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Gewerkschaftsbewegung

Berlin und Umgegend.

uerungszulageforderungen der Berliner Holzarbeiter. Die fortgefeßten Preissteigerungen für Lebensmittel und Ge­auchsgegenstände zwang auch in diesem Frühjahr die Berliner olzarbeiter von den vereinigten Arbeitgeber- Verbänden des Ber­ner Holzgewerbes erneut Lohnaufbesserungen zu fordern und leich ihnen forderten die Holzarbeiter im Reich wegen der wieder cingetretenen Verschlechterung ihrer Lebenshaltung Teuerungs zulagen. Die örtlichen Arbeitgeber- Verbände erkannten zwar die Berechtigung der Forderungen an, erklärten aber, daß die Neu­regelung der Teuerungszulagen durch zentrale Verhandlungen ge­schehen müsse.

Ueber die Einleitung und den Verlauf dieser zentralen Ver­Handlungen, die auf Verlangen der Unternehmer vor dem Kriegs­amt geführt wurden und die dann scheiterten, weil sich die Unter­nehmer weigerten, den Teuerungsverhältnissen angemessene 3u­lagen zu bewilligen, ist an dieser Stelle schon berichtet worden. Bevor diese Verhandlungen vor sich gingen, hatte die örtliche Leitung der Berliner Arbeitgeber- Verbände dem Drängen der Holzarbeitervertreter nach örtlichen Verhandlungen am 27. Juni nachgegeben. Hier bewilligten sie vom 1. Juli an für diejenigen Betriebe, in denen Forderungen auf Lohnerhöhungen gestellt waren, 10 Pfennig die Stunde unter der ausdrücklichen Vorausseßung, daß diese inzwischen gezahlte Vergütung auf die Abmachungen vor dem Kriegsamt angerechnet wird.

Nachdem die Verhandlungen vor dem Kriegsamt gescheitert waren, ersuchte die Ortsverwaltung des Holzarbeiter- Verbandes die Vorstände der vereinigten Berliner Arbeitgeber- Verbände nun mehr die örtlichen Verhandlungen umgehend fortzusehen, wobei unter: Hinweis darauf, daß der Wunsch nach örtlichen Berhand­Yungen bereits im Mai d. J. schriftlich überreicht worden ist, um Vermeidung jeder weiteren Verzögerung gebeten wurde.

Nach einer Mitteilung durch die Unternehmer soll Montag, den 6. August, über die Teuerungszulage verhandelt werden. Donnerstag, den 2. Juli gab der Bevollmächtigte Glode in einer außerordentlichen Generalversammlung der Verwaltungs­stelle Berlin einen Ueberblick über die Bemühungen der Solz arbeiter, fich des Drudes der wachsenden Teuerung zu erwehren durch Erlangung angemessener Löhne. Er berichtete über die Städtekonferenz am 11. und 12. Juli in Berlin sowie über die zentralen Verhandlungen vor dem Kriegsamt und erörterte die weiteren Maßnahmen der Ortsverwaltung nach dem Scheitern der zentralen Verhandlungen. Die Ortsverwaltung werde nunmehr nachdrücklich auf die Fortsetzung der örtlichen Verhandlungen dringen. Eine weitere Belastungsprobe auf die Geduld der Ber­Immer Holzarbeiter dürfte für die Unternehmer Folgen zeitigen, für welche der Verband die Verantwortung nicht zu übernehmen vermag. In der äußerst regen Diskussion gaben die Redner ihrer Epbitterung Ausdrud über die Verschleppung der Verhandlungen burch die Unternehmer und empfahlen unverzüglich die Arbeit ein­zustellen. Durch Annahme einer Resolution wurde die Ortsver­waltung beauftragt, mit allem Nachdruck die für die Berliner Ver­hältnisse notwendige Forderung einer Teuerungszulage von 30 Pfennig für die Stunde in den örtlichen Verhandlungen zu ver­treten. Das Resultat der Verhandlung soll in einer demnächst ein­zuberufenden allgemeinen Mitgliederversammlung vorgelegt

werden.

Parteinachrichten.

Um die Einheit der Parteibewegung.

