Zum Austritt aus den Zwangskaffen.
denn gar für die kleinen planlosen Streiks zersplitterter| Regierungsrath einen Entwurf vor, der an sich schon Diejenigen Mitglieder der Zwangskassen( Orts-, Be- Gruppen. Wir wünſchen nicht, daß die Arbeiter innerhalb mager war, der aber zum Theil noch abgemagerter aus des heutigen Systems ihre Kräfte in wenig aussichtsvollen dem Rathssaale zurückkehrte. Ein Vertreter der Arbeiter, triebs( Fabrik-), Bau- oder Jnnungskassen), welche austreten wollen, um einer zentralisirten freien Hilfskaffe bei- wirthschaftlichen Kämpfen mit der Unternehmerschaft ver- ein wackerer Mann, Herr Wullschläger, trat energisch für treten wollen, um einer zentralisirten freien Hilfskaffe bei- zetteln, wir treten vielmehr in erster Linie dafür ein, daß die weitestgehende Form eines solchen Gesetzes ein, aber zutreten, müssen dies, wo, wie es üblich, der Rechnungs- die Arbeiter durch politische Thätigkeit das heutige er unterlag und der kleinliche Kantönligeist siegte. Basel schluß am 31. Dezember erfolgt, vor dem ersten System zu ändern suchen. Aber die Gründe, welche ist eine Stadt, die fast mehr als die Hälfte der EinwohnerOktober anzeigen. Es geschieht dies am einfachsten durch die kapitalistische Presse gegen die Streiks vorbringt, find schaft Ausländer beherbergt, die meistens Gewerbe- und einen eingeschriebenen Brief, der an die Person des Vor- doch so fadenscheinige, daß wir sie an dieser Stelle in Fabrikarbeiter oder Arbeiterinnen und Dienstboten sind ihrer ganzen Nichtigkeit aufdecken müssen.
standes der Kasse gerichtet ist:
Die Adresse muß also lauten:
An Herrn
Einschreiben!
( Name)
Vorstand der( Orts-) Krankenkasse der ( Angabe des Gewerbes)
zu
( Name des Ortes)
Der Inhalt des Briefes kann lauten: Ich zeige hiermit an, daß ich vom ersten Januar 1888 ab der hiesigen( Orts-) Kasse der
nicht mehr angehören will.
( Ort) den ten
Unterschrift
steht in Arbeit bei Herrn
Straße
( Gewerbe)
1887.
( Name und Vorname)
( Name des Unternehmers)
Nummer meines Kassenbuches
kommen.
nicht.
und wohl zum größten Theile in einem jüngeren Alter stehen, bei dem die Wahrscheinlichkeit der Erkrankung eine sehr geringe ist. Ueberall sucht man diese Elemente als Die Arbeiterversicherung in der Schweiz . Stüßen einer Krankenkasse heranzuziehen, der Große Rath r. Während die sogenannte Sozialreform in Deutsch- in Basel schloß sie aber von der Versicherungspflicht aus land mit Kranken- und Unfallversicherung begann und so- und beschränkte das Obligatorium auf die Kantonsbürger. mit sozial sehr wenig reformirt wurde, machte die Schweiz Es ist das das Werk der sogenannten Freisinnigen in 1877 den Anfang ihrer sozialpolitischen Gesetzgebung mit Basel , die stets mit Hilfe der Arbeiterstimmen gewählt dem elfstündigen Normalarbeitstag und half damit vorerst werden und sich gelegentlich als gute Demokraten geriren. den Gesunden, um später durch wiederholte Verbesserung Die Arbeiter sind aber von diesem unreifen Gesetze so des Haftpflichtgesetzes auch den Verunglückten zu Hilfe zu wenig befriedigt, daß sie über dasselbe die Volksabstimmung verlangten, die am 11. September stattfindet und hoffentHingegen ist es mit der staatlichen Organisation des lich mit der Verwerfung desselben schließt. Arbeiterversicherungswesens bisher noch nichts gewesen, Nicht besser erging es der Krankenversicherung in weder in Bezug auf Unfall noch betreff der Krankheit. dem Genfer Großen Rathe. Der Antragsteller war hier Allerdings existirt in den meisten schweizerischen Städten nicht die Regierung, sondern der Demokrat Favon, eine Spitalfasse, der jeder Arbeiter und Dienstbote bei- Redakteur des Journal Genevois", dessen vorgelegter treten kann und auch an privaten Krankenkassen fehlt es Gesetzesentwurf einer Kommision überwiesen wurde, von Spezielle Arbeiterkrankenkassen giebt es deren bezüglicher Thätigkeit man weiter nichts gehört hat. aber hier nicht. Die Mitglieder derselben gehören dem Herr Favon rief seinen Gegnern zu: Ihr könnt das Gewerbe-, Kaufmanns- oder