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Aus aller Welt.

Ruhrerkrankungen. Während fast alle Infektionsfrankheiten[ borstand rat daher den Eltern dringend, jede Gelegenheit zu be in der letzten Zeit in Groß- Berlin bedeutend abgenommen haben, nußen, ihre Kinder selbst auf dem Lande in Pflege zu geben und besonders aber Scharlach und Diphtherie erheblich weniger als in nicht mehr auf die behörblichen Maßnahmen au den letzten Jahren gemeldet wurden, kommen Ruhrertran- warten. Großes Schadenfener in der Oftpriegnis. Ein umfangreicher tungen gegen früher weit mehr zur Behandlung. In Berlin Brand, der schweren Schaden angerichtet hat, wütete in dem Dorfe wurden allein in einer Woche 80 Fälle gemeldet und in den Vor- Tempelhof. Lebensmittel. Für die Beit vom 28. bis 29. Julieuendorf bei Zermik in der Ostpriegniß. Das Feuer, das orten sogar noch einige Fälle mehr. Auch sind, was in den letzten find 80 Gramm Butter als Bochenmenge festgefeßt; Margarine in einem Wirtschaftsgebäude des dortigen Gutes ausbrach, griff Jahren äußerst selten war, in Groß- Berlin in einer Woche 13 wird nicht verausgabt. Auf Abschnitt 30 der Berlin - Tempelhofer schnell um sich und legte mehrere Gebäude nieder. Mehrere Tage­und in einer anderen Woche 8 Todesfälle an Ruhr verzeichnet roten Lebensmittelfarte können vom 23. bis 25. Juli in den bekannt- löhnerhäuser sind völlig ausgebrannt. Auch eine große Menge worden. Da keine Abnahme eingetreten ist, so ist größte Borsicht gegebenen Geschäften je 1, Pfund Maggisuppen bezogen werden. Getreide und Futtermitel sowie Vieh wurden ein Raub der geboten. Ruhr gehört zu den übertragbaren Krankheiten und ist Es erhalten die Nrn. 1-17620 je 2 Pfund Kartoffelsuppen, Preis Flammen. Verbrannt sind u. a. 121 Fuhren Heu, 400 Zentner deshalb anmeldepflichtig. für 1 Pfund 0,65 M.; die Nrn. 17 621-30 270 je 12 Pfund Erbsen- Roggenstroh, 1000 Zentner Haferstroh, 640 Zentner Kohlen, die zur Umleitung von Zügen der Linie P der Berlin - Charlotten suppen, 1 Pfund fostet 0,85 M.; die Nrn. 30 271-86 000 je 1, Pfund Vornahme des Frühdrufches geliefert worden waren, und eine burger Straßenbahn. Die außerfahrplanmäßigen Frühzüge der Hülsenfruchtsuppen, Preis für 1 Bfund 0,85 m. Ein Teil der große Menge Wirtschaftsgeräte. Linie P von Neukölln nach Spandau um 3,50, 4,05, 4,20 Bevölkerung erhält außerdem je Pfund Heringe auf dei rote Wie man burchhalten kann. Nach der Mannheimer Bolts­600 Gramm Gebäd werben auf die sechs Ab- stimme" wurden bei einem Bauern im Glantale unterm Fußboden und 4,35 Uhr werden am morgigen Mittwoch wegen Gleisanschluß- Lebensmittelkarte. arbeiten auf der Thielenbrüde von der Kaiser- Friedrich- Straße abschnitte 65a" bis e" ber Startoffelfarte abgegeben. Auf die zweier Zimmer außer den ihm als Selbstversorger angerechneten anstatt durch die Bannierstraße, Glogauer Straße, Reichenberger weißen Abschnitte 65" d" unde" der Kartoffelfarte werden je Vorräten gefunden: mehrere Bentner Dörrfleisch, Schinken, Wurst Straße , Ritterstraße auf dem Wege der Linie R burch die Kaiser- Pfund, alfo höchstens a to ei fund Kartoffeln abgegeben. usw., mehrere Zentner Mehl, große Mengen Kartoffeln und Ge­Friedrich- Straße, Nottbuser Damm, Rottbuser Straße, Rottbuser Nähere Bekanntmachung ergeht noch darüber. Wer jedoch bis treibe. Tor, Dresdener Straße, Oranienplay, Oranienstraße verkehren. 27. Juli teine Startoffeln erhalten hat, ist vom Sonnabend, ben 28, Juli, ab berechtigt, 400 Gramm Gebäck zu entnehmen. Die Ueber einen unaufgeklärten pelten Selbstmordverfuch, der Kartoffelzufalarten berechtigen nur zur Entnahme von bei dem einen Beteiligten zum Tode führte, wird aus der Wilhelm- Gebäd. Auf jeden Abschnitt tönnen 100 Gramm Gebäd, also straße berichtet. In einem Pensionate dort wohnten seit Freitag höchstens 400 Gramm Gebäd entnommen werden. Gebäck gegen in einem gemeinsamen Zimmer zwei 17jährige junge Männer Kartoffelfarte darf bei den hiesigen Geschäften nur bei gleichzeitiger namens Friz Gehm aus Gollnow und Johannes Reimer aus Vorlegung der Berlin - Tempelhofer roten Lebensmittelkarte ab­Plate. Als sie sich Sonntag den ganzen Tag über nicht sehen gegeben und entnommen werden. Tießen, öffnete die Wirtin abends ihr Zimmer und fand beide be­wußtlos daliegen. Sie hatten sich mit Lysol vergiftet. Bei Gehm fonnte man nur noch den Tod feststellen, Reimer wurde in bedenk­lichem Zustande nach dem Krankenhause am Urban gebracht. Was die jungen Leute zu dem Schritte veranlaßte, ist noch nicht bekannt. Beim Angeln ertrunken ist gestern ein unbekannter Knabe von etiva 6 Jahren. Der Kleine angelte in der Nähe der Michael­firchbrüde in der Spree , verlor hierbei das Gleichgewicht und stürzte ins Wasser. Ein Schußmann, der den Vorgang beobachtet hatte, holte ihn wieder heraus und brachte ihn nach der Rettungs­wache in der Holzmarktstraße. Als er dort mit ihm antam, konnte der Arzt nur noch den Tod feststellen. Die kleine Leiche wurde beschlagnahmt und nach dem Schauhause gebracht.

