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Politische Iteberlicht. genoffen keinen der beiden Kandidaten zur Wahl empfehlen Kolonialpolitik verantwortlich machen. Gleich allen Menschen ist

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darunter verstanden hat, das hat solche Menschen, wie Leist einer ist, zur unerläßlichen Voraussetzung. Wer diese Kolonialpolitik Die Mit- will, muß auch die Leist mit in den Kauf nehmen. Das wird sich bald zeigen. Ich bin nicht schlechter als die Jetzt wird man den andern" zu Leibe gehen andern." müssen. Und jeder andere", den man packt, wird andere" lange dauern, bis entweder niemand mehr in den Kolonien ist, und hinter sich haben, die nicht beffer find" als er- und das wird so Kolonialpolitik also von selbst aufhört oder bis die Hand der strafenden Justizia erlahmt.

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Phrase. Wir wollen blos hoffen, daß der Sieg endgiltig ist und we der dem freifinnigen, noch dem banernbündlerischen machen, daß die Angelegenheit weiter verfolgt wird. Es wäre daß kein Rückfall mehr eintrete. Kandidaten Geschmack abgewinnen können. Eine von der eine schwere Ungerechtigkeit, Leist als den Alleinschuldigen zu be= Auf Frankreich kann die Wendung der Dinge in Belgien national- liberalen Parteileitung nach Eisenach einberufene trachten, dem alle Sünden unserer Kolonialpolitik aufgeladen nur von vortheilhaften Wirkungen sein, und unsere Genossen Vertrauensmänner- Versammlung hat folgende Erklärung werden und mit deſſen Abschlachtung als Sündenbock dann alles dort werden nun wohl mit diesem schädlichen Hirngespinst gründ­abgethan ist. Wir sind sicherlich keiner Voreingenommenheit lich aufräumen.- beschlossen: für Herrn Leist verdächtig, wir halten es aber für unsere In der am 19. d. Mts. stattfindenden Stichwahl zwischen Pflicht, offen auszusprechen, daß auszusprechen, daß er nicht schlimmer ist Herrn Forstkommissar Casselmann und Herrn Dr. jur. Röside als manche andere, und daß es ein schweres Unrecht wäre, wollten erklären wir nach reiflicher Ueberlegung, daß wir unsern Partei- wir ausschließlich ihn für die Sünden und Verbrechen der sogen. können. Wir sind nicht in der Lage, für Angehörige extremer auch Leist nur ein Produkt der Verhältnisse. Er ist ein junger, Berlin , 13. April. mangelhaft erzogener, abenteuerlustiger Mensch, der von Das Umsturzgesetz scheint jetzt wirklich in Gefahr Parteien einzutreten, denen die beiden Kandidaten angehören. Herrn Forstkommissar Casselmann können wir unsere dem Leben in den Kolonien die romantischsten und 31 gerathen. Sogar die Freikonservativen fangen an, abzu Stimme nicht geben, weil er eine radikale Richtung vertritt, ausschweifendsten Vorstellungen hatte -- wie das bei bröckeln. Das Konservative Wochenblatt" schreibt: welche durch ihre nahezu grundsägliche Opposition gegen die tausenden junger Leute aus den gebildeten" Klaffen der Fall, Troh der großen Mehrheit, die sich in der Kommission schließ- Regierungen Unzufriedenheit in die weitesten Voltskreise hinein- feit der Kolonialſchwindel durch Bismarck mit den Reptilien­lich für die Vorlage gefunden hat, ist ihre Annahme im Reichstage getragen und sich dadurch zu gedeihlichem politischen Schaffen fonds in Szene gesetzt ward. Er ging nach Afrika genau mit fehr zweifelhaft. Nicht einmal die konservativen Stimmen find unfähig erwiesen hat; weil er durch seine Abstimmung zu gunsten denselben Ideen, wie- außer zwei oder drei wissenschaftlich ficher, da in konservativen Kreisen die Ansicht mehr und mehr Boden der Wiederzulaffung der Jesuiten das evangelische Empfinden der bedeutenden Köpfen- wohl sämmtliche anderen Leute, die nach gewinnt, daß es besser sei, durch Ablehnung dieser ganz un- Bewohner unserer Lutherstadt und des Wahlkreises aufs schwerste Afrika gehen nicht besser und nicht schlechter- G3 find genügenden Abschlagszahlung wirklich ausreichende Maßnahmen verletzt hat und weil er einer Partei angehört, die sich der entgleifte Existenzen, verzogene Söhnchen, die zu Hause nicht herbeizuführen. Bei der Reichspartei tommen die schweren Be- Ehrung unseres Bismarck durch den Reichstag widersetzte. gut thun und deren die Angehörigen sich mit guter Art zu denken hinzu, welche durch die Zugeständnisse dem Ultramontanis - Ebenso wenig tönnen wir für Herrn Dr. jur. Röside entledigen suchen. Andere haben es gerade so gemacht" mus gegenüber wachgerufen sind. Die Reichspartei kann der Auf- ftimmen, weil er sich zur hochtonservativen