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Sonnabend

3. September 1927

Unterhaltung und Wissen

Die Hinrichtung.

Bon A. M. Frey.

( Schluß.)

Eine Woche später hatte er die Kleinigkeit immer noch nicht unternommen, aber einen Vorschlag zu Papier gebracht, dem er, bei seinem Ansehen, genug Nachdruck verleihen konnte, um ihn schnell und in seinem Sinne entschieden zu sehen; er machte geltend, daß das Bolt es sei, das gesamte, das die Erekutive habe; das Urteil sei ge­sprochen im Namen des Volkes so möge auch das Volk voll strecken.

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Man lieh seinen Ausführungen ein geneigtes Dhr. Man beriet bejahend und beschleunigte die Verabschiedung der neuen Norm, und alsbald ehe jener Monat endete war der Knopf öffentlich. Er war angebracht in Meterhöhe auf einem Mormorbloc mitten auf einem Plat. Dort stand auch das Justizgebäude und ihm gegenüber lag das Haus, in dessen erstem Stock der alte Richter wohnte. Er hatte also war er im Dienst, war er daheim stets den Blick auf den Knopf. Er tat ihn, man kann sagen, dauernd. Er hatte Ferngläser hüben und drüben und beobachtete, soweit Ar­beit und Schlaf ihm Zeit ließen, unausgesetzt die Baffanten.

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Sie tamen und lasen, wie von einem Tisch, die Aufschrift ab. Sie zögerten, manche wie gelähmt; sie sahen einander heimlich an und schlenderten schlichen flohen weiter. Die Schrift lautete: Wer den Knopf berührt, tötet einen zu Recht im Namen des Volkes von Gesetzes wegen verurteilten Mörder. Das Wort tötet" wurde nach zwei Tagen wieder herausgemeißelt und ersetzt durch das Wort richtet"; es war, als wolle es unsicher sich verfriechen in den Stein.

Dem alten Richter mißfiel das. Er wanderte an seinen Fen­stern hin und her, den Operngucker in der einen Hand und die andere mit unruhig wirbelnden Fingern auf dem Rücken.

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und offenbar innerlich sehr beschäftigt ins Zimmer gestolpert. Er Da wurde ihm ein Mensch gemeldet. Der Mensch tam verlegen vergaß seinen Namen zu nennen und begann gleich: Da unten jawohl, ich will schon drücken, denn Mord, o ja, muß schwer bestraft werden. Aber man sagt mir, Sie haben das Urteil gesprochen und da möchte ich gern vorher wissen, was der Ver­brecher verbrochen hat."

Dort

" Gemordet," sagte kurz der Alte.

Das weiß ich," beeilte sich der Junge. Aber wen und wieso? Stimmt es, eine Frau hat einen Kindsmord begangen. Ich stelle mir vor, sie hat das Kleine ertränkt. Solch entmenschte Mütter gibt es ja. Obwohl man vielleicht wissen müßte- obwohl man jagen tönnte Er brach ab.

,, Schlimmer," log der Richter. Etmas trieb ihn, vorzuspüren, zu prüfen. Um eine Frau mag es sich handeln, aber um teinen schnell gefaßten Entschluß- um eine langsame Brozedur. Ein mit weitem Borbedacht, mit Kaltblütigkeit und grau­Giftmord jamen Sinnes."

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,, A! Scheusal!"- Es war, als wollte der Fremde zur Tür und hinuntereilen.

,, Bleiben Sie noch," sagte der Richter. Eine Frau hat getötet aus ungezügelter Gier. Ihren Gatten. Um einem anderen gehören. zu fönnen.

Der Junge trat näher. Aus Liebe?"

Ich habe gesagt: aus Gier," erklärte der Alte scharf. Sie hat ihr Opfer leiden sehen und hat gelacht. Lächelnd hat sie es getröstet

- über Todesschmerzen, die sie zubereitet hatte."

Ist sie schön?" fragte der Junge leise.

