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Die Aufregung in der Rammer erreicht ihren Gipfelpunkt, als Ringuier erklärt, die sozialistische Partei, die die arbeitende Klaffe repräsentiere, habe schon vor Monaten ein Einschreiten ver­langt.

Ein Anfall auf den deutschen Geschäftsträger in Mexiko .

Berichtigung.

In einem vom Züricher Volksrecht" veröffentlichten Bericht

Friedensarbeit der Sozialisten in Südamerika . Aus Sao Paulo ( Brasilien ) wird uns geschrieben:

beim Lesen der amerikanischen Zeifungen fällt einent Sas gleich in deren Zeitschriften und Zeitungen er manchen wertvollen Auffas auf. Sie sind mit einer Nachlässigkeit gejezt und korrigiert, deren über Literaturgeschichte und über die Entwickelung der deutschen fich der Posemudler Anzeiger schämen würde. In den vornehm- Geistestultur veröffentlicht hat. In den letzten Jahren lebte er in sten Blättern New Yorks findet man täglich in jeder Spalte buch- Italien und in Berlin . Er fiel als bayerischer Reserveleutnant. stäblich Dubende von Druckfehlern, die einem das Lesen schließlich Die Konferenz der Oppositionellen. berleiden. Der Amerikaner läßt sich den Schund ruhig gefallen; er ist daran gewöhnt. Amerikanische Kapitalisten klagen beständig über eine am 22. Mai im Volkshaus Zürich abgehaltene Sigung Berlin , 27. Mai. ( W. T. B.) Aus Merito liegt folgende Mel darüber, daß sie mit den Europäern nicht fonkurrieren fönnen. des schweizerischen Parteivorstandes heißt es u. a.: dung vor: Am 18. Mai wurde um 11 Uhr abends im Gesandt- Wenn man sich die elenden Massenartikel anschaut, die hier auf Zu einer lebhaften Aussprache kam es bei der Erörterung der schaftsviertel der deutsche Geschäftsträger Dr. Magnus etwa den Markt geworfen werden, kann man es verstehen, weshalb in Aussicht genommenen Konferenz der Oppositionellen 150 Meter von der deutschen Gesandtschaft entfernt von einem zum Beispiel die Südamerikaner lieber deutsche oder englische Er- in den einzelnen Ländern. Mehrheitlich herrschte die Auf­Menschen angefallen, der ihm Uhr und Kette zu rauben ver- zeugnisse kaufen. fassung vor, sich an einer solchen Konferenz offiziell nicht vertreten suchte. Dr. Magnus wehrte den Angreifer mit Stockschlägen ab. Uebrigens werden die hohen Stück- und Stundenlöhne nur Partei gesetzt worden und nach dem schrecklichsten aller bis­zu lassen. Jahrzehnte seien in vielen Ländern an die Einigung der Dieser versezte darauf dem Geschäftsträger einen Messerstich von der Aristokratie der Arbeiterschaft verdient. Die minder berigen Kriege dürfe feine Bruderpartei zersplittert dastehen. in die Herzgegend, ohne ihn jedoch ernstlich zu verletzen. qualifizierten und unqualifizierten Arbeiter verdienen kaum ge- Die Genossen der einzelnen Länder müßten allein den rechten Weg Abgesehen von einer Fleischwunde, die das Zwerchfell unversehrt nug zum Leben. Ihr Wochenlohn mag zwischen 10 und 12 Dollar finden. Jedem Mitgliede auch unserer schweizerischen Partei ſtehe ließ, trug Dr. Magnus keinen Schaden davon. Er ist fieberfrei betragen, und 9 oder 10 Dollar ist etwa die Summe, die ein lediger es natürlich frei, nach eigenem Gutdünken für den Frieden und außer Lebensgefahr, hat auch die Führung der Geschäfte nicht Arbeiter oder eine ledige Arbeiterin haben muß, um eine Woche zu wirken und