Mitwirkung für die Zukunft sehr wichtig und werthvoll sein. Die Burüdiegung, welche fie nach den bisherigen Beschlüssen ber Kommiffion erfahren würden, könnte leicht dazu dienen, gerade diejenigen Mißstände hervorzurufen, welche durch die Beschränkung der Vertretungsrechte vermieden werden sollen: nämlich der sozialdemokratischen Agitation einen Hebel zur Bearbeitung der ländlichen Arbeiterbevölkerung in die Hand zu geben. Diese Auffaffung des lonservativen Blattes dürfte von seinem Standpunkte aus durchaus richtig sein, aber so oder so der Hebel ist immer da, derselbe liegt in den allge meinen Verhältnissen.
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Zum Branntweinmonopol. Die Nationalliberale Stor respondenz" bemüht sich, für den ihr wahrscheinlichen Fall der Ablehnung des Branntweinmonopols Wege zu ebnen, die dar nach eine höhere Besteuerung des Branntmeins herbeiführen würden: Wenn wir auch für das Monopol feine Rettung erbliden, so hoffen wir doch, daß eine Kundgebung einer großen Mehrheit des Reichstags des Inhalts erfolgen wird, daß die Gewinnung erheblich reicherer Einnahmen aus dem Branntwein wünschenswerth und zweckmäßig, daß dies Steuerobjekt weit befferer Ausnußung fähig, daß das Monopol nur wegen seines zerstörenden Eingriffes in zahlreiche wirthschaftliche Verhältnisse zu verwerfen ist, und daß man ander weitigen Vorschlägen für eine stärkere Ausnugung der Steuer traft des Branntweins größtes Wohlwollen entgegenbringen wird. Einer solchen Erklärung fich zu entziehen, bätte teine Bartei Veranlaffung, auch die deutschfreifinnige nicht, die seit Jahren unausgesezt auf die höhere Besteuerung des Brannt weins hingewiesen hat und davon erft still geworden ist, seit dem die Regierung mit ihren Monopolprojekten hervortrat.... Nehmen die Dinge den angedeuteten Verlauf, so tönnte die Verhandlung über die Monopolvorlage noch den günftigen Erfolg haben, den Weg zu einer befriedigenden Lösung der Frage gewiefen und vorbereitet zu haben." Wir find gegen fede böhere Besteuerung des Branntweins, besonders gegen eine Konsumtionssteuer und gegen die Lizenzsteuer. Wenn aber einer Erhöhung nicht aus dem Wege gegangen werden kann, Dann ist eine Steuer an der Branntweinquelle, eine Produl tionssteuer allen andern vorzuziehen.
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hierauf mit 345 gegen 195 Stimmen, der Antrag Rivets be treffend die fakultative Ausweisung der Prinzen mit 333 gegen 188 Stimmen abgelehnt. Eine vom Minifterium angenom mene Tagesordnung, welche besagt, daß die Kammer im Ber trauen auf die wachsame Energie der Regierung und in des Ueberzeugung, daß die Regierung gegen die Prinzen diejenigen Waßregeln ergreifen werde, welche die Umstände erheischen wurden, zur Tagesordnung übergehe, wurde mit 353 gegen 112 Stimmen angenommen.
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Der Minister des Innern berichtete über die Lage in Decazeville und die durch die Vertreter der Regierung mit der Kompagnie angebahnten Unterhandlungen. Die Lage ift ernst und man fann leider nicht voraussehen, wann der Streit ein Ende nehmen wird. Der Minister des Janern theilte mit, daß, entgegen gewissen Behauptungen, die Ver treter der Regierung fich nie in die Lohnfrage gemengt haben; diese beschränkten fich darauf, der Kompagnie Rathschläge u Vorsicht zu ertheilen, die Einwürfe anzuzeigen, die gewiffe Bersonenfragen verursachten, und auf die Gefahren gewiffer Entschließungen hinzuweisen; so namentlich auf die Beb behaltung des Ingenieurs Blazy und auf die Veröffentlichung des Beschluffes des Verwaltungsrathes betreffend die Weige rung der Kompagnie, gewiffe Kategorien von Arbeitern wieder aufzunehmen. Da die Kompagnie tros alledem auf ihren Be schlüffen bebarrte bat der Minister des Innern den Ber waltungsrathen schriftlich angezeigt, er ergreife wohl alle Ma regeln zur Aufrechterhaltung der Ordnung, müsse aber jede Verantwortung für die Folgen der Beschlüsse des Verwaltungs rathes ablehnen. Auch sei der Präfelt angewiesen worden, fich nicht mehr in neue Unterhandlungen zu mengen, da seine Scritte fruchtlos geblieben find.
