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ich verzichte auf eine Beweisführung der von mir behaup- abmühte); alle die bei der Regierung in einer Weise beschäftigt teten Thatsache der Tantièmenvertheilung an Waarenbe­schauer, nehme den Vorwurf ,,, mich der Verbreitung von Un­wahrheiten schuldig gemacht zu haben", ruhig auf mich und überlasse es den Lesern der Arbeiterhalle" sich ihr Urtheil nach Belieben zu bilden.

Berlin , den 21. Mai 1868.

Erklärung:

Bebel.

Glauchau , den 25. Mai 1868. Auf die Erklärung der Glauchauer Waarenbeschauer thue ich Ihnen folgende Thatsache

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waren, welche ihnen einen Blid in wichtige Staatsverhältniffe gestattete, wurden nicht nur durch Verpflichtung zum Still schweigen darüber angehalten, sondern auch durch ihren Titel in jedem Augenblicke an diese Verpflichtung erinnerte. Wo hießen sie denn sonst: Geheime Räthe. Geheime Finanz zu den Geheimen Ganzlisten herab?

Kriegsräthe, Geheime Referendarien, Sekretarien u. f. m. bi

Der gesicherte Zustand des Privatrechts hat uns di hältnisse abstumpfen lassen, und ein fast funfzigjähriger eure Aengstlichkeit früherer Jahrhunderte in Bezug auf Privatver

kund: Ich machte zur Zeit, wo es etwas an Arbeit mangelte, päischer Friede hat auch in Bezug auf Staatsangelegenheiten bei einem Meister 2 Stüd Popeline für Herrn J. F. Schädel eine in gleichem Sinne veränderte Praris zur Folge gebab Die Regierungen find im Vergleich mit früher außerordentli mittheilsam geworden. Die parlamentarische Regierungsform

jun. hier( Waarenbeschauer: der in der Arbeiterhalle" mitun­terzeichnete H. Augustin). Der ganze Lohn für 30 Ellen, woran man gut 3 Tage zu arbeiten hat, war 1 Thlr. 10 Ngr., da­von 7-9 Groschen Auslage ohne das Scheeren. Und als

obwohl sie in manchen Dingen anstatt der auswärtigen der Meister lieferte, sollte es geschlichtet sein und wurde für immer alles haarklein darlegen mochte, hat doch im Ganze valen inländische Aufpasser gebracht hatte, denen man nid

jedes Stück 5 Ngr. Abzug gemacht. Die Meisterin sagte, daß es nicht geschlichtet sei, worauf der Principal sagte, er werde es appretiren laffen, wäre es nicht der Fall, so sollte sie den Ab­zug zurück bekommen. Aber als sie später darnach fragte, war

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den Drang der Mittheilsamkeit eher gefördert als gehemmt Man bedurfte jetzt der Deffentlichkeit zur eignen Rechtfertigung manche werden sagen zur Selbstverherrlichung. Sind dod bezeichnend genug, die Regierungen am Ende gar felbft untr

die Antwort: Oben liegt's; es ist ganz verschmiert.( Kann die Zeitungsschreiber gegangen, denen sie früher gar zu ga

denn eine Waare ,, verschmiert" sein, wenn sie nicht geschlichtet ist?) Was man von Herrn Augustin denken soll, überlasse ich

Jahr bei der Weberei gewesen ist, weiß er, was geschlichtet ist

oder nicht.

das Handwerk gänzlich gelegt hätten!

jedem selbst zu beurtheilen, denn wenn ein Lehrling ein halbes Vertreter und Regenten, sie über die wahren Verhältniffe ihre

Für die Staatsbürger ist der moderne Wetteifer

Staate aufzuflären, gewiß recht vortheilhaft gewesen. die Sache hat auch ihre Kehrseite. Man irrt, wenn man

ibret

Aber

zu lassen, denn wenn er sein Recht suchte, war es um die Ar­beit geschehen.

Der Meister war gezwungen das Unrecht über sich ergehen alten Rücksichten als gänzlich veraltet ansieht. Sie find d

Ich stehe für das Geschriebene ein.