Partei bekannt hat, ich bin nicht schlechter als andere" sagte Herr Leist hebung des Kanzelparagraphen nicht zustimmen. Alle übrigen die jederzeit im Gegensatz zu den von den Nationalliberalen wiederholt, und es ist merkwürdig, daß diese verrätherischen Ent­Parteien mit Ausnahme des Zentrums dürften schließlich gefchloffen vertretenen Grundsäßen stand und auch jezt im Berein mit den büllungen, die der Gerichtshof ja vielleicht nicht weiter vers gegen die Vorlage stimmen. Und das Zentrum selbst würde mit Ultramontanen gegenüber der Umst urz vorlage einen Nein stimmen, wenn der Kaufpreis der Beseitigung des§ 130a Standpunkt einnimmt, der für die Nationalliberalen unannehmbar folgen durfte, von fast der gesammiten Presse so wenig beachtet worden sind. im Reichstag fällt.be ist; weil er in wirthschaftlicher Richtung eine einseitige und kurz­ex ift wirt! Wenn man dazu bedenkt, daß auch die National- fichtige Intereffenpofitit verfolgt, welche die Landwirthschaft nicht als die anderen, er ist im vollsten Sinne des Wortes ein Wir glauben Herrn Leist: er ist wirklich nicht schlechter bak auch liberalen jetzt überall fürchterlich auf die Pfaffen schimpfen, fördert und das Gemeinwohl aufs tiefste schädigt. Aus diesen Opfer der kolonialpolitit. Das, was heutzutage unter die den freien Geist" fnebeln wollen, daß die Polen nicht Gründen empfehlen wir unseren Parteigenossen in Stadt und Kolonialpolitik verstanden wird, was insbesondere Fürst Bismarck mitthun wollen, daß vielleicht auch ein Theil der Zentrums- and, bei der bevorstehenden Stichwahl weder für den einen noch Abgeordneten, durch ihre Wähler liebenswürdig aufgefordert, für den anderen Kandidaten zu stimmen." den Dienst versagen werden, so ist das Geschick des neuen Das neue preußische Vereinsgefeh. Gesetzes gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der theilung der Kreuz- Zeitung ", dem preußischen Landtage Sozialdemokratie" immerhin zweifelhaft geworden. Bum werde noch in dieser Session ein neues Vereinsgefeß Glück ist es für unsere Partei ziemlich gleichgiltig, ob zugehen, soll sich in dieser Form nicht ganz bestätigen. Es man uns das neue Sozialistengeset" bescheert oder nicht. wird jetzt gemeldet, daß diese Vorlage nur in dem Falle Eine große Zahl unserer kämpfenden Genossen würde erfolgen solle, daß die Umst urz vorlage vom Reichs­freilich durch das Gesetz persönlich schwer betroffen werden. tage abgelehnt würde. Vor einigen Jahren, als es im Aber die sozialdemokratische Partei ist durch Plane lag, das Sozialistengesetz aufzuheben, pflegten wir wirthschaftlichen und politischen Druck nur immer gestärkt Sozialdemokraten zu sagen:" Ausnahmegefeßlich geschmort; und vergrößert worden.- oder gemeinrechtlich gebraten." Bon jetzt ab heißt es: sturzgesetzlich geschmort, oder vereins Die Stellung der Regierung zu den Handwerker- rechtlich gebraten."- Aber vielleicht läßt sich die Re­forderungen. Acht Tage nach Ostern tagt in Halle der gierung, bescheiden wie sie ist, auch beide Gerichte von achte deutsche Handwerkertag und von Kleinbürgerlicher Sen regierungsfrommen deutschen und preußischen Barla­Seite war nun in Anknüpfung hieran darüber geklagt menten serviren. worden, daß die Stellung, welche die Regierung zu den Handwerkerwünschen einnehme, eine unflare Das Gefalbader des todten Mannes, der im Sachsenwald Der Stand der österreichischen Wahlreform. Für das sei. Das soll aber durchaus nicht wahr sein, und die Re- herumspukt, hat in Frankreich , auf das er in seiner be- österreichische Parlament sind die Osterferien angebrochen, aber gierung läßt sich energisch gegen diesen Vorwurf ver- und Verachtung gefunden. Die Verleumdung der französischen Kaiser, die Regierung und die koalirten Parteien sind in der fannten Manier wie ein Rohrspaß schimpfte, die gebührende Be­die Wahlreform ist doch nicht vom Flecke gekommen. Der theidigen. Offiziös wird geschrieben: Die Klage ist nicht berechtigt. In erster Reihe kommt es bei Schule giebt der Justice" Veranlassung, die famose vom Kaiser, die Regierung und die toalirten Parteien sind in der offiziellen Leib= Busch erzählte Aeußerung der Frau des größten Verlegenheit, sie alle haben es nicht an feierlichen Ber­dieser Frage auf die Handwerksorganisation und auf den Be- Fürsten Bismard( Tödte alles in Frankreich ! Auch die Kinder! Sprechungen fehlen lassen und doch tritt immer deutlicher die fähigungsnachweis an. Was die erstere betrifft, so haben be- Reine Gnade für dieses Gesindel!") auszugraben und