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Beilage zum Berliner Volksblatt.

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Lokales

Die Witterung des Monats Juli d. J. war in jeder arnell bung abnorm; ungünstig- sagen wir mit Abficht nicht, nmert fich eigen diejenigen, die in Berlin geblieben find, konnten sich, Die. Jedem fie nicht große Ansprüche an Landpartien und nächtliche Battenfefte machten, bei dem fühlen Wetter ganz wohl fühlen; liten, welde Tories in carische und von Mordt ungerter Dubliner

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Dienstag, den 7. August 1888.

in Berlin hergebrachte Sitte oder richtiger Unfitte ist? Je mehr Arbeiter in einer Fabrik oder Werkstatt beschäftigt, desto zahl reicher find im Jahre die Begräbnisse verstorbener Kollegen. reicher find im Jahre die Begräbnisse verstorbener Kollegen. Kein Mensch tann behaupten, daß es dem Arbeiter weniger, als einem anderen daran liege, dem verstorbenen Arbeitsgenoffen das legte Geleit zu geben; aber gerade weil dies der Fall ist, sollte man auf eine Abhilfe der immer größer werdenden Banner, Trauerstäbe und anderen Leichenpomp, der beim Be­

Da befißen mehrere Fabriken

gräbniß eines Arbeiters und in noch größerem Maße beim Be gräbniß eines Meisters oder eines anderen höheren Beamten

oundstagshige der Großstadt zu entfliehen, find bitter getäuscht morden, Frosischauer trat an die Stelle der Behaglichkeit; der ube pimmel, der Regen, der Wind raubte ihnen das Beste Der Erholungs- und Ferienzeit, und Mißmuth über die fehl­gdagene Sommerfrische streitet in ihrem Innern mit der ausgestattet werden und einen imposanten Bug bilden, ist nun de über das glücklich erreichte trockene Heim, wenn sie jetzt ren Benaten zurückkehren. Daß der August etwa noch naholt, was der Juli versäumt hat, wollen wir denen, die Cushalten oder die erst jezt auf Reisen gehen, wünschen, so zugemuthet, diese Utensilien recht sauber und wohlfonfervirt wie­

Namen en Lage des Juli waren sehr trübe und rauh; am vierten wurde es wärmer und der fünfte hatte sogar einen kleinen Bärmeüberschuß. Doch sant die Temperatur bald wieder und

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folgte eine sehr falte, trübe und oft stürmische Regenperiode, für die Zurückbeförderung in angemessener Weise Sorge zu appelliren welcher sich besonders die Tage vom 12. bis 15. durch ab­rde gefaßt me Witterung auszeichneten. Am 12. Mittags stand das Thermometer um 11,2 Grad niedriger als normal ist und die Beitenannten 4 Tage waren sämmtlich um 6,7 bis 8,4 Grad zu Erft am 21. erreichte die Temperatur wieder die ihr

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Wellich schöne Sommertage, denen jedoch alsdann wieder bis Ronatsschluß vier trübe regnerische Tage folgten.- Das

einmal so hergebracht, aber, wie erwähnt, recht mühselig. Aber damit nicht genug: Oft genug, ja in den meisten Fällen wird den mit Banner oder Trauerstab Ausgestatteten nun auch noch der abzuliefern. Wird nun das bei solchen Gelegenheiten un­vermeidliche ftille Glas" getrunken, dann stehen die beflorten Utensilien in den Ecken umher und es mag nicht selten vor­tommen, daß so ein Ding vergessen wird. Vielleicht wäre es, tragen, ohne daß man die Arbeiter damit belästigte. Dazu find Diese Trauergegenstände, weil man ihren seltneren und vorübergehenden Gebrauch voraussetzt, oft so wenig wetterfest, daß man beispielsweise noch in den letzten Tagen die Burüd fehrenden mit doppelt traurigen Mienen sehen konnte. Die Farbe los und die Träger hatten recht unangenehme Trauer flecke theils an den Händen, theils auf den Kleidungsstücken. Dabei herrscht in weiten Kreisen des Publikums noch eine un­verkennbare Vorliebe für solche pomphaften Trauerzüge. Mit der Zeit werden sich diese ja von selbst verbieten, denn im Laufe von zehn Jahren wird es kaum noch möglich sein, Begräbniß, pläge in solcher Nähe von Berlin zu erlangen, daß man die felben von der innern Stadt aus in langsam dahinschreitendem Traueraufzuge wird erreichen können. Wenn dann die Trauer aufzüge feltener werden oder ganz fortfallen, so ist das tein Fehler. Es werden sich neue Formen finden, einem Todten die lezte Ehre zu erweisen und wahr wird immer der volks, thümliche Sag bleiben: Wahre Trauer ist stumm!"