Der Alte befann sich

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so, als sei er sehr im Zweifel, was er

antworten müsse. Aber dann betonte er: Sehr schön und jung." Der Fremde schwieg. Dann wagte er zu widersprechen: Aber vielleicht müßte man doch sagen, daß sie aus Liebe nur er fuhr nicht fort.

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Aendert das etwas?" fragte der Richter sehr laut. Der Junge schien trotzdem nicht gehört zu haben. Wenn ich bedente," sprach er leise vor sich hin, daß um meinetwillen eine Frau solches täte- ja, wie sollte ich die Kraft haben, ihr das Leben zu nehmen, die mir das ihre bringen wollte?"

,, Es geht nicht um Sie, es geht um alle." Ging es gerade da nicht um mich und die Frau?

doch um Menschen unter uns Menschen..

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Es geht

Halt, Sie lassen sich verwirren, weil Sie glauben, die Frau ſei jung und schön. Aber das stimmt nicht Sie müssen verzeihen ich habe Ihnen Erfundenes vorgesetzt. In Wahrheit wartet ein Mann auf seine Tötung, der einen anderen mit Vorbedacht ge­tötet hat."

Aus welchen Gründen?"

Ich werde mich hüten, Ihnen Gründe zu nennen, ich habe gesehen, auf was für Abwege Sie führen. Es muß genügen, zu wissen, daß jener sich selbst als Mörder bezeichnet, daß er nichts beschönigt, daß er unter das Gesez fällt so glatt einer darunter fallen tann."

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Aber die Worte schienen abzuprallen. Vielleicht hat auch er aus Neigung oder aus Haß gehandelt. Wißt Ihr, was Ihr eigent­lich hinrichten müßtet? Die Liebe selbst und all diese Dinge, ja­wohl, all diese Dinge!"

" Im Philosophieren sind Sie schwach," belehrte der Richter hoch. mütig milde. Im Handeln werden Sie besser sein. Gehen Sie hinunter und tun Sie, was Sie schon vorhatten."

Nein," schrie der Junge, nein, ich nicht! Und ich will jeden abhalten, den ich abhalten kann. Aber ohnedies wird wohl niemand es tun."

Warum eigentlich nicht?" fragte der Richter in die Luft, mit gefalteten Händen.

"

Weil wir uns fürchten," sagte der Junge stockend. Weil-" Der Alte mintte ab. Ich möchte mit Ihnen nicht mehr disku­tieren. Wir verstehen einander doch nicht recht. Bitte gehen Sie." Der Junge war schon draußen.

Barum eigentlich nicht?" wiederholte der Alleingebliebene. Er spähte hinunter. Da standen sie, lafen und gingen weiter, scheu über den Blaz. Sollte die wichtigste Person beim ganzen Handel doch der Scharfrichter sein? Jene Person, die man immer als die nebensächlichste hingestellt hatte? Finsteren Gefichts begann er zu grübeln.

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Er unterhielt Berbindung mit den Wärtern des Verurteil­waren die ununterbrochenen Auskünfte ten. Er lebt, lebt, lebt auf seine Anfragen. Denn ihm genügte nicht eigene Beobachtung durch die Gläser. Er verzichtete nur dann auf telephonische Kon­trolle, wenn er, wie jetzt, fich ans Fenster segen und unablässig den Stein belauern tonnte.

Der fintende Abend ließ die Baffanten spärlicher vorbeistreifen.

Als der Verkehr schon so dürftig war, daß der Platz manchmal minutenlang menschenleer blieb, nahte eine Gestalt, die ein Arbeiter sein mochte eher noch ein bäuerliches Wesen. Er trug eine Art Korb auf dem Rücken und man sah ihm an, daß ihm heiß und be= schwerlich zumute war.

