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Ueber die Korruption der französischen Bourgeoisie| sellen einen Verdienst" von 21-33 M. hätten". Thatsächlich| Arbeit heimkehrend, sich überstürzen müßten, um pünktlich in der Lesen wir in einem österreichischen Arbeiterblatte: Die Korruption hätten aber die Arbeiter keinen solchen Verdienst". In der Fabrik Versammlung zu erscheinen. Nachdem ein Antrag, den bevoll­fängt bei den adeligen Konservativen an und hört bei den radi- von Asch bekäme der beste Walker nicht ganz 21 M. und in anderen mächtigten zu ersuchen, in Form einer Eingabe resp. einer persön­talen Phrasenhelden auf. Die Letzteren haben ihre Lefèbre- Roncier Fabriken 13-16 M.; namentlich zahle Herr Asch für einzelne Ar- lichen Vorstellung beim Polizeipräsidium dahin zu wirken, daß und Marsoulan, die ihre Stellung als Stadtverordnete dazu be- beiten sehr geringe Preise. Er habe bis jetzt Jahr für Jahr be- Obiges zur Durchführung gelangt, angenommen war, wurde die nuzten, um für Geld und Aktien die schwindelhaftesten Gründungen deutende Abzüge gemacht; und nun beschweren sich die Fabrikanten Versammlung geschlossen. zu unterstützen. Und wenn dieselben bei ihrem sauberen Handel in der Roßlederbranche, daß sie durch die Konkurrenz der Fabri­endlich auf die Finger geklopft wurden, so ist es noch gar manchen kanten aus der Provinz gedrückt werden. Das liege aber an der - Freireligiöse Gemeinde, Rosenthalerstr. 38. Sonntag, ihrer Kollegen bange geworden, die, wie sie, das Zuchthaus mit dem schlechten Gerbung; denn, so äußerte sich ein Redner, das wäre den 30. d. M., Vorm. 10 Uhr. Vortrag des Herrn Dr. H. Spazier Aermel streifen. Freilich heißt es auch mit Bezug hierauf: die fein Gerben mehr, sondern eine Kocherei. Der betreffende Redner über Der Mensch im Kampfe mit den Leidenschaften". Damen fleinen Diebe hängt man, die großen läßt man laufen". Lefèbre- sagte weiter, daß, wenn ihm ein Berliner Roßlederfabrikant das und Herren als Gäste willkommen. Roncier, der radikale Stadtrath, hat sich nur durch 10,000 Francs Leder schenken und den Arbeitslohn bezahlen wollte, er sich doch Fachverein der Buchbinder und verwandter Berufs= bestechen lassen, und die Dummheit, seinen Einfluß so billig ver- noch befinnen würde, die Stiefel zu tragen. Weiter hatten die genossen( Verbandsverein). Sonnabend, den 29. Oktober, Abends schachert zu haben, ist gestraft worden. Hätte er mittelst seiner Fabrikanten beschlossen, die Streikenden nicht in Arbeit 812 Uhr, Versammlung im Restaurant Reyer, Alte Jakobstr. 83. Talente" ein Milliönchen oder zwei einsacken können, er wäre noch zu nehmen und die" Rädelsführer", die namhaft gemacht sind, Tagesordnung: 1. Werth und Bedeutung der Statistik. 2. Geschäfts­heute ein sehr ehrenwerther" conseiller municipal( Stadtverordneter). auch in Zukunft nicht zu beschäftigen. Da nun die meisten Fabrifen maripulationen in der Schrägschnittmacherei. 