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nicht gesetzlich sein, sondern in bundesrätlichen Vorschriften| völlig unbehelligt bleiben soll. Daß solche Maßnahmen die Fünf Tanks liegen westlich Baugbuin zerschoffen im Gelände. mit einer gewissen Beweglichkeit bestehen. Diese Vorschriften Gefahr der heimlichen Prostitution nochmals steigern Heberaus starke feindliche Schlachtgeschwaber griffen unsere In­sind bereits als Richtlinien" provisorisch zwischen den und alle Uebel derselben vermehren, braucht nicht besonders fanterie und Artillerie an, während zu gleicher Zeit Bomben. Bundesregierungen vereinbart und dem Reichstagsousschuß gefagt zu werden. Beinahe wäre es dieser Moralpolitik ge- gefchwaber das Innere der Stadt Soissons be. auf sein Verlangen zur Mitberatung unterbreitet. In ihrem lungen, auch die Wohnungsvorschriften, die doch einschneidend warfen. Die besten Truppen Frankreichs , das 1. Eiserne Korps ersten Teile beschränken sie sich tatsächlich auf Vorschriften zur genug bleiben sollen, nochmals zu verschärfen. Sie mit einer marokkanischen Division find südwestlich Soissons ein­Sicherung der Gesundheit der Prostituierten. Sie lassen geht von einem falschen Sittlichkeitsstandpunkt aus, auf dem gefest. Es hatte schwere Berlufte. 2400 Gefangene sind schon zu, daß sich diese regelmäßig bei bestimmten Privatärzten sie völlig vergißt, daß es sich um Gesundheitsmaß gemeldet. In der Nacht vom 31. Mai zum 1. Juni flaute das Feuer auf ihre Kosten oder in einer öffentlichen Sprechstunde beim regeln füer Dirnen handelt und darum, ihnen die sani- bei Soiffons ab. Mächtige Brände wüteten ibm Stadt­Bolizeiarat unentgeltlich untersuchen lassen. Diese Aerzte täre Behandlung so leicht und annehmbar als nur möglich innern. Die beiden großen Herde befinden sich nördlich der haben auch die sonst nötigen Anordnungen bis zur Einweisung zu machen. Aus der anfänglich auch von der Regierung in Kathedrale und im öftlichen Stadtteil an der Aisne. in das Krankenhaus verbindlich für die Dirnen zu geben. dieser Richtung eingeschlagenen Gesundheitspolitik ist der Schon der zweite Abschnitt der" Richtlinien" aber enthält Ausschuß im Laufe seiner Beratung je länger je mehr wieder Vorschriften zur Sicherung der öffentlichen Ord- herausgefallen, und zwar unter dem Druck moralisierender nung", die sich zum Teil an die Reglementierung anschließen und firchlicher Bestrebungen, die sich auch von außen her sehr und unter anderem weitgehende Wohnung 3- starf geltend machten. Wenn die Reichstagsarbeiten nicht zu beschränkungen für ganze Gemeinden oder Straßen jener Richtung zurückkehren, so werden sie wenig Nützliches und Häuser enthalten. Der dritte Abschnitt jedoch bringt für schaffen. Man arbeitet zum Teil mit den alten Mitteln an Dirnen, die sich gegen diese Gesundheits- und Ordnungs- einer möglichsten 8urüddrängung der Symptome, vorschriften zweimal vergehen und deswegen rechtskräftig statt an einer wirkungsvollen Bekämpfung der Geschlechts­verurteilt sind, ganz die Barbarei der selbst nach der Re- frankheiten durch bessere sanitäre Einrichtungen. gierungsbegründung völlig, gescheiterten Polizeiauf­sicht mit den bekannten scharfen, aber völlig toirkungs­losen Kontrollbestimmungen. Hier hätte für unverbesser­liche Prostituierte eine weitgehende soziale Ar beitsfürsorge einsehen müssen. Man hätte daran gehen sollen, solche Dirnen als förperlich und geistig minder­tüchtige Bevölkerungselemente zu behandeln und ent sprechende Pflegeeinrichtungen für sie au schaffen. Statt dessen stößt man sie einfach in die Polizeiaufsicht zurück. Durch Beschlüsse des Ausschusses ist nun allerdings eine ge­wisse Schußaufsicht geschaffen worden. Zweck dieser Aufsicht soll sein, dafür Sorge zu tragen, daß die betr. weiblichen Personen wieder einem geordneten Lebenswandel durch Nach weisung von Arbeit oder Beseitigung sonstiger angeblicher( 1) Hindernisse desselben zugeführt werden". Aber die Ver­hängung dieser Schußaufsicht soll nicht durch richterliche An­ordmung erfolgen, statt der Polizeiaufsicht und statt des Ar­beitshauses, sondern lediglich auf Betreiben charitativer Vereine, und die Polizeiaufsicht soll so­fort wieder eintreten, wenn die weibliche Person den ihr von der Schußaufsicht auferlegten Verpflichtungen zuwider­handelt. Die Polizeiaufsicht bleibt also nach wie vor als lettes Schreckmittel", wie sich die Regierung im Ausschuß ausgedrückt hat. Die Prostituierte entbehrt des richterlichen Schutzes und die Schukaufsicht ist nicht fommunal organi­fiert, etwa im Anschluß an die in der Bildung begriffenen städtischen Wohlfahrtsämter, sondern sie ist im wesentlichen der sogenannten„ freien Liebestätigfeit" überlassen, bei der fonfessionelle Vereine und Veranstaltungen ausgesprochener­maßen eine große Rolle spielen werden.

