Arbeiter Sport
Die Wirtschaft hebt die Volksgesundheit!
Durch Lohnabban und Werksportvereine.
In der vergangenen Woche hat auf Einladung des Präsidenten drr Industrie- und Handelskammer v. Mendelssohn, der Präsident des deutschen Reichsausschusses für Leibes. übungen Dr. Lewald über die Beziehungen von Wirtschaft und Leibesübungen" gesprochen.
Es ist in hohem Maße bedenklich, wenn sich die Wirtschaft für den Sport zu interessieren beginnt. Dr. Lewald, der wilhelminische Staatssekretär des Innern a. D., hat denn auch die Ermartungen der Herren nicht enttäuscht. Er sprach davon, daß die Steuern immer noch start auf die Wirtschaft drücken. Natürlich unterstützt er die Steuergeschenke der Regierung an Industrie und Handel, Steueribbau" genannt. Besonders haben es aber die hohen Soziallasten" Herrn Lewald angetan; er weiß, womit er sich bei den Unternehmern einführen kann. Die Verschlech terung des Gesundheitszustandes unseres Volkes, die fich in verstärkter Inanspruchnahme der Krankenkassen und früherer Invalidität der Arbeiter ausdrückt, will Herr Lewald durch systematisch ausgebaute und betriebene Leibesübungen beheben. Nur fo tönne mit einer Senkung der Sezialbelastung gerechnet werden. Das Letztere hat der Vortragende allerdings nicht ausdrücklich gesagt, aber wenn sein Vortrag bei den Wirtschaftskapitänen überhaupt einen Zweck haben sollte, so doch nur den genannten.
Arbeitersport und Bildungsarbeit.
Die Arbeit in den Arbeitersportorganisationen muß lebendiger gestaltet werden, wozu vor allem die jugendlichen Mitglieder heranzuziehen find. Sie müssen auch in den Sportverbänden geistige Anregungen erhalten, um sie vor der Mechanisierung ihres Lebens auch in ihrer Freizeit zu bewahren. Der Arbeitersport steht gerade deshalb im Gegensatz zum bürgerlichen Sport, weil er die förperliche Durchbildung in glücklicher Weise mit der Pflege einer gewissen geistigen Regsamkeit, die aus dem sportlichen Aufgabenkreis herausgeistigen Regsamkeit, die aus dem sportlichen Aufgabenkreis herausgewachsen ist, verbindet.
Heute sind es wohl in der Hauptsache nur die Samariter, die Renntnis vom Aufbau des menschlichen Körpers haben. Aber auch alle anderen Sportler bis zum jüngsten Mitglied müßten für die Funktionen des Körpers in allen seinen Teilen interessiert werden. Wie wäre es zum Beispiel, wenn die Funktionäre, die Borturner und andere durch Kurse ständig über alles Wissenswerte auf diesem Gebiete unterrichtet würden, damit sie etwa an Turnabenden bei besonderen Uebungen an den einzelnen Geräten durch kurze Vorbemerkungen die Wirkung der Uebungen auf Körper und Muskulatur, ihre Einseitigkeit oder Vielseitigkeit erläutern fönnten. Wenn das heute hier oder dort vielleicht schon geschieht, so doch wohl noch ziemlich versteckt. In den Kreisen und Gauen ist damit zu beginnen. Auch die oft recht ausgedehnten fruchtlosen Debatten in den Mit gliederversammlungen fönnten ganz gut zusammengedrängt werden. um für die genannten Zwecke eine halbe Stunde zu gewinnen. Es Für Herrn Dr. Lewald existiert die Tatsache, daß die Industrie gibt heute in der Arbeiterbewegung schon genügend Aerzte und hohe Soziallasten" hat, was wir entschieden bestreiten. Er hat andere durchgebildete Kräfte, die sich zweifellos gern in den Dienst offenbar feinen Augenblick darüber nachgedacht, daß der schlechte dieser guten Sache stellen würden. Es muß in den Gruppenabenden Gesundheitszustand unjeres Volkes immer noch eine Folge unserer Arbeitersportler in der Frage der Naditultur unbedingt erscheinung der Hungerzeiten während des Krie die Stellung der Moral und Ethik im gesellschaftlichen Leben und ges ist und daß