muß ba bem Schußengel der deutschen Innungsbrüder, Sof­rath Adermann in Dresden zu Muthe merden, wenn er in ber Deutschen Industriezeitung", dem Handels­Tammerorgan lieft: Nicht Wenige erbliden heutzutage bas Heil in der Rüdfehr zum Vunftwefen, ohne zu bemerken, daß der Gegenwart alle zu seinem Gedeihen noth wendigen Bedingungen abgehen. Der Weltverkehr for­bert gebieterifch die Großindustrie und diese erdrückt bas Handwerk. Armer Hofrath! Aermere Zünftler! Und der Redakteur der D. Ind. 8tg." heißt auch- Ackermann.

An Oesterreich sollen für 8 Gewerbeinspektoren­Assistenten neue Stellen geschaffen werden, so daß der Stab der Fabritinspektion aus 1 3entralinspektor, 15 Gewerbe­infpeltoren und 8 Assistenten bestehen wird. Die Heimath der driftlichen Sozialreform, das Deutsche Reich, fargt in be hübender Weise gerade hier, und von allen Seiten kommt die Klage, daß die Zahl der Aufsichtsbeamten eine viel zu geringe, ihr Aufsichtsbezirk aber viel zu groß fei.

Röpnickerstraße 127a.- Gesangverein Männerchor Linde Abends 8% Restaurant Haller, Naunynstraße 70. Männergesangverein Sangesfreunde Abends 9 Uhr im Restaurant Musehold, Landsbergerstraße Nr. 31 Gesangverein Frena abends 8 Uhr im Restaurant Benece, Gre Samburgerstraße Nr. 16. Suppert'iche Sängervereinigung jeden woch nach dem ersten im Monat, Abends 9 Uhr im Heftaurant Sei Lichtenbergerstraße 21. Seeger'scher Gesangverein Abends 9 h Restaurant Schulz, Prenzlauerstraße 41.- Gefangverein, Schwungrad" bend 8% Uhr im teftaurant Sahm, Annenstraße 16.

Arbeiterinnen noch auf, durch feftes Zusammenhalten den An­fechtungen, die dem neuen Verein nicht erspart bleiben werden, muthig zu begegnen. Frl. Grünberg theilt mit, daß die Fuma Köftermann u. 3arenzanski einer jugendlichen Arbeiterin für ein fleines Versehen 3 M. und für Bufpätlommen 1,20 M. in Abzug gebracht habe. Frl. Maul berichtet in einem Briefe, daß der Inhaber der Firma Gebr. Prinz seine Arbeiterinnen unhöflich behandlt. Frl. Merschmeyer füht von der Firma Plüschte an, daß Arbeiterinnen, die in der Mittagspause sich Wolle unter den Kopf nehmen, um darauf zu ruhen, 25 Pf. Strafe zu zahlen haben. An Lohn zahle der Fabritant einer Arbeiterin 8 M., eine andere, die noch ein Kind zu ernähren habe, erhalte nur 5 M. wöchentlich. Sodann wurde beschlossen, feine Produkte von Klingel- Bolle zu entnehmen. Ebenso wird eine Resolution angenommen, die Lokale derjenigen Wirthe zu meiden, die ihre Säle zu Ver­fammlungen nicht hergeben. Eine Frage, ob die in der heu­tigen Versammlung anwesenden Wertführer nur zum Horchen hergekommen feien, wurde dahin beantwortet: es stehe Jeder­mann frei, eine öffentliche Versammlung zu besuchen; die Be­treffenden könnten den Fabrikanten ruhig die heutigen Ver­handlungen mittheilen. Frl. Donath forderte noch in längerer Rede die Anwesenden zur Einigkeit auf. Dann wurde mit einem Hoch auf den neugegründeten Verein die Versammlung gefchloffen.