Beamtenstande an und bei Gesetz noch einmal zu Falle bringen( er hatte denselben den meisten derselben sind die leitenden Vorstandsmitglieder Entwurf schon einmal vorgelegt), das Prinzip desselben keine eigentlichen Arbeiter. Eine ausgedehnte Krankenkasse werdet Ihr nicht ersticken!" Nun begründet er seinen mit mehreren tausenden Mitgliedern hat aber der Grütli- Antrag. Da weiß man allerdings nicht mehr, ist Herr verein und außerdem sind die Betriebs- und Fabriks- Favon schweizerischer Demokrat oder hinterpommerscher, krankenkassen vorhanden, auf deren Verwaltung freilich, schnapsbrennender Junker. Er begründet also seinen Anwie überall, der Fabrikant und seine Beamten ihren un- trag durch die immer gebieterischere Nothwendigkeit, den erwünschten Einfluß ausüben. Opfern der sozialen Krisen und Mißstände beizuspringen, Handwerksgehilfen und Dienstboten sind also zum größten ihnen so aufzuhelfen, auf diese Art wahre Nächstenliebe zu Theile Mitglieder der städtischen Spitalkassen, Fabrik üben und sich namentlich vor dem Gespenst der sozialen arbeiter ohne Ausnahme solche der Fabrikskrankenkassen Revolution zu sichern. Als Hauptursachen der sozialen und ein Theil von allen diesen zählt aus eigener Initiative Uebelſtände führt er an: das allgemeine Stimmrecht(!) zur Mitgliedschaft der privaten Krankenkassen, wo sie, wie und die immer mehr sich ausdehnende Großindustrie. schon bemerkt, mit Angehörigen aller möglichen Berufs- Auf der einen Seite Befreiung, Weckung des Gefühls der kreise vereinigt sind. Gleichheit und Gleichberechtigung; auf der anderen KnechEs ist selbstverständlich, daß sich die politisch und ge- tung und Ausbeutung. Er will Versicherung nicht allein werkschaftlich organisirte Arbeiterschaft in der Schweiz auch gegen Krankheit, sondern auch gegen Alter, Tod und gelegentlich mit der Frage der Krankenversicherung befaßte. Arbeitslosigkeit. Ueber den Erfolg seiner VersicherungsSechsunddreißig Millionen Dollars, nahezu 150 Mil- So wurden in dieser Angelegenheit schon Beschlüsse gefaßt anträge spricht er sich folgendermaßen aus: Wir können lionen Mark, haben die Streiks des vergangenen Jahres auf den Arbeiterkongressen in Olten ( 3. Juni 1873), unmöglich alles Elend in der menschlichen Gesellschaft die Arbeiter der Vereinigten Staaten gekostet" ruft Winterthur( Mai 1874), Basel ( Mai 1875) und Neuen unterdrücken, allein wir können es einschränken und überdie kapitalistische Presse aus und dann folgen die bekann- burg( Mai 1877). Auf diesem letteren Kongresse wurde wachen und ihm durch eine allgemeine Versicherung den ten guten Lehren. in die Statuten des gegründeten Arbeiterbundes neben beleidigenden, erniedrigenden Charakter nehmen, welcher Nehmen wir nun ihre Ziffer als korrekt an, lassen anderen Zielen und Aufgaben auch aufgenommen:„ Grün- mit dem Almosen verbunden ist. Der Arbeitervertreter, wir auch weiter hingehen, daß vielleicht die Hälfte der dung einer Arbeiter- und Arbeiterinnen- Kranken-, Invaliden- Herr Triquet, erklärte, seine Klasse sei entschieden für Arbeits- Einstellungen Lockouts, Aussperrrungen seitens und Sterbekasse." Zur Erreichung dieses Projektes heißt die projektirte Versicherung. Er widerlegte zugleich Dieder Unternehmer, waren, und sehen wir einmal zu, es in dem betreffenden Statut weiter: zur gegenseitigen jenigen, welche nach deutschen, belgischen und englischen ob die Rechnung sich wirklich so schlecht für die Arbeiter Unterstüßung in Krankheitsfällen bildet sich innerhalb des Zuständen urtheilen wollen, was dem schweizerischen ArSchweizerischen Arbeiterbundes eine zentralisirte Kranken- beiter Noth thue. Den Vorwurf eines Gegners, daß ein
Wir ermahnen noch, die Namen und Zahlen deutlich zu schreiben. Dann löse man im Dezember 1887 ein Mitgliedsbuch der betreffenden Hilfskaffe, und zeige dieses Buch noch in der letzten Woche des Dezembers dem betreffenden Unternehmer vor, und der Sicherheit wegen unter Beifügung des Postscheines über den Kündigungsbrief auch dem Kassenvorstand.