3. Verschiedenes und Im Haushalte der Opportunisten geht es nicht besser zu. Der die zehnstündige Arbeitszeit eingeführt haben, so versucht namentlich Fragekasten. Gäste willkommen! Um recht zahlreichen Besuch bittet Schaßmeister der republikanischen Journalistengesellschaft fonnte in Herr Asch, das Errungene wieder illusorisch zu machen, trotzdem die der Vorstand. sechs Jahren 200,000 Francs unterschlagen, die er in Saus und meisten und größten Fabrikanten die Forderungen der Arbeiter als Interessen- Verein der Kistenmacher. Mitglieder­Braus mit Kokotten verpulverte. Der Ehrenmann, er heißt Grouzet gerechte anerkannt haben. Die meisten hätten mit der zehnstündigen versammlung am Sonnabend, den 29. d. M., in den Arminhallen, und war Hauptredakteur des opportunistischen Blattes L'Estafette", Arbeitszeit auch eine Lohnerhöhung bewilligt. Zum Schluß wurde, Sommandantenstraße 20. Anfang Abends 82 Uhr. Tagesordnung: denunzirte täglich in seinen Artikeln die Sozialisten als Mörder, nachdem die Forderung der Gesellen als eine gerechte auch von den 1. Vortrag des Herrn Sperling, Lehrer der Naturheilkunde, über: Räuber und Diebe. Als eine Revision der Gelder den Unterschleif beiden anwesenden Meistern anerkannt wurde und der Streit mit" Ursachen der epidemischen Volkskrankheiten". 2. Verschiedenes. an den Tag brachte, verduftete Crouzet, ward aber in Bordeaux allen gefeßlichen Mitteln durchgeführt werden soll, folgende Resolution Ausgabe der Billets zum Stiftungsfest, welches am Sonnabend, verhaftet und sitzt jezt in Mazas. Auch er hat noch unter einer einstimmig angenommen: Um den Beschlüssen der Arbeitgeber, den 12. November, im Lokale Königsbank", Große Frankfurter­Million gestohlen, ergo ist er strafbar. Die skandalöse Affaire betreffs Maßregelung der Streikenden und der Rädelsführer" straße 117, stattfindet. Die Karten für Mitglieder werden nur vom Caffarel endlich hat Alles in dieser Beziehung Dagewesene über- wirksam entgegen zu treten, beschließt die heutige Versammlung, in Stassirer ausgegeben. trumpft. Vor Allem ist der Schwiegersohn des Präsidenten der denjenigen Werkstätten und Fabriken, wo die Arbeitgeber die be­Verein zur Wahrung der Interessen der Tischler. Republik kompromittirt, Wilson, ein Mann, der aus Allem Waare treffenden Beschlüsse praktisch zur Anwendung bringen, sind die Versammlung am Sonnabend, den 29. Oktober, Abends 8 Uhr, macht und Geld schlägt; Stellen vermittelt, Stonzessionen erwirkt, Kollegen verpflichtet, sofort den Vorstand davon zu benachrichtigen." Michaelfirchstr. 39. Tagesordnung: 1. Statutenänderung. 2. Wahl große Finanzspekulationen betreibt, kurz Alles thut, was fette Profite Mit einem Hoch auf die Vereinigung wurde die von ca. 300 Per- eines Vergnügungskomitees. 3. Verschiedenes. Neue Mitglieder Billets zu dem am 12. November in einbringt. Seinen Geschäften giebt er durch den Titel Monsieur sonen besuchte Versammlung geschlossen. werden aufgenommen. le Gendre"( Der Herr Schwiegersohn) besonderen Schwung. Als Der Verein deutscher Schuhmacher tagte am Montag, Vaurhall, Dresdenerstr. 96, stattfindenden 7. Stiftungsfest find Helfershelfer bedient er sich der verkommenſten Subjekte, Männer den 24. d. M., in Gratweil's Bierhallen, Beuthstr. 8. Auf der in der Versammlung, sowie bei folgenden Herren zu haben. Lackur, wie Frauen, wie der Damen Ratazzi, Limouzin 2c. Die in die Tagesordnung stand: 1. Vortrag des Naturheillehrers Herrn Sper- Admiralstr. 26, H. 2 Tr.; Stier, Grünauerstr. 16, H. 3 Tr.; Affaire verwickelten Damen der Demimonde" waren die Gimpel- ling, Die Ursachen der epidemischen Volkskrankheiten"; 2. Geschäft Claus, Solmsstr. 38, H. 3 Tr. bei Neumann; Dänzer, Fürsten­fänger, in ihren Salons versammelten sich die Industrieritter der liches und Fragekasten. Zum ersten Punkt führte Herr Sperling straße 19, H. 2 Tr.; Lerche, Fruchtstr. 52, H. 3 Tr.; Pschichholz, modernen Gesellschaft und trafen hier mit den blöden Käuzen zu- ungefähr folgendes aus: Die epidemischen Krankheiten wurden von Pallisadenstr. 