Die Aktien- Walfabrik Langensalza zahlt 23 Prozent Dividende, dafür hnd die Löhne defto geringer. Aehnlich ist es im Eisenwert Rothe Erde" bei Dortmund , wo die Aktio näre 16 Prozent, die Eisenkulis aber für ihre gefährliche, auf­reibende Arbeiten im Durchschnitt faum 800 Mart jährlich ver­dienen.

Versammlungen.

Gefang

Jr. 2

Männergesangverein, beertrang bends 9 Uhr im Restaurant Karsch, Oranienstraße 190. verein Norb- Jubal Abends 9 Uhr in Bettin's Bierhaus, Beteranenftraße 19. Gelangverein Unpersagt" Abends 9 Uhr Röpniderftr. 127 bei Greving Männergesangverein Schneeglöckchen Abenb3 9 Uhr im teftaurant Deb ftein, Mariannenstraße 31-32. Gesangverein Sängerrunde Abends 8 Budowerstraße 9. Berein Sangestreue" im Restaurant Hendel, Brüder ftraße 26, I. Uebungsstunde von 8 bis 11 Uhr Abends. Bruderbund Abends 9 Uhr bei Pagoldt, Reichenbergerstraße 16. Gefangverein Schneeglöckchen" Abends 9 Uhr Sigung im Reftaurant Lübed scher Turnverein( 1. LehrlingBabtheilung

Die Freie Vereinigung der Kartonarbeiter ver­fammelte sich am Montag, um folgende Tagesordnung zu er lebigen: 1. Vortrag des Herrn Werner. 2. Diskussion. 3. Berfchiedenes und Fragekasten. Bunft 1 und 2 mußten in­folge Nichterscheinens des Herrn Werner gestrichen werden. Unter Verschiedenem wurde von mehreren Mitgliedern hervor­gehoben, wie nothwendig es fei, die 15er Kommission anzuer­kennen, und das Bestreben derselben auf das Kräftigfte zu unterſtügen. Außerdem wurde das Verhalten des ersten Schriftführers, Kollege Schüler, arg gerügt. Ein Antrag,

welcher besagte, denselben von seinen Posten zu entheben, wurde einstimmig angenommen. Als 1. Sdriftführer wurde Kollege Stein, als 2. Schriftführer Kollege Möglich gewählt.

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Gesangverein

Männe

Stehmann, Melchiorfir. 15. Abends 8 Uhr Elisabethstraße 57-58. Turnverein Wedding , Bank firaße 9. Männerabtheilung von 8 bis 10x 1. lingsabtheilung von 8-10 Uhr abends. Mehr Licht, Berein für Schen und Ernst, Abends 8 Uhr im Restaurant Heid, Fruchtstraße 36. Schlesischer Verein Holtet" Abends 9 Uhr im Restaurant Henke, Pringen ftraße 106. Bergnügungsverein Fröhlichkeit" Abends 9 Uhr im teftaurant Sager, Grüner Weg 29. graphie.

Abends 8 Uhr im Restaurant Beeſe, Alte Schönhauserftraße Wissenschaftlicher Verein für Roller'fche Steno

Unterricht und Uebungsstunde.

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Arends'scher Sten

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Roller'scher Stenographenverein Süd- Berlin Abends 8 Uhr im Restaurant Prinzenstraße 97, Sigung und lebung ftunde. Arends'scher Stenographen- Berein Amicitia Abends 8 im Reftaurant Behrends, Schönebergerstraße Nr. 6. graphenverein philia" Abends 9 Uhr im Restaurant Wilhelmsgarten Kochstr. 7. Stenographische Gesellschaft Arends im Restaurant Burgergarten Lindenstr. 105. Unentgeltlicher Unterricht und Nebung. Wrangel" Abends 9 Übr im Restaurant Foge, Köpniderftr. 191. " Savanna SO" Abends 8 Uhr im Restaurant Baeßoldt, Steichenbergerstr. 16 Rauchtlub Gemüthlichkeit Abends 9 Uhr im Reſtaurant Achsel, Stopnicerſtr. 18 -Rauchklub Columbia" Abends 8% Uhr im Restaurant Beyer, Prinzenftr. Rauchklub Frisch gewagt" Abends 8 Uhr im Restaurant Tempel, Bre Rauchflub Bulkan" Abends 9 Uhr im Restaurant Schul Bergnügungsverein Fröhlichkeit, gegründet 1880, ben Bollad- Club- Eintracht jeden Mittwoch, bend Gesangverein der Tapezirer Berlin jeden Mittwoch Restaurant Seydelstraße 30, von 9-11 Uhr abends Unterhaltungsverein Harmonie. Sigung Abends 9 Uhr Dresdenerfir. 118 bei Tambourverein Erelfior", 8% Uhr, Nebungsstunde bei B

