muß nun jetzt das Herz der deutschen Imperialisten schlagen, wenn sie die schwere Geld trise Frankreichs beobachten! geworfen. 11 " Gerichtszeitung. Nadelstichpolitik gegen Arbeitervereine. Er sei der Angeklagte zurechnungsfähig gewesen. jener Zeit beurlaubt gewesen, echt sein. Aber zur Zeit der Tat Nach längeren Plädoyers des Staatsanw.- Rats Muth und des Ein Jahrzehnt wirtschaftlichen Stillstandes führte in Rußland Rechtsanwalts Dr. Harry Pinkus wurde der Angeklagte in Gemäßzur Ansammlung erheblicher frei werdender Summen in den Groß- heit des Spruches der Geschworenen wegen versuchten Mordes zu banken. Im Jahrzehnt 1901/1910 haben die russischen Banten 8 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust verurteilt. In Wirklichkeit kündet diese jezige Krise allem Anscheine nach 282 Millionen Rubel Reingewinn gebucht. Davon haben sie für einen Wendepunkt in der wirtschaftlichen Entwicklung Frankreichs an dieser Zeit haben sich die Kontokorrenteinlagen verdoppelt. Was) Vergrößerung ihres Kapitals nur 144 Millionen verwendet. In Es ist bekannt, daß Frankreich in der Hauptsache ein„ Rentnerstaat" ist, d. h. das es sein Kapital in festverzinslichen, speziell in ausländischen Wunder, wenn die Banken sich mit der begonnenen Konjunkturwelt Papieren angelegt hat. Die einheimische Induſtrie ist in dieser Be- auf die Börsenspekulation geworfen haben. Die russischen Kreditgesellschaften überhaupt haben von Anfangy Die Freie Turnerschaft in Berlin- Marien ziehung vernachlässigt worden. So waren 1907 etwas mehr als die 1909 bis Anfang 1913 ihre aktiven Operationen mehr als verfelde" läßt an ihren turnerischen Zusammenkünften auch Hälfte der an ver Pariser Börse zugelassenen Werte ausländische soppelt; ebenso hat aber auch die Staatsbank gehandelt, die ihre Jugendliche teilnehmen. Das ist recht löblich und gesetzlich Papiere; von den übrigen entfielen 40 Proz. auf die Staatsrente. Operationen von 440 auf 877 Mill. Rubel erhöht hat. Für die Staats- zulässig. Seitdem aber auf polizeiliches Andrängen hin das Nun hat die französische Industrie gerade in den letzten Jahren bant handelt es sich in erster Linie darum, dem Auslande die Wirkungen Oberverwaltungsgericht jenes von Logit und Wirklichkeit freies einen unerwarteten Aufschwung genommen. Insbesondere ist die Eisenproduktion sehr ausgedehnt worden, von 8,5 Millionen Tonnen verfolgt damit wirtschaftliche und noch mehr politische Zwecke. er dem Arbeiterturnerbund angehört, als politischer" anzuEisenproduktion sehr ausgedehnt worden, von 8,5 Millionen Tonnen der wirtschaftlichen Prosperität Rußlands vor Augen zu führen. Sie Urteil verkündet hat, nach dem ein Verein schon deshalb, weil im Jahre 1906 auf 18,8 Millionen Tonnen 1912. Das hängt damit Rußland sucht immer mehr Stapitalien im Auslande aufzunehmen, sehen sei, fahndet Polizei und Staatsanwaltschaft auf Arbeiterzusammen, daß die Eisenvorräte in Deutschland immer mehr er- weil das sich im Inlande bildende Kapital von der Bureaukratie und turnvereine, um sie in den Maschen des Strafgesetzes zu schöpft und nur mit steigenden Kosten ausgebeutet werden können. bem Militarismus aufgezehrt wird. Natürlich kann man das aus- fangen. Bei diesem Windmühlenkampf gingen die edlen Das deutsche Kapital hat sich deshalb auf die französischen Erzlager ländische Kapital leichter heranloden, wenn man ihm große Gewinne Ritter gegen den Genossen Wilhelm Hencke zu 1906 führte Deutschland 4,8 Millionen und 1913 in Aussicht stellt, vor allem Emissionsgewinne für die Banten. Daher Marienfelde mit ihren Papierschwertern los. 38,1 Millionen Doppelzentner Eisenerze aus Frankreich ein. Immer- duldet die russische Regierung keine Baiffepartei an den russischen Börsen. Genosse Henete wurde angeklagt, als Vorsteher des Vereins hin ist auch die Eiſenverarbeitung in Frankreich