Copenid. Lebensmittel. In ber laufenden Woche fönnen auf die drei Abschnitte 8A- 80 der Cöpenider Kartoffellarte je 1 Pfund Kartoffeln, zusammen also 8 Pfund, entnommen werden. Können dieſe bis zum Freitag nicht geliefert werden, fo berechtigen die Ab­schnitte zu je 200 Gramm Gebad. Auf die Abschnitte 3D- 3G fönnen in der Woche je 100 Gramm Gebäd entnommen werden. Stadtseitig verteilte Lebensmittel gelangen wieder vom Donners­tag, den 26. Juli ab in den Lebensmittelhandlungen der Stadt zum Verkauf.

werden.

Friedrichsfelde . Der Gemeindevorsteher macht bekannt: Es fommt immer noch häufig vor, daß Anträge auf Erneuerung für Spandau . Lebensmittel. Auf Feld III der Speisefettkarte ift abban ben gelommene gebensmittelfarten gestellt noch Butter in folgenden Geschäften zu haben: Raczinski, Fichten­veg 1; Konsumberein Haselhorst, Felbzeugmeisterstr. 7; Fiedler weisen, daß nach den bestehenden Bestimmungen Erfaz für gestohlene, Bahnhofstr. 2; Jacubzyc, Pichelsdorfer Str. 10; Wiente, Märkischer berlorene, verbrannte oder anderweitig abhanden gekommene Lebens­Steig 11; Großmann, Nonnendamm- Allee 86; Beamten- Wirtschafts- mittelfarten nicht gewährt werden soll und dahingehende Anträge Verein, Botsdamer Str. 32; Sydow, Johannaftr. 62; Nomad, awedlos find."

Neuendorfer Str. 96. Einigen Geschäften ist ein Posten Aus

landseier überwiesen worden, die noch auf Feld 6 der Eierkarte Niederschöneweide. 8ur weiteren Rohlenersparnis tritt bon bezogen werden können. Es ist ratsam, für den Haushalt nicht 12 Uhr nachts bis 5 Uhr früh Gassperre ein; innerhalb dieser mehr Eier abzunehmen, als für den Augenblick notwendig sind, Beit find alle Gashähne geschloffen zu halten. damit ein Lagern der Gier im Hauhatt vermieden wird. Der Umtausch der schlechten Eier hat innerhalb vier Tagen bei den Großhändlern zu erfolgen, welche die von ihnen ausgegebenen Eier als solche mittels Stempel gekennzeichnet haben.

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Neukölln . Dem Magistrat ist eine Beschwerde darüber zu gegangen, daß in der Küche Karlsgarten " das Effen, anstalt an die noch wartenden Leute zu verkaufen, wiederholt den Schweinen des Wirtes vorgeworfen worden sei, weil die Beit ab­gelaufen war.