-

lauerstraße 27. Gräfestraße 82.

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9 Uhr Grüner Weg 29.

8% Uhr bei. Thiel, Wienerstraße 68.

Wendt.

Rüdersdorferstr. 8. Aufnahme neuer Mitglieder.

Literarisches.

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Sorben erhalten wir Heft 9-12 als Fortsetzung be populären illuftrirten Wertes: Die Geschichte der Erd von R. Bommeli. Reich illustrirt und mit einigen versehen.( Stuttgart , Diez .)

Das ganze Wert wird in ca. 20 Lieferungen erscheinen.

Depeschen.

( Wolff's Telegraphen- Bureau.)

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Ottweiler, 12. November. Bei der heute stattgehables Wahl eines Landtagsabgeordneten an Stelle des verstorbene Abg. Jordan wurden 640 Stimmen abgegeben, Staatsmini v. Maybach wurde einstimmig gewählt.

Die Kellner hatten sich am Dienstag Nachmittag zahlreich in Buggenhagen's großem Saal am Morigplak versammelt. Den Vorsiz führte Herr Herzberg. Er begrüßte zunächst die etwa 200 Erschienenen. Ueber den ersten Punkt der Tages­ordnung Zwecke und Ziele des Vereins Berliner Gastwirths­gehilfen", referirte Herr Herzberg. Er präzisirte als erfte Forderung des Vereins ein festes Brot für die Lohnfellner. Er widerlegte die in Gastwirthstreifen laut gewordene Meinung, daß speziell die Lohnfellner einzufammer gelaufenes Gesindel" darstellten. Er legte die Gründe dar, welche die Gastwithsgehilfen veranlaßt hätten, ein eigenes unabhängiges Fachorgan zu gründen. Es sei schmachvoll, daß in der Anderthalbmillionen­ftadt Berlin 12 000 Arbeiter, wie die Kellner in dem Trinkgeld, auf die Mildthätigkeit der Bevölkerung angewiefen seien. Eine Lohnftatistit und umfassender Rechtsschuß seien ebenso noth­wendig. Ueber den zweiten Punkt der Tagesordnung, bie Beföftigungsfrage", referirte Herr Helm. Er zog einen Vergleich zwischen der Beföftigung der Gastwirthsgehilfen in der Schweiz und jener der Kellner in Beclin, die bedeutend zu Ungunsien der legteren ausfiel. Am schlimmsten in dieser Beziehung sei es bei den großen Etablissements, vornehmlich bei den Aktien­gefellschaften, während die kleineren Brinzipale in der Regel noch immer eher für genießbare Soft forgien. Die öffentliche noch immer eher für genießbare Kost forgien. Die öffentliche Meinung müsse als lezte und höchste Instanz auch in dieser Beziehung angerufen werden und dies könne nur durch ein unabhängiges Drgan geschehen. Vorfizender machte bekannt, dak am 3. Dezember c. in Keller's Sälen, Köpnicker str., zum Besten eines zu gründenden Fonds für das neue Zeitungs­unternehmen ein großer Kellner fommers stattfinden wird.- Nach Erledigung verschiedener interner Angelegenheiten schloß die Bersammlung.

