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Dienstag, 8. Feber 1927.

Historische Telegramm- Sammlung. Das dänische Telegraphenamt hat den dänischen Reichsarchiv am Ende jedes Kriegsjahres eine Sammlung historisch wichtiger Telegramme, Sturiertelegramme und auch besonders abgefaßte Spionagetelegramme übergeben. Allerdings ist daran die Bedingung gefnüpft wor­den, daß diese Telegramme erst nach 100 Jahren der Oeffentlichkeit zugänglich gemacht werden dürfen.

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Eine Erbschaft nach hundert Jahren. Ein deut Da normalerweise das Vertrauen" zu der beiter als Redakteur, zu bestimmen"! Schöne Aus-| 49 Set. 2. Mader Rudolf, Bodenbach, 1 Sid. scher Kapitän Mannfeld , der zu Beginn des 19. Unternehmer- Betriebszeitschrift nicht von den Ar- sichten also für Arbeiter: Nicht nur im Betrieb 14 Min. 39 Sef. 3. a) Viehmann Rudolf, Eich­Jahrhunderts für englische Rechnung zwischen Ham- beitern erlangt werden kann, soll die Arbeiterschaft arbeiten, sondern dem Unternehmer in der freien wald, und 3. b) Rebl Herrmann, Eichwald, beide burg und Ostindien fuhr, hatte sich 1811 rund 300.000 mit allerlei raffiniert ersonnenen Mitteln irrege- Zeit auch noch eine Zeitung machen! Wir glauben 1 Sid. 15 Min. 4. Luft Karl, Obergraupen, Goldmark gespart und hinterlegte sie damals bei der führt werden. Die Zeitschrift soll alles vom laun, daß sich dazu ein Arbeiter hergeben wird. 1 Std. 15. Min. 18 Sef. 5. Bähnk Friz, Eich­Englischen Bank auf Ceylon unter der Bedingung, Standpunkte der Arbeitnehmer" betrachten, damit Die Unternehmer werden daru schon einen bürger- wald, 1 Std. 16 Min. 28 Set. 6. Hirsch Fri, daß sie nach hundert Jahren mit den aufgelaufenen wahrscheinlich die Täuschung der Arbeiter besser lichen Schmierfinten kaufen unissen. Kosten, 1 Std. 17 Min. 19 Set. 7. Werner Start, Zinsen an seine Erben auszuzahlen seien. Seit 1911 gelingt. Diese Methode ist nicht neu, denn sie wird Doch alle diese Dinge sind nicht die Hauptfache. Zuckmantel , 1 Std. 17 Min. 38 Set.- 8. Die bemühte sich die Englische Bank, die Erben ausfindig bon bürgerlichen Zeitungsverlegern schon seit Jahr Die Betriebszeitschrift soll scheinbar nur neben- Gustav, 3udmantel 1 Std 18 Min.- 9. Rudolf zu machen. Durch den Krieg verzögert, ist es erst und Tag angewendet, wenn sie Zeitungen für Arbei, obwohl es der Haupigweck ist dazu dienen, Franz, Oberleutensdorf, 1 Std. 18 M. 33 Sef.- jetzt gelungen, sie zu finden. Es handelt sich um 18 beiter herausgeben, wofür die Morgenpost" und daß die Betriebsleitung den Arbeitnehmern die 10. Wolf Ferdinand, Eichwald, 1 Std. 19 Min.­Personen, von denen 12 als kleine Leute in Deutsch - diverse Provinsblättchen ja Beweise genug sind. erfolgten Entscheidungen erklären und begründen 11. Mittelbach Fris, Ullersdorf, 1 Std. 20 Min. land und 6 als dänische Staatsangehörige in Däne- Damit die Sache wirft" so sagt Dr. Brabec fann". Es wird also bei einem Lohnabbaue den 12. Bennesch Alfred, Eichwald, 1 Sid. 20 Min. mark wohnen. Sie haben sich nunmehr in die 9 Mil- allen Ernstes, müssen die Artikel reich illustriert Arbeitern vom Unternehmer oder dessen Direktor 31 Sef. 13. Bucher Hans, Zuckmantel , 1 Std. lionen Mark, zu denen die 300.000 Mart seit 1811 fein, womöglich durch Photographien, in welchen in der Betriebszeitschrift der Lohnabbau erklärt" 21 Min. 19 Sef. 14. Mörl Wilhelm, Ober­angewachsen sind, zu teilen. die Arbeitnehmer direkt als Modelle verwendet und begründet" und selbstverständlich auch- graupen, 1 Std. 21 Min. 48 Set 15. Pelikan werden." Ist das nicht rührend, wie die Unterneh- gerechtfertigt werden, was ja alles recht schön und Franz, Oberlentensdorf, 1 Std. 26 Min. 11 Sef.