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Eine Metallgeldhamsterin. Kleingeld in Rörben brachte in Gießen bei Rückzahlung einer Hypothek die Schuldnerin, und zwar 500 m. in Zehnpfennigstücken, 400 M. in Markstücken und 3000 m. in in Zehnpfennigftüden, 400 Mt. in Markstüden und 3000 m. in größeren Silbermünzen. Die Frau hatte das Geld in zwei Jahren zusammengehamstert.

Pachttreiberei. Bei einer neuen Verpachtung von Kirchen­ländereien wurden, so wird aus Letmathe ( Westfalen ) gemeldet, Preise geboten, die etwa 250 M. für den Morgen ausmachen. Diese Summe ist geradezu ungeheuerlich, wenn man bedenkt, daß es noch genug Gemeinden im Sauerland gibt, wo man für diesen Preis sonst einen ganzen Morgen Land kaufen fonnte.

Dababai Naorodschi. Im Alter von 92 Jahren starb am 2. Juli in Bombay der indische Reformer und Gründer des indi­schen Kongresses Dababai Naorodschi, der einzige Hindu, der einen Londoner Wahlkreis im Parlamente vertrat und auf einem inter­nationalen sozialistischen Kongreß als Delegierter erschien: auf dem Kongreß in Amsterdam . Er entstammte einer priesterlichen Familie und erhielt eine sehr sorgfältige Erzeihung in indischen und englischen Schulen. Vom Jahre 1850 bis 1855 war er Pro­feffor der Mathematik und der Naturphilosophie in Bombay . Nach dem indischen Aufstande im Jahre 1857 reifte er nach London , um die Engländer mit der Lage der indischen Böfferschaften bekannt­

Eingegangene Druckschriften.

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Das Haus am Markt. Bon Ernst Clausen. 4 M., geb. 5,50 M.­Berlag von Fr. Wilh. Grunow, Leipzig . Der Griff in den Himmel. Bon Paul A. Kirstein. 1. Kronen- Verlag, Berlin . Pan. Von Knut Hamsun . 1,25 M. S . Fischer, Berlin . Der Diamant im deutschen Gewerbe und auf dem Weltmarkt. Bon Dr. Alfr. Eppler. 6 M. Verlag von Gustav Hohns, Krefeld . Heimatland- Friedensland. Von Hans Schneider. 2,50 M. Wie steht's um Chriftus? 30 31. Burgberlag, Godesberg . Das große Friedensziel. Bon Kurt Engelbrecht. 1 M. M.- Richard Mühlmann, Verlagsbuchhandlung( Mar Groffe), Halle a. G. Bürgerkunde für Preußen. Von Dr. A. Müller und Dr. E. Schumm. Brosch. 1,80 M., geb. 2,25 M. Berlag von Karl Grüninger, Stuttgart . Soziale Rundschau. Heft 3 bis 5. 40. Berlag von Alfred Hölder, Bien I. Der eheliche Präventivverkehr. Bon Dr. Mar Marcuse. 6 M. Berlag von Ferdinand Enke, Stuttgart . Der letzte Mann. Von Hanns Wohlbold. Luginsland. Bon Wilhelm von Bolenz. Da auch in dieser Woche Meer und Matrosen. Von Hermann Horn. Satisfaktionslos. Bon Georg Wasner. 1 M. Berlag von Egon

Niederschönhausen. Lebensmittel. Auf die Kopfstüde der Brot­farte gelangen in dieser Woche 200 Gramm Haferfloden und 125 Gramm Teigwaren zur Ausgabe. Der Preis beträgt für Hafer­flocken 56 Pf. das Pfund, für Teigwaren, Wafferware, 51 f., Auszugware 63 Pf. Der überwiesene Käse, welcher in dieser 28oche verausgabt wird, toftet 64 Pf. für 100 Gramm. Vom Mitt woch ab tommt im Gemeindeladen, Trestowstraße, Rets zum all­gemeinen Verkauf. Diefer wird, solange der Vorrat reicht, in Mengen von 14 Pfund auf Lebensmittelfarte abgegeben. Der Preis für 4 Pfund ist auf 1,50 M. festgesetzt.

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auf eine regelmäßige Zufuhr von Frübkartoffeln noch nicht zu Fleischel u. Co., Berlin . rechnen ist, wird vorläufig auf die vier unschraffierten Abschnitte der Startoffelfarte je 100 Gramm Gebäck verabreicht. Schtverarbeiter erhalten auf die 4 Abschnitte der Kartoffelzusaglarte 2 Pfund Kartoffeln.