Die in der Schäftefabrikation beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen hielten am Montag Abend eine Ver fammlung bei Reyer, Alte Jakobstraße, ab, um zunächst ein Referat über die Lebensmittelvertheuerung zu hören. Herr Krause, der an Stelle des ertranfien Herrn Täterow fprach, gab zwei Ursachen als von Einfluß auf die Preise der Lebens­mittel an: Eingangszölle und der Ausfall der Ernte. Hier zeige fich ein unglaublicher Widerspruch. Während früher, ehe bie Bölle erhoben wurden, eine reiche Ernte als ein Glüd an­gefehen wurde, erblicken die Großgrundbefizer in einer solchen ibt eine schwere Ralamität, während eine schlechte Ernte für fie ein großes Glück bedeutet. Bei den Getreidezöllen kommt es faft so vor, als ob die gewaltigen, günstigen Verkehrsverhält niffe der I bizeit, die doch ein billiges und schnelles Heranfchaffen von Waaren nach Gegenden gestatten, wo augenblicklich Mangel an berfelben herrscht, gar nicht existirten. Diese Zölle, die dazu gefchoffen wurden, den" armen" Großgrundbefizer vor der aus­wärtigen Konturrenz zu schüßen, haben eine enorme Steigerung ber Brotpreise von 1-4 Pf. pro Pfund im Gefolge gehabt. Diese Vertheuerung bebeute für eine Familie von 7 Köpfen eine jährliche Mehrausgabe von 59 M. Troß dieser Erhöhung der Ausgaben feien die Löhne durchaus nicht geftiegen, im Gegen theil feien sie im Jahre 87/88 um 3 pet. gefallen. Jegt seien arch andere Bedürfniffe bedeutend im Preise geftiegen. Das Schweineeinfuhroerbot habe eine Erhöhung der Fleischpreise von 20-25 fp. p o Pfund mit sich gebracht; jeg fei auch der Bergarbeiterstret dazu benugt worden, eine Erhöhung der Koh­lenpreise um 100 pCt. zu rechtfertigen. Alles was der Arbeiter zu feinem Lebensunterhalte gebrauche, sei besteuert worden. Die Ge treidesölle feien in den Jahren von 1881-1888 von 14 auf 57 Millionen Mark, die Viehzölle von 4 auf 6 Millionen ge fliegen. Die Tabatsteuer brachte 1872 1,3 Million, 1890 10 Millionen; die Zuckersteuer 4 Millionen, jegt 51 Millionen; die Salzsteuer 24 Millionen, jest 40 Millionen; die Brannt­meinfteuer brach: e 1872 23 Millionen, 1890 135 Millionen Mart; fämmtliche Steuern zufammen 1872 164 Millionen, 1890 528 Millionen Mark. Die Abgaben seien innerhalb 10 Jahren von 3,21 M. auf 5,74 M. geftiegen. Gegenüber diesen Verhältniffen müsse es als geradezu einzig bezeichnet werben, wenn sich noch Arbeitgeber fänden, die die Löhne zu rebuziren suchen. Dies sei icht bei Burghardt u. Sohn in Leipzig der Fall. Die dortigen Kollegen hätten sich nach hier genandt, um die Meinung der Berliner zu hören. Der Fabri fant habe gebroht, fich Zuzug von Auswärts zu ver Schaffen. Viel eher hätten die Arbeiter Ursache, sich ene Lohnerhöhung zu erkämpfen. 3 einem folchen er( Rebner) die Arbeiter nur Borgehen könne muntern. Dresden und Berlin , die allein in Frage fämen, würden die Leipziger Kollegen unterstüß n sowohl materiell, als burch Fernhalten des Buzuges. Pflicht der Leipziger R.Uegen wäre es aber, fich feft zu organifiren.( Lebhafter Beifall.) Nachdem sich noch mehrere Redner in diesem Sinne ausgesprochen, erklärte die Versammlung einstimmig, daß die infolge hoher Eingangszölle eingetretene Lebensmittelver­theuerung eine Lohnerhöhung nothwendig macht. Um diese zu erreichen, sei eine starte Organisation erforderlich; alle An wesenden verpflichten fich, einer solchen anzuschließen. Außer bem erklärte es die Versammlung für frivo!, bei der Lebens­mittelvertheuerung eine Lohnreduktion vorzunehmen; fie hält fich den Leipziger Kollegen solidarisch Der bunden und verspricht dieselben nach Kräften zu unter­fügen. Im Anschluß hieran wurde auf die am nächsten Mon­tag bei Reyer statifindende erste Versammlung des Fach­vereins der Arbeiterinnen aufmerksam gemacht. Im weiteren Berlauf der Verhandlungen wurde namentlich das Lehrlings­system des Herrn A. Meyer, Straußbergerstraße, scharf ver urtheilt und die Verhältnisse einer Wertstelle in der Leipziger fraße 92 gegeißelt. Dort arbeiten in einem Keller, der 2 Meter im Quadrat mißt, 4 Personen. Jezt hat sich auch die Polizei ins Mittel gelegt. Nachdem noch zum Besuch des am nächsten Sonnabend in den Bürgerfälen abzuhaltenden Stiftungsfestes aufgefordert, schloß die Versammlung mit einem Hoch auf die bemnächstige Lohnbewegung und das Solidaritätsgefühl der Schaftarbeiter.

