en mit den Bertretern der Sozialdemokratie und der Arbeiter einießen, murde der Streit binnen weniger Tage zur allgemeinen Beriedigung abgebrochen. In Berlin dauerte er dank diefen Unge chicichkeiten etwas länger."
Jedem, der nicht völlig die Zeit verschlafen hat, werden die chweren Kämpfe in Erinnerung sein, die um jene Zeit innerhalb der sozialdemokratischen Bewegung ausgetohen ourden. Und jeder, der nicht absichtlich die Augen er en Latfachen verschließt, wird sich erinnern, daß gerade Ebert is Führer Der alten Sozialdemokratie in den Auseinanderlegungen mit Den Spartafiften und den ehemaligen Unabhängigen in Dorderster Reihe stand. Der ganze Streit unter den Rechts- und Linkssozialisten drehte sich ja einzig und allein um die Stellung zur Landesverteidigung. Daß dem jozialdemokratischen Parteivorstand, und insbesondere feinem Borsitzenden Ebert deshalb nicht nur von spartakistischer Seite, jondern auch von den Unabhängigen die schwersten Vorwürfe gemacht wurden, daß er noch bis weit nach dem Kriege als Sozialpatriot", als Raisersozialist", ja fogar als„ Sozialverräter" bezeichnet wurde, ist allgemein bekannt.
Ohne daß wir heute alte Wunden aufreißen wollen, muß an diese Tatsache doch erinnert werden angesichts der Ungeheuerlichkeit, daß mun gerade Ebert in Gemeinschaft mit Scheide mann und anderen Sozialpatrioten" als ein Landesver räter dargestellt wird. Die Kreuz- Zeitung Die Kreuz- Zeitung " hat den Artikel des Genossen Heine zum Anlaß genommen, eine ganze Beilagenseite der Rolle Eberts im Januarstreif zu widmen. Darin führt sie ein funterbuntes Gemisch von Zitaten aus allen möglichen Schriften auf, durch das sie beweisen will, daß der Munitionsarbeiterstreit vom Januar 1918 an sich politischen Charakter hatte und für die Landesverteidigung gefährlich geworden sei. Von einer positiven Tätigkeit Eberts, außer der von Heine zugegebenen und allgemein bekannten, tann allerdings selbst die" Kreuz- Zeitung " nichts nachweisen. Um fo eigensinniger hält sie an der Fiktion fest, daß jeder, der damals an der Leitung und an den Verhandlungen beteiligt war, ein Landesverräter sei.
In einer neuen Erflärung an das„ Berliner Tageblatt" fagt Wolfgang Heine :
In Köln und München waren die Behörden flug
genug, den Einfluß der sozialdemokratischen Führer auf die Massen nicht zurückzuweisen, und infolgedessen hat hier der Streit sehr bald ein Ende gefunden. Im bayerischen Landtag hat der Minister selbst den Sozialdemokraten seinen Dank für ihre' Ife ausgesprochen. Nur in Berlin , wo engffirnige, dem pelilifchen Leben völlig fernstehende Bureaukraten und Militärs fich einbildeten, man müßte solche Bewegungen mit Gewalt unterdrücken, hat sich der von vornherein aussichtslose Streit etwas länger hingezogen. Gerade Gewaltmaßregein solcher Art haben dazu bei getragen, die Stimmung im Lande zu verderben und den Geist des Heeres an der Front dadurch zu ersehen, daß der höchste Dienst für die Sicherheit des Baterlandes als Strafe gegen unbotmäßige Arbeiter verhängt wurde.
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Ernsthaft wird selbst in den Streifen der Deutschnationalen niemand daran glauben, daß der angebliche Landesverrat" irgendeine positive Unterlage habe. Das ganze Gerede läuft in Wirklichkeit darauf hinaus, daß den Deutschnatio nalen die geistige Munition im Wahlfampf abhanden gekommen ist und daß fie nun mangels eines eigenen Führers sich an den Reichspräsidenten halten, damit er ihnen, wenn auch wider Willen, in irgendeiner Weise den nötigen Zündstoff für ihre Propagandareden liefere.