sich die Arbeiterschaft auch unter dem ungeheudas der Sexualität in den eigenen Reihen mit zur Diskussion heranren Lohndrud während der Inflationsjahre einfach nicht gezogen werden. Wenden wir uns gar der rhythmischen Gymnastik sattessen konnte. Das wirkt sich in der Volksgesundheit jetzt eben zu, so ist diese wohl von den unseres Erachtens dazugehörigen mufiaus und wird auch bei der heranwachsenden Generation erst recht falischen Gefühlselementen gar nicht zu trennen. Die Pflege des noch zu merken sein. Es wirkt geradezu femisch, wenn sich Herr fünstlerischen Empfindens wird hier mit zur notwendigen GrundDr. Lewald an dieselben Wirtschaftskreise um finanzielle Unter- lage. stützung beim Ausbau der Leibesübungen wendet, die auch jetzt wiederum dabei sind, die Löhne abzubauen und soziale Errungenschaften, wie Urlaub und Achtstunden tag, aus den Tarifverträgen verschwinden zu Iaffen. Die Zeit der Wirtschaftskrise ist ihnen gerade willkommen dazu. So tragen dieselben führenden Wirtschaftskreise" zur Ver schlechterung der Volksgesundheit bei, die Herr Dr. Lewald und sein Reichsausschuß jest um Unterstützung bei der Hebung der Volksgesundheit angeht.
Mit Leibesübungen allein ist hier nichts getan! Industrie und Handel könnten viel mehr für die Hebung der Volksgesundheit tun, wenn sie für austömmliche Löhne sorgten. So könnte am besten der Ernährungszustand und damit auch die Volksgesund heit gehoben werden. Aber darauf tommt es den Wirtschaftern nicht an. Ihr Ziel sind die Wertiportvereine, wo sie die Arbeiter und Angestellten unter ihrer Knute haben. Herr Geheimrat Dr. Frisch, Direktor bei der Dresdener Bant, sagte denn auch die Unterstügung der Wirtschaft" zu. Den Anfang mit der Hebung der Volksgesundheit durch Werfsportvereine" hat gerade die Dresdener Bank in ihren Sportvereinigungen schen gemacht.
Der ganze Bortrag des Präsidenten Dr. Lewald und sein 3ufammentreffen mit den Wirtschaftsführern ist doch als abgetar tetes Spiel zu leicht erkennbar. Die Arbeiterschaft weiß, wohin der Kurs geht und wird neben der förperlichen Ertüchtigung in ben Arbeiter sportverbänden auch um die Verbesserung ihrer Lebenshaltung fämpfen.
Von einem Teilnehmer an dem Vortrag wird uns noch folgen des mitgeteilt:
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Einen guten Teil feines Referates verwandte Herr Lewald darauf, der entschwundenen allgemeinen Wehrpflicht" ein fräftiges Loblied zu fingen. Die gewaltigste Boltsschule, die Heeresschule, ist uns genommen..... Sie hat uns eine Fülle förperlicher, geistiger und fittlicher(!) Elemente vermittelt und war eine Schule der Ordnungsliebe, Tattraft.und Willenstraft." Nicht zuletzt fei unsere Bormachtstellung" vor dem Kriege auf diese Bolts schule zurückzuführen. Nun, Herr Präsident, wir sind darüber ganz anderer Meinung, besonders, was die geistigen und sittlichen Elemente" angeht! Ihre Behauptung, daß die soziale Gesez gebung Deutschlands ein Werk unseres alten teuren Kaiser Wilhelms" fei, zeugt nur von byzantinischer Einstellung, läßt aber einfachste politische Kenntnisse vermissen. Ferner: Das deutsche Reich republikanischer Fassung ist noch nicht im stande gewesen, einen Reichsorden zu schaffen", erst der Reichsausschuß mußte in seinem Sportabzeichen einen Ersatz geben. Das ist allerdings eine ganz grobe Nachlässigkeit der RepuElif. Man fann demnach die geringe Sympathie Sr. Exzellenz für Diese Staatsform woh! verstehen! Erfreulich war die Betonung des internationalen Charakters des Sports, die aber nach Worten wie das diesjährige Kampfspiel in Köln fall das Befreiungs. Ipiel werden", in der Welt keinen Widerhall finden dürfte.
