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jederzeit Leute, die auch gegenüber solchen Massenüberzeugungen sich skeptisch verhalten. Was von diesen angeblichen allgemeinen Uebereinstimmungen häufig genug zu halten ist, darüber hat sich schon Goethe in seinen ,, Geologischen Problemen" ausgespro= chen. Sein Urtheil, nicht auf vorüber­gehende Aus­

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ihr Feld zu lassen und ihre Zustimmung zu dem zu geben, was sie nichts angeht? Das heißt man dann allgemeine Ueberein­stimmung der Forscher."

wüchse

der

unduldsamen

Thätigkeit von Eiferern sich beziehend, sondern auf Beobachtung der bleibenden Menschen­und ganz spe= ziell der Ge­lehrtennatur gegründet, könnte ebenso gut heut nie­dergeschrieben sein. Darum seien hier seine Worte wieder­gegeben: Das Schreck­lichste, was

man hören muß, ist die wiederholte Versicherung, die sämmt­lichen Natur­forscher seien hierin dersel­ben Ueber= zeugung. Wer aber die Men= schen kennt, der weiß, wie das zugeht: gute, tüchtige, kühne Köpfe putzen durch Wahrschein lichkeiten sich eine solche Meinung heraus; sie machen sich Anhänger und Schüler; eine solche Masse gewinnt eine

literarische

Gewalt, man

die

steigert Meinung, übertreibt sie und führt sie mit einer ge­wissen, leiden­schaftlichen Bewegung

durch. Hun­dert und aber

hundert wohl­

denkende, vernünftige Männer, die in anderen Fächern arbeiten, die auch wollen ihren Kreis lebendig wirksam, geehrt und respektirt sehen, was haben sie Besseres und Klügeres zu thun, als jenen

Während man also das Schrecklichste" auch über die Gravi­tation hören muß, liegt eine besondere Fronie darin, daß der Entdecker ihrer Geseze garnicht an diesem allgemeinen Konsens