Die Fränkische Tagespost" stellt mit Befriedigung feft, daß der Bruderzwijt in der Organisationen und in der Arbeiterbewegung an Intereffe verfiere und immer mehr zum Streite der Führer merde. anninerden, den Absoluten, den mit dem Urteil schnell Fertigen fräftig die Leviten gelesen:

Jeder hat in der Politif fofort fein Urteil fertig, jeder schwört auf seine Autorität und niemand empfindet die Pflicht. die Dentgründe des anderen zu überprüfen und sich selbst damit zu fragen, ob er völlig recht hatte, stolz zu sein:

Derselben Meinung war eine gemeinsame Sibung von Partei­und Gewerkschaftsfunktionären in Köln , die folgenden Antrag an ben Würzburger Parteitag beschloß:

Glanzende Abfuhr Ser Hallenser Madanpolitiker.

a) die Weichsel in dem deutschen wie in dem polnischen Teil zu einer dem modernen Verkehrsbedürfnis entsprechenden Wasser­straße für einen Schiffsverkehr mit Kähnen von mindestens 1000 Tonnen Tragfähigkeit ausgebaut wird einschließlich der Verbindung nach Danzig , Elbing und Bromberg ;

b) daß zwischen den Stromgebieten der Weichsel und Ober eine Nordjüdverbindung zur wesentlichen Verkürzung des bis­herigen Wasserweges über Küstrin und den Netze- Bromberger, Kanal erfolgt. Es wird besonders der Plan einer Kanallinie za prüfen sein, welche von Königshuld an der Malapane nordwärts zur Prosna, dann der Prosna folgend, zur Warthe und von Konin wiederum nordwärts zur Weichsel führt. Dicie Nordjüd verbindung würde als Fortsetzung des von Oesterreich geplanten Donau - Oderkanals die Donau die Wasserstraße Mittel-*

europas"- in nächste Verbindung mit der Ostsee bringen. So würde Danzig bei einer Entfernung Wien - Danzia bon 969 Kilometer der nächst erreichbare Ostseehafen für das Donau­Stromgebiet werden.

war zubor in einer Denkschrift und einem Vortrag des Herrn, Am Donnerstagabend tagte in den Thaliasälen in Halle Geheimrat Professor Ehlers von der Technischen Hochschule zu 4. S. eine gutbesuchte Volfsversammlung, in der Abg. Schöpflin Danzig eingehend erörtert. Vornehmlichste Aufgabe des neuen Ver­und des Redakteurs Hennig waren auch die Unabhängigen" über den Frieden sprach. Unter der Führung des Abg. Albrecht eins ist es, mit allen Kräften dafür einzutreten, daß erschienen, die sofort durch radaumäßige Meldungen zur Ge­schäftsordnung" die Versammlung ebenso zu sprengen trachteten, mie vor einigen Tagen eine Versammlung, in der Abg. Landsberg sprechen sollte. Aber diesmal mißlang die wohlvorbereitete un­abhängige" Aktion, ebenso auch der Versuch, den Redner nieder­zuschreien. Dem Abg. Thiele als Vorsitzenden und dem Redner gelang es, die Radaumacher niederzufämpfen. Die große Mehrheit der Versammelten spendete dann den Darlegungen über die Friedenspolitik und Friedenstätigkeit der Sozialdemokratie lebhaften Beifall. Auf Antrag der dem Abg. Albrecht eine halbstündige Redezeit bewilligt, " Unabhängigen" wurde die er ausschließlich zu Verdächtigungen und Beschimpfungen der Bartei mißbrauchte, und zwar derart, daß Schöpflin dann unter stürmischer Zustimmung der großen Mehrheit der Versammlung erklären konnte, es sei ebenso beschämend wie tieftraurig, daß in­Durch Ausbau eines Przemia- Malapane- Kanals würde das mitten dieser furchtbaren Zeit ein Mann, der sich Sozialist nennt oberschlesische Industriegebiet Anschluß an diese Nordirbung und Mitglied des Reichstags ist, in einer politischen Versammlung erhalten und damit die Möglichkeit unmittelbarer Wasserverfrach­nichts als grobe Beschimpfungen und Tingeltangelwige zu bieten tung ohne Eisenbahnumladuna nach und von Danzig und habe". Albrecht brachte es nämlich fertig, zu seinen Vergleichen allen anderen Hafenorten des Weichselgebietes. arpfen, Kaninchen, Kakadus und Stachel. schweine heranzuziehen, ferner den Ausdrud dredige Sozialdemokraten zu gebrauchen. Er empfahl der Ver­sammlung die Annahme der von den" Unabhängigen" im Reichs­tag eingebrachten sogenannten Friedensresolution. Und mit wel­chem Resultat? Die Versammlung lehnte, wenn auch gegen eine starke Minderheit, aber mit unbestreitbarer Mehrheit, die Resolution der Unabhängigen" ab und nahm eine Entschließung an, die sich mit der Haltung der Partei und mit der Friedensresolution Reichstags mehrheit einverstanden erklärt. Das ist ein großer Erfolg für uns, da sowohl die Hallesche chemalige Parteiorganisation, wie auch das Volksblatt" zur 11. S. P. gehören und seit Jahr und Tag die rbeiter im Sinne der Opposition bearbeitet haben.

der

Aus den Organisationen.