Russische Schwimmer in Berlin .
Nach unendlich langen und schwierigen Verhandlungen ist es bem„ Schwimmverein Vorwärts, Berlin 1897, E. B." gelungen, eine gute und sportlich sehr starke Mannschaft der Leningrader Schwimmer nach Berlin zu verpflichten. Leider war es den russischen Schwimmern nicht möglich, zu den ersten Beranstaltungen und Wettkämpfen einzutreffen, so daß der für den Empfang der russischen Genossen geplante Festabend im Lehrervereinshaus ohne dieselben stattfinden mußte, während die Wettkämpfe verschoben wurden. Gestern sind nun die russischen Sportler in Berlin eingetroffen und nach herzlichem Empfang auf dem Bahnhof in ihre Quartiere geleitet worden. Die Erwartungen, die an den ersten Start russischer Schwimmer in Deutschland gestellt worden sind, dürften sich erfüllen, da sie gute Sportler find. Unterstützt von verfchiedenen Groß- Berliner Bereinen werden die Wettkämpfe äußerst spannend verlaufen und mit volkstümlichen Vorführungen verbunden, für unsere Sache werben. Die Veranstaltungen, die von find folgende: Dienstag 8 Uhr: Stadtbad Friedrichshain , an der Schillingsbrüde; Mittwoch 8 Uhr: Stadtbad Neukölln, Ganghoferstraßer; Freitag 8 Uhr: Stadtbad Prenzlauer Berg, Oderberger Straße. Die Hauptwettkämpfe finden als Abschluß der gesamten Veranstaltungen am Sonnabend 8 Uhr und am Sonntag 3 Uhr im Stadtbad Wedding, Gerichtstraße, statt. Allen Arbeitersportlern wird der Besuch empfohlen.
dem Berein für die Zeit vom 9. bis 14. März 1926 getroffen werden,
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Der Waldlauf des Sport- Vereins Moabit , der für Sonntag, 14. März, durch die Jungfernheide ausgeschrieben ist, eröffnet die Reihe der leichtathletischen Veranstaltungen im Berliner Arbeiter Sport. Start nachmittags 3 Uhr vom Wassersportplatz Plößensee aus. Für Männer führt die Strecke über 5 Kilometer, für Jugendliche über 2 bzw. 3 Kilometer. Beim Mannschaftswettbewerb werden je brei einkommende Läufer eines Vereins nach Bunkten gewertet; auch für die Einzelkonkurrenz der verschiedenen Klassen. Nichtangemeldete find für die Mannschaftswertung zugelaffen. Meldeschluß am 10. März bei M. Schuler, Quizomstraße 105. Für Frauen und Anaben findet gleichzeitig eine Schnitzeljagd statt, zu der ebenfalls zahlreiche Beteiligung erwartet wird.
Für die Eingliederung aller dieser Dinge in den Arbeitsbereich der Arbeitersportbewegung bedarf es, wie schon angedeutet, nicht einmal großzügiger Maßnahmen und großer Referate. Die Becuna des Interesses bei den Mitgliedern und der Wille der Funktionäre, auch auf dem Gebiete der geistigen Durchdringung Gutes zu leisten, dürfte die ersten Erfolge sichern. Oft läßt sich durch die Aussprache in fleinem, interessiertem Kreise schon der Anfang machen.
Ofterveranstaltung des A.- R.- B. ,, Solidarität".
