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Gewerkschaftsbewegung

Der Streik der Holzarbeiter.

Mit den Arbeitseinstellungen in der Holz­industrie beschäftigte sich eine start überfüllte fombinierte Ge­neralversammlung des Deutschen Holzarbeiterverbandes( Ortsver waltung Berlin), die am Montag abend in den Kammerfälen" statt fand. Redner des Abends war Böse, der in seinen Ausführungen die derzeitige Streiflage eingehend schilderte. Es sind von rund 400 Betrieben etwa 8189 Kollegen im Streit Eine inzwischen mit den Arbeitgebern gepflogene Berhandlung führte zu feiner Ber. ständigung. In ihrer Fachzeitung lehnen die Unternehmer unsere Forderungen ab und behaupten, daß die Verhandlungskommission ihnen diese Forderungen als ein Diktat unterbreitet habe. Sie brohen mit einer Aussperrung der gesamten Arbeiter schaft. Der Redner bemerfte hierzu, daß die Kollegenschaft vor solchen Drohungen nicht zurückzuschreden brauche, und wies dann auf die Taftil hin, die nunmehr eingeschlagen werden müsse. Bor allem müsse eine träftige Unterstügung der im Kampf befindlichen Kollegen stattfinden. Die folgende Distuffion 30g fich bis in die späten Nachtstunden hin. Ueberwiegend waren es Kommunisten, die sich an der Aus­sprache beteiligten und in langen Reden für eine Erweiterung" des Streits eintraten. Ihre Wünsche waren in einer langen Ent schließung zusammengefaßt. In einem Schlußwort erklärte Böse, daß diefe Entschließung am Sonntag von der fommunistischen Frattion festgelegt worden sei. Durch die von den kommunistischen Rednern vorge schlagenen Mittel würde für die Kollegenschaft nichts erreicht

Aufruf zur Ruhrhilfe.

abtellung) in Berfin NR. 6, Luffenftr. 32/34, gu fellen. Dem An trage ist die Urschrift oder eine amtlich beglaubigte Abschrift der Bereinbarungen beizufügen. Zur Lage der Café- Hausangestellten.

Am 30. Januar nahmen die Funktionäre des ADV., Dris. ausschuß Groß- Berlin, Stellung zur Ruhrhilfe. Es wurde ein­stimmig beschlossen, sich an der Sammlung au beteiligen. Eine gemeinsame Sammlung mit den Unternehmern und den Verwaltungen wurde einstimmig abgelehnt. Die Mitglieder Dazu wird uns folgender Beitrag geliefert: Im Café Hans werden ersucht, nur auf Sammellisten zu zeichnen, die von den Sachs in Groß- Lichterfelde , am Bahnhof, werden drei hausange angeichlossenen Organisationen in Umlauf gelegt werden. ftellte gegen einen Monatslohn von fünfhundert Mart auf diese Listen zeichnet schnell! Als Beitrag wird ein nebst freier Station beschäftigt. Das gebotene Effen reicht jedoch Stunden verdienst des jeweiligen Einkommens empfohlen. müssen, soweit der Barlohn dazu reicht. Wenn ein guter Gast nicht aus, weshalb die Angestellten sich noch Lebensmittel faufen Der Drtsausschuß des Algemeinen Beamtenbundes Groß- Berlin.

Verbindlichkeitserklärung von Tarifverträgen.

Das vom Reichstag am 16. Januar verabschiedete Gesetz über die Erklärung ber allgemeinen Verbindlichkeit von Tarifverträgen, worüber wir in Nr. 34 des Borwärts" berichteten, ist am 2. Fe­bruar in Kraft getreten.

distan

Der Streit im Saargebiet.