demgemäß seine Stellung zu jener Konferenz zu be­abgegeben. Seine Wiederherstellung wird binnen zwei Wochen dahinvegetieren zu können. Der Lebensunterhalt ist fündhaft ziehen. erwartet. Die Verfolgung des Raubanfalls ist eingeleitet. teuer. Für ein Brot, das 12 Unzen oder etwa 4 Pfund wiegt, zahlt man 5 Cents( 20 Pf.). Dasselbe Brot, das aus demselben amerikanischen Korn hergestellt ist, kostet heute in England, wo Aus dem österreichischen Kriegspressequartier erhalten wir man sich über die hohen Brotpreise bitter beklagt, nicht mehr als der sozialdemokratischen nicht ausgenommen, mit Vorliebe Briefe Seit Kriegsausbruch hat die Presse in Deutschland , ein Teil folgendes Telegramm: 12 Pf. Ein Liter Milch kostet 35 Pf. Frische Butter kostet 1,60 M. und Einsendungen aus neutralen Bändern veröffentlicht, welche von Bom Kriegspressequartier genehmigt auf Grund des Preßgefeges für 450 Gramm. Das Fleisch ist heute bedeutend teurer als in der Parteinahme für die eine oder andere Seite der Kriegführenden ersuche ich Sie um Aufnahme folgender Berichtigung in der nächsten Europa . Für eine anständige Arbeiterwohnung zahlt man in der reden. Solcherlei Parteinahme, so verständlich sie auch durch Gefühl Nummer Ihres Blattes: Es ist unrichtig, daß mein Bericht über die Schlacht bei Gorlice in Nummer 232 des Berliner Tageblatts" frei umgegend New Yorks 16 Dollar den Monat( 67 M.). Vielfach sind oder Interessengemeinschaft sei, deckt sich jedoch in den wenigsten erfunden ist oder einem Handbuch sein Entstehen verdankt. Die dem es Holzhäuser , in denen man wohnen muß. In der nächsten Nähe Fällen gerade mit den sozialdemokratischen Interessen. Bericht zugrunde liegenden tatsächlichen Angaben sind mir nach den von New York gibt es noch viele Häuser, die Gartenklosetts ohne tanischen Ländern unter der Arbeiterschaft eine große Miß­Es wird deshalb interessieren, daß in den südameri Mitteilungen des operierenden Oberfomniandos in dessen Standort Wasserspülung haben. Dazu kommt die Fahrt nach dem Arbeits- ftimmung gegen den Krieg vorhanden ist, die sich jedoch nicht darin zugekommen und an Hand der Spezialtarte erläutert worden. Den plak, die täglich mindestens 10 Cents( 40 Pf.) verschlingt. Läßt zeigt, daß eine der friegführenden Parteien als die für den Völker­einschlägigen Handbüchern sind lediglich die ergänzenden Hinweise sich der Arbeiter beim Schneider einen einigermaßen anständigen konflikt schuldige hingestellt wird. Trotzdem die Elemente der und Daten kulturhistorischen Charakters entnommen, die mit dem Anzug machen, so muß er mindestens 20 Dollar( 84 M.) anlegen. Arbeiterbewegung in Südamerika Lateiner" find, in Argentinien Kriegsbericht als solchen nichts zu tun haben. Hat er dann noch von seinem hohen Lohne etwas übrig und will Spanier, in Brafilien Italiener, Portugiesen und Spanier, ist in Leonhard Adelt , er sich einmal eine Zigarre leisten, so muß er für das minder- der Arbeiterpresse nichts von einem Haß gegen einzelne frieg­vertigste Kraut 20 Pf. anlegen. Er ist den Trusts für alles, was führende Völker vorhanden, die Demonstrationen in Bezug auf den Völkerkonflikt beschränken sich darauf, die Abneigung er fauft, tributpflichtig. Selbst wenn er sich begraben lassen will, den Krieg an und gegen für wachzurufen, fich kommt er an dem