die menschliche Arbeitskraft theils zu ersparen", theils für billigste Preise die längfte Beit auszunügen, aur alleinigen Herrschaft. Die Babl der Segelfchiffe an den deutschen Rüften, in der Größe von mehr als 50 Rubikmeter Raumges halt, veränderte fich vom 1. Januar 1871 bis 1. Januar 1885 mie folat: 1871: 4529, 1872: 4460, 1880: 4403 1881: 4246, 1882: 4051, 1883: 3855, 1884: 3712 1885: 3607 Segelfchiffe. Die Größe( Ladungsfähigkeit), die 1871 netto 2 589 240 Rubit meter betrug, belief fich 1885 auf 2 494 012 Rubifmeter. Sie betrug dagegen im Durchschnitt pro Schiff 1871: 571,70 Rubil meter, 1885: 691,44 Rubitmeter. Die Gesammtzahl der regel mäßigen Belegung fiel von 35 099 Mann im Jahre 1871 auf 33 448 in 1875, 32 158 in 1880, 31 003 in 1881, 29 593 in 1882, 28 094 in 1883, 26 937 in 1884 und betrug 1885 nur noch 26014. 50 tommen an durchschnittlicher Besfagung auf ein Schiff 1871: 7,75, 1875: 7,50, 1880: 7,30, 1881: 7,30, 1882: 7,31, 1883: 7,29, 1884: 7,26. 1885: 7,21 Mann. Ein ununterbrochener Rüdgang! Die Zahl der Schiffe ift in 15 Jahren um 23,57 pCt., diejenige der Besagung um 24 45 pCt, in beiden Fällen alfo um beinabe ein Viertel gefunden. Wenn die Ladungs fähigkeit der Segelschiffe in weit geringerem Diage gefallen ist, so beweist dies nur, daß die kleinen Schiffe es find, denen zuerst der Garaus gemacht wird, daß in dem Wettkampf zwischen Dampf und Segel fich nur der Segel großbetrieb noch einige Beit über Waffer halten kann. Was zeigt nun die amtliche Statistik bei der Dampffchifffahrt. De Babl der Dampfer stieg von 147 im Jahre 1871 auf 299 in 1875, 374 in 1880, 414 in 1881, 458 in 1882, 515 in 1883, 603 in 1884, bis zu 650 in 1885. Die Größe betrug 1871 netto 228 937, 1885 aber 1 172 675 Rubikmeter, stieg also durch schnittlich pro Schiff von 1557,39 Rubikmeter im Jahre 1871 auf 1804,12 Rubitmeter in 1885. Die Gesammtzahl der Be sagung betrug 1871: 736, 1875: 9339, 1880: 8131, 1881: 8657, 1882: 9516, 1883: 10 937, 1884: 12 678, 1885: 13 897 Mann. Es ging die durchschnittliche Belasung pro Schiff zu rüd; diefelbe belief fich 1871 auf 32,22, 1875 auf 31,23, 1880 auf 21,74, 1881 auf 20,91, 1882 auf 20,78, 1883 auf 21,24, 1884 auf 21,02, 1885 auf 21,38 Mann. Wir sehen also: die Dampffchiffe haben eine faft um dreimal arößere Durchschnittsgröße als ihre Ronkurrenten, die Segelschiffe, fte wuchsen seit 1880 von Jahr zu Jahr ganz erheblich an Tragfähigkeit. Aber die Bahl der auf ihnen be findlichen Mannschaften bleibt stabil, wir fönnen einen relativ verringerten Bedarf an Mannschaften annehmen. Wie in der Fabrit die Maschine immer mehr hände freisezi", d. h. überflüssig macht und dadurch neue Refruten der industriellen Res servearmee zuführt, so ist es auch zur See. Das Dampffchiff überflügelt das Segel und verringert durch seine sich immer mehr vervollkommnende Technik bie Bahl der nothwendigen menschlichen Arbeitskräfte. So ergiebt es fich, daß, obgleich die Größe unserer gesammten Rauffahrteischifffahrt von 1871 bis 1885 von 2818 177 auf 3 666 687 cbm geftieaen ift. Die Kopfzohl der Besagung unverändert blieb( 1871: 39 835, 1885 39 911). Die großfapitalistische Entwidelung vernichtet den Kleinbetrieb, vernichtet durch arbeitsparende" Maschinen die Arbeitsmöglichkeit für Tausende von Eristensen, vereinigt immer größere und zahlreichere Produktionsmittel in immer weniger Händen, züchtet in unserem Falle ein Seemanns proletariat und zeigt uns, wie nothwendig auch auf diesem Gebiete sosiale Reformen find. Den Seeleuten fehlen noch mehr als den Landarbeitern gefeßliche Wohlfahrtseinrichtungen. Wie noth thut, um nur Eines herauszugreifen, eine Unfall gefeggebung für Seeleute! Aber felbft zu der Dar scher Dofts bat fich bis heute die gefeßgebende Körperschaft des Deutschen Reiches nicht aufraffen tönnen. An der Beit wäre es.
