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Br. 26. 14. Jahrgang. 1. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 31. Januar 1897.

Prozek Wiffe Stöcker.

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( Schluß.)

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1878( 19./8. 78) trage, so komme es ja oft genug vor, daß jemand sich jedoch aus den Ergebnissen der legten beiden Volts: in bezug auf diese Zahlen einen Irrthum begeht. zählungen und aus den Veröffentlichungen über die Ge= Die Beweisaufnahme wird hierauf geschlossen und die Parteien burten und Sterbefälle annähernd berechnen, wie groß in dem erhalten das Wort. Hofprediger a. D. Stöcker sucht dar- Zeitraum zwischen den beiden Zählungen in den Berliner Vor Aus der Verhandlung vom Freitag Abend ist noch nach zulegen, daß er unschuldig sei und seinen Amtsbruder Witte orten der Ueberschuß der Zuzüge über die Fortzüge zutragen, daß die Vernehmung des Chefredakteurs vom Reichs- nicht ins Unglück getrieben habe; die Aussage des Gemeinde- gewesen ist. Für Berlin ist der Bevölkerungszuwachs vom 1. De­boten", Prediger Engel, fich zu einer rechten Seelenqual für den firchenraths- Mitgliedes habe das Gegentheil bewiesen. Der zember 1890 bis 2. Dezember 1895 auf 98510 Köpfe ermittelt worden. frommen Gottesmann gestaltete. Es handelte sich darum, daß letzte Theil der Beweisaufnahme habe Andeutungen dafür Da der Geburtenüberschuß, nach dem Berliner Statist. Jahrb.", in Stöcker die Autorschaft eines 1878 im Reichsboten" erschienenen gegeben, wie man ihn in der Presse todt machen wolle. diesem Zeitraum 81 964 betrug, so bleiben für den Wanderungs­Versammlungsberichtes abgeleugnet, der Chefredakteur Engel aber So leid ihm an sich der Prozeß thue, so freue er sich doch, überschuß nur 16 546 übrig. In Charlottenburg stellte sich zugestanden haben soll, daß der Bericht von Stöcker sei. In daß durch ihn ein helles Licht gegossen worden sei über die Art, wie der Bevölkerungszuwachs von einer Zählung zur anderen auf 55524, der vorgestrigen Verhandlung meinte Prediger Engel zuerst, man ihn bekämpfe. In eingehender Darlegung sucht R.-A. Lenzmann der Geburtenüberschuß, nach dem Berliner Statist. Jahrb.", in diesem der Artikel fei von ihm selbst geschrieben, dann aber, die Echtheit des Grüneberg'schen Briefes nachzuweisen; wer würde Zeitraum auf 7730, also der Wanderungsüberschuß auf 47 794,- das wenn Herr Witte bei dieser Gelegenheit die von diesem behauptete Frau Witte wohl des Meineides verdächtigen wollen? Und was ist absolut fast dreimal so viel wie in Berlin ! Von dem Bevölkerungs­Aeußerung gethan haben sollte, so könnte es nur in dem Sinne ge- thut Stöcker, als ihm der Vorwurf gemacht wird, daß er gegen einen zuwachs des letzten Jahrfünfte tamen in Berlin nur 17 pCt., in schehen sein, einen etwas zu eindringlichen Frager los zu werden. Amtsbruder hinterrücks agitire? Wenn er ein reines Gewiffen ge- Charlottenburg