Jugendlichen den ersten Rang belegen. Nachstehen bringen wir Ble Hauptrefultate:
1. Bezirk. Männer: Oberstufe: 1. Leuthold, Sportv. Moabit , 249 B.; 2. Schneider, Neukölln , 243 P.; 3. Winner, Moabit , 226 P.-Mittelftue: 1. Jahnke, Fürstenwalde, 237 B.; 2. Röhl, Moabit , 228 B. Altersturnen: 1. Schröder, Moabit , 240 V.; 2. Ehrenberg, Moabit , 238 B. Franten: Oberstufe: 1. Lattermann, Lichtenberg , 203 B. Mittelstufe: 1. Fiebed, Neukölln , 308 B.; 2. Morderfinski, Neukölln , 294 P. Jugend: Oberstufe: 1. Gnädig, Lichtenberg , 219 B.; 2. Hopfchen, Neukölln , 216 P. Mittelstufe: 1. Randow, Friedrichshagen , 206 P. 2. Elshols, Adlershof , 186 P. Gesamtbeteilgung: 72 Männer und Jugendliche, 26 Frauen und Jungmädchen. 236 Weffel, Eberswalde , B. 2. Bezirk. Mittelstufe:
Männer:
Oberstufe: 1.
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2. Gawenke, Eberswalde , 234 B.; 3. Rähne, Eberswalde , 232 B. 1. Grabert, Weißensee , 241 P.; 2. Schröder, Belten, 236 B.; 3. Wendt, Tegel , 225 B. Frauen: Oberstufe: 1. Schmidt, Weißensee , 221 B.; 2. Thiele, Herms dorf, 215 B.; 3. Himer, Pankow 213 P. Mittelstufe: 1. Blod, Tegel , 224 B.: 2. Rohrlad, Tegel , 218 B.; 3. Krause, Tegel , 217 P. Jugend: Oberstufe: 1. Winter, Tegel , 223 B.; 2. Gabel, Tegel , 216 P.: 3. Pieper, Eberswalde , 209 P. Mittelstufe: 1. Luk, Belten, 240 B.; 2. Flöten, Eberswalde , 216 B.: Gesamtbeteiligung: 51 Männer und Jugend3. Behrend, Weißensee, 215 B. liche, 40 Frauen und Jungmädchen. Anschließend fanden Sondervorführungen der Bantower und Weißenseer Frauen statt. 4. Bezirk. Männer: Oberstufe: 1. Gutschow, Groß- Berlin- Webbing, 256 V.: 2. Paul Schmidt, Fidyte, 252 B.; 3. Bollmann, Fichte, 247 B.; 4. Paul Henne Mittelstufe: 1. Rernid, Marienfelde , 240 B.; 2. Wriegel, Teltow , 225 B.: 3. Graumann, Schöneberg , 224 B. Frauen: Oberstufe: 1. Blath, Groß- BerlinOften, 240 B.: 2. Schmidt, Fichte, und Bilet , Fichte, 238 B.: 3. Soſchler, Fichte, und Neuendorf, Groß- Berlin- Often, 234 B.; 4. Kramer, Fichte, 221 P.; 5. Bleul, Groß- Berlin- Often, 220 B.: 6. Helmich- Lichterfelde , Rörding- GroßBerlin- Norden, Hennig- Fichte und Spielvogel- Groß- Berlin- Often, 219 B. Jugend: Oberstufe: 1. Ballert, Groß- Berlin- Güden, 230 V.; 2. Lüd. Fidhte, 225 B.: 3. Otto, Treuenbrieken, und Roscher, Groß- Berlin- Norden, 217 B. Mittelstufe: 1. Roatesch, Teltow , 211 B.; 2. Grubiat, Lichterfelde , und Ruber, Schöneberg , 202 P.: 3. Schulze, Lichterfelde , 201 P.
bera, Bilmersdorf, 241 B.; 5. Schilling, Groß- Berlin- Norden, 235 3.
Fürsorge für die Jugend!