Am Sonntag, den 29. Juli, fand in Droffen die Generalver­jammlung des Kreises Ost- und Weststernberg statt. Den Jahres­bericht gab der Vorsitzende Genoffe Jahn( Zielenzig), aus dem her­vorgeht, daß die Bewegung durch die immerwährende Einberufung der Genossen zum Heeresdienst ganz besonders gelitten hat. Das Referat über den Parteitag in Würzburg und die Lage in der Partei hielt der Genosse Richard Schmidt. In einer Entschließung wurde die Haltung des Parteivorstandes in der Frage der Landes­verteidigung gebilligt. Die Generalversammlung erklärt daher jede Störung der Einigkeit der Arbeiterbewegung für eine Förderung der Reaktion. Sie erwartet daher, daß die Genossen in Ost- und Weststernberg allen auf die Zerrüttung und Spaltung der Partet gerichteten Bestrebungen scharf entgegentreten und die Einheit und Geschloffenheit der alten kampferprobten sozialdemokratischen Bartei hochhalten werden.

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Soziales.

Die soziale Krise der russischen Industrie. Stockholm , Ende Juli 1917. Wie bekannt, ist in Moskau ein großer Metallarbeiterstreit ausgebrochen. Die menschewitische Rabotschaja Gazeta"( Arbeiterzeitung) macht aus diesem Anlaß folgende fehr bemerkenswerten Ausführungen:

Aus Mostau find beunruhigende Nachrichten gekommen. Es geht um nichts Geringeres als um die ganze metallurgische Induſtrie

des Moskauer Bezirks.

Das ist

lich dramatischer Kampf zwischen der Arbeiterklasse und der Kapita­In Moskau , wie auch in ganz Rußland spielt sich jezt ein wirt­listenklasse ab. Der Kampf ist dramatisch, denn auf dem Spiele. steht die Grundlage, auf der das Leben wie der Arbeiter so auch tastend wie im Dunkel vor! Sie wollen mehr Geld für ihre Arbeit der Kapitalisten ruht, selbst die Industrie. Die Arbeiter geben haben, da das Geld immer wertlofer wird. Sie wissen auch, welche ungeheuren Gewinne die Kapitalisten einsteden. müssen davon zugunsten der Arbeiter Abstand nehmen. Die Kapitalisten flar. Aber in welchem Maße und wie groß die Profite der Kapitalisten sind und wieviel sie den Arbeitern abtreten tönnen, das wissen die Arbeiter nicht. Darum ist die Kontrolle über die Produktion so popular in ihren Augen. Weiter können die Arbeiter, die die Ne­volution gemacht haben, sich nicht mit der alten Fabriffklaverei ab­finden. Sie erheben sich gegen die Fabrikbeamten, die sie unter­drüden, sie werfen sie herunter, sie wollen ihren Einfluß auf die innere Ordnung der Fabrik erzwingen.

entschiedensten Widerstand entgegen. Ihr letztes Argument ist die Allen diesen Forderungen segen die Fabrik- und Werkbefizer den Schließung der Werke. Und bis dahin geht ein stummer Kampf: die passive Resistenz der Industriellen, die Verminderung der Ar­beitsleistung durch die Arbeiter.