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Paris , 12. November. Dem Vernehmen nach haben Minister im heutigen Ministerrathe beschloffen, bis nach endigung der Wahlprüfungen im Amte zu bleiben. Auf

Rathenow . Der hiesige Verein zur Erzielung volts­thümlicher Wahlen nimmt einen erfreulichen Aufichwung. Die Versammlungen find gut besucht und die Ausführungen der Referenten werden mit Interesse entgegen genommen. Am 8. v. M. fprach Herr Kaufmann Vogtherr aus Berlin hier unter lebhaftem Beifall über Religion und Rultur". Nach seinem Vortrage nahm Redner Gelegenheit, zu erklären, daß er voll­ständig auf dem Boden des Gothaer Programms der Sozial­demokratie stehe. Diese Erklärung wurde von der Versamm lung mit Befriedigung entgegen genommen. Am 27. v. M. hielt Herr Tischler Franz Berndt aus Berlin einen Vortrag über die wirthschaftliche Lage der Arbeiter und das Verhalten

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rechterhaltung der Ordnung bei Eröffnung der Kammerfi

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Plage auf, in den benachbarten Rafernen find die Truppa fonfignirt. Man glaubt indeß, daß die Boulangisten, ba Publikum sich in Bezug auf die geplante Manifeftation f

gleichailtig zeigt, dieselbe überhaupt nicht ausführen werben

Auf

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Paris , 12. November. Der Senat vertegte fich nach ein funzen geschäftlichen Sigung, welche etwa 10 Minuten dauert Um 2 Uhr Nachmittag bewegte fich eine zahlreiche Menge mit Déroulèbe, Laifant, Pauly, Mery, Caftelin, Meme

auf Montag.

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Mermeig und anderen boulangiftischen Deputirten an der Spie über den Konkordien- Plot. Die Polizei ließ jedoch nur di Deputirten pajfiren und zerstreute das Gefolge, eine Abtheilung

Maffe

der Gardes republicaines zu Pferde verhinderte jede ansammlung. An den Zugängen zum Kontordien- Blaze

brangle

fich eine überaus zahlreiche Menschenmer ge, welche ein Boli forton zurückhielt. Die Ankunft der übrigen boulangifti Deputirten, auch diejenige von Joffcin, ging ohne Zwischenf

fast unbemerkt, vorüber.