Sargtrust nicht vorbei. das Mitleid mit allen Opfern des Krieges und die Soli Dabei bestehen nur Spuren von einer Sozialgesebbarität mit allen Friedensfreunden fund zu tun. In gebung. Kranken-, Invaliditäts- und Altersversicherung gibt Rio de Janeiro und Sao Paulo , den beiden größten Städten Bras es überhaupt nicht. Im Staate New York hat man jest seit kurzem filiens, haben sich ständige Kommissionen gegen den Krieg gebildet, ein Arbeiterunfallentschädigungsgeseh. Das ist aber auch alles. die Flugblätter herausgeben, öffentliche Voltsversammlungen abhalten Und es besteht auch keine Aussicht, daß in nächster Zeit etwas zur und in jeder Weise tätig sind, den hier arbeitenden italienischen Hebung der Arbeiterklasse getan wird. Das Haupthindernis ist die Interventionisten" und den auf der Seite der Alliierten" stehen­berühmte freiheitliche Verfassung, ein raffiniert ausgeflügeltes den brasilianischen" Chauvinisten" das Gegengewicht der Vernunft Machwert, das wie kaum eine andere Konstitution in der Welt die zu bieten. Bemerkenswert ist, daß bei diesen Rundgebungen die So­Interessen der Wohlhabenden wahrnimmt und den Aufstieg des verschiedenen Programme und Doktrinen beiseite lassen, in der sehr zialisten aller möglichen Richtungen Hand in Hand arbeiten, die Volkes verhindert. Selbst wenn es einmal gelingt, ein boltstüm- richtigen Erkenntnis, daß es jetzt für alle Friedensfreunde der liches Gesetz durch das Repräsentantenhaus und den Senat zu neutralen Staaten nichts anderes geben fann, als gemeinschaftlich peitschen, können die hohen Richter das Gesez jederzeit noch als den Willen zum Frieden fund zu tun. In diesem Sinne sprechen verfassungswidrig erklären, und damit fällt die ganze Arbeit zu denn auch schon seit Anfang des Krieges die Syndikalisten Was den europäischen Arbeiter anzieht, sind die hohen Löhne, Boden. Der Schwindel ist nur dadurch aufrecht zu erhalten, daß durch ihren Voz do Trabalhador"( Arbeiterstimme), Rio , die die in gewissen Berufen in Amerika bezahlt werden. Gewiß find man dem Volke von frühester Jugend an einpauft, daß die Ver- italienischen Sozialdemokraten durch ihren Avanti", die Löhne, die in gewissen gelernten Berufen bezahlt werden, hoch, fassung der Union die vollkommenste sei, die das menschliche Hirn Volksfreund", Sao Paulo , und die Anarchisten durch ihre ver­Sao Paulo, die deutschen Sozialdemokraten durch ihren ob sie aber, gemessen an der verausgabten Arbeitskraft, der Ar- je ausgedacht habe. Und die Mehrheit der Amerikaner glaubt das fchiedenen Organe. beitsgelegenheit und der Höhe der Kosten des Lebensunterhalts wirklich trotz der üblen Erfahrungen, die man mit dem göttlich gebungen zu größeren Manifestationen für den Frieden geworden. Notgedrungen sind so auch alle Maikund­hoch zu nennen sind, ist eine andere Frage. Viele Arbeiter in inspirierten Instrument gemacht hat. Dieselben Menschen lachen Die" Confederacao Operaria Brazileira" erließ am 1. Mai ein Amerika , die die doppelten und dreifachen Stundenlöhne ihrer aber unbändig, wenn von dem Gottesgnadentum Europas die Friedensflugblatt, das von weiteren 18 Arbeiterorganisationen unter­Kollegen in Europa verdienen, sind froh, wenn sie sechs Monate Rede ist. zeichnet war und dessen Inhalt sich durch Sachlichkeit und Un­parteilichkeit auszeichnet.