5. Jahrg.

awei Mittel empfohlen, welche sehr gute Erfolge aufe weisen sollen; es find dies die Schwefelsäure und das Peptonphosphat. Es wurden Krante, welche fich in ver schiedenen Stadien der Tuberkulose befanden, sechs Stunden lang in einer mit Schwefelsäure geschwängerten Atmosphäre ge halten. Die meisten der Patienten gewöhnten fich bald an die felbe. Der Auswurf verminderte sich, wurde wässeriger, die läftigen und quälenden Hustenanfälle wurden seltener, der Schlaf beffer, die Nachtschweiße verschwanden, der Appetit stellte fich ein, und das Körpergewicht nahm allmälig zu. Noch beffere Wirkungen werden dem Peptonphosphat nachgerühmt, mit wel chem ein zweiunddreißigjähriger Kanzlist behandelt worden war. Das Körpergewicht beffelben hatte sich um ein Beträchtliches vermehrt und der Allgemeinzustand sehr gebessert. Wenn dieser Patient auch nicht völlig geheilt war, so wurde doch der Zus stand deffelben nach der Angabe des Arztes ein ganz ausges zeichneter. Das Peptonphosphat ist in allen Formen und in allen Perioden der Tuberkulose, was von anderen Witteln nicht behauptet werden kann, zuträglich. Es wirkt dadurch, daß das Kaltphosphat das Albuminat der Zellen und Fasern bindet, ausgezeichnet auf den allgemeinen Ernährungszustand und hat für die Schwindsucht die ausgezeichnete Eigenschaft, dem Orgas nismus dasjenige Element zu liefern, welches am zweckmäßigsten ist, um die Transformation der Tuberkel zu begünstigen. Dieses Mittel wurde auch bei anderen Krankheiten, welche mit hoche gradigen Schwächungen des Algemeinzustandes einhergehen, mit bestem Erfolge angewandt.- Es wäre wahrlich zu wünschen

ommende Höhe und es folgten nunmehr bis zum 28. einige Trauerstäbe ließen nämlich infolge des Regens ihre schwarze und eine große Wohlthat, wenn die gute Wirkung dieser neuer

Refutat der meteorologischen Beobachtungen war das folgende: Da Barometerstand war fast im ganzen Monat sehr niedrig; er betrug im Mittel 751,8 Mm., das ist beinahe 6 Mm. weniger, als dem Juli zukommt. Das Maximum erreichte er mit 759,0 Millimeter am 25., das Minimum mit 743,7 Mm. am 17. Die mittlere Temperatur war Morgens 7 Uhr 14,4 Gr. C.( normal find 178 Gr.). Mittags 2 Uhr 19,2 Gr.( normal 21,6 Br.), Abends 9 Uhr 16,6 Gr.( normal 18,4 Gr.). Es ergiebt sich Mann, ben daraus eine mittlere Monats Temperatur von 16,7 Gr., b. i. 23 Sr. weniger, als nach 40jährigen Beobachtungen für den i fage bien normal ist. Der wärmite Tag war der 26. mit 21,8 Gr. Sitteltemperatur, der kälteste der 12. mit 10,6 Gr. Auf beide Marie Jan fielen auch die absoluten Extreme mit 27,0 Sr. und 7,7 Sommertage, b. b. solche, an denen die Temperatur Sterbekas

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25 Gr. stieg, waren im ganzen Monat nur vier

Ein Vergleich mit der Normal- Temperatur daß nur 9 Tage zu warm, dagegen 22 zu falt An 10 Tagen war es um 4 Gr. und mehr zu falt,

die größte positive Abweichung nur 2,1 Gr. Auffällig ist es, daß im Monatsmittel die Früh

ratur 3,2 Gr., die Mittagtemperatur 2,6 und die Abend­peratur nur 1,8 Gr. unter der normalen lag, ein Zeichen, die Lage fich allmälig erwärmten, wogegen in der Nacht Temperatur wieder über Gebühr herabging. Die vor Wichende Windrichtung war West und Nordwest; Ost- und achtet, Nord- und Nordestwinde kamen gar nicht vor. Auf boftwinde wurden nur ganz vorübergehend einige Male bes

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abenar, daß an 14 Abenden völlige Windstille geherrscht

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dings mit großer Wärme empfohlenen Mittel auch von anderen. Aerzten bestätigt werden sollte.