16, H. 3 Tr. sammen, die gerupft werden sollten. In diesen Salons wurde Alles den Menschen selbst großgezogen, und durch despotische Gewalthaber Fachverein der Schlosser und Berufsgenossen. verschachert, Örden, Ehre( nicht die der Händler, denn diese befizen oder religiöse Fanatiker verdummte Nationen können in Folge ihrer Sonnabend, den 29. d. M., Abends 81/2 Uhr, bei Gratweil's, feine), Staatsgeheimnisse, Gut und Blut der arbeitenden Klasse. niedrigen Bildung viel leichter Epidemien zum Opfer fallen als Beuthstr. 8, Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Rechenschafts­mehr fultivirte, weil lettere vernünftiger leben und sich sanitäre Gin- bericht. 2. Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Ergänzungswahlen Die ganze Angelegenheit gleicht einem Räuberroman." 5. Verschiedenes und Ausgewiesen aus Berlin wurde der Tischler Stauffer richtungen zu Nußen gezogen haben, was bei erſteren nicht der Fall. des Vorstandes. 4. Antrag Neumann. und zwar auf Grund des Freizügigkeitsgefeßes". Die Gefähr- Schüßen könne man sich nur durch naturgemäße Gesundheitspflege. Fragen. Das Quittungsbuch ist mitzubringen. Verband deutscher Zimmerleute. Lokal- Verband lichkeit" des Herrn St. bestand darin, daß er früher einige Male Stalte Abreibungen, Bäder, Lungengymnastik seien zur Erhaltung der auf Grund des Sozialistengefeßes bestraft worden war. St. befand Gesundheit nothwendig. Nachdem noch von verschiedenen Kollegen an- Berlin Centrum, Versammlung Montag, den 31. Oftober, Abends sich seit 5 Wochen in Berlin und hatte sich hier von jedem Verkehr geführt, daß die Schuld, seine Gesundheit nicht nach Vorschrift zu 8 Uhr, Beuthstr. 8, Gratweil's Bierhallen. T.- O.: 1. Vortrag. pflegen, weniger an den Arbeitern selbst, als an den Verhält 2. Wahl eines Revisors. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Auf­mit Sozialdemokraten ferngehalten. nissen liege und etliche im Fragekasten befindliche Fragen beant- nahme neuer Mitglieder findet statt. wortet waren, war der erste Punkt der Tagesordnung erledigt. Zum

Vereine und Versammlungen.

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Der Verein der Parquetbodenleger Berlins hält 2. Punkt verlas der Vorsitzende ein vom Polizei- Präsidium am Montag, den 31. Oktober. Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn auf eine diesbezügliche Beschwerde zugegangenes Schriftstück, welches Herms, Mauerstr. 86, eine außerordentliche Generalversammlung besagt, daß der Verein nunmehr nicht mehr als Versiche ab. Tagesordnung: 1. Vierteljahres= Abrechnung. 2. Innere Möbelpolirerstreik. Die Fachkommission des Verbandes rungsanstalt angesehen werden könne, daß aber sofern eine Vereinsangelegenheiten. 3. Fragekasten. Der Fachverein der Steinträger Berlins hält am der Möbelpolirer Berlins und Umgegend macht bekannt, daß die Unterstützung ausgezahlt wird, gegen den Vorstand auf Grund Arbeiter der Werkstatt des Herrn Elgert, Manteuffelstr. 80, des§ 360 des S. G. B. strafrechtlich vorgegangen wird!! Nachdem Sonntag, den 30. d. M., Vormittags 11 Uhr, in Scheffel's Salon, wegen zu niedriger Arbeitspreise die Arbeit eingestellt haben. Es der Vorsitzende noch in kürzesten Ausführungen die gegenwärtige Inselstr. 