dagegen 86 pCt. auf den Wanderungsüberschuß. Pastor Witte setzt noch einmal auseinander, daß Engel ihm bei habt hätte, so hätte er gesagt; Was wollt Ihr? Ihr lügt! Für eine Reihe anderer Vororte müssen die Veröffentlichungen der fraglichen Angelegenheit schließlich zugestanden habe, daß der Ich kann einen solchen Brief gar nicht geschrieben haben!" des Gesundheitsamts" über die Geburten und Sterbefälle( vom Artikel von Stöcker geschrieben sei. Daß Herr Engel sich mit ihm Aber anstatt dessen ist es fein erstes Bestreben, sich 1. Dezember 1890 nur bis 30. November 1895) als Quelle dienen. feinen Spaß habe machen wolle, gehe daraus hervor: fünf Jahre später den Brief in die Hand spielen zu lassen. Nach alle In Schöneberg , Friedenau , Stegliz , Lichterfelde mit Lankwig, noch habe ihn Pastor Engel aufgefordert, Artikel mit seinem Namen dem komme ich mit dem ersten Richter dazu, daß der Herr Tempelhof, Rixdorf, Treptow, Stralau, Borhagen- Rummelsburg , zu unterzeichnen, für welche er eine bedeutende staatsmännische Kraft Stöcker nicht nur aus§ 186, fondern auch aus§ 187 zu bestrafen Lichtenberg mit Friedrichsberg und Wilhelmsberg, Friedrichsfelde , gewonnen habe. Hofprediger Stöder: Was er Herrn Pfarrer ist. Ich verlange ganz einfach, daß Herr Stöcker in das Ge Hohen- Schönhausen, Alt- und Neu- Weißensee, Pankow , Nieder­Witte vorwerfe, sei: daß Witte ihm verweigert habe, den ihm ge- fängniß geschickt wird. Bezüglich der Widerklage ersuche ich in Schönhausen mit Schönholz, Reinickendorf , Tegel , Plögensee betrug machten Vorwurf der Unwahrhaftigkeit seinerseits zu entkräften, ob- Uebereinstimmung mit dem ersten Richter um Freisprechung des der Bevölkerungszuwachs bezw. der Geburten- und Wanderungs­wohl ihm klar gemacht worden war, daß er sich im Irrthum be- Herrn Witte. überschuß 106 309 bezw. 20 819 und 85 490( darunter speziell in finde. Rechtsanwalt Lenzmann: Soll diese ganze Zeugen- Pfarrer Witte verwahrt sich noch gegen die Behauptung des Schöneberg 33 956 bezwv. 4050 und 29 906, in Rigdorf 24236 vernehmung den Zweck haben, den Kläger Witte der Unwahrhaftigkeit Herrn Stöcker, daß in der Behörde der Brief sofort als gefälscht bezw. 5499 und 18 737). In den genannten Vororten tamen also zu zeihen? Rechtsanwalt tel: Das ist allerdings der Zweck. erkannt worden sei. Das Gegentheil sei der Fall, denn die Behörde 80 pCt. des Bevölkerungszuwachses auf den Wanderungs Rechtsanwalt enzmann: Dann muß ich einen ganz bestimmt habe im Urtheil ausdrücklich erklärt, daß er( Pfarrer Witte) optima überschuß( speziell in Schöneberg 88 pt., in Rigdorf formulirten Antrag stellen, der die Unwahrhaftigkeit des Herrn Stöcker fide gehandelt habe. 77 pet.). Für Berlin fammt allen Vororten, in eklatanter Weise beweisen würde. Herr Stöcker hat vor einiger Nach einem Plaidoyer des Rechtsanwalts Vielhaben, der die obent erwähnt sind, stellte sich der Bevölkerungs Zeit in Barmen einen Vortrag gehalten und