Die Mitglieder einer freien Hilfskasse, deren Quittungsbuch in Ordnung ist, können zu Beiträgen für eine Zwangskasse alsdann nicht mehr gezwungen werden.
ftellt.
Kosten der Streiks.
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Die Zahl der Lohn- Arbeiter ausschließlich des Ackerbaues kasse", die jedoch nie das Licht der Welt erblickte und bloß Hauptgrund der Krankheiten bei den Arbeitern in ihrer darf man für die Union auf etwa sechs Millionen veran- eine schöne Bestimmung im Statut blieb. Obgleich nun Unmäßigkeit im Alkoholgenuß liege, wies er entschieden schlagen. Somit träfen auf den Kopf sechs Dollars per in dieser Beziehung keine praktischen Fortschritte und Er- zurück und erklärte, die wirklichen Ursachen der meisten Jahr oder noch nicht 50 Pfennige per Woche. Nehmen folge errungen wurden, verschwand diese Frage doch nie Krankheiten der Arbeiter seien von diesen selbst unabhängig wir nun aber an, die Löhne der Arbeiterschaft im ganzen ganz von dem Arbeiterprogramme und als in Deutschland und bestehen in schlechten Arbeitslokalen, Entbehrungen, Lande seien während dieses denkwürdigen Jahres nur um die Kranken- und Unfallversicherung zur Einführung kam, Hunger und Kälte. Herr Staatsrath Goward trat fünf Prozent erhöht worden, was einfach ohne diese Streits erhielt sie erhöhtes aktuelles Interesse und ist seitdem in gegen diejenigen auf, die in einer allgemeinen Versicherung „ Und doch ist es diesen nicht geschehen wäre, deren indirekte Folgen im ganzen den Vordergrund der gesetzgeberischen Aufgaben der Schweiz ein Schreckgespenst erblicken. Lande fühlbar wurden und viel mehr freiwillige" Lohn- getreten. Leuten nie eingefallen, Angst zu empfinden, wenn der erhöhungen eingetragen haben, als direkt erzwungen wur- Zweifellos wird der Arbeitersekretär zur Förde- Staat Millionen für höhere Schulen 2c. ausgegeben, die den. 350 Dollars als Durchschnittslohn genommen, ergäbe rung dieser Versicherungsfrage ein gutes Theil beizutragen nur den Vermöglichen Nußen bringen. Wäre es nun dies 172 Dollars( etwa 70 Mark) Zuwachs, wonach sich haben und seine gegenwärtige Thätigkeit erstreckt sich gerade nicht einmal Zeit, die Schleusen der Staatskasse also die Bilanz nicht übel für die Arbeiter stellte. auf statistische Erhebungen über Krankheitsfälle und Alles, nach unten zu öffnen?" Aus dem Munde eines
Auf kantonalem
Allein das ist noch nicht Alles. Die meisten Streits was damit zusammenhängt und auf die Unfälle in Ge- Ministers sind das gewiß unbezahlbare Worte. des vorigen Jahres wurden zu Gunsten der Verkürzung werben und Fabriken. Ob die Krankenversicherung früher So steht also gegenwärtig die Frage der staatlichen der Arbeitszeit geführt und haben dieselbe hundert- als die gegen Unfälle eingeführt werden wird oder um- Arbeiterversicherung in der Schweiz . tausenden von Arbeitern gebracht. In Geld läßt sich dieser gekehrt, läßt sich heute noch nicht sagen. Eine Anzahl Boden durchgeführt, würde sie nie etwas Brauchbares Vortheil nicht abschäßen. Aber diese Errungenschaft allein schweizerischer Politiker wollen die einschlägigen deutschen werden, sie kann nur auf eidgenössischem Boden in erfolg= wäre viel mehr werth als die einmalige Ausgabe von Gesetze als Vorbild benutzen, aber unter Ausmerzung reicher Weise geregelt werden. Die Bundespolitik ist auch gewisser Bestimmungen. So wird man in der Kranken- von einem anderen, modernen, Geiste erfüllt und geleitet,
sechs Dollars.