Sie werden freilich damit keinen Erfolg haben. Denn, nachdem ihre blöden Berleumdungen über die vermeintlichen Rittergüter, Jagdschlösser und Billen des Reichspräsidenten ergebnislos verpufft find, wird auch ihre patriotische Entrüftung über den ,, Landesverräter" ins Waffer fallen. Der 7. Dezember wird vollenden, was in Anhalt, Mecklenburg und Hamburg so hoffnungsvoll begonnen ist: der deutsch nationale Sput, der sich seit dem 4. Mai so wichtigtuerisch breit machte, wird verscheucht werden und
Der italienische Barbier.
Stagione in der Staatsoper. Gewiß ist, belehrt durch das Fiasto der Mascagni - Gruppe, Berlin nicht mehr gewillt, eine neue Truppe ohne Kritik hinzunehmen. Ja es ist steptisch geworden, auch wenn ein nech so berühmter Star über die Alpen geflogen tommt. Die geftrige erste Vorstellung des italienischen Ensembles, Roffinis Barbier, wurde warm und respektvoll, doch mehr unter dem Blickwinkel des gesell schaftlichen als des fünstlerischen Ereigniffes begrüßt. Der Reichspräsident mit Gattin wohnten der Aufführung bei und bewiesen durch ihre Anwesenheit die unentwegt freundschaftliche Gesinnung, die man in Deutschland italienischen Gästen in der Oper des Staates entgegenbringt. Ob allerdings der Preis eines Parketiplages don 24 M. refp. 30 m. eine richtige, deutschen Verhältnissen entfprechende Kalkulation ist. dürfte bezweifelt werden.
Der wahre Meister des Abends, der einzige vielleicht, ift Riccardo Stracciari . Er ist das belebende, lustige, anregende Element der Truppe, er hat die ausdrucksvoll große, weitklingende Stimme, mit der er, ab und zu unserem Bohnen ähnelnd, pathetisch, teď und ironisch zu spielen imstande ist. Seine Sprache, fein Rezitativ ist ein melodischer Springquell, und wenn er auch das Primabonnenhafte nicht gerade ausschaltet, so wirkt sein quirliges Temperament bei aller Wohlbeleibtheit der Figur doch natürlich genug, um zu gefallen. Auch die Rosina, von der Frau Capsir hat ihre Reize. Die Stimme ist nicht mehr in voller Blüte, doch bleibt ihr Viergesang, wenn er nicht in dramatischen Höhen zugespißt flingt, ebenso gefällig wie das schnippische Spiel. Ein mittelmäßiger Tenor, der erst im zweiten Att auflebt, ein äußerlich wirksamer Baßbuffo, ergänzen das Ensemble, das man in ernster Oper gern wieder sehen möchte.
Das Außergewöhnliche hätte vom Orchester ausgehen können. Der Dirigent Armani hatte viele, vielleicht zu viele Striche aufgemacht und folgte feinen Sängern sehr angemessen, fehr fider. Aber die Tempi Italiens , die Berauschtheit, Grazie, Delikatesse und Unbeschwertheit dieser Edelpartitur hätten wir uns anders gedacht, hoben wir in Deutschland schon einschmeichelnder gehört. Lout oder leise das schien das wichtigste Problem für den Dirige: tten zu sein. Er löste es leider nicht so sehr für die Feinhörigen als für die Schwerhörigen. Vielleicht fehlt ihm der Zusammenhang mit einem so feingliedrigen Instrumentalorganismus wie dem der Staatsoper, den er zu massiv und scharf anfaßte.
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K. S.
der neue Reichstag ein Gesicht bekommen, das den Ausreißern| 74 255 Stimmen der Boltsgemeinschaft Stadt und Land enthalten von 1918 und ihren Trabanten sehr wenig angenehm sein find. Zieht man aber die Verhältnisse im deutschnationalen Lager in Betracht, so ist der Schluß wohl nicht verfehlt, daß die Wahlwird! müdigkeit nicht auf voltsparteilicher, sondern auf deutsch nationaler Seite liegt. Könnten die Ziffern Der Deutschen Volkspartei gesondert erscheinen, so würde ein erheblicher Zuwachs der DBP. festzustellen sein."
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Der Katzenjammer.