Alles das,

Im Parteiverein Stettin hielt der Vorsitzende Genoffe Wil­helm Schmidt einen Vortrag über den nächsten Parteitag. Als der Krieg ausbrach, war die Presse einmütig der Meinung, daß man Aber in Moskau fommt es zum letzten Argument. Die Bromley­das Baterland verteidigen müsse. Auch der Bolfabote", unter der und Dynamowerfe bereiten die Schließung vor. Die Firma Gujon damaligen Redaktion des Genoffen Schumann, trat für die Ver- bat bekannt gegeben, daß sie am 1./14. Juli fließt. teidigung ein.. Wir nehmten heute die gleiche Stellung ein wie wird begründet mit den Arbeiterforderungen. Dabei ist Gujon das unsere alten Vortämpfer. Der Parteitag in Würzburg hat die Zentrum, der Konzentrationspunkt des Kampfes. Das Gujon- Wert Aufgabe, praktiſche Arbeit zu leisten. In der Diskussion wünschte liefert as petal, fut Den gangen Mostquer Bezirk. Genosse Herbert, der Parteitag möge fich nicht mit den Diffe- gleichzeitig der Führer der Fabrik und Werkbefizer. Daß es ihnen Gujon r renzen in der Arbeiterbewegung beschäftigen. Wir brauchen uns unmöglich wäre, die Produktion fortzulegen, davon fann feine Rede nicht mehr zu rechtfertigen, unsere Taktik ist durch die Zeitereig- fein. Die Werte Gujons haben den ersten Rang, Kredit wird Gujon nie bereits gerechtfertigt. Die Unabhängigen befolgen eine selbst- immer finden, wenn er nur will. nicht viele Anhänger im Volte finden. Als Delegierter zum Par­mörderische Taftif, fie graben sich selbst den Boden ab und werden teitage in Würzburg wurde Genosse Kunze gewählt.

abhängen wird, ob auch andere Fabriken und Werke in den Kampf Gujon eröffnet einfach den Kampf, von dessen Ausgang es

eintreten.

Die Arbeiter werden die Schließung der Werke nicht zulassen, die Ingenieure stehen aber auf der Seite der Unternehmer und die Fachleute behaupten, daß, falls die Arbeiter ohne die Ingenieure arbeiten würden, dem Berke solcher Schaden zugefügt werden kann, daß die Wiedergutmachung mehrere Monate in Anspruch nehmen würde.

Für den Reichstagswahlkreis Rothenburg- Hoyerswerda fand am Sonntag in Weißwasser eine Streistonferenz statt. Von 17 bei Ausbruch des Krieges bestehenden Ortsgruppen bestehen jetzt noch 10. In 6 Ortsgruppen sind alle Mitglieder zum Heere ein­gezogen. Gegenwärtig zählt die Kreisorganisation noch 305 Mit­glieder, davon 183 weibliche. Ueber Die politische Situation im Girbig- Berlin , cinen Vortrag. In einer einstimmig angenom- unverzüglich in ihre Hände nehmen muß. Reiche" hielt der Reichstagskandidat des Wahlfrcises, Genosse Es ist flar, daß die Staatsgewalt die Verwaltung der Werte mit der Taktik und der Tätigkeit des Parteivorstandes und der menen Resolution sprach die Konferenz erneut ihr Einverständnis Man greife doch ordentlich in das Leben der Industrie ein. Reichstagsfraktion aus und begrüßt besonders die Bemühungen unter der Führung des Staates vereinigen. Man muß in die Pro­Man muß mit Gewalt die wichtigsten Zweige der Industrie der Parteiinstanzen für Herbeiführung eines Friedens durch Ver- duktionsbedingungen eingreifen, muß die Preise, den Unternehmer­ständigung und eine dauernde Versöhnung der Völker. Die Ver­tretung auf dem Parteitage wurde dem Reichstagslandidaten Ge- gewinn und die Höhe der Arbeiterlöhne feſtſeßen. noffen Girbig übertragen.

Die Existenz der Industrie ist in Gefahr. Schnell ans Werk!

Wohnungshygiene und feuchte Wohnungen!

Zur Gesunderhaltung des Körpers gehört auch eine gefunde, trodene Wohnung, welche dank baupolizeilicher Vorschriften in jedem Falle auch herstellbar ist, wenn schon durch die wucherische Aus­nußung des Grund und Bodens in den elenden Kellerwohnungen und Hofquartieren leider vieles zu wünschen übrig bleibt.

rige Wohngelegenheiten hört und sich selbst auch einmal in solche Wenn man die Berichte der Krantentassen über derartige trau von Luft und Licht abgesperrten Hofwohnungen begibt, fann man nicht begreifen, wie dort in engster Ueberfüllung Menschen beiderlei Geschlechts verschiedenster Altersstufen überhaupt noch sich wohl fühlen.