zu fragen, Unfähigkeit der Herrschenden zu tage, sich über die nothwendigen fanntlich die im Sommer 1893 vom preußischen Handels- ob solche Bestialitäten der deutschen Schule zur Ehre ge- für ein Wahlreformprojekt gemeinsam eintreten, wenn die Opposition Bugeständnisse zu einigen. Liberale, Klerikale und Polen müssen minifter veröffentlichten Grundzüge eine so widerspruchsvolle reichten? Im ganzen aber nimmt niemand die Fafeleien der Jungtschechen, Antisemiten und der kleinen Gruppen über Aufnahme in den Kreisen des Handwerks selbst gefunden, daß ernst. Der Temps" wundert sich blos, daß es in es unmöglich war, auf ihnen ohne weiteres fortzubauen. Nach Deutschland doch wunden werden soll. Nun sind aber die Interessen der drei. fo viele Narren gebe, die den gutachtlichen Aeußerungen, welche darüber laut wurden, auch bereit wären, persönliche Opfer( Geld) für diesen Liberalen und Klerikalen. Auf das Kräfteverhältniß diefer toalirten Parteien durchaus verschieden, vor allem die der mußte man im Zweifel fein, ob durch die Vorschläge den abgethanen Menschen zu bringen. Nun die Zahl der Narren Barteien wird jede Wahlreform einwirken, die größten Verluste Wünschen eines großen Theiles des Handwerks selbst, geschweige ist doch winzig flein, wenn man sie mit der Gesammtbevölkerung broben den Liberalen, und das verhängnißvolle für die Arbeit denn der großen Mehrheit desselben nachgekommen würde. Man vergleicht was wollen bei 50 Millionen zehn oder zwanzig hinter den Koulissen besteht darin, daß die den Liberalen ver­ist deshalb mit Naturwendigkeit von diesem Wege abgedrängt Tausend Narren bedeuten? Aber es sind gar keine Narren loren gehenden Mandate nicht blos den Sozialdemokraten zu gute worden und hat einen anderen eingeschlagen, der eher zum Ziele wenigstens nicht die Veranstalter des Spektakels sondern sehr zu führen verspricht, nämlich den, erst Vertretungstörperscharf rechnende Geschäftspolitiker, die in Bis- kommen dürften, sondern daß einige davon den sich der fchaften für das Handwerk zu schaffen und dann march den noch immer einflußreichsten Vertreter einer Politit Sympathie der Klerikalen erfreuenden Antisemiten und auch dieſe ſelbſt über die Organisation und andere Fragen fich fehen, die ihnen Millionen eingebracht hat, und die sie den Klerikalen selbst zufallen werden, so sollen Vertreter einigen zu lassen. Die Borbereitungen auf diesem Gebiete wieder eingeführt wünschen, um weitere Milliarden zu rauben. So war die Situation bis vor kurzem, fie ist noch verworrener entgegenstehender Interessen gemeinsame Arbeit werden eifrig gefördert und wenn auch nicht mehr für die Die Franzosen mögen doch an ihren eigenen Boulanger­laufende Reichstagstagung eine Vorlage nach dieser Richtung er- Rummel denken, der mit unserem Bismarck- Rummel die größte geworden durch den Austritt des Barons Dipauli aus dem wartet werden darf, so kann man doch für die nächste Tagung Aehnlichkeit hat. Die Aubeter" Boulangers opferten" viele Klerikaler, dem die Schädigung der Liberalen sehr am Herzen unterausschuß der Wahlreform Rommission. Dipauli ist ein darauf hoffen. Die Situation ist also nach dieser Seite völlig Millionen, aber nicht um der schönen Augen des braven liegt, deshalb beantragte er, abgesehen von der Einrichtung einer flar. Und nicht anders liegt es mit dem Befähigungs nachweis. Der Bundesrath hat sich ihm gegenüber bisher Republik , die Wiederherstellung der Kirchenmacht und die 70 Kreuzer( ca. 6 M.) herabzusetzen; dies hätte natürlich noch Generals" willen, sondern weil sie von ihm den Sturz der Arbeiterkurie, den Wahlzensus von 5 fl.( 8 M.) auf 3 fl. stets ablehnend verhalten. Es wird abzuwaren sein, ob die dauernde Befestigung der kapitalistischen Rammern, welche eine autoritative Vertretung des Handwerks Diebswirthschaft erwarteten. weitere Verluste der Liberalen an die Antisemiten zur Folge ge= Der Boulanger- Rummel darstellen sollen, im stande sein werden, für die Einführung war eben ein kaufmännisches Geschäft des Befähigungsnachweises Gründe herbeizuschaffen, welche den Bismard- Rummel. Nur daß die Franzosen sich den Schwindel legenheit wurde bekannt, daß die Liberalen den Wahlzensus eben ein faufmännisches Geschäft- gerade wie der habt. Da die übrigen Bertreter seiner Fraktion ihn aber nicht unterſtüßten, trat er aus dem Ausschusse aus. Bei dieser Ge­Bundesrath zu einer anderen Stellungnahme bewegen tönnen. nicht so lange gefallen ließen.- auf 10 fl.( ca. 17 M.) erhöhen wollen. Dem können nun die