- mer die Arbeiter auf einmal beachten? Sogar um ut ist, nur daß davon die Arbeiter nicht fatt wer- 16. Zimmermann Rudolf, Eichwald, 1 Std. 28 Min. sonst werden sie abgebildet! Wer sich darauf noch den. Nicht zu vergessen ist schließlich folgender 22 Ser. 17. Weigel Anton, Ladowig, 1 Std. nichts einbildet, und zum Dant um einen Schund Grunday: Jede Nummer soll womöglich einen 29 Min. 34 Set.-18. Brosch Rudolf, Ullersdorf, lohn arbeitet, für den hat man die Personal Artikel vom Besißer der Unternehmung oder einem 1 Std. 42 Min. 34 Set.-23 gestartet. nachrichten", wo alle Beförderungen mitgeteilt leitenden Beamten enthalten." Das dürfte mit werden. Das Organ des Industriellenverbandes der Hauptzweck der Uebung sein, aber feineswegs Julius, Stoften, 1 Std. 19 Min. 18 Set.- 2. Bec­fügt da erläuternd hinzu: Wir alle sehen gern dazu beitragen, das Vertrauen" der Arbeiter zum ger Karl, Herrlich- Neudorf, 1 Std. 19 Min. 30 Sek. unsern Namen aedruckt, und der Arbeitnehmer Unternehmer zu bringen. Worüber Unternehmer 3. Dent Emil, Dug, 1 Std. 28 Win. 50 Set.­meiß es zu schäßen, daß ihn auch von dieser Seite schreiben werden, kann man sich leicht vorstellen. 4. Haas Morik, Bodenbach, 1 Std. 27 Min. her Beachung geschenkt wird." Nun, darüber läßt Alles wird aber vergebliche Mühe sein, denn die 4 gestartet sich streiten, denn wenn Dr. Brobec feinen Namen schlechte wirtschaftliche Lage, Not und Glend der gern gedruckt sieht, so darf er daraus keineswegs Familie strafen die schönsten Phrasen der Unter­schließen, daß auch alle anderen Leute so daraufnehmer Lügen. Sache der Arbeiterschaft ist es, das besessen sind, ihren Namen gedruckt zu sehen, denn für zu sorgen, daß diese dummen Mäßchen der jedem Narren gefällt nur feine Stappe. Wenn Unternehmer, die mit Betriebs eitschriften" ge­übrigens der Arbeiter seinen Namen nur bei einer mach: werden, überall die entsprechende Antvort Beförderung zu lejen bekommt, so fann er lange erfahren. warten- befördert wird er gewöhnlich nie; fomunt es aber doch daru, dann wird er vom Unternehmer amerikanischen Betriebszeitschriftenveien widmen, Die Beachtung, die unsere Unternehmer dem aufs Pflaster befördert", was wohl faum in der ist ein Beweis dafür, wie unangenehm ihnen die im Unternehmerfold stehenden Betriebszeitschrift Aufklärungsarbeit der Gewerkschaftspresse ist. Dies verzeichnet werden wird. Davaus würden ja die ist nicht verwunderlich, denn die Unternehmer­Arbeiter ersehen, daß die Zusammenarbeit" bon fefretäre verfolgen feit Jahr und Tag gründlich Arbeiter und Unternehmer nur sehr einseitig ist, die Fachpresse, die leider von manchem gleichgülti­was dem Unternehmerinteresse nicht gerade förder- gen Arbeiter achtlos beiseite gelegt oder zum Ein­lich sein soll.