10, eine Versammlung ab, in welcher nur diejenigen Mit­Lage des Vereins vorgeführt und erklärt, daß der Verein unter glieder Zutritt haben, welche zum Generalfonds beisteuern. Tages­wird gebeten, bis auf Weiteres den Zuzug fern zu halten. Die Zentral- Kranken- und Sterbekasse der Tischler solchen Umständen bereits unmöglich geworden sei, machte derselbe ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Stahn über Gesundheitspflege. noch bekannt, daß die nächste Versammlung nach drei Wochen in 2. Bekanntmachung des Reglements des Generalfonds. 3. Frage­veröffentlicht soeben ihre Abrechnung für das zweite Quartal dieses einem anderen Lokal stattfinden würde und daß am 12. November fasten. Um zahlreiches Erscheinen ersucht der Vorstand. Jahres. Darnach betrug die Einnahme im zweiten Quartal 1887 im Vorstädtischen Kasino, Ackerstr. 144, ein Tanzkränzchen stattfindet, M. 383 435,35, die Ausgabe 354 958,39, ergiebt einen Ueberschuß wozu alle Kollegen eingeladen werden. Billets sind zu haben bei von 28 476,96. Die Mitgliederzahl betrug 73 028 und hat demnach den Herren Papke, Oranienſtr. 196, Laginsky, Schönholzerstr. 7, in dem zweiten Quartal um 247 abgenommen. Hoffentlich weßen Seitenflügel 3 Tr., Kunze, Ruppinerstr. 2, sowie beim Kassirer die Tischler diese Scharte rasch wieder aus. Haben sie doch selber Adamcak und in sämmtlichen Zahlstellen. den größten Vortheil davon, weil mit jeder Mitgliederzunahme die Finanzlage günstiger wird.

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Fachverein sämmtlicher im Drechslergewerk be= schäftigten Arbeiter Berlins . Wanderversammlung am Dienstag, den 1. November, Abends 81/2 Uhr, in Otto's Salon, Adalbertstraße 21. Tagesordnung: 1. Wissenschaftlicher Vortrag. 2. Gewerkschaftliches. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste willkommen.- Billets zum Stiftungsfest werden in der Versammlung ausgegeben.

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Die Kranken- und Begräbnißkaffe des Vereins sämmt Im Verein zur Wahrung der Interessen der Lackirer licher Berufsklaſſen( E. H. Nr. 2) hat nach dem letzten Monats­abschluß einen Vermögensbestand von 13 937,89 M. oder pro Mit­- Den Mitgliedern der Zentral- Kranken- und hielt Herr Dr. Bohn am Montag einen Vortrag über Afrika - glied 19,79 M. Diese Kasse nimmt Personen ohne Unterschied des reiſen und Koloniſation", in welchem derselbe nach einer geolo- Berufes und Geschlechts im Alter von 14 bis 45 Jahren jederzeit Sterbe- Kasse der Drechsler und anderer gewerblichen Arbeiter gischen Beschreibung dieses Erdtheils die Beschwerden und Müh auf und bestehen verschiedene Versicherungsklassen. Für die ge- Deutschlands ( E. H. 48, Hamburg ), Verwaltungsstelle Berlin A, feligkeiten des Handels früherer Jahrhunderte im Austausch jener leisteten Wochenbeiträge von 18 bis 60 Pf. wird bei Erkrankungs- zur Nachricht, daß am Sonntag, den 30. d. M., Vormittags 11 Uhr, tropischen Produkte, wie Gewürze, Elfenbein 2c., klarlegte. Redner fällen eine Unterstützung von 4,50 bis 15 M. gewährt, bei etwaigem im Lokale Manteuffelstr. 90( Louiſenſtädtische Reſſource), eine Mit­erläuterte sodann die Art und Weise des Reiſens in Afrika und Todesfall den Hinterbliebenen ein Begräbnißgeld von 45 bis 150 M. glieder- Versammlung mit folgender Tagesordnung stattfindet: ging zu der heutigen Kolonisation in Afrika über. Er schilderte die Ursachen und Zwecke der beiden in Deutschland bestehenden gezahlt. Für Berlin sind 4 örtliche Verwaltungsstellen errichtet, wo 1. Vierteljähriger Kassenbericht. 