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Heimat!
Ist Heimat nur Dorf und Land?
Nur die kleinen Städte?
Heimat
Von Ernst Sgur.
Auch über dem Meer der Mietstafernen
wölbt sich der Nachthimmel mit all den Sternen. Tausende funkeln auch hier und die Milchstraße spannt ihren Bogen.
Ein Meer von Häusern duckt sich darunter wie Schafe, die in der Hürde zittern,
und Lichter leuchten aus den Stuben
der guten, kleinen Menschen,
überall find sie am Wert. Ein raftlos Gewimmel.
Wie Bienenfleiß. Wie Ameisenrennen unter dem unendlichen ruhigen Himmel.
Gibt es nur ein Zurüd?
3u Dorf und Land?:
Gibt es nur eine Flucht?
Zu den kleinen Städten?
Es gibt größere Zusammenhänge!
Es gibt größere Organismen! Weit wie der Himmel! Und start wie die Welt!
Die kennen dich nicht,
die der Zufall hierher geführt,
wie der achtlose Wind ein Blatt verwebt. Lassen sich treiben in dem Strom der Dinge bis zu dem Zentrum, das fie anzieht: Berlin !
Meilenweit verschlingt dieser Magnetberg im Umkreise die Eisenstücke. Meilenweit streckt dieses gewaltige Tier seine Arme.
Deren Jugend hier aufwuchs zwischen all den Häusern,
die den Himmel suchen mußten, sehnten sie sich nach der Bläue, die kennen dich. Heimat!
Die in den Straßen irrend Erinnerung
überfällt hier- und da- und dort wieder- die kennen dich.
Denen du Wunden schlugst
tief in ihre Seele
die erkennen dich: Werkmeister ihrer Seele.
Und tausend und mehr als tausend Herzen nennen dich,
auch dich
mit bebender Lippe: Heimat.
Wasser tut's freilich.
[ auch das falte großen Wert für die Reinigung und Reinhaltung des Körpers hat. Solange bie Beneitung von warmem Wasser für Bon Prof. Alfred Grotjahn , Berlin . Bade- und Waschpwede noch das Vorrecht weniger, mit WarmWer je Weimar und feine Erinnerungsstätten an eine wirklich wasserversorgung verfehener Wohnungen ist und folange nicht eine große Beit besucht hat, erinnert sich mit Befremden, mit welch be. Herabfebung der unerhört hohen Tarife für Elektrizität die wunderscheidenem Baschgerät die dort pietätvoll erhaltenen Wohnungen vollen elektrischen Heizwasserapparate zum Gemeingut gemacht hat, aferer großen Dichter und ihrer herrschaftlichen Gönner ausge- wird die große Maffe der Bevölkerung immer noch vorwiegend auf rüstet sind. Offenbar sind unsere Witborberen selbst an den Gipfel- das falte Waffer als Hauptreinigungsmittel angewiefen bleiben. Gs punkten ihrer Kultur in der Univendung des Waffers auf ihren ist deshalb vom gefundheitlichen Standpunkte unbedings erforderRörper sehr zurückhaltend gewesen. In der Tat begannen wir lich, daß wir uns und unsere Kinder daran gewöhnen, einmal am Mitteleuropäer erst vor wenigen Jahrzehnten die nämliche Rein.Tage mit Lappen oder Schwamm fich vom Kopf bis zu den Füßen lichkeit, die die Landessitte der äußeren Kleidung und den Ge- mit faltem Wasser abzureiben, und zwar die Füße einbegriffen, brauchsgegenständen wibmes, auch auf Haut und Körper auszu- was ausdrücklich hervorzuheben nicht überflüffig ist und am besten dehnen. Und selbst heute ist es damit noch schlechter bestellt, als durch Hineinstellen in das mit Waffer halb gefüllte Wafchgerät bebom Standpunkte der Gesundheitspflege wünschenswert ist. Viele werkstelligt wird. Diese Prozedur gewöhne man die Kinder an, behaupten zwar auch schon gegenwärtig, daß sie sich täglich" den abends vor dem Schlafengehen vorzunehmen. Auch die Erwachsenen ganzen Körper wüschen. Forscht man aber