Fr. 214
Genossen!
Sonntag, 13. September 1931
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Seite 5.
Ihr müsset un. 23. Prager Mustermesse. Wir wünschen ihr, im dringlichen Darstellung von Tatsachen und Zahlen, Pallenberg überall gespielt wurde, ist nun vor allem ausgesetzt für Interesse unserer Arbeitslosen, allen Erfolg, aber der geschickten Hervorhebung des Wesentlichen vielen das Produkt der Arbeit eines Rollettivs, das, die Verbreitung unserer Zeitung agitieren wir wissen, daß diese Gößendämmerung des Stapi- Hörern das Problem erst in seinem ganzen Umfang, bestehend aus Piscator, Lania, Bert Brecht und die Verbreitung unserer Zeitung agitieren: talismus, Krise genannt, auch durch solche Bittopfer in seiner furchtbaren Schärfe aufgezeigt haben. Gasparra die seitdem aufgeführten Bilder aus dem Sett euch überall für unsere Barteipresse und Bußpredigten vor dem Altar des heiligen Wie Töne aus einer anderen Welt klangen die Original Hašeks herstellte, ohne daß Brod ein. In das Heim des Arbeiters gehört die Profits nicht zur Welterneuerung gewandelt wer- Ausführungen Dr. W. Altschuls, Prag , über daran nennenswerten Anteil hatte. Arbeiterpresse. Darum, den kann. Am gleichen Tage berichten die Presse- die förperliche Erziehung der Jugend. Dankenswert, Mag Brod und Reimann haben für diesen„ Schweit", nachrichten von Genoffen u.Genoffinuen agitiert tommunistischen Unruhen in was er über die Notwendigkeit frühzeitiger Körper- der von ihrer Arbeit also nur mehr so wenig entverschiedenen Städten Europas . Die Tonart, als ob übungen, über die Rolle der Schule und der Sport - hält, vier Jahre hindurch Tantiemen bezogen! Nach dieser Darstellung Pallenbergs erscheint Die internationale Spielhöhle. das nur so mit russischem Geld gemachte Partei- vereine dabei, über ärztliche Sportberatung und die demonstrationen seien, ist hier nicht angebracht. Gefahren der Uebertreibung des Jugendsports sagte. also alles, was Brod jezt über die Gründe seine SPD . Tagsüber ist Tanger , die marot Druck des furchtbarsten Elends, Verzweiflung der Aber er irrt, wenn er meint, daß die weiter ent Protestes in Brag anführt, als Gefluster. tanische Hafenstadt, eine alte orientalische Stadt, Seffnungslosigkeit liefern die Spannung zu solchen widelte körperliche Erziehung der Jugend etwa die Es ist so, wie wir es in unserer ersten Bedie die Spuren vieler Völkerschaften, die sie nach Explosionen; wächst jene, und der bevorstehende Schularbeiten und die häusliche Vorbereitung ge- sprechung der Angelegenheit voraussagten: ob Brod einander erobert hatten, trägt. Es ist auch die winter läßt das befürchten, in ganz Europa zu fährden könnte. So weit sind wir noch lange nicht. schweigt was er ja in seinem„ Prager Tagblatt" internationale Stadt in der ein spanischer tabor" und eine französische Garnison friedlich nebenein- unerträglicher Straft empor, dann müssen diese zu Noch beansprucht die rein geistige Ausbildung in gründlich tut oder ob er Erklärung auf Erklärung einem einzigen, unerhörten Ausbruch zusammen- der Schule ein viel zu großes Maß an Zeit und losläßt, die Blamage wird immer größer. ander hausen, die Stadt mit den vielen Postämtern, flammen, leicht kann diese ganze alte Welt dabei Kraft unserer Jugendlichen, noch haben die Körperdem französischen, dem