Kriegsberichterstatter des Berliner Tageblatts".

Die Hölle der Arbeiter.

Aus New York wird uns geschrieben: Man redet hier in Amerika viel davon, daß nach dem Kriege die Europäer in Scharen nach den Vereinigten Staaten auswandern werden. Ob das eintreffen wird oder nicht, jedenfalls ist es am Plaze, diejenigen Genossen in Europa , die Auswanderergelüfte haben, schon jetzt vor diesem Eldorado" zu warnen. Man hat schon früher oft gegen die Auswanderung gewarnt, aber immer hat es noch Leute gegeben, die sich sagten:" Ach was, die da drüben schildern die Verhältnisse so grau, um sich die Konkurrenz vom Leibe zu halten und sich den Arbeitsmarkt nicht verderben zu lassen." Aber in Wirklichkeit liegen die Dinge so, daß an diesem Arbeitsmarkt nichts mehr verdorben werden kann.

im Jahre arbeiten können. Und wenn sie arbeiten, so ist dies eine Wer die amerikanischen Zustände mit frischem Blid anschaut,

furchtbare Hekjagd, denn in keinem anderen Lande ist das Aus- der wird in dem Lande alles andere als ein Arbeiterparadies er­beutungssystem in so teuflischer Weise ausgebildet worden. Jeder kennen. Man könnte eher sagen, was Karl Marr von Belgien Handgriff ist berechnet, keine Sekunde darf der Arbeiter raften. sagte: Amerika ist das Paradies der Kapitalisten und die Hölle Wer da nicht eiserne Muskeln und stählerne Nerven mitbringt, der Arbeiter. Es ist bezeichnend, daß hier viele Arbeiter davon um den ist es bald geschehen. Vor einiger Zeit kam zum Beispiel reden, nach dem Kriege wieder nach Europa zu gehen. Vielleicht ein tüchtiger Genosse aus Europa hier an. Er war ein wahrer ist diese Idee noch gescheiter als die des Auswanderns nach Künstler in seinem Fach, der gewohnt war, stets nur das Beste Amerika . zu geben, was in ihm war. Nach langem Suchen fand er Arbeit in einem Betriebe, in dem das raffinierteste Ausbeutungssystem herrschte. Nachdem er einige Zeit, beständig überwacht und an= getrieben und den größten Schund produzierend, gearbeitet hatte, brach er zusammen. Jetzt ist er in einer Nerbenheilanstalt.

Die maßlose Hast, mit der gearbeitet wird, produziert natür­lich Schund. Das kann man an allen Artikeln bemerken. Auch

Vom nordöstlichen Kriegsschauplah.

Der Deutschenhaß der Letten.

Aus der Partei.

Dr. Otto Wittner gefallen.

ben überseeischen Ländern fund. In den Induſtrieorten herricht Mangel an Arbeit. Leider ist es aber auch dort nur die Arbeiter­schaft, und von dieser wiederum nur die sozialistisch gebildeten Streise, die ernsthaft und überzeugt offen für den Frieden eintreten.

Die Folgen des Krieges machen sich natürlich auch in

Aus Industrie und Handel.

Bestandsmeldung von Metallen.

Amtlich. Berlin , 27. Mai. ( W. T. B.) Die am 1. Mai 1915 in Kraft getretene neue Verfügung betreffend Bestandsme I- dung und Beschlagnahme von Metallen( Kupfer. Erst jest ist festgestellt, daß bei den Kämpfen im Nordosten am Messing, Bronze, Nickel, Zinn, Aluminium, Antimon und Hartblei) 13. September v. J. Dr. Otto Wittner gefallen ist. Sein Tod ist verpflichtet alle gewerblichen, industriellen und Handelskreise, sowohl ein Verlust für die deutsche Literatur, aber auch für unsere Partei, Firmen und Einzelpersonen, wie auch Kommunen, öffentlich recht­liche Körperschaften und Verbände zur Meldung. Ihre Unterlassung Bange führten die Kaufleute einen vergeblichen Kampf gegen die ist nach§ 5 der Bekanntmachung über Vorratserhebung vom Konkurrenz des Adels. Herzog Jakob genehmigte ihnen 1654 auch 2. Februar 1915 mit empfindlichen Strafen bedroht. Amtliche eine Verordnung, laut welder ihr Handelsrecht nicht durchbrochen

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Bei den Gladbacher Tegtilwerken Aft.- Ges. vormals