Einfuhr von einer Million Schlupfwespen nach Amerika . Einer der gefährlichsten Getreideschädlinge ift der schwarze Korntäfer. Er wurde aus Europa in die Vereinigten Staaten eingeschleppt. Es gibt eine Art der Schädlingsbekämpfung, die die natür lichen Feinde des Schädlings zu seiner Bekämpfung Derivendet. Diese Art der Bekämpfung- sie wird biologische Bekämpfung genannt ist in den Ver­ einigten Staaten in großem Maßstabe ausgebaut. Es gibt dort sogar staatliche Anlagen, wo gewisse schäd­lingsfeindliche Insekten fabritsmäßig" gezüchtet werden, um sie dann in den verseuchten Gebieten auszusetzen. Der schwarze Korntäfer, der in dem Staate Ontario große Schäden anrichtete, ift euro­päischen Ursprungs, feine natürlichen Feinde mußten daher aus Europa beschafft werden. Das sind zwei Arten der Schlupfwespen. Vor kurzem wurden zum Zwede der Kornfäferbekämfung und zur Weiterzucht beiläufig eine Million Schlupfwespen nach den Ver einigten Staaten aus Europa eingeführt.

packen des Frühstückebrotes verwendet wird. Aus Doch nach andere Tricks sollen angewendet dem Vorgehen der Unternehmer ist neuerlich er­werden. Ein großer Teil der Zeitschrift ist dem sichtlich, wie aroß die Macht des Verbandsblattes Verbot der Ausstellung von Lebensmitteln auf Sumor zu widmen, als ob die Arbeiter keinen ist. der Arbeiter sollte diese Macht gebrauchen den Gehsteigen. Die Prager Stadtverwaltung beab anderen Summer hätten, als gute" und ,, origi- und alle Mißstände in den Betrieben dem Fach­sichtigt in den nächsten Tagen ein Verbot der Aus nelle" Witze zu hören. Dazu haben heute nur die blatte melden, damit die Deffentlichkeit auf diese stellung von Lebensmitteln jeder Art, sowie Waren Unternehmer Zeit und Luft; den Arbeiter drücken Dinge aufmerksam gemacht und der Unternehmer vor den Geschäftsläden und Verkaufsstellen von andere Sorgen. Aber auch auf die Familien der gezwungen werden kann, sie abzustellen. Nicht um­Groß- Prag herauszugeben. Dieses Verbot basiert Arbeiter soll eingewirkt werden. Diesem Zwecke sonst wird die Presse eine Großmacht genannt! auf den Bestimmungen des§ 148 der Gemeinde- dienen Frauen und Kinderrubriken". Daneben Die Gewerkschaftspresse ist es ja, die Arbeiterinter­ordnung vom 27. April 1850 und hat einerseits den haben einzelne Arbeiter ihre Lebensbeschreibung essen unmittelbar behandelt. Schützt daher die Ge­Schutz der Waren vor dem Straßenstaub usw., an- zu geben, um das Unternehmerblatt, interessant werkschaftspresse vor allen Anschlägen der Unter­dererseits die Aufrechterhaltung des Verkehrs vor zu machen, und schließlich ist noch gar ein Ar- nehmen! Augen. Ansnahmen können vom Magistrat in be sonders berücksichtigungswerten Fällen fallweise be willigt werden.

Volkswirtschaft.

Ein Feldzug gegen die

Die Wintersportveranstaltungen der 9. T. J. in Großhammer.

Große Er olge der Sportler des Ausfiger Verbandes.

Hauptspringen: 1. Hackel Edi, Ober­Schenelbe, Aussiger Verband, 18,250 Bunfte( 37, 38 Meter); 2. Bartos Miloslav, D. T. J., 16,208 Punkte ( 36, 37% Meter); 3. Böhm Ernst, Schwaderbach , Ausfiger Verband, 15,250 Punkte( 36, 37 Meter): 4. Feig Walter, Dessendorf, Auffiger Verband, 14,708 Punkte( 30%, 31 Meter).

Die Sieger.

Nach Beendigung der Wettkämpfe wurden die Ergebnisse nach Punkten gewertet und ergaben folgendes Bild:

Von den 20 Punkten, die im Hauptspringen zu erzielen waren befamen: 1. Eduard Ha del ( Auſfiger Verb.) 18.250, 2. Miloslav Bartoš ( DTJ.) 16.208, 3. Ernst Böhm( Aussiger Verb.) 15.250 Punkte,