selbst gefstiegen, die Speziell im legten Jahre hat es sich um die Unterbringung einer Freie Turnerschaft in Berlin- Marienfelde" die Teilnahme von Roheisengewinnung von 1906 bis 1912 von 3,3 auf 4,95 Millionen Tonnen, die Stahlerzeugung von 2,4 auf 4,4 Millionen Tonnen. neuen Milliardenanleihe in Frankreich gehandelt, und man tat sich vor dem Amtsgericht Berlin- Tempelhof fand ein Jugendlichen an den Turnübungen dieses Vereins geduldet zu haben. Dementsprechend wuchs auch der Besitz an inländischen Aktien. Gewalt an, um Frankreich ein fröhliches, vergnügtes Geficht zu gehende Beweisaufnahme statt. Dementsprechend wuchs auch der Besiz an inländischen Attien. zeigen. Millionen und Abermillionen sind aus der Staatstaffe zu vorwärtsdrängenden, zur Bewegung anstachelnden Marschliedern wie Sie ergab, daß die Turner nach Die inländischen Wertpapiere betrugen 1891/95 59 Milliarden Frank Interventionen auf den Börsen zur Verfügung gestellt, um die Kurse und 1906/10 77,29 Milliarden. Die Rente hat sich aber in dieser Das Wandern ist des Müllers Lust" und Beit bloß um 0,66 Milliarden auf 26,13 Milliarden erhöht; dagegen hochzuhalten. Turner auf zum Streit" Die politische Sonstellation, die Rolle, die Rußland im Baltan- gesungen haben. Dem Amtsanwalt genügte das zur Stellung der Aktienbesitz von 13,6 auf 24,4 und der Besiz an Obligationen friege spielen wollte, seine Kriegsvorbereitungen usw. dittierten der eines Strafantrags in Höhe von 15 Mark Geldstrafe. Die bon 19,88 auf 26,75 Milliarden Frank. 1911, 1912 und 1913 wurden Regierung diese Interventionspolitik. Beweisaufnahme meinte er, habe ergeben, daß das Turnen der in Frankreich insgesamt Wertpapiere im Betrage von 14,666 dieser Zeit würde die Hohlheit des ganzen Systems aufdecken und der Verteidiger Rechtsanwalt Wolfgang Heine Denn eine Börsentrise zu„ Erwedung parteipolitischen Geistes" gedient habe. Mühelos zerhied Milliarden Frank emittiert( in Deutschland nach dem„ Dekonomist" das Spiel verderben. Als in den kritischen Marokkotagen die deutschen diese Spinngewebe der Phantasie und legte flar, daß weder Effekten für 8,25 Milliarden Mark gleich 10,3 Milliarden Franken.) Banken die Regierung auf den Ernst der wirtschaftlichen Lage hin- turnerische Zusammenkünfte„ Versammlungen" find, noch der Arbeiter Von diesen entfielen auf die Industrie nicht weniger als gewiesen hatten, hatte diese daraus die einzig richtige Schluß- turnverein ein politischer Verein ist. 4,47 Milliarden. Wurden 1904 für die Industrie nur 374 Millionen folgerung gezogen, daß der Skonflikt mit Frankreich friedlich beigelegt ausführungen und sprach den Angeklagten frei, der dem§ 17 bes Das Gericht folgte seinen bereit gestellt, so beanspruchte sic 1913 nicht weniger als beanspruchte sie 1918 nicht weniger als werden muß und gab eine entsprechende Erklärung ab. Rußland Vereinsgefezes entsprechend den Jugendlichen den Zutritt zu 3 Dieser Aufschwung der französischen Industrie hat es in erster treibt aber eine Bluffpolitik. Im Innern völlig verfault, darf es fammenfünften zu geselligen Zweden" das sind die Turnübungen unter keinen Umständen sein wirkliches Wesen entblößen. Daher gestattet, also nichts Strafbares getan habe. Linie bewirkt, daß Frankreich die letzten Jahre im Zeichen der Geld auch die jetzigen Anstrengungen, die Kurse zu halten, wofür nicht Inappheit gestanden ist. Betrug der offizielle Diskont in Paris 1900 weniger als 100 Millionen Rubel zur Verfügung gestellt worden sind. 3,25 Proz. und 1907 3,46 Broz, so schnellte er 1913 auf 4 Proz. Das Kammergericht bestätigte dieser Tage zivei Urteile, hinauf und stellt sich heute auf 3,5 Proz.