Ueber die Verbreitung der Bakterien durch Leih­bibliotheken hat nach der Allgem Med. 3tg." die Medizinal­behörde in Dresden eine eingehende Untersuchung angestellt, da in der Tagespresse wiederholt die Befürchtung ausgesprochen mar, daß ansteckende Krankheiten durch das Ausleihen von Büchern verbreitet werden könnten. 3um Zwecke der Unters fuchung wurde aus den Dresdener Voltsbibliotheken eine An zahl Bücher entnommen, welche ihrer großen Abnutzung halber nicht weiter ausgeliehen werden sollten und die bei ihrer abe schreckenden Unsauberteit als Jnfektionsträger angesehen werden fonnten. Mit diesen Büchern wurden nun eingehende bakterios logische Untersuchungen und Desinfektionsversuche angestellt. Hierbei zeigte fich folgendes überraschende Resultat: der Staub, welcher bei dem Abbürsten und Ausklopfen der genannten Bücher, namentlich von deren Umschlägen reichlich sich ablöste, enthielt zahlreiche verschiedenartige Bilsteime, die sich aber von den Organismen, welche in dem Staube unferer Wohnungen gewöhnlich vorzukommen pflegen, nicht im Min­desten unterscheiden. Keime von Infektionskrankheiten waren darin nicht aufzufinden. Wenn man ferner die sehr schmußigen Blätter mit trockenem Finger durchblätterte, so blieben an dems selben fast gar feine Pilzkeime haften, wahrscheinlich weil dies felben an dem Papier des Buches so fest kleben, daß fie bei dem Durchblättern fich nicht ablösen. Wenn man dagegen beide Blätter mit feuchtem Finger umwandte, so blieben sehr zahle reiche Bilaleime an dem beneßten Finger haften; die Unter suchung dieser Keime ergab aber ebenfalls, daß dieselben frei von ben bis jetzt bekannten Pilzformen ansteckender Krankheiten, namentlich auch frei von Tuberkelbazillen waren. Endlich ergab fich, daß ein zweitägiges Einlegen dieser Bücher in 90- gradigen Spiritus, welcher 10 pCt. reine Karbolsäure enthält, ausreicht, um alle vorhandenen Pilzkeime zu tödten, ohne daß die Bücher dadurch geschädigt werden. Es ergiebt sich hieraus, daß die Gefahr der Verbreitung ansteckender Krankheiten durch das Aus­leihen von Büchern sehr gering ist. Es empfiehlt sich aber, jedes solcher Bücher vor dem Lesen abzustäuben und auszuklopfen und jedenfalls die Seiten des Buches stets mit trockenem Finger um zuwenden, niemals dagegen den Finger zur Erleichterung des Umwendens mit dem Munde zu beneßen.