darin auch eine Forde für Herrn Stöder sprach, wurde noch ein erfolglofer Vergleichs- zuwachs beziehungsweise Geburten- und Wanderungsüberschuß auf rung berührt, die einmal an ihn ergangen ist. Daran hat er eine versuch gemacht, worauf abermals die Rechtsanwälte Lenzmann und 260 343 beziehungsweise 110 513 und 149 830 Köpfe. Nimmt man Erzählung geknüpft, die eine große unwahrheit enthält. Herr Stöcker Vielhaben ihre Kräfte maßen. Zum Schluß folgte noch eine Aus- noch das in den letzten Jahren rasch vergrößerte Wilmersdorf hinzu war einmal von dem verstorbenen früheren Redakteur der Volks: einandersetzung zwischen Stöcker und Lenzmann, worauf der Gerichts-( das in den Veröffentlichungen des Gesundheitsamts" nicht berück Zeitung" Phillips gefordert worden. Unter Mitwirkung des hof sich zur Berathung zurückzog. Rechtsanwalts Kaufmann ist damals ein Protokoll zu stande sichtigt ist), so erhält man für Berlin und alle mit ihm in wirth Nach 3/2 Uhr wird das schaftlicher Verbindung stehenden Vororte einen Wanderungsüber gekommen, in welchem Hofprediger Stöcker revozirte und in schuß von mehr als 150 000 Köpfen. welchem beide Kontrahenten sich auf Ehrenwort ver verkündet. pflichteten, von der Forderungsangelegenheit folgende Ausführungen: Auch in diesem Falle wie in so vielen zweihundertundfünfzig neue Kunden haben die städtischen Gas Der Präsident, Landgerichtsrath Reinede, macht Statistisches vom Gaskonsum. Fünfundzwanzigtausend­nichts in die Deffentlichkeit zu bringen. Herr Stöcker anderen Fällen sei es dem Gericht nicht gelungen, in allen Punkten anstalten im verflossenen Jahre zuerhalten. Wie der Magistrats. hat mit seiner Barmer Rede gegen dieses Ehrenwort die Wahrheit festzustellen. Besonders in dem wesentlichen Punkte vertreter, Stadtrath Nam 3 lau, mittheilte, find im Jahre 1896 gehandelt und obwohl er durch den Bertreter Phillips' durchaus nicht, ob der Betlagte Stöcker den Brief geschrieben hat oder nicht. 11 287 Rochgas- und 18 963 Leuchtgas- Anschlüsse seitens der Gas forrett und gentlemanlite behandelt worden war, hat er in letter Manche Momente deuten ja auf die Existenz eines solchen Briefes hin, ein werte neu ausgeführt worden. Wie ferner mitgetheilt wurde, sind Rede in spöttischem Tone von dem Kartellträger behauptet: Beweis fei aber nicht erbracht. Da sei zunächst die Beugin Frau Witte, im verflossenen Jahre 3700 Laternen mit rund 6000 Flammen der Selbstredend wv ar es ein jüdischer Recht 3. die sicher die Wahrheit gesagt habe, aber möglicherweise doch das öffentlichen Straßenbeleuchtung mit Gasglühlicht versehen anwalt!" Herr Stöcker tannte Herrn Rechtsanwalt Kauf- Opfer einer Täuschung geworden sein könne. Aus diesem Grunde worden. Die dadurch herbeigeführte Ersparniß an Gas schätzt die mann ganz genau, er wußte ganz genau, daß dieser konnte das Gericht sich der Feststellung des ersten Richters, daß ein Verwaltung auf rund eine Million Kubikmeter, welcher Betrag bei