( in London dagegen aufgeblajener Papiere. Frankreich besitzt nun eine ungeheure Menge russischer, künstlich die Arbeiterradfahrervereine betrafen. In dem einen handelte es bloß auf 3 Broz.). Das ist die wichtigste Ursache der jezigen Geld- russischen Papieren auf 15 Milliarden Frant angegeben, die aller- Schönfließ, Pohlmann, bei dem zweiten um den Vorſizenden des 1907 wurde der französische Besitz an sich um den Vorsitzenden des Arbeiterradfahrervereins Edelweiß in und Börsenkrise: die Festlegung großer Kapitalien bings damals bloß einen Sturswert in industriellen Unternehmungen. Arbeiterradfahrervereine Frischauf" zu Fürstenberg a. D., Graf. Beide von 9,98 Milliarden hatten. Inzwischen sind weitere Milliarden russischer Papiere nach egung nicht polizeilich mitgeteilt hätten, wiewohl die Vereine waren bestraft, weil sie Veränderungen in der VorstandszusammenIn dieser Beziehung beginnt Frankreich den Weg zu beschreiten, Frankreich gewandert, die noch dazu zu hohen Kursen übernommen politisch" feien. Der politische Charakter wurde daraus entnommen, den Deutschland längst betreten hat. Wenn trotzdem in Deutschland worden sind. Nun scheint der französische Sparer der russischen daß die Vereine das Organ des Bundes die Wirtschaftskrise nicht in eine so schwere Börsenkrise ausgeartet Freundschaft" satt zu sein. Insbesondere seitdem es bekannt ge- Arbeiter Turnzeitung unter ihren Mitgliedern verbreite. , iſt es zum Teil dem Umstande zu verdanken, daß die deutsche worden ist, daß Rußland Frankreich die dreijährige Dienstzeit auf- Das sei, meinte das Kammergericht, nicht rechtsirrtümlich. Na ja: Reichsbank energisch eingegriffen und seit einigen Jahren auf die größere Liquidität der Bauten gedrängt hat. Wie sie selber, jo gezwungen hat. Er protestiert gegen die Allianz mit Rußland, die Radfahrer fahren ja vorwärts und wenn den Gerichten die Aufhaben auch die Großbanken schon lange mit dem Reinigungsprozeß Papiere fauft. So sind die Banken auf den russischen Papieren Arbeiter- Radfahrerverein. Fahren die anderen Radfahrer rüdindem er einerseits Sozialisten wählt, andererseits keine russischen gabe zufällt, jedem Fortschritt hemmend entgegenzutreten, dann ist freilich ein Radfahrerverein ein politischer". Warum aber nur ein begonnen, sehr viele Kredite abgewiesen, ebenso eine gewisse Vorsicht in der Aufnahme von ausländischen Anleihen betätigt, so daß " sigen" geblieben. Da sie nun jezt selber in Geldbedrängnis ge- wärts? fie am Ende des lezten Jahres mit gefestigten Bilanzen hervor raten find, suchen sie die russischen Papiere nach Petersgetreten sind. Die französischen Banken haben 1813 ebenfalls Interventionen der russischen Regierung ihre Wirkung verfehlen burg abzustoßen. Man darf also annehmen, daß alle um 324 Millionen weniger ausländische Werte aufgenommen als werden und daß die Petersburger Börsenfrise vielmehr sich zu einer gestern drei Personen vor die 6. Straffammer des LandDie Jagdpassion, ausgeübt in der Nähe Berlins, führte 1912. Immerhin haben sie 2,75 Milliarden Frank dem Auslande schweren Finanz- und Wirtschaftskrise auswachsen wird. geliehen, während der Kapitalerport Deutschlands nicht viel über 600 Millionen Mark beträgt. Dabei gewähren die deutschen Banken, werden bald überwunden sein; die französischen Borger werden Die Krise in Südamerika und die Wirtschaftskrise in Frankreich worten hatten. gerichts III, vor der sie sich wegen Wilddieberei zu verantbiet der Induſtrie eng verbunden sind, meist nur Induſtrie- aber vorsichtiger werden und den erotischen Anleihen die ein- Kusche und Hundehändler Ernst Fischer sowie der Bearbeiter Angeklagt waren die wegen Wilddieberei vorbestraften Herzaann frebit gegen Bestellungen in Deutschland, so daß sie ihre Stapitalien heimische Industrie vorziehen. Das französische Wirtschaftsleben Hermann Lemke. Mit ihnen stand der Wildhändlerbert Ziesener nicht aus dem Lande schicken. Die französischen Bauten haben aber wird aus der Krise gefestigt hervorgehen; Rugland wird