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Briefkasten der Redaktion.

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Steglik. Günftiger Gesundheitszustand der Volksschüler. Aus dem Bericht des Schularates Sanitätsrat Dr. Zander aus den Ge­meindeschulen III, IV, VI, VIII und IX im Schuljahr 1916/17 ist zu entnehmen, daß von 436 kontrollierten Kindern 319 in Gesund heitsflafie I, 107 in Klaffe II uud 10 in Gefundheitsflaffe III rubri ziert werden. Die hauptsächlichsten frankhaften Störungen betrafen Blutarmut( 46 Fälle), Strophulose( 88), Zähne( 36), Lunge( 17), Rhachitis( 15), Mund und Nase( 14 Fälle). Dr. Zander bemerkt zu den Einzelergebnissen, daß das Verhältnis der förperlich minder wertigen Kinder zu den vollwertigen fein schlechteres war als im Friedensjahr. Auch die Zahl der zurückzustellenden Kinder war nicht größer als sonst. Die Ernährungsstörungen, die besonders beobachtet Spandau . Donnerstag, den 26. Juli, abends 8, Uhr, Mit wurden, waren wie immer Blutarmut und Strofulose." Weiter gliederversammlung des sozialdemokratischen Wahlvereins bei Stein­hebt der Berichterstatter hervor, daß es ihm durch das Engegen meg, Bismardstraße 8. Tagesordnung: 1. Nochmalige Stellung tommen feiner militärischen Behörde möglich gewesen sei, seine schul- nahme zur Kreisgeneralversammlung. 2. Bericht ber Stadt­ärztliche Tätigkeit in vollem Umfange auszuüben. Friedenau . Der Gemeindevorstand macht bekannt, es stehe nun- berordneten unter besonderer Berücksichtigung der Lebensmittel­mehr fest, daß sich die Unterbringung der Schüler und Schülerinnen bersorgung. 3. Agitation, Beitragszahlung und Verschiedenes. höherer Lehranstalten auf dem Lande nicht mehr ermöglichen läßt. Der wichtigen Tagesordnung wegen, ist das Erscheinen aller Mit­Ob die Kinder der Volksschulen noch untergebracht werden können, glieder notwendig. Alle Borwärts"-Leser und Freunde, die auf ist zweifelhaft und wird sich demnächst entscheiden. Der Gemeinde-| dem Boden der S. P. D. stehen, find eingeladen. Der Vorstand.

Röhnung noch nicht zugestimmt; auch Groß- Berliner Parteinachrichten.

Deutscher Metallarbeiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin . Den Mitgliedern zur Nach­richt, daß unser Kollege, der Mechaniker

Artur Grubert

Neukölln Rottbuser Damm 88/89 am 20. Juli gestorben ist.

Die Beerdigung findet am Dienstag, den 24. Juli, nach­mittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Neuköllner Gemeindefriedhofes, Marien­dorfer Weg, aus statt. Rege Beteiligung wird er­wartet. 179/5

Nachruf. Den Mitgliedern ferner zur Nachricht, daß unser Kollege, der Klempner Hermann Dreßler

Johannisthal am 14. Juli gestorben ist. Ehre ihrem Andenken! Die Ortsverwaltung.

Allen Freunden und Be­fannten die traurige Nach­richt, daß unsere liebe, gute Mutter

Marie Pierquin

geb. Flieger

am 21. Juli im Alter von 64 Jahren plößlich sanft entschlafen ist. 3018b

In tiefer Trauer Luise und Willi Pierquin als Kinder, Martha Rochlik als Braut Berlin , Cuvryftraße 22.

Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 25. Juli, nach­mittags 3, Uhr, von der Leichenhalle des Emmaus­Stirchhofes, Hermannstraße, aus statt.

Wieder hat dieser Welt­frieg einen treusorgenden Gatten und Bater aus dem Kreise der Seinen gerissen. Es fiel am 15. Juli 1917, im Unterstand an seinem Geschütz stehend, durch Granatbolltreffer, nachdeni er nur 4 Monate seit dem 4. August 1914 für seine Familie sorgen fonnte, mein lieber, arbeitssamer, recht­schaffener Mann und Vater, Bruder, Schwager, Dntel, Neffe und Coufin, der Kanonier im 2. Garde­Fuß Artillerie Regiment, 12. Batterie,

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3010b

Ernst Schmidt

von Beruf Dreher, im besten Alter von 36 Jahren. Frau Anna Schmidt nebst Kindern Willi, Elli und Lotti. Es ist uns ja versagt Dein Grab zu schmüden,

Im fremden Lande, da ist ein Grab,

Da sentte man einen der Besten hinab. Es schweift dorthin so tranen­schwer der Blid, Denn ach, der Teure, fehrt nicht mehr zurüd. Ein edles Männerherz hat aufgehört zu schlagen, Bon all' dem Ringen und Plagen.

