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Berben beim Berlag und beffen bekannten Agenten entgegen genommen, und war jum borang jahtbaren Bierteljahrspreis von:

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Der Sozialdemokrat

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No. 32.

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London .

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Organ der Sozialdemokratie deutscher Zunge.

Briefe an die Redaktion und Erpedition des in Deutschland und Desterreich verbotenen Sozialdemokrat woke man unter Beobachtung auferßer Borsicht 01160# 11abgehen lassen. In der Regel schicke nan uns die Briefe nicht direkt, sondern an die bekannten Decadreffen. In zweifelhaften Fällen eingeschrieben.

Zur Frage des Terminhandels. Terminhandels.

1889 wurden in Deutschland in den Lohnkämmereien zirka 15 Millio= chsneu Stilo Stammzug produzirt, während im Termin allein über 60 Mil­Aus unserm Leserkreis geht uns folgende Zuschrift mit lionen Kilo gehandelt wurden. Von diesen 60,000,000 famen zirka der Bitte um Aufnahme zu: 6500,000 Stilo zur Andienung, d. h. welche abgenommen wurden. Das

Ein falsches Heilmittel.

"

Der Verfasser des Leitartikels in No. 29 des Sozialdemokrat" glaubt den Artikel: Gin Schandfleck der modernen Wirthschaftsordnung" ( Terminhandel in Nahrungs- und unentbehrlichen Verbrauchsgegen ständen betreffend), wegen seiner Schlußfolgerungen zu Nuß und From­men der Leser bekämpfen zu müssen. Lassen wir ihn selbst nochmals sprechen. Er sagt:

Soweit es sich um die Brandmarkung der mit diesem Zweig des bürgerlichen Wirthschaftssystems verbindenen Schwindeleien und Räubereien handelt( nämlich des Terminhandels), ist der Ar­tikel sehr verdienstvoll und zu unterschreiben. Dagegen tönnen wir nicht umhin, seine Schlußfolgerungen zu befämpfen. Die Heilmittel, die der Verfasser vorschlägt, würden gerade in der Richtung wir­fungslos, ja sogar schädlich sein, auf die es uns, als Sozialisten,

allein anfonimt."

Nicht im Geringsten würden die Heilmittel für uns als Sozialisten schädlich sein, wohl aber von großem Nußen, denn es ist eine ausge machte Thatsache, daß der Staat sehr wohl im Stande ist, diesem Un­fug zu steuern, wenn er nur irgend ein Fünfchen Luft dazu hätte. Es liegt lediglich in der Hand des Handelsministers, den Terminhandel an der Börse zu verbieten oder nicht zuzulassen, und damit wäre dem Terminhandel der Lebensnerv unterbunden. Die Sache wäre demnach geregelt und für uns Sozialisten auch iricht zum Schaden. Wohl ist es möglich, daß dann das Geschäft privatim weiter betrieben würde; aber Niemand würde sich mehr darum fümmern, der Terminhandel würde an Bedeutung verlieren und für die Produzenten und Konsumenten nicht 50

mehr maßgebend sein. für die

Der Verfasser führt nun in seiner Entgegnung weiter ans:

" Der Terminhandel ist eine durchaus natürliche Folge des bürgerlich- fapitalistischen Wirthschaftssystems und seine Entstehung fällt zufannmen mit der Entwicklung und Vervollkommnung der modernen Verkehrsmittel und des Verkehrswesens überhaupt. Er ist zunächst weiter nichts, als eine erleichterte Form des Waaren­berkehrs."

Zugegeben, daß der Terminhandel eine natürliche Folge des heutigen bürgerlich fapitalistischen Wirthschaftssystems ist, so kann doch nicht behauptet werden, daß der Terminhandel eine Erleichterung des Waaren­verkehrs ist.

Der Terminhandel, oder richtiger gefagt: der Waarenhandel auf eine bestimmte Zeit" ist und bleibt ein Schwindel und kann daher keines­falls als Erleichterung des Weltverkehrs gelten.

Nun gibt der Verfasser eine Erklärung, daß der Großkaufmann sein Getreide zum Beispiel aus allen Weltgegenden bezieht und die große Masse der Bevölkerung ein Interesse daran hat, den Import zu er= leichtern.