Die Wintersportveranstaltungen, die der Ver- sich im besten Lichte zeigenden Springer zu­band der tschechischen Arbeiterturnvereine( DTJ.) schauten.. am Samstag und Sonntag in Großhammer im Gewerkschaftspresse. Rahmen der zweiten Arbeiterolympiade, welche im Juli ihre Höhepunkte hat, abhielt, zeigten, daß der Betriebszeitschriften" im Solde der Unternehmer. Verband der DTJ. sich sehr gut zur Bewältigung Von allen Volkswirtschaftern wird der neue der gestellten großen Aufgaben vorbereitet hat. Es ſten wirtschaftlichen Entwicklung der Vereinigten waren dies Wintersportfämpfe, welche mit großem Staaten von Nordamerika die größte Beachtung Interesse von den Sportlern und der Oeffentlich­geschenkt, und insbesondere unsere Unternehmer feit von Großhammer und Umgebung verfolgt wur fönnten dort lernett, daß Lohnherabsetzungen fein den. Die Ergebnisse der Wettkämpfe waren in sport­Mittel sind, die Lage der Industrie zu verbessern. licher Hinsicht ausgezeichnete. Berücksichtigt man, Was aber die tschechoslowakischen Kapitalisten an daß der Schneeschuhsport in der hiesigen Arbeiter­Erfahrungen sich aus Amerifa mitbringen, darauf sportbevegung erst seit furger 3et gebflegt wird gibt, wie wir Gewerkschaftsblättern entnehmen, der und daß eine größere Anzahl der Wettkämpfen fel­Von den 40 erreichbaren Punkten erhielten: " Observer", das Organ des Zentralverbandes der en die Möglichkeit hat, sich an größeren Veran tichechoslowakischen Industriellen, Aufschluß, der staltungen zu beteiligen, so kann man doch behaup 1. Adolf Neuhauser( Auffiger Verband) 35.500 den Bericht eines Dr. Brabec über eine Studien- ten, daß die Wettkämpfe ein ausgezeichnetes hoff- Bunkie, 2. Jar. Cilich( DTJ.) 33.416 Punkte, reife in Amerika bringt, der indirekt den Unter- sportler und-sportlerinnen gaben. Die Organisa- Bunkie.( Die Wertung bezieht sich auf den 10- Kilo­reise in Amerika bringt, der indirekt den Unter- nungsvolles Bild der Leistungen unserer Arbeiter- 3. Herbert Köhler( Auffiger Verband) 33.166 nehmern Ratschläge über Betriebszeitschriften gibt. tion der Veranstaltungen lag in den Händen der meterlauf und Sprung.) Dieser Bericht des Unternehmerblattes, das unter der Leitung des bekannen Professors Dr. Hodac Genossen der DTJ in Großhammer, und funktio­steht, verdient die eingehende Beachtung durch die nierte tadellos. Gewerkschaften, denn es wird den Unternehmern nicht weniger empfehlen, als ein Ersatz" der Gewerkschaftspresse, ein Ersay, der sich natürlich für die Unternehmer lohnen soll. Worin der Lohn zu bestehen hat, das kann nicht zweifelhaft sein: Die Arbeiter sollen von ihren wahren Interessen abgelenkt und für die Verhältnisse des Betriebes ,, intere fiert werden., Dadurch soll eine leichte Verständisung mit den Arbeitnehmern" erzielt fassung iverden, was vom Unternehmerstandpunkt nichts anderes bedeutet, als den Arbeiter zu einem willen­losen Werk eug der Ausbeuter zu machen. Es ist also Gefahr im Anzuge und daher Aufgabe der Elaffenbewußten Arbeiterschaft, auf der Hut zu jein. Dr. Brabec fagt ja gang offen, mit Hinweis auf die Politik der schwachen amerikanischen Ge­werkschaften. daß die Betriebszeitschriften ihr Ziel nicht verfehlt haben". Das ist allerdings in Amerika . Unere Unternehmer mögen nicht ver­gessen, daß die hiesige Arbeiterschaft bereits zu einem großen Teil durch die Schule der Gewerk­schaften gegangen ist und sich nicht so leicht durch gelbe Methoden beeinflussen läßt.

Man erfennt auch im Unternehmerlager, daß die Arbeiter gegen eine im Unternehmersold stehende und von Unternehmergeld bezahlte Zeit­fchrift ein nur allzu berechtigtes Mißtrauen haben. Dr. Brabec sagt deshalb selbst, daß es nicht gut wäre, bon der Betriebszeitschrift schon in Burzer Zeit Resultate u erwarten". Er tröstet die Unter­nehmer daher damit, daß es genügt, wenn die Zeitschrift ,, im Laufe des ersten Jahres" das ,, Ver­trauen" der Arbeiter gewinnt, das heißt, offen ausgedrückt wenn es gelingt, die Arbeiter über den wahren Zweck der Betriebszeitschrift" zu täuschen. Wehe den Arbeitern, die den Unter nehmerblatte Vertrauen" schenken würden.