Welche Freude wird der Herr Reichskanzler wohl barüber empfunden haben, daß die Sozialdemokraten seine Wünsche so prompt berüdfichtigen. Raum war eine Reichstags nachwahl nöthig in einem Kreise, wo die Sozialdemokraten auf Erfolg hoffen fonnten, da rafften fie fich auch zusammen und entriffen diesen Wahlkreis, den 19. fächsischen, den Deutsch Konservativen, so daß nun der erste der von dem Herrn ReichsTanzler gewünschten neuen zwölf sozialdemokratischen Abgeord neten in den Reichstag eintritt. Bei etwaigen allgemeinen Wahlen wird der Wunsch des Herrn Reichs langlers ficherlich vollständig erfüllt werden; den guten Willen haben die Sozial bemokraten jedenfalls dazu. Es ist für die Sozialdemokraten auch beffer, da fie dann selbstständig Resolutionen und An träge zur dritten Lesung des Etats, die 30 Unterstügungsstimmen erfordern, stellen können. Aber ganz besonders wün schenswerth wäre es, wenn, wie in diesem Falle, die übrigen 11 Size den Deutsch Konservativen abgerungen würden. Db dies aber den Wünschen des Fürsten Bismard entspräche, dürfte doch wohl bezweifelt werden, da die Deutsch Konser vativen befanntlich die parlamentarische Leibgarde des Herrn Reichslanglers bilden.
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Im Unterbause lenkte Bradlaugh die Aufmerksamkeit des Hauses auf die Methode der Sammlung von Arbeits Statistiten in den Vereinigten Staaten und Kanada und stellte den Antrag, daß unserzüglich Schritte ergriffen werden follten, um in England die volle und genaue Sammlung und Veröffentlichung von Arbeits Statistiken au fichern. Zur Be gründung dieses Antrags bemerkte Bradlaugh, daß die gegen wärtige Lage der Arbeiterllaffen in England es höchft win schenswerth mache, dem Publikum genaue und zuverlässige Nachrichten über die Arbeitsverhältnisse im Lande zu geben. Arbeiterfragen intereffirten jest mehr oder weniger die ganz aivilifirte Welt. Der Sozialismus habe in England bis jet feine Wurzeln gefaßt, allein es fei Pflicht der Regierung nichts ungethan zu lassen, wodurch das Umficgreifen deſſelben verhütet werden fönnie. Das statistische Material, defen Sammlung und Veröffentlichung er wünsche, würde Strells und Gewerksstreitigkeiten allerdings lein Biel segen, aber würde viel dazu beitragen, dieselben zu verhindern und die Ursachen zu beseitigen, welche zu Arbeitseinstellungen und beitssperren zu führen pflegen. Nachdem Burt den Antrag unterfügt hatte, beantragte Stanhope, der frühere Präsident des Handelsamis, bie Rieberfegung eines Sonderausschuffes, ber die besten Mittel zur Sammlung und Veröffentlichung von Statistiken über die Arbeitsverhältnisse im vereinigten Rönigreiche erwägen solle.