-

Ganz recht, die große Masse hat ein Interesse daran, daß der Im­port erleichtert wird aber dazu trägt feineswegs der Terminhandel bei. Der Terminhandel in Produkten ist durchaus nicht eine noth­wendige Einrichtung, um den Weltverkehr zu erleichtern. Gerade das Gegentheil läßt sich annehmen. Steht zum Beispiel eine gute Grute in Aussicht, so drückt der Spekulant die Preise dermaßen herunter, daß sich der Produzent sagt: zu solchen Spottpreisen kannst du dein Ge­treide nicht abgeben und wartet eine günstigere Gelegenheit ab. Kommt fie nicht, so ist er gezwungen, noch billiger zu verkaufen als er seiner zeit hätte verkaufen können, und die logiſche Folge ist, daß der Pro­buzent in seiner Heimat die Arbeitslöhne noch mehr herabsetzt. Ob nun der Großkapitalist sein getauftes Getreide wieder verkauft oder nicht, bevor er es gesehen hat, kann für die konsumirende Masse gleich= gültig sein.

Nun heißt es im Leitartikel des Sozialdemokrat" weiter:

"

Ob bei diesen Geschäften Spetulant Meyer den Spekulant Schulze über's Ohr haut, ob Hirsch bankrott macht und Cohn einen fetten Gewinn einfact, fann für das große Publikum gleichgültig

übrige Quantum wurde von den Kammgarnspinnereien direkt gekauft, also ohne Vermittlung des Termingeschäfts. Seit diesem Jahre hat sich, wie ja schon bemerkt, Leipzig hinzugesellt; und glücklich hat man es so weit gebracht, daß allein in diesem Jahr das Kilo Kammgarn eine Mart im Preise zurückging. og

offendungen franto gegen franta Gewöhnliche Briefe Bad England tollen Doppelports.

9. August 1890.

in der Richtung der Vervollkommnung der Produktionstechnik. Wohl läuft auch nebenbei die Tendenz der Herabdrückung der Löhne, aber erstens wohnt diese Tendenz überhaupt der modernen Produktionsweise inne, und die Verlangsamung des Prozesses heißt nicht seine Verhinderung, zweitens aber heißt niemand die Arbeiter, der Sache mit verschränkten Armen zu­zusehen. Im Gegentheil, sie ist eine erneuerte und verstärkte Mahnung an sie, sich zum Widerstand zu organisiren. Nicht Polizei, Polizei, Polizei, sondern Organisation, Organisation, Organisation muß ihr Schlachtruf sein. Hätte den Greiz­Geraer Arbeitern eine wirklich kampffähige, nicht erst in der lezten Minute in's Leben gerufene Organisation zur Seite gestanden, so wäre der Ausgang des Streiks vielleicht doch Blondein anderer gewesen.

Ginzig und allein ist dies nur durch das Termingeschäft hervorgerufen worden. Die Spekulanten verfauften Unmassen. Die Spinner und Weber sowie Detaillisten verhielten sich refervirt, kauften nicht, und so tam es, daß die Textil- Industrie bis dato sehr schlecht ging und etwa 200,000 Arbeiter beschäftigungslos wurden. Wenn auch nicht für die ganze Zeit, so gab es doch fast keine ganze Arbeitswoche für den Pro­letarier. Natürlich spielte die Kinley- Bill eine große Rolle, und die Arbeiter waren und sind die Geschädigten.

Als ein wichtiger Punkt für die richtige Beurtheilung des Termin­handels verdient noch der Streit der Greiz - Geraer Weber hervorgehoben zu werden und zwar nur soweit, als er mit dem Termins geschäft zu thun hat. Sofort bei Ausbruch der Arbeitseinstellung wurden die Preise 25 Pf. pr. Kilo herabgedrückt. Eine weitere Folge war, daß die Detailisten noch viel stußiger wurden und mit ihren Be­stellungen noch mehr zurückhielten. Die Börsenjobber besorgten das Uebrige, die Greiz - Geraer Fabrikanten hatten teine Aufträge, fie brauch ten ihre Stühle nicht stehen zu lassen, weil die Arbeiter streiften, und die Weber unterlagen nach 4 Wochen mit allen Regeln der Kunst. Die Sozialdemokratie hat also wohl die hohe Aufgabe, den Terminhandel, sei es in Nahrungsmitteln oder Waaren, zu bekämpfen, weil er für die arbeitende Bevölkerung nur schädlich ist.