noch

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Freilich die Kolonialpolitik ist zu gewissen Zwecken sehr nützlich. Die schneidigen" Kolonialbeamten vom Schlage des Leist find doch im grunde genommen das Ideal unseres Junker­thums, und was sie drüben in Afrika thun, ist nur, was unsere Junker in Deutschland thun möchten, wenn sie könnten. forten für die Neger und Negerweiber sei größer als die Vers Ober glaubt man etwa, die Verachtung der Leist und Kon­achtung der preußischen Vollblutjunker für unser arbeitendes Bolk und für das deutsche Weib aus der arbeitenden Klasse?-

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Teisten!

Stichwahl im Kreise Eisenach . Die Antisemiten Afrikanisches . Die Verurtheilung des Kanzlers Leist hat Klerikalen wieder nicht zustimmen, da ihr Führer, Graf Hohen wollen, trotz der ihnen widerfahrenen schlechten Behandlung, den Schmutzfleck, den die halbe Freisprechung dieses fittenlosen wart, als Ministerpräsident für die Herabsehung des Wahlzensus in der am 19. d. M. anstehenden Stichwahl für den Bauern und barbarischen Kolonialkulturträgers auf das Deutsche Reich eingetreten ist und vor allem deshalb, weil es ihren Interessen bündler stimmen, die Nationalliberalen aber, kühn wie und die deutsche Justiz geworfen, einigermaßen beseitigt; allein widerspricht. So ist kein Ende der Wahlreformarbeit abzusehen. immer, wollen sich der Abstimmung enthalten, weil sie der Prozeß hat Thatsachen zu tage gefördert, die es nothwendig Die Krone hat ihr Wort für die Wahlreform verpfändet, das

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Und ein Steckbrief! Gleich einen Steckbrief! Sie hätten

mich doch einfach vorladen können."

nur

Im

Geiste Köller's.