tein Jube ist, er hat also wissentlich die Un solcher Brief bestanden habe, nicht anschließen. Ebensowenig, daß der Aufstellung des neuen Etats für 1897/98 Berücksichtigung ge wahrheit gefagt. Ich kann es dann dem Gerichtshofe Stöcker wider besseres Wissen gehandelt habe. Aber der§ 185 funden hat. Ganz bedeutend würde der Gaskonsum noch steigen, überlassen, ob nach diesem Vorgange Herr Stöcker noch in der Lage müsse in betreff des Artikels im Volt" insofern gegen den Be- wenn die Stadt sich entschließen könnte, durch Anbringung von ift, Herrn Witte unwahrhaftigkeit vorzuwerfen. Der Gerichtshof flagten zur Anwendung fommen, Der Gerichtshof tlagten zur Anwendung kommen, als derfelbe als Gehilfe" Automaten und Verleihung von Apparaten auch der minder be behält sich eine Entscheidung über den Antrag Lenzmann vor. anzusehen fei. Die Vernehmung des Journalisten" Leckert und des Polizei- lischen In betreff des Artikels des Artikels in der Evange mittelten Bevölkerung diese praktische Kochmethode zugängig zu Kirchen Zeitung" fei der Beklagte al3 Thäter machen. Spitels v. Lützow förderte nichts von Wichtigkeit zu tage. Nach Benzusehen und der Schutz des§ 198 Str.-G.-B. tönne ihm nicht zu endigung der Beugenvernehmung wurde ein Antrag der Rechts- gebilligt werden, denn Stöcker habe fein berechtigtes Interesse gehabt, Abermals ein neuer Adeliger. Dem Stadtrath, Geheimen anwälte des Herrn Stöcker, Frau Pastor Witte nicht zu vereidigen, fo gegen Witte vorzugehen, wie er es gethan. Auch sei aus den Regierungsrath Friedel ist vom Kaiser von Defterreich der Orden abgelehnt; sowohl Frau Witte als Frau Grüneberg wurden ver- Umständen die Absicht der Beleidigung zu erkennen. Was die der Eisernen Krone" verliehen. Mit diesem Orden ist das Adels­eidigt. auf 200, wegen des zweiten auf 300 M.( im Nichtzahlungsfalle ins­Strafe anbelange, so habe das Gericht wegen des ersten Artikels prädikat verbunden. Repertoir der Urania, Abtheilung Taubenstraße: Sonntag, liege im ersten Falle Verjährung vor, gesammt 50 Tage Gefängniß) erkannt. In betreff der Widerklage Montag, Dienstag: Ein Ausflug nach dem Monde". Mittwoch, im zweiten Falle Donnerstag, Freitag und Sonnabend: Durch den Gotthard ".- ( Broschüre Schneider Grüneberg oder der gefälschte Brief") sei Wochenplan der Urania, Abtheilung Invalidenstraße: Sonntag, Freisprechung erfolgt, da keine Beleidigung gegen Stöcker enthalten Montag und Freitag, Herr Dr. Naß: Die moderne Küche". sei. Was den dritten Fall betreffe( der Schriftsatz vom 4. Aug. 1896 Dienstag und Donnerstag, Herr Dr. Spieß:" Flüssige Luft". mit dem Ausdruck niedere Gesinnung"), so liege nach Ansicht des Mittwoch, Herr Prof. Dr. Kny: Die Bewegung im Pflanzenreiche". Gerichtshofs hier in eminentestem Maße die Wahrnehmung be Sonnabend, Herr Dr. Spieß:" Dynamo Maschinen und rechtigter Interessen vor und mit Rücksicht auf den ganzen Zu- Motoren". fammenhang sei teine Beleidigung darin erkennbar.