Arbeiter
Der Schuh der erwerbstätigen Jugend wird nun mehr auch von den Ortsausschüssen für Leibesübungen und Jugendpflege" als so dringlich anerkannt, daß sie mit Forderungen an die Deffentlichkeit treten. Der in Berlin bestehende Hauptausjchu B, in dem neben staatlichen und kommunalen Behörden, bürgerlichen Sport- und Jugendverbänden nunmehr auch die gewertschaft. liche Jugendzentrale, sozialistische jugend und der Arbeitersport vertreten find, ist von seiner früheren neutralen" Einstellung unter dem Druck der Arbeiterorganifationen abgekommen. Auf die Initiative des Hauptausschusses hin find staatliche Mittel zur Verfügung gestellt worden, um Beranstaltungen für die erwerbslose Jugend zu arrangieren. In seiner Sigung vom 23. Februar hat der Hauptausschuß sich mit der Ferienfrage der Jugendlichen beschäftigt und als Forde rung an die Gefeßgebung folgendes beschlossen: 1. drei Wochen bezahlter Ferien für erwerbstätige Jugendliche( einschließlich Lehrlinge) unter 16 Jahren; 2. zwei Wochen bezahlter Ferien für die erwerbstätigen Jugendlichen( einschließlich Lehrlinge) zwischen 16 und 18 Jahren. Der Hauptausschuß bedauert das Fehlen einer Statistit, die einen Ueberblick über den der Jugend zurzeit gewährten Urlaub gestattet und hält aus der praktischen Erfahrung des Hauptausschusses die Notwendigkeit einer solchen Statistit für durchaus erforderlich. Ferner empfiehlt der Hauptausschuß erneut, mit allen Kräften dafür einzutreten, daß der Jugend während ihrer Urlaubszeit Gelegenheit gegeben wird, sich förperlich, geistig und seelisch zu erholen, sei es in Einrichtungen wie Jugendheimen usw. oder durch Veranstaltungen wie Wanderungen und ähnliches, die von Berbänden, Städten oder Selbstverwaltungsförperschaften schon ge troffen sind oder von diesen, vom Reich oder von den Ländern noch zu treffen sind.
Das Borgehen des Hauptausschusses fann im Interesse des allgemeinen Volkswohles nur begrüßt werden. Da an den Beratung n und Beschlüssen auch die Vertreter der Behörden mitwirken, so tommt dieser Stellungnahme eine besondere Bedeutung bei; es darf die Hoffnung ausgesprochen werden, daß den Worten nun auch die Tat folgt.
Turnerinnen- Werbesportfest der FIGB.
Am Sonntag, 21. März, veranstaltet die Freie Turnerschaft Groß- Berlin bas 4. Werbe Turn und Sportfest der Turnerinnen in der Zentralturnhalle, Brinzenstraße 70 am Morigplay. Da die Notwendigkeit der Leibesübungen für Frauen und Jungmädchen auch in Arbeitertreisen immer mehr erfannt wird, ist weitgehendste Bekanntgabe dieser Beranstaltung, die ein inter. effantes Bild des Frauensports geben wird, nötig. Die Arbeiterschaft ift herzlichst eingeladen.