Die neuen Badeanstalten des Berliner Vereins für Volksbäder haben fich, so lesen wir in verschiedenen Zeitungen, in sehr glücklicher Weise eingeführt. Dieselben find im Laufe des Monat Juni allein von mehr als 20 000 Personen benutt worden, trop der ungünstigen Witterungsverhältnisse hat auch der Juli die stattliche Frequenz von 16 832 Bädern aufzuweisen. Aber die Ausnußungsfähigkeit der Bäder ist noch lange nicht erreicht. Das Publikum hat noch nicht zu baden gelernt. Am Wochenschluß, vor den Festtagen, an heißen Sommerabenden ist der Andrang faum zu bewältigen. Bu anderen Stunden stehen die Bäder fast unbenußt da, während doch zahlreiche Personen und Berufsklaffen, namentlich Frauen und Kinder, sehr gut und in aller Bequemlichkeit in der Zeit vom Morgen bis zum Nachmittag baden könnten. Auch fällt es auf, daß nicht mehr Kinder und Dienstboten in die Volksbäder geschickt werden? während doch gerade diese in engen Wohnungen erheblich zur Verschlechterung der Luft beitragen und ihrer ganzen Lebens weise nach der Reinigung am dringendsten bedürftig find. Die wenigsten Berliner wissen, daß und wo diese Bade anstalten eristiren. Während dieselben bereits beginnen, von ziehen, haben fich wohl nur wenige unserer Mitbürger die Mühe genommen, die Anstalten zu besichtigen. Und doch bilden fie den Grundstein eines großen und bedeutsamen Kulturfortschritts. In Amerika würde ein derartiges Institut sofort die Aufmerk famteit aller Kreise auf sich ziehen und zu Untersuchungen und Werbefferungsvorschlägen führen. Aber bei uns geht so etwas langsam, und das Publikum ist schwer zur Mitarbeit zu er aber niemand beeilt sich, Rücksicht auf seine Hinterleute zu nehmen, sondern sucht nach Möglichkeit über das festgesetzte Beit­maß hinaus zu bleiben. Der Berliner Verein für Voltsbäder hat die Divise: Keine Trinkgelder" auf das Bestimmteste aus­

foll, wie überhaupt die Windstärke hier viel geringer war, s an anderen Drten; der Durchschnitt betrug nur 2,0 der 2- theiligen Stala. Die Bewölkung war sehr beträchtlich. Sie etrug, wenn 0 ganz heiter und 10 ganz trübe bedeutet, 7.6, so fernher die Aufmerksamkeit der Volksfreunde auf sich zu ag also durchschnittlich mehr als des Himmels mit Wolfen bebedt waren, während im Juli, dem heitersten Monat des Rus, fonft nur wenig über( 5,2) des Himmels bewölkt ist. 43, so daß also fein Tag meteorologisch als heiter( unter 2) Bringfte Bewöllung, die ein Tag des Juli d. J. hatte, ellen tonnte, während 12 Tage als trübe( Bewölkung über 8) u bezeichnen find. Auch der Feuchtigkeitsgehalt der Luft war Em Jahre. Si. für den Juli normal find. Die Höhe der Niederschläge ommen. Die Niederschläge vertheilen sich auf 16 Tage. Ges bittertage wurden 4 festgestellt.

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boch. Er betrug im Monatsmittel 72,4 pCt., während ziehen. So beklagt fich z. B. jeder über zu langes Warten,

angegeben, b. i. 8 mm als dem Juli zu

Gin grelles Licht auf unsere erwerblichen Ver- gesprochen und wird diese Vorschrift mit Strenge durchführen.

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Mecha iteit der Preußischen Immobilien- Aktienbant. Es heißt altniffe wirft folgender Bericht von diesem Jahre über die Bis heute hat die Bant 32 Hausgrundstücke und Terrains en vorigen Jahre am Grundstücksverkaufe nur 284 504 M. einem Gewinn von 604 298 m. verkauft, während im us von zirka 320 000 M. Auch das Vermiethungsgeschäft worden find. Es ergiebt sich also bis jetzt schon ein ft eine entsprechende Steigerung der Erträge gegen das Vors

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Man will eben nicht dulden, daß der bescheidene Preis von 10 Pf. pro warmes Brause und 25 Pf. für ein warmes Wannenbad, je mit Seife und Handtuch, der im Interesse der arbeitenden Bevölkerung eingeführt ist, ganz unnöthig vertheuert wird durch Geschenke an die auskömmlich angestellten Beamten. Wenn das Publikum, statt durch übel angebrachte Geschenke die Angestellten zum Wortbruch zu verführen, die so er Sparten Groschen für eigene Bäder oder zum Abbaden der

auf." Wenn Jemand diesen Bericht liest, der mit unseren Shrigen anwenden wollte, so wäre das Geld gewiß richtig an alen Buständen völlig unbekannt wäre, so würde er sicherlich gewendet. Bereits find mehrere Angestellte entlaffen, weil fie eingegangente jener Bant eine ungeheure Intelligenz und Arbeits Dem Schluffe lommen, daß die Herren Direktoren und aufgewendet hätten, um solchen ungeheuren Gewinn zu elen. Aber einen größeren Frrthum tönnte es faum geben.