Damit ist aber auch die Richtung angedeutet, in der sich eine Reihe anderer Veränderungen bewegen, die die bürger­liche Mehrheit des Ausschusses an den Richtlinien" vor­genommen hat. Namentlich das Zentrum hat eine Be­stimmung durchgefekt, die die Werbetätigkeit der Prostituier­ten auf Straßen und in öffentlich zugänglichen Räumen, so­wie überhaupt die Anlockung, tunlichst verbieten" soll. ns­besondere soll es auch verboten sein, durch Kennzeichnung der Wohnung, durch Vermittler, durch Anzeigen, durch Zu­schriften oder ähnliche Mittel ,,, wenn auch in verschleierter Form", zum Verkehr einzuladen. Das bedeutet, daß man im Interesse der öffentlichen Sittlichkeit" und aus wesent­lich moralischen Gesichtspunkten heraus der weiblichen Prosti tution das Leben so sauer als möglich machen will, während das Aufsuchen der Prostitution durch Männer mit allen jeinen bekannten Begleiterscheinungen auf Straßen und in öffentlichen Lokalen, das sich oft zur Anrempelumg gänzlich unbeteiligter Frauen steigert, nach dieser Doppelmoral

Der Mistkäfer.

Von Frik Müller.

Ein Mistkäfer, did und glänzend, froch aus einem Frontgrab. Am Grabkreuz krabbelte er hoch. Unterwegs traf er einen Jo­hannisfäfer.

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nernd.

Wohin des Beges, junger Freund?" fragte er ihn begon­Ich hörte, daß auf diesem Krenz die Lösung eines großen Rätsels eingegraben tst." Welches Nätsels?"

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Des Nätsels, wofür die belen Menschen jehunb sterben." Sa, das interessiert mich auch."

" Dich?" sagte der schlanke Johannistäfer ein wenig ungläubig. „ Natürlich, meinst wohl, unsereiner hätte nichts fürs Geistige übrig? Es ist mir nie so gut gegangen wie in diesem großen Sterben, muß doch sehen, wem ich's zu verdanken habe." Da frabbelten sie selbander längs des Kreuzes über Moos und Tränen, bis sie auf eine Inschrift stießen: starb fürs Vaterland..

Sie umwanderten das B, das a, bas L „ Na, begriffen, junger Freund?" fragte der Mifitäfer. Noch nicht, tomm weiter."

" Ich muß sagen, daß der Weg ein menig lang tft," brummte der Mistkäfer.

Die Käserbeine, Me dicken und die dünnen, zogen die Schrift

züge des e; des r, des I nach. " Ich hab' jetzt genug," schnaufte der Dide, geh du weiter, ich will auf dich warten."

Unverbroffen zog der Johannistäfer die Bahn des a entlang. Als er das n erwandert hatte, fiel die Nacht ein, aber unermüdlich beschrieb er seine Bahn auch um das letzte, was das Wort zu geben hatte. Da war es, daß es fein Körperchen durchsummte, wie von elektrischen Batterien, die geladen werden. Von unsichtbaren Sträften fühlte er den Leib geschwellt. Beschwingten Fußes fand er seinen Weg zurüd. Den Mistkäfer sah er auf dem t einge­schlafen.

D

Wach auf, ich hab'a."