Die Ausscheidungsfämpfe um die Gaubundesmeister. schaft im Saaliport der Gaue Brandenburg , Ostsachsen, Ober. und Niederschlesien finden am 3. und 4. April( Ostern) in Berlin im Saalbau Friedrichshain statt. Die Ausschreibungen zu diesem großen Treffen der Saalsportler umfassen Schul- und Kunstreigen, Kunstfahren und Radpolo. Da außer einem von der Ortsgruppe Berlin gefahrenen sechzehner Begrüßungsfarbenreigen nur die Gaumeister der obengenannten Gaue starten dürfen, ist bester Sport zu erwarten. Welche Ausdehnung der Saalsport in den oben. genannten vier Gauen des Bundes Solidarität hat, geht aus folgenden Zahlen hervor. Es sind in den vier Gauen, welche zum Gaubund Dit zusammengefaßt find, 1920 eigene Sa almaschinen vor. handen, 7498 Fahrer sind im Saalsport fertig ausgebildet, Rad. ball wird von 234 Mannschaften und Radpolo von 52 Mann schaften gepflegt. Die bevorstehenden Kämpfe zu Ostern eröffnen die Anwartschaft auf die Bundesmeisterschaft. Was dieser Beranstaltung einen besonderen Charakter geben wird, das sind die von der Gau leitung arrangierten zwei großen Radfahrerfestzua e durch Berlin am ersten Osterfeiertag. In bunter Reihenfolge, geführt von ihren Bannergruppen und den Trommlern und Pfeifern der Ar. beiterturner, merden 3000 Radfahrer Reugnis ablegen von der inneren Geschlossenheit des Arbeiter- Radfahrer- Bundes Solidarität. Rührige Hände sind am Werf, um durch Gruppenbauten fünſtle. rischer und origineller Art den Festzügen die notwendige Abwechse lung zu geben. Auch die Motorradfahrer des Bundes haben beschlossen, durch einen Blumentorio die Festzüge zu ver schönen. Der eine Festzug wird seine Aufstellung im Treptower Bart, Spize Kövenider Landstraße, nehmen, um über die Schlesische, Köpenider und Andreasstraße durch die Friedenstraße zum Königsfor zu gelangen. Hier findet die Bereinigung mit dem nördlichen Rua statt, welcher am Humboldthain, Spize Gustav- Mener- Allee, Aufstellung nimmt und durch die Brunnen. Bernauer, Fransedyund Greifswalder Straße zieht. In Achterstirnreihe werden dann beide Rüge zum Sportplak Friedrichshain ziehen. Hier findet ein 120er Maffenreiaen, ein 24er Runstreigen und Rasenradballiviele statt. Abends findet dann im Saalbau Friedrichshain das Gaubundesfeit statt. Alle Freunde des Arbeiterradfahrsportes find schon ein 3: 3 herausholen. Im Gesellschaftsspiel schlug überspree bie Tasmanen mit jetzt herzlich eingeladen.
Die Hochschule des Arbeitersportes.
Zur Förderung des Frauenturnens im inneren Berlin beabfichtigt die Freie Turnerschaft Groß- Berlin, Bezirk Zentrum, die Gründung einer neuen Frauenabteilung. Anmeldungen Montags und Donnerstag 8-10 Uhr in der Turnhalle Gartenstraße 107a erbeten.
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Fußballresultate vom 7. März.
Bezirk Rorben: Fichte- Norb fonnte auf eigenem Blak die Sennigsdorfer ficher mit 4: 1 schlagen, Belten schickte die Adler- 12- Mannschaft mit 7: 2 geschlagen nach Hause. Unerwartet hoch schlug Bader 20 den Arbeiter- SportDerein 24. Alemannia batte in Bittoria feinen Gegner. 13: 0 lautete das Resultat. Mit 3: 1 blieb Sansa über Birkenwerder fiegreich. Nur knapp Zonnte Spandau 25 über Rauen mit 4: 3 als Gieger den Plak verlassen. Die größie Ueberraschung des Tages ist der Ausgang des Spiels Abler 08 gegen Helvetia . Adler, der Meisterschaftskandidat im Norden, mußte sich mit 2: 4 geschlagen be Tennen. Bezirk Often: Stralau fonnte feinen Gegner Merkur leicht mit 8: 1 abfertigen. Soch gewann Adlershof gegen Frisch- Frei mit 6: 0. Fichte- Südost schlug Verein für Bewegungsspiele mit 3: 1. Luftig- Fidel nahm gegen Beuthen Revanche. Mit 8: 2 mußte fich geuthen geschlagen bekennen. Astania fchicte Lichtenberg I mit 3: 2 geschlagen nach Haus. Gadowa zogen gegen Berliner Sportverein mit 2: 4 ben Rürzeren. Brandenburg 02 fonnte gegen Eintracht 2: 1. Sparta hatte große Mühe, um gegen Retschendorf mit 1: 0 zu gewinnen. Bezirk Sübwesten: Brandenburg mußte an Reukölln einen wichtigen Punkt abgeben. 3: 3 lautete das Resultat. Zehlendorf scheint sich auf Ueberraschungs. refiritate au legen. Woltersdorf hieß der Gegner, und mit 2: 4 mußten fich die Woltersdorfer beugen. Viktori gelang es, gegen Stern mit 3: 2 Flegreich au bleiben. Stern verschwindet aus der Spigengruppe; dafür tritt Bittoria ein. Hetta Kreuzberg mußte sich von Nowawes mit 2: 4 geschlagen bekennen. Tonnte gegen Charlottenburg mit 2: 0 gewinnen. Ludenwalbe V mußte fich Dom Mariendorfer Sportklub mit 2: 3 gefchlagen bekennen. Unentschieden mit 0: 0 trennten fich Schmargendorf und Trebbin . Bankwig gewann gegen Schöne berg mit 5: 2.