nach, so erstreckt sich die follten nicht unbedingt an dem Grundfah festhalten, daß die AnBezeichnung des ganzen" Körpers in den weitaus meisten Fällen wendung des Waffens nur in der morgendlichen Haft bongenommen auf die Gegend oberhalb der Brust, während doch genade untere werden dürfe. Namentlich wer staubige oder schweißtreibende Arhalb dieser Gegend jene Körperragionen liegen, die Sie tägliche Be- beit verrichtet, sollte sich der Wohlbat gönnen, nach gebaner Arbeit rührung mit Wasser, und zwar am besten mit warmem Wasser vor dem Abendessen sich ein Biertelstündchen den umständlicheren am nötigsten haben. Der ideale Zustand wäre ein furzes warmes und feineren Maßnahmen der Körperpflege zu widmen. Aber auch Bab für jede Person täglich. Sicherlich wird im hygienischen Zu- wer täglich den ganzen Körper mit faltem Wasser, Schwamm und Tunftsstaat jeder einen Tag, an dem er nicht gebadet hat, nur mit Handtuch abreibt, muß wöchentlich ein warmes Bollbad oder wenigdem Gefühl des schlechten Getvissens zubringen. Daß diese Forde stens eine Seifenabwaschung der gesamten Körperoberfläche vorrung des täglichen Bollbades den meisten von uns noch übertrieben nehmen. vorkommt, ist schon bezeichnend dafür, wie wenig entwidelt Sex Reinlichkeitssinn bei uns noch ist. Leider wird aus naheliegenden Gründen auf die Erfüllung dieser hygienischen Forderung für abfehbare Zeit nicht zu rechnen seim.
Das Waschen soll nicht nur die Verunreinigungen der Haut fortspülen, sondern vor allen Dingen vorher auflösen. Deshalb wafche man sich, wenn es ingend die Umstände erlauben, mit warmem Wasser, das die Schmußteilchen der Hautoberfläche schnell auflöst, während das falte gar zu leicht wirkungslos in Perlen an der fettigen Haut abläuft. Es ist ein Joctum, anzunehmen, daß das Waschen mit warmem Waffer die Haut verweichliche und zu Erkältungen geneigt madje. Die furze Zeit des Waschens ist für die Abhärtung oder Bereichlichung bedeutungslos; denn für diese Brede ist es wichtiger, die Haut den natürlichen Reizen der frischen Luft bei gleichzeitiger Bewegung auszusehen und sich häufig im Freien in leichter Kleidung zu bewegen.
Wenn hier genade bem warmen Waffer eine besonders warme Lobrede gehalten wird, so soll damit nicht gesagt werden, daß nicht
Bon größter Wichtigkeit für die Körperpflege ist auch das Waschgerät. Geschichtlich überkommen, aber völlig verkehrt iſt eine Waschschüssel aus zerbrechlichem Material, sei es aus Porzellan oder Ton oder Steingat. Sie muß bielmehr, wenn sie auch nur den bescheidensten Anforderungen der Hygiene genügen foll, aus Metall sein, damit sie nicht zerbricht, wenn sich der Benutzer mit den Füßen hineinstellt. Unzertrennlich mit jeder Waschschüssel im Schrank verbunden muß selbstverständlich eine ausgiebige Wafferkanne und ein geräumiger mit Deckel versehener Ausgußeimer fein. Eine solche Waschgarnitur aus emailliertem Eisen genügt bei richtiger Benutzung allen billigen Ansprüchen der Reinlichkeit und ermöglicht sowohl ein täglich einmaliges Waschen des ganzen" Körpers in des Wortes ganzer" tatsächlicher Bedeutung als auch ein mehrmaliges der besonders wichtigen Körperteile, namentlich der Hände, die am meisten als„ Bazillentutsche" zur Krankheitsübertragung dienen. Noch besser ist es natürlich, wenn man außer einer handlichen Waschschüssel noch über eine Wanne aus Zinkblech oder Holzstoff verfügt, die etwa einen halben Meter im Durchmesser mißt und