dagegen und der Restaurateur Karl Rieser aus Lichtenberg wegen gewerbs= in den letzten Jahren Unfummen von südamerikanischen Bodenpapieren dem wirtschaftlichen Marasmus wiederum verfallen, der schon ein und gewohnheitsmäßiger Hehlerei vor ht. Die ersten drei aufgenommen, die sehr schwer zu realisieren sind. Südamerika hatte in den letzten Jahren einen ungeheueren hältnisse den Bedürfnissen der kapitalistischen Entwicklung angepakt Weise in den Jahren 1913 bis 1914 in Berlin- Grunewald, Schildow, 2018 Millionen. Aufschwung produkte in genommen. Die Breissteigerung der Agrarwerden. den kapitalistisch entwickelten Ländern verlieh Mittel- und a Eifersuchtsfolgen. Sp. * Wilderer. * " Solidarität", dic Friedrichsfelde, Werftpfuhl, Weißensee und Umgegend der WildDieberei obgelegen. Von den Förstern und Gendarmen im Grunewald und Umgegend war seit langer Zeit bemerkt worden, daß in großem Umfange auf Damwild gewildert wurde. In jeder Woche wurde verendetes Wild, Aufbruch und Wilddecken gefunden. Angeschossenes Wild trieb sich im Gehölz herum und Aas lag zügen mit Vorliebe die Sonntage, an welchen das von den zahl= reichen Spaziergängern beunruhigte Wild sich in die Dickichie zurückzieht. Die Wilddiebe gingen mit leichten Gewehren und Schalldämpfern zu Werke, so daß die Schüsse nur auf ganz furge Entfernung zu hören waren. Kusche war zuletzt am 22. September 1912 in der Nähe voit dem Boden der noch wenig erschlossenen Länder einen hohen Wert, und das internationale Kapital warf sich heißhungrig auf diese Länder, um sich ihre Grundrente angueignen. Südamerika hatten allein in den Jahren 1910 bis 1912 über 7 Milliarden Mark verschlungen. Insbesondere hatte ein amerikaUnter der schweren Anklage des versuchten Morim Didicht versteckt. Die Wilderer benutten zu ihren Streif nischer Trust dort eine gewaltige Bodenspekulation zu treiben verdes stand gestern der Schneider und Tanzmeister Otto lucht. Er faufte 2,8 Millionen Hektar in Brasilien, 2 Millionen Borrmann vor dem Schwurgericht des Landgerichts I Argentinien und 5 Millionen Heltar in Paraguay auf und unter Vorfis des Landgerichtsdireftors Buch o w. wollte somit das beste südamerikanische Weideland monopolisieren, schiedenen, an der Oberspree belegenen Lotalen als Tangordner tätig. Der Angeflagte, ein bisher unbestrafter Mann, war in verum die Viehzucht nicht allzu ausdehnen zu lassen und die vor etwa zwei Jahren hatte er die von ihrem Mann getrennt Blumberg beim Wildern betroffen und von einem Forstbeamten leischpreise hochhalten zu fönnen. Da dieser Trust noch lebende Frau Hedwig Zeppenfeld geb. Schickler in einem Tanglokal durch einen Schuß in den Oberschenkel verlegt worden, so daß gleichzeitig verschiedene industrielle Unternehmungen an sich brachte, fennen gelernt und sich ihr mit Liebesanträgen genähert. Frau er bis zum 13. März 1913 im Krankenhause Weißensee behandelt ſtiegen seine Engagements ins Ungeheuerliche. Natürlich mußte Beppenfeld wohnte vei ihren Eltern Kottbuser Ufer 58 und erwarb werden mußte. Nach seiner Entlassung fonnte er seinem Wildererer überall Geld borgen, wo er es nur erhalten konnte. sich ihren Unterhalt als Verkäuferin in einem Sutgeschäft in der gewerbe nicht sofort wieder nachgehen, da er noch humpelte; im Das Resultat war ein ungeheuerliches Anwachsen der Boden- Kottbuser Str. 1. Von dort hatte er die 3. wiederholt abgeholt. August war er aber wieder so weit, daß er mit seinen Freunden breiſe in Südamerika. Jn Argentinien beispielsweise foſtete ein Sie allerbesten. Es tam häufig zu Zanf und Streit und der Ange- mit der Wriezener Bahn nach Werftpfuhl. Da ihnen jedoch kein Die Beziehungen zwischen den beiden waren in der letzten Zeit nicht weiter auf die Jagd gehen konnte. So fuhren sie eines Tages Heftar Land 1904 52,65 M., 1908 121,5 und 1912 174,15 M.; der flagte jab schließlich, daß die 3. nichts mehr von ihm wissen wollte. Wild vor die Büchse fam, verscharrten sie ihre Gewehre und Bodenpreis hat sich also mehr als verdreifacht, in einigen Provinzen, aut wurde er auch noch eines Vergehens beschuldigt und hierdurch, fehrten underrichteter Sache wieder zurüd. 