Ganz einfach war sein Leben, Er dachte nicht an sich, Nur für die Seinen streben, Galt ihm die höchste Pflicht.

Sage allen Freunden und Bekannten sowie Kollegen und

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Tief betrauert von den Jhrigen verschied im 79. Lebens­jahre unsere Herzensgute Mutter, Großmutter, Urgroß­mutter, Tante

Fran Friederike Fromm geb. Peiser.

Noch in ihren schmerzensvollen Leidenstagen brachte diese seltene Frau den ernsten politischen und wirtschaft­lichen Umwälzungen die vollste Aufmerksamketi entgegen. Die Beisetung findet am Dienstag, den 24. d. M., nachmittags 3 ihr, auf dem jüd. Friedhof, Weißensee, statt. Im Namen der Hinterbliebenen: Felix Fromm , Tempelhof , Blumenthalstr. 19.

Auf dem Felde der Ehre fiel am 11. 7. 1917 durch eine Mine unser einziger, geliebter, guter Sohn. der Musketter

Erich Lüdke . Unser lieber, treuer Sohn! Mit nichts mehr fönnen wir dich erfreuen; nicht ein paar Blumen auf deinen berlassenen Hügel streuen. Es gibt doch keinen größeren Schmerz und auch kein größeres Leid, als von ge­liebtem Herzen scheiden, das unser ein und alles war. Und sollten einst die Frie­densglocken hell erflingen und die Sieger jubelnd in die Heimat ziehn, dann werden heißer unsere Tränen fließen und traurig werden wir beiseite stehn.

Wie gern hätten wir unser Leben für dich, geliebter Sohn, hingegeben. Nun schlafe sanft, du lieber, guter Sohn.

18A Die tieftrauernden Eltern Friedrich Lüdke, Marie Lüdke, Naugarder Str. 9.

Stolleginnen und auch ben eb Blumen- und Kranzb inderei

nern,

welche meinem Manne

die letzte Ehre erwiesen haben, meinen herzlichsten Dank. Martha Grassold und Sohn.

bon Robert Meyer,

Inb.: P. Golletz Mariannenstr. 3. Tel. Mpl. 10 303

Nachruf.

Unser langjähriger, treuer Mitarbeiter, der Spediteur unseres Blattes für Rauls. dorf, Mahlsdorf und Bies­ dorf ,

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Paul Heßberg

ist an den Folgen eines In­falls nach längerem, schwe rem Leiden am Sonntag, den 22. Juli 1917, aus dem Leben geschieden.

Wir verlieren in ihm einen eifrigen, bewährten, treuen Freund, Genoffen und Kol­legen, dem wir ein ehrendes Gedenken dauernd bewahren werden.

Die Hauptegpedition.

Als Opfer des Weltkrieges starb am 20. Juli 1917 nach langem Leiden im Vereins lazarett St. Hedwigs- Kran­fenhaus unser langjähriger Mitarbeiter, der

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R. W. 8. Leutnant und Oberleutnant 310 M., Hauptmann 540 M.­Verpflegungs geld wird daneben nicht bezahlt.- 60 000 m. R. G. 66. Die Regierung hat dem Beschluß des Reichstages auf Erhöhung der das zweite Buzgeld wird bis jezt noch nicht bezahlt. E. W., Nein. Lessingstraße. A. 25. Unfallrente wird von der 14. Woche an gezahlt. Die Höhe der Rente tönnen wir nicht angeben, fie richtet sich nach Ihrem Verdienst und nach dem ärztlichen Gutachten über Ihre erlittene Eriverbsbeschränkung. Die Strantentaffe zahlt 13 Bochen. A. F. 79. Fordern Sie Schaden­erfaz von der Stompagnie. B. F. 1. Antwort ist Ihnen brieflich zu­gegangen. 23. R. 18. Das Beichen bedeutet: Formberänderung der Füße( Plattfuß, Hohlfuß). Es hat also mit Ihrer angegebenen Krankheit nichts zu tun. Db Sie noch dienstfähig sind, entscheidet der Militärargt. Wetterausfichten für daš mittlere Norddeutschland mittwoch mittag. Etwas warmer, vielfach heiter, ab er noch veränder­lich; östlich der Dder zweitweise etwas Regen.

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