" Was ist denn?" sagte der Mistkäfer, verdrießlich die Augen reibend, ich habe miserabel auf dem harten t geschlafen." Und ich habe mit dem weichen d des Rätsels Lösung doch er­

wandert." Na, wie heißt die Lösung also?" „ Vaterland

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1

hm, ein wenig dunkel ist das Wort-" " O, ich fann es dir erhellen von einer Kraft, die eben in mich floß, fieh." Ein feines Knipsen, das Johanniswürmchen glühte. Seltsam strahlte das Wert Vaterland vom Kreuze in die Nacht. Hast du es begriffen?" fragte der Johannistäfer voll Grwar­tung

Dabei ist durchaus Geneigtheit bei der Regierung und den Parteien vorhanden, für die gesundheitlichen Zwecke in mancher Richtung weiter durchzugreifen. Die Linksparteien haben sich mit einem Beschluß einverstanden erklärt, den nimierfneipen durch Vorschriften über Zulassung, 3ahl und Entlohnung der weiblichen Angestellten in Gast­und Schankwirtschaften wirksamer zu Leibe zu gehen, ob-, gleich auch hier eine Einigung auf möglichst bestimmte und sozial wirksame Borschriften, sowie darüber noch fehlt, ob sie durch Gesetze oder Berordnungen getroffen werden müssen. Andererseits haben sich die Mittel- und Rechtsparteien freundlich zu einer Anregung von links gestellt, bei der ge­fundheitlichen Kontrolle der Prostitution mehr als bisher in allen Instanzen, an der Zentralstelle wie bei den örtlichen Behörden, zur Abmilderung des polizeilichen Charakters der­selben, ehrenamtlich berufene Personen, Lehrer, Aerzte, Frauen, Jugendpfleger usw. zuzuziehen. Es sind also wohl schüchterne Anläufe zu einer gründlichen Organisierung des Rampfes gegen die Geschlechtsfrankheiten auch auf diesem heiflen Gebiet vorhanden. Aber sie werden noch vielfach durchkreuzt und gestört durch jene Sittlichkeitsbestrebungen, die wir zu schildern versuchten und die von ihren Urhebern sehr gut gemeint sein mögen, aber im Endziel die geplante Gesundheitsgesetzgebung wieder einmal in die Sadgasse der Sittlichkeitsgefebgebung zu führen drohen. Stärkere Aufmerksamkeit der hier interessierten und sozial gerichteten Kreise, namentlich der Frauenbewegung aller Richtungen, wäre dringend notwendig, wenn bei der 2. Lesung des Gefeßentwurfes im Ausschuß Schlim­meres verhütet werden soll.

Der französische Flankenstoß bei

Soissons .

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Frontlinie vor der Offensive

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neue mutmaliche Frontlinie vom 31.1.18 Die Offensive an der Aisne

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Französischer Heeresbericht vom 1. Juni nachmittags. Der Druck der Feindes hielt gestern abend und während der Nacht mitverdoppelter Heftigkeit auf der Front Soissons Chateau Thierry, in der Umgegend bon Soissons und auf der Linie Chaudun- Vierzy an. Die französischen Truppen sekten ihre Gegenangriffe mit unermüdlicher Tatkraft fort und warfen die auf dieser Front angefeßten feindlichen Massen Berlin, 2. Juni. ( W. Z. B.) Die fchon gestern gemeldeten zurüd, wobei sie überall Gelände gewannen und mehrere hundert harten örtlichen Kämpfe bei Soissons haben sich zu einer großen Gefangene machten. Südlich von Soissons wurden die Schlacht netwidelt. Der Gegner hat alle verfügbaren Deutschen auf die Crise zurüdgeworfen, weiter südlich wurden Kräfte in großangelegtem Flankenstoß mit der Absicht zusammen- Chaudun und Vierzy zu wiederholten Maien genommen und ver­gefaßt, Soiffons wieder zu nehmen. Die dort befind. loren und blieben nach erbitterten Kämpfen in den Händen der lidhen alten Stellungen gaben ihm vorzügliche Stütpunkte. Er Franzosen . Die Schlacht war nicht weniger heftig in der Gegend ließ nichts unversucht. So attadierte Ravallerie bei von Chouh und Neuilly- St. Front. Die französischen Bucanch deutsche Begleitbatterien, die unserer Jn. Truppen brachen bie deutschen Angriffe und behaupteten ihre fanterie auf dem Fuße folgen. Es gelang ihr, die Bespannung Linien unmittelbar östlich von diesen Orten. Auf dem Nordufer an erreichen. Da wurde sie durch wohlgezieltes Maschinengewehr der Marne schoben die Deutschen ihre Vortruppen feuer aufgerieben. Am Nachmittag griff ein großes Tankge. von den nördlichen und östlichen Rändern von Chateau i dh wader, aus der Linie Missy- Chaudun kommend, zu Thierry bis Verneul bor. Auf dem rechten französischen beiden Seiten der großen Straße Baris Soissons erfolglos an. Flügel haben sich sehr lebhafte Rämpfe an der Straße Dormans­