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Durch Abdruck des ersteren erbringt die" Kreuz- Zeitung " ben bedauernswerthen Beweis, daß im Rampf gegen die Sozial­Sie werden Deine Adresse nicht wissen-" D, wie ist es hocherfreulich, demokratie auch leidlich vernünftige Leute Verstand und " Sag' lieber, Frau, sie wollen sie nicht wissen. Jeder Solchen Jüngling noch zu finden, Urtheil verlieren, während der zweite in der Nord= nicht ber Jezt, in unsrer Zeit, wo täglich in der Gegend kann sie ihnen sagen. Sie wollen mich auf deutschen Allgemeinen"-es fostet nichts die Allgemeine" diese Weise um mein letztes Brot bringen. Und es wird Mehr und mehr die bessern schwinden. zu sein, als die gemeine sein für alle den unschuldigen Abonnenten dargeboten wird. Heine, Ich gebe in diesem ihnen gelingen, paß nur auf!- Aber, was noch zu thun Es läßt sich nicht leugnen, daß ein betrübender Geist laster Fall übrigens der Kreuz- Zeitung " den Vorzug. Ihr ist, werd' ich sogleich thun. Ich muß sofort nach Allenfeld , hafter und zügellofer Unbotmäßigkeit in der modernen Kunst Roman hat mehr Humor. Er erzählt von einer Kuni Dotterweich. mich stellen, daß der Steckbrief aufgehoben wird." immer mehr um sich greift. Kirchenlieder dichtet schon längst die auf dem Lande wohnt und zwar bei ihren Eltern, die Er nahm auf der Stelle von seinem Chef Urlaub, fein Mensch mehr und auch die patriotischen Barden, die so sich, da der Roman in der Kreuz- Zeitung " spielt, in Juden­ohne diesem etwas von dem Grund zu sagen, riß sich von staatserhaltend mittelalterliche Institutionen mit dem holden händen befinden. Wie so manch anderer ist Kuni mit ihrem seinen jammernden Angehörigen los, die meinten, Schimmer einer knechtseligen Romantik zu umgeben wissen, die Schicksal unzufrieden, was fein und erschöpfend dadurch gezeigt man würde ihn sofort ins Gefängniß sezen, und jedem historischen Plunder gefühlvolle Thränen nachweinen und wird, daß sie durchaus keine Kartoffeln mehr effen will. Da rannte zu Fuß durch die glühende Hige eines außergewöhn- sentimentalen Lakeien drohen eines kümmerlichen Todes zu der benachbarten Fabrikstadt arbeitet, schließt Kuni sich ihr an. für ihre verlorene Würde feine übrig haben, auch diese gerade eine Jugendfreundin die Kathel- im Ort ist, die in lich heißen Mittags im Altweibersommer über die Land- sterben. Selbst wenn der Kammergerichtsrath Wichert seinen Unterwegs aber stellt es sich heraus, daß die bewußte Kathel in straße, auf die vier Stunden entfernte nächste Bahnstation Fleiß verdoppelt und einen neuen Orden bekommt, kann er nicht ihrer besonderen Art Sozialdemokrat" ist. Sie will feidene zu. Einen Wagen zu nehmen, erlaubte er sich nicht, seine alles allein besorgen und auf Wildenbruch, der mehr Talent Kleider tragen, Rutsche fahren, Kuchen essen, mit einem Wort: fie Baarschaft war zu gering. hat als für einen Legationssekretär im Auswärtigen von Vortheil will, daß endlich einmal getheilt werden soll. Das wollen in der Traktätchen- Literatur Er lief, als ob er mit Hunden gehetzt würde. Der ist, scheint in letzter Zeit kein rechter Verlaß mehr zu sein. Mit um so sozialdemokratische Arbeiter immer. Selbstverständlich kann solche Verworfenheit Schweiß rannte ihm in Strömen von der Stirn, sein größerer Freude muß es alle wahrhaft fonservativen Glemente ja Gaumen schien seiner tastenden Zunge aus Leder. Als es unseres Staatslebens erfüllen, daß der Himmel uns einen artigen der Gesinnung nicht ohne Einfluß auf den äußeren Menschen noch eine gute Weile bis zur Station war, sah er ein, daß Jüngling befcheert hat, der abseits vom großen Haufen der bleiben und wie sie einmal die Röcke hochschürzt, darf der ge­Rebellen