spanischen, dem englischen in Trümmer gehen. übungen auch in den Lehrplänen nicht den gebühren-„ Die Entführung aus dem Serail ", die mit und vielleicht noch anderen, wenn man die Geduld Einen Teil dieser unmöglichen Zustände bildet den Raum, geschweige denn in der Praxis, noch ihrer Mangelhaftigkeit im Solistischen gelegentlich hat, die Aufschriften zu entziffern. Tagsüber ist die Finanznot unserer Selbstverwaltungsförper. haben ja die wenigsten Schulen, auch in der Provinz, der Neueinstudierung im Sommer schon besprochen es die Stadt der Gärten und der Schlösser, die teils Genosse Diplomkaufmann Bruno Schwalb ichil- eigene Spielpläge und Gärten. Weit haben wirs wurde, ist jetzt mit zwei Neubesetzungen wieder in arabischen Würdenträgern gehören, wie das des M. derte in der Arbeitersendung die Ursachen dieser noch, trotz aller„ klassischen" Bildung in unseren den Spielplan aufgenommen worden. Herr Berk. von Tazi, des Vertreters des Sultans, teils aber ernsten Bedrängnis und deutete die Mittel zu ihrer Mittelschulen, zur harmonischen Körper- Geiftbildung mann überzeugte als Belmonte nicht nur neuerEigentum der Gesandtschaften sind, wie das der Linderung an. Freilich, auch hier kann die Krank der alten Griechen, und wie für die Leibesübungen dings von der Schönheit seiner Stimmittel, sondern italienischen Legation zum Beispiel. Bei Tage ist heit, soweit sie ein Symptom der chronischen Welt- der erwerbenden Jugend und der Böglinge der fand sich auch gesangsstilistisch ganz überraschend gut Tanger eine ganz unschuldige Stadt, in der man wirtschaftsnot ist, nur durch gründliche Aenderung Fachschulen gesorgt ist, das tann leicht gesagt wer- mit Mozart ab. Auch über die offene und besonders spazieren geht, sich die alten Gebäude anschaut, in der Bebensweise in der Gesamtwirtschaft geheilt den: nämlich gar nicht. Denn diese sind bereits in der Mittellage gepreßte Singweise könnte man ein reines Araberhaus hineingudt oder sich in werden; daß sie aber in unseren Gemeinden und Futter für den Moloch Kapitalismus ; von der hinweghören aber das Hinwegsehen fällt vordereinem maurischen Kaffeehause von der Sonne Bezirken ein so akutes Stadium erreicht hat, ist Fachausbildung und der Arbeitszeit darf für solche hand noch sehr schwer. Fräulein Szatmary bräunen läßt. die Folge der falschen Therapie des Gemeindefinanz- Nebensachen nichts abgeknappst werden; ihre letzte wozu haben wir die neue ausgezeichnete Soubrette Abends aber beginnt erst das wahre und eigent- gesetzes von 1927 und des ganz unwirksamen Heil- törperliche Erziehung waren die zwei färglichen im Haus? sieht sich mit dem Blondchen vor eine liche Leben von Tanger . Dann wirst Tanger seine mittels des Ausgleichsfonds. Der bürokratische Staat Turnstunden in der Bolts- und Bürgerschule; wol- Aufgabe gestellt, der sie zur Zeit keineswegs gewach Maske ab und zeigt plötzlich sein wahres Gesicht, ist nicht geeignet zum Wirtschaftsführer; er wird len sie darüber hinaus etwas für ihre Gesundheit sen ist; in Spiel und Erscheinung überaus sympadas Gesicht eines hundertköpfigen Spielers. Tanger selbst sein Wesen von Grund auf ändern müssen, tun, so müssen sie ihre schmale Freizeit dafür opfern. thisch, ist diese Sängerin gesanglich doch zu unfertig, ist nämlich eine internationale Spielhöhle. Rings