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der eingegangenen Verpflichtung entgegen Trinkgelder ange­nommen haben. Diese Anstalten find gemeinnüßiger Natur und fönnen sich nur selbst erhalten, wenn die Bevölkerung fte als die ihrigen betrachtet. Wer also Intereffe für die gute Sache besitzt, der verbreite Sinn zum Baden im engeren Kreise und Badeanstalten in der Walstraße 50( Logengarten) und Garten­

rauslegung der ganz sicher eintretenden Steigerung des Werthes forge auf diese Weise dafür, daß die vortrefflich eingerichteten it also mittelst Nichtsthuns, durch bloßes Wartenkönnen, in Der Miethen infolge der Bunahme der Bevölkerung Berlins .

glücklichen Lage fich die Herren Aftionäre bekanntlich reichen, dem Bedürfniß zu genügen. Denn erst dann kann ben, ein horrender Gewinn erzielt werden, der keinen en, aus weffen Fleiß und aus wefsen Tasche diese kolossale en Schweiß getoftet hat. Und wird die Frage aufge me fließt, so giebt es nur eine wahre Antwort: der Arbeiter fe benn wenn auch der Miether des Geschäftslokals im

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Berlin den Anspruch erheben, die reinlichste Stadt der Welt zu fein, wenn auch im Verhältniß zur Bevölkerungszahl seine Vollebäder allen anderen als Beispiel voranleuchten. Im All­gemeinen herrscht noch das Vorurtheil, das Bad diene nur zur Erfrischung, und sobald das Thermometer fällt, werden auch die Bäder leer. Der Schmut jedoch und Staub der Großstadt und das Bad bildet zu jeder Witterung und Jahreszeit die beste

merter und Arbeiter soviel vom Verdienst oder Lohn ab, dringen, unbekümmert um Hiße oder Kälte, in die Poren ein berhöhere Miethspreis ausgeglichen wird; im Hinterhause aber der Arbeiter, der fich der erhöhten Miethsforderung Form der öffentlichen Gesundheitspflege.

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auben der Baustellen und Wohnungsmiethspreise von dem

Schluffe noch die Frage, die vielleicht ein Aktionär

Die Tuberkulose der Lungen, Schwindsucht, ist be fanntlich diejenige Krankh.it, welche die von derselben befallenen

beantworten fo gütig ist: Wie unterscheidet sich das Hinauf Personen in ihrem besten Alter dahinrafft und leider auch, wie

alle Statistiken ergeben, von allen Krankheiten den größten Pro entsatz für fich in Anspruch nimmt. Es ist daher leicht bes

mitteln forscht, um dieser mörderischen Krankheit mit Erfolg

-

einen Geldwucher? Denn beide haben das gemein, daß der beil nur erlangt wird durch die Ausnußung der Nothlage, greiflich, wenn die ärztliche Wissenschaft unverdroffen nach Heil­welcher fich der Wohnungs- oder Geldbedürftige befindet. Unser Begräbnißwesen gestaltet sich von Tag zu Tag entgegentreten zu können. Wir brauchen nicht besonders zu be Juträglicher. Immer weiter werden die Entfernungen nach Kirchhöfen, und immer mühsamer wird es, namentlich für Arbeiter, an einem Tiauerzuge Theil zu nehmen. Ein Be bnih nimmt in Berlin infolge der weiten Entfernungen der ten tann man nicht zumuthen, eine Fußtour von einer halben höfe mindestens einen halben Tag in Anspruch und älteren einer ganzen Meile hinter dem Leichenwagen gehend, zurüc legen, namentlich wenn der Weg durch schmußige Straßen Haubige Chauffeen dahinführt und strömender Regen oder ender Sonnenbrand auf das Leichengefolge niedergeht. Wer aber von den Berliner Arbeitern heute Geld genug, um eine Trauerfutiche 6 M. anzulegen und dem Trauerfutscher ehrbares Geficht noch extra zu bezahlen, wie es nun einmal