und Spötter wandelt und auf still verschwiegenen neigte Leser sehen, wie sie allerdings feingewebte, aber total er zu Fuß nicht mehr rechtzeitig für den Zug hinkommen Pfaden holde Träume spiunt. Theodor ist sein Name und zerrissene Strümpfe trägt, während bei der chriftlich- germanischen tönne. Er nahm Platz auf dem gerade vorbeifahrenden Dichten sein Beruf. Wohl haben schon andere vor ihm dasselbe Kuni, die noch durch keine Berührung mit der Sozialdemokratie Postwagen, so leid ihm auch das Geld that. Er er mit einigem Erfolg gethan, ohne in Preußen- Deutschland dafür verdorben ist, diese Bekleidungsstücke noch heil und dauerhaft reichte auch wirklich den Zug nur noch gerade im letzten besonderen Lohn zu ernten, was aber Theodor zur Hoffnung des find. Man sieht: Theodor kennt seine Kunst und weiß, daß Augenblick. Staats und zur Freude seiner Familie macht, ist der Umstand, prägnante Charakteristik in ihr eine Hauptsache ist. Kuni tommt Als Schwarz in Allenfeld autam( es war 3 Uhr nach- baß er mit Berlaub im Geifte Röller's dichtet. Als in indeffen nach der Stadt, lernt Sozialdemokraten fennen und hat nach- baß mittags geworden), stürzte er sofort in die Wohnung des jener Sigung des Abgeordnetenhauses der Mann aus Hinter sogar das Unglück, sich in den Kölbe Lorenz, einen eifrigen pommern aufstand und in seiner historischen Literaturrebe mit Agitator, zu verlieben. Dieser Kölbe, der ihr die Ehe verspricht, jener Feinheit und Grazie des Geistes, an die er uns nun ein- wäre natürlich kein Sozialdemokrat, wenn er nicht, ohne ihr " Der Herr Staatsanwalt arbeiten im Privatkabinet," mal gewöhnt hat, einige Dichter todtschlug, die Nieber- etwas davon zu sagen, zu Hause eine halbwahnsinnig geprügelte wurde ihm vom Dienstmädchen mitgetheilt, und lassen jezt ding vorher gelesen hatte, erklomm für die deutsche Frau und fünf bis sechs hungernde Kinder hätte, abgesehen davon, niemand vor". Literatur, insonderheit aber für die, so innerhalb der daß er fäuft, faulenzt und den Mund bei jeder Gelegenheit Aus einem starken Schnarchen, das durch die halb- schwarz- weißen Grenzpfäble unter den Augen einer hohen Polizei entfeßlich rüpelhaft aufreißt. Theodor ist fich eben feiner offene Verbindungsthür drang, entnahm er, daß die Arbeit" geboren wird, ein neues Morgenroth die Hügel, und die Götter Aufgabe bewußt: Er soll die Sozialdemokratie todtdichten und des Beamten in der Erledigung eines Nachmittagsschläfchens die in diesen Zeitläuften unserm Lande besonders gewogen er thut es. Er hat ein Amt und feine Meinung. Wenn er noch nicht scheinen, fügten es, daß ein Jüngling unter uns wandelt, ganz Reservelieutenant ist, soll man ihn schleunigst dazu machen. Wer bestand. berufen und auserwählt, die goldenen Worte seines hohen noch nicht weiß, wie ein Streit verläuft, und keine Zeit hat, Meisters in künstlerische Thaten zu wandeln. Zwei Romane Bola's" Germinal" zu lesen, tann es auch von Theodor er­soweit unsere Kenntniß reicht hat bis jest in gnadenreicher fahren. Die Arrangeure desselben sind Fremde, regelrechte Ab­Stunde seine Muse geboren, wovon der eine Drei Sozial gesandte der Parteileitung. Dergleichen Sünder find gottlob demokratinnen" heißt, während der andere zum feinen felten. Landestinder. Die Mitglieder des Streiffomitees bes Unterschiede den Titel Eine Sozialdemokratin" führt. fommen täglich je 8 M. Diäten, nnd denunziren sich, nachdem

Staatsanwalts.

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Nach längerem Parlamentiren erhielt er die Erlaubniß, zu warten, bis der Herr Staatsanwalt seine, Privatgeschäfte" erledigt haben würde.

( Fortsetzung folgt.)

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