„ Selbstverständlich. Vaterland, das ist ganz einfach, was mich fett macht ich glaube übrigens, es wird Zeit zum Frühstück." Bustend troch er abwärts. Der Johannistäfer aber flog und wob leise seine Feuerkreise um das Wort.

und Vaterland als untrennbar. Der dem König gelobte Treueschwur ist höchste Pflicht; ihn zu brechen, das schwerste Verbrechen. Logischer­weise kann also Yord einen seinen Jägerleutnants, der dem russi­schen Heerführer, den Uebertritt mit seiner ganzen Kompagnie an­getragen hat, auch nur zum Tode verurteilt missen. Jon selbst, den starren Pflichtmenschen, vermögen, so will es Böttcher, nur gewaltige Kleines Theater: Aristid und seine Fehler." Einwirkungen außer ihm stehender Mächte zum Eidbruch nötigen. Als solche führt der Autor ins Treffen: den revolutionierenden Geist Bustspiel von Hanns Saßmann . aller jüngeren Offiziere der Nordschen Truppe, wovon ja der vorhin feiten eines unwiderstehlichen ausgefüllt, der, aus China heimge- Russen Diebitsch und vor allem die im preußischen Volke gärende Drei Afte sind mit den unausstehlich selbstgefälligen Dreistig- erwähnte Fall bündiges Zeugnis abgibt, das Bündnisanerbieten des tehrt, seinen Befähigungsnachweis als heimatlicher Don Juan damit Aufstandsbewegung, worüber den noch immer zaudernd zwischen beginnt: daß er einer jungen Witwe, in der er sich beim ersten Blick Pflicht und höherer Vaterlandsgesinnung schwankenden General eine fterblich verliebt, durch seine brutalen Zubringlichkeiten so lange Abordnung von Bauern und Bürgern belehrt. Jetzt endlich schließt aufeßt, bis sie die Neitpeitsche gegen ihn erhebt. Das ist Methode und Nord das Waffenbündnis mit Diebitfch. Mit diesem Faktum ent­Gewohnheit bei dem angenehmen jungen Menschen; aus den Erfolgen lägt der Verfasser sein Bublifum.

Es

seiner Tierbändigermanieren bei dem schönen Geschlecht hat er sich Ge gelang ihm, im psychologischen Entwicklungsverfahren ein eine besondere brutale Liebesphilosophie zurecht gemacht, an die er anscheinend wabrheitsgetreues Reitgemälde zu entwerfen. Gegen unverbrüchlich glaubt. Er hält die Ausübung derselben für den Bessäbliche Meinungen, Gefühle, Bestrebungen find in einer Anzahl weis einer freien, über die Beschränktheit der viel zu vielen weit soldatischer wie zivilistischer Thpen charakterisiert und gruppiert. erhabenen Persönlichkeit, und der Autor scheint diese Meinung wie Am geschloffensten wirft wohl der Mittelakt des übrigens schon die Bewunderung der Frauen für den Helden zu teilen. Die Durch mehrere Jahre vor Kriegsausbruch entstandenen Schauspiels. führung des Themas, dessen Peinlichkeit nur durch überlegen ironi- fand nicht nur in Winterstein( Jord), Jannings( Kleist), Decarli schen Humor sich hätte überwinden lassen, sucht, was ihr in dieser( Clausewit), Diegelmann( Loringhoven), Baula Eberth( Frau Hege­Hinsicht mangelt, durch allerhand theaterhafte Raffinements zu ver- wald), Sarnow ( Leutnant Horst Senewald) und Artur Bergen decken. Der ritterliche Herr, als seine ernstgemeinte Werbung nicht( Terrior) vorzügliche Darsteller, sondern auch eine sehr entgegen. sogleich erhört wird, schleicht zur Nachtzeit ins Zimmer der Dame, fommende Aufnahme beim Publikum. um sich daselbst vor ihr in seiner Frechheit noch eindrucksvoller zu produzieren, hinterläßt beim Abschied einen geladenen Revolver, mit dem er sich, wenn sie ihn nicht erhöre, zu erschießen. broht. Was einen dritten Aft ermöglicht, wo die natürlich längst für Aristid er glühte Schönheit ihm die entladene Pistole mit der freundlichen Aufforderung, er möge auf fich losfeuern, zurückstellt.