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Vorsitzender Landgerichtsrath Reine de eröffnete die Sonn­abend- Sigung um 10 Uhr. Die Beweisaufnahme fnüpft zunächst an die Thatsache an, daß der Rechtsanwalt Lenzmann gestern am Schluffe der Sigung auf ein Grüneberg'sches Tagebuch verwiesen hatte, welches in den Besitz des Klägers gekommen war. Der Vorsißende theilt mit, daß, nachdem der Benge Leckert gestern abgetreten war, fein Vertheidiger Rechts­anwalt Dr. Coßmann dem Gerichtshof die Mittheilung gemacht habe, daß Leckert zur Wahrung seines Gewissens den Wunsch habe, seiner Zeugenaussage noch etwas hinzuzufügen.

Grüneberg's Tagebuch.

Urtheil

Kommunales.

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Jm Berliner Aquarium sind jetzt die am Rande der Treppen­grotte aufgeftellten, nach Art der Zimmer- Aquarien aus Metall und Glas gebauten und somit gänzlich von den eingemauerten Becken des Justituts abweichenden Behälter für Fische und Kriechthiere neu eingerichtet und besetzt worden. Ihre Bevölkerung besteht fast aus­

ein

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Der Vorsitzende läßt den Zeugen Grüneberg noch einmal vortreten, und dieser giebt folgende Aufklärung über das Tagebuch: Ich kannte Leckert von Jugend auf, ich stand mit seinem Groß- Die Uebernahme der Polizeiverwaltung in die städtische schließlich aus Gattungen und Spezies, die hier noch nicht gezeigt vater in engster Beziehung. Kurz nach dem vielbesprochenen Verwaltung beschäftigte gestern einen Ausschuß der Stadtverord- wurden. Zum ersten Mal aus ihrer Heimath Nordamerika ein­Raifertoast traf ich den Leckert in der Philippstraße und er bestellte neten aus Anlaß des Antrages Stadthagen und Genossen geführt ist eine wurmfreffende With Ischleiche( Abastor), eine mich zum Abend in das Restaurant Kuhstall" in der Invaliden- und der ablehnenden Haltung der Staatsregierung gegenüber fußlose und daher an unsere Blindschleiche und die Schlangen er­ftraße. Dort erzählte er mir viel von seinen großen journalistischen dem Versuche des Magistrats, die Wohlfahrtspolizei in städtische innernde Eidechse, die in ihrem roth und dunkel gestreiften Schuppen­Thaten und kam dann auf den Hofprediger Stöcker zu sprechen. Er Verwaltung zu erhalten. Der Ausschuß nahm, nach Ablehnung tleid recht nett aussieht und sich gern im Sand und lockeren Erd­sagte, er sei von dem Freiherrn von Stumm beauftragt worden, weitergehender Anträge, den Antrag an: Mit Rücksicht auf reich aufhält, weshalb auch das ihr angewiesene Glashaus Material gegen Stöcker zu fammeln, Stöcker müsse todt und vor die bedauerliche Thatsache, daß der größten Gemeinde des Staats als ein Neu ,, trockenes Terrarium" hergerichtet ist. der Deffentlichkeit unschädlich gemacht werden und ich sollte ihm bei den Verhandlungen betreffs Uebertragung der polizei geführt ist auch auch der etwaiges Material zur Verfügung stellen. Ich erklärte ihm, daß lichen Funktionen ein japanische ein Hi- goi, prächtig Funktionen ein so geringes Entgegenkommen feitens golbrother und goldgelber, ich alles vernichtet habe, daß ich ihm höchstens mein Tagebuch zur der Staatsbehörden goldgelber, schlank gebauter Karpfen, bewiesen ist, daß ihr nicht einmal man Durchsicht überlassen könnte. Ich gab es ihm denn auch und machte die Gründe für die Nichtübertragung dieser Funktionen angegeben internationalen Fischerei- Ausstellung 1880 vorhandenen ausgestopften vor dieser Einführung in Berlin nur nach einem auf der es ihm zur Pflicht, es mir in drei Tagen zurückzugeben, denn sind, kann sich die Versammlung feinen Erfolg von weiteren Ver- Exemplar tannte. Außer zwei goldgelben Stücken ist im Aquarium es fei mir mindestens 120 Mart werth. Nach handlungen versprechen. Die Versammlung hält mit dem Magistrat auch ein silberfarbenes Exemplar zu sehen. drei Tagen erhielt ich das Tagebuch nicht zurück. Ich an der Anschauung fest, daß auf allen Gebieten, deren sonstige Ver erfuchte vergeblich darum wandte mich dann an den waltung der Stadt obliegen, die Uebertragung der polizeilichen Der Direktor Witte- Wild vom verkrachten Theater des Westen Vater. Dieser sagte mir, das Buch liege unter polizeilichem Siegel, Funktionen an die Stadt erforderlich ist. Sie weist verläßt dies Institut und tritt zum Sommer die Direktion des Theaters der Kriminalkommiffarius habe es versiegelt, der