Wir übersehen im Weiteren, daß die Berechnung der versicherung nicht eine neue, bevormundende Bureaukratie ſicht etwas mehr als den Kantonskirchthurm und man Wir übersehen im Weiteren, daß die Berechnung der mit Unterdrückung und Anfeindung der privaten Kassen kann sich wohl versichert halten, wenn einmal Bundesrath gegnerischen Presse überhaupt ein großes Loch hat, finte- freiren und bei der Unfallversicherung wird man dem Ar- und Bundesversammlung gemeinsam ans Werk gehen malen im verflossenen Jahre sicherlich so viel produzirt beiter mehr Rechte einräumen und entweder gar keine werden, so wird das Produkt ihrer Thätigkeit mehr ein wurde, als Abfaz finden konnte und die Unterbrechung Karrenzzeit einführen oder doch nur eine sehr mäßige-ganzes Gesetz sein, wie in Deutschland . Wollen wir im der Produktion durch die Streiks den Arbeitern
von vielleicht vier Wochen. Neben der Unfall- und Interesse des schweizerischen Arbeiters wünschen, daß ihm sonstiges unfreiwilliges Feiern erspart hat. Krankenversicherung , das wird schon heute bestimmt gesagt, die Vortheile einer allgemeinen Versicherung bald zu Theil Eine Gesellschaft, die übrigens beständig einen ,, Ueber- wird man das in diesem Jahre bedeutend verbesserte Haft werden. schuß" von Arbeitskräften hat, die keine Verwendung fin- pflichtgesetz beibehalten. Auf die Einführung der Verden können, einen Ueberschuß, der sich manchmal auf sicherung selbst drängt man von allen Seiten, der NationalMillionen steigert, hat kein Recht, sich darüber aufzu- rath hat sogar in einer Resolution den Bundesrath schon halten, daß die Arbeiter es manchmal vorziehen, einige eingeladen, mit den nöthigen Vorbereitungen zu beginnen Tage und Wochen nicht zu schanzen, wenn man sie gerade und so bald als möglich einen Entwurf auszuarbeiten haben will, ohne auf ihre Bedingungen einzugehen.
Die Schuhmeister. ( Zum Befähigungsnachweis.)
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Die zünftlerische Baugewerkszeitung" äußert und vorzulegen, aber wann energisch an die Erledigung ich in ihrer Nr. 69 über die Schußmeister im zünftigen Baugewerbe folgendermaßen:
Streits find Nothbehelfe in dieser chaotischen, von In- dieser Materie geschritten werden dürfte, kann heute wohl teressen- Gegenfäßen durchzogenen wirthschaftlichen Welt. noch nicht mit einiger Sicherheit gesagt werden, es mögen Wer sie abgeschafft sehen will, muß diese Gegenfäße be- bis zur Einführung der zweifachen Versicherung noch einige seitigen. Durch die Berechnung und Vorhaltung ihrer Jahre vergehen.
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,, Mit der Wiedereinführung der Meisterprüfung für das Baugewerbe fürchtet man seitens der Regierung ein Ueberwuchern der sogenannten Schußmeister. Dieses Schutzmeisterthum, welches besonders in den Jahren kurz vor Beginn der jetzigen Gewerbe- Ordnung Kosten schafft man aber die Streits nicht aus der Welt. Inzwischen ist man in einigen Kantonen an diese also etwa 1865-1869 sein Unwesen trieb, soll nicht wenig Der Arbeiter hört diese Ziffern und die darin geknüpften Fragen herangetreten, so in Genf und Basel . In letzte zur Aufhebung der damaligen Gewerbe- Ordnung beigetragen haben. Tiraden und es bleibt alles beim alten. Glaubt er rem Kanton scheint die Krankenversicherung schon den Es iſt ja bekannt, daß viele Meister, welche nicht genügende für seine Arbeitsleistung bessere Bedingungen heraus- Charakter der Seeschlange angenommen zu haben, denn bruch im Leben gelitten hatten, mit ihrem Namen die Arbeiten UnMittel besaßen, um sich selbständig zu machen oder welche Schiffschlagen zu können, so wird er es versuchen und streiken, schon im Mai 1868 regte der Staatsschreiber Bischoff im qualifizirter deckten und daß daraus in der That so mancher Unfug wenn es nicht anders geht. Großen Rathe durch eine bezügliche Eingabe diese Frage entstanden ist. Man kaufte" sich eben einen Strohmann Wir schwärmen nicht für Streiks, nicht einmal für an und seitdem kehrte sie regelmäßig nach Verlauf einer für weniges Geld und schaltete dann nach eigenem Belieben. Es die Streiks so großer, festgefügter Arbeiterorganisationen, bestimmten Zeit wieder, ohne daß sie indessen heute ihrer gewerbe sich wieder ähnliche Uebelſtände geltend machen, aber wir ist möglich, daß mit Wiedereinführung der Prüfungspflicht im Bauwie sie in den Vereinigten Staaten bestehen, geschweige Lösung viel näher wäre. Im vorigen Jahre legte der glauben doch, daß eine wachsame Polizeibehörde dem Unwesen kräftig