( Folgt die Unterschrift.) Im Fall Herr Augustin den Betreffenden wissen will, wen­den Sie sich an mich, ich stehe für Wahrheit und Person ein. Leipziger Vorstadt 21.

W. Baumann.

Dic

nur insoweit, als die Befürchtungen, denen sie ihr Entftebe verdankten, als Antiquitäten betrachtet werden mögen. Somi die Unsicherheit des Privateigenthums sofort alle die mitt alterlichen Schußvorkehrungen- Umseßung in möglichst leid zu transportirende und zu verbergende Gegenstände, Schä vergraben 2c., wiederaufleben läßt, so muß auch die Rückfet zum internationalen Faustrecht, zur Erobererwirthschaft, cem vertrauensvollen Offenlegen der staatswirthschaftlichen Verbál

Im Schönburgischen Anzeiger" stand folgende Annonce: uiffe, dem Anlegen der fürstlichen Reichthümer in leicht

Auf die Erklärung der Glauchauer Waarenbeschauer in der Deutschen Arbeiterhalle" stellen wir die Frage: warum gerade vor Weihnachten die meisten Abzüge gemacht werden? Mehrere Weber- Meister.

Gefährliche Enthüllungen.

In früheren Zeiten war es Brauch bei den Regierungen, den Zustand der Finanzen, des Heeres und ähnlicher auf die

occupirender Form ein Ende machen. Aber die Eroberer felt find gewöhnlich schneller bei der Hand, die Blößen Derjen den Hale kommen, auszunußen, als diese im Stande fint gen, welchen die neuen Berhältnisse wie ein Wolfenbruch üba sich eine entsprechende Haltung anzugewöhnen Verhalten Sachsens in und seit dem Jahre 1866, neuer weis, die in einer der letzteren Sigungen unferes Landtag von unserm Finanzminister gegebene öffentliche Darlegung"

Vermögensverhältnisse des Königreichs Sachsen.

Beweis

weit nur immer möglich in Dunkel zu hüllen. An der Börse gingen die Staaten zu jenen Zeiten noch nicht als Suppli­canten einher. Sie konnten daher auch der öffentlichen Be­weise ihres Wohlverhaltens entbehren, die sie jetzt in Form öffentlicher Rechenschaftsberichte aufweisen müssen, wenn sie vom Kapitalmarkte Unterstügung hoffen wollen. Wie in der Zeit des Faustrechts die Privatreichthümer möglichst verborgen wur­den, um nicht die Habgier der überall auflauernden Herren vom Stegreif anzuloden, so war gleiche Vorsicht in der Zeit des internationalen Faustrechte für die Staaten gar wohl am Blaze. Aengstlich hütete man das eigentliche Räderwerf des Staats vor dem Einblicke ländersüchtiger Nachbarn und Ri­valen. Die Regierung trug in Folge dessen wesentlich den Charakter einer Wahrung von Geheimnissen( in deren Aus­fundschaftung sich die Statistik d. h. die Kunst der Diplomaten

äußere Machtstellung ihrer Staaten einflußreicher Umstände so Friesen die sächsischen Staatsgläubiger und diejenigen, weld

Es war gewiß recht ehrlich und gut gemeint, wenn

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es durch Abnahme der neuen Eisenbahnanleihe werden wollen wegen des Unterparistandes der sächsischen Vierprozentigen ruhigen und den frühern allerdings unerhörten Gours der legte von 91-92 gegen die Deutung einer zweifelhaft gewordene Solvenz des sächsischen Staats sicherstellen zu müssen geglau hat. Ob es aber flug war, in jeßiger Zeit so felbstgefä herzuzählen, wie viel Geld der sächsische Staat auch nach starken Vderlasse durch den Krieg noch im Beutel babe? kennen sächsische Patrioten, die etwas Wunder wie Berdien liches zu thun glauben, wenn sie fremden Machthabern ins Gesicht sagen: Die zehn Millionen Contribution uns noch lange keinen Schaden!" Als wenn nicht

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liches Dickthun" in früherer Zeit und erst die abnorm Opfer zugezogen hätte, mit welchen wir im Jahre 1866 gesucht worden sind. Oder wäre das kein abnormes

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