10 in San Louis, hat er sich verfünffacht. Einige Wochen Auf diese sowie durch die ablehnende Haltung der Frau 3. in hochgradige später gingen die drei Wilderer zum Grunewald hinaus. Dent Am 3. Januar erschien er in dem Geschäft Angeklagten Fischer gelang es, mit der Büchse des Kusche einen enorme Preissteigerung mußte naturgemäß bald ein Rückschlag Erregung verjeßt. 30g plöglich einen Revolver hervor und gab auf. Damhirschspießer zu schießen. Während Kusche weggegangen Ich begab mich mit einem Dampfer, der zwischen Pojadas und Monzernheim verhaftet. Der mutmaßliche Mörder war, um Sade zu kaufen und ein Automobil zu holen, erlegte Remte noch ein Tier. Beide Stücke Wild wurden in die Säcke Ports verkehrt, nach den Wasserfällen von Iguassu am oberen Pa- leugnet jedoch noch die Tat. gepackt, auf das Automobil geladen und die Beute wurde in die Laube des Lemke an der Landsberger Chaussee gebracht. Da die Wilderer den Fahrpreis für das Automobil im Betrage von 26 M. nicht bezahlen fonnten, lieh sich Lemte das Geld von dem Angeklagten Rieser. Dann wurde das Wild abgedeckt, ausgeweidet und zerlegt. Die Deden wurden in der Laube des Lemke verscharrt. Das Fleisch wurde verteilt und an verschiedene Personen verkauft. Nachdem Kusche seine ihm wegen des Jagdvergehens auf erlegte zweimonatige Gefängnisstrafe verbüßt hatte, ging er wieder fleißig in den Grunewald hinaus. Eines Tages gelang es ihm wieder, ein Schmaltier zu erlegen; es wurde mit Hilfe der Angeflagten Fischer und Lemke in eine Schonung geschafft, ausgeschlachtet und verteilt. Ende Januar und Anfangs Februar 1914 schoß Kusche wieder mehrere Schmaltiere, ebenso Lemke. Da die Wilderer bei ihrer Arbeit durch Gendarmen gestört wurden, verscharrten sie ihre Büchsen und holten sich das Wild in der Nacht. Neben der Jagd auf Rot- und Damwild gingen Fischer und Lemte nachts auch noch auf die Fasanenjagd, und zwar in Der Wuhlheide, in Schildom und in den Rieselfeldern bei Weißensee. Fischer schoß so oft und so viele Fasanen, daß er noch etwa 50 Stück Fasanen an die Angeklagten Ziesener und Niemer verfaufte. Neben Ziefener war der Angeklagte Rieser der Hauptabnehmer für die Fasanen. Er soll den Wilderern meistens kein Geld gegeben, sondern ihnen Getränke verabreicht haben. rana. Mit mir an Bord befand sich der Ingenieur Hansa, der our deutschen Gesandtschaft in Buenos- Ayres atachiert ist. Während der Fahrt jahen wir eines Nachmitags auf der argentinischen Zerstörung des Militärluftkreuzers 3. L Seite des Flusses einen Mann und ein Kind, welche mit den Armen um Hilfe winkten. Der Dampfer warf Anker, und ein Boot Durch ein Unwetter ist am Sonnabendmittag furz vor 12 hr holte sie an Bord. Sie waren abgezehrt und vollkommen ent- in der Nähe von Diedenhofen der Militärluftkreuzer 8. 1 gefräftet. Geficht, Hände und Füße waren bedeckt mit Insekten- legentlich einer Notlandung zerstört worden. Das Luftschiff befand stichen. Seit 14 Tagen irrten sie bereits in den Wäldern umher, sich auf der Fahrt von Köln nach Metz und geriet dabei in sich ausschließlich von Kräutern ernähernd. Beide waren dermaßen strömenden Regen. Durch die Regenmengen beschwert, wurde das Luftschiff durch eine senkrechte Bö zu Boden gedrückt und schwach, daß sie sich nur mit Mühe aufrecht erhalten konnten. Ziesener bestritt seine Schuld und behauptete, alles, was er getauft, regelrecht bezahlt zu haben. Der Staatsanwalt be= antragte gegen Kusche 4 Jahre Gefängnis, gegen Fischer 3 Jahre, gegen Lemfe 2 Jahre, gegen Ziesener 1 Monat Gefängnis. Das