Wie wir's dann zulekt so herrlich weit gebracht. Dabei ist aber alles im Fluß. Troßdem möchten so viele in unserer Partei das letzte Wort in dem Kampf der Meinungen, in dem Gang der Entwickelung heute schon gesagt wissen. Was ihre Meinung von heute ist, foll für Gegenwart, nahe und ferne Zukunft die Meinung aller sein, die nicht von ihnen verurteilt sein wollen. Wer nicht der Meinung der einen ist, wird oft als schlecht und unwürdig bezeichnet, er wird verdächtigt und be= schimpft, und er wird zum Stichblatt einer im Interesse der Ar­beiterbewegung, ihres Ansehens in Gegenwart und Zukunft auf das tiefste zu beklagenden Polemik. Von der Dreckschleuder bis zur Stecknadel ist manchem jede Waffe gut genug." Die" Fränkische Tagespost" freut sich, daß zahlreiche Organi fationen für Zurüddrängung des Bruderzwvistes auf dem Parteitag find, daß andere sich sogar für eine Verständigung ausgesprochen haben Eine Bezirkskonferenz für das öftliche Westfalen und die und nur wenige von dem Streit, ganz oder vorwiegend beherrscht lippischen. Fürstentümer tagte Sonntag, 29. Juli, in Bielefeld . feien. Die Arbeiterbewegung müsse einheitlich sein und dürfe fich Die Konferenz befaßte sich mit folgender Tagesordnung: 1. Die nicht den Zurus einer Kraftprobe bei den Reichstagswahlen leisten: sozialistische Bewegung während des Krieges. 2. Unser Birken für Bis zu den Reichstagswahlen mit der Erledigung des Parteistreits Frieden und Freiheit. Weber den 1. Punkt sprach Bezirkssekretär warten, zu wollen, wäre ein Unglüd. Vor ihm sind die Parteigenossen Genosse Schred. Aus deffen Vortrag ging hervor, daß unsere ganz besonders zu warnen. Immer mehr sollten sich alle vom Ver- Organisation zwar durch den Krieg erst geschwächt worden sei, daß sie aber schon bald wieder bewiesen habe, daß sie auf dem Posten antwortlichkeitsgefühl erfüllten Genossen und alle in verantwortlicher und auch imstande sei, sich zur Geltung zu bringen. Von 12 500 Stelle wirkenden Genossen bewußt sein, daß nicht die Verschärfung männlichen Mitgliedern vor dem Kriege seien heute noch 3000 des Parteizwistes, sondern ein Abbau die wichtigste Aufgabe für zahlende Mitglieder vorhanden. 8500 feien einberufen. Die jeden Sozialdemokraten ist." übrigen seien durch Verzug und aus den bekannten Ursachen ab­gegangen. Außerdem find 1285 weibliche Mitglieder vorhanden. Die Abonnentenzahl der Volkswacht" ist wieder auf über 12 000 Die tägliche Not, die erschwerte Existenz zwingt sie mit diesen gestiegen, die Zahl der Gemeindevertreter auf 186. Zum 2. Bunft von Bazillen durchfeuchten Räumen, deren Tapeten von Schimmel­sprach Redakteur Genosse Severing. Folgende Entschließung wurde pilzen und sonstigen Parasiten längst zerfressen und desorganisiert " In Anbetracht der schweren wirtschaftlichen und politischen einstimmig gefaßt: Unter schärfster Abweisung aller Bestrebun- find, fürlieb zu nehmen, und zwar auf Kosten der Gesundheit. Kämpfe, die nach dem Kriege der Arbeiterklasse bevorstehen, ist die Einigkeit des gesamten Proletariats notwendiger denn je. Der Anebelung gerichtet sind, begrüßt die Bezirkskonferenz die Kund- erbärmlichen Behausungen und behaupten mit Recht, daß über­gen, die auf gewaltsame Gebietserweiterung und wirtschaftliche Die Aerzte dieser Aermsten der Armen geißeln zu oft folche Parteitag wolle deshalb beschließen, daß die Parteiornanisationen in allen Wahlkreisen den Versuch unternehmen, die Einigkeit der gebung des Reichstags für einen Verständigungsfric- triebener Eigennuz der Besitzer solche unhygienische Behausungen Bartei wiederherzustellen. Zur Einleitung und Fortführung dieser den. Sie verlangt von der Regierung, daß sie eindeutig sich zu immer noch duldet. Bemühungen wählt der Parteitag einen Ausschuß, der überwiegend it a Itung des Deutschen Reiches fofort in Angriff behaltenen Quartieren, wo Rauchplage und dumpfe Feuchtigkeit des diesem Entschluß bekennt und daß die freiheitliche Ausge Aber auch in anderen nicht ausgesprochen