Der erste Tag, Samstag, war den Skiläufen gewidmet. Es gab zwar keinen ideal zu nennenden Schnee, aber trotzdem wurden einige Konkurrenzen ausgetragen. Wir haben in unserer Sonntagaus­gabe die Resultate schon veröffentlicht.

Altersklasse( 26-35): 1. Jungwirth

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6 Kilometer Sauf, Sportler( 14-16): Schimet Frang, Eichwald, 38 Min. 2. Günther Erhard. Ullgersdorf, 48 Min. 26 Sel.- 3. Meier Franz, Eichwald, 50 Min. 14 Sef. 4. Mirsch Abolf, Obergraupen, 50 Min. 36 Set. 7 gestartet. Altersklasse( 16-26): 1. Klug Mag, Sohenofen, 38 Min. 11 Sef. 2. Mühlbauer Otto, Tischau, 39 M. 30 Set.-4. Urbanstv Hugo, Zuckmantel , 38 Min. 38 Set.-3 Zocher Wengel, Tischau, 41 Min. 16 Set. 5. Krois Friz, Zud mantel, 42 Min. 22 Set.- 6. Weiß Wilhelm, Zud­mantel, 44 Min. 41 Set.7 gestartet.

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Selene, Marschen, 32 Min. 30 Set.- 2. Richter Sportlerinnen, 4 kilometer: 1. Persy Anna, Marschen, 34 min. 30 Set.-2 gestartet. Dieselbe Strecke lief auch der Schüler Kallach Anton, Bucmantel, mit, welcher 38 Min 20 Sef benötigte.

Das Springen nachmittags brachte nur einen Genossen zum Start. Heweroch, Eichwald, sprang 14 Meter, für den 16jährigen Burschen eine gute Lei­stang. Anschließend davan sprangen noch verschiedene endere Teilnehmer, die dadurch hoffentlich ihre Meldeschen überwunden haben.

Erwähnenswert sei die aufopfernde Tätigkeit unserer Samariterfelonne, die sich um alles besorgt seigte, Der nächste Winter soll uns eine gut organi sterte Veranstaltung bringen.

Bürgerlicher Sport.

Ein ungl diches Remis

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Slavia gegen Sparta 2: 2( 1: 0). Schönes Spiel der Slapta. Sparta schwach, aber unnötig scharf.