um solche Aufgaben bewältigen zu können. Die So daß schließlich auch hier die Klassengesellschaft als daß ihre Leistung befriedigen könnte. Was die um von Tanger herrschen strenge Spielverbote; die Sozialdemokratie als Vorfämpferin der Gemeinde- ihr wahres Gesicht zeigt: förperliche Erziehung als übrigen Künstler anlangt, muß neuerdings hervor französischen und spanischen Protektoren verbieten autonomie vertritt hier das Recht des anpassungs-,| Teil planmäßiger Ausbildung über das Schulpflicht gehoben werden, wie sehr Herr Roller durch die ihren Protektionsbefohlenen das Spiel. Hier aber, daher lebensfähigen Einzelorganismus gegen das alter hinaus gibts nur für die bevorzugten, dem Sicherheit im Stil, musikalisch und darstellerisch, sich in der internationalen Zone von Maroffo, wird starre, paragraphensteise Schema. Der ausgezeichnete Weg in die Oberklasse bestimmten Mittelschüler. in den Vordergrund singt das einzige unbedas Spiel von niemandem verboten. Hier lebt es sich Vortrag mag mit seinem Klaren Aufbau, der einzweifelbare Pofitivum dieser Aufführung im Geaus; hier wird es zum eigentlichen Sinn des Dasangssolistischen. Am Pult machte Szell die göttfeins und erklärt die scheinbare Ruhe des Tages, die liche Mozartmusik edelst und freudigst erblühen, das nichts andres ist als die Erwartung des Abends. Orchester hatte wieder einen vortrefflichen, dan Auch am Tage wird hin und wieder gespielt, aber fenswerten Abend. Eine Frage: ist etwa auch diese Spiele find bedeutungslos, denn die eigentmediese Entführung" durch teure Ueberstundenarbeit lichen beginnen erst in der Nacht. Sobald es dunkel sich auf jene Szene beziehen, die Ballenberg bis- zustandegekommen? Wir hören nämlich, daß die her überhaupt nicht gespielt hat und die erst für Ueberstunden bei den Freischütz" Proben tausende Wien einstudiert werden soll. Dagegen sollten jene Kronen verschlang, fast so viel, als die Stassenein Szenen, die Ballenberg bisher im Repertoire hatte, nahmen bei der ersten Aufführung betrugen. Sit jetzt in der Fassung Brod- Reimann gespielt das der Weg zur finanziellen Sanierung? I. g.
Kunst und Wissen
geworden ist und die großen internationalen Sotels Einladung zum Theaterabonnement
ihren Gästen in langen und üppigen Menus alle Spezialitäten des Landes dargeboten haben, erwachen, wie von einem Zauberstabe berührt, die großen Hallen der internationalen ursäle", in denen gespielt wird. Diese Kursäle beherbergen zwar auch Tanzlokale und Kinotheater, aber das ist nur so nebenbei, ganz unbedeutend und nur zum Schein arrangiert. Das einzig Wichtige ist der Spielsaal, wo die Kugel der Roulette rollt und der Ruf der Croupiers erschallt: ,, Rien ne va plus". Und wo die unverblümte Gier der Gesichter so international ist wie die Spielmünze, die man zum Spiel bekommt gegen jede Währung. Hier, in diesen Spielhöhlen, wo die Langeweile des Kolonialdaseins aufhört, hier erftirbt die Maroffofrage im Rollen der internationalen Kugel., Franzosen und Spanier verbrüdern sich, und der zugereiste Eng länder hört genau so gern das bekannte: Faites botre jeu, Messieurs!"
für die Spielzeit 1931/32.
Außerordentliche Begünstigungen
für die Abonnenten:
12 Vorstellungen in freier Wahl.
Kleinen Bühne zu ermäßigten Preisen. Bequeme Teilzahlungen.
werden."
Fürstenau.