werden darf; als die Kaufleute jedoch anfangen, auch den Adel Meldescheine mit Vordrud und angefügter Erläuterung sind bei mit Strafzöllen zu belästigen, behauptet der Adel erfolgreich sein allen Postanstalten I. und II. Klasse erhältlich. Ribau, 21. Mai 1915. Privilegium auf Zollfreiheit. Die in der Stadt erstarkten Hand- Für die nachträgliche Vorlage etwa noch unterbliebener Mel­Nationalistische oder sonstwie ideologisch verbrämte Kämpfe werkerzünfte überwachen eifersüchtig die Warenproduktion, Böhndungen ist, wie wir von zuständiger Seite erfahren, eine Nachfrist spielen sich auf dem Untergrund wirtschaftlicher Interessengegen- basen" werden streng bestraft. Kein Geselle darf bei einem nicht bis zum 31. Mai 1915 gewährt. fäße und Machtbestrebungen ab. Für diese Tatsache liefert auch eingeschriebenen Zunftmeister arbeiten, die Ausübung des Hand­die Geschichte Kurlands und speziell Libaus handgreifliche Bei- werts außerhalb der Stadt, im Hause des Bauern, ist verpönt Kriegsgewinne. spiele. Das Begehren nach dem Besiz wichtiger Handelspläße und steht unter Strafe. Selbst der hörige lettische Stadtbauer und verlockender Einnahmen für die herrschende Partei reizt zu bleibt vom Handelsrecht ausgeschlossen. Er darf weder Handel Schneiders u. Jrmen hat sich das Geschäft nach einer Aeußerung nationalistisch und kirchlich firmierten Kriegen. Ritter und treiben, noch Bier brauen und es ausschenken, noch einen fremden der Verwaltung infolge bedeutender Kriegsaufträge gut entwickelt, Bischöfe kämpften um die Oberherrschaft mit dem Recht auf Han- Wegebauer bei sich aufnehmen und beherbergen", schreibt Wegner. so daß mit Sicherheit auf eine hohe Dividende für das am Selsmonopole, auf Steuer- und Zolleinkünfte und für sonstige Die Bauern waren ferner verpflichtet, zur Rettung herbeizueilen, 30. Juni ablaufende Geschäftsjahr gerechnet werden kann, während Brivilegien; dann wieder ringt der Adel gegen das städtische wenn in der Stadt eine Feuersbrunst ausbrach, und bei ehrlichen im Vorjahre keine Dividende zur Auszahlung fam. Bürgertum, um die früher ertroßten Steuer- und Zollvorrechte Bürgern" in Dienst zu treten als Knecht oder Magd, weil es an Das Bestreben, Nußpflanzen, namentlich Gemüse, in weitestem aufrechtzuerhalten; der hörige Bauer bäumt sich auf gegen seine deutschen Dienstboten mangelte. Wenn der junge Hörige drei Unterdrüdung. Das Bürgertum ist der Gehilfe des Adels gegen Jahre lang ehrlich gedient" hatte, konnte er wieder auf Tage- Umfange anzubauen, hat eine außergewöhnlich lebhafte Nachfrage die Bauern und es fordert selbst vom Adel das Recht auf Güter- lohn" zu Hause bei seinen Eltern liegen. Aber man gestattete nach Samen und jungen Pflanzen verursacht. Aus dieser Bewegung besiz. Handwerker sieht man in der Verteidigung ihrer Zunft- ihm auch gnädigst, in der Stadt auch andere Lohnarbeit anzu- hat die Terra, A.-G. für Samenzucht in Aschersleben, in rechte, bald gemeinsam, bald getrennt, bei der Austragung von nehmen. Der auf dem Markt oder in seinem Hause müßig be- dem ablaufenden Geschäftsjahr reichen Nugen gehabt. Zunächst sollen Gegensätzen untereinander. Litauer bemühen sich, die ihnen von fundene Bauer mußte bei Strafe eines Rückens voll" dem Rufe aber erhebliche Rückstellungen und Abschreibungen vorgenommen der Ordensgesellschaft auferlegte Tributpflicht abzuschütteln, des Stadtbürgers folgen und zur Arbeit erscheinen. So erzog man Städte streiten und hadern unter- und gegeneinander, um Han- sich einen Stamm lettischer Lohnarbeiter in der Stadt. Jahr- werden, die schon durch die legtjährigen Entnahmen aus den Rüd­delsvorrechte mit günstigen Zöllen zu erlangen. Fast immer rück- hundertelang blieben die Letten von dem Recht des freien Be- lagen sich empfehlen. Daneben wird eine erhebliche Dividende ge­ten die streitenden Parteien mit vorangetragenen nationalistischen sizes ausgeschlossen, man wehrte ihnen das Eindringen in die zahlt werden, während im Vorjahre die Aktionäre leer ausgingen. oder kirchlichen Fahnen ins Feld. Kaufmannsgilde und in die Handwerkerzünfte. Wohl wird den

Fusionspläne rheinischer Banken.