Kommissarius sei darauf hin, daß eine solche Uebertragung seitens der in Teplig an. aber ein fehr guter Freund von ihm und er werde das Buch gewiß Staatsregierung selbst wiederholt, besonders bei Berathung Die Direktion des Passage- Panoptikums theilt uns mit, leicht herausgeben. Also, Herr Präsident: Entweder liegt ein des Polizeikosten- Gesetzes anerkannt ist. Ein weitergehender Antrag, daß die Vorstellungen des Affen- Theaters, welche täglich sowohl Amtsvergehen des Kriminalkommiffarius oder eine Unter der darauf abzielte, eine Aenderung der Gesetzgebung nach der abends als auch schon nachmittags 5 Uhr veranstaltet werden, in schlagung vor und ich beantrage, das Buch mit Beschlag legen Richtung hin herbeizuführen, daß festgestellt wird, daß der Stadt die soweit ohne Extra- Entree stattfinden, als nur die vordersten Reihen zu lassen, da ich es nicht für die Oeffentlichkeit bestimmt habe.-Bolizeiverwaltung auf allen die Wohlfahrt der Stadt angehenden gegen geringes Geld reservirt sind. Präs.: Herr Grüneberg, ich glaube nicht, daß der Gerichtshof in Gebieten zustehe, wurde als aussichtslos abgelehnt.- der Lage ist, hier einzuschreiten und Sie jetzt in den Besiz des Der am Freitag verstorbene Berliner Poffendichter Buches zu bringen. Rechtsanwalt Lenzmann: Beruhigen Sie Behufs Einziehung von Kosten für die Verpflegung von Dr. Eduard Jacobsohn hat ein Alter von 68 Jahren erreicht. sich nur, Herr Grüneberg, Sie sollen nachher das Buch zurück. Waisenkindern hat der Magistrat bei der Stadtverordneten- Ver- Geboren am 10. November 1833 zu Groß- Strehliz in Oberschlesien , bekommen, denn ich lege wenig Werth darauf. sammlung die Genehmigung nachgesucht, daß für den drei studirte er 1854 bis 1858 in Berlin Medizin, promovirte 1859 und Als Zeuge wird fodann edert jun. vorgerufen. Er sagt, jährigen Berwaltungszeitraum vom 1. April 1897 bis 31. März nahm seinen dauernden Wohnsitz in Berlin . Als Student schrieb er er habe seine gestrige Aussage dahin zu ergänzen, daß er nicht ein in der Waisenanstalt zu Rummelsburg verpflegtes Kind sich dann ganz der heiteren Vuse. Er hat im Laufe der Jahre 1900 folgende Säße: 1. An Verpflegungskosten a) für den Schwant Faust und Gretchen", der sehr gefiel, und widmete mur Mittheilungen, sondern auch ein Tagebuch unter dem Titel jährlich 597,60 m., täglich 1,66 m., b) für ein im Waisendepot zu Berlin felbständig oder in Gemeinschaft mit anderen den deutschen Boffen­Ein Verbannter" von Herrn Grüneberg erhalten habe. Die Broschüre habe sich unter seinen Papieren befunden, dann an seinen verpflegten Kind jährlich 385,20 m., täglich 1,07., c) für ein in bühnen eine stattliche Reihe schlagkräftiger, derbkomischer Werke ge Bater gegangen und er wiffe nichts, was daraus geworden ist. dem Erziehungshause für verwahrlofte Mädchen in Klein- Beeren verliefert. Zu seinen erfolgreichsten Stücken gehörten" Singvögelchen", Rechtsanwalt enzmann: Sind Sie damit einverstanden, daß pflegtes Kind jährlich 943,20 m., täglich 2,62 M.; 2. an Ver- 500 000 Teufel"," Der Postillon von Müncheberg ", Die Galoschen ich das Tagebuch an Grüneberg herausgebe?- 3euge: Ich habe täglich 5 Pf., b) für ein Kind in auswärtiger Rostpflege jährlich jüngste Lieutenant"," Der Mann im Monde" u. a. In den leyten waltungstoften a) für ein Kind in hiesiger Kostpflege jährlich 18 M., des Glücks", Das Mädel ohne Geld", Die Lachtaube", darüber keine Entscheidung zu treffen, sondern mein Vater, ber zur 25 M., täglich 7 Pf. neben den für dieselben gemachten ander Jahren verband er sich mit Mannstädt und Treptow , den Haus. Ledert fen. behauptet, daß er das Verfügungsrecht über das weitigen Aufwendungen liquidirt werden. dichtern des Adolph Ernst- Theaters. Er hinterläßt eine Frau und Buch besize. Er würde mit der Herausgabe nur einverstanden sein, Die Deputation für das städtische Turn- und Badewesen, hat eine junge Tochter. wenn die dazu gehörigen vier Briefe, aus denen sein Verfügungs- gestern unter Vorsiz des Stadtschulraths, Geheimen Regierungs­recht klar hervorgehe, ihm zurückgegeben würden. raths Dr. Fürstenau, befchloffen, die Angelegenheit wegen Rechtsanwalt Lenzmann: Ich werde auch ohne Bus Neu- Anstellung von Fachturnlehrern an drei hiesigen Schulen auf ftimmung Ihrerseits das Tagebuch herausgeben, Sie können ein Jahr zu vertagen. mich ja dafür faffen. Frau Pastor Witte erklärt