Urteil lautete gegen Rusche und Fischer auf 2 Jahre Gefängnis, 3 Jahre Ehrverlust und Polizeiaufsicht, gegen Lemke auf 1 Jahr Gefängnis, gegen Ziefener auf 6 Monate Gefängnis. Der Wagner- Prozeß in Bayreuth. Der Mann und das Kind stammten aus Paraguay. Sie Inidte zwischen der hinteren Gondel und dem Steuer recht hatten sich als Arbeiter verdingt, waren nach dem oberen Parana winkelig durch. Ein Oberleutnant wurde leicht verlegt, sonst ist gebracht worden und wurden da zu vollkommenen Stlaven niemand bei dem Unfall zu schaden gekommen. Das Luftschiff muß gemacht. Sie erhielten keinen Lohn, und als sie endlich eine Ab- vollständig abmontiert werden. rechnung verlangten, wurden sie geprügelt. Sie flohen in die großen Wälder in der Hoffnung, daß die wilden Tiere menschlicher seien als die Menschen. Menterei in einem spanischen Zuchthause. Wir dachten, die beiden Unglücklichen wären nun gerettet. Bald jedoch begegnete uns ein Dampfer, mit dem unser Kapitän während die Truppen und ein Teil des Personals an der Fron In dem Zuchthause in Figueras brach eine Meuterei aus, einige Signale tauschte. Es wurde wieder der Anker ausgeworfen leichnahmsprozession teilnahmen. Die Meuterer griffen, mit und die beiden Flüchtlinge dem wir fragten, was mit ihnen geschehen solle. Es wurde uns die Der Direktor wurde durch eine Kugel in den Kopf getötet, zwei anderen Dampfer ausgeliefert. Messern und Revolvern bewaffnet, die Angestellten an. Antwort zu teil, daß der Mann und das Kind wieder zu ihrer Angestellte wurden schwer verlegt, auch neun Gefangene Arbeit zurüdgebracht würden. erlitten Verlegungen. Nach einem späteren Telegramm haben die meuternden Gefangenen außer dem Gefängnisdirektor fünf 2 achi posten durch Schüsse mit Rebolbern getötet, die sie sich auf bisher unbekannte Weise verschafft hatten. Es heißt sogar, daß die Meuterei noch fortdauere; die Gefangenen sollen sich in einer Rafematte verbarriladiert haben und auf alle Personen feuern, welche sich ihnen nähern. In derselben Nacht, als wir vor Anker lagen, erschallte ein Schuß. Ein Arbeiter von unserem Dampfer war an Land gegangen, um zu fliehen. Auf ihn hatte man geschossen. Er wurde wieder eingefangen, geprügelt und an einem sicheren Orte eingesperrt. Am Freitag wurde vor dem Landgericht in Bayreuth die Klage- Als wir in Iguassu antamen, sahen wir nicht weit von uns sache der Frau Beidler, der Tochter der Frau Cosimar Wagner, einen Gegenstand auf dem Wasser treiben. Auf unsere Frage, was gegen diese, ihre Mutter, in voller Oeffentlichkeit verhandelt. Es das sein könne, erwiderte der Kapitän mit der größten Seelenruhe: handelt sich in diesem Prozeß bekanntlich um die Feststellung, daß Das wird ein Leichnam sein!" Frau Beidler die Tochter Richard Wagners sei. Aus dem Prozeß fragten: Wie, eine menschliche Leiche??" Der Kapitän gab die Wir waren entsetzt und ist interessant, daß der Vertreter der Frau Beidler mitteilte, nach Antwort: Ja, hier am oberen Parana, wird ein Arbeiter, der sich seinen Informationen habe das Haus Wahnfried in den letzten Jahren jährlich 750 000 m. Tantiemen erhalten. Er stellte weiter auffässig zeigt, von den Vorarbeitern oder seinem Lohnherrn 12 neue Beweisanträge, durch die die Abstammung foldens( Frau niedergeschlagen und seine Leiche einfach ins Beidler) von Richard Wagner bewiesen werden soll. Der Gegen- Wasser genworfen." vertreter erwiderte, Wagner habe in amtlicher Weise die Abstammung Isoldens von ihm verneint. Das dürfe zur juristischen Entscheidung der Frage genügen. Das Gericht beschloß, das Urteil in acht Tagen zu verkünden. Ein ungetreuer Notar. Die Hamburger Straffammer berurteilte nach zweitägiger Verhandlung den Notar Beder wegen 18 Fälle der Untreue, der Unterschlagung( unterschlagen sind rund 800 000 22.) und der rfundenfälschung zu 10 Jahren Suchthaus und