In einem zweiten Passus seines Briefes be20 Borstellungen im Neuen Theater oder in der merkt Dr. Beer mit Bezug auf den von uns zitterten Brief Hans Reimanns, daß Brods Stellungnahme durch die geänderte Auffassung Reimanns nicht beeinflußt werden könne. Und in einem dritten Bassus schreibt Brod:
In einem illustrierten Prospekte erläßt die Direktion des Deutschen Theaters die Einladung zu dem Abonnement für die Spielzeit 1931/32, das eine Reihe begrüßenstverter Neuerungen und außerordentlicher Vorteile für die Abonnenten gewährt. Aus den neuen Abonnements- Bedingungen seien folgende Punkte besonders hervorgehoben: 1. Von den 64 Vorstellungen eines Viertelabonnements erhält der Abonnent 52 in seiner Serie mit seinem Stammsize. Die restIichen zwölf Vorstellungen fann er fich In den dunklen und engen Gassen von Zanger nach freiem Belieben unter den regu fieht man Licht durch die geöffneten Türen fallen, Iären Abonnementsvorstellungen im und man weiß: hinter diesen Türen wird ebenfalls Neuen Deutschen Theater oder unter jenen Vorgespielt. Welch ein sonderbares Bild bieten aber stellungen in der Kleinen Bühne ausdiese Spielhöhlen der„ Eingeborenen"! Im Halb- wählen, die nicht jeweils ausdrücklich von diesent freis auf Matten sikend, spielen sechs bis zehn Busababonnement ausgenommen werden. Für eine Männer Karten, und ihre heißen Augen brennen Bogenkarte werden in der Kleinen Bühne vier Size in den leidenschaftlichen Gesichtern. Sie haben auch ausgefolgt.) die Welt und die Menschen vergessen, und ver- 2. Erhält jeder Abonnent zehn Gutscheine gessen haben sie wohl auch ihre Gebete und ihren für das Neue Deutsche Theater und Glauben. Während sie spielen, ergreift jemand ein zehn Gutscheine für die Kleine Bühne, Instrument, und es erklingt die fehnsuchtsvolle, die ihm für die in völlig freier Wahl stehenden monotone Musit. Ja, die Araber spielen Karten Borstellungen in beiden Häusern eine 15 prozenbeim Klange diefer wehmütigen Mufit, und wenn tige Ermäßigung einräumen. vir die engen Gassen dieser sonderbaren Stadt 3. Wird den Abonnenten wöchentlich ein bedurcheilen und beim Klange der Musik bleiben, vorzugter Vorkaufstag vorbehalten. so sehen wir überall das gleiche Bild. 4. Tragen die neuen Abonnementsbedingungen
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Neueinstudiert:„ Der letzte Walzer ". Die zuleşt bor sechs Jahren mit starkem Erfolg gegebene Operette„ Der letzte Walzer " von Oscar Straus , wird Mittwoch, den 16. ds., neueinstudiert zur Aufführung kommen. Musikalische Leitung: Ernst Waigand. Regie: Rudolf Stadler.
Gastspiel Harry Liedtke und Berliner Ensemble. Sie fragen:„ Warum hat Brod ausgerechnet Harry Liedtke , der bekannte Filmstar, gibt im in Prag protestiert?" Das ist sehr einfach zu er Neuen Deutschen Theater ant Mittwoch, den 23. ds., flären. Gegen die Piscatoraufführung in Berlin ein einmaliges Gastspiel als Biscount Goring in hatte ich nichts einzuwenden, da sämtliche Aende- Oscar Wildes Komödie„ Ein idealer Gatte". Dem rungen, die Piscator gemacht hat, unter meiner Ensemble gehören außer Harry Liedtke prominente Mitwirkung in tagelanger Arbeit zustandegekom- Berliner Darsteller, wie Carola Toelle , Traute men sind. Sodann begab sich Ballenberg auf die Carlsen, Elisabeth Markus , Eva West. Mar Landa, Tournee nach Süddeutschland , in die Schweiz und Rudolf Klein- Rogge , Ernst Pittschau und Ernst so fort und ich konnte nicht ahnen, daß er von Schlott, an. Regie: Prof. Eugen Robert , Berlin . der autorisierten Fassung abweicht. Als ich Be- Wochenspielplan des Neuen Deutschen Theaters. richte jah, die mir Verdacht einflößten, verlangte Sonntag, 7.30 Uhr: Der Graue"( 227-111). ich ein Bühnenmanuskript, das ich erst nach einer Montag, 7.30 Uhr:„ Rösele Rosenrot" sehr komplizierten und langwierigen Korrespondenz( Gastspiel Gisela Werbezirk ). Dienstag, 8 Uhr: erhielt. Es enthielt genau die Fassung Brod„ Die Entführung aus dem dem Serail" Reimann mit ganz geringfügigen Aenderungen( 228- IV). Mittwoch, 7.30 Uhr, neneinstudiert: weniger Size, gegen die ich nichts einzuwenden Der letzte Walzer"( 229-1).- Donnershatte. Erst knapp vor der Prager Aufführung tag, 7.30 Uhr:" Der Freischüt"( 230- II). erhielt ich zum ersten Male ein Bühnenmanuskript Freitag, 7.30 Uhr: 3m weißen Röffel" zugeschickt, das weitgehend von der autorisierten( 231- III). Samstag, 7.30 Uhr:„ Der Teste Fassung abwich. Es ist daher selbstverständlich, Wa Izer"( 232- IV). Sonntag, 7 Uhr:„ m daß ich erst in diesem Augenblick Protest erheben weißen RößI"( 233-1). Montag, 7.30 Uhr: fonnte und erst von diesem Augenblid an die Der Graue"( 234- II). Tantiemen, da mein Protest unwirksam blieb, den Arbeitslosen zur Verfügung stellte."