Zu Anfang des 17. Jahrhunderts flossen der polnischen Krone Bauern im Jahre 1794 Freiheit und Eigentmusrecht zugesichert, aus dem polnisch- litauischen Handel reiche Zolleinnahmen zu, aber noch während der ganzen ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts Die Mittelrheinische Bant in Koblenz und die darum vergaß Bolen seine katholische Mission, der Polenkönig bleibt die Sagung in Wirksamkeit, die ihnen verbietet, Waren auf- Rheinische Bant in Essen sollen nach Mitteilung der Frankf. wurde der Schuhpatron des protestantischen Riga, das sich auch zukaufen und Zwischenhandel zu betreiben, die sie weiter ver- Beitung" in Verhandlungen über Angliederung an die Disconto unter der Herrschaft des weißen Adlers ganz wohl fühlte. Der pflichtet, ihre Waren in die Stadt zu bringen und nach der Gesellschaft stehen. Die seit dem Jahre 1873 in Koblenz be­bei den reichen Kaufleuten Rigas verschuldete furische Adel hielt Markttafelordnung an den in der Neunerreihe stehenden Kauf- stehende Mittelrheinische Bank verfügt über ein Aktienkapital von ebenfalls zu den Rigaern; die Adligen müssen dem Recht des mann" zu marktgängigen Preisen zu verkaufen. Von der Ver- 20 Millionen Mark. Das Institut stand bereits dem A. Schaaff­Handels auf der Düna zwar entsagen, erlangen aber die Zu- einigung der gesamten Kaufmannschaft wurde der Kontra- hausenschen Bantverein nabe. Auch die Rheinische Bank ficherung zollfreier Ausfuhr ihrer Ader- und Forsternten sowie venient" für den ersten Uebertretungsfall einer Strafe von 50 in Essen unterhielt Beziehungen zum Schaaffhaufenschen Bankverein, der freien Einfuhr von Waren für die eigene Haushaltung. Rubeln, für den zweiten von 100 Rubeln, für den dritten und der ebenso wie die Dresdner Bant einen größeren Teil Aftien von Bauern, unprivilegierten Kaufleuten, z. B. Schotten und Hol- jeden weiteren von 200 Rubeln bedroht. Berücksichtigt man dem 28 Millionen Mark betragenden Grundkapital besitzt. Der ländern sowie anderen Herumstreichern" wird jedweder Handel weiter, daß den Letten der Gebrauch der deutschen Sprache ver- Schaaffhausensche Bankverein ist bekanntlich im vergangenen Jahre untersagt. 1625 erhält Libau Stadtrechte, aber die Bürger müssen wehrt war, was ebenfalls als ein Hindernis für ihren sozialen unter Herabjegung des Aktienkapitals an die Disconto- Gesellschaft zugunsten der herzoglichen Kasse Zölle auf ein- und ausgehende Aufstieg bezeichnet werden muß, dann wird sein Nationalhaß er angegliedert worden. Waren erlegen, ferner Akzise für Wein, Bier und Meth. Dafür lärlich. Nicht zu seinem Vorteil, sondern zum Vorteil der russi­erlangen sie das alleinige Recht, mit Ginheimischen Handel zu schen Knutenherrschaft peitschte der Haß zu den überstürzenden treiben; Fremde dürfen nur an Libauer Kaufleute ihre Waren Wogen auf, unter welchen selbst die revolutionären Wellen er- Nach den Vierteljahrsheften zur Statistik des Deutschen Reiches", abgeben. Trotzdem macht ihnen der Herzog Konkurrenz. In dem stickten. Heute noch sehen sich die Betten in ihrer großen Mehr- Jahrg. 1915 Heft 1, find im ganzen Deutschen Reich während dem Buch von Cruse: Kurland unter den Herzögen", Mitau 1833, heit auf der untersten sozialen Stufe des Dienstboten, des ge- 4. Vierteljahre insgesamt 2149 Konturfe angemeldet worden gegen wird berichtet, daß schon Friedrichs Gemahlin, die pommersche werblichen oder ländlichen Lohnarbeiters festgehalten, und sie 3022 in derselben Zeit des Vorjahres. Das Verhältnis der Zahl Prinzessin Elisabeth Magdalene, selbständigen Handel trieb. 1636 wiegen sich in der Illusion, durch den Kampf gegen Deutsche und der eröffneten Kontursverfahren zu der Zahl der Anträge, die verkaufte sie Speckseiten, Erbsen, Butter, Käse. Dem Hasenpoter Juden aus der Misere ihres proletarischen Alltags in die Feier mangels hinreichender Masse abgelehnt werden mußten, ist ungefähr Kommissionär Pröbsting läßt sie sich durch Korff zu weiteren Ge- tage bürgerlicher Wohlhabenheit hineinspringen zu können. Wie dasselbe wie im Vorjahre: 1615 zu 534. Bon einigen Amtsgerichten schäften empfehlen. Nach A. Wegner, Geschichte der Stadt Libau, töricht das ist, braucht hier nicht auseinandergejekt zu werden. gingen freilich mit Rüdficht auf die Kriegslage Nachweisungen nicht 1898, betrieb der Herzog den Handel mit Sämereien nach Litauen Von Rußland haben die Betten sicher nichts Gutes zu erwarten; ein. Ein Vergleich mit dem Vorjahr ist nicht möglich, weil als Monopol. Das Böttcheramt in Libau hatte das alleinige sie küssen die Knute, die auch sie züchtigt. die gefeßlichen Bedingungen für Konkursverfahren während der Recht, die für diesen Handel erforderlichen Tonnen zu liefern. Düwell, Kriegsberichterstatter.

Konkursstatistik.

Kriegszeit andere sind als in Friedenszeiten.