Die fächsische Regierung versucht durch Abänderung der Landgemeindeordnung, welche den Beginn des wahlfähigen Alters vom 21. bis zum 25. Lebensjahre hinausschiebt, dem Eindringen von Sozialdemokraten in die Gemeinde- Vertretungsreichung folch armenpflegerischer Balliativmittel in homöopathi förper vorzubeugen. Db dies der Regierung gelingt, ist eine zweite Frage. Aber eine durchaus reaktionäre Abänderung liegt hier vor. Das genirt die gemüthlichen Sachsen nicht hört man doch selbst in der sächsischen Rammer es aussprechen, daß in feinem deutschen Bundesstaate die Reaktion derart in Blüthe stebe, als gerade in dem Königreich Sachsen- Medlenburg nicht ausgenommen.
Im Kreise Flensburg findet am 29. b. M. eine Nach wahl zum Reichstage statt. Die Wahl des nationalliberalen Abgeordneten Gottburgsen wurde bekanntlich vom Reichstage für ungiltig erklärt. Die Nationalliberalen haben denselben wieder aufgeftellt, die Dänen den früheren Abg. Johannsen und auch die Sozialdemokraten stellen einen eigenen Kandis baten auf. Sämmtliche Parteten sind sehr rührig; die Natio nalliberalen befürchten, mit den Dänen in Stichwahl zu tom men, weil sie wiffen, daß die Sozialdemokraten sicherlich nicht für einen Nationalliberalen stimmen werden.
Der Sieg des Großbetriebs zur See ist bereits mehrfach von uns behandelt worden. Derselbe tennzeichnet sich einerseits durch
Schiffe, andererseits durch die konstant wachsende Einführung des Dampfes und dementsprechendes Burückweichen des Segels Wir geben in folgendem einige Bahlen, in der Schifffahrt.
bie flipp und flat zeigen, welch gewaltiger Umschwung in der Seeschifffahrt sich vollzogen hat. Hier eben, wie überall, ge langt das Großkapital mit seinen gewaltigen Mitteln, seiner
Handelsamtes, befämpfte das Amendement, da die Einferung
Mundella, der jeßige Chef des
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eines solchen Ausschusses einen Beitverlust zur Folge haben würde. Er drückte schließlich seine Bereitwilligkeit aus, fofort zur Vorbereitung eines Bandes zu schreiten, der statistische An gaben über Arbeitsmärkte, Arbeitslöhne und Lebensmittelpreise während der legten 50 Jahre enthalten werde. Stanhope 80 hierauf sein Amendement zurück und Bradlaugh's Antrag
wurde abstimmungslos genehmigt.
Der anarchistische Agitator Hyndman befigt,
englische Blätter melden, angeblich ein Vermögen von etwa 50 000 Pfund Sterling( 1 000 000 Matt). Sein üppig einge richtetes Haus steht in der von lauter reichen Rentiers be
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ichen bu lung od Obre ob bürgerlic
war Mr. Hyndman Mitglied des New University Klub, einer ganz aristokratischen Bereinigung. Seine Magloftgleiten in Rebe und Schrift hatten zur Folge, daß ihm zu verstehen ge geben wurde, er möge feinen Austritt erklären. schah; Mr. Hyndman ist aber von da an nur noch wilder ge
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Der Baragraph 12( Strafparagraph) des Sozalistengefeges lautet nach Vereinbarung in der Reichrechtslom mission folgendermaßen: Wer an einer geheimen Gesellschaft, wohnten Devonshire Straße im Westend Londons . Früher von der er weiß, daß fie den im§ 1 angeführten Bestrebungen dient, theilnimmt, macht sich eines Vergehens schuldig und wird mit strengem Arrest von sechs Monaten bis zu drei Jahren, womit eine Geldstrafe von 100 bis 500 Gulden verbunden werden kann, bestraft. Gegen Ausländer ist auf Abschaffung zu erlennen." Die Strafen sind schärfer, wie bei dem Sozia liftengeset in Deutschland .
worden.