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Die Gestalt trat an den Stein heran; der schien etwas Neues für sie zu sein. Mit Spannung bemerkte der alte Richter, daß sie sich niederbeugte auf die Inschrift zu seinem Erstaunen aber von der verkehrten Seite, bis er begriff: das Wesen dort kann gar nicht lesen; es merkt nicht, daß die Buchstaben vor ihm auf dem Kopfe stehen. Fast entrüstet fuhr der Richter zurüd. So etwas sollte es noch geben in diesem hochentwickelten Kulturstaat? Einzelerscheinung! Ausnahme! Denn wie sollte man sich sonst verständigen können Himmel!-mit dem Bolte, beispielsweise in solch brennender Frage wie der da unten!

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Aber er mußte das Gesicht wieder dichter an die Scheiben bringen, denn der andere schien etwas unternehmen zu wollen. Er richtete sich hoch von den Buchstaben, mit einer gleichgültigen Be­wegung, und schnallte den Korb vom Rücken. Und dann jetzte er ihn mit einem befreienden Schwung mitten auf den Stein, fich daneben, zog eine Flasche hervor und trant.

-Ow

Halt!" wollte er schreien, Irrtum! Du bleibst weg vom Knopf! Der alte Richter zog das Fenster auf, daß die Scheibe zersprang. Da flingelte schon das Telephon. Er wankte hin. Ein Wärter sprach furz: Bollzogen!" meldete die Stimme durch den Draht.

Das Besprechen der Warzen.

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Bon Dr. Mosbacher.

chemisch- physikalische Maschine ansahen und vielfach demgemäß be Die Zeiten, in denen die Mediziner den Menschen als eine handelten, sind vorüber. Nicht alles Geschehen im normalen und franken Organismus ließ sich durch Laboratoriumswissenschaft er­Seele, der Psyche. Man lernte die Bedeutung der psychischen Fat flären. Die Folge dieser Erkenntnis war die Wiederentdeckung der toren für den Ablauf normaler und frankhafter Vorgänge wieder bewerten, vor allem profitierte die eigentliche Heilkunde von den neugewonnenen Erfahrungen. Es entstand ein besonderer Zweig der Medizin Hypnose. Heutzutage gibt es wohl fein Fach der Medizin mehr, in dem nicht die Einwirkung psychischer Geschehnisse eine Rolle spielte. Auch die Dermatologie die Lehre von der Haut und ihren Erkrankungen bie Suggestionswirkungen" auf die Haut zu erforschen gesucht. hat die Psyche in ihren Dienst gestellt und Der einfachste und schlagendste Beweis für die Beeinflussung der Haut durch seelische Vorgänge ist das Erröten, das bei zahlreichen Menschen durch Suggestion mit Leichtigkeit auszulösen ist. Das gleiche gilt für das" suggerierte Schwizen". Es gibt Personen, bei benen lediglich durch die Behauptung, daß es unerträglich heiß sei, heftige Schweißausbrüche hervorzurufen find. Entsprechend fann Kältevorstellungen eine Gänsehaut" auslösen oder wiederum bei man bei disponierten Menschen durch suggestive Erzeugung von anderen heftiges Juden über den ganzen Körper hervorzaubern.

Zyx

PENSION

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Putschpensionen.

GESSLER

HOE

EHRHARDT

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PENSION

LÚTTWITZ

Jhr fließt weiter, Pensionen! Und, was man uns einbehält,- Brüder, im Regierungszelt Muß ein lieber Vater wohnen!

Beilage des Vorwärts

Immerhin handelt es sich hier gewöhnlich nur um vorübergehende Veränderungen der Haut. Bei stärkeren suggestiven Einwirkungen jedoch gelingt es, an geeigneten Versuchspersonen durch Auflegen eines gewöhnlichen Geldstückes, über dem ein Schuhverband be= festigt wird, Blasen zu erzeugen mit heftigen Entzündungserschei­mungen und Absterben der obersten Hautschichten. frankhafter Veränderungen der Haut; auch nachweisbar Doch auf seelischem Wege gelingt nicht nur die Erzeugung heilsame psychische Einflüsse werden beobachtet. Zu den intereſſan= testen Erscheinungen auf diesem Gebiete gehört zweifellos auch die Beseitigung der Warzen durch suggestive Be= handlung. Es sind nicht nur Laien, sondern seit langem auch hervorragende Aerzte Anhänger des Besprechens von Warzen", während andere ebenso bedeutende Mediziner von einer suggestiven Behandlung der Warzen niemals Erfolge gesehen haben. Jedoch besteht keinerlei Meinungsverschiedenheit über die Tatsache, daß in pielen Fällen nach Entfernung einer Warze auch die übrigen von selbst verschwunden sind, und daß mitunter Warzen ohne erkenn­baren Anlaß, bzw. nach feelischer Erregung plöglich fort waren. Damit dürfte allein schon der Beweis erbracht sein, daß Warzen nicht nur durch örtlich zerstörende Maßnahmen, sondern auch durch andere Einwirkungen zu beseitigen sind.