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tonen so schreibt das B. T."- daß Kräftigung des Kör pers durch gute Ernährung und frische Luft( Natürlich nur für die Befigenden! Red.) die ersten Bedingungen der Behandlung find und stets sein werden. Die Aerzte haben aber diese Bes handlung durch die verschiedensten Arzneimittel mit mehr oder weniger Erfolg zu unterstügen gesucht, indem fie von dem Grundfas ausgingen, Mittel zu finden, welche die die Schwinds sucht erzeugenden Tuberkelbacillen direkt angreifen oder den Körper gegen diese Mikroorganismen stählen sollten. So wandte man z. B. das Kreosot an( von Fränzel Berlin und Sommer­brobt Breslau empfohlen), Fluor- Wasserstoff oder Kohlensäure in Form von Darm Inhalationen. Neuerdings werden nun von franzöfifchen Aerzten( Balbaud de Bayard und Judet)

Die gegenwärtig geltende Polizeiverordnung bes treffend das Abraupen der Bäume erstreckt fich nur auf Gärten, in welchen überwiegend die Obst, Gemüse oder Baumzucht betrieben wird. Als dringend nothwendig hat sich nun erwiesen, daß diese Verordnung auch auf andere Privatgärten, auf Restau rationsgärten, Baumschulen und öffentliche Garten- bezw. Bart anlagen ausgedehnt werde, wenn eine wirksame Bekämpfung der Raupenplage erreicht werden soll. Das Polizeipräsidium hatte darum den Garten direktor Gaerdt zur Abgabe eines Gutachters aufgefordert, welches dem Magistrat mit dem Ersuchen über­fandt worden ist, auch seinerseits ein Gutachten über den Gegen stand von dem städtischen Gartendirektor Mächtig einzufordern und daffelbe, vielleicht zugleich unter Beifügung des Ents mourfes einer entsprechenden Polizeiverordnung, dem Polizeiprä fidium mitzutheilen. Das mittlerweile angefertigte Gutachten des Direktors Mächtig steht im wesentlichen auf dem Boden des Gaerdt'schen, wenn es auch nicht soweit geht wie dieses. In Berlin , wo von einer Obstfultur im eigentlichen Sinne teine Rede sein kann, handle es sich vorzugsweise um den Schutz der Belaubung der Gehölze gegen den verheerenden, immer mehr überhandnehmenden Raupenfraß. Deshalb seien vor allem die sogenannten großen Raupennester und die Eianhäufungen zu vernichten. Auch die besonders dem Obstbau schädlichen In­fetten seien eifrig zu verfolgen. Das Abraupen der Bäume in möglichster Höhe sei polizeilicherseits nach Kräften zu fördern und nöthigenfalls den Bürgern unter Strafandrohung zur Pflicht zu machen. Eine Ueberwachung der angeordneten Maßregeln müßte durch Sachverständige ausgeübt werden, welchen die Unterstützung der königlichen und städtischen Behörden sicher sein würde.

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Der Ursprung der Stadt und Festung Spandau ist wie die Boff. 3tg." erzählt wie bei vielen märkischen Städten, in Dunkel gehüllt. In den ältesten Urkunden, in denen der Stadt Erwähnung geschieht, wird dieselbe Spandowe, Spandow und Spandone genannt. Aeltere Chronisten wollen den Namen von dem wendischen Worte spanja , schlafen, her leiten und somit würde Spandau einen Dit der Ruhe bedeuten. Diese Ableitung erscheint wenigstens glaubhafter als eine andere, nach welcher der Name von ,, Ausspannen" und" Aue" herrühre, weil einstmals die Reisenden auf der Aue ihre Pferde ausge spannt hätten, wenn sie mit der Fähre über die Havel hätten feßen wollen. Bereits in einer Urkunde von 1197 wird ein Advokat Everardus aus Spandome erwähnt, doch ein Ort von Bedeutung scheint die Stadt erst unter den Markgrafen Johann und Dito geworden zu sein, welche 1232 die Brenzen der Stadt bestimmten, den Einwohnern die Erlaubniß zur An legung einer Fluthrinne ertheilten und fte 1240 auf acht Jahre von allen Abgaben befreiten. Die gleiche Vergünstigung erhielt Spandau 1319 durch Herzog Rudolf von Sachsen, unter dem die Bürger auf ihre Kosten eine Stadtmauer aufführten, wozu thnen vom Herzog auf zwei Jahre der Judenzins bewilligt wurde. Da es sich hierbei um die erste Bewehrung der heute so starken Feste handelt, so sei so sei die betreffende Urkunde im Wortlaute mitgetheilt: Wir Rudolphus von Gottes Gnaden zu Sachsen , Engern, Westphalen