Herr Bassermann, der die Rolle des Unverschämten über­nommen, führte fie bei allen inneren Unmöglichkeiten schauspielerisch in virtuofer Weise durch. Frau Else Bassermann in der Figur der angeschwärmten Witwe stand ihm geschickt zur Seite. Das dt. Bublifum applaudierte.

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Notizen.

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ek.

- Sie lebet noch, die gute alte Theaterzensur, die über die Moral des Bürgers wacht und so spaßlich waltet, daß sie in einem Orte verbietet, was sonst überall erlaubt ist. Diesmal ist Mannheim , das sonst in Kunstdingen für majorenn galt, Gegen­stand ihrer Sorge. Wedekinde Drama Grdgeist" aber heißt ihr Opfer. Das Verbot ist scheints als besondere Ehrung dem zensurverfolgten Wedekind übers Grab hinaus verabfolgt. Verbrechei geschichten. Im Zeitalter der Schund­literatur( die im Kriege neu erstarkt ist) muß immer wieder darauf hingewiesen werden, daß es natürlich falsch ist, jedes Buch schon des­halb, weil es bon verbrecherischen Menschen erzählt, in die Rubrik des verderblichen Lesestoffs zu rechnen. Meist freilich, in Legion von Fällen, ist das richtig. Aber es kommt darauf an, wie von dem Buch und seinem Autor das Wesen und welche Art des Verbrechertums erfaßt wird. Und so gibt es eine Reihe guter Verbrechergeschichten, Der Verbrecher tann ein die jedermann ernsthaft fennen sollte. Mensch voll schwersten Schidialsringens fein.

Volksbühne: General Yord." Schauspiel von Marimilian Böttcher. Am 30. Dezember 1812 schloß Jord von Wartenburg, der Ober­befehlshaber eines preußischen, gemeinsam mit dem Napoleonischen Heere gegen Rußland operierenden Hilfskorps auf seinem Rückzuge in Tauroggen mit dem Russengeneral Diebitsch einen Neutralitäts­bertrag. Yord tat diesen fühnen Schritt in feindlicher Absicht gegen So ist es zu begreifen, daß in der bekannten Vorwärts- Biblio­die Franzosen auf eigene Berantwortung und wurde denn auch von thet, die der Verlag Buchhandlung Vorwärts seit Jahren erscheinen feinem König vor ein Kriegsgericht gestellt. Dies ist der herfömm- läßt, jetzt ein Band Verbrechergeschichten" erschienen ist. Ein lich weitererzählte historische Sachverhalt, aus dem nun Maximilian starfer Band nach Inhalt und Umiang! Ein in seiner Art wert­Böttcher ein vaterländisches Schauspiel geschaffen hat. volles Buch. Es enthält Kleists Michael Kohlhaas ", A. v. Droste­

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Für alle deutschen Nationaldichter haben ja Schiller und Kleist, Sülshoffs Judenbuche" und Schillers Geschichte vont Sonnenwirt, jener mit seinem„ Tell", dieser mit der Hermannsschlacht ", ewig den„ Verbrecher aus verlorener Ehre". Der Band kostet gebunden gangbare Vorbilder errichtet. Auch Böttcher hat daraus die Richt- 2 M. und ist mit Einführungen in die drei padenden Erzählungen linie für sein Stüd gewonnen Yards Handlung wird als Reflex und einer Einleitung versehen, in der Franz Diederich als Heraus einer geheimallgemeinen wolf aufständischen Gärung erachtet und geber der schon vor dem Kriege geplanten Sammlung auf die Frage demgemäß auf eine breite Basis gestellt. Dord treibt nicht, sondern eingeht: Rönnen Verbrechergeschichten nüblich sein? Dem Buche ist ein guter und weiter Weg zu wünschen. wird getrieben. Ihm, dem altpreußischen Junter, gilt Rönigstreue