2. Verschiedenes. Um zahlreiches jederzeit Beitrittserklärungen entgegengenommen werden, und zwar: Erscheinen ersucht der Vorstand. Quittungsbuch legitimirt. Zentral- Kranken- und Sterbekasse der Tischler Ost- und Westafrikanischen Gesellschaften und äußerte zum Schluß, Berlin I , Kassirer E. Schilling, Soppenſtr. 48; Berlin II, Kassirer daß keinem Europäer zu rathen wäre, sich dem heimtückischen Klima J. Schumacher, Mariannenstr. 8; Berlin III, Kassirer H. Rudolph, und anderer gewerblicher Arbeiter( E. H. 3, Hamburg ), Verwal­dieses Erdtheils längere Zeit auszuseßen. An den Vortrag schloß Solonieftr. 150a; Berlin IV, Kassirer M. Zeifig, Teltowerstr. 45. tung Berlin E. Mitglieder- Versammlung am Montag, den 30. d. M., sich eine lebhafte Diskussion. Hierauf folgte der Quartals- Ferner bericht. Derselbe ergab einen Kassenbestand von 161,70 M. Ferner werden Beitrittserklärungen entgegengenommen beim Vor- Abends 82 Uhr, im Weddingpart, Müllerstr. 178. Tagesordnung: ſizenden, Herrn Sasse, Blücherstr. 34/35, und beim Hauptkassirer, 1. Vierteljahresbericht vom 3. Quartal. 2. Mittheilung über die Nach Bestätigung des Berichts seitens der Revisoren wurde dem Herrn Gd. Kühnelt, Kreuzbergstr. 63, wo auch jede gewünschte Aus- Vorlage des Vorstandes betr. Statuten- Aenderung. 3. Verschiedene Kassirer Decharge ertheilt. Hierauf wurden alle Vereinsmitglieder, funft ertheilt wird. Kassenangelegenheiten. - Kranken- und Begräbnißkasse des Vereins sämmt­welche etwa noch Mitglieder der Ortskrankenkasse sind, auf- Die Kranken- und Begräbnißkasse für die im Berliner gefordert, bei der im November stattfindenden Generalversammlung Gürtler- und Bronceur- Gewerbe beschäftigten Personenlicher Berufsklassen, Berlin I ". Sonnabend, den 29. d. M., Die Mitglieder der Kasse im eigensten Interesse zu erscheinen. ( E. H. Nr. 60), welche dem§ 75 des Gesetzes vom 15. Juni 1883 Abends 8 Uhr, Blumenstr. 78 Versammlung. Die Fachkommission der Perlmutterarbeiter hielt am Freitag, den 21. d. M., eine Versammlung ab und wurde hierbei genügt, hielt am Sonntag eine Generalversammlung ab. Nach dem werden ersucht, in der Versammlung zahlreich zu erscheinen, da die Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metall­der Rechenschaftsbericht vom Kassirer verlesen. Indem die Kommission Kassenbericht des Rendanten und dem Bericht des Vorsitzenden kann Anmeldung zur Weihnachtsbescheerung beginnt. allen Gewerkschaften, welche den Streik unterstützten, besten Dank man mit Recht sagen, daß die Kasse seit ihrem 23/4 jahrigen Be­ſtehen sich als ein segensreiches Institut erwiesen hat. Sie wurde arbeiter( E. H. 29, Hamburg ). Sonntag, den 30. Oktober, Vor­fagt, fordert sie zugleich alle Diejenigen, die noch im Beſize von im November 1884 ohne Vermögen in's Leben gerufen und hat in mittags 10 Uhr, Versammlung der Filialen I, II, III, IV, Nixdorf, Liſten und Bons sind, dringend auf, dieselben binnen fürzester Frist dieser kurzen Zeit bei 1030 Mitgliedern ein Vermögen von 8000 M. Tempelhof und Niederschönweide, Alte Jakobstraße bei Deigmüller. abzuliefern. Reinsch, Kassirer, Reichenbergerstr. 163, H. Querg. 