Neuerdings ist nun das Problem der Suggestivbehandlung von Marzen" in der Königsberger Universitätshautklinik einer Unter­suchung unterzogen worden, über die Dr. Lene Grumach in einer medizinischen Fachzeitschrift berichtet. Die dort geübte Suggestion bestand in Einsprißungen von physiologischer Kochfalzlösung oder destilliertem Wasser in die Muskulatur des Oberarms; sie wurden alle 8 bis 14 Tage wiederholt; dabei wurde den Kranken gesagt, sie befämen ein neues, vortrefflich wirksames Warzenmittel, das im Gegensatz zu Aegungen die Warzen narbenlos zum Verschwinden bringen fönne und daß sie schon während der Injektion ein leichtes Brennen oder ein Gefühl der Schwere in dem von Warzen be= beckten Körperteil empfinden würden. Bei den meisten der 18 derart behandelten Kranten trat schon während der Einspritzungen, mit­unter erst am Abend des Behandlungstages das fuggerierte Gefühl daß sie eine Woche dadurch bei der Arbeit behindert war. Die der Schwere oder des Brennens" auf; bei einer Kranten so start, lose Rückbildung der Warzen ein, meist in der zweiten bis Erfolge waren verblüffend. Nur in zwei Fällen versagte die Suggestivbehandlung; in 16 Fällen trat eine völlig narben= dritten Woche, bei einigen erst nach zwei bis vier Monaten.

Barzen steht noch aus. Immerhin dürften nunmehr auf Grund der Eine Erklärung für diese Erfolge der Suggestivbehandlung von genannten Experimente zahlreiche Aerzie ihre ablehnende Haltung gegenüber dem Besprechen" von Warzen aufgeben. Es gibt halt immer noch allerhand in der Medizin, was sich unsere Schulmeis beit nicht träumen läßt".

Trepang.

Bon Rose Ewald.