Nach der Bürgerblockpleite in Anhalt.
Alles in allem: Anhalt hat eingeschlagen! Aber es ist noch nicht zu Ende! Rüstringen - Wilhelmshaven dasselbe Bild, und es geht weiter. Es geht weiter! Da ist kein Halten mehr bis zum 7. Dezember. Die Abrechnung fommt, bald wird das Entsetzen der Rechten zur hellen Banik geworden sein!
Im ersten Schrecken über das Resultat von Anhalt hat die Rechtspresse alle Vorsicht vergessen und ihr wahres Geficht gezeigt faffungslos, von Entfegen geschlagen. Das waren faffungslos, von Entsegen geschlagen. Das waren fchon teine Elegien mehr, sondern der Anfang einer Panit. Heute, vierundzwanzig Stunden später, suchen sie die Fassung wiederzugewinnen. Aber es gelingt nicht mehr recht. Das Entfeßen wird jetzt durch fassungslose But abgelöst- die zeigt noch deutlicher, wie die Rechtsparteien die Niederlage am Abgeordnetenimmunität und Interregnum. herannahen fühlen. 7. Dezember unvermeidbar Sie Der Ueberwachungsausschuß wird die Frage behandeln. toben: ,, internationale Dissidenten gegen christliche BarAm Mittwoch, 12. November, tritt der Ueberwachungsausschuß teien" wobei die Kreuz- 3eitung", die sich des Reichstags zusammen, um zu der Frage der Immunität helfen kann, das Zentrum zu den nicht anders helfen der Mitglieder des leberwachungsausschusses und des ,, internationalen Dissidenten" rechnet; oder Wahlterror Auswärtigen Ausschusses während des Reichstagsinterdes Reichsbanners Schwarz- Rot- Gold", wie in der Deut regnums zu beraten. Als die Auflösung des Reichstags im De= chen 3eitung" zu lesen steht; oder, in trauter Gemeinschaft mit der Deutschen Zeitung" die Rote Fahne ":
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" Der Stimmenzuwachs der SPD . ist hauptsächlich auf den bis zum Wahlterror gesteigerten Schlepperdienst unter den Nichtwählern durch das Reichsbanner zurückzuführen. Magdeburg , die Bundeshauptstadt des schwarzrotgoldenen Faschismus, hatte ganze Regimenter ouf Anholt am legten Sonntag losgelassen." Kommunist deutschnationale Klage über Wahlterror. durch Republikaner - ein feines Bild.
Die
zember 1923 bevorstand, vertrat der Aeltestenrat die Anschauung, daß für den Fall der Aufiösung die noch Artikel 27 bzw. 35 der Verfassung in Funktion bleibenden Organe des Reichstags im Besiz ihrer geseglichen Rechte verbleiben". Diese Stellungnahme hat der damalige Reichstagspräsi dent Löbe in der Plenarsizung vom 8. Dezember 1923 dem Reichstag zur Kenntnis gebracht.
Unter dem Regime des deutschnational- volfsparteilichen InnenNoch erheiternder als der Anblick des Grimmes der Unter- ministers Jarres begann die Verfolgung auch jener Mitglieder der am 30. Oftober beim deutsch nationalen Reichstags= legenen ist der Krach der Bundesbrüder untereinander. Deut. KPD. , die in den Ausschüssen fizen. Die KPD. hat sich deshalb sche Volkspartei und Deutschnationale wollen plöglich nichts präsidenten befchwert. Sie erhielt von Wallraf die Antmehr voneinander wissen. Triumphierend zog die RechtsWahrung der Rechte der nach Artifel 35 der Reichsverfassung presse nach der Reichstagsauflösung in den Wahlkampf mit der mort, baß er bereits mit dem Reichsminister des Innern zwecks Deutsche Allgemeine Zeitung" schrie nach dem haben sein Schreiben an den Innenminister, in dem er sich ganz auf Parole: Bürgerblod oder Sozialdemokratie". fungierenden Ausschußmitglieder in Verbindung getreten" sei. Wir Wahlbündnis der Rechtsparteien, Block der Rechben Standpunkt seines Vorgängers und aller Romanentatoren der ten war die Parole. Heute schreibt dieselbe" Deutsche Allge- Reichsverfassung stellt, schon am 3. november veröffentlicht. Inmeine Zeitung": zwifchen find zwar bereits etliche weitere Tage ins Land gegangen, aber eine Erklärung des Herrn Jarres liegt immer noch nicht vor.