Paris , 12. November. Die fünf Delegirten des

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Wahl

der Parteien zu derfelben", der allgemeinen Beifall fand. Eine giftischen Deputirten, heute Nachmittag im Palais Bourb

Resolution wurde angenommen, mit allen Kräften für die Wahl des sozialdemokrati chen Kandidaten des Kreises, Vergolder Ewald in Brandenburg , bei den nächsten Reichstagswahlen einzutreten.

Berliner Arbeiter- Bildungs- Verein. Große öffentliche Versamm fung am Mittwoch, den 13 November, Abends 8 Uhr, in Jordan's Salon, Neue Günftr. 28. Tagesordnung: 1. Vortrag über: Alte und neue Zeit. 2. Diskuffion. 8. Allgemeines und Fragekasten. Aufnahme neuer Mitglieder. Jedermann hat Zutritt. Um zahlreiches& scheinen wird erfucht.- Beiträge werden jeben Sonntag Vormittag von 10%-12 Uhr, im Gnad'schen Lokale, Brunnenstr. 38, entgegengenommen.

Verein für Feuerbestattung in Berlin . Allgemeine Versammlung der Mitglieder mit Damen Mittwoch den 13. November, Abends 8 Uhr. Alte Jakobftr. 75, Restaurant Feuerstein. Tagesordnung: 1. Protokoll. 2. Geschäft liche Mittheilungen. 3. Vortrag des Herrn Civilir genieur Richard Schneider aus Dresden über ,, Technische Neuerungen auf dem Gebiete der Feuerbestattung" unter Vorzeigung von P'änen und Zeichnungen. Gäfte willkommen.

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bezirks von Montmartre fanden sich, beg'eitet von den boulan ein, um ihren Protest gegen die Wahl Joffrin's zu überreid Der Präsident der Rammer fandte zwei seiner Sefretäre dieselben ab, welche den Proteft entgegennahmen, um denfelbe an die Quäffur der Kammer zu übermitteln. Die mit der p sönlichen Ueberreichung des Protestes beabsichtigte Rundgebu

fand damit ihre Eriedigung.

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präsident Pierre Blanc eröffnete die Sigung mit einer Paris , 12. November. Deputirtenkammer. Der e sprache, in welcher er fonstatirte, daß die Republik numme zum fünften Male über den Angriff ihrer verbündeten Fein triumphirt habe. Die Kammer müsse der Wiederkehr fchma licher Prüfungen begegnen, indem sie die Unzufriedenheit h Kammer werde nicht wieder in früher begangene Fehler verfalle und aufreizende Streitigkeiten, sowie unfruchtbare Distuffionen v meiden. Blanc erinnerte ferner an den Erfolg der Ausstellun welche Frankreich bei allen Nationen zum Ruhme gereiche fügte hinzu: An uns ist es jest, Frankreich glüdlich zu mad foziale Gerechtigkeit geben." Hierauf begann die Abstimmu indem wir ihm Ruhe, Arbeit, wirthschaftliche Sparfamkeit u

Freie Vereinigung der Hausdiener Serlins. Große öffentliche Bersammlung am Mittwoch, den 13. November, Abends 8 Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstraße 77-79, I. Tagesordnung: 1. Mittheilung. 2. Vortrag des Herrn Dr. Bruno Wille: Der Kampf ums Dasein". 8. Dis tuffion. 4. Aufnahme neuer Mitglieder und Verschiedenes. Zur Deckung der Untoften findet eine Telleríammlung statt.

Die öffentliche Versammlung der Bau- Arbeiter, welche am Mitt woch, den 13. b. Mis., in Scheffer's Salon tagen sollte, findet Umstände halber nicht statt.

Verein gewerblicher Hilfearbeiter. Große Mitgliederversammlung am Mittwoch, den 13 November, Abends 8% Uhr, in Renz Salon, Nauyn Straße 75. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Mehner über: Arbeitszeit und Arbeitslohn". 2 Diskussion. 3. Die Maßregelung der Arbeiter in der Güldenstein'schen Burbaumfabrik, Brandenburgstraße 55. Gäste find will

tommen!