Wird der Preis durch den Spekulanten im Termingeschäft künstlich in die Höhe getrieben, so hat der arme Mann, also der Konsument, dies zu bezahlen. Wird der Preis hingegen wieder herabgedrückt, so bekommt der Stonsument die Waare nicht billiger! Das ist die Logit des Terminhandels. Also fort mit dem Terminhandel, diesem Bucher­geschäft. Er bedeutet weiter nichts als eine Ausbeutung des Boltes. Fir.

Der Kürze halber lassen wir die Antwort gleich in dieser Nummer folgen.

Im Allgemeinen stellt der Einsender unseren Ausführungen über den Terminhandel nichts als Behauptungen gegenüber, denen jede Spur eines Beweises fehlt. So z. B. hat er auf den Saß, daß der Terminhandel eine erleichterte Form des Waarenverkehrs ist, nichts als die Erwiderung der Terminhandel ist und bleibt ein Schwindel". Ja, das kann man gefälligst vom Handel im Allgemeinen gleichfalls sagen, und hat es auch gesagt. Wir erinnern nur an Benjamin Franklins berühmten Ausspruch: Handel ist Prellerei." Es ist Franklin aber nicht eingefallen, deshalb den Handel ver­bieten zu wollen. Und obgleich wir dessen nicht ganz sicher find, wollen wir auch vom Einsender annehmen, daß seine polizeilichen Gelüste soweit nicht gehen.

Das einzige thatsächliche Beispiel, das er für die Gemein­schädlichkeit des Terminhandels anführt, ist die Behauptung, daß derselbe Schuld sei an dem Streit der Greizer Weber, bezw. der Niederlage derfelben. Angenommen, daß das richtig ist, was aber aus seiner Darlegung nicht hervorgeht, was wäre damit bewiesen? Hat es nicht Streife in der Kamm­garn- Industrie gegeben, ehe der Terminhandel in ihren Ar­tifeln auffam, und sind nicht schon früher Streits der Ar beiter dieser Industrie verloren worden? Warum nicht gleich alle Neuerungen auf dem Gebiete des Handels und der In

bieten lassen? Das wäre wenigstens logisch. Freilich wäre es deshalb noch nicht sozialdemokratisch, wohl aber echt 3ünstlerisch.

sein. Die Frage ist vielmehr, welches ist die volkswirthschaftliche dustrie, die verlorene Streiks herbeiführten, polizeilich ver­Wirkung derselben? Der Verfasser des zitirten Artikels meint: eine Schädigung des konsumirenden Publikunis. Das ist aber nicht richtig. Eine solche kann zeitweilig eintreten und ist auch schon eingetreten, im Großen und Ganzen hat das konsumirende Publi­kum von diesen Vorgängen nicht zu leiden." Jawohl, es ist auch ganz gleich, ob Spekulant Meyer oder Schulze gewinnt, aber die Wirkung dieser Spekulation ist der konsumirenden Masse durchaus nicht gleich, weil sie eine große Schädigung für sie ist und bleibt. Wenn nun der Verfasser sagt: Das ist nicht richtig, so ist hierauf zu entgegnen, daß es sehr wohl an dem ist, und daß einzig und allein das konsumitende Publikum derjenige Theil ist, der unter diesen Börsen- Manövern zu leiden hat.

Weiß denn der Verfasser des fraglichen Artikels nicht, was die Schuld war, daß die Weber von Greiz und Gera bei dem Streit unter lagen? Es foll zum Schlusse versucht werden, dieses nachzuweisen. Nun kommt das Beste.

Im Gegentheil. Der Terminhandel hat im hervorragendem Maße mit dazu beigetragen, Theuerungen durch Auftäufe zu er­schweren. Die Auftäufer sehen sich heute ganz andern möglich