Die Arbeiter- Turn- und Sportschule in Leipzig wird nach Fertigstellung der Turn- und Sporthallen sowie des Schwimmbades folgende Kurse in ihrem neuerbauten Heim stattfinden lassen: am 31. Mai bis 12. Juni einen Lehrgang für Leichtathletik, am 14. bis 26. Juni einen Lehrgang für Schwimmen, am 1. bis 7. Auguſt einen Lehrgang für Fußball, am 19. September bis Bezirkskartell 6( Streuzberg). Mittwoch, 10. März, 7 Uhe, im Reichen2. Oktober einen Lehrgang für Kinderturnen, am 17. September bis berger Hof, Reichenberger Str. 147, allgemeine öffentliche Sportlerversamm 2. Oktober einen Lehrgang für Männerturnen, am 17. September lung. 1. Die Fürstenenteignung. 2. Das Stedtem the bene Touristenverein Die Naturfreunde"( Rentrale Bien). Ortsgruppe Berlin : bis 30. Oktober einen Lehrgang für Frauenturnen, am 7. bis 14. NoAn den Sonntagen 14. und 21. Mära finden auf unserem Grundstüd am vember einen Lehrgang für Jugendleiter. Die Lehrer der BundesUeberfee Arbeitstage statt. Genossen, beteiligt euch zahlreich daran. schule werden ferner abhalten: am 10. bis 12. März für Thüringen webbing: Dienstag, 9. März, im Heim Lütticher Str. 48. Mitgliederperfor Abt. Friedenau : Dienstag, 9. März, einen Rurfus für Männerturnen, am 1. bis 8. Mai für Hessen einen lung, anschließend Sprechchorprobe. Kursus für Männerturnen, im Monat Juni für Bommern einen Kurfus für Frauenturnen, im Monat August für Hessen einen Kurjus für Frauenturnen, am 16. bis 18. Mai für Ostpreußen einen Kursus ilberall wiltomin Abt. Gesundbrunnen : Dienstag, 9. März, Sprechchor für Leichtathletik .
Gerätewettstreit im 1. Kreis.