dem Proletariat vor, aus Kriegsteilnehmern und aus Genossen im Arbeitsverhältnis bestehen soll." genommen wird. Die Teilnehmer der Konferenz verpflichten Tages und der Nacht Gäste sind, sieht es mit der baulichen Hygiene Der Vermieter droht mit dem ganz Die Unabhängigen sind für eine solche Rücksicht auf die sich, die Macht der Sozialdemokratie fo steigern sehr häufig jammervoll aus. größten Zukunftsinteressen des Proletariats aber nicht zu haben. In zu helfen, daß diese für jede Schicksalsstunde ausreicht, um Frie- und gar gegen das Bürgerliche Gesetzbuch in vielen Paragraphen den und Freiheit zu sichern." Vorher fand eine ge= berstoßenden Vertragsbestimmungen des Mietsvertrages, welcher ihnen lebt ein schrankenloser Parteiegoismus. Vor einiger Zeit ver- meinsame Generalversammlung der Wahlkreisber- häufig eine direkte Zwangsjacke für die Geltendmachung mieterischer höhnte die Bergische Arbeiterstimme" den vom Genossen Braun in eine Minden- Lübbecke , Herford - Halle, Schaumburg- Lippe und Lippe Rechte darstellt. Als Mieter muß man eben auf alles verzichten Nürnberg so warm empfohlenen Verständigungsfrieden in der Partei. statt, in der Genosse Schreck über den Parteitag in Würzburg refe- und dabei pränumerando Miete zahlen. Das Berliner Mitteilungsblatt" haut kräftig in dieselbe Kerbe: Die rierte. Dann wählten die einzelnen Vereine ihre Delegierten. Es Eine allgemeine Aufklärung, daß der in Groß- Berlin allgemein guten Leutchen brauchen sich keine Mühe zu geben, eine Ver- wurden gewählt für Minden- Lübbecke Genosse Likinger, von dem Hausbesizer angestrebte Einheitsvertrag eine Anzahl ver­leisterung herbeizuführen. Uns sind unsere sozialen Grund- Herford- Halle Genosse Schlüter, Schaumburg­flausulierter Verlegungen des Gesetzes enthält, wäre wirklich an­fäße in erster Linie für unsere Bewegung maßgebend... Nur mit ippe und Lippe Genosse Pieper. Für den Wahlkreis gebracht und sollte jeeer Mieter solchen Vertrag mit Entrüstung Sozialdemokraten, nicht aber mit Sozialpatrioten tann man sich Severing und Schreck gewählt, so daß der Bezirk durch fünf Bielefeld Wiedenbrüd waren schon früher die Genossen zurückweisen. einigen." Dieser beschränkte Parteigeist hat man verzeihe das Delegierte vertreten sein wird. harte Wort! zu einer sittlichen Verwilderung geführt, die einfach eine Schande ist. In Magdeburg hatte der Polizei­präsident jede Aussprache im Anschluß an einen Vortrag des Ge­nossen Landsberg verboten. Der Gothaer Generalanzeiger", den wir schon vor, wenigen Tagen wegen der Behauptung, die Sozialdemo­tratie stimme zur Freude und zur Bereicherung der Börsenjobber für das Schiffahrtssubventionsgesetz an den Pranger gestellt haben, Bertretern der Behörden, Städte, Handelskammern, des Handels, Ferantwortl. f. Politif: Dr. Franz Diederich, Berlin- Friedenau; für d. übrigen Am 30. Juli 1917 ist in Danzig unter Teilnahme von 200 erlaubt sich zu dem Erlaß des Magdeburger Polizeipräsidenten zu der Industrie und der Landwirtschaft des Cstens der Weichsel - Teil des Blattes: Alfred Scholz, Neufoun; für Inferate: Th. Glocke, Berlin . bemerken:" Die gehorsamen Regierungs- und Blocksozialisten waren schiffahrtsverein gegründet worden. Die Bedeutung des Problems Crud u. Verlag: Borwärts Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Paul Einger& Co., fehr stolz auf diesen Beistand." der Binnenschiffahrtsstraße für die fünftige Entwicklung des Ostens

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Industrie und Handel.

Die Weichsel als Schiffahrtsweg.

Es wird nur an die jeßige Kalamität der mittleren Ständen angehörenden Mieter betreffs Versorgung und Einschränkung der Warmwasserbereitung durch die vertragliche Macht der Vermieter

erinnert.

Wie lange noch soll der Arbeiter und kleine Beamte, der mit magerem Verdienst arbeitende kleine Händler seine gesetzlichen Rechte durch Abschluß solchen Vertrags sich immer wieder vers fümmern lassen?

SW.

Hierzu 1 Beilage und Unterhaltungsblatt.