zehn Jahren Ehrverluft. Aus aller Welt. Diese Tatsachen sind seit langem bekannt. Abhilfe ist nicht geschaffen worden. Denn die kapitalistische Bestie, die keine Achtung vor dem Leben und der Freiheit der Arbeiter hat, wird in Argentinien, wie übrigens überall, vom kapitalistischen Staat geschüßt. Kleine Notizen. Grubenunfall in Oberschlesien. Wie aus Königshütte ge meldet wird, stürzten dort im Krugschacht Kohlenmassen ein, wodurch mehrere Bergleute verschüttet wurden. Ein Arbeiter konnte nur als Leiche geborgen werden, während die übrigen mehr oder minder schwere Verlegungen davongetragen haben. Noch ein Grubenunglück. In der Nacht zum Sonnabend wurden auf der Zeche Alma bei Gelsenkirchen vier Bergleute durc tot, der vierte ist lebensgefährlich verlegt. herabstürzende Gesteinsmassen verschüttet. Drei waren sofort Folgenschwere Gewitter. Ein Gewitter, berbunden mit einem Schwere Bluttat in einem hefisschen Dorfe. wollenbruchartigen Regen und teilweisem Hagel, hat in den Ober ämtern Mergentheim und Gerabronn großen Schaden an Der Schauplak eines furchtbaren Verbrechens war in der gerichtet. Auf dem Feld bei Rot bei Mergentheim wurde ein Nacht zum Sonnabend das hessische Dorf Hofheim. Aus Mann vom Blis erschlagen und seine neben ihm stehende dem Hause des Bäckermeisters Back drang dichter Rauch. Frau und Tochter betäubt. Vielfach find Verkehrsstörungen ein Der eindringenden Feuerwehr bot sich ein grauenvoller An- getreten. In der Nähe des Dorfes Geißlig im Kreise Geln blick. Vor dem Backofen lag die Leiche des Meister shausen fuhr während eines Gewitters ein Bliz in eine Schar mit eingeschlagenem Schädel. Im Schlafzimmer wurden die spielender Kinder und tötete einen Senaben. beiden jüngsten bereits erwachsenen Töchter durch Beil- Bom Eisenbahnzuge überfahren. Auf der Strede Dbenwaldund Stichwunden am Kopfe schwer verlet Alzey hat sich Freitag nachmittag bei der Station Selzen ein und die Frau des Bäckermeisters böllig berkohlt in Unglüd ereignet. Zwei Landbewohnerinnen, die wegen des Un Ein Leser unseres argentinischen Bruderblattes Vanguardia" ihren Betten vorgefunden. Als der Tat verdächtig erscheint wetters ihre Röcke über den Kopf geschlagen hatten, gerieten auf fendet dem Blatte eine Reiseschilderung, in welcher er über die ein Bädergesellle Floersch, der bei dem Meister in fahren. Ein 22 Jahre altes Mädchen wurde sofort getötet dem Bahngleise unter einen Zug und wurden über Stlaberei, die am oberen Parana herrscht, folgende ungeheuer- Arbeit stand und seit der letzten Nacht verschwunden ist. Am und eine andere Frau so schwer verlegt, daß sie kaum mit lichen Zatjachen enthüllt: Sonnabend nachmittag wurde Floersch in seinem Heimatsdorf dem Leben davonkommen dürfte. Sklaverei in Argentinien. Wohlfeile Woche! Dienstag Popeline- Paletots 675 975 1275 1650 1875 2175 Alpaka- Paletots 750 975 1150 1450 1700 1950 Fantasie- Paletots 575 825 1075 1350 1750 2200 Montag Fantasie- Kostüme R 675 975 1250 1500 1975 2200 Blaue Kostüme 875 1175 1350 1650 1875 2250 Wasch- Kostüme 750 1075 1400 1850 2000 2275 Millwoch Ein Vorgeschmack des kommenden Saison Ausverkaufs Weisse Kleider 975 1350 1850 2100 2450 2775 Farbige Kleider 1250 1475 1750 1975 2225 2400 Musselin- Kleider 750 975 1350 1675 1950 2200 Donnerstag Wasch- Röcke 175 250 375 450 575 7.00 Blaue Röcke 290 325 475 600 750 925 Fantasie- Röcke 225 350 500 650 800 975 C& A BRENNINKMEYER.G.M.B.H. Königstr.33 Chausseestr. 113 am Bahnhof Alexanderplatz Beim Stettiner Bahnhof Sonntagsgeschiessen Freitag Weisse Blusen 150 225 375 525 650 850 Farbige Blusen 225 375 525 675 800 975 Musselin- Blusen 225 350 470 550 650 775 Sonnabend Ganz ausserordentliche Angebote in sämtlichen Artikeln! Kommen Sie frühzeitig, um davon zu profitieren! Alle Preise gelten nur für diese Woche! It C B, [+ it 17. ei e ie ie r, ch es ch CURR et ** 201 FREE 11 be п at in uf et it Todes- Anzeigen Deutscher Metallarheiter- Verhand Verwaltungsstelle Berlin. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Schlosser David Kains am 11. Suni an Lungenleiden gestorben ist. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonntag, den 15. Juni, nachm. 4 1hr, von der neuen Leichenballe des Jüdischen Kirchhofs in Weißenjee aus ftatt. Ferner starb unser Mitglied, die Arbeiterin Charlotte Symkowiak ( Sorauer Straße 29) am 13. Juni an Lungenleiden. Ehre ihrem Andenken! am Die Beerdigung findet Dienstag, den 16. Juni, nam. 42 Uhr, von der Leichenhalle des St. Michael- Kirchhoses. Neukölln, Mariendorfer Weg, aus statt. Rege Beteiligung erwartet 120/5 Die Ortsverwaltung. Verband d.Gemeinde- u. Staatsarb. Filiale Groß- Berlin. Unseren Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege August Buchholz vom Basseriverk Müggelsee im Alter von 68 Jahren verstorben ist. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren! am Die Bestattung findet Montag, den 15. Juni, nachmittags 15 Uhr, vom Trauerhause in Friedrichshagen, Rahnsdorfer Str. 9a, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht 34/17 Die Ortsverwaltung. Am 11. Juni verstarb unser lieber Sollege, der Seher- Abteilungsvorsteher Adolf Nickel im 48. Lebensjahre. Ehre seinem Andenken! am Die Beerdigung findet Montag, den 15. Juni, nachm. 5 Uhr, von der Leichenhalle des Barochial- Kirchhofes, Borhagener Chauffee 23, aus statt. Am selben Tage verstarb unser lieber Stollege, der Buchbinderwerkjührer Alfred Schneider im 58. Lebensjahre. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Montag, den 15. Juni, nachm. 4 Uhr, von der Leichenhalle des städtischen Friedhofes in Friedrichsfelde aus statt. 2394b Das Personal der Buchdruckerei H. S. Hermann. Verhand d. Brauerei- u. Mühlenarbeiter u. verw. Berufsgenossen. Zahlstelle Berlin. Den Kollegen diene zur Nach richt, daß unser Mitglied, der Refervefahrer Leopold Schwetlick Schultheißbrauerei, Abt. I nach langer Strantheit verstorben ist. Ehre seinem Audenken! Die Beerdigung findet Montag, nachmittags 5 Uhr, auf dem Bartholomäus- Stirchhof in Beißenfee, Faltenberger Chauffee, itatt. am Rege Beteiligung erwartet Die Ortsverwaltung. 43/9 Am Donnerstag, den 11. Juni, entschlief nach kurzem Krankenlager mein lieber, guter Mann, der Tischler Gustav Engmann im 57. Lebensjahre. Um stilles Beileid bittet Marie Engmann. Die Beerdigung findet am Montag, den 15. Juni, nach mittags 5 Uhr, von der Halle des Neuen Jakobi- Kirchhofes, Neukölln, Hermannstraße 99-105, statt. A 0 Am 11. Juni, vorm. 5 Uhr, ver schied sanft nach langem Leiden, nach 45 jähriger Ehe, mein un vergeßlicher Mann und Vater, der Schriftgießer 2381b Karl Göttl geb. zu Schloß Teisch in Böhmen, im 74. Lebensjahre. In tiefer Trauer Frau Elisabeth Göttl, Tochter Karoline Göttl. Die Beerdigung findet statt am Sonntag, nachm. 33 Uhr, auf dem fathol. St. Michael- Kirchhof, Mariendorfer Weg. Am Donnerstag, den 11. Juni, abends 9 Uhr, entschlief nach schwerem Leiden uniere gute Tochter und Schwester Ella Alpitz. Dies zeigen liefbetrübt an Ferdinand Alpitz und Familie. am Die Beerdigung findet Montag, den 15. Juni, nachmittags 2 Uhr, vom Virchow- Strankenhause aus auf dem alten Paulsfirchboje, Seestraße, statt. 126A Allen Verwandten und Bekannten, die meinem Mann und Vater die legte Ehre erwiesen haben, besonders den Sängern, dem Wahlverein des 4. Berliner Reichstagswahlkreises, dem Metallarbeiterverband und dem Spars verein„ Einfach", unsern herzlichsten Dant. 1092 Emilie Pohlmann und Sohn. Spezialarzt M f. Haut, Harn, Frauenleiden, nerv. Schwäche, Beinkranke jeder Art, Ehrlich Hata Kuren in u. Co. fonz. Laborat. j Blut Dr. Homeyer untersuchung., Fäden i. Harnusw. 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