Fachversin der Puker Berline . Mittwoch, den 13. November, Abends 8 Uhr. im Louisenstädtischen Konzerthause, Alte Jakobftraße 37: it altederversammlung. Tagesordnung: 1. Enboiltige Beschlußfaffung und geft. fegung der Tage zum Rechnenfurfus, fowie über das Lofal und das honorar bes Lehrers. 2. Vereinsangelegenheiten. 8. Verschiedenes und Fragekasten. Die Mitglieder werden ersucht, recht pünktlich zu erscheinen.

Große Volke- Versammlung auf Tivolt am Donnerstag, den 14. November, Abends 8 Uhr. Tagesordnung 1 Welches sind die gefeßlichen Bestimmungen für die Klage eines Arbeiters wegen Lohnforderung. Referent Herr Rechtsanwalt Arthur Stadthagen . 2. Diskussion. 8. Verschiedenes. Zur Decurg der Untoften findet etre Tellersammlung ftatt.

Die Arbeiterinnen der Posamentenbranche hielten am 4. November bei Scheffer, Inselstraße 10, eine gut besuchte Berjammlung ab. Auf der Tagesordnung ftand: 1. Vortrag: Die Organ fation der Frauen. Referentin Frl. Chaym. 2. Dis taffion. 3. Gründung eines Vereins und Aufnahme von Mit gliedern. 4. Verschiedenes. Nachdem das Bureau, bestehend aus Fil. Donath, 1. Voifigende, Fr. Fled, 2. Borfisende, Fr. Maffuthe als Schriftführerin gewählt, erhielt Fil. Chaym das Wort. Referentin führte ungefähr folgendes aus: Es sei Blecht der Organisation, darauf hinzuwirken daß die indivi­buelle Freiheit nicht beeinträchtigt werde. Wie der Mann den Lebensberuf wählen darf, so muß auch die Arbeiterin barnach bintreben. Die Frau sei berechtigt, ihre Gaben zu entwickeln mie der Mann und lönne ebenso gut mit Erfolg in das wirth­staftliche Leben eingreifen. Diejenigen, die eine Unterordnung ber Frau gutbeißen, feien Feinde der menschlichen Gesellschaft. Gs genüge nicht, Mitglied von Ortstrantentaffen zu sein. Die Organisation muß fich an den Fachverein der Männer anichnen. Die unorganisirte Arbeiterin wagt feinen Wider­fpruch, arbeitet Tag und Nächte lang um färglichen Verdienst. Die Arbeitszeit dürfte nicht über die festgesette Beit ausgedehnt werben umathie für gleiche Arbeit gleicher Lohn be­ansprucht werden. Die Frau soll dem Manne im Kampfe um befferere sbedingungen treu zur Seite stehen. Es muß für fügung der Arbeitszeit und Einstellung weiblicher Corge So tmspettoren getragen werden.( Lebhafter Bid.) An der Diskussion betheiligten sich die Herren Nähden, R. Hoffmann, Alschner und Andere.- FolgendeResolution wurde angenommen Die anwesenden Arbei te innen der Posamentenbranche erklären sich mit der Referentin perftanden und verpflichten fich, einem Verein zur Wahrung ihrer Intereffen beizutreten." Sogleich ließen sich 51 Arbeite nen als Mitglieder aufnehmen. Frau Gubela fordert die

seitige, welche solche Prüfungen veranlaßte.

Große öffentliche Kommunalwähler- Hersammlung am Donners tag, den 14. November, Abends 8 Uhr, in Lehmann's Salon, Schwedterftr. 23, für die Kommunal- Wahlbezirke 33-5 Tagesordnung: 1. Die bevorstehenden Stadtverordneten Wahlen. Ref.: E Böhl u. R. Herzfeld. 2. Diskussion und Verschiedenes. Zur Dedung der Untoften findet Tellersammlung ftatt.

zur Wahl eines provisorischen Präsidenten.