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Am Sonntag standen sich nach langer Bause im Rohmen der Pokalspiele auf dem Spartaplaze Slavia und Sparna gegenüber. Dieies Treffen bewies auch eine befondere Anziehungskraft, denn es umiäumten girta 25.000 Zuschauer das Spielfeld die, wie es bei der großen Rivalität der beiden Klubs nich: anders zu erwarten ist, leidenschaftlich ,, mitspielten" und die vielen Aktionen mit Beifall oder Mißfallen auszeichneten. Die Klubtiger hatten wieder einmal Arbeit. Das Spiel, das in der ersten Halbzeit sehr schönen Sport bot, schlug nach der Pause ins gerade Gegenteil um. Trosdem auch die erste Hälfte offene und versteckte Fouls brachte, war die zweite überreich an diesen Vergehen und das Spiel litt sehr unter den vielen Unterbrechungen. Slavia bot eine schöne und abgerundete Leistung und insbeson dere der Sturm zeigte sich von der angenehmen Die erste Spielzeit sah Slavia immer in Front und Seite, hatte aber mit vielen Schüssen großes Pech. nur die gute Verteidkoung der Sparta verhinderte viele schon totsichere Chancen. Nach der Pause er­höhte Slavia den Stand auf 2: 0 und kurz darauf gelang es der Sparta ein Tor aufzuholen. Durch diesen Erfolg aufgepulvert. strengen sich die Roten mehr an und können auch ein zweites Tor erzielen und die Partie remis gestalten. Die beiden Tore Nach den Wettkämpfen wurde eine Feier ver- der Sparra resultierten aus einer Extraleistung des anstaltet in der die Sieger verkündet und mit Sturmführers Silny. Dieser Spieler war mit der Preisen bedacht wurden. Mit diesem wurde die Berteidigung noch das Beste, was die Sparta derzeit große und interessante Veranstaltung, welche in hat. Der übrige Angriff konnte sich zu keiner ein­Der Sonntag begann bei besserer Schneever- Wirklichkeit die 2. Arbeiter- Olympiade eröffnete, beitlichen Leistung zusammenfinden, auch eine Um­mit dem in freundschaftlicher Stimmung und mit den bestellung in dieser Formation brachte nicht den ge­sten Wünschen für das Gelingen der weiteren Ver- wünschten Erfolg. Die Halfreihe hatte keinen guten anstaltungen beendet. Tag, denn der Slaviasturm kombinierte so gut, daß auch ein Kada und Kolenath dagegen nachtlos waren und sich nicht anders helfen konnten, als den Gegner unfair anzugehen. Kolenath z. B. war nicht imstande, den Slavia- Flügel Simonek zu halten. Ein Die am Samstag und Sonntag, den 5. und so armseliges und fopfloses Spiel hatte man von 6. Feber durchgeführte Veranstaltung auf dem Ge- der einst so gefürchteten Halfreihe der Roten noch biete des Wintersports, die feine langwierigen Vor- nicht gesehen. Der Kampf um den Sieg nahm auf bereitungen aufwies, war trotz der Samstagwitte beiden Seiten schärfere Formen an und das muß rung die nicht einladend war gut besucht zu ihrer Ehre gesagt werden die Spavta in dieser Der Samstag wütende Schneestuum konnte den Beziehung die erste Geige spielte, bis der Ausschluß Sportlern und Sportlerinnen nicht Einhalt tun, fie Perners( Sparta ) ein wenia Abkühlung über die famen zum Sours, welcher einen günstigen Verlauf erhitzten Gemüter brachte. Slavia hatte unter die­nahm. Der Sonntag brachte besseres Wetter. sem sehr scharfen Spiel besonders zu leiden. Zuerst Schneeverhältnisse für Stilanf aber mindergut. Die erzielten Zeiten bei den Langläufen sind in Anbe­tracht dieses Umstandes selbst bergab mußten fräf tig die Stöde benügt werden und bei dem mehr Steigung aufweisenden Terrain ſehr gut zu nennen. So wie wir es uns vorgestellt hatten, wurde die Veranstaltung. Eine zwanglose Zusammenkunft un­ferer Wintersportler, bei der auch durch Wettläufe nene Anregungen für die Weiterverbreitung dieses Spotzlveiges gegeben wurden. Die erzielten Resultate sind:

15 Kilometer- Lauf für Sportler.

1. Brückner Alb.( Auffiger Verb.) 1:37:43; 2. Thomas Alfons( Aussiger Verb.) 1:38:45; 3. Farsky Johann( DTJ.) 1:43:12. Es starteten 19 Sportler. Nachher fanden die Rodel- Wettkämpfe statt. 3 Kilometer- Rodeln für Sportlerinnen: 1. Brazdova Marie( DTJ.) 21:30 Min.; 2. Brazdova Henriette( DTJ.) 21:31 Min. 3. Hollmann Rosa( Aussiger Verband) Min. Es starteten 5 Sportlerinnen.

21:41

3 Kilometer- Rodeln für Sportler: 1. Křenovsky Alf.( DTJ.) 21:18 Min.; 2. Hovorka Franz( DTJ.) 21:26 Min.; 3. Tauchen Emil( DTJ.) 21:30 Min. Es starteten 15 Sportler.

Die Sprungfonkurrenz, Das größte Ereignis des Tages waren die Sprünge von der neuen Sprungschanze, die vier Meter hoch ist und einen 50 Meter langen Aus lauf besitzt. Zu diesem Schauspiel famen einige tausend Zuschauer, die mit großem Interesse den mutigen und halsbrecherischen Leistungen unserer

Die erste Wintersportveranstaltung des tünften Kreises.

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fam Pue an die Reihe, dann Seifert und zuguterletzt auch Podrazil. Auf Seite der Sparta gab es nur einmal einen solchen Fall und der betraf Hochmann, der einen sehr scharfen Schuß Svobodas fing und liegen blieb, aber nach der Pause wieder antrat. Slavia hätte den Sieg verdient, schon infolge ihrer technisch und taktisch besseren Leistung, aber das pro­blematische Pech einerseits und das schonungslose Spiel des Gegners anderseits verhinderten dies Schiedsrichter Dlabač konnie zwar seine ausgezeich nete Leistung vom vergangenen Sonntag nicht wic­10 Rilometer Lauf, Sportler( 18-26): berholen, aber trotzdem gelang es ihm, das hitzige 1. Parolitschek Johann, Martaschein, 1 Std. 2 Min. Treffen glücklich zur Zufriedenheit zu beenden.-I.

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