Im Arbeitersport hat die sich schnell entwickelnde Spiel- und Sportbewegung das Kunstturnen zeitweise zurückgedrängt. Die Jugend strömt zumeist der Leichtathletik, dem Fußball, Hockey, Schlagball, Handball- Spiel zu, weil diefe Kampffportarten dem jugendlichen Betätigungsdrang mehr entsprechen. Für Kinder sowohl wie für Erwachsene bleibt aber das unerschöpfliche und im ständigen Ausbau befindliche Gebiet des neuzeitlichen Turnens nach wie vor das Gegebene auch in der Zukunft. Die Wettkämpfe um die Meisterschaft im Geräteturnen sind nunmehr im vollen Gange. Am 28. Februar fanden die Vorfämpfe im 1. Kreis des Arbeiter- Turn- und Sport- Bundes ftatt, die auch mit einem Wettkampf der Mittelstufe verbunden waren. Am 2. April( Karfreitag) folgt ein Gerätewetturnen um die Kreismeisterschaft, am 6. oder 27. Juni ist ein Erstlingswetturnen vorgesehen, und am 22. August wird ein Geräte- Zehntampf die besten Kunstturner pereinen. Die Vorfämpfe am 28. Februar fanden in den Bezirken statt. 3m 1. Bezirk erzielte bei den Männern der Sportverein Moabit , bei den Frauen und Jugendlichen Lichtenberg den Moabit , bei den Frauen und Jugendlichen Lichtenberg den ersten Rang. Im 2. Bezirt war bei den Männern Ebers walde, bei den Frauen Weißensee und bei den Jugendlichen Tegel an erster Stelle. Im 4. Bezirt fonnte die Freie Turnerschaft Groß- Berlin bei den Männern, Frauen und
Abt.
im Seim Offenbacher Str. 6a. Duschabend. Referent: Genosse Arndt. Abt. Norben: Dienstag, 9. März, pünktlich 8 Uhr, im Heim Sonnenburger Straße 20. Bortrag: Rosa Luxemburg . Referent: Genoffe Herlinger. Gäste ilbung mit Wedding in der Schule Lütticher Str. 48, Rinderhortaimmer. Freitag, 12. März. im Schillerlngeum, Bant- Ede Böttcherstraße. März dichter, Bortrag, Gesang.
Arbeiterschach
Freie Turnerschaft Groß- Berlin. Donnerstag, 7 Uhr: Gigung der Alters riegen des Vereins in der Geschäftsstelle. Bezirk Zentrum: Donnerstag, 7% Uhr, Bezirksversammlung bei 8fchiefing, Ader- Ede Linienstraße. Arbeiter- Turn- und Sport- Bund. Kreistechniker aller Sparten Sigung am Mittwoch, 10. Mära, bei Bolter, Rungestraße, 18 Uhr. Wichtige Tagesordnung. Berliner Ruderverein Freiheit e. B. In der Sigung am Freitag, 12. März, 8. Uhr, im Bootshaus Gtralau, Tunnelstr. 28/29. Bortrag des Sportgenoffen A. Ruder: Die Staatsformen der Republik " Am Sonntag, 21. Mära, nachmittags 3 Uhr, finden in Joachimsthal Bettkämpfe zweds Gründung eines neuen Bereins statt. Melbungen von Mannschaften und Einzelspielern find zu richten an: B. Briske, Eberswalde , Eisenbahnstr. b. Rege Beteiligung aller Berliner Abteilungen wird erwartet. Die Abt. Norbweft des Berliner Arbeiter- Schachklubs macht darauf aufmerksam, daß heute, Dienstag, 8% Uhr, das ausgeschriebene Gästeturnier in den Arminiushallen, Berlin NW , Bremer Str. 72/73, beginnt. Am fpiel. Die Beteiligung an biefen Beranstaltungen ift toftenlos.. Anmeldungen werden bis zum 9. Mära abends 8 Uhr, im Spiellokal entgegengenommen.
aleichen Tage um 8 Uhr beginnt der Unterrichtsturfus für Anfänger im Schac
Geschäftliche Mitteilungen.
Sagenbed, beffen fenfationelle Erfolge in feinem mit Dampfheizung sen fehenen Solzbau an der Millerstraße bas Sera mondjen Berliner Theater direktors mit Reid erfüllt, gastiert nur noch wenige Tage im Rorden Berlins , Dem Freunde echter Rirtustuuft und überwältigender Raubtierbreiſuren ſei baber ein balbiger Besuch angelegentlicht empfohlen, zumal auch der rein artifiche Brogrammfeil file Berlin nolltommen neue Rummern enthält mitt modh findet übrigens auch um 3½ Uhr eine Nachmittagsvorstellung mit unGebürsten Abendprogramm und halben Breifen für Rinder fatt