keiten der Durchkreuzung ihrer Pläne ausgesetzt, als in früheren Zeiten. Die Tendenz, die dem Handel im Allgemeinen innewohnt, eine Ausgleichung der Preise herbeizuführen, wird durch den Termin­handel noch gesteigert." Das ist ja das reine Non plus ultra. Der Terminhandel hat noch nie dazu beigetragen, Theuerungen durch Aufkäufe zu erschweren oder zu verhindern. Der Terminhandel hat mit dem effektiven Geschäft ab­folut nichts zu thun. Die Käufe und Verkäufe stehen nur auf dem Papier und es werden Waaren nur in den seltensten Fällen angebient. Und weil der Terminhandel weiter nichts ist als Spekulation, so tann er große Auffäufe nicht verhindern. Müßten alle Verkäufe angedient, d. h. die Waare geliefert werden, so fönnte nur einzig und allein der Produzent an der Börse verkaufen und der Großkaufmann würde alles abnehmen und somit durch den Terminhandel die Waare an sich ziehen. Demnach(? Ned.) ruft gerade der Terminhandel Theuerungen hervor. Auf den übrigen Juhalt des Artikels weiter einzugehen, ist über­flüssig, nur soll für dieses Mal der Terminhandel in Stammzug und seine Schäden für die gesammte Industrie nicht unerwähnt bleiben. Bekanntlich wurde der Terminhandel für deutschen Stammzug zu Ende des Jahres 1888 in Antwerpen etablirt. Später folgte Tour­ coing , Roubaix und am 2. Januar 1890 Leipzig.in

Der Terminhandel in Rohprodukten schädigt und stört den regelmäßi­gen und ruhigen Industriebetrieb, indem er zwischen Produzenten und Konsumenten Elemente drängt, die dem betreffenden Industriezweig voll­ständig fern stehen. Börsenjobber, welche nie in ihrem Leben Kammzug gesehen haben, den Werth der verschiedensten Qualitäten gar nicht zu schäßen wissen, faufen und verkaufen luftig darauf los. Im Jahre

tedious bod

Die ganze Argumentirung des Einsenders ist von dem Geist der Zünftlerei durchbrungen. Weit entfernt, zu läugnen, daß der Terminhandel zeitweilige Schädigungen des konju­mirenden Publikums zur Folge haben kann, haben wir das in unserm Artikel ausdrücklich hervorgehoben. Und was vom konsumirenden Publikum gilt, gilt natürlich auch von den Produzenten. Am meisten freilich in der ersten Zeit der Ein­führung des Terminhandels in der betreffenden Branche, wie überhaupt alle Neuerungen nicht ohne große Unzuträglichkeiten für die Einzelnen sich zu vollziehen pflegen. Das liegt in dem Wesen des bürgerlichen Wirthschaftssystems und wird erst aufhören, wenn an Stelle desselben das sozialistische ge= treten ist. Bei allem Mitgefühl für die Betroffenen müssen wir Sozialdemokraten, als eine Partei des gesellschaftlichen Fortschritts uns deßhalb davor hüten, in das Geschrei ein­zustimmen, mit dem die reaktionären Utopisten sofort bei der Hand find: Hilf Strafgeset! Hilf Polizei!

Man wird uns gewiß nicht Hinneigung zum Anarchismus nachsagen, aber die Tendenz, bei jeder Gelegenheit den Po­lizeistaat heraufzubeschwören, haben wir von jeher bekämpft, und werden wir stets bekämpfen. Wenn der Staat, wie der Einsender im Anfang seiner Zuschrift meint, den Termin­handel unterdrücken soll, weil er ihn unterdrücken kann, nun, bann läßt sich mit derselben Logik auch die Unterdrückung der Streiks und Boykotts rechtfertigen. Denn was sich gegen den Terminhandel vorbringen läßt, läßt sich auch gegen sie in's Feld führen.

wie der Einsender meint oder doch hinstellt. Je länger er in Der Terminhandel ist keineswegs Etwas so willkürliches, einer Industrie besteht, um so mehr lernen alle Betheiligten, sich darauf einzurichten. So führt er nach und nach zu einer Ausgleichung der Preise viel wirksamer, als es der feste Handel thut. Ausgleichung der Preise heißt aber Ausgleichung der Produktionsverhältnisse, und diese Ausgleichung findet statt