Auch wir sind zu Beginn des Wahlkampfes für ein Wahl abkommen zwischen Deutschnationalen und Deutsche Volkspartei eingetreten. Das soll mun nicht aber so verstanden wercen, daß die Parteiunterschiede vollständig in einer Sammelliste zerfließen, müßten, denn die Anziehungskraft der in einem Wah blod vereinigten Parteien wird zweifellos nicht erhöht."
3weifellos! Die parteioffizielle Nationalliberale Korrefpondenz" der Volkspartei wendet sich ebenfalls mit Schaudern von den Deutschnationalen ab:
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Wie kann die Wahlmüdigkeit beseitigt werden? Zweifellos nicht dadurch, daß noch einmal Deutsche Boltspartei und Deutsche nationale Volkspartei sich zu einer gemeinsamen Liste vereinigen. Im Gegenteil hat die Reichsparteileitung der Deutschen Volkspartei von vornherein das Richtige getroffen, als sie gleich nach Auflösung des Reichstages die Parole ausgab:„ Die Deutsche Volkspartei führt den Wahlkampf selbständig!" Würde man den Vorschlägen gewisser fogenannter überparteilicher Organisationen folgen und eine gemein fame Liste von Deutscher Boltspartei und Deutschnationaler Belfs. partei herstellen, so würde die Ausführung eines solchen Borschlages nicht geeignet fein, die Wahlmüdigkeit im bürgerlichen Lager zu heben. Die praktische Politik beider Parteren war boch im entscheidenden Augenblick und in großen Fragen zu ver schieden, als daß man von ihren Wählern verlangen könnte, sich nun ohne weiteres zu einer Listenverbindung zu verstehen."
Zu allem streiten sich nun die Bürgerblockbundesgenossen um den Anteil an den Stimmen, die sie gemeinsam erworben haben. Die Volkspartei fühlt sich geschäftstüchtiger und reklamiert den Löwenanteil für sich. Die Nationalliberale Korrespondenz" schreibt:
Die genaue Stimmenziffer der Deutschen Boltspartei läßt sich nicht angeben, da die volksparteilichen Stimmen in den
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die nur zum kleinen Teil veröffentlicht worden sind, die Wichtigkeit des Heimatschutes immer wieder eindringlich betont. Mit feinem Humor wußte er den beider me st so funstfremden Politikern es bei zubringen, daß der Künstler in Fragen des Heimatschutzes der beste Sachverständige ist. Die Künstler sind sehr bescheiden," sagte er einmal;„ einer der Hauptwünsche, der mir, feit ich im Landtag size, vorgetragen worden ist, besteht darin, daß sie auch einmal gehört benkmäler des Landes handelt. Im Stillen habe ich mir gedacht, werden wollen, wo es sich um Erhaltung der Kunst- und Naturdaß man die Künstler, die in gewissen Bezirken heimisch sind, zu Heimatschuhmännern ernennen könnte oder zu Waldhütern, da diese ja den Titel Fortwart" angenommen haben." Der Meister flagte beweglich im Landtag über das allmähliche Berfinken der schönen deutschen Heimat. Er erläuterte das an einem drastischen Beispiel, indem er meinte, die Zeit sei gar nicht mehr so fern, da werde man das Eichendorffsche Lied In einem fühlen Grunde, da geht ein Mühlenrad" nur noch mit einem Kommentar verstehen können. Was ist ein fühler Grund? wird man fragen, und die Erklärung wird lauten müssen: Da, wo jeßt die großen Eisenrohre hingehen, da war einmal im Tal ein Bach, der hat ein großes Mühlenrad getrieben, über das das Wasser stürzte, so daß es im hellen Sonnenlicht wie Diamanten gligerte. Und dann werden die Ander weiter fragen: Wo ist denn die schöne Müllerin, die dort gewohnt hat? Ja, wird man antworten müssen, die arbeitet jegt Stadt; schön ist sie immer noch, aber sie hat keine roten