Klärte der Ministerpräsident Freycinet bei der Verhandlung über den Antrag auf Ausweisung der Prinzen, er müsse den Antrag als unnüg und inopportun zurückweisen: die Regierung
werde, wenn es die Umstände erheischen sollten, die erforder lichen Maßregeln zu ergreifen wiffen. Die Kammer dürfe auf die Wachsamleit und Energie der Regierung rechnen. Der
intensiven Ausbeutung der maschinellen Technit, seiner Kunst, Antrag Duché's auf fofortige Ausweisung der Prinzen wurde
tigen Stürmen einer licht- und hoffnungslosen Bukunft ents gegen gehen sollten. Gleichwohl sagte ich mir, daß Sie viel zu stolz sein würden, von meiner Hand auch nur die
geringste Unterstützung anzunehmen, obwohl mich eine glüdliche Spekulation in den Besiz eines für meine Verhältnisse bedeutenden Vermögens gebracht hatte. Ich begab mich also persönlich zu meiner Verwandten, um sie zu bitten, baß sie sich Ihrer annehmen und zunächst die Verschollene aufspüren möge und nun, wie durch ein Wunder hergezaubert, sehe ich Sie vor mir."
und Herr Gontard, unbewußt demselben 3iele zuftreben, nämlich dem, Sie glücklich zu sehen."
Rukland.
Ueber das Deutschthum in den Dsseepto vinzen erhält das„ Deutsche Wochenblatt" aus Riga nach ftehenden Situationsbericht: Obgleich die Deutschen in de
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bedeutend unterlegen find, lann man doch mit Recht behaupten, rufftschen Ostseeprovinzen den übrigen Bewohnern an Babl daß fie in jeder Hinsicht das Heft in Händen haben. Jeden Die ursprünglichen Bewohner( Letter, Efthen und Finnen) ordnen müssen, so daß auch die städtischen Verwaltungen a
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Gliedern der letteren zusammengesett find. Daß diese in ihrer dominirenden Stellung vornehmlich ihren eigenen theil im Auge behalten und dadurch den Groll der übrigen
In Wahrheit ein ganzer Roman," lachte Gontard , und ich bin sehr begierig zu erfahren, was meinem innigs sten Wunsche so rasche Erfüllung brachte."
Ja, verehrteste Frau Tante," wandte er sich gleich fam erklärend an Frau Dahlberg, das war es, was mich zu Ihnen führte und nicht, was Sie vermuthet haben mögen, eine Gelbverlegenheit. Nein, Gott sei Dant, die Tage find für mich vorüber, wo ich die Hilfe Anderer in Anspruch nehmen mußte, um mein Auskommen zu finden. Die treff liche Schulung, welche ich in dem Geschäfte Ihres Herrn Vaters genossen, Fräulein Eschenbach, sowie meine Spars samkeit, haben mich in den Stand gesetzt, Geschäfte auf eigene Hand zu machen. Das Glüd hat mich begünstigt, und so bin ich auf dem besten Wege, ein reicher Mann zu werden. Aber nun genug von mir," brach er furz ab; und vielleicht ist es nicht unbescheiden zu fragen, wie Sie auch ohne mein Dazuthun hierher geTommen?"
Frau Dahlberg zögerte noch, bie gewünschte Erklärung zu geben; aber Erna tam ihr zuvor.
Ich sehe es jetzt ein, Herr Gontard, ich habe Ihnen Unrecht gethan," sagte sie mit einem offenen Blick auf den
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leicht in Berlin ; ich habe darüber einen bestimmter schluß noch nicht gefaßt."
Ein Gefühl von Beklemmung hielt Erna davon ab, auf ihren heimlich Berlobten kommen und sie ihre Gefühle Sie entschuldigte sich daher mit einer häuslichen Angelegenheit, verließ den Salon und flüchtete
in die Einsamkeit ihres Bimmers.
Hier trat sie in heftiger Erregung zum Fenster; ihr frechen Lügner, und der Mann, der das volle Vertrauen Auge glitt träumerisch über die duftige, bunte Blumenpracht meines Vaters besessen, sollte mir kein ganz Fremder mehr des Gartens. Räfer summten, Schmetterlinge tummelten fein. Sie wahren ihm ein liebevolles Andenken, den so fich im Sonnenschein. Es war ein Aublic wie viele tabeln, und das ehrt Sie in meinen Augen, bas giebt schaffen, um ein liebetrantes Herz in füßester Hoffnung zu Ihnen einen Anspruch auf meine Dankbarkeit. Laffen Sie schwellen. mit diesen schlichten, aber herzlich gemeinten Worten das Eis zwischen uns gebrochen sein, und nun hören Sie, wie es mir weiter ergangen."