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Jodisti si sul stood

Werfen wir von Deutschland , wo der Terminhandel in Industrieprodukten ziemlich neu ist, unsern Blick nach Eng­land, wo er schon lange besteht, so stellt sich uns ein anderes Bild dar. Grade vor einem Jahre spielte sich in den Textil­bezirken des Nordens eine Bewegung ab, die als typisches Gegenstück des vom Einsender gewählten Beispiels gelten kann. Wir meinen den Liverpooler Baumwollenring und dessen Be­siegung durch die organisirten Arbeiter. In Liverpool , dem Zentralplaß des Baumwollenmarktes, hatte ein Spekulanten­ring unter Führung eines reichen Holländers, Namens Steen­strand, alle verfügbare Baumwolle aufgekauft und eine riesige Preistreiberei in Szene gesezt. Aller Widerstand der einzelnen Fabrikanten oder Fabrikantengruppen dagegen hatte sich als. wirkungslos herausgestellt. Eine stramme, einheitliche Aktion gegenüber den Spekulanten war nicht durchzuführen, weil die Konkurrenzinteressen unter den Fabrikanten ihr im Wege stan den. Aber die Spinner und Weber von England haben vor­treffliche Organisationen und in ihrer Noth wandten sich die Fabrikanten an diese, an die früher so gehaßten Gewerkschaften, mit der Bitte, sie die Fabrikanten doch im gemein­samen Interesse gütigst zu geschlossenem Handeln zu zwin­gen. Die Arbeiter, die wohl sahen, daß hier wirklich ihr Interesse mit dem der Fabrikanten gegen die Spekulanten ging, willigten ein, und an ihrer bloßen Drohung schei­terte der saubere Plan des Herrn Steenstrand. In 24 Stun­den war sein Baumwollen- ,, Ring" gebrochen. Er konnte von Glück sagen, daß er überhaupt noch mit heiler Haut davon fam.*)

Wir sind gewiß feine Selbsthilfler, aber der in Deutsch­ land herrschenden Sucht, bei jeder Gelegenheit den Staat als Retter anzurufen, müssen wir denn doch ganz energisch entgegentreten. Sie ist eine Schwäche, die in ihren Kon­sequenzen zur Entnervung der Arbeiterbewegung führen würde. Die Proletarier müssen die Staatsgewalt erobern und sich ihnen dienstbar zu machen suchen, aber sie dürfen mit ihr feinen Kultus treiben, nicht auf sie als den Schöpfer und Spender alles Guten blicken. Schließlich hängt ihre Befrei­ung doch von der Kraft ab, die sie selbst zu entfalten im Stande sind. Der Emanzipationskampf des Proletariats er­fordert Männer, selbstbewußte, entschlossene Kämpfer, keine verspießerten Philister, von denen Heine's Wort zutrifft: wenn ihrer zwölf zusammen sind, bilden sie ein Dußend, und wenn sie dann einer anfällt, rufen sie nach der Polizei.

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Fort mit dem Terminhandel, diesem Wuchergeschäft. Er bedeutet weiter nichts, als eine Ausbeutung des Volkes" schließt der Einsender. Schön. Nehmen wir an, der Staat schaffe den Terminhandel wirklich, fort", es dürfe nur effek­tive Waare" gekauft und verkauft werden. Glaubt er, daß die Lage der Arbeiter als Konsumenten wie als Produzenten auch nur um einen Deut gebessert würde, daß sie alsdann weniger bewuchert oder weniger ausgebeutet würden, daß nicht nach wie vor die Produktion abhängig wäre von den Schwankun­gen des Marktes, der Preis von den Produktionskosten? Bevor er uns das nicht beweisen kann, wird er uns nicht dazu bringen, in seinem Ruf etwas anderes zu erblicken, als eine natürlich unbewußte Unterstüßung der Zünftelei. Der sozialistische Ruf heißt: Fort mit Wucher und Ausbeu­tung! Vergesellschaftung des Handels und der Produktion. Der Terminhandel ist ein weiterer Schritt dazu es lebe der Terminhandel!

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Organisations- Entwurf

für die

sozial- demokratische Partei Deutschlands .

Folgendes ist der von der Reichstagsfraktion ausgearbeitete Organi­sations- Entwurf, der hiermit den Genossen zur Berathung unterbreitet wird. Wir behalten uns vor, auf Einzelheiten desselben später zurück­zukommen.

ssdn Parteigenossenschaft.

§ 1. Parteigenosse ist jede Person, die das Parteiprogramm aner­tennt und die Partei dauernd materiell unterstützt.

§ 2. Zur Partei kann nicht gehören, wer sich eines groben Ver­ftoßes gegen das Parteiprogramm oder ehrloser Handlungen schuldig gemacht hat, oder der er der Partei dauernd die materielle Unterstützung bersagt. Ueber die Zugehörigkeit zur Partei oder den Ausschluß aus derselben *) Siehe den Artikel von Friedrich Engels Die Abdankung der Bourgeoisie" in Nro . 40 des S- D." vom vorigen Jahre.

100 gargisdit sid is fed neist gan pi

und

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