Die Vollsmenge, die auf dem Konkordienplafte angefamm

war, hat sich erheblich vermindert.

bei 510 Abstimmenden gewählt.

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Paris , 12. Nevbr.( Deputirtenkammer.) Bei der eines vorläufigen Präsidenten wurde Floquet mit 348 Stimm Am Ausgang der Deputirtenkammer fam es zu einzelne Zwischenfällen, wobei Déroulède verhaftet wurde. In der Royale und auf dem Wege zur Post fanden im Laufe d welche sich der Aufforderung zum Weitergehen widerseßten.

Militär- Schneider- Versammlung. Am Donnerstag, den 14. d. M, Abends 8 Uhr, findet eine große Versammlung aller Militärschneider Berlins in Drichels Salon, Sebaftianstr. 39, statt. Tagesordnung: Sind die Löhne in der Militärbrande noch den heutigen Verhältnissen entsprechend? 2. die event. Gründung eines Vereins der Militärschneider. Alle Militä: schneider ladet freundlichst ein die Siebener- Kommission.

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Die Berichte über Konflikte zwifchen Anhängern Mataafa's und Tamasese's auf der Infel Sama werden durch meitere Depeschen aus Samoa nicht beftätigt. Sansibar, 12. November. Die von Hauptmann Wikman in die Küftenlandschaften Useguha und Ujambara entfand Streifforps der deutschen Schußtruppe haben ein befellig Lager der aufständischen Araber erstürmt und die feindlig Banten zersprengt. Die Beruhigung der genannten Rüfe

Fachverein der Papierarbeiterinnen und verwandten Berufs. genossen. Versammlung am 13. November, Abends 8 Uhr, in Regners Lofal, Annenstr 16. Tagesordnung 1. Bortrag des Herrn Bölsche über die Ent ftebung der Erde. 2. Diskussion. 3. Beischiedenes und Fragefaften. Gäste, Damen urd Herren haben Zutritt. Goldschmiede. Am Donnerstag, den 14. November, Abends 8% Uhr, findet bei Feuerstein, Alte Jakobftr. 75( unterer Saal) eine außerordentliche Ge neral Bei fammlung des Verbandes deutscher Gold- und Silberarbeiter und ver wandten Berufsgenoffen statt. Tagesordnung 1. Das Koalitionsrecht. Referent Herr Fris Zubeil. 2. Diefuffion. 3 Wabl des überwachenben us. fchulfes. 4. Verschiedenes, darunter Wahl einer Prestemmiffion. Neue Mitglieder werden in der Bersammlung durch den Kassiter H P. Zeuge auf genommen. Beitungen und Beiträge ebendaselbst. Gäste willkommen. Um recht zahlreiches Erscheinen wird ersucht.

Gefang-, Burn- und gesellige Vereine am Mittwoch: Männer. gefangverein Jugendluft" Abends 8 Uhr im Restaurant Baffod, Garten­ftraße 162. Männergefangverein Gäcilla" Abends 9 Uhr im Restaurant

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landschaften nimmt einen günstigen Verlauf.

Briefkasten.

Antwort wird nicht ertheilt.

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Bel Anfragen bitten wir Abonnements- Quittung beizufügen. Brieffe W. W. W. G. D. 3ft doch hinlänglich gefchebe Von einer Versammlung in einem Lokale der Beuthitra

wissen wir nichts.

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Lohnkommiffion der Tabakarbeiter. Ihren an die Gewerffchaften finden Sie in der heutigen Numm Ihre weitere Mittheilung wird morgen als Inferat gebra

werden.

Verantwortlicher Redakteur: R. Cronheim in Berlin . Drud und Verlag von MarBading in Berlin SW., Beuthstraße 2.

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