Ganz und gar nicht," entgegnete Erna, von dieser Er flärung beruhigt, und einem Verwandten meiner Bes füßerin biete ich gern die Hand. Ich verdanke dieser Dame alles, alles was ich bin und habe, die Rückkehr zum Licht, zum Leben und ich darf wohl fagen zum Glüd. It es nicht so, meine theuere Freundin?"
und wenn das
Gontard war in seinem Hause gewesen, hatte ihn ge sehen, mit ihm zusammen gearbeitet lettere vielleicht auch nicht, so konnte er ihr doch Manches Frau Dahlberg machte noch einen schwachen Versuch, verrathen, was ihr bis jetzt noch in Dunkel gehüllt war; von dem Gegenstande abzulenten, indem sie eine gelegenere wann Bernhard zurückgekehrt, wie, und ob fie boch bas Stunde für vertraulichere Mittheilungen in Vorschlag Schlimmste fürchten müsse, daß er sein Herz an eine Anbere
Frau Dahlberg erkannte die Nothwendigkeit, auf biese direkte Frage etwas Passendes zu erwidern, und so er mannte sie fich zu einer Antwort.
Meine gute Erna," sagte sie liebevoll und doch nicht frei von Befangenheit, Sie überschäßen meine geringen Verdienste um diese erfreuliche Wandlung, welche in der legten Beit mit Ihnen vorgegangen. Allerdings ist es ein höchst merkwürdiges Zusammentreffen, daß wir Beide, ich
brachte; aber Erna verstand den Wint nicht und Gontard ermunterte sie noch weiter. Er lauschte Ernas Bericht mit vieler Aufmerksamkeit.
desselben. Ich wußte, daß Sie nirgends so gut aufgehoben Welche glüdliche Fügung!" sagte er am Schlusse sein würden, wie hier, und ich freue mich, das aus Ihrem eigenen Munde bestätigt zu hören."
verschenkt hatte
Liebe
Große Thränen traten bei diesem Gedanken in Erna's Augen; fie faltete die Hände und schüttelte stumm bas nimmer glauben könne. Haupt,' als wenn sie an dieses Ende ihrer heißen
Tochter in
Raum hatte Sie den Salon v rlassen, so richtete fi Frau Dahlberg wieder zu ihrer vollen Höhe auf. Flam Blides, ftolz und gebietend trat fie auf
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Ich kann nicht lagen," entgegnete Gontard ." Ich Gontard zu, bis ihr fliegender Athem fast seine Wange be
Und wie ist es Ihnen ergangen?" fragte Erna.
fand eine sehr einträgliche Stelle in bem Winter'schen Exports Geschäft. Ich war sehr gut aufgehoben dort."
rührte.
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Und nun, mein Herr, ein Wort für viele," fagte fie: Wozu diese ganze Komödie, wo der Vorwand einer ge ." behnte Erna, plöglich sehr blaß geworden. fchäftlichen Erledigung genügte, um Erna zu täuschen. Und als fie Gontards Auge auf sich gerichtet fah, fagte sie haben die Papiere.... verwirrt: Gewiß, gewiß; es ist ja auch ein großes Haus. viel.... Und Sie find jetzt noch dort?"
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„ Nein..... die vorgenannten glücklichen Geschäfte
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Sie haben fie gestohlen, gleich viel.... Sie haben fte, Sie find gegenwärtig Befiber berselben und so bin ich genöthigt, fie Ihnen abzulaufen.
Nennen Sie den Preis, den Sie dafür
verlangen
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Begner.
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Stube; en baß es ih miste es gegen fein
und dann der Wunsch, Ihnen irgendwie zu Hilfe zu kommen, ich werde ihn bezahlen, wenn ich kann. Dann aber her bie veranlaßten mich, meine Stellung wieder aufzugeben. Ich Papiere und hinaus aus meinem Hause, deffen Schwelle
werde mich jetzt selbstständig machen- vielleicht hier, viel
Sie nie mehr verdunkeln dürfen."