Stelle ift.94

Tokales.

fich bereit, die vier Briefe sofort aus ihrer Wohnung herbeizuholen. Leckert wird hiernach wieder abgeführt. Rechtsanwalt Dr. Vielhaben: Um zu beweisen, daß der Den Parteigenoffinnen und Genoffen von Moabit zur fragliche Brief wirklich gefälscht ist, lege er den Jahrgang 1878 der Nachricht, daß am Mittwoch den 3. Februar in Ahrens' Bolsischen Zeitung" vor, aus welchem ersichtlich ist, daß damals Brauerei eine Boltsversammlung stattfindet. Reichs­bie Reichstagswahl am 30. Juli stattgefunden hat, die be- tags- Abgeordneter Peus wird über den demoralisirenden Gegensatz wußte Versammlung in der Norddeutschen Brauerei aber am zwischen Reich und Arm reden. Es wird um rege Agitation für 23. Juli. Der fragliche Brief dative aber vom 19. August diese Versammlung gebeten. Die Vertrauensperson. 1878 und es sei gar nicht möglich, daß post festum der Hofprediger Stöder dem Grüneberg den viel beregten schriftlichen Der Zuzug nach den Vororten Berlins muß in dem Jahr Auftrag gegeben habe. Pastor Witte meint: er habe in seiner fünft 1891-95 sehr bedeutend gewesen sein. Amtliche Fest­Broschüre gar fein Datum des Briefes angegeben, sondern geschrieben: stellungen über den Zu- und Abzug nach bezw. von den Vororten im Sommer 1878". Wenn der Brief das Datum des 19. August liegen, von Charlottenburg abgesehen, leider nicht vor. Es läßt

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Der

Aus der Untersuchungshaft entlassen worden ist der Direktor Pudmüller von der Internationalen Gasglühlicht- Gesellschaft", über dessen Verhaftung wir fürzlich berichteten. Sein Vertheidiger, Rechtsanwalt Theodor Marcuse, hatte gegen die feiner Ansicht nach zu unrecht erfolgte Festnahme Beschwerde erhoben und die Ent­laffung beantragt. Auf diese Beschwerde hin wurde an der zu ständigen Stelle Freitag Nachmittag 1 Uhr der Beschluß auf Haft­entlassung gefaßt und um 2 Uhr dem Beschlusse bereits Folge gegeben.

Sonderbare Zustände. Die Auszahlung im Konsum- Verein Süd- West" hat doch nicht ganz beendigt werden können. Als Herr Weinberg die letzten 8000 M. zwecks Auszahlung von der National­bant abheben wollte, wurde ihm das Geld verweigert, weil inzwischen der Mehlhändler Mar Reeh Beschlag auf das Geld hatte legen lassen. Herr Reh hatte vor Weihnachten, als die Auszahlung nicht stattfinden konnte, an seine Kunden ca. 15 000 m. aus eigenen Mitteln ausgezahlt und deren quittirte Sparbücher dafür in Pfand genommen.