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Wochenspielplan der Kleinen Bühne. Sonntag, 7.30 Uhr: Rösele Rosen rot"( Gastspiel Gisela Werbezirk ). Montag, 7.30 Uhr: Nina". Weit draußen aber rauscht das Meer. Ein den augenblicklichen Verhältnissen dadurch Rechnung, Was zunächst das Kommuniqué anlangt, Dienstag, 7.30 Uhr: ntimitäten". Mittunendlicher Sternenhimmel, eine sanfte Vollmond- daß sie eine Zahlung des Abonnements so scheint es uns feineswegs im Widerspruch zu der woch, 7.30 Uhr: Nina". Donnerstag, 7.30 Uhr: nacht. Kaum fann man in einer solchen Nacht an betrages in drei Raten vorsehen, und zwar: ven uns zitierten Erklärung Direktor Beers zu„ Die Spieler",„ Der Doppelgänger", all die Greuel denken, die verübt worden sind im eine Anzahlung von 331 Prozent bei Erhebung der stehen, die unmißverständlich besagt, daß für" Der Heiratsantrag". Freitag, 7.30 Uhr: Samstag, 7.30 Uhr: Namen der Gerechtigkeit und im Namen dieser Abonnementstarte und Teilzahlungen der weiteren Prag die bisherige Einrichtung Sonntag, 7.30 Uhr: 3ntimitàfchönen Stadt Tanger , die der Gott des Spieles zwei Drittel in der Zeit vom 1. bis 15. Dezember Schwejt" vereinbart wurde. Unmißverständ„ Nina". Montag, 7.30 Uhr:„ Nina". so vereint, trotz aller Unterschiede verbrüdert, daß und vom 15. Jänner bis 10. Feber. tan jagen fönnte: in dieser Stadt schlagen alle Herzen dem gleichen Gott entgegen, dem Gotte des Zufalls.
Vom Prager Rundfunk
das nun
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Gerichtssaal
,, Transaktionen“.
und als die Gläubi
des ntimitäten". lich für uns, aber in einem anderen Sinne, als ten". 5. Das Abonnement wird innerhalb der Spiel- ihn Herr Dr. Brod nun findet, ist allerdings auch zeit 1931/32 abgespielt werden. von ihm veröffentlichte Kommuniqué; 6. Die Ausgabe des neuen Abonne - denn daß der Prager Aufführung des Schwej!" ments erfolgt für die bisherigen Abon die Fassung von Brod und Reimann, u grunde nenten von Dienstag, den 15. September, an gelegt werden sollte, widerspricht doch durchaus bis einschließlich Dienstag, den 22. September. Die nicht dem ausgeübten Rechte Pallenbergs, die zuNach berühmtem Muster. Abonnenten, welche ihr Abonnement zu erneuern grunde gelegte Fassung in der bisher gebrauchten Prag , 11. September. Dieser Angeklagte scheint Es ist derzeit nicht viel los. Wie am Himmel wünschen, werden ersucht, ihre neuen Abonnements- Einrichtung zu spielen. Aus dem jept von Brod die Regenwolken des vergangenen Sommers immer farten an der Theaterkasse zu beheben. sitierten Kommuniqué durfte er feinesfalls jene ein gelehriger Schüler gewisser zeitgenössischer wieder mit der milden Herbstsonne streiten und ein Neueintretende Abonnenten können ihre Abon- Schlüsse ableiten, die er in seiner ersten uns über Finanzgrößen zu sein. Er machte ein Geschäft trübungewisses Wetter schaffen, so kann auch in unferem Rundfunk die„ Saison" nicht recht in Gangnementsvormerkungen ebenfalls bereits von Diens mittelten Erklärung zog. Herr Dr. Max Brod ver- auf, ließ sich verschiedene Kredite einräumen, bot tommen. Von der Sonntags sendung, Schlagerlieder, tag, den 15. September, an veranlassen, doch beginnt fucht eben wieder einmal, Vereinbarungen auf seine sein Haus als Pfand an- chweigen wir lieber. Was über die Gattung