soweit ist, daß er nicht mehr nach Hause tommen tann, oder wenn er den legten Anschiuß verpaßt hat, zeigt sich der menschenfreundliche Lofalinhaber Schreier bereit, ihm das Bett der Hausan. gestellten zu überlaffen. Die Hausangestellten müssen dann in der Küche auf Stühlen schlafen. Als eine in diesem Be triebe seit 8. Dezember beschäftigte Angestellte erfrantte, stellte sich heraus, daß sie bei der zuständigen Krankentasse der Gastwirte Innung nicht angemeldet war, weshalb fie feinen Krantenschein Bei Abänderungen allgemeinverbindlicher Tarifverträge, befam. Die Angestellten sind natürlich" un organisiert, sonst die ausschließlich eine Anpassung der geldlichen Leistungen an die tönnte man nicht derart mit ihnen umspringen. Das erste muß also Teuerungsverhältnisse enthalten, kann fünftig die Erklärung der sein: in den Berband! allgemeinen Verbindlichkeit ohne vorherige Bekanntmachung und Segung einer Einspruchsfrist erfolgen, wenn der Antrag auf Er­flärung der allgemeinen Berbindlichkeit von sämtlichen Vertrags­parteien gestellt oder gegen den von einzelnen Bertragsparteien hat auf allen Gruben eingefeßt. Während die französischen Ge gestellten Antrag von den anderen keine Einwendung erhoben wird. richtsvollzieher" im Ruhrgebiet die Bergarbeiter zu Forde­Falls also die Vertragsparteien den Antrag entsprechend vorbe- rungen ermuntern und ihnen die Erfüllung ihrer Forderungen reiten und unverzüglich stellen, werden solche Lohnabkommen unter ihrer gefälligen Mitwirkung in Aussicht stellen, lehnt die fünftig schon etwa innerhalb einer Woche nach ihrem franzöfifche Grubenverwaltung im Saarrepier eine Lohn­erhöhung schroff ab. Auf den Saargruben werden wohl Abschluß allgemeinverbindlich fein tönnen. zahlreiche fostspielige Einrichtungen im Interesse der französischen Die Parteien eines Tarifvertrages werden hiernach gut tum, Bropaganda unterhalten, die mit dem eigentlichen Zwed der Gruben Abänderungen von Lohnvereinbarungen aus Anlaß ver­änderter Teuerungsverhältnisse nicht mit anderen Ab- nichts zu tun haben, doch für ausreichende Löhne scheint kein Geld änderungen des Tarifvertrages in einem gemeinsamen Ab- vorhanden zu sein, obwohl Frankreich in der ganzen Welt feine tommen zu treffen, sondern über sie eine besondere Berein billigeren Kohlen bekommt als im Saargebiet, auf Kosten der deutschen Bergleute. barung abzuschließen, die im Wege des vereinfachten Ver­" Da nach dem Beschluß der fombinierten außerordentlichen fahrens beschleunigt für allgemeinverbindlich erflärt werden kann. Bentralverband der Hotel -, Reftaurant. und Raffee- Angestellten, Zwei verein Generalversammlung vom 30. Januar der Streit sich nur auf die Ferner ist es zur Beschleunigung des Verfahrens zweddienlich, Groß- Berlin. Drei große allgemeine Mitglieder. Beriamm Betriebe der Bereinigten Verbände der Berliner Holzindustrie er- wenn die Parteien den Antrag auf Allgemeinverbindlich- lungen Mittwoch nachmittag 5 Uhr: Residenz- Feftfäle, Landsberger Straße 31. Nachts 11 Uhr: Augusta Bittoria Säle, Lutherstraße 31/32 Germania Säle, streckt und ein partieller ist, sind nur noch Betriebe in den Kampf zu erflärung gemeinsam stellen. Stellt nur eine Vertragspartei Chauffeestraße 110. Tagesordnung in allen Bersammlungen: Der Schiedsspruch ziehen, die bei der jeweiligen Bewegung einen Ausschlag geben. Be- den Antrag, so muß sie, um Berzögerungen zu vermeiden, gleich über die Februarlöhne." Referenten: Gaar, Hennings, Biefete. Kolleginnen und triebe, die das Arbeitsverhältnis fortsehen, haben zweds Unterzeitig die schriftliche Erklärung der anderen Parteien beibringen, Kollegen! Die Lage im Gaftwirtsgewerbe ist schwieriger denn je. Wir brauchen deshalb bie tätige Mitarbeit aller Angestellten Pflicht unserer Mitglieder ist es, in stützung der am Kampf stehenden Kollegen einen Ertrabeitrag baß diese gegen den Antag feine Einwendungen erheben. Kann dieser Bersammlung zu erscheinen. Ohne Mitgliedsbuch oder Mitgliedstarte tein pon 10 Pro3. des Wochenverdienstes bei voller Arbeits eine solche Erklärung nicht mit dem Antrage zusammen eingereicht Butritt! zeit zu leisten. Die Sammlung erfolgt auf Betriebslisten durch werden, so empfiehlt es sich, sie beschleunigt nachzubringen. Der Berantwortlich für den rebatt. Teil: Bietor Schiff, Berlin ; für Anzeigen: ben Betriebsobmann und sind die Beträge sofort im Bureau ab- Antrag auf Erklärung der allgemeinen Verbindlichkeit einer Tarif Th. Glede, Berlin . Berlag Borwärts- Berlag 6. m. b. S.. Berlin . Drud: zurechnen." vereinbarung ist bei der Reichsarbeitsverwaltung( Tarifs Borwärts- Buchdruckerei u. Berlagsanstalt Baul Ginger u. Co.. Berlin . Lindenstr. 3

werden.

Bei der Abstimmung wurde die von kommunistischer Seite ein­gebrachte Entschließung abgelehnt, bagegen folgende von der Ortsverwaltung in Borschlag gebrachte mit großer Mehrheit ange­

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