Baden mehr. in der Fabrik oder ist Verkäuferin in einem Warenhaus in der Neben die Erhaltung der alten Bauernkunst, der Bauerntracht und Bauernbräuche, für die Thoma unermüdlich eintrat, hat er stets den Schuß der Landschaft gestellt, mit der ja diese Volkskunft aufs engste verschwistert ist. Für seinen geliebten Schwarzwald hat er rührende Worte gesprochen und auch für seine gefiederten Bewohner, Waldestünstler," me nte er in seiner schalthaften Art. Die Singdie Singvögel. Ich fühle mich sozusagen als Anwalt unserer vögel haben sich mit einer Betition an mich gewendet ich weiß nicht, wie sie es erfahren haben, daß ich jetzt Mitglied der Ersten Rammer bin. Auch einige Raubvögel haben unterschrieben, und weil sie so schön sind, möchte ich auch für sie ein gutes Wort einlegen. Ich denke, der Haushalt der Natur ist doch wohl noch tomplizierter als der Haushalt des Staates, und wer vermaa fo genau zu wissen, ob nicht am Ende auch diese Räuber eine Aufgabe zu erfüllen haben." So hat Meister Thoma nicht nur durch seine Kunst, sondern auch durch sein Wort und sogar als Politiker die Ideen des Heimatschutzes vertreten, und man follte wohl aus seinen Reden, Auffäßen und Sprüchen ein Büchlein zusammenstellen, das uns immer an diese Menschenpflicht gemahnt.
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Das Fiasto des Bühnenvolksbundes in Berlin . Der Generalsekretär des Bühnenvolfsbundes sendet uns zu unserer Betrach tung über den Zusammenbruch des Dramatischen Theaters einige Berichtigungen auf Grund des§ 11. Die Leser werden gleich leben, was für Berichtigungen das sind. Aber wir drucken sie gern ab. Also:
Hans Thoma als Vorkämpfer des Heimatschuhes. Hans Thoma ist wohl der erste freie Künstler gewesen, der auch eine politisch wichtige Stimme zum Schuß der Kunst und der Heis 1. Es ist unwahr, daß das Theater in der Komman. mat erhoben hat. Er wurde bekanntlich in die Erste. Badische dantenstraße vier Wochen lang unter dem Regiment des Ständefammer berufen und er hat in feinen portrefflichen Reden,| Generalsekretärs Gerst gestanden hat, Wahr dagegen, daß diefes
Trogdem wird die KPD. auch weiter über die Terrorpartei" der Sozialdemokraten Beter und Mordio schreien und den Deutschnationalen Lafaiendienste le: ften. Ein echter Weltrevolutionär von Mostaus Gnaden hat seine eigene Auffassung von der Lo
Ein Präzedenzfall.
Uns wird geschrieben: Zu der jetzt aufgeworfenen Frage, ob die Mitglieder des Auswärtigen- bzw. Ueberwachungsausschusses des Reichstages auch nach der Reichstagsauflösung immun find, fann festgestellt werden, daß diese Frage nach der Auflösung des vorigen Reichstages bereits zu entscheiden war, und zwar in dem Fall des früheren Reichstagsabgeordneten Eichhorn. Gegen diesen war im Jahre 1919 ein Haftbefehl erlassen worden, der im Jahre 1924 nach der Auflösung des früheren Reichstages hätte vollstreckt werden können, wenn Eichhorn nicht immun war. Er war damals Mitglied des Auswärtigen Ausschusses und nahm als solcher den Schutz der Immunität in Anspruch. Die für die Boll. stredung des Haftbefehls zuständige Behörde, die Staatsanwaltschaft I Berlin , hat die Frage dama's geprüft und sich auf den Standpunkt gestellt, daß Eichhorn als Mitglied des Auswärtigen Ausschusses immun sei, und daß der Haftbefehl nicht vollzogen werden dürfe.
Der Magiftrat von Hannover hat dem Antrag des Oberbürgermeisters Leinert, ihn zum 1. Jamar 1925 mit den ihm zu stehenden Bezügen in den Ruhestand zu versehen und ihn dis dahin zu beurlauben, zugestimmt.