Durch die zahlreichen Uebersehungen der Südseeromane Jack Londons und anderer Autoren werden jetzt auch breitere Schichten der deutschen Leserschaft mit der Existenz einer Hilfssprache bekannt, die in ganz Ostasien und in der Südsee als Verständigungsmittel dient: Mit dem Pidgin - oder Trepangenglisch. Bidginenglisch unter­scheidet sich vom Trepang nur dadurch, daß einzelne chinesische Flick­worte darin vorkommen, sonst handelt es sich bei beiden Sprachen um dasselbe: Um ein forrumpiertes Englisch, in dem z. B. alle Zeitworte nur im Infinitiv, ohne Konjugation gebraucht werden. Bergangenheit wird durch den Zusaz lange Zeit vor" angedeutet, das besiganzeigende Fürwort( mein, dein usw.) wird durch das Wort gehören" in Verbindung mit dem persönlichen Fürwort er­fegt. Daher kommt es zu Konstruktionen wie: Bruder gehören mir." Troß dieser Primitivität aber hat das Trepangenglisch eine außerordentlich treffende Weise, um das Wesen der Dinge zu be­zeichnen, wenn diese Bezeichnungen durch die Hilfskonstruktionen auch nicht gerade furz geraten. Ein Klavier heißt zum Beispiel: " Box, misses him fight, he cry," wörtlich übersetzt: Kasten, Frau ihn schlägt, er schreit." Um einen tahltöpfigen Beamten zu be­schreiben, fand ein Eingeborener folgende Form: Coconut belong him no grass," wörtlich: Kokosnuß gehört ihm kein Gras," wobei Rotosnuß für Kopf und Gras für Haar verwendet wird. Ueber­haupt werden oft den Worten ganz andere Bedeutungen zugewiesen, oder ein Name wird zum Gattungsbegriff gemacht, z. B. heißt Frau " Mary"( Marie); geradezu poetisch ist die Bezeichnung des Abend­sterns als Mary belong moon"( Frau gehören Mond). Eine sehr hübsche Bezeichnung hat man auch für den von den Missionaren eingeführten lieben Vater im Himmel" gefunden; man bezeichnet ihn als big fellow master topside"( große Burschen, Herr oben"), mobei die Webernahme des Seemannsausdrucks topside"( maft­aufwärts, spigenwärts) noch besonders hübsch ist. Der Ausdruck fellow"( Bursche) wird übrigens auch auf Dinge angewandt, die als durch Teufel- Teufelmedizin"( Zauberei) lebendig angesehen werden, 3. B. heißt das Grammophon: Er fellow gehen herum", und der Befehl: Bieh das Grammophon auf!" ist in einer guten leber­setzung eines Romans von Jack London richtig, aber dem in Trepang unbewanderten Leser sehr schwer verständlich so überfegt: Du fellow Tambi machen Musit ihm fellow gehen umber", weil der Ueber­setzer hier das englische Wort around" mit umher" statt herum" übersegte und sich an die wörtliche Uebersetzung flammerte, statt ein Wort einzufliden.

Gerade dieser Roman wird übrigens wahrscheinlich vom Bücherfreis" veröffentlicht werden; es wäre darum sehr angebracht, wenn seitens des Uebersetzers hier eine kurze Einführung in die Eigenart des Trepangenglisch" gegeben würde. Ohne einen Hin­weis auf die Schwierigkeit der Uebersetzung diefer Sprache und auf den ihr eigentümlichen Satzbau sowie ihre Hilfskonstruktionen sind manche Seiten dieses lesenswerten Buches für Proletarier nur schwer verständlich.

Das alljährliche Seelöwenschlachten. Der tanadische Regierungs­dampfer ,, Givenchy" ist jetzt wieder von seiner jährlichen Fahrt nach den Gewässern von Britisch- Columbien zurückgekehrt, die er zur Bernichtung möglichst vieler Seelömen unternimmt. Mit Maschinen­gewehren werden die Tiere niedergemäht. In diesem Jahre mird die Zahl der erlegten Tiere offiziell mit 1655 angegeben; im Vor­jahre waren es 1900, im Jahre 1925 2900. Dies ist das sechste Jahr, in dem das Seelöwenschlachten vor sich geht, und jedes Jahr erneut fich der Streit zwischen Fischern und Regierungsbeamten auf der einen Seite und Naturfreunden auf der anderen. Das fanadische Amt für Marine und Fischerei ist der Ansicht, daß die Seelöwen jährlich viele Tausende von Lachsen während der Laichzeit vernichten und daß dadurch der Fischerei ein großer Schaden entsteht. Die Naturfreunde und auch viele ernsthafte Forscher behaupten dagegen, daß die Seelöwen fälschlich angeflagt werden, daß sie sich haupt­sächlich von Mollusken ernähren, da ihre Zähne überhaupt gar nicht bazu geeignet sind, um Lachse zu verzehren. Die Schäden würden vielmehr der Lachssischerei durch das rücksichtslose Borgehen der Fischer zugefügt. Unter den Tieren sind die eigentlichen Feinde der Lachse Robben , Haifische und Schwarzfische. Trotzdem ist der arme Seelöwe von dem Marineamt zum Untergang verurteilt, seine Aus rottung wird bald erfolgt sein, wenn man nicht die tatsächlichen und unwiderleglichen Rückgänge der Lachsfischerei auf andere Weise er­Hären tann