4 Tr. zur Begründung des Reservefonds zurücklegen können. Der Eintritt Tagesordnung: Stellungnahme zur nächsten Generalversammlung, Der Verband deutscher Mechaniker und verwandter steht allen gesunden Berufsgenossen, welche das 17. Lebensjahr, bezw. Statutenrevision und Wahl einer Kommission. Die Sterbekasse der Maschinenbauarbeiter und Berufsgenossen( Bahlstelle Berlin ) hielt am 19. d. M. eine gut jedoch nicht das 50. überschritten haben, frei. Das Eintrittsgeld verwandten Berufsgenossen zu Berlin nimmt neue Mitglieder, so­besuchte Versammlung ab im Lokal von Nieft, Kommandanten beträgt 1,20 M., wofür Quittungs - und Statutenbuch verabfolgt straße 61-72. Herr Vogtherr hielt einen äußerst beifällig auf- wird. Der Beitrag beträgt pro Woche 40 Pf. Für diesen niedrigen wohl Frauen als Männer, welche gesund sind und das 45. Lebens­genommenen Vortrag über" Idealisten und Realiſten im Kultur- Beitrag wird im Erkrankungsfalle dem Mitgliede 52 Wochen lang jahr nicht überschritten haben, auf. Die Sterbekasse besteht seit fortschritt". Bei Verschiedenes" drehte sich die Debatte um wöchentlich 12 M. gewährt. Geht ein Mitglied nach einer Heil- dem Jahre 1850 und befizt ein Vermögen von 179 000 m. bei einen schon oft berührten Gegenstand: Die Stellung des Herrn anstalt, so werden für dasselbe ebenfalls 52 Wochen lang die Kur- einer Mitgliederzahl von 14 000. Der monatliche Beitrag beträgt Bremer zur Metallarbeiterkasse. kosten und wöchentlich 3,60 M. Extraunterstüßung gewährt, selbst 45 Pf. bei einer Prämie von: 1) Bei einer Mitgliedschaft bis

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Der Fachverein der Former und verwandten Berufs- in Fällen wie Geisteskrankheit 2c., trotzdem die Kosten für derartige 2 Jahren 90 M. 2) Bei einer Mitgliedschaft bis 6 Jahren 120 M. genossen hielt am Sonntag, den 23. d. M., in Fauſtmann's Lokal, Strankheiten bedeutend höher sind. Im Falle des Todes wird an die Ueber diese Zeit hinaus 150 M. Die Aufnahme neuer Mitglieder Invalidenſtr. 144, eine zahlreich besuchte Mitgliederversammlung ab. Hinterbliebenen ein Sterbegeld entrichtet, welches bei einer Mit- findet ſtatt an den Wochentagen: Vormittags von 8 bis 11 Uhr, Herr Dr. Bohn hielt einen Vortrag über" Entdeckungsreisen und gliedschaft bis zu 2 Jahren 60 M., bei einer solchen über 2 bis zu Nachmittags von 4 bis 7 Uhr. Sonntags Vormittags von 8 bis Kolonien in Afrika ". Derselbe schilderte die allgemeine Lage und 4 Jahren 75 M. und über 4 Jahren 90 M. beträgt; auch haben 10 Uhr, Neue Schönhauserstr. 16, Hof rechts part. die Unannehmlichkeiten des Landes, die Strapazen der Forscher die Mitglieder das Recht, sich von jedem beliebigen Arzt kuriren zu Die Eröffnung der Fachschule des Gauvereins Livingstone, Stanley, Dr. Nachtigall 2c., die Sitten der Eingeborenen, laffen. Es wäre wünschenswerth, daß diejenigen Kollegen, welche der Maler Berlins findet beſtimmt am 31. Oktober, Abends die Sklavenjagden, das Klima und dessen Nachtheile für die Euro- der Kasse noch fernstehen, derselben beitreten, denn nur dadurch 7 Uhr, in der Aula der Gemeindeschule, Brigerstr. 17/18, statt. päer. Die Versammlung nahm den 1/ 2- stündigen Vortrag mit fann eine geschaffene Sache groß und mächtig werden. Neue Mit- Anmeldungen von Theilnehmern am Unterricht werden jeden Abend großem Beifall auf. Hierauf wurde Herr Paul Behrend als glieder werden vom Rendanten, den Vorstandsmitgliedern und in im Vereinslokal, Ritterstr. 123, bei Sodtke, und bei Ernst Herzog, erster Schriftführer an Stelle des Herrn Scharrn gewählt. Legterer den Zahlstellen aufgenommen. Daselbst werden auch Billets zu Josephstr. 