und die Kartenausgabe für neueintretende Abonnenten eigene Art zu interpretieren. Nun, wir haben ger pfänden wollten, stellte sich heraus, daß das in der Wissenschaft, wie Mar Brod Haus nicht ihm gehörte. Seine SchwiegerVereinbarungen ihre Wiedergabe in Rundfunk zu jagen iſt, wurde erst ab Montag, den 5. Oktober. auslegt, ja schon mutter hat es für ihn gebaut. Sie hat in dieser schon bei früherer Gelegenheit gejagt; die neue einige Erfahrung! Weise das Geld angelegt, das sie als Entschädigung Rote brachte nur die weibliche Singstimme und man Mar Ballenberg und Mar Brod. Nun aber zu dem angeblichen Grund Mag für den Tod ihres Mannes erhalten hatte, der lann nicht sagen, daß die Sache dadurch sympathischer Herr Dr. Max Brod, von uns aufgefordert, sich Brods, ausgerechnet in Prag zu protestieren einem Eisenbahnunglüd zum Opfer gefallen war. Singegen brachte der Donnerstagabend ein an- 3 unseren Fragen zu äußern, überfandte uns wir haben uns in dieser Angelegen- Es wurde ein Prozeß daraus, denn der Schwiegergenehmes Konzert des Karlsbader Kurordhesters. gestern einen Brief, an dessen wesentlichen Stellen beit an Mag Pallenberg felber gefohn wurde der betrügerischen Herausiodung e- nicht Der wohlberühmte Klangförper zeigte sich aus er mitteilt, daß das zwischen Direktor Dr. Beer und wendet und können auf Grund der Unterredung sichtigt. Die Zeugin- Schwiegermutter fann cglichen und technisch auf jeder wünschenswerten ihm schriftlich vereinbarte Kommuniqué wörtlich mit ihm folgendes mitteilen: Schon von der Uraufführung bet schreiben( ihr Dorf ist kaum eine EisenbahnSöhe; der erste Programmteil, von Musikdirektor und unmißverständlich" besagt: Rebert Manger geleitet, brachte besonders schön, „ Zwischen Direktor Dr. Beer, der in Prag Piscator angefangen, ist in dem dramati- stunde von Prag entfernt). Aber sie erklärte, trotz fließend und beiter musizierend eine Tvořal- eingelangt ist, und Max Brod wurde die Ver- fierten Schweit" von der Arbeit des Herrn dem Verwandtschaftsverhältnis aussagen zu wollen. Symphonie, der zweite, unter dem Gastdirigenten einbarung getroffen, daß der Prager Aufführung Dr. Max Brod nicht mehr viel übrig Die Aussage war danach und wurde wohl von keiProf. Dr. L. Neuböck, Stüde aus Wagner- Opern. des„ Schweit" die Fassung von Brod und Rei- geblieben und von dem Tage an, da Ballen- nem Menschen im Saale geglaubt. Jedenfalls haben Der Dirigent griff temperamentvoll zu und gab mann zugrunde gelegt wird. Auf Grund dieser berg seinen Schwejt außerhalb Berlins spielte, hat die verschiedenen Vorbilder kommerzieller Tüchtigkeit, dem Oftgehörten frischen Reiz; besonderen Glanz Zusicherung Dr. Beers hat Max Brod die Auf- fich im wesentlichen an der Einrichtung des Schweit deren extremster und widerlichster Fall eine beführungsbewilligung erteilt. Die entgegenstehende nichts geändert; nur einige radifale Szenen, dingte Sterlerstrafe im Gefolge hatte, das ihrige empfing diese Abteilung durch die prachtvolle Stimme Louis Odo Böcks. Darstellung Direktor Dr. Beers ist unrichtig. Sie die bei Piscator gespielt wurden, blieben weg. Der getan, diesen Kleinbauern auf diesen Weg zu brindürfte auf ein Mißverständnis zurückgehen und Schweit", wie er seitdem hunderte Male von gen. Die Verhandlung wurde vertagt.
wurde.
rb.