Türkische U- Boote. Das türkische Wehrministerium steht wegen Baus von sechs Unterseebooten mit einer ausländischen Gesellschaft in Unterhandlung.
Theater nie unter seinem Regime stand. Es bestand ein Lieferungsvertrag. An der Schließung des Theaters waren wir weder finanziell noch sonstwie beteiligt..
2. Es ist unwahr, daß das Experiment mit dem Stegliger Schloßparttheater völlig negativ endete. Wahr dagegen, daß wir mit diesem Theater überhaupt fein Experiment gemacht haben, vielmehr dem Theater, mit dem wir an sich ja nichts zu tun dem Direttor die Abwicklung seiner Verpflichtungen zu ermöglichen hatten, eine Beihilfe besorgten und ein Darlehen gewährten, um und die Schädigung der Schauspieler durch einen Zusammenbruch des Theaters zu verhindern. Es wurde dann auch die Spielzeit bis zur Verpachtung des Hauses an eine Sommerdirektion durchgeführt.
Man sieht, der Bühnenvolfsbund ist ein Wohltäter der Mensch heit. Er besorgt Theatern, mit denen er nichts zu tun hat, Beir hilfen, gibt ihnen Darlehen usw. Es lohnt nicht, über Worte zu streiten, wo Tatsachen vorliegen. Das Theater in der Romman dantenstraße wurde sogar als Theater des Bühnenvolksbundes“ bei der Eröffnung beeichnet.
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In einem Zirkular an die Presse teilt der Bühnenvolksbund weiter mit, daß er von seinem Borpachtsrecht beim" Dramatischen Theater" feinen Gebrauch gemacht hat, vor allem weil die sinnlose und unwahrhaftige Heze der Linkspresse ein gedeihliches Arbeiten im Augenblid mindestens erschwert". Aber auf Grund von KreditTheaters in Berlin energisch weiter verfolgt. zusagen wird der Blan eines christlich nationalen probiert es Herr Gerst, nachdem er mit der Wohltätigkeit und den indirekten Methoden der Beteiligung bisher in Berlin Fiasko er litten hat, mit einer offenbundigen Theatergründung. Er kann unferes regsten Interesses dabei versichert sein.
Vielleicht
Kapelle des Karlsruher Hauptfriedhofs die Gedächtnisfeier für Hans Hans Thomas Beisehung. Montag nachmittag fand in der Thoma statt, der der Staatspräsident, der Finanzminister, der Oberbürgermeister, der Reftor und Bertreter des Senats der Universität Heidelberg fowie Bertreter von Kunst, Wissenschaft und Wirtschaft beiwohnten. Die Gedächtnisrede hielt Kirchenrat Fischer, der das Lebens- und Charakterbild des Verstorbenen zeichnete. Dann wurde der Sarg van acht Schülern der badischen Kunstgewerbeschule zur letzten Ruhestätte auf dem nordöstlichen Teil des Friedhofs geleitet, wo die Stadt Karlsruhe ihrem Ehrenbürger einen Ehrenplatz ein geräumt hat.
Das Märchenspiel Figlifik der Himmelsichneider", von Mar Jungnidel, gelangt im„ Nenen Theater am 300" bis auf weiteres an jedem Mittwoch, Sonnabend und Sonntag, nachmittags 3%, Uhr, zur Aufführung.
Aus dem Nachlaß von Bernt Grönvold, dem verstorbenen norivegischen Maler und Kunstfreund, der jahrzehntelang im Berliner Kunstleben wirfte, hat seine Bitwe der Berliner Staatlichen stunstbibliothet cine wertvolle Stiftung gemacht. Es find rund 300 illustrierte Bücher des 19. Jahrhunderts, Berle über Stunst und Stünstler der Gegenwart, sowie eine Sammlung von Einzelblättern, die sie der Kunstbibliothet in der Prinz- Albrecht- Straße schenkte.
Eine Sammlung von Marim Gorfis Erzählungen erscheint demnächst im Berlag Heffe& Beder in Leipzig . Sie umfaßt drei Bände und enthält alle die in ihrer Art Hlassischen Geschichten, die Sortie Ruhm begründet haben.