8, vorn 4 Treppen, entgegengenommen. hatte sich, wie mitgetheilt wurde, vor seiner Ausschließung, welche unserem 3. Stiftungsfest, welches am 12. November in der Philhar­Der Fach verein der Rohrleger feiert sein diesjähriges wegen Bergehens gegen das Vereinsstatut erfolgen sollte, noch recht- monie stattfindet, ausgegeben. Winter- Vergnügen in Nieft's Salon, Kommandantenſtr. 71/72 zeitig selbst abgemeldet. Alsdann erfolgte die Wahl eines Ver- Die Zentralfrankenkasse der Maurer, Steinhauer 2c. parterre, am Sonnabend, den 12. November 1887, wozu Freunde gnügungskomitees zum nächsten Stiftungsfeste. Darauf wurde Deutschlands , Grundstein zur Einigkeit, hielt in Scheffer's Salon, und Gönner des Vereins hiermit herzlichst eingeladen sind. Billets Bericht erstattet über die Thätigkeit des Arbeitsnachweises. Nach Inselstr. 10, eine Mitgliederversammlung ab, in welcher zunächst Herren 50 Pf., Damen 25 Pf. inkl. Tanz find in der Versammlung Erledigung einiger Fragen wurde die Versammlung geschlossen. Herr Kerstan die Abrechnung vom 3. Quartal verlas. Dieselbe und beim Vergnügungs- Komitee zu haben. E. Karpentiel, Naunyn­Die Freie Vereinigung der Lohgerber und Leder- ergab eine Einnahme von 23 192,04 M. Die Ausgabe inkl. der straße 87, Hof 4 Tr.; F. Krebs, Chauffeestr. 73; Frisch, Kirch­zurichter Berlins hielt am 20. d. M. eine Versammlung ab an die Hauptkasse gesandten 10 800 m. betrug 23 175,83 M., so bachstr. 9; Reichner, Bandelstr. 2; E. Glawe, Kastanien- Allee 57. -Verein der Sattler und Fachgenossen. Großes mit der Tagesordnung:" Der gegenwärtige Stand der Lohn- daß am Schlusse des Quartals ein Baarbestand von 16,21 M. am bewegung der Lohgerber und Lederzurichter Berlins ". Der Vor- Orte verblieb. Nachdem die Bestätigung der Abrechnung durch die Familien- Kränzchen mit musikalisch- deklamatorischer Abendunterhaltung fizende, Herr Busse, bemerkte, daß diese Versammlung auf Wunsch Revisoren erfolgt war, wurde dem Kassirer Decharge ertheilt. Bei am 29. Oftober in Keller's großem Saal, Andreasstr. 21. Bei­einiger Fabrikanten einberufen worden sei. Es hatten sich in der der hierauf vorgenommenen Wahl der Hilfskassirer wurden die bis- trag für Herren 50 Pf., für Damen 30 Pf. Billets sind im selben jedoch nur zwei Kleinmeister eingefunden, trozdem durch herigen Hilfskassirer wiedergewählt. Für den Osten Berlins wurde Restaurant, Neue Jakobstr. 11, zu haben. Anfang 8% Uhr. Säulenanschlag und Karten die Herren eingeladen waren. Das eine neue Zahlstelle errichtet und Herr Schulz als Beitragsammler Das Komitee. Verband deutscher Mechaniker und verwandter zeige, meinte der Vorsitzende, daß die Herren nicht gewillt wären, für dieselbe gewählt. Ferner wurde die Frage angeregt, ob es Stiftungsfest am mit den Arbeitern ordnungsmäßig zu verhandeln. Hierauf verlas nicht möglich wäre, die Versammlungen wieder Sonntags abzu- Berufsgenossen. Zahlstelle Berlin . Herr Busse einen Artikel aus der Günther'schen Gerberzeitung", halten. Vom moralischen wie vom gesundheitlichen Standpunkte 3. Dezember im Gesellschaftshaus der Freunde, Neue Friedrich­worin den Gesellen vorgeworfen wird, daß sie den Streit in aus betrachtet, wäre dies nicht mehr wie recht und billig. Es würde straße 35. Billets hierzu sind Sonnabend, den 29. Oktober, Abends ungerechtfertigter Weise angefangen hätten, da die besseren" Ge- der Gesundheit nie vortheilhaft sein, wenn die Kollegen, von der 18 Uhr im Restaurant Lehmann, Naunynstr. zu haben.

Verantwortlicher Redakteur: Max Schippel